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Atevia GmbH GmbHAktiengesellschaft

KarlsruheKarlsruhe, DEU ·HRB 748245 Mannheim
Part 1 / 2

Structured data

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Overview

Legal form
GmbH
Address
Amalienbadstraße 41
76227 Karlsruhe
Commercial register
HRB 748245, Mannheim
Registration date
June 30, 2023
Industry
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Purpose
Das Erbringen von Management-, Dienstleistungs- und Beratungsservices für Technologieunternehmen und Unternehmen, die ihrerseits an Technologieunternehmen beteiligt sind sowie mittelbar und unmittelbar die Verwaltung und Verwertung des eigenen Vermögens, insbesondere der Kauf und Verkauf von Immobilien. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Unternehmen zu gründen, zu veräußern, sie unter einheitlicher Leitung zusammenzufassen und Unternehmensverträge mit ihnen zu schließen.

Financials

Revenue 2015
487.000 €
Employees 2015
5
Total assets 2015
175,95 Mio. €
Net income 2015
2,12 Mio. €
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Balance sheet

2015
Assets 175,95 Mio
  • Fixed Assets 74,0 % 130,15 Mio
  • Current Assets 26,0 % 45,79 Mio
Liabilities and Equity 175,95 Mio
  • Equity 99,2 % 174,49 Mio
  • Provisions 0,5 % 903,0 k
  • Liabilities 0,3 % 555,0 k
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Balance sheet data available for 8 earlier fiscal years.

Profit & loss

2015
Income 137,40 Mio
  • Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 41,3 % 56,79 Mio
  • Balance sheet profit/loss 35,1 % 48,23 Mio
  • Ausschüttung 7,8 % 10,68 Mio
  • Other operating income 3,8 % 5,28 Mio
  • Other operating expenses 3,3 % 4,57 Mio
  • Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1,8 % 2,52 Mio
  • Income from other securities and loans in financial assets 1,8 % 2,50 Mio
  • Annual net profit/loss 1,5 % 2,12 Mio
  • Personnel expenses 1,0 % 1,38 Mio
  • Depreciation on financial assets and current asset securities 0,7 % 942,0 k
  • Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,5 % 682,0 k
  • Other interest and similar income 0,4 % 503,0 k
  • Revenue 0,4 % 487,0 k
  • Income and profit taxes 0,3 % 399,0 k
  • On intangible assets and property, plant, and equipment 0,1 % 143,0 k
  • Income from investments 0,1 % 135,0 k
  • Interest and similar expenses 0,0 % 21,0 k
  • Other taxes 0,0 % 2,0 k
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P&L data available for 9 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Heiko Schneefeld since 2024 Managing Director
  • Michael Greve since 2023 Managing Director
2 former representatives · viewable with an API key Get API key →

Ownership & holdings

Shareholders

Ultimate beneficial owners (UBOs)

No beneficial owners conclusively identified — 1 possible matches from the transparency register.

Holds shares in

1 more holdings · viewable with an API key Get API key →

History

  1. 2024
  2. 09.12.
    Exit of position
    Matthias Hornberger · Managing Director
  3. 09.12.
    Exit of position
    Frank Peter Schüler · Managing Director
  4. 22.11.
    Member entry
    Atevia Immobilien Objekte GmbH & Co. KG · Limited Partner
  5. 21.11.
    Member entry
    Atevia Immobilien Heinstein GmbH & Co. KG · Limited Partner
  6. 10.04.
    Member entry
    Heiko Schneefeld · Managing Director
  7. 2023
  8. 21.08.
    Change of company name
    Atevia GmbH
  9. 21.08.
    Change of purpose
    Das Erbringen von Management-, Dienstleistungs- und Beratungsservices für Technologieunternehmen und Unternehmen, die ihrerseits an Technologieunternehmen beteiligt sind sowie mittelbar und unmittelbar die Verwaltung und Verwertung des eigenen Vermögens, insbesondere der Kauf und Verkauf von Immobilien. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Unternehmen zu gründen, zu veräußern, sie unter einheitlicher Leitung zusammenzufassen und Unternehmensverträge mit ihnen zu schließen.
  10. 21.08.
    Register sheet closed
    Atevia GmbH
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Raw data & documents

Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.

Annual statements (full text)

Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.

  • 2015 Jahresabschluss
  • 2014 Jahresabschluss
  • 2013 Jahresabschluss
  • 2012 Jahresabschluss
  • 2012 Jahresabschluss
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Jahresabschluss 2014

Published November 19, 2015 · Source: Bundesanzeiger

Atevia AG

Karlsruhe

Einzelabschluss 2014

Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

Bilanz der Atevia AG, Karlsruhe, zum 31. Dezember 2014

Aktiva



Stand am
31.12.2014
Stand am
31.12.2013


TEUR TEUR
A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5 6
II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44 86
2. Technische Anlagen und Maschinen 1 4
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 320 420


365 509




III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.416 11.415
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 95.342 99.604


106.758 111.019
IV. Edelmetalle 19.310 19.310
B. Umlaufvermögen

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

1. Forderungen gegen verbundene 142 165
2. Unternehmen 20.358 11.796
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.396 1.802


21.896 13.763
II. Wertpapiere


Sonstige Wertpapiere 4.996 5.618
III Flüssige Mittel 30.712 30.420
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0 22


184.042 180.666


Passiva



Stand am
31.12.2014
Stand am
31.12.2013


TEUR TEUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 23.736 23.736

Bedingtes Kapital: TEUR 2.636 (i. V. TEUR 2.636)

II. Kapitalrücklage 102.518 102.518
III. Bilanzgewinn 56.792 53.825


183.046 180.079
B. Rückstellungen

1. Steuerrückstellungen 223 4
2. Sonstige Rückstellungen 417 370


640 374
C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegnüber Kreditinstituten 4 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 220 141
3. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 1 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 131 71


356 213


184.042 180.666


Gewinn- und Verlustrechnung der Atevia AG, Karlsruhe, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014



2014 2013


TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 574 611
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.498 4.562


4.072 5.173
3. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 1.340 1.271
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 58 55


1.398 1.326
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 169 175
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.283 2.470


-778 1.202
6. Erträge aus Beteiligungen 58 0
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 820 0
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.080 2.347
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 484 298
10. Abschreibungen auf Edelmetalle 0 5.186


4.442 -2.541
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.664 -1.339
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 696 76
13. Sonstige Steuern 2 2
14. Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) 2.966 -1.416
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 53.826 55.242
16. Bilanzgewinn 56.792 53.826


Anhang der Atevia AG, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr 2014

ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der Atevia AG, Karlsruhe, wird in TEUR nach den Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Das Gliederungsschema für die Bilanz nach § 266 Abs. 2 HGB sowie das Gliederungsschema für die Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 Abs. 2 HGB wurden gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB wie folgt ergänzt, da diese Inhalte nicht von einem vorgeschriebenen Posten gedeckt sind:

In der Bilanz wurde unter A.IV. ein Posten "Edelmetalle" hinzugefügt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde um einen Posten Nr. 7 "Erträge aus Gewinnabführungsverträgen" ergänzt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und über eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung oder dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzelnen Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Bei der Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen wird die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 wurden in den Jahren 2008 und 2009 im Rahmen des steuerlichen Sammelpostens aktiviert und linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Seit dem Jahr 2010 werden neu angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen EUR 150,00 und EUR 410,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Gesellschaft schreibt das Sachanlagevermögen wie folgt ab:

Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken: 10 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 3-5 Jahre
Übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3-10 Jahre


Die Finanzanlagen sind zu ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die Bilanzierung der Edelmetalle erfolgt zu ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet, wobei Risiken im Forderungsbestand angemessen berücksichtigt werden.

Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die flüssigen Mittel sind mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen beinhalten alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Im Geschäftsjahr 2014 waren keine wesentlichen Zugänge oder Abgänge zu verzeichnen.

Sachanlagen

Die Zugänge 2014 resultieren im Wesentlichen aus Zugängen zur Betriebs und Geschäftsausstattung.

Finanzanlagen

Der direkte Anteilsbesitz der Atevia AG stellt sich wie folgt dar:



Eigenkapital zum 31.12.2014 Jahresergebnis 2014
Gesellschaft, Sitz Anteil in % (in TEUR) (in TEUR)
705 WestGmbH, Karlsruhe 100 -139 -7
Atevia Immobilien Management GmbH, Karlsruhe 100 38 -1
Atevia Immobilien Stein GmbH, Karlsruhe 94,8 1.026 210 *
Atevia Immobilien Tela GmbH, Karlsruhe 94,8 1.555 650 *
Atevia Immobilien Objekte GmbH & Co. KG, Karlsruhe 94,8 1.482 80
Atevia Immobilien Heinstein GmbH & Co. KG, Karlsruhe 94,8 1 0


* Vor Ergebnisabführung.


Die Wertpapiere des Anlagevermögens bestehen aus Aktien, Investmentfonds, Anleihen und Zertifikate. Im Geschäftsjahr erfolgten auf diese Wertpapiere, wie im Vorjahr, keine Zuschreibungen.

Für einen Teil der Aktien, Investmentfonds und Anleihen mit einem Buchwert von TEUR 27.137 (Vorjahr: TEUR 57.810) ergibt sich zum Bilanzstichtag ein beizulegender Wert von TEUR 25.700 (Vorjahr: TEUR 56.021) und damit ein nicht realisierter Verlust aus nur vorübergehender Wertminderung in Höhe von TEUR 1.437 (Vorjahr: TEUR 1.789). Es handelt sich um temporäre Marktschwankungen, die sich voraussichtlich im Jahresverlauf oder aber durch Endfälligkeit der unterliegenden Papiere zum Nennwert ausgleichen werden.

Unter der Position Edelmetalle werden die Goldbestände ausgewiesen. Im Vorjahr wurden auf Edelmetalle außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 5.186 vorgenommen. Im Geschäftsjahr erfolgten weder Zuschreibungen noch weitere außerplanmäßige Abschreibungen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr: TEUR 165) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 20.358 (Vorjahr: TEUR 11.796) haben in Höhe von TEUR 11.012 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.

Die in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.396 (Vorjahr: TEUR 1.802) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (Ertragsteuern) in Höhe von TEUR 772 (Vorjahr: TEUR 944) sowie abgegrenzte Zinsansprüche, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen, in Höhe von TEUR 556 (Vorjahr: TEUR 712).

3. Sonstige Wertpapiere

Bei den sonstigen Wertpapieren in Höhe von TEUR 4.996 (Vorjahr: TEUR 5.618) handelt es sich im Geschäftsjahr um eine Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit von vier Monaten.

4. Flüssige Mittel

Der Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe von TEUR 30.712 (Vorjahr: TEUR 30.420) beinhaltet im Wesentlichen Tages- und Termingeldanlagen in Höhe von TEUR 19.328 (Vorjahr: TEUR 23.295).

5. Eigenkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2014 TEUR 23.736 (Vorjahr: TEUR 23.736) und ist eingeteilt in 23.735.569 (Vorjahr: 23.735.569) auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennbetrag.

Am 11. Januar 2000 wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu EUR 3.000.000 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 neuen Stammaktien bedingt zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten und wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Optionsrechten von ihrem Recht Gebrauch machen (Bedingtes Kapital I). Das bedingte Kapital I beträgt zum 31. Dezember 2014 unverändert nominal EUR 2.636.381.

Aufgrund der im Geschäftsjahr 2007 durchgeführten Einbeziehung eigener Anteile und der damit verbundenen Reduzierung des Grundkapitals wurde das bedingte Kapital durch Anpassungsbeschluss des Aufsichtsrats und Eintragung ins Handelsregister am 4. Oktober 2007 auf nominal EUR 2.769.978 reduziert. Aus dem bedingten Kapital I wurden im Geschäftsjahr 2008 insgesamt 133.597 Bezugsaktien ausgegeben. Das Grundkapital hat sich damit um EUR 133.597 erhöht. Dementsprechend hat sich das bedingte Kapital I zum 31. Dezember 2008 auf nominal EUR 2.636.381,00 vermindert. In den Geschäftsjahren 2009 bis 2014 erfolgte keine Inanspruchnahme des bedingten Kapitals. Das bedingte Kapital I beträgt somit zum 31. Dezember 2014 unverändert nominal EUR 2.636.381.

In den Geschäftsjahren 2008 bis 2014 wurden keine Optionsrechte zum Bezug von Aktien ausgegeben.

Das Grundkapital beträgt zum dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 EUR 23.735.569.

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:


in TEUR
Bilanzgewinn am 31.12.2013 /Gewinnvortrag 53.825
Jahresüberschuss 2014 2.967
Bilanzgewinn am 31.12.2014 56.792


6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 417 (Vorjahr: TEUR 370) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für die Durchführung der Hauptversammlung und Erstellung des Geschäftsberichts (TEUR 100), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Gebühren der Vermögensverwaltungen (TEUR 90), Rückstellungen für Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 78), Rückstellungen für Boni (TEUR 55), Personalrückstellungen (TEUR 34) sowie eine Rückstellung in Höhe der zu erwartenden Kosten für die Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen (TEUR 28).

7. Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten die aufgrund der am 25. Juni 2014 abgeschlossenen Gewinnabführungsverträge zu leistenden Ausgleichszahlungen an Minderheitsgesellschafter in Höhe von insgesamt TEUR 39. Im Übrigen sind in den sonstigen Verbindlichkeiten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 62) enthalten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie bereits im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

8. Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2014 wurden Umsatzerlöse von TEUR 574 (Vorjahr: TEUR 611) aus der Erbringung von Dienstleistungen realisiert, davon TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 52) mit Tochtergesellschaften.

9. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten sonstige betriebliche Erträge enthält im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren des Anlagevermögens (TEUR 3.028).

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind des Weiteren periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 16 sowie nicht realisierte Kursgewinne in Höhe von TEUR 19 ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten nicht realisierte Kursverluste in Höhe von TEUR 1.

Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthält im Wesentlichen Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren des Anlagevermögens (TEUR 1.583).

10. Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen in voller Höhe Erträge von verbundenen Unternehmen.

11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Aus der Anlage der vorhandenen Liquidität in Renten- und Geldmarktpapieren sowie Festgeldern und gewährten Darlehen wurden im Geschäftsjahr Zinserträge in Höhe von TEUR 484 (Vorjahr: TEUR 298) realisiert, davon TEUR 385 (Vorjahr: TEUR 182) aus verbundenen Unternehmen.

12. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen in Höhe von TEUR 359 Steuernachzahlungen für Vorjahre und in Höhe von TEUR 336 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

SONSTIGE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Die jährlichen Zahlungsverpflichtungen (TEUR 183) aus Miet- und Leasingverträgen sowie sonstigen betrieblichen Dienstleistungsverträgen bestehen in folgender Höhe und Fälligkeit:


Jahresbetrag Fälligkeit

TEUR (Jahr)
Mietverträge 152 Mietdauer 5 Jahre mit Verlängerungsoption um 3 Jahre
Ausgleichszahlung aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge 39 jährliche Verpflichtung (bis 2018)
Leasingverträge 29 jährliche Verpflichtung (bis 2015 bzw. 2017)
Mietverträge Geräte 2 jährliche Verpflichtung (bis 2015 bzw. 2017)


2. Konzernabschluss

Die Gesellschaft stellt freiwillig einen Konzernabschluss nach handelsrechtlichen Vorschriften analog § 290 ff. HGB auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

3. Muttergesellschaft

Als Muttergesellschaft i.S.v. § 285 Nr. 14 HGB gilt die CINETIC Gesellschaft zur Entwicklung und Vertrieb von Medientechnik mbH, Karlsruhe, (kurz: CINETIC) eingetragen im Handelsregister Mannheim unter Nummer HRB 104667.

4. Beschäftigte

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Atevia AG fünf (Vorjahr: fünf) Mitarbeiter.

5. Organmitglieder

Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr an:

Michael Greve (Vorstandsvorsitzender)
Weitere Mandate: Geschäftsführer der CINETIC Gesellschaft zur Entwicklung und Vertrieb von Medientechnik mbH, Karlsruhe

Geschäftsführer der MIRA Vermögensverwaltungs-und Beteiligungsgesellschaft mbH, Karlsruhe

Geschäftsführer der Atevia Immobilien Management GmbH, Karlsruhe

Geschäftsführer der forever foundation gGmbH, Chemnitz
Matthias Hornberger (Vorstand Finanzen)
Weitere Mandate: Geschäftsführer der 705 West GmbH, Karlsruhe

Geschäftsführer der Kizoo Technology Capital GmbH, Karlsruhe

Geschäftsführer der Atevia Immobilien Management GmbH , Karlsruhe

Geschäftsführer der Atevia Immobilien Stein GmbH, Karlsruhe

Geschäftsführer der Atevia Immobilien Tela GmbH, Karlsruhe
Frank Schüler (Vorstand Immobilien, Marketing & Produktmanagement)
Weitere Mandate: Geschäftsführer der 705 West GmbH, Karlsruhe

Geschäftsführer der Kizoo Technology Capital GmbH, Karlsruhe

Geschäftsführer der Atevia Immobilien Management GmbH, Karlsruhe

Geschäftsführer der Atevia Immobilien Stein GmbH, Karlsruhe

Geschäftsführer der Atevia Immobilien Tela GmbH, Karlsruhe


Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr an:

Hansjörg Reiter, Karlsruhe
Steuerberater
Aufsichtsratsvorsitzender
Weitere Mandate: Geschäftsführer der Steuerberatungsgesellschaft Hansjörg Reiter GmbH, Karlsruhe
Matthias Ehrlich, München
Wirtschaftsingenieur
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Weitere Mandate: 2014) Aufsichtsrat bei der Camao AG, München (Seit 1. April Aufsichtsrat bei der S&T AG, Linz/Österreich)

Geschäftsführer der Ehrlich Strategies GmbH, München
Felix Greve, Karlsruhe
Diplom-Ingenieur
Weitere Mandate: keine


6. Ergebnisverwendung

Die Substanz des Unternehmens ist unverändert stark und die Aktionäre haben ein Anrecht, an dieser Substanz angemessen zu partizipieren, soweit diese für die zukünftige Entwicklung nicht benötigt wird. Die Ausschüttung einer Dividende obliegt der Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat.

Karlsruhe, den 30. März 2015

Atevia AG

Michael Greve Matthias Hornberger Frank Schüler
Vorstandsvorsitzender Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands


Entwicklung des Anlagevermögens der Atevia AG, Karlsruhe, im Geschäftsjahr 2014


Anschaffungs-/Herstellungskosten

Kumulierte Abschreibungen

Stand am
1.1.2014
Zugänge Abgänge Stand am
31.12.14
Stand am
1.1.2014
Zugänge

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 12 0 0 12 6 1
II. Sachanlagen





1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 445 3 0 448 359 45
2. Technische Anlagen und Maschinen 30 0 13 17 26 3
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 712 21 42 692 292 121

1.187 24 55 1.156 677 169
III. Finanzanlagen





1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.743 1 0 11.744 328 0
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 107.449 69.421 73.683 103.187 7.845 0

119.192 69.422 73.683 114.931 8.173 0
IV. Edelmetalle 25.165 0 0 25.165 5.855 0

145.556 69.446 73.738 141.264 14.712 169




Kumulierte Abschreibungen Buchwerte

Abgänge Stand am
31.12.14
Stand am
31.12.14
Stand am
31.12.13

TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 7 5 6
II. Sachanlagen



1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 404 44 86
2. Technische Anlagen und Maschinen 13 16 1 4
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41 372 320 420

54 792 365 509
III. Finanzanlagen



1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 328 11.416 11.415
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 7.845 95.342 99.604

0 8.173 106.758 111.019
IV. Edelmetalle 0 5.855 19.310 19.310

54 14.827 126.438 130.844



Lagebericht der Atevia AG, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr 2014

1. Grundlagen der AG

Geschäftsmodell, Strategie und Ziele der AG

Unternehmensgegenstand der Atevia AG ist das Erbringen von Management-, Dienstleistungs- und Beratungsservices für Technologieunternehmen und Unternehmen, die ihrerseits an Technologieunternehmen beteiligt sind sowie mittelbar und unmittelbar die Verwaltung und Verwertung des eigenen Vermögens. Einen besonderen Schwerpunkt bilden dabei die von Tochtergesellschaften abgewickelte Erwerbe sowie die Vermietung von Immobilien. Der jetzige Satzungszweck wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 3. Mai 2012 festgelegt und wird seitdem konsequent umgesetzt. Das Geschäft wird aus dem Hauptsitz Karlsruhe und im Wesentlichen aus der Atevia AG als Obergesellschaft der Gruppe heraus betrieben.

Die seit 2012 betriebene strategische Neuausrichtung wurde in 2014 weiter konsequent umgesetzt. Zu Beginn des Jahres 2014 hielten Tochtergesellschaften der AG bereits drei dem Zielprofil exakt entsprechende Immobilien in Ingolstadt, München und Ludwigsburg. Im Jahr 2014 wurden am Markt weiter geeignete Objekte für Immobilieninvestments gesucht und mit Hilfe professioneller Berater bewertet. Das Immobilienportfolio wurde 2014 um ein weiteres Objekt in Augsburg ergänzt. Strategisch liegt der Fokus unverändert auf dem Erwerb und der langfristigen Bewirtschaftung von Immobilien mit maximaler Wertbeständigkeit hinsichtlich Region, Lage und Objekt selbst.

Bereits seit 2009 betreibt die Atevia AG im Segment "Services" Dienstleistungs- und Managementgeschäfte für Dritte. Dies umfasst sowohl Full-Service-Angebote für Büronutzung und diesbezügliche Dienstleistungen als auch die Zurverfügungstellung von Personal für Management und Entwicklungsleistungen. Neben langfristig angelegten Kundenverträgen mit ortsansässigen Produktunternehmen wird hier über einen Management- und Dienstleistungsvertrag für ein Venture-Capital-Unternehmen auch ein Portfolio an jungen, wachstumsorientierten Unternehmen betreut. Durch das Servicegeschäft werden das Wissen und die Erfahrungen im Venture Capital-Geschäft, in der Forschung und Entwicklung sowie im Produktmanagement kontinuierlich monetarisiert. Das Ziel im Bereich der Services ist die optimierte Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen sowie die Ausweitung von Erfahrung und Know-how in zukunftsträchtigen Arbeitsgebieten.

Komplementär zu den Tätigkeiten in den operativen Bereichen hat die AG für die verfügbaren, freien Mittel eine aktive, mit Hilfe von externen Beratern professionalisierte Vermögensverwaltung implementiert. Hierzu zählt die kurzfristige Anlage der Mittel genauso wie die Anlage in beständige Werte wie Gold aber auch festverzinsliche Wertpapiere längerer Laufzeiten. Ein substantieller Anteil der verfügbaren Mittel, etwas mehr als die Hälfte des verfügbaren Vermögens, wird über mehrere Verwaltungsmandate gestreut von Dritten im Wege der Direktanlage investiert. Ziel der AG in der Vermögensverwaltung ist die Sicherung der Substanz bei moderater Verzinsung des eingesetzten Kapitals.

2. Wirtschaftsbericht

A) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2014 war neben Ausbruch diverser übergreifender und lokaler Krisen von geldpolitischen Entscheidungen und einem massiven Auseinanderdriften der großen Volkswirtschaften in der Welt geprägt. Auf der politischen Seite prägten die Eskalation des Ukraine-Konflikts, der Krieg im Irak und Syrien, das Schottland-Referendum und die Midterm Elections in den USA die Schlagzeilen. Der Titelgewinn Deutschlands bei der Fußball-WM spielte für die Finanzmärkte eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger für deren Entwicklung waren die Entscheidungen der Zentralbanken, insbesondere der EZB (negative Einlagezinsen, TLTRO, Ankündigung Rückkaufprogramm ABS/Covered Bonds) und der US Federal Reserve Bank. Während sich die EZB mit allen Mitteln gegen das schwache Wachstum in Europa und deflationäre Tendenzen stemmt, bereitet sich die starke US-Wirtschaft mit dem Ende der expansiven Geldpolitik auf steigende Zinsen vor. Auch in Japan (Ausweitung der Geldbasis) und China (Leitzinssenkung) wirkt man geldpolitisch dem schwachen Wirtschaftswachstum entgegen.

Das weltweite Wirtschaftswachstum hat sich mit Ausnahme der USA unterjährig abgeschwächt, die Wachstumsdynamik in Europa blieb hinter den Erwartungen zurück. US-Notenbankpolitik und wachsende konjunkturelle Dynamik in den USA haben den US Dollar begünstigt und für eine klare Outperformance gegenüber allen anderen Hauptwährungen (EUR/USD - 12,2%) gesorgt. Gleichlaufend gestaltete sich die Entwicklung an den Aktienmärkten (S&P 500 +11,4% ggü. DAX +2,7%). Die Euro-Rentenmärkte profitierten kursseitig von geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen der EZB, schwacher wirtschaftlicher Entwicklung und rekordniedrigen Inflationsraten. Auch die festverzinslichen Werte aus den USA und dort insbesondere die Unternehmens- und Hochzinsanleihen zeigten stark positive Kursentwicklungen. Bemerkenswert war auch der beschleunigte und unerwartete Verfall des Ölpreises, der sich binnen Jahresfrist auf 56,9 USD/Barrel fast halbierte. Der Goldpreis in USD war nahezu stabil. In EUR wirkte sich die Aufwertung des USD positiv aus, so dass auf Jahressicht eine Preissteigerung von 8,4% zu verzeichnen war.

Zusammengefasst entwickelten sich die für die Atevia AG besonders relevanten europäischen und amerikanischen Aktien- und Rentenmärkte bei unterjähriger Volatilität sehr positiv, was sich wertsteigernd auf die in Finanzanlagen investierten Mittel auswirkte. Trotz stark auseinanderdriftender Entwicklungen in den starken Wirtschaftszonen der Welt, sollten die gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten auch für 2015 positive Effekte haben. Auswirkungen neu oder wieder ausbrechender weltpolitischer Krisenherde bleiben schwer abzuschätzen, haben aber in jüngster Vergangenheit die mit Geld gefluteten Finanzmärkte nicht von ständig neuen Kursrekorden abgehalten. Für kapitalstarke und anlagesuchende Unternehmen wie Atevia, die nicht das gesamte Kapital in Aktienmärkte investieren wollen, bleibt allerdings das außerordentlich niedrige allgemeine Zinsniveau eine Herausforderung. Aktuell ist es aufgrund der Geldpolitik der Zentralbanken praktisch unmöglich, mit risikoarmen Finanzanlagen Rendite zu erzielen. Dank der aktuell überaus kleinen, monatsweise sogar negativen Inflationsrate, kann dessen ungeachtet auch für die liquide gehaltenen Mittel der reale Kapitalerhalt gesichert werden.

Für die Geschäftstätigkeit der Atevia AG sind neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland die Entwicklung des nationalen Immobilienmarktes, insbesondere des Teilmarktes für Büroimmobilien im süddeutschen Raum relevant. Konjunkturelle oder wettbewerbsbezogene Entwicklungen in den Stammmärkten der Dienstleistungskunden sind aufgrund der langlaufenden und streng aufwandsbezogen abgerechneten Geschäftsbeziehungen von sehr untergeordneter Bedeutung.

Direkte Auswirkungen von Marktbewegungen zeigen sich im Immobilienbereich. Die Atevia AG erwirbt über Tochtergesellschaften bevorzugt renovierte und vermietete Altbauimmobilien in Innenstadtlagen und ist insofern unmittelbar von der anhaltend hohen Nachfrage im Segment für überwiegend als Büro- und Geschäftshäuser genutzte Objekte betroffen. Die nun seit Jahren extrem niedrigen Zinsen, gepaart mit soliden wirtschaftlichen Rahmendaten wirken für den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt wie ein Katalysator. Das Investoreninteresse an deutschen Gewerbeimmobilien in 2014 zeigt sich im überproportional ausgeweiteten Investitionsvolumen auf EUR 39,8 Mrd. Das entspricht einer Steigerung von rund 27% gegenüber dem bereits sehr starken Vorjahr.

Vor dem Hintergrund des sich nochmals verschärften Nachfrageüberhangs im Core-Segment wichen Käufer von Gewerbeimmobilien zunehmend in B-Märkte bzw. B-Lagen aus. Bürorenditen für B-Objekte in B-Lagen gingen dabei noch stärker als im Spitzensegment um 40 Basispunkte auf 6,2% zurück, was den steigenden Wettbewerb auch im Non-Core Bereich beim Ankauf wiederspiegelt.

Ausländische Investoren sorgten für mehr als die Hälfte des Transaktionsvolumens, wobei vor allem Asiaten ihren Marktanteil steigerten. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen und in diesem Jahr zu einem Umsatz von mehr als 40 Mrd. Euro führen. Zugleich bedeutet dies, dass der Nachfrageüberhang nicht nur bestehen bleibt, sondern noch höher ausfällt. Dadurch erhöht sich der Druck auf die Renditen weiter, aufgrund der höheren Risikobereitschaft der Investoren vor allem in Non-Core Segment.

Aus Käufersicht bleibt es somit bei einem herausfordernden Umfeld für Atevia für den Erwerb passender Objekte zu akzeptablen Renditen. Aus Eigentümersicht verlief das Jahr 2014 an den großen Bürovermietungsmärkten sehr positiv und war gekennzeichnet durch solide Nachfrage, knappes Flächenangebot und daher leicht steigende Mieten.

Eine Herausforderung in allen Anlageklassen bleibt das historisch niedrige Niveau der Zinsen, gerade in den gesuchten kurzfristigen und risikoarmen Finanzanlagen. Renditen oberhalb der Inflationsrate sind nur unter Inkaufnahme von Markt, Wert- und Kursrisiken zu erzielen. Diese Strategie, bewusst breit gestreute, adäquat honorierte Risiken einzugehen, hat die AG auch in 2014 erfolgreich umgesetzt.

B) Geschäftsverlauf

Die Atevia AG kann für das vergangene Geschäftsjahr ein durchweg positives Fazit ziehen.

Mit der in der Umsetzung befindlichen Immobilienstrategie streut die Atevia AG die Anlagerisiken auf vollkommen unterschiedliche Assetklassen. Ziel ist die breite Risikodiversifikation und damit stärkere Unabhängigkeit von gesamtwirtschaftlichen Bewegungen und unvorhergesehener Volatilität an den Finanzmärkten. Die Auswahl der Immobilien ist nicht auf kurzfristigen Wertgewinn, sondern auf langfristigen Substanzerhalt und regelmäßige Einkünfte aus Mieten ausgelegt. Die gewerblich geprägten Mieterstrukturen und die hohe Objektqualität an allen Standorten erlauben ganz überwiegend langlaufende, indexierte Mietverträge mit bonitätsmäßig guten Partnern. Es werden geringstmögliche Projektentwicklungsrisiken eingegangen. Die AG verzeichnete im Immobilienbereich direkte Umsätze aus der Bereitstellung von Dienstleistungen für die Immobilientochtergesellschaften (2014: 52 TEUR, Vorjahr: 52). Bei den Services waren Rückgänge bei den sonstigen Dienstleistungen zu verzeichnen, die nur zum Teil durch einen neuen, langfristigen Kunden kompensiert werden konnten. Insgesamt blieb das Dienstleistungsgeschäft wie im Vorjahr leicht unter den geplanten Umsatz- und Ergebnisbeiträgen.

Die Verwaltung des sonstigen Vermögens verlief dank sehr gut laufender Finanzmärkte und der effizienten Unterstützung der externen Vermögensverwalter außerordentlich gut. Die ursprünglich über mehrere Vermögensverwaltungsverträge breit diversifiziert angelegten EUR 90 Mio. haben einen guten Ergebnisbeitrag für die AG geliefert und sind zwischenzeitlich auf bilanzierte Werte von rund EUR 94 Mio. in den Finanzanlagen und EUR 4 Mio. in den liquiden Mitteln angewachsen.

Die AG hatte im Zuge der Finanzkrise und der damit verbundenen Erschütterung des Anlegervertrauens die Grundsatzentscheidung getroffen, etwa 10% des damals liquiden Vermögens in physisches Gold zu investieren, nicht als Spekulationsobjekt, sondern als Sicherheitsgold. Damit sollte langfristig ein Puffer und eine Versicherung gegen elementare Erschütterungen in den Märkten aufgebaut werden, entsprechend dem Vermögensverwaltungsfokus auf mittel- und langfristiger Wertsicherung und Vermögensmehrung, nicht auf Erzielung kurzfristiger Einnahmen.

Der Preis für Gold setzte seine volatile Entwicklung in 2014 fort, verlor aber nur zum Jahresende -in Dollar gerechnet -ganz leicht an Wert. Das Kursniveau in EUR lag, getrieben durch die erhebliche Aufwertung des Dollars gegenüber der europäischen Währung, zum Jahresultimo geringfügig unter dem Buchwert der gehalten Goldposition. Anfang 2015 stieg der Wert des Edelmetalls aufgrund der beschleunigten Abwertung des EUR deutlich sowohl über den Jahresendkurs als auch über den Buchwert. Eine Wertanpassung der Finanzanlageposition war insgesamt in keine Richtung geboten. Die Gesellschaft wird die Strategie des Sicherheitsgoldes dessen ungeachtet beibehalten, da sich an der grundsätzlichen Einschätzung der Notwendigkeit einer solchen Absicherung nichts verändert hat.

C) Lage

ca) Ertragslage

Operativ verlief das Geschäftsjahr 2014 etwas schwächer als geplant. Die Kosten- und Ertragsziele konnten wie angestrebt erreicht werden. Die Umsatzerlöse waren geprägt durch eine etwas schwächere Auslastung der für Dritte angebotenen Services. Insgesamt fiel der Umsatz der AG von TEUR 611 auf TEUR 574, ein Rückgang von 6 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz der Serviceleistungen für Dritte sank leicht um 6,6 % von TEUR 559 auf TEUR 522. Die Einnahmen aus dem Dienstleistungsgeschäft brachten damit wiederum einen maßgeblichen Beitrag zur Kostendeckung der AG. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist insgesamt neben dem Dienstleistungsgeschäft vom Finanzergebnis geprägt.

Die erfolgreiche Bewirtschaftung des Finanzvermögens bildet sich zum Teil in den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 3.498, Vorjahr: TEUR 4.562) ab. Diese wurden wieder ganz überwiegend durch Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen (TEUR 3.028, Vorjahr: TEUR 4.342) geprägt. Die Personalkosten betrugen TEUR 1.398 und sind damit gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.326) geringfügig gestiegen.

Die Abschreibungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verringerten sich um TEUR 6 auf TEUR 169.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit haben sich um TEUR 813 von TEUR 2.470 auf TEUR 3.283 erhöht. Die Steigerung wurde maßgeblich ausgelöst durch in der AG angefallene Beratungskosten für Immobilienerwerbe in den Tochtergesellschaften (TEUR 104; Vorjahr: TEUR 47) sowie Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen und Kosten für Sicherungsgeschäfte (Derivate) und Verluste aus Währungsumrechnung (insgesamt TEUR 1.929; Vorjahr: TEUR 1.260). Einen kleinen Anteil an der Steigerung haben auch im Rahmen der Anlage des Finanzvermögens angefallene Gebühren Dritter in Höhe von TEUR 395 (Vorjahr: TEUR 351).

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR -2.541 auf TEUR 4.442, somit also um TEUR 6.982 verbessert. Erstmals sind hier die Erträge aus Beteiligungen (Atevia Immobilien Objekte GmbH & Co.) mit TEUR 58 und die Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen (Atevia Immobilien Stein GmbH und Atevia Immobilien Tela GmbH) mit TEUR 820 enthalten. Zudem konnten die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzvermögens (TEUR 3.080, Vorjahr: TEUR 2.347) um TEUR 733 verbessert werden. Aufgrund der zum Immobilienerwerb erhöhten Gesellschafterdarlehen an Tochtergesellschaften erhöhten sich die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge deutlich auf TEUR 484 (Vorjahr: TEUR 298). Im Vorjahr beeinflusste die außerplanmäßige Abschreibung auf die als Finanzanlagen gehaltenen physischen Goldbestände in Höhe von TEUR 5.186 das Finanzergebnis maßgebend.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank gegenüber dem Wert des Vorjahres um TEUR 1.986 und erreichte TEUR -609. Hier schlug sich die gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.287 geringere Realisierung stiller Reserven im Finanzanlagevermögen (verrechnet mit Verlusten netto TEUR 1.444, Vorjahr: TEUR 3.193) deutlich nieder. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der AG belief sich im Berichtszeitraum auf EUR 2,85 Mio. (Vorjahr: EUR -1,34 Mio.). Außerordentliche Erträge fielen wie in 2013 nicht an.

Unter Berücksichtigung von gewerbesteuerlichen und körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen betragen die Steuern vom Einkommen und Ertrag der AG im Geschäftsjahr TEUR 696 (Vorjahr: TEUR 76). Der Jahresüberschuss betrug somit EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: Fehlbetrag von EUR 1,4 Mio.). Die Geschäftsplanung wurde damit gut erreicht.

Unsere wesentlichen Ergebnisquellen stellen sich wie folgt dar:

Entwicklung der Geschäftsbereiches Immobilien und der Vermögensverwaltung

Der Geschäftsbereich Immobilien befindet sich weiter Im Aufbau. Strukturen und Prozesse mussten geschaffen werden, was einmalige Kosten in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 47) auslöste. Dagegen stehen Umsätze von TEUR 52, die für Intercompany-Leistungen in Rechnung gestellt wurden.

Für eine Betrachtung des Ergebnisses der Vermögensverwaltung sind sowohl die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzlagevermögens (2014: 3.080, Vorjahr: TEUR 2.347), die Zinsen und ähnlichen Erträge (2014: 484, Vorjahr: TEUR 298), aber auch die Erträge und Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen bzw. Derivaten (2014: TEUR 3.267 bzw. TEUR - 1.750; Vorjahr: TEUR 4.370 bzw. - TEUR 1.222) zusammenzufassen. Unter Berücksichtigung der zuzuordnenden Kosten aus Vermögensverwaltung in Höhe von TEUR 395 (Vorjahr: TEUR 351) zeigt das Segment ein Ergebnis von TEUR 4.686 (Vorjahr: TEUR 5.442).

Zur Optimierung der Steuerposition wurden 2014 mit Zustimmung der Hauptversammlung umfassende Ergebnisabführungsverträge sowohl mit der Atevia Immobilien Stein GmbH (AIS, Immobilie Ingolstadt) als auch mit der Atevia Immobilien Tela GmbH (AIT, Immobilie München) geschlossen und implementiert. Da beide Gesellschaften einen 5,2%igen Minderheitsgesellschafter haben, ist nunmehr gesetzlich vorgegeben, dass die AG eine jährliche, vertragliche Ausgleichszahlung an diesen zu leisten hat. Diese wurde für AIT mit TEUR 30 pro Jahr und die AIS mit TEUR 9,4 pro Jahr vereinbart und wurden für 2014 erstmals gezahlt. Die hierfür fälligen Steuern auf Einkommen und Ertrag wurden auf Ebene der AIT (TEUR 6) und der AIS (TEUR 2) geleistet.

Entwicklung des Geschäftsbereiches Services

In diesem Geschäftsbereich "Services" sind die Management-, Dienstleistungs- und Beratungsservices für Dritte zusammengefasst. Diese umfassen die Bereitstellung von Services und Dienstleistungen im allumfassenden Bürobetrieb sowie das Management eines bestehenden Beteiligungsportfolios einschließlich Prüfung neuer Beteiligungen. Die operativen Aktivitäten werden mit einem kleinen Team mit bestehenden Ressourcen der Atevia AG dargestellt. Die Ressourcen werden flexibel zugeordnet, genutzt und kunden- bzw. projektbezogen abgerechnet. Hier wurden in 2014 Umsätze von TEUR 522 (Vorjahr: TEUR 559) erzielt. Das Ziel der Nutzung der vorhandenen Ressourcen sowie die Mehrung der Erfahrung und Know-how in zukunftsträchtigen Arbeitsfeldern konnte unverändert realisiert werden.

cb) Vermögens- und Finanzlage

Die nachfolgenden Tabellen stellen in verdichteter Form die wesentlichen Bilanzposten im Vorjahresvergleich dar:


31.12.14 31.12.13

EUR Mio. EUR Mio.
Anlagevermögen 126,4 130,9
Umlaufvermögen 57,6 49,8
Summe Aktiva 184,0 180,7
Eigenkapital 183,0 180,1
Rückstellungen 0,6 0,4
Verbindlichkeiten 0,4 0,2
Summe Passiva 184,0 180,7


Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um EUR 3,3 Mio. erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem erzielten Jahresüberschuss sowie leicht erhöhten Rückstellungen.

Der Bestand an flüssigen Mitteln, Festgeldanlagen und Wertpapieren der Atevia AG betrug insgesamt zum Bilanzstichtag EUR 131,0 Mio. (Vorjahr: EUR 135,6 Mio.). Das entspricht ca. 71 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 75 %). Unter Einrechnung der langfristig gehaltenen Edelmetalle und Anteile an verbundenen Unternehmen sind es ca. 88 % (Vorjahr: 82%). Aus den verfügbaren Mitteln sind EUR 30,7 Mio. kurzfristig frei disponierbar. Damit können alle Verpflichtungen der AG vollständig und ohne weiteres abgedeckt werden.

Im Rahme der Diversifikation der Asset-Klassen hat die AG bereits in 2011 mit dem Kauf von physischem Gold begonnen. Per 31. Dezember 2013 hatte dieses einen Buchwert von insgesamt EUR 19,3 Mio. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 lag der Marktkurs geringfügig unter den Buchwerten. Bis zur Erstellung der Bilanz erholte sich der Marktwert in EUR/kg deutlich. Wir gehen davon aus, dass der aktuelle Buchwert nachhaltig ist und haben die Goldbestände auf dem Bewertungsstand vom 31. Dezember 2013 belassen.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 233). Bei planmäßigen Abschreibungen von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 175) reduzierte sich das Sachanlagevermögen (einschl. immaterieller Vermögenswerte) entsprechend. Im laufenden Geschäftsjahr 2015 stehen derzeit keine die planmäßigen Abschreibungen deutlich übersteigenden Investitionen an.

Das Eigenkapital der Atevia AG betrug zum Bilanzstichtag 2014 insgesamt EUR 183,0 Mio. (Vorjahr: EUR 180,1 Mio.) oder 99 % der Bilanzsumme. Die Veränderung des bilanziellen Eigenkapitals resultiert aus dem ausgewiesenen Periodenergebnis von EUR 3,0 Mio.

Die finanzielle Situation der Atevia AG ist als äußerst solide und zukunftssicher zu bezeichnen.

cc) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Ökonomische Leistungskriterien sind Maßstab unseres unternehmerischen Handelns und Erfolgs. Dabei priorisieren wir Nachhaltigkeit und langfristigen Unternehmenserfolg gegenüber kurzfristigem Profit. Wir sind unverändert darauf ausgerichtet, im Sinne eines unternehmerischen Handelns, heute Investitionen zur Erreichung der strategischen Ziele von morgen zu tätigen, aber auch langfristige Wertsicherung gegenüber kurzfristigen Renditen vorzuziehen.

Unseren nachhaltigen unternehmerischen Erfolg messen wir anhand klassischer finanzwirtschaftlicher Kennzahlen, insbesondere dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und dem operativen Cash Flow, sowohl auf AG als auch auf Geschäftsbereichsebene. In der aktuellen Aufbauphase neuer Geschäftsfelder sind diese Messzahlen absolut und im Vorjahresvergleich von limitiertem Aussagewert. Einzelmetriken wie Auslastungsquote im Dienstleistungsbereich, Volatilität der Vermögensverwaltung oder Leerstandsquote der Immobilien sind gute Leitindikatoren für die einzelnen Bereiche. Neben den operativen Kennzahlen sind Substanzkennziffern wie Eigenkapitalquote und die Liquidität ersten Grades für die Steuerung des Unternehmens ausschlaggebend.

Auf den Bereich Immobilien bezogen sind für die Akquisition realistische Bruttoanfangsrenditen, ausgedrückt als Multiplikator auf die Jahresnettomiete des Objektes und für die laufende Bewirtschaftung der Return on Equity (RoE = Rendite auf das eingesetzte Kapital) ausschlaggebende Kenngrößen. Bei den Multiplikatoren streben wir eine Bandbreite von 15- bis 20-fach an. Beim RoE sind 4 bis 6 % p.a. realistisch, zu deren Erreichung wir auch Leverage durch Fremdkapital dosiert einsetzen. Dabei versuchen wir bankübliche Risikoaufschläge bei den Fremdkapitalzinsen durch ausreichend hohe Eigenkapitalquoten zu minimieren. Im Rahmen des Immobilienportfoliomanagements sind wir dabei, ein Kennzahlensystem für Vermietung und Bewirtschaftung (z.B. Vermietungsquote, Durchschnittsmiete), Investition/Finanzierung (Rendite, Fremdkapitalquote u.ä.) sowie Bewertung (Liegenschaftszins, Kapitalverzinsung) zu implementieren.

Daneben spielt die absolute und relative Wertentwicklung unserer Investments, gemessen an den objektiven Marktwerten, eine wichtige Rolle. Auch hier streben wir Renditen im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Im Bereich der Finanzinvestments wird die Wertentwicklung auf monatlicher oder quartalsmäßiger Basis gemessen, auch unter Berücksichtigung von Aktienquoten, Investmentstilen und den adressierten Märkten. Risikokennzahlen wie Volatilität, Value at Risk und Maximaler Draw Down je Periode kommen bei den Vermögensverwaltungsmandaten als zusätzliche Steuerungsgrößen ebenfalls zum Einsatz. Wir bewerten grundsätzlich nach dem Gesamterfolg des Investments. Das Erreichen von hohen Anteilen laufender Erträge durch Zinsen und Dividenden sind für uns von untergeordneter Bedeutung.

Im Rahmen der Fokussierung und Neuordnung unseres Geschäfts haben wir unsere betrieblichen Abläufe und Prozesse auf den Prüfstand gestellt und auf Effizienz und Qualität ausgerichtet. Die Fach- und Methodenkompetenz unserer langjährigen Mitarbeiter steht außer Frage und manifestiert sich in schlanken verlässlichen Strukturen. Die Mitarbeiter müssen im Rahmen der veränderten Anforderungen sehr flexibel auf unterschiedliche Herausforderungen reagieren und beweisen dies auch unter hohen Belastungen. Im Gegenzug fördern und fordern wir ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Entscheidungskompetenz bei unseren Mitarbeitern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stand der Aufbau von Immobilien-Know-how und zusätzlicher, übergreifend nutzbarer Ressourcen im Vordergrund.

Insgesamt beschäftigte die Atevia AG zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres fünf Mitarbeiter (Vorjahr: fünf Mitarbeiter).

Das Vergütungssystem der Atevia AG sieht neben der Zahlung von Fixgehältern in sehr eingeschränktem Umfang auch variable Gehaltsbestandteile vor, die von der Erreichung individuell vereinbarter Erfolgsziele abhängig sind. Darüber hinaus sind die Mitarbeiter der Atevia AG und ihrer mehrheitlichen Tochterunternehmen in ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in Form eines Aktienoptionsplans eingebunden. Seit 2007 wurden keine neuen Aktienoptionen mehr ausgegeben.

cd) Gesamtaussage

Die AG konnte in 2014 seine strategisch gesetzten Meilensteine weitgehend erreichen. Die strategische Neuausrichtung hin zu einem diversifizierten Geschäftsmodell, bestehend aus Dienstleistungen sowie Vermögensverwaltung mittels Finanzanlagen und Immobilien, konnte planmäßig weitergeführt, insbesondere im Bereich der Immobilien aber noch nicht abgeschlossen werden. Durch das konsequent auf Wertstabilität gerichtete restriktive Erwerbsprofil wird eine langsame Allokation von Mitteln im Immobiliensektor bewusst in Kauf genommen, zu dem der Erwerb der ausgesuchten Objekte zu angemessenen Konditionen erfolgen soll. Die sich verschärfenden Marktbedingungen insbesondere im Immobiliensektor haben die Investition von Mitteln zu angemessenen Konditionen erschwert und insgesamt deutlich verlangsamt. Dies führte zum Jahresende zu hohen Beständen an kurzfristig angelegten gering verzinsten Finanzmitteln, für die auch im laufenden Jahr angemessene Anlagen gesucht werden sollen.

Die in mehreren Schritten durchgeführte Verlagerung von liquiden Mitteln in die professionell verwaltete, breit diversifizierte Vermögensanlage hat sich bewährt. Nicht nur wurden die laufenden Erträge aus Finanzanlagevermögen deutlich gestärkt, auch der Finanzsaldo aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen gestaltete sich außerordentlich positiv. Zusätzlich konnten stille Reserven gelegt werden. Die Marktpreise des langfristig gehaltenen Sicherheitsgoldes haben sich deutlich stabilisiert und haben sich im laufenden Jahr sogar erfreulich positiv entwickelt. Insgesamt fühlen wir uns auch in diesem Teil unserer Diversifikationsstrategie bestätigt. Mit dem Gesamtjahr sind wir sehr zufrieden, da die Assetklassen die erwartete Rendite generierten und die intendierte Risikodiversifikation gegriffen hat. Die ausgegebenen Kosten- und Umsatzziele für das Gesamtjahr 2014 wurden erreicht. Insgesamt bewegte sich die AG in 2014 ergebnisseitig im geplanten Zielkorridor und befindet sich auf einem guten Pfad, die gesetzten Meilensteine auch zukünftig zu erreichen.

Die wirtschaftliche Lage der AG kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

3. Nachtragsbericht

Am 1. Februar 2015 hat die Atevia AG über die gleiche vorgeschaltete Objektgesellschaft, die auch beim Kauf der Immobilien in Ludwigsburg und Augsburg aktiv war, eine weitere Immobilie in zentraler Lage in Stuttgart dinglich und wirtschaftlich übernommen, die alle maßgeblichen Portfoliokriterien erfüllt. Der Kaufvertrag war noch im Dezember 2014 geschlossen worden. Das Geschäft hat ein Gesamtvolumen von EUR 8,9 Mio. Wiederum kam hierbei zur Renditeverbesserung und Risikodiversifikation eine 50%ige Fremdfinanzierung zum Tragen. Sonstige Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.

4. Prognosebericht

Die Umstellung der Geschäftsausrichtung ist weit fortgeschritten. In Zukunft wird der Ausbau der Geschäftsbereiche Immobilien und Services sowie die Verwaltung des eigenen Vermögens im Detail vorangetrieben, ohne die grundsätzliche Richtung zu verändern. Die erfolgreich umgesetzte diversifizierte, risikogestreute und trotzdem renditetragende Anlage an den Finanzmärkten soll kontinuierlich fortgesetzt und nur in Nuancen den weiteren Erfahrungen und veränderten Marktgegebenheiten angepasst werden. Die marktbedingte, auch länger anhaltende Volatilität der Erträge nimmt die AG dabei bewusst in Kauf, solange die Substanz langfristig gesichert ist. Das zu den Finanzanlagen komplementäre Immobiliengeschäft hat aufgrund des kompetitiven Umfelds sein Zielvolumen noch nicht erreicht. Die Investitionen in diesem Bereich werden planmäßig fortgeführt.

Damit sollen die Substanz gestärkt, von Finanzmärkten möglichst unabhängige wirtschaftliche Erträge erzielt und so insgesamt die Profitabilität der AG gesichert werden. Der Bestand an liquiden Mittel gibt genügend Freiraum, strategisch zu entscheiden und gegebenenfalls schnell zu handeln. Der Vorstand wird seine Strategie fortlaufend weiterentwickeln und Schwerpunkte der Investitionstätigkeit bestimmen.

Die gesellschaftsrechtliche Situation ist geordnet. Die Entscheidung, Aktivitäten wie das Investment in Immobilien in Tochtergesellschaften auszulagern, führt zu zusätzlicher, aber überschaubarer Komplexität. Zur Optimierung der Strukturen wurden mit zwei profitablen Immobilien-GmbHs Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen und implementiert. Aus Effizienzgründen wurden in jüngster Vergangenheit mehrere Immobilien in eine einzige Tochtergesellschaft erworben. Diese teilweise Zusammenfassung soll auch in Zukunft fortgeführt werden. In keinem Fall sollen mehr als drei Immobilien in einer Tochtergesellschaft verwaltet werden. Gegebenenfalls werden weitere Personengesellschaften gegründet. Weitere strukturelle Maßnahmen sind nicht geplant. Die Sollstärke auf der Personalseite ist gegeben. Die zusätzlichen Aktivitäten im Bereich der Immobilien werden bei Unterstützung durch qualifizierte Teilzeitkräfte mit bestehenden Ressourcen abgebildet. Etwaiger zusätzlicher Bedarf wird durch professionelle externe Berater abgedeckt. Die Kostenbasis der AG wird sich in Abhängigkeit von der Entstehung externer Einmalkosten weitgehend stabil entwickeln. Hinzu kommen die angemessenen Kosten auf Ebene der Immobiliengesellschaften in Abhängigkeit von den gehaltenen und erworbenen Objekten.

Ausbau des Geschäftsbereichs "Immobilien"

Den begonnenen Aufbau des Portfolios im Bereich Immobilien wird die AG im Rahmen der Marktgegebenheiten fortsetzen. Die Selektionskriterien sind klar definiert: Bestandsimmobilien in Kernlagen süddeutscher Mittel- und Oberzentren, Altbau, wenn möglich mit gemischter oder reiner Wohnnutzung, voll oder ganz weitgehend saniert.

Die aktuelle Markterfahrung zeigt allerdings, dass die rein gewerbliche Nutzung bei den für uns attraktiven Objekten deutlich überwiegt basierend auf einer besseren Wirtschaftlichkeit gewerblicher Mieter mit indexierten Verträgen und höherem Mietzins. Die Mieterstruktur sollte dennoch diversifiziert sein und die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge hoch. Die Größenordnung der Einzelinvestments wird typischerweise zwischen EUR 4 bis 15 Mio. liegen, abgeleitet aus den Objekt- und Lagekriterien. Die Atevia AG ist bereit, markt- und risikoadäquate Kaufpreise zu zahlen. Liebhaberpreise oder auf Verkaufsgewinne abgestellte Aufschläge werden nicht akzeptiert.

Entsprechend sollte der Multiplikator auf die Nettojahresmiete den Faktor 20 keinesfalls übersteigen. Die Strategie ist auf langfristigen Besitz und profitable Bewirtschaftung ausgerichtet. Das Gesamtvolumen der Investments ist vorerst nicht begrenzt. Die Gesellschaft geht allerdings davon aus, dass das Gesamteigenkapitalinvestment der AG und der Tochtergesellschaften (ohne Bankverbindlichkeiten) bis Ende des Jahres 2015 nicht mehr als EUR 40 Mio. betragen wird, vor allem, weil aus Rendite- und Risikodiversifikationsgründen die teilweise Fremdfinanzierung neuer Objekte grundsätzlich angestrebt wurde. Umsätze und Kosten werden in dem Maße in größeren Schritten ansteigen, wie neue Objekte erworben werden.

Parallel wird die Atevia AG das Dienstleistungsgeschäft fortsetzen, verbunden mit dem Ziel, bestehende Ressourcen optimal zu nutzen und Erfahrungen in neuen Arbeitsgebieten zu sammeln. Die Managementdienstleistungen für Dritte werden langfristig leicht sinken. Wegfallende Umsätze durch geringere Leistungsabrufe einzelner Kunden bei den Büro- und sonstigen Services werden voraussichtlich nicht durch andere Kundenbeziehungen aufgefangen werden können. Die Kosten sollten sich 2015 bei leicht fallenden Umsätzen weitgehend stabil entwickeln. Das Dienstleistungsgeschäft wird profitabel bleiben und einen Deckungsbeitrag für die Strukturkosten der Atevia AG leisten.

Finanzinvestitionen

Der verbliebene Bestand an frei verfügbaren liquiden Mittel wird bis zur Entscheidung über deren langfristige Verwendung unverändert geldmarktnah und risikoarm angelegt werden. Die Vermögensverwaltungsmandate haben ein plangemäßes Volumen erreicht und sollen vorerst nicht weiter aufgestockt werden. Jedoch werden die erwirtschafteten Erträge ebendort wieder angelegt. Ziel bleibt insgesamt das risikodiversifizierte Investment in verschiedenen Asset-Klassen mit Renditen über der Inflationsrate. Zusammen mit unseren Beratern gehen wir guten Mutes ins Jahr 2015. Die Aussichten für die Aktienmärkte sind aufgrund der geldpolitischen Weichenstellungen hervorragend. Die wirtschaftlichen und politischen Bedrohungsszenarien sind jedoch weiter gegeben.

Aufgrund unseres großen Finanzvermögens bleiben wir gegenüber Finanzmarktkrisen exponiert. Mit hoher Volatilität und temporären Rückschlägen mit Auswirkungen auf die Ertragslage ist immer zu rechnen. Die risikolose Anlage des gesamten Vermögens zu Nullzinsen nahe der Inflationsrate ist jedoch keine tragfähige Alternative. Separat zu betrachten ist die Anlage in physischem Gold, unsere Sicherheitsposition für extreme Marktsituationen. Zwar war das vergangene Jahr stabil, jedoch kann es jederzeit zu signifikanten Marktbewegungen kommen, die zu Buchverlusten führen können. Das langfristige Konzept des Sicherheitsgoldes, diese Position unabhängig von sonstigen Anlageüberlegungen zu halten, bleibt davon unangetastet.

Geschäftsplanung

Die operative Kostenbasis für den Betrieb der Atevia AG, den Servicebereich und die Steuerung des Immobilienbereichs (Akquisition und Controlling) wird sich 2015 annualisiert auf dem erreichten Niveau 2014 weitgehend stabil entwickeln. Die Umsätze aus den Dienstleistungen werden leicht sinken. Aus heutiger Sicht werden sich die Kosten auf Ebene der AG für das Gesamtjahr bei maximal EUR 2,5 Mio. bewegen. Die aktuell sehr komfortable Liquidität 1. Grades wird sich in Abhängigkeit weiterer Immobilieninvestitionen abschwächen.

Der Vorstand geht davon aus, dass das Jahresergebnis 2015 auf der Grundlage der aktuellen Vermögens- und Finanzstruktur wieder im niedrigen einstelligen Millionenbereich liegen wird. Dies berücksichtigt nicht möglicherweise notwendige Bewertungsanpassungen in den Finanzanlagen.

Unsere Fähigkeit, auch zukünftig unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen, steht außer Frage.

5. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementziele, -grundsätze und -methoden

Das systematische Management von Risiken gehört zu den Grundpfeilern unserer Geschäftspolitik und sichert Bestand und Wachstum unseres Unternehmens. Einzelrisiken wie Kurs- und Zinsrisiken werden separat betrachtet. Ansonsten verfolgen wir einen Portfolioansatz. Das Risikomanagement gewährleistet eine Identifikation und Kontrolle von Risiken. Der bewusste Umgang mit Risiken ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen geschäftlichen Erfolg, denn ohne Eingehen von Risiken ist unternehmerisches Handeln nicht denkbar.

Durch das hohe Gewicht des freien Vermögens im Vergleich zu operativ gebundenen Mitteln hat sich der Risikofokus in den letzten Jahren zuletzt deutlich auf Finanzmarkt- und Anlagerisiken verlagert. Durch die strategische Entscheidung für Immobilieninvestitionen treten wir diesem Trend entgegen, haben nun aber zunehmend Markt- und Objektrisiken aus Immobilieninvestitionen zu adressieren. Risiken aus Kapitalmarktorientierung haben durch den Wegfall der Börsennotierung am regulierten Markt deutlich abgenommen, wobei die AG eine Vielzahl der bewährten Prozesse, z.B. bei der Durchführung der Hauptversammlung oder in den Investor Relations beibehalten hat.

Aktuell werden im Rahmen des Risikomanagements insbesondere die folgenden Einzelrisiken intensiv verfolgt:

Chancen und Risiken im Bereich der Anlage von finanziellen Mitteln

Die Atevia AG verfügt trotz der teilweisen Auskehrung von Kapitalmitteln im Wege der Dividendenzahlung und Aktienrückkäufe über erhebliche liquide Mittel. Aus diesen Eigenmitteln wurden in den letzten vier Jahren insgesamt rund EUR 145 Mio. mit längerfristiger Perspektive angelegt. Bereits in 2011 hat sie AG mit dem Kauf von physischem Gold begonnen, welches etwa 10% des Vermögens der AG ausmacht. Die Atevia AG erachtet das Investment in physisches Gold als langfristige, komplementäre Anlage ohne jeden spekulativen Hintergrund. Wie in 2013 durch die Marktentwicklung bewiesen, ist das Verlustrisiko auf kurze Frist betrachtet hoch, insbesondere aufgrund spekulativer Kräfte im Markt. Diese kurzfristigen Marktbewegungen sind im Lichte des Gesamtvermögens und der unterliegenden Strategie zu würdigen. Etwaige zwischenzeitliche Wertverluste des Goldes implizieren auf der anderen Seite höhere Stabilität der Finanzmärkte und entsprechend höhere Wertbeständigkeit bei den Finanzanlagen.

Das durchaus substantielle Risiko für die Goldposition hieraus nimmt die AG in Kauf. In EUR gerechnet lag der Marktpreis für Gold Ende 2014 deutlich unter den gezahlten Einstandskursen, aber etwa auf dem Niveau der Buchwert. Die Tendenz war seit Ende 2014 aufwärts gerichtet, die alten Niveaus sind jedoch noch nicht wieder erreicht und die Aussichten unsicher. Weitere außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht notwendig. Die Markteilnehmer sind unverändert uneins über die weitere Marktpreisentwicklung. Sie ist abhängig von den weltweiten wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen, der möglichen EUR/Dollar-Parität, den Zinsen für langlaufende Staatsanleihen und zu einem großen Teil auch von spekulativen Aktivitäten großer Marktteilnehmer. Wieder eintretende Kursverluste und daraus resultierende außerplanmäßige Abschreibungen können entsprechend nicht ausgeschlossen werden.

Bei der Vergabe der drei Vermögensverwaltungsmandate im Nachgang zur Entspannung der Eurokrise im Spätsommer 2012 wurden ebenfalls verschiedene Risikobegrenzungsmechanismen implementiert. Die Vermögensverwalter wurden in einem strukturierten Auswahlprozess ausgesucht und insbesondere deren Fähigkeit zur diversifizierten, parametergesteuerten Finanzanlage überprüft. Die Mandate basieren auf klaren Absprachen bezüglich Risikofaktoren und zugelassenen Anlageklassen. Regelmäßiges Reporting und Anlageausschusssitzungen ergänzen die Risikosteuerung. Die zusammengefassten Kennzahlen werden monatlich in den Gremien zirkuliert. Die bisherigen Erfahrungen sind positiv und Änderungen vorerst nicht vorgesehen.

Die diversifizierte Anlage der Mittel bietet neben den Risiken die Chance, mit überschaubaren und breit gestreuten Risiken an einer positiven Entwicklung der Finanzmärkte teilzunehmen.

Die verbliebenen freien, kurzfristig angelegten Finanzmittel von ca. EUR 31 Mio. sind geldmarktnah, d. h. mit Laufzeiten bis zu sechs Monaten, angelegt. Zinsänderungsrisiken wurden damit weitgehend ausgeschlossen. Dem institutsbezogenen Counterparty-Risiko wurde durch Limitierung des Anlagebetrages je Bank auf maximal EUR 10 Mio. Rechnung getragen. Diese Mittel stehen für weitere Investitionsentscheidungen im Immobilienbereich, Ausweitungen der aktiven Vermögensverwaltungen oder Ausschüttungen an Aktionäre zu Verfügung.

Chancen und Risiken im Bereich der Immobilien

Die mit den Immobilen verbundenen Risiken lassen sich in die drei Kategorien Rendite-, Preis- und operative Risiken einteilen:

Renditerisiken entstehen, wenn für das Objekt realisierbare Einnahmen und Ausgaben nicht in einem angemessenen Verhältnis stehen.

Dies wird durch die zwingenden Auswahlkriterien und die Due Diligence adressiert. Im Investitionsfokus der Atevia AG liegen keine Entwicklungsobjekte, die einhergehend mit hohen Projektrisiken erst noch in eine vermietungsfähige Situation entwickelt werden müssen, sondern weitgehend durch sanierte Gebäude mit einem hohen Vermietungsstand und geringen Leerständen. Im Laufe der Zeit ist natürlich immer wieder mit Kündigungen und Leerständen zu rechnen. Die Neuvermietung gehört zu den operativen Aufgaben und wird mit Hilfe von Maklern durchgeführt. Der Schwerpunkt auf den Erwerb von Altbauten in guten und sehr guten Lagen ist bewusst gewählt unter dem Aspekt der Wertstabilität. Das unterliegt der Annahme, dass Altbauten weniger einer Mode unterworfen sind wie moderne Bauten, die naturgemäß den Zeitgeist der kommenden Jahre nicht vorwegnehmen können.

Bei der Objektauswahl spielt zudem die Struktur und Bonität der Mieter, die Wiedervermietbarkeit bei zurückgegebenen Flächen, die Restlaufzeiten insbesondere bei gewerblichen Mietverträgen und die Indexierung in den Mietverträgen eine Rolle, um einen stabilen Mietertragsstrom zu erhalten.

Hinsichtlich der Zielstädte sind für uns Städte mit hoher wirtschaftlicher Stärke und Dynamik interessant, die auf eine langfristige Nachfrage von wirtschaftlich gesunden Mietern schließen lassen. Beim Neuerwerb werden Objekte in einer ausführlichen Due Diligence auf Herz und Nieren geprüft, auf deren Ergebnissen dann die Anlageentscheidungen getroffen werden. Dabei bedienen wir uns externer Experten, wie Immobilienberatern, Architekten und Gutachtern bei der technischen Due Diligence oder spezialisierten Steuerberatern und Anwälten für die steuerliche und rechtliche Due Diligence. Bei der Bestimmung des Kaufpreises werden zudem Marktdaten durch Analysten von Immobilienmärkten zu Rate gezogen.

Preisrisiken entstehen, wenn kalkulatorisch hohe Wiederverkaufspreise die Rentabilität einer Investition gewährleisten müssen. Trotz eines engen Angebotsmarkts der gesuchten Zielobjekte investiert die Atevia AG im Zweifel eher nicht, wenn die Mindest-Renditeziele mit einem Objekt mit den laufenden Zahlungsströmen und über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren nicht erreicht werden können. Höhere Wiederverkaufspreise spielen bei der Betrachtung keine Rolle. Die Immobilien werden nicht als Spekulationsobjekte oder Objekte, mit dem Ziel einen kurzfristigen Verkaufserlös zu generieren, erworben, sondern als wertbeständige Garanten einer soliden nachhaltigen Mietrendite.

Operative Risiken bestehen bei jeder Vermietung und Verpachtung und werden mit regionaler Distanz und Komplexität der Organisation größer. Durch den Einsatz von professionellen Hausverwaltungen mit lokaler Kompetenz wird sichergestellt, dass einerseits Umweltschutz- und Energiesparauflagen fristgerecht umgesetzt werden, aber auch rechtzeitig Reparatur-, Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten durchgeführt werden, um Schäden am Gebäude vorzubeugen. Die Überwachung von Zahlungseingängen und die korrekte Verwaltung der Nebenkosten erfolgt ebenfalls durch die professionellen Dienstleister. Die Buchhaltung wird getrennt gehalten. Controlling, Steuerung und Freigabe größerer Zahlungen und wichtiger Verträge erfolgen aus der Obergesellschaft. Alle erforderlichen Versicherungen für die Immobilien wurden abgeschlossen.

Durch den Abschluss der Ergebnisabführungsverträge mit der AIT und der AIT, Genehmigung durch die Hauptversammlung der AG vom 4. August 2014 und anschließender Eintragung der Verträge ins Handelsregister wurden die beiden Gesellschaften in den Organkreis der Atevia AG aufgenommen. Die AG und das dort gehaltene Vermögen haften damit für etwaige Verluste in den GmbHs. Da beide GmbHs derzeit profitabel sind und neben Gesellschafterdarlehen keine Fremdfinanzierung haben, ist das entstehende Risiko sehr überschaubar. Zu beachten ist allerdings, dass der jeweils 5,2 % Minderheitsgesellschafter künftig unabhängig von der Gewinnsituation der GmbHs gesetzlich verpflichtend und vertraglich vereinbart Ausgleichszahlungen in Höhe von insgesamt TEUR 29,4 erhält. Diesem Risiko stehen deutlich höhere steuerliche Vorteile aus den Ergebnisabführungsverträgen gegenüber.

Neben den beschriebenen Risiken bietet die Anlage in Immobilien die Chance, an der prognostizierten guten Entwicklung des Immobilienmarktes in Deutschland zu partizipieren und mit den Objekten kontinuierliche, langfristig prognostizierbare Ergebnisse zu generieren.

Rechtsstreitigkeiten und steuerliche Risiken

Die ordentliche Betriebsprüfung ist für die Jahre 2003 bis 2007 der AG abgeschlossen und rechtswirksam. Durch Fristablauf wurden per 31. Dezember 2013 auch die Abschlüsse für das Jahr 2008 abgeschlossen und rechtswirksam. Für künftige Betriebsprüfungen kann naturgemäß nicht ausgeschlossen werden, dass Feststellungen im Rahmen der Betriebsprüfungen zu Steuernachzahlungen für vergangene Veranlagungszeiträume führen. Derzeit liegen keine konkreten Anhaltspunkte für solche Nachzahlungen vor, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AG haben könnten. Gleichwohl kann dies grundsätzlich nicht vollständig ausgeschlossen werden. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten bestehen derzeit nicht.

Gesamtaussage

Wirtschaftliche Tätigkeit ist untrennbar mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Die Atevia AG ist insbesondere der volatilen Entwicklung der Finanzmärkte sowie -in weit geringerem Maße -der Entwicklung des Gewerbeimmobilienmarktes ausgesetzt. Durch die substantiellen, diversifizierten Vermögensallokationen der letzten Jahre haben wir die Risiken deutlich breiter gestreut. Neben dieser klassischen Risikoverteilung, bemühen wir uns im Immobilienbereich bewusst um komplementäre Risiken bei auskömmlichen Renditeaussichten. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Atevia AG legt ihre Mittel fast vollständig in originären Finanzinstrumenten an und nutzt direkt keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Marktpreis-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken. Auch im Rahmen der vereinbarten Vermögensverwaltungsmandate wurde grundsätzlich das Direktinvestment als Einzel- oder Fondsanlage als Regelanlage festgelegt. Es sind keine Investmentvehikel zwischengeschaltet. Spekulation mit Derivativen ist nicht zulässig. Die beauftragten Institute haben in den Grenzen der Anlagerichtlinien die Möglichkeit, Finanztermingeschäfte zur Abdeckung von Marktrisiken (Hedge) und Renditeoptimierung einzusetzen. Zum Jahresende 2014 bestanden bei zwei der drei Vermögensverwalter keine Verpflichtungen aus Finanzderivaten. Beim dritten Verwalter belief sich das Volumen auf unter TEUR 165. Es handelt sich um die Absicherung von Währungsrisiken innerhalb eines gekauften Investmentfonds. Der Umfang der eingegangen Risiken wird monatlich anhand der eingegangenen Reports überprüft, mit dem Verwalter diskutiert und gesteuert.

Zu den in der AG bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Edelmetalle, Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

Die AG verfügt über einen solventen Kundenstamm sowie über solvente Mieter. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden, soweit sie nicht aus den Mietverhältnissen der in 2012 bis 2014 erworbenen Objekte stammen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die in 2013 und 2014 hinzugekommenen und üblich besicherten Bankverbindlichkeiten werden planmäßig bedient.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der AG ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die AG eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jede Transaktion ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Zahlungsflüsse vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minderung von Ausfallsrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitoren-Management. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden bzw. Mieter.

7. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG

Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Benachteiligende Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des beherrschenden Unternehmens oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens wurden nicht getroffen oder unterlassen. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.


Karlsruhe, den 30. März 2015

Atevia AG

Michael Greve Matthias Hornberger Frank Schüler
Vorstandsvorsitzender Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Atevia AG, Karlsruhe:

Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Atevia AG, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Stuttgart, 2. April 2015
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Christian Fuchs Dr. Christoph Eppinger
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer


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