Burda Gesellschaft mit beschränkter HaftungOffenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Zusammengefasster LageberichtAmtsgericht Freiburg HRB 470356Dieser Bericht fasst den Teilkonzernlagebericht der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden auch "Burda" oder "Hubert Burda Media") sowie den Lagebericht der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden auch "Burda GmbH") zusammen. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Informationen sowohl auf den Teilkonzern Burda als auch auf die Burda GmbH. 1. Grundlagen des TeilkonzernsHubert Burda Media ist ein international agierendes Medienunternehmen mit einem starken Fokus auf technologische Innovationen. Burda verfolgt den Anspruch, in seinen Märkten eine führende Rolle zu übernehmen bzw. sie durch nachhaltiges Wachstum zu festigen. Die Produkte von Burda richten sich an den Bedürfnissen der Konsument:innen aus und sollen diese in ihren Lebenswelten und bei der Verwirklichung ihrer persönlichen Ziele unterstützen. Zum Portfolio Burdas gehörten 2023 mehr als 500 Produkte. Der Teilkonzern ist mit voll- und quotenkonsolidierten Gesellschaften in Deutschland und 17 weiteren Ländern aktiv. Wesentliche Erlösquellen des Teilkonzerns sind Handels- und Vertriebsumsätze, Provisionsmodelle, Werbung und B2B-Services. Burda versteht sich als "Unternehmen für Unternehmer:innen" und ist daher in einer Profitcenter-Struktur organisiert. Diese Struktur ermöglicht den Burda-Unternehmen unternehmerischen und kulturellen Freiraum. Zum Konsolidierungskreis gehörten inkl. den assoziierten Unternehmen am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres insgesamt 166 Gesellschaften, davon 99 in Deutschland und 67 im Ausland. Zum Jahresende 2023 waren im Teilkonzern 9.538 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Hubert Burda Media ist neben einem Holding- und Dienstleistungsbereich in drei operative Unternehmensbereiche gegliedert: Consumer Media, B2B Media und Services sowie Commerce. Diese Aufteilung ist an den unterschiedlichen Geschäftsmodellen ausgerichtet. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte der Teilkonzern einen Außenumsatz von 2,74 Milliarden Euro. Wegen der hohen Energiepreise, der andauernden Inflation und dem aus beidem resultierenden negativen Konsumklima bleibt das Umsatzniveau moderat unter dem Vorjahr. Der Geschäftsbereich Consumer Media verzeichnete weitgehend stabile Geschäfte bzw. einen leichten Zuwachs der Umsatzerlöse. Zu diesem Bereich zählen alle konsumentennahen Medien- und Verlagsgeschäfte des Unternehmens, also die des BurdaVerlags und des digitalen Publishers BurdaForward in Deutschland sowie das ausländische Mediengeschäft von BurdaInternational, das seine Schwerpunkte in Großbritannien, Kontinentaleuropa und Asien hat. Zu den weiteren Aktivitäten zählen BurdaNext mit Nebenan.de. Hauptfokus des BurdaVerlags ist es, das Zeitschriftengeschäft zu festigen, die digitale Transformation zu beschleunigen sowie in digitale Geschäftsmodelle zu investieren bzw. diese auszubauen. Der allgemein rückläufigen Erlösentwicklung im klassischen Print-Geschäft konnte durch signifikante Einsparungen in den Produktionskosten entgegengewirkt werden. Unter anderem kam es 2023 in nahezu allen Publishing-Bereichen des BurdaVerlags zu umfangreichen Restrukturierungen, um Prozesse und Kostenstrukturen zukunftsorientiert anzupassen. Ferner wurden Maßnahmen im Jahr 2023 getroffen, um die bisher allein zu Burda gehörende Vermarktungsorganisation BCN ab 2024 in ein Joint Venture der Gesellschafter Hubert Burda Media, Funke und der Mediengruppe Klambt zu überführen. Auf allen Märkten, in denen BurdaInternational aktiv ist, ging die Inflation im Vergleich zum Vorjahr zurück, verblieb jedoch auf hohem Niveau. Die inflationsbedingte Schwäche der Konsumbereitschaft wirkte sich insbesondere auf die Magazinverkaufszahlen aus, während der Digitalbereich nach Umsätzen weiter gewachsen ist. BurdaForward hat die bereits 2020 begonnene Transformation zur digitalen Publishing-Plattform konsequent fortgesetzt und damit das auf Reichweitenvermarktung basierende Geschäftsmodell gestärkt. Der Geschäftsbereich B2B Media und Services bündelt alle professionellen Dienstleistungen, die Burda für Unternehmenskunden erbringt. Dazu gehören die Mehrheitsbeteiligung an der New Work SE, die das berufliche Online-Netzwerk Xing betreibt, BurdaDruck sowie die Agenturgruppe C3. Xing befindet sich mitten in der Veränderung vom allgemeinen beruflichen Netzwerk zu einem Jobs-Netzwerk. Mit dieser strategischen Neuausrichtung reagiert Xing im 20. Jahr seines Bestehens auf eine veränderte Arbeitsmarktsituation. Ziel der New Work SE ist, der führende Recruiting-Partner für Unternehmen und Jobsuchende in der D-A-CH-Region zu sein. Die Erlöse der New Work SE waren 2023 rückläufig. Bei BurdaDruck sind 2023 die Energie- und Papierpreise gegenüber 2022 gesunken, bewegten sich aber nach wie vor auf einem hohen Niveau. Der dramatische Rückgang des Absatzmarktes hat sich im Laufe des Jahres verlangsamt. Die zusätzlich gesamtwirtschaftlich schwierige Lage führte dazu, dass die gedruckte Tonnage 2023 unter Plan lag. Die Agenturgruppe C3, die Unternehmenskunden vorwiegend digitale Marketingdienstleistungen und Kommunikationslösungen anbietet, blickt aufgrund der schwierigen allgemeinen Wirtschaftslage ebenfalls auf rückläufige Erlöse. Zum Geschäftsbereich Commerce gehören wesentliche Internet-Aktivitäten des Teilkonzerns in den Bereichen E-Commerce und Travel. Darüber hinaus wird in diesem Bereich das Investmentgeschäft in konsument:innennahe Digitalunternehmen gebündelt. Die HolidayCheck Group AG konnte ihre Marktposition festigen. Die Umsätze aus dem Provisionsgeschäft konnten leicht gesteigert werden. Im Veranstaltergeschäft wuchs der Umsatz deutlich, und Marktanteile konnten ausgebaut werden. Das Werbegeschäft hat sich ebenfalls sehr positiv entwickelt. Bei BurdaCommerce wurde 2023 die Gesellschaft computeruniverse GmbH auf die Cyberport SE verschmolzen. Dies bietet die Möglichkeit, Synergieeffekte zu nutzen, Strukturkosten signifikant zu reduzieren und die SE so effizienter aufzustellen. Im B2C-Geschäft bleiben die beiden Marken bestehen. Darüber hinaus wird die Diversifikation des Geschäftsmodells weiter vorangetrieben. So wurde das bestehende Handelsgeschäft mit dem B2B-Servicegeschäft der Cyberport IT-Services GmbH 2023 vorangetrieben. BurdaCommerce ist von der deutlichen Kaufzurückhaltung der Konsument:innen betroffen und verzeichnete daher insgesamt rückläufige Umsatzerlöse. Die größten Investitionen des Geschäftsbereichs erfolgten, wie bereits im Vorjahr, durch die BurdaPrincipal Investments (BPI), die eine Reihe neuer Minderheitsbeteiligungen akquiriert hat. 2023 hat BPI neue Investitionen in Europa sowie sein erstes Investment in Australien getätigt und Portfoliounternehmen mit Folgeinvestitionen unterstützt, so zum Beispiel Habyt, einen Anbieter von Co-Living-Konzepten und Nord Security, einen Anbieter von Online-Datenschutz- und Sicherheitslösungen (VPN) aus Litauen. Im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) hat BPI in das deutsche Unternehmen AlephAlpha sowie in das französische SaaS-Unternehmen Modjo investiert. Um schnellstmöglich auf die sich verändernde Mediennutzung reagieren zu können, führt Burda die Entwicklung neuer, vorwiegend digitaler Produkte konsequent fort. Der Fokus liegt dabei auf der Integration von KI-basierten Tools in bestehende Produkte und Services und dem Aufbau neuer Geschäftsmodelle unter Einsatz von KI. Finanziell ist der Teilkonzern weiterhin stabil aufgestellt und hält nach passenden strategischen Zukäufen und Beteiligungen Ausschau. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenInternationalDie globale Wirtschaftsentwicklung wird sich aus Sicht von Expert:innen weiter abkühlen, wobei einzelne Volkswirtschaften unterschiedlich stark von der konjunkturellen Abschwächung betroffen sind. Nach vorläufigen Zahlen geht die Industriestaaten-Organisation OECD für das Jahr 2023 von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent aus, das sich 2024 voraussichtlich leicht auf 2,9 Prozent abschwächt. Ein wesentlicher Grund für die eingetrübten Wachstumsaussichten ist das weiterhin erhöhte Zinsniveau, um den hohen Teuerungsraten entgegenzuwirken. Dass die Weltwirtschaft trotz diverser Krisen wie der Corona-Pandemie, der russischen Invasion in der Ukraine sowie dem deutlichen Anstieg der Lebenshaltungskosten nicht zum Erliegen gekommen ist, ist laut Internationalem Währungsfonds (IWF) indes bemerkenswert. Für die weltgrößte Volkswirtschaft USA korrigierte der IWF seine Wachstumsprognose für 2023 zuletzt auf 2,1 Prozent nach oben. In den großen europäischen Volkswirtschaften waren die steigenden Energiepreise und Unsicherheiten aufgrund des russischen Angriffskriegs besonders spürbar. Der Euroraum verzeichnete laut OECD ein Wachstum von 0,5 Prozent im Jahr 2023; 2024 dürfte es in der Eurozone ein Plus von 0,6 Prozent geben. Die Europäische Zentralbank rechnet mit Inflationsraten von 5,4 Prozent und 2,7 Prozent in 2023 bzw. 2024. Das Vereinigte Königreich erzielte 2023 ein niedriges Wachstumsplus von 0,3 Prozent, welches sich 2024 nur geringfügig verbessern dürfte. Zu den wachstumshemmenden Faktoren im Jahr 2023 zählen insbesondere der erlahmte Privatkonsum sowie ein Rückgang der Exporte. DeutschlandDeutschland ist - neben dem von Schuldenkrise und Rekordinflation betroffenen Argentinien - das einzige Land in der Gruppe der G20-Staaten, dessen Wirtschaft im Jahr 2023 schrumpfte. Als Gründe nennt der IWF die Schwäche zinsempfindlicher Sektoren, darunter beispielsweise die Immobilienbranche, und die geringere Nachfrage durch Handelspartner. Gegenüber dem Vorjahr ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent gesunken - nach einem Anstieg um 1,8 Prozent im Jahr 2022. Laut Statistischem Bundesamt wurde die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 von rund 45,9 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht. Damit nahm die durchschnittliche Zahl der erwerbstätigen Personen nach vorläufigen Berechnungen um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote lag 2023 bei rund 5,7 Prozent. Die MedienbrancheDie globale Medienindustrie befindet sich weiterhin in einem Transformationsprozess. Der Medienmarkt ist von der sich weiter beschleunigenden Digitalisierung und den daraus erwachsenden technologischen Innovationen gekennzeichnet. Aufgrund von makroökonomischem Druck, instabilen geopolitischen Verhältnissen und hoher Inflation müssen Unternehmen zugleich neue Strategien finden, um ihr Wachstum voranzutreiben. Aus Sicht der Expert:innen von PricewaterhouseCoopers (PwC) stehen die Unternehmen der Unterhaltungs- und Medienbranche demnach vor der Herausforderung, ihre Dienstleistungsangebote umzugestalten und neue und aufstrebende Märkte und Technologien wie zum Beispiel Asien oder das Feld der generativen KI für sich zu erschließen. US-Technologiekonzerne wie Amazon oder Apple investieren zudem weiter in eigene Medieninhalte und bündeln diese in Abonnement-Angeboten mit zusätzlichen Produkten und Dienstleistungen. Im Jahr 2023 verlangsamte sich das Wachstum der Umsatzerlöse der globalen Medien- und Unterhaltungsindustrie laut PwC auf 4,5 Prozent, nachdem das Jahr 2022 mit einem Wachstum von 5,4 Prozent bereits einen Wendepunkt markierte. Bis 2027 wird eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 3,8 Prozent prognostiziert, damit würde der Gesamtumsatz von rund 2,3 Billionen US-Dollar (2022) auf geschätzt 2,8 Billionen US-Dollar (2027) zunehmen. Unterdessen wird sich der weltweite Markt für Internet-Zugänge der Schwelle von 1 Billion US-Dollar nähern, da sich der Datenverbrauch zwischen 2022 und 2027 annähernd verdreifacht, von 3,4 Millionen Petabytes (PB) auf 9,7 Millionen PB. Die Durchdringungsrate der breitbandigen Mobilfunkverträge liegt global mit 87 Verträgen pro 100 Einwohner:innen im Jahr 2023 auf dem Vorjahresniveau. Für den Markt der Publikumszeitschriften sind in Deutschland bis 2027 weiterhin rückläufige Werbeeinnahmen sowie sinkende Vertriebserlöse zu erwarten. Die Vertriebserlöse im digitalen Bereich (digitale Magazine) wachsen laut Prognose von PwC jährlich hingegen um durchschnittlich 3,2 Prozent auf rund 288 Millionen Euro im Jahr 2027 an. Bei den digitalen Werbeerlösen wird ein Wachstum von durchschnittlich jährlich 4,1 Prozent prognostiziert. Wie bei den Vertriebserlösen kann auch bei den Werbeerlösen der Positivtrend im digitalen Bereich die Rückgänge im Print-Bereich nicht kompensieren. Die Verlage stehen daher weiter vor der Herausforderung, ihre Digitalaktivitäten dergestalt zu monetarisieren, dass die sinkenden Einnahmen im Print-Bereich stärker aufgefangen werden können. Aufgrund ihrer dominanten Marktstellung kommt den finanzstarken Gatekeeper-Plattformen (insbesondere Google, Apple, Meta und Amazon) eine große Bedeutung für die globale Digital- und Medienwirtschaft zu. Während Google und Meta den globalen Online-Werbemarkt dominieren, beherrscht Amazon den E-Commerce-Sektor in Europa und den USA. Herausfordernd für klassische Medienunternehmen ist diese Entwicklung auch vor dem Hintergrund, dass der Zugang zu Konsument:innen und Daten für das erfolgreiche Bestehen eines Unternehmens in der Consumer-Internet-Industrie inzwischen unerlässlich ist. Da das Internet die Monopolstellung einzelner Unternehmen begünstigt, sind die Chancen für einen erfolgreichen Markteintritt konkurrierender Unternehmen geschmälert. Durch die kontinuierliche Expansion der monopolistischen Unternehmen in angrenzende Geschäftsfelder ist zusätzlich die Gefahr von Marktmachtübertragungen gegeben. Die Politik bemüht sich weiterhin darum, gleiche Rahmenbedingungen für alle Wettbewerber zu schaffen und die noch immer herrschende Ungleichbehandlung in Bezug auf Unternehmensbesteuerung, Datenschutz oder kartellrechtliche Fragen zu verbessern. Darauf haben sich die Parteien der Bundesregierung im Koalitionsvertrag 2021 verständigt. Die EU-Kommission hat in ihren Prioritäten 2019-2024 beschlossen, das kommende Jahrzehnt zur digitalen Dekade Europas zu machen: Europa muss seine digitale Souveränität ausbauen und eigene Standards setzen; von zentraler Bedeutung sind dabei Daten, Technologie und Infrastruktur. So gibt es nun das Gesetz über digitale Märkte (DMA), das auf eine gerechtere und stärker wettbewerbsorientierte Gestaltung des digitalen Sektors abzielt. Zudem wurde mit dem Gesetz über digitale Dienste (DSA) ein besserer Verbraucherschutz im Internet etabliert und ein leistungsfähiger Transparenz- und Rechenschaftsrahmen für Online-Plattformen geschaffen. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) soll in der Europäischen Union künftig strenger reguliert werden. Die EU-Staaten und das Europäische Parlament einigten sich auf weitreichende Vorgaben, die darauf abzielen, dass die in der EU eingesetzten KI-Systeme sicher, transparent, umweltfreundlich und nicht diskriminierend sind. Im Zentrum stehen u. a. der Umgang mit Grundlagenmodellen der KI und umfangreiche Transparenzverpflichtungen. WerbemarktDer globale Werbemarkt ist auch im Jahr 2023 gewachsen. Laut ihrem Advertising Expenditure Forecasts Report gehen die Expert:innen von ZenithOptimedia von einem Anstieg der globalen Werbeausgaben um 5,3 Prozent aus. Als Wachstumstreiber gelten insbesondere Online-Video-Advertising sowie Werbeausgaben in den sozialen Medien und Werbung auf Online-Marktplätzen oder -Shops. Der Marktanteil digitaler Werbung wird laut Prognose 2025 bei 57 Prozent liegen, gegenüber 55 Prozent im Jahr 2022. Für 2024 wird ein Wachstum der weltweiten Werbeinvestitionen von 4,8 Prozent erwartet. Mit Blick auf den deutschen Werbemarkt geht der Zentralverband ZAW von einem moderaten Wachstum um 1,6 Prozent aus (von 48 Milliarden Euro in 2022 auf rund 49 Milliarden Euro in 2023). Ausgaben für digitale Werbung sind auch 2023 überproportional gewachsen - laut ZAW jedoch weiter asymmetrisch zugunsten weniger Gatekeeper-Plattformen. Eine Chance speziell für deutsche Printmedien ist ihre hohe Glaubwürdigkeit bei den Konsument:innen. So vertrauen laut Eurobarometer der Europäischen Kommission knapp 60 Prozent der Deutschen den Zeitschriften und Zeitungen. Von diesem großen Vertrauen der Konsument:innen in Printmedien profitieren auch Werbekunden - denn Zeitschriften bieten somit auch besonders glaubwürdige Umfelder für werbetreibende Unternehmen. Dies ist auch eine wesentliche Basis für "Brand Safety"-Aspekte - also für sichere Werbeumfelder für werbetreibende Unternehmen. E-CommerceDie anhaltend hohe Inflationsrate sowie die weiterhin eingetrübte Konsumstimmung - die Verbraucherinnen in Deutschland sind laut Konsumforschungsunternehmen GfK so sparsam wie zuletzt 2011 - führten zu einer Fortsetzung des rückläufigen Trends im Online-Handel. Entgegen der zu Jahresbeginn durch den Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) angestellten Wachstumsprognose ist der Brutto-Umsatz mit Waren im Online- und Versandhandel 2023 erstmals zweistellig um 11,8 Prozent gefallen. Der Anteil regelmäßig aktiver Online-Kund:innen, die innerhalb der letzten sieben Tage eingekauft haben, fiel zuletzt auf 34,3 Prozent. Nach einem Ranking der Studie "E-Commerce-Markt in Deutschland 2023" zu den 100 umsatzstärksten Online-Shops belegte Amazon erneut mit weitem Abstand Platz eins. Insgesamt 38 Prozent des Gesamtumsatzes in Deutschland gehen auf die Top-10-Shops zurück, darunter u. a. Otto, Media Markt/Saturn, Zalando sowie Apple. Aus Sicht des bevh wird erwartet, dass die Talsohle im deutschen E-Commerce im Laufe des Jahres 2023 erreicht wurde, wobei die Rückgänge sämtliche Versendertypen betrafen. Der größte Umsatzanteil entfiel 2023 weiterhin auf die Warengruppe Unterhaltung (24,8 Milliarden Euro), gefolgt von den Warengruppen Bekleidung (18,5 Milliarden Euro) sowie Einrichtung (13,5 Milliarden Euro). Der bevh geht für das Jahr 2024 von einem nominalen Umsatzwachstum im Gesamtmarkt von 2,0 Prozent aus. 2.2 Geschäftsverlauf2.2.1 Consumer MediaIm Bereich Consumer Media sind die konsument:innennahen Medien- und Verlagsgeschäfte des Teilkonzerns gebündelt. Allen Aktivitäten gemeinsam ist der Anspruch, Produkte auf den Markt zu bringen, die den Menschen den bestmöglichen Mehrwert bieten. Die in- und ausländischen Verlagsteile Burdas betreiben eine Vielzahl neuer Geschäftsmodelle mit dem Ziel, über die klassischen Vermarktungs- und Vertriebserlöse hinaus Erlöse sowohl in der B2C-Interaktion mit den Kund:innen als auch in der B2B-Interaktion mit Partner:innen zu erzielen. Durch die Digitalisierung unterliegt der Medienmarkt seit mehr als zwei Jahrzehnten großen strukturellen Veränderungen. Die Verschiebungen auf dem globalen und dem nationalen Werbemarkt hin zu digitalen Medienangeboten haben im Jahr 2023 weiter zugenommen, während bei den Print-Konsument:innen die durch die Kostensteigerungen erzwungenen Preiserhöhungen die Nachfrage drückten, was sich in nachgebenden Auflagenzahlen bemerkbar machte. Werbungtreibende Unternehmen zeigten sich weiterhin zurückhaltend mit ihren Werbeausgaben aufgrund der Inflation sowie einer schwachen Konjunktur. Vor diesem Hintergrund ist der Anzeigenmarkt für Publikumszeitschriften in Deutschland mit einem Minus von 10,5 Prozent erneut gesunken und lag 2023 bei einem Brutto-Werbeumsatz von 1,8 Milliarden Euro (Quelle: Nielsen). Burda behielt 2023 in der Print-Vermarktung mit Brutto-Werbeerlösen in Höhe von 277 Millionen Euro und einem Marktanteil von 15,1 Prozent eine führende Position unter den deutschen Verlagen (Quelle: Nielsen). Im deutschen Vertriebsmarkt ist der Absatz von Presseprodukten (Zeitungen und Zeitschriften) im Pressegrosso im Jahr 2023 um 11 Prozent zurückgegangen (Hochrechnung auf Basis 1. Halbjahr 2023), umsatzseitig ergibt sich ein Minus von 4 Prozent (Quelle: GVPG). Die Titel von Hubert Burda Media verzeichneten in diesem Jahr insgesamt eine verkaufte Auflage von 156,9 Millionen Exemplaren (Quelle: IVW). Von den 100 umsatzstärksten Titeln im Einzelverkauf in Deutschland entfallen 18 Titel auf Burda (Quelle: DNV). BurdaForward hat sich seit 2020 grundlegend gewandelt. Das Unternehmen baut sein auf Reichweitenvermarktung basierendes Geschäftsmodell plattformgetrieben aus, um neue Geschäfte aufzubauen. Bei den internationalen Aktivitäten sind die Umsätze differenziert zu betrachten. Die Reichweiten des traditionellen Mediengeschäfts entwickelten sich meist schwächer als erwartet, die entsprechenden niedrigeren Erlöse mussten somit über konsequentes Kostenmanagement kompensiert werden. Demgegenüber zeigten sich die Bereiche Digital, Events und Distribution Services weiter auf Wachstumskurs. Weltweit publizierte Burda im Jahr 2023 444 Zeitschriftentitel. Allein in Deutschland sind die Medienmarken des Geschäftsbereichs fester Bestandteil der Lebenswelten von 37,9 Millionen Leser:innen jährlich. Die Reichweite der digitalen Verlagsaktivitäten einschließlich der Marken von BurdaForward liegt in Deutschland pro Monat bei mehr als 47,9 Millionen Unique User und damit bei rund 76 Prozent aller Internet-Nutzer:innen (B4P 2023). Der Außenumsatz des Bereichs Consumer Media betrug 2023 insgesamt 1.138,4 Millionen Euro und lag damit leicht über dem Vorjahr (2022: 1.118,7 Millionen Euro). Somit kam es auch nicht zu dem im Vorjahr prognostizierten Rückgang der Umsatzerlöse. Im Einzelnen haben sich die Teilbereiche von Consumer Media wie folgt entwickelt: BurdaVerlagDie publizierenden Bereiche - Publishing News, Publishing Lifestyle, Publishing Food/Garden&Living/Health, Publishing Entertainment/Women/Screens sowie Publishing Kids - gaben 2023 insgesamt 143 regelmäßig erscheinende Zeitschriftentitel (2022: 150) heraus, die mit 35,7 Millionen Menschen (2022: 36,6 Millionen) 51,0 Prozent (2022: 51,9 Prozent) der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren pro Jahr erreicht haben (Quelle: ma 2023/II). Die Umsatzerlöse des Bereichs lagen ungefähr auf Vorjahresniveau. - Publishing NewsIm Verlagsbereich News sind unter anderem die Print-Publikationen der Marken Bunte, Focus und Super Illu angesiedelt. Über das Print-Geschäft hinaus führen die Marken eine Vielzahl von Projekten und Veranstaltungen wie den Female Finance Award von Focus Money sowie mehrere New Faces Awards durch, womit der Bereich Publishing News auch abseits des Print- und Online-Geschäfts weitere Erlösquellen erschließt. Des Weiteren beheimatet der News-Bereich auch das Geschäft der Bewegtbild-Produktion der Burda Studios GmbH, welches in 2023 erneut ausgebaut werden konnte. Neben der Weiterführung von Bestandsproduktionen konnten neue Aufträge bei mehreren Sendern akquiriert werden. So wurde von Februar bis Oktober 2023 "Bunte - live" für den TV-Sender SAT.1 produziert. Der Bereich Facts (BurdaVerlag Data Publishing GmbH und FactField GmbH), die zentrale Destination für Siegel, Tests und Datenjournalismus im BurdaVerlag, betreibt die Recherche von Qualitätsdaten und daraus abgeleitete Angebote. Der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung in Deutschland entsprechend waren die Umsätze in diesem Bereich im Jahr 2023 rückläufig. Eine zusätzliche Säule der Publishing-News-Einheit bildet die TEC (The Enabling Company GmbH). Sie unterstützt Unternehmen auf vielfältige Weise, ihre Reichweite und somit ihre Markenbekanntheit zu steigern. Von diesen Leistungen profitieren auch die eigenen Beteiligungen der TEC wie z. B. der Kaffee-Fachhändler Roast Market oder der Hersteller nachhaltiger Lippenpflegeprodukte Oyess. - Publishing LifestyleIm Lifestyle-Bereich werden unter anderem die Marken Freundin und Instyle sowie - in einem Joint Venture - die Marken Elle, Harper's Bazaar und Esquire geführt. Die verschiedenen Segmente im Print-Geschäft haben sich 2023 unterschiedlich entwickelt. So wuchs bspw. das Luxus-Segment des Style-Bereichs im Print-Anzeigenumsatz gegenüber dem Vorjahr. Zudem konnte der Umsatz aus den digitalen Geschäftsmodellen im Jahr 2023 weiter gesteigert werden. Unter anderem konnte die Affiliate-Plattform Tracdelight.de weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus wurde über alle Portale hinweg investiert, um die digitalen Geschäftsmodelle weiter zu stärken. Seit 2023 ist auch das Brand Licensing, eine Inhouse-Agentur für Markenkooperationen, Teil des Bereichs Publishing Lifestyle. - Publishing Food, Garden & Living, HealthDie Innovationsführerschaft bei Workflows und Produktionsprozessen in den Competence-Centern von Health, Food und Garden/Living gewährleistet eine hocheffiziente Produktion unter Wahrung hoher journalistischer Qualitätsstandards. In diesem Verlagssegment erscheinen damit zum einen Print-Publikationen wie Meine Familie & ich oder Mein schöner Garten ebenso wie die entsprechenden Online-Aktivitäten dieser Marken. Gleichzeitig sind hier die journalistischen Kompetenzen für diese Themenbereiche für den gesamten Verlag gebündelt. Weiter ausgebaut wurde in den Online-Aktivitäten vor allem das Videoinventar und die 3rd-Revenue-Erlösströme wie u. a. E-Commerce und Lizenzgeschäfte. Im Wachstumsmarkt Health haben sich dem "Zukunftspakt Apotheke", der von Burda und Noweda gegründeten Allianz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken in Deutschland, weitere Partner (wie z.B. Telemedizin- und Terminbuchungsanbieter) angeschlossen. Das digital vernetzte, wachsende Gesundheitsökosystem für die integrierte Versorgung von Patient:innen befähigt Burda als Medien- und Tech-Unternehmen, lückenlose B2C- und B2B-Problemlösungs- und Kommunikationskonzepte mit Alleinstellungsmerkmal für User und Werbungtreibende zu schaffen. - Publishing Entertainment, Women, ScreensIn dieses Verlagssegment gehören auflagenstarke Print-Titel wie z.B. Freizeit Revue, Lisa und TV Spielfilm. 2023 erfolgte die Fusion der Redaktionen von Women & Entertainment zu einer einzigen großen Unterhaltungs-Redaktion. Auch die hier beheimateten Publikationen bewegten sich im angespannten Umfeld der Publikumszeitschriften und verzeichnen sinkende Anzeigenumsätze, konnten aber durch gezielte Copypreiserhöhungen die Vertriebserlöse annähernd stabil halten. - Publishing KidsDieser Verlagsbereich besteht aus dem Kinderzeitschriftenverlag Blue Ocean Entertainment AG in Stuttgart sowie dessen ausländischen Tochterunternehmen. Publishing Kids publiziert hochwertige Medienprodukte für Kinder und ist, gemessen am Vertriebsumsatz, führend im deutschsprachigen Raum für Kinderzeitschriften. Publishing Kids erzielt primär Vertriebserlöse und ist somit weitgehend unabhängig von den klassischen Anzeigenmärkten. 2023 veröffentlichte Publishing Kids in ihren Stammmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz 570 Ausgaben zu 82 regelmäßig erscheinenden Magazinen, 21 Sonderpublikationen, 9 Sticker- und Sammelkarten-Serien sowie vier Serien mit dreidimensionalen Sammelprodukten (2022: 505 Ausgaben zu 69 regelmäßig erscheinenden Magazinen, 35 Sonderpublikationen, 9 Sticker-/Sammelkarten-Serien sowie zwei dreidimensionale Collectibles). Das Auslandsgeschäft von Publishing Kids entwickelte sich im letzten Jahr weiter positiv. Der Verlag verwertete 2023 die ursprünglich für den deutschen Markt kreierten Inhalte selbst oder in Zusammenarbeit mit Teilkonzernunternehmen sowie Dritten für 1.545 ausländische Magazinausgaben (2022: 1.204). Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 weltweit 12,9 Millionen Exemplare aus dem Titelportfolio von Blue Ocean Entertainment verkauft (2022: 10,6 Millionen Exemplare). Durch die genannten Aktivitäten gelang es dem Publishing-Kids-Bereich im Jahr 2023, sein Geschäft weiter zu diversifizieren und noch internationaler aufzustellen. Hierdurch kam es auch zu einem entsprechenden Anstieg der Umsatzerlöse. Der allgemein rückläufigen Erlösentwicklung im klassischen Print-Geschäft konnte durch signifikante Einsparungen in den Produktionskosten, die vor allem auf starken Reduzierungen der Druckauflagen basieren, entgegengewirkt werden. Außerdem wurden 2023 in nahezu allen Publishing-Bereichen des BurdaVerlags umfangreiche Restrukturierungen durchgeführt, um Prozesse und Kostenstrukturen anzupassen. Zur Unterstützung der publizierenden Bereiche bestehen beim BurdaVerlag die übergreifenden Verlagsfunktionen Vermarktung und Vertrieb, Operations und Finance. Die Mitarbeitenden dieser Funktionen sind verantwortlich für die Monetarisierung der Produkte im Werbe- und Vertriebsmarkt sowie für Finanzen und Business Technologies: - VermarktungDas Vermarktungsnetzwerk Brand Community Network (BCN) wurde im Jahr 2023 noch als teilkonzerneigene Vermarktungsorganisation geführt. Zum Portfolio zählten die crossmedialen Marken des BurdaVerlags, von BurdaForward und Nebenan.de sowie die Marken externer Mandanten wie der Klambt-Mediengruppe, onvista, Sports Illustrated und Playboy. Zudem war BCN Generalunternehmer der ADAC Motorwelt. Im Jahr 2023 wurde darüber hinaus der Übergang des BCN in ein Joint-Venture der Gesellschafter Hubert Burda Media, Funke und der Mediengruppe Klambt vorbereitet. BCN bietet zukünftig als zentrale Vermarktungs-Anlaufstelle effiziente Strukturen und breite Buchungsmöglichkeiten. Mit den mehr als 300 Medienmarken der drei Partnerverlage wird BCN rund 62 Millionen Menschen und damit 88 Prozent der Menschen ab 14 Jahren in Deutschland erreichen - in Print, Digital, Video, Audio und Out of Home. - VertriebDer Burda Markenvertrieb ist zuständig für die übergreifende strategische Steuerung des Vertriebs aller Zeitschriften. Der operative Vertrieb, vorwiegend über das Grosso-System, wird von der Beteiligung MZV gesteuert. Der Bereich Burda Service Handel Märkte vertreibt die Food-Zeitschriften des BurdaVerlags außerhalb des Grossos an den Kassen der Supermärkte und sorgt auch dafür, dass die ADAC Motorwelt millionenfach zu den Kund:innen gelangt. Im Jahr 2023 startete das Projekt "Presse Pioniere", mit dem der Vertrieb Innovationen am Point of Sale vor allem im Lebensmitteleinzelhandel fördert. Im Rahmen dieses Projekts entwickelt der Vertrieb gemeinsam mit Partnern, Händlern und Kunden das Presseregal der Zukunft. Ebenso wurden in diesem Jahr zwei Projekte zur Ausweitung der digitalen Vertriebsmodelle umgesetzt. Seit März ist der BurdaVerlag mit 44 Titeln auf Readly vertreten, der digitalen Plattform für Magazine und Zeitungen. Im Oktober eröffneten zwölf Burda-Marken sogenannte "Kanäle" auf der Kommunikationsplattform WhatsApp. Rund 418.000 Abonnent:innen (Februar 2024) haben die BurdaVerlags-Kanäle bisher abonniert. - Abo- und DirektmarketingBurdaDirect ist das Kompetenzzentrum für Konsument:innendialog, Konsument:innendaten und CRM-Prozesse im BurdaVerlag. Für mehr als 100 Zeitschriftentitel entwickelt das Unternehmen sowohl in der Kundenakquise als auch in der Bestandsverwaltung individuelle Lösungen im Eigen- und Dienstleistungsgeschäft. Ergänzt wird das Abonnementgeschäft um das komplette Leistungsspektrum im Bereich B2B- und Data-Services sowie durch den Eigenvertrieb weiterer Endkundenprodukte. Die Umsätze der Zeitschriftenabonnement-orientierten Geschäfte konnten trotz des rückläufigen Marktes leicht gesteigert werden. In den Zuständigkeitsbereich der übergreifenden Bereiche fallen außerdem alle technischen Themen rund um Herstellung und Produktion sowie die technologische Infrastruktur. Ferner sind Finance-Kompetenzen sowie auch die interne Marktforschungseinheit Media Market Insights hier angesiedelt. BurdaForwardZum Portfolio von BurdaForward gehören reichweitenstarke Marken wie Focus Online, Chip, TVSpielfilm.de, Bunte.de, Finanzen100, Fit For Fun, NetMoms, The Weather Channel und Efahrer.com. Mit dieser Auswahl an redaktionellen Digitalangeboten erreicht das Unternehmen mehr als 40 Millionen Unique User pro Monat und damit rund 65 Prozent der Internet-Nutzer:innen in Deutschland (agma daily digital facts). Im Print-Bereich ist BurdaForward mit den Magazinen Chip und Chip Foto-Video aktiv. Werbungtreibenden Unternehmen bietet BurdaForward mit dem eigenen Markenportfolio glaubhafte journalistische Umfelder für ihre Werbekampagnen. Insgesamt kam es zu einem moderaten Anstieg der Umsatzerlöse. Die Umsätze mit programmatisch gebuchter Werbung (Programmatic Advertising) konnte das Unternehmen weiter steigern und sich positiv vom Wettbewerbsumfeld abheben. Um auch nach dem Ende der Third Party Cookies zielgerichtet werben zu können, entwickelte BurdaForward im Rahmen seiner Datenstrategie eigene technologische Lösungen auf Consent- und Context-Basis. Unternehmerisch und redaktionell forciert BurdaForward die Auseinandersetzung mit Themen, die nah an den Nutzerinnen sind. Deshalb treibt der Publisher zukunftsfähige Unternehmungen wie etwa die Weiterentwicklung des Elektromobilitätsportals Efahrer.com voran. Das Portal konnte im Jahr 2023 weitere Marktanteile hinzugewinnen und seine Marktführerschaft ausbauen. Dem gesellschaftlich hochrelevanten Thema der Bewältigung der Klimakrise widmet sich Focus Online Earth. Aus dem neuen Klima-Büro im Ahrtal veröffentlicht das zehnköpfige Team täglich Reportagen und Analysen. Expertinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ergänzen die Bandbreite des Klima-Portals, dessen Inhalte mehr als 8 Millionen Aufrufe im Monat verzeichnen. Aktiv fördert BurdaForward gesamtheitlich kritisch-konstruktiven Journalismus, der an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet ist. Im Juli 2023 hat das Unternehmen erstmals den "Constructive World Award" verliehen, um herausragend konstruktiven Leistungen eine Bühne zu geben. Dabei wurden sowohl die Medienschaffenden als auch die jeweiligen Protagonistinnen der eingereichten Beiträge für ihre Machart und den besonderen gesellschaftlichen Wert ihres Inhalts ausgezeichnet. BurdaForward setzt intensiv künstliche Intelligenz ein, um Produkte zu entwickeln und Prozesse zu optimieren. Der Publisher hat 2023 eine neue KI-basierte Produktberatung aufgebaut, die Nutzerinnen auf Chip.de bei der Suche nach Produkten und letztendlich bei der Kaufentscheidung unterstützt. KI und andere Technologien helfen BurdaForward dabei, plattformgetriebene Geschäftsmodelle zu entwickeln. Beispielsweise ermöglicht das Unternehmen schon jetzt mehr als 100 neuen Fachexpert:innen, ihre Inhalte in Text und Video über eine eigens entwickelte Oberfläche auf Focus Online zu veröffentlichen. BurdainternationalDie in diesem Bereich zusammengefassten Aktivitäten haben ihren Schwerpunkt in Großbritannien, Kontinentaleuropa und Asien. Insgesamt ist die Einheit in Deutschland und 11 weiteren Ländern aktiv (2022: 11 Länder). Zusätzlich zu den in allen Märkten im Jahr 2023 verstärkten Online-Aktivitäten publizierten Burda und seine Partnerverlage im Ausland 115 Titel (2022: 136 Titel), Europa ist mit 104 Titeln (2022: 125 Titel) dabei mit Abstand die wichtigste Region. Die Umsatzerlöse des Bereichs lagen 2023 leicht über dem Vorjahr. Wie schon 2022 war auch das Jahr 2023 neben den anhaltenden strukturellen Veränderungen im Medienkonsumverhalten geprägt von den Einflüssen internationaler Krisen, allen voran des Ukraine-Kriegs. Auf den Märkten, in denen BurdaInternational aktiv ist, ging die Inflation im Vergleich zum Vorjahr zurück, verblieb jedoch auf hohem Niveau. Der inflationsbedingte Rückgang der Konsumbereitschaft wirkte sich insbesondere auf die Magazinverkaufszahlen aus, während der Digitalbereich nach Umsätzen weiter gewachsen ist. Im Event-Bereich setzte sich die positive Entwicklung aus dem Vorjahr fort, und auch Vertriebsdienstleistungen für Dritte zeigten ein höheres Umsatzniveau. Die Organisation des internationalen Verlagsgeschäfts gliedert sich aktuell in sechs eigenständige Teilbereiche: Immediate Media, Burda Media Polska, Burda Media extra, Burda Bleu, Burda Luxury sowie Burda Create!. - Immediate MediaImmediate Media, der nach Umsätzen größte Bereich von BurdaInternational, steht mit seiner Plattform-Strategie (auf einer bestimmten thematischen Plattform werden unterschiedliche, auch wechselnde Geschäftsmodelle betrieben) im Zentrum des Umbaus der gesamten internationalen Mediengruppe. Das Ausrollen der von Immediate Media entwickelten Technologielösung in die anderen Märkte wurde 2023 vor allem in Polen konsequent vorangetrieben und soll im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Die gegen Ende 2022 übernommene Ernährungsplattform Nutracheck wurde erfolgreich integriert und entwickelte sich zu einem wesentlichen Pfeiler der B2C-Digitalstrategie. Die Umsatzerlöse der Gruppe liegen auf dem Niveau des Vorjahres. - Burda Media PolskaIn Polen konnte der positive Trend nach der Integration der akquirierten Aktivitäten der Beauty-Shopping-Plattform Cocolita.pl und des Medienunternehmens Edipresse Polska fortgesetzt werden, mit weiteren Umsatzsteigerungen vor allem in den Bereichen Digital und Distribution Services. Die Print-Kernmarken Elle, Glamour, National Geographic und Viva schafften es, gegen den Markttrend im Umsatz zu wachsen. - Burda Media extraIn Tschechien wurden mit dem Zukauf des bedeutenden lokalen Digital-Publishers Extra Online Media die Weichen für ein zukunftsfähiges Multiplattform-Mediengeschäft gestellt, gleichzeitig entwickelte sich der Umsatz des etablierten Geschäfts erneut in allen Geschäftsbereichen positiv. - Burda BleuIn Frankreich mit einem weiterhin sehr hohen Umsatzanteil der Print-Magazine konnten die sinkenden Vertriebserlöse durch konsequentes Kostenmanagement kompensiert werden. Gleichzeitig wurde begonnen, den wichtigsten Titel Le Nouveau Détective zu einem digitalen News-Provider auf- und auszubauen. - Burda LuxuryDie in asiatischen Ländern tätige Einheit Burda Luxury stand 2023 vor der Herausforderung, den Wegfall mehrerer ertragreicher Zusatzgeschäfte kompensieren zu müssen, was mit entsprechenden Umsatzsteigerungen im Kerngeschäft in den Bereichen Print und Digital gelang. Der Fokus lag ansonsten auf einer weiteren Optimierung der Organisationsstrukturen, insbesondere der Schaffung von neuen und effizienteren Management-Strukturen. - Burda Create!Die auf der Tradition der Marke Burda Style aufbauenden Aktivitäten im Bereich Crafting sind in der Einheit Burda Create! gebündelt. 2023 setzte sich die schon 2022 beobachtete Abschwächung der Nachfrage nach dem Crafting-Boom der Pandemie-Jahre fort. Das Jahr stand im Zeichen der konsequenten Neugestaltung der Wertschöpfungskette im Bereich Schnittmustererstellung. BurdaNextZu BurdaNext gehört derzeit die Mehrheitsbeteiligung am Nachbarschaftsnetzwerk Nebenan.de. Nebenan.de ist mit über 3 Millionen adressverifizierten Nutzer:innen das führende Nachbarschaftsnetzwerk in Deutschland. Im Jahr 2023 hat Nebenan.de sein starkes Nutzer:innenwachstum fortgeführt. Weiterhin liegt zugleich ein starkes Augenmerk auf dem sozialen Mehrwert und der Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders. Risiken des BereichsWie schon 2022 war auch 2023 neben den anhaltenden strukturellen Veränderungen im Medienkonsumverhalten geprägt von den Einflüssen internationaler Krisen, allen voran des Ukraine-Kriegs. Auf den Märkten, in denen Burda aktiv ist, ging die Inflation im Vergleich zum Vorjahr zurück, verblieb jedoch auf hohem Niveau. Besonders betroffen sind weiterhin Energie- und Rohstoffpreise, somit stellten die Herstellungskosten für Print-Produkte auch 2023 eine große Herausforderung für die Profitabilität dar. Preiserhöhungen bei Print-Produkten als Gegenmaßnahme waren nur bedingt wirksam: In Großbritannien etwa zeigte sich der Print-Markt zunehmend sensibel gegenüber Erhöhungen, was auch im Premiumbereich und bei den Abonnent:innen zu stärkeren Rückgängen in den Verkaufszahlen führte, als man dies erwarten konnte. Hinzu kommt, sowohl bei den Print- als auch den Online-Marken, eine anhaltende Zurückhaltung der Werbekunden - hier trifft ein breites Angebot an Werbeflächen auf ein von großer Zurückhaltung geprägtes Konsumklima. Das beherrschende technologische Thema 2023 war die sogenannte künstliche Intelligenz (KI), die für alle Medienunternehmen sowohl eine innovative Chance als auch eine große Herausforderung darstellt. Dabei werden die Auswirkungen auf Produktentwicklung und Marktanteile wohl erst in den kommenden Jahren sichtbar werden. Burda legte 2023 den Grundstein für effiziente und innovative neue Content-Produktionsketten, wobei Video besonders im Fokus stand. International zeigt der konsequente Ausbau einer zentralen, hoch performanten Digital-Plattform Früchte. Es gelang, die rückläufigen Print-Umsätze mit diversifizierten digitalen Erlösströmen zu kompensieren. Die Integration von KI-Tools in den Wertschöpfungsprozess sichert dabei die Zukunftsfähigkeit der Plattform ab. Mit der erfolgreichen Integration des 2023 akquirierten Digital-Publishers Extra Online Media wurde in Tschechien der Grundstein für ein nachhaltig zukunftsfähiges Mediengeschäft gelegt. BurdaForward steht als Publisher digitaler Inhalte vor den Herausforderungen, die die Umsetzung der DSGVO mit sich bringt. Insbesondere die Abschaffung der Third Party Cookies für Google Chrome hat einen wesentlichen Einfluss auf die Erlösströme. BurdaForward begegnet diesen Gegebenheiten mit der Entwicklung eines neuen Werbesystems (Sugarless), das mittlerweile im Werbemarkt als Standard festgelegt wurde. Des Weiteren führt die Disruption durch KI bei einigen Geschäftsmodellen zu Risiken. Diesen begegnet BurdaForward mit der Fokussierung auf Nutzer:innenloyalität und einer Plattformstrategie. StrategieUm mit dem journalistischen Kerngeschäft in Deutschland wachsen zu können, wurden alle deutschen Verlagsaktivitäten des Teilkonzerns bereits Anfang 2021 zu einer publizistischen Einheit, dem BurdaVerlag, zusammengeführt. Der strategische Ansatz bleibt, die Konsument:innen und ihre Bedürfnisse stärker in den Mittelpunkt von Produktstrategien und Geschäftsmodellen zu stellen und durch neue Produkte und Services abseits des klassischen Print-Geschäfts zu bedienen. Kernziel für 2024 ist neben der Stabilisierung des Print-Geschäfts die Investition in das Wachstum der digitalen Geschäftsmodelle. Der Fokus bei BurdaInternational liegt 2024 klar auf der Schaffung zentraler, skalierbarer Content-Initiativen, basierend auf der Plattform Fabric und einem KI-gestützten, multilingualen Sharing-Tool, das es ermöglicht, märkteübergreifend und schnell neue digitale Consumer-Angebote zu realisieren. In allen Teileinheiten wird die Anpassung der Prozesse an die veränderten Marktbedingungen fortgesetzt, um die Kostenstrukturen krisenfester zu machen und die Voraussetzungen zu schaffen, Wachstumschancen insbesondere im Digital- und Event-Portfolio wahrzunehmen. BurdaForward wird 2024 sein auf Reichweitenvermarktung basierendes Geschäftsmodell mit einem breit diversifizierten Erlös-Mix plattformgetrieben weiterentwickeln. Dabei setzt BurdaForward intensiv auf Zukunftstechnologien wie beispielsweise künstliche Intelligenz, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und bestehende zu transformieren. Nebenan.de setzt auch in 2024 seinen Fokus auf die Kernthemen Nutzer:innenwachstum, Retention und Monetarisierung - hier vor allem auf den Ausbau des Anzeigengeschäfts. PrognoseZusätzlich zu den seit Längerem bestehenden strukturellen Herausforderungen, denen die Publikumszeitschriften insgesamt unterliegen, bewegt sich der Geschäftsbereich 2024 in einem weiterhin herausfordernden makroökonomischen Umfeld. Dennoch blickt der Bereich Consumer Media optimistisch in die Zukunft. Die hier gebündelten Produkte und Dienstleistungen sind mit ihrer hohen journalistischen Qualität sowie der großen Strahlkraft und Glaubwürdigkeit ihrer Marken fester Bestandteil im Alltag von Millionen Menschen weltweit und schaffen eine gute Grundlage für die zukünftige Entwicklung. Der deutsche Verlagsbereich wird den bereits eingeschlagenen Weg zunehmender Effizienz der klassischen Produktion und von verlagsnahen Dienstleistungen weitergehen. Ende 2023 wurden auf Managementebene weitere organisatorische Veränderungen vorgenommen und zudem ein Managementboard etabliert. Dieses trägt der Heterogenität der Geschäftsmodelle innerhalb des BurdaVerlags Rechnung und unterstützt sowohl die Vernetzung der Geschäftseinheiten untereinander als auch die digitale Transformation. Verlagsübergreifende Allianzen an den zentralen Marktschnittstellen, insbesondere im Digitalbereich, können einen positiven Effekt auf die Wirtschaftlichkeit des deutschen Verlagsgeschäfts haben. BurdaForward ist trotz wirtschaftlicher Herausforderungen nach Umsatzerlösen gewachsen und konnte in einem rückläufigen Markt weitere Marktanteile hinzugewinnen. Für 2024 erwartet BurdaForward ein weiteres Umsatzwachstum, das vor allem aus dem Bereich der programmatischen Werbung kommen wird. Nebenan.de erwartet für 2024 eine Umsatzsteigerung. Durch Investitionen in den Ausbau der Community und Erweiterung des Angebots wird für 2024 mit einer Reduzierung des Ergebnisses geplant. Die Anzahl der verlegten Zeitschriften und die Anzahl der Digitalprodukte wird 2024 weltweit voraussichtlich weitgehend konstant bleiben. Der Bereich Consumer Media erwartet für 2024 einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse. 2.2.2 B2B Media und ServicesDer Geschäftsbereich B2B Media und Services umfasst professionelle Dienstleistungen, die Burda in den nachfolgend genannten Einheiten für andere Unternehmenskunden erbringt. Dazu gehört die New Work SE, u.a. Betreiberin des Jobs-Netzwerks Xing und der Arbeitgeberbewertungsplattform Kununu, sowie die BurdaDruck-Gruppe, die mit Standorten in Offenburg, Nürnberg und im französischen Vieux-Thann eines der größten Druckunternehmen Europas ist. Auf B2B-Leistungen setzt auch die Agenturgruppe C3, die Content-Marketing-Lösungen für ihre Kund:innen entwickelt. 2023 betrug der Außenumsatz des Bereichs B2B Media und Services 505,6 Millionen Euro (2022: 536,5 Millionen Euro). Die Umsatzerlöse lagen somit, entgegen dem im Vorjahr prognostizierten leichten Rückgang, deutlich unter den Vergleichswerten des Jahres 2022. New Work SEMit starken Marken wie Xing und kununu sowie dem größten Talente-Pool in der D-A-CH-Region engagiert sich die New Work SE für eine bessere Arbeitswelt. Sie bringt Kandidat:innen und Unternehmen zusammen, damit Berufstätige ein zufriedeneres Arbeitsleben führen und Firmen durch die richtigen Talente erfolgreicher werden. Das Jobs-Netzwerk Xing wurde 2023 in der D-A-CH-Region von mehr als 22 Millionen Mitgliedern genutzt. Besonders erfolgreich verlief das Geschäftsjahr für die Arbeitgeberbewertungsplattform Kununu: Diese konnte im Geschäftsjahr sowohl die Plattformsessions, als auch die Anzahl an Unternehmensprofilen und Workplace Insights deutlich gegenüber dem Vorjahr steigern. Im größten Segment HR Solutions & Talent Access konnte die Unternehmensgruppe nach Umsatzerlösen somit moderat zulegen. Die beiden anderen Bereiche, d.h. das B2C-Geschäft sowie B2B Marketing Solutions, verzeichneten planmäßig, als Folge des strategischen Umbaus der Xing-Plattform, einen deutlichen Umsatzrückgang. Insgesamt kam es bei der New Work-Gruppe somit zu einem leichten Umsatzrückgang. BurdaDruckBurdaDruck ist auf die Herstellung hochwertiger Zeitschriften, Kataloge und Werbedrucke im hochauflagigen Tiefdruck sowie auf alle dafür notwendigen Dienstleistungen spezialisiert. Zu den Auftraggebern zählen neben dem BurdaVerlag auch teilkonzernfremde Verlags- und Akzidenzkunden aus verschiedenen Branchen. Die Umsatzerlöse sind im Vorjahresvergleich moderat gesunken. BurdaDruck bewegt sich in einer seit Jahren rückläufigen und von Überkapazitäten geprägten Branche. Dies führte zu einem harten, über den Preis geführten Verdrängungswettbewerb. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die damit einhergehenden explodierenden Energie- und Papierkosten haben die Digitalisierung und damit verbunden den Rückgang des grafischen Druckmarktes noch einmal beschleunigt. Bereits 2021 war bei nahezu allen für den Tiefdruck relevanten Rohstoffen, der Logistik und ab Mitte des Jahres auch im Energiesektor eine enorme Kostensteigerung zu beobachten. 2022 hat sich diese Entwicklung infolge der Auswirkungen des Krieges dramatisch zugespitzt. Allein die Kosten für Papier haben sich mehr als verdoppelt, für Energie teilweise verzehnfacht. Diese großen Kostensteigerungen konnten jedoch nur teilweise an die Kund:innen weitergegeben werden. 2023 sind die Energie- und Papierpreise wieder gesunken, bewegen sich aber nach wie vor auf einem hohen Niveau. Der dramatische Rückgang des Marktes hat sich im Laufe des Jahres verlangsamt, aber eine Trendumkehr ist nicht erfolgt. Die gesamtwirtschaftlich schwierige Lage führte zusätzlich dazu, dass die gedruckte Tonnage am Jahresende 2023 mit 230.000 Tonnen um 40.000 Tonnen unter Plan lag. Auch aufgrund von gesunkenen Einkaufspreisen für Papier, das an die Druckkunden weiterberechnet wird, kam es bei BurdaDruck im Geschäftsjahr zu einem moderaten Umsatzrückgang. C3Der Anspruch der Content-Marketing-Agentur C3 ist es, Marken und Unternehmen einen relevanten Platz im Leben ihrer Kund:innen zu verschaffen. C3 vereint von Strategie und Konzeption über Content-Kreation, Technologie- und Plattformkompetenz bis hin zu Marketing Intelligence, Paid (Digital) Media, Performance Marketing und SEO über 30 Fachdisziplinen unter einem Dach. Die Consulting-Unit Cyan begleitet Unternehmen zudem bei der organisatorischen Transformation ihrer Marketing- und Communications-Bereiche und der Gestaltung von Newsrooms. Zusätzlich dazu verfügt die Agentur über ein eigenes Filmproduktionslabel: Hooray. Die Bewegtbild-Unit verbindet Kreatividee, Produktion und Distribution und bietet ihren Kund:innen alle Dienstleistungen aus einer Hand. C3 arbeitet im Client-Pod-Agenturmodell und formt dabei interdisziplinäre Projektteams passgenau und agil um Kundenbedürfnisse herum. Das Modell wird stetig weiterentwickelt und hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere durch die Möglichkeit der virtuellen Kundenbetreuung und Projektarbeit bewährt. Die Agenturgruppe hat rund 350 Mitarbeitende an fünf Standorten in Europa. Die Erlöse der Agenturgruppe lagen 2023 deutlich unter dem Vorjahr, was auf die schwierigere allgemeine Wirtschaftslage zurückzuführen ist. Risiken des BereichsWie bei anderen Teilkonzerngesellschaften mit digitalen Geschäftsmodellen, besteht auch bei der New Work Gruppe das Risiko, dass zusätzliche Wettbewerber mittels neuer Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz, insbesondere unter Verwendung von Large Language Models, auf den Markt drängen. Aufgrund der hohen Entwicklungsdynamik und Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten sind die Auswirkungen sowohl für den B2C- als auch für den B2B-Bereich derzeit noch schwierig zu prognostizieren. New Work begegnet diesen Risiken mittels einer sorgfältigen Marktbeobachtung und, unter Anwendung eigener KI-Lösungen, der kontinuierlichen Verbesserung der Geschäftsprozesse. Bei BurdaDruck setzte sich die Veränderung im Zeitschriften- und Kataloggeschäft wie erwartet fort. Allerdings gerät zunehmend auch das Segment der Werbedrucksachen, das in den letzten Jahren noch weitgehend stabil war, durch die digitale Transformation unter Druck. Diese wurde in den letzten 18 Monaten durch die stark gestiegenen Papierpreise noch einmal deutlich vorangetrieben. In dem insgesamt schrumpfenden Markt herrscht seit Jahren ein starker Verdrängungswettbewerb, der immer wieder zu Anpassungen der Kapazitäten auf der Angebotsseite und zu einem anhaltenden Preisdruck führt. Daher sind auch weiterhin ein konsequentes Kostenmanagement sowie die Optimierung und Automatisierung der Produktionsabläufe unerlässlich. BurdaDruck baut konsequent seine Wertschöpfungstiefe aus und investiert in Innovationen. Um Forderungsausfällen entgegenzuwirken, wird die Bonität der Kunden regelmäßig überprüft und das Auftragsvolumen mittels Kreditversicherungen oder Vorkassebedingungen weitestgehend abgesichert. Die Herausforderungen für C3 liegen weiterhin in der Gewinnung neuer Kunden und der Bindung von Bestandskunden. Die wesentlichen Großkunden im Portfolio stellen eine begrenzte Abhängigkeit bzw. ein Klumpenrisiko dar. Aufgrund der gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen Lage agieren Kunden grundsätzlich kostensensitiver. Zudem erfordert die Weiterentwicklung einer digitalen Lösungsagentur sowohl Spezialisierung in spezifischen Themen als auch Flexibilität bei der Mitarbeiter:innenauslastung. C3 begegnet diesen fordernden Gegebenheiten mit einem breit diversifizierten Kundenportfolio, einer effizient aufgestellten Matrixorganisation, rollierendem Forecasting und Ressourceneinsatzplanung sowie dem gezielten Einsatz von Freelancer:innen bei Projektspitzen. StrategieXing befindet sich mitten in der Veränderung vom allgemeinen beruflichen Netzwerk zu einem Jobs-Netzwerk. Mit der strategischen Neuausrichtung reagiert Xing im 20. Jahr seines Bestehens auf eine veränderte Arbeitsmarktsituation, die durch den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel entstanden ist. Berufstätige aller Branchen und Karriere-Level finden auf Xing über 1 Million Jobs und werden von beliebten Arbeitgebern sowie mehr als 20.000 Recruit:innen gefunden. Xing unterstützt seine mehr als 22 Millionen Mitglieder, aus der Vielzahl an Angeboten den Job auszusuchen, der wirklich zu ihnen und ihren individuellen Bedürfnissen passt. BurdaDruck wird in allen beeinflussbaren Segmenten auch weiterhin ein konsequentes Kostenmanagement betreiben und alle möglichen und sinnvollen Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ergreifen. Es wird weiterhin die Strategie der Ausweitung der Wertschöpfungstiefe verfolgt. Die eigenentwickelte Digitaldruckmaschine in Nürnberg ist bereits operativ und wird neben My Life zeitnah auch das Magazin Schrot & Korn individualisieren. Zusätzlich wurde in Kooperation mit dem Maschinenhersteller Ferag eine ecofix-Anlage entwickelt. Mit dieser Anlage können mehrere Kataloge über Klebestreifen postkonform, inline und ressourcenschonend zusammengetragen werden. BurdaDruck erschließt sich mit einem Joint Venture zusammen mit der Beranek Glandt Enterprises GmbH ein neues Geschäftsfeld mit der Zielgruppe der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland. Das Geschäftsmodell unter der Medienmarke wir.unternehmen wird seit 2023 gemeinsam mit regionalen Partnern aufgebaut und sieht ein umfangreiches Medienangebot (Digital & Print) für die KMU vor, das Anfang 2024 gelauncht werden soll. Die Agenturstrategie von C3 zeichnet sich durch ein ganzheitliches und kanalübergreifendes Kommunikationsverständnis aus. Kern der Stärke ist die Entwicklung von Content-Ökosystemen für Kunden, bei denen agil und langfristig inhaltlich sowie prozessual gedacht wird. Der Ansatz integriert Inhalte nahtlos in strategische Rahmen, wodurch Flexibilität bei Veränderungen besteht und gleichzeitig langfristige Erfolge gesichert werden. Diese Herangehensweise ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen, die sich in einem dynamischen Marktumfeld behaupten und langfristige Wirkung erzielen. PrognoseDie New Work SE wird auch 2024 die strategische Neuausrichtung weiter vorantreiben, um der führende Recruiting-Partner für Unternehmen und Jobsuchende in der D-A-CH-Region zu werden. Trotz einer weiterhin rückläufigen Marktentwicklung wird es auch zukünftig eine Nachfrage nach Tiefdruckdienstleistungen geben. BurdaDruck ist durch seine diversen Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit mittel- und langfristig in einer guten Ausgangsposition. In Offenburg wurde die Verlagerung der Produktion in das neue Druckzentrum schon Ende 2022 abgeschlossen, und die Synergieeffekte und Einsparpotenziale durch die Konzentration auf ein Werk wirken sich bereits positiv aus. BurdaDruck erwartet für das Jahr 2024 einen weiteren, indes deutlich geringeren Rückgang des Marktes, allerdings auch Konsolidierungen bei Wettbewerbern, sodass sich das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage bis spätestens 2025 wieder auf einem vernünftigen Niveau einpendeln sollte. Im Jahr 2024 wird die Weiterentwicklung von C3 darauf ausgerichtet sein, die Strategie- und Beratungskompetenz zu stärken, exzellenten kanalübergreifenden Content umzusetzen und effektive Instrumente zur Messung der Wirkung von strategischem Storytelling einzusetzen und weiterzuentwickeln. Der Bereich erwartet für das Jahr 2024 einen moderaten Rückgang der Umsatzerlöse. 2.2.3 CommerceIm Geschäftsbereich Commerce vereint Burda wesentliche Internet-Aktivitäten des Teilkonzerns in den Bereichen E-Commerce und Online Travel. Darüber hinaus wird in diesem Bereich das Investmentgeschäft in konsument:innennahe Digitalunternehmen gebündelt. Dazu gehört der Investmentarm BurdaPrincipal Investments (BPI), dessen Strategie auf Investitionen in eng definierte Geschäftsmodelle wie Marktplätze und Plattformgeschäfte ausgerichtet ist. Auch die im Commerce-Segment tätigen Teilkonzernunternehmen wurden von exogenen Faktoren -dem russischen Angriffskrieg, den Terroranschlägen der Hamas in Israel, dem abgekühlten Konsumklima sowie massiv gestiegenen Energie- und Produktpreisen - im Geschäftsjahr 2023 in unterschiedlicher Weise beeinträchtigt. Einen Umsatzrückgang verzeichneten die Gesellschaften der BurdaCommerce. Die HolidayCheck Group AG konnte im Vergleich dazu eine deutliche Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr erzielen. Insgesamt erzielte der Geschäftsbereich Commerce im Jahr 2023 einen Umsatz von 1.080,8 Millionen Euro (2022: 1.247,8 Millionen Euro). Die Umsatzerlöse lagen somit moderat unter dem Vorjahreswert sowie unterhalb der Prognose, nach der von einem leichten Rückgang auszugehen war. Der Bereich Commerce gliedert sich derzeit in die folgenden Teilbereiche: BurdaCommerceZum Bereich BurdaCommerce gehören die Elektronik-E-Commerce-Beteiligungen Cyberport SE mit den Marken Cyberport und computeruniverse, Cyberport IT-Services GmbH, CyberSolutions GmbH sowie der Online-Weinhändler Silkes Weinkeller GmbH mit den beiden Marken Silkes Weinkeller und Meravino. Cyberport gehörte 2023 zu den größten E-Commerce-Unternehmen Deutschlands. Das Unternehmen verfügt zum aktuellen Zeitpunkt über 9 Stores in Deutschland und Österreich. Im Geschäftsjahr wurde die Gesellschaft computeruniverse GmbH auf die Cyberport SE verschmolzen. Daraus ergeben sich weiterhin zwei Marken zum Kunden, die durch Ausschöpfung der Synergieeffekte sowie der signifikanten Reduktion der Strukturkosten zukunftsorientiert aufgestellt sind. Darüber hinaus wird auf strategischer Ebene die Diversifikation des Geschäftsmodells weiter vorangetrieben, um den genannten Herausforderungen bestmöglich zu begegnen. Die Erweiterung des bestehenden Handelsgeschäfts mit dem Servicegeschäft der Cyberport IT-Services GmbH wurde im Jahr 2023 vorangetrieben. BurdaCommerce baut entsprechend das Geschäftsmodell weiter aus und bedient unterschiedliche Zielgruppen sowie Interessen. Der Wettbewerbsvorteil des Servicegeschäfts liegt insbesondere in der Skalierbarkeit und Ausschöpfung des Cyberport-B2B-Kundenstamms. Somit wird die Wertschöpfungskette im Geschäftskundensegment um das Servicegeschäft erweitert. Der Online-Weinhändler Silkes Weinkeller hat im Jahr 2023 die neue E-Commerce-Marke Meravino ausgebaut, die sich an eine jüngere sowie breitere Zielgruppe richtet. Als Besonderheit der beiden Markenpositionierungen - Silkes Weinkeller und Meravino - steht das Ineinandergreifen des Kundenlebenszyklus der Weintrinker:innen. Somit richtet sich Meravino an Weininteressent:innen mit signifikant geringeren Durchschnittspreisen, um den Einstieg zu erleichtern. Der Fokus von Silkes Weinkeller liegt weiterhin auf einem Premiumsortiment für Weinkenner:innen. Auf die für die Gesellschaften der BurdaCommerce günstige Corona-Konjunktur der Vorjahre folgte, bedingt durch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und der damit einhergehenden Energiekrise, zuletzt eine inflationsgetriebene Eintrübung der Nachfrage sowohl im Privat- als auch im Geschäftskundenbereich. Gleichzeitig blieb der Wettbewerbsdruck hoch. Folglich führten die Übervorräte im gesamten Markt zu massiven Preisnachlässen sowie zu Margendruck im gesamten Marktumfeld. Dementsprechend hatte BurdaCommerce, der allgemeinen Marktentwicklung folgend, in 2023 einen deutlichen Umsatzrückgang zu verzeichnen. HolidayCheck GroupDie HolidayCheck Group ist ein in Mitteleuropa tätiger Konzern für die Vermittlung und Veranstaltung von Reisen. Die Gruppe beschäftigte zum Stichtag rund 320 Mitarbeiter:innen an vier Standorten in Deutschland, Polen und der Schweiz. Zur HolidayCheck Group gehören das Hotelbewertungs- und Reisebuchungsportal HolidayCheck, der Reiseveranstalter HolidayCheck Reisen sowie die Mietwagenportale MietwagenCheck und Driveboo. Im Geschäftsjahr 2023 ist eine Normalisierung eingetreten. Die Buchungssaisonalität entsprach überwiegend der Vor-Corona-Zeit, d. h., das erste Quartal des Jahres war zyklisch durch eine verhältnismäßig hohe Nachfrage geprägt. Diese hat sich dann in den Folgemonaten abgeschwächt. Die Last-Minute-Saison ist für die Branche generell, aber auch für die HolidayCheck Group deutlich hinter den Erwartungen geblieben. Insgesamt konnten die Umsätze aus dem Provisionsgeschäft jedoch leicht gesteigert werden, hierbei handelt es sich auch um einen Effekt aus höheren Preisen, volleren Warenkörben und reduzierten Risikoabschlägen. Im Veranstaltergeschäft der HC Touristik GmbH wuchs der Umsatz deutlich an, indem Marktanteile ausgebaut und entsprechend die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden konnten. Das Werbegeschäft hat sich ebenfalls sehr positiv entwickelt. In Summe konnte die HolidayCheck Group somit einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse erzielen. BurdaPrincipal InvestmentsBurdaPrincipal Investments (BPI) stellt langfristiges Wachstumskapital für schnell wachsende Technologie- und Digitalunternehmen bereit. 2023 hat BPI neue Investitionen in Europa, zum Beispiel in Deutschland und Frankreich, sowie sein erstes Investment in Australien getätigt und Portfoliounternehmen mit Folgeinvestitionen unterstützt, so zum Beispiel Habyt, einen Anbieter von Co-Living-Konzepten, und Nord Security, einen Anbieter von Online-Datenschutz- und Sicherheitslösungen (VPN) aus Litauen. Mit einer Reihe von Neuinvestitionen hat BPI sein Portfolio weiter ausgebaut. Im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) hat BPI in das deutsche Unternehmen AlephAlpha sowie in das französische SaaS Unternehmen Modjo investiert. Durch die Investition in das deutsche Start-up Neotaste ergänzt BPI das Portfolio um eine Gutschein-App für Restaurants, auf deren Plattform Restaurants und Konsument:innen miteinander vernetzt werden. Neu zum Portfolio hinzugekommen ist auch Uluu. Das australische Unternehmen bietet natürliche und nachhaltige Material-Alternativen für Plastik. Risiken des BereichsBurdaCommerce beinhaltet verschiedene Geschäftsmodelle und bedient unterschiedliche Zielgruppen. Aufgrund dieser relativ hohen Diversifikation werden Klumpenrisiken weitestgehend vermieden. Durch den Fokus auf die D-A-CH-Region können gravierende Nachfrageschocks in dieser Region jedoch nur bedingt ausgeglichen werden. Auf die Corona-Konjunktur der Vorjahre folgte, durch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und der damit einhergehenden Energiekrise, eine inflationsgetriebene Eintrübung der Nachfrage im Privat- und Geschäftskundenbereich. Infolgedessen wurden die meisten Aktivitäten dieses Bereichs beeinträchtigt. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wird auf strategischer Ebene die Diversifikation des Geschäftsmodells weiter vorangetrieben. Zudem werden die Bevorratungsstrategien den steigenden Bezugspreisen der Waren angepasst. Um im Rahmen der aktuellen konjunkturellen Situation bestmöglich aufgestellt zu sein, wurde die Gesellschaft computeruniverse GmbH auf die Cyberport SE verschmolzen. Daraus ergeben sich weiterhin zwei Marken zum Kunden, die durch Ausschöpfung von Synergieeffekten zukunftsorientierter aufgestellt sind. Als Reisevermittler und -veranstalter ist auch die HolidayCheck Group den bereits erwähnten geopolitischen Risiken und Kostensteigerungen bzw. dem daraus resultierenden Konsumrückgang ausgesetzt. Um ausreichend relevante nutzer:innengenerierte Inhalte (z. B. Bewertungen und Bilder) zu erhalten und die Wettbewerbsposition verteidigen bzw. ausbauen zu können, wird ein Anstieg der Kosten für Marketingmaßnahmen erforderlich sein. Sowohl bei BurdaCommerce als auch bei der HolidayCheck Group und den Beteiligungen der BPI tragen aus operativer Sicht eine durchgängige Kostendisziplin und - insbesondere bei Eigenmarken und Services - die Weitergabe steigender Kosten an den/die Kundinnen zur Risikoreduktion bei. Die Unternehmen sind teilweise einer hohen Markt- und Wettbewerbsdynamik ausgesetzt. Neue Technologien, veränderte Rahmenbedingungen und Markteintritte von jungen, oft gut finanzierten Startups prägen den Alltag. Zudem stehen die digitalen Geschäftsmodelle in der Regel mit mindestens einem der weltweit marktführenden US-Unternehmen Google, Apple, Meta oder Amazon in einem Abhängigkeits- oder Wettbewerbsverhältnis. Daraus ergeben sich zum Teil erhebliche Risiken, die kaum zu prognostizieren sind und denen daher versucht wird, mit unternehmerischer Wachsamkeit und Agilität zu begegnen. StrategieAufgrund der Einschätzung, dass sich Konsum- und Geschäftsklima mittelfristig erholen werden, fokussieren sich die Gesellschaften der BurdaCommerce auf Initiativen zur Umsatzsteigerung bei gleichzeitiger Ausschöpfung der Synergiepotenziale. Beispiele für Wachstumsinitiativen sind das Investment in die Markenbekanntheit der Marke Cyberport durch ein Sponsorship als Lead Entertainment Partner der NFL in Deutschland sowie die Etablierung der neuen E-Commerce-Marke Meravino im Online-Weinhandel. Ergänzend runden die Diversifizierung des Geschäftsmodells, insbesondere durch das wachsende Servicegeschäft der Cyberport IT-Services, sowie das Heben von Zusatzpotenzialen im Rahmen von Retail Media, die strategischen Schwerpunkte ab. Die HolidayCheck Group beabsichtigt, ihr Vermittlungsgeschäft weiter auszubauen, neue Zielgruppen zu erschließen und durch den Club HolidayCheck Premium mehr Kund:innen an die Marke zu binden. Darüber hinaus soll die HolidayCheck-Plattform als Travel-Media-Plattform u. a. durch die engere Verzahnung mit anderen Teilkonzerngesellschaften ausgebaut werden und das eigene Veranstaltergeschäft wachsen. BurdaPrincipal Investments verfolgt weiterhin eine multiregionale Investment-Strategie im Bereich Early Growth Capital mit den Kernregionen Europa, UK, USA und Südostasien. Die Segmente KI, Cybersecurity und FinTech werden in den kommenden 12 bis 18 Monaten eine wichtige Rolle bei Neuinvestitionen spielen. PrognoseIm Jahr 2023 verzeichnete der deutsche E-Commerce-Markt wie unter 2.1 erwähnt einen deutlichen Umsatzrückgang. Aufgrund der bestehenden geopolitischen und finanziellen Unsicherheiten im Markt reduzieren Kundinnen vor allem im Segment Consumer Electronics/IT ihre Ausgaben, sodass dieses Segment in 2023 überproportional um 14,7 Prozent im Umsatz auf 18,5 Milliarden Euro zurückging. Die Angst vor hohen beziehungsweise weiter steigenden Preisen bleibt im Jahr 2024 weiterhin der wichtigste Grund der Konsumentinnen, ihre Ausgaben zurückzuhalten. Für den deutschen ECommerce-Markt wird daher nur ein geringes nominales Wachstum im Jahr 2024 erwartet, welches für das Segment Consumer Electronics/IT weiterhin geringer ausfallen dürfte. Die Nachfrage nach Urlaubsreisen wächst im D-A-CH-Markt nur noch geringfügig. Dennoch ist davon auszugehen, dass die HolidayCheck Group AG aufgrund ihrer Diversifizierungsstrategie sowie Produktoptimierungen stärker als der Markt wachsen wird. Dies wird jedoch mit deutlich erhöhten Marketingaufwendungen einhergehen, um sich im intensivierten Wettbewerb um die Kundinnen durchsetzen zu können. Insgesamt geht der Bereich Commerce für 2024 von einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse aus. 3. Umsatzentwicklung, Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDer konsolidierte Außenumsatz von Hubert Burda Media - neben dem Ergebnis vor Steuern eine zentrale Steuerungsgröße des Teilkonzerns - ist um 6,1 Prozent auf 2.743,9 Millionen Euro (2022: 2.921,7 Millionen Euro) zurückgegangen. Während im Vorjahr für 2023 noch Umsätze auf gleichem Niveau prognostiziert wurden, kam es im Teilkonzern, insbesondere aufgrund des überraschend starken Nachfragerückgangs im Onlinehandel, zu einem moderaten Rückgang der Umsatzerlöse. Im Geschäftsbereich Consumer Media kam es zu einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse um 1,8 Prozent auf 1.138,4 Millionen Euro (2022: 1.118,7 Millionen Euro). Sowohl die Umsätze von BurdaInternational als auch von BurdaForward lagen leicht bzw. moderat über den Erlösen des Vorjahres. Neben dem organischen Wachstum dieser beiden Geschäftsbereiche trugen bei BurdaInternational auch die Akquisition von Nutracheck zum Jahresende 2022 sowie der Zugang des Digital-Publishers Extra Online Media im Geschäftsjahr zum Anstieg der Umsatzerlöse bei. Die Umsatzerlöse des BurdaVerlags lagen nahezu auf Vorjahresniveau - hierbei konnte der Bereich Publishing Kids das Wachstum der Vorjahre weiter fortsetzen. Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich B2B Media und Services sind insgesamt moderat um 5,8 Prozent auf 505,5 Millionen Euro zurückgegangen (2022: 536,5 Millionen Euro). Der darin enthaltene leichte Umsatzrückgang bei der New-Work-Gruppe ist primär auf die strategische Neupositionierung und den Umbau von Xing zu einem Jobs-Netzwerk zurückzuführen. Während die Bereiche B2C und B2B Marketing Solutions deshalb planmäßig rückläufig waren, konnte ein Wachstum im Bereich HR Solutions & Talent Access erzielt werden. Der moderate Umsatzrückgang bei BurdaDruck ist überwiegend auf geringere Umsatzerlöse aus dem Weiterverkauf von Papier zurückzuführen. Reduzierte Werbebudgets bei Kunden aufgrund der insgesamt schwierigeren allgemeinen Wirtschaftslage führten bei C3 auch im Geschäftsjahr 2023 zu einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse. Im Geschäftsbereich Commerce war insgesamt ein deutlicher Rückgang der Umsatzerlöse auf 1.080,8 Millionen Euro zu verzeichnen (2022: 1.247,8 Millionen Euro). Während die HolidayCheck Group wiederholt einen deutlichen Umsatzanstieg verzeichnen konnte, waren die Umsätze des Bereichs BurdaCommerce aufgrund der inflationsgetriebenen Eintrübung der Nachfrage stark rückläufig. Im Detail entwickelten sich die konsolidierten Umsatzerlöse der Bereiche wie folgt:
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 39,5 Millionen Euro auf 170,9 Millionen Euro ist überwiegend auf geringere Erträge aus dem Verkauf von Finanzanlagen sowie vormals in den Teilkonzern einbezogener Geschäftstätigkeiten zurückzuführen. Der Materialaufwand ist um 186,1 Millionen Euro auf 1.452,5 Millionen Euro gesunken. Der Großteil dieses Rückgangs ist auf die rückläufige Geschäftstätigkeit bei BurdaCommerce zurückzuführen. Darüber hinaus führten auch die gesunkenen Kosten für Papier und Energie im Produktionsbereich zu einem Rückgang. Dementsprechend kam es auch zu einem Rückgang der Materialaufwandsquote auf 52,9 Prozent (2022: 56,0 Prozent). Der Personalaufwand lag mit 679,8 Millionen Euro um 10,5 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahres (2022: 669,3 Millionen Euro). Wenngleich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Teilkonzern rückläufig war, führten die, u.a. durch die Inflation getriebenen, Gehaltssteigerungen zu diesem insgesamt leichten Anstieg. Mit 129,1 Millionen Euro lagen die Abschreibungen rund 3,0 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahres (2022: 126,1 Millionen Euro). Der Anstieg entfällt überwiegend auf höhere Abschreibungen von Vermögensgegenständen, die bei der Erstkonsolidierung neu erworbener Teilkonzerngesellschaften angesetzt werden (2023: 91,2 Millionen Euro, 2022: 82,7 Millionen Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 559,1 Millionen Euro um rund 12,0 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau (2022: 571,1 Millionen Euro). Rückläufigen Verwaltungskosten standen hierbei ein Anstieg in den Betriebskosten sowie höhere Aufwendungen für Marketingmaßnahmen entgegen. Das Finanzergebnis konnte um insgesamt 19,9 Millionen Euro von -54,6 Millionen Euro auf -34,7 Millionen Euro verbessert werden. Diese Veränderung ist überwiegend auf geringere Abschreibungen auf das Beteiligungsportfolio zurückzuführen. Der Nettozinsaufwand (nach Abzug von Zinserträgen sowie Erträgen aus Ausleihungen) ist hingegen um 8,3 Millionen Euro auf -20,2 Millionen Euro angestiegen (2022: -11,9 Millionen Euro). Das Beteiligungsergebnis (Erträge aus Beteiligungen abzgl. Erträge/ Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen) ist von -0,5 Millionen Euro um 6,2 Millionen Euro auf -6,7 Millionen Euro zurückgegangen. Dieser Rückgang ist überwiegend auf geringere Ergebnisbeiträge von assoziierten Unternehmen zurückzuführen, die mittels der Equity-Methode in den Teilkonzern einbezogen werden. Mit 59,1 Millionen Euro lag das Ergebnis vor Steuern deutlich unter dem Vorjahreswert von 75,1 Millionen Euro und somit auch unter der Prognose des Vorjahres, bei der von einem leichten Rückgang ausgegangen wurde. Vor dem Hintergrund eines deutlich abgekühlten Konsumklimas und den gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Energie, hat sich der Teilkonzern dennoch zufriedenstellend entwickelt. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag lagen, im Wesentlichen aufgrund des niedrigeren Ergebnisses vor Steuern, mit 20,0 Millionen Euro ebenfalls deutlich unter dem Vorjahresniveau (2022: 23,6 Millionen Euro). Der Teilkonzernjahresüberschuss vor Minderheiten lag im Geschäftsjahr bei 37,0 Millionen Euro (2022: 50,0 Millionen Euro), während der Teilkonzernjahresüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen bei 22,2 Millionen Euro (2022: 31,8 Millionen Euro) lag. Die Teilkonzernbilanzsumme ist um 158,9 Millionen Euro auf 1.959,2 Millionen Euro gesunken (2022: 2.118,1 Millionen Euro). Auf der Aktivseite ist dieser Rückgang im Wesentlichen auf das Umlaufvermögen zurückzuführen, das um rund 135,1 Millionen unter dem Vorjahreswert lag. Das Anlagevermögen ist lediglich um 24,3 Millionen Euro zurückgegangen, während die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ungefähr auf Vorjahresniveau lagen (2023: 25,5 Millionen Euro / 2022: 25,1 Millionen Euro). Der Rückgang des Anlagevermögens ergibt sich als Saldogröße aus einerseits geringeren immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen sowie andererseits aus höheren Buchwerten im Finanzanlagevermögen. Die immateriellen Vermögensgegenstände gingen insgesamt um 31,5 Millionen Euro auf 609,2 Millionen Euro zurück (2022: 640,7 Millionen Euro). Grund hierfür ist, dass die Abschreibungen über den Neuzugängen von Firmenwerten und anderen, im Rahmen von Erstkonsolidierungen und Aufstockungen angesetzten Vermögensgegenständen, lagen. Ein ähnliches Bild ergab sich beim Sachanlagevermögen - dieses ist im Berichtsjahr um 11,1 Millionen Euro auf 173,3 Millionen Euro zurückgegangen. Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Neu- und Nachinvestitionen im Finanzanlagevermögen trugen maßgeblich zu einem Anstieg dieses Bilanzpostens um 18,3 Millionen Euro auf 410,2 Millionen Euro bei. Die Zugänge ins Anlagevermögen gemäß Anlagenspiegel lagen bei 148,0 Millionen Euro (2022: 275,3 Millionen Euro), während die gesamten zahlungswirksamen Investitionen im Berichtsjahr insgesamt 134,9 Millionen Euro (2022: 257,7 Millionen Euro) betrugen. Das Umlaufvermögen ist von 876,0 Millionen Euro auf 740,9 Millionen Euro zurückgegangen. Das Vorratsvermögen lag um 34,6 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres (2023: 162,0 Millionen Euro, 2022: 196,6 Millionen Euro). Bei BurdaCommerce kam es sowohl aufgrund der Lagerzusammenführung von computeruniverse und Cyberport als auch aufgrund der rückläufigen Geschäftstätigkeit zu einem Rückgang des Bestands an Handelswaren. Bei BurdaDruck führten niedrigere Einkaufspreise für Papier ebenfalls zu einem Rückgang des Vorratsvermögens. Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit insgesamt 261,9 Millionen Euro ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres lagen (2022: 261,5 Millionen Euro), kam es bei den Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen zu einem Rückgang von 6,0 Millionen Euro auf 49,0 Millionen Euro (2022: 55,0 Millionen Euro). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf einen geringeren Saldo mit den Vertriebsgesellschaften der MZV-Gruppe zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände lagen mit 81,4 Millionen Euro um rund 29,5 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau (2022: 110,9 Millionen Euro). Der Rückgang ist überwiegend auf die planmäßige Zahlung von Kaufpreistranchen für Unternehmensanteile und Geschäftsaktivitäten zurückzuführen, die in den Vorjahren veräußert wurden. Die liquiden Mittel (bestehend aus den sonstigen Wertpapieren sowie den Kassenbeständen und Bankguthaben) sind um rund 65,8 Millionen Euro auf 180,6 Millionen Euro zurückgegangen. Im Gegenzug kam es auch zu einem Rückgang der Bankverbindlichkeiten um 84,4 Millionen Euro auf 396,2 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten zzgl. weiterer - in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesener - Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel) ist somit insgesamt um 18,5 Millionen Euro auf 265,7 Millionen Euro zurückgegangen (2022: 284,2 Millionen Euro). Die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien lag zum Bilanzstichtag bei rund 63 Prozent (2022: 76 Prozent). Die im Vorjahr und die per 31.12.2023 ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten sowie die weiteren Finanzverbindlichkeiten werden marktüblich verzinst. Der Anteil von Restlaufzeiten bis zu einem Jahr lag bei diesen Positionen bei rund 16 Prozent (2022: rund 17 Prozent). Über Zins- und Währungsswaps wurden faktisch ca. 15 Prozent der vollständig in Euro valutierenden Bankverbindlichkeiten in GBP-Verbindlichkeiten gewandelt. Der Teilkonzern war im Geschäftsjahr stets und jederzeit in der Lage, fällige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Bei den Rückstellungen kam es zu einem Rückgang um 23,7 Millionen Euro auf 449,2 Millionen Euro. Der Rückgang bei den Steuerrückstellungen um 9,0 Millionen Euro auf 14,5 Millionen Euro geht einher mit einem niedrigeren laufenden Steueraufwand. Die sonstigen Rückstellungen sind um 17,5 Millionen Euro auf 235,6 Millionen Euro gesunken. Dieser Rückgang resultiert einerseits stichtagsbedingt aus geringeren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und andererseits aus niedrigeren Salden für Remissionsrückstellungen aufgrund einer Anpassung der Druckauflage. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 52,2 Millionen Euro auf 206,6 Millionen Euro sowie der erhaltenen Anzahlungen um 4,5 Millionen Euro auf 15,1 Millionen Euro resultierte aus der rückläufigen Geschäftstätigkeit bzw. dem daraus resultierenden geringeren Einkaufsvolumen im Bereich BurdaCommerce. Der Anstieg um 4,0 Millionen Euro auf 17,4 Millionen Euro bei den Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen ist auf höhere Ausschüttungen von Venture-Capital-Fonds zurückzuführen, die ergebniswirksam erst im Folgejahr zu vereinnahmen sind. Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen mit 107,6 Millionen Euro ungefähr auf Vorjahresniveau (2022: 111,5 Millionen Euro). Der Rückgang des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um 10,0 Millionen Euro auf 174,9 Millionen Euro geht einher mit Rückgängen im B2C-Geschäft der New-Work-Gruppe. Das mittel- und langfristige Kapital, bestehend aus Eigenkapital, mittel- und langfristigen Rückstellungen sowie mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten, lag mit 1.143,4 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau (2022: 1.180,2 Millionen Euro). Das Anlagevermögen des Burda-Teilkonzerns war zum Bilanzstichtag nahezu durch mittel- und langfristiges Kapital gedeckt. Das Eigenkapital lag mit 543,6 Millionen Euro um 10,8 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau (2022: 532,8 Millionen Euro). Einem Anstieg aufgrund des Jahresergebnisses und einer positiven Entwicklung der Währungsrücklage standen Ausschüttungen an die Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft und Minderheitsgesellschafter gegenüber. Zusätzlich begünstigt durch den Rückgang der Bilanzsumme, stieg die Eigenkapitalquote somit von 25,2 Prozent auf 27,8 Prozent an. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr mit 42,0 Millionen Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2022: 0,4 Millionen Euro). Ohne die Veränderungen der Positionen des Nettoumlaufvermögens (d.h. der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten) sowie der Rückstellungen, wäre der Cashflow bei 86,5 Millionen Euro gelegen (2022: 68,2 Millionen Euro). Die höhere Kapitalbindung zum Jahresende 2023 resultierte zu einem Großteil aus dem im Geschäftsjahr rückläufigen Handelsgeschäft des Bereichs BurdaCommerce. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr, wie auch bereits im Vorjahr, vor allem geprägt durch Veränderungen im Finanzanlagevermögen. Die Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagevermögen sowie aus Veränderungen des Konsolidierungskreises beliefen sich im Berichtsjahr auf 162,1 Millionen Euro (2022: 168,2 Millionen Euro). Die Neuinvestitionen in Beteiligungen zzgl. den Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis lagen 2023 bei 111,4 Millionen Euro (2022: 210,6 Millionen Euro). Zusammen mit den Nettoveränderungen bei den immateriellen Vermögensgegenständen bzw. dem Sachanlagevermögen sowie den erhaltenen Zinsen und Ausschüttungen von Beteiligungen ergab sich somit ein positiver Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 48,8 Millionen Euro (2022: negativer Cashflow in Höhe von 64,6 Millionen Euro). Mit diesem positiven Saldo aus der Investitionstätigkeit konnten Kredite mit fester Laufzeit in Höhe von 48,6 Millionen Euro zurückgeführt werden (2022: zusätzliche Inanspruchnahme in Höhe von 123,7 Millionen Euro). Ergänzt um die Auszahlungen an Gesellschafter und die gezahlten Zinsen ergab sich insgesamt ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 105,1 Millionen Euro (2022: positiver Cashflow in Höhe von 64,2 Millionen Euro). Mit einem Finanzmittelfonds (Kassen- und Bankguthaben zuzüglich sonstiger Wertpapiere abzüglich jederzeit fälliger kurzfristiger Giroverbindlichkeiten) in Höhe von 166,9 Millionen Euro zum Jahresende 2023 (2022: 182,4 Millionen Euro) befindet sich die Finanzlage des Teilkonzerns weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Auch vor dem Hintergrund der verfügbaren Kreditlinien besteht ausreichend Spielraum für weitere, selektive Investitionsmöglichkeiten. 4. Umwelt und NachhaltigkeitKlima- und Umweltschutz haben bei Hubert Burda Media schon seit den Neunzigerjahren eine große Bedeutung. Viele Unternehmensbereiche verfolgen seit Jahren das Ziel, über vorgegebene Standards hinaus möglichst umweltverträglich, sozialverantwortlich und ethisch zu arbeiten. Mit "getting better" wurde im Jahr 2019 ein unternehmensweites Nachhaltigkeitsprogramm aufgesetzt, welches sich zunächst nur auf Klima- und Umweltschutz fokussierte. Seit dem Frühjahr 2023 wurde die Initiative auf die Bereiche Soziales und Governance ausgeweitet. Um die Anforderungen der ab 2025 verpflichtenden Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) bestmöglich erfüllen zu können, wurde im Geschäftsjahr ein funktionsübergreifendes "ESG-Team" geschaffen und mit der Durchführung der Wesentlichkeitsanalyse begonnen. Der Bereich Umwelt fußt auf drei Säulen: der Erstellung einer CO 2 e-Bilanz, der Ableitung von Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen und der Kompensation von nicht vermeidbaren Emissionen. Bereits seit 2019 werden detaillierte Übersichten erstellt, um die Treibhausgasemissionen von Hubert Burda Media darzustellen. Diese CO 2 e-Bilanzen enthalten die Emissionen sämtlicher in- und ausländischer Gesellschaften, die im Mehrheitsbesitz des Teilkonzerns stehen. Die für die CO 2 e-Bilanz erforderlichen Daten werden nach einem internationalen Standard, dem Greenhouse Gas Protocol, erhoben. Dabei werden alle Emissionen berücksichtigt - auch jene indirekt verursachten, die etwa durch die tägliche Arbeit der Mitarbeitenden entstehen (z. B. Strom, Mobilität oder Lebensmittel). Basierend auf den jährlichen Treibhausgasemissionsbilanzen, Benchmarkings und Best-Practice-Maßnahmen werden konkrete Schritte zur Reduktion der Treibhausgasemissionen ab- und eingeleitet. Der Schwerpunkt liegt bei diesen Maßnahmen in den Bereichen Energie, Ressourcen, Mobilität und Bildung. Im Jahr 2023 konnten neue Maßnahmen angegangen und bereits initiierte Maßnahmen umgesetzt werden. 2023 wurde die unternehmensweite Kompensationsstrategie geschärft: Hubert Burda Media investiert in standortnahe Projekte zur Förderung der regenerativen Landwirtschaft. Dadurch soll ein effektiver Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden, der über die reine CO 2-Sequestrierung hinausgeht. In diesem Rahmen arbeitet der Teilkonzern mit Klim und der Bioland Stiftung zusammen. Hubert Burda Media nutzt hierbei nicht nur die eigenen Medienkanäle und deren Reichweite, um das Bewusstsein für die regenerative Landwirtschaft zu schärfen, sondern auch, um über weitere nachhaltige Themen aufzuklären und sich als Vorbild für nachhaltiges und ökologisches Wirtschaften zu positionieren. Als produzierendes Unternehmen ist BurdaDruck naturgemäß einer der größten CO 2 -Emittenten in der Unternehmensgruppe. Als umweltzertifizierte Druckerei hat BurdaDruck seine Umweltauswirkungen deshalb bereits seit mehr als 25 Jahren genau im Blick und verbessert diese kontinuierlich. Durch die Teilnahme am Europäischen Umweltaudit EMAS (Eco Management and Audit Scheme) verpflichtet sich BurdaDruck seit 1996 (Offenburg) bzw. 1998 (Nürnberg) freiwillig zur kontinuierlichen Verbesserung seiner Umweltleistung. Im Rahmen von EMAS werden sämtliche Umweltkennzahlen erfasst und offengelegt. Die daraus abgeleiteten Umweltziele sowie die dazugehörigen Verbesserungsmaßnahmen werden jährlich in der Umwelterklärung veröffentlicht. Jedes Jahr überprüft ein externer Umweltgutachter das Umweltmanagementsystem von BurdaDruck. Der effiziente Einsatz von Ressourcen und die Ausrichtung des Produktionsprozesses an nachhaltigen Kreisläufen ist ein elementarer Bestandteil der jahrelangen EMAS-Zertifizierung:
Die mit Abstand wichtigste Ressource im Druckprozess ist jedoch das Papier. Das von BurdaDruck eingekaufte und über einen Großteil der Strecke per Bahn angelieferte Papier ist seit 2020 zu 100 Prozent FSC® (Forest Stewardship Council)- oder PEFCTM (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes)-zertifiziert (Lizenznummern PEFC/04-32-0832 und FSC-C016895). Mit der Zertifizierung der Produktkette ("Chain of Custody") wird nachgewiesen, dass Holz und Forstprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen oder anteilig aus Recyclingmaterial hergestellt wurden. Produktionsbedingte Papierabfälle werden zu 100 Prozent an die Papierfabriken zurückgeliefert und dort wieder in den Papierkreislauf zurückgeführt. Die Tiefdruckereien von BurdaDruck an den Standorten Offenburg, Vieux-Thann und Nürnberg können den Druckkunden somit die Verwendung zertifizierter Rohstoffe bestätigen und Druckerzeugnisse auf zertifiziertem Papier mit einer entsprechenden Produktkennzeichnung versehen. Es können bei BurdaDruck auch komplette Druckprodukte gemäß den Kriterien des europäischen Gütesiegels EU Ecolabel hergestellt werden. Durch die Teilnahme an der Klimainitiative des Bundesverbands Druck und Medien kann BurdaDruck den vom Bundesverband entwickelten und in Fachkreisen anerkannten CO 2 -Rechner nutzen und den Kunden eine CO 2 -Bilanz für ihre Druckaufträge erstellen. Daneben wurde ein eigener CO 2 -Rechner entwickelt, der von einer externen Stelle auditiert wurde. Damit können die spezifischen Emissionen der Druckprodukte ausgewiesen und die konkreten CO 2 -Einsparungen verdeutlicht werden, die anhand der umgesetzten Maßnahmen gegenüber dem deutschen Durchschnitt erzielen wurden. Zur Vermeidung der Einschweißfolie für Sammelsendungen entwickelte BurdaDruck zusammen mit Lieferanten und der Deutschen Post das Konzept TapeFix ®. Hier wird mittels Papier-Kautschuk-Klebeband am Heftrand das Produkt während der Versendung geschlossen gehalten. Mit der Verlagerung und Inbetriebnahme der KWK-Anlage konnte die Erweiterung des Offenburger Druckzentrums im Herbst 2023 endgültig abgeschlossen werden. Der Erfolg der Zusammenführung beider Werke hinsichtlich des Umweltschutzes zeigt sich deutlich in den summierten umweltrelevanten Kennzahlen. 5. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht5.1 ChancenberichtAus der Transformation des gesamten Medienmarktes ergeben sich für den Teilkonzern in nahezu allen Geschäftsfeldern Entwicklungsmöglichkeiten, die das Unternehmen aktiv nutzen will. Besonders die weiterhin stark wachsende Bedeutung des Consumer-Internets als Medien-, Werbe- und Transaktionskanal, das Zusammenwachsen von Inhalt und Technologie und die stetig steigende Nutzung von medialen Inhalten eröffnen dem Unternehmen große Chancen. Burda versteht sich primär als "Consumer Media Company". Diese strategische Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Konsument:innen eröffnet dem Unternehmen Chancen in der B2C-Interaktion. Anspruch Burdas in allen Profitcentern (B2C und B2B) ist, Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, die den Menschen den bestmöglichen Mehrwert bringen. Verschiedene Faktoren kommen dem Gesamtunternehmen grundsätzlich zugute: Burda ist als flexible Organisation konstruiert, die mit permanenten Veränderungen umgehen kann. Dazu gehört die dezentrale Profitcenter-Struktur unter der Leitung der Holding, in der jedes Unternehmen flexibel auf seinen Märkten agieren kann. Chancen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung ergeben sich auf der einen Seite durch die hohe Diversifikation in Bezug auf Produkte und Geschäftsmodelle innerhalb des Teilkonzerns. Auf der anderen Seite werden Synergien unter den einzelnen Gesellschaften, wo immer möglich, genutzt. Burda wird auch 2024 die Synergien zwischen den einzelnen Teilkonzerngesellschaften weiter ausbauen und besonders in den Gebieten Daten, Technologie, Verwertung von Inhalten und Monetarisierung noch enger zusammenarbeiten. Auch auf den Gebieten künstliche Intelligenz und Video wird Burda als Gruppe konzertiert vorgehen und mit gemeinsamen Strategien und Technologien seine Entwicklungschancen bestmöglich nutzen. Im Geschäftsbereich des BurdaVerlags ergeben sich Chancen für Innovationen und neue digitale Geschäftsmodelle zum Beispiel in den Bereichen Food, Health oder Garden & Living. Burda kann durch seine stabile finanzwirtschaftliche Situation kontinuierlich in seine Produkte investieren, Unternehmen weiterentwickeln und als Investor in technologisch innovative Unternehmen mit international skalierbaren Geschäftsmodellen einsteigen. Bei Burda werden laufend neue Produkte und Geschäftsmodelle getestet, die entweder selbst entwickelt oder durch Investments in internationale Digitalunternehmen mit besonderem geografischem Fokus auf Westeuropa, Südostasien und den USA angeschafft werden. Besonders attraktiv als Investor ist Burda durch sein eigenes Medienportfolio und die starke Marktdurchdringung in Deutschland, wodurch Produkte und Services schnell und nachhaltig bekannt gemacht werden können. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch den weiteren Ausbau des Geschäftsmodells von Nebenan.de, Deutschlands größtem Nachbarschaftsnetzwerk, insbesondere im Hinblick auf eine stärkere Monetarisierung mittels hyperlokaler Werbemöglichkeiten für Händler, Dienstleister und Unternehmen ("Geo-Marketing"). Durch den Ausbau des Bereichs IT-Services erweitert Cyberport sein Geschäftsmodell, um zukünftig den zahlreichen Geschäftskund:innen des Unternehmens nicht nur Hard- und Software, sondern auch entsprechende IT-Dienstleistungen anbieten zu können. In diesem B2B-Sektor liegt ein Potenzial für weiteres Umsatzwachstum. Die HolidayCheck Group hat sich nach der Corona-Pandemie neu aufgestellt, Kosten gesenkt und mehrere neue Geschäftsmodelle innerhalb ihrer Plattform aufgebaut (z. B. Mediageschäft im Umfeld der Bewertungen). Diese Geschäftsmodelle haben ein gutes Potenzial, die HolidayCheck Group weiter wachsen zu lassen. Der digitale Publisher BurdaForward baut seine journalistischen Nachrichtenangebote weiter aus. Dazu setzt das Unternehmen neue und inhouse entwickelte Technologien ein, die sowohl die Vielfalt der Portale stärken als auch Unternehmen neue nutzerfreundliche Werbemöglichkeiten bieten. Durch die Stärkung des Netzwerks aus Expert:innen, Autor:innen und auch Partnerschaften mit regionalen und überregionalen Verlagen soll bei den BurdaForward-Marken ein noch umfassenderes, konstruktives und nutzwertiges Nachrichtenangebot entstehen. Das Hauptwachstum des Unternehmens soll auch in Zukunft aus den Bereichen Video Advertising, Native Advertising und Programmatic Advertising kommen. BurdaInternational setzt in mittlerweile allen Ländergesellschaften darauf, Zeitschriftenmarken auf angrenzende Produktbereiche auszuweiten, wie zum Beispiel Commerce, Events oder Merchandising, wie es vor allem erfolgreich von Immediate Media in Großbritannien praktiziert wird. Die Akquisition von Nutracheck im Jahr 2022 schafft in Großbritannien beispielsweise im Food-Bereich einen großen Mehrwert im Portfolio, denn in der direkten Interaktion mit den Konsument:innen erschließen sich neue Erlösquellen. Diese Strategie kommt zum Beispiel auch in Polen und Tschechien (etwa durch den Erwerb des Digital-Publishers Extra Online Media) zum Tragen. In der Vermarktung von Zeitschriften kann der Teilkonzern von der Ausweitung digitaler Vermarktungsoptionen und der zunehmenden Fokussierung auf maßgeschneiderte Werbelösungen für werbende Unternehmen und von Mandanten für das Werbegeschäft profitieren. Dadurch, dass BCN seit 01.01.2024 als Joint Venture mit anderen Verlagen betrieben wird, ergeben sich ein verstärkt konzertierter Marktangang und signifikante Effizienzgewinne. Weitere Chancen liegen im Content-Marketing. Hier ist der Teilkonzern mit C3 Creative Code and Content gut positioniert. C3 hat den Anspruch, auch in Zukunft den Markt als innovativer Marketingdienstleister anzuführen. Durch eine in den letzten Jahren konsequent umgesetzte strategische Neuausrichtung auf digitale Marketinglösungen hat sich C3 bereits Vorteile im zunehmend dicht besetzten Wettbewerb verschafft und will sich auch in Zukunft besonders durch agile Kommunikationskonzepte für ein neues digitales Marketing weiter differenzieren. Die fortschreitende weltweite Digitalisierung schafft weiterhin Chancen für innovative digitale Geschäftsmodelle sowie die Erschließung neuer Märkte mit Medienprodukten. 5.2 RisikoberichtVor dem Hintergrund eines weiterhin negativen Konsumklimas bzw. der sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Konzerngeschäftstätigkeit sind die in den einzelnen Geschäftsverläufen unter Tz. 2.2 geschilderten Nachfrage- und Wettbewerbsrisiken, falls nicht anders gekennzeichnet, für die jeweiligen Geschäftsmodelle als mittel bis hoch einzustufen. Darüber hinaus ist Hubert Burda Media weiteren, im Folgenden darzustellenden Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Hubert Burda Media begegnet den verschiedenen Geschäftsrisiken durch ein effizientes und effektives Risikomanagementsystem, das sich an den Grundsätzen und dem Rahmenwerk des international anerkannten Risikomanagementstandards ISO 31000 ausrichtet. RisikomanagementDas seit Jahren bestehende Verfahren zur Risikoerhebung und -bewertung wurde in 2023 weiter optimiert. Mögliche Risiken werden, einem einheitlichen Risikokatalog folgend, systematisch von der Unternehmensleitung identifiziert, analysiert und bewertet. Der Fokus auf standardisierte und vergleichbare Risiken wird weiter vorangetrieben. Der Risikokatalog umfasst neben strategischen, operativen und finanziellen Risiken auch Compliance-Risikofelder. Diese werden sukzessive durch den Bereich Compliance in eine standardisierte Risikoerfassung und -bewertung überführt. Auf dieser Basis ergreifen die jeweils verantwortlichen Geschäftsführer und deren Führungskräfte geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung. Der Risikomanagementprozess wird durch eine Standardsoftware effizient unterstützt. Zentrale und dezentrale Controlling-Funktionen sowie eine unabhängige interne Revision überwachen seine Wirksamkeit, um sicherzustellen, dass Risiken frühzeitig erkannt, korrekt beurteilt und kontinuierlich kontrolliert werden. Risikomanagement im Hinblick auf die FinanzberichterstattungDie Anforderungen an die Überwachung einer ordnungsgemäßen und verlässlichen Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sind hoch. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem sorgt dafür, dass alle Anforderungen erfüllt werden. Es ist so ausgestaltet, dass mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist, dass die Finanzberichterstattung zuverlässig ist und die Erstellung des Teilkonzernabschlusses in Übereinstimmung mit Gesetzen und Normen steht. Die Vollständigkeit der Finanzberichterstattung, das Prinzip der Funktionstrennung und die Einhaltung des Vieraugenprinzips im Rahmen der Abschlusserstellung stellen sicher, dass sämtliche Transaktionen zeitnah und termingerecht erfasst werden, um eine planmäßige Abschlusserstellung zu gewährleisten. Teilkonzerninterne Transaktionen werden vollständig erfasst, abgestimmt und eliminiert. Bilanzierungsrelevante und angabepflichtige Sachverhalte aus getroffenen Vereinbarungen werden identifiziert und korrekt im Abschluss abgebildet. Wesentlich dabei ist der Einsatz eines teilkonzerninternen Shared-Service-Centers. Es erstellt die handelsrechtlichen Abschlüsse der meisten konsolidierten deutschen Teilkonzerngesellschaften. Die Durchführung der Konsolidierungsarbeiten und der Teilkonzernabschlusserstellung erfolgt auf Ebene der Teilkonzernobergesellschaft. Die einheitliche Bilanzierung wird durch konzernweite Vorgaben und Verfahren, angemessene Prüfungen der angelieferten Daten und den Einsatz von SAP-Software-Anwendungen sichergestellt. InvestitionsrisikenRisiken aus wesentlichen Investitionen, Projekten und Akquisitionen werden durch Investitionsprüfungen identifiziert, bewertet und durch interne Freigabekontrollen autorisiert. Größere Einzelinvestitionen werden im Rahmen von Zustimmungsregelungen in den Geschäftsordnungen bzw. Gesellschaftsverträgen beantragt und entschieden. Auftretende Risiken in Sach- und Finanzinvestitionen können zu Abwertungen führen, welche die Ertragssituation je nach Höhe der Investition unterschiedlich stark belasten würden. Beteiligungsrisiken ergeben sich vor allem aus der Gefahr einer erheblich verschlechterten Situation der betreffenden Unternehmen bis hin zur Insolvenz; sie werden durch ein angemessenes Beteiligungscontrolling überwacht. Im Portfolio der BurdaPrincipal Investments finden hierfür zudem stichprobenhafte unabhängige Financial Due Diligence Audits statt. Da einzelne Abwertungen signifikante Auswirkungen auf das Teilkonzernergebnis hätten, wird diesem Risiko die insgesamt höchste Bedeutung beigemessen. Nicht zuletzt aufgrund einer geringen Einzeleintrittswahrscheinlichkeit schätzt der Teilkonzern dieses Risiko für das breit angelegte Portfolio als gering bis moderat ein. Rohstoff-, Beschaffungs- und LieferantenrisikenDie Zentralisierung der Beschaffung im indirekten Einkauf hat sich auf hohem Niveau stabilisiert und wurde zusätzlich auf neue Gesellschaften ausgedehnt. Darüber hinaus hat BurdaProcurement, bedingt durch das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, auch Transparenz über das internationale Einkaufsvolumen und analysiert die bestehenden Lieferantenbeziehungen konsequent auf potenzielle Risiken. Die ohnehin geringen Risiken für den Teilkonzern, die mit der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen verbunden sind, konnten so weiter minimiert werden. Der Coupa Rollout, der im Oktober 2019 begann, ist für die wesentlichen Gesellschaften seit 2021 abgeschlossen. Die Gesamtbestellquote hat sich seit 2022 auf hohem Niveau stabilisiert. Dennoch wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen und sind weitere geplant, um das über Coupa bezogene Bestellvolumen auf über 80 Prozent zu erhöhen. Durch Coupa werden die frühzeitige Einbindung von Corporate Procurement (Realtime-Transparenz über das Einkaufsvolumen) sowie eine rechtssichere Beauftragung, Dokumentation und Einhaltung der Unterschriftenregelung effizient sichergestellt. Die Situation im Bereich Papier- und Farbbeschaffung war auch 2023 von besonderen Veränderungen und Lieferantenrisiken geprägt. Der strategische Einkauf zur Versorgung der Verlage und Tiefdruckbetriebe mit den wichtigsten Rohstoffen Papier und Farbe erfolgt unter den Gesichtspunkten des Lieferanten-, Qualitäts- und Risikomanagements. Im Zusammenhang mit dem zentralen Einkauf dieser Rohstoffe bestehen je nach Segment unterschiedliche Risiken, die insgesamt weiter als hoch einzustufen sind. Die strukturellen, in der zunehmenden Digitalisierung begründeten Bedarfsrückgänge wurden 2023 durch weiterhin hohe Energiekosten und somit auf hohem Preisniveau befindliche Papierkosten weiter beschleunigt. Das Segment der gestrichenen Tiefdruckpapiere bleibt angespannt. Signifikante Kapazitäten gehen aus dem Markt, es verbleiben nur noch zwei Hersteller in diesem Segment. In den wichtigen Qualitätskategorien werden, solange es diese Alternativen gibt, immer mindestens zwei Lieferanten zur Versorgungssicherheit eingesetzt. Logistikkosten bleiben ebenfalls auf hohem Niveau, für das Jahr 2024 sind bereits weitere Verteuerungen (Maut) angekündigt. All diese Faktoren beschleunigten den Nachfragerückgang, infolgedessen es zu weiteren Kürzungen und Stilllegungen von Produktionskapazitäten sowie der Konversion von Produktionsanlagen auf Verpackungspapiere kam. Der strukturelle Veränderungsprozess findet auch im Markt für Druckfarben statt. Die Entwicklung der Rohstoffkosten ist stark abhängig von den Beschaffungsmärkten, die globalen Schwankungen unterliegen. Die aktuellen Energiepreise sorgen weiter für konstant hohe Preise der Tiefdruckfarben. Die weitgehende Absicherung erfolgt über längerfristige Lieferverträge. Finanz- und LiquiditätsrisikenWechselkurs- sowie Zinsänderungen und andere finanzielle Risiken werden laufend überwacht, effektiv gesteuert und teilweise durch Sicherungsgeschäfte reduziert. Eine Treasury-Richtlinie definiert die Handlungsoptionen für das Eingehen von Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken und zentralisiert die notwendigen Absicherungen im Teilkonzern. Zins- und Devisenabsicherungsgeschäfte werden nur eingegangen, wenn dadurch Änderungsrisiken bei entsprechenden Grundgeschäften minimiert werden können. Wechselkursrisiken werden regelmäßig auf der Grundlage eines teilkonzernweiten Reportings der für Burda bedeutsamen Währungen analysiert. Zwischen langfristigen Forderungen in Fremdwährung als Grundgeschäften und Sicherungsgeschäften in Form von Währungsswaps werden, soweit möglich -auch für die Bilanzierung relevante -, Bewertungseinheiten gebildet. Die Absicherung erfolgt auf der Basis von Micro-Hedges zum Ausgleich von künftigen Fair-Value- und Zahlungsstromschwankungen, welche durch Wechselkursänderungen verursacht werden. Im Falle einer Absicherung werden typischerweise Devisentermin- oder -optionsgeschäfte abgeschlossen. Bei zum Bilanzstichtag noch offenen Sicherungsgeschäften wird die Effektivität der Bewertungseinheiten mittels der Critical-Term-Match-Methode untersucht. Die für den Teilkonzern relevanten Währungen, primär das britische Pfund sowie der amerikanische Dollar, werden permanent analysiert und überwacht, um somit bei Bedarf Sicherungsinstrumente kurzfristig abschließen zu können. Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis sind jederzeit kalkulierbar. Falls ökonomisch sinnvoll, werden zur Herstellung von natürlichen Sicherungsbeziehungen auch Bankverbindlichkeiten in Fremdwährung aufgenommen. Im Falle von Intercompany-Darlehen wird fallbezogen geprüft, ob die Vergabe in Euro oder Landeswährung der Tochtergesellschaft erfolgt, um das Währungs- und Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Zudem erfolgt eine Überprüfung, ob eine Absicherung (Micro-Hedge) dieser Risiken sinnvoll erscheint. Als Sicherungsinstrumente werden neben den klassischen Sicherungsgeschäften auch Cross-Currency-Swaps abgeschlossen. Auch die Zinsrisiken werden kontinuierlich zentral überwacht und, wo sinnvoll, durch Micro-Hedges gesichert. Ziel einer solchen Absicherung ist es, mögliche negative Zahlungsstromschwankungen aufgrund variabel verzinslicher Bankverbindlichkeiten zu vermeiden. Die Überprüfung der Effektivität erfolgt unter Anwendung der Critical-Term-Match-Methode unter Beachtung der Bonität des Hedge-Partners. Abhängig von der jeweiligen Ausnutzung der Kreditlinien, liegt die Zins-Hedging-Quote bei rund 50 Prozent. Aufgrund der sehr volatilen Kreditbeanspruchung sowie des Wunsches, jederzeit Kreditverbindlichkeiten zurückführen zu können, wird bewusst keine höhere Hedging-Quote angestrebt. Das Zinsänderungsrisiko bzw. die wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund der seit Mitte 2022 gestiegenen Zinsen wird im Teilkonzern als gering erachtet. Mittels ausreichend hoher Kreditlinien ist Hubert Burda Media auf absehbare Zeit mit ausreichend Liquidität versorgt. Das Finanz- und Liquiditätsrisiko werden somit als gering eingeschätzt. InformationssicherheitsrisikenDatenverluste oder der Ausfall von IT-Systemen sowie Hackerangriffe bergen je nach Geschäftsmodell und dessen Abhängigkeit von IT-Systemen teilweise hohe Erlös- und Reputationsrisiken. Verschiedene Cyber-Vorfälle der vergangenen Monate und Jahre außerhalb von Hubert Burda Media haben deutlich gemacht, dass Cyber-Sicherheit eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der digitalen Transformation in allen Geschäftsbereichen ist, verbunden mit einer stetig wachsenden unternehmensübergreifenden Vernetzung. Die Chancen der Digitalisierung nutzen und die damit verbundenen Risiken beherrschbar machen ist das vorrangige Ziel. Dabei werden neue Technologien wie z.B. in den Bereichen künstliche Intelligenz, Kryptografie, Blockchain und Quanten-Computing kontinuierlich analysiert und auf Risiken und Chancen untersucht. Der Stellenwert der Informationssicherheit für Hubert Burda Media bemisst sich an der Bedeutung der Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit von gespeicherten, verarbeiteten und übertragenen Informationen, unabhängig von verwendeten Medien. Die Geschäftstätigkeiten von Hubert Burda Media sind von der verlässlichen Nutzung der IT zunehmend abhängig geworden. Folglich entsteht daraus ein hoher Anspruch an Betriebsstabilität und Verfügbarkeit. Bedingt durch potenzielle Schwachstellen in den verwendeten Betriebssystemen und Programmen sowie durch fehlerhafte Konfiguration von Endgeräten oder durch fehlende Redundanzen, sind vernetzte IT-Ressourcen grundsätzlich erheblichen Gefährdungen ausgesetzt. Die Informationssicherheit ist deshalb für Hubert Burda Media ein unverzichtbarer Grundwert, um den folgenden Anforderungen gerecht werden zu können:
Mithilfe eines Informations-Sicherheitsmanagementsystems (ISMS), das sich an dem international anerkannten Standard ISO 27001 ausrichtet, werden IT-Risiken kontinuierlich erhoben, bewertet und durch geeignete Maßnahmen gemindert bzw. vermieden. Durch die Sicherheitsorganisation werden Informationssicherheitsanforderungen in die jeweiligen Geschäftsprozesse integriert und deren Einhaltung mithilfe eines kontinuierlichen Monitorings kontrolliert und verbessert. Dieser Prozess wird mit Nachdruck weiter ausgebaut. Dabei haben Projekte wie Identity Access Management, Risikomanagement, Business Continuity Management und der Ausbau des Burda Cyber Defense Center hohe Priorität. Aufgrund der oben dargestellten Maßnahmen und Strukturen schätzt der Teilkonzern die Informationssicherheitsrisiken insgesamt als moderat ein - wenngleich unberechtigte Datenabflüsse oder längere Server-Ausfallzeiten signifikante Auswirkungen auf einzelne Geschäfte haben können. Dem steigenden Bedrohungspotenzial wurde mit einem weiteren, konsequenten Ausbau der Sicherheitsorganisation iSecurity bei Hubert Burda Media entgegengewirkt. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken aus bestehenden Verträgen, Vereinbarungen oder laufenden Verfahren werden, soweit handelsrechtlich geboten, durch die Bildung von Rückstellungen abgedeckt. Einschlägige Gerichtsentscheidungen und Gesetzesänderungen in Deutschland oder auf europäischer Ebene werden laufend analysiert, um daraus resultierende Risiken oder Beschränkungen für die Geschäftstätigkeit der Teilkonzerngesellschaften frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können. Im Rahmen des Compliance-Management-Systems werden auf nationaler und internationaler Ebene die Risiken für die einzelnen Geschäftsbereiche in unterschiedlicher Form analysiert und mit dem Ziel priorisiert, Compliance-Verstöße durch vorbeugende Aufklärung und verfahrensrechtliche Regelungen zu vermeiden und etwaige Risiken durch entsprechende Maßnahmen zu verringern. Dazu dienen zum einen Teilkonzernrichtlinien für eine Vielzahl von Compliance-relevanten Themenfeldern, zum anderen regelmäßige Schulungen und Vor-Ort-Audits. Außerdem sieht das Compliance-Management-System klare Berichtswege entsprechend den gesetzlichen Anforderungen für die Meldung, Aufklärung und Sanktionierung etwaiger Verstöße vor. Um die Anforderungen des am 01.01.2023 in Kraft getretenen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) zu erfüllen, wurde ein teilkonzernweiter Prozess über die bestehenden Risikomanagementsysteme und eine neu entwickelte Logik zur Bewertung bestehender und neuer Lieferanten implementiert. Für Hubert Burda Media als Technologie- und Medienunternehmen haben der Markenschutz, der Schutz geistigen Eigentums und das Datenschutzrecht eine besonders große Bedeutung, weshalb in diesen Bereichen alle Entwicklungen besonders intensiv beobachtet und ausgewertet werden. Das vorhandene Datenschutzmanagementsystem enthält teilkonzernweit gültige Vorgaben und Regelungen zur praktischen Umsetzung des Datenschutzes und wird laufend weiterentwickelt. Alle Mitarbeiter:innen werden durch regelmäßige Schulungen zum Datenschutzrecht sensibilisiert. Trotz dieser Maßnahmen verbleiben datenschutzrechtliche Risiken, die insbesondere daraus resultieren, dass neue nationale und internationale Gesetzgebungen mit Auswirkungen auf den Datenschutz die Komplexität bei der Verarbeitung personenbezogener Daten weiter erhöhen und die Einführung neuer Technologien, wie z.B. die Einführung von künstlicher Intelligenz, zusätzliche Anforderungen an den Datenschutz stellen. Durch neue technologische Standards (v. a. von Google) und eine unterentwickelte Rechtsprechung zur Ausgestaltung und Reichweite von Einwilligungen ist der konkrete Einsatz sogenannter Cookies zur Werbevermarktung im Internet rechtlich noch nicht abschließend geklärt. Der Markt reagiert dynamisch auf diese Situation. Erste Positionierungen von Gerichten und Aufsichtsbehörden fielen eher zum Nachteil der Online-Vermarktung in bisheriger Form aus, wobei die Rechtslage noch nicht abschließend geklärt ist. Burda begegnet diesen Risiken zusätzlich zur gerichtlichen Klärung operativ durch die Einführung alternativer Werbeformen und alternativer Vermarktungsstrategien. Unter Berücksichtigung der eingeführten Prozesse und Systeme werden die rechtlichen Risiken für den Teilkonzern insgesamt als beherrschbar und somit als gering angesehen. Strategische PersonalrisikenDurch die angespannte gesamtwirtschaftliche Situation hat sich 2023 die durchschnittliche Anzahl der Bewerbungen pro ausgeschriebener Stelle erstmals seit drei Jahren wieder leicht erhöht. Der Fachkräftemangel besteht jedoch in vielen Kompetenzfeldern unvermindert fort. Zudem stiegen die Gehaltserwartungen nicht nur bei Kandidat:innen, sondern auch im Mitarbeitendenbestand deutlich an, um Marktentwicklungen nachzuahmen bzw. inflationsbedingte Preissteigerungen aufzufangen. In der Folge ist die Personalarbeit weiterhin von intensivem Recruitinggeschehen und spezifischen Maßnahmen zur Mitarbeiter:innenbindung geprägt. Neben der konsequenten Weiterentwicklung der Auswahlprozesse, u. a. durch Schulungen derjenigen Führungskräfte, die Einstellungsgespräche führen, lag in diesem Jahr ein besonderer Schwerpunkt auf dem Aufbau und Betrieb neuer Kanäle und Formate für das Employer Branding. Neben der physischen Präsenz auf mehr als 50 Personalmarketing-Events hat "Burda Karriere" nun einen Podcast und ist umfassend auf Social Media vertreten - jeweils mit zielgruppenspezifischen Inhalten. Die Programme zur Nachwuchskräftegewinnung (Ausbildung, duales Studium, Journalistenschule, das nationale und das internationale Traineeprogramm) laufen erfolgreich weiter. Für die systematische und konsequente Beurteilung, Förderung und damit Bindung der Mitarbeitenden wurden nach erfolgreicher Pilotierung nun Talentkonferenzen eingeführt, die eine breitere Perspektive auf Performance und Potenzial sicherstellen. Ein Highlight für viele Kolleg:innen ist zudem das Programm zum Arbeiten aus dem europäischen Ausland ("Workation"), das seit August 2023 angeboten wird. Durch den Launch der gruppenweiten Plattform "oneBurda" sind Reichweite und Teilnahmezahlen an den Weiterbildungsangeboten sprunghaft angestiegen. Die leichtere Vernetzung auf der Plattform und der mühelose Informationsaustausch befördern auch die Zusammenarbeit in den Communities of Practice. Eigens konzipierte, niedrigschwellige Trainings zu Grundlagen und unterschiedlichen Anwendungsfällen für generative künstliche Intelligenz konnten auf diese Weise innerhalb weniger Wochen mehrere hundert Kolleg:innen befähigen. Das Risiko in diesem Bereich wird daher insgesamt als gering eingestuft. 5.3 PrognoseberichtDas globale Wachstum wird sich 2024 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres behaupten. Allerdings divergieren die Wachstumsraten in verschiedenen Ländern und Regionen, und die Inflation liegt nach wie vor über den Zielwerten der Zentralbanken. Sofern der bereits eingesetzte, allmähliche Inflationsrückgang anhält, könnten die Leitzinsen in den meisten führenden Volkswirtschaften laut OECD in diesem Jahr gesenkt werden. Für die makroökonomische Entwicklung in Deutschland gehen die Expert:innen einzelner Institute und Organisationen 2024 von einer leichten Erholung aus, wobei sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen im Jahresverlauf nur langsam verbessern dürften. Aufgrund der geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine und dem Nahostkonflikt sind die Konjunkturprognosen dazu weiterhin mit Unsicherheit behaftet. Für die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft besteht zudem eine große Abhängigkeit von der Entwicklung der weltweiten Konjunktur sowie der derzeit verhaltenen Wirtschaftslage in China. Insgesamt wird laut OECD ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2023 erwartet. Für den privaten Konsum rechnen Ökonom:innen im Jahr 2024 mit einem Wachstum im Bereich von rund 1 Prozent, in Erwartung steigender Einkommen sowie eines weiteren Inflationsrückgangs. So dürfte die Teuerungsrate laut den Expert:innen des ifo Instituts von durchschnittlich 5,9 Prozent im Jahr 2023 auf 2,3 Prozent im Jahr 2024 fallen. Die Preise für Erdgas, Strom und Rohöl werden sich voraussichtlich knapp über dem Niveau vor der Corona-Krise an den Terminmärkten stabilisieren. Sowohl die Industrie- als auch die Konsumkonjunktur dürften von dieser Entwicklung profitieren. Für Großbritannien - neben Deutschland der wichtigste Markt Burdas - sind die Konjunkturaussichten weiterhin gedämpft. Die OECD geht derzeit von einem Wachstum von 0,7 Prozent in 2024 aus. Die Prognose der Geschäftszahlen 2024 ist vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und einem herausfordernden makroökonomischen Umfeld, insbesondere im Hinblick auf den privaten Konsum in Deutschland und Großbritannien, weiterhin mit vielen Unsicherheiten behaftet. Für das Geschäftsjahr 2024 geht der Teilkonzern von Umsatzerlösen aus, die ungefähr auf dem Niveau von 2023 liegen. Während für die Bereiche B2B Media und Services sowie für Commerce ein moderater bzw. ein leichter Rückgang prognostiziert wird, ist für den Bereich Consumer Media von einem leichten Anstieg auszugehen. Das Ergebnis vor Steuern des Teilkonzerns wird voraussichtlich deutlich rückläufig sein -im Wesentlichen bedingt durch die im Januar 2024 beschlossene Restrukturierung innerhalb der New Work-Gruppe. Für den Bereich Consumer Media wird mit einem moderaten Anstieg des Ergebnisses vor Steuern gerechnet. Für die Bewältigung der unterschiedlichen Herausforderungen ist Burda gut aufgestellt. Ausreichend verfügbare Kreditlinien und liquide Mittel, dezentrale Strukturen mit kurzen Entscheidungswegen und die seit mehreren Jahren kontinuierlich vorangetriebene Diversifikation in Bezug auf Produkte und Geschäftsmodelle bilden die Grundlage dafür, dass die Teilkonzernunternehmen ihre Marktpositionen halten bzw. teilweise ausbauen werden. Burda wird bei günstigen Gelegenheiten weiterhin investieren und neue Beteiligungen eingehen. Gegenüber den Beteiligungsunternehmen versteht sich Burda als verlässlicher und langfristiger Partner, der mit seinen Markt- und Technologiekenntnissen sowie seiner Marktdurchdringung vor allem in Deutschland und dem Vereinigten Königreich das Wachstum der Partnerunternehmen voranbringen kann. Burda arbeitet weiter konsequent an der digitalen Transformation und dem Auf- und Ausbau neuer Geschäftsmodelle. Das Unternehmen betreibt in der Regel stabile und ausgewogene Cashflow-starke Geschäfte, aus denen sich die Kraft für weitere Innovationen und Investitionen speist. 6. Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg (ergänzende Informationen)Grundlagen des UnternehmensDie Burda GmbH ist die Obergesellschaft einer Gruppe von Medien- und Technologieunternehmen, die sich zum Ziel gesetzt haben, durch hohe Innovationsbereitschaft neue Märkte und Konsumenten zu gewinnen und gleichzeitig bestehende Konsumentenbeziehungen auszubauen. Die Elemente des operativen Geschäfts sind in den Tochtergesellschaften angesiedelt. Daher ist die wirtschaftliche Entwicklung der Burda GmbH in großem Maße von der zuvor beschriebenen Entwicklung der Gruppe abhängig. Sie hält dabei Anteile an Gesellschaften, die in den Geschäftsbereichen Consumer Media, B2B Media und Services sowie Commerce operativ tätig sind. Daneben ist sie Generalmieterin für angemietete Büroflächen und Grundstücke, die sie anschließend an ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften untervermietet. Sie ist Cash-Pool-Führerin des Cash-Pools der Hubert Burda Media-Gruppe und erbringt Finanzierungsleistungen an ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Dies sind auch die wesentlichen Ertragsquellen der Gesellschaft. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageZur Unternehmensteuerung werden das Finanzergebnis sowie die Erlöse aus der Vermietung herangezogen. Das Finanzergebnis ist überwiegend geprägt vom wirtschaftlichen Erfolg der Tochtergesellschaften. Die Gesellschaft weist im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum solide Verhältnisse auf. Die Bilanzsumme lag mit 2.121,5 Millionen Euro um 46,0 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 2.075,5 Millionen Euro. Auf der Aktivseite entfiel dieser Anstieg im Wesentlichen auf Veränderungen des Anlagevermögens. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrug 86,4 Prozent (Vorjahr: 83,5 Prozent). Die Zugänge ins Anlagevermögen betrugen gemäß Anlagenspiegel 205,6 Millionen Euro (Vorjahr: 105,1 Millionen Euro). Davon entfiel der überwiegende Teil auf Investitionen in das Beteiligungsportfolio und in Ausleihungen an Tochterunternehmen. Das Umlaufvermögen verringerte sich um 53,3 Millionen Euro auf 287,3 Millionen Euro. Das ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Verringerung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Liquide Mittel, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, erhöhten sich im Gegenzug von 0,1 Millionen Euro (Vorjahr) auf 8,9 Millionen Euro (Geschäftsjahr). Bei zusammengefasster Betrachtung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ergab sich ein Gesamtsaldo zu Lasten der Gesellschaft von 149,7 Millionen Euro gegenüber 13,3 Millionen Euro im Vorjahr. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf die Veränderung von Cashpool- und Darlehenssalden mit den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften zurückzuführen. Der Rückgang der kurzfristigen Finanzforderungen ist hierbei im Wesentlichen durch langfristige Nachfinanzierungen, mit einer entsprechenden Ausweisänderung in das Finanzanlagevermögen, begründet. Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten hingegen resultiert primär aus der erstmaligen Einbeziehung eines Tochterunternehmens in das Burda-Cashpooling. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 74,9 Millionen Euro auf 396,2 Millionen Euro. Die Darlehensverbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt. Die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien lag zum Bilanzstichtag bei rund 63 Prozent. Die per 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten sowie die weiteren Finanzverbindlichkeiten werden marktüblich verzinst. Die Finanzierungsstruktur bietet der Gesellschaft genügend Flexibilität für eine weitere positive Entwicklung. Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen mit 50,5 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten zuzüglich weiterer Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und abzüglich der sonstigen Wertpapiere) betrug 437,3 Millionen Euro und lag damit um 83,7 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Auf Basis eines Beschlusses vom 21.12.2023 erfolgte am 28.12.2023 eine Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn von 15,0 Millionen Euro an die Gesellschafterin. In Folge des positiven Jahresergebnisses und unter Berücksichtigung der Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn erhöhte sich das Eigenkapital um 56,0 Millionen Euro auf 1.050,1 Millionen Euro, was bei einer um 2,2 Prozent höheren Bilanzsumme zu einer leichten Veränderung der Eigenkapitalquote von 47,9 Prozent auf 49,5 Prozent führte. Das langfristige Kapital, bestehend aus Eigenkapital, langfristigen Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten, betrug 1.242,5 Millionen Euro (Vorjahr 1.237,3 Millionen Euro) und erreichte damit 58,6 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr: 59,6 Prozent). Das Anlagevermögen belief sich auf 1.833,4 Millionen Euro und war im Geschäftsjahr zu 87,9 Prozent (Vorjahr: 93,6 Prozent) durch mittel- und langfristiges Kapital gedeckt, was die solide Finanzierungsstruktur der Gesellschaft verdeutlicht. Sowohl das betriebliche als auch das Finanzergebnis der Gesellschaft wurden maßgeblich durch die Beziehungen zu den Tochtergesellschaften geprägt. Die Erlöse aus Vermietung - im Wesentlichen an die Tochtergesellschaften - haben sich von 22,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr - entsprechend den Erwartungen - moderat um 2,0 Millionen Euro vermindert. Das betriebliche Ergebnis von 88,9 Millionen Euro lag dabei um 3,5 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau. Das Rohergebnis lag mit 137,9 Millionen Euro auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 138,9 Millionen Euro). Die betrieblichen Aufwendungen, bestehend aus Personalaufwand, Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen, erhöhten sich um 2,6 Millionen Euro auf 49,0 Millionen Euro. Die Personalaufwendungen sind um 0,8 Millionen Euro von 19,7 Millionen Euro auf 18,8 Millionen Euro gesunken. Ausschlaggebend hierfür sind im Wesentlichen rückläufige Aufwendungen für Altersversorgung. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf eine Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen, die für die Berechnung der Pensionsrückstellungen herangezogen werden, zurückzuführen. Das Finanzergebnis verringerte sich um 15,6 Millionen Euro von -6,2 Millionen Euro auf -21,8 Millionen Euro und lag somit, entgegen den Erwartungen, unter dem Wert des Geschäftsjahres 2022. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf geringere Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen und höhere Zinsaufwendungen an Kreditinstitute zurückzuführen. Die Zinsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 18,3 Millionen Euro auf 33,1 Millionen Euro gestiegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich ein Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 4,3 Millionen Euro (Vorjahr: 0,2 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss verringerte sich um 15,3 Millionen Euro von 86,3 Millionen Euro auf 71,0 Millionen Euro. Angesichts der gestiegenen Kosten und des sich abschwächenden Konsumklimas, mit dem die Tochtergesellschaften konfrontiert waren, hat sich die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere im betrieblichen Ergebnis sehr zufriedenstellend entwickelt. Chancen- und RisikoberichtAufgrund der Tatsache, dass die Entwicklung der Burda GmbH stark an die Entwicklung des Teilkonzerns geknüpft ist, gelten die oben beschriebenen Grundzüge des Risikomanagementsystems, einschließlich der beschriebenen Risiken und Chancen, sowohl für den Teilkonzern als auch für die Burda GmbH. Aus Sicht des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens bestehen die unter Berücksichtigung der Funktionen als Holding und Cash-Pool-Führerin typischen Chancen und Risiken aus einer möglichen Verbesserung bzw. Verschlechterung der Ertragskraft der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, die teilweise über Ergebnisabführungsverträge verbunden sind. Dies stellt für den Einzelabschluss das höchste Einzelrisiko dar, das - trotz möglicher signifikanter Auswirkungen von Abwertungen oder sinkender Ertragskräfte einzelner Geschäftsbereiche - insgesamt für das breit angelegte Portfolio als gering bis moderat eingeschätzt wird. Beteiligungsrisiken werden durch ein angemessenes Beteiligungscontrolling überwacht. Dies schließt auch Investitionsprüfungen für wesentliche Investitionen und Akquisitionen mit ein, in deren Rahmen die Risiken evaluiert werden und Investitionen durch interne Freigabekontrollen autorisiert werden. Das Risiko aus der Untervermietung von Immobilien an Tochter- und Beteiligungsunternehmen wird als gering bis moderat eingestuft. PrognoseberichtFür das Geschäftsjahr 2024 ist weiterhin mit einem gedämpften Konsumklima zu rechnen. Es ist deshalb zu erwarten, dass insbesondere die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in den Geschäftsbereichen Consumer Media und Commerce weiterhin mit einer niedrigen Nachfrage der Endkonsument:innen konfrontiert werden. Vor diesem Hintergrund ist die Prognose der Geschäftszahlen 2024 mit großen Unsicherheiten behaftet. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft ein deutlich besseres Finanzergebnis als im Geschäftsjahr 2023. Dies resultiert insbesondere aus geringeren Abschreibungen auf direkte Beteiligungen sowie auf Beteiligungen von Tochterunternehmen, die per Gewinnabführungsvertrag an die Burda GmbH angebunden sind. Bedingt durch die Abmietung nicht mehr benötigter Büroflächen geht die Gesellschaft für 2024 von moderat sinkenden Vermietungserlösen aus. Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg(1) Allgemeine AngabenDie Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsgrundsätze aufgestellt, mit der Einschränkung, dass die Erleichterungsvorschriften nach § 276 Satz 1 und § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen werden. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Die nach den gesetzlichen Vorschriften erforderlichen Vermerke zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit grundsätzlich im Anhang aufgeführt. (2) Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bewertet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt und werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von einem bis zwanzig Jahren abgeschrieben. Soweit notwendig wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich erhaltener Zuschüsse angesetzt und wird planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von einem bis siebzig Jahren abgeschrieben. Soweit erforderlich wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800,00 € nicht übersteigen (geringwertige Wirtschaftsgüter). Liegen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten darüber, werden die betreffenden Gegenstände aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Verzinsliche Ausleihungen sind mit ihren Nennwerten bewertet. Unverzinsliche Darlehen sind entsprechend ihrer Restlaufzeiten abgezinst, soweit die Zinslosigkeit nicht durch immanente Vorteile kompensiert wird. Wurden in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen vorgenommen, und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Bewertung der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen am Jahresende. Die Anschaffungskosten ergeben sich aus fortgeschriebenen gewogenen Durchschnittspreisen unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Preisnachlässen. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert aktiviert. In die Herstellungskosten sind neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Verwaltungskosten bleiben außer Ansatz. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel sind mit den Nennwerten angesetzt. Bei un- oder unterverzinslichen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt der Ansatz mit dem Barwert. Für erkennbare Risiken werden Einzelabwertungen gebildet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos ist bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalabwertung vorgenommen worden. Vorsteuerbeträge für Verbindlichkeiten aus empfangenen Leistungen, für die zum Bilanzstichtag noch keine Rechnungen vorliegen, werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten, die auf Währungen von Ländern außerhalb der europäischen Währungsunion lauten, sind zu den an den Entstehungstagen geltenden Kursen oder den höheren Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläen und Leistungen im Todesfall werden zum 31. Oktober des Geschäftsjahres inventarisiert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Heranziehung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Die zukünftig erwarteten jährlichen Entgeltsteigerungen werden - soweit relevant - mit 2,0 Prozent p.a. berücksichtigt und die Rentensteigerungen werden - soweit relevant - für das Jahr 2023 mit 4,0 Prozent, für das Jahr 2024 mit 5,35 Prozent und danach mit 2,0 Prozent p.a. berücksichtigt. Für die Bewertung wird grundsätzlich der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren beträgt 1.435 Tsd. € (Vorjahr: 6.487 Tsd. €). Für den Bilanzstichtag wurde am 31. Oktober des Geschäftsjahres ein Zinssatz in Höhe von 1,83 Prozent p.a. prognostiziert und der Bewertung zugrundegelegt. In Fällen deutlich kürzerer oder deutlich längerer Restlaufzeiten als 15 Jahre werden die tatsächlichen Restlaufzeiten und der entsprechende, von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte, Zinssatz angesetzt. Eine betriebsindividuelle Fluktuation wird wegen unwesentlicher Auswirkungen nicht einberechnet. Der sich durch die geänderte Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergebende Unterschiedsbetrag wird in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel zugeführt. Rückdeckungsversicherungswerte, die ansonsten unter den sonstigen Vermögensgegenständen auszuweisen gewesen wären, werden mit den Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 609 Tsd. € verrechnet, zu deren Abdeckung die betreffenden Versicherungen abgeschlossen worden sind. Diese Werte entsprechen sowohl dem beizulegenden Zeitwert als auch den fortgeführten Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände sowie dem Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden. Die Rückdeckungsversicherungswerte wurden von dem jeweiligen Versicherungsunternehmen bestätigt. Ihre Bewertung erfolgt mit dem Betrag, der von dem Versicherungsunternehmen, aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten, geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet wurde, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert. Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und für Leistungen im Todesfall werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Heranziehung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Die zukünftig erwarteten jährlichen Entgeltsteigerungen werden - soweit relevant - mit 2,0 Prozent p.a. berücksichtigt. Für die Bewertung wird grundsätzlich der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für den Bilanzstichtag wurde am 31. Oktober des Geschäftsjahres ein Zinssatz in Höhe von 1,75 Prozent p.a. prognostiziert und der Bewertung zugrundegelegt. In den ersten 10 Dienstjahren wird eine durchschnittliche jährliche Fluktuation von 3,0 Prozent p.a. unterstellt. Eine betriebsindividuelle Fluktuation wird wegen unwesentlicher Auswirkungen ab dem elften Dienstjahr nicht mehr berücksichtigt. Die Rückstellungen enthalten entsprechend dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip alle dem Grunde nach zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannten Verpflichtungen und Risiken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Ansatz der Verbindlichkeiten entspricht den Erfüllungsbeträgen. Schuldposten, die auf Währungen von Ländern außerhalb der europäischen Währungsunion lauten, werden mit dem jeweils niedrigeren Kurs des Entstehungstags oder mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag ausgewiesen. Bei Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Soweit Bewertungseinheiten gebildet werden, werden diese unter Anwendung der Einfrierungsmethode bilanziert. (3) Erläuterungen zu BilanzpostenAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr ist aus dem gesondert dargestellten Anlagespiegel ersichtlich. Zur Sicherung der Zweckbindung eines Projektförderungszuschusses wurde das dafür im Jahr 2012 bebaute Grundstück mit einer Grundschuld in Höhe von 360 Tsd. € belastet, die unverändert besteht. FinanzanlagenDie Angaben gemäß § 285 Nr. 11 und Nr. 11a HGB sind aus einer Anlage zum Anhang ersichtlich. Forderungen gegen verbundene UnternehmenIn den Forderungen sind im Wesentlichen Forderungen aus den Abrechnungssalden des Cash-Pool-Systems der Hubert Burda Media-Gruppe, Darlehensforderungen sowie Forderungen aus den Ergebnisübernahmen im Rahmen der bestehenden Gewinnabführungsverträge enthalten. Der Posten beinhaltet Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.737 Tsd. € (Vorjahr: 760 Tsd. €). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben 5.289 Tsd. € (Vorjahr: 4.852 Tsd. €) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDer noch nicht verteilte Betrag im Sinne von Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB beträgt zum Bilanzstichtag 2.168 Tsd. €. Sonstige RückstellungenDer Posten berücksichtigt insbesondere Zinsen aus Steuerrückstellungen, Prüfungs- und Beratungskosten, Rückbauverpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren 7.830 Tsd. € durch Grundpfandrechte gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenIn den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen Abrechnungssalden des Cash-Pool-Systems der Hubert Burda Media-Gruppe sowie Ergebnisübernahmen im Rahmen von bestehenden Ergebnisabführungsverträgen enthalten. Der Posten beinhaltet Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.401 Tsd. € (Vorjahr: 989 Tsd. €). Der Posten beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von 15.141 Tsd.€ (Vorjahr: 14.481 Tsd. €). BewertungseinheitenDie Burda GmbH hat zukünftige Zins- und Währungsrisiken, welche durch die Ausreichung variabel verzinslicher Forderungen und Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen in Fremdwährung bzw. die Aufnahme variabel verzinslicher Bankverbindlichkeiten entstanden sind, durch laufzeitkongruente Zins- und Währungsswaps abgesichert. Zwischen diesen Grundgeschäften und den Sicherungsgeschäften in Form von Zins- und Währungsswaps sind Bewertungseinheiten gebildet. Die Absicherung erfolgte auf der Grundlage von Micro-Hedges zum Ausgleich künftiger Zahlungsstrom-Schwankungen aufgrund variabler Zinsen und Wechselkurse. Die im Rahmen von Bewertungseinheiten einbezogenen Zins- und Währungsswaps wiesen einen Sicherungsumfang von jeweils 100,0 Prozent auf. Die Zeitwerte wurden mittels Barwertmethode berechnet und durch Bankbestätigungen nachgewiesen. Die Absicherungseffektivität hinsichtlich des Zins- und Wechselkursänderungsrisikos wurde prospektiv durch Anwendung der Critical-Term-Match-Methode gemessen, da alle bewertungsrelevanten Parameter übereinstimmen. Die Bewertungseinheit ist zu 100,0 Prozent effektiv. Die Swaps weisen die nachfolgend dargestellten Merkmale auf:
(4) Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungRohergebnisDas Rohergebnis beinhaltet periodenfremde Erträge von 8.009 Tsd. €. Diese setzen sich im Wesentlichen zusammen aus der Auflösung von Rückstellungen. Erträge aus der Währungsumrechnung sind mit 1.502 Tsd. € (Vorjahr: 1.915 Tsd. €) enthalten. PersonalaufwandDer Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" enthält Aufwendungen für Altersversorgung von 16.437 Tsd. € (Vorjahr: 17.509 Tsd. €). Die Abweichung resultiert im Wesentlichen aus der geringeren Zuweisung von Pensionsrückstellungen. Sonstige betriebliche AufwendungenEnthalten sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 1.715 Tsd. € (Vorjahr: 1.145 Tsd. €). Dieser Posten enthält Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Höhe von 2.168 Tsd. € (Vorjahr: 2.341 Tsd. €). Erträge aus BeteiligungenVon den Erträgen aus Beteiligungen stammen 3.283 Tsd. € (Vorjahr: 10.522 Tsd. €) aus verbundenen Unternehmen. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des FinanzanlagevermögensDieser Posten enthält 11.744 Tsd. € (Vorjahr: 6.231 Tsd. €) Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens aus verbundenen Unternehmen. Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeIn den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen von 15.394 Tsd. € (Vorjahr: 6.011 Tsd. €) enthalten. Zinsen und ähnliche AufwendungenDieser Posten enthält 10.003 Tsd. € (Vorjahr: 765 Tsd. €) Zinsen an verbundene Unternehmen sowie 3.229 Tsd. € (Vorjahr: 3.303 Tsd. €) Zinsen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Dieser Betrag beinhaltet auch den Zinsanteil aus der Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. (5) Sonstige AngabenHaftungsverhältnisseZum Bilanzstichtag bestehen nominale Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von 33.397 Tsd. € und aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von 138.492 Tsd. €. Sämtliche Haftungsverhältnisse entfallen auf die Besicherung von Verpflichtungen verbundener Unternehmen. Die Gesellschaft hat gegenüber folgenden Gesellschaften (verbundene Unternehmen) mittels einer Patronatserklärung ihre Absicht erklärt, die Beteiligungen insoweit mit Finanzmitteln auszustatten, dass sie ihre zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtungen im Sinn von § 264 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB erfüllen können. C3 Creative Code and Content GmbH, Berlin Gegenüber folgenden Gesellschaften hat die Gesellschaft mittels "Letter of com-fort/Letter of Support" ihre Absicht erklärt, die Beteiligungen insoweit mit Finanzmitteln auszustatten, als dass diese jederzeit in der Lage sind, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen: Burda Holdings (Thailand) Co. Ltd., Thailand Burda (Thailand) Co. Ltd., Thailand Hubert Burda Media Malaysia Sdn. Bhd., Malaysia Zum Bilanzstichtag lagen aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation keine Anhaltspunkte für eine mögliche Inanspruchnahme vor, da die zugrundeliegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften mit hinreichend hoher Wahrscheinlichkeit erfüllt werden. Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Stichtag bestehen für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft bedeutsame sonstige finanzielle Verpflichtungen in nachfolgender Höhe und Fälligkeit:
Darüber hinaus bestehen kurzfristige Verpflichtungen im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit der Gesellschaft in betriebsgewöhnlichem Umfang. MitarbeiterDie Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 19 Angestellte und zwei kaufmännische Aushilfen beschäftigt. Angaben nach § 285 Nr. 9 HGBDie ehemaligen Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebene erhielten Bezüge im Sinn von § 285 Nr. 9 b Satz 1 HGB von 1.361 Tsd. €; für diese Personengruppe bestanden zum Bilanzstichtag Rückstellungen im Sinn von § 285 Nr. 9 b Satz 3 HGB in Höhe von 17.607 Tsd. €. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9 HGB wurde aufgrund der Anstellungsverhältnisse mit der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Verwendung des ErgebnissesDie Geschäftsführer schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss dieses Geschäftsjahres von 70.973 Tsd. € zusammen mit dem Gewinnvortrag von 666.122 Tsd. € abzüglich der im Geschäftsjahr durchgeführten Ausschüttung von 15.000 Tsd. €, als Bilanzgewinn von 722.095 Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernverhältnisse, verbundene UnternehmenDie Gesellschaft wird in den Konzernabschluss (größter Kreis) der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, Offenburg, einbezogen. Außerdem erstellt die Gesellschaft für sich und ihre Tochtergesellschaften einen Teilkonzernabschluss. Der Konzernabschluss der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, Offenburg, und der Teilkonzernabschluss der Gesellschaft werden beim Betreiber des elektronischen Unternehmensregisters zur Veröffentlichung eingereicht. Die Gesellschaft behandelt alle Gesellschaften als verbundene Unternehmen, die wie sie in den Konzernabschluss der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, Offenburg, einbezogen werden. GeschäftsführerEs waren folgende Personen zu Geschäftsführern bestellt:
Offenburg, den 28. März 2024 Geschäftsführer Dr. Marc Al-Hames Holger Eckstein Dr. Katharina Herrmann Philipp Welte Anlage zum AnhangEntwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den zusammengefassten LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. März 2024 KPMG
AG
Bernd Grottel, Wirtschaftsprüfer Mathias Laubert, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023Der Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29. April 2024 festgestellt worden. |
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Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH
Structured data
Parsed, typed and queryable directly through the API.
Overview
- Legal form
- GmbH
- Address
-
Arabellastraße 23
81925 München - Commercial register
- HRB 470356, Freiburg
- Registration date
- June 29, 1971
- Purpose
- Der Betrieb eines Druck- und Verlagshauses, die Herstellung und der Vertrieb von Medien des Kommunikationssektors
Financials
Balance sheet
2024- Fixed Assets 94,1 % 2,07 Mrd
- Current Assets 5,9 % 129,83 Mio
- Prepaid Expenses 0,0 % 719,4 k
- Equity 49,2 % 1,08 Mrd
- Liabilities 42,2 % 928,70 Mio
- Provisions 8,6 % 188,74 Mio
- Accrued Expenses 0,0 % 0
Balance sheet data available for 13 earlier fiscal years.
Profit & loss
2024- Balance sheet profit/loss 37,7 % 753,51 Mio
- Gewinnvortrag 35,0 % 700,35 Mio
- Gross profit 5,0 % 99,67 Mio
- Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 4,1 % 81,48 Mio
- Depreciation on financial assets and current asset securities 3,5 % 69,20 Mio
- Operating result 2,7 % 54,16 Mio
- Result after taxes 2,7 % 53,43 Mio
- Annual net profit/loss 2,7 % 53,16 Mio
- Interest and similar expenses 2,0 % 39,23 Mio
- Other operating expenses 1,8 % 36,10 Mio
- Other interest and similar income 1,0 % 19,72 Mio
- Income from other securities and loans in financial assets 0,9 % 17,53 Mio
- Income from investments 0,4 % 8,48 Mio
- Personnel expenses 0,3 % 6,62 Mio
- Income and profit taxes 0,2 % −3,06 Mio
- Depreciation 0,1 % 2,79 Mio
- Other taxes 0,0 % 268,7 k
- Betriebliche Aufwendungen 66,8 % 45,51 Mio
- Aufwendungen aus Verlustübernahme 33,2 % 22,57 Mio
- Finanzergebnis −3,79 Mio
P&L data available for 13 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Christian Kevin Teichmann
since 2026 Managing Director
-
Holger Dieter Eckstein
since 2009 Managing Director
-
Maximilian Michael Dr. Preisser
since 2026 Managing Director
Ownership & holdings
Shareholders
- Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft DEU 100.0 % 54.8M €
Ultimate beneficial owners (UBOs)
No beneficial owners conclusively identified — 1 possible matches from the transparency register.
Holds shares in
- Burda Next GmbH GmbH 100.0 %
- BPI Management GmbH GmbH 100.0 %
- Burda Kantinen GmbH GmbH 100.0 %
History
- 2026
-
30.01.
Exit of positionMarc Dr. Al-Hames · Managing Director
-
30.01.
Exit of positionMaximilian Michael Dr. Preisser · Procura
-
30.01.
Exit of positionPhilipp Welte · Managing Director
-
30.01.
Member entryMaximilian Michael Dr. Preisser · Managing Director
-
30.01.
Member entryChristian Kevin Teichmann · Managing Director
-
29.01.
Exit of positionActon GmbH & Co Heureka KG · Limited Partner
- 2025
-
31.07.
Correction of personal dataPhilipp Welte · Managing Director
-
23.07.
Member entryMaximilian Michael Dr. Preisser · Procura
Raw data & documents
Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.
Annual statements (full text)
Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Register documents
PDF documents straight from the court register — fetched on demand via the :code endpoint.
- Current extract (AD)
- Chronological extract (CD)
- Structured content (SI, XML)
- Shareholders list
- Articles of association
Website content
Structured markdown rendering of the company's public website — perfect for enrichment and AI pipelines.
- Website snapshot (auto-discovered) AI
Structured data and full text — per company
From annual statements as HTML to UBO lists: enable each field individually via the features parameter. One API, all data.
- Key figures Revenue, employee count, total assets, net income — per fiscal year.
- Authorized representatives Current and former managing directors, board members, signatories — with roles and date ranges.
- Publications Official commercial register publications including date and full text.
- Gesellschafter Current shareholder structure with stakes and contributions.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Ultimate beneficial owners as recorded in the German transparency register.
- Beteiligungen Stakes this company holds in other entities.
- Bilanz Full balance sheet line items from published annual statements.
- Gewinn- und Verlustrechnung P&L line items per fiscal year.
- Jahresabschlüsse (HTML) Published annual financial statements rendered as HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Notices from the official insolvency registers.
- News Recent mentions of the company from external news sources.
Plug into any stack
Whether you're building a classical API integration, an AI agent, or a no-code workflow — this data slots in.
Use this data in your app
Grab an API key and pull this structured commercial register data straight from your application — no scraping, no PDFs.
Keyboard shortcuts
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