active Legal form SE Aktiengesellschaft

ORBIS SE

SaarbrückenSaarbrücken, DEU ·HRB 108223 Saarbrücken ·orbis.de

Overview

Legal form
SE
Address
Nell-Breuning-Allee 3-5
66115 Saarbrücken
Commercial register
HRB 108223, Saarbrücken
Registration date
November 16, 2021
Industry
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Registered capital
9,766,042.00 EUR
Representation rules

Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Purpose
Jede Tätigkeit auf dem Gebiet der Informationstechnologie, insbesondere Unternehmensberatung, die Entwicklung intelligenter komponentenbasierter Software insbesondere auf dem Gebiet der Kundenmanagementsysteme, Vertrieb und Einführung informationsverarbeitender Systeme, Organisation und Optimierung von Geschäftsprozessen durch Einführung integrierter Standardsoftware, Technologie- und Know-how Transfer, Schulung und Betreuung, jegliche Tätigkeit auf dem Gebiet der Informationstechnologie. Das Halten, die aktive Verwaltung und der Erwerb von Beteiligungen im In- und Ausland, insbesondere an operativ tätigen Gesellschaften der Softwarebranche sowie von Grundvermögen. Neben den allgemeinen Steuerfunktionen einer Finanz- und Managementholding nimmt die Gesellschaft auch zentrale Aufgaben wie Controlling, Organisation und Personalverwaltung für die mit ihr im Sinne von § 15 AktG verbunden Unternehmen war.

Financials

Revenue 2025
134,64 Mio. €
Total assets 2025
87,75 Mio. €
Net income 2025
3,51 Mio. €
Consolidated accounts · –
19 previous years · values unlocked with an API key Get API key →

Balance sheet

Consolidated accounts · –
2025
Assets 87,75 Mio
  • Current Assets 54,0 % 47,36 Mio
  • Noncurrent Assets 46,0 % 40,40 Mio
Equity and Liabilities 87,75 Mio
  • Equity 48,0 % 42,11 Mio
  • Current Liabilities 40,7 % 35,70 Mio
  • Noncurrent Liabilities 11,3 % 9,94 Mio
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Balance sheet data available for 19 earlier fiscal years.

Profit & loss

Consolidated accounts · –
2025
Income 293,66 Mio
  • Revenue 45,8 % 134,64 Mio
  • Employee Benefits Expense 31,1 % 91,30 Mio
  • Raw Materials And Consumables Used 7,4 % 21,65 Mio
  • Other Expense By Nature 4,9 % 14,42 Mio
  • Profit Loss Before Tax 1,9 % 5,68 Mio
  • Depreciation And Amortisation Expense 1,8 % 5,30 Mio
  • Profit Loss From Operating Activities 1,5 % 4,37 Mio
  • Profit Loss 1,2 % 3,51 Mio
  • Other Income 1,2 % 3,41 Mio
  • Profit Loss Attributable To Owners Of Parent 1,1 % 3,24 Mio
  • Income Tax Expense Continuing Operations 0,7 % 2,17 Mio
  • Impairment Loss Reversal Of Impairment Loss Recognised In Profit Or Loss 0,6 % 1,71 Mio
  • Other Finance Income Cost 0,3 % 1,02 Mio
  • Other Work Performed By Entity And Capitalised 0,2 % 693,0 k
  • Share Of Profit Loss Of Associates And Joint Ventures Accounted For Using Equity Method 0,1 % 288,0 k
  • Profit Loss Attributable To Noncontrolling Interests 0,1 % −266,0 k
  • Adjusted Weighted Average Shares 0,0 % 9,5 k
  • Basic Earnings Loss Per Share 0,0 % 0
  • Diluted Earnings Loss Per Share 0,0 % 0
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P&L data available for 19 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Damien Schirrer since 2026 Board Member
  • Frank Schmelzer since 2022 Board Member
  • Stefan Mailänder since 2022 Board Member
  • Andreas Schulz since 2023 Procura
  • Andreas Werner since 2022 Procura
  • André Bohe since 2025 Procura
  • Christian Orschulka since 2024 Procura
  • Dirk Müller since 2024 Procura
  • Frank Wilhelm since 2024 Procura
  • Hendrik Preis since 2022 Procura
  • Janko Sornik since 2022 Procura
  • Maria Sabine Dr. Stürmer since 2022 Procura
  • Markus Kuder since 2022 Procura
  • Pascal Kiefer since 2024 Procura
  • Richard Reiß since 2022 Procura
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Ownership & holdings

Holds shares in

6 more holdings · viewable with an API key Get API key →

History

  1. 2026
  2. 08.07.
    Change of bylaws
    ORBIS SE
  3. 08.07.
    Change of authorized capital
    ORBIS SE
  4. 05.01.
    Exit of position
    Michael Heinz Wendelin Jung · Board Member
  5. 05.01.
    Exit of position
    Susanne Schieffer · Procura
  6. 05.01.
    Exit of position
    Damien Schirrer · Procura
  7. 05.01.
    Member entry
    Damien Schirrer · Board Member
  8. 2025
  9. 08.12.
    Member entry
    André Bohe · Procura
  10. 2024
  11. 22.07.
    Change of bylaws
    ORBIS SE
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Annual statements

Original published statements, ordered by fiscal year.

5 documents
Fiscal year Document Published Access
2025 Konzernabschluss Published Via the API
2024 Konzernabschluss Published Read full text
2023 Konzernabschluss Published Via the API
2022 Konzernabschluss Published Via the API
2021 Konzernabschluss Published Via the API
2024 Konzernabschluss Full text

1

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

ORBIS 2024 in Zahlen 2

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Zusammengefasster Lagebericht des ORBIS Konzerns und der ORBIS SE für das Geschäftsjahr 2024 Grundlagen der Gesellschaft und des Konzerns Die börsennotierte ORBIS SE mit Sitz in Saarbrücken ist das Mutterunternehmen des ORBIS Konzerns. Die Geschäftsentwicklung sowie das Risiko- und Chancenprofil der ORBIS SE und des Konzerns sind weitgehend deckungsgleich, so dass entsprechend § 315 Abs. 5i. V. m. § 298 Abs. 2 HGB ein zusammengefasster Lagebericht aufgestellt wird. Dabei sind Informationen, die den ORBIS Konzern betreffen, von solchen Informationen getrennt, die sich nur auf die ORBIS SE als Mutterunternehmen beziehen. Geschäftsmodell, Geschäftszweck und Leistungsportfolio Geschäftszweck des ORBIS Konzerns ist die digitale Transformation von Unternehmensprozessen im Wesentlichen auf Basis der IT-Lösungen und IT- Plattformen der Marktführer Microsoft und SAP, mit denen seit vielen Jahren eine intensive Partnerschaft besteht. Ziel ist es die Kunden im In- und Ausland ganzheitlich zu betreuen, das heißt von der IT- Strategie über die Prozessoptimierung, von der IT- Konzeption über die Realisierung der IT-Lösungen bis hin zum Support. Ergänzend zur Geschäftsprozessberatung wird auch eine Expertise in Bezug auf die Technologie, den Betrieb und die Sicherheit von SAP-Infrastrukturen angeboten. Im Fokus des Leistungsportfolios stehen Business Intelligence, Customer Experience und Enterprise Resource Planning (ERP) sowie Human Capital Management (HCM). Weitere Themen sind Supply Chain Management (SCM), Manufacturing Execution System (MES) und die Smart Factory. Die Kunden im In- und Ausland werden im Wesentlichen in den Branchen Automobil- zulieferindustrie, Bauzulieferindustrie, Elektro- und Elektronikindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Logistik, Metallindustrie, Konsumgüterindustrie und Handel akquiriert. Zur Sicherung und zum Ausbau der Marktposition wird ORBIS zukünftig auch eine Beratungs- kompetenz im Bereich der künstlichen Intelligenz aufbauen. Ziel ist es, nicht nur die bestehenden Kompetenzen zu erweitern, sondern auch neue Geschäftsmöglichkeiten durch KI-Beratung zu eröffnen. Konkrete Ansatzpunkte hierzu sind: Strategische Beratung wie: Potenzialanalysen und KI-Strategieberatung, Infrastrukturberatung und Umsetzungsberatung sowie technische Unterstützung durch Vertrieb oder Anpassung bestehender KI-Tools (z.B. Microsoft Copilot, Azure OpenAI Services ,…). Konzernstruktur der ORBIS Im Geschäftsjahr 2024 besteht der ORBIS Konzern aus der ORBIS SE mit mehreren inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften sowie einer Minderheitsbeteiligung. Die inländischen Tochtergesellschaften BLUE STEC GmbH, contrimo GmbH, Data One GmbH, Dialog GmbH, OSCO GmbH, ORBIS People GmbH sowie ORBIS Value Plus GmbH verfügen jeweils über ein spezielles Know-How, welches das Leistungs- portfolio der ORBIS SE ergänzt. Das Geschäftsmodell der ORBIS SE wird international über die ausländischen Tochtergesellschaften ORBIS Austria GmbH (AT), ORBIS Schweiz AG (CH), ORBIS France S.A.S. (FR), Quinso B.V. (NL), sowie ORBIS America Inc. (US) und ORBIS Consulting Shanghai Co. Ltd. (CN) ausgeweitet. 3

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Insgesamt ist der ORBIS Konzern an den folgenden Standorten präsent: ORBIS SE Saarbrücken, Bielefeld, Essen, Hamburg, Karlsruhe, Markdorf, München, Stuttgart, Cham (CH), Eindhoven (NL) 70,00 % 60,00 % 100,00 % 75,50 % 74,40 % 74,99 % 51,00 % 70,00 % 100,00 % 51,00 % 100,00 % 100,00 % 100,00 % ORBIS Value Plus GmbH Saarbrücken ORBIS America Inc. McLean / (Virginia) / USA ORBIS Consulting Shanghai Ltd. Shanghai / CN Suzhou / CN OSCO GmbH Mannheim ORBIS Schweiz AG Baar / CH ORBIS Austria GmbH Wien / AT QUINSO B.V. s‘ Hertogen- bosch / NL Data One GmbH Saarbrücken Mertert / L Zürich/ CH DIALOG GmbH Bielefeld ORBIS People GmbH Saarbrücken ORBIS FRANCE S.A.S. Straßburg / FR BLUE STEC GmbH Lüneburg contrimo GmbH Mannheim Belgrad / RS Die ORBIS SE ist seit August 2023 in Form einer Minderheitsbeteiligung (22,05 %) an der 4PACE GmbH, Saarbücken beteiligt. Die 4PACE GmbH ist eine Holding, die zu 100 % an der Plan Software GmbH und zu 100 % an der KiM GmbH, St. Wendel beteiligt ist, an der die ORBIS SE bisher eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 49 % hielt. Durch die Zusammenführung der beiden Gesellschaften in der neuen Holding sollen die Produkte CADCLICK der KiM GmbH sowie die Konfigurations- und CPQ-Software 3PQ von Plan Software GmbH gemeinsam in einer Softwaresuite vermarktet werden. 4

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Steuerungsbericht Im Mittelpunkt unserer Geschäftspolitik steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Für die Steuerung der Konzernaktivitäten nutzt die ORBIS SE ein konzernweites Planungs- und Controllingsystem, das einen Ressourceneinsatz gewährleistet und einen detaillierten Einblick in die aktuelle und voraussichtliche Entwicklung der Finanz- und Ertragslage ermöglicht. Auf Basis von Zielvorgaben des Vorstands und Erwartungen hinsichtlich des Geschäftsverlaufs erarbeiten wir einmal im Jahr eine Budgetplanung für das Folgejahr sowie darauf basierend unsere Mittelfristplanung. In ihr stellen wir dar, wie sich wichtige Finanzkennzahlen voraussichtlich entwickeln werden. Der Vorstand legt die Budgetplanung für das Folgejahr dem Aufsichtsrat vor, der diese prüft und genehmigt. Für das laufende Jahr erstellen wir interne Prognosen, die am Budget anknüpfen. Sofern im Laufe eines Geschäftsjahres deutliche Abweichungen zwischen Prognose- und Budgetwerten auftreten, werden die Ursachen analysiert und gegebenenfalls Maßnahmen ergriffen. Außerdem informieren wir den Kapitalmarkt umgehend, wenn veröffentlichte Prognosen angepasst werden müssen. Wichtige Kennzahlen für die Steuerung unseres Geschäftes sind die Entwicklung des Konzernumsatzes und das Konzern-EBIT. Beim Konzern-EBIT handelt es sich um das Ergebnis vor Finanzergebnis (dem Ergebnis aus der Equity Methode sowie dem sonstigen Finanzergebnis) und Steuern. Ermittlung von EBIT vor Sondereinflüssen Das EBIT ergibt sich aus dem im Konzernabschluss berichteten Ergebnis der Betriebstätigkeit. Dieses wird bereinigt um Sondereinflüsse, welche aus der Abschreibung und außerplanmäßigen Abschreibung von immateriellen Vermögensgegenständen aus Kaufpreisallokationen sowie Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert resultieren können. Zur Ermittlung der EBIT-Marge vor Sondereinflüssen wird das EBIT vor Sondereinflüssen ins Verhältnis zu den Umsatzerlösen gesetzt. Diese relative Kennzahl erlaubt den Vergleich der operativen Leistungsfähigkeit unabhängig von der Größe des zugrunde liegenden Geschäfts. Auf Ebene der ORBIS SE stellen der Umsatz, das EBIT sowie das EBT die bedeutsamen Leistungsindikatoren der ORBIS SE dar. Insbesondere beim Jahresabschluss der ORBIS SE ist auch das EBT (Ergebnis vor Steuern) ausschlaggebend, da hier auch das interne Finanz- ergebnis aus der Finanzierung und den Gewinnen der Tochtergesellschaften enthalten ist. Die Steuerungsgrößen sind in allen berichtspflichtigen Geschäftssegmenten gleichermaßen gültig. Überleitung Konzern-EBIT zu Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen

(Werte in TEUR) 2024 2023 Veränderung in %
Konzern-EBIT 5.019 5.140 -120 -2,3
Hinzurechnung Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände aus Kaufpreisallokationen 455 669 -214 -31,9
Hinzurechnung außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände aus Kaufpreisallokationen 719 194 526 271,6
Hinzurechnung Abschreibungen auf den Firmenwert 0 258 -258 -100,0
Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen 6.194 6.260 -66 -1,1

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ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Wirtschaftsbericht Die Gesamtwirtschaftliche Lage 2024 Im Februar 2025 fasst das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz die wirtschaftliche Entwicklung für Deutschland in einem Artikel wie folgt zusammen: Die wirtschaftliche Schwächephase in Deutschland hält auch zur Jahreswende an. Laut ersten, vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes ist das BIP im Jahresendquartal in preis-, saison- und kalenderbereinigter Rechnung gegenüber dem Vorquartal erneut leicht um 0,1 % zurückgegangen. Im Gesamtjahr 2024 ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Positiv trugen dabei vor allem die öffentlichen und – zu einem geringeren Ausmaß – die privaten Konsumausgaben bei. Dies wurde jedoch überlagert von deutlich rückläufigen Anlageinvestitionen sowie einem negativen Impuls vom Außenbeitrag, wobei weitgehend stagnierenden Importen sinkende Exporte gegenüberstanden. Diese Ergebnisse spiegeln sich in den jüngsten Indikatoren: Zwar zeigte sich bei der Produktion im Produzierenden Gewerbe im November eine spürbare Erholung, in der Dreimonatsbetrachtung ist diese aber weiterhin abwärtsgerichtet. Aktuelle Stimmungs- indikatoren wie der ifo-Geschäftsklimaindex und der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe zeigen vor dem Hintergrund der anhaltenden Auftragsschwäche und des drohenden US- Protektionismus noch keine Belebung an. Der Dienstleitungssektor zeigt zu Beginn des vierten Quartals ein uneinheitliches Bild: Während sich die Produktion in den unternehmensnahen Dienstleist- ungen parallel zur Industrieproduktion abschwächt, hellte sich die Lage in den stärker konsumorientierten Dienstleistungsbereichen tendenziell etwas auf. So war die Produktion bei den konsumnahen Dienstleistern weiter leicht aufwärts gerichtet. Die Verbraucher- stimmung bleibt zur Jahreswende weiterhin verhalten. Branchenentwicklung 2024 Der Branchenverband veröffentlicht in einer Zeitreihe den Bitkom-ifo-Digitalindex. Der Digitalindex zeigt das Geschäftsklima in der Digitalbranche. Er basiert auf der monatlichen ifo Konjunkturumfrage und bildet sich aus dem geometrischen Mittel der Werte für die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen. Berücksichtigt werden Daten der Digitalbranche, die sich aus Unternehmen der Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor zusammensetzt. Dazu zählen Hersteller von IT und Kommunikationstechnik, Unterhaltungselektronik, Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, Telekommunikationsdiensten sowie der Groß- und Einzelhandel mit ITK. Gewichtet wird nach Anzahl der Mitarbeitenden. Der Digitalindex und die weiteren Zeitreihen werden als saisonbereinigte Salden dargestellt. Der Geschäftsklimaindex in der Digitalbranche hat sich im Laufe des Jahres 2024 permanent verschlechtert und verzeichnet im Januar 2025 wieder einen Anstieg von 1,8 Punkten auf Minus 3,4 Zähler. Für die kommenden Monate bewerten die Unternehmen der IT- und Telekommunikation (ITK) die Geschäfts- erwartungen weniger negativ als im Vormonat (Plus 6,9 Zähler auf Minus 9,2 Punkte). Die Geschäftslage dahingegen verschlechtert sich um 3,5 Zähler und liegt bei Minus 3,4 Punkten. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft bewegt sich die ITK- Branche weiterhin auf deutlich höherem Niveau. Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2024 Der Vorstand der ORBIS SE beurteilt den Geschäftsverlauf 2024 und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten in Deutschland und im europäischen Ausland insgesamt positiv. Zum Beginn des Geschäftsjahres hatten wir die Erwartung geäußert, dass aufgrund der aktuellen Krisensituation in Deutschland und Europa eine leichte Steigerung des Konzernumsatzes 2024 sowie ein Konzern-EBIT auf Vorjahresniveau angestrebt wird. Der Konzernumsatz der ORBIS SE beläuft sich im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 132.195  (2023: TEUR 132.209) und liegt damit insgesamt leicht unter der Erwartung. Im Geschäftsjahr 2024 wurde im ORBIS Konzern ein positives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) in Höhe von TEUR 5.019 (2023: TEUR 5.140) erwirtschaftet, was einer EBIT-Marge von 3,8 % entspricht und somit  im Rahmen der Prognose liegt. Bei der Analyse des Konzern-EBIT ist zu berücksichtigen, dass der Kundenstamm der in 2022 erworbenen Tochtergesellschaft contrimo GmbH, welcher im Rahmen der Purchase Price Allocation (PPA) aktiviert wurde, im Geschäftsjahr 2024 außerplanmäßig in Höhe von TEUR 719 abgeschrieben wurde. Grund hierfür ist der starke Rückgang der Umsatzerlöse mit externen Kunden, da die contrimo GmbH zukünftig ihre Geschäfte im Wesentlichen als Subunternehmer der ORBIS SE tätigen wird. Zum 31. Dezember 2024 waren im ORBIS Konzern 901 Mitarbeiter (Vorjahr: 907 Mitarbeiter) beschäftigt. Der Personalaufwand von TEUR 89.728 liegt um 1,8 % über dem des Vorjahres mit TEUR 88.112. Die Personalkostenquote, das Verhältnis Personalaufwand zu Umsatzerlösen, verschlechterte sich leicht auf 67,9 % (Vorjahr: 66,6 %). 6

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Segmentinformationen Der ORBIS Konzern hat in den vergangenen Jahren die Geschäftstätigkeit im Ausland deutlich ausgeweitet. Zur Verbesserung der Unternehmenssteuerung legt die Unternehmensleitung einen stärkeren Fokus auf die Geschäftsaktivitäten im Inland und im Ausland und stellt deshalb eine Segmentberichterstattung mit Vorjahreswerten für die beiden berichtspflichtigen Geschäftssegmente: Inland (Deutschland) und Ausland auf. Weitere Informationen zur Segmentberichterstattung finden Sie auch unter dem Punkt Segmentberichterstattung im Anhang zum Konzernabschluss. Ertragslage im ORBIS-Konzern Im folgenden Abschnitt über die Ertragslage werden unsere Konzernzahlen 2024 analysiert. Umsatzanalyse ORBIS Konzern 18,9 % 14,6 % 22,5 % 9,7 % 0,0 % Im Geschäftsjahr 2024 hat sich die Geschäftstätigkeit der ORBIS SE trotz der Wirtschaftskrise in Deutschland und Europa stabil entwickelt. Der im Berichtsjahr erzielte Konzernumsatz in Höhe von TEUR 132.195 liegt nahezu auf Vorjahresniveau (2023: TEUR 132.209). Die Dienstleistungsumsätze aus dem Projektgeschäft (Beratungsumsätze) sanken im Jahr 2024 um 0,8 % auf TEUR 109.383 (2023: TEUR 110.248). Die Umsatzerlöse (Lizenzen und Wartung) mit eigenen Produkten stiegen von TEUR 5.867 im Jahr 2023 um 1,1 % auf TEUR 5.933 im Jahr 2024 während sich die Erlöse aus dem Vertrieb von Handelswaren im Jahr 2024 um 4,9 % auf TEUR 16.879 erhöhten (2023: TEUR 16.094). 7

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Umsatzerlöse nach Umsatzart in Mio. EUR Umsatzentwicklung nach Segmenten

(Werte in TEUR) 2024 2023 Veränderung in %
ORBIS Konzern 132.195 132.209 -14 0,0
Segmente
Segment Inland 94.185 97.914 -3.729 -3,8
Segment Ausland 38.010 34.296 3.714 10,8

Der ORBIS Konzern hat in jüngster Zeit die Geschäftstätigkeit im Ausland deutlich ausgeweitet. Die Unternehmensleitung strebt eine sukzessive Ausdehnung des inländischen Leistungsportfolios auch im Ausland an. Zur Verbesserung der Unternehmenssteuerung legt die Unternehmens- leitung einen stärkeren Fokus auf die Geschäfts- aktivitäten im Inland und im Ausland und stellt deshalb seit 2023 eine Segmentberichterstattung mit Vorjahreswerten auf. Ertrags- und Aufwandsanalyse Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 23,6 % auf TEUR 3.619 erhöht. Im Wesentlichen werden in dieser Position Lieferantenboni, verrechnete Sachbezüge, die Erträge aus Versicherungsleistungen sowie die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2024 wurde der Entwicklungs- aufwand für selbsterstellte Softwarekomponenten in Höhe von TEUR 582 aktiviert. Die aktivierten Softwarekomponenten werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 bzw. 10 Jahren abgeschrieben. 8

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024
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(Werte in TEUR)
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
sonstige betriebliche Aufwendungen
Summe operativer Aufwendungen

Der Aufwand für fremd bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 11.809 resultiert aus dem Einsatz von Subunternehmern. Dies bietet ORBIS die Möglichkeit, flexibel auf die Anforderungen der Kunden zu reagieren, ohne selbst die entsprechenden Kapazitäten vorhalten zu müssen. In diesen Projekten tritt ORBIS gegenüber den Endkunden als Vertragspartner auf, während die Partner ihre Leistungen an ORBIS berechnen. Der Aufwand für bezogene Waren aus dem Vertrieb von Handelswaren, überwiegend verkaufte Softwarelizenzen von SAP und Microsoft sowie Hardwarekomponenten beträgt TEUR 10.305 und befindet sich somit auf Vorjahresniveau. Zum 31. Dezember 2024 waren im ORBIS Konzern 901 Mitarbeiter (Vorjahr: 907 Mitarbeiter) beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt waren 908 Personen (HGB) beschäftigt, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 0,9 % entspricht. Der Personalaufwand von TEUR 89.728 liegt um 1,8 % über dem des Vorjahres mit TEUR 88.112. Die Personalkostenquote, das Verhältnis Personalaufwand zu Umsatzerlösen, verschlechterte sich leicht auf 67,9 % (Vorjahr: 66,6 %). Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen liegen mit insgesamt TEUR 6.102 um 2,1 % über dem Vorjahr (TEUR 5.974). Hiervon entfallen auf die Abschreibung der eigenen Immobilie in der Nell-Breuning-Allee in Saarbrücken TEUR 147, auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 841, sowie TEUR 3.607 auf die Abschreibung von Vermögenswerten aus der Leasingnutzung gemäß IFRS 16. Weitere Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.479 entfallen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte. Die planmäßigen Abschreibungen auf die sonstigen im- materiellen Vermögenswerte resultieren überwiegend aus der Übernahme und Nutzung übernommener Vermögenswerte, insbesondere Kundenbeziehungen, Auftragsbestand und Abschreibung im Rahmen der mehrheitlichen Beteiligung und Konsolidierung der QUINSO B.V. in den Niederlanden, der Dialog GmbH in Bielefeld, der Data One GmbH in Saarbrücken sowie der BLUE STEC GmbH in Lüneburg und der contrimo GmbH in Mannheim. Weitere außerplanmäßige Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte resultieren aus der Abschreibung des aktivierten Kundenstamms der contrimo GmbH aufgrund des starken Rückgangs der Umsatzerlöse der Gesellschaft mit externen Kunden. Im Geschäftsjahr 2024 haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,6 % auf TEUR 13.433 (Vorjahr: TEUR 13.510) reduziert. Ein Mehraufwand gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Anstieg der Kommunikations- und IT-Kosten, dem Aufwand für Dienstreisen sowie den Raumkosten aufgrund Instandhaltung. Deutliche Einsparungen ergaben sich dagegen bei den sonstigen Personalkosten, den Seminar- und Tagungskosten, bei den Marketingausgaben sowie beim Aufwand für Gewährleistung. 9

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Betriebsergebnis (EBIT) Im Geschäftsjahr 2024 hat sich das Betriebsergebnis (EBIT) um -2,3 % auf TEUR 5.019 leicht vermindert.

(Werte in TEUR) 2024 2023 Veränderung in %
Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen 6.194 6.260 -66 -1,1
Sondereinflüsse -1.174 -1.120 -54 4,8
Konzern-EBIT 5.019 5.140 -121 -2,3
Finanzergebnis (vor Währungsgewinne / -verluste) 844 -124 968 -780,5
Währungsgewinne / -verluste 42 -4 46 -1.140,3
Steuern -1.169 -1.314 145 -11,1
Konzern-Ergebnis 4.736 3.698 1.038 28,1
Ergebnisanteil Minderheiten -737 -986 249 -25,2
Konzernjahresüberschuss der Aktionäre der ORBIS SE 3.999 2.712 1.287 47,5

Betriebsergebnis (EBIT) der Segmente

(Werte in TEUR) 2024 2023 Veränderung in %
ORBIS Konzern 5.019 5.140 -121 -2,3
Segmente
Segment Inland 614 2.770 -2.156 -77,8
Segment Ausland 4.409 2.430 1.979 81,4
Überleitung -4 -61 57 -94,0

Die interne Steuerung basiert insbesondere auf dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Die Umsatzerlöse zwischen den Segmenten werden zu üblichen Marktpreisen verrechnet. 10

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Finanzergebnis / Währungsergebnis Das Finanzergebnis (vor Währungsgewinnen / - verlusten) ist im Geschäftsjahr 2024 mit TEUR 844 insgesamt positiv. Hierbei beträgt das Finanzergebnis, das neben dem Finanzergebnis aus Bankgeschäften auch die Anpassung der langfristigen Verbindlichkeiten aus Earn-Out Vereinbarungen sowie Put-Optionen von Minderheitsgesellschaftern beinhaltet, insgesamt TEUR 1.142. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 ist als Zinsaufwand in Höhe von TEUR -304 ausgewiesen. Aus der Equity-Bewertung der Beteiligungen an der 4PACE GmbH, Saarbrücken, ergibt sich für die Berichtsperiode ein Beteiligungsergebnis von insgesamt TEUR 6. Aus den Auslandsaktivitäten resultiert im Konzern- abschluss insgesamt ein Währungsgewinn in Höhe von TEUR 42. Konzernergebnis Die ausgewiesene Steuerquote aus realen und latenten Steuern im Geschäftsjahr 2024 liegt mit 19,8 % unter der Vorjahres-Steuerquote von 26,2 %. Insgesamt beträgt der Steueraufwand TEUR -1.169, wovon TEUR -1.741 aus dem laufendem Steueraufwand sowie TEUR 573 aus latenten Steuern resultieren. Das Konzernergebnis 2024 beträgt somit TEUR 4.736 und entspricht damit 3,6 % der erzielten Umsatzerlöse. Unter Berücksichtigung des Ergebnis- anteils anderer Gesellschafter in Höhe von TEUR 737 ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss der Aktionäre der ORBIS SE in Höhe von TEUR 3.999, der somit 3,0 % vom Umsatz beträgt. Entwicklung der Vermögenslage Konzern-Bilanz der ORBIS nach IFRS zum 31. Dezember (Kurzfassung)

(Werte in TEUR) 2024 2023 Veränderung in %
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte 48.399 48.790 -391 -0,8
Langfristige Vermögenswerte 40.010 40.299 -289 -0,7
Summe Aktiva 88.409 89.089 -680 -0,8
Passiva
Kurzfristige Verbindlichkeiten 35.108 35.753 -645 -1,8
Langfristige Verbindlichkeiten 12.274 15.087 -2.813 -18,6
Eigenkapital 41.026 38.249 2.777 7,3
Summe Passiva 88.409 89.089 -680 -0,8

Bilanzstruktur Die Konzernbilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % auf TEUR 88.409 reduziert. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände haben sich im Jahr 2024 von TEUR 48.790 um 0,8 % auf TEUR 48.399 leicht vermindert. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Minderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertrags- vermögenswerte um TEUR -1.227 auf TEUR 26.133 sowie der sonstigen Vermögensgegenständen 11

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

zurückzuführen. Demgegenüber steht ein Anstieg der liquiden Mittel um TEUR 1.751 auf TEUR 18.118. Die langfristigen Vermögenswerte sind im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 40.299) um 0,7 % auf TEUR 40.010 gesunken. Neben anderen Effekten ist diese Änderung hauptsächlich auf die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf die sonstigen immateriellen Vermögenswerte, über- wiegend aus der Übernahme und Nutzung übernommener Vermögenswerte, zurückzuführen. Die kurzfristigen Schulden sind um 1,8 % auf TEUR 35.108 im Jahr 2024 (2023: TEUR 35.753) gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der sonstigen Rückstellungen. Die langfristigen Schulden sanken im Jahr 2024 um 18,6 % auf TEUR 12.274 (2023: TEUR 15.087). Dies ist überwiegend auf die Reduzierung von langfristigen Verbindlichkeiten aus Earn-Out Vereinbarungen sowie PUT-Optionen von Minderheitsgesellschaftern zurück- zuführen. Zusätzlich gab es einen Rückgang der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kredit- instituten aufgrund der planmäßigen Darlehenstilgung und eine Reduzierung der latenten Steuern. Das Eigenkapital beträgt einschließlich der Minder- heitenanteile zum Bilanzstichtag TEUR 41.026. Die Eigenkapitalquote, also der Anteile des Eigenkapitals an der Bilanzsumme, erhöhte sich um 3,5 Prozent- punkte auf 46,4 % (2023: 42,9 %). Finanzlage und Kapitalflussrechnung Im Geschäftsjahr 2024 haben sich die finanziellen Mittel von ORBIS zum Bilanzstichtag am 31.12. um TEUR 1.751 auf TEUR 18.118 (2023: TEUR 16.367) erhöht. Sie bestehen im Wesentlichen aus den Guthaben bei Banken. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2024 resultiert im Konzern ein positiver Cashflow in Höhe von TEUR 10.409. Ein Mittelabfluss ergab sich im Wesentlichen aus den Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.564 (2023: TEUR 3.686) und von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 680 (2023: TEUR 680), der Zahlung von Gewinnanteilen an Minderheitsgesellschafter von Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 855 (2023: TEUR 1.166) sowie der Dividendenausschüttung an die Aktionäre der ORBIS SE in Höhe von TEUR 947 (2023: TEUR 1.420). Durch Investitionstätigkeit in die Erweiterung und Modernisierung der IT-Infrastruktur sowie in die Erweiterung der Immobilie in der Nell-Breuning-Allee in Saarbrücken erfolgte insgesamt ein Mittelabfluss von TEUR 1.925 (2023: TEUR 2.137). Weiterhin wurde in 2024 TEUR 706 in den Erwerb von Minderheitsanteilen an Tochtergesellschaften inves- tiert. Forschung und Entwicklung Forschung im eigentlichen Sinne wird bei ORBIS nicht betrieben – jedoch werden projektbezogene Ent- wicklungsleistungen für externe Kunden sowie für die interne Nutzung auf Basis der aktuellen Entwicklungs- plattformen von SAP und Microsoft erbracht. Im Rahmen der Entwicklung eigener Software- komponenten wurden bei der ORBIS SE in  2024 Herstellungskosten in Höhe von TEUR 582 (2023: TEUR 683) aktiviert. Damit wurden in 2024 deutlich weniger Entwicklungsprojekte bei der ORBIS SE umgesetzt. Weitere Entwicklungsleistungen werden überwiegend in kundenspezifischen Projekten erbracht. Es handelt sich dabei um Weiterentwicklungen zusätzlicher Funktionalitäten und Add-Ons im SAP-Umfeld. Oftmals können die kundenspezifischen Entwicklungen mit weiteren Modifikationen in anderen Anwendungen eingesetzt werden. 12

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Mitarbeiter Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte ORBIS 901 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 907 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). ORBIS sieht sich in der Verantwortung zur beruflichen Qualifikation von jungen Menschen. Bei ORBIS werden neben Fachinformatikern auch Kaufleute für Büro- management ausgebildet. Zum 31. Dezember 2024 wurden 11 Auszubildende beschäftigt. Da die aktuelle Situation am IT-Arbeitsmarkt aufgrund des Fachkräftemangels weiterhin sehr angespannt ist, bildet ORBIS verstärkt neue Mitarbeiter auch als Berater/Entwickler aus. Zum 31. Dezember 2024 wurden bei ORBIS insgesamt 18 junge Menschen im Rahmen eines Trainee-Programms und 9 junge Menschen im Rahmen eines dualen Studiums an der Berufsakademie des Saarlandes (ASW) ausgebildet. Unverändert gilt, dass ein wesentlicher Erfolgsfaktor für ein Beratungsunternehmen qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind. Zur Anerkennung der Leistungen ist bei ORBIS ein variables Vergütungsmodell eingeführt, das abhängig von der Zielerreichung, gemessen am EBIT, die Möglichkeit bietet, den Einsatz der Mitarbeiter zu vergüten. Mitarbeiterentwicklung ORBIS  2020 bis 2024 (jeweils zum 31. Dezember) 13

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Wirtschaftsbericht der  ORBIS SE Die ORBIS SE mit Sitz in Saarbrücken ist das Mutterunternehmen des 13 vollkonsolidierte Tochterunternehmen umfassenden ORBIS Konzerns. Neben ihrer operativen Tätigkeit übt die ORBIS SE Holdingfunktionen für den ORBIS Konzern aus und beschäftigt die meisten der in Deutschland tätigen Mitarbeitenden. Die Erstellung des Jahresabschlusses der ORBIS SE erfolgt nach den Bilanzierungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) und dem deutschen Aktiengesetz (AktG). Der vollständige Jahresabschluss der ORBIS SE wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht, dort veröffentlicht und von diesem an das Unternehmensregister weitergeleitet. Er kann ebenfalls auf der Unternehmens-Website der ORBIS SE als PDF heruntergeladen werden. Entwicklung der Ertragslage (HGB) Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (GKV) aufgestellt. Zum Beginn des Geschäftsjahres 2024 hatte die ORBIS SE eine Steigerung des Umsatzes im einstelligen Prozentbereich sowie eine EBT-Marge von 3 - 5 % prognostiziert. Der Umsatz der ORBIS SE sank im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 1,6 % von TEUR 82.482 auf TEUR 81.170 und liegt damit leicht unter der Prognose. Hierbei wurde ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von TEUR 349 (2023: TEUR 1.008) sowie ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von TEUR 2.348 (2023: TEUR 2.558) erwirtschaftet, was einer EBT- Marge von 2,9 % entspricht und damit ebenfalls unter der Erwartung liegt. Gewinn- und Verlustrechnung ORBIS SE nach HGB (Kurzfassung)

(Werte in TEUR) 2024 2023 Veränderung in %
Umsatzerlöse 81.170 82.482 -1.312 -1,6
Veränderung Bestand an fertigen / unfertigen Leistungen -479 415 -894 -215,4
andere aktivierten Eigenleistungen 0 23 -23 -100,0
sonstige betriebliche Erträge 3.905 3.170 735 23,2
Materialaufwand -19.553 -20.924 1.371 -6,6
Personalaufwand -54.529 -54.072 -457 0,8
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -916 -771 -145 18,8
sonstige betriebliche Aufwendungen -9.249 -9.313 64 -0,7
Betriebsergebnis (EBIT) 349 1.008 -659 -65,4
Finanzergebnis 1.999 1.551 448 28,9
Ergebnis vor Steuern (EBT) 2.348 2.558 -210 -8,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -9 -288 279 -96,9
Ergebnis nach Steuern 2.339 2.271 68 3,0
sonstige Steuern -183 -97 -86 88,7
Jahresüberschuss 2.155 2.174 -19 -0,9
Anzahl Mitarbeitende (HGB) zum 31.12. 545 556 -11 -2,0

2024 erzielte die ORBIS SE einen Gesamtumsatz in Höhe von TEUR 81.170 und damit eine Minderung von 1,6 % gegenüber dem Vorjahr (2023: TEUR 82.482). Ursächlich hierfür ist der Rückgang der Beratungserlöse aufgrund der Zurückhaltung der Kunden in Deutschland infolge der Wirtschafts- krise. Der Aufwand für fremd bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 15.488 (2023: TEUR 16.708) resultiert aus dem Einsatz von Subunternehmern inklusive Konzerngesellschaften die als Subunternehmer in verschiedenen Projekten agieren. 14

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Der Aufwand für bezogene Waren aus dem Vertrieb von Handelswaren, überwiegend verkaufte Softwarelizenzen von SAP und Microsoft beträgt TEUR 3.974 und liegt damit leicht unter dem Vorjahr (2023: TEUR 4.169). Während sich die Anzahl der Mitarbeitenden bei der ORBIS SE im Geschäftsjahr von 556 um 2,0 % auf 545 MA (nach HGB) reduzierte, stieg der Personalaufwand von TEUR 54.072 um 0,8 % auf TEUR 54.529. Der sonstige betriebliche Aufwand verminderte sich leicht um 0,7 % auf TEUR 9.249 (2023: TEUR 9.313). Das Betriebsergebnis der ORBIS SE verzeichnete infolge des Umsatzrückgangs ebenfalls einen Rückgang um 65,4 % auf TEUR 349 (2023: TEUR 1.008). Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR 1.999 resultiert im Wesentlichen aus Dividendenerträgen aus den Tochtergesellschaften. Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage (HGB) Das bilanzielle Gesamtvermögen der ORBIS SE betrug zum Ende des Jahres 2024 TEUR 50.739 (2023: TEUR 54.501). Bilanz der ORBIS SE nach HGB zum 31.12.2024 (Kurzfassung)

(Werte in TEUR) 2024 2023 Veränderung in %
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 213 266 -53 -19,9
Sachanlagen 6.946 6.086 860 14,1
Finanzanlagen 18.378 16.611 1.767 10,6
Anlagevermögen 25.537 22.963 2.574 11,2
Vorräte 1.417 1.897 -480 -25,3
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.015 21.902 -3.887 -17,7
Wertpapiere und liquide Mittel 4.716 6.567 -1.851 -28,2
Umlaufvermögen 24.148 30.366 -6.218 -20,5
Rechnungsabgrenzungsposten 1.054 1.173 -119 -10,1
Summe Aktiva 50.739 54.501 -3.762 -6,9
Passiva
Eigenkapital 29.438 28.230 1.208 4,3
Rückstellungen 9.089 10.510 -1.421 -13,5
Verbindlichkeiten 8.960 12.771 -3.811 -29,8
Rechnungsabgrenzungsposten 3.252 2.990 262 8,8
Summe Passiva 50.739 54.501 -3.762 -6,9

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Die immateriellen Vermögensgegenstände redu- zierten sich im Jahr 2024 um TEUR -53 auf TEUR 213 (2023: TEUR 266). Die Finanzanlagen, welche im Wesentlichen die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten, erhöhten sich um 10,6 % auf TEUR 18.378 (2023: TEUR 16.611). Die Sachanlagen erhöhten sich im Wesentlichen durch die getätigten Investitionen zur Errichtung des Neubaus ORBIS III. Die Erhöhung bei den Finanzanlagen ergab sich durch den Erwerb von Minderheitsanteilen an verbundenen Unter- nehmen sowie weitere Ausleihungen an verbundenen Unternehmen. Der Rückgang bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen um TEUR -3.887 resul- tierte vor allem aus der Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR -2.884. Die liquiden Mittel verminderten sich im Jahr 2024 um TEUR -1.851 auf TEUR 4.716 im Vergleich zu TEUR 6.567 zum 31. Dezember 2023. Das Eigenkapital der ORBIS SE erhöhte sich um 4,3 % auf TEUR 29.438 (2023: TEUR 28.230). Den Abgängen durch Dividendenzahlung in Höhe von TEUR -947 steht ein Zuwachs durch den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.155 gegenüber. Die Rückstellungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR -1.421 auf TEUR 9.089 (2023: TEUR 10.510). Die sonstigen Rückstellungen verzeichneten einen Rückgang um TEUR -1.139 auf TEUR 7.787 (2023: TEUR 8.926), hauptsächlich aufgrund geringerer Zuführungen bei den sonstigen Verpflichtungen gegenüber Mitarbei- tenden. Die Steuerrückstellungen reduzierten sich um TEUR -70 auf TEUR 41 (2023: TEUR 111). Die Verbindlichkeiten verminderten sich stark um TEUR -3.811 auf TEUR 8.960 (2023: TEUR 12.771). Die Verringerung der Verbindlichkeiten resultiert vorwiegend aus der planmäßigen Tilgung langfristiger Bankdarlehen in der Höhe von TEUR -625 und der Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR -904 sowie der Verbindlichkeiten auf Lieferungen und Leistungen um TEUR -1.665. Chancen und Risiken, sowie Prognose Die ORBIS SE unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken wie der ORBIS-Konzern. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Abschnitten Chancen- und Risikobericht sowie Prognosebericht. Unter Berücksichtigung der im Prognosebericht genannten Annahmen erwarten wir im Jahr 2025 bei der ORBIS SE einen leichten Anstieg bei den Umsatzerlösen und ein deutlicher Anstieg bei der Ergebnisentwicklung (EBIT, EBT) gegenüber dem Vorjahr. 16

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Chancen- und Risikobericht Als international tätiges Software- und Business Consulting-Unternehmen sind die ORBIS SE und ihre Tochtergesellschaften im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, deren Eintritt die Entwicklung der Gesellschaft bzw. des Konzerns gefährden könnten. Dabei geht die ORBIS gemäß ihrer Risikopolitik grundsätzlich nur solche Risiken ein, die im Rahmen der Wertschaffung unvermeidbar, jedoch kontrollierbar sind. Aufgrund der sehr ähnlichen Geschäftstätigkeit ist das Chancen- und Risikoprofil der ORBIS SE und des ORBIS Konzerns vergleichbar, so dass im Nachfolgenden der Fokus auf dem ORBIS Konzern liegt, soweit es nicht berichtswürdige Besonderheiten der ORBIS SE gibt. Das Risikomanagementsystem der ORBIS ist unternehmens- und konzernweit implementiert und wird stetig weiterentwickelt. Wir überprüfen unsere Geschäftsziele, interne Unternehmens- prozesse und Risiko-Kontrollmaßnahmen das ganze Jahr über anhand der eingesetzten Controlling-Systeme, Verfahren und Berichts- standards. Zudem erfolgt regelmäßig eine Risikoinventur in allen Geschäftsbereichen, in der alle Risiken überprüft und im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkungen auf den Fortbestand des Unternehmens bewertet werden. Dabei werden bereits bestehende Maßnahmen überprüft und neu einzuführende Maßnahmen ermittelt und implementiert. Bei ORBIS liegt der Fokus auf dem Nutzen von Chancen und der Steuerung von Risiken. Trotz permanenter Überwachung und Weiterentwicklung des Risiko- managements können verbleibende Risiken jedoch nicht völlig ausgeschlossen werden. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage im ORBIS Konzern Die Einschätzung der Gesamtrisikolage ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risiken. Für den ORBIS Konzern hat sich die Gesamtrisikolage gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Eintrübung der Wirtschaftslage in Deutschland verschlechtert. Wir haben unsere Budgetplanung an die zu erwartenden gesamt- wirtschaftlichen Auswirkungen angepasst und in die Prognose integriert. Im Geschäftsjahr 2024 war für die Risiken in allen Segmenten zu jeder Zeit die Risikotragfähigkeit jederzeit sichergestellt. Risikoverständnis und Risikokultur der ORBIS Die Risikokultur der ORBIS ist ein Teil unserer Unternehmenskultur und besteht aus einem System von Werten, Verhaltensregeln, Über- zeugungen, Erfahrungen, Einstellungen und Erkenntnissen in Bezug auf das Risikomanagement. Um diese Risikokultur zu unterstützen und kontinuierlich zu fördern, führen wir Risiko- aktivitäten durch wie beispielsweise Schulungen und Informationen zu Geschäftsgrundsätzen, IT- Security und zu Risikomanagement für das gesamte Unternehmen. Alle Mitarbeiter der ORBIS sind verpflichtet, dem gemeinsamen Code of Conduct (CoC) des Unternehmens zu folgen. Darin werden unsere Verhaltensregeln für gesetzmäßiges und verant- wortungsbewusstes Handeln erläutert. Auf die Grundsätze und Handlungsweisen dieses Rahmenwerks kann sich jeder Mitarbeiter der ORBIS berufen. Die Eckpfeiler unseres Kodex sind: ▪ Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften ▪ Anti-Korruption und Interessenskonflikte ▪ Umgang mit vertraulichen Informationen und Insiderinformationen ▪ Schutz von Menschen und Umwelt ▪ Chancengleichheit und Verurteilung jedweder Diskriminierung Über die individuellen Verhaltensregeln des CoC hinaus folgt die ORBIS auch den strengen Richtlinien des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), wie dies in der Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 des Aktiengesetzes dargelegt wird. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems Das interne Kontroll- und Risikomanagement- system im ORBIS Konzern umfasst alle rechnungs- legungsbezogenen Prozesse sowie sämtliche Risiken und Kontrollen im Hinblick auf die Rechnungslegung des ORBIS Konzern. Ziel ist die Identifikation und Bewertung von Risiken, die den Abschluss wesentlich beeinflussen können. Erkannte Risiken können durch die Einführung von Maßnahmen und Implementierung von entsprechenden Kontrollen gezielt überwacht und gesteuert werden, um hinreichend Sicherheit zu gewährleisten, dass ein regelkonformer Abschluss erstellt wird. ORBIS verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzern-Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse und Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen und der Rechnungslegungs- vorschriften für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sicher. Sowohl das Risikomanagementsystem als auch das interne Kontrollsystem umfassen alle für den Konzern- 17

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abschluss wesentlichen Tochtergesellschaften mit sämtlichen für die Abschlusserstellung relevanten Prozessen. Die Tochtergesellschaften erstellen ihre jeweiligen Abschlüsse in enger Abstimmung mit der Muttergesellschaft. Die für die Rechnungslegung relevanten Kontrollen richten sich insbesondere auf Risiken wesentlicher Fehlaussagen in der Finanzberichterstattung. Die Beurteilung von Fehlaussagen basiert auf der Eintrittswahr- scheinlichkeit sowie der finanziellen Auswirkung auf Umsatz, EBIT und Bilanzsumme. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss sowohl durch interne als auch durch externe Spezialisten analysiert. Die Ergebnisse der externen Spezialisten werden vom Konzernmanagement überwacht. Wesentliche Elemente zur Risikosteuerung und Kontrolle in der Rechnungslegung sind die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kon- trollen bei der Abschlusserstellung, angemessene Zugriffsregelungen in den abschlussrelevanten EDV-Systemen sowie die eindeutige Regelung von Verantwortlichkeiten bei der Einbeziehung externer Spezialisten. Das Vier-Augen-Prinzip und die Funktionstrennung sind auch im Rechnungs- legungsprozess wichtige Kontrollprinzipien. Die Qualifikation der in den Rechnungslegungs- prozess einbezogenen Mitarbeiter wird durch geeignete Auswahlprozesse und Fortbildungen sichergestellt. Weitere Kontrollinstrumente sind Plan-Ist-Vergleiche sowie Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderungen der einzelnen Posten, sowohl der von Tochter- gesellschaften berichteten Abschlussinformationen als auch des Konzernabschlusses. Die identifizierten Risiken und entsprechend ergriffene Maßnahmen werden im Rahmen der jährlichen Berichterstattung aktualisiert und an das Management der ORBIS berichtet. Die Effektivität von internen Kontrollen im Hinblick auf die Rechnungslegung wird mindestens einmal jährlich, vorwiegend im Rahmen des Abschlusserstellungs- prozesses, beurteilt. Die zuvor aufgezeigten Risikobereiche haben derzeit weder einzeln noch kumuliert bestands- gefährdende Auswirkungen. Grundsätzlich hat jedes interne Kontrollsystem immanente Grenzen hinsichtlich der Wirksamkeit. So kann auch ein als wirksam beurteiltes Kontrollsystem nicht alle unzutreffenden Angaben verhindern oder aufdecken. Darstellung des Risikomanagementprozesses im ORBIS Konzern Risikomanagement ist ein wesentlicher Bestandteil des unternehmerischen Handelns im ORBIS Konzern. Zur Sicherung des ORBIS Konzerns vor bestandsgefährdenden Entwicklungen ist das nachfolgend ausführlich erläuterte Risiko- managementsystem (im folgenden RMS genannt) auf der Grundlage der Risikopolitik in Übereinstimmung mit der verabschiedeten Unter- nehmensstrategie verbindlich. Darin werden Hinweise auf den Eintritt bestandsgefährdender Entwicklungen frühzeitig aufgezeigt, damit geeignete Gegenmaßnahmen zum Schutze vor Vermögensverlusten ergriffen werden können. In dieses RMS ist nicht nur die ORBIS SE involviert, sondern die nachfolgenden Regelungen haben Geltung in allen in den Konzernabschluss der ORBIS SE einbezogenen Unternehmen /Niederlas- sungen / Zweigniederlassungen bzw. Standorten. Der Risikomanagementprozess ist analog zum Controlling ein dynamischer Prozess im Unternehmen und so ausgelegt, dass alle Risikofelder des ORBIS Konzern erfasst werden. Er darf nicht als eine einmalige zeitpunktbezogene Durchführung und Abstimmung von Maßnahmen verstanden werden, sondern ist als kontinuierlicher Unternehmensprozess in allen geschäftlichen Aktivitäten auf allen Unternehmensebenen eingebunden. Die etablierten Grundsätze und der Prozess des Risikomanagements werden im Einklang mit der Unternehmensstrategie vom Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat abgeleitet, verabschiedet und sind im Risikohandbuch der ORBIS verbindlich für alle Mitarbeiter des ORBIS Konzerns dokumentiert. Aufbauend auf der vorgenannten Ausgangs- situation lässt sich der Prozessablauf sowohl für die ORBIS SE als auch die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wie folgt darstellen: 18

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Risikoinventur Zur Feststellung des Handlungsbedarfs wurden im Rahmen einer Risikoinventur sämtliche Einzelrisiken identifiziert und erfasst. Dazu wurde im Vorfeld durch das Controlling bereits eine sinnvolle Klassifikation der Risikofelder bzw. der Risikokategorien vorgenommen. Die Durchführung erfolgte im Rahmen von Projektworkshops durch Befragen der für die einzelnen Risikofelder verantwortlichen Mitarbeiter. Die Ergebnisse wurden in entsprechenden Erhebungsbögen dokumentiert. Die Risikoinventur findet in regelmäßigen Abständen statt. Mindestens einmal pro Jahr erfolgt eine Gesamtinventur und Überprüfung der zu kontrollierenden Risiken, für deren Durchführung der Risikomanager verantwortlich ist. Im Rahmen der Erstinventur wurde eine erste Einschätzung über das mögliche Ausmaß bei Risikoeintritt sowie die zur Risikosteuerung bereits bestehenden und / oder neu zu ergreifenden Maßnahmen von den Befragten erfasst, verifiziert und in der anschließenden Risikoanalyse weiterbearbeitet. Zum jeweiligen Geschäftsjahres- ende werden die bestehenden Maßnahmen mit dem Risk Owner besprochen und mögliche neue geplante Maßnahmen in den Maßnahmenkatalog aufgenommen. Was davon schließlich zur Umsetzung gelangt, wird im Rahmen des Geschäftsplans nach dortigen Prioritäten entschieden. Geplante Maßnahmen fließen in die sog. Nettobewertung erst ein, wenn sie erfolgreich umgesetzt sind. Risikoanalyse Das Ergebnis der Risikoinventur wurde im nächsten Schritt in ein sogenanntes Risikoinventar überführt, wozu neben der formellen Überarbeitung der Einzelrisiken (Eliminierung von Doppel- und Mehrfachnennungen, Zusammenfassung von Risiken, Systematisierung z. B. hinsichtlich Interdependenzen usw.) vor allem eine objektive Bewertung und Beschreibung aller bereits getroffenen sowie noch zu ergreifenden Maßnahmen erfolgte. Da die Definition und vor allem die laufende Beobachtung geeigneter auf Kausalketten beruhender Frühwarnindikatoren von ausschlaggebender Bedeutung für ein leistungs- fähiges RMS sind, wurden und werden zurzeit die entsprechenden Mess- sowie Meldekriterien ebenfalls je Einzelrisiko aufgenommen. Die Risikoanalyse ist eine dauernde, prozess- begleitende Aufgabe des Risikomanagements. Die möglichen Risikofaktoren sind in ihrer Entwicklung permanent zu beobachten. Somit werden die Einzelrisiken, Risikokategorien und auch Risikofelder regelmäßig neu überprüft, was in letzter Konsequenz zu einer Änderung der Risikopolitik des ORBIS Konzerns führen kann. 19

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Die Analyse der Einzelrisiken ergab unter Berücksichtigung der aktuellen Konzern- und Organisationsstruktur, sowie der Geschäfts- bereiche eine Gliederung nachfolgenden Risiko- feldern: A. Globale Risiken B. Strategische Risiken C. Operative Risiken D. Kernrisiken (Chancen und Risiken im Projekt- geschäft) Diese Risikofelder beinhalten sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Risiken und Compliance Risiken (Nichteinhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien oder ethisches Verhalten). Risikobewertung Im Rahmen der Risikobewertung wird das durch ein zuvor identifiziertes Risiko ausgelöste Gefähr- dungspotential ermittelt. Um bestandsgefährdende Risiken zu erkennen ist eine zweifache Bewertung vorzunehmen, die für den ORBIS Konzern wie folgt definiert ist: (1) Auswirkung: Wie groß wäre die Auswirkung des Risikos auf den Fortbestand bzw. den wirtschaftlichen Erfolg der ORBIS? 5 = Bestandsgefährdend    (> 3.000 TEUR) 4 = Erhebliche Auswirkung  (< 3.000 TEUR) 3 = Merkliche Auswirkung  (< 500 TEUR) 2 = Geringe Auswirkung      (< 100 TEUR) 1 = Keine oder unerhebliche Auswirkung (< 50 TEUR) (2) Wahrscheinlichkeit: Mit welcher Wahrscheinlichkeit tritt das identifizierte Risiko ein? 5 = 80-100 % Das Risiko tritt höchstwahrscheinlich ein oder ist eingetreten 4 = 60-80 % Das Risiko tritt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein 3 = 40-60 % Mittlere Wahrscheinlichkeit 2 = 20-40 % Geringe Wahrscheinlichkeit 1 = 0-20 % Das Risiko tritt sehr unwahrscheinlich oder nie ein Risikosteuerung Folgende Maßnahmen der Risikosteuerung werden im ORBIS Konzern angewendet: ▪ Risikoakzeptanz (= bewusste Inkaufnahme eines Risikos) ▪ Risikokompensation (= Abschluss eines gegenläufigen Geschäftes) ▪ Risikoübertragung (= Abschluss von Versicherungen oder Übertragung des Risikos auf einen Dritten) ▪ Verminderung des Schadenserwartungswertes (= Beeinflussung der Schadenshöhe oder der Eintrittswahrscheinlichkeit durch Einführung von Schutz- und Sicherungsmaßnahmen) ▪ Vermeidung (= Bewusster Verzicht auf ein mit einem gefährdenden Risiko behaftetes Geschäft, damit aber auch Aufgabe einer Gewinnchance) Risikoüberwachung Mit Hilfe der Risikoüberwachung sollen die Abweichungen zwischen der auf der Risikopolitik basierenden, gewollten Chancen- und Risikolage des Unternehmens sowie der tatsächlichen Lage erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Sofern ein Risiko einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, sind durch die Risk Owner die in der Risikoliste den einzelnen Risiken zugeordneten Maßnahmen entsprechend einzuleiten. Risikomatrix Die geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos in Verbindung mit seinen Auswirkungen auf unser Ansehen, unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanzlage, unsere Ertragslage und / oder unsere Cashflows führt auf Basis der Nettobewertung nach Maßnahmen anschließend zur Klassifizierung (Risikostufe) als „hoch“, „mittel“ oder „gering“. 20

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Risikokategorie/Risiken
Globale Risiken
Negative Entwicklung der Weltwirtschaft
Strategische Risiken
Unternehmensstrategie ist nicht marktkonform
Operative Risiken
Mitarbeiterbindung und -motivation
Schlüsselpersonen verlassen das Unternehmen
Finanzierung/ Gefahr der Zahlungsunfähigkeit
Kernrisiken
Starker Wettbewerbsdruck / Preisverfall
Unzureichendes Forecastpotenzial
Kundenbonität
Beraterauslastung
Nichterreichung Projektziele (Festpreis, Rückabwicklung, Schadensersatz)

Die Beurteilung der Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos in Verbindung mit seinen Auswirkungen ist in den berichtspflichtigen Segmenten des ORBIS Konzerns gleich und wird im Risikomanagementsystem nicht unterschiedlich betrachtet oder bewertet. Nachfolgend werden nur die als wesentlich erachteten Risiken beschrieben, die das Geschäft sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können. Globale Chancen und Risiken Mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine haben sich die Risiken für die gesamtwirtschaftliche Lage und damit die Risiken auf die Nachfrage für das Projektgeschäft und die IT-Dienstleistungen deutlich erhöht. Die ORBIS Gruppe unterhält weder Kundenbeziehungen in der Ukraine noch in Russland, jedoch sind mit hoher Wahrscheinlichkeit negative Auswirkungen auf verschiedene Kunden von ORBIS zu erwarten, deren Geschäfts- beziehungen direkt oder indirekt durch den Boykott der westlichen Welt gegenüber Russland betroffen sind. Die angedrohten Handelskonflikte und pro- tektionistische Maßnahmen, insbesondere die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle auf Importe aus Kanada, Mexiko und China werden negative Auswirkungen auf deutsche Unternehmen haben, insbesondere auf die Automobilindustrie. Hierdurch ist die ORBIS Gruppe nicht direkt betroffen, jedoch können sich aus den damit einhergehenden negativen Effekten auf die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland und Europa ebenfalls entsprechende Risiken und Unsicherheiten auf das Nachfrageverhalten nach den Dienstleistungen der ORBIS ergeben. Zudem könnten der Krieg und die im Zusammen- hang stehenden Sanktions- und Embargomaß- nahmen die beschriebene Lieferkettenproblematik und den bereits hohen Inflationsdruck verstärken. Ungewiss bleibt auch, ob bisherige oder etwaige zukünftige Zinserhöhungen zu einer Reduktion der Inflationsrate oder zu einer rückläufigen Investitionsbereitschaft und schrumpfenden Wirtschaftsleistung führen können. In Anbetracht der genannten Faktoren dürfte sich die gesamtwirtschaftliche Lage auch künftig als volatil erweisen und für Risiken sorgen, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ORBIS empfindlich beeinträchtigen können. Auch sonstige Unsicherheiten wie verschärfte regulatorische Anforderungen zur Erreichung von Klimaschutzzielen sowie weitere Nachhaltigkeits- aspekte können die täglichen Geschäfte nicht unerheblich belasten. Neben den Belastungen könnten die aufgezeigten Entwicklungen jedoch auch zu einer Nachfrage an Lösungs- und Leistungsangeboten zum Thema Nachhaltigkeit führen. Um die politischen, gesamtwirtschaftlichen und regulatorischen Risiken möglichst früh zu identifizieren und schnellstmöglich korrigierende Maßnahmen einleiten zu können, wird die Entwicklung unserer Märkte permanent überwacht. Da die entsprechenden Einflussgrößen außerhalb des direkten Wirkungsbereiches der ORBIS liegen, ist die Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen naturgemäß beschränkt. Strategische Chancen und Risiken Im Berichtsjahr wurden die strategischen Partnerschaften mit den globalen Marktführern SAP SE und Microsoft Corporation im Hinblick auf die Vermarktung und Beratung von Business- Standardsoftware und Branchenlösungen weiter- hin fortgesetzt. Hierbei bieten neue Technologien wie KI (Künstliche Intelligenz) sowie die Markt- anforderungen im Bereich Sustainability sowie der 21

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Trend zur Digitalisierung der Geschäftsprozesse deutliche Wachstumschancen. Wie im Vorjahr wurde die ORBIS SE von der SAP Deutschland SE & Co. KG als Goldpartner ausgezeichnet und gehört damit zum Kreis der SAP-Partner mit dem höchsten Status innerhalb des SAP-Partnerprogramms. Wir erwarten aus diesem Status positive Auswirkungen für den ORBIS Konzern. Im Geschäftsbereich Microsoft konnte die ORBIS SE 2024 ihre Expertise im Rahmen des Microsoft AI Cloud Partner Programs (MAICPP) um zwei zusätzliche Themengebiete erweitern und in nun fünf von insgesamt sechs Solution Areas nachweisen: „Business Applications“, „Data & AI“, „Digital & App Innovation“, „Infrastructure” sowie „Modern Work”. Insbesondere in der Solution Area Business Applications kann ORBIS SE ihr tiefgehendes Know-How durch die  Specializations in „Sales”, „Service” und „Low Code Application Development” nachweisen. Microsoft bestätigt damit die Kompetenz und die Zuverlässigkeit von ORBIS. Durch die Ausrichtung auf SAP und Microsoft ist die ORBIS SE aber auch von dem weiteren Markterfolg dieser Produkte abhängig. ORBIS geht davon aus, dass der Markt für SAP- und Microsoft-Lösungen weiter expandiert. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass SAP oder Microsoft einzelne Produkte aus ihrem Portfolio nicht mehr strategisch weiterentwickeln oder vermarkten, was Auswirkungen auf das Dienstleistungsportfolio von ORBIS haben kann. Zusätzlich werden mit Hilfe eigener Produkte (im Umfeld Microsoft CRM, ORBIS MES, ORBIS Multi-Process Suite sowie ORBIS Product Cost Calculator) Lösungen präsentiert, um weiteres Umsatzpotenzial zu generieren und gleichzeitig die Abhängigkeiten von SAP- und Microsoft-Produkten zu verringern. Die ORBIS SE ist weiterhin auf Wachstum ausgerichtet, dazu beteiligen wir uns an Unter- nehmen, die unser Lösungs- und Beratungs- portfolio durch eigene Kompetenzen erweitern können. Es besteht jedoch das Risiko, dass sich Unternehmensbeteiligungen nicht gemäß den Erwartungen entwickeln, insofern könnten negative Ergebnisse und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte das Ergebnis belasten. Operative Chancen und Risiken Personalwirtschaftliche Chancen und Risiken Der Erfolg von ORBIS hängt in hohem Maße davon ab, inwieweit es auch zukünftig gelingt, qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter mit hoher fachlicher und sozialer Kompetenz, insbesondere in Beratungs- projekten, dauerhaft und motiviert an das Unternehmen zu binden sowie das Mitarbeiter- Know-how durch gezielte Schulungsmaßnahmen an die sich schnell ändernden Markterfordernisse anzupassen. Der intensive Wettbewerb um qualifizierte IT- Fachkräfte erhöht das Risiko, dass Mitarbeiter das Unternehmen verlassen oder nicht genügend neue Mitarbeiter eingestellt werden können. Um dieses Risiko einerseits zu mindern, den Erfolg aber andererseits zu steigern, ist ORBIS jederzeit bestrebt, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Ein leistungs- und erfolgsabhängiges Vergütungsmodell und die individuelle Weiter- bildung und Weiterentwicklung in einem internationalen Konzern sollen einen Anreiz darstellen, sich langfristig an das Unternehmen zu binden. Um neue Nachwuchskräfte zu gewinnen, werden intensive Kontakte zu Hochschulen gepflegt und Trainee-Programme angeboten. Auch in Zukunft wollen wir so die sich uns eröffnenden Chancen optimal nutzen. Neben dem organischen Wachstum bieten sich ORBIS aufgrund der guten finanziellen Ausstattung immer wieder Chancen, durch Unternehmens- beteiligungen oder Übernahmen das Wachstum zu beschleunigen und sowohl Mitarbeiterressourcen zu gewinnen als auch das Leistungsportfolio zu erweitern. Chancen und Risiken im Projektgeschäft (Kernrisiken) Eine weitere Herausforderung ist der Preisdruck. Insbesondere bei der Behandlung von Festpreis- projekten, tritt die ORBIS mit konzernweiten Standards im Hinblick auf die Kalkulation und Genehmigung zur Annahme bzw. Durchführung von Beratungsprojekten entgegen, um so Verluste aus Projekten zu vermeiden. Durch regelmäßige Berichterstattung des Projektcontrollings direkt an den Vorstand wird die Entwicklung der Beratungsprojekte permanent beobachtet, um frühzeitig Abweichungen zu erkennen und zeitnah entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen ein- zuleiten. Dennoch kann es vorkommen, dass einzelne Projekte nicht planmäßig verlaufen, was in Summe den Erfolg der ORBIS nachteilig beeinflussen könnte. Um das Risiko aus Fehlern im Rahmen der Beratung und Implementierung von Kunden- lösungen zu verringern, beinhalten unsere Verträge Beschränkungen der Haftungshöhe bei möglichen Gewährleistungsansprüchen. Des Weiteren beste- hen als weitergehende Maßnahme für solche Risiken Haftpflichtversicherungen. Sofern erforder- lich werden, der kaufmännischen Vorsicht folgend, Rückstellungspositionen für potenzielle Haftungs- risiken dotiert. Es besteht auch weiterhin das Risiko, dass Bestandskunden bei einer Verschlechterung der Wirtschaftslage Beratungs- und Lizenzaufträge verschieben oder nicht mehr verlängern und sich die Neukundenakquise schwierig gestaltet. Um eine optimale Beraterauslastung zu gewährleisten, führt die ORBIS SE monatlich eine detaillierte mittel- und langfristige Beraterplanung in den Projekten durch. Aufgrund der Kontrolle verfügbarer Berater und deren Auslastung sowie 22

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über den Bedarf der Projekte kann flexibler auf Prioritätsverschiebungen reagiert sowie eine zügige Durchführung wichtiger Projekte sichergestellt werden. Finanzielle Chancen und Risiken Das Cash-Management der ORBIS SE überprüft laufend die liquiden Mittel auf Konzernebene. Mit Hilfe eines wöchentlichen Liquiditätsstatusberichts und einer laufenden Forecast- und Liquiditäts- planung werden die liquiden Mittel überprüft und ggf. kurzfristig Maßnahmen eingeleitet. Liquiditäts- reserven werden konservativ angelegt. Das Risiko von Forderungsausfällen ist insofern eingeschränkt, da die ORBIS SE überwiegend größere Unternehmen mit hoher Bonität zu ihrer Kundschaft zählt. Systematische Bonitätsprüfungen vor Vertragsunterzeichnung und entsprechend formulierte Vertragsbedingungen sowie die laufende Bonitätsüberwachung während der Projektdauer reduzieren das Risiko. Dennoch kann es vorkommen, dass bei komplexen Großprojekten eine bereits geleistete Beratung aufgrund finanzieller Probleme auf Kundenseite zu unge- planten Forderungsverlusten führen kann. ORBIS steuert die Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, die Überwachung und Pflege der Kredit- vereinbarungen sowie die Planung der Mittelzu- und -abflüsse. Die ORBIS SE verfügt jederzeit über ausreichend liquide Mittel, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Sicherungsgeschäfte ORBIS betreibt derzeit keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen. Bei der Anlage von liquiden Mitteln ist ORBIS vorsichtig und darauf bedacht, dass die als Liquiditätsreserve gehaltenen Mittel kurzfristig verfügbar gemacht werden können. Angelegt wird deshalb überwiegend in Festgeld bzw. in Finanzinstrumente von Schuldnern mit guter Bonität. Eine Zinsabsicherung erfolgt nicht. Ergänzende Informationen Eigentümerstrukturbericht gemäß § 315a HGB Das Grundkapital von EUR 9.766.042 ist in 9.766.042 Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1 aufgeteilt. Jede Aktie gewährt auf der Hauptversammlung eine Stimme. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden; verschiedene Aktien- gattungen bestehen nicht. Der ORBIS SE sind außer den im Anhang angegebenen Beteiligungen aufgrund von Stimm- rechtsmitteilungen folgende Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreitet, bekannt: ▪ HÖRMANN Digital Beteiligungs GmbH, Steinhagen: 34,71 % ▪ Swoctem GmbH, Haiger: 15,00016 % (Herr Friedhelm Loh indirekt über die Swoctem GmbH 15,00016 %) ▪ GMV AG, Marpingen: 15,36 % Satzungsgemäß besteht der Vorstand aus einem oder mehreren Mitgliedern. Die Bestimmung und Anzahl sowie die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstel- lungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung obliegen dem Aufsichtsrat. Gemäß der Regelung in § 8 Abs. 3 der Satzung bestellt der Aufsichtsrat Vorstandsmitglieder auf höchstens 6 Jahre, eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens 5 Jahre, ist zulässig (vgl. im Einzelnen Art. 46 der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 (SE-Verordnung), § 84 Abs. 1 Sätze 1 bis 4 AktG). Werden mehrere Personen zu Vorstandsmitgliedern bestellt, so kann der Aufsichtsrat ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen (§ 84 Abs. 2 AktG). Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, so hat in dringenden Fällen das Gericht auf Antrag eines Beteiligten das Mitglied zu bestellen (§ 85 Abs. 1 S. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (vgl. im Einzelnen § 84 Abs. 3 S. 1 und 2 AktG). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 28.06.2026 einmal oder mehrmalig gegen Bar- oder Sacheinlage um insgesamt 4.883.021 neue Stammstückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2021). Des Weiteren ist die Gesellschaft gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28.05.2024 nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen ermächtigt, eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Haupt- versammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben: 1. Die Gesellschaft wird ermächtigt, bis zum 27.05.2029 eigene Aktien im Umfang  von  bis zu insgesamt 10 %  des  zum  Zeitpunkt der Beschlussfassung  der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft  zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen  Aktien, welche  die  Gesellschaft  bereits  erworben hat und noch besitzt oder ihr nach §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 %  des Grundkapitals entfallen. Der Erwerb ist ferner nur zulässig, wenn die Gesellschaft im Zeitpunkt des Erwerbs eine Rücklage in Höhe der Aufwendungen für den Erwerb bilden konnte, ohne das Grundkapital oder eine nach Gesetz oder Satzung zu bildende Rücklage zu mindern, die nicht zur Zahlung an die Aktionäre verwandt werden 23

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darf, und  wenn  auf die zu erwerbenden Aktien der Ausgabebetrag voll geleistet ist. Die Ermächtigung darf  nicht zum  Zweck des Handels mit eigenen Aktien genutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, für einen oder mehrere  Zwecke ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach  Wahl des Vorstands  a. über  die Börse oder  b. durch ein an alle Aktionäre gerichtetes öffentliches Kaufangebot bzw. mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Verkaufsangebots. a. Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, so darf der von der Gesellschaft  gezahlte  Gegen- wert je  Aktie  (ohne  Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft  im Xetra-Handel (oder einem funktional vergleichbaren Nachfolge- system) an der Frankfurter  Wertpapierbörse an den  letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Erwerb um  nicht mehr  als 10 %  über- oder unterschreiten. b. Erfolgt der Erwerb über ein an alle Aktionäre gerichtetes öffentliches Kaufangebot oder über eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe  eines Verkaufsangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreis- spanne je Aktie (ohne  Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft  im Xetra-Handel (oder einem funktional vergleichbaren Nach- folgesystem) an der Frankfurter  Wertpapier- börse an den  letzten drei Börsenhandelstagen vor dem  Tag der  öffentlichen Ankündigung des Angebots  bzw.  der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe  eines Verkaufsangebots um nicht mehr als 20 %  über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines öffentlichen Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Verkaufs- angebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, kann das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines Verkaufsangebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf  den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem funktional vergleich- baren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten drei Börsen- handelstagen vor der öffentlichen Ankündigung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Volumen kann  begrenzt werden. Sofern die Anzahl der angedienten bzw. angebotenen Aktien die Anzahl der zum Erwerb vor- gesehenen Aktien übersteigt, erfolgt der Erwerb bzw.  die Annahme  nach Quoten im Verhältnis der jeweils angedienten bzw. angebotenen Aktien; das Recht der Aktionäre, ihre Aktien im Verhältnis ihrer Beteiligungsquoten anzu- dienen, wird insoweit ausgeschlossen. Ein bevorrechtigter Erwerb bzw. eine bevor- rechtigte Annahme geringer Stückzahlen von bis zu 100  Stück zum  Erwerb angedienter bzw. angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. Das öffentliche Kauf- angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines Verkaufsangebots kann weitere Beding- ungen vorsehen. 2. Die Gesellschaft wird ermächtigt, Aktien, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworben wurden, zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere zu folgenden: a. Sie können auch in anderer  Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden, wenn die Veräußerung gegen Barzahlung zu einem Preis erfolgt, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft nicht wesentlich unterschreitet. Als maßgeb- licher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung gilt dabei der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der  Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter  Wert- papierbörse an den letzten fünf Börsenhandels- tagen vor der Veräußerung der Aktien. Diese Ermächtigung nach Ziffer 2 a. gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 S. 4 AktG veräußerten Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung  dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind diejenigen Aktien anzurechnen, die während der  Laufzeit  dieser Ermächtigung  aus  genehmigtem  Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß  § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben wurden. b. Sie können gegen Sachleistung veräußert werden, vor allem um sie Dritten bei Unter- nehmenszusammenschlüssen, beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder anderen Vermögensgegenständen anzubieten. c. Sie können als Belegschaftsaktien Mitarbeitern der Gesellschaft und / oder der mit der Gesell- schaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb angeboten werden. d. Sie können in Erfüllung der Aktienbezugsrechte aus  den  Aktienoptions- bzw. Beteiligungs- programmen der Gesellschaft an  Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Mitarbeiter der verbundenen Unternehmen gem.  §§ 15 ff. AktG, an den Vorstand  der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG ver- bundenen Unternehmen übertragen werden. Soweit die erworbenen Aktien in Erfüllung der Aktienbezugsrechte aus den Aktienoptions- bzw. Beteiligungsprogrammen der Gesellschaft 24

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dem Vorstand übertragen werden sollen, liegt die Zuständigkeit beim Aufsichtsrat. 3. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf die eigenen Aktien wird insoweit aus- geschlossen, wie diese Aktien gemäß  den Ermächtigungen unter Ziffer 2 verwendet werden. 4. Der Vorstand  wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die aufgrund der Ermächtigung nach Ziffer 1 oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien der Gesellschaft einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durch- führung eines weiteren Hauptversammlungs- beschlusses bedarf. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend davon bestimmen, dass  das Grundkapital bei der Einziehung unverändert bleibt und sich stattdessen bei der Einziehung der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß  § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall zur Anpassung  der Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung ermächtigt. 5. Die Ermächtigungen gemäß den Ziffern 2 und 4 können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgeübt wer- den. Nichtfinanzielle Konzernerklärung Die nichtfinanzielle Konzernerklärung gemäß §§ 315b, 315c HGB ist auf der Internetseite der Gesellschaft im Bereich "Investor Relations“ zugänglich unter https://www.orbis.de/de/ unternehmen/investor-relations/governance/ nachhaltigkeitsberichte.html. In der nichtfinanziellen Konzernerklärung ist der Nachhaltigkeitsbericht der ORBIS enthalten, der sich an unsere Kunden, Aktionäre, Mitarbeiter und alle anderen Stakeholder richtet. Er umfasst die ORBIS SE und alle beherrschten Gesellschaften, sofern im Bericht nicht anders ausgeführt. Der Bericht beinhaltet die wesentlichen nicht- finanziellen Belange, die aufgrund erheblicher Auswirkungen auf Umwelt, Arbeitnehmer, Soziales, Korruption und Bestechung sowie Menschenrechte und ihrer Relevanz für unsere Geschäftstätigkeit bestimmt wurden. Dabei orientieren wir uns an den European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Erklärung zur Unternehmensführung Die Gesellschaft macht von der Möglichkeit Ge- brauch, die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB in Verbindung mit § 289f Abs. 1 Satz 2 HGB, die auch die Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 des Aktien- gesetzes enthält, auf der Internetseite der Gesellschaft im Bereich „Investor Relations“ öffentlich zugänglich zu machen. https:// www.orbis.de/investor-relations/governance/ erklaerung-unternehmensfuehrung.html Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind Ereignisse einge- treten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ORBIS SE haben. Mit Wirkung zum 24.02.2025 hat die ORBIS SE weitere 24,5 % der Anteile an der Dialog GmbH zu einem Kaufpreis in Höhe von TEUR 351 erworben. Somit hält die ORBIS SE nun 100 % der Anteile der Gesellschaft. 25

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Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Perspektiven 2025 Die Bundesregierung konstatiert in einer Mitteilung des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zum Ende Februar 2025 die wirtschaftlichen Lage in Deutschland wie folgt: Die deutsche Wirtschaftsleistung fiel zum Jahres- ende 2024 mit einem BIP-Rückgang um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal schwächer aus als zunächst angenommen. Aktuelle Frühindikatoren zeigen eine leichte Aufhellung, wobei sich die Divergenz zwischen positiv tendierendem Dienstleistungssektor und rezessiver Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe fortzusetzen scheint. Vor dem Hintergrund der anhaltend schwachen binnen- und außenwirtschaftlichen Nachfrage, der gestiegenen innen- und geopolitischen Ungewiss- heiten, insbesondere mit Blick auf die US- Handelspolitik, und der daraus gedämpften Konsum- und Investitionsstimmung ist eine spürbare wirtschaftliche Belebung zu Jahresbeginn noch nicht erkennbar. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe setzte zum Jahresende 2024 mit einem Rückgang um 2,4 % im Dezember gegenüber dem Vormonat ihre Talfahrt fort. Maßgeblich hierfür war eine sinkende Industrieproduktion. Das Baugewerbe stagnierte, während der Energiesektor leicht expandierte. Im vierten Quartal insgesamt tendierte die Produktion im Produzierenden Gewerbe mit -0,9 % unver- ändert rückläufig. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe erhöhten sich im Dezember gegenüber dem Vormonat zwar um 6,9 % spürbar; bereinigt um Großaufträge stiegen sie aber deutlich weniger stark um 2,2 %. Im vierten Quartal insgesamt blieben die Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe unverändert. Angesichts der Stimmungsindikatoren von ifo und S&P Global, die nach wie vor ein niedriges Niveau anzeigen, zeichnet sich bei der Industriekonjunktur noch keine Trendwende zu Jahresbeginn ab. Die industrielle Schwäche spiegelt sich in dem deutlichen Rückgang der Industrieproduktion im Dezember, der insbesondere auf Rückgänge in den Bereichen Automobilindustrie, Chemie und Maschinenbau zurückzuführen war. Branchenentwicklung 2025 Der Branchenverband Bitkom beschreibt in einer Pressemitteilung Anfang Januar 2025 die Lage in der ITK-Branche wie folgt: Deutschland steuert auf das dritte Rezessionsjahr zu – die digitale Wirtschaft bleibt aber auf Wachstumskurs. Trotz des aktuell schwierigen konjunkturellen Umfelds erwartet der Digital- verband Bitkom im deutschen Markt für IT und Telekommunikation (ITK) 2025 ein Umsatzplus von 4,6 % auf 232,8 Mrd. Euro. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 3,3 % auf 222,6 Mrd. Euro zugelegt. Parallel entstehen in der Branche neue Arbeitsplätze. Die Zahl der Beschäftigten im ITK-Sektor soll laut Bitkom im Jahresverlauf 2025 um rund 20.000 auf 1,371 Mio. wachsen. Im Jahr 2024 sind 9.000 neue Arbeitsplätze entstanden. „Die Digitalwirtschaft bietet einen Lichtblick in schwierigen Zeiten, steigert den Umsatz und schafft neue Jobs. Mittlerweile ist die ITK-Branche Deutschlands größter industrieller Arbeitgeber. Die Geschäfte der meisten Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche verlaufen den Prognosen zufolge 2025 positiv. Die Richtung in der IT stimmt.“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Die Politik sollte alles tun, um das Wachstumstempo zu verstärken.“ Die Informationstechnik ist weiterhin der wichtigste Wachstumstreiber. Nach der aktuellen Prognose werden in Deutschland in diesem Jahr 158,5 Mrd. Euro mit IT umgesetzt, das entspricht einem Plus von 5,9 %. Vor allem das Geschäft mit Software legt nochmals stark zu (plus 9,8 % auf 51,1 Mrd. Euro). Insbesondere der anhaltende Boom bei Künstlicher Intelligenz sticht hier hervor: Das Geschäft mit KI- Plattformen, auf denen KI-Anwendungen ent- wickelt, trainiert und betrieben werden können, wächst rasant um 43 % auf 2,3 Mrd. Euro. „Die kommende Bundesregierung muss das Momen- tum nutzen und Deutschland zu einem KI-Land machen“, betont Wintergerst. Kollaborationstools zur Zusammenarbeit und zum mobilen Arbeiten in Unternehmen wachsen ebenfalls stark: um 12 % auf 1,4 Mrd. Euro. Sicherheitssoftware steigt um 11 % auf 5,1 Mrd. Euro an. Zweistellige Wachstumsraten werden außerdem bei Cloud-Services erwartet, die um 17 % auf 20 Mrd. Euro zulegen. Die Umsätze mit IT- Dienstleistungen insgesamt steigen laut Bitkom 2025 um 5,0 % auf 53,8 Mrd. Euro. 26

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Ausblick ORBIS Die ORBIS SE bewegt sich als international tätiges Software- und Business Consulting-Unternehmen in den Branchen Industrie, Automobilzulieferer, Konsumgüter und Handel sowie Bauzulieferer. ORBIS hat sich als Partner auf dem Weg in die digitale Zukunft in mehreren Unternehmens- bereichen spezialisiert und etabliert. Hierdurch versprechen wir uns zukünftig weitere Wettbewerbsvorteile gegenüber den übrigen Marktteilnehmern. Die Digitalisierung der Unternehmensprozesse steht bei allen Unternehmen weiterhin ganz oben auf der Agenda um Wettbewerbsvorteile für die Zukunft zu erzielen. Wir müssen jedoch davon ausgehen, dass die an- haltende schwache innen- und außenwirtschaft- liche Nachfrage, die innen- und geopolitischen Ungewissheiten, insbesondere mit Blick auf die US- Handelspolitik, und der daraus gedämpften Konsum- und Investitionsstimmung sich auch in 2025 auf die Geschäftstätigkeit unserer Kunden negativ auswirken wird und auf die Bereitschaft in neue Projekte zu investieren. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Krisen- situation in Deutschland und Europa, gehen wir für das Geschäftsjahr 2025 von einer Umsatz- und Ergebnisentwicklung (Konzern-EBIT vor Sonder- einflüssen) sowohl im Segment Inland, als auch im Segment Ausland auf Vorjahresniveau bzw. von einem leichten Anstieg aus. Saarbrücken, den 24. März 2025 Stefan Mailänder Vorstandssprecher Finanzen und Personal Frank Schmelzer Michael Jung VorstandVorstand Geschäftsbereich SAPMarkt und Geschäftsbereich Microsoft 27

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Konzern-Zahlen 28

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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS der ORBIS SE vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2024

TEUR Anhang 01.01.-31.12.2024 01.01.-31.12.2023
1. Umsatzerlöse (1) 132.195 132.209
2. Sonstige betriebliche Erträge (2) 3.619 2.927
3. Bestandsveränderungen an fertigen Erzeugnissen - -20
4. Andere aktivierte Eigenleistungen (3) 582 683
5. Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen (4) -22.114 -23.063
6. Personalaufwand (5) -89.728 -88.112
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen (6) -6.102 -5.716
8. Abschreibungen auf den Firmenwert - -258
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) -13.433 -13.510
10. Betriebsergebnis (EBIT) 5.019 5.140
11. Ergebnis aus der Equity-Methode (8) 6 894
12. Sonstiges Finanzergebnis (9) 880 -1.022
13. Ergebnis vor Steuern (EBT) 5.905 5.012
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (10) -1.169 -1.314
15. Konzernjahresüberschuss 4.736 3.698
16. Ergebnisanteil anderer Gesellschafter -737 -986
17. Konzernjahresüberschuss der Aktionäre der ORBIS SE 3.999 2.712
Ergebnis je Aktie (unverwässert) (11) € 0,422 € 0,286
Ergebnis je Aktie (verwässert) (11) € 0,422 € 0,286
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien 9.469.559 9.469.559

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Konzern- Gesamtergebnisrechnung nach IFRS der ORBIS SE vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2024

in TEUR Anhang 01.01.-31.12.2024 01.01.-31.12.2023
1. Konzernjahresüberschuss 4.736 3.698
2. Posten, die zukünftig möglicherweise in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Erträge/ Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen (30) -3 -29
3. Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Erträge/ Aufwendungen aus der erfolgsneutralen Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne/ Verluste gem. IAS 19.93A (26) 129 -16
Veränderung der auf versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste erfolgsneutral erfassten latenten Steuern -43 5
4. Konzerngesamtergebnis 4.820 3.658
davon Anteile der Aktionäre der ORBIS SE 4.083 2.672
davon Anteile anderer Gesellschafter 737 986

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Konzern-Bilanz nach IFRS der ORBIS SE zum 31. Dezember 2024

AKTIVA Anhang 31.12.2024 31.12.2023
in TEUR
A. Kurzfristige Vermögenswerte
1. Liquide Mittel (12)/(27) 18.118 16.367
2. Vorräte (13) 2 23
3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte (14)/(27) 26.133 27.360
4. Forderungen aus Ertragsteuern 976 1.120
5. Sonstige Vermögenswerte (15)/(27) 3.170 3.920
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 48.399 48.790
B. Langfristige Vermögenswerte
1. Sachanlagen (16) 16.299 15.950
2. Geschäfts- oder Firmenwert (17) 15.267 15.267
3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte (17) 4.499 5.360
4. Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzinvestitionen (20) 2.025 2.019
5. Latente Steuern (21) 898 486
6. Sonstige Vermögenswerte (15)/(27) 923 1.117
7. Finanzanlagen (18)/(27) 100 100
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 40.010 40.299
Aktiva, gesamt 88.409 89.089

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PASSIVA
in TEUR
A.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Kurzfristiges Fremdkapital, gesamt
B.
1.
2.
3.
4.
5.
Langfristiges Fremdkapital, gesamt
C.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Eigenkapital, gesamt
Passiva, gesamt

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Konzern- Eigenkapitalveränderungsrechnung nach IFRS der ORBIS SE vom 01. Januar bis 31. Dezember 2024

in TEUR Gezeich- netes Kapital Kapital- rücklage Kumuliertes sonstiges Ergebnis Ergebnis- vortrag und Jahres- über- schuss Anteile anderer Gesell- schafter Summe
Währungs- umrech- nung auslän- discher Tochter- unter- nehmen Kumu- lierte versich- erungs mathe- matische Gewinne und Verluste Steuern
Stand am 01.01.2023 9.470 6.931 25 384 -128 11.955 8.492 37.129
Dividendenausschüttung - - - - - -1.420 - -1.420
Dividendenausschüttung an Minderheitsgesellschafter - - - - - - -1.167 -1.167
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - - - 49 49
Konzerngesamtergebnis - - -29 -16 5 2.712 986 3.658
Stand am 31.12.2023 9.470 6.931 -4 368 -123 13.247 8.361 38.249
Stand am 01.01.2024 9.470 6.931 -4 368 -123 13.247 8.361 38.249
Dividendenausschüttung - - - - - -947 - -947
Dividendenausschüttung an Minderheitsgesellschafter - - - - - - -855 -855
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - - 616 -858 -242
Konzerngesamtergebnis - - -3 129 -43 3.999 737 4.820
Stand am 31.12.2024 9.470 6.931 -7 497 -166 16.915 7.386 41.026

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Konzern-Kapitalflussrechnung nach IFRS der ORBIS SE vom 01. Januar bis 31. Dezember 2024

in TEUR 01.01.-31.12.2024 01.01.-31.12.2023
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernjahresüberschuss 4.736 3.698
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6.102 5.716
+/- Ergebnis aus der Equity-Methode -6 -894
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -887 1.443
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -1.254 -655
+ Als Aufwand erfasste Anschaffungsnebenkosten von verbundenen Unternehmen 5 70
-/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 23 7
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte 21 20
-/+ Zunahme / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 1.227 -1.250
-/+ Zunahme / Abnahme der Forderungen aus Ertragsteuern 145 -8
+ Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte - 258
-/+ Zunahme / Abnahme der sonstigen Vermögenswerte 943 -33
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 141 1.338
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 364 194
+/- Zunahme / Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten -1.151 -203
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 10.409 9.701
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 11 13
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.889 -1.881
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -35 -256
- Auszahlungen für die Gründung von At-Equity Beteiligungen - -42
- Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an Tochterunternehmen -706 -34
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.620 -2.200
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
- Auszahlungen für Dividendenausschüttungen -947 -1.420
- Auszahlungen für Dividendenausschüttungen an Minderheitsgesellschafter -855 -1.166
+ Einzahlungen aus der Anteilsverminderung bei Tochterunternehmen - 49
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -680 -680
- Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -3.564 -3.686
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.045 -6.903
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.744 598
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Zahlungsmittelfonds 7 -56
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 16.367 15.825
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 18.118 16.367

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ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2024 Zusammenfassung der Rechnungslegungsgrundsätze Grundlagen ORBIS ist ein international tätiges Software- und Business Consulting-Unternehmen, das auf die Branchen Automobilzulieferindustrie, Bauzu- lieferindustrie, Elektro- und Elektronikindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Logistik, Metall- industrie, Konsumgüterindustrie und Handel sowie Finanzdienstleister und Pharma spezialisiert ist. Dabei setzt ORBIS auf die Lösungen der Marktführer SAP und Microsoft. Die Kern- kompetenzen umfassen Enterprise Resource Planning (ERP), Supply Chain Management (SCM), Logistik (EWM / LES), Manufacturing Execution System (MES), Variantenmanagement, Customer Relationship Management (CRM), Business Analytics (BI, EPM und Data Warehousing), Rollout- Projekte und Product Lifecycle Management (PLM). Die ORBIS AG als Rechtsvorgängerin der ORBIS SE wurde am 16.05.2000 nach deutschem Recht gegründet und stellt die oberste Muttergesellschaft des ORBIS Konzerns dar. Ihr Geschäftssitz ist die Nell-Breuning-Allee 3 - 5 in 66115 Saarbrücken, Deutschland. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im November 2021 wurde die Umwandlung der Rechtsform der ORBIS in eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) be- schlossen. Mit Wirkung zum 17.02.2022 wurde der Rechtsformwechsel der ORBIS von einer AG in eine SE rechtskräftig. Seitdem ist die ORBIS SE neu unter der Handelsregisternummer HRB 108223 beim Amtsgericht Saarbrücken eingetragen. Die ORBIS SE ist im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN 522877 notiert. Der Konzernabschluss der ORBIS SE zum 31. Dezember 2024 ist nach den am Bilanzstichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, und unter Berücksichtigung der Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handels- rechtlichen Vorschriften erstellt. Der Konzernabschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf- gestellt. Das Geschäftsjahr des ORBIS Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres. Neben der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und die Konzern-Kapitalflussrechnung aufgestellt. Die im Geschäftsjahr erfassten Ertrags- und Aufwandsposten werden mittels einer gesonderten Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und einer Überleitungsrechnung vom Gewinn oder Verlust zum Gesamtergebnis mit Ausweis der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses (Konzern- Gesamtergebnisrechnung) dargestellt. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Posten der Konzern-Bilanz und der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung werden im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro angegeben und ggf. kaufmännisch gerundet. Der Vorstand stellt den Konzernabschluss am 24.03.2025 auf. Es ist geplant, dass sich der Prüfungsausschuss der ORBIS SE in der am 24.03. terminierten Sitzung mit dem Konzernabschluss befasst und am selben Tag die Billigung durch den Aufsichtsrat erfolgen wird. Nach der Billigung durch den Aufsichtsrat wird der Vorstand den Konzern- abschluss zur Veröffentlichung freigeben. In 2024 waren folgende neue bzw. geänderte Regelungen des IASB erstmalig anzuwenden. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ORBIS SE waren indes entweder irrelevant oder unwesentlich. 35

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024
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Standard
Amendments to IFRS 16 – Leases
Amendments to IAS 1 – Presentation of Financial Statements and IFRS Practice Statement 2: Disclosure policies
Amendments to IAS 1 – Non-current Liabilities with Covenants
Amendments to IAS 7 and IFRS 7 – Supplier Finance Arrangements

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ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Folgende vom IASB neu herausgegebene bzw. überarbeitete Standards oder Interpretationen, die im vorliegenden Abschluss indes noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, hat die ORBIS SE nicht freiwillig vorzeitig angewandt; z. T. steht die EU-Übernahme noch aus:

Standard (voraussichtliche) Anwendungs- pflicht EU- Endorsement Voraussichtliche Auswirkungen auf die ORBIS
Amendments to IAS 21 - Lack of Exchangeability Mit den Änderungen wurden Regelungen zu folgenden Bereichen ergänzt: - wann eine Währung gegen eine andere Währung tauschbar ist und wann nicht; - wie ein Unternehmen den Wechselkurs bestimmt, der anzuwenden ist, wenn eine Währung nicht umtauschbar ist; und - welche Informationen ein Unternehmen angeben muss, wenn eine Währung nicht umtauschbar ist. 01.01.2025 November 2024 Auswirkungen werden geprüft.
Amendments to IFRS 9 und IFRS 7 - Amendments to the Classification and Measurement of Financial Instrument Die Anpassungen am IFRS 9 und IFRS 7 sollen eine einheitliche Anwendung der Vorschriften bei der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten gewährleisten und bestehende Unsicherheiten in der praktischen Umsetzung und Offenlegung beseitigen. 01.01.2026 ausstehend Auswirkungen werden geprüft
Annual Improvements to IFRS (Volume 11) Jährliche Verbesserungen an den IFRS Accounting Standards. Änderungen an IFRS 7, IFRS 9, IFRS 10 und IAS 7 01.01.2026 ausstehend Auswirkungen werden geprüft
IFRS 18 - Presentation and Disclosure in Financial Statements Die Zielsetzung von IFRS 18 besteht darin, Anforderungen an die Darstellung und die Offenlegung von Informationen in Abschlüssen für allgemeine Zwecke festzulegen, um sicherzustellen, dass diese relevante Informationen liefern, die die Vermögenswerte, Schulden, das Eigenkapital, die Erträge und Aufwendungen eines Unternehmens getreu darstellen. 01.01.2027 ausstehend Auswirkungen werden geprüft. Es werden sich jedoch wesentliche Änderungen ergeben.
IFRS 19 - Subsidiaries without Public Accountability: Disclosures IFRS 19 legt reduzierte Angabevorschriften fest, die ein in Frage kommendes Unternehmen anstelle der Angabevorschriften in den anderen IFRS-Rechnungslegungsstandards anwenden darf. 01.01.2027 ausstehend Auswirkungen werden geprüft.
Amendments to IFRS 10 und IAS 28 Bei den Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 geht es um die  Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen / Joint Venture. Mit den Neuregelungen sollen unterschiedliche Vorgehensweisen in der Bilanzierungspraxis reduziert und damit die Vergleichbarkeit von Abschlüssen erhöht werden. noch offen ausstehend Auswirkungen werden geprüft.

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ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden neben der ORBIS SE 13 (Vorjahr: 13) Tochterunternehmen und ein (Vorjahr: ein) assoziierte Unternehmen einbezogen. Die ORBIS SE verfügt bei den Tochter- unternehmen direkt über die Mehrheit der Stimm- rechte. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Beteiligungsverhältnisse:

Name Sitz Land Anteil ORBIS SE (%) Einbeziehung1
ORBIS America Inc. McLean, Virginia USA 100,00 V
ORBIS Consulting Shanghai Co., Ltd. Shanghai China 100,00 V
OSCO GmbH Mannheim Deutschland 74,40 V
ORBIS Schweiz AG Baar Schweiz 100,00 V
ORBIS Value Plus GmbH Saarbrücken Deutschland 51,00 V
ORBIS Austria GmbH Wien Österreich 70,00 V
Quinso B.V. ´s-Hertogenbosch Niederlande 51,00 V
Dialog GmbH Bielefeld Deutschland 75,50 V
Data One GmbH Saarbrücken Deutschland 100,00 V
Data One Lux S.à r.l. Mertert Luxemburg 100,00* V
Data One Suisse GmbH, i. L. Zürich Schweiz 100,00* V
ORBIS People GmbH Saarbrücken Deutschland 74,99 V
ORBIS France SAS Straßburg Frankreich 100,00 V
BLUE STEC GmbH Lüneburg Deutschland 70,00 V
contrimo GmbH Mannheim Deutschland 60,00 V
contrimo Consulting & Innovations d.o.o. Belgrad Serbien 60,00* V
4PACE GmbH Saarbrücken Deutschland 22,05 E
1V = Vollkonsolidierung, E = at equity. * Ein konsolidiertes Tochterunternehmen der ORBIS SE ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft. In dieser Auflistung sind neben den Tochtergesellschaften und dem assozierten Unternehmen drei Enkelgesellschaften enthalten.

Am 22.03.2024 hat die ORBIS SE weitere 24,5 % für TEUR 243 an der Dialog GmbH erworben und hält nun 75,50 % der Anteile der Dialog GmbH. Darüber hinaus erwarb die ORBIS SE am 29.04.2024 in Höhe von TEUR 460 weitere 10 % an der BLUE STEC GmbH. Die ORBIS SE hält damit 70 % der Geschäftsanteile der BLUE STEC GmbH. Die Enkelgesellschaft, Data One Suisse GmbH, befindet sich seit dem Geschäftsjahr 2024 in Liquidation. Die Liquidation wird voraussichtlich im Jahr 2025 abgeschlossen sein. 38

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzstichtag Bilanzstichtag des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember. Die einbezogenen Gesellschaften haben zum Bilanzstichtag jeweils einen Jahresabschluss aufgestellt. Einheitliche Bewertung Die in den Konzernabschluss der ORBIS SE übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den im ORBIS Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an- gesetzt und bewertet. Konsolidierungsgrundsätze Konzerninterne Transaktionen und Salden sowie aus den Transaktionen resultierende noch nicht realisierte Ergebnisse werden in voller Höhe eliminiert. Für Konsolidierungen mit temporären ertragsteuerlichen Auswirkungen werden latente Steuern angesetzt. Bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften werden unbedeutende Zwischen- ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zu üblichen Marktbedingungen nicht eliminiert. Für die Kapitalkonsolidierung angewandte Methode der Erstkonsolidierung wurde bei den selbst gegründeten Gesellschaften auf die jewei- ligen Gründungszeitpunkte und bei den erworbenen Gesellschaften auf die Akquisitions- zeitpunkte abgestellt. Nicht beherrschende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von dem auf die Aktionäre der Muttergesellschaft entfallenen Anteile ausge- wiesen. Unternehmenszusammenschlüsse Die Unternehmenszusammenschlüsse erfolgen gemäß IFRS 3 („Unternehmenszusammenschlüsse“) nach der Erwerbsmethode. Die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend wird die übertragene Gegenleistung für die erworbenen Anteile mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein verbleibender positiver Unter- schiedsbetrag aus der Aufrechnung des Kauf- preises mit den identifizierten Vermögenswerten und Schulden wird unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Für Unternehmenserwerbe, bei denen weniger als 100 % der Anteile erworben werden, erfolgt die Erfassung des Geschäfts- oder Firmenwerts inklusive des auf die nicht beherrschenden Anteile entfallenden Anteils (Full- Goodwill-Methode). Ertragsrealisierung Dienstleistungen, die auf Basis der geleisteten Stunden abgerechnet werden, werden in Abhängigkeit von den durch die ORBIS SE erbrachten Leistungen realisiert. Umsatzerlöse und Aufwendungen aus Dienstleistungsverträgen, bei denen ein Festpreis vereinbart wurde, werden entsprechend des Leistungsfortschritts realisiert. Der Projektfortschritt ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Beraterstunden zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Beraterstunden. Die bilanzierten Projekte werden entsprechend den zum Stichtag aufgelaufenen Projektkosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Projektfortschritt ergebenden anteiligen Gewinns in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter dem Punkt Vertragsvermögenswerte erfasst. Projektände- rungen, Nachforderungen oder Leistungsprämien werden insoweit berücksichtigt, wie sie mit dem Kunden bereits verbindlich vereinbart wurden. Wenn das Ergebnis eines Projekts nicht verlässlich schätzbar ist, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Projektkosten werden in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Ist absehbar, dass die gesamten Projektkosten die Projekterlöse übersteigen, werden die erwarteten Verluste unmittelbar als Aufwand erfasst. Die Umsatzerlöse aus Beratungsaufträgen, die als Dienstleistungsaufträge zu qualifizieren sind, sowie Service- und Wartungsleistungen werden erfasst, sofern die Leistungen erbracht sind, ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und dessen Zahlung wahrscheinlich ist. Bei Rahmenverträgen werden erbrachte Leistungen in der Regel monatlich abgerechnet. Die Erlöse aus dem Verkauf von Handelswaren werden bei Auslieferung der Erzeugnisse und Waren beziehungsweise bei Erbringung der Leistungen realisiert, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind. Umsatzerlöse aus Mehrkomponenten-Verträgen (z. B. Warenverkäufe in Kombination mit Dienstleistungen) werden gemäß IFRS 15 beurteilt und erfasst, wenn die jeweilige Leistungs- verpflichtung geliefert oder erbracht wurde. Die Umsatzrealisierung erfolgt auf Basis objektiv nachvollziehbarer relativer Zeitwerte der einzelnen Vertragskomponenten. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Rabatte oder sonstiger Preisnachlässe ausgewiesen. Erträge aus verzinslichen Aktiva werden periodengerecht unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen und der nach der Effektivzinsmethode anzuwendenden 39

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Zinssätze abgegrenzt. Dividendenerträge aus Beteiligungen werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst. Fremdkapitalkosten Für Fremdkapitalkosten, die unmittelbar dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, besteht eine Aktivierungspflicht. Bei qualifizierten Vermögenswerten handelt es sich um solche Vermögenswerte, für die notwendiger- weise 12 Monate erforderlich sind, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Investitionszuschüsse Zuwendungen der öffentlichen Hand für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen verringern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. Umrechnung von Fremdwährungsposten Die Anschaffungskosten von Vermögenswerten aus Bezügen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu Kursen zum Transaktionszeitpunkt bestimmt. Kursgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag werden ergebniswirksam erfasst. Umrechnung von Abschlüssen in fremder Währung Die Währungsumrechnung der ausländischen Tochtergesellschaften folgt dem Prinzip der funktionalen Währung. Aufgrund der wirtschaft- lichen Selbstständigkeit der ausländischen Tochterunternehmen wird als funktionale Währung die jeweilige Landeswährung verwendet. Die Umrechnung erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Demnach werden die Ver- mögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs (Kassa-Mittelkurs), die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die Differenz zwischen dem zu historischen Kursen bei Einzahlung oder Einbehalt und dem zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag umgerechneten Eigenkapital der Gesellschaften wird gesondert im Eigenkapital ausgewiesen und erst bei Abgang einer Gesellschaft ergebniswirksam berücksichtigt. Folgende Wechselkurse wurden für die Währungsumrechnung im Konzernabschluss verwendet:

Währungsumrechnungstabelle (jeweils zu 1 EUR) Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
31.12.2024 31.12.2023 2024 2023
US-Dollar (USD) 1,0460 1,1038 1,0800 1,0837
Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) 7,6011 7,8027 7,7700 7,6746
Schweizer Franken (CHF) 0,9407 0,9287 0,9522 0,9711
Serbischer Dinar (RSD) 117,2333 117,5088 117,6471 117,6471

Sachanlagen Das gesamte Sachanlagevermögen unterliegt der betrieblichen Nutzung und wird zu Anschaffungs- kosten, sofern abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Konzern einheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Wirtschaftliche Nutzungsdauer 31.12.2024 31.12.2023
Jahre Jahre
Bauten 40 40
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 3 - 13

Mit Ausnahme von Peripheriegeräten werden Gegenstände des beweglichen Sachanlage- vermögens mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 800 im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt. Wirtschaftsgüter bis EUR 250 werden sofort als Betriebsausgabe gebucht. Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen werden ergebniswirksam erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind. Wertminderungen nach IAS 36 werden bei Vorliegen von Anhaltspunkten vorgenommen, wenn eine Realisierung des Buchwerts im Einzelfall nicht mehr zu erwarten ist. Immaterielles Vermögen - ausgenommen Geschäfts- oder Firmenwerte Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, 40

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung ein künftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden in Höhe ihrer Entwicklungskosten aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ erfüllt sind, d. h. ein neu entwickeltes oder wesentlich verbessertes Produkt eindeutig identifiziert werden kann. Weitere Voraussetzung für die Aktivierung sind die voraussichtliche Erzielung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens und eine zuverlässige Bewertbarkeit der dem immateriellen Vermögens- wert zurechenbaren Ausgaben. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer (5 bzw. 10 Jahre) abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt nach dem Abschluss der Entwicklungsphase zu dem Zeitpunkt, zu dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Forschungskosten werden in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand verbucht. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Ver- mögenswerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer über drei bis dreizehn Jahre planmäßig linear abgeschrieben. Alle aktivierten immateriellen Vermögenswerte besitzen eine begrenzte Nutzungsdauer. Wertminderungen nach IAS 36 werden bei Vorliegen von Indizien vorgenommen, wenn eine Realisierung des Buchwerts im Einzelfall nicht mehr zu erwarten ist. Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill) Der ausgewiesene Goodwill wird zu Anschaffungs- kosten als Vermögenswert im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen zum Erwerbs- zeitpunkt angesetzt. Er wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern regelmäßig einmal jährlich auf Werthaltigkeit und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen, überprüft. Wertminderungen und Wertaufholungen Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte des Goodwill, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte und der Sach- anlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungs- kosten oder dem Nutzungswert, wobei der höhere der beiden Werte maßgeblich ist. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert des erwarteten Cashflows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern der erzielbare Betrag für einen einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare zahlungsmittel- generierende Einheit (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zuzuordnen ist. Geschäfts- oder Firmenwerte werden den identifizierten zahlungsmittelgenerierenden Ein- heiten (Cash Generating Units) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Goodwills durch das Management für interne Zwecke überwacht werden. Der ORBIS Konzern weist einen Goodwill aus, dessen Bewertung anhand der zukünftigen Cashflows der zahlungsmittel- generierenden Einheiten des ORBIS Konzerns überprüft wird. Weitere durch Unternehmens- erwerbe hinzugekommene Firmenwerte werden auf Ebene der jeweiligen Cash Generating Unit überprüft. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts niedriger als sein Buchwert, erfolgt eine sofortige erfolgswirksame Erfassung der Wertminderung. Wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis einer Cash Generating Unit ermittelt, die einen Goodwill enthält, wird dieser zunächst abgeschrieben. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Goodwill, wird der Rest proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögens- werte der Cash Generating Unit verteilt. Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wert- minderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswerts oder der Cash Generating Unit, erfolgt eine Wertaufholung. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungs- kosten, die sich ohne die Wertberichtigungen in der Vergangenheit ergeben hätten. Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht zulässig. Alle Wertminderungen werden erfolgswirksam in den Abschreibungen und alle Wertaufholungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Leasing Ferner hat ORBIS den IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ angewendet. Die ORBIS SE hat keine Leasingverhältnisse als Leasinggeber abgeschlossen. Der Konzern hat keine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Gemäß IFRS 16 haben Leasingnehmer grund- sätzlich alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit zu bilanzieren. Ein Leasing- verhältnis liegt vor, wenn die Vertragserfüllung von der Nutzung eines identifizierbaren Vermögens- werts abhängt und der Kunde zugleich die 41

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

temporäre Kontrolle über diesen Vermögenswert erlangt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um angemietete Büroflächen und Leasing- fahrzeuge, die nun grundsätzlich zu entsprech- enden Nutzungsrechten und korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten führen. Des Weiteren nimmt die ORBIS SE folgende Erleichterungsvorschriften bei der Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 in Anspruch: ▪ Auf ein Portfolio ähnlich ausgestalteter Leasingverträge wendet die ORBIS SE gem. IFRS 16.C10(a) einen einzigen Abzinsungssatz an. ▪ Der Konzern macht von der IFRS 16-Regelung im Hinblick auf die Nichtbilanzierung von Leasingnutzungsrechten und Leasing- verbindlichkeiten im Rahmen von Leasing- verträgen mit geringem Wert (d. h. der Wert des zugrundeliegenden Vermögenswerts beträgt bei Neuanschaffung EUR 5.000 oder weniger) und kurzfristigen Leasingverhältnissen (Rest- laufzeit kürzer als 12 Monate) Gebrauch. ORBIS erfasst die Leasingzahlungen aus den vereinfacht dargestellten Leasingverhältnissen linear über die Laufzeit als laufenden Aufwand. ▪ Bei der Bewertung des Nutzungsrechts bleiben die anfänglichen direkten Kosten unberück- sichtigt. ▪ Im Zusammenhang mit der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen werden teilweise nachträglich erlangte bessere Erkenntnisse berücksichtigt, wenn wirt- schaftliche Erwägungen und Zwänge eine hinreichend sichere Ausübungswahrschein- lichkeit von Verlängerungs- und Kündigungs- optionen belegen. Bei neuen Verträgen beginnend nach dem Erstanwendungszeitpunkt wird zum Bereit- stellungsdatum ein Vermögenswert, der sein Recht auf Nutzung des zugrunde liegenden Vermögens- wertes darstellt, sowie eine Leasingverbindlichkeit, die seine Verpflichtung Miet- bzw. Leasing- zahlungen zu leisten abzüglich enthaltener Leasinganreize widerspiegelt, bilanziert. Somit wird zum einen der Abschreibungsaufwand für das Nutzungsrecht und zum anderen werden die Zinsaufwendungen für die Leasingver- bindlichkeiten erfasst. Die Abzinsung der Leasingzahlungen erfolgt unter Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes, der für Immobilien und Leasingfahrzeuge individuell ermittelt wird. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Dazu gehören sowohl originäre Finanzinstrumente (zum Beispiel Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (Geschäfte zur Absicherung gegen Wertänderungsrisiken). Gemäß IAS 32.11 ist ein Eigenkapitalinstrument ein Vertrag, der einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Verbindlichkeiten begründet. Ergeben sich aus dem Finanz- instrument Zahlungsverpflichtungen (zum Beispiel auch nur bedingte), handelt es sich um Fremdkapital und nicht um Eigenkapital. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte mit einer Laufzeit von mehr als 3 Monaten. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Anleihen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen und derivative Finanzverbindlichkeiten. Erstmaliger Ansatz: Finanzinstrumente werden angesetzt, sobald die ORBIS SE Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Die ORBIS SE bilanziert nichtfinanzielle Vermögenswerte bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls angepasst um Transaktionskosten, die dem Erwerb oder der Ausgabe des Finanzinstruments direkt zurechenbar sind. Ausnahme hiervon stellen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente dar, die zum Transaktionspreis bewertet werden. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Die Folgebewertung erfolgt entsprechend ihrer Bewertungskategorie nach IFRS 9: Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte: Finanzielle Vermögenswerte werden nach IFRS 9 in die Kategorien klassifiziert: ▪ zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 42

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

▪ erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum einen anhand der Charakteristika der mit dem finanziellen Vermögenswert einhergehenden Zahlungsströme und zum anderen anhand des Geschäftsmodells nach dem ORBIS die finanziellen Vermögenswerte steuert. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in Folge- perioden unter Anwendung der Effektivz- insmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn der Vermögenswert ausgebucht, modifiziert oder wertgemindert wird. Der Konzern beurteilt auf zukunftsgerichteter Basis die erwarteten Kreditverluste. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen endet die ORBIS SE den gemäß IFRS 9 zulässigen vereinfachten Ansatz an, dem zufolge die über die Laufzeit der erwarteten Kreditverluste ab dem erstmaligen Ansatz der Forderungen zu erfassen sind. Die notwendige Wertberichtigung wird dabei unter Berücksichtigung historischer Ausfälle und objektiver Hinweise auf Wertberichtigung abgeleitet und – sofern relevant – anhand aktueller Entwicklungen des Marktes angepasst. Diese Anzeichen umfassen beispielsweise eine nachhaltige Verschlechterung des Marktwerts, eine deutliche Bonitätsverschlechterung, das Vorliegen eines Zahlungsverzugs sowie die erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz. Die ORBIS SE ermittelt den beizulegenden Zeitwert zu jedem Abschlussstichtag. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt wurde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, ▪ entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld, oder, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist, ▪ auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld getätigt wird. Die ORBIS SE muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Die ORBIS SE wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichenden Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbaren Inputfaktoren möglichst gering zu halten. Alle Vermögens- werte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Bemessungshierarchie einge- ordnet, basierend auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist: ▪ Stufe 1: In aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise. ▪ Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen der Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist. ▪ Stufe 3: Bewertungsverfahren, bei denen der Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist. Um die Angabepflichten für die beizulegenden Zeitwerte zu erfüllen, hat der Konzern Klassen von Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage ihrer Art, ihrer Merkmale und ihrer Risiken sowie der Stufen der oben erläuterten Bemessungshierarchie festgelegt. Umklassifizierungen zwischen den einzelnen Bewertungskategorien wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Zum Bilanzstichtag werden im ORBIS Konzern keine originären Derivate gehalten. Latente Steuern Gemäß IAS 12 werden aktive und passive latente Steuern für temporäre Bewertungsunterschiede zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und im Konzernabschluss gebildet. Aktive latente Steuern werden auf Verlustvorträge gebildet sofern eine voraussichtliche Realisierung wahrscheinlich ist. Latente Steuern werden nicht gebildet auf temporäre Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus dem erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten und Schulden aus anderen Geschäftsvorfällen als einem Unternehmens- zusammenschluss oder Leasingverhältnissen. 43

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Für die Konzerngesellschaften werden folgende länderspezifische Steuersätze angewendet:

Land Steuersatz Steuersatz
31.12.2024 31.12.2023
Deutschland 32,98 % 32,98 %
Frankreich 25,00 % 25,00 %
Schweiz 12,50 % 12,50 %
Österreich 23,00 % 25,00 %
USA 27,00 % 27,00 %
China 25,00 % 25,00 %
Niederlande 25,80 % 25,80 %
Serbien 15,00 % 15,00 %
Luxemburg 15,00 % 15,00 %

Vorräte Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Wenn der Börsen- oder Marktpreis, beziehungs- weise der beizulegende Zeitwert, auf der Basis von Nettoveräußerungswerten niedriger ist, wird dieser angesetzt. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch direkt zurechenbaren Aufwendungen. Auf Vorrats- bestände, deren Verkaufsfähigkeit fraglich bzw. eingeschränkt ist, werden angemessene Wert- berichtigungen vorgenommen. Beratungsprojekte Unfertige und fertige Projekte, die zum Bilanzstichtag noch nicht an den Kunden berechnet sind, werden in der Konzernbilanz unter den Vertragsvermögenswerte oder Vertragsverbindlich- keiten ausgewiesen. Der zur Anwendung der Zeitbezugsmethode benötigte Fertigstellungsgrad der Projekte wird anhand des Quotienten aus bereits auf einem Projekt angefallenen Kosten und der zum Bilanzstichtag erwarteten gesamten Projektkosten ermittelt. Liquide Mittel Die liquiden Mittel umfassen Barmittel und Sichteinlagen. Die Bewertung erfolgt auf Basis von Marktpreisen. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensions- plänen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Dabei werden die künftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Annahmen über die künftige Entwicklung bestimmter Parameter, die sich auf die künftige Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Sowohl der laufende Dienstzeitaufwand als auch der Zinsaufwand sind im Personalaufwand, die erwarteten Erträge aus Planvermögen in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Ver- luste erhöhen bzw. vermindern das übrige kumulierte Eigenkapital in der Periode, in der sie anfallen. Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn aufgrund eines Ereignisses der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, ein Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen wahrscheinlich ist und seine Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe einer Rückstellung ist der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag. Sonstige zu veranlagende Steuern werden entsprechend berücksichtigt. Rückstellungen für zu erwartende Abfindungs- zahlungen oder vergleichbare Personalauf- wendungen werden angesetzt, wenn ein entsprechender Plan von den jeweiligen Geschäftsleitungen beschlossen und kommuniziert wurde. Der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag von langfristigen Rückstellungen ist abzuzinsen, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. Der Ansatz erfolgt in diesem Fall zum Barwert. Die Finanzierungskosten werden im Finanzergebnis erfasst. 44

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Konzernjahresüberschuss nach Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien. Ein Verwässerungseffekt, der sich aus sogenannten potenziellen Aktien ergeben könnte, ist weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr eingetreten. Verwendung von Schätzungen oder Annahmen bei der Erstellung des Konzernabschlusses Die Höhe der im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Rück- stellungen, der Haftungsverhältnisse oder sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist von Schätzungen oder Annahmen abhängig. Diese richten sich nach den Verhältnissen und Einschätzungen am Bilanzstichtag und beeinflussen insoweit auch die Höhe der ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen der dargestellten Geschäfts- jahre. Derartige Annahmen betreffen unter anderem die Bestimmung der Nutzungsdauern des abnutzbaren Sachanlagevermögens oder im- materieller Vermögenswerte, die Bemessung von Rückstellungen, den Wertansatz von Beteiligungen und von anderen Vermögenswerten oder Verpflichtungen. Bestehende Unsicherheiten werden bei der Wertermittlung angemessen berücksichtigt, jedoch können tatsächliche Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Bei folgenden Sachverhalten sind die zum Bilanz- stichtag getroffenen Annahmen von besonderer Bedeutung: ▪ Als Folge von Unternehmenszusammen- schlüssen entstehen regelmäßig Geschäfts- oder Firmenwerte. In der Erstkonsolidierung eines Erwerbs sind alle identifizierbaren Vermögens- werte, Verbindlichkeiten und Eventual- verbindlichkeiten zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag anzusetzen. Hierbei ist eine der wesentlichen Schätzungen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Geschäfts- oder Firmenwerte sind den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzu- ordnen und einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin zu überprüfen. Hierzu sind langfristige Ertragsprognosen der Berichts- einheiten vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu treffen. ▪ Pensionsrückstellungen werden im Wesentlichen durch die versicherungsmathematischen An- nahmen beeinflusst. Wenn die getroffenen Annahmen nicht eintreffen, führt dies zu einer versicherungsmathematischen Über- oder Unterdeckung, die ergebnisneutral im übrigen kumulierten Eigenkapital verrechnet wird. ▪ Zur Beurteilung der Höhe sonstiger Rückstel- lungen sind Annahmen über Eintrittswahr- scheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen zu treffen. Die tatsächlichen Belastungen können von diesen Einschätz- ungen abweichen. ▪ Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten werden Verpflichtungen aus Put-Optionen ausgewiesen. Den Verpflichtungen aus Put-Optionen unter- liegen Schätzungen für zukünftige Umsätze, Kosten und Ergebnisse sowie Diskontierungs- zinssätze. Diese Schätzungen gehen mit Unsicherheiten für die erworbenen Put- Optionen der außenstehenden Anteilseigner (sowohl bei der BLUE STEC Akquisition, als auch bei der contrimo-Akquisition), bei denen der Ausübungspreis neben den bereits genannten Komponenten auch von nicht-beeinflussbaren Elementen abhängt, bei denen die ORBIS SE sich in einer Stillhalterposition befindet, einher. ▪ Außerplanmäßige Abschreibungen auf Ver- mögenswerte werden bei Vorliegen einer Wertminderung vorgenommen. Zur Ermittlung des Nutzungswerts ist die Schätzung und Diskontierung von Cashflows notwendig. Die Schätzung der Cashflows und die getroffenen Annahmen basieren auf den jeweils zum Bilanzstichtag verfügbaren Informationen und können von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen. Annahmen und Schätzungen betreffen unter anderem zu erwartende Erlöse aus Produktverkäufen, die Wirtschaftlichkeit des Vermögenswerts sowie Material- und Energiepreise. Liegt der voraussichtlich erzielbare Betrag unter dem Buchwert, ist eine Abschreibung in Höhe der Differenz vorzunehmen. Segmentberichterstattung Der ORBIS Konzern hat in jüngster Zeit die Geschäftstätigkeit im Ausland deutlich ausgeweitet. Zur Verbesserung der Unternehmenssteuerung legt die Unternehmensleitung einen stärkeren Fokus auf die Geschäftsaktivitäten im Inland und im Ausland und stellt deshalb eine Segmentberichterstattung mit Vorjahreswerten auf. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung des Konzerns. Die interne Steuerung basiert insbesondere auf den Earnings before interest and tax (EBIT), dem Ergebnis vor Steuern und Zinsaufwendungen. Der Vorstand sieht die ORBIS SE und ihre Tochterunternehmen als operative Geschäftssegmente, welche aufgrund der Ähnlichkeit der wirtschaftlichen Merkmale zu den berichtspflichtigen Segmenten Inland und Ausland zusammengefasst werden. Der Segmentberichterstattung liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Die 45

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Transaktionen mit dem anderen Segment werden gesondert dargestellt. Die Umsatzerlöse zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Preisen verrechnet. Im Rahmen der internen Steuerung werden Transaktionen innerhalb eines Segments nicht herausgerechnet, weshalb bei der Darstellung des Gesamtergebnisses des Konzerns auf die externen Umsätze überzuleiten ist.

2024
Segmente
in EUR Inland Ausland Gesamt Überleitung Gesamtkonzern
Umsatzerlöse 104.333.915 43.128.213 147.462.127
abzüglich Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -10.149.023 -5.118.510 -15.267.533
Umsatzerlöse (Brutto) 94.184.892 38.009.702 132.194.594 132.194.594
Abschreibungen -4.562.692 -1.539.472 6.102.165
(EBIT) 613.866 4.409.090 5.022.957
abzüglich Erlöse aus Transaktionen mit anderem Segment
Segmentergebnis (Brutto) 613.866 4.409.090 5.022.957 -3.684 5.019.273
Finanzergebnis 843.846
Währungsgewinne/-verluste 41.611
EBT 5.904.730
--- --- --- --- --- ---
2023
Segmente
in EUR Inland Ausland Gesamt Überleitung Gesamtkonzern
Umsatzerlöse 109.317.677 38.779.632 148.097.309
abzüglich Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -11.403.827 -4.484.043 -15.887.870
Umsatzerlöse (Brutto) 97.913.850 34.295.589 132.209.439 132.209.440
Abschreibungen -4.217.102 -1.499.067 -5.716.169
(EBIT) 2.770.071 2.430.288 5.200.359
abzüglich Erlöse aus Transaktionen mit anderem Segment
Segmentergebnis (Brutto) 2.770.071 2.430.288 5.200.359 -60.809 5.139.550
Finanzergebnis -123.711
Währungsgewinne/-verluste -3.771
EBT 5.012.068

46

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Information über Produkte und Dienstleistungen

in TEUR 2024 2023
Beratungserlöse 109.383 110.248
Lizenz- und Wartungserlöse 5.933 5.867
Sonstige Erlöse 16.879 16.094
Umsatzerlöse 132.195 132.209

Die sonstigen Erlöse enthalten im Wesentlichen Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Handelswaren in Höhe von TEUR  13.615 (Vorjahr: TEUR 14.158). Information über geographische Gebiete Die Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte sowie der Umsatzerlöse zu In- und Ausland erfolgt nach dem Standort der ORBIS Gesellschaften in In- und Ausland.

in TEUR Langfristige Vermögenswerte Außenumsatz
31.12.2024 31.12.2023 2024 2023
Inland 35.913 35.861 94.185 97.914
Ausland 3.199 3.952 38.010 34.295
Konzern 39.112 39.813 132.195 132.209

Information über wichtige Kunden Mit einem Kunden i. S. d. IFRS 8.34 wurden im Geschäftsjahr Umsätze in Höhe von TEUR 24.495 (Vorjahr: mit einem Kunden Umsätze in Höhe von insgesamt TEUR 21.441) getätigt. 47

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Bei den Umsatzerlösen handelt es sich in Höhe von TEUR 109.383 (Vorjahr: TEUR 110.248) um Beratungsleistungen einschließlich der vertrags- mäßigen Erstattungen von Reisekosten in den Kundenprojekten. Als Auftragserlöse aus noch nicht abgerechneten Projekten wurden TEUR 3.158 (Vorjahr: TEUR 2.482) unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Aus dem Verkauf von Handelswaren konnte im Geschäftsjahr ein Umsatz in Höhe von TEUR 13.615 (Vorjahr: TEUR 14.158) erzielt werden. (2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf:

in TEUR 2024 2023
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.204 508
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 278 221
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 34 28
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 5 10
Übrige Erträge 2.098 2.160
Summe 3.619 2.927

In den übrigen Erträgen werden im Wesentlichen verrechnete Sachbezüge in Höhe von TEUR 1.018 (Vorjahr: TEUR 904), Lieferantenboni sowie Erträge aus Weiterbelastungen an Dritte erfasst. (3) Aktivierte Eigenleistungen Bei den aktivierten Eigenleistungen handelt es sich um aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 582 (Vorjahr: TEUR 683) welche die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ erfüllen. Davon sind TEUR 582 (Vorjahr: TEUR 660) auf intern entwickelte Software sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 23) auf mit dem Erwerb von Lizenzen verbundenen Kauf- nebenkosten zurückzuführen. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungs- dauer (5 bzw. 10 Jahre) abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt nach dem Abschluss der Entwicklungsphase zu dem Zeitpunkt, zu dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Forschungskosten werden in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand verbucht. (4) Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen

in TEUR 2024 2023
Aufwendungen für bezogene Waren 10.305 10.499
Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.809 12.564
Summe 22.114 23.063

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten die Leistungen von Partnern, mit denen gemeinsam Projekte abgewickelt werden, sowie fremdbezogene Programmierarbeiten und ähnliche Leistungen. 48

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

(5) Personalaufwand

in TEUR 2024 2023
Löhne und Gehälter 75.285 74.215
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 14.443 13.897
davon für Altersversorgung (822) (808)
Summe 89.728 88.112

Im Geschäftsjahr 2024 waren in den Gesellschaften des ORBIS Konzerns durchschnittlich 908 (Vorjahr: 900) Mitarbeitende beschäftigt. Zum Bilanzstichtag betrug die Anzahl der Mitarbeitenden 901 (Vorjahr: 907). Davon waren 714 (Vorjahr: 728) im Bereich Beratung und Entwicklung, 114 (Vorjahr: 106) im Bereich Verwaltung und 73 (Vorjahr: 73) im Bereich Vertrieb und Marketing beschäftigt. (6) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen Im Geschäftsjahr 2024 lagen Wertminderungen von Vermögenswerten vor, die nach IAS 36 eine außerplanmäßige Abschreibung erforderten. In Summe wurden TEUR 719 außerplanmäßig abgeschrieben. Davon entfallen TEUR 719 auf die Abschreibung des Kundenstammes der contrimo GmbH. (7) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf:

in TEUR 2024 2023
Kommunikations- und IT-Kosten 3.241 2.762
Kfz-Kosten 2.031 2.059
Reisekosten 1.658 1.492
Sonstige Personalkosten 1.211 1.550
Kosten für Beratung und Prüfung 1.160 1.150
Raumkosten 1.092 975
Werbe- und Marketingkosten 803 905
Seminar- und Tagungskosten 634 826
Spezifische Kosten der Börsennotierung und der Rechtsform als SE 230 249
Verluste aus Wertminderung von Forderungen 192 15
Übrige Kosten 1.180 1.527
Summe 13.433 13.510

Die übrigen Kosten umfassen im Wesentlichen, Beiträge und Gebühren, Versicherungen, Allgemeine Werbekosten, Kosten für Kundenpflege, Bürobedarf, sonstige Steuern, Gewährleistungs- aufwand, Leasing und Miete sowie übriger Betriebsbedarf. (8) Ergebnis aus der Equity-Methode Das Ergebnis aus der Equity-Methode in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 894) entfällt auf das assoziierte Unternehmen 4PACE GmbH, Saarbrücken. Es entspricht dem auf den ORBIS Konzern entfallenden anteiligen Jahresergebnis. 49

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

(9) Sonstiges Finanzergebnis Das sonstige Finanzergebnis gliedert sich im Einzelnen folgendermaßen:

in TEUR 2024 2023
Ergebnis aus Währungsdifferenzen (saldiert) 42 -4
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.610 31
Zinsen und ähnliche Aufwendungen* -772 -1.049
Summe 880 -1.022

*Von den Zinsen und ähnlichen auf Aufwendungen entfallen TEUR -304 (Vorjahr TEUR -310) auf das Finanzergebnis IFRS 16 Das sonstige Finanzergebnis beinhaltet sowohl bei den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge als auch bei den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen im Wesentlichen Erträge bzw. Aufwendungen aus Put-Optionen und der Ausbuchung der Earn-Out Verbindlichkeit. (10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2024 2023
Laufende Ertragsteuern -1.741 -1.246
Latenter Steuerertrag/ -aufwand 573 -68
Summe -1.169 -1.314

Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem Abschnitt (21) zu entnehmen. Die erwartete Steuerquote leitet sich wie folgt zur tatsächlichen Steuerquote über:

in TEUR 2024 2023
Konzernjahresüberschuss vor Steuern und Minderheiten 5.905 5.012
Erwartete Steuerquote 31,0 % 31,0 %
Errechneter Steueraufwand 1.830 1.553
Steuereffekte aus Verlustvorträgen -130 -136
Steuereffekte aus Vorjahren -4 -50
Steuereffekte aus Hinzurechnungen und Kürzungen für lokale Steuern 149 106
Anpassungen des Steuerbetrags an den abweichenden nationalen Steuersatz -338 -240
Steuerfreie Erträge/Aufwendungen -356 54
Sonstige 18 27
Steuern vom Einkommen und Ertrag für das laufende Geschäftsjahr 1.169 1.314
Tatsächliche Steuerquote 19,8 % 26,2 %

(11) Ergebnis je Aktie

2024 2023
Konzernjahresüberschuss der Aktionäre der ORBIS SE - in EUR 3.998.869,75 2.712.229,44
Gewichtete durchschnittliche Aktienzahl 9.469.559 9.469.559
Ergebnis je Aktie in EUR 0,42 0,29

50

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Erläuterungen zur Bilanz (12) Liquide Mittel Bei den liquiden Mitteln handelt es sich um Barmittel und Sichteinlagen. Die liquiden Mittel enthalten in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 11) ein verpfändetes Konto bei der Sparkasse Saarbrücken, welches aus der Vergabe eines Mietaval zugunsten eines Liefer- anten resultiert. Daneben besteht eine Erfüllungsgarantie in Höhe von TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 161) der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG zugunsten eines Kunden der Tochtergesellschaft ORBIS Austria GmbH. (13) Vorräte Die in der Bilanz erfassten Vorräte betreffen ausschließlich zum Weiterverkauf bestimmte Handelswaren. (14) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vetragsvermögenswerte Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2024 2023
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.836 24.668
Vertragsvermögenswerte 2.297 2.692
Summe 26.133 27.360

Vertragsvermögenswerte sind Ansprüche gegen- über Kunden, deren zugrunde liegende Leistungen bereits von der ORBIS SE erbracht wurden, die je- doch aufgrund der vertraglichen Vereinbarung erst später fakturiert werden. Die Fälligkeiten nicht wertgeminderter Forderungen:

in TEUR Buchwert davon: zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
bis zu 60 Tagen zwischen 61 und 120 Tagen mehr als 120 Tage
31.12.2024 26.133 17.997 6.480 952 704
31.12.2023 27.360 19.353 6.656 877 474

Zum Bilanzstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner des dargestellten Bestands an nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ihren Zahlungs- verpflichtungen nicht nachkommen werden. In der obigen Tabelle sind die Wertberichtigungen bereits berücksichtigt worden. Nachfolgend das für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesondert geführte Wertberichtigungskonto, welches sich wie folgt entwickelt hat: 51

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024
---
in TEUR
Stand Wertberichtigungen am 01.01.
Verbrauch
Auflösung
Zuführung
Stand Wertberichtigungen am 31.12.

Im Geschäftsjahr fielen keine wesentlichen Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen an. Außerdem wurden nur unwesentliche Erträge aus Zahlungseingängen auf ausgebuchte Forderungen erfasst. (15) Sonstige Vermögenswerte

in TEUR 2024 2023
langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Ausgereichte Darlehen und Forderungen 923 960 1.117 1.083
Rechnungsabgrenzungsposten - 1.955 - 2.485
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte - 255 - 351
Summe 923 3.170 1.117 3.919

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind unter anderem Wartungskosten und Lizenzkosten abgegrenzt. Folgende Tabelle zeigt die Fälligkeitsanalyse der in den sonstigen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Vermögenswerte:

31.12.2024 Buchwert davon: zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig
in TEUR
Ausgereichte Darlehen und Forderungen
- kurzfristig 960 960
- langfristig 923 923
31.12.2023 Buchwert davon: zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig
in TEUR
Ausgereichte Darlehen und Forderungen
- kurzfristig 1.083 1.083
- langfristig 1.117 1.117

Zum Bilanzstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner des dargestellten Bestands an sonstigen finanziellen Vermögenswerten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen wer- den. 52

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

(16) Sachanlagen

in TEUR Grundstücke und Bauten Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung Leasing- nutzungs- rechte IFRS16 Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01. Januar 2023 8.952 8.137 11.443 28.532
Währungsänderungen 16 20 23 59
Zugänge 1.155* 726 4.201 6.082
Abgänge - -561 -2.698 -3.259
Stand am 31. Dezember 2023 10.123 8.322 12.969 31.414
Währungsänderungen -4 27 13 36
Zugänge 1.165* 725 3.773 5.663
Abgänge - -439 -4.009 -4.448
Stand am 31. Dezember 2024 11.284 8.636 12.746 32.666
Abschreibungen
Stand am 01. Januar 2023 2.914 6.099 4.831 13.844
Währungsänderungen 2 8 -2 8
Zugänge 172 859 3.715 4.746
Abgänge - -541 -2.591 -3.132
Stand am 31. Dezember 2023 3.088 6.425 5.953 15.466
Währungsänderungen - 27 16 43
Zugänge 175 841 3.607 4.623
Abgänge - -404 -3.360 -3.764
Stand am 31. Dezember 2024 3.263 6.889 6.216 16.368
Restbuchwert zum 31. Dezember 2023 7.035 1.898 7.016 15.948
Restbuchwert zum 31. Dezember 2024 8.021 1.747 6.530 16.298

*Für Anlagen im Bau wurden im Geschäftsjahr 2024 Fremdkapitalkosten im Höhe von TEUR 24 aktiviert (Vorjahr: TEUR 30). 53

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

(17) Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immateriellen Vermögenswerte

in TEUR Sonstige Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwert
Entwick- lungskosten Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1. Januar 2023 9.347 7.834 17.181 18.355
Währungsänderungen - -1 -1 -
Zugänge 660 278 938 -
Abgänge -325 -17 -342 -
Stand am 31. Dezember 2023 9.682 8.094 17.776 18.355
Währungsänderungen - 1 1 -
Zugänge 582 35 617 -
Abgänge - - - -
Stand am 31. Dezember 2024 10.264 8.131 18.395 18.355
Abschreibungen
Stand am 1. Januar 2023 7.758 4.031 11.789 2.830
Währungsänderungen - 1 1 -
Zugänge 70 900 970 258
Abgänge -325 -19 -344 -
Stand am 31. Dezember 2023 7.503 4.913 12.416 3.088
Währungsänderungen - 1 1 -
Zugänge 223 1.256 1.479 -
Abgänge - - - -
Stand am 31. Dezember 2024 7.726 6.170 13.896 3.088
Restbuchwert zum 31. Dezember 2023 2.179 3.181 5.360 15.267
Restbuchwert zum 31. Dezember 2024 2.538 1.961 4.499 15.267

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögens- werten entfallen mit insgesamt TEUR 582 (Vorjahr: TEUR 683) auf aktivierte Entwicklungskosten nach IAS 38. Davon sind TEUR 582 (Vorjahr: TEUR 660) auf intern entwickelte Software sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 23) auf mit dem Erwerb von Lizenzen verbundenen Kaufnebenkosten zurück- zuführen. Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte sind den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der ORBIS SE zugeordnet, welche den operativen Segmenten der ORBIS SE entsprechen. Auf die Zugänge der Abschreibungen der im- materiellen Vermögenswerte entfällt eine außer- planmäßige Abschreibung des Kundenstammes der contrimo GmbH in Höhe von TEUR 719. 54

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wesentlichen Annahmen, die zum 31.12.2023 in die Ermittlung des erzielbaren Betrags auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Verkaufskosten und unter Verwendung diskon- tierter Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, eingeflossen sind:

CGU ORBIS SE ORBIS Schweiz AG Quinso B.V. Dialog GmbH Data One GmbH ORBIS People GmbH
Buchwert Firmenwert 2.930 TEUR 164 TEUR 4.837 TEUR 1.108 TEUR 806 TEUR 202 TEUR
Planungszeitraum 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre
Umsatzwachstum p.a. im Planungszeitraum 7 % 7 % 5 % -2 % 5 % 6 %
Personalkostenquote 71 % bis 72 % 58 % bis 61 % 43 % bis 44 % 59 % bis 70 % 46 % bis 48 % 68 % bis 69 %
EBIT-Marge im Planungszeitraum 2 % 4 % bis 9 % 9 % bis 12 % 5 % bis 13 % 0 % bis 4 % 10 % bis 12 %
Wachstumsfaktor nach Ende des Planungszeitraums 1,5 % 1,5 % 1,5 % 1,5 % 1,5 % 1,5 %
Diskontierungszinssatz 9,71 % 9,81 % 9,71 % 9,71 % 9,71 % 9,71 %
--- --- ---
CGU BLUE STEC GmbH contrimo GmbH
Buchwert Firmenwert 3.510 TEUR 1.709 TEUR
Planungszeitraum 5 Jahre 5 Jahre
Umsatzwachstum p.a. im Planungszeitraum 5 % 7 %
Personalkostenquote 52 % bis 55 % 63 % bis 66 %
EBIT-Marge im Planungszeitraum 13 % 8 % bis 16 %
Wachstumsfaktor nach Ende des Planungszeitraums 1,5 % 1,5 %
Diskontierungszinssatz 9,71 % 9,71 %

55

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wesentlichen Annahmen, die zum 31.12.2024 in die Ermittlung des erzielbaren Betrags, auf Grundlage des beizulegenden Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und unter Verwendung diskon- tierter Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, eingeflossen sind:

CGU ORBIS SE ORBIS Schweiz AG Quinso B.V. Dialog GmbH Data One GmbH ORBIS People GmbH
Buchwert Firmenwert 2.930 TEUR 164 TEUR 4.837 TEUR 1.108 TEUR 806 TEUR 202 TEUR
Planungszeitraum 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre
Umsatzwachstum p.a. im Planungszeitraum 7 % 8 % 6 % 4 % 7 % 11 %
Personalkostenquote 67 % bis 71 % 52 % bis 53 % 43 % bis 45 % 61 % bis 69 % 65 % bis 70 % 66 % bis 70 %
EBIT-Marge im Planungszeitraum 3 % bis 5 % 3 % bis 4 % 9 % bis 12 % 9 % bis 10 % 2 % bis 3 % 11 %
Wachstumsfaktor nach Ende des Planungszeitraums 1,5 % 1,5 % 1,5 % 1,5 % 1,5 % 1,5 %
Diskontierungszinssatz 9,96 % 9,97 % 9,96 % 9,97 % 9,96 % 9,96 %
--- --- ---
CGU BLUE STEC GmbH contrimo GmbH
Buchwert Firmenwert 3.510 TEUR 1.709 TEUR
Planungszeitraum 5 Jahre 5 Jahre
Umsatzwachstum p.a. im Planungszeitraum 6 % 7 %
Personalkostenquote 51 % bis 56 % 69 %
EBIT-Marge im Planungszeitraum 14 % bis 15 % 7 % bis 9 %
Wachstumsfaktor nach Ende des Planungszeitraums 1,5 % 1,5 %
Diskontierungszinssatz 9,96 % 9,97 %

Die Cashflow-Prognosen basieren auf den jeweiligen mittelfristigen Detailplanungen und berücksichtigen unternehmensinterne Erfahrungs- werte, als auch externe ökonomische Rahmendaten. Hier sind zudem sowohl die Erfahrungen aus Vergangenheitswerten als auch Einflüsse aus den zukünftigen generellen Marktentwicklungen eingeflossen. Für den Wert- beitrag nach dem Planungszeitraum wird eine ewige Rente angenommen. Diese wird über einen Wachstumsfaktor ermittelt, welcher einzeln festgelegt wird und sich am langfristigen realen Wachstum und den Wachstumserwartungen orientiert. Dieses Verfahren ist der Stufe 3 der Bewertungshierarchie gemäß IFRS 13 zuzuordnen. Im Rahmen des Impairment-Tests hat ORBIS gemäß IAS 36.134 für wesentliche zahlungsmittel- generierende Einheiten eine Sensitivitätsanalyse für EBIT-Marge, den Diskontierungszinssatz und die Wachstumsrate durchgeführt. Die Variation der wesentlichen Bewertungsparameter innerhalb angemessener Bandbreiten führen zu keinen wesentlichen Abwertungen der Geschäfts- oder Firmenwerte. (18) Finanzanlagevermögen Die Wertpapiere im ORBIS Konzern bestehen aus Anleihen in Höhe von TEUR 100, welche bis zur Endfälligkeit am 26.12.2026 gehalten werden. Eine Wertminderung lag im Geschäftsjahr nicht vor. 56

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

(19) Tochtergesellschaften mit Minderheitsanteilen Für die nicht kontrollierten Anteile entfallen auf das Konzernergebnis die folgenden Anteile:

Name Sitz Land Beteiligungs- und Stimmrechtsquote der nicht beherrschenden Anteile (%) Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn/Verlust (in TEUR)
31.12.2024 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2023
OSCO GmbH Mannheim Deutschland 25,60 25,60 33 98
BLUE STEC GmbH Lüneburg Deutschland 30,00 40,00 202 186
ORBIS People GmbH Saarbrücken Deutschland 25,01 25,01 174 125
ORBIS Austria GmbH Wien Österreich 30,00 30,00 132 2
Quinso B.V. `s-Hertogenbosch Niederlande 49,00 49,00 771 449
contrimo-Gruppe Mannheim/ Belgrad Deutschland/ Serbien 40,00* 40,00* -471 222
ORBIS Value Plus GmbH Saarbrücken Deutschland 49,00 49,00 -163 -20
Dialog GmbH Bielefeld Deutschland 24,50 49,00 59 -76

*contrimo Consulting & Innovations d.o.o. ist eine 100 % Tochtergesellschaft der contrimo GmbH, aus Vereinfachungsgründen wird die contrimo-Gruppe dargestellt Die zusammenfassenden Finanzinformationen hin- sichtlich der Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen, sind nachfolgend angegeben. Die zusammenfassenden Finanzinformationen ent- sprechen den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen.

in TEUR OSCO GmbH ORBIS People GmbH ORBIS Austria GmbH Quinso B.V.
31.12.2024 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2023
Kurzfristige Vermögenswerte 1.246 2.894 3.516 6.237 4.880 6.159 5.988 5.233
Langfristige Vermögenswerte 104 83 451 356 484 622 6.217 6.491
Gesamte Aktiva 1.349 2.977 3.967 6.592 5.364 6.781 12.205 11.724
Kurzfristige Verbindlichkeiten 655 2.187 2.548 5.940 4.278 5.847 3.373 3.533
Langfristige Verbindlichkeiten 45 18 73 2 76 223 532 642
Gesamte Verbindlichkeiten 700 2.205 2.621 5.942 4.353 6.070 3.905 4.175
Eigenkapital 649 772 1.346 650 1.010 711 8.300 7.549
davon anteiliges Eigenkapital der ORBIS SE 483 574 1.068 487 707 498 4.233 3.850
davon nicht beherrschender Anteil am Eigenkapital 166 198 278 163 303 213 4.067 3.699
Umsatzerlöse 2.494 2.716 6.486 4.803 9.065 7.113 12.220 11.536
Aufwendungen 2.367 2.333 5.790 4.314 8.626 7.106 10.645 10.619
Jahresfehlbetrag/-überschuss 128 383 696 489 439 7 1.574 917
davon der ORBIS SE zurechenbarer Anteil am Jahresfehlbetrag/- überschuss 95 285 522 364 308 5 803 468
davon nicht beherrschender Anteil am Jahresfehlbetrag/- überschuss 33 98 174 125 132 2 771 449

57

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024
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in TEUR
31.12.2024
Kurzfristige Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Gesamte Aktiva
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten
Gesamte Verbindlichkeiten
Eigenkapital
davon anteiliges Eigenkapital der ORBIS SE
davon nicht beherrschender Anteil am Eigenkapital
Umsatzerlöse
Aufwendungen
Jahresfehlbetrag/ -überschuss
davon der ORBIS SE zurechenbarer Anteil am Jahresfehlbetrag/-überschuss
davon nicht beherrschender Anteil am Jahresfehlbetrag/- überschuss

Die vorstehend aufgeführten Unternehmen weisen folgende Cashflows aus:

in TEUR OSCO GmbH ORBIS People GmbH ORBIS Austria GmbH Quinso B.V. Dialog GmbH
31.12.24 31.12.23 31.12.24 31.12.23 31.12.24 31.12.23 31.12.24 31.12.23 31.12.24 31.12.23
An die nicht beherrschenden Anteile gezahlte Dividende 47 28 - - 42 53 403 871 88 98
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 278 134 -627 281 292 366 2.487 1.614 627 107
Cashflow aus Investitionstätigkeit -8 -5 -18 -88 -97 -43 -52 -23 -8 -10
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -336 -241 -43 217 -328 -342 -1.278 -2.196 -422 -270
Summe Cashflow -66 -112 -688 410 -133 -19 1.157 -605 197 -173

58

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024
---
in TEUR
31.12.24
An die nicht beherrschenden Anteile gezahlte Dividende
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Summe Cashflow

(20) Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzinvestionen Die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich des assoziierten Unternehmens 4PACE GmbH, Saarbrücken, sind nachfolgend angegeben. Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Abschlüssen des assoziierten Unternehmens (für Zwecke der Bewertung nach der Equity-Methode vom Konzern entsprechend angepasst).

in TEUR 4PACE GmbH
31.12.2024 31.12.2023
Kurzfristige Vermögenswerte 5.632 5.814
Langfristige Vermögenswerte 2.318 2.103
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.574 1.500
Langfristige Verbindlichkeiten 477 555
Jahresüberschuss 25 540
davon der ORBIS SE zurechenbarer Anteil am Jahresüberschuss 6 119

In den vorstehend aufgeführten Vermögenswerten und Schulden sind die folgenden Beträge enthalten:

in TEUR 4PACE GmbH
31.12.2024 31.12.2023
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.327 2.628
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 268 117

In den  Gewinnen sind die folgenden Beträge enthalten:

in TEUR 4PACE GmbH
31.12.2024 31.12.2023
Umsatzerlöse 10.509 10.278
andere aktivierte Eigenleistungen 513 -
Materialaufwand 2.687 2.115
Personalaufwand 6.277 5.825

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ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Überleitungsrechnung von den dargestellten zusammenfassenden Finanzinformationen zum Buchwert der Anteile am assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss:

in TEUR 4PACE GmbH
31.12.2024 31.12.2023
Nettoreinvermögen des assoziierten Unternehmens 5.899 5.862
Beteiligungsquote 22,05 % 22,05 %
Anteil des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens 1.301 1.292
Geschäfts- oder Firmenwert 727 727
Sonstige Anpassungen -3 -
Buchwert der Anteile 2.025 2.019

(21) Latente Steuern

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Sachanlagen - 654 - 632
Immaterielle Vermögenswerte - 1.355 - 1.591
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 40 - 45
Sonstige Vermögenswerte 162 - 139 -
IFRS 16 1.996 1.926 84 -
Sonstige Rückstellungen 10 - 9 -
Pensionsrückstellungen 327 - 345 -
Optionsbewertung 5 - 8 -
Steuerliche Verlustvorträge 1.182 - 840 -
Zwischensumme 3.682 3.975 1.425 2.268
Konsolidierung - 21 - 1
Zwischensumme 3.682 3.995 1.425 2.269
Saldierungen -2.784 -2.784 -939 -939
Bilanzansatz 898 1.212 486 1.330

Ab dem Geschäftsjahr 2024 wurde bzgl. des Ausweises der latenten Steuern nach IFRS 16 der Bruttoansatz gewählt (Vorjahr: Nettoansatz). Im ORBIS Konzern bestehen zum 31. Dezember 2024 unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2024 inländische Verlustvorträge von rund Mio. EUR 3,0 (Vorjahr: Mio. EUR 1,5) auf die latente Steuern abgegrenzt wurden. Weiterhin bestehen im Konzern zum 31. Dezember 2024 rund Mio. EUR 0,9 (Vorjahr: Mio. EUR 3,9) ausländische Verlustvorträge, für die im Geschäftsjahr aktive latente Steuern gebildet wurden. Im Vorjahr bestanden Mio. EUR 3,4 Verlustvorträge, auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden. Die Werthaltigkeit der auf steuerliche Verlustvorträge abgegrenzten latenten Steuern wird durch eine aus der allgemeinen Unter- nehmensplanung abgeleiteten Steuerplanungs- rechnung mit einem Planungshorizont von sieben Jahren belegt. Auf einbehaltene Gewinne bei Tochtergesellschaften wurden keine latenten Steuern angesetzt. 60

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

(22) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nachfolgend dargestellt:

in TEUR Ursprüngliche Höhe Laufzeit Zins Besicherung Höhe zum 31.12.2024 Restlaufzeit
Bis 1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre
Darlehen 3.750 120 Monate 0,99 % Grundschuld 2.063 375 1.500 188
Darlehen 440 120 Monate 3,00 % keine 330 55 220 55
Summe 4.190 2.393 430 1.720 243

Einbezogen wurden alle finanziellen Ver- bindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die am 31. Dezember 2024 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. (23) Sonstige Rückstellungen Mit der Inanspruchnahme der sonstigen Rück- stellungen ist voraussichtlich innerhalb eines Jahres zu rechnen. Daher erfolgte keine Abzinsung der Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 01.01.2024 Verbrauch Auflösung Zuführung Währungs differenz 31.12.2024
Sonstige Steuerrückstellungen 3 - - 1 - 4
Personalrückstellungen 9.135 -7.860 -936 8.387 -33 8.693
Rückstellungen für Kundenverkehr 882 -93 -140 134 -2 663
Übrige Rückstellungen 769 -364 -129 289 - 571
Summe sonstige Rückstellungen 10.789 -8.317 -1.205 8.811 -35 9.931

(24) Sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Verbindlichkeiten aus sonstigen Darlehen - 6 11 -
Sonstige unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten - 879 - 2.311
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 4.457 - 5.438 -
Verbindlichkeiten aus Earn-Out - - 657 -
Rechnungsabgrenzungsposten - 5.811 - 4.795
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten - 6.440 - 6.077
Summe 4.457 13.135 6.106 13.183

Die sonstigen unverzinslichen finanziellen Ver- bindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Kundenbonusprogrammen zusammen. Die sonstigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten setzen sich überwiegend aus Verbindlichkeiten für Urlaub, Sozialversicherungen und Zahllasten für Umsatzsteuer zusammen. Da die contrimo GmbH das vertraglich vereinbarte Mindest-EBIT nicht mehr erreichen kann, wurden die Verbindlichkeiten der Ean-Out-Klausel erfolgswirksam ausgebucht. 61

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

(25) Leasingverbindlichkeiten

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
IFRS 16 3.958 2.829 4.416 2.908
Summe 3.958 2.829 4.416 2.908

In Höhe von TEUR 291 (Vorjahr: TEUR 306) wurden Leasingverhältnisse nicht nach IFRS 16 bilanziert, da in diesen Fällen Erleichterungen genutzt wurden. Langfristige Leasingverbindlichkeiten werden im Wesentlichen innerhalb der nächsten 5 Jahre nach Bilanzstichtag fällig. Der in 2024 verbuchte Aufwand gliedert sich in folgende Leasingaufwendungen:

in TEUR 2024 2023
Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse 122 156
Aufwand für Leasingverhältnisse mit geringem Wert 169 150
Summe 291 306

Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betrugen in 2024 TEUR 3.564 (Vorjahr: TEUR 3.686). 62

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

(26) Rückstellungen für Pensionen Die ORBIS SE hat für ehemalige Vorstände sowie bestimmte Mitarbeiter eine Altersversorgung zugesagt. Die Altersversorgung für die ehemaligen Vorstände ist beitrags-, bzw. leistungsorientiert (defined benefit plans) und teilweise rückstellungs- finanziert, während die Altersversorgung für die übrigen Mitarbeiter beitragsorientiert ist. Der Aufwand in Höhe von TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 110) für die leistungs- und beitragsorientierten Zusagen ist unter dem Aufwand für Altersversorgung erfasst. Für die Pensionsverpflichtungen wurden Rück- deckungsversicherungen bei anerkannten Ver- sicherungsgesellschaften abgeschlossen und an die Anwärter verpfändet. Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2024 2023
Anwartschaftsbarwert zum 01.01. 2.323 2.236
Laufender Dienstzeitaufwand - -
Zinsaufwand 80 88
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) -139 -139
Änderung wirtschaftliche Annahmen Gewinne (-) / Verluste (+) -15 139
Effekt der Pensionsauslagerung auf den Anwartschaftsbarwert - -
Anwartschaftsbarwert zum 31.12. 2.249 2.324

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung des Zeitwertes des zugehörigen Planvermögen dar:

in TEUR 2024 2023
Zeitwert des Planvermögens zum 01.01. 1.480 1.386
Eingezahlte Prämien 58 58
Erwartete Erträge aus Planvermögen 51 54
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-) -25 -17
Effekt der Pensionsauslagerung auf das Planvermögen - -
Zeitwert des Planvermögens zum 31.12. 1.564 1.481

Die Pensionsrückstellungen für die leistungsorien- tierten Altersversorgungsansprüche werden gemäß IAS 19 nach der projected-unit-credit-Methode in Verbindung mit einer dienstzeitorientierten degressiven Quotierung des Leistungsvektors (service-pro-rata-Methode) ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einfluss- größen bewertet. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind die folgenden Rechnungsparameter von Bedeutung. Seit dem Geschäftsjahr 2018 finden die Sterbetafeln nach Heubeck RT 2018 G Anwendung. 63

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024
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Sterbetafeln
Abzinsungssatz
Erwartete Einkommensentwicklung
Fluktuation
Erwartete Rentenentwicklung
Erwartete Rendite aus Planvermögen

Für die qualifizierten Versicherungspolicen wird ein Zinssatz von 3,50 % (Vorjahr: 3,45 %) angewendet. Eine Absenkung des Zinssatzes um 0,25 Prozent- punkte auf 3,25 % führt zu einer Nettoverpflichtung von TEUR 762, eine Erhöhung des Zinssatzes um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 % führt zu einer Nettoverpflichtung von TEUR 611. Die ver- sicherungsmathematischen Gewinne / Verluste entfallen im Wesentlichen auf die geänderten Parameter für die Lebenserwartung sowie den sich ändernden Zins. Die bilanziell erfassten Pensionsverpflichtungen stellen sich unter Berücksichtigung der zuvor dargestellten Berechnungsgrundlagen wie folgt dar:

in TEUR 2024 2023
Nettoverpflichtung zum 01.01. 843 850
Altersversorgungsaufwendungen 29 34
Eingezahlte Prämien -58 -58
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) -129 17
Nettoverpflichtung zum 31.12. 685 843

Die im Eigenkapital erfassten kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste betragen zum Bilanzstichtag TEUR 497 (Vorjahr: TEUR 368). Die Beträge der Pensionsverpflichtungen des zugehörigen Planvermögen und die erfahrungsbedingten Anpassungen für das laufende und das Vorjahre stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 2.249 2.324
Beizulegender Zeitwert qualifizierter Versicherungspolicen -1.564 -1.481
Bilanzielle Nettoverpflichtung 685 843

Für das nächste Geschäftsjahr gehen wir davon aus, dass TEUR 58 in das Planvermögen eingezahlt werden. 64

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

(27) Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Kategorien stellen sich wie folgt dar:

Buchwerte und Bewertungskategorien nach IFRS 9 zum 31.12.2024 Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
in TEUR Buchwert Fortgeführte Anschaffungs- kosten Beizulegender Zeitwert Erfolgswirksam Beizulegender Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente*
Liquide Mittel 18.118 18.118
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* 26.133 26.133
Sonstige finanzielle Vermögenswerte*
Ausgereichte Darlehen und Forderungen 1.883 1.883
Finanzanlagen** 100 100
Finanzielle Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen* 6.575 6.575
Nicht derivative Verbindlichkeiten
Darlehen 2.398 2.398
Sonstige nicht derivative Verbindlichkeiten 879 879
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 4.457 4.457

*Ohne Zeitwertangabe, da der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht (IFRS 7.29) ** Endfällig zum 16.12.2026

Buchwerte und Bewertungskategorien nach IFRS 9 zum 31.12.2023 Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
in TEUR Buchwert Fortgeführte Anschaffungs- kosten Beizulegender Zeitwert Erfolgswirksam Beizulegender Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente*
Liquide Mittel 16.367 16.367
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* 27.360 27.360
Sonstige finanzielle Vermögenswerte*
Ausgereichte Darlehen und Forderungen 2.200 2.200
Finanzanlagen** 100 100
Finanzielle Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen* 6.435 6.435
Nicht derivative Verbindlichkeiten
Darlehen 3.084 3.084
Sonstige nicht derivative Verbindlichkeiten 2.311 2.311
Verbindlichkeiten aus Earn-Out und Put- Optionen 6.095 6.095

*Ohne Zeitwertangabe, da der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht (IFRS 7.29) ** Endfällig zum 16.12.2026 Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten und Vermögenswerte wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt. Zur Diskontierung werden marktübliche Zinssätze, bezogen auf die entsprechenden Fristigkeiten, verwendet. Diese Verfahren sind der Stufe 2 der Bewertungs- hierarchie gemäß IFRS 13 zuzuordnen. Die Finanziellen Verbindlichkeiten welche aus den Put- Optionen und der Earn-Out Option erwachsen sind der Stufe 3 der Bewertungshierarchie zuzuordnen. 65

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für die Put-Optionen basiert auf den jeweils erwarteten Ausübungspreisen zum Ende der Laufzeit der Put- Option. Der Ausübungspreis ergibt sich dabei aus der bis zum Jahr 2033 erwarteten EBIT-Entwicklung der jeweiligen Tochtergesellschaften unter Berücksichtigung eines EBIT-Wachstums von ca. 5 % bzw. 16 %. Der erwartete Ausübungspreis wird mit einem risikoadäquaten Zinssatz von 3,9 % auf den Bilanzstichtag abgezinst. Der geschätzte beizulegende Zeitwert würde steigen (sinken), wenn die erwartete EBIT-Steigerung höher (niedriger) wäre und die risikoadäquaten Abzinsungssätze niedriger (höher) wäre. Für die beizulegenden Zeitwerte der Put-Optionen hätte eine für möglich gehaltene Änderung bei einem der wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktoren, unter Beibehaltung der anderen Inputfaktoren, die nachstehenden Auswirkungen.

TEUR Gewinn oder Verlust
Erhöhung Minderung
Erwartetes EBIT 2031-2033 (10 % Veränderung) 422 -422
Abzinsungssatz (1 %- Punkte Veränderung) -196 215

Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien für das Geschäfts- und das Vorjahr ist in den folgenden beiden Tabellen dargestellt:

2024 Verbindlichkeiten und Forderungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten Beizulegender Zeitwert
in TEUR
Zinserträge - 58 1.552
Zinsaufwendungen - - -317* -454
Aufwendungen aus Wertminderungen -82 - -
Erträge aus Zuschreibungen 34 - -
Gewinne/Verluste aus Abgängen -110 - -
Fremdwährungsgewinne/- verluste 42 - -
Nettoergebnis -116 58 -317 1.098

* davon entfallen TEUR -304 auf das Finanzergebnis IFRS 16

2023 Verbindlichkeiten und Forderungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten Beizulegender Zeitwert
in TEUR
Zinserträge - 30 -
Zinsaufwendungen - - -340* -708
Aufwendungen aus Wertminderungen -13 - -
Erträge aus Zuschreibungen 48 - -
Gewinne/Verluste aus Abgängen -17 - -
Fremdwährungsgewinne/- verluste -4 - -
Nettoergebnis 14 30 -340 -708

* davon entfallen TEUR -310 auf das Finanzergebnis IFRS 16 Die Zinserträge aus Finanzinstrumenten, Betei- ligungserträgen, Erträgen aus den Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, Währungsgewinnen sowie die sonstigen finanziellen Erträge werden in den Finanzerträgen ausgewiesen. Die Zins- aufwendungen, Aufwendungen aus den Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, Währungsverluste sowie sonstige finanzielle Aufwendungen sind in den Finanzaufwendungen erfasst. Die der Bewertungskategorie Verbindlich- keiten und Forderungen zuzuordnenden Wert- berichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Die Erträge aus der 66

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Auflösung von bereits im Vorjahr gebildeten Wertminderungen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. (28) Gezeichnetes Kapital Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der ORBIS SE, vermindert um die eigenen Anteile von EUR 296.483 (Vorjahr: EUR 296.483), ausgewiesen. Das Grundkapital in Höhe von EUR 9.766.042 (Vorjahr: EUR 9.766.042) ist aufgeteilt in 9.766.042 (Vorjahr: 9.766.042) Stückaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil von EUR 1 am Grundkapital der Gesellschaft. Mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28.05.2004 und Eintragung im Handelsregister am 17.08.2004 ist das Kapital um EUR 910.000 bedingt erhöht worden. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2021 wurde der Vorstand erneut unter Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats für einen Zeitraum von fünf Jahren ermächtigt, das Grundkapital einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 4.883.021 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Der Vorstand ist in diesem Zusammenhang mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen auszuschließen. Das Genehmigte Kapital 2021 wurde am 28.06.2021 in das Handelsregister eingetragen. Die Gesamtzahl der zum Stichtag gehaltenen eigenen Anteile beläuft sich auf 296.483 Stück (Vorjahr: 296.483 Stück). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt zum 31. Dezember 2024 9.469.559 Stück (Vorjahr: 9.469.559 Stück). (29) Kapitalrücklage Unter der Position Kapitalrücklage wird das Agio abzüglich der Emissionskosten aus der Ausgabe der Aktien im Jahr 2000 ausgewiesen. Ferner wird der Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungs- kosten und rechnerischem Wert sowie zwischen Veräußerungspreis und rechnerischem Wert der eigenen Anteile in der Kapitalrücklage erfasst. Ferner werden die mit dem Erwerb und der Veräußerung eigener Anteile in Verbindung stehenden Transaktionskosten in der Kapital- rücklage ausgewiesen. Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2024 beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr TEUR 6.931. (30) Kumuliertes sonstiges Ergebnis Das kumulierte sonstige Ergebnis beinhaltet die Gewinne und Verluste aus der Währungs- umrechnung ausländischer Tochterunternehmen, die erfolgsneutral erfassten versicherungs- mathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen und zugehörigem Plan- vermögen sowie die erfolgsneutral erfassten latenten Steuern. (31) Ergebnisvortrag Der Ergebnisvortrag enthält die in Vorjahren im ORBIS Konzern erwirtschafteten, noch nicht ausgeschütteten Gewinne. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der ORBIS SE vom 28.05.2024 wurde im Geschäftsjahr 2024 aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 eine Dividende in Höhe von TEUR 947 (Vorjahr: TEUR 1.420) bzw. EUR 0,10 (Vorjahr: EUR 0,15) pro Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet. (32) Anteile anderer Gesellschafter Die Anteile anderer Gesellschafter beinhalten die den Minderheitsgesellschaftern der OSCO GmbH, der ORBIS Austria GmbH (Österreich), der Quinso B.V. (Niederlande), der Dialog GmbH, der ORBIS People GmbH, der BLUE STEC GmbH, der contrimo-Gruppe und der ORBIS Value Plus GmbH zustehenden Anteile am Eigenkapital des Unternehmens. 67

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Weitere Angaben (33) Erläuterungen zur Konzern- Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist nach den Anforderungen des IAS 7 „Kapitalflussrechnungen“ erstellt. Danach ist zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden worden. Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung aus- gewiesene Finanzmittelfonds beinhaltet Barmittel und Bankguthaben. Die gesondert dargestellten Anpassungen aus Wechselkursumrechnung resultieren aus der vorgenommenen Fremdwährungsumrechnung der ausländischen Tochter- und Enkelgesellschaften ORBIS America Inc., ORBIS Consulting Shanghai Co., Ltd., ORBIS Schweiz AG, Data One Suisse GmbH und contrimo Consulting & Innovations d.o.o. in den Konzernabschluss. Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind folgende Ein- und Auszahlungen enthalten:

in TEUR 2024 2023
Erhaltene Zinsen 58 30
Gezahlte Zinsen 13 17
Erhaltene Ertragsteuern 635 92
Gezahlte Ertragsteuern 1.546 1.383

Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind folgende Auszahlungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten:

in TEUR Buchwert 31.12.2024 Buchwert 31.12.2023 Cash-Flows 2024 Cash-Flows 2023
Zins Tilgung Zins Tilgung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.393 3.073 35 680 42 680

(34) Risikomanagement und Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag werden, abgesehen von den liquiden Mitteln an sich, keine finanziellen Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten. Originäre Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen. Das Finanzrisiko wird zentral durch den Finanzbereich der ORBIS SE gemanagt. Hierzu steuert der Finanzbereich den Kauf und Verkauf von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und überwacht die damit verbundenen Finanzrisiken. Der Finanzbereich unterliegt hierbei den vom Vorstand der ORBIS SE erteilten Weisungen. Der Vorstand erhält vierteljährlich einen Risikobericht. Der ORBIS Konzern unterliegt folgenden finanziellen Risiken, die im Einzelnen wie folgt gesteuert werden: Liquiditätsrisiko ORBIS steuert die Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Über- wachung und Pflege der Kreditvereinbarungen sowie Planung und Abstimmung der Mittelzuflüsse- und Mittelabflüsse. Der ORBIS Konzern kann darüber hinaus offene Kreditlinien in Anspruch nehmen. Der gesamte, noch nicht in Anspruch genommene Betrag beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 2.319 (Vorjahr: TEUR 2.323). Der Vorstand der ORBIS SE erwartet, dass der ORBIS Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann. 68

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Kreditrisiko Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wert- minderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Es beträgt insgesamt TEUR 26.233 (Vorjahr: TEUR 29.660). Die Vorgaben des Vorstands sehen vor, dass Geschäftsverbindungen lediglich mit kredit- würdigen Vertragsparteien, ggf. unter Einholung von Sicherheiten zur Minderung des Ausfallrisikos, eingegangen werden. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Unternehmen des ORBIS Konzerns sind keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahestehende Unternehmen handelt, soweit dies den Unternehmen des ORBIS Konzerns bekannt ist. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer großen Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilten Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Zustands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 14 Tagen ohne Abzug (Vorjahr: 14 Tage ohne Abzug) gewährt. Bis zur ersten Mahnung werden keine Zinsen berechnet. Ab der zweiten Mahnung werden durchschnittlich Verzugszinsen in Höhe von 12,73 % p. a. (Vorjahr: 10,62 % p. a.) auf den ausstehenden Betrag erhoben. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als 366 Tage sind, nimmt der Konzern unverändert zur Vorgehensweise im Vorjahr eine Wertminderung in voller Höhe vor. Das Vorgehen ist durch Erfahrungen aus der Vergangenheit belegt, wonach bei Forderungen, die älter als 366 Tage sind, grundsätzlich nicht mehr mit einem Zufluss gerechnet werden kann. Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zwischen 183 und 365 Tagen ausstehend sind, werden auf Grundlage der Erkenntnisse zum Bilanzstichtag und der Erfahrung aus der Vergangenheit wertberichtigt. Marktrisiken Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsänderungsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz dieser Risiken für den Konzern wurden diese bisher nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Der Einfluss einer möglichen Zinsänderung auf die Finanzanlage des Konzern ist weiterhin un- bedeutend. Wechselkursrisiken werden weitgehend dadurch vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro fakturiert. Die Fremdwährungsforderungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 109) und die Fremdwährungs- verbindlichkeiten TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 94). Wenn der Euro gegenüber sämtlichen konzern- relevanten Währungen zum 31.12.2024 um 10 % aufgewertet / abgewertet gewesen wäre, wäre das Vorsteuerergebnis um TEUR 5 höher (Vorjahr: TEUR 1) bzw. TEUR 6 niedriger (Vorjahr: TEUR 2) gewesen. Grundsätzlich wird das Risiko im Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Die Absicherung durch Derivate (z. B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgte nicht. (35) Kapitalmanagement ORBIS steuert sein Kapital mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens quartalsweise. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und -möglichkeiten überprüft. Der Konzern hat eine Ziel- eigenkapitalquote von 50 % bis 60 % (im Vorjahr: 50 % bis 60 %). 69

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Die Kapitalstruktur hat sich in den beiden Berichtsjahren wie folgt geändert:

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023 Änderung in %
Eigenkapital 41.026 38.249 7
als % vom Gesamtkapital 46 43
Verbindlichkeiten 47.383 50.840 -7
als % vom Gesamtkapital 54 57
Kurzfristige Verbindlichkeiten 35.108 35.753 -2
als % vom Gesamtkapital 40 40
Langfristige Verbindlichkeiten 12.274 15.087 -19
als % vom Gesamtkapital 14 17

Marktübliche externe Kapitalanforderungen wurden durch den ORBIS Konzern erfüllt. Die ORBIS SE unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. (36) Eventualschulden Zum Bilanzstichtag sowie im Vorjahr bestanden keine ungewissen Zahlungsverpflichtungen. (37) Leasingverhältnisse und sontige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht unter den Anwendungsbereich des IFRS 16 fallen und wie folgt fällig sind:

in TEUR Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
2024 5.499 4.096 1.403 -
2023 5.311 4.776 535 -

(38) Nahestehende Personen Außer mit den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht der ORBIS Konzern auch mit nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen in Beziehung, nachfolgend die Leistungsbeziehungen: Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine Beratungs- und Wartungsleistungen (Vorjahr: TEUR 0) von Mitarbeitern des assoziierten Unternehmens 4PACE GmbH erbracht. Zum Bilanzstichtag werden keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber der 4PACE GmbH ausgewiesen. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats umfasste keine Beratungstätigkeiten im Geschäftsjahr 2024 (Vorjahr: TEUR 0). Gemäß IAS 24 berichtet der ORBIS Konzern auch über Geschäftsvorfälle zwischen ihm und den ihm nahestehenden Personen bzw. deren Familienangehörigen. Als nahestehende Personen wurden Vorstand, Aufsichtsrat, Gesellschafter- Geschäftsführer und deren Familienangehörige identifiziert. Es besteht ein Beschäftigungsverhältnis mit der Tochter eines Aufsichtsrats (im Vorjahr: Es besteht ein Beschäftigungsverhältnis mit der Tochter eines Aufsichtsrats). Des Weiteren besteht ein Beschäftigungsverhältnis mit dem Sohn eines Vorstandsmitglieds und mit der Ehefrau eines Gesellschafter-Geschäftsführers einer Tochter- gesellschaft (im Vorjahr: Beschäftigungsverhältnis mit dem Sohn eines Vorstandsmitglieds und mir der Ehefrau eines Gesellschafter-Geschäftsführers). Darüber hinaus besteht ein Beschäftigungs- verhältnis mit der Tochter eines Gesellschafter- Geschäftsführers einer Tochtergesellschaft (im Vorjahr: Beschäftigungsverhältnis mit der Tochter eines Gesellschafter-Geschäftsführers). Die Arbeits- verträge entsprechen den Vereinbarungen wie sie auch mit einem fremden Dritten getroffen werden würden. Eine Tochtergesellschaft ist in einem Unter- mietverhältnis mit dem Vater der Geschäftsführer (im Vorjahr: Eine Tochtergesellschaft ist in einem Untermietverhältnis mit dem Vater der Geschäfts- führer). Der Vertrag hat marktübliche Konditionen. Mit einem Unternehmen innerhalb der Gesellschaftsgruppe in welchem ein Aufsichtsrat der ORBIS SE, gleichzeitig Gesellschafter- Geschäftsführer ist, wurden im Jahr 2024 Geschäfte zu marktüblichen Konditionen mit einem Umsatzvolumen in Höhe von TEUR 24.495 (Vorjahr: TEUR 21.441) getätigt. 70

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Mit einem Unternehmen, in welchem ein Gesellschafter-Geschäftsführer auch Geschäfts- führer ist, wurden im Jahr 2024 Geschäfte zu marktüblichen Konditionen mit einem Umsatz- volumen von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 27) getätigt. Sonstige Angaben (39) Angaben zu den Unternehmensorganen der ORBIS SE Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr 2024 an: ▪ Herr Stefan Mailänder, Vorstandssprecher, Unternehmensberater, Ensdorf ▪ Herr Michael Jung, Unternehmensberater, Homburg ▪ Herr Frank Schmelzer, Unternehmensberater, St. Ingbert Für die Vorstände wurden gemäß § 314 Nr. 6a HGB im Geschäftsjahr 2024 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 1.242 (Vorjahr: TEUR 1.559) aufgewendet. Hiervon entfallen TEUR 1.242 (Vorjahr: TEUR 1.559) auf kurzfristig fällige Leistungen. Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betragen zum 31.12.2024 für die Vorstände TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Für die Personengruppe gemäß § 285 Nr. 9b HGB betragen die Aufwendungen für Bezüge nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für ehemalige Vorstände für das Geschäftsjahr 2024 TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 87). Zwei ehemaligen Vorständen ist jeweils eine Pensionszusage erteilt worden, deren Verpflichtung im vorliegenden Jahresabschluss berücksichtigt ist. Für den Fall des Ausscheidens aus der ORBIS SE, das nicht in der Person eines Vorstands begründet ist, erhält dieser ein Ruhegehalt in Höhe von max. 60 % der Durchschnittsvergütung der letzten 3 Jahre. Das Ruhegehalt wird längstens bis zum Zeitpunkt der Zahlung der Pensionen bei Erreichen der entsprechenden Altersgrenze gezahlt. Dieses wird durch anderweitige Einkünfte, die in dieser Zeit erworben werden, um bis zu 50 % gekürzt. Zum 31.12.2024 halten Herr Thomas Gard, Aufsichtsrat, und Herr Stefan Mailänder, Vorstand, in ihrem Privatvermögen unmittelbar keine Aktien der ORBIS SE. Die Herren Gard und Mailänder sind stimmberechtigte Gesellschafter und einzige Vorstandsmitglieder der GMV AG, welche einen Anteil von 15,37 % der Aktien der ORBIS SE hält. Das Vorstandsmitglied Frank Schmelzer hält ebenfalls Aktien der ORBIS SE, mit einem Anteil von 0,01 % der Aktien der ORBIS SE. Im Geschäftsjahr wurde der Aufsichtsrat gebildet von: ▪ Herr Ulrich Holzer, Neunkirchen, Vorsitzender, Geschäftsführer der Asset Saar GmbH, Neunkirchen ▪ Herr Thomas Gard, Marpingen, Vorstand der GMV AG, Marpingen ▪ Martin J. Hörmann, Sankt Wendel, persönlich haftender Gesellschafter der Hörmann-Gruppe, Steinhagen Zum 31. Dezember 2024 hielten die zum Bilanzstichtag bestellten Mitglieder des Aufsichtsrats direkt 0,20 % der Aktien der ORBIS SE. Zusätzlich werden durch Thomas Gard indirekt 15,37 % über die GMV AG an der ORBIS SE gehalten. Die zum Bilanzstichtag bestellten Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Berichtsjahr folgende Mandate in anderen Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG wahrgenommen: ▪ Herr Martin J. Hörmann, Toyo Shutter Co. Ltd., Osaka, Japan Die Vergütung des Aufsichtsrats für kurzfristig fällige Leistungen betrug im Geschäftsjahr TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 72). Die Vergütung für Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats betrugen im abgelaufenen Geschäfts- jahr insgesamt TEUR 1.321 (Vorjahr: TEUR 1.631). Zu weiteren Einzelheiten der individualisierten Bezüge der im Berichtsjahr amtierenden Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf den integrierten veröffentlichten Vergütungs- bericht. (40) Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind Ereignisse eingetreten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ORBIS SE haben. Mit Wirkung zum 24.02.2025 hat die ORBIS SE weitere 24,5 % der Anteile an der Dialog GmbH zu einem Kaufpreis in Höhe von TEUR 351 erworben. Somit hält die ORBIS SE nun 100 % der Anteile der Gesellschaft. (41) Erklärung gemäss § 161 AktG Die ORBIS SE als Mutterunternehmen des ORBIS Konzerns ist mit ihren Aktien am geregelten Markt notiert. Gemäß § 161 AktG haben der Vorstand und der Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktien- gesellschaft zu erklären, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Codex“ entsprochen wurde und wird sowie welche Empfehlungen nicht angewendet wurden und werden. Diese Erklärung für die 71

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

ORBIS SE wurde im November 2024 abgegeben und ist allen Aktionären auf der Homepage der ORBIS SE ( https://www.orbis.de/investor-relations/ governance/corporate-governance-kodex.html) dauerhaft zugänglich gemacht worden. (42) Honorar des Abschlussprüfers Das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB betrifft Honorare für Abschluss- prüfungsleistungen in Höhe von TEUR  110 (Vorjahr: TEUR 125). Andere Bestätigungsleistungen sind nicht angefallen (Vorjahr: TEUR 0). Des Weiteren sind sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 0) Geschäftsjahr angefallen. (43) Verwendung des Bilanzgewinns der ORBIS SE Der Jahresabschluss der ORBIS SE weist folgenden Bilanzgewinn aus:

in EUR 31.12.2024
Jahresüberschuss 2.155.404,91
Ergebnisvortrag 12.854.257,89
Dividendenausschüttung -946.955,90
Verrechnung Unterschiedsbetrag eigene Anteile
gem. § 272 Abs. 1a und 1b HGB -
Bilanzgewinn 14.062.706,90

Gemäß § 170 AktG schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, einen Betrag von EUR 0,10 je Aktie (bei 9.469.559 dividendenberechtigten Aktien EUR 946.955,90) aus dem Bilanzgewinn auszuschütten und den verbleibenden Betrag (EUR 13.115.751,00) auf neue Rechnung vorzutragen. 72

ORBIS SE Geschäftsbericht 2024

Versicherung der gesetzlichen Vertreter Zum Konzernabschluss und zum Konzernlagerbericht der ORBIS SE für das Geschäftsjahr 2024 Versicherung der gesetzlichen Vertreter „Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss der ORBIS SE ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“ Saarbrücken, den 24. März 2025 ORBIS SE Der Vorstand Stefan Mailänder Vorstandssprecher Finanzen und Personal Frank SchmelzerMichael Jung VorstandVorstand GeschäftsbereichMarkt und Geschäftsbereich SAPMicrosoft

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