HS Products Engineering GmbH
Maisach
Amtsgericht München
HRB 130646
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2022
1. Grundlagen des Unternehmens
Geschäftsmodell
Die HS Products Engineering GmbH mit Sitz in Maisach ist
spezialisiert auf die Entwicklung und Fertigung komplexer
kinematischer Systeme für den Fahrzeuginnenraum von
Premiumfahrzeugen. Als unabhängiger Partner der
Automobilindustrie reicht das interne Leistungsspektrum von
der innovativen Konzepterstellung über die Entwicklung
mit der Erstellung der erforderlichen
Prototypen/Versuchsmuster und Durchführung der
relevanten Versuche und Laborprüfungen bis hin zum
Werkzeugbau und Erstellung der notwendigen
Serienmontagevorrichtungen. Ebenso werden Spritzgussteile
und mechanisch gefertigte Teile für die
Serienfertigung im Haus hergestellt. Die für unsere
Kunden gefertigten Produkte sind überwiegend in den
folgenden Bereichen zu finden:
• Bewegliche Info- & Entertainmentsysteme,
• Mittelkonsolen & -komponenten,
• Schub- & Schwenkfächer/-Kinematiken,
• Cupholder,
• Elektrische Komfort- &
Beschattungssysteme,
• Funktionsumfänge im I-Tafelbereich.
Zur Sicherstellung der notwendigen Flexibilität im
oben aufgeführten Produkt- und Kundenspektrum sowie
zur Sicherstellung einer effektiven internen
Wertschöpfungstiefe ist die Tech Pro System GmbH als
Tochterunternehmen in die entsprechenden Prozesse stark
integriert. Im Zuge der erforderlichen
Internationalisierung, insbesondere vor dem Hintergrund des
Absatzmarktes USA, erfolgte in 2022 eine strategische
Beteiligung an einer Gesellschaft mit Sitz und
Produktionsstandort in Mexiko, in der nun einzelne
Teilbereiche der Fertigung verlagert werden.
Der Betriebsstandort "TPM Technologie Park Maisach" ist
langfristig angemietet.
2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Nach Angaben des IWF war für 2022 ein
Weltwirtschaftswachstum von 3,5% zu verzeichnen; die
deutsche Wirtschaft wuchs dabei um 1,8 %. Die weltweite
Wachstumsprognose für 2023 liegt bei 3,0%. Die
Prognose für die USA liegt für 2023 bei 1,8%;
begünstigt durch einen Zuwachs der Realeinkommen und
einer Erholung der Autoverkäufe. Der IWF erwartet
entsprechend seiner Konjunkturprognose für die
deutsche Wirtschaft für 2023 ein Schrumpfen von 0,3 %;
beeinflusst wird dies unter anderem durch die gestiegenen
Energiekosten und eine Schwäche in der
Industrieproduktion.[1]
Die weltweite Wirtschaftssituation hat auch in 2022
einen großen Einfluss auf die Automobilproduktion.
Entsprechend den Berechnungen des VDA (Stand 24.5.2023)
konnte die weltweite Automobilproduktion im Vergleich zu
2021 mit einer Produktion von 66,8 Mio. PKW im Vorjahr auf
in Summe 72,1 Mio. PKW gesteigert werden. In Europa haben
sich die Produktionszahlen mit 13,3 Mio. PKW in 2022
nochmals um ca. 1% gegenüber 2021 mit 13,4 Mio. PKW
reduziert (nachrichtlich: 14,2 Mio. PKW in 2020). Die
Anzahl der in Deutschland produzierten PKW stieg jedoch
gegenüber 2021 um 12 % auf in Summe 3,5 Mio. PKW in
2022 an und erreichte damit fast wieder das
Produktionsvolumen von 2020. Dennoch liegen die
Inlandsproduktionszahlen in 2022 weit hinter dem Niveau aus
2016 / 2017, wo mit 5,7 Mio. bzw. 5,6 Mio. PKW jeweils
erheblich mehr Fahrzeuge in Deutschland produziert wurden.
Mit 23,5 Mio. produzierten PKW ist China auch 2022 das
führende Produktionsland. Die USA sind mit fast 9,7
Mio. produzierten PKW im Jahr 2022 das weltweit
zweitgrößte Produktionsland für PKW und
konnten dabei die Produktionszahlen gegenüber 2021 um
9% steigern. Neben China und Deutschland wuchs auch die
PKW-Produktion in Mexiko in 2022 gegenüber 2021 um 12%
auf in Summe 3,3 Mio. PKW.[2]
Die weltweiten Zulassungszahlen der elektrisch
angetriebenen Fahrzeuge haben sich nach dem
Zulassungsrekord im Jahr 2021 von ca. 7,5 Mio. PKW auf rund
12 Mio. PKW im Jahr 2022 um 60% erhöht. Der Anteil der
rein elektrischen BEV-Fahrzeuge liegt mit 8,7 Mio.
Einheiten dabei bei etwa 73%.[3]
3. Geschäftsverlauf und Ergebnis
Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr zeigt eine
deutliche Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr. Durch
starke Abweichung einzelner Kundenabrufe gegenüber den
kommunizierten Planzahlen ergab sich dennoch eine
entsprechende Abweichung nach unten zur Planung der HSPE.
Die Ertragslage im Berichtsjahr ist durch die teilweisen
extremen Kostensteigerungen im Bereich Transport, Energie
und Rohmaterial belastet. Zusammengefasst ergibt sich
dennoch für das Berichtsjahr eine deutliche
Umsatzsteigerung um mehr als 50% gegenüber dem
Vorjahr. Trotz der extremen Kostensteigerung durch externe
Einflüsse sowohl im Zulieferbereich als auch im
Bereich der Personalkosten, konnte das absolute Ergebnis
(EBIT und Jahresüberschuss) in etwa auf dem
Vorjahresniveau gehalten werden, was dennoch eine negative
Abweichung zur Planung darstellt. Der Auftragsbestand
für das Geschäftsjahr 2023 und die Folgejahre ist
positiv zu bewerten und beinhaltet eine weitere Steigerung
der Umsätze. Allerdings sind hier, wie bereits wie im
Berichtsjahr, ebenso Abweichungen bzw. Verschiebungen der
Lieferabrufe einzelner Kunden zu den Planzahlen zu
erkennen, was eine entsprechende Veränderung bzw.
Verschiebung der Umsatzzahlen im Vergleich zur Planung zur
Folge hat.
3.1. Ertragslage
Im Berichtsjahr konnte die Gesellschaft ein Rohergebnis
gemäß Gewinn- und Verlustrechnung von 10.333
T€ erwirtschaften. Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt
eine Steigerung des Absolutbetrags (VJ 8.970 T€). Der
überproportional erhöhte Materialaufwand und die
hohen Vorleistungskosten für zukünftige Projekte
belasten dabei das Rohergebnis.
Der Personalaufwand beläuft sich im Berichtsjahr
auf 4.972 T€, was gegenüber dem Vorjahr eine
Steigerung von 406 T€ (+8,9 %) bedeutet. Die
Mitarbeiterzahl ist dabei im Vergleich zum Vorjahr
unverändert. Die Personalstruktur bietet damit die
notwendige die Basis zur Umsetzung der langfristigen Ziele
entsprechend der Unternehmensplanung mit Erweiterung des
Kundenportfolios, Erweiterung der Produktumfänge,
Umsatz- und Ertragssteigerung.
Die Abschreibungen liegen auf Grund der getätigten
Investitionen um 12% über dem Vorjahresniveau.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten
sich deutlich um 966 T€ auf 3.284 T€,
insbesondere bedingt durch erhöhte Fracht- und weitere
Vertriebskosten.
Das operative Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und
Ertrag (EBIT) im Berichtsjahr beträgt 1.805 T€
(VJ 1.841 T€).
Beteiligungserträge waren in 2022 aufgrund einer
Gewinnthesaurierung des Tochterunternehmens nicht zu
verzeichnen. Das Zinsergebnis beträgt T€ 1 (VJ 0
T€).
Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag von 514
T€ (VJ 524 T€) ergibt sich ein
Jahresüberschuss von 1.292 T€ (VJ 1.317
T€).
3.2. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft von 22.561 T€ hat
sich im Vergleich zum Vorjahr (18.060 T€) um 4.501
T€ erhöht. Dies ist auf der Aktivseite im
Wesentlichen auf eine deutliche Erhöhung der
Vorräte und der Forderungen zurückzuführen.
Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Erhöhung der
Finanzanlagen in den Beteiligungen aufgrund des Erwerbs der
bereits vorstehend erwähnten Beteiligung in
Mexiko.
Das Eigenkapital zum 31.12.2022 beträgt 12.701
T€ (VJ 13.409 T€), was einer Eigenkapitalquote
von 56,3 % (VJ 74,2 %) entspricht.
3.3. Finanzlage
Die Unternehmenspolitik, die Gewinne zum Teil zur
Weiterentwicklung des Unternehmens zu thesaurieren, hat zu
einer stabilen Finanzlage geführt. Die weiterhin hohe
Eigenkapitalquote von 56,3 %, die fast vollständige
Unabhängigkeit von externen Finanzierungen und die
gute Liquidität des Unternehmens sind die Basis
für eine Weiterführung der strategischen
Geschäftsentwicklung und Voraussetzung zur
Bewältigung der branchenüblichen
Projektvorfinanzierungen. Zum 31.12.2022 bestanden wie auch
bereits im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten; die Guthaben bei Kreditinstituten
beliefen sich zum 31.12.2022 auf 2.450 T€ (VJ 4.320
T€). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die
Finanzierung des Beteiligungserwerbs und den Aufbau der
Forderungen und Vorräte zurückzuführen.
3.4. Zusammenfassung
Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sind unter
Berücksichtigung der weltweit deutlich gestiegenen
Kosten im Bereich Transport, Energie, Rohmaterial innerhalb
der Lieferketten, unter dem Einfluss des Ukraine Kriegs und
nach wie vor den Nachwirkungen der globalen Pandemie, sowie
den teilweise erheblichen Abweichungen und kurzfristigen
Änderungen der Kundenbedarfe positiv zu bewerten. Auch
die Steigerung der internen Kosten, insbesondere im
Personalbereich unter dem Druck der hohen Inflation in
Deutschland belasten die Kostenstrukturen innerhalb des
Unternehmens. Die Ergebnisse für das
Geschäftsjahr 2022 liegen durch die genannten
Einflussfaktoren unter dem ursprünglichen
Planungsniveau. Basierend auf dem Kundenmix, auf den
Kundenplanzahlen für die Folgejahre und den
getätigten Investitionen am Standort Deutschland und
in die Internationalisierung mit der
Unternehmensbeteiligung in Mexico ist die
Geschäftsentwicklung und die Unternehmensperspektive
positiv zu bewerten.
4. Personalbericht
Der Personalstand ist mit durchschnittlich 61
Mitarbeitern gegenüber dem Vorjahr (61)
unverändert. Der Personalstand entspricht den
Erfordernissen der Unternehmensplanung und wird mit Blick
auf die Zukunft trotz der Planungsabweichung kontinuierlich
weiterentwickelt und strukturell den geänderten
Erfordernissen angepasst.
5. Forschung und Entwicklung
Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die HS Products
Engineering GmbH sind innovative Produkte, die sowohl die
Anforderungen unserer Kunden erfüllen als auch durch
einen technischen Vorsprung die Marktposition der HS
Products Engineering GmbH sicherstellen. Dabei wird mit der
Produktentwicklung auch die Prozessentwicklung im Haus
durchgeführt. Hierzu wurde im laufenden wie auch in
den abgelaufenen Geschäftsjahren entsprechend
kontinuierlich in die Erweiterung des Labor-, Versuchs-,
Prototypen- und Vorserienbereichs investiert. Neben der
konkreten Entwicklung für beauftragte Umfänge
bzw. für akquisitorische Tätigkeiten wird im
Bereich der Verstell-Technik sowohl an drehmoment- als auch
leistungsorientierten elektrischen Einheiten
entwickelt.
6. Chancen und Risikobericht
Die Prozesse und Abläufe, die innerhalb der HS
Products Engineering GmbH festgelegt sind, dienen dazu,
innerhalb der Organisation die Risiken und Chancen des
Unternehmens zu bestimmen und sicher zu stellen, dass
unerwünschte Einflüsse rechtzeitig erkannt und
verhindert bzw. abgeschwächt werden können. Als
Risiko wird hierbei eine mögliche Verschlechterung der
weltweiten wirtschaftlichen Lage in Betracht gezogen und
die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland
beobachtet. Insbesondere sind hier die weiterhin
bestehenden Einflüsse des Ukraine-Krieges, der nach
wie vor vorhandenen Nachwirkungen der Corona Pandemie, und
die teilweise kritische wirtschaftliche Lage einiger
Zulieferer zu nennen. Die resultierende Unterbrechung der
Lieferketten sowie die extreme Erhöhung der
Transportkosten, der Energiekosten und die Inflation sind
weitere externe Einflussfaktoren. Dies hat nicht nur
Einfluss auf unsere interne Planung und Abläufe,
sondern führt auch zu möglichem direktem
Umsatzrückgang der Hauptkunden der Gesellschaft. Auch
sind in diesem Zusammenhang mögliche Einflüsse
durch Einfuhrzölle, Transportzeiten und direkte vor
Ort Kontakte zu Kunden und Lieferanten im Rahmen der
Risikobewertung kontinuierlich zu beobachten.
Die für das geplante Wachstum notwendige
Erweiterung der Personalstruktur sowie die weitere
Anpassung an die Internationalität sind die
größten zu bewältigende Herausforderungen
im Personalbereich die sowohl in der Planung als auch
operativ zu berücksichtigen sind.
Die Geschäftsführung hat zur Überwachung
der operativen Risiken sowie zur Beobachtung der
zukünftigen Geschäftsentwicklung ein
entsprechendes Kennzahlensystem installiert, welches
kontinuierlich verfeinert wird und überwiegend
systemgestützt eine rechtzeitige Einführung von
Korrekturmaßnahmen ermöglicht.
Auf Grund der hohen Eigenkapitalquote und der fast
vollständigen Unabhängigkeit von
Fremdfinanzierungen ist das Unternehmen in der Lage auf
wirtschaftliche Schwankungen angemessen zu reagieren.
Die Lieferantenstruktur der HS Products Engineering GmbH
basiert zum überwiegenden Teil auf langjährigen
zuverlässigen Partnern, die entsprechend dem
Geschäftsverlauf und den geplanten aktuellen und
zukünftigen Projekten angepasst und international
ergänzt werden. Hier ist im Besonderen auf die
wirtschaftliche Stabilität sowohl der
Bestandslieferanten als auch neuer Zulieferer zu achten.
Das entsprechende EDV-System sichert dabei den notwendigen
Informationsaustausch mit den Lieferanten, welcher den
Vorgaben der Automobilindustrie entspricht. Dies gilt
insbesondere für das SAP gestützte
Lieferabrufsystem, welches die entsprechenden
Bedarfsschwankungen der Kunden zeitnah auf die
Lieferantenbedarfe transferiert. Hier sind allerdings die
teilweise deutlich längeren Liefer- und
Transportzeiten als limitierender Faktor zu
berücksichtigen.
Ein Schwerpunkt des Risikomanagements wird weiterhin das
Thema Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit sein. Hierzu
wurde in den vergangenen Jahren ein Kennzahlensystem im
Unternehmen implementiert, dessen Auswertungen klare
Indikatoren beinhalteten, um die notwendigen Schritte zur
Effizienzsteigerung einzuleiten und die Auswirkungen der
umgesetzten Maßnahmen zu erfassen. Weitere Punkte, um
die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten bzw. weiter zu
steigern, sind kontinuierliche Weiterentwicklung der
Produktions- und QS-Prozesse hinsichtlich
höchstmöglicher Flexibilität bei
gleichzeitig maximaler Effektivität. Insbesondere im
Bereich der Produktendkontrolle wird hier verstärkt
auf automatisierte Endprüfstände gesetzt. Diese
umfassen sowohl produktspezifisch entwickelte
EOL-Prüfungen als auch flexible Roboter-gestützte
Multiproduktprüfeinrichtungen. Im Rahmen dieser
optischen, akustischen und haptischen Prüfungen werden
auch die logistischen Daten erfasst und
überprüft. Diese Abläufe stellen eine
wesentliche Voraussetzung zur Sicherstellung der
zukünftigen Auftragslage dar.
Die kontinuierliche Investition in die Zukunft des
Unternehmens in den Bereichen der internen
Wertschöpfung, der Fertigungstiefe, der
Internationalität, dem Ausbau der Personalstruktur,
der Digitalisierung und nicht zuletzt in die CO
2 Reduzierung am Standort mit dem Ziel der CO
2 Neutralität für die interne
Wertschöpfung, werden von unseren Kunden positiv
angenommen und resultiert sowohl in neuen Aufträgen
als auch in weiteren Anfragen für zukünftige
Projekte und Produkte.
Aufgrund der konservativen Finanzierungsstruktur
bestehen keine bedeutenden Risiken aus Finanzinstrumenten;
derivative Finanzinstrumente werden dabei nicht eingesetzt.
Der Bestand an liquiden Mitteln stellt eine ausreichende
Finanzierung des laufenden Geschäfts und der geplanten
Investitionen sicher. Es ist auch festzustellen, dass auf
Grund der hohen Warenbestände, die zwar die freien
Mittel belasten, die Belieferung unserer Kunden
sichergestellt ist und das Risiko von kurzfristigen
Versorgungsengpässen dadurch minimiert ist. Risiken,
dass das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage
ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Begleichung
der bestehenden Verbindlichkeiten notwendig sind, bestehen
somit nicht.
Die Forderungen der Gesellschaft werden durch das
Debitorenmanagement überwacht und mit einem
nachhaltigen Mahnwesen Forderungsausfälle auf einem
niedrigen Niveau gehalten. Hinzu kommt, dass die
Kundenstruktur aus namhaften Automobilherstellern im
Premiumsegment besteht, die als zuverlässig
einzustufen sind und somit das teilweise hohe
Außenstandsniveau und die Refinanzierung der
getätigten Vorleistungen als gesichert erscheint.
Unabhängig davon, ist es aber unabdingbar, eine
Abhängigkeit von einzelnen Großkunden und damit
auch eine Abhängigkeit von deren eigener Finanzlage zu
vermeiden bzw. diese weiter zu verringern. Identifizierten
Forderungsausfallrisiken wird durch entsprechende
bilanzielle Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Zinserträge und Zinsaufwendungen sind hinsichtlich
des Geschäftsergebnisses als nachrangig zu beurteilen;
bedeutende Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen
somit nicht.
Auch das Beteiligungsrisiko hinsichtlich der
Tochtergesellschaft ist angesichts des Verhältnisses
des Beteiligungsbuchwertes (29 T€) zum positiven
Geschäftsergebnis bzw. der guten
Eigenkapitalausstattung als sehr niedrig einzustufen. Die
im Berichtsjahr neu hinzugekommene internationale
Beteiligung birgt deutlich mehr Zukunftschancen als Risiko;
die vorliegende Unternehmensplanung 2023 ff., die eine
deutliche mittel- bis langfristige Ertragssteigerung
beinhaltet, bestätigt derzeit sowohl die
Werthaltigkeit des Beteiligungsbuchwertes als auch die
Werthaltigkeit der zum 31.12.2023 ausstehenden
Forderungsbestände aus Lieferungen und Leistungen, die
mittelfristig zurückgeführt werden sollen. Ein
Wertberichtigungsbedarf ist somit derzeit nicht
ersichtlich.
Zusammengefasst stellt sich ein von Chancen
geprägtes Gesamtbild für die
Geschäftsentwicklung der folgenden Jahre dar. Dennoch
sind die externen Risikofaktoren genau zu beobachten, um
mögliche Auswirkungen rechtzeitig zu erkennen und so
weit als möglich wirksame Gegenmaßnahmen zu
ergreifen. Insbesondere sind die Herausforderungen im
Personalbereich und Anforderungen hinsichtlich eine CO
2 Neutralität für die Zukunft ernst zu
nehmen. Die trotzdem positive Einschätzung basiert
auch auf der Tatsache, dass die wesentlichen
Geschäftstätigkeiten der Gesellschaft nicht
abhängig sind von dem Wandel der Automobilindustrie in
Richtung Elektrifizierung und hin zum autonomen Fahren. Da
mit diesem Wandel der Mobilität auch neue Hersteller
und Kunden am Markt auftreten, die auf ein hohes Maß
an Flexibilität und individuell entwickelten Produkten
ihrer Zulieferer setzen, ergeben sich daraus für die
HS Products Engineering GmbH erhebliche neue Potentiale.
Die positive Auftragslage für die folgenden Jahre und
die Erweiterung des Kundenstamms sind positive Indikatoren,
die diese Einschätzung untermauern. Trotzdem oder
gerade deshalb bestehen in der Internationalisierung der
Kunden und Lieferantenstruktur sowie der damit
erforderlichen kontinuierlichen Weiterentwicklung und
Anpassung der internationalen und nationalen
Unternehmensstruktur eine der Hauptaufgaben für die
nahe Zukunft. Diese Weiterentwicklung bringt neben der
erforderlichen Erweiterung der internationalen und
nationalen Produktionskapazität auch die
Herausforderung mit sich, den Personalstamm der
Gesellschaft weiter mit entsprechend hoch qualifiziertem
Personal zu ergänzen. Die nach wie vor negativen
Einflüsse im Bereich der Rohstoff- und
Halbleiterverfügbarkeit erfordern enorme
Flexibilität in der Fertigungssteuerung und erzeugen
teilweise auch deutlichen Mehraufwand, was gegenüber
der ursprünglichen Planung auch eine Verschiebung der
Umsätze erkennen lässt. Aus Sicht der
Geschäftsleitung sind für die HS Products
Engineering GmbH keine bestandsgefährdenden Risiken
ersichtlich.
7. Ausblick auf die voraussichtliche Entwicklung
Die ursprüngliche Umsatzplanung für das
Geschäftsjahr 2023 erfolgte unter
Berücksichtigung der vorhandenen Planzahlen der
Kundenbedarfe sowie unter Zugrundelegung vorsichtig
getroffener Annahmen und auf Basis des bereits
existierenden Auftragseingangs. Auf Grundlage dieser Daten
ergab sich für das Geschäftsjahr 2023
gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 eine weitere
Umsatzsteigerung. Mit den bereits im zweiten Quartal
erkennbaren Abweichungen einzelner Kunden von Ihren
Planzahlen und die Verschiebung der Stückzahlen in
Richtung Zukunft wird der Umsatz 2023 nach den
vorläufigen Zahlen um rd. 8 % unter dem Vorjahr
liegen.
Die anhaltend deutlich gestiegenen Kosten im
Zulieferbereich, die nach wie vor hohen Transport- und
Energiekosten und die inflationsgetriebene Steigerung der
Personalkosten belasten den Geschäftsverlauf. Dieser
gesamthafte Anstieg der Kosten wird auch durch kreative
Gegenmaßnahmen und Verhandlungen mit den Kunden nicht
vollständig zu kompensieren sein. Den nach wie vor
vorhandenen Produktionsverschiebungen bei den Kunden der HS
Products Engineering GmbH muss und wird durch flexible
zeitnahe Anpassung der internen Produktionskapazitäten
und in der Beschaffung gegengesteuert. Diese Faktoren
können aber nicht vollständig kompensiert werden
und werden daher entsprechende Auswirkungen auf die
bisherige EBIT-Planung für das aktuelle
Geschäftsjahr haben. Nach derzeitigem Kenntnisstand
wird ein EBIT von rd. EUR 1,4 Mio. erwartet. Unter
Berücksichtigung einer Ausschüttung des
Tochterunternehmens mit EUR 1,0 Mio. wird ein
Jahresüberschuss von rd. EUR 2,0 Mio.
prognostiziert.
Die Zukunft des aktuellen Standortes des Unternehmens
ist durch die Investitionen in Fertigungstiefe,
Prozesstechnologie und zukünftige Produkte
sichergestellt. Das Vorantreiben der internationalen
Ausrichtung des Unternehmens und die Verlagerung erster
Produktionsumfänge an den Produktionsstandort des im
Berichtsjahr durch einen Anteilskauf hinzugewonnen
Produktionspartners in Mexiko und die kontinuierliche
Anpassung der Gesellschaft an die Anforderungen des
internationalen Kundenstamms sind neben der wichtigen
Sicherstellung der personellen Ressourcen die zu
bewältigende Herausforderungen.
Maisach, den 22. Januar
2024
Gez.
Werner Ziegenbein
[1] IWF-Prognose zur Weltwirtschaft vom 25.07.2023,
https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article246572088/IWF-Deutsche-Wirtschaft-schrumpft-2023-um-0-3-Prozent.html
2 VDA Automobilproduktion Weltweit letzte
Aktualisierung 24.5.23,
https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/automobilproduktion
3 VDA zur Elektromobilität Marktentwicklung
Europa + International,
https://www.vda.de/de/themen/elektromobilitaet/marktentwicklung-europa-international
Bilanz zum 31. Dezember 2022
AKTIVA
|
|
31.12.2022
EUR |
31.12.2021
TEUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
60.743,00 |
69 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Technische Anlagen und Maschinen |
607.435,50 |
739 |
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
115.768,50 |
144 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
363.211,05 |
37 |
|
|
1.086.415,05 |
920 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
29.233,76 |
29 |
| 2.
Beteiligungen |
975.196,51 |
41 |
|
|
1.004.430,27 |
70 |
|
|
2.151.588,32 |
1.059 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
| I.
Vorräte |
12.018.152,61 |
8.974 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
5.879.750,04 |
3.667 |
|
davon gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
1.100.394,32 |
0 |
| III.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten |
2.449.604,43 |
4.320 |
|
|
20.347.507,08 |
16.961 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
62.068,75 |
40 |
|
|
22.561.164,15 |
18.060 |
|
PASSIVA
|
|
|
|
|
31.12.2022
EUR |
31.12.2021
TEUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25 |
| II.
Andere Gewinnrücklagen |
5.652.281,64 |
7.653 |
| III.
Gewinnvortrag |
5.731.361,54 |
4.414 |
| IV.
Jahresüberschuss |
1.291.889,42 |
1.317 |
|
|
12.700.532,60 |
13.409 |
| B.
Rückstellungen |
1.504.440,00 |
1.306 |
| C.
Verbindlichkeiten |
8.356.191,55 |
3.345 |
|
davon gegenüber verbundenen Unternehmen |
3.362.335,40 |
500 |
|
davon gegeünber Gesellschaftern |
2.020.081,25 |
0 |
|
|
22.561.164,15 |
18.060 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis
31.12.2021
|
|
2022 |
2021 |
|
|
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1.
Rohergebnis |
|
10.333.410,85 |
8.970 |
| 2.
Personalaufwand |
|
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
4.244.099,55 |
|
3.880 |
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
727.836,30 |
|
686 |
|
davon für Altersversorgung: EUR 11.015,04 |
|
|
(11) |
|
|
|
4.971.935,85 |
|
| 3.
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
269.072,32 |
241 |
| 4.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
|
3.283.917,26 |
2.318 |
|
davon aus der Währungsumrechnung: EUR
7.933,33 |
|
|
(3) |
|
|
|
1.808.485,42 |
1.845 |
| 5.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
1.611,17 |
0 |
|
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 |
|
|
(0) |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
1.429,17 |
0 |
|
davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.429,17 |
|
|
(0) |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
|
514.158,19 |
524 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
|
1.294.509,23 |
1.321 |
| 9.
Sonstige Steuern |
|
2.619,81 |
4 |
| 10.
Jahresüberschuss |
|
1.291.889,42 |
1.317 |
Anhang zum
Jahresabschluss 31.12.2022
HS Products Engineering GmbH,
Maisach
Tz. 1 Allgemeines
Die HS Products Engineering GmbH hat ihren Sitz in
Maisach und ist eingetragen in das Handelsregister beim
Amtsgericht München (HRB 130646).
Der Jahresabschluss 31.12.2022 wurde nach den
Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des
GmbH-Gesetzes (GmbHG) erstellt. Für die Gewinn- und
Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt,
das der Struktur des Unternehmens angemessen ist.
Die Gesellschaft gilt als mittelgroße
Kapitalgesellschaft i. S. § 267 HGB. Von den
Befreiungsvorschriften für mittelgroße
Kapitalgesellschaften wurde Gebrauch gemacht.
Die auf den vorangegangenen Jahresabschluss angewandten
Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.
Tz. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände und das
Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, vermindert um die
planmäßigen linearen Abschreibungen, bilanziert.
Für die Abschreibungen auf Zugänge werden
Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren zugrunde gelegt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit
Anschaffungswerten bis zu EUR 250,00 werden als sofort
abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt.
Wirtschaftsgüter von EUR 250,00 bis
einschließlich EUR 800,00 werden im Jahr der
Anschaffung bzw. Herstellung vollständig
abgeschrieben.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger
Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des
Niederstwertprinzips bewertet.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert
abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen
angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine
angemessene Pauschalwertberichtigung auf den
(Netto-)Forderungsbestand gebildet.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sind zum
Nennwert angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten
Zahlungsabflüsse für Hardware- und
Softwarewartung, Leasing-Sonderzahlung und Kfz-Steuer vor
dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte
Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Die Positionen des Eigenkapitals sind zum Nennbetrag
ausgewiesen.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis
zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen
Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt in Höhe des
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags.
Vom Wahlrecht, Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von bis zu einem Jahr abzuzinsen, wurde kein
Gebrauch gemacht. Zinseffekte aus der Zinssatzänderung
sind in den entsprechenden Sachaufwandskonten ausgewiesen.
Pauschalrückstellungen wurden auf Grundlage von
Erfahrungswerten und Kostenschätzungen gebildet.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
passiviert.
Gewinn- und Verlustrechnung
Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach §
285 Nr. 4 HGB wird gemäß § 288 Abs. 2 HGB
verzichtet.
Tz. 3 Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und
Verlustrechnung
3.1 Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie
folgt dar:
|
|
Historische Anschaffungskosten |
|
|
01.01.2022
EUR |
Zugang 2022
EUR |
* Umbuchung Abgang 2022
EUR |
31.12.2022
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
787.494,17 |
35.135,35 |
0,00 |
822.629,52 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
|
|
* 85.155,92 |
|
| 1.
Technische Anlagen und Maschinen |
1.041.981,78 |
35.667,27 |
0,00 |
1.162.804,97 |
|
|
|
|
* -85.155,92 |
|
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.004.585,07 |
30.245,70 |
0,00 |
949.674,85 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
37.034,17 |
326.176,88 |
0,00 |
363.211,05 |
|
|
|
|
* 0,00 |
|
|
|
2.083.601,02 |
392.089,85 |
0,00 |
2.475.690,87 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
29.233,76 |
0,00 |
0,00 |
29.233,76 |
| 2.
Beteiligungen |
40.798,77 |
934.397,74 |
0,00 |
975.196,51 |
|
|
70.032,53 |
934.397,74 |
0,00 |
1.004.430,27 |
|
|
|
|
* 0,00 |
|
|
|
2.941.127,72 |
1.361.622,94 |
0,00 |
4.302.750,66 |
|
|
Kumulierte Abschreibungen |
|
|
01.01.2022
EUR |
Zugang 2022
EUR |
* Umbuchung Abgang 2022
EUR |
31.12.2022
EUR |
Abschreibung 2022
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
718.360,17 |
43.526,35 |
0,00 |
761.886,52 |
43.526,35 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
* 85.155,92 |
|
|
| 1.
Technische Anlagen und Maschinen |
303.064,78 |
167.148,77 |
0,00 |
555.369,47 |
167.148,77 |
|
|
|
|
* -85.155,92 |
|
|
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
860.665,07 |
58.397,20 |
0,00 |
833.906,35 |
58.397,20 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
|
|
|
* 0,00 |
|
|
|
|
1.163.729,85 |
225.545,97 |
0,00 |
1.389.275,82 |
225.545,97 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
Anteile an verbundenen Unternehmen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
| 2.
Beteiligungen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
|
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
|
|
|
* 0,00 |
|
|
|
|
1.882.090,02 |
269.072,32 |
0,00 |
2.151.162,34 |
269.072,32 |
|
|
Buchwerte |
|
|
31.12.2022
EUR |
31.12.2021
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
60.743,00 |
69.134,00 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Technische Anlagen und Maschinen |
607.435,50 |
738.917,00 |
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
115.768,50 |
143.920,00 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
363.211,05 |
37.034,17 |
|
|
1.086.415,05 |
919.871,17 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
29.233,76 |
29.233,76 |
| 2.
Beteiligungen |
975.196,51 |
40.798,77 |
|
|
1.004.430,27 |
70.032,53 |
|
|
2.151.588,32 |
1.059.037,70 |
3.2 Die
Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände weisen mit TEUR 221 (Vj.
TEUR 1) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.
3.3 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten
(Vorjahr in TEUR):
|
|
Restlaufzeit |
|
|
|
bis zu einem Jahr
EUR |
1
bis 5 Jahre
EUR |
über fünf Jahre
EUR |
Gesamt
EUR |
|
Verbindlichkeiten |
8.216.191,55 |
112.000,00 |
28.000,00 |
8.356.191,55 |
|
|
(3.345) |
(0) |
(0) |
(3.345) |
Die Verbindlichkeiten weisen mit EUR 140.000,00 (Vj.
TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.
Tz.4 Sonstige Angaben
4.1 Anteile an verbundenen Unternehmen
|
Firma, Sitz |
Beteiligungsquote |
Eigenkapital 31.12.2022
EUR |
Ergebnis 2022
EUR |
| Tech
Pro System GmbH, Maisach |
100% |
4.751.388,54 |
809.933,12 |
4.2 Beteiligungen
|
Firma, Sitz |
Beteiligungsquote |
Eigenkapital 31.12.2022
EUR |
Ergebnis 2022
EUR |
|
DEKOSYS Mexico S. de R.L. de C.V., San Miguel de
Allende, Mexico |
* 20 % |
3.520.203,18 |
-565.880,38 |
*) 19,8 % der Anteile werden von der
Gesellschaft direkt gehalten, weitere 0,2 % werden
mittelbar durch ein Tochterunternehmen gehalten.
4.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mieten,
Leasing und Lizenzgebühren betragen derzeit
jährlich rd. TEUR 364.
4.4 Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt
(ohne Geschäftsführer):
|
|
2022 |
|
Kaufmännische Arbeitnehmer |
22 |
|
Gewerbeliche Arbeitnehmer |
39 |
|
|
61 |
4.5 Ergebnisverwendung
Der Geschäftsführer schlägt vor, den
Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.291.889,42 auf
neue Rechnung vorzutragen.
4.6 Organe der Gesellschaft
Geschäftsführer:
Ziegenbein, Werner, Dipl.-Ingenieur, München
Bezüglich der Geschäftsführerbezüge
wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB
Gebrauch gemacht.
Maisach, den 22. Januar
2024
gez.
Werner Ziegenbein
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die HS Products Engineering GmbH, Maisach
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der HS Products
Engineering GmbH, Maisach, - bestehend aus der Bilanz zum
31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie
dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HS
Products Engineering GmbH, Maisach, für das
Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in
allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum
31.12.2022 und
• vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt
hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
• identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -
falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen
als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu
dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen
höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße
betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
• gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung
des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
• beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
• ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau
und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit
dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von
ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
• führen wir Prüfungshandlungen zu den
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
München, den 23. Januar
2024
Kesel
& Partner PartGmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
München
gez.
Florentin Kesel, Wirtschaftsprüfer
gez.
Rainer Brunner, Wirtschaftsprüfer
Hinweis gemäß §328 Abs.
1a S. 2 HGB
Vorstehend offengelegter Bestätigungsvermerk
bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum
31.12.2022.
Ergebnisverwendungsbeschluss
Der Ergebnisverwendungsbeschluss entspricht dem
Ergebnisverwendungsvorschlag.
Feststellung
Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am
19.03.2024.
|