21sportsgroup GmbH (vormals: L&S Lauf- & Sport Shop GmbH)MannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015I. Grundlagen der GesellschaftWie in den Vorjahren konzentrierte sich die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auch im Berichtsjahr 2015 auf den Handel mit Sportartikeln. Mittlerweile zählt die 21sportsgroup GmbH in Deutschland und Europa zu den führenden Sportfachhändlern, insbesondere im Bereich des Laufsports ("Running"). Durch den Onlinehandel und den stationären Fachhandel - mit einem Ladengeschäft in München - wird die gesamte Welt des Laufens und des Triathlonsports abbildet. Diese Multi-Channel-Strategie gewährleistet eine optimale Synergie beider Vertriebskanäle, die den Kunden sowohl vor Ort als auch Online Vorteile bietet. Die Firma wurde mit Eintragung im Handelsregister vom 5. Februar 2016 von "L&S Lauf- und Sport Shop GmbH" in "21sportsgroup GmbH" geändert. Die 21sportsgroup GmbH ist zu 100 % (Vorjahr: 100 %) am Kapital der Tochtergesellschaft VR bike GmbH beteiligt, deren Kerngeschäft der Handel mit Fahrrädern und Fahrradzubehör bildet. Außerdem hält die 21sportsgroup GmbH 100% des Kapitals an der Planet Sports GmbH, München sowie seit Anfang 2016 100% an der mysportsgroup GmbH, Berlin. Geschäftstätigkeit Das Knowhow der Gesellschaft rund um das Thema "Running" zeigt sich nicht nur in der ausführlichen Expertenberatung im Laufsportfachgeschäft, sondern auch im von Innovationen und Vielfalt geprägten Onlineshop 21run.com, in dem Spitzensportler und ambitionierte Freizeitsportler von einer großen Markenauswahl profitieren. Mit den derzeit drei europaweiten Onlineshop-Angeboten von 21run.com, 21run.fr, und 21streetwear.com werden zielgerichtet Läufer, Leichtathleten, Triathleten, Walker und Sportmode-Interessenten adressiert. Die Gesellschaft ist autorisierter Partner aller führenden Hersteller. Im Onlineshop wird den Kunden mit über 35.000 Artikelvarianten eine sehr große Auswahl an Laufprodukten angeboten. Damit deckt die Unternehmung ein breites Sortiment an Laufschuhen, Lauftextilien, Accessoires und Nahrungsergänzungsmitteln ab. Dank des modernen Logistikzentrums am Standort Mannheim mit hoher Lagerkapazität und schneller Umschlagsfrequenz, kann ein immer breiteres Sortiment relevanter Produkte ständig verfügbar gehalten werden. Eine vollautomatisierte Bestellannahme und sichere Zahlungsabwicklung ermöglichen eine sehr schnelle und effiziente Abwicklung der Bestellungen. II. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Prognosen zufolge lag das Wachstum der Weltwirtschaft 2015 mit knapp 3,1% so niedrig wie seit 2009 nicht mehr. Dies ist vor allem auf eine Konjunkturabschwächung in den Schwellenländern zurückzuführen, wo die Expansionsrate gegenüber 2014 um über einen halben Prozentpunkt zurückgegangen sein dürfte. Grund dafür sind vor allem die spürbaren wirtschaftlichen Kontraktionen in Russland und Brasilien. Dagegen dürften das kräftigere Wachstum im Euroraum und in Japan für eine moderate Wachstumsbelebung in den Industrieländern in diesem Jahr gesorgt haben. Klingen im Jahresverlauf 2016 die tiefen Rezessionen in Russland und Brasilien ab, sollte sich insgesamt das Wachstum in den Schwellenländern beleben. Trotz der weiteren Konjunkturverlangsamung in China sollte sich insgesamt die Wachstumsrate der Schwellenländer um 0,5% erhöhen können. In den Industrieländern dürfte das Wachstum 2016 stabil bei knapp 2% verharren, denn die Konjunkturverlangsamung in den USA dürfte durch die sich mehr als verdoppelnde Wachstumsrate in Japan und die leichte Belebung im Euroraum kompensiert werden. Die Inflation dürfte sich 2016 merklich beschleunigen und auch 2017 moderat anziehen. Diese Entwicklung ist zunächst vor allem auf die Stabilisierung der Energiepreise zurückzuführen, wodurch der merkliche Abwärtsdruck auf die Preisindizes insgesamt abnimmt. Der Grund für die weltweit steigende Inflationsrate liegt vor allem in den Schwellenländern, durch die stärker als erwarteten Währungsabwertungen. Deutschland Mit 1,7% Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in 2015 verzeichnete die deutsche Wirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr eine respektable Steigerungsrate. Allerdings beruhte das Ergebnis auch auf einem kalendarischen Effekt, der einen Viertelprozentpunkt zum Wachstum beisteuerte. Die Dynamik des Wachstums verlangsamte sich nur geringfügig im Jahresverlauf, insgesamt war der Wachstumsverlauf sehr stetig. Der Staatsverbrauch avancierte im Schlussabschnitt des Jahres 2015 zu einer zusehends gewichtigen Wachstumsstütze, angesichts der im zweiten Halbjahr verzeichneten Flüchtlingszahlen. Die Binnennachfrage wies zum Jahresende deutliche Zuwächse auf. Die Verbraucher nutzten ihre Ausgabenspielräume, die sich mit deutlich gesunkenen Energiepreisen geboten haben, allerdings nur bedingt. Die Sparquote zog merklich um 0,5% auf nunmehr 10% an. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stiegen in Deutschland im Jahr 2015 um 1,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist der stärkste Zuwachs seit dem Jahr 2000 (+ 2,1 %). Wesentliche Gründe für diesen deutlichen Anstieg liegen in der positiven Konsumneigung der privaten Haushalte sowie in der geringen Zunahme der Verbraucherpreise (2015: + 0,3 %). Zunehmend schwierigeren weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte sich auch die deutsche Wirtschaft im zweiten Halbjahr nicht entziehen. Insgesamt brach der Welthandel 2015 um 8% ein. Vor allem China importierte und exportierte viel weniger als in den Jahren zuvor, mit entsprechender Wirkung auf die deutsche Wirtschaft. Euroraum Das Wachstum im Euroraum wird maßgeblich gehemmt durch:
Die EZB orientiert sich bei ihrer Geldpolitik bislang maßgeblich an den schwächsten Ländern. Die Geldpolitik in den übrigen Ländern ist daher zu expansiv (z.B. in Deutschland). Insgesamt betrug das Wirtschaftswachstum 2015 in der Eurozone voraussichtlich rund 1,4%. Auch 2016 dürfte sich hieran wenig ändern. Weiter fallende Nahrungsmittelpreise und eine fortgesetzte Korrektur der überhöhten Preise in den Krisenländern könnten die Inflation auch deutlich unter die Nulllinie fallen lassen. Bereits im Schlussquartal 2014 war davon auszugehen, dass die EZB ihre Käufe von Pfandbriefen und Kreditverbriefungen auch auf Staatsanleihen, Gebietskörperschaften und staatsnahe Emittenten ausweiten wird. Um ihre Bilanzziele zu erreichen, wird die EZB bis weit in das Jahr 2017 Anleihen der öffentlichen Hand kaufen. Dies wird deutliche Spuren an den Rentenmärkten hinterlassen und die Zinsen mittelfristig sehr niedrig halten. Entwicklung der Branche Statistiken und Prognosen zeigen, dass sich die Sportartikelbranche weiterhin auf Wachstumskurs befindet. Sowohl Rückenwind aus der weltwirtschaftlichen Entwicklung und stabile Nachfrage in den Industriestaaten als auch die anziehende Nachfrage aus den Schwellenländern sind die Wachstumstreiber. Für das Jahr 2016 erwartet die Sportartikelbranche eine weltweite Steigerung der Umsätze und Gewinne. Branchenkenner erwarten ein Wachstum des globalen Sportschuhmarktes bis zum Jahr 2022 um knapp 10%. Zwar sorgen Eventjahre wie die Fußballeuropa- und -weltmeisterschaft oder Olympiade tendenziell für höhere Umsätze, jedoch hat das Jahr 2015 gezeigt, dass auch in Jahren ohne spektakuläre Events durch attraktive Produkte und Kampagnen sowie durch Fokussierung auf Konsumenten und Trends sehr freundliche Absätze erzielt werden können. Neben den bereits etablierten Sportmarken drängen auch zunehmend kleinere innovative Unternehmen vermehrt auf den Markt, um Marktanteile zu gewinnen. Dies verstärkt zusätzlich den Innovationsdruck in der Branche und schnelle sich ablösende Trends sollten in einem wirtschaftlich freundlichen Umfeld sowohl in den etablierten Märkten wie USA und Europa als auch in den stark wachsenden Emerging Markets zu weiterem Wachstum der gesamten Sportartikelbranche führen. Die Vertriebswege sind derzeit im Umbruch begriffen. Einerseits weiten Hersteller ihr direktes Endkundengeschäft durch eigene Onlineshops und stationäre Läden aus. Zudem sind große Marktplätze wie Amazon und Zalando weiter im Wachstum begriffen. Andererseits können kleinere stationäre Händler im zunehmend durch Online-Angebote geprägten Handel nicht bestehen. Daraus ergeben sich attraktive Marktchancen für spezialisiert Online- und Multichannelhändler wie die 21sportsgroup GmbH. Der Handelsverband Deutschland (HDE) prognostiziert für den Online-Handel für 2015 ein Umsatzwachstum von zwölf Prozent. 2. Geschäftsverlauf Mit dem Abschluss des Geschäftsjahres 2015 konnte die 21sportsgroup GmbH Ihre Wachstumsstrategie weiter umsetzen, und zwar sowohl in Bezug auf organisches Wachstum als auch in Bezug auf Zukäufe. So wurden mit Kaufvertrag vom 13. März 2015 jeweils 100% der Anteile an der Planet Sports GmbH, München. Zudem wurden mit dem Go-Live des neuen SAP Systems die erforderlichen Strukturen für weiteres Wachstum geschaffen, auch wenn dafür unterjährig bewusst eine Verlangsamung des organischen Wachstums in Kauf genommen werden musste. Der Gesamtumsatz betrug 2015 TEUR 29.636 (Vorjahr: TEUR 27.076). 3. Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich wie folgt entwickelt (in TEUR):
Die 21sportsgroup GmbH hat im Jahr 2015 einen Nettoumsatz von rund 29,6 Mio. EUR erwirtschaftet. Dies entspricht einem Wachstum von rund 2,56 Mio. EUR bzw. rund 9,5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Auslandsanteil liegt mit rund 40% leicht höher als im Vorjahr. Der Umsatzanteil im Bereich Schuhe liegt bei rund 84% gefolgt von Textilien und Accessoires, wobei sich die Umsatzanteile gegenüber dem Vorjahr zu Gunsten von Textilien und Accessoires leicht verschoben haben. Die Materialeinsatzquote verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 5,5 % auf circa 76 % und führte damit zu einer Verringerung des Rohergebnisses um TEUR 882. Die Personalaufwandsquote ist gegenüber dem Vorjahr nur um rund 2,4 % gestiegen. Dies ist neben dem aktuellen, umsatzbedingten Aufbau des Mitarbeiterstammes, auch der Sicherung des weiteren starken Wachstums in der Gruppe durch Verpflichtung von weiteren Fach - und Führungskräften bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung in den Arbeitsprozessen begründet. Zum 31. Dezember 2015 waren neben den Geschäftsführern 111 Mitarbeiter (Headcount) davon 26 Auszubildende, BA-Studenten und Praktikanten beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 29,2 % des Nettoumsatzes. Der Anstieg um TEUR 2.258 ist erwartungsgemäß vor allem auf wachstumsbedingte Marketingkosten zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2015 ergab sich ein Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR - 5.055 bei einem EBITDA von TEUR -4.555. Das Finanzergebnis setzt sich zusammen aus den Beteiligungserträgen, den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, den Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen sowie sonstigen Zinsaufwendungen und Zinserträgen. Die Verschlechterung des Finanzergebnisses gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Wertberichtigung der Ausleihung an die Tochtergesellschaft VR bike GmbH i.H.v. TEUR 2.645 zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern (aktive latente Steuern auf in den nächsten fünf Jahren nutzbare steuerliche Verlustvorträge) ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR - 8.909. 4. Vermögenslage Die nachfolgende Übersicht zeigt wesentliche Posten zur Finanz- und Vermögenslage (in TEUR):
Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahreswert um TEUR 229 gestiegen. Dies liegt insbesondere an Investitionen in die neue IT ERP Software (SAP). Mit diesen Investitionen ist man zukünftig für das weitere geplante starke Wachstum gerüstet. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang der Ausleihungen an verbundene Unternehmen aus. Hierzu hat mit TEUR -2.645 die Wertberichtigung auf die Ausleihung an die VR bike GmbH und mit TEUR +996 der Zugang von Ausleihungen an die Planet Sports GmbH beigetragen. Durch die Erhöhung und Prolongation der Ausleihung sowie durch eine konzerninterne Liquiditätsausstattungsgarantie in 2016 konnte man die Planungssicherheit der VR bike GmbH erhöhen. Mit Kaufvertrag vom 13. März 2015 wurden 100% der Anteile an der Planet Sports GmbH, München, übernommen. Das Vorratsvermögen erhöhte sich um 53 % gegenüber dem Vorjahr bei einem Umsatzwachstum von 9,5 %. Dies ist der Vorbereitung des geplanten Wachstums in 2016 geschuldet. Darüber hinaus wurde aufgrund des außergewöhnlich guten Weihnachtsgeschäftes in 2014 der Warenbestand im Vorjahr entsprechend niedrig ausgewiesen, was zu einem besonders niedrigen Vergleichswert führt. Das Working Capital (ergibt sich aus dem Vorratsvermögen zuzüglich den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) hat sich von TEUR 1.296 in 2014 auf TEUR -1.491 in 2015 verringert. Dies resultiert u.a. aus verlängerten Zahlungszielen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Geschäftsjahr wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt, die insgesamt zu einem Anstieg des Stammkapitals um TEUR 1 auf TEUR 38 und zu einem Anstieg der Kapitalrücklage um TEUR 1.349 auf TEUR 4.324 geführt hat. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag i. H. v. TEUR 9.366 aus und ist damit bilanziell überschuldet. Die Geschäftsführung geht aufgrund einer positiven Fortbestehensprognose jedoch davon aus, dass der Fortbestand der Gesellschaft gesichert ist. Die positive Fortbestehensprognose wird auf die Tatsache gestützt, dass die Gesellschaft durch die bis zum Aufstellungszeitpunkt bereits erfolgte Zuführung von weiterem Eigenkapital die bilanzielle Überschuldung beseitigt werden konnte und darüber hinaus durch den Zufluss weiterer Darlehensmittel über ausreichend finanzielle Mittel verfügt. Für Erweiterungsinvestitionen ist die Gesellschaft auf die Zurverfügungstellung weiterer finanzieller Mittel angewiesen. Die wesentlichen Bestandteile im Fremdkapital sind mezzanines Fremdkapital mit TEUR 2.250, eine Wandelanleihe mit TEUR 4.683, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von rund TEUR 5.861 und sonstige Verbindlichkeiten von rund TEUR 6.675. 5. Finanzlage Zum Jahresende 2015 betrugen die liquiden Mittel rund TEUR 1.109. Bei einem operativen Cashflow von TEUR - 1.915, einem Cashflow aus Investitionstätigkeit von TEUR - 2.761 und einem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von TEUR +5.043 betrug der Nettocashflow rund TEUR 368. Der 21sportsgroup GmbH sind im Jahr 2015 TEUR 6.033 an Finanzmitteln (Eigen- und Fremdkapital) zugeflossen. Die Kapitalzuflüsse durch Alt- und Neuinvestoren im Rahmen einer Kapitalerhöhung dienten insbesondere der Finanzierung der Wachstums-Investitionen und Erweiterung der Gruppe, sowie im Falle der Fremdkapitalgeber der Tilgung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Hinsichtlich der Laufzeiten der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den Anhang. III. Chancen- und RisikoberichtDie Steuerung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie der 21sportsgroup GmbH. Risiken definieren wir als das potenzielle Eintreten interner wie externer Ereignisse, die das Erreichen unserer kurzfristigen Ziele oder die Umsetzung unserer langfristigen Strategien negativ beeinflussen können. Unter Chancen verstehen wir interne und externe Entwicklungen operativer und strategischer Art, die genutzt werden können, um die geplanten Ziele zu erreichen. Risiken und Chancen werden identifiziert, beurteilt, gesteuert und überwacht. Wenn möglich werden Risiken auf Dritte übertragen (z.B. durch Versicherungen). Die Risikosteuerung durch das Unternehmensmanagement findet auf Basis täglicher Auswertungen dank eines speziell entwickelten Business Intelligence (BI) Tool statt. Im BI System werden die wichtigsten unternehmensspezifischen Kennzahlen aufbereitet, aggregiert und analysiert. Die Liquiditätsplanung wird täglich rollierend an den Ist-Stand angepasst. Durch diese aktuellen Informationen ist die Gesellschaft in der Lage, auf mögliche, zentrale, bestandsgefährdende Risiken schnellstmöglich zu reagieren. Folgende einzelne Chancen und Risiken werden von der Gesellschaft als erheblich betrachtet: Entwicklungen allgemeiner wirtschaftlicher Rahmenbedingungen Die allgemeine konjunkturelle Entwicklung kann direkten Einfluss auf das Konsumverhalten der Verbraucher haben. Politische und wirtschaftliche Krisen, rechtliche Änderungen sowie gesellschaftliche Einflüsse können sich unmittelbar im Konsumverhalten bemerkbar machen. Die Prognosen für das Jahr 2016 in Europa sowie weltweit sind verhalten, sodass weiterhin mit einer volatilen volkswirtschaftlichen Entwicklung in den europäischen Ländern zu rechnen ist. Die 21sportsgroup GmbH begegnet solchen Risiken mit geografischen Diversifizierungen und den unterschiedlich positionierten Verkaufskanälen. Ferner wurde mit der Umsetzung eines Effizienzsteigerungsprogramms begonnen. Währungsrisiken sind für die Gesellschaft als gering einzuschätzen, da sowohl Kunden wie auch Lieferanten fast ausschließlich aus dem Euro-Währungsraum stammen. Eine eventuelle gesamte Abschwächung des wirtschaftlichen Wachstums insbesondere in Deutschland könnte auch ein Risiko für das Wachstum der 21sportsgroup GmbH bedeuten. Jedoch sind für die Gesellschaft derzeit keine Anzeichen negativen Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums erkennbar. So wird davon ausgegangen, dass die 21sportsgroup GmbH sowohl unter positiven, wie insbesondere auch unter sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, von der wachsenden Beliebtheit des Online Handels der Endverbraucher profitieren kann. Markt- und Wettbewerbssituation Das branchenspezifische, wirtschaftliche Umfeld ist weiterhin geprägt durch den sehr intensiven Einzelhandelswettbewerb und die Zunahme des Online-Versandhandels zu Lasten klassischer Bestellwege. Neben den traditionellen Nischenanbietern im Actionsports-Bereich haben sich in den letzten Jahren Massenplattformen wie Amazon und Zalando sowie die B2C-Angebote der Markenhersteller als neue Wettbewerber etabliert. Dies hat zu einer starken Konsolidierung insbesondere der kleineren, stationären Anbieter geführt. Der Multi-Channel-Ansatz gewinnt weiter an Bedeutung, da Kunden verstärkt mehrere Vertriebskanäle nutzen und ihre Einkäufe nicht mehr auf einen Vertriebskanal beschränken. Die 21sportsgroup GmbH hat mit der Einführung eines neuen ERP-Systems den Grundstein dafür gelegt, Kunden ein zeitgemäßes Multichannel-Einkaufserlebnis zu bieten. Kunden- und absatzspezifische Risiken Generell steigen die Wechselbereitschaft der Kunden, die Schnelllebigkeit von Trends und die Gefahr der Substituierbarkeit im immer wettbewerbsintensiveren Lifestyle-Markt. Die 21sportsgroup GmbH begegnet diesen Risiken durch ständige Beobachtung der Trends und Käufernachfrage und durch eine klare Fokussierung auf die markenbewusste und kaufkraftstarke Zielgruppe der 14 bis 29-Jährigen. Durch die kontinuierliche Optimierung des Onlineshops und die Nutzung sozialer Medien wird die Markenbekanntheit gesteigert und ein unverwechselbarer Markenauftritt mit hohem Identifizierungspotenzial sichergestellt. Die Expansion mit eigenen Einzelhandelsgeschäften ermöglicht die Präsentation der Waren im authentischen Ambiente und schafft zusätzliche Wertschöpfung. Das Risiko des Zahlungsausfalls durch Kunden wird durch die Gesellschaft als gering eingeschätzt, da das Zahlungsausfallrisiko größtenteils durch die Zahlungsdienstleister getragen wird. Die Gesellschaft bietet des Weiteren derzeit keinen Kauf auf Rechnung an. In 2015 wurde zur weiteren Risikominimierung eine neue Betrugspräventionssoftware im Bereich Kreditkarten eingeführt. Da ein beachtlicher Teil der Ware vor dem Verkauf eingekauft wird, ist die 21sportsgroup GmbH Lagerbestandsrisiken ausgesetzt. Eine eventuelle Fehleinschätzung der Verbrauchernachfrage zum Zeitpunkt des Einkaufs und/oder ein plötzlicher Nachfragerückgang können eventuell zu Überbeständen und möglichen Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen führen. Daraus ergeben sich, durch einen höheren Anteil an Lagerräumungsverkäufen und veralteten Vorräten, eine geringere Liquidität aufgrund niedrigerer Verkaufspreise und negative Auswirkungen auf das Betriebsergebnis. Auf der anderen Seite kann ein plötzlicher Anstieg der Nachfrage zu Lieferengpässen führen und das Unternehmen setzt sich dem Risiko verpasster Umsatzchancen bzw. dem Risiko der Enttäuschung seiner Kunden aus. Dies könnte die Loyalität zu unserem Unternehmen sowie den Ruf als schneller und zuverlässiger Lieferant beeinträchtigen. Um die Produktverfügbarkeit bei gleichzeitiger Vermeidung von Überbeständen zu sichern, arbeitet die 21sportsgroup GmbH kontinuierlich an der Verbesserung der Prognose- und Materialplanungsprozesse. Durch die effiziente Einkaufsorganisation ist von keiner wesentlichen prozentualen Erhöhung des Warenbestandes im Verhältnis zum Umsatz auszugehen. Bestandsrisiken sind durch die hohe Warenumschlagsgeschwindigkeit als gering anzusehen. Lieferanten risiken Preissteigerungen durch die Hersteller können zu einer Reduktion der Deckungsbeiträge und der Profitabilität führen. Die Gesellschaft schätzt dieses Risiko jedoch derzeit als gering ein und sieht im Gegenteil Chancen in geringeren Einkaufspreisen, einerseits bedingt durch das starke Umsatzwachstum verbunden mit einem höheren Einkaufsvolumen im abgelaufenen Geschäftsjahr und andererseits durch weitere Skaleneffekte, die sich durch das weitere geplante Wachstum ergeben können. Die 21sportsgroup GmbH hat einen diversifizierten Lieferantenstamm, so dass das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten als nicht besonders hoch eingeschätzt wird. Einer gewissen Abhängigkeit vom größten Lieferanten soll durch die geplante Aufnahme weiterer, neuer Lieferanten begegnet werden. Aufgrund des weiterhin großen Interesses von potentiellen Lieferanten an einer Anbindung an das 21sportsgroup Shop System bietet sich für die Gesellschaft die Chance der Erweiterung des Produktsortimentes und einer damit verbundenen Umsatzsteigerung. Finanzwirtschaftliche und bilanzielle Risiken Als stark wachsendes Unternehmen stellt insbesondere die Finanzierung des Wachstums als auch die Sicherstellung der Liquidität bei Verlusten in der Wachstumsphase eine Herausforderung dar. Um diesem Risiko zu begegnen und um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicherstellen zu können, hält die Gesellschaft auf Basis einer Finanzplanung sowie einer laufenden Liquiditätsplanung langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vor. Hierbei wird auch der zusätzliche Finanzierungsbedarf im Rahmen der Wachstumsstrategie für Investitionen und Working Capital berücksichtigt. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Ausführungen in der Darstellung der Vermögens- und Finanzlage. Person elle sowie organisatorische Risiken Der Geschäftserfolg der 21sportsgroup GmbH hängt zu einem erheblichen Teil von der Qualität und der Motivation der Mitarbeiter ab. Zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des ständig steigenden Qualifikationsniveaus sowie der Motivation der Fach- und Führungskräfte werden Aus- und Weiterbildungsprogramme durchgeführt und Coaching-Maßnahmen eingesetzt. Um der Gefahr des Knowhow-Verlustes entgegenzuwirken, wurden für alle Schlüsselfunktionen Stellvertreterpositionen geschaffen. Die Organisationsstruktur des Unternehmens und die personelle Besetzung der Stellen werden dem unternehmerischen Wachstum angepasst. Tech nologische und geschäftsprozessorientierte Risiken Die Geschäftstätigkeit der 21sportsgroup GmbH ist abhängig von einer leistungsfähigen, stabilen und integrierten IT-Systemlandschaft. Der Einsatz von Informationstechnologie in existenziell bedeutenden Geschäftsprozessen wie dem E-Commerce und der logistischen Abwicklung erhöht die Gefahr für gravierende Geschäftsunterbrechungen und Systemmissbrauch. Gegen diese Risiken sichert sich die 21sportsgroup GmbH durch umfassende Sicherungskonzepte und eine Vielzahl organisatorischer Regelungen ab. Die IT-Systeme unterliegen einer laufenden Weiterentwicklung, um den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen und technischen Anforderungen der Geschäftsmodelle sowie der Märkte gerecht zu werden. Die über die letzten beiden Jahre hinweg getätigten Investitionen in ein neues ERP-System sowie in das hochverfügbar ausgelegte Shopsystem Magento haben hierfür eine sehr stabile Basis geschaffen. Zur Früherkennung von IT-Risiken und Überwachung der Prozesse wurde ein Monitoring-System entwickelt, das alle Transaktionen sowie die Auslastung der IT-Systeme kontrolliert. Bei Normabweichungen werden entsprechende Auffälligkeiten sofort gemeldet. Die eingesetzte Hard- und Software wird wie in der Vergangenheit stets auf einem aktuellen Stand gehalten und gewährleistet jederzeit einen robusten Plattformbetrieb. Das technische Risiko wird somit als gering eingeschätzt. Rechtliche Risiken Die 21sportsgroup GmbH ist dem Risiko ausgesetzt, dass Dritte Forderungen oder Klagen wegen Verletzung ihrer Schutzrechte oder anderer Rechte geltend machen. Dem wird mit einem gemeinsam mit Fachanwälten entwickelten, detaillierten Überwachungsprozess begegnet. Das Risiko schwerwiegender Verletzungen der Schutzrechte Dritter durch unser Unternehmen schätzen wir unverändert gering ein. IV. NachtragsberichtZwischen dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 und dem Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses konnte die Gesellschaft bereits Darlehensverträge i.H.v. TEUR 15.000 abschließen, welche neben der Verbesserung der Liquidität vor allem zur Refinanzierung von bestehenden Darlehen, der Tilgung bestehender Verbindlichkeiten sowie zur Intercompany-Finanzierung genutzt werden. Das Eigenkapital wurde insgesamt um TEUR 18.800 erhöht, zum Teil durch Wandlung von Fremdkapital als auch durch Zufluss neuer Mittel. Gesellschafter und Beirat haben in 2016 beschlossen, die Struktur der 21sportsgroup so anzupassen, dass ab 2017 das operative Geschäft auf die VR bike GmbH übertragen wird und die 21sportsgroup GmbH zukünftig ausschließlich Holdingfunktionen ausüben wird. Durch Kaufvertrag aus dem Dezember 2015 und mit wirtschaftlicher Wirkung in 2016 wurden alle Anteile der bisherigen Gesellschafter der mysportsgroup GmbH durch die 21sportsgroup GmbH übernommen. Dr. Sebastian Henner Schwarz wurde zum weiteren Geschäftsführer bestellt. Herr Jörg Mayer hat die Geschäftsführung der 21sportsgroup GmbH niedergelegt und ist nun Beiratvorsitzender der Gesellschaft. V. PrognoseberichtAufgrund der konjunkturellen Erholung und des weiter anhaltenden Wachstums des Online-Handels sowie der eingeleiteten Maßnahmen zur Umsetzung der Strategie, der kontinuierlichen Verbesserung der Geschäftsprozesse und der verfügbaren Informationen zur Unternehmens-steuerung, geht das Management davon aus, dass die Grundlage für eine langfristige positive Entwicklung gegeben ist. Im bisherigen Geschäftsverlauf 2016 hat sich die Gesellschaft auf einen Ausbau und Stärkung der Marktposition in Europa konzentriert. Ein wichtiger Treiber dafür war und wird die weitere Internationalisierung über bestehende sowie neue Vertriebskanäle sein. Mit dem neuen ERP-System sind hierfür die erforderlichen technischen Voraussetzungen geschaffen worden. Die Exklusivmarke "max-Q.com" wurde erfolgreich eingeführt und der Vertrieb soll weiter ausgebaut werden. Neben dem Ausbau des Bestandskundengeschäfts stand und steht auch weiterhin die Neukundengewinnung im Fokus. In 2016 wurde neben dem organischen Wachstum auch die Akquisitionsstrategie weiter fortgesetzt. Zur Absicherung der Wachstumsfinanzierung und zur Durchführung von Erweiterungsinvestitionen befindet sich die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses bereits in Verhandlungen mit bestehenden sowie neuen Investoren, die die hierzu benötigten finanziellen Mittel bereitstellen sollen. Zusätzlich geht die Gesellschaft davon aus, dass die bestehenden Fremdkapitallinien erweitert werden können. Für das Geschäftsjahr 2016 wird ein Umsatz zwischen 31 und 33 Mio. EUR sowie ein verbessertes EBITDA in Höhe von rund - 3 Mio. EUR erwartet. Hierin sind bereits einmalige Finanzierungs-, Rechts- und Akquisitionsberatungskosten sowie Restrukturierungskosten in Höhe von rund 2,5 Mio. EUR enthalten. Ebenso sind Erträge in Höhe von 2,7 Mio. EUR aus der erwarteten Zuschreibung der Ausleihung an die VR bike nach Umsetzung der neuen Holding-Struktur enthalten. In 2017 wird das operative Geschäft auf die VR bike GmbH übertragen und die 21sportsgroup soll zukünftig ausschließlich Holdingfunktionen übernehmen. Dies und die positive Entwicklung der Beteiligungen vorausgesetzt gehen wir für das Geschäftsjahr 2017 bei Umsatzerlösen aus Konzernumlagen in Höhe von rund 1,7 Mio. EUR von einem ausgeglichenen bis leicht positiven Jahresergebnis aus.
Mannheim, den 11. November 2016 Geschäftsführung Michael Burk Dr. Henner Schwarz Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang 2015Allgemeine HinweiseDie Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Wir haben die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden gemäß § 255 Abs. 2a HGB mit bei deren Entwicklung anfallenden Aufwendungen (Entwicklungskosten für selbsterstellte Software) bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear mit einer Nutzungsdauer von 5 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 10 Jahren) linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter unter EUR 150 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit einem Wert zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden in einem Sammelposten entsprechend den steuerlichen Vorschriften planmäßig über fünf Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu ihren Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert zum Stichtag bilanziert. Die Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben könnten, wurden hierbei berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Verbindlichkeiten und das mezzanine Fremdkapital sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als mezzanines Fremdkapital werden langlaufende, nicht besicherte Darlehen (typisch stille Beteiligungen) bezeichnet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den aktuellen unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive latente Steuern ergeben sich ausschließlich aus in den nächsten fünf Jahren nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen. Hierbei wurden zur Bewertung die für das Geschäftsjahr 2017 beschlossene Übertragung des operativen Geschäfts auf die VR bike GmbH berücksichtigt. Die 21sportsgroup GmbH übernimmt ab diesem Zeitpunkt ausschließlich Holdingfunktion für die Gruppe. Passive Steuerlatenzen ergeben sich aus dem Ansatz selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, wirken sich jedoch steuerlich erst im Zeitraum nach der Übertragung aus, sodass ein Ansatz nicht erfolgt ist. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,35 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,53 % für die Gewerbesteuer). Es bestanden keine Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Geschäftsjahr wurden erstmalig Eigenleistungen i.H.v. TEUR 550 als Entwicklungskosten aktiviert und betreffen Software. Die Ausleihungen betreffen Darlehen an die VR bike GmbH sowie die Planet Sports GmbH (verbundene Unternehmen). Das Darlehen an die VR bike GmbH ist bis zum 31. Dezember 2018 tilgungsfrei, hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021 und wird mit 8 % p.a. verzinst. Das Darlehen an Planet Sports ist gem. Rangrücktritts- und Darlehensbelassungsvereinbarung vom 21.09.2015 i.V.m. der Rangrücktrittsvereinbarung vom 10.03.2015 nachrangig und erst rückzahlbar, sofern ein entsprechender Bilanzgewinn oder sonstiges freies Vermögen vorliegen. Das bestehende Darlehen an die VR Bike wurde im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 2.645 wertberichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen ve rbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegen die VR bike GmbH aus Dienstleistungen, Miete und Zinsforderungen sowie Forderungen gegen die Planet Sports GmbH aus Darlehen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Sicherheitsleistungen bei Lieferanten und Zahlungsdiensten i.H.v. TEUR 250 sowie debitorische Kreditoren i.H.v. TEUR 437. Eigenkapital Durch Kapitalerhöhungen hat sich das Gezeichnete Kapital um EUR 1.247,00 und die Kapitalrücklage um EUR 1.348.753,00 erhöht. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" i. H. v. TEUR 9.366 aus, und ist damit bilanziell überschuldet. Die Geschäftsführung geht aufgrund einer positiven Fortbestandsprognose jedoch davon aus, dass der Fortbestand der Gesellschaft gesichert ist und daher die Bilanzierung unter der Fortführungsannahme erfolgen kann. Hinsichtlich der Begründung der positiven Fortbestehensprognose weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt II.4. hin. Zum Bilanzstichtag beträgt der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, EUR 1.307.135,70. Dieser Betrag ergibt sich aus den aktivierten latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge i.H.v. EUR 802.454,00 sowie aus den aktivierten selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens i.H.v. EUR 504.681,70. Die Sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche, Tantiemen, Gewährleistungsansprüche, ausstehende Eingangsrechnungen, Retouren und Abschlusskosten gebildet. Im mezzaninen Fremdkapital sind Einlagen typisch stiller Gesellschafter enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nicht durch eigene Vermögensgegenstände besichert. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten abgesicherte Darlehen i.H.v. TEUR 2.382 für die alle derzeitigen und zukünftigen Vermögensgegenstände der 21sportsgroup GmbH als Sicherungsgut dienen. Das nachrangige Fremdkapital beträgt insgesamt TEUR 7.409. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Übersicht: Verbindlichkeitenspiegel - 21sportsgroup GmbH zum 31. Dezember 2015
Haftungsverhältnisse Gemäß Kaufvertrag über die Anteile an der Planet Sports GmbH vom 13.03.2015 ist die 21sportsgroup GmbH verpflichtet, bestimmte von der Verkäuferin gestellte Sicherheiten mit einem Gesamtvolumen von TEUR 2.293 abzulösen. Dies betrifft insbesondere im Auftrag der Verkäuferin von der Unicredit Bank AG ausgereichte Mietbürgschaften. Da die Ablösung nicht binnen der vertraglich festgelegten Frist zum 30.09.2015 erfolgte, ist ein Säumniszuschlag zu zahlen. Mittlerweile wurde mit der Verkäuferin und der beteiligten Bank eine einvernehmliche Regelung der Sache erreicht. Zum Abschlussstichtag hat die Gesellschaft eine entsprechende Rückstellung gebildet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen enthalten folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge mit Verlängerungsoption enden in 2020. Aufgrund vertraglicher Vereinbarungen mit Darlehensgebern ergeben sich bei Eintritt bestimmter Bedingungen in einem Zeitraum von 10 Jahren seit Abschluss der Vereinbarungen zusätzliche variable bzw. fixe Vergütungen. Da zum heutigen Zeitpunkt nicht eingeschätzt werden kann, ob diese Bedingungen eintreten und zudem die Höhe der eventuellen Zahlungsverpflichtungen zum heutigen Zeitpunkt nicht zuverlässig geschätzt werden kann, erfolgt kein Ausweis in der Bilanz. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Die 21sportsgroup GmbH hat am 31.12.2015 auf einen Teil ihrer Forderung gegen die Planet Sports GmbH i.H.v. nominal 2,3 Mio. EUR verzichtet. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungFür 2015 ist ein Jahresfehlbetrag von EUR 8.909.607,51 entstanden. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen und Erträge sind nicht angefallen. Ebenso keine Gewinne oder Verluste aus der Währungsumrechnung. Honorar des Abschlussprüfers Angaben zu dem Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind in dem Konzernabschluss der 21sportsgroup GmbH enthalten. Sonstige AngabenGeschäftsführung
Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Beiratsmitglieder Zum Bilanzstichtag sind die folgenden Personen als stimmberechtigte Mitglieder bestellt:
Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2015
Mannheim, den 11. November 2016 Geschäftsführung Dr. Henner Schwarz Michael Burk Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der 21sportsgroup GmbH (vormals: L&S Lauf- & Sport Shop GmbH), Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Saarbrücken, den 11. November 2016 PricewaterhouseCoopers
Frank Evers, Wirtschaftsprüfer ppa. Patrick Weber von Freital, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde am 15.12.2016 festgestellt. |
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21sportsgroup GmbH GmbH
Structured data
Parsed, typed and queryable directly through the API.
Overview
- Legal form
- GmbH
- Address
- 68775 Ketsch
- Commercial register
- HRB 709748, Mannheim
- Registration date
- May 6, 2010
- Industry
-
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz - Purpose
- Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Unternehmen jeglicher Art, insbesondere an Unternehmen, welche den Handel mit Sportartikeln und Sportartikel-Fashion aller Art sowie deren Entwicklung, Herstellung und Vertrieb zum Gegenstand haben, sowie die Erbringung von Management-, Consulting- und weiteren Dienstleistungen gegenüber Gruppengesellschaften und Dritten, auch gegen Entgelt, soweit die Erbringung der Dienstleistungen nicht der Erlaubnis bedarf.
Financials
Balance sheet
2016- Fixed Assets 50,9 % 16,23 Mio
- Current Assets 41,7 % 13,27 Mio
- Deferred Tax Assets 5,4 % 1,72 Mio
- Prepaid Expenses 2,0 % 644,7 k
- Net Loss Not Covered by Equity 0,0 % 0
- Liabilities 71,7 % 22,85 Mio
- Equity 17,9 % 5,69 Mio
- Mezzanines Fremdkapital 7,1 % 2,25 Mio
- Provisions 3,2 % 1,03 Mio
Balance sheet data available for 6 earlier fiscal years.
Profit & loss
2016- Revenue 34,6 % 30,10 Mio
- Material expenses 25,2 % 21,93 Mio
- Other operating expenses 12,8 % 11,13 Mio
- Personnel expenses 9,9 % 8,61 Mio
- Result after taxes 4,3 % −3,78 Mio
- Annual net profit/loss 4,3 % −3,78 Mio
- Other operating income 3,6 % 3,14 Mio
- Interest and similar expenses 1,4 % 1,21 Mio
- Income and profit taxes 1,0 % −913,7 k
- Other capitalized own work 1,0 % 907,5 k
- Income from other securities and loans in financial assets 1,0 % 837,6 k
- Depreciation 0,9 % 800,8 k
- Depreciation on financial assets and current asset securities 0,0 % 0
P&L data available for 2 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Haiko Stüting
since 2020 Managing Director
-
Johanna Leisch
since 2019 Procura
-
Oliver Garnier
since 2018 Procura
-
Saad Daoud
since 2020 Procura
-
Stefanie Oberacher
since 2019 Procura
Ownership & holdings
Shareholders
- Dacapo S.à.r.l. LUX 40.7 % 145k €
- Astra Holding GmbH DEU 15.1 % 54k €
- Cipio Partners Fund VI S.C.S., SICAR LUX 9.5 % 34k €
Ultimate beneficial owners (UBOs)
-
T***** M****
15.1 %
-
H***** H*****
5.3 %
Holds shares in
- PS Abwicklungs GmbH GmbH 100.0 %
- 21run GmbH GmbH 100.0 %
History
- 2020
-
08.06.
Insolvency proceedings opened21sportsgroup GmbH
-
09.03.
Provisional insolvency administration ordered21sportsgroup GmbH
-
10.01.
Member entrySaad Daoud · Procura
-
10.01.
Exit of positionP****** K***** · Managing Director
-
10.01.
Member entryHaiko Stüting · Managing Director
-
10.01.
Exit of positionS****** D** · Managing Director
-
10.01.
Exit of positionF**** Z****** · Procura
- 2019
-
06.11.
Change of bylaws21sportsgroup GmbH
Raw data & documents
Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.
Annual statements (full text)
Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.
- 2016 Jahresabschluss
- 2015 Jahresabschluss ↓
- 2014 Jahresabschluss
- 2013 Jahresabschluss
- 2012 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2015
Register documents
PDF documents straight from the court register — fetched on demand via the :code endpoint.
- Current extract (AD)
- Chronological extract (CD)
- Structured content (SI, XML)
- Shareholders list
- Articles of association
Website content
Structured markdown rendering of the company's public website — perfect for enrichment and AI pipelines.
- Website snapshot (auto-discovered) AI
Structured data and full text — per company
From annual statements as HTML to UBO lists: enable each field individually via the features parameter. One API, all data.
- Key figures Revenue, employee count, total assets, net income — per fiscal year.
- Authorized representatives Current and former managing directors, board members, signatories — with roles and date ranges.
- Publications Official commercial register publications including date and full text.
- Gesellschafter Current shareholder structure with stakes and contributions.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Ultimate beneficial owners as recorded in the German transparency register.
- Beteiligungen Stakes this company holds in other entities.
- Bilanz Full balance sheet line items from published annual statements.
- Gewinn- und Verlustrechnung P&L line items per fiscal year.
- Jahresabschlüsse (HTML) Published annual financial statements rendered as HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Notices from the official insolvency registers.
- News Recent mentions of the company from external news sources.
Plug into any stack
Whether you're building a classical API integration, an AI agent, or a no-code workflow — this data slots in.
Use this data in your app
Grab an API key and pull this structured commercial register data straight from your application — no scraping, no PDFs.
Keyboard shortcuts
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