BOB Automotive Group GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2023 bis zum 31.08.2024Dieses Testatsexemplar dient nur dem bestimmungsgemäßen Gebrauch nach §§ 325 ff. HGB. InhaltsverzeichnisBilanz zum 31.08.2024 Gewinn- und Verlustrechnung 01.09.2023 - 31.08.2024 Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024 - Anhang 1 Anlagenspiegel - Anhang 2 Beteiligungsspiegel Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Bilanz zum 31. August 2024in € AKTIVA
PASSIVA
Gewinn-und-Verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2023 - 31. August 2024in €
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/24I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen 2. Beteiligungsverhältnisse 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4. Rechnungsabgrenzungsposten 5. Rückstellungen 6. Verbindlichkeiten 7. Latente Steuern V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 2. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB 3. Mitarbeiter 4. Geschäftsführung 5. Abschlussprüferhonorar 6. Ergebnisverwendung I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die BOB Automotive Group GmbH hat ihren Sitz in der Ruhrtalstraße 71, 45239 Essen. Sie ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter HRB Nr. 10095. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der BOB Automotive Group GmbH zum 31. August 2024 wurde auf der Grundlage der deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie unter Beachtung des GmbHG und der ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen (§§ 276, 288 HGB) wurden teilweise in Anspruch genommen. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden überwiegend im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die BOB Automotive Group GmbH stellt als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten Kreis einzubeziehender Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in vollen Euro, sofern nichts Abweichendes vermerkt ist. Alle angegebenen Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; es können sich somit bei der Addition geringfügige Abweichungen ergeben. Zum Abschlussstichtag hielt die Gesellschaft Anteile an den nachfolgenden operativen Tochterunternehmen. Die Beteiligungsquote beträgt jeweils 100%:
Zwischen diesen Tochterunternehmen und der BOB Automotive Group GmbH als Organträgerin bzw. herrschendem Unternehmen besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft. Des Weiteren bestehen mit der BOB Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge, die in den Handelsregistereintragungen der Tochterunternehmen vermerkt sind. Weiterhin ist die BOB Automotive Group GmbH an den nachfolgenden Objektgesellschaften beteiligt, in denen im Wesentlichen die von den verbundenen Unternehmen genutzten Betriebsimmobilien gehalten werden:
Zudem ist die BOB seit September 2019 mit 75 % an einer weiteren Personenhandelsgesellschaft beteiligt. Unter Bezugnahme auf die Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 3 Nr. 2 HGB unterbleiben die gemäß § 285 Nr. 11 HGB geforderten Angaben. Des Weiteren ist die BOB Automotive Group GmbH seit Februar 2024 mit 35 % an der Gesellschaft Solar NRW GmbH beteiligt. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Wertansätze wurden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 netto wurden gemäß § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG vollständig abgeschrieben. Es wurde unterstellt, dass die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter im Zugangsjahr abgegangen sind. Die Finanzanlagen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 253 Abs. 1 HGB bewertet bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf den niedrigeren Wert zum Bilanzstichtag abgeschrieben gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB. Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt, soweit nicht ein niedrigerer Wert gemäß § 253 Abs. 4 Satz 1 HGB beizulegen war. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bilanziert. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken und wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Die Verbindlichkeiten wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Passive latente Steuern wurden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gemäß § 274 Abs. 1 HGB gebildet und mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen gemäß § 274 Abs. 2 HGB bewertet. IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wurde im Anlagenspiegel (Anhang 1 zu Anlage 3) dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Angaben zu den Abschreibungen gemäß § 284 Abs. 3 S. 3 HGB. 2. Beteiligungsverhältnisse Die Beteiligungsverhältnisse der Gesellschaft werden im Beteiligungsspiegel (Anhang 2 zu Anlage 3) dargestellt. Hieraus ergeben sich die Höhe des Anteils am Kapital, das Eigenkapital und das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres dieser Tochterunternehmen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 13 (Vorjahr: T€ 113) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 18.246 (Vorjahr: T€ 22.684) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1.244 (Vorjahr: T€ 1.483) haben eine Restlaufzeit von kleiner einem Jahr. Diese umfassen im Wesentlichen Beteiligungserträge (T€ 584) sowie Ansprüche aus Steuerforderungen (T€ 325). 4. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 73 (Vorjahr: T€ 191) wurde im Wesentlichen gebildet für Wartungskosten und Lizenzgebühren. 5. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen belaufen sich auf T€ 644 (Vorjahr: T€ 2.460) und entfallen auf Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag (T€ 87), sowie Gewerbesteuer (T€ 557). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
6. Verbindlichkeiten Die nachfolgende Darstellung gibt einen Überblick über die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zum Abschlussstichtag.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind nachfolgend detailliert erläutert:
7. Latente Steuern Bei der Berechnung der passiven latenten Steuern wurden die zum Bilanzstichtag bestehenden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen mit dem aktuell gültigen theoretischen Steuersatz in Höhe von 32,8 % bewertet. Die latenten Steuerschulden betrugen zum Bilanzstichtag T€ 716 (Vorjahr: T€ 716). V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat folgendes Gebäude angemietet: Ruhrtalstraße 71, 45239 Essen; Laufzeit bis Dezember 2034 Die jährlichen Mietzahlungen an ein verbundenes Unternehmen belaufen sich auf T€ 175. Zum 31. August 2024 bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Wartungsverträgen mit einem Restobligo von insgesamt T€ 2.657. 2. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Die BOB Automotive Group GmbH hat Bürgschaften für Tochterunternehmen für die von Kreditinstituten eingeräumten Kontokorrentlinien übernommen. Die Gesamtsumme der eingegangenen Bürgschaften betrug zum Abschlussstichtag T€ 725 (Vorjahr T€ 1.475). Wir schätzen das Risiko, aus den Eventualverbindlichkeiten in Anspruch genommen zu werden, aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der verbundenen Unternehmen als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. 3. Mitarbeiter Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 85 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 97 Mitarbeiter). Neben 82 kaufmännischen Mitarbeitern waren 1 gewerblicher Mitarbeiter und 2 Aushilfen beschäftigt. Im Vorjahr erfolgte die Beschäftigung von 89 kaufmännischen Mitarbeitern, 4 gewerblichen Mitarbeitern und 4 Aushilfen. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. 4. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Höhe der Geschäftsführerbezüge (§ 285 Nr. 9a HGB) von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. 5. Abschlussprüferhonorar Die Angaben zum Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2023/24 sind in dem von der BOB Automotive Group GmbH aufgestellten Konzernabschluss enthalten. 6. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von € 972.969,26 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von € 6.658.524,92 auf neue Rechnung vorgetragen.
Essen, 17 Januar 2025 Ralf Markus Boden Dr.Peter Jänsch Anlagespiegel zum 31. August 2024in T€
Beteiligungsspiegel zum 31. August 2024 BOB Automotive Group GmbH, Essen
1 Ergebnisabführungsvertrag
Lagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024I. Grundlagen des Unternehmens / Geschäftsmodell A. Allgemeines B. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen B. Geschäftsverlauf 1. Ertragslage 2. Finanzlage 3. Vermögenslage C. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren D. Gesamtaussage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht A. Risikobericht B. Chancenbericht V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten VI. Bericht über Zweigniederlassungen I. Grundlagen des Unternehmens / Geschäftsmodell A. Allgemeines Die BOB Automotive Group GmbH (nachfolgend "BOB") mit Sitz in Essen ist das Mutterunternehmen des "BOB-Konzerns". Hauptgegenstand des Unternehmens sind der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Gesellschaften und Unternehmen, vornehmlich im Bereich automobiler Handelsgeschäfte sowie sonstiger fahrzeugbezogener Tätigkeiten und der Erwerb sowie die Verwaltung von Immobilien und Beteiligungen an Immobiliengesellschaften, deren Immobilien insbesondere automobilen Geschäften dienen, die Fahrzeugvermietung sowie der Abschluss und die Vermittlung von Leasinggeschäften für Kraftfahrzeuge und sonstige mobile Wirtschaftsgüter; das Fahrzeugmanagement, der Handel mit Neu- und Gebrauchtfahrzeugen sowie die Aufstellung und die Ausführung von Mobilitätskonzepten und Mobilitätsdienstleistungen. Die BOB hält u. a. Beteiligungen an vier operativ tätigen Tochterunternehmen, deren Geschäftstätigkeit neben dem Handel mit neuen und gebrauchten Fahrzeugen, dem Vertrieb von Automobilteilen und KFZ-Zubehör insbesondere auch die Erbringung von umfangreichen Werkstatt- und Reparaturleistungen umfasst. Zusätzlich besteht eine Beteiligung an einem Solarunternehmen, welches Solaranlagen auf Privat- oder Gewerbeimmobilien errichtet und in Betrieb nimmt. Weitere Tochterunternehmen der BOB haben sich auf die Fahrzeugvermietung bzw. die Vermietung von im Wesentlichen durch die verbundenen Unternehmen genutzten Betriebsimmobilien spezialisiert. Das Geschäft der Fahrzeugvermietung war in den letzten Jahren stark rückläufig, daher wurde der Unternehmensgegenstand dieser Tochtergesellschaft geändert und die Firma wurde umbenannt. Die Eintragungen im Handelsregister erfolgten bereits am 17. Juli 2023. Seit dem 1. September 2023 führt diese Tochtergesellschaft als BOB.bike GmbH das Fahrradgeschäft der BOB. Im September 2023 hat die BOB weitere 50% der Anteile an einer Beteiligungsgesellschaft, die im Bereich Marketing tätig ist, erworben, sodass diese ab dem Geschäftsjahr 2023/2024 zu 100% der BOB gehört. Die Tochterunternehmen sind an 20 Standorten im Ruhrgebiet und im Bergischen Land tätig. Die BOB Automotive Group GmbH stellt ihren Tochterunternehmen eine Vielzahl von administrativen Dienstleistungen zur Verfügung und bündelt deren gemeinschaftlichen Geschäftsprozesse in spezialisierten Abteilungen. Die Geschäftsbereiche der BOB gliedern sich, neben der Geschäftsführung, im Wesentlichen in die Organisationseinheiten Fahrzeugdisposition, Gebrauchtwagenmanagement, Einkauf, Rechnungswesen/Controlling, Personalmanagement, Immobilienmanagement, IT-Leistungen und Aftersales Faktura. B. Forschung und Entwicklung Aufgrund des Tätigkeitsfeldes der BOB im Bereich der Verwaltung von Beteiligungen an Gesellschaften, die vornehmlich im Fahrzeughandel tätig sind, entfällt der Bereich der Forschung und Entwicklung. II. Wirtschaftsbericht A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 3. Quartal 2024 gegenüber dem 2. Quartal 2024 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,1% gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, fiel das Wirtschaftswachstum damit um 0,1%- Punkte schwächer aus als in der Schnellmeldung vom 30. Oktober 2024 berichtet. Im 2. Quartal war die Wirtschaftsleistung um 0,3% zurückgegangen, nachdem sie im 1. Quartal noch leicht gestiegen war (+0,2%). Nach dieser insgesamt verhaltenen Entwicklung in der ersten Jahreshälfte startete die deutsche Wirtschaft mit einem kleinen Plus in das zweite Halbjahr 2024 1. Konsumausgaben im Vergleich zum Vorquartal gewachsen Nach dem Rückgang im 2. Quartal 2024 stiegen die preis-, saison- und kalenderbereinigten privaten Konsumausgaben im 3. Quartal 2024 um 0,3% gegenüber dem Vorquartal an. So gaben die Verbraucherinnen und Verbraucher unter anderem mehr für Verbrauchsgüter aus, beispielsweise für Nahrungsmittel und Getränke. Auch der Staatskonsum legte mit +0,4% gegenüber dem Vorquartal zu. Insgesamt nahmen die Konsumausgaben gegenüber dem 2. Quartal 2024 um 0,3% zu. Leicht negative Impulse kamen dagegen von den Investitionen: In Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde im 3. Quartal 2024 preis -, saison- und kalenderbereinigt 0,2%, in Bauten 0,3% weniger investiert als im Vorquartal. Sowohl die Bau -, als auch die Ausrüstungsinvestitionen waren schon im 2. Quartal 2024 zurückgegangen, das Minus war mit -2,2% beziehungsweise -3,4% jedoch deutlich größer gewesen 2. Bruttowertschöpfung in den meisten Bereichen im Minus
1 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr.
438 vom 22. November 2024
Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung war im 3. Quartal 2024 insgesamt um 0,2% niedriger als im 2. Quartal 2024. Die stärksten Rückgänge waren im Verarbeitenden Gewerbe (-1,4%) und im Baugewerbe (-1,2%) zu verzeichnen. Die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen stieg dagegen im Vorquartalsvergleich leicht an. Auch die Finanz- und Versicherungsdienstleister (-0,9%) sowie der Bereich Information und Kommunikation (-0,4%) konnten ihre Wirtschaftsleistung nicht steigern. Positive Signale sendeten der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,3%) sowie die sonstigen Dienstleister (+0,6%). Im zusammengefassten Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe nahm die preis-, saison- und kalenderbereinigte Wertschöpfung zum Vorquartal leicht um 0,1% zu, nachdem sie in den beiden Vorquartalen noch gesunken war 3. Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich gestiegen Wie auch in den ersten beiden Quartalen wurde im 3. Quartal 2024 deutlich weniger investiert als im entsprechenden Vorjahresquartal. Die Ausrüstungsinvestitionen gingen preisbereinigt um 5,7% gegenüber dem 3. Quartal 2023 zurück, was unter anderem auf einen Basiseffekt bei den gewerblichen Pkw-Neuzulassungen zurückzuführen war. Diese waren im 3. Quartal 2023 wegen des Auslaufens der staatlichen Förderung gewerblicher Zulassungen von Elektrofahrzeugen zum 1. September 2023 besonders stark angestiegen 4. Finanzierungsbedingungen und Kreditentwicklung Die kurzfristigen Marktzinsen sind seit der Sitzung des EZB-Rats im September 2024 zurückgegangen. Verantwortlich hierfür waren vor allem schwächere Wirtschaftsdaten für den Euroraum und der weitere Inflationsrückgang. Bei nach wie vor restriktiven Finanzierungsbedingungen sanken die durchschnittlichen Zinssätze für neue Unternehmenskredite und neue Immobilienkredite im August leicht auf 5,0% bzw. 3,7%. Der Indikator der Finanzierungskosten der Banken und die Zinsen für Bankkredite im Euroraum lagen im August weiterhin auf einem restriktiven Niveau. Die Dynamik der Bankkreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte war angesichts der hohen Kreditzinsen, des schwachen Wirtschaftswachstums und der strengen Kreditrichtlinien nach wie vor gedämpft. Laut der Umfrage zum Kreditgeschäft im Euroraum vom Oktober 2024 blieben die Richtlinien für die Vergabe von Unternehmenskrediten im dritten Quartal dieses Jahres unverändert, nachdem sie zuvor mehr als zwei Jahre lang kontinuierlich verschärft worden waren. Die Nachfrage nach Unternehmenskrediten stieg im dritten Quartal, blieb aber insgesamt gering, während sich die Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten deutlich erholte.
3 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr.
438 vom 22. November 2024
Der EZB-Rat beschloss auf seiner Sitzung am 17. Oktober 2024, die drei Leitzinssätze der EZB um jeweils 25 Basispunkte zu senken. Insbesondere der Beschluss zur Senkung des Zinssatzes für die Einlagefazilität - der Zinssatz, mit dem der EZB-Rat den geldpolitischen Kurs steuert - spiegelte die aktualisierte Beurteilung der Inflationsaussichten durch den EZB-Rat, die Dynamik der zugrunde liegenden Inflation und die Stärke der geldpolitischen Transmission wider. Die aktuellen Daten zur Inflation zeigen, dass der Disinflationsprozess gut voranschreitet. Die Inflationsaussichten wurden zudem durch aktuelle Konjunkturindikatoren beeinflusst, die schwächer ausfielen als erwartet. Die Finanzierungsbedingungen blieben unterdessen restriktiv. Die Inflation dürfte in den kommenden Monaten anziehen, bevor sie im Lauf des nächsten Jahres auf den Zielwert zurückgeht. Die Binneninflation ist weiterhin hoch, da die Löhne nach wie vor in einem erhöhten Tempo ansteigen. Zugleich wird sich der Arbeitskostendruck wohl weiterhin allmählich abschwächen, wobei die Unternehmensgewinne seine Auswirkungen auf die Inflation teilweise abfedern. Der EZB-Rat ist entschlossen, für eine zeitnahe Rückkehr der Inflation zum mittelfristigen Ziel von 2% zu sorgen. Er wird die Leitzinsen so lange wie erforderlich ausreichend restriktiv halten, um dieses Ziel zu erreichen 5. Bereich Sales Zum Jahresende 2024 gab es nochmals einen Dämpfer für den Markt der KfZ-Neuzulassungen in Deutschland. Im Monat Dezember 2024 kamen 224.721 Autos neu auf die Straßen - das bedeutet einen Rückgang um 7,1%. Kalenderbereinigt ergibt sich ein Defizit von 1,9% gegenüber dem Dezember 2023. Die Gesamtzahl der Neufahrzeuge im Jahr 2024 lag bei rund 2,82 Mio. (Vorjahr: 2,84 Mio.), 1% weniger als im Jahr 2023 und rund 25% weniger als 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie. Mehr als zwei Drittel der Fahrzeuge (67,5%) entfielen 2024 auf die gewerblichen Halter (minus -0,4%). Bei den privaten Anmeldungen betrug das Minus 2,1%. Bei den Antriebsarten registrierte das KBA einen massiven Einbruch bei den reinen E-Autos. 380.609 BEV-Neuzulassungen entsprechen einem Minus von 27,4%. Damit sinkt ihr Marktanteil auf 13,5%. Kräftige Zuwächse gab es bei den Hybriden mit 947.398 Neuzulassungen (+12,7%) und einem Anteil von 33,6%. Darunter sind 191.905 Plugin Hybride (+9,2%). Weiterhin am beliebtesten sind Benziner. Auf sie entfallen im vergangenen Jahr 991.948 Neuzulassungen, was einem Marktanteil von 35,2% entspricht. Die Zahl neuer Diesel gibt mit 483.261 Einheiten gegenüber dem Vorjahr zwar leicht nach, ihr Neuzulassungsanteil klettert aber von 17,1 auf 17,2% 6. Die Anzahl der verkauften, gebrauchten Fahrzeuge im Jahr 2024 nahm im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2023 in Deutschland eine positive Entwicklung. Der Markt stieg für den 12-Monatszeitraum um über 7,0%. Insgesamt registrierte das KBA 6,48 Mio. Pkw-Halterwechsel (Vorjahr: 6,03 Mio. Pkw-Halterwechsel) 7.
5 EZB, Wirtschaftsbericht, Ausgabe 7 / 2024
Bereich After Sales Im Bereich Service und Reparatur von Automobilfahrzeugen war im Jahr 2024 eine stabile Tendenz zu erkennen. KfZ-Werkstätten in Deutschland haben in den ersten neun Monaten dieses Jahres ein Umsatzplus erzielt. Mit der Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen machten sie von Januar bis September 2024 preisbereinigt 2,5% mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Der Handel mit Kraftwagen hat hingegen real 1,3% weniger Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Ein Grund für das Umsatzplus der Kfz-Werkstätten und den Umsatzrückgang im Autohandel dürfte die Zurückhaltung beim Kauf von Neu- und Gebrauchtwagen sein. Zudem war die staatliche Förderung in Form einer Kaufprämie für Elektroautos im Dezember 2023 ausgelaufen. Einen leichten Umsatzrückgang verzeichnete auch der Handel mit Kraftwagenteilen und -zubehör mit real -0,2 % von Januar bis September 2024 gegenüber dem Vorjahreszeitraum 8. Die verunsicherten Kunden pflegen umso mehr ihre im Besitz befindlichen Fahrzeuge: Die Werkstattauslastung war schon im Jahr 2023 (86%) sehr erfreulich und die Kapazitäten der Werkstätten am Limit. Für das Jahr 2024 erwartete der ZDK eine weiter positive Entwicklung mit 87%.
8 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr.
059 vom 2. Dezember 2024
B. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der BOB Automotive Group GmbH ist in hohem Maße geprägt durch die Entwicklung und die Jahresergebnisse der vier operativ tätigen Tochterunternehmen. Dieser Einfluss ist zum einen bedingt durch die konzerninternen Leistungsverrechnungen und zum anderen durch die bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit diesen Tochterunternehmen. Die operative Geschäftstätigkeit der BOB Automotive Group GmbH besteht nahezu ausschließlich in der Bereitstellung von Service- und Managementleistungen für die Tochterunternehmen. Die Umsatzerlöse aus den konzerninternen Leistungsverrechnungen, die auf Basis einer Zuschlagskalkulation berechnet werden, lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit T€ 5.224 über dem Vorjahresniveau (T€ 4.916). Die BOB Automotive Group GmbH stellt nicht nur eigene Dienstleistungen bereit, sondern beschafft auch für den gesamten Konzern externe Dienstleistungen (wie z.B. IT-Dienstleistungen von externen Softwareanbietern), die sie dann ihren Tochterunternehmen entsprechend der Inanspruchnahme weiterbelastet. Sowohl die Umsatzerlöse als auch die Materialaufwendungen in diesem Bereich haben sich gegenüber dem Vorjahr gemindert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen daraus, dass kostenintensive IT-Projekte (Implementierung Warenwirtschafts- und Dokumentenmanagementsystem) im Vorjahr abgeschlossen und an die Tochterunternehmen weiterberechnet wurden. Die Umsatzerlöse der BOB sind insgesamt von T€ 9.717 auf T€ 9.063 zurückgegangen. Das Betriebsergebnis war geplant negativ mit T€ 1.752 (Vorjahr: negativ T€ 2.248); das Ergebnis vor Ertrags- und sonstigen Steuern ist aufgrund von höheren Aufwendungen aus Verlustübernahmen und geringeren Gewinnen aus Ergebnisabführungsverträgen um T€ -2.799 auf T€ 1.648 zurückgegangen. Der Marktauftritt aller Tochterunternehmen der BOB-Gruppe erfolgt im Bereich des Automobilhandels über die beiden Marken BOB Automobile (BOB Automobile GmbH) und TCB Automobile (TCB Automobile GmbH). 1. Ertragslage Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ -653 bzw. -6,7% auf T€ 9.064 zurückgegangen. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Umsätzen aus der Weiterberechnung von fremdbezogenen Leistungen an die Tochterunternehmen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ +152 bzw. +88,4% auf T€ 324 erhöht. Die Veränderung ist im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen entstanden. Der Materialaufwand hat sich von T€ 2.678 um T€ -1.394 auf T€ 1.285 (-52,0%) gemindert und steht in Zusammenhang mit dem Rückgang der Umsätze aus der Weiterberechnung von bezogenen Leistungen an die Tochterunternehmen. Der Personalaufwand ist um T€ -108 (-5,2%) von T€ 5.242 auf T€ 5.134 zurückgegangen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Gewährung von variablen Bezügen (Boni) zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ -602 (-15,1%) von T€ € 3.988 auf T€ 3.387 zurückgegangen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Bereiche Raumkosten mit T€ 242 (Vorjahr T€ 653; also um T€ -411), Reparaturen und Instandhaltungen (T€ -137), sowie Werbe- und Reisekosten (T€ -47) zurückzuführen. An den Ergebnissen der operativ tätigen Tochterunternehmen partizipiert die BOB über Ergebnisabführungsverträge. Die Ergebnisse aus den Tochterunternehmen in der Rechtsform von Personenhandelsgesellschaften, die im Wesentlichen im Bereich der Immobilienverwaltung tätig sind, werden phasengleich vereinnahmt. Die Erträge aus Beteiligungen an Personenhandelsgesellschaften sind um T€ +37 (+3,2%) auf T€ 1.196 gestiegen. Die Ergebnisse aus den Ergebnisabführungsverträgen hingegen sind um T€ -2.837 von T€ 4.677 auf T€ 1.840 zurückgegangen. Insgesamt sind die Beteiligungsergebnisse aus den Tochterunternehmen von T€ 5.836 im Vorjahr um T€ -2.799 (-48,0%) auf T€ 3.037 gesunken. Das Finanzergebnis hat sich von T€ -262 im Vorjahr um T€ -399 auf T€ -661 verschlechtert und war im Wesentlichen durch Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 201 sowie höhere Zinsaufwendungen von T€ 182 beeinflusst. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die sonstigen Steuern belaufen sich auf T€ 675 (Vorjahr: T€ 1.232). Die Minderung der Steuerlast ist wesentlich auf den Rückgang des Jahresergebnisses zurückzuführen. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres liegt mit T€ 973 um T€ -1.120 (-53,5%) unter dem Vorjahresergebnis (T€ 2.093). 2. Finanzlage Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag T€ 19.728 (Vorjahr: T€ 18.755) und die Eigenkapitalquote lag bei 38, 1% (Vorjahr: 31,8%). Der relative Anteil des Fremdkapitals betrug zum Stichtag 61,9% (Vorjahr: 68,0%). Das Fremdkapital setzte sich im Wesentlichen zusammen aus den Rückstellungen (T€ 1.731), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ 13.409), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 12.241), sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 3.819) und passiven latenten Steuern (T€ 716). Im Mai 2020 hatte die Gesellschaft im Rahmen des Förderprogramms aufgrund der Corona-Pandemie ein KfW Darlehen in Höhe von € 10 Mio. ausgezahlt bekommen. Diese Mittel wurden an die operativ tätigen Tochtergesellschaften zu adäquaten Konditionen weitergereicht. Seit September 2021 wird dieses Darlehen vierteljährlich mit T€ 625 getilgt, so dass zum Bilanzstichtag nur noch eine Verbindlichkeit von € 2,5 Mio. besteht. Die liquiden Mittel haben sich zum Bilanzstichtag auf T€ 4 verringert (Vorjahr: T€ 1.208). Dies resultiert im Wesentlichen aus der Umsatzsteuervorauszahlung für den Voranmeldungszeitraum Juli 2024. Die Liquidität der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet, so dass das Unternehmen seine Zahlungsverpflichtungen stets unter Ausnutzung von Skontoabzug erfüllen konnte. Im Geschäftsjahr wurden T€ 122 Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen getätigt, davon entfielen T€ 77 auf Anzahlungen für EDV-Software/Lizenzen, T€ 27 auf Bauten auf eigenen Grundstücken, sowie T€ 19 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung inklusive geringwertige Wirtschaftsgüter. Insgesamt verminderte sich das Anlagevermögen durch planmäßige Abschreibungen. Das Finanzanlagevermögen hat sich durch den Erwerb der weiteren Anteile an der TeamUnion GmbH und der JABO Ruhrtalstr. 71 GmbH & Co. KG um zunächst T€ 69 erhöht. Die Erhöhung der Beteiligung an der Solar NRW GmbH sowie die Veränderung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen bewirkten eine weitere Erhöhung des Finanzanlagevermögens um T€ +244. Unter Berücksichtigung der Teilwertabschreibung auf die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft um T€ 201 hat sich das Finanzanlagevermögen insgesamt T€ +118 erhöht. 3. Vermögenslage Die Vermögenslage des Unternehmens ist wesentlich durch ihre Beteiligungen an den Tochterunternehmen geprägt. Der Gesamtbetrag der Anteile an verbundenen Unternehmen betrug zum Bilanzstichtag T€ 23.466 (Vorjahr T€ 23.397). Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von T€ 59.022 auf T€ 51.756 zurückgegangen. Der Rückgang um T€ -7.266 ist im Wesentlichen auf den Verbrauch von Steuerrückstellungen (T€ 1.817), die Minderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 3.255) sowie der sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 3.219) auf der Passivseite sowie Minderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 4.438) sowie der Liquiden Mittel (T€ 1.204) und der Vorräte (T€ 1.062) auf der Aktivseite zurückzuführen. Die Vermögensstruktur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch einen Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen von 62,1% (Vorjahr: 54,7%) und der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 37,8% (Vorjahr: 41,1%). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ -4.742 (19,5%) auf T€ 19.538 zurückgegangen. Die Rückstellungen sind im Geschäftsjahr um T€ -1.986 auf T€ 1.731 gesunken. Die Verbindlichkeiten haben sich um T€ 6.254 (19,5%) auf T€ 29.581 gemindert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und der sonstigen Verbindlichkeiten. C. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die BOB Automotive Group GmbH erstellt als Mutterunternehmen des BOB-Konzerns das kennzahlenorientierte Reporting für die verbundenen Unternehmen. Im Rahmen des kennzahlenorientierten Reporting werden bereichsspezifische und bereichsübergreifende KPIs (key performance indicators) festgelegt, mit deren Hilfe die Steuerung der verbundenen Unternehmen erfolgt. Für alle operativen Tochtergesellschaften werden zusätzlich als Steuerungsgrößen die Umsatzrendite und das EBT (earnings before tax) herangezogen. Für die BOB Automotive Group GmbH ist im Wesentlichen das EBT als finanzieller Leistungsindikator relevant. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind z.B. die Steigerung der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Die Zufriedenheit der Kunden und Mitarbeiter wird regelmäßig anhand spezieller Indizes ermittelt. Die Messung der Kundenzufriedenheit erfolgt dabei sowohl durch eigene Befragungen als auch durch von den Fahrzeugherstellern durchgeführten Nachkontakte. Zur Beurteilung der Zufriedenheit der Mitarbeiter finden Mitarbeiterbefragungen statt. D. Gesamtaussage Die Gesamtentwicklung der BOB Automotive Group GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr eher rückläufig, im Wesentlichen bedingt durch die geringeren Ergebnisse aus den operativ tätigen Tochtergesellschaften sowie aus den Beteiligungserträgen der Grundstücksgesellschaften. Die Ergebnisse aus den Ergebnisabführungsverträgen mit den operativen Tochtergesellschaften haben mit T€ 2.753 unsere Planzahlen nicht erreichen können. Die Planabweichung ist im Wesentlichen auf die rückläufige Entwicklung in den Absatzmärkten des Fahrzeug- und Fahrradgeschäftes zurückzuführen. Die Ergebnisse aus den übrigen Tochtergesellschaften waren positiv mit T€ 1.196 und lagen damit auf Vorjahresniveau und nicht wesentlich unter dem geplanten Ergebnis. Das Betriebsergebnis vor Beteiligungserträgen und Ergebnissen aus Gewinnabführungen bzw. Verlustübernahmen war bei der BOB Automotive Group GmbH planmäßig negativ. III. Prognosebericht Neben dem einheitlichen Marktauftritt unter den Namen BOB Automotive Group verfolgt die BOB-Gruppe stetig die Ziele der Reduzierung von Komplexität und die stärkere Prozessharmonisierung. Die KFZ-Branche befindet sich aktuell in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Durch den Onlinevertrieb verlagert sich der Autokauf zunehmend ins Internet. Aktuell stellen immer mehr Interessenten ihre Fahrzeuge im Internet auf innovative Vermittlungsplattformen. Die jüngsten Daten deuten auf ein eher schleppendes Markt-Wachstum hin. Die Unternehmen erhöhen ihre Investitionen nur langsam, während die Wohnungsbauinvestitionen weiter zurückgehen. Die Exporte haben sich abgeschwächt, vor allem bei Waren. Obgleich die Einkommen im zweiten Quartal 2024 gestiegen sind, haben die privaten Haushalte entgegen den Erwartungen weniger konsumiert. Zugleich deuten aktuelle Umfrageergebnisse auf eine allmähliche Erholung der Ausgaben der privaten Haushalte hin. Der Arbeitsmarkt bleibt robust. Die Arbeitslosenquote lag im August 2024 weiterhin auf ihrem historischen Tiefstand von 6,4 %. Umfrageergebnisse deuten jedoch auf ein sich verlangsamendes Beschäftigungswachstum und eine weitere Abschwächung der Nachfrage nach Arbeitskräften hin. Der EZB-Rat geht davon aus, dass die Konjunktur im Laufe der Zeit anziehen wird, da steigende Realeinkommen es den privaten Haushalten ermöglichen, mehr zu konsumieren. Konsum und Investitionen dürften von den allmählich nachlassenden Auswirkungen der restriktiven Geldpolitik profitieren. Die Exporte dürften angesichts einer steigenden globalen Nachfrage zur Erholung beitragen. Finanz- und strukturpolitische Maßnahmen sollten darauf ausgerichtet sein, die Wirtschaft produktiver, wettbewerbsfähiger und widerstandsfähiger zu machen. Dies würde auf mittlere Sicht dazu beitragen, das Potenzialwachstum zu steigern und den Preisdruck zu senken 9. Prognose Neuzulassungen Für 2025 rechnet der ZDK mit rund 2,60 Mio. neuen Pkw-Zulassungen. Das wären etwa 50.000 Neuwagen weniger als im Jahr 2024 zu erwarten waren (2,65 Mio. Neuzulassungen); das entspräche einer Marktreduktion von -1,9% 10.
9 EZB, Wirtschaftsbericht, Ausgabe 7 / 2024
"Durch die Unsicherheiten in Bezug auf den Regierungswechsel in Deutschland und die schwer kalkulierbaren politischen Entwicklungen in den USA stehen große Anschaffungen bei Endverbrauchern nicht ganz oben auf der Agenda", erklärte DAT- Sprecher Martin Endlein gegenüber AUTOHAUS. "Auch bei den Fuhrparks werden sich aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation keine großen Volumina ergeben. Dennoch müssen die Hersteller ihre Werke auslasten und werden daher unter dem Gebot der CO 2 -Grenzwerte weiter E-Autos produzieren und diese gegebenenfalls über hohe Preisnachlässe in den Markt bringen. Staatliche Incentives seien aufgrund der Haushaltslage nicht zu erwarten" 11. Bei den Besitzumschreibungen gehen die Marktbeobachter 2025 von einem Volumen von 6,65 Mio. Einheiten aus. "Bei hoher Nachfrage und gealtertem Fahrzeugbestand werden viele Endverbraucher ihre Fahrzeuge tauschen (müssen)", so Endlein. "Zudem werden mehr Endverbraucher statt Neuwagen auf Gebrauchtwagen ausweichen, um ihre Mobilität sicherzustellen." 12 Prognose After Sales Das Werkstatt-Geschäft wird sich im kommenden Jahr 2025 auf dem hohen Niveau des Vorjahres stabilisieren 13. Weiterhin gilt, dass eine Neuanschaffung eines Autos mehr Ersparnisse bzw. mehr Einkommen der privaten Haushalte abverlangt, daher wird der Werkstattbereich nach Einschätzung des ZDK auch in den nächsten Jahren gut besucht sein. Zudem kommen neue Wartungs- und Reparaturfelder auch im Bereich Elektromobilität oder unter dem Stichwort Nachhaltigkeit auf die Kfz-Werkstätten zu. Investitionen in die Werkstattausstattung, um diese und andere neue Geschäftsfelder zu bearbeiten, dürften sich je nach Ausrichtung in den nächsten Jahren rentieren. Dies auch vor dem Hintergrund, dass der ZDK von einem steigenden Pkw-Bestand bis 2030 ausgeht 14. Für die BOB Automotive Group GmbH wird, auf Basis der geplanten Entwicklungen bei den operativen Tochterunternehmen, im Geschäftsjahr 2024/2025 mit Umsätzen in Höhe von € 10,4 Mio. gerechnet. Der Anstieg wird im Wesentlichen auf leicht gesunkene konzerninterne Verrechnungen bezüglich IT-Kosten bei gleichzeitig konstanten aller anderen Umsätzen zurückzuführen sein. Hinsichtlich des Jahresergebnisses für das Geschäftsjahr 2024/2025 ist die Gesellschaft stark abhängig von den Ergebnissen der Tochtergesellschaften, die über Ergebnisabführungsverträge bzw. Beteiligungserträge in das EBT einfließen. Das Betriebsergebnis der BOB Holding wird weiterhin planmäßig negativ sein aufgrund der durch die Gesellschaft getragenen Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 plant die Unternehmensführung mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von € 2,8 Mio.
11 DAT Prognose; Meldung im Autohaus am
27.12.2024
IV. Chancen- und Risikobericht A. Risikobericht Gemäß der Risikomanagementstrategie des Unternehmens werden die Risiken, die mit den geschäftlichen Aktivitäten des Unternehmens untrennbar verbunden sind, nach Möglichkeit vermieden bzw. reduziert, um potenzielle Schäden vom Unternehmen abzuwenden. Dafür unterhält die Gesellschaft ein Risikomanagementsystem. Im Rahmen der definierten Zuständigkeiten innerhalb des Risikomanagement-systems werden potenzielle Risiken frühzeitig lokalisiert, geeignete Maßnahmen für deren Steuerung und Kontrolle erarbeitet und implementiert. Die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des Eintritts und der Auswirkungen zukünftiger Ereignisse und Entwicklungen unterliegt naturgemäß Unsicherheiten, so dass auch ein gutes Risikomanagementsystem nicht alle potenziellen Risiken vorhersagen kann. Diesem Umstand wird durch eine regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit Rechnung getragen. Aufgrund des Tätigkeitsspektrums der BOB ergeben sich Risiken im Wesentlichen aus der geschäftlichen Entwicklung bei den operativen Tochtergesellschaften, da die BOB im Wesentlichen ihre Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen für die verbundenen Unternehmen generiert. Im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten der operativ tätigen Tochterunternehmen ergeben sich Risiken in Bezug auf die Entwicklung der Auftragseingänge und die Entwicklung der Neuwagenpreise. Die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Nachfrage von Kunden sind zum einen der Kostendruck im unternehmerischen Bereich und zum anderen die Entwicklung bei den Kraftstoffpreisen sowie die Entwicklung des verfügbaren Einkommens im privaten Bereich. Des Weiteren ist die Sicherstellung der Absatzmöglichkeiten wichtig in Bezug auf die Kontrakte mit den Herstellern, die steigende Abnahmemengen durch Bonifikationen honorieren. Hier ist nicht auszuschließen, dass aufgrund des Wettbewerbsdrucks und gestiegener Neuwagenpreise die notwendige Zielerreichung nur über Preisnachlässe gegenüber dem Kunden zu erreichen ist und dies zu weiter sinkenden Margen führen kann. Im Bereich des Gebrauchtwagenmarktes sieht sich die BOB-Gruppe in der Lage, sehr schnell auf Marktschwankungen reagieren zu können durch die eingesetzten Tools. Mit speziellen Softwarelösungen lässt sich übersichtlich die Marktwert-Entwicklung einzelner Fahrzeuge verfolgen sowie die eigene Angebotsattraktivität im Internet evaluieren. Zur frühzeitigen Identifizierung von Liquiditätsrisiken wird eine rollierende 13-Wochen- Liquiditätsplanung erstellt. In diese Planung fließen sämtliche Informationen zu aktuellen Einschätzungen sowie Erfahrungswerte aus Vorperioden zur möglichst exakten Vorhersage des Liquiditätsbedarfs ein. Hierdurch können im Bedarfsfall rechtzeitig geeignete Maßnahmen abgeleitet werden, um die jederzeitige Liquidität der Gesellschaft sicherzustellen. Insbesondere die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einer weiterhin zu hohen Inflationsrate und dadurch beeinflusst zurückhaltendem Konsumverhalten werden erhebliche Auswirkungen auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024/2025 haben. Dies insbesondere durch unmittelbaren Einfluss auf die operativen Ergebnisse der Tochterunternehmen und damit mittelbar auf die administrativen Dienstleistungen der BOB, da diese dann in geringerem Umfang nachgefragt werden. Darüber hinaus sind nach unserer Ansicht keine Risiken zu erkennen, die existenzgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft langfristig erheblich zu beeinflussen. Dennoch können weitere Risiken nie vollständig ausgeschlossen werden. B. Chancenbericht Im Bereich der alternativen Antriebe haben sich viele der von uns vertretenen Hersteller gut positioniert bzw. etabliert. Hierdurch sehen wir für uns eine gute Ausgangslage für den Wandel zu alternativen Antriebskonzepten. Die BOB-Gruppe hat im letzten Geschäftsjahr nach der Umfirmierung einer Tochtergesellschaft in BOB.bike GmbH den Verkauf hochwertiger Fahrräder der Marken Kalthoff, Focus und Urban Arrow an zunächst drei Standorten gestartet, dann aber auf zwei Standorte gesenkt. Dies ist ein weiterer Schritt der BOB in Richtung "umfassendes Angebot von Mobilität". Im Bereich After Sales sieht die Unternehmensleitung unverändert hohes Ertragspotential. Nach wie vor kann die Nachfrage der Kunden nach Werkstattleistungen nicht immer vollständig und zeitnah befriedigt werden, sodass es zu längerem Werkstattvorlauf kommt. Aus diesem Grund ist eine höhere Auslastung der Produktivkräfte geplant, um der anhaltend hohen Nachfrage gerecht werden zu können und die lukrativen Deckungsbeiträge aus dem Service abzuschöpfen. Die BOB-Gruppe verfügt über einen umfangreichen Leasingrückläuferbestand mit garantierten Rückkaufwerten, der zu einem kontinuierlichen Einkaufsvolumen an preisstabilen Fahrzeugen führt und damit Ergebnispotential im Gebrauchtwagenbereich sichert. Weiterhin hat die BOB-Gruppe neue Einkaufsquellen und -wege erschlossen, um das Gebrauchtwagenvolumen zu erhöhen. Die Gesellschaft hat im Bereich der IT-Systeme im Rahmen der finalen Einführung eines Data-Warehouse-Systems die bisherigen Auswertungsmöglichkeiten der Gruppe in der Geschwindigkeit deutlich gesteigert. Schnellere und effizientere Erkenntnisse über das Zahlenwerk eines Unternehmens helfen bei der Optimierung der Prozesse und der Anpassung der Vertriebs- und Werkstattstrategie. Außerdem helfen die für alle Beteiligten zügig vorliegenden Zahlen beim Managment-by-Objectives Ansatz. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen verwendeten Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen sowie Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitoren-management und ein effizientes Mahnwesen. Nennenswerte Forderungsausfälle waren im Berichtszeitraum nicht zu verzeichnen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele und - soweit vereinbart - unter Ausnutzung von Skontoabzügen beglichen. Die Finanzierung des operativen Geschäftes erfolgt in erster Linie über die Herstellerbanken, des Weiteren stehen herstellerunabhängige Banken zur Refinanzierung des Fahrzeugbestandes zur Verfügung. Derivative Finanzinstrumente werden nicht vom Unternehmen genutzt. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Essen. Die Tochterunternehmen sind an 20 Standorten im Ruhrgebiet und im Bergischen Land vertreten.
Essen, 17. Januar 2025 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BOB Automotive Group GmbH, Essen Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der BOB Automotive Group GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der BOB Automotive Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Essen, den 20. Januar 2025 TANJA BRUCKS, Wirtschaftsprüferin |
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BOB Automotive GmbH
Overview
- Legal form
- GmbH
- Address
-
Ruhrtalstraße 71
45239 Essen - Commercial register
- HRB 10095, Essen
- Registration date
- December 23, 1992
- Industry
-
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör - Registered capital
- 5,005,500.00 EUR
- Representation rules
Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, kann Einzelvertretungsbefugnis erteilt werden.
- Purpose
- Der Handel (online/offline) von Ersatzteilen, Zubehör, Merchandising, Fahrrädern und Kraftfahrzeugen aller Art sowie deren Reparatur, Bergen, Abschleppen und Unfallbeseitigung inkl. Lackiererei; die Vermietung, die Beratung im automobilen Bereich, die Aufstellung und die Ausführung von Mobilitätskonzepten, Fahrzeugmanagement und Mobilitätsdienstleistungen; der Abschluss und die Vermittlung von Versicherungs-, Finanzierungs- und Leasinggeschäften aller Art. Der Erwerb und die Verwaltung von Immobilien, die Beteiligungen an Unternehmen und Immobiliengesellschaften.
Financials
Balance sheet
2025- Fixed Assets 63,9 % 30,62 Mio
- Current Assets 35,9 % 17,21 Mio
- Prepaid Expenses 0,1 % 66,3 k
- Liabilities 51,1 % 24,49 Mio
- Equity 44,4 % 21,27 Mio
- Provisions 3,0 % 1,43 Mio
- Deferred Tax Liabilities 1,5 % 715,6 k
Balance sheet data available for 18 earlier fiscal years.
Profit & loss
2025- Revenue 29,0 % 8,18 Mio
- Personnel expenses 18,7 % 5,28 Mio
- aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 10,5 % 2,97 Mio
- Material expenses 10,3 % 2,89 Mio
- Other operating expenses 7,1 % 2,01 Mio
- Result after taxes 5,8 % 1,63 Mio
- Annual net profit/loss 5,5 % 1,54 Mio
- Income from investments 4,6 % 1,31 Mio
- Income and profit taxes 2,8 % 781,0 k
- Interest and similar expenses 2,6 % 742,3 k
- Depreciation 1,1 % 305,5 k
- Other interest and similar income 1,0 % 291,4 k
- Other operating income 0,6 % 167,6 k
- Other taxes 0,3 % 88,3 k
- Depreciation on financial assets and current asset securities 0,0 % 0
- Aufwendungen aus Verlustübernahmen 100,0 % 305,5 k
P&L data available for 9 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Frank Ossenbach
since 2026 Managing Director
-
Peter Dr. Dipl.-Kfm. Jänsch
since 2013 Managing Director
-
Ralf Markus Dipl.-Kfm. Boden
since 2002 Managing Director
-
Stephan Beermann
since 2026 Managing Director
-
Dmitrii Turcan
since 2026 Procura
-
Michael Blaschick
since 2026 Procura
-
Michael, geb. Spanier Spanier-Stefaner
since 2026 Procura
-
Oliver Stefan Pielsch
since 2026 Procura
-
Ralf Udo Donikowsky
since 2026 Procura
-
Ralph Heinz Raymund Sänger
since 2026 Procura
-
Rolf Schüller
since 2026 Procura
-
Simone Bendig
since 2022 Procura
-
Sylke Esser-Bruß
since 2022 Procura
Ownership & holdings
Shareholders
-
Ralf Markus Boden
50.0 %
2.5M €
-
Peter Jänsch
50.0 %
2.5M €
Ultimate beneficial owners (UBOs)
-
R*** B****
≥25%
50.0 %
Holds shares in
- TeamUnion GmbH 100.0 %
- Solar NRW GmbH 35.0 %
History
- 2026
-
02.04.
Member entryStephan Beermann · Managing Director
-
02.04.
Member entryMichael Blaschick · Procura
-
02.04.
Change of purposeDer Handel (online/offline) von Ersatzteilen, Zubehör, Merchandising, Fahrrädern und Kraftfahrzeugen aller Art sowie deren Reparatur, Bergen, Abschleppen und Unfallbeseitigung inkl. Lackiererei; die Vermietung, die Beratung im automobilen Bereich, die Aufstellung und die Ausführung von Mobilitätskonzepten, Fahrzeugmanagement und Mobilitätsdienstleistungen; der Abschluss und die Vermittlung von Versicherungs-, Finanzierungs- und Leasinggeschäften aller Art. Der Erwerb und die Verwaltung von Immobilien, die Beteiligungen an Unternehmen und Immobiliengesellschaften.
-
02.04.
Member entryRalph Heinz Raymund Sänger · Procura
-
02.04.
Member entryDmitrii Turcan · Procura
-
02.04.
Member entryMichael, geb. Spanier Spanier-Stefaner · Procura
-
02.04.
Member entryFrank Ossenbach · Managing Director
-
02.04.
Member entryOliver Stefan Pielsch · Procura
Annual statements
Original published statements, ordered by fiscal year.
| Fiscal year | Document | Published | Access |
|---|---|---|---|
| 2025 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2024 | Jahresabschluss | Published | Read full text |
| 2023 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2022 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2021 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
2024 Jahresabschluss Full text
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Connect your assistant
- Open Connectors in Claude and add a custom connector.
-
Enter this server URL and add the connector:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Connect with your handelsregister.ai account, then enable the connector in your chat via “+” → “Connectors”.
- In ChatGPT on the web, open Settings → Apps and create a custom app. Developer mode must be enabled for your account.
-
Use “handelsregister” as the name, OAuth for authentication and this server URL:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Sign in with your handelsregister.ai account, create the app and select it from the tools menu in your chat.
Run once in your terminal:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
Add this MCP server as a tool in your application:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Show me the directors, shareholders and latest available financial figures for BOB Automotive GmbH. Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: ef4be5a68d1532ffa495ef28969c2aee",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
Add this configuration to your MCP client:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
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