Flender Industriegetriebe GmbH (vormals: Siemens Industriegetriebe GmbH)PenigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2016 bis zum 30.09.2017Bilanz zum 30. September 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016/2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2016/17Allgemeine AngabenDie Gesellschaft ist unter der Firma Siemens Industriegetriebe GmbH mit Sitz in Penig im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter der Nummer HRB 22872 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Der Ausweis erfolgt in Tausend Euro (Tsd. €). Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAls Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Negative Zinsen aus der Geldanlage werden in den Zinserträgen, positive Zinsen aus der Geldaufnahme in den Zinsaufwendungen als Abzugsposten ausgewiesen. Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für bestimmte Zugänge, welche bis 2010 zugegangen sind, wird die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Zur linearen Methode wird in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt, übergegangen. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 150 sofort aufwandswirksam erfasst. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als € 150, jedoch nicht mehr als € 410 betragen, erfolgt eine Aktivierung und vollständige Abschreibung im Zugangsjahr. Nutzungsdauer der Sachanlagen
Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten beziehungsweise zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren werden die Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Für die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie die fertigen Erzeugnisse werden die Herstellungskosten aus den Standardkosten abgeleitet. Die Standardkosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und technischer Veralterung ergeben, sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung von unverrechneten Lieferungen und Leistungen im Anlagen- und Servicegeschäft vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie nach Länderrisiken gebildet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei körperschaftsteuerlicher und gewerbesteuerlicher Organschaft ist das Einkommen bzw. der Gewerbeertrag der Organgesellschaft (Siemens Industriegetriebe GmbH) dem Organträger (Siemens AG, Berlin und München) als Steuersubjekt und Steuerschuldner zuzurechnen. In diesem Fall sind künftige Steuerbe- oder - entlastungen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten der Siemens Industriegetriebe GmbH und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen im Einzelabschluss der Siemens AG als Steuersubjekt zu berücksichtigen. Ein Ansatz latenter Steuern im Einzelabschluss der Siemens Industriegetriebe GmbH erfolgt insoweit nicht. Latente Steuern: Sofern aufgrund von Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in der Bilanz insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von aktiven latenten Steuern. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese insoweit verrechnet dargestellt. Im Falle einer sich ergebenden Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Nr. 2 HGB nicht in Anspruch genommen. Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung: Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitvereinbarungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung bei der Siemens Industriegetriebe GmbH zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der 10-jährige (für Pensions- und Deferred Compensation-Verpflichtungen)/7-jährige (für Übergangszahlungen und Sterbegeld) durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,77 %/2,91 % (Vj. 4,08 %/3,37 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,25 % (Vj. 2,25 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % (Vj. 1,50 %) berücksichtigt. In den übrigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Währungsumrechnung: Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, Wertpapiere, flüssige Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten (ohne erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bilanzpositionen in fremder Währung, die Bestandteil der Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos sind, werden zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts. Derivative Finanzinstrumente werden innerhalb der Siemens Industriegetriebe GmbH ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt; zurückgestellt wird nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst. Vorjahreszahlen: Soweit sich durch die erstmalige Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BiIRUG) im Geschäftsjahr 2017 Änderungen im Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben, werden die Vorjahresbeträge nicht angepasst. Die Vergleichbarkeit einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2017 mit dem Vorjahreswert ist daher eingeschränkt. Bei analoger Anwendung der Vorschiften des BiIRUG hätten sich im Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 153.745 Tsd. € ergeben. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung1 Umsatzerlöse
2 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 4.275 Tsd. € handelte es sich im Wesentlichen um solche aus der Auflösung von Rückstellungen (2.328 Tsd. €), Weiterverrechnungen an andere Siemens Einheiten (779 Tsd. €) und um Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von 122 Tsd. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 26.016 Tsd. € und beinhalteten im Wesentlichen Weiterverrechnungen von anderen Siemens Einheiten in Höhe von 8.258 Tsd. €, Instandhaltungskosten (4.792 Tsd. €), Miete und Leasing (4.225 Tsd. €), IT-Kosten (2.474 Tsd. €) und Kursverluste (1.357 Tsd. €). 3 Übriges Finanzergebnis
4 Ertragsteuern
Im Geschäftsjahr wurden unter den Ertragsteueraufwendungen aufgrund der mit der Siemens AG bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft lediglich die gezahlten Kapitalertragsteuern und ausländische Quellensteuern ausgewiesen. 5 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In der Gewinn- und Verlustrechnung der Siemens Industriegetriebe GmbH waren periodenfremde Aufwendungen und Erträge enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen betrugen 11 Tsd. €. Die periodenfremden Erträge stammten im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2.328 Tsd. € und aus der Vereinnahmung einer Zahlung eines Kunden in Höhe von 460 Tsd. €. Erläuterungen zur Bilanz6 Anlagevermögen Es wird hierzu auf den Anlagespiegel verwiesen. 7 Vorräte
Für allgemeine Lagerrisiken sowie sonstige technische Risiken nimmt die Gesellschaft pauschale Wertberichtigungen (i. W. Reichweitenabschläge) auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Einzelwertberichtigungen auf unfertige und fertige Erzeugnisse vor. Im Berichtsjahr beliefen sich diese auf 5.336 Tsd. € (Vj. 6.654 Tsd. €). Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten. 8 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen in Höhe von 1.934 Tsd. € auf Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 2.261 Tsd. € auf sonstige Vermögensgegenstände. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen 4.159 Tsd. € (Vorjahr: 3.375 Tsd. €) gegen die Gesellschafterin. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Nachlässe von Lieferanten in Höhe von 96 Tsd. € bilanziert. Die Gesellschaft hat am 10. Februar 2011 den Rahmenforderungskaufvertrag mit der Siemens AG vom 14. April 2010 erneuert. Danach ist die Gesellschaft grundsätzlich verpflichtet, alle kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Siemens AG zu verkaufen. Ausgenommen von der Verkaufspflicht sind Forderungen, die nicht die im Vertrag definierten Geeignetheitskriterien des "Siemens Credit Warehouse" erfüllen. Die Gesellschaft bucht bei Verkauf einen Abgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aktiviert in gleicher Höhe eine Forderung an die Siemens AG. Der Kaufpreis für angekaufte Forderungen wird mit Bezahlung durch den jeweiligen Schuldner fällig, spätestens jedoch zum Zeitpunkt des Ausfalls von Forderungen oder bei Überfälligkeit von Forderungen von 90 Tagen. Zum Stichtag betrug der Saldo der an das Siemens Credit Warehouse veräußerten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.411 Tsd. € (Vj. 2.349 Tsd. €). Da im Rahmen des Verkaufs die wesentlichen Chancen und Risiken auf die Siemens AG übergehen, werden hinsichtlich der verkauften Forderungen keine Wertberichtigungen mehr gebildet. 9 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
10 Eigenkapital Das Eigenkapital entwickelte sich im Geschäftsjahr 2016/2017 wie folgt:
Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zu saldierendem Vermögen in Zusammenhang mit Altersteilzeitvereinbarungen ergab keinen zur Ausschüttung gesperrten Betrag. Bei den Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen ergab sich ein ausschüttungs- und abführungsgesperrter nicht realisierter Gewinn in Höhe von 18 Tsd. €. Die Bewertung zum beizulegenden Teilwert von zu saldierendem Vermögen in Zusammenhang mit Altersversorgungsverpflichtungen führte zu einem ausschüttungsgesperrten Betrag in Höhe von 27 Tsd. €. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn sowie den vergangenen sieben Geschäftsjahren betrug 133 Tsd. €. 11 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen betrug im Geschäftsjahr 2017 1.145 Tsd. € (Vj. 1.098 Tsd. €). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrages basierte unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 3,77 % (Vj. 4,08 %) und einem Rententrend von 1,50 % (Vj. 1,50 %) per annum. Die Einkommensdynamik liegt bei 2,25 % (Vj. 2,25 %) Die Fluktuationsrate je nach Altersklasse zwischen 1,12 % (Vj. 1,12 %) und 4,86 % (Vj. 4,86 %). Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf modifizierten Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Im Rahmen des Entgeltumwandlungsplans werden Gehaltsbestandteile in Fondsanteilen angelegt, die nur der Deckung der hieraus entstehenden Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Dieses Vermögen, mit einem beizulegenden Zeitwert zum 30. September 2017 in Höhe von 552 Tsd. € (Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 412 Tsd. €), wird daher mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Im Geschäftsjahr 2017 ergab sich aus dieser Verrechnung ein aktivischer Überhang in Höhe von 23 Tsd. €. Zu den aus dem Entgeltumwandlungsplan verrechneten Aufwendungen und Erträgen siehe Ziffer 3 Übriges Finanzergebnis. Für die am Abschlussstichtag bestehenden Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen wurden Rückstellungen in Höhe von 3.120 Tsd. € (Vj. 3.519 Tsd. €) gebildet. Die Rückstellung für die Erfüllungsrückstände und die Aufstockungsbeträge werden bis zum Beginn der Freistellungsphase aufgebaut und gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Die Höhe des Erfüllungsrückstandes wurde gemäß § 8a Altersteilzeitgesetz gegen die Insolvenz der Gesellschaft durch Einzahlung in einen Treuhandfonds (Mercer Treuhand Modell) versichert. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB müssen Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen, mit den entsprechenden Rückstellungen verrechnet werden (1.746 Tsd. €, Vj. 1.945 Tsd. €). Zum Bilanzstichtag übersteigt der beizulegende Zeitwert dieses zweckgebundenen Vermögens den Erfüllungsrückstand, so dass ein Ausweis der verbleibenden Differenz gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB unter dem gesonderten Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" in Höhe von 335 Tsd. € (Vj. 149 Tsd. €) erfolgte. In 2012 wurden Restrukturierungsmaßnahmen im damaligen Sektor Industry Business Unit Mechanical Drives beschlossen. Diese Maßnahmen beinhalten sowohl Altersteilzeitvereinbarungen als auch Aufhebungsverträge/vorzeitige Beendigungen. Im Geschäftsjahr 2017 hat die Gesellschaft in diesem Rahmen mit 2 Mitarbeitern Verträge geschlossen. Die restliche Rückstellung (Rückstellung für faktische Verpflichtungen im Rahmen von IA/SP (Interessenausgleich/Sozialplan)) wurde in Höhe von 910 Tsd. € freigegeben. 12 Sonstige Rückstellungen In dem Posten Sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen solche für Garantieverpflichtungen, Verluste aus schwebenden Geschäften, Risiken aus Derivaten und Pönalen und enthalten. Auf Basis der in vergangenen Geschäftsjahren angefallenen Garantieaufwendungen im Verhältnis zu den garantiebehafteten Umsätzen dieser Perioden wurde durch ein Schätzverfahren die pauschale Gewährleistungsrückstellung ermittelt. Diese betrug zum Stichtag 1.898 Tsd. € (Vj. 1.649 Tsd. €). Für bereits bekannte Gewährleistungsfälle wurden Rückstellungen in Höhe von 5.055 Tsd. € (Vj. 5.804 Tsd. €) gebildet. Ausgehend von fest kontrahierten Lieferverpflichtungen wurden den erwarteten Erlösen die kalkulierten Herstellungskosten gegenübergestellt. Der hieraus erwartete Verlust wurde zunächst durch eine Abwertung der auftragsbezogenen Vorräte berücksichtigt (1.677 Tsd. €, Vj. 1.921 Tsd. €). In Höhe des übersteigenden Betrages erfolgte die Berücksichtigung als Drohverlustrückstellung (904 Tsd. €, Vj. 1.680 Tsd. €). Unter den sonstigen Rückstellungen werden in Höhe von 614 Tsd. € (Vj. 2.898 Tsd. €) die negativen Marktwerte der Devisentermin- und Optionsgeschäfte zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten ausgewiesen. Für bereits bekannte und wahrscheinliche Inanspruchnahmen aufgrund von Verzug bei der Bearbeitung von Kundenaufträgen berücksichtigte die Gesellschaft Rückstellungen für Pönale in Höhe von 414 Tsd. € (Vj. 214 Tsd. €). 13 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit 84 Tsd. € (Vj. 0 Tsd. €) auf Lieferungen und Leistungen und mit 18.115 Tsd. € (Vj. 11.235 Tsd. €) auf sonstige Verbindlichkeiten, davon im Wesentlichen aus Gewinnabführungsverpflichtungen für 2016/2017 11.701 Tsd. € (Vj. 9.252 Tsd. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen 18.115 Tsd. € (Vj. 11.234 Tsd. €). Sonstige Angaben14 Materialaufwand
15 Personalaufwand
Die Personalaufwendungen enthielten nicht die im übrigen Finanzergebnis ausgewiesenen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und Personalrückstellungen. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden durchschnittlich 586 (Vj. 576) Mitarbeiter beschäftigt. Bei den durchschnittlich beschäftigten Mitarbeitern wurden die Teilzeitmitarbeiter anteilig einbezogen. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:
Darin nicht enthalten sind 35 Auszubildende. 16 Aktienorientierte Vergütungsprogramme Die Gesellschaft räumt Mitarbeitern und Mitgliedern der Geschäftsführung die Teilnahme an aktienorientierten Vergütungsprogrammen ein. Die Programme werden vorwiegend durch Ausgleich mit Eigenkapitalinstrumenten der Siemens AG, die von dieser bezogen werden, und in begrenztem Umfang durch Barausgleich bedient. Die Aufwendungen für aktienorientierte Vergütungsprogramme betrugen 750 Tsd. € (Vj. 458 Tsd. €). Hierin sind 213 Tsd. € (VJ 207 Tsd. €) für die Teilnahme am Aktienprogramm der Siemens AG enthalten, 88 Tsd. € (VJ 52 Tsd. €) für das Aktienprogramm für außertariflicher Mitarbeiter und 449 Tsd. € (VJ 198 Tsd. €) für die Erfolgsbeteiligung für Mitarbeiter in Form von Aktien. 17 Haftungsverhältnisse Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und aus der Begebung und Übertragung von Wechseln sowie weitere Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. 18. Außerbilanzielle Geschäfte Leasingverträge
Immobilienverträge
19 Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen Die Aufwendungen aus Leasing- und Mietverträgen gegenüber fremden Dritten, bei denen das wirtschaftliche Eigentum am Leasing- beziehungsweise Mietgegenstand nicht der Siemens Industriegetriebe GmbH zuzurechnen war und bei denen die Siemens Industriegetriebe GmbH diese Vermögensgegenstände daher nicht aktivierte, betrugen 4.225 Tsd. €. Gegenstand dieser Verträge waren insbesondere Immobilien und sonstige Anlagegegenstände. Aus Leasing- und Mietverträgen bestanden Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 9.650 Tsd. €, davon 6.951 Tsd. € gegenüber verbundenen Unternehmen. Von den aus Leasing- und Mietverträgen insgesamt bestehenden Zahlungsverpflichtungen entfallen 2.955 Tsd. € auf das kommende Geschäftsjahr. 20 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Auf die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Abs. 1 Nr. 17 HGB verzichtet, da die gesamten Honorare der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, in den Angaben im Konzernabschluss der Siemens AG, Berlin und München, enthalten sind. 21 Beherrschungs- und Gewinnabführung Das Ergebnis in Höhe von 11.700.517,43 € wurde auf Grundlage des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zum 30.09.2017 an die Siemens AG abgeführt. 22 Aufsichtsrat Norbert Vehns, Kaufmännischer Leiter, Siemens AG, PD MD AP, Hamminkeln (Aufsichtsratsvorsitzender ab 01.02.2017, Aufsichtsratsmitglied 01.01. bis 31.01.2017) Karl-Heinz Schlimper, Instandhaltungsmechaniker (Stellvertretener Vorsitzender des Aufsichtsrats), Penig Elke Antosch (Diplom-Betriebswirtin), Head of QM, Siemens AG, PD MD QM, Bocholt (Aufsichtsratsmitglied ab 01.02.2017) Gaëlle Hotellier, Chef Operating Officer, Siemens AG, PD MD, Moers (Aufsichtsratsvorsitzende bis 31.01.2017) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr keine Vergütung seitens der Siemens Industriegetriebe GmbH. 23 Geschäftsführer der Gesellschaft Jens Klein, Dipl.-Ing., technischer Geschäftsführer, Callenberg Tobias Bronsert, Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH), kaufmännischer Geschäftsführer, Nürnberg Gesamtbezüge der Geschäftsführung Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird vom Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 285 Nr. 9 HGB Gebrauch gemacht. 24 Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Siemens Industriegetriebe GmbH wird in den Konzernabschluss der Siemens AG, Berlin und München, einbezogen. Der Konzernabschluss der Siemens AG wird zum elektronischen Bundesanzeiger zur Offenlegung eingereicht. 25 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht bekannt.
Penig, 15. Dezember 2017 Die Geschäftsführung Jens Klein Tobias Bronsert Entwicklung des Anlagevermögens 2017
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016/171. Geschäft und GeschäftsverlaufDie Siemens Industriegetriebe GmbH konzentriert ihre Aktivitäten auf die Wertschöpfungsstufen Forschung, Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Montage sowie den Vertrieb aller Art von Komponenten, Bauelementen und Baugruppen der Antriebstechnik bis hin zu kompletten Antriebsaggregaten. Die Gesellschaft berät ihre Kunden in allen Fragen der Antriebstechnik und stellt ein umfassendes Serviceprogramm in Form von Baustellenmontagen, Inbetriebnahmen, Reparaturen vor Ort und in eigener Werkstatt, sowie durch Lieferungen von Einzel- und Ersatzteilen als auch von Ersatzprodukten zur Verfügung. Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der Siemens AG, Berlin und München und gliedert sich in die Geschäftsbereiche Standardgetriebe und Bahngetriebe. Die allgemeine Marktsituation im deutschen Maschinen- und Anlagenbau It. Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) gestaltet sich positiv, im ersten halben Jahr war ein Wachstumskurs von drei Prozent gegenüber 2016 zu verzeichnen. Deutlich besser als vom VDMA gemeldet, konnte das Volumen mit Kunden in Deutschland gesteigert werden. Insbesondere durch Projekte im Bereich "Material Handling" wurde eine Steigerung im Industriegetriebegeschäft gegenüber 2016 um 25% verzeichnet. Neben der positiven Marktentwicklung in "Material Handling" kam der deutliche Volumensanstieg in Deutschland durch die Übernahme des Geschäftes mit Extrudern vom Standort Voerde zustande. Das Volumen mit Extrudern, die vielfach für "Food&Beverage" oder zur Herstellung von Gummi verwendet werden, entspricht etwa 4 bis 5 Mio. € p.a. Um Portfolioeffekte bereinigt, stieg das Volumen mit Kunden in Deutschland somit um ca. 9%. An nach Volumen gemessen zweiten und entsprechend nachfolgenden Stellen stehen die Regionen Russland, UK, USA, Italien und China. Insbesondere die Region Russland stellt mit ca. 3,8 Mio. € p.a. eine stabile Kundenbasis, die nicht von Sanktionen betroffen ist. Im Servicegeschäft sind neben den oben genannten noch die Regionen Türkei, Österreich und Südafrika stabil mit jeweils 1,5 bis 2,0 Mio. € p.a. Das Marktsegment "Metals&Mining" konnte sich analog dem entsprechenden Purchasing Manager Index auf niedrigem Niveau stabilisieren, der PMI stiegt auf 47 Punkte. Der Berichtszeitraum war zweigeteilt. Das erste Halbjahr prägte eine konjunkturelle Stagnation, während das zweite Halbjahr eine deutliche Erholung im Industriegetriebegeschäft und im Service aufwies. Im Bahngeschäft fehlte deutliches Volumen im asiatischen Raum. Der budgetierte Auftragseingang von 170 Mio. € konnte nicht erreicht werden (Ist 158 Mio. € und blieb somit auf dem Niveau des Vorjahres. Dies resultiert aus rückläufigen Bestellungen, vor allem aus dem Geschäft mit CRH-3 Getriebekomponenten für den chinesischen Hochgeschwindigkeitssektor welches in Höhe von 20,6 Mio. € unter dem Budget und mit etwa 9,6 Mio. € unter dem Vorjahr lag. Der Umsatz folgte dem saisonalen Verlauf. Erschwerend konnte, aufgrund von Lieferschwierigkeiten, das gesamte Potential aus dem Auftragseingang nicht verumsatzt werden. Mit einem stärkeren 2. Halbjahr konnte der Umsatz vom Vorjahr (154 Mio. €) auf 161 Mio. € gesteigert werden, blieb jedoch unter dem Budgetwert von 168 Mio. €. Dies resultiert aus der Verschiebung von vereinbarten Lieferterminen seitens einiger Kunden sowie dem Ausbleiben des kurzzyklischen CRH-3 Geschäfts. 2. Lage der GesellschaftInsgesamt schätzt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage) zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts als gut ein. 2.1. Vermögenslage Das Vermögen setzt sich zusammen aus dem Anlagevermögen von 32,117 Mio. € (VJ 32,838 Mio. €), dem Umlaufvermögen 39,673 Mio. € (VJ 36,179 Mio. €), den Rechnungsabgrenzungsposten 0,048 Mio. € (VJ 0,031 Mio. €) und dem aktiven Unterschiedsbetrag von 0,355 Mio. € (VJ 0,150 Mio. €) zusammen. Das Umlaufvermögen gliedert sich in Vorräte 34,969 Mio. € (VJ 31,680 Mio. €) und Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4,704 Mio. € (VJ 4,499 Mio. €). Das Eigenkapital beträgt analog Vorjahr 23,326 Mio. €. Daneben weist die Passivseite der Bilanz Rückstellungen von 15,952 Mio. € (VJ 20,490 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 10,933 Mio. € (VJ 10,627 Mio. €), Verbindlichkeiten gegenüber Siemens AG 18,199 Mio. € (VJ 11,235 Mio. €) und sonstige Verbindlichkeiten von 3,783 Mio. € (3,52 Mio. €) aus. Die Reduzierung der Rückstellungen resultieren aus dem Auflösen von Gewährleistungsansprüchen in Höhe von 1,241 Mio. € aufgrund von Beendigung der Gewährleistungszeit. Durch die Entwicklung des Dollarkurses wurde die Rückstellung für Derivate um 2,284 Mio. € reduziert. Des Weiteren wurden die Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von 1,771 Mio. € aufgrund von Inanspruchnahme und Auflösung abgebaut. 2.2. Finanzlage Das Stammkapital beträgt 0,026 Mio. € das vollständig von der Siemens AG gehalten wird. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist leicht rückläufig aber weiterhin positiv. Die Insolvenzversicherung von Altersteilzeitzahlungen erfolgt über einen externen Dienstleister. Der entsprechende Wert des Depotvermögens beträgt 2,08 Mio. €. Die Gesellschaft finanziert sich über den Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie über das Konzern Clearing der Siemens AG. Weiterhin ist die Gesellschaft im Cash Pooling der Siemens AG eingebunden und damit ist die Liquidität aus Sicht der Geschäftsführung jederzeit sichergestellt. 2.3. Ertragslage Das Geschäftsjahr 2016/2017 war gekennzeichnet durch eine Erhöhung des Umsatzes im Berichtszeitraum von 5% auf 161,478 Mio. € (VJ 153,363 Mio. €). Dies resultiert zum einen aus der Übernahme des Extruder Geschäftes vom Standort Voerde und zum anderen aus dem Anstieg des Geschäftes in Deutschland sowie der Steigerung des Umsatzes im Bahnservice. Des Weiteren führte die Anwendung von BiIRUG zu einer Erhöhung des Umsatzes um rund 1 %. Durch gestiegene Stahl- und Gusspreise konnten Einkaufserfolge nicht wie geplant erreicht werden. Daher ist der Materialaufwand analog des Umsatz ohne BiIRUG Betrachtung um rund 4% gestiegen. Des Weiteren wurde aus Kapazitätsgründen die mechanische Bearbeitung von Teilen extern teurer als aus der eigenen Teilefertigung zugekauft. Bei gleichbleibender durchschnittlicher Mitarbeiterzahl und der Tariferhöhung ist der Personalaufwand um 3% gestiegen. Dies entspricht der Gehaltsanpassung gemäß Geschäftsführungsbeschluss. Die Gehaltsanpassung orientiert sich in etwa am Abschluss der IG-Metall im Tarifgebiet Sachsen. Insgesamt ist die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016/2017 als stabil zu bezeichnen. Die von der Siemens AG Division Process&Drives für das industrielle Geschäft vorgegebenen Zielmargenbänder von 7-12% hat und wird die Gesellschaft nach aktueller Planung erreichen. 2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung des Unternehmens die Liquiditäts- und Cash-Flow-Entwicklung sowie das EBIT- wie auch Jahresergebnis herangezogen. Umsatz und Auftragsbestand werden arbeitstäglich verfolgt. Die Prüfung der Liquidität ist ein Bestandteil der zentralen Einheiten der Siemens AG. Da die Siemens Industriegetriebe GmbH im Cash Pooling der Siemens AG eingebunden ist, ist die Liquidität sichergestellt. Das monatliche Berichtswesen gibt einen Überblick zur Unternehmensentwicklung. Hier werden Auftragseingang, Umsatz, EBIT (operatives Ergebnis), Investitionen, Vorräte und Mitarbeiter dargestellt. Zur Umsatz- und Ergebnissteuerung erfolgen zum einen Analysen der Produktergebnisse. Dabei wird eine Analyse der Istkosten zu Umsatz durchgeführt. Die Auswertung erfolgt dabei auf Produktgruppen, Kunden und Ländern um gegebenenfalls auf Preisrabatte besser reagieren zu können. Zum anderen findet eine Analyse der gebuchten Istkosten zu den Plankosten auf Sachkontenebene statt, z. B. Instandhaltungskosten oder IT-Kosten, um fehlende Kosten zu ermitteln oder Sondereinflüsse zu analysieren. Das operative Ergebnis (EBIT) ist das Ergebnis vor Steuern und Zinsen und konnte im GJ 2017 auf 12,180 Mio. € (VJ 9,682 Mio. €) hauptsächlich durch Umsatzsteigerung, positiven Ergebnis aus Währungssicherung und Freiwerden von Rückstellungen aus Interessenausgleich erhöht werden. Als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Kundenzufriedenheit, Arbeitnehmerbelange und Personaldaten, zentrale Bestandteile der Unternehmenssteuerung. Bezogen auf Kundenzufriedenheit wird die Liefertreue und Lieferfähigkeit ausgewertet. Bezüglich der Arbeitnehmerbelange wird mindestens aller 2 Jahre eine Mitarbeiterbefragung seitens Siemens durchgeführt, deren Ergebnisse runtergebrochen und ausgewertet werden. Die Ergebnisse werden mit den Mitarbeitern durchgesprochen und abteilungsspezifische Maßnahmen abgeleitet. 3. Chancen und Risiken3.1. Technologische Entwicklung Die Gesellschaft plant weitere Investitionen im Bereich der Teilefertigung sowie im Bereich der Montage und für die Prüfung von Getrieben, um Fertigungsengpässe zu beseitigen und um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. 3.2. Kundenstruktur/Branchenrisiken Ein pro-aktives Forderungsmanagement sowie eine laufende Überwachung der Kundenbeziehungen minimieren den Ausfall von Forderungen. Forderungsrisiken werden soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll über Warenkreditversicherer abgesichert. 3.3. Finanzrisiken Die Fähigkeit, Risiken frühzeitig erkennen und effizient steuern zu können, entspricht unserem Verständnis von wertorientierter Unternehmensführung. Unser Risikomanagement-System ist integraler Bestandteil der Planungs-, Controlling und Berichterstattungssysteme. Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken werden im Rahmen eines aktiven Treasury-Managements der Siemens AG zentral gesteuert. Derivative Finanzierungsinstrumente werden dabei ausschließlich zu Sicherungszwecken genutzt. Derzeit kommen nur im Währungsbereich derivative Finanzinstrumente zur Anwendung. Die Währungsrisiken und die zu Sicherungszwecken abgeschlossenen Derivate werden monatlich berichtet und analysiert. Risiken im Produktionsbereich werden durch klar definierte Sicherheitsstandards, hohe Mitarbeiterqualifikation und regelmäßige Wartung der Anlagen minimiert. Nachteilige Auswirkungen möglicher Produktionsausfälle sind durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgesichert. Um mögliche Risiken aus Produktmängeln und Serviceschäden vorzubeugen, wird kontinuierlich an Hand eines Qualitätssicherungssystems gearbeitet. Interne, sowie externe Audits und Assessments dienen zur Offenlegung von Prozessschäden und wurden im Berichtszeitraum durchweg gut abgeschlossen. Investitionen werden detailliert auf Risikoaspekte hin analysiert. Sorgfältige Prüfungen im Vorfeld sowie begleitende Prüfungen zur Durchführbarkeit solcher Projekte bilden die Basis für eine erfolgreiche Projektsteuerung und wirksame Risikoreduzierung. Die Vorbereitung, Umsetzung und Kontrolle von Investitionsentscheidungen richtet sich nach festgelegten und differenzierten Zuständigkeitsregelungen und Genehmigungsprozessen, die alle relevanten Fachgebiete einbeziehen. Die Gesellschaft achtet darauf, nicht von einzelnen Lieferanten abhängig zu sein, um die benötigten Güter und Dienstleistungen jederzeit verfügbar zu haben. Außerdem bevorzugt sie Lieferanten, die nach ISO-Normen zertifiziert sind. Als Chance wird eine nachhaltige Reduzierung von NCC (non conformance costs) im Industriegeschäft erwartet. Im Geschäft mit Bahngetrieben sind die intern verursachten Qualitätskosten gesunken. Des Weiteren werden die vom Lieferanten verursachten Kosten konsequenter verrechnet und von strategisch wichtigen Lieferanten Maßnahmen eingefordert, die zu einer signifikanten Senkung der Fehler führen. Ebenso ist durch konsequente Fehlerverfolgung und dokumentierten Test der Fertigprodukte vor Auslieferung eine weitere Reduzierung von Einzelgewährleistungsfällen zu erwarten. 4. Zukünftige Entwicklung4.1. Zukünftige Entwicklung des Geschäfts Am 01.10.2017 erfolgte die Übertragung des Geschäftes mechanischer Antriebskomponenten von der Siemens AG an die Flender GmbH, Bocholt. Die Flender GmbH ist durch den sog. Stand-alone Ansatz insbesondere vertrieblich sehr viel besser in der Lage, ihre Kunden lösungsorientiert, kompetent und flexibel zu bedienen. Der weltweite Vertrieb der Flender GmbH dient der Siemens Industriegetriebe GmbH zukünftig als Vertriebskanal. Durch gezielte Steuerung und Vereinbarung von Maßnahmen zur Auftragsgewinnung partizipiert die Siemens Industriegetriebe GmbH von diesem globalen Vertriebsansatz stark. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr war eine Steigerung des Auftragseinganges durch das gezielte Platzieren der Marke Flender spürbar. Die in den vergangenen Monaten anziehende Konjunktur in den relevanten Märkten Europa und Asien setzt sich auch in den ersten zwei Monaten des aktuellen Geschäftsjahres fort, so dass von einem stabilen Volumen auf vergleichbarem Niveau des Vorjahres ausgegangen werden kann. Hinzu kommt ein in den vergangenen Jahren gewachsenes Geschäft mit "Service" (Ersatzgetriebe, Ersatzteile, Reparaturen, etc.), das sowohl Volumen, als auch Ergebnisqualität sichert. Durch den Übertrag weiterer Produktreihen vom MD/Flender-Standort Voerde an die Siemens Industriegetriebe GmbH ergeben sich mittelfristig weitere Wachstumschancen insbesondere im Gummi- und Kunststoffmarkt. Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung in Montage und Fertigung werden auch weiterhin konsequent verfolgt. Die Siemens AG hat mit der französischen Alstom S.A., Levallois-Perret, Frankreich, am 26.09.2017 ein Memorandum of Understanding abgeschlossen, wonach beabsichtigt ist, dass Siemens das weltweite Mobility-Geschäft gegen Gewährung von Anteilen an die Alstom S.A. überträgt. Die Geschäftseinheit "Railway Gears and Components" der Siemens Industriegetriebe GmbH ist Bestandteil des Siemens Mobility-Geschäfts. Daher ist es erforderlich, diese Geschäftseinheit in Vorbereitung der Übertragung des Siemens-Mobility-Geschäfts an die Alstom S.A. aus der Siemens Industriegetriebe GmbH herauszulösen. Zu Beginn des Jahres 2018 wird dieser Schritt mit Einbringungen in die Siemens Traction Gears GmbH, Penig, vollzogen. Die neue Gesellschaft wird eigenständig geführt und umfasst circa 25% bis 35% des bisherigen Volumens. Wesentliche Volumensveränderungen durch das Entstehen einer zweiten Gesellschaft sind nicht zu erwarten. Ebenso ist zu erwarten, dass beide Gesellschaften ein Ergebnisniveau aus dem operativen Geschäft (EBIT) auf aktuellem Niveau in Höhe von ca. 7% erreichen. Das Geschäft der Siemens Industriegetriebe GmbH aus fortgeführter Geschäftstätigkeit umfasst weiterhin den Verkauf von Industriegetrieben, Serviceleistungen an Industriegetrieben und den Verkauf von Getriebekomponenten, wie verzahnten Wellen, verzahnten Rädern und Wellen, an die Siemens Traction Gears GmbH. 4.2. Risiken der zukünftigen Entwicklung Das Geschäft mit Industriegetrieben wird zunehmend beeinflusst von Projekten und steht unverändert im Wettbewerb in Bezug auf Preis und Lieferzeit. Die konjunkturelle Situation und die Marktnachfrage befinden sich weiterhin auf einem zufriedenstellenden Niveau. Allerdings reagieren die Marktteilnehmer auf Lieferverzug und Kapazitätsengpässe konsequent mit der Vergabe an Mitbewerber. Als Risiko wird daher die Versorgungssicherheit von Seiten der Lieferanten eingeschätzt, die zum Teil drastische Lieferzeitverlängerungen angekündigt haben. Gleichzeitig ziehen die Einkaufspreise, insbesondere im Bereich Stahl, Guss und Bearbeitung stark an, so dass die Ergebnismarge durch höhere Materialkosten negativ beeinflusst wird. Die Siemens Industriegetriebe GmbH prognostiziert dennoch eine höhere Ergebnismarge im nächsten Geschäftsjahr, die durch nachhaltige Preisdurchsetzung und Produktivitätsmaßnahmen, die steigenden Materialpreise überkompensiert. Die Fertigung von Getriebekomponenten für die Siemens Traction Gears GmbH wird im GJ2018 erstmals als Umsatz in der Berichterstattung zu erkennen sein. Das Volumen mit Getriebekomponenten hängt maßgeblich vom Geschäftserfolg der neuen Gesellschaft und dem Verhalten der Marktteilnehmer ab, wie sich diese auf die Ankündigungen bzgl. Siemens und Alstom verhalten. 5. Sonstige InformationenDie Siemens Industriegetriebe GmbH erfüllt die für die Gesellschaft festgelegte Frauenquote. Diese Quote setzt sich wie folgt zusammen: Zum Aufsichtsrat der Gesellschaft gehören 3 Mitglieder (2 Männer und 1 Frau). Der Frauenanteil beträgt 33% und entspricht dem Planwert. Sie wird von 2 Geschäftsführern geleitet und erreicht damit eine Frauenquote von 0% und entspricht dem Planwert. In der 1. Führungsebene werden 17 Personen geführt. Davon sind 3 Personen Frauen. Dies entspricht einem Frauenanteil von 18% und entspricht ebenfalls dem Planwert. In der 2. Führungsebene weist die Gesellschaft eine Quote von 20% aus. Hier sind es 20 Mitarbeiter (16 Männer und 4 Frauen) in der Führungsebene, was auch dem Planwert entspricht.
Penig, 15. Dezember 2017 Die Geschäftsführung Jens Klein Tobias Bronsert B. Wiedergabe des BestätigungsvermerksZu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Siemens Industriegetriebe GmbH, Penig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Siemens Industriegetriebe GmbH, Penig, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Siemens Industriegetriebe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 geprüft. Die in Abschnitt 5 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Abs. 4 HGB in der für vor dem 1. Januar 2017 beginnende Geschäftsjahre geltenden Fassung (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." Rechtliche Verhältnisse1. Gesellschaftsrechtliche GrundlagenHandelsregister Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter der Nummer HRB 22872 eingetragen. Ein Handelsregisterauszug vom 20. Oktober 2017 mit letzter Eintragung vom 18. Oktober 2017 lag uns vor. Gesellschaftsvertrag Es gilt der Gesellschaftsvertrag vom 2. Juni 2006; zuletzt geändert durch Beschluss vom 2. Juni 2010. Gegenstand des Unternehmens Die Gesellschaft erforscht, entwickelt, konstruiert, fertigt, montiert und vertreibt alle Arten von Komponenten, Bauelementen und Baugruppen der Antriebstechnik bis hin zu kompletten Antriebsaggregaten. Die Gesellschaft berät ihre Kunden in allen Fragen der Antriebstechnik und stellt ein umfassendes Serviceprogramm in Form von Baustellenmontagen, Inbetriebnahmen, Reparaturen vor Ort und in eigener Werkstatt als auch in Form von Lieferungen von Einzel- und Ersatzteilen sowie Ersatzprodukten zur Verfügung. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen und alle Maßnahmen zu ergreifen, die mit dem Gegenstand zusammenhängen oder ihm unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann insbesondere andere in- oder ausländische Unternehmen gründen, erwerben oder sich an solchen Unternehmen beteiligen oder Zweigniederlassungen gründen. Stammkapital Das Stammkapital beträgt EUR 26.000,00 und ist vollständig eingezahlt. Zum 30. September 2017 ist die Siemens AG alleinige Gesellschafterin der Siemens Industriegetriebe GmbH. Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des folgenden Jahres. Geschäftsführung und Vertretung Jens Klein, Dipl.-Ing., technischer Geschäftsführer, Callenberg Tobias Bronsert, Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH), kaufmännischer Geschäftsführer, Nürnberg Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Aufsichtsrat Norbert Vehns, Kaufmännischer Leiter, Siemens AG, I DT MD, (Aufsichtsratsvorsitzender ab 1. Februar 2017, Aufsichtsratsmitglied ab 1. Januar 2017), Hamminkeln Gaëlle Hotellier, Chef Operating Officer, Siemens AG, I DT MD, (Aufsichtsratsvorsitzende bis 31. Januar 2017), Moers Karl-Heinz Schlimper, Instandhaltungsmechaniker (Stellvertretener Vorsitzender des Aufsichtsrats), Penig Elke Antosch (Diplom-Betriebswirtin), Head of QM, Flender GmbH, MD QM (Aufsichtsratsmitglied ab 1. Februar 2017), Bocholt Vorjahresabschluss Die alleinige Gesellschafterin hat mit Gesellschafterbeschluss vom 9. März 2017 den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss zum 30. September 2016 festgestellt. Den Mitgliedern der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates ist für das Geschäftsjahr 2015/2016 Entlastung erteilt worden. 2. Wirtschaftliche VerhältnisseKonzernzugehörigkeit Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Siemens AG. Sie wird in den Konzernabschluss der Siemens AG einbezogen. Alle Konzernunternehmen des Siemens-Konzerns gelten als verbundene Unternehmen der Siemens Industriegetriebe GmbH. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Siemens AG für das Geschäftsjahr 2016/2017 werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und nach der Einreichung im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Durch Verschmelzung der ehemaligen Muttergesellschaft A. Friedr. Flender AG (Flender AG), Bocholt, auf die Siemens AG, Berlin und München, sind alle mit der Flender AG abgeschlossenen Verträge auf die Siemens AG übergegangen. Unternehmensverträge Mit Datum vom 17. April 2007 und wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Oktober 2006 wurde zwischen der Gesellschaft und der Flender AG als damaliger alleiniger Gesellschafterin der Flender Industriegetriebe GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 16. Mai 2007. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ist durch Aufhebungsvertrag mit Wirkung zum 30. September 2017 24.00 Uhr beendet worden. Die Eintragung in das Handelsregister der Gesellschaft erfolgte am 18. Oktober 2017. Die Gesellschaft hat am 10. Februar 2011 den Rahmenforderungskaufvertrag mit der Siemens AG vom 14. April 2010 erneuert. Danach ist die Gesellschaft grundsätzlich verpflichtet, alle kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Siemens AG zu verkaufen. Ausgenommen von der Verkaufspflicht sind Forderungen, die nicht die im Vertrag definierten Geeignetheitskriterien des "Siemens Credit Warehouse" erfüllen. Mit Datum vom 10. Dezember 2010/3. Januar 2011 und 1. Nachtrag vom 8./12. April 2011 hat die Gesellschaft mit der Siemens Grundstücksmanagement GmbH & Co. KG, München, einen Kaufvertrag über immobilienspezifische technische Gebäudeausrüstung abgeschlossen. Danach wurden die Betriebsvorrichtungen (Buchwert in Höhe von TEUR 508) zum 1. Oktober 2010 verkauft. Mit Datum vom 10. Dezember 2010/3. Januar/11. Januar 2011 und 1. Nachtrag vom 20./27. Juni 2011 hat die Gesellschaft darüber hinaus mit der Siemens AG einen Mietvertrag abgeschlossen. Der Vertrag beginnt am 1. Oktober 2010 und endet am 30. September 2016. Die Laufzeit verlängert sich automatisch um einen Zeitraum von 60 Monaten für Produktions- und Lagerflächen sowie 36 Monaten für Büroflächen, wenn der Vertrag nicht mit einer Kündigungsfrist von 12 bzw. 6 Monaten gekündigt wird. Mit Nachtrag vom 15. März 2016 wurde der Vertrag bis 30. September 2020 verlängert. Die Mieterin ist zur Übernahme der Nettomiete für Büroflächen sowie für die Betriebskosten verpflichtet. 3. Steuerliche VerhältnisseOrganschaft Im Geschäftsjahr 2016/2017 bestand gewerbesteuerliche, körperschaftsteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft mit der Siemens AG. Steuerliche Verhältnisse Die Gesellschaft wird geführt beim Finanzamt Mittweida. Betriebsprüfung Die steuerliche Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2013 bis 2015 wurde am 23. Juli 2015 angeordnet. Die Prüfung wurde mit dem Betriebsprüfungsbericht vom 31. Juli 2017 beendet. Die Veranlagung für den Betriebsprüfungszeitraum ist erfolgt. Gesellschafterbeschluss
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| 1. |
Der von der Geschäftsführung vorgelegte Jahresabschluss zum 30.09.2017 wird festgestellt.
abgeschlossen, welcher auf Grundlage des seinerzeit bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zum 30.09.2017 an die Siemens AG abgeführt wurde. |
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| 2. |
Den Mitgliedern der Geschäftsführung und den Mitgliedern des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016/2017 wird für diesen Zeitraum Entlastung erteilt. |
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| 3. |
Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017/2018 wird die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, bestellt. |
Bocholt, den 25.04.2018
Flender GmbH
Stefan Tenbrock
Dr. Ulrich Stock
Bericht des Aufsichtsrats der Siemens Industriegetriebe GmbH
Der Aufsichtsrat der Siemens Industriegetriebe GmbH hat im Geschäftsjahr vom 01.10.2016 bis 30.09.2017 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben in Bezug auf die Siemens Industriegetriebe GmbH wahrgenommen.
Im Berichtszeitraum hat der Aufsichtsrat zwei Sitzungen, nämlich am 09.11.2016 sowie am 23.02.2017, abgehalten. Die Sitzungen fanden in Form von Präsenzsitzungen statt. Darüber hinaus wurden am 24.10.2016, am 21.03.2017 und am 06.06.2017 Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. In seinen Sitzungen hat der Aufsichtsrat beschlossen, dass jeweils nur eine Sitzung im Kalenderhalbjahr abzuhalten ist.
Im Berichtszeitraum bis 30.09.2017 hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden.
Die Geschäftsführung unterrichtete regelmäßig, zeitnah und umfassend über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft, den Gang der Geschäfte, die Compliance-Prozesse, den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme sowie über wesentliche Geschäftsereignisse. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus mit der Geschäftsführung in regelmäßigem Kontakt und beriet gemeinsam mit der Unternehmensleitung die Strategie, die Geschäftsentwicklung sowie das Risikomanagement des Unternehmens. Die Geschäftsführung informierte den Vorsitzenden des Aufsichtsrats zeitnah über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung waren.
So legte die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat unter anderem die Planung zum Kauf und Erwerb des Servicegeschäfts für Bahngetriebe von der Siemens AG, DF CS LD TD, durch die Siemens Industriegetriebe GmbH vor. Die Siemens AG verkaufte das sogenannte "Echte Servicegeschäft" für in Penig produzierte Bahngetriebe an die Siemens Industriegetriebe GmbH, wohingegen das restliche Bahnservicegeschäft von der Siemens AG, DF CS LD TD, fortgeführt wird. Der Aufsichtsrat stimmte diesem Vorhaben sodann in seiner schriftlichen Beschlussfassung vom 06.06.2017 zu.
Neben der laufenden Berichterstattung ging der Aufsichtsrat in den einzelnen Sitzungen auch jeweils auf Einzelthemen ein:
In der Sitzung am 09.11.2016 wurde das Budget für das Geschäftsjahr 2016/2017, die Planung für die Geschäftsjahre 2016/2017 bis 2017/2018 einschließlich Personalentwicklung und Investitionsbudget erörtert und am 23.02.2017 im Rahmen einer Präsenzsitzung final verabschiedet.
In den Sitzungen am 09.11.2016 und am 23.02.2017 hat sich der Aufsichtsrat über die laufenden Compliance-Aktivitäten, die Rechnungslegungsprozesse und die Kontrollsysteme im Unternehmen unterrichten lassen.
In der Bilanzsitzung am 23.02.2017 hat der Aufsichtsrat den vom Abschlussprüfer geprüften und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015/2016, das am 30.09.2016 endete, geprüft und gebilligt. Der Abschlussprüfer nahm an den Beratungen teil und berichtete vor der Beschlussfassung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung.
Der Aufsichtsrat hat sich mit der Abschlussprüfung, insbesondere mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers eingehend befasst. In der Sitzung am 23.02.2017 erteilte der Aufsichtsrat entsprechend der Wahl durch die Gesellschafterversammlung, den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss 2017 an die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart.
Der Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss der Siemens Industriegetriebe GmbH für das Geschäftsjahr 2016/2017, das am 30.09.2017 endete, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen und sind in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Sitzung am 15.12.2017 ausführlich besprochen worden.
An diesen Erörterungen nahm der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung stand. Er unterrichtete den Aufsichtsrat darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems oder Risikomanagementsystems vorlägen.
Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung, keine Einwendungen und billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss.
Aufgrund des mit der Siemens Aktiengesellschaft als herrschender Gesellschaft bestehenden Ergebnisabführungsvertrages, war ein Ergebnisverwendungsvorschlag seitens der Geschäftsleitung für den Jahresabschluss am 30.09.2017 nicht erforderlich.
Die Siemens AG als ehemalige Anteilseignerin der Siemens Industriegetriebe GmbH hat zum 01.10.2017 das Geschäft für Mechanische Antriebe (MD) in eine eigenständige Gesellschaft, der Flender GmbH mit Stammsitz in Bocholt, ausgegliedert und führt sie seither als Tochtergesellschaft im Siemens Konzern ("MD Stand-alone").
In diesem Rahmen wurde der seit April 2007 bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Siemens Industriegetriebe GmbH und der Siemens AG als herrschende Gesellschaft, mit Wirkung zum Ablauf des 30.09.2017 aufgehoben.
In der Zusammensetzung Aufsichtsrats haben sich im Berichtszeitraum folgende Veränderungen ergeben:
Mit Ablauf des 31.01.2017 hat Frau Gaëlle Hotellier ihr Amt als Mitglied und als Vorsitzende des Aufsichtsrats der Siemens Industriegetriebe GmbH niedergelegt.
Mit Wirkung zum 01.02.2017 wurde Frau Elke Antosch zum weiteren Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft bestellt.
Mit Beschluss des Aufsichtsrats am 21.03.2017 wurde Herr Norbert Vehns als Vorsitzender und Herr Karl-Heinz Schlimper als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats gewählt.
Während des Berichtszeitraums hat es in der Zusammensetzung der Geschäftsführung keine Veränderungen gegeben.
Penig, 15. Dezember 2017
Norbert Vehns, Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens Industriegetriebe GmbH