active Legal form AG

d.velop AG

Gescher ·HRB 4903 Coesfeld ·d-velop.de

Overview

Legal form
AG
Address
Schildarpstraße 6-8
48712 Gescher
Commercial register
HRB 4903, Coesfeld
Registration date
August 23, 2000
Industry
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Betrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Registered capital
8,342,200.00 EUR
Representation rules

Jedes Vorstandsmitglied vertritt einzeln.

Purpose
Erbringung von EDV- Dienstleistungen, Hard- und Software-Entwicklungen, die Bereitstellung von Hard- und Softwareresourcen, der Betrieb von EDV- Systemen, die Organisations- und EDV- Beratung, der Hard- und Softwarevertrieb sowie Schulung und Qualifizierung. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die dem Gegenstand des Unternehmens dienen und nicht einer besonderen gesetzlichen Erlaubnis bedürfen. Sie kann zu diesem Zweck im In- und Ausland andere Unternehmen errichten, erwerben und sich an ihnen beteiligen und mit anderen Unternehmen Interessengemeinschafts- und Unternehmensverträge abschließen sowie Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Financials

Revenue 2024
123,83 Mio. €
Employees 2024
909
Total assets 2024
45,30 Mio. €
Net income 2024
834.473 €
18 previous years · values unlocked with an API key Get API key →

Balance sheet

2024
Assets 45,30 Mio
  • Current Assets 48,7 % 22,08 Mio
  • Fixed Assets 45,6 % 20,66 Mio
  • Prepaid Expenses 5,7 % 2,56 Mio
  • Deferred Tax Assets 0,7 % 308,9 k
Liabilities and Equity 45,30 Mio
  • Liabilities 41,1 % 18,61 Mio
  • Accrued Expenses 25,4 % 11,51 Mio
  • Equity 22,7 % 10,26 Mio
  • Provisions 10,2 % 4,61 Mio
  • Deferred Tax Liabilities 0,7 % 308,9 k
Full balance sheet line items with an API key Get API key →

Balance sheet data available for 18 earlier fiscal years.

Profit & loss

2024
Income 265,53 Mio
  • Revenue 46,6 % 123,83 Mio
  • Personnel expenses 28,9 % 76,64 Mio
  • Other operating expenses 9,8 % 25,92 Mio
  • Material expenses 6,7 % 17,66 Mio
  • Result after taxes 2,3 % 6,18 Mio
  • auf Grund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 2,0 % 5,30 Mio
  • Other operating income 1,2 % 3,19 Mio
  • On intangible assets and property, plant, and equipment 0,8 % 2,05 Mio
  • Other capitalized own work 0,4 % 1,14 Mio
  • Annual net profit/loss 0,3 % 834,5 k
  • Other interest and similar income 0,2 % 614,1 k
  • Income from investments 0,2 % 590,8 k
  • Depreciation on financial assets and current asset securities 0,2 % 576,0 k
  • Income and profit taxes 0,2 % 459,2 k
  • Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 0,1 % 313,0 k
  • Interest and similar expenses 0,1 % 182,0 k
  • Other taxes 0,0 % 48,4 k
Full P&L line items with an API key Get API key →

P&L data available for 18 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Christoph Dipl.-Ingenieur Pliete since 2004 Board Member
  • Martin Greiwe since 2024 Board Member
  • Rainer Hehmann since 2021 Board Member
  • Stephan Peter Held since 2023 Board Member
  • Dirk Isferding since 2017 Procura
  • Hendrik Fundermann since 2023 Procura
  • Leonard Pliete since 2023 Procura
  • Michele Peter Schönherr since 2023 Procura
  • Nico Bäumer since 2023 Procura
  • Philipp Perplies since 2023 Procura
10 former representatives · viewable with an API key Get API key →

Ownership & holdings

History

  1. 2026
  2. 29.07.
    Correction of entity data
    d.velop AG
  3. 29.07.
    Change of authorized capital
    d.velop AG
  4. 24.07.
    Change of authorized capital
    d.velop AG
  5. 24.07.
    Change of bylaws
    d.velop AG
  6. 2025
  7. 13.08.
    Correction of entity data
    d.velop AG
  8. 05.08.
    Merger
    d.velop AG
  9. 27.06.
    Merger
    d.velop AG
  10. 2024
  11. 17.10.
    Member entry
    Martin Greiwe · Board Member
75 more entries Get API key →

Annual statements

Original published statements, ordered by fiscal year.

5 documents
Fiscal year Document Published Access
2024 Jahresabschluss Published Via the API
2023 Jahresabschluss Published Read full text
2023 Jahresabschluss Published Via the API
2022 Jahresabschluss Published Via the API
2022 Jahresabschluss Published Via the API
2023 Jahresabschluss Full text

d.velop AG

Gescher

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die d.velop AG, Gescher

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der d.velop AG, Gescher - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der d.velop AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen

 

Essen, 24. April 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fritz, Wirtschaftsprüfer

Kahlert, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

scroll
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 934.704,78 307.561,15
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.379.605,19 0,00
8.314.309,97 307.561,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.294,85 21.356,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.065,40 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.092.240,76 2.607.766,57
3.128.601,01 2.629.123,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.287.841,54 6.020.375,68
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.265.499,79 1.657.666,39
3. Beteiligungen 128.947,22 9.400,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 679.256,61 624.056,61
6.361.545,16 8.311.498,68
17.804.456,14 11.248.182,83
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.881.000,00 722.000,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 57.500,00 48.700,00
3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 288.266,32 115.365,51
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -808.150,72 -268.154,12
1.418.615,60 617.911,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.989.650,04 9.793.304,60
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 272.170,31 1.392.008,12
3. Forderung gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 2.330.715,83
4. Sonstige Vermögensgegenstände 4.174.313,62 1.053.675,72
18.436.133,97 14.569.704,27
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.716.841,44 2.569.701,49
26.571.591,01 17.757.317,15
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.351.231,59 1.953.419,51
46.727.278,74 30.958.919,49

PASSIVA

scroll
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 8.342.200,00 8.342.200,00
II. Kapitalrücklage 1.087.281,28 1.087.281,28
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
9.429.481,28 9.429.481,28
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 84.678,20 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.891.145,69 2.223.100,00
4.975.823,89 2.223.100,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.285.665,25 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.187.741,53 1.790.655,20
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.912.883,06 9.797.120,22
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 51.564,87 36.737,14
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.685.379,09 840.160,86
- davon aus Steuern EUR 927.855,94 (Vj. EUR 629.922,63)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 30.096,49 (Vj. EUR 11.543,60) 24.123.233,80 12.464.673,42
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 8.198.739,77 6.841.664,79
46.727.278,74 30.958.919,49

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

scroll
2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 112.125.567,46 78.632.964,44
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 905.700,00 -262.000,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.870.585,75 1.868.195,93
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 24.777,45 (Vj. EUR 27.085,35)
118.901.853,21 80.239.160,37
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.481.226,15 5.837.150,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.336.340,85 7.426.859,98
14.817.567,00 13.264.010,68
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 57.347.863,11 37.499.499,93
b) Soziale Abgaben 12.354.061,93 8.291.962,67
davon für Altersversorgung EUR 1.693.902,44 (Vj. EUR 1.268.427,38)
69.701.925,04 45.791.462,60
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.858.192,53 1.003.271,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.839.227,74 15.003.489,11
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 35.539,99 (Vj. EUR 12.565,81)
8. Erträge aus Beteiligunen 167.753,40 2.866.074,63
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 167.753,40 (Vj. EUR 2.866.074,63)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 256.993,26 22.211,63
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 46.185,80 (Vj. EUR 4.098,61)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 157.491,85 19.637,18
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 223.987,20 896.896,09
12. Ergebnis nach Steuern 11.728.208,51 7.148.679,97
13. Sonstige Steuern 42.076,47 41.616,59
14. auf Grund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 11.686.132,04 7.107.063,38
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1.1 Jahresabschluss nach HGB und AktG

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschafen der §§ 264 ff. HGB unter Berücksichtigung der Vorschriften des Aktiengesetzes und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

1.2 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

scroll
Firmenname laut Registergericht: d.velop AG
Firmensitz laut Registergericht: Gescher
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Coesfeld
Register-Nr.: HRB 4903

1.3 Verschmelzungen von Gesellschaften auf die d.velop AG

Die d.velop AG hat in Vorbereitung der Verschmelzungen der Gesellschaften d.velop solutions for documents GmbH (Sulzbach), d.velop public sector GmbH (Meppen) und d.velop digital solutions GmbH (Kiel) im Januar 2023 die vollständigen Anteile der beiden d.velop Gesellschaften d.velop solutions for documents GmbH (Sulzbach) von 51% auf 100% sowie d.velop public sector GmbH (Meppen) von 77,56% auf 100% erworben.

Mit Datum vom 12. Mai 2023 wurde ein Verschmelzungsvertrag zwischen der d.velop solutions for documents GmbH, Sulzbach (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 77075) als übertragende Gesellschaft und der d.velop AG als übernehmende Gesellschaft geschlossen. Die Verschmelzung der übertragenden Gesellschaft wurde am 30. Mai 2023 in das Handelsregister der d.velop AG, Gescher (Amtsgericht Coesfeld, HRB 4903) eingetragen.

Mit Datum vom 12. Mai 2023 wurde ein Verschmelzungsvertrag zwischen der d.velop digital solutions GmbH, Kiel (Amtsgericht Kiel, HRB 7965 KI) als übertragende Gesellschaft und der d.velop AG als übernehmende Gesellschaft geschlossen. Die Verschmelzung der übertragenden Gesellschaft wurde am 6. Juni 2023 in das Handelsregister der d.velop AG, Gescher (Amtsgericht Coesfeld, HRB 4903) eingetragen.

Mit Datum vom 12. Mai 2023 wurde ein Verschmelzungsvertrag zwischen der d.velop public sector GmbH, Meppen (Amtsgericht Osnabrück, HRB 120798) als übertragende Gesellschaft und der d.velop AG als übernehmende Gesellschaft geschlossen. Die Verschmelzung der übertragenden Gesellschaft wurde am 1. August 2023 in das Handelsregister der d.velop AG, Gescher (Amtsgericht Coesfeld, HRB 4903) eingetragen.

Die d.velop AG hat das Vermögen der übertragenden Gesellschaften im Innenverhältnis mit Wirkung vom 1. Januar 2023, 00:00 Uhr übernommen. Von diesem Zeitpunkt an gelten alle Handlungen und Geschäfte der übertragenden Gesellschaften als für Rechnung der d.velop AG vorgenommen (Verschmelzungsstichtag).

Den Verschmelzungen wurden die von der Geschäftsführung der übertragenden Gesellschaften aufgestellten und von der d.velop AG als Gesellschafterin festgestellte Bilanz der übertragenden Gesellschaften zum 31. Dezember 2022 als Schlussbilanz zu Grunde gelegt. Bei den übertragenden Gesellschaften handelt es sich bei der d.velop solutions for documents GmbH, Sulzbach und der d.velop digital solutions GmbH, Kiel um kleine Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB, sodass eine Pflicht zur externen Prüfung nach § 316 HGB nicht bestand. Die d.velop public Sector GmbH, Meppen ist nach § 267 Abs. 1 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft eingestuft und der aufgestellte Jahresabschluss wurde nach den gesetzlichen Pflichten des § 316 Abs. 1 Satz 1 HGB geprüft.

Die d.velop AG als übernehmende Gesellschaft hat die übertragenen Vermögenswerte und Schulden sachgerecht auf die jeweiligen Bilanzposten der handelsrechtlichen Rechnungslegung verteilt und mit den Anschaffungskosten übernommen. Ein über die Zeitwerte der einzelnen Vermögensgegenstände abzüglich der Zeitwerte der Schulden hinausgehender Betrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Da die Verschmelzungen auf den 1. Januar 2023 erfolgten, sind in den Vorjahreswerten der Bilanz die Vermögensgegenstände und Schulden sowie der Gewinn- und Verlustrechnung die Erträge und Aufwendungen der übertragenden Gesellschaften nicht enthalten. Die Vorjahresbeträge wurden nicht angepasst.

Für die Zwecke des besseren Verständnisses und der Vergleichbarkeit ergeben sich folgende wesentliche Effekte durch die Verschmelzung auf die Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung des Vergleichszeitraumes 2022:

scroll
Bilanz 31.12.2022 vor Verschmelzung Verschmelzungsbedingte Anpassungen 31.12.2022 nach Verschmelzung
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 307.561,15 1.108.564,37 1.416.125,52
Sachanlagen 2.629.123,00 559.785,50 3.188.908,50
Finanzanlagen 8.311.498,68 -5.065.816,53 3.245.682,15
Vorräte 617.911,39 -291.724,00 326.187,39
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.569.704,27 5.208.872,37 19.778.576,64
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.569.701,49 4.887.262,13 7.456.963,62
Rechnungsabgrenzungsposten 1.953.419,51 221.352,97 2.174.772,48
Bilanzsumme 30.958.919,49 6.628.296,81 37.587.216,30
Passiva
Eigenkapital 9.429.481,28 -963.659,57 8.465.821,71
Rückstellungen 2.223.100,00 2.455.554,99 4.678.654,99
Verbindlichkeiten 12.464.673,42 3.023.447,22 15.488.120,64
Rechnungsabgrenzungsposten 6.841.664,79 2.112.954,17 8.954.618,96
Bilanzsumme 30.958.919,49 6.628.296,81 37.587.216,30
scroll
Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 2022 vor Verschmelzung Verschmelzungsbedingte Anpassungen Geschäftsjahr 2022 nach Verschmelzung
Umsatzerlöse 78.632.964,44 20.268.896,97 98.901.861,41
Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -262.000,00 195.500,00 -66.500,00
Sonstige betriebliche Erträge 1.868.195,93 778.104,44 2.646.300,37
Materialaufwand 13.264.010,68 -242.695,26 13.021.315,42
Personalaufwand 45.791.462,60 15.676.522,84 61.467.985,44
Abschreibungen 1.003.271,00 250.352,64 1.253.623,64
Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.003.489,11 2.906.767,94 17.910.257,05
Erträge aus Beteiligungen 2.866.074,63 -2.643.106,61 222.968,02
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.211,63 52,83 22.264,46
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.637,18 514,06 20.151,24
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 896.896,09 965.553,59 1.862.449,68
Ergebnis nach Steuern 7.148.679,97 -957.568,18 6.191.111,79
Sonstige Steuern 41.616,59 6.091,40 47.707,99
auf Grund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -7.107.063,38 - -7.107.063,38
Jahresüberschuss/ 0,00 -963.659,58 - 963.659,58

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Allgemeine Angaben

Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

2.2 Grundlagen der Umrechnung Fremdwährungsposten in EUR

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen oder Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles angesetzt, soweit dieser Kurs bei Forderungen niedriger bzw. bei Verbindlichkeiten höher war als der Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger bleibt es gemäß § 256a HGB bei der Bewertung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

2.3 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Im Berichtsjahr 2023 sind aufgrund der vorgenommenen Verschmelzungen mehrerer Tochtergesellschaften auf die d.velop AG beim Zugang der Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ausgeübt worden.

2.4 Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre jeweilige Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte, welche im Rahmen der Verschmelzung der Tochterunternehmen d.velop solutions for documents GmbH (Sulzbach), d.velop public sector GmbH (Meppen) und d.velop digital solutions GmbH (Kiel) entstanden sind, werden über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von 15 Jahren planmäßig abgeschrieben. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer wird auf Basis bestehender Kundenbeziehungen und der damit einhergehenden Kundentreue begründet, was auf die Laufzeiten der Verträge und der daraus resultierenden Umsatzströme schließen lässt.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten aktiviert und in der Folge abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer wird hierbei grundsätzlich nach den amtlichen Abschreibungstabellen bemessen. Die Abschreibungsdauern bewegen sich für entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten bei einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren und bei Grundstücken und Bauten bei einer Nutzungsdauer von 13 bis 19 Jahren. Bei anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung wird eine Nutzungsdauer zwischen 2 und 30 Jahren angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden zudem außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Gebildete Festwerte für Kleinmaterialien werden als Sachanlagevermögen regelmäßig alle 5 Jahre auf ihre Höhe durch eine körperliche Bestandsaufnahme überprüft. Liegt der tatsächliche Bestand zum Zeitpunkt der körperlichen Bestandsaufnahme um über 10% über dem gebildeten Festwert, wird auf den höheren Wert aufgestockt. Wenn der tatsächliche Wert unterhalb des Festwerts liegt, wird auf den niedrigeren Wert abgewertet. Ansonsten bleibt der Festwert unverändert in der Bilanz bestehen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Ausleihungen zum Nennwert

Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde bei Vorliegen von voraussichtlich dauernder Wertminderung der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Bestehen die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr, erfolgt eine Zuschreibung.

Niedrig verzinsliche beziehungsweise unverzinsliche Ausleihungen sind mit ihrem Barwert angesetzt.

2.5 Umlaufvermögen

Fertige Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten wird das Durchschnittsverfahren als Berechnungsmethode angewandt.

Bewertung der unfertigen Leistungen für noch nicht schlussgerechnete Projekte erfolgte mit den Herstellungskosten retrograd und entsprechend dem Fertigstellungsgrad der Projekte oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in den Herstellungskosten berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt und werden in der Bilanz offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Abzug von Wertminderungen ausgewiesen.

Sonstige Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten angesetzt.

Allen risikobehafteten Posten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wird durch die Bildung angemessener Pauschal- und Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Im Berichtsjahr wurde das Pauschalwertmodell angepasst von einem pauschalen Prozentsatz von 2% zu einem Ansatz, welcher die historische Ausfallentwicklung der d.velop berücksichtigt (0,8%).

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt.

2.6 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten.

2.7 Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 8.342.200,00 EUR und ist eingeteilt in 8.342.200 auf den Namen lautende Stückaktien.

2.8 Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Sonstige Rückstellungen werden für erkennbare Risiken nach den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht in angemessenem Umfang gebildet. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages (i.H.d. allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst.

2.9 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.10 Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten.

3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

3.1 Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in der Bilanz mit 272.170,31 EUR (Vorjahr: 1.392.008,12 EUR). Es handelt sich hierbei im Geschäftsjahr und im Vorjahr ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in der Bilanz mit 14.912.883,06 EUR (Vorjahr: 9.797.120,22 EUR). Es handelt sich hierbei in Höhe von 11.686.132,04 EUR (Vorjahr: 7.107.063,38 EUR) um sonstige Verbindlichkeiten und in Höhe von 3.226.751,02 EUR (Vorjahr: 2.690.056,84 EUR) um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in der Bilanz mit 51.564,87 EUR (Vorjahr: 36.737,14 EUR). Es handelt sich hierbei im Geschäftsjahr und im Vorjahr ausschließlich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

3.2 Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

3.3 Angaben zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beläuft sich auf 36.091,13 EUR (Vorjahr 242.091,52 EUR). Es handelt sich hierbei um:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 EUR (Vorjahr: 228.647,96 EUR)

Sonstige Vermögensgegenstände 36.091,13 EUR (Vorjahr: 13.443,56 EUR)

3.4 Angaben über den Bestand, den Erwerb und die Veräußerung eigener Aktien

Im Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien erworben und seitens der AG nicht veräußert.

3.5 Angaben über die Gattung der Aktien und genehmigtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 8.342.200,00 EUR und ist eingeteilt in 8.342.200 auf den Namen lautende Stückaktien.

In der Satzung der d.velop AG sind keine Ermächtigungen des Vorstands hinsichtlich der Erhöhung des Grundkapitals vorgesehen (genehmigtes Kapital).

3.6 Entwicklung der Kapitalrücklagen

Die Entwicklung der Kapitalrücklagen haben sich im Geschäftsjahr nicht geändert.

3.7 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden verschiedenen Rückstellungen enthalten: Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalverpflichtungen. Der Umfang ist stets relativ zur Gesellschaft zu ermitteln. Vergleichskriterium ist für einzelne Rückstellungen der Gesamtbetrag der sonstigen Rückstellungen sowie ggf. die Belastung des Jahresergebnisses durch die Rückstellungsbildung.

scroll
Stand 01.01.2023 Verschmelzung Zugänge Inanspruchnahme
EUR EUR EUR
Personalverpflichtungen 1.953.700,00 1.996.535,00 -3.950.235,00
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 75.900,00 26.000,00 -101.900,00
Ausstehende Rechnungen und Werbekostenzuschuss 180.300,00 33.145,00 -213.445,00
Archivierung 13.200,00 11.020,00 0,00
Sonstige Rückstellungen 0,00 12.500,00 0,00
Gesamt 2.223.100,00 2.079.200,00 -4.265.580,00
scroll
Auflösung Zuführung Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR
Personalverpflichtungen 0,00 3.510.057,21 3.510.057,21
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 0,00 113.900,00 113.900,00
Ausstehende Rechnungen und Werbekostenzuschuss 0,00 92.500,00 92.500,00
Archivierung -4.620,00 0,00 19.600,00
Sonstige Rückstellungen 0,00 1.142.588,48 1.155.088,48
Gesamt -4.620,00 4.859.045,69 4.891.145,69

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen zurückgestellte Positionen für den Erwerb von ausstehenden Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Schadenersatzleistungen.

3.8 Angaben zu Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

scroll
Gesamtbetrag davon mit Restlaufzeit von
31.12.2023 < 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahren
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.285.665,25 986.171,15 3.299.494,10 0,00
Vorjahr: 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.187.741,53 3.187.741,53 0,00 0,00
Vorjahr: 1.790.655,20 1.790.655,20 0,00 0,00
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 14.912.883,06 14.912.883,06 0,00 0,00
Vorjahr: 9.797.120,22 9.797.120,22 0,00 0,00
Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 51.564,87 51.564,87 0,00 0,00
Vorjahr: 36.737,14 36.737,14 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.685.379,09 1.685.379,09 0,00 0,00
Vorjahr: 840.160,86 840.160,86 0,00 0,00
Gesamt 24.123.233,80 20.823.739,70 3.299.494,10 0,00
Vorjahr: 12.464.673,42 12.464.673,42 0,00 0,00
scroll
Gesicherte Beträge Art der Sicherheit
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.285.665,25 (a)
Vorjahr: 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.187.741,53 (b)
Vorjahr: 1.790.655,20
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 3.226.751,02 (b)
Vorjahr: 3.407.296,01
Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 51.564,87 (b)
Vorjahr: 36.737,14
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00
Vorjahr: 0,00
Gesamt 10.751.722,67
Vorjahr: 5.234.688,35

(a) d.velop hat sich zur Einhaltung einer Financial Covenant Vereinbarung verpflichtet. Weitere Besicherungen wurden nicht vereinbart.

(b) d.velop wird zum überwiegenden Teil unter länderspezifischem Eigentumsvorbehalt beliefert.

4. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

scroll
Tätigkeitsbereiche 2023 2022
EUR EUR
Software-Pflege 36.640.444,17 26.678.453,87
Dienstleistungen 29.906.782,51 19.161.516,05
Software-Lizenzen 18.665.204,15 15.285.595,52
Cloud und SaaS 14.927.989,33 9.373.166,73
Software-Miete 4.117.798,72 3.373.966,10
Managed Services 4.464.988,14 2.171.741,93
Zukaufprodukte 2.456.255,85 1.306.956,87
Sonstige Erlöse 979.296,96 1.311.324,03
Brutto-Umsatzerlöse 112.158.759,83 78.662.721,10
Skonti/Boni -33.192,37 -29.756,66
Umsatzerlöse 112.125.567,46 78.632.964,44

Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen:

scroll
Regionen 2023 2022
EUR EUR
Deutschland 102.048.217,38 70.225.257,31
EU 4.293.847,73 3.330.929,73
Drittland 5.783.502,35 5.076.777,39
Umsatzerlöse 112.125.567,46 78.632.964,44

4.2 Außergewöhnliche Erträge

Im Geschäftsjahr 2023 hat die d.velop AG außergewöhnliche Erträge in Höhe von 3.677.736,89 EUR vereinnahmt. Im Rahmen der Beendigung der Leasingverträge über Vermögenswerte mit der Isthimos Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG und dem Verkauf der Vermögenswerte an die d.velop campus immobilien GmbH stand der d.velop AG eine Entschädigungsleistung in vorbenannter Höhe zu.

4.3 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die periodenfremden Erträge betrugen im Berichtsjahr 98.016,32 EUR (Vorjahr: 12.483,76 EUR) und betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Forschungszulage und Gutschriften. Diese werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 281.193,67 (Vorjahr: EUR 15.638,09) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus Lohnsteuernachzahlungen für Vorjahre aus der Betriebsprüfung.

5. Sonstige Angaben

5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der im Unternehmen tätigen Mitarbeiter:innen belief sich im Geschäftsjahr auf 898 Personen (VJ 6281 ):

1 Vorjahresangabe angepasst, da ab diesem Jahr die Auszubildenden einberechnet werden

scroll
Arbeitnehmergruppen 2023 2022
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter:innen 702 505
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter:innen 117 70
aushilfsweise beschäftigte Mitarbeiter:innen 8 6
Auszubildende 51 32
Werkstudent:innen 20 15
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer:innen beträgt damit 898 628

5.2 Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs 2023 gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

scroll
Name Wohnort Position und Verantwortung
Herr Christoph Pliete Gescher Mitglied des Vorstands Bereich Administration & Managementberatung
Herr Sebastian Michael Evers (abberufen und freigestellt am 12. Dezember 2023) Borken Mitglied des Vorstands Bereiche Strategie, Vertrieb & Produktmanagement
Herr Rainer Hehmann Osnabrück Mitglied des Vorstands Bereiche Strategie, Produkt- und Softwareentwicklung, Professional Services und Qualität
Herr Dr. Stephan Held Essen Mitglied des Vorstands Bereiche Finanzen, Services, Personal, Compliance & Recht sowie ESG

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

scroll
Name Wohnort ausgeübter Beruf Unternehmen, in dem die hauptberufliche Tätigkeit ausgeübt wird
Herr Dr. Helmut Bäumer (Vorsitzender) Rosendahl Rechtsanwalt Dr. Rehse und Partner - Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft
Herr Christian Schroot (stellvertr. Vorsitzender) Gronau-Epe Steuerberater KRP Klaus Ribbert und Partner mbB Steuerberatungsgesellschaft
Herr Ole Klose (Mitglied) Korschenbroich Mitglied der Geschäftsleitung Bernard Krone Holding SE & Co. KG
Herr Jens Rassloff (Mitglied) (seit 20.06.2023) Melle/Seattle, Washington, USA Geschäftsführer und Senior Technology Strategy Advisor Corporate Counsellors GmbH, Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG
Herr Dirk Flögel (seit 20.06.2023) Münster Geschäftsführer d.velop holding GmbH
Herr Andreas Banger (Mitglied) (bis 31.12.2023) Ahaus Geschäftsführer Janus Innovation GmbH
Herr Walter Muyres (Mitglied) (bis 20.06.2023) Mönchengladbach Geschäftsführer Change Solution Verwaltung GmbH
Herr Prof. Dr. Klaus Niederdrenk (Mitglied) (bis 20.06.2023) Münster Professor (Fachbereich Wirtschaft) Fachhochschule Münster

5.3 Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Jahr 2023 insgesamt 1.888.615,24 EUR. Darin enthalten sind Sachbezüge aus der Gestellung von Dienstwagen in Höhe von 16.011,00 EUR sowie Tantiemen und Sonderzahlungen in Höhe von 371.500,00 EUR.

Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden in fixe und variable Vergütungen aufgeteilt und entsprechen einer Gesamtvergütung in Höhe von 126.261,00 EUR.

5.4 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

scroll
2022 2023
Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB EUR EUR
aus Rangrücktrittsvereinbarungen 0,00 1.500.000,00
aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 869.135,49 1.708.184,28
aus Avalkrediten 13.300,00 13.300,00
882.435,49 3.221.484,28

Die d.velop AG hat sich verpflichtet, die Beteiligung an einem verbundenen Unternehmen für mindestens 12 Monate aufrecht zu erhalten und dafür Sorge zu tragen, dass die Gesellschaft in diesem Zeitraum befähigt ist, alle Verbindlichkeiten fristgemäß und vollständig zu bedienen.

Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus den folgenden Gründen nicht bilanziert:

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Als Gründe hierfür sind zu nennen:

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit aus den ausgewiesenen Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

5.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 18.923.941,13 EUR (Vorjahr: 9.803.405,44 EUR) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen:

Der Gesamtbetrag der nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthält Mietverhältnisse zwischen der Gesellschaft und einem verbundenen Unternehmen. Die finanzielle Verpflichtung hieraus beläuft sich auf 5.760.433,00 EUR (Vorjahr: 6.564.000,00 EUR).

Verpflichtungen gegenüber assoziierten Unternehmen:

Der Gesamtbetrag, der nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen, enthält ein Mietverhältnis zwischen der Gesellschaft und einem Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht. Die finanzielle Verpflichtung hieraus beläuft sich auf 229.083,00 EUR (Vorjahr: 213.968,00 EUR).

5.6 Honorar des Abschussprüfers

Die Aufschlüsselung des Honorars des Abschlussprüfers ist dem Konzernanhang der d.velop AG zu entnehmen.

5.7 Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

scroll
Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital aus Zahlen
d.velop (Schweiz) AG, Baar (Schweiz) 100,0% -1.137.223,59 CHF -1.080.965,76 CHF 2023
d.velop GmbH, Wien (Österreich) 100,0% 281.770,56 EUR 826.374,88 EUR 2023
d.velop campus Verwaltungs GmbH, Gescher 100,0% 3.088,62 EUR 59.163,33 EUR 2023
d.velop campus GmbH & Co. KG, Gescher 100,0% 113.533,40 EUR 1.137.299,79 EUR 2023
d.velop classification consulting GmbH, Bocholt 100,0% 71.650,14 EUR 395.373,31 EUR 2023
Legal Analytics GmbH, Gescher 100,0% -48.342,67 EUR -586.702,13 EUR 2023
opwoco GmbH, Schöppingen 74,9% 63.451,48 EUR 293.410,80 EUR 2023
InnoPier Verwaltungs GmbH, Kiel 40,0% -941,00 EUR 24.059,00 EUR 2022a)
InnoPier GmbH & Co. KG, Kiel 40,0% -1.496,62 EUR 123.503,38 EUR 2022a)

a) Abschluss 2023 lag zum Zeitpunkt der Erstellung des Anhangs noch nicht vor, daher Angabe von Vorjahreswerten per 31. Dezember 2022

5.8 Konzernzugehörigkeit

Die d.velop AG wird in den Konzernabschluss der d.velop holding GmbH, Gescher einbezogen.

Der Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis wird von der d.velop holding GmbH, Gescher, aufgestellt. Der Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis wird von der d.velop AG, Gescher, aufgestellt.

Der offen gelegte Konzernabschluss der d.velop holding GmbH, Gescher ist beim Unternehmensregister (Amtsgericht Coesfeld HRB 15582) erhältlich.

Mit der d.velop holding GmbH besteht seit dem 04. April 2016 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Dieser fand erstmals für das Geschäftsjahr 2016 Anwendung.

5.9 Angaben zu einem befreienden Konzernabschluss

Angaben zum Mutterunternehmen, das einen befreienden Konzernabschluss aufstellt:

scroll
Name d.velop holding GmbH
Sitz Gescher

Im befreienden Konzernabschluss wurde bezüglich der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden nicht vom deutschen Recht abgewichen.

5.10 Angabe über das Bestehen einer Beteiligung an der Gesellschaft, die nach § 20 Abs. 1 oder 4 AktG der Gesellschaft mitgeteilt worden ist

Im Unternehmensregister wurde am 07. August 2008 folgende Bekanntmachung gemäß § 20 Abs. 6 AktG veröffentlicht:

 

Der Vorstand der Gesellschaft teilt mit, dass die devo GmbH & Co. KG, Kronberg im Taunus, Aktien in Höhe von 25,1% des Grundkapitals der Gesellschaft erworben hat.

Mit Mitteilung am 19. April 2023 wurde folgende Bekanntmachung gemäß § 20 Abs. 6 AktG veröffentlicht:

 

Die d.velop AG, Gescher hat Kenntnis darüber erlangt, dass die devo GmbH & Co. KG, Kronberg im Taunus, nicht mehr unmittelbar eine Beteiligung gemäß § 20 Abs. 1 AktG in Höhe von mehr als dem vierten Teil der Aktien der d.velop AG gehören.

Im Unternehmensregister wurde am 22. Januar 2016 folgende Bekanntmachung gemäß § 20 Abs. 6 AktG veröffentlicht:

Die d.velop holding GmbH, Gescher, hat folgende Mitteilungen nach § 20 AktG gemacht:

gemäß § 20 Abs. 1 AktG, dass ihr unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der d.velop AG gehört,

gemäß § 20 Abs. 3 AktG, dass ihr auch ohne Hinzurechnung nach § 20 Abs. 2 AktG unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der d.velop AG gehört, und

 

gemäß § 20 Abs. 4 AktG, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der d.velop AG gehört.

Der d.velop holding GmbH, Gescher, gehört laut obenstehender gesonderter Mitteilung - auch ohne Hinzurechnung nach § 20 Abs. 2 AktG - unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der d.velop AG i.S.v. § 20 Abs. 1 AktG sowie unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der d.velop AG i.S.v. § 20 Abs. 4 AktG.

Herr Christoph Pliete, Gescher, hat folgende Mitteilungen nach § 20 AktG gemacht:

gemäß § 20 Abs. 1 AktG, dass ihm mehr als der vierte Teil der Aktien der d.velop AG gehört,

gemäß § 20 Abs. 4 AktG, dass ihm eine Mehrheitsbeteiligung an der d.velop AG gehört.

 

Ergänzend hat Herr Christoph Pliete mitgeteilt, dass ihm mehr als der vierte Teil der Aktien der d.velop AG, d.h., des Kapitals und der Stimmrechte, unmittelbar gehört.

Mit Mitteilung vom 24. Mai 2019 wurde folgende Bekanntmachung gemäß § 20 Abs. 6 AktG veröffentlicht:

 

Herr Christoph Pliete hat gemäß § 20 Abs. 5 AktG mitgeteilt, dass ihm unmittelbar nicht mehr eine Beteiligung gemäß § 20 Abs. 1 AktG in Höhe von mehr als dem vierten Teil der Aktien an der d.velop AG gehört.

5.11 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind folgende Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten:

Im Januar 2024 hat der Verwaltungsrat der d.velop (Schweiz) AG beschlossen, dass die Gesellschaft einen unwiderruflichen Kapitalzuschuss durch Abtretung der Darlehensforderung in Höhe von 477.275 CHF bzw. 500.000 EUR erhält. Die d.velop AG als Aktionärin der d.velop (Schweiz) AG tritt in diesem Zuge die Darlehensforderung an die Gesellschaft ab, wodurch eine Rückzahlungsverpflichtung der Darlehensforderung erlischt.

Zum 1. April 2024 wurde die strategische Ausrichtung des verbundenen Unternehmens opwoco GmbH geschärft, sodass nun sämtliche Aktivitäten rund um mobile Services in dieser Tochtergesellschaft gebündelt werden. Damit einher ging eine Integration der bestehenden Teams der d.velop AG in die opwoco GmbH und umfasste damit auch einen Übergang der Mitarbeiter:innen. Um die enge Bindung und Zusammenarbeit mit der d.velop AG zu unterstreichen, wird die opwoco GmbH fortan unter der Firmierung d.velop mobile services GmbH geführt. Die d.velop AG verspricht sich durch die Zusammenführung der Kompetenzen und des Wissens eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit der Teams und schafft zudem Synergien für den d.velop Konzern.

5.12 Beschluss zur Ergebnisverwendung

In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 29. März 2016 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft dem mit der d.velop holding GmbH, Gescher (Amtsgericht Coesfeld HRB 15582) als herrschendem Unternehmen abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 18. Februar 2016 zugestimmt.

Gemäß § 2 Abs. 1 des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags verpflichtet sich die d.velop AG während der Vertragsdauer grundsätzlich ihren ganzen nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Gewinn an die Muttergesellschaft abzuführen.

Mit Eintragung in das Handelsregister am 04. April 2016 ist der Vertrag wirksam geworden. Infolgedessen hat die d.velop AG den ganzen Gewinn des Geschäftsjahres 2023 an die d.velop holding GmbH abzuführen. Der Anspruch auf Gewinnabführung entsteht mit Ablauf des betreffenden Geschäftsjahres der Tochtergesellschaft und wird zu diesem Zeitpunkt fällig. Er ist spätestens mit Ablauf von vier Wochen nach Feststellung des Jahresabschlusses der Tochtergesellschaft zu erfüllen.

Unterschrift des Vorstands

 

Gescher, 24. April 2024

Christoph Pliete, Mitglied des Vorstands

Rainer Hehmann, Mitglied des Vorstands

Dr. Stephan Held, Mitglied des Vorstands

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

scroll
Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.800.580,05 775.797,34 66.815,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.800.580,05 775.797,34 66.815,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 169.377,97 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.102.504,65 1.118.566,53 529.452,84
Summe Sachanlagen 9.271.882,62 1.118.566,53 529.452,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.020.375,68 6.510.799,59 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.657.666,39 1.607.833,40 0,00
3. Beteiligungen 9.400,00 78.947,22 9.400,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 624.056,61 55.200,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 22.647,57
Summe Finanzanlagen 8.311.498,68 8.252.780,21 32.047,57
Summe Anlagevermögen 23.383.961,35 10.147.144,08 628.316,31
scroll
Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Verschmelzung Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 334.215,44 0,00 6.843.776,93
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.906.719,85 0,00 7.906.719,85
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 8.240.935,29 0,00 14.750.496,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.678,93 0,00 177.056,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.844,60 0,00 20.844,60
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.607.459,89 0,00 11.299.078,23
Summe Sachanlagen 1.635.983,42 0,00 11.496.979,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 10.243.333,73 2.287.841,54
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 3.265.499,79
3. Beteiligungen 50.000,00 0,00 128.947,22
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 679.256,61
5. Sonstige Ausleihungen 22.647,57 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 72.647,57 10.243.333,73 6.361.545,16
Summe Anlagevermögen 9.949.566,28 10.243.333,73 32.609.021,67
scroll
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.493.018,90 175.093,49 66.801,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 527.114,66 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.493.018,90 702.208,15 66.801,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 148.021,54 8.749,71 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.042,20 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.494.738,08 1.146.192,47 504.761,10
Summe Sachanlagen 6.642.759,62 1.155.984,38 504.761,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 12.135.778,52 1.858.192,53 571.563,00
scroll
Kumulierte Abschreibungen
Verschmelzung Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 307.761,66 0,00 5.909.072,15
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 527.114,66
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 307.761,66 0,00 6.436.186,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.990,80 158.762,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.737,00 0,00 2.779,20
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.070.668,02 0,00 8.206.837,47
Summe Sachanlagen 1.074.395,82 0,00 8.368.378,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.382.157,48 0,00 14.804.565,53
scroll
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 934.704,78 307.561,15
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.379.605,19 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 8.314.309,97 307.561,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.294,85 21.356,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.065,40 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.092.240,76 2.607.766,57
Summe Sachanlagen 3.128.601,01 2.629.123,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.287.841,54 6.020.375,68
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.265.499,79 1.657.666,39
3. Beteiligungen 128.947,22 9.400,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 679.256,61 624.056,61
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 6.361.545,16 8.311.498,68
Summe Anlagevermögen 17.804.456,14 11.248.182,83

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die 1992 gegründete d.velop AG (nachfolgend auch d.velop) mit Hauptsitz in Gescher im Herzen des Münsterlandes, entwickelt und vermarktet zusammen mit ihren Tochtergesellschaften Software zur durchgängigen Digitalisierung und Automatisierung von dokumentenbezogenen Geschäftsprozessen und branchenspezifischen Fachverfahren. Mit seinen insgesamt etwa 1.000 Mitarbeitenden in der Gruppe erzielt d.velop eine führende Positionierung als Anbieter im Markt für Content Services bzw. Enterprise Content Management (ECM). Neben einem etablierten Portfolio an Content-Services-Produkten, welche die Digitalisierung von Dokumenteneingangskanälen, das Informations- und Dokumentenmanagement, die Möglichkeit zur Compliance kompatiblen Aufbewahrung sowie die Automatisierung von Vorgängen und Office Prozessen abbilden, bietet d.velop zusätzlich Produkte für die digitale Zustellung von Dokumenten, die elektronische Unterschrift, die Eingangsrechnungsverarbeitung, digitales Vertragsmanagement sowie die Einbeziehung von Mitarbeiter:innen in Geschäftsprozesse über Mitarbeitenden-Apps an. So hilft d.velop Unternehmen und Organisationen dabei, ihr ganzes Potenzial zu entfalten, indem sie digitale Dienste bereitstellt, die Menschen miteinander verbinden sowie Abläufe und Vorgänge umfassend vereinfachen und neugestalten.

Ein starkes, international agierendes Netzwerk aus rund 400 spezialisierten Partnern macht d.velop Content Services weltweit verfügbar. d.velop-Produkte sind branchenübergreifend bei mehr als 13.750 Kunden mit ca. 3,25 Millionen Usern im Einsatz. Die Bereitstellung bzw. Auslieferung der d.velop-Produkte erfolgt dabei in zunehmendem Maße als Software-as-a-Service (SaaS) über Cloud-Dienste, bzw. auch als sogenannte „Managed Services“, d. h. in Betriebsmodellen, bei denen d.velop in Teilbereichen oder komplett den Betrieb vorhandener Infrastrukturen bei Kunden übernimmt. Dabei sind aufgrund eines ausgereiften Compliance Managements über alle Bereitstellungsformen insbesondere die Rechtssicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben gewährleistet. Kernelement der Unternehmensstrategie ist die Bereitstellung einfach zu beziehender Produkte über die “d.velop platform”. Dabei fokussiert sich das Unternehmen in seinem Kompetenzbereich auf den konsequenten Auf- und Ausbau einer Plattform für Dokumentenmanagement und Office Automation. Mit der gleichzeitigen Etablierung eines App Builder-Programms im Jahre 2019 wurde ein sich selbst verstärkender Kreislauf initiiert.

1.1. Marketing-Strategie (Marktbereiche)

Aufgrund heterogener Bedürfnisse und Wettbewerbssituationen, z. B. in den unterschiedlichen Branchen oder auch einzelner Fachbereiche der Kunden, sind die Anforderungen der Kunden für die Gesellschaft ein entscheidendes Kriterium im Rahmen der Kundensegmentierung des Content-Services-Marktes. Darüber hinaus bilden die eingesetzten Technologien der Kunden ein weiteres entscheidendes Kriterium im Rahmen der Kundensegmentierung. Die d.velop AG forciert daher einen Marketing-Mix je Kundensegment und optimiert kontinuierlich die branchen- sowie fachbereichsspezifischen Ausprägungen der Preis-, Produkt-, Kommunikations- und Distributionspolitik. Die Marke „d.velop“ erstreckt sich auf sämtliche Bezeichnungen der Leistungen und Produkte des Unternehmens, die zur klareren Unterscheidung im Markt mit Deskriptoren ausgestattet ebenfalls die Marke „d.velop“ im Namen tragen. Vor dem Hintergrund der Aufstellung der d.velop als Konzern entstehen so Synergien zwischen den Konzern- und den Unternehmens- sowie Produktmarken mit dem Ziel, durch die Verbindung zur Konzernmarke Unternehmens- und Produktmarken risikoresistenter zu machen. Zudem wird das Markenverständnis für Interessenten vereinfacht und so langfristig die Marke „d.velop“ über alle Distributionskanäle gestärkt. Im Rahmen der Distributionspolitik setzt d.velop neben dem direkten Distributionskanal auf einen signifikanten Ausbau des indirekten Distributionskanals sowie auf strategische Unternehmensbeteiligungen. Der direkte Distributionskanal von d.velop adressiert den gehobenen Mittelstand sowie Großkunden oder im Hinblick auf die Größe vergleichbare Organisation, wie z. B. Krankenhäuser oder Organisationen im öffentlichen Sektor. Die Marktbearbeitung erfolgt durch Marktteams sowie online auf Basis der d.velop Plattform. Die d.velop AG investiert seit Jahren erfolgreich in den Ausbau des indirekten Distributionskanals und setzt damit im Rahmen der Marketing-Strategie auf die kontinuierliche Weiterentwicklung eines erfolgreichen Wertschöpfungsnetzwerkes im Markt für ECM-Software (d.velop competence network). In das Wertschöpfungsnetzwerk von d.velop sind rund 400 Partnerunternehmen eingebunden, die auf Basis entsprechender Partnerverträge Produkte und Leistungen der d.velop AG vermarkten.

Darüber hinaus wird das Wertschöpfungsnetzwerk von d.velop im Zuge der d.velop-Plattformstrategie um Partner der Ausprägung „App Builder“ erweitert. Auf einer Seite bietet die d.velop AG Unternehmen damit die Möglichkeit, als d.velop „App Builder“ eine zusätzliche Monetarisierung über die d.velop platform zu realisieren. Auf der anderen Seite wird die Anzahl der über die d.velop Plattform beziehbaren Leistungsangebote für Endkunden ausgebaut.

Die strategischen Beteiligungen der d.velop AG erweitern insbesondere die Technologie-Kompetenz in den Bereichen mobile Services und Kollaboration. Auf Basis dieser strategischen Gruppenstruktur ist eine individuelle, umfassende Marktadressierung möglich. Die Kundensegmentierung des Content Services-Marktes der d.velop-Gruppe sichert eine nachhaltige, kundenorientierte Ausgestaltung der Softwarelösungen der d.velop AG. Die Zielsetzung, digitale Geschäftsprozesse in den jeweiligen Unternehmen und Organisation zu realisieren, erfordert in hohem Maße Branchen-, Fachbereichs- und Technologiekompetenz. Diese Anforderung wird mit entsprechender Fokussierung auf die individuellen Bedürfnisse in den jeweiligen Kundensegmenten erfolgreich umgesetzt.

1.2. Branchenübergreifende Marktentwicklungen

Im Rahmen der zunehmenden gesellschaftlichen Digitalisierung und vor dem Hintergrund sich dadurch permanent ändernder Anforderungen an Serviceumfang und Bereitstellungsformen digitaler Dienste, zeigen sich auch zunehmend tiefgreifende Auswirkungen auf den Markt der Content Services bzw. des Marktes für ECM. Diese äußern sich u.a. in Form verstärkter Nutzung entsprechender cloudbasierter Serviceleistungen. Dabei äußern sich diese Änderungen horizontal über alle Branchen hinweg, ohne eine spezifische Fokussierung auf einen speziellen Markt zu besitzen.

Hybride Arbeitsmodelle von Unternehmen und Organisationen haben sich im Jahr 2023 branchenübergreifend etabliert. Infolgedessen ist der Trend hin zu Lösungen im Cloud-Umfeld ungebrochen, auch wenn konstatiert werden kann, dass stark regulierte Branchen und zu einem gewissen Grad auch öffentliche Einrichtungen, Kommunen und Städte etwas zurückhaltender auf den generellen Trend „SaaS aus der Public Cloud“ reagieren. Für diese Marktsegmente gibt es jedoch europäische Alternativen und hybride Ansätze. Laut der Statista „Prognose zum Umsatz mit Software-as-a-Service weltweit“ hat sich bis 2023 ein Potenzial von SaaS-Umsatz von mehr als 205,22 Milliarden US-Dollar ergeben.

Im Jahr 2023 veröffentlichte d.velop erneut die wichtigsten Trends, die aus Sicht des Unternehmens die IT-Branche und hier insbesondere den Markt für Business-Software zukünftig maßgeblich prägen werden. Die Erstellung der Trend-Prognose erfolgte auf der Grundlage von Erfahrungswerten und Einschätzungen der d.velop-Marktexperten sowie von Mitgliedern im weltweiten d.velop Kunden- und Partnernetzwerk. Aktuell wurden folgende fünf Schwerpunkte ermittelt: Generative KI / Prozessdigitalisierung / Cloud und Nachhaltigkeit / Digitaler Arbeitsplatz / Cyber Security. Eine Fokussierung auf diese Herausforderungen empfiehlt sich für Unternehmen und Organisationen, die vor dem Hintergrund der sich rasant wandelnden Märkte weiterhin wettbewerbsfähig bleiben wollen. Diese Themen adressiert d.velop im Rahmen seiner Strategie explizit.

Grundsätzlich unterliegt der Software-Markt also (auch geopolitisch geprägten) erheblichen und permanenten Veränderungen, die d.velop aktiv mit den folgenden Fokusbereichen adressiert, welche sowohl in der Entwicklungs- als auch in der Go-to-Market Strategie verankert sind. Diese sind:

Software-as-a-Service (SaaS) / d.velop platform: Kunden erhalten durch d.velop eine große Flexibilität, ob sie klassisch mit im Unternehmen implementierten Systemen arbeiten, ihre Installation in die Cloud heben, gezielt gekapselte Services als SaaS-Lösung über die d.velop platform beziehen oder einen hybriden Betrieb präferieren. Zudem werden dedizierte Integrationen, beispielsweise in die Cloudlösungen von Sage, Haufe und Salesforce weiterentwickelt. Hier können große Kundenzahlen mit geringerem Aufwand auf das d.velop-Angebot umgestellt und betrieben werden. Ein weiterer Fokus liegt auf der Cloud-Migration - ein Bereich, in dem die d.velop neben der technologischen Kompetenz über große Expertise aus zahlreichen Projekten verfügt. So wird eine freie Wählbarkeit der Bereitstellungsform gewährleistet.

Compliance und Rechtssicherheit: Vor dem Hintergrund des Umgangs mit sensiblen Kunden-dokumenten versteht sich d.velop als Vertrauensdiensteanbieter und ist bestrebt, unter anderem durch die künftige Fokussierung auf europäische Datenhoheit, entsprechende Cloud-Anbieter zu nutzen, um auch stark regulierten Märkten sichere Optionen anzubieten.

Digital Workplace: Zum Digital Workplace gehören Kollaborationsfunktionen, die kontextsensitive proaktive Bereitstellung von Informationen sowie mobile Apps zur Mitarbeitenden-Kommunikation und Cloud-Lösungen. Diesem Trend wird d.velop mit Lösungen gerecht, die den notwendigen Usability- und Funktionalitätsinnovationen der IT-Arbeitsplätze in einer digitalisierten Welt entsprechen. Ein wichtiges Element stellt dabei die bidirektionale Übermittlung dokumentenbasierter Informationen auch über Unternehmensgrenzen hinaus dar.

1.3. Organisationsentwicklung

Vor dem Hintergrund des sich weiter entwickelnden digitalen Wandels und den sich daraus ergebenden geschäftlichen Chancen, strebt die d.velop AG die europäische Marktführerschaft im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Content Services an. Diese strategische Zielsetzung entspricht im Wesentlichen auch der Quintessenz von Gartner im Magic Quadranten 2021 für Content Services Platforms. Um dies erreichen zu können, bedarf es in den kommenden Jahren eines kontinuierlichen (nationalen wie internationalen, organischen wie anorganischen) Wachstums.

Das vom Vorstand der d.velop AG im Herbst 2022 initiierte Organisationsveränderungsprojekt #growtogether stand im Geschäftsjahr 2023 im Vordergrund und hatte zum Ziel eine (Konzern-)Struktur zu entwickeln und zu implementieren, welche die weitere Skalierung des Unternehmens beliebig flexibel und resilient ermöglichen soll.

Dieses organisationsweite interne Projekt wurde innerhalb eines Kalenderjahres und innerhalb der zeitlichen Planung erfolgreich umgesetzt und auf alle Unternehmensbereiche etabliert. Neben der vollständigen Übernahme der Geschäftsanteile an der d.velop public sector GmbH, Meppen und der d.velop solutions for documents GmbH, Sulzbach konnten die beiden Gesellschaften sowie die d.velop digital solutions GmbH, Kiel im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich auf die d.velop AG verschmolzen werden. Dadurch wurden die gesellschaftsrechtlichen Strukturen deutlich gestrafft, sodass die d.velop AG fortan einheitlich nach außen auftreten kann. Damit einher wurde die Organisationsform weiterentwickelt und auf eine Business Division Struktur umgestellt, um wachstumsfördernde Strukturen mit stringenteren und somit schnelleren Kommunikations- und Entscheidungsprozessen zu etablieren. Die divisionale Struktur mit den marktorientierten Business Divisions „Public Sector“, „Health & Care“, „Private Economy”, „Financial und Professional Services” sowie „Partner Management & Platform Economy” zielen auf eine starke Kundenorientierung auf Basis einer klaren Branchen- und Standardproduktstrategie ab. Daneben ist die Produktentwicklung seit diesem Geschäftsjahr in der Business Division „Product & Platform Development“ gebündelt. Vervollständigt wird die Organisationsanpassung mit der Business Division „Shared Services“, welche unternehmensübergreifende Prozesse gestaltet und administriert und so ein nachhaltiges und skalierbares Wachstum der d.velop AG sicherstellt.

Zusätzlich zu den organisatorischen Anpassungen der Strukturen wurden auch die Arbeitsweisen und Zusammensetzungen der Teams sowie unternehmensweite Prozesse an die neue Organisation angepasst. Dies alles haben die Mitarbeiter:innen der d.velop mit viel Engagement und Einsatz bewerkstelligt, sodass d.velop fortan mit der Neuausrichtung schneller und zielgerichteter den Anforderungen der Umwelt und der Märkte herantreten und somit fokussierter die Digitalisierungsstrategien mit den Kunden umsetzen kann.

Im Rahmen der #growtogether Initiative soll im Geschäftsjahr 2024 nachgelagert die Verschmelzung der d.velop classification consulting GmbH auf die d.velop AG vorgenommen werden, nachdem Ende 2023 die noch ausstehenden Anteile an der Gesellschaft durch die d.velop AG übernommen wurden.

1.4. Aktionärsstruktur

Zum Jahresende 2015 und im Jahr 2016 wurden mit der Einbringung der Aktienmehrheit der d.velop AG in eine Holdinggesellschaft (d.velop holding GmbH) wesentliche strategische Weichenstellungen vorgenommen. Das Verhältnis zwischen der d.velop AG und der d.velop holding GmbH wurde darüber hinaus Anfang 2016 durch Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags strukturiert.

In der Folge hat die d.velop holding GmbH Aktien an der d.velop AG an Altaktionäre und neue Aktionäre veräußert. Auf dieser Basis wurden seither Mitarbeiter:innen wie auch Externe in den Kreis der Shareholder der Gesellschaft aufgenommen. Neben einem Streubesitz von 13,7% sind derzeit 226 Mitarbeiter:innen der d.velop Gruppe als Aktionäre an der d.velop AG beteiligt. Sie repräsentieren ein Aktienvolumen von 7,9%. Als weiterer Shareholder ist die „Kapital 1852 Beratungs GmbH“ - eine Tochtergesellschaft der Hauck Aufhäuser Lampe AG - mit einem Aktienpaket i. H. v. 3,9% an der d.velop AG beteiligt. Mit einem Aktienvolumen von 74,5% sichert die d.velop holding GmbH eine verlässliche Grundlage für eine Positionierung der d.velop AG in sich inhaltlich und technologisch stark verändernden Märkten.

1.5. Beteiligungen

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 verfügte die d.velop-Gruppe (d.velop AG zuzüglich ihrer strategischen Beteiligungen) über insgesamt 9 (Vorjahr 10) direkte Unternehmensbeteiligungen unterschiedlicher gesellschaftsrechtlicher Ausprägungen (25,1% bis 100%).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die d.velop-Gruppe im Rahmen einer Neuorganisation auch gesellschaftsrechtlich zukunftsfähig ausgerichtet. Die d.velop AG hat die Beteiligungen an den Gesellschaften d.velop public sector GmbH, Meppen und d.velop solutions for documents GmbH, Sulzbach auf 100% erhöht und zusammen mit der d.velop digital solutions GmbH, Kiel auf die Muttergesellschaft d.velop AG verschmolzen. Dadurch spricht die d.velop AG fortan einheitlich die verschiedenen Märkte mit den Softwareprodukten der d.velop an und kann zusätzlich von Synergieeffekten profitieren. Neben der gesellschaftsrechtlichen Straffung wurde im Projekt #growtogether auch die Organisation auf eine divisionale Struktur umgestellt, um die verschiedenen Märkte individuell bedienen zu können und so die Kundenorientierung hervorzuheben.

Des Weiteren wurde zu Beginn des Geschäftsjahres die Beteiligung an der opwoco GmbH, Schöppingen, in Höhe von 74,9% erworben, welche sich als Spezialist für Mobile Apps auszeichnet und das Portfolio der d.velop strategisch erweitern soll.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 hat die d.velop AG die ausstehenden Anteile an der d.velop classification consulting GmbH, Bocholt übernommen, sodass zum 31. Dezember 2023 die Beteiligung 100% umfasst. Ziel ist es, die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 ebenfalls auf die d.velop AG zu verschmelzen und in die neue Organisationsstruktur zu integrieren.

Mit der InnoPier Verwaltungs GmbH und der InnoPier GmbH & Co. KG in Kiel hat d.velop im Berichtszeitraum im Zuge der Verschmelzung der d.velop digital solutions GmbH auf die d.velop AG die Beteiligungen übernommen. InnoPier verfolgt das Ziel, eine Plattform für Start-Ups und Innovationstreibende in Form von Veranstaltungs- und Austauschräumlichkeiten zu bieten, um den Ideen-Transfer und die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft, Entrepreneurship, Erfahrung, Netzwerk und Kreativität zu ermöglichen.

Die signifikanten Ländermärkte für die d.velop-Gruppe bildeten 2023 Deutschland, Österreich, Schweiz (Kernregion D-A-CH) und in geringerem Maße angrenzende EU-Länder. Dabei wurden verstärkt Aktivitäten im Vereinigten Königreich (UK) aufgenommen, um mit strategischen Partnerschaften und der Wahrnehmung vor Ort die Marktpräsenz zu stärken. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit der Umsetzung erster Projekte gerechnet. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der konsolidierte Umsatz der d.velop-Gruppe rund 114 Mio. EUR (Vorjahr 101 Mio. EUR), sodass auch im abgelaufenen Geschäftsjahr eine signifikante Umsatzsteigerung, analog der Vorjahre, verzeichnet werden konnte. Auch für die Folgejahre werden weitere Steigerungen des Gruppenumsatzes erwartet, da die Marktpotenziale insgesamt noch bedeutsam ausbaubar sind.

1.6. d.velop competence network

Neben den Unternehmen, an denen die d.velop AG beteiligt ist, gibt es rund 400 Partnerunternehmen, die das so genannte „d.velop competence network“ vervollständigen. Zu diesen Partnern gehören

Sales- und Consultingpartner, die Produkte und Leistungen der d.velop AG gemäß einer Standardpartnerprogrammatik eigenständig vermarkten,

Independent Software Vendor- bzw. ISV-Partner, die die Content Services der d.velop AG in ihre eigenen Produkte nahtlos integrieren und skalierend ihren Kunden anbieten,

App Builder, die das Produktportfolio der d.velop platform bzw. ganz konkret im d.velop store erweitern und

Technology Partner, die auf Basis der d.velop-Schnittstellentechnologien Verbindungen in Richtung von Drittsystemen entwickeln.

Einen weiteren Fokus legte die d.velop auf folgende Partnergattungen, die nun fortlaufend auch weiteren positiven Einfluss auf die Skalierung über Partner haben werden:

Project Delivery Partner, die vor allem die Vermarktung eigener Dienstleistungskapazitäten und damit verbunden Projektleitungs-, Consulting-, Managed Services und sonstige Beratungsleistungen in den Vordergrund stellen. Diese Partner helfen uns dabei die individuellen Anforderungen unserer Kunden bedienen zu können.

Strategische Allianzen, zu denen u.a. sehr große System- und Beratungshäuser gehören, die uns vor allem weitere Kundenzugänge verschaffen und im d.velop Plattformproduktportfolio geeinigte Erweiterungen in ihrem eigenen Leistungsangebot gegenüber ihren Kunden sehen.

In 2023 konnte insbesondere über die klassischen Sales- und Consultingpartner der indirekte Vertriebskanal mit entsprechenden Umsätzen zum Gesamtwachstum der d.velop AG beitragen. Auch für das Geschäftsjahr 2024 werden zweistellige Zuwachsraten im indirekten Vertrieb erwartet, sodass dieser Bereich von strategischer Relevanz für die Entwicklung der d.velop bleibt. Vor allem der Anteil an Subskriptions-Erlösen hat den Anteil der Software-Lizenzerlöse an den Gesamterlösen aus diesem Bereich deutlich überholt. d.velop plant in 2024 den Anteil an den wiederkehrenden Erlösen weiter zu steigern.

Im Bereich der App Builder konnte d.velop in 2023 mehr als 15 neue Unternehmen davon überzeugen, die bereitgestellte Plattform mit eigenen für alle d.velop-Kunden buchbaren Apps in Form von kleinen Funktionalitäten bis hin zu vollumfänglichen Fachlösungen zu bereichern. Wir sprechen mittlerweile von über 400 Kunden, die mittlerweile min. eine App von einem externen App Buildern produktiv im Einsatz haben.

Grundsätzlich adressiert d.velop über strategische Partnerschaften geschaffene branchen- und produktspezifische, als auch regionale Marktsegmente. Die strategische Zielsetzung, über ein Netzwerk entsprechende Kompetenzspektren zu stärken als auch die regionale Nähe zum Kunden weiter aufrecht zu erhalten, hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr als sehr positiv dargestellt. Die Marktakzeptanz als auch die Potenziale hinsichtlich Kompetenz- und Ressourcensharing prädestinieren dieses Netzwerkmodell als ein ausbaufähiges und tragfähiges Modell für ein weiteres Unternehmenswachstum in der Kernregion als auch in weiteren Märkten im internationalen Bereich. Das d.velop competence network soll auch in 2024 konsequent weiterentwickelt und den sich stetig verändernden Markt- und Technologiebedingungen angepasst werden.

1.7. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 waren ca. 240 Mitarbeiter:innen im Bereich der Entwicklung beschäftigt. Als Softwarehersteller besteht in der d.velop Gruppe dieser Unternehmensbereich aus Personen, die Software konzipieren, entwickeln, testautomatisieren, automatisiert bereitstellen, betreiben und überwachen sowie dokumentieren und E-Learnings anbieten. Eingerahmt ist dies in einen „Human Centered Design- and Engineering“-Prozess, der aus einem messenden und Feedback erhebenden Produktmanagement (orientiert an „Design-Thinking“), Entwürfen und Prototypen und anschließender iterativer Umsetzung besteht.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden auf diesem Ansatz basierend umfangreiche (Weiter-)Entwicklungen mit Bezug zu allen Facetten des „d.velop Ökosystems“ vorgenommen, so u. a.:

Der d.velop pilot stellt eine innovative Erweiterung für das bereits etablierte d.velop documents dar, indem er Nutzern die Möglichkeit bietet, Dokumente auf intelligente Weise zu importieren und mit diesen zu interagieren. Kernstück dieser Erweiterung ist der Einsatz fortschrittlicher Technologien der Künstlichen Intelligenz, insbesondere der Einsatz von Large Language Models (LLM). Diese ermöglichen es, Eingaben in natürlicher Sprache zu verstehen und entsprechende Aktionen auszuführen. Durch diese intuitive Form der Interaktion mit dem System können Anwender ihre Arbeitsprozesse signifikant vereinfachen und effizienter gestalten.

Das d.velop process studio bietet eine signifikante Entlastung für IT-Fachkräfte, indem es einen No-Code-Ansatz zur Prozessautomatisierung verfolgt. Traditionell leiden vor allem Mitarbeiter in Fachabteilungen unter dem Fehlen von Automatisierung, da sie ihre Prozesse oft nur mit erheblichem Aufwand über die IT-Abteilung automatisieren können. Das d.velop process studio ermöglicht es nun diesen Fachabteilungen, Prozessautomatisierung eigenständig in die Hand zu nehmen. Sie können ihre Geschäftsprozesse direkt im Tool modellieren und automatisieren, indem sie den Prozess skizzieren und festlegen, welche Informationen an welcher Stelle benötigt werden. Die IT-Administration unterstützt anschließend bei der Integration der erforderlichen Daten aus Drittsystemen. Diese innovative Herangehensweise reduziert die Abhängigkeit von der IT-Abteilung und beschleunigt den Prozess der Automatisierung, wodurch Unternehmen agiler und effizienter werden.

Mit d.velop trust spaces bieten wir eine Plattform, die speziell darauf ausgerichtet ist, die Zusammenarbeit innerhalb eines Unternehmens sowie mit externen Organisationen und Geschäftspartnern zu managen. Diese Plattform steht nicht nur für die Einhaltung diverser Branchenstandards in puncto Sicherheit und Datenschutz, sondern optimiert zudem interne Prozesse und erleichtert die sichere Zusammenarbeit. Ein herausragendes Merkmal von d.velop trust spaces ist die intuitive Benutzerführung, die es ermöglicht, ohne umfangreiche Schulungen, Projekte oder zusätzliche Softwareverbindungen zu anderen Organisationen herzustellen. Dabei legen wir großen Wert auf Sicherheit und Datenschutz, um den höchsten europäischen Standards gerecht zu werden und das Vertrauen unserer Nutzer zu gewährleisten.

Die innovative App d.velop connect fungiert als zentrales Dashboard, das nicht nur die interne Kommunikation durch einen integrierten Newsfeed, spezielle Kommunikationskanäle und eine umfassende Wissensdatenbank vereinfacht, sondern auch echten Mehrwert für die Belegschaft bietet. Von Social News über Events bis hin zu Employee-Self-Services - d.velop connect schafft einen umfassenden Digital Workplace, der für jeden Mitarbeiter zugänglich ist, unabhängig davon, ob dieser über einen festen PC-Arbeitsplatz verfügt oder nicht. Ein besonderes Merkmal ist der standortunabhängige Zugriff auf relevante Informationen und Dokumente ohne die Notwendigkeit einer VPN-Verbindung, was die Flexibilität und digitale Mobilität der Mitarbeiter erheblich steigert. Durch den Einsatz von d.velop connect werden somit nicht nur die internen Kommunikationswege im Unternehmen optimiert, sondern auch die Mitarbeitenden in ihrem Arbeitsalltag durch intelligent konzipierte Self-Services signifikant entlastet.

Mit der Verfügbarkeit von d.velop sign auf der Open Telekom Cloud (OTC) setzen wir einen neuen Standard in der digitalen Signaturbranche, indem wir den Fokus auf Datenschutz und europäische Datensouveränität legen. Das persönliche Gut einer digitalen Unterschrift - sei es von Mitarbeitenden, Geschäftspartnern oder Kunden - verdient eine besonders sorgfältige Behandlung und Schutz. Durch die Entscheidung für einen europäischen Cloud-Partner wie die OTC unterstreichen wir unser Engagement für die Einhaltung strenger Datenschutzbestimmungen und Compliance-Anforderungen, insbesondere für regulierte Branchen. Diese Partnerschaft garantiert nicht nur Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit unserer Lösung, sondern trägt auch zu einer stetigen Verbesserung unserer Nachhaltigkeitsstandards bei. Kunden von d.velop sign profitieren somit von einer sicheren, complianten und zukunftsfähigen Lösung für digitale Unterschriften, die auf den Grundwerten europäischer Datensouveränität aufbaut.

Im Zuge unseres kontinuierlichen Bestrebens, den digitalen Wandel für unsere Kunden so reibungslos und effizient wie möglich zu gestalten, haben wir unseren Migrationsservice weiter erfolgreich ausgebaut. Dieser Ausbau zielt darauf ab, sowohl bestehenden als auch neuen Kunden den Wechsel zwischen den verschiedenen Bereitstellungsformen - sei es von On-Premise zu Cloud, eine Hybridlösung oder der Umstieg von einem Legacy-Drittsystem auf unsere d.velop Plattform - zu vereinfachen. Besonders im Fokus steht dabei die Automatisierung des Migrationsprozesses, um eine nahtlose und schnelle Überführung zu gewährleisten. Durch diesen strategischen Schritt ermöglichen wir es unseren Kunden, die Vorteile der Cloud-Technologie voll auszuschöpfen, ohne dabei auf Komplexität und Zeitaufwand zu stoßen, die oftmals mit solchen Übergängen verbunden sind. Unser erweitertes Angebot unterstreicht das Engagement von d.velop, führende Technologien und Serviceleistungen bereitzustellen, die den individuellen Bedürfnissen unserer Kunden gerecht werden und sie in ihrer digitalen Transformation unterstützen.

Unsere fortlaufende Konzentration auf die d.velop platform und das Angebot gezielter Unterstützungsleistungen für eine breite Palette von Entwicklern - von kleinen App Buildern bis hin zu großen Independent Software Vendors (ISVs) - hat zu einer signifikanten Steigerung der Anzahl an branchenspezifischen sowie branchenübergreifenden Fachanwendungen geführt. Diese Strategie unterstreicht unser Engagement, eine vielseitige und umfassende Plattform zu schaffen, die nicht nur die Entwicklung und Integration diversifizierter Anwendungen erleichtert, sondern auch eine breite Palette von Geschäftsbedürfnissen abdeckt. Durch die Erweiterung unseres Ökosystems um spezialisierte und vielfältige Fachlichkeit bieten wir unseren Kunden und Partnern einen erheblichen Mehrwert und fördern die digitale Transformation in verschiedenen Branchen. Diese Entwicklung ist ein Beleg für unseren Ansatz, durch kontinuierliche Innovation und enge Zusammenarbeit mit Entwicklern aller Größen einen nachhaltigen Einfluss auf die digitale Landschaft zu nehmen.

Die jüngste Erweiterung unseres Cloud-Angebotes auf die Open Telekom Cloud (OTC) markiert einen entscheidenden Schritt in unserem Bestreben, den spezifischen Anforderungen an Geheimhaltungspflichten, insbesondere für Berufsgeheimnisträger in regulierten Märkten sowie der Öffentlichen Verwaltung, gerecht zu werden. Diese strategische Erweiterung zielt darauf ab, eine sichere und vertrauenswürdige Cloud-Infrastruktur bereitzustellen, die die strengen Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen dieser speziellen Kundengruppen erfüllt. Durch die Nutzung der OTC, die für ihre hohen Standards in Bezug auf Datenschutz und Sicherheit bekannt ist, stärken wir unser Leistungsangebot und bieten unseren Kunden eine robuste Lösung, die nicht nur die Einhaltung ihrer Geheimhaltungspflichten sicherstellt, sondern auch ihre digitale Transformation auf eine sichere und zuverlässige Weise unterstützt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Situation

Im Jahresgutachten 2023/2024 des Sachverständigenrates protokollieren die Experten, dass die Krisen der vergangenen Jahre (Corona-Pandemie und Energiekrise) sich weiter massiv auf die deutsche Wirtschaftsleistung auswirken. Das Leistungsniveau sei vergleichbar mit dem zu Beginn der Corona-Pandemie. Während die Corona-Pandemie die Wirtschaftsleistung milde beeinträchtigte, ließ die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands aufgrund der Energiekrise nach. Der hohe Anteil an energieintensiven Industriezweigen in Deutschland wurde durch die steigenden Energiepreise geschwächt. Zusätzlich stellen die demografische Alterung und die damit einhergehende Abnahme des inländischen Arbeitsvolumens sowie das rückläufige Produktivitätswachstum deutliche Wachstumshemmnisse für die deutsche Wirtschaft dar.

Im Vergleich zu den anderen großen europäischen Ländern fällt Deutschland weiter ab. Während im Ausland die allgemeine wirtschaftliche Stimmung besser und die Unsicherheiten geringer sind, stagniert die Wirtschaftsleistung in Deutschland in 2023. Im Schlussquartal 2023 ging das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland sogar um 0,3% zurück, beschreibt das ifo-Institut in seiner Konjunkturprognose Frühjahr 2024. In seiner Prognose für das Kalenderjahr 2024 deuten die Frühindikatoren indes auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Insgesamt ist eine allgemeine Verschlechterung der Auftragslage, ein geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand und andauernde Streiks wahrnehmbar.

Weiter geht das ifo-Institut in der Frühjahrsprognose 2024 erst von einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2024 aus. Für das Gesamtjahr wird nur noch von einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 0,2% ausgegangen. Im Winter 2023 lag dieser Wert noch bei 0,7 Prozentpunkte.

Bei der Entwicklung der Inflationsrate ist eine Erholung zu verzeichnen. Während in 2023 diese noch bei durchschnittlich 5,9% lag, wird für 2024 ein Rückgang auf 2,3% erwartet. Maßgeblich wird die Entwicklung durch die günstigeren Gas- und Strompreise getrieben, während die Kerninflationsrate (Verbraucherpreise ohne Energie) sich langsamer erholen wird.

2.2. Branchensituation

Der „Content Services Platforms Market Size, Share & Trends Analysis Report” der Marktforscher von Grand View Research (GVR) prognostiziert für den weltweiten Markt der Content Services Platforms eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von durchschnittlich 17,3% von 2023 bis 2030. Das Umsatzpotenzial für das Jahr 2030 sieht das Unternehmen bei 190,59 Milliarden US-Dollar. Bezogen auf die einzelnen Komponenten entfiel laut GVR auf das Lösungssegment mit 60,2% der größte Umsatzanteil im Jahr 2022 und es wird erwartet, dass dieses Segment den Markt während des Prognosezeitraums weiterhin dominieren wird.

Allied Market Research zeichnet in seinem Bericht “Content Services Platform Market Research, 2031” ebenfalls ein optimistisches Bild. Den Analysten zufolge erwirtschaftete der globale Markt für Content-Services-Platforms im Jahr 2021 45,08 Milliarden US-Dollar und wird bis 2031 voraussichtlich 202,52 Milliarden US-Dollar erreichen, mit einer CAGR von 16,4% für den Zeitraum von 2022 bis 2031. Bezogen auf das Bereitstellungsmodell dominierte bislang laut Allied Market Research das On-Premise-Segment den Marktanteil der Content-Services-Platforms im Jahr 2021 und es wird erwartet, dass diese Dominanz in den kommenden Jahren beibehalten wird. Allerdings wird erwartet, dass die Cloud die höchste Wachstumsrate während des Forecast-Zeitraums aufweisen wird.

Hiervon ausgehend erwartet d.velop auch für die kommenden Geschäftsjahre ein signifikantes Markt- und Unternehmenswachstum, welches sich allerdings durch die weitere Entwicklung der Marktanforderungen hin zu flexibleren Bereitstellungsformen im Bereich Cloud- und Hybridbetrieb als Ergänzung zur klassischen On-Premise-Nutzung auszeichnen wird.

2.3. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die d.velop AG ihre Marktposition trotz der herausfordernden geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Lage wiederum deutlich ausbauen. Der Umsatz stieg unter Berücksichtigung der Verschmelzungseffekte um 13,4% auf 112,1 Mio. EUR an. Vor allem im strategisch fokussierten Bereich der Subskriptionserlöse konnte der Umsatz um weitere 24,5% gegenüber dem Vorjahr (nach Verschmelzung) gesteigert werden.

Insgesamt zeigten die konsequent umgesetzten strategischen Maßnahmen zur Markterschließung, wie insbesondere der weitere Ausbau des Marketings und des direkten wie auch indirekten Vertriebs (Partnernetzwerk - d.velop competence network), sowie der weiter ausgebaute konsequente Branchenfokus mit dedizierten Kompetenz-Teams weitere nachhaltige Wirkung. Der positive Geschäftsverlauf unterstreicht die Richtigkeit der bereits vor einigen Jahren in die Wege geleiteten, konsequenten Ausrichtung des Unternehmens hin zu SaaS- und Cloud-Angeboten sowie fach- und branchenspezifischen ECM-Lösungen als Ergänzung zum klassischen On-Premises-Portfolio.

Eine wichtige Rolle spielte hierbei auch die stark wachsende d.velop platform, die einen einfachen Zugang zu den vielfältigen, cloudbasierten Apps von d.velop-Entwicklern, Partnerunternehmen und bestimmten App Buildern möglich macht. Insgesamt konnten im gesamten d.velop-Netzwerk die Anzahl der Kundeninstallationen im Jahresverlauf erhöht werden. Ein nicht unwesentlicher Anteil der Neukunden wurde in diesem Zusammenhang (wie auch in den Vorjahren) vor allem im mittelständischen Unternehmensumfeld durch d.velop-Partner akquiriert.

Neben dem Kernprodukt d.velop documents konnten in 2023 auch die Positionen weiterer d.velop-Produkte wie insbesondere d.velop invoices, d.velop sign sowie verschiedene Produkte rund um die Anbindung und Integration in SAP und Salesforce deutlich ausgebaut werden. Hinzukommt, die Markteinführung des d.velop process studio, mit dem Fachabteilungen in die Lage versetzt werden, selbst ihre Prozesse abzubilden und zu automatisieren. Mit d.velop sign ist die Erstellung einer gesetzeskonformen elektronischen Signatur einfach und intuitiv möglich. Somit können Verträge, Rechnungen und Dokumente direkt in der Cloud unterzeichnet werden. Mit d.velop invoices wird der gesamte Rechnungsworkflow digitalisiert und optimiert. Die Langfristigkeit der Systemanwendungen, die erheblichen Vermarktungspotenziale im Bestandskundenumfeld, sowie innovative neue Funktionen für die Lösungen und Produkte auch und gerade in sich schnell wandelnden Märkten sichern aus heutiger Sicht die Nachhaltigkeit eines strategischen Unternehmenswachstums.

2.4. Lage der Gesellschaft

Wie bereits zuvor berichtet, hat die d.velop AG im abgelaufenen Geschäftsjahr einen umfangreichen Organisationsveränderungsprozess bewerkstelligt, was auch die Verschmelzung von mehreren Konzerngesellschaften auf die d.velop AG zur Folge hatte. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahresangaben bzw. prozentualen und absoluten Veränderungen zum Vorjahr um die Effekte aus den Verschmelzungen angepasst.

2.4.1. Ertragslage

Die d.velop AG konnte im Geschäftsjahr 2023 den Wachstumskurs erfolgreich fortführen und verzeichnete ein Umsatzplus von 13,4% auf 112,1 Mio. EUR (Vorjahr 98,9 Mio. EUR). Die strategisch wichtigen Erlösarten haben im Wesentlichen zu diesem Anstieg der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 beigetragen, was den Trend einer Verschiebung von Lizenz- hin zu Subskriptionsmodellen auf der Kundenseite weiterhin unterstreicht. Die wiederkehrenden Erlöse im Bereich Cloud/SaaS und Software-Miete sind von 12,9 Mio. EUR auf 19,0 Mio. EUR um 47,7% angestiegen, die Software-Pflege verzeichnete einen Anstieg um 13,9% auf 36,6 Mio. EUR und die Erlöskategorie Managed Services konnte mit 37,6% einen Sprung auf 4,5 Mio. EUR verbuchen. Auch darüber hinaus konnten im Geschäftsjahr 2023 die Dienstleistungsumsätze mit 12,0% um 3,2 Mio. EUR auf 29,9 Mio. EUR gesteigert werden. Durch den Nachfragezuwachs im Bereich Subskriptionsmodelle verzeichneten die Erlösarten Software-Lizenzen einen leichten Umsatzrückgang von 3,2% auf 18,7 Mio. EUR und die Handelswaren gingen um 1,5 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR zurück.

Die d.velop AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen außergewöhnlichen Ertrag über 3,7 Mio. EUR realisiert aus einer erhaltenen Entschädigungszahlung.

Wesentlicher Aufwandstreiber stellten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Personalaufwendungen dar. Die Anzahl der für die d.velop AG tätigen Mitarbeiter:innen hat sich auch im Berichtsjahr weiter erhöht. Demzufolge und aufgrund von Gehaltsanpassungen haben sich die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr 2023 von 61,5 Mio. EUR um 13,4% auf 69,7 Mio. EUR erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 16,4% um 2,9 Mio. EUR auf 20,8 Mio. EUR angestiegen und betreffen u.a. große Kostenpositionen für Fuhrpark, Betrieb der IT-Infrastruktur, Marketingaufwendungen und Gebäudemieten.

Das Betriebsergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2023 mit 11,7 Mio. EUR um 3,9 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 7,8 Mio. EUR, was einem Anstieg von 49,3% entspricht.

Das Finanzergebnis ist mit 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR) im Berichtsjahr leicht positiv und setzt sich aus Zinserträgen in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR) und -aufwendungen von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR) zusammen. Darüber hinaus enthält das Finanzergebnis Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR, welche sich im Vorjahr auf 0,2 Mio. EUR beliefen.

Das Ergebnis vor Steuern summiert sich zum 31. Dezember 2023 folglich auf 12,0 Mio. EUR (Vorjahr 8,1 Mio. EUR). Die angefallenen Ertragsteuern liegen für 2023 bei 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 1,9 Mio. EUR), sodass das Ergebnis nach Steuern und zugleich das Ergebnis vor Ergebnisabführung für den Berichtszeitraum 2023 bei 11,7 Mio. EUR (Vorjahr 6,2 Mio. EUR) liegt.

Aus dem bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der d.velop Holding GmbH ergibt sich eine Abführung in Höhe von 11,7 Mio. EUR (Vorjahr 7,1 Mio. EUR).

2.4.2. Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme der d.velop AG beträgt zum 31. Dezember 2023 46,7 Mio. EUR und liegt damit 9,1 Mio. EUR bzw. 24,3% über dem Vergleichswert des Vorjahres mit 37,6 Mio. EUR und resultiert auf der Aktivseite der Bilanz primär aus einer Zunahme der immateriellen Vermögensgegenstände i.H.v. 6,9 Mio. EUR, einem Anstieg im Bereich der Finanzanlagen mit 3,1 Mio. EUR und gestiegenen Vorratsbeständen über 1,1 Mio. EUR. Der Anstieg auf der Passiva betrifft hauptsächlich die Position Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 4,3 Mio. EUR und Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen mit 5,5 Mio. EUR, welche primär aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag resultiert.

Das Anlagevermögen in Höhe von 17,8 Mio. EUR liegt 10,0 Mio. EUR über dem Wert des Vorjahresstichtages. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen durch höhere immaterielle Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag, welcher durch einen gebildeten Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen der Verschmelzungen im Jahr 2023 entstanden ist und beträgt zum 31. Dezember 2023 7,4 Mio. EUR. Die Finanzanlagen haben sich zum Bilanzstichtag infolge des Erwerbs von neuen Geschäftsanteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie neuer Ausleihungen um 3,1 Mio. EUR erhöht.

Das Umlaufvermögen beträgt zum 31. Dezember 2023 26,6 Mio. EUR und liegt um 1,0 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 27,6 Mio. EUR. Während die Vorräte von 0,3 Mio. EUR um 1,1 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR anstiegen, konnten die Forderungen um 1,3 Mio. EUR auf 18,4 Mio. EUR reduziert werden. Bei den Vorräten hat sich der Bestand an unfertigen Leistungen zum Bilanzstichtag maßgeblich erhöht.

Der aktivische Rechnungsabgrenzungsposten beträgt zum 31. Dezember 2023 2,4 Mio. EUR und liegt damit 0,2 Mio. EUR über dem Wert des Vorjahres, was aus höheren geleisteten Zahlungen resultiert, welche erst in Folgeperioden erfolgswirksam gebucht werden.

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 2023 8.342.200 EUR und ist eingeteilt in 8.342.200 nennwertlose Stückaktien. Unter Berücksichtigung der Kapitalrücklage in Höhe von 1,1 Mio. EUR beträgt das Eigenkapital somit 9,4 Mio. EUR und hat sich aufgrund der Ergebnisabführungsvereinbarung mit der d.velop holding GmbH nicht verändert. Die Eigenkapitalquote beträgt Ende 2023 somit 20% (Vorjahr 23%).

Die Rückstellungen sind mit 5,0 Mio. EUR um 0,3 Mio. EUR höher als zum Vorjahresstichtag. Wesentliche Treiber sind ein Anstieg der sonstigen Rückstellungen mit 1,1 Mio. EUR, welche ausstehende Zahlungen für erworbene Geschäftsanteile in zukünftigen Perioden enthält. Hingegen sind die Rückstellungen für Sonderzuwendungen um 0,5 Mio. EUR gesunken, ebenso wie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen mit 0,1 Mio. EUR. Darüber hinaus werden Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Berufsgenossenschafts- und Schwerbehindertenabgaben gebildet. Die Rückstellungen enthalten zusätzlich in 2023 Steuerrückstellungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR für Ertragsteuern (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 sind von 15,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 24,1 Mio. EUR angestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde erstmals eine Fremdfinanzierung abgeschlossen, welche zum Bilanzstichtag mit 4,3 Mio. EUR bilanziert wird. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR angestiegen. Auch erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, maßgeblich aus der Ergebnisabführung an die d.velop holding GmbH für den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023, auf 14,9 Mio. EUR (Vorjahr 9,4 Mio. EUR).

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich von 9,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 8,2 Mio. EUR um 0,8 Mio. EUR reduziert. Die Abgrenzung beinhaltet von Kunden bereits vereinnahmte Zahlungen für zu erbringende Software-Pflege und Cloud-Leistungen im Geschäftsjahr 2023.

2.4.3. Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 von 7,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 6,7 Mio. EUR um 0,7 Mio. EUR reduziert. Bestehende Kontokorrentlinien sind per 31. Dezember 2023 nicht in Anspruch genommen worden.

Die d.velop AG hat im Berichtszeitraum 2023 erstmalig ein Darlehen in Höhe von 5 Mio. EUR aufgenommen, um das weitere Wachstum zu finanzieren und den finanziellen Handlungsspielraum zu erweitern. Zum 31. Dezember 2023 hat die d.velop AG daraus noch eine Verbindlichkeit in Höhe von 4,3 Mio. EUR bilanziert.

Im Geschäftsjahr 2023 hat d.velop die ausstehenden Anteile für die d.velop public sector GmbH und die d.velop solutions for documents GmbH erworben sowie eine neue Beteiligung an der opwoco GmbH. Dagegen hat die d.velop AG im abgelaufenen Geschäftsjahr einen außergewöhnlichen Ertrag über 3,7 Mio. EUR realisiert aus einer Entschädigungszahlung. Diese zahlungsrelevanten Sondereffekte beeinflussten neben dem operativen Geschäft die Veränderung des Finanzmittelbestandes, sodass dieser zum Ende des Geschäftsjahres bei 6,7 Mio. EUR lag. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum zu jeder Zeit gesichert.

2.5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.5.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Unternehmenssteuerung wurden im Geschäftsjahr 2023 insbesondere folgende finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen:

Umsatzentwicklung

Annual Recurring Revenue

Personalaufwandsquote

EBITDA

Nettoverschuldungsgrad

Wie bereits beschrieben, konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 13,4% angehoben werden auf 112,1 Mio. EUR.

Die aus Investorensicht besonders relevanten so genannten „wiederkehrenden Erlöse“ („Annual Recurring Revenue“ bzw. ARR) - bestehend aus den Erlöskategorien „Cloud/SaaS und Software-Miete“ sowie den (lizenzbezogenen) Erlösen aus „Softwarepflege“ - erreichten in diesem Kontext wie im Vorjahr einen Umsatzanteil von 50%.

Trotz der hervorragenden Umsatzentwicklung bei gleichzeitiger Erhöhung von Personalbestand und Personalaufwendungen erreichte die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) im Geschäftsjahr 2023 einen Wert von 61,7% und lag damit 0,5 Prozentpunkte unterr dem Vorjahreswert von 62,2%.

Als Ergebniskennzahl wird das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) genutzt, welches das Betriebsergebnis der Führungsgesellschaft d.velop AG wie auch die Beteiligungserträge aus Tochtergesellschaften umfasst. Vor der Gewinnabführung an die d.velop holding GmbH wurde im Geschäftsjahr 2023 ein EBITDA in Höhe von 13,7 Mio. EUR erwirtschaftet, was jedoch einen außergewöhnlichen Ertrag in Höhe von 3,7 Mio. EUR enthielt. Das EBITDA für 2023 konnte um 4,4 Mio. EUR bzw. 47,3% gesteigert werden gegenüber dem Vorjahr, bereinigt um den Sondereffekt des außergewöhnlichen Ertrags wurde die im Vorjahr aufgestellte Ergebnisprognose eines EBITDA von mehr als 10 Mio. EUR nur leicht verfehlt (bereinigtes EBITDA: 10,0 Mio. EUR).

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 wies die d.velop AG Bankverbindlichkeiten i.H.v. 4,3 Mio. EUR aus und damit keine Nettoverschuldung (liquide Mittel übersteigen zum Stichtag die Bankverbindlichkeiten). Der Nettoverschuldungsgrad der Gesellschaft (als Quotient von Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel bezogen auf das EBITDA) eröffnet der d.velop AG eine signifikante Aufnahme von Kreditverbindlichkeiten insb. für die Finanzierung von weiterem (organischen und anorganischem) Wachstum.

2.5.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter:innen

Um die vorhandenen Marktpotenziale erschließen sowie den strategischen Ausbau der Geschäftstätigkeiten innerhalb der verschiedenen Business Division konsequent ausbauen zu können, ist die d.velop AG sowohl auf die Gewinnung neuer Talente wie auch die strukturierte Weiterqualifizierung der vorhandenen Mitarbeiter:innen angewiesen. Daher stellt die Entwicklung des Mitarbeiterbestands der d.velop AG einen wesentlichen Baustein der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dar.

Nachdem in der zweiten Jahreshälfte 2022 ein neues Team für die Personal- und Organisationsentwicklung etabliert wurde, waren die Themenschwerpunkte 2023 maßgeblich durch den strukturellen Veränderungsprozess der d.velop AG geprägt. Im Sinne der Organisationsentwicklung ist das Team bis zum erfolgreichen Abschluss der Verschmelzungsaktivitäten maßgeblich in den Change Prozess bei der Steuerung von Teilprojekten, des Coachings von neu etablierten Teams inkl. Teambuildingmaßnahmen, der Moderation von Workshopformaten, die Kommunikation des Change-Fortschritts und insbesondere der Bereitstellung eines Führungskräfteentwicklungsprogramms involviert gewesen.

Daneben lag der Fokus übergreifend auf der Personalentwicklung. Sei es im Hinblick auf die Ableitung eines standortübergreifenden Karrieremodells oder der Einführung des 360 Grad-Feedback als Ausgangspunkt für entsprechende Weiterbildungs- und Entwicklungsmaßnahmen. Begleitet werden diese Aktivitäten von einem Inhouse-Coachingangebot, welches jede:r Mitarbeiter:in in Anspruch nehmen kann.

Wesentlich für den Erfolg des Unternehmens ist die Mitarbeiterzufriedenheit als Basis für eine langfristige Bindung der Mitarbeiter:innen an das Unternehmen. Daher hat sich die d.velop AG dazu entschlossen, einen neuen Ansatz der Zufriedenheitsumfrage zu etablieren und setzt seit Beginn des Jahres 2023 auf das sogenannten Agile Transition Radar, um quartalsweise detailliertere Ergebnisse zur Zufriedenheit zu erheben und entsprechende Maßnahmen abzuleiten.

Unverändert setzt die d.velop AG selbstverständlich auch auf das Recruiting neuer Mitarbeiter:innen, um den Bedarf der Teams decken zu können. Um die Arbeit weiter zu professionalisieren, mehr Daten erheben und in die Recruitingarbeit einfließen zu lassen sowie schneller in der Besetzung offener Vakanzen zu sein, ist im Jahr 2023 mit Personio eine neue Personalsoftware eingeführt worden.

Zum 31. Dezember 2023 waren, unter Berücksichtigung der Verschmelzung, bei der d.velop AG insgesamt 917 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Im Benchmark kann die d.velop AG dabei weiterhin auf eine vergleichsweise niedrige Mitarbeiterfluktuation verweisen, wenngleich der allgemeine Trend am Arbeitsmarkt zur Wechselbereitschaft in 2023 auch bei der d.velop spürbar gewesen ist. Neben dem Einsatz des eigenen Personals konnte ein erhöhter Ressourcenbedarf in Spitzenzeiten durch Einbindung von Entwicklungs- und Projektressourcen des d.velop competence networks sowie externer Dienstleister abgedeckt werden.

Im vergangenen Jahr ist die d.velop AG ihrer Verantwortung im Zusammenhang mit der sog. “Inflationsausgleichsprämie” nachgekommen, um für ihre Mitarbeiter:innen die Belastungen aus den gestiegenen Energie- und Verbraucherpreisen abfedern zu können.

Nachhaltigkeit

Ökologische, soziale und unternehmerische Nachhaltigkeit gewinnen gesellschaftlich und regulatorisch massiv an Bedeutung. Kunden, Lieferanten und der Kapitalmarkt haben hier konkrete Erwartungen an ihre Partner. Ein entsprechendes Bewusstsein für belastbare Zahlen, Daten, Fakten, aber auch kontinuierliche (Verbesserungs-)Maßnahmen in den Bereichen Environmental, Social and Governance (ESG) werden damit immer wichtiger und idealerweise Bestandteil der Unternehmenskultur. Vor diesem Hintergrund hat sich die d.velop AG entschlossen, ihre Aktivitäten im Bereich des ESG-Management zu professionalisieren und kontinuierlich auszubauen und hat hierfür nunmehr einen eigenen Bereich mit diesem Aufgabengebiet betraut. Das ESG-Management zielt darauf ab, langfristige Werte für das Unternehmen zu schaffen, indem es die Auswirkungen auf die Umwelt minimiert, soziale Verantwortung übernimmt, eine gute Unternehmensführung sicherstellt und den erreichten Status sowie Fortschritte transparent an alle relevanten Stakeholder kommuniziert.

Konkrete Themenstellungen und Handlungsfelder sind dabei bspw. die Emissionsreduzierung und das Ressourcenmanagement, Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Vielfalt und Inklusion sowie die Einhaltung von Ethik- und Integritätsstandards. So hat d.velop beispielsweise für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine Kindertagesstätte am Campus in Gescher errichtet und baut Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements für die Mitarbeiter:innen kontinuierlich aus. Der d.velop weite Fuhrpark wird bereits sukzessive zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen auf Elektromobilität umgestellt, sodass bereits ab 2026 nur noch rein elektrisch betriebene Fahrzeuge beschafft werden sollen.

Im vierten Quartal 2023 hat sich d.velop in diesem Kontext dem EcoVadis Sustainability Rating unterzogen, bei welchem es sich um eines der weltweit führenden Systeme zur Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen (aktuell bereits mehr als 100.000 bewertete Unternehmen) handelt und konnte sich erneut die Bronze-Medaille sichern.

Die d.velop möchte sich selbst und auch auf Anforderung der Kunden mit den höchsten Standards messen und stellt sich so regelmäßig in Audits der Prüfung. Dadurch ist d.velop als Unternehmen als auch auf Produktebene nach verschiedenen Standards wie DIN EN ISO 9001:2015, DIN EN ISO/IEC 27001:2017, DIN EN ISO 50001:2018 oder DIN EN 14001:2015 zertifiziert.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Konjunkturausblick

Für das Jahr 2024 sind die Aussichten der deutschen Wirtschaft insgesamt unverändert, sogar leicht pessimistischer als noch zum Ende des abgelaufenen Kalenderjahres 2023. Die deutsche Wirtschaft steckt in der Rezession fest, entsprechend ist der ifo Geschäftsklimaindex im Januar 2024 wieder leicht gesunken. Dies spiegelt die Stimmung unter den Unternehmen und die Erwartungen wider.

Das Institut der deutschen Wirtschaft rechnet mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes für 2024 von -0,5%, womit Deutschland im Vergleich zu den übrigen Industriestaaten deutlich abgehängt wird, so berichtet die tagesschau.

Während der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland im Januar bei -11,2 liegt, liegt der Bitkom-ifo-Digitalindex weiterhin deutlich über dem Deutschlandtrend bei +9,8. Nach der Einschätzung vom Bitkom Verband hellt sich die Stimmung in der IT-Branche weiter auf. Dies zeigt, dass die Digitalwirtschaft gegenüber den anderen Wirtschaftsbereichen in Deutschland deutlich positivere Aussichten und Erwartungen an das laufende Jahr 2024 knüpft.

Bitkom geht für 2024 im ITK-Sektor von einem Umsatzwachstum zum Vorjahr in Höhe von 4,4% aus, nach 2,0% für 2023. Insbesondere für die Softwareindustrie wird mit einem Umsatzwachstum von 9,4% gegenüber 2023 ausgegangen.

Die d.velop AG teilt die Erwartungen und Aussichten der Branche und sieht eine weiterhin positive Entwicklung des Marktes für digitale Prozesslösungen. Die Unternehmen und Organisationen forcieren trotz der konjunkturellen Aussichten und der wirtschaftlichen Lage digitale Lösungen für ihre Prozesse, um sich für die Zukunft zu wappnen und auch dem Fachkräftemangel durch die Steigerung der Produktivität zu begegnen. Insgesamt blickt d.velop somit unverändert positiv in die Zukunft und fokussiert die Strategie weiterhin auf Cloud und Software-as-a-Service (SaaS) Produkte und die Ausrichtung auf Subskriptionsmodelle in Form von wiederkehrenden Erlösen.

Beeinflusst wird der wirtschaftliche Erfolg und die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland unverändert von diversen externen Einflüssen, welche die Unternehmen und somit auch d.velop nicht selbst beeinflussen können. Die vielen verschiedenen Krisenherde wie der weiterhin fortdauernde russische Angriffskrieg auf die Ukraine oder der Gaza-Konflikt mit Israel versprechen eine weiterhin andauernde Nervosität der Märkte. Zusätzlich verschärfen politische Anspannungen in Deutschland selbst wie der Haushaltskonflikt und wegbrechende staatliche Leistungen die Situation.

Daher gestaltet sich eine genaue Prognose über die wirtschaftliche Entwicklung für d.velop mit großen Unsicherheiten und kann daher im Laufe des Jahres durch die externen Einflüsse signifikant beeinträchtigt werden.

Geschäftsstrategie und Marktchancen

Die d.velop fokussiert sich in den kommenden Jahren weiterhin insbesondere auf die zuvor benannten branchenübergreifenden Trendthemen (Software-as-a-Service, Compliance und Rechtssicherheit, Digital Workplace), die signifikante Geschäftschancen eröffnen. Überschrieben wird dies mit der Gesamtstrategie „Built on Trust“, die es zum Ziel hat, als Anbieter der vertrauenswürdigsten Content Services in Europa dokumentenbezogene Geschäftsprozesse in Organisationen und institutionenübergreifend zu digitalisieren, optimieren und automatisieren, um einen wirksamen Beitrag zum Schonen der ökologischen, sozialen und ökonomischen Ressourcen und zur Weiterentwicklung der Gesellschaft zu bewirken. Hiermit verbindet d.velop die eigene Ambition, mittelfristig zu Europas Nummer 1 im Markt für Content Services zu werden. Die Strategie basiert dabei auf sechs Säulen:

Customer focused: Die Bedürfnisse der Kunden stehen im Mittelpunkt der technologischen Weiterentwicklungen,

Profitable Growth: Erweiterung des unternehmerischen Gestaltungsspielraums durch profitables Wachstum,

International Expansion: Vergrößerung der Kundenbasis in Europa durch internationale Expansion und technologische Erneuerung,

EU-based Trust: Denken und Handeln im Sinne eines Anbieters für Vertrauensdienste,

Value and Sustainability oriented: Basierend des Handelns auf der Kultur und den Werten von d.velop sowie kontinuierliche Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen,

Business to Consumer: Steigerung der Relevanz von d.velop, indem die Plattformprodukte eine Schlüsselrolle in der „Direct-to-Consumer“-Strategie der Kunden von d.velop spielen.

Dabei gilt es nach wie vor, die sich sowohl aktuell als auch in den kommenden Jahren bietenden konkreten Vermarktungspotentiale zu erkennen und vorhandene bzw. neue innovative Produkte in stark wachsenden und sich schnell verändernden Märkten zu platzieren. Auch wenn d.velop in vielen der vorstehenden Bereiche bereits gut aufgestellt ist, sind dennoch erhebliche Investitionen sowie ein effektives und effizientes Innovationsmanagement notwendig, um auch langfristig Wachstum und Profitabilität zu sichern.

Umsatz- und Ergebnisprognose

Basierend auf dem aktuell weiterhin positiven Marktumfeld und der ungebrochen hohen Relevanz von Digitalisierungslösungen über alle Branchen, wird mittelfristig eine weitere kontinuierliche Ausweitung der Geschäftstätigkeit erwartet. Die Verlagerung größerer (Lizenz-)Investitionsvorhaben in Richtung von Subskriptionsmodellen kann zwar vorübergehend dämpfende Effekte auf Umsatzsteigerungsraten haben. Subskriptionsmodelle bieten dafür aber langfristig höhere Potenziale für einen stetigeren Verlauf und eine exponentielle Umsatzentwicklung.

Für das Geschäftsjahr 2024 geht die d.velop AG von einem weiteren deutlichen Umsatzwachstum von etwa 20% aus. Dabei tragen alle marktseitigen Business Divisions gleichermaßen zum Umsatzanstieg bei und auch aus dem Aufbau der Aktivitäten im Vereinigten Königreich (UK) werden erstmals relevante Umsatzerlöse im Rahmen der Internationalisierung erwartet.

Für das kommende Jahr rechnet die Gesellschaft mit einem überdurchschnittlichen Zuwachs bei den Erlösen aus Subskriptionsmodellen, da sich hier der anhaltende Trend zu dieser Nutzungsform der Softwareprodukte und die Ausrichtung der d.velop darauf, im Zahlenwerk niederschlagen wird. Der Umsatzbereich der Softwarelizenzen wird hingegen erstmals leicht rückläufig erwartet zugunsten der zuvor erwähnten Verlagerung auf Subskriptionen. Die übrigen Erlösarten werden gleichauf dem allgemeinen Umsatzanstieg ansteigen.

Die Entwicklung des operativen Ergebnisses soll in den kommenden Jahren - auf Basis der skizzierten Umsatzentwicklung und flankiert durch Maßnahmen zur Etablierung und Sicherung einer „Kostenexzellenz“ in allen wesentlichen Kostenarten - weiter deutlich gesteigert werden. Für das Geschäftsjahr 2024 wird vor diesem Hintergrund von einer deutlichen EBITDA-Steigerung, in Bezug auf 2023, ausgegangen einhergehend mit einer Verbesserung der EBITDA-Marge.

Die größte Kostenposition bildet nach wie vor der Personalaufwand, welche repräsentiert durch die Mitarbeiter:innen der d.velop die wichtigste Ressource im Unternehmen darstellen. In diesem Bereich wird auch für 2024 ein Zuwachs an neuen Mitarbeiter:innen geplant, wobei der Fokus auf gezielte Verstärkungen für benötigte Ressourcen im Zuge der Realisierung der Unternehmensziele liegen wird.

Die d.velop AG betreibt eine engmaschige und vorausschauende Liquiditätssteuerung und geht während des gesamten Geschäftsjahres von einer ausreichenden Liquidität aus, wobei zur Verfügung stehende Kreditlinien als Sicherheitsreserven dienen, welche jedoch erfahrungsgemäß nur sehr selten in Anspruch genommen werden müssen.

3.2. Chancen- und Risikobericht

Risikobezogene Lage

Das bisherige Wachstum der d.velop AG, die erheblichen Marktpotenziale auf Grund günstiger technologischer und rechtlicher Rahmenbedingungen, sowie das aktuelle Markt- und Wettbewerbsumfeld stellen neben den Chancen auch entsprechend zu bewertende und berücksichtigende Risiken dar.

Die Chancen und Risiken unterschiedlicher wirtschaftlicher Entwicklungen auf nationaler und internationaler Ebene sowie die zunehmende Agilität der weiter an Komplexität gewinnenden Märkte lassen sich momentan nicht zu einer eindeutigen Gesamtsicht verdichten. Auch wenn die konjunkturellen Aussichten national wie international derzeit (vor allem durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die Folgen der kriegs- und pandemiebedingten Störung der globalen Lieferketten) stark belastet sind, eröffnet die zunehmende Digitalisierung dem Content Services- bzw. ECM-Markt im deutschsprachigen Raum gleichzeitig erhebliche Marktpotentiale heute und in der mittelfristigen Zukunft. Die internationalen Märkte hingegen sind sehr individuell bezogen auf ihre Anforderungen an Lösungen und Compliance-Bedingungen, so dass eine sichere Prognose hinsichtlich der Vermarktung entsprechender Technologien in verschiedenen internationalen Märkten nur schwer möglich ist.

Mit dem digitalen Wandel findet derzeit eine umwälzende gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation statt. Hier liegen große Chancen für die d.velop, mit ihren Lösungen und der langjährigen Digitalisierungskompetenz die zwangsläufig erforderliche digitale Transformation der Unternehmen entscheidend zu unterstützen. Ein erhebliches Potential gilt es hier zu heben, vor allem, wenn ganzheitlich an B2B2C-Prozesse gedacht wird. Aber es zeichnen sich in diesem fast schon sprunghaft verändernden Umfeld auch Risiken ab, die vor allem darin bestehen, dass Wettbewerber bestimmte Innovationen für den digitalen Wandel schneller vermarkten, oder die Veränderungskraft - die Geschwindigkeit der digitalen Transformation bei d.velop selbst - nicht ausreicht.

Während Subskriptionsmodelle langfristig Potenziale für einen stetigeren Verlauf und eine steigende Umsatzentwicklung bieten, kann die Verlagerung größerer (Lizenz-)Investitionsvorhaben in Richtung von Subskriptionsmodellen in Bezug auf die Erlösgruppe Software-Lizenzen dämpfende Effekte auf die Steigerungsraten innerhalb kurzer Berichtszeiträume haben. Letztlich kann dies zu vorübergehend sinkenden Betriebsergebnissen bzw. EBITDA-Werten führen. Die Liquidität ist aufgrund vorliegender Informationen und durchgeführter Simulationen jederzeit gewährleistet. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mögliche Umsatz- und Ergebnisrisiken trotz breiter Marktpositionierung und umfassender Controlling-Mechanismen nicht vollständig ausgeschlossen werden können.

Aufbau und Status des Risikomanagements

Durch die Realisierung eines umfassenden Risikomanagements sollen mögliche Risiken wie Produkt-, Markt-, Finanz,- Personal- und Wettbewerbsrisiken sowie gesamtwirtschaftliche und rechtliche Risiken frühzeitig erkannt und minimiert werden. In den vergangenen Jahren wurden umfangreiche Strukturen und Mechanismen mit der Zielsetzung eingeführt, ein effektives Risikomanagement zur Identifikation und Beurteilung etwaiger Unternehmensrisiken basierend auf Produkt-, Markt-, Projekt-, Umsatz-, Ergebnisrisiko oder auch Beteiligungsrisiken zu etablieren.

Die Umsetzung entsprechender Maßnahmen ist bereits weit vorangeschritten und bietet bereits heute ein umfassendes System zur schnellen und nachhaltigen Identifikation eventueller Gefährdungen, welches nicht nur externe, sondern ebenso interne Risiken einbezieht. Das System orientiert sich dabei am so genannten „Three Lines of Defense“-Modell. Hierbei handelt es sich um ein anerkanntes Konzept für Risikomanagement und Kontrollprozesse in Unternehmen und Organisationen. Es teilt die Verantwortlichkeiten für Risikomanagement und Kontrollaktivitäten zwischen verschiedenen Ebenen im Unternehmen auf.

Die erste Verteidigungslinie umfasst die operativen Bereiche, die für die Umsetzung der Kontrollen verantwortlich sind, um Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern. Die zweite Verteidigungslinie umfasst die Risikomanagement- und Compliance-Funktionen, die unabhängig von der operativen Ebene arbeiten und Überwachungs- und Beratungsdienstleistungen anbieten, um sicherzustellen, dass Risiken angemessen identifiziert und kontrolliert werden. Die dritte Verteidigungslinie umfasst die Interne Revision, die unabhängig von der ersten und zweiten Linie agiert und Überprüfungen und Prüfungen durchführt, um sicherzustellen, dass die Kontrollen effektiv sind und den Anforderungen entsprechen. Alle drei „Verteidigungslinien“ sind bei d.velop mittlerweile fester Bestandteil der Strukturen. So sind sämtliche Unternehmensbereiche in ein System regelmäßiger und ggf. fallweiser Risikoberichterstattung eingebunden, dessen Erkenntnisse konzernweit durch einen so genannten „Governance Ausschuss“ konsolidiert, analysiert und in konkrete (Gegen- bzw. Überwachungs-)Maßnahmen überführt werden. Zudem wurde eine Interne Revision als Stabsstelle zum Vorstand eingerichtet. Abgerundet wird das Governance-System durch den Vorstand sowie einen jüngst gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex konstituierten Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat der d.velop AG.

Die Ausrichtung an den strategischen und budgetmäßigen Vorgaben wird ferner durch die jeweilige Bereichsleitung in Verbindung mit zentralen und bereichsbezogenen bzw. divisionalen Controlling-Instanzen permanent verifiziert. Die Erarbeitung und Prüfung von Kennzahlen, die Analyse von Abweichungen und Definition von Korrekturmaßnahmen sind mittlerweile feste Bestandteile des etablierten Controlling-Systems. Darüber hinaus bedient sich das Unternehmen bei besonderen Themenstellungen auch weiterhin sowohl eigener als auch externer Experten, um auf der Basis entsprechender Erkenntnisse Risiken herausragender Themenstellungen umfassend zu begegnen.

In diesem Kontext hat die Gesellschaft u. a. auch ein so genanntes „Informationssicherheits Management System“ (ISMS) aufgebaut und dieses nach TISAX („Trusted Information Security Assessment Exchange“, Prüf- und Austauschmechanismus von Prüfergebnissen nach dem branchenspezifischen Standard VDA-ISA, der durch den Verband der Automobilindustrie veröffentlicht wird) prüfen lassen. Darüber hinaus konnten wir uns im Jahr 2023 erfolgreich nach der internationalen Norm ISO 27001 („Information technology - Security techniques - Information security management systems - Requirements) zertifizieren. Die (im Vergleich zur TISAX-Zertifizierung generische) ISO 27001 Zertifizierung spezifiziert in diesem Zusammenhang die Anforderungen für die Einrichtung, Umsetzung, Aufrechterhaltung und fortlaufende Verbesserung eines dokumentierten ISMS unter Berücksichtigung des Kontexts einer Organisation. Dank der bereits erfolgten Maßnahmen konnte eine Vielzahl möglicher Risiken bereits deutlich reduziert werden.

Chancenbericht

Allgemein kann festgehalten werden, dass verschiedene Risiken, die in der Rubrik "Risikobericht" beschrieben sind, dem Unternehmen durchaus auch Chancen bieten. Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in:

der außerordentlich guten Geschäftsdynamik, die von der digitalen Transformation der Kunden ausgeht

dem Ausbau der d.velop-Netzwerkstruktur und damit einhergehend einer höheren Marktdurchdringung

einer stabilen finanziellen Situation

Entwicklung bzw. Weiterentwicklung innovativer Produktlinien

Die finanzielle Strategie der Gesellschaft bleibt (trotz der vielfältigen Chancen) unverändert auf Stabilität ausgerichtet, um die operative und strategische Flexibilität von d.velop zu wahren.

4. Sonstige Angaben

Bericht über bestehende Zweigniederlassungen

Die d.velop AG zeichnet sich per 31. Dezember 2023 neben ihrem Hauptsitz in Gescher und ihren Tochtergesellschaften (Bocholt und Schöppingen sowie Baar in der Schweiz und Wien in Österreich) durch weitere Niederlassungen in Meppen und Kiel aus. In separaten Coworking Spaces können Mitarbeitende und Kunden in Münster, Osnabrück, Paderborn und Salem gemeinsam an Fragen der Digitalisierung arbeiten.

Veränderungen im Vorstand

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 12. Dezember 2023 beschlossen, Sebastian Evers mit sofortiger Wirkung als Vorstand abzuberufen und zunächst freizustellen.

Hintergrund dieser Entscheidung, die im Aufsichtsrat einstimmig getroffen wurde, waren signifikante Differenzen hinsichtlich der Unternehmensausrichtung und Unternehmensführung.

Die Vorstandsaufstellung verändert sich damit dahingehend, dass d.velop keine explizite CEO-Position mehr besetzen wird, also auch die Doppel-CEO-Rolle aufgeben wird und gleichberechtigte Vorstände das Unternehmen führen.

Christoph Pliete, Gründer und langjähriger Vorstand der d.velop, wird nach Beratung mit dem Aufsichtsrat übergangsweise noch für einige Monate im Amt verbleiben, um die Neuausrichtung des Vorstands zu begleiten.

Gemeinsam mit den verantwortlichen COOs der Business Divisions als wichtige Säule im Bereich der Marktfokussierung kann d.velop weiterhin auf ein großes, etabliertes und entscheidungskräftiges Management-Team vertrauen, das für Kontinuität und Sicherheit in der strategischen Ausrichtung des Konzerns steht.

 

Gescher, 24. April 2024

gez. Rainer Hehmann, Mitglied des Vorstands

gez. Dr. Stephan Held, Mitglied des Vorstands

gez. Christoph Pliete, Mitglied des Vorstands

Register documents

Bring original register extracts and company documents into your application as PDF or XML.

GET/v1/fetch-document
View the document API
Website d-velop.de
  • Current extract (AD) PDF
  • Chronological extract (CD) PDF
  • Structured content (SI, XML) XML
  • Shareholders list PDF
  • Articles of association PDF

Explore more companies

Handelsregister API · MCP

Company data in your AI chat

Ask about directors, ownership and financial figures. Our MCP server connects your assistant to the Handelsregister API.

MCP documentation

Connect your assistant

  1. Open Connectors in Claude and add a custom connector.
  2. Enter this server URL and add the connector:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Connect with your handelsregister.ai account, then enable the connector in your chat via “+” → “Connectors”.
  1. In ChatGPT on the web, open Settings → Apps and create a custom app. Developer mode must be enabled for your account.
  2. Use “handelsregister” as the name, OAuth for authentication and this server URL:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Sign in with your handelsregister.ai account, create the app and select it from the tools menu in your chat.

Run once in your terminal:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.

Add this MCP server as a tool in your application:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Show me the directors, shareholders and latest available financial figures for d.velop AG. Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: b14ade20e5a0818d14c723a0d4a2d3d1",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.

Add this configuration to your MCP client:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.

Ask about this company

Once connected, ask your assistant this question:

Show me the directors, shareholders and latest available financial figures for d.velop AG. Include fiscal years and sources.

entity_idb14ade20e5a0818d14c723a0d4a2d3d1