badenova AG & Co. KGFreiburg im BreisgauJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Unternehmensstruktur und Beteiligungen Die badenova AG & Co. KG (nachfolgend: badenova) erbringt als Muttergesellschaft des badenova Konzerns wesentliche Zentralfunktionen in den Bereichen Finanzen und Controlling, Unternehmenskommunikation sowie im Personal- und Informationsmanagement für die Unternehmen der badenova Gruppe. Ergänzt wird das operative Leistungsportfolio durch Dienstleistungen für Beteiligungsunternehmen außerhalb des Konzerns. Über ihre Tochtergesellschaften und Beteiligungen ist die badenova unmittelbar und mittelbar in den Infrastrukturbereichen Strom- und Erdgasnetzbetrieb, Wassergewinnung und -versorgung, Nah- und Fernwärme, erneuerbarer Energieerzeugung sowie dem Vertrieb von Energie und energienahen Dienstleistungen und Anbietern von innovativen und ökologischen Dienstleistungen rund um die Themen Energie, Klima und Umwelt beteiligt. Ebenso gehören IT- und Telekommunikationsdienstleistungen zum Produktportfolio der badenova Gruppe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Teilbetrieb Energievertrieb in die badenova Energie GmbH ausgegliedert. Außerdem wurde die badenovaERNEUERBARE GmbH gegründet, in die künftig die Aktivitäten der erneuerbaren Energieerzeugung gebündelt werden. Mit dieser Strukturanpassung werden nun die Geschäftseinheiten Netze & Wasser, Markt & Energiedienstleistungen, Wärme und Erneuerbare Energieerzeugung in vollkonsolidierten Tochtergesellschaften geführt. Außerdem beteiligte sich die badenova mit 25,1 Prozent an der e.pilot GmbH, Köln sowie mit jeweils 25,1 Prozent an den regionalen Energieversorgungsunternehmen Gemeindewerke Sinzheim GmbH & Co. KG und Energieversorgung Titisee-Neustadt GmbH. Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben sind die Grundsätze von Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung sowie Wasser- und Klimaschutz wichtige Leitplanken für die badenova Gruppe. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Als Energie- und Umweltdienstleister, der insbesondere in Mittel- und Südbaden seine Produkte und Leistungen anbietet, bestimmen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der trinationalen Metropolregion Oberrhein und Hochrhein im Dreiländereck Frankreich, Schweiz und Deutschland die entscheidenden Marktparameter und Impulse für die Entwicklung der badenova. Infrastrukturell ist die Region mit einem hochentwickelten Straßen-, Autobahn- und Schienennetz und dem Rhein als eine der großen internationalen Wasserstraßen ausgestattet. Zahlreiche internationale Konzerne haben sich ebenso wie eine Vielzahl mittelständischer Unternehmen in dieser Region niedergelassen. Das badenova Marktgebiet ist gekennzeichnet von einem breiten Spektrum an Gewerbeansiedlungen, einer Vielzahl von Industriestandorten und hochentwickelten Dienstleistungsbranchen (Handel, Banken und Versicherungen). Mit „BioValley“ vertritt die Region am Oberrhein ein weltweit bekanntes Cluster im Bereich der Life-Sciences. Für das Jahr 2023 erwartet das Tübinger Institut für angewandte Wirtschaftsforschung (nachfolgend: IAW) einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Baden-Württemberg um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das erste Halbjahr 2024 wird von einer konjunkturellen Stabilisierung ausgegangen, wobei es allerdings weiter an gesamtwirtschaftlicher Dynamik mangelt. 2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1 Allgemein Die Ergebnisentwicklung der badenova wird nach der Ausgliederung des Teilbetriebs Energievertrieb im Wesentlichen bestimmt durch die Ergebnisabführungen der Konzern-Tochtergesellschaften und den Erträgen aus den übrigen Beteiligungen. Die sich im Vorjahr noch im operativen Ergebnis der badenova niedergeschlagenen Erlöse und Aufwendungen aus Energiebeschaffung und -handel sowie Energievertrieb, werden ab dem Geschäftsjahr 2023 über den mit der badenova Energie GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrag im Finanzergebnis berücksichtigt. Um die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr herzustellen, wurde für wesentliche Posten der um ausgliederungsrelevante Sachverhalte bereinigte Vorjahresbetrag ermittelt. Die Ergebnisentwicklung der Konzerntöchter wurde vor allem durch ein dynamisches Marktgeschehen in der Energiebeschaffung sowie konjunktur- und witterungsbedingte Absatzrückgänge bestimmt. Gleichzeitig hat der Wettbewerbsdruck durch Energiediscounter im Vertriebsgeschäft deutlich zugenommen. In den Infrastrukturbereichen liegen die Arbeitsschwerpunkte in der Umsetzung der Energie- und Wärmewende. Das Ergebnisziel für das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem Jahresüberschuss von 58,0 EUR (Vj. 61,3 Mio. EUR) übertroffen werden. 2.2.2 Ergebnisentwicklung der Konzerntöchter Die badenova Energie GmbH (nachfolgend: bnEnergie) konnte im ersten Jahr nach der Ausgliederung des Teilbetriebs Vertrieb aus der badenova AG & Co. KG trotz eines dynamischen Marktgeschehens und der anhaltenden Krisen die wirtschaftlichen Ziele für 2023 übertreffen. Das Ergebnis vor Gewinnabführung hat sich mit 43,7 Mio. EUR positiv entwickelt. In der Energiebeschaffung konnten die Marktpreisschwankungen aktiv gesteuert und damit zusätzliche Ergebnisbeiträge realisiert werden. Mit Beruhigung der Energiepreisvolatilitäten konnte im vergangenen Jahr die Neukundenakquise wieder gestartet werden. Die badenovaNETZE GmbH (nachfolgend: bnNETZE) blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2023 zurück, in dem ein Ergebnis vor Gewinnabführung von 17,4 Mio. EUR erwirtschaftet wurde. Die Ergebnisziele konnten aufgrund der deutlichen witterungs- und konjunkturbedingten Mindermengen im Netzbetrieb nicht erreicht werden. Die Investitionen 2023 belaufen sich mit rd. 62 Mio. EUR auf hohem Niveau. Die ambitionierten investiven Budgetziele wurden unter anderem aufgrund nicht rechtzeitig erteilter Baustellenfreigaben in den Landkreisen und Kommunen sowie Engpässen bei Komponenten und Dienstleistungen unterschritten. Die badenova WärmePlus GmbH & Co. KG (nachfolgend: bnWÄRMEPLUS) hat im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Verlustübernahme von -4,6 Mio. EUR erzielt. Ursächlich für diese Ergebnisentwicklung ist im Wesentlichen ein deutlicher Rückgang der Vermarktungserlöse für den in BHKW produzierten Strom bei gleichzeitig gestiegenen Bezugspreisen für die Brennstoffe Erdgas und Biomethan in Folge der langfristigen Beschaffungsstrategie. Auch trugen höhere Personalkosten und Abschreibungen zu dem Ergebnisrückgang bei, die aufgrund des eingeschlagenen investiven Wachstumspfads angefallen sind und denen aufgrund des nachlaufenden Absatzanstiegs noch keine entsprechenden Erträge gegenüberstehen. Diese Ergebniseffekte konnten teilweise durch höhere Ergebnisbeiträge im Bereich der erneuerbaren Energien kompensiert werden. Die badenIT GmbH (nachfolgend: badenIT) konnte die Unternehmensziele für 2023 übertreffen und ein Jahresergebnis von 1,5 Mio. EUR an die badenova abführen. Das Kundenwachstum außerhalb der badenova Gruppe konnte weiter fortgesetzt werden. Mit der Bereitstellung einer betriebssicheren und nach ISO/IEC 20000 und 27001 zertifizierten IT-Infrastruktur ist die badenIT der etablierte professionelle Digital-Partner in der Region. Über die badenova Beteiligungs-GmbH hält die badenova mittelbar über die Kom9 GmbH & Co. KG Anteile an der Thüga AG sowie an dem französischen Stadtwerke Caléo SAEML. Die Beteiligungserträge haben sich planmäßig entwickelt, die Gewinnabführung beläuft sich auf 12,7 Mio. EUR. Der implementierte Planungs- und Steuerungsprozess in der badenova wie auch den Konzerntöchtern sorgt für Transparenz und Zielorientierung in allen Geschäftseinheiten. Die definierten strategischen Maßnahmen in den Tochtergesellschaften wurden weiter planmäßig umgesetzt. 2.3 Ertragslage in Mio. EUR (kann zu Rundungsdifferenzen führen) scroll
*
exklusive Teilbetrieb Vertrieb Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Teilbetrieb Energievertrieb (inklusive der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern) in die badenova Energie GmbH ausgegliedert. Dies schränkt die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen teilweise deutlich ein. Die Erlöse aus Betriebsführungen machen einen Großteil der Gesamtleistung aus, diese haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Mio. EUR auf 20,8 Mio. EUR erhöht. Der Materialaufwand setzt sich im Wesentlichen aus Fremdleistungen zusammen. Der Anstieg des sonstigen Finanzergebnisses ist hauptsächlich auf die Teilbetriebsausgliederung und der damit zusammenhängenden Gewinnabführung der badenova Energie GmbH zurückzuführen. Der positive Saldo der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergibt sich vor allem aus den gestiegenen erhaltenen Gewerbesteuerumlagen. Der Jahresüberschuss ist um 3,3 Mio. EUR auf 58,0 Mio. EUR gesunken. In konsequenter Umsetzung des ökologisch und nachhaltig orientierten Unternehmensprofils, haben sich die badenova Gesellschafter verpflichtet, jeweils einen Betrag von drei Prozent des Jahresüberschusses dem Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz zuzuweisen. Mit diesem Fonds werden ökologisch-innovative Projekte zum Wasserschutz und zur Energieeinsparung, der rationellen Energieverwendung sowie der regenerativen Energieerzeugung gefördert, die aus sich heraus keine Wirtschaftlichkeit erreichen. Von dem ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von 58,0 Mio. EUR wird daher entsprechend der gesellschaftsvertraglichen Regelung ein Betrag von 1,7 Mio. EUR in die Rücklage für den Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz eingestellt. Entnommen wurde entsprechend der satzungsgemäßen Verwendung im Jahr 2023 ein Betrag von 1,7 Mio. EUR. Im Jahr 2021 stimmte der Aufsichtsrat der Implementierung der Nachhaltigkeitsstrategie mit sechs Leitbildern zu. Diese sind: Bewusstseinsbildung und Vielfalt, Biodiversität und Klimaneutralität sowie Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Beschaffung. Von besonderer politischer und gesellschaftlicher Relevanz ist das Ziel der Klimaneutralität. Zum Zwecke der Umsetzung dieser Klimaschutzmaßnahmen wird im Jahr 2023 ein Betrag von rd. 0,5 Mio. EUR in die Rücklage Klimakonto eingestellt. Über diese zweckgebundene Rücklage werden zukünftige Klimaschutzmaßnahmen teilweise finanziert. Mit einem Bilanzgewinn von 57,4 Mio. EUR hat sich die badenova auch im Geschäftsjahr 2023 in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld weiterhin sehr erfolgreich behaupten können. 2.4 Finanzlage 2.4.1 Investitionen in Mio. EUR (kann zu Rundungsdifferenzen führen) scroll
Die Investitionen belaufen sich im Jahr 2023 auf 53,5 Mio. EUR (Vorjahr: 36,0 Mio. EUR). Davon entfallen Investitionen auf das Sachanlagevermögen mit 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) und auf das Finanzanlagevermögen mit 51,7 Mio. EUR (Vorjahr: 35,7 Mio. EUR). Die Investitionen in Finanzanlagen betreffen u.a. Ausleihungen an die beiden Konzerntöchter bnWÄR- MEPLUS, (25,0 Mio. EUR) und badenIT (4,0 Mio. EUR), der Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen, die Beteiligung an einem Technologieunternehmen, sowie Maßnahmen zur Stärkung der Kapitalbasis weiterer Gesellschaften. Die übrigen Investitionen 2023 betreffen insbesondere Investitionen in Softwarelizenzen. 2.4.2 Finanzierung Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 320,0 Mio. EUR (Vorjahr 277,7 Mio. EUR) entfallen 279,4 Mio. EUR (Vorjahr 255,2 Mio. EUR) auf festverzinsliche Darlehensverbindlichkeiten und 12,5 Mio. EUR (Vorjahr 22,5 Mio. EUR) auf variabel verzinsliche Darlehensverbindlichkeiten. Für die variabel verzinslichen Darlehensverbindlichkeiten wurden wie im Vorjahr keine Zinssicherungsgeschäfte aufgenommen. Zum 31. Dezember 2023 wurden Kreditlinien in Höhe von 25,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR) in Anspruch genommen. Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen eine den Risiken der badenova adäquate Zinsstruktur auf. Bei den festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt die durchschnittliche Restzinsbindungsdauer 5,2 Jahre (Vorjahr 5,0 Jahre). Zum 31. Dezember 2023 standen der badenova nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien in Höhe von 132,0 Mio. EUR (Vorjahr 102,0 Mio. EUR) zur Verfügung. 2.5 Vermögenslage Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar: Vermögens- und Kapitalstruktur in Mio. EUR (kann zu Rundungsdifferenzen führen) scroll
*
exklusive Teilbetrieb Vertrieb Von dem insgesamt gebundenen Vermögen sind 69,6 Prozent (Vorjahr: 64,7 Prozent) durch Eigenkapital sowie langfristige Verbindlichkeiten finanziert. Das Anlagevermögen und die langfristigen Forderungen umfassen 82,3 Prozent (Vorjahr: 66,4 Prozent) der Bilanzsumme. Die Kapitalstruktur spiegelt die langfristige Finanzierung des gebundenen Vermögens wider und kann somit als weiterhin stabil bezeichnet werden. 2.6 Mitarbeiter/innen Die Gesamtbelegschaft umfasste im Berichtsjahr durchschnittlich 201 (Vorjahr: 375) Mitarbeiter/innen unter Einbezug der Mitarbeiter/innen in Altersteilzeit und Elternzeit. Darin sind wie im Vorjahr keine Auszubildenden enthalten. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren 209 Mitarbeiter/innen beschäftigt, gegenüber 382 zum 31. Dezember 2022. Auch hier sind Mitarbeiter/innen in Altersteilzeit und Elternzeit enthalten, während die Anzahl der Auszubildenden nicht berücksichtigt wird. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Teilbetrieb Energievertrieb (inklusive der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) in die badenova Energie GmbH ausgegliedert. Ein Vergleich mit den Vorjahreszahlen ist daher nicht möglich. 3. Risikobericht 3.1 Risikomanagementsystem Die badenova unterliegt mit ihren unternehmerischen Aktivitäten allgemeinen und branchenüblichen Risiken. Zur Erreichung der wertesteigernden Zielsetzungen werden Risiken bewusst eingegangen und gezielt gesteuert. Die badenova Risikopolitik ist somit Teil der von Rentabilitäts- und Wachstumszielen geprägten Geschäftspolitik. Das implementierte Risikomanagementsystem soll gewährleisten, dass sämtliche Einflüsse, die sich negativ auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken könnten, frühzeitig als Risiko erkannt, systematisch erfasst und bewertet werden. In der für die badenova aktuell gültigen Risikomanagement-Richtlinie sind die systematischen Grundlagen, die Verfahren und Methoden zur Risikoidentifikation und -bewertung, die Informations-, Steuerungs- und Überwachungsmechanismen sowie die Risikomanagementorganisation einheitlich geregelt. Die Sicherstellung, Ausgestaltung und Weiterentwicklung des konzernweiten Risikomanagementsystems erfolgt durch die direkt dem Vorstand zugeordnete zentrale Risikomanagementfunktion. Aufgrund der besonderen Bedeutung unserer Geschäftseinheit „Markt & Energiedienstleistungen“ werden strukturelle und energievertriebs- und -beschaffungsspezifische Risiken/Chancen in einem quartalsweise tagenden Risikokomitee zentral gesteuert. Das operative Risiko-Controlling erfolgt dabei auf Basis von Regularien, in denen die Leitplanken und Vorgaben für die Funktionsbereiche Energiebeschaffung und -vertrieb dokumentiert sind. Im Rahmen der regelmäßig durchzuführenden Analysen der relevanten wirtschaftlichen Sachverhalte werden eventuelle Risiken identifiziert, bewertet und schließlich mittels mathematisch-statistischer Methoden zu einem Gesamt-Risikoprofil aggregiert. Die Ergebnisse dieser Risikoinventur werden mittels einer professionellen Software erfasst und entsprechend verarbeitet. Die durch die laufenden Risikoanalysen gewonnenen Erkenntnisse bilden eine Informationsgrundlage für die internen (Risiko-)Steuerungsprozesse, die mittel- und langfristigen Unternehmensplanungen sowie für die erforderlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmaßnahmen im Rahmen der Jahresabschlusserstellung. Die Risikosituation der badenova wird bestimmt durch die Risikosituation der Konzerntöchter. Die strategischen und operativen Risiken sind nachfolgend beschrieben. 3.2 Strategische Risiken 3.2.1 Politik und rechtliche Rahmenbedingungen > Marktliberalisierung/-regulierung Die Ergebnisabführung der bnNETZE macht einen wesentlichen Anteil am Ergebnis der badenova aus. Insoweit sind auch Risiken aus regulatorischen Festlegungen sowie aus Prüfungsverfahren der Bundesnetzagentur, die auf das Strom- und Gasnetzgeschäft der bnNETZE wirken, für die badenova Gruppe besonders relevant. Im regulierten Geschäft sind die wesentlichen Einflussgrößen der Erlösobergrenze der jeweils vierten Regulierungsperiode bereits bekannt. Dennoch sind innerhalb der Regulierungsperiode Anpassungselemente der Erlösobergrenze - wie das Regulierungskonto - mit teilweise noch offenen Verfahren vorhanden. Im Strombereich liegt das Geschäftsjahr 2023 im fünften Jahr der dritten Regulierungsperiode (2019 bis 2023), wobei die wesentlichen Einflussgrößen für die Erlösobergrenze bekannt sind und die vorgegebenen Effizienzabschmelzungen umgesetzt werden müssen. Das Geschäftsjahr 2021 dient als Basisjahr für die vierte Regulierungsperiode (2024 bis 2028) im Strombereich. Die Festlegung der Kostenprüfung für diese Periode liegt vor, wodurch das verbindliche Ausgangsniveau für die Erlösobergrenzen der Jahre 2024 bis 2028 feststeht. Im Gasbereich befinden wir uns 2023 im ersten Jahr der vierten Regulierungsperiode (2023 bis 2027), wobei das Geschäftsjahr 2020 als Basisjahr dient. Die Festlegung der Kostenprüfung für diese Periode liegt ebenfalls vor, wodurch das verbindliche Ausgangsniveau für die Erlösobergrenzen der Jahre 2023 bis 2027 feststeht. Aufgrund von Verzögerungen bei der Durchführung des Effizienzvergleichs im Gasbereich begann die vierte Regulierungsperiode für die Verteilnetzbetreiber, einschließlich bnNETZE, ohne eine von der BNetzA festgelegte Erlösobergrenze. Nicht bekannte Einflussgrößen für die Erlösobergrenze 2023 der vierten Regulierungsperiode mussten daher bestmöglich geschätzt werden, wobei Abweichungen zur endgültigen Erlösobergrenze 2023 über das Regulierungskonto ausgeglichen werden. Für die vierte Regulierungsperiode hat die BNetzA den Zinssatz für Neuanlagen um etwa ein Viertel auf 5,07 Prozent abgesenkt (siehe Beschluss zur Festlegung von Eigenkapitalzinssätzen von Alt- und Neuanlagen BK4-21-056/55). Aufgrund dieser Absenkung droht den Verteilnetzbetreibern ab der vierten Regulierungsperiode (Strom ab 2024, Gas ab 2023) eine Unterdeckung ihrer Kapitalkosten, da diese nicht mehr vollständig zurückverdient werden können. Allerdings hat die BNetzA in ihrem Beschluss vom 17. Januar 2024 (BK4-23-002) eine höhere Eigenkapitalverzinsung für Neuinvestitionen in den Jahren 2024 bis 2028 für Stromnetzbetreiber und 2024 bis 2027 für Gasnetzbetreiber beschlossen, die im Rahmen des Kapitalkostenaufschlags für relevante Investitionen beantragt werden kann. bnNETZE stellte im Jahr 2023 sowohl für Strom als auch für Gas einen Kapitalkostenantrag mit einer geschätzten höheren Eigenkapitalverzinsung für Neuinvestitionen. Abweichungen zwischen den geplanten Ansätzen im Antrag von 2023 und den realisierten Istwerten werden über das Regulierungskonto ausgeglichen. > Transformation der Energieinfrastruktur Deutschland hat sich das rechtsverbindliche Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Am 1. Februar 2023 hat der Landtag von Baden-Württemberg das Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg verabschiedet, wodurch das Land das Ziel verfolgt, die Netto-Treibhausgasneutralität bis zum Jahr 2040 schrittweise zu erreichen. Die umweltverträgliche und treibhausgasneutrale Versorgung der Kommunen mit Elektrizität, Nah-/ Fernwärme und Biogas führt zu Veränderungen in der Strom- und Gasnetzinfrastruktur. bnNETZE und bnWÄRMEPLUS arbeiten aktiv daran, die Energie- und Wärmewende voranzutreiben. So arbeitet die badenova Gruppe unter dem Dach des DVGW und dessen Initiative H2vorOrt mit rund 180 anderen Gasverteilnetzbetreibern in der Bundesrepublik intensiv an der Erstellung des Gasnetztransformationsplans, der die Transformation der fossilen Erdgasverteilung hin zu synthetischen Gasen in den jeweiligen teilnehmenden Netzgebieten prüft. Ferner werden Konzeptionierung und Umsetzung lokaler Pilot-Wasserstoffprojekte auf ihre Machbarkeit untersucht. In der badenova Gruppe wird gegenwärtig eine Langfristplanung zur Klimaneutralität entwickelt, die den Aufsichtsgremien der badenova mögliche Szenarien der politisch gewollten, technisch machbaren und im Markt eintretenden Transformation für das badenova-Marktgebiet aufzeigen soll. Im Ergebnis werden durch das Projekt die Investitions- und Finanzierungsbedarfe zur Erreichung der gesetzlich verankerten und von der badenova gesetzten Klimaschutzziele aufgezeigt. Aus den Ergebnissen dieser vielfältigen Aktivitäten sollten fundiertere Simulationen der möglichen Bandbreiten und damit an die Szenarien angelehnte Aussagen über die Zukunft des Erdgasnetzes der bnNETZE und ihre wirtschaftlichen Implikationen möglich sein. Der Transformationsprozess im Gasnetzbereich erfordert eine geeignete Anpassung gesetzlicher Normen und Rechtsverordnungen, um unbillige Härten zu mildern und Anreize für betroffene Verbraucher und Unternehmen zu setzen. Die Festlegung der Beschlusskammer 9 (Gas) der BNetzA vom 8. November 2022, die die kalkulatorischen Nutzungsdauern von Erdgasleitungsinfrastrukturen für Neuinvestitionen bis zum Jahr 2045 begrenzt („KANU“, BK9-22/614), ist ein erster Schritt in diese Richtung. Diese Festlegung ist eine Kann-Regelung, die den Gasverteilnetzbetreibern die Option einräumt, in Abhängigkeit der regulatorisch vorgesehenen Nutzungsdauer je Anlagengruppe, als Nutzungsdauer die Differenz des Jahres 2045 zum jeweiligen Jahr der Aktivierung zu wählen. Dies bedeutet eine vollständige Refinanzierung dieser Investitionen durch die Netznutzungsentgelte bis zum Jahr 2045. In 2023 hat sich bnNETZE dafür entschieden, „KANU“ regulatorisch anzuwenden. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) stellte in 2021 fest, dass Deutschland Vorgaben der EU-Elektrizitätsrichtlinie und der EU-Erdgasrichtlinie nicht ordnungsgemäß umgesetzt hat und entschied, dass Deutschland das Energierecht entsprechend anzupassen hat. Die Regulierungsbehörden in Deutschland bekommen damit eine größere Verantwortung. Die Bundesnetzagentur hat erste Überlegungen zu möglichen Anpassungen der Regulierung in einem Eckpunktepapier zu Nachfolgeregelungen für ARegV, StromNEV und GasNEV formuliert, die am 18. Januar 2024 veröffentlicht wurden. Das Eckpunktepapier macht in Teilen konkrete Vorschläge zur Anpassung der Regulierung, stellt teilweise aber auch verschiedene Optionen vor. Die Neuausgestaltung der Regulierung wird im Dialog mit der Branche und der breiten Öffentlichkeit diskutiert und erarbeitet, wobei die Auswirkungen für den Endkunden schwer abzuschätzen sind. > Kommunalpolitisches Umfeld und Konzessionsverträge Die badenova Gruppe ist derzeit in 162 Gemeinden mit der leitungsgebundenen Energieversorgung und der Erbringung von energienahen Dienstleistungen engagiert. Dieses Engagement ist per 31. Dezember 2023 durch insgesamt 181 bestehende Konzessionen (davon 158 Gas, 21 Strom und zwei Wasser) vertraglich gefestigt, deren zeitliche Bindung sich maximal bis Ende 2043 erstreckt. Dies stellt insofern ein erhebliches Risiko dar, als es nicht gelingen sollte, rechtzeitig Vertragsverlängerungen erwirken zu können, bzw. für den Fall des Verlustes von Konzessionen, diese durch entsprechende Neuverträge zu kompensieren. In diesem Zusammenhang, und insbesondere auch begünstigt durch die finanzielle Lage der Kommunen, sind einzelne Kommunen bestrebt, die Energieversorgung wieder in die eigene Verantwortung zu nehmen - mitunter auch in Kooperation mit anderen Kommunen. Auch aktuell werden von einigen wenigen, aber größeren Kommunen die Möglichkeiten zum Erwerb und wirtschaftlichen Betrieb der örtlichen Versorgungsnetze geprüft. Aufgrund der rechtlich komplexen Vergabeprozesse kommt es regelmäßig zu Verzögerungen der Konzessionsverfahren. So befinden sich aktuell acht ausgelaufene (Gas-)Konzessionsverträge in rechtlicher Klärung und/oder längerfristig im Bewerbungs- und Verhandlungsprozess. Darüber hinaus sind zehn durch Gemeinderatsbeschluss im Jahr 2019 neu hinzugewonnene Strom-Konzessionen noch immer im Rechtsstreit und können somit nicht abgeschlossen und umgesetzt werden. Dies kann in Einzelfällen energiewendebedingte Erweiterungsinvestitionen in das Stromnetz verzögern. Dabei kommt erschwerend hinzu, dass die Konzessionsvergabeverfahren von großer Rechtsunsicherheit geprägt sind und dies durch aktuelle Gerichtsurteile noch verstärkt wird, weshalb die Kommunen zur Einhaltung eines rechtssicheren und diskriminierungsfreien Vergabeverfahrens in der Regel Berater hinzuziehen. Trotz der Verfahrensbegleitung durch Berater folgt aktuell vermehrt eine rechtliche Auseinandersetzung - teilweise vor oder nach der Vergabe, hierdurch wird zusätzliche Unsicherheit geschaffen und die Verfahren werden kaum abschätzbar verlängert. In den kommenden Jahren werden weitere Verfahren angestoßen, während etliche Verfahren noch immer nicht abschließend und rechtssicher geklärt sind. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass der Wettbewerb um Konzessionen und der Unsicherheitsgrad weiterhin hoch bleiben wird. 3.2.2 Strategieentwicklung / Strategische Entscheidungen > Veränderte Rahmenbedingungen Externe Einflussfaktoren wirken weiterhin in Richtung einer fundamentalen Veränderung der Energiewirtschaft und stellen für diese eine besondere Herausforderung dar. Dies erschwert das Kerngeschäft der badenova und beeinträchtigt das erreichbare Ergebnisniveau. Zu nennen sind im Wesentlichen:
Der voranschreitende Klimawandel und die gesellschaftlichen Forderungen zur Umsetzung der Energiewende bestärken badenova, weiterhin die Energie- und Wärmewende regional voranzutreiben, die Digitalisierung konsequent zu stärken und die Strategien der Geschäftseinheiten nachhaltig und kundenorientiert weiterzuentwickeln. Große Chancen liegen in der Weiterentwicklung unserer nachhaltigen Ausrichtung als Energie- und Umweltdienstleister. Dazu gehören beispielsweise ein wachsendes Dienstleistungsspektrum, um die Energie- und Wärmewende für Privatkunden in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, der Ausbau und die Dekarbonisierung unserer Wärmenetze, die Transformation der Netzinfrastruktur sowie die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements, welches als wirksames Instrument zur Verminderung von Risiken und zur Aktivierung von Chancen gesehen wird. Ein Instrument wird dabei die nicht-finanzielle Berichterstattung zu den wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen sein, welche das Monitoring der nachhaltigen Entwicklung und eine nachhaltige Unternehmenssteuerung unterstützt. Wir möchten diese Chancen nutzen und entwickeln ein transparentes und einheitliches Auftreten nach außen. Als Leitplanken dieser Transformation dient hierbei unter anderem unsere Nachhaltigkeitsstrategie und unser Masterplan Klimaneutralität. Der Plan zeigt mögliche Szenarien der politisch gewollten, technisch machbaren und im Markt eintretenden Transformation für das badenova Netzgebiet auf und gibt Orientierung für die nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmens. Die Konzernstrategie der badenova trägt den oben genannten Entwicklungen Rechnung. Die Weiterentwicklung erfolgt im Rahmen der Erarbeitung und Verabschiedung spezifischer Strategien unserer Geschäftseinheiten, die die Basis für die weitere strategische Planung und den mittelfristigen Wirtschaftsplan darstellen. > Konzernstruktur und Veränderungen im Beteiligungsportfolio Die Kontrolle und Überwachung der laufenden Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften erfolgt in deren Aufsichtsgremien sowie im Planungs- und Steuerungsprozess der badenova Gruppe. Dennoch können unerwartete Dividendenausfalle eintreten. Diese haben unmittelbare Ergebniswirkung und können zu einer Korrektur der Beteiligungsbuchwerte führen. 3.3 Operative Risiken der leistungswirtschaftlichen Unternehmensbereiche und Querschnittsfunktionen Das operative Geschäft ist geprägt von den leistungswirtschaftlichen Aktivitäten in den Bereichen Energiebeschaffung und -vertrieb, Energietransport, Produktion, Netzbau, -betrieb und -unterhaltung. Diese Aktivitäten werden unterstützt durch betriebliche Querschnittsfunktionen wie Personal, Finanzen, IT und Recht/Compliance. 3.3.1 Energiebeschaffung und -vertrieb Die Risikolage in der Energiebeschaffung ist im Wesentlichen geprägt von der Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Entwicklung von Mengen und Preisen - und zwar sowohl absatz- als auch beschaffungsseitig. Haupteinflussfaktoren sind dabei das (im Privatkundensegment auch stark witterungsbedingte) Abnahmeverhalten der Kunden einerseits sowie die Volatilität der Marktpreise andererseits. Im Geschäftskundensegment wird das Abnahmeverhalten zum einen durch die konjunkturelle Entwicklung und zum anderen durch den zunehmenden Einsatz von erneuerbaren Energien beeinflusst. Bei der langfristigen Planung der Energiemengen im Privatkundensegment ist eine konservative Beschaffungsstrategie mit Eindeckung über mehrere Jahre und konstantem Monitoring sowie Reporting implementiert. Die Strategie erlaubt in einem festgelegten Rahmen ein kurzfristiges Reagieren auf Marktpreisschwankungen. Um insgesamt den Marktrisiken gegenzusteuern, erfolgt die Energiebeschaffung entsprechend den engen Vorgaben des Risikohandbuchs, um offene Positionen möglichst zu vermeiden und Vertriebsabschlüsse im Geschäftskundensegment grundsätzlich back-to-back durch physische Warentermingeschäfte zu decken. Im Jahr 2023 hat sich der Preis für das Frontjahr im Laufe des Jahres in beiden Commodities auf weniger als die Hälfte verringert. Damit steigt auch das Wiederveräußerungsrisiko für bereits eingekaufte Mengen, da diese Mengen zu wesentlich günstigeren Preisen in den Markt abverkauft werden müssen. Um Risiken zu begrenzen, werden Mengen, die durch Kundenverlust bzw. Absatzreduktion infolge von Einsparmaßnahmen nicht mehr für Kunden benötigt werden, umgehend an die Energiebeschaffung zurückverkauft und im Beschaffungsportfolio optimal ausgesteuert. Vor dem Hintergrund eines sich stetig verändernden Marktumfeldes werden angepasste Beschaffungsstrategien und deren operative Umsetzung immer wichtiger und sind mit entsprechenden organisatorischen und prozessualen Herausforderungen verbunden. 3.3.2 Energietransport Wesentliche Einflussgrößen auf die Transportmengen im Strom und Gasbereich sind Konjunktur und Temperatur. Bei Veränderungen dieser Parameter besteht die Möglichkeit einer ungeplanten Verminderung von Transportmengen, die sich ergebnissenkend auswirkt. Da diese Faktoren naturgemäß Schwankungen unterliegen, ist dieses Risiko unter Liquiditätsgesichtspunkten - insbesondere im Gasbereich - nicht zu vernachlässigen. Da absatzmengenbedingte Mindererlöse jedoch in der Zukunft über das Regulierungskonto ausgeglichen werden können, sind die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen allerdings zeitlich begrenzt. 3.3.3 Risiken im Bereich Produktion, Netzbau, -betrieb und -unterhaltung Die bestehenden Produktions- und Verteilnetzanlagen der Energie- und Wasserversorgung unterliegen dem allgemeinen Risiko von Betriebsstörungen und technischen Ausfällen. Diesen Risiken wird gezielt mit der systematischen Durchführung von Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen begegnet. Dar- über hinaus werden alle betrieblichen Abläufe unter Einsatz von prozessintegrierten organisatorischen Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen vollzogen (Anlagen-, Bau- und Arbeitsstellen-Sicherungsmaßnahmen sowie Bereitschaftsdienste, Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsmaßnahmen). Die Organisationssicherheit wird durch regelmäßige Überprüfungen des Technischen Sicherheits-Managements (TSM) gewährleistet. 3.3.4 Einspeiseanlagen Durch die Markt- und Preisentwicklung im Ukrainekrieg hat sich die Nachfrage von Kunden zur energetischen Selbstversorgung seit 2020 zunächst stetig, dann deutlich erhöht. Im Jahr 2023 verzeichnete die bnNETZE einen Anstieg der Anmeldungen neuer Einspeiseanlagen von 100 Prozent. Bei den Inbetriebnahmen steht vor allem die Sicherstellung der Versorgungssicherheit und die Erhaltung der Netzstabilität im Fokus. Ergänzend sind die rechtlichen und technischen Normen und Rahmenbedingungen einzuhalten, die durch den Gesetzgeber in immer kürzeren Zeitabständen angepasst werden. Diese Dynamik im Markt führt zu organisatorischen Herausforderungen. bnNETZE hat bereits diverse Maßnahmen zur Digitalisierung der Prozesse vorgenommen. Im Jahr 2024 wird ergänzend ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt, das zum Jahresende nach ISO 9001 zertifiziert werden soll. 3.3.5 Wärmeerzeugung Das wesentliche Ergebnisrisiko im Wärmebereich besteht in temperaturbedingten Mengenschwankungen. In den Wintermonaten können Schwankungsbreiten von +20 Prozent auftreten. Eine Absicherung dieses Risikos über Wetterderivate wird regelmäßig geprüft, ist bislang allerdings aufgrund der fehlenden Wirtschaftlichkeit nicht erfolgt. Bedingt durch starke Preisbewegungen im Erdgas- und im Strommarkt können sich die Spreads aus dem Energieeinsatz auf der einen Seite und der Vermarktung von Wärme und Strom auf der anderen außerplanmäßig verändern, mit entsprechenden Einflüssen auf die Wirtschaftlichkeit der BHKW-Anlagen. Durch eine strukturierte Energiebeschaffung, entsprechende Wärmegleitklauseln sowie einer gezielten Stromvermarktung werden Risiken hieraus aktiv gesteuert. Ein Risikopotenzial besteht durch sich ändernde gesetzliche Rahmenbedingungen, sowie die Änderung von Steuergesetzen und Verordnungen. Dazu gehört auch die aktuelle Unsicherheit in Bezug auf die Weiterführung von Förderprogrammen zur Wärmewende, insbesondere der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW). Diese führt zu Risiken in der Wirtschaftlichkeit der geförderten Projekte, sowohl für die Investitionskostenförderung als auch für die Betriebskostenförderung. Die bnWÄRMEPLUS verfolgt und analysiert detailliert die aktuellen politischen Entwicklungen und arbeitet intensiv mit Fachverbänden zusammen. Die Intensität der Projekttätigkeit wird laufend überwacht und den jeweils aktuellen Entwicklungen entsprechend angepasst. Schäden an Energieerzeugungs- und versorgungsanlagen können zu nicht geplanten Reparaturkosten und Ertragsausfällen führen. Diese sind für die großen Anlagen im Portfolio über Maschinenbruch- und Betriebsunterbrechungsversicherungen abgesichert. 3.3.6 Risiken der Querschnittsfunktionen 3.3.6.1 Personalwirtschaftliche Risiken Die Arbeitswelt befindet sich in einem grundlegenden Wandel: Unternehmen investieren massiv in Digitalisierung und Automatisierung - bestehende Jobs fallen weg, neue Berufsbilder entstehen. Geschäftsmodelle und Strategien ändern sich kurzzyklisch, Transformation ist an der Tagesordnung. Unternehmen stecken mitten auf ihrem Weg hin zu „New Work“ mit mehr Freiraum für Kreativität, selbstbestimmtem Handeln, Flexibilität in der Arbeitsorganisation und Zeit. Gleichzeitig mangelt es an ausreichend qualifizierten Fachkräften. Das gilt auch für uns bei badenova. Für die badenova Gruppe gehören gut ausgebildete Mitarbeiter/-innen mit den geforderten Fachkenntnissen und Erfahrungswerten zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren. Der hart umkämpfte Arbeitsmarkt birgt für die Unternehmensgruppe in vielen Fachbereichen das Risiko, dass Stellen nicht in der adäquaten Zeit bzw. der entsprechenden Qualität besetzt werden können. Intensive Maßnahmen in den Bereichen Aus- und Weiterbildung sowie Bindungsmanagement sind unerlässlich. Die demographische Entwicklung führt zudem auch bei der badenova Gruppe zu einem Altersstrukturrisiko; in kurzer Zeit wird viel Erfahrungswissen die Unternehmensgruppe verlassen. Darüber hinaus besteht aufgrund des derzeitigen Mangels an geeigneten Fachkräften aktuell auch ein Stellenbesetzungsrisiko. Durch gezielte Maßnahmen wird diesen Risiken entgegengewirkt. Das Durchschnittsalter ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken, gleichzeitig steigen Investitionen in Nachwuchskräfte. Außerdem ist der „kununu-Zufriedenheitsindex“ überdurchschnittlich gut (4,2 bei knapp 81 Prozent Weiterempfehlungsquote). Die badenova Gruppe hat sich in den vergangenen krisenbehafteten Jahren als stabiler, verlässlicher und gleichzeitig flexibler sowie veränderungsbereiter Arbeitgeber in der Region etabliert. Unsere Organisation und internen Arbeitsabläufe entwickeln wir in hybriden Arbeitsmodellen - begleitet durch diverse Personalentwicklungsmaßnahmen und unterstützt von moderner IT-Ausstattung - stetig weiter. Klare Rollenmodelle und Selbstorganisation in Teams werden von den Mitarbeitenden durchweg positiv erlebt. Mithilfe neu eingeführter agiler Arbeitsmethoden wie beispielsweise der implementierten OKR- Methode werden den Mitarbeitenden eine erhöhte Fokussierung sowie gute Zielorientierung ermöglicht. 3.3.6.2 Finanzwirtschaftliche Risiken Korrespondierend zu den jeweils eingegangenen Beschaffungs- bzw. Vertriebskontrakten bestehen entsprechende finanzielle Ausfallrisiken, die mit geeigneten präventiven sowie nachgelagerten Maßnahmen reduziert werden. Die zu Finanzierungszwecken aufgenommenen Kredite unterliegen teilweise einem variablen Zinssatz. Zur Eliminierung dieses Zinsänderungsrisikos kommen teilweise Zinsswap-Geschäfte zum Einsatz. Diese bewirken eine Fixierung der dem Basis-Kreditgeschäft zugrunde liegenden variablen Zinssatz- Komponente. Zur Deckung kurzfristiger Liquiditätsbedarfe aus der Energiebeschaffung stehen umfangreiche Kreditlinien zur Verfügung. Die Investitionen der badenova Gruppe werden sich mit der Energiewende in den nächsten Jahren auf einem hohen Niveau bewegen. Die Umsetzung dieser Investitionen wird im Rahmen einer stabilen Kapitalstruktur und Ergebnisentwicklung erfolgen. Die Auswirkungen der Zinswende sind in der Wirtschaftsplanung entsprechend berücksichtigt. 3.3.6.3 Informationsmanagement Das Informationsmanagement ist eine Querschnittsfunktion zur Unterstützung der Geschäftsprozesse der leistungswirtschaftlichen Unternehmensbereiche. Die Auswirkungen von Risiken der Informationstechnik werden daher stets aus Sicht der Geschäftsprozesse und deren Bedeutung bemessen. In der Regel sind die Anforderungen der Unternehmensbereiche bzgl. der ihre Geschäftsprozesse unterstützenden IT-Services in sog. Service Level Agreements mit den Dienstleistern definiert. Im Jahr 2023 wurde der Fokus auf die unterstützende IT-Governance gelegt und diverse Themen-Felder ausgebaut. Besonders der neu gestaltete Prozess um das Thema Technologie-Scouting ist eine wichtige strategische Komponente. Diese hat die Aufgabe, passende Technologien mit den Geschäftsprozessen zu verknüpfen. Die finale Gestaltung der IT-Strategie versetzt uns in die Lage, aus den Strategien der jeweiligen Geschäftseinheiten konkrete IT-Maßnahmen abzuleiten. Dies sind unter anderem Themen wie Cloud-Strategie und Generative Al-Rahmenwerk. Ein weiteres Schwerpunktthema ist der Ausbau einer Datenstrategie, um mehrfach verwendete Daten einfacher zur Verfügung zu stellen. Informationssicherheit Wir erhöhen die Informationssicherheit unserer Prozesse und Daten fortlaufend durch gezielte Maßnahmen. Wir betreiben im Bereich Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) seit vielen Jahren ein Informationsmanagementsystem (ISMS), welches den Anforderungen des IT-Sicherheitskataloges des Energiewirtschaftsgesetzes sowie den Anforderungen aus dem Gesetz über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSIG) genügt. Darüber hinaus führen wir seit einem Jahr ein ISMS für den Geltungsbereich „Geschäftsprozesse und Anwendungen der badenova Unternehmensgruppe“ ein, wodurch wir einen nachhaltigen Sicherheitsprozess und eine nachhaltige Sicherheitskultur auf Konzernebene etablieren. Diese strategischen Maßnahmen haben z. B. bereits dazu geführt, dass Töchter, Dienstleister und Partner begonnen haben, selbst verantwortliche Rollen zu definieren und entsprechenden Sicherheitsprozesse auf den Weg zu bringen, so dass Anforderungen und Vorgaben aus dem ISMS nicht nur im Kernbereich des Managementsystems wirken, sondern sich das ISMS unternehmensübergreifend entwickelt. Business Continuity Management (BCM) Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) macht in seinem aktuellen Bericht zur „Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2023“ deutlich, dass sich die Bedrohungssituation in Deutschland und in der Energiebranche signifikant verschärft hat. Die aktuelle Bedrohungslage ist insbesondere gekennzeichnet durch Cyberattacken, wie u. a. Ransomware und DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service). Vor diesem Hintergrund wird das Notfallmanagement der badenova Gruppe kontinuierlich weiterentwickelt. In dem Projekt Business Continuity Management (BCM) wird das Notfallmanagement, insbesondere IT-Notfallmanagement, auf die Herausforderungen der wachsenden Bedrohungslagen angepasst. Datenschutz Durch den schnellen digitalen Wandel und die aktuellen Krisenlagen haben sich die Anforderungen an das Datenschutz-Managementsystem deutlich erhöht. Durch geeignete Maßnahmen wird der sichere Umgang mit personenbezogenen Daten gewährleistet und die unerlaubte Weitergabe unterbunden. Hierzu gehören u. a. kontinuierliche Weiterbildungs- und Beratungsangebote, Sensibilisierungsinitiativen sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Überwachungsaudits und Zertifizierungen. Zur Erfüllung der Anforderungen der seit dem 25. Mai 2018 geltenden EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSVGO) wurde ein umfassender Maßnahmenkatalog erarbeitet. Ein Großteil dieser erforderlichen Maßnahmen wurde in den letzten Jahren umgesetzt. Durch weitere Gesetzesänderungen wie etwa Hinweisgeberschutz-Gesetz („Whistleblower-Richtline“) sind auch künftig Anpassungen an Datenschutzmaßnahmen erforderlich. 3.3.6.4 Compliance-Risiken Für die badenova können Compliance-Risiken im Zusammenhang mit der Nichteinhaltung von gesetzlichen Vorgaben, interner Anweisungen und Richtlinien eintreten. Durch die laufende Weiterentwicklung unseres Compliance-Managementsystems, werden solche Risiken vermieden bzw. begrenzt. Den Rahmen für das Compliance-Managementsystem bilden die Konzernrichtlinien „Verhaltenskodex“ und „Compliance-Management“. Das Compliance-Management ist organisatorisch als Compliance-Office - unter der Leitung des Compliance-Beauftragten - institutionalisiert und direkt der Konzernleitung zugeordnet. Das Berichtsjahr 2023 war geprägt von organisatorischen Anpassungen und Umstrukturierungen innerhalb des Compliance-Office. Damit einhergehend war es erforderlich, diverse Dienstanweisungen und Konzernrichtlinien anzupassen und das CMS der badenova neu auszurichten. Im Berichtsjahr 2023 wurden mit dem Hinweisgeberschutzgesetz und dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz zwei regulatorische Anforderungen fristgerecht umgesetzt. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse und eigener Kontrollhandlungen kann aus Sicht des Compliance-Office festgestellt werden, dass die organisatorischen Vorkehrungen zur Einhaltung regulatorischer Anforderungen innerhalb der badenova Unternehmensgruppe insgesamt wirksam und angemessen sind. Das Risiko von wesentlichen Compliance-Verstößen wird insgesamt als gering eingestuft. 3.4 Gesamtbeurteilung durch den Vorstand Den Fortbestand des Konzerns unmittelbar gefährdende Risiken wurden nicht identifiziert und sind nach derzeitigem Kenntnisstand auch auf absehbare Zukunft nicht erkennbar. Mit der teilweisen Verstaatlichung großer Energielieferanten haben sich die Risiken in der Energiebeschaffung deutlich reduziert. Vor allem haben sich durch die sinkenden Preise an den Beschaffungsmärkten im Jahresverlauf die Risiken bei einem eventuellen Ausfall wichtiger Energielieferanten erheblich verringert. Allerdings stellen der Wettbewerbsmarkt, der bestehende Margendruck im Vertrieb sowie ein volatileres Geschäft weiterhin eine große Herausforderung dar, sich erfolgreich im Markt und zu den Kunden zu positionieren. Auch in der weiteren Zukunft können insbesondere externe Faktoren wie technologische Veränderungen, umfassende Digitalisierung von Geschäftsabläufen sowie die zunehmende Dezentralisierung der Wertschöpfung zu einer grundlegenden Veränderung der Rahmenbedingungen und großen Herausforderungen in der Energiewirtschaft führen. Mit den initiierten Projekten und implementierten Systemen und Prozessen wird diesen Herausforderungen angemessen begegnet. Deshalb wird für eine auch künftig erfolgreiche Marktpräsenz entscheidend sein, dass sich die Unternehmen der badenova Gruppe weiterhin mit einem hohen Maß an Flexibilität an diese sich abzeichnenden Veränderungen anpassen können und diese Anpassungen rechtzeitig erfolgen. Neben den bereits seit geraumer Zeit eingeleiteten vielfältigen strukturellen und operativen Optimierungsmaßnahmen hat die badenova Gruppe auch 2023 im Rahmen von diversen Projekten weitere Initiativen ergriffen und umgesetzt, um diese Veränderungen - insbesondere die Trends zunehmender Dezentralisierung und Digitalisierung - offensiv anzunehmen und konstruktiv in das bestehende Geschäftsmodell zu integrieren bzw. neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Wir sind überzeugt davon, mit diesen bereits in Umsetzung befindlichen Maßnahmen auch künftig erfolgreich agieren zu können. Prognose- / Chancenbericht Im Rahmen des Planungsprozesses werden die relevanten Prämissen und strategischen Maßnahmen nach konzerninterner Abstimmung zentral festgelegt. Hierbei werden die Preisentwicklungen an den Beschaffungsmärkten sowie die Zinsentwicklung für den Planungszeitpunkt auf Basis aktueller Marktdaten und Einschätzungen verwendet. Die zum Planungszeitpunkt aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen fließen ebenfalls in die Planung ein. Für den Erdgasabsatz der bnEnergie werden Witterungstrends aus dem durchschnittlichen Temperaturniveau der letzten Jahre berücksichtigt und Annahmen über die wettbewerblichen Kundenveränderungen getroffen. Für 2024 gehen wir von einem steigenden Wettbewerbsdruck mit niedrigen spezifischen Deckungsbeiträgen aus. Die in 2023 bis heute gesunkenen Beschaffungspreise werden von Wettbewerbern genutzt, um mit niedrigen Produktpreisen Kunden zu akquirieren. Diesem Marktumfeld wird im Planungszeitraum mit der Umsetzung von Maßnahmen zur kontinuierlichen Bestandskundensicherung und eines proaktiven Forderungsmanagements begegnet. Zum Planungszeitpunkt haben wir die möglichen Auswirkungen einer stark volatilen Preisentwicklung in der Energiebeschaffung auf das vertriebliche Wettbewerbsumfeld und die Beschaffungsstrategie berücksichtigt. Der Stromabsatz wird im laufenden Jahr 2024 voraussichtlich das geplante Zielniveau nicht erreichen. Auch beim Erdgas erwarten wir aufgrund des gestiegenen Wettbewerbsdrucks einen Minderabsatz. In der bnNETZE werden die laufenden Konzessionsverfahren bewertet und in der Planung entsprechend berücksichtigt. Die Netzdurchleitungsmengen werden auf Basis vergangenheitsbezogener Werte hergeleitet. Die Erlösentwicklung im regulierten Netzgeschäft wird maßgeblich durch die aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Regulierungsperiode bestimmt. Sie ist damit gut planbar. Ergebnisschwankungen können sich insbesondere durch temperatur- und konjunkturbedingte Mengenschwankungen ergeben, die allerdings in Folgejahren über das Regulierungskonto wieder ausgeglichen werden. Aktuell gehen wir davon aus, die geplanten Ergebnisziele zu erreichen. Die bnWÄRMEPLUS rechnet im Jahr 2024 mit gut planbaren Deckungsbeiträgen aus dem Betrieb der Wärme- und Stromerzeugungsanlagen, da die Preisvolatilität im Markt sichtbar abgenommen hat. Gleichzeitig wird aufgrund der Akquisetätigkeiten und höheren Wärmeverkaufspreisen mit steigenden Erlösen aus dem Wärmeverkauf gerechnet. Durch höhere Kosten für die Erdgasbeschaffung wird jedoch die Wärmemarge 2024 auf dem Niveau des Vorjahres verharren. Ob die investiven Ziele in der Wärmeversorgung erreicht werden können, wird vom weiteren Verlauf der politischen Entscheidungen für die Förderprogramme in diesem Bereich (insbesondere BEW Investitionskostenförderung, BEW Betriebskostenförderung, Förderprogramme für Tiefengeothermie) und der Verfügbarkeit ausreichender Ressourcen für Planung und Bau der Anlagen und Netze abhängen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird von einem Ergebnis nach Steuern von -7,2 Mio. EUR ausgegangen. Grund für den geplanten Verlust sind die nachlaufenden Effekte aus der Energiepreisentwicklung, die insbesondere die Strommarge der BHKW noch belasten, sowie die weiterhin hohen Vorleistungen für den ambitionierten Ausbau der Wärmenetze und Wärmeerzeugungsanlagen. Im Bereich der erneuerbaren Energien werden Wind- und Photovoltaik-Projekte gemeinsam mit Projektpartnern laufend geprüft und bei ausreichender Wirtschaftlichkeit weiterentwickelt. Sofern sich interessante Beteiligungsoptionen in den Tätigkeitsfeldern der Gesellschaft ergeben, werden diese wie bisher wirtschaftlich, rechtlich und technisch im Rahmen einer Due Diligence geprüft. Hieraus ergeben sich im Erfolgsfall Chancen durch die Generierung von Beteiligungserträgen und Synergieeffekten. Für das Jahr 2024 sind Investitionen in immaterielle Anlagen und Sachanlagen mit 0,6 Mio. EUR geplant. Sie betreffen insbesondere die Anschaffung von Softwarelizenzen. Die Investitionen in Finanzanlagen belaufen sich planmäßig auf rund 163,2 Mio. EUR. Hiervon entfallen 4,6 Mio. EUR auf Kapitaleinzahlungen in bestehende Beteiligungen sowie den Kauf von Unternehmensanteilen an neuen Beteiligungen. Weitere 158,7 Mio. EUR werden als Gesellschafterdarlehen den Konzerntöchtern im Rahmen der Konzernfinanzierung zur Verfügung gestellt. Unter Berücksichtigung der geplanten Investitionen, Darlehenstilgungen und Abschreibungen errechnet sich gemäß der im Herbst 2023 erstellten Wirtschaftsplanung für 2024 ein Finanzierungsbedarf in Höhe von rd. 213,1 Mio. EUR, der durch Neuaufnahmen und die Verlängerung von Krediten zu decken ist. Kurzfristige Liquiditätsschwankungen aus der Vorfinanzierung des Energieabsatzes aufgrund von Preisschwankungen in der Energiebeschaffung können bei Bedarf durch entsprechende kurzfristige Bankdarlehen jederzeit gedeckt werden. Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein Jahresüberschuss von 49,9 Mio. EUR als Ergebnisziel geplant. Mit Blick auf die aktuellen Marktentwicklungen halten wir an diesem Ergebnisziel weiterhin fest. Insgesamt ist die badenova mit ihren Tochtergesellschaften für die Zukunft gut aufgestellt. In der Unternehmensstrategie sind die künftigen Herausforderungen identifiziert, konkrete Maßnahmen für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele formuliert und in die Umsetzung gebracht. Für laufende juristische Verfahren sind im Jahresabschluss 2023 entsprechende Beträge zurückgestellt. Die Bundesregierung erwartet in ihrem Jahreswirtschaftsbericht ein moderates Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent für das Jahr 2024. Gleichzeitig bestehen hohe Unsicherheiten aufgrund des Kriegs in der Ukraine, der instabilen Sicherheitslage im Nahen Osten, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung und der nach wie vor hohen Energiepreise. Diese Entwicklung kann negative Auswirkungen auf den weiteren operativen Geschäftsverlauf der badenova mit sich bringen.
Freiburg im Breisgau, 3. Mai 2024 badenova Verwaltungs-AG Hellebrand Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva scroll
Passiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Erläuterungen zum Jahresabschluss Grundlagen der Rechnungslegung Sitz der badenova AG & Co. KG ist Freiburg im Breisgau. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRA 4777 im Register des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau eingetragen. Die badenova AG & Co. KG ist zum Bilanzstichtag eine Personengesellschaft, für die gemäß § 267 HGB i. V. m. § 264a HGB die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften anzuwenden sind. Nach § 19 Nummer 2 des Gesellschaftsvertrages ist der Jahresabschluss entsprechend den Grundsätzen der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufzustellen. Mit Ausgliederungs- und Übertragungsvertrag vom 26. Mai 2023 wurde der Geschäftsbereich Markt und Energiedienstleistungen, der die Beschaffung und den Vertrieb von Strom und Erdgas umfasst (im Folgenden „Teilbetrieb Vertrieb“) aus der badenova AG & Co. KG ausgegliedert und gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG als Gesamtheit gegen Gewährung von Anteilen an der badenova Energie GmbH an die badenova AG & Co. KG auf die badenova Energie GmbH übertragen. Die Ausgliederung und Übertragung führen zu einer eingeschränkten Vergleichbarkeit der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Um eine bessere Vergleichbarkeit herzustellen, wurde nachfolgend bei den Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für wesentliche Posten ein zusätzlicher Vorjahreswert ermittelt und dem Geschäftsjahreswert gegenübergestellt. Dieser ermittelte Wert beinhaltet nur die Aufwendungen und Erträge, die die Gesellschaft im Vorjahr ohne das Geschäftsfeld Vertrieb erwirtschaftete. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gesellschaft weist - obwohl sie die Rechtsform einer AG & Co. KG hat - in ihrer Bilanz einen Bilanzgewinn aus, da die Gesellschafterversammlung gemäß dem Gesellschaftsvertrag über die Gewinnverwendung beschließt. Es handelt sich dabei um eine Teilergebnisverwendung, da der Bilanzgewinn entsprechend § 20 des Gesellschaftsvertrags um die Zuführung oder Entnahme zur gesellschaftsvertraglichen Rücklage (Innovationsfonds) gemindert bzw. erhöht ist. In der Sitzung vom 23. Juli 2021 stimmte der Aufsichtsrat der Implementierung der Nachhaltigkeitsstrategie mit sechs Leitbildern zu. Diese sind: Bewusstseinsbildung und Vielfalt, Biodiversität und Klimaneutralität sowie Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Beschaffung. Von besonderer politischer und gesellschaftlicher Relevanz ist das Ziel der Klimaneutralität. Zum Zwecke der Umsetzung dieser Klimaschutzmaßnahmen wird jährlich ein bestimmter Betrag in die Rücklage Klimakonto eingestellt. Über diese zweckgebundene Rücklage werden zukünftige Klimaschutzmaßnahmen teilweise finanziert. Soweit die Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz/Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, wurden die Angaben weitgehend in den Anhang aufgenommen. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Zugänge des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der nach § 253 Abs. 3 HGB notwendigen Abschreibungen sowie abzüglich erhaltener Investitionszuschüsse bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen voraussichtliche Nutzungsdauern zugrunde. Es wird teils linear, teils degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 250 EUR werden als Aufwand gebucht. Liegt der Anschaffungswert zwischen 250 EUR und 1.000 EUR, wird ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Wegfall der Gründe für Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die im Zusammenhang mit der Ausgliederung des Geschäftsbereichs Teilbetrieb Vertrieb zum Ausgliederungsstichtag 1. Januar 2023 von der badenova Energie GmbH, Freiburg im Breisgau, erhaltenen Geschäftsanteile sind zum Nennbetrag in Höhe der handelsbilanziellen Buchwerte der übergegangenen Vermögensgegenstände abzüglich Schulden zum 31. Dezember 2022 angesetzt. Unverzinsliche Ausleihungen sind zu Barwerten, die übrigen Ausleihungen zu Nennwerten bilanziert. Umlaufvermögen Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Waren sind unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips zum letzten Einkaufspreis angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt analog der selbst erstellten Anlagen. Das heißt, dass die Herstellungskosten alle dem Herstellungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie notwendigen Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten umfassen. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden ausschließlich für Konzerngesellschaften des Mutterkonzerns und der badenova Verwaltungs-AG aufgerechnet ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen bilanziert. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitpunkt nach dem Bilanzstichtag darstellen. Eigenkapital Die Kapitalanteile werden zum Nennwert passiviert. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden in Anlehnung an internationale Standards nach der Projected Unit Credit Methode (PUC-Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde der Zinssatz von 1,82 Prozent gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Hierfür wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 10,00 Prozent in 2024 und 2,50 Prozent ab dem Jahr 2025 sowie der jährliche Anstieg der Pensionen mit 1,00 bis 2,40 Prozent berücksichtigt. Für die Bewertung der Rückstellung Altersteilzeit wurde gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zinssatz zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 1,74 Prozent verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 10,00 Prozent in 2024 und 2,50 Prozent ab dem Jahr 2025 berücksichtigt. Die Jubiläumsrückstellungen wurden in Anlehnung an internationale Standards nach der Projected Unit Credit Methode (PUC-Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde der Zinssatz von 1,74 Prozent gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet (RückAbzinsV). Hierfür wurde der Zinssatz zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 10,00 Prozent in 2024 und 2,50 Prozent ab dem Jahr 2025 berücksichtigt. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Bis auf die Pensionsrückstellungen sind alle Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen passiviert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitpunkt nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den verschiedenen Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in den späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Erläuterungen zu Bilanzposten Anlagevermögen Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 Prozent der Anteile besitzt - sind der Anlage 2 zum Anhang zu entnehmen. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 50 Tsd. EUR an der Komplementärgesellschaft badenova Verwaltungs-AG handelt es sich um eigene Anteile. In Höhe des Betrages wurde nach § 264c Abs. 4 HGB ein Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile gebildet. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen langfristige Gesellschafterdarlehen an die badenova WärmePlus GmbH & Co. KG in Höhe von 73.470 Tsd. EUR, die badenIT GmbH mit 12.430 Tsd. EUR, die Freiburger Wärmeversorgungs GmbH mit 465 Tsd. EUR und die encore GmbH mit 2.150 Tsd. EUR. Zur Entwicklung des Anlagevermögens und den Abgängen aus der Ausgliederung des Teilbetriebs Vertrieb verweisen wir auf den Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang). Umlaufvermögen Vorräte Unter den Vorräten sind im Wesentlichen abgegrenzte unfertige Leistungen zum Bilanzstichtag sowie der Bestand an Waren ausgewiesen. Im Vorjahr waren hier außerdem Gasbestände in Höhe von 11.517 Tsd. EUR sowie Bestände an Emissionszertifikaten in Höhe von 28.658 Tsd. EUR ausgewiesen, welche mit der Ausgliederung des Vertriebs in die badenova Energie GmbH übergegangen sind. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Mit der Ausgliederung des Teilbetriebs Vertrieb und dem Wegfall der Umsatzerlöse aus diesem Bereich sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Saldo von 353 Tsd. EUR zum 31.12.2023 nahezu komplett weggefallen (Vorjahr: 72.880 Tsd. EUR). Bei den verbliebenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um ausstehende Betriebsführungsentgelte. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 85.709 Tsd. EUR (Vorjahr: 77.579 Tsd. EUR) betreffen im Wesentlichen den laufenden Verrechnungsverkehr (nach Saldierung) in Höhe von 81.280 Tsd. EUR (Vorjahr: 19.507 Tsd. EUR) sowie Ergebnisübernahmen des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von insgesamt 4.683 Tsd. EUR (Vorjahr: 19.408 Tsd. EUR). Des Weiteren sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.407 Tsd. EUR (Vorjahr: 79.703 Tsd. EUR) enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 25.170 Tsd. EUR (Vorjahr: 41.263 Tsd. EUR) aufgerechnet ausgewiesen. Davon betreffen 11.326 Tsd. EUR (Vorjahr: 39.154 Tsd. EUR) Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 1.193 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.572 Tsd. EUR) betreffen mit 708 Tsd. EUR Ansprüche aus einem im Geschäftsjahr neu vergebenen Darlehen sowie mit 486 Tsd. EUR Forderungen aus Betriebsführungsleistungen (Vorjahr: 876 Tsd. EUR). Im Vorjahr waren außerdem Forderungen aus Energieversorgung in Höhe von 1.149 Tsd. EUR sowie aus Beteiligungserträgen in Höhe von 509 Tsd. EUR enthalten. Bei den Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 2.267 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.110 Tsd. EUR) handelt es sich mit 2.218 Tsd. EUR im Wesentlichen um Forderungen aus weitergereichten Steuererstattungsansprüchen an die Gesellschafter (Vorjahr: 1.377 Tsd. EUR). Die restlichen Forderungen in Höhe von 49 Tsd. EUR betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 733 Tsd. EUR). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt. Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Gesellschaftsvertragliche Rücklage (Innovationsfonds) Laut Gesellschaftsvertrag ist eine Zielsetzung des Unternehmens, ökologisch innovative Projekte zum Wasserschutz und zur Energieeinsparung sowie regenerative Energieerzeugung zu entwickeln und zu fördern, die aus sich heraus die Wirtschaftlichkeit nicht erreichen. Es ist hierfür ein Betrag, der sich mit drei Prozent des Jahresüberschusses errechnet, dem Innovationsfonds zuzuweisen. In den Geschäftsjahren 2001 bis 2023 wurden 39.082 Tsd. EUR in den Innovationsfonds eingestellt und 35.211 Tsd. EUR zweckgebundenen Projekten zugeführt. Andere Gewinnrücklagen (Klimakonto) Seit dem Geschäftsjahr 2021 wurden 1.560 Tsd. EUR in das Klimakonto eingestellt und 3 Tsd. EUR entnommen. Rückstellungen Die Pensionsverpflichtungen sind durch Rückstellungen voll gedeckt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Jahren und dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre beträgt 157 Tsd. EUR. Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Gewerbesteuer. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Altersteilzeit, rückständigen Urlaub, Lohn- und Gehaltszulagen, Gleitzeit- und Stundenguthaben, Jubiläumszuwendungen, sonstige personalbezogene Rückstellungen, Abschlusskosten, Altlasten, ausstehende Rechnungen und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Allen übrigen erkennbaren Risiken wurde in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten zusätzlich Verpflichtungen aus der Erfüllungsübernahme (Schuldbeitritt mit Erfüllungsübernahme) von sonstigen Rückstellungen der badenovaNETZE GmbH (nachfolgend bnNETZE) in Höhe von 50.819 Tsd. EUR. Aufgrund der Ausgliederung des Teilbereichs Vertrieb sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 4.163 Tsd. EUR, sonstige personalbezogene Rückstellungen in Höhe von 1.869 Tsd. EUR, Drohverlustrückstellungen in Höhe von 35.108 Tsd. EUR und weitere überwiegend im Zusammenhang mit energiewirtschaftlichen Themen stehende Rückstellungen in Höhe von 48.807 Tsd. EUR an die badenova Energie GmbH übertragen worden. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gehen aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 3 zum Anhang) hervor. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 69.078 Tsd. EUR (Vorjahr: 35.991 Tsd. EUR) betreffen im Wesentlichen den laufenden Verrechnungsverkehr in Höhe von 124.517 Tsd. EUR (Vorjahr: 39.760 Tsd. EUR), eine saldierte Forderung aus Ergebnisübernahme des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von -43.749 Tsd. EUR (Vorjahr: Verbindlichkeit +1.010 Tsd. EUR) sowie eine saldierte Forderung aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von -8.025 Tsd. EUR (Vorjahr: Verbindlichkeiten +9.555 Tsd. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten aufgerechnete Forderungen in Höhe von 59.403 Tsd. EUR (Vorjahr: 16.297 Tsd. EUR). Davon betreffen 8.255 Tsd. EUR (Vorjahr: 15.161 Tsd. EUR) Lieferungen und Leistungen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich wie im Vorjahr um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten werden überwiegend Verpflichtungen aus Erfüllungsübernahme (Schuldbeitritt mit Erfüllungsübernahme) ausgewiesen. Dabei handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten der bnNETZE in Höhe von 35.096 Tsd. EUR (Vorjahr: 40.654 Tsd. EUR). Latente Steuern Latente Steuern der Organgesellschaften, die aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge entstehen, werden bei der Ermittlung der latenten Steuern bei der Organträgerin badenova einbezogen. Für die Ermittlung der latenten Steuern sind die für die badenova gültigen Regelungen des Steuerrechts sowie der Steuersatz der badenova maßgebend. Die Differenzen resultieren im Wesentlichen aus:
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein unternehmensindividueller effektiver Steuersatz von 14,33 Prozent zugrunde. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang. Es wird von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Nach der Ausgliederung des Teilbereichs Vertrieb verbleiben im Bereich Stromversorgung lediglich die Umsatzerlöse aus dem Betrieb eigener Stromladesäulen in der badenova AG & Co. KG. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der Rückgang der Erträge aus der Inanspruchnahme Drohverlustrückstellung, aus Mahn- und Sperrkosten und aus bereits abgeschriebenen Forderungen liegt in der Übertragung der mit diesen Erträgen in Verbindung stehenden Geschäftsbereiche auf die badenova Energie GmbH begründet. Materialaufwand Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Analog zu den Umsatzerlösen handelt es sich beim Strombezug ab 2023 ausschließlich um Aufwand in Verbindung mit dem Betrieb von Ladesäulen. Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der Rückgang der Personalaufwendungen spiegelt den Abgang von durchschnittlich 165 Mitarbeitern von 352 Mitarbeitern im Vorjahr auf 187 Mitarbeiter im Geschäftsjahr wider, welcher vorwiegend aus der Ausgliederung des Teilbereichs Vertrieb resultiert. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Bis auf wenige Ausnahmen, wie zum Beispiel die Kostenerstattung der badenova Verwaltungs-AG, ist auch bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen die Ausgliederung des Teilbetriebs Vertrieb hauptursächlich für den starken Rückgang. Erträge/Aufwendungen aus Ergebnisübernahmen Die Erträge aus Ergebnisübernahmen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Aufwendungen aus Verlustübernahme setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Anteile an der Energie-Service Dienstleistungsgesellschaft mbH sind mit der Ausgliederung des Teilbetriebs Vertrieb auf die badenova Energie GmbH übergegangen. Es besteht nun ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der badenova Energie GmbH und der Energie-Service Dienstleistungsgesellschaft mbH, so dass das Ergebnis der letztgenannten mittelbar über die Ergebnisabführung der badenova Energie GmbH in den oben genannten Erträgen enthalten ist. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Periodenfremdes Ergebnis In der Gewinn- und Verlustrechnung ist ein Mehrertrag aus aperiodischen Aufwendungen und Erträgen in Höhe von 2.169 Tsd. EUR (Vorjahr: 14.499 Tsd. EUR) enthalten. Dieser Mehrertrag beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge und Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen. Sonstige Angaben Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der badenova AG & Co. KG einbezogen wird. Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin ist die badenova Verwaltungs-AG, Freiburg im Breisgau, deren gezeichnetes Kapital 50 Tsd. EUR beträgt. Mitarbeiter/-innen Im Geschäftsjahr 2023 waren ohne Geschäftsführung durchschnittlich 187 (Vorjahr: 352) Mitarbeiter/-innen beschäftigt. In der Zahl der Mitarbeiter/-innen sind 8 leitende Angestellte enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Bei der badenova AG & Co. KG bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 816 Tsd. EUR, davon in Höhe von 275 Tsd. EUR gegenüber verbundenen Unternehmen. Haftungsverhältnisse Es besteht eine Rückbürgschaftsverpflichtung in Höhe von 8.000 Tsd. EUR sowie eine Bürgschaftsverpflichtung in Höhe von 1.275 Tsd. EUR gegenüber der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau für die Beteiligungsgesellschaft providata GmbH, sowie eine Rückbürgschaftsverpflichtung gegenüber der Stadt Kehl für die Wärmegesellschaft Kehl GmbH & Co. KG in Höhe von 1.260 Tsd. EUR. Des Weiteren besteht eine Bürgschaftsverpflichtung gegenüber dem Kommunalen Versorgungsverband Baden- Württemberg für das Tochterunternehmen badenova Energie GmbH in Höhe von 14.700 Tsd. EUR. Aufgrund der Ertragssituation der einzelnen Gesellschaften ist nicht mit einer Inanspruchnahme der badenova AG & Co. KG zu rechnen. § 6b EnWG Als wesentliche Geschäfte mit verbundenen Unternehmen im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG sind kaufmännische Dienstleistungen gegenüber der badenovaNETZE GmbH in Höhe von 16.972 Tsd. EUR, der badenova Energie GmbH in Höhe von 1.254 Tsd. EUR sowie der badenIT GmbH in Höhe von 1.544 Tsd. EUR erbracht worden. Ferner sind als von verbundenen Unternehmen bezogene Leistungen im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG Aufwendungen aus Mieten und Pachten, aus Kfz.-Überlassung sowie aus kaufmännischer Geschäftsbesorgung mit der badenovaNETZE GmbH in Höhe von 1.646 Tsd. EUR zu nennen. Gegenüber der badenIT GmbH sind Aufwendungen aus IT-Geschäften in Höhe von 5.181 Tsd. EUR enthalten. Im Zusammenhang mit gewährten Darlehen an die badenova WärmePlus GmbH & Co. i.H.v. 73.470 Tsd. EUR, an die badenIT GmbH i.H.v. 12.430 Tsd. EUR, an die Freiburger Wärmeversorgungs GmbH über 465 Tsd. EUR und an die encore GmbH i.H.v. 2.150 Tsd. EUR sind Zinserträge von 1.543 Tsd. EUR generiert worden. Es besteht ein Cash-Pooling-Vertrag, in dessen Rahmen die badenova AG & Co. KG die Funktion als Cash- Pool-Trägerin übernimmt. Mit Vertrag vom 18. Dezember 2014 wurde zwischen der badenova AG & Co. KG und der bnNETZE der Schuldbeitritt mit Erfüllungsübernahme erklärt. Zum Bilanzstichtag wurden Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 85.916 Tsd. EUR übernommen. Konzernabschluss Die Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss. Bezüge des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung Die Bezüge des Vorstands der badenova Verwaltungs-AG betrugen 1.037 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.401 Tsd. EUR). Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der badenova Verwaltungs-AG betrugen 916 Tsd. EUR (Vorjahr: 748 Tsd. EUR), die der ehemaligen Vorstände und Geschäftsführer der badenova AG & Co. KG und deren Vorgängerunternehmen 133 Tsd. EUR (Vorjahr: 132 Tsd. EUR). Der Aufsichtsrat erhielt an Vergütungen und Sitzungsgeldern 135 Tsd. EUR (Vorjahr: 115 Tsd. EUR). Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat scroll
Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Gesellschaft obliegt der Komplementärin. Der Vorstand der badenova Verwaltungs-AG setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind nicht zu verzeichnen. Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn von 57,4 Mio. EUR einen Betrag in Höhe von 50,1 Mio. EUR an die Gesellschafter auszuschütten und den verbleibenden Betrag in die Rücklagen einzustellen.
Freiburg im Breisgau, 3. Mai 2024 badenova Verwaltungs-AG Der Vorstand Hellebrand Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023scroll
scroll
scroll
scroll
1*
abzgl.verrechnete Investitionszuschüsse 6.670,42 Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023scroll
scroll
Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023scroll
scroll
Tätigkeiten-Bilanz der badenova AG & Co. KG, Freiburg im Breisgau, als konzernverbundener Dienstleister gegenüber der badenovaNETZE GmbH zum 31. Dezember 2023ElektrizitätsverteilungAktiva scroll
Passiva scroll
Tätigkeiten- Gewinn- und Verlustrechnung der badenova GmbH & Co.KG, Freiburg im Breisgau, für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023Elektrizitätsverteilungscroll
Tätigkeiten-Bilanz der badenova AG & Co. KG, Freiburg im Breisgau, als konzernverbundener Dienstleister gegenüber der badenovaNETZE GmbH zum 31. Dezember 2023GasverteilungAktiva scroll
Passiva scroll
Tätigkeiten- Gewinn- und Verlustrechnung der badenova GmbH & Co.KG, Freiburg im Breisgau, für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023Gasverteilungscroll
Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss als konzernverbundener Dienstleister gegenüber der badenovaNETZE GmbH für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die Aufteilung der Aktiv- und Passivposten erfolgte weitestgehend direkt über die jeweiligen Sachverhalte. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich war, erfolgte eine Aufteilung dieser Positionen unter Verwendung von branchenüblichen Verteilungsschlüsseln. Die Zuordnung der Aufwendungen und Erträge erfolgte über die eingerichtete Profit-Center-Rechnung weitestgehend direkt auf die einzelnen Aufträge und Kostenstellen. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich war, erfolgte eine Aufteilung dieser Positionen unter Verwendung von branchenüblichen Verteilungsschlüsseln. Mit Ausgliederungs- und Übertragungsvertrag vom 26. Mai 2023 wurde der Geschäftsbereich Markt und Energiedienstleistungen, der die Beschaffung und den Vertrieb von Strom und Erdgas umfasst (nachfolgend: Teilbetrieb Vertrieb) aus der badenova AG & Co. KG ausgegliedert und gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG als Gesamtheit gegen Gewährung von Anteilen an der badenova Energie GmbH an die badenova AG & Co. KG auf die badenova Energie GmbH übertragen. Durch die Ausgliederung des Vertriebsbereichs hat sich die Schlüsselung insofern geändert, dass im übergreifenden Bereich der badenova AG & Co. KG keine vertriebsrelevanten Positionen mehr zu schlüsseln sind. Daher kommen im Gegensatz zum Vorjahr auch die Verteilungsschlüssel für Vertrieb und Umsatz nicht mehr zur Anwendung. Da die Mitarbeiter, die bisher im Bereich Vertrieb tätig waren, in die neu gegründete Gesellschaft badenova Energie GmbH übergegangen sind, hat sich der Personalschlüssel der badenova AG & Co. KG der Höhe nach verändert. Die Systematik der Schlüssel ist jedoch gleich geblieben. Erläuterungen zu Bilanzpositionen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte eine direkte Zuordnung zu den jeweiligen Tätigkeitsbereichen. Im Vorjahr kam hier teilweise noch ein Umsatzschlüssel zur Anwendung. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgte die Zuordnung weitestgehend direkt sowie mit Hilfe des Ergebnisschlüssels. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen erfolgte soweit möglich eine direkte Zuordnung. Nicht direkt zuordenbare Posten wurden mit Hilfe von sachgerechten Schlüsseln verteilt (Personalschlüssel; im Vorjahr: Personal- und Umsatzschlüssel). Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Kapitalausgleichskonto Der durch die Verteilung ergebende Unterschiedsbetrag zwischen Aktiva und Passiva wird als Kapitalausgleichskonto auf der Passivseite ausgewiesen. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Der Betrag ergibt sich gemäß der folgenden Erläuterung zum Eigenkapital. Eigenkapital Das Eigenkapital wurde direkt auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche verteilt. Der übersteigende Anteil wird als nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag auf der Aktivseite ausgewiesen. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen wurden mit Hilfe des Personalschlüssels verteilt. Die Steuerrückstellungen wurden direkt zugeordnet. Die personalbezogenen Rückstellungen wurden mit dem Personalschlüssel und die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem Personalschlüssel verteilt oder ebenfalls direkt zugeordnet. Im Vorjahr erfolgte die Zuordnung der sonstigen Rückstellungen zusätzlich mittels Ergebnis- und Umsatzschlüssel. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung wurden direkt zugeordnet. Im Vorjahr wurde zusätzlich ein Umsatzschlüssel verwendet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden teilweise direkt zugeordnet und teilweise mit Hilfe des Ergebnisschlüssels verteilt. Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Personalschlüssel verteilt oder direkt zugeordnet. Im Vorjahr ist auch hier teilweise ein Umsatzschlüssel zur Anwendung gekommen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr. Erläuterungen zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge Die Zuordnung der Erlöse erfolgte direkt auf Basis von Auswertungen aus der Dienstleistungsabrechnung sowie unter Berücksichtigung der direkten Zuordnung zu Aufträgen. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgte die Zuordnung zum Teil über sachgerechte Schlüssel (z.B. Auflösung von mitarbeiterbezogenen Rückstellungen). Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen Die Aufteilung der Aufwendungen erfolgte unter Berücksichtigung der direkten Zuordnung zu den Kostenstellen und Aufträgen (z.B. IT-Projekte). Weitere Positionen, die den übergreifenden Organisationseinheiten zugeordnet sind, wurden mithilfe des Personalschlüssels zwischen den Tätigkeiten aufgeteilt, z.B. Aufwendungen für Prüfung und Beratung. Zinsergebnis Die Zuordnung der Zinserträge und -aufwendungen erfolgte zum einen unter Berücksichtigung der direkten Zuordnung zu den Tätigkeitsbereichen (insbesondere Tätigkeit Sonstiges) sowie zum anderen mit einer sachgerechten Schlüsselung (Personalschlüssel für die Auf- und Abzinsung von mitarbeiterbezogenen Rückstellungen). Steuern Die Steuern wurden unter Berücksichtigung des Ergebnisschlüssels verteilt. Im Gesamtunternehmen besteht in 2023 eine Steuerentlastung in Höhe von 2.792.947,23 EUR. Nach Korrektur der Gewinnabführungen von Konzerngesellschaften ergibt sich hieraus bezogen auf das das Ergebnis vor Steuern ein Steuersatz in Höhe von 13,68 Prozent. Im Geschäftsjahr 2023 ergeben sich dadurch bei der Tätigkeit Elektrizitätsverteilung Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von -160.315,16 EUR und bei der Tätigkeit Gasveteilung in Höhe von - 136.575,11 EUR.
Freiburg im Breisgau, den 3. Mai 2024 badenova Verwaltungs-AG Der Vorstand Hans-Martin Hellebrand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die badenova AG & Co. KG, Freiburg im Breisgau Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der badenova AG & Co. KG, Freiburg im Breisgau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der badenova AG & Co. KG, Freiburg im Breisgau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG“ weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Stuttgart, 15. Mai 2024 RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Bernhard Holz, Wirtschaftsprüfer Markus Mock, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss der badenova AG & Co. KG für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 13.06.2024 festgestellt. Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat der badenova AG & Co. KG hat sich im Berichtsjahr intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens befasst. Er hat die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegen den Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand der Komplementärin bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überwacht. In alle grundlegenden Entscheidungen war der Aufsichtsrat eingebunden. Themen im Aufsichtsratsplenum und im Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates Im Geschäftsjahr 2023 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt, außerdem drei schriftliche Beschlussverfahren. Im Juli 2023 kam der Aufsichtsrat neben einer Aufsichtsratssitzung zu einer Klausurtagung zusammen, bei der sich das Gremium schwerpunktmäßig mit Fragen der strategischen Ausrichtung der badenova-Gruppe anhand des Projektes Masterplan Klimaneutralität befasst hat. Der Vorstand der Komplementärin hat den Aufsichtsrat in allen Sitzungen über die Beschaffungspreise für Strom und Gas, die Gasspeicherfüllstände und die diesbezügliche Lagebewertung informiert, außerdem über die Umsetzung der Preisbremsen für Erdgas- und Stromkunden. In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat über die Entwicklung der Risikoposition und die ergriffenen Maßnahmen informiert. Regelmäßige Beratungsgegenstände im Aufsichtsrat waren außerdem Informationen aus den Geschäftseinheiten sowie die Wirtschafts-, Investitions-, Finanz- und Personalplanung für die badenova-Gruppe einschließlich der Entwicklung der Beteiligungen. In seiner Sitzung am 10. März 2023 befürwortete der Aufsichtsrat das vorgestellte Thesaurierungsschema für die Geschäftsjahre 2022 ff. In der darauffolgenden Sitzung am 11. Mai 2023 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 gebilligt. In der Sitzung am 19. Juli 2023 hat der Aufsichtsrat im Zuge der Weiterentwicklung von Wind- und Photovoltaik-Projekten der Gründung einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft, der badenovaERNEUERBARE GmbH, zugestimmt. Am 17. November 2023 hat der Aufsichtsrat den Wirtschaftsplan 2024 gebilligt und den Wirtschaftsplan für die Geschäftsjahre 2025 bis 2028 zur Kenntnis genommen. Der Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates ist im Geschäftsjahr 2023 zu zwei Sitzungen zusammengekommen. Gegenstand der Beratungen waren die Besprechung des Jahresabschlusses (Einzel- und Konzernabschluss) 2022 mit dem Abschlussprüfer, der Bericht über die Prüfungsergebnisse der Internen Revision 2023 sowie die Verabschiedung des Revisions-Prüfungsplans für das Geschäftsjahr 2024 und der Compliance-Bericht über das Compliance-Management-System, den Compliance-Quartalsbericht und Compliance-Themen 2024. Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsführung Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen. Er hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung, der Wirtschaftsplanung, der Risikolage und der Risikoentwicklung sowie der Compliance unterrichtet. Insbesondere wurden alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte erörtert. Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, hat der Vorstand der Komplementärin dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Aufsichtsrat konnte somit im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag zustehenden Überwachungsfunktionen ausüben. Die Arbeit des Aufsichtsrates war geprägt von einem vertrauensvollen Austausch mit dem Vorstand der Komplementärin. Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2023 Die Gesellschafterversammlung hat auf Empfehlung des Aufsichtsrates die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Stuttgart, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 bestellt. Der Auftrag umfasste auch die Prüfung nach § 53 HGrG. Die Berichte über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes der badenova AG & Co. KG und des badenova-Konzerns wurden dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzbesprechung mit dem Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates teilgenommen und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung erläutert. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer hat zu keinerlei Beanstandungen geführt, er hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Das bei der badenova AG & Co. KG bestehende Risikomanagementsystem wurde in die Abschlussprüfung einbezogen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, wurden nicht identifiziert. Der Aufsichtsrat billigt den von der geschäftsführenden Komplementärin aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss für das Jahr 2023 mit der Feststellung, dass aufgrund eigener Prüfung keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss einschließlich des Lageberichts sowie den Konzernabschluss einschließlich des Konzernlageberichts erhoben werden. Er schließt sich dem Vorschlag der Komplementärin für die Verwendung des Bilanzgewinns an und empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den Abschluss für das Geschäftsjahr 2023 festzustellen. Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat Herr Klaus Muttach hat sein Mandat im Aufsichtsrat zum 17. November 2023 niedergelegt. Zu seinem Nachfolger hat die Gesellschafterversammlung nach einer entsprechenden Empfehlung des Aufsichtsrates Herrn Manuel Tabor, Oberbürgermeister der Stadt Achern, bestellt. Herr Dr. Philipp Frank hat sein Mandat im Aufsichtsrat zum 17. November 2023 niedergelegt. Zu seinem Nachfolger hat die Gesellschafterversammlung nach einer entsprechenden Empfehlung des Aufsichtsrates Herrn Martin Gruner, Oberbürgermeister der Stadt Waldshut-Tiengen bestellt. Frau Daniela Ullrich hat ihr Mandat mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand der Komplementärin, allen Mitarbeitenden und den Arbeitnehmervertretungen für ihr großes Engagement und die im Geschäftsjahr 2023 erbrachten Leistungen, welche die Grundlage für die positive Geschäftsentwicklung trotz eines erneut herausfordernden Geschäftsjahres waren.
Freiburg im Breisgau, 16. Mai 2024 Der Aufsichtsrat Martin W. W. Horn, Vorsitzender Oberbürgermeister Stadt Freiburg |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
badenova AG & Co. KG AG & Co. KG
Structured data
Parsed, typed and queryable directly through the API.
Overview
- Legal form
- AG & Co. KG
- Address
- 79108 Freiburg im Breisgau
- Commercial register
- HRA 4777, Freiburg
- Industry
- Industry · viewable with an API key Get API key →
Financials
Balance sheet
2024- Fixed Assets 1,6 % 11,83 Mio
- Current Assets 0,9 % 6,27 Mio
- Liabilities 57,8 % 449,82 Mio
- Equity 36,9 % 287,09 Mio
- Provisions 5,2 % 40,65 Mio
- Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile 0,0 % 50,0 k
- Accrued Expenses 0,0 % 9,5 k
Balance sheet data available for 18 earlier fiscal years.
Profit & loss
2024- Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 23,6 % 90,36 Mio
- Result after taxes 15,1 % 58,02 Mio
- Annual net profit/loss 15,1 % 57,95 Mio
- Balance sheet profit/loss 15,0 % 57,34 Mio
- Revenue 8,8 % 33,66 Mio
- Other operating expenses 6,3 % 24,19 Mio
- Personnel expenses 5,6 % 21,32 Mio
- Interest and similar expenses 3,1 % −12,05 Mio
- Income and profit taxes 1,3 % 5,01 Mio
- Depreciation on financial assets and current asset securities 1,2 % 4,70 Mio
- Other interest and similar income 1,2 % 4,44 Mio
- Material expenses 0,8 % 3,05 Mio
- Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,8 % 2,95 Mio
- Income from investments 0,5 % 2,01 Mio
- Other operating income 0,5 % 1,76 Mio
- Einstellung in den Innovationsfonds 0,5 % 1,74 Mio
- Entnahme aus dem Innovationsfonds 0,4 % 1,38 Mio
- Einstellung in das Klimakonto 0,1 % 550,0 k
- On intangible assets and property, plant, and equipment 0,1 % 473,2 k
- Entnahme aus dem Klimakonto 0,1 % 298,0 k
- Other taxes 0,0 % 65,2 k
- Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 0,0 % 22,8 k
- Aufwendungen aus Verlustübernahme 100,0 % 16,41 Mio
P&L data available for 18 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
A*** S******
since 2009 Procura
-
D***** W*****
since 2023 Procura
-
J***** D****
since 2019 Procura
-
K****** G*******
since 2022 Procura
-
L*** F******
since 2024 Procura
-
M***** Z*********
since 2023 Procura
-
R******* L***
since 2023 Procura
-
V******* L******
since 2015 Procura
Ownership & holdings
Shareholders
- badenova AG & Co. KG DEU 100.0 % 500k €
Ultimate beneficial owners (UBOs)
No beneficial owners conclusively identified — 1 possible matches from the transparency register.
Holds shares in
- badenovaERNEUERBARE GmbH GmbH 100.0 %
- FREIBADEN Transformation Consulting GmbH GmbH 100.0 %
- badenCampus Verwaltungs-GmbH GmbH 100.0 %
History
- 2025
-
15.09.
Member entrybadenova AG & Co. KG · Limited Partner
-
07.08.
Exit of positionC****** K********* · Procura
- 2024
-
23.12.
Member entryL*** F****** · Procura
-
21.10.
Exit of positionKlimapartner Südbaden e.V. · Board Chair
-
17.06.
Exit of positionD***** B****** · Procura
-
17.06.
Exit of positionA*** L****** · Procura
- 2023
-
07.08.
Member entryR******* L*** · Procura
-
26.05.
Splitbadenova AG & Co. KG
Raw data & documents
Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.
Annual statements (full text)
Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Register documents
PDF documents straight from the court register — fetched on demand via the :code endpoint.
- Current extract (AD)
- Chronological extract (CD)
- Structured content (SI, XML)
- Shareholders list
- Articles of association
Website content
Structured markdown rendering of the company's public website — perfect for enrichment and AI pipelines.
- Website snapshot (auto-discovered) AI
Structured data and full text — per company
From annual statements as HTML to UBO lists: enable each field individually via the features parameter. One API, all data.
- Key figures Revenue, employee count, total assets, net income — per fiscal year.
- Authorized representatives Current and former managing directors, board members, signatories — with roles and date ranges.
- Publications Official commercial register publications including date and full text.
- Gesellschafter Current shareholder structure with stakes and contributions.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Ultimate beneficial owners as recorded in the German transparency register.
- Beteiligungen Stakes this company holds in other entities.
- Bilanz Full balance sheet line items from published annual statements.
- Gewinn- und Verlustrechnung P&L line items per fiscal year.
- Jahresabschlüsse (HTML) Published annual financial statements rendered as HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Notices from the official insolvency registers.
- News Recent mentions of the company from external news sources.
Plug into any stack
Whether you're building a classical API integration, an AI agent, or a no-code workflow — this data slots in.
Use this data in your app
Grab an API key and pull this structured commercial register data straight from your application — no scraping, no PDFs.
Keyboard shortcuts
- Copy active snippet
- C
- Copy entity_id
- I
- Switch tab
- 1–6
- Toggle this help
- ?