aktiv Rechtsform GmbH

ZSH GmbH Finanzdienstleistungen

Heidelberg ·HRB 708100 Mannheim

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Langer Anger 3-5
69115 Heidelberg
Handelsregister
HRB 708100, Mannheim
Eintragungsdatum
10. November 2009
Branche
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Eingetragenes Kapital
25.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Unternehmenszweck
Die Vermittlung von Versicherungen, Finanzierungen, Bausparverträgen, Kapitalanlagen sowie Immobilien. Im Rahmen der Vermittlung von Kapitalanlagen werden ausschließlich die Anlageberatung und die Anlage- und Abschlussvermittlung zwischen Kunden und den in § 2 Abs. 6 Nr. 8 KWG genannten Unternehmen erbracht. In Bezug auf die Vermittlung von Investmentfonds ist die Gesellschaft nicht befugt, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Anteilen von Kunden zu verschaffen.

Finanzen

Bilanz

2024
Aktivseite 6,83 Mio
  • Umlaufvermögen 94,6 % 6,46 Mio
  • Anlagevermögen 4,7 % 322,0 k
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,7 % 50,0 k
Passivseite 6,83 Mio
  • Rückstellungen 39,0 % 2,66 Mio
  • Verbindlichkeiten 34,1 % 2,33 Mio
  • Eigenkapital 23,8 % 1,63 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 3,2 % 218,0 k
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Bilanzdaten für 15 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
Erträge 16,1 k
  • Umsatzerlöse 92,1 % 14,8 k
  • Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit 5,6 % −910
  • Sonstige betriebliche Erträge 1,2 % 193
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,8 % −128
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,2 % 36
Aufwendungen 16,7 k
  • Materialaufwand 46,6 % −7,8 k
  • Personalaufwand 26,9 % −4,5 k
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 21,0 % −3,5 k
  • Aufgrund eines Ergenisabführungsvertrages übernommene Verluste (Vorjahr: abgeführte Gewinne) 5,3 % 892
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,1 % −19
  • Sonstige Steuern 0,0 % 0
  • Finanzergebnis 18
  • Ergebnis nach Steuern −892
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GuV-Daten für 8 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Lars Georg Volkmann seit 2022 Geschäftsführer
  • Robert Alexander Hilzensauer seit 2022 Geschäftsführer
  • Angelika Zinkgräf seit 2023 Prokura
  • Dagmar Dück seit 2011 Prokura
  • Polihronis Nestoras seit 2026 Prokura
  • Simone Bechtel seit 2025 Prokura
12 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • MLP SE DEU AG Mannheim, HRB 728672 100,0 % 26k €

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Historie

  1. 2026
  2. 23.06.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Polihronis Nestoras · Gesamtprokura
  3. 23.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Polihronis Nestoras · Gesamtprokura
  4. 2025
  5. 08.12.
    Eintritt eines Mitglieds
    Simone Bechtel · Gesamtprokura
  6. 26.05.
    Austritt einer Position
    Andreas Boßler · Geschäftsführer
  7. 2024
  8. 10.05.
    Austritt einer Position
    H**** R****** · Geschäftsführer
  9. 2023
  10. 09.11.
    Adressänderung
    ZSH GmbH Finanzdienstleistungen
  11. 30.08.
    Eintritt eines Mitglieds
    Angelika Zinkgräf · Gesamtprokura
  12. 18.01.
    Austritt einer Position
    M****** G*** · Geschäftsführer
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Volltext

ZSH GmbH Finanzdienstleistungen

Heidelberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Alle Angaben in T€

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN [1]
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 2
0 2
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 3
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 192 145
193 148
III. Finanzanlagen [2]
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 192 243
192 243
385 393
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [3] 1.137 1.251
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen [4] 949 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände [5] 412 169
2.498 1.421
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks [6] 3.518 4.385
6.016 5.806
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN [7] 21 33
SUMME DER AKTIVA 6.422 6.232

Passiva

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL [8]
I. Gezeichnetes Kapital 25 25
II. Kapitalrücklage 1.600 1.600
1.625 1.625
B. RÜCKSTELLUNGEN [9]
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 747 819
2. Sonstige Rückstellungen 1.350 1.106
2.097 1.925
C. VERBINDLICHKEITEN [10]
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.908 1.703
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7 199
3. Sonstige Verbindlichkeiten 577 523
davon aus Steuern 85 T€ (Vorjahr: 87 T€)
2.492 2.424
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN [11] 208 258
SUMME DER PASSIVA 6.422 6.232

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Alle Angaben in T€

Anhang 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
1. Umsatzerlöse [12] 14.844 15.388
2. Sonstige betriebliche Erträge [13] 193 175
3. Materialaufwand [14] -7.804 -7.962
4. Personalaufwand [15]
a) Löhne und Gehälter -3.820 -2.805
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -685 -573
davon für Altersversorgung: 127 T€ (Vorjahr: 90 T€)
-4.505 -3.378
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen [16] -128 -70
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen [17] -3.510 -4.083
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit -910 70
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36 12
davon aus verbundenen Unternehmen: 16 T€ (Vorjahr: 0 T€)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -19 -17
davon an verbundene Unternehmen: 2 T€ (Vorjahr: 0 T€)
9. Zinsanomalien - -9
Finanzergebnis [18] 18 -14
10. Ergebnis nach Steuern -892 56
11. Sonstige Steuern 0 0
12. Aufgrund eines Ergenisabführungsvertrages übernommene [19] 892 -56
Verluste (Vorjahr: abgeführte Gewinne)
13. Jahresüberschuss [8] - -

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die ZSH GmbH Finanzdienstleistungen hat ihren Sitz in Heidelberg, mit der Adresse Langer Anger 3-5, 69115 Heidelberg. Sie ist unter der Nummer HRB 708100 im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens ist die Vermittlung von Versicherungen, Finanzierungen, Bausparverträgen, Kapitalanlagen sowie Immobilien. Im Rahmen der Vermittlung von Kapitalanlagen werden ausschließlich die Anlageberatung gem. § 1 Abs. 3 Nr. 6 KWG und die Anlagevermittlung zwischen Kunden und den in § 2 Abs. 6 Nr. 8 KWG genannten Unternehmen erbracht. In Bezug auf die Vermittlung von Investmentfonds ist die Gesellschaft nicht befugt, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Anteilen von Kunden zu verschaffen.

Zwischen der ZSH GmbH Finanzdienstleistungen und ihrer Gesellschafterin MLP Finanzberatung SE, Wiesloch, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die MLP Finanzberatung SE ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der MLP SE, Wiesloch.

Zwischen der ZSH GmbH Finanzdienstleistungen und der MLP Finanzberatung SE (Organträger) besteht eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft. Ebenfalls besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der MLP SE, Wiesloch (Organträger).

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfordert zum Teil Schätzungen und Annahmen, die die Beträge der Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können.

2. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Bewertung erfolgte nach den Grundsätzen der Unternehmensfortführung.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Bilanz wurde nach dem in § 266 HGB kodifizierten Gliederungsschema erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB sowie mit Ergänzungen durch § 277 Abs. 3 Satz 2 HGB für die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde zur besseren Darstellung der Ertragslage um die Zwischensummen "Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit" und "Finanzergebnis" ergänzt. Gemäß § 265 Abs. 5 HGB wurde das Finanzergebnis um den Posten "9. Zinsanomalien" erweitert, unter welcher negative Zinserträge erfasst werden.

Die Wertangaben in den tabellarischen Darstellungen werden grundsätzlich in Tausend-Euro-Beträgen (T€) dargestellt. Abweichungen von dieser Darstellungsweise werden direkt bei den einzelnen Tabellen vermerkt. Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit der kleinsten Rundungsdifferenz dar. Bei Additionen der dargestellten Einzelwerte können deshalb Differenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten.

Der im folgenden Berichtsteil genutzte Begriff "Handelsvertreter und Handelsvertreterinnen" umfasst die Handelsvertreter und Handelsvertreterinnen sowie die Handelsmakler und Handelsmaklerinnen.

3. Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für einzelne Bilanzposten

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Anschaffungskosten enthalten neben Anschaffungsnebenkosten jeweils den nicht zum Vorsteuerabzug berechtigten Teil der auf die Anschaffungskosten entfallenden und in Rechnung gestellten Umsatzsteuer.

Die Abschreibungen werden unter Berücksichtigung von § 253 Abs. 3 HGB entsprechend der voraussichtlichen bzw. betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen pro rata temporis.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 € werden im Jahr der Anschaffung aufwandswirksam verbucht. Anlagegüter von mehr als 250 € bis 800 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang erfasst. Für Anlagegüter mit Zugang bis 2019 mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 250 € bis einschließlich 1.000 € wurde das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschal mit 20 % p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben und nach vollständiger Abschreibung als Abgang erfasst.

Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen werden mit den von den Lebensversicherungsgesellschaften ermittelten Aktivwerten angesetzt. Die abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen sind nicht dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und stellen somit kein Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB dar. Sie werden im Finanzanlagevermögen ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bzw. mit dem Barwert angesetzt. Soweit erforderlich werden alle risikobehafteten Posten wertberichtigt. Die Bewertung der abgegrenzten Provisionsansprüche erfolgt auf Basis der im Bestandsverwaltungssystem hinterlegten Bewertungssummen mit den entsprechenden tatsächlichen bzw. durchschnittlichen Provisionssätzen.

Der Posten Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks wird zum Nennwert angesetzt.

In den Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen erfasst, die vor dem Abschlussstichtag geleistet bzw. vereinnahmt worden sind, aber Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Ermittlung des notwendigen Erfüllungsbetrags der Pensionsverpflichtung erfolgt unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Bewertung der Rückstellung berücksichtigt. Entgeltsteigerungen sind aufgrund der bestehenden Versorgungszusagen nicht in die Bewertung mit einzubeziehen. Für unverfallbar ausgeschiedene Pensionsberechtigte oder nach Eintritt des Versorgungsfalles wird als Berechnungsmethode der Barwert der künftigen Pensionsleistungen angewendet. Bei aktiven Versorgungsanwärtern wird das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC) verwendet. Als Rechnungszins wird unter Anwendung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags zu bilanzieren. Sofern sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, sind sie mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Gesellschaft bildet für Stornorisiken aus der Vermittlung von Versicherungsprodukten eine Rückstellung, die auf der Grundlage der historischen Stornoquoten berechnet wird. Die Brutto-Rückstellung für Stornoprovisionen wird mit potenziellen Erstattungsansprüchen an Handelsvertreter und Handelsvertreterinnen saldiert.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt nach dem international favorisierten Anwartschaftsbarwertverfahren (Methode der laufenden Einmalbeträge) unter Verwendung biometrischer Rechnungsgrundlagen nach den Heubeck Richttafeln 2018 G. Die Bewertung durch einen versicherungsmathematischen Gutachter berücksichtigt eine von der Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter abhängige unternehmensindividuelle Fluktuationsrate und einen Rechnungszins von 1,76% (Vorjahr: 1,44%).

Bei den Rückstellungen für Prozessrisiken werden die erwarteten Erstattungsansprüche aus bestehenden Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen rückstellungsmindernd berücksichtigt.

Der Posten Verbindlichkeiten wird mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die ZSH GmbH Finanzdienstleistungen erfasst Versicherungsprämien für Lebensversicherungen, die der Rückdeckung von Pensionsansprüchen dienen, sowie Leistungszahlungen aus diesen Rückdeckungsversicherungen als erfolgsneutralen Vorgang (Aktivtausch). Darüber hinaus gehende Wertveränderungen beim Rückdeckungsanspruch werden ergebniswirksam in den Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens erfasst.

Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB werden nicht gebildet.

Die Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanziellen Verpflichtungen werden zu Nennwerten oder in Höhe des zugesagten Betrags bewertet.

Die in den Umsatzerlösen ausgewiesenen Provisionserträge aus der Vermittlung von Versicherungsverträgen (Abschlussprovisionen) werden erfasst, wenn der ZSH GmbH Finanzdienstleistungen ein Anspruch auf Vergütung zusteht. Der Anspruch auf Vergütung entsteht regelmäßig mit Vereinnahmung des ersten Beitrags des Versicherungsnehmers durch die Versicherungsgesellschaft, frühestens jedoch mit der Policierung des Vertrags. Für vermittelte Altersvorsorge- und Krankenversicherungsverträge erhält die ZSH GmbH Finanzdienstleistungen zum Teil wiederkehrende Bestandspflegeprovisionen. Diese stehen der Gesellschaft solange zu, wie der zu Grunde liegende Vertrag beitragspflichtig ist.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

AKTIVA

[1] Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

Anschaffungskosten:

1.1.2023
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuchungen
T€
31.12.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 311 - - - 311
311 - - - 311
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16 - - - 16
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 463 171 96 - 538
479 171 96 - 554
790 171 96 - 865

Kumulierte Abschreibungen:

1.1.2023
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuchungen
T€
Zuschreibungen
T€
31.12.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 309 2 - - - 311
309 2 - - - 311
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13 1 - - - 15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 318 125 96 - - 346
331 126 96 - - 361
640 128 96 - - 672

Buchwerte:

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 2
0 2
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 3
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 192 145
193 148

Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betrieblichen Nutzungsdauer über folgende Zeiträume vorgenommen:

31.12.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5 Jahre 5 Jahre
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Einbauten in fremde Gebäude 10 Jahre 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Raumausstattungen 7-8 Jahre -
EDV-Hardware 3 Jahre 3 Jahre
Büroeinrichtung/ Büromaschinen 2-13 Jahre 8-13 Jahre

[2] Finanzanlagen

Die Finanzanlagen enthalten Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen in Höhe von 192 T€ (Vorjahr: 243 T€).

[3] Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Forderungen gegen Versicherungsgesellschaften und andere Produzenten aus dem Vermittlungsgeschäft. Sämtliche Forderungen sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Unter anderem beinhaltet dieser Posten Forderungen gegen Versicherungsgesellschaften aus Stornoreserven.

[4] Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Forderungen gegenüber der MLP Finanzberatung SE aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages (Sonstige Vermögensgegenstände). Sämtliche Forderungen sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

[5] Sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen gegen Handelsvertreter 207 69
davon < 1 Jahr (vor Wertberichtigung) 223 82
Wertberichtigung Forderungen Handelsvertreter -16 -13
Forderungen aus Zeitwertkonten 126 87
davon < 1 Jahr 126 87
Forderungen aus geleisteten Kautionen 61 1
davon < 1 Jahr - 1
Sonstiges 19 7
davon < 1 Jahr 19 7
Forderungen aus Eigeninkasso - 6
davon < 1 Jahr (vor Wertberichtigung) - 21
Wertberichtigung Forderungen Eigeninkasso - -16
Gesamt 412 169

Der Posten Sonstige Vermögensgegenstände setzt sich im Wesentlichen aus Forderungen gegen Handelsvertreter und Handelsvertreterinnen, Forderungen aus Zeitwertkonten und Forderungen aus geleisteten Kautionen zusammen.

Die Wertberichtigungen beinhalten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen an Handelsvertreter und Handelsvertreterinnen.

[6] Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
a) Kassenbestand 0 0
b) Guthaben bei Kreditinstituten 3.518 4.385
Gesamt 3.518 4.385

In den Guthaben bei Kreditinstituten sind Guthaben in Höhe von 1.313 T€ (Vorjahr: 641 T€) bei der MLP Banking AG enthalten.

Bestände in Fremdwährung sind nicht vorhanden.

[7] Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen vorausgezahlte Gebühren für Lizenz- und Wartungsverträge.

PASSIVA

[8] Eigenkapital

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 25 25
Kapitalrücklage 1.600 1.600
Gesamt 1.625 1.625

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 25 T€. Alle Anteile wurden zum 31. Dezember 2023 von der MLP Finanzberatung SE gehalten. Die Kapitalrücklage beträgt 1.600 T€ (Vorjahr: 1.600 T€).

Nach § 253 Abs. 6 HGB potenziell ausschüttungsgesperrte Gewinne sind aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der MLP Finanzberatung SE nach § 14 Abs. 1 Satz 1 KStG i.V.m. § 301 AktG vollständig an diese abzuführen.

[9] Rückstellungen

Der Gesamtbetrag der gebildeten Rückstellungen beträgt zum Bilanzstichtag 2.097 T€ (Vorjahr: 1.925 T€).

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belaufen sich auf 747 T€ (Vorjahr: 819 T€).

Der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:

31.12.2023 31.12.2022
Rechnungszins (Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre) 1,83% 1,78%
Rechnungszins (Durchschnitt der vergangenen 7 Jahre) 1,76% 1,44%
Erwartete Rentensteigerungen 2,20% bzw. 3,0% 2,20% bzw. 3,0%

Die erwarteten Rentensteigerungen werden, entsprechend der Ausgestaltung der Versorgungszusagen, aus der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes bzw. der Tarifabschlüsse im privaten Versicherungsgewerbe abgeleitet. Es wurde keine Fluktuation in die Berechnung miteinbezogen, da keine Fluktuation unterstellt wird.

Der Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich auf 4 T€ (Vorjahr: 20 T€).

Die Sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2023 belaufen sich auf 1.350 T€ (Vorjahr: 1.106 T€) und wurden im Wesentlichen für nachfolgende Sachverhalte gebildet:

Für das Risiko einer Rückerstattung vereinnahmter Provisionen infolge des vorzeitigen Wegfalls vermittelter Versicherungsverträge wurde eine Rückstellung für Stornorisiken in Höhe von 543 T€ (Vorjahr: 479 T€) gebildet.

Die Rückstellungen im Personalbereich in Höhe von 400 T€ (Vorjahr: 275 T€) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für Tantieme, Urlaubsansprüche, Jubiläen und Überstunden.

Für Bonusprogramme wurden zum 31. Dezember 2023 eine Rückstellung in Höhe von 143 T€ (Vorjahr: 121 T€) gebildet. Die Rückstellung setzt sich im Wesentlichen aus Incentivierungsprogrammen für den Außendienst zusammen.

Die gebildeten Rückstellungen für Prüfungs- und Jahresabschlusskosten belaufen sich auf 102 T€ (Vorjahr: 65 T€).

Die Rückstellungen für sonstige Risiken aus drohenden oder laufenden Prozessen in Höhe von 54 T€ (Vorjahr: 54 T€) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für das Risiko einer potenziellen Rückzahlung im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren eines Kunden.

Ausstehende Rechnungen zum 31. Dezember 2023 für bezogene aber noch nicht abgerechnete Leistungen wurden durch eine Rückstellung in Höhe von 64 T€ (Vorjahr: 59 T€) berücksichtigt.

[10] Verbindlichkeiten

Zusammensetzung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023

Alle Angaben in T€

Mit einer Restlaufzeit von ...
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1 bis zu 5 Jahren mehr als 5 Jahren mit unbestimmter Laufzeit
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.908 1.908 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7 7 - - -
Sonstige Verbindlichkeiten 577 244 120 4 209
davon: Verbindlichkeiten 209 - - - 209
Stornoreserve
davon: Verbindlichkeiten 85 85 - - -
Steuern
davon: Verbindlichkeiten 77 77 - - -
Tantieme
davon: Verbindlichkeiten 45 45 - - -
gegenüber Mitarbeitern
davon: Sonstiges 161 37 120 4 -
2.492 2.158 120 4 209
Art der Verbindlichkeit Davon gesicherte Beträge Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - -
Sonstige Verbindlichkeiten - -
davon: Verbindlichkeiten Stornoreserve - -
davon: Verbindlichkeiten Steuern - -
davon: Verbindlichkeiten Tantieme - -
davon: Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern - -
davon: Sonstiges - -
- -

Zusammensetzung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022

Alle Angaben in T€

Mit einer Restlaufzeit von ...
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1 bis zu 5 Jahren mehr als 5 Jahren mit unbestimmter Laufzeit
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.703 1.703 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 199 199 - - -
Sonstige Verbindlichkeiten 523 205 120 28 169
davon: Verbindlichkeiten 169 - - - 169
Stornoreserve
davon: Verbindlichkeiten 87 87 - - -
Steuern
davon: Verbindlichkeiten 46 46 - - -
gegenüber Mitarbeitern
davon: Verbindlichkeiten 21 21 - - -
Tantieme
davon: Sonstiges 199 50 120 28 -
2.424 2.106 120 28 169
Art der Verbindlichkeit Davon gesicherte Beträge Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - -
Sonstige Verbindlichkeiten - -
davon: Verbindlichkeiten Stornoreserve - -
davon: Verbindlichkeiten Steuern - -
davon: Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern - -
davon: Verbindlichkeiten Tantieme - -
davon: Sonstiges - -
- -

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Handelsvertreterinnen und Handelsvertretern, die aus offenen Provisionsansprüchen resultieren.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der MLP Dialog GmbH, Wiesloch, in Höhe von 7 T€ aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Wesentlichen gegenüber der MLP Finanzberatung SE, Wiesloch, in Höhe von 124 T€ aus Sonstigen Verbindlichkeiten, gegenüber der DOMCURA Aktiengesellschaft, Kiel, 35 T€ sowie gegenüber der Jahn & Sengstack GmbH, Hamburg, 21 T€ aus Lieferungen und Leistungen.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Stornoreserve i. H. v. 209 T€ (Vorjahr: 169 T€), Verbindlichkeiten aus abzuführender Lohn- und Kirchensteuer i. H. v. 85 T€ (Vorjahr: 87 T€), Verbindlichkeiten Tantieme i. H. v. 77 T€ (Vorjahr: 21 T€) sowie gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern i. H. v. 45 T€ (Vorjahr: 46 T€). Weiterhin beinhaltet der Posten eine Rentenverbindlichkeit aus Kaufpreisrente in Höhe von 148 T€ (Vorjahr: 172 T€).

[11] Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen vorzeitig erhaltene Provisionen von Versicherungsgesellschaften, die erst im Folgejahr zu Erträgen führen.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

[12] Umsatzerlöse

in T€ 2023 2022
Provisionserlöse Altersvorsorge 5.885 4.993
Provisionserlöse Sachversicherung 4.146 5.347
Provisionserlöse Krankenversicherung 2.136 2.023
Provisionserlöse Finanzierung 1.081 1.322
Provisionserlöse Vermögensmanagement 896 885
Erlöse Übrige Beratungsvergütungen 498 497
Provisionserlöse Immobilienvermittlung 141 261
Sonstige Umsatzerlöse 60 60
Gesamt 14.844 15.388

Die Sonstigen Umsatzerlöse umfassen Erträge aus der Untervermietung von Geschäftsräumen.

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich in Deutschland erwirtschaftet.

[13] Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2023 2022
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 72 38
Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen auf Forderungen 31 47
Erträge aus der Weiterbelastung mit Handelsvertretern 26 29
Andere sonstige betriebliche Erträge 64 61
Gesamt 193 175

In den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Tantiemen und der Rückstellungen für Incentiveprogramme enthalten.

In den anderen sonstigen betrieblichen Erträgen sind unter anderem Erträge aus weiterbelasteten Sachbezügen in Höhe von 26 T € (Vorjahr: 17 T €) enthalten.

Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von 20 T€ (Vorjahr: 17 T€) enthalten.

[14] Materialaufwand

Der Materialaufwand umfasst größtenteils Aufwendungen für Handelsvertreterinnen und Handelsvertreter.

[15] Personalaufwand

in T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter 3.820 2.805
Soziale Abgaben 558 483
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 127 90
Gesamt 4.505 3.378

Die Löhne und Gehälter umfassen die festen und variablen Vergütungsbestandteile der Mitarbeitenden und der Geschäftsführung.

[16] Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Der Gesamtbetrag der Abschreibungen beträgt 128 T€ (Vorjahr: 70 T€). Im Geschäftsjahr 2023 fielen, wie im Vorjahr, keine außerplanmäßigen Abschreibungen an.

Hinsichtlich der Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 verweisen wir auf den Anlagespiegel in der Anhangangabe [1].

[17] Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T€ 2023 2022
Konzernumlagen 721 1.633
Beratung 701 712
Fremdleistungen 405 307
Miete und Leasing 346 268
Aufwand Handelsvertreter 345 236
EDV-Betrieb 304 290
Verwaltungsbetrieb 275 161
Sonstige Personalkosten 67 140
Reisekosten 57 19
Versicherungsbeiträge 50 54
Repräsentation und Werbung 40 66
Beiträge und Gebühren 40 51
Prüfungskosten 37 50
Bewirtung 32 16
Aus- und Weiterbildung 24 20
Abschreibungen und Wertminderungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12 21
Instandhaltung 5 14
Übrige 48 24
Gesamt 3.510 4.083

Die Beratungsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus EDV-Beratungskosten sowie allgemeinen Beratungs-, Rechts- und Steuerberatungskosten.

Die Fremdleistungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Vertriebsservices für Handelsvertreterinnen und Handelsvertreter durch die MLPdialog GmbH, Wiesloch, sowie Beratungsleistungen zur IT-Unterstützung.

Die Aufwendungen für Miete und Leasing beinhalten hauptsächlich Mietaufwendungen und für das Verwaltungsgebäude in Heidelberg sowie weitere Räumlichkeiten im Bundesgebiet.

Der Aufwand Handelsvertreter umfasst im Wesentlichen Zuwendungen für Consultants sowie Aufwand für Incentivierungsprogramme.

Die Aufwendungen für EDV-Betrieb resultieren aus der Nutzung und dem Betrieb von Hard- und Software sowie deren Wartungsaufwendungen.

Die Aufwendungen des Verwaltungsbetriebs setzen sich im Wesentlichen aus Reinigungsaufwendungen, Nebenkosten, Telefonaufwendungen sowie Aufwendungen für Bürobedarf zusammen.

Die sonstigen Personalkosten enthalten unter anderem Aufwendungen für Personalberatung.

Die Prüfungskosten enthalten Aufwendungen für die Prüfung des Jahresabschlusses.

Die Übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unter anderem Aufwendungen für PKW, Kleingeräte, Möbel sowie für Fachliteratur.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 30 T€) enthalten.

[18] Finanzergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten im Wesentlichen Zinserträge aus Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 18 T€ (Vorjahr: 9 T€) und Erträge aus Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 16 T€ (Vorjahr: 0 T€).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen mit 15 T€ (Vorjahr: 16 T€) maßgeblich auf Zinsaufwendungen aus Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen.

[19] Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommene Verluste

Gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag zwischen der ZSH GmbH Finanzdienstleistungen und der MLP Finanzberatung SE wurde für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 der gesamte Verlust in Höhe von 892 T€ von der MLP Finanzberatung SE übernommen (im Vorjahr abgeführter Gewinn: 56 T€).

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Außerbilanzielle Geschäfte und Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen zum Bilanzstichtag in folgender Höhe:

in T€ 2024 2025 2026 ab 2027 Summe:
Miete Verwaltungsgebäude 328 245 251 1.937 2.762
Wartungs-/Lizenzverträge 296 - - - 296
Miete BGA 48 - - - 48
Kfz-Leasing 43 39 29 21 132
Outsourcing IT-Technik 41 41 41 44 166
Dienstleistungsverträge 16 4 2 - 22
773 329 323 2.002 3.427

Im Vorjahr bestanden aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen in folgender Höhe:

in T€ 2023 2024 2025 ab 2026 Summe:
Miete Verwaltungsgebäude 294 279 196 1.795 2.564
Wartungs-/Lizenzverträge 312 30 - - 342
Outsourcing IT-Technik 32 32 32 67 163
Kfz-Leasing 13 13 9 - 35
Miete BGA 21 2 - - 23
Dienstleistungsverträge 13 3 1 - 17
686 359 238 1.862 3.145

2. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und Gesamtbezüge

Geschäftsführung der ZSH GmbH Finanzdienstleistungen

Die Geschäftsführung setzt sich zusammen aus:

Herr Lars Georg Volkmann (Sprecher), Dipl. Betriebswirt, gemeinsam vertretungsberechtigt mit einem Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

Herr Andreas Boßler, Dipl. Betriebswirt, gemeinsam vertretungsberechtigt mit einem Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

Herr Robert Hilzensauer, Betriebswirt VWA, gemeinsam vertretungsberechtigt mit einem Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

Frau Heike Rotermund, Pädagogin, gemeinsam vertretungsberechtigt mit einem Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

Bezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtvergütung für die am Stichtag tätigen Mitglieder der Geschäftsführung setzt sich zusammen aus laufenden Bezügen fester und variabler Art in Höhe von 1.069 T€ (Vorjahr: 737 T€).

Zum 31. Dezember 2023 bestanden Pensionsrückstellungen für ausgeschiedene Mitglieder der Geschäftsführung in Höhe von 215 T€ (Vorjahr: 226 T€).

3. Honorare Abschlussprüfer

Aufwendungen für Honorare im Zusammenhang mit Leistungen von der Gesellschaft, die mit der Jahresabschlussprüfung beauftragt wurde, sind den entsprechenden Angaben im Konzernanhang der MLP SE zu entnehmen.

4. Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer belief sich auf:

31.12.2023 31.12.2022
Leitende Angestellte 2 1
Angestellte 42 37
geringfügig Beschäftigte 2 2
Summe 46 40

Im Geschäftsjahr 2023 wurden, wie auch im Vorjahr, keine Personen ausgebildet.

5. Ergebnisverwendungsbeschluss

Am 15. Dezember 2018 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2019 ein neuer Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der MLP Finanzberatung SE und der ZSH GmbH Finanzdienstleistungen geschlossen. Die Eintragung ins Handelsregister der ZSH GmbH Finanzdienstleistungen erfolgte am 2. Januar 2019.

6. Nachtragsbericht

Es ergaben sich keine nennenswerten Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ZSH GmbH Finanzdienstleistungen.

7. Beziehung von verbundenen Unternehmen

Die ZSH GmbH Finanzdienstleistungen ist eine hundertprozentige Tochter der MLP Finanzberatung SE, Wiesloch, die wiederum eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der MLP SE mit Sitz in Wiesloch ist.

Die MLP SE erstellt in ihrer Eigenschaft als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht. Die ZSH GmbH Finanzdienstleistungen wird in den Konzernabschluss der MLP SE einbezogen.

Dieser ist auf der Internetseite der Gesellschaft auf www.mlp-se.de veröffentlicht. Der Konzernabschluss der MLP SE wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Ergänzend werden die nach § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Er wird innerhalb der gesetzlichen Fristen der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt.

 

Heidelberg, den 8. März 2024

ZSH GmbH Finanzdienstleistungen

Die Geschäftsführung:

Lars Georg Volkmann

Andreas Boßler

Robert Hilzensauer

Heike Rotermund

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 21. Mai 2024 festgestellt.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Die im folgenden Lagebericht aufgeführten Werte wurden auf die erste Nachkommastelle gerundet. Bei Additionen der dargestellten Einzelwerte sind deshalb Differenzen zu den ausgewiesenen Summen möglich.

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die ZSH GmbH Finanzdienstleistungen (ZSH) erbringt individuelle Finanzdienstleistungen, insbesondere im Bereich der Vorsorge- und Vermögensplanung. Dies beinhaltet die Verwaltung und Vermittlung von Versicherungsverträgen aller Art sowie den Abschluss von Kapitalanlagegeschäften und Finanzierungen. Dabei greift die Gesellschaft auf unterschiedliche Produktpartner zurück.

Der Vertrieb erfolgt durch selbständige Handelsvertreter und Kooperationspartner im gesamten Bundesgebiet, die den Vertriebswegen MEDent, ZSH Easy und exNordias zugeordnet sind.

ZSH MEDent stellt den angestammten Vertriebsweg der ZSH dar. Die Kunden stammen vorwiegend aus dem Medizinerbereich, oder gehören einer vermögenden Kundenschicht an. Der Vertriebsweg ZSH Easy bietet Handelsvertretern die Möglichkeit, Kunden systembasiert zu betreuen. Der Bereich befindet sich weiterhin im Aufbau. Die Kooperationspartner (Handelsvertreter nach § 93 HGB) der ehemaligen nordias GmbH Versicherungsmakler bilden den dritten Vertriebsweg der ZSH ab.

Zum 31.12.2023 waren 31 Handelsvertreter (31.12.2022: 30) und 6 Kooperationspartner (31.12.2022: 6) für den Vertriebsweg MEDent tätig. Dem Vertriebsweg ZSH Easy waren zum Geschäftsjahresende 26 Handelsvertreter zugeordnet (31.12.2022: 10). Insgesamt vermittelten 1.029 Kooperationspartner (31.12.2022: 1.088) über den Vertriebsweg der ehemaligen nordias GmbH Verischerungsmakler.

Neben der Unternehmenszentrale in Heidelberg unterhält die ZSH Niederlassungen in Hamburg und Erfurt. Im November 2023 wurde die Unternehmenszentrale verlegt. Die Büroräume befinden sich jetzt in der Heidelberger Bahnstadt, Langer Anger 3-5.

Die Geschäftsführung der ZSH GmbH Finanzdienstleistungen beurteilt die Geschäftsentwicklung und entscheidet über die Ressourcenallokation. Die Provisionserträge sowie das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit stellen als Maßgrößen für die Geschäftsentwicklung die zentralen Steuerungsgrößen und Leistungsindikatoren der ZSH dar. Weitere wichtige Faktoren, den wir beobachten, ist die Entwicklung des Neugeschäfts, sowie der Zuwachs neuer Beraterinnen und Berater vor allem im Vertriebsweg ZSH Easy.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

ZSH erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse ausschließlich in Deutschland. Im Folgenden wird deshalb vor allem auf die wirtschaftliche Entwicklung hierzulande näher eingegangen, da sie für die Beurteilung des Geschäftserfolgs eine wichtige Rolle spielt.

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die Wirtschaft war im Jahr 2023 durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine, die Rekordinflation und zahlreiche weitere Unsicherheiten geprägt. Deutschlands Wirtschaftsleistung verharrte im Berichtsjahr auf dem Niveau von Ende 2019. Der private Konsum litt unter dem Kaufkraftentzug infolge der hohen Inflation. Die Industrie bekam hohe Energiekosten und zunehmende Nachteile im globalen Wettbewerb zu spüren. Insgesamt befindet sich die deutsche Wirtschaft 2023 nach Einschätzung von FERI in einem Prozess eines tiefgreifenden Strukturwandels, der unter anderem durch die demografische Entwicklung und den daraus resultierenden Mangel an Arbeitskräften gekennzeichnet ist.

Entsprechend sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 laut FERI auf - 0,1 %; damit bildete Deutschland das Schlusslicht in Europa.

Die Verbraucherstimmung in Deutschland war im Berichtsjahr von Verunsicherung und Sorgen geprägt. Nach drei Rückgängen in Folge stabilisierte sich das Konsumklima zum Jahresende. Sein Niveau blieb aber sehr niedrig und es waren zum Jahresende keinerlei Signale für eine nachhaltige Erholung erkennbar. Der Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) lag im Dezember 2023 bei -27,6 Punkten (Dezember 2022: -40,1).

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich gegen Ende des Berichtsjahres leicht verbessert. Der ifo-Geschäftsklimaindex lag im November 2023 bei 87,3 Punkten (Vorjahr: 86,3 Punkte). Im Dezember 2023 fiel/stieg der Index auf 86,4 Punkte.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland wurde 2023 durch den anhaltenden Wirtschaftsabschwung beeinträchtigt. Gemessen an der schwachen Konjunktur hielt er sich aber vergleichsweise gut. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 190.000 auf 2,609 Mio. Personen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,7 % (2022: 5,3 %).

Nach Angaben des Arbeitskreises "Steuerschätzungen" erhöhten sich die Bruttolöhne und -gehälter im Berichtsjahr um 6,6 % (2022: 6,0 %). Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte stieg laut Finanzbericht 2024 der Bundesregierung um 4,8 % (2022: 4,6 %). Die Sparquote in Deutschland lag nach Angaben von FERI im Berichtsjahr bei 11,6 % (2022: 10,8 %).

Die Inflationsrate hat sich im Jahresverlauf 2023 von einem sehr hohen Niveau von 8,7 % im Januar auf 3,2 % im November merklich abgeschwächt, ist aber immer noch auf deutlich erhöhtem Niveau. Für das Gesamtjahr verzeichnete Deutschland eine durchschnittliche Inflationsrate von 5,9 %. Die Notenbanken haben ihre restriktive Geldpolitik auch im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt: Seit Ende Oktober lag der Leitzins für den Euroraum bei 4,5 %

Insgesamt war das gesamtwirtschaftliche Umfeld im Jahr 2023 volatil und herausfordernd, was sich auch auf die Geschäftsaktivitäten von ZSH belastend auswirkte.

Branchensituation und Wettbewerbsumfeld

Altersvorsorge

Die Entwicklung der Lebensversicherungsbranche war nach Einschätzung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) durch das makroökonomische Umfeld im Berichtsjahr weiterhin eingetrübt. Die anhaltenden Unsicherheiten durch die Energiekrise und stark gestiegene Lebenshaltungskosten haben dafür gesorgt, dass positive Impulse für das Neugeschäft in der Lebensversicherung zunächst ausblieben. Dies führte im Markt zu einer anhaltenden Zurückhaltung beim Abschluss längerfristiger Verträge und auch im Bereich Einmalbeiträge.

Fast ein Drittel (32 %) der Deutschen sorgte seit dem Beginn des Ukrainekriegs und dem starken Anstieg der Inflation weniger für den Ruhestand vor als bisher, hat eine aktuelle Umfrage der AXA ergeben. Genauso viele Befragte (32 %) geben an, gar nicht für die private Altersvorsorge zu sparen.

Noch am höchsten ist die Bereitschaft für die private Altersvorsorge zu sparen bei Jüngeren, dies zeigt die AXA-Umfrage: Knapp die Hälfte (47 %) der 18- bis 24-Jährigen investiert monatlich für den Ruhestand; von den 25- bis 34-Jährigen sind es sogar 63 %.

In der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) bremste 2023 das schwierige wirtschaftliche Umfeld das Geschäft. So sank einer Studie von Deloitte zufolge der Anteil der Befragten, die vom Arbeitgeber eine bAV finanziert bekommen, von 50 % im Jahr 2022 auf 44 % im Berichtsjahr.

Die laufenden Beiträge beim Neugeschäft in der Lebensversicherung blieben nach Angaben des Branchenverbandes GDV für 2023 auf dem Niveau von 2022. Die Einmalbeiträge gingen um - 13,1 % im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Insgesamt rechnet der GDV für das Gesamtjahr 2023 mit einem Minus von 5,2% bei den Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung.

Sachversicherung

Trotz der weiterhin unsicheren konjunkturellen Wirtschaftslage entwickelten sich Sachversicherungen im Jahr 2023 besser als prognostiziert und lagen oberhalb des langfristigen Wachstumstrends von rund 3 % jährlich.

Gewerbeversicherungen sind für Vermittler ein bedeutendes Geschäftsfeld, das in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen hat. 63 % der Befragten einer Studie von AssCompact messen dem gewerblichen Schaden- und Unfallgeschäft aktuell eine sehr hohe oder hohe Relevanz bei, unter anderem, weil die Sparte langfristige Kundenbeziehungen ermöglicht. Noch vor fünf Jahren sah das nur die Hälfte so - der aktuelle Wert bedeutet einen Zuwachs von 13 Prozentpunkten.

Ein wichtiger Treiber für die positive Entwicklung in der Sachversicherung waren Prämienerhöhungen über alle Sparten. So waren laut Analysehaus Assekurata die gestiegenen Beitragseinnahmen 2023 weniger auf das Neugeschäft als auf Prämienanpassungen zurückzuführen.

Inflationsgetriebene Summenanpassungen, steigende Preise für Baudienstleistungen haben laut GDV in 2023 zu einer höheren Beitragsdynamik geführt. In der Wohngebäudeversicherung stiegen die Beiträge 2023 gegenüber dem Vorjahr um 16,0 %, in der Hausrat- um 6,0 %.

Insgesamt rechnet der GDV für 2023 mit einem Beitragswachstum in der Schaden- und Unfallversicherung von 6,6 %.

Krankenversicherung

Die Private Krankenversicherung ist nach den jüngsten Zahlen des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV) erneut gewachsen. Die Gesamtzahl an Versicherungen stieg um mehr als 880.000 auf 38,7 Mio. Damit ist fast jeder zweite Bundesbürger privatversichert.

In der Vollversicherung wechselten schon das sechste Jahr in Folge mehr Menschen aus der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die PKV als umgekehrt. Im Saldo ergab sich ein deutliches Plus von 48.000 Versicherten zugunsten der PKV (Saldo 2021: +30.100). Laut PKV-Verband belief sich die Zahl der Vollversicherten 2023 auf 8,71 Mio. Personen.

Immer mehr Menschen wollen die private Vorsorge nutzen, um die Leistungen der GKV aufzustocken. Die Zahl der Zusatzversicherungen stieg laut PKV-Verband um 2,5 % auf 29,98 Mio. Der Trend ist demnach ungebremst. Dabei sind laut dem Analysehaus Assekurata weiterhin Zahntarife mit rund 18 Mio. Policen mit Abstand der Verkaufsschlager unter den Zusatzversicherungen.

Für die Private Krankenversicherung rechnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für 2023 insgesamt mit einem Anstieg des Beitragsaufkommens von 3,9 %. Dahinter stehen insbesondere höhere Leistungen und eine anhaltende Nachfrage nach Krankenzusatzversicherungen.

Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) verzeichnete 2023 nach Angaben des PKV-Verbands erneut ein starkes Wachstum: Immer mehr Unternehmen in Deutschland bieten mittlerweile ihren Mitarbeitern eine komplett vom Arbeitgeber gezahlte bKV an. Die Zahl der Beschäftigten, die von einer bVK profitieren, stieg um 11,6 % von 1,77 Mio. auf 1,97 Mio. Personen im Jahr 2023. Damit hat sich die Zahl der bKV-Versicherten seit 2016 trotz teilweise coronabedingter Zurückhaltung auf Arbeitgeberseite fast verdreifacht.

Finanzierung

Die Notenbanken haben ihre restriktive Geldpolitik auch im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich mit einer beispiellosen Serie von insgesamt zehn Zinsschritten seit Juli 2022 gegen die Rekordinflation im Zuge des Ukraine-Kriegs gestemmt. Seit Ende Oktober lag der Leitzins für den Euroraum bei 4,5 %.

Die Zinsen für Immobiliendarlehen haben 2023 nach Einschätzung des Finanzierungsvermittlers Interhyp ihren Höhepunkt erreicht und sich auf vergleichsweise hohem Niveau stabilisiert. Im September hatten die Zinsen für zehnjährige Immobiliendarlehen die 4-Prozent-Marke nach oben durchbrochen und waren damit auf ein 12-Jahres-Hoch gestiegen. Im Oktoberverlauf legten die Zinsen nochmals auf 4,3 % zu. Seit Jahresbeginn 2023 summierte sich damit der Anstieg auf 0,5 Prozentpunkte. Die Nachfrage nach Baufinanzierungen ist im Zuge der Zinswende und gestiegener Baukosten im Berichtsjahr weiter eingebrochen. Das Neugeschäft deutscher Banken mit Immobiliendarlehen fiel im September auf 12,3 Mrd. € und lag damit auf dem niedrigsten Septemberwert seit 20 Jahren und dem zweitniedrigsten Monatswert seit der Zinswende, wie Daten der Beratungsfirma Barkow Consulting zeigen. Das Volumen der neu vergebenen Baufinanzierungen lag rund 24 % unter dem Vorjahreszeitraum.

Die Immobilienpreise und Finanzierungssummen haben sich laut Interhyp im Laufe des Berichtsjahres stabilisiert. Durchschnittlich kostete eine Immobilie im 4. Quartal 2023 inklusive Nebenkosten 440.000 € und damit 6,9 % weniger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Im Vergleich zum 3. Quartal 2023 fiel allerdings der Preisverfall mit 3,3 % bzw. 15.000 € bereits deutlich geringer aus.

Vermögensmanagement

Das Marktumfeld im Bereich Vermögensmanagement war im Berichtszeitraum komplex. Wesentliche Treiber waren neben der strukturell erhöhten Inflation eine anhaltend restriktive Geldpolitik und daraus resultierend ein globaler Liquiditätsentzug mit der Folge globaler Rezessionsrisiken und erhöhter Risiken im Finanzsystem. Hinzu kamen die fortlaufenden Auswirkungen einer geopolitischen Zeitenwende mit einer globalen Blockbildung und einer forcierten De-Globalisierung als Megatrend. Das Ende des über Jahrzehnte gewohnten Umfelds niedriger Inflation und moderater Zinsen hat spürbare Implikationen für alle Anlageklassen.

Das private Geldvermögen der Deutschen ist im Berichtszeitraum gewachsen. Im dritten Quartal betrug laut Bundesbank das Vermögen der Privathaushalte bestehend aus Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen 7.467 Mrd. € und lag somit 213 Mrd. € über dem Wert von Ende 2022 (7.254 Mrd. €). Das Interesse an Aktien verblieb auf niedrigem Niveau. Private Haushalte investierten per Saldo zuletzt nur noch knapp 1 Mrd. € in Aktien und sonstige Anteilsrechte.

Laut einer Umfrage von JP Morgan sagten 60 % der befragten Deutschen, aufgrund der anhaltend hohen Inflation und der damit verbundenen Preissteigerungen weniger oder gar nichts zu sparen oder zu investieren. Nur 14 % können es sich leisten, mehr zu sparen oder anzulegen, um die hohe Inflation auszugleichen.

Dem Bundesverband Investment und Asset Management e. V. (BVI) zufolge verzeichnete die deutsche Fondsbranche per Ende September insgesamt Zuflüsse von 55,4 Mrd. €, das ist ein Zuwachs von rund 5 Prozent.

Zum 30. September 2023 verwalteten die Fondsgesellschaften ein Vermögen von 3.977 Mrd. €. Nach dem schnellen Zinsanstieg und der damit verbundenen Rückkehr attraktiver Anleiherenditen gelten neue Rahmenbedingungen für die strategische und taktische Asset Allokation.

Immobilien

Die Aussichten für die deutsche Immobilienwirtschaft waren laut einer DZ-Studie im Jahr 2023 düster -und haben sich gegenüber dem Vorjahr noch einmal deutlich eingetrübt. Die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und die Unsicherheiten durch die geopolitischen Rahmenbedingungen strahlten auf den Immobilienmarkt aus. Neben den kräftig gestiegenen Zinsen litt die Branche unter strukturellen Hemmnissen wie Bürokratie, Demografie, hohen Rohstoff- und Energiepreisen sowie Infrastrukturmängeln. Erst gegen Ende des Berichtsjahres war eine leichte Aufhellung der Lage zu beobachten.

Der deutsche Immobilienmarkt verzeichnete der jüngsten GEWOS-Immobilienmarktanalyse zufolge im Berichtsjahr einen historischen Markteinbruch. Die bundesweiten Umsätze dürften 2023 um 29,1 % auf rund 198,1 Mrd. € gesunken sein. Gleichzeitig dürfte die Zahl der Immobilienkäufe um knapp 25 % auf rund 591.800 zurückgegangen sein. Das wäre der niedrigste Wert seit 1995.

Die Summe der gekauften Objekte über die vier Marktsegmente Eigenheime, Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäuser und Wohnbauland dürften laut Angaben von GEWOS ebenfalls um knapp 25 % gegenüber dem Vorjahr auf 452.000 gefallen sein; die Umsätze sogar um 29,5 % auf rund 149,2 Mrd. €.

Trotz der aktuell angespannten Lage betrachten die Deutschen Immobilien nach wie vor als die geeignetste Form der privaten Altersvorsorge. 73 % der Bevölkerung zwischen 25 und 60 Jahren bewerten eine eigene Immobilie als ein gutes oder sehr gutes Investment, um den Lebensstandard im Alter zu sichern, zu diesem Ergebnis kommt die Continentale-Studie 2023.

Die seit Mitte 2022 laufenden Preisanpassungen auf dem deutschen Immobilienmarkt setzten sich auch 2023 fort. Der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) stand im 3. Quartal 2023 bei 179,2 Punkten und hat damit seit seinem Höchststand im zweiten Quartal 2022 (194,8 Punkte) 8,0 % eingebüßt. Im Vergleich zum Vorjahr belief sich das Minus bei den Immobilienpreisen gegenüber dem 3. Quartal 2022 auf 7,1 %. Seit ihrem Höchststand zur Jahresmitte 2022 nahmen die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland um 7,0 % ab.

Wettbewerb und Regulierung

Die Wettbewerbssituation auf dem deutschen Markt für Finanzdienstleistungen hat sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Branche ist nach wie vor sehr heterogen und von Konsolidierungstendenzen gekennzeichnet. Zu den Anbietern zählen zahlreiche Finanzvertriebe, Einzelmakler, Banken, Versicherungen und freie Finanzvermittler sowie Fintechs bzw. InsurTechs, die ein sehr unterschiedliches Qualitätsniveau in der Beratung bieten.

Bei der Kleinanlegerschutzstrategie hat EU-Kommissarin McGuinness in ihrem Ende Mai 2023 offiziell eingebrachten Entwurf doch noch Abstand von ihrem ursprünglichen Vorhaben genommen, ein grundlegendes Provisionsverbot bei der Vermittlung von Finanzprodukten in Europa einzuführen. Entschieden dagegen hatten sich zuvor der deutsche Finanzminister und eine Mehrheit der Mitgliedstaaten im Rat positioniert. Absehbar können Verbraucherinnen und Verbraucher somit auch weiterhin vom Wettbewerb der Vergütungssysteme Honorar und Provision profitieren. Auch die deutsche Versicherungsaufsicht hat den Verzicht auf ein Provisionsverbot begrüßt.

Die "Fokusgruppe private Altersvorsorge" hat im Berichtszeitraum ihren Abschlussbericht vorgelegt. Auf die Einführung eines "Staatsfonds" soll verzichtet werden, was angesichts der Herausforderungen und Probleme bei Initiierung und Verwaltung eines solchen Vehikels sowie eines bereits bestehenden ausreichenden privaten Angebots zu begrüßen ist. Kritisch am Abschlussbericht ist hingegen der vorgeschlagene Wegfall der Verrentungspflicht zu sehen, da die Absicherung der Langlebigkeit von Menschen nur mittels lebenslanger Rentenzahlungen garantiert erreicht werden kann. Der laufende Prozess beim Wachstumschancengesetz ist relevant mit Blick auf die Immobilienvermittlung bei der ZSH GmbH Finanzdienstleistungen. Dies betrifft insbesondere die im Gesetzesentwurf vorgesehene degressive AfA (Absetzung für Abnutzung) für Projekte. Nachdem der Bundestag den Entwurf Ende 2023 verabschiedet hatte, steht noch die Zustimmung des Bundesrats aus.

Einen wichtigen Regulierungsaspekt stellt für die ZSH GmbH Finanzleistungen als Teil der MLP Gruppe weiterhin die Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor dar, die in Teilen bereits am 10. März 2021 in Kraft getreten ist. Grundlage der Verordnung ist das Pariser Klimaschutzabkommen und der darauf aufbauende EU-Aktionsplan, der konkrete Nachhaltigkeitsziele für den Finanzsektor definiert. So sollen Kapitalflüsse künftig stärker auf nachhaltige Investments ausgerichtet, Umweltrisiken umfassender berücksichtigt und die Transparenz von Finanzprodukten gefördert werden. Die Finanzdienstleistungsbranche soll somit die Transformation der gesamten Wirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit unterstützen und auch steuern. Die Umsetzung erfolgt über Anpassungen bei den Offenlegungspflichten, der MiFID II- und der IDD-Richtlinie sowie über eine Reihe neuer Regularien wie einem einheitlichen EU-Klassifizierungssystem, neuen EU-Benchmarks und verschiedenen EU-Standards für eine nicht-finanzielle Berichterstattung.

Mit dem 2023 in Kraft getretenen Gesetz für einen besseren Schutz hinweisgebender Personen, das die Whistleblowing-Richtlinie in deutsches Recht umsetzt, werden alle Unternehmen und Organisationen ab einer Beschäftigtenzahl von 50 Mitarbeitenden zur Einrichtung interner Meldewege verpflichtet. Das Gesetz regelt den Schutz natürlicher Personen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit Informationen über Verstöße erlangen, vor nachteiliger Behandlung nach Weitergabe solcher Hinweise.

Insgesamt sind die regulatorischen Entwicklungen als herausfordernd zu bewerten. Eine Schere aus tendenziell sinkenden Provisionserlösen pro Stück bei gleichzeitig steigenden Stück- und Verwaltungskosten - kombiniert mit einer erhöhten Preissensibilität der Kunden - kann auch für die ZSH GmbH Finanzdienstleistungen die Profitabilität des Geschäftsmodells beeinträchtigen. Unabhängig davon sieht sich ZSH im relativen Vergleich zu anderen Marktteilnehmern unter anderem aufgrund der Zugehörigkeit im MLP-Verbund sehr gut aufgestellt.

2.2. Geschäftsverlauf

Die ZSH konnte ihre Geschäftsfelder weitgehend stabil halten bzw. weiter ausbauen.

Die Altersvorsorge profitierte von der erhöhten Nachfrage im abgelaufenen Geschäftsjahr. Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir die Erlöse erfreulich steigern.

In der Krankenversicherung entwickelten sich unsere Erlöse ebenfalls positiv und lagen leicht über dem Vorjahresniveau.

Das Sachversicherungsgeschäft hat sich unter Berücksichtigung eines Sondereffekts im Vorjahr stabil entwickelt.

Die Sparte Vermögensmanagement und die übrigen Beratungsvergütungen lagen auf Vorjahresniveau. Aufgrund der Marktlage in 2023 entwickelten sich die Sparten Finanzierung und Immobilienvermittlung negativ.

Die im Vorjahr getroffene Prognose von gleichbleibenden bzw. leicht sinkenden Gesamterlösen wurde im Geschäftsverlauf erfüllt. Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit ist wie prognostiziert deutlich gesunken.

2.3. Lage

2.3.1. Ertragslage

Unsere Umsatzerlöse, die sich im Wesentlichen aus Provisionserträgen zusammensetzen, betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 14.844 (Vorjahr: TEUR 15.388). Davon entfielen TEUR 5.885 (Vorjahr: TEUR 4.993) auf den Bereich Altersvorsorge und TEUR 2.136 (Vorjahr: TEUR 2.023) auf die Vermittlung von Krankenversicherungen. TEUR 4.146 (Vorjahr: TEUR 5.347) wurden in der Sparte Sachversicherung erlöst. In der Sparte Vermögensmanagement wurden TEUR 896 (Vorjahr: TEUR 885) erlöst. Die Erlöse aus der Immobilienvermittlung betrugen TEUR 141 (Vorjahr: TEUR 261), die Erlösbeiträge aus den Sparten Finanzierung und übrige Beratungsvergütungen trugen jeweils in Höhe von TEUR 1.081 (Vorjahr: TEUR 1.322) bzw. TEUR 498 (Vorjahr: TEUR 497) zu den Umsatzerlösen bei.

Der Materialaufwand (Provisionsaufwand an Handelsvertreter) fiel umsatzbedingt im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 7.804 (Vorjahr: TEUR 7.962).

Der Personalaufwand ist durch den planmäßigen Personalaufbau auf TEUR 4.505 (Vorjahr: TEUR 3.378) angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von TEUR 4.083 auf TEUR 3.510 durch den Wegfall von bezogenen Leistungen im Konzernverbund vermindert. Gegenläufig wirkten sich gestiegene Aufwendungen für den Aufbau des Vertriebswegs ZSH Easy, sowie einmalige Aufwände für den Umzug in die neuen Büroräume der Gesellschaft auf den Posten aus.

Im Wesentlichen beeinflusst durch die beschriebenen Sachverhalte verminderte sich das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) auf TEUR -910 (Vorjahr: TEUR 70).

2.3.2. Finanzlage

ZSH ist ein reines Dienstleistungsunternehmen. Dadurch ist das Geschäftsmodell wenig kapitalintensiv. Das Eigenkapital beträgt zum Geschäftsjahresende unverändert TEUR 1.625. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 26,1% zum Ende des Vorjahres auf 25,3% zum 31.12.2023.

Die Gesamtinvestitionen (ohne Finanzanlagen) betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 171 (Vorjahr: TEUR 147).

Zur langfristigen Finanzierung der Gesellschaft setzen wir derzeit keine Fremdmittel ein. Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus oder zukünftige Kreditkonditionen haben somit keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzierung der ZSH.

Den zum 31.12.2023 bestehenden Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 747 (31.12.2022: TEUR 819) stehen Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen in Höhe von TEUR 192 (31.12.2022: TEUR 243) gegenüber. Den übrigen passiven Bilanzposten in Höhe von TEUR 4.050 (31.12.2022: TEUR 3.788) stehen auf der Aktivseite der Bilanz Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 3.518 (31.12.2022: TEUR 4.385) und kurzfristige andere Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.509 (31.12.2022: TEUR 1.454) gegenüber. Die übrigen Passiva besteht größtenteils aus kurzfristigen Verpflichtungen.

Die Liquiditätsausstattung ist damit sehr gut, Liquiditätsengpässe sind weder im Berichtszeitraum eingetreten noch derzeit absehbar. Beschränkungen, die die Verfügbarkeit der liquiden Mittel begrenzen, bestehen derzeit nicht.

2.3.3. Vermögenslage

Zum Stichtag 31.12.2023 belief sich die Bilanzsumme der ZSH nahezu unverändert auf TEUR 6.422 (31.12.2022: TEUR 6.232). Wesentliche Veränderungen haben sich bei den aktiven Bilanzposten Kasse und Bankguthaben sowie bei den Forderungen und sonstige Vermögengegenstände aufgrund des Verlustes im Geschäftsjahr 2023 und dem bestehenden EAV ergeben.

Die Eigenkapitalrendite vor Ergebnisabführung beläuft sich in 2023 auf -55,0% (Vorjahr: 3,4%). Die negative Eigenkapitalrendite ist auf den Umbau der Vertriebswege und den dazugehörigen Verwaltungsaufbau aufgrund der vertrieblichen Neuausrichtung zurückzuführen.

2.4. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag ergaben sich keine nennenswerten Ereignisse mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

2.5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

2.5.1. Prognosebericht

Eine anhaltend schwache Wirtschaftsdynamik infolge einer Kombination aus allgemeiner konjunktureller Schwäche im Euroraum und strukturellen Wachstumshemmnissen dürfte auch 2024 die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland bestimmen. Deutschland ist nach Einschätzung von FERI Investment Research in den vergangenen Jahren vom Wachstumsmotor Europas zu einem bremsenden Faktor geworden und befindet sich auch weiterhin im Prozess eines tiefgreifenden strukturellen Wandels. Insgesamt rechnet FERI daher für das Jahr 2024 mit einer anhaltenden Stagnation der deutschen Wirtschaftsleistung - und geht von einer Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von + 0,3 % für 2024 aus.

Im Jahr 2024 dürfte die Europäische Zentralbank wie auch die Fed nach Einschätzung von FERI zunächst für längere Zeit am erreichten Zinsniveau festhalten - die Geldpolitik bleibt also restriktiv ausgerichtet. Erst wenn das Erreichen des Inflationsziels von 2 % als hinreichend gesichert gelten kann, dürfte eine vorsichtige Lockerung der Geldpolitik beginnen. FERI rechnet damit erst in der zweiten Jahreshälfte 2024. Für die Inflationsrate erwartet FERI einen Rückgang auf 2,8 % im Jahresdurchschnitt.

Die Arbeitsmarktentwicklung steht angesichts der konjunkturellen Schwäche, tiefgreifender Transformationen und der Arbeitskräfteknappheit vor vielfachen Herausforderungen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rechnet daher für 2024 damit, dass sich die Beschäftigung zunächst verhalten, mit einer wirtschaftlichen Erholung aber wieder stärker entwickeln wird. Insgesamt prognostiziert das IAB für 2024 einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 60.000 auf 2,662 Mio. Personen.

Gleichzeitig geht das Institut von einem Anstieg des Erwerbspersonenpotenzials im Jahr 2024 um 90.000 auf 48,41 Mio. Personen aus.

Der Arbeitskreis "Steuerschätzungen" prognostiziert, dass die Bruttolöhne und -gehälter im Jahr 2024 um 4,7 % steigen werden. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte in Deutschland nehmen laut dem Finanzbericht 2024 der Bundesregierung um 4,8 % zu. FERI Investment Research rechnet für das Jahr 2024 mit einer leicht sinkenden Sparquote in Deutschland von 10,7 % (2023: 11,6 %).

Zukünftige Branchensituation und Wettbewerbsumfeld

Altersvorsorge

Für 2024 schätzt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) das Marktumfeld für die Altersvorsorgebranche vorsichtig positiver ein. Eine gewisse Gewöhnung an das neue Inflationsumfeld dürfte dazu beitragen, dass die Menschen wieder stärker bereit sind, langfristige Verträge einzugehen. Das maximale Zinsniveau könnte bis Ende 2023 erreicht sein, sodass die Lebensversicherer diese Konditionen vermehrt an die Kunden weitergeben können. Entsprechend rechnet der GDV künftig mit Erholungseffekten im Lebensversicherungsgeschäft.

Steuerentlastungen durch das Entlastungspaket III der Bundesregierung sowie weitere Reallohn-Steigerungen könnten 2024 zudem positive Impulse für die Branche bringen.

Die gesetzliche Rente allein wird künftig nicht ausreichen, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Einer Umfrage im Auftrag der AXA zufolge gehen 61 % der Befragten davon aus, dass sie sich bei der Absicherung ihres Lebensstandards im Ruhestand nicht auf die gesetzliche Rente allein verlassen können.

Im Zuge des Fachkräftemangels gewinnt die betriebliche Altersvorsorge (bAV) als wichtige Säule der Altersvorsorge in Deutschland immer weiter an Bedeutung, wie eine Studie von Deloitte aus dem Jahr 2023 belegt. Danach sehen 57 % der Befragten die bAV aufgrund der erhöhten Inflation als wichtiger denn je.

Um die Verbreitung der bAV zu erhöhen, bereitet das Arbeitsministerium für 2024 ein weiteres Maßnahmenpaket vor. Darauf hatte sich die aktuelle Regierung im Koalitionsvertrag verständigt.

Zusammenfassend prognostiziert der Branchenverband GDV für 2024 je nach Verlauf der wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen für die Lebensversicherungen insgesamt eine leicht positive Entwicklung der Bruttoeinnahmen bis zu 1,1 % .

Sachversicherung

Steigende Baupreise und Lohnkosten sowie die Gefahr von Schäden durch Naturgefahren dürften auch künftig das Marktumfeld im Bereich Sachversicherungen bestimmen und für zahlreiche Unsicherheitsfaktoren sorgen. Die Ertragssituation dürfte sich aber durch die Prämienanpassungen aus dem Jahr 2023 positiv entwickeln.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) prognostiziert, dass Extremwetterereignisse infolge des Klimawandels in Frequenz und Intensität in Deutschland zunehmen werden. Mittelfristig ist daher mit einem weiter steigenden Schadenpotenzial in der Sachversicherung zu rechnen. Der GDV schätzt, dass es allein infolge von Klimaschäden innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einer Verdopplung der Prämien in der Wohngebäudeversicherung kommen kann.

Durch die zunehmenden Klimarisiken wächst der Absicherungsbedarf im Bereich Wohngebäude und Hausrat. Das Potenzial ist nach wie vor groß: Laut GDV ist in Deutschland lediglich die Hälfte der Hausbesitzer gegen Elementargefahren wie Starkregen, Hochwasser und Überschwemmung versichert.

Gewerbeversicherungen werden auch in Zukunft für Vermittler immer wichtiger werden, hat eine Studie von AssCompact ergeben. Denn diese Sparte dient der Studie zufolge dem Bestandsaufbau und der Bestandssicherung, außerdem gewinnt der gewerbliche Versicherungsschutz angetrieben durch Unsicherheiten wie Cyberrisiken und Logistik zunehmend an Bedeutung.

Als künftige Umsatztrends sehen 77 % der Umfrageteilnehmer in den kommenden drei Jahren Cyberpolicen; gut die Hälfte der Befragten erwartet ein besonderes Umsatzwachstum bei den D&O-Versicherungen, gefolgt von gewerblichen Sachversicherungen (42 %) und technischen Versicherungen (41 %).

Aufgrund von Inflation, wachsenden Naturgefahren und gestiegenen Baupreisen sowie Lohnkosten dürften laut Berechnungen des GDV die Prämien für Wohngebäudeversicherung im Jahr 2024 um 7,5 % steigen. Auch wenn sich der Anstieg damit gegenüber 2023 spürbar abgeschwächt hat, liegt er dennoch weit über dem langfristigen Mittel von rund 4,3 % jährlich.

Insgesamt prognostiziert der GDV im Bereich Schaden- und Unfallversicherung für das Jahr 2024 ein deutliches Beitragswachstum zwischen 5,8 % und 8,4 %.

Krankenversicherung

Die Erwartungen der gesetzlich Krankenversicherten an die künftige Entwicklung des Gesundheitssystems sind wie bereits in den Vorjahren von Befürchtungen und großem Pessimismus geprägt. Jeder zweite GKV-Versicherte (49 %) meint, dass man sich gute medizinische Versorgung in Zukunft nur noch durch eine zusätzliche private Vorsorge sichern kann; 32 % sagen, dies sei bereits heute Realität. Zu diesem Ergebnis kommt die Continentale-Studie 2023.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rechnet damit, dass ein positiver Wechselsaldo von der GKV in die PKV auch im Jahr 2024 den Bestand in der PKV und damit die Beitragseinnahmen steigen lassen wird. Angesichts eines sich weiter verschärfenden Finanzdefizits der GKV dürfte die Diskussion um weitere Beitragssprünge oder Leistungskürzungen aktuell bleiben.

Daher wird der Trend zu privaten Zusatzversicherungen anhalten.

Aufgrund des Fachkräftemangels und mit dem Ziel, für Arbeitnehmer attraktiver zu werden und diese langfristig zu binden, sieht der GDV einen wichtigen Entwicklungstrend für 2024 in der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) und Pflegeversicherung (bPV) bei Arbeitgebern.

Immer mehr Unternehmen ohne ein solches Angebot planen derzeit eine Einführung, hat eine aktuelle YouGov-Studie im Auftrag der ARAG Krankenversicherung ergeben. Derzeit bieten nur 18 % der befragten Unternehmen eine arbeitgeberfinanzierte bKV. Dabei denkt jedes vierte befragte Unternehmen ohne bKV über eine Einführung nach, weitere 13 % haben sich bereits für eine Einführung entschieden.

Auch die Mitarbeitersicht unterstreicht das deutliche Potenzial: So achtet jeder zweite Arbeitnehmer bei der Jobsuche darauf, dass der Arbeitgeber eine bKV anbietet. Dabei wird das Angebot einer bKV attraktiver als ein Firmenhandy oder Dienstwagen bewertet.

Insgesamt geht der GDV im Jahr 2024 von einem Beitragsplus in der PKV zwischen 4,0 und 5,5 % aus.

Finanzierung

Für 2024 rechnet FERI insgesamt damit, dass der Zinsanhebungszyklus enden wird - und damit die Zinsen ihr Maximum erreicht haben. Aufgrund des nachlassenden Inflationsdrucks halten die Experten 2024 sogar wieder Leitzinssenkungen für möglich.

Die Zinsen für zehnjährige Immobiliendarlehen werden nach Einschätzung des Finanzierungsvermittlers Interhyp bis ins Jahr 2024 bei 3 bis 3,5 % liegen.

Die stark erhöhten Zinsen wirken sich auch weiterhin negativ auf die Finanzierungsbedingungen aus. Steigende Baupreise haben die Kosten zusätzlich in die Höhe getrieben. Das Ergebnis ist speziell in Deutschland ein dramatischer Einbruch der Bautätigkeit, insbesondere im Wohnungsbau. Wegen der langen Zyklen im Bausektor wird sich dieser Rückgang nach Einschätzung von FERI im Jahr 2024 zunächst fortsetzen, die Talsohle könnte erst im Jahr 2025 erreicht werden.

Die anhaltend hohen Zinsen und Baukosten könnten auch 2024 für ein rückläufiges Wachstum des Bestands an Baufinanzierungskrediten in Deutschland sorgen.

Belebung in den Markt für Baufinanzierungen und den privaten Immobilienkauf könnten mehrere neu gestartete Förderprogramme der staatlichen Förderbank KfW bringen. Bereits im Oktober 2023 ging nach Verbesserungen das KfW-Hauskredit-Programm "Wohneigentum für Familien" an den Start. Ab 2024 soll zudem das neue KfW-Förder-Programm "Jung kauft alt" Immobilienkäufer beim Erwerb von sanierungsbedürftigen Bestandsgebäuden finanziell unterstützen. Zum neuen Hauskauf-Kredit gibt es ab 2024 einen doppelten Sanierungszuschuss. So will der Bund gezielt beim Kauf alter Häuser und ihrer energetischen Sanierung unterstützen.

Darüber hinaus soll das von der Bundesregierung geplante Förderprogramm zum Heizungsaustausch Anfang 2024 starten. Neben einer Grundförderung soll es einen Einkommensbonus und zinsvergünstigte Kredite bei der staatlichen Förderbank KfW geben.

Vermögensmanagement

Nach Einschätzung von FERI schaffen die zunehmenden Auswirkungen der geldpolitischen Straffung und geopolitische Risiken ein komplexes und unsicheres Umfeld für die Kapitalmärkte im Jahr 2024. Trotz nachlassender Inflationserwartungen halten die Notenbanken vorerst an einer restriktiven Geldpolitik fest. Daraus können potenziell makroökonomische Schocks resultieren. Die US-Präsidentschaftswahlen sorgen ebenso für latente Unsicherheit wie die umkämpfte Lage im Nahen Osten und der schwelende Taiwan-Konflikt. Investoren müssen deshalb mit kürzeren Zyklen und größeren Schwankungen an den Kapitalmärkten rechnen.

Die Vermögensverwaltungsbranche befindet sich nach Einschätzung von CapGemini in einem Paradigmenwechsel, der durch den demografischen Wandel, den Vermögenstransfer zwischen den Generationen, den wachsenden Einfluss der vermögenden Millennials und die zunehmende Digitalisierung vorangetrieben wird.

Nach Prognosen der Hans- Böckler-Stiftung dürfte das jährliche Erbvolumen in Deutschland inklusive Schenkungen bis zum Jahr 2027 bis zu 400 Mrd. € betragen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov schätzen 14 % aller Erblasser in Deutschland ihre Vermögenswerte auf mehr als eine halbe Million Euro. Jeder Fünfte kann demnach zwischen 250.000 und 500.000 Euro vererben, 18 Prozent zwischen 100.000 und 250.000 Euro.

Immobilien

Die Immobilienmärkte stehen künftig weiterhin unter Druck. Dem hohen und durch Zuwanderung noch vergrößerten Wohnungsbedarf steht laut der DZ-Studie "Immobilienmarkt 2023/2024" kein Angebot an frei verfügbaren Wohnungen gegenüber. Zudem sind durch die gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten Neubauvorhaben in großer Zahl gestoppt worden, daher dürften die Fertigstellungen in 2024 spürbar sinken. Der Verband deutscher Pfandbriefbanken erwartet vor allem für den Wohnungsmarkt künftig aufgrund der Übernachfrage keine starken Preiseinbrüche. So prognostiziert der Rat der Immobilienweisen mittelfristig, steigende Immobilienpreise, wenngleich nicht mehr ganz so dynamisch wie in den zurückliegenden Jahren.

Das ifo Institut erwartet demnach einen drastischen Rückgang beim Wohnungsbau in Deutschland. Berechnungen des Instituts zufolge dürften 2024 rund 210.000 Wohnungen in neuen Immobilien fertiggestellt werden

Auf der anderen Seite wächst die Nachfrage nach Wohnimmobilien laut der Studie Immobilienmarkt Deutschland 2023/2024 der DZ Hyp in den kommenden Jahren weiter stark an: Durch die Alterung nimmt die Zahl der privaten Haushalte selbst bei einer stabilen Einwohnerzahl in Deutschland noch zu. Während die Zahl der Haushalte mit drei und mehr Personen in den kommenden 20 Jahren zurückgeht, werden Einpersonenhaushalte erheblich zahlreicher. Unter dem Strich könnte die Zahl der Haushalte bis 2040 daher in Deutschland um gut 1 Mio. zulegen, woraus sich ein entsprechender zusätzlicher Wohnungsbedarf ableiten lässt. Zusätzlich ist mit weiterem Wohnbedarf durch Zuwanderung zu rechnen.

Positive Impulse für Kapitalanleger sind 2024 durch das neue Wachstumschancengesetz zu erwarten, das im November 2023 im Bundestag verabschiedet wurde. Details dazu finden sich im Kapitel "Wettbewerb und Regulierung".

Insgesamt bietet der Immobilienmarkt daher trotz vieler Herausforderungen nach Einschätzung der DZ-Studie nach wie vor Potenziale. Für 2024 gehen die Experten beispielsweise von steigenden Mieten im Segment Wohnen mit einem jährlichen Zuwachs von 5 bis 6 % aus.

Wettbewerb und Regulierung

Die Finanzdienstleistungsbranche soll die Transformation der gesamten Wirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit unterstützen und auch steuern. Vor diesem Hintergrund soll der ZSH Vertriebs- und Beratungsprozess kontinuierlich um weitere Nachhaltigkeitsaspekte erweitert werden.

Auf Basis des bereits im Kapitel "Branchensituation und Wettbewerbsumfeld" genannten Abschlussberichts der "Fokusgruppe private Altersvorsorge" will die Koalition einen Gesetzesentwurf zur Reform der staatlichen Förderung vorlegen. Mit diesem ist 2024 zu rechnen.

Der Entwurf der EU-Kleinanlegerstrategie enthält wie zuvor beschrieben kein generelles Provisionsverbot mehr. Ob der zugehörige gesetzgeberische Prozess in Europa vor den im Sommer 2024 anstehenden Wahlen zum EU-Parlament abgeschlossen werden kann, ist unklar.

Weiterhin erwartet wird ein Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur im Koalitionsvertrag angekündigten Aktienrente. Diese soll den Plänen des hier treibenden Koalitionspartners FDP zufolge als eine kapitalmarktorientierte Ergänzung innerhalb der gesetzlichen Rente angelegt werden. Unabhängig von einer solchen Maßnahme in der gesetzlichen Rentenversicherung bleibt ergänzende Altersvorsorge für die Bürger in Deutschland unerlässlich.

Beim Wachstumschancengesetz, dessen für die ZSH GmbH Finanzdienstleistungen relevanter Inhalt zuvor bereits ausgeführt wurde, ist noch eine Einigung der Regierung mit der oppositionellen CDU/CSU erforderlich, damit der Entwurf auch den Bundesrat passieren kann. Mit einem Kompromiss zur dringend gebotenen Förderung des Wohnungsbaus und entsprechender Anreize für Investoren ist aber im Jahr 2024 zu rechnen.

In den nächsten Jahren ist für Finanzprodukte insgesamt zu erwarten, dass der Regulierer weiter daran arbeitet, die Kosten für Kunden vergleichbarer zu machen und sich so die Sensibilität der Kunden für Kosten und Beratungsqualität weiter erhöhen wird. Dabei dürfte insbesondere die Beratung gegen Honorar ein Thema für die Politik bleiben.

Mit dem stufenweise in Kraft tretenden Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz können aufgrund der Konzernvorgaben der MLP-Muttergesellschaft Pflichten auf ZSH GmbH Finanzleistungen zukommen. Erstmals wird hierdurch die unternehmerische Verantwortung für die Einhaltung von Menschenrechten in den Lieferketten festgehalten. Diese bezieht sich dabei nicht nur auf die eigene Geschäftstätigkeit, sondern erweitert diese auf unmittelbare und mittelbare Zulieferer in der Lieferkette.

Mit DORA, der Verordnung über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor, könnte auch ZSH GmbH Finanzdienstleistungen vor neue Herausforderungen gestellt werden. Durch die ab dem 17. Januar 2025 anzuwendende Verordnung hat die EU eine finanzsektorweite Regulierung geschaffen, mit welcher der europäische Finanzmarkt mit Blick auf Cyberrisiken und Vorfälle der Informations- und Kommunikationstechnologie gestärkt werden soll. Aus diesem Grund wird die Konzernobergesellschaft MLP SE im Geschäftsjahr 2024 bestehende Prozesse betrachten, um den komplexen Anforderungen an das IKT-Risikomanagement, Meldewesen zu IKT-Vorfällen und wesentlichen Cyberbedrohungen, Testen der digitalen operationellen Resilienz einschließlich Threat-led Penetration Testing (TLPT), IKT-Drittparteienmanagement, Europäisches Überwachungsrahmenwerk für kritische IKT-Drittdienstleister, Information Sharing sowie Cyberkrisen- und Notfallübungen gerecht zu werden. Die technischen Regulierungs- und Implementierungsstandards sowie Leitlinien, die die Anwendung von DORA konkretisieren und ihre Umsetzung erst ermöglichen werden, werden allerdings aktuell noch von den Europäischen Aufsichtsbehörden erarbeitet. Mit der DORA-Richtlinie werden eine Reihe weiterer für MLP relevante Richtlinien geändert, deren Umsetzung ebenfalls 2024 angegangen werden wird und gegebenenfalls an ZSH GmbH Finanzdienstleistungen weitergereicht.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Die Geschäftsleitung geht unter Einbeziehung der prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der künftigen Branchensituation und des erwarteten Wettbewerbsumfelds für das Geschäftsjahr 2024 von moderat steigenden Gesamterlösen aus.

ZSH plant weiterhin einen starken Vermittleraufbau im neuen Vertriebsweg ZSH Easy durch Neugewinnung bereits erfahrener Handelsvertreter.

Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit im Kalenderjahr 2024 soll sich durch den weiteren Aufbau der Vertriebswege gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr verbessern, mit dem Ziel ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen.

2.5.2. Risikobericht

Jedes unternehmerische Handeln ist zwingend mit der Übernahme von Risiken verbunden. Auch die Geschäftstätigkeit der ZSH unterliegt einer Vielzahl von internen und externen Risiken, die zu möglichen Verlusten führen können. Die optimale Überwachung dieser möglichen Risiken und ein schnelles Reagieren auf erkannte Probleme und deren Eliminierung sichern die Substanz und den Erfolg des Unternehmens.

Im Bereich rechtlicher Risiken sichern wir uns im Vorfeld von Entscheidungen durch umfassende Beratung sowohl durch interne Spezialisten als auch durch externe Fachleute ab.

Es besteht ein Beratungs- und Haftungsrisiko aus möglichen Fehlern in der Kundenberatung und der Vermittlung von Versicherungen, Finanzierungen sowie Geld- und Kapitalanlagen. Den möglichen Haftungsrisiken begegnet ZSH durch regelmäßige Aus- und Weiterbildung der Vermittler und des Geschäftsstellen-Innendiensts, durch standardisierte Beratungsprozesse, den Einsatz von Verkaufsprogrammen sowie die interne Überprüfung der Beratungsdokumentationen.

Vor diesem Hintergrund wurden den Beratern und dem Geschäftsstellen-Innendienst auch im Geschäftsjahr 2023 wieder diverse Schulungen und Seminare angeboten.

Der Einsatz unseres Tools zur Dokumentation der Beratung im Versicherungsbereich bietet den ZSH-Beratern bei geringstmöglichem Aufwand ein Höchstmaß an Rechtssicherheit. Schulungen zu diesem Thema wurden mehrfach durchgeführt. Neben diesen Vorteilen für den Berater bietet diese Dokumentation der Beratung dem Kunden sowohl ein großes Maß an Transparenz, als auch, bedingt durch den einheitlichen Standard, einen Wiedererkennungseffekt.

Zur Deckung von Vermögensschäden aus Beratungsfehlern hat ZSH eine Vermögenschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen. Die Überprüfung des ausreichenden Deckungsschutzes wird laufend vorgenommen. Darüber hinaus wird der Umfang auf die aktuelle Produktpalette und die angebotenen Beratungsleistungen bedarfsgerecht angepasst.

Zusätzlich besteht für die Geschäftsleitung eine gesonderte Vertrauensschadensversicherung.

Ein dauerhafter Ausfall der Informationstechnologie (IT) würde für ZSH ein Risiko darstellen, da eine Vielzahl zentraler Geschäftsprozesse IT-gestützt abgewickelt wird. Entsprechend dem hohen Stellenwert ist die Datensicherheit durch verschiedene Maßnahmen und Notfallpläne sichergestellt.

Jede Software wird vor Inbetriebnahme umfangreichen Tests unterzogen. Für Systemausfälle bestehen Backup-Konzepte. Gegen Virenbefall und Angriffe von außen bestehen ebenfalls Sicherheitsmaßnahmen. Vor unberechtigtem Zugriff zu den EDV-Systemen schützt sich ZSH mit einem Berechtigungskonzept. Die IT-Risiken werden weiter als nicht bestandsgefährdend eingestuft.

Veränderte Rahmenbedingungen können negative Einflüsse auf die Ertragskraft des Unternehmens haben. Die breite ZSH-Produktpalette ermöglicht es jedoch, auf alternative Produkte auszuweichen, wenn sich die Notwendigkeit für diese Handlungsweise ergeben sollte.

Zur Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebs stehen ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Die Überwachung der Zahlungsfähigkeit erfolgt auf täglicher Basis.

Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der MLP Finanzberatung SE. Dieser sieht auch eine Verlustübernahme durch die MLP Finanzberatung SE vor.

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

2.5.3. Chancenbericht

Die Chancen im Hinblick auf die Unternehmensstrategie können sowohl externen wie auch internen Einflüssen unterworfen sein.

Leistungswirtschaftliche Chancen

Auf Basis der hochwertigen Ausbildung unserer Vermittler, und deren oft langjähriger Erfahrung, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme systemgeführter Beratungsansätze zur Sicherstellung unseres hohen Qualitätsanspruchs, sehen wir vor allem in der Möglichkeit, maßgeschneiderte Produkte für die jeweiligen Kunden anbieten zu können, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Leistungswirtschaftliche Chancen können sich durch die Steigerung der Anzahl unserer Vermittler und durch die Erhöhung ihrer Produktivität ergeben. Sollte sich die Anzahl der Berater und/oder deren Produktivität deutlich positiver entwickeln als von uns erwartet, könnte dies zu einer positiven Abweichung vom prognostizierten Geschäftsergebnis führen.

 

Heidelberg, 8. März 2024

[ ZSH ] GmbH Finanzdienstleistungen

Geschäftsleitung

Lars Georg Volkmann

Andreas Boßler

Robert Hilzensauer

Heike Rotermund

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ZSH GmbH Finanzdienstleistungen, Heidelberg

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der ZSH GmbH Finanzdienstleistungen, Heidelberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZSH GmbH Finanzdienstleistungen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 18. März 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Gießler, Wirtschaftsprüfer

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    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
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client = OpenAI()
response = client.responses.create(
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    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
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