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Jünger+Gräter GmbH GmbH

Schwetzingen ·HRB 420545 Mannheim
Part 1 / 2

Structured data

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Overview

Legal form
GmbH
Address
Robert-Bosch-Str. 1
68723 Schwetzingen
Commercial register
HRB 420545, Mannheim
Registration date
April 6, 1979
Industry
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Ingenieurbüros für Tragwerksplanung
Herstellung von feuerfesten keramischen Werkstoffen und Waren
Purpose
Der Feuerfestbau sowie die Übernahme von technischen Beratungen auf diesem Gebiet.

Financials

Revenue 2024
125,80 Mio. €
Employees 2024
253
Total assets 2024
50,02 Mio. €
Net income 2024
10,99 Mio. €
18 previous years · values unlocked with an API key Get API key →

Balance sheet

2024
Assets 50,02 Mio
  • Current Assets 84,7 % 42,38 Mio
  • Fixed Assets 15,2 % 7,63 Mio
  • Prepaid Expenses 0,0 % 19,9 k
Liabilities and Equity 50,02 Mio
  • Equity 68,9 % 34,47 Mio
  • Liabilities 18,4 % 9,20 Mio
  • Provisions 12,7 % 6,36 Mio
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Balance sheet data available for 18 earlier fiscal years.

Profit & loss

2024
Income 316,73 Mio
  • Revenue 39,7 % 125,80 Mio
  • Material expenses 20,4 % 64,68 Mio
  • Personnel expenses 8,7 % 27,57 Mio
  • Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5,3 % 16,91 Mio
  • Balance sheet profit/loss 5,0 % 15,70 Mio
  • Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 3,9 % −12,28 Mio
  • Result after taxes 3,5 % 11,06 Mio
  • Annual net profit/loss 3,5 % 10,99 Mio
  • Gewinnausschüttung 3,2 % 10,00 Mio
  • Other operating expenses 3,0 % 9,62 Mio
  • Income and profit taxes 1,2 % 3,88 Mio
  • Income from investments 0,8 % 2,40 Mio
  • Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 0,7 % 2,20 Mio
  • Other operating income 0,6 % 1,90 Mio
  • Depreciation 0,3 % 1,04 Mio
  • Other interest and similar income 0,1 % 320,1 k
  • Interest and similar expenses 0,1 % 302,8 k
  • Other taxes 0,0 % 64,8 k
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P&L data available for 18 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Markus Horn since 2005 Managing Director
  • Andreas Gräter since 2006 Procura
  • Florian Anzinger since 2026 Procura
  • Michael Mülbert since 2025 Procura
  • Wolfram Kurt Arnold since 2006 Procura
3 former representatives · viewable with an API key Get API key →

Ownership & holdings

Shareholders

Ultimate beneficial owners (UBOs)

2 hold ≥ 25%
96.9 % identified 3.1 % unidentified
  • F**** G***** ≥25% 46.2 %
  • A****** G***** ≥25% 40.7 %
1 more beneficial owners · viewable with an API key Get API key →

Holds shares in

History

  1. 2026
  2. 19.01.
    Member entry
    Florian Anzinger · Procura
  3. 2025
  4. 16.01.
    Member entry
    Michael Mülbert · Procura
  5. 2014
  6. 24.03.
    Exit of position
    V****** G***** · Procura
  7. 2011
  8. 31.08.
    Change of bylaws
    Jünger+Gräter GmbH
  9. 31.08.
    Change of share capital
    Jünger+Gräter GmbH
  10. 31.08.
    Change of share capital
    Jünger+Gräter GmbH
  11. 09.08.
    Change of address
    Jünger+Gräter GmbH
  12. 2008
  13. 26.05.
    Change of company name
    Jünger+Gräter GmbH
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Raw data & documents

Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.

Annual statements (full text)

Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Previous year — readable in full

Jahresabschluss 2023

Published December 5, 2024 · Source: Bundesanzeiger

Jünger+Gräter GmbH

Schwetzingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Jünger+Gräter GmbH, Schwetzingen

Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Jünger+Gräter GmbH ist ein international tätiges, mittelständisches Unternehmen, das über eine über 80-jährige Erfahrung im Feuerfest- und Schornsteinbau verfügt. Daneben übernimmt die Gesellschaft die weltweite technische Beratung auf diesem Gebiet. Zu den Kunden zählen Betreiber von industriellen Verbrennungsanlagen sowie Anlagenbauer dieser Anlagen. Schwerpunktindustrien sind die Bereiche Energie, Umwelt und Chemie.

2. Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten finden grundsätzlich projekt- oder materialspezifisch statt. Im Jahr 2023 beliefen sich die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf insgesamt T€ 223 (Vorjahr: T€ 198) und trugen maßgebliche zur Sicherung der Verfügbarkeit und zur Verbesserung der Materialqualitäten für die genannten Industrien bei.

Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat im Jahr 2023 weiter an Schwung verloren. Nach kräftigem Start im Frühjahr hat sich eine deutliche Verlangsamung über den Sommer hin ergeben. Diese resultierte im Wesentlichen aus einer schwachen Industrieproduktion und den in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen, welche vor allem die Wohnungsbauinvestitionen hemmen. Als weiterer dämpfender Faktor wird die verhaltene Entwicklung in China, die wesentlich aus der Verschuldung im dortigen Immobiliensektor resultiert, ausgemacht. Sind kurzfristig geldpolitische Straffungen, Haushaltskonsolidierungen und Basiseffekte aus der Erholung nach der Pandemie die wesentlichen Faktoren, so dürften auf mittlere Sicht die schwache Produktivitätsentwicklung, geringes Tempo bei Strukturreformen und die Gefahr einer geoökonomischen Fragmentierung wachstumshemmend wirken.

Von einem hohen Niveau im Jahr 2022 kommend sinkt in Europa und in Deutschland die Inflation im weltweiten Vergleich nur sehr langsam.

(Quelle: www.bmwk.de/Redaktion/DE/Infografiken/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik /2023/12/14-konjunktur-weltwirtschaft-download.pdf).

Die Aussichten des IWF sind aufgrund der vielfältigen Herausforderungen weiterhin getrübt, so dass ein weltweites Wachstum nicht über die 3 %-Marke erwartet werden kann.

Die Europäische Konjunktur stagniert bei schwacher Tendenz. Insgesamt ist das Wachstum im Euroraum den IWF-Projektionen zufolge von 3,3 % im Jahr 2022 auf 0,7 % im Jahr 2023 zurückgegangen, bevor es im Jahr 2024 wieder auf 1,2 % ansteigen soll.

Branchenbezogen haben sich die Herausforderungen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 verschoben, so haben sich die Lieferketten insbesondere bei Feuerfestrohstoffen beruhigt und die Endproduktpreise blieben auf hohem Niveau stabil. Aufgrund der guten gefüllten Auftragsbücher haben sich die Lieferzeiten jedoch erst 2023 etwas entspannt, wobei sie immer noch nicht das vor Coronaniveau erreicht haben.

In industriellen Teilbereichen, welche stark von der Bauindustrie abhängig sind, wie z. B. die Zementindustrie, war ein deutlicher Abschwung im Jahr 2023 bemerkbar, der wiederum Einfluss auf die Auslastung von Feuerfestfirmen hatte. Gleiches gilt auch für die Stahl- und Chemieindustrie.

Grundsätzlich war jedoch der Bedarf an Leistungen des Feuerfest- und Schornsteinbaus aufgrund gut gefüllter Auftragsbücher weiterhin gut.

2. Geschäftsverlauf

Die Betriebsleistung des Geschäftsjahres 2023 konnte abermals gegenüber den Vorjahren gesteigert werden. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 16.380 auf T€ 111.798 und die Betriebsleistung (ohne neutrales Ergebnis) erhöhte sich um T€ 13.559 auf T€ 120.001. Die Erhöhung beruht einerseits auf der weiterhin guten Auslastung im Bereich des Services sowie auf mehreren, zum Stichtag abgerechneten Großprojekten aus dem Bereich Umwelt und Energie.

Die Gesellschaft zieht für ihre interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und Cashflow (Eigendefinition der Gesellschaft) heran.

Die Umsatzrendite berechnet die Gesellschaft mit dem EBIT (ohne Beteiligungserträge) im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Den Cashflow berechnet die Gesellschaft aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und der Veränderung längerfristiger Rückstellungen. Dies ist einer unserer wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung unseres Unternehmens.

Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr weiter angestiegen und beträgt im Geschäftsjahr 10,5 % (Vorjahr: 9,8 %).

Der Cashflow (Eigendefinition der Gesellschaft) beträgt T€ 10.489 und ist damit um T€ 1.844 höher als im Vorjahr. Die Erhöhung der Kennzahl Cash-Flow ist auf die Erhöhung des Jahresergebnisses im Geschäftsjahr zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.508 auf T€ 13.204.

Jünger+Gräter legt sehr viel Wert auf eine Unternehmenskultur im zwischenmenschlichen Umgang, weswegen die Mitarbeiterzufriedenheit als wichtigster, nicht-finanzieller Leistungsindikator zu benennen ist. Veränderungen im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren haben sich nicht ergeben. Die Mitarbeiterzufriedenheit ist weiterhin als gut anzusehen.

3. Lage

3.1 Ertragslage

Die Betriebsleistung (ohne neutrales Ergebnis) hat sich im Vergleich zum Vorjahr, bedingt durch die oben erläuterten Effekte, um T€ 13.559 erhöht und beträgt T€ 120.001. Die Erhöhung der Leistung ist auf die Erhöhung der Umsatzerlöse um T€ 16.380 bei gleichzeitiger Verminderung der Bestandsveränderung um T€ 2.669 zurückzuführen.

Der Betriebsaufwand erhöhte sich um T€ 10.725 auf T€ 108.425. Der Materialaufwand stieg um T€ 7.254 auf T€ 71.496 an. Die Materialaufwandsquote beträgt in 2023 59,6 % (Vorjahr: 60,4 %). Durch Lohn- und Gehaltsanpassungen im Rahmen tarifvertraglicher Regelungen sowie durch Erhöhung des Personalbestandes stieg der Personalaufwand um T€ 2.380 auf T€ 26.505 an. Der durchschnittliche Personalbestand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 Personen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne neutrales Ergebnis) erhöhten sich um T€ 976 auf T€ 9.411. Im laufenden Jahr erhöhten sich die Kosten für Energie und Treibstoffe, für kurzfristige Mieten, für Provisionen und für Beratungsleistungen.

Das operative Ergebnis erhöhte sich im Geschäftsjahr entsprechend der gestiegenen Betriebsleistung um T€ 2.834 auf T€ 11.576.

Die Erhöhung der Beteiligungserträge führte zu einer Erhöhung des Finanzergebnisses um T€ 132 auf T€ 1.547.

Niedrigere neutrale Erträge, wie die Auflösung von Rückstellungen, verminderten das insgesamte neutrale Ergebnis um T€ 458 auf T€ 81.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.508 auf T€ 13.204. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung als sehr gut einzustufen.

3.2 Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2023 verminderte sich der Finanzmittelbestand um T€ 1.722 auf T€ 3.853. Dieser Mittelabfluss resultiert mit T€ 2.650 aus der Investitionstätigkeit und mit T€ 4.681 aus der Finanzierungstätigkeit bei einem Mittelzufluss von T€ 5.609 aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Wesentlich getrieben durch die Erhöhung des Jahresergebnisses und der Beteiligungserträge (T€ 1.568), sowie der Verminderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer Passiva (T€ 2.046) und der Zunahme der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderer Aktiva (T€ 3.529), erzielte die Gesellschaft einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 5.609.

Durch Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (T€ 1.587) und für Zugänge von Gegenständen des Finanzanlagevermögens (T€ 2.050) erzielte die Gesellschaft einen negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit (T€ 2.650). Die Finanzierung der Investitionen und die notwendige Vorfinanzierung laufender Revisionsprojekte erfolgte zum Großteil aus eigener Liquidität, intensivem Management der offenen Forderungen sowie dem Ausreizen der kurzfristigen Kreditlinien.

Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (T€ 4.681) ist im Wesentlichen bedingt durch die im Jahr 2023 erfolgte Ausschüttung an Gesellschafter in Höhe von T€ 6.000.

Außerbilanzielle Finanzierungs- oder Sicherungsinstrumente wurden von der Gesellschaft nicht abgeschlossen. Die Gesellschaft war während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Hiervon ist nach den Planungsrechnungen für das Geschäftsjahr 2024 auch in Zukunft auszugehen.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.663 auf T€ 56.085 erhöht.

Auf der Aktivseite ist der Anstieg auf die Erhöhung des Umlaufvermögens um T€ 1.745 auf T€ 49.357 zurückzuführen. Dabei erhöhten sich die Vorräte um T€ 4.155 bei gleichzeitiger Verminderung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 688 und der Verminderung bei den liquiden Mitteln um T€ 1.722.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um T€ 1.919 auf T€ 6.725 insbesondere aus dem Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen. Bei den im Jahr 2023 getätigten Investitionen in Sachanlagen handelt es sich neben Ersatzinvestitionen auch um Neuinvestitionen für Werkzeuge und Geräte.

Auf der Passivseite begründet sich der Anstieg durch eine Erhöhung des Eigenkapitals um T€ 3.579 bedingt durch den Jahresüberschuss 2023 abzüglich einer Ausschüttung in Höhe von T€ 6.000. Zum Stichtag beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft T€ 33.478. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 verminderte sich von 60,4 % auf 59,7 %. Das Fremdkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr nur um T€ 84 auf T€ 22.607, was aus der Erhöhung der Rückstellungen (T€ 2.130) bei gleichzeitiger Verminderung der Verbindlichkeiten (T€ 2.046) resultiert.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag weiterhin keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus. Aufgrund der bestehenden Planungen geht die Gesellschaft davon aus, dass die kurzfristige Finanzierung im Geschäftsjahr 2024 weiter zurückgeführt werden kann.

3.4 Gesamtaussage

Zusammengefasst beurteilt die Geschäftsführung der Gesellschaft den Verlauf des letzten Geschäftsjahres insbesondere im Zusammenhang mit der hohen Inflation und weltweiten Lieferengpässe als sehr positiv. Dies resultiert maßgeblich daher, dass es geschafft wurde, die massiven Preissteigerungen auf der Einkaufsseite entsprechend am Markt zu etablieren. Dazu haben sicherlich auch die jederzeit gute Lieferfähigkeit sowie eine sehr offene und klare Transparenz in der Preisentwicklung gegenüber den Kunden beigetragen. Die durch den russischen Angriffskrieg verursachte Gaskrise hat dazu geführt, dass Kohlekraftwerke wieder in Bereitschaft gestellt wurden und somit die Feuerfest-Branche von der kurzfristigen Umstellung von Gas auf Kohle profitierte. Die Gesellschaft hat sich auch im Jahr 2023 daher gut behauptet und weiterentwickelt.

Prognosebericht

Die derzeit verfügbaren Frühindikatoren lassen für Deutschland im Jahr 2024 keine konjunkturelle Trendwende erwarten. Die allgemeine Verschlechterung der Auftragslage in fast allen Wirtschaftsbereichen, niedrige Auftragsbestände, hohe Krankenstände und anhaltende Streiks tragen ebenfalls dazu bei.

Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich um 0,7 Prozentpunkte herabgesetzt. (Quelle: www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt).

Grundsätzlich ist feststellbar, dass sich der obige Trend im Jahr 2024 auch bei J+G durchsetzt. Insbesondere im Neuanlagen- und Projektgeschäft ist eine deutliche Zurückhaltung im Auftragseingang zu spüren. Es ist davon auszugehen, dass dieser Trend bis Ende 2024 anhält. Aufgrund des in die Jahre gekommenen Anlagenbestands in Deutschland und Europa ist mittelfristig jedoch mit einer Belebung zu rechnen, insbesondere wenn auch die Zinsen aufgrund der rückläufigen Inflation sinken und damit die Finanzierung dieser Projekte günstiger wird. Konjunkturell weniger betroffen zeigt sich das Servicegeschäft. Hier ist perspektivisch mit keinem vergleichbaren Rückgang zu rechnen.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine spürbare Verminderung des Auftragseingangs im Vergleich zu 2023 erwartet. In Kombination mit steigenden Löhnen und Gehältern wird sich dies auch auf in der Ertragslage niederschlagen.

Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Durch die erneute und unerwartet positive Steigerung der Ertragslage der Gesellschaft im Jahr 2023, konnte trotz der sich abzeichnenden konjunkturellen Abschwächung der Gesamtmärkte, eine gute Geschäftsgrundlage auch für eine erwartete schwächere Konjunktur im Jahr 2024 gelegt werden. Das höchst resiliente Geschäftsmodel und die Marktstellung wird dazu führen, dass auch in einer konjunkturellen schwächeren Entwicklung solide Ergebnisse möglich sind.

Das deutlich erhöhte Insolvenzrisiko im Großanlagenbau der letzten Jahre dürfte sich perspektivisch reduzieren, da sich der Markt einer gewissen Selbstreinigung unterzogen hat. Es ist davon auszugehen, dass damit die meisten "Altlasten" bei unseren Kunden entsorgt sind und neue Verträge mit entsprechenden Preisanpassungsmöglichkeiten abgeschlossen werden.

Aufgrund des steigenden Facharbeitermangels auch bei unseren direkten Wettbewerbern, ist aktuell nur eine leichte Erhöhung des Wettbewerbsdruck spürbar.

Das Risiko der Abwanderungen von energieintensiven Industrien in andere Regionen, sowie der Umbau der Energieversorgung von Verbrennung hin zu elektrischer Wärmeerzeugung, bleibt mittelfristig vorhanden, betrifft die Gesellschaft aufgrund ihres Branchenmix jedoch nur geringfügig.

Bei der Risikobewertung der Gesellschaft bleibt der Fachkräftemangel eine der ernstzunehmenden Themen. Dies ist aber gleich bei welchem Marktteilnehmer ein Gesamtphänomen.

2. Chancenbericht

Die weiterhin größten Chancen für die Gesellschaft liegen in der Energiewende und in der Wandlung der Industrie hin zur Übergangstechnologie des "blauen Wasserstoffs". Als führendes Feuerfestbauunternehmen im Segment Umwelt und Energie sind wir aktuell in allen wichtigen neuen Technologien zur Herstellung von alternativen Treibstoffen auf Basis regenerativer Kohlenstoffquellen aktiv. Des Weiteren bietet der Bau von neuen Gaskraftwerke (H2-ready) neue Marktchancen, da diese Anlagen auch in der Zukunft in der Lage sind mit Wasserstoff betrieben zu werden.

Mittelfristig wird somit der Umbau zu einer klimaneutralen Industrie neue Märkte eröffnen, in denen die Gesellschaft bereits technologische, aber auch wissenstechnische Erfahrungen aus der Vergangenheit mitbringen kann.

Darüber hinaus bietet die fortschreitende Konsolidierung der wenigen großen Player auf dem Feuerfestmarkt gute Chancen für mittelständische Unternehmen mit überkritischer Größe, in die freiwerdenden Märkte einzutreten, um den Wettbewerb zu erhalten.

3. Gesamtaussage

Die weltweite Konjunkturschwäche, ausgelöst durch die Krisen der letzten Jahre und die instabile weltpolitische Lage, hat zu einer deutlichen Abkühlung der Märkte geführt. Diese ist nach einem herausragenden Jahr 2023 auch für die Gesellschaft spürbar. Das wird sich kurzfristig auf den Geschäftsverlauf auswirken. Mittelfristig ist jedoch mit einer Erholung zu rechnen, die zusammen mit den vielfältigen strategischen Maßnahmen das Unternehmen weiter voranbringen wird. Es wird derzeit kein Risiko gesehen, welches den Fortbestand Gesellschaft gefährden könnte.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien von Banken und Dritten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Das Unternehmen verfolgt eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei Kundenforderungen Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informiert sich die Gesellschaft vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität des Neukunden.

Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat im Jahr 2014 eine Niederlassung in Berlin gegründet. Insbesondere der für Jünger+Gräter neue Bereich Sanierung von Industrie-Schornsteinen hat sich gut etabliert.

Eine weitere Niederlassung hat die Gesellschaft 2018 in Wiesbaden gegründet.

Die im Jahr 2019 gegründete Niederlassung in Fürth, hat mit den Tätigkeitsschwerpunkten der feuerfesten Instandhaltung in Raffinerien und der Sanierung von Industrie-Schornsteinen, zu einer weiteren Abrundung des Leistungsprofils beigetragen.

 

Schwetzingen, den 05. Juni 2024

gez. Markus Horn

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.724.493,75 4.805.504,67
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 268.201,32 158.809,32
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 268.201,32 158.809,32
II. Sachanlagen 3.722.735,67 3.272.538,59
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 516.094,00 587.333,00
2. technische Anlagen und Maschinen 16.017,00 20.536,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.981.566,59 2.606.459,88
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 209.058,08 58.209,71
III. Finanzanlagen 2.733.556,76 1.374.156,76
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.158.556,76 99.156,76
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 575.000,00 1.275.000,00
B. Umlaufvermögen 49.357.033,57 47.611.780,24
I. Vorräte 24.860.484,60 20.705.484,77
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.554.923,51 10.446.228,93
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 32.061.000,00 24.099.000,00
3. geleistete Anzahlungen -19.755.438,91 -13.839.744,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.643.698,01 21.331.510,33
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.734.121,73 17.334.239,36
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 662.021,03 977.077,61
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.247.555,25 3.020.193,36
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.852.850,96 5.574.785,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.186,00 5.096,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 56.084.713,32 52.422.380,91

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 33.477.870,91 29.899.235,93
I. gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.450.000,00 1.450.000,00
III. Gewinnrücklagen 10.117.158,62 8.201.431,62
1. andere Gewinnrücklagen 10.117.158,62 8.201.431,62
IV. Bilanzgewinn 16.910.712,29 15.247.804,31
B. Rückstellungen 8.340.174,00 6.210.042,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 665.133,00 698.363,00
2. Steuerrückstellungen 1.801.004,00 1.513.758,00
3. sonstige Rückstellungen 5.874.037,00 3.997.921,00
C. Verbindlichkeiten 14.266.668,41 16.313.102,98
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.822.776,86 9.121.972,13
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.383.027,59 3.441.065,71
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.060.863,96 3.750.065,14
davon aus Steuern 2.441.738,41 1.775.895,34
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 583.924,81 576.515,27
Bilanzsumme, Summe Passiva 56.084.713,32 52.422.380,91

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 111.798.074,75 95.418.257,71
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 7.962.000,00 10.631.000,00
3. sonstige betriebliche Erträge 427.135,82 1.041.133,75
davon Erträge aus Währungsumrechnung 18.482,24 24.190,07
4. Materialaufwand 71.496.482,19 64.241.644,09
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 41.992.634,51 40.937.755,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 29.503.847,68 23.303.888,45
5. Personalaufwand 26.504.715,71 24.125.332,76
a) Löhne und Gehälter 22.720.833,34 20.614.487,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.783.882,37 3.510.845,64
6. Abschreibungen 947.455,31 853.515,45
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 947.455,31 853.515,45
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.515.283,57 8.545.256,37
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 27.358,62 9.254,80
8. Erträge aus Beteiligungen 1.568.106,60 1.435.670,00
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 227.719,69 225.814,67
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 248.642,50 246.872,39
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.625.451,62 2.893.710,25
12. Ergebnis nach Steuern 9.645.005,96 7.845.544,82
13. sonstige Steuern 66.370,98 43.694,18
Jahresüberschuss 9.578.634,98 7.801.850,64

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 9.578.634,98 7.801.850,64
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 15.247.804,31 13.406.323,80
3. Einstellung in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung 6.000.000,00 4.400.000,00
4. Einstellungen in Gewinnrücklagen 1.915.727,00 1.560.370,13
a) in andere Gewinnrücklagen 1.915.727,00 1.560.370,13
5. Bilanzgewinn 16.910.712,29 15.247.804,31

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Jünger+Gräter GmbH, Schwetzingen

1. Allgemeines zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Jünger+Gräter GmbH, Schwetzingen, ("Gesellschaft") wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 4 Satz 2 HGB.

Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister unter HRB 420545 geführt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Erläuterungen zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf der nachfolgenden Seite dargestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände (Software) des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen sind entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode ermittelt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengruppe.

Für geringwertige Anlagegüter, die nach dem 1. Januar 2018 angeschafft wurden, wendet die Gesellschaft die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Die in den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Ferner werden noch Ausleihungen an verbundene Unternehmen unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Davon haben T€ 575 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: T€ 575).

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten- oder Herstellungskosten oder niedrigerem Marktpreis bzw. beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten. Finanzierungskosten wurden nicht einbezogen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu den gewogenen Durchschnittspreisen bewertet. Niedrigere Stichtagspreise wurden entsprechend berücksichtigt.

Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet, die neben den Einzelkosten für Material und Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten umfassen. Finanzierungskosten wurden nicht einbezogen. Wertminderungen werden gegebenenfalls durch entsprechende Abschläge berücksichtigt. Die Gewinnrealisierung erfolgt nach Projektabnahme. Die unfertigen Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Angearbeitete Aufträge 32.061 24.099
Erhaltene Anzahlungen -19.755 -13.840
12.306 10.259

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden unter Anwendung des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für sonstige Vermögensgegenstände wurden, soweit erforderlich, Wertberichtigungen vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % Rechnung getragen.

Forderungen in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen T€ 1.833 (Vorjahr: T€ 1.925). Davon aus Darlehensforderungen T€ 1.756 (Vorjahr: T€ 1.846) sowie aus Kautionen T€ 76 (Vorjahr: T€ 79).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen gegen die RefraServ GmbH, Klötze, die Jünger+Gräter Schweiz GmbH, Hornussen, Schweiz, die Refraserv SRL, Ploiesti, Rumänien, die Jünger+Gräter Austria GmbH, Wien, Österreich und die Jünger+Gräter S.à.r.l., Mions, Frankreich, die eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet einen für mehrere Jahre im Voraus gezahlten Wartungsvertrag für die EDV-Anlage.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung nach § 274 HGB wird nicht ausgeübt. Insgesamt ergibt sich hieraus ein Überhang aktiver latenter Steuern in Höhe von T€ 152, der im Wesentlichen auf der abweichenden Bewertung der Pensionsrückstellungen zwischen Handels- und Steuerbilanz beruht unter Berücksichtigung eines Steuersatzes von 30,64 %. Passive latente Steuern entstanden in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0).

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert € 5.000.000,00.

Die Kapitalrücklage von € 1.450.000,00 ergibt sich aus dem 2011 neu geschaffenen Geschäftsanteils als Unterschiedsbetrag zwischen dem Erhöhungsbetrag des gezeichneten Kapitals und der geleisteten Einlage.

Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 hat sich wie folgt entwickelt:

T€
Gewinnvortrag zum 01. Januar 2023 15.248
Gewinnausschüttung in 2023 ./. 6.000
Jahresüberschuss 2023 9.579
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen 18.827
./. 1.916
16.911

Gemäß § 15 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages sind 20 % des Jahresüberschusses von der Geschäftsführung in die Gewinnrücklagen einzustellen. Ein etwaiger Verlustvortrag ist vorab abzuziehen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkonkruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) angewandt.

Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:

31.12.2023
Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 S. 2 HGB) 1,83 %
Erwartete Lohn- und Gehaltsteigerungen 0,00 %
Erwartete Rentensteigerungen 1,00 %
Zugrunde gelegte Sterbetafeln Heubeck 2018 G

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die treuhänderisch angelegt sind. Die Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den ihnen zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich im Wesentlichen um Rückdeckungsversicherungen. Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:

31.12.2023
Pensionsverpflichtungen zum Erfüllungsbetrag 1.735.393
Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert 1.070.260
Bilanzausweis Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 665.133

Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus den zu verrechnenden Vermögensgegenständen wurden wie folgt verrechnet:

2023
Erträge 62.318,96
Aufwendungen 32.633,00
Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung (unter sonstige Zinsen und ähnliche Erträge) 29.685,96

Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre laut Bundesbank angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Auf Grundlage des durchschnittlichen Marktzinses der letzten sieben Jahre ergäbe sich eine um T€ 11 höhere Rückstellung. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 1.801 enthalten Körperschaftsteuern, Solidaritätszuschläge und Gewerbesteuern für die Jahre 2022 (T€ 1.053) und 2023 (T€ 748).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 5.874 betreffen insbesondere Verpflichtungen im Personalbereich (T€ 4.540), im Verkaufsbereich (T€ 650) sowie übrige (T€ 684).

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der HYM GmbH, Taunusstein (T€ 98), der RefraServ GmbH, Klötze (T€ 76), der Jünger+Gräter Schweiz GmbH, Hornussen, Schweiz (T€ 3), der Jünger+Gräter S.à.r.l, Mions, Frankreich (T€ 1), der Jünger+Gräter Ibérica LDA, Figueira da Foz, Portugal (T€ 144), der Jünger+Gräter Austria GmbH, Wien, Österreich (T€ 16) und der Refraserv SRL, Ploiesti, Rumänien (T€ 45).

Ferner besteht eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Jünger+Gräter Holding GmbH, Schwetzingen (T€ 4.000).

In den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und Sozialversicherungsträgern ausgewiesen.

Verbindlichkeitsspiegel

(Vorjahreswerte) Gesamt
T€
Restlaufzeit < 1 Jahr
T€
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
T€
Restlaufzeit > 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
(0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.823 4.823 0 0
(9.122) (9.122) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.383 383 4.000 0
(3.441) (441) (3.000) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 5.061 4.561 500 0
(3.750) (3.250) (500) (0)
14.267 9.767 4.500 0
(16.313) (12.813) (3.500) (0)

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

nach Tätigkeitsbereichen 2023
T€
2022
T€
Dienstleistungen 94.618 82.330
Materiallieferungen 17.116 13.006
Sonstige 569 638
112.30 95.973
abzüglich Kundenskonti und Boni 505 555
111.798 95.418
nach geographisch bestimmten Märkten 2023
T€
2022
T€
Deutschland 74.537 61.399
Europa 25.453 27.546
Drittländer 11.808 6.473
111.798 95.418

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 427 sind Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen T€ 33 und Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von T€ 18 (Vorjahr: T€ 24) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 9.515 sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von T€ 27 (Vorjahr: T€ 9) enthalten.

Weitere sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Höhe oder Bedeutung haben sich im Berichtjahr nicht ergeben.

Die Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthält die Aufwendungen für Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer des laufenden Geschäftsjahres 2023 in Höhe von T€ 3.625.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus:

2023
T€
2024-2027
T€
Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 1.184 4.831
-davon gegenüber verbundenen Unternehmen 660 2.640

Um mittelfristig die liquiden Mittel zu sichern, wurden einige Betriebsmittel, wie Kraftfahrzeuge und Büroequipment, geleast. Der Vorteil des Leasings besteht darin, dass ein Austausch gegen neuere Technologien effizienter erfolgt. Nachteilig sind die hieraus resultierenden insgesamt höheren Kosten und die geringere Flexibilität.

Die Gesellschaft hat zum Stichtag 31.12.2023 insgesamt Bürgschaften im Gesamtwert von T€ 11.701 zur Absicherung von erhaltenen Anzahlungen und zur Vertragserfüllung, sowie zur Ablösung von Gewährleistungseinbehalten an Kunden ausgereicht. Die Laufzeit beträgt zwischen 1 und 2 Jahren. Eine Inanspruchnahme erfolgt selten.

Beteiligungen

An der Jünger+Gräter S.A.R.L., Mions, Frankreich ist die Gesellschaft zu 85 % beteiligt. Das Stammkapital beträgt T€ 100. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 beträgt das vorläufige Eigenkapital T€ 1.431. Das vorläufige Jahresergebnis 2023 beläuft sich auf T€ 547.

Des Weiteren ist die Gesellschaft an der HYM Refractories GmbH, Taunusstein zu 28 % beteiligt. Das Stammkapital beträgt T€ 25. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 beträgt das Eigenkapital T€ 906. Der Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2022 beläuft sich auf T€ 439.

Ferner besteht eine 85 %-ige Beteiligung an der Jünger+Gräter Schweiz GmbH mit Sitz in Hornussen, Schweiz. Das Stammkapital beträgt TCHF 30. Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 beträgt das Eigenkapital TCHF 4.593. Das Jahresergebnis 2023 beläuft sich auf TCHF 2.186.

Zudem besteht eine 100 %-ige Beteiligung an der Jünger+Gräter Austria GmbH mit Sitz in Wien, Österreich. Das Stammkapital beträgt T€ 35. Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 beträgt das vorläufige Eigenkapital T€ 2.194. Das vorläufige Jahresergebnis 2023 beläuft sich auf T€ 835.

An der Jünger+Gräter Ibérica Unipessoal LDA, Figueira da Fos, Portugal ist die Gesellschaft seit November 2021 zu 100 % beteiligt. Das Stammkapital beträgt T€ 5. Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 beträgt das vorläufige Eigenkapital T€ 290 und das vorläufige Jahresergebnis 2023 T€ 188.

Mitarbeiterzahl

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

2023 2022
Arbeiter 146 145
Kaufmännische und technische Angestellte 101 100
- abzüglich Geschäftsführer -1 -1
Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter 246 244

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von € 18.826.439,29 € 1.915.727,00 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und € 16.910.712,29 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Die Zahlen des vorliegenden Jahresabschlusses werden in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens der Jünger+Gräter Holding GmbH mit Sitz in Schwetzingen einbezogen. Die Jünger+Gräter Holding GmbH erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen.

Der Konzernabschluss der Jünger+Gräter Holding GmbH, Schwetzingen, wird beim Amtsgericht Mannheim hinterlegt und im Unternehmensregister veröffentlicht.

Namen aller Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Im Geschäftsjahr 2023 war als Geschäftsführer bestellt:

Herr Dipl.-Ing. Markus Horn, Oftersheim

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein die Gesellschaft.

Auf die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB wird im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet Jünger+Gräter einen Rückgang der Leistung und damit der Umsatzrendite im Vergleich zu den Vorjahren. Durch den Krieg in der Ukraine ist es derzeit mehr als schwierig abzuschätzen, wie stark dieser Rückgang sein wird.

Dies ist aber kein Risiko, welches den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnte.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit erheblichen Auswirkungen auf die Gesellschaft haben sich nicht ergeben.

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird verzichtet, da die Angabe im Konzernabschluss der Jünger+Gräter Holding GmbH, Schwetzingen, enthalten ist, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

 

Schwetzingen, den 05. Juni 2024

gez. Markus Horn

Anlagespiegel

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.064.837,33 209.262,82 0,00 0,00 1.274.100,15
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.064.837,33 209.262,82 0,00 0,00 1.274.100,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 1.470.324,48 0,00 0,00 0,00 1.470.324,48
2. technische Anlagen und Maschinen 194.904,89 0,00 0,00 0,00 194.904,89
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstrattung 11.273.626,85 1.169.066,35 153.356,77 0,00 12.289.336,43
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.209,71 209.058,08 58.209,71 0,00 209.058,08
Summe Sachanlagen 12.997.065,93 1.378.124,43 211.566,48 0,00 14.163.623,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 99.156,76 2.059.400,00 0,00 0,00 2.158.556,76
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.275.000,00 0,00 700.000,00 0,00 575.000,00
Summe Finanzanlagen 1.374.156,76 2.059.400,00 700.000,00 0,00 2.733.556,76
Summe Anlagevermögen 15.436.060,02 3.646.787,25 911.566,48 0,00 18.171.280,79
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Zuschreibungen
Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 906.028,01 99.870,82 0,00 0,00 1.005.898,83
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 906.028,01 99.870,82 0,00 0,00 1.005.898,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 882.991,48 71.239,00 0,00 0,00 954.230,48
2. technische Anlagen und Maschinen 174.368,89 4.519,00 0,00 0,00 178.887,89
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstrattung 8.667.166,97 771.826,49 131.223,62 0,00 9.307.769,84
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 9.724.527,34 847.584,49 131.223,62 0,00 10.440.888,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 10.630.555,35 947.455,31 131.223,62 0,00 11.446.787,04
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 268.201,32 158.809,32
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 268.201,32 158.809,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 516.094,00 587.333,00
2. technische Anlagen und Maschinen 16.017,00 20.536,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstrattung 2.981.566,59 2.606.459,88
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 209.058,08 58.209,71
Summe Sachanlagen 3.722.735,67 3.272.538,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.158.556,76 99.156,76
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 575.000,00 1.275.000,00
Summe Finanzanlagen 2.733.556,76 1.374.156,76
Summe Anlagevermögen 6.724.493,75 4.805.504,67

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen

Abschlussprüfers

An die Jünger+Gräter GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jünger+Gräter GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jünger+Gräter GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Flensburg, den 05. Juni 2024

ttp Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Michael E. Heil, Wirtschaftsprüfer

gez. Robert Binder, Wirtschaftsprüfer

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