msg life agLeinfelden-EchterdingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, der Aufsichtsrat der msg life ag hat im Geschäftsjahr 2024 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben pflichtgemäß wahrgenommen und dabei den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens umfassend beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Im Rahmen der jeweiligen Sitzungen verglich der Aufsichtsrat die Geschäftsplanung mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung und befasste sich mit der strategischen und operativen Entwicklung der Gesellschaft. In dem Zusammenhang wurden auch die Gründe von Abweichungen und deren mögliche Auswirkungen auf die kurz-, mittel- und langfristige Planung diskutiert. In den jeweiligen Sitzungen besprach der Aufsichtsrat, neben den zustimmungspflichtigen Entscheidungen, immer die aktuellen Kennzahlen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der msg life ag und ihrer Tochtergesellschaften. Des Weiteren informierte der Vorstand den Aufsichtsrat auch über andere wichtige Vorgänge; dazu gehörten die aktuellen Vertriebs- und Projektsituationen in den einzelnen Vorstandsressorts, die Entwicklung des nationalen und internationalen Marktumfelds, die kurz- und längerfristige Unternehmensstrategie sowie mögliche Kooperationen, Partnerschaften oder Akquisitionen. ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN AUFSICHTSRAT UND VORSTANDDer Aufsichtsrat wurde immer zeitnah und umfassend über alle wesentlichen unternehmensrelevanten Sachverhalte unterrichtet. Über besondere Vorgänge informierte der Vorstand den Aufsichtsrat zudem auch zwischen den jeweiligen Sitzungen. Auf ihre Entscheidungen bereiteten sich die Mitglieder des Aufsichtsrats mit den vom Vorstand vorab übersandten Berichten vor. Hierbei unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat monatlich ausführlich über die zentralen wirtschaftlichen Kennzahlen und Planungsabweichungen. Außerdem tauschte sich der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand - und dabei insbesondere mit der Vorstandsvorsitzenden - regelmäßig aus und informierte sich dabei über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle. THEMEN DER AUFSICHTSRATSTÄTIGKEIT IM GESCHÄFTSJAHR 2024Auch im Geschäftsjahr 2024 fanden wieder fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Alle Sitzungen wurden als Präsenzveranstaltungen abgehalten, wobei vereinzelt auch Teilnehmende per Video-/Telefonkonferenz zugeschaltet wurden. An den Sitzungen und Beschlussfassungen haben jeweils alle amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Zur Vorbereitung der Sitzungen stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat jeweils vorab ausführliche Berichte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat stützte sich bei seiner Arbeit auf die schriftlichen und mündlichen Informationen durch die Vorstandsmitglieder. Mit Blick auf die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 erfolgten zudem schriftliche und mündliche Informationen durch den Abschlussprüfer. In der Sitzung vom 7. Februar 2024 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Bericht des Vorstands über die aktuelle Geschäftsentwicklung des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie mit den wesentlichen Vertriebsvorhaben. Daneben erfolgten die Jahresberichterstattungen zu Risikomanagement, Compliance, Revision und Datenschutz. Des Weiteren wurde die Strategie der msg life im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) vorgestellt und diskutiert. Am 23. April 2024 erörterte der Aufsichtsrat den Jahres- und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023. Nach intensiver Diskussion mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss jeweils für das Geschäftsjahr 2023. Ebenfalls besprochen und verabschiedet wurde die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 4. Juli 2024. Zudem wurde die laufende Geschäftsentwicklung des Unternehmens erörtert. Im Anschluss an die Hauptversammlung vom 4. Juli 2024 fand eine Aufsichtsratssitzung statt. Dabei unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftslage in der msg life Gruppe. Des Weiteren wurden die Zielvereinbarungen des Vorstands für 2024 diskutiert und verabschiedet. Ebenfalls in dieser Sitzung wurde Dr. Aristid Neuburger zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Am 19. September 2024 erörterten Vorstand und Aufsichtsrat die laufende Geschäfts- und Vertriebsentwicklung des Unternehmens sowie die jeweilige Strategie in laufenden externen und internen Projektvorhaben. In der Aufsichtsratssitzung vom 3. Dezember 2024 befasste sich der Aufsichtsrat unter anderem ausführlich mit der aktuellen Geschäftslage und mit den wesentlichen Vertriebsvorhaben der msg life ag und ihrer Tochtergesellschaften. Außerdem wurden die Planzahlen 2025 diskutiert und verabschiedet und der Status in einem größeren Kundenprojekt erörtert. PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES 2024Die ordentliche Hauptversammlung der msg life ag wählte am 4. Juli 2024 die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024. Den Jahresabschluss 2024 sowie den Lagebericht hat der Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden der Jahresabschluss 2024 sowie der Lagebericht genauso wie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers rechtzeitig vor der Aufsichtsratssitzung vom 6. Mai 2025 zugestellt. In dieser Sitzung hat sich der Aufsichtsrat abschließend mit dem Jahresabschluss sowie dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 befasst und die Vorlagen mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat in diesem Zusammenhang den Jahresabschluss sowie den Lagebericht eingehend geprüft, und es ergaben sich daraus keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in der Sitzung vom 6. Mai 2025 gebilligt. Somit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 AktG festgestellt. Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, der am 16. Juli 2025 stattfindenden Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,04 je für das Geschäftsjahr 2024 dividendenberechtigte Stückaktie vorzuschlagen. VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND UND IM AUFSICHTSRATFrancesco Cargnel schied als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft mit Wirkung zum Ablauf des 6. Juni 2024 aus. Marion Schenker wurde mit Wirkung zum 1. November 2024 als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. Robert Hess schied als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2024 aus. Jan Vatter wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2025 als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. Dr. Martin Strobel schied mit Wirkung zum 30. April 2024 aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft aus. Bei allen im Berichtszeitraum amtierenden Vorstandsmitgliedern bedankt sich der Aufsichtsrat für ihren Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Zudem bedankt sich der Aufsichtsrat bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der msg life ag und ihrer Tochtergesellschaften ausdrücklich für die erneut sehr guten Leistungen im zurückliegenden Geschäftsjahr 2024.
Leinfelden-Echterdingen, 6. Mai 2025 Für den Aufsichtsrat JOHANN ZEHETMAIER, Vorsitzender des Aufsichtsrats LageberichtDer folgende Lagebericht der msg life ag, Leinfelden-Echterdingen, stellt den Geschäftsverlauf der Gesellschaft mit den Geschäftsergebnissen für das Geschäftsjahr 2024 vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie die Lage der Gesellschaft zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2024 dar. Die msg life ag ist zum Bilanzstichtag ein mittelbares Tochterunternehmen der msg group GmbH, Ismaning. Im Folgenden wird für die msg group GmbH und deren Konzernunternehmen der Begriff msg-Gruppe verwendet. Am 25. September 2020 haben die msg life ag, Leinfelden-Echterdingen, und die msg systems ag, Ismaning, einen Beherrschungsvertrag, geändert durch Änderungsvereinbarung vom 6. November 2020, abgeschlossen. Diesem Beherrschungsvertrag haben die Hauptversammlungen der msg life ag am 10 . November 2020 bzw. der msg systems ag am 18. November 2020 zugestimmt. Mit der Eintragung des Beherrschungsvertrags in das Handelsregister der msg life ag beim Amtsgericht Stuttgart am 20. Januar 2021 ist der Beherrschungsvertrag rückwirkend zum 1. Januar 2021 wirksam geworden. Die Berichtswährung ist Euro, auf Tsd. Euro oder Mio. Euro wird gerundet. Hieraus können sich Rundungsdifferenzen in Höhe von bis zu einer Recheneinheit ergeben. Grundlagen der GesellschaftGeschäftsmodellDie msg life ag entwickelt mit ihren Tochterunternehmen seit 1980 IT-Systemlösungen, berät Kunden erfolgreich bei der Umsetzung ihrer IT-Strategie und hat sich zu einem führenden Anbieter von Software, Beratung und Cloud-Lösungen mit digitalem Schwerpunkt für Lebensversicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa sowie insbesondere Kranken- und Gruppenversicherungen in den USA entwickelt. Neben einer führenden Marktstellung in den deutschsprachigen Ländern ist die Software von msg life auch weltweit im Einsatz. Innerhalb der msg life-Gruppe nimmt die msg life ag neben der Finanzierungsaufgabe für die Tochterunternehmen vor allem strategische und in begrenztem Maße auch operative Managementaufgaben wahr. Auch die Bestimmung der adressierten Märkte, die Definition des Produktangebots und Entscheidungen im Bereich Mergers & Acquisitions obliegen vor allem der msg life ag. Zentral- und Stabsfunktionen wie Vertrieb, Marketing, Personal, Finanzen, Betriebsorganisation, Controlling, Revision, Datenschutz, Compliance-Management, Risikomanagement, Informationssicherheit, Organisation & IT-Services und Recht sind darüber hinaus weitestgehend in der msg life ag angesiedelt. Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Gesellschaft beschränken sich hauptsächlich auf die Verrechnung von Dienstleistungen innerhalb der msg life-Gruppe sowie auf die Finanzierungstätigkeit; sie ist nur in sehr wenigen Fällen Vertragspartner in Kundenprojekten. Im Rahmen der Dienstleistungen werden insbesondere die in der msg life ag angesiedelten, oben genannten Zentral- und Stabsfunktionen an die Tochterunternehmen verrechnet. Mit Blick auf die Finanzierungstätigkeit stellen vor allem verzinsliche Ausleihungen an Tochterunternehmen, Geldanlagen und Ergebnisausschüttungen aus Beteiligungen den Geschäftszweck dar. Somit ergibt sich für die msg life ag das wesentliche Ertragspotential aus den Ergebnissen der Beteiligungen. Zum Bilanzstichtag zählen zu den Kunden primär Versicherer mit dem Schwerpunkt Lebensversicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa und über das US-amerikanische Tochterunternehmen insbesondere Krankenversicherungen und Gruppenversicherer in den USA. Das Leistungsspektrum reicht dabei von der Entwicklung und Implementierung von Standardsoftware über Consulting-Dienstleistungen mit digitaler Ausrichtung bis hin zur Übernahme des kompletten IT-Betriebs (Software as a Service [SaaS-]/ Cloud-Lösungen). Im Kontext SaaS arbeitet msg life mit diversen Cloud-Anbietern wie Amazon (AWS), Microsoft (Azure), Google und IBM zusammen. Der Hauptsitz der msg life ag ist Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart. Weitere Geschäftsstellen befinden sich in Ismaning, Hamburg und Köln. Die Tochterunternehmen msg life central europe gmbh und msg life global gmbh haben im Geschäftsjahr 2024 ihren Unternehmenssitz nach Ismaning, Landkreis München, verlegt. In dem Zuge wurde auch der vormalige Münchner Standort nach Ismaning umgezogen. Die ausländischen Tochterunternehmen sind in Wien (Österreich), Zürich (Schweiz), Almere (Niederlande), Bratislava, Košice und Žilina (Slowakei), Porto (Portugal), Madrid (Spanien) sowie in New York, Denver und Boca Raton (USA) vertreten. Nach den veröffentlichten Mitteilungen und den der msg life ag vorliegenden Informationen gibt es an der msg life ag per 31. Dezember 2024 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen, die 25 Prozent der Aktien überschreiten:
Zum aktuellen Bilanzstichtag haben sich keine Änderungen im Anteilsbesitz gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ergeben. Seit 2021 traten die msg life ag und das msg-Konzernunternehmen msg nexinsure ag, Ismaning, im Versicherungsmarkt unter dem gemeinsamen Branding "msg insur:it" auf und verfügten über ein Management-Team mit übergreifend-einheitlicher Verantwortung. Seitdem konnte die Weiterentwicklung der gemeinsamen msg. Insurance Suite zur führenden SaaS- und Cloud-fähigen Plattform für Versicherungen erfolgreich vorangetrieben werden. Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung der beiden Unternehmen wurde 2024 eine Fokussierung von msg life ag und msg nexinsure ag auf ihre jeweiligen Sparten und Geschäftsfelder innerhalb der msg-Gruppe beschlossen. Deshalb wurde zum 1. Januar 2025 die vormalige übergreifend-einheitliche Verantwortung des Management-Teams aufgelöst. Davon unabhängig arbeiten die beiden Unternehmen im Rahmen des gemeinsamen Lösungsangebotes msg.Insurance Suite auch weiterhin eng zusammen und verdeutlichen damit ihre führende Rolle als Produkthäuser für die Versicherungsbranche. Das neugegründete msg-Konzernunternehmen msg health ag komplettiert im Bereich digitaler Gesundheitslösungen das Portfolio für einen vollständig digitalisierten Versicherungsbetrieb. SteuerungssystemeBei der Steuerung des Unternehmens werden finanzielle Leistungsindikatoren eingesetzt. Der finanzielle Leistungsindikator in der msg life ag ist das handelsrechtliche Ergebnis. Wichtige Produkte und DienstleistungenDas Bestandsverwaltungssystem msg.Life Factory ist das Kernprodukt des Unternehmens: mit der Lösung können Lebensversicherungs- und Altersvorsorgeprodukte verwaltet werden. Die msg.Life Factory sowie weitere zentrale Komponenten sind Teil der msg.Insurance Suite, der gemeinsamen Versicherungsplattform der msg-Gruppe. Mit der msg.Insurance Suite steht ein einheitlicher und spartenübergreifender Industriestandard zur Verfügung. Die Lösung umfasst und integriert alle notwendigen fachlichen Systemkomponenten für ein Versicherungsunternehmen. Die msg life ag, die msg nexinsure ag und die msg-Gruppe arbeiten bei der Vermarktung der msg.Insurance Suite vertrieblich eng zusammen. Diese Zusammenarbeit sowie die Umsetzung der vollständigen Konvergenz der Komponenten der msg.Insurance Suite sind wichtige Aspekte der Produktstrategie. Des Weiteren bietet die Gesellschaft ein breites Spektrum an Beratung und Dienstleistungen, von der Software-Implementierung bis zur Bestandsmigration; dabei gehören im Bereich Migration auch die Migrationssoftwarelösungen msg.Migration Analyze, msg.Migration System und msg.Migration Archive sowie die Komplettlösung msg.Migration Factory zur Angebotspalette. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDer Ausblick für die globale Wirtschaft ist geprägt von Kriegen, geopolitischen Spannungen, politischen Unsicherheiten und möglichen Handelskonflikten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet 2025 dennoch eine stabile Weltwirtschaft bei rückläufiger Inflation. In der im Januar 2025 aktualisierten Prognose "World Economic Update" geht die Organisation von einem globalen BIP-Wachstum von 3,3 Prozent aus nach einem voraussichtlichen Plus von 3,2 Prozent im Jahr 2024. Die Inflation wird demnach auf 4,2 Prozent sinken. Die weltweite Inflationsrate lag im vergangenen Jahr laut Statista bei rund 5,9 Prozent. Wie der IWF rechnet auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit einem globalen Wachstum von 3,3 Prozent im laufenden Jahr. Die Weltwirtschaft zeigt sich widerstandsfähig und die Inflation schwächt sich ab, heißt es in der OECD-Prognose von Dezember 2024. Die Organisation erwartet einen Rückgang der globalen Inflationsrate auf 3,8 Prozent. In ihrem Ausblick verweist die OECD auf anhaltende Unsicherheiten. Eine Verschärfung der Konflikte im Mittleren Osten könnte zu Turbulenzen an den Energiemärkten führen, wodurch das Wachstum beeinträchtigt werden könnte. Auch die zunehmenden Handelskonflikte stellen ein Risiko für die globale Wirtschaft dar. Positiv auswirken könnten sich indes schnelle Lösungen für die geopolitischen Konflikte, die wiederum zu geringeren Energiepreisen führen könnten. Sollte sich die Kaufkraft der privaten Haushalte schneller erholen als erwartet, würden steigende Konsumausgaben die konjunkturelle Entwicklung unterstützen. Für die USA erwarten die OECD-Analysten im laufenden Jahr ein Wachstum von 2,8 Prozent, für China ein Plus von 4,7 Prozent. Die Wirtschaft im Euroraum entwickelt sich weiterhin schwach. Im vergangenen Jahr wuchs das BIP im Euroraum um 0,7 Prozent. Das geht aus einer Schnellschätzung der europäischen Statistikbehörde Eurostat vom 30. Januar 2025 hervor. Während die OECD-Analysten in ihrem Ausblick im laufenden Jahr mit einem Plus von 1,3 Prozent rechnen, zeigt sich der Internationale Währungsfonds etwas verhaltener. So erwartet der IWF im laufenden Jahr nur ein moderates BIP-Wachstum von 1,0 Prozent. Der verhaltene Ausblick ist demnach im Wesentlichen auf die Auswirkungen der geopolitischen Spannungen, schwaches Verbrauchervertrauen und die anhaltend hohen Energiepreise zurückzuführen - vor allem im Vergleich zu den USA. Darauf verweist auch das Institut für deutsche Wirtschaft (IW) in Köln in seiner Konjunkturumfrage von Januar 2025. Dort heißt es: Die Gaspreise (je Million BTU) waren auf Basis der Daten der Weltbank (2025) im Jahresdurchschnitt 2024 in Europa mit 11 Dollar fünf Mal so hoch wie in den USA mit 2,2 Dollar. Die EU-Kommission geht in ihrer Herbstprognose "Allmähliche Erholung unter widrigen Bedingungen" von November 2024 davon aus, dass die Wirtschaft im Euroraum im laufenden Jahr um 1,3 Prozent wächst. Für 2026 prognostiziert die EU-Kommission ein Plus von 1,6 Prozent. Die Gesamtinflation im Euroraum dürfte sich 2025 auf 2,1 Prozent abschwächen, nach voraussichtlich 2,4 Prozent im vergangenen Jahr. Unsicherheiten und Risiken sieht die EU-Kommission in den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten. Außerdem könnte die protektionistische Politik von Handelspartnern den Welthandel stören und die EU-Wirtschaft belasten. Laut Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni ist es mit Blick auf die Zukunft von entscheidender Bedeutung, dass die EU-Länder ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen und Strukturreformen stärken, um das Potenzialwachstum zu steigern und sich gegen die zunehmenden geopolitischen Risiken zu wappnen. In Deutschland ist die Wirtschaft weiterhin schwach: Die Wirtschaftsleistung schrumpfte im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge. So sank das deutsche BIP im Jahr 2024 um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt ersten Berechnungen zufolge am 15. Januar 2025 mitteilt. Im Jahr 2023 hatte es bereits einen Rückgang von 0,3 Prozent gegeben. Zwei Rezessionsjahre in Folge gab es zuletzt 2002 und 2003. Laut Statistikbehörde standen konjunkturelle und strukturelle Belastungen im vergangenen Jahr einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Wege. Dazu zählen zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten, hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau, aber auch unsichere wirtschaftliche Aussichten. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, mussten insbesondere das Verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe deutliche Einbußen hinnehmen. Gegenüber dem Vorjahr wurde im Verarbeitenden Gewerbe ein Rückgang von -3,0 Prozent verzeichnet. Vor allem Bereiche wie der Maschinenbau oder die Automobilindustrie produzierten deutlich weniger. In den energieintensiven Industriezweigen, wie z.B. Chemie- und Metallindustrie, blieb die Produktion auf niedrigem Niveau. Im Baugewerbe nahm die Wirtschaftsleistung auf Jahressicht mit -3,8 Prozent noch stärker ab. Die Statistikbehörde führt das unter anderem auf die hohen Baupreise und Zinsen zurück, da dadurch weniger Wohngebäude errichtet wurden. Das Dienstleistungsgewerbe entwickelte sich 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Plus von 0,8 Prozent insgesamt positiv, allerdings uneinheitlich über die verschiedenen Bereiche hinweg. So stagnierte der Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, während die Wirtschaftstätigkeit im Bereich Information und Kommunikation um 2,5 Prozent zunahm. Die schwierige wirtschaftliche Situation schlug sich laut Statistikbehörde auch im Außenhandel nieder. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen gingen im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent zurück. Der Grund: Es wurden weniger elektrische Ausrüstungen, Maschinen und Kraftfahrzeuge exportiert. Die Importe legten dagegen leicht um 0,2 Prozent zu. Die privaten Konsumausgaben lieferten ebenfalls keine nachhaltigen Impulse. Sie stiegen lediglich um 0,3 Prozent. Die Lohnerhöhungen in manchen Branchen steigerten die Kauflust nur in begrenztem Maß. Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent und damit weniger stark als in den vergangenen Jahren, wie aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts vom 16. Januar 2025 hervorgeht. Die Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln, die sogenannte Kerninflation, lag 2024 bei +3,0 Prozent nach +5,1 Prozent im Jahr 2023. Die Kerninflation hat sich demnach zwar abgeschwächt, liegt aber immer noch deutlich über der Gesamtteuerung. Diese Kenngröße verdeutlicht, dass die Teuerung in anderen Güterbereichen im Jahresdurchschnitt 2024 weiterhin hoch war. So verteuerten sich beispielsweise Versicherungen im vergangenen Jahr um 13,2 Prozent. Die Bundesregierung hat in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2025, der am 29. Januar 2025 veröffentlicht wurde, ihre BIP-Prognose deutlich gesenkt. War die Bundesregierung in ihrer Herbstprognose 2024 noch von einem BIP-Wachstum von 1,1 Prozent im laufenden Jahr ausgegangen, sind es nunmehr nur noch 0,3 Prozent. Laut Jahreswirtschaftsbericht konnte die sogenannte Wachstumsinitiative, die zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung der deutschen Wirtschaft umfasste, aufgrund des Scheiterns der Ampel-Koalition im November 2024 nicht vollständig umgesetzt werden. Zudem haben sich die außenwirtschaftlichen Risiken mit Blick auf die angekündigte US-Handelspolitik deutlich erhöht, was die Exportaussichten dämpft. US-Präsident Donald Trump startete schon kurz nach Amtsantritt am 20. Januar 2025 seine Zolloffensive. So wurden unter anderem Zölle auf Waren aus China, Kanada und Mexiko verhängt. Die geplanten Zölle gegen Kanada und Mexiko wurden zunächst ausgesetzt. Am 11. Februar 2025 erließ Trump Sonderzölle gegen Stahl- und Aluminium-Einfuhren. Eine Woche später kündigte er auf einer Pressekonferenz in Florida Zölle von 25 Prozent auf importierte Autos an. Bereits am 17. Februar 2025 warnte Bundesbankpräsident Joachim Nagel bei einer Rede in Frankfurt am Main, dass die deutsche Wirtschaft erheblich unter US-Zöllen leiden würde. Die hohe Exportausrichtung Deutschlands ist besonders anfällig für eine sinkende Auslandsnachfrage. Die Abwertung des Euro könnte zwar die preisliche Wettbewerbsfähigkeit stärken, das würde aber nicht ausreichen, um die negativen Effekte zu kompensieren. Unter diesen von großen Unwägbarkeiten geprägten Bedingungen hat die Versicherungswirtschaft im vergangenen Jahr ein stabiles Ergebnis erzielt. 2024 verzeichnete die Branche einen Beitragszuwachs von 5,3 Prozent auf 238 Mrd. Euro, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am 13. Februar 2025 auf seiner Jahresmedienkonferenz mitteilt. Laut GDV-Präsident Dr. Norbert Rollinger hat der Sektor nach sehr schnellen Zinsanstiegen und der hohen Unsicherheit drei schwierige Jahre hinter sich und nun die Talsohle überwunden. Die Versicherungsunternehmen blicken zuversichtlich auf das laufende Jahr. Die Branche erwartet ein Beitragsplus von 5 Prozent auf 250 Mrd. Euro. Die Lebensversicherer erzielten 2024 dem GDV zufolge ein Beitragswachstum um 2,6 Prozent auf rund 94 Mrd. Euro. Das Einmalgeschäft legte gegenüber 2023 um 10 Prozent zu. Beim laufenden Beitrag verbuchten die Lebensversicherer allerdings ein Minus von 0,2 Prozent. Für das laufende Jahr prognostiziert der Branchenverband ein Wachstum von 1,3 Prozent auf knapp 96 Mrd. Euro, wobei sich hier steigende Löhne, rückläufige Inflationsraten und die aktuelle Zinsentwicklung positiv auswirken dürften. Maßgeblicher Treiber dürfte das Einmalbeitragsgeschäft sein, meint GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Hier wird ein Plus von 4,8 Prozent erwartet. In der Schaden- und Unfallsparte stiegen die Beitragseinnahmen 2024 um 7,8 Prozent auf rund 92 Mrd. Euro. Da die Schäden im Vergleich zu 2023 langsamer gestiegen sind als die Beitragseinnahmen hat sich unter dem Strich das versicherungstechnische Ergebnis mit einem Gewinn von etwa 1,9 Mrd. etwas verbessert. Der GDV geht davon aus, dass die Schaden- und Unfallversicherer im laufenden Jahr ein Beitragswachstum von 7,5 Prozent auf 99 Mrd. Euro erzielen werden. Auch in der Kfz-Versicherung erwartet der GDV ein zweistelliges Wachstum der Beitragseinnahmen. Ersten Schätzungen zufolge verzeichneten die Kfz-Versicherer 2024 einen Verlust von rund zwei Mrd. Euro. 2023 war es ein Minus von drei Mrd. Euro. Ein wesentlicher Grund für die Verluste war laut GDV die hohe Teuerungsrate, wodurch die Reparaturkosten in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen sind. Der GDV geht davon aus, dass die Kfz-Versicherung im laufenden Jahr wieder eine schwarze Null erreichen könnte. Das schwache wirtschaftliche Umfeld, Zinsentwicklung, Regulatorik, Fachkräftemangel, Künstliche Intelligenz und die Modernisierung von IT-Systemen zählen zu den zentralen Themen, die die Versicherungsbranche im vergangenen Jahr beschäftigt haben. Mit Blick auf die schwache Konjunktur im Euroraum und einen nachlassenden Preisauftrieb senkte die Europäische Zentralbank (EZB) am 30. Januar 2025 zum fünften Mal in Folge die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent. Hohe Inflationsraten hatten die EZB im Sommer 2022 veranlasst, die Zinsen bis Ende 2023 deutlich auf 4,5 Prozent anzuheben. Auch wenn die Zinsen inzwischen gesenkt wurden, liegen sie noch deutlich über dem Niveau von vor dem Ukraine-Krieg. Wie die Rating-Agentur Assekurata am 18. Juni 2024 in ihrem "Marktausblick zur Lebensversicherung 2024" feststellt, haben die Lebensversicherer seit 2022 mit der Auflösung der Zinszusatzreserve (ZZR) begonnen. Zum Bilanzstichtag 2023 belief sich die ZZR auf 88 Mrd. Euro nach einem Spitzenwert von 96 Mrd. Euro im Jahr 2021. Erste Effekte aus den ZZR-Rückflüssen zeigen sich demnach bereits in Form gestiegener Überschussbeteiligungen, so dass die laufende Verzinsung 2024 leicht gestiegen ist. Vor dem Hintergrund des höheren Zinsniveaus stieg der Höchstrechnungszins für Neuverträge in der Lebensversicherung ab 1. Januar 2025 von 0,25 Prozent auf 1,0 Prozent. Assekurata geht in der Marktstudie "Perspektiven für Garantien verbessern sich" (März 2024) davon aus, dass sich der Gestaltungsspielraum für Lebensversicherungsprodukte damit erweitert und "neuer Schwung in die Produktschmieden der Anbieter" kommt. Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) empfiehlt auch für 2026 einen Höchstrechnungszins von 1,0 Prozent. Angesichts von Kriegen und Krisen, Gefahren für den freien Welthandel, einer wachsenden Belastung öffentlicher Haushalte und einem gewissen Inflationsdruck, ist demnach auch weiterhin von einem höheren Zinsniveau auszugehen. Die wachsenden regulatorischen Anforderungen beschäftigten die Lebensversicherer auch im abgelaufenen Geschäftsjahr. So treibt die EU unter anderem ein komplexes Regelwerk in Sachen Nachhaltigkeit voran. Die Umsetzung des EU-Aktionsplans Nachhaltige Finanzen macht umfassende Anpassungen erforderlich. Mit dem Artificial Intelligence Act (AI Act), der einen Rechtsrahmen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz schafft und am 1. August 2024 in Kraft trat, kommen weitere Verpflichtungen auf die Versicherer zu. Auch die EU-Verordnung "Digital Operational Resilience Act" (DORA), die den gesamten europäischen Finanzsektor gegenüber Cyberrisiken und Vorfällen der Informations- und Kommunikationstechnologie IKT stärken soll, musste bis 17. Januar 2025 umgesetzt sein. Darüber hinaus stehen weitere neue Regelungen an, wie zum Beispiel das EU-Gesetzespaket zur Bekämpfung von Geldwäsche, das Framework for Financial Data Access (FiDA) rund um den einfachen Zugang zu und die Nutzung von Finanzdaten oder die Richtlinie über die Sanierung und Abwicklung von Versicherungsunternehmen (IRRD). Die Pläne der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP zur Reform aller drei Säulen der Altersvorsorge wurden angesichts der vorgezogenen Neuwahl des Bundestags am 23. Februar 2025 nicht mehr umgesetzt. Dabei handelt es sich um das pAV-Reformgesetz zur Reform der privaten Altersvorsorge, die Reform der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) sowie das Rentenpaket II zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung. Getrieben von einer verschärften Regulatorik, hohem Kostendruck und neuen Technologien steht die Modernisierung der IT-Systeme und die digitale Transformation nach wie vor weit oben auf der Agenda. Die Versicherer transformieren ihre Kernsysteme, um veränderten Anforderungen wie wachsende Kundenerwartungen, steigende Nachfrage nach personalisierten Angeboten sowie zunehmende Digitalisierung von Geschäftsmodellen gerecht zu werden. Das geht aus der Studie "Versicherungskernsysteme im Wandel" hervor, die im August 2024 von der Beratungsgesellschaft PwC veröffentlicht wurde. Demnach wollen drei Viertel der Versicherer aus dem DACH-Raum in den nächsten drei Jahren mindestens ein Kernsystem austauschen oder modernisieren. Rund 80 Prozent der Versicherer geben an, dass die Erhöhung des Automatisierungsgrads und die Integrationsfähigkeit zu den wichtigsten Zielen der Transformation zählen. Das zeigt sich auch in den steigenden IT-Ausgaben der Versicherer: Nach Angaben des GDV gab die Branche 2023 mit 6,2 Mrd. Euro so viel für IT-Infrastruktur aus wie nie zuvor. Im Jahr 2022 waren es noch 5,9 Mrd. Euro. Die Modernisierung der IT-Infrastrukturen spielt laut GDV mit Blick auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in den Geschäftsstrategien vieler Versicherer eine zentrale Rolle. Wie die Deloitte-Studie "KI in Versicherungsunternehmen" von Dezember 2024 zeigt, nutzen die meisten Versicherer die Technologie zur Optimierung ihrer Geschäftsprozesse. Das größte ungenutzte Potential sehen sie im Schaden- und Vertragsmanagement. Hier investiert laut Studie inzwischen jeder zweite Versicherer. Von großer Bedeutung ist auch weiterhin Cloud Computing. Laut der GDV-Veröffentlichung "Digitalisierung, aber sicher" von Oktober 2024 weisen inzwischen rund 80 Prozent der Versicherer Ausgaben für Cloud-Lösungen aus. Das deckt sich mit den Ergebnissen des "Cloud Monitor 2024 Financial Services" der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Demnach setzen 86 Prozent der Finanz- und Versicherungsunternehmen mit über 5.000 Mitarbeitenden auf Cloud-Lösungen. Versicherer nutzen die Cloud demnach hauptsächlich für die Verwaltung großer Datenmengen aus Schadensmeldungen, Risikoanalysen und Kundendaten. Der zunehmende Fachkräftemangel in Deutschland beschäftigt auch die Versicherungsunternehmen. So ist die Branche mit Blick auf ihr IT-Personal in einem für die digitale Transformation wichtigen Bereich mit einem Mangel an Fachkräften konfrontiert, teilt der GDV am 11. November 2024 mit. Dieser Mangel wird durch den demografischen Wandel weiter verschärft: Bis 2040 werden 20 bis 30 Prozent der IT-Beschäftigten in den Ruhestand gehen, heißt es auf dem IT-Jahreskongress des GDV im Dezember 2024. Der Wissenstransfer und die Gewinnung neuer Talente bleibt eine Herausforderung für die Versicherer. Der europäische Lebensversicherungsmarkt hat sich nach den vergangenen Jahren, die von der Pandemie und einer hohen Inflation geprägt waren, etwas erholt. Das geht aus der Analyse der Investmentgesellschaft Generali Asset Management "Core Matters - European Insurance: 2024/26 Outlook" vom 15. Oktober 2024 hervor. Demnach legten die Bruttobeitragseinnahmen in Europa im Jahr 2023 um 1,8 Prozent zu. Allerdings gehen die Ergebnisse in den einzelnen Ländern weit auseinander. Während Spanien ein Plus von 36 Prozent verbuchte, gingen die Beitragseinnahmen in Deutschland, Italien und Österreich um rund 5 Prozent zurück. Polen verzeichnete einen Zuwachs von knapp 10 Prozent, Frankreich um 5,7 Prozent und Tschechien um 3,2 Prozent. In der Generali-Analyse wird die Gesamthöhe der Bruttobeitragseinnahmen nicht genannt. Laut Statista beliefen sich die Bruttobeitragseinnahmen der europäischen Lebensversicherer im Jahr 2023 insgesamt auf 677,6 Mrd. Euro nach 669,6 Mrd. Euro 2022. Die Lebensversicherungsbranche in den USA erwirtschaftete im Jahr 2023 ein Plus von 5,6 Prozent, wie aus den Statistiken zur deutschen Versicherungswirtschaft des GDV von September 2024 hervorgeht. Demnach stiegen die Bruttobeitragseinnahmen auf rund 715 Mrd. US-Dollar. Im Jahr 2022 hatte die Branche noch einen Zuwachs von 9,2 Prozent ausgewiesen. Die USA sind der weltweit größte Versicherungsmarkt im Bereich Leben mit einem Marktanteil von 24,7 Prozent, gefolgt von China mit einem Marktanteil 13,5 Prozent und Bruttobeitragseinnahmen im Jahr 2023 von rund 390 Mrd. US-Dollar. GeschäftsverlaufMit den von ihr angebotenen Leistungen und Produkten ist die msg life ag mit ihren Tochterunternehmen im deutschsprachigen Markt für Lebensversicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen Marktführer; mehr als die Hälfte aller führenden, dort ansässigen Lebensversicherer zählt zu den Kunden. Im Kontext der sich auch weiterhin ständig ändernden regulatorischen Anforderungen sowie der zunehmend dynamischen Produktvielfalt verfolgen die Versicherungsgesellschaften die Strategie, die noch immer zu einem großen Teil selbst erstellten Softwarelösungen durch Standardsoftware und Standardsoftware-Plattformen mit neuen Betreibermodellen, wie beispielsweise Software as a Service (SaaS), abzulösen. Die Produkte und Beratungsleistungen von msg life sind ein fester Bestandteil des msg-Gruppenportfolios für die Versicherungswirtschaft. Und als Gruppenunternehmen in der msg-Gruppe ist msg life für die Kunden ein strategisch bedeutender Partner und für die Mitarbeitenden ein attraktiver Arbeitgeber. Im Zuge eines Großprojekts bei einem Versicherungsunternehmen erbrachte die msg life ag als Subunternehmer für ein Generalunternehmen Leistungen bis zum Jahr 2024. Zwischen dem Versicherungsunternehmen und dem Generalunternehmer kam es im Projektverlauf im Jahre 2024 zu einer einvernehmlichen Beendigung des Projektes in der existierenden Vertragskonstellation und führte zu einer Abgeltungsvereinbarung. Die den Subunternehmer msg life ag betreffende Abgeltung trat der Generalunternehmer an das Versicherungsunternehmen in Form einer Gutschrift in Höhe von 19,0 Mio. Euro ab. Diese Gutschrift wird im Rahmen einer Freistellungsverpflichtung vollständig von der msg systems ag, Ismaning, übernommen und getragen. Gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München entwickelt msg life im Rahmen des Projekts TRAIL.X (TRustworthy Artificial Intelligence in Life Insurance) bereits seit 2021 ein Verfahren, welches versicherungsmathematische Funktionalitäten mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) automatisiert von einem Quellsystem in ein modernes Bestandsverwaltungssystem transferiert. Dies ermöglicht es Lebensversicherern, alte Systemgenerationen deutlich kostengünstiger und ressourcenschonender abzulösen, deren Kernfunktionalitäten über Künstliche Intelligenz (KI) abzubilden und in ein modernes System zu integrieren. Die Themenbereiche erklärbare KI (XAI), automatisiertes maschinelles Lernen (AutoML) sowie die Nutzung von Large Language Modellen (LLM) spielen in dem Zusammenhang eine wichtige Rolle. TRAIL.X geht neue technologische Wege und schafft eine grundlegend neue Hybridtechnologie an der Schnittstelle zwischen maschinellem Lernen, Softwareentwicklung und Versicherungsmathematik. Die Arbeiten werden bis Ende 2026 durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie finanziell gefördert. Das Verfahren wird bereits in laufenden Migrationsprojekten bei Bestandskunden erfolgreich eingesetzt. msg life betreibt ein Managementsystem für Informationssicherheit (ISMS), das seit 2022 in wesentlichen Kernprozessen nach ISO/IEC 27001 zertifiziert ist. Das ISMS ist ein systematischer Ansatz zur Umsetzung von Informationssicherheit, um interne und externe Vorgaben zu erfüllen sowie Risiken zu erkennen und zu adressieren, um Geschäftsziele zu erreichen. Flankiert wird das ISMS durch Maßnahmen zur Sicherstellung der digitalen operationalen Resilienz. Als IKT-Drittdienstleister für die Versicherungsbranche unterliegt msg life dabei mittelbar den strengen Anforderungen aus dem Digital Operational Resilience Act (DORA). Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftslage2024 war für die msg life ag ein gutes Geschäftsjahr, nachdem die meisten der in der Unternehmensplanung enthaltenen Projekte und Vorhaben im Berichtszeitraum zur Ausführung kamen. Deshalb wurden die zu Beginn des Geschäftsjahrs gesetzten Ziele hinsichtlich des finanziellen Leistungsindikators handelsrechtliches Ergebnis erreicht: Die letztjährige Prognose des handelsrechtlichen Einzelabschlusses sah ein positives Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres vor; im Ergebnis hat die msg life ag das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresüberschuss von 10,5 Mio. Euro (Vorjahr: 9,0 Mio. Euro) abgeschlossen. Grund für diese Entwicklung sind die gestiegenen Erträge aus den Ergebnisabführungsverträgen (+1,3 Mio. Euro im Vergleich zu 2023). Die Geschäftslage des Unternehmens im Berichtsjahr 2024 kann insgesamt als positiv bezeichnet werden. Die Grundlage für eine positive Entwicklung im Jahr 2025 und für die Folgejahre ist vorhanden. Forschung und EntwicklungIm Geschäftsjahr 2024 waren keine F&E-Aufwendungen bei der msg life ag zu verzeichnen (Vorjahr: 9 Tsd. Euro). Alle F&E-Aufwendungen fielen bei Tochterunternehmen der msg life ag an. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterAm 31. Dezember 2024 waren in der msg life ag 45 festangestellte Mitarbeitende - inklusive der Geschäftsführenden - beschäftigt (31. Dezember 2023: 48 festangestellte Mitarbeitende inklusive der Geschäftsführenden). Alle wesentlichen Aktivitäten bei dem Thema Personalmarketing erstrecken sich auf die Tochterunternehmen der msg life ag. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDie nachfolgenden Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der msg life ag per 31. Dezember 2024 basieren auf dem Handelsgesetzbuch (HGB). ErtragslageIm Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse um 49,2 Mio. Euro von 37,9 Mio. Euro auf 87,1 Mio. Euro gestiegen. Zu dieser Entwicklung tragen die Umsatzerlöse mit externen Dritten mit 47,2 Mio. Euro und die Umsatzerlöse innerhalb der msg life-Gruppe mit einer Erhöhung von 2,0 Mio. Euro bei. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 19,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) und resultieren mit 19,0 Mio. Euro aus der Freistellungsverpflichtung der msg systems ag, Ismaning, im Rahmen einer Abgeltungsvereinbarung der msg life ag mit einem Kunden. Der Aufwand für den Bezug von Leistungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 35,4 Mio. Euro gestiegen und betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 53,4 Mio. Euro (Vorjahr: 18,0 Mio. Euro). Die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Aufwands aus bezogenen Leistungen der msg life ag sind im Wesentlichen auf die erfasste Umsatzrealisierung im Rahmen der Beendigung eines Großprojekts in Kooperation mit der msg systems ag, Ismaning, zurückzuführen. Der Personalaufwand lag mit 8,8 Mio. Euro (Vorjahr: 8,7 Mio. Euro) auf dem Vorjahresniveau. Im Berichtszeitraum leicht gestiegen auf 1,1 Mio. Euro ist die Position der Abschreibungen (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro), diese waren solche auf Sachanlagevermögen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 21,5 Mio. Euro auf 46,2 Mio. Euro angestiegen (Vorjahr: 24,8 Mio. Euro) und beinhalten mit 19,0 Mio. Euro eine Verpflichtung im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung mit einem Kunden. Die übrigen Aufwendungen bestehen überwiegend aus Verwaltungskosten mit verbundenen Unternehmen, Mieten, Rechts- und Beratungskosten, Buchführungskosten und Aufsichtsratsentgelten. Auf Grundlage der beiden bestehenden Ergebnisabführungsverträge realisierte die Gesellschaft einen Ertrag von 20,3 Mio. Euro von der msg life central europe gmbh (Vorjahr: 18,6 Mio. Euro) und 7 Tsd. Euro Verluste von der msg life global gmbh (Vorjahr: Erträge von 0,4 Mio. Euro) wurden übernommen. Das Zinsergebnis der msg life ag hat sich im Geschäftsjahr 2024 mit -0,6 Mio. Euro (Vorjahr: -0,3 Mio. Euro) leicht verschlechtert und ist im Wesentlichen geprägt vom Zinsaufwand für Pensions- und Jubiläumsrückstellungen und von der Verzinsung der IC-Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Ertragsteueraufwand lag im Geschäftsjahr 2024 bei 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr 2024 erzielte die msg life ag einen handelsrechtlichen Jahresüberschuss in Höhe von 10,5 Mio. Euro (Vorjahr: 9,0 Mio. Euro). FinanzlageZum Bilanzstichtag stehen der msg life ag liquide Mittel in Höhe von 23,1 Mio. Euro (Vorjahr: 8,2 Mio. Euro) zur Verfügung. Dem Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 7,1 Mio. Euro) stehen ein Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit von 23,1 Mio. Euro (Vorjahr: 14,5 Mio. Euro) und ein Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von 4,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) entgegen. Im Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit sind im Wesentlichen Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften sowie die Rückzahlung eines Darlehens enthalten. Weiterhin sind hier auch laufende Investitionen in immaterielle Wirtschaftsgüter und Sachanlagen abgebildet. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Dividendenzahlungen und den Zinsen für das Cash-Pooling. Das Finanz- und Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, die wesentlichen Risiken innerhalb der msg life ag frühzeitig zu identifizieren und für den laufenden Geschäftsbetrieb sowie für die Investitionstätigkeit ausreichend verfügbare liquide Mittel bereitzustellen. VermögenslageDie Bestandsverminderung des Anlagevermögens um 4,4 Mio. Euro auf 60,2 Mio. Euro (Vorjahr: 64,6 Mio. Euro) resultiert im Wesentlichen aus der Darlehensrückzahlung durch ein verbundenes Unternehmen. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens beliefen sich auf 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro). Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist das Umlaufvermögen der msg life ag mit 55,9 Mio. Euro (Vorjahr: 56,0 Mio. Euro) nahezu unverändert. Dabei konnte der Bestand an unfertigen Leistungen und geleisteten Anzahlungen vollständig zurückgeführt und somit realisiert werden. Dagegen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die liquiden Mittel deutlich gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 0,5 Mio. Euro auf 4,7 Mio. Euro reduziert (Vorjahr: 5,2 Mio. Euro). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich aufgrund der bereits genannten Freistellungsverpflichtung der msg systems ag, Ismaning, um 22,0 Mio. Euro auf 28,0 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro) erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind stichtagsbedingt um 3,4 Mio. Euro auf 15,3 Mio. Euro (Vorjahr: 11,9 Mio. Euro) gestiegen. Die liquiden Mittel lagen zum Bilanzstichtag um 14,9 Mio. Euro höher als noch vor einem Jahr und beliefen sich zum Jahresende auf einen Saldo von 23,1 Mio. Euro (Vorjahr: 8,2 Mio. Euro). Der Anstieg resultiert stichtagsbedingt aus einer geringeren Kapitalbindung im Working Capital. Die Gesellschaft hat sich - wie bereits im Vorjahr - auch im Geschäftsjahr 2024 komplett aus eigenen Mitteln finanziert. Insofern sind keine Bankverbindlichkeiten passiviert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,3 Mio. Euro reduziert. Das Eigenkapital beträgt 76,7 Mio. Euro (Vorjahr: 67,9 Mio. Euro), was einer Zunahme von 8,8 Mio. Euro entspricht. Der Bilanzgewinn beläuft sich auf 10,5 Mio. Euro (Vorjahr: 13,3 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten betragen 39,2 Mio. Euro. Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr von insgesamt 11,9 Mio. Euro resultiert aus der erfolgswirksamen Realisierung der erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 36,6 Mio. Euro und dem stichtagsbedingten Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,8 Mio. Euro. Gegenläufig haben sich stichtagsbedingt die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 3,4 Mio. Euro auf 15,3 Mio. Euro erhöht. Die um 22,1 Mio. Euro gestiegenen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten neben Steuerverbindlichkeiten aus Umsatzsteuer und Lohn- und Kirchensteuer im Wesentlichen eine Verpflichtung im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung mit einem Kunden. Per 31. Dezember 2024 betrug die Bilanzsumme 119,3 Mio. Euro (Vorjahr: 124,1 Mio. Euro). Sonstige rechtliche und wirtschaftliche EinflussfaktorenAktionärsrechte und -pflichtenDem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu. Zu den Vermögensrechten gehören vor allem das Recht auf Teilhabe am Gewinn (§ 58 Abs. 4 AktG) und an einem Liquidationserlös (§ 271 AktG) sowie das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhungen (§ 186 AktG). Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben. Der Aktionär kann diese Rechte insbesondere durch Auskunfts- und Anfechtungsklagen durchsetzen. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die von ihr zu bestellenden Mitglieder des Aufsichtsrats und den Abschlussprüfer; sie entscheidet insbesondere über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung einer Sonderprüfung, über eine vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über eine Auflösung der Gesellschaft. Chancen- und RisikoberichtAllgemeinAlle nachfolgenden Einschätzungen der Chancen und Risiken erfolgten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024. Die msg life ag unterliegt in ihrem Geschäft zahlreichen Unsicherheiten, deren Eintreten die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft positiv wie negativ beeinflussen beziehungsweise dazu führen kann, dass die msg life ag die für die zukünftige Geschäftsentwicklung gesetzten Ziele verfehlt, beziehungsweise übertrifft. Es ist eine der wesentlichen Aufgaben des Vorstands in der Führung der msg life ag, unter enger Einbindung des Aufsichtsrats die Rahmenbedingungen und Prozesse des Risikomanagements festzulegen, deren Einhaltung zu überwachen und mit den Leitenden der operativen Einheiten und administrativen Bereiche regelmäßig die Entwicklung der Risiken in den jeweiligen Bereichen zu analysieren. Das Risikomanagementsystem ist in einem Risikohandbuch dokumentiert. Innerhalb des Bereiches Controlling & Risk Management der msg life ag ist ein Mitarbeiter als Risikomanager benannt. Seine Aufgabe ist es, das niedergelegte Risikomanagementsystem einer regelmäßigen internen Evaluierung zu unterziehen und diese zu dokumentieren. Es ist die Verantwortung der Leiter der einzelnen Legaleinheiten, Geschäftsbereiche und Programme, die Risiken des eigenen Verantwortungsbereichs kontinuierlich zu beobachten und zu managen. Grundlage für ein funktionierendes Risikomanagement ist die zuverlässige und schnelle Versorgung des Managements mit relevanten Informationen zum Verlauf des Geschäfts. Dazu hat die msg life ag ein monatliches Controlling- und Berichtssystem aufgebaut. Das Risikofrüherkennungssystem der msg life ag hat sich auch 2024 bewährt, so dass keine Überarbeitungen notwendig waren. Das gesamte Vorgehen wurde durch das Risk Board (Risikomanager und Vorstand) verabschiedet. Die für dieses Thema verantwortlichen Mitarbeitenden wurden entsprechend geschult. Im Rahmen der Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 wurde das Management von Informationssicherheitsrisiken innerhalb des zentralen übergreifenden Risikomanagements weiter ausgebaut. Eine extern durchgeführte Revisionsprüfung hat die Angemessenheit und Korrektheit des Risikomanagementsystems der msg life bestätigt. Gemäß der aktuell gültigen Version der Richtlinie erfolgte ein monatliches Reporting der wichtigsten Risiken sowie dreimal pro Jahr eine Befragung der operativen und zentralen Bereichsleiter sowie der Mitarbeitenden mit risikorelevanten Sonderfunktionen. Das Risk Board tagte 2024 dreimal. Gleichzeitig sind der Datenschutz, die interne Revision, IT Security, das Informationssicherheitsmanagement sowie das Compliance Management in das Risikofrüherkennungssystem eingebunden. Der entsprechende Risikobericht 2024 wurde dem Aufsichtsrat im Januar 2025 zur Kenntnis vorgelegt. Das Profil der msg life ag hat sich in Hinblick auf die wesentlichen Chancen- und Risikofelder im Geschäftsjahr 2024 nicht signifikant verändert. Im Folgenden werden einzelne als wichtig identifizierte Chancen- und Risikofelder näher erläutert. Dabei bedeutet die Auswahl nicht, dass die msg life ag nicht auch aus anderen, nicht erwähnten Chancen und Risiken signifikante Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erfahren könnte. Unternehmensstrategische ChancenDie msg life ag sieht eine kontinuierliche Fortdauer der Regulierung im gesamten Versicherungssektor. Diese Regulierung, der anhaltende Kostendruck sowie die demografische Entwicklung in der Versicherungsbranche führen bei den momentan in der Versicherungsbranche eingesetzten Lösungen zu einem großen Anpassungsbedarf und unterstützen den Trend zum Einsatz von Standardsoftware sowie spartenübergreifender Plattformlösungen - wie sie die Gesellschaft zur Verfügung stellt. Derzeit erweist sich die Situation am Versicherungsmarkt verstärkt als Chance für das Unternehmen, wie sich an der erfolgreichen Entwicklung in den letzten Jahren zeigt. Dabei steigt vor allem die Nachfrage nach Standardsoftware in Verbindung mit SaaS-Angeboten in der Cloud. Zudem sind die Versicherungsunternehmen mit einem Mangel an Fachkräften konfrontiert, der sich durch die demografische Entwicklung weiter verschärft. Dies beschleunigt den technologischen Wandel und zwingt die Versicherer zu tiefgreifenden Transformationen rund um die Themen Automatisierung und Digitalisierung. Daneben gewinnt der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) und KI-basierter Dienste in allen Bereichen zunehmend an Bedeutung. Dies birgt Chancen und Risiken. Die Anwendung und Nutzung dieser innovativen Technologien erfolgen unter Berücksichtigung aktuell geltender und zukünftiger rechtlicher Regelungen. Hier sind sowohl die nationalen als auch die internationalen Entwicklungen zu beobachten. Chancen aus regulatorischen EntwicklungenRegulatorische Anpassungen aufgrund gesetzlicher Änderungen generieren zusätzlich Nachfrage nach Beratungsleistungen und neuen oder modifizierten Produkten bei Bestandskunden und können, soweit sie zeitnah Eingang in die angebotene Produktpalette finden, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen. Zudem macht die zunehmende regulatorische Komplexität den Betrieb der Systeme deutlich aufwendiger, sodass auch hier für Versicherer Standardsoftware in Verbindung mit SaaS-Angeboten in der Cloud zunehmend attraktiver wird. Leistungswirtschaftliche ChancenDes Weiteren sind die Mitarbeitenden der msg life ag ein Erfolgsfaktor für die Innovationskraft des Unternehmens - und damit maßgeblich für das Wachstum und die Profitabilität der msg life ag und ihrer Tochterunternehmen insgesamt. RisikobewertungDie nachfolgenden Risiken sind in der absteigenden Reihenfolge ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer geschätzten Auswirkungen aufgeführt. Projekt- und ProduktrisikenDas Hauptgefahrenpotential im operativen Geschäftsverlauf besteht in der Kalkulation der komplexen Projekte sowie in deren organisatorischer, fachlicher, technischer und wirtschaftlicher Abwicklung. Durch die Vorgaben zum Projekt- und Projektrisikomanagement werden diese Risiken gesteuert und überwacht; ein standardisiertes Vorgehensmodell sorgt für weitere Risikominimierungen. Trotzdem besteht das Risiko, dass Projekte für die msg life ag nicht profitabel abgewickelt werden können, weil Kosten das vereinbarte Budget übersteigen, Termine nicht eingehalten werden oder die erbrachten Leistungen nicht dem vereinbarten Pflichtenheft oder der geforderten Qualität entsprechen und die msg life ag deshalb einen Preisnachlass gewähren oder Schadenersatz leisten muss. Das Gesamtrisikoprofil aller laufenden Projekte hat sich 2024 nicht erhöht. Die bestehenden Risiken einzelner Projekte sind in den Planungen für 2025 angemessen berücksichtigt. Wie alle Softwareprodukte können auch die Produkte der msg life ag Defekte enthalten, deren Behebung im Rahmen der Gewährleistung die Kosten erhöht und damit die Gewinnspanne beeinflusst beziehungsweise mit Schadensersatzansprüchen an die msg life ag einhergehen. Die msg life ag übernimmt in der Regel die branchenübliche Gewährleistung. Die Haftungsverpflichtungen werden, soweit möglich, vertraglich auf das gesetzliche Mindestmaß begrenzt und mit dem Abschluss entsprechender Haftpflichtversicherungen abgesichert. Dennoch ist, wenn auch mit einer geringen Wahrscheinlichkeit, nicht gänzlich auszuschließen, dass vertraglich vereinbarte Haftungsbeschränkungen für unwirksam erachtet werden und der vorhandene Versicherungsschutz nicht oder nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung steht. Die msg life ag verwendet in ihren eigenen Softwareprodukten auch Software von Drittanbietern. Diese Software von Drittanbietern kann Defekte enthalten, die sich nachteilig auf die Funktionsfähigkeit der eigenen Produkte auswirken können. Probleme in der Projektabwicklung und Softwaredefekte, die im Betrieb einer von der msg life ag erstellten Software auftreten können, könnten den Ruf der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigen und damit erhebliche Auswirkungen auf den künftigen Geschäftsverlauf haben. PersonalrisikenDer Erfolg der msg life ag hängt maßgeblich von der Qualifikation und dem Engagement der Mitarbeitenden ab. Dabei kommt einigen Mitarbeitenden in Schlüsselpositionen besondere Bedeutung zu. Sofern es der Gesellschaft nicht gelingt, diese Mitarbeitenden an das Unternehmen zu binden beziehungsweise kontinuierlich weiterzuentwickeln, kann der Erfolg von msg life aufgrund des drohenden Know-how-Verlustes signifikant beeinträchtigt werden. Um dieses Risiko zu minimieren, ist die msg life ag bestrebt, ein motivierendes Arbeitsumfeld zu bieten und den Mitarbeitenden zu ermöglichen, sich zu entwickeln und ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Konjunkturelle RisikenDie allgemeine konjunkturelle Entwicklung beeinflusst das Verhalten potenzieller Kunden bei Investitionen in die IT-Infrastruktur sowie die Ausgaben für laufende Unternehmensberatung. Sofern sich das konjunkturelle Umfeld verschlechtert, könnte dies auch das von der msg life ag adressierte Marktvolumen reduzieren. Die als Reaktion auf eine solche Entwicklung notwendigen Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung können gegebenenfalls nur mit einem Zeitverzug Wirkung zeigen und würden zu Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen führen. Bei den volumenabhängigen Vergütungsmodellen könnte eine konjunkturbedingte Verzögerung des Bestandswachstums eine Verschiebung der geplanten Fixkostendegression zur Folge haben. Im Falle eines Nachfragerückgangs infolge konjunktureller Krisen geht die Gesellschaft davon aus, dass sich dies bei Bestandskunden im Produktgeschäft eher langsamer durchsetzen würde, da in diesem Geschäft die Bindung an die eingesetzte Lösung die Beauftragung von erforderlichen Anpassungen sicherstellt. Bezogen auf Neukunden können Verschiebungen geplanter Investitionen Umsatzrückgänge, insbesondere im Produktgeschäft, zur Folge haben. WettbewerbsrisikenDie msg life ag ist mit ihren Lösungen ein führendes Branchenhaus für Lebensversicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa. Dies führt einerseits zu einer Konzentration und damit Zunahme von Marktentwicklungsrisiken. Andererseits wird dadurch die Marktposition des Unternehmens gesteigert. Die msg life ag wird daher in den momentanen Produktbereichen und regionalen Märkten versuchen, die bisherige Strategie fortzusetzen und mit den Lösungen komplette Wertschöpfungsketten und komplette Produktspektren abzubilden, um so den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung insbesondere gegenüber preislich aggressiven, neuen Anbietern auf dem Markt zu behaupten. IT-RisikenWie bei allen vergleichbaren Unternehmen hängt das Funktionieren der Geschäftsprozesse auch von der Verfügbarkeit und der sicheren Funktionsfähigkeit der IT-Infrastruktur ab. Externe Ereignisse, zum Beispiel Brand, länger dauernder Strom- oder Netzwerkausfall, Bedienungsfehler oder Sabotageakte können unter anderem auch diese Infrastruktur außer Betrieb setzen. Die Systeme der msg life ag, aber auch die Systeme der Kunden, können von so genannten Viren befallen werden, die die Systeme oder das Netzwerk beschädigen und lahmlegen. Durch Angriffe von intern oder extern können Daten und Informationen zerstört, verfälscht oder gelöscht werden und vertrauliche Daten und Informationen ausgespäht werden. Die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Schäden durch Viren und Hacker sowie durch das Eindringen Unbefugter in das IT-System und das Ausspähen vertraulicher Informationen sind nicht vollumfänglich abschätzbar. Wiederherstellungsaufwand, Produktionsausfall und Regressforderungen von Kunden oder Dritten als Folge von Systemausfällen oder Attacken könnten bedeutsame Schäden hervorrufen, die das Ergebnis nachhaltig beeinflussen und den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Da die IT-Sicherheit von strategischer Bedeutung ist, werden im Rahmen des IT-Sicherheitskonzeptes, soweit möglich, umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen praktiziert. Diese beinhalten restriktive Zugangs- und Zugriffskontrollen, regelmäßige Backups und Penetrationstests und adäquate vertragliche Regelungen mit Service Providern für ausgelagerte Systeme und die Telefon- und Kommunikationsverbindungen. Zum Schutz gegen das Eindringen von Viren wird grundsätzlich die jeweils aktuelle auf dem Markt verfügbare Software eingesetzt. Zugriffsbeschränkungen verhindern, dass unerlaubt möglicherweise infizierte Software im Rechnernetz von der msg life ag installiert wird. Definierte Sicherheitsanforderungen begrenzen den Zugriff Unbefugter und sorgen für den Datenschutz. Mit entsprechenden Versicherungen wird der finanzielle Schaden begrenzt. Den Risiken beim Einsatz von Cloud-Technologien zur Auslagerung von Services wird mit dem Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) und der Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 entgegengewirkt. Zur Einhaltung von Sicherheitsstandards wurden zahlreiche Richtlinien erarbeitet. Zusätzlich wurden weitere Kapazitäten im Bereich des Sicherheitsmanagements aufgebaut. Hiermit werden auch die gestiegenen Compliance- und Sicherheitsanforderungen des Gesetzgebers und der Kunden adressiert. Bei der Entwicklung und Bereitstellung von SaaS-Lösungen wird ein hohes Augenmerk auf Informationssicherheitsthemen und Datenschutz gelegt. Dazu wurde die "Arbeitsgruppe Digitale Operationale Resilienz (DoR)" etabliert, in welcher die vom Gesetzgeber vorgegebenen, relevanten Themen gemeinsam mit den Kunden abgestimmt und Risiken behandelt werden. Zum Ausschluss von Haftungsrisiken, die aus von der msg life ag angebotenen SaaS-Lösungen entstehen könnten, sind entsprechende Vertragswerke erstellt worden. Risiken aus FirmenübernahmenDie msg life ag ist momentan daran interessiert, die Marktposition im deutschsprachigen Raum und international in erster Linie organisch auszubauen. Dies kann partiell auch durch gezielte Akquisitionen unterstützt werden. Der Erfolg der Akquisitionen hängt davon ab, ob es gelingt, ein erworbenes Unternehmen zu integrieren und die angestrebten Synergieeffekte zu erzielen. LiquiditätsrisikenIm Rahmen des Liquiditätsrisiko-Managements wird darauf geachtet, dass der Gesellschaft laufend ausreichende flüssige Mittel beziehungsweise Kreditlinien zur Verfügung stehen, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen beziehungsweise Risiken aus Zahlungsstromschwankungen zu begegnen. Unter das Liquiditätsrisiko fällt auch, dass bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann (Refinanzierungsrisiko). Im Rahmen der installierten Führungsmechanismen werden die täglichen Bestände der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die monatlich rollierenden Finanzplanungen auf Ebene der Unternehmensleitung überwacht. Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen, zu marktüblichen Konditionen, zu finanzieren. Das bedeutet, dass sowohl Verluste aus der Aufnahme von Kapital zu überhöhten Zinsen als auch die Anlage überschüssiger Mittel zu unter dem Marktniveau liegenden Zinssätzen vermieden werden sollten. Aufgrund des aktuellen Bestandes der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erachtet die msg life ag das Liquiditätsrisiko derzeit als gering. Die msg life ag verfügt über ausreichend liquide Mittel, um die finanziellen Verbindlichkeiten bedienen zu können. Zum Bilanzstichtag bestehen Rahmenkreditvereinbarungen mit zwei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 5.000 Tsd. Euro. Die Kreditlinien wurden zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.863 Tsd. Euro ausschließlich für die Besicherung von Mietavalen in Anspruch genommen. Gesamtbeurteilung der Chancen und RisikenIn Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weisen die vorstehend beschriebenen Risiken nach Ansicht der msg life ag weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Die Unternehmensleitung bleibt zuversichtlich, dass die Ertragskraft der Gesellschaft eine solide Basis für unsere künftige Geschäftsentwicklung bildet und für die nötigen Ressourcen sorgt, um die zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen. PrognoseberichtDie msg life ag ist im Bereich der Software- und Beratungsleistungen für Versicherungsunternehmen und Altersvorsorgeeinrichtungen sehr gut aufgestellt. Angesichts des umfangreichen digitalisierten Angebots, das zum Teil länderspezifisch über die Tochterunternehmen zur Verfügung gestellt wird, verfügt das Unternehmen über gute Marktchancen und eine aussichtsreiche Wettbewerbsposition. Rund um das strategische Vorhaben der weitergehenden Internationalisierung der msg life ag zur Erschließung neuer Versicherungsmärkte bestehen unter anderem Partnerschaften mit msg global solutions ag, Amazon (AWS), Microsoft (Azure), Google und IBM. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit internationaler Versicherungsunternehmen mittels einer voll digitalisierten End-to-End Lösung erheblich zu steigern und deren Zukunftsfähigkeit abzusichern. Die msg life ag sieht auch im laufenden Geschäftsjahr ein Andauern der Regulierung in der gesamten Versicherungswirtschaft. Die Umsetzung des EU-Aktionsplans Nachhaltige Finanzen, der Artificial Intelligence Act (AI Act), der Digital Operational Resilience Act (DORA), das EU-Gesetzespaket zur Bekämpfung von Geldwäsche, das Framework for Financial Data Access (FiDA) oder die Richtlinie über die Sanierung und Abwicklung von Versicherungsunternehmen (IRRD): Auch weiterhin macht die laufende und anstehende Umsetzung zahlreicher gesetzlicher Vorgaben umfassende Anpassungen bei den momentan eingesetzten Lösungen notwendig und bindet bei den Versicherern enorme Ressourcen. Deshalb ist und bleibt der Einsatz von flexibler und kostengünstiger Standardsoftware in der gesamten Versicherungswirtschaft attraktiv. In der Folge bleibt der deutschsprachige Markt in diesem und voraussichtlich auch in den kommenden Jahren für die Versicherungsunternehmen weiterhin herausfordernd. Hinzu kommen das schwache wirtschaftliche Umfeld, die Herausforderungen der aktuellen Zinsentwicklung, der Fachkräftemangel, der anhaltende Trend zur Internationalisierung und Konsolidierung und Bemühungen zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung. Deshalb besteht in den Versicherungsunternehmen ein eindeutiger Zusammenhang zwischen einer modernen und flexiblen IT und dem jeweiligen Unternehmenserfolg. Angesichts dieser Herausforderungen sind micro-serviceorientierte Architekturen zur zeitnahen Unterstützung veränderter und digitaler Geschäftsmodelle und eine hohe Systemflexibilität zur schnellen Einführung innovativer Produkte wesentliche Erfolgsfaktoren für die Versicherungsunternehmen. Des Weiteren spielt Plattformökonomie für die Assekuranz mehr denn je eine zentrale Rolle: zahlreiche Versicherer nutzen inzwischen Plattformen und Ökosysteme, um digitale Produkte und Services anzubieten, die über das bisherige Kerngeschäft hinausgehen. Daraus ergeben sich wiederum neue Wertschöpfungspotentiale. Ebenfalls immer wichtiger wird das Thema Künstliche Intelligenz (KI), die meisten Versicherer nutzen diese Technologie zur Optimierung ihrer Geschäftsprozesse. Dabei bringt der Einsatz von KI (sowie automatisiertes Machine Learning und die Nutzung von Large Language Modellen) nicht nur Effizienzsteigerungen durch Automation hervor, sondern auch fachlich motivierte, neue Möglichkeiten. In dem Zusammenhangstellt die msg life ag den Kunden mit msg.ask:it inzwischen eine KI-gestützte Wissensbasis zur Verfügung, die auf die Inhalte und Fachlichkeit der Versicherungsbranche zugeschnitten ist. Zudem adressiert die msg life ag das Thema KI mit dem Projekt TRAIL.X, in welchem man gemeinsam mit der LMU München ein Verfahren entwickelt, welches versicherungsmathematische Funktionalitäten mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) automatisiert von einem Quellsystem in ein modernes Bestandsverwaltungssystem transferiert. Damit werden Lebensversicherer in die Lage versetzt, alte Systemgenerationen deutlich kostengünstiger und ressourcenschonender abzulösen, deren Kernfunktionalitäten über KI abzubilden und in ein modernes System zu integrieren. Ein wichtiges Thema für größere Versicherer bleibt der Ankauf bereits geschlossener, nicht mehr verkaufsoffener Versicherungsbestände (sogenannter "Run-off"-Bestände) von meist kleineren Versicherern. Damit können letztere positive Bilanzeffekte und die Ankäufer nennenswerte Skaleneffekte und Kostensynergien erzielen. Auch dabei spielt ein modernes Assetmanagement zur effizienteren Verwaltung der Verträge mittels moderner und leistungsfähiger IT-Systeme eine maßgebliche Rolle. Vor dem Hintergrund einer verschärften Regulatorik, dem hohen Kostendruck und neuen Technologien zählen die Modernisierung der IT-Systeme und die digitale Transformation heute zu den wichtigsten Herausforderungen für die deutsche Versicherungswirtschaft, und die hiervon erfassten Geschäftsprozesse ermöglichen eine immer stärkere Integration von Systemen über Bereiche, Sparten und Unternehmensgrenzen hinweg. Mit der digitalen Transformation der Kernsysteme kann das Potenzial, das in der Standardisierung und Automatisierung von Prozessen steckt, zunehmend gehoben werden. Vollautomatisierte Abläufe führen zu einer enormen Effizienzsteigerung und deutlich niedrigeren Kosten. Dabei stehen die Themen Kundenzentrierung und Individualisierung, Industrialisierung und Automatisierung, Analytics und Dateneffektivität sowie Normierung und Integration im Mittelpunkt. Zudem setzen Versicherer zunehmend auf Cloud-Lösungen, mit denen sich die IT-Kapazitäten flexibel an den Bedarf anpassen lassen. Mit der Digitalisierung lassen sich moderne Versicherungsprodukte und -services über neue Kanäle platzieren oder in neue Vertriebs- und Kooperationsplattformen integrieren sowie neuartige Möglichkeiten der Kollaboration mit verschiedenen Partnern umsetzen. All dies erfordert umfangreiche Anpassungen in den IT-Landschaften der Versicherer zur Einbindung solcher Technologien und Plattformen und wird von der msg life ag bei der Weiterentwicklung des Angebots berücksichtigt. Das Unternehmen bietet - auch durch die strategische Zusammenarbeit mit großen Cloud-Anbietern wie Amazon (AWS), Microsoft (Azure), Google und IBM - SaaS- und Cloud-fähige Lösungen an, welche die Assekuranz bei der digitalen Transformation unterstützen. Aufgrund dieser Entwicklungen rechnet die msg life ag auch 2025 mit einem grundsätzlichen Interesse der Versicherungsunternehmen an den angebotenen Software- und Beratungslösungen - und spürt angesichts eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds gleichwohl eine gewisse Vorsicht der Versicherer bei großen Investitionsvorhaben. Die technische wie fachliche Optimierung und Komplettierung der Produktpalette im Lebensversicherungs- und Altersvorsorgebereich wird von der msg life ag kontinuierlich vorangetrieben. Zudem wird das wichtige strategische Thema Continuous Delivery auch im laufenden Jahr konsequent weiterverfolgt, um damit den Entwicklungsprozess bei und für Kunden weiter zu beschleunigen und wirtschaftlich zu optimieren. Auch weiterhin sind die vollständige Konvergenz der Komponenten der msg.Insurance Suite, der zentralen gemeinsamen Versicherungsplattform in der msg-Gruppe, und die diesbezügliche vertriebliche Zusammenarbeit zentrale Aspekte der Produktstrategie. Mit der msg. Insurance Suite steht für alle Sparten der Versicherungswirtschaft ein einheitlicher Industriestandard und damit eine am Markt einzigartige Gesamtlösung zur Verfügung. Die msg life ag verzeichnet rund um die msg.Insurance Suite eine weiterhin sehr große Marktnachfrage bezüglich Migrationen. Deshalb erweitert das Unternehmen die eigene Expertise in Hinblick auf die Migration ganzer Plattformen kontinuierlich und forciert die weitere Beschleunigung von Migrationsprojekten durch innovative, KI-basierte Ansätze. Mit Blick auf die Wirtschaftssanktionen in Zusammenhang mit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 sieht die msg life ag - auch vor dem Hintergrund der Entwicklung des Neu-, Bestandskunden- und Projektgeschäfts im bisherigen Geschäftsjahr 2025 - auch weiterhin keine wesentlichen Auswirkungen auf die operative wie wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Die msg life ag rechnet für das Geschäftsjahr 2025 mit einem handelsrechtlich positiven Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 10,5 Mio. Euro).
Leinfelden-Echterdingen, 25. April 2025 msg life ag DR. ANDREA VAN AUBEL, Vorstandsvorsitzende MILENKO RADIC, Mitglied des Vorstands MARION SCHENKER, Mitglied des Vorstands JAN VATTER, Mitglied des Vorstands DR. WOLF WIEDMANN, Mitglied des Vorstands EinzelabschlussGewinn- und Verlustrechnung
BilanzAKTIVA
AnhangI. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie msg life ag mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen - nachfolgend auch "Gesellschaft" genannt - ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (HRB 731887). Der Jahresabschluss der msg life ag ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) sowie den Bestimmungen der Satzung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 i. V. m. Abs. 4 HGB auf. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDas Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Gegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauern betragen zwischen drei und zehn Jahren. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, und deren Anschaffungskosten (netto) für das einzelne Wirtschaftsgut 250 Euro, nicht aber 800 Euro übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung als geringwertiges Wirtschaftsgut sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten kleiner als 250 Euro werden als Aufwand erfasst. Anteile an verbundenen Unternehmen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, gegebenenfalls nach Abzug von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Ein niedrigerer Wertansatz wird gemäß § 256 Abs.6 HGB nicht beibehalten, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandsteile des § 255 Abs. 2 HGB. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten beziehungsweise Barwerten aktiviert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 Prozent auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalbetrag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist für Auszahlungen des Berichtsjahrs gebildet, die für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag zu Aufwendungen führen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Das Rückdeckungsvermögen besteht ausschließlich aus Festgeldern, die mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen entspricht dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der relevante Zinssatz wird monatlich von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekanntgegeben. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet. Effekte aus Kursänderungen wurden durch Neubewertungen am Bilanzstichtag gemäß § 256a HGB berücksichtigt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Maßgebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit latenter Steueransprüche ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge. Dies hängt ab von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. III. Erläuterungen zur Bilanz1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr und seine Aufteilung sind separat im Anlagespiegel (siehe Anlage zum Anhang) dargestellt. Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB stellt sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt dar:
*1
nach Ergebnisübernahme gemäß Ergebnisabführungsvertrag Der Kaufpreis der Anteile der msg life central europe gmbh an der Cominia Aktuarielle Services GmbH, Hamburg, wurde im Geschäftsjahr vertragsgemäß anhand der kumulierten Jahresbruttogehälter angepasst. 2. Geleistete AnzahlungenMit Beendigung des Vertragsverhältnisses gegenüber einem Kunden wurden die geleisteten Anzahlungen auf unfertige bezogene Leistungen in Höhe von 31.400 Tsd. Euro gegenüber der msg systems ag, Ismaning, zurückgeführt und als Umsatz realisiert. Die diesen gegenüberstehenden erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 31.400 Tsd. Euro wurden ebenfalls aufgelöst. 3. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Stichtag 28.011 Tsd. Euro (Vorjahr: 6.046 Tsd. Euro). Sie bestehen in Höhe von 20.571 Tsd. Euro gegen die msg systems ag, Ismaning (Gesellschafter) (Vorjahr: Verbindlichkeit von 4.543 Tsd. Euro), und beinhalten eine Übernahmeverpflichtung der msg systems ag, Ismaning, für eine Abgeltungsvereinbarung der msg life ag gegenüber einem Kunden in Höhe von 19.784 Tsd. Euro. Diese hat eine Fälligkeit zwischen ein und fünf Jahren. Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. 4. Latente SteuernTemporäre Differenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz, die zu aktiven latenten Steuern führen würden, bestehen zum 31. Dezember 2024 im Wesentlichen in Bezug auf Rückstellungen. Es wurden keine latenten Steuern gebildet. 5. Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2024 42.802.453 Euro (Vorjahr: 42.802.453 Euro). Es ist in 42.802.453 auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Vorjahr: 42.802.453 Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 Euro eingeteilt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Vorzugsaktien sind nicht ausgegeben. Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, den die msg life ag in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss ausweist. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres eine Dividende in Höhe von 1.712.098,12 Euro an ihre Aktionäre ausgeschüttet. Der Vorstand schlägt der kommenden Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 10.494.162,06 Euro wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 0,04 Euro je für das Geschäftsjahr 2024 dividendenberechtigte Stückaktie (1.712.098,12 Euro) und Einstellung in andere Gewinnrücklagen (8.782.063,94 Euro). Genehmigtes Kapital 2020/IDie Hauptversammlung hat am 10. November 2020 den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. November 2025 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 21.401.226 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020/I). Die neuen Aktien sind grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten; sie können auch von Kreditinstituten oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach Maßgabe näherer Bestimmungen auszuschließen und mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Bedingungen der Aktienausgabe einschließlich des Ausgabebetrages sowie den weiteren Inhalt der Aktienrechte festzulegen. 6. PensionsrückstellungenDie Berechnung der Pensionsverpflichtungen (Projected Unit Credit Method) beruht auf den biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Daneben werden folgende Parameter berücksichtigt:
Die Pensionsrückstellungen setzen sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
Der 2024 nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB ermittelte Unterschiedsbetrag aus der Verzinsung stellt sich wie folgt dar:
Gemäß § 246 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 25 HGB betragen die verrechneten Aufwendungen (Zinsaufwand Pensionsrückstellungen im Jahr 2024 in Höhe von 21 Tsd. Euro) und Erträge (Erträge aus der Rückdeckungsversicherung im Jahr 2024 in Höhe von 24 Tsd. Euro) im Zusammenhang mit der oben aufgezeigten Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden 3 Tsd. Euro. 7. Sonstige RückstellungenDie Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen zeigt folgendes Bild:
8. VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (Vorjahreswerte in Klammern) entwickelten sich wie folgt:
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betrafen im Vorjahr Vorauszahlungen auf unfertige Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag 15.307 Tsd. Euro und betreffen im Wesentlichen den Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 23.439 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.361 Tsd. Euro) beinhalten eine bis 2028 fällige Verbindlichkeit in Höhe von 22,6 Mio. Euro aus einer im Geschäftsjahr geschlossenen Abgeltungsvereinbarung mit einem Kunden. Dieser Verbindlichkeit steht eine Forderung an die msg systems ag, Ismaning, in gleicher Höhe gegenüber. 9. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenSowohl mit der msg life central europe gmbh als auch der msg life global gmbh bestehen zum Bilanzstichtag Ergebnisabführungsverträge, nach denen die Gesellschaft verpflichtet ist, eventuell anfallende Verluste auszugleichen. Zur Besicherung der Pensionsansprüche ehemaliger Vorstandsmitglieder wurden ein Festgeld in Höhe von 811 Tsd. Euro bei der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg sowie ein Wertpapierdepot bei der DekaBank in Höhe von 272 Tsd. Euro verpfändet. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Gebäudemiet-, IT- und Kfz-Verträge) in Höhe von 48,1 Mio. Euro (Vorjahr: 25,2 Mio. Euro). Hiervon sind 7,2 Mio. Euro innerhalb eines Jahres fällig, weitere 22,6 Mio. Euro bis Ende 2029. 18,2 Mio. Euro haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. 10. FinanzinstrumenteDie Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag keine Finanzinstrumente. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden mit 81.500 Tsd. Euro (Vorjahr: 32.703 Tsd. Euro) in Deutschland, mit 4.562 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.328 Tsd. Euro) in Europa und mit 998 Tsd. Euro (Vorjahr: 851 Tsd. Euro) in den USA erzielt. Die Erträge aus Konzernumlagen an die Tochtergesellschaften betragen 25.866 Tsd. Euro (Vorjahr: 23.036 Tsd. Euro). 2. BestandsveränderungDie Bestandsminderung unfertiger Leistungen von 5.177 Tsd. Euro (Vorjahr: Bestandserhöhung von 5.177 Tsd. Euro) betrifft ein Kundenprojekt in Zusammenarbeit mit der msg systems ag, Ismaning. 3. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge betragen 19.599 Tsd. Euro (Vorjahr: 354 Tsd. Euro) und betreffen mit 19,0 Mio. Euro Erträge von der msg systems ag, Ismaning, aus der Verpflichtungserklärung im Rahmen der Abwicklung eines Kundenprojektes. Daneben sind unter anderem Erlöse aus der Verrechnung von Sachbezügen gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der Gesellschaft in Höhe von rund 268 Tsd. Euro (Vorjahr: 254 Tsd. Euro) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 301 Tsd. Euro (Vorjahr: 69 Tsd. Euro) enthalten. Die Währungskursgewinne betragen im Geschäftsjahr 26 Tsd. Euro (Vorjahr: 22 Tsd. Euro). 4. MaterialaufwandDer Materialaufwand in Höhe von 53.437 Tsd. Euro (Vorjahr: 18.006 Tsd. Euro) stammt im Wesentlichen aus bezogenen Leistungen. Darin enthalten ist der Aufwand in Höhe von 31.400 Tsd. Euro aus der erfassten Abnahme im Rahmen eines Großprojektes in Kooperation mit der msg systems ag, Ismaning. 5. PersonalaufwandIn den Personalaufwendungen sind Erträge für Altersversorgung in Höhe von 11 Tsd. Euro (Vorjahr: Aufwand von 123 Tsd. Euro) enthalten. Dies resultiert aus der Reduzierung der Pensionsverpflichtung. 6. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten mit 19,0 Mio. Euro eine Verpflichtung im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung mit einem Kunden. Die übrigen Aufwendungen bestehen überwiegend aus Verwaltungskosten mit verbundenen Unternehmen, Mieten, Rechts- und Beratungskosten, Buchführungskosten und Aufsichtsratsentgelten. 7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen2024 hat die msg life ag aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der msg life central europe gmbh einen Ertrag von 20.343 Tsd. Euro vereinnahmt (Vorjahr: 18.591 Tsd. Euro). Im Vorjahr hat die Gesellschaft von der msg life global gmbh ein Ergebnis von 412 Tsd. Euro übernommen. 8. Aufwendungen aus VerlustübernahmeIm Berichtsjahr fielen bei der msg life ag Aufwendungen aus der Verlustübernahme gemäß Ergebnisabführungsvertrag mit der msg life global gmbh in Höhe von 7 Tsd. Euro an. 9. Periodenfremde Aufwendungen und ErträgeIm Berichtsjahr fielen keine periodenfremden Aufwendungen an (Vorjahr: 67 Tsd. Euro). Periodenfremde Erträge wurden 2024 in Höhe von 301 Tsd. Euro gebucht (Vorjahr: 69 Tsd. Euro). V. Übrige Angaben1. MitarbeiteranzahlIm Berichtsjahr waren durchschnittlich 41 (Vorjahr: 42) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt. Davon waren 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als leitende Angestellte (Vorjahr: 29) und 12 als Angestellte (Vorjahr: 13) tätig. 2. Honorare und Dienstleistungen des AbschlussprüfersDie für Dienstleistungen des Abschlussprüfers im Berichtsjahr und im Vorjahr angefallenen Honorare betragen:
3. VorstandsmitgliederDr. Andrea van Aubel (Vorstand Central Europe - Vorstandsvorsitzende), Bergisch-Gladbach Francesco Cargnel (Vorstand Central Europe), Diplom-Informatiker, München (bis 6. Juni 2024) Robert Hess (Vorstand Central Europe), Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Sulz am Neckar (bis 31. Dezember 2024) Milenko Radic (Vorstand Global), Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Stuttgart Marion Schenker (Vorstand Central Europe), Wirtschaftsinformatikerin, Mühlacker (ab 1. November 2024) Dr. Wolf Wiedmann (Vorstand Central Europe), Diplom-Physiker, Bonn Nach dem Ende des Berichtszeitraums wurde Jan Vatter (Vorstand Central Europe, Wirtschaftsmathematiker, Gerlingen) mit Wirkung zum 1. Januar 2025 als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. 4. Aufsichtsratsmitglieder im BerichtszeitraumJohann Zehetmaier (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Geschäftsführer der msg group GmbH, Ismaning Dr. Martin Strobel (stellvertretender Vorsitzender), Selbständiger Unternehmer, Riehen (Schweiz) (bis 30. April 2024) Dr. Thomas Noth (Mitglied des Aufsichtsrats), Geschäftsführer der annocon Value GmbH, Hannover Dr. Aristid Neuburger (Mitglied des Aufsichtsrats; ab 4. Juli 2024 stellvertretender Vorsitzender), Diplom-Mathematiker, München 5. Bezüge von OrganmitgliedernDie Bezüge des im Geschäftsjahr tätigen Vorstands belaufen sich auf 1.025 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.228 Tsd. Euro) und sind kurzfristig fällig. Die Bezüge für ehemalige Vorstände 2024 betragen 139 Tsd. Euro (Vorjahr: 139 Tsd. Euro). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands betragen zum 31. Dezember 2024 336 Tsd. Euro (Vorjahr: 492 Tsd. Euro) und stellen sich den BilMoG-Vorschriften gemäß wie folgt dar:
Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen 139 Tsd. Euro (Vorjahr: 176 Tsd. Euro). 6. Geschäfte mit sonstigen nahestehenden Personen und UnternehmenFolgende Geschäfte sind mit sonstigen nahestehenden Personen und Unternehmen getätigt worden:
Weiterhin übernimmt die msg life ag für die msg life central europe gmbh das Cash Pooling und führt im Rahmen der Organschaft die Umsatzsteuer für die msg life central europe gmbh und die msg life global gmbh ab. 7. KonzernabschlussDie msg life ag stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2024 erstmals keinen Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis nach § 315e Abs. 3 HGB auf. Die msg life ag ist zum Bilanzstichtag ein mittelbares Tochterunternehmen der msg group GmbH, Ismaning, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der msg group GmbH, Ismaning, wird der Stelle, die das Unternehmensregister führt, elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt.
Leinfelden-Echterdingen, 25. April 2025 msg life ag DR. ANDREA VAN AUBEL, Vorstandsvorsitzende MILENKO RADIC, Mitglied des Vorstands MARION SCHENKER, Mitglied des Vorstands JAN VATTER, Mitglied des Vorstands DR. WOLF WIEDMANN, Mitglied des Vorstands Anlagespiegel
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die msg life ag, Leinfelden-EchterdingenPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der msg life ag - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der msg life ag für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 28. April 2025 Baker Tilly GmbH & Co. KG CHRISTIAN ROOS, Wirtschaftsprüfer ANNA HEUSCHKEL, Wirtschaftsprüferin |
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msg life ag
Overview
- Legal form
- AG
- Address
-
Humboldtstr. 35
70771 Leinfelden-Echterdingen - Commercial register
- HRB 731887, Stuttgart
- Registration date
- May 17, 1999
- Industry
-
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern - Registered capital
- 42,802,453.00 EUR
- Representation rules
Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, vertritt es allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Vorstandsmitglied mit einem Prokuristen.
- Purpose
- Konzeption, Erstellung und der Vertrieb von Software für die Finanzdienstleistungsbranche sowie die Leitung von Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind.
Financials
Balance sheet
- Current Assets 53,1 % 71,36 Mio
- Fixed Assets 44,8 % 60,17 Mio
- Prepaid Expenses 2,2 % 2,89 Mio
- Equity 57,0 % 76,57 Mio
- Liabilities 39,2 % 52,67 Mio
- Provisions 3,0 % 3,99 Mio
- Accrued Expenses 0,9 % 1,19 Mio
Balance sheet data available for 19 earlier fiscal years.
Profit & loss
- Revenue 59,2 % 62,04 Mio
- Erträge aus Gewinnabführungsvertrag 16,4 % 17,17 Mio
- Gewinnvortrag 10,0 % 10,49 Mio
- Einstellung in Gewinnrücklagen 8,4 % −8,78 Mio
- Dividendenauszahlungen 1,6 % −1,71 Mio
- Balance sheet profit/loss 1,6 % 1,71 Mio
- On intangible assets and property, plant, and equipment 1,3 % −1,34 Mio
- Other operating income 0,8 % 871,0 k
- Other interest and similar income 0,5 % 548,8 k
- Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 0,1 % 139,8 k
- Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 0,0 % 0
- Material expenses 48,1 % −37,66 Mio
- Other operating expenses 38,4 % −30,08 Mio
- Personnel expenses 10,9 % −8,55 Mio
- Interest and similar expenses 2,1 % −1,68 Mio
- Income and profit taxes 0,4 % 300,0 k
- Other taxes 0,0 % −37,1 k
- Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,0 % 0
- Result after taxes 1,61 Mio
- Annual net profit/loss 1,57 Mio
P&L data available for 18 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Jan Vatter
since 2025 Board Member
-
Marion Schenker
since 2024 Board Member
-
Milenko Radic
since 2019 Board Member
-
Wolf Dr. Wiedmann
since 2018 Board Member
-
Bernd-Michael Weber
since 2022 Procura
-
Frank Fahrner
since 2022 Procura
-
Klaus Huber
since 2023 Procura
-
Oliver Schindel
since 2009 Procura
-
Veronika Erika Edith Krück
since 2026 Procura
-
Wolfram Funk
since 2022 Procura
Ownership & holdings
Shareholders
- FJA Feilmeier & Junker Holding GmbH 11.9 % 5.1M €
Ultimate beneficial owners (UBOs)
The ultimate beneficial owners behind these holdings could not be conclusively identified.
Holds shares in
- COR bAV Services GmbH 100.0 %
- msg life central europe gmbh 100.0 %
- msg life global GmbH 98.1 %
History
- 2026
-
10.08.
Exit of positionRupert Dr. Lindermayr · Procura
-
10.08.
Member entryVeronika Erika Edith Krück · Procura
-
29.01.
Change of bylawsmsg life ag
-
29.01.
Exit of positionAndrea Dr. van Aubel · Board Member
- 2025
-
11.01.
Member entryJan Vatter · Board Member
-
11.01.
Exit of positionRobert Hess · Board Member
- 2024
-
04.11.
Member entryMarion Schenker · Board Member
-
29.07.
Change of bylawsmsg life ag
Annual statements
Original published statements, ordered by fiscal year.
| Fiscal year | Document | Published | Access |
|---|---|---|---|
| 2025 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2024 | Jahresabschluss | Published | Read full text |
| 2023 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2022 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2021 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
2024 Jahresabschluss Full text
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-
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https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Connect with your handelsregister.ai account, then enable the connector in your chat via “+” → “Connectors”.
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-
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https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Sign in with your handelsregister.ai account, create the app and select it from the tools menu in your chat.
Run once in your terminal:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
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client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Show me the directors, shareholders and latest available financial figures for msg life ag. Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: a2bf94bf4edd9db828f3651b56958da9",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
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{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
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