active Legal form GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung

E.ON Energie Deutschland GmbH

MünchenMünchen, DEU ·HRB 209327 München ·eon.de

Overview

Legal form
GmbH
Address
Arnulfstr. 203
80634 München
Commercial register
HRB 209327, München
Industry
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ohne Verteilung
Registered capital
82,617,112.00 EUR
Representation rules

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Purpose
Vertrieb von Energie, insbesondere Strom, Gas und Wasserstoff, Wasser sowie Produkten, die mit innovativen Zukunftstechnologien in Zusammenhang stehen, An- und Verkauf von elektrischer Energie, Gas und anderen Energieträgern im eigenen und fremden Namen sowie für eigene und für fremde Rechnung, Vertrieb, Installation, Wartung und Betrieb von Geräten zur Erzeugung von Strom aus regenerativen Energiequellen, zur Elektromobilität, zur Steigerung der Energieeffizienz, zur Steuerung des Energieverbrauchs, sowie zur sonstigen Erzeugung von Energie, Wärme oder Kälte, Entwicklung und Vertrieb von Software, Beratungs- und Unterstützungsdienstleistungen zu den vorgenannten Themenfeldern, Steuerung von Vertriebseinheiten der zum E.ON- Konzern gehörenden Unternehmen und Erbringung sowie Einkauf von Dienstleistungen aller Art, die mit dem Unternehmensgegenstand zusammenhängen oder geeignet sind, diesen zu fördern, insbesondere Erbringung von umfassenden Dienstleistungen im Bereich des Kundenservices für Strom-, Gas- und sonstige Energiekunden.

Financials

Revenue 2024
18,65 Mrd. €
Total assets 2024
620,20 Mio. €
Net income 2024
0 €
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Balance sheet

2024
Assets 620,20 Mio
  • Current Assets 948,3 % 5,88 Mrd
  • Fixed Assets 33,5 % 207,76 Mio
  • Prepaid Expenses 15,4 % 95,53 Mio
  • Active Balancing Item from Asset Offset 2,7 % 17,05 Mio
Liabilities and Equity 6,20 Mrd
  • Liabilities 53,1 % 3,29 Mrd
  • Provisions 34,5 % 2,14 Mrd
  • Equity 11,0 % 681,21 Mio
  • Accrued Expenses 1,4 % 85,44 Mio
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Balance sheet data available for 17 earlier fiscal years.

Profit & loss

2024
Income 19,31 Mrd
  • Revenue 96,6 % 18,65 Mrd
  • Other operating income 1,9 % 366,22 Mio
  • Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 1,5 % −286,72 Mio
  • Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 0,0 % −7,71 Mio
Expenses 18,83 Mrd
  • Material expenses 92,9 % −17,48 Mrd
  • Other operating expenses 5,2 % −985,06 Mio
  • Personnel expenses 1,6 % −298,70 Mio
  • Income and profit taxes 0,2 % −33,99 Mio
  • Depreciation 0,1 % −23,60 Mio
  • Finanzergebnis 100,59 Mio
  • Result before taxes 320,72 Mio
  • Result after taxes 286,72 Mio
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P&L data available for 17 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Filip Thon since 2021 Managing Director
  • Marc Christian Dönges since 2025 Managing Director
  • Martin Günther Dr. Endreß since 2025 Managing Director
  • Tobias Mitter since 2025 Managing Director
  • Veronika Bunk-Sanderson since 2024 Managing Director
  • Christine Waitl since 2026 Procura
  • Diana Meimberg since 2024 Procura
  • Frank Bertenhoff since 2020 Procura
  • Jan Markus Meyer since 2024 Procura
  • Janina Merkle since 2026 Procura
  • Jens Kirchberger since 2025 Procura
  • Joachim Klein since 2021 Procura
  • Jona Sebastian Hampe since 2025 Procura
  • Julian Alexander Jost since 2025 Procura
  • Lena-Maria Domin since 2024 Procura
  • Maik Preßler since 2026 Procura
  • Markus Bünten since 2021 Procura
  • Maximilian Schnalke since 2026 Procura
  • Meike Walbrunn since 2026 Procura
  • Mirjam Rossel since 2020 Procura
  • Philipp André Dr. Klenner since 2026 Procura
  • Rainer Prell since 2018 Procura
  • Ralph Breuer since 2025 Procura
  • Tanja Larisch since 2025 Procura
  • Thomas Haenel since 2021 Procura
  • Tobias Lorenz since 2024 Procura
  • Tristan Kleeb since 2019 Procura
  • Ulrich Langeheine since 2026 Procura
  • Volker Mayr since 2018 Procura
  • Wieland Utsch since 2020 Procura
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Ownership & holdings

Shareholders

Ultimate beneficial owners (UBOs)

The ultimate beneficial owners behind these holdings could not be conclusively identified.

Holds shares in

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History

  1. 2026
  2. 14.07.
    Member entry
    Janina Merkle · Procura
  3. 14.07.
    Exit of position
    Rolf Heiermann · Procura
  4. 14.07.
    Exit of position
    Levke Trautmann · Procura
  5. 14.07.
    Member entry
    Maik Preßler · Procura
  6. 14.07.
    Change of bylaws
    E.ON Energie Deutschland GmbH
  7. 14.07.
    Exit of position
    Sasa Stjepanovic · Procura
  8. 14.07.
    Change of purpose
    Vertrieb von Energie, insbesondere Strom, Gas und Wasserstoff, Wasser sowie Produkten, die mit innovativen Zukunftstechnologien in Zusammenhang stehen, An- und Verkauf von elektrischer Energie, Gas und anderen Energieträgern im eigenen und fremden Namen sowie für eigene und für fremde Rechnung, Vertrieb, Installation, Wartung und Betrieb von Geräten zur Erzeugung von Strom aus regenerativen Energiequellen, zur Elektromobilität, zur Steigerung der Energieeffizienz, zur Steuerung des Energieverbrauchs, sowie zur sonstigen Erzeugung von Energie, Wärme oder Kälte, Entwicklung und Vertrieb von Software, Beratungs- und Unterstützungsdienstleistungen zu den vorgenannten Themenfeldern, Steuerung von Vertriebseinheiten der zum E.ON- Konzern gehörenden Unternehmen und Erbringung sowie Einkauf von Dienstleistungen aller Art, die mit dem Unternehmensgegenstand zusammenhängen oder geeignet sind, diesen zu fördern, insbesondere Erbringung von umfassenden Dienstleistungen im Bereich des Kundenservices für Strom-, Gas- und sonstige Energiekunden.
  9. 28.05.
    Change of branch data
    E.ON Energie Deutschland GmbH
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Annual statements

Original published statements, ordered by fiscal year.

5 documents
Fiscal year Document Published Access
2024 Jahresabschluss Published Via the API
2023 Jahresabschluss Published Read full text
2022 Jahresabschluss Published Via the API
2021 Jahresabschluss Published Via the API
2020 Jahresabschluss Published Via the API
2023 Jahresabschluss Full text

E.ON Energie Deutschland GmbH

München

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach ERegG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht der E.ON Energie Deutschland GmbH

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Geschäftsführung

Personelle Änderungen im Berichtsjahr

Besondere Ereignisse im Berichtszeitraum

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Energiepolitisches Umfeld

Energiepreisentwicklung

Leistungsindikatoren der Gesellschaft

Geschäftsentwicklung

Ertragslage nach HGB

Finanzlage nach HGB

Vermögenslage nach HGB

Gesamtaussage

Mitarbeiter

Reorganisation

Aus- und Weiterbildung

Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement

Belegschaftszahlen

Prognose

Chancen- und Risikobericht

Generelle Risikosituation

Rechtliche und regulatorische Chancen und Risiken

Operative und IT- Chancen und Risiken

Gesundheit, Arbeits- und Umweltschutz, Human Resources und Sonstiges

Marktchancen und -risiken

Strategische Chancen und Risiken

Finanz- und Treasury-Chancen und Risiken

Gesamtsicht

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die E.ON Energie Deutschland GmbH (EDG) mit Sitz in München, ist ein bundesweit agierendes Energieunternehmen. Die EDG ist ein Unternehmen der E.ON SE, Essen (E.ON). 2.198 Mitarbeiter 1 sorgen deutschlandweit für die zuverlässige Versorgung mit Strom und Erdgas - und das mit mehrfach ausgezeichnetem Kundenservice. Die EDG wird hinsichtlich des Kundenservice durch eigene Beteiligungen, wie die E.ON Energie Dialog GmbH, Potsdam (EDO), und die E.ON Dialog S.R.L., Șelimbăr, Sibiu, Rumänien (EDS), unterstützt. Diese Gesellschaften erbringen umfassende Dienstleistungen im Bereich Kundenservice. Mit Energielösungen zu Photovoltaik (PV), E-Mobility, Energiespeichern, Smart Metern, Energiechecks und Effizienzmaßnahmen ist die EDG ein Anbieter für eine zunehmend dezentrale, ökologische und digitale Energiewelt. Dabei sorgen in Deutschland verteilte Standorte für einen engen regionalen Kundenkontakt. Rund 7,9 Mio. Privat- und Geschäftskunden der EDG profitieren damit sowohl von den Stärken des Konzernverbunds als auch von der regionalen Präsenz.

Für den vertrieblichen Marktangang unterteilt die Gesellschaft ihre Kunden in die Segmente Privat- und Gewerbekunden (Business-to-Customer B2C) und Geschäftskunden (Business-to-Small and Medium-sized Enterprises B2SME). Das Angebot der EDG reicht von intelligenten Strom- und Gasprodukten bis hin zu Energielösungen für das Zuhause der Zukunft - Future Energy Home (FEH). Das FEH-Geschäft umfasst Produkte des neuen integrierten Ökosystems rund um PV, Wärmepumpe und Energiemanagement und befähigt damit die EDG Kunden, die selbst erzeugte Energie effizient zu nutzen, zu speichern und einzuspeisen, um somit zu einer grünen Energiezukunft beizutragen.

Die EDG bezieht Energie überwiegend über die zentrale Energiebeschaffungseinheit des E.ON Konzerns, die E.ON Energy Markets GmbH, Essen (EEM). Die EEM ermöglicht angeschlossenen Konzerngesellschaften einen zentral organisierten Zugang zu Energiehandelsmärkten und bündelt die damit verbundenen Kreditrisiken. Daneben nutzt die EDG weitere Dienstleistungen, bspw. Informationstechnologie (IT)- oder Personaldienstleistungen, von anderen E.ON Gesellschaften. Die EDG selbst hat keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, bezieht aber Entwicklungsleistungen von anderen E.ON Gesellschaften.

1 Lediglich der leichteren Lesbarkeit halber wird hier und im Folgenden nur die männliche Form gewählt. Dadurch sollen Personen jeden Geschlechts gleichermaßen angesprochen werden.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung obliegt die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft sowie die Steuerung des bestehenden Geschäftsportfolios. Aufgaben, die in diesem Zusammenhang unter anderem wahrgenommen werden, sind die bereichsübergreifende Optimierung des Gesamtgeschäfts unter finanziellen, strategischen und Risikogesichtspunkten sowie das Stakeholdermanagement.

Personelle Änderungen im Berichtsjahr

Mit Ablauf des 30. September 2023 ist Dr. Dorothee Ritz aus der Geschäftsführung der EDG ausgeschieden.

Torsten Flosbach ist zum 31. Mai 2023 aus der EDG ausgeschieden und hat sein Mandat als Geschäftsführer bei der EDG mit Ablauf des 14. November 2023 niedergelegt.

Seit dem 15. November 2023 verantwortet Dr. Veronika Bunk-Sanderson innerhalb der Geschäftsführung der EDG als Chief Financial Officer die Leitung des Ressorts CFO.

Ab 01. Dezember 2023 wurde Sandra Rauch in die Geschäftsführung der EDG als Chief Digital Officer (CDO) berufen.

Mit Ablauf des 31. Dezember 2023 ist Benjamin Jambor aus der Geschäftsführung der EDG ausgeschieden.

Zum 01. Januar 2024 ist Dr. Philipp Klenner in die Geschäftsführung der EDG als Chief Commercial Officer Future Energie Home (CCO FEH) berufen.

Besondere Ereignisse im Berichtszeitraum

Entwicklung der Strom- und Gaspreise

Die in 2022 insbesondere mit den Folgen aus dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine (Angriffskrieg) einhergehenden stark gestiegenen Commodity-Preise sind im Verlauf des Jahres 2023 deutlich gesunken. Das Vorjahr war davon geprägt, einem volatilen Marktgeschehen im Gas- und Strombezug zu begegnen. Die EDG reagierte auf Basis eines täglichen Monitorings situativ angemessen, setzte neue regulatorische Maßnahmen um und trieb die Entwicklung dezentraler und nachhaltiger Energielösungen voran. Die politischen Maßnahmen des Berichtsjahres 2022 zeigten sich auch im Berichtsjahr 2023 als effizient in einem Umfeld mit, insbesondere in den ersten Monaten des Jahres, noch hohen Marktpreisen bei jedoch bereits signifikant im Vergleich zum Vorjahr geringeren Volatilitäten an den Märkten. Durch Gasimporte aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien ab September 2022 konnten die ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland kompensiert werden. Das Stromangebot wurde durch einen hohen Anteil Erneuerbarer Energien sowie höheren Erzeugungskapazitäten durch die Rückkehr und den Weiterbetrieb von Kohlekraftwerken und die Verstromung von Erdgas im Berichtsjahr deutlich ausgebaut. Ebenso wirkten gesunkene Strom- und Erdgasverbräuche der Endkunden preisdämpfend. Durch die genannten Effekte verringerte sich die zu beobachtende Volatilität am Markt und die Marktpreise sanken auf ein deutlich niedrigeres Niveau als zu Jahresbeginn 2022, wenngleich sich diese allerdings noch auf einem deutlich höheren Niveau als in 2021 befinden.

Gesetz zur Strom- und Erdgaspreisbremse

In 2023 wirkten die Effekte der Strom- und Gaspreisbremse. Bei der Strompreisbremse wurde der Strompreis für private Verbraucher sowie Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) mit einem Stromverbrauch von bis zu 30.000 kWh bei 40 ct/kWh begrenzt. Diese Regelung galt für 80 % des Vorjahresverbrauchs, der sich nach der vom Verteilnetzbetreiber erstellten Jahresverbrauchsprognose bemisst. Für die verbleibenden 20 % des Verbrauchs galt der Vertragspreis. Im Rahmen der sog. Gaspreisbremse wurde im Wesentlichen Standard-Lastprofil-Kunden (SLP-Kunden) eine Entlastung mittels eines garantierten Gas-Bruttopreises von 12 ct/kWh für 80 % des prognostizierten Jahresverbrauchs gewährt. Für die verbleibenden 20 % des Verbrauchs galt für die Gaspreisbremse auch der Vertragspreis. Für Privatkunden sowie KMUs wurden die Gas- und Strompreisbremsen zum 1. März 2023 eingeführt. Diese entlasteten rückwirkend zum 1. Januar 2023. Die Preisbremsen wirkten für das gesamte Jahr 2023. Die geplante Verlängerung der staatlichen Förderung in Form der Strom- und Gaspreisbremsen wurde nicht wie geplant bis Ende März 2024 verlängert, sondern diese liefen Ende 2023 aus.

Fortsetzung der organisatorischen Neuausrichtung

Die in den Vorjahren bereits begonnene organisatorische Neuausrichtung der EDG wurde im Geschäftsjahr fortgesetzt.

Im Bereich B2SME liegt der zukünftige strategische Fokus auf kleineren, weniger komplexen Kunden. Die EDG will durch den Aufbau eines weitestgehend standardisierten Produktportfolios dem neuen Kundenportfolio gerecht werden.

Darüber hinaus erfolgt eine Restrukturierung der Vertriebs- und Serviceprozesse mit dem Ziel einer großflächigen Digitalisierung, Automatisierung und einer Reduktion der Komplexität in den Prozessen. Hiermit sind der weitestgehende Abbau der Key-Account-Management Struktur und die aktive Reduktion großvolumiger, komplexer Kunden oder von Kunden mit nicht ausreichender Bonität direkt verbunden.

Um die organisatorische Neuausrichtung weiter zu schärfen, wird im Geschäftsjahr 2024 der Funktionsbereich Energy-Markets von der EDG auf die EEM übergehen. Der Übergang beinhaltet neben dem operativen Portfolio Management auch direkt damit einhergehende personelle Veränderungen. Der Übergang des Personals erfolgte zum 1. Januar 2024. Die operativen Prozesse gehen im Laufe des Jahres 2024 auf die EEM über.

Weiterentwicklung IT-Infrastruktur

Die EDG hat auch in diesem Geschäftsjahr stark in die Weiterentwicklung der IT-Systeme und Plattformen für die Geschäftsbereiche Commodity, FEH und E-Mobility investiert. Der Schwerpunkt lag hierbei auf der Erhöhung der Performance und Automatisierung, um der diesjährigen Marktdynamik und Kundenanfragen gerecht zu werden. Gleichzeitig wurden auch verschiedenste Funktionalitäten implementiert, um das digitale Kundenerlebnis noch weiter zu verbessern und die Bearbeitung von Kundenanliegen zu erleichtern.

Durch die Einführung eines Voicebots auf Basis künstlicher Intelligenz wurde die Grundlage zur Erhöhung des Automatisierungsgrades im Bereich des Kundenanfragenmanagements gelegt. Dieser Anwendungsfall ist für die EDG der Grundbaustein, auch in anderen Geschäftsprozessen neue und moderne Zukunftstrends einzusetzen und die Digitalisierung der Kundenprozesse voranzutreiben. Die EDG folgt hiermit den aktuellen Technologie-Entwicklungen rund um das Thema künstliche Intelligenz. Der Voicebot leistet einen Beitrag dazu, die Herausforderungen der hohen Masse an Kundenanfragen, die insbesondere vor dem Hintergrund der Energiekrise sowohl quantitativ stark gestiegen als auch als qualitativ mit einer erhöhten Komplexität in der Beantwortung einher gegangen sind, zu lösen.

Zur Erhöhung des Automatisierungsgrades im Vertrieb wurde das Digitale Kundenbüro als Teil der Weiterentwicklung der B2SME Mobile Systemlandschaft eingeführt. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und des anspruchsvoller werdenden Energiemarkts, ist es für den Vertrieb der EDG wichtiger denn je, die Geschäftsprozesse digital zu gestalten. Das digitale Kundenbüro bietet die Möglichkeit, den Kunden Angebote digital zu visualisieren und einen direkten, rechtsgültigen Abschluss zu erwirken. Es verringert die Anzahl manueller Prozesse und soll die Gesellschaft hin zu einem vollautomatisierten End2End-Prozess für den B2SME Vertragsabschluss unterstützen.

Stärkung des FEH-Segments

Mit der Übernahme der Dexas GmbH, Hannover (Dexas), als künftiger Nukleus der Marke "E.ON Home Service GmbH" wurde im August 2023 die Basis für nachhaltigen Markterfolg gestärkt und gleichzeitig die Voraussetzung für eigene PV-Installationskapazitäten geschaffen. Zudem ermöglicht dies infolge des Aufbaus regionaler Vertriebsmannschaften eine enge Verzahnung von Sales & Fulfillment und soll letztendlich die Wirtschaftlichkeit der EDG steigern.

Die weitere Übernahme der klarsolar GmbH, Heidelberg (klarsolar), im November 2023 schafft nicht nur weiteres Leistungspotential im Bereich PV, sondern untermauert den angestrebten und prognostizierten Wachstumskurs von FEH.

Verschmelzung und Anwachsung Wärmeenergie

Die Wärmeenergie Verwaltungs GmbH, Essen, Komplementärgesellschaft der Deine Wärmeenergie GmbH & Co. KG, Essen, (DWE), ist rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf die EDG durch Aufnahme verschmolzen. Die rechtliche Wirksamkeit der Verschmelzung ist mit Eintragung dieser in das Handelsregister am 21. August 2023 erfolgt. Durch den Entfall der Wärmeenergie Verwaltungs GmbH als zweiter Gesellschafter, ist die DWE am 21. August 2023 an die EDG angewachsen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Konjunkturprognose der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für Deutschland hatte im Juni 2023 für das Berichtsjahr eine Stagnation für möglich gehalten. Laut Statistischem Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Wirtschaft um 0,3 % gesunken. Ein wesentlicher Grund hierfür waren Zinserhöhungen. Das höhere Zinsniveau hat zur Folge, dass die Wirtschaftsaktivität gebremst wird, was sich unter anderem in der Baubranche zeigt.

Im gesamten Jahresverlauf war für Wirtschaft und Haushalte die Inflation spürbar, die gemäß OECD im Jahr 2023 im Schnitt bei 6,6 % lag.

Energiepolitisches Umfeld

Der Energiesektor befindet sich in einer Phase grundlegender und anhaltender Veränderungen. Der Angriffskrieg sorgt weiterhin für große volkswirtschaftliche Unsicherheiten und beeinflusst weiterhin den Energiesektor. Für die EDG steht seit Beginn des Angriffskrieges Anfang 2022 die Sicherstellung der Energieversorgung in dieser unruhigen Zeit im Vordergrund. Insbesondere die volatilen Commodity-Preise wie auch das Energienachfrageverhalten haben Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten und sind in den Kapiteln "Ertragslage" und "Finanzlage" näher beschrieben.

Bereits Mitte des Geschäftsjahres 2022 bereits hat der Bundestag das sogenannte Osterpaket zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien verabschiedet. Mit verschiedenen Gesetzesänderungen, beispielsweise im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), hat der Gesetzgeber die Ziele für den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch von 50 % auf 80 % erhöht. Dabei rückt der Ausbau der Solarenergie in den Fokus. Bis 2030 soll die installierte Photovoltaik-Leistung von 100 GW auf über 215 GW mehr als verdoppelt werden. Die Anzahl der Anfragen nach neuen Netzanschlüssen für Einspeiseanlagen ist in den letzten Jahren erheblich angestiegen und mit forcierter Umsetzung der Klimaschutzbemühungen steigen diese perspektivisch weiter stark an. Um die Ausbauziele für Photovoltaik zu erreichen, sind weiterhin erhebliche Anstrengungen in allen rechtlichen und wirtschaftlichen Bereichen erforderlich. Mit Anpassungen vor allem im EEG sollen die Weichen gestellt werden, um die mit dem EEG 2023 beschlossenen Ausbauziele in systemverträglicher Form zu erreichen. Mit dem Gesetzentwurf will die Bundesregierung die Förderung für besondere Solaranlagen (sogenannte Agri-PV, Floating-PV, Moor-PV und Parking-PV) neu regeln, den Zubau von Photovoltaik-Dachanlagen erleichtern, Mieterstrom vereinfachen und die gemeinschaftliche Versorgung von Gebäuden ermöglichen. Darüber hinaus soll die Nutzung von Plug-in Solaranlagen erleichtert und der Netzanschluss beschleunigt werden.

Das Bundesverfassungsgericht hat am 15. November 2023 entschieden, dass das Gesetz über den zweiten Nachtragshaushalt 2021 verfassungswidrig ist. Das Urteil betrifft unmittelbar den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Bei Übertragung der Grundsätze auf die weiteren Sondervermögen ist mittelbar auch der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) betroffen.

In der Folge wurde der ursprüngliche Zeitraum der Reduzierung der Mehrwertsteuer von 19 % auf 7 % auf Gas vom 1. Oktober 2022 bis 31. März 2024 auf den 28. Februar 2024 verkürzt. Ebenso hat die Bundesregierung die staatliche Förderung über die Strom- und Gaspreisbremsen nicht wie geplant bis Ende März 2024 verlängert, sondern diese liefen Ende 2023 aus.

Energiepreisentwicklung

Der Angriffskrieg und die damit verbundene Reduzierung der russischen Gasliefermengen auf der Angebotsseite haben eine preistreibende Verknappung ausgelöst. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2022 zeigten sich die Energiepreise auf den Großhandelsmärkten sehr volatil. Hierbei sind vor allem die Gaspreise zunächst stark gestiegen, ehe die Preise zum Jahresende 2022 sanken. Aufgrund der langfristigen Einkaufsstrategie der EDG wirken sich die Preisentwicklungen an den Großhandelsmärkten verzögert auf die Endkundenpreise aus.

Mit Beginn des Jahres 2023 waren die Großhandelspreise für Gas gesunken. Dennoch war der Gasbezugspreis in etwa viermal so hoch wie zur Zeit vor der Energiepreiskrise. Die Strompreise sanken ebenfalls mit dem Ausklingen des ersten Quartals 2023 ebenso, befinden sich aber auf einem Niveau, das in etwa um das Dreifache höher liegt als vor der Energiekrise.

Aufgrund der konjunkturellen Eintrübung und des hohen Preisniveaus ist der Stromverbrauch in Deutschland um 4,2 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Der Erdgasverbrauch lag in Deutschland um 4,5 % unter dem Verbrauch des Vorjahres. Die Ursachen hierfür sind im Wesentlichen eine mildere Witterung und Einspareffekte aufgrund der stark gestiegenen Preise.

Der CO 2 Zertifikatspreis lag im Berichtsjahr im Jahresmittel bei rund 83,91 €/t CO 2 und war damit um 4,0 % höher im Vergleich zum Vorjahr. Der CO 2 Zertifikatspreis erreichte am 19. August 2022 bei 97,58 €/t CO 2 ein Allzeithoch.

Strompreise

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 hat sich im Vergleich zur ersten Hälfte vermindert und betrugt 44,57 ct/kWh (im ersten Halbjahr 46,90 ct/kWh; Grundpreis anteilig für einen Verbrauch von 3.500 kWh/a enthalten). Der durchschnittliche Strompreis hat sich im Vergleich zum ersten Halbjahr um 5,0 % vermindert und ist im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2022 um ca. 11,2 % gestiegen (Vorjahr 40,07 ct/kWh €). Der Grund für diese Entwicklung waren im Wesentlichen die langfristigen Beschaffungsverträge für diese Produktgruppe. Die Kosten für die Beschaffung und Vertrieb lagen bei Haushaltstarifen durchschnittlich 15 % höher als in der zweiten Jahreshälfte 2022. Der Durchschnittspreis für Strom in Deutschland am Spotmarkt betrug 99,01 €/MWh (Vorjahr 235,43 €/MWh) und ist im Vergleich zum Vorjahr um 57,9 % gesunken. In der Spitze wurde in Deutschland ein Tages-Base bei 202,38 €/MWh am 23. Januar 2023 gehandelt (Vorjahr 871 €/MWh am 29. August 2022).

Gaspreise

Am 10.01.2023 betrug der Großhandelspreis für eine MWh Gas in Deutschland 72,41 € (Vorjahr 319,57 € am 27.08.2022). Der Durchschnittspreis für Gas in Deutschland am Spotmarkt betrug 41,46 € (Vorjahr 125,72 €) und ist im Vergleich zum Vorjahr um 67,0 % gesunken. Neben Unsicherheiten auf dem Markt war eine weitere Ursache, dass der deutsche marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe auf den Märkten im Berichtsjahr 2022 sehr aktiv war, um möglichst zügig die im Frühjahr 2022 noch außergewöhnlich leeren Gasspeicher zu befüllen und die im Mai 2022 neu erlassenen gesetzlichen Vorgaben zur Befüllung von Gasspeicher zu erfüllen. Im Geschäftsjahr 2023 waren diese Aktivitäten nicht mehr zu verzeichnen. Die deutschen Speicher machten rund 22 % der europaweiten Kapazität aus; die forcierte Befüllung hatte somit auch eine Rückwirkung auf das Preisgeschehen in Europa insgesamt.

Für private Haushalte, aber auch für KMU sowie die Industrie sind hohe Gaspreise wirtschaftlich weiterhin sehr belastend. Trotz Absenkung der Mehrwertsteuer betrug der durchschnittliche Erdgaspreis im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2023 bei einem Verbrauch von 20.000 kWh 11,53 ct/kWh (Vorjahr 20,04 ct/kWh) und lag zwar somit 42,5 % unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau, allerdings weiterhin 63,3 % über dem Niveau des Vergleichsjahres 2021.

Leistungsindikatoren der Gesellschaft

Die EDG wird in den Konzernverbund der E.ON einbezogen, welche ihre Gesellschaften auf Segmentebene nach IFRS Kennzahlen steuert. Als bedeutsamste Kennzahl zur Steuerung des angestrebten Wachstums wird das um ergebnisneutrale (nicht operative) Effekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verwendet, das auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelt wird. Somit ist das bereinigte EBITDA die Kennzahl für die Ertragskraft der EDG. Abweichungen zum Ergebnis nach HGB ergeben sich hinsichtlich des EBITDA, abgesehen von Abschreibungen und Zinsergebnis, im Wesentlichen aufgrund der nach IFRS bereinigten ergebnisneutralen Effekte sowie unterschiedlicher Ansatz- und Bewertungsmethoden der Rechnungslegungswerke. Letztere sind insbesondere auf die Aktivierbarkeit von immateriellen Vermögensgegenständen, die Ermittlung von Pensionsrückstellungen und die Bewertung bestimmter Energielieferungsverträge zurückzuführen.

Bei der EDG als Vertriebsgesellschaft steht der Kunde im Mittelpunkt. Dieses Ziel wird bei der EDG durch die Kundenanzahl gemessen. Kunden, die sowohl Strom als auch Gas von der EDG beziehen, werden bei jedem Energieträger als ein gesonderter Kunde gezählt. Im FEH Bereich wird ab dem Geschäftsjahr 2023 die Leistung anhand der installierten Einheiten sowie anhand von an Partner übergebenen Leads im Bereich Wärmepumpen gemessen. Dabei bezeichnet eine Einheit eine verkaufte PV-Anlage/-Park (Solar) und ab dem Berichtsjahr ein installiertes Home-Energy-Management-System (HEMS).

Darüber hinaus nutzt die EDG die Kennzahl Mitarbeiterkapazitäten (MAK). Die Kennzahl MAK gibt die Anzahl der Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) an, d. h. bei der Ermittlung wird jeder Mitarbeiter nur in Höhe seines Beschäftigungsgrades erfasst. Für den Jahreswert MAK Ist wird ein Durchschnitt über die entsprechenden Quartalswerte der aktiven Gesamtbelegschaft gebildet. Für die MAK Prognose wird die MAK der aktiven Gesamtbelegschaft zum Stichtag 31. Dezember 2024 dargestellt.

Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2023 der EDG war neben der bereits erwähnten Fortsetzung der organisatorischen Neuausrichtung der EDG, der Investitionen in die IT-Infrastruktur geprägt von weniger volatilen Märkten und der Verringerung der Bezugspreise auf ein niedrigeres Niveau als im Geschäftsjahr 2022.

Aufgrund der langfristigen Beschaffungsstrategie war die EDG in der ersten Phase der Energiekrise lange in der Lage, die Preise im B2C-Segment stabil zu halten. Die im Jahr 2022 auf ein Rekordniveau gestiegenen Großhandelspreise, gestiegene Netzentgelte und gesetzliche Umlagen mussten allerdings im Rahmen von Preisanpassungen im Berichtsjahr an die Endkunden im Rahmen von Preiserhöhungen weitergegeben werden. Nachdem die Preise auf den Großhandelsmärkten im Laufe des Jahres 2023 rückläufig waren, senkte EDG als Reaktion darauf im September die Endkundenpreise für Strom und Erdgas in gewissem Umfang. Die Entlastungspakete der Bundesregierung, wie z. B. die im Jahr 2023 eingeführten Preisbremsen für Strom und Erdgas sowie der reduzierte Mehrwertsteuersatz, führten zu Entlastungen der Endkunden. Die Schaffung der operativen Voraussetzungen - von systemseitiger Umsetzung über die finanziellen Ausgleichsmechanismen mit staatlichen Institutionen bis hin zur zielgerichteten Kundenkommunikation - hatten bei der EDG wiederum einen hohen Stellenwert im Geschäftsgeschehen.

Die Entwicklung des B2SME Segments war im Geschäftsjahr 2023 noch durch die Energiekrise und die daraus resultierenden Angebots- und Marktpreisschwankungen beeinflusst. Im Februar 2022 wurde ein teilweiser Angebotsstopp eingeleitet, der bei vielen Produkten, insbesondere bei Fixpreisprodukten, auch bis in die erste Jahreshälfte 2023 andauerte. Im Zuge dessen wurde die strategische Marktbearbeitung (u. a. Einstellung der Akquise und Vertragsverlängerungen in Fremdgebieten) und auch das bestehende Produktportfolio überarbeitet. Sowohl risikomitigierende, spotmarktnahe Produkte als auch Ersatz- und Grundversorgungsprodukte ersetzten die risikobehafteten Fixpreisverträge mit Kunden und führten zusätzlich zu einem spürbaren Anstieg der durchschnittlichen Vertriebsmargen. Ferner konnte auf Bedarfsänderungen seitens der Kunden mithilfe individueller Vertragsanpassungen eingegangen werden. Daraus entstehende Über-/Untereindeckungen wurden entsprechend über die Beschaffungsmärkte abgewickelt. Zudem konnten im Berichtsjahr vermehrt grüne Energieverträge abgeschlossen werden, so dass die Grünstromquote als Nachhaltigkeits-KPI im B2SME Portfolio gesteigert werden konnte. Des Weiteren wurde die in Vorjahren implementierte B2SME Strategie zur Volumen- und Komplexitätsreduktion im Berichtsjahr weiterverfolgt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte aufgrund der genannten Maßnahmen trotz teilweise hochvolatiler Großhandelsmärkte insgesamt eine verbesserte Positionierung des B2SME Geschäfts erreicht werden.

Aufgrund politischer Unklarheiten hinsichtlich der Förderung sowie des kontroversen Diskurses um das Gebäudeenergiegesetz wurde 2023 eine allgemeine Marktunsicherheit im FEH-Geschäft festgestellt, die sich in einer geringen Kundennachfrage des PV-Gesamtmarktes widerspiegelt. Indes stellt der schwache Hochlauf durch die stagnierende Marktsituation eine Herausforderung für die Zielerreichung 2024 dar. Im Berichtsjahr konnte jedoch das starke Installationsvolumen gehalten werden. Dabei konnte durch geringere Installationszeiten die Servicequalität gegenüber 2022 gesteigert werden.

Die Prozessketten der Organisation wurden im Berichtsjahr weiterentwickelt und das FEH-Geschäft konnte um das Angebot von Energiemanagementlösungen mit langfristiger Kundenbindung erweitert werden, in diesem Zusammenhang ist auch der HEMS Rollout zu sehen. Außerdem wurde neben der bereits bestehenden Partnerschaft mit der Vaillant Deutschland GmbH, Remscheid eine weitere externe Partnerschaft mit der Thermondo GmbH, Berlin forciert, um die Sichtbarkeit E.ONs als Wärmeanbieter zu steigern.

Die kurzfristige Priorisierung der Merger und Akquisitionsaktivitäten (M&A) auf Solarunternehmen sowie die unterjährige politische Unsicherheit zur Wärmegesetzgebung verzögerten den Hochlauf des Wärmepumpengeschäfts. Im Geschäftsfeld insgesamt war jedoch ein Wachstum gegenüber dem Berichtsjahr 2022 zu verzeichnen.

Zur Erweiterung der Handlungsfähigkeit der EDG trugen auch die Übernahmen der Dexas GmbH, Hannover, und der klarsolar GmbH, Heidelberg, bei. Mit notarieller Beurkundung vom 17. August 2023 wurde die Dexas GmbH, Hannover, zu 100 % übernommen, um eine stärkere regionale Präsenz und bessere Verfügbarkeit von Installationskapazitäten zu gewährleisten. Damit stärkt die Dexas GmbH als Nukleus für die "E.ON Home Service GmbH" das Geschäftswachstum. Überdies wurde zum 30. November 2023 und der hundertprozentigen Übernahme der klarsolar GmbH, Heidelberg, zusätzliches Leistungspotential geschaffen und ein weiterer Sockel für eine schnelle, aber nachhaltige Marktdurchdringung gelegt.

Im Geschäftsjahr 2020, als der Teilbetrieb Retail Germany auf die EDG übertragen und in diese integriert wurde, wurde gleichzeitig das Konzernprojekt Explore Tomorrow ins Leben gerufen, das diese Integration begleitet, eine neue leistungsfähigere EDG bewirkte und sozialverträgliche Personalanpassungsmaßnahmen (Interessenausgleich (IA) Explore Tomorrow) beinhaltete. Dieses Konzernprojekt wurde im Berichtsjahr weiter umgesetzt. Daneben wurden bereits in den Vorjahren zwei weitere Ergänzungs-IA Digital zum IA Explore Tomorrow der EDG abgeschlossen, die sich in der Umsetzung befinden. Zudem wurde im Berichtsjahr eine weitere Restrukturierung beschlossen. Im Rahmen des Projekts B2SME Transform wurde die Digitalisierung im Bereich B2SME vorangetrieben sowie der Übergang des Strom- und Gas-Ankaufgeschäftes, welches zuvor durch den EDG-Bereich Energy Markets abgewickelt wurde, auf die EEM verhandelt. Die Auswirkungen hieraus werden in den Folgejahren ersichtlich sein.

Die EDG beliefert rund 7,9 Mio. Kunden (davon 7,5 Mio. Privat- & Gewerbekunden und 0,4 Mio. Geschäftskunden; Vorjahr 8,0 Mio. Kunden, davon 7,6 Mio. Privat- und Gewerbekunden und 0,4 Mio. Geschäftskunden) mit Strom und Gas.

Die Entwicklung der Leistungsindikatoren und deren Prognosen stellen sich wie folgt dar:

Leistungsindikatoren Prognose 2023 Ist 2023 Prognose 2024
Bereinigtes EBITDA nach IFRS [Mio.] 380,2 370,6 414,8
MAK 2.301 2.256 2.240
Kundenanzahl (Strom / Gas) [Mio.] 8,0 7,9 8,1
Privatkunden- & Gewerbekunden 7,7 7,5 7,7
Geschäftskunden 0,3 0,4 0,4
FEH (PV)- Inst. Einheiten [Tsd.] 2,6 1,9 2,1
FEH (Wärmepumpen) - Übergebene Leads [Tsd.] * 7,5 38,0

* Im Vorjahr noch nicht in der Prognose enthalten

Das IST-EBITDA zum 31. Dezember 2023 ist mit 370,6 Mio. € auf dem Niveau des prognostizierten EBITDAs in Höhe von 380,2 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr ist das bereinigte EBITDA nach IFRS im Geschäftsjahr 2023 auf 370,6 Mio. € (Vorjahr 354,7 Mio. €) leicht angestiegen. Dieser Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus positiven energiewirtschaftlichen Einmaleffekten. Gegenläufig belastetet ein Marktumfeld mit wieder stärker steigendem Wettbewerb sowie Risikovorsorgen das Ergebnis.

Die MAK in Höhe von 2.206 liegen im Geschäftsjahr 2023 unter dem Prognosewert 2023 in Höhe von 2.301. Die geringeren MAKs sind insbesondere auf offene Vakanzen zurückzuführen.

Die Kundenzahlen im B2C Segment lagen im Geschäftsjahr 2023 unter dem Prognosewert. Im Jahr 2022 war der Wettbewerb aufgrund der Energiekrise und damit einhergehend auf Rekordniveau gestiegenen Groß- und Einzelhandelspreisen fast nahezu zum Erliegen gekommen. Die Zahl der Lieferantenwechsel bei Haushaltskunden im Strom und Gas sank hierdurch deutlich. Aufgrund der Entspannung an den Großhandelsmärkten kam es im Jahr 2023 wieder zu einer zunehmenden Wettbewerbssituation. Dies führte bei der EDG im Laufe des Jahres zu entsprechenden Kundenbewegungen, denen aber insbesondere im 4. Quartal durch zahlreiche Akquise-Aktivitäten für das Gesamtjahr entgegengewirkt werden konnte.

Durch die Verschmelzung der Wärmeenergie Verwaltungs GmbH, Essen, Komplementärgesellschaft der DWE, und die Anwachsung der DWE auf die EDG sind auch die Privatkunden der DWE auf die EDG übergegangen. Bis zur Anwachsung belieferte die DWE Privatkunden mit Strom zu Heizzwecken.

Die installierten Einheiten in Bezug auf das FEH-Geschäft in Höhe von 1,9 Tsd. Einheiten lagen im Geschäftsjahr 2023 unter dem Prognosewert in Höhe von 2,6 Tsd. Die Abweichung in Höhe von 0,7 Tsd. Einheiten resultiert aus den PV-Produkten und ergibt sich im Wesentlichen aus der Knappheit an Installationskapazitäten zu Jahresbeginn sowie einem unterjährigen Einbruch der Kundennachfrage auf dem Gesamtmarkt. Für den Sektor Solarparks (GM-PV) verzeichnet die EDG mit 37,3 MWp gegenüber 19,5 MWp aus dem Vorjahr eine erhebliche Erhöhung der Anschlussvolumina. Im Bereich Wärmepumpen lag für das Berichtsjahr 2023 die Lead-Anzahl bei 7,5 Tsd. und FEH verzeichnet damit einen Anstieg um 3,7 Tsd. Leads im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr konnten somit mehr Leads generiert werden.

Nach dem Markteinstieg im Bereich Energiemanagement blickte der FEH-Sektor auf einen vielversprechenden Hochlauf im Jahr 2023 zurück. Innerhalb weniger Wochen seit Roll-Out konnten ca. 1.000 Einheiten implementiert werden. Aus EDG-Sicht unterstrich dies das Marktpotential, das dem intelligenten und optimierenden HEMS zugrunde liegt, sowie die hohe Nachfrage, die es bedient.

Ertragslage nach HGB

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

in Mio. € 2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse 24.400,8 20.186,0 4.214,8
Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5,6 6,8 -1,2
Sonstige betriebliche Erträge 153,9 229,5 -75,6
Materialaufwand -23.014,0 -19.047,1 -3.966,9
Rohergebnis 1.546,2 1.375,2 171,0
Personalaufwand -336,0 -267,0 -69,0
Abschreibungen -89,3 -23,3 -66,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.029,8 -697,1 -332,7
Finanzergebnis 134 -231,9 365,9
Ergebnis vor Steuern 225,2 155,9 69,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -61,0 -9,5 -51,5
Ergebnis nach Steuern 164,2 146,4 17,8
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -164,2 -146,4 -17,8

Die Umsatzerlöse der EDG beinhalten sonstige Umsatzerlöse in Höhe von 230,0 Mio. €, die sich im Wesentlichem aus dem Verkauf von PV-Produkten in Höhe von 92,4 Mio. €, Kostenweiterberechnungen in Höhe von 48,9 Mio. € sowie aus dem Wassergeschäft in Höhe von 26,7 Mio. € ergeben. Der Großteil der Umsatzerlöse ergibt sich jedoch aus dem Stromverkauf in Höhe von 13.097,4 Mio. € und dem Gasverkauf in Höhe von 11.073,4 Mio. €. Die EDG verkaufte im Geschäftsjahr 2023 rund 57,8 TWh Strom und 120,7 TWh Gas.

Absatz der EDG Strom in TWh Gas in TWh
2023 2022 2023 2022
Endkundenabsatz der EDG 28,7 31,7 32,1 36,7
Verkauf & Service B2C 17,8 18,5 20,6 22,8
Verkauf & Service B2SME 10,9 13,2 11,5 13,9
Sonstige Absatzgeschäfte (i.W. Energiebörse (Vj.), große Marktpartner) 29,1 32,4 88,6 88,0
Gesamter Absatz der EDG 57,8 64,1 120,7 124,7

Die Energiebilanz der EDG setzt sich aus Lieferungen an Endkunden und sonstigen Absatzgeschäften zusammen. Hierbei sind im Endkundenabsatz Verkäufe an B2C- und B2SME-Kunden enthalten. Aufgrund der Energieeinsparungen durch die Endkunden infolge der Energiekrise war der Strom- und Gas-Absatz im Geschäftsjahr 2023 rückläufig.

Die Umsatzerlöse in Höhe von 24.400,8 Mio. € sind insbesondere aufgrund von höheren Preisen für Kunden und die Commodity-Bewirtschaftung sowie infolge periodischer und aperiodischer Effekte aus Mehr-/Mindermengenabrechnungen und gegenläufiger Rückstellungszuführungen im Vergleich zum Vorjahr um 4.214,8 Mio. € gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um ungefähr 75,6 Mio. € gesunken und umfassen im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen und Zahlungseingänge auf in Vorjahren ausgebuchte oder bereits wertberichtigte Forderungen.

Der Materialaufwand in Höhe von 23.014,0 Mio. € hat sich aufgrund der höheren Beschaffungs- und Netznutzungskosten um 3.966,9 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Das Ergebnis vor Steuern ist gegenüber dem Vorjahr um 69,3 Mio. € auf 225,2 Mio. € gestiegen. Dieser Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus dem gestiegenen Rohergebnis (+171,0 Mio. €) bei gestiegenen Personalaufwendungen (+69,0 Mio. €) und Abschreibungen (+66,0 Mio. €) sowie gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+332,7 Mio. €) und einem gestiegenen Finanzergebnis (+365,9 Mio. €). Der Anstieg des Rohergebnisses ergibt sich im Wesentlichen aus gestiegenen Erlösen im Gasbereich, bedingt durch höhere Preise mit Endkunden. Gegenläufig standen den höheren Erlösen aus dem Gasverkauf allerdings gestiegene Beschaffungskosten gegenüber. Der Anstieg der Abschreibungen um 66,0 Mio. € ist mit 62,5 Mio. € insbesondere auf die Wertberichtigung auf immaterielle Vermögensgegenstände zurückzuführen, die mit der Änderung im Zielbild der IT-Infrastruktur in Zusammenhang steht. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist insbesondere auf verstärkte Marketingaktivitäten (+13,7 Mio. €) und gestiegene Wertberichtigungen auf Kundenforderungen (+24,3 Mio. €) zurückzuführen. Darüber hinaus belasteten der Verlust aus der Anwachsung der DWE an die EDG (+65,4 Mio. €) und gestiegene IT-Kosten in Höhe von +74,8 Mio. € sowie Aufwendungen für Fremdleistungen im Bereich des Kundenkontaktmanagements und des Kundensupports sowie der Provisionen in Höhe von 90,3 Mio. € das Ergebnis. Das Finanzergebnis erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund von um 126,2 Mio. € verminderten Zinsaufwendungen sowie aufgrund von um 157,0 Mio. € verminderten Aufwendungen aus Verlustübernahmen aus Ergebnisabführungsverträgen und um 99,9 Mio. € gestiegenen Zinserträgen. Gegenläufig wirkten im Wesentlichen die verminderten Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 54,7 Mio. € (Vorjahr 71,3 Mio. €).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich um 51,5 Mio. €. Hierbei beläuft sich der Aufwand aus der Steuerumlage auf 67,5 Mio. €. Im Vorjahr ergab sich aufgrund von steuerlichen Effekten ein Aufwand aus der Steuerumlage in Höhe von 9,3 Mio. €.

Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich im Berichtsjahr um 17,8 Mio. € auf 164,2 Mio. €.

Bereinigtes EBITDA nach IFRS

Zur internen Steuerung und als Indikator für die Ertragskraft verwendet der E.ON Konzern und somit auch die EDG ein um ergebnisneutrale Effekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBITDA nach IFRS).

Das bereinigte EBITDA nach IFRS ermittelt sich wie folgt:

in Mio. € Geschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022
Handelsrechtliches Jahresergebnis vor Ergebnisübernahme 164,2 146,4
+ Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern gem. handelsrechtlicher Gewinn- und Verlustrechnung 61,0 9,5
+ Abschreibungen IFRS 54,3 48,8
+ Zinsergebnis IFRS -64,1 -1,5
+ Unterschiede aufgrund unterschiedlicher Rechnungslegungsvorschriften (HGB vs. IFRS) und nach IFRS bereinigter ergebnisneutraler Effekte 155,2 151,6
Bereinigtes EBITDA nach IFRS 370,6 354,7

Unterschiede zum HGB Ergebnis ergeben sich aus Bewertungsunterschieden zwischen HGB und IFRS, wie bspw. aus Zinseffekten für die Pensionsrückstellungen, aus den Bilanzierungsstandards IFRS 9 und IFRS 15 sowie aus bereinigten ergebnisneutralen Effekten. Das bereinigte EBITDA nach IFRS liegt über dem HGB Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern. Das liegt im Wesentlichen daran, dass der Personalaufwand der Zuführungen für Pensionsrückstellungen nach HGB wesentlich höher ist als nach IFRS (+56,4 Mio. €) sowie Aufwendungen aus der Wertberichtigung auf Forderungen und erwartete Verluste nach HGB im Vergleich zu IFRS in Höhe von (+68,6 Mio. €).

Finanzlage nach HGB

Der Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital betrug zum 31.12.2023 89,2 % (Vorjahr: 90,2 %).

Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich nachfolgende finanzielle Entwicklung:

in Mio. € Geschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 403,3 955,7
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -56,8 251,0
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -260,3 -126,3
Zahlungswirksame Veränderung 86,2 1.080,4

Der positive Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 403,3 Mio. € resultierte aus dem um die nicht cash-wirksamen Erträge und Aufwendungen sowie um die Rückstellungsveränderungen bereinigten Ergebnis in Höhe von 552,1 Mio. €. Gegenläufig wirkten die Mittelabflüsse im Working Capital in Höhe von 148,8 Mio. €.

Der negative Cash Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -56,8 Mio. € war im Wesentlichen geprägt vom Mittelabfluss aus dem Erwerb der klarsolar GmbH sowie der E.ON Solarpark Gerdshagen GmbH & Co. KG (insgesamt -39,2 Mio. €), Herstellungskosten für Erwerb von Software (-25,0 Mio. €) sowie dem ebenfalls konzerninternen Erwerb eines Gaskundenportfolios (-6,4 Mio. €). Gegenläufig wirkte die Rückzahlung eines konzernintern kurzfristig gewährten Darlehens (+17,1 Mio. €).

Der negative Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -260,3 Mio. € beruhte im Wesentlichen auf dem Mittelabfluss aus den Ergebnisabführungen des Jahres 2022 der EPS an die EDG sowie der EDG ihrerseits an die EDH.

Die Gesellschaft ist in das konzernweite Cash-Pooling der E.ON eingebunden und verfügt über ausreichend liquide Mittel, um ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Die der Cash Flow-Rechnung zugrunde gelegten Finanzmittel setzen sich aus 0,5 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €) liquiden Mitteln und 3.013,8 Mio. € (Vorjahr 2.973,9 Mio. €) Cash-Pooling-Forderungen gegen E.ON zusammen. Zusätzlich hat die Gesellschaft im Rahmen der DWE-Anwachsung liquide Mittel in Höhe von 46,1 Mio. € übernommen.

Vermögenslage nach HGB

Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:

in Mio. € 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Anlagevermögen 253,3 273,0 -19,7
Umlaufvermögen 5.921,0 6.465,5 -544,5
Rechnungsabgrenzungsposten 129,1 243,1 -114
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 7,9 - 7,9
Aktiva 6.311,3 6.981,6 -670,3
Eigenkapital 681,2 681,2 0
Rückstellungen 1.935,4 2.065,2 -129,8
Verbindlichkeiten 3.404,4 3.303,2 101,2
Rechnungsabgrenzungsposten 290,3 932,0 -641,7
Passiva 6.311,3 6.981,6 -670,3

Die Bilanzsumme weist im Berichtsjahr einen Rückgang um 670,3 Mio. € auf.

Das Anlagevermögen hat sich unter Berücksichtigung einer Wertberichtigung in Höhe von 62,5 Mio. € und gleichzeitig erfolgter Investitionen verändert, es entspricht jedoch dem Vorjahresniveau.

Die Verminderung des Umlaufvermögens in Höhe von -544,5 Mio. € ist im Wesentlichen durch den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögensgegenstände begründet. Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen verminderten sich um -182,7 Mio. €, aufgrund höherer Wertberichtigungen sowie höherer Abschlagszahlungen. Die sonstigen Vermögensgegenständen verminderten sich in Höhe von 361,4 Mio. €., im Wesentlichen aufgrund geringerer Abgrenzungen aus Rückvermarktung.

Die Eigenkapitalquote belief sich am 31. Dezember 2023 auf 10,8 % (Vorjahr 9,8 %) und weist damit im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung um 1,0 Prozentpunkt auf. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das verminderte Fremdkapital (-670,3 Mio. €) zurückzuführen.

Die Rückstellungen haben sich im Berichtsjahr 2023 um 129,8 Mio. € vermindert. Dies war auf die Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen um 30,9 Mio. € sowie eine Verminderung der Steuerrückstellungen um 5,6 Mio. € und einen Rückgang der sonstigen Rückstellungen um 155,1 Mio. € zurückzuführen. Die Veränderungen in den sonstigen Rückstellungen ergaben sich im Wesentlichen sowohl aus einem Anstieg der Rückstellungen für Preisrisiken sowie gegenläufig einem Rückgang der Rückstellung für ausstehende Rechnungen für Strom- und Gasbezug.

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 90,3 Mio. €, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.900,2 Mio. € sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 408,9 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der Normalisierung der Bezugspreise um 219,7 Mio. € gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 653,1 Mio. €. Die Erhöhung ist insbesondere auf im Vergleich zum Vorjahr 465,0 Mio. geringere Vorauszahlungen sowie 270,0 Mio. € höhere Verbindlichkeiten aus der Energiewirtschaft zurückführen.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen im Berichtsjahr 290,3 Mio. € (Vorjahr 931,9 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen erhaltene Zahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten im Rahmen der Kaskadierungen und Glattstellungen von finanziellen Strom-Future-Geschäften an der EEX für kommende Lieferperioden in Höhe von 289,7 Mio. €. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem periodengerechten Verbrauch für das Lieferjahr 2023.

Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2023 verlief hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für die EDG insgesamt zufriedenstellend. Bei Umsatzerlösen in Höhe von 24.400,8 Mio. € und einem Rohergebnis in Höhe von 1.546,2 Mio. € wurde ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 164,2 Mio € erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr war das Berichtsjahr 2023 von weniger volatilen Märkten geprägt und der Verringerung der Bezugspreise auf ein niedrigeres Niveau als im Geschäftsjahr 2022. Durch die Fortsetzung der IT-Strategie mit dem Fokus auf eine erhöhte Digitalisierung sowie die Fortsetzung der organisatorischen Neuausrichtung wurde auch im Geschäftsjahr 2023 die Gesellschaft erfolgreich weiterentwickelt.

Mitarbeiter

Reorganisation

Im Berichtsjahr wurden die laufenden Reorganisationen weiter umgesetzt, hierzu zählen das Konzernprojekt Explore Tomorrow mit dem dazugehörigen Interessensausgleich inklusive den Ergänzungsvereinbarungen (Ergänzungs-IA DT & Ergänzungs-IA OTC) und die Veränderung gemäß Themis (IA Themis).

Zudem wurde im Berichtsjahr eine Restrukturierung im I Sell B2SME Bereich beschlossen. Im Rahmen des Projekts B2SME Transform wird die Digitalisierung im Bereich I Sell B2SME vorangetrieben. Die hierzu erforderlichen Maßnahmen wurden im Interessenausgleich B2SME Transform vom 23. November 2023 definiert. Diese umfassen insbesondere den Abbau sämtlicher Stellen der Abteilungen Direct Sales sowie Inside- & Telesales zum 31. Dezember 2024 sowie den Aufbau eines neuen sog. digitalen Kundenbüros zum 1. Januar 2024.

Die personellen Veränderungen im Rahmen der genannten IAs wird sozialverträglich umgesetzt. Die Möglichkeiten für eine sozialverträgliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses können ein Aufhebungsvertrag mit Abfindungsleistung, ein Vorruhestandsvertrag oder ein Aufhebungsvertrag mit vorheriger Abordnung des Arbeitnehmers in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (BQG) sein. Im Rahmen des IA Themis wurden 24 Maßnahmen unterschrieben, zudem werden noch drei Abbauten erwartet. In Bezug auf den IA Explore Tomorrow haben im Berichtsjahr drei Mitarbeiter eine der beschriebenen Maßnahmen beansprucht. Aus der weiteren Umsetzung des IA wird erwartet, dass weitere vier Mitarbeiter die EDG verlassen werden. Hinsichtlich des IA DT haben alle vom Stellenabbau betroffenen Arbeitnehmer entweder eine der im IA beschriebenen Maßnahmen genutzt oder konnten eine andere vakante Stelle innerhalb der Gesellschaft besetzen. Alle vom IA OTC betroffenen Arbeitnehmer haben eine der im IA beschriebenen Maßnahmen genutzt oder konnten auf eine vakante Stelle innerhalb der Gesellschaft wechseln.

Im Rahmen des "Market Dynamics"-Konzernprojektes wurde der Übergang des Strom- und Gas-Ankaufgeschäftes, welches zuvor durch den EDG-Bereich Energy Markets abgewickelt wurde, auf EEM verhandelt. Der Großteil der Mitarbeiter des Bereichs sind zum 1. Januar 2024 via Betriebsübergang (§ 613a BGB) übergegangen.

Aus- und Weiterbildung

Bei der EDG hat die Mitarbeiteraus- und -weiterbildung einen hohen Stellenwert. Vor dem Hintergrund wird das Fortbildungsangebot laufend an die sich ändernden Markt- und Kundenanforderungen angepasst. Im April und September des Geschäftsjahres wurden Learning Days für alle Mitarbeiter durchgeführt. Im Rahmen der Nachwuchssicherung bildet die EDG weiterhin aus.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement

Für die EDG sind Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement wichtige Themen und die EDG leistet daher entsprechende Präventionsarbeit. Die Schwerpunkte im Gesundheitsmanagement lagen im Wesentlichen im Bereich der Ergonomie sowie der Prävention psychischer Erkrankungen/Mental Health sowie im Installationsgeschäft. Bei der EDG ereigneten sich im Berichtsjahr drei meldepflichtige Arbeitsunfälle und zwei meldepflichtige Wegeunfälle.

Belegschaftszahlen

Zum Jahresende des Geschäftsjahres 2023 gehörten zur aktiven Gesamtbelegschaft der EDG 2.256 MAK. Der Wert lag somit leicht über dem Jahresendwert 2022 (2.225 MAK).

Prognose

Die Energiebranche ist weiterhin von den Trends Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung geprägt. Im Geschäftsjahr 2024 liegen die Schwerpunkte der EDG auf der Weiterentwicklung der Organisation, um die Reaktionsfähigkeit, Flexibilität sowie die Kundenorientierung/-bindung kontinuierlich zu verbessern, auf der weiteren Digitalisierung der Geschäftsprozesse sowie vor dem Hintergrund der aktuell anhaltenden Energiekrise auf der Umsetzung regulatorischer Maßnahmen und Preisanpassungen. Daneben werden die strategischen Ziele aus dem Konzernprojekt Edison, dass die Umsetzung von Wachstumsthemen im Kontext der Energiewende beinhaltet, bei der EDG konsequent weiterverfolgt. Das Thema Nachhaltigkeit steht weiterhin im Fokus und wird in allen Bereichen des Unternehmens u. a. mit Blick auf die Dekarbonisierung des Kundenportfolios berücksichtigt und mit Maßnahmen hinterlegt.

Die operativen Herausforderungen bewegen sich in einem Marktumfeld mit wieder stärker steigendem Wettbewerb, dem begegnen wir mit weitreichenden Prozessautomatisierungen. Auch der Ökoanteil im Energieportfolio soll sukzessiv erhöht werden. Die Prozesse werden mithilfe von Automatisierung und Digitalisierung standardisiert, vereinfacht und sollen vollständig auf den Kunden ausgerichtet werden. Hier setzt das Projekt End-to-End Customer Engagement (E2E CE) an, das den Transformationsprozess hin zu einer cross-funktionalen und agilen Ablauforganisation entlang des Kundenlebenszyklus beinhaltet. Dies umfasst innovative Formen der internen Zusammenarbeit in sog. Excellence Rooms. Die Einführung des E.ON Business System (EBS) als durchgängiges Management System soll die agile Transformation unterstützen.

Darüber hinaus wird im Laufe des Geschäftsjahres 2024 der Energy-Markets Funktionsbereich der EDG auf die EEM übergehen mit der Folge, dass die Kosten und Ergebnisbeiträge aus diesem Bereich zukünftig bei der EEM allokiert werden. Im Rahmen des Übergangs wird ein neues Preismodell an der Schnittstelle EDG/EEM etabliert. EEM übernimmt wesentliche Risiken aus der Bewirtschaftung der Vertriebsmengen, im Gegenzug bezahlt die EDG dafür Risikoprämien an die EEM. Dies führt bei der EDG zu geringeren, aber risikoaverseren Vertriebsmargen.

Im B2SME Segment erwartet die EDG weiterhin ein im Vergleich zu den Geschäftsjahren vor der Energiekrise höheres Marktpreisniveau in Verbindung mit weitestgehend geringeren Volatilitäten. In den Folgejahren wird mit dem klaren Fokus auf Kunden bis max. 20 GWh ein Anstieg der Abschlussquoten bei einem wettbewerbsbedingten leicht rückläufigen Niveau der Vertriebsmarge gerechnet. Gleichzeitig geht die EDG von geringeren Ausfallrisken der neuen Kundenstruktur aus. Zur Unterstützung der neuen Vertriebsaktivitäten wurde mit der Entwicklung eines digitalen Kundenbüros begonnen, das im Transformationsprozess bei der Gewinnung von neuen Kunden unterstützen soll. Es ist zu erwarten, dass sich das Geschäftsmodell der EDG in Zukunft weniger risikobehaftet, bei leicht sinkender Marge, und mit einer geringeren Volatilität entwickelt. Dabei ist jedoch das erwartete Margenniveau höher als vor der Krise.

Der ambitionierte Wachstumskurs des FEH-Geschäftes soll in den nächsten Jahren konsequent weiterverfolgt werden. Für das FEH-Geschäft erwartet die EDG im Geschäftsjahr 2024 weiterhin durch politische Einflussfaktoren ein volatiles Marktumfeld. Trotz der Marktunsicherheiten werden für das PV-Geschäft Installationen in Höhe von insgesamt 2,1 Tsd. Units über die EDG antizipiert. Des Weiteren werden im Kontext eines nachhaltigen und digitalisierten Energieportfolios die voranschreitende Erschließung des Marktes durch HEMS sowie die verstärkte Integration von Wärmepumpenlösungen eine entscheidende Bedeutung einnehmen. Die prognostizierten übergebenen Leads für das Jahr 2024 liegen bei 38,0 Tsd. Die Knappheit von Installationskapazitäten am Markt soll durch die Übernahme von weiteren Installationsbetrieben langfristig überwunden werden, um die wachsende Nachfrage nach PV-Anlagen und Wärmepumpen flächendeckend bedienen zu können.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde in die Stabilisierung bestehender IT-Infrastruktur und in den Ausbau der Funktionalitäten der IT-Struktur investiert, um zukünftig den vielfältigen und sich schnell ändernden Anforderungen am Markt wie auch der EDG intern gerecht zu werden und profitables Wachstum sowie weitere Synergien realisieren zu können.

Die Einführung des Digitalen Kundenbüros und des Voicebots auf Basis künstlicher Intelligenz werden wichtige Eckpfeiler in der Umsetzung der Strategie der EDG hin zur verstärkten Automatisierung und IT-Unterstützung der Prozesse innerhalb der Gesellschaft und im Kontakt mit den Endkunden bilden. Neben der Einführung standardisierter und hoch automatisierter Prozesse in der Anfragenbearbeitung soll hierdurch insbesondere ein für den Endkunden transparenter und jederzeit reproduzierbarer Informationsfluss geschaffen werden.

Die EDG rechnet im Geschäftsjahr 2024 mit einem bereinigten EBITDA nach IFRS in Höhe von 414,8 Mio. €, das leicht über dem bereinigten EBITDA nach IFRS für das Geschäftsjahr 2023 liegt. Hierbei sollen sich die geplante Umsetzung regulatorischer Anforderungen und notwendiger Preisanpassungsprozesse sowie die Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse mit einer verstärkten Kundenorientierung positiv auswirken. Die Gesellschaft geht hierbei von einem leichten Anstieg des Kundenbestands auf rund 8,1 Mio. Kunden im Geschäftsjahr 2024 aus. 2024 rechnet die EDG mit 2.240 MAK zum Jahresende.

Chancen- und Risikobericht

Damit bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkannt und rechtzeitig angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden können, hat die EDG ein Risikofrüherkennungssystem implementiert, das über die für eine GmbH geltenden gesetzlichen Anforderungen hinausgeht. Das Risikofrüherkennungssystem ist in das Enterprise Risk Management der E.ON eingebunden und erfolgt nach den konzerninternen Vorgaben, die auch die Erfassung von Chancen beinhaltet.

Die EDG berichtet hier in den konzerneinheitlichen vorgegebenen Risikokategorien

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"Rechtliche und regulatorische Risiken"

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"Operative und IT-Risiken"

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"Gesundheit, Arbeits- und Umweltschutz (HSE), Human Resources und Sonstiges"

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"Marktrisiken"

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"Strategische Risiken"

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"Finanz- und Treasury-Risiken".

Die Thematik Environment, Social und Governance (ESG) wird als mögliche Ursache bei der Betrachtung von Chancen und Risiken berücksichtigt.

Eine Klassifizierung der Risiken erfolgt in den nachfolgend dargestellten Wertklassen des E.ON Konzerns für die Risiken und Chancen, die eindeutig quantifiziert werden können und eine Eintrittswahrscheinlichkeit größer 5 % haben. Risiken mit sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten unter 5 % (Tail-Events) werden nicht in dieser Klassifizierung dargestellt. Auf wesentliche Tail-Event-Risiken wird in den folgenden Abschnitten zu den einzelnen Risikokategorien kurz eingegangen.

Wertklassen
niedrig x < 50 Mio €
moderat 50 Mio € ≤ x < 200 Mio €
mittel 200 Mio € ≤ x < 500 Mio €
wesentlich 500 Mio € ≤ x < 2 Mrd €
hoch x ≥ 2 Mrd €

Die Wertklassen wurden, wie bereits im Konzerngeschäftsgericht 2022 angewendet, angepasst. Hintergrund war eine Überprüfung im Zuge der Umstellung der wesentlichen Steuerungskennzahl von EBIT zu der wichtigsten EBITDA. Die Wertklasse "hoch" beispielsweise hat sich von "x ≥ 1 Mrd €" auf "x ≥ 2 Mrd €" erhöht; diese Konzernwertklassen kommen ab 2023 auch für die EDG zur Anwendung.

Generelle Risikosituation

Die untenstehende Tabelle zeigt die durchschnittliche jährliche Nettorisikoposition (aggregierte Risikoverteilung) über den Mittelfristplanungszeitraum für alle quantitativen Chancen und Risiken (ohne Tail-Events) je Risikokategorie, basierend auf der wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahl bereinigtes EBITDA:

Risikopositionen
Risikokategorie Worst Case (Risiko, 5%-Quantil) Best Case (Chance, 95%-Quantil)
Rechtliche und regulatorische Risiken niedrig niedrig
Operative und IT-Risiken moderat niedrig
Gesundheit, Arbeits- und Umweltschutz (HSE), Human Resources und Sonstiges niedrig niedrig
Marktrisiken mittel mittel
Strategische Risiken niedrig niedrig
Finanz- und Treasury-Risiken niedrig moderat

Die für die EDG signifikanteste Risikoposition befindet sich in der Kategorie Marktrisiken. Es ergibt sich auf Basis der Wertklassen des E.ON Konzerns für die EDG eine Gesamtrisiko- und Chancenposition von mittlerer Natur.

Rechtliche und regulatorische Chancen und Risiken

Aus der operativen Geschäftstätigkeit ergeben sich einzelne Risiken in Verbindung mit Rechtsstreitigkeiten, datenschutzrechtlichen Sachverhalten sowie dem jüngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transaktionsfonds. Außerdem sind die sich stetig ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen, bspw. Umsetzung der Gas- und Strompreisbremse, der Festlegungen der Bundesnetzagentur zu § 14 a EnWG, des Energiefinanzierungsgesetzes oder der Anpassungen der Umsatzsteuer in die Risikoeinschätzung einzubeziehen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um das Risiko von Klagen und behördliche Verfahren, unter anderem wegen Preiserhöhungen, sowie um Einzelverfahren, die Schadenersatz- und Preisanpassungsansprüche in laufenden Energielieferverträgen zum Inhalt haben. In einem weiteren Einzelverfahren hat die EDG eine verbundene Konzerngesellschaft von Schadensersatzansprüchen eines Energieversorgungsunternehmens im Zusammenhang mit verweigerten Kundenübergaben freigestellt. Die Verfahren können sich auf die Feststellung der Unwirksamkeit von Preisanpassungsklauseln sowie der Unwirksamkeit von Preisanpassungen aus formalen Gründen beziehen und die Rückforderung von vereinnahmten Erhöhungsbeträgen der vergangenen Jahre bei Sondervertragskunden und in der Grundversorgung miteinschließen.

Datenschutzrechtlich sind Risiken aufgrund aktueller höchstricherlicher Entwicklungen zu Betroffenenrechten und zu rechtlichen Grundlagen bei der Nutzung von Daten sowie Risiken beim Einsatz von Cloud-Lösungen bzw. Serviceanbietern mit Drittstaatenbezug aufgrund unklarer Rechtslagen und streitbarer behördlicher Rechtspositionen zu benennen.

Zur Reduzierung der Risiken beobachtet die Gesellschaft kontinuierlich die laufende Rechtsprechung und Gesetzgebung und passt die relevanten Vertragsklauseln regelmäßig an die aktuelle Gesetzgebung und Rechtsprechung an.

Die Gesellschaft steht in einem harten vertrieblichen Wettbewerb mit anderen Energielieferanten. Aggressive Vertriebsmaßnahmen können zum Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen werden. Die Gesellschaft überwacht die von ihr zu Akquise-Zwecken eingesetzten Dienstleister. Generell greifen bei der Überwachung unserer Vertriebspartner/Dienstleister die bestehenden Qualitätsstandards (Handelsvertreterkonzept, Beschwerdemanagement, Vor-Ort-Besuche, Review-Gespräche etc.) bzw. die geltenden Konzernvorgaben und die gültigen Vertriebspartnerverträge. Der Fraud-Prevention-Monitor ist weiterhin ein wichtiger Baustein zur Überwachung bzw. Erkennung von Fraud-Fällen als Teil des internen Kontrollsystems.

Chancen ergeben sich in dieser Risikokategorie im Wesentlichen aus dem für die EDG positiven Ausgang von Rechtsstreitigkeiten bzw. geringerer sich materialisierender Rechtsrisiken und den damit verbundenen positiven Auswirkungen auf das bereinigte EBITDA.

Weitere Risiken resultieren aus den regulatorischen Vorgaben und deren Veränderungen, aktuell die Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarkts [Regulation on Wholesale Energy Market Integrity and Transparency (REMIT), European Market Infrastructure Regulation (EMIR), Markets in Financial Instruments Directive (MiFID II) sowie Market Abuse Regulation (MAR)]. Um dem Risikopotential angemessen Rechnung zu tragen, wird die Einhaltung der regulatorischen Vorgaben regelmäßig überprüft. Die Einhaltung der Verbote von Marktmanipulation und Insiderhandel gemäß REMIT bzw. MAR wird durch regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter im Handel und in handelsnahen Funktionsbereichen gewährleistet.

Die Gesamtrisikopositionen der rechtlichen und regulatorischen Risiken sind, ebenso wie die Gesamtchancenpositionen, zum Stichtag niedrig.

Operative und IT- Chancen und Risiken

Es besteht das Risiko, dass Aufgaben infolge von nicht mehr verfügbarer Infrastruktur (IT-Systeme, Gebäude) nicht mehr erfüllt werden können. Als Gegenmaßnahme betreibt die EDG ein Business Continuity Management. Das Business Continuity Management hat zum Ziel, die EDG vor ernsthaften Schäden und Verlusten, die mit dem Ausfall kritischer Prozesse einhergehen können, zu schützen. Es soll möglichen Unterbrechungen der Prozessabläufe entgegenwirken und eine zeitliche Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs in Störungsfällen sicherstellen.

Zu Risiken in den an Konzerngesellschaften ausgelagerten Prozessen im Bereich IT-Systembetrieb und -pflege, Abrechnung sowie Buchhaltung findet regelmäßig eine Abstimmung mit den Dienstleistungsunternehmen statt. Weiterhin wird jährlich eine Bestätigung des Managements dieser Konzerngesellschaften hinsichtlich der Wirksamkeit des in den Dienstleistungsprozessen implementierten internen Kontrollsystems abgegeben.

Hinsichtlich der genutzten Informationstechnologien steht die Cyber Security bzw. IT-Sicherheit im Vordergrund des E.ON-Konzerns, die den Schutz aller Bestandteile eines IT-Systems vor unbefugtem Zugriff, Manipulationen oder Diebstahl beschreibt. Demnach werden alle Teilsysteme, mit denen Informationen verarbeitet, genutzt und gespeichert werden, geschützt. Eine Schutzmaßnahme des E.ON-Konzerns bildet das Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS), um Informationssicherheit systemübergreifend nachhaltig zu definieren, umzusetzen, zu kontrollieren, aufrechtzuerhalten und kontinuierlich zu verbessern.

Die operative und strategische Steuerung durch die EDG ist maßgeblich abhängig von einer komplexen IT. Die marktgerechte und technologische Weiterentwicklung der IT-Systeme und die Sicherstellung des Betriebs der Systeme erfolgt durch den Einsatz qualifizierter Mitarbeiter der EDG sowie verbundener Unternehmen und wird durch externe Spezialisten entsprechend unterstützt. Die EDG achtet dabei auf die Umsetzung und Einhaltung der Richtlinien und Anweisungen zur IT-Sicherheit.

Die Gesamtrisikopositionen der Operativen und IT-Risiken sind zum Stichtag moderat, wohingegen die Gesamtchancenpositionen zum Stichtag niedrig sind.

Gesundheit, Arbeits- und Umweltschutz, Human Resources und Sonstiges

Insbesondere durch Mitarbeiterausfall und -fluktuation ergeben sich Risiken. Um diesen Risiken zu begegnen, verfolgt das Unternehmen Aktivitäten zur Stärkung einer positiven Unternehmenskultur. Ferner bestehen Risiken in Form von menschlichem Fehlverhalten und Know-how-Verlusten, die durch ein aktiv gelebtes internes Kontrollsystem, Schulungen und Dokumentationen reduziert werden.

Die E.ON Caring Culture fördert den Teamgeist und wird durch die How we care-Prinzipien unterstützt. Diese Prinzipien stärken die grundsätzlich respektvolle und wertschätzende Haltung untereinander wie auch ein aufmerksames Verhalten füreinander. Durch die Einführung von HSE-Tagen in allen Teams, wurde die Caring Culture intensiv an jeden Mitarbeitenden herangetragen und im eigenen Team diskutiert. Dabei ging es unter anderem um Unfallgefahren, aber auch um Gesundheitsthemen und verschiedenste präventive Übungen, um diese zu stärken. Dadurch hat HSE einen besonderen Stellenwert in der gesamten Organisation erlangt.

Die Gesamtrisikopositionen in Bezug auf Gesundheit, Arbeits- und Umweltschutz, Human Resources und Sonstiges sind, ebenso wie die Gesamtchancenpositionen, zum Stichtag niedrig.

Marktchancen und -risiken

Im Rahmen der Beschaffungsstrategie erfolgt die Beschaffung für die physischen Strom- und Gaslieferungen weiterhin strukturiert und wird optimiert bewirtschaftet. Hieraus ergeben sich Chancen und Risiken, die täglich gemessen und durch Limitierung und Schwellenwerte überwacht werden.

Um die Risiken im Strom- und Gasgeschäft zu begrenzen, hat die Gesellschaft ihre Hedging-Strategie samt zugehöriger Limitierung des Value at Risks und der offenen Positionen pro Commodity und Lieferjahr sowie Schwellenwerte für Materialized Risk verbindlich festgelegt. Materialized Risk ist dabei die aktuelle Realisierung der Risiken samt Gewinn oder Verlust aus offenen Positionen. Der Value at Risk ist der Verlust aus offenen Positionen, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % innerhalb eines Tages nicht überschritten wird. Diese Commodity-Hedging-Strategie ist mit der E.ON SE abgestimmt.

Die liquide handelbaren Positionen der Beschaffung sind durch eine Limitierung beschränkt, die nicht überschritten werden darf (Limit offene Positionen). Ebenso war der Value at Risk limitiert. Im Zuge der massiven Preisbewegungen resultierte das Risiko jedoch immer mehr aus den nicht liquide handelbaren Bestandteilen der Position (Residualposition). In Abstimmung mit der E.ON SE wurde deshalb der Value at Risk als Limit bis Ende 2023 ausgesetzt, dieser wird aber weiterhin berichtet. Ab 2024 wird der Value at Risk als Limit wieder eingesetzt.

Die Schwellenwerte für Materialized Risk sind definierte Schwellenwerte, die Entwicklungen frühzeitig verdeutlichen sollen, um gegebenenfalls rechtzeitig Gegenmaßnahmen treffen zu können.

Ein Teil der für den Vertriebsabsatz benötigte Mengen wird erst im Jahr der Erfüllung beschafft. Diese Mengen sind Spotrisiken (Preis- und Strukturrisiken) ausgesetzt, die sich jeweils erst im Jahr der Belieferung niederschlagen können. Gemeinsam mit dem Mehr-/Mindermengenrisiko (die Abweichung der vom Netzbetreiber prognostizierten Abnahme eines Kunden von der Jahresmessung wird vom Netzbetreiber zum durchschnittlichen Spotpreis abgerechnet. Der Spotpreis kann hierbei vom Beschaffungspreis für diesen Kunden abweichen.) wird dieses Risiko regelmäßig aggregiert erhoben. Derzeit ist dies das größte Marktrisiko. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass der Ansatz, die Position nicht schon im Forward vollständig zu schließen, das Risiko aus Kundenverlusten und Verbrauchsänderungen im laufenden Jahr mindert (z. B. Demand Destruction).

Bei den erst im Lieferjahr beschafften Mengen ergibt sich auch die Chance, dass die Spotpreise unter den der Preiskalkulation Richtung Kunde zugrundeliegenden Beschaffungspreisen liegen. Ebenso können die Mehr-/ Mindermengen einen positiven Effekt haben.

Aus der strukturierten Beschaffung ergeben sich ebenfalls Risiken. Infolge der optimierten Beschaffung werden entstehende Vertriebspositionen nicht zeitgleich am Handelsmarkt geschlossen. Die zu Beginn nicht liquide handelbaren Positionen (Residualpositionen) können sogar erst deutlich später verringert und teilweise erst im Spot oder im Viertelstundenmarkt ganz geschlossen werden. Hieraus ergibt sich aber auch die Chance, dass sich die Residualpositionen infolge günstiger Preisentwicklungen positiv realisieren.

Ein weiteres Risiko besteht durch Temperaturschwankungen, infolge derer Mengen kurzfristig nachbeschafft oder verkauft werden müssen. Das Risiko ergibt sich, wenn Mengen zu einem höheren Preis nachbeschafft (oder zu einem niedrigeren Preis zurückverkauft) werden müssen als die ursprüngliche Beschaffung. Durch die gesunkenen Gaspreise besteht aktuell für den Winter 2023/24 insbesondere ein Risiko bei Temperaturabweichungen nach oben. Sollten die Preise steigen, besteht das Risiko, dass Mengen nur zu hohen Preisen beschafft werden können. Diesem Problem sieht sich die EDG insbesondere bei einem sehr kalten Winter mit dann sehr hohen Bezugspreisen ausgesetzt.

Durch die Temperaturschwankungen ergibt sich umgekehrt auch eine Chance, wenn Mengen zu einem höheren Preis zurückverkauft (oder zu einem niedrigeren Preis eingekauft) werden können als die ursprüngliche Beschaffung. Durch die gesunkenen Gaspreise besteht im Winter 2023/24 insbesondere eine Chance bei (moderaten) Temperaturabweichungen nach unten. Weiterhin besteht im Falle von geringeren Abnahmemengen die Chance, dass zu erwartende Mehrmengenabrechnungen der Netzbetreiber den Umsatzverlust überkompensieren.

Bei Energiebeschaffungs- und Absatzverträgen, die in einem wirtschaftlichen Zusammenhang stehen, definiert die Gesellschaft entsprechende Vertragsportfolien. Diese orientieren sich an den beiden Geschäftssegmenten B2C und B2SME und sind getrennt nach Strom und Gas gebildet.

Alle Energiebeschaffungsgeschäfte werden in Euro getätigt, ein Fremdwährungsrisiko besteht daher nicht.

Materialien für die Herstellung von PV-Anlagen werden im Wesentlichen in Euro, aber auch in Teilen in Fremdwährung gekauft. Daraus ergab sich ein geringes Fremdwährungsrisiko. Um sich gegen dieses Fremdwährungsrisiko abzusichern, werden gegebenenfalls gemäß E.ON Finanzrichtlinie Sicherungsgeschäfte intern mit E.ON abgeschlossen.

Zur Minimierung von rechtlichen Risiken in der bei der EDG verbleibenden Beschaffung werden mit Geschäftspartnern vor Abschluss des ersten Beschaffungsgeschäftes grundsätzlich Rahmenverträge abgeschlossen (z. B. European Federation of Energy Traders (EFET), International Swaps and Derivatives Association (ISDA) oder deutscher Rahmenvertrag).

Es ist geplant, die Beschaffung der EDG im Laufe des Jahres 2024 dergestalt zu ändern, dass die Bewirtschaftung des Portfolios bei der EEM erfolgt. Damit werden auch die beschaffungsseitigen Marktrisiken (mit Ausnahme des Risikos aus der Beschaffung im Jahr der Erfüllung) auf die EEM übergehen. Auch die beschaffungsseitigen Temperaturrisken gehen auf die EEM über (Nachbeschaffung fehlender oder Wiederverkauf nicht benötigter Mengen zu dann geänderten Marktpreisen), während das vertriebliche Temperaturrisiko (schwankender Absatz an die Kunden) bei der EDG verbleibt.

Die Gesamtrisikopositionen der Marktrisiken sind, ebenso wie die Gesamtchancenpositionen, zum Stichtag mittel.

Strategische Chancen und Risiken

Das Marktumfeld, in dem sich die Gesellschaft bewegt, ist durch Chancen und Risiken gekennzeichnet, die sowohl durch die allgemeine konjunkturelle Entwicklung als auch durch langfristige Veränderungen der gesamten Branche beeinflusst werden. Das Vertriebsgeschäft sieht sich weiterhin hohen regulatorischen Einflüssen , einem sinkenden Gasabsatz aufgrund von Energieeinsparungen und einer zunehmenden Elektrifizierung des Wärmesektors, einer schwachen konjunkturellen Lage sowie sich verändernden Kundenbedürfnissen ausgesetzt. Die konventionelle Energieerzeugung wird zunehmend durch eine (dezentrale) regenerative Energieerzeugung substituiert; diese benötigt perspektivisch die Flankierung einer gezielten Nachfragesteuerung. Langfristig verschieben sich die Value-Pools im Downstream-Geschäft vom Gas zum Strom und von der zentralen Erzeugung zur Bereitstellung von dezentraler Flexibilität. Unter den Verbrauchern entwickeln sich viele Hauseigentümer zu Prosumenten und erwarten ganzheitliche Energielösungen und Beratung für ihre persönliche Energiewende. Mieter erwarten preislich attraktive Tarife, guten Service und ebenfalls die Möglichkeit, an der Energiewende zu partizipieren. Insofern besteht das Risiko von Mengenrückgängen im Commodity-Geschäft.

Um die Risiken aus den Marktumfeld-Änderungen und die sich bietenden Chancen zu nutzen, positioniert sich die EDG als ein nachhaltiger und serviceorientierter Anbieter für grüne Energieprodukte und innovative Kundenlösungen. In diesem Zusammenhang wird weiterhin die Vertriebsstrategie unter Effizienzgesichtspunkten optimiert. Mit dem Start des Programms "Next Level Customer Experience" wurden EDG-übergreifend zentrale Themen priorisiert, wie ein einheitlicher Kundenangang über Geschäftsbereiche hinweg, ein integriertes Produktportfolio, optimierte Kundenservices und eine intelligente Kundenansprache. Mit dem Ausbau des Ökostrom-Angebots sollen darüber hinaus die Kundennachfrage beantwortet, Dekarbonisierungsziele erreicht und eine höhere Kundenbindung erzielt werden. Die EDG hat einen ausgearbeiteten Dekarbonisierungspfad (Scope 3) bis zum Jahr 2030 und festgelegte Emissionsreduktionsziele für 2030 (-65%) und 2050 (-100%) gegenüber dem Basisjahr 2019. Das FEH Geschäft eröffnet der EDG neue Absatzpotentiale, indem es den Kunden moderne, klimaschonende Energielösungen, wie bspw. PV-Anlagen, Wärmepumpen und Home Energy Management Systeme anbietet. Aufgrund der Knappheiten an Installationskapazitäten, Materialien sowie aufgrund der hohen Materialpreise besteht das Risiko, dass das Potential der steigenden Nachfrage nicht vollständig ausgeschöpft werden kann. Um ein solches Risiko zu mitigieren, investiert die EDG fortlaufend in starke Partnerschaften und in den Kauf von weiteren Installationsbetrieben.

Die Gesamtrisikopositionen der Strategische Risiken sind, ebenso wie die Gesamtchancenpositionen, zum Stichtag niedrig.

Finanz- und Treasury-Chancen und Risiken

Mögliche Finanzrisiken ergeben sich aus dem Zahlungsausfall der belieferten Kunden. Um das Risiko zu minimieren, erfolgt ein wöchentlichen Monitoring durch die Fachabteilungen, in dem das Zahlungsverhalten der Kunden sowie Kundenforderungsausfälle gemessen, ausgewertet und Maßnahmen definiert werden. Die Außenstände werden im Rahmen des Forderungsmanagements überwacht. Durch regelmäßige Mahnläufe sowie weitere Aktivitäten im Sperrwesen, mit Zutrittsklagen und Inkassoabgaben ist die Minimierung des Forderungsbestandes für alle säumigen Kunden gewährleistet. Alle Forderungsmanagement Aktivitäten werden gemäß vertraglichen und gesetzlichen Vorgaben durchgeführt. Um u. a. die Energiekrisen bedingten Forderungsausfallrisiken zu begrenzen, hat die EDG das bereits zu Beginn der Corona-Pandemie implementierte Corona Monitoring und Reporting verstetigt und um weitere forderungsrelevante Kennzahlen erweitert und zu einem Liquiditätstracking für die gesamte deutsche Vertriebseinheit ausgebaut. Mit diesem Tool können dezidierte Mitigationsmaßnahmen und frühzeitige Entwicklungen abgeleitet werden, die auf eine Verschlechterung des Zahlverhaltens bei Kunden hindeuten. Darüber hinaus wurde der gesellschaftsübergreifende Austausch zwischen Einheiten des Forderungsmanagements intensiviert, um Benchmarking und gegenseitigen Erfahrungsaustausch zur Bewältigung der Energiekrise zu fördern, bspw. im Rahmen von internationalen COO-Circle-Treffen mit länderübergreifenden Forderungsmanagement-Einheiten oder in monatlichen bzw. quartärlichen Performance-Dialogen. Außerdem werden agile Arbeitsweisen sukzessive durch die Teilnahme an bereichsübergreifenden Squadtätigkeiten, bspw. die Kundenjourneys "I pay und I don't pay" gestärkt, um kurzfristig auf aktuelle rechtliche und regulatorische Anforderungen zu reagieren (z. B. Implementierung Ratenplanangebot Abwendungsvereinbarung inkl. Monitoring, Gesetzesnovelle Energiepreisbremsen inkl. Abschlagsmanagement). Außerdem verfügt die Gesellschaft über ein Kreditrisikomanagement, das in Abhängigkeit von der Kundengröße und dem Kundensegment vor dem Vertragsabschluss einen möglichen Besicherungsbedarf bereits ermittelt. Grundlagen bilden hierfür der interne Credit Score, Anfragen bei Auskunfteien oder Ratings des zentralen E.ON Rating Hubs. Adressausfallrisiken in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurden durch Ausfallrisiken im Zuge der Energiekrise überlagert. Der im Jahr 2020 eingeführte Prozess zur Prüfung und Freigabe von Transaktionen mit Kunden in gefährdeten Branchen wurde deshalb beibehalten und die Brancheneinschätzung angepasst und aktualisiert. Auch die Task Force zur Klärung des Vorgehens bei Zahlungsauffälligkeiten wurde fortgeführt. Der Finanzierungsbedarf wird jährlich geprüft, um die benötigten Finanzmittel frühzeitig zu sichern (Winter Loan). Durch die Einbindung in das Cash-Pooling wird das Risiko jedoch mitigiert.

Ein weiteres Risiko besteht im Ausfall von Banken und dem Ausfall der bei den Banken bestehenden Guthaben. Dem Risiko begegnet die EDG auf Konzernebene durch Bankenmonitoring und den Aufbau von Notfallplänen.

Bei der EDG bestehen bei der Commodity-Beschaffung keine externen Kreditrisiken, da externe OTC-Commodity Beschaffungsgeschäfte seit dem Geschäftsjahr 2021 konzernintern über die EEM erfolgen.

Die Gesamtrisikopositionen der Finanz- und Treasury-Risiken sind, ebenso wie die Gesamtchancenpositionen, zum Stichtag moderat.

Gesamtsicht

Das Gesamt-Chancen-Risikoprofil der EDG zeigt sich weiterhin ausgeglichen, wobei die Entwicklung und abnehmende Volatilität der Commodity-Preise zu einer Stabilisierung der Schwankungsbreite der Chancen und Risiken geführt hat.

Mit der geplanten Übertragung der Bewirtschaftung des Commodity-Portfolios an die EEM im Geschäftsjahr 2024 und dem damit einhergehenden Transfer eines Großteils der Marktrisiken wird sich das Risikoprofil der Gesellschaft deutlich verändern.

Im Berichtszeitraum bestanden insgesamt weder bestandsgefährdende Risiken noch solche mit erheblichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EDG. Aus heutiger Sicht sind für die Zukunft keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten bzw. die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EDG haben.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB 2

Durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom April 2015 ist die EDG dazu verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Geschäftsführung und den nachfolgenden zwei Führungsebenen festzulegen und zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauenanteil erreicht werden soll. Die durch das Gesetz betroffenen Gesellschaften waren verpflichtet, ihre Zielgrößen nebst Umsetzungsfristen bis zum 30.06.2022 zu beschließen. Bei der nächsten Festlegung einer Umsetzungsfrist kann der Zeitraum bis zu fünf Jahre betragen. Aufgrund des Drittelbeteiligungsgesetzes unterliegt auch die EDG diesen Vorschriften.

Dementsprechend wurde für den Aufsichtsrat der EDG ein Frauenanteil von 33,3 % (gerundet) und für die Geschäftsführung der EDG ein Frauenanteil von ebenfalls 33,3% (gerundet) mit einer Umsetzungsfrist bis 30.06.2027 bestimmt. Für die EDG soll in einer Gesamtbetrachtung für die nachfolgenden zwei Führungsebenen ein Zielwert von 34 % für die Führungsebene N-1 der EDG und 30 % für die Führungsebene N-2 der EDG bis jeweils 30.06.2027 gelten.

2 ungeprüft

 

München, den 20. Februar 2024

E.ON Energie Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Filip Thon

Dr. Veronika Bunk-Sanderson

Dr. Philipp Klenner

Jens Michael Peters

Sandra Rauch

Dr. Wolfgang Wirtnik

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Inhaltsverzeichnis

Bilanz der E.ON Energie Deutschland GmbH

Gewinn- und Verlustrechnung der E.ON Energie Deutschland GmbH

Anhang der E.ON Energie Deutschland GmbH

Allgemeine Grundlagen

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Passiva

Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Umlaufvermögen

Rechnungsabgrenzungsposten

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Eigenkapital

Rückstellungen

Verbindlichkeiten

Derivative Finanzinstrumente

Rechnungsabgrenzungsposten

Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Sonstige betriebliche Erträge

Materialaufwand

Personalaufwand

Abschreibungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Sonstige Angaben

Angaben nach Energiewirtschaftsgesetz

Durchschnittliche Beschäftigungszahl

Nachtragsbericht

Organe der Gesellschaft

Organbezüge

Bezüge der Geschäftsführung

Honorar des Abschlussprüfers

Entwicklung des Anlagevermögens

Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11a HGB

Bilanz

der E.ON Energie Deutschland GmbH

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen 253.252 272.988
Immaterielle Vermögensgegenstände 93.258 148.452
Sachanlagen 12.351 14.828
Finanzanlagen 147.643 109.708
Umlaufvermögen 5.921.087 6.465.481
Vorräte 203.791 204.250
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.715.144 6.259.420
Guthaben bei Kreditinstituten 2.152 1.811
Rechnungsabgrenzungsposten 129.086 243.095
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 7.914 -
Aktiva 6.311.339 6.981.564
Eigenkapital 681.205 681.205
Gezeichnetes Kapital 82.617 82.617
Kapitalrücklage 441.422 441.422
Gewinnrücklagen 157.166 157.166
Rückstellungen 1.935.403 2.065.243
Verbindlichkeiten 3.404.414 3.303.186
Rechnungsabgrenzungsposten 290.317 931.930
Passiva 6.311.339 6.981.564

Gewinn- und Verlustrechnung

der E.ON Energie Deutschland GmbH

in T€ 2023 2022
Umsatzerlöse 24.400.791 20.186.047
Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.612 6.826
Sonstige betriebliche Erträge 153.870 229.469
Materialaufwand -23.014.046 -19.047.131
Personalaufwand -336.011 -267.016
Abschreibungen -89.280 -23.288
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.029.775 -697.059
Finanzergebnis 134.013 -231.885
Ergebnis vor Steuern 225.174 155.963
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -60.957 -9.568
Ergebnis nach Steuern 164.217 146.395
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -164.217 -146.395
Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss - -

Anhang

der E.ON Energie Deutschland GmbH

Allgemeine Grundlagen

Die E.ON Energie Deutschland GmbH (EDG) mit Sitz in München wird beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 209327 im Handelsregister geführt.

Die EDG beliefert Privat- und Geschäftskunden mit Strom, Gas, Wasser, Wasserstoff sowie Produkten, die mit innovativen Zukunftstechnologien in Zusammenhang stehen, und ist zentraler Serviceanbieter. Zudem vertreibt das Unternehmen Photovoltaik (PV)-Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen und handelt mit Energie im eigenen und fremden Namen sowie für eigene und fremde Rechnung.

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit dem GmbH-Gesetz (GmbHG) sowie des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG) aufgestellt.

Die EDG ist eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben.

Abgerundete Beträge kleiner 1 T€ werden dabei mit 0 T€ und Nullwerte mit - T€ angegeben.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die sonstigen Steuern werden im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

Die EDG ist Bestandteil einer Gruppe von Unternehmen, die gemäß § 3 Nr. 38 EnWG als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen gilt, und fällt damit unter § 6b EnWG.

Die EDG erbringt energiespezifische Dienstleistungen innerhalb einer Gruppe verbundener Elektrizitäts- und Gasunternehmen und fällt damit unter § 6b EnWG.

Gemäß § 291 HGB ist die EDG von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gemäß § 290 HGB aufzustellen, befreit.

Die EDG und ihre Tochterunternehmen werden in den befreienden Konzernabschluss der E.ON SE, Essen (E.ON) (HRB 28196), einbezogen.

Die E.ON ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Die E.ON stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS).

Zwischen der EDG und der E.ON Energie Deutschland Holding GmbH, München (HRB 149995) (EDH), als herrschende Gesellschafterin besteht, wie im Vorjahr, ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Um dem zunehmend dynamischen Marktumfeld besser zu begegnen, hat die EDG im abgelaufenen Geschäftsjahr die im Vorjahr bereits begonnene Veränderung der Organisationsstruktur fortentwickelt. Zur kommerziellen Optimierung im Bereich der Energielösungen sowie zur weiteren Stärkung und Digitalisierung der Vertriebskanäle wird die Organisationsstruktur der EDG daher von der bisherigen kundensegmentspezifischen Aufstellung in eine Prozessorganisation überführt. Für diese Überführung war es erforderlich, Bereiche und Abteilungen teilweise aufzuteilen, neu zuzuschneiden und den Ressorts neu zuzuordnen. Damit gehen sowohl ein Stellenabbau als auch ein Stellenaufbau sowie einzelne örtliche Stellenverlagerungen einher. Der Stellenabbau wird sozialverträglich mittels Aufhebungs-/ Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschafts- (BQG) oder Vorruhestandsvertrag umgesetzt.

Zum weiteren Ausbau des Solargeschäftes wurde am 30. November 2023 die klarsolar GmbH, Heidelberg, (klarsolar) zu 100% erworben.

Die Wärmeenergie Verwaltungs GmbH, Essen, Komplementärgesellschaft der Deine Wärmeenergie GmbH & Co. KG, Essen (DWE), ist rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf die EDG durch Aufnahme verschmolzen. Die rechtliche Wirksamkeit der Verschmelzung ist mit Eintragung dieser in das Handelsregister am 21. August 2023 erfolgt. Durch den Entfall der Wärmeenergie Verwaltungs GmbH als zweiter Gesellschafter, ist DWE am 21. August 2023 an die EDG angewachsen. Im Rahmen der Anwachsung hat die übernehmende Gesellschaft analog den Vorschriften zur Verschmelzung sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden der übertragenden Gesellschaft unter Anwendung der Buchwertfortführung gemäß § 24 Umwandlungsgesetz (UmwG) übernommen. Aus der Differenz des übernommenen Reinvermögens (-64.043 T€) und des Buchwertes der untergehenden Anteile an der verschmolzenen Gesellschaft (1.350 T€) hat sich ein Anwachsungsverlust T€ - 65.393 ergeben.

Ungeachtet dieser Anwachsung sind die Zahlen in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 weiterhin mit den entsprechenden Vorjahreszahlen der EDG vergleichbar.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und bei zeitlich begrenzter Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 10 Jahre
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs‐ und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre

Abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu 250 € werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam erfasst. Für Anlagenzugänge wird ein Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand mehr als 250 € und bis zu 1.000 € betragen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung aufgrund technischer bzw. wirtschaftlicher Gründe.

Die bis zum 31. Dezember 2009 vorgenommenen steuerlichen Abschreibungen und die daraus resultierenden niedrigeren Wertansätze werden gemäß Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB beibehalten.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Wegfall der Gründe werden Wertaufholungen vorgenommen. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihren Nennwerten, langfristige unverzinsliche und unterverzinsliche Ausleihungen mit ihren Barwerten bilanziert.

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt im Einklang mit § 240 Abs. 4 HGB mittels des Durchschnittskostenverfahrens. Die entgeltlich erworbenen Emissionsrechte für die Erfüllung eigener Verpflichtungen sind mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten unfertiger und fertiger Erzeugnisse sowie unfertiger Leistungen enthalten Einzelkosten und angemessene Teile der Materialgemeinkosten sowie der Fertigungsgemeinkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch pauschale Abschläge, einschließlich einer pauschalisierten Einzelwertberichtigung ab einer Überfälligkeit von 180 Tagen, berücksichtigt. Der Ausweis der Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgt grundsätzlich unsaldiert.

Forderungen für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels anerkannter Schätzverfahren, kunden- bzw. abnahmestellenbezogen, zum Bilanzstichtag abgegrenzt und mit erhaltenen Abschlagszahlungen verrechnet.

Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden ohne Beachtung der Restriktion des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. In Fremdwährung geführte Bankguthaben werden zum Devisenkassamittelkurs bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Geleistete Zahlungen im Rahmen der Kaskadierungen und Glattstellungen von finanziellen Strom-Future-Geschäften an der European Energy Exchance AG (EEX) für kommende Lieferperioden werden unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und lieferperiodengerecht aufgelöst.

Auch monetäre Kundenboni aus langfristigen Energieverträgen werden unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und lieferperiodengerecht aufgelöst.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung sowie aus Altersteilzeitguthaben und Langzeitarbeitskonten der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Fondsanteilen sowie in Festgeldern bzw. liquiden Mitteln angelegt. Die Fondsanteile zur betrieblichen Altersversorgung werden vom E.ON Pension Trust e.V., Essen, und die Festgelder bezüglich Altersteilzeitguthaben und Langzeitarbeitskonten von der Energie-Sicherungstreuhand e.V., Hannover, treuhänderisch für die EDG verwaltet. Daneben bestehen zur Absicherung der Altersteilzeitguthaben und Langzeitkonten zusätzlich ein Wertpapierdepot und ein Bankkonto bei der CommerzTrust GmbH, München.

Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Das Deckungsvermögen teilt sich auf in am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 58 %) und nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 42 %). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird, soweit es sich um am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen bewertet. Sofern es sich um nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, werden die Werte mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden, wie zum Beispiel des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens bei Immobilienbewertungen, unter Verwendung branchenspezifischer Annahmen zum Abschlussstichtag abgeleitet. Die jeweilige Verwaltungsgesellschaft respektive die dort beauftragten Gutachter legen die Bewertungsannahmen, wie Zinssätze, fest.

Die betreffenden Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der die Verpflichtungen übersteigende beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

Passiva

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen sind auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen, sofern ausreichend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer originären Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends und einer Rentendynamik. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie der Deputate, die Altersversorgungscharakter haben, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Die Bewertung der vergleichbar langfristig fälligen sonstigen Rückstellungen erfolgt ebenfalls nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends. Zur Diskontierung der Jubiläumsverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Zur Abzinsung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen und dem Altersteilzeitpotential, Vorruhestandsvereinbarungen und dem Vorruhestandspotential und Langzeitarbeitskonten werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zugrunde gelegt. Der für diese Durationen maßgebliche Zins wurde mittels linearer Interpolation aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgeleitet.

Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung des Gesetzes zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen (RV-Altersanpassungsgesetz) RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Für Mitarbeiter mit abgeschlossenen Altersteilzeit- oder Vorruhestandsvereinbarungen wird das vertraglich vereinbarte Endalter berücksichtigt. Des Weiteren werden branchenübliche Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Der Rückstellungsbewertung liegen folgende Annahmen zugrunde:

31.12.2023 31.12.2022
Gehalts-/Karrieretrend 2,95 % p.a. 2,75 % p.a.
Rentendynamik - gesetzliche Garantieanpassung 1,00 % p.a. 1,00 % p.a.
Rentendynamik - andere Anspruchsberechtigte, die nicht einer vereinbarten Garantieanpassung unterliegen 2,20 % p.a. 2,00 % p.a.
Dynamik der Deputatsleistung 2,20 % p.a. 2,00 % p.a.
Rechnungszins Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1,82 % p.a. 1,78 % p.a.
Rechnungszins Jubiläums- und Treueurlaubsverpflichtungen sowie Sterbegeldverpflichtungen 1,74 % p.a. 1,44 % p.a.
Rechnungszins Altersteilzeitverpflichtungen 1,08 % p.a. 0,59 % p.a.
Rechnungszins Altersteilzeitpotentialverpflichtungen 1,08 % p.a. 0,59 % p.a.
Rechnungszins Vorruhestandsverpflichtungen bzw. -potential 1,08 % p.a. 0,59 % p.a.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2006 ist die MEON Pensions GmbH & Co. KG, Essen, (MEON) durch einen Vertrag über einen Schuldbeitritt nebst Erfüllungsübernahme Versorgungsverpflichtungen der Gesellschaft gegenüber aktiven Arbeitnehmern und deren Hinterbliebenen als Schuldnerin beigetreten (Schuldmitübernahme). MEON ist mit der Verschmelzung der Komplementärin MEON Verwaltungs GmbH, Essen, auf die E.ON am 28. August 2023 im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge angewachsen. E.ON als Gesamtrechtsnachfolgerin der MEON stellt die Gesellschaft im Innenverhältnis von den in diesem Vertrag genannten Versorgungsverpflichtungen frei. Als Gegenleistung für die Freistellung wurden von der Gesellschaft entsprechend werthaltige Vermögenswerte auf MEON bzw. E.ON als Gesamtrechtsnachfolgerin übertragen. Die Bewertung der Freistellungsforderung erfolgt analog der Bewertung der zugrundeliegenden Versorgungsverpflichtung.

Aus der Übernahme von Versorgungsverpflichtungen im Rahmen des Mitarbeiterwechsels im E.ON Konzern bestehen Freistellungsansprüche gegenüber der E.ON. Bis zum 28. August 2023 bestanden diese Freistellungsansprüche gegenüber der MEON. Die Bewertung der Freistellungsforderung erfolgt analog der Bewertung der zugrundeliegenden Versorgungsverpflichtung.

Die Freistellungsforderung wird unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen im Finanzanlagevermögen ausgewiesen.

Zur bilanziellen Abbildung der in Portfolien zusammengefassten Bezugs- und Absatzgeschäfte für Strom und Gas wird unter Anwendung des IDW RS ÖFA 3 vom Grundsatz der imparitätischen Einzelbewertung abgewichen. Das bedeutet, dass die in diesen Vertragsportfolien enthaltenen Bezugs- und Absatzgeschäfte im Hinblick auf die Untersuchung von zu bildenden Rückstellungen für Drohverluste im Rahmen einer Deckungsbeitragsrechnung saldiert bewertet werden. Die Definition der Vertragsportfolien orientiert sich dabei an der internen Steuerungslogik, so dass für das Privat- und Geschäftskunden-Segment jeweils für jedes Lieferjahr Portfolien aus Absatz- und den dazugehörigen Beschaffungsverträgen getrennt nach Strom und Gas bestehen. Gemäß IDW RS ÖFA 3 werden etwaige überschießende Volumina bzw. offene Positionen auf Segmentebene lieferjahrscharf imparitätisch bewertet und Rückstellungen gebildet.

In der Vergangenheit wurde eine Rückstellung für die Umsetzung personalwirtschaftlicher Maßnahmen gebildet, die im Berichtsjahr weiter fortentwickelt und um weitere Maßnahmen ergänzt wurde.

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren und ungewissen Verpflichtungen. Der Ansatz dieser Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels anerkannter Schätzverfahren zum Bilanzstichtag abgegrenzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag ohne Beachtung des Höchstwert- bzw. Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Erhaltene Zahlungen im Rahmen der Kaskadierungen und Glattstellungen von finanziellen Strom-Future-Geschäften an der EEX für kommende Lieferperioden werden unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und lieferperiodengerecht aufgelöst.

Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Die in der Bilanz zusammengefassten ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr werden in einer gesonderten Aufstellung - Entwicklung des Anlagevermögens - dargestellt. Sie ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Das Wahlrecht selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zu aktivieren (§ 248 Abs. 2 HGB), wurde nicht ausgeübt.

Die Veränderung der immateriellen Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 55.194 T€ ergibt sich im Wesentlichen aus einer Wertberichtigung in Höhe von 62.510 T€. Diese war aufgrund einer Änderung im Zielbild der IT-Infrastruktur erforderlich. Gegenläufig wirkte vor allem die Aktivierung eines konzernintern erworbenen Gaskundenportfolios in Höhe von 6.402 TEUR.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der EDG ist in einer gesonderten Aufstellung - Anteilsbesitzliste - ersichtlich, die integraler Bestandteil des Anhangs ist.

Aus der Übernahme von Versorgungsverpflichtungen im Rahmen der Mitarbeiterwechsel im E.ON Konzern bestand bis zum 28. August 2023 ein Freistellungsanspruch gegenüber der MEON. Im Rahmen der Anwachsung der MEON auf die E.ON ist auch der Freistellungsanspruch in Höhe von 41.303 T€ (Vorjahr 41.803 T€) auf die E.ON im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge übertragen worden. Der Ausweis erfolgt unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 37.772 T€. Diese Zunahme resultiert im Wesentlichen aus dem Zukauf und der anschließenden Einzahlung in die Kapitalrücklage der klarsolar in Höhe von 17.776 T€. Ferner wurden zum weiteren Ausbau des Solargeschäftes Einzahlungen in die Kapitalrücklagen des E.ON Solarpark Gerdshagen GmbH & Co KG, München, mit 18.553 T€ und der E.ON Portfolio Services GmbH, München, in Höhe von 2.450 T€ geleistet. Die Anwachsung der DWE auf die EDG führte zu einer Abnahme um 1.350 T€. Die Verschmelzung der Wärmeenergie Verwaltungs GmbH auf die EDG führte zu einer Verringerung von 50 T€.

Zur strukturellen Verbesserung der Future Energy Home Aktivitäten wurden im Zuge eines Anteilstauschs die Anteile an der HSL Solar GmbH (vormals: HSL Laibacher GmbH), Wiesen (HSL), Der Solarbauer Borowski GmbH, Essen, Mehr Ampere GmbH, Regensburg, und der E3 Haustechnik GmbH, Magdeburg, in die E.ON Portfolio Services GmbH, München, eingebracht. Darüber hinaus erhöhte sich das Stammkapital der E.ON Portfolio Services GmbH, München, durch die Ausgabe neuer Geschäftsanteile an die EDG um 4 T€. Die Einbringung erfolgte zu fortgeführten Buchwerten.

Die zur Sicherung der Altersteilzeitguthaben und der Langzeitarbeitskonten gehaltenen Wertpapiere des Anlagevermögens erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 700 T€ auf 16.803 T€. Diese Erhöhung resultiert aus der Stichtagsbewertung zum 31. Dezember 2023 mit +700 T€.

Umlaufvermögen

Vorräte

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 162.827 169.366
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 16.777 11.165
Fertige Erzeugnisse und Waren 24.187 23.719
|Summe Vorräte 203.791 204.250

Die Vorräte enthalten im Wesentlichen die im Rahmen des Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) entgeltlich erworbenen Emissionszertifikate in Höhe von 162.827 T€ (Vorjahr 169.366 T€). Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen handelt es sich um noch nicht fertig gestellte oder noch nicht abgenommene PV-Anlagen. In den Waren sind im Wesentlichen PV-Materialien, Biogasbestände sowie Sachprämien enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.813.268 6.169.049
abzüglich erhaltener Abschlagszahlungen -5.748.354 -4.921.460
1.064.914 1.247.589
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.512.691 4.512.892
davon gegen die Gesellschafter 9.250 9.894
davon aus Lieferungen und Leistungen 9.039 5.399
davon gegen übrige verbundene Unternehmen 4.503.441 4.502.998
davon aus Lieferungen und Leistungen 1.429.166 1.511.433
davon aus Ergebnisabführungsverträgen 54.726 -
davon aus Verrechnungs- und Finanzverkehr 3.013.823 2.973.940
Sonstige Vermögensgegenstände 137.539 498.939
5.715.144 6.259.420

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich überwiegend um Forderungen aus Strom- und Gaslieferungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuererstattungsansprüche in Höhe von 24.782 T€ (Vorjahr 33.361 T€) aus rechtlich noch nicht entstandenen, noch nicht abzugsfähigen Vorsteuern sowie übrige Forderungen in Höhe von 112.756 T€ (Vorjahr 465.325 T€). Die übrigen Forderungen enthalten im Wesentlichen energiewirtschaftliche Abgrenzungen aus Rückvermarktungen in Höhe von 61.693 T€ (Vorjahr 442.528 T€).

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel enthalten Guthaben bei Kreditinstituten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 129.086 T€ (Vorjahr 243.095 T€) betreffen im Wesentlichen geleistete Zahlungen im Rahmen der Kaskadierungen und Glattstellungen von finanziellen Strom-Future-Geschäften an der EEX für kommende Lieferperioden in Höhe von 102.619 T€ (Vorjahr 227.385 T€).

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Aus der Verrechnung des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen und Langzeitarbeitskonten ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 ein aktiver Unterschiedsbetrag, der sich wie folgt zusammensetzt

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Versorgungsverpflichtungen, die durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind
Erfüllungsbetrag 89.343 -
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens -97.257 -
davon Fondsanteile / liquide Mittel -97.257 -
Nettowert 7.914 -

Im Vorjahr ergab sich ein Verpflichtungsüberhang, der unter den Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen ausgewiesen wurde.

Die Anschaffungskosten der Fondsanteile im Geschäftsjahr 2023 betrugen 98.062 T€. Der beizulegende Zeitwert der Festgeldanlagen stimmte mit den Anschaffungskosten überein.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der EDG beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 82.617 T€. Gehalten werden die Anteile zu 71,96 % von der EDH und zu 28,04 % von der E.ON Verwaltungs GmbH, Essen.

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr 441.422 T€ und enthält Beträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von 388.922 T€ und gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 52.500 T€.

Die Gewinnrücklagen betragen unverändert zum Vorjahr 157.166 T€ und entfallen vollständig auf andere Gewinnrücklagen.

Ein abführungsgesperrter Betrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB resultiert zum Bilanzstichtag aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert und beläuft sich auf 47.679 T€. Dieser Betrag ist durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt, so dass diesbezüglich keine Abführungssperre besteht.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 % p.a.) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 % p.a.) beträgt zum Bilanzstichtag 14.553 T€ (Vorjahr 77.410 T€). Eine Abführungssperre besteht für diesen Sachverhalt nicht.

Rückstellungen

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen 384.913 354.015
Steuerrückstellungen 1.468 7.062
Sonstige Rückstellungen 1.549.022 1.704.166
1.935.403 2.065.243

Die Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer.

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Versorgungsverpflichtungen, die nicht durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind
Erfüllungsbetrag 938.008 878.651
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens -571.417 -547.620
davon Fondsanteile -571.172 -547.563
Beizulegender Zeitwert für bestehende Rückdeckungsversicherungen -6.076 -3.270
Nettowert 360.515 327.761
Versorgungsverpflichtungen, die durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind
Erfüllungsbetrag 89.342 90.322
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens -97.257 -84.356
davon Fondsanteile -97.256 -84.356
Nettowert 0 5.966
Summe der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 384.913 354.015
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 627.631 615.528
davon Fondsanteile 621.555 612.258
davon bestehende Rückdeckungsansprüche 6.076 3.270

Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewerbesteuerzahlungen der angewachsenen DWE mit 927 T€ und für Betriebsprüfungen, für vorangegangene Veranlagungszeiträume, in Höhe von 540 T€ (Vorjahr 7.062 T€).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.549.022 T€ (Vorjahr 1.704.166 T€) betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Energielieferungen in Höhe von 529.531 T€, die Abgabeverpflichtung von Emissionszertifikaten aus dem BEHG in Höhe von 164.844 T€, Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen in Höhe von 99.893 T€, Rückstellungen im Personalbereich in Höhe von 210.031 T€ und Rückstellungen aus dem Absatzbereich in der Höhe von 409.138 T€. In den Rückstellungen für Risiken aus dem Absatzbereich sind im Wesentlichen zivilrechtliche Risiken aus Vertragsverhältnissen mit Kunden enthalten. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Aktualisierung der Einschätzung der Vertragsrisiken auf Basis neuer rechtlicher Rahmenbedingungen. Alle erkennbaren Risiken sind nach vernünftigem kaufmännischem Ermessen abgebildet, Rückstellungen für Risiken aus dem Absatzbereich mit langfristigem Charakter werden entsprechend diskontiert.

Bei den Rückstellungen von Altersteilzeitverträgen und Langzeitarbeitskonten wurde der auf den Erfüllungsrückstand entfallende Teil mit den Festgeldanlagen beim Energie-Sicherungstreuhand e.V., Hannover, wie folgt verrechnet:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Erfüllungsrückstand aus Altersteilzeitverträgen
Erfüllungsbetrag 17.488 26.033
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens - -
davon Fondsanteile - -
davon Festgelder / liquide Mittel - -
Nettowert 17.488 26.033
Erfüllungsrückstand aus Langzeitarbeitskonten
Erfüllungsbetrag 1.787 1.806
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens -1.225 -1.254
davon Fondsanteile - -
davon Festgelder / liquide Mittel -1.225 -1.254
Nettowert 562 552
18.050 26.585

Der beizulegende Zeitwert der Festgeldanlagen stimmt mit den Anschaffungskosten überein.

Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
davon mit einer Restlaufzeit davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag ≤ 1 Jahr > 1 Jahr Gesamtbetrag ≤ 1 Jahr
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - - - 8.584 8.584
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 90.270 90.270 - 309.934 309.934
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.905.207 2.903.514 1.693 2.252.096 2.252.096
davon gegenüber den Gesellschaftern 237.763 237.763 - 162.728 162.728
davon aus Lieferungen und Leistungen 6.045 6.045 - 3.204 3.204
davon aus Ergebnisabführung 231.717 231.717 - 155.725 155.725
davon gegenüber übrigen verbundenen Unternehmen 2.667.444 2.665.751 1.693 2.089.368 2.089.368
davon aus Lieferungen und Leistungen 2.526.913 2.526.913 - 1.756.253 1.756.253
davon aus Verlustübernahmen 21.922 21.922 - 178.877 178.877
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - 544 544
davon gegenüber übrigen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - 544 544
davon aus Lieferungen und Leistungen - - - 544 544
Sonstige Verbindlichkeiten 408.937 408.937 - 732.028 732.028
davon aus Steuern 46.354 46.354 - 119.737 119.737
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - - - 1 1
3.404.414 3.402.721 1.693 3.303.186 3.303.186

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden im Wesentlichen die Beschaffungs- und Netznutzungskosten für Strom und Gas in Höhe von 90.270 T€ (Vorjahr 309.934 T€) ausgewiesen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der EDH, enthalten, die sich aus der Gewinnabführung in Höhe von 231.717 T€ (Vorjahr 155.725 T€) unter Berücksichtigung des Aufwands aus der Konzernsteuerumlage in Höhe von 67.500 T€ (Vorjahr Ertrag 9.330 T€) ergeben. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin E.ON Verwaltungs GmbH betragen 6.045 T€ (Vorjahr 7.003 T€) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Daneben bestehen Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegenüber E.ON in Höhe von 140.828 T€ (Vorjahr 149.343 T€).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Kundenanzahlungen in Höhe von 229.729 T€ (Vorjahr 146.079 T€), Verbindlichkeiten aus Energiesteuern in Höhe von 41.833 T€ (Vorjahr 103.693 T€) sowie energiewirtschaftliche Abgrenzungen aus Strom- und Gas-Beschaffungen in Höhe von 27.051 T€ (Vorjahr 431.728 T€).

Derivative Finanzinstrumente

Gemäß IDW RS ÖFA 3 werden für die Bestimmung der Ineffektivität der Bewertungseinheiten die Effekte aus der Unwirksamkeit der abgesicherten Risiken und der nicht abgesicherten Risiken saldiert berücksichtigt. Für daraus resultierende Verlustspitzen werden Drohverlustrückstellungen gebildet. Aus der saldierten Bewertung von Bezugs- und Absatzgeschäften je Geschäftsjahr (bis 2026) gemäß IDW RS ÖFA 3 resultieren Drohverlustrückstellungen in Höhe von insgesamt 0 T€, Vorjahr 10.514 T€ (davon für Strom 8.573 T€ und für Gas 1.941 T€).

Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen im Berichtsjahr 290.317 T€ (Vorjahr 931.930 T€) und beinhalten im Wesentlichen erhaltene Zahlungen aus derivativen Finanzinstrumentenim Rahmen der Kaskadierungen und Glattstellungen von finanziellen Strom-Future-Geschäften an der EEX für kommende Lieferperioden in Höhe von 289.698 T€. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem periodengerechten Verbrauch für das Lieferjahr 2023.

Haftungsverhältnisse

Mit der Greenergetic GmbH, Bielefeld (HRB 40932), einer 100%igen Tochtergesellschaft der EDG, besteht eine Patronatserklärung bis zu 5.000 T€. Der Geschäftsbetrieb der Greenergetic wurde zum 30. Juni 2021 eingestellt. Die Löschung der Gesellschaft ist für das Geschäftsjahr 2024 geplant. Die Patronatserklärung dient dazu, die bilanzielle Überschuldung der Greenergetic aus Steuerzahlungen zu vermeiden. Mit einer Inanspruchnahme wird aktuell nicht gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 486.358 T€. Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Dienstleistungs- und Mietverträgen, offenen Bestellungen sowie aus erwarteten Verlustübernahmen hinsichtlich der E.ON Portfolio Solution GmbH, München (EPS) (bis zum Jahre 2026). Der Gesamtbetrag enthält sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 319.760 T€ gegenüber verbundenen Unternehmen und in Höhe von 5 T€ gegenüber assoziierten Unternehmen. Aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags mit der EPS erwartet die EDG voraussichtlich für die kommenden drei Geschäftsjahre jeweils eine Verlustübernahme in Höhe von ca. 1.000 T€.

Für den Strom- und Gasbezug sowie für Kosten im Zusammenhang mit der Netznutzung bestehen vertragliche Verpflichtungen im branchenüblichen Umfang.

Aus den Betriebsübergängen des Digital Technology (DT)-Teils sowie des Teilbetriebs Retail Germany aus dem Jahre 2020 in die EDG bestehen Nachhaftungsverhältnisse nach § 613a Abs. 2 BGB. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird insgesamt als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf der Bonitätsbeurteilung der Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen vergangener Geschäftsjahre. Der DT-Teil wurde von der E.ON Digital Technology GmbH, Hannover (EDT), übernommen, welches ein verbundenes Unternehmen ist.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

in T€ 2023 2022
Umsatzerlöse Strom 13.097.423 13.340.712
Umsatzerlöse Gas 11.073.401 6.682.636
Sonstige Umsatzerlöse 229.967 162.699
24.400.791 20.186.047

Aus der besonderen Energiemarktsituation ergab sich ein starker Anstieg der Strom- und Gasbezugskosten. Folglich waren Preisanpassungen der Kundenverträge erforderlich. Trotz Mengenrückgängen führte dies zu einem Anstieg der Umsatzerlöse in Höhe von 4.214.744 T€ im Vergleich zum Vorjahr.

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt. Die sonstigen Umsatzerlöse in Höhe von 229.967 T€ beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von PV-Anlagen, Erlöse aus Kostenweiterberechnungen sowie Erlöse aus dem Wassergeschäft.

Die Umsatzerlöse enthalten 907.862 T€ periodenfremde Erlöse. Diese resultieren überwiegend aus energiewirtschaftlichen Schätzabweichungen im Strom- und Gasgroßhandel sowie aus Mehr-/ Mindermengenabrechnungen, mit entsprechenden Gegeneffekten im Materialaufwand.

Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2023 2022
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 68.566 142.795
Erträge aus der Veränderung von Wertberichtigungen und Einzahlungen auf wertberichtigte und ausgebuchte Forderungen 55.524 30.424
Schadensersatz und Kostenerstattungen 9.478 11.746
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 725 10.649
Erträge aus Gutschriften für Vorjahre 136 246
Erträge aus Währungsumrechnungen 7 8
Übrige Erträge 19.434 33.601
153.870 229.469

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 129.356 T€ (Vorjahr 180.214 T€) periodenfremde Erträge. Diese setzen sich vor allem aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen, Einzahlungen auf wertberichtigte und ausgebuchte Forderungen aus sonstigen Lieferungen und Dienstleistungen sowie aus Gutschriften, die Vorjahre betreffen, zusammen.

Die EDG hat zum 30. Dezember 2023 als Mitgliedsunternehmen ihren Austritt aus der Versorgungskasse Energie VVaG i. L. (VKE) erklärt. Mit Ablauf des 30. Dezember 2023 entstand hieraus ein ertragswirksamer Anspruch auf Auszahlung der anteiligen Versorgungsrücklage in Höhe von 3.292 T€, der für die Gesellschaft von außergewöhnlicher Größenordnung ist.

Materialaufwand

in T€ 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 19.226.059 15.705.228
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.787.987 3.341.903
23.014.046 19.047.131

Im Zuge der besonderen Energiemarktsituation und den damit einhergehenden Preissteigerungen an den Energiemärkten, hat sich der Materialaufwand um 3.966.915 T€ erhöht.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren betreffen im Wesentlichen die Strom- und Gasbezugskosten. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind die Entgelte für die Nutzung der Strom- und Gasnetze enthalten.

Der Materialaufwand enthält 673.867 T€ periodenfremde Aufwendungen. Diese betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus dem Strom- und Gasbezug, einschließlich Mehr-/Mindermengenabrechnungen, mit entsprechenden Gegeneffekten im Umsatz sowie aus Netzentgeltabrechnungen, sowie aus Anpassungseffekten in Höhe von ungefähr 86.180 T€ aus einer unzutreffenden Verbindlichkeitsabgrenzung im Vorjahr.

Personalaufwand

in T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter 234.598 205.602
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 101.413 61.414
davon für Altersversorgung 68.993 29.597
336.011 267.016

Abschreibungen

in T€ 2023 2022
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 89.280 23.288
davon außerplanmäßige Abschreibungen (gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) 62.510 -
89.280 23.288

Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. Siehe hierzu die Erläuterungen zum Anlagevermögen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T€ 2023 2022
Fremd- und Dienstleistungen 583.957 418.322
Wertberichtigungen auf Kundenforderungen 162.310 137.976
Anwachsungsverlust DWE 65.393 0
Prüfungs- und Beratungskosten 34.412 29.855
Versand- und Telekommunikationsaufwendungen 25.974 17.242
Repräsentations-, Bewirtungs- und Werbekosten 20.388 6.660
Gerichts-, Notar- und Anwaltskosten 14.485 14.987
Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen 13.314 21.042
Mieten und Pachten 12.357 13.784
Instandhaltung 8.273 7.615
Reisekosten 6.618 4.097
Bankspesen und Gebühren 3.098 2.858
Jahresabschlusskosten 2.795 2.936
Sonstige Steuern 775 1.026
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 581 3.007
Aufwendungen aus Währungsumrechnungen 8 10
Übrige Aufwendungen 75.037 15.642
1.029.775 697.059

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 17.108 T€ (Vorjahr: 2.705 T€) periodenfremde Aufwendungen, davon betreffen 53 T€ die sonstigen Steuern.

Finanzergebnis

in T€ 2023 2022
Erträge aus Beteiligungen 772 868
davon aus verbundenen Unternehmen 772 868
Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 54.726 71.335
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 34 1.640
davon aus verbundenen Unternehmen 34 1.640
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 110.942 11.035
davon aus verbundenen Unternehmen 105.315 6.247
Abschreibungen auf Finanzanlagen -50 -1.200
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen (gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) -50 -1.200
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.489 -136.686
davon an verbundene Unternehmen -41.022 -5.701
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 28.925 -131.199
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -21.922 -178.877
134.013 -231.885

Die Erträge aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen beinhalten im Wesentlichen die Gewinnabführung der eprimo GmbH, Neu-Isenburg (eprimo), in Höhe von 54.519€ (Vorjahr 71.237 €).

Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen aufgrund von abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen betreffen die rEVUlution GmbH, Essen (rEVU), in Höhe von 16.121 T€ (Vorjahr 2.848 T€) und die EPS in Höhe von 5.801 T€ (Vorjahr 176.029 T€).

Im Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen ist auch der Nettoaufwand von Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen in Höhe von -28.924 T€ (Vorjahr 131.199 T€) enthalten. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ 2023 2022
Aufwendungen aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) -10.376 -37.448
Erträge aus dem Deckungsvermögen 39.300 -93.751
28.924 -131.199

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge 110.942 T€ (Vorjahr 11.035 T€) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 99.907 T€. Die Zunahme der saldierten Zinserträge gegenüber den verbundenen Unternehmen resultiert vor allem aus der höheren Verzinsung aus dem Cash-Pooling mit der E.ON von 6.247 T€ auf 105.315 T€. Ursache hierfür ist im Wesentlichen die Anhebung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB). In diesem Zusammenhang wurden auch keine negativen Zinsen mehr erhoben.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 60.957 T€ (Vorjahr 9.568 T€) betreffen größtenteils den Aufwand in Höhe von 67.500 T€ (Vorjahr 9.330 T€) aus der Konzernsteuerumlage für das Geschäftsjahr 2023 an EDH. Gegenläufig dazu sind Erträge aus der Rückstellungsauflösung für Körperschaftsteuer mit 6.522 T€ enthalten.

Der Aufwand aus der Steuerumlage setzt sich aus Körperschaftsteuer in Höhe von 34.000 T€, Solidaritätszuschlag in Höhe von 2.000 T€ und Gewerbesteuer in Höhe von 31.500 T€ zusammen. Es handelt sich um einen außergewöhnlichen Aufwand.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten 21 T€ (Vorjahr Aufwand 238 T€) periodenfremde Aufwendungen.

Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Im Rahmen des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages wird ein Gewinn in Höhe von 164.217 T€ (Vorjahr 146.395 T€) an die EDH abgeführt.

Sonstige Angaben

Angaben nach Energiewirtschaftsgesetz

Es bestanden folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen bzw. assoziierten Unternehmen gemäß § 6b Abs. 2 EnWG:

―

Die EDG ist in das konzerninterne Cash-Pooling mit der E.ON eingegliedert. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Forderung aus dem Cash-Pooling auf 3.013.682 T€. Die Zinserträge hieraus betragen 105.208 T€. Die entsprechende Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen. Die Entgelte für erbrachte vertriebliche Dienstleistungen der E.ON betragen 5.464 T€.

―

Die von EDT berechneten Aufwendungen, insbesondere für IT-Dienstleistungen, in Höhe von 149.378 T€ richten sich nach vertraglich vereinbarten Preisen.

―

Die Entgelte für erbrachte Dienstleistungen der E.ON Energie Dialog GmbH, Potsdam (EDO), betragen 91.936 T€. Die erbrachten Dienstleistungen der EDG an die EDO belaufen sich auf 6.412 T€.

―

Die Entgelte für bezogene Dienstleistungen von der EEM, betragen 14.050 T€. Die Zinsaufwendungen hieraus betragen 41.107 T€. Die entsprechende Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

―

Für vertriebliche Leistungen der EDG an die Westconnect GmbH, Essen, sind Entgelte in Höhe von 20.951 T€ angefallen.

―

Weiterhin fielen Entgelte für Mieten gegenüber der E.ON Real Estate GmbH, Essen, in Höhe von 13.988 T€ an.

―

Für Dienstleistungen im Rahmen der Betriebsführung der DWE hat die EDG Entgelte in Höhe von 9.609 T€ erhalten.

―

Für sonstige Leistungen der EDG an die Lechwerke AG, Augsburg, sind Entgelte in Höhe von 9.903 T€ angefallen.

―

Für vertriebliche Dienstleistungen der 4Motions GmbH, Leipzig, sind Aufwendungen in Höhe von 6.049 T€ angefallen.

―

Für administrative Dienstleistungen der E.ON impulse GmbH, Essen, sind Aufwendungen in Höhe von 5.663 T€ angefallen.

―

Für Beratungsleistungen der E.ON Inhouse Consulting GmbH, Essen, sind Aufwendungen in Höhe von 5.295 T€ angefallen.

―

Die Aufwendungen für Personaldienstleistungen der E.ON Country Hub Germany GmbH, Berlin, belaufen sich auf 4.863 T€.

―

Für vertriebliche Leistungen der EDG an die eprimo sind Entgelte in Höhe von 4.741 T€ angefallen.

―

Für sonstige Dienstleistungen der EDG an die Emscher Lippe Energie GmbH, Gelsenkirchen, sind Erträge in Höhe von 3.894 T€ angefallen.

―

Für administrative Dienstleistungen der EDG an die OIE Aktiengesellschaft, Idar-Oberstein, sind Entgelte in Höhe von 3.854 T€ angefallen.

―

Die Entgelte der EDG für Leistungen an die EPS betragen 3.485 T€ und umfassen sowohl Dienstleistungen im Bereich der administrativen Verwaltung als auch Mieten.

―

Für Dienstleistungen im administrativen Bereich der EDG an die rEVU sind Entgelte in Höhe von 3.426 T€ angefallen.

Durchschnittliche Beschäftigungszahl

in Personen 2023 2022
Vollzeit gesamt 1.868 1.903
davon männlich 1.144 1.171
davon weiblich 724 732
Teilzeit gesamt 313 282
davon männlich 58 35
davon weiblich 255 247
Gesamt 2.181 2.185

Im Zuge der weiteren Umsetzung personalwirtschaftlicher Maßnahmen reduzierte sich die durchschnittliche Beschäftigungszahl des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahr.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine berichtspflichtigen Geschäftsvorfälle ereignet.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der EDG setzt sich wie folgt zusammen:

Patrick Lammers

(Vorsitzender)

Mitglied des Vorstands der E.ON SE

Dietmar Schäferhoff

(stellvertretender Vorsitzender)

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der EDG

Marten Bunnemann

Vorsitzender des Vorstands und Finanzvorstand der Avacon AG

Dr. Iris Eveleigh

Leiterin Investor Relations der E.ON SE

Nadia Jakobi

Managing Director der E.ON Energy Markets GmbH

Dr. Ingo Luge

Aufsichtsrat und Unternehmensberater

Claudia Viohl

CEO E.ON Česká Republika, s.r.o.

Katja Bauer

Referentin B2C Enablement, Betriebsratsvorsitzende Betrieb 4 der E.ON Energie Deutschland GmbH

Jasmin Linnemann

Mitglied des Gesamtbetriebsrats der EDG

Martin Marcinek

Landesfachbereichsleiter ver.di Landesbezirk Bayern

Volker Rickert

Leitender Angestellter der EDG

Marc Topp

Gewerkschaftssekretär ver.di Bezirk Münsterland

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der EDG setzt sich wie folgt zusammen:

Dr. Filip Thon

Vorsitzender/CEO

Torsten Flosbach (bis 14. November 2023)

CFO

Dr. Veronika Bunk-Sanderson (ab 15. November 2023)

CFO

Jens Michael Peters

CCO Energielösungen

Dr. Dorothee Ritz (bis 30. September 2023)

CDO

Sandra Rauch (ab 1. Dezember 2023)

CDO

Dr. Wolfgang Wirtnik

COO

Benjamin Jambor (bis 31. Dezember 2023)

CCO FEH

Dr. Philipp Klenner (ab 1. Januar 2024)

CCO FEH

Organbezüge

Aufsichtsratsbezüge

Insgesamt wurden dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 82 T€ Bezüge gewährt.

Bezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtvergütung der Geschäftsführung der EDG beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf insgesamt 4.143 T€. In den Bezügen sind 619 T€ aktienbasierte Vergütungen (beizulegender Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung) enthalten. Diese beinhalten 66.422 Stück eingeräumte virtuelle Aktien aus dem E.ON Performance Plan.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen betragen im Berichtsjahr 3.079 T€. Ebenfalls sind für diesen Personenkreis für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen 42.007 T€ Rückstellungen gebildet.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind in der Gesamtangabe im Konzernabschluss der E.ON enthalten.

Entwicklung des Anlagevermögens

in T€ Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 270.701 31.319 - - 302.020
Geschäfts - oder Firmenwert 12.411 - - - 12.411
Immaterielle Vermögengegenstände 283.112 31.319 - - 314.431
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.619 - - - 17.619
Technische Anlagen und Maschinen 10.253 424 3.196 - 7.481
Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.910 866 297 27 16.506
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27 150 - -27 150,0
Sachanlagen 43.808 1.440 3.493 - 41.756
Anteile an verbundenen Unternehmen 65.357 39.212 1.950 - 102.619
Auslegungen an verbundene Unternehmen 41.803 71 571 - 41.303
Beteiligungen 840 - - - 840
Auslegungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 764 - - - 764
Wertpapiere des Anlagevermögens 18.377 - - - 18.377
Sonstige Auslegungen 878 - 36 - 842
Finanzanlagen 128.019 39.283 2.557 - 164.745
Anlagevermögen 454.939 72.042 6.050 - 520.932
in T€ Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 122.249 86.513 - - 208.762
Geschäfts - oder Firmenwert 12.411 - - 12.411
Immaterielle Vermögengegenstände 134.660 86.513 - - 221.173
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.493 332 - - 11.825
Technische Anlagen und Maschinen 4.345 1.262 2.045 - 3.562
Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.142 1.173 297 - 14.018
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
Sachanlagen 28.980 2.767 2.342 - 29.405
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.739 50 559 - 13.230
Auslegungen an verbundene Unternehmen - - - - -
Beteiligungen 770 - - - 770
Auslegungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 764 - - - 764
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.274 - 700 - 1.574
Sonstige Auslegungen 764 - - - 764
Finanzanlagen 18.311 50 1.259 - 17.102
Anlagevermögen 181.951 89.330 3.601 - 267.680
in T€ Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 93.258 148.452
Geschäfts - oder Firmenwert - -
Immaterielle Vermögengegenstände 93.258 148.452
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.794 6.126
Technische Anlagen und Maschinen 3.919 5.908
Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.488 2.767
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150 27
Sachanlagen 12.351 14.828
Anteile an verbundenen Unternehmen 89.389 51.618
Auslegungen an verbundene Unternehmen 41.303 41.803
Beteiligungen 70 70
Auslegungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - -
Wertpapiere des Anlagevermögens 16.803 16.103
Sonstige Auslegungen 78 114
Finanzanlagen 147.643 109.708
Anlagevermögen 253.252 272.988

Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11a HGB

Gesellschaft Anteil
%
Eigenkapital per 31.12.2022
T€
Ergebnis 2022
T€
4Motions GmbH, Leipzig 100,00 423 167
Bremacon GmbH i.L., Bremen 1) 48,00 - -58
Der Solarbauer Borowski GmbH, Essen 100,00 1.729 257
Dexas GmbH, Hannover 100,00 319 115
E. ON Energie Dialog GmbH, Potsdam 5) 100,00 2.527 -
E. ON Energie Österreich GmbH, Wien 100,00 7.864 2.002
E. ON Dialog S.R.L, Șelimbăr, Sibiu, Rumänien 4) 100,00 2.818 482
E. ON Portfolio Services GmbH, München 100,00 3.875 0
E. ON Portfolio Solutions GmbH, München 5) 100,00 11 0
E. ON Solar GmbH, Essen 100,00 43 4
E. ON Solarpark Gerdshagen GmbH & Co. KG, München 6) 99,00 - -
E. ON Solarpark Schönteich GmbH & Co. KG, Ellzee 49,00 237 -5
E3 Haustechnik GmbH, Magdeburg 100,00 449 99
Enervolution GmbH, Bochum 5) 100,00 48 -
eprimo GmbH, Neu-Isenburg 5) 100,00 4.600 -
Greenergetic GmbH i.L., Bielefeld 100,00 - 445
greenXmoney.com GmbH i.L., Neu-Ulm 100,00 37 -15
HSL Solar GmbH (vormals: HSL Laibacher GmbH), Wiesen 100,00 4.469 807
klarsolar GmbH, Heidelberg 3) 100,00 436 -3.915
Mehr Ampere GmbH, Regensburg 100,00 652 -130
Otto Geiler GmbH Heizung, Klima, Heizung, Sanitär, Braunschweig 100,00 1.948 419
Rhegio Dienstleistungen GmbH, Rhede 24,90 67 -6
rEVUlution GmbH, Essen 5) 100,00 8.125 0
weeenergie GmbH, Dresden 2) 40,00 83 -21

1) Ergebnis zum 31. Dezember 2019

2) Ergebnis zum 31. Dezember 2020 3) Ergebnis zum 31. Dezember 2021 4) 20% Anteil direkt, 80% Anteil über E.ON Energie Dialog GmbH 5) Bestehender Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag 6) Neugründung im Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss noch nicht vorhanden

 

München, den 20. Februar 2024

E.ON Energie Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Filip Thon

Dr. Veronika Bunk-Sanderson

Dr. Philipp Klenner

Jens Michael Peters

Sandra Rauch

Dr. Wolfgang Wirtnik

Tätigkeit Elektrizitätsverteilung gemäß § 6b Abs. 3 S. 1 und 2 EnWG der E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH
für das Geschäftsjahr 2023

Bilanz der Tätigkeit Elektrizitätsverteilung zum 31. Dezember 2023

E. ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH Kontentrennung gemäß § 6b Abs. 3 S. 1 und 2 EnWG

E. ON Energie Deutschland GmbH Kontentrennung gemäß § 6b EnWG

Aktiva

in Euro 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 194.308,90 229.931,92
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 194.308,90 229.931,92
Umlaufvermögen 194.308,90 229.931,92
Kapitalausgleichsposten 177.962,30 173.363,95
372.271,20 403.295,87

Passiva

in Euro
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 372.271,20 403.295,87
372.271,20 403.295,87

Gewinn- und Verlustrechnung der Tätigkeit Elektrizitätsverteilung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

E. ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH Kontentrennung gemäß § 6b Abs. 3 S. 1 und 2 EnWG

in Euro 31.12.2023 31.12.2022
Umsatzerlöse 3.687.926,71 3.785.606,07
Sonstige betriebliche Erträge 0,00 11.560,60
Aufwand für bezogene Leistungen -1.170.209,23 -1.174.135,15
Materialaufwand -1.170.209,23 -1.174.135,15
Löhne und Gehälter -479.856,93 -554.248,75
Personalaufwand -479.856,93 -554.248,75
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.665.589,36 -1.665.486,90
Ergebnis nach Steuern 372.271,20 403.295,87
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -372.271,20 -403.295,87
Jahresüberschuss 0,00 0,00

Erläuterungen gem. § 6b Abs. 3 EnWG der E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen

Die E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH, München, wird beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 209327 geführt.

Die E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Nach § 6b Abs. 3 EnWG haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten zu führen.

Die E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH erbringt im relativ geringen Umfang energiespezifische Dienstleistungen an verbundene Verteilnetzbetreiber (Elektrizitätsverteilung). Entsprechend den Festlegungen der Beschlusskammer 8 der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation Post und Eisenbahnen, erstellt die E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH für diese Dienstleistungen einen Tätigkeitsabschluss für das Geschäftsjahr 2023.

Der Tätigkeitsabschluss wurden unter Berücksichtigung der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Ausgangspunkt für die Kontentrennung aller Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG sowie für die Erstellung des Tätigkeitsabschlusses bildet der Jahresabschluss der E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH.

Für die Zwecke dieses Abschlusses wurden die gegenüber den verbundenen Verteilnetzbetreibern erbrachten energiespezifischen Dienstleistungen im Berichtsjahr dem Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung zugeordnet.

Zuordnungsgrundsätze

Aktiva

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert (beizulegender Zeitwert). Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr vorhanden.

Kapitalausgleichsposten

Um die Tätigkeitsbilanzen auszugleichen, wurden auf der Aktivseite Ausgleichsposten erfasst. Sie wurden jeweils als Posten eigener Art ausgewiesen. Für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung wurde ein Aktivposten i. H. v. 177.962,30 Euro (Vorjahr: 173.363,95 Euro) für den Ausgleich der Bilanz erfasst.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Schlüssel für die Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung basiert, wie im Vorjahr, auf der Meldung über die Aufteilung der Aktivitäten durch den leistungsempfangenden Verteilnetzbetreiber. Die plausibilisierte Zuordnung wurde für die Bestimmung eines sachgerechten Verteilungsschlüssels herangezogen. Die anteilig relevanten Aufwendungen für die Erbringung der energiespezifischen Dienstleistungen basieren auf den Auswertungen des internen Rechnungswesens.

 

München, den 20. Februar 2024

E.ON Energie Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Filip Thon

Dr. Veronika Bunk-Sanderson

Dr. Philipp Klenner

Jens Michael Peters

Sandra Rauch

Dr. Wolfgang Wirtnik

Tätigkeit Gasverteilung gemäß § 6b Abs. 3 S. 1 und 2 EnWG der E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH für das Geschäftsjahr 2023

Bilanz der Tätigkeit Gasverteilung zum 31. Dezember 2023

E. ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH Kontentrennung gemäß § 6b Abs. 3 S. 1 und 2 EnWG

E. ON Energie Deutschland GmbH Kontentrennung gemäß § 6b EnWG

Aktiva

in Euro
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.217,17 11.917,12
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.217,17 11.917,12
Umlaufvermögen 4.217,17 11.917,12
Kapitalausgleichsposten 53.442,39 53.680,39
57.659,56 65.597,51

Passiva

in Euro
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 57.659,56 65.597,51
57.659,56 65.597,51

Gewinn- und Verlustrechnung der Tätigkeit Gasverteilung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

E. ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH Kontentrennung gemäß § 6b Abs. 3 S. 1 und 2 EnWG

in Euro
Umsatzerlöse 945.849,97 957.176,78
Sonstige betriebliche Erträge 0,00 6.224,94
Aufwand für bezogene Leistungen -25.397,53 -30.605,65
Materialaufwand -25.397,53 -30.605,65
Löhne und Gehälter -10.414,53 -14.447,35
Personalaufwand -10.414,53 -14.447,35
Sonstige betriebliche Aufwendungen -852.378,34 -852.751,20
Ergebnis nach Steuern 57.659,56 65.597,51
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -57.659,56 -65.597,51
Jahresüberschuss 0,00 0,00

Erläuterungen gem. § 6b Abs. 3 EnWG der E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen

Die E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH, München, wird beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 209327 geführt.

Die E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Nach § 6b Abs. 3 EnWG haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten zu führen.

Die E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH erbringt im relativ geringen Umfang energiespezifische Dienstleistungen an verbundene Verteilnetzbetreiber (Gasverteilung). Entsprechend den Festlegungen der Beschlusskammer 9 der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation Post und Eisenbahnen, erstellt die E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH für diese Dienstleistungen einen Tätigkeitsabschluss für das Geschäftsjahr 2023.

Der Tätigkeitsabschluss wurden unter Berücksichtigung der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Ausgangspunkt für die Kontentrennung aller Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG sowie für die Erstellung des Tätigkeitsabschlusses bildet der Jahresabschluss der E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH.

Für die Zwecke dieses Abschlusses wurden die gegenüber den verbundenen Verteilnetzbetreibern erbrachten energiespezifischen Dienstleistungen im Berichtsjahr dem Tätigkeitsbereich Gasverteilung zugeordnet.

Zuordnungsgrundsätze

Aktiva

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert (beizulegender Zeitwert). Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr vorhanden.

Kapitalausgleichsposten

Um die Tätigkeitsbilanzen auszugleichen, wurden auf der Aktivseite Ausgleichsposten erfasst. Sie wurden jeweils als Posten eigener Art ausgewiesen. Für den Tätigkeitsbereich Gasverteilung wurde ein Aktivposten i. H. v. 53.442,39 Euro (Vorjahr: 53.680,39 Euro) für den Ausgleich der Bilanz erfasst.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Schlüssel für die Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung basiert, wie im Vorjahr, auf der Meldung über die Aufteilung der Aktivitäten durch den leistungsempfangenden Verteilnetzbetreiber. Die plausibilisierte Zuordnung wurde für die Bestimmung eines sachgerechten Verteilungsschlüssels herangezogen. Die anteilig relevanten Aufwendungen für die Erbringung der energiespezifischen Dienstleistungen basieren auf den Auswertungen des internen Rechnungswesens.

 

München, den 20. Februar 2024

E.ON Energie Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Filip Thon

Dr. Veronika Bunk-Sanderson

Dr. Philipp Klenner

Jens Michael Peters

Sandra Rauch

Dr. Wolfgang Wirtnik

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die E.ON Energie Deutschland GmbH, München

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der E.ON Energie Deutschland GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der E.ON Energie Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

―

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

―

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in "Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB" des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

―

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

―

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

―

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

―

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

―

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

―

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

―

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

―

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

―

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

―

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

―

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die Geschäftsführung ist auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet hat, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der Geschäftsführung für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

―

ob die Geschäftsführung ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten hat und

―

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

München, den 23. Februar 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Weinmann, Wirtschaftsprüfer

Reule, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 25. März 2024 festgestellt.

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  2. Use “handelsregister” as the name, OAuth for authentication and this server URL:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Sign in with your handelsregister.ai account, create the app and select it from the tools menu in your chat.

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    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

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