MDR Media GmbHErfurtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 20241 Geschäfts- und Rahmenbedingungen1.1 Umfeld und Strukturen Die MDR Media GmbH (MDR Media) ist ein Beteiligungsunternehmen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) und besteht aus den Bereichen Werbung und Beteiligungen. Die Bündelung der in der MDR Media-Gruppe angesiedelten Tätigkeiten Werbung, Arbeitnehmerüberlassung, Content-Produktion und Technik-Dienstleistung ermöglicht es, diese nach einer einheitlichen Strategie auszurichten und zu steuern, um den Mitteldeutschen Rundfunk bei der Erfüllung seines Programmauftrages zu unterstützen. Zum 31. Dezember 2024 bestand das Beteiligungsportfolio der MDR Media aus sechs (Vj. sechs) Tochterunternehmen (60 % bis 100 %), einem (Vj. zwei) Gemeinschaftsunternehmen (50 %) und drei (Vj. drei) Minderheitsbeteiligungen (< 50 %). Mit drei Tochterunternehmen bestehen Gewinnabführungsverträge. 1.2 Aufgaben und Funktionen Die Kerngeschäfte der MDR Media erstrecken sich primär auf die Vermarktung von Werbezeiten (Bereich Werbung) sowie auf Führungs- und Finanzdienstleistungen für die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften (Bereich Beteiligungen). Die Geschäftstätigkeit des Bereichs Werbung besteht insbesondere aus der werblichen Vermarktung der Programme des MDR. Dies geschieht im Wege der regionalen und nationalen Einzelvermarktung oder gemeinsam mit den Angeboten anderer Sender, insbesondere denen der ARD-Anstalten. Die MDR Media und die Werbegesellschaften der anderen ARD-Landesrundfunkanstalten haben die ARD MEDIA GmbH (ARD MEDIA) mit der Vermarktung der Werbezeiten in nationalen Kombinationsangeboten in Fernsehen und Hörfunk beauftragt. Der Bereich Beteiligungen koordiniert die Zusammenarbeit der einzelnen Gesellschaften des Verbundes und gibt die Leitlinien der strategischen Entwicklung vor. Daneben obliegt ihm im Innenverhältnis die unternehmerische Steuerung und Kontrolle der operativen Unternehmen. Für ihre Mehrheitsbeteiligungen übernimmt die MDR Media zudem die kaufmännische und juristische Betreuung. Des Weiteren hat sie mit der Arbeitnehmerüberlassung ein operativ agierendes Geschäft, das vor allem den MDR mit passgenauen Angeboten von Zeitarbeitskräften unterstützt. 2 Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage2.1 Ertragslage Die MDR Media erzielte im Jahr 2024 einen Jahresüberschuss von TEUR 6.740 (i. Vj. TEUR 5.708). Dieser erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich aufgrund gestiegener Umsätze des Bereichs Werbung. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die MDR Media Umsatzerlöse von TEUR 37.977 (i. Vj. TEUR 35.813). Diese liegen damit um 6,0 % über dem Wert des Vorjahres. Die Umsätze des Bereichs Werbung sind insbesondere durch die TV-Vermarktung im Geschäftsjahr 2024 deutlich gestiegen. Der Erfolg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bis zum Viertelfinale der UEFA EURO und das damit verbundene Zuschauerinteresse haben die Umsatzerlöse aus dem TV-Geschäft deutlich anwachsen lassen. Gleiches gilt für die Olympischen Sommerspiele in Paris. Die nationale Hörfunkvermarktung übertrifft den Vorjahreswert ebenfalls - die personellen und strukturellen Krisenlagen scheinen überwunden. Damit mildert sie das geringere Umsatzvolumen im Eigengeschäft ab, das u. a. durch die angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland mit verringerten Werbeausgaben bei den MDR Media-Kunden belastet ist. Die Umsatzerlöse gliedern sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:
Die originären Programmaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Die Kostenerstattung beträgt TEUR 3.311 (i. Vj. TEUR 3.297). Unter Hinzurechnung der Kostenerstattung betragen die Programmaufwendungen TEUR 18.706 (i. Vj. TEUR 18.701). Der Anteil der Programmaufwendungen an den Nettoumsatzerlösen verschob sich von 56,9 % im Vorjahr auf 53,2 % im Berichtsjahr. Die Verminderung der Personalaufwendungen um 1,6 % auf TEUR 6.333 (i. Vj. TEUR 6.438) korrespondiert mit dem reduzierten Umsatz aus Arbeitnehmerüberlassung. Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich auf TEUR 9.172 (i. Vj. TEUR 8.937). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert in erster Linie aus dem Bereich Werbung, wobei insbesondere höhere Aufwendungen für programmunterstützende Maßnahmen sowie für ARD MEDIA Provisionen und ARD MEDIA Verlustausgleich zu verzeichnen waren. Der Anstieg der ARD MEDIA Provisionen ist unter anderem auf gestiegene Werbeerlöse zurückzuführen. Für den Bereich Beteiligungen ist insbesondere aufgrund einer Wertberichtigung auf Forderungen eines verbundenen Unternehmens im Vorjahr ein Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu verzeichnen. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis in Höhe von TEUR 2.504 (i. Vj. TEUR 3.972) ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.468 zurückgegangen. Das Beteiligungsergebnis in Höhe von TEUR 2.184 (i. Vj. TEUR 3.611) betrifft mit TEUR 2.684 (i. Vj. TEUR 2.840) vor allem das Beteiligungsergebnis im engeren Sinne, welches aus den Gewinnabführungen der Tochtergesellschaften und Erträgen aus Beteiligungen besteht. Das Beteiligungsergebnis ist durch Erträge aus Zuschreibungen (TEUR 200; i. Vj. TEUR 821) und Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 700; i. Vj. TEUR 50) beeinflusst. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen berücksichtigen Bewertungsrisiken der Anteile an der MCS TEAM GmbH. Sie werden mit Einsparungen beim Hauptkunden sowie verschiedener Investitionen begründet. Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR 321 (i. Vj. TEUR 361) ist trotz höherer Guthabenzinsen bei Banken aufgrund der gestiegenen Zinsen für aufgenommene Kredite im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag resultieren aus Erstattungen für Vorjahre für den Bereich Beteiligungen. Ertragsteuern fallen aufgrund von bestehenden Verlustvorträgen nicht an. 2.2 Finanzlage Die MDR Media sichert und steuert über einen Cash Pool neben der eigenen Liquidität die kurzfristige Liquidität der einbezogenen Töchter und Beteiligungen. Im Bilanzausweis der liquiden Mittel der Gesellschaft spiegeln sich die in den Cash Pool eingebrachten und beanspruchten finanziellen Mittel der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften wider. Die Liquidität der MDR Media besteht zum 31. Dezember 2024 aus Bankguthaben von TEUR 13.341 (i. Vj. TEUR 8.392). Dabei entfallen TEUR 1.764 (i. Vj. TEUR 1.960) der Bankguthaben auf die in den Cash Pool integrierten Tochter- und Beteiligungsunternehmen. Im Geschäftsjahr 2024 erfolgten Ausschüttungen von TEUR 6.300 (i. Vj. TEUR 7.867) an den Gesellschafter. Die MDR Media war jederzeit in der Lage, ihren gegenüber den finanzierenden Kreditinstituten bestehenden Verpflichtungen nachzukommen. Darüber hinaus finanziert sie Investitionsprojekte ihrer Tochtergesellschaften durch entsprechende Gesellschafterdarlehen. Im Geschäftsjahr 2024 sind TEUR 2.770 (i. Vj. TEUR 3.810) als Gesellschafterdarlehen zur Investitionsfinanzierung ausgereicht worden. Insgesamt bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 7.560 (i. Vj. TEUR 6.092), deren Laufzeit bis zu fünf Jahre beträgt. 2.3 Vermögenslage und Kapitalstruktur Das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2024 von TEUR 32.791 (i. Vj. TEUR 34.663) ist vollständig durch Eigenkapital finanziert, sodass eine vollständig fristenkongruente Finanzierung gegeben ist. Das Anlagevermögen umfasst hauptsächlich Finanzanlagen in Höhe von TEUR 32.025 (i. Vj. TEUR 33.927). Die Finanzanlagen verminderten sich durch Darlehenstilgungen und Wertberichtigungen, die die Darlehensausreichungen und Zuschreibungen überstiegen. Die Gesellschaft verfügt zum 31. Dezember 2024 über ein Eigenkapital von TEUR 36.911 (i. Vj. TEUR 36.471); davon gezeichnetes Kapital von TEUR 18.560. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote auf 64 % (i. Vj. 66 %). Die Verbindlichkeiten der MDR Media haben sich auf TEUR 17.980 (i. Vj. TEUR 15.819) erhöht. 42 % davon entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 7.560), die sich gegenüber dem Vorjahr durch Darlehensaufnahmen erhöht haben. Weiterhin wesentlich sind die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter von TEUR 4.253 (i. Vj. TEUR 4.610) sowie gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 2.470 (i. Vj. TEUR 2.748), die vor allem aus deren Cash Pool-Guthaben bestehen. 2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Trotz anhaltend rezessiver Tendenzen der Wirtschaft verlief das Geschäftsjahr 2024 erfolgreich. Die geplanten Ergebnisse im Bereich Beteiligungen wurden nahezu erreicht und konnten im Bereich Werbung übertroffen werden. 3 PrognoseberichtDer Jahresüberschuss 2024 der MDR Media liegt mit TEUR 6.740 um TEUR 240 über der Prognose von TEUR 6.500. Die Ergebnisverbesserung resultiert aus dem Bereich Werbung, deren Steigerung der Umsatzerlöse die Zunahme der Aufwendungen übertroffen hat. Zudem kann er auch ein höheres Finanzergebnis verzeichnen. Doch auch der Bereich Beteiligungen, der durch den Sondereffekt einer Wertberichtigung auf Anteile der MCS TEAM GmbH belastet wird, erreicht nahezu seinen Prognosewert. Der Jahresüberschuss 2025 der MDR Media wird mit TEUR 6.500 und somit um TEUR 240 niedriger als der des Berichtsjahres prognostiziert. Dabei wird von ebenfalls geringeren Umsatzerlösen von TEUR 36.300 ausgegangen. Für das Jahr 2025 wird erwartet, dass die bestehenden konjunkturellen und politischen Unsicherheiten weiter fortbestehen werden. Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach zwei Jahren der Stagnation auch weiterhin in einer schwierigen Phase. Die Prognosen für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind verhalten. So wird nur mit einem leichten Anstieg von 0,3 % gerechnet. Ob sich eine nachhaltige Erholung in den Märkten einstellt, wird auch von der Verbesserung des derzeit schlechten Konsumklimas abhängen. Wachstumsimpulse dürften, wenn überhaupt, von den privaten Konsumausgaben ausgehen. Der Bereich Werbung zeigt sich in der TV-Vermarktung durch die ARD MEDIA mit dem Ausbleiben sportlicher Großereignisse sowie Reichweitenrückgängen belastet. Und auch die werbetragenden Hörfunk-Programme des MDR sehen sich mit weiterhin rückläufigen Werbebudgets konfrontiert. Hinzu kommen negative Effekte aus der fortschreitenden Digitalisierung insbesondere durch die zunehmende Dominanz der Global Big Tech, perspektivisch sinkende Reichweiten in den linearen Programmen und damit eine stark fragmentierte Mediennutzung. Diese zunehmenden Einflüsse bewirken einen Rückgang der Umsatzerlöse aus klassischer Werbung. Im Bereich Beteiligungen wird mit einer stabilen Umsatzentwicklung sowohl aus Arbeitnehmerüberlassung als auch aus Dienstleistungen gerechnet. Das geplante Beteiligungsergebnis im engeren Sinne wird sich positiv entwickeln und vornehmlich durch den geplanten Gewinnabführungsvertrag mit der Media City Atelier GmbH auf TEUR 3.350 steigen. Auch die Saxonia Media Produktionsgesellschaft mbH wird mit ihrem starken Ergebnisbeitrag zum Wachstum beitragen. Der MDR Media obliegt es, den Finanzbedarf der Konzerngesellschaften aus Investitionsprojekten zu bündeln und über Gesellschafterdarlehen der MDR Media zu decken. Darüber hinaus werden auch eigene Investitionsprojekte extern finanziert. Im Geschäftsjahr 2025 sollen insgesamt TEUR 3.800 Bankdarlehen aufgenommen werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die skizzierten makroökonomischen Entwicklungen auf beide Bereiche der MDR Media auswirken werden. Der rundfunkrechtliche Dreiklang aus umfangreichen Reformen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, dem daraus resultierenden und bereits beschlossenem Einsparprogramm des MDR sowie der schwebenden Beitragsanpassung, führt zudem zu einem verhaltenen Blick in die Zukunft. 4 Risiko- und ChancenberichtDas Risikomanagementsystem (RMS) der MDR Media basiert auf der Konzernrichtlinie "Risiko- und Chancenmanagement". Die nationale Konjunkturstimmung bleibt angespannt; multiple Krisenlagen belasten weiterhin Wirtschaft und Gesellschaft. Die Preise verweilen auf vielen Ebenen des wirtschaftlichen Prozesses auf hohem Niveau und dämpfen somit das Wirtschaftswachstum. Die Inflationsrate sank im Jahr 2024 auf einen durchschnittlichen Wert von 2,2 %. Trotz eines zudem gesunkenen Zinsniveaus von 2,5 % bleibt die Wirtschaftsleistung in Deutschland jedoch schwach. Ausdruck dessen ist das um 0,2 % abgefallene Bruttoinlandsprodukt. Darüber hinaus prägt eine anhaltende Unsicherheit das Ausgabeverhalten von Verbrauchern und Unternehmen und belastet dadurch das Konsumklima in Deutschland zusätzlich. Dieses verharrte auch im Geschäftsjahr 2024 auf einem niedrigen Niveau und zeigte nur geringe Verbesserungen zum Vorjahr. Die genannten Faktoren spiegeln sich in der gesamten Werbe- und Medienwirtschaft wider und beeinflussen damit ganz unmittelbar auch die MDR Media. Abseits der konjunkturellen Entwicklung haben sich die festgestellten Risiken gegenüber dem Vorjahr inhaltlich nicht wesentlich geändert und bestehen in ihren Determinanten (Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe) weiterhin fort. So wird das fortgesetzte Risiko der Abhängigkeit vom Kernkunden MDR aufgrund vielfältiger Herausforderungen für den mitteldeutschen Sender, wie Beitragsdiskussionen und eine sinkende Zahl an Beitragszahlenden, politische Entwicklungen, aber auch Spardruck und vergaberechtliche Regelungen, als weiterhin gegeben eingeschätzt. Die MDR Media agiert mit ihren beiden Bereichen Werbung und Beteiligungen erfolgreich im Werbe- bzw. Medienmarkt, obwohl Branchenentwicklung und Umsatzrentabilität mit ernstzunehmenden Risiken behaftet sind. Regelmäßige Monats- und Quartalsberichte überwachen die Einhaltung der Planansätze und berichten über eventuelle Abweichungen. Die Quartalsberichte werden dem Aufsichtsrat und dem Gesellschafter übermittelt und dienen vor allem der Überwachung und Steuerung operativer Risiken. Die Geschäftstätigkeit des Bereichs Werbung wird durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und die damit zusammenhängende Werbekonjunktur beeinflusst. Daneben spielt die Reichweitenentwicklung der Programme eine wesentliche Rolle für den Vermarktungserfolg. Daher informiert sich die Geschäftsführung regelmäßig mithilfe eines IT-gestützten Dispositionssystems über Programmreichweiten bzw. Absatz- und Umsatzentwicklungen. Außerdem werden branchenspezifische Auswertungen der Beteiligung ARD MEDIA zur Überwachung des nationalen Werbegeschäfts genutzt. Die Chancen für den Bereich Werbung liegen vor allem in einer möglichen Öffnung von Audio- und Mediatheken für die Werbevermarktung. Eine Prüfung des geltenden Telemedienwerbeverbots scheint aufgrund des geänderten Mediennutzungsverhaltens künftig nicht mehr ausgeschlossen. Dabei stellt die aktive Entwicklung non-linearer Vermarktungsansätze wie bspw. Programmverwertung und Lizenzierung sowie Kooperationen mit privaten Marktpartnern eine weitere Chance dar. Vor dem Hintergrund der Diskussion um einen sozialverträglichen Rundfunkbeitrag steigt die Relevanz von Werbeerlösen als Finanzierungsbaustein weiter an. Die Ergebnisse des Bereiches Beteiligungen sind im hohen Maße vom wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen der MDR Media-Gruppe im regionalen und teilweise auch überregionalen Medienmarkt abhängig. Der Fokus liegt dabei auf der Situation des Hauptkunden MDR und dem Konkurrenzdruck durch Mitbewerber. Nicht auskömmliche Beiträge erhöhen generell den Spardruck auf den Gesellschafter mit der Folge möglicher weiterer Einsparungen und Kürzung der Auftragsvolumina. Inwieweit dies Einfluss auf die einzelnen Gesellschaften hat, ist noch nicht abschließend einschätzbar. Chancen werden vor allem in neuen strategischen Impulsen gesehen. Vorreiter hierbei ist die Saxonia Media mit ihren Überlegungen zur perspektivischen Weiterentwicklung ihrer Produktionsportfolios. Darüber hinaus wird die fortgesetzte Konsolidierung der Beteiligungen zu einer Verbesserung der Ertragslage führen. So werden kleinere Content-Gesellschaften, bei denen keine wirtschaftliche Fortführungsprognose mehr besteht, stillgelegt bzw. veräußert. Positiv zu beurteilen ist auch die im Sommer 2023 vollzogene Fusion der MCS-Gesellschaften und der Media Mobil GmbH zur MCS TEAM GmbH. Hier kommt es darauf an, Synergien künftig konsequent im Sinne von Spar- und Wachstumspotentialen zu nutzen. In Ergänzung der Risikoerhebung zu den strategischen und operativen Geschäftsrisiken wird in den Tochter- und Beteiligungsunternehmen eine gesonderte Risikoerhebung im Bereich Compliance durchgeführt. Hier zeigten sich keine wesentlichen Veränderungen zu den Compliance-Risikoerhebungen der vorhergehenden Jahre. Folglich wiesen die erhobenen Daten für beide Bereiche der MDR Media keine kritischen Risiken aus. Programmatisch wird dementsprechend die kontinuierliche Verstetigung der Compliance-Kultur innerhalb des MDR Media Konzerns, insbesondere durch Sensibilisierung und Wissensvermittlung mittels Schulungen sowie jeweils für den Einzelfall angemessener Kommunikationsmethoden, weiterzuführen sein. Ebenso werden, beispielsweise durch neue gesetzliche Vorgaben, wie auch weiterhin den ARD-weiten Austausch hinsichtlich Compliance-Standards, ergänzende Impulse in den bestehenden Verbesserungsprozess einfließen. Zum derzeitigen Stand schätzt die Geschäftsführung die Risikoauswirkungen als weitgehend unverändert gegenüber dem Vorjahr ein. Dies betrifft sowohl den Bereich Werbung mit den Herausforderungen in der Vermarktung als auch den Bereich Beteiligungen, vorrangig über die wirtschaftlichen Fragestellungen ihrer ausschüttenden Unternehmen. Die eingerichteten internen Kontrollen gewährleisten dabei eine hinreichende Risikoüberwachung. Bestandsgefährdende Risiken für die Gesellschaft wurden nicht identifiziert.
Erfurt, 31. März 2025 gez. Reinhard Hild, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 20241 Allgemeine Angaben Die MDR Media GmbH (MDR Media) hat ihren Sitz in Erfurt und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Jena (HR B 517346) eingetragen. Die MDR Media beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich Bilanzierung, Bewertung und Gliederung die Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und rundfunkspezifische Besonderheiten. Gemäß § 267 Abs. 2 i. V. m. Abs. 4 HGB ist die MDR Media eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzgliederung gemäß § 266 HGB wurde unter Berücksichtigung der spezifischen Verhältnisse der Gesellschaft um das Programmvermögen erweitert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB wurde zur Verbesserung der Aussagekraft um den Posten Programmaufwand erweitert. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung zeitanteilig und planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt i. d. R. drei bis fünf Jahre. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den steuerlichen AfA-Tabellen (Mindestsätze) sowie an den in den "Richtlinien über einheitliche Abschreibungssätze für die ARD" festgelegten Prozentsätzen. Die Nutzungsdauern betragen im Einzelnen:
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden - mit Ausnahme der im Jahr 2022 angeschafften Möbelerstausstattung im Rahmen des Umzugs in Höhe von TEUR 125 - im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung bewertet. Noch nicht gesendetes Programmvermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt. Gemäß Bewertungsmodell der ARD-Werbegesellschaften werden erstausgestrahlte Repertoireprogramme mit 90 % der Anschaffungskosten als Programmaufwand ausgewiesen. Die verbleibenden Restbuchwerte werden in den drei Folgejahren unabhängig vom Zeitpunkt der Wiederholung in gleichmäßigen Tranchen abgeschrieben, spätestens jedoch mit Lizenzende. Bei Programmen ohne Wiederholungsmöglichkeit im ARD-Vorabendprogramm werden bei Erstsendung 100 % der Anschaffungskosten sofort als Programmaufwand ausgewiesen. Programmvermögen ohne Ausstrahlungsmöglichkeit wird außerplanmäßig abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Liquide Mittel werden mit dem Nennwert bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der projizierten Einmalbetragsmethode (Projected-Unit-Credit-Methode bzw. PUC-Methode) bewertet. Für die Umstellung nach Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zum 1. Januar 2010 wurden die Rückstellungen auf Basis der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und auf der Grundlage eines Rechnungszinssatzes von 5,25 % bewertet. Die sich hieraus ergebende Aufwertung wird über die folgenden 15 Jahre, bis spätestens zum 31. Dezember 2024, zu mindestens 1/15 der Gesamtrückstellungshöhe zugeführt und als davon-Vermerk bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als "Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB" ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2024 ergibt sich aufgrund der Anwendung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB keine Unterdeckung der Pensionsrückstellungen mehr. Bei der handelsrechtlichen Bewertung der Pensionszusagen zum 31. Dezember 2024 wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, ein Zinssatz von 1,90 % (Zehn-Jahres-Durchschnittssatz) sowie ein Gehalts- und Rententrend von durchschnittlich 2,25 % zu Grunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. 3 Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt (Anlage zum Anhang). 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit werden Forderungen und Verbindlichkeiten aus verschiedenen Leistungsarten trotz Gleichartigkeit und gleicher Fristigkeiten nicht saldiert ausgewiesen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf TEUR 90 (Vj. TEUR 90) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 354 (Vj. TEUR 453) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen sonstige Vermögensgegenstände. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit TEUR 594 (Vj. TEUR 356) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen sonstige Vermögensgegenstände. 3.3 Guthaben bei Kreditinstituten Zur Optimierung des Cash- und Liquiditätsmanagements führt die MDR Media-Gruppe ein Cash Pool-System bei der DONNER & REUSCHEL AG, München. Die dem Cash Pool zugeführten liquiden Mittel der einbezogenen verbundenen und Beteiligungsunternehmen werden dabei auf dem Geschäftskonto der MDR Media zusammengeführt und als liquide Mittel im Jahresabschluss bilanziert. Von den ausgewiesenen Guthaben wurden zum Stichtag TEUR 1.764 laufende Bankguthaben für Tochter- und Beteiligungsunternehmen verwaltet. Korrespondierend zu den Cash Pool-Guthaben werden in gleicher Höhe Forderungen gegen oder Verbindlichkeiten gegenüber diesen Unternehmen ausgewiesen. 3.4 Eigenkapital Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 18.560. Die Geschäftsanteile werden zum Bilanzstichtag wie folgt gehalten:
Vom Bilanzgewinn ist ein Betrag in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 8) aufgrund der Umbewertung der Pensionsrückstellungen (Änderung des Durchschnittszinssatzes von 7- auf 10-Jahreszeitraum 2016, § 253 Abs. 6 HGB) ausschüttungsgesperrt. 3.5 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich mögliche Verpflichtungen aus einer steuerlichen Betriebsprüfung, Tantiemen und Prämien, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern aus ausstehendem Urlaub und Mehrarbeit sowie ausstehende Eingangsrechnungen. 3.6 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig, Leipzig, (TEUR 3.560) sind wie folgt besichert:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 35 (Vj. TEUR 40) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit TEUR 1.944 (Vj. TEUR 1.321) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen mit TEUR 4.253 (Vj. 3.949) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und im Vorjahr im Übrigen sonstige Verbindlichkeiten. 4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Besteuerung der Werbeeinnahmen der Landesrundfunkanstalten der ARD ist seit dem 1. Januar 2001 in § 8 Abs. 1 Satz 3 Körperschaftsteuergesetz geregelt. Danach bemisst sich die Steuerlast auf Grundlage einer Gewinnpauschale in Höhe von 16 % des Netto-Umsatzes aus Hörfunk- und Fernsehwerbung sowie Sponsoring. Zur praktischen Umsetzung der gesetzlichen Regelung und zur Weiterberechnung pauschaler Rahmenprogrammkosten vom MDR an die Gesellschaft wird auf Ebene der MDR Media GmbH eine Spartenrechnung durchgeführt, die das reine Geschäft aus dem Verkauf von Hörfunk- und Fernsehwerbezeiten von den übrigen Geschäftsaktivitäten trennt. Gemäß den gesetzlichen Festlegungen wird in der Sparte Werbung im engeren Sinne ein Pauschalgewinn von 16 % der Netto-Werbeumsätze ausgewiesen. Diese Gewinn-Regelung unterstellt demnach pauschale Betriebsausgaben in Höhe von 84 % der Werbeumsätze. Die Kostenerstattung wird folglich als Differenzbetrag von 84 % der Netto-Umsatzerlöse abzüglich der direkt der Sparte Werbung im engeren Sinne zurechenbaren Aufwendungen errechnet. Das Ergebnis der Sparte Werbung im engeren Sinne wird unter steuerlichen Gesichtspunkten dem BgA "Werbung" auf Ebene des Gesellschafters MDR zugeordnet. Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt:
5 Sonstige Angaben 5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 285 Satz 1 Nr. 3a HGB Die nachfolgend aufgeführten sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betragen auf der Basis geschlossener Verträge zum 31. Dezember 2024 insgesamt TEUR 4.045.
5.2 Angabe gemäß § 285 Nr. 31 HGB Das Jahresergebnis ist von Erträgen auf wertberichtigte Forderungen gegen ein verbundenes Unternehmen von TEUR 300 sowie von Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 201 und Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 700 beeinflusst. 5.3 Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 85 (Vj. 88). Von den Arbeitnehmern (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) sind durchschnittlich 24 in der Arbeitnehmerüberlassung, 40 in der Verwaltung und 21 im Verkauf/Kommunikation/Technik tätig. 5.4 Anteilsbesitz
Die MDR Media war persönlich haftende Gesellschafterin der SARAG Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG i. L., Grünwald, mit einer Einlage von TEUR 51. Die MDR Media hielt 50 % der Gesellschaftsanteile an der SARAG KG i. L. Nach Beendigung der Liquidation endete das Beteiligungsengagement der MDR Media im Jahr 2024. 5.5 Gesellschaftsorgane Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr 2024: • Herr Reinhard Hild, Erfurt, • Herr Uwe Geißler, Leipzig (bis 31.12.2024) Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2024 folgende Personen an: - Herr Ralf Ludwig, Intendant des MDR,Vorsitzender - Herr Dr. Ulrich Liebenow, Betriebsdirektor des MDR,stellvertretender Vorsitzender - Frau Ivonne Bloche,Verwaltungsdirektorin des MDR - Frau Jana Brandt,Programmdirektorin des MDR, Halle und Leipzig - Herr Markus Schlimbach, Vorsitzender des DGB Sachsen - Frau Iris Städter-Möbius, Abteilungsleiterin in der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt - Herr Michael Ziche, (ab 01.04.2024), Vorsitzender des Rundfunkrates des MDR - Frau Dr. Astrid Plenk, (ab 01.06.2024), Direktorin des Landesfunkhaus Thüringen des MDR - Frau Daniela Suchantke, (ab 01.12.2024), Mitglied des Verwaltungsrates des MDR - Herr Klaus Brinkbäumer, (bis 30.04.2024), Programmdirektor des MDR, Leipzig - Frau Dr. Marita Kasper, (bis 30.06.2024), Referatsleiterin in der Thüringer Staatskanzlei - Herr Dietrich Bauer, (bis 31.03.2024), Vorsitzender des Rundfunkrates des MDR - Frau Birgit Diezel, (bis 30.11.2024), Vorsitzende des Verwaltungsrates des MDR 5.6 Gesamtbezüge der Gesellschaftsorgane Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Jahr 2024 auf TEUR 33. 5.7 Nachtragsbericht Es sind keine Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten. 5.8 Vorschlag zur ErgebnisverwendungDas Geschäftsjahr 2024 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 6.740 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den größten Teil des Jahresüberschusses an den Gesellschafter auszuschütten. 5.9 Konzernabschluss Die MDR Media GmbH stellt einen Konzernabschluss auf, der im Unternehmensregister offengelegt wird.
Erfurt, 31. März 2025 gez. Reinhard Hild, Geschäftsführer [1] Gemäß geprüftem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024, zwischen der Gesellschaft und der MDR Media GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. [2] Gemäß geprüftem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024. [3] Gemäß Jahresabschluss zum 1. Juni 2024. Die Gesellschaft befindet sich seit 2. Juni 2023 in Liquidation. [4] Gemäß geprüftem Jahresabschluss zum 31. Januar 2024. [5] Gemäß geprüftem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MDR Media GmbH, Erfurt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MDR Media GmbH, Erfurt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MDR Media GmbH, Erfurt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 27. Mai 2025 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Dirk Luther, Wirtschaftsprüfer Tobias Adler, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses 2024 und ErgebnisverwendungDie Gesellschafterversammlung stellte am 27. Juni 2025 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 fest und beschloss, den Jahresüberschuss in Höhe von 6.739.518,97 vollständig am 8. Dezember 2025 an den Mitteldeutschen Rundfunk auszuschütten. |
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MDR Media GmbH GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung
Structured data
Parsed, typed and queryable directly through the API.
Overview
- Legal form
- GmbH
- Address
-
Erich-Kästner-Straße 1b
99094 Erfurt - Commercial register
- HRB 517346, Jena
- Industry
-
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten von Werbeagenturen - Purpose
- Die Gesellschaft ist zum einen als Holding- und zum anderen als Werbegesellschaft tätig. Als Führungs- und Finanzholding mit zentralen Servicebereich für ihre Beteiligungsunternehmen obliegt der Gesellschaft die unternehmerische Steuerung sowie Kontrolle der operativen Beteiligungsunternehmen. Sie repräsentiert diese Unternehmen als Ganzes nach außen. Ferner bietet die Gesellschaft als Dienstleistungsholding ihren Beteiligungsunternehmen und Dritten mit ihrem zentralen Servicebereich verschiedene Dienstleistungen unter anderem in den Feldern Betriebswirtschaft, IT und Innovationsmanagement sowie Tätigkeiten auf dem Gebiet der Arbeitnehmerüberlassung an. Als Werbegesellschaft vermarktet die Gesellschaft Werbung und Sponsoring im Rundfunk (Fernsehen und Hörfunk) für den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) und kooperierende Rundfunkveranstalter. In diesem Rahmen plant und führt sie auch Werbemaßnahmen und Marketingaktivitäten im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Eigenwerbung des MDR durch, die geeignet sind, die Unternehmungen der Gesellschaft und die programmlichen und wirtschaftlichen Interessen des MDR und der kooperierenden Sender zu fördern. Die Gesellschaft stellt gegebenenfalls gemeinsam mit den anderen ARD-Werbegesellschaften Programmbeiträge nach den einschlägigen ARD-Regelungen bereit. Die Veranstaltung der Werbefernseh- und Werbehörfunksendungen einschließlich aller sendetechnischen Belange bleibt in der ausschließlich rundfunkrechtlichen Verantwortung des MDR. Die Gesellschaft hat die geltenden Richtlinien für die Durchführung der Hörfunk- und Fernsehwerbung einzuhalten. Gegenstand des Unternehmens sind weiterhin Betätigungen auf dem Gebiet der Herstellung und Verwertung von audiovisuellen Programmen und Multimedia-Anwendungen, die Entwicklung neuer mediennaher Geschäftsfelder sowie die Vorhaltung, Vermietung und Verpachtung von Studioeinrichtungen und Büroräumen für Film-, Fernseh- und sonstige audiovisuelle Produktionen.
Financials
Balance sheet
2025- Fixed Assets 56,0 % 32,41 Mio
- Current Assets 30,3 % 17,52 Mio
- Programmvermögen 13,5 % 7,81 Mio
- Prepaid Expenses 0,2 % 141,7 k
- Equity 62,9 % 36,38 Mio
- Liabilities 33,3 % 19,28 Mio
- Provisions 3,8 % 2,21 Mio
Balance sheet data available for 19 earlier fiscal years.
Profit & loss
2025- Revenue 53,1 % 34,71 Mio
- Other operating expenses 12,9 % −8,43 Mio
- Result after taxes 9,5 % 6,21 Mio
- Annual net profit/loss 9,5 % 6,21 Mio
- Personnel expenses 8,4 % −5,50 Mio
- Income from investments 2,4 % 1,55 Mio
- Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1,7 % 1,08 Mio
- Other operating income 1,0 % 623,4 k
- Interest and similar expenses 0,5 % −314,4 k
- Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,5 % 306,5 k
- Other interest and similar income 0,4 % 252,8 k
- On intangible assets and property, plant, and equipment 0,3 % −199,4 k
- Income and profit taxes 0,0 % 19,8 k
- Other taxes 0,0 % −1,9 k
- Depreciation on financial assets and current asset securities 0,0 % 0
- Programmaufwand 99,8 % −17,87 Mio
- Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,2 % −30,0 k
P&L data available for 19 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Reinhard Hild
since 2022 Managing Director
-
Wolf-Dieter Jacobi
since 2025 Managing Director
-
André Hoffmann
since 2025 Procura
-
Barbara Ottow
since 2025 Procura
-
Barbara Voigt
since 2022 Procura
-
Dirk Kretzschmar
since 2025 Procura
Ownership & holdings
Shareholders
- Mitteldeutsche Rundfunk gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts DEU 100.0 % 18.6M €
Ultimate beneficial owners (UBOs)
No beneficial owners conclusively identified — 1 possible matches from the transparency register.
Holds shares in
- DREFA Immobilien Management GmbH GmbH 100.0 %
- Saxonia Entertainment GmbH GmbH 100.0 %
- Media City Atelier (MCA) GmbH GmbH 100.0 %
History
- 2025
-
07.08.
Member entryWolf-Dieter Jacobi · Managing Director
-
10.02.
Change of authorityDirk Kretzschmar · Procura
-
10.02.
Exit of positionDirk Kretzschmar · Procura
-
10.02.
Member entryBarbara Ottow · Procura
-
10.02.
Exit of positionUwe Geißler · Managing Director
-
10.02.
Change of authorityBarbara Ottow · Procura
-
10.02.
Member entryDirk Kretzschmar · Procura
-
10.02.
Member entryAndré Hoffmann · Procura
Raw data & documents
Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.
Annual statements (full text)
Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.
- 2025 Jahresabschluss
- 2024 Jahresabschluss ↓
- 2023 Jahresabschluss
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2024
Register documents
PDF documents straight from the court register — fetched on demand via the :code endpoint.
- Current extract (AD)
- Chronological extract (CD)
- Structured content (SI, XML)
- Shareholders list
- Articles of association
Website content
Structured markdown rendering of the company's public website — perfect for enrichment and AI pipelines.
- mdrmedia.de AI
Structured data and full text — per company
From annual statements as HTML to UBO lists: enable each field individually via the features parameter. One API, all data.
- Key figures Revenue, employee count, total assets, net income — per fiscal year.
- Authorized representatives Current and former managing directors, board members, signatories — with roles and date ranges.
- Publications Official commercial register publications including date and full text.
- Gesellschafter Current shareholder structure with stakes and contributions.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Ultimate beneficial owners as recorded in the German transparency register.
- Beteiligungen Stakes this company holds in other entities.
- Bilanz Full balance sheet line items from published annual statements.
- Gewinn- und Verlustrechnung P&L line items per fiscal year.
- Jahresabschlüsse (HTML) Published annual financial statements rendered as HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Notices from the official insolvency registers.
- News Recent mentions of the company from external news sources.
Plug into any stack
Whether you're building a classical API integration, an AI agent, or a no-code workflow — this data slots in.
Use this data in your app
Grab an API key and pull this structured commercial register data straight from your application — no scraping, no PDFs.
Keyboard shortcuts
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