![]() Die Haftpflichtkasse VVaGRoßdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Andere versichern Risiken. Wir versichern Menschen. Inhalt 1. Zum Geschäftsbericht 2024 1.1 Vorwort des Vorstands 1.2 Kennzahlen im Überblick 2. Lagebericht 2.1 Geschäftsmodell 2.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.3 Geschäftsentwicklung 2.4 Ertragslage 2.5 Vermögenslage 2.6 Finanzlage 2.7 Chancen- und Risikobericht 2.8 Ausblick 3. Jahresabschluss 3.1 Bilanz zum 31. Dezember 2024 3.2 Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 3.3 Anhang 3.4 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 3.5 Bericht des Aufsichtsrats 1. Zum Geschäftsbericht 2024 1.1 Vorwort des Vorstands Liebe Leserinnen und Leser, das Geschäftsjahr 2024 war für die Haftpflichtkasse geprägt von Veränderung und Kontinuität zugleich. Mit dem vierten Quartal wurde ein bedeutender Schritt in der Weiterentwicklung unseres Hauses vollzogen: der Generationswechsel im Vorstand. Wir freuen uns, als neues Vorstandsteam gemeinsam Verantwortung für die nächsten Entwicklungsschritte zu übernehmen - im Sinne unserer Mitglieder und Kunden, unserer Vertriebspartner und unserer Mitarbeiter. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren auch 2024 herausfordernd. Globale Krisen, geopolitische Spannungen, hohe Energiepreise und der demografische Wandel prägten das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Die Versicherungswirtschaft steht zudem unter hohem Veränderungsdruck: Technologische Innovationen, wachsende regulatorische Anforderungen und sich wandelnde Kundenerwartungen erfordern gezielte Antworten und zukunftsfähige Lösungen. Die Haftpflichtkasse begegnet diesen Entwicklungen mit einer klaren strategischen Ausrichtung. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit stehen wir seit über 125 Jahren für Unabhängigkeit, Stabilität und eine verlässliche Partnerschaft. Im Mittelpunkt all unseres Handelns steht dabei das langfristige Wohl unserer Mitglieder - ihnen fühlen wir uns in besonderer Weise verpflichtet. Die wachsenden regulatorischen Anforderungen - etwa durch die Umsetzung der DORA-Verordnung - stellen die Versicherungswirtschaft insgesamt und auch uns vor Herausforderungen. Deshalb investieren wir konsequent in unsere IT-Infrastruktur, optimieren Prozesse und modernisieren unser Bestandsverwaltungssystem. Mit diesen Maßnahmen stärken wir gezielt die Zukunftsfähigkeit unseres Vereins - und schaffen zugleich die Basis für mehr Effizienz, Flexibilität und Skalierbarkeit. Trotz des anspruchsvollen Umfelds konnten wir im Geschäftsjahr 2024 ein stabiles Geschäftsergebnis erzielen. Das Beitragsvolumen konnte über alle Kernsparten auf rund 263 Mio. EUR weiter gesteigert werden. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag bei 34,9 % - ein Zeichen für unsere solide finanzielle Aufstellung. Unsere Solvabilitätsquote liegt auf einem Niveau von 236 % und damit weit über den Anforderungen. Für die Zukunft rechnen wir zudem mit einer weiteren Stärkung unseres Eigenkapitals. Unsere Ausrichtung am Maklermarkt bleibt unverändert. Die Haftpflichtkasse wurde 2024 zum zehnten Mal in Folge als „Maklers Liebling“ ausgezeichnet. Diese kontinuierliche Anerkennung ist Ausdruck unseres Selbstverständnisses und ein klares Bekenntnis zu unserer DNA: Verlässlicher Partner für unabhängige Vermittler, exzellenter Service, einfache Prozesse und kundenorientierte Lösungen - das zeichnet uns aus. In den Sparten Haftpflicht, Hausrat und Unfall zählen wir weiterhin zu den beliebtesten Anbietern am Markt. Ein besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitern, die mit ihrem hohen Einsatz und Engagement unsere ausgeprägte Kundenorientierung und unser Servicelevel erst möglich machen. Wir verbinden langjährige Erfahrung mit frischen Impulsen - und schaffen so die Basis für verantwortungsvollen und dauerhaften Erfolg. Die Haftpflichtkasse steht für Verlässlichkeit, Verantwortung und Miteinander. Auch künftig werden wir diesen Weg mit Sachverstand, Weitblick und Leidenschaft für die Belange unserer Makler, Mitglieder und Kunden fortsetzen. Der Vorstand der Haftpflichtkasse Dr. Frank Welfens Vorstandsvorsitzender Dr. Claus Hunold Vorstand Sascha Quillet Vorstand 1.2 Kennzahlen im Überblick
2. Lagebericht2.1 Geschäftsmodell Seit über 125 Jahren ist die Haftpflichtkasse als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ein verlässlicher Partner für Privat- und Firmenkunden in Deutschland. Ein geringer Anteil unseres Versicherungsgeschäfts (2,4 ‰) entfällt zudem auf die Republik Österreich. Mit unserem genossenschaftlichen Ansatz setzen wir auf nachhaltiges Wirtschaften, Kundenzufriedenheit und faire Versicherungsleistungen. Wir arbeiten vor allem mit unabhängigen Versicherungsmaklern zusammen und genießen aufgrund unserer konsequenten Serviceorientierung und Leistungsstärke einen hervorragenden Ruf im Maklermarkt. Dies belegen zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Titel „Maklers Liebling“, den die Haftpflichtkasse zehn Jahre in Folge erhalten hat. In den Sparten Haftpflicht, Hausrat und Unfall gehören wir regelmäßig zu den beliebtesten Anbietern am Markt. Insgesamt umfasste unsere Produktpalette im Geschäftsjahr 2024 diese Segmente: Privatkunden-Versicherungen
Firmenkunden-Versicherungen Betriebshaftpflicht
Wir betreiben ausschließlich das passive Rückversicherungsgeschäft mittels Quoten- und Schadenexzedentenverträgen. Hierfür arbeiten wir mit einem Konsortium von Rückversicherern zusammen, an welches wir im Geschäftsjahr 26,0 % (Vorjahr: 28,7 %) der gebuchten Bruttobeiträge abgegeben haben. Unsere Kapitalanlagestrategie ist auf Sicherheit und Kapitalerhalt ausgerichtet. Abgesehen von vereinzelten Investitionen in Immobilien und Beteiligungen besteht unser Anlageportfolio im Wesentlichen aus festverzinslichen Wertpapieren mit tendenziell kurzen Laufzeiten. Investitionen in hochriskante Anlageformen tätigen wir nicht. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 beschäftigten wir 465 Mitarbeiter (Vorjahr: 431 Mitarbeiter). Dazu zählen 403 Festangestellte, 28 Auszubildende und 34 Aushilfen. Auch wenn die Folgen des Fachkräftemangels für uns deutlich spürbar sind, so wollen wir unseren Personalbestand auf einem weitgehend konstanten Niveau halten. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit unserer Mitarbeiter beträgt 9,4 Jahre (Vorjahr: 10,0 Jahre). Die Fluktuation betrug im Geschäftsjahr 11,4 % (Vorjahr: 3,9 %). 2.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die deutsche Wirtschaft war 2024 weiterhin von den Auswirkungen globaler Krisen, geopolitischer Unsicherheiten und struktureller Herausforderungen geprägt. Während in den vergangenen Jahren die CO- VID-19-Pandemie und der russische Angriff auf die Ukraine als wirtschaftliche Belastungsfaktoren wirkten, prägen nun insbesondere hohe Energiepreise, ein veränderliches Zinsumfeld sowie der demografische Wandel die Wachstumsdynamik. Laut den aktuellen Daten blieb das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres, mit einer minimalen positiven Veränderung von 0,2 %. Dies steht im Gegensatz zur rückläufigen Entwicklung im Jahr 2023, als die Wirtschaftsleistung um 0,3 % sank. Trotz einer moderaten Stabilisierung der Energiepreise im Jahresverlauf blieb die energieintensive Industrie weiterhin unter Druck. Die Umstellung auf erneuerbare Energien sowie die CO ,-Bepreisung sorgten für zusätzliche Kostenbelastungen. Dennoch gab es auch Investitionen in Energieeffizienz und grüne Technologien, um langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Während die Verbraucherpreise nach wie vor auf hohem Niveau blieben, verlangsamte sich die Inflation im Vergleich zum Vorjahr von 5,9 % auf 2,6 %. Dennoch blieb der private Konsum verhalten, da Kaufkraftverluste der vergangenen Jahre noch nicht vollständig ausgeglichen wurden. Das Baugewerbe verzeichnete erneut einen Rückgang der Wertschöpfung, insbesondere durch hohe Finanzierungskosten und zurückhaltende Investitionen in den Wohnungsbau. Die Staatsausgaben wurden insgesamt weiter reduziert, da viele der krisenbedingten Sondermaßnahmen ausliefen. Trotz eines weiterhin stabilen Arbeitsmarkts bleibt der Fachkräftemangel ein zentrales Thema. Unternehmen berichten von zunehmenden Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden, was langfristig die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft beeinträchtigen könnte. Insgesamt bleibt die wirtschaftliche Erholung fragil und abhängig von einer Stabilisierung der globalen Märkte sowie weiteren wirtschaftspolitischen Maßnahmen. Während sich Energiepreise und Inflation allmählich normalisieren, bleiben strukturelle Herausforderungen - wie der demografische Wandel, die Dekarbonisierung der Wirtschaft und geopolitische Unsicherheiten - maßgebliche Einflussgrößen auf die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Kapitalmärkte Aus ökonomischer wie politischer Sicht blieben im Jahr 2024 markante Entwicklungen weitgehend aus. Vor allem, wenn man die Geschehnisse den Erwartungen gegenüberstellt, die Kapitalmarktakteure für das Jahr 2025 äußern. Im Spätherbst erlangte der Machtwechsel in den USA international große Aufmerksamkeit. Auch der Bruch der Ampelkoalition in Deutschland - der Nation mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt (BIP) Europas - sowie die darauffolgende Ankündigung von Neuwahlen bot Finanzmarktbeobachtern ebenfalls zahlreiche Diskussionsanlässe. Zudem sorgte der designierte US- Präsident Donald Trump mit diversen Androhungen, Strafzölle gegenüber anderen Staaten erheben zu wollen, bereits vor seinem Amtsantritt für Unruhe an den Rentenmärkten. Kapitalanleger fürchten, dass durch die künftige US-Handelspolitik eine weitere Zunahme des weltweiten Protektionismus mit entsprechend negativen Folgen für Wettbewerb, Preise, Produktivität und Wirtschaftswachstum droht. Insbesondere sind Bedenken seitens Bond-Investoren laut geworden, falls die angekündigten Zollerhöhungen tatsächlich umgesetzt werden sollten. Als mögliche Folge könnte in den USA die Inflation deutlich steigen und die Staatsverschuldung erheblich zunehmen, so die Befürchtungen, die Käufer von Staatsanleihen äußerten. Auch die US-Notenbankverantwortlichen blieben von den Ereignissen des letzten Quartals nicht unberührt. In der abschließenden Sitzung des Jahres verzichtete das Federal Open Market Committee (FOMC) - unter der Leitung von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der Federal Reserve Bank - darauf, gegenüber den Medien Prognosen über die Effekte neuer Handelszölle auf die künftige Inflationsentwicklung zu formulieren. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Bedingungen für eine weitere Lockerung der restriktiven US-Geldpolitik im Jahr 2025 als ungünstig einzustufen sind. Entsprechend nahm die Fed in der letzten Zinssitzung des Jahres ihre Prognosen für Zinssenkungen im Jahr 2025 drastisch zurück. Auch wenn die Notenbanken - allem voran die Europäische Zentralbank (EZB) - bemüht waren, der vorherrschenden inversen Zinsstruktur entgegenzuwirken, blieben die längerfristigen Zinsen im Jahr 2024 weitgehend stabil. Deutsche Staatsanleihen zeigten im vergangenen Jahr eine eher volatile Entwicklung und bildeten im europäischen Anleihesegment mit leichten Gewinnen das Schlusslicht der Jahresperformance-Rangliste. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen startete zu Jahresbeginn bei knapp über 2,00 %, stieg im Frühsommer nahezu auf 2,70 % und fiel im Herbst wieder auf die Zwei-Prozent-Marke zurück. In den letzten Handelstagen des Jahres kletterte sie mit einem Schlussspurt auf 2,35 %. Zu einem sehr positiven Effekt auf Beteiligungs-Portfolios konnten einmal mehr die internationalen Aktienmärkte beitragen, obwohl viele Aktienindizes im Sommer 2024 noch eine kurze, aber heftige Kurskorrektur vollzogen. Der Aktienindex MSCI World (Kursindex in US-Dollar) verzeichnete eine jährliche Wertsteigerung von etwa 17 %. Der deutsche Aktienindex DAX ließ gleich zu Beginn des Jahres sein Jahrestief bei 16.431,69 Punkten hinter sich und markierte kurz vor dem Jahresende mit Kursen leicht oberhalb der 20.500er Marke ein neues Allzeithoch. Diese positiven Entwicklungen trugen innerhalb gemischter Portfolios häufig dazu bei, deutlich gestiegene Marktwerte auszuweisen. Im Gegensatz zum Vorjahr lagen zum Jahresende 2024 die langfristigen Zinssätze wieder knapp über dem Niveau des kurzen Laufzeitendes. Dadurch wurde die lange vorherrschende inverse Zinsstrukturkurve im letzten Quartal des Jahres wieder aufgelöst. Die angekündigte Zollpolitik des designierten US- Präsidenten Donald Trump und die geplanten Steuersenkungen veranlassten insbesondere in den USA Finanzmarktteilnehmer, verstärkt die Teuerungsentwicklung zu beobachten. Diese Maßnahmen erzielen üblicherweise einen inflationstreibenden Effekt, der letztlich zu einer Verunsicherung der Verbraucher führt und bremsend auf die US-Konjunktur wirken könnte. Die im vierten Quartal 2024 zu beobachtende stetige Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar sowie etwaige Gegenzölle anderer Länder entfachten bei Marktteilnehmern und Ökonomen jedoch auch in Europa Sorgen über einen möglichen neuen Teuerungsschub. Versicherungswirtschaftliches Umfeld Das Geschäftsklima in der Versicherungswirtschaft hat sich zum Ende des Geschäftsjahres 2024 stabilisiert. Die Einschätzung der aktuellen Lage zeigt in den meisten Sparten eine positive Tendenz, getrieben von der dynamischen Entwicklung in der Kraftfahrt- und Sachversicherung. In der Schaden-/Unfall- Versicherung verbesserte sich die Stimmung spürbar. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet für 2024 ein Beitragswachstum in der Schaden-/Unfall-Versicherung von 7,9 %. Aufgrund moderater Schadenbelastungen und effizienter Abwicklung wird nach Berechnungen des GDV für 2024 in der Schaden-/Unfall-Versicherung eine Geschäftsjahres-Schadenquote von 77 % (Vorjahr: 79 %) und eine Combined Ratio von 96 % (Vorjahr: 99 %) zu verzeichnen sein. Der versicherungstechnische Gewinn steigt auf voraussichtlich 3,3 Mrd. € (Vorjahr: 1,0 Mrd. €). In der Allgemeinen Haftpflicht-Versicherung prognostiziert der GDV für 2024 ein leicht rückläufiges Beitragswachstum von 2,0 % (Vorjahr: 3,0 %). Diesem steht durch Inflation und höhere Reparaturkosten ein Anstieg der Schadenaufwendungen um 7,4 % (Vorjahr: 3,5 %) gegenüber, sodass die Geschäftsjahres- Schadenquote von 62 % im Vorjahr auf 63 % ansteigt. Die Combined Ratio wird voraussichtlich 96 % betragen. Für die Allgemeine Unfall-Versicherung rechnet der Branchenverband mit einem Beitragswachstum von 1,2 % (Vorjahr: 0,2 %). Die Schadenzahlungen steigen auch hier weiterhin überproportional um 3,5 % (Vorjahr: 4,8 %). Die Geschäftsjahres-Schadenquote und die Combined Ratio erhöhen sich um jeweils einen Prozentpunkt auf 60 % bzw. 76 %. In der Verbundenen Hausrat-Versicherung ist 2024 ein Beitragswachstum um 4,0 % (Vorjahr: 6,2 %) zu verzeichnen. Die Aufwendungen für Geschäftsjahresschäden steigen trotz eines unterdurchschnittlichen Naturgefahrenjahres inflationsgetrieben um 14,0 % (Vorjahr: 16,4 %). Die Geschäftsjahres-Schadenquote erhöht sich demzufolge von 47 % auf 51 %, sodass der GDV eine Combined Ratio von 85 % (Vorjahr: 81 %) prognostiziert. Trotz gestiegener Schadenaufwendungen in einigen Bereichen - etwa durch Inflation und höhere Reparaturkosten - profitierte die Branche von einem unterdurchschnittlichen Naturgefahrenjahr und stabilen Abwicklungsergebnissen. Die Sachversicherung schloss erstmals seit Jahren mit einem versicherungstechnischen Gewinn (Combined Ratio: 97 %), getrieben durch geringe Großschäden. Insgesamt spiegelt das Jahr 2024 eine Erholung wider, die von Beitragsanpassungen, effizientem Schadenmanagement und konjunkturellen Sondereffekten geprägt war. 2.3 Geschäftsentwicklung Auch im vergangenen Jahr haben wir das Beitragsvolumen in allen unseren Kernsparten weiter steigern können. Die gebuchten Bruttobeiträge haben sich um 3,9 % (Vorjahr: 4,2 %) von 253.361 T€ auf 263.232 T€ erhöht. ![]() Die gebuchten Bruttobeiträge verteilten sich wie folgt auf die Sparten: ![]() Der Bestand an selbst abgeschlossenen Versicherungsverträgen mit mindestens einjähriger Laufzeit erhöhte sich von 2.402.032 auf 2.429.683 Stück. Die Geschäftsjahres-Schadenaufwendungen stiegen brutto von 143.405 T€ auf 149.374 T€. Die Geschäftsjahres-Bruttoschadenquote betrug 57,1 % (Vorjahr: 57,2 %), die Nettoschadenquote erhöhte sich von 56,0 % auf 56,4%. Unter Berücksichtigung der Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Höhe von 98.202 T€ (Vorjahr: 91.559 T€) und der Abwicklung der Vorjahresrückstellungen ergab sich eine Combined Ratio brutto von 91,8 % (Vorjahr: 87,4 %). Die Schadenhäufigkeit lag bei 34,5 Schäden je tausend Verträge (Vorjahr: 35,7). Der durchschnittliche Geschäftsjahres-Bruttoschadenaufwand liegt mit 2.046 € über dem Vorjahresniveau von 1.879 €. ![]() Die Aufwendungen für Provisionen und sonstige Bezüge der Vermittler betrugen - bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge - 27,2 % (Vorjahr: 27,1 %). Die übrigen Kosten für den Versicherungsbetrieb stiegen von 9,0 % im Vorjahr auf 10,1 %. Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung zeigt einen Überschuss von 7.815 T€ (Vorjahr: 28.204 T€). Dieser wird getragen durch das Haftpflichtgeschäft, welches einen Gewinn von 15.783 T€ (Vorjahr: 18.662 T€) verzeichnet. Das Unfallgeschäft trägt nach Schwankungsrückstellung 512 T€ (Vorjahr: 1.399 T€) zum Ergebnis bei. Die Sparte Hausrat weist einen Verlust von 6.200 T€ (Vorjahr: 3.403 T€) auf, während die sonstige Schadenversicherung, in der die Schäden der Betriebsschließungs- Versicherung abgewickelt werden, mit einem Verlust von 2.281 T€ (Vorjahr: Gewinn 15.193 T€) schließt. 2.4 Ertragslage Die Ertragslage in den einzelnen Versicherungssparten entwickelte sich wie folgt: Haftpflicht-Versicherung Die gebuchten Bruttobeiträge in der Haftpflicht- Versicherung sind um 2,2 % von 134.745 T€ auf 137.689 T€ gestiegen. Die Anzahl der Versicherungsverträge konnte von 1.565.070 auf 1.568.550 erhöht werden. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen von 58.300 T€ auf 68.605 T€. Bei unveränderter Schadenfrequenz erhöhte sich der durchschnittliche Schadenaufwand um 11,2 % von 1.293 € auf 1.438 €. Die Geschäftsjahres-Bruttoschadenquote erhöhte sich von 44,2 % auf 45,2 %. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 54.089 T€ (Vorjahr: 51.018 T€). Die Combined Ratio erhöhte sich auf 89,1 % (Vorjahr: 81,5 %). Die Sparte schloss das Geschäftsjahr mit einem versicherungstechnischen Ergebnis für eigene Rechnung in Höhe von 15.783 T€ (Vorjahr: 18.662 T€). Davon entfallen 33,6 % (Vorjahr: 45,0 %) auf das Firmenkundensegment und 66,4 % (Vorjahr: 55,0 %) auf das Privatkundensegment. Unfall-Versicherung In der Unfall-Versicherung erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge um 3,6 % von 54.751 T€ auf 56.719 T€. Die Anzahl der Versicherungsverträge stieg um 2,2 % von 252.013 auf 257.645 Stück. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen von 32.881 T€ im Vorjahr auf 33.793 T€. Die Geschäftsjahres-Bruttoschadenquote sank von 82,7 % auf 76,8 %. Die Geschäftsjahres-Nettoschadenquote reduzierte sich von 88,8 % auf 86,0 %. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 19.510 T€ (Vorjahr: 18.227 T€). Die Combined Ratio brutto erhöhte sich mit 94,6 % zwar nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr (94,1 %), überstieg aber das langjährige Mittel, sodass die Schwankungsrückstellung in Höhe von 1.537 T€ aufzulösen war (Vorjahr: Zuführung 364 T€). Die Sparte schloss das Geschäftsjahr mit einem versicherungstechnischen Ergebnis für eigene Rechnung in Höhe von 512 T€ (Vorjahr: 1.399 T€) nach Schwankung. Hausrat-Versicherung Die gebuchten Bruttobeiträge in der Hausrat-Versicherung erhöhten sich erneut deutlich um 7,7 % von 63.861 T€ auf 68.805 T€. Treiber des starken Wachstums ist nach wie vor die zur Jahresmitte 2018 eingeführte Tarifgeneration „HR Einfach“, die am Markt gut angenommen wird. Die Vertragsstückzahl konnte von 584.534 auf 603.067 Stück gesteigert werden. Dies entspricht einem Plus von 3,2 %. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich unter anderem infolge des Hochwassers in Süddeutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr um 15,5 % von 38.645 T€ auf 44.635 T€. Die Geschäftsjahres-Bruttoschadenquote stieg um 2,2 Prozentpunkte auf 65,2 %. Netto ergab sich eine Erhöhung der Geschäftsjahres-Schadenquote von 69,3 % auf 71,0 %. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 24.591 T€ (Vorjahr: 22.314 T€). Die Combined Ratio brutto erhöhte sich auf 102,9 % (Vorjahr: 98,3 %). Die Ertragsprognose für das Geschäftsjahr 2025 ist weiterhin negativ, sodass für das Bestandsgeschäft eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 4,8 Mio. € gebildet wurde. Hierdurch stellt sich ein versicherungstechnischer Verlust von 5.365 T€ brutto bzw. 6.200 T€ netto ein (Vorjahr: Verlust 4.119 T€ brutto und 7.050 T€ netto). Sonstige Schadenversicherung Die sonstige Schadenversicherung beinhaltet die Garderoben-Versicherung sowie die im Run-off befindliche Sparte Betriebsschließungs-Versicherung. Aus der Abwicklung der COVID-19-Pandemieschäden resultieren Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle mit einem Gewinn von 5.329 T€ (Vorjahr: 2.402 T€), die zu einem versicherungstechnischen Bruttoergebnis von 5.333 T€ (Vorjahr: 8.395) führt. Nach Berücksichtigung des Anteils der Rückversicherer am versicherungstechnischen Ergebnis weist die Sparte einen versicherungstechnischen Verlust von 2.281 T€ (Vorjahr: Gewinn 15.193 T€) aus. Ergebnis aus Kapitalanlagen Die laufenden Kapitalerträge erhöhten sich gegen- über dem Vorjahr von 5.967 T€ auf 8.466 T€, sodass sich bei einem zugrunde liegenden durchschnittlichen Kapitalanlagebestand von 343.321 T€ eine laufende Bruttoverzinsung von 2,47 % (Vorjahr: 1,80 %) ergibt. Das Gesamtergebnis der Kapitalanlagen unter Einbeziehung aller außerordentlicher Einflussfaktoren - insbesondere der Wertaufholungen auf Wertpapiere (1.249 T€), Wertberichtigungen (1.750 T€) und Verwaltungskosten (1.191 T€) - beläuft sich auf 6.426 T€ (Vorjahr: 7.296 T€), woraus eine Nettoverzinsung von 1,87 % (Vorjahr: 2,20 %) resultiert. ![]() Die Aufwendungen für Kapitalanlagen lagen bei 3.856 T€ (Vorjahr: 2.192 T€). Hohe aufsichtsrechtliche Anforderungen und eine steigende Nachfrage im Hinblick auf nachhaltige Investments erfordern eine permanente Anpassung der Handelsaktivitäten. Hierzu hat das Kapitalanlagemanagement die zur Verfügung stehende Produktpalette erweitert sowie das Berichtswesen verbessert. Wie in der Vergangenheit wird weiterhin ein defensives Zielportfolio angestrebt, um den Schutz der Vermögensanlagen zu gewährleisten. Die verbleibenden Reservevolumina für CO- VID-Schäden erfordern weiterhin eine vorausschauende Portfoliosteuerung, um die Bereitstellung ausreichender Liquidität zu gewährleisten. Gesamtergebnis Das Gesamtergebnis des Geschäftsjahres 2024 weist einen Gewinn nach Steuern von 2.550 T€ (Vorjahr: 24.900 T€) aus. Im Zeitvergleich stellt sich die Ergebnisentwicklung über die vergangenen zehn Jahre wie folgt dar: ![]() Dabei sind die Ergebnisse seit 2020 massiv durch die Schadenaufwendungen beeinflusst, die im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie entstanden sind. Vor der COVID-Pandemie gab es kein vergleichbares Schadenereignis, auf dessen Grundlage eine zuverlässige Schätzung des entstehenden Schadenaufwands möglich gewesen wäre. Auf Basis homogener Schadengruppen haben wir im Jahr 2020 Annahmen an die Aufwandserwartungen für intrinsische Schäden getroffen und diese im Zuge der weiteren Schadenabwicklung und unter Berücksichtigung der Rechtsprechung permanent überwacht und angepasst. Über die folgenden Geschäftsjahre konnten wir unsere nach dem Vorsichtsprinzip gebildeten Rückstellungen für COVID-Schäden reduzieren und einen Teil davon als Abwicklungsgewinn vereinnahmen. Alleine in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 konnte die Sparte Betriebsschließungs-Versicherung über Abwicklungsgewinne mit 3.219 T€ und 15.187 T€ positiv zum Geschäftsjahresergebnis beitragen. So erfreulich diese Abwicklungsgewinne auch sind - die Aufwendungen für Versicherungsfälle, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der COVID-Pandemie stehen, haben uns in den Jahren 2020 bis 2024 insgesamt mit 83,8 Mio. € netto belastet. Um die mittelbaren und unmittelbaren Wirkungen der COVID-Schäden bereinigt zeigt die Ergebnisentwicklung folgendes Bild: ![]() 2.5 Vermögenslage Kapitalanlagebestand Der Kapitalanlagebestand erhöhte sich auf 349.704 T€ (Vorjahr: 336.937 T€). Die Bewertungsreserven der Kapitalanlagen betrugen 12.161 T€ (Vorjahr: 1.251 T€). ![]() Auf Basis der Buchwerte setzen sich die Kapitalanlagen zum 31. Dezember 2024 wie folgt zusammen: ![]() Unter Berücksichtigung einer angemessenen Mischung und Streuung wurde im Zuge von Neu- und Wiederanlagen ein Schwerpunkt auf Inhaberschuldverschreibungen gelegt, deren Bestände sich um 30.611 T€ bzw. 14,1 % erhöhten. Die Bankeinlagen wurden von 20.000 T€ auf 5.001 T€ reduziert. Der Anteil eigengenutzter Immobilien des Kapitalanlage-Portfolios reduzierte sich infolge planmäßiger Abschreibungen auf 5,5 %. Der Bestand an Fondsinvestments sowie Beteiligungen war trotz Neuinvestitionen im Vergleich zum Gesamtanlagevolumen nach wie vor gering und beträgt lediglich 2,9 % bzw. 1,1 %. Es wurden weiterhin keine Investitionen in Staatsanleihen getätigt. Die Zinspapiere weisen zum 31. Dezember 2024 folgenden Branchenmix auf: ![]() Eigenkapital Das Eigenkapital erhöhte sich infolge des erzielten Jahresüberschusses von 132.400 T€ auf 134.950 T€ und betrug damit 69,2 % der gebuchten Nettobeiträge (Vorjahr: 73,2 %). Die Eigenkapitalquote liegt bei 34,9 % (Vorjahr: 35,7 %). Für die Zukunft rechnen wir mit einer weiteren Stärkung des Eigenkapitals durch nachhaltig erzielte Gewinne in den Kernsparten. ![]() Versicherungstechnische Netto-Rückstellungen Der Gesamtbetrag der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen beträgt 225.300 T€ (Vorjahr: 215.038 T€) und setzt sich zum Stichtag 31. Dezember 2024 wie folgt zusammen (in Mio. €): ![]() Der Anteil der Rückversicherer an den Schadenrückstellungen beträgt 42,5 % (Vorjahr: 45,8 %). Die Reduzierung ist auf eine Absenkung der Quoten-Rückversicherung in der Unfall-Versicherung und in der Hausrat-Versicherung zurückzuführen. In ihrer Grundstruktur blieben die Rückversicherungsverträge gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Schadenrückstellungen für eigene Rechnung stiegen von 147.719 T€ auf 157.170 T€. Die darin enthaltenen Rückstellungen für die Abwicklung der Betriebsschließungs-Schäden reduzierten sich von 8.531 T€ auf 3.242 T€. Die prozentuale Verteilung auf die Sparten sieht am 31. Dezember 2024 wie folgt aus: ![]() Die Schwankungsrückstellung mindert sich infolge der Entnahme von 8.163 T€ auf 6.626 T€. Sie betrifft ausschließlich die Sparte Unfall-Versicherung. 2.6 Finanzlage Die Finanzlage und die Entwicklung der Zahlungsströme werden durch das versicherungstechnische Geschäft geprägt. Mit den Rückversicherern bestehen Schadeneinschussvereinbarungen, sodass auch im Fall von Großschäden eine Beeinträchtigung unserer Liquiditätslage ausgeschlossen werden kann. Zur Erfüllung unserer Verpflichtungen wird eine laufende Liquiditätssteuerung betrieben. Diese umfasst auch die Sicherstellung einer ausreichenden Fungibilität unserer Vermögensanlagen, um im Bedarfsfall jederzeit auf die erforderliche Liquidität zurückgreifen zu können. Im Jahr 2024 war die jederzeitige Erfüllung unserer Zahlungsverpflichtungen gewährleistet. 2.7 Chancen- und Risikobericht Risikobericht Das Risikomanagementsystem der Haftpflichtkasse spiegelt die mit der Geschäftsstrategie abgestimmte Risikostrategie wider. Es dient dazu, Risiken frühzeitig zu erkennen sowie die Risikotragfähigkeit zu überwachen und sicherzustellen, um damit langfristig und nachhaltig zum Fortbestand des Unternehmens beizutragen. Dazu werden sämtliche Risiken, welche die Vermögens- , Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen können, identifiziert, bewertet, überwacht, gesteuert und kommuniziert. Das Risikomanagementsystem unterliegt einer kontinuierlichen Überwachung hinsichtlich geänderter Anforderungen sowie Weiterentwicklungs- bzw. Verbesserungspotenziale. Die auf der operativen Ebene identifizierten Einzelrisiken werden anhand des internen Kontrollsystems gesteuert und überwacht. Die übergeordnete Steuerung und Überwachung der aggregierten Risiken erfolgt mit dem Risikotragfähigkeitskonzept und dem Limitsystem. Entsprechend des Wesentlichkeitskonzepts werden die identifizierten und bewerteten Risiken in wesentliche und nicht wesentliche Risiken unterteilt. Als wesentlich gelten Risiken, deren Eintritt
Im Geschäftsjahr 2024 konnte die Verlustdeckungsmasse der Haftpflichtkasse weiter gestärkt werden. Die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen werden weiterhin deutlich übererfüllt. Die Unternehmensplanung sieht für den Projektionszeitraum Gewinne vor, welche die Risikotragfähigkeit sukzessive stärken werden. Im Folgenden werden die Risikokategorien beschrieben: Versicherungstechnisches Risiko Das versicherungstechnische Risiko setzt sich aus dem Prämien- und Reserverisiko, dem Stornorisiko sowie dem Katastrophenrisiko zusammen und resultiert i. d. R. schwerpunktmäßig aus den gezeichneten Sparten Allgemeine Haftpflicht- und Unfall-Versicherung. Die im Geschäftsjahr 2024 angestiegenen Reservevolumina führten zu einem Anstieg des Reserverisikos, während die gestiegenen Schaden- und Kostenquoten das Prämienrisiko beeinflussten. Infolge der fortschreitenden Abwicklung der COVID- 19-Schäden wird in den Folgejahren mit einem weiteren Rückgang des Reserverisikos aus der Betriebsschließungs-Versicherung gerechnet.
Das Katastrophenrisiko kann in Form von Natur- und Unfallkatastrophen sowie sogenannten „von Menschen verursachten Katastrophen“ auftreten. Es bezeichnet das Risiko, dass der tatsächliche Aufwand für Katastrophenschäden von dem in der Versicherungsprämie kalkulierten Anteil abweicht. Für die Haftpflichtkasse besteht das Risiko innerhalb der Sparte Hausrat-Versicherung im Wesentlichen aus Naturkatastrophen beispielsweise in Form von Sturm und Überschwemmung. Die Unfall-Versicherung unterliegt dem Risiko von Unfallkatastrophen (bspw. Massenunfallereignisse), wobei Risiken aus „,von Menschen verursachten Katastrophen“ auf die Haftpflicht- und die Hausrat-Versicherung wirken. Die Gefahr eines Eintritts von Katastrophenszenarien steuert die Haftpflichtkasse einerseits mit auf Sicherheit bedachten Eigenbehaltlimits und andererseits durch ein effektives Rückversicherungsprogramm mit finanzstarken Rückversicherungspartnern sowie einer vorsichtigen Annahme- und Zeichnungspolitik. Naturkatastrophenrisiken werden zusätzlich mithilfe von Klimamodellen modelliert und bewertet. Die Absicherungsstrategie der Haftpflichtkasse hat sich in der Vergangenheit bewährt. Marktrisiko Das Marktrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, das sich direkt oder indirekt aus der Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente ergibt. Es setzt sich bei der Haftpflichtkasse aus den folgenden Risiken zusammen:
Durch die auf Sicherheit bedachte Anlagestrategie sowie das Risikotragfähigkeitskonzept und das Limitsystem wird die Höhe des Marktrisikos grundsätzlich begrenzt. Aufgrund der Zusammensetzung des Kapitalanlageportfolios resultieren die unternehmensspezifischen Marktrisiken im Wesentlichen aus den Schwankungen des Marktzinses sowie des Risikoaufschlags bei Rentenpapieren (Credit Spreads). Dem Zinsänderungsrisiko wird durch eine angemessene Laufzeitkongruenz zwischen den Kapitalanlagen und den versicherungstechnischen Verbindlichkeiten, eine umsichtige Durations-Steuerung und eine selektive Auswahl bei den festverzinslichen Wertpapieren begegnet. Die Stressberechnungen zeigen, dass ein Zinsanstieg von 100 Basispunkten eine Reduktion der Marktwerte in Höhe von 8.069 T€ und eine verlustrelevante Auswirkung in Höhe von 2.641 T€ zur Folge hätte. Das Risiko, dass der allgemeine Marktzins möglicherweise während der Laufzeit unter die Verzinsung eines festverzinslichen Wertpapiers fällt, wird als Wiederanlagerisiko bezeichnet und betrifft die frei werdenden Zahlungsströme. Während der Zinswende spielte dieses keine wichtige Rolle, da die Neuanlage stets zu einem gestiegenen Zinsniveau durchgeführt werden konnte. Das Wiederanlagerisiko gewann im Hinblick auf die Zinssenkungen im Jahr 2024 zunehmend an Relevanz. Wir beobachten die Zinsentwicklung und EZB-Entscheide aufmerksam und besprechen diese regelmäßig in Gremien. Mit Blick auf das Kredit- und das Konzentrationsrisiko wird auf eine angemessene Diversifikation von Emittenten und Anlageklassen, geeignete Anlagegrenzen pro Emittent und die Investition in Papiere mit einer guten Bonität geachtet. Mithilfe dieser Maßnahmen steuert und mindert die Haftpflichtkasse das Konzentrationsrisiko innerhalb des Kapitalanlagebestands. Das Kapitalanlagemanagement analysiert und überwacht das Portfolio diesbezüglich kontinuierlich, sodass im Bedarfsfall schnell reagiert werden kann. Im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere entfielen zum Bilanzstichtag 96 % der Investitionen auf den Investment-Grade-Bereich, 2 % auf den Non-Investment-Grade-Bereich und 2 % auf Anlagen ohne Rating. Die Haftpflichtkasse trägt das aus einer potenziellen Marktwertveränderung der eigengenutzten und fremdvermieteten Immobilien resultierende Immobilienrisiko in vollem Umfang. Durch die Konzentration auf attraktive Lagen in Roßdorf und Darmstadt sowie die überwiegende Vermietung an unsere Mitarbeiter wird das Risiko von Wertschwankungen begrenzt. Feuer- und Elementarrisiken werden an Dritte übertragen. Das Aktienrisiko ist aufgrund des Investitionsvolumens in Investmentfonds sowie Beteiligungen eher von untergeordneter Bedeutung. Begrenzungsmaßnahmen sind vor allem in der Anlagestrategie festgesetzt. Zudem gehen unseren Aktieninvestments detaillierte Chancen-/Risikoanalysen voraus. Das Aktienrisiko wird mithilfe des Risikotragfähigkeitskonzepts und Limitsystems gesteuert. Marktinduzierte Änderungen der Risiken werden regelmäßig in Gremien besprochen. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aufgrund eines Ausfalls oder aufgrund einer Veränderung der Bonität von Gegenparteien (zum Beispiel Rückversicherer, Versicherungsnehmer, Versicherungsvermittler), denen gegenüber Forderungen bestehen. Diesem Risiko wird unter anderem durch die Zusammenarbeit mit einem bonitätsstarken Rückversicherungskonsortium sowie einer sorgfältigen Auswahl unserer Geschäftsbanken und der mit Inkassovollmacht betrauten Versicherungsmakler begegnet. Liquiditätsrisiko Ein Liquiditätsrisiko besteht, wenn die vom Unternehmen benötigten Mittel nicht fristgerecht oder nicht vollumfänglich zur Begleichung der finanziellen Verpflichtungen bereitgestellt werden können. Durch die in den internen Leitlinien definierten Limits, die aktive Liquiditätssteuerung, das angebotene Produktportfolio und die bestehenden Schadeneinschussvereinbarungen mit den Rückversicherern wird das Liquiditätsrisiko begrenzt. So besteht auch bei unvorhergesehenen Belastungen in der Versicherungstechnik kein erhöhtes Liquiditätsrisiko. Operationelle Risiken (inklusive IT- und Rechtsrisiken) Das operationelle Risiko umfasst die Verlustrisiken, die sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern, Systemen oder durch externe Ereignisse ergeben. Diese Risiken werden über das interne Kontrollsystem abgedeckt, gesteuert und überwacht. Implementierte Maßnahmen und Kontrollen umfassen unter anderem das Vier-Augen-Prinzip, Sicherungssysteme, Stellvertretungsregelungen, Freigaben und Kompetenzregelungen sowie Berichterstattungen. Zudem sind für die Bewertung der operationellen Risiken Schwellenwerte definiert, die mittels Ampelsystem überwacht werden. IT-Risiken werden durch bedarfsorientierte Maßnahmen, wie zum Beispiel Versicherungen, Back-ups, redundante Systeme, Firewalls, Penetrationstests und laufende Anpassungen gemindert und begrenzt. Der Haftpflichtkasse ist bewusst, dass trotz Risikominderungsmaßnahmen immer ein Restrisiko im Cyber-Bereich existiert. Diesem wird durch kontinuierliche Überprüfung der Systemsicherheit sowie durch Sensibilisierung der Mitarbeiter begegnet. Im Rahmen einer Prüfung durch die Aufsichtsbehörde wurden erhöhte IT-Risiken festgestellt, die mit einem zusätzlichen Risikokapitalbedarf zur Deckung der daraus entstehenden operationellen Risiken verbunden sind. Zur Minderung dieser Risiken wird ein auf bestehende sowie zukünftige Anforderungen gerichteter Abarbeitungsplan verfolgt, um auch in diesen Bereichen eine wirksame und ordnungsgemäße Geschäftsorganisation sicherzustellen und den damit verbundenen Risiken wirksam zu begegnen. Rechtsrisiken werden kontinuierlich überwacht und bewertet. Durch ein präventives Rechtsmonitoring wird sichergestellt, dass interne und externe Anforderungen angewendet und eingehalten werden. Andere wesentliche Risiken (Reputations- und strategisches Risiko) Das Reputationsrisiko bezeichnet das Risiko, welches sich aus einer möglichen Schädigung des Rufs der Haftpflichtkasse infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ergibt. Das Unternehmen begegnet dem Reputationsrisiko unter anderem durch hohe vorgegebene Standards für Bearbeitungszeiten, Service-Level und Erreichbarkeit, deren Einhaltung unter anderem mithilfe von Risikoindikatoren überwacht wird. Im Geschäftsjahr 2024 entstandene Belastungsspitzen sowie damit verbundene Arbeitsrückstände konnten dadurch frühzeitig erkannt und erfolgreich bewältigt werden. Das Reputationsrisiko steht unter besonderer Beobachtung des Risikomanagements, um Strategien zur Vermeidung von Rückständen zu entwickeln und weiterhin eine hohe Servicequalität bei kurzen Bearbeitungszeiten sicherstellen zu können. Das strategische Risiko ist das Risiko, das sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen ergibt. Dazu zählt beispielsweise auch, dass Geschäftsentscheidungen einem geänderten Wirtschaftsumfeld nicht angepasst werden. Strategische Risiken ergeben sich insbesondere in den Bereichen Vertrag (Produktneuentwicklung, Preisgestaltung) und Vertrieb (Fokussierung auf das Maklergeschäft). Durch die Ausrichtung auf das Deutschlandgeschäft besteht darüber hinaus eine Abhängigkeit von der volkswirtschaftlichen Entwicklung im Heimatmarkt. Der bestehende Spartenmix wird vom Haftpflichtgeschäft mit Privatkunden dominiert. Zur Steuerung der strategischen Risiken finden regelmäßige Sitzungen des Vorstands und des Führungskreises statt. Chancenbericht Die Versicherungsbranche erlebt seit der COVID- 19-Pandemie eine Beschleunigung der digitalen Transformation. Das Geschäftsmodell wird durch die Anwendung von neuen Technologien (wie Künstliche Intelligenz) effizienter und kundenorientierter. Neue Marktteilnehmer agieren mit modernster Technologie und agilen Strukturen. Diese Entwicklungen antizipiert die Haftpflichtkasse und treibt Veränderungen aktiv voran. Dazu gehört, das Geschäftsmodell ertragreich und nachhaltig zu stärken, die Services auszubauen, die Geschäftsprozesse zu digitalisieren, die IT zu modernisieren und die Unternehmenskultur an die veränderten Bedingungen anzupassen. In den kommenden Geschäftsjahren liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung der IT sowie der Modernisierung des Bestandsverwaltungssystems, um Flexibilität und Skalierungseffekte zu erzielen und den internen Aufwand abzubauen. Der Generationswechsel wurde nicht nur im Führungsgremium vollzogen. Durch das Fördern von jungen Mitarbeitern sehen wir in den kommenden Jahren Möglichkeiten, unsere Qualitätsversprechen weiter auszubauen und an die Bedürfnisse aller Generationen anzupassen. Um dies umzusetzen, fangen wir bei den internen Rahmenbedingungen an. In der momentanen Phase sehen wir große Chancen, im Rahmen der Modernisierung des Bestandsverwaltungssystems auch unsere Geschäftsprozesse zu überprüfen und auf eine agile sowie skalierbare Zukunftsfähigkeit auszurichten. Nach wie vor wird die noch stärkere Ausrichtung der Organisation auf die Vermittler und Kunden im Fokus stehen. Wir sehen weiterhin Möglichkeiten, unsere Ansprache, die Leistungen und den persönlichen Service einfacher und zielgerichteter zu gestalten. Ferner soll die Haftpflichtkasse der gewohnte verlässliche, unbürokratische und bodenständige Partner bleiben. Die gestiegenen Zinsen ermöglichen weiterhin das sukzessive Umschichten des Kapitalanlagebestands in renditestärkere Anlagen. Unter Berücksichtigung von Risikogesichtspunkten bietet das Marktumfeld Möglichkeiten zur kontrollierten Ausweitung der Duration, um längerfristig vom gestiegenen Renditeniveau zu profitieren. Regulatorische Vorgaben wie der Digital Operational Resilience Act (DORA) und die Europäische Richtlinie Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) werden nicht als zusätzliche Last angesehen, sondern sinnvoll und bewusst in unsere Weiterentwicklung integriert. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit einer 125-jährigen Tradition haben wir uns verpflichtet, unsere Geschäftstätigkeiten nachhaltig auszurichten. Auch wenn auf regulatorischer Ebene das Thema Nachhaltigkeit von hoher Relevanz ist, sind wir uns bewusst, dass die nachhaltige Entwicklung nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, sondern auch eine unternehmerische Verantwortung ist. Aus diesem Grund haben wir 2024 (für das Jahr 2023) erstmals einen freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Bereits 2019 haben sich erste Mitarbeiter zusammengefunden, um an der nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens zu arbeiten. Ein Ergebnis dieser Arbeit ist unser Nachhaltigkeitskodex, zu dem wir uns verpflichten. Seit 2023 arbeitet eine Arbeitsgruppe gemeinsam mit der Nachhaltigkeitsbeauftragten daran, die regulatorischen Anforderungen umzusetzen und das Nachhaltigkeitsmanagement in der Haftpflichtkasse weiterzuentwickeln. Auch bei unserer Kapitalanlagestrategie ist das Thema Nachhaltigkeit bereits seit mehreren Jahren etabliert. Schon heute haben 28,4 % der Kapitalanlagen einen Nachhaltigkeitsbezug. Dieser Anteil soll weiter ausgebaut werden. Zusammenfassung Die Gesamtrisikolage hat sich trotz gestiegener Schadenquoten nicht wesentlich verändert. Die vorliegenden Erkenntnisse und die Einschätzung der künftigen Entwicklung lassen auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen eine weitere Stärkung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Haftpflichtkasse erwarten. Es wurden Maßnahmen implementiert, die sicherstellen, dass alle wesentlichen Risiken frühzeitig erkannt, bewertet und gesteuert werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die das Fortbestehen des Unternehmens gefährden. Die aufsichtsrechtliche Kapitalanforderung wird im Geschäftsjahr 2024 übererfüllt. 2.8 Ausblick Die in den vergangenen Jahren begonnenen strategischen Projekte und digitalen Transformationsprozesse führen wir unter dem neuen Vorstandsteam konsequent weiter, um unseren Kunden auch in der Zukunft optimal zur Seite stehen zu können und mit unseren Produkten und Services am Markt zu überzeugen. Hierfür sind umfangreiche Investitionen in unsere IT-Landschaft erforderlich, die aus unserem Kerngeschäft finanziert werden müssen und damit unsere Ergebniserwartung für die kommenden Jahre deutlich dämpfen. Das Anfang 2024 neu eingeführte Customer-Relationship-Management-System (CRM) bauen wir weiter aus, um die Wirksamkeit unserer Vertriebsaktivitäten über alle Kanäle weiter zu erhöhen. Diese Maßnahmen werden flankiert von einer Neugestaltung unseres Webauftritts, um unseren Interessenten und Kunden eine zeitgemäße Informationsplattform zu bieten. Einen großen Schwerpunkt unserer Modernisierung und digitalen Transformation setzen wir in die Neugestaltung unseres zentralen Bestandsverwaltungssystems. Auf der Grundlage einer modernen IT- Architektur arbeiten wir an einer Lösung, um unsere Abläufe zu beschleunigen und Datenflüsse noch stärker zu digitalisieren. Durch einen Verzicht auf Medienbrüche und die Nutzung von Automatisierungsmöglichkeiten wollen wir unsere hohe Servicequalität für Kunden und Geschäftspartner weiter steigern. Gleichzeitig schaffen wir damit eine zukunftsfähige technologische Basis, um flexibel auf neue Marktanforderungen und regulatorische Vorgaben reagieren zu können. Darüber hinaus werden wir unser bisheriges Mail- und Office-Paket durch eine moderne, cloudbasierte Lösung ersetzen, die erweiterte kollaborative Möglichkeiten bietet und moderne Technologien in unsere Arbeitsprozesse integriert. Damit verbessern wir die Effizienz unserer Zusammenarbeit, ermöglichen eine nahtlose Kommunikation und schaffen eine zukunftssichere digitale Arbeitsumgebung. Neben strategischen Transformationsaufgaben steht das Jahr 2025 auch im Zeichen regulatorischer Änderungen: Mit dem Inkrafttreten des Digital Operational Resilience Act (DORA) rückt die Widerstandsfähigkeit digitaler Systeme in der Finanzbranche stärker in den Fokus. Wir setzen bereits heute auf hohe IT-Sicherheitsstandards und werden die neuen Anforderungen gezielt in unsere Risikomanagement- und Compliance-Strukturen integrieren. Wir arbeiten weiterhin daran, dass unsere digitalen Prozesse auch in einem zunehmend vernetzten und dynamischen Umfeld widerstandsfähig bleiben. Hierzu zählt auch unsere Resilienz gegen Cyberangriffe. Die durch die Transformation entstehenden Änderungen erfordern einen starken Fokus auf unsere Mitarbeiter, ihre fachliche Entwicklung und das Training im Umgang mit neuen Technologien. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bündeln wir die funktionale Definition der Anforderungen an die Arbeitsplätze der Zukunft an zentraler Stelle. Über gezielte Weiterentwicklung der notwendigen Fähigkeiten auf Mitarbeiterebene stellen unsere Führungskräfte sicher, dass wir auch bei sich ändernden Abläufen und Prozessen den Kundenservice in der gewohnten Qualität aufrechterhalten können. All diese Maßnahmen bedeuten für uns einen hohen Investitionsaufwand. Dieser wird sich auf das Geschäftsergebnis 2025 und auch die Folgejahre spürbar auswirken. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir ein Beitragswachstum von 2,0 %. Dieses liegt unterhalb unseres langjährigen Mittels und ist Ausdruck unserer strategischen Fokussierung auf ertragreiches und nachhaltiges Geschäft. Schadenseitig erwarten wir mit 54,2 % eine bilanzielle Brutto-Schadenquote auf dem Niveau des Vorjahres. Die Combined Ratio wird sich brutto bei voraussichtlich 93,9 % und netto infolge gestiegener Kosten der Rückversicherung bei 95,8 % bewegen. Das versicherungstechnische Nettoergebnis prognostizieren wir mit 8,5 Mio. €. Die erzielten Überschüsse werden wir auch weiterhin zur Stärkung unserer Eigenkapitalausstattung nutzen. Aus unserer Kapitalanlagetätigkeit rechnen wir aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus vor dem Hintergrund unserer weiterhin kurzen Duration mit einem Ergebnis von rd. 6,5 Mio. €. Mit unserem konservativen und qualitativ hochwertigen Kapitalanlageportfolio sehen wir uns zusammen mit einem starken versicherungstechnischen Ergebnisbeitrag solide gegen drohende Risiken aufgestellt. Auf der Kostenseite erwarten wir für 2025 eine Steigerung der Unternehmenskosten um 14,4 %, die neben den genannten Transformationskosten für Projekte und Modernisierungsmaßnahmen insbesondere auch auf tarifliche Gehaltsanpassungen und weiteren Personalbedarf entfällt. Dieser Mehraufwand wird auch auf das sonstige Ergebnis durchschlagen, für welches wir im Geschäftsjahr 2025 eine Steigerung um 14,2 % auf -10,4 Mio. € erwarten. Das Vorsteuerergebnis wird sich damit voraussichtlich erneut in einem mittleren einstelligen Millionenbereich bewegen. 3. Jahresabschluss 3.1 Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktivseite in €
Passivseite in €
Versicherungsmathematische Bestätigung Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter Posten B II. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie unter Beachtung der auf Grund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.
Köln, 28. Januar 2025 Dr. Andreas Meyerthole, Verantwortlicher Aktuar 3.2 Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
3.3 Anhang1) Allgemeine Angaben Der Verein wird unter der Firma Die Haftpflichtkasse VVaG mit Sitz in Roßdorf beim Handelsregister der Stadt Darmstadt in der Abteilung B unter der Nummer 1204 geführt. 2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen sowie unter Beachtung der Vorschriften des VAG und der Satzung aufgestellt. Die im amtlichen Formblatt vorgesehenen, aber nicht belegten Posten werden nicht aufgeführt. Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände Die Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer in einer Spannbreite zwischen einem Jahr und fünf Jahren. Von einer Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wird abgesehen. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennbetrag bewertet. Kapitalanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Abschreibungen erfolgten sowohl nach der linearen Methode entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer über 33 und 50 Jahre als auch nach der degressiven Methode. Die Grundstücke wurden zum 31. Dezember 2024 nach dem Ertragswertverfahren unter Berücksichtigung der aktuellen Bodenrichtwerte, Vergleichsmieten und Liegenschaftszinssätze neu bewertet. Die Bilanzierung der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten. Für die Ermittlung des Zeitwerts werden interne Wertermittlungen auf den Stichtag 31. Dezember 2024 auf Basis aktueller mehrjähriger Planungsrechnungen, unter Berücksichtigung aktueller Marktrisikoprämien, herangezogen. Nachhaltige Wertminderungen werden erforderlichenfalls durch Abschreibungen berücksichtigt. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden nach den Vorschriften für das Umlaufvermögen nach dem strengen Niederstwertprinzip zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, sofern sie nicht wie Anlagevermögen bewertet werden. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt mit den Börsenkursen oder Rücknahmepreisen zum 31. Dezember 2024, im Falle der nicht notierten Investmentvermögen mit dem durch die Kapitalverwaltungsgesellschaft ermittelten Nettoinventarwert (NAV). Das Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB wird beachtet. Die gemäß § 341b Abs. 2 i. V. m. § 253 Abs. 3 HGB wie Anlagevermögen bewerteten Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Die wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapiere sind zu fortgeführten Buchwerten bewertet. Das Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Abs. 5 HGB wird beachtet. Namensschuldverschreibungen werden zum Nennwert bilanziert. Ist dieser geringer als die Anschaffungskosten, wird von dem Wahlrecht gemäß § 341c Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und der Unterschiedsbetrag in den Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite aufgenommen und planmäßig aufgelöst. Die Bilanzierung von Schuldscheinforderungen und -darlehen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Sofern Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag voneinander abweichen, werden die Anschaffungskosten entsprechend § 341c Abs. 3 HGB zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation der vorliegenden Differenz unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Da für die Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen keine Marktpreise aus einem aktiven Markt abgeleitet werden können, erfolgt die Ermittlung der Zeitwerte mit der Discounted-Cash-Flow-Methode unter Verwendung der risikolosen EIOPA-Zinsstrukturkurve und Berücksichtigung von Liquiditäts- und Bonitatsabschlägen. Die Einlagen bei Kreditinstituten sind mit den Nominalbeträgen ausgewiesen. Forderungen Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sind zum Nennbetrag abzüglich Einzelabschreibungen und Abschreibungen wegen allgemeiner und besonderer Kreditrisiken angesetzt. Für die Beitragsforderungen an Versicherungsnehmer ist eine Stornorückstellung in Höhe der erwarteten Ausfälle gebildet. Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sind den vertraglichen Regelungen entsprechend ermittelt. Die sonstigen Forderungen werden zum Nennwert bilanziert. Pauschalwertberichtigungen werden nicht vorgenommen, Einzelabschreibungen nur bei Vorliegen entsprechender Kreditrisiken. Sonstige Aktiva Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer in einer Spannbreite zwischen drei und 20 Jahren. Die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Als abgegrenzte Zinsen und Mieten werden die Zinserträge ausgewiesen, die auf die Zeit bis zum Abschlussstichtag entfallen, aber noch nicht fällig sind. Alle übrigen Aktivposten werden zum Nominalbetrag bilanziert. Passiva Verlustrücklage Die Verlustrücklage gemäß § 193 VAG wurde nach den Vorschriften der Satzung gebildet. Versicherungstechnische Rückstellungen Die Bildung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfolgt in der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Höhe, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Im Einzelnen: Beitragsüberträge Die Beitragsüberträge sind unter Beachtung des § 341e HGB i. V. m. § 24 RechVersV nach dem 1/360-System unter Berücksichtigung unterjähriger Zahlungsweisen ermittelt. Als nicht übertragsfähige Teile werden 85 % der Provisionen abgesetzt. Bei der Berechnung wird der. koordinierte Ländererlass des Finanzministeriums Niedersachsen vom 20. Mai 1974 beachtet. Der Anteil der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen ist nach den gleichen Grundsätzen errechnet. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Die bis zum Bilanzstichtag gemeldeten Schäden wurden einzeln nach Aktenlage, Stand 31. Dezember 2024, beurteilt und Einzelreserven in Höhe der voraussichtlich noch zu zahlenden Leistungen geschätzt und zurückgestellt. Die in der Schadenrückstellung enthaltenen Schadenregulierungsaufwendungen sind nach den Bestimmungen des Erlasses des Finanzministeriums vom 2. Februar 1973 und dem hierzu vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft entwickelten Berechnungsschema (Rundschreiben GV-Nr. 5/73 vom 20. März 1973) ermittelt. Für Renten-Versicherungsfälle in den Sparten Haftpflicht- und Unfall-Versicherung wurde eine Rentendeckungsrückstellung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet und unter Beachtung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften gebildet. Die Ermittlung erfolgt unter Zugrundelegung der jeweils geltenden Höchstzinssätze (0,25 % bis 2,75 %). Für alle bis zum Abschlussstichtag bereits eingetretenen, aber noch nicht gemeldeten Schäden ist eine pauschale Spätschadenrückstellung nach den Erfahrungen der Vorjahre gebildet. Aktivierungsfähige Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen (RPT-Forderungen) werden nicht abgesetzt. Die Anteile der Rückversicherer an den Schadenrückstellungen sind entsprechend den bestehenden Rückversicherungsverträgen und -abrechnungen in Abzug gebracht. Schwankungsrückstellung Die Höhe der Schwankungsrückstellung wurde gemäß § 341h HGB in Verbindung mit § 29 und der Anlage zu § 29 RechVersV ermittelt. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen Die Rückstellung für Beitragsstorni wurde mit dem festgestellten Stornosatz aus den Beiträgen ermittelt. Die Rückstellung für drohende Verluste wurde gemäß § 341e Abs. 2 Nr. 3 HGB i. V. m. § 31 Abs. 1 Nr. 2 RechVersV ermittelt und betrifft drohende Verluste aus der Sparte Hausrat-Versicherung. Andere Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen sind nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Ermittlung des Marktzinssatzes erfolgt gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (Rück- AbzinsVO) mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2024 wurde unter Verwendung der Projected Unit Credit Method (PUC) ein Rechnungszins von 1,90 % herangezogen. Bei der Berechnung sind ein Gehaltstrend von 2,5 % und ein Rentendynamisierungsfaktor von 2,0 % berücksichtigt sowie die Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln. Alle sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Ihre Restlaufzeit beträgt weniger als ein Jahr. Verbindlichkeiten Die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft sind mit den Beträgen bilanziert, die sich aus den Abrechnungen mit den Rückversicherern ergeben. Alle übrigen Passiva sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht vorhanden. Latente Steuern Auf Differenzen, die sich infolge unterschiedlicher handelsrechtlicher und steuerlicher Wertansätze ergeben, wurden latente Steuern mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz ermittelt. Hierbei wurden auch solche Differenzen berücksichtigt, deren Umkehrzeitpunkt gegenwärtig noch nicht absehbar ist. Ergibt sich aus dem Saldo sämtlicher Differenzen insgesamt eine künftige Steuerbelastung, so wird diese als passive latente Steuer ausgewiesen. Eine aktive latente Steuer wird in Ausübung des Bilanzierungswahlrechts nicht berücksichtigt. 3) Angaben zur Aktivseite der Bilanz Entwicklung der Aktivposten A, B I. bis III. im Geschäftsjahr 2024
Zu B Kapitalanlagen Zeitwerte der Kapitalanlagen
Zu B I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Zu B II. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Zu B III. 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Der Posten in Höhe von 10.239.643,00 € beinhaltet ausschließlich Anteile oder Aktien an Investmentvermögen. Zu B III. 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Der Posten in Höhe von 247.010.684,40 € besteht ausschließlich aus Inhaberschuldverschreibungen. 4) Angaben zur Passivseite der Bilanz Zu B Versicherungstechnische Rückstellungen
Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen entfallen mit 327.000,00 € auf die Stornorückstellung und mit 4.800.000,00 € auf eine Drohverlustrückstellung für die Sparte Hausrat-Versicherung. Zu C I. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen betreffen einen Anwärter. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt -1.152,00 €. Er unterliegt der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Pensionsverpflichtungen gegenüber drei Anwärtern und 24 Pensionären sind an einen externen Versorgungsträger ausgelagert. Das Deckungsvermögen der mittelbaren Versorgungsverpflichtungen beläuft sich auf 10.505.009,25 €, der Fehlbetrag auf 1.442.742,75 €. Zu C III. Sonstige Rückstellungen
Latente Steuern Zum 31. Dezember 2024 ergab sich ein Aktivüberhang in Höhe von 14.077.095,24 €, der sich wie folgt zusammensetzte:
Bei der Ermittlung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge wurde ein Gewerbesteuersatz von 14,000 % bzw. ein Körperschaftsteuersatz von 15,825 % verwendet. Den übrigen Berechnungen liegt ein Steuersatz von 29,825 % zugrunde. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet. 5) Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Zu I.1. Gebuchte und verdiente Beiträge
Die gebuchten Bruttobeiträge wurden nahezu ausschließlich im Inland erzielt. Zu I. 2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung
Bei dem technischen Zinsertrag (GuV-Posten I.2. und II.3.) handelt es sich um den Zinstransfer zwischen versicherungstechnischer und nichtversicherungstechnischer Rechnung zugunsten der Rentendeckungsrückstellung. Der technische Zinsertrag ergibt sich als rechnungsmäßige Verzinsung auf das arithmetische Mittel der Rentendeckungsrückstellung zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres. Die Zinssätze liegen zwischen 0,25 % und 2,75 %. Zu I.4. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
Zu I. 6. Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Rückversicherungssaldo
Netto-Abwicklungsergebnis
Zu I. 10. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
Zu II. 2. Abschreibungen auf Kapitalanlagen
Zu II. 4. Sonstige Erträge
Zu II. 5. Sonstige Aufwendungen
6) Ergänzende Angaben Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvermittler, Personalaufwendungen
Sonstige Angaben
Das dem Geschäftsjahr 2024 zuzuordnende Honorar für Abschlussprüfer beläuft sich auf 171 T€ (Vorjahr: 145 T€). Davon entfallen 138 T€ auf Abschlussprüfungsleistungen und 32 T€ auf Beratungsleistungen zu den versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (VAIT). Durchschnittliche Zahl der während des Berichtsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Gesellschaftsorgane Aufsichtsrat Roman Blaser (Vorstand i. R., Grünwald) Vorsitzender Dr. Dietmar Kohlruss (Vorstand, Wiesbaden) stellvertretender Vorsitzender Klaus-Jürgen Eistert (Vorstand i. R., Köln) Mitglied bis 25. Juni 2024 Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend (Vorstand, Roßdorf) Mitglied seit 25. Juni 2024 Dietmar Schmidt (geschäftsführender Gesellschafter, Bad Nauheim) Mitglied Dr. Andreas Freiling (Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Bad Vilbel) Mitglied Julia Bangerth (Vorstand, Nürnberg) Mitglied Vorstand Dr. Frank Welfens, Pforzheim Vom 1. September 2024 bis 31. Dezember 2024 Vorsitzender des Vorstands Verantwortete Bereiche: Vertrag, Schaden, Service-Center, Back-Office, Finanz- und Rechnungswesen, Kapitalanlagemanagement, Unternehmensentwicklung, Governance, Rückversicherung und Controlling, Allgemeine Verwaltung, Personal, Recht und Ausbildung, Unternehmenskommunikation Dr. Claus Hunold, Köln Vorstand seit 15. Oktober 2024 Verantwortete Bereiche: Vertrieb, Produktmanagement, Marketing Sascha Quillet, Hamburg Vorstand seit 15. Oktober 2024 Verantwortete Bereiche: IT-Infrastruktur, IT-Softwareentwicklung, IT-Governance, Projektmanagement, Betriebsorganisation und Innovation, Informationssicherheit Roland Roider, Nürnberg und Roßdorf Vom 1. Juni 2019 bis 31. August 2024 Vorsitzender des Vorstands Vom 1. Oktober 2012 bis zum 31. Mai 2019 und vom 1. September 2024 bis 31. Oktober 2024 Mitglied des Vorstands Verantwortete Bereiche: Vertrieb, Marketing, Kapitalanlagemanagement, Finanz- und Rechnungswesen, Governance, Allgemeine Verwaltung, Datenschutz, Justitiariat Torsten Wetzel, Ubstadt-Weiher Vom 1. Juli 2018 bis 30. September 2024 Mitglied des Vorstands Verantwortete Bereiche: Betrieb, Schaden, Rückversicherung, Service-Center Rolf Saalfrank, Königsbrunn Vom 1. Januar 2023 bis 15. November 2024 Mitglied des Vorstands Verantwortete Bereiche: Personal, IT, Betriebsorganisation, Unternehmensentwicklung, Projektportfoliomanagement, Informationssicherheit
Roßdorf, den 29. April 2025 Der Vorstand Dr. Frank Welfens, Vorstandsvorsitzender Dr. Claus Hunold, Vorstand Sascha Quillet, Vorstand 3.4 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn den Die Haftpflichtkasse VVaG, Roßdorf Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Die Haftpflichtkasse VVaG, Roßdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Die Haftpflichtkasse VVaG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EUAPrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Vereins vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Vereins zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Vereins vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Vereins zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Vereins vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Mitgliedervertreterversammlung am 25. Juni 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 26. September 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Abschlussprüfer der Die Haftpflichtkasse VVaG, Roßdorf, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Maximilian Roestel.
Frankfurt am Main, den 6. Mai 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Martin Eibl, Wirtschaftsprüfer ppa. Maximilian Roestel, Wirtschaftsprüfer 3.5 Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat konnte sich laufend durch die Überprüfung der ihm vom Vorstand während des Geschäftsjahres erstatteten Berichte und Informationen über die Geschäftslage sowie wichtige Geschäftsvorgänge orientieren und hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Im Geschäftsjahr 2024 fanden am 26. März, 25. Juni, 24. September und 18. Dezember Aufsichtsratssitzungen statt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 und der Lagebericht, soweit er den Jahresabschluss erläutert, wurden von der ordnungsgemäß bestellten Prüfungsgesellschaft, der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, 60327 Frankfurt am Main, geprüft. Dem Aufsichtsrat lag der Prüfungsbericht der PricewaterhouseCoopers GmbH vor. Die Prüfung durch die genannte Gesellschaft gab zu Beanstandungen keinen Anlass. Der erforderliche uneingeschränkte Bestätigungsvermerk liegt vor. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024, der Prüfungsbericht der PricewaterhouseCoopers GmbH und der Lagebericht des Vorstands wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht und den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024, der gemäß § 172 des Aktiengesetzes hiermit heute festgestellt ist.
Roßdorf, den 24. Juni 2025 Roman Blaser, Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Dietmar Kohlruss, stv. Aufsichtsratsvorsitzender Julia Bangerth Dr. Andreas Freiling Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend Dietmar Schmidt Dr. Claus Hunold Vorstand Dr. Frank Welfens Vorstandsvorsitzender Sascha Quillet Vorstand Impressum Die Haftpflichtkasse VVaG Darmstädter Str. 103 64380 Roßdorf T 06154/601-0 F 06154/601-2288 www.haftpflichtkasse.de Vorstand Dr. Frank Welfens (Vorsitzender) Dr. Claus Hunold Sascha Quillet |
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Die Haftpflichtkasse VVaG
Overview
- Legal form
- VVaG
- Address
-
Darmstädter Str. 103
64380 Roßdorf - Commercial register
- HRB 1204, Darmstadt
- Registration date
- July 18, 1906
- Industry
-
Tätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft - Representation rules
Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Vorstandsmitgliedern.
- Purpose
- Der Zweck des Vereins ist, Mitglieder und Nichtmitglieder nach Maßgabe der Versicherungsbedingungen zu versichern. Er betreibt das Versicherungsgeschäft nur als Erstversicherer.
Financials
Balance sheet
2025- Tangible Assets 66,1 % 270,63 Mio
- D Sonstige Vermögensgegenstände 4,2 % 17,08 Mio
- Receivables and Other Assets 1,7 % 7,09 Mio
- Intangible Assets 0,2 % 707,0 k
- Prepaid Expenses 0,0 % 733
- Equity 59,3 % 242,83 Mio
- Provisions 18,5 % 75,60 Mio
- Other Liabilities 1,6 % 6,45 Mio
- Accrued Expenses 0,0 % 733
Balance sheet data available for 17 earlier fiscal years.
Profit & loss
2025- Versicherungstechnische Rechnung in € 85,7 % 294,15 Mio
- Nichtversicherungstechnische Rechnung in € 3,8 % 13,19 Mio
- Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 3,0 % 10,20 Mio
- Annual net profit/loss 2,9 % 9,84 Mio
- Einstellungen in Gewinnrücklagen 2,9 % 9,84 Mio
- Other expenses 1,6 % 5,64 Mio
- Income and profit taxes 0,1 % 309,0 k
- Other income 0,0 % 156,2 k
- Other taxes 0,0 % 49,4 k
- Balance sheet profit/loss 0,0 % 0
P&L data available for 19 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Frank Dr. Welfens
since 2024 Board Chair
-
Claus Dr. Hunold
since 2024 Board Member
-
Sascha René Quillet
since 2024 Board Member
-
Harry Holzhäuser
since 2018 Procura
-
Matthias Wittek
since 2008 Procura
-
Sandra Kuban
since 2013 Procura
-
Udo Arnulf Wächter
since 2017 Procura
Ownership & holdings
Holds shares in
- Die Haftpflichtkasse Servicegesellschaft mbH GmbH 100.0 %
- vfm Service GmbH 7.5 %
History
- 2026
-
22.03.
Exit of positionDirk Ludwig · Procura
-
22.03.
Exit of positionSabine Schäfer · Procura
-
22.03.
Exit of positionStephanie Amann · Procura
- 2024
-
25.11.
Exit of positionRoland Roider · Board Member
-
25.11.
Exit of positionRolf Saalfrank · Board Member
-
30.10.
Member entrySascha René Quillet · Board Member
-
30.10.
Member entryClaus Dr. Hunold · Board Member
-
30.10.
Exit of positionTorsten Günther Wetzel · Board Member
Annual statements
Original published statements, ordered by fiscal year.
| Fiscal year | Document | Published | Access |
|---|---|---|---|
| 2025 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2024 | Jahresabschluss | Published | Read full text |
| 2023 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2022 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2021 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
2024 Jahresabschluss Full text
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- Open Connectors in Claude and add a custom connector.
-
Enter this server URL and add the connector:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Connect with your handelsregister.ai account, then enable the connector in your chat via “+” → “Connectors”.
- In ChatGPT on the web, open Settings → Apps and create a custom app. Developer mode must be enabled for your account.
-
Use “handelsregister” as the name, OAuth for authentication and this server URL:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Sign in with your handelsregister.ai account, create the app and select it from the tools menu in your chat.
Run once in your terminal:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
Add this MCP server as a tool in your application:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Show me the directors, shareholders and latest available financial figures for Die Haftpflichtkasse VVaG. Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: e0f7fb34466d8d85933b12b5d1bc8e68",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
Add this configuration to your MCP client:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
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