ZECH Building SEErkrathKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernabschluss und Konzernlagebericht der ZECH Building SE für das Geschäftsjahr 2021KONZERNABSCHLUSS UND KONZERNLAGEBERICHTKonzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
KENNZAHLEN DER ERTRAGSKRAFTDie wesentlichen Kennzahlen der Ertragskraft lassen sich aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt ableiten:
Eine detaillierte Analyse der Ertragslage wird im Konzernlagebericht vorgenommen. Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Der Finanzmittelfonds (DRS 21) der Konzern-Kapitalflussrechnung lässt sich zum Bilanzposten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten wie folgt überleiten:
Eine detaillierte Analyse der Konzern-Kapitalflussrechnung wird im Konzernanhang und Konzernlagebericht vorgenommen. Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. GRUNDLAGENALLGEMEINE ANGABENDie ZECH Building SE (Amtsgericht Wuppertal, HRB 30429) mit ihren Tochterunternehmen (nachfolgend als ZECH Building oder Konzern bezeichnet) ist eine mittelständische Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea - SE) mit Hauptsitz in Erkrath (Geschäftsanschrift: Niermannsweg 11, 40699 Erkrath). Die ZECH Building SE ist Mutterunternehmen des Konzerns. Organisatorisch gliedert sich der Konzern in die Sparten Bau, Integrale Planung, Systeme und Umwelt. Darüber hinaus sind diverse Gesellschaften durch ihre teilweise geschäftsbereichsübergreifenden Tätigkeiten dem Geschäftsfeld Non-Divisional zugeordnet. Die Kernkompetenzen der ZECH Building liegen in der Planung und Ausführung von Bauprojekten. Darüber hinaus ist der Konzern auf den Feldern der technischen Gebäudeausrüstung und der Umwelttechnik aktiv. Bei diesen Leistungen kann die ZECH Building auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen. Für unsere Kunden sind wir der Dienstleister rund um die Immobilie. Die Leistungen können je nach Projekt und Kundenanforderung modular oder im Ganzen erbracht werden. GRUNDLAGEN DER DARSTELLUNGNach den Regelungen des § 293 Abs. 1 HGB handelt es sich bei dem Konzernabschluss der ZECH Building zum 31. Dezember 2021 grundsätzlich um einen verpflichtend aufzustellenden Konzernabschluss. Durch den Einbezug als Tochterunternehmen (§ 271 Abs. 2 HGB i. V. m. § 290 HGB) in den im Bundesanzeiger veröffentlichten Konzernabschluss der Zech Group SE ist die ZECH Building von dieser Pflicht befreit (freiwilliger Konzernabschluss). Die Zech Group SE stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches nach §§ 290 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) am 22. Mai 2022 durch den Vorstand aufgestellt und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Konzernberichtswährung ist Euro und das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen sind in Tausend Euro (T€) oder Millionen Euro (Mio. €) angegeben und jeweils kaufmännisch gerundet. Aus rechentechnischen Gründen können daher Rundungsdifferenzen oder geringfügige Abweichungen bei diesen Werten und Prozentangaben von den mathematisch exakt berechneten Werten auftreten, da die Berechnungen der Einzelpositionen auf Zahlen in Tausend basieren. Im Konzernabschluss gilt der Begriff "Mitarbeiter" sowohl für Mitarbeiterinnen als auch für Mitarbeiter. Sonstige geschlechtsspezifische Bezeichnungen sollen ansonsten ebenso für alle Geschlechter verstanden werden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEKONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDie in den Konzern einbezogenen Abschlüsse wurden auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens ZECH Building SE zum 31. Dezember 2021 auf Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Unwesentliche Abweichungen werden beibehalten. TochterunternehmenDer Konsolidierungskreis umfasste neben der Konzernmutter alle wesentlichen Unternehmen, die durch diese direkt oder indirekt beherrscht wurden (Tochterunternehmen). Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt im Rahmen der Vollkonsolidierung und beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht und endet, wenn die Konzernmutter die Möglichkeit der Beherrschung verliert. Einige in den Konzernabschluss einbezogene inländische Tochterunternehmen machen von Teilen der Befreiungsvorschriften gemäß § 264b HGB Gebrauch (vgl. Aufstellung des Anteilsbesitzes - Anlage zum Konzernanhang). Gesellschaften, die einzeln und gesamt, für das Gesamtbild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung waren, wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert. Assoziierte und GemeinschaftsunternehmenAls assoziierte Unternehmen gelten i. d. R. Gesellschaften, bei denen die ZECH Building SE direkt oder indirekt mit mehr als 20 Prozent und weniger als 50 Prozent der Stimmrechte maßgeblichen Einfluss auf finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens einwirken kann. Hält die ZECH Building SE die Mehrheit der Anteile, können andere Vereinbarungen dazu führen, dass dennoch nur ein maßgeblicher Einfluss gegeben ist. Assoziierte Unternehmen werden grundsätzlich nach der Equity-Methode (§ 312 HGB) bilanziert. Ein Gemeinschaftsunternehmen liegt vor, wenn der Konzern auf der Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung eine Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem oder mehreren Partnern führt und die Parteien, die die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Gesellschaft besitzen. Zu den Gemeinschaftsunternehmen werden auch Gesellschaften gerechnet, bei denen der Konzern zwar über eine Mehrheit oder Minderheit der Stimmrechte verfügt, bei denen aufgrund vertraglicher Vereinbarungen die Entscheidungen über die maßgeblichen Aktivitäten jedoch nur einstimmig getroffen werden können. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen werden ebenfalls nach der Equity-Methode gemäß § 312 HGB bilanziert. Vom zulässigen Wahlrecht der Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen nach § 310 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Die Bestimmung der Zeitpunkte, zu denen assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen in den Kreis der nach der EquityMethode bewerteten Unternehmen aufgenommen werden bzw. aus ihm ausscheiden, erfolgt analog zu den für Tochterunternehmen geltenden Grundsätzen. Zu den gemeinschaftlich geführten Unternehmen können auch Bau-Arbeitsgemeinschaften (ARGEN) zählen. Der Konzern führt Bauprojekte aus und geht dazu befristet ARGEN mit anderen Partnern ein. Die Übernahme der Arbeiten erfolgt mit Abschluss eines gemeinsamen Vertrags (ARGE-Vertrag), welcher das Verhältnis zwischen den einzelnen Partnern der ARGE ordnet. In solchen Fällen wird eingeschätzt, ob der Konzern Beherrschung (Tochterunternehmen) oder einen gemeinsam beherrschenden Einfluss auf die ARGE tatsächlich ausübt (Gemeinschaftsunternehmen). Die Einschätzung wird anhand der Rechte und Pflichten und den Vertragsbedingungen getroffen. Bei den ARGEN der ZECH Building erfordern Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten regelmäßig einstimmige Zustimmung aller Parteien, unabhängig von der Beteiligungshöhe. BeteiligungenNicht den Tochterunternehmen oder assoziierten sowie Gemeinschaftsunternehmen zuzurechnende Unternehmen werden als Beteiligungen klassifiziert. Nicht beherrschende AnteileAnteile am Konzerneigenkapital und am Konzernergebnis, die nicht der ZECH Building zuzurechnen sind, werden in der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Bei der Berechnung des auf die nicht beherrschenden Anteile entfallenden Konzernergebnisses wurden neben den anteiligen Gewinnen oder Verlusten der Tochterunternehmen auch erfolgswirksame Konsolidierungsbuchungen den Anteilseignern des Mutterunternehmens und den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugeordnet, auch wenn die nicht beherrschenden Anteile dadurch einen Negativsaldo aufweisen können. KONSOLIDIERUNGSMETHODENDie Vermögens- und Schuldposten der Konzernmutter sowie der konsolidierten Tochterunternehmen wurden einheitlich und unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bilanziert. Alle Vermögensgegenstände und Schulden, das Eigenkapital, Erträge und Aufwendungen sowie Zahlungsströme wurden um Geschäftsvorfälle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen vollständig bereinigt. Sofern nicht von untergeordneter Bedeutung wurden aktivierte Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen bei den einbezogenen Gesellschaften voll, bei nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen nur wesentliche Zwischenergebnisse eliminiert. Latente Steuern aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen wurden abgegrenzt. KapitalkonsolidierungDie Kapitalkonsolidierung erfolgt im Erwerbszeitpunkt gemäß § 301 Abs. 1 und Abs. 2 HGB ab dem Jahr 2010 nach der Neubewertungsmethode. Das bedeutet, dass die zum Zeitpunkt des Erwerbs bei einem Tochterunternehmen vorhandenen stillen Reserven und Lasten vor Durchführung der Erstkonsolidierung grundsätzlich vollständig aufzudecken sind. Anschließend werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteilig neu bewerteten Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile oder der erstmaligen Konsolidierung verrechnet. Sich aus der Erstkonsolidierung ergebende aktive bzw. positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert und sofern die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, über fünf bis 20 Jahre bzw. ab dem Jahr 2016 über zehn Jahre abgeschrieben. Negative Unterschiedsbeträge werden gesondert nach dem Konzerneigenkapital passiviert und gegebenenfalls erfolgswirksam aufgelöst. Bei Entkonsolidierungen werden die Restbuchwerte der aktiven Unterschiedsbeträge bei der Berechnung des Abgangsergebnisses berücksichtigt. Equity-MethodeDie Einbeziehung nach der Equity-Methode erfolgte nach der Buchwertmethode (§ 312 Abs. 1 HGB). Nach der EquityMethode bilanzierte Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten zuzüglich der anteiligen Änderungen des Nettovermögens bewertet, wobei ein bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz ausgewiesen wird. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden, sofern die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, über zehn Jahre abgeschrieben. FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNGDie in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode wie folgt in Euro umgerechnet:
Für die Umrechnung der Währungen im Konzern 2021 haben wir folgende Wechselkurse für einen Euro zugrunde gelegt:
Differenzen aus der Währungsumrechnung wurden erfolgsneutral im Konzerneigenkapital in der Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEDie Bilanzierungsmethoden für die in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen blieben unverändert gegenüber dem Vorjahr. In Anlehnung an § 265 Abs. 5 HGB wurden zum Zwecke der Klarheit und Übersichtlichkeit der Konzernbilanz die Posten "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" jeweils weitergehend untergliedert in "Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften" sowie der Posten "Verbindlichkeiten" in "Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften". In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden diverse Posten jeweils zusammengefasst dargestellt. Eine Aufgliederung dieser Posten wird im Konzernanhang vorgenommen. Die übrigen Bewertungsmethoden blieben unverändert zum Vorjahr. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden nachfolgend erläutert. ANLAGEVERMÖGEN
Die durchschnittlichen gewichteten Abschreibungsdauern auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen betrugen:
Bei den Abschreibungsdauern handelt es sich um Maximalwerte. Die tatsächlichen Nutzungsdauern können aufgrund bestimmter Faktoren, wie vertraglicher Regelungen, regionaler und zeitlicher Gegebenheiten, unterhalb dieser Werte liegen. Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Grundstücke sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Ist den Anlagegegenständen am Bilanzstichtag wegen dauerhafter Wertminderung ein niedrigerer Wert beizulegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Für den Bilanzposten Anteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden erfolgt gemäß § 312 HGB eine jährliche Fortschreibung um die anteiligen Ergebnisse, Ausschüttungen und sonstigen Veränderungen des Eigenkapitals dieser Gesellschaften. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die für den Konzern sowie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, werden grundsätzlich nicht "at Equity" bewertet. Die Bilanzierung erfolgt dann zu fortgeführten Anschaffungskosten. Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Im Fall dauerhafter Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. UMLAUFVERMÖGEN
VorräteIn den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, sowie unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sowie fertigen Erzeugnissen und Waren umfassen gemäß § 255 Abs. 2 HGB die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten und die Sondereinzelkosten der Fertigung, angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Verwaltungsgemeinkosten. Für die Verwaltungsgemeinkosten wurde unverändert ein Satz von 7,5 Prozent angesetzt. Soweit Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert notwendig waren, wurden diese berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen auf BestellungenIn Anwendung der Regelung des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB wurden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen offen von dem Posten unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen abgesetzt. Dabei wurden erhaltene Anzahlungen nur soweit saldiert, als für den Auftragsbestand am Bilanzstichtag tatsächlich Anschaffungs- oder Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen auszuweisen waren. Die danach nicht verrechnungsfähigen Beträge wurden als gesonderter Posten unter erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen passiviert. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeFür individuell ermittelte Einzelrisiken bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden Wertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen abgedeckt. Wechselforderungen sowie unverzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurswert am Bilanzstichtag bewertet, soweit nicht eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. ZahlungsmittelZahlungsmittel umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie andere kurzfristige, hochliquide Vermögensgegenstände mit ursprünglicher Fälligkeit zum Zeitpunkt des Erwerbs von weniger als drei Monaten. Der Gesamtbetrag der Zahlungsmittel stimmt nicht mit dem Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung überein. Eine Überleitung kann der Konzern-Kapitalflussrechnung entnommen werden. RechnungsabgrenzungspostenAls aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben, als passive Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen ordnungsgemäß abgegrenzt, da diese Zahlungsflüsse erst in Folgejahren zu Aufwendungen oder Erträgen führen. Latente SteuernLatente Steuern ergeben sich nach § 274 HGB insgesamt aufgrund abweichender Wertansätze zwischen den jeweiligen Steuerbilanzen und dem Konzernabschluss sowie steuerlicher Verlustvorträge. Latente Steueransprüche und Steuerschulden aus Bewertungsunterschieden werden saldiert dargestellt, soweit die Möglichkeit einer gesetzlichen Aufrechnung besteht. Die Werthaltigkeit der Ansprüche wird unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips anhand der Beurteilung der Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Umkehrung abweichender Wertansätze sowie der Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge beurteilt. Dies hängt ab von der Entstehung zukünftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich die steuerlichen Bewertungsunterschiede mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder umkehren und die steuerlichen Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Dabei werden u. a. die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit, die Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Differenzen sowie mögliche Steuerstrategien miteinbezogen. Dem Ansatz wurde der DRS 18 des Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee e.V. mit einem Planungszeitraum von 2022 bis 2026 sowie ein kombinierter Steuersatz von 30 Prozent zugrunde gelegt. Bei Unternehmen in der Rechtsform einer Personengesellschaft wurde bei der Ermittlung des anzuwendenden Steuersatzes nur die Gewerbesteuer berücksichtigt. PASSIVA
RÜCKSTELLUNGENRückstellungen für PensionenDie Pensionsrückstellungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf Basis des von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes von 1,87 Prozent (2020: 2,34 Prozent) und unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck bewertet worden. Darüber hinaus wurden bei der Bewertung erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt, die neben einem Inflationstrend auch einen Karrieretrend enthalten. Aufgrund der Änderung des für die Ermittlung des durchschnittlichen Marktzinssatzes zugrunde zu legenden Zeitraums von sieben auf zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2021 ein Unterschiedsbetrag. SteuerrückstellungenSteuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Die Passivierung der Steuerrückstellungen basiert auf der bestmöglichen Schätzung potenzieller Steuerrisiken und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken dem Grunde und der Höhe nach ab, wobei das Wertaufhellungsprinzip bis zur Bilanzaufstellung beachtet worden ist. Bei den baubezogenen Rückstellungen besteht das Risiko, dass die tatsächlichen Kosten für Gewährleistungen, Restleistungen oder Drohverluste im Einzelfall höher oder geringer ausfallen. Die Rückstellungsposition setzt sich jedoch aus einer Vielzahl von Einzelprojekten zusammen, wodurch sich dieses Risiko aber auf die Einzelbetrachtung der Projekte reduziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem individuell auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bewertet. Der Abzinsung liegt ein der Restlaufzeit entsprechender durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre zugrunde. ARGENAnteile an Gewinnen oder Verlusten von ARGEN sowie Lieferungen an bzw. Leistungen für ARGEN werden unter den Umsatzerlösen ausgewiesen, da es sich um operative Tätigkeiten handelt. In eine ARGE einbezahltes Kapital wird zusammen mit den Gewinn- und Verlustanteilen sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber den ARGEN in einer entsprechenden Forderungs- oder Verbindlichkeitsposition getrennt ausgewiesen. ERLÖSERFASSUNGDie Erlöserfassung im Konzern erfolgt grundsätzlich dann, wenn die mit dem Vermögensgegenstand verbundenen Chancen und Risiken auf den Auftraggeber (z. B. durch Bauabnahme) oder Käufer übergegangen sind. Der Erfolg von ARGEN wird grundsätzlich nach den gleichen Kriterien bestimmt, wie bei Bauprojekten. SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMENSchätzungen und Annahmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögensgegenstände und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Angaben von Haftungsverhältnissen beziehen, sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses notwendig und beziehen sich im Wesentlichen auf die Prüfung der Werthaltigkeit von Vermögensgegenständen und die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Bei den zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag werden in Bezug auf die erwartete künftige Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung vorliegenden Umstände sowie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfeldes berücksichtigt. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die tatsächlich erzielten Beträge von den geschätzten Werten abweichen. Im Fall einer derartigen Entwicklung werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden an den neuen Kenntnisstand angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bestehen keine Anzeichen, die auf die Notwendigkeit einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen hindeuten. KONSOLIDIERUNGSKREISVollkonsolidierte TochterunternehmenDer Konsolidierungskreis der ZECH Building umfasste zum Bilanzstichtag neben der Konzernmutter 39 (2020: 36) Tochterunternehmen. Von den Unternehmen hatten 37 (2020: 35) einen inländischen und zwei (2020: eine) Gesellschaften einen Sitz im Ausland. Im Geschäftsjahr 2021 ergaben sich die in der folgenden Tabelle dargestellten Änderungen des Konsolidierungskreises:
Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer ruhenden oder nur geringen Geschäftstätigkeit für den Konzern sowie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, werden grundsätzlich nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die gesamten Bilanzsummen dieser Gesellschaften haben einen Anteil von unter einem Prozent an der Konzernbilanzsumme; die Summe der Umsatzerlöse und der Ergebnisse nach Steuern beläuft sich ebenfalls auf unter ein Prozent des Konzernergebnisses. Die gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (A IV. Wegen geringer Bedeutung nicht konsolidierte Tochterunternehmen) aufgeführt. Akquisitionen und DesinvestitionenIm Berichtsjahr erweiterten eine Gesellschaft durch Erwerb und zwei zuvor aus Wesentlichkeitsgründen nicht einbezogene Beteiligungen den Konsolidierungskreis des Konzerns und wurden erstmalig vollkonsolidiert. Erworben wurde im Geschäftsjahr 2021 die österreichische Gesellschaft ZECH Bau Austria GmbH. Infolge des Wegfalls der Verkaufsabsicht wurden die Cadolto Modulbau GmbH sowie die Cadolto Fertiggebäude GmbH & Co. KG erstmals in den Konzern einbezogen. Die genannten Erstkonsolidierungen hatten folgende Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage bzw. die nachfolgend aufgeführten Bilanzposten:
Im Berichtsjahr gab es keine Erträge oder Aufwendungen aus Entkonsolidierungen. "AT EQUITY" BILANZIERTE UNTERNEHMENIn den Konzernabschluss flossen 13 (2020: 14) Unternehmen ein, von denen 12 (2020: 13) ihren Sitz im Inland und eine (2020: eine) einen ausländischen Sitz hatten. Der Ausweis der Anteile erfolgte im Bilanzposten "Anteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden" innerhalb des Finanzanlagevermögens. Die Veränderungen im Geschäftsjahr 2021 sind nachfolgend aufgeführt:
Akquisitionen und DesinvestitionenIm Zuge der Minderung der Beteiligungsquote an der Pinestack GmbH von 20 Prozent auf 11,5 Prozent erfolgte der Übergang von der Bilanzierung nach der Equity-Methode zur Berücksichtigung des Engagements als Beteiligung. ANTEILSBESITZLISTE (§ 313 Abs. 2 HGB)Eine vollständige Übersicht des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2021 enthält die Aufstellung des Anteilsbesitzes in der Anlage zum Konzernanhang. Bezüglich des Zugangs zu bzw. der Nutzung von Vermögensgegenständen von Tochterunternehmen gab es keine Beschränkungen. ANGABEN ZU ARGENFür das Geschäftsjahr 2021 enthält die nachstehende Tabelle die in Bezug auf die Leistung zehn größten ARGEN des Konzerns:
III. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZAKTIVA IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEEntwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände:
Das immaterielle Anlagevermögen enthielt den Geschäfts- oder Firmenwert sowie erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um T€ 17.776. Ursächlich für die Veränderung des Geschäfts- oder Firmenwertes waren die Erstkonsolidierungen der Cadolto Fertiggebäude GmbH & Co. KG mit T€ 23.855 und der Cadolto Modulbau GmbH mit T€ 7.716. Die Abschreibungen im Berichtszeitraum von T€ 15.097 erhöhten sich demzufolge ebenfalls. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend des Zugangszeitpunktes (ab 2016: zehn Jahre) abgeschrieben. Der Ausweis erfolgte in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unverändert in dem Posten "Abschreibungen". Veränderungen des Konsolidierungskreises werden bei der Position Geschäfts- oder Firmenwert - wie in den Vorjahren -als "Zu- oder Abgänge" dargestellt. SACHANLAGENEntwicklung der Sachanlagen:
Insgesamt erhöhten sich die Sachanlagen im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um T€ 12.809 auf T€ 72.565. Die Zugänge bei den technischen Anlagen und Maschinen von T€ 7.560 resultierten im Wesentlichen aus der Anschaffung von Baugeräten, Kränen und Baumaschinen. Die Zugänge des Postens andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von T€ 1.999 sind insbesondere auf den Kauf von Baufahrzeugen (T€ 643) und Betriebsausstattungen (T€ 1.356) zurückzuführen. Der Zufluss bei den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von insgesamt T€ 3.646 resultiert im Wesentlichen aus aktivierten Kosten für Investitionen im Zusammenhang mit der neuen Niederlassung Niederlehme (T€ 2.293) sowie für Abdichtungs- und Verfüllmaterial (T€ 1.353). FINANZANLAGENEntwicklung der Anteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden:
Mit einem Rückgang von T€ 9.438 verringerte sich der Buchwert der Anteile an Unternehmen, die nach der EquityMethode bewertet werden zum Vergleichswert zu Periodenbeginn auf nunmehr T€ 12.511. Die Zugänge resultierten im Wesentlichen aus zusätzlichen Anschaffungskosten für die Beteiligung an der Campus Properties 1 GmbH & Co. KG. Die Zuschreibungen setzten sich wie folgt zusammen:
Unter den Zuschreibungen werden sowohl die in den Folgebilanzierungen fortzuführenden, abzuschreibenden oder aufzulösenden ergebniswirksamen Teile des Unterschiedsbetrags und gegebenenfalls die Verrechnung von Zwischenergebnissen als auch die Fortschreibung der anteiligen Jahresergebnisse der Unternehmen abgebildet. Die Zuschreibungen entfielen im Wesentlichen auf die Campus Properties 1 GmbH & Co. KG. Die Ausschüttungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 58.679. Übersteigen die aufgelaufenen anteiligen Verluste den Wert der Beteiligung der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen, werden weder Verluste noch Gewinne erfasst. Diese nicht erfassten anteiligen Verluste valutierten zum 31. Dezember 2021 insgesamt bei T€ 7.779 (2020: T€ 3.593). Zum Bilanzstichtag entfiel auf die at Equity bilanzierten Beteiligungen ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 3.382 (2020: T€ 4.112). Entwicklung der übrigen Finanzanlagen:
Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 erhöhten sich die übrigen Finanzanlagen geringfügig um T€ 77 auf T€ 1.780 (2020: T€ 1.703). Ursächlich hierfür war die Umgliederung der Pinestack GmbH von den Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, in Beteiligungen. VORRÄTEDie unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie fertigen Erzeugnisse und Waren haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
Die Veränderung der Posten unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen sowie fertige Erzeugnisse und Waren war insgesamt durch eine Erhöhung der Bestände um T€ 465.563 gekennzeichnet (2021: T€ 734.132, 2020: T€ 268.569). Dies entsprach einer Zunahme von rund 173 Prozent gegenüber 2020. Ausweislich der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 wurden in Höhe von T€ 640.643 erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen offen von dem Posten "unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen" abgesetzt. Der danach nicht verrechnungsfähige Betrag in Höhe von T€ 155.471 wurde als gesonderter Posten "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" passiviert. Zu den aktivisch abgesetzten Anzahlungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEDie nachfolgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag:
Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen T€ 14.913 (2020: T€ 16.709) auf assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen. In der Position "Sonstiges" in den sonstigen Vermögensgegenständen waren mit T€ 932 (2020: T€ 720) Forderungen aus Steuern enthalten. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind T€ 10.697 langfristig. Forderungen gegen ArbeitsgemeinschaftenDie nach der Equity-Methode bewerteten Arbeitsgemeinschaften haben sich zum Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:
Die Verrechnungen mit Arbeitsgemeinschaften beinhalteten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als auch Einlagen. Diese wurden mit Ergebnisanteilen bzw. Ergebnisübernahmen saldiert. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTENVon den Guthaben bei Kreditinstituten waren insgesamt T€ 10 (2020: T€ 10) nicht sofort frei verfügbar. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthielt ein Disagio von T€ 23 (2020: T€ 32). AKTIVE LATENTE STEUERNDie Zusammensetzung der latenten Steuern zum jeweiligen Bilanzstichtag zeigen die nachfolgenden beiden Übersichten:
Aus der Saldierung latenter Steueransprüche von T€ 12.439 (2020: T€ 16.112) und latenter Steuerschulden von T€ 10.988 (2020: T€ 3.863) ergab sich ein Überhang der aktiven latenten Steuern von T€ 1.451 (2020: T€ 12.249). Dieser Ansatz basierte auf den Ergebnissen der Überprüfung der bisher angesetzten latenten Steuern und unter Abwägung aller positiven und negativen Faktoren sowie Informationen im Hinblick auf die vorhersehbare Zukunft. Von den angesetzten latenten Steueransprüchen entfielen T€ 12.042 (2020: T€ 15.842) auf steuerliche Verlustvorträge, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nachfolgenden fünf Jahren vollständig abbauen werden. Die aktivierten Verlustvorträge bestanden für Körperschaftsteuer (oder vergleichbare Steuern im Ausland) und für Gewerbesteuer. Latente Steuern auf temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Tochterunternehmen ergaben sich im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen und auf Konzernebene bei der Bewertung des Vorratsvermögens. Auf Basis positiver Einschätzungen der Geschäftsentwicklung wird davon ausgegangen, dass das künftige steuerliche Einkommen mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ausreichen wird, um die aktiven latenten Steuern realisieren zu können. PASSIVAGEZEICHNETES KAPITALDas Gezeichnete Kapital beträgt derzeit T€ 8.359 und ist eingeteilt in 8.359.000 auf Namen lautende Stückaktien. Die Anteile entfallen vollständig auf die Premium Holding GmbH, Bremen. KONZERNRÜCKLAGEDie Konzernrücklage entwickelte sich wie folgt:
EIGENKAPITALDIFFERENZ AUS WÄHRUNGSUMRECHNUNGDer Eigenkapitalposten dient der Erfassung von Differenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen der Tochterunternehmen, die ihren Jahresabschluss in Fremdwährung aufstellen. NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILEDie nicht beherrschenden Anteile setzten sich wie folgt zusammen:
Die Aufgliederung und Veränderung des Konzerneigenkapitals ist in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt. RÜCKSTELLUNGENRückstellungen für PensionenAufgrund der Änderung des für die Ermittlung des durchschnittlichen Marktzinssatzes zugrunde zu legenden Zeitraums von sieben auf zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2021 ein Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 138. SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen ließen sich wie folgt aufgliedern:
Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wiesen folgende Struktur auf:
Die übrigen sonstigen Rückstellungen umfassen Aufwendungen für nicht abgerechnete Subunternehmerleistungen (2021: T€ 117.659, 2020: T€ 81.060) und Gewährleistungen (2021: T€ 24.185, 2020: T€ 18.046) sowie Drohverluste (2021: T€ 2.535, 2020: T€ 12.945). Letztere wurden für bereits abgerechnete Projekte sowie im Wesentlichen für ein sich noch im Bau befindendes Projekt angesetzt. Außerdem beinhalteten die übrigen sonstigen Rückstellungen eine Vielzahl erkennbarer Einzelrisiken und ungewisse Verbindlichkeiten, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintretens berücksichtigt wurden. Rückstellungen für Personal wurden sowohl für Prämien (2021: T€ 7.856, 2020: T€ 7.039) und Tantiemen (2021: T€ 7.387, 2020: T€ 7.832) als auch für Urlaubsansprüche (2021 : T€ 4.175, 2020: T€ 3.693) gebildet. Von den sonstigen Rückstellungen haben T€ 12.571 (2020: T€ 11.880) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. VERBINDLICHKEITENDie Darstellung der Verbindlichkeiten und deren Fälligkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die langfristigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Davon haben T€ 787 (2020: T€ 1.409) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Insgesamt sind die Verbindlichkeiten von T€ 363.058 mit T€ 142.412 (2020: T€ 140.198) durch Barhinterlegungen Grundschulden, Abtretungen, Bürgschaften und Eigentumsvorbehalte sowie Sicherungsübereignungen gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Finanzverbindlichkeiten) resultierten zum Bilanzstichtag aus:
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenVerbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultierten zum Bilanzstichtag aus:
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis bestehtDie Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrafen:
In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, waren mit T€ 6.882 (2020: T€ 1.627) Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber ArbeitsgemeinschaftenDie nach der Equity-Methode bewerteten Arbeitsgemeinschaften haben sich wie folgt entwickelt:
Die Verrechnungen mit Arbeitsgemeinschaften beinhalteten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als auch Einlagen. Diese wurden mit Ergebnisanteilen bzw. Ergebnisübernahmen saldiert. Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten ließen sich wie folgt aufgliedern:
PASSIVE LATENTE STEUERNEin Abgrenzungsposten für latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen und Unterschiedsbeträgen wurde wie im Vorjahr mit Steueransprüchen auf der Aktivseite saldiert. AUßERBILANZIELLE VERPFLICHTUNGENUnter die außerbilanziellen Verpflichtungen fallen sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse, die aus der operativen Tätigkeit des Konzerns resultieren. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfielen auf:
Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen T€ 2.065 gegenüber verbundenen und T€ 404 gegenüber assoziierten Unternehmen. HaftungsverhältnisseHaftungsverhältnisse bestehen in branchenüblichem Umfang und betreffen Vertrags- und Gewährleistungserfüllungen sowie Vorauszahlungen. Für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir in Deutschland beteiligt sind, haften wir im Übrigen gesamtschuldnerisch gegenüber den Auftraggebern bzw. Bauherren. Weiterhin bestehen mehrere Haftungsverhältnisse für ausgereichte Darlehen an die Zech Group SE, Bremen. Diese umfassen:
Ergebniswirksame Inanspruchnahmen aus Haftungsverhältnissen in wesentlichem Umfang sind zwar theoretisch möglich, aufgrund der vorliegenden Projektkalkulationen und Planungsrechnungen aber als unwahrscheinlich anzusehen. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGUMSATZERLÖSEDie Umsatzerlöse im Berichtszeitraum 2021 ließen sich nach ihrer Herkunft wie folgt aufgliedern:
Umsatzerlöse nach geographischen Merkmalen aufgeteilt:
Die Umsatzerlöse betrafen insbesondere Erlöse aus übergebenen Bauprojekten und Bauträgertätigkeit sowie aus Bodenreinigungsanlagen. Neben den eigenen Lieferungen und Leistungen an ARGEN waren auch Gewinnübernahmen an beteiligten ARGEN (Equity-Methode) von T€ 13.037 in den Umsatzerlösen enthalten. Davon entfielen T€ 4.967 auf die Arge Berlin Terminal 1 und T€ 2.458 auf die Arge Daimler Halle 80. BESTANDSVERÄNDERUNGENDie Bestandsveränderungen beliefen sich auf T€ 431.165 (2020: T€ -226.475) und wurden unter Berücksichtigung von Erst- und Entkonsolidierungseffekten sowie separat ausgewiesenen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens ermittelt. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEDie sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich wie folgt zusammen:
Die nicht-ordentlichen / periodenfremden Erträge beinhalteten einmalige Erträge oder Sondereinflüsse und waren Bestandteil des neutralen Ergebnisses. MATERIALAUFWANDDer Materialaufwand gliederte sich wie folgt:
Wie im Vorjahreszeitraum entfiel der größte Anteil der Materialaufwendungen der Berichtsperiode auf Nachunternehmer (2021 : T€ 453.038; 2020: T€ 274.313). PERSONALAUFWAND UND MITARBEITERDer Personalaufwand sowie die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Die Personalaufwendungen beliefen sich auf T€ 162.442 im Berichtsjahr, nach T€ 139.445 im Vorjahreszeitraum. Dies entsprach einem Anstieg der Personalaufwendungen von rund 16,5 Prozent. Der überwiegende Teil der Aufwendungen für das Personal entfiel auf die Entgelte, die die Löhne und Gehälter für im Geschäftsjahr geleistete Arbeiten der Mitarbeiter der ZECH Building umfassen. Unter den sozialen Abgaben werden die vom Unternehmen zu tragenden gesetzlichen Pflichtabgaben, wie die Beiträge zur Sozialversicherung, ausgewiesen. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Berichts- und Vorjahresvergleichszeitraum aufgeteilt nach Gruppen:
Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter lag bei 2.062 (2020: 1.738). Dies entsprach einem Anstieg von 18,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Berichts- und Vorjahresvergleichszeitraum aufgeteilt nach Regionen:
In die Berechnung der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter gingen nur solche ein, die bei einem vollkonsolidierten Unternehmen der ZECH Building im Geschäftsjahr beschäftigt waren. ABSCHREIBUNGENAbschreibungen im Geschäftsjahr 2021 entfielen in Höhe von T€ 25.754 (2020: T€ 13.315) vollständig auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. Von den darin enthaltenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betrafen T€ 8.674 (2020: T€ 4.994) die planmäßigen und T€ 6.423 (2020: T€ 0) die außerplanmäßigen Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich wie folgt zusammen:
Mit T€ 13.347 waren Aufwendungen für Mieten und Pachten sowie mit T€ 5.689 Leasingaufwendungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Weitere Aufwendungen entfielen auf Werbemaßnahmen (T€ 666) und Vertriebskosten (T€ 169). Andere Steuern als die vom Einkommen und vom Ertrag werden entweder unter den zugehörigen Aufwandsposten oder, soweit eine individuelle Zuordnung nicht möglich ist, unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die nicht-ordentlichen / periodenfremden Aufwendungen beinhalteten einmalige Aufwendungen oder Sondereinflüsse und waren ebenfalls Bestandteil des neutralen Ergebnisses. EQUITY ERGEBNISDie dem Geschäftsmodell der ZECH Building zufolge zum operativen Ergebnis (Betriebsergebnis) zuzurechnenden Aufwendungen aus Finanzanlagen, die nach der EquityMethode bilanziert werden (Equity Ergebnis), wurden in folgenden Bereichen erzielt:
Das Equity Ergebnis in Höhe von T€ -610 enthält die anteiligen Jahresergebnisse der assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen. Ergebnisanteile aus ARGEN werden in den Umsatzerlösen dargestellt. BETEILIGUNGSERGEBNISIm Beteiligungsergebnis waren ausschließlich Erträge aus Beteiligungen ausgewiesen, im Wesentlichen resultierend aus den Sparten Systeme (T€ 549) und Umwelt (T€ 418). FINANZERGEBNISDas Finanzergebnis umfasste folgende Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeDie sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalteten im Wesentlichen Zinserträge aus der Bereitstellung von Darlehen an die Zech Group SE. Sonstige Zinsen und ähnliche AufwendungenDie sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfielen im Wesentlichen auf Avalprovisionen und Darlehen gegenüber der Zech Group SE. Abschreibungen auf FinanzanlagenMit T€ 420 waren die Abwertung der Anteile an der SWS Steinwerk Schelklingen GmbH & Co. KG (T€ 395) und die Abwertung der Anteile an der Campus Beteiligungs GmbH (T€ 25) in der Position enthalten. NEUTRALES ERGEBNIS
Das neutrale Ergebnis verbesserte sich im laufenden Geschäftsjahr um T€ 33.487 auf T€ 8.859 nach zuvor T€ - 24.628 im Geschäftsjahr 2020. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGDie nachfolgenden beiden Tabellen veranschaulichen die Zusammensetzung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag:
Bezogen auf die Zuordnung in den einzelnen Konzerngesellschaften:
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die der Berechnung zugrunde liegenden Steuersätze basieren auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen der Länder, in denen die konsolidierten Konzerngesellschaften ihren Sitz haben. NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILEDer Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteile am Konzernergebnis wurde nach dem Konzernjahresfehlbetrag (2020: -Überschuss) in Anwendung der Vorschrift des § 307 Abs. 2 HGB gesondert ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Gewinn- oder Verlustanteile, die anderen Gesellschaftern von vollkonsolidierten Gesellschaften zustehen. Der Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter am laufenden Konzernergebnis verteilte sich danach wie folgt:
Auf die nicht beherrschende Gesellschafter entfielen Ausschüttungen von T€ 2.388 (2020: T€ 780), die auch im gezahlt wurden. GESAMTHONORAR DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERSInsgesamt sind für den bestellten Konzernabschlussprüfer, die RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, T€ 220 an Honoraren für erbrachte Abschlussprüfungsleistungen als Aufwand erfasst worden. Die Honorare beinhalteten im Wesentlichen die Entgelte für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts, die Prüfung einzelner Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften sowie prüferische Durchsichten. V. SONSTIGE ANGABENANGABEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung wird nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) aufgestellt. Sie legt die Zahlungsströme offen, um Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittel darzustellen. Sie unterscheidet dabei zwischen Mittelveränderungen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Der Finanzmittelfonds enthält Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten. Im Finanzmittelfonds werden daher insoweit Wertpapiere ausgewiesen, als diese kurzfristig verfügbar sind und nur einem unwesentlichen Kursänderungsrisiko unterliegen. Effekte der Währungsumrechnung werden bei der Berechnung bereinigt und gesondert gezeigt. Mittelveränderungen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Unternehmen werden innerhalb der Investitionstätigkeit gesondert ausgewiesen. Cashflow aus der laufenden GeschäftstätigkeitDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird ermittelt, indem zunächst der Konzernjahresfehlbetrag (2020: -überschuss) um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge bereinigt wird und Ertragsteuerzahlungen der Periode abgezogen werden. Danach erwirtschaftete die ZECH Building einen positiven operativen Cashflow von T€ 53.479 (2020: Mittelzufluss: T€ 119.137). Cashflow aus der InvestitionstätigkeitDer Cashflow aus der Investitionstätigkeit ergibt sich einerseits aus den Mittelzu- und Abflüssen aus der Veränderung des Anlagevermögens, Erwerben oder Verkäufen von Unternehmen und andererseits aus erhaltenen Zinsen, Ausschüttungen und Ein- und Auszahlungen von Finanzmittelanlagen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wies nach Mittelabflüssen von T€ 64.298 im Jahr 2020 Mittelzuflüsse von T€ 8.008 aus. Cashflow aus der FinanzierungstätigkeitIm Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit weisen wir gezahlte Zinsen und Ausschüttungen, die Veränderung der Finanzverbindlichkeiten und anderer Finanzierungen sowie sonstige Finanzierungsvorgänge aus. Der Cashflow war durch Mittelabflüsse von T€ 26.009 gekennzeichnet. Im Vorjahr verminderten Mittelabflüsse von T€ 53.433 den Finanzmittelfonds des Konzerns. Eine detaillierte Analyse der Konzern-Kapitalflussrechnung erfolgt in den Erläuterungen zur Finanzlage im Konzernlagebericht. VI. NACHTRAGSBERICHTIm Wertaufhellungszeitraum haben sich keine berichtspflichtigen Sachverhalte von besonderer Bedeutung ereignet, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 zu berücksichtigen waren (§ 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB). VII. ORGANE DER ZECH BUILDING SEDER VORSTANDKurt Zech Kaufmann, Bremen, Vorstandsvorsitzender der ZECH Building SE Verantwortung Finanzen Burkhard Schmidt Diplom-Ingenieur, Neustadt (Westerwald), Vorstandsmitglied der ZECH Building SE Verantwortung Sparte: Umwelt Olaf Demuth Diplom-Ingenieur, Hamburg, Vorstandsmitglied der ZECH Building SE Verantwortung Sparte: Bau, Integrale Planung, Systeme Holger Oberhauser Diplom-Ingenieur, Oststeinbeck, Vorstandsmitglied der ZECH Building SE Verantwortung Sparte: Bau, Integrale Planung, Systeme, Umwelt Harald Supper Diplom-Ingenieur, Stuttgart, Vorstandsmitglied der ZECH Building SE (seit dem 1. Januar 2022) Verantwortung Sparte: Bau DER AUFSICHTSRATWerner Uhde Diplom-Kaufmann / Rechtsanwalt, Bremen, Vorsitzender des Aufsichtsrats der ZECH Building SE Bernd Petrat Diplom-Kaufmann, Bremen, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der ZECH Building SE Romy Zech Projektentwicklerin, Bremen, Mitglied des Aufsichtsrats der ZECH Building SE (seit dem 3. Juni 2021) Maja Zech Kauffrau, Bremen, Mitglied des Aufsichtsrats der ZECH Building SE (bis zum 3. Juni 2021) Die Vorstände und Aufsichtsräte haben im Geschäftsjahr 2021 keine Gesamtbezüge für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben in der Konzernmutter bzw. in den Tochterunternehmen erhalten. Ferner wurden auch keine Darlehen oder Vorauszahlungen auf zukünftige Vergütungsbestandteile gewährt.
Erkrath, den 22.05.2022 Der Vorstand der ZECH Building SE gez. Kurt Zech, Vorstandsvorsitzender gez. Burkhard Schmidt, Vorstandsmitglied gez. Olaf Demuth, Vorstandsmitglied gez. Holger Oberhauser, Vorstandsmitglied gez. Harald Supper, Vorstandsmitglied Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2021Bei den Anteilen am Kapital wird die Beteiligungsquote des direkten Anteilseigners angegeben. Die indirekte Beteiligungsquote des Konzerns ergibt sich aus der Multiplikation der direkten Quote des jeweiligen Anteilseigners und der quotalen Beteiligung des Konzerns an dem Anteilseigner. A I. VOLLKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN (MUTTER- UND TOCHTERUNTERNEHMEN) IM INLAND
A II. VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN IM AUSLAND
A III. VOLLKONSOLIDIERTE DEUTSCHE TOCHTERUNTERNEHMEN IN DER RECHTSFORM DER KAPITALGESELLSCHAFT BZW. PERSONENGESELLSCHAFT, DIE VON TEILEN DER BEFREIUNGSMÖGLICHKEITEN DES § 264 ABS. 3 HGB BZW. § 264B HGB FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR GEBRAUCH MACHEN
A IV. WEGEN GERINGER BEDEUTUNG NICHT KONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN
B I. NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTETE UNTERNEHMEN IM INLAND
B II. NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTETE UNTERNEHMEN IM AUSLAND
* vor gesellschaftsvertraglichen
Einstimmigkeitsbeschränkungen
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
ORGANISATIONKonzernmutterDie ZECH Building SE mit ihren Tochterunternehmen (nachfolgend als ZECH Building oder Konzern bezeichnet) ist eine mittelständische Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea - SE) mit Hauptsitz in Erkrath und Tochterunternehmen des Zech Group Konzerns. Als Konzernmutter hält die ZECH Building SE direkt oder indirekt Anteile an 39 Tochterunternehmen. Weitere 13 Gesellschaften werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Als Tochterunternehmen des Zech Group SE Konzerns fungiert die ZECH Building SE als spartenübergreifender Koordinator innerhalb des Geschäftsbereichs "Building" und übernimmt die Funktion einer Management-Holding. Sie bündelt und führt die operativen Gesellschaften rund um die Erstellung von Immobilien in den Sparten Bau, Integrale Planung, Systeme, Umwelt, und International & Consulting, jeweils geführt durch eine der folgenden Sparten-Holdinggesellschaften:
Diese Verantwortlichkeiten nimmt die ZECH Building im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten innerhalb des Konzerns wahr. Dabei bleibt die rechtliche Selbstständigkeit der Konzerngesellschaften gewahrt. Darüber hinaus sind diverse Gesellschaften, wegen ihrer teilweise geschäftsbereichsübergreifenden Tätigkeiten, dem Bereich "Non-Divisional" zugeordnet. Die Sparte International & Consulting als Teil des Geschäftsbereichs Building im Zech Group SE Konzern ist, trotz der operativen Steuerung, gesellschaftsrechtlich nicht dem Konzern ZECH Building zuzuordnen. LEITUNG UND KONTROLLEDie ZECH Building hat ein dualistisches Leitungssystem. Organe der ZECH Building sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Geführt werden die Geschäfte durch den Vorstand, welcher die ZECH Building auch gegenüber Dritten vertritt. Die Geschäftsordnung sieht vor, dass bestimmte Geschäfte nicht ohne Zustimmung des Aufsichtsrats vom Vorstand vorgenommen werden können. Die Mitglieder des Vorstands der ZECH Building werden vom Aufsichtsrat bestellt. Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr aus vier, seit dem 1. Januar 2022 aus fünf, der Aufsichtsrat unverändert aus drei Mitgliedern. Entsprechend der Geschäftsordnung sind die Vorstände für ihre jeweiligen Aufgabenbereiche selbst, für die Geschäftsleitung des Konzerns jedoch gemeinsam verantwortlich. Der Vorstand erstattet dem Aufsichtsrat regelmäßig Bericht, insbesondere über den laufenden Geschäftsbetrieb, die voraussichtliche Entwicklung und die Unternehmensstrategie. Der Aufsichtsrat ist zugleich beratend und überwachend tätig, prüft den Jahres- und den Konzernabschluss und nimmt die ihm durch Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben wahr. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat in Strategie und Planung sowie in alle grundlegenden Fragen eingebunden. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsrat in einem regelmäßigen und engen Austausch mit dem Vorstand. ZECH MANAGEMENT GMBHAdministrativer Dienstleister für die ZECH Building ist die Zech Management GmbH (Zech Management), mit der ein langfristiger Dienstleistungsvertrag besteht. Ihre Aufgabe liegt in der Wahrnehmung einer Steuerungsfunktion zur Unterstützung der jeweiligen Geschäftsleitungen bei der Umsetzung der unternehmerischen Ziele. In diesem Rahmen erbringt sie vielfältige Leistungen für die Unternehmensgruppe und auch für Dritte. Die mit den Dienstleistungen verbundenen Prozesse sind nach ISO 9001 zertifiziert. Die Zech Management umfasst die folgenden Abteilungen: Konzernbuchhaltung/ Konzernbilanzplanung, Controlling, Rechnungswesen, Steuern, Finanzen/ Treasury, Digitalisierung/ Prozesse/ Organisationsentwicklung, Mergers/ Acquisitions, Personalwesen und IT/ Organisation sowie Zentrale Dienste. GESCHÄFTSMODELLDie Kernkompetenzen der ZECH Building liegen in der Planung und Ausführung von Bauprojekten. Darüber hinaus ist der Konzern auf den Feldern der technischen Gebäudeausrüstung und der Umwelttechnik aktiv. Der Schwerpunkt liegt mit der Sparte Bau im schlüsselfertigen Hochbau, insbesondere im Bau von Büro- und Gewerbeimmobilien, Industrie- und Logistikbauten sowie Wohnungs- und Spezialbauten. Daneben werden anspruchsvolle Bauwerkssanierungen, Modernisierungen und Umbauarbeiten durchgeführt. In der Sparte Integrale Planung konzentrieren sich die Planungskompetenzen für Architektur, Haustechnik, Fassaden, Tragwerk und Beratung für Building Information Modeling (BIM). Die operativen Aktivitäten der Sparte Umwelt befassen sich im Wesentlichen mit der Bodenbehandlung bzw. der Bodenreinigung, dem Stoffstrommanagement und der Wasserreinigung. Die Sparte Systeme rückt die modulare, nachhaltige Holz-Hybrid-Modulbauweise in den Fokus, mit der hochkomplexe Funktionsbauten und zukunftsweisende Holz-Beton-Hybridbauten errichtet werden können. Bei diesen Leistungen kann die ZECH Building auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen. Für unsere Kunden sind wir der Dienstleister rund um die Immobilie. Die Leistungen können je nach Projekt und Kundenanforderung modular oder im Ganzen erbracht werden. ZIELE UND STRATEGIE DES KONZERNSÜbergeordnetes strategisches Ziel des unternehmerischen Handelns der ZECH Building ist ein nachhaltiges, organisches Wachstum entlang des bestehenden Geschäftsmodells und gleichzeitig der Ausbau der Ertragsbasis. Im Rahmen dieser Wachstumsstrategie sind Akquisitionen ein integraler Bestandteil. Potenzielle Akquisitionen werden danach beurteilt, ob sie verfügbar, strategisch zur ZECH Building passen und finanziell attraktiv sind. Wir beobachten die Märkte genau und versuchen jederzeit Opportunitäten zu nutzen. Dies bildet die Grundlage für die operativen und strategischen Entscheidungen durch den Vorstand. Die ZECH Building beteiligt sich mehrheitlich und langfristig an Unternehmen, die in ihre lokalen Märkte investieren. Mit der Marktpräsenz und den Marktkenntnissen tragen die so gewonnenen Partner dazu bei, die ZECH Building flächendeckend zu etablieren und so das organische Wachstum zu fördern. Das zukünftige Wachstum soll in gesteigertem Umfang im europäischen Ausland stattfinden. Aus unseren Zielen läßt sich ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator zur Steuerung unseres Geschäfts ableiten: das Ergebnis vor Steuern (EBT) - bereinigt um das neutrale Ergebnis. II. WIRTSCHAFTSBERICHTGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENZu Beginn des Jahres 2021 besserte sich die konjunkturelle Entwicklung im Vergleich zu 2020 und die Weltwirtschaft erholte sich langsam von dem tiefen Einbruch, ausgelöst durch die erste Pandemiewelle. In vielen Ländern wurde in der ersten Jahreshälfte ein Rückgang der Covid-19 Neuninfektionen verzeichnet. Zudem wirkte sich die Verfügbarkeit von Impfstoffen positiv auf die globale Wirtschaft aus - insbesondere in Ländern mit einer hohen Impfquote. Dennoch war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2021 weiterhin durch die globale Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) deutlich geprägt. Die weltweit positive konjunkturelle Entwicklung wurde in der zweiten Jahreshälfte stark durch steigende Covid-19 Infektionen und hohen Inflationsraten getrübt. Infolgedessen ist, nach Einschätzungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel, das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur um +5,7 Prozent im Jahr 2021 gestiegen, prognostiziert war jedoch ein Zuwachs des BIP von +6,7 Prozent. Neben den genannten Einflüssen haben unterbrochene Lieferketten maßgeblich dazu beigetragen, die weltweite Erholung zusätzlich zu verzögern. So führten Kapazitätsprobleme, insbesondere im Seeverkehr, zu einer Verknappung des Angebots. Gleichzeitig stieg die Nachfrage nach vielen Gütern stark, so dass die Produktionskapazitäten nicht in der Lage waren, den hohen Bedarf am Markt zu befriedigen. Besonders stark war die Automobilbranche betroffen, da viele Autobauer die Produktion aufgrund von Lieferengpässen zeitweise drosseln mussten. Durch die Knappheit an Rohstoffen und anderen Gütern, sowie höheren Energiepreisen ist die Inflation im Verlauf des Jahres 2021 kräftig angezogen und in vielen Ländern so hoch wie seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr. Für das abgelaufene Jahr gibt das IfW für die Weltwirtschaft eine Inflationsrate im Jahresdurchschnitt von 4,5 Prozent an. Die Inflationsraten im Euroraum und für Deutschland fielen im Jahresdurchschnitt geringer aus, bewegten sich aber mit 2,5 Prozent bzw. 3,1 Prozent ebenfalls auf einem Mehrjahreshoch. Die Regierungen und Zentralbanken setzten, trotz weltweit hoher Inflationsraten, ihre expansiven fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen fort, um den konjunkturellen Einbruch weiterhin abzufedern. Die Europäische Zentralbank (EZB) sah keinen geldpolitischen Handlungsbedarf und beließ den Leitzins bei 0 Prozent. Die zum Jahresende erneut zunehmenden Covid-19 Infektionsrate und das Auftreten neuer Covid-19 Varianten bremsten die Erholung der Weltwirtschaft abermals. Durch die im November 2021 entdeckte Virusvariante Omikron stiegen die Infektionszahlen weltweit auf neue Höchstwerte. Als Konsequenz wurden erneut in vielen Ländern Eindämmungsmaßnahmen ergriffen. Die negativen Effekte dieser Einschränkungen waren in Ländern mit einer hohen Impfquote jedoch nicht so signifikant wie im Jahr 2020. Folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der BIP ausgewählter Volkswirtschaften im Jahr 2021 und im Vorjahr:
Die hier dargestellten, zum Teil geschätzten, Daten zu den einzelnen BIP basieren auf den Angaben des IfW. Diese wirtschaftlichen Entwicklungen beeinflussten auch den Geschäftsverlauf der ZECH Building im Geschäftsjahr 2021. Steigende Preise und Materialknappheit wirkten sich im Zusammenhang mit Covid-19 und Lieferengpässen, auf den Konzern aus, obwohl sich die ZECH Building weiterhin krisenfest zeigte. BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN UND GESCHÄFTSVERLAUFSTRUKTUR DES KONZERNSDem Konzern gehörten neben der ZECH Building SE 37 Tochterunternehmen mit Sitz im Inland und zwei ausländische Tochterunternehmen an. Zum Ergebnis aus nach der EquityMethode bewerteten Unternehmen trugen zehn inländische und ein ausländisches Unternehmen bei. Bei den zum Bilanzstichtag vollkonsolidierten Gesellschaften waren insgesamt 2.048 Mitarbeiter beschäftigt. Damit erhöhte sich der Personalstamm im Vergleich zum Vorjahr um 249 Mitarbeiter. GESCHÄFTSVERLAUF IN DEN SPARTENEntwicklung der Bauwirtschaft in DeutschlandDer Aufschwung in der Bauwirtschaft auf unserem Kernmarkt Deutschland hielt auch im elften Jahr in Folge an. Die Branche profitiert weiterhin stark von dem hohen Investitionsvolumen der Kapitalgeber in Immobilen, angesichts der stärkeren inflationären Tendenzen und einem weiterhin äußerst niedrigem Zinsniveau. So legten die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe über das Jahr deutlich zu und der Auftragsbestand erreichte mit 64,4 Mrd. € einen neuen Rekordwert im Jahr 2021, was einer nominalen Steigerung von 12 Prozent zum Vorjahreswert entspricht. Das Bauhauptgewerbe zeigte sich insgesamt relativ robust gegenüber den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Gebremst wurde der Aufschwung in der Bauwirtschaft durch den Mangel an Baumaterialen sowie den starken Preisanstieg dieser Produkte. So stiegen die Erzeugerpreisindizes (ohne Mehrwertsteuer) beispielsweise für Bauholz um 83 Prozent im Jahr 2021. Diese hohen Preissteigerungen und die andauernden Materialengpässe stellten die gesamte Baubranche vor Herausforderungen und behinderten viele Baufirmen in ihrer Produktion. Im Vergleich zur Entwicklung der Erwerbszahlen in Deutschland (+7.000 Erwerbstätige) verzeichnete die Bauwirtschaft eine Zunahme um 31.000 Erwerbstätige (+1,2 Prozent) auf 2,6 Millionen und unterstrich damit die positive Entwicklung im Baugewerbe. Der weiterhin hohe Bedarf an Erwerbstätigen verschärft jedoch weiter den Fachkräftemangel, der erneut zu den Herausforderungen der gesamten Branche zählte. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe über alle Betriebe in Deutschland wuchs mit 143,5 Mrd. € (2020: 143,0 Mrd. €, 2019: 135,0 Mrd. €) auf einen neuen Höchststand. Die Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahr lag mit nominal +0,5 Prozent dennoch auf niedrigem Niveau und spiegelt zugleich den niedrigsten Stand der letzten fünf Jahre wider. Von den Umsatzerlösen entfielen wie im Vorjahr rund 39 Prozent auf den Wohnungs- und 35 Prozent auf den Wirtschaftsbau. Entwicklung der Umsätze im Bauhauptgewerbe in %:
Die hier dargestellte Umsatzentwicklung basiert auf den veröffentlichten Daten des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB) und dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB). Der Wohnungsbau verzeichnete mit einem Umsatzplus von 2,0 Prozent die höchste Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahr und konnte die Umsatzerlöse auf 55,4 Mrd. € steigern. Die Nachfrage nach Wohnraum bewegte sich weiterhin auf hohem Niveau und der Wohnungsbau blieb auch im Jahr 2021 der Motor der Baukonjunktur während der Covid-19-Pandemie. Das Vorjahreswachstum konnte jedoch nicht erreicht werden, aufgrund von Materialmangel und hohen Baupreissteigerungen. Die Preise für Bauleistungen bei Wohngebäuden legten deutlich zu. So stieg der Preisindex im Wohnungsneubau im Jahresvergleich um 14,4 Prozent, inklusive Mehrwertsteuer. Die Auftragseingänge stiegen im vergangenen Jahr ebenfalls deutlich um 10,3 Prozent. Das Wachstum im Wirtschaftsbau bewegte sich auf moderatem Niveau und lag weiterhin deutlich hinter der Wachstumsrate im Jahr 2019 (+9,0 Prozent). Die Umsatzerlöse im Wirtschaftsbau erhöhten sich nominal nur um 1,0 Prozent zum Vorjahr, was in etwa dem Vorjahreswachstum entspricht. In Summe beliefen sich die Umsatzerlöse in diesem Segment auf 50,3 Mrd. €. Dieses Segment wurde stark durch die Pandemie geprägt, da der Einzelhandel sowie der Bereich Hotellerie besonders unter den verhängten Lockdowns und Beschränkungen gelitten haben. In Folge des boomenden Onlinehandels entwickelte sich die Nachfrage nach Lager- und Logistikflächen positiv, wodurch es zu einem deutlichen Anstieg der Baugenehmigungen im Jahr 2021 kam. Ebenfalls signifikant gestiegen sind die Baugenehmigungen für Büro- und Verwaltungsgebäude (+15,0 Prozent). Die Auftragseingänge entwickelten sich ebenfalls stark positiv (+13,9 Prozent) und mündeten in einem Rekord Auftragsbestand von 28,1 Mrd. €. Die prägnanten Preisentwicklungen für Bauleistungen machten sich ebenfalls in dieser Sparte bemerkbar. Der Preisindex für Bauleistungen von gewerblichen Betriebsgebäuden inklusive Mehrwertsteuer stieg im Jahresvergleich um 15,6 Prozent und für Bürogebäude um 15,0 Prozent. Unerfreulicher war die Entwicklung im öffentlichen Bau. Die Umsatzerlöse sanken im Jahr 2021 um nominal 3,0 Prozent auf 37,8 Mrd. €. Zum einen ließ die in Folge der Covid-19-Pandemie gestiegene Staatsverschuldung die Nachfrage sinken und zum anderen führten die stark gestiegenen Baupreise, insbesondere auf kommunaler Ebene, zu einer teilweisen Aufhebung von Ausschreibungen. Die Sparte Bau profitierte weiterhin vom Aufschwung der Bauwirtschaft und konnte sich im aktuellen Geschäftsjahr besser als der Markt entwickeln. Weder die Einschränkungen noch die Belastungen durch die Coronapandemie haben die Sparte Bau hart getroffen. Dahingegen stellten die Witterungsbedingungen und die Materialengpässe einschließlich der Materialpreissteigerungen die Sparte Bau vor Herausforderungen. Letztere wirkten sich insbesondere auf langfristige, großvolumige Bauaufträge aus, da nicht alle Kostensteigerungen an die Auftraggeber weiterbelastet werden konnten. Ferner gab es erstmals seit langer Zeit wieder eine längere Feuchte- und Kälteperiode. Hierdurch wurden einige Rohbaustellen beeinflusst und es mussten teilweise aufwändige Trocknungsarbeiten durchgeführt werden, was zu einer verzögerten Bauleistung zu Jahresbeginn führte. Trotz dieser Herausforderungen kann die Sparte Bau auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 zurückblicken. Die betriebswirtschaftliche Leistung wurde signifikant gesteigert und die Leistungsrendite lag auf einem hohen Niveau. Die betriebswirtschaftlichen Planwerte sowohl für Bauleistung als auch Ergebnis wurden jeweils übertroffen und unterstreichen den Wettbewerbsvorteil durch die tiefe Wertschöpfung in der ZECH Building. Durch das vielschichtige und diversifizierte Geschäftsmodell wirkten sich die Herausforderungen nur auf ein Teil der Projekte negativ aus, während die sehr gute Leistungsentwicklung in den anderen Projekten dies überkompensieren konnte. Dazu beigetragen haben u. a. die Fertigstellung der Projekte Olympus Campus Hamburg und Polizeipräsidium Essen. Zur Stärkung der Marktpräsenz - aktuell zählen wir zu den TOP 5 der größten Bauunternehmen in Deutschland - wurden im Geschäftsjahr die Hochbauaktivitäten der Implenia AG in Österreich übernommen und in die neu gegründete ZECH Bau Austria (Sparte Bau) überführt. Damit konnte sowohl der Markteintritt in Österreich vollzogen als auch das Produktportfolio in den Bereichen Krankenhausbau, Justizvollzugsanstalten, Sportstätten und Facility Management erweitert werden. Konzentration auf die KernaktivitätenInnerhalb der noch jungen Sparte Integrale Planung erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Anpassung und Optimierung der inneren Strukturen. Nachdem man im Jahr 2020 noch das Ziel hatte, die Aktivitäten im Bereich Building Information Modelling (BIM) in dieser Sparte zu bündeln, wurde 2021 erkannt, dass die Ambitionen zur Fortentwicklung in diesem Bereich zu hoch waren. Infolgedessen führten Umstrukturierungsmaßnahmen zu einer Konzentration auf die Kernaktivitäten, nämlich zu einer beratenden Begleitung bei Einzelaufträgen mit BIM Anforderungen. Durch die konzentriertere Aufstellung in den Hauptleistungsbereichen konnte der Abstimmungs- und Koordinationsaufwand in der Sparte gesenkt werden. Die Leistung und das Ergebnis entwickelten sich für die Sparte Integrale Planung im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt planmäßig und die Leistung konnte das Planungsniveau geringfügig übertreffen. Die Pandemie hatte auch im Jahr 2021 keine wesentlichen negativen Konjunktureinflüsse. Die wesentliche spezifische Herausforderung besteht weiterhin in der Sicherung des Personalnachwuchses mit ingenieurwissenschaftlichem Hintergrund. Hier befindet sich die Sparte im Wettbewerb zu anderen Aufgabenfeldern mit Zukunftspotenzial, wie z. B. der Elektromobilität. Zukunftsmarkt Holz-HybridbauweiseDie deutsche Betonfertigteilindustrie ist unverändert auf Wachstumskurs und der Wettbewerb bei klassischen Betonfertigteilen hoch. Die Branche profitiert von der positiven Entwicklung der deutschen Baukonjunktur der letzten Jahre. In der Modulbauweise bzw. im systemischen Bauen liegen zahlreiche Vorteile für Bauherren, Investoren und Projektentwickler im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Investitionssicherheit und Nachhaltigkeit. Industrielle Bauweisen mit hohem Vorfertigungsgrad stehen daher als Ergänzung zum konventionellen Bauen zunehmend im Fokus. Technische Entwicklungen und ein steigendes Umweltbewusstsein beschleunigen die Dynamik auf diesem Markt, speziell die Erweiterung bestehender Fertigteiltechnologien durch die Kombination von Beton und Holz (Holz-Hybridbauweise). An diesem Zukunftsmarkt partizipiert die ZECH Building über die junge Sparte Systeme, die das modulare, nachhaltige und systematische Bauen in den Fokus rückt. In dieser Sparte wurden die operativen Einheiten Cadolto Modulbau, BWE und CREE - die Produkte vorfertigen, Bauteile produzieren und systemisches Bauen als Kernaufgabe haben - organisatorisch zusammengeführt. Ziel ist es, Synergien zu heben und spezielle Produktionsoffensiven gemeinsam realisieren zu können. Mit unserem Holz-Hybrid-System "CREE" haben wir bereits erste beachtliche Akquisitionserfolge erzielt ("Vattenfall-Zentrale Berlin"). Neben CREE wird in dieser Sparte auch Cadolto (CMB) ausgewiesen, die ebenfalls im modularen Systembau aktiv ist und u. a. Krankenhäuser oder Studentenwohnheime in Stahl/Beton-Modulen herstellt. Durch die Verschiebung eines Auftrages zum Bau einer Krankenhaus Intensivstation sowie der Stornierung zum Bau einer Laborstation kam es zu einer Unterauslastung bei der CMB im Geschäftsjahr 2021, die sich bis ins nächste Geschäftsjahr hinein auswirken wird. Bedingt durch die zuvor genannte Unterauslastung bei der CMB, einem negativen Ergebnisbeitrag bei CREE durch das Großprojekt "Siemens Campus Erlangen" und schlechten Produktionsergebnissen unseres Fertigteilwerkes BWE konnte die Sparte Systeme die ambitionierten Ziele für 2021 nicht erreichen und verblieb auf Vorjahresniveau. Trotz dem halten wir die junge Sparte Systeme für strategisch sehr sinnvoll sowie zukunftsweisend und erwarten für die Folgejahre hier entsprechende Leistungs- und Ergebniszuwächse. Entwicklungen auf dem deutschen Umweltmarkt im Jahr 2021Während sich Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit in der Vergangenheit oft als gegensätzlich erwiesen haben, ist der Markt für Dienstleistungen und Produkte zum Umweltschutz in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Der Fokus auf die bekannten Umweltthemen (Klimawandel, Ausbau erneuerbarer Energien, Kohleausstieg, CO 2-Abgabe, usw.) wurde im Jahr 2021 durch die Flutkatastrophe im Juni und durch die Bundestagswahl verstärkt und flankiert die Fortsetzung des Wachstums in der Branche, welches jedoch keinen unmittelbaren Einfluss auf das Geschäft im Berichtszeitraum hatte. Die Fertigstellung von großen öffentlichen Infrastrukturprojekten (z. B. "Stuttgart 21" und "BER") und die pandemiebedingte Verzögerung von öffentlichen Ausschreibungen führte zu spürbar zunehmendem Wettbewerb bei öffentlichen Ausschreibungen. Mit dem erweiterten Spektrum der Leistungen in den Bereichen Deponiebau bzw. -sanierung, Stoffstrommanagement und Hochwasserschutz, konnte die Sparte Umwelt im neunten Jahr in Folge erfolgreich am Markt agieren. Die Chancen der Sparte in ihrem Kerngeschäft können bei Betrachtung der Marktpenetration weiterhin als gut bezeichnet werden. Nach einem über mehrere Jahre laufenden Kompetenzwettbewerb wurde Ende 2016 der Zuschlag für die Beseitigung der Aluminiumkrätze "Deponie N6" in der Wiener Neustadt an eine ARGE unter Teilnahme der ZECH Umwelt GmbH erteilt. Unerwartete Asbestfunde im Deponiekörper 2019 hinderten die Arbeiten und führten zum Stillstand der Aufbereitungsanlage. Gespräche mit dem Bauherrn über Lösungsansätze sowie deren vertragliche Auswirkungen dauern an. Erste Teilbeauftragungen sind erfolgt und die Anlagentechnik wurde an die veränderte Situation angepasst. Probeläufe haben die Erwartungen erfüllt. Der über mindestens sieben Jahre laufende Auftrag sichert eine Grundauslastung im Umsatz der Sparte. Die Ende 2019 beauftragte Basisabdichtung unter der Haldenerweiterung des Kalibergwerkes in Zielitz wurde im Herbst 2021 fertiggestellt. Verhandlungen über eine mögliche Auftragserweiterung dauern an. Nach dem Rekordjahr von 2020 konnte die Umweltsparte im Geschäftsjahr 2021 die geplanten Ziele für Umsatz und Ergebnis erreichen bzw. knapp übertreffen. Die Covid-19-Pandemie hatte auf die Geschäftsentwicklung der Sparte im Jahr 2021 einen indirekten Einfluss. Die pandemiebedingten Verzögerungen bei öffentlichen Ausschreibungen führten neben dem spürbar zunehmenden Wettbewerb auch zu rückläufigen Nachfragen im Anlagengeschäft. Nachfrage nach Rechenzentren (Data Center)Der Bedarf an Rechen- und Speicherleistung als Teil der Immobilienwirtschaft und damit der verstärkte Ausbau einer leistungsfähigen und effizienten Rechenzentrumsinfrastruktur ist durch die zunehmende Digitalisierung unverändert hoch und gleichzeitig eine Voraussetzung für eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Digitalisierung. Letztere hat durch Ausbruch von Covid-19 zusätzliche Impulse erhalten und die Bedeutung großer Rechenzentren infolge eines Anstiegs der durch CloudComputing, E-Commerce oder Streaming-Dienste hervorgerufenen Datenflut erhöht. Zu den Herausforderungen der Branche zählen höhere Energieeffizienz, Etablierung von Stoffkreisläufen und Entwicklung hin zu Zero-Waste. Sämtliche Kompetenzen zum Planen und Bauen von Rechenzentren aller Art und aller damit in Zusammenhang stehenden Maßnahmen sind in der ICT Facilities GmbH (ICT) gebündelt. Die ICT war unverändert als Generalübernehmer für schlüsselfertige Rechenzentren in der DACH Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) tätig und konnte sich zu einem führenden Generalunternehmer für eben diese in der DACH Region etablieren. Entsprechend positiv verlief der Geschäftsverlauf der ICT. Die betriebswirtschaftlichen Planwerte für die Leistung und das Ergebnis konnten übertroffen werden. KENNZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF 2021Kennzahlen zum Geschäftsverlauf des Konzerns in Mrd. €:
Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2021Die Gesamtleistung bildet die operative Leistungsfähigkeit des Konzerns ab und entspricht einer betriebswirtschaftlichen und zugleich konsolidierten Sichtweise. In die Ermittlung wurde die Leistung von Tochterunternehmen sowie die anteilig auf den Konzern entfallende Leistung der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen einbezogen. Wesentliche Konzerninterne Aufträge wurden zuvor bereinigt. Der Konzern konnte im zweiten Corona-Jahr einen deutlichen Zuwachs bei der Gesamtleistung verzeichnen. Mit einem Wachstum von +35,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zeigte sich die sehr gute Leistungsentwicklung in den Projekten und unterstreicht abermals die positiven Effekte des vielschichtigen und diversifizierten Geschäftsmodells. Durch die erfreuliche Entwicklung stieg die betriebswirtschaftliche Gesamtleistung auf 1,16 Mrd. €, womit die Marke von einer Milliarde überschritten werden konnte. Erneut wurde das größte Leistungsvolumen durch die Sparte Bau beigetragen, welche 885 Mio. € zur Konzerngesamtleistung beigesteuert hat. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Leistung der Sparte um 225 Mio. € deutlich gesteigert werden (+34,0 Prozent). Diese signifikante Leistungssteigerung konnte durch vielfältige Effizienzsteigerungen, Hebung von Synergien und gezielter Mitarbeiterakquisition erreicht werden. Wie in der Prognose des Vorjahres bereits erwartet, konnte die Sparte Umwelt die Umsätze des Vorjahres nicht erreichen. Der Umsatz 2021 betrug 153 Mio. € (-3,7 Prozent), wobei ausschließlich das Projektgeschäft (+9,9 Prozent) zugenommen hat, während das Anlagengeschäft (-15,3 Prozent) und das Deponiegeschäft (-13,9 Prozent) nachgegeben haben. Insgesamt wurde der geplante Umsatz mit +1,7 Prozent leicht übertroffen. Die junge Sparte Systeme konnte die erbrachte betriebswirtschaftliche Leistung im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern (+490,2 Prozent) und weist eine Gesamtleistung für 2021 in Höhe von 96,8 Mio. € aus (2020: 16,4 Mio. €). Dieser signifikante Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem erstmaligen Ausweis der Cadolto (CMB) in der Sparte Systeme, welche mit 74,1 Mio. € den größten Leistungsanteil zur Sparte Systeme beiträgt. Korrigiert um diesen Effekt ergibt sich eine Leistung auf Vorjahresniveau. Auftragslage und AuftragsbestandDer Auftragsbestand der ZECH Building erhöhte sich im Berichtszeitraum um 447,2 Mio. € auf 1,6 Mrd. €. Das entsprach einem Anstieg um +38,9 Prozent. Die Auftragseingänge entwickelten sich ebenfalls deutlich positiv (+49,2 Prozent) und erreichten mit 1,5 Mrd. € einen neuen Rekordwert. Die Sparte Bau konnte erstmals in ihrer Geschichte innerhalb eines Jahres Auftragseingänge von über einer Milliarde Euro akquirieren und unterstreicht damit die Robustheit des Geschäftsmodells gegenüber den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Unter anderem konnten durch die Akquisition der Großprojekte "RZF-Verwaltungsgebäude Düsseldorf", "MB Campus Drive System Stuttgart", "Base Camp Göttingen" sowie "CIC Hilti Kaufering" die Auftragseingänge um 39,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Zum Bilanzstichtag wies der Auftragsbestand einen Wert in Höhe von 1,4 Mrd. € aus und überschritt damit zum zweiten Mal in Folge die Marke von einer Milliarde Euro. Die Auftragseingänge der Sparte Umwelt erhöhten sich um 19,6 Prozent auf 159,1 Mio. €, was einen um 13,8 Prozent höheren Auftragsbestand von 76,2 Mio. € zur Folge hatte. Die vereinnahmte Bodenmenge in den biologischen Bodenreinigungsanlagen lag 2021 bei 745.000 Tonnen (-5,5 Prozent, Auslastung knapp 85 Prozent). Die technische Anlagenkapazität der Wäschestandorte betrug 1.120.000 Tonnen/Jahr. Die vereinnahmte Bodenmenge lag bei ca. 335.000 Tonnen (Auslastung ca. 30 Prozent). Die zur Behandlung anstehenden und im Zwischenlager befindlichen Böden lagen zum Geschäftsjahresende mit rund 510.000 Tonnen ca. -5,3 Prozent unter der Menge zu Beginn des Jahres. Der Wert für die Bearbeitung und die Entsorgung der Böden in den Zwischenlagern der Bodenbehandlungsanlagen sank um -1,8 Prozent auf 18,3 Mio. €. Die Sparte Systeme hatte im Geschäftsjahr 2021 eine zum Teil unbefriedigende Auftragssituation. So wurde ein Großauftrag zum Bau einer Laborstation für Bayer AG nach dem Rückzug des Coronaimpfstoffes CureVac storniert. Diese Entwicklung spiegelte sich auch in den Auftragseingängen wider. Zwar stiegen die Auftragseingänge deutlich von 5,2 Mio. € im Vorjahr auf 120,8 Mio. €, doch ist diese Veränderung im Wesentlichen auf den erstmaligen Ausweis der Cadolto (CMB) in der Sparte Systeme zurückzuführen. Bereinigt um diesen Effekt ergibt sich eine rückläufige Entwicklung der Auftragseingänge um rund -19,2 Prozent. Dennoch verfügt die Sparte über einen Auftragsbestand, der bis in das Geschäftsjahr 2023 reicht. So erreichte der Auftragsbestand nach 24,4 Mio. € im Vorjahr einen Wert von 137,0 Mio. € zum Bilanzstichtag 2021. Bereinigt um den erstmaligen Ausweis der Cadolto (CMB) ergibt sich eine effektive Bestandsveränderung für das Jahr 2021 in Höhe von 26,6 Mio. €. Mit einem Auftragseingang von 24,7 Mio. € im Berichtszeitraum 2021 lag die Sparte Integrale Planung um 11,1 Mio. € deutlich über dem Vorjahr (2020: 13,6 Mio. €). Der Auftragsbestand erhöhte sich entsprechend um 34,3 Prozent auf 27,0 Mio. €. NACHHALTIGKEIT IN DER ZECH BUILDINGBauwerke und Bauteile verfügen heute über eine durchschnittliche Lebens- und Nutzungsdauer von 50 bis zu 100 Jahren. Umso wichtiger sind daher eine nachhaltige Planung und eine zukunftsorientierte Bauweise. Bereits bei Projektentwicklung und Investitionsentscheidung gilt es, sich mit den Fragen und Herausforderungen der Zukunftsfähigkeit und der Zukunftssicherheit verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg wollen wir unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern und Geschäftspartnern, der Gesellschaft als großes Ganzes und natürlich auch der Umwelt gerecht werden. Unser Ziel ist es, durch die Errichtung nachhaltiger Gebäude (Green Buildings), den CO 2-Fußabdruck zu reduzieren, und das natürliche Umfeld bestmöglich zu bewahren. Dazu setzen wir bei unseren Aufträgen bereits während der Bauphase auf Technologien für saubere Energiegewinnung und leistungsfähige sowie recycelbare Baumaterialien. Bereits seit dem Geschäftsjahr 2019 wenden wir die zukunftsweisende Holz-Hybrid-Modulbauweise bei den großen Bauprojekten "Siemens Campus" in Erlangen und "EDGE Suedkreuz" in Berlin an. Mit der Sparte Umwelt tragen wir mit ökologischen und zugleich ökonomischen Lösungen im Bereich der Altlastensanierung sowie der Reinigung von Böden und Gewässern maßgeblich zur Schonung natürlicher Ressourcen bei. Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen möchten wir einen sinnvollen Beitrag für die Umwelt leisten und erfüllen gern die Anforderungen aller profilierten Zertifizierungssysteme in puncto nachhaltige Projektentwicklungen. Bereits in der Vergangenheit wurde mit der Fertigstellung des "Vodafone Campus" in Düsseldorf eines von vielen auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Gebäuden realisiert. MITARBEITER IN DER ZECH BUILDINGDer wichtigste Erfolgsfaktor der ZECH Building sind die motivierten und leistungsfähigen Mitarbeiter, denn sie tragen maßgeblich zur Erreichung der strategischen Ziele und zum wirtschaftlichen Erfolg der ZECH Building bei. Der Vorstand dankt allen Mitarbeitern herzlich für ihren geleisteten Beitrag zur positiven Entwicklung und zum Ergebnis der ZECH Building SE im Geschäftsjahr 2021. Die seit zwei Jahren andauernde Pandemie hat die Digitalisierung der Arbeitsplätze auf vielen Ebenen beschleunigt. Die Kollaborationsplattform "Microsoft Teams" wurde unternehmensübergreifend ausgerollt und den Mitarbeitern wurden mobile Endgeräte zur Verfügung gestellt. Im Hinblick auf unsere Kernkompetenzen im vielfältigen Projektgeschäft besteht für eine Vielzahl unserer Mitarbeiter nicht die Möglichkeit, ihre Arbeitsleistung an einem anderen Arbeitsort zu erbringen. Für die größtmögliche Sicherheit unserer Mitarbeiter erfolgt eine permanente Risikobeurteilung und -analyse des aktuellen Infektionsgeschehens, insbesondere auch für die vielen Mitarbeiter, die ihre Tätigkeiten nicht von zu Hause aus erbringen können. Wir arbeiten gesellschaftsübergreifend an einer Harmonisierung und Standardisierung von weitgehend einheitlichen Abläufen. Um sicherzustellen, dass unsere vakanten Positionen zügig und mit geeigneten Kandidaten besetzt werden können, ist ein optimaler Recruitingprozess unabdingbar. Wir haben die Rekrutierungsinstrumente und die Nutzung von Active Sourcing ausgebaut, um frühzeitig mit geeigneten Kandidaten in Kontakt treten zu können. Alle Bewerberinnen und Bewerber werden dabei nach Qualifikation ausgewählt, bei vergleichbarer Eignung haben Männer und Frauen die gleichen Chancen. Unseren Mitarbeitern bieten wir Qualifizierungsprogramme mit attraktiven Weiterbildungs- und Entwicklungschancen an, um somit auch eine langfristige Bindung an unser Unternehmen zu fördern. Die fachliche Kompetenz und die individuelle Motivation unserer Mitarbeiter sind essentielle Voraussetzungen für den Erfolg unseres Unternehmens. Zur Sicherung leistungsstarker Führungskräfte betreiben wir zudem weiterhin Führungskräftetrainings und ein strategisch ausgerichtetes Exzellenz-Programm. Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter lag bei 2.062 (2020: 1.738). Dies entsprach einem Anstieg von 18,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hierbei erhöhte sich die Anzahl bei den Angestellten um 217 auf 1.524 (2020: 1.307). Die Personalaufwendungen stiegen in der Berichtsperiode 2021 auf insgesamt T€ 162.442. Im Vergleichszeitraum 2020 fielen die Aufwendungen mit T€ 139.445 um T€ 22.997 geringer aus. Nachfolgende Übersicht zeigt die durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter im Berichts- und Vergleichszeitraum nach Gruppenzugehörigkeit im Konzern:
Im Vergleich der letzten vier Geschäftsjahre stellte sich die Entwicklung der Mitarbeiter (Durchschnitt) folgendermaßen dar:
Die zum Bilanzstichtag beschäftigten Mitarbeiter des Konzerns ließen sich den folgenden Sparten zuordnen:
III. DARSTELLUNG DER LAGE DES KONZERNSKENNZAHLEN DER VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE
VERMÖGENSLAGE UND FINANZLAGEDie verkürzte Konzernbilanz zum Bilanzstichtag und im Vorjahr gibt einen Überblick über die Vermögenslage (in T€): AKTIVA
Der Konzern verzeichnete am Ende des Berichtsjahres eine Bilanzsumme von T€ 568, die den Wert vom 31. Dezember 2020 um rund 8,1 Prozent übertraf. AktivaAuf der Aktivseite der Konzernbilanz stiegen die langfristigen Vermögensgegenstände auf T€ 152.779 (2020: T€ 121.156). Immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich auf T€ 55.226 (2020: T€ 37.450). Die kurzfristigen Vermögensgegenstände setzten sich im Wesentlichen aus den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie dem Vorratsvermögen zusammen. Maßgeblichen Anteil an der Erhöhung des kurzfristigen Vermögens hatten die Zunahme der Liquiden Mittel um T€ 36.108 und der Vorräte um T€ 33.365. Dem gegenüber stand eine Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ -41.167 Der Bilanzansatz enthielt u. a. 15 Projekte mit einem Gesamtwert von T€ 499.422 (Anteil 68,0 Prozent). Bei vier dieser Projekte ("Siemens Campus", "EDGE/SXB Suedkreuz", "Butzweilerhof", "DGB Berlin") lagen die Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Bilanzstichtag bei insgesamt T€ 295.187. Die Anzahlungsquote verringerte sich auf 108,5 (2020: 125,4) Prozent, lag damit jedoch immer noch auf einem komfortablen Niveau und zeigt einen hohen Anteil der Finanzierungen unserer Projekte durch die Auftraggeber. PassivaAuf der Passivseite entwickelte sich die Eigenkapitalquote der ZECH Building zum Bilanzstichtag wie folgt:
Ausschlaggebend für die Abnahme der Eigenkapitalquote im Vergleich zu 2020 waren ein deutlicher Anstieg der Bilanzsumme (+43 Mio. €) bei einer gleichzeitigen Verringerung der Eigenmittel (-7 Mio. €). Das langfristige Fremdkapital stieg auf T€ 35.354 (2020: T€ 26.541). Maßgeblich hierfür war ein Anstieg der langfristigen Rückstellungen. Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich im Wesentlichen bedingt durch einen Anstieg der kurzfristigen Rückstellungen und der Anzahlungen auf T€ 512.583 (2020: T€ 471.440). Die Fremdkapitalquote der ZECH Building bezogen auf die Finanzverbindlichkeiten stieg gegenüber dem Vorjahr an und entwickelte sich zum Bilanzstichtag wie folgt:
Struktur der Konzernbilanz
NettofinanzschuldenFINANZMANAGEMENT DES KONZERNSDie Finanzen der ZECH Building werden zentral durch die Konzernmutter gesteuert und den Gesellschaften bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. Oberstes Ziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität des Konzerns. Das Finanzmanagement umfasst dazu die Steuerung der Liquidität, das Absichern von Zinsrisiken, die Konzernfinanzierung und die Vergabe von Bürgschaften sowie die Kommunikation mit Kreditinstituten. KONZERNLIQUIDITÄT UND FINANZSTRUKTURInstrumente der FinanzierungDer Finanzierungsbedarf des Konzerns wird durch eine Kombination aus operativen Cashflows und Aufnahme kurz-, mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten sowie thesaurierte Gewinne gedeckt. Wesentliche Instrumente der Finanzierung des Konzerns sind:
Die Nettofinanzschulden lassen sich wie folgt aus der Konzernbilanz herleiten:
Zum Bilanzstichtag verfügte die ZECH Building über Guthaben bei Kreditinstituten von T€ 56.218 (2020: T€ 20.110). Im Vorjahresvergleich erhöhten sich diese Mittel um T€ 36.108. Von diesen finanziellen Mitteln stand nach Abzug der nicht jederzeit verfügbaren Liquidität ein Free Cash von insgesamt T€ 56.208 (2020: T€ 20.100) zur Verfügung. Die Finanzverbindlichkeiten des ZECH Building Konzerns valutierten mit T€ 5.306 über dem Vorjahreswert von T€ 2.032 und betrafen Corporate Finanzierungen. Nach Abzug des in 2021 deutlich erhöhten Free Cashs von den Finanzschulden weist der Konzern ein Nettofinanzvermögen in Höhe von T€ 31.274 aus (Vorjahr: Nettofinanzschulden T€ 29.503). AnzahlungenAnzahlungen von Auftraggebern sind eine weitere Finanzierungsform der operativen Geschäftstätigkeit der ZECH Building. Diese Zahlungen erfolgen i. d. R. parallel zur Leistungserbringung auf Grundlage regelmäßiger Abrechnungen. Teilweise sind Anzahlungen vor der Leistungserbringung üblich. Nach T€ 336.513 im Vorjahr stiegen diese Einzahlungen um T€ 459.601 auf T€ 796.114 im Geschäftsjahr 2021. Diese wurden in Höhe von T€ 640.643 offen von dem Posten "unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen" auf der Aktivseite der Konzernbilanz abgesetzt. Ein danach nicht verrechenbarer Überhang der erhaltenen Anzahlungen von T€ 155.471 (2020: T€ 124.637) wurde unter dem Posten "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" passiviert. Insgesamt verzeichnete der Konzern eine Zunahme der Anzahlungen von 136,6 Prozent zum 31. Dezember 2021. Die Höhe der insgesamt zum jeweiligen Bilanzstichtag erhaltenen Anzahlungen ist folgender Übersicht zu entnehmen (in Mio. €): EntschuldungsfähigkeitNachdem der Konzern im Vorjahr Nettofinanzschulden aus der Unternehmensfinanzierung (Net Debt - Corporate) in Höhe von T€ 7.146 ausgewiesen hat (Entschuldungsfähigkeit 0,1 Jahre), weist der Konzern im Geschäftsjahr ein Nettofinanzvermögen in Höhe von T€ 31.274 aus, da die Bankguthaben die Finanzschulden übersteigen. Infolgedessen wird auf eine Analyse der Entschuldungsfähigkeit verzichtet.
KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung wird nach den Cashflows aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Auswirkungen von Wechselkursänderungen werden eliminiert und deren Einfluss auf die flüssigen Mittel gesondert gezeigt. Mittelveränderungen aus dem Erwerb und der Veräußerung konsolidierter und assoziierter Unternehmen sind innerhalb der Investitionstätigkeit gesondert ausgewiesen. Die Kapitalflussrechnung nach DRS 21 stellte sich für den Konzern wie folgt dar:
Cashflow aus der laufenden GeschäftstätigkeitVon Januar bis Dezember 2021 verzeichnete die ZECH Building einen Brutto-Cashflow von T€ 25.593 (2020: T€ 72.585). Die Veränderung des Nettoumlaufvermögens (''Working Capital'') lag bei T€ 27.886 (2020: T€ 46.552). Das Working Capital ergibt sich im Wesentlichen aus der Differenz aus kurzfristigen Aktiva, insbesondere den Vorräten und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Die liquiden Mittel sind darin nicht enthalten. Insgesamt erhöhten Mittelzuflüsse von T€ 53.479 (2020: T€ 119.137) aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit den Finanzmittelfonds des Konzerns. Cashflow aus der InvestitionstätigkeitDer Cashflow aus der Investitionstätigkeit wies Mittelzuflüsse von T€ 8.008 (2020: Mittelabflüsse von T€ 64.298) auf, die sich insgesamt positiv auf den Finanzmittelfonds des Konzerns auswirkten. Im Vorjahr belasteten hohe Mittelabflüsse von T€ 52.865 im Rahmen der Allokation von Finanzmitteln und erhaltenen Zinsen, im Wesentlichen an verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen, den investiven Cashflow. Im Geschäftsjahr waren für diese Zwecke Auszahlungen in Höhe von T€ 50.993 und Einzahlungen in Höhe von T€ 36.286 zu verzeichnen. Des Weiteren wirkten sich im Geschäftsjahr Mittelzuflüsse aus Dividenden in Höhe von T€ 60.991 positiv auf den Cashflow aus. Aus der Summe der Cashflows aus laufender Geschäfts- und Investitionstätigkeit ließ sich ein Free-Cashflow von T€ 61.487 (2020: T€ 54.839) ableiten. Die Entwicklung des Anlagevermögens wird nachfolgend dargestellt:
Die Zugänge im Anlagevermögen (ohne Akquisitionen) betrugen im Berichtsjahr T€ 49.165, im Vorjahr T€ 20.115. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen erhöhten sich um T€ 92 auf T€ 19.870 (2020: T€ 19.778) und beim Finanzanlagevermögen stiegen die Investitionen um T€ 28.960 von zuvor T€ 322 auf insgesamt T€ 29.282. Bei den Finanzanlagen ergaben sich die Zugänge vor allem aus zusätzlichen Anschaffungskosten für die Beteiligung an der Campus Properties 1 GmbH & Co. KG (T€ 24.883). Die Zugänge im Sachanlagevermögen beinhalteten die üblichen Ersatz- und Neuinvestitionen für Baugeräte und Baustellenausrüstungen. Von diesen Zugängen im Anlagevermögen (inklusive Finanzanlagen) waren T€ 8.494 (2020: T€ 9.832) nicht zahlungswirksam. Cashflow aus der FinanzierungstätigkeitDer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit fiel vor allem durch Darlehenstilgungen in Höhe von T€ 25.110 (2020: T€ 67.260) gegenüber der Zech Group SE mit Mittelabflüssen von T€ 26.009 insgesamt negativ aus. Wirtschaftlicher CashflowNach unserer Auffassung bildet die Darstellung der einzelnen Cashflows nach dem DRS 21 nicht adäquat die tatsächlich heranzuziehende wirtschaftliche Betrachtungsweise von Mittelzu- und Abflüssen in der Zech Group ab. Als Ursachen sind hier im Wesentlichen die Zuordnung von Erst- und Entkonsolidierungen (vgl. Konzernanhang) einerseits sowie der Ausweis der Zahlungsflüsse unserer nach der EquityMethode bilanzierten Beteiligungsunternehmen zum investiven Cashflow andererseits zu nennen. In enger Abstimmung mit der Konzernmutter können unsere assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen ihre Gewinne aus erfolgreichen Projektrealisierungen oder anderweitiger Geschäftstätigkeit thesaurieren, um weitere Projektvorhaben zu realisieren oder gegebenenfalls ihre bestehenden Finanzverbindlichkeiten in einem günstigen Marktumfeld zu tilgen. Der abgeleitete wirtschaftliche Cashflow ergab demnach folgendes Bild:
Im Geschäftsjahr 2021 konnten Mittelzuflüsse aus Ausschüttungen in Höhe von T€ 60.119 vereinnahmt werden. Diese Zahlungen sind unserem Geschäftsmodell folgend nicht im Cashflow aus der Investitionstätigkeit, sondern vielmehr im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit darzustellen. Durch die wirtschaftliche Betrachtungsweise wies der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach Mittelzuflüssen von T€ 53.479 nunmehr Mittelzuflüsse von T€ 113.598 aus. Infolge der negativen Umgliederung von T€ 60.119 verringerte sich der ursprüngliche Mittelzufluss aus dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit von T€ 8.008 und verzeichnete letztendlich einen Mittelabfluss von T€ 52.111. Abweichend zu den Veränderungen der übrigen Cashflows hatte die wirtschaftliche Betrachtungsweise keine Auswirkungen auf die Mittelabflüsse aus dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit, sodass dieser weiterhin Mittelabflüsse von T€ 26.009 aufwies. ERTRAGSLAGEDie Ertragslage des Konzerns stellte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020 wie folgt dar:
UMSATZERLÖSE UND EQUITY ERGEBNISEntwicklung der Umsatzerlöse des Konzerns im Vergleich der letzten vier Jahre (in Mio. €):
In der Berichtsperiode 2021 wurde mit Umsatzerlösen von T€ 531.591 ein Umsatzminus von T€ 482.069 bzw. 47,6 Prozent erzielt, bei einer gleichzeitigen Zunahme der Bestandsveränderungen um T€ 657.640 auf T€ 431.165. Wie auch im Vorjahreszeitraum entfiel der größte Anteil am Umsatzvolumen des Konzerns auf den deutschen Markt. Die Entwicklung der Umsatzerlöse zeigt den typischen Verlauf im Projektgeschäft, da sie stark von den Realisierungszeitpunkten der Immobilienentwicklungen und der damit verbundenen Ertragsvereinnahmungen abhängig sind. Die Umsatzerlöse beinhalten auch Erträge aus Gewinnübernahmen mit Arbeitsgemeinschaften (ARGEN) von T€ 13.037 (2020: T€ 27.479), an denen der Konzern beteiligt ist. Infolge zahlreicher (Teil-)Abnahmen größerer ARGEN im Jahr 2020 war daraus ein hoher Umsatzbeitrag für den Konzern entstanden. Umsatzerlöse aufgeteilt nach Sparten:
OPERATIVE GESAMTLEISTUNGBei Betrachtung der Umsatzerlöse und der in der Bestandsveränderung enthaltenen bereits erbrachten, aber noch nicht schlussgerechneten Leistung, ergab sich im Vergleich der letzten vier Jahre folgende Entwicklung (in Mio. €):
Erkennbar ist, dass Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen der ZECH Building mit insgesamt T€ 962.756 um T€ 175.571 gegenüber T€ 787.185 im Vorjahr angestiegen sind, ein handelsrechtlicher Leistungszuwachs von 22,3 Prozent und mit Blick auf die Vergleichsperiode 2019 eine Verbesserung um 33,2 Prozent. Einen maßgeblichen Einfluss auf die Veränderung zum Vorjahr hatte die Sparte Bau und Systeme. KONZERNGESAMTLEISTUNGUnter Hinzurechnung der aktivierten Eigenleistungen (T€ 376) und der sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 25.051) zur operativen Gesamtleistung ergibt sich die Konzerngesamtleistung. Hier konnte ein deutlicher Zuwachs um T€ 186.142 bzw. rund +23,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020 erreicht werden (2021 : T€ 988.183, 2020: T€ 802.041). WEITERE KENNZAHLEN DER ERTRAGSLAGE 2021Personal- und Materialaufwandsquote
Die Personal- und Materialaufwandsquote (Personal- und Materialaufwand jeweils im Verhältnis zur Konzerngesamtleistung) valutierten mit 16,4 Prozent (2020: 17,4 Prozent) unter sowie mit 73,0 Prozent (2020: 65,2 Prozent) über Vorjahresniveau. ErfolgskennzahlenDie nachfolgende Übersicht stellt die Kennzahlen der Ertragskraft des Konzerns für beide Geschäftsjahre vergleichend gegenüber:
Die Kennzahl für die operative Geschäftstätigkeit (EBITDA) des Konzerns verringerte sich im Jahr 2021 und verzeichnete einen Rückgang um T€ 17.367 auf T€ 36.127 (-32,5 Prozent) Die EBITDA Marge sank auf 3,7 (2020: 6,7) Prozent. Die ZECH Building konnte das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Vergleich zum Vorjahr nicht erreichen und beendete das Geschäftsjahr 2021 mit einem EBT von T€ 10.481 (2020: T€ 39.427). Dies entsprach einem Rückgang um T€ 28.946 (rund 73,4 Prozent). Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern ergab sich ein Konzernjahresfehlbetrag für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 von T€ 5.103. Im Vorjahreszeitraum 2020 erzielte die ZECH Building noch einen Konzernjahresüberschuss von T€ 21.490. Damit lag das Ergebnis nach Ertragsteuern um T€ 26.593 (123,7 Prozent) unter dem Vorjahr. Die Ertragslage des Konzerns, aufgegliedert in das neutrale und ordentliche ("bereinigte") Ergebnis, stellte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020 demnach wie folgt dar:
NEUTRALES ERGEBNISEinmalige Erträge und Aufwendungen bzw. Sondereinflüsse umfassen bestimmte Sachverhalte in der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung, deren gesonderte Angabe als neutrales Ergebnis nach Einschätzung des Vorstands nützlich ist, um den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns besser beurteilen zu können. Das neutrale Ergebnis stellte sich in den Berichtsjahren 2021 und 2020 wie folgt dar:
Die positiven Sondereinflüsse stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Insbesondere Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen von T€ 13.050 (2020: T€ 6.212) sowie Erträge aus Schadensersatz T€ 2.812 (2020: T€ 0) trugen zur Erhöhung des neutralen Ergebnisses bei. Die gegenläufigen Effekte wie Abschreibungen auf Forderungen und Einstellungen in die Wertberichtigungen von T€ 8.216 (2020: T€ 25.585) sowie Schadensersatzleistungen von T€ 698 (2020: T€ 6.943) fielen erheblich geringer aus als im Vorjahr und führten im Vergleich zu einer Verbesserung des neutralen Ergebnisses um T€ 27.064. Die Bereinigung der Erfolgskennzahlen ergab folgendes Bild der Ertragslage für das 2021 :
Nach Bereinigung um Sondereinflüsse verschlechterte sich das EBITDA um T€ 9.279 auf T€ 26.848. Gegenüber dem bereinigten Vergleichswert aus dem Geschäftsjahr 2020 von T€ 78.122 entsprach dies zugleich einer Abnahme um 65,6 Prozent bzw. T€ 51.274. Die bereinigte EBITDA-Marge betrug 2,8 Prozent gegenüber 9,8 Prozent in 2020. Das EBT verschlechterte sich nach Bereinigung um das neutrale Ergebnis von T€ 10.481 (unbereinigt) um T€ 2.436 auf T€ 8.045. Gegenüber dem bereinigten EBT 2020 entsprach dies einer Abnahme um 87,4 Prozent bzw. T€ 56.010. Auf den Konzernjahresfehlbetrag (2020: -überschuss) wirkte sich die Eliminierung um das neutrale Ergebnis analog zum EBT ebenfalls negativ aus, was gleichbedeutend war mit einem Rückgang von zuvor T€ -5.103 (unbereinigt) auf T€ -7.539. Der bereinigte Vorjahreswert valutierte bei T€ 46.118. GESAMTAUSSAGE ZUR GESCHÄFTSENTWICKLUNGZum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernlageberichts beurteilt der Vorstand die Geschäftsentwicklung des Konzerns positiv. Hervorzuheben ist, dass wir im abgelaufenen Berichtszeitraum unter den herausfordernden Rahmenbedingungen, die durch die Covid-19-Pandemie hervorgerufen wurden, mit unserer Unternehmensgröße und Diversifikation eine hohe Flexibilität und Krisenresilienz bewiesen haben. Aus der Gegenüberstellung der bereinigten Größen und unseren Erwartungen für die Entwicklung der ZECH Building im Jahr 2021 wird ersichtlich, dass die Ziele des Konzerns vollumfänglich erreicht werden konnten. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 ist geordnet. Der Konzern war auch im Jahr 2021 jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachzukommen. IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTRISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT DES KONZERNSIn einem dynamischen Umfeld ist es eine der grundlegenden Aufgaben, auf der einen Seite Chancen frühzeitig wahrzunehmen und zu nutzen sowie auf der anderen Seite bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und diesen mit effektiven Maßnahmen entgegenzuwirken. Aufgrund der Bedeutung liegt das konzernweite Risikomanagement zentralisiert beim Vorstand des Konzerns. Hier werden Chancen und Risiken aggregiert betrachtet. Risiken werden nur insofern eingegangen, soweit mit den damit verbundenen Chancen eine Steigerung des wirtschaftlichen Erfolgs wahrscheinlich ist. Das Chancen- und Risikomanagement erstreckt sich über sämtliche Bereiche des Konzerns und ist integraler Bestandteil unserer Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozesse. Über ein konzernweites Cash-Management lassen sich Chancen und Risiken einerseits mit Hilfe des Einsatzes von Instrumenten der Finanzplanung und -analyse und andererseits verbindlich vereinbarter Jahresbudgets frühzeitig antizipieren. Für die Überwachung werden revolvierend monatliche Soll-Ist-Vergleiche nach Sparten durchgeführt und sich daraus ergebende Chancen und Risiken in Budgetbesprechungen (Jour Fixes) analysiert, diskutiert und bewertet. Über das Berichtsjahr hinausgehende Chancen und Risiken werden in einer betriebswirtschaftlichen Ergebnisrechnung sowie einer Planung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach handelsrechtlichen Grundsätzen transparent gemacht. Der Planungszeitraum beträgt dabei jeweils drei Jahre ab dem Stichtag des Konzernabschlusses. Die so gewonnenen Erkenntnisse sind darauf ausgerichtet, der jeweiligen Führungsgesellschaft bzw. Geschäftsführung Abweichungen darzulegen, Eintrittswahrscheinlichkeiten zu bestimmen sowie Handlungsalternativen aufzuzeigen, um negative Auswirkungen auf unser Geschäft und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu minimieren. Risikopositionen, die sich einer reinen Quantifizierung entziehen, werden eigenständig beleuchtet und nachgehalten. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah, regelmäßig und umfassend. Die Berichte beinhalten alle relevanten Informationen zu wesentlichen Fragen der Strategie und Unternehmensplanung, der Lage und Entwicklung des Konzerns, der Risikolage, dem Risikomanagement sowie zu bedeutenden Geschäftsvorfällen. Abweichungen vom geplanten Geschäftsverlauf werden vom Vorstand erläutert und im Aufsichtsrat diskutiert. Der Aufsichtsrat wird frühzeitig in alle wesentlichen Entscheidungen eingebunden und erteilt seine Zustimmung - soweit erforderlich - nach umfassender eigener Prüfung und Beratung. RISIKO- UND CHANCENSITUATION DER ZECH BUILDING SEZur übersichtlichen Darstellung sämtlicher Risiken wurden diese zu vier Risikoklassen zusammengefasst. Dabei entscheidet das höchste Einzelrisiko darüber, welches Risiko der gesamten Klasse beigemessen wird. Folgende Risikoklassen lassen sich einteilen:
Sofern nicht anderslautend angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Risiken auf alle Gesellschaften des Konzerns und wir zeigen auf, wie wir der Gefahr negativer Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage begegnen und Chancen nutzen. Aus Gründen der Konsistenz mit den Erläuterungen im Prognosebericht umfasst der zugrunde liegende Zeithorizont für die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken und Chancen das Geschäftsjahr 2022. STRATEGISCHE UND OPERATIVE RISIKENNachteilige Marktentwicklungen, Pandemie und Ukraine-KriseDie ZECH Building ist mit ihrem Geschäftsmodell maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Nachfrage nach Immobilien abhängig. Regionale und gesamtwirtschaftliche Marktschwankungen, Handelsrestriktionen und insbesondere konjunkturelle Veränderungen auf unseren Märkten, können sich bei einer Realisierungszeit der Projekte zwischen drei bis fünf Jahren positiv und negativ auf unser Geschäft sowie die Finanz- und Ertragslage auswirken. So könnte z. B. eine Rezession in Deutschland und Europa die Finanz- und Ertragslage stark beeinträchtigen. Sollte die tatsächliche Entwicklung positiv von unseren Planungsprämissen abweichen, können sich zusätzliche Geschäftsfelder und Nachfrageimpulse ergeben. Weitere wesentliche Einflussfaktoren sind die demografische Entwicklung, der Arbeitsmarkt, private Verschuldungsgrade und Realeinkommen sowie die Aktivität von internationalen Investoren. Die Risikosituation unserer Sparten kann hier unterschiedlich ausfallen. Der aktuelle Konflikt zwischen Russland und der Ukraine könnte sich erheblich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der ZECH Building auswirken. Durch die international verhängten Sanktionen gegen Russland zeigen sich bereits unmittelbar deren Konsequenzen für die Weltwirtschaft. Die Verfügbarkeit von Baumaterial ist stark beschränkt und es sind erhebliche Preissteigerungen zu beobachten. Insbesondere könnte sich die Krise negativ auf die Preisentwicklung des Baustahls auswirken, da dieser zu rund 30 Prozent aus Russland, der Ukraine und Weißrussland importiert wird. Aussagen zu langfristigen Konsequenzen sowie zur zeitlichen Erstreckung der Krise - insbesondere hinsichtlich der Preisentwicklung - sind gegenwärtig nicht möglich. Deshalb überwachen wir die potenziellen Risiken und sondieren, ob möglicherweise risikomindernde Maßnahmen zu ergreifen sind. Hierfür haben wir mit Beginn der Ukraine Krise eine wöchentliche Taskforce "Marktentwicklung 2022" eingerichtet, um zusammen mit dem Vorstand und der Abteilung Einkauf aktuelle Entwicklungen und Informationen zusammenzutragen und entsprechende Entscheidungen zu treffen. Mit dem Jahr 2020 kam mit dem Auftreten und der Verbreitung von SARS-CoV-2 und der damit verbundenen Krankheit Covid-19 ein pandemisches Risiko hinzu. Aus der Pandemie ergeben sich erhebliche Risiken für die ZECH Building, unverschuldet in Risikolagen zu geraten. Diese sowie jede andere Pandemie, Epidemie oder der Ausbruch von Infektionskrankheiten könnten sich erheblich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ZECH Building auswirken. Wir beobachten die Entwicklung der Pandemie seit Beginn 2020 intensiv und haben frühzeitig mit der Implementierung einer konzernweiten Task Force zur Koordination des Krisenmanagements reagiert. Ferner wurden sichere Arbeitsabläufe für das mobile Arbeiten an unseren Bürostandorten sowie die Arbeitsorganisation an unseren Projektstandorten gestaltet. Im Bedarfsfall wurden individuelle Maßnahmen ergriffen. Hierzu zählten auch die schnelle und konsequente Absonderung von Verdachts- und Krankheitsfällen. Durch die Maßnahmen sollen die Risiken aus der Pandemie minimiert und die Gesundheit unserer Mitarbeiter geschützt werden. Durch unser ausgewogenes und risikodiversifiziertes Geschäftsmodell können wir Volatilitäten durch positive Entwicklungen in anderen Sparten oder Märkten kompensierend entgegenwirken. Wir beobachten unsere gegenwärtigen und potenziellen Märkte im Hinblick auf Chancen für Akquisitionen, Beteiligungen sowie Partnerschaften und versuchen jederzeit Opportunitäten zu nutzen. Unsere Innovationsbereitschaft und -fähigkeit kennzeichnet den Konzern. Unser Wachstum realisieren wir sowohl organisch als auch mit strategischen Investitionen. Chancen durch nachhaltiges Bauen und ImmobilienentwicklungenImmobilienentwicklungen, insbesondere hochwertige Projektentwicklungen, werden zukünftig einen hohen Grad an Nachhaltigkeit hinsichtlich Energieeffizienz sowie Ressourcenschonung aber auch in puncto Wohlbefinden der Nutzer zeigen. Die konsequente Umsetzung von ESG-Strategien werden zunehmend Gewicht bei der Finanzierung von Projekten einnehmen und von Investoren ebenfalls steigend nachgefragt. Hinzu kommen der Einsatz von CO 2-neutral gewonnener Energie und der erhöhte Einsatz nachwachsender Rohstoffe bis hin zu Immobilien, deren Baustoffe nach dem Ende des Lebenszyklus wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden können (Cradle-to-Cradle). Hieraus ergeben sich Chancen für die ZECH Building, da Nachhaltigkeit ein präsenter Bestandteil unserer operativen Geschäftstätigkeit ist und wir uns mit unseren Sparten dafür umfassend aufgestellt sehen. Risiken aus AufträgenDie Chancen und Risiken können in den einzelnen Phasen einer auftragsbezogenen Fertigung liegen, beginnend mit der Akquisitionsphase, der Ausführungsphase und abschließend der Phase nach der Fertigstellung des Bauprojekts. Zu den Risiken in der Akquisitionsphase zählen Risiken aus der fehlerhaften Angebotskalkulation und Vertragsrisken. In der Ausführungsphase kommen witterungsbedingte Risiken, Preissteigerungen auf Nachunternehmerseite und Risiken aus der Nichterlangung von Nachträgen vom Auftraggeber. Nach Fertigstellung besteht das Risiko der Gewährleistung. Das kann zu einem Absinken der Gewinnmarge und gegebenenfalls zu erheblichen Verlusten führen. Die Begrenzung dieser Risiken ist eine wesentliche Aufgabe der für das jeweilige Projekt verantwortlichen Einheiten der ZECH Building. Es sind bestimmte Mindestanforderungen an ein Projekt zu erfüllen, bevor es überhaupt von der verantwortlichen Einheit akzeptiert werden darf. So werden Kalkulationsrisiken durch eine stringente Anwendung der Angebotsselektion und Preiskommissionen vor Hereinnahme von Aufträgen kontinuierlich minimiert. Ferner werden Erfahrungen mit Auftraggebern, regionale Gegebenheiten, Kompetenzen und Kapazitäten der ausführenden Konzerngesellschaften, der Terminplan sowie die vertragliche Ausgestaltung und Zahlungssicherheiten analysiert. Starke Preissteigerungen beim Baumaterial stellen für länger laufende Bauverträge ein Risiko dar, da die Preise vor dem rapiden Preisanstieg kalkuliert wurden. Bestehende Altverträge wurden bezüglich Preisgleitklauseln überprüft und die Möglichkeiten zur Geltendmachung von Störungen der Geschäftsgrundlage erörtert. Wir sind mit unseren vielen privaten Kunden in Kontakt, um für die aktuell laufenden Projekte Lösungen zu finden. Dennoch ist es möglich, dass diese Kosten nachträglich nicht vollständig an die Auftraggeber weitergegeben werden können und dies folglich zu einer Verringerung der Marge sowie einer Belastung der Ertragslage führen kann. Bei neuen Verträgen hingegen gelingt es weitestgehend, diesen Preiseffekt in den Bauverträgen unterzubringen. Den aktuellen Materialengpässen begegnen wir durch eine Intensivierung unserer Einkaufskapazitäten und forcieren Vorablieferungen, Sicherungsübereignungen und individuelle Regelungen mit unseren Lieferanten und Nachunternehmern. Zusätzlich setzen wir auf eine enge Bindung zu unseren Lieferanten und Nachunternehmern. Als verlässlicher Partner sehen wir die Chance, bevorzugt beliefert zu werden. Unsere Größe und unser Wachstum sind dabei von Vorteil. Das Vertrags- und Risikomanagement des Konzerns unterstützt alle operativen Einheiten bei der Bewertung von Risiken in der Angebots- sowie Ausführungsphase und begleitet baubetriebliche Schwierigkeiten zentral. Unser Qualifizierungsprogramm ermöglicht jedem Mitarbeiter die regelmäßige Weiterbildung und Schulung von Spezialwissen. Die Projektrisiken sind kaufmännisch vorsichtig bewertet und in die Arbeitskalkulationen eingestellt. Zur Absicherung der Ausfallrisiken von Nachunternehmern in Deutschland erhalten Gesellschaften des Konzerns Sicherheiten zur Absicherung der Vertragserfüllung, Gewährleistung und von Vergütungsansprüchen aus vereinbarten Nachunternehmerverträgen. Bezüglich der Bonität der Bürgen werden ausschließlich Sicherheiten von Kreditversicherungen oder Banken akzeptiert, die im Inland eine Zulassung der BaFin erhalten haben. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir mit unserem hervorragenden Zeit- und Projektmanagement Projekte sowohl im Kosten- als auch im Zeitrahmen fertigstellen können und fertiggestellt haben. Dies schafft im hohen Maß Planungszuverlässigkeit. Aus unserem Projektmanagement und einer daraus folgenden Identifikation zusätzlicher Auftragspotenziale bieten sich für uns zusätzliche Ertragschancen. Die Realisierung dieser Potenziale setzt auf einer exzellenten Anwendung der Projektmanagementprozesse und -instrumente auf, die auch bei der Mitigation von Projektrisiken zum Einsatz kommen. Dies setzt auch ein umfassendes Verständnis der jeweils zugrunde liegenden Verträge voraus. Der Konzern setzt dabei auf umfassende Erfahrung und Ausbildung. DigitalisierungVor dem Hintergrund des anhaltenden Wachstums der ZECH Building ist die Digitalisierung ein Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit von morgen und von strategischer Bedeutung. Herausforderungen bestehen hierbei einerseits in der zunehmenden Komplexität und Anforderungsdichte sowie andererseits in der Umsetzungsgeschwindigkeit. Hinzu kommen erhöhte Anforderungen an die (Daten-) Sicherheit und der Aufbau eines Notfallmanagements. Die Digitalisierung wird den fortwährenden Prozess der Organisationsentwicklung innerhalb des Konzerns in den nächsten Jahren dahingehend prägen, dass sich die Form der Zusammenarbeit verändert, bisherige Mitarbeiter- und Stellenanforderungen zunehmend durch technologische Entwicklungen (z. B. Robotics, Systemworkflows) ersetzt und gleichzeitig freie Kapazitäten für Innovationen geschaffen werden. Darin sehen wir Chancen für Transparenz- und Geschwindigkeitsgewinne. Sie erfordert aber gleichzeitig eine Weiterentwicklung des Digitalisierungs-Know-hows auf Mitarbeiter- und Führungsebene. Diesen Herausforderungen begegnen wir durch gezielten Know-how-Einkauf, Fachkräfte Spezialisierungen und durch die Weiterentwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften. Der langfristige Erhalt der Mitarbeitermotivation und -gesundheit steht hierbei unverändert im Fokus. Die Wachstumsziele der ZECH Building wurden durch die Shared Service Dienstleistungen der Zech Management weiter unterstützt. Notwendige Skaleneffekte wurden erreicht durch sinnvolle Prozess-Standardisierungen und ein gezieltes Voranschreiten im Rahmen der Digitalisierung. Damit verbunden waren Automatisierungen von manuellen Tätigkeiten sowie der Ausbau des Workflow-orientierten Arbeitens. Die vorhandenen technologischen Lösungen ermöglichten trotz Pandemie bedingter Einschränkungen im Geschäftsjahr 2021 eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen den operativen Einheiten und dem zentralen Shared Service Dienstleister. FINANZRISIKENFinanzierungs- und LiquiditätsrisikenIn der Immobilienbranche besteht ein enger Zusammenhang zwischen Finanz- und Realwirtschaft. Baumaßnahmen, Reparaturen, Modernisierungen und der Kauf von Immobilien sind häufig kapitalintensiv und für deren Finanzierung Fremdkapital erforderlich. Die ZECH Building ist zwangsläufig dem Risiko ausgesetzt, eine erforderliche Finanzierung nicht zu erhalten. Zugleich kann eine nicht zu erwartende negative Geschäftsentwicklung unserer operativen Einheiten zu einem erhöhten Finanzierungsbedarf führen oder eine geänderte Bonitätseinschätzung des Konzerns durch unsere Banken nach sich ziehen. Dies kann Finanzierungen erschweren oder verteuern und die Beschaffung von Avalen und Garantien erschweren. Liquiditätsrisiken können auch entstehen, wenn aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllt werden oder bei Engpässen unvorteilhafte Finanzierungsbedingungen akzeptiert werden müssen. Zu den weiteren Risiken sind ein verzögerter Geldfluss bei Umsatzerlösen und Darlehensvergaben sowie unvorhersehbare Ausgaben zu zählen. Mit der Ausgestaltung eines konzernweiten Liquiditätsmanagements ist die konzernweite finanzielle Stabilität und Flexibilität der ZECH Building nachhaltig gesichert. Dies schließt alle relevanten Tochterunternehmen und Beteiligungen mit ein. Liquiditätsengpässen wird durch eine über Jahre hinweg absichernde und überwachende Finanzpolitik begegnet. Eine monatlich aktualisierte Liquiditätshochrechnung über einen Zeithorizont von 13 Monaten, die ständige Überwachung der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows, die vom Vorstand festgelegte Mindestliquidität sowie das quartalsweise Reporting an unsere Banken sorgen frühzeitig für die Identifizierung von Fehlentwicklungen und einen stetigen Kommunikationsaustausch mit den Banken. Die regelmäßige Überwachung und Steuerung der im Rahmen der Gewährung einzelner Kredite vertraglich festgelegten Financial Covenants verringert weiterhin potenzielle Liquiditätsrisiken aus einem Verstoß gegen vertragliche Verpflichtungen gegenüber Kreditgebern. Liquiditätsrisiken begegnen wir zudem über ein zentralisiertes Avalmanagement in der Zech Management. Darüber wird sowohl die optimale Ausnutzung bestehender Avalkreditlinien innerhalb des Konzern gewährleistet als auch die zeitnahe Rückgabe herausgelegter Avale durch den Avalbegünstigten nach Erledigung des Sicherungszwecks überwacht. Sowohl unberechtigte Avalinanspruchnahmen als auch Avalprovisionen können minimiert und durch Avale in Anspruch genommene Kreditlinien anderweitig nutzbar gemacht werden. Die Finanzierungsstruktur der ZECH Building ist stabil, der Konzern langfristig finanziert. Unser Geschäftsmodell hat sich bei unseren Banken und Partnern etabliert und unsere Kreditwürdigkeit über die Jahre stetig verbessert. Ungeachtet des temporären Effekts aus der Covid-19-Pandemie gehen wir für das Jahr 2022 von einer langsam rückläufigen expansiven Geldpolitik der EZB aus. Damit wird die hohe Finanzierungsbereitschaft bei Banken und anderen Finanzierungspartnern anhalten. ZinsrisikenDie ZECH Building refinanziert ihre Geschäftstätigkeit unter anderem durch festverzinsliche Darlehen von der Zech Group SE. Eine plötzliche und unerwartete Veränderung der Marktzinsen hätte nur leichte bis mäßige negative direkte Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage des Konzerns obgleich die Zinsentwicklung nach wie vor einen der Haupttreiber für die Preisentwicklung von Immobilien darstellt. Die ZECH Building ist nicht in Fremdwährungen engagiert. Sehr wohl findet jedoch ein Monitoring der Wechselkurse statt. REGULATORISCHE UND RECHTLICHE RISIKENPolitische Situation in DeutschlandDer Konzern ist allgemeinen Risiken ausgesetzt, die sich aus der Veränderung der Rahmenbedingungen durch die Gesetzgebung oder aus anderen Vorschriften ergeben. Solche Regelungen können, neben dem Steuerrecht, insbesondere das Baurecht, das Arbeits- oder Umweltrecht sein. Diese bewirken häufig eine Änderung der Entscheidungsparameter der Marktteilnehmer. Üblicherweise benötigen derartige Veränderungen eine gewisse Vorlaufzeit, die eine hinreichende Anpassung erlaubt. In Ausnahmefällen wie der Covid-19-Pandemie oder einer Finanzkrise können solche Veränderungen kurzfristig einsetzen und eine Anpassung erschweren. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hat sich Deutschland als Land mit hoher regulatorischer, gesellschaftlicher und politischer Stabilität erwiesen und damit wenig Potenzial für plötzliche Maßnahmen und regulatorische Eingriffe außerhalb einer breiten gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Konsensfindung geboten. Eine mögliche kurzfristige Veränderung des regulatorischen Umfelds bzw. der politischen Machtverhältnisse, verbunden mit einer weiter zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft und einem möglichen Trend zu mehr Protektionismus sowie weitere temporär gültige oder dauerhaft angepasste Gesetze aufgrund von Ausnahmesituationen, könnten negative Auswirkung auf die Wirtschaft haben. Die Risiken und Chancen für unser Geschäft schätzen wir als gering ein. ComplianceRisiken können sich aus rechtswidrigen bzw. unredlichen Handlungen im oder vom Konzern ergeben und sich negativ auf Organverantwortliche und die ZECH Building selbst auswirken. Dazu zählen neben (Geld-)Strafen und Bußgeldern auch andere Sanktionen wie Vergabesperren für Aufträge der öffentlichen Hand und ein erhöhtes Reputationsrisiko mit den damit einhergehenden Wettbewerbsnachteilen. Auch sind erhebliche Vermögensgefährdungen für den Konzern und dessen Gesellschafter zu nennen. In der komplexen Beteiligungsstruktur des Konzerns ist es die Zielsetzung des Vorstands Korruption, Kartell- und Wettbewerbsverstößen sowie Verstößen gegen unternehmensinterne Vorschriften effektiv entgegenzutreten. Durch das Zusammenwirken des Chief Compliance Officers (CCO), der Compliance Organisation und den Führungskräften wird das Risikomanagement konzernübergreifend koordiniert und geeignete Instrumente zur Steuerung und Überwachung bereitgestellt. Die Verhaltensanweisungen wurden im Code of Conduct und weiteren Geschäftsanweisungen, Richtlinien und Vorgaben formuliert und dienen als Handlungsorientierung, um unerwünschtes Verhalten zu vermeiden. Die Mitarbeiter und Führungskräfte werden regelmäßig zu den gesetzlichen und internen Vorgaben im Bereich Compliance informiert und geschult. In der Ausgestaltung eines nachweisbar robusten und funktionierenden Compliance-Management-Systems sehen wir zahlreiche Chancen im Wettbewerb um Aufträge, da nahezu sämtliche öffentliche Auftraggeber, Kunden aus der Privatwirtschaft, Investoren und Banken großen Wert auf Integrität und den guten Ruf ihrer Vertragspartner legen. Für Mitarbeiter spielt der Ruf des Arbeitgebers eine wichtige Rolle, so dass wir Chancen auch im Wettbewerb um Mitarbeiter sehen. Ein Compliance-Management-System, welches von den Mitarbeitenden akzeptiert und gelebt wird, schützt das Unternehmen vor Betriebsstörungen infolge von Compliance-Verstößen und bewahrt das Unternehmen vor erheblichen Rechtsverteidigungskosten und weiteren finanziellen Schäden. Durch die steigende Komplexität regulatorischer Rahmenbedingungen und trotz umfassender Vorkehrungsmaßnahmen lassen sich Risiken aus nicht rechtmäßigem Verhalten innerhalb des Konzerns jedoch nicht vollständig ausschließen. Rechtsstreitigkeiten und abgeschlossene AltprojekteAnhängige oder drohende Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren aus der Nichtbeachtung rechtlicher Vorschriften, der Nichtumsetzung neuer oder geänderter Gesetze, aus dem Fehlen umfassender Regelungen in abgeschlossenen Verträgen, der Nichteinhaltung vertraglicher Verpflichtungen oder dem mangelnden Management der Versicherungen können wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Dies vor allem dann, wenn der Ausgang der Rechtsstreitigkeiten und Verfahren von unseren Einschätzungen und Prognosen abweichen. Die ZECH Building kann mit unterschiedlichen rechtlichen Risiken konfrontiert werden. Durch das fortschreitende Unternehmenswachstum sowie die Vielzahl und die zunehmende Komplexität rechtlicher Vorschriften steigt die Gefahr von Rechtsverstößen und gerichtlichen sowie außergerichtlichen Auseinandersetzungen. Die ZECH Building verfügt unter anderem mit einer Rechtsabteilung über ein System, mit welchem rechtliche Risiken identifiziert und diesen vorgebeugt werden kann. In Verbindung mit der Versicherungsabteilung verfügt sie zu dem über ein System, welches darauf abzielt, rechtmäßiges Handeln der Organe sowie der Mitarbeiter sicherzustellen. Die ZECH Building erfasst sämtliche gerichtliche Streitigkeiten sowie diesen entsprechenden außergerichtlichen Streitigkeiten, unterlegt diese einer laufenden Kontrolle und Abstimmung mit den involvierten Mitarbeitern der ZECH Building und nimmt für diese Verfahren eine angemessene Bewertung vor. Die Erfassung sowie die Bewertung erfolgen transparent für die verantwortlichen Organe. Soweit überschaubar und wirtschaftlich sinnvoll, wurden zur Absicherung von Unternehmensrisiken in angemessenem Umfang Versicherungen abgeschlossen. Obwohl sich der Ausgang anhängiger oder drohender Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren häufig nicht oder nur sehr eingeschränkt vorhersehen lässt, erwarten wir keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Steuer- und AbgaberisikenAls Konzern unterliegt die ZECH Building den geltenden steuerlichen Vorschriften. Aus Änderungen der jeweiligen Steuergesetze und deren Rechtsprechung sowie unterschiedliche Auslegungen im Rahmen von Betriebsprüfungen können Risiken mit Auswirkungen auf Steueraufwendungen, -erträge, -forderungen und -verbindlichkeiten resultieren. Die steuerlichen Strukturen des Konzerns sind teilweise komplex. Es bestehen unterschiedliche Organschaften und Besteuerungen auf der Ebene von Einzelgesellschaften sowie verschiedene Rechtsformen innerhalb des Konzerns. Steuerliche Risiken werden fortlaufend und frühestmöglich identifiziert, bewertet und überwacht und gegebenenfalls risikomindernde Maßnahmen initiiert. Dies gilt auch für Risiken aus Verlustvorträgen, der sogenannten Zinsschranke und der Grunderwerbsteuer. Mögliche Risiken bestehen für das steuerliche Verrechnungspreismodell zur Vergütung konzerninterner Leistungen. Die Nichtanerkennung dieser Verrechnungspreise, beispielsweise durch nachträgliche Steuerforderungen der lokalen Finanzbehörden gegenüber einer Tochtergesellschaft der ZECH Building, sollten durch die Fremdvergleichbarkeit von Verrechnungspreisen und gegebenenfalls die Einleitung von entsprechenden Verständigungs- bzw. EU-Schiedsverfahren begrenzt werden können. BETRIEBLICHE RISIKENCyber- und InformationssicherheitDie stetige weltweite Zunahme von Cyberangriffen erhöhen das Risiko in Bezug auf die Sicherheit unserer Systeme und Netzwerke. Die Cyberkriminalität hat im Jahr 2021 erneut einen Höchststand erreicht. Besonders im Fokus sind dabei die Mitarbeiter, die durch gezielte Phishing-Mail-Attacken Gefahr laufen, ungewollt Zugangsdaten kriminellen Dritten preiszugeben. Jeder Vorfall kann zu Risiken in Bezug auf die Vertraulichkeit, Verlässlichkeit und Verfügbarkeit von Informationen und Daten führen. Trotz umfangreicher Vorkehrungen könnten Ausfälle im Informationsmanagement zu Unterbrechungen der Geschäftstätigkeit führen und finanzielle Schäden zur Folge haben. Wir begegnen diesen Risiken durch ein umfassendes Informations-Sicherheits-Management-System (ISMS), bestehend aus: Prozessen, den Einsatz aktueller Virensoftware sowie moderner Firewall Systeme und durch den Einsatz eines SIEM Systems (Security Information and Event Management). Dies ermöglicht uns schnell auf mögliche Sicherheitsvorfälle reagieren zu können und die Gefahren zeitnah zu eliminieren. Zur weiteren Risikominimierung wird die Sicherheit des Netzwerks regelmäßig mittels Penetrationstest (Pentest) extern überprüft. Schwachstellen können so identifiziert und mit konkreten Maßnahmen geschlossen werden. Um dieses Risiko noch weiter zu minimieren, werden unsere Anwender durch IT Security Awareness Schulungen zusätzlich für das Thema sensibilisiert und auf potenzielle Gefahrenquellen hingewiesen. Das Risiko erfolgreicher Cyberangriffe schätzen wir als mittel ein. Wir arbeiten mit unterschiedlichen externen Partnern zusammen und stellen uns breit auf, um unsere IT-Systeme auf Schwachstellen zu prüfen und diese zügig zu schließen. In Arbeitsgruppen mit anderen Unternehmen halten wir uns gegenseitig über aktuelle Trends informiert und lassen uns auch durch das Landeskriminalamt beraten. Mit der Neugestaltung unserer Rechenzentrumsarchitektur haben wir in 2021 die Weichen für ein modernes, redundantes Rechenzentrum-Konzepts gestellt. Der Aufbau zweier synchroner Rechenzentren sichert den nahtlosen Weiterbetrieb der IT-Systemlandschaft im Falle des Ausfalls eines Rechenzentrums. Zusätzlich gewährleistet ein drittes Rechenzentrum, welches geo-redundant die Daten vorhält, die Sicherheit der IT-Systeme. Die ZECH Building nutzt im Rahmen des bestehenden Dienstleistungsvertrages IT-Systeme, welche von der Zech Management administriert werden. Den genannten Risiken wird dort durch eine fachlich versierte Abteilung und die intensive Zusammenarbeit mit kompetenten Dienstleistern begegnet. Verfügbarkeit von FachkräftenDie Verfügbarkeit von Fachkräften hat sich durch die Covid-19-Pandemie noch verschärft. Laut dem KfW-ifo-Fachkräftebarometer waren 43 Prozent der Unternehmen in Deutschland im vierten Quartal 2021 vom Fachkräftemangel betroffen. Die Beeinträchtigung hierdurch ist in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich (Bauhauptgewerbe 35,3 Prozent). Es besteht daher für die ZECH Building einerseits das Risiko, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu verlieren und andererseits das Risiko, nicht genügend qualifiziertes Personal für unser Unternehmen gewinnen zu können. Aus diesen Gründen haben der Ausbau der Rekrutierung (Active Recruiting) und das langfristige Binden der besten Fachkräfte höchste Priorität. Unser vorrangiges Ziel bleibt es, die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhalten und die Potenziale unserer Mitarbeiter zu fördern und bestmöglich einzusetzen. Den genannten Risiken wirken wir über eine strategisch ausgerichtete Personalentwicklung und ein zentrales Personalmanagement entgegen. Die personellen Risikofelder schätzen wir insgesamt als beherrschbar ein. ZUSAMMENFASSENDE BEURTEILUNG DER RISIKOLAGE DER ZECH BUILDING SEDer Vorstand nimmt die Einschätzung der Risiken nach folgenden Stufen vor:
Aus der saldierten Bewertung der identifizierten potenziellen Risiken und Chancen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Konzern durch den Vorstand ergibt sich folgende Risikoeinstufung:
Die Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder der möglichen finanziellen Auswirkung der genannten Risiken und Chancen hat sich nach Einschätzung durch den Vorstand strukturell nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die größten Herausforderungen sehen wir in den strategischen und operativen Risiken. Aufgrund der gegebenen Risikolage sowie der getroffenen Gegenmaßnahmen sind nach gegenwärtiger Einschätzung des Vorstands allerdings keine tatsächlichen oder potenziellen Risiken bekannt, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns in absehbarer Zukunft ernsthaft gefährden könnten. Zusätzliche Risiken, die uns derzeit nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir jetzt noch als unwesentlich einschätzen, können unsere Geschäftsaktivitäten und -ziele ebenfalls negativ beeinträchtigen. Die wesentlichen Chancen der ZECH Building sehen wir unverändert in den günstigen Rahmenbedingungen rund um den Immobilienmarkt und unserer Marktdurchdringung. Wir sind überzeugt, die sich bietenden Chancen auch in einem aktuell schwierigen Umfeld in Zukunft nutzen zu können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken eingehen zu müssen. ORDNUNGSMÄßIGKEIT UND VERLÄSSLICHKEIT DER BERICHTERSTATTUNGDie wesentlichen Rechnungslegungsprozesse des Konzerns und der meisten Tochterunternehmen werden durch die Zech Management als Shared Services Center einheitlich, teilweise in automatisierten Prozessen, abgedeckt. Die Zech Management verfügt über ein rechnungslegungsbezogenes Kontroll- und Risikomanagementsystem. Die Vorgabe und Überwachung wesentlicher Prozessschritte und Termine wird hier festgelegt und gruppenweit kommuniziert. Ziel ist es, durch Grundsätze, Verfahren und Kontrollen die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Berichterstattung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der ZECH Building SE sicherzustellen sowie den gesetzlichen und rechnungslegungsbezogenen Vorschriften nachzukommen. Dazu gibt es präventive, überwachende und aufdeckende Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen im Rechnungswesen und in der Informationsverarbeitung. Die Berichterstattung eines wesentlichen Teils der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie die Konsolidierung erfolgen weitgehend mit Hilfe zertifizierter Standard software mit entsprechenden Zugriffsbeschränkungen und IT-gestützten Genehmigungsprozessen. Die sich im Abschlussprozess ergebenden Verantwortlichkeiten sind klar abgegrenzt und es wird auf allen Ebenen nach der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip agiert. Es ist zu beachten, dass auch angemessene und funktionsfähig implementierte Systeme keine absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Rechnungslegung gewährleisten. Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen oder fehlerbehaftete Kontrollen können nicht immer ausgeschlossen werden und somit die Verlässlichkeit und Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems einschränken. V. PROGNOSEBERICHTEinige der im Konzernlagebericht enthaltenen Angaben, einschließlich der getroffenen Aussagen zu Chancen und Risiken, zur künftigen Entwicklung des Konzerns und zu möglichen Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld, enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden basierend auf den Erwartungen des Vorstands über künftige, die ZECH Building möglicherweise betreffende Ereignisse und auf Basis unserer aus den Planungsinstrumenten abgeleiteten Unternehmensplanung, formuliert. Derartige Aussagen unterliegen Risiken, Ungewissheiten und Annahmen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse davon abweichen - sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht - als die in der Prognose angenommen oder beschrieben wurden. Mögliche zukünftige Chancen und Risiken wurden bei der Prognose angemessen berücksichtigt. Die Prognosen beruhen auf dem Kenntnisstand zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts und beziehen sich grundsätzlich auf das Geschäftsjahr 2022. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Wir gehen für das Jahr 2022 von einer langsamen Erholung der Weltwirtschaft aus, wenngleich mit kleineren Wachstumsraten als im Jahr 2021. Das Konjunkturgutachten des IfW vom Frühjahr 2022 sieht eine Belastung der Weltwirtschaft durch den Krieg in der Ukraine vor dem Hintergrund einer anziehenden Inflation und dem Ende einer expansiven Geldpolitik. Gleichzeitig nimmt der Einfluss der Covid-19-Pandemie auf die Weltwirtschaft ab und sorgt so für konjunkturelle Auftriebskräfte. Die Dauer und das Ausmaß der Ukraine Krise sind nicht vorherzusagen. Die Corona Pandemie mit ihren eindämmenden Maßnahmen bleibt jedoch mit ihren hochansteckenden, impfstoffresistenten Varianten ein Risiko für die Weltwirtschaft und könnte den Wirtschaftsaufschwung einbrechen lassen. Die Lieferengpässe werden voraussichtlich auch im kommenden Jahr die konjunkturelle Entwicklung bremsen. Sollte die Ausweitung der Produktionskapazität nicht zu einer Entspannung der Versorgungsengpässe führen, würde dies insbesondere die Industrieproduktion beeinflussen und damit zu einer Herabstufung der Wachstumsprognose führen. Die fiskalische Unterstützung sollte weiterhin stark sein, insbesondere in den USA und der EU. Gleichzeitig bereiten sich die Märkte zunehmend auf eine allmähliche Rückführung der Anleihekaufprogramme und auf eine Erhöhung der Leitzinsen vor. Die Federal Reserve hat bereits für 2022 erste Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Vor diesem Hintergrund rechnet das IfW nur mit einer Wachstumsrate für die Weltwirtschaft von +3,5 Prozent und für die EU von +2,8 Prozent , wobei die Entwicklung innerhalb Europas davon abhängt, wie stark die einzelnen Länder von dem Ukraine Konflikt betroffen sind. Für Deutschland wird ein BIP-Wachstum von +2,2 Prozent erwartet, sodass mit einer Erreichung des Vorkrisenniveaus des Bruttoinlandsprodukts voraussichtlich erst in 2023 gerechnet werden kann. Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) rechnet für 2022 mit einer Konjunkturerholung in Österreich. Es wird angenommen, dass die Wirtschaft aufholen wird, wenn die Lockdowns entfallen und sich die Versorgungsengpässe entspannen. Das aktuelle BIP-Wachstum wird auf +3,2 Prozent geschätzt. ANNAHMEN UNSERER PROGNOSEInsgesamt erwarten wir in den für die ZECH Building relevanten Märkten und Regionen eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Der positive Trend wird 2022 voraussichtlich anhalten, wenngleich von der Covid-19-Pandemie und der Ukraine-Krise weltweit eine erhöhte Unsicherheit ausgehen wird. Bei unserer Prognose gehen wir davon aus, dass im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 keine wesentlichen oder bestandsgefährdenden Einflüsse auf die ZECH Building zu erwarten sind. Wir gehen davon aus, dass die Ukraine-Krise insgesamt keine bestandsgefährdenden Risiken für unser Geschäft birgt, da die für die ZECH Building relevanten Märkte in der DACH-Region liegen und keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen nach Russland oder in die Ukraine bestehen. Dennoch ist die Entwicklung der Ereignisse mit großen Unsicherheiten verbunden und eine erheblich nachteilige Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ZECH Building kann nicht ausgeschlossen werden. Mögliche indirekte Einflüsse auf unseren Kernmarkt Deutschland durch Preisanstiege bei Energie und Rohstoffen werden überwacht und in den Prognosen berücksichtigt. Mit starken Zinserhöhungen der EZB ist weiterhin nicht zu rechnen. Das bislang günstige Finanzierungsumfeld und die Rahmenbedingungen dürften daher bestehen bleiben und die Nachfrage auf einem hohen Niveau belassen. Der Wettbewerb wird insgesamt unverändert intensiv bleiben, insbesondere im Baugewerbe. VORAUSSICHTLICHE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM JAHR 2022Grundlage der Beurteilung der voraussichtlichen Entwicklung der ZECH Building SE für das Geschäftsjahr 2022 und der wesentlichen Leistungsindikatoren sind die genannten Erwartungen und Annahmen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie die im Chancen- und Risikobericht beschriebenen Chancen und Risiken. Entscheidend für die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der ZECH Building SE sind die wirtschaftliche Entwicklung und der Erfolg ihrer operativen Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Darauf aufbauend erwarten wir folgende Entwicklungen: Das Baugewerbe dürfte weiterhin eine Stütze der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland bleiben. Gestützt wird diese Prognose durch eine gute Auslastung und hohe Auftragsreichweiten, wenngleich sich die Bauindustrie dabei weiter an der Kapazitätsgrenze bewegen wird. Aufgrund hoher Auftragsbestände rechnet das ZDB für das Jahr 2022 mit einem Anstieg der Umsatzerlöse im Bauhauptgewerbe um nominal 5,5 Prozent auf rund 151 Mrd. €. Auf der Einkaufsseite wird weiterhin ein hohes Preisniveau wahrnehmbar sein, getrieben durch die allgemeine Inflation und Lieferschwierigkeiten. Umsatzprognose im Bauhauptgewerbe in Prozent gem. HDB / ZDB:
Die ZECH Building ist gut für die Entwicklungen im Jahr 2022 aufgestellt. Als Dienstleister rund um die Immobilie, insbesondere bei deren Erstellung, haben wir eine herausragende Marktposition erreicht und werden eine starke Rolle auf unseren Märkten einnehmen. Der zum Jahresende 2021 bestehende Rekord-Auftragsbestand von 1,6 Mrd. € lässt uns positiv auf das Geschäftsjahr 2022 blicken, in dem wir einen weiteren Leistungszuwachs erwarten. Unter der Voraussetzung, dass sich die zuvor genannten Annahmen und Erwartungen als zutreffend erweisen, erwartet der Vorstand ein bereinigtes EBT zwischen 10 bis 15 Mio. € (2021: 8 Mio.€). Diese Prognose ist mit Risiken und Unsicherheiten behaftet und gilt vorbehaltlich sich ändernder Marktbedingungen, der Entwicklung der Covid-19-Pandemie und der Ukraine-Krise. Wir gehen aber davon aus, dass sich negative Auswirkungen durch unsere starke Unternehmensgruppe minimieren lassen. GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS DER ZECH BUILDING SE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES KONZERNSTrotz der aktuellen Herausforderungen und Unsicherheiten erwartet der Vorstand eine positive Entwicklung der Zech Building im Jahr 2022 und sieht insgesamt gute Voraussetzungen, die Ziele für das Geschäftsjahr 2022 zu erreichen. Die positiven Aussichten spiegeln sich entsprechend auch in unserer Erwartungshaltung für die Entwicklung des wesentlichen Leistungsindikators im Geschäftsjahr 2022 wider. Diese Einschätzung wird bestärkt durch unsere im Geschäftsjahr 2021 bewiesene Widerstandsfähigkeit und Flexibilität in der Bewältigung kurzfristig auftretender Herausforderungen. Wir erwarten auch weiterhin eine starke Investitionsneigung zu Sachwerten, insbesondere zu Immobilien und daraus eine unverändert hohe Bautätigkeit. Zufriedene Kunden und Mitarbeiter sowie wirtschaftlicher Erfolg sind unser oberstes Geschäftsziel und der Garant für eine erfolgreiche Zukunft. Unsere klare Ausrichtung auf werthaltiges Wachstum schafft nachhaltig Werte für Eigentümer, Geschäftspartner und die Gesellschaft. Basis des wirtschaftlichen Erfolgs der ZECH Building ist die innovative Unternehmenskultur, in der wir konsequent bestrebt sind, unternehmerische Chancen zu erkennen und im Sinne einer auf nachhaltiges Wachstum orientierten Unternehmensstrategie umzusetzen. Die Vorgaben für das Geschäftsjahr 2022 sind primär auf diese Ziele ausgerichtet. Die unverändert mittelständische und unternehmergeführte Prägung ermöglicht es, schnell reagieren und Strukturen auf Anforderungen des Marktes anpassen zu können. In ihrer Holdingfunktion innerhalb der Unternehmensgruppe wird die ZECH Building SE daher weiterhin die Strategie formulieren sowie die Beteiligungen kontrollieren und strukturieren. Aufgrund der Wertschöpfungstiefe versprechen wir uns außerdem Wettbewerbsvorteile. ENTWICKLUNG DER LEISTUNGSINDIKATOREN
Erkrath, den 22.05.2022 Der Vorstand der ZECH Building SE gez. Kurt Zech, Vorstandsvorsitzender gez. Burkhard Schmidt, Vorstandsmitglied gez. Olaf Demuth, Vorstandsmitglied gez. Holger Oberhauser, Vorstandsmitglied gez. Harald Supper, Vorstandsmitglied Bericht des Vorstands gemäß § 312 Aktiengesetz über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine AngabenDie Premium Holding GmbH, Bremen, hält am 31. Dezember 2021 eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne des § 16 Absatz 1 AktG an der ZECH Building SE ("ZBU"). Die Beteiligung führt zu Stimmrechten von 100,00 % an der Gesellschaft. Ein Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag ist nicht abgeschlossen. Die ZBU ist damit ein abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 AktG, die Premium Holding GmbH ein herrschendes Unternehmen. Der Gesellschafter der Premium Holding GmbH ist die Zech Group SE, Bremen. Beherrschender Unternehmensgesellschafter der Zech Group SE ist Herr Kurt Zech, der in diesen Bericht einbezogen wird. Der Vorstand erstattet hiermit gemäß § 312 AktG Bericht über die Beziehungen, die die Premium Holding GmbH, die Zech Group SE und Herr Kurt Zech sowie die folgenden mit dem beherrschenden Unternehmen verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2021 mit dem beherrschten Unternehmen und mit diesem verbundenen Unternehmen eingegangen sind. Umfang der BerichterstattungBei den mit dem beherrschenden Personenkreis verbundenen Unternehmen werden diejenigen aufgeführt, über die Bericht zu erstatten ist. Der Vorstand erklärt, dass mit nicht genannten Gesellschaften und Personen der beherrschenden Gesellschaft, in für die Gesellschaft bedeutsamen Umfang, weder Rechtsgeschäfte eingegangen noch andere Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden. Verzeichnis der verbundenen Unternehmen bei Rechtsgeschäften und sonstigen Handlungen mit dem beherrschenden UnternehmenMit dem beherrschenden Personenkreis direkt oder indirekt verbundene Unternehmen und Personen waren im Jahr 2021 unter den genannten Voraussetzungen:
Mit dem beherrschten Unternehmen verbundene Unternehmen, über die aufgrund von Rechtsgeschäften oder sonstigen berichtspflichtigen Handlungen mit dem beherrschenden Personenkreis oder mit diesem direkt oder indirekt verbundenen Unternehmen zu berichten ist, waren im Jahr 2021:
Übrige mit dem beherrschten Unternehmen verbundene Unternehmen waren an Rechtsgeschäften oder sonstigen berichtspflichtigen Handlungen nicht beteiligt. Dabei werden bei der Beteiligung von Rechtsgeschäften, die die ZBU und ein mit ihr verbundenes Unternehmen mit der Premium Holding GmbH, der Zech Group SE, Herrn Kurt Zech oder einem mit diesen verbundenem Unternehmen vereinbart hat, alle Geschäftsvorfälle erfasst, die im Einzelfall oder kumulativ TEUR 100 übersteigen; darunter liegende Transaktionen werden als Bagatellfälle und insoweit für den Informationswert und etwaige Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis der ZBU als nicht wesentlich angesehen und daher nicht aufgelistet. Abschluss und Veranlassung von Rechtsgeschäften zu vorgenanntem Kreis der Unternehmen:
Folgende Rechtsgeschäfte zwischen den Tochtergesellschaften der ZBU und dem herrschenden Unternehmen Premium Holding GmbH, der Zech Group SE und Herrn Kurt Zech sowie mit diesen verbundenen Unternehmen wurden zu drittüblichen Bedingungen abgeschlossen, so dass für die ZBU insoweit keine Eingriffsnotwendigkeiten und daher keine unterlassenen Maßnahmen vorliegen:
Veranlassung von RechtsgeschäftenIm Geschäftsjahr 2021 sind Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse der Premium Holding GmbH, der Zech Group SE, Herrn Kurt Zech und/oder sonstigen von dem beherrschenden Unternehmen abhängigen Unternehmen mit dem beherrschten Unternehmen oder von diesem abhängigen Unternehmen weder abgeschlossen noch abgewickelt worden; solche Rechtsgeschäfte bestanden auch nicht zum 31. Dezember 2021. Andere MaßnahmenDie ZBU hat nach § 312 AktG berichtspflichtige andere Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der Premium Holding GmbH, der Zech Group SE und/oder Herrn Kurt Zech oder mit diesem verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2021 weder getroffen noch unterlassen. Schlusserklärung des VorstandesDer Vorstand erklärt abschließend Folgendes: "Nach den Umständen, die dem Vorstand bei Vornahme von Rechtsgeschäften bekannt waren, erhält die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Andere nach § 312 AktG berichtspflichtige Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen."
Bremen, den 24. März 2022 Der Vorstand gez. Kurt Zech gez. Burkhard Schmidt gez. Olaf Demuth gez. Holger Oberhauser gez. Harald Supper |
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ZECH Umwelt GmbH
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Hansator 20
28217 Bremen - Handelsregister
- HRB 34662HB, Bremen
- Branche
-
Beseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der Abfallbewirtschaftung
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Betrieb von Kläranlagen - Eingetragenes Kapital
- 25.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Alleinvertretungsbefugnis kann erteilt werden. Jeder Geschäftsführer kann von dem Verbot, Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als Vertreter Dritter abzuschließen, befreit werden.
- Unternehmenszweck
- Der Umweltschutz, insbesondere die Sanierung von Öl- und Chemikalien- schäden zu Lande und zu Wasser sowie die Ausarbeitung von Umwelt- schutz-Technologien und deren Durchführung, vor allem in den Bereichen Luft, Wasser, Boden und Lärm; die Industrie-Abwasser-Technik, d.h. die Entwicklung und die Herstellung von technischen Geräten und Systemen zur Behandlung (Reinigung bzw. Reinhaltung) von Industrie-Abwasser; die gewerb- liche Verwaltung von Vermögen, insbesondere von Beteiligungen an ande- ren Unternehmen sowie von Grundbe- sitz; die Durchführung von Transpor- ten verschiedener Güter, insbesonde- re von mineralischen Schüttgütern, mit eigenen oder fremden Fahrzeugen, die Transport- und Fahrzeugvermittlung sowie die Vermietung von Fahrzeugen.
Finanzen
Bilanz
- Umlaufvermögen 70,8 % 555,36 Mio
- Anlagevermögen 26,5 % 207,73 Mio
- Aktive latente Steuern 2,3 % 18,43 Mio
- RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,4 % 3,04 Mio
- Verbindlichkeiten 61,1 % 479,74 Mio
- Rückstellungen 37,2 % 291,58 Mio
- Eigenkapital 1,6 % 12,63 Mio
- RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,1 % 608,0 k
Bilanzdaten für 1 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
- Umsatzerlöse 92,3 % 1,11 Mrd
- Sonstige betriebliche Erträge 3,7 % 45,04 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2,2 % 25,95 Mio
- EBITDA 1,3 % 16,05 Mio
- nicht beherrschende Anteile 0,3 % −4,11 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 0,0 % 420,0 k
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 397,0 k
- Materialaufwand 68,9 % −825,52 Mio
- Personalaufwand 16,5 % −197,66 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 11,6 % −139,21 Mio
- Abschreibungen 2,4 % −28,34 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,5 % 5,77 Mio
- Aufwendungen aus Finanzanlagen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 0,2 % −2,49 Mio
- Konzerngesamtleistung 1,18 Mrd
- Rohergebnis 355,40 Mio
- Betriebsergebnis −12,29 Mio
- Finanzergebnis 671,0 k
- Ergebnis vor Steuern −11,20 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −5,43 Mio
- Konzernjahresfehlbetrag nach nicht beherrschende Anteile −9,54 Mio
GuV-Daten für 1 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Jochen Huhs
seit 2024 Geschäftsführer
-
Rüdiger Schneider
seit 2024 Geschäftsführer
-
Thorsten Peter Reinicke
seit 2019 Geschäftsführer
-
Andreas Hillmer
seit 2026 Prokura
-
Andreas Wölfel
seit 2024 Prokura
-
André Hübner
seit 2025 Prokura
-
Christian Brenner
seit 2026 Prokura
-
Dietmar Uhlhorn
seit 2019 Prokura
-
Dirk Siepert
seit 2019 Prokura
-
Enno Krug
seit 2025 Prokura
-
Florian Uphaus
seit 2019 Prokura
-
Gerold Tjarks
seit 2025 Prokura
-
Helge Wendt
seit 2024 Prokura
-
Ines Müller
seit 2019 Prokura
-
Janek Eiden
seit 2026 Prokura
-
Jasmin Kogler
seit 2026 Prokura
-
Maik Geering
seit 2025 Prokura
-
Martin Kuban
seit 2025 Prokura
-
Maximilian Veeser
seit 2026 Prokura
-
Michaela Hombergen
seit 2020 Prokura
-
Ole Dahms
seit 2019 Prokura
-
Philipp Koppe
seit 2019 Prokura
-
Sebastian Preuß
seit 2026 Prokura
-
Thomas Rheinthaler
seit 2025 Prokura
-
Ulrike Hilse
seit 2026 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Zech Umwelt GmbH DEU 100,0 % 25k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.
Beteiligungen an
- Aushubdeponie und Sandvertrieb Wittenhausen GmbH 100,0 %
- SWS Verwaltungs GmbH 100,0 %
- Steinbruchbetrieb Exdorf GmbH 100,0 %
Historie
- 2026
-
05.08.
Eintritt eines MitgliedsAndreas Hillmer · Prokurist
-
05.08.
Änderung der ZweigniederlassungZECH Umwelt GmbH
-
05.08.
Austritt einer PositionAndreas Hillmer · Prokurist
-
05.08.
Änderung der VertretungsbefugnisAndreas Hillmer · Prokura
-
15.04.
Eintritt eines MitgliedsSebastian Preuß · Prokurist
-
15.04.
Eintritt eines MitgliedsJanek Eiden · Prokurist
-
15.04.
Eintritt eines MitgliedsUlrike Hilse · Prokurist
-
15.04.
Eintritt eines MitgliedsJasmin Kogler · Prokurist
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2022 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2019 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2021 Konzernabschluss Volltext
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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
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- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
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from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von ZECH Umwelt GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: e203a63f31d0a75ae00fbe5feb490452",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
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{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
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