EWR AktiengesellschaftWormsJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Grundlagen der GesellschaftGeschäftsmodell des Unternehmens Die Geschäftsaktivitäten der EWR Aktiengesellschaft (im Folgenden: EWR AG) liegen in der Versorgung der Bevölkerung der Stadt Worms, der Region Rheinhessen und der benachbarten Gebiete mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme. Elektrizität und Gas und werden nahezu bundesweit angeboten. Abgerundet wird das Aufgabenprofil durch die Versorgung der Region mit schnellem Internet sowie den dazugehörenden energienahen IT- und Telekommunikationsdienstleistungen. Im Rahmen der gesellschaftsrechtlichen Entflechtung wurden im Jahr 2007 die bis dahin in der EWR AG betriebenen Versorgungsnetze nebst dem dazugehörigen Personal in die EWR Netz GmbH, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der EWR AG, ausgegliedert. Für das Geschäftsfeld Erneuerbare Energien wurde im Jahr 2010 die EWR Neue Energien GmbH, eine weitere 100 %-ige Tochtergesellschaft der EWR AG, gegründet. Diese betreibt eigene Photovoltaik- und Windenergieanlagen und hält darüber hinaus zahlreiche Beteiligungen an Windparkgesellschaften. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Rahmenbedingungen Gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamts ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken, weil die Folgen der globalen Krisen die exportorientierte, deutsche Volkswirtschaft belastet haben. Die im Vorjahr konstatierte positive Konjunkturentwicklung nach der Corona-Pandemie konnte somit nicht weiter fortgesetzt werden. Erste Auswertungen des Statistischen Bundesamts beziffern den durchschnittlichen Verbraucherpreisanstieg im Jahr 2023 mit 5,9 %. Die deutlichen Kostensteigerungen bei Haushaltsenergie und Nahrungsmitteln werden als wesentliche Inflationstreiber hierbei identifiziert. Angesichts des steigenden Inflationsdrucks hat die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrer Primärrolle als Instanz zur Gewährleistung der Preisstabilität im Euro-Währungsgebiet, die Leitzinsen im letzten Jahr weiter sukzessive auf aktuell 4,5 % erhöht. Während infolgedessen die Verteuerungsrate in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2023 im Vergleich zum Vorjahr gemindert werden konnte, haben die steigenden Zinsen die Finanzierungsbedingungen und Investitionsbereitschaft in Deutschland verschlechtert. Im März 2023 haben sich das Europäische Parlament, der Europäische Rat und die Europäische Kommission auf die Inhalte von zwei wesentlichen Komponenten des sogenannten "Fit for 55"-Pakets verständigt. Dieses bildet den Referenzrahmen zur Erreichung der EU-Klimaziele. Das europäische Ziel für regenerative Energien wird hiermit von 32,5 % auf 45 % im Jahr 2030 erhöht, mit obligatorischen Zielen für die verschiedenen Sektoren. Darüber hinaus haben die EU-Organe die Überarbeitung der Energieeffizienz-Richtlinie (EED) ratifiziert, welche vorsieht, dass der Energieverbrauch in der EU bis 2030 um 11,7 % gegenüber den Projektionen des EU-Referenzszenarios 2020 gemindert werden muss. Durch die Festlegung jährlicher Ziele für Mitgliedsstaaten, Investitionen im öffentlichen Sektor und die Förderung von Fernwärme und -kälte soll eine ausreichende Reduktion des EU-Energieverbrauchs sichergestellt werden. Auf Bundesebene haben sich die Koalitionspartner innerhalb der Bundesregierung nach langer Diskussion auf einen regulatorischen und gesetzlichen Rahmen für die Wärmewende geeinigt, der den energiewirtschaftlichen Akteuren Orientierung bieten soll. Mit dem Jahresbeginn 2024 sollen sowohl die Gesetze für die kommunalen Wärmepläne (Wärmeplanungsgesetz) als auch für die Anforderungen an einzelne Gebäude (Gebäudeenergiegesetz) in Kraft treten. Ersteres verpflichtet die rund 11.000 Kommunen in Deutschland in Abhängigkeit ihrer Einwohnerzahl zur Erstellung eines Wärmeplans bis spätestens 30. Juni 2026 bzw. 30. Juni 2028. Der lokale Wärmeplan soll damit Klarheit darüber schaffen, mit welchem Energieträger und welcher Versorgung in Zukunft punktuell zu rechnen ist. Diese Vorgaben müssen so konzipiert sein, dass sowohl Gebäudeeigentümer als auch Energieversorger und Netzbetreiber ihre Investitionen in die Wärmewende darauf aufbauend planen können. Markt und Wettbewerb Die Nachwehen der Hochphase der Energiekrise halten an, aber offenbaren sich als historische Gelegenheit für die hiesige Energiewirtschaft. Denn sie stellen zwar alle Marktakteure vor neue Herausforderungen, können gleichwohl jedoch auch ein gesamtgesellschaftliches Umdenken hin zu einer Beschleunigung der Energiewende anstoßen. In diesem Sinne sind mit dem Jahresende 2023 die Strom- und Gaspreisbremsen als akute Mittel zur Stabilisierung der Energieversorgung ausgelaufen und Gesetzen zum strukturellen Umbau des Energiesystems, z. B. dem Wärmeplanungsgesetz, gewichen. Im ersten Jahr nach der Energiekrise hat sich die deutsche Energiewirtschaft resilienter gezeigt: Gasimporte aus Westeuropa und LNG-Lieferungen an die neu gebauten LNG-Terminals haben einen Teil der weggefallenen Gasmengen aus Russland kompensieren können. Seit dem Jahresbeginn 2023 sanken die Energiepreise auf den Energiemärkten wieder, liegen aber immer noch über dem Vorkrisenniveau. Eine Weitergabe der gesunkenen Preise an Letztverbraucher kann bei vielen Energieversorgern mit strukturierter Beschaffung in der Regel nur zeitversetzt erfolgen. Laut dem Jahresbericht 2023 des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sank der Primärenergieverbrauch in Deutschland um 7,9 % auf ein Rekord-Tief von 10.791 Petajoule. Bei einer Detailbetrachtung sind verschiedene gegenläufige Effekte hinsichtlich der Verbrauchsveränderungen erkennbar. Zum einen stellte die Bevölkerungszunahme in 2023 einen Grund für die Erhöhung des Verbrauchs dar, zum anderen führten das anhaltend hohe Energiepreisniveau für Unternehmen und Haushalte sowie die schwache Konjunktur, insbesondere im produzierenden Gewerbe, zu dominierenden Minderungen. Zum Jahresende bestätigte sich zudem die Vermutung, dass auch 2023 wieder ein überdurchschnittlich warmes Jahr gewesen ist. Aus diesem Grund lag auch die Gradtagzahl für 2023, die als Indiz für die benötigte Heizenergie dient, unter dem Mittelwert der letzten 20 Jahre und ebenso leicht unter ihrem Vorjahreswert. Der landesweite Verbrauch von Erdgas sank im Geschäftsjahr 2023 um etwa 4,3 % und war mit 813 Mrd. kWh so niedrig wie zuletzt zu Beginn der 1990er Jahre. Diese Entwicklung aus dem Vorjahr spiegelte sich auch im Anstieg des Marktanteils von elektrischen Wärmepumpen bei Wohnungsneubau-Genehmigungen auf mehr als 56 %. Gemäß den BDEW-Angaben für 2023 betrug der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten deutschen Bruttostromverbrauch rund 52 %, was im Vergleich zu 2022 einer Steigerung von 5 % entspricht. Im Jahre 2023 stammte somit erstmals mehr als die Hälfte des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien. 2023 lag die erzeugte Bruttostrommenge aus regenerativen Energien bei ca. 267 Mrd. kWh. Weiterhin stellt die Stromerzeugung aus Windenergieanlagen mit etwa 27 % den bedeutendsten Anteil am deutschen Stromerzeugungsmix dar, im Bereich der regenerativen Energien gefolgt von Photovoltaikanlagen nach einem Zuwachs auf etwa 12 % und Biomasse mit ca. 9 %. Zur deutschen Bruttostromerzeugung trugen zudem die erzeugte Energie aus Wasserkraftwerken mit rund 4 % bei. Die Preise für CO 2 -Emissionszertifikate zeigten eine Seitwärtsbewegung und schwankten im Laufe des Jahres 2023 zwischen 80 und 90 €/t CO 2 , bevor sie vor dem Ende des Jahres unter die 70-€-Schwelle gefallen sind. 2. Geschäftsverlauf Die Steuerung der EWR AG erfolgt vor allem auf Basis der folgenden Ertragskennzahlen:
Darüber hinaus überwachen und steuern wir die Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage durch das Investitionsvolumen pro Jahr. Ergänzend ist die Entwicklung der Mitarbeiteranzahl als nicht finanzielle Kennzahl von Bedeutung. Energievertrieb Die Situation im deutschen Energiemarkt war auch 2023 geprägt von den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs. Während die Preise 2022 historische Höchststände erreichten, normalisierte sich die Situation an den Beschaffungsmärkten in 2023 deutlich. Sinkende Einkaufspreise für Strom und Gas ermöglichten für viele Versorger einen Wiedereinstieg in den Wettbewerb um Neukunden. EWR konnte aufgrund der sinkenden Beschaffungspreise das 2022 gegebene Versprechen an die Kunden einlösen, die Endkundenpreise zu reduzieren. Zum 1. Mai 2023 senkte EWR die Strom- und Gaspreise für den überwiegenden Teil der Sonderverträge sowie sämtliche Grundversorgungstarife. Die Umsetzung der Strom- und Gaspreisbremse stellte EWR sowie die gesamte Branche 2023 vor große Herausforderungen. Die komplexen IT-Systeme und Abrechnungsprozesse mussten innerhalb kürzester Zeit auf die neuen Regelungen angepasst werden. Der Kundenservice sah sich mit einer enorm gestiegenen Anzahl an Kundenanfragen zu den Entlastungen konfrontiert. Einen großen Schritt hinsichtlich Digitalisierung schaffte EWR mit dem umfassenden Relaunch der Vertriebswebsite. Seit September 2023 erstrahlt diese in einem zeitgemäßen Look-and-Feel und bietet unseren Kunden alle wichtigen Informationen und Services rund um ihre Energieversorgung - digital, einfach und jederzeit erreichbar. Energiebeschaffung Im Jahr 2023 folgte nach der Hochpreisphase 2022 eine deutliche Erholung. Durchschnittspreise reduzierten sich mehr als um die Hälfte. Die Lage am Strom- und Gasmarkt war deutlich entspannter als im Krisenjahr 2022, trotz der im Vergleich zur Zeit der Corona-Pandemie höheren Preise. Rückgänge waren nicht nur bei den Großhandelspreisen zu verzeichnen, sondern auch im Verbrauch. Reduzierungen bei privaten und gewerblichen Verbrauchern folgten als Reaktion auf die gestiegenen Energiepreise und die vergleichsweise milden Witterungsverhältnisse. Durch die weiterhin gegebenen Unsicherheiten an den Energiemärkten stand die Versorgungssicherheit auch weiterhin im Mittelpunkt. Konzessionen Die Konzessionen mit den Gemeinden als wesentliche Geschäftsgrundlage der Gesellschaft werden von der EWR AG und seit September 2013 ebenso von der Stromnetzgesellschaft Wörrstadt mbH & Co. KG gehalten. Mittels vertraglicher Unterkonzessionierung zwischen der EWR AG und der EWR Netz GmbH gehen alle Rechte und Pflichten bezüglich des Netzbetriebes aus den mit den Gemeinden geschlossenen Konzessionsverträgen auf die EWR Netz GmbH über. 3. Ertragslage Die nachfolgend dargestellte Übersicht der Ertragslage der EWR AG für das Geschäftsjahr 2023 spiegelt neben Effekten die energiepolitischen Rahmenbedingungen der Auswirkungen des andauernden Kriegs in der Ukraine und dessen Einfluss auf die Verfügbarkeit von Ressourcen sowie dessen volkswirtschaftlichen Auswirkungen wider. Das daraus resultierende energiewirtschaftliche Marktumfeld der EWR AG zeigt sich folglich weiterhin angespannt. Die Ertragslage zeigt folgende Übersicht:
Die Veränderung der Umsatzerlöse betrifft im Wesentlichen die Sparten Strom und Gas. Innerhalb dieser Sparten zeigen sich die deutlich gestiegenen Energiebeschaffungskosten, welche durch Preiserhöhungen an die Letztverbraucher weitergeben werden. Innerhalb der Sparte Energiedienstleistungen zeigt sich eine verstärkte Nachfrage im Bereich von Photovoltaikanlagen, sodass hier ein deutlicher Erlöszuwachs zu verbuchen ist. Die Sparte Telekommunikation weist zudem ein leichtes Wachstum auf, welches auf die vermehrte Nachfrage von Produkten mit höheren Bandbreiten und spezifisch höheren Erlösen zurückzuführen ist. Die gesamten Umsatzerlöse liegen trotz geringerer Mengen bezugspreisgetrieben deutlich über der Planung in Höhe von TEUR 367.721. In den wesentlichen Sparten stellen sich die Ergebnisse wie folgt dar: Sparte Strom Im Einzelnen gliedern sich die Absätze und Erlöse der Stromsparte wie folgt auf:
* ohne Mehr-und Mindermengen und Direktvermarktungsmengen
In der Sparte Strom ergab sich insgesamt eine Steigerung des Umsatzes (TEUR 84.125), jedoch eine Minderung des Absatzes (GWh 117,1). Maßgeblich für die Absatzminderung ist der Bereich der Geschäftskunden. Innerhalb dieses Kundensegments kam es zu vermehrten Neuausschreibungen der ursprünglichen Bestandverträge, sodass dieses Segment mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit neu betrachtet wurde. In diesem Zuge wurde es unternehmensintern aus dem klassischen Stromvertrieb herausgelöst und dem Bereich der Energielösungen zugeordnet. Umsatzerlösmindernd verhalten sich zudem die Erlöse der Direktvermarktung, die sich aufgrund der Marktpreissituation des Jahres 2023 im Vorjahresvergleich normalisiert hat. Im Berichtsjahr verhalten sich die Mehr- und Mindermengenabrechnungen signifikant volatil. Dies ist auf das schwierig zu prognostizierende Abnahmeverhalten der Letztverbraucher zurückzuführen. Der Bereich der übrigen Kundensegmente beinhaltet u. a. die Umsatzerlöse gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Planvergleich liegen die im Jahr 2023 erzielten Umsatzerlöse deutlich über den Erwartungen, welche im Wesentlichen auf die Erlösmehrung im Bereich der Privatkunden und der Mehr- und Mindermengen zurückzuführen ist. Gleichlaufend zu den Umsatzerlösen verhält sich der Bezugsaufwand. Er ist um TEUR 67.625 auf TEUR 316.929 im Vorjahresvergleich gestiegen. Der Anstieg resultiert zum einen aus den erhöhten Aufwendungen im Zusammenhang mit Mehr- und Mindermengen sowie aus den deutlich gestiegenen Energiebeschaffungskosten des Jahres 2023. Verstärkt wird diese Entwicklung durch deutlich gestiegene Netznutzungsaufwendungen. Sparte Gas Im Einzelnen gliedern sich die Absätze und Erlöse der Gassparte wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse der Sparte Gas zeigen sich im Vorjahresvergleich deutlich erhöht. Der Mengenrückgang aufgrund der milden Witterung und unter Berücksichtigung der energiepolitischen Lage getätigten Mengeneinsparungen wird durch die Weitergabe der sich deutlich erhöht zeigenden Energiebezugspreise kompensiert. Ebenfalls deutlich erhöht zeigen sich die Bezugsaufwendungen, welche im Wesentlichen durch den klassischen Energiebezug geprägt sind. Im Planvergleich zeigt sich ebenfalls die bereits dargestellte Marktpreisentwicklung der Beschaffungskonditionen, sodass sich die Rohmarge als Delta zwischen Umsatzerlöse und Bezugsaufwendungen unter dem Planansatz verhält. Sparte Wasser Im Einzelnen gliedern sich die Absätze und Erlöse der Wassersparte wie folgt auf:
Im Vorjahresvergleich bewegen sich die absoluten Wasserabsatzmengen der EWR AG auf einem niedrigeren Niveau (-247,9 Tm 3 ). Der Rückgang betrifft vor allem die Privatkunden, sodass sich hier das individuelle Abnahmeverhalten im Privatbereich zeigt. Die Umsatzerlöse der Sparte Wasser zeigen sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Insgesamt lagen die Umsatzerlöse somit über der Planung in Höhe von TEUR 10.886. Im Bezugsaufwand wirkten sich die Beistellungsentgelte in Höhe von TEUR 9.469 (Vorjahreswert: TEUR 9.857) aufwandsmindernd auf das Gesamtergebnis der EWR AG aus. Übrige Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 1.736) resultierte im Wesentlichen aus geminderten Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Der Planvergleich zeigt ebenfalls eine Überschreitung, welche ebenfalls auf die nicht im Vorjahr geplanten Auflösungen von Rückstellungen zurückzuführen ist. Der Personalaufwand zeigte sich im Berichtsjahr mit TEUR 22.859 auf Vorjahresniveau (TEUR 23.045). Dieser Effekt ist auf einen Zeitversatz bei der Besetzung von Stellen und tariflich festgelegte Gehaltsanpassungen sowie diverser Personaleinzelmaßnamen zurückzuführen. Die Aufwendungen für Konzessionsabgaben, als Bestandteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, lagen mit TEUR 12.760 über Vorjahresniveau (TEUR 627) und Planwert (TEUR 11.752). Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Konzessionsabgaben) sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 9.655 gestiegen. Dies ist im Wesentlichen neben der Realisierung von Projekten, erhöhten Aufwendungen bei der Inanspruchnahme von externen Dienstleistungen vor allem der bilanziellen Vorsorge für vertragliche und rechtliche Risiken geschuldet. Der Planansatz wurde hingegen leicht unterschritten (TEUR 1.679), was im Wesentlichen auf die nicht im geplanten Maße aufgetretenen Forderungsausfälle zurückzuführen ist. EBIT Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt TEUR 14.778. Dies stellt einen deutlichen Rückgang (TEUR 7.800) gegenüber dem Vorjahreswert (TEUR 22.578) dar und ist auf die vorhergehend beschriebenen Sachverhalte zurückzuführen. Der Planwert von TEUR 8.041 für das Geschäftsjahr wurde aufgrund der genannten Effekte dennoch deutlich überschritten. Finanzergebnis Das Finanzergebnis (TEUR 14.710) der EWR AG liegt über dem Vorjahresniveau (TEUR 13.628). Hier führten vor allem höhere Erträge aus Ergebnisübernahmen und Zinsen zu einem Anstieg, die jedoch durch Abschreibungen auf Finanzanlagen gemindert wurden. Ergebnis nach Steuern Das Ergebnis nach Steuern beträgt TEUR 25.825 (i. Vj. TEUR 30.841). Dieses wird unter Abzug der sonstigen Steuern und Berücksichtigung einer Thesaurierung, gemäß dem bestehenden Gewinnabführungsvertrag an die EWR Dienstleistungen GmbH & Co. KG, Worms, abgeführt. Es liegt um TEUR 5.434 über dem Planwert für das Geschäftsjahr 2023. 4. Finanzlage Das Finanzmanagement der EWR AG stellt durch eine laufende Liquiditätsüberwachung und Liquiditätsvorschau die Zahlungsfähigkeit sicher. Die wesentlichen Zahlungsströme der EWR AG basieren auf den Einzahlungen aus dem Verkauf von Strom, Gas, Wasser sowie aus der Erbringung von Telekommunikationsdienstleistungen. Die vornehmlichen Auszahlungen resultieren aus den mit dem Verkauf zusammenhängenden Energieeinkäufen, Personalzahlungen und der Finanzierung aller Investitionen in der EWR-Gruppe. 5. Vermögenslage und InvestitionenVermögenslage Die Bilanzsumme hat sich deutlich von TEUR 302.561 auf TEUR 389.962. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der höheren Bilanzsumme trotz der teilweisen Thesaurierung von 31,7 % auf 25,4 % rückläufig. Das langfristige Vermögen besteht überwiegend aus den Immateriellen Vermögensgegenständen, dem Sachanlagevermögen und dem Finanzanlagevermögen. Darüber hinaus bestehen noch langfristige Ausleihungen an die EWR Netz GmbH. Das langfristige Vermögen hat sich geringfügig um TEUR 1.979 reduziert. Das mittel- und langfristige Fremdkapital ist geprägt durch Pensionsrückstellungen, sonstige langfristige Rückstellungen wie Jubiläumsrückstellungen sowie den langfristigen Anteil der Darlehensverbindlichkeiten. Insgesamt war hier ein deutlicher Anstieg in Höhe von TEUR 58.050 zu verzeichnen, der überwiegend durch die Aufnahme von Darlehensverbindlichkeiten in 2023 zu begründen ist. Das kurzfristige Vermögen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen, was insbesondere auf einen gestiegenen Forderungsbestand aufgrund der unterjährigen Abrechnungsrückstände in Folge der Umsetzung der Energiepreisbremsen und höhere liquide Mittel zu begründen ist. Die Abrechnungsrückstände werden seit Beginn des Jahres 2024 kontinuierlich abgebaut. Das kurzfristige Fremdkapital ist insbesondere durch höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen am Jahresende gestiegen. Investitionen Das Investitionsvolumen der Gesellschaft im Berichtsjahr 2023 in Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen beträgt TEUR 2.986 und liegt damit unter dem Vorjahresniveau (TEUR 3.837). Die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes, die erforderliche Anpassung der Organisation an die gestiegenen Anforderungen des Marktes und die gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die Berichtspflichten, erforderten Investitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 1.939) und der EDV-Software (TEUR 787). Diese betreffen im Wesentlichen die Abrechnungssoftware Schleupen und Sicherheitssoftware. Des Weiteren gab es in 2023 Zugänge zu den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 257. Größter Zugang im Finanzanlagevermögen waren die Kapitaleinlagen der PVSM Energy GmbH (TEUR 2.513) und die Kapitaleinlagen in die EWR Clima Connection GmbH in Höhe von TEUR 2.018. Darüber hinaus wurde die langfristige Anlage im Allianz-Fond neu strukturiert, was zu Vermögensumschichtungen führte. 6. Personalbericht Die EWR AG beschäftigte zum 31. Dezember 2023 269 Mitarbeiter/-innen, darunter 21 befristet Beschäftigte und 55 Teilzeitbeschäftigte. Personalentwicklung Zum 31. Dezember 2023 befinden sich in der EWR AG 17 junge Menschen in der Ausbildung zu kaufmännischen Berufen, was einer Ausbildungsquote von 6,3 % im Verhältnis zu den Mitarbeiter/ -innen entspricht. Hierin kommt unser Selbstverständnis zum Erhalt von Ausbildungsplätzen und damit zum Aufzeigen beruflicher Perspektiven zum Ausdruck. Sechs Auszubildende schlossen 2023 ihre Ausbildung erfolgreich ab, während sechs neue Auszubildende eine Ausbildung in unserem Hause begannen. Neben der Vermittlung fachlicher Qualifikationen legen wir verstärkt Wert auf die Förderung von Sozialkompetenzen.
Frauenquote Durch das "Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" ist die EWR AG verpflichtet verbindliche Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen festzulegen. Weibliche Mitarbeiter haben in der EWR AG nur einen geringen Anteil in Führungspositionen. Daher verpflichtet sich die EWR AG dazu, ihren Anteil kontinuierlich zu erhöhen und durch gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen noch stärker zu unterstützen. Für 2023 liegt der Frauenanteil an Führungspositionen bei der EWR AG bei 22,6 %. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Das Unfallgeschehen des Geschäftsjahres 2023 konnte auf gewohnt niedrigem Niveau gehalten werden. Dies werten wir als Beleg dafür, dass die vorgenommenen Schulungs- und Präventionsmaßnahmen erfolgreich durchgeführt wurden und sich die grundsätzliche Organisation der Arbeitssicherheit sowie des Gesundheitsschutzes bewährt. Erneut bewährt hat sich im Berichtsjahr die Zusammenarbeit mit der arbeitsmedizinischen Betreuung BAD Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH mit Sitz in Worms. Erwähnenswert sind vor allem auch die über die Grundbetreuung hinaus angebotenen Leistungen im Rahmen des Gesundheitsmanagements, welche von den Mitarbeitern rege in Anspruch genommen werden. III. Prognose-, Chancen und RisikoberichtDer nachfolgende Prognose-, Chancen- und Risikobericht erläutert die wesentlichen Aspekte zur Geschäftstätigkeit der EWR AG im Geschäftsjahr 2024 sowie die in dieser Geschäftstätigkeit liegenden Risiken und Chancen. 1. Prognosebericht Gemäß der Mittelfristplanung für die Geschäftsjahre 2024 bis 2028 erwarten wir im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Berichtsjahr 2023 aufgrund der Weitergabe der sich normalisierenden Energiebeschaffungskosten gesunkene Umsatzerlöse von TEUR 469.151. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 ein im Vergleich zum Berichtsjahr ein relativ konstantes Ergebnis vor Zinsen, Beteiligungserträgen und Steuern (EBIT) von TEUR 15.689. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einem geminderten Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 23.327 aus. Das geplante Investitionsvolumen beträgt TEUR 7.321 und liegt damit über den Investitionen des Vorjahres. Im Wesentlichen resultiert dies aus einer Anpassung des Projektpfads im Bereich der Energiedienstleitungen. 2. Chancen- und Risikobericht Energievertrieb Mit dem Ziel, die sinkenden Beschaffungspreise zu nutzen, um gezielt Neukunden zu gewinnen und auch für die Bestandkunden attraktive Produkte anzubieten, stellt sich EWR 2024 dem zunehmenden Wettbewerb. Weiter gilt es im Bereich Privat- und Gewerbekunden am regionalen Markt mit all seinen Herausforderungen zu bestehen und diesen zu stabilisieren und auszubauen. Im Wachstumsfeld des Wärmestroms, insbesondere für Wärmepumpen, wird EWR 2024 mit neuen Angeboten und Kampagnen Akzente setzten. Im Bereich Produktentwicklung wird das Ausrollen der dynamischen Tarife für Kunden mit intelligenten Messsystemen eine Herausforderung darstellen. Die Fokussierung auf Ausbau und Optimierung der digitalen Services und Akquisekanäle wird ein Kernthema der vertrieblichen Weiterentwicklung darstellen. Ein attraktives, intuitives Kundenportal und eine flexible Abschlussstrecke bilden hierbei die Basis. Um auch weiterhin am Markt zu bestehen und die Wachstumsziele zu erreichen, setzen wir auf hybride Lösungen und digitale, automatisierte Mechanismen. Die Verzahnung der digitalen und analogen Kontaktkanäle sowie die Sicherstellung eines qualitativ hochwertigen Kundenservice haben weiter höchste Priorität. Energiebeschaffung Die extremen Preisvolatilitäten aus den letzten Jahren haben gezeigt, wie sensibel die Beschaffungsmärkte und die damit verbundenen Risiken für die Beschaffung und letztendlich die Auswirkungen auf die Energiepreise der Kunden sind. Im Fokus ist die Beschaffung weiter zu optimieren und die Risiken bestmöglich zu kalkulieren, um gute Preise für unsere Endkunden zu erzielen. Risikobericht Durch den Einsatz eines konzernweiten Risikomanagementsystems zur Identifizierung und Steuerung von Unternehmensrisiken wird den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) Rechnung getragen. In regelmäßigen Sitzungen werden Risikoinventuren auf Ebene der Konzerngesellschaften gemäß konzerneinheitlichen Richtlinien durchgeführt. Diese beinhalten die Identifizierung, Analyse, Bewertung und Dokumentation der bestehenden Risiken sowie die Definition und Bewertung von Abwehr- und Milderungsmaßnahmen. Basierend auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoausmaß (Bruttoschadenserwartungswert) im Verhältnis zum Eigenkapital werden die Risiken in die Risikoklassen A (höchste / Verhältnis > 20 %), B und C (niedrigste / Verhältnis < 10 %) aufgeteilt. Die zusammengefasste Darstellung und gesammelte Auswertung der Einzelrisiken erfolgt in einem Risikoatlas, welcher für jede Konzerngesellschaft separat geführt wird. Somit stellt die systematische Identifizierung, Bewertung und Überwachung von Unternehmensrisiken und die hieraus resultierende Risikosteuerung auf Ebene der Einzelgesellschaften und die Aggregation in dem zentralen Risikomanagementsystem des EWR-Konzerns einen integralen Bestandteil der Unternehmensführung dar. Die hohe Veränderungsgeschwindigkeit im wirtschaftlichen sowie im rechtlichen Umfeld macht eine permanente Überprüfung und Adaption des Risikomanagementsystems sowie der darin getroffenen Maßnahmen zur Risikobearbeitung erforderlich. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems wird durch die Interne Revision gewährleistet. Vor dem Hintergrund der nationalen Anstrengungen zur Stabilisierung der Energiewirtschaft sind die Implikationen für die Geschäftstätigkeit und die erforderlichen Maßnahmen zur Risikoeindämmung regelmäßig erörtert worden. So hat das Retail-Hedge-Komitee zur adäquaten, operativen Überwachung von Risiken, die aus der beschaffungsmarktseitigen Dynamik und der vertrieblichen Positionierung hervorgehen können, in monatlichen Intervallen getagt. Derzeit sind die Einzelrisiken, die im aktuellen Risikoatlas der EWR AG aufgeführt werden, mehrheitlich der niedrigsten Risikokategorie C zugeordnet. Ein Risiko befindet sich in der mittleren Risikoklasse B. Für das Risiko "Datenschutz" (Risikoklasse B) fällt die Bewertung aufgrund möglicher Bußgeldforderungen in Abhängigkeit vom Umsatz und möglicher Schadensersatzansprüche hoch aus. Weiterhin tragen die fortschreitende Digitalisierung in der Energiebranche und die auch vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) konstatierte angespannte IT-Sicherheitslage im Kontext des russischen Angriffskrieges und zunehmender Cyber-Angriffe auf Unternehmen der kritischen Infrastruktur, zum Gefährdungspotenzial in der Energiewirtschaft bei. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland für das Jahr 2023 unterstreicht das BSI die alarmierende Bedrohungslage im Cyberraum: So wurden im Durchschnitt monatlich allein 2 Ransomware-Angriffe auf Kommunalverwaltungen oder kommunale Betriebe registriert; insgesamt 68 erfolgreiche Ransomware-Angriffe auf Unternehmen. Gegenmaßnahmen, z. B. der Betrieb eines Datenschutzmanagementsystems und Schulungen zur Mitarbeitersensibilisierung, werden aktiv umgesetzt, um die Eintrittswahrscheinlichkeit zu senken. Gesamtbewertung der Risikosituation Insgesamt ist das Risikopotenzial der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft in den vergangenen Jahren nicht signifikant gestiegen. Bewertet und beurteilt nach vorgenannten Methoden und Verfahren des implementierten Risikofrüherkennungssystems lässt die gegenwärtige Risikosituation in der Gesamtbetrachtung aller Systeme zur Risikoerkennung, Risikobewertung und Risikosteuerung keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennen. Das Geschäftsjahr 2023 ist weiterhin durch die geopolitischen Entwicklungen in unserer unmittelbaren Umgebung geprägt gewesen. Der Krieg in der Ukraine hält mit seinen verheerenden Folgen für die dortige Zivilbevölkerung an. Zudem liegt die Befürchtung nahe, dass sich ein neuer Krisenherd im Nahen Osten entwickeln könnte - einer Schlüsselregion für die hiesige Energieversorgung. Der Rückgang der Energiepreise auf den europäischen Beschaffungsmärkten im Jahresverlauf 2023 ist eine positive Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Deutschland, die jedoch weitere Marktvolatilitäten in der nahen Zukunft nicht ausschließt. Die preisdämpfenden Energiepreisbremsen sind zum 31.12.2023 ausgelaufen. Die historisch niedrigen Energiebeschaffungspreise des vergangenen Jahrzehnts werden auf kurze Sicht wahrscheinlich nicht mehr erreicht. Aktuell rechnen wir noch nicht mit Lieferengpässen unserer Vorlieferanten für Gas. Die nationalen und europäischen Anstrengungen zur Stabilisierung der Energiewirtschaft und zur Verhinderung einer Gasmangellage werden jedoch im Winter 2023/24 auf eine erneute Bewährungsprobe gestellt. Gut gefüllte Gasspeicherfüllstände, konstante Gasimporte über alternative Quellen und ein bewusstes und effizienteres Verbrauchsverhalten sind Faktoren, die eine bessere Versorgungssituation im Vergleich zum Vorjahr annehmen lassen. Wesentliche Unsicherheitsfaktoren bei einer Evaluation stellen aber weiterhin die Witterungsverhältnisse sowie mögliche Sabotageakte auf vitale Energieinfrastruktur dar. Wir gehen davon aus, dass die Energiewirtschaft als Branche deutlich höheren Herausforderungen gegenübersteht als in der Vergangenheit. In Anbetracht des in den nächsten Jahren von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Unternehmen zu leistenden Investitionsvolumens ist u.a. ein verlässlicher rechtlicher Ordnungsrahmen des Gesetzgebers von entscheidender Bedeutung für die Finanzierung und erfolgreiche Umsetzung der Energiewende. Ein wichtiger Schritt ist mit der Verabschiedung des Gesetzes zur kommunalen Wärmeplanung durch die Legislative getätigt worden.
Worms, den 23. April 2024 Der Vorstand Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Form und Inhalt des JahresabschlussesDer Jahresabschluss der EWR Aktiengesellschaft (EWR AG) wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Energiewirtschaftsgesetzes, den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung in TEUR aufgestellt und veröffentlicht. Die EWR Aktiengesellschaft, Worms, ist beim Amtsgericht Mainz unter der Registernummer HRB 10036 eingetragen. Der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren zugrunde gelegt. Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese werden nachfolgend aufgegliedert und erläutert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände (EDV-Software) werden mit Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über nachfolgende Nutzungsdauern abgeschrieben:
Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen alle aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Abschreibungen sind teils nach der linearen, teils nach der degressiven Methode mit späterem Übergang zur linearen Abschreibung bemessen. Die Nutzungsdauern der einzelnen Anlagengegenstände sind unter Zugrundelegung der amtlichen AfA-Tabellen mit den zulässigen Höchstsätzen (kürzesten zulässigen Nutzungsdauern) geschätzt, da diese den tatsächlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern entsprechen. Für Vermögensgegenstände, die von der e-rp vor dem 1. Juli 2018 angeschafft oder hergestellt wurden, wurde der bisherige Abschreibungsplan unverändert fortgeführt. Die bisher passivierten Zuschüsse der ehemaligen e-rp wurden aktivisch abgezogen.
Seit dem 1. Januar 2008 werden alle Zugänge linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen Geringwertige Wirtschaftsgüter, die selbstständig nutzbar sind und deren Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 liegen, werden im Zugangsjahr in einem Sammelposten erfasst und linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder - bei voraussichtlich dauernder Wertminderung - dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei den übrigen Finanzanlagen sind die Wertpapiere zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert und die Ausleihungen zum Nominalwert oder ebenfalls zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert bewertet. Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Flüssige Mittel, Forderungen und übrige sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Für erkennbare Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen sind angemessene Wertberichtigungen gebildet. Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind für die erst mit der Durchführung der Jahresabrechnung abrechnungsfähigen Energie- und Wasserlieferungen sorgfältig ermittelte Schätzbeträge angesetzt. Erhaltene Abschlagszahlungen, verringert um die darin enthaltene Umsatzsteuer, sind damit verrechnet. Bei Vorliegen einer Aufrechnungsgrundlage nach § 387 BGB werden Forderungen und Verbindlichkeiten gegen die bzw. gegenüber der Gesellschafterin und verbundenen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, miteinander saldiert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, welche Aufwand für die Folgezeit darstellen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. Projected-Unit-Credit-Methode mit dem Zinssatz nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB. Die Bewertung zum 31. Dezember 2023 erfolgte unter Verwendung eines Rechnungszinssatzes von 1,82 % (i. Vj. 1,78 %), eines Gehaltstrends von 2,6 % (i. Vj. 2,6 %), eines Karrieretrends von 1,0 % (i. Vj. 0,8 %), eines Rententrends von 2,1 % (i. Vj. 2,1 %) sowie einer Duration von 15 Jahren. Es wurden dabei die von Prof. Dr. Klaus Heubeck veröffentlichten Sterbetafeln 2018 G (RT2018G) berücksichtigt. Bei dem Zinssatz handelt es sich um den für den Bilanzstichtag prognostizierten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Unter Anwendung des für den Bilanzstichtag prognostizierten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,73 % würde sich der Erfüllungsbetrag um TEUR 742 erhöhen. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. Projected-Unit-Credit-Methode und unter Beachtung der Sterbetafeln 2018 G (RT2018G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Ermittlung wurde ein Rechnungszinssatz von 1,73 % (i. Vj. 1,44 %) sowie ein Anwartschaftstrend von 3,6 % (i. Vj. 3,4 %) angesetzt. Bei der Bemessung der übrigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung getragen. Sie sind zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Künftige Kosten- und Preissteigerungen wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens sind in einer gesonderten Übersicht (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Anlagevermögen ist die 100%ige Beteiligung der EWR AG an der EWR Netz GmbH, Alzey, in Höhe von TEUR 23.343 (i. Vj. TEUR 23.343) enthalten. Das Eigenkapital der EWR Netz GmbH zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 23.343 (i. Vj. TEUR 23.343), der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung TEUR 13.444 (i. Vj. TEUR 13.067). Darüber hinaus ist im Anlagevermögen die 100%ige Beteiligung an der EWR Neue Energien GmbH, Alzey, ausgewiesen. Der im Anlagevermögen ausgewiesene Beteiligungsbuchwert beträgt TEUR 19.987 (i. Vj. TEUR 19.987). Das Eigenkapital der EWR Neue Energien GmbH zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 19.996 (i. Vj. TEUR 19.996), der Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme TEUR 1.241 (i. Vj. TEUR 738). An der Rheinhessen Telekommunikations GmbH, Worms, besteht eine 100%ige Beteiligung, die im Geschäftsjahr 2005 vollständig abgeschrieben wurde. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR -301 (i. Vj. TEUR 301), der Jahresfehlbetrag TEUR 0 (i. Vj. TEUR -6). An der MWE GmbH, Mainz, besteht eine 50 % Beteiligung. Das Eigenkapital der MWE GmbH zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 90 (i. Vj. TEUR 99). Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 10 (i. Vj. Jahresfehlbetrag TEUR 9). Es ist geplant die Gesellschaft im Jahr 2024 aufzulösen. Weiterhin werden je 100% der Anteile an der Elektro Knies GmbH und der Elt-Point Fachmarkt für Elektromaterial und Beleuchtung GmbH, beide mit Sitz in Worms gehalten. Das Eigenkapital der Elektro Knies GmbH beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.960 (in 2021 TEUR 1.998). Der Jahresüberschuss 2022 beträgt TEUR 760 (in 2021 TEUR 798). Das Eigenkapital Elt-Point Fachmarkt für Elektromaterial und Beleuchtung GmbH beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 159 (in 2020 TEUR 183). Der Jahresfehlbetrag 2022 beträgt TEUR 24 (in 2021 TEUR 103). Die EWR hält 90% der Anteile an der Silithium smart energy GmbH, Walldorf, in Höhe von TEUR 5.126 (2022 TEUR 8.126). Im Berichtsjahr wurde aufgrund der Marktsituation und der mittelfristigen Prognose eine Abwertung von TEUR 3.000 vorgenommen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 816. Der Jahresüberschuss 2022 TEUR 509. An der liqwotec GmbH, Worms, besteht eine 50 % Beteiligung in Höhe von TEUR 200 (2021 TEUR 600). Im Berichtsjahr wurde aufgrund der Marktsituation eine Abwertung von TEUR 400 vorgenommen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 527 (2021 TEUR 782). Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 255 (2021. TEUR 206). An der EGA GmbH Erschließungsgesellschaft, Alzey, hält die EWR AG 20 % der Anteile. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetag beträgt im Jahr 2022 TEUR 470 (2021 Eigenkapital TEUR -223). Der Jahresfehlbetrag 2022 beträgt TEUR 248 (2021 TEUR 153). An der EWG Shareholder GmbH, Alzey, hält die EWR AG 100 % der Anteile. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 25 (i. Vj. TEUR 25), das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung TEUR 629 (i. Vj. TEUR 666). (2) Vorräte Die Vorräte umfassen Warenbestände in Höhe von TEUR 22 (i. Vj. TEUR 43), unfertige Erzeugnisse von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1.279), geleistete Anzahlungen auf Vorräte und Waren TEUR 72 (i. Vj. TEUR 50) und Emmissionrechte in Höhe von TEUR 6.530 (i. VJ. TEUR 8.697).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus dem noch nicht abgerechneten Verbrauch wurden mit den Anzahlungen auf den noch nicht abgerechneten Verbrauch verrechnet.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten die Gewinnabführung der EWR Netz GmbH in Höhe von TEUR 14.361, Forderungen aus dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 66.717, Forderung aus der Gewerbesteuerumlage TEUR 1.241, Forderungen aus einem Darlehen für den Glasfaserausbau der EWR Netz GmbH in Höhe von TEUR 13.233, Forderungen aus dem Leasing des Wassernetzes TEUR 10.710, Forderungen aus einem langfristigen Darlehen zur Finanzierung der Investitionen in das Strom- und Gasnetz der EWR Netz GmbH in Höhe von TEUR 40.000 und aufgerechnete Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit dieser in Höhe von TEUR 3.845. Auch die kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen der EWR AG und der EWR Neue Energien GmbH wurden nach BGB in diesem Jahr aufgerechnet. Im Jahr 2023 ergab sich ein Forderungsüberhang. Die Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 3.834 setzen sich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 184, Forderungen aus dem Cash-Pooling TEUR 2.688 und der Steuerumlage TEUR 89 sowie einer Forderung aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 1.241 zusammen. Gegenüber der Silithium smart energy GmbH besteht eine Forderung in Höhe von TEUR 10.522 aus einer Vorfinanzierung. Darüber hinaus ist eine langfristige Forderung gegen die EWG Shareholder GmbH in Höhe von TEUR 6.029 enthalten. Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten Forderungen in Höhe von TEUR 97 aus Lieferungen und Leistungen.
Die Guthaben bei Kreditinstituten betreffen ausschließlich laufende Konten und Tagesgeldkonten. (5) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital besteht aus 99.455 auf den Namen lautenden Stückaktien (mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 500 EUR), die zum 31.12.2023 von:
gehalten werden. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der EWR Dienstleistungen GmbH & Co. KG. Da die übrigen Anteilseigner an der EWR Dienstleistungen GmbH & Co. KG, im gleichen Verhältnis beteiligt sind, haben sie auf ihren Ausgleichsanspruch nach § 304 AktG verzichtet.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung wurde Jahresüberschuss 2022 in Höhe von TEUR 4.000 EUR in die Gewinnrücklagen eingestellt. Mitteilung im Sinne von § 160 Abs. 1 AktG Von der EWR Dienstleistungen GmbH & Co. KG hat die EWR AG folgende Mitteilung erhalten: "Nach § 20 Abs. 4 AktG teilen wir Ihnen mit, dass der EWR Dienstleistungen GmbH & Co. KG eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne von § 16 Abs. 1 AktG gehört."
In den Pensionsrückstellungen ist ein Anteil für Sachleistungen (Deputate) in Höhe von TEUR 601 (i. Vj. TEUR 853) enthalten. Der Posten Sonstige Rückstellungen umfasst:
Bei den Rückstellungen für Altersteilzeit wurde im Vorjahr der Aktivwert (Zeitwert entspricht den Anschaffungskosten) zur Sicherung der Altersteilzeitverträge in Höhe von TEUR 51 (gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB n. F. passivisch verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellung betrug im Vorjahr TEUR 48. Im Geschäftsjahr 2023 bestanden keine Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen mehr.
Von den Verbindlichkeiten sind TEUR 96.113 (i. Vj. TEUR 37.440) in über einem Jahr fällig. Ein Teil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist durch eine Buchgrundschuld in Höhe von TEUR 12.600 besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten hauptsächlich Kautionen. Haftungsverhältnisse, Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Angaben gemäß § 285 HGB Haftungsverhältnisse Gegenüber der Rheinhessen Telekommunikations GmbH, Worms, wurde eine Patronatserklärung abgegeben, wonach die 100 %ige Tochtergesellschaft im Falle von Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit mit nachrangigen Darlehen oder Eigenkapital auszustatten ist. Die Patronatserklärung erfolgte unbefristet. Zum 31. Dezember 2023 besteht gegen die Rheinhessen Telekommunikations GmbH eine zu 100 % wertberichtigte Forderung in Höhe von TEUR 300, für welche ein Rangrücktritt erklärt wurde. Wir rechnen nicht mit einer Inanspruchnahme der Patronatserklärung, da die Rheinhessen Telekommunikations GmbH zur Zeit nicht operativ tätig ist. Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein Unterkonzessionsrahmenvertrag mit der EWR Netz GmbH, Alzey, abgeschlossen. Danach hat die EWR Netz GmbH alle Rechte und Pflichten, die aus den Konzessionsverträgen mit den verschiedenen Gemeinden erwachsen, wahrzunehmen. Zur Sicherung der Erfüllung dieser Pflichten hat sich die Gesellschaft in diversen Patronatserklärungen verpflichtet, die EWR Netz GmbH ausreichend mit Eigenkapital auszustatten. Die Konzessionsverträge haben in der Regel eine Laufzeit von 20 Jahren und enden je nach Beginn des Vertrages in den Jahren 2020 bis 2038. Die Konzessionsabgaben betrugen im Geschäftsjahr TEUR 12.760. Wir rechnen aufgrund der positiven Geschäftslage der EWR Netz GmbH nicht mit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Das Bestellobligo betrug TEUR 9.014. Neben dem oben genannten Bestellobligo fallen aufgrund der laufenden Verträge für die EDV-Anlage jährlich Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.957 für Leasing und Wartung an. Die Verträge haben Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren. Für die Mitarbeiter der EWR AG werden Umlagen für die Ruhestandszeiten an die Zusatzversorgungskasse des kommunalen Versorgungsverbandes Hessen (ZVK), Darmstadt, entrichtet. Die gezahlten Beiträge dienen der Finanzierung der laufenden Versorgungsleistungen. Wegen der bestehenden Finanzierungsregelung erreicht das auf die EWR AG entfallende Deckungskapital der ZVK nicht die bestehenden anteiligen Verpflichtungen. Die im laufenden Geschäftsjahr gezahlten Beträge beliefen sich auf TEUR 862. Der Gesamtbetrag der innerhalb eines Jahres fälligen Sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 26.593 Angaben nach § 285 Nr. 23 HGB i. V. m. § 254 HGB Bewertungseinheiten Um abgeschlossene oder geplante Strom- und Gasabsätze (Grundgeschäfte) der EWR AG zum Lieferzeitpunkt gegen Marktpreisänderungsrisiken abzusichern, wurden Beschaffungsgeschäfte (Sicherungsgeschäfte) weit im Voraus abgeschlossen. Dabei wurde die jeweils vom Vertrieb prognostizierte Absatzmenge an Strom und Gas berücksichtigt, um die Forward-Beschaffungen so risikoarm wie möglich zu gestalten. Beschaffungsstrategie Bei der Absatzplanung, als Grundlage der Beschaffungsstrategie, wird unterschieden zwischen SLP-Kunden (in erster Linie Privatkunden) und rLm-Kunden (Geschäftskunden). Geschäftskunden (rLm-Kunden) Bei wesentlichen Absatzgeschäften mit Geschäftskunden wurde nach Vertragsabschluss die prognostizierte Menge als Gegengeschäft in Form von Forwards am Strom- und Gasmarkt (Back-to-Back) eingekauft. Privatkunden (SLP-Kunden) Die aus prognostizierten Privatkundenabsätzen (mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen) resultierenden Mengen werden kontinuierlich im Wege der sog. Keilbeschaffung eingekauft. Unter dieser Keilbeschaffung wird eine mengen- / zeitgetaktete Strom- und Gasbeschaffung verstanden. Dies erfolgt dergestalt, dass bestimmte vorab auf Kundengruppenebene definierte Pflichteindeckungsgrade in Abhängigkeit von Zeitablauf und Erfüllungszeitpunkt erreicht werden müssen. Zum Bilanzstichtag waren die prognostizierten Absatzmengen des Jahres 2023 daher in voller Höhe über Termingeschäfte beschafft. EWR hat diese Vorgehensweise gewählt, um das Privat- und Gewerbekundensegment so abdecken zu können, dass die Mengenrisiken möglichst gering sind und die Preisrisiken durch die laufende Beschaffung gestreut bzw. abgesichert werden. Es werden die folgenden Produkte als Sicherungsgeschäfte gehandelt
Da sich die abgesetzten und beschafften Mengen unter Berücksichtigung dieser Beschaffungsstrategie decken, wird das Marktpreisrisiko für diese Mengen durch ein effektives Hedging abgesichert. Die prospektive Wirksamkeit wird auf Basis der Critical-Term-Match-Methode beurteilt. Diese unterstellt eine vollständige Risikosicherung, wenn die wesentlichen Kriterien bei Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen. Zwangsläufig entstehende Abweichungen zwischen der zum Lieferzeitpunkt erstellten Tagesprognose und den bereits eingedeckten Forward-Produkten werden über den Spotmarkt abgewickelt. Hierbei werden sowohl tatsächliche Prognoseänderungen auf Basis neuer Erkenntnisse durch das Eingehen neuer Ist-Verbrauchswerte der Kunden als auch strukturelle Abweichungen der Forward-Eindeckungen gegenüber den tatsächlichen Lastgängen abgedeckt. Portfolio und Durchhalteziele Alle geschlossenen Absatz- und Beschaffungsverträge werden in einem Buch (Portfolio) geführt. Handelsbücher oder bewusst gebildete offene Positionen werden bei EWR nicht geführt. Spekulative Verkäufe vor Erfüllung erfolgen bei EWR nicht. Lediglich zwangsläufig entstandene offene Positionen, z. B. durch Prognoseanpassungen aufgrund neuerer Erkenntnisse, werden am Spotmarkt glattgestellt. Alle geschlossenen Geschäfte werden bei EWR bis zur Endfälligkeit gehalten, soweit sich nicht durch Prognoseanpassungen und dem wertorientierten Hedge ein gegensätzlicher Anpassungsbedarf ergibt. Effektivität Der retrospektive Nachweis der Wirksamkeit erfolgt auf Basis einer Marktwertanalyse des Portfolios. Auf diese Weise wird die kompensatorische Wirkung der Marktwerte aller Short- und Long-Positionen innerhalb des Portfolios aufgezeigt und sichergestellt. Sofern ein negativer Saldo entsteht, wird dieser als drohender Verlust in der Bilanz in Form einer Drohverlustrückstellung berücksichtigt. Aufgrund der Mengenmäßigen Überdeckung in für das Geschäftsjahr 2024 wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 1.860 im Abschluss gebildet. Die Grundgeschäfte betreffen den Zeitraum 2023 bis 2025. Ihr Wert zum Abschlussstichtag beträgt TEUR 395.765. Der Wert des abgesicherten Risikos zum Bilanzstichtag belief sich auf TEUR 336.581. Darüber hinaus hat die EWR AG zur Absicherung des Zinsrisikos aus variabel verzinslichen Darlehen drei (i. Vj. zwei) Zinsswapgeschäfte (derivative Finanzinstrumente) bei zwei Kreditinstituten abgeschlossen. Den im Rahmen der Payer-Swaps zu leistenden festen Zinszahlungen stehen variable Zinszahlungen auf Basis des 3-Monats-Euribor gegenüber. Die Payer-Swaps haben die folgenden Laufzeiten und Nominalbeträge zum 31. Dezember 2023:
Zur bilanziellen Abbildung des wirksamen Teils der Darlehensverbindlichkeit (Grundgeschäft) und der Zinsswaps (Sicherungsgeschäft) gebildeten Bewertungseinheiten (Mikro Hedges) wird die sogenannte Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Der Betrag der abgesicherten Darlehensverbindlichkeit entspricht dem Nominalvolumen der Bezugsbeträge. Die Effektivität wird anhand der Critical-Terms-Match-Methode beurteilt. Diese wird angewendet, da jeweils alle Bewertungsparameter von Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen. Die Bewertung des Sicherungsgeschäfts erfolg auf Basis aktueller Marktdaten unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden bei dem jeweiligen Kreditinstitut. Aufgrund der bestehenden Bewertungseinheiten erfolgte zum 31. Dezember 2023 keine Passivierung einer Drohverlustrückstellung der jeweils negativen Marktwerte der Zinsswaps. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Anlagen- und Finanzanlagenabgängen TEUR 325 (i. Vj. TEUR 1.237), aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 3.092 (i. Vj. TEUR 4.864), Erträge aus Auflösung von Forderungswertberichtigungen TEUR 35 (i. Vj. TEUR 75) sowie aus aperiodischen Rückvergütungen für Strombezug und EEG-Abgabe von TEUR 357 (i. Vj. TEUR 138). zu (9) und (10) In den Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen sind Umsatzerlöse, Erträge aus Shared-Service-Leistungen und andere Verrechnungen in Höhe von TEUR 70.197 (i. Vj. TEUR 52.587) mit verbundenen Unternehmen enthalten.
Im Materialaufwand sind periodenfremde Gutschriften aus BK-Abrechnungen in Höhe von rd. von TEUR 4.630 verrechnet (i. Vj. Aufwand von TEUR 1.659).
zu (11) und (14) Im Materialaufwand und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Abrechnungen für Netznutzungsentgelte, Wasserlieferungen und andere Aufwendungen in Höhe von TEUR 127.264 (i. Vj. TEUR 128.193) im Sinne des § 6b EnWG mit verbundenen Unternehmen enthalten.
Im Finanzergebnis werden Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit den seit dem 1. Januar 2011 geltenden Ergebnisabführungsverträgen zwischen der Gesellschaft und den Tochtergesellschaften EWR Netz GmbH und EWR Neue Energien GmbH ausgewiesen. Die Erträge aus Ergebnisübernahmen betreffen die EWR Netz GmbH (TEUR 14.361), die EWR Neue Energien GmbH (TEUR 1.241) und die EWG Shareholder GmbH (TEUR 629). In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 868 (i. Vj. TEUR 1.886) enthalten. (16) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Für das Geschäftsjahr 2023 besteht, wie auch in Vorjahren, mit der EWR Dienstleistungen GmbH & Co. KG ein Ergebnisabführungsvertrag. Diese Position enthält im Wesentlichen den angefallenen Gewerbesteueraufwand aus dem Gewerbesteuer-Umlagevertrag mit der EWR Dienstleistungen GmbH & Co KG (TEUR 5.152) und Erträge aus den Umlageverträgen mit der EWR Netz GmbH und der EWR Neue Energien GmbH (TEUR 1.330). Die Anwendung der Pillar 2-Regelungen ab 2024 hat keine Auswirkungen auf die Steuerbelastung.
Für die Angabe der Wirtschaftsprüferhonorare verweisen wir auf die Angabe im Konzernabschluss der EWR Dienstleistungen GmbH & Co. KG, Worms, in den neben der EWR AG die EWR Netz GmbH, Alzey, und die EWR Neue Energien GmbH, Worms, für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen werden. Die EWR AG ist gem. § 291 Abs. 1 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes befreit. Der Konzernabschluss der EWR Dienstleistungen GmbH & Co. KG, Worms, in wird in elektronischer Form im Bundesanzeiger veröffentlicht. Nachtragsbericht Es traten keine Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres auf, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hätten. Organe des Mutterunternehmens Vorstand Stephan Wilhelm Vorstandssprecher Worms Dirk Stüdemann (bis 14.03.2024) Worms Dieter Lagois Karlsruhe Die Berufsbezeichnung ergibt sich aus der Organstellung. Aufsichtsrat Adolf Kessel Oberbürgermeister, Stadt Worms, Rheindürkheim Vorsitzender Steffen Jung Bürgermeister, Stadt Alzey, Alzey Stellvertretender Vorsitzender Norbert Hess Angestellter, EWR Netz GmbH, Worms 2. Stellvertretender Vorsitzender Gabriele Aplenz Bereichsleiterin, Thüga AG, München (bis zum 31.12.2023) Dr. Constantin Alsheimer Vorstandsvorsitzender, Thüga AG, München (ab 01.01.2024) Dirk Beyer Geschäftsführer SPD Worms und Alzey-Worms, Worms Hubert Diehl Angestellter, EWR AG, Worms Dr. Hanno Dornseifer Mitglied des Vorstandes, VSE AG, Saarbrücken Mathias Englert Finanzberater, Mitglied des Stadtrates, Worms Frank Grone Leiter Beteiligungsservice und Revision, Westenergie AG, Essen Uwe Gros Angestellter, EWR Netz GmbH, Worms Richard Grünewald Winzer, Mitglied des Stadtrates, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Worms, Worms Daniel Heid Angestellter, EWR AG, Mörstadt Maximilian Hobohm Jurist, Mitglied des Stadtrates, Alzey Yannick Baierl Angestellter, EWR AG, Zornheim Otto Huber Leiter der Unternehmensentwicklung, Prokurist, Thüga AG, München Stefan Ihrig Angestellter, EWR Netz GmbH, Worms Stephanie Jung Parlamentarische Referentin, Mitglied des Stadtrates, Alzey Dr. Klaus Karlin Rechtsanwalt, Mitglied des Stadtrates, Worms Jens Kliewer Angestellter, EWR Netz GmbH, Worms Dr. Marc Muchow Bürgermeister der Stadt Kirchheimbolanden, Kirchheimbolanden Steffen Unger Bürgermeister, Verbandsgemeinde Alzey-Land, Esselborn Bezüge der Organmitglieder Die Bezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr TEUR 924. Das Ruhegeld für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene betrug TEUR 381. Rückstellungen für laufende Pensionen früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen bestehen in Höhe von TEUR 6.962. Die Vergütungen des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 236. Gewinnabführungsvertrag / Gewerbesteuerumlagevertrag Zwischen der EWR Dienstleistungen GmbH & Co. KG, Worms, und der EWR AG, Worms, besteht seit dem Geschäftsjahr 2005 ein Ergebnisabführungsvertrag sowie ein Gewerbesteuerumlagevertrag.
Worms, den 23. April 2024 Der Vorstand Stephan Wilhelm Dieter Lagois Entwicklung des Anlagevermögens 31.12.2023
Tätigkeitsabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
* ohne Saldierung der Verbindlichkeiten ** ohne Saldierung der Forderungen
Anhang für das Geschäftsjahr 2023TätigkeitsabschlussGemäß § 6b Abs. 3 EnWG haben Unternehmen, die zu einem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen verbunden sind, in ihrer internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten in den im § 6b Abs. 3 EnWG genannten Bereichen zu führen: 1. Elektrizitätsübertragung 2. Elektrizitätsverteilung 3. Gasfernleitung 4. Gasverteilung 5. Gasspeicherung 6. Betrieb von LNG-Anlagen 7. Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Absatz 2. Zur Einhaltung der Entflechtungsvorschriften gemäß § 7 EnWG ist die EWR Netz GmbH im Jahr 2007 aus dem bis dahin integrierten Unternehmen EWR AG als Netzbetreiber hervorgegangen. Seit diesem Zeitpunkt ist die EWR Netz GmbH der rechtlich selbständige Netzbetreiber, in den die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung" ausgegliedert wurden. Hieraus ableitend werden für die Tätigkeiten Strom- und Gasvertrieb separate Konten in der EWR AG geführt. Separate Konten werden auch für Dienstleistungen geführt, die die EWR AG gegenüber dem verbundenen Netzbetreiber EWR Netz GmbH als Dienstleistung erbringt. Zur Einhaltung des § 6b Abs. 3 S. 5 und 6 EnWG werden den Tätigkeiten die jeweiligen Bilanz- und GuV-Konten, soweit möglich, direkt zugewiesen. Sollte eine direkte Zuordnung der Konten nicht möglich oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden sein, erfolgt eine Zuordnung der Konten über sachgerechte und nachvollziehbare Schlüsselung auf die jeweils betroffenen Tätigkeiten. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 102.129 entfällt mit einem Betrag in Höhe von TEUR 13.590 auf Energiespezifische Dienstleistungen Elektrizitätsverteilung (DL SN). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die entsprechenden Grundstücke und Gebäude. Eine genaue Gliederung ist dem Tätigkeits-Anlagenspiegel zu entnehmen. (2) Vorräte Die Vorräte betreffen im Wesentlichen die fertigen Erzeugnisse und Waren. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen entfallen TEUR 2.234 auf DL SN. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen verbundene Unternehmen. (4) Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel für die Tätigkeit DL SN wird nach dem Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern, Abschreibungen und Rückstellungen geschlüsselt. Damit entfallen TEUR 0 auf die Tätigkeit DL SN. (5) Kapitalausgleichsposten Die Kapitalausgleichposten für den aktivischen Ausgleich der Bilanz betragen für die Tätigkeit DL SN TEUR 2.544. (6) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Vom Rechnungsabgrenzungsposten entfallen TEUR 0 auf DL SN. (7) Eigenkapital Das Eigenkapital der EWR AG in Höhe von TEUR 96.034 verteilt sich im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 12.761 auf DL SN und die Differenz auf die sonstigen Tätigkeiten der EWR AG. Die genaue Zusammensetzung ist der Tätigkeits-Bilanz zu entnehmen. (8) Rückstellungen Die EWR AG weist einen Rückstellungsbestand in Höhe von TEUR 113.718 aus. Hiervon werden TEUR 5.499 auf DL SN geschlüsselt.
Tabelle 1: Übersicht Rückstellungen (9) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf die Bilanzposten auf:
Tabelle 2: Übersicht Verbindlichkeiten Die Verteilung der Verbindlichkeiten erfolgt durch sachgerechte Schlüsselung der einzelnen Konten. Die Gesamt-Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 131 ggü. Kreditinstituten haben folgende Restlaufzeiten: TEUR 11 ≤ 1 Jahr und TEUR 120 Laufzeit > 1 Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Aus den Umsatzerlösen sind der Tätigkeit DL SN Erlöse in Höhe von TEUR 16.025 direkt zuzuordnen. Grundlage bildet der Dienstleistungsvertrag zwischen der EWR AG und der EWR Netz GmbH. (2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 17.409 verteilen sich auf DL SN mit TEUR 63. (3) Materialaufwand Der Materialaufwand weist im Bereich DL SN Aufwendungen in Höhe von TEUR 48 aus und betrifft den Posten Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren. (4) Personalaufwand Der Personalaufwand entfällt mit TEUR 6.032 auf DL SN. Davon entfallen für die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in der Tätigkeit DL SN TEUR 474. (5) Abschreibungen Die Anteile des Sachanlagevermögens werden der jeweiligen Tätigkeit über Schlüssel zugeordnet. Eine dezidierte Darstellung des Sachanlagevermögens ist dem Tätigkeits-Anlagenspiegel zu entnehmen. (6) Sonstiger betrieblicher Aufwand Der sonstige betriebliche Aufwand der Tätigkeiten DL SN beträgt im Berichtsjahr TEUR 4.564. Im Wesentlichen wird die Tätigkeit durch die Dienstleistungen Abrechnung, Facility Management sowie IT belastet. (7) Finanzergebnis Das Finanzergebnis beträgt für DL SN TEUR - 233 und besteht im Wesentlichen aus dem Zinsaufwand für Pensionen. (8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / sonstige Steuern Der Steueraufwand im Berichtsjahr beträgt für die Tätigkeit DL SN TEUR 59. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EWR Aktiengesellschaft, Worms VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRES ABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EWR Aktiengesellschaft, Worms, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EWR Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit "Energiespezifische Dienstleistungen Elektrizitätsverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Mannheim, den 23. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dirk Wolfgang Fischer, Wirtschaftsprüfer Marc Krizaj, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zu, 31. Dezember 2023 wurde am 14. Mai 2024 festgestellt. |
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EWR Aktiengesellschaft AG
Structured data
Parsed, typed and queryable directly through the API.
Overview
- Legal form
- AG
- Address
-
Lutherring 5
67547 Worms - Commercial register
- HRB 10036, Mainz
- Registration date
- April 20, 1911
- Industry
-
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Beteiligungsgesellschaften - Purpose
- Die Erzeugung sowie die Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, das Erbringen von Energiedienstleistungen, energienahen Dienstleistungen und daraus entwickelten Produkten, die Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnik, die Planung, die Errichtung und der Betrieb von Telekommunikationseinrichtungen, die Entwicklung von Bauland, der Erwerb, die Verwertung, Nutzung, Verwaltung und Erschließung von Grundstücken, die Grundstückbewirtschaftung, die Errichtung, der Erwerb, die Erweiterung, der Ausbau, die Instandhaltung und der Betrieb der diesen Zwecken dienenden Anlagen, das Wärme-, Contracting- und Installationsgeschäft, Aktivitäten im Bereich der Speichertechnologie, der Betrieb von Straßenbeleuchtungen, die Infrastruktur für Datenkommunikation, das Breitband- und DSL-Geschäft, das Geschäft mit Elektro-Mobilität und der Bereich Erneuerbare Energien (z.B. Windenergieanlagen, Photovoltaikanlagen), die Beratung Dritter, andere Leistungen der kommunalen Daseinsvorsorge sowie dazugehörige und ähnliche Geschäfte einschließlich aller hiermit in Zusammenhang stehenden Aufgaben und Dienstleistungen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet erscheinen, dem Gegenstand des Unternehmens zu dienen. Sie kann zu diesem Zweck auch andere Unternehmen gründen, erwerben oder sich an ihnen beteiligen. Unternehmen, an denen die Gesellschaft mehrheitlich beteiligt ist, kann sie unter ihrer Leitung zusammenfassen oder sich auf die Verwaltung der Beteiligung beschränken. Die Gesellschaft kann ihren Gegenstand auch ganz oder teilweise mittelbar verwirklichen.
Financials
Balance sheet
2024- Current Assets 78,2 % 344,39 Mio
- Fixed Assets 21,6 % 95,28 Mio
- Prepaid Expenses 0,2 % 707,0 k
- Liabilities 56,9 % 250,55 Mio
- Equity 22,5 % 99,03 Mio
- Provisions 20,6 % 90,80 Mio
Balance sheet data available for 18 earlier fiscal years.
Profit & loss
2024- Revenue 45,4 % 455,2 k
- Material expenses 39,3 % 393,7 k
- Other operating expenses 4,3 % 42,7 k
- Personnel expenses 2,8 % 27,6 k
- Other operating income 2,2 % 21,9 k
- Result after taxes 1,3 % 13,4 k
- Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 1,3 % 13,3 k
- Erträge aus Ergebnisübernahmen 0,8 % 8,1 k
- Interest and similar expenses 0,8 % 7,8 k
- Other interest and similar income 0,8 % 7,7 k
- Depreciation on financial assets and current asset securities 0,5 % 5,2 k
- On intangible assets and property, plant, and equipment 0,4 % 3,8 k
- Income from investments 0,1 % 789
- Income and profit taxes 0,0 % 458
- Other taxes 0,0 % 180
- Income from other securities and loans in financial assets 0,0 % 81
- Other capitalized own work 0,0 % 18
- Annual net profit/loss 0,0 % 0
P&L data available for 17 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Dieter, geb. Schwienheer Lagois
since 2022 Board Member
-
Stephan Friedrich Wilhelm
since 2017 Board Member
-
Jens Blüm
since 2025 Procura
-
Marcus Wagner
since 2023 Procura
-
Maximilian Bohr
since 2024 Procura
-
Michael Kadler
since 2020 Procura
Ownership & holdings
Ultimate beneficial owners (UBOs)
No beneficial owners conclusively identified — 2 possible matches from the transparency register.
Holds shares in
- EWR Neue Energien GmbH GmbH 100.0 %
- EWG Shareholder GmbH GmbH 100.0 %
- e-rp Verwaltungs GmbH GmbH 100.0 %
History
- 2026
-
29.07.
Change of bylawsEWR Aktiengesellschaft
- 2025
-
28.10.
Member entryJens Blüm · Procura
- 2024
-
24.06.
Exit of positionF**** D***** · Procura
-
24.06.
Member entryMaximilian Bohr · Procura
-
29.05.
Exit of positionD*** S****** · Board Member
- 2023
-
06.07.
Member entryMarcus Wagner · Procura
- 2022
-
10.10.
Change of bylawsEWR Aktiengesellschaft
-
26.01.
Exit of positionU** B****** · Board Member
Raw data & documents
Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.
Annual statements (full text)
Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Register documents
PDF documents straight from the court register — fetched on demand via the :code endpoint.
- Current extract (AD)
- Chronological extract (CD)
- Structured content (SI, XML)
- Shareholders list
- Articles of association
Website content
Structured markdown rendering of the company's public website — perfect for enrichment and AI pipelines.
- Website snapshot (auto-discovered) AI
Structured data and full text — per company
From annual statements as HTML to UBO lists: enable each field individually via the features parameter. One API, all data.
- Key figures Revenue, employee count, total assets, net income — per fiscal year.
- Authorized representatives Current and former managing directors, board members, signatories — with roles and date ranges.
- Publications Official commercial register publications including date and full text.
- Gesellschafter Current shareholder structure with stakes and contributions.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Ultimate beneficial owners as recorded in the German transparency register.
- Beteiligungen Stakes this company holds in other entities.
- Bilanz Full balance sheet line items from published annual statements.
- Gewinn- und Verlustrechnung P&L line items per fiscal year.
- Jahresabschlüsse (HTML) Published annual financial statements rendered as HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Notices from the official insolvency registers.
- News Recent mentions of the company from external news sources.
Plug into any stack
Whether you're building a classical API integration, an AI agent, or a no-code workflow — this data slots in.
Use this data in your app
Grab an API key and pull this structured commercial register data straight from your application — no scraping, no PDFs.
Keyboard shortcuts
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