PlusInvestment GmbHKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Ein im Vorjahr in dem Posten Sonstige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesener Betrag in Höhe von TEUR 2.632 wurde zu Vergleichszwecken in den Posten Sonstige Vermögenswerte umgegliedert. Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeines Die PlusInvestment GmbH (im Folgenden kurz: "PlusInv" oder "Gesellschaft"), Köln, als Mutterunternehmen des Konzerns wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 7. Juli 2017 unter der Firmierung Blitz 17-569 GmbH, München, gegründet. Gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften bildet sie die PlusServer-Gruppe (im Folgenden kurz: "PlusServer"). Sie wird nach Umfirmierung und Sitzverlegung nach Köln beim Amtsgericht Köln unter HRB 92520 geführt. Sämtliche Geschäftsanteile an der Pluslnv wurden am 31. Dezember 2023 noch von der Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., Luxemburg, gehalten. Oberste Muttergesellschaft war bis zum 29. Februar 2024 die Phoenix Lux Investment S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg. Die Anteile an dieser Gesellschaft wurden mehrheitlich von Fonds gehalten, die von BC Partners LLC, London/Großbritannien, einer führenden Private Equity Gesellschaft, beraten werden. Mit Shareholder Exit Agreement vom 17. November 2023 haben die Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., als Verkäuferin, und die PlusSky HoldCo S.à r.l., Luxemburg, als Erwerberin, den Verkauf/Kauf sämtlicher Anteile an der Gesellschaft vereinbart. Das Shareholder Exit Agreement wurde am 16. Februar 2024 angepasst und am 29. Februar 2024 vollzogen. Für die Geschäftsanteile wurde ein Kaufpreis in Höhe von EUR 1 vereinbart. Den Konzernabschluss für den kleinsten und für den größten Kreis von Unternehmen des Konzerns wird von der Gesellschaft aufgestellt und im Unternehmensregister offengelegt. Der Konzernabschluss für die Pluslnv, nachfolgend auch "Konzern" oder "PlusServer-Gruppe" genannt, ist in Euro (EUR) aufgestellt, da der überwiegenden Anzahl der Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt und der Euro damit die funktionale Währung des Konzerns darstellt. Sofern nicht anders angegeben, erfolgen Ausweise im Anhang in Tausend Euro (TEUR). Sofern in einzelnen Tabellen keine Währungseffekte aufgeführt werden, sind Währungsumrechnungen nicht vorhanden oder von untergeordneter Bedeutung für den Konzernabschluss. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auch innerhalb einzelner tabellarischen Darstellungen auftreten können. Dies betrifft auch die dargestellten Summen und Zwischensummen des Konzernabschlusses. Die Konzerngesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Da keine im sonstigen Ergebnis auszuweisenden Effekte vorliegen, sind das Ergebnis nach Steuern und das Gesamtergebnis identisch. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. 2. Geschäftstätigkeit Die PlusServer-Gruppe entwickelt flexibel skalierbare Cloud- und andere Hosting-Setups sowohl für die individuellen als auch für standardisierte Bedarfe von Unternehmen. PlusServer berät Unternehmen bei der Entwicklung und Implementierung maßgeschneiderter digitaler Transformationsprojekte in die Cloud und bietet ein breites Portfolio digitaler Infrastrukturdienstleistungen ("Infrastructure-as-a-Service" oder "laaS") an. Die Angebote reichen von modernen Private- oder Public-Cloud-Angeboten in eigenen, DSGVO-konformen und zertifizierten Rechenzentren, über den Betrieb dedizierter Server bis hin zu Colocation-Leistungen. Die Cloud-Angebote werden dabei als "pluscloud VMware" basierend auf bewährter VMware- Technologie oder als digital souveräne Cloud auf OpenStack-Basis ("pluscloud open"), angeboten. Bei Bedarf können diese Public-Cloud-Angebote mit den Angeboten von Hyperscaler- Clouds (Amazon, Google, Azure) kombiniert werden ("Multi-Cloud DataService"). Für die Hyperscaler-Clouds bietet PlusServer sowohl das operative Management als auch Professional Services bei der Migration und der Optimierung an. Neben vielfältigen Cloud-Services, insbesondere in den Bereichen Security, Kubernetes, Storage & Backup, Databases stellt PlusServer seinen Kunden seit dem letzten Jahr auch eine Compliance-konforme Kl-Plattform bereit. Daneben umfasst das Dienstleistungsangebot des Konzerns vielfältige Servicelevels rund um den Betrieb der Hosting-Lösungen sowie verschiedene Beratungsleistungen im Zusammenhang mit den angebotenen Services und Cloud-Lösungen mit dem Fokus auf Anwendungen ("Workloads"). 3. Grundlagen der Aufstellung des Abschlusses Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter ergänzender Anwendung der Bestimmungen des § 315e HGB in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Die PlusInv stellt als Konzernmutter verpflichtend diesen Konzernabschluss auf. Die Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2023 erfolgt nach den verpflichtend anzuwendenden Standards und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der vorliegende Konzernabschluss wurde durch die Geschäftsführung der Gesellschaft am 16. Mai 2024 zur Veröffentlichung freigegeben. Der Konzern weist zum 31. Dezember 2023 ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 400.862 aus. Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme der Prämisse der Unternehmensfortführung, da die langfristige Finanzierung des Konzerns insbesondere durch die im Zusammenhang mit dem Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile an der Pluslnv erfolgten Restrukturierungen der Finanzierungsstruktur der Gruppe gesichert ist. Das endfällig zu tilgende und mit einem Rangrücktritt versehene Gesellschafterdarlehen der Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., Luxemburg, mit einem Nominalwert zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 259.732 wurde mit Shareholder Exit Agreement vom 17. November 2023, letztmalig angepasst am 16. Februar 2024 und vollzogen am 29. Februar 2024, durch befreiende Vertragsübernahme von der Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., auf die PlusSky HoldCo S.à r.l., Luxemburg, übertragen. Als Gegenleistung hierfür wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 2.523 vereinbart. Mit Vertrag vom 29. Februar 2024 wurde zwischen der PlusBeteiligungs GmbH, als Darlehensnehmerin, und der PlusSky HoldCo S.à r.l, als Darlehensgeberin, in Änderung des Darlehensvertrages vom 12. September 2017 vertraglich vereinbart, dass dieses, zur Vermeidung einer Überschuldung nachrangig gewährte Darlehen, mit einem Nominalbetrag in Höhe von TEUR 261.016 zum 29. Februar 2024, unverzinst gewährt wird und eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2029 hat. Bis zu dieser Anpassung war das Darlehen seit dem 1. März 2021 mit 1,0 % p.a. (vorher: 8,04 % p.a.) verzinst und am 31. August 2027 zur Rückzahlung fällig. Mit ursprünglichem Vertrag vom 18. August 2017 hat die PlusHolding GmbH, Köln, als Darlehensnehmerin, mit verschiedenen Darlehensgebern ein Senior Facilities Agreement geschlossen. Dieses wurde bis zum 31. Dezember 2023 mehrmalig angepasst. Der Nominalbetrag der gewährten Term Loan B Facility belief sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 260.000 und war mit einer Marge von 3,75 % zzgl. eines positiven Euribors verzinst. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 31. August 2024. Mit Wirkung vom 29. Februar 2024 wurde dieses Senior Facilities Agreement unter anderem wie folgt angepasst: Die gewährte Term Loan B Facility wurde auf einen Betrag in Höhe von TEUR 95.000 geändert. Diese Facility ist zum 31. Dezember 2028 einschließlich aufgelaufener und kapitalisierter Zinsen endfällig zurückzuzahlen und ist mit einer Marge von 5,0 % p.a. zzgl. eines positiven Euribors verzinst. Bei Vorliegen verschiedener Voraussetzungen, erfolgt auf Antrag eine Kapitalisierung des 4,95 % übersteigenden Zinsbetrages mit jeweiliger Wirkung ab dem Fälligkeitstag der Zinszahlung. Der verbleibende Betrag in Höhe von TEUR 165.000 wurde, zusammen mit den bis zum 29. Februar 2024 aufgelaufenen Zinsen in Höhe von TEUR 11.857, als nachrangiges Subordinated PIK Instrument mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2029 gewährt. Der Zinssatz beträgt 11,05 % p.a., wovon 11,0 % zum jeweiligen Fälligkeitszeitpunkt der Zinsen kapitalisiert werden. Darüber hinaus wurden der PlusHolding GmbH im Rahmen des Senior Facilities Agreement zwei neue Facilities gewährt: Eine New Money Facility über TEUR 15.000, zzgl. Gebühren in Höhe von TEUR 1.050 sowie eine Additional Incremental Super Senior Facility über TEUR 5.000, zzgl. Gebühren in Höhe von TEUR 350 haben jeweils eine Laufzeit bis zum 31. Juli 2028 und sind jeweils mit einer Marge von 8,0 % p.a. zzgl. eines positiven Euribors auf den Darlehensbetrag, ohne Berücksichtigung der Gebühren, verzinst. Zudem wurde seitens der Darlehensgeber ein Senior Facility Maximum Amount in Höhe von TEUR 30.000 abzgl. der New Money Facility zur Verfügung gestellt. Hiervon wurden im Rahmen der Additional Incremental Super Senior Facility TEUR 5.000 in Anspruch genommen. Zur Besicherung der Bankdarlehen wurden bestehende und künftige Forderungen, Bankguthaben und Versicherungsansprüche sowie Anlagevermögen des Konzerns verpfändet bzw. als Sicherheit abgetreten. Die erfolgte und vorstehend beschriebene Restrukturierung der Konzernfinanzierung erfolgte maßgeblich auf Grundlage eines Sanierungsgutachtens gemäß IDW S 6 unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BGH, welches von der FTI-Andersch, Frankfurt am Main, erstellt wurde. Der aus heutiger Einschätzung unwahrscheinliche Fall eines wesentlichen Nichterreichens insbesondere der dieser Beurteilung für die kommenden Jahre zu Grunde liegenden Ergebnisplanungen, könnte - ebenso wie ein weiterer deutlicher Anstieg der Euribor-Zinssätze - zu einer Überschuldung und auch zu einer Illiquidität einzelner Konzerngesellschaften führen, sofern dies nicht durch Liquiditätszuschüsse von Eigen- und Fremdkapitalgebern kompensiert werden könnte. Den sich auch im Jahr 2023 fortsetzenden Kostensteigerungen ist die Gesellschaft ihrerseits wiederum durch Preisanpassungen begegnet. Fortgesetzte Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, neue Beschaffungskonzepte, strategische Bindungen von Lieferanten, aber auch diversifizierte Vertragsgestaltungen und Produktstandardisierungen sollen dazu beitragen, das Risiko aus nicht geplanten Kostensteigerungen auch in der Zukunft zu minimieren. Lieferengpässe auf der Seite von Lieferanten insbesondere in Folge eines Mangels an elektronischen Bauteilen haben sich zwar im Jahr 2023 gegenüber 2022 leicht entspannt. Trotzdem könnten auftretende Lieferengpässe dazu führen, dass für die Erbringung von Kundenleistungen notwendige Teile und Services seitens der Gesellschaft nicht beschafft werden können und eine Leistungserbringung entsprechend nicht erfolgen kann. Diesem Risiko wird durch neue Beschaffungskonzepte und strategische Bindungen von Lieferanten, aber auch durch diversifizierte Vertragsgestaltungen und durch eine fortgesetzte Standardisierung von Produkten begegnet. 4. Erstmalige Anwendung von Standards und Interpretationen und noch nicht angewandte Standards und Interpretationen Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen:
Bereits veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Standards, Interpretationen und Änderungen:
Die im Geschäftsjahr oder nach dem 31. Dezember 2023 erstmals anzuwendenden neuen oder geänderten IFRS werden sich auf den Konzernabschluss der Pluslnv allenfalls unwesentlich auswirken. 5. Konsolidierungskreis und Unternehmenszusammenschlüsse In den Konzernabschluss wurden nach IFRS 10 als Mutterunternehmen die Pluslnv sowie grundsätzlich alle ihre direkten oder indirekten Tochterunternehmen vollkonsolidiert. Unverändert zum Vorjahr wurden im Wege der Vollkonsolidierung zum 31. Dezember 2023 folgende Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
Es wurden alle Tochtergesellschaften, die von der PlusInv beherrscht werden, sofern sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung sind, vollkonsolidiert. Nicht vollkonsolidiert wurde die Nexinto LLC, Wilmington/USA, da diese zum 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr ein Eigenkapital und ein Ergebnis von TEUR 0 auswies und für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. 6. Rechnungslegungsmethoden Im Folgenden werden die im Konzernabschluss angewandten Rechnungslegungsmethoden dargestellt. Darüberhinausgehende Informationen zu einzelnen Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung und der Konzernbilanz sowie entsprechende Zahlenangaben ergeben sich aus den nachfolgend dargestellten Erläuterungen. Die Bilanzierung erfolgt unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Umsatzrealisierung und Umsatzausweis Umsatzerlöse sind mit dem Betrag der Gegenleistung zu bewerten, die das Unternehmen zu realisieren erwartet, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter bzw. Produkte und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann. Zur Ermittlung der zu erfassenden Umsatzerlöse sieht der Standard ein fünfstufiges Schema vor, das folgende Schritte beinhaltet: Schritt 1: Bestimmung des relevanten Vertrags Schritt 2: Identifizierung separater Leistungsverpflichtungen im Vertrag Schritt 3: Bestimmung der gesamten Gegenleistung Schritt 4: Allokation der gesamten Gegenleistung auf identifizierte Leistungsverpflichtungen Schritt 5: Umsatzrealisierung bei Erfüllung einer Leistungsverpflichtung Klassen von Umsatzerlösen Die Umsatzerlöse im Konzern stammen grundsätzlich aus den folgenden übergeordneten Produkten bzw. Dienstleistungen:
Bestimmung des relevanten Vertrags Der Konzern geht teilweise mehrere Verträge mit demselben Kunden ein. Für Bilanzierungszwecke werden diese Verträge grundsätzlich, wie ein Vertrag behandelt, wenn die Verträge gleichzeitig oder mit geringem Zeitabstand geschlossen werden und wirtschaftlich miteinander zusammenhängen. Es werden keine Verträge zusammengefasst, deren Abschlusstermine mehr als drei Monate auseinanderliegen, da diese Verträge dann nicht mehr als mit geringem Zeitabstand abgeschlossen betrachtet werden können. Ermessensausübungen sind erforderlich bei der Beurteilung, ob zwei oder mehr Verträge miteinander verbunden sind, wofür unter anderem zu berücksichtigen ist, ob sie als Paket mit einem einzigen wirtschaftlichen Zweck ausgehandelt wurden, ob die Gegenleistung für den einen Vertrag von der Erfüllung des anderen Vertrags abhängt oder ob einige oder alle Produkte in den Verträgen eine einzige Leistungsverpflichtung darstellen. Bei neuen Vereinbarungen mit bestehenden Kunden kann es sich entweder um einen neuen Vertrag oder um eine Änderung bzw. Leistungserweiterung vorheriger Verträge mit dem Kunden handeln. Bei der Festlegung, welcher Fall vorliegt, wird auch berücksichtigt, ob es eine Verbindung zwischen der neuen Vereinbarung und den bestehenden Verträgen gibt, ob die Produkte und Dienstleistungen der neuen Vereinbarung eng mit den in früheren Verträgen verkauften Produkten und Dienstleistungen verbunden sind, und wie die Preisgestaltung der Produkte und Dienstleistungen in der neuen Vereinbarung aussieht. Bei der Festlegung, ob eine Änderung des Vertragspreises eine Vertragsänderung oder eine Änderung variabler Gegenleistungen darstellt, wird untersucht, ob die Preisänderung sich aus der Änderung des Vertrags ergibt oder aus der Inanspruchnahme unveränderter bestehender Vertragsbestimmungen. Identifizierung der Leistungsverpflichtungen Die im Konzern vorhandenen Verträge mit Kunden enthalten oftmals verschiedene Produkte und Dienstleistungen. In der Regel sind unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen, wie in den Klassen von Umsatzerlösen beschrieben, als separate Leistungsverpflichtungen einzustufen, und der ihnen zugeordnete Teil des Vertragspreises wird separat erfasst. Die Bestimmung, ob ein Produkt oder eine Dienstleistung als separate Leistungsverpflichtung betrachtet wird, ist jedoch grundsätzlich mit Ermessungsausübungen verbunden. Insbesondere im Rahmen der Implementierung und Ersteinrichtung von Kunden als Leistungsverpflichtung ist die Beurteilung mit Ermessensausübungen verbunden, ob diese Dienstleistungen eine erhebliche Integration darstellen bzw. signifikant sind. In diesem Zusammenhang wird insbesondere berücksichtigt, welche Art von Service durch den Konzern erbracht wird und wie der Umfang der einzelnen Dienstleistungen im Vergleich zu der originären Leistungsverpflichtung ist. Im Regelfall sind die Dienstleistungen im Bereich der Implementierung bzw. Ersteinrichtung eines Kunden nicht als eigenständige Leistungsverpflichtung erfasst. Der Kunde kann aus der Implementierung und Ersteinrichtung unabhängig von anderen Vertragsleistungen keinen Nutzen ziehen, zudem ist die Leistungsverpflichtung lediglich unselbständiger Bestandteil. Die Integrations- und Implementierungsleistungen sind notwendige Voraussetzungen für den Betrieb der Cloud bzw. der Server und ein Motiv für den Vertragsabschluss Der Konzern geht entsprechend von einer signifikanten Installationsleistung aus, für die eine Umsatzrealisierung mit der Erbringung der Leistung realisiert wird. Bestimmung des Transaktionspreises Im Rahmen der Bestimmung der Gegenleistung sind Ermessensentscheidungen notwendig. Im Einzelnen wird in die Bestimmung des Transaktionspreises auch die Schätzung mit einbezogen, ob und in welchem Umfang dem Kunden nachträgliche Zugeständnisse oder Zahlungen gewährt werden und ob der Kunde die vertraglich vereinbarten Gebühren den Erwartungen entsprechend zahlen wird. Bei diesen Ermessensentscheidungen werden sowohl die bisherigen Erfahrungen mit dem entsprechenden Kunden als auch die branchen- und länderspezifischen Erfahrungen mit einbezogen. Die Verträge mit Kunden enthalten keine signifikanten Finanzierungskomponenten. Aufteilung des Transaktionspreises Die Aufteilung des Transaktionspreises wird anhand objektiver Kriterien vorgenommen. Grundsätzlich gibt es in der Ausgestaltung der Produkt- und Dienstleistungsbepreisung ein einheitliches Vorgehen. Da die Einzelveräußerungspreise für ein Angebot beobachtbar und weitgehend einheitlich für alle Kunden sind, sind nur im geringen Maße Schätzungen und Ermessensentscheidungen hinsichtlich der Aufteilung erforderlich. Grundsätzlich können die einzelnen Produkte und Dienstleistungen auf dieser Grundlage einzeln, objektiv und transparent hinsichtlich ihrer Transaktionspreise bestimmt werden. Ein Preis für ein Bündel von Produkten und Dienstleistungen wird nicht vereinbart; die Preisgestaltung richtet sich nach den einzelnen Komponenten und damit auch nach den einzelnen Leistungsverpflichtungen. Realisierung von Umsatzerlösen Grundsätzlich erfolgt mit Erfüllung einer Leistungsverpflichtung durch Übertragung des Produktes oder der Dienstleistung an den Kunden die Erlösrealisierung. Die Übertragung geschieht mit Erlangung der Beherrschung über den Vermögenswert bzw. den aus ihm resultierenden Nutzungen durch den Kunden. Der Kunde muss entsprechend Beherrschung über die Leistung bzw. den Vermögenswert erlangen, so dass er die Fähigkeit der Bestimmung seiner Verwendung und des Erhalts aller wesentlicher Vorteile im Zusammenhang mit diesem gewinnt, ohne dass ein Dritter darauf zugreifen kann. Die Bestimmung des Leistungszeitpunkts der Erlösrealisation im Konzern erfolgt grundsätzlich nach dem Zeitraum, an dem der Kunde den kontinuierlichen Nutzen aus der Leistungsverpflichtung zieht. Der Kunde erhält und konsumiert gleichzeitig die Vorteile aus der Leistungserbringung, so dass in diesem Zusammenhang grundsätzlich zeitraumbezogene Leistungsverpflichtungen vorliegen. Ermessensausübungen sind erforderlich bei der Bestimmung, ob Umsatzerlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum zu erfassen sind. Für Leistungsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden, muss der Leistungsfortschritt auf Grundlage einer Schätzung mit der Methode gemessen werden, die den Leistungsfortschritt am besten widerspiegelt. In diesem Zusammenhang erfolgt die Erlösrealisierung je nach Art der Leistungsverpflichtung auf Grundlage von fixen monatlichen Vergütungen oder von leistungs- bzw. nutzungsabhängigen Vergütungen, die aus Sicht des Konzerns zuverlässig ermittelt werden können. Alle oben genannten Ermessensausübungen und Schätzungen können dabei grundsätzlich erhebliche Auswirkungen auf die zeitliche Verteilung und die Höhe der zu realisierenden Umsatzerlöse haben. Vertragssalden Im Konzern bestehen keine vertraglichen Vermögenswerte, da grundsätzlich das Recht auf Gegenleistung (Zahlung durch den Kunden) lediglich vom Zeitablauf abhängig ist. Die Abrechnungen erfolgen in kurzen Zyklen, so dass zum jeweiligen Monatsende sämtliche erbrachten Leistungsverpflichtungen bereits mit entsprechender Fälligkeit abgerechnet werden. Vertragsverbindlichkeiten bestehen aus erhaltenen Zahlungen vor der Umsatzrealisierung. Zum 31. Dezember 2023 bestehen entsprechende Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 856 (31. Dezember 2022: TEUR 758), die jeweils vollständig im folgenden Geschäftsjahr als Umsatzerlöse realisiert werden. Kosten der Auftragserlangung und Vertragserfüllungskosten Die Aktivierung von inkrementellen Kosten für die Erlangung eines Kundenvertrags, insbesondere durch Verkaufsprovisionen für Vertriebsmitarbeiter, ist für den Konzern lediglich von untergeordneter Bedeutung. Innerhalb der PlusServer-Gruppe werden diese Kosten der Auftragserlangung zum Zeitpunkt ihres Anfalls unmittelbar als Aufwand erfasst, da der Abschreibungszeitraum kurzfristig ist und nicht mehr als ein Jahr beträgt. Der Ausweis erfolgt unmittelbar in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Vertragserfüllungskosten sind innerhalb der PlusServer-Gruppe nur von untergeordneter Bedeutung. Entsprechend findet keine Aktivierung und Abschreibung über die Vertragslaufzeit statt. Realisierung von sonstigen Erträgen und Zinserträgen Sonstige Erträge werden entsprechend ihrer Realisierung erfasst. Zinserträge werden effektivzinsgerecht erfasst. Aufwandsrealisierung Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst. Zinsen werden effektivzinsgerecht als Aufwand erfasst. Währungsumrechnung Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Am jeweiligen Abschlussstichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs umgerechnet, nicht monetäre Posten werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion umgerechnet. In der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfolgt die Umrechnung der Posten zum Durchschnittskurs. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im laufenden Geschäftsjahr ergaben sich im Saldo Aufwendungen aus Umrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 92 (2022: Ertrag von TEUR 65). Innerhalb der PlusServer-Gruppe sind im aktuellen Geschäftsjahr sowie in den Vorjahren keine konsolidierten integrierten ausländischen Einheiten vorhanden. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die folgenden Kurse für die Währungsumrechnungen des US-Dollar in Euro verwendet:
Andere Währungen sind grundsätzlich im Konzern vorhanden, haben aber eine untergeordnete Bedeutung. Geschäfts- oder Firmenwerte Geschäfts- oder Firmenwerte ("Goodwill") aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung (Anschaffungskosten) über die identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich - bei Vorliegen von Anhaltspunkten auch unterjährig - entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf Betrachtungsebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("ZGEs") auf Wertminderungen überprüft. Die Zuordnung von neu entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerten erfolgt jeweils zu den ZGEs, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss Nutzen ziehen. Die ZGEs entsprechen dabei grundsätzlich operativen Geschäftsbereichen, da Geschäfts- oder Firmenwerte nur auf dieser Ebene gesteuert werden. Zur Ermittlung einer möglichen Wertminderung wird der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit ihrem Buchwert verglichen. Der erzielbare Betrag ergibt sich aus dem höheren Wert aus Nutzungswert ("value in use") und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten ("fair value less cost of disposal"). Eine Wertminderung liegt nur dann vor, wenn der erzielbare Betrag kleiner als der Buchwert ist. Eine spätere Zuschreibung infolge Wegfalls der Gründe für einen in vergangenen Geschäftsjahren erfassten Wertminderungsaufwand erfolgt nicht. Basierend auf einer entsprechenden Berechnung ist zum 31. Dezember 2023 eine Minderung des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von TEUR 130.195 auf Grundlage des Nutzungswertes erfolgt. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses zum 31. Dezember 2022 befand sich BC Partners als Berater des Fonds als Mehrheitsgesellschafter in Verhandlungen zum Verkauf der Anteile an der PlusHolding GmbH. Deshalb wurden im Vorjahr die zum damaligen Zeitpunkt vorliegenden unverbindlichen Kaufpreisangebote zum Erwerb der Anteile an der PlusHolding GmbH sowie der bis zu einer Veräußerung noch erzielbaren Cashflows des Konzerns bei der Ermittlung des Nutzungswertes berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2022 ist auf dieser Basis eine Minderung des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von TEUR 51.185 erfolgt. Zum Jahresende wird somit im Konzern aus den im Jahr 2017 erfolgten Unternehmenszusammenschlüssen PlusServer bzw. Nexinto folgender Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen:
Sonstige immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte liegen im Wesentlichen in Form von Kundenbeziehungen, Markenrechten sowie Softwarelizenzen vor. Sie weisen zum 31. Dezember 2023 einen Buchwert von insgesamt TEUR 11.532 (31. Dezember 2022: TEUR 23.020) auf. Darin enthalten sind selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte, die mit den in der Entwicklung direkt zurechenbaren Kosten angesetzt werden. Im Jahr 2023 sind auf nicht mehr in Nutzung befindliche Markenrechte außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.567 erfolgt. Die PlusServer-Gruppe entwickelt für ihre Kunden insbesondere cloudbezogene Lösungen, Produkte und Anwendungen. Der Entwicklungsschwerpunkt liegt dabei auf der Weiterentwicklung der plusservereigenen Cloudlösung ("PlusCloud"). Entwicklungsprojekte werden dabei in der Regel im Rahmen agiler Organisationsformen durch Squads bearbeitet. Hierbei setzen sich die jeweiligen Squads aus eigenen Mitarbeitern verschiedener Unternehmensbereiche zusammen. Die folgenden Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern werden von der Gesellschaft angewandt:
Die Kundenbeziehungen wurden bis August 2023 bzw. November 2023 amortisiert. Die bilanzierten Markenrechte haben noch eine Nutzungsdauer bis zum September 2027. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (über eine Nutzungsdauer von 3 bis 33 Jahren) und Wertminderungen, bewertet. Abgänge werden sowohl bei den historischen Anschaffungskosten als auch bei den kumulierten Abschreibungen ausgewiesen. Die folgenden Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern werden von der Gesellschaft angewandt:
Wertminderungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten, Nutzungsrechten und Sachanlagen Ein Werthaltigkeitstest wird bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Eine Wertminderung wird dann ergebniswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert grundsätzlich einzeln ermittelt. Sofern dies nicht möglich ist, erfolgt die Ermittlung auf Basis einer Gruppe von Vermögenswerten, die weitgehend unabhängige Cashflows (ZGE) generieren. Die ZGE stellt die kleinste Gruppe von Vermögenswerten dar, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugen, unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst. Bei Entfall des Grundes für eine in den Vorjahren erfasste Wertminderung erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Leasing Bei den im Konzern vorliegenden Leasingverhältnissen wird eine Aufteilung in Laufzeiten von bis zu einem Jahr und Laufzeiten über ein Jahr vorgenommen. Der Konzern bilanziert geringwertige und kurzfristige Leasingverhältnisse nicht. Der Aufwand aus den Leasingraten wird unmittelbar in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei nicht geringwertigen Leasingverträgen mit einer Vertragslaufzeit von über einem Jahr wird die zu passivierende Leasingverbindlichkeit als Barwert der mit hoher Wahrscheinlichkeit an Leasingnehmer zu entrichtenden Zahlungen ermittelt. Für die Leasingverhältnisse wird grundsätzlich ein einheitlicher Grenzfremdkapitalzinssatz im Sinne eines Portfolios angewendet. Ihre Fortschreibung erfolgt nach der Effektivzinsmethode. Das im Gegenzug anzusetzende Nutzungsrecht an dem zugrunde liegenden Vermögenswert ist zu Beginn des Leasingverhältnisses mit seinen Anschaffungskosten anzusetzen. In ihre Ermittlung gehen neben den Leasingzahlungen etwaige anfängliche direkte Kosten des Leasingnehmers und Rückbaukosten ein. Das aktivierte Nutzungsrecht ist planmäßig abzuschreiben und bei entsprechenden Hinweisen auf eine Wertminderung zu prüfen. Gegenstand der abgeschlossenen Leasingverträge sind insbesondere Immobilienmieten, Mieten für Server-Racks und PKWs. Als Zinssatz ist der im Konzern zum Jahresende 2023 anwendbare Grenzfremdkapitalzinssatz auf Grundlage der vorhandenen Finanzierungsstruktur in Höhe von 7,22 % (2022: 5,24%) berücksichtigt. Dieser Zinssatz beruht auf den Zinsen für die in Anspruch genommene Term B Facility. Weitere Angaben zu den Leasingverhältnissen werden unter 18. Nutzungsrechte aufgeführt. Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, soweit am Abschlussstichtag mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten entstanden ist, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen, denen eine große Zahl gleichartiger Ereignisse zugrunde liegt, werden mit ihrem Erwartungswert bilanziert. Erfolgsunsicherheiten sind mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter Kontrolle des Konzerns stehen. Eventualschulden sind zudem gegenwärtige Verpflichtungen, die einen wahrscheinlichen Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen nicht erwarten lassen oder deren Höhe nicht verlässlich geschätzt werden kann. Ertragsteuern (tatsächliche und latente Steuern) Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden (tatsächlichen) Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der tatsächliche Steueraufwand wird auf Basis der zu versteuernden Einkommen für das Geschäftsjahr ermittelt. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den tatsächlichen Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden Steuersätze berechnet. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt entsprechend der "Liability Method". Dies bedeutet, vorbehaltlich eines ausdrücklichen Ansatzverbots sind für sämtliche temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS-Bilanz und deren steuerlichen Werten latente Steuern zu bilden. Das gilt unabhängig von dem Zeitpunkt, zu dem sich die temporären Differenzen abbauen. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze (und Steuervorschriften) bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei sind die am Abschlussstichtag gültigen Regelungen maßgeblich, sofern diese nicht bereits für die Zukunft geändert wurden. Latente Steuern, die sich auf unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden ebenfalls unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Auf steuerliche Verlustvorträge werden aktive latente Steuern gebildet, soweit deren Realisierbarkeit wahrscheinlich ist. Latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert werden wird; Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn sich die Aussicht auf steuerliches Einkommen verbessert, das zur Nutzung von Aufwendungen aus der Umkehr temporärer Differenzen oder von Verlusten genutzt werden kann. Nicht bilanzierte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag neu beurteilt und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung gestatten wird. Erfolgsunsicherheiten (Eventualschulden und -forderungen) Erfolgsunsicherheiten sind mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter Kontrolle des Konzerns stehen. Eventualschulden sind zudem gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, bei denen der Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, unwahrscheinlich ist oder bei denen der Umfang der Verpflichtung nicht verlässlich geschätzt werden kann. Eventualschulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommen wurden. Eventualforderungen werden nicht angesetzt. Sofern ein Abfluss von wirtschaftlichem Nutzen nicht unwahrscheinlich ist, werden im Konzernanhang Angaben zu Eventualschulden gemacht. Gleiches gilt für Eventualforderungen, sofern deren Zufluss wahrscheinlich ist. Zahlungsmittel Zu den Zahlungsmitteln gehören Barmittel und Sichteinlagen. Als Zahlungsmitteläquivalente gelten kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimme Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Im Konzern sind derzeit nur Zahlungsmittel und keine Zahlungsmitteläquivalente vorhanden. Entsprechend ergibt sich der Zahlungsmittelfonds lediglich aus Zahlungsmitteln in Form von Barmitteln und Sichteinlagen. Finanzinstrumente Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Ein marktüblicher Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten wird zum Handelstag angesetzt, d.h. zu dem Tag, an dem sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen. Die erstmalige Bewertung eines Finanzinstruments erfolgt zum jeweiligen beizulegenden Zeitwert. Soweit das Finanzinstrument in der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, sind die Transaktionskosten zu berücksichtigen. Der beizulegende Zeitwert wird dabei nach folgenden Bewertungsstufen ermittelt:
Gegenwärtig beruhen alle für Finanzinstrumente ermittelten beizulegenden Zeitwerte auf Informations- und Inputfaktoren der oben umschriebenen Stufe 2. In Abhängigkeit des vom Konzern gewählten Geschäftsmodells und der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme werden finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme zu halten und deren Zahlungsströme zu festgelegten Zeitpunkten in Form von Tilgungs- und Zinszahlungen führen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung in der Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme und im Verkauf des Vermögenswerts besteht und deren Zahlungsströme zu festgelegten Zeitpunkten in Form von Tilgungs- und Zinszahlungen führen, werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet. Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn sie weder zur Vereinnahmung von Zahlungsströmen noch zum Verkauf gehalten werden. Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Ansprüche auf den Erhalt von Zahlungsströmen aus den finanziellen Vermögenswerten ausgelaufen oder übertragen worden sind und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen hat. Finanzielle Verbindlichkeiten sind entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Finanzschulden gegenüber Banken, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, sobald die vertragliche Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist. Die Differenz zwischen dem Buchwert einer finanziellen Verbindlichkeit, die ausgebucht oder auf eine andere Partei übertragen wurde, und der gezahlten Gegenleistung, einschließlich übertragener nicht zahlungswirksamer Vermögenswerte oder übernommener Verbindlichkeiten, wird als sonstige Erträge bzw. Finanzierungsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. IFRS 9 hat ein Wertminderungsmodell basierend auf erwarteten Kreditverlusten (Expected Credit Loss Model). Dieses Modell ist auf alle finanziellen Vermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Zur Ermittlung der Wertminderungen auf Lieferungen und Leistungen wird das vereinfachte Verfahren angewandt. Hierbei werden die erwarteten Kreditverluste, über die gesamte Laufzeit der Finanzinstrumente ermittelt. Für die übrigen finanziellen Vermögenswerte wird grundsätzlich das Modell mit drei Stufen umgesetzt: Für den Konzern sind lediglich Stufe 1 und Stufe 2 von Relevanz. Stufe 1 subsummiert alle finanziellen Vermögenswerte und bemisst den erwarteten Verlust innerhalb der nächsten 12 Monate. Stellt sich für einen finanziellen Vermögenswert eine signifikante Bonitätsverschlechterung ein, ist der finanzielle Vermögenswert in Stufe 2 umzugliedern. In Stufe 2 wird der erwartete Verlust für die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts ermittelt. Der Konzern berücksichtigt die Ausfallwahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes von Vermögenswerten und das Vorliegen einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos während aller Berichtsperioden. Um zu beurteilen, ob sich das Ausfallrisiko signifikant erhöht hat, vergleicht der Konzern das Ausfallrisiko im Hinblick auf den Vermögenswert am Abschlussstichtag mit dem Ausfallrisiko im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes. Dabei werden verfügbare angemessene und belastbare zukunftsorientierte Informationen berücksichtigt. Die Einschätzung der erwarteten Ausfälle ergibt sich aus der Analyse historischer Forderungsausfälle, der Altersstruktur, der versicherten Forderungen sowie aktuellen Branchenentwicklungen und der Beurteilung der Kreditwürdigkeit einzelner Kunden. Wesentliche Forderungsausfallrisiken sieht die Gesellschaft historisch bedingt nicht. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Bankverbindlichkeiten werden mit Forderungen gegen dieselbe Bank verrechnet, wenn die Forderungen den Verbindlichkeiten durch Abtretung als Sicherheit dienen und die Fälligkeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten nahezu identisch sind. Der Konzern wendet kein Hedge-Accounting an. Konsolidierungsgrundsätze Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Danach werden die Anschaffungskosten auf die erworbenen, einzeln identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt, ein nach nochmaliger Überprüfung verbliebener passiver Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam vereinnahmt. Anschaffungsnebenkosten werden aufwandswirksam erfasst. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden konsolidiert. Zwischenergebnisse werden, soweit wesentlich, eliminiert. Leistungen an Arbeitnehmer Bilanzierung und Bewertung von Verpflichtungen für Pensionen erfolgen gemäß IAS 19. Zu unterscheiden sind dabei grundsätzlich beitrags- und leistungsorientierte Pensionspläne. Bei beitragsorientierten Plänen treffen den Arbeitgeber und damit den Konzern über die regelmä- ßige Entrichtung bestimmter Beiträge hinaus keinerlei Verpflichtungen. Im Gegensatz zu leistungsorientierten Pensionsplänen sind zur Bewertung von Verpflichtungen oder Aufwendungen aus beitragsorientierten Pensionsplänen keine versicherungsmathematischen Annahmen erforderlich. Entsprechend entstehen keine versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste. Der Konzern trägt bei den beitragsorientierten Zusagen keine versicherungsmathematischen Risiken bzw. diese Risiken werden durch den Versorgungsträger vollständig kompensiert. Es liegt eine reine Beitragszusage vor (defined contribution obligation). Die Beitragszusage wird dabei indirekt über Dritte organisiert, es besteht in voller Höhe ein Deckungsvermögen. Aufwendungen an staatliche Rentenversicherungsträger für beitragsorientierte Pläne zur Rentenversicherung werden im Konzernabschluss im Personalaufwand erfasst. Innerhalb der PlusServer-Gruppe bestehen derzeit lediglich beitragsorientierte Pläne. Der vorhandene Pensionsplan ist vollumfänglich auf eine Unterstützungskasse ausgelagert. Es besteht zudem eine zu den Leistungszusagen des Pensionsplans kongruente Rückdeckungsversicherung, so dass eine Subsidiärhaftung der PlusServer-Gruppe nahezu ausgeschlossen ist. Sowohl die Unterstützungskasse als auch die Rückdeckungsversicherung haben eine Insolvenzabsicherung. Entsprechend werden im Konzern die Beiträge zur Rückdeckungsversicherung als laufender Aufwand innerhalb der Personalaufwendungen ausgewiesen. 7. Verwendung von Schätzungen und Annahmen Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses müssen von der Geschäftsführung Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die einen Einfluss auf die Posten des Konzernabschlusses und die Erläuterungen zum Konzernabschluss haben. Die tatsächlichen Entwicklungen können von den vorgenommenen Schätzungen und Annahmen abweichen. Nachfolgend werden wesentliche Schätzungen und Annahmen weiter erläutert. Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte In Bezug auf die Geschäfts- oder Firmenwerte und die sonstigen immateriellen Vermögenswerte sind Annahmen und Schätzungen insbesondere bei Werthaltigkeitsprüfungen erforderlich. Sie betreffen insbesondere die Schätzung der zukünftigen Cashflows, der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und die Ableitung der Diskontierungszinssätze. Zum 31. Dezember 2023 bestehen im Konzern Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 95.351 (31. Dezember 2022: TEUR 225.545). Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden zum 31. Dezember 2023 mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 11.532 (31. Dezember 2022: TEUR 23.020) ausgewiesen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte Zum 31. Dezember 2023 werden Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 4.474 (31. Dezember 2022: TEUR 4.272) unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte betreffen verschiedene Projekte im Rahmen von Softwareentwicklungen und setzen sich aus internen- und externen Kosten zusammen. Für die Projekte werden entsprechend umfangreiche Projektpläne erstellt und laufend aktualisiert sowie kontrolliert. Im Rahmen dieser Projektpläne werden Annahmen über zukünftige Entwicklungen und die Umsetzung dieser Projekte getroffen, die trotz der umfangreichen Entwicklungserfahrung mit Unsicherheiten und Risiken verbunden sind. Rückstellungen Die Bestimmung von Rückstellungen ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen verbunden. Der Konzern bildet sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.408 (31. Dezember 2022: TEUR 2.480). Die sonstigen Rückstellungen betreffen dabei insbesondere Abfindungen, variable Vergütungen, Rückbauverpflichtungen, Gutschriften sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sonstige Rückstellungen werden dabei für Einzelrisiken gebildet, deren Zahlungszeitpunkte oder Beträge unsicher sind. Für den Wertansatz für Rückstellungen sind Annahmen über zukünftige Entwicklungen notwendig, die mit Unsicherheiten und Risiken verbunden sind. So ist die Höhe nicht mit Sicherheit zu bewerten und unterliegt Schätzungen, die auf Erfahrungswerten beruhen. Ertragsteuern Für die Bildung von Steuerrückstellungen müssen Annahmen getroffen werden über die zukünftige Höhe der Steuer und den Steuermessbetrag. Außerdem ist zu bestimmen, ob eine Wertberichtigung oder ein Nicht-Ansatz bei den aktiven latenten Steuern notwendig ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass aktive latente Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden herrühren, in Zukunft gegen zu versteuernde Gewinne verrechnet werden können, ist zu beurteilen. Es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer Steuervorschriften sowie der Höhe und des Zeitpunktes künftiger zu versteuernder Einkünfte. Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen wurden zum 31. Dezember 2023 nicht berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 betragen die passiven latenten Steuern im Konzern TEUR 844 (31. Dezember 2022: TEUR 5.598) nach Saldierung mit aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.496 (31. Dezember 2022: TEUR 9.425). Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden Bei der Bestimmung des Transaktionspreises als Gegenleistungen wird mit Ermessensentscheidungen ermittelt, ob und in welchem Umfang dem Kunden nachträgliche Zugeständnisse oder Zahlungen gewährt werden und ob der Kunde die vertraglich vereinbarten Gebühren den Erwartungen nach zahlen wird. Die in diesem Zusammenhang notwendigen Ermessensentscheidungen haben Einfluss auf die Höhe der Umsatzerlöse bzw. die Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Derzeit sind die Forderungsverluste im Konzern von untergeordneter Bedeutung. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung sowie Konzernbilanz 8. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden betreffen im Wesentlichen die Geschäftsbereiche Managed Hosting Services, Managed Cloud Services, Reselling, Colocation Services, Managed Public Cloud und Consulting. Die Umsatzerlöse setzen sich nach Produkten bzw. Dienstleistungen wie folgt zusammen:
9. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.359 im Jahr 2023 (2022: TEUR 2.264) werden insbesondere Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen und Verbindlichkeiten, Währungsgewinne, periodenfremde Erträge, Ansprüche auf Fördermittel, Erträge im Zusammenhang mit der Beendigung von Miet- und Leasingverhältnissen sowie für die private Kfz-Nutzung ausgewiesen. 10. Materialaufwand Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
11. Personalaufwand Der Personalaufwands umfasst Gehälter sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgungen. Die Personalkosten lassen sich wie folgt aufteilen:
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
13. Abschreibungen Die Abschreibungen resultieren überwiegend aus der Amortisation der im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse aktivierten Kundenbeziehungen und Markenrechte. Die Abschreibungen des Jahres 2023 berücksichtigen einen Wertminderungsaufwand des Goodwills in Höhe von TEUR 130.195 (Vorjahr: TEUR 51.185) in Folge eines Impairmenttests sowie eine außerplanmäßige Abschreibung aktivierter Markenrechte in Höhe von TEUR 1.567 (Vorjahr: EUR 0). 14. Finanzergebnis Das Finanzergebnis umfasst:
Innerhalb der Finanzaufwendungen werden insbesondere Zinsaufwendungen aus den der langfristigen Konzernfinanzierung dienenden Gesellschafter- und Bankdarlehen in Höhe von TEUR 20.978 (2022: TEUR 13.217) ausgewiesen. 15. Steuern Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit Sitz in Köln, Deutschland, unterliegen der deutschen Körperschaftsteuer (einschließlich des Solidaritätszuschlags) und der Gewerbesteuer. Der Konzernsteuersatz beträgt wie im Vorjahr 32,45 %. Bei der Ermittlung der steuerlichen Bemessungsgrundlagen kommt es regelmäßig zu Hinzurechnungen und Kürzungen bestimmter Aufwendungen und Erträge. Die Höhe der Ertragsteuern bemisst sich an dem so ermittelten zu versteuernden Einkommen bzw. am so ermittelten Gewerbeertrag. Latente Steuern wurden aufgrund von temporären Abweichungen zwischen Steuerwert (tax basis) und dem Wertansatz in der IFRS-Bilanz berechnet. Soweit eine Realisierung der künftigen rechnerischen Steuervorteile aus aktiven latenten Steuern nicht wahrscheinlich ist, werden diese wertberichtigt. Zwischen der PlusServer GmbH, der PlusHolding GmbH sowie der PlusBeteiligungs GmbH als Organträgerin besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die latenten Steuern und tatsächlichen Aufwendungen für Steuern vom Ertrag stellen sich für die Geschäftsjahre wie folgt dar:
Bei der Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 32,45 % angewandt. Dieser setzt sich zusammen aus dem Steuersatz für Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und aus dem Steuersatz für die Gewerbesteuer. Die aktiven latenten Steuern entfallen auf folgende Bilanzposten und steuerliche Verlustvorträge:
Die passiven latenten Steuern entfallen auf folgende Bilanzposten:
Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteueraufwand zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird der im Geschäftsjahr 2023 sowie im Vorjahr anwendbare Ertragsteuersatz von 32,45 % mit dem Ergebnis vor Steuern multipliziert.
Auf die zum 31. Dezember 2023 bestehenden steuerlichen Verlustvorträge wurden keine latenten Steueransprüche bilanziert. Die Beträge der nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf rund EUR 47 Millionen und EUR 35 Millionen für die Gewerbesteuer. 16. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Für die ausgewiesenen sonstigen immateriellen Vermögenswerte bestehen bei den Markenrechten Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen. Bei den übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerten bestehen keine Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen. Im Jahr 2023 sind auf nicht mehr in Nutzung befindliche Markenrechte, die aus dem Erwerb der Nexinto-Gruppe im Jahr 2017 resultierten, außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.567 erfolgt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Forschung- und Entwicklungskosten ausgewiesen, die nicht als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert wurden. Forschungskosten fallen im Konzern nur in unwesentlicher Höhe an, sämtliche produktbezogenen Entwicklungskosten werden aktiviert.
17. Geschäfts- oder Firmenwerte Zum 31. Dezember 2023 wird im Konzern der Geschäfts- oder Firmenwert PlusServer (inkl. Nexinto) ausgewiesen. Der Buchwert zum Stichtag beträgt TEUR 95.351 nach TEUR 225.545 im Vorjahr. Die Anschaffungskosten betragen zum 31. Dezember 2023 unverändert zum Vorjahr TEUR 331.203. Die kumulierten Abschreibungen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 235.852 (31. Dezember 2022: TEUR 105.658). Die Geschäftsanteile an der PlusInv wurden mit Shareholder Exit Agreement vom 17. November 2023 und Vollzug am 29. Februar 2024 zu einem Kaufpreis von EUR 1,00 veräußert. Im Rahmen des Impairmenttests wurde der Nutzungswert der CGU von PlusServer zum 31. Dezember 2023 bestimmt, der um TEUR 130.195 unter dem Buchwert zum 31. Dezember 2022 lag. Die Berechnung des Nutzungswertes basiert auf den prognostizierten Cashflows der CGU der Jahre 2024 bis 2027, die der verlässlichen Unternehmensplanung aus dem aktuellen Sanierungsgutachten gemäß IDW S6 entnommen wurden und um das 2028 erweitert wurden. Der Diskontierungssatz betrug vor Steuern 13,1 % (31. Dezember 2022: 12,3 %) und der Wachstumsabschlag in der ewigen Rente 1,0 %. Der Diskontierungszinssatz reflektiert die spezifischen Risiken dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Der Diskontierungszinssatz wurde nach dem CAPM-Modell auf Basis aktueller Marktdaten und Einschätzungen ermittelt. Aus dem Impairmenttest ergab sich zum Stichtag der vorgenannte Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 130.195 (31. Dezember 2022: TEUR 51.185). Die EBITDA-Marge und der Diskontierungssatz sind die Faktoren mit dem wesentlichsten Einfluss auf den Nutzungswert der CGU. Aufgrund des Vorliegens eines Sanierungsgutachtens gemäß IDW S6 für den Detailplanungszeitraum für die Jahre 2024 bis 2027 haben wir die Sensitivitätsanalyse auf den Diskontierungszinssatz und eine Veränderung der EBITDA-Marge für das Jahr 2028, das der ewigen Rente zugrunde liegt, beschränkt. Eine Veränderung des Diskontierungszinssatzes von +/- 1 % hätte bei sonst gleichen Bedingungen zu einem um EUR 17,1 Millionen höheren bzw. um EUR 22,3 Millionen niedrigeren Wertminderungsaufwand geführt. Eine Veränderung der EBITDA-Marge in der ewigen Rente um +/- 10% hätte bei sonst gleichen Bedingungen zu einem um EUR 19,4 Millionen niedrigeren bzw. um EUR 19,4 Millionen höheren Wertminderungsaufwand geführt. 18. Nutzungsrechte Im Rahmen der Anwendung des IFRS 16 werden bestimmte Leasingverhältnisse gemäß den einschlägigen Regelungen der Bilanzierung als Nutzungsrechte erfasst und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses planmäßig abgeschrieben. Wesentliche Leasinggegenstände sind Server bzw. Rechenzentren mit Servern (DC Rent), Immobilien sowie Fahrzeuge. Die Entwicklung der Nutzungsrechte lässt sich wie folgt darstellen:
Für die ausgewiesenen Nutzungsrechte bestehen keine Verfügungsbeschränkungen. Der Konzern hat nicht das rechtliche Eigentum an diesen Vermögenswerten. Die Entwicklung der Nutzungsrechte im Vorjahr lässt sich wie folgt darstellen:
Für die ausgewiesenen Nutzungsrechte bestehen keine Verfügungsbeschränkungen. Der Konzern hat nicht das rechtliche Eigentum an diesen Vermögenswerten. Es bestehen variable Leasingzahlungen aus Mietverträgen sowie in Form von Nebenkosten bei den gemieteten Büroimmobilien. Die Leasingzahlungen aus den Mietverträgen mit variablen Zahlungen beliefen sich im Jahr 2023 auf TEUR 441 (2022: TEUR 979). Die Mietnebenkosten beliefen sich im Jahr 2023 auf TEUR 211 (2022: TEUR 769). Bei den gemieteten Büroimmobilien bestehen grundsätzlich Verlängerungsoptionen. Der Konzern ermittelt die Nutzungsrechte und die korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten auf Grundlage der unkündbaren Grundmietzeit ohne Verlängerung. Wesentliche Kündigungsrechte über die gesetzlich bestimmten außerordentlichen Kündigungsrechte hinaus bestehen nicht. 19. Sachanlagen
Für die Sachanlagen bestehen in voller Höhe Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen durch Sicherheitsbestellungen der finanzierenden Banken.
20. Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte mit einem Buchwert von TEUR 2 (31. Dezember 2022: TEUR 2) betreffen Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie Genossenschaftsanteile. 21. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Der Konzern bildet Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Umfang von TEUR 1.527 (31. Dezember 2022: TEUR 1.418). Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
Zum 31. Dezember 2022 stellte sich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:
Die Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen langjährige Kunden. In den letzten Jahren gab es keine wesentlichen Forderungsausfälle. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in voller Höhe als Sicherheit verpfändet. 22. Kurzfristige sonstige Vermögenswerte Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
23. Zahlungsmittel
Die Zahlungsmittel setzen sich hauptsächlich aus Guthaben bei Kreditinstituten zusammen und sind in voller Höhe als Sicherheit gegenüber finanzierenden Banken gestellt. 24. Eigenkapital Das Stammkapital und die Kapitalrücklage betragen unverändert zum Vorjahr TEUR 25 bzw. TEUR 5.293 und entsprechen den bei der PlusInv ausgewiesenen Beträgen. Die sonstigen Rücklagen wurden in Höhe eines Betrages von TEUR 6.171 infolge von Geschäftsvorfällen mit Anteileignern belastet. Wir verweisen zu weiteren Erläuterungen auf den Abschnitt 37. Hinsichtlich weiterer Angaben zum Eigenkapital wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. 25. Finanzschulden Die langfristige Finanzierung der im Laufe des Jahres 2017 erfolgten Akquisitionen ist über langfristige Bank- und Gesellschafterdarlehen erfolgt. Dazu hat die PlusHolding GmbH am 8. August 2017 mit der IKB Deutsche Industriebank AG, der Société Generale, London Branch, und der UniCredit Bank AG, London Branch, eine Term B Facility geschlossen. Zum Bilanzstichtag beträgt die hieraus resultierende Verbindlichkeit TEUR 260.000 (ohne Zinsverbindlichkeiten). Die Term B Facility ist mit einer Marge von 3,75 % zzgl. eines positiven Euribors verzinst und hat eine Laufzeit von 7 Jahren. Mit Vertrag vom 30. August 2017 hat die Phoenix Lux Acquisition S.à r.l. als Darlehensgeberin der PlusBeteiligung als Darlehensnehmerin ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 195.498 gewährt. Bis zum 31. Dezember 2023 wurde dieses durch die Kapitalisierung bis dahin aufgelaufener Zinsen auf TEUR 259.732 erhöht. Das Darlehen ist seit dem 1. März 2021 mit 1,00 % p.a. (vorher: 8,04 % p.a.) verzinst und einschließlich Zinsen am 31. August 2027 zur Rückzahlung fällig. Im Zusammenhang mit dem Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile an der PlusInv erfolgte Ende des Jahres 2023 und zu Beginn des Jahres 2024 eine Restrukturierung der Finanzierungsstruktur des Konzerns: Das endfällig zu tilgende und mit einem Rangrücktritt versehene Gesellschafterdarlehen der Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., Luxemburg, mit einem Nominalwert zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 259.732 wurde mit Shareholder Exit Agreement vom 17. November 2023, letztmalig angepasst am 16. Februar 2024 und vollzogen am 29. Februar 2024, durch befreiende Vertragsübernahme von der Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., auf die PlusSky HoldCo S.à r.l., Luxemburg, übertragen. Als Gegenleistung hierfür wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 2.523 vereinbart. Mit Vertrag vom 29. Februar 2024 wurde zwischen der PlusBeteiligungs GmbH, als Darlehensnehmerin, und der PlusSky HoldCo S.à r.l, als Darlehensgeberin, in Änderung des Darlehensvertrages vom 12. September 2017 vertraglich vereinbart, dass dieses, zur Vermeidung einer Überschuldung nachrangig gewährte Darlehen, mit einem Nominalbetrag in Höhe von TEUR 261.016 zum 29. Februar 2024, unverzinst gewährt wird und eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2029 hat. Bis zu dieser Anpassung war das Darlehen seit dem 1. März 2021 mit 1,00 % p.a. (vorher: 8,04 % p.a.) verzinst und am 31. August 2027 zur Rückzahlung fällig. Mit ursprünglichem Vertrag vom 18. August 2017 hat die PlusHolding GmbH, als Darlehensnehmerin, mit verschiedenen Darlehensgebern ein Senior Facilities Agreement geschlossen. Dieses wurde bis zum 31. Dezember 2023 mehrmalig angepasst. Der Nominalbetrag der gewährten Term Loan B Facility belief sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 260.000 und war mit einer Marge von 3,75 % zzgl. eines positiven Euribors verzinst. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 31. August 2024. Mit Wirkung vom 29. Februar 2024 wurde dieses Senior Facilities Agreement unter anderem wie folgt angepasst: Die gewährte Term Loan B Facility wurde auf einen Betrag in Höhe von TEUR 95.000 geändert. Diese Facility ist zum 31. Dezember 2028 einschließlich aufgelaufener und kapitalisierter Zinsen endfällig zurückzuzahlen und ist mit einer Marge von 5,0 % p.a. zzgl. eines positiven Euribors verzinst. Bei Vorliegen verschiedener Voraussetzungen, erfolgt auf Antrag eine Kapitalisierung des 4,95 % übersteigenden Zinsbetrages mit jeweiliger Wirkung ab dem Fälligkeitstag der Zinszahlung. Der verbleibende Betrag in Höhe von TEUR 165.000 wurde, zusammen mit den bis zum 29. Februar 2024 aufgelaufenen Zinsen in Höhe von TEUR 11.857, als nachrangiges Subordinated PIK Instrument mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2029 gewährt. Der Zinssatz beträgt 11,05 % p.a., wovon 11,0 % zum jeweiligen Fälligkeitszeitpunkt der Zinsen kapitalisiert werden. Darüber hinaus wurden der PlusHolding GmbH im Rahmen des Senior Facilities Agreement zwei neue Facilities gewährt: Eine New Money Facility über TEUR 15.000, zzgl. Gebühren in Höhe von TEUR 1.050 sowie eine Additional Incremental Super Senior Facility über TEUR 5.000, zzgl. Gebühren in Höhe von TEUR 350 haben jeweils eine Laufzeit bis zum 31. Juli 2028 und sind jeweils mit einer Marge von 8,0 % p.a. zzgl. eines positiven Euribors auf den Darlehensbetrag, ohne Berücksichtigung der Gebühren, verzinst. Zudem wurde seitens der Darlehensgeber ein Senior Facility Maximum Amount in Höhe von TEUR 30.000 abzgl. Der New Money Facility zur Verfügung gestellt. Hiervon wurden im Rahmen der Additional Incremental Super Senior Facility TEUR 5.000 in Anspruch genommen. Zur Besicherung der Bankdarlehen wurden bestehende und künftige Forderungen, Bankguthaben und Versicherungsansprüche sowie Anlagevermögen des Konzerns verpfändet bzw. als Sicherheit abgetreten. 26. Leasingverbindlichkeiten Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten langfristige Verpflichtungen aus dem Leasing von DC Rents, Immobilien und sonstigen Leasingverhältnissen (u.a. Firmenfahrzeuge) in Höhe von TEUR 1.253 (31. Dezember 2022: TEUR 2.331). Der kurzfristige Anteil beläuft sich auf TEUR 1.709 (31. Dezember 2022: TEUR 2.044). Bei nicht geringwertigen Leasingverträgen mit einer Vertragslaufzeit von über einem Jahr wird die zu passivierende Leasingverbindlichkeit als Barwert der mit hoher Wahrscheinlichkeit an Leasingnehmer zu entrichtenden Zahlungen ermittelt. Ihre Fortschreibung erfolgt nach der Effektivzinsmethode. Das im Gegenzug anzusetzende Nutzungsrecht an dem zugrunde liegenden Vermögenswert ist zu Beginn des Leasingverhältnisses mit seinen Anschaffungskosten anzusetzen. In ihre Ermittlung gehen neben den Leasingzahlungen etwaige anfängliche direkte Kosten des Leasingnehmers und Rückbaukosten ein. Das aktivierte Nutzungsrecht ist planmäßig abzuschreiben und bei entsprechenden Hinweisen auf eine Wertminderung zu prüfen. Die Entwicklung der Leasingverbindlichkeiten lässt sich anhand der folgenden Tabellen für das aktuelle Geschäftsjahr sowie das Vorjahr darstellen:
Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse oder Leasingverhältnisse mit einer Restlaufzeit von bis zu zwölf Monaten in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Geringwertige Leasingverhältnisse sind im Konzern nur von untergeordneter Bedeutung. Als Zinssatz wird der im Konzern anwendbare Grenzfremdkapitalzinssatz auf Grundlage der vorhandenen Finanzierungsstruktur in Höhe von 7,22 % (2022: 5,24 %) berücksichtigt. 27. Rückstellungen Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die Rückbauverpflichtungen werden dabei in Höhe von TEUR 330 (Vorjahr: TEUR 330) als langfristige Rückstellungen ausgewiesen. Bei den übrigen Rückstellungen handelt es sich um kurzfristige Rückstellungen, die grundsätzlich im Folgejahr zu einem Liquiditätsabfluss führen. 28. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Darlehen. Siehe hierzu auch die Ausführungen unter 25. Finanzschulden. 29. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 23.751 (31. Dezember 2022: TEUR 15.522). 30. Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und betreffen die folgenden Positionen:
31. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Hierbei wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Im Zusammenhang mit den in Abschnitt 37 beschriebenen Transaktionen sind Auszahlungen für Geschäftsvorfälle mit Anteilseignern in Höhe von TEUR 1.120 (Vorjahr: EUR 0) und Auszahlungen für die Refinanzierung von Darlehen in Höhe von TEUR 1.303 (Vorjahr: EUR 0) angefallen, die im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit berücksichtigt sind. Der Zahlungsmittelfonds der Kapitalflussrechnung umfasst frei verfügbare Zahlungsmittel als integraler Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition. Zahlungsmittel umfassen Kassenbestände und Sichteinlagen bei Banken mit einer Restlaufzeit zum Anschaffungszeitpunkt von bis zu drei Monaten, die nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Sonstige Angaben 32. Eventualverbindlichkeiten Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine Eventualverbindlichkeiten. 33. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorie Mit Ausnahme der finanziellen langfristigen Vermögenswerte sowie der langfristigen Finanzschulden weisen alle Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022 kurze Restlaufzeiten auf oder liegen als Zahlungsmittel vor. Daher entsprechen ihre Buchwerte zum Abschlussstichtag zumindest näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Bis auf die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte fallen sämtliche Finanzinstrumente in die Kategorie "AC" (amortised cost). Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden in die Bewertungskategorie "FVtPL" (fair value through profit or loss) eingestuft. Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte mit einem Buchwert von TEUR 2 (31. Dezember 2022: TEUR 2) betreffen Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie Genossenschaftsanteile. Bewertungskategorien nach IFRS 9 Der Vergleich der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und der finanziellen Verbindlichkeiten mit dem entsprechenden Fair Value nach IFRS 9 zum 31. Dezember 2023 lässt sich anhand der folgenden Tabelle entnehmen:
Der Vergleich der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und der finanziellen Verbindlichkeiten mit dem entsprechenden Fair Value nach IFRS 9 zum 31. Dezember 2022 lässt sich anhand der folgenden Tabelle entnehmen:
In den Finanzschulden wird die Bankenfinanzierung des Konzerns ausgewiesen. Diese war vor der im Jahr 2024 erfolgten Restrukturierung der Finanzierung zum 31. August 2024 zur Rückzahlung fällig und wurde dementsprechend den kurzfristigen Finanzschulden zugewiesen. Der Zinssatz für diese Bankenfinanzierung des Konzerns setzte sich zusammen aus einer marktunabhängigen Marge sowie dem Euribor als marktabhängige und variable Zinskomponente. Durch die variable marktabhängige Zinskomponente ergab sich ein Fair Value in Höhe des Buchwerts zum jeweiligen Stichtag. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wird ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 195.498 von der Phoenix Lux Acquisition S.à r.l. ausgewiesen. Bis zum 31. Dezember 2023 wurde dieses durch die gemäß Vertrag mögliche Kapitalisierung (Wahlrecht des Konzerns) von bis dahin aufgelaufener Zinsen auf TEUR 259.732 erhöht. Das Darlehen ist seit dem 1. März 2021 mit 1,00 % p.a. (vorher: 8,04 % p.a.) verzinst und einschließlich Zinsen am 31. August 2027 zur Rückzahlung fällig. Zum Stichtag beläuft sich der kurzfristige Anteil auf TEUR 866 (31. Dezember 2022: TEUR 857) inklusive aufgelaufener Zinsen (vor Aktivierung). Als Fair Value für den langfristigen Teil des nachrangigen Gesellschafterdarlehens wird ein Wert von EUR 0 angegeben, da das Darlehen im Rahmen des Vertrages über den Verkauf/Kauf sämtlicher Anteile der Gesellschaft an die PlusSky HoldCo S.à r.l., Luxemburg, für einen Kaufpreis von EUR 1 ebenfalls an diese übertragen wurde. Informationen zu der am 29. Februar 2024 abgeschlossenen Restrukturierung der Konzernfinanzierung finden sich unter 25. Finanzschulden. 34. Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten Die Nettoergebnisse je Bewertungskategorie sind wie folgt dargestellt:
35. Überleitung der Schulden aus Finanzierungstätigkeit
Die zahlungswirksame Veränderung der finanziellen Verbindlichkeiten ergibt sich aus geleisteten Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.035 und Zahlungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung der Finanzierungsstruktur des Konzerns in Höhe von TEUR 1.302. Im Vorjahr hatte sich die folgende Überleitung der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit ergeben:
36. Risikomanagement des Konzerns Die Zielsetzung des Risikomanagements besteht in der Früherkennung von Chancen und Risiken, der Abschätzung ihrer Auswirkungen sowie der frühzeitigen Einleitung geeigneter Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen. Auf diesem Wege wird die Basis für verantwortliches unternehmerisches Handeln im Sinne einer Balance zwischen Sicherheitsinteressen und Wertschöpfungszielen geschaffen. Das unternehmensspezifische Risikomanagement orientiert sich an diesen Vorgaben und setzt die gängigen Instrumente der Risikobewältigung, wie zum Beispiel Vermeidung, Verminderung und Kompensation, ökonomisch sinnvoll ein. Der Risikomanagementprozesses der PlusServer-Gruppe ist in die bestehenden Planungs-, Steuerungs-, Kontroll- und Berichterstattungsabläufe eingebunden. Ein an das Management adressiertes Reporting sorgt vor allem in Form standardisierter Auswertungen dafür, den Geschäftsverlauf unter Berücksichtigung von Risiken und Chancen transparent darzustellen und zu analysieren. So werden regelmäßig alle relevanten Parameter zur aktuellen Liquiditäts- und Ertragslage ermittelt, erfasst und kommuniziert. Das Interne Kontrollsystem (IKS) formalisiert diesen Berichterstattungsprozess und ergänzt ihn um weitere prozessual operative Kennzahlen. Das IKS wurde im Jahr 2021 nach den Regeln des ISAE 3402 Standards zertifiziert und zuletzt für den Zeitraum 1. Oktober 2022 bis 31. Dezember 2023 hinsichtlich der Wirksamkeit geprüft. Risiken und Chancen der PlusServer-Gruppe werden in regelmäßigen Treffen der Geschäftsleitungen identifiziert, klassifiziert und bewertet. Gesamtwirtschaftliche Risiken Der Konzern ist verschiedenen finanziellen Risiken und Marktrisiken ausgesetzt, die sich aus den betrieblichen Geschäftstätigkeiten und den Finanztätigkeiten des Konzerns ergeben. Die für den Konzern bedeutenden finanziellen Risiken ergeben sich aus der Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit der Gegenparteien des Konzerns und aus dem Bereich Finanzierung. Zu den Marktrisiken zählen nach der Einschätzung des Konzerns insbesondere Zinsrisiko und Währungsrisiko. Kreditrisiko (Ausfallrisiko) Kreditrisiken ergeben sich aus der Möglichkeit, dass Gegenparteien (Kunden und sonstige Schuldner) einer Transaktion nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen zu erfüllen und dem Konzern daraus ein finanzieller Schaden entsteht. Das maximale Kreditrisiko (Ausfallrisiko) entspricht ohne Berücksichtigung von Verrechnungsvereinbarungen und ohne Berücksichtigung jeglicher zusätzlicher Sicherheiten oder sonstiger Kreditverbesserungen maximal dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte des Konzerns. Der Konzern trägt dem Kreditrisiko durch die Bildung von entsprechenden Wertminderungen sowie Ausfallversicherungen für Forderungen Rechnung. Das Kreditrisiko wird in der Regel durch Diversifikation reduziert, welche durch eine Vielzahl von Schuldnern erreicht wird. Weiterhin wird das Kreditrisiko durch Einholung von Käuferanzahlungen gemindert. Es wurden auf Grundlage der Erwartungen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Durch die Einsicht in die Ertragsplanung der Gesellschaft werden die Ausfallrisiken jährlich individuell abgeschätzt. Aktuell bestehen nach unserer Einschätzung keine wesentlichen Ausfallrisiken. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko Die im Zusammenhang mit dem Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile an der PlusInv im Februar 2024 erfolgten Restrukturierung der Finanzierungsstruktur der Gruppe mit dem Ziel der Sicherung der langfristigen Finanzierung des Konzerns wird in den Abschnitten 3. und 25. Des Konzernanhangs detailliert dargestellt, auf die insoweit verwiesen wird. Die erfolgte und in diesen Abschnitten vorstehend beschriebene Restrukturierung der Konzernfinanzierung erfolgte maßgeblich auf Grundlage eines Sanierungsgutachtens gemäß IDW S 6 unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BGH, welches von der FTI-Andersch, Frankfurt am Main, erstellt wurde. Ein Nichterreichen insbesondere der dieser Beurteilung für die kommenden Jahre zu Grunde liegenden Ergebnisplanungen, könnte - ebenso wie ein weiterer deutlicher Anstieg der Euribor-Zinssätze - zu einer Überschuldung und auch zu einer Illiquidität einzelner Konzerngesellschaften führen. Sämtliche kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten führen im folgenden Geschäftsjahr 2024 zu einem Liquiditätsabfluss in Höhe des Buchwertes zum Stichtag 31. Dezember 2023. Die künftigen Liquiditätsabflüsse aus den vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungsleistungen lassen sich für die finanziellen Verbindlichkeiten wie folgt zusammenfassen:
Zinssatzrisiken Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes oder von bestimmten Zinsauf- oder Zinsabschlägen schwanken. Der Zinssatz für die langfristige Finanzierung des Konzerns setzt sich zusammen aus einer marktunabhängigen Marge sowie dem EURIBOR als marktabhängige und variable Zinskomponente. Seit der zweiten Jahreshälfte 2022 notiert der relevante Monats-Euribor im positiven Bereich und lag zum Ende des Jahres 2023 bei 3,97 %, woraus sich eine Gesamtverzinsung von 7,72 % ergibt. Eine weitere Erhöhung des Monats-Euribors um 1 Prozentpunkt im Jahresdurchschnitt würde im Jahr 2024 zu einer um TEUR 2.600 höheren Zinsbelastung und entsprechend höheren Liquiditätsabflüssen führen. Eine Verringerung des Monats-Euribors um 1 Prozentpunkt würde im Jahr 2024 zu einer entsprechend geringeren Zinsbelastung und entsprechend niedrigeren Liquiditätsabflüssen. Fremdwährungsrisiken Als Fremdwährungsrisiko wird das Risiko definiert, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Fremdwährungsumrechnung bzw. der Umrechnungskurse in fremden Währungen schwanken. Der Konzern unterliegt keinem wesentlichen Fremdwährungsrisiko. Kapital Die Konzernmutter unterliegt als Gesellschaft mit beschränkter Haftung den Mindestkapitalanforderungen des deutschen Gesellschaftsrechts. Zusätzlich unterliegt der Konzern üblichen und branchenspezifischen Mindestkapitalanforderungen. Diese Mindestkapitalanforderungen werden laufend überwacht und wurden im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr erfüllt. Dividenden wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht bezahlt und sind auch für das Folgejahr nicht vorgesehen. Der Konzern definiert das verwaltete Kapital als das Konzerneigenkapital. Die Ziele der Verwaltung des Kapitals sind:
Das Kapital wird mit Unterstützung der langfristigen Unternehmensplanung überwacht. Langfristiges Ziel ist es dabei ein positives Konzerngesamtergebnis zu erzielen, um mittelfristig das negative Konzerneigenkapital zu reduzieren und langfristig in ein positives Konzerneigenkapital umzuwandeln. 37. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Nahestehende Personen in Schlüsselpositionen Als nahestehende Personen in Schlüsselpositionen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung, die Gesellschafter sowie die Geschäftsführung und Mitglieder des Managements der Gesellschafter. Die Geschäftsführung der PlusInv setzt sich wie folgt zusammen: Alexander Wallner, CEO Claudia Berchtold, CFO (seit 1. Dezember 2023) Dr. Frank Nellißen, CFO (bis 30. November 2023) Die Mitglieder der Geschäftsführung gehören keinem anderen Kontrollgremium an. Die Vergütung für die Geschäftsführung beträgt im laufenden Geschäftsjahr TEUR 1.198 (2022: TEUR 1.077) und ist in entsprechender Höhe im Aufwand als laufende und variable Bezüge erfasst. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen Bezüglich der nahestehenden Unternehmen verweisen wir auf Abschnitt 1 dieses Anhangs. Mit Vertrag vom 30. August 2017 hat die Phoenix Lux Acquisition S.à r.l. als Darlehensgeberin der PlusBeteiligung als Darlehensnehmerin ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 195.498 gewährt. Bis zum 31. Dezember 2023 wurde dieses durch die Kapitalisierung von bis dahin aufgelaufener Zinsen auf TEUR 259.732 erhöht. Zinsansprüche der Phoenix Lux Acquisition S.à r.l. aus diesem Darlehen beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf TUR 866. Das Darlehen war seit dem 1. März 2021 mit 1,00 % p.cleara. (vorher: 8,04 % p.a.) verzinst und einschließlich Zinsen am 31. August 2027 zur Rückzahlung fällig. Der zum Stichtag vereinbarte Zinssatz mit 1,00 % p.a. entsprach dabei nicht einem zum Stichtag marktüblichen Zinssatz, kann allerdings jederzeit erneut angepasst werden. Die Zinsaufwendungen für das Gesellschafterdarlehen belaufen sich im Jahr 2023 auf TEUR 2.580 (Vorjahr: TEUR 2.555). Mit Shareholder Exit Agreement vom 17. November 2023 haben die Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., als Veräußererin, und die die PlusSky HoldCo S.à r.l., Luxemburg, als Erwerberin, einen Vertrag zum Verkauf sämtlicher Anteile an der Gesellschaft geschlossen. Das Shareholder Exit Agreement wurde mit Datum vom 16. Februar 2024 angepasst und am 29. Februar 2024 vollzogen. Für die Geschäftsanteile wurde ein Kaufpreis von EUR 1 vereinbart. Im Zusammenhang mit dieser Veräußerung wurden von Konzerngesellschaften im Jahr 2023 Kosten für Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 6.171 für die Anteilseigner getragen und als Geschäftsvorfälle mit Anteilseignern mit den Rücklagen des Konzerns verrechnet. Im Zusammenhang mit dem Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile an der PlusInv erfolgte Ende des Jahres 2023 und zu Beginn des Jahres 2024 eine Restrukturierung der Finanzierungsstruktur des Konzerns: Das endfällig zu tilgende und mit einem Rangrücktritt versehendes Gesellschafterdarlehen der Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., Luxemburg, wurde mit Shareholder Exit Agreement vom 17. November 2023, letztmalig angepasst am 16. Februar 2024 und vollzogen am 29. Februar 2024, durch befreiende Vertragsübernahme auf die PlusSky HoldCo S.à r.l., Luxemburg, übertragen. Als Gegenleistung wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 2.523 vereinbart. Mit Vertrag vom 29. Februar 2024 wurde zwischen der PlusBeteiligungs GmbH, als Darlehensnehmerin, und der PlusSky HoldCo S.à r.l, als Darlehensgeberin, in Änderung des Darlehensvertrages vom 12. September 2017 vertraglich vereinbart, dass dieses Darlehen mit einem Nominalbetrag in Höhe von TEUR 261.016 zum 29. Februar 2024, unverzinst gewährt wird und eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2029 hat. Mit Vertrag vom 29. Februar 2024 hat die PlusBeteiligungs GmbH, als Darlehensgeberin, der PlusSky HoldCo S.à r.l, als Dalehensnehemerin, ein Darlehen in Höhe von TEUR 2.773 gewährt. Dieses Darlehen ist mit einer Marge von 5,0 % zzgl. eines positiven Euribors verzinst und zum 31. Dezember 2029 zur Rückzahlung fällig. 38. Personal Zu den jeweiligen Stichtagen waren im Konzern die folgende Anzahl an Angestellten beschäftigt:
Im Durchschnitt wurden dabei 335 Angestellte (Vorjahr: 342) beschäftigt. Innerhalb des Personalaufwands werden Aufwendungen für die Rückdeckungsversicherung aus den beitragsorientierten Zusagen in Höhe von rund TEUR 27 (2022: TEUR 50) ausgewiesen. 39. Befreiung nach § 264 III HGB Die folgenden Tochterunternehmen machen für das Geschäftsjahr 2023 von der Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
40. Honorare des Abschlussprüfer Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 150 beträgt TEUR 142 für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 8 für sonstige Bestätigungsleistungen. 41. Ereignisse nach dem Stichtag Mit Shareholder Exit Agreement vom 17. November 2023 haben die Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., als Veräußererin, und die die PlusSky HoldCo S.à r.l., Luxemburg, als Erwerberin, einen Vertrag zum Verkauf sämtlicher Anteile an der Gesellschaft geschlossen. Das Shareholder Exit Agreement wurde mit Datum vom 16. Februar 2024 angepasst und am 29. Februar 2024 vollzogen. Für die Geschäftsanteile wurde ein Kaufpreis von EUR 1 vereinbart. Mit gleichem Vertrag wurde das endfällig zu tilgende und mit einem Rangrücktritt versehene Gesellschafterdarlehen der Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., Luxemburg, mit einem Nominalwert zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 259.732, durch befreiende Vertragsübernahme von der Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., auf die PlusSky HoldCo S.à r.l., Luxemburg, übertragen. Als Gegenleistung hierfür wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 2.523 vereinbart. Mit Vertrag vom 29. Februar 2024 wurde zwischen der PlusBeteiligungs GmbH, als Darlehensnehmerin, und der PlusSky HoldCo S.à r.l, als Darlehensgeberin, in Änderung des Darlehensvertrages vom 12. September 2017 vertraglich vereinbart, dass dieses, zur Vermeidung einer Überschuldung nachrangig gewährte Darlehen, mit einem Nominalbetrag in Höhe von TEUR 261.016 zum 29. Februar 2024, unverzinst gewährt wird und eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2029 hat. Bis zu dieser Anpassung war das Darlehen seit dem 1. März 2021 mit 1,0 % p.a. (vorher: 8,04 % p.a.) verzinst und am 31. August 2027 zur Rückzahlung fällig. Mit ursprünglichem Vertrag vom 18. August 2017 hat die PlusHolding GmbH, als Darlehensnehmerin, mit verschiedenen Darlehensgebern ein Senior Facilities Agreement geschlossen. Dieses wurde bis zum 31. Dezember 2023 mehrmalig angepasst. Der Nominalbetrag der gewährten Term Loan B Facility belief sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 260.000 und war mit einer Marge von 3,75 % zzgl. eines positiven Euribors verzinst. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 31. August 2024. Mit Wirkung vom 29. Februar 2024 wurde dieses Senior Facilities Agreement unter anderem wie folgt angepasst: Die gewährte Term Loan B Facility wurde auf einen Betrag in Höhe von TEUR 95.000 geändert. Diese Facility ist zum 31. Dezember 2028 einschließlich aufgelaufener und kapitalisierter Zinsen endfällig zurückzuzahlen und ist mit einer Marge von 5,0 % p.a. zzgl. eines positiven Euribors verzinst. Bei Vorliegen verschiedener Voraussetzungen, erfolgt auf Antrag eine Kapitalisierung des 4,95 % übersteigenden Zinsbetrages mit jeweiliger Wirkung ab dem Fälligkeitstag der Zinszahlung. Der verbleibende Betrag in Höhe von TEUR 165.000 wurde, zusammen mit den bis zum 29. Februar 2024 aufgelaufenen Zinsen in Höhe von TEUR 11.857, als nachrangiges Subordinated PIK Instrument mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2029 gewährt. Der Zinssatz beträgt 11,05 % p.a., wovon 11 % zum jeweiligen Fälligkeitszeitpunkt der Zinsen kapitalisiert werden. Darüber hinaus wurden der PlusHolding GmbH im Rahmen des Senior Facilities Agreement zwei neue Facilities gewährt: Eine New Money Facility über TEUR 15.000, zzgl. Gebühren in Höhe von TEUR 1.050 sowie eine Additional Incremental Super Senior Facility über TEUR 5.000, zzgl. Gebühren in Höhe von TEUR 350 haben jeweils eine Laufzeit bis zum 31. Juli 2028 und sind jeweils mit einer Marge von 8,0 % p.a. zzgl. eines positiven Euribors auf den Darlehensbetrag, ohne Berücksichtigung der Gebühren, verzinst. Zudem wurde Seitens der Darlehensgeber ein Senior Facility Maximum Amount in Höhe von TEUR 30.000 abzgl. der New Money Facility zur Verfügung gestellt. Hiervon wurden im Rahmen der Additional Incremental Super Senior Facility TEUR 5.000 in Anspruch genommen. Weitere wesentliche Ereignisse haben sich nach dem Stichtag nicht ergeben.
Köln, den 16. Mai 2024 Dr. Jürgen Hernichel Claudia Berchtold Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2023
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen Die PlusInvestment GmbH, Köln (im Folgenden kurz: PlusInvest, die Gesellschaft), als Muttergesellschaft des Konzerns, wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 7. Juli 2017 gegründet. Gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften bildet sie die PlusServer-Gruppe (im Folgenden kurz: PlusServer). Diese entwickelt flexibel skalierbare Cloud- und andere Hosting-Setups sowohl für die individuellen als auch für standardisierte Bedarfe von Unternehmen. PlusServer berät Unternehmen bei der Entwicklung und Implementierung maßgeschneiderter digitaler Transformationsprojekte in die Cloud und bietet ein breites Portfolio digitaler Infrastrukturdienstleistungen ("Infrastructure-as-a-Service" oder "laaS") an. Die Angebote reichen von modernen Private- oder Public-Cloud-Angeboten in eigenen, DSGVO-konformen und zertifizierten Rechenzentren, über den Betrieb dedizierter Server bis hin zu Colocation-Leistungen. Die Cloudangebote werden dabei als "pluscloud VMware", basierend auf bewährter VMware- Technologie, oder als digital souveräne Cloud auf OpenStack-Basis ("pluscloud open"), angeboten. Bei Bedarf können diese Public-Cloud-Angebote mit den Angeboten von Hyperscaler-Clouds (Amazon, Google, Azure) kombiniert werden ("Multi-Cloud DataService"). Für die Hyperscaler-Clouds bietet PlusServer sowohl das operative Management als auch Professional Services bei der Migration und der Optimierung an. Neben vielfältigen Cloud-Services, insbesondere in den Bereichen Security, Kubernetes, Storage & Backup, Databases stellt PlusServer seinen Kunden seit dem letzten Jahr auch eine Compliance-konforme KI-Plattform bereit. Daneben umfasst das Dienstleistungsangebot des Konzerns vielfältige Servicelevels rund um den Betrieb der Hosting-Lösungen sowie verschiedene Beratungsleistungen im Zusammenhang mit den angebotenen Services und Cloud-Lösungen mit dem Fokus auf Anwendungen ("Workloads"). In den Bereichen Managed Hosting und Managed Public Cloud Services für das Mittelstands-Segment zählt die PlusServer-Gruppe zu den Marktführern in Deutschland. Sämtliche Geschäftsanteile an der PlusInvestment GmbH wurden am 31. Dezember 2023 noch von der Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., Luxemburg, gehalten. Oberste Muttergesellschaft zum 31. Dezember 2023 war die Phoenix Lux Investment S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg. Die Anteile an dieser Gesellschaft wurden am 31. Dezember 2023 noch mehrheitlich von Fonds gehalten, die von BC Partners, London/Großbritannien, einer führenden Private Equity Gesellschaft, beraten werden. Mit Shareholder Exit Agreement vom 17. November 2023 haben die Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., als Verkäuferin, und die PlusSky HoldCo S.à r.l., Luxemburg, als Erwerberin, den Verkauf/Kauf sämtlicher Anteile an der Gesellschaft vereinbart. Das Shareholder Exit Agreement wurde am 16. Februar 2024 angepasst und am 29. Februar 2024 vollzogen. Für die Geschäftsanteile wurde ein Kaufpreis in Höhe von EUR 1 vereinbart. 1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinem Bericht aus Januar 2024 von einem Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 3,1 % aus (2022: Anstieg um 3,5 %). 1 Das globale Wirtschaftswachstum hat sich gegenüber 2022 demnach zwar abgeschwächt, lag aber um 0,2 Prozentpunkte über der ursprünglichen Prognose des IWF zu Beginn des Jahres 2023. Getragen wurde das über der Erwartung liegende Wachstum vor allem von einer besseren Entwicklung sowohl in den USA als auch in einigen Schwellen- und Entwicklungsländern. Insbesondere im zweiten Halbjahr 2023 lag laut IWF das Wirtschaftswachstum in diesen Ländern über den ursprünglichen Erwartungen. Ursächlich hierfür waren vor allem steigende öffentliche Ausgaben sowie ein höherer privater Konsum, auch in Folge der Überwindung der Covid-Pandemie. Deutlich schwächer als in den USA und einigen Schwellenländern fiel hingegen das Wachstum im Euroraum aus, insbesondere wegen eines schwachen privaten Nachfrageverhaltens, unverändert hoher Rohstoffpreise sowie einer anhaltenden Investitionsschwäche auf Grund hoher Zinsen. Während das Wachstum im Jahr 2023 in den USA auf 2,5 % beziffert wird, betrug dieses in der Eurozone nach Einschätzung des IWF im vergangenen nur 0,5 %. Damit lag die Wachstumsrate im Euro-Raum um 2,9 Prozentpunkte unter der des Jahres 2022. In Deutschland lag das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes nach Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Jahr 2023 bei minus 0,3 %, nach noch positiven 1,8 % im Vorjahr. 2 Nach Ansicht des Ministeriums war die negative wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 - wie bereits im Vorjahr - im Wesentlichen bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer weltwirtschaftlichen Schwäche sowie den Auswirkungen der restriktiven Geldpolitik. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. Auch hierdurch verzögerte sich die für 2023 erwartete wirtschaftliche Erholung. Die Inflationsrate in Deutschland ging gegenüber dem Vorjahr leicht zurück und lag im Jahr 2023 bei 5,9 %, nach 6,9 % im Jahr 2022. 3 Trotz des nachlassenden Wachstums des BIP zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt unverändert robust. Die Arbeitslosenquote stieg im Jahr 2023 nur leicht um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 %. 4
1 Quelle: International Monetary Fund, World
Economic Outlook Update, January 2024.
1.2. Branchenentwicklung Die deutschen Märkte für Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK-Märkte) haben sich auch im Jahr 2023 in Summe weiter dynamisch entwickelt. Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom lagen die ITK-Umsätze im Jahr 2023 mit 215 Milliarden Euro um 4,3 Milliarden Euro oder rund 2 % über denen des Jahres 2022. 3,1 Milliarden Euro des Wachstums resultieren aus dem IT-Markt, der im Jahr 2023 von 139,8 Milliarden Euro auf 142,9 Milliarden Euro gewachsen ist. 5 Laut Bitkom beschäftigt die ITK-Branche zum Jahresende 2023 in Deutschland etwa 1,33 Millionen Menschen und damit etwa 28.000 mehr als Ende des Jahres 2022. 6 Wie auch in der Gesamtwirtschaft trübte sich das Geschäftsklima in der Digitalbranche im Laufe des Jahres 2023 deutlich ein und lag zum Jahresende 2023 saisonbereinigt bei 9,8 Punkten, nach 18,4 Punkten im Jahr zuvor. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft lag damit der Index in der Digitalbranche aber immer noch auf einem deutlich höheren Niveau. Das ifo Geschäftsklima für Deutschland lag Ende 2023 bei minus 11,4 Punkten. Wie in den Vorjahren lagen auch im Jahr 2023 sowohl die Einschätzung zur Geschäftslage als auch die zur Geschäftserwartung in der ITK-Branche auf einem deutlich höheren Niveau als die entsprechenden Einschätzungen in der Gesamtwirtschaft. Der Teilindex der Geschäftslage lag in der ITK- Branche zum Jahresende 2023 bei 20,2 Punkten (Dezember 2022: 38,2 Punkte) und damit 18,5 Punkte höher als in der Gesamtwirtschaft (1,7 Punkte; Vorjahr: 14,7 Punkte). Der Teilindex der Geschäftserwartungen sank im Dezember in der ITK-Branche zwar von 0,3 Punkten im Vorjahr auf minus 0,1 Punkte zum Jahresende 2023, lag damit aber weiterhin deutlich höher als die Geschäftserwartung in der Gesamtwirtschaft, für die der Wert zum Ende des Jahres 2023 mit minus 23,7 Punkten nur wenig über den minus 24,7 Punkten im Dezember 2022 lag. 7 Die Beschäftigungserwartungen in der ITK-Branche stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Punkte auf 20,3 Punkte an. Dagegen fiel der Index der Preiserwartungen gegenüber Dezember 2022 deutlich von 50,6 Punkten auf 28,8 Punkte zum Jahresende 2023. 8
5 Quelle: Bitkom, Pressinformation,
Digitalbranche zeigt sich von Krisen unbeeindruckt, IDC,
17. Januar 2024.
2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Der Konzernabschluss der PlusInvest zum 31. Dezember 2023 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Die operative Konzernleistung wird insbesondere über ein in den Darlehensverträgen definiertes adjustiertes EBITDA, die Nettofinanzschuld sowie die Umsatzerlöse gemessen. Die Bewertung der Umsatzerlöse erfolgt dabei unterteilt nach Produktgruppen und Kunden und wird ergänzt um Analysen zu Auftragseingängen und Vertriebsprojekten. Bezüglich der Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Produkten bzw. Dienstleistungen verweisen wir auf Abschnitt 8 des Anhangs. Sämtliche Indikatoren werden monatlich gemessen, analysiert und berichtet. Für die Konzernsteuerung relevante nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestehen derzeit nicht. 2.1. Ertragslage Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 88.590 und damit knapp 7 % weniger als im Jahr 2022 (TEUR 95.276). Ursprünglich rechnete PlusServer für das Geschäftsjahr 2023 trotz der prognostizierten Verlangsamung der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und hoher Preissteigerungsraten mit einem Umsatzanstieg auf rund 107 Millionen Euro. Der Anstieg sollte vor allem aus einer weiter zunehmenden Nachfrage nach den Cloud-Angeboten resultieren, wobei der Fokus unverändert auf der Gewinnung von Neukunden als auch auf der Migration von Bestandskunden in die eigenen, modernen Cloudlösungen liegen sollte. Auch wenn die Umsätze mit Managed Cloud Services im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um etwas mehr als 18 % (TEUR 4.067) auf TEUR 26.469 angestiegen sind, wurden damit die ursprünglichen Erwartungen des Konzerns für das Jahr 2023 nicht erfüllt. Das Wachstum mit Managed Cloud Services konnte somit - entgegen der Erwartung - auch den deutlich höheren Verlust von Umsatzerlösen insbesondere im Bereich Managed Hosting Services von TEUR 9.616 nur zum Teil kompensieren. Der Rückgang der Umsatzerlöse in diesem Bereich ist in 2023 zum einen auf Verluste von Kunden, zum anderen auf die Migration von Kundenservices in die Cloudlösung der Gesellschaft zurückzuführen. Der Materialaufwand erhöhte sich im Jahr 2023 insbesondere aufgrund nochmals gestiegener Stromkosten sowie höherer Resellingkosten gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.005 oder 5,2 % auf TEUR 40.382 (2022: TEUR 38.377). Die Materialaufwandsquote lag dadurch bei gleichzeitig niedrigeren Umsatzerlösen mit rund 45,6 % im Jahr 2023 um 5,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Der Personalaufwand erhöhte sich im Jahr 2023 von TEUR 25.668 im Jahr 2022 auf jetzt TEUR 29.156. Der Anstieg resultiert aus einem Anstieg der Beschäftigten sowie aus Lohnsteigerungen, ohne Berücksichtigung von Beschäftigen in Freistellungsphasen. Zwar reduzierte sich die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter von 342 im Jahr 2022 auf 335 im Jahr 2023, wobei in der Vorjahresangabe die Beschäftigten in Freistellungsphasen berücksichtigt, deren Gehaltsansprüche allerdings bereits im Jahr 2021 zurückgestellt und somit nicht im Personalaufwand des Jahres 2022 ausgewiesen wurden. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich im Vergleich zu 2022 deutlich von 26,9 % auf 32,9 % im Jahr 2023. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an den Umsatzerlösen lag im Jahr 2023 mit 7,0 % auf dem Niveau des Vorjahres von 7,1 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Jahr 2023 auf TEUR 6.185 (2022: TEUR 6.793) und beinhalteten wie im Vorjahr im Wesentlichen Kosten für Beratungsleistungen, sonstige Personal-, Reise- und Fuhrparkkosten sowie Kosten für das Marketing. Das bereinigte EBITDA lag im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 20.083 deutlich unter dem Vorjahreswert von TEUR 33.688. Hieraus ergibt sich eine bereinigte EBITDA-Marge im Berichtsjahr von rund 22,7 % (2022: 35,3 %), verglichen mit einem Zielwert für 2023 von "rund 32%", der vor allem aufgrund der deutlichen Verfehlung der Umsatzerwartung beim gleichzeitig gestiegenen Materialaufwand nicht erreicht wurde. Der Konzern verzeichnete im Jahr 2023 Abschreibungen in Höhe von TEUR 155.290 (2022: TEUR 79.457). Die Abschreibungen berücksichtigen einen Wertminderungsaufwand des Goodwills in Höhe von TEUR 130.195 (Vorjahr: TEUR 51.185) in Folge eines Impairmenttests sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Markenrechte in Höhe von TEUR 1.567. Die im Jahr 2023 angefallenen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 22.427 (2022: TEUR 14.943) resultieren aus den der Konzernfinanzierung dienenden Gesellschafter- und Bankdarlehen. Durch den im Jahr 2023 zu verzeichnenden starken Anstieg des Euribors, der als Referenzwert der Bestimmung eines Teils der Darlehenszinsen dient, ergab sich eine deutliche Erhöhung der Zinsaufwendungen gegenüber dem Jahr 2022. Aufgrund der hohen Abschreibungen und Zinsaufwendungen von zusammen TEUR 177.717 (2022: TEUR 94.361) schließt der Konzern das Geschäftsjahr 2023 mit einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 157.811 (2022: TEUR 63.747) ab. Die operative Konzernsteuerung erfolgt anhand von Managementberichten. In diesen werden sämtliche operativ tätigen und sämtliche nachhaltig zum Konzernverbund zählende Gesellschaften berücksichtigt. Hierbei nicht berücksichtigt werden Gesellschaften von untergeordneter Bedeutung für den Konzern. Diese werden separat betrachtet. Das zur Konzernsteuerung verwendete EBITDA leitet sich aus dem Managementreport wie folgt ab (in TEUR):
Die ausgewiesenen Sondereffekte berücksichtigen insbesondere nicht nachhaltige oder nicht operative Sachverhalte wie beispielsweise nicht nachhaltige oder nicht operative Personalaufwendungen, Restrukturierungskosten, Integrationskosten sowie Aufwendungen für Beratungskosten im Zusammenhang mit der Konzernfinanzierung oder durch Gesellschafter. 2.2. Finanzlage Der Konzern hatte im Jahr 2023, vor allem aufgrund von Umsatzrückgängen bei gleichzeitig gestiegenen Kosten sowie gestiegenen Investitionsbedarfen, einen deutlichen Abfluss an Liquidität zu verzeichnen. Zum 31. Dezember 2023 verfügen die Konzerngesellschaften über liquide Mittel von zusammen TEUR 5.570 und damit TEUR 11.126 weniger als zum Vorjahresstichtag (31. Dezember 2022: TEUR 16.696). Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit verringerte sich im Jahr 2023 gegen- über dem Vorjahr vor allem aufgrund des geringeren Umsatzes um TEUR 8.483 auf TEUR 17.425. Demgegenüber stieg der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit gegenüber dem Jahr 2022 um TEUR 3.588 auf jetzt TEUR 13.530. Trotz des im Jahr 2023 zu verzeichnenden deutlichen Zinsanstiegs erhöhte sich Mittelabschluss aus der Finanzierungstätigkeit im Jahr 2023 gegenüber nur um TEUR 764 auf TEUR 15.021. Dieser vor dem Hintergrund des stark gestiegenen Zinsniveaus vergleichsweise geringe Anstieg ist auf eine Verlängerung der Zinszahlungsperioden zurückzuführen. Entsprechend haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit berücksichtigt im Jahr 2023 geleistete Zahlungen von Beratungskosten im Zusammenhang mit dem im Jahr 2024 erfolgten Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile an der PlusInvest und der zu Beginn des Jahres 2024 erfolgten Restrukturierung der Finanzierungsstruktur in Höhe von zusammen TEUR 2.422. Die langfristige Finanzierung der im Laufe des Jahres 2017 erfolgten Akquisitionen war über langfristige Bank- und Gesellschafterdarlehen erfolgt. Dazu hatte die PlusHolding GmbH, Köln, am 8. August 2017 mit der IKB Deutsche Industriebank AG, der Societe Generale, London Branch, und der UniCredit Bank AG, London Branch, eine Term B Facility geschlossen. Zum Bilanzstichtag betrugen die hieraus resultierende Verbindlichkeit TEUR 260.000 (ohne Zinsverbindlichkeiten). Die Term B Facility war mit einer Marge von 3,75 % zzgl. einem positiven EURIBOR verzinst und hat eine Laufzeit von 7 Jahren bis zum 31. August 2024. Mit Vertrag vom 30. August 2017 hat die Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., als Darlehensgeberin, der PlusBeteiligung GmbH, als Darlehensnehmerin, ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 195.498 gewährt. Bis zum 31. Dezember 2023 wurde dieses durch die Kapitalisierung bis dahin aufgelaufener Zinsen auf TEUR 259.732 erhöht. Das Darlehen war seit dem 1. März 2021 mit 1,00 % p.a. (vorher: 8,04 % p.a.) verzinst und einschließlich Zinsen am 31. August 2027 zur Rückzahlung fällig. Im Zusammenhang mit dem Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile an der PlusInvest erfolgte Ende des Jahres 2023 und zu Beginn des Jahres 2024 eine Restrukturierung der Finanzierungsstruktur des Konzerns: Das endfällig zu tilgende und mit einem Rangrücktritt versehene Gesellschafterdarlehen der Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., Luxemburg, mit einem Nominalwert zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 259.732 wurde mit Shareholder Exit Agreement vom 17. November 2023, letztmalig angepasst am 16. Februar 2024 und vollzogen am 29. Februar 2024, durch befreiende Vertragsübernahme von der Phoenix Lux Acquisition S.à r.l., auf die PlusSky HoldCo S.à r.l., Luxemburg, übertragen. Als Gegenleistung hierfür wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 2.523 vereinbart. Mit Vertrag vom 29. Februar 2024 wurde zwischen der PlusBeteiligungs GmbH, als Darlehensnehmerin, und der PlusSky HoldCo S.à r.l, als Darlehensgeberin, in Änderung des Darlehensvertrages vom 12. September 2017 vertraglich vereinbart, dass dieses, zur Vermeidung einer Überschuldung nachrangig gewährte Darlehen, mit einem Nominalbetrag in Höhe von TEUR 261.016 zum 29. Februar 2024, unverzinst gewährt wird und eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2029 hat. Bis zu dieser Anpassung war das Darlehen seit dem 1. März 2021 mit 1,0 % p.a. (vorher: 8,04 % p.a.) verzinst und am 31. August 2027 zur Rückzahlung fällig. Mit ursprünglichem Vertrag vom 18. August 2017 hat die PlusHolding GmbH, als Darlehensnehmerin, mit verschiedenen Darlehensgebern ein Senior Facilities Agreement geschlossen. Dieses wurde bis zum 31. Dezember 2023 mehrmalig angepasst. Der Nominalbetrag der gewährten Term Loan B Facility belief sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 260.000 und war mit einer Marge von 3,75 % zzgl. eines positiven Euribors verzinst. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 31. August 2024. Mit Wirkung vom 29. Februar 2024 wurde dieses Senior Facilities Agreement unter anderem wie folgt angepasst: Die gewährte Term Loan B Facility wurde auf einen Betrag in Höhe von TEUR 95.000 geändert. Diese Facility ist zum 31. Dezember 2028 einschließlich aufgelaufener und kapitalisierter Zinsen endfällig zurückzuzahlen und ist mit einer Marge von 5,0 % p.a. zzgl. eines positiven Euribors verzinst. Bei Vorliegen verschiedener Voraussetzungen, erfolgt auf Antrag eine Kapitalisierung des 4,95 % übersteigenden Zinsbetrages mit jeweiliger Wirkung ab dem Fälligkeitstag der Zinszahlung. Der verbleibende Betrag in Höhe von TEUR 165.000 wurde, zusammen mit den bis zum 29. Februar 2024 aufgelaufenen Zinsen in Höhe von TEUR 11.857, als nachrangiges Subordinated PIK Instrument mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2029 gewährt. Der Zinssatz beträgt 11,05 % p.a., wovon 11,0 % zum jeweiligen Fälligkeitszeitpunkt der Zinsen kapitalisiert werden. Darüber hinaus wurden der PlusHolding GmbH im Rahmen des Senior Facilities Agreement zwei neue Facilities gewährt: Eine New Money Facility über TEUR 15.000, zzgl. Gebühren in Höhe von TEUR 1.050 sowie eine Additional Incremental Super Senior Facility über TEUR 5.000, zzgl. Gebühren in Höhe von TEUR 350. Beide haben eine Laufzeit bis zum 31. Juli 2028 und sind jeweils mit einer Marge von 8,0 % p.a. zzgl. eines positiven Euribors auf den Darlehensbetrag, ohne Berücksichtigung der Gebühren, verzinst. Zudem wurde seitens der Darlehensgeber ein Senior Facility Maximum Amount in Höhe von TEUR 30.000 abzgl. der New Money Facility zur Verfügung gestellt. Hiervon wurden im Rahmen der Additional Incremental Super Senior Facility TEUR 5.000 in Anspruch genommen. In Summe betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Leasingverhältnissen zum 31. Dezember 2023 TEUR 270.847 (31. Dezember 2022: TEUR 262.795), die Verbindlichkeiten aus dem Gesellschafterdarlehen belaufen sich zum Jahresende 2023 einschließlich Zinsen auf TEUR 260.598 (31. Dezember 2022: TEUR 258.018). Zur Besicherung der Bankdarlehen wurden bestehende und künftige Forderungen, Bankguthaben und Versicherungsansprüche sowie Anlagevermögen des Konzerns verpfändet bzw. als Sicherheit abgetreten. 2.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns verringerte sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 von TEUR 310.111 um TEUR 153.646 auf TEUR 156.465 zum 31. Dezember 2023. Langfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 135.144 (31. Dezember 2022: 276.174) stehen zum 31. Dezember 2023 ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 400.862 (31. Dezember 2022: minus TEUR 236.880) und langfristiges Fremdkapital von TEUR 262.159 (31. Dezember 2022: TEUR 523.838) gegenüber. Der Rückgang der langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahr um TEUR 141.030 resultiert insbesondere aus einer weiteren Wertminderung des Goodwills in Höhe von TEUR 130.195 (Vorjahr: TEUR 51.185) sowie Abschreibungen auf den Kundenstamm und die Marken von zusammen TEUR 12.686 im Jahr 2023 (Vorjahr: TEUR 14.393). Die Reduzierung des langfristigen Fremdkapitals um TEUR 261.679 gegenüber dem Vorjahresstichtag ist insbesondere auf die Umgliederung von Verbindlichkeiten aus der Darlehensfinanzierung in das kurzfristige Fremdkapital aufgrund der zum 31. Dezember 2023 noch bestehenden Rückzahlungsverpflichtung des Bankdarlehens zum 31. August 2024 zurückzuführen. Diese Umgliederung führt entsprechend zu einem deutlichen Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals gegenüber dem 31. Dezember 2022. Dieses erhöhte sich von TEUR 23.153 zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 295.169 zum 31. Dezember 2023. Hiervon werden zum 31. Dezember 2023 TEUR 21.321 (31. Dezember 2022: TEUR 33.937) von den kurzfristigen Vermögenswerten gedeckt. Der Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte um TEUR 12.616 resultiert vor allem aus der Reduzierung der liquiden Mittel, die zum 31. Dezember 2023 um TEUR 11.126 unter dem Bestand Ende des Vorjahres lag. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 8.229 ist vor allem auf Verbindlichkeiten für Beratungskosten im Zusammenhang mit dem im Februar 2024 vollzogenen Verkauf der Anteile an der PlusInvestment GmbH und der in diesem Zusammenhang erfolgten Restrukturierung der Finanzierungsstruktur des Konzerns zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2023 weist der Konzern ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 400.862 aus (31. Dezember 2022: minus TEUR 236.880). Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme der Prämisse der Unternehmensfortführung, da die langfristige Finanzierung des Konzerns insbesondere durch die im Zusammenhang mit dem Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile an der PlusInvestment GmbH erfolgten Restrukturierungen der Finanzierungsstruktur der Gruppe gesichert ist. Die erfolgte und vorstehend beschriebene Restrukturierung der Konzernfinanzierung erfolgte maßgeblich auf Grundlage eines Sanierungsgutachtens gemäß IDW S 6 unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BGH, welches von der FTI-Andersch, Frankfurt am Main, erstellt wurde. Das von Gesellschaftern zur Verfügung gestellte Kapital beträgt unter Berücksichtigung des von diesen gewährten, mit einem Rangrücktritt versehenen Darlehens somit minus TEUR 140.263 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr von positiven TEUR 21.138 um TEUR 161.401 vermindert.
Nach der am 29. Februar 2024 vollzogenen Restrukturierung der Konzernfinanzierungsstruktur betragen die nachrangigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und Kreditinstituten im Konzern TEUR 437.873. Bezüglich der Restrukturierung der Finanzierungsstruktur verweisen wir auf die Darstellungen unter Punkt 2.2. Finanzlage dieses Konzernlageberichtes. 3. Forschung und Entwicklung Wie bereits in den Vorjahren, so stand auch im Jahr 2023 die cloudfokussierte Produktentwicklung im Mittelpunkt der Entwicklungstätigkeit der PlusServer-Gruppe. Unter der Maßgabe der Schaffung solider, differenzierender und nachhaltig skalierbarer kundenbezogener Lösungssetups wurden im Jahr 2023 zusätzliche cloudbasierte Lösungen und Services geschaffen. Bestehende Lösungen und Services wurden optimiert und erweitert. Mit der Initiative "Digitale Bestellstrecke" wurde das Einkaufserlebnis des Kunden deutlich gesteigert und bietet den Kunden nunmehr die Möglichkeit, sich ohne Interaktion eines Vertriebsmitarbeiters selbständig für das geschaffene Self Service Portal "Cloud Hub" zu registrieren. Durch die bereits im Vorjahr geschaffene Online-Bestellbarkeit der Produkte, ist somit ein durchgängiges Einkaufserlebnis geschaffen worden. Die bereits im Vorjahr geschaffene plusservereigene Containerplattform wurde im Jahr 2023 deutlich verbessert und an große Workloads angepasst. Um Kunden in Zukunft noch besser vor bösartigen Bedrohungen zu schützen, wurden die Produkte EDR und Workload Protection geschaffen. Unter EDR ist die auf Kl basierte Bewertung von Veränderungen auf Endgeräten zu verstehen, ergänzt um die Anwendungsanalyse mittels der Workload Protection. Zusammen mit dem neu aufgestellten SOC (Security Operations Center) as a Service Angebot, können Kunden nunmehr einen umfänglichen Schutz gegen potenzielle Bedrohungen auf ihren Systemen und ihrer Anwendung erhalten. Das SOC- Team bietet dem Kunden die Möglichkeit, die durch das EDR und Workload Protection gemeldeten Bedrohungen zu bewerten und zu beheben. Mit einer über mehrere Standorte geschaffenen asynchronen Replikations Lösung, wurde in dem Produkt pluscloud VMWare eine Migration sowie ein Desaster Recovery Produkt entwickelt. Kunden haben nunmehr die Möglichkeit, über verschiedene Standorte hinweg, eine Sicherung Ihrer virtuellen Maschinen durchzuführen. Durch das zunehmende Interesse an Künstlicher Intelligenz, Lösungen wie ChatGPT hat auch Plusserver eigene Kl-Lösungen entwickelt. Ein Setup auf der pluscloud open bietet die Möglichkeit, sogenannte Large Language Models auszuführen. Die Ausführung erfolgt in extra dafür verbauten Hochleistungsgrafikkarten, die in das pluscloud open Angebot integriert wurden. Entwicklungsprojekte werden bei PlusServer in der Regel im Rahmen agiler Organisationsformen durch Squads und Squad übergreifende Initiativen bearbeitet. Die jeweiligen Squads setzten sich aus eigenen Mitarbeitern verschiedener Unternehmensbereiche zusammen, die Parallelprodukte und Lösungen realisieren. Zum 31. Dezember 2023 waren 102 Beschäftigte den verschiedenen Squads zugeordnet. 4. Risikobericht 4.1. Risikomanagement Die Zielsetzung des Risikomanagements besteht in der Früherkennung von Chancen und Risiken, der Abschätzung ihrer Auswirkungen sowie der frühzeitigen Einleitung geeigneter Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen. Auf diesem Wege wird die Basis für verantwortliches unternehmerisches Handeln im Sinne einer Balance zwischen Sicherheitsinteressen und Wertschöpfungszielen geschaffen. Das Risikomanagement orientiert sich an diesen Vorgaben und setzt die gängigen Instrumente der Risikobewältigung wie zum Beispiel Vermeidung, Verminderung und Kompensation ökonomisch sinnvoll ein. Das Risikomanagement der Konzerngesellschaften ist in die bestehenden Planungs-, Steuerungs -, Kontroll- und Berichterstattungsabläufe eingebunden. Ein an das Management adressiertes Reporting sorgt vor allem in Form standardisierter Auswertungen dafür, den Geschäftsverlauf unter Berücksichtigung von Risiken und Chancen transparent darzustellen und zu analysieren. So werden regelmäßig alle relevanten Parameter zur aktuellen Liquiditäts- und Ertragslage ermittelt, erfasst und kommuniziert. Das Interne Kontrollsystem (IKS) formalisiert diesen Berichterstattungsprozess und ergänzt ihn um weitere prozessual operative Kennzahlen. Das IKS wurde im Jahr 2021 nach den Regeln des ISAE 3402 Standards zertifiziert und zuletzt für den Zeitraum 1. Oktober 2022 bis 31. Dezember 2023 hinsichtlich der Wirksamkeit geprüft. Risiken und Chancen der Konzerngesellschaften werden in regelmäßigen Treffen der Geschäftsleitungen identifiziert, klassifiziert und bewertet. 4.2. Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung Die Konzerngesellschaften sind hinsichtlich ihrer künftigen Geschäftsentwicklung einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Die zentralen Risikofelder betreffen: Markt PlusServer bewegt sich in wettbewerbsintensiven, sehr dynamischen Wachstumsmärkten mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Wettbewerbern, von denen einige aus einer deutlich größeren Marktstellung heraus agieren. So können Public-Cloud-Angebote global operierender Unternehmen zu Kunden- und Marktanteilsverlusten führen und die Wachstumschancen, auch von neuen Produkten, beschneiden und in ihrer Folge zu Umsatz- und Ergebniseinbußen führen. Diesem Risiko begegnet PlusServer durch Partnerschaften und strategische Allianzen mit Public-Cloud-Anbietern sowie durch die Entwicklung neuer Produkte (zum Beispiel dem Hybrid Cloud Angebot "plus.io") und Dienstleistungen. Aufgrund des Geschäftsmodells sind vor allem Energie, Internetanbindungen, Softwarelizenzen und der Betrieb von Rechenzentren durch externe Anbieter wesentliche Input- und Kostenfaktoren für den Konzern. Kostensteigerungen und Abhängigkeiten in diesen Bereichen können zu rückläufigen Margen führen und damit negative Ergebnisauswirkungen haben. Den in den Jahren 2022 und 2023 verzeichneten signifikanten Kostensteigerungen, vor allem im Energiebereich, ist PlusServer ihrerseits durch Preisanpassungen begegnet. Zudem sollen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, neue Beschaffungskonzepte, strategische Bindungen von Lieferanten, aber auch diversifizierte Vertragsgestaltungen und Produktstandardisierungen dazu beitragen, das Risiko durch Preisanpassungen zu minimieren. Zur Aufrechterhaltung und Ausweitung des Rechenzentrumsbetriebes sind die Gesellschaften insbesondere auf die Verfügbarkeit technischer Ausrüstungsgegenstände, wie beispielsweise Server, Server-, Netzwerk- und Infrastrukturkomponenten für die eigenen Rechenzentren angewiesen. Vor allem die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Eindämmung der Corona-Pandemie in Drittstaaten haben in den letzten Jahren weltweit zu "Lieferkettenproblemen" und in Folge zu eingeschränkten Verfügbarkeiten und langen Lieferzeiten gerade bei technischen Ausrüstungsgegenständen geführt. Eine fehlende Verfügbarkeit benötigter Waren kann eine Leistungserbringung verhindern oder verzögern. PlusServer begegnet diesem Risiko durch eine stärkere Bevorratung insbesondere der zur Leistungserbringung kritischen Gütern. Durch technologischen Wandel in den für PlusServer relevanten Märkten besteht die Möglichkeit, dass Neuentwicklungen zu spät auf den Markt kommen und nicht oder erst mit Verzögerungen den gewünschten Markterfolg erzielen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Neuentwicklungen trotz umfangreicher Tests Fehler oder Sicherheitslücken enthalten, die den Markterfolg dieser und anderer Dienstleistungen der Konzerngesellschaften schädigen können. Es sind auch Entwicklungsarbeiten denkbar, die nicht in marktreifen Produkten oder Dienstleistungen münden. Diesen Risiken begegnen die Konzerngesellschaften durch ein aktives Produktmanagement sowie durch sorgfältige Entwicklung von neuen, innovativen Produkten und Dienstleistungen. Auch die fehlende Integration von Systemen und Prozessen kann die Qualität von Produkten und Dienstleistungen und damit ihre Vermarktbarkeit einschränken. Zudem können sich hieraus Schadenersatzansprüche von Kunden ergeben. Diesen Risiken begegnen die Konzerngesellschaften mit einer Reihe von Projekten zur Harmonisierung von Prozessen und Systemen in der gesamten Gruppe. Auch die fehlende Erfahrung des Vertriebes bei der Vermarktung gerade neuer, erklärungsbedürftiger Produkte kann dazu führen, dass Umsatz- und Ergebnisziele verfehlt werden. Die Konzerngesellschaften begegnen diesem Risiko vor allem durch die Schulung von Mitarbeitern. Infrastruktur Der Leistungserstellungs- und Bereitstellungsprozess der Konzerngesellschaften erfolgt im oder mit Hilfe des Internets sowie durch Informations- und Telekommunikationstechnologien, die sich des Internets bedienen. Bedrohungen aus dem Internet könnten die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität der Systeme oder der darin gespeicherten oder verarbeiteten Daten gefährden. Die Komplexität der technischen Infrastruktur sowie entsprechender Softwaresysteme, die im Leistungserstellungsprozess eingesetzt werden, nimmt aufgrund interner und externer Erfordernisse stetig zu. Zusätzlich ist die Infrastruktur dem Risiko gezielter Angriffe und technischer Ausfallrisiken ausgesetzt. Störungen oder Systemausfälle können die Leistungserstellung ganz oder vorübergehend beinträchtigen und auch zu Schadenersatzansprüchen von Kunden führen. Die Konzerngesellschaften setzen auf eine Kombination aus organisatorischen, manuellen sowie diversen technischen Kontrollmechanismen und Sicherheitsvorkehrungen, um diesen Risiken zu begegnen. Diese Sicherheitsmaßnahmen lassen die Konzerngesellschaften nach unterschiedlichen Standards zertifizieren. Zur Erbringung ihrer Dienstleistungen benötigt PlusServer Zulieferteile, die kurzfristig nicht verfügbar sein können, was eine Leistungserbringung verhindern oder einschränken könnte. Der Konzern begegnet diesem Risiko mit einer Bevorratung der als besonders kritisch angesehenen Teile. Kundenspezifische Risiken Wenngleich die Auswirkung auf die Liquidität bei Ausfall einzelner Kunden als gering eingestuft werden kann, so kann ein ungeplanter Ausfall einzelner Großkunden doch dazu führen, dass die Umsatz- und Ergebniserwartung nicht erreicht wird. Die Einschätzung der erwarteten Ausfälle ergibt sich aus der Analyse historischer Forderungsausfälle, der Altersstruktur sowie aktuellen Branchenentwicklungen und der Beurteilung der Kreditwürdigkeit einzelner Kunden. Wesentliche Forderungsausfallrisiken sieht der Konzern historisch bedingt nicht. Personal Hochqualifiziertes Personal mit spezialisiertem Fach- und Technologiewissen, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Betrieb und Kundenbetreuung, ist für den nachhaltigen Erfolg des Konzerns unabdingbar. Die große Nachfrage nach Spezialisten im IT-Bereich könnte den Wettbewerb um Mitarbeiter intensivieren und zu einem Fachkräftemangel führen. PlusServer begegnet diesem Risiko auch durch eine Ausweitung der Suchregion für neue Beschäftigte insbesondere für die technischen Berufe, auf das anliegende Ausland ("near-shore hiring"). Im Durchschnitt beschäftigten die Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr 2023 335 Mitarbeiter (2022: 342 Mitarbeiter). Finanzierung Im Zusammenhang mit dem Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile an der PlusInv erfolgte Ende des Jahres 2023 und zu Beginn des Jahres 2024 auch eine Restrukturierung der Finanzierungsstruktur des Konzerns, die im Abschnitt 2.2 Finanzlage des Konzernlageberichts detailliert beschrieben wird. Die erfolgte und vorstehend beschriebene Restrukturierung der Konzernfinanzierung erfolgte maßgeblich auf Grundlage eines Sanierungsgutachtens gemäß IDW S 6 unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BGH, welches von der FTI-Andersch, Frankfurt am Main, erstellt wurde. Der aus heutiger Einschätzung unwahrscheinliche Fall eines wesentlichen Nichterreichens insbesondere der dieser Beurteilung für die kommenden Jahre zu Grunde liegenden Ergebnisplanungen, könnte - ebenso wie ein weiterer deutlicher Anstieg der Euribor-Zinssätze - zu einer Überschuldung und auch zu einer Illiquidität einzelner Konzerngesellschaften führen, sofern dies nicht durch Liquiditätszuschüsse von Eigen- und Fremdkapitalgebern kompensiert werden könnte. Steuerliche Risiken Im Rahmen des Verkaufs sämtlicher Geschäftsanteile an der PlusInvest Ende des Jahres 2023 und der zu Beginn des Jahres 2024 durchgeführten Restrukturierung der Finanzierungsstruktur hat sich der Konzern umfassend steuerlich beraten lassen und für wesentliche Punkte eine verbindliche Auskunft beim Finanzamt eingeholt. Aus dieser Transaktion unterliegt der Konzern somit keinen wesentlichen steuerlichen Risiken. Weitere wesentliche steuerliche Risiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegen nach der Einschätzung der Geschäftsführung derzeit nicht vor. 5. Chancen- und Prognosebericht Im World Economic Outlook prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2024 einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,1 %. Damit liegt das prognostizierte globale Wachstum auf dem Niveau des Jahres 2023. 9 Für die Eurozone erwartet der IWF für das Jahr 2024 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,9 %, nach 0,5 % im Jahr 2023. Zwar geht das IWF für Deutschland für das Jahr 2024 noch von einer Wachstumsrate von 0,5 % (nach minus 0,3 % im Jahr 2023) aus, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erwartet in seinem im Januar 2024 veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht mit 0,2 % für 2024 allerdings eine noch etwas geringere Zunahme des Bruttoinlandsproduktes. Laut Einschätzung des Ministeriums deuten die Stimmungsindikatoren derzeit nicht auf eine spürbare Belebung der wirtschaftlichen Entwicklung hin.
9 Quelle: International Monetary Fund, World
Economic Outlook, January 2024.
Im Laufe des Jahres dürften sich nach Auffassung des Ministeriums aber Wachstumsimpulse vor allem von Seiten des privaten Konsum einstellen. Insbesondere die Überwindung der inflationsbedingten Kaufkraftverluste und die nach wie vor robuste Beschäftigungssituation dürften nach Auffassung des Ministeriums zu einer Belebung beitragen. Zudem erwartet das Ministerium einen Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen in Maschinen und Anlagen vor dem Hintergrund des hohen Investitionsbedarfs im Zuge der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft. 10 Der ITK-Markt in Deutschland soll nach Einschätzung des Branchenverbandes Bitkom trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds auch im Jahr 2024 weiterhin wachsen. Nach einem Anstieg des ITK-Gesamtmarktes im Jahr 2023 um rund 2,0 % auf 215,0 Milliarden Euro erwartet die Bitkom für das Jahr 2024 ein Wachstum des deutschen ITK-Gesamtmarktes um 9,3 Milliarden Euro auf dann 224,3 Milliarden Euro (+4,4 %). 11 Die Zahl der Arbeitskräfte in der ITK-Branche soll sich bis zum Jahresende 2024 nochmals um rund 2,7 % auf dann 1.368.000 erhöhen. 12 Besonders starke Wachstumsraten prognostiziert die Bitkom für die für PlusServer besonders relevanten Bereiche Dienstleistungen mit Cloud Bezug sowie Infrastructure-as-a-Service. Laut Bitkom sollen Dienstleistungen mit Cloud Bezug im Jahr 2024 um 17,0 % auf dann 17,7 Mrd. € wachsen. Die Umsätze im Bereich Infrastructure-as-a-Service sollen im Jahr 2024 um 24,5 % auf 5,8 Milliarden Euro zulegen. 13 Die PlusServer-Gruppe wird ihren Transformationsprozess auch im kommenden Jahr fortsetzen und rechnet für das Jahr 2024 mit weiteren, leichten Umsatzrückgang gegenüber 2023 auf dann rund 86 Millionen Euro. Der Konzern geht für das Jahr 2024 von einer unverändert steigenden Nachfrage nach ihren Cloud-Angeboten aus. Der Fokus liegt dabei weiterhin auf der Gewinnung von Neukunden und der fortgesetzten Migration von Bestandskunden in eigene Cloudlösungen. Dagegen erwartet der Konzern einen weiteren Rückgang der Umsätze im Bereich Managed Hosting und rechnet für die übrigen Bereichen für das Jahr 2024 nur mit moderatem Wachstum. Die bereinigte EBITDA-Marge der PlusServer-Gruppe soll im Geschäftsjahr 2024 bei rund 20,0 % und weitestgehend auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen. Aufgrund des für das Geschäftsjahr 2024 erwarteten ausgeglichenen Cashflows sollen die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2024 auf dem Niveau zum Ende des Jahres 2023 liegen.
10 Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft
und Energie, Jahreswirtschaftsbericht, Januar 2024.
Eine über die derzeitigen Erwartungen hinaus andauernde Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung im Inland, eine anhaltend hohe Inflation und ein Aufrechterhalten des damit in Zusammenhang stehenden hohen Zinsniveaus mit der Folge unverändert hoher Finanzierungskosten auch für Kunden, können im Jahr 2024 zu einem unter der Erwartung liegenden Neukundengeschäft sowie zu nicht geplanten Kostensteigerungen führen.
Köln, den 16. Mai 2024 Die Geschäftsführung Dr. Jürgen Hernichel Claudia Berchtold Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PlusInvestment GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der PlusInvestment GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PlusInvestment GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen in der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 22. Mai 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer Carl-Heinz Klimmer, Wirtschaftsprüfer |
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PlusInvestment GmbH
Overview
- Legal form
- GmbH
- Address
-
Welserstraße 14
51149 Köln - Commercial register
- HRB 92520, Köln
- Registration date
- July 7, 2017
- Industry
-
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz - Registered capital
- 25,000.00 EUR
- Representation rules
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
- Purpose
- der Erwerb, das Halten, das Verwalten und der Verkauf von Beteiligungen an Unternehmen jeder Rechtsform - in Deutschland und im Ausland -, die auf dem Gebiet der Online-Dienstleistungen, insbesondere Managed Hosting und Cloud-Diensten, sowie damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen aktiv sind.
Financials
Balance sheet
2023- Current Assets 100,0 % 25,4 k
- Fixed Assets 0,0 % 1
- Provisions 75,0 % 19,0 k
- Equity 19,2 % 4,9 k
- Liabilities 5,8 % 1,5 k
Profit & loss
2023- Other operating expenses 50,0 % 3,7 k
- Annual net profit/loss 26,6 % −2,0 k
- Gross profit 23,4 % 1,7 k
Authorized representatives
-
Marc Wilczek
since 2026 Managing Director
-
Raphael Bächle
since 2026 Managing Director
Ownership & holdings
Shareholders
- PlusSky Holdco S.à r.l. LUX 100.0 % 25k €
Ultimate beneficial owners (UBOs)
The ultimate beneficial owners behind these holdings could not be conclusively identified.
Holds shares in
- PlusBeteiligungs GmbH 100.0 %
History
- 2026
-
04.03.
Member entryMarc Wilczek · Managing Director
-
11.02.
Exit of positionAndreas Kadler · Managing Director
-
09.01.
Member entryRaphael Bächle · Managing Director
-
09.01.
Exit of positionChristoph Bernhard Ferdinand Oberhaus · Managing Director
- 2025
-
19.03.
Change of addressPlusInvestment GmbH
-
07.01.
Exit of positionClaudia Berchtold · Managing Director
-
07.01.
Member entryChristoph Bernhard Ferdinand Oberhaus · Managing Director
- 2024
-
06.12.
Member entryAndreas Kadler · Managing Director
Annual statements
Original published statements, ordered by fiscal year.
| Fiscal year | Document | Published | Access |
|---|---|---|---|
| 2024 | Konzernabschluss | Published | Via the API |
| 2023 | Konzernabschluss | Published | Read full text |
| 2022 | Konzernabschluss | Published | Via the API |
| 2021 | Konzernabschluss | Published | Via the API |
| 2020 | Konzernabschluss | Published | Via the API |
2023 Konzernabschluss Full text
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- Structured content (SI, XML) XML
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- Articles of association PDF
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- Open Connectors in Claude and add a custom connector.
-
Enter this server URL and add the connector:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Connect with your handelsregister.ai account, then enable the connector in your chat via “+” → “Connectors”.
- In ChatGPT on the web, open Settings → Apps and create a custom app. Developer mode must be enabled for your account.
-
Use “handelsregister” as the name, OAuth for authentication and this server URL:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Sign in with your handelsregister.ai account, create the app and select it from the tools menu in your chat.
Run once in your terminal:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
Add this MCP server as a tool in your application:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Show me the directors, shareholders and latest available financial figures for PlusInvestment GmbH. Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: 792d11f5ec216bd19c8c54d966a7b89f",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
Add this configuration to your MCP client:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
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