Mister Spex GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bilanz zum 31. Dezember 2019in TEUR AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019in TEUR
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019Inhaltsverzeichnis I. Allgemeine Angaben II. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung... V. Sonstige Angaben AnhangI. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter der Firma Mister Spex GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 111176 B eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 der Mister Spex GmbH wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kaufleute (§§ 242 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes ebenfalls beachtet. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB Anwendung. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB Anwendung findet. II. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben für die Aufstellung des Abschlusses im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. AKTIVA Das Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird ausgeübt und die aktivierten Vermögensgegenstände um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. In den Herstellungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände sind neben den Einzelkosten auch anteilige direkt zurechenbare Gemeinkosten einbezogen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Abschreibung erfolgt über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen zeitanteilig nach der linearen Methode und berücksichtigen wirtschaftliche Nutzungsdauern von bis zu 20 Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu ihren niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei der Ermittlung der beizulegenden Werte wurde für die Anteilsrechte in Anlehnung an den IDW RS HFA 10 auf den Ertragswert der Beteiligung abgestellt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mit ihren Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung eines gewogenen Durchschnitts gemäß § 240 Abs. 4 HGB, fertige Waren mit ihren Herstellungskosten angesetzt. Sofern der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. PASSIVA Zuschüsse für Investitionen werden in einem Sonderposten passiviert und erfolgswirksam über die Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögensgegenstands aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Gewinnrealisierung wird durch eine angemessene Rückstellung in Höhe der zu erwartenden Retouren angepasst. Dabei werden sowohl Umsatzerlöse als auch die Materialaufwendungen für das Geschäftsjahr entsprechend vermindert. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Latente Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Steuersatzes von 30,17 % (Vorjahr: 30,17 %). Dieser umfasst die Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer sowie den Solidaritätszuschlag der Mister Spex GmbH. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Aus der Gegenüberstellung von aktiven und passiven latenten Steuern (einschließlich der Differenzen aus steuerlichen Verlustvorträgen) ergab sich zum Bilanzstichtag ein Passivüberhang. Temporäre Differenzen i. S. v. § 274 HGB ergeben sich bei den immateriellen Vermögensgegenständen. III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung und Zusammensetzung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen als Anlage zum Anhang beigefügt. Entwicklungskosten selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 3.719 (Vorjahr: TEUR 3.518) aktiviert. Entwicklungskosten sind wie im Vorjahr ausschließlich für die Entwicklung von Software angefallen. Forschungskosten sind in unwesentlicher Höhe angefallen und wurden unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Ausschüttungssperre Zum Bilanzstichtag beträgt der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, TEUR 7.185 (Vorjahr: TEUR 5.878). Dieser Betrag ergibt sich aus der Summe der nach Steuerrecht nicht aktivierungsfähigen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 10.289 abzüglich der darauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.105. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt unter Annahme eines Steuersatzes von 30,17 % (Vorjahr: 30,17 %). Angaben zum Anteilsbesitz im Finanzanlagevermögen Zum 31. Dezember 2019 bestehen Anteile an folgenden verbundenen Unternehmen und Beteiligungen:
1 Mittelbare Beteiligung über Nordic
Eyewear Holdings AB
Umlaufvermögen Vorräte Der Bestand an Vorräten beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 13.045 (Vorjahr: TEUR 12.815). Diese bestehen wie auch im Vorjahr im Wesentlichen aus den Warengruppen Sonnenbrillen, Korrektionsbrillen und Kontaktlinsen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 4.134 (Vorjahr: TEUR 3.601) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und in Höhe von TEUR 1.850 (Vorjahr: TEUR 1.395) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich zum 31. Dezember 2019 bzw. 31. Dezember 2018 auf die nachfolgenden Werte.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beziehen sich wie im Vorjahr in Höhe von TEUR 930 (Vorjahr: TEUR 1.451) auf Kooperationen für Marketingmaßnahmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 653; Vorjahr: TEUR 330) und Forderungen aus der Gewinnabführung (TEUR 140; Vorjahr: TEUR 195). Zum Abschlussstichtag hatte die Gesellschaft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 813 (Vorjahr: TEUR 840) im Wege des echten Factorings verkauft. Der Verkauf dient der Verbesserung der Liquidität der Gesellschaft und ist als regressloser Verkauf grundsätzlich mit keinen verbleibenden Risiken für die Gesellschaft verbunden. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferantenrabatten, geleisteten Kautionen, debitorischen Kreditoren und Umsatzsteuererstattungsansprüchen. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Dieser Posten enthält Unterschiedsbeträge gemäß § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 292). Weiterhin enthält dieser Posten Ausgaben in Höhe von TEUR 442 (Vorjahr: TEUR 383), die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2019 TEUR 1.191 Davon hält die Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 eigene Anteile in Höhe von TEUR 67. Das Gezeichnete Kapital abzüglich der eigenen Anteile erhöhte sich im Geschäftsjahr 2019 durch Kapitalerhöhungen um TEUR 141 auf TEUR 1.124. Es ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage ist im Geschäftsjahr um TEUR 24.542 auf TEUR 96.135 (Vorjahr: TEUR 71.593) im Zuge von Kapitalerhöhungen gestiegen. Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2019 TEUR 221 (Vorjahr: TEUR 151). Die Gesellschaft hat Führungskräften Optionen gewährt, welche nach Ablauf einer bestimmten Dienstzeit zum Erwerb von Anteilen der Gesellschaft berechtigen (sogenannte anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten). In welcher Weise solche Vergütungsgeschäfte während des Erdienungszeitraums abzubilden sind, ist im HGB nicht explizit geregelt. Eine bilanzielle Erfassung der anteilsbasierten Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten ist unterblieben, da es sich hier ausschließlich um Vermögensverschiebungen auf der Gesellschafterebene handelt; eine Erfassung als Personal aufwand analog zu IFRS 2 erfolgt daher nicht. Zum 31.Dezember 2019 waren 170.618 (Vorjahr: 110.118) Optionen ausstehend. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlage Nach der Beschlussfassung über eine weitere Kapitalerhöhung im Dezember 2019 wurden die eingeforderten Einlagen ins Stammkapital in voller Höhe eingezahlt. Die Kapitalerhöhung wurde im gleichen Monat im Handelsregister eingereicht, die Eintragung erfolgte am 24. Januar 2020. Zum Stichtag hat die Gesellschaft aus der Kapitalerhöhung Einlagen in Höhe von TEUR 70 bereits erhalten. Sonderposten aus Investitionszuschüssen Die für zur Finanzierung von Investitionen erhaltenen öffentlichen Fördermittel werden in den Sonderposten aus Investitionszuschüssen eingestellt. Die Auflösung des Postens erfolgt ertragswirksam über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des sonderfinanzierten Anlagevermögens unter Berücksichtigung von Anlageabgängen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 beläuft sich der Sonderposten auf einen Wert von TEUR 560 (Vorjahr: TEUR 849). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:
Die Aufbewahrungsrückstellung wurde unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Archivierungsdauer von 5,5 Jahren ermittelt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 29.072 (Vorjahr: TEUR 27.518). Diese beinhalten kurzfristige sowie langfristige Darlehen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Vorjahr betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Verpfändung bzw. Sicherungsübereignung von Vermögenswerten wie Sachanlagen, Forderungs-, Bank- und Vorratsbeständen sowie Anteilen an Tochtergesellschaften besichert. Alle übrigen Verbindlichkeiten der Gesellschaft unterliegen keinen Besicherungen wie Pfandrechten oder ähnlichen Rechten. Latente Steuern Mister Spex weist aktive und passive latente Steuern saldiert in der Bilanz aus. Es verbleibt eine anzusetzende passivelatente Steuer in Höhe von TEUR 759 (Vorjahr: TEUR 895). Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.346 (Vorjahr: TEUR 1.645) resultieren aus körperschaft- (TEUR 57.645, Vorjahr: TEUR 48.422) und gewerbesteuerlichen (TEUR 51.676, Vorjahr: TEUR 45.187) Verlustvorträgen. Aktive latente Steuern werden für Verlustvorträge in Höhe der bestehenden passiven temporären Unterschiede (TEUR 10.289; Vorjahr: TEUR 8.417) unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung gebildet. Die Verlustvorträge werden mit hinreichender Wahrscheinlichkeit künftig steuermindernd wirken. Dem Bestand aktiver latenter Steuern stehen passive latente Steuern in Höhe von TEUR 3.104 (Vorjahr: TEUR 2.540) entgegen, die aus der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände resultieren. IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse setzen sich aus dem Verkauf von Handelsware, erbrachten Dienstleistungen und Vermarktung sowie sonstigen mit dem Kerngeschäft im Zusammenhang stehenden Leistungen, zusammen. Während die sonstigen Leistungen im Wesentlichen in Deutschland erbracht werden, teilen sich die Erlöse aus Produktverkäufen mit einem Gesamtwert in Höhe von 116.923 TEUR auf die Region DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) mit 108.264 TEUR und außerhalb der Region DACH mit Erlösen in Höhe von 8.659 TEUR auf. In den sonstigen Erlösen sind neben den Erlösen aus erbrachten Dienstleistungen aus Vermarktungen im Geschäftsjahr erstmalig die Erlöse aus Entschädigungen für auftragsbezogene Verluste in Höhe von 337 TEUR erfasst. Diese wurden in den Vorjahren den sonstigen betrieblichen Erträgen zugewiesen. Die anderen aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 3.719 (Vorjahr: TEUR 3.518) resultieren ausschließlich aus der Aktivierung von selbstgeschaffener Software. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 1.486 (Vorjahr: TEUR 1.007) und resultieren in Höhe von TEUR 386 aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr: TEUR 147), weiteren periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 163) sowie Erträgen in Höhe von TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 313) aus der Auflösung des Sonderpostens aus Investitionszuschüssen. Die Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 62). Im Geschäftsjahr wurden die Erlöse aus Entschädigungen für auftragsbezogene Verluste in Höhe von 337 TEUR erstmalig in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Im Vorjahr waren diese in Höhe von TEUR 214 den sonstigen betrieblichen Erträgen zugeordnet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Marketingkosten in Höhe von TEUR 15.517 (Vorjahr: TEUR 13.752) und absatzabhängigen sonstigen Aufwendungen in Höhe von TEUR 10.140 (Vorjahr: TEUR 9.278) wie beispielsweise für Verpackungsmaterial und Kosten der Warenabgabe zusammen. Zudem sind Miet- und Büroausgaben in Höhe von TEUR 7.114 (Vorjahr: TEUR 5.865) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 150) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung entstanden in Höhe von TEUR 160 (Vorjahr: TEUR 113). Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens belaufen sich auf TEUR 1.409 (Vorjahr: TEUR 1.576) und resultieren aus Erträgen aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind für das Geschäftsjahr latente Steuern in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr: TEUR -207) enthalten. Siehe dazu den Abschnitt zu den latenten Steuern. V. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse bestehen zum Stichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Mietzahlungen bis zum Ende der vertraglichen Laufzeit der Mietverträge in Höhe von TEUR 42.573 (Vorjahr: TEUR 24.714) und aus Werbe- und Marketingverträgen in Höhe von TEUR 4.539 (Vorjahr: TEUR 4.762) sowie aus sonstigen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 212 (Vorjahr: TEUR 274). Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren neben der Geschäftsführung durchschnittlich 731 Angestellte bei der Gesellschaft beschäftigt. Davon waren 419 Frauen und 312 Männer. Mister Spex beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 27 Auszubildende. Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2019 an: Herr Dirk Graber, Berlin, Kaufmann (Tätigkeitsbereich: Finanzen, HR, IT und Betrieb) Herr Dr. Mirko Caspar, Berlin, Kaufmann (Tätigkeitsbereich: Marketing, PR, PM und Multichannel) Geschäftsführerbezüge Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Mitglieder des Beirats Peter Williams, Beiratsvorsitzender, Non-Executive Chairman, Institute of Chartered Accountants in England & Wales Stuart Paterson, Partner, Scottish Equity Partners LLP Tobias Krauss, Geschäftsführer, Albert Büll Beteiligungsgesellschaft mbH (seit Juli 2019) Mike Ebeling, Managing Director, Goldman Sachs Merchant Banking Nenad Marovac, CEO & Managing Partner, DN Capital Jochen Klüppel, Partner, Grazia Equity GmbH Fred Piet, Associate Partner, Fidinam & Partners SA Oliver Beste, Managing Director, Beste Beteiligungen GmbH Die Vergütungen des Beirats betrugen 2019 TEUR 72 (Vj. TEUR 72). Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen Nahestehende Unternehmen und Personen sind juristische und natürliche Personen, die auf die Mister Spex GmbH Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Mister Spex GmbH unterliegen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden insbesondere mit den Tochterunternehmen der Mister Spex GmbH abgeschlossen. Diese Geschäfte werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen. Honorare des Abschlussprüfers Gemäß § 285 Nr. 17 letzter Halbsatz HGB wird auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der Mister Spex GmbH. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft erstellt als deutsche Muttergesellschaft einen Konzernabschluss. Der Konzernabschluss der Mister Spex GmbH, Berlin, wird unter Anwendung der International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt (§ 315e HGB). Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Berlin, den 27. März 2020 Die Geschäftsführung Dirk Graber Dr. Mirko Caspar
Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2019 (Zusammengefasster Lagebericht) 31. Dezember 2019Inhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Konzerns II. Wirtschaftsbericht des Konzerns III. Wirtschaftsbericht Mister Spex GmbH IV. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage V. Risiko- und Chancenbericht VI. Prognosebericht VII. Erklärung zur Unternehmensführung Zusammengefasster LageberichtI. Grundlagen des Konzerns Vorbemerkung Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns von Mister Spex wurden zusammengefasst. Die folgenden Ausführungen betreffen den gesamten Konzern. Diese gelten auch für die Mister Spex GmbH. Die ausgewählten Informationen zur wirtschaftlichen Lage des Mutterunternehmens sind in einem separaten Kapitel in diesem Bericht dargestellt. Geschäftsmodell Mister Spex ist Europas führender Omnichannel-Optiker. Mit dem Ziel, das Brillen mit Freude und Selbstbewusstsein getragen werden, möchte Mister Spex die optische Expertise unbeschwert und einfach über die verfügbaren Kanäle -"omnichannel" - zugänglich machen und dort auch alles an Inspirationen, Produkten, Informationen und Services anbieten. Das Berliner Unternehmen bietet über länderspezifische Internetseiten sowie eigenen Stores in Deutschland Brillen, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen und Kontaktlinsenpflegemitteln an. Mister Spex ist auf zehn europäischen Märkten vertreten: Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz und Spanien. Neben den 18 eigenen Stores, die unter der Marke Mister Spex geführt werden, bieten wir über unser Partneroptikernetzwerk von über 500 Optikern in Deutschland, Österreich, der Schweiz den Niederlanden und in Schweden einen Service vor Ort mit Beratung und Dienstleistungen rund um Augenoptik. Zu den Services gehören Sehtests und Anpassungen, die vor dem Kauf anhand von kostenlosen Ansichtsbestellungen oder nach dem Kauf eines Sehproduktes in Anspruch genommen werden können. Im Geschäftsjahr 2019 wurden acht weitere Stores deutschlandweit eröffnet, um die Position als Europas führender Omnichannel-Optiker auszubauen und Kunden über alle Vertriebskanäle umfassend betreuen zu können. Unsere Logistikstandorte in Berlin, Stockholm (Schweden) und Karmsund (Norwegen) ermöglichen die Versorgung aller Kunden in ganz Europa. Schnelle Lieferzeiten und einfacher Rückversand sind Teil unseres Geschäftsmodells. Mister Spex ist bereits seit 2017 nicht nur mehr Händler. Investitionen der letzten Jahre haben es ermöglicht, dass Gläser nun überwiegend intern maschinell zugeschnitten und montiert werden können. Konzernstruktur Die Mister Spex GmbH, mit Sitz in Berlin, hält als Mutterunternehmen bereits seit Beginn des Geschäftsjahres 2011 100% der Anteile an der International Eyewear GmbH, Berlin, und der Mister Spex France SAS, Frankreich, Rouen. Beide Tochtergesellschaften vertreiben ebenfalls augenoptische Erzeugnisse über eigene Online-Shops. Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2013 die beiden Gesellschaften Nordic Eyewear Holdings AB, Stockholm/Schweden, und Nordic Eyewear AB, Stockholm/Schweden, gegründet sowie die Loveeyewear AB, Stockholm/Schweden, und die European Web Lenses AB, Stockholm/Schweden, erworben. Die erworbenen Gesellschaften betrieben ebenfalls Online-Shops. Im Geschäftsjahr 2015 wurden die erworbenen Gesellschaften auf die Nordic Eyewear AB, verschmolzen. Anfang 2015 übernahm Mister Spex zudem noch den norwegischen Online-Kontaktlinsenvertrieb Lensit.no AS, Karmsund/Norwegen. Alle Gesellschaften wurden erfolgreich in die Gruppe integriert. Seit Anfang des Geschäftsjahres 2017 ist die Nordic Eyewear AB online auch unter der Konzernmarke Mister Spex zu finden. II. Wirtschaftsbericht des Konzerns Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Der Brillenmarkt in Deutschland verzeichnete 2019 mit einem Gesamtumsatz in Höhe von EUR 6.481 Mio. (Vj. EUR 6.346 Mio.) erneut eine positive Entwicklung. Der aktuell verfügbare Bericht des Zentralverbandes der deutschen Augenoptik bezieht sich auf die Jahreszahlen 2018 aus denen auch wieder ein positives Wachstum der Branche hervorgeht. Insgesamt wurde nur in Deutschland ein Branchenumsatz in Höhe von EUR 6,3 Mrd. (Vj. EUR 6,1 Mrd.) erzielt. Wie auch in den Vorjahren hat sich der Online/Multichannel-Umsatz stärker entwickelt als der Umsatz des stationären traditionellen Kanals. Das Wachstum im Onlinebereich wird auf ca. 15 % mit einem Gesamtumsatz in Höhe von EUR 301 Mio. (Vj. EUR 261 Mio.) geschätzt. Mister Spex liegt mit den Gesamtumsätzen 2018 auf Platz vier der umsatzstärksten Augenoptiker in Deutschland. Für 2019 liegen leider zu diesem Zeitpunkt noch keine aktuellen Marktdaten vor. Von Jahr zu Jahr steigt in Deutschland der Bedarf an augenoptischen Erzeugnissen durch ein höheres Bewusstsein für Sehschwächen sowie die wachsende Nachfrage bedingt durch die stärkere Nutzung von Technologien, wie z. B. die Smartphones und deren Auswirkung auf die Augen. Im Jahr 2018 wurden in Deutschland insgesamt 12,84 Millionen Korrektionsbrillen verkauft. Auch in 2019 konnte festgestellt werden, dass die Omnichannel-Strategien die Expansion des Internet-Einzelhandels vorantreiben. Diese Entwicklung unterstützte das Wachstum des Internet-Einzelhandels insgesamt während des Berichtszeitraums, da die Multichannel-Einzelhändler die reinen stationären Händler überholten. Da der Internet-Einzelhandel das Gesamtwachstum des Einzelhandels in Deutschland vorantreibt und ein zunehmend wichtiger Kanal ist, konzentrieren sich viele Einzelhändler auf die Verbesserung ihrer Online-Präsenz. Eine Omnichannel-Strategie umfasst die Optimierung aller für die Kunden relevanten Kanäle. Mister Spex hat auch dieses Jahr von der positiven Entwicklung im Omnichannel-Handel sowie in der Augenoptikerbranche profitiert und ist im Umsatz stärker gewachsen als der Markt. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Mister Spex Konzern Ertragslage
Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung 2019 zeigt ein Umsatzwachstum und eine Verbesserung des Periodenergebnisses. Die Entwicklung beider Kennzahlen lag im Rahmen der Erwartungen. Mister Spex hat seinen Umsatz 2019 um 13% bzw. um TEUR 16.504 auf TEUR 139.282 gesteigert. Im Geschäftsjahr 2019 konnten in jedem Monat höhere Umsätze als in den jeweiligen Vorjahresmonaten erzielt werden. Dies trifft für das Online- als auch für die stationären Geschäfte zu. Durch die Eröffnungen weiterer Stores im 4. Quartal sind die Offline-Umsätze zum Ende des Geschäftsjahres nochmal stärker angestiegen. Insgesamt konnten die Umsätze in allen Produktkategorien gesteigert werden, wobei der Kategorie Brille auch in 2019 ein Wachstum von über 20% zugeschrieben werden kann. Die für uns wichtigsten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, die für die Bewertung unserer Leistung in Bezug auf unsere Kunden, den Markt und die Angebote relevant sind, sind Bestellungen je Produktkategorie, die Anzahl der Visits auf unseren Websites, die durchschnittliche Warenkorbgröße je Kunde je Produktkategorie sowie die Kundenzufriedenheit. Die Umsatzentwicklung kann überwiegend auch auf eine Verbesserung dieser nicht-finanziellen Leistungsindikatoren zurückgeführt werden. Im Geschäftsjahr 2019 konnten mehr Visits gemessen werden und auch die Anzahl an Bestellungen ist gestiegen. Angepasste Webseiten je mobilem Endgerät und der zusätzlichen Neukundengewinnung durch unsere Stores sind positive Treiber der Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr gewesen. Die Anzahl unserer Onlineshop-Besucher konnte um nahezu 32% für die gesamte Gruppe gesteigert werden. Unsere Warenkorbgrößen vor als auch nach Retouren sind in 2019 gegenüber dem Vorjahr um weitere 2% angestiegen. Unsere Kundenzufriedenheit ist im Vergleich zum Vorjahr gemessen am Trusted Shop Score auf einem konstant hohen Niveau. Unsere Bewertung bei Trusted Shops zum Jahresende liegt bei 4,8 (Vj. 4,9) von möglichen 5,0 Punkten. Unsere nicht-finanziellen Leistungsindikatoren beziehen sich wie auch die finanziellen Leistungskennzahlen auf die gesamte Gruppe und sind auch für die Mister Spex GmbH zutreffend. Der Materialaufwand ist in 2019 um TEUR 7.905 auf TEUR 74.464 gestiegen. Im Gegensatz zum Umsatzanstieg in Höhe von 13 %, stieg der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr nur um 12 %. Diese Entwicklung kann u.a. auf verbesserte Einkaufskonditionen sowie Produktmixverschiebungen zurückgeführt werden. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.547 auf TEUR 27.815 (2018 um EUR 3,7 Mio. auf EUR 24,3 Mio.) gestiegen. Ursächlich hierfür war der Anstieg der Mitarbeiterzahl von 670 auf durchschnittlich 775 (2018 von 588 auf durchschnittlich 670). Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Eröffnung unserer Stores sowie Neueinstellungen im Logistikbereich zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Jahresvergleich nur leicht um 4 % auf TEUR 38.435 erhöht. Durch den geänderten Ausweis der Operating-Leasingaufwendungen wurden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zu 2019 um TEUR 3.648 entlastet. Im Rahmen der Bilanzierung von Leasingsachverhalten unter IFRS 16 sind seit dem 1. Januar 2019 diese Aufwendungen errechnet über ihre Mietdauer in den Abschreibungen und Zinsaufwendungen erfasst. Gegenläufig sind mit dem Anstieg der Konzernumsätze die Erfüllungskosten wie Versand- und Logistikabgaben angestiegen, aber auch die Marketingausgaben wurden im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die Marketingkostenquote verbesserte sich dennoch um 0,3 Prozentpunkte. Zur Beurteilung der operativen Leistung des Geschäfts betrachtet das Management das adjustierte EBITDA vor Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen und möglichen weiteren nicht operativen Einmaleffekten. Wie auch in 2018 stellen Anlaufkosten unserer Stores als auch Finanzierungskosten nicht einmalige operative Effekte dar. Darüber hinaus sind keine zu bereinigen nicht operativen Einmaleffekte im adjustierten EBITDA enthalten. Das adjustierte EBITDA verbesserte sich in 2019 um TEUR 1.838 und ist auf TEUR 2.049 angestiegen.
Die wesentlichen Treiber des gesteigerten adjustierten EBITDA gegenüber unserer Prognose sind eine verbesserte Rohmarge, ein sinkendes Marketingkostenverhältnis sowie anhaltende Optimierungen der Logistikprozesse mit dem Ziel die variablen Kosten weiter zu reduzieren. Ergänzend dazu sind unsere stationären Geschäfte profitabel. Mit steigender Anzahl der Läden wird auch ihr Einfluss auf das adjustierte EBITDA wachsen. Das unbereinigte Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBITDA) der Mister Spex Gruppe lag mit TEUR 3.286 ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau von TEUR -1.037. Dieser Effekt wird durch die Erstanwendung des IFRS 16 unterstützt. Das unbereinigte Ergebnis vor IFRS 16 Effekten würde mit TEUR 675 über dem Vorjahreswert liegen. Die durchschnittlichen Wechselkurse für das Geschäftsjahr 2019 betrugen 10,5891 SEK/EUR und 9,8511 NOK/EUR, während sich diese im Geschäftsjahr 2018 noch auf 10,2583 SEK/EUR und 9,5975 SEK/EUR beliefen. Daraus ergibt sich ein negativer Effekt in Höhe von knapp TEUR 350 auf das in Euro bewertete EBITDA im Vergleich zum Wechselkurs des Vorjahres. Das negative Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 947 auf TEUR -4.182 verbessert (2018 um TEUR 2.957 auf TEUR -5.129). Grund hierfür war ein Einmaleffekt aus Umschuldung in 2018. Gegenläufig ergaben sich in 2019 zusätzliche Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 726 durch die Bilanzierung der Leasingverhältnisse entsprechend der Vorgaben des IFRS 16. Mittelfristig werden die Finanzierungskosten auf dem aktuellen Niveau bleiben. Das Jahresergebnis der Mister Spex Gruppe beläuft sich nach Steuern auf TEUR -9.208. (Vj. TEUR -10.748). Vermögens- und Finanzlage
Das Gesamtvermögen hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 59.963 nahezu verdoppelt. Gründe hierfür sind der erstmalige Ansatz der Operating Leasing Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IFRS 16, als auch die Einzahlungen sowie die noch ausstehenden Einlagen aus Kapitalerhöhungen. Zum 1. Januar 2019 wurde ein Nutzungsrecht aus Operating-Leasingverträgen in Höhe von TEUR 20.049 im Anlagevermögen erfasst, welches über die Laufzeit der Mietleasingverträge abgeschrieben wird. Der Buchwert zum 31. Dezember 2019 beläuft sich auf TEUR 25.814. Weitere Zugänge ins Anlagevermögen resultieren aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 4.459 und in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 3.890. Mister Spex entwickelt zentrale Bestandteile der im Unternehmen eingesetzten Software selbst, mit dem Ziel diese dann optimal auf die operativen Prozesse abzustimmen. Forschungskosten wurden unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Ferner ist der Anstieg des Sachanlagevermögens auch in 2019 von Investitionen in unseren Logistikstandort sowie in Einrichtungen unserer neuen Ladenflächen geprägt. Das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 14.586 (Vj. TEUR 14.226) umfasste in 2019 wie im Vorjahr im Wesentlichen Waren für das Handelsgeschäft von Mister Spex. Die Veränderungen bei den kurzfristigen Vermögenswerten resultieren im Wesentlichen aus einer ausstehenden Einlage der im Dezember 2019 beschlossenen Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 14.930 und dem Anstieg der liquiden Mittel um TEUR 14.525 auf TEUR 23.295. Eine bereits abgeschlossene Kapitalerhöhung aus dem Sommer 2019 ist insbesondere der Grund für den Anstieg der liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlungsmittel bestehen im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten und unterliegen keiner Verfügungsbeschränkung. Mister Spex hat im Geschäftsjahr 2019 einen positiven Cashflow von TEUR 1.157 (Vj. TEUR - 3.364) erwirtschaftet. Der Mittelzufluss ist auf ein verbessertes Konzernergebnis, höheren zahlungsunwirksamen Aufwendungen wie Abschreibungen und Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen zurückzuführen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -8.348 (Vj. TEUR -6.420) resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in unsere Ladenausstattungen, in die Logistikinfrastruktur, in intern entwickelte Software sowie in die sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Der Anstieg des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit um TEUR 9.377 ist in erster Linie auf höhere Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen, eine geringere Aufnahme von neuen Darlehen und einem Rückgang der Tilgungen von finanziellen Verbindlichkeiten zurückzuführen. Im Ergebnis sind die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um TEUR 14.525 angestiegen, sodass Mister Spex zum 31. Dezember 2019 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 23.295 verfügt. Die Veränderung des Eigenkapitals resultiert aus der Kapitalerhöhung, den Beitragszuführungen aus der anteilsbasierten Vergütung sowie dem Periodenergebnis. Die Eigenkapitalquote liegt mit 24% zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres über dem Vorjahresniveau von 22%. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgt weiterhin durch eine Kombination aus Eigenkapital- und Fremdfinanzierung. Die Summe der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten lag um TEUR 16.962 über dem Vorjahreswert von TEUR 27.492. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der noch ausstehenden Einlage der beschlossenen Kapitalerhöhung aus Dezember 2019 in Höhe von TEUR 14.930 sowie aus der Inanspruchnahme einer weiteren Kredittranche. Gegenläufig haben sich die Verbindlichkeiten aufgrund der Rückzahlung eines Kontokorrentkredites verringert. Zum Bilanzstichtag bestanden nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von TEUR 7.975 (Vj. TEUR 5.000). Zum 31. Dezember 2019 werden Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 24.436 erfasst. Diese umfassen Leasingverhältnisse aus Mietverträgen für Büro-, Lagerflächen und Storeflächen, deren Laufzeit üblicherweise zwischen 5 und 10 Jahren liegt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr insbesondere im Zusammenhang mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit um TEUR 1.392 auf TEUR 19.200 angestiegen. Zum 31. Dezember 2019 bestehen die kurzfristigen Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten für Retouren, Gewährleistungen, Umsatzabgrenzung, Mitarbeiterverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen. Die Mister Spex Gruppe war auch dieses Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. III. Wirtschaftsbericht Mister Spex GmbH Vorbemerkung Der Lagebericht und der Konzernlagebericht der Mister Spex GmbH, Berlin, wurden zusammengefasst. Die folgenden Ausführungen basieren auf dem Jahresabschluss der Mister Spex GmbH, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt wurde. Geschäftstätigkeit Die Mister Spex GmbH betreibt die eigenen nationalen und internationalen Websites und vertreibt Brillen, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen und Kontaktlinsenpflegeprodukte über ihre länderspezifischen Online-Shops. Die mit dem Brillenkauf verbundenen Beratungsangebote und Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit lokalen Partneroptikern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden werden von der Mister Spex GmbH aus Berlin international koordiniert. Das Unternehmen arbeitet bereits mit über 500 Augenoptikern zusammen, die in einem stetig wachsenden Partnernetzwerk zentral betreut werden. Im Februar 2016 eröffnete Mister Spex den ersten eigenen Store in Berlin und erweiterte damit sein Omnichannel-Konzept um einen zusätzlichen Vertriebskanal. Vor Ort können ausgestellte Brillen und Sonnenbrillen anprobiert und gekauft sowie auf das Online-Sortiment zugegriffen werden. Zudem bietet das Mister Spex-Team kostenlose Services an, wie z.B. Sehtests und Anpassungen. Seit Ende des Geschäftsjahres 2019 betreibt die Mister Spex GmbH deutschlandweit insgesamt 18 Stores. Durch ihr Gewicht im Konzern teilen die Gesellschaft und der Konzern die gleichen Leistungsindikatoren. Die Mister Spex GmbH unterliegt grundsätzlich auch den gleichen Risiken und Chancen wie der Konzern. Die Aussagen dazu im Wirtschaftsbericht des Konzerns spiegeln auch die Ergebnisse und Erwartungen in diesem Abschnitt wider. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Mister Spex GmbH Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich wie folgt entwickelt.
Die Mister Spex GmbH konnte das Geschäftsjahr 2019 mit einem um TEUR 2.412 verbessertem Periodenergebnis abschließen. Mit einem Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr von TEUR 15.786 auf TEUR 119.766 (2018 um TEUR 16.358 auf TEUR 103.980) ist das erwartete Wachstum auch für die Mister Spex GmbH eingetreten. Auch in 2019 ist Deutschland einer der größten Absatzmärkte für unsere Kernprodukte Brillen, Sonnenbrillen und Kontaktlinsen gewesen. Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe TEUR 3.719 beziehen sich auf selbst entwickelte Software. Die Zugänge im Geschäftsjahr sind in den in Entwicklung befindlichen Vermögenswerten enthalten. Der Materialaufwand stieg infolge des Umsatzwachstums um TEUR 7.139 auf TEUR 61.355 (2018 um TEUR 8.302 auf TEUR 54.216). Die Materialaufwandsquote lag mit 51% auf Vorjahresniveau. Diese Entwicklung kann u.a. auf verbesserte Einkaufskonditionen sowie Produktmixverschiebungen zurückgeführt werden. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.574 auf TEUR 25.216 (2018 um TEUR 4.171 auf TEUR 22.640) gestiegen. Ursächlich hierfür war insbesondere der Personalaufbau im Bereich Omnichannel und Logistik. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 39.287 über Vorjahresniveau (Vj. TEUR 33.569). Der Anstieg um TEUR 5.718 resultiert insbesondere aus dem Ausbau unserer Omnichannelaktivitäten in anderen Städten, den mit dem Umsatzwachstum verbundenen variablen Kosten unter anderem für Warenabgabe und Vertrieb sowie den Transaktionskosten im Rahmen der Kapitalerhöhungen. Die Marketingkosten liegen mit 13% über dem Vorjahreswert. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis enthält im Berichtszeitraum im Wesentlichen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.932 (Vj. TEUR 4.844), Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.409 (Vj. TEUR 1.576) sowie Erträge aus Gewinnabführungen in Höhe von TEUR 140 (Vj. TEUR 195). In 2018 sind hohe Zinsaufwendungen aus dem Einmaleffekt einer Umschuldung in Höhe von TEUR 2.397 entstanden. Vermögens - und Finanzlage Die nachfolgende Übersicht zeigt die Kurzfassung der Bilanz:
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 4.792 (Vj. TEUR 4.381) und in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 3.852 (Vj. TEUR 2.321) getätigt. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen resultieren im Wesentlichen aus Erweiterungen des Logistikstandorts sowie der Expansion der Stores. Das Vorratsvermögen beinhaltet wie im Vorjahr ausschließlich Waren für das operative Geschäft und beläuft sich auf TEUR 13.045 (Vj. TEUR 12.815). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 937 auf TEUR 7.910 angestiegen. Während zum Stichtag offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen aus den Jahresendabrechnungen mit unseren Lieferanten in Höhe von TEUR 1.132 bestehen (Vj. TEUR 1.451) sind die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 5.984 (Vj. TEUR 4.996) aufgrund von sonstigen Forderungen und einer Zunahme der geleisteten Kautionen gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist im Geschäftsjahr auf 47% gestiegen (Vj. 34%). Die Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen sind entsprechend der Ausweitung der Geschäftstätigkeit um TEUR 1.242 (Vj. TEUR 1.962) angestiegen. Die Rückstellungen betreffen zum 31. Dezember 2019 insbesondere Mitarbeiterverpflichtungen, Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, Gewährleistungen und Retouren. Zum Ende des Geschäftsjahres beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf TEUR 29.072 (Vj. TEUR 27.518). Die Veränderung resultiert aus dem Ziehen einer weiteren Tranche sowie Tilgung von Kontokorrentrahmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Verpfändung bzw. Sicherungsübereignung von Vermögenswerten wie Sachanlagen, Forderungs-, Bank- und Vorratsbeständen sowie Anteilen an Tochtergesellschaften besichert. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 21.077 (Vj. TEUR 7.317) bestehen im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten und unterliegen keiner Verfügungsbeschränkung. IV. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung im Geschäftsjahr 2019 sowohl für den Konzern als auch für die Mister Spex GmbH als positiv. Der prognostizierte Umsatz konnte erwirtschaftet, einige Kostenquoten reduziert und als Folge das adjustierte EBITDA trotz strategischer Investitionen gesteigert werden. Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage damit weiterhin als sehr befriedigend zu bezeichnen. V. Risiko- und Chancenbericht Während Chancen die Ertragslage und den Unternehmenswert positiv beeinflussen können, werden Risiken als negative Abweichung von geplanten Entwicklungen und Zielen betrachtet. Das bewusste Abwägen von Chancen und Risiken steht auch in 2020 im Vordergrund des unternehmerischen Handelns von Mister Spex. Das frühzeitige Erkennen und informierte Handeln sind im Geschäftsjahr weiter in den Fokus gerückt. Unsere internen Überwachungs- und Frühwarnsysteme werden kontinuierlich an die Anforderungen des Marktes angepasst. Im nachfolgenden Risiko- und Chancenbericht werden die vom Management wichtigsten Risiken und Chancen dargestellt. Risikofelder Die Gesamtrisikosituation von Mister Spex setzt sich aus verschiedenen Einzelrisiken zusammen. Zur Darstellung der Risiken wurde das Nettoverfahren gewählt. Die berichteten Risiken beziehen sich in der Regel auf den Prognosezeitraum 2020. Im Folgenden werden die Risiken erläutert, die eine wesentliche negative Auswirkung auf das Erreichen unserer Unternehmensziele haben können. Die Risiken sind nach ihrer Wesentlichkeit für Mister Spex geordnet. Die Risikosituation ist zum Vorjahr unverändert und zeigt keine Gefährdung des Fortbestandes der Gesellschaft. IT-Risiken Für Unternehmen im E-Commerce gelten prinzipiell die Verfügbarkeit der eingesetzten IT- Systeme sowie die Integrität dieser Technologien in die Geschäftsprozesse als Risikofaktor. Störungen oder Ausfälle von Online-Diensten können neben datenschutzrechtlichen Folgen zu Umsatzeinbußen führen. Auch die mit dem wachsenden Markt steigenden Cyberkriminalität kann hier als Risiko genannt werden. Auch interne Unterbrechungen im IT-Umfeld wie z. B. im Waren- und Logistikbereich haben ebenso maßgeblichen Einfluss auf die Performance von Mister Spex und könnten kurzfristig einen Rückgang der Umsätze nach sich ziehen. Um den Ausfall von IT-Systemen sowie Eingriffe krimineller Handlungen in unser System zu vermeiden, wurde ein KPI-Set zur Früherkennung und Überwachung der Prozesse entwickelt und implementiert. Regelmäßige Updates von Hard- und Software führen zu Sicherheit und Stabilität unserer Systeme. Unsere Maßnahmen und deren Wirksamkeit in Bezug auf die Ausfallrisikosteuerung wurden durch Sicherheits- und Stabilitätsprüfungen bestätigt. Markt - und Wettbewerbsrisiken Markt- und Wettbewerbsrisiken beziehen sich grundsätzlich auf Änderungen der Absatz- und Beschaffungsbedingungen sowie die Entwicklung konkurrierender Anbieter. Das wirtschaftliche Umfeld von Mister Spex ist im Allgemeinen von einem starken Wettbewerbsdruck geprägt. Intensiver Preiswettbewerb gefährdet unsere Umsatz- und Marktanteile. Ein ansteigender Preiswettbewerb im Online-Optikmarkt sowie auch im stationären Markt wird die Profitabilität von Mister Spex belasten. Diesem Risiko begegnen wir durch erkennbare Differenzierung im Rahmen der Produktvielfalt, unserem Kundenservice und agilen Marketingstrategien. Zudem ist unsere Omnichannel-Strategie vielseitig. Sie bietet unseren Kunden alle bekannten Services entweder auf der Website, bei unseren Partneroptikern oder in unseren eigenen Läden. Mister Spex hat in dem vergangenen Jahr acht weitere Stores deutschlandweit eröffnet und bereits für das kommende Jahr weitere Mietverträge unterschrieben. Im Zuge der Ausweitung unserer Omnichannel-Strategie ergeben sich höhere Vorratsbestände. Fehlende Werthaltigkeiten können zu Ergebnisrisiken führen. Mister Spex begegnet derartigen Risiken durch kontinuierliche gezielte Bestandskontrollen der Vorräte sowie einer bestellgenauen Bevorratung. Eine einheitliche operative Unternehmenssteuerung für den nationalen und internationalen Absatzmarkt führt zu Ressourcenoptimierung. Zudem werden als risikominimierende Maßnahmen regelmäßige Lageranalysen zur Sicherstellung der Werthaltigkeit der Waren eingesetzt. Aktuelles Risiko durch COVID-19 Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Nach Einschätzung des RKI handelt es sich weltweit und in Deutschland um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Mister Spex hat die aktuelle Entwicklung bzgl. der Ausbreitung des Corona Virus intensiv beobachtet und bereits Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter/innen und der Kunden getroffen. Während unsere Online Kunden aktuell weiter bedient werden können, haben wir vorerst unsere Ladengeschäfte auf eine Notversorgung runtergefahren. Die Notversorgung umfasst nur noch das Ausgeben bereits bestellter Brillen, für den generellen Kundenverkehr bleiben die Läden aber geschlossen. Weitere notwendigen Einschnitte werden national als auch international diskutiert - weitere Maßnahmen werden erwartet. Auch Mister Spex wird aufgrund der aktuellen Umstände mit Umsatzeinbußen rechnen müssen. Das Ausmaß ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht bestimmbar. Währungs- und Handelsrisiken Durch den Ausbau der Geschäftstätigkeiten inner- und außerhalb des Euroraumes können sich durch ändernde regulatorische Rahmenbedingungen Risiken ergeben. Potentielle Zusatzkosten für den Transport und die Einfuhr durch Zölle, sowie damit verbundene Währungsrisiken können zukünftige Szenarien sein. Da ein Großteil des Geschäftes der Mister Spex Gruppe innerhalb des Euroraumes generiert wird, ist das Währungs- und Handelsrisiko deutlich reduziert. Die Währungsentwicklungen innerhalb Europas werden eng überwacht und mögliche Währungsbestände rechtzeitig gewechselt. Dazu bedient sich Mister Spex etablierter Anbieter. Personalrisiken Mister Spex ist für die Realisierung der strategischen Ziele auf kompetente und engagierte Fachkräfte sowie Führungskräfte angewiesen. Der Verlust von Fach- und Führungskräften stellt ein wesentliches Risiko dar. Die erschwerte Situation bei der Rekrutierung von Nachwuchs- als auch Führungskräften stellt ein kontinuierlich wachsendes Risiko dar. Infolge des demografischen Wandels und des zunehmenden Wettbewerbs auf dem Personalmarkt ist es immer schwieriger qualifiziertes Personal zu gewinnen. Besonders im Hinblick auf die kontinuierlich steigende Digitalisierung werden insbesondere IT-Fachkräfte weiterhin verstärkt nachgefragt. Aber auch die Zahl der arbeitslosen Augenoptiker ist rückläufig. Es sind nahezu keine Arbeitslosen auf dem augenoptischen Arbeitsmarkt vorhanden. Der Fachkräftemangel in dieser Branche könnte ebenso die wirtschaftliche Entwicklung von Mister Spex hemmen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken finden Investitionen in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, Förderung von flexiblen Arbeitszeitmodellen und Bonusprogramme einen Platz im Personalmanagement der Mister Spex Gruppe mit dem Ziel die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhalten und zu erhöhen. Bereits seit 2016 bildet Mister Spex auch den Beruf des Augenoptikers in den eigenen Werkstätten mit dem Ziel, dem allgemeinen Fachkräftemangel entgegenzuwirken, aus. Vom Management von Mister Spex werden weder Einzelrisiken noch die Summe der Einzelrisiken als bestandsgefährdend eingeschätzt. Chancen Mit dem Ziel, den Unternehmenserfolg nachhaltig zu sichern, sollen auch Chancen, die sich durch veränderte Marktstrukturen als auch Verbesserung in der internen Wertschöpfungskette ergeben können, frühzeitig erkannt und systematisch genutzt werden. Marktchancen Der europäische Optikmarkt ist sehr groß und bietet noch viele Entwicklungsmöglichkeiten für Omnichannel-Anbieter. Eine Übertragung des Geschäftsmodells von Mister Spex in andere Märkte bietet große Chancen für weiteres zukünftiges Umsatzwachstum. Strategische Chancen Der Ausbau unserer Omnichannel-Strategie ermöglicht es, unsere Kunden von der Vision des modernen Brillenkaufs auch auf der persönlichen Ebene zu überzeugen. Die Begeisterung für unser Geschäftsmodell sowie die Erweiterung unseres Kundenstamms könnten eine Chance auf zukünftiges Wachstum und steigende Erlöse bieten. Dabei hilft uns der steigende Bekanntheitsgrad der Marke Mister Spex und dem gewonnen Vertrauen unserer Kunden in unsere Qualität. Für Mister Spex stellt die positive Entwicklung im Mobile Commerce ebenso eine große Chance dar. Durch die ansteigende Nutzung von Tablets und Mobiltelefonen und dem damit einhergehenden Umsatzwachstum durch mobile Endgeräte kann durch gezielte Optimierung und Weiterentwicklung unserer Onlineshops das Kauferlebnis in unserem Onlineshop weiter verbessert und damit der Umsatz gesteigert werden. Die kontinuierliche Analyse der Kundenbedürfnisse nach Marken und Produkteigenschaften ermöglichen die gezielte Aufstellung eines Produktportfolios. Neue Marken und Produktlinien können zusätzliche Kundengruppen ansprechen. Durch unsere Vielfalt und große Auswahl bietet sich die Chance attraktiv für unsere Kunden zu sein und dadurch das Umsatzwachstum positiv zu beeinflussen. Die stetig wachsenden technologischen Anforderungen an Online-Einzelhändler spiegeln bei erfolgreicher Umsetzung eine hohe Kundenzufriedenheit und damit einhergehend eine hochfrequentierte Nutzung unserer Plattform wider. Durch die stetigen Verbesserungen und Anpassungen an die Marktbedürfnisse können die Marktposition gestärkt und die Umsatzzahlen gesteigert werden. Mit der einhergehenden Steigerung der Kundenzufriedenheit und -loyalität können positive Auswirkungen auf die Ergebnissituation erzielt werden. VI. Prognosebericht Erwartetes wirtschaftliches Umfeld Für 2020 kann auf dem augenoptischen Markt als auch im Internethandel weiter mit Wachstum gerechnet werden. Die positive Entwicklung beider relevanter Märkte wird hierbei eine wichtige Rolle spielen und einen entscheidenden Anteil am Wachstum beisteuern. Mister Spex will diesen Trend und die weitere Wachstumsstrategie für sich nutzen. Mit unserer Omnichannel-Strategie wollen wir auch in 2020 unseren Kundenstamm erweitern und die Vorteile von Offline und Online verbinden. Mister Spex will auf dem europäischen Markt seine Marktanteile weiter ausbauen. Ein Schlüsselfaktor dafür wird der Ausbau der Omnichannel-Strategie und damit die Eröffnung weiterer Ladengeschäfte sein, um auch Offline ein flächendeckendes Netz aufzubauen. Ein weiterer Faktor ist die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Onlineshops. Der vorhandene Zahlungsmittelbestand wird dem Ausbau der Aktivitäten dienen. Das anhaltende Wachstum des Optikermarktes in Deutschland unterstützt dieses Vorgehen und bestätigt die strategische Ausrichtung von Mister Spex. Die Positionierung von Mister Spex als eines der führenden Unternehmen der Branche sowie die Investitionen in Strukturen und Prozesse in 2019 bilden sehr gute Voraussetzungen für ein fortwährend Umsatzwachstum des Mister Spex Konzerns auch in 2020. Voraussichtliche Entwicklung Mister Spex verfolgt weiter konsequent eine Strategie des Wachstums mit dem übergeordneten Ziel, die Position als führender Omnichanneloptiker weiter auszubauen. Mister Spex erwartet ein Umsatzwachstum im moderaten zweistelligen Prozentbereich sowie ein erneut verbessertes Periodenergebnis für das Geschäftsjahr 2020. Für die zentrale finanzielle Kennzahl des adjustierten EBITDA erwarten wir ebenso eine weitere deutliche Steigerung gegenüber dem adjustierten EBITDA 2019. Die Store-Expansionen sowie der Anstieg der Bestellungen und die Erhöhung des durchschnittlichen Warenkorbs je Produktkategorie werden 2020 nach unseren Erwartungen für einen Anstieg der Umsatzerlöse als auch zu einer Verbesserung des adjustierten EBITDA beitragen. VII. Erklärung zur Unternehmensführung In Deutschland hat der Gesetzgeber 2015 das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst verabschiedet (Teilhabegesetz). Danach ist der Aufsichtsrat der Gesellschaft verpflichtet eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand sowie eine Frist zur Erreichung dieses Ziels festzulegen. Ebenso ist der Vorstand der Gesellschaft verpflichtet, für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen. Die Erklärung zur Unternehmensführung in Bezug auf die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen bei Mister Spex ist seit 2017 Bestandteil der Berichterstattung. Der Beirat muss für das eigene Gremium als auch für die Geschäftsführung eine Zielgröße für die Quote festlegen - der Geschäftsführung obliegt die Festsetzung für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung - hier das C-Level und die VP-Ebene. Der Beirat als auch die seit 2011 bestehende Geschäftsführung des Unternehmens setzt sich aus männlichen Führungskräften zusammen. Die von ihnen festgelegten Zielgrößen für die zwei nachfolgenden Ebenen -C-Level und VP Ebene- wurden für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2019 mit mindestens 10% definiert. Ab dem 1. Januar 2020 wird die neue Zielgröße auf mindestens 20% hochgesetzt. Im Geschäftsjahr 2019 bestand das Management (C-Level) aus fünf Personen, darunter zwei Frauen, was einer Quote von 40% entspricht. Seit Anfang des Geschäftsjahres 2020 gehört ein weiteres weibliches Mitglied zum C-Level bei Mister Spex, sodass von einer ausgeglichenen Managementriege gesprochen werden kann. Auf der nächsten Ebene (VP-Ebene), die aus drei Führungspersonen besteht, zählt eine Frau und damit 33% zum Führungspersonal. Die festgelegten Zielgrößen wurden für das Geschäftsjahr erreicht. Die Vergangenheit zeigt, dass bei Mister Spex in den Ebenen unterhalb der Geschäftsführung immer ein ausgewogener Diversity-Mix Teil der Teamstrukturen war. Der Frauenanteil in der Gesamtbelegschaft der Mister Spex GmbH lag mit 57% (Vj. 56%) im Berichtszeitraum bereits auf einem sehr guten Niveau. In der Gesamtbelegschaft der Mister Spex Gruppe lag der Wert ebenso bei 57% (Vj. 56%).
Berlin, den 27. März 2020 Dirk Graber Dr. Mirko Caspar Bericht zur Gleichstellung und EntgeltgleichheitDie Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ist Teil unserer gelebten Wertevorstellung. Unsere Personalmaßnahmen (Ausschreibungen, Einstellungen, Beförderungen etc.) finden unabhängig vom Geschlecht und auf Basis quantitativer Kriterien anhand unserer firmenweiten Karrierepfade statt. Mister Spex stellt so sicher, dass die Anforderungen an jede Position in unserem Beförderungsprozess klar zum Ausdruck gebracht und vorab neutral definiert werden. Beförderungsentscheidungen werden von einem objektiven Ausschuss getroffen, um eine unvoreingenommene Entscheidung gewährleisten zu können. Dieser aus leitenden Führungskräften bestehende Ausschuss hat die Aufgabe, basierend auf Fakten und gemäß genau definierten Leistungs- und Beförderungskriterien konsistente, nachvollziehbare Entscheidungen für die gesamte Organisation zu treffen. Die Höhe des Entgelts richtet sich nach den Aufgaben und Leistungen der Beschäftigten (Karrierepfade) sowie nach ihrer Qualifikation und Erfahrung. Der HR-Ausschuss prüft in regelmäßigen Abständen die Gleichstellung hinsichtlich Position und Gehalt innerhalb der Abteilungen sowie unternehmensübergreifend und leitet im Bedarfsfall strategische Maßnahmen ein. Weder Geschlecht noch Herkunft, sondern allein Funktion und Verantwortung der Beschäftigten zählen für uns bei der Festlegung des Entgelts. Unser Ziel ist die Gleichstellung in jeder Hinsicht weiter zu fördern. Nachfolgende Tabelle bietet einen Überblick der im Rahmen des Entgelttransparenzgesetzes geforderten Kennzahlen für die Mister Spex GmbH (Angaben jeweils zum 31. Dezember 2019). Mitarbeiterstatistik der Mister Spex GmbHDurchschnittliche Mitarbeiterzahl 2019
"Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mister Spex GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mister Spex GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mister Spex GmbH, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die in Abschnitt VII des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weiter gehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Berlin, 27. März 2020 Ernst
& Young GmbH
Dr. Röders, Wirtschaftsprüfer von Michaelis, Wirtschaftsprüfer Mit Beschluss vom 06.04.2020 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2019 festgestellt, der Fehlbetrag auf neue Rechnung vorgetragen und der Geschäftsführung Entlastung erteilt. |
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Mister Spex SE SEAktiengesellschaft
Structured data
Parsed, typed and queryable directly through the API.
Overview
- Legal form
- SE
- Address
-
Hermann-Blankenstein-Straße 24
10249 Berlin - Commercial register
- HRB 230317, Charlottenburg (Berlin)
- Registration date
- May 20, 2021
- Purpose
- Der Handel mit, der Vertrieb und die Produktion sowie der Im- und Export von Korrektions-, Lese-, Sonnen-, Sport- und Skibrillen, Brillengläsern, Kontaktlinsen, sonstigen optischen Apparaten und Instrumenten sowie dazugehörigen Reinigungs- und Pflegeprodukten. Darüber hinaus Versandhandel mit den vorstehenden Produkten, einschließlich aller Formen des E-Commerce, sowie die Bereitstellung von Dienstleistungen an Dritte, die dem Vertrieb der vorgenannten Produkte der Gesellschaft wie auch dem Vertrieb von Produkten und Sortimenten Dritter dienen. Ferner der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und der Verkauf von Beteiligungen an Unternehmen mit gleichem oder ähnlichem Gegenstand im In- und Ausland, die Zusammenlegung solcher Unternehmen unter einer einheitlichen Führungsstruktur und ihre Unterstützung und Beratung, einschließlich der Bereitstellung von Dienstleistungen für diese Unternehmen.
Financials
Balance sheet
2024- Assets (total) 100,0 % 171,27 Mio
- Total liabilities less minority interests 58,1 % 99,43 Mio
- Total capital minority interests (gross) 41,9 % 71,84 Mio
Balance sheet data available for 5 earlier fiscal years.
Profit & loss
2024- Revenue 10,8 % 216,75 Mio
- Betriebsertrag 10,8 % 216,75 Mio
- Other operating expenses 7,9 % 159,28 Mio
- Gross profit from sales 5,5 % 111,22 Mio
- Production costs of goods sold 5,2 % −105,53 Mio
- Income before taxes 4,3 % −85,79 Mio
- Net income attributable to ordinary shareholders 4,2 % −84,86 Mio
- Annual net profit/loss 4,2 % −84,86 Mio
- Net income with minority interests 4,2 % −84,86 Mio
- Net income continuing operations 4,2 % −84,86 Mio
- Diluted NI available to common shareholders 4,2 % −84,86 Mio
- Net income from continuing/ discontinued operations 4,2 % −84,86 Mio
- Net income from continuing operations less minority interests 4,2 % −84,86 Mio
- EBIT 4,1 % −82,25 Mio
- General administrative expenses 3,0 % 59,51 Mio
- Adjusted depreciation and amortization 2,8 % 56,09 Mio
- Normalized surplus 2,4 % −48,16 Mio
- Betriebsgewinn 2,4 % −48,06 Mio
- Ausgaben Verkauf und Marketing 1,9 % 37,98 Mio
- Total unusual items excluding goodwill 1,8 % −37,10 Mio
- Total unusual items 1,8 % −37,10 Mio
- Undiluted average shares 1,6 % 33,17 Mio
- Diluted average shares 1,6 % 33,17 Mio
- EBITDA 1,3 % −26,16 Mio
- Normierte EBITDA 0,5 % 10,94 Mio
- Interest and similar expenses 0,2 % −3,54 Mio
- Zinsertrag, nichtbetrieblich 0,2 % 3,30 Mio
- Interest income 0,2 % 3,30 Mio
- Tax provision 0,0 % −931,0 k
- Tax effect of unusual items 0,0 % −402,6 k
- Net interest income 0,0 % −240,0 k
- Undiluted earnings per share 0,0 % −3
- Diluted earnings per share 0,0 % −3
- Sonstige Dividenden Vorzugsaktien 0,0 % 0
- Tax rate for calculation 0,0 % 0
- Gesamtaufwand 65,8 % 264,82 Mio
- Berichtigte Herstellungskosten 26,2 % 105,53 Mio
- Verwaltungsgemeinkosten 5,3 % 21,54 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 1,8 % 7,06 Mio
- Zinsaufwand, nichtbetrieblich 0,9 % 3,54 Mio
- Nichtbetrieblicher Zinsertragsaufwand (netto) 0,1 % −240,0 k
P&L data available for 5 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Tobias Krauss
since 2025 Board Member
-
Daniel Wunderlich
since 2026 Procura
-
Heinzpeter Mandl
since 2025 Procura
-
Thomas Dr. Görgemanns
since 2023 Procura
Ownership & holdings
Ultimate beneficial owners (UBOs)
No beneficial owners conclusively identified — 1 possible matches from the transparency register.
Holds shares in
- Tribe GmbH GmbH 100.0 %
- OES Optik Experts und Service GmbH GmbH 100.0 %
History
- 2026
-
26.06.
Change of bylawsMister Spex SE
-
09.03.
Member entryDaniel Wunderlich · Procura
-
09.02.
Exit of positionMax Weber · Procura
- 2025
-
10.11.
Exit of positionStephan Albrecht Schulz-Gohritz · Board Member
-
27.06.
Member entryHeinzpeter Mandl · Procura
-
04.04.
Member entryTobias Krauss · Board Member
-
27.03.
Exit of positionKarl Pitrich · Procura
-
27.03.
Exit of positionTobias Streffer · Procura
Raw data & documents
Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.
Annual statements (full text)
Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.
- 2020 Jahresabschluss
- 2019 Jahresabschluss ↓
- 2018 Jahresabschluss
- 2017 Jahresabschluss
- 2016 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2019
Register documents
PDF documents straight from the court register — fetched on demand via the :code endpoint.
- Current extract (AD)
- Chronological extract (CD)
- Structured content (SI, XML)
- Shareholders list
- Articles of association
Website content
Structured markdown rendering of the company's public website — perfect for enrichment and AI pipelines.
- Website snapshot (auto-discovered) AI
Structured data and full text — per company
From annual statements as HTML to UBO lists: enable each field individually via the features parameter. One API, all data.
- Key figures Revenue, employee count, total assets, net income — per fiscal year.
- Authorized representatives Current and former managing directors, board members, signatories — with roles and date ranges.
- Publications Official commercial register publications including date and full text.
- Gesellschafter Current shareholder structure with stakes and contributions.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Ultimate beneficial owners as recorded in the German transparency register.
- Beteiligungen Stakes this company holds in other entities.
- Bilanz Full balance sheet line items from published annual statements.
- Gewinn- und Verlustrechnung P&L line items per fiscal year.
- Jahresabschlüsse (HTML) Published annual financial statements rendered as HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Notices from the official insolvency registers.
- News Recent mentions of the company from external news sources.
Plug into any stack
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