List AGNordhornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen Als Holding und Dienstleistungsgesellschaft führt die LIST AG in Nordhorn die LIST- Unternehmensgruppe strategisch, wirtschaftlich und kulturell. Die Unternehmensgruppe ist in den Bereichen Immobilienprojektentwicklung, Umsetzung von schlüsselfertigen Neubau- und Revitalisierungsprojekten, Planung und Projektsteuerung von Bauprojekten aller Art sowie in der Beratung zur Nachhaltigkeit von Immobilien aktiv. Die LIST AG stellt den operativen Gesellschaften Shared-Services wie Rechnungs- und Finanzwesen, Marketing, IT sowie Personalwesen zur Verfügung und berät ihre Tochtergesellschaften zudem zu den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Datenschutz sowie Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz. In der Unternehmensentwicklung werden Konzepte zur Weiterentwicklung der LIST Gruppe entworfen und Projekte initiiert. Forschung und Entwicklung betreibt die LIST AG nicht. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. II. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Branchenentwicklung und Geschäftsverlauf a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Lage des Jahres 2023 stand weiterhin unter dem Einfluss unterschiedlicher geopolitischer Spannungen - insbesondere des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, welche eine hohe Inflation in der Eurozone, eine Anhebung der Zinsniveaus sowie stagnierendes Wirtschaftswachstum zur Folge hatte. Begleitet wurden diese Entwicklungen von einer verschärften Preis- und Liefersituation auf den Beschaffungsmärkten sowie einem anhaltenden Mangel an Fachkräften. Um die Inflation abzuschwächen, reagierte die Europäische Zentralbank ab Mitte 2022 mit einer mehrstufigen Erhöhung der Leitzinsen. Die Zinserhöhungen führten zu einem starken Anstieg der Finanzierungskosten und zu einer Reduzierung der Investitionsbereitschaft. In der Folge dieser sowie weiterer volkswirtschaftlicher und fiskalischer Einflüsse kam es zu einer wirtschaftlichen Stagnation in Deutschland. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist nach Berechnungen des Statistischem Bundesamt um 0,3 % gesunken. Damit liegen die Berechnungen des Bundesamtes leicht unter den Prognosen etwa der Wirtschaftsweisen oder der EU-Kommission aus dem Frühjahr 2023. Laut den Statistikern verlief die konjunkturelle Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Insbesondere der Produktionssektor ging mit - 1,8% deutlich zurück. Im Gegensatz dazu hat sich der Rückgang im Baugewerbe auf - 0,2% gefangen, wobei die einzelnen Bereiche der Branche durchaus unterschiedliche Entwicklungen ausweisen. Die im Jahresverlauf zunehmend schlechter werdenden Finanzierungsbedingungen belasteten insbesondere den Hochbau. Entwicklung der Bruttowertschöpfung gesamt sowie für ausgewählte Wirtschaftszweige (Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %, Quelle: Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes vom 24.02.2024)
Im Gegensatz zum Vorjahr nahmen It. dem Statistischen Bundesamt die Konsumausgaben im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % ab. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise und eine wirtschaftliche ungewissere Zukunft im Vergleich zu den Vorjahren zurückzuführen sein. Erstmals seit 20 Jahren sanken auch die staatlichen Konsumausgaben, was unter anderem auf den Wegfall diverser Corona-Maßnahmen zurückzuführen ist, verbunden mit einer angespannten Haushaltslage der öffentlichen Hand. Nachdem bereits im Vorjahr bei den Bauinvestitionen ein Rückgang von 1,6 % gegenüber 2021 verzeichnet wurde, gingen auch im Jahr 2023 die Investitionen preisbereinigt um 2,1 % zurück. Als Gründe führt das Statistische Bundesamt erneut Material- und Fachkräftemangel sowie steigende Baupreise und Zinsen an, die insbesondere den Wohnungsbau bremsen. Trotz vorgenannter Umstände zeigte sich hingegen der deutsche Arbeitsmarkt in einem schwierigen Umfeld wie auch bereits im Vorjahr weiterhin robust. Nachdem im Vorjahr die Zahl der Erwerbstätigen bereits um 0,6 Mio. Personen auf 45,6 Mio. angestiegen war, konnte diese Zahl im Jahresverlauf 2023 um weiter 0,3 Mio. gesteigert werden. Dies ist ein erneuter Höchststand für Deutschland. Der Beschäftigungszuwachs fand fast ausschließlich im Dienstleistungssektor statt. Im Jahr 2023 war der Verbraucherpreisindex mit 5,9% weiterhin auf einem hohen Niveau und damit deutlich über den von der EZB angestrebten 2,0% Ziel. Die Abschwächung des Verbraucherpreisindex von 1,0 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr zeigt erste Wirkung der Zinspolitik der EZB. Die im Laufe des Jahres 2022 eingetretene Zinswende, welche die historische Niedrigzinsphase beendete, setzte sich auch im Jahr 2023 fort. So notierte der der EZB- Referenzzinssatz für Tagesgeldeinlagen (Euro Short-Term Rate) zu Beginn des Jahres noch bei 1,89 %, während er per Ende Dezember 2023 bereits 3,88 % betrug. Analog stiegen die Zinsen für Darlehen wie etwa Wohnungsbaukredite deutlich an. b) Branchenentwicklung Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe erreichte laut dem Statistischen Bundesamt mit einem nominalen Plus von 3,5 % im Jahr 2023 einen neuen Höchststand von 113,8 Milliarden Euro. Preisbereinigt ging der Umsatz real allerdings um 3,3 % zurück. In fast allen Bausektoren stiegen die nominalen Umsätze, teils sogar im zweistelligen Prozentbereich. Im Wohnungsbau sanken die nominalen Umsätze jedoch deutlich:
Die Auftragseingänge lagen während des Jahres im Hochbau nominal (-5,0 %) unter dem Vorjahresniveau, preisbereinigt zeigte sich jedoch ein Rückgang von 11,4 %. Auch der Wohnungsbau litt weiterhin unter den stark gestiegenen Baupreisen, was sich in einem realen Rückgang der Auftragseingänge in diesem Bereich von 19,8 % (nominal: -13,4 %) widerspiegelt. Die Beauftragungen im Tiefbau stiegen im Vorjahresvergleich real um 3,0 % und nominal um 12,2 %. c) Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der LIST AG wird durch die Entwicklung der operativ tätigen Unternehmungen bestimmt, während die Tätigkeit der LIST AG sich im Wesentlichen auf die Gruppenstrategie und auf Shared-Services für die operativ tätigen Tochterunternehmungen beschränkt. Das Geschäftsjahr 2023 stellte sich für den Konzern erneut als ein anspruchsvolles Jahr dar. Der Vorstand ging zu Anfang des Jahres noch von einer Ergebnissteigerung im Vergleich zum Vorjahr aus. Die anhaltenden wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine haben allerdings die Margen spürbar reduziert. Die gestiegenen Zinsen dämpfen die Investitionsbereitschaft der Wirtschaftsteilnehmer, welches sich entsprechend auch auf unser Geschäftsmodell auswirkt. Hinzu kommen Preise für Baustoffe, die zwar im Jahresverlauf grundsätzlich nachgegeben haben, sich jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau befinden. Diese Entwicklung hat insbesondere den Bereich Immobilienprojektentwicklung betroffen. Die reduzierte Investitionsbereitschaft hat den Transaktionsmarkt für Immobilien quasi zum Erliegen gebracht und die Immobilienpreise haben spürbar nachgegeben. Zugleich sind die Finanzierungskosten für Immobilien gestiegen. In Bezug auf die Ergebnisentwicklung ist das Geschäftsjahr 2023 grundsätzlich wie im Vorjahr mit einer mäßigen Geschäftsentwicklung zu bewerten. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Lage, der anhaltenden Auswirkungen des Ukrainekrieges sowie einem gestiegen Zinsniveau mit negativen Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft, ist der Vorstand gleichwohl zufrieden über die verhältnismäßig geringen Auswirkungen der Krisen sowie die ausgeprägt gute Resilienz der Gruppe. Dies ist der Verdienst eines kreativen und engagierten Handelns unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einerseits sowie einer sehr partnerschaftlichen und lösungsorientieren Umgang unserer Geschäftspartner andererseits. Der Personalbestand betrug im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 95 Mitarbeiter (Vorjahr 119 Mitarbeiter). Im Rückgang der Belegschaftsstärke spiegeln sich eine Konzentration auf der LIST AG auf ihre Kerntätigkeiten und Reallokationen von Mitarbeitern und Kompetenzteams innerhalb der LIST Gruppe wider. Herr Gerhard List bekleidete bis Ende Februar 2023 das Amt des Vorstandsvorsitzenden, ehe Herr Dirk Rehaag, der bereits bis August 2021 als Vorstand das Bau- und Engineeringsegment verantwortete, die Rolle des Vorstandsvorsitzenden übernahm. Herr List ist seit dem 1. März 2023 Vorsitzender des Aufsichtsrates der LIST AG. Die LIST AG schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von 2,3 Mio. € nach 2,6 Mio. € im Vorjahr ab. Damit ist die erwartete Ergebnissteigerung ausgeblieben, wofür vorgenommene Wertberichtigungen ursächlich sind. III. Lage der Gesellschaft a) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 konnte die LIST AG Beteiligungserträge von 16,3 Mio. € (Vorjahr 7,8 Mio. €) vereinnahmen. Neben Sondereffekten in der Ausschüttungspolitik generierte insbesondere der Geschäftsbereich Bau hohe Beteiligungserträge. Der Geschäftsbereich Immobilienprojektentwicklung konnte das Ergebnisbeitragsniveau der Vorjahre bedingt in der zuletzt immer herausfordernder gewordenen Marktsituation für Immobilienentwickler nicht halten und verzeichnete ein negatives Geschäftsergebnis. Gleiches gilt in Summe für die weiteren Tätigkeitsfelder Engineering und Nachhaltigkeitsberatung. Die Umsatzerlöse, die im Wesentlichen für Shared Service-Leistungen gegenüber den Tochtergesellschaften sowie durch Weiterbelastungen ausgelegter Aufwendungen erwirtschaftet wurden, konnten im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Mio. € auf 17,3 Mio. € gesteigert werden. Grund hierfür ist insbesondere die Expansion der LIST Gruppe (z.B. zwei weitere Gesellschaften in der Bautätigkeit als Generalübernehmer) und die damit verbundenen höheren Weiterberechnungen zentraler Leistungen der LIST AG. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) enthalten im Wesentlichen Sachbezüge aus geldwerten Vorteilen. Im Vorjahr waren Sondereffekte in Höhe von 1,6 Mio. € in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten, im Geschäftsjahr 2023 liegen die Erträge nun wieder auf normalisiertem Niveau. Stark belastet ist das Geschäftsjahr durch Wertberichtigungen auf die Buchwerte von Anteilen an Gruppengesellschaften sowie insbesondere die Wertberichtigung von Ausleihungen an Gruppengesellschaften in Höhe von insgesamt 9,1 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €), die nur teilweise von den genannten Sondereffekten der Ausschüttungspolitik kompensiert wurden. Die Wertberichtigungen betreffen zunächst Investitionen in ein nicht konsolidiertes Tochterunternehmen, das sich mit der Softwareentwicklung von Cloudsoftware für den Baustoffhandel befasst hat und am Jahresanfang 2024 seine Tätigkeit aufgegeben hat. Weiter betreffen sie das Tochterunternehmen intecplan integrierte technische Planung GmbH mit Sitz in Düsseldorf, wenngleich der Vorstand an eine positive Zukunft der Gesellschaft glaubt und der Meinung ist, dass die intecplan integrierte technische Planung GmbH wertvolle Kompetenzbeiträge in der LIST Gruppe leisten kann, wird auf absehbare Zeit nicht mit signifikanten Gewinnen gerechnet, womit eine dauerhafte Wertminderung des Investments eingetreten ist. Trotz weiterer Expansion der operativen Einheiten mit einem entsprechend einhergehenden höheren Bedarf für Dienstleistungen der LIST AG konnten aufgrund von Effizienzsteigerungen und der genannten Reallokationen und Fokussierungen im Personalbereich die Personalkosten um 0,2 Mio. € auf 7,2 Mio. € in 2023 gesenkt werden. Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind für die Gesellschaft nur von geringer Bedeutung und befanden sich mit 0,7 Mio. € auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich um 0,5 Mio. € auf 12,6 Mio. € gestiegen. Dies ist zum einen auf Kosten im Zusammenhang mit der zentralen Anmietung und konzerninternen Weitervermietung von Büroflächen durch die LIST AG zurückzuführen. Daneben verzeichnen insbesondere die IT- und Recruitingkosten Anstiege. Zum anderen sind Aufwendungen aus erneuten Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber Tochterunternehmen in Höhe von 2,6 Mio. € (Vorjahr 2,8 Mio. €) enthalten. Das Zinsergebnis, welches sich im Wesentlichen auf liquiditätsbezogene Vorgänge innerhalb der Unternehmensgruppe bezieht, hatte wie im Vorjahr einen positiven Saldo in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €). Mit Blick auf den Ertragssteueraufwand, der mit 2,9 Mio. € oberhalb des Jahresergebnisse liegt, wird darauf hingewiesen, dass Beteiligungserträge aus Tochtergesellschaften, die als Personenhandelsgesellschaften organisiert sind, bei der LIST AG der Körperschaftsteuer unterliegen. Gleiches gilt für Erträge aus der Veräußerung von Minderheitenanteilen an solchen Gesellschaften. Verluste von Tochtergesellschaften können dabei nicht oder nur begrenzt verrechnet werden. Das Jahresergebnis insgesamt fiel mit 2,3 Mio. € nur marginal geringer aus als im Vorjahr (2,6 Mio. €) und erreichte vor allem aufgrund der vorgenommenen Wertberichtigungen nicht die im Lagebericht des Vorjahres gestellte Prognose, während die Erwartungen beim Umsatz übertroffen wurden und bei den Beteiligungserträgen im Rahmen der Planerwartungen liegen. In ihrer eigenen Geschäftstätigkeit, also jenseits von Beteiligungserträgen und Wertberichtigungen zu Beteiligungsbuchwerten, Ausleihungen und Darlehen, hat die LIST AG im Geschäftsjahr 2023 das operatives Ergebnis verbessert. b) Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme mit 37,6 Mio. € befindet sich auf dem Niveau des Vorjahres (37,6 Mio. €). Die Bilanzsumme wird auf der Aktivseite bestimmt von den Beteiligungen an den Tochtergesellschaften (26,5 %), den Forderungen (54,2 %) gegenüber den verbundenen Unternehmen - unter anderem auszuschüttende Gewinne der Tochter-Kommanditgesellschaften - und den Guthaben bei Kreditinstituten (8,8 %). Letztere sind gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. € auf 3,3 Mio. € gestiegen. Dem stehen auf der Passivseite das Eigenkapital (76,0 %) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (10,1 %) gegenüber. Letztere wurden um 2,3 Mio. € reduziert. Die Eigenkapitalquote ist somit im Vorjahresvergleich einschließlich einer Ausschüttung in Höhe von 1,2 Mio. € leicht gestiegen. Die Bankverbindlichkeiten in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €) stehen im Zusammenhang mit der Finanzierung von Büroausstattung. Um 0,1 Mio. € konnten die sonstigen Verbindlichkeiten abgebaut werden. Das Anlagevermögen ist zu 100,0 % durch Eigenkapital finanziert. Die LIST AG hat im Geschäftsjahr 2023 rund 0,8 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €) in immaterielles und materielles Anlagevermögen investiert, vor allem in die neuen Büros und deren Büroausstattung. Der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Verbindung mit den Ausschüttungen, den Investitionen und dem teilweisen Abbau von Verbindlichkeiten hat zu einem ebenfalls positiven Gesamt-Cashflow von 1,2 Mio. € geführt. c) Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftsführung In der zusammenfassenden Gesamtbetrachtung kommt der Vorstand zu dem Ergebnis, dass das Geschäftsjahr 2023 insbesondere vor den Hintergrund anhaltenden Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes und der geänderten Zinslandschlaft als erfolgreich zu bezeichnen ist, auch wenn die für das Geschäftsjahr gesetzten wirtschaftlichen Ziele von Ende 2022 nicht ganz erreicht wurden. Dies geht dabei zentral auf vorgenommene Wertberichtigungen zurück, womit andererseits das Risiko solcher Wertberichtigungen in der Zukunft deutlich reduziert ist. IV. Risikobericht a) Risikomanagementziele und -methoden Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens hängt neben verschiedenen Geschäftschancen untrennbar auch mit verschiedenen Risiken zusammen, denen es Rechnung zu tragen gilt. Wir sind bestrebt, die Risiken auf ein akzeptables Maß zu begrenzen und Chancen wahrzunehmen. Operative Risiken liegen in den Aktivitäten der Tochtergesellschaften der LIST AG. Der Vorstand wird über wirtschaftliche, terminliche und qualitative Risiken der Projekte in den einzelnen Segmenten und nach Verantwortungsbereichen monatlich unterrichtet und kann zusammen mit der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften bei Bedarf Gegensteuerungsmaßnahmen vereinbaren. Zudem sind in den Gesellschaftsverträgen zustimmungspflichte Geschäfte vereinbart, bei denen die LIST AG als Hauptgesellschafter ihrer Tochtergesellschaften entsprechend eingebunden werden muss. Da die Forderungen der LIST AG im Wesentlichen gegenüber Tochtergesellschaften bestehen, ist das Risiko eines unvorhersehbaren Forderungsausfalls begrenzt. Die Datensicherheit der IT ist gewährleistet. Die Architektur und Sicherheitsstandards des Datennetzes entsprechen nach Einschätzung des Vorstands und der IT- Leiter dem aktuellen Stand der Technik und werden kontinuierlich weiterentwickelt und überprüft. b) Risiken und Chancen Chancen Trotz der angespannten konjunkturellen Lage ermöglichen die Bauanfragen für viele Produkte der LIST Gruppe weiterhin gute Möglichkeiten für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Dem kommen hier insbesondere Netzwerkeffekte zugute, die es einerseits ermöglichen, dem Kunden vollumfassend und aus dem gesamten Dienstleistungsspektrum in Bezug auf Immobilienprojekte Lösungen anzubieten, und die andererseits dem Konzern die Gelegenheit bieten, auch künftig hochqualifiziertes Personal zu rekrutieren und es möglichst langfristig zu binden. Aus vorgenannten Gründen eröffnen sich auch der LIST AG als Holding weitere gute Chancen zur künftigen Geschäftsentwicklung auf Basis der Entwicklung ihrer Tochtergesellschaften. Die Auftragslage in der LIST Gruppe ist für die Segmente Engineering sowie Generalübernehmer Bau für das Geschäftsjahr 2024 gut. Im Segment der Immobilienprojektentwicklung wurde das Geschäftsjahr 2023 genutzt, um sich auf das neue Marktumfeld einzustellen. Dies umfasst die künftige Betätigung als Service-Developer neben der Tätigkeit im Trader-Development, was interessante Geschäftschancen für diesen Bereich bietet. Um neben dem Anspruch der Gesellschaft, der Politik sowie der Kundschaft auch dem eigenen Anspruch an einer nachhaltigen wirtschaftlichen Tätigkeit gerecht zu werden, rückt der Fokus der LIST Gruppe zunehmend auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen. Zu diesem Zweck baut die LIST AG Kompetenzen und Kapazitäten in dem Bereich der Nachhaltigkeit intensiv aus, um dem Kunden die für ihn passenden nachhaltigen Produkte anbieten zu können, aber auch um die eigenen Prozesse auf den Prüfstand zu stellen. Hierfür übernimmt die LIST AG eine Vorreiterrolle in der Gruppe und steht ihren Tochterunternehmen in dieser Hinsicht beratend zur Seite. Neben Neubauten liegen hier auch im Bereich der Sanierung bzw. Entwicklung von Bestandsbauten interessante Marktpotentiale. Darüber hinaus sieht der Vorstand weitere Chancen in anderen Bausegmenten und Marktregionen. Ähnlich wie beim Thema Nachhaltigkeit steht auch die Digitalisierung in der Bauwirtschaft im Fokus der LIST AG. Für die LIST Gruppe sowie die LIST AG als gruppeninterner Dienstleister bietet dies weitere Perspektiven. Risiken Risiken für die zukünftige Entwicklung liegen selbstredend zunächst in externen Störfaktoren wie der konjunkturellen Entwicklung, insbesondere der Investitionskonjunktur, oder z. B. verschuldungsbedingten Verwerfungen im internationalen Finanzsystem sowie geopolitischen Spannungen. Bei einer nachhaltigen Verschlechterung solcher Rahmendaten und fortgesetzt hohen oder gar weiteren Erhöhung des Zinsniveaus kann dies zu einer geringeren Investitionsbereitschaft unserer Kunden führen. Der russische Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 und die anschließenden politischen Sanktionen führten zu wesentlichen wirtschaftlichen Unsicherheiten. Die damit einhergehenden steigenden Rohstoffpreise zeigten eine inflationstreibende Wirkung, insbesondere im Bereich Energie. Die im Kalenderjahr 2023 Maßnahmen der Europäischen Zentralbank zur Eindämmung der Preissteigerungen, vor allem die endgültige Beendigung der Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt, haben im Berichtsjahr einen negativen Einfluss auf die Erwartungshaltung an erzielbaren Renditen im Immobiliensektor gezeigt. Eine erneute Zinswende ist derzeit noch nicht erkennbar und ein hohes Zinsniveau beeinträchtigt die wirtschaftliche Realisierbarkeit von Bauprojekten unserer Kunden. Aufgrund der gegenwärtig jedoch guten Auftragslage wird sich diese Entwicklung auf die LIST Gruppe eher mittelfristig auswirken. Ein Kernrisiko für die Entwicklung der Beteiligungen der LIST AG ergibt sich durch Projektrisiken im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Termine und Qualität sowie Gewährleistung (soweit nicht auf Subunternehmer entfallend). Um diesen Risiken frühzeitig zu begegnen, wird ein dezidiertes Projektcontrolling aller Tochtergesellschaften durchgeführt. Risiken aus potentiellen Cyberangriffen werden durch die zentrale IT der LIST AG sowie mit externen Dienstleistern regelmäßig bewertet und entsprechende Maßnahmen getroffen. Auch weitere IT-Risiken werden aktiv gemanagt. Für die List AG selbst liegt ein Kernrisiko in der Entwicklung ihrer Beteiligungen und entsprechend in der Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte sowie der Ausleihungen und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Personalrisiken wie z. B. Fluktuation, Altersstruktur, fehlende Qualifikation oder Fachkräftemangel beobachten wir und begegnen ihnen unter anderem mit aktiven Personalentwicklungsprogrammen sowie einem verstärkten Personalmarketing zentral aus der LIST AG für die Unternehmensgruppe, das die Mitarbeiter für die Unternehmen des Konzerns gewinnen und sie langfristig binden soll. Systemrelevante Abhängigkeit besteht weder bei einzelnen Kunden noch bei einzelnen Lieferanten. Wechselkursrisiken unterliegt die LIST AG nicht. Einzelne Risiken, die für sich genommen oder gemeinsam den Bestand der LIST AG gefährden können, existieren aus Sicht des Vorstandes mit hinreichender Sicherheit derzeit nicht bzw. sind nicht erkennbar. In der Gesamtbetrachtung der Risikolage kommt der Vorstand zu der Einschätzung, dass die Risikopotentiale die LIST AG trotz externer, teils nicht beeinflussbarer Effekte, im Geschäftsjahr 2024 keine wesentlichen Auswirkungen haben werden und sich die Gesamtrisikosituation damit kurzfristig gegenüber dem Vorjahr wenig verändert hat. Die Folgerisiken aus der weiteren Entwicklung des Ukrainekriegs sowie den ausweitenden Konflikten im Nahen Osten sorgen jedoch unverändert verstärkt für erhöhte Wachsamkeit und die Erforderlichkeit eines vorausschauenden unternehmerischen Handelns. Auch das Hinzutreten einer tiefgreifenden wirtschaftlichen und langanhaltenden Rezession als Ausfluss geopolitischer Umwälzungen oder finanzmarktwirtschaftlicher Ungleichgewichte darf nicht unterschätzt werden und würde auch die LIST AG unweigerlich treffen. Damit sind reduzierte Geschäftsaussichten und erhöhte Risiken der Geschäftstätigkeit verbunden. Vor allem die Möglichkeit eines länger anhaltenden hohen Zinsniveaus bedeuten aus Sicht des Vorstandes für die LIST Gruppe und die LIST AG mittelfristig betrachtet ein höheres Risikoniveau als zuletzt. V. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft a) Gesamtwirtschaft und Branchenentwicklung Der Sachverständigenrat und die Bundesregierung schätzen die konjunkturelle Lage im Jahr 2024 als unverändert angespannt ein. Durch die sinkende Inflation wird mit einem leichten Zuwachs der Konsumausgaben gerechnet. Gleichzeitig erwartet die Bundesregierung lediglich ein geringfügiges BIP- Wachstum von 0,3 %. Die Inflation wird für das Jahr 2024 im Jahresmittel auf 2,6% geschätzt und nähert sich damit wieder dem Zielwert. Gleichwohl wird lediglich von moderaten Senkungen der Zentralbankzinsen ausgegangen, so dass sich eine merkliche Entspannung der Zinskonditionen an den Finanzierungsmärkten im Jahr 2024 noch nicht einstellen wird. Obgleich der sehr durchwachsenen wirtschaftlichen Perspektiven und sehr herausfordernden Situationen in einzelnen Branchen wie der verarbeitenden Industrie, der Automobilindustrie und auch der Baubranche wird ein unverändert robuster Arbeitsmarkt erwarte. Zwar soll die Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf leicht steigen, der sich inzwischen durch nahezu in allen Branchen ziehende Fachkräftemangel wird aber anhalten. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie prognostiziert einen Rückgang des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe von real 3,5 %. Besonders der Wohnungsbau trägt hierzu mit einem Umsatzrückgang von 12,0 % bei, während die Bereiche Wirtschaftsbau und Öffentlicher Bau mit Zuwächsen von 2,0 % bzw. 1,0 % rechnen können. b) Eigene Entwicklung Hierauf aufbauend fußt die Einschätzung zu den Aussichten für die einzelnen Gruppengesellschaften und die LIST AG selbst. Aufgrund einer weiterhin guten Auftragslage in der LIST Gruppe sehen wir dem Geschäftsjahr 2024 verhalten positiv entgegen. Zwar sind die volkswirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund des Ukrainekriegs sowie des wachsenden Konfliktes im Nahen Osten und dem hohem Zinsniveau bedenklich, jedoch sehen wir derzeit kurzfristig noch weiter keinen starken Rückgang der Nachfrage unserer Produkte im Generalübernehmerbau und eine Stabilisierung in der Immobilienprojektentwicklung insbesondere aufgrund der Integration der Tätigkeit als Service-Developer. Bei weitestgehend ungestörtem Geschäftsverlauf, z. B. also auch keiner wesentlichen Beeinträchtigung von Baustellen durch Lieferengpässe sowie einer weiteren Stabilisierung der Preise an den Beschaffungsmärkten, plant der Vorstand derzeit für 2024 mit etwas höheren operativen Beteiligungserträgen aus den laufenden Ergebnissen der Tochtergesellschaften und leicht wachsenden Umsatzerlösen. Wenn entsprechend den Erwartungen keine erneuten Wertberichtigungen erforderlich werden, sollte das Jahresergebnis auf einen niedrigen achtstelligen Betrag steigen. VI. Schlusserklärung des Vorstandes zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG Der Abhängigkeitsbericht des Vorstandes enthält folgende Schlusserklärung gemäß § 312 Absatz 3 Satz 3 AktG: "Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in den Zeitpunkten bekannt waren, in denen die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt wurde."
Nordhorn, den 21.05.2024 gez. Dirk Rehaag, Vorstandsvorsitzender Markus Figenser, Vorstand Finanzen BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang1. Allgemeine Angaben Die List AG hat ihren Sitz in Nordhorn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück, Register-Nr. HRB 207548. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB und des AktG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Dabei wurde die Reihenfolge der Gliederung angepasst, um abzubilden, dass die Gesellschaft in erster Linie eine Holdingfunktion und zweiter Linie eine Management- und Servicefunktion hat. Nach den in § 267 HGB definierten Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den ihr eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch. Auf die vorzeitige Anwendung der Anhebung der Schwellenwerte zum 31. Dezember 2023 verzichtet die Gesellschaft. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Das Wahlrechte zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände war für die Gesellschaft bisher nicht relevant. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für abnutzbare Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 wurde bis einschließlich Geschäftsjahr 2020 ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten (Pool) wird über eine Dauer von fünf Jahren gleichmäßig verteilt gewinnmindernd aufgelöst. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250 wurden dabei als betrieblicher Aufwand erfasst. Ab dem Geschäftsjahr 2021 werden bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Zugangsjahr voll abgeschrieben und gleichzeitig als Zugang und Abgang im Anlagenspiegel erfasst. Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgen nur bei dauerhafter Wertminderung. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip erfolgt eine Wertberichtigung wahlrechtsgemäß nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung. Im Fall der Werterholung werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten der bestände ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Kassen- und Bankbestände sind zu Nennwerten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden für vor dem Stichtag getätigte Ausgaben, die Aufwendungen nach dem Abschlussstichtag zum Gegenstand haben (aktivische Rechnungsabgrenzung), sowie für vor dem Stichtag erfolgte Einnahmen, die Erträge nach dem Abschlussstichtag zum Gegenstand haben (passivische Rechnungsabgrenzung), angesetzt. Das Grundkapital ist voll eingezahlt und mit dem Nominalwert angesetzt. Gemäß den Vorgaben für Aktiengesellschaften ist im ausgewiesenen Eigenkapital der Jahresüberschuss auf den Bilanzgewinn übergeleitet. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und decken alle am Stichtag bestehenden ungewissen Verbindlichkeiten ab. Rückstellungen für drohende Verluste und Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen, die innerhalb von drei Monaten nach dem Geschäftsjahresende nachgeholt werden, waren wie im Vorjahr nicht erforderlich. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen laufzeitäquivalenten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wird nicht ausgeübt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Bewertung berücksichtigt, wenn sie hinreichend konkretisiert sind. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden für Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen und Verlustvorträge bilanziert. Die Bewertung der Differenzen erfolgt mit dem voraussichtlichen unternehmensindividuellen Steuersatz zum Zeitpunkt des Abbaus. Der Ausweis aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt wahlrechtsgemäß saldiert. Wahlrechtsgemäß wird auf die Aktivierung eines Überhangs aktiver latenter Steuern verzichtet. 3. Erläuterungen zum Jahresabschluss 3.1 Entwicklung des AnlagevermögensDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. 3.2 Anteilsbesitz
* Die Werte beziehen sich auf den
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022.
Das ausschließlich vermögensverwaltend tätige übergeordnete Unternehmen stellt keinen konsolidierten Abschluss auf. 3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Im Vorjahr hatten TEUR 2.074 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Als Restlaufzeit wird jeweils der nächstmögliche Fälligkeitstermin herangezogen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen zum Stichtag im Wesentlichen aus Gewinngutschriften, Darlehen und laufendem Verrechnungsverkehr sowie daneben in Höhe von TEUR 4.906 (Vorjahr: TEUR 3.216) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 3.4 Eigenkapital Das Grundkapital ist eingeteilt in 636.000 auf den Namen lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 € mit je einem Stimmrecht. 600.000 Aktien sind Stammaktien, 36.000 Aktien sind vinkulierte Vorzugsaktien, die den doppelten Anteil am Bilanzgewinn gewähren. Die Gewinnrücklagen bestehen vollständig aus der bisher gebildeten gesetzlichen Rücklage. Bedingtes Kapital, Aktienoptionen oder Wandelschuldverschreibungen bestehen nicht. Im Bilanzgewinn sind Gewinnvorträge in Höhe von TEUR 24.131 enthalten. 3.6 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Im Vorjahr hatten TEUR 64 der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In Bezug auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geht der Vorstand davon aus, dass die Beträge im Bedarfsfall auch längerfristig zur Verfügung gestellt werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 3.768 (Vorjahr: TEUR 6.082) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.098 (Vorjahr: TEUR 592). 3.7 Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Gegenüber Aktionären bestanden am Abschlussstichtag unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Forderungen von TEUR 1.349 (Vorjahr: TEUR 1.405). 3.8 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen in Form von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 2.632. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens enthalten in Form von Wertberichtigungen auf Beteiligungsbuchwerte (TEUR 724) und Ausleihungen (TEUR 8.350) außergewöhnliche Aufwendungen. Die Erträge aus Beteiligungen enthalten Beteiligungserträge aus verbundenen Unternehmen von TEUR 16.271 (Vorjahr: TEUR 7.791). Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinserträge aus verbundenen Unternehmen von TEUR 878 (Vorjahr: TEUR 567). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 53). 4. Sonstige Angaben 4.1 Haftungsverhältnisse Die List AG hat zugunsten verschiedener Konzernunternehmen Bürgschaften in Höhe von zum Stichtag TEUR 30.817 abgegeben und erhält als Gegenleistung entsprechende Bürgschaftsprovisionen. Darüber hinaus hat die List AG für verbundene Unternehmen projektbezogene Finanzierungsgarantien gegenüber Dritten abgegeben, die nicht in allen Fällen betraglich begrenzt sind. Vor dem Hintergrund der detaillierten Kenntnis über die wirtschaftliche Lage der Konzernunternehmen wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen als gering eingeschätzt. Die genannten zum Stichtag abgegebenen Finanzierungsgarantien werden nach aktuellem Kenntnisstand vollständig nicht zur Anwendung kommen. 4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von insgesamt TEUR 14.692 aus Immobilienmietverhältnissen und TEUR 1.072 aus Leasingverhältnisse, u. a. PKW-Leasing. Von den Verpflichtungen fallen TEUR 7.382 jenseits von 5 Jahren an. 4.3 Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 95 (Vorjahr: 119). Alle Mitarbeiter sind dem kaufmännischen Bereich zuzuordnen. 4.4 Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:
Dem Aufsichtsrat gehörten an:
4.5 Forschungs- und Entwicklungskosten Forschung im Sinne des § 255a HGB betreibt die Gesellschaft nicht. 4.6 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. 4.7 Vorschlag zur Verwendung des JahresergebnissesDer Vorstand wird dem Aufsichtsrat den an die Hauptversammlung gerichteten Vorschlag vorlegen, aus dem Bilanzgewinn eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1.276.800 vorzunehmen und den Bilanzgewinn im Übrigen auf neue Rechnung vorzutragen.
Nordhorn, den 21. Mai 2024 List AG, Nordhorn Gez. Dirk Rehaag, Vorstandsvorsitzender Gez. Markus Figenser, Vorstand Finanzen Anlagespiegel
Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat sich am 28.02.2023 neu zusammengesetzt. Herr Gerhard List wurde zum neuen Vorsitzenden, Herr Prof. Dr. Manfred Helmus zum stellvertretenden Vorsitzenden und Herr Dr. Klaus Stein zum Mitglied des Aufsichtsrates gewählt. Der Aufsichtsrat der List AG hat in seinen Sitzungen im Geschäftsjahr 2023 den Jahresabschluss der List AG zum 31.12.2022 festgestellt sowie den Konzernabschluss gebilligt. Zudem wurden der Erwerb und Verkauf von Anteilen an diversen Tochtergesellschaften sowie Änderungen in deren Geschäftsführungen beschlossen. Neben der Zustimmung zu der Abspaltung der List Bau Leipzig GmbH & Co. KG aus der List Bau Nordhorn GmbH & Co. KG wurden weitere zustimmungspflichtige Geschäfte vom Aufsichtsrat gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 zu insgesamt fünf Sitzungen zusammengefunden. Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten des Aufsichtsrats im vergangenen Geschäftsjahr lag in der Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns und der operativen Tochtergesellschaften, der Expansion der Unternehmensgruppe sowie der strategischen Ausrichtung. Hier waren insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung der Engineering-Sparte und der Projektentwicklungssparte und die hierzu notwendigen Umstrukturierungen Schwerpunkte der Tätigkeiten. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsverteilung des neuen Vorstands beschäftigt, der ab dem 01.03.2023 aus Herrn Dirk Rehaag sowie weiterhin aus Markus Figenser besteht. Im Geschäftsjahr 2023 haben Vorstand und Aufsichtsrat stets vertrauensvoll zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand über wesentliche Geschäftsvorfälle in den Sitzungen des Aufsichtsrats, der Vorsitzende des Aufsichtsrats in Einzelfällen auch außerhalb von Sitzungen, unterrichtet. Die Unterrichtung erfolgte schriftlich oder mündlich. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten die Einladungen zu den Aufsichtsratssitzungen einschließlich der Tagesordnungen für die Sitzungen, Beschlussvorlagen und die weiteren Unterlagen zur Vorbereitung auf die Sitzungen rechtzeitig vor den Sitzungen. Eine angemessene Vorbereitung auf die Sitzungen war insoweit gewährleistet. Zum Abschlussprüfer der List AG wurde die Grafschaft Beratung Strohm und Partner mbB, Nordhorn, gewählt. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwendungen zu dieser Wahl. Schwerpunkte für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses zum 31.12.2023 waren insbesondere die Überprüfung von Umsatzrealisierungen, Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen, Bewertung unfertiger Erzeugnisse, Vorhandensein und Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Ausleihungen, Vollständigkeit und Bewertung sonstiger Rückstellungen und die Vollständigkeit der Angaben im Konzernlagebericht. Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand zum 31.12.2023 aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft unter Einbeziehung der Buchführung sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft sowie den Abhängigkeitsbericht als sonstige Information kritisch gewürdigt. Prüfungsschwerpunkte waren die vorgenannten Themen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Grafschaft Beratung Strohm und Partner mbB hat keine Einwendungen gegen den aufgestellten Jahresabschluss erhoben und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. In der Sitzung des Aufsichtsrats vom 27.05.2024, in der sich der Aufsichtsrat mit dem Jahresabschluss befasst hat, berichtete der Wirtschaftsprüfer der Grafschaft Beratung Strohm und Partner mbB über den Verlauf und das Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss in dieser Sitzung erläutert sowie den Lagebericht und Konzernlagebericht und den Abhängigkeitsbericht vorgestellt. Die Fragen des Aufsichtsrates wurden vom Vorstand und den für den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahresabschlusses befassten Wirtschaftsprüfer zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Gesellschaft, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht auch selbständig geprüft. Sie haben sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer der Grafschaft Beratung Strohm und Partner mbB angeschlossen und den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 gebilligt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 ist damit festgestellt. Weder gegen den Lagebericht noch gegen den Abhängigkeitsbericht erhebt der Aufsichtsrat Einwendungen. Dem Vorschlag des Vorstandes, den im Jahresabschluss der LIST AG ausgewiesenem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € 26.394.565,78 auf neue Rechnung vorzutragen, stimmt der Aufsichtsrat zu.
Nordhorn, im Mai 2024 Für den Aufsichtsrat: Gez. Gerhard List, Vorsitzender sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.05.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei der Offenlegung des Jahresabschlusses werden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 276, § 288 und § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die List AG, Nordhorn: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der List AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der List AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht, und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Anlage zu diesem Bestätigungsvermerk enthält eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Teil dieses Bestätigungsvermerks.
Nordhorn, den 22. Mai 2024 GB
Revision GmbH
Carsten Niehues, Wirtschaftsprüfer Weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen (auch als "Aufsichtsorgan" bezeichnet) unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
List AG AG
Structured data
Parsed, typed and queryable directly through the API.
Overview
- Legal form
- AG
- Address
-
NINO-Allee 16
48529 Nordhorn - Commercial register
- HRB 207548, Osnabrück
- Registration date
- May 28, 2013
- Industry
-
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz - Purpose
- Die Beteiligung an andreren Unternehmen und die Durchführung von Verwaltungsaufgaben für diese Unternehmen.
Financials
Balance sheet
2024- Current Assets 75,3 % 36,17 Mio
- Fixed Assets 24,5 % 11,77 Mio
- Prepaid Expenses 0,2 % 72,3 k
- Equity 81,5 % 39,11 Mio
- Liabilities 9,6 % 4,59 Mio
- Provisions 9,0 % 4,31 Mio
Balance sheet data available for 12 earlier fiscal years.
Profit & loss
2024- Gross profit 22,3 % 17,95 Mio
- Income from investments 18,7 % 15,06 Mio
- Result after taxes 14,7 % 11,86 Mio
- Annual net profit/loss 14,7 % 11,85 Mio
- Other operating expenses 13,7 % 11,01 Mio
- Personnel expenses 8,7 % 6,99 Mio
- Income and profit taxes 4,1 % 3,29 Mio
- Other interest and similar income 1,7 % 1,38 Mio
- Depreciation on financial assets and current asset securities 0,9 % 709,5 k
- Depreciation 0,6 % 473,9 k
- Interest and similar expenses 0,1 % 55,8 k
- Other taxes 0,0 % 13,2 k
P&L data available for 5 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Markus Figenser
since 2013 Board Member
-
Sebastian Wirbals
since 2024 Procura
Ownership & holdings
Ultimate beneficial owners (UBOs)
Holds shares in
- Proptech Capital Management GmbH GmbH 100.0 %
- List Invest Verwaltungs GmbH GmbH 100.0 %
- intecplan integrierte technische Planung Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH 90.0 %
History
- 2025
-
31.03.
Change of bylawsList AG
-
24.03.
Member entryLOUPZ GmbH & Co. KG · Limited Partner
- 2024
-
20.06.
Member entrySebastian Wirbals · Procura
- 2023
-
07.07.
Exit of positionD*** S****** · Board Member
-
19.06.
Change of bylawsList AG
-
16.03.
Exit of positionG****** L*** · Board Member
-
16.03.
Member entryD*** R***** · Board Member
-
13.03.
Change of bylawsList AG
Raw data & documents
Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.
Annual statements (full text)
Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Register documents
PDF documents straight from the court register — fetched on demand via the :code endpoint.
- Current extract (AD)
- Chronological extract (CD)
- Structured content (SI, XML)
- Shareholders list
- Articles of association
Website content
Structured markdown rendering of the company's public website — perfect for enrichment and AI pipelines.
- Website snapshot (auto-discovered) AI
Structured data and full text — per company
From annual statements as HTML to UBO lists: enable each field individually via the features parameter. One API, all data.
- Key figures Revenue, employee count, total assets, net income — per fiscal year.
- Authorized representatives Current and former managing directors, board members, signatories — with roles and date ranges.
- Publications Official commercial register publications including date and full text.
- Gesellschafter Current shareholder structure with stakes and contributions.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Ultimate beneficial owners as recorded in the German transparency register.
- Beteiligungen Stakes this company holds in other entities.
- Bilanz Full balance sheet line items from published annual statements.
- Gewinn- und Verlustrechnung P&L line items per fiscal year.
- Jahresabschlüsse (HTML) Published annual financial statements rendered as HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Notices from the official insolvency registers.
- News Recent mentions of the company from external news sources.
Plug into any stack
Whether you're building a classical API integration, an AI agent, or a no-code workflow — this data slots in.
Use this data in your app
Grab an API key and pull this structured commercial register data straight from your application — no scraping, no PDFs.
Keyboard shortcuts
- Copy active snippet
- C
- Copy entity_id
- I
- Switch tab
- 1–6
- Toggle this help
- ?