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NOBIX München GmbH GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung

MünchenGundelfingen a.d.Donau, DEU ·HRB 309109 München
Part 1 / 2

Structured data

Parsed, typed and queryable directly through the API.

Overview

Legal form
GmbH
Address
Marcel-Breuer-Str. 20
80807 München
Commercial register
HRB 309109, München
Registration date
April 10, 1981
Industry
Großhandel mit sonstigen Büromaschinen und -einrichtungen
Großhandel mit industriellen Textil-, Näh- und Strickmaschinen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Purpose
Handel mit Büromaschinen, Büroeinrichtungen und sonstigen Gegenständen der Bürotechnik, Wartung solcher Maschinen und Anlagen, Kundenbetreuung auf dem Gebiet der elektronischen Datentechnik, überhaupt jede Tätigkeit auf dem Gebiet der Bürotechnik.

Financials

Employees 2023
59
Total assets 2023
9,84 Mio. €
Net income 2023
0 €
17 previous years · values unlocked with an API key Get API key →

Balance sheet

2023
Assets 9,84 Mio
  • Current Assets 93,3 % 9,18 Mio
  • Fixed Assets 5,3 % 520,5 k
  • Prepaid Expenses 1,4 % 135,6 k
Liabilities and Equity 9,84 Mio
  • Equity 48,6 % 4,78 Mio
  • Liabilities 43,1 % 4,24 Mio
  • Provisions 6,4 % 627,8 k
  • Accrued Expenses 2,0 % 196,1 k
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Balance sheet data available for 17 earlier fiscal years.

Profit & loss

2023
Income 21,80 Mio
  • Gross profit 43,9 % 9,56 Mio
  • Personnel expenses 21,1 % 4,60 Mio
  • Result after taxes 12,1 % 2,64 Mio
  • aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 12,1 % 2,63 Mio
  • Other operating expenses 9,9 % 2,15 Mio
  • Depreciation 0,9 % 186,3 k
  • Other interest and similar income 0,1 % 17,1 k
  • Other taxes 0,0 % 9,5 k
  • Interest and similar expenses 0,0 % 7,2 k
  • Income and profit taxes 0,0 % 26
  • Annual net profit/loss 0,0 % 0
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P&L data available for 10 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Alfred Hornung since 2026 Procura

Ownership & holdings

Shareholders

  • Unknown party DEU HRB 39382 90.5 % 453k €
  • NOBIX Group GmbH DEU 9.5 % 48k €

Ultimate beneficial owners (UBOs)

0.21 % identified 99.7 % unidentified
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Holds shares in

History

  1. 2026
  2. 10.03.
    Branch registered
    NOBIX München GmbH
  3. 13.02.
    Change of bylaws
    NOBIX München GmbH
  4. 29.01.
    Change of address
    NOBIX München GmbH
  5. 29.01.
    Change of company name
    NOBIX München GmbH
  6. 29.01.
    Change of court
    NOBIX München GmbH
  7. 27.01.
    Change of bylaws
    NOBIX München GmbH
  8. 27.01.
    Change of legal form
    Gesellschaft mit beschränkter Haftung
  9. 27.01.
    Incorporation
    NOBIX München GmbH
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Part 2 / 2

Raw data & documents

Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.

Annual statements (full text)

Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.

  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
  • 2019 Jahresabschluss
Previous year — readable in full

Jahresabschluss 2022

Published March 1, 2024 · Source: Bundesanzeiger

Systemhaus Bissinger GmbH

Gundelfingen a.d.Donau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs (vergangenheitsorientiert) - Wirtschaftsbericht (§289 Abs. 1 S. 2 HGB)

Die Unternehmensgruppe: Struktur und Geschäft

Die Systemhaus Bissinger GmbH wurde 1969 gegründet. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich Gundelfingen a. d. Donau, Bayern. Der operative Schwerpunkt des Unternehmens liegt in der Beratung und Vermarktung von Lösungen im IT-Umfeld. Die Geschäftstätigkeit umfasst den Verkauf von Hard- und Software, sowie Dienstleistungen (Beratung und Support) in den Bereichen IT, Konferenz- und Medientechnik, Druck- und Dokumentenmanagement und Büromöbeln. Seit 01.01.2022 ist die Systemhaus Bissinger GmbH mit seinen Tochterunternehmen Bissinger Konferenzlösungen GmbH und Bissinger Objektdesign GmbH eine 100-prozentige Tochter der Nobix Group mit Sitz in der Industriestraße 18 in 89423 Gundelfingen. Zur Nobix Group GmbH gehören die Unternehmen KKS Kemmler Kopier Systeme GmbH in Kaiserslautern, Landau und Pirmasens, sowie die Druck-Los GmbH in Stuttgart. Weitere Zukäufe sind geplant und werden aktiv vorangetrieben.

1. Branchensituation

a) Wettbewerbs- und Marktverhältnisse

Die Wettbewerbs- und Marktverhältnisse ist von Fusionen und Akquisitionen geprägt (Statista August 2022). "Viele Systemhäuser haben in den vergangenen Monaten den Besitzer gewechselt, darunter bekannte Namen wie AHD, Basys, Bizteam, Cema, Dreger IT, EDV-BV, Eickelschulte, Horn & Cosifan, IF-Tech, Indevis, Netzplan, Rednet, Systemhaus Cramer oder Vintin. Die meisten Häuser wurden von größeren Gruppen oder Private-Equity-Gesellschaften übernommen" (IT-Business Dezember 2021). Diesem Trend folgte auch die Systemhaus Bissinger GmbH. Als Teil der Nobix Group GmbH versucht der Systemhausverbund die führende Systemhausgruppe Deutschlands zu werden. Regional ist die Dichte der Marktbegleiter von Kleinunternehmen bis zum Top 4 Systemhaus Deutschlands als sehr hoch zu beziffern. Die Marktsituation ist durch Übernahmen und Konsolidierungen geprägt.

b) Branchenkonjunktur

Im Bereich Copy und Print ist durch die Digitalisierung mit stagnierenden bis hin zu sinkenden Seitenzahlen zu rechnen. Eigene Prognosen gehen von einem jährlichen Rückgang des Druckvolumens von ca. 1,7 Prozentpunkten aus. Jedoch wirkt sich der Trend sehr unterschiedlich auf die einzelnen Branchen aus. Im Bereich der öffentlichen Verwaltung und Schulen sind die Auswirkungen sehr gering oder sogar hin zu einem weiteren Wachstum, im Bereich der privatwirtschaftlichen Unternehmen ist der sinkende Trend hingegen stärker spürbar. Durch die sehr breite Kundenstruktur der Firma Bissinger, von sehr kleinen Unternehmen über öffentliche Einrichtungen bis hin zu Konzernen, können die unterschiedlichen Auswirkungen sehr gut kompensiert beziehungsweise auch ein weiteres Wachstum im Bereich Copy und Print generiert werden. Die Wachstumssegmente IT und Digitalisierung/Dokumentenmanagement führen zu einem weiteren Ausgleich und möglichem Wachstum. In den nächsten Jahren werden hier stark steigende Umsätze erwartet. Im Bereich Digitalisierung/Dokumentenmanagement wächst der Markt jährlich um 5,3 Prozentpunkte und im Bereich IT um 7,3 Prozentpunkte.

c) Marktwachstum der Branche

Vor allem der Bereich IT und Digitalisierung/Dokumentenmanagement unterliegt ständiger Innovation und lässt ein stetiges Wachstum in den nächsten Jahren erwarten.

d) Eigener Marktanteil

Mit der im Jahr 2022 vollzogenen Veräußerung der Systemhaus Bissinger GmbH mit den Tochterunternehmen Bissinger Konferenzlösungen GmbH und Bissinger Objektdesign GmbH an die Liberta Partners Multi-Family Holding wurde die Bissinger Unternehmensgruppe in eine Holding überführt. In diese Holding namens Nobix Group GmbH wurden zwei weitere Beteiligungen der Liberta Partners, die KKS Kemmler Kopiersysteme GmbH mit Sitz in Kaiserslautern und die Druck-Los GmbH mit Sitz in Stuttgart, überführt. Zusammen bedienen die drei Unternehmen zukünftig ca. 7.000 Kunden und erzielen einen Gesamtumsatz von ca. 38 Mio €. Die Bissinger Unternehmensgruppe erreichte im Jahr 2022 2.500 Kunden und erzielte knapp 20 Mio € Umsatz. Damit gehören wir zu den größten Managed Print Service Fachhändlern in Deutschland.

2. Gesamtwirtschaft

Bereits im Jahr 2021 trotzte die Wirtschaft den anhaltenden Liefer- und Materialengpässen, bedingt durch die Corona Pandemie. Das reale Bruttoinlandsprodukt wuchs laut Statista 2021 um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz der durch den Ukraine Krieg und den damit verbundenen Energiepreiserhöhungen entstandenen schwierigen Lage in Deutschland, stieg das Bruttoinlandsprodukt um weitere 1,9 Prozentpunkte im Jahr 2022 und liegt nun bei 3.876 Mrd. €. (Destatis Pressemitteilung Nr. 020 vom 13.01.2023).

3. Entwicklung des Unternehmensumfelds

Im für die Bissinger Unternehmensgruppe besonders relevanten Bereich der Informationstechnologie, die Hardware, Software und IT-Services umfasst, betrugen die Umsatzerlöse im Jahr 2022 deutschlandweit rund 119 Mrd. Aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung gewinnt die IT Branche weiter an Bedeutung. Das letztes Jahr im zusammengefassten Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe etwas verhaltener ausgefallene Wirtschaftswachstum profitiert von Nachholeffekten und sorgt in 2022 für ein kräftiges Umsatzplus von 4 Prozent. Im speziell für uns relevanten Bereich der Information und Kommunikation ist ein deutlicher Zuwachs von 3,6 Prozent zu verzeichnen (Destatis Pressemitteilung Nr. 020 vom 13.01.2023).

4. Umsatz- und Auftragsentwicklung

a) Umsatz im Geschäftsjahr

Auf Ebene der Bissinger Unternehmensgruppe, die Systemhaus Bissinger GmbH, die Bissinger Konferenzlösungen GmbH und die Bissinger Objektdesign GmbH beinhaltend, sank der konsolidierte Umsatz im Jahr 2022 um 5,36 % auf 19.606.716,65 € (20.716.632,02 € in 2021). Auf die Systemhaus Bissinger GmbH entfielen hierbei 17.587.531,65 € (18.675.142,26 € in 2021). Diese leicht negative Entwicklung hängt einerseits noch immer mit der ungünstigen Liefersituation der Lieferanten, bedingt durch den internationalen Zusammenbruch der Lieferketten aufgrund der Corona Pandemie und des Ukraine Kriegs zusammen. Andererseits wurden durch die Abspaltung der intern finanzierten Mietverträge an die Bissinger Asset GmbH wiederkehrende Mieteinnahmen den ehemaligen Gesellschaftern übertragen. Diese fehlenden Erlöse müssen nun durch anderweitige Erlöse ausgeglichen werden.

b) Entwicklung der Absatzpreise/-mengen

Die Preise für Hard- und Software und das für uns relevante Verbrauchsmaterial (Toner) sind im Berichtsjahr stark angestiegen, teilweise bis zu 20 %. Die Anzahl der Business Drucker im Markt sind aufgrund der der Digitalisierung leicht gesunken, die Anzahl an IT Devices dafür gestiegen. Die Auswirkung dieser Entwicklung kann jedoch als nicht signifikant bezeichnet werden.

c) Ursachen für wesentliche Preis- und Mengenänderungen

Die Preissteigerungen lassen sich durch die Auswirkungen der Corona Pandemie und den damit verbundenen Veränderungen in den Lieferketten erklären. Vor allem im Vorjahr 2021 war das entscheidende Kriterium für eine Kaufentscheidung die Lieferfähigkeit und nur nachgeordnet der Preis. Zukünftig werden die höheren Materialkosten und die gestiegenen Transportkosten möglicherweise zu weiteren moderaten Preisanstiegen führen.

d) Preis- und Absatzpolitik des Unternehmens

Nach wie vor versucht die Bissinger Unternehmensgruppe durch eine aggressive Preispolitik speziell im Neukundengeschäft, Zuwächse zu generieren. Auch im kommenden Jahr sollen im Copy und Print Bereich die Maschinen im Feld moderat anwachsen, um sinkende Seitenzahlen auszugleichen. In den Segmenten IT-Services und Dokumentenmanagement sollen auch weitere Marktanteile, vor allem durch Kooperation mit den Schwesterunternehmen KKS Kemmler Kopier Systeme und Druck-Los gewonnen werden.

5. Auftragslage

Die Auftragslage kann weiterhin als sehr gut bezeichnet werden. Der offene Auftragsbestand hat mit 5,481 Mio € Umsatzvolumen am 27. Februar 2023 seinen Höhepunkt erreicht. Zum 31.12.2022 hat das Auftragsvolumen 4,816 Mio € betragen. Im Dezember 2021 betrug das Auftragsvolumen noch 3,205 Mio €. Die Auftragslage hat sich sonach im Jahr 2023 noch weiter verbessert. Im Jahresverlauf konnte der Auftragsbestand dann auf aktuell 4,247 Mio € abgebaut werden (Stand 15.10.2023). Vor allem der Abbau eines Backlogs aus dem Jahr 2021 durch wieder verfügbare Geräte im Segment Managed Print Service (MPS) ist hier positiv hervorzuheben.

6. Angaben zum Produktionsprogramm

Entfällt

7. Materialwirtschaft/Beschaffung

a) Entwicklung der Beschaffungspreise

Nachdem in 2021 aufgrund der globalen Corona Pandemie eine Unterbrechung der weltweiten Lieferketten zu erheblichen Lieferproblemen führte, womit ein deutlicher Preisanstieg verbunden war, mühen sich die Hersteller nun wieder um Aufträge. Sie sind wieder vollumfänglich lieferfähig, wobei es beim Zubehör noch geringfügig zu Lieferverzögerungen kommen kann. Ja nach Projektumfang werden wieder zusätzliche Rabatte gewährt. Konzentrationen im Handel (Zusammenschlüsse z. B. in der NOBIX-Group) ermöglichen weitere Preisvorteile durch Bündelung des Einkaufsvolumens.

b) Lagerausstattung und Lagerdauer

Dank normaler Versorgunglage durch die Hersteller rückt der Lagerumschlag auch im Hinblick auf eine geänderte Zinspolitik wieder in den Fokus. Eine große Bevorratung an Maschinen ist nicht mehr nötig. Je nach Fabrikat können wir innerhalb der Gruppe auf freie Warenbestände zugreifen. So erhält man Zugriff auf preisreduzierte Ware, welche auf Gruppenebene mit Rabatten eingekauft wurde, auch wenn jede einzelne Gesellschaft nur kleine Mengen benötigt.

c) Versorgungslage, Vorratspolitik

Als großer Multibrandhändler haben wir den Vorteil, sich etwas freier im Markt bedienen zu können. So waren wir den Versorgungsproblemen nicht in vollem Umfang ausgesetzt. Aktuell ist nahezu das gesamte Sortiment, welches die Systemhaus Bissinger GmbH anbietet, wieder vollumfänglich verfügbar. Die Bevorratung nimmt ab und die gängigen Maschinen werden innerhalb der Gruppe in großen Mengen zu günstigen Konditionen gekauft und auf die einzelnen Tochterunternehmen nach Bedarf verteilt.

d) Veränderung der Beschaffungsstruktur

Die Strategie des Vorratskaufs verfügbarer Ware ist zwischenzeitlich überholt. Aktuell kauft die Systemhaus Bissinger GmbH überwiegend projektbezogen. Lagerkäufe werden bei entsprechendem Preisvorteil in Betracht bezogen und auch aktiv genutzt.

8. Investitionen

Im Berichtsjahr 2022 wurde die Bissinger Unternehmensgruppe an die Liberta Partners Opportunities GmbH veräußert. Im Akquise-Jahr 2022 wurden deshalb die Investitionen etwas zurückgestellt. Es erfolgte seitens der neuen Gesellschafter zunächst eine genaue Bestandsaufnahme. Außerdem erfolgte teilweise eine Umstellung der Fuhrparkpolitik von Kauf auf Leasing. Dennoch wurde eine notwendige Fahrzeuganschaffung eines BMW X3 über 43779,98 € durchgeführt. Außerdem wurde div. Software für 18.993,52 € beschafft. Zudem wurden 97.631,64 € in diverse Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert, wovon 2/3 der Summe auf eine neue Serverinfrastruktur entfällt.

9. Finanzierungsmaßnahmen

Zur Schonung der Liquidität wurde der BMW X3 im Jahr 2022 über die BDK mit der Darlehensvertragsnummer V018160585 zu einem effektiven Jahreszins von 3,99 % finanziert. Außerdem wird das aktuell genutzte ERP System mit einem Investitionsvolumen von 498.724,89 € brutto durch sale and lease back über die Leasinggesellschaft Grenke AG finanziert. Dies führt zu einer monatlichen Belastung von 4.547,20 €.

10. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

a) Ein Rechtsstreit mit der Firma Unsinn Fahrzeugtechnik GmbH über Forderungen in Höhe von 141.167,85 € war anhängig. Im Juni 2023 wurde ein Vergleich über 27.500 € geschlossen. Bilanzielle Rückstellungen in Höhe von 83.040,50 € wurden im Gegenzug aufgelöst. Ehemals intern finanzierte Mietverträge wurden im Jahr 2021 und 2022 in drei Tranchen an die Targo Leasing veräußert. (siehe 11.)

b) Die Systemhaus Bissinger GmbH inklusive ihrer Tochterunternehmen Bissinger Konferenzlösungen GmbH und Bissinger Objektdesign GmbH wurden Mitte 2022 rückwirkend zum 01.01.2022 an die Liberta Partners Opportunities GmbH veräußert. Damit verbunden fand eine Abspaltung der intern finanzierten Mietverträge in die Bissinger Asset GmbH statt. Dies hatte massive Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der intern finanzierten Mietverträge, welches so nicht mehr betrieben werden kann. Das gesamte Mietgeschäft konzentriert sich nun auf den Abschluss von Verträgen mit unseren Leasingpartnern Targo Leasing GmbH, Grenke AG und der abcfinance GmbH. Die bisherigen Gesellschafter und Geschäftsführer Siegfried, Anja und Maria Bissinger halten keine Anteile mehr am Unternehmen und schieden zum 31.12.2022 auch als Geschäftsführer aus dem Unternehmen aus. Der bisherige Prokurist und Leiter der MPS Bereichs Jörg Radler wurde mit Wirkung zum 02.01.2023 zum Geschäftsführer bestellt. Interimsweise war Axel Kemmler vom 12.09.2022 bis 17.04.2023 zum Geschäftsführer bestellt. Die beiden Prokuristen Alfred Hornung und Andreas Rieß sowie der Leiter Operations Johannes Bürklin unterstützen den Geschäftsführer in der Position als Geschäftsleiter.

Zur Entlastung der Verwaltung trug das Ausscheiden der Eigentümerfamilie Bissinger bei. Aktuell und zukünftig finden nur noch in sehr geringem Ausmaß Dienstleistung für die verbliebenen Unternehmen der ehemaligen Eigentümerfamilie Bissinger (ausschließlich vertraglich vereinbarte buchhalterische Dienstleistungen für die Bissinger Asset GmbH) statt. Die Steuerung des Unternehmens und die unternehmerischen Entscheidungen basieren überwiegend auf von den Gesellschaftern definierten Key-Performance-Indicators (KPIs).

II. Darstellung der Lage (gegenwartsorientiert) - Wirtschaftsbericht (§289 Abs. 1 S. 2 HGB)

11. Vermögenslage

a) Vermögens- und Kapitalstruktur anhand von Kennzahlen

Zum 31.12.2022 weist die Systemhaus Bissinger GmbH eine Bilanzsumme von 7.681.639,97 € (12.595.142,88 € in 2021) aus. Die Vermögensseite (Aktiva) setzt sich aus dem Anlagevermögen von 701.585,52 € (2.440.679,41 € in 2021), dem Umlaufvermögen von 6.843.878,91 € (10.099.827,17 € in 2021) und den Rechnungsabgrenzungsposten von 136.175,54 € (54.636,30 € in 2021) zusammen.

Die signifikante Reduktion des Anlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus der Abspaltung der bis dahin noch vorhandenen intern finanzierten Mietverträge (629.834,20 € € & 954.819,55 €) in die Bissinger Asset GmbH. Außerdem wurden die beiden PKW der ehemaligen Gesellschafter an ebendiese veräußert.

Im Umlaufvermögen haben sich sowohl die Forderungen aus LuL um 1.723.256,18 € reduziert, sowie der Kassenbestand um 2.442.823,92 €.

Die Kapitalseite (Passiva) weist ein Eigenkapital von 4.776.578,46 €, Rückstellungen von 1.075.537,82 €, Verbindlichkeiten von 1.689.762,82 € und passive Rechnungsabgrenzungsposten von 139.760,87 € aus. Somit liegt die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr 2022 bei 62,18 % (2021 bei 70,93 %). Der Gewinnvortrag beträgt 4.021.111,09 € (6.500.872,21 € in 2021). Im Dezember 2021 hat eine Gewinnentnahme von 2,0 Mio € stattgefunden.

b) Wesentliches nicht betriebsnotwendiges Vermögen

Entfällt

c) Wesentliche stille Reserven

Entfällt

12. Finanzlage

a) Finanzstruktur anhand von Kennzahlen

Die Eigenkapitalquote beträgt im Berichtsjahr 62,18 % und liegt damit 8,75 % unter dem Vorjahreswert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten im Berichtsjahr von 717.846,25 € auf 43.970,88 € reduziert werden. Der Kassenbestand und die Bankguthaben reichen kurzfristig mit 104.163,79 € nicht aus, um die gesamten Verbindlichkeiten in Höhe von 1.657.200,45 € zu tilgen. Die liquiden Mittel liegen temporär deutlich unter dem Vorjahresniveau von 2.546.987,71 €.

b) Bestehen von Kreditzusagen, -linien

Die im Jahr 2021 bestehende eine KK-Line inkl. Aval Rahmen von 200.000 € seitens der Sparkasse Dillingen-Nördlingen wurde in 2022 gestrichen. Auch die sechs Bürgschaften über 22.273,35 € wurden aufgelöst oder auf Unternehmen der ehemaligen Gesellschafter übertragen. Die in 2021 bei der VR Bank Donau-Mindel bestehende eine KK-Linie von 300.000 € wurde ebenfalls gestrichen. Auf Holding Ebene besteht nun im Berichtsjahr 2022 eine KK-Linie von 2 Mio €, welche im Unternehmensverbund genutzt werden kann. Die Systemhaus Bissinger GmbH hat im Jahr 2022 von dieser Linie keinen Gebrauch gemacht, im Jahr 2023 jedoch temporär vom 05.07. bis 21.08.2023 250.000 € gezogen. Dieser Bedarf begründete sich durch die letzte Carve Out Zahlung an die ehemaligen Gesellschafter.

c) Kapitalflussrechnung

Entfällt

13. Ertragslage

a) Segmentierung der Umsatzerlöse

Mit 17.587.531,65 € lagen die Umsatzerlöse im Jahr 2022 1.087.610,61 € unter den Erlösen des Vorjahres. Aufgrund der Einführung des neuen ERP Systems und der damit verbundenen Neustrukturierung der Segmente, kann man die Erlöse 2021 den Erlösen 2022 auf Sachkonteneben nicht mehr 1:1 gegenüberstellen. Aufgrund der nahezu nicht mehr vorhandenen intern finanzierten Mietverträge sind die Erlöse aus internen Mietverträgen von 2.856.729,63 € in 2021 auf 146.392,24 € (-95%) im Berichtsjahr gesunken. Die Erlöse im Segment Wartung / Kopien sind aufgrund langfristiger Verträge sehr konstant auf Vorjahresniveau. Die Erlössteigerungen beim Hardware- und Softwareumsatz von 1,9 Mio € können die um 2,7 Mio € gesunkenen Erlöse aus eigenfinanzierten Mietverträgen nicht ausgleichen. Der Jahresüberschuss lag bei 499.821,43 € gegenüber dem Vorjahr mit 2.177.247,52 €.

b) Erfolgsspaltung

Der deutlich geringere Jahresüberschuss mit etwas geringerem Umsatz als im Vorjahr lässt sich durch die fehlenden Einnahmen aus intern finanzierten Mietverträgen und deren Abspaltung in die Bissinger Asset GmbH erklären. Im Bereich der Personalkosten fiel die Steigerung mit 1,7 % (+77.557 €) kaum ins Gewicht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 539.071 € (+48,7 %) deutlich gestiegen. Auf die Erhöhung der Raumkosten entfallen hier gut 120.000 €. Die Fahrzeugkosten sind auch um 77.799 € (+32,7 %), vor allem durch die stark gestiegenen Kraftstoffkosten und die höheren Reparaturkosten angestiegen. Außerdem sind die Beratungskosten um 91.863 € aufgrund diverser Beratungsleistungen im Zuge der Betriebsveräußerung gestiegenen. Für das Folgejahr 2023 gehen wir im Bereich der Fahrzeugkosten von leicht sinkenden Kosten aus.

c) Struktur- und Rentabilitätskennzahlen

Die Umsatzrentabilität nach Steuern betrug im Berichtsjahr 2022 2,84 % (2021 11,66 %), was deutlich unter dem Durchschnitt des deutschen Mittelstands von 7,0 % in 2022 (7,4 % in 2021) liegt (Quelle: OTS: KfW / KfW Mittelstandspanel 2023 - Kleine und mittlere Unternehmen vom 18.10.2023). Die Personalkosten liegen 2022 bei 4.587.539,67 € (2021 bei 4.509.983,03 €), was einer Personalaufwandsquote von 26,08 % (24,15 % in 2021) entspricht.

d) Wertschöpfungsrechnung und abgeleitete Kennzahlen

Entfällt

e) Prognose der künftigen Entwicklung

Nachdem sich im Jahr 2023 die schwierige Liefersituation entspannt hat und der militärischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine kaum Einfluss auf die Liefersituation hat, gehen wir aufgrund intensiver Bemühungen auf Absatzseite von stark steigenden Erlösen aus. Dennoch hat sich die erwartete Steigerung der Materialkosten bewahrheitet. Ein Jahresüberschuss vor Steuern von 1,8 Mio € erscheint realistisch.

14. Finanzielle / Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der noch in 2021 für das Unternehmen wichtigste Leistungsindikator, der Auftragseingangs-Deckungsbeitrag spielt nur noch bei der Vertriebssteuerung eine gewichtige Rolle. Seit dem 2. Halbjahr 2022 wurden eine ganze Reihe an KPIs (Key Performance Indicators) zur Unternehmenssteuerung eingeführt und gemessen. So wird die monatliche Umsatzentwicklung der letzten 12 Monate, der durchschnittliche Umsatz der letzten 12 Monate, der Deckungsbeitrag und die Deckungsbeitragsmarge auf ebendieser Basis, der durchschnittliche Deckungsbeitrag der letzten 12 Monate und dessen Marge, die Personalkosten und Personalkostenmarge, sowie die sonstigen Kosten und deren Marge sowohl im 12-Monats-Verlauf wie im Durchschnitt betrachtet. Außerdem wird der Auftragsbestand und dessen Entwicklung, die Durchlaufzeit, sowie die Anzahl der installierten Maschinen wöchentlich erhoben. Zudem wird wöchentlich der Forderungsbestand ermittelt und in 30-Tagesabschnitten kategorisiert. Aus den erhobenen Daten wird wöchentlich ein Cashflow Forecast über mindestens 13 Wochen erstellt und in einem Jour Fix besprochen.

15. Analyse des Einflusses des Bestehens von Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Entfällt

III. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens - Prognosebericht (mind. 1 Jahr §289 Abs. 1 S. 4 HGB)

16. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Situation

Das IfW-Institut erwartet für 2024 ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent. Begründet wird die schwächelnde Konjunktur mit dem Ukraine Krieg und der damit ausgelösten Energiekrise, sowie der sehr hohen Inflation. In der IfW Prognose vom 10.10.2023 wird Deutschland als Konjunktur-Schlusslicht der stärksten Volkswirtschaften bezeichnet. Weltweit prognostiziert Gartner Inc. der ITK Branche im Software- als auch IT-Service-Segment ein zweistelliges Wachstum (IT-Times: Studie: IT-Markt soll 2024 weltweit wieder schneller wachsen; 20.10.2023). Vor allem im IT Segment, aber auch im DMS Bereich wollen wir weiterhin von diesem Wachstum profitieren. Zukünftig setzen wir im Copy und Print Bereich überwiegend auf langfristige Verträge mit externen Leasingpartnern (Targo, Grenke, abcFinance).

17. Voraussichtliche Entwicklung im Unternehmensumfeld

Aufgrund einer zurückhaltenden Auftragslage ist mit einem Nachholbedarf in unserer Branche zu rechnen. Verträge wurden mit alter Hardware verlängert, welche nun dringend erneuert werden muss. Gerade im Bereich öffentlicher Auftraggeber galt große Zurückhaltung aufgrund der Lieferprobleme und der damit verbundenen Angst, durch einen Lieferantenwechsel Probleme mit der Verfügbarkeit zu bekommen. Projekte im Bereich der öffentlichen Auftraggeber sind in punkto Umsatz verhältnismäßig große Projekte (Städte, Gemeinden, Landratsämter, Schulen, o.ä.). Jedoch besteht im Bereich kleinerer Systeme weiterhin ein Lieferengpass bei Druck- und Kopiersystemen, weshalb sich die Liefersituation damit nicht komplett entspannt hat. Grundsätzlich rechnen wir mit einigen Projekten und damit mit einer guten Auftragslage. Unser größter Partner "Canon" lieferte aufgrund des Chipmangels Tonerkartuschen ohne Chips, weshalb eine automatisierte Tonerbestellung der Systeme nicht mehr möglich war. Dies stellte uns prozessual vor erhebliche Herausforderungen und Mehraufwände. Diese Toner werden nun zu 95 % wieder mit Chips geliefert. Im Bereich IT Hardware gibt es für uns aktuell keine spürbare Einschränkung mehr.

18. Voraussichtliche Entwicklung im Beschaffungs- und Produktionsbereich

Die Veränderungen im Markt hin zu Zusammenschlüssen einzelner Systemhäuser und der Verdrängungswettbewerb sind stark spürbar. Rückläufige Marktentwicklungen im MPS-Umfeld (-2% - -4% p.a.), sowie die weiter zunehmende Veränderung bei den digitalen Prozessen und eine häufig fehlende Expertise im IT-Umfeld veranlassen immer mehr Systemhäuser über einen Verkauf nachzudenken. Auch die Nachfolge ist häufig nicht geregelt und fördert die Geschäftsaufgabe oder den Verkauf. Dieser Trend macht auch vor den Herstellern nicht halt. Immer weiter ausufernde gesetzliche Anforderungen im Bereich Daten-, Gesundheits- und Umweltschutz sowie IT-Sicherheit erfordern weitere Investitionen der Hersteller. Nicht alle Konzerne werden zu großen Investitionen in einen schwindenden Markt bereit sein. Die Branche rechnet damit, dass im MPS Umfeld nur noch 3 Hersteller überleben werden.

19. Voraussichtliche Entwicklung im Absatzbereich

Langfristige Kundenbeziehungen vor allem im IT, sowie Copy und Print Bereich lassen eine konstante Entwicklung im Absatzbereich erwarten. Trotz gewisser Risiken in einem sich schnell wandelnden Markt gehen wir weiterhin von einem moderaten Wachstum, vor allem im Bereich IT Lösungen und Dokumentenmanagement aus.

20. Voraussichtliche Entwicklung im Investitions- und Finanzierungsbereich

Im Jahr 2022 war als größte Investition eine neue Serverlandschaft und Ersatzbeschaffungen im Bereich Fuhrpark und Möbel geplant. Diese Investitionen wurden so auch umgesetzt. Weitere große Investitionen sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht geplant. Ab Mitte 2022 wurde im Bereich Fuhrpark eine Änderung in der Finanzierung angesetzt. Künftig werden Fahrzeuge nicht mehr gekauft, sondern überwiegend geleast. Dies führt langfristig zu weniger Kapitalbindung.

21. Sonstige Entwicklungen

Als Teil der Nobix Group GmbH profitiert die Systemhaus Bissinger GmbH von den übergeordneten Strukturen und damit verbundenen Einsparungen. So konnte auf Holdingebene ein Director Human Resources eingestellt werden, der sowohl die Mitarbeiterakquise als auch die Weiterentwicklung und individuelle Förderung proaktiv professionalisiert. Diese Stelle wäre für jedes Einzelunternehmen der Gruppe wirtschaftlich nicht darstellbar. Auch die Vorteile des Einkaufs im Verbund und die dadurch erzielbaren Rabatte sind nicht außer Acht zu lassen. Im Segment MPS Service werden nach Möglichkeit Fremdleistungen durch die Schwesterunternehmen zu vergünstigten Konditionen erbracht.

IV. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (zukunftsorientiert mind. 1 Jahr §289 Abs. 1 S. 4 HGB)

22. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Gesamtwirtschaftlich rechnet das ifo-Institut mit einem Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent im Jahr 2023. Die Fachleute vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet ebenfalls ein Minus von 0,4 Prozent. Noch pessimistischer ist das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, welches mit einer um 0,6 Prozent schrumpfenden Wirtschaft rechnet. 2024 soll es dem IWH zufolge um 0,9 Prozent aufwärtsgehen, laut DIW sogar um 1,2 Prozentpunkte. Momentan ist häufig die Stimmung schlechter als es objektive Kennzahlen prognostizieren. Die durch den Ukraine Krieg ausgelösten Sanktionen gegen Russland und die dadurch immensen Kostensteigerungen vor allem im Energiebereich sind leicht rückläufig, schaden der europäischen Wirtschaft jedoch weniger als zuletzt befürchtet. Dennoch bedarf es vor allem in Deutschland großer Anstrengung, um dem anhaltenden Fachkräftemangel und einer alternden Gesellschaft zu begegnen. (Quelle: Konjunkturaussichten: "Wachstum ist kein Schicksal" vom 08.09.2023)

23. Branchenspezifische Chancen und Risiken

Entgegen des gesamtwirtschaftlichen Trends ist in der ITK Branche nicht von einer negativen Entwicklung seitens der Nachfrage auszugehen. Sowohl im Bereich IT Lösungen, Hardware, Software sowie Dokumenten-Management ist nicht zuletzt durch den Trend zum Homeoffice, aber auch durch die Sensibilisierung beim Thema IT Sicherheit und Datenschutz mit weiterem Wachstum zu rechnen. Auch im Bereich Copy und Print deutet sich zumindest auf kurze Sicht keine deutliche Abschwächung an (-1,7 % p.a.). Im DMS Markt zeigt der Trend ein Wachstumspotential von 5,3 % und im IT-Services Markt sogar ein solches von 7,3 %. Aktuell konsolidiert sich der Markt bei den Systemhäusern sehr stark. Auch die Systemhaus Bissinger GmbH mit den Tochterunternehmen Bissinger Objektdesign GmbH und Bissinger Konferenzlösungen GmbH wurden im 1. Halbjahr 2022 an die Liberta Partners Opportunities GmbH veräußert. Unter dem Dach der Nobix Group GmbH (ehem. Mila Sakura Beteiligungs GmbH) wurde auch die KKS Kemmler Kopiersysteme GmbH mit Sitz in Kaiserslautern und die Druck-Los GmbH in Stuttgart übernommen. Dadurch besteht die Möglichkeit, u. a. bessere Einkaufskonditionen und weitere Synergieeffekte (Personal auf Holdingebene für übergeordnete Geschäftsfelder) zu erzielen.

24. Chancen und Risiken im Unternehmensumfeld

Regulatorische Eingriffe des Staates, welche sich direkt auf die ITK Branche auswirken sind nicht zu erwarten.

25. Chancen und Risiken im Beschaffungsbereich

Im Bereich Managed Print Service (MPS) erwarten wir im Nobix Verbund Preisvorteile durch eine Bündelung der Einkaufsmengen. Durch die starke Marktmacht der wenigen Hersteller ist jedoch nicht von allzu großen Sprüngen auszugehen. Im Bereich IT und DMS liegen die Chancen eher im Absatzbereich. Die Risiken im Beschaffungsbereich MPS sinken wieder, da die Verfügbarkeit des gesamten Produktportfolios bei fast allen Herstellern wiedergegeben ist und zudem die durchgeführten Preiserhöhungen in teils mehreren Schritten der letzten Monate aktuell keine weiter steigenden Preise erwarten lassen.

26. Chancen und Risiken im Produktionsbereich

Entfällt

27. Chancen und Risiken im Absatzbereich

Die Systemaus Bissinger GmbH als Teil der Nobix Group GmbH deckt zukünftig auf Gruppenebene das Einzugsgebiet Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ab. Als größtes Unternehmen im Gruppenverbund werden wir nun deutlich von Großkunden und Konzernen im Markt wahrgenommen. Durch die bessere Verfügbarkeit des gesamten Produktportfolios im MPS Bereich können wir nun auch wieder an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen. Im DMS Markt erhoffen wir uns durch die Gruppe Vorteile durch eine Bündelung der Vertriebs-, Consulting- und Support-Ressourcen und damit eine konkurrenzfähigere Preisgestaltung mit überdurchschnittlicher Beratungs- und Serviceleistung. Der IT Markt wächst beständig um 7-10% pro Jahr. Der zunehmende Trend mittelständischer Unternehmen zum Outsourcing bietet hier großes Potential. Das Risiko in diesem Segment sind die sinkenden Margen im Hardwarebereich und vor allem der anhaltende Fachkräftemangel und der damit verbundene erhöhte Wettbewerb um neue Mitarbeiter. Noch immer besteht in den Bereichen IT, Konferenzlösungen und Objektdesign die Möglichkeit, dass Kunden ihre Investitionen aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage mit hoher Inflation nach hinten verschieben.

28. Chancen und Risiken im Investitions- und Finanzierungsbereich

Die gute Eigenkapitalausstattung und die Integration in die neue Holding Nobix Group GmbH (ehem. Mila Sakura Beteiligungs GmbH) erleichtert uns bei Bedarf die Gewährung von Darlehen. Aktuell besteht auf Holding-Ebene eine KK-Linie in Höhe von 2 Millionen Euro.

29. Rechtliche Bestandsgefährdungen

Rechtliche Bestandsgefährdungen sind aus heutiger Sicht nicht ersichtlich.

30. Sonstige Risiken mit Einfluss auf VFE-Lage

Siehe Ziffer 23.

V. Risikoberichterstattung über Finanzinstrumente (§289 Abs. 2 S. 1 Nr. 1a und Nr. 1b HGB)

31. Risikomanagementziele und -methoden

Bestehende Darlehen wurden um Zuge der Veräußerung der Systemhaus Bissinger GmbH in die Bissinger Asset GmbH abgespalten. Bestehende KK-Linien bei der Sparkasse Dillingen-Nördlingen und VR Bank Donau-Mindel e.G. wurden gestrichen. Für jedes Unternehmen der Nobix Group GmbH besteht die Möglichkeit, sich Liquidität über eine KK-Linie über insgesamt 2 Mio. Euro bei der Hypo Vereinsbank zu verschaffen. Der Zinssatz orientiert sich am Euribor und liegt aktuell bei über 6 Prozentpunkten.

Momentan werden zwei Methoden der Risikobewertung stellenweise eingeführt. Zum einen wurden Risikobewertungs-Matrizen erstellt und zum anderen werden Entscheidungsbäume zur Visualisierung der Entscheidungsfindung verwendet.

32. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromänderungen

Siehe Ziffer 27.

VI. Forschung und Entwicklung - Forschungsbericht (§289 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 HGB)

33. Ziele der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Entfällt

34. Art und Umfang der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Entfällt

35. Rahmenbedingungen der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Entfällt

36. Forschungs- und Entwicklungsinput

Entfällt

37. Forschungs- und Entwicklungsoutput

Entfällt

VII. Zweigniederlassungen - Zweigniederlassungsbericht (§289 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 HGB)

38. Sitz von Zweigniederlassungen

Die Systemhaus Bissinger GmbH unterhält eine Zweigniederlassung in der Carl-Zeiss-Straße 47 in 85521 Ottobrunn.

39. Gegenstand von Zweigniederlassungen

Die Zweigniederlassung bedient den Kundenstamm im Großraum München hauptsächlich im Bereich Copy und Print und den dazugehörigen Serviceleistungen. Auch Leistungen in den Bereichen Dokumentenmanagement und IT Solutions werden vertriebsseitig erbracht. Die Umsetzung letzterer erfolgt dann über den Hauptsitz in Gundelfingen.

40. Wesentliche Veränderungen zum Vorjahr

Siehe 10.

 

Gundelfingen, den 30.10.2023

Jörg Radler

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 701.585,52 2.440.679,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 239.765,80 269.782,81
II. Sachanlagen 270.675,72 1.980.796,60
III. Finanzanlagen 191.144,00 190.100,00
B. Umlaufvermögen 6.843.878,91 10.099.827,17
I. Vorräte 3.529.092,86 3.202.779,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.210.622,26 4.350.059,55
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 104.163,79 2.546.987,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 136.175,54 54.636,30
Aktiva 7.681.639,97 12.595.142,88

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 4.776.578,46 8.933.765,67
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94
II. Gewinnvortrag 4.021.111,09 6.500.872,21
III. Jahresüberschuss 499.821,43 2.177.247,52
B. Rückstellungen 1.075.537,82 1.326.753,91
C. Verbindlichkeiten 1.689.762,82 2.282.792,60
D. Rechnungsabgrenzungsposten 139.760,87 51.830,70
Passiva 7.681.639,97 12.595.142,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 7.146.910,02 10.858.336,99
2. Personalaufwand 4.587.539,67 4.509.983,03
a) Löhne und Gehälter 3.870.259,47 3.834.226,89
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 717.280,20 675.756,14
3. Abschreibungen 292.988,86 2.102.490,49
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 292.988,86 2.102.490,49
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.645.942,17 1.106.871,18
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 526,63 796,89
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.938,94 20.323,18
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 102.997,21 930.849,79
8. Ergebnis nach Steuern 512.029,80 2.188.616,21
9. sonstige Steuern 12.208,37 11.368,69
10. Jahresüberschuss 499.821,43 2.177.247,52

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Systemhaus Bissinger GmbH (nachfolgend kurz: Bissinger GmbH) mit Sitz in Gundelfingen wird beim Registergericht Augsburg mit der Registernummer 5243 geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Systemhaus Bissinger GmbH (kurz: Bissinger GmbH) eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wird von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften Gebrauch gemacht.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der §§ 266 und 275 HGB.

Besonderheiten ergaben sich hierbei nicht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB weiter untergliedert.

3. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

3.1 Angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses der Bissinger GmbH wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsrechts sowie ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages beachtet. Zudem wurden die besonderen Vorschriften des GmbH-Gesetzes berücksichtigt.

3.2 Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten

Die Bewertung wurde entsprechend § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um lineare Abschreibungen (betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bis zu 15 Jahren) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von 150 Euro wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2a Satz 4 EStG sofort abgeschrieben.

Vermögensgegenstände mit einem Wert von 150 Euro bis 800 Euro wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen 292.988,86 .

Die Finanzanlagen betreffen verbundene Unternehmen und sonstige Beteiligungen und wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden grundsätzlich mit ihrem Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden im erforderlichen Maße gebildet. Aufgrund des allgemeinen Ausfall- und Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der Netto-Forderungen (nach Abzug der Einzelwertberichtigungen) gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Steuerrückstellungen enthalten die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres und zu erwartende Steuernachzahlungen aus Vorjahren.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Anlagevermögen und aktivierte Aufwendungen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung ergibt sich aus dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel.

4.2 Finanzanlagen

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über Beteiligungen berichtet, von denen die Systemhaus Bissinger GmbH mindestens den fünften Teil der Anteile hält:

Firma Sitz Rechts- form Eigenkapital Beteiligung
%
Jahresergebnis Geschäftsjahr
Bissinger Konferenzlösungen GmbH Gundelfingen GmbH 223.297,50 € 100,00% -32.754,85 € 2022
Bissinger Objektdesign GmbH Gundelfingen GmbH 328.158,76 € 100,00% 85.522,77 € 2022

4.3 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist im Handelsregister mit 500.000,00 DM eingetragen. Im Jahresabschluss wird das gezeichnete Kapital in Euro umgerechnet und mit 255.645,94 Euro ausgewiesen.

4.4 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Im Posten "Sonstige Rückstellungen" sind enthalten:

31.12.2022
Euro
Zinsen Betriebsprüfung 781,00
Urlaub 121.915,13
Waren, schwimmende 76.542,30
Berufsgenossenschaft 17.000,00
Aufbewahrungspflicht 23.510,09
Waren, noch nicht in Rechnung gestellt 283.254,39
Prozesskosten 0,00
Gewährleistungen 24.036,98
Wirtschaftsprüfung 14.000,00
Abschluss und Prüfung 35.070,00
Tantiemen 0,00
Summe 596.109,89

4.5 Verbindlichkeiten

Der nachfolgende Verbindlichkeitenspiegel enthält Angaben über die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten. Die Vorjahreswerte sind kursiv angegeben.

31.12.2022
TEuro
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEuro
Restlaufzeit über 1 Jahr
TEuro
Restlaufzeit über 5 Jahre
TEuro
1 Anleihen 0 0 0 0
Vorjahr 0 0 0 0
- davon konvertibel 0 0 0 0
Vorjahr 0 0 0 0
2 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44,0 8,6 35,4 0,0
Vorjahr 717,8 533,0 184,8
3 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 32,6 32,6 0,0 0,0
Vorjahr 97,6 97,6 0,0 0,0
4 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 440,7 440,7 0,0 0,0
Vorjahr 478,7 478,7 0,0 0,0
5 Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0,0 0,0 0,0 0,0
Vorjahr 0,0 0,0 0,0 0,0
6 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 230,4 230,4 0,0 0,0
Vorjahr 0,0 0,0 0,0 0,0
7 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,0 0,0 0,0 0,0
Vorjahr 0,0 0,0 0,0 0,0
8 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 310,8 310,8 0,0 0,0
Vorjahr 0,0 0,0 0,0 0,0
9 Sonstige Verbindlichkeiten 631,3 631,3 0,0 0,0
Vorjahr 988,6 988,6 0,0 0,0
- davon aus Steuern 91,4 91,4 0,0 0,0
Vorjahr 970,9 970,9 0,0 0,0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5,0 5,0 0,0 0,0
Vorjahr 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 1.689,8 1.654,4 35,4 0,0
Vorjahr 2.282,7 2.097,9 184,8 0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Bilanzstichtag 31.12.2022 in Höhe von 44 TEuro durch die nachfolgenden Vermögensgegenstände besichert:

31.12.2022
TEuro
Sicherungsübereignung von Anlagevermögen (Restbuchwert) 40,13
40,13

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

4.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum 31.12.2022 sonstige finanzielle Verpflichtungen im nachfolgend dargestellten Umfang:

Sonstige finanzielle Verpflichtung i.S.v. § 285 Nr. 3a HGB Euro davon gegenüber verb. Unternehmen oder assoziierten Unternehmen
Euro
Miet- und Pachtverträge (Zahlungen bis Laufzeitende) 3.159.410,40 0,00
Leasingverträge (Zahlungen bis Laufzeitende) 93.957,46 0,00
Summe 3.253.367,86 0,00

5. Sonstige Pflichtangaben

5.1 Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane

Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung der Systemhaus Bissinger GmbH durch

Name, Vorname Ausgeübter Beruf
Bissinger, Anja Geschäftsführerin
Bissinger, Siegfried Geschäftsführer
Kemmler, Axel Geschäftsführer
Radler, Jörg Geschäftsführer

5.2 Arbeitnehmer

Die Systemhaus Bissinger GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2022 die nachfolgend dargestellten Arbeitnehmergruppen (ohne Geschäftsführer und Auszubildende):

Arbeiter 15,63
Angestellte 51,50
(Auszubildende nachrichtlich 22,5)
Summe 67,13

5.3 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Verwendung des im Geschäftsjahr erzielten Jahresüberschuss vor:

Euro
Ausschüttungen an Gesellschafter 0,00 €
Einstellung in Gewinnrücklage 0,00 €
Einstellung in Kapitalrücklage 0,00 €
Vortrag auf neue Rechnung 499.821,43 €
Jahresüberschuss 499.821,43 €

5.4 Nachtragsbericht

Anja und Siegfried Bissinger sind zum 31. Dezember 2022 als Geschäftsführer ausgeschieden (Eintragung im Handelsregister vom 2. Januar 2023). Herr Axel Kemmler schied am 17. April 2023 (Tag der Eintragung im Handelsregister) als Geschäftsführer aus.

Die Gesellschaft hat am 15. Februar 2023 mit der Mila Sakura Beteiligungs GmbH als herrschender Gesellschafterin einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 10. März 2023.

Die Bissinger Konferenzlösungen GmbH ist auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 26. Juli 2023 mit der Gesellschaft verschmolzen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 6. September 2023.

 

Gundelfingen, den 15. September 2023

gez. Jörg Radler, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Bilanzposten AHK 01.01.2022
EUR
Zugänge Geschäftsjahr
EUR
Abgänge Geschäftsjahr
EUR
Umgliederungen Geschäftsjahr
EUR
AHK 31.12.2022 EUR Formel Abschreibungen bis 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
10 Konzessionen u. gew. Schutzr. 313.406,00 0,00 0,00 0,00 313.406,00 72.789,86
270 Software 50.000,00 18.993,52 0,00 0,00 68.993,52 20.833,33
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 363.406,00 18.993,52 0,00 0,00 382.399,52 93.623,19
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäftsausstattung
310 PKW 1.019.525,60 43.779,98 208.213,86 0,00 855.091,72 820.972,83
430 Geschäftsausstattung 563.739,76 0,00 22.109,13 0,00 541.630,63 502.961,71
431 EDV/HW 186.309,03 82.037,47 0,00 0,00 268.346,50 49.497,00
455, 471, xxx Kopiergeräte 7.303.909,77 0,00 7.303.909,77 0,00 0,00 5.552.593,37
480 GWG bis 800€ 70.386,27 21.237,21 0,00 0,00 91.623,48 70.386,27
Summe Sachanlagen 9.143.870,43 147.054,66 7.534.232,76 0,00 1.756.692,33 6.996.411,18
SUMME I + I 9.507.276,43 166.048,18 7.534.232,76 0,00 2.139.091,85 7.090.034,37
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen verb. Unternehmen
507 Bissinger Konferenzlösungen GmbH 97.750,00 1.044,00 0,00 0,00 98.794,00 0,00
508 Bissinger Objektdesign GmbH 88.000,00 0,00 0,00 0,00 88.000,00 0,00
Summe Beteiligungen verb. Unternehmen 185.750,00 1.044,00 0,00 0,00 186.794,00 0,00
2. Sonstige Beteiligungen
510 Raiba Gundelfingen 4.350,00 0,00 0,00 0,00 4.350,00 0,00
Summe Sonstige Beteiligungen 4.350,00 0,00 0,00 0,00 4.350,00 0,00
Summe Finanzanlagen 190.100,00 1.044,00 0,00 0,00 191.144,00 0,00
Gesamtsumme 9.697.376,43 167.092,18 7.534.232,76 0,00 2.330.235,85 7.090.034,37
Bilanzposten Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Änderungen der gesamten Abschreibungen iZm Zugängen (ohne Abschreibungen Geschäftsjahr) 31.12.2022
EUR
Änderungen der gesamten Abschreibungen iZm Abgängen Geschäftsjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
10 Konzessionen u. gew. Schutzr. 28.788,00 0,00 0,00 0,00
270 Software 20.222,53 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 49.010,53 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäftsausstattung
310 PKW 132.922,00 0,00 0,00 192.398,86
430 Geschäftsausstattung 8.870,50 0,00 0,00 9.074,13
431 EDV/HW 80.642,08 0,00 0,00 0,00
455, 471, xxx Kopiergeräte 0,00 0,00 0,00 5.552.593,37
480 GWG bis 800€ 21.237,21 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 243.671,79 0,00 0,00 5.754.066,36
SUMME I + I 292.682,32 0,00 0,00 5.754.066,36
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen verb. Unternehmen
507 Bissinger Konferenzlösungen GmbH 0,00 0,00 0,00 0,00
508 Bissinger Objektdesign GmbH 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Beteiligungen verb. Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Beteiligungen
510 Raiba Gundelfingen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 292.682,32 0,00 0,00 5.754.066,36
Bilanzposten Abschreibungen der gesamten Abschreibungen iZm Umbuchungen Umgliederungen
EUR
Abschreibungen 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
10 Konzessionen u. gew. Schutzr. 0,00 101.577,86
270 Software 0,00 41.055,86
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 142.633,72
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäftsausstattung
310 PKW 0,00 761.495,97
430 Geschäftsausstattung 0,00 502.758,08
431 EDV/HW 0,00 130.139,08
455, 471, xxx Kopiergeräte 0,00 0,00
480 GWG bis 800€ 0,00 91.623,48
Summe Sachanlagen 0,00 1.486.016,61
SUMME I + I 0,00 1.628.650,33
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen verb. Unternehmen
507 Bissinger Konferenzlösungen GmbH 0,00 0,00
508 Bissinger Objektdesign GmbH 0,00 0,00
Summe Beteiligungen verb. Unternehmen 0,00 0,00
2. Sonstige Beteiligungen
510 Raiba Gundelfingen 0,00 0,00
Summe Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Gesamtsumme 0,00 1.628.650,33
Bilanzposten Buchwert 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
10 Konzessionen u. gew. Schutzr. 211.828,14 240.616,14
270 Software 27.937,66 29.166,67
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 239.765,80 269.782,81
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäftsausstattung
310 PKW 93.595,75 198.552,77
430 Geschäftsausstattung 38.872,55 60.778,05
431 EDV/HW 138.207,42 136.812,03
455, 471, xxx Kopiergeräte 0,00 1.584.653,75
480 GWG bis 800€ 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 270.675,72 1.980.796,60
SUMME I + I 510.441,52 2.250.579,41
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen verb. Unternehmen
507 Bissinger Konferenzlösungen GmbH 98.794,00 97.750,00
508 Bissinger Objektdesign GmbH 88.000,00 88.000,00
Summe Beteiligungen verb. Unternehmen 186.794,00 185.750,00
2. Sonstige Beteiligungen
510 Raiba Gundelfingen 4.350,00 4.350,00
Summe Sonstige Beteiligungen 4.350,00 4.350,00
Summe Finanzanlagen 191.144,00 190.100,00
Gesamtsumme 701.585,52 2.440.679,41

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.09.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Nach dem abschließenden Ergebnis meiner Prüfung habe ich dem Jahresabschluss zum 31.12.2022 (Anlage 1) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 (Anlage 2) der Systemhaus Bissinger GmbH, Industriestr. 18, 89423 Gundelfingen unter dem Datum vom 27.11.2023 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt und diesen als

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers"

an die

Systemhaus Bissinger GmbH

Industriestr. 18

89423 Gundelfingen

wie folgt übermittelt:

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Systemhaus Bissinger GmbH, Industriestr. 18, 89423 Gundelfingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Systemhaus Bissinger GmbH, Industriestr. 18, 89423 Gundelfingen für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 2 S. 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend gebe ich weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit meiner Prüfung habe ich die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder meinen bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffenddarstellt.

Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussage im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteile ich die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führe ich Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umgang und den Zeitablauf der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Giengen, den 27.11.2023

Reinhard Scheu, vereidigter Buchprüfer

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