active Legal form GmbH

RUSA - Rohde & Schwarz Anlagen GmbH

München ·HRB 73851 München

Overview

Legal form
GmbH
Address
Mühldorfstraße 15
81671 München
Commercial register
HRB 73851, München
Registration date
May 30, 1984
Industry
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Großhandel mit Werkzeugmaschinen
Registered capital
26,501,000.00 EUR
Representation rules

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Jeder Geschäftsführer ist befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen

Purpose
Vertrieb von technischen Erzeugnissen sowie die Übernahme und die Verwaltung von Anteilen an anderen Unternehmen, insbesondere von Beteiligungen.

Financials

Revenue 2025
2,02 Mrd. €
Employees 2025
7.452
Total assets 2025
2,73 Mrd. €
Net income 2025
92,41 Mio. €
Consolidated accounts · –
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Balance sheet

Consolidated accounts · –
2025
Assets 2,73 Mrd
  • Current Assets 64,7 % 1,76 Mrd
  • Fixed Assets 30,9 % 842,24 Mio
  • Deferred Tax Assets 3,3 % 89,68 Mio
  • RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1,1 % 30,74 Mio
Liabilities and Equity 2,73 Mrd
  • Equity 44,3 % 1,21 Mrd
  • Liabilities 32,0 % 872,80 Mio
  • Provisions 19,9 % 543,24 Mio
  • RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2,5 % 66,95 Mio
  • Deferred Tax Liabilities 1,3 % 35,62 Mio
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Balance sheet data available for 7 earlier fiscal years.

Profit & loss

Consolidated accounts · –
2025
Income 2,39 Mrd
  • Revenue 84,6 % 2,02 Mrd
  • Other operating income 4,2 % 101,28 Mio
  • Konzern-Gewinn nach nicht beherrschenden Anteilen 3,9 % 92,39 Mio
  • Einstellungen in Gewinnrücklagen 3,9 % −92,39 Mio
  • Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 1,4 % 33,62 Mio
  • Other interest and similar income 1,3 % 30,56 Mio
  • Income from other securities and loans in financial assets 0,4 % 10,24 Mio
  • Other capitalized own work 0,2 % 5,70 Mio
  • Income from investments 0,1 % 1,44 Mio
  • Gewinnanteile anderer Gesellschafter 0,0 % −25,9 k
  • Balance sheet profit/loss 0,0 % 0
Expenses 2,11 Mrd
  • Material expenses 49,7 % −1,05 Mrd
  • Personnel expenses 28,7 % −606,71 Mio
  • Other operating expenses 14,1 % −297,10 Mio
  • Depreciation 4,2 % −89,41 Mio
  • Income and profit taxes 2,8 % −59,72 Mio
  • Interest and similar expenses 0,3 % −6,06 Mio
  • Other taxes 0,2 % −4,03 Mio
  • Depreciation on financial assets and current asset securities 0,0 % 0
  • Result after taxes 96,44 Mio
  • Annual net profit/loss 92,41 Mio
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P&L data available for 7 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Mario Paoli since 2016 Managing Director
  • Patrick Pötschke since 2016 Procura
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Ownership & holdings

Shareholders

Ultimate beneficial owners (UBOs)

The ultimate beneficial owners behind these holdings could not be conclusively identified.

Holds shares in

14 more holdings · viewable with an API key Get API key →

History

  1. 2016
  2. 08.09.
    Exit of position
    Mario Paoli · Procura
  3. 08.09.
    Member entry
    Mario Paoli · Managing Director
  4. 08.09.
    Exit of position
    C****** L****** · Managing Director
  5. 08.09.
    Member entry
    Patrick Pötschke · Procura
  6. 11.05.
    Merger
    RUSA - Rohde & Schwarz Anlagen GmbH
  7. 2015
  8. 05.10.
    Correction of entity data
    RUSA - Rohde & Schwarz Anlagen GmbH
  9. 03.09.
    Split
    RUSA - Rohde & Schwarz Anlagen GmbH
  10. 24.08.
    Change of bylaws
    RUSA - Rohde & Schwarz Anlagen GmbH
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Annual statements

Original published statements, ordered by fiscal year.

5 documents
Fiscal year Document Published Access
2025 Konzernabschluss Published Via the API
2024 Konzernabschluss Published Read full text
2023 Konzernabschluss Published Via the API
2022 Konzernabschluss Published Via the API
2021 Konzernabschluss Published Via the API
2024 Konzernabschluss Full text

RUSA - Rohde & Schwarz Anlagen GmbH

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Konzernlagebericht

A. Grundlagen des Konzerns

Der global agierende Technologiekonzern Rohde & Schwarz steht für eine sichere und vernetzte Welt. Als Technologieführer entwickelt, fertigt und vertreibt der Konzern wegweisende Produkte, Dienstleistungen und Lösungen. In seinen drei Divisionen Test & Measurement, Technology Systems und Networks & Cybersecurity realisiert Rohde & Schwarz schon heute Innovationen von morgen. Dank führender Produkt- und Lösungskompetenz sichert der Konzern so die technologische und digitale Souveränität seiner weltweiten Kunden aus Wirtschaft, Behörden und dem hoheitlichen Umfeld. Die strategische Ausrichtung mit hoher Wertschöpfungs- und Fertigungstiefe ermöglicht es Rohde & Schwarz, schnell auf Marktanforderungen zu reagieren und langfristige Stabilität zu gewährleisten.

Unsere Gesellschaft, eine 100%ige Tochter der Konzernobergesellschaft Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG, hält den überwiegenden Teil der in- und ausländischen Entwicklungs-, Produktions-, Vertriebs- und sonstigen Gesellschaften der Rohde & Schwarz-Gruppe und bildet gemeinsam mit diesen den Teilkonzern der RUSA - Rohde & Schwarz Anlagen GmbH ("RUSA-Teilkonzern").

1. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Vor dem Hintergrund eines leicht reduzierten Wachstums des weltweiten realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,2 % im Kalenderjahr 2023 zeigt sich die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Vorjahresvergleich verhalten. Diese fiel teilweise deutlich hinter die Wachstumsraten im europäischen Umfeld zurück.

Das BIP in Deutschland verzeichnete einen Rückgang von 0,3 % und befindet sich aktuell am Rande einer Stagnation. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Coronajahr 2020 zunächst nicht weiter fort. Dennoch haben sich zum Jahresbeginn 2024 Anzeichen einer leichten Belebung ablesen lassen. Gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres lag die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im internationalen Vergleich mit 0,2 % nur leicht unterhalb des europäischen Durchschnitts.

Zuletzt haben geringere Inflationsraten, geldpolitische Lockerungen, steigende Löhne, ein stabiler Arbeitsmarkt sowie Impulse der Außenwirtschaft positivere Signale gesendet. Gleichwohl geht die Bundesregierung für das laufende Kalenderjahr insgesamt lediglich von einem Zuwachs von 0,3 % aus, was unterhalb der Prognose vom vergangenen Herbst liegt.

Der deutsche Markt für Informations- und Telekommunikationstechnologien zeigt aktuell weiter eine deutlich stärkere Dynamik als die Gesamtwirtschaft. So wuchs er 2023 um 2,0 % und soll im laufenden Kalenderjahr noch einmal um 4,4 % zulegen. Wesentlicher Wachstumstreiber ist weiter der Bereich Informationstechnologie.

Im weltweiten Messtechnikmarkt im Bereich der Wireless-Technologie hat sich die im Vorjahr abgezeichnete Abschwächung des Geschehens im Laufe des Geschäftsjahrs 2023 | 2024 weiter verfestigt. Unter den etablierten westlichen Messtechnikanbietern findet eine Konsolidierung statt, neue Mitbewerber aus China drängen auf den Markt. Ungeachtet dessen ist das Wettbewerbsumfeld weiter geprägt von ständigen Innovationen und einem hohen Maß an Dynamik. Global betrachtet spielt der asiatisch-pazifische Raum weiterhin eine wichtige Rolle im elektronischen Messtechnikmarkt und weist vor dem nordamerikanischen Markt langfristig die höchsten Wachstumsraten auf. Wesentliche Treiber hier sind der Automobil- sowie der Aerospace & Defence-Bereich.

Rohde & Schwarz begegnet der Wettbewerbsdynamik im Technologiesektor durch erhebliche Investitionen in Forschung & Entwicklung. Zu den Maßnahmen im Wettbewerbsumfeld gehören regelmäßiges globales Benchmarking, Scouting im Bereich der Grundlagenforschung sowie die skalierbare Anpassung des Produkt- und Lösungsportfolios an sich ändernde Markt- und Kundenbedürfnisse.

Außenwirtschaft

Hat sich der internationale Handel im Herbst 2023 noch schwach entwickelt, ist nach dem Jahreswechsel der Ausblick etwas positiver. So haben die nominalen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen zuletzt wieder zugelegt, insbesondere aufgrund einer stärkeren Nachfrage von außerhalb des Euroraums.

Insgesamt lag der deutsche Handelsbilanzüberschuss saison- und kalenderbereinigt im Frühjahr 2024 über dem Niveau des Vorjahrs. Vor allem die Exporte haben sich seit dem Jahreswechsel verstärkt. Dies könnte weitere positive Impulse für die Entwicklung des BIP setzen.

Im Vorjahresvergleich sind hinsichtlich der Außenhandelspreise vergünstigte Preise für Energieeinfuhren sowie -ausfuhren, vor allem bei Erdgas, zu beobachten. Gegenläufig machten sich zuletzt Preisanstiege für Vorleistungs- und Konsumgüter bemerkbar.

Wirtschaftspolitisches Umfeld

Die unverminderte Zunahme geopolitischer Unsicherheiten und die damit in Verbindung stehende Fokussierung auf sicherheits- und verteidigungspolitische Aspekte in der Wirtschaftspolitik hat sich fortgesetzt. Zuvorderst war weiterhin die militärische Auseinandersetzung durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine allgegenwärtig. Eine Lösung dieses Konflikts ist weiterhin nicht absehbar. Daneben kam es im Laufe des Geschäftsjahrs zu einer Eskalation des Konflikts im Nahen Osten, welche ebenfalls das aktuelle wirtschaftspolitische Umfeld prägt.

Die weltweiten Militärausgaben erreichten im Jahr 2023 ein neues Rekordhoch. Dabei stiegen die Ausgaben in sämtlichen fünf Weltregionen an, inklusive der europäischen NATO-Mitgliedsstaaten. Das Verteidigungsbündnis wurde im Frühjahr 2024 um Schweden erweitert.

Neben den militärischen Auseinandersetzungen stellt die Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China eine weitere zu beobachtende Entwicklung dar. Jüngst hat die US-amerikanische Regierung drastische Zölle auf Elektroautos, Solarzellen und andere in China gefertigte Produkte eingeführt, was neben Vergeltungsmaßnahmen der anderen Seite auch Auswirkungen auf die Angebotssituation in Europa haben kann. Europa hat in diesem Zusammenhang ebenfalls reagiert und vorläufige Strafzölle auf den Import von Elektroautos aus China eingeführt.

Zugleich bestehen weiterhin Finanzsanktionen und Handelsrestriktionen, insbesondere im Zusammenhang mit Russland. Auch wenn sich diese nur bedingt auf die Versorgung sowie die Absatzsituation auswirken, erfordern sie eine besondere Fokussierung auf die Einhaltung der jeweils aktuell geltenden Vorgaben und strahlen häufig über die sanktionierten Wirtschaftsbereiche hinaus aus.

Darüber hinaus steigen die nationale und internationale Regulatorik sowie die damit einhergehenden Berichtserstattungspflichten in Umfang und Komplexität stetig an. Außerdem stellen vor dem Hintergrund globaler Lieferketten und Geschäftsmodelle die weltweit vorhandenen beziehungsweise drohenden Konflikte schwer kalkulierbare Risiken dar.

Inflation

Im Geschäftsjahr 2023 | 2024 hat sich ein spürbarer Rückgang der Teuerungsraten gezeigt, welcher sich im internationalen Umfeld, aber auch in Deutschland, materialisierte. So liegen die jüngsten Preisentwicklungen nahezu wieder auf dem Niveau des langfristigen Mittels. Zwar erhöhte sich die Inflationsrate bis Juni leicht auf 2,2 %, dennoch ist der im März 2023 begonnene Abwärtstrend weiterhin zu erkennen. Laut der Gemeinschaftsprognose der führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland soll dieser Trend weiter anhalten. Danach wird die Inflationsrate im Jahr 2024 rund 2,3 % betragen und 2025 auf unter 2 % sinken. Aufgrund dieser Entwicklung hat die EZB im Juni 2024 beschlossen, die Leitzinsen jeweils um 25 Basispunkte zu senken. Weitere Zinssenkungen sind bei einem Fortschreiten dieser Inflationsentwicklungen möglich.

Der Währungskurs EUR/USD hat sich im Geschäftsjahr 2023 | 2024 verhältnismäßig stabil entwickelt. So lag der Kurs Mitte 2024 mit 1,08 auf Vorjahresniveau.

Arbeitsmarkt

Die Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich im Laufe des Geschäftsjahrs 2023 | 2024 weiter eingetrübt. Der seit längerem zu beobachtende Anstieg von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung hat sich, im Wesentlichen beeinflusst durch die ungünstige wirtschaftliche Lage, weiter fortgesetzt. Hieran konnte die diesjährige Frühjahrsbelebung, welche im Jahr 2024 wie bereits im Vorjahr schwächer ausfiel als in früheren Jahren, nichts ändern.

Die gemeldete Nachfrage nach neuen Arbeitskräften ist weiter rückläufig, seit die Zahl der offenen Stellen im Jahr 2022 einen Höchststand erreicht hatte. Die Fachkräftelücke für MINT-Berufe ist im Berichtszeitraum kleiner geworden, jedoch zuvorderst begründet durch die konjunkturelle Lage, während die strukturellen und demographischen Probleme fortbestehen.

Die Inanspruchnahme konjunkturell bedingter Kurzarbeit hat sich erhöht und liegt mit 0,5 % leicht über dem Vorjahr, jedoch weiterhin auf einem moderaten Niveau.

Die Arbeitslosenquote in Deutschland lag zuletzt bei 5,8 % und damit 0,3 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Sie befand sich dabei im EU-Vergleich am unteren Ende der Bandbreite.

Ausblick

Im Hinblick auf das globale Wirtschaftswachstum geht der internationale Währungsfonds für das Jahr 2024 von einer konstanten Entwicklung aus. Das erwartete Wachstum vom 3,1 % liegt trotz strenger Geldpolitik und hoher Zinsen zur Inflationsbekämpfung auf dem Niveau des vorigen Kalenderjahrs. Anzumerken ist dabei, dass die Entwicklung in Schwellen- und Entwicklungsländern dynamischer ist als in den Industriestaaten. Während die fortgeschrittenen Volkswirtschaften eine leichte Beschleunigung erleben, wird das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern leicht abnehmen.

Wesentliche Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Entwicklung sind insbesondere auf andauernde geo- und handelspolitische Spannungen zurückzuführen. Bestehende offene militärische Auseinandersetzungen sowie die Einbeziehung weiterer Parteien in diese können zu Flächenbränden und infolgedessen zu wirtschaftlichen und anderen Turbulenzen führen. Zudem kann die weitere Eskalation von Handelskonflikten, insbesondere zwischen den USA und China, spürbare Auswirkungen auf den europäischen Markt haben.

Die Entwicklung der globalen Teuerungsraten hat sich dagegen wieder weitgehend beruhigt. Weltweit wird die Inflationsrate für 2024 auf 5,8 % prognostiziert, in Deutschland liegt die Prognose bei lediglich 2,3 %. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Zentralbank jüngst die Zinswende eingeläutet, indem sie die Leitzinsen erstmals wieder, wenn auch nur leicht, gesenkt hat. Die vorsichtige Maßnahme erklärt sich auch dadurch, dass eine mögliche Abwertung des Euro gegenüber anderen Währungen für neuerlichen Inflationsdruck sorgen kann.

Im Kontext dieses volatilen Umfelds bietet der Bedarf an modernen und zuverlässigen Technologien und Lösungen im Sicherheits- und Verteidigungsbereich Geschäftschancen für Rohde & Schwarz. Sie werden als Ergänzung zu anderen etablierten Zukunftsfeldern genutzt und stehen für eine solide Ausrichtung. So gelingt es Rohde & Schwarz nicht nur, seine Relevanz in bestehenden und neuen Geschäftsfeldern mit hohem Wachstumspotenzial zu stärken. Der technologisch führende Konzern kann auch mehr Resilienz gegenüber möglichen negativen konjunkturellen und wirtschaftspolitischen Entwicklungen aufbauen.

II. Geschäftsverlauf

1. Ertragslage

Die externen Rahmenbedingungen wirkten sich im Berichtsjahr unterschiedlich auf die Geschäftsbereiche aus. So hat der Konzern weiterhin vom voranschreitenden Paradigmenwechsel hin zu stärkerer Fokussierung auf die digitale und technologische Souveränität profitiert, während im weltweiten Umfeld die Nachfragesituation einzelner Bereiche gedämpft war.

Für den RUSA-Teilkonzern stellen die Umsatzerlöse sowie der Jahresüberschuss wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen dar.

Mit einem Umsatz von 1.812,1 MEU (Vorjahr: 1.703,7 MEU) hat der Teilkonzern einen Aufwuchs von 6,4 % zu verzeichnen. Dies liegt im Bereich der Erwartungen. Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen findet sich im Anhang des Konzernabschlusses. Die Struktur der operativen Erträge und Aufwendungen blieb weitgehend gleich.

Der RUSA Teilkonzern erzielte im Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern von 89,2 MEU (Vorjahr: 83,3 MEU). Zum leichten Anstieg beigetragen haben insbesondere gestiegene Umsatzerlöse bei einem reduzierten Materialaufwand sowie Zinserträge und eine Reduzierung der Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr.

Der Jahresüberschuss von 105,1 MEU liegt um 67,9 MEU oder 182,6 % über dem Vorjahreswert (37,2 MEU) und damit über den Erwartungen. Die Umsatzrendite erhöhte sich von 2,2 % auf 5,8 %. Positiv wirkte sich hier die Ausübung des Wahlrechts zur Bilanzierung aktiver latenter Steuern im Rahmen der Umsetzung der Anforderungen aus der globalen Mindestbesteuerung (Pillar II) aus.

Test & Measurement

Als weltweit führender Anbieter von Messgeräten, -systemen und -software nutzt Rohde & Schwarz seine Technologiekompetenz zur Entwicklung innovativer Lösungen für seine Kunden in den vielfältigen Märkten. Das Messtechnikgeschäft zeigte sich aufgrund des diversifizierten Portfolios im Geschäftsjahr 2023 | 2024 trotz der anhaltend herausfordernden Marktsituation insgesamt beständig.

Der Auftragseingang im Marktsegment Wireless Communications war im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Weltweit bleibt das Marktumfeld für die Produktion von Mobilfunkgeräten schwierig. Allerdings eröffnen sich im Bereich Wi-Fi 7 und Ultrabreitband viele neue Möglichkeiten. Rohde & Schwarz ist mit seinem breiten Portfolio in beiden Bereichen sehr gut aufgestellt. Die Kunden in Forschung & Entwicklung fragen weiterhin Messtechnikprodukte von Rohde & Schwarz nach. Sie nutzen diese, um an der nächsten Mobilfunkgeneration Beyond 5G / 6G, Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen in Mobilfunknetzen, dem Metaverse oder an der Integration von Sensorik und Kommunikation (JCAS) zu forschen. Im Bereich der Infrastruktur zeigt insbesondere das Thema Open-RAN (Radio Access Networks) eine hohe Dynamik.

Herausforderung Fahrzeugmarkt der Zukunft

In der Automobilindustrie stieg weltweit die Zahl der verkauften Elektrofahrzeuge, insbesondere die Zahl der Fahrzeuge chinesischer Hersteller. Der technologische Umbau des Sektors hin zur Elektromobilität sowie die Entwicklung des autonomen Fahrens mit hohem Softwareanteil setzten sich fort. Auch in dieser Industrie sind Lösungen von Rohde & Schwarz für anspruchsvolle Aufgaben im Markt führend. Sie dienen zum Beispiel der Entwicklung der Kommunikation des Fahrzeugs mit seiner Umgebung (V2X), der Kommunikation innerhalb des Fahrzeugs (Connectivity) oder der Orientierung von Fahrzeugen mithilfe von Radarsensoren. In der Elektrifizierung von Fahrzeugflotten steckte zwar zusätzliches Marktpotenzial für die Testlösungen von Rohde & Schwarz. Jedoch standen dem breiten Produktangebot des Konzerns zurückhaltende Investitionen der OEM und ihrer Zulieferer im Berichtszeitraum gegenüber.

Breites Spektrum für Aerospace & Defense

Aus dem umfangreichen Portfolio für den Aerospace & Defense-Markt waren Lösungen für Radar- und Satellitenanwendungen besonders gefragt. Dabei spielten Simulationen und laborbasierte Tests von Mehr-Kanal-Radarumgebungen eine wichtige Rolle. Der Absatz von Testlösungen für den Bereich der militärischen Kommunikation bewegte sich im Geschäftsjahr 2023 | 2024 weiter auf hohem Niveau. Für die zunehmende Verzahnung des traditionellen Satellitengeschäfts mit der terrestrischen Mobilfunkkommunikation (nicht-terrestrische Netze) bietet Rohde & Schwarz aufgrund seiner Expertise in beiden Bereichen ein breites Produktspektrum an. Insgesamt übertraf der Auftragseingang im weiterhin dynamischen Marktsegment Aerospace & Defense Testing erneut den Planwert, mit einem starken Europa- und Nordamerikageschäft.

Steigende Nachfrage nach Sicherheitsscannern

Das Marktsegment der Messtechnik für Industrieelektronik, elektronische Komponenten, Forschung und Universitäten generierte im Berichtszeitraum ein solides Wachstum des Auftragseingangs. Treiber hierfür war die weltweit steigende Nachfrage nach den auch von der Transportation Security Administration (TSA) der USA zertifizierten Sicherheitsscannern, insbesondere an nordamerikanischen Flughäfen wie auch im europäischen Raum. Grund dafür war die Rückkehr des Passagieraufkommens im Flugverkehr auf annähernd das Niveau von vor Beginn der Coronapandemie. Auch das Servicegeschäft für die Messtechnik und die Sicherheitsscanner hat sich dabei erfreulich entwickelt.

Zudem sorgten vielfältige Messanforderungen für Hochfrequenzkomponenten sowie gesteigerte Testanforderungen in den Bereichen digitales Design und Leistungselektronik für weiteres Wachstum.

Quanten und 6G als Treiber

Programme zur Erforschung von Quantentechnologien sowie zur Entwicklung des nächsten Mobilfunkstandards 6G wurden auch im Geschäftsjahr 2023 | 2024 durch die Europäische Union und nationale Institutionen stark gefördert. Rohde & Schwarz beteiligte sich an zahlreichen dieser öffentlichen und auch privaten Forschungsprogramme.

Mit ihren Messtechniklösungen, insbesondere im Bereich Quantencomputing, konnte die Konzerntochter Zurich Instruments einen wichtigen Teil zum Wachstum sowie zur Zukunftssicherheit des Produktportfolios beitragen. So wurde im Berichtszeitraum die Produktpalette für Quantum Computer Control Systems für die nächste Generation an Quantenbits weiterentwickelt.

Technology Systems

Die Division Technology Systems hat das Geschäftsjahr 2023 | 2024 mit überdurchschnittlichem Wachstum abgeschlossen. Dieses außerordentliche Ergebnis ist auch auf das deutsche Beschaffungsprogramm Digitalisierung landbasierter Operationen (D-LBO) zurückzuführen, das die Ausstattung der Bundeswehr mit moderner Funkkommunikation zum Kern hat. Im Berichtszeitraum war eine deutliche Umsatzsteigerung sichtbar. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Umsatz über Plan um rund 30 %. Das Wachstum basiert erneut hauptsächlich auf der Entwicklung in den NATO-Staaten, insbesondere in Deutschland und Europa.

Vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen, des anhaltenden Kriegsgeschehens in der Ukraine sowie steigender Cyberkriminalität, verzeichnete die Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie ein starkes Wachstum. Darüber hinaus haben technologische Fortschritte in Bereichen wie Künstlicher Intelligenz, Quantum-Computing oder Big Data Analytics die Nachfrage nach entsprechenden Lösungen zusätzlich deutlich erhöht.

Investition in neue Kompetenzbereiche

Die Bedeutung der Marine hat in den letzten Jahren vor dem Hintergrund internationaler Konflikte und der Notwendigkeit, Seewege für den freien Handel zu sichern, zugenommen. Das führte im Berichtszeitraum zu einer erhöhten Nachfrage nach entsprechenden Lösungen von Rohde & Schwarz. So konnten wegweisende Projekte wie die Ausstattung der deutschen, australischen und polnischen Seestreitkräfte mit Funkkommunikation und Aufklärungssystemen verbucht werden.

Um dem zunehmenden Stellenwert gerecht zu werden und das Marinegeschäft weiter auszubauen, hat Technology Systems im Geschäftsjahr 2023 | 2024 zielgerichtet in diesen Bereich investiert. Hervorzuheben ist das neue Marine-Kompetenzzentrum Norddeutschland in Hamburg und Kiel, das kundennah nationale und internationale Marine-Großprojekte betreut und unter anderem Softwareentwicklung, System-Engineering und -Integration erbringt. Schwerpunkte sind dabei Kommunikationsanlagen und elektronische Unterstützungsmaßnahmen (Selbstschutz) auf Marine-Einheiten.

Weichenstellung für Wachstum

Mit der Akquisition der Schönhofer Sales and Engineering GmbH (SSE) hat Rohde & Schwarz schon im Jahr 2022 die Weichen für zukünftiges Wachstum gestellt. Die Integration der SSE wurde im Berichtszeitraum wie geplant erfolgreich abgeschlossen und die Wettbewerbsfähigkeit dadurch weiter gestärkt. Die Kombination der jeweiligen Expertise in Verbindung mit komplementären Produkten macht Rohde & Schwarz zu einem führenden Anbieter für nahtlos integrierte Lösungen in der gesamten Wertschöpfungskette von der Signalerfassung und der Fusion verschiedener Sensordaten zu einem Lagebild bis hin zu Big-Data-Analytics. Dieses Know-how bringt Rohde & Schwarz derzeit unter anderem als einer von zwei Partnern bei der Entwicklung einer Softwareplattform für die nachvollziehbare und performante Entwicklung von künstlicher Intelligenz ("KI-Backbone") in dem europäischen Verteidigungsprojekt Future Combat Air System (FCAS) ein.

Vorstoß in neue Dimensionen

Dank der Sicherung von Großaufträgen und des damit verbundenen Wachstums bewegt sich Rohde & Schwarz in eine neue Dimension. Das bringt auch Herausforderungen mit sich. Deshalb hat Technology Systems im Berichtszeitraum die Grundlage für die Sicherung eines profitablen und nachhaltigen Wachstums gelegt. So gestaltet ein strategisches Transformationsprojekt aktiv die dafür notwendigen Veränderungen, um mit einer skalierbaren und flexiblen Organisation Effizienz und Profitabilität weiter zu steigern. Weiterhin werden bei Technology Systems strategische Aktivitäten in Forschung & Entwicklung (F&E) und Technologiefelder festgelegt sowie Entwicklungsressourcen konzentriert und effizienter organisiert. All diese Maßnahmen sichern die Wettbewerbsfähigkeit von Rohde & Schwarz in einem dynamischen Geschäftsumfeld.

Networks & Cybersecurity

Der Auftragseingang der Division Networks & Cybersecurity konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Besonders stark war das Wachstum im öffentlichen Sektor sowie im Gesundheitswesen. Auch das Geschäft mit wiederkehrenden Lizenz- und Serviceumsätzen konnte ausgebaut werden.

Die anhaltend hohe Bedrohungslage für den öffentlichen Sektor und bei schutzbedürftigen Unternehmen treibt die Investitionen in Netzwerk- und Cybersicherheit weiter voran. Insbesondere im Bereich Verschlusssache - Nur für den Dienstgebrauch (VS-NfD) hat sich 2024 ein Trend etabliert: So wird verstärkt auf bisher dafür lediglich temporär zugelassene Lösungen anderer deutscher Anbieter sowie Lösungen amerikanischer Großkonzerne gesetzt. Dies stellt in einem bisher rein von deutschen Unternehmen dominierten Bereich einen Paradigmenwechsel dar. Rohde und Schwarz stellt sich strategisch sowie operativ auf diese Entwicklung ein.

Lösungen zur Wahrung der digitalen Souveränität

Networks & Cybersecurity hat darauf unter anderem mit der Entwicklung eines gehärteten, VS-NfD-konformen Betriebssystems für einen amerikanischen Großkonzern reagiert. Das Lösungsportfolio für Geräte- und Netzwerksicherheit sowie Standortvernetzung in Verbindung mit Cloud-basiertem Netzwerkmanagement sowie BSI-zugelassenen Verschlüsselungssystemen entsprach der Nachfrage in allen Kundensegmenten sehr gut. Rohde & Schwarz bleibt damit ein Schlüssellieferant in Deutschland mit Lösungen zur Sicherstellung der digitalen Souveränität.

Die Tochtergesellschaft Rohde & Schwarz Cybersecurity war von den Veränderungen im VS-NfD-Markt besonders betroffen, hat diese jedoch frühzeitig erkannt. So wurde darauf unter anderem mit der Gründung mehrerer strategischer Partnerschaften, etwa in den Bereichen Mobiles Arbeiten, Sicheres Browsen und Cloudabsicherung, sowie mit Kostenoptimierungen und Komplexitätsreduktionen, etwa durch Standortzusammenlegungen, rechtzeitig reagiert.

Netzwerkmanagement für gesamten Produktlebenszyklus

Im Bereich der Lösungen für die Privatwirtschaft war die Nachfrage nach Standortvernetzung und Cloud-gemanagten Geräten weiterhin hoch. Hierzu zählen vor allem LANCOM-Lösungen für das effiziente Rollout-Management von IT-Infrastrukturen sowie das cloudbasierte Netzwerkmanagement, das sich über den gesamten Produktlebenszyklus erstreckt und gleichzeitig die digitale Souveränität sicherstellt. Das LANCOM-Portfolio hat sich im Geschäftsjahr 2023 | 2024 immer stärker als integraler Bestandteil von Produkten und Lösungen der anderen Divisionen von Rohde & Schwarz etabliert.

Markttaugliche Lösungen für die VS-Kommunikation

Das stärkste Wachstum im Berichtszeitraum konnte die auf höhere Vertraulichkeitsstufen spezialisierte Rohde & Schwarz SIT verzeichnen. Vertrauliche Video- und Sprachkommunikation (VS-Kommunikation) ist essenzieller Bestandteil behördlicher Arbeit. Die Rohde & Schwarz SIT zeigt eine marktreife Lösung für behördliche VS-Kommunikation. Diese kann innerhalb einer Behörde, ressortübergreifend und über das Internet erfolgen. Das System ist eine hierfür entwickelte All-IP-Kommunikationsplattform zur verschlüsselten Übertragung von Informationen wie Telefonie, Video oder Messaging-Diensten bis zur höchsten Vertraulichkeitsstufe. Die unterbrechungsfreie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen den Kommunikationspartnern stellt dabei sicher, dass die Information auf dem Weg von der Quelle zum Ziel an keiner Stelle und zu keiner Zeit unverschlüsselt vorliegt.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage des RUSA-Teilkonzerns ist gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und die Verbindlichkeiten sind stabil geblieben. Das Eigenkapital beträgt 1.124,7 MEU.

Die Verbindlichkeiten betragen 26,6 %, die Pensionsrückstellungen 12,1 % der Bilanzsumme. Die Bilanzsumme hat sich von 2.202,7 MEU auf 2.416,9 MEU erhöht. Die Gründe hierfür sind der Anstieg an aktiven latenten Steuern sowie der Aufbau an Forderungen und an sonstigen Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. Auf der Kapitalseite erhöhten sich neben dem Eigenkapital insbesondere die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten und die passiven latenten Steuern.

Rohde & Schwarz finanziert sich als unabhängiger Konzern selbst und erwirtschaftet aus eigenen Erträgen das für das Wachstum notwendige Kapital. Die Eigenkapitalquote des RUSA-Teilkonzerns erhöhte sich leicht auf 46,5 % (Vorjahr: 46,1 %).

Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Rückstellungen für Personal sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Mit 96,3 MEU (Vorjahr: 106,0 MEU) betrug das Investitionsvolumen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 5,3 % vom Umsatz (Vorjahr: 6,2 %).

Die Firmengruppe verfügt über kurzfristig verfügbare Finanzmittel von insgesamt 474,2 MEU (Vorjahr: 516,9 MEU), die überwiegend operativen Zwecken dienen.

Der RUSA-Teilkonzern ist in das Finanzmanagement der Rohde & Schwarz-Gruppe eingebunden und kann so zur Unterstützung seines operativen Geschäfts und zur Steuerung seiner Finanzrisiken auf deren Ressourcen und Bankverbindungen zugreifen. Dadurch wird auch eine Optimierung des Zinsergebnisses und der Transaktionskosten aller Beteiligten erreicht. Soweit in diesem Zusammenhang liquide Mittel auf die Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG oder andere Gruppengesellschaften übertragen werden, versichern wir uns stets, dass diese die entstehenden Verbindlichkeiten zu jedem Zeitpunkt und uneingeschränkt erfüllen können.

Der RUSA-Teilkonzern ist in seinem operativen Geschäft Ausfall- und Währungsrisiken ausgesetzt. Vor Aufnahme sowie im Verlauf einer Geschäftsverbindung prüft der Teilkonzern regelmäßig die Kreditwürdigkeit seiner Kunden sowie die gegebenenfalls zur Verfügung stehenden Sicherheiten. Bei größeren Projekten oder Risikokumulationen setzen wir auch staatliche oder private Kreditversicherungen sowie Bankabsicherungen zur Risikosteuerung ein. Mittel- und langfristige Finanzierungen werden den Kunden bei Bedarf über die Bankpartner des Teilkonzerns angeboten. Das Währungsmanagement berücksichtigt sowohl gebuchte als auch geplante Grundgeschäfte. Sie werden in einer wirtschaftlichen Position je Währung zusammengefasst und kontinuierlich verfolgt. Währungseinflüsse auf das operative Geschäft resultieren unverändert vor allem aus dem USD.

Zur Steuerung des Währungs- und Zinsrisikos setzen wir auch derivative Finanzinstrumente ein. Nähere Angaben dazu sowie zur Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten finden sich im Anhang dieses Konzernabschlusses.

Die wirtschaftliche Lage des Teilkonzerns ist insgesamt als gut zu bezeichnen. Insbesondere durch die starke Kapital- und Liquiditätsausstattung ist der RUSA-Teilkonzern gut darauf vorbereitet, künftiges Wachstum zu finanzieren und mögliche Rückschläge zu verkraften.

3. Operations (Produktion und Materialwirtschaft) 1 *) Dieser Abschnitt ist kein prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts.

Der Unternehmensbereich Operations spielt bei Rohde & Schwarz eine zentrale Rolle in der Sicherstellung von Produktqualität, Flexibilität und Lieferfähigkeit des Teilkonzerns. Die starke Ausrichtung auf vertikale Integration sowie kontinuierliche Investitionen in innovative Technologien und Produktionsanlagen gewährleisten eine zuverlässige und effiziente Wertschöpfungskette. Operations zeigt, wie technologische Innovation, strategische Investitionen und ein starkes Engagement für Nachhaltigkeit erfolgreich kombiniert werden können, um auch in herausfordernden Zeiten eine führende Position im Markt zu behaupten.

Im Geschäftsjahr 2023 ǀ 2024 war der Unternehmensbereich von allgemeinen Marktherausforderungen betroffen. Die globalen Lieferketten haben sich jedoch seit Ende der Pandemie wieder stabilisiert. Der Preisdruck durch die Inflation ließ im Berichtszeitraum nach. Auch verbesserte sich die Verfügbarkeit von Produkten und Komponenten, insbesondere von Halbleitern, im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr stark. So konnte Operations die angestrebten Einsparziele erreichen.

Die Herausforderungen der vergangenen Jahre führten dazu, dass sich die Bestände auf einem hohen Niveau befinden. Das zur Mitte des Geschäftsjahrs 2023 | 2024 eingeleitete Bestandsprogramm konnte einen weiteren Anstieg jedoch verhindern.

Liefertreue als Schlüssel zum Erfolg

Die stabile Lieferfähigkeit der Werke von Rohde & Schwarz garantierte im Berichtszeitraum die zuverlässige Versorgung der Kunden. Daneben trug die Stabilisierung der Beschaffungsmärkte dazu bei, Lieferzeit und Liefertreue kontinuierlich weiter zu verbessern, sodass die gesetzten Ziele erfüllt werden konnten.

Das überdurchschnittliche Wachstum des Projektgeschäfts in der Division Technology Systems konnte die marktbedingte Nachfrageschwäche bei Test & Measurement weitestgehend kompensieren, was für die stabile Auslastung des Produktionsverbundes sorgte. Maßgeblich dafür war das Projekt zur Ausstattung der Bundeswehr mit Funkkommunikation. Der Projekterfolg verdeutlicht die auf großer Anpassungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Produktionswerke basierende hohe Wertschöpfungstiefe und Liefertreue von Rohde & Schwarz. Sie ermöglichen es dem Konzern, schnell auf Marktveränderungen und Kundenanforderungen zu reagieren. Die Qualitätsziele für fehlerfrei ausgelieferte Produkte und die Verringerung von internen Nacharbeitsaufwänden wurden ebenfalls erreicht.

Produktivität und Skalierbarkeit im Fokus

Operations hat seine Strategie im Berichtszeitraum konsequent umgesetzt, darunter die Weiterentwicklung des Rohde & Schwarz Produktionssystems. Dabei kamen Lean-Management-Maßnahmen sowie Automatisierungs- und Digitalisierungstechnologien, auch unter Anwendung von Künstlicher Intelligenz, zum Einsatz. Ein weiterer zentraler Baustein gemäß der Lean-Philosophie war die kontinuierliche Produktivitätssteigerung durch Wertstromprojekte und Rationalisierungsmaßnahmen. Daneben erhöhte der Einsatz von Robotik-Applikationen die Effizienz und Skalierbarkeit in vielen Bereichen. Zudem haben Data-Analytics-Projekte zur Optimierung von Prozessen und der Verkürzung von Testzeiten beigetragen.

Wichtige Auszeichnungen wie die des Werks in Teisnach zur Fabrik des Jahres in der Kategorie Hervorragende Kleinserienfertigung 2023 unterstreichen die Innovationskraft von Operations und die führende Position im externen Benchmarking.

Zur Bewältigung des weiteren Wachstums wurde am Standort in Memmingen der Grundstein für ein hochmodernes Technologie- und Fertigungszentrum gelegt. Darüber hinaus wurde beschlossen, den Standort in Malaysia auszubauen.

4. Forschung und Entwicklung

Kontinuierliche Innovation ist die Voraussetzung für unseren nachhaltigen Markterfolg.

Die Entwicklung der Rohde & Schwarz Produkte wird überwiegend in der Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG realisiert. Einige Gesellschaften des RUSA-Teilkonzerns verfügen über eigene Entwicklungsabteilungen und Produktlinien oder erbringen Entwicklungs-Dienstleistungen für die Konzernobergesellschaft.

5. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Von den im Folgenden beschriebenen nicht-finanziellen Leistungsindikatoren setzt der Teilkonzern keinen durchgängig zur Steuerung ein.

I. Personal- und Sozialbereich 2 *) Dieser Abschnitt ist mit Ausnahme der Angaben zu den Personalaufwendungen und zur Arbeitnehmerzahl kein prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts.

Die weltweiten Mitarbeitenden sind das wichtigste Kapital des RUSA-Teilkonzerns. So legt dieser großen Wert auf eine von Freiraum, Eigenverantwortung, gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägte Unternehmenskultur, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Rohde & Schwarz bleibt ein attraktiver Arbeitgeber. Das bestätigen nationale und internationale Auszeichnungen als Top-Arbeitgeber. In Deutschland wurde der Konzern 2023 zum zwölften Mal als einer von Deutschlands besten Arbeitgebern vom Magazin Focus-Business ausgezeichnet. Auch in der in über 50 Ländern durchgeführten Studie des Forbes Magazine in Zusammenarbeit mit Statista zählt der Konzern 2023 zu den Top 500 der World Best Employer.

Erfolgreiche Recruiting-Kampagne

Ein gestiegener Bewerbungseingang um 65 % im Vergleich zum Vorjahr zeigt den großen Erfolg der ersten deutschlandweiten Employer-Branding-Kampagne. Von Juni bis Dezember 2023 ausgespielt, leistete sie einen entscheidenden Beitrag dazu, über 1.600 offene Positionen im Geschäftsjahr 2023 | 2024 zu besetzen. Rohde & Schwarz konnte sich als attraktiver Arbeitgeber in der hart umkämpften technischen Zielgruppe positionieren. Im Juni 2024 gewann der Konzern für die Kampagne den Deutschen Preis für Onlinekommunikation (DPOK 2024) in der Kategorie Employer Branding.

Vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten

Rohde & Schwarz hat ein umfassendes Lern- und Entwicklungsangebot zusammengestellt, um die Kompetenzen von Führungskräften und Mitarbeitenden weiter zu stärken. Um Lernerfolge und Qualität der Trainings kontinuierlich zu verbessern, wurde unter anderem die weltweite Initiative Next Level Digital Learning gestartet. Diese beinhaltet neue und ansprechende Lernlösungen wie Serious Games, Lernen im virtuellen Raum, kurze Lernvideos und -sequenzen, hybride Trainingsangebote und neue Lernprogramme.

Führungskräfte unterstützen

Führungskräfte aller Ebenen und Standorte wurden durch speziell zugeschnittene Entwicklungsprogramme und individuelle Angebote unterstützt. Im Berichtszeitraum wurden die Programme überarbeitet und um das Thema General Management erweitert. Das neue Angebot, welches in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München durchgeführt wird, hat Rohde & Schwarz erstmals im April 2024 weltweit zur Verfügung gestellt. Damit sollen das strategische und unternehmerische Denken und Handeln von Führungskräften gefördert werden.

Mit dem R&S Way to Leadership wurden potenzielle Nachwuchsführungskräfte gezielt in ihrer Weiterentwicklung gefördert. Zudem unterstützten Mentoring-Programme für Fach- und Führungskräfte sowie Netzwerkveranstaltungen für Führungskräfte den standortübergreifenden Austausch und das Lernen voneinander. Ebenso wurden Führungskräfte in Transformationsphasen, beispielsweise bei Veränderungsprozessen oder auch bei der Organisationsentwicklung, professionell begleitet.

Prozesse digitalisieren

Unter dem Aspekt einer kontinuierlichen Verbesserung wurden HR-Service-Prozesse überarbeitet, harmonisiert und digitalisiert. Am tschechischen Standort in Vimperk wurde ein elektronisches Mitarbeitendenschließfach eingerichtet, um Werksmitarbeitenden den Zugang zu digitalen Inhalten wie etwa Gehaltsnachweisen zu ermöglichen. Darüber hinaus wurde auch an den Standorten in Großbritannien, Skandinavien und Singapur die digitale Personalakte eingeführt.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Um dem Anspruch von Rohde & Schwarz als verantwortungsbewussten Arbeitgeber noch stärker nachzukommen, wurden die Aktivitäten für das Betriebliche Gesundheitsmanagement erstmals deutschlandweit analysiert und angepasst. So wurde an einem gemeinsamen Standard für Verfahren zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement gearbeitet und die Verzahnung der Gesundheitsteams an verschiedenen Standorten vorangetrieben.

Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2023 | 2024 betrug der Personalaufwand 558,6 MEU (Vorjahr: 543,2 MEU), wobei auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 94,2 MEU (Vorjahr: 92,1 MEU) entfielen. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während des Geschäftsjahres betrug 7.215 (Vorjahr 6.946), davon waren durchschnittlich 306 (Vorjahr 251) zu ihrer Ausbildung bzw. ihrem Studium beschäftigt und 176 (Vorjahr 175) in der Freistellungsphase (zum Beispiel Altersteilzeit, Elternzeit). Damit ergibt sich eine Arbeitnehmerzahl i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB von 6.733 (Vorjahr 6.520), davon waren 18 (Vorjahr 24) Personen Aushilfen.

Nachhaltigkeit 3 *) Dieser Abschnitt ist kein prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts.

Rohde & Schwarz setzt auf Nachhaltigkeit in all seinen Bereichen. Der Konzern ist sich der Auswirkungen seines Handelns auf Umwelt und Gesellschaft im Allgemeinen bewusst und berücksichtigt dies im Umgang mit Menschen und bei seinen Produkten, Lösungen und Technologien. Rohde & Schwarz identifiziert Nachhaltigkeitsschwerpunkte im Kerngeschäft wie auch in der Lieferkette und erhebt relevante Kennzahlen. Zudem engagiert sich der Konzern in Initiativen und Verbänden, verfolgt branchentypisches Benchmarking und übernimmt Best Practices.

Rohde & Schwarz hat sich zum Ziel gesetzt, CO 2 -Emissionen, Wasserverbrauch sowie Abfallmengen kontinuierlich zu minimieren, und treibt generell Maßnahmen zur Energieeinsparung voran. Bereits im Jahr 2021 wurden die wesentlichen Konzernstandorte in Deutschland und Tschechien auf marktbasierten Grünstrom umgestellt. Die Klimastrategie 2030 strebt an, bis zum Jahr 2030 standortbasierte Klimaneutralität zu erreichen, ohne auf die Kompensation von Emissionen zurückzugreifen. Dies soll, neben umfangreichen Gebäude- und Anlagensanierungen, vor allem durch Nutzung von Eigenstrom aus Photovoltaik-Anlagen sowie der Abwärme von Wärmepumpen erreicht werden. Im Berichtszeitraum wurde der Ausbau eigener Energieerzeugungsanlagen weiter vorangetrieben. Mittels innovativer Wärmepumpentechnologie wird nun am Standort München die Abwärme eines Rechenzentrums zur Gebäudebeheizung verwendet. Die Übereinstimmung des Umweltmanagementsystems von Rohde & Schwarz mit der EN ISO 14001:2015 wurde im Rahmen des ersten Überwachungsaudits im November 2023 bestätigt.

Umweltprogramme und Initiativen

Rohde & Schwarz nimmt weiterhin aus Überzeugung am Umweltpakt Bayern und am Umweltprogramm Ökoprofit der Stadt München teil. Neu eingestiegen ist der Konzern beim Klimapakt Münchner Wirtschaft, bei dem sich 16 Münchner Großunternehmen ambitionierten, gemeinsamen Klimaschutzmaßnahmen verschrieben haben. Seit 2024 ist zudem die Science Based Targets Initiative Bestandteil der Konzernstrategie. Sie soll maßgeblich zur langfristigen umweltbezogenen und wirtschaftlichen Resilienz von Rohde & Schwarz beitragen. Dafür werden gegenwärtig die Scope 3-Emissionen des Konzerns untersucht, um weitere Reduktionsmöglichkeiten in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette zu identifizieren.

Nachhaltigkeit im Produktlebenszyklus

Produktqualität und Nachhaltigkeit sind für Rohde & Schwarz untrennbar miteinander verbunden. Beim nachhaltigen Produktdesign bezieht der Konzern alle Phasen und Aspekte des Produktlebenszyklus mit ein. Dies beinhaltet den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen ebenso wie den Einsatz umwelt- und klimaschonender Produktionsverfahren und Logistikketten.

Sorgfaltspflichten für Mensch und Umwelt

Rohde & Schwarz achtet die unveräußerlichen Rechte aller Menschen. Um diesem Grundsatz gerecht zu werden, hat der Konzern relevante Prozesse und interne Mechanismen zur Achtung der Menschenrechte etabliert und setzt diese konsequent um. Betroffen sind dabei die Achtung von menschenrechtlichen und umweltbezogenen Pflichten sowohl in den eigenen Geschäftsaktivitäten als auch in der globalen Lieferkette gemäß des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG). Die detaillierte Grundsatzerklärung zu Menschenrechten kann auf der Webseite von Rohde & Schwarz als Dokument heruntergeladen werden. Sie wird regelmäßig und anlassbezogen aktualisiert. Darin wird ausführlich das grundlegende Verständnis des Konzerns von Menschenrechten im Einklang mit den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen und die entsprechenden Erwartungen an Mitarbeitende und Lieferanten beschrieben.

Diversität und Inklusion

Die Bemühungen rund um Vielfalt am Arbeitsplatz und Chancengleichheit wurden mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt im Mai 2023 nochmals besonders hervorgehoben. Rohde & Schwarz steht weltweit für eine Arbeitsumgebung, in der Leistung gefördert wird, Vorurteile abgebaut sowie Gleichstellung und Chancengleichheit gewährleistet werden, damit Menschen mit vielerlei individuellen Fähigkeiten und persönlichen Merkmalen im Konzern gerne zusammenarbeiten. Um das Bewusstsein für eine vorurteilsfreiere Zusammenarbeit zu schärfen, hat Rohde & Schwarz im Mai 2024 ein Blended-Learning-Konzept zum Thema Unconscious bias pilotiert.

2. Risikobericht

Grundprinzipien des Risikomanagements

Als global agierender Technologiekonzern ist Rohde & Schwarz im Rahmen seines weltweiten Geschäfts einer Vielzahl unterschiedlicher Risiken ausgesetzt. Erst die Bereitschaft, unternehmerische Wagnisse einzugehen, ermöglicht es dem Konzern, sich bietende Chancen effektiv zu nutzen. Rohde & Schwarz nimmt daher angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf, wenn damit gleichzeitig entsprechende Möglichkeiten verbunden sind, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Das Risikomanagement soll dabei sicherstellen, dass die anvisierten Strategie-, Wachstums- und Ertragsziele erreicht werden.

Das Konzernrisikomanagement legt den Fokus auf die Identifizierung und Handhabung von Risiken. Dieses Vorgehen zielt nicht nur auf die bestandsgefährdenden Risiken, wie es das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) fordert, sondern auf sämtliche wesentliche Risiken für Rohde & Schwarz ab. Das Risikomanagementsystem orientiert sich an dem weltweit gültigen Risikomanagementstandard der Internationalen Organisation für Normung. Die Norm ISO 31000:2018 "Risikomanagementleitlinien" gilt als Leitfaden für ein international anerkanntes Risikomanagementsystem und bildet das Rahmenkonzept für das Risikomanagementsystem von Rohde & Schwarz.

In Anlehnung an § 91 Abs. 2 AktG, KonTraG und § 289 HGB wurde der Risikomanagementzyklus in den wesentlichen einbezogenen Konzerngesellschaften im Berichtszeitraum erneut durchlaufen.

Organisation des konzernweiten Risikomanagements

Der RUSA-Teilkonzern ist in das Risikomanagementsystem der Konzernobergesellschaft Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG eingebunden. Das Risikomanagementsystem von Rohde & Schwarz basiert auf zentralen und dezentralen Elementen mit standardisierten Prozessen, Methoden und Werkzeugen. Das zentrale Risikomanagement ist zuständig für die Vorgabe eines konzernweiten, standardisierten Risikomanagementprozesses und die Risikoberichterstattung an die Geschäftsführung der Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG. Die operative Umsetzung des zentral vorgegebenen Risikomanagementprozesses erfolgt dezentral in den Divisionen und Unternehmensbereichen sowie Werken und Tochtergesellschaften durch die jeweiligen Risikoverantwortlichen.

Risiken

Im Folgenden werden Risiken beschrieben, die nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben können. Zu Finanzrisiken sei verwiesen auf die Ausführungen im Abschnitt "Vermögens- und Finanzlage". Weiterhin können aktuell noch nicht abschätzbare Risiken auf die Geschäftsaktivitäten des Konzerns Einfluss nehmen.

Wettbewerbsumfeld

Die weltweiten Märkte für Produkte, Lösungen und Dienstleistungen von Rohde & Schwarz unterliegen einem kontinuierlichen Wandel. Auch die Marktnachfrage ist teilweise rasanten und signifikanten Veränderungen infolge der Einführung innovativer Technologien unterworfen. Portfolioerweiterungen oder die Einführung von neuen Geschäftsmodellen durch Mitbewerber können zum Verlust von Marktanteilen führen. Zur Bewältigung dieses Risikos überwacht der Konzern fortlaufend bestehende sowie potenzielle Mitbewerber und evaluiert die Markteintrittsbarrieren. Außerdem pflegt Rohde & Schwarz den aktiven Informationsaustausch mit Industrieverbänden. Ebenso analysiert der Konzern allgemeine Markt- und Wettbewerbsdaten, um ungünstige Entwicklungen im Wettbewerbsumfeld besser prognostizieren zu können. Nicht zuletzt auch um zukünftige Trends besser vorherzusehen und das Portfolio optimal an zukünftige Anforderungen anzupassen, verfolgt Rohde & Schwarz kontinuierlich die Marktentwicklungen.

Wirtschaftliche, politische und geopolitische Rahmenbedingungen

Globale oder regionale wirtschaftliche und geopolitische Instabilitäten, wie der Krieg in der Ukraine oder im Nahen Osten, sowie anhaltende Unsicherheiten und herausfordernde Bedingungen in regionalen Märkten können das Geschäft von Rohde & Schwarz negativ beeinflussen. Die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft hängt von einer Vielzahl politischer und wirtschaftlicher Faktoren ab. Ein instabiles politisches, regulatorisches oder wirtschaftliches Umfeld in einigen Ländern birgt das Risiko erheblicher negativer Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns. Vorfälle in großen Volkswirtschaften wie terroristische Angriffe oder Cyberkriminalität wesentlichen Ausmaßes können die globale Konjunktur schwächen und sowohl das Geschäftsklima als auch das Kundenvertrauen verschlechtern. In der Folge kann sich der Konzernabsatz verzögern oder gar einbrechen, was sich unmittelbar auf das Geschäftsergebnis auswirken würde. Um den Risiken in diesem Bereich zu begegnen, beobachtet Rohde & Schwarz kontinuierlich die Entwicklung der wirtschaftlichen, politischen und geopolitischen Lage. Darüber hinaus steht der Konzern im steten Austausch mit lokalen Behörden, um potenziell nachteilige Entwicklungen und Risiken präventiv erfassen zu können.

Verstärkter Protektionismus der Regierungen

Rohde & Schwarz betreibt Produktionsstätten sowie Entwicklungsstandorte in verschiedenen Ländern und ist mit einem engmaschigen Vertriebs- und Servicenetz in rund 70 Ländern vertreten. Aufgrund seiner globalen Ausrichtung ist der Konzern einer Vielzahl von Risiken und Herausforderungen ausgesetzt, von denen manche außerhalb des eigenen Einflussbereichs liegen. Dazu gehört der seit einigen Jahren zunehmende staatliche Protektionismus, etwa in Form von Import- und Exportkontrollen, Zöllen und anderen Handelsbarrieren. Verzögerungen bei der Erteilung von Genehmigungen sowie deren Verweigerung, insbesondere aus politischen Gründen, können erhebliche Auswirkungen auf das Konzerngeschäft haben. Um diesen Risiken zu begegnen, beobachtet Rohde & Schwarz kontinuierlich die weltweiten geopolitischen Entwicklungen und deren Indikatoren und sucht die frühzeitige Kommunikation mit Regierungsstellen.

Transaktionsbezogene Risiken (Mergers & Acquisitions)

Die Geschäftsstrategie von Rohde & Schwarz umfasst unter anderem den Erwerb von Unternehmen, die das bestehende Geschäft erweitern oder ergänzen. Erfolgreiches Wachstum durch Akquisitionen hängt von der Fähigkeit des Konzerns ab, geeignete Akquisitionsziele zu identifizieren, eine angemessene Due Diligence durchzuführen, Transaktionen zu vorteilhaften Bedingungen auszuhandeln und schließlich abzuschließen sowie erworbene Unternehmen erfolgreich zu integrieren. Fusionen und Akquisitionen sind aufgrund der Schwierigkeiten, die bei der Integration von Menschen, Betrieben, Technologien und Produkten auftreten können, generell mit Risiken verbunden. Einschätzungen und Annahmen bezüglich der Akquisitionsziele können sich als unzutreffend erweisen, tatsächliche Entwicklungen erheblich von den Erwartungen abweichen. Dies kann dazu führen, dass die erwarteten Synergien und Kosteneinsparungen nicht in vollem Umfang realisiert werden können. Um diesen Risiken zu begegnen, wendet Rohde & Schwarz bei der Auswahl der Unternehmen umfassende Due Diligence-Prozesse an und setzt bei der Integration auf eine engmaschige Zusammenarbeit zwischen Spezialisten des neuen Unternehmens und erfahrenen Mitarbeitenden von Rohde & Schwarz. Zudem weitet der Konzern seinen etablierten Risikomanagementprozess auf die neu hinzugekommenen Unternehmen aus, um bestehende Risiken frühzeitig zu erkennen und im Bedarfsfall geeignete Maßnahmen einleiten zu können. Dies umfasst auch die Implementierung konzernweiter Compliance-Vorgaben.

Cybersicherheit

Die weltweite Zunahme von Bedrohungen der Cybersicherheit und ein steigendes Maß an Professionalität in der Cyberkriminalität stellen ein Sicherheitsrisiko für Produkte, Systeme und Netzwerke sowie für die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Konzerndaten dar. In diesem Zusammenhang unterliegt Rohde & Schwarz vor allem mit seinen Behördenkunden einem erhöhten Risiko. Insbesondere ist seit der COVID-19-Pandemie, den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten und der sich verschärfenden geopolitischen Lage zwischen Russland, China, den USA und Europa zu beobachten, dass die Anzahl der Bedrohungen durch Cyberkriminalität kontinuierlich zunimmt. Durch Verbesserungen an Systemen, Prozessen, Infrastruktur und Zugangsverwaltung konnte der Konzern auch in der von mobiler Arbeit geprägten Arbeitssituation sichere und unterbrechungsfreie Abläufe gewährleisten. Zusätzlich zu den etablierten technischen und organisatorischen Kontrollen stärkt Rohde & Schwarz durch Trainings das Bewusstsein der Mitarbeitenden für Bedrohungen und schult sie, Angriffe frühzeitig zu erkennen und verbessert darauf zu reagieren. Diese Schulungen decken eine Reihe von Themen ab, darunter Social Engineering, Cyberkriminalität und Datenschutz. Darüber hinaus werden regelmäßig Phishing-Tests durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden für die Gefahr solcher Angriffe sensibilisiert sind und böswillige Angriffe zuverlässig erkennen. Um Cyberangriffen nachhaltig zu begegnen, hat Rohde & Schwarz ein Cyber-Resilience-Management und ein permanentes Cyber-Response-Team etabliert. Außerdem konzentriert sich der Konzern auf die Erweiterung, Anpassung und Verbesserung der etablierten Prozesse, Systeme und Sicherheitskontrollen sowohl im eigenen Geschäftsbereich als auch in der Lieferkette.

Compliance-Risiken

Als weltweit tätiger Technologiekonzern ist Rohde & Schwarz unterschiedlichen, zunehmend komplexeren produkt- und länderbezogenen Regelungen, Gesetzen und Richtlinien ausgesetzt, die Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Der Konzern sieht dabei die vollständige Übereinstimmung des eigenen Handelns mit geltendem Recht als wichtigen Grundsatz an und beachtet dies über die gesamte Organisation hinweg. Eine Nichteinhaltung aktueller Vorgaben oder veränderte und neue regulatorische Anforderungen können zu behördlichen Strafzahlungen oder anderen Sanktionen, zu Compliance-Untersuchungen, zur zeitweisen oder dauerhaften Schließung von Produktionsstätten, zu Ansprüchen von Dritten, Importbeschränkungen und negativer öffentlicher Aufmerksamkeit führen. Dies kann zu unvorhergesehenen Kosten führen und sich negativ auf die Finanzlage sowie auf die Markteinführung von Produkten auswirken. Der Konzern ist zur Einhaltung und Sicherstellung der Compliance-Anforderungen verpflichtet, um die Produktsicherheit zu gewährleisten. Zusätzlich verarbeitet Rohde & Schwarz personenbezogene Daten von Mitarbeitenden, Kunden sowie Geschäftspartnern und ist dabei an verschiedene Gesetze und Bestimmungen gebunden. Um den zuvor genannten Risiken entgegenzuwirken, wurde einerseits ein angemessenes Compliance-Management-System implementiert, anderseits überwacht der Konzern stetig das politische und regulatorische Umfeld in den relevanten Märkten. Dies dient der präventiven Identifizierung möglicher Problembereiche und der zeitnahen und risikobasierten Anpassung von Geschäftsaktivitäten und Prozessen. Klare interne Regelungen und Vorgaben sowie kontinuierliche und zielgerichtete Trainingsmaßnahmen verstärken die Compliance. Interne Prüfungen im Hinblick auf die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften ergänzen das Maßnahmenportfolio. Um sicherzustellen, dass die Compliance-Vorgaben erfüllt werden, wurde eine konzernweite Compliance-Organisation aufgebaut und ein weltweit gültiger Verhaltenskodex etabliert.

Personal

Der Erfolg von Rohde & Schwarz hängt wesentlich von der Fähigkeit ab, hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte im Konzern zu halten und neue hinzuzugewinnen. Die begrenzte Verfügbarkeit entsprechender Fach- und Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt hat zu einem intensiven Wettbewerb geführt. Der Konzern ergreift Maßnahmen, die diesem Risiko begegnen und seine negativen Auswirkungen mindern sollen. Dazu entwickelt Rohde & Schwarz sein standortspezifisches Angebot an Benefits und Zusatzleistungen kontinuierlich weiter. Sie lassen sich in die Kategorien Work-Life-Balance, Familie & Kinder, Gesundheit, Monetäre Benefits, Individuelle Förderung sowie Arbeitsplatz & Wertschätzung unterteilen. Im Einzelnen ist dies beispielsweise eine Personal- und Karriereplanung mit dem Ziel, Diversität und den richtigen Personalmix unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung zu erreichen. Konkret entwickelt Rohde & Schwarz Mitarbeiter- und Führungskompetenzen durch gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen, Trainings, Mentoren- und Coachingprogramme. Ebenso versucht der Konzern dem genannten Risiko frühzeitig durch gezielte Personalmarketingaktivitäten zu begegnen.

Projekte

Besonders das Projektgeschäft ist für Risiken aller Art anfällig. Dazu gehören unerwartete technische Probleme, unvorhersehbare Entwicklungen an den Projektstandorten, Probleme bei Partnerunternehmen, logistische Schwierigkeiten und politische Unsicherheiten. Daraus können sich erhebliche Mehrkosten, Haftungs- oder Vertragsstrafen ergeben. Zudem können bei Großaufträgen im internationalen Behördengeschäft Risiken bei der Erfüllung von Offset-Verpflichtungen (Kompensationsgeschäften) entstehen. Diesen Risiken begegnet Rohde & Schwarz mit einem verbindlichen Prozess, der die organisatorische Vorgehensweise bei der Abwicklung von Projekten nach internationalen Projektmanagementrichtlinien vorgibt. Dieser wird durch ein spezifisches Risikomanagement für Großprojekte komplettiert. Darüber hinaus wurde ein Offset-Management implementiert, das die Offset-Verpflichtungen analysiert und deren Erfüllung koordiniert - mit dem Ziel, Haftungen und Vertragsstrafen zu vermeiden. Hierzu hat Rohde & Schwarz einen Freigabeprozess festgelegt, der die Genehmigung von Haftungsobergrenzen und Vertragsstrafen bereits im Angebotsstadium konzernweit festgelegt.

Lieferkette

Bei der Beschaffung von Komponenten und Dienstleistungen ist der Konzern in stärker werdendem Maße auf Unterlieferanten angewiesen. Die zunehmende Einbindung Dritter reduziert die Einflussmöglichkeiten auf Produktivität, Qualitätssicherung, Liefertermine und Kosten. Zudem können regionale Naturkatastrophen Verzögerungen und Unterbrechungen in der Lieferkette verursachen. Neben Preiserhöhungen können auch Marktengpässe zu Verzögerungen und Mehrkosten führen. Globale wie lokale politische Beschränkungen können die Versorgung und in der Folge die Absatzmöglichkeiten von Rohde & Schwarz gefährden. Auch Währungseinflüsse können das operative Konzernergebnis belasten. Kriegsausbrüche wie in der Ukraine sowie weitere zukünftige Sanktionen oder deren direkte Auswirkungen stellen ein weiteres Risiko für die Lieferkette dar. Die Einhaltung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) ist für Rohde & Schwarz wesentlich.

Der Konzern begegnet diesen Risiken durch eine etablierte Einkaufsstrategie, ein effektives Lieferantenmanagement sowie eine gezielte Materialbevorratung für kritische Komponenten. Ebenfalls werden die Lieferanten aufgefordert, die anspruchsvollen ethischen, sozialen und ökologischen Grundsätze von Rohde & Schwarz einzuhalten. Dazu hat der Konzern die Risikomanagementprozesse um Menschenrechts- und Umweltaspekte erweitert.

Produktion

Um seine hohen Qualitätsstandards, seine Flexibilität und stabile Lieferfähigkeit sowie seine Zuverlässigkeit zu bewahren, deckt Rohde & Schwarz einen großen Teil der Wertschöpfungskette in seinen Werken ab. Grundsätzlich birgt ein solch eng verzahntes Produktionsnetzwerk selbst ein erhöhtes Risikopotenzial hinsichtlich der Lieferfähigkeit. Besondere Ereignisse außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns wie klimabedingte Wetterextreme, Pandemien oder andere Ereignisse wie Brände, Explosionen oder der Austritt von gesundheits- oder umweltgefährdenden Stoffen können zu Produktionsrisiken führen. In der Folge kann es zu Qualitätsproblemen, möglichen Störungen der Betriebsabläufe oder Produktionsausfällen an einzelnen Standorten und damit zu Abweichungen von der geplanten Produktionsmenge kommen. Um diesen Risiken zu begegnen, setzt Rohde & Schwarz auf die vorbeugende Instandhaltung seiner Anlagen, den Ausbau der Brandschutzaktivitäten und die Schulung der Mitarbeitenden. Versicherungen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang begrenzen das Risiko möglicher Schadensfälle. Mit anspruchsvollen Qualitätsmaßstäben und intensiven Prüfungen über die gesamte Prozesskette hinweg grenzt Rohde & Schwarz so das Produktionsrisiko deutlich ein.

Gesamtaussage zur Risikosituation

Einzelne oder aggregierte Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden oder zu einer nachhaltigen und wesentlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage führen können, sind derzeit nicht erkennbar beziehungsweise bewegen sich im Rahmen marktüblicher Schwankungen. Allerdings können solche Risiken nie vollständig ausgeschlossen werden.

3. Chancen- und Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 | 2025 stehen die Zeichen in allen drei Divisionen auf Wachstum. Es wird erwartet, dass die geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd bleiben und Prognosen für das nächste Geschäftsjahr daher mit Unsicherheiten behaftet sind. Dennoch ist Rohde & Schwarz zuversichtlich, seine Stellung als führender Technologiekonzern weiter ausbauen zu können.

Test & Measurement

Angetrieben von der breiten Anwendung von Wireless-Technologien in allen Industriefeldern rechnet Rohde & Schwarz für das Geschäftsjahr 2024 | 2025 im Marktsegment Wireless Communications mit einer langsamen Erholung des Produktionsmarktes. Die Investitionen von Netzausrüstern und Endgeräteherstellern in die Erforschung und Umsetzung von 5G-Erweiterungen sowie 6G mit neuen Features wie Advanced XR, Holographic Communication und Metaverse lassen eine neue Marktdynamik erwarten. Rohde & Schwarz bietet schon heute zukunftsweisende Lösungen in diesen Bereichen an.

Zusätzlich wird der dynamische Bereich der Non-Cellular-Wireless-Technologien für hohe Innovationsraten und eine beständige Nachfrage nach zusätzlichen Funktionalitäten wie Wi-Fi 8 sorgen. Die Ultrabreitband-Technologie findet über den Automotive-Bereich hinaus immer mehr Anwendung. Dies schließt die Beschaffung von Messtechnik für alle Stufen der Wertschöpfungskette ein.

Technologische Trends wie Integrated Communication and Sensing werden weitere Markttreiber sein und neuen Messtechnikbedarf generieren. Weiterhin bleiben Technologien wie Nichtterrestrische Netze (NTN) und die Entwicklung von O-RAN wichtige Wachstumsmotoren.

Elektrifizierung treibt Automotive-Investitionen

Die anhaltende Elektrifizierung im Automotive-Bereich wird die Marktteilnehmer bewegen, weiterhin hohe Investitionen in die Entwicklung des elektrischen Antriebsstrangs, der elektronischen Fahrzeugsysteme und der Fahrassistenzsysteme zu tätigen. Große Wachstumsfelder bleiben Radarsensoren, die in immer größerer Zahl und mit immer höherer Auflösung verbaut werden, sowie die zunehmende Fahrzeugvernetzung mit der Umwelt (V2X). Die einzigartigen messtechnischen Referenzlösungen von Rohde & Schwarz adressieren hier die komplette Wertschöpfungskette und bringen den Konzern in eine aussichtsreiche Marktposition. Großes Wachstumspotenzial sieht Rohde & Schwarz aufgrund neuer Technologien zudem im Bereich der Full-Vehicle-Antennentests. Der Konzern hat sich im Automotive-Umfeld als verlässlicher Technologiepartner etabliert und möchte im Geschäftsjahr 2024 | 2025 diese Stellung weiter ausbauen.

Bedarf an höheren Frequenzen

Die Ausgaben für nationale Verteidigung und Sicherheit werden weltweit auf einem sehr hohen Niveau bleiben. Rohde & Schwarz wird deshalb sein Geschäft im Aerospace & Defense-Gesamtmarkt weiter ausbauen können. So ist zu erwarten, dass sich insbesondere der Satellitenmarkt durch die zunehmende Kommerzialisierung von Raumfahrt (New Space) und NTN fortlaufend vergrößern wird. Die Nachfrage nach höheren Frequenzen und Bandbreiten in allen Bereichen wird ebenfalls wachstumsfördernd wirken. Auch die steigende Komplexität bei der Entwicklung von Radar-Receivern durch eine Software Defined Radio-Architektur (SDR) wird weitere Investitionen in innovative Messlösungen anstoßen. Mit einem sehr konkurrenzfähigen Messtechnikprogramm für Anwendungen in der Radar- und Satellitentechnik, in der militärischen Kommunikation und in der Avionik wird Rohde & Schwarz diese Entwicklung maßgeblich begleiten.

Digitalisierung und weltpolitische Lage bestimmen Nachfrage

Die Digitalisierung aller Technik- und Lebensbereiche wird sich weiter fortsetzen und die Nachfrage nach Elektronik entsprechend hochhalten. Angesichts der weltpolitischen Lage und massiver nationaler Investitionen in den Aufbau von Infrastruktur zur Halbleiterfertigung wird der Bedarf nach entsprechenden Mess- und Testlösungen in diesem Bereich weiter steigen. Die weltweiten Investitionen in Künstliche Intelligenz und Data Center werden zu einer wachsenden Nachfrage nach Messlösungen für digitales Design führen.

Außerdem erwartet der Konzern eine beständige Nachfrage nach Testsystemen für elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). Neue Wireless-Standards und insbesondere die Elektrifizierung von Automobilen kurbeln hier den Bedarf an.

Die Innovationen der Sicherheitsscanner, wie etwa eine verbesserte Nutzererfahrung durch die Walk Through-Technologie, der wachsende Flugverkehr sowie eine Diversifizierung in neue Applikationen bieten zusätzliches Wachstumspotenzial für Rohde & Schwarz.

Im Service-Bereich gewinnen langfristige Service Level Agreements zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen eine zukunftssichere Weiterentwicklung des Serviceanteils am Umsatz.

Mit skalierenden Produkten für Superconducting Qubits sowie der passenden Software ist Rohde & Schwarz mit der Teilkonzerntochter Zurich Instruments für den starken Wachstumsmarkt der Quantencomputer sehr gut aufgestellt.

Technology Systems

Um auch in Zukunft nachhaltig in Umsatz und Profitabilität zu wachsen, wird die Division Technology Systems auch im Geschäftsjahr 2024 | 2025 verstärkt auf das Wachstumspotenzial von Großprojekten setzen. Den Herausforderungen solcher Projekte gilt es adäquat zu begegnen. Dazu wurde im Berichtszeitraum ein Transformationsprojekt angestoßen, das auch im neuen Geschäftsjahr, unter anderem mit einer Anpassung der Struktur und Ausrichtung der Marktsegmente, weiterlaufen wird.

Viertes Jahr der Zeitenwende

Im Hinblick auf die Verschärfung der globalen Sicherheitslage werden die zivilen, vor allem aber die sicherheitskritischen Märkte weiter wachsen. Internationale Konflikte, die Bedrohung durch Terrorismus und zunehmende Cyberkriminalität werden in den kommenden Jahren die Notwendigkeit nach geeigneten Abwehrlösungen erhöhen. Im vierten Jahr der Zeitenwende hat sich die Bedeutung von Sicherheit und Verteidigung weiter verstärkt. Die Budgets vieler NATO-Staaten werden weiter steigen, um die Verteidigungsfähigkeit der Allianz zu stärken. Gleiches gilt auch für andere Regionen, wie etwa den Nahen Osten oder den APAC-Raum. Rohde & Schwarz hat in diesem Umfeld bereits neue Großaufträge gewinnen und erfolgreich umsetzen können.

Darüber hinaus hat der Krieg in der Ukraine transformative Effekte, die eine Entwicklung von Technologien zur Stärkung der Sicherheit von Streitkräften und kritischer Infrastruktur beschleunigen. Diese Technologien haben das Potenzial, die Art der Kriegsführung grundlegend zu verändern, und schaffen die Notwendigkeit für entsprechende Abwehrtechnik. Ein Beispiel ist der zunehmende Einsatz von Drohnen, der neue Anforderungen an die Technologieentwicklung stellt. Dies führt zu einer steigenden Nachfrage nach SIGINT- und Kommunikationslösungen von Rohde & Schwarz. Das daraus resultierende strukturelle Marktwachstum einerseits und die langen Projektlaufzeiten in den Zielbranchen andererseits bieten für Technology Systems auch weiterhin exzellente Voraussetzungen für ein dynamisches und nachhaltiges Wachstum.

KI und Big Data als Wachstumstreiber

Die Digitalisierung wird in den kommenden Jahren fortschreiten. Eine wichtige Triebkraft ist die Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) und Big Data-Analysen. Die durch die Digitalisierung entstehenden enormen Datenmengen werden aufgrund dieses Trends verstärkt mit Mehrwert und Erkenntnissen versehen werden. Für Rohde & Schwarz ergeben sich dadurch erhebliche Wachstumschancen, da sich das Konzernportfolio zielgerichtet zu einem One-Stop-Shop von der Signalgenerierung über die Sensorik bis hin zu Signalanalyse entwickelt hat. Der Bedarf an entsprechenden Lösungen wird sich dabei nicht allein auf den Verteidigungssektor beschränken. Angesichts neuer Bedrohungen für Staat und Gesellschaft wird auch das sicherheitsbehördliche Handeln zunehmend durch den Einsatz von KI und Big Data-Analysen gekennzeichnet sein.

Technologien für eine sichere und vernetzte Welt

Die sichere und performante Vernetzung kritischer Infrastrukturen, der anhaltende Trend, analoge Kommunikation etwa durch VoIP-basierte Systeme im Bereich der Flugsicherung zu ersetzen, sowie der fortgesetzte 5G-Rollout eröffnen weitere Wachstumsmöglichkeiten für Technology Systems.

Rohde & Schwarz steht mit seinen industriellen Partnern und Kunden im Fokus dieses Wandels. Der Bedarf an innovativen und effektiven Technologien sowie Fach- und Führungskräften ist weiter hoch und steigend. Um weiterhin zukunftsfähige Lösungen anzubieten und Marktpotenziale zu adressieren, investiert Rohde & Schwarz weiter in Forschung & Entwicklung sowie in Produkte und Systeme. Dazu zählen die Erweiterung des bestehenden Counter Drones-Portfolios sowie KI- und Kommunikations-Lösungen für das ambitionierte europäische Verteidigungsprojekt Future Combat Air System (FCAS).

Networks & Cybersecurity

Auch im Geschäftsjahr 2024 | 2025 wird die Bedrohung durch Cyberkriminalität für Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen hoch bleiben. Der Schutz immaterieller Werte und der großen Mengen sensibler Daten des öffentlichen Sektors sowie personenbezogener Daten, die im privaten Sektor anfallen, werden die Nachfrage nach sicherheitsrelevanten Technologien und Lösungen bestimmen.

Es wird erwartet, dass weitere Großaufträge im öffentlichen Sektor sowie die weitere Bedeutungszunahme amerikanischer Großkonzerne das Geschäftsjahr 2024 | 2025 in der Division Networks & Cybersecurity prägen. Dank der exzellenten technologischen Aufstellung von Rohde & Schwarz, einhergehend mit einem hohen Auftragsbestand, sowie starker strategischer Partner wird für das folgende Geschäftsjahr von einem positiven Geschäftsverlauf mit Umsatzsteigerungen und einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses ausgegangen.

Digitale Souveränität treibt Wachstum

Signifikante Wachstumstreiber für die Division Networks & Cybersecurity bleiben weiterhin der technologische Fortschritt, unter anderem im Cloud Computing, sowie die digitale Souveränität und Sicherheit. Auch der Bedarf nach Kostenoptimierung bei Aufbau und Betrieb von Netzwerken wird neues Wachstum generieren.

Einen Schwerpunkt für die Erweiterung des Produkt- und Lösungsportfolios der Division wird die Modernisierung von Weitverkehrsdatennetzen (WAN) bilden. Neue Anforderungen entstehen beispielsweise durch den weiter steigenden Bedarf nach mehr Datensicherheit und -souveränität. Auch Bandbreitensteigerungen und der zunehmende Einsatz von Cloud-Anwendungen werden im Fokus der Entwicklung von Networks & Cybersecurity stehen.

Konzernausblick

Im kommenden Geschäftsjahr wird insgesamt von einem moderaten Anstieg von Umsatz und Ergebnis ausgegangen. Das tatsächliche Bild kann jedoch von den Erwartungen abweichen, insbesondere bei einer Verschärfung der Handels-, Wirtschafts- und geopolitischen Konflikte.

 

München, 29. November 2024

RUSA - Rohde & Schwarz Anlagen GmbH

Konzernbilanz

AKTIVSEITE

30.06.2024
EUR
30.06.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14.711.803,76 22.667.454,60
2. Geschäfts- oder Firmenwert aus Erstkonsolidierung 53.403.469,31 74.966.354,60
68.115.273,07 97.633.809,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 99.857.421,94 101.747.780,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 92.964.106,29 95.063.497,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.080.382,70 42.098.710,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.475.135,76 12.839.390,64
269.377.046,69 251.749.378,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 635.138,97 635.136,97
2. Beteiligungen 10.540,34 10.540,34
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 260.661.949,61 249.457.740,48
4. Sonstige Ausleihungen 184.105.473,82 130.576.732,97
445.413.102,74 380.680.150,76
782.905.422,50 730.063.338,79
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.189.033,13 11.462.229,58
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 101.390.113,28 100.010.527,54
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 188.950.728,83 217.831.600,29
4. Geleistete Anzahlungen 7.229.505,62 8.591.304,12
308.759.380,86 337.895.661,53
5. Abzüglich erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -94.680.346,90 -82.856.395,01
214.079.033,96 255.039.266,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 263.191.929,79 204.432.197,60
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 777.426.919,62 672.211.655,99
3. Sonstige Vermögensgegenstände 47.440.956,27 45.523.963,00
1.088.059.805,68 922.167.816,59
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 5.824.331,79 5.087.905,14
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 207.753.677,47 262.339.160,34
1.515.716.848,90 1.444.634.148,59
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 27.049.113,74 27.970.113,35
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 91.271.626,11 0,00
2.416.943.011,25 2.202.667.600,73

PASSIVSEITE

30.06.2024
EUR
30.06.2023
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 26.501.000,00 26.501.000,00
II. Kapitalrücklage 16.059.567,41 16.059.567,41
III. Gewinnrücklagen
1. Rücklagen aus Erstkonsolidierungen 11.478.006,79 11.480.671,34
2. andere Gewinnrücklagen 1.069.136.095,45 966.307.869,18
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -898.772,79 -6.667.912,38
V. Nicht beherrschende Anteile 2.430.036,43 2.511.671,73
1.124.705.933,29 1.016.192.867,28
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 291.294.842,09 285.844.432,88
2. Steuerrückstellungen 19.452.843,16 27.411.556,01
3. Sonstige Rückstellungen 251.475.439,93 242.019.984,93
562.223.125,18 555.275.973,82
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 971,72 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 236.389.298,52 175.907.359,02
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.721.362,24 31.554.412,70
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 280.053.328,97 311.469.820,39
5. Sonstige Verbindlichkeiten 92.025.875,56 56.175.180,01
davon aus Steuern: EUR 34.150.685,47 (Vj. EUR 34.328.352,79)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 4.538.769,45 (Vj. EUR 4.166.940,56) 643.190.837,01 575.106.772,12
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 53.758.420,44 46.585.715,74
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 33.064.695,33 9.506.271,77
2.416.943.011,25 2.202.667.600,73

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2023/2024
EUR
2022/2023
EUR
1. Umsatzerlöse 1.812.145.341,09 1.703.736.755,64
2. Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -167.590.886,57 -11.994.322,88
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4.262.455,17 7.002.697,53
4. Sonstige betriebliche Erträge 67.495.215,86 68.812.992,37
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 40.894.475,67 (Vj. EUR 51.597.395,61)
darin nach § 256a S. 2 HGB: EUR 24.913.662,73 (Vj. EUR 38.198.486,69)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -557.553.862,41 -657.112.246,96
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -162.125.836,92 -124.524.600,33
-719.679.699,33 -781.636.847,29
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -464.383.766,94 -451.094.219,48
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge -94.218.814,11 -92.078.369,06
davon für Altersversorgung: EUR 15.974.115,80 (Vj. EUR 21.476.948,48) -558.602.581,05 -543.172.588,54
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -91.186.594,75 -104.477.268,86
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -287.390.085,20 -264.121.559,13
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 39.086.882,51 (Vj. EUR 51.535.881,18)
9. Erträge aus Beteiligungen 1.038.552,83 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.038.552,83 (Vj. EUR 0,00)
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 8.720.260,78 5.824.860,71
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.802.594,90 20.792.940,06
davon aus Abzinsung: EUR 8.560,59 (Vj. EUR 2.000,00)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -761.397,90 -7.757.409,63
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -13.050.841,26 -9.677.315,13
davon aus Abzinsung: EUR 2.907.372,17 (Vj. EUR 3.780.758,32)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 19.257.766,49 -42.984.143,06
davon aus der Veränderung latenter Steuern: EUR 68.406.916,76 (Ertrag) (Vj. EUR 6.759.940,00 (Ertrag))
15. Ergebnis nach Steuern 108.460.101,06 40.348.791,79
16. Sonstige Steuern -3.386.724,92 -3.167.736,77
17. Konzern-Jahresüberschuss 105.073.376,14 37.181.055,02
18. Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne und Verluste -2.020.824,52 144.119,15
19. Konzern-Gewinn nach nicht beherrschenden Anteilen 103.052.551,62 37.325.174,17
20. Einstellung in die Gewinnrücklagen -103.052.551,62 -37.325.174,17
21. Belastung der Gewinnrücklagen 0,00 0,00
22. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Konzern-Anhang

A. Aufstellungs-/Gliederungsvorschriften

Die RUSA - ROHDE & SCHWARZ Anlagen GmbH, im folgenden RUSA genannt, hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 73851 eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss zum 30. Juni 2024 ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches i.d.F. des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ihre Jahresabschlüsse auf den Stichtag des Mutterunternehmens RUSA zum 30. Juni 2024 aufgestellt bzw. Zwischenabschlüsse zu diesem Stichtag erstellt.

Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung entspricht dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS 21, indirekte Methode).

Der Konzern-Eigenkapitalspiegel richtet sich nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 22.

Die Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden unter den Positionen "sonstige betriebliche Erträge" und "sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

B. Konsolidierungskreis (einschließlich Anteilsbesitz)

Nachfolgend sind bei Angaben zum Anteilsbesitz neben der RUSA die konsolidierten Tochterunternehmen (16 inländische und 69 ausländische (Vorjahr: 16 inländische und 72 ausländische)) aufgeführt, ebenso (zwei inländische und vier ausländische (Vorjahr: zwei inländische und drei ausländische)) Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss aufgenommen wurden, da sie für dessen Aussagefähigkeit von untergeordneter Bedeutung sind.

C. I. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Konsolidierte Tochterunternehmen

Name Sitz Anteil am Kapital
%
Inland
R&S Property GmbH München 100,00
GEDIS GmbH Kiel 100,00
ROHDE & SCHWARZ Meßgerätebau GmbH München 94,00
R&S Marinesysteme GmbH Kiel 100,00
ipoque GmbH Leipzig 100,00
ROHDE & SCHWARZ International GmbH München 100,00
ROHDE & SCHWARZ SIT GmbH Stuttgart 100,00
ROHDE & SCHWARZ Group Services GmbH Leipzig 100,00
ROHDE & SCHWARZ Cybersecurity GmbH München 100,00
ROHDE & SCHWARZ Corporate Finance GmbH Grünwald 100,00
RSM Finance I GmbH München 100,00
ROHDE & SCHWARZ Vertriebs-GmbH München 100,00
Schönhofer Sales and Engineering GmbH Siegburg 100,00
LANCOM Systems GmbH Würselen 100,00
ROHDE & SCHWARZ INRADIOS GmbH Dresden 100,00
Zurich Instruments Germany GmbH 2) München 100,00
EU
ROHDE & SCHWARZ France S.A.S. Meudon-La-Forêt Cedex/Frankreich 100,00
ROHDE & SCHWARZ Holding S.A.R.L. Meudon-La-Forêt Cedex/Frankreich 100,00
ARPEGE S.A.S. La Ciotat/Frankreich 100,00
ROHDE & SCHWARZ Italia S.p.A. Rom/Italien 100,00
ROHDE & SCHWARZ España S.A.U. Madrid/Spanien 100,00
ROHDE & SCHWARZ Portugal Lda. Linda-a-Velha/Portugal 95,00
ROHDE & SCHWARZ Benelux B.V. Nieuwegein/Niederlande 100,00
ROHDE & SCHWARZ Danmark A/S Herlev/Dänemark 100,00
ROHDE & SCHWARZ Technology Center A/S Aalborg/Dänemark 100,00
ROHDE & SCHWARZ Finland Oy Vantaa/Finnland 100,00
ROHDE & SCHWARZ Österreich Gesellschaft m.b.H. Wien/Österreich 100,00
ROHDE & SCHWARZ Romania S.R.L. 1) Bukarest/Rumänien 100,00
ROHDE & SCHWARZ - Praha, s.r.o. Prag/Tschechische Republik 100,00
ROHDE & SCHWARZ závod Vimperk s.r.o. Vimperk/Tschechische Republik 100,00
ROHDE & SCHWARZ Hungária Kft. Budapest/Ungarn 100,00
Rohde & Schwarz Polska Sp. z o.o. Erst) Warschau/Polen 100,00
ROHDE & SCHWARZ Sverige AB Skarpnäck/Schweden 100,00
ROHDE & SCHWARZ Hellas A.E. Athen/Griechenland 100,00
ROHDE & SCHWARZ TOPEX S.A. 1) Bukarest/Rumänien 100,00
ROHDE & SCHWARZ ESPAÑA, S.A. Y SIADDE SOLUCIONES SA UTE 1) 3) Madrid/Spanien 60,00
Übriges Europa
Pixel Power Ltd. Cambridge/Großbritannien 100,00
ROHDE & SCHWARZ UK Ltd. Fleet/Großbritannien 100,00
Rusint Property Ltd. Fleet/Großbritannien 100,00
ROHDE & SCHWARZ Services Ltd. Fleet/Großbritannien 100,00
Rohde & Schwarz Schweiz AG Ittigen/Schweiz 96,40
RUSINT AG Zug/Schweiz 100,00
ROHDE & SCHWARZ SwissQual AG Zuchwil/Schweiz 100,00
Zurich Instruments AG 2) Zürich/Schweiz 100,00
ROHDE & SCHWARZ Rus OOO 1) End) Moskau/Russland 100,00
ROHDE & SCHWARZ Türkei LtdS. Ankara/Türkei 100,00
Übriges Ausland
ROHDE AND SCHWARZ SA (PTY) LTD Johannesburg/Südafrika 100,00
ROHDE AND SCHWARZ ISRAEL LTD Ra'anana/Israel 100,00
Zurich Instruments USA, Inc. 1) Waltham/USA 100,00
ROHDE & SCHWARZ Canada Inc. Ottawa/Kanada 100,00
Pixel Power Inc. End) Grass Valley/USA 100,00
ROHDE & SCHWARZ do Brasil Ltda. 1) São Paulo/Brasilien 90,00
ROHDE & SCHWARZ de México, S. de R.L. de C.V. 1) Mexiko, D.F./Mexiko 99,00
ROHDE & SCHWARZ Regional Headquarter Latin America, S. de R.L. de C.V. 1) Mexiko, D.F./Mexiko 100,00
ROHDE & SCHWARZ COLOMBIA S.A.S. 1) Bogotá D.C./Kolumbien 100,00
Consorcio RSCO/RSM MTC-PE 1 1) 3) Lima/Peru 50,00
UT RSCO RSES-ANE 1) Bogotá D.C./Kolumbien 100,00
UT RSCO RSES-TDT 1) Bogotá D.C./Kolumbien 100,00
UT RSCO/RSM VHF 1) 3) Bogotá D.C./Kolumbien 50,00
Consorcio RSCO/RSM MTC 2 1) 3) Lima/Peru 50,00
UT RSCO RADIOAYUDAS 1) 3) End) Bogotá D.C./Kolumbien 85,00
UT RSCO RSES RM 1) Bogotá D.C./Kolumbien 100,00
UT RSCO RSES TDT4 1) Bogotá D.C./Kolumbien 100,00
UT R&S-VCS-2020 1) 3) Bogotá D.C./Kolumbien 90,00
ROHDE & SCHWARZ Argentina S.R.L. 1) Buenos Aires/Argentinien 100,00
ROHDE & SCHWARZ Pakistan (Private) Limited Islamabad/Pakistan 100,00
ROHDE & SCHWARZ Korea Limited Seoul/Südkorea 100,00
ROHDE & SCHWARZ Property Singapore Pte. Ltd. Singapur/Singapur 100,00
ROHDE & SCHWARZ Regional Headquarters Singapore Pte. Ltd. Singapur/Singapur 100,00
ROHDE & SCHWARZ Malaysia Sdn. Bhd. Shah Alam/Malaysia 100,00
RSI Technik Sdn. Bhd. Shah Alam/Malaysia 100,00
ROHDE & SCHWARZ China Limited Hongkong/China 100,00
ROHDE & SCHWARZ Hong Kong Limited Hongkong/China 100,00
ROHDE & SCHWARZ (China) Technology Co., Ltd. 1) Peking/China 100,00
ROHDE & SCHWARZ (Philippines) Inc. Makati City/Philippinen 100,00
ROHDE & SCHWARZ Service Center Philippines Inc. Biñan, Laguna/Philippinen 100,00
Beijing ROHDE & SCHWARZ Communication Technology Co., Ltd. 1) Peking/China 100,00
ROHDE & SCHWARZ (Thailand) Co., Ltd. Bangkok/Thailand 100,00
ROHDE & SCHWARZ VIETNAM CO., LTD Hanoi/Vietnam 100,00
ROHDE & SCHWARZ Taiwan Limited Taipeh/Taiwan 100,00
Zurich Instruments (Shanghai) Ltd. 1) Shanghai/China 100,00
ROHDE & SCHWARZ Middle East and Africa FZ-LLC Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100,00
ROHDE & SCHWARZ Saudi Arabia L.L.C Riad/Saudi-Arabien 100,00
PT. ROHDE & SCHWARZ Indonesia Jakarta/Indonesien 100,00
Rohde & Schwarz (Wuhan) Sales Co., Ltd. Erst) Wuhan/China 100,00
ROHDE & SCHWARZ Technologies Malaysia Sdn. Bhd. Kuala Lumpur/Malaysia 100,00
ROHDE & SCHWARZ Japan Kabushiki Kaisha Tokio/Japan 100,00
ROHDE & SCHWARZ (Australia) Pty. Limited North Ryde NSW/Australien 100,00

1) Geschäftsjahr vom 01.01.2023 - 31.12.2023

2) Geschäftsjahr vom 01.04.2023 - 31.03.2024

3) Gemeinschaftsunternehmen (hierbei handelt es sich um Projektgesellschaften) unter gemeinschaftlicher Führung

Erst) im Geschäftsjahr erstkonsolidiert

End) im Geschäftsjahr endkonsolidiert

Ergänzende Angaben zu Gemeinschaftsunternehmen

Die gem. DRS 27 anzugebende Gesamtsumme der kurz- bzw. langfristigen Vermögensgenstände und Schulden sowie der Aufwendungen und Erträge aus Gemeinschaftsunternehmen beträgt unter TEUR 150 und unterbleibt deshalb aus Wesentlichkeitsgründen.

Nach § 313 Abs. 2 Nr. 2 bis 4 HGB anzugebende Unternehmen

Name Sitz Anteil am Kapital
%
Eigenkapital 30.06.2024
TEUR
Jahresergebnis 2023/2024
TEUR
Inland
Unterstützungsverein der ROHDE & SCHWARZ Firmengruppe 1) München --- keine Angabe keine Angabe
ZAMM Zentrum für angewandte Meßtechnik Memmingen GmbH 1) Memmingen 23,14 652 -37
Übriges Europa
Visarion Ltd. 2) 3) Winchester/Großbritannien 100,00 1.123 765
ROHDE & SCHWARZ Rus OOO 1) Moskau/Russland 100,00 6.310 477
Übriges Ausland
Rohde & Schwarz India (Systems) Private Limited Neu Delhi/Indien 1,00 392 94
UT RSCO USER UM 1) Bogotá D.C./Kolumbien 15,00 0 0

Die Zahlen beziehen sich auf das letzte vorliegende Geschäftsjahr:

1) Geschäftsjahr vom 01.01.2023 - 31.12.2023

2) Geschäftsjahr vom 01.04.2022 - 31.03.2023

3) in Liquidation

Die Anteile am Kapital entsprechen den Stimmrechtsanteilen. Die assoziierten Unternehmen werden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung nicht nach der Equity-Methode bilanziert. Die Einbeziehung vorstehend genannter Unternehmen in den Konzernabschluss unterblieb, weil diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind.

C. II. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt bei Tochtergesellschaften, die vor dem Geschäftsjahr 2010/11 in den Konzernabschluss einbezogen wurden, nach der Buchwertmethode (§ 301 HGB a.F.). Bei Tochterunternehmen, die ab dem Geschäftsjahr 2010/11 in den Konzernabschluss einbezogen werden, erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung bzw. beim Erwerb der Anteile zu verschiedenen Zeitpunkten, zu dem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Sich danach ergebende aktive Unterschiedsbeträge werden gemäß § 301 Abs. 3 S. 1 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert auf der Aktivseite ausgewiesen und gemäß § 253 Abs. 3 HGB planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Auf- bzw. Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Statuswechsel erfolgt nach der Erwerbs- bzw. der Veräußerungsmethode. Gemeinschaftsunternehmen werden quotal in den Konzernabschluss einbezogen.

Schuldverhältnisse innerhalb des Konzerns sind ebenso aufgerechnet wie Aufwendungen und Erträge aus dem Liefer- und Leistungsverkehr; Zwischenergebnisse sind eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Die im Eigenkapital enthaltenen Gewinnrücklagen beinhalten neben der Rücklage aus Erstkonsolidierungen auch "andere Gewinnrücklagen". Letztere stammen aus anteiligen thesaurierten Gewinnen und Bilanzergebnissen der konsolidierten Gesellschaften. Darüber hinaus werden hier die Ergebnisauswirkungen aus Konsolidierungsmaßnahmen verrechnet.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr - mit Ausnahme der latenten Steuern - unverändert beibehalten. Die Aufstellung der Jahresabschlüsse der RUSA und der Tochterunternehmen erfolgte weitgehend nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. In Einzelfällen wurde keine einheitliche Bewertung vorgenommen, da die Auswirkungen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung waren.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert, abzüglich planmäßiger linearer und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen. Es wurde das Wahlrecht in Anspruch genommen, Investitionszuschüsse von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zu kürzen.

Die aktiven Unterschiedsbeträge werden gemäß § 301 Abs. 3 S. 1 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert auf der Aktivseite ausgewiesen. Bei der Bemessung der Nutzungsdauern wurde zugrunde gelegt, nach welchem voraussichtlichen Zeitraum die erworbene Technologie bzw. Kompetenz einer Erneuerung unterliegt.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet und, falls geboten, gekürzt um Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen. Wertpapiere des Anlagevermögens wurden auf den niedrigeren Stichtagskurs abgeschrieben, soweit es sich um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung handelt. Bei Fortfall der ursprünglichen Wertberichtigungsgründe wurden Zuschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte (vor Abzug der erhaltenen Anzahlungen) sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von niedrigeren Wiederbeschaffungskosten sowie Reichweitenabschlägen angesetzt. Der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe liegen gleitende Durchschnittseinstandspreise zugrunde. Die eigenen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten Berücksichtigung fanden. Bestandsrisiken bei Vorräten ist durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nenn- bzw. zu Barwerten, Wertpapiere zu Anschaffungskosten, gekürzt um notwendige Wertberichtigungen, angesetzt. Bei Fortfall der ursprünglichen Wertberichtigungsgründe wurden Zuschreibungen vorgenommen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt.

Bei den latenten Steuern wurde von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Bilanzierung eines Aktivüberhangs sowie dem Wahlrecht zum unverrechneten Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 3 HGB Gebrauch gemacht. Zur Bildung der latenten Steuern aus dem Summenabschluss wurde der Steuersatz des jeweiligen Tochterunternehmens verwendet. Darüber hinaus resultieren latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen (Kapital- und Schuldenkonsolidierung, Zwischenergebniseliminierung, sonstige ertragswirksame Konsolidierungen). Für diese Konsolidierungsarten wurde der einheitliche Konzernsteuersatz in Höhe von 32,975% angewendet.

Der Umsatz des RUSA Konzerns überschreitet 750 Mio. EUR, wodurch die Regelungen der globalen Mindeststeuer grundsätzlich Anwendung finden. Im aktuellen Berichtsjahr 2023/24 unterliegt der RUSA Konzern keiner Mindeststeuer aufgrund in- oder ausländischer Mindeststeuergesetze, da diese in den jeweiligen Ländern entweder noch nicht in Kraft getreten sind oder erst auf das kommende Geschäftsjahr 2024/25 Anwendung finden.

Die Rückstellungen sind vorsichtig bemessen. Sie tragen erkennbaren Verpflichtungen und Risiken in kaufmännisch vernünftiger Weise Rechnung und sind mit ihren voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Pensionsrückstellungen (inkl. Entgeltumwandlungen und altersvorsorgewirksame Leistungen - AVWL) sowie Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen, Sterbegelder und Altersteilzeit sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

E. Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Durch die Ausübung der unsaldierten Darstellung der latenten Steuer sowie dem Aktivierungswahlrecht von aktiver latenter Steuer ergibt sich im Geschäftsjahr folgende Veränderung (in EUR):

Latente Steuer aus Einzelabschlüssen

in EUR Anfangsbestand Umstellungseffekt Korrektur Laufendes Jahr Endbestand
Aktive latente Steuer 0,00 68.095.679,62 15.826.162,93 5.299.434,89 89.221.277,44
Passive latente Steuer 0,00 -3.920.167,53 -16.481.475,49 -5.904.128,46 -26.305.771,48
Ergebniseffekt -64.175.512,09 604.693,57 -63.570.818,52

Latente Steuer aus Konsolidierungsmaßnahmen

in EUR Anfangsbestand Umstellungseffekt Korrektur Laufendes Jahr Endbestand
Aktive latente Steuer 0,00 2.604.976,60 0,00 -554.627,93 2.050.348,67
Passive latente Steuer -9.506.271,77 -2.604.976,60 -38.401,65 5.390.726,17 -6.758.923,85
Ergebniseffekt 0,00 -4.836.098,24 -4.836.098,24

F. Währungsumrechnung

Umrechnung der Fremdwährungsposten in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit einer Restlaufzeit von größer einem Jahr sind grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Entstehungszeitpunkts angesetzt, das Höchstwert- bzw. Niederstwertprinzip wurde beachtet. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Umrechnung der auf Fremdwährung lautenden Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen

Vermögensgegenstände und Schulden werden nach Maßgabe der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB mit den zum 30.06.2024 gültigen Wechselkursen, Aufwendungen und Erträge werden mit den tagesgleichen Durchschnittskursen der Periode umgerechnet. Der bilanzielle Differenzbetrag wird in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt.

Die Inflationsbereinigung des Jahresabschlusses der in Argentinien und der Türkei sitzenden einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der Indexmethode des DRS 25.104.

G. Angaben zur Konzernbilanz

F. I. Aktiva

Anlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Geschäftsjahr 2023/2024 dem Anlagenspiegel (Folgeseite) zu entnehmen.

Angaben zu Finanzanlagen und Finanzinstrumenten

Derivative Finanzinstrumente (Devisen)

Zum Bilanzstichtag bestanden die folgenden währungsbezogenen derivativen Finanzgeschäfte:

Devisentermingeschäfte über ein Nominalvolumen von TEUR 99.609, davon TEUR 78.496 mit einem positiven Marktwert von TEUR 2.061 und TEUR 21.113 mit einem negativen Marktwert von TEUR 169.

Die Ermittlung der Marktwerte der Termingeschäfte erfolgte auf der Basis handelbarer Forward-Sätze zum Bilanzstichtag. Die Laufzeit der derivativen Devisengeschäfte beträgt maximal 4 Jahre. Für die negative Marktwertentwicklung wurde eine Rückstellung gebildet.

Der Marktwertentwicklung dieser Geschäfte steht eine gegenläufige Wertentwicklung bei den gesicherten Grundgeschäftspositionen gegenüber.

Finanzanlagen, bei denen eine Abschreibung unterlassen wurde

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Finanzanlagen, die mit einem höheren Wert als ihrem Marktwert ausgewiesen sind.

Investmentvermögen

Im Rahmen der langfristigen, risikobewussten und diversifizierten Anlagestrategie hält der Konzern Anteile an einem als Mischfonds ausgestalteten Sondervermögen in Form eines langfristig orientierten international investierenden Spezialfonds.

Buchwert 30.06.2024
TEUR
Marktwert 30.06.2024
TEUR
Differenz 30.06.2024
TEUR
Ausschüttungen 2023/2024
TEUR
Mischfonds 260.355 260.355 0 3.580

Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe der Anteile an den Mischfonds lagen im Geschäftsjahr nicht vor.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wie folgt enthalten:

30.06.2024
TEUR
Stichtag Vorjahr
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.349 1.215
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.881 12.306
Sonstige Vermögensgegenstände 2.484 2.506
15.714 16.027

Der Betrag der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergibt sich aus dem saldierten Bestand der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der jeweiligen Gesellschaft mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Gegen die Gesellschafterin sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen solche in Höhe von TEUR 74.110 (VJ TEUR 65.061) enthalten.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen Mitzugehörigkeiten zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 164.185 (VJ TEUR 164.636).

Latente Steuern

In den Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften bestehen passive Steuerlatenzen im Wesentlichen aus der Fremdwährungsbewertung, steuerfreien Rücklagen sowie steuerlichen Sonderabschreibungen. Diesen passiven Steuerlatenzen stehen erheblich höhere aktive Steuerlatenzen, insbesondere aus den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen, gegenüber. Insgesamt wird eine künftige Steuerentlastung erwartet. Von dem Aktivierungswahlrecht und einem unsaldierten Ausweis in der Bilanz wird im Konzern ab diesem Geschäftsjahr erstmals Gebrauch gemacht.

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 91.272 (VJ TEUR 0) und passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 33.065 (VJ TEUR 9.506) resultieren aus der Summe der Einzelabschlüsse sowie den Konsolidierungsmaßnahmen (Kapital- und Schuldenkonsolidierung, Zwischenergebniseliminierung, sonstige ertragswirksame Konsolidierungen). Zur Bildung der latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen wurde der Steuersatz des jeweiligen Tochterunternehmens verwendet. Für die übrigen Konsolidierungsarten wurde der einheitliche Konzernsteuersatz in Höhe von 32,975 % angewendet.

F. II. Passiva

Eigenkapital

Seit der erstmaligen Aufstellung einer Konzernbilanz entstanden bei der Kapitalkonsolidierung (Erst- und Folgekonsolidierung) bis zum Geschäftsjahr 2009/2010 passive Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 11.478, die aufgedeckte stille Reserven in Höhe von TEUR 26 enthalten. Der Differenzbetrag von TEUR 11.452 beinhaltet aktive Unterschiedsbeträge von TEUR 9.610 und passive Unterschiedsbeträge von TEUR 21.062, welche saldiert und mit den sonstigen Gewinnrücklagen verrechnet werden.

Bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die seit dem Geschäftsjahr 2010/11 Tochterunternehmen geworden sind, entstanden bei der Kapitalkonsolidierung aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 287.713 (Restbuchwert TEUR 53.403), welche als Geschäfts- oder Firmenwerte auf der Aktivseite ausgewiesen und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben werden. Diese Unterschiedsbeträge resultieren aus vollkonsolidierten Tochterunternehmen.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach der "Projected Unit Credit-Method" errechnet. Es wurden die Richttafeln 2018 G von der Heubeck -Richttafeln-GmbH angewendet. Bei der Bewertung wurde der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,84 % p.a. angesetzt. Gehaltsanpassungen sind mit 2,0 % p.a., Rentenanpassungen mit 1,0 % p.a., zzgl. einem Teuerungsausgleich von 2,00 % p.a., der alle drei Jahre erfolgt, angesetzt. Die Fluktuationsrate wurde mit 1,0 % p.a. bei der Bewertung zu Grunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR -1.041.

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen, welche dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit den dazugehörigen Pensionsrückstellungen wie folgt verrechnet:

TEUR
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände, der dem Deckungskapital und den Anschaffungskosten entspricht: 5.380
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden: 43.169
Verrechnete Aufwendungen: 1.726
Verrechnete Erträge: 2.728

Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Rückstellungen für Personal sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten beträgt zum 30.06.2024 wie folgt:

TEUR 1) Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren Restlaufzeit über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 0 0 1
(0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.576 145 1 34.722
(31.554) (0) (0) (31.554)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 262.969 8.615 8.470 280.054
(311.470) (0) (0) (311.470)
Sonstige Verbindlichkeiten 91.820 205 0 92.025
(56.172) (3) (0) (56.175)
Gesamt 389.366 8.965 8.471 406.802
(399.196) (3) (0) (399.199)

1) In Klammern angegebene Werte betreffen Vorjahreszahlen.

Gegenüber der Gesellschafterin sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen solche in Höhe von TEUR 156.322 (VJ TEUR 181.888) enthalten.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Mitzugehörigkeiten zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 164.185 (VJ TEUR 155.585).

H. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:

2023/2024
Mio. EUR
Deutschland 690,7
Europa ohne Deutschland / Amerika 725,6
Afrika / Naher Osten / Asien / Australien-Ozeanien 395,8
1.812,1

Abschreibungen

Die Position "Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens" enthält außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von TEUR 761 (VJ TEUR 7.757).

I. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung

Definition des Finanzmittelfonds/ Zusammensetzung

Der Finanzmittelfonds besteht aus dem Bilanzposten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

J. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter während des Geschäftsjahres betrug 7.215 , davon waren durchschnittlich 306 Mitarbeiter zu ihrer Ausbildung bzw. ihrem Studium beschäftigt und 176 in der Freistellungsphase (z. B. Altersteilzeit, Elternzeit). Damit ergibt sich eine Arbeitnehmerzahl i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB von 6.733, davon waren 18 Personen Aushilfen.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer der Muttergesellschaft RUSA - ROHDE & SCHWARZ Anlagen GmbH, München, ist Mario Paoli, Mitglied der Geschäftsleitung der ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. Kommanditgesellschaft. Angaben nach § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4.068 (VJ TEUR 4.262).

Offenlegung

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der RUSA - ROHDE & SCHWARZ Anlagen GmbH, München, werden beim elektronischen Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de) offengelegt.

Konzernabschluss

Die ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, München (Amtsgericht München HRA 16270), stellt für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, München, werden beim elektronischen Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de) veröffentlicht.

Befreiungen nach § 264 Abs. 3 HGB

Für die Rohde & Schwarz SIT GmbH, Stuttgart, die ipoque GmbH, Leipzig, die Rohde & Schwarz Meßgerätebau GmbH, München, die Rohde & Schwarz Group Services GmbH, Leipzig, die Rohde & Schwarz Cybersecurity GmbH, München, die Rohde & Schwarz Vertriebs-GmbH, München, die GEDIS GmbH, Kiel, die R&S Property GmbH, München, Rohde & Schwarz Corporate Finance GmbH, Grünwald, Schönhofer Sales and Engineering GmbH, Siegburg, ROHDE & SCHWARZ INRADIOS GmbH, Dresden, sowie die Rohde & Schwarz International GmbH, München, wurden für das Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis 30.06.2024 Aufstellungs- und die Offenlegungserleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen, da für diese Gesellschaften die Voraussetzungen gegeben und die Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen worden sind.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

30.06.2024
TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Leasingverträgen und anderen laufenden Verträgen zahlbar im Geschäftsjahr 2024/2025 58.182
Verpflichtungen ab Geschäftsjahr 2025/2026 bis Geschäftsjahr 2028/2029 18.208
Verpflichtungen zahlbar ab Geschäftsjahr 2029/2030 2.355
78.745

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat Vermögen mit Wirkung zum 28.08.2015 nach §§ 123 ff. UmwG von der ESG Elektroniksystem- und Logistik-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, München (HR München HRB 219422) übernommen. Eine Nachhaftung nach § 133 UmwG besteht damit.

Abschlussprüferhonorar

Das Honorar gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB und § 285 Nr. 17 HGB (befreiende Angabe für in den Konzern einbezogene Töchter) beträgt für das Geschäftsjahr 2023/2024 für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 281 sowie für Steuerberatungsleistungen TEUR 24.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es lagen bis zum Ende der Konzernabschlusserstellung keine Ereignisse nach dem Abschlussstichtag vor.

Vorschlag über die Gewinnverwendung des Mutterunternehmens RUSA

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023/2024 zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 29. November 2024

RUSA - ROHDE & SCHWARZ Anlagen GmbH

Mario Paoli

Die Feststellung bzw. Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am: 9. Dezember 2024

Konzern-Anlagespiegel

Anschaffungs-/ Herstellungskosten historisch
Stand Zugänge Abgänge W Währungsdiff.
01.07.2023 V Veränd.Kons.kreis
Z Zuschreibung
N Nachaktivierung BP
K Korrekturen
EURO EURO EURO EURO
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 62.013.721,20 867.282,30 791.973,11 W 261.119,33
K -1.687.559,89
Geschäfts-/ Firmenwert aus Erstkonsolidierung 287.712.778,28 0,00 0,00 W 0,00
K 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 349.726.499,48 867.282,30 791.973,11 -1.426.440,56
SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 173.564.040,16 3.582.951,62 553.745,88 W -898.162,59
Technische Anlagen und Maschinen 327.657.571,14 48.826.194,11 37.241.604,60 W -3.913.558,95
K -710.437,11
V -1.933.345,64
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 184.440.696,03 22.578.449,85 12.548.900,94 W -1.227.504,48
V -103.509,88
K -1.985.808,89
N 5.248,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.839.390,64 20.482.434,98 0,00 W -128.661,73
Summe SACHANLAGEN: 698.501.697,97 95.470.030,56 50.344.251,42 -10.895.741,27
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände + Sachanlagen 1.048.228.197,45 96.337.312,86 51.136.224,53 -12.322.181,83
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen
- nicht konsolidiert - 635.136,97 0,00 0,00 V 761.399,90
Beteiligungen 10.540,34 0,00 0,00 V 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 281.323.176,94 3.579.659,30 2,10 W 0,00
Sonstige Ausleihungen 130.576.732,97 53.533.154,47 3.414,92 W -998,70
Summe FINANZANLAGEN: 412.545.587,22 57.112.813,77 3.417,02 760.401,20
GESAMT ANLAGEVERMÖGEN 1.460.773.784,67 153.450.126,63 51.139.641,55 -11.561.780,63
Anschaffungs-/ Herstellungskosten historisch
Umbuchungen
EURO
Stand 30.06.2024
EURO
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 372.844,56 61.035.434,39
Geschäfts-/ Firmenwert aus Erstkonsolidierung 0,00 287.712.778,28
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 372.844,56 348.748.212,67
SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 16.944,70 175.712.028,01
Technische Anlagen und Maschinen 547.379,48 333.232.198,43
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.780.859,39 193.939.529,08
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -3.718.028,13 29.475.135,76
Summe SACHANLAGEN: -372.844,56 732.358.891,28
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände + Sachanlagen 0,00 1.081.107.103,95
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen
- nicht konsolidiert - 0,00 1.396.536,87
Beteiligungen 0,00 10.540,34
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 284.902.834,14
Sonstige Ausleihungen 0,00 184.105.473,82
Summe FINANZANLAGEN: 0,00 470.415.385,17
GESAMT ANLAGEVERMÖGEN 0,00 1.551.522.489,12
Entwicklung der kumulierten Abschreibung
Stand W Währungsdiff.
01.07.2023 Zugänge Abgänge V Veränd.Kons.kreis
N Nachaktivierung BP
Z Zuschreibung
K Korrekturen
EURO EURO EURO EURO
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 39.346.266,60 8.546.232,91 303.256,49 W 54.588,22
K -1.644.721,04
Geschäfts-/ Firmenwert aus Erstkonsolidierung 212.746.423,68 21.562.888,15 0,00 W 0,00
K -2,86
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 252.092.690,28 30.109.121,06 303.256,49 -1.590.135,68
SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 71.816.259,64 4.836.485,96 536.310,12 W -261.829,41
Technische Anlagen und Maschinen 232.594.073,83 36.410.234,60 24.499.445,90 W -2.746.463,50
K -412.124,08
V -1.078.182,81
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 142.341.985,67 19.694.992,05 12.154.864,65 W -904.338,64
V -81.917,29
K -1.712.190,33
N 0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 W 0,00
Summe SACHANLAGEN: 446.752.319,14 60.941.712,61 37.190.620,67 -7.197.046,06
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände + Sachanlagen 698.845.009,42 91.050.833,67 37.493.877,16 -8.787.181,74
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen
- nicht konsolidiert - 0,00 761.397,90 0,00 W 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 W 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 31.865.436,46 0,00 0,00 Z -7.624.551,93
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 W 0,00
Summe FINANZANLAGEN: 31.865.436,46 761.397,90 0,00 -7.624.551,93
GESAMT ANLAGEVERMÖGEN 730.710.445,88 91.812.231,57 37.493.877,16 -16.411.733,67
Entwicklung der kumulierten Abschreibung
Umbuchungen
EURO
Stand 30.06.2024
EURO
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 324.520,43 46.323.630,63
Geschäfts-/ Firmenwert aus Erstkonsolidierung 0,00 234.309.308,97
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 324.520,43 280.632.939,60
SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 75.854.606,07
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 240.268.092,14
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -324.520,43 146.859.146,38
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe SACHANLAGEN: -324.520,43 462.981.844,59
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände + Sachanlagen 0,00 743.614.784,19
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen
- nicht konsolidiert - 0,00 761.397,90
Beteiligungen 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 24.240.884,53
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe FINANZANLAGEN: 0,00 25.002.282,43
GESAMT ANLAGEVERMÖGEN 0,00 768.617.066,62
Restbuchwerte
Stand 30.06.2024
EURO
Stand Stichtag Vorjahr
EURO
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 14.711.803,76 22.667.454,60
Geschäfts-/ Firmenwert aus Erstkonsolidierung 53.403.469,31 74.966.354,60
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 68.115.273,07 97.633.809,20
SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 99.857.421,94 101.747.780,52
Technische Anlagen und Maschinen 92.964.106,29 95.063.497,31
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.080.382,70 42.098.710,36
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.475.135,76 12.839.390,64
Summe SACHANLAGEN: 269.377.046,69 251.749.378,83
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände + Sachanlagen 337.492.319,76 349.383.188,03
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen
- nicht konsolidiert - 635.138,97 635.136,97
Beteiligungen 10.540,34 10.540,34
Wertpapiere des Anlagevermögens 260.661.949,61 249.457.740,48
Sonstige Ausleihungen 184.105.473,82 130.576.732,97
Summe FINANZANLAGEN: 445.413.102,74 380.680.150,76
GESAMT ANLAGEVERMÖGEN 782.905.422,50 730.063.338,79

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Kapitalanteile
TEUR
ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital
TEUR
Summe
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Stand 30.06.2022 26.501 0 26.501 16.060
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttungen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0 0 0
Stand 30.06.2023 26.501 0 26.501 16.060
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttungen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0 0 0
Stand 30.06.2024 26.501 0 26.501 16.060
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen Summe
satzungsmäßige Rücklagen
TEUR
andere Gewinnrücklage
TEUR
Summe
TEUR
TEUR
Stand 30.06.2022 0 940.464 940.464 956.524
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 37.325 37.325 37.325
Ausschüttungen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
sonstige Veränderungen 0 -1 -1 -1
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0 0 0
Stand 30.06.2023 0 977.788 977.788 993.848
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 103.053 103.053 103.053
Ausschüttungen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
sonstige Veränderungen 0 -227 -227 -227
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0 0 0
Stand 30.06.2024 0 1.080.614 1.080.614 1.096.674
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag/
TEUR
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
TEUR
Summe
TEUR
Stand 30.06.2022 5.938 0 0 988.963
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 0 -37.325 0
Ausschüttungen 0 0 0 0
Währungsumrechnung -12.606 0 0 -12.606
sonstige Veränderungen 0 0 0 -1
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0 37.325 37.325
Stand 30.06.2023 -6.668 0 0 1.013.681
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 0 -103.053 0
Ausschüttungen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 5.769 0 0 5.769
sonstige Veränderungen 0 0 0 -227
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0 103.053 103.053
Stand 30.06.2024 -899 0 0 1.122.276
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapital- Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne und Summe
Währungsum- differenz aus Verluste
rechnung und Währungs-
Jahresergebnis umrechnung
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 30.06.2022 1.246 -109 1.519 2.656
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen -2 0 2 0
Ausschüttungen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 55 0 55
sonstige Veränderungen 0 0 -60 -60
Änderung des Konsolidierungskreises 5 0 0 5
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0 -144 -144
Stand 30.06.2023 1.249 -54 1.317 2.512
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen -79 0 0 -79
Ausschüttungen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 -160 0 -160
sonstige Veränderungen 0 0 -1.864 -1.864
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0 2.021 2.021
Stand 30.06.2024 1.170 -214 1.474 2.430
Konzern-
Eigenkapital
Summe
TEUR
Stand 30.06.2022 991.619
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln 0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttungen 0
Währungsumrechnung -12.551
sonstige Veränderungen -61
Änderung des Konsolidierungskreises 5
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 37.181
Stand 30.06.2023 1.016.193
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen -79
Ausschüttungen 0
Währungsumrechnung 5.609
sonstige Veränderungen -2.091
Änderung des Konsolidierungskreises 0
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 105.074
Stand 30.06.2024 1.124.706

Konzernkapitalflussrechnung

Die Gliederung orientiert sich am Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 21 bei Anwendung der indirekten Methode: 2023/24
TEUR
Vorjahr
TEUR
Jahresergebnis (vor Anteile Dritter) 105.073 37.181
- / + auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Jahresergebnis -2.021 144
+ / - zahlungsunwirksame Veränderung des Eigenkapitals aus Währung 920 -12.607
+ / - zahlungsunwirksame Veränderung der nicht beherrschenden Anteile 104 -144
+ Abschreibungen/ - Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens und Wertpapiere des Umlaufvermögens 83.426 112.234
+ Zunahme/ - Abnahme der langfristigen Rückstellungen 2.543 11.591
- sonstige zahlungsunwirksame Erträge inkl. Währungsdifferenzen 8.611 5.552
- Zunahme/ + Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -146.081 332.934
+ Zunahme/ - Abnahme der übrigen Rückstellungen 10.317 -6.979
+ Zunahme/ - Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 89.257 -137.073
- Gewinn / + Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens 10.486 -122
- Finanzerträge / + Finanzaufwendungen -30.511 -16.941
+ Ertragsteueraufwand / - Ertragsteuerertrag -19.258 42.984
- Ertragsteuerzahlungen / + Ertragsteuererstattungen -56.836 -24.167
Rundung 1 1
Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 56.031 344.588
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) -96.337 -106.035
+ Einzahlungen aus Anlagenabgängen (ohne Finanzanlagen) 15.662 -4.455
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 652 -51.283
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -57.525 -135.051
+ Einzahlungen aus Anlagenabgängen des Finanzanlagevermögens 11 -274
- + Auszahlungen für Investitionen in Wertpapiere des Umlaufvermögens / Einzahlungen aus Wertpapieren des Umlaufvermögens -736 -2.594
+ erhaltene Zinsen und sonstige Erträge aus Wertpapieren 43.553 26.618
Rundung 0 2
Cash-flow aus der Investitionstätigkeit -94.720 -273.072
+ Erhöhung / - Verminderung der Bankverbindlichkeiten (Laufzeit > 3 Monate) 0 -1.118
- gezahlte Zinsen -9.919 -5.897
Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit -9.919 -7.015
Cash-flow aus der
--- laufenden Geschäftstätigkeit 56.031 344.588
--- Investitionstätigkeit -94.720 -273.072
--- Finanzierungstätigkeit -9.919 -7.015
Netto-Zunahme/Abnahme Finanzmittelfonds -48.608 64.501
+ Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 262.339 189.910
+ /- Veränderung Finanzmittelfonds aufgrund Konsolidierungskreisänderung -5.977 7.928
Rundung -1 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 207.753 262.339

Bestätigungsvermerk

An die RUSA - Rohde & Schwarz Anlagen GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der RUSA - Rohde & Schwarz Anlagen GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der RUSA - Rohde & Schwarz Anlagen GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. Juni 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Grünwald b. München, den 4. Dezember 2024

LKC Grünwald GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Robert Beck, Wirtschaftsprüfer

Malte Thalemann, Wirtschaftsprüfer

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Connect your assistant

  1. Open Connectors in Claude and add a custom connector.
  2. Enter this server URL and add the connector:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Connect with your handelsregister.ai account, then enable the connector in your chat via “+” → “Connectors”.
  1. In ChatGPT on the web, open Settings → Apps and create a custom app. Developer mode must be enabled for your account.
  2. Use “handelsregister” as the name, OAuth for authentication and this server URL:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Sign in with your handelsregister.ai account, create the app and select it from the tools menu in your chat.

Run once in your terminal:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.

Add this MCP server as a tool in your application:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Show me the directors, shareholders and latest available financial figures for RUSA - Rohde & Schwarz Anlagen GmbH. Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: a799f7c2aa5f9ff2cc28bb4915bcdf2e",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.

Add this configuration to your MCP client:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.

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