ENERVIE Service GmbH
Hagen
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024
Die ENERVIE Service GmbH, Hagen, im Folgenden ESG genannt, ist ein 100-prozentiges
Tochterunternehmen der Mark-E Aktiengesellschaft, Hagen, im Folgenden Mark-E genannt.
Zwischen beiden Unternehmen besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.
Die ESG ist als Dienstleister für Aufgaben im Abfall- und Stoffstrommanagement, für
die Erbringung von Netzdienstleistungen bzw. netznahen technischen Dienstleistungen
sowie für Beratungs- und sonstige Dienstleistungen tätig.
Wirtschaftsbericht
Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen
Im Jahr 2024 dauerten die geopolitischen und handelspolitischen Spannungen sowie die
damit verbundenen Unsicherheiten auf die Wirtschaft weltweit an. Zudem schritt die
Eindämmung der Inflation langsamer voran als erwartet und die Lockerung der Zinspolitik
der Notenbanken blieb hinter den Erwartungen zurück. Diese Entwicklungen spiegeln
sich im Bruttoinlandsprodukt (BIP) wider, das gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent
niedriger ist. Der Rückgang war im Wesentlichen auf die zunehmende Konkurrenz für
die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten, hohe Energiekosten, ein
nach wie vor erhöhtes Zinsniveau und unsichere wirtschaftliche Aussichten zurückzuführen1.
Die für die ESG relevanten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind, aufgrund
des Konzernverbundes mit der ENERVIE, maßgeblich beeinflusst durch die wirtschaftliche
Entwicklung an den Energiemärkten. Vor dem Hintergrund der Energiewende in Deutschland
ist diese wiederum geprägt durch:
| ― |
die Entwicklung des Energieverbrauchs in Deutschland,
|
| ― |
den zunehmenden Anteil erneuerbarer Energien sowie
|
| ― |
die zukünftige Ausgestaltung energierechtlicher Rahmenbedingungen.
|
1 Destatis. <https://Destatis.de/Pressemitteilung Nr. 019/25 vom 15.01.2025/Bruttoinlandsprodukt
im Jahr 2024 um 0,2 % gesunken>.
Geschäftsverlauf
Geschäftsfeld technische Dienstleistungen
Die technischen Dienstleistungen umfassen die netznahen Dienstleistungsaktivitäten
sowie das Themenfeld der Marktraumumstellung (MRU) und der IoT („Internet of Things“).
Die ausgewiesenen Umsatzerlöse in Höhe von T€ 5.562 (im Vorjahr T€ 7.866) wurden neben
der IoT im Wesentlichen in den Bereichen Straßenbeleuchtung, Strom, Gas, Wasser, Fernwärme,
Telekommunikation und Elektromobilität erwirtschaftet.
Geschäftsfeld Abfall- und Stoffstrommanagement
Im Geschäfstfeld Abfall- und Stoffstrommanagement wurden Umsatzerlöse in Höhe von
T€ 2.025 (im Vorjahr T€ 1.318) hauptsächlich durch externe Dienstleistungen sowie
durch konzerninterne Verträge zur Versorgung und Entsorgung von Betriebsstätten und
Produktionsanlagen erzielt. Diese konzerninternen Erlöse sind auf Basis pauschaler
Vergütungsansätze langfristig und planbar für die kommenden Jahre vertraglich abgesichert.
Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs
Das Geschäftsjahr 2024 ist positiv verlaufen.
Die Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres,
wobei Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Ertragsteuern unter Berücksichtigung der sonstigen
Steuern (EBT) die für die interne Steuerung der Gesellschaft verwendeten bedeutsamsten
finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Steuerungsrelevante nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren werden durch die ESG nicht verfolgt.
Die ESG hat im Geschäftsjahr 2024 ein EBT in Höhe von T€ 1.727 (im Vorjahr T€ 1.262)
erwirtschaftet. Der Ergebnisanstieg im Vergleich zum Vorjahr begründet sich einerseits
in Erlössteigerungen im Bereich der Ver- und Entsorgung und den damit verbundenen
Anstieg der entsprechenden Fremdleistungen und andererseits in einem Rückgang der
sonstigen betrieblichen Aufwendungen.Im Vergleich zum geplanten EBT in Höhe von T€
1.287 liegt das Ergebnis in Höhe von T€ 1.727 um T€ 440 höher.
Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 7.646 liegen mit T€ 1.419 über den geplanten Umsatzerlösen
in Höhe von T€ 6.227.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Das Ergebnis des Geschäftsjahres wird aufgrund des mit Mark-E bestehenden Beherrschungs-
und Ergebnisabführungsvertrags gemäß § 2 Absatz 1 des Vertrags zu 100 Prozent an die
Gesellschafterin Mark-E abgeführt.
Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung hat sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 1.262
um T€ 465 auf T€ 1.727 im Geschäftsjahr verbessert. Den Umsatzerlösen in Höhe von
T€ 7.646 (im Vorjahr T€ 9.242) stehen im Wesentlichen Materialaufwendungen in Höhe
von T€ 3.499 (im Vorjahr T€ 5.463), Personalaufwendungen in Höhe von T€ 2.014 (im
Vorjahr T€ 1.968) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 483 (im Vorjahr
T€ 630) gegenüber.
Die Umsatzerlöse des Jahres 2024 in Höhe von T€ 7.646 sind gegenüber den geplanten
Umsatzerlösen in Höhe von T€ 6.227 um T€ 1.419 höher ausgefallen. Die Erlöse aus dem
Geschäftsfeld der technischen Dienstleistungen in Höhe von T€ 5.562, die neben den
technischen Dienstleistungen auch die Erlöse aus der Marktraumumstellung und aus der
IoT beinhalten, fielen im Gegensatz zum Planwert in Höhe von T€ 4.441 um T€ 1.121
deutlich höher aus. Grund dafür sind die gesteigerten Projektaktivitäten im technischen
Projektmanagement der ESG. Die Umsatzerlöse, die im Zusammenhang mit den Ver- und
Entsorgungsaktivitäten stehen, in Höhe von T€ 2.025 sind gegenüber dem Planwert in
Höhe von T€ 1.759 um T€ 266 höher ausgefallen. Die sonstigen Umsatzerlöse in Höhe
von T€ 59 sind gegenüber dem Planwert von T€ 27 mit T€ 32 höher ausgefallen.
Die Bilanzsumme hat sich von T€ 1.413 zum 31. Dezember 2023 um T€ 190 auf T€ 1.223
zum 31. Dezember 2024 verringert. Das Anlagevermögen ist von T€ 98 um T€ 24 auf T€
74 gesunken. Hier stehen den Investitionen in Höhe von T€ 2 die Abschreibungen von
T€ 26 gegenüber. Auch das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr von T€ 1.315
um T€ 166 auf T€ 1.149 gesunken. Gründe hierfür liegen vor allem in den geringeren
Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die im Wesentlichen aus dem Cash-Pooling
mit der Mark-E sowie der Verrechnung der Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung
an die Mark-E resultieren. Auf der Passivseite der Bilanz ist das Eigenkapital in
Höhe von T€ 205 konstant geblieben. Die Rückstellungen haben sich leicht um T€ 5 auf
T€ 315 erhöht. Dagegen haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
um T€ 65 und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 118 auf
insgesamt T€ 703 verringert.
Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in Höhe von T€ 205 / Gesamtkapital in Höhe von
T€ 1.223) liegt bei 16,8 Prozent (im Vorjahr 14,5 Prozent). Die Erhöhung der Eigenkapitalquote
ist in der Verringerung der Bilanzsumme begründet. Die Vermögenslage ist zum Bilanzstichtag
geordnet.
Die ESG konnte im Geschäftsjahr stets ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Der
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich im Wesentlichen durch die Abnahme
der Verbindlichkeiten auf T€ 1.448 (Vorjahr T€ 2.099) verringert. Der Cashflow aus
der Investitionstätigkeit (Mittelzufluss) ist von T€ 16 auf T€ 58 im Wesentlichen
aufgrund der Zunahme der erhaltenen Zinsen gestiegen. Der Anstieg des Cashflows aus
Finanzierungstätigkeit (Mittelabfluss) von T€ -1.756 auf T€ -1.267 ergibt sich vor
allem aus der Verringerung der Ergebnisabführung des Vorjahres an die Gesellschafterin
Mark-E.
Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Insgesamt verfügt die ESG über eine solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Chancen- und Risikobericht
Wirtschaftliche Lage
Im Jahr 2024 ist die deutsche Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent zurückgegangen. Es
handelt sich um das zweite Rezessionsjahr für Deutschland in Folge. Neben den hohen
Energiekosten und einem erhöhten Zinsniveau hat auch die zunehmende Konkurrenz für
die deutsche Exportwirtschaft eine Erholung verhindert. Zudem dämpften der in Folge
von Kaufkrafteinbußen ausbleibende Konsumboom, eine schwache Nachfrage aus China sowie
geopolitischen Krisen, allem voran der Russland-Ukraine-Krieg, als auch innerpolitische
Turbulenzen in Deutschland die deutsche Konjunktur. Aktuelle Prognosen gehen für das
Jahr 2025 von einem minimalen Wachstum in Höhe von 0,2 Prozent aus2.
Die Inflation in Deutschland hat zum Jahresende zum dritten Mal in Folge zugelegt.
Im Dezember 2024 lagen die Verbraucherpreise um rund 2,6 Prozent über dem Niveau des
Vorjahresmonats. Auf das Gesamtjahr 2024 sind die Preise um 2,2 Prozent gestiegen.
Im Jahr 2023 lag die Teuerungsrate noch bei 5,9 Prozent, nachdem 2022 mit 6,9 Prozent
ein historischer Höchststand erreicht wurde, weil nach Beginn des Russland-Ukraine-Krieges
die Energiepreise stark angestiegen sind3. Laut dem Statistischen Bundesamt und Prognosen der Europäischen Zentralbank (EZB)
könnte die Inflationsrate in Deutschland im Jahr 2025 bei etwa 2 bis 3 Prozent liegen4.
Nachdem die Zinsen in den Jahren 2022 und 2023 in Europa deutlich angestiegen waren,
wurden im abgelaufenen Jahr 2024 sowie im ersten Quartal 2025 seitens der EZB in mehreren
Schritten alle drei Leitzinssätze abgesenkt. Der Zinssatz für die Einlagefazilität
beläuft sich damit aktuell auf 2,50 Prozent, der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte
auf 2,65 Prozent und der Zins für die Spitzenrefinanzierungsfazilität auf 2,90 Prozent.
Die Zinssenkungen sollen dazu beitragen, die Inflation weiter abzusenken und auch
die angespannte Lage in wichtigen Branchen wie zum Beispiel der Baubranche zu verbessern.
Zudem soll die Konjunktur angekurbelt und wichtige Investitionen unterstützt werden5.
Deutschlands Wirtschaft droht in den kommenden Jahren so langsam zu wachsen wie keine
andere Industrienation und bildet schon jetzt das Schlusslicht in Europa. Es bestehen
zudem weiterhin hohe Unsicherheiten, vor allem aus energiepolitischen Maßnahmen, den
Entwicklungen auf den Weltmärkten sowie dem Umgang mit dem Klimawandel.
Die beschriebenen wirtschaftlichen Entwicklungen haben auch Auswirkungen auf die ESG.
Die hieraus resultierenden wesentlichen Risiken für die ESG werden in der nachfolgenden
Risikolage dargestellt.
2 Tagesschau. < https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-rezession-100.html>. 3 Tagesschau. < https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/inflation-verbraucherpreise-ezb-zinsen-inflationsrate-100.html>. 4 Wirtschaft Magazin. < https://wirtschaft-magazin.de/inflation-deutschland-prognoseDeutschland:
Prognose & aktuelle Trends>. 5 Bundesbank < EZB Zinssätze | Deutsche Bundesbank>.https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2024/html/ecb.mp241212~2acab6e51e.de.html
Risikolage
Die Energiemärkte waren in den vergangenen Jahren von hohen Verwerfungen geprägt.
Geopolitische Spannungen, allen voran der Russland-Ukraine-Krieg, hatten die Preise
für Strom und Gas auf ein Rekordniveau getrieben. Der Markt hat sich in der Zwischenzeit
deutlich entspannt. Dennoch ist auch in der Zukunft mit Unsicherheiten auf den Energiemärkten
zu rechnen. Allerdings hatten die bisherigen Entwicklungen keine wesentlichen Auswirkungen
auf die Geschäftstätigkeit der ESG. Die Risikowirkung stuft die ESG als gering ein.
Weitere wesentliche quantifizierbare Einzelrisiken der ESG lauten wie folgt:
Risiken aus technischen Dienstleistungen
Die ESG generiert die hauptsächlichen Umsätze und Ergebnisse aus den netznahen technischen
Dienstleistungen. Die dienstleistenden Aktivitäten für die Beteiligungsanlagen BVA
Hagen-Kabel GmbH, Hagen, und WFA Elverlingsen GmbH, Werdohl, werden durch ESG ohne
besondere Risiken fortgeführt. Prinzipiell ist ein Risiko für das Geschäftsfeld Abfall-
und Stoffstrommanagement der ESG weiterhin in der strategischen Positionierung der
ENERVIE vorhanden. Mittelfristig wird dieses Risiko zunehmend durch einen stärkeren
Fokus auf die externe Vermarktung von Dienstleistungen minimiert. Die ESG stuft die
Risikowirkung als mittel ein.
Risiken aus Projekten des Geschäftsfeldes IoT
Die ESG erzielt zudem Umsatzerlöse aus dem zukunftsweisenden Bereich des „Internets
of Things“ (IoT) und den damit verbundenen externen Digitalisierungsprojekten. Es
besteht jedoch das allgemeine Risiko, dass Umsatzerlöse aus diesen IoT-Projekten ausfallen
könnten. Die ESG bewertet die Risikowirkung als moderat. Bestandsgefährdende Risiken
aus der wirtschaftlichen Situation der ENERVIE Gruppe werden aktuell nicht gesehen.
Darstellung der wesentlichen Chancen
Chancen können sich grundsätzlich im gesamten Umfeld der ESG eröffnen. Entsprechend
der möglichen positiven Auswirkungen für die ESG werden die Chancen spiegelbildlich
zu den Risiken in Relevanzklassen von der Bandbreite unwesentlich bis bestandsfördernd
eingeordnet und priorisiert.
Chancen liegen insbesondere im verstärkten Ausbau der auf extern ausgerichteten Vertriebsaktivitäten
in den Geschäftsfeldern der technischen Dienstleistungen und des Abfall- und Stoffstrommanagements
sowie im Ausbau des Geschäftsbereichs der Digitalisierung (IoT). Die Chancen werden
aktuell als unwesentlich eingestuft.
Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Für das Jahr 2025 wird erwartet, dass eine schwache Konjunktur und hohe geopolitische
Unsicherheiten die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen prägen werden. Verschiedene
Wirtschaftsforschungsinstitute und Organisationen prognostizieren für Deutschland
eine Stagnation oder ein geringes Wirtschaftswachstum. Die OECD geht von einem Wachstum
des BIP in Höhe von 0,7 Prozent aus6, während das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mit einer Erhöhung von 0,1 Prozent
auf den Wert im Jahr 2024 von 0,2 Prozent (Dezember 20247) eine Stagnation prognostiziert.
Die wesentlichen Gründe hierfür sind die erwarteten geld- und handelspolitischen Maßnahmen
der neuen US-Regierung, das ausbleibende Wachstum im globalen Handel sowie hohe Energiekosten
und Inflation.
Es wird davon ausgegangen, dass die vorherrschenden geopolitischen Konflikte weiterhin
ein hohes Eskalationspotenzial haben. Besonders hervorzuheben sind der Russland-Ukraine-Krieg,
der Nahostkonflikt und die strategische Rivalität zwischen den USA und China. Diese
Konflikte könnten negative Auswirkungen auf Energiepreise und Lieferketten haben und
generell zu einer weiteren Umgestaltung der globalen Handelsbeziehungen führen.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass für das Jahr 2025 ein weiteres herausforderndes
wirtschaftliches Jahr zu erwarten ist.
6 OECD. <https://www.oecd.org/content/dam/oecd/en/publications/support-materials/2024/12/oecd-economic-outlook-volume-2024-issue-2_67bb8fac/EO116_de.pdf;
Seite 7>. 7 IW Köln. <https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Report/PDF/2024/IW-Report_2024-Konjunkturprognose-Winter-2024.pdf;
Seite 5>.
Investitionen
Für die ESG sind im Jahr 2025 keine Investitionen geplant.
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung
Das Geschäftsfeld der netznahen technischen Dienstleistungen wird auf der Basis der
bestehenden Verträge mit externen Dritten wie Industriekunden, Stadtwerken und Kommunen
zukünftig die Geschäftsentwicklung der ESG bestimmen.
Die Ausweitung der Vertriebsaktivitäten für die netznahen Dienstleistungen in der
Region Südwestfalen wird auch für das Geschäftsjahr 2025 vorangetrieben. Im Fokus
sind hierbei fortwährend zukunftsweisende Projekte im Bereich der Digitalisierung,
der kommunalen Wärmeplanung sowie der Ausbau der Rolle als Energie Service Anbieter
(ESA) innerhalb der Marktkommunikation am Energiemarkt.
Die ESG als ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Mark-E wird von der Lage des
Mutterunternehmens bzw. der ENERVIE Gruppe (Konzern) beeinflusst. Die aktuelle wirtschaftliche
Situation der ENERVIE Gruppe und damit auch der ESG ist hinsichtlich der Ertrags-
und Liquiditätsentwicklung stabil.
Die Auswirkungen der dynamischen Regierungspolitik insbesondere in Hinblick auf die
vorgezogene Bundestagswahl 2025, des Russland-Ukraine-Kriegs, des Nahostkonflikts,
von volatilen Beschaffungsmärkten und der verstärkten Fokussierung auf den Klimaschutz
sind nur begrenzt abschätzbar. Diese Faktoren stellen äußerst volatile Rahmenbedingungen
dar.
Daher ist die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 ähnlich wie für 2024 mit größeren
Unsicherheiten behaftet.
Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die ESG auf Basis ihrer gesellschafterseitig genehmigten
Wirtschaftsplanung Umsatzerlöse in Höhe von T€ 7.480 sowie ein EBT in Höhe von T€
1.430.
Insgesamt erwartet die ESG für das Geschäftsjahr 2025 eine unverändert solide Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage.
Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation der ENERVIE Gruppe und der am 9.
Dezember 2024 durch den Aufsichtsrat der ENERVIE gebilligten Mittelfristplanung kann
dabei von einer ausreichenden Liquiditätsausstattung der ESG im Planungszeitraum ausgegangen
werden.
Hagen, 29. April 2025
Henning Karl
Helge Schmidt
Bilanz zum 31. Dezember 2024
AKTIVA
|
|
31.12.2024 |
Vorjahreszahlen |
|
Anhang |
€ |
€ |
T€ |
| A. ANLAGEVERMÖGEN |
(1) |
|
|
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| entgeltlich erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
| gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
|
|
|
|
| sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
|
|
6.586,00 |
13 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
|
|
67.419,00 |
85 |
|
|
|
74.005,00 |
98 |
| B. UMLAUFVERMÖGEN |
|
|
|
|
| I. Vorräte |
(2) |
|
|
|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
|
|
108.645,40 |
71 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
(3) |
|
|
|
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
|
801.289,14 |
|
682 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
|
237.979,17 |
|
536 |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände |
|
1.088,54 |
|
14 |
|
|
|
1.040.356,85 |
1.232 |
| III. Guthaben bei Kreditinstituten |
(4) |
|
0,00 |
12 |
|
|
|
1.149.002,25 |
1.315 |
|
|
|
1.223.007,25 |
1.413 |
PASSIVA
|
|
31.12.2024 |
Vorjahreszahlen |
|
Anhang |
€ |
€ |
T€ |
| A. EIGENKAPITAL |
(5) |
|
|
|
| I. Gezeichnetes Kapital |
|
200.000,00 |
|
200 |
| II. Kapitalrücklage |
|
5.005,68 |
|
5 |
|
|
|
205.005,68 |
205 |
| B. RÜCKSTELLUNGEN |
(6) |
|
|
|
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
|
214.814,00 |
|
206 |
| 2. sonstige Rückstellungen |
|
100.025,93 |
|
104 |
|
|
|
314.839,93 |
310 |
| C. VERBINDLICHKEITEN |
(7) |
|
|
|
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
|
133.432,36 |
|
198 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
|
527.137,65 |
|
645 |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten |
|
42.591,63 |
|
55 |
| davon aus Steuern 23.446,40 €; |
|
|
|
|
| im Vorjahr 32 T€ |
|
|
|
|
|
|
|
703.161,64 |
898 |
|
|
|
1.223.007,25 |
1.413 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
|
|
31.12.2024 |
Vorjahreszahlen |
|
Anhang |
€ |
€ |
T€ |
| 1. Umsatzerlöse |
(8) |
|
7.646.076,73 |
9.242 |
| 2. sonstige betriebliche Erträge |
|
|
48.607,18 |
91 |
| 3. Materialaufwand |
(9) |
|
|
|
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
|
213.363,12 |
|
28 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen |
|
3.285.303,11 |
|
5.435 |
|
|
|
3.498.666,23 |
5.463 |
| 4. Personalaufwand |
(10) |
|
|
|
| a) Löhne und Gehälter |
|
1.635.469,86 |
|
1.605 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für |
|
|
|
|
| Altersversorgung und für Unterstützung |
|
379.008,16 |
|
363 |
| davon für Altersversorgung 11.504,43 €; |
|
|
|
|
| im Vorjahr 9 T€ |
|
|
|
|
|
|
|
2.014.478,02 |
1.968 |
| 5. Abschreibungen |
|
|
|
|
| auf immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| des Anlagevermögens und Sachanlagen |
(11) |
|
25.825,73 |
42 |
| 6. sonstige betriebliche Aufwendungen |
|
|
483.360,98 |
630 |
| 7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
(12) |
|
59.886,71 |
38 |
| davon aus verbundenen Unternehmen 56.105,71 €; |
|
|
|
|
| im Vorjahr 36 T€ |
|
|
|
|
| 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
(12) |
|
4.640,00 |
5 |
| 9. Ergebnis nach Steuern |
|
|
1.727.599,66 |
1.263 |
| 10. sonstige Steuern |
|
|
812,00 |
1 |
| 11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne |
(13) |
|
1.726.787,66 |
1.262 |
| 12. Jahresüberschuss |
|
|
0,00 |
0 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2024
Allgemeine Angaben
Die ENERVIE Service GmbH, im Folgenden ESG genannt, hat ihren Sitz in Hagen und ist
eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hagen (HRB Nr. 5568).
Die ESG ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Mark-E Aktiengesellschaft,
Hagen (Handelsregister beim Amtsgericht Hagen, HRB Nr. 10), im Folgenden Mark-E genannt.
Die ESG wird gemäß § 290 HGB in den Konzernabschluss der ENERVIE – Südwestfalen Energie
und Wasser AG, Hagen (Handelsregister beim Amtsgericht Hagen, HRB Nr. 7436), im Folgenden
ENERVIE genannt, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten
Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister
bekannt gemacht.
Die ESG ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 1 HGB. Nach
§ 11 Absatz 4 des Gesellschaftsvertrags sind Jahresabschluss und Lagebericht entsprechend
den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Dritten Buches des
HGB aufzustellen, festzustellen und zu prüfen.
Der mit Datum vom 27. Oktober 2004 abgeschlossene und seit dem 1. Januar 2004 geltende
Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen Mark-E und ESG wurde durch Vertrag
vom 11. Dezember 2014 geändert.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Im Geschäftsjahr 2024 bestand eine umsatz- und ertragsteuerliche Organschaft mit der
Mark-E.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten,
vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauern betragen drei Jahre.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, ebenfalls vermindert
um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer
bewertet. Die Nutzungsdauern betragen:
| Sachanlagen |
Jahre |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
fünf bis 10 |
Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen linear. Für sogenannte geringwertige Vermögensgegenstände
mit Anschaffungskosten von bis zu T€ 1 wird ab dem Geschäftsjahr 2008 jährlich ein
Sammelposten gebildet, der jeweils über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben
wird.
Im Umlaufvermögen sind die Vorräte zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen
unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten
bzw. gemäß dem handelsrechtlichen Niederstwertprinzip bilanziert. Zweifelhafte Forderungen
werden wertberichtigt, uneinbringliche ausgebucht.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen werden, soweit
möglich, aufgerechnet.
Das Guthaben bei Kreditinstituten wird mit seinem Nominalwert bilanziert.
Passiva
Das Eigenkapital wird zum Nominalwert bilanziert.
Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach den Bewertungsvorgaben des § 253 Absatz
1 Satz 2 und Absatz 2 HGB zum laufzeitäquivalent abgezinsten Erfüllungsbetrag der
zugrunde liegenden Verpflichtung.
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt auf der Grundlage der versicherungsmathematischen
Berechnung nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) mit den jeweils von
der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssätzen bei einer
Restlaufzeit von 15 Jahren. Zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen werden in Höhe
von 1,75 Prozent, ein Rententrend in Höhe von 1,75 Prozent sowie eine Fluktuationsrate
in Höhe von 1,0 Prozent berücksichtigt. Den Verpflichtungen liegen die Richttafeln
2018 G von der Heubeck-Richttafeln GmbH, Köln, zugrunde, bei einem Rechnungszinssatz
von 1,90 Prozent (im Vorjahr 1,82 Prozent).
Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen, die alle bis zum Aufstellungszeitpunkt
erkannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen berücksichtigen, erfolgt
mit dem Erfüllungsbetrag, der nach kaufmännischer Beurteilung vernünftig und notwendig
ist.
Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Erläuterungen zur Bilanz
(1) Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen ist
in der Übersicht „Entwicklung des Anlagevermögens 2024“ dargestellt, die Bestandteil
des Anhangs ist.
(2) Vorräte
Die Vorräte beinhalten ausschließlich die Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe.
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 801 (im Vorjahr T€ 682)
resultieren überwiegend aus der Erbringung von technischen Dienstleistungen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 238 (im Vorjahr T€ 536)
bestehen im Wesentlichen gegen die Mark-E, gegen die Stadtwerke Lüdenscheid GmbH,
gegen die ENERVIE, gegen die Mark-E Effizienz GmbH und gegen die ADUG – Arbeits-,
Daten-, Umwelt-, Gesundheitsschutz GmbH. Sie sind in Höhe von T€ 1.630 (im Vorjahr
T€ 1.244) mit den Verbindlichkeiten gegenüber diesen verbundenen Unternehmen, soweit
möglich, aufgerechnet worden. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin Mark-E in
Höhe von T€ 1.945 (im Vorjahr T€ 1.706), die überwiegend aus Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und den Forderungen aus einem Tagesgeldkredit bestehen, betragen nach
Aufrechnung mit den Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.727 (im Vorjahr T€ 1.262) nun
T€ 218 (im Vorjahr T€ 444). Die übrigen Forderungen gegen die verbundenen Unternehmen
Stadtwerke Lüdenscheid GmbH, ENERVIE, Mark-E Effizienz GmbH und ADUG – Arbeits-, Daten-,
Umwelt-, Gesundheitsschutz GmbH in Höhe von T€ 31 (im Vorjahr T€ 116), die nach Aufrechnung
in Höhe von T€ 11 (im Vorjahr T€ 24) nun T€ 20 (im Vorjahr T€ 92) betragen, resultieren
überwiegend aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit
von unter einem Jahr.
(4) Guthaben bei Kreditinstituten
Bei dem Guthaben bei Kreditinstituten handelt es sich um ein Bankguthaben bei der
UniCredit Bank AG, Düsseldorf, in Höhe von T€ 0 (im Vorjahr T€ 12). Aufgrund des bestehenden
Cash-Pooling-Vertrages wird das Bankguthaben täglich an die Mark-E übertragen und
als Tagesgeld angelegt.
(5) Eigenkapital
Das Gezeichnete Kapital der ESG beträgt zum Bilanzstichtag unverändert T€ 200 und
befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Mark-E.
(6) Rückstellungen
Der Rückstellungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag T€
215 (im Vorjahr T€ 206). Gemäß durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Geschäftsjahre würde der Rückstellungsbetrag T€ 212 (im Vorjahr T€ 209) betragen.
Somit ergibt sich ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 3 (im Vorjahr ein
positiver Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 3).
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 100 (im Vorjahr T€ 104) umfassen eine
Rückstellung für eine leistungsbezogene variable Vergütung (T€ 37, im Vorjahr T€ 30),
eine Rückstellung für nicht genommenen Urlaub (T€ 21, im Vorjahr T€ 6), eine Rückstellung
für Versicherungsprämien (T€ 15, im Vorjahr T€ 12), eine Rückstellung für die Prüfung
und Veröffentlichung des Jahresabschlusses (T€ 9, im Vorjahr T€ 9), eine Rückstellung
für noch nicht abgeführte Berufsgenossenschaftsbeiträge (T€ 9, im Vorjahr T€ 9), eine
Rückstellung für noch ausstehende Rechnungen (T€ 5, im Vorjahr T€ 0), eine Rückstellung
für eine Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe (T€ 2, im Vorjahr T€ 2) und eine Rückstellung
für Gehaltsbestandteile, die im Folgemonat abgerechnet werden (T€ 2, im Vorjahr T€
36).
(7) Verbindlichkeiten
|
|
31.12.2024 |
|
|
|
davon mit einer Restlaufzeit |
|
|
Gesamt |
≤ 1 Jahr |
> 1 Jahr |
davon > 5 Jahre |
|
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
133 |
133 |
0 |
0 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
527 |
527 |
0 |
0 |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten |
43 |
43 |
0 |
0 |
| - davon aus Steuern |
(23) |
|
|
|
|
703 |
703 |
0 |
0 |
|
|
31.12.2023 |
|
|
|
davon mit einer Restlaufzeit |
|
|
Gesamt |
≤ 1 Jahr |
> 1 Jahr |
davon > 5 Jahre |
|
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
198 |
198 |
0 |
0 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüberverbundenen Unternehmen |
645 |
645 |
0 |
0 |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten |
55 |
55 |
0 |
0 |
| - davon aus Steuern |
(32) |
|
|
|
|
898 |
898 |
0 |
0 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen insgesamt T€ 527
(im Vorjahr T€ 645). Sie bestehen unter anderem gegenüber der Mark-E in Höhe von T€
1.727 (im Vorjahr T€ 1.262) und sind mit den Forderungen gegen diese vollständig aufgerechnet
worden. Sie beinhalten fast ausschließlich die Gewinnabführung an die Mark-E. Des
Weiteren bestehen die Verbindlichkeiten gegenüber der ENERVIE Vernetzt in Höhe von
T€ 295 (im Vorjahr T€ 466) und betragen nach Hinzurechnung der negativen Forderungen
in Höhe von T€ 108 (im Vorjahr Hinzurechnung in Höhe von T€ 42) nun T€ 403 (im Vorjahr
T€ 508). Sie resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Daneben bestehen Verbindlichkeiten
aus Umsatzsteuern gegenüber der ENERVIE in Höhe von T€ 132 (im Vorjahr T€ 156). Nach
Aufrechnung der Forderungen in Höhe von T€ 8 (im Vorjahr T€ 24) gegenüber dieser betragen
die Verbindlichkeiten nun T€ 124 (im Vorjahr T€ 132).
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(8) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse resultieren vor allem aus dem Geschäftsfeld der technischen Dienstleistungen
mit T€ 5.562 (im Vorjahr T€ 7.866), davon T€ 470 (im Vorjahr T€ 4.110) aus der Marktraumumstellung
und T€ 894 (im Vorjahr T€ 284) aus der IoT Digitalisierung. Hinzu kommen Umsatzerlöse
in Höhe von T€ 2.025 (im Vorjahr T€ 1.318), die im Zusammenhang mit den Ver- und Entsorgungsaktivitäten
stehen. Davon resultieren T€ 88 (im Vorjahr T€ 271) aus den Lieferungen der aufbereiteten
Holzmengen an die BVA Hagen-Kabel GmbH, Hagen. Die sonstigen Umsatzerlöse betragen
T€ 59 (im Vorjahr T€ 58).
(9) Materialaufwand
Die Aufwendungen für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von T€ 214 (im Vorjahr
T€ 28) beinhalten ausschließlich den Materialverbrauch aus dem eigenen Lager.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 3.285 (im Vorjahr T€ 5.435)
umfassen überwiegend die Aufwendungen für die technischen Dienstleistungen in Höhe
von T€ 2.321 (im Vorjahr T€ 4.538).
(10) Personalaufwand
| Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt bei ESG |
2024 |
2023 |
Veränderung |
| Männliche Mitarbeiter |
29 |
27 |
2 |
| Weibliche Mitarbeiter |
7 |
8 |
-1 |
| Arbeitnehmer Gesamt |
36 |
35 |
1 |
| Auszubildende |
0 |
1 |
-1 |
(11) Abschreibungen
Zu den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen wird auf die Übersicht „Entwicklung des Anlagevermögens 2024" verwiesen.
(12) Finanzergebnis
| Finanzergebnis |
2024 |
2023 |
Veränderung |
|
T€ |
T€ |
T€ |
| Finanzerträge |
60 |
38 |
22 |
| davon Zinserträge aus langfristigenRückstellungsverpflichtungen |
4 |
2 |
2 |
| davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
56 |
36 |
20 |
| Finanzaufwendungen |
5 |
5 |
0 |
| davon Zinsaufwendungen für langfristige Rückstellungsverpflichtungen |
4 |
4 |
0 |
| davon Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
1 |
1 |
0 |
| Gesamt |
55 |
33 |
22 |
(13) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne
Aufgrund des mit Mark-E bestehenden Gewinnabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss
gemäß § 2 des Vertrages in Höhe von T€ 1.727 (im Vorjahr T€ 1.262) zu 100 Prozent
an die Gesellschafterin Mark-E abgeführt.
Sonstige Angaben
Es wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht, da nur ein
Geschäftsführer Bezüge erhalten hat.
Abschlussprüferhonorar
Das Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss der
ENERVIE angegeben.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt T€ 195 (im Vorjahr
T€ 187), davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 103 (im Vorjahr T€ 102).
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der ESG haben, haben sich nach Abschluss des Geschäftsjahres
2024 nicht ergeben.
Organe der Gesellschaft
Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:
Henning Karl, Hagen (Diplom-Wirtschaftsingenieur), Abteilungsleiter/Prokurist Hochspannung
und Zählermanagement ENERVIE Vernetzt GmbH
Helge Schmidt, Lünen, Geschäftsführer für den Geschäftsbereich Abfall- und Stoffstrommanagement
Hagen, 29. April 2025
Henning Karl
Helge Schmidt
Entwicklung des Anlagevermögens 2024
|
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten |
|
Stand |
Zugänge |
Abgänge |
Stand |
|
01.01.2024 |
|
|
31.12.2024 |
|
€ |
€ |
€ |
€ |
| I. Immaterielle |
|
|
|
|
| Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| entgeltlich erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
| gewerbliche Schutzrechte und ähnliche |
|
|
|
|
| Rechte und Werte sowie Lizenzen an |
|
|
|
|
| solchen Rechten und Werten |
124.520,90 |
0,00 |
0,00 |
124.520,90 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
| andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
142.239,33 |
1.732,73 |
0,00 |
143.972,06 |
| Anlagevermögen gesamt |
266.760,23 |
1.732,73 |
0,00 |
268.492,96 |
|
Kumulierte Abschreibungen |
|
Stand |
Abschreibungen |
Abschreibungen |
Stand |
|
01.01.2024 |
des Geschäfts- |
auf Abgänge |
31.12.2024 |
|
|
jahres |
|
|
|
€ |
€ |
€ |
€ |
| I. Immaterielle |
|
|
|
|
| Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| entgeltlich erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
| gewerbliche Schutzrechte und ähnliche |
|
|
|
|
| Rechte und Werte sowie Lizenzen an |
|
|
|
|
| solchen Rechten und Werten |
111.910,90 |
6.024,00 |
0,00 |
117.934,90 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
| andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
56.751,33 |
19.801,73 |
0,00 |
76.553,06 |
| Anlagevermögen gesamt |
168.662,23 |
25.825,73 |
0,00 |
194.487,96 |
|
Buchwerte |
|
Stand |
Vorjahr |
|
31.12.2024 |
|
|
€ |
€ |
| I. Immaterielle |
|
|
| Vermögensgegenstände |
|
|
| entgeltlich erworbene Konzessionen, |
|
|
| gewerbliche Schutzrechte und ähnliche |
|
|
| Rechte und Werte sowie Lizenzen an |
|
|
| solchen Rechten und Werten |
6.586,00 |
12.610,00 |
| II. Sachanlagen |
|
|
| andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
| Geschäftsausstattung |
67.419,00 |
85.488,00 |
| Anlagevermögen gesamt |
74.005,00 |
98.098,00 |
Feststellung des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde am 10. Juni 2025 festgestellt.
|