active Legal form SE Aktiengesellschaft

Personio Group SE

MünchenMünchen, DEU ·HRB 281581 München ·personio.de

Overview

Legal form
SE
Address
Seidlstraße 3
80335 München
Commercial register
HRB 281581, München
Registration date
December 16, 2022
Industry
Entwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Online-Bereitstellung von Software
Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Registered capital
224,544.00 EUR
Representation rules

Ist nur ein Mitglied des Leitungsorgans bestellt, so vertritt es allein. Sind mehrere Mitglieder des Leitungsorgans bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Mitglied des Leitungsorgans gemeinsam mit einem Prokuristen.

Purpose
Entwicklung und Vertrieb von Software über das Internet zur Verwaltung von Personal-, Rekrutierungs- und Lohnabrechnungsprozessen in kleinen und mittleren Unternehmen.

Financials

Revenue 2024
196.121 €
Employees 2024
1.830
Total assets 2024
211,91 Mio. €
Net income 2024
−196.649 €
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Balance sheet

2024
Assets 211,91 Mio
  • Kurzfristige Vermögenswerte 62,4 % 132,15 Mio
  • Cash, Central Bank Balances, Bank Deposits, and Checks 45,5 % 96,37 Mio
  • Langfristige Vermögenswerte 37,6 % 79,76 Mio
  • Vermögenswerte aus Nutzungsrechten 12,2 % 25,78 Mio
  • Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) 10,3 % 21,92 Mio
  • Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (langfristig) 8,5 % 18,07 Mio
  • Intangible Assets 8,3 % 17,67 Mio
  • Tangible Assets 7,1 % 15,08 Mio
  • Trade Receivables 5,5 % 11,59 Mio
  • Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) 1,5 % 3,13 Mio
  • Other Assets 1,1 % 2,28 Mio
  • Deferred Tax Assets 0,0 % 33,0 k
Liabilities and Equity 211,91 Mio
  • Revenue Reserves 320,9 % 680,04 Mio
  • Capital Reserve 218,3 % 462,67 Mio
  • Summe Schulden 153,9 % 326,14 Mio
  • Langfristige Schulden 100,3 % 212,45 Mio
  • Subscribed Capital 88,2 % 187,00 Mio
  • Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) 88,1 % 186,77 Mio
  • Equity 53,9 % −114,23 Mio
  • Kurzfristige Schulden 53,7 % 113,70 Mio
  • Sonstige Rücklagen 48,6 % 102,95 Mio
  • Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 45,4 % 96,28 Mio
  • Accrued Expenses 11,5 % 24,44 Mio
  • Trade Payables 4,1 % 8,65 Mio
  • Accrued Expenses 3,3 % 7,07 Mio
  • Ertragsteuerschulden (kurzfristig) 0,8 % 1,70 Mio
  • Deferred Tax Liabilities 0,6 % 1,23 Mio
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Balance sheet data available for 2 earlier fiscal years.

Profit & loss

2024
Income 1,04 Mio
  • Other operating expenses 31,0 % −321,5 k
  • Annual net profit/loss 19,0 % −196,6 k
  • Revenue 18,9 % 196,1 k
  • Operating result 17,6 % −182,3 k
  • Gross profit from sales 13,4 % 139,2 k
Expenses 56,9 k
  • Umsatzkosten 100,0 % −56,9 k
  • Finanzergebnis/Ertragsteuern −14,3 k
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P&L data available for 2 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Hanno Frederik Renner since 2023 Board Member
  • Jonas Rieke since 2023 Procura
  • Malgorzata Maria Zietara since 2025 Procura
  • Philipp Richter since 2023 Procura
1 former representatives · viewable with an API key Get API key →

Ownership & holdings

Ultimate beneficial owners (UBOs)

16.6 % identified 79.2 % unidentified
  • H**** R***** 9.0 %
  • R**** S****** 4.4 %
18 more beneficial owners · viewable with an API key Get API key →

Holds shares in

History

  1. 2026
  2. 10.07.
    Change of bylaws
    Personio Group SE
  3. 2025
  4. 13.08.
    Change of share capital
    Personio Group SE
  5. 13.08.
    Change of bylaws
    Personio Group SE
  6. 13.08.
    Change of authorized capital
    Personio Group SE
  7. 07.05.
    Exit of position
    Birgit Haderer · Procura
  8. 07.05.
    Member entry
    Malgorzata Maria Zietara · Procura
  9. 03.04.
    Change of bylaws
    Personio Group SE
  10. 03.04.
    Change of share capital
    Personio Group SE
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Annual statements

Original published statements, ordered by fiscal year.

3 documents
Fiscal year Document Published Access
2024 Konzernabschluss Published Via the API
2023 Konzernabschluss Published Read full text
2022 Konzernabschluss Published Via the API
2023 Konzernabschluss Full text

Personio Group SE

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Personio Group SE

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Personio Group SE, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Personio Group SE vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht im Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsamen Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 31. Mai 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

von Michaelis, Wirtschaftsprüfer

Lichtblau, Wirtschaftsprüferin

Inhaltsverzeichnis

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzernbilanz

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzernanhang

1. Allgemeine Unternehmensinformationen

2. Grundlagen der Aufstellung

3. Konsolidierungskreis

4. Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze

5. Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen und Anhangangaben

6. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

7. Umsatzerlöse

8. Operative Aufwendungen

9. Finanzergebnis

10. Steuern

11. Sachanlagen

12. Immaterielle Vermögenswerte und Werthaltigkeitstest

13. Leasingverhältnisse

14. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (kurzfristig)

15. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurz- und langfristig)

16. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (kurz- und langfristig)

17. Eigenkapital

18. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

19. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig)

20. Eventualverbindlichkeiten

21. Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig)

22. Anteilsbasierte Vergütung

23. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

24. Finanzinstrumente

25. Management des finanziellen Risikos

26. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

27. Sonstige Angaben

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

(Beträge in Tausend €)

Konzernanhang 2022 (*) 2023
Umsatzerlöse 7 94.741 144.284
Umsatzkosten 8 (38.241) (45.359)
Vertriebs- und Marketingaufwendungen 8 (83.286) (90.019)
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 8 (62.303) (116.613)
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 8 (45.368) (50.920)
Sonstige betriebliche Erträge / (Aufwendungen) - netto 8 (5.208) (2.266)
Betriebsergebnis (139.666) (160.893)
Finanzergebnis - netto 9, 13, 24 (14.925) (15.195)
Ertragsteuern 10 7.120 (898)
Konzernergebnis (147.471) (176.986)
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die später in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden (Umrechnungsdifferenzen) - (150)
Sonstiges Ergebnis - (150)
Gesamtergebnis (147.471) (177.136)
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen (147.471) (177.136)

(*) angepasst, siehe Anhangangabe 2 für weitere Informationen

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

(Beträge in Tausend €)

Aktiva

Konzernanhang 31. Dez. 2022 31. Dez. 2023
Sachanlagen 11 14.733 18.269
Immaterielle Vermögenswerte 12 18.689 18.181
Vermögenswerte aus Nutzungsrechten 13 26.569 23.065
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) 15, 24, 25 9.784 2.748
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (langfristig) 16 6.699 11.740
Aktive latente Steuern 10 - 527
Langfristige Vermögenswerte 76.474 74.530
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (kurzfristig) 14, 24, 25 6.523 9.794
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) 15, 24, 25 97.426 47.892
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) 16 9.063 16.621
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 227.138 168.335
Kurzfristige Vermögenswerte 340.150 242.642
Summe Vermögenswerte 416.624 317.172

Passiva

Konzernanhang 31. Dez. 2022 31. Dez. 2023
Gezeichnetes Kapital 17 187 187
Kapitalrücklage 17 462.603 462.673
Gewinnrücklagen 17 (306.406) (483.392)
Sonstige Rücklagen 17, 22 11.325 52.159
Eigenkapital 167.709 31.627
Leasingverbindlichkeiten (langfristig) 13, 24, 25 27.097 23.609
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) 19, 24 152.707 172.127
Latente Steuerschulden 10 584 768
Langfristige Schulden 180.388 196.504
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig) 18, 24, 25 10.600 11.996
Leasingverbindlichkeiten (kurzfristig) 13, 24, 25 3.987 5.089
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 21 53.609 70.761
Ertragsteuerschulden (kurzfristig) 331 1.195
Kurzfristige Schulden 68.527 89.041
Summe Schulden 248.915 285.545
Summe Eigenkapital und Schulden 416.624 317.172

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

(Beträge in Tausend €)

Konzernanhang Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Sonstige Rücklagen Summe Eigenkapital
Stand 1. Januar 2022 93 413.967 (158.935) 31.300 286.425
Konzernergebnis - - (147.471) - (147.471)
Gesamtergebnis der Periode - - (147.471) - (147.471)
Ausgabe von Aktien 17 94 48.949 - - 49.043
Transaktionskosten zur Ausgabe von Aktien 17 - (313) - - (313)
Anteilsbasierte Vergütungen 22 - - - (19.975) (19.975)
Stand 31. Dezember 2021 187 462.603 (306.406) 11.325 167.709
Stand 1. Januar 2023 187 462.603 (306.406) 11.325 167.709
Konzernergebnis (176.986) (176.986)
Sonstiges Ergebnis (150) (150)
Gesamtergebnis der Periode (176.986) (150) (177.136)
Ausgabe von Aktien 17 70 70
Anteilsbasierte Vergütungen 22 40.984 40.984
Stand 31. Dezember 2023 187 462.673 (483.392) 52.159 31.627

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

(Beträge in Tausend €)

Konzernanhang 2022 2023
Konzernergebnis (147.471) (176.986)
Anpassungen für:
Abschreibungen 8, 11, 12 9.246 15.069
Erwartete Kreditverluste 294 775
Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen 22 15.074 40.984
Nettogewinn/-verlust aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 40 230
Finanzergebnis - netto 9 14.925 15.195
Steueraufwand / (-ertrag) 10 (7.120) 898
Veränderung des Nettoumlaufvermögens 15.613 (98)
Gezahlte Ertragsteuern (182) (561)
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (99.581) (104.494)
Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse, vermindert um akquirierte Zahlungsmittel (13.414) -
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen 11 (9.211) (7.718)
Auszahlungen für den Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (49) -
Auszahlungen für Kautionen 15 (7.281) (2.015)
Einzahlungen aus Finanzierungsleasing 13 26 -
Auszahlungen für Investitionen in Festgelder (154.999) (125.530)
Einzahlungen aus dem Rückfluss des Nennbetrages von Festgeldern 60.000 185.530
Erhaltene Zinsen 298 4.581
Cashflow aus Investitionstätigkeit (124.630) 54.848
Einzahlungen aus der Ausgabe von wandelbaren Instrumenten, vermindert um Transaktionskosten 24 139.094 -
Einzahlungen für die Ausgabe von Aktien 17 45.834 70
Auszahlungen für Transaktionskosten zur Ausgabe von Aktien 17 (313) -
Auszahlungen für den Rückerwerb des beizulegenden Zeitwerts von Eigenkapitalinstrumenten 22 (35.049) -
Gezahlte Zinsen 13 (1.116) (2.043)
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten 13 (4.754) (6.930)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 143.696 (8.903)
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (80.515) (58.549)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 308.213 227.138
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (560) (254)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 227.138 168.335

Konzernanhang

(Beiträge in Tausend €, sofern nicht anders angegeben)

1. Allgemeine Unternehmensinformationen

Zum 31. Dezember 2023 ist die Personio Group SE ("die Gesellschaft"; zum 31. Dezember 2022: Personio Group AG) die Muttergesellschaft des Personio-Konzerns ("Personio" oder "der Konzern"), der die Muttergesellschaft und ihre direkten und indirekten Tochtergesellschaften umfasst. Die Personio Group SE ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 281581 eingetragen. Die Adresse von Personio lautet: Seidlstraße 3, 80335 München, Deutschland.

Personio entwickelt und vertreibt ein umfassendes Personalinformationssystem (HRIS), das als Aufzeichnungssystem für alle Mitarbeitendendaten fungiert. Neben der Kernfunktionalität können Kunden aus einem breiten Portfolio an Apps wie zum Beispiel Recruiting oder Gehaltsabrechnung wählen, die direkt mit dem Core-HRIS verknüpft sind. Mit dieser cloudbasierten Software ("Software as a Service") fokussiert sich Personio darauf, kundeneffiziente Personalprozesse zu ermöglichen und die Datenqualität für Kunden zu verbessern. Das Kundenportfolio des Konzerns umfasst überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen mit 10 bis 2.000 Mitarbeitenden. Die Softwarelösung folgt einem Self-Service-Ansatz, sodass Mitarbeitende der Kunden über den erforderlichen Zugriff verfügen, um bestimmte Verwaltungsprozesse innerhalb der Software selbst durchzuführen.

Der vorliegende Konzernabschluss der Personio Group SE wurde am 31. Mai 2024 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

2. Grundlagen der Aufstellung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards ("IFRS"), wie sie vom IASB veröffentlicht und wie sie von der Europäischen Union ("EU") übernommen wurden und in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Ergänzend wurden die nach § 315e (1) HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

In der Vergangenheit hat der Konzern - zusätzlich zu beispielsweise den Kosten für CEO sowie für die Finanz- Rechts- und HR-Abteilung - die Kosten für Teams im Bereich Management, Strategie und den laufenden Betrieb, die vorher nicht eindeutig zu anderen Funktionen (z. B. Vertrieb und Marketing, Forschung und Entwicklung) gehörten, den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen zugeordnet. Diese Darstellung wurde im Jahr 2023 überprüft - auch unter Berücksichtigung der von anderen SaaS-Unternehmen gewählten Darstellung bzw. Branchenstandards. Als Ergebnis der Überprüfung haben wir die Darstellung angepasst, um die Nützlichkeit und Vergleichbarkeit unserer Zahlen zu erhöhen, indem wir die jeweiligen Kosten den Ursprungsbereichen zuordnen; die Zahlen für 2022 wurden wie folgt angepasst:

(in Tausend €) 2022 wie berichtet Anpassungen 2022
Umsatzerlöse 94.741 - 94.741
Umsatzkosten (35.876) (2.365) (38.241)
Vertriebs- und Marketingaufwendungen (73.442) (9.844) (83.286)
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (57.415) (4.888) (62.303)
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen (62.466) 17.098 (45.368)
Sonstige betriebliche Erträge / (Aufwendungen) - netto (5.208) - (5.208)
Betriebsergebnis (139.666) - (139.666)

3. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Abschlüsse der Personio Group SE sowie ihrer Tochterunternehmen. Tochterunternehmen sind Unternehmen, die von der Gesellschaft beherrscht werden. Die Gesellschaft beherrscht ein anderes Unternehmen, wenn sie variablen Rückflüssen aus ihrer Beteiligung an dem Unternehmen ausgesetzt ist oder Anspruch darauf hat und die Fähigkeit besitzt, diese Rückflüsse durch ihren Einfluss auf das Unternehmen zu beeinflussen. Tochterunternehmen werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung beginnt, bis zum Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet, konsolidiert.

Neben der Personio Group SE werden die folgenden Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2023 in den Konsolidierungskreis einbezogen:

Tochtergesellschaft Standort Anteilsbesitz
Personio Participations GmbH München, Deutschland 100%
Personio SE & Co. KG 1 München, Deutschland 100%
Rollbox, Inc. 2 Delaware, Vereinigten Staaten von Amerika 66,62%
Personio HR Operating System SL Madrid, Spanien 66,62%
Personio Corp. 3 Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 100%

1 Die Personio SE & Co. KG (vormals Personio AG & Co. KG) ist gemäß § 264b HGB von der Pflicht zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses und zur Erstellung eines Anhangs und Lageberichts befreit.
2 Rollbox, Inc. hält 100% der Anteile an Personio HR Operating System SL.
3 2023 gegründet

4. Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze

a) Klassifizierung in kurzfristig und langfristig

Der Konzern gliedert Forderungen und Verbindlichkeiten nach ihrer Fälligkeit. Alle Forderungen sowie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden als kurzfristig klassifiziert. Latente Steueransprüche und -schulden werden als langfristige Posten ausgewiesen.

b) Berichtswährung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und Berichtswährung der Muttergesellschaft des Konzerns, dargestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden sämtliche Beträge auf volle Tausend Euro gerundet. Bei der Aufsummierung von Einzelbeträgen können Rundungsdifferenzen auftreten; dies gilt auch für die Angabe von Prozentwerten. Für jede Tochtergesellschaft bestimmt der Konzern die funktionale Währung und bewertet die im Abschluss der Gesellschaft enthaltenen Posten anhand dieser funktionalen Währung. Die funktionale Währung ist definiert als die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem die jeweilige Gesellschaft tätig ist.

Alle auf Fremdwährungen lautenden Transaktionen werden zu den am Tag der Transaktion geltenden Wechselkursen umgerechnet. Auf Fremdwährungen lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs am Ende jeder Berichtsperiode umgerechnet, wobei sich daraus ergebende Umrechnungsdifferenzen in der Konzern- Gesamtergebnisrechnung erfasst werden.

Mit Ausnahme der Personio Corp. (dort ist die funktionale Währung USD und der Anteil an den konsolidierten Zahlen ist derzeit nicht wesentlich) ist die funktionale Währung aller sonstigen konsolidierten Tochtergesellschaften des Konzerns Euro.

c) Umsatzrealisierung

Der Konzern erzielt seine Umsätze hauptsächlich aus Abonnement-Leistungen. Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über diese Dienstleistungen auf die Kunden übertragen wird, und zwar in Höhe des Betrags, den der Konzern voraussichtlich als Gegenleistung für diese Dienstleistungen erhalten wird. Der Konzern erfasst eine Vertragsverbindlichkeit, wenn eine Zahlung von einem Kunden eingeht oder der Anspruch auf Gegenleistung unbedingt ist (je nachdem, welcher Zeitpunkt früher liegt). Letzteres wird typischerweise dadurch erfüllt, dass der Konzern Kunden zu Beginn des Leistungszeitraums gemäß dem vertraglichen Recht zur Rechnungsstellung eine Rechnung stellt.

Umsatzerlöse aus Abonnement-Leistungen

Umsatzerlöse aus Abonnement-Leistungen bestehen im Wesentlichen aus Gebühren, die Kunden Zugang zu den Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS) des Konzerns ermöglichen. Der Großteil der Umsatzerlöse wird anteilig über die Vertragslaufzeit erfasst, beginnend mit dem Datum, an dem die Dienstleistung dem Kunden zur Verfügung gestellt wird; bestimmte Leistungen (vor allem Personio Posting Bundles) werden verbrauchsbasiert erfasst. Die Abonnementverträge haben in der Regel eine Laufzeit von einem Monat bis zu einem Jahr, werden im Voraus abgerechnet und sind nicht kündbar.

Umsatzerlöse aus der Integration von digitalen Leistungen Dritter

Der Konzern bietet optionale Dienstleistungen an, um Kunden bei ihrem Rekrutierungsprozess zu unterstützen. Diese Dienste ermöglichen es dem Kunden, Stellenanzeigen auf externen Stellenbörsen zu veröffentlichen. Die Dienste sind technisch in die Plattform des Konzerns integriert, so dass Kunden Stellenausschreibungen zentral verwalten, bearbeiten und überwachen können, ohne auf die Plattformen Dritter zuzugreifen.

Da der Konzern erhebliche Mehrwertdienste für den Nutzer erbringt und vom Kunden als Hauptschuldner der Leistung betrachtet wird, sieht sich der Konzern bei diesen Transaktionen als Prinzipal und verbucht daher Umsätze auf Bruttobasis im Zeitverlauf. Die Verträge werden im Voraus abgerechnet und sind nicht kündbar.

Zusätzliche Kosten bei der Anbahnung von Kundenverträgen

Gemäß IFRS 15 aktiviert der Konzern die inkrementellen Kosten zur Gewinnung neuer Abonnements als Kosten bei der Anbahnung von Verträgen. Bei diesen Kosten handelt es sich im Wesentlichen um Vertriebsprovisionen. Die aktivierten Kosten werden linear über einen Nutzungszeitraum abgeschrieben, den der Konzern auf fünf Jahre festgelegt hat, hauptsächlich basierend auf verschiedenen Datenpunkten (z. B. Kundenlebensdauer, Software-Release-Zyklen und Industriestandards) sowie anderen qualitativen Faktoren. Die aktivierten Kosten werden innerhalb der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen und in einen kurz- und langfristigen Anteil aufgeteilt.

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob es Anzeichen dafür gibt, dass für die aktivierten zusätzlichen Kosten bei der Anbahnung von Kundenverträgen Wertminderungsbedarf vorliegt. Eine Wertminderungsbedarf liegt vor, wenn der Buchwert des Vermögenswerts den Teil der Gegenleistung übersteigt, den die Gesellschaft im Austausch für die Bereitstellung der zugehörigen Güter oder Dienstleistungen erwartet, abzüglich der verbleibenden Kosten, die direkt mit der Bereitstellung dieser Güter oder Dienstleistungen in Zusammenhang stehen. Etwaige Wertminderungsaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst.

d) Sachanlagen

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (sofern vorhanden) angesetzt. Zu den historischen Anschaffungskosten zählen alle Ausgaben, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung des Vermögenswerts zuzuordnen sind, einschließlich der Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch vorzubereiten, und der Kosten, die später anfallen, um einen Teil davon zu ergänzen und zu ersetzen.

Sachanlagen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts abgeschrieben. Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern werden mindestens einmal jährlich überprüft und gegebenenfalls prospektiv angepasst.

Der Konzern wendet bei der Schätzung der Abschreibung von Sachanlagen die folgenden Nutzungsdauern an (netto):

Sachanlagen-Typ Geschätzte Nutzungsdauer
Mietereinbauten 7-10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre

Der Konzern prüft Sachanlagen auf Wertminderung, wann immer es Hinweise auf eine mögliche Wertminderung gibt, siehe Anhangangabe "Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte".

e) Immaterielle Vermögenswerte

Nach erstmaligem Ansatz werden erworbene immaterielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (sofern vorhanden) bewertet. Zu den Anschaffungskosten zählen alle Aufwendungen, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzuordnen sind, einschließlich der Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch vorzubereiten.

Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, werden als separate Vermögenswerte erfasst, soweit die Anforderungen von IAS 38 erfüllt sind, und zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet.

Alle immateriellen Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts (der mindestens einmal im Jahr auf Wertminderung getestet wird), werden über ihre geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben und immer dann auf Wertminderung überprüft, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern werden mindestens einmal jährlich überprüft und gegebenenfalls prospektiv angepasst. Die geschätzte Nutzungsdauer der abschreibungsfähigen immateriellen Vermögenswerte des Konzerns beträgt zwischen 10 und 11 Jahren.

Der Konzern aktiviert keine selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte, da die Kriterien des IAS 38 nicht erfüllt sind. Daher wurden Kosten im Zusammenhang mit selbst entwickelter Software im Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst.

f) Leasingverhältnisse

Eine Vereinbarung ist ein Leasingverhältnis oder enthält ein Leasingverhältnis, wenn die Erfüllung der Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängt und die Vereinbarung ein Recht zur Nutzung des Vermögenswerts oder der Vermögenswerte einräumt, auch wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist. Der Konzern beurteilt zu Vertragsbeginn, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis enthält. Bei den Leasingverhältnissen des Konzerns handelt es sich im Wesentlichen um die Anmietung von Büroflächen.

Leasingverträge werden individuell ausgehandelt und können eine Reihe unterschiedlicher Bedingungen enthalten. Sie können für feste Laufzeiten abgeschlossen werden oder Verlängerungs- und Kündigungsoptionen beinhalten. Darüber hinaus können Leasingverträge eine Vergütung des Leasinggebers für erbrachte Leistungen vorsehen, die Nichtleasingkomponenten darstellen. In dieser Hinsicht wendet der Konzern gemäß IFRS 16.15 den praktischen Behelf an und entscheidet sich dafür, jede einzelne Leasingkomponente und alle damit verbundenen Nichtleasingkomponenten zusammenzufassen und sie als eine einzige Leasingkomponente zu bilanzieren.

Zur Bestimmung der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden sämtliche Tatsachen und Umstände einbezogen, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen bieten. Das Management des Konzerns überprüft seine Geschäftspläne, um festzustellen, ob die Ausübung einer Verlängerungs- oder Kündigungsoption hinreichend sicher ist. Wenn hinreichend sicher ist, dass die Laufzeit eines Leasingverhältnisses verlängert oder beendet wird, wird die entsprechende Verlängerungs- oder Kündigungsoption in der Laufzeit des Leasingverhältnisses berücksichtigt. Die Leasingzahlungen umfassen feste Zahlungen sowie variable Zahlungen, die von einem Index oder Marktzinssatz abhängen.

Die Leasingverbindlichkeit wird beim Erstansatz zum Barwert der erwarteten Leasingzahlungen abzüglich erhaltener oder zu erhaltender Leasinganreize bewertet. Um den Barwert der erwarteten Leasingzahlungen zu ermitteln, diskontiert der Konzern die verbleibenden Leasingzahlungen mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Der Grenzfremdkapitalzinssatz ist der Zinssatz, den der Konzern zahlen müsste, wenn er für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit die Mittel aufnehmen würde, die er in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld für einen Vermögenswert mit einem dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert benötigen würde. Für den dargestellten Zeitraum wendet der Konzern Grenzfremdkapitalzinssätze zwischen 4,19% und 5,26% an.

Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten am Bereitstellungsdatum bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen den Betrag aus der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit, alle bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize, alle anfänglichen direkten Kosten im Zusammenhang mit dem Nutzungsrecht und alle geschätzten Kosten für die Demontage und Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswerts, die dem Leasingnehmer entstanden sind.

Nach dem Bereitstellungsdatum bewertet der Konzern Nutzungsrechte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen, sofern vorhanden.

Bei der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die mit der Laufzeit des Leasingverhältnisses verbundenen Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Leasingverbindlichkeiten mit variablen Zahlungen, die von einem Index oder Marktzinssatz abhängen, werden neu bewertet, wenn die Index- oder Marktzinsanpassung wirksam wird. Neubewertungen, die zukünftige Perioden betreffen, werden im Buchwert des Nutzungsrechts berücksichtigt.

Der Konzern entscheidet sich für die Anwendung des praktischen Behelfs für Leasingverhältnisse über Vermögenswerte, deren Neupreis 5 Tausend EUR nicht übersteigt, und für kurzfristige Leasingverhältnisse gemäß IFRS 16.A, 5. Kurzfristige Leasingverhältnisse beziehen sich auf Leasingverträge mit einer Laufzeit von weniger als 12 Monaten. Leasingzahlungen im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen über Vermögenswerte von geringem Wert und kurzfristigen Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst.

g) Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag oder zu einem Zwischenstichtag, ob irgendein Anhaltspunkt für eine Wertminderung eines nicht finanziellen Vermögenswerts vorliegt. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, ermittelt der Konzern den erzielbaren Betrag des Vermögenswerts. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Wenn es nicht möglich ist, den erzielbaren Betrag des einzelnen Vermögenswerts zu ermitteln, ermittelt der Konzern den erzielbaren Betrag der kleinsten Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse generiert (zahlungsmittelgenerierende Einheit - ZGE). Der erzielbare Betrag wird für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt, es sei denn, der Vermögenswert generiert keine Mittelzuflüsse, die weitgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten sind. Wenn der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer ZGE seinen erzielbaren Betrag übersteigt, besteht ein Wertminderungsbedarf und der Vermögenswert wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrages werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Verwendung eines Abzinsungssatzes, der die gegenwärtigen Marktbewertungen des Zinseffekts und der speziellen Risiken eines Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst.

Der Konzern stützt seine Wertminderungsberechnung auf detaillierte Budgets und prognostizierte Cashflows, die in der Regel einen Zeitraum von drei Jahren abdecken. Wertminderungsaufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen.

h) Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden vor allem dann ausgebucht, wenn die Rechte auf den Erhalt von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder wenn die Verpflichtung aus der finanziellen Verbindlichkeit erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Konzern erfasst Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, wenn er einen unbedingten Anspruch auf Gegenleistung hat. Die Wertberichtigung des Konzerns für kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird gemäß IFRS 9 unter Verwendung des Modells der erwarteten Kreditverluste erfasst. Zur Berechnung des erwarteten Kreditverlustes über die Laufzeit wird der vereinfachte Ansatz verwendet. Das Management bewertet regelmäßig, ob angemessene und belastbare Informationen verfügbar sind, um die historischen Ausfallquoten anhand zukunftsgerichteter Informationen anzupassen.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern hält eine Beteiligung an einem anderen Unternehmen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteter finanzieller Vermögenswert klassifiziert wird. Dieser finanzielle Vermögenswert wird bei seiner Erst- und Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne und Verluste aus dem beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Der Konzern extrapoliert den beizulegenden Zeitwert dieser Investitionen unter Bezugnahme auf aktuelle Finanzierungsrunden.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zu den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zählen Kassenbestände und kurzfristige, hochliquide Anlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von drei Monaten oder weniger, die jederzeit in bekannte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur einem vernachlässigbaren Wertänderungsrisiko unterliegen.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern erfasst sonstige finanzielle Vermögenswerte erstmals zu dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern Vertragspartei der Vertragsbestimmungen wird. Der Konzern bewertet sonstige finanzielle Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung vertraglicher Cashflows gehalten werden, bei denen es sich ausschließlich um Tilgungs- und Zinszahlungen handelt, zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der Konzern bucht solche sonstigen finanziellen Vermögenswerte aus, wenn die vertraglichen Zahlungsströme eingegangen sind oder die Rechte auf diese Zahlungsströme erlöschen.

Festgelder bei Finanzinstituten mit ursprünglichen Laufzeiten von mehr als drei Monaten sind Teil der Investitionstätigkeit des Konzerns und werden dementsprechend als sonstige finanzielle Vermögenswerte und nicht als Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen.

Der Konzern ist, beispielsweise bei Abschluss von Mietverträgen, zur Zahlung bestimmter Sicherheitsleistungen verpflichtet. Für solche Sicherheitsleistungen gezahlte Barmittel gelten als gesperrt und werden daher unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten beziehen sich auf Leistungen, die dem Konzern vor dem Ende des Geschäftsjahres erbracht wurden und die noch nicht bezahlt sind. Die Beträge sind ungesichert und werden in der Regel innerhalb von 30 Tagen nach Ansatz bezahlt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen, es sei denn, die Zahlung ist nicht innerhalb von zwölf Monaten nach dem Berichtszeitraum fällig. Sie werden zunächst mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt und anschließend, soweit erforderlich, zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Hybride Verträge

Im Geschäftsjahr 2022 hat der Konzern mehrjährige, wandelbare Instrumente ausgegeben, die zu einem festen Zinssatz verzinst werden und bei denen eine Umwandlung bei Eintritt bestimmter Ereignisse möglich ist. Es wird erwartet, dass eine Umwandlung wahrscheinlicher als eine Tilgung (einschließlich aller aufgelaufenen Zinsen) zum Fälligkeitsdatum ist. Die Umwandlungsoption wurde von der Basisverbindlichkeit getrennt und als derivative Finanzverbindlichkeit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Basisverbindlichkeit wird zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Transaktionskosten werden im Verhältnis zu deren Buchwerten auf die Basisverbindlichkeit und das eingebettete Derivat aufgeteilt. Mit der Basisverbindlichkeit verbundene Zinsaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Bei Umwandlung werden die finanziellen Verbindlichkeiten erfolgsneutral in das Eigenkapital umgegliedert. Der Ausweis hybrider Verträge erfolgt unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (langfristig).

i) Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den man in einer geordneten Transaktion zwischen Marktteilnehmern zum Bewertungsstichtag auf dem Hauptmarkt oder, falls dieser nicht vorhanden ist, auf dem vorteilhaftesten Markt, zu dem der Konzern Zugang hat, für den Verkauf eines Vermögenswerts erhalten oder für die Übertragung einer Verbindlichkeit zu diesem Zeitpunkt zahlen würde. Der beizulegende Zeitwert einer Verbindlichkeit spiegelt das Risiko der Nichterfüllung wider.

Einige Rechnungslegungsgrundsätze und Anhangangaben des Konzerns verlangen die Bewertung von finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerten und Schulden zum beizulegenden Zeitwert. Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert ermittelt oder im Abschluss offengelegt wird, werden in die nachstehend beschriebene Bemessungshierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts insgesamt wesentlich ist:

Stufe 1 - In aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise,

Stufe 2 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts insgesamt wesentlich ist, direkt oder indirekt beobachtbar ist,

Stufe 3 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts insgesamt wesentlich ist, nicht beobachtbar ist.

j) Ertragsteuern

Tatsächliche Ertragsteuern

Bei den tatsächlichen Ertragsteuern handelt es sich um erwartete Steuerschulden oder -ansprüche auf Grundlage des steuerpflichtigen Einkommens oder Verlusts für die Periode und der Steuergesetze, die zum Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden. Das Management bewertet die in den Steuererklärungen enthaltenen Positionen regelmäßig im Hinblick auf Situationen, in denen die geltenden Steuervorschriften einer Auslegung unterliegen.

Es werden Rückstellungen auf Grundlage der voraussichtlich an die Steuerbehörden zu zahlenden Beträge gebildet. Im Falle von Unsicherheiten im Zusammenhang mit Ertragsteuern werden diese gemäß IFRIC 23 und IAS 12 auf Grundlage der besten Schätzung dieser Unsicherheiten bilanziert.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden in der Konzernbilanz und der entsprechenden steuerlichen Basis, die bei der Berechnung des steuerpflichtigen Einkommens verwendet wird, angesetzt und nach der Bilanzmethode bilanziert.

Passive latente Steuern werden im Allgemeinen für sämtliche zu versteuernde temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz gebildet. Aktive latente Steuern werden grundsätzlich für alle abzugsfähigen temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz, auf bestehende steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften erfasst, sofern es hinreichend wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, mit dem die abzugsfähigen temporären Differenzen, bestehende steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften genutzt werden können.

Darüber hinaus werden aktive und passive latente Steuern nicht erfasst, wenn die temporäre Differenz aus dem erstmaligen Ansatz sonstiger Vermögenswerte und Schulden aus einer Transaktion (außer aus einem Unternehmenszusammenschluss) resultiert, die sich weder auf das zu versteuernde Ergebnis noch das bilanzielle Ergebnis vor Steuern auswirkt.

Latente Steuern, mit Ausnahme derjenigen Positionen, die ursprünglich im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Aktive und passive latente Steuern werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. - entlastung zukünftiger Geschäftsjahre auf Grundlage des zum Zeitpunkt der Realisation zu erwartenden Steuersatzes bemessen. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die im jeweiligen Rechtsraum zum Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden.

Der Buchwert der aktiven latenten Steuern wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang wertberichtigt, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, gegen das der latente Steueranspruch ganz oder teilweise verwendet werden kann.

Der Konzern saldiert aktive und passive latente Steuern nur dann, wenn ein rechtlich durchsetzbarer Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steueransprüche und der tatsächlichen Steuerschulden besteht und sich diese auf Ertragsteuern beziehen, die in demselben Steuerrechtsraum erhoben werden.

k) Anteilsbasierte Vergütung

Der Konzern gewährt Vergütungen in Form von anteilsbasierten Vergütungen, wobei die Optionsberechtigten Leistungen als Gegenleistung für Eigenkapitalinstrumente des Konzerns erbringen (anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente). Die Bewertung der anteilsbasierten Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung unter Verwendung eines geeigneten Bewertungsmodells gemäß IFRS 2. Aufwendungen werden erfolgswirksam zusammen mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals (Rücklagen für anteilsbasierte Vergütung) über den Zeitraum erfasst, in dem die Dienst- und ggf. Leistungsbedingungen erfüllt werden (Erdienungszeitraum). Der kumulierte Aufwand, der für die anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an jedem Bilanzstichtag bis zum Erdienungszeitpunkt erfasst wird, spiegelt den Umfang wider, in dem der Erdienungszeitraum abgelaufen ist, und die beste Schätzung des Konzerns hinsichtlich der Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die letztendlich unverfallbar werden. Der erfolgswirksam erfasste Aufwand oder Ertrag einer Periode stellt die Veränderung der kumulierten Aufwendungen dar, die zu Beginn und am Ende dieser Periode erfasst wurden. Der Konzern erfasst den Rückkauf unverfallbarer Eigenkapitalinstrumente als Verringerung des Eigenkapitals, es sei denn, die Zahlung übersteigt den beizulegenden Zeitwert der zurück gekauften Eigenkapitalinstrumente zum Rückkaufdatum. Ein solcher Überschuss wird als Aufwand erfasst.

I) Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwert

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 zu dem Zeitpunkt bilanziert, an dem der Konzern Kontrolle erlangt hat.

Die bei einem Erwerb übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet, ebenso wie die erworbenen identifizierbaren Nettovermögenswerte. Die mit dem Erwerb verbundenen Kosten werden im Allgemeinen bei ihrem Anfall als Aufwand verbucht und in den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen.

Wenn der Konzern ein Unternehmen erwirbt, beurteilt er die übernommenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden im Hinblick auf eine angemessene Einstufung und Bestimmung gemäß den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Bedingungen und anderen zum Erwerbszeitpunkt gültigen einschlägigen Bedingungen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Summe der übertragenen Gegenleistung über den beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet und in der Bilanz unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. In der Folgebewertung wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Zum Zweck der Werthaltigkeitsprüfung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt der ZGE oder den ZGEs zugeordnet, zu denen er gehört. Dabei handelt es sich um die niedrigste Ebene von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse generieren, die weitgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte sind.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung überprüft, bzw. wenn es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass eine Wertminderung vorliegen könnte. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert, wird eine Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwerts können in künftigen Perioden nicht rückgängig gemacht werden.

Es werden keine nicht beherrschenden Anteile an Rollbox, Inc. erfasst, da das Management zu dem Schluss gekommen ist, dass die nicht beherrschenden Anteilseigner keinen Zugriff auf die mit der zugrunde liegenden Eigentumsbeteiligung verbundenen Erträge haben. Dies wurde auf der Grundlage eines zweistufigen Ansatzes ermittelt: Zuerst beurteilte der Konzern, ob aus wirtschaftlicher Sicht die zugrunde liegenden Instrumente in praktisch allen Fällen ausgeübt werden; und zweitens wurde die Sensitivität des Ausübungspreises gegenüber Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der nicht beherrschenden Anteile analysiert. Infolgedessen kam der Konzern zu dem Schluss, dass die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen vollständig auf den Konzern übertragen wurden.

5. Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen und Anhangangaben

a) Erstmalige Anwendung neuer und geänderter Standards und Interpretationen

Der Konzern hat alle zum 31. Dezember 2023 in der Europäischen Union geltenden IFRS-Standards angewendet. Änderungen der anwendbaren IFRS-Standards (IAS 1, IAS 8 und IAS 12) sowie der neue IFRS 17 "Versicherungsverträge", die für Geschäftsjahre in Kraft treten, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

b) Neue und geänderte Standards, die verabschiedet wurden, aber noch nicht in Kraft getreten sind

Zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Abschlusses hat der Konzern die folgenden neuen und geänderten IFRS-Standards, die verabschiedet wurden, aber noch nicht in Kraft getreten sind, nicht angewendet:

Neue oder geänderte Standards und Änderungen Datum des Inkrafttretens
IAS 1 * - Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig 1. Januar 2024
IAS 1 * - Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen 1. Januar 2024
IFRS 16 * - Leasingverbindlichkeit in einer Sale-und-Leaseback-Transaktion 1. Januar 2024
IAS 7 * und IFRS 7 * - Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen 1. Januar 2024
IAS 21 * - Mangel an Umtauschbarkeit 1. Januar 2025
IFRS 18 - Darstellung und Angaben im Abschluss 1. Januar 2027

* Änderung

Die aufgeführten neuen Standards und Änderungen von Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden und operativen Ergebnisse des Konzerns haben.

6. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass das Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen tätigt, die Auswirkungen auf die im Abschluss erfassten Beträge und die damit verbundenen Anhangangaben haben. Diese Schätzungen basieren, nach bestem Wissen des Managements, auf den aktuellen Ereignissen und Umständen. Es kann zu Abweichungen zwischen geschätzten und tatsächlichen Ergebnissen kommen. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen wurden insbesondere für die folgenden Sachverhalte herangezogen:

Umsatzrealisierung (inklusive Identifikation der Leistungsverpflichtungen) und die Beurteilung des Konzerns, ob er bei der Integration digitaler Dienste Dritter in seine Abonnements als Prinzipal auftritt (siehe Anhangangabe "Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze", auch bezüglich der Kosten bei der Anbahnung von Kundenverträgen),

Bestimmung der Nutzungsdauer von Sachanlagen; immateriellen Vermögenswerten und aktivierten Kosten für die Anbahnung von Kundenverträgen,

Bestimmung der Laufzeit eines Leasingverhältnisses und des entsprechenden Abzinsungssatzes,

Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von anteilsbasierten Vergütungen,

Bestimmung der Nichtexistenz nicht beherrschender Anteile, da das Management zu dem Schluss gekommen ist, dass die Minderheitsaktionäre von Rollbox, Inc. keinen Zugriff mehr auf die zugrunde liegende Eigentumsbeteiligung haben,

Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von Verpflichtungen aus derivativen und nicht derivativen Finanzverbindlichkeiten,

Ansatz und Bewertung immaterieller Vermögenswerte, einschließlich des im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts,

Bestimmung erzielbarer Beträge bei der Werthaltigkeitsprüfung.

Alle Schätzungen und Annahmen basieren auf den Umständen und Beurteilungen zum Bilanzstichtag und der erwarteten zukünftigen Geschäftsentwicklung des Konzerns unter Berücksichtigung der erwarteten Entwicklung seines Geschäftsumfelds.

Sollten sich diese Rahmenbedingungen anders entwickeln, werden die Annahmen und die Buchwerte der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

7. Umsatzerlöse

Geographische Märkte:

(in % vom Gesamtumsatz) 2022 2023
DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) 90% 89%
Rest der Welt 10% 11%
Summe 100% 100%

Sämtliche der zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten wurden im Berichtszeitraum 2023 als Umsatzerlöse erfasst. Der Konzern hat im Berichtszeitraum keine wesentlichen Umsatzerlöse aus erfüllten (oder teilweise erfüllten) Leistungsverpflichtungen früherer Perioden realisiert.

Der gesamte, den verbleibenden Leistungsverpflichtungen (nicht oder teilweise nicht erfüllt) zugeordnete Transaktionspreis ist vollständig unter den Vertragsverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 ausgewiesen und wird erwartungsgemäß innerhalb den nächsten 12 Monate als Umsatzerlöse realisiert.

Für eine Übersicht der Vertragsverbindlichkeiten sei auf die Anhangangabe zu den "Sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten" verwiesen.

8. Operative Aufwendungen

Die operativen Kosten und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) 2022 2023
Personalaufwand 138.642 200.012
Löhne und Gehälter 101.321 142.673
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 16.438 21.040
davon für Altersversorgung 633 1.409
Anteilsbasierte Vergütung 20.883 36.299
Eingekaufte Waren und Dienstleistungen 86.551 89.506
Aufwand für Abschreibungen 9.246 15.069
Sonstige Aufwendungen 358 1.154
Summe 234.797 305.741

Die sonstigen operativen Aufwendungen und Erträge (netto) in Höhe von 2.266 TEUR umfassen im Wesentlichen erwartete Kreditverluste, Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen und Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen. Diese Aufwendungen wurden teilweise durch einen unwesentlichen Betrag an sonstigen operativen Erträgen kompensiert.

9. Finanzergebnis

Die Finanzerträge und Finanzaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) 2022 2023
Finanzerträge 904 7.047
Finanzaufwendungen (15.829) (22.242)
Zinsaufwand (9.479) (18.740)
Verlust aus der Neubewertung von Derivaten (5.577) (2.768)
Sonstige Finanzaufwendungen (773) (734)
Summe (14.925) (15.195)

Die Finanzerträge umfassen im Wesentlichen Zinserträge aus Festgeldern. Der Anstieg im Vergleich zum Finanzjahr 2022 ist auf die zunehmende Investitionstätigkeit des Konzerns und auf die höheren Zinsen, die auf die Einlagen anfallen, zurückzuführen.

10. Steuern

Der Ertragsteueraufwand oder -ertrag setzt sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) 2022 2023
Tatsächlicher Steueraufwand (515) (1.241)
Steuerertrag/(-aufwand) aus latenten Steuern 7.635 343
Summe 7.120 (898)

Die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:

(in Tausend €) 2022 2023
Ergebnis vor Steuern (154.591) (176.088)
Erwarteter Steuerertrag/(-aufwand) zum Konzernsteuersatz von 32.98% (2022: 32,98%) 50.976 58.065
Überleitung:
Nicht abzugsfähige Aufwendungen (1.642) (1.298)
Sonstige nicht als latente Steuerpositionen erfasste permanente Differenzen 6.746 (13.548)
Steuerliche Verluste, für die kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde (40.660) (44.474)
Abweichende Steuersätze in anderen Rechtsräumen 284 1.012
Auswirkungen auf latente Steuern aus der Änderung des Steuersatzes - (93)
(Abschreibungen) / Aufholungen früherer Abschreibungen auf latente Steueransprüche (8.552) (672)
Periodenfremde Steuern (98) (45)
Sonstige Effekte 66 155
Ausgewiesene Ertragsteuern 7.120 (898)
Effektiver Steuersatz (%) -4,60% 0,51%

Zum 31. Dezember 2023 verfügt der Konzern über bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 422 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 285 Mio. EUR). Für die gesamten steuerlichen Verlustvorträge in Höhe von 422 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 283 Mio. EUR) sind keine latenten Steueransprüche aktiviert.

Unter Berücksichtigung der Verlusthistorie erfasst der Konzern aktive latente Steueransprüche auf bestehende steuerliche Verlustvorträge nur in dem Umfang, in dem der Konzern über genügend zu versteuernde temporäre Differenzen verfügt, gegen die bestehende steuerliche Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Regelungen zur Mindestbesteuerung angesetzt werden können. Der Buchwert der aktiven latenten Steuern wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang wertberichtigt, in dem sich die zu versteuernden temporären Differenzen verringert haben.

(in Tausend €) December 31, 2022 December 31, 2023
Nicht erfasste latente Steueransprüche 93.248 139.053
Summe Verlustvortrag (284.820) (421.691)
davon unbegrenzt nutzbar (284.820) (421.691)
davon 10 Jahre nutzbar - -

Die latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

31. Dezember 2022 31. Dezember 2023
(in Tausend €) Vermögenswerte Schulden Vermögenswerte Schulden
Sachanlagen und Vermögenswerte aus Nutzungsrechten - (958) - (1.303)
Vermögenswerte aus Nutzungsrechten (8.525) (7.399)
Immaterielle Vermögenswerte - (1.747) - (1.579)
Finanzielle Vermögenswerte - (44) - (45)
Sonstige Vermögenswerte - (2.601) - (4.754)
Leasingverbindlichkeiten 9.997 - 9.237 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 17.785 (15.248) 5.395 -
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 85 - 207 -
Verluste, die mit zukünftigen steuerpflichtigen Einkommen verrechnet werden können 672 - - -
Summe brutto 28.539 (29.123) 14.839 (15.080)
Verrechnung (28.539) 28.539 (14.312) 14.312
Summe netto - (584) 527 (768)

11. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen setzt sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) Mietereinbauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche Vermögenswerte Summe
Bruttobuchwert zum 1. Januar 2022 4.906 3.929 1.057 9.892
Zugänge 3.764 2.361 3.086 9.211
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen - 5 - 5
Umgliederungen 1.026 31 (1.057) -
Abgänge - (129) - (129)
Bruttobuchwert zum 31. Dezember 2022 9.696 6.197 3.086 18.979
Kumulierte Abschreibung zum 1. Januar 2022 (559) (1.748) - (2.307)
Zugänge (753) (1.275) - (2.028)
Umgliederungen (52) 52 - -
Abgänge - 89 - 89
Kumulierte Abschreibung zum 31. Dezember 2022 (1.364) (2.882) - (4.246)
Nettobuchwerte zum 31. Dezember 2022 8.332 3.315 3.086 14.733
(in Tausend €) Mietereinbauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche Vermögenswerte Summe
Bruttobuchwert zum 1. Januar 2023 9.696 6.197 3.086 18.979
Zugänge 3.110 2.087 2.516 7.713
Umgliederungen 5.500 15 (5.515) -
Abgänge (71) (321) (54) (446)
Bruttobuchwert zum 31. Dezember 2023 18.235 7.978 33 26.246
Kumulierte Abschreibung zum 1. Januar 2023 (1.364) (2.882) - (4.246)
Zugänge (2.144) (1.803) - (3.947)
Abgänge 13 203 - 216
Kumulierte Abschreibung zum 31. Dezember 2023 (3.495) (4.482) - (7.977)
Nettobuchwerte zum 31. Dezember 2023 14.740 3.496 33 18.269

12. Immaterielle Vermögenswerte und Werthaltigkeitstest

Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) Geschäfts- oder Firmenwerte Software und Lizenzen Warenzeichen und Domains Summe
Bruttobuchwert zum 1. Januar 2022 - 3 11 14
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 13.392 5.581 - 18.973
Bruttobuchwert zum 31. Dezember 2022 13.392 5.584 11 18.987
Kumulierte Abschreibung zum 1. Januar 2022 - (2) - (2)
Zugänge - (296) - (296)
Kumulierte Abschreibung zum 31. Dezember 2022 - (298) - (298)
Nettobuchwerte zum 31. Dezember 2022 13.392 5.286 11 18.689
(in Tausend €) Geschäfts- oder Firmenwerte Software und Lizenzen Warenzeichen und Domains Summe
Bruttobuchwert zum 1. Januar 2023 13,392 5,584 11 18,987
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen - - - -
Bruttobuchwert zum 31. Dezember 2023 13,392 5,584 11 18,987
Kumulierte Abschreibung zum 1. Januar 2023 - (298) - (298)
Zugänge - (508) - (508)
Kumulierte Abschreibung zum 31. Dezember 2023 - (806) - (806)
Nettobuchwerte zum 31. Dezember 2023 13,392 4,778 11 18,181

Werthaltigkeitstest des Geschäfts- oder Firmenwerts

Der aus dem Erwerb der Back Technologies GmbH 2022 resultierende Geschäfts- oder Firmenwert mit einem Nettobuchwert von 13,4 Mio. EUR war Gegenstand des Werthaltigkeitstests zum 31. Dezember 2023. Hierfür wurde der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss der einzigen ZGE des Konzerns zugeordnet.

Der erzielbare Betrag der ZGE zum Zeitpunkt des Werthaltigkeitstests bestimmt sich aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten der ZGE, was dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitals des Konzerns entspricht.

Folgende Hauptannahmen wurden in der Discounted-Cashflow-Berechnung verwendet:

Umsatzwachstum und Rentabilität für den unten angegebenen Planungszeitraum wurden auf der Grundlage historischer Ist-Werte sowie zukunftsgerichteter Informationen unter Berücksichtigung von Vergleichsgruppen und Markt-Benchmarks abgeleitet; Insgesamt spiegelt der Planungszeitraum den Lebenszyklus eines wachstumsstarken Unternehmens wider, das in einem dynamisch wachsenden adressierbaren Markt tätig ist,

Abzinsungssatz von 12,0 % (Nachsteuersatz basierend auf einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz (WACC), abgeleitet auf Basis unserer Gruppe an Vergleichsunternehmen) und

Endwachstumsrate von 2,0 % (das Wachstum über den detaillierten Planungszeitraum hinaus wurde extrapoliert unter Verwendung einer Endwachstumsrate, die nicht unter der langfristigen Inflationsrate und nicht über dem langfristigen Wachstum der Volkswirtschaft(en), in der die Gruppe tätig ist, liegt).

Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurde auf der Grundlage der für die Bewertungstechnik verwendeten Parameter in Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie eingestuft. Die zukünftigen Cashflows basieren auf den tatsächlichen Betriebsergebnissen sowie auf spezifischen Schätzungen, die sich auf einen Detailplanungszeitraum und die anschließende Endwachstumsrate beziehen.

Da für Personio in den nächsten Jahren ein überproportionales Wachstum erwartet wird und noch kein Gleichgewichtszustand (Steady State) erreicht worden ist, wird ein längerer Detailplanungszeitraum (13 Jahre) als bei einem reiferen Konzern unterstellt.

Die prognostizierten Ergebnisse wurden auf der Grundlage von Schätzungen des Managements ermittelt und stehen im Einklang mit den Annahmen, die Marktteilnehmende anwenden würden.

Der Vergleich zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag der ZGE ergab, dass der erzielbare Betrag den Buchwert der ZGE übersteigt. Demzufolge bestand zum 31. Dezember 2023 kein Wertminderungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwerts.

Wir sind der Ansicht, dass keine realistische Änderung der obigen Hauptannahmen dazu führt, dass eine Wertberichtigung auf den Geschäfts- oder Firmenwert zu erfassen wäre.

13. Leasingverhältnisse

Die Vermögenswerte aus Nutzungsrechten setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) Gebäude Sonstige Betriebsausstattung Summe
Bruttobuchwert zum 1. Januar 2022 27.921 48 27.969
Zugänge 8.876 - 8.876
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 95 - 95
Neubewertungen (222) - (222)
Abgänge (2.336) - (2.336)
Bruttobuchwert zum 31. Dezember 2022 34.334 48 34.382
Kumulierte Abschreibung zum 1. Januar 2022 (4.972) (17) (4.989)
Zugänge (5.144) (16) (5.160)
Abgänge 2.336 - 2.336
Kumulierte Abschreibung zum 31. Dezember 2022 (7.780) (33) (7.813)
Nettobuchwerte zum 31. Dezember 2022 26.554 15 26.569
(in Tausend €) Gebäude Sonstige Betriebsausstattung Summe
Bruttobuchwert zum 1. Januar 2023 34.334 48 34.382
Zugänge 2.815 55 2.870
Neubewertungen 914 - 914
Abgänge (2.118) (48) (2.166)
Bruttobuchwert zum 31. Dezember 2023 35.945 55 36.000
Kumulierte Abschreibung zum 1. Januar 2023 (7.780) (33) (7.813)
Zugänge (7.272) (16) (7.288)
Abgänge 2.118 48 2.166
Kumulierte Abschreibung zum 31. Dezember 2022 (12.934) (1) (12.935)
Nettobuchwerte zum 31. Dezember 2023 23.011 54 23.065

Die Leasingverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) 2022 2023
Buchwert zum 1. Januar 25.845 31.084
Zugänge 8.876 2.870
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 95 -
Neubewertungen (270) 941
Zinsaufwand 1.428 2.060
Zinszahlungen (1.116) (2.043)
Auszahlungen für die Tilgung (4.754) (6.930)
Erhaltene Leasinganreize 980 715
Buchwert zum 31. Dezember 31.084 28.697

Für eine Analyse der Restlaufzeiten der nicht abgezinsten Leasingverpflichtungen sei auf die Anhangangabe "Management des finanziellen Risikos" verwiesen.

Im Geschäftsjahr 2023 beliefen sich die Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse auf 39 Tausend EUR (2022: 930 Tausend EUR) und die Aufwendungen für Leasingverhältnisse über Vermögenswerte mit geringem Wert auf 330 Tausend EUR (2022: 266 Tausend EUR).

Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen in 2023 (einschließlich Zahlungen für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse) beliefen sich auf 9,3 Mio. EUR (2022: 7,1 Mio. EUR).

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2023 die Laufzeit eines Mietvertrages verlängert, die verlängerte Vertragslaufzeit hat zum 31. Dezember 2023 noch nicht begonnen. Die zukünftigen Mietzahlungen während der verlängerten Laufzeit betragen 0,4 Mio. EUR und fallen innerhalb eines Jahres an.

14. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (kurzfristig)

Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) 31. Dezember 2022 31. Dezember 2023
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.127 9.679
Sonstige Forderungen 396 115
Summe 6.523 9.794

Der zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt erwartete Kreditverluste in Höhe von 1.086 Tausend EUR (2022: 407 Tausend EUR).

15. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurz- und langfristig)

Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) 31. Dezember 2022 31. Dezember 2023
Kautionen 9.349 2.313
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 435 435
Summe 9.784 2.748

Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) 31. Dezember 2022 31. Dezember 2023
Festgelder bei Finanzinstituten 95.390 36.841
Kautionen 550 9.599
Von Zahlungsanbietern gehaltene Beträge 1.486 1.452
Summe 97.426 47.892

Die Reduzierung der langfristigen Kautionen ist auf Umgliederungen in die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte entsprechend der erwarteten Fälligkeiten zurückzuführen. Der Rückgang der Festgelder bei Finanzinstituten ist im Wesentlichen auf den Rückfluss von Barmitteln aus in Vorjahren erfolgten Termineinlagen zurückzuführen.

16. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (kurz- und langfristig)

Die langfristigen sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) 31. Dezember 2022 31. Dezember 2023
Aktivierte Kosten aus der Anbahnung von Kundenverträgen 6.590 11.740
Sonstige Vermögenswerte 109 -
Summe 6.699 11.740

Die kurzfristigen sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) 31. Dezember 2022 31. Dezember 2023
Abgegrenzte Vermögenswerte 5.068 8.216
Aktivierte Kosten aus der Anbahnung von Kundenverträgen 2.310 4.379
Umsatzsteuerforderungen 1.496 3.220
Vertragsvermögenswerte - 595
Sonstige Vermögenswerte 189 211
Summe 9.063 16.621

Planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Kosten aus Kundenverträgen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 3.326 Tausend EUR (2022: 1.763 Tausend EUR).

17. Eigenkapital

a) Genehmigte Aktien

(Anzahl der Aktien) 31. Dezember 2022 31. Dezember 2023
Stammaktien 46.096 46.098
Hurdle Aktien 8.130 8.074
Vorzugsaktien 132.876 132.876
Aktien aus genehmigtem Kapital 24.334 24.334
Summe 211.436 211.382

Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Grundkapital in Höhe von 187.102 EUR um 2 EUR durch die Ausgabe von 2 Stammaktien gegen Bareinlage auf 187.104 EUR erhöht (Eintragung ins Handelsregister: 13. April 2023). 56 Hurdle Aktien (die als eigene Aktien gehalten wurden) wurden 2023 eingezogen, was zu einer Verminderung des Grundkapitals um 56 EUR auf 187.048 EUR führte (Eintragung ins Handelsregister: 26. April 2023).

Die verschiedenen Aktiengattungen stellen sich wie folgt dar:

(Anzahl der Aktien) Summe Stammaktien Hurdle Aktien Seed Aktien A- Aktien B- Aktien
Stand zum 1. Januar 2022 92.848 23.002 4.065 11.579 13.439 16.572
Ausgabe gegen Bareinlage
Ausgabe gegen Sacheinlage 46
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 23.048 4.065 11.579 13.439 16.572
Stand zum 31. Dezember 2022 187.102 46.096 8.130 23.158 26.878 33.144
Ausgabe gegen Bareinlage 2
Einziehung von Aktien (56)
Stand zum 31. Dezember 2023 187.048 46.098 8.074 23.158 26.878 33.144
(Anzahl der Aktien) C- Aktien D- Aktien E1- Aktien E2- Aktien
Stand zum 1. Januar 2022 11.160 8.661 4.370 -
Ausgabe gegen Bareinlage 657
Ausgabe gegen Sacheinlage
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 11.160 8.661 4.370 657
Stand zum 31. Dezember 2022 22.320 17.322 8.740 1.314
Ausgabe gegen Bareinlage
Einziehung von Aktien
Stand zum 31. Dezember 2023 22.320 17.322 8.740 1.314

Jede Aktie repräsentiert einen anteiligen Betrag des gezeichneten Kapitals von 1,00 EUR, welcher vollständig eingezahlt wurde. Alle Aktionäre haben unabhängig von der jeweiligen Aktiengattung, die sie halten, ein Bezugsrecht im Hinblick auf künftige Kapitalerhöhungen. Im Falle einer geplanten Übertragung von Aktien (Veräußerungen inbegriffen) müssen die verbleibenden Aktionäre informiert werden. Die meisten der übrigen Aktionäre haben ein Mitverkaufsrecht hinsichtlich der Veräußerung von Aktien wie auch ein Vorkaufsrecht. Unter bestimmten Umständen haben bestimmte Aktionärsgruppen eine Mitverkaufspflicht. Im Falle eines Liquidationsereignisses werden die Erlöse unter den teilnehmenden Aktionären verteilt. Darüber hinaus sind die Inhaber von A- bis E2-Aktien berechtigt, ihre jeweiligen Anteile in Stammaktien umzuwandeln (im Verhältnis 1:1). Hurdle Aktien bieten eingeschränkte Rechte hinsichtlich Erlösen sowie der Beteiligung an Liquidation und Dividenden.

b) Erlösanspruch der Aktiengattungen im Liquidationsereignis

Erzielt die Gesellschaft im Rahmen eines Liquidations- oder Exit-Ereignisses Erlöse, so werden diese an die beteiligten Aktionäre entsprechend dem individuellen Bezugspreis für die Aktiengattung ausgeschüttet.

Ein Liquidationsereignis liegt vor, wenn 50% oder mehr der Aktien der Gesellschaft in einer einzelnen Transaktion oder in einer Serie von verbundenen Transaktionen übertragen werden, 50% oder mehr aller Vermögenswerte der Gesellschaft übertragen werden, die Gesellschaft liquidiert wird, oder wenn eine exklusive Lizenz über das gesamte oder im Wesentlichen das gesamte geistige Eigentum der Gesellschaft erteilt wird.

Die Verteilung von Erlösen aus einem Liquidationsereignis erfolgt nach einem mehrstufigen Verteilungsmechanismus. Auf jeder Stufe wird der jeweilige Betrag, der an eine bestimmte Aktiengattung zu verteilen ist, und seine Aufteilung auf die Inhaber der jeweiligen Aktien dieser Gattung entsprechend dem individuellen Bezugspreis für die Aktiengattung bestimmt. Reichen die (verbleibenden) Erlöse, welche auf die entsprechenden Stufen zu verteilen sind, nicht aus, um das gesamte Investment abzudecken, werden die verbleibenden Erlöse pro rata zwischen den Inhabern der berechtigten Aktiengattungen verteilt. Die einzelnen Stufen setzen sich wie folgt zusammen:

Stufe Berechtigte Aktiengattungen
1 E2-Aktien
2 E1-Aktien
3 D-Aktien
4 C-Aktien
5 B-Aktien
6 A-Aktien
7 Seed Aktien
8 Stammaktien

Die Erlösverteilung an alle veräußernden Aktionäre erfolgt vorbehaltlich ihrer Beteiligung am Liquidationsereignis. Hurdle Aktien werden im Vergleich zu den anderen Aktiengattungen nachrangig behandelt.

Im Falle eines Börsengangs oder einer Börsenzulassung müssen alle Aktionäre ihre Aktien für einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten ab dem Datum des Abschlusses des Börsengangs ("IPO") halten.

Die Gesellschaft verfügt über einen Pool virtueller Mitarbeitendenoptionen, welcher 33.269 Aktien für die virtuellen Aktienoptionsvereinbarungen enthält (siehe Anhangangabe zu "Anteilsbasierte Vergütung").

18. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) 31. Dezember 2022 31. Dezember 2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.378 7.716
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 3.913 3.301
Sonstige Verbindlichkeiten 309 979
Summe 10.600 11.996

19. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig)

Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) 31. Dezember 2022 31. Dezember 2023
Wandelbare Instrumente - Basisverbindlichkeiten 98.772 115.424
Wandelbare Instrumente - Derivate 53.935 56.703
Summe 152.707 172.127

20. Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten beschränken sich auf eine mögliche Verpflichtung in nicht verlässlich bezifferbarer Höhe gegenüber Immobilienmaklern, die vom Beginn eines neuen Mietverhältnisses und dem Eintreten oder Nichteintreten ungewisser zukünftiger Ereignisse abhängt, die nicht vollständig im Einflussbereich des Konzerns liegen.

21. Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig)

Die kurzfristigen sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend €) 31. Dezember 2022 31. Dezember 2023
Vertragsverbindlichkeiten 41.649 58.044
Personalbezogene Verbindlichkeiten 10.323 10.172
Umsatzsteuerschulden 1.537 2.315
Sonstige Verbindlichkeiten 100 230
Summe 53.609 70.761

Die personalbezogenen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern, Sozialversicherung und Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

22. Anteilsbasierte Vergütung

a) VESOP Pläne

Virtuelle Beteiligungsprogramme - Allgemein

Die Gesellschaft hat drei virtuelle Mitarbeiterbeteiligungsprogramme ("VESOP") namens "VESOP 2016", "VESOP 2019" und "VESOP 2022" in den jeweiligen Jahren 2016, 2019 und 2022 ausgegeben. Zusätzlich hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 ein Managementbeteiligungsprogramm ("MVSOP") mit unterschiedlichen Tranchen gewährt. Da die Pläne im Wesentlichen vergleichbar sind, gelten die folgenden Angaben nach IFRS 2.45 für alle Pläne. Abweichungen bei bestimmten Plänen werden im nachfolgenden Kapitel benannt.

Optionsbedingungen

Gemäß den Plänen sind - im Allgemeinen - die jeweiligen Optionsberechtigten, die gemäß den Vertragsbedingungen an den Plänen teilnehmen, berechtigt, am zukünftigen Wachstum des Konzerns zu partizipieren, vorbehaltlich bestimmter darin definierter Exit-Ereignisse. Jede ausgegebene virtuelle Option gewährt dem jeweiligen Optionsberechtigten das Recht, wirtschaftlich an einem Exit-Ereignis teilzunehmen. Daher wandeln sich die virtuellen Optionen bei Eintritt eines Exit-Ereignisses in einen Anspruch des Optionsberechtigten. Abhängig vom konkreten Exit-Ereignis kann die Gesellschaft den Anspruch entweder durch eine Barzahlung oder durch Aktien der Gesellschaft begleichen. Die Optionsberechtigten sind für die Gewährung der virtuellen Optionen nicht zur Zahlung einer Gebühr verpflichtet, jedoch müssen die Teilnehmer bei Ausübung der Option den Ausübungspreis zahlen. Der Ausübungspreis ist in einer individuellen Zuteilungsvereinbarung für jeden Optionsberechtigten angegeben.

Folgende Ereignisse gelten gemäß den Vertragsbedingungen als Exit-Ereignis: mehr als 50% aller Aktien der Gesellschaft werden gekauft, getauscht, erworben, verkauft oder übertragen, eine andere Transaktion mit vergleichbarer wirtschaftlicher Auswirkung findet statt, alle oder im Wesentlichen alle Vermögenswerte des Konzerns werden veräußert, der Konzern wird liquidiert, oder die längste vereinbarte "Lock-up"-Periode im Zusammenhang mit einem Börsengang der Gesellschaft endet.

Der Erdienungszeitraum aller VESOP Pläne beträgt grundsätzlich vier Jahre, einschließlich einer "Cliff"-Periode von einem Jahr für erstmalige Zuteilungen nach dem Eintritt in den Konzern. Ein Ausscheiden innerhalb der "Cliff"-Periode würde zum Verlust aller zugeteilten Optionen führen. Nach Ablauf der "Cliff"-Periode werden 25 % der zugeteilten virtuellen Optionen direkt erdient, während die restlichen 75 % der Zuteilung über die verbleibenden 36 Monate in gleichen Raten erdient werden. Arbeitszeitänderungen oder Abwesenheiten, mit Ausnahme von Urlaub und bezahlten Krankheitstagen, haben Auswirkungen auf den Ansparplan.

Die MVSOP-Tranchen werden direkt erdient, sobald bestimmte zusätzliche Bedingungen erfüllt werden. Wesentliche Bedingungen betreffen das Erreichen bestimmter Unternehmensbewertungs-Schwellenwerte, je nach Exit Event deren Beibehaltung zu / nach einem Exit Event sowie die Fortführung des Beschäftigungsverhältnisses.

b) Klassifizierung und Rechnungslegung

Nach Einschätzung des Managements stellt der Börsengang das wahrscheinlichste Exit- bzw. Ausübungsereignis dar. Da die Gesellschaft in diesem Fall berechtigt ist, den Zahlungsanspruch durch Aktien der Gesellschaft zu erfüllen, und aufgrund der Absicht und Fähigkeit der Gesellschaft, den Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente vorzunehmen, wurden alle Programme als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente eingestuft. Der beizulegende Zeitwert wird zum Tag der Gewährung bestimmt und die Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung werden über den Dienstzeitraum erfasst.

c) Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

Überblick über die Methodik

Im Geschäftsjahr 2002 wurde der beizulegende Zeitwert der Verpflichtungen am Tag der Gewährung anhand der beiden folgenden Methoden ermittelt. Zum einen wurde der Preis der Stammaktien durch Anwendung eines Optionspreismodells und eines Back-Solving-Ansatzes auf der Grundlage der letzten Transaktion oder Finanzierungsrunde zum Zeitpunkt der Zuteilung abgeleitet.

Zum anderen wurde der beizulegende Zeitwert der virtuellen Option zum Zeitpunkt der Zuteilung für jeden einzelnen Optionsberechtigten durch Anwendung des Black-Scholes-Modells unter Berücksichtigung des aus dem Optionspreismodell resultierenden Stammaktienpreises berechnet.

Im Geschäftsjahr 2023 basierte das Optionspreismodell auf dem Eigenkapitalwert des Konzerns, der aus einer Discounted-Cashflow-Berechnung abgeleitet wurde. Auch hier wurde ein Black- Scholes-Modell verwendet, um die zugrunde liegenden Stammaktienpreise zu ermitteln.

OPM-Modell und IFRS 2-Modell - Wesentliche Annahmen

Eigenkapitalwert auf der Grundlage von Finanzierungsrunden im Geschäftsjahr 2022 / Discounted- Cashflows im Geschäftsjahr 2023

Während im Geschäftsjahr 2022 die Ermittlung des Eigenkapitalwertes des Konzerns auf Finanzierungsrunden basierte (der Stammaktienwert zum Ende des Geschäftsjahres 2022 wurde dabei durch eine Extrapolation auf der Grundlage eines Multiple-Ansatzes abgeleitet, der die Entwicklung des mittleren Umsatzmultiplikators der letzten zwölf Monate (LTM) einer börsennotierten Vergleichsgruppe berücksichtigt), wendete der Konzern im Geschäftsjahr 2023 einen Discounted-Cashflow-Ansatz an. Der Stammaktienwert wurde linear zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2022 und dem Jahresende interpoliert, um Stammaktienwerte für verschiedene Gewährungszeitpunkte innerhalb dieses Zeitraums zu ermitteln.

Ableitung weiterer Marktinputdaten für das OPM-Modell und das IFRS-2-Bewertungsmodell

Im Folgenden werden die Annahmen zur Ableitung der wichtigsten (Markt-)Parameter, die bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verwendet wurden, zusammengefasst:

Der risikolose Zinssatz im OPM-Modell und im IFRS 2-Bewertungsmodell wurde stichtags- und laufzeitspezifisch auf Basis von Deutschen Bundesanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten abgeleitet. Um den risikofreien Zinssatz für den jeweiligen Tag der Gewährung abzuleiten, wurde die nächstgelegene Finanzierungsrunde oder Bewertungszeitpunkt herangezogen und deren jeweiliger risikoloser Zinssatz angewendet.

Die Eigenkapitalvolatilität wurde stichtags- und laufzeitspezifisch abgeleitet (ähnlich des risikolosen Zinssatzes: um Volatilität für den jeweiligen Gewährungszeitpunkt abzuleiten, wurde die nächstgelegene Finanzierungsrunde oder der Bewertungszeitpunkt herangezogen und die entsprechende Volatilität angewendet). Dabei stützte sich der Konzern auf eine börsennotierte Vergleichsgruppe und berechnete die rohen Eigenkapitalvolatilitäten für die jeweiligen Vergleichsunternehmen auf Grundlage ihrer Aktienkurse zu unterschiedlichen Zeitpunkten und für unterschiedliche Laufzeiten. In einem zweiten Schritt hat der Konzern die jeweiligen rohen Eigenkapitalvolatilitäten der Vergleichsunternehmen entschuldet, indem wir die individuelle und zeitspezifische Kapitalausstattung jedes Vergleichsunternehmens berücksichtigt haben. In einem weiteren Schritt wurden die unverschuldeten Eigenkapitalvolatilitäten aggregiert, indem der Median der unverschuldeten Eigenkapitalvolatilitäten für jedes Datum und jede Laufzeit berechnet wurde. Schließlich wurden die Volatilitäten durch die Anwendung der Kapitalausstattung der Gesellschaft erneut verschuldet.

Die erwarteten Zeitpunkte des Exit-Ereignisses.

In der folgenden Tabelle sind die in das Modell einfließenden Parameter und die Ergebnisse zu den jeweiligen Stichtagen aufgeführt:

31. Dezember 2022 31. Dezember 2023
Inputparameter
Risikoloser Zinssatz 0,5% 2,9%
Erwartete Dividenden 0% 0%
Volatilität 63% 65%
Berichtsperioden
Beginn der Berichtsperiode 1. Januar 2022 1. Januar 2023
Ende der Berichtsperiode 31. Dezember 2022 31. Dezember 2023
Anzahl ausstehender Optionen zu Beginn der Berichtsperiode 27.015.954 27.385.623
Gewährt in der Berichtsperiode 2.834.759 13.471.421
Verwirkt in der Berichtsperiode 1.158.738 1.124.840
Ausgeübt in der Berichtsperiode 1.306.352 0
Anzahl ausstehender Optionen am Ende der Berichtsperiode 27.385.623 39.732.204
Gewichteter Durchschnitt der Ausübungspreise (in €)
Ausstehend zu Beginn der Berichtsperiode 0,60 0,87
Gewährt in der Berichtsperiode 4,07 7,23
Verwirkt in der Berichtsperiode 2,98 3,89
Ausgeübt in der Berichtsperiode 0,18 n/a
Ausstehend am Ende der Berichtsperiode 0,87 2,94
Gewichtete Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit (in Jahren)
Für gewährte Optionen in der Berichtsperiode 3,39 2,60
Für ausstehende Optionen am Ende der Berichtsperiode 4,37 3,80
Gewichteter Durchschnitt des beizulegenden Zeitwerts gewährter Optionen (in €)
Für gewährte Optionen in der Berichtsperiode 10,22 8,22
Für ausstehende Optionen am Ende der Berichtsperiode 2,78 4,53
Gewichteter Durchschnitt des Stammaktienpreises für gewährte Optionen (in €)
Für gewährte Optionen in der Berichtsperiode 12,75 13,01
Für ausstehende Optionen am Ende der Berichtsperiode 4,63 7,36
Gewichteter Durchschnitt des Stammaktienpreises für ausgeübte Optionen
(in €)
Beizulegender Zeitwert zum Ausübungszeitpunkt 10,89 n/a

Die Gesamtaufwendungen aller bestehenden anteilsbasierten Vergütungspläne betrugen:

(in Tausend €) 2022 2023
Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen 24.987 40.984

23. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die folgenden Aufwendungen wurden für Vergütungen und gewährte Zuwendungen an Personen, die im Managements Schlüsselpositionen bekleiden, erfasst:

(in Tausend €) 2022 2023
Kurzfristig fällige Leistungen 250 309
Anteilsbasierte Vergütungen 207 2.904
Summe 457 3.213

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von 4 Tausend EUR (2022: 25 Tausend EUR) erfasst. Diese bezogen sich auf Mentoringleistungen, die von einer Person, die im Management eine Schlüsselposition bekleidet, für den Konzern erbracht wurden.

Im Geschäftsjahr 2023 erfasste der Konzern Aufwendungen in Höhe von 229 Tausend EUR für erhaltene Dienstleistungen der Personio Foundation gemeinnützige GmbH (2022: 902 Tausend EUR, inklusive einer Spende). Die Aufwendungen wurden vorausbezahlt, so dass zum 31. Dezember 2023 noch ein vorausbezahlter Saldo in Höhe von 521 Tausend EUR verblieb (2022: n/a).

Der Aufsichtsrat erhält keine Vergütungen oder Zuwendungen für seine Organtätigkeit.

24. Finanzinstrumente

Personio gab im Geschäftsjahr 2022 wandelbare Instrumente in Höhe von 139.350 Tausend EUR aus. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der einzelnen Komponenten der wandelbaren Instrumente werden Bewertungsmethoden verwendet, die möglichst auf beobachtbare Marktdaten und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifische Schätzgrößen zurückgreifen. In die Bewertung fließen Zinssätze, Volatilität und das Kreditrating ein. Der beizulegende Zeitwert des aus den wandelbaren Instrumenten resultierenden Fremdkapitals betrug zum 31. Dezember 2023 115.442 Tausend EUR (basierend auf Stufe 3 der Bemessungshierarchie) (31. Dezember 2022: 94.206 Tausend EUR). Die Buchwerte der übrigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden des Konzerns weichen im Wesentlichen nicht von den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten ab.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des Konzerns sowie die jeweilige Klassifizierung nach den Bewertungskriterien des IFRS 9 und, wo einschlägig, die Einordnung innerhalb der Bemessungshierarchie des IFRS 13.

31. Dezember 2022 31. Dezember 2023
(in Tausend €) IFRS 9 Klassifizierung Buchwert Buchwert Bemessungshierarchie
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte AC, FVTPL 9.784 2.748
Davon Kautionen AC 9.349 2.313
Davon finanzielle Vermögenswerte FVTPL 435 435 Stufe 2
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen AC 6.523 9.794
Davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 6.127 9.679
Davon sonstige Forderungen AC 396 115
Sonstige finanzielle Vermögenswerte AC 97.426 47.892
Davon Festgelder AC 95.390 36.841
Davon Kautionen AC 550 9.599
Davon finanzielle Vermögenswerte AC 1.486 1.452
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 227.138 168.335
Summe 340.871 228.769
Finanzielle Schulden
Langfristige finanzielle Schulden
Leasingverbindlichkeiten FLAC 27.097 23.609
Wandelbare Instrumente - Basisverbindlichkeiten FLAC 98.772 115.424
Wandelbare Instrumente - Derivate FVTPL 53.935 56.703 Stufe 3
Kurzfristige finanzielle Schulden
Leasingverbindlichkeiten FLAC 3.987 5.089
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten FLAC 10.600 11.996
Summe 194.391 212.821

AC: Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten; FVTPL: Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert; FLAC: Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten

In den Geschäftsjahren 2023 und 2022 gab es keine Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie.

Die nachstehende Tabelle zeigt das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach den in IFRS 9 definierten Bewertungskriterien:

(in Tausend €) 2022 2023
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (AC) 414 5.779
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVTPL) (50) -
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) (10.006) (19.011)
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FVTPL) (5.577) (2.768)
Nettoergebnis (15.219) (16.000)

Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung von der Eröffnungsbilanz zur Schlussbilanz der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten:

(in Tausend €) Wandelbare Instrumente - Basisverbindlichkeiten Wandelbare Instrumente- Derivate Leasingverbindlichkeiten Summe
Buchwert zum 1. Januar 2022 - - 25.845 25.845
Veränderungen durch Cashflows aus Finanzierungstätigkeit 90.736 48.358 (5.870) 133.224
Veränderungen aus Unternehmenszusammenschlüssen - - 95 95
Wechselkursbedingte Veränderungen - - (46) (46)
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts - 5.577 - 5.577
Sonstige Veränderungen 8.036 - 11.060 19.096
Buchwert zum 31. Dezember 2022 98.772 53.935 31.084 183.791
(in Tausend €) Wandelbare Instrumente - Basisverbindlichkeiten Wandelbare Instrumente-Derivate Leasingverbindlichkeiten Summe
Buchwert zum 1. Januar 2023 98.772 53.935 31.084 183.791
Veränderungen durch Cashflows aus Finanzierungstätigkeit - - (8.973) (8.973)
Veränderungen aus Unternehmenszusammenschlüssen - - - -
Wechselkursbedingte Veränderungen - - 28 28
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts - 2.768 - 2.768
Sonstige Veränderungen 16.652 6.558 23.210
Buchwert zum 31. Dezember 2023 115.424 56.703 28.697 200.824

Sonstige Veränderungen in der obigen Tabelle beziehen sich hauptsächlich auf Zinsaufwendungen für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, sowie auf Zugänge zu Leasingverbindlichkeiten im Laufe des Jahres.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung von der Eröffnungsbilanz zur Schlussbilanz bei wiederkehrenden, in Stufe 3 der Bemessungshierarchie eingeordneten und zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten:

(in Tausend €) Wandelbare Instrumente - Derivate
Buchwert zum 1. Januar 2022 -
Zugänge 48.358
Summe, der für den Berichtszeitraum erfolgswirksam angesetzte (Gewinne) und Verluste 5.577
Buchwert zum 31. Dezember 2022 53.935
(in Tausend €) Wandelbare Instrumente - Derivate
Buchwert zum 1. Januar 2023 53.935
Summe, der für den Berichtszeitraum erfolgswirksam angesetzte (Gewinne) und Verluste 2.768
Buchwert zum 31. Dezember 2023 56.703

Die wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktoren für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum 31. Dezember 2023 in Stufe 3 der Bemessungshierarchie werden - zusammen mit einer quantitativen Sensitivitätsanalyse - nachfolgend dargestellt:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Bewertungstechnik Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren Auswirkungen auf den beizulegende Zeitwert bei Veränderungen der Inputfaktoren
Wandelbare Instrumente Derivate Optionspreismodell IPO-Wahrscheinlichkeit Ein Anstieg (Rückgang) von 5% bei gleichzeitigem linearen Rückgang (Anstieg) der Wahrscheinlichkeit für andere Konvertierungsereignisse würde zu einem Anstieg (Rückgang) des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von 1.596 Tausend EUR (1.596 Tausend EUR) führen.
Credit-Spread Ein Anstieg (Rückgang) von 2% würde zu einem Rückgang (Anstieg) des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von 2.667 Tausend EUR (2.710 Tausend EUR) führen.

25. Management des finanziellen Risikos

Der Konzern ist durch die Nutzung von Finanzinstrumenten Kredit-, Liquiditäts- und Währungsrisiken ausgesetzt.

Das Konzernmanagement trägt die Gesamtverantwortung für den Aufbau und die Überwachung des Rahmenwerks des Risikomanagements des Konzerns. Die Risikomanagementrichtlinien des Konzerns zielen darauf ab, die Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, zu identifizieren und zu analysieren und die mit diesen Risiken verbundenen negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko eines finanziellen Verlusts, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei eines Finanzinstruments den vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch die Gefahr einer Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Kunden.

Der Konzern ist bezogen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Festgeldern bei Finanzinstituten einem Kreditrisiko ausgesetzt. Der Konzern hält seine Zahlungsmittel und Festgelder bei Banken mit Investment-Grade-Rating und überwacht deren Kreditwürdigkeit ständig. Der Konzern ordnet das Kreditrisiko seiner Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Festgeldern bei Finanzinstituten basierend auf den externen Kreditratings dieser Finanzinstitute als gering ein. Darüber hinaus teilt der Konzern seine Zahlungsmittel und Festgelder sorgfältig auf mehrere Finanzinstitute auf, um das Kontrahentenrisiko zu verringern. Das Kreditrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen wird im Allgemeinen aufgrund der geringen ausstehenden Beträge und der Fakturierung im Voraus zu Beginn des Leistungszeitraums als unwesentlich eingeschätzt. Das maximale Risiko für alle finanziellen Vermögenswerte entspricht dem Buchwert.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko versteht man das Risiko, dass der Konzern in Schwierigkeiten gerät, seine finanziellen Verbindlichkeiten vertragsgemäß durch Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten zu erfüllen. Die Steuerung der Liquidität im Konzern soll sicherstellen, dass, soweit möglich, stets ausreichend liquide Mittel verfügbar sind, um unter normalen, wie auch unter angespannten Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können, ohne untragbare Verluste zu erleiden oder die Reputation des Konzerns zu schädigen.

Im Folgenden sind die vertraglichen Restlaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich der geschätzten Zinszahlungen, zum Bilanzstichtag aufgeführt. Die Beträge sind brutto und nicht diskontiert, beinhalten vertragliche Zinszahlungen, nicht aber Verrechnungsvereinbarungen.

Der Konzern handelt keine derivativen Finanzinstrumente zu Absicherungs- oder Spekulationszwecken.

Saldo zum 31. Dezember 2022 Vertragliche Cashflows
(in Tausend €) Buchwert Summe <1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Leasingverbindlichkeiten 31.084 38.382 5.949 24.406 8.027
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 10.600 10.600 10.600 - -
Summe 41.684 48.982 16.549 24.406 8.027
Vertragliche Cashflows
Saldo zum 31. Dezember 2023 (in Tausend €) Buchwert Summe <1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Leasingverbindlichkeiten 28.697 34.231 6.862 25.401 1.968
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 11.996 11.996 11.996 -
Summe 40.693 46.227 18.858 25.401 1.968

Die mit den wandelbaren Instrumenten verbundenen Basisverbindlichkeiten sind in der obigen Analyse nicht berücksichtigt, da der Konzern vertraglich entweder berechtigt oder verpflichtet ist, den Gesamtbetrag, einschließlich künftig aufgelaufener und kapitalisierter Zinsen, bei Eintritt eines Wandlungsereignisses in Eigenkapital zu begleichen. Der Konzern schätzt die Umwandlung in Eigenkapital als wahrscheinlichstes Ereignis ein.

Währungsrisiko

Der Konzern ist einem transaktionsbedingten Fremdwährungsrisiko ausgesetzt, soweit es sich um Transaktionen in Fremdwährungen für Einkäufe und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie um Zahlungsmittel handelt, die auf eine andere Währung lauten als der funktionalen Währung des jeweiligen Konzernunternehmens.

Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzerneigenkapitals gegenüber einem Anstieg oder Rückgang des Schlusskurses des EUR gegenüber der jeweiligen Währung um 10 %.

(in Tausend €) 31. Dezember 2022 31. Dezember 2023
Währung Auswirkung bei 10 % Aufwertung / Abwertung des Wechselkurses
Anstieg um 10 % Rückgang um 10 % Anstieg um 10 % Rückgang um 10 %
USD (100) 122 135 (165)
GBP 185 (226) 38 (47)

Ein positiver Betrag deutet auf einen Anstieg des Periodenergebnisses und des Eigenkapitals hin. Ein negativer Betrag deutet auf einen Rückgang des Periodenergebnisses und des Eigenkapitals hin.

Kapitalverwaltung

Die Zielsetzung des Konzerns bei der Verwaltung seines Kapitals ist seine Fähigkeit zu sichern, seinen Aktionären Erträge und anderen Stakeholdern Vorteile zu gewährleisten sowie eine optimale Kapitalstruktur aufrechtzuerhalten, um die Kapitalkosten zu senken. Das Management kontrolliert die Kapitalverwendung durch die Überwachung des Rückgangs und Anstiegs von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Festgeldern bei Finanzinstituten. Mittelzuflüsse aus Finanzierungsrunden helfen dem Konzern dabei, eine starke Kapitalbasis aufrechtzuerhalten.

26. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Anfang 2024 beschloss der Konzern organisatorische Veränderungen im Produkt-Bereich, die zu Aufwendungen im einstelligen Millionen-Bereich (im Wesentlichen Abfindungszahlungen) führten.

27. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 1.710 Mitarbeitende (2022: 1.376 Mitarbeitende) bei Personio beschäftigt.

Im Berichtszeitraum wurden 105 Tausend EUR (2022: 189 Tausend EUR) als Aufwand für Honorare des Abschlussprüfers erfasst, davon 105 Tausend EUR für Prüfungsleistungen (2022: 167 Tausend EUR für Prüfungsleistungen und 22 Tausend EUR für sonstige Beratungsleistungen).

 

München, 31. Mai 2024

Der Vorstand

gez. Hanno Renner

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Personio Group SE, München

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen des Konzerns

A. Geschäftsmodell und Konzernstruktur

B. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

B. Geschäftsverlauf

C. Ertragslage

D. Finanzlage

E. Vermögenslage

F. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

III. Chancen- und Risikobericht sowie Prognoseberichterstattung

A. Strategische Risiken (Markt- und Wettbewerbsrisiko)

B. Rechtliche und Compliance-Risiken (Schutz von IP und Risiko von Kundenforderungen)

C. Cybersecurity und Sicherheits-Risiken (Technische, Privatsphäre- und Datenschutzrisiken)

D. Betriebsrisiko (Talent-, Governance- und Produktrisiko)

E. Finanzielle Risiken (Liquiditäts- und Kreditrisiko)

F. Gesamtrisiko

G. Chancen

H. Prognosebericht

I. Grundlagen des Konzerns

A. Geschäftsmodell und Konzernstruktur

Personio entwickelt und vertreibt ein umfassendes Personalinformationssystem (HRIS), das als Aufzeichnungssystem für alle Mitarbeitendendaten fungiert. Neben der Kernfunktionalität können Kunden aus einem breiten Portfolio an Apps wie zum Beispiel Recruiting oder Entgeltabrechnung wählen, die direkt mit dem Core-HRIS verknüpft sind. Mit dieser cloudbasierten Software ("Software - as-a-Service" oder "SaaS") fokussiert sich Personio darauf, bei Kunden effiziente Personalprozesse zu ermöglichen und die Datenqualität zu verbessern.

Das Leistungsspektrum der Software erstreckt sich über alle gängigen Personalprozesse wie beispielsweise digitale Personaldatenverwaltung, Arbeitszeits- sowie Abwesenheitserfassung, Dokumentenverwaltung, Recruiting oder Leistungs- und Entwicklungsmanagement; es handelt sich dementsprechend um eine ganzheitliche Lösung. Mit der Einführung von Personio Payroll im Jahr 2023 hat Personio die Gehaltsabrechnungsfunktionalitäten seiner Lösungen deutlich erweitert.

Die Kunden schließen Abonnements für die Software ab und können dabei aus verschiedenen Paketen und Apps mit unterschiedlichen Funktionalitäten und Laufzeiten wählen. Darüber hinaus stehen den Kunden Dienstleistungen wie unterschiedliche Customer Success Pläne, die initiale Implementierung der Software oder die direkte Platzierung von Stellenanzeigen auf gängigen Karriereportalen zur Verfügung.

Das Kundenportfolio des Konzerns umfasst überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen mit 10 bis 2.000 Mitarbeitenden. Die Softwarelösung folgt einem Self-Service-Ansatz, sodass Mitarbeitende der Kunden über den erforderlichen Zugriff verfügen, um bestimmte Verwaltungsprozesse innerhalb der Software selbst durchzuführen.

Personio beschäftigt Mitarbeitende an insgesamt sieben Standorten in Europa: Amsterdam, Barcelona, Berlin, Dublin, London, Madrid und München. Zudem wurde 2023 eine Niederlassung in den Vereinigten Staaten (New York City) eröffnet.

Zum 31. Dezember 2023 ist die Personio Group SE ("die Gesellschaft"; zum 31. Dezember 2022: Personio Group AG) die Muttergesellschaft des Personio-Konzerns ("Personio" oder "der Konzern"), der die Muttergesellschaft und ihre direkten und indirekten Tochtergesellschaften umfasst.

B. Forschung und Entwicklung

Personio's Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E-Aufwendungen) stiegen 2023 um 54.310 Tausend EUR auf 116.613 Tausend EUR (2022: 62.303 Tausend EUR), was die auch im aktuellen Geschäftsjahr fortgesetzten hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung und damit in die Erweiterung von Produkten und neue Apps verdeutlicht. Dementsprechend stiegen die F&E- Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz von 66% im Jahr 2022 auf 81% in 2023.

Insgesamt konzentriert sich die Produktstrategie von Personio weiterhin auf ein hochleistungsfähiges Erfassungssystem mit der Möglichkeit der Anbindung einer Vielzahl von Apps.

Im Jahr 2023 wurde Personio Payroll eingeführt, eine automatisierte Gehaltsabrechnungs-App, die tief in das HRIS von Personio integriert ist. Aufgrund der tiefgreifenden Integration mit allen Mitarbeitendendaten im Personio-HRIS erlaubt die App HR-Managern, die Gehaltsabrechnung jederzeit und in hoher Qualität abzuwickeln.

Personio bietet jetzt auch Lösungen für die Abwicklung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und eine International Absences Engine an. Darüber hinaus hat Personio neue und verbesserte Apps z.B. für Umfragen, Vergütungsmanagement, Whistleblowing oder Kl-gestützte Antworten auf den Markt gebracht.

Darüber hinaus arbeitete Personio weiterhin daran, die Integration mit anderen Softwareprodukten von Drittanbietern deutlich zu verbessern und bestehende Module zu erweitern.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland stand im Geschäftsjahr 2023 weiterhin primär im Zeichen der Folgen des Ukraine-Krieges, der Material- sowie Lieferengpässe und erhöhter Inflationsraten sowie damit in Zusammenhang stehenden steigenden Finanzierungskosten aufgrund gestiegener Zinsen. Obwohl das ursprünglich hohe Inflationsniveau im Jahre 2023 nach und nach abgenommen hat, wurde das wirtschaftliche Wachstum durch diese Effekte negativ beeinflusst. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Bundesrepublik Deutschland ist nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2023 um 0,3% gesunken (verglichen mit einem Anstieg von 1,8% in 2022). 1

Die Eurozone verzeichnete im Jahr 2023 ein Wachstum von 0,5% und lag damit unter dem weltweiten Durchschnitt. Das unterdurchschnittliche Wachstum in der Eurozone war vor allem auf die schwächere Konjunktur in Deutschland und Frankreich sowie auf eine relativ hohe Anfälligkeit der Wirtschaft der Eurozone für die Effekte des Krieges in der Ukraine zurückzuführen. 2

Die Covid-19 Pandemie hatte zuvor einen enormen Digitalisierungsschub ausgelöst. Obwohl die globale IT-Branche aufgrund der makroökonomischen Auswirkungen die hohen Wachstumsraten der letzten Jahre nicht aufrechterhalten konnte, wurde dennoch ein weltweites Wachstum von 3,3% im Geschäftsjahr 2023 verzeichnet, wie das Marktforschungsunternehmen Gartner mitteilte, leicht über der Wachstumsrate 2022. Die weltweiten IT-Ausgaben beliefen sich somit auf rund 4,2 Billionen Euro 3. Die deutsche Branche der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) trotzte den wirtschaftlichen Auswirkungen ebenso. Die IKT-Ausgaben betrugen im Jahr 2023 215 Mrd. Euro, was einem Wachstum von ca. 2,0% gegenüber dem Vorjahr entspricht. 4

1 Siehe Destatis, Gross domestic product 2023 for Germany, Januar 2024.
2 Siehe IWF, World Economic Outlook, Januar 2024.
3 Siehe Gartner, Worldwide IT Spending, Januar 2024.
4 Siehe bitkom, ITK Märkte, Januar 2024.

Innerhalb der weltweiten IT-Ausgaben liegt die globale Umsatzprognose für 2024 im Teilbereich Software-as-a-Service (Saas) bei rund 258 Mrd. EUR. Basierend auf der erwarteten vierjährigen durchschnittlichen Wachstumsrate von ca. 7,4% ergibt sich hieraus ein prognostiziertes Marktvolumen von ca. 343 Mrd. EUR für 2028. 5

Laut einer Gartner-Umfrage aus dem Jahr 2023 haben ungefähr die Hälfte der HR-Führungskräfte HR- Technologie als ihre höchste Priorität bei Investitionen genannt. Angesichts des anhaltenden intensiven Wettbewerbs um Talente und globaler Angebotsengpässe sind laut der Studie weitere vordringliche Investitionsbereiche für HR-Führungskräfte Personalausstattung und -beschaffung, die Gesamt-Entlohnung sowie Lernen und Weiterbildung. 6 Zudem stellt Forbes den anhaltenden Trend zur Integration von künstlicher Intelligenz im Human Resource Management in den Fokus. 7

Aufgrund einer zunehmend digital geprägten Arbeitswelt, einer wachsenden Affinität zur Digitalisierung und erwarteten Investitionen insbesondere in die Digitalisierung von Personalprozessen, erwartet Personio trotz des eher herausfordernden Umfelds 2023 auch in Zukunft eine positive Entwicklung für seine cloudbasierten Softwarelösungen.

B. Geschäftsverlauf

Personio erhöhte seinen Umsatz (Personio's wesentlicher finanzieller Leistungsindikator) im Geschäftsjahr 2023 sowohl in der DACH-Region als auch im Rest der Welt signifikant. Der Konzern verzeichnet ein Wachstum von 52% und steigert seinen Umsatz somit auf 144.284 Tausend EUR (2022: 94.741 Tausend EUR). Das Wachstum ist auf die Einführung neuer Produkte, die kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Produkte, Neukundengewinnung über verschiedene Marketing- und Vertriebskanäle sowie die Pflege und den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen zurückzuführen. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit der prognostizierten hohen Umsatz-Wachstumsrate 2023 im Vorjahresvergleich.

Um das Angebot weiter zu verbessern, es zu vermarkten und Neukunden zu gewinnen sowie weiterhin eine schnelle Implementierung sowie hochwertigen Kundenservice für bestehende Kunden anbieten zu können, hat Personio - im Einklang mit den in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen - die entsprechenden Bereiche personell weiter ausgebaut.

Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitenden stieg von 1.376 im Jahr 2022 auf 1.710 im Jahr 2023. Mitarbeitende wurden vor allem in den Bereichen Product & Technology sowie Sales & Partnerships eingestellt.

5 Siehe statista, Software-as-a-Service - weltweit, September 2023.
6 Siehe Gartner, Gartner identifies top four HR investment trends for 2023, März 2023.
7 Siehe Forbes, Top 5 trends expected to drive HR in 2024, Januar 2024.

C. Ertragslage

(in Tausend €) 2022 2023
Umsatzerlöse 94.741 144.284
Umsatzkosten (38.241) (45.359)
Bruttoergebnis 56.500 98.925
Sonstige operative Kosten und Aufwendungen (196.166) (259.818)
Betriebsergebnis (139.666) (160.893)
Finanzergebnis/Ertragsteuern (7.805) (16.093)
Gewinn/Verlust (147.471) (176.986)

Im Jahr 2023 (hierbei wurden auch die Vergleichszahlen für 2022 angepasst) haben wir die Zuordnung bestimmter Kostenpositionen (hauptsächlich Kosten für Management, Strategie und den laufenden Betrieb) innerhalb unserer Umsatzkostenstruktur geändert, um die Nützlichkeit und Vergleichbarkeit unserer Zahlen zu verbessern.

Im Jahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 144.284 Tausend EUR erzielt (2022: 97.741 Tausend EUR) und somit das Vorjahresniveau um 52% übertroffen, was der Vorjahresprognose von einer hohen Wachstumsrate entspricht. In der DACH-Region wurden 89% des diesjährigen Gesamtumsatzes generiert und 11% im Rest der Welt. Darüber hinaus hat Personio 2023 erneut mehr als 3.000 Neukunden gewonnen.

Das Bruttoergebnis hat sich um 75% auf 98.925 Tausend EUR (2022: 56.500 Tausend EUR) erhöht, weil die Umsatzkosten langsamer als die Umsatzerlöse gewachsen sind, was die Bruttomarge spürbar erhöht hat. Vertriebs- und Marketingaufwendungen sind nur um 8% auf 90.019 Tausend EUR gestiegen (2022: 83.286 Tausend EUR), was die steigende Effizienz unserer Vertriebsaktivitäten ausdrückt.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen 2023 signifikant um 54.310 Tausend EUR auf 116.613 Tausend EUR (2022: 62.303 Tausend EUR), was die fortgesetzten hohen strategischen Investitionen (v.a. Personalaufwendungen) in die Weiterentwicklung des Hauptprodukts sowie die Einführung zahlreicher neuer Apps (z.B. Personio Payroll) widerspiegelt.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen stiegen um 5.552 Tausend EUR auf 50.920 Tausend EUR (2022: 45.368 Tausend EUR). Die Zunahme um 12% liegt deutlich unter dem Umsatzwachstum von 52 % und zeigt eine Zunahme der betrieblichen Effizienz.

Die gesamten Personalaufwendungen stiegen weiterhin stark um 44% auf 200.012 Tausend EUR (2022: 138.642 Tausend EUR), was die Investitionen von Personio in zukünftiges Wachstum und insbesondere unsere Produktentwicklung belegt. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von 36.299 Tausend EUR (2022: 20.883 Tausend EUR) enthalten.

Der Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Verlust in Höhe von 176.986 Tausend EUR (2022: 147.471 Tausend EUR). Der Anstieg der operativen Aufwendungen aufgrund der Investitionen vor allem in unser Produkt lag über dem Anstieg des Bruttoergebnisses. Das Verhältnis des Betriebsergebnisses im Vergleich zu den Umsatzerlösen hat sich jedoch im Vergleich zu den Vorperioden verbessert, weil die Aufwendungen weniger stark gestiegen sind als die Umsatzerlöse.

D. Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war zu jeder Zeit gegeben und es war ausreichend Liquidität für die Finanzierung der Geschäftstätigkeiten vorhanden.

(in Tausend €) 2022 2023
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (99.581) (104.494)
Cashflow aus Investitionstätigkeit (124.630) 54.848
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 143.696 (8.903)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 308.213 227.138
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 227.138 168.335
Investitionen in Festgelder mit ursprünglicher Laufzeit von mehr als drei Monaten 95.390 36.841
Liquide Reserven 322.528 205.176

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum Geschäftsjahresende auf 168.335 Tausend EUR (2022: 227.138 Tausend EUR), was einem Rückgang um 58.803 Tausend EUR gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Unter Berücksichtigung der Festgelder mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als drei Monaten in Höhe von 36.841 Tausend EUR (2022: 95.390 Tausend EUR), die unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden und zusammen mit den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zu den liquiden Reserven zählen, verringerten sich die liquiden Reserven im Vergleich zum Vorjahr um 117.352 Tausend EUR auf 205.176 Tausend EUR.

2023 betrug der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -104.494 Tausend EUR (2022: -99.581 Tausend EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus den oben erwähnten Investitionen in die strategische Produktentwicklung.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf 54.848 Tausend EUR (2022: -124.630 Tausend EUR) und betrifft im Wesentlichen Zahlungen für Investitionen in Festgelder und Sachanlagen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf -8.903 Tausend EUR (2022: 143.696 Tausend EUR). Die Abnahme im Vergleich zu 2022 resultiert im Wesentlichen aus den Finanzierungsaktivitäten im Rahmen des Second Closing der Serie E im Jahr 2022.

E. Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen erhöhte sich um insgesamt 3.536 Tausend EUR auf 18.269 Tausend EUR (2022: 14.733 Tausend EUR), im Wesentlichen aufgrund von Investitionen in die Geschäftsausstattung, Mietereinbauten und geleistete Anzahlungen für in Entwicklung befindliche Vermögenswerte.

Durch Abschreibungen nahmen die Immateriellen Vermögenswerte um 508 Tausend EUR auf 18.181 Tausend EUR (2022: 18.689 Tausend EUR) ab und entfallen im Wesentlichen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und erworbene Software aus einem Unternehmenszusammenschluss 2022.

Die Vermögenswerte aus Nutzungsrechten fielen um 3.504 Tausend EUR auf 23.065 Tausend EUR (2022: 26.569 Tausend EUR), die Zugänge in Höhe von 2.870 Tausend EUR aus dem Abschluss neuer Mietverhältnisse und Bewertungsanpassungen wurden durch Abschreibungen in Höhe von 7.288 Tausend EUR überkompensiert.

Der Reduzierung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte (kurzfristig) auf 47.892 Tausend EUR (2022: 97.426 Tausend EUR) betrifft im Wesentlichen die Festgelder mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als drei Monaten in Höhe von 36.841 Tausend EUR (2022: 95.390 Tausend EUR).

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken von 227.138 Tausend EUR auf 168.335 Tausend EUR.

Das Eigenkapital des Konzerns verringerte sich zum 31. Dezember 2023 auf 31.627 Tausend EUR (2022: 167.709 Tausend EUR). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf den Verlust 2023 zurückzuführen.

Die Leasingverbindlichkeiten reduzierten sich um 8% auf 28.697 Tausend EUR (2022: 31.084 Tausend EUR), im Wesentlichen durch Tilgungszahlungen in Höhe von 6.930 Tausend EUR.

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (langfristig) erhöhten sich auf 172.127 Tausend EUR (2022: 152.707 Tausend EUR) im Wesentlichen durch die Erfassung von Zinsen auf die 2022 ausgegebenen wandelbaren Instrumente.

Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten (kurzfristig) stiegen um 17.152 Tausend EUR auf 70.761 Tausend EUR und umfassen im Wesentlichen Vertragsverbindlichkeiten. Der Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf ein gesteigertes Volumen an Vertragsabschlüssen im Geschäftsjahr, insbesondere auch im 4. Quartal, zurückzuführen. Mehr als 65% der Kundenverträge werden über eine Laufzeit von 12 Monaten oder länger geschlossen. Der Gesamtbetrag für den jeweiligen Vertragszeitraum wird in der Regel zu Vertragsbeginn in Rechnung gestellt und eine Umsatzabgrenzung zur periodengerechten Umsatzrealisierung über Vertragsverbindlichkeiten vorgenommen.

F. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Trotz der im Jahr 2023 vorherrschenden negativen makroökonomischen Marktentwicklungen konnte der Konzern ein signifikantes Umsatzwachstum von 52 % verzeichnen, im Wesentlichen getrieben durch den strategischen Fokus auf die Produktentwicklung und die damit verbundenen Marktanteilsgewinne bei Neukunden und den erhöhten Verwendungsgrad der Produkte bei Bestandskunden. Obwohl 2023 keine externe Finanzierungsrunde durchgeführt wurde, ist Personio nach wie vor gut finanziert,

Aufgrund der zunehmenden Gewinnung von Kunden mit Interesse an einer langfristigen vertraglichen Bindung an Personio konnte ein signifikanter Anteil des geplanten Umsatzes bereits für das Folgejahr gebunden werden. Dies lässt sich an der erheblichen Steigerung der Vertragsverbindlichkeiten um 39% erkennen.

III. Chancen- und Risikobericht sowie Prognoseberichterstattung

Dieser Bericht behandelt die Risiken, mit denen sich Personio im Geschäftsjahr 2023 bzw. zum Bilanzstichtag konfrontiert sah.

Im Berichtszeitraum wurden keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken eingesetzt.

A. Strategische Risiken (Markt- und Wettbewerbsrisiko)

Externe Ereignisse, wie eine Schwächung der Konjunktur, könnten sich negativ auf die Investitionsbereitschaft kleiner und mittelständischer Unternehmen und damit auf die Umsatzerlöse des Konzerns auswirken. Was die Wirtschaftstätigkeit angeht, wurde die europäische Wirtschaft im Jahr 2023 durch den Ukraine-Krieg und die erst nach und nach sinkenden Inflationsraten stark beeinträchtigt, was zu negativen Schocks bei Angebot und Nachfrage führte. Zusätzlich prägten steigende Zinsen als Ergebnis der Bemühungen der Zentralbanken zur Stabilisierung der Wirtschaft und ein geringes Verbrauchervertrauen nach wie vor das makroökonomische Umfeld. Die mit dem aktuellen makroökonomischen Umfeld verbundenen Unsicherheiten zwingen Unternehmen, kurzfristig Prioritäten bei ihren Ausgaben zu setzen.

Aufgrund des geringen Investitionsbedarfs für die von Personio angebotene Software für Neu- und Bestandskunden, der zentralen Verankerung der Software in die bestehenden Prozesse von Bestandskunden (bspw. Abwesenheitsmanagement, Lohnabrechnung etc.), der Effizienzgewinne, die Kunden durch die Digitalisierung unterschiedlicher Personalprozesse erzielen können und der damit einhergehenden Rendite bezogen auf die Investition in die Software von Personio, sowie des großen Anteils (ca. 65%) an langfristig abgeschlossenen Verträgen von 12 Monaten Laufzeit oder mehr, schätzt das Management die potentiellen negativen Auswirkungen einer schwachen Konjunkturentwicklung jedoch als vergleichsweise gering ein.

Während der Großteil des Marktes nicht von HR-Softwarelösungen abgedeckt wird, wird der Teil des Marktes, der bereits eine HR-Softwarelösung nutzt, überwiegend von Alt-Anbietern bedient. Der Marktanteil moderner cloudbasierter Lösungen wie Personio wächst, und wir sehen eine Chance, Marktanteile zu gewinnen, indem wir in den nicht abgedeckten Teil expandieren und Unternehmen den Übergang von Alt-Lösungen zu einer modernen Cloud-Lösung ermöglichen.

Neben ein paar etablierten Wettbewerbern aus dem On-Premise und Cloud-Bereich haben vereinzelt auch weniger etablierte Unternehmen aus dem Ausland versucht, auf den deutschen und europäischen Markt zu drängen; wir sehen in unseren Kernmärkten Wettbewerb im Wesentlichen von etablierten Anbietern. Zudem gibt es einige Anbieter von Insellösungen, welche versuchen, ein spezifisches HR-bezogenes Problem zu lösen, beispielsweise die physische Zeiterfassung oder das 360°-Feedback. Letztere sieht Personio jedoch weniger als Wettbewerber, sondern mehr als mögliche Partner für die Einbeziehung in die Marktplatz-/Plattform-Strategie von Personio.

Wir sehen auch eine Chance für unsere Kunden, ihre Ausgaben für Software zu rationalisieren und ihre personenbezogenen Daten zu konsolidieren, indem sie integrierte Personio-Apps anstelle separater Einzellösungen verwenden.

Aufgrund der derzeitigen geringen Durchdringung und der absoluten Größe des Marktes (rund 1,8 Millionen kleine und mittelständische Unternehmen ab zehn Mitarbeitenden in Europa 8 ) schätzt Personio den Wettbewerbsdruck jedoch nach wie vor als vergleichsweise gering ein und sieht sich in einer sehr guten Position, in den nächsten Jahren auch weiter signifikant wachsen zu können.

B. Rechtliche und Compliance-Risiken (Schutz von IP und Risiko von Kundenforderungen)

Rechtliche Risiken bestehen in der Gefahr der fehlerhaften Anwendung von Gesetzen sowie der Nichtbeachtung, Nichtanwendung oder Übertretung von Gesetzen oder vertraglichen Regelungen.

Einerseits könnte Personio aufgrund von IP-Verletzungen bzw. der Unfähigkeit, angemessene Lizenzen für Technologien Dritter zu erhalten oder aufrechtzuerhalten, mit Ansprüchen und Klagen konfrontiert werden. Andererseits könnten die geistigen Eigentumsrechte von Personio durch eine Drittpartei verletzt werden. Personio hat Prozesse eingeführt, um die IP-Risiken einschätzen und managen zu können. Beispielsweise schützt Personio, soweit rechtlich möglich, sein geistiges Eigentum durch entsprechende Registrierungen in wesentlichen Ländern.

Die Bereitstellung von Software auf der Grundlage von Allgemeinen Geschäftsbedingungen kann zu Ansprüchen von Kunden führen. Daher kann Personio aufgrund von Faktoren, die außerhalb seiner Kontrolle liegen oder durch Probleme in seiner Software verursacht werden, in Streitigkeiten, Gerichtsverfahren oder Schiedsverfahren mit Kunden verwickelt werden. Um das finanzielle Risiko etwaiger Produkthaftungsfälle oder Kundenansprüche zu begrenzen, verfügt Personio über die entsprechenden Vertragsbestimmungen und notwendigen Versicherungspolicen, die ständig überprüft werden, um eine angemessene Absicherung zu gewährleisten.

8 Siehe Eurostat - Unternehmen ab 10 Mitarbeitenden / interne Analyse.

In den letzten zwölf Monaten hat Personio seine Rechtsabteilung weiter ausgebaut und insbesondere für die Bereiche Produkt- und Arbeitsrecht weitere Experten eingestellt. Darüber hinaus werden bei Bedarf externe Juristen hinzugezogen. Des Weiteren wurden Konsultationsprozesse implementiert und Berichtswege definiert, um rechtliche Risiken so früh wie möglich erkennen und mindern zu können.

C. Cybersecurity und Sicherheits-Risiken (Technische, Privatsphäre- und Datenschutzrisiken)

Technische Risiken betreffen die Möglichkeit, dass eine bestimmte Bedrohung technische Schwachstellen ausnutzt und dadurch der Organisation Schaden zufügt. Bei Personio kann dies in Form längerer Ausfälle der Softwareplattform und der daraus resultierenden eingeschränkten Verfügbarkeit der Dienste von Personio auftreten, was sich negativ auf die betriebliche Effizienz, die Fähigkeit zur Einhaltung von Service Level Agreements und die allgemeine Fortführung der Geschäftstätigkeit von Personio auswirken würde. Diesem Risiko wird durch eine Vielzahl von Maßnahmen wie einem automatisierten Kapazitätsmanagementsystem, kontinuierlicher Analyse und Verbesserung der Datenbankspezifikationen sowie regelmäßigen Backups aller relevanten Daten begegnet. Darüber hinaus wird das System kontinuierlich überwacht, wobei die Ingenieure von Personio bei Störungen automatisch alarmiert werden, um bei Ausfällen schnell Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Personio nutzt außerdem ein automatisiertes System, das Änderungen im Code sofort rückgängig macht, wenn Unregelmäßigkeiten festgestellt werden.

Weiterhin bestehen technische Risiken in Bezug auf die IT-Sicherheit, beispielsweise im Zusammenhang mit Cyber-Attacken oder Social Engineering / Phishing. Personio's Sicherheits-Team federt die Auswirkungen dieser Risiken durch die Implementierung eines Katalogs technischer Sicherheitskontrollen einschließlich, aber nicht beschränkt auf E-Mail-Filterung und Authentifizierung, Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und die Filterung von Webinhalten ab. Darüber hinaus schult Personio alle Mitarbeitenden in Bezug auf IT-Sicherheitsbewusstsein und insbesondere die Produktentwickler durch Trainings und Richtlinien.

Personio hat seine Sicherheitsmaßnahmen nach ISO 27001 zertifizieren lassen. Die ISO 27001- Zertifizierung ist ein weltweit anerkannter Standard für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS). Es bietet Organisationen einen systematischen Rahmen für die Einrichtung, Implementierung, Aufrechterhaltung und die kontinuierliche Verbesserung von IT-Sicherheits-Prozessen und gewährleistet so einen robusten und umfassenden Ansatz zum Schutz sensibler Daten und zur Reduzierung von Sicherheitsrisiken. Diese Zertifizierung zeigt das Bestreben von Personio zur Einhaltung höchster Standards der IT-Sicherheit und schafft Vertrauen bei Interessengruppen, Kunden und Partnern. Um die ordnungsgemäße Aufrechterhaltung des ISMS und seiner Verantwortlichkeiten sicherzustellen, wurde die personelle Ausstattung der entsprechenden Teams erweitert.

Aufgrund der Rolle des Konzerns als Auftragsverarbeiter sensibler personenbezogener Kerndaten im Personalwesen besteht für Personio das Risiko, dass geltende Vorschriften zum Datenschutz, zur Cloud-Sicherheit oder andere für SaaS-Anbieter geltende gesetzliche Bestimmungen nicht eingehalten werden. Gegen Personio kann es zu Ermittlungen oder Bußgeldern durch Datenschutzaufsichtsbehörden kommen, insbesondere wenn der Verdacht einer Lücke oder möglicher Verstöße gegen Datenschutzgesetze besteht, die außerhalb des Einflussbereichs von Personio liegen. Um Compliance-Risiken im SaaS-Umfeld und insbesondere Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen zu minimieren, hat Personio eine umfassende Datenschutzstrategie implementiert und entwickelt diese kontinuierlich weiter. Dazu gehören Prozesse zur Überwachung von Änderungen im Gesetzgebungsbereich sowie interne Prozesse zur Konsultation, Überwachung und Zusammenarbeit zwischen wichtigen Interessengruppen. Im Rahmen dieser Strategie schult Personio seine Mitarbeitenden auch regelmäßig zum Thema Datenschutz.

Darüber hinaus findet ein regelmäßiger Dialog mit dem externen Datenschutzbeauftragten des Konzerns statt, der die Einhaltung des Datenschutzes überwacht und sicherstellt.

D. Betriebsrisiko (Talent-, Governance- und Produktrisiko)

Personio definiert Betriebsrisiko als das Risiko von Verlusten, die aus der Unzulänglichkeit oder dem Versagen interner Prozesse, Systeme oder Menschen resultieren. Unter Betriebsrisiken versteht man auch die Risiken, Kundenerwartungen nicht zu erfüllen.

Die Führungskräfte und Mitarbeitenden von Personio sind das wichtigste Kapital von Personio. Um ein kontinuierliches Wachstum zu gewährleisten, muss Personio hochqualifizierte Mitarbeitende (einschließlich Softwareentwickler, Vertriebs-, Marketing- und Personal für den laufenden Betrieb) gewinnen, weiterentwickeln und halten. Personio begegnet diesem Risiko, indem es den Fokus des internen Recruiting-Teams schärft, die Qualität weiter erhöht und mit externen Agenturen zusammenarbeitet. Darüber hinaus wird die Vergütungsstruktur des Konzerns kontinuierlich überwacht und an die Marktgegebenheiten angepasst. Wir unterstützen unsere Mitarbeitenden bei ihrer Weiterentwicklung beispielsweise durch laufendes Feedback, das Setzen von klaren Zielen und das Zurverfügungstellen von festen Fortbildungsbudgets.

Die Organisation von Personio entwickelt sich ständig weiter, um den Standards in Sachen Governance und Optimierung betrieblicher Abläufe (Operational Excellence) zu entsprechen, die für ein schnell wachsendes Unternehmen angemessen sind. Allerdings setzt Personio in einigen Bereichen noch auf informelle Strukturen und Prozesse zur Steuerung betrieblicher und kaufmännischer Entscheidungen. Personio investiert daher in die stetige Verbesserung der Standardisierung seiner Prozesse mittels Playbooks, Richtlinien und Systeme und schafft so Governance-Ordnungsrahmen im gesamten Unternehmen. Die Mitarbeiter werden kontinuierlich geschult, um diese verbesserten Prozesse einzuhalten.

Die Produkte von Personio können unerkannte Mängel, Code- oder Konfigurationsfehler aufweisen, sich nicht wie erwartet integrieren lassen oder die Erwartungen der Kunden nicht erfüllen. Dies wird durch interne Qualitätsprüfpunkte und Tests sowie den kontinuierlichen Austausch mit unseren Kunden (z.B. über das Customer Advisory Board von Personio) und Partnern, die Definition klarer Produkt-Roadmaps und die Fokussierung auf internes Projektmanagement und Projektüberwachung gesteuert.

Personio ist auf die kontinuierliche Verfügbarkeit von Drittanbietern, Datenhosting- und - übertragungsdiensten Dritter und Software Dritter angewiesen. Für die jeweiligen Risiken haben wir Schutzmaßnahmen wie einen gründlichen Auswahlprozess für kritische Lieferanten und Service Level Agreements implementiert, die ein qualitativ hochwertiges Kundenerlebnis gewährleisten.

Diese Maßnahmen minimieren auch Reputationsrisiken, die sich aus negativen Auswirkungen auf Finanzdaten aufgrund ungünstiger Reaktionen von Kunden oder anderen Stakeholdern ergeben können.

E. Finanzielle Risiken (Liquiditäts- und Kreditrisiko)

Zu den wichtigsten liquiden Reserven des Konzerns gehören die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 168.335 Tausend EUR zum 31. Dezember 2023 sowie die unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (kurzfristig) ausgewiesenen Festgelder mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als drei Monaten in Höhe von 36.841 Tausend EUR zum 31. Dezember 2023. Zusammengenommen ergeben diese eine sofortige und kurzfristig verfügbare Liquidität von 205.176 EUR.

Die Steuerung der Liquidität im Konzern soll sicherstellen, dass stets ausreichend liquide Mittel verfügbar sind, um unter normalen, wie auch unter angespannten Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können, ohne untragbare Verluste zu erleiden oder das Risiko einzugehen, die Reputation des Konzerns zu schädigen.

Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko eines finanziellen Verlusts, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei eines Finanzinstruments den vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Der Konzern hält seine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Festgelder bei Banken mit Investment-Grade-Rating und überwacht deren Kreditwürdigkeit ständig. Der Konzern ordnet das Kreditrisiko seiner Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Festgeldern bei Finanzinstituten basierend auf den externen Kreditratings dieser Finanzinstitute als gering ein. Darüber hinaus teilt der Konzern seine Zahlungsmittel und Festgelder sorgfältig auf mehrere Finanzinstitute auf, um das Kontrahentenrisiko zu verringern.

Das Kreditrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen wird im Allgemeinen aufgrund der Fakturierung im Voraus zu Beginn des Leistungszeitraums sowie des wegen der Zusammensetzung der Kundenbasis von Personio breit gestreuten Kontrahentenrisikos als unwesentlich eingeschätzt.

F. Gesamtrisiko

Nach Würdigung der oben beschriebenen Risiken (und der entsprechenden risikominimierenden Maßnahmen) hat Personio derzeit keine geschäftskritischen Risiken identifiziert.

G. Chancen

Die HRIS- und Gehaltsabrechnungs-Märkte, in denen Personio tätig ist, sind beide groß und wachsen, wobei die Digitalisierung kleiner und mittelständischer Unternehmen und der kontinuierliche Übergang zu cloudbasierter Abonnementsoftware einen erheblichen Rückenwind verleihen.

Personio konzentriert sich weiterhin auf den HRIS-Markt mit dem Ziel, in unseren Kernmärkten eine umfassende Komplettlösung für HR und Gehaltsabrechnung anzubieten. Personio wird dies durch die Erweiterung unserer nativen HRIS- und HCM-Anwendungssuite (Human Capital Management) sowie durch Produktpartnerschaften für bestimmte Funktionen umsetzen. Möglichkeiten zur Expansion in angrenzende Produktmärkte werden fortlaufend geprüft.

Personio ist derzeit in mehreren europäischen Märkten tätig. Angesichts der Größe der HRIS- und Gehaltsabrechnungsmärkte besteht für Personio erhebliches Potenzial, durch den Ausbau des Marktanteils in diesen Märkten weiteres Wachstum zu erreichen. Zukünftig wird Personio weiterhin Möglichkeiten prüfen und bewerten, seine geografische Präsenz durch die Erschließung zusätzlicher geografischer Märkte zu erweitern, was das Potenzial hat, den für das Unternehmen zur Verfügung stehenden adressierbaren Markt deutlich zu vergrößern.

Der aktuelle Fokus von Personio liegt auf der Betreuung kleiner und mittelständischer Unternehmen, wobei sich unser Angebot primär an Kunden mit 10 bis 2.000 Mitarbeitern richtet. Eine umfassende, moderne Lösung, die mit dem Wachstum von Unternehmen skaliert werden kann, bietet Personio ein starkes Wertversprechen und eine Differenzierungsmöglichkeit in diesem großen Marktsegment. Für die Zukunft bietet sich Personio klar die Möglichkeit, neue Kundensegmente zu erschließen, indem wir weiter in höhere Marktsegmente vordringen und größere Organisationen und Unternehmen ansprechen.

Schließlich investiert Personio als produktorientiertes Unternehmen weiterhin in Produktinnovationen und sieht eine Reihe von Möglichkeiten, das Wachstum in der Zukunft durch die weitere Einbettung technologischer Fortschritte wie KI und Large Language Models in unser Angebot zu beschleunigen. Dadurch erwarten wir nicht nur eine deutliche Verbesserung der Effizienz und Genauigkeit in den HR- und Gehaltsabrechnungsfunktionen, sondern auch ein ansprechenderes und individuelleres Benutzererlebnis. Investitionen in diese Technologien spiegeln unser Engagement wider, an der Spitze der Branche zu bleiben und sicherzustellen, dass unsere Lösungen in einer sich schnell verändernden Unternehmenslandschaft für die betrieblichen Abläufe unserer Kunden von zentraler Bedeutung bleiben.

H. Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinem World Economic Outlook von Januar 2024 davon aus, dass sich das globale Wachstum im Jahr 2024 auf dem Niveau des Jahres 2023 bewegen wird (3,1%). Das Wachstum in der Eurozone soll 0,9% betragen, bevor es 2025 wieder auf 1,7% ansteigt. Die gestiegenen Zinssätze der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation sowie der Ukraine-Krieg stellen weiterhin eine Belastung für die globale Wirtschaftstätigkeit dar. In den Industrieländern wird eine durchschnittliche Inflation in Höhe von 2,6% erwartet, in den Schwellen- und Entwicklungsländern in Höhe von 8,1%. 9

Laut der jüngsten Prognose von Gartner belaufen sich die weltweiten IT-Ausgaben im Jahr 2024 auf knapp 4,5 Billionen EUR. Dies entspräche einem jährlichen Anstieg von rund 7% im Vergleich zu 2023 und unterstreicht, dass Unternehmen trotz der weltweiten Konjunkturabschwächung ihre Ausgaben für digitale Anwendungen weiter ausbauen. Konkret erwarten die Analysten von Gartner für die Segmente Software und IT-Services im Jahr 2024 ein Wachstum von 12,7% bzw. 8,7%, was ein weiterer Hinweis darauf ist, dass die Ausgaben für IT den Entwicklungen der Rezession trotzen. 10

Personio geht davon aus, dass der Markt für cloudbasierte HRIS und ergänzende Anwendungen weiterhin wachsen wird und kleine und mittelständische Unternehmen weiter investieren werden, um die Digitalisierung voranzutreiben.

Angetrieben durch die stetige Erweiterung des Produktportfolios und das daraus resultierende erwartete Wachstum bei Neukunden sowie Ausgabensteigerungen seiner Bestandskunden, sowohl in der DACH-Region als auch in anderen europäischen Märkten, rechnet Personio im Geschäftsjahr 2024 mit einem starken Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr. Dies beruht auf der Annahme, dass sich der militärische Konflikt in der Ukraine nicht auf andere Teile Europas ausweitet, die Inflation nicht wieder steigt und es zu keinen weiteren erheblichen makroökonomischen Störungen kommt.

Es wird erwartet, dass die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie für Vertrieb und Marketing aufgrund der kontinuierlichen Investitionen in das Produkt und das weitere Wachstum, insbesondere im Bereich Personal, steigen werden. Dieses Wachstum ist für alle Standorte von Personio geplant.

Die Erwartungen des Managements an die Entwicklung des Konzerns im Geschäftsjahr 2023 wurden erfüllt. Auch für das Geschäftsjahr 2024 ist es von einem starken Wachstumspotenzial in Bezug auf den Umsatz überzeugt. Die Prognose basiert auf der zum Aufstellungszeitpunkt bekannten Zusammensetzung des Konzerns im Prognosezeitraum.

 

München, 31. Mai 2024

gez. Hanno Renner, Vorstand

9 Siehe IWF, World Economic Outlook, Januar 2024.
10 Siehe Gartner, Weltweite IT-Ausgaben, Oktober 2023.

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  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

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client = OpenAI()
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    tools=[{
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        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
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