Stadtwerke Brühl GmbHBrühlJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 20231 Allgemeine Rahmenbedingungen Die Stadtwerke Brühl GmbH ist ein Dienstleistungs- und Versorgungsunternehmen in der Region Rhein-Erft mit mehr als 130 Mitarbeitern. Das Unternehmen versorgt rund 50.000 Einwohner in Brühl und Umgebung mit Strom, Erdgas, Fernwärme, Nahwärme und Trinkwasser. Außerdem betreiben die Stadtwerke das örtliche KarlsBad und bewirtschaften Parkplätze sowie ein Parkhaus. Alleinige Gesellschafterin der Stadtwerke Brühl GmbH ist die Stadt Brühl. Die Stadtwerke Brühl GmbH hält als Konzernobergesellschaft Mehrheitsbeteiligungen an der Gebausie Gesellschaft für Bauen und Wohnen GmbH der Stadt Brühl (79 %) und an der Stadtwerke Brühl Verkehrs GmbH (100 %). Zu beiden Gesellschaften bestehen ein Ergebnisabführungsvertrag und eine ertragsteuerliche Organschaft. 1.1 Wirtschaftliche Lage Im Jahr 2023 wurde die Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik Deutschland sowie die Verbraucherstimmung von der zu Beginn des Jahres ausklingenden Corona-Pandemie, der nachhaltig hohen Inflation, den anziehenden Zinsen und den kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und in Nahost geprägt. In diesem krisengeprägten Umfeld sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,3 % gegenüber 2022. Im Jahr 2023 nahm der private Konsum um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab. Wesentliche Treiber waren die nachhaltig hohe Inflation, die steigenden Zinsen und die Unsicherheiten aus der Entwicklung der Energiemärkte. Die Arbeitslosenquote lag durchschnittlich bei etwa 5,7 % und damit 0,4 % höher als der Jahresdurchschnitt des Vorjahres. Die Inflationsrate in Deutschland betrug im Jahr 2023 durchschnittlich 5,9 % im Vergleich zu 2022; dies stellt einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr dar, in dem die Inflationsrate noch bei 6,9 % lag. 1.2 Energiewirtschaft und Wettbewerb Im Jahr 2023 ist der Energieverbrauch in Deutschland auf ein noch nie dagewesenes Niveau gesunken, wobei ein Rückgang von 7,9 Prozent auf 10.791 Petajoule (PJ) oder 368,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) prognostiziert wird. Somit fällt der Primärenergieverbrauch um mehr als ein Viertel niedriger aus als der Spitzenwert im Jahr 1990. Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung war die schrumpfende Wirtschaftsleistung Deutschlands. Insbesondere die Branchen mit hohem Energiebedarf erlebten Produktionsrückgänge, die sich deutlich auf den Verbrauch auswirkten. Die Strom- und Gasmärkte haben sich im Jahr 2023 wieder deutlich beruhigt und die damit verbundenen Risiken und die Preisvolatilität sind gesunken. Wichtige Entwicklungen in der Energiebranche stellten die Strom- und Gaspreisbremse zur Entlastung der Verbraucher, die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und dem damit verbundenen faktischen Ausstieg aus der Gasenergie, der Einführung des Gesetzes für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze, dem Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende und der nationalen Wasserstoffstrategie dar. Die Energiebranche in Deutschland wird durch die ambitionierten Ziele, insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung der politischen und gesetzlichen Vorgaben zur Energiewende, vor große Herausforderungen gestellt. Gleichzeitig eröffnen sich durch die Förderung erneuerbarer Energien, die Digitalisierung der Energiewende und die Anpassung an neue regulatorische Rahmenbedingungen vielfältige Chancen für die Branche. Für Energieversorger ist es entscheidend, diese Entwicklungen aktiv zu begleiten und durch Innovation und Anpassungsfähigkeit ihre Position im Markt zu stärken und auszubauen. 2 Die Sparten der Stadtwerke Brühl Die Umsätze im wichtigsten Stadtwerke-Geschäftsbereich "Energie- und Wasserversorgung" stellten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt dar:
Im Folgenden werden alle Sparten erläutert und die Entwicklung der Sparten dargestellt. 2.1 Stromversorgung Nach den turbulenten Entwicklungen im Jahr 2022, die maßgeblich geprägt waren von den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs und der Verknappung des russischen Erdgasangebotes, war das Jahr 2023 durch eine Gewöhnung an die Situation an den europäischen Energiemärkten gekennzeichnet. Die Märkte passten sich an eine Versorgungslage weitestgehend ohne pipelinegebundene russische Erdgaslieferungen an. Entsprechend war gerade zum Jahresende 2023 eine rückläufige Preisentwicklung an den Gas- und den Strommärkten zu beobachten. Allerdings war das Preisniveau weiterhin höher als vor dem russischen Angriff auf die Ukraine. Zu Beginn des Jahres lagen die Beschaffungspreise für das Frontjahr 2024 im Baseload bei ca. 170 €/MWh und haben sich im Verlauf des Q1 2023 auf ein Niveau von rund 140 bis 150 €/MWh eingependelt. Ab dem Q4 2023 kam eine bärische Tendenz auf und die Preise für das Baseload 2024 gingen auf rund 100 €/MWh zurück, wobei auch die Phase der sinkenden Preise von einer starken untertägigen Volatilität gekennzeichnet war. Über das Gesamtjahr 20223 betrachtet lag der Durchschnittspreis für das Baseload 2024 bei 137,51 €/MWh und damit ungefähr auf dem hälftigen Niveau von 2022 (298,86 €/MWh). Die Beschaffungspreise für Peakload haben im Jahresverlauf eine ähnliche Entwicklung genommen und waren im Schnitt rund 15 bis 20 €/MWh teurer als das Baseload-Produkt 2024. Im Strombereich lagen die Abgabemengen (inkl. Eigenverbrauch) im Jahr 2023 bei 83,9 GWh und damit rund 4,9 % unter dem Niveau des Vorjahres (88,2 GWh). Die Stadtwerke Brühl investierten auf dem Techniksektor erneut in die Versorgungssicherheit des Brühler Stromnetzes. So wurde die Spannungsqualitätsmessung in den Ortsnetzstationen weiter ausgebaut. Es wurden zwei Ortsnetzstationen instandgesetzt. Dort wurden die Trafos, das Niederspannungsgerüst und die Mittelspannungsanlagen auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Des Weiteren wurden am Kreisverkehr Alte Bonnstr./ Otto-Wels-Str. die MSP/ NSP Leitungen neu verlegt. Zudem wurden im Stadtgebiet Kabelverteilerschränke ausgewechselt. In den Erschließungsgebieten Alte Bonnstr. und Bonnstr. wurden Hausanschlüsse erstellt. Außerdem wurden rund 1.207 Straßenbeleuchtungspunkte auf LED umgerüstet und ca. 35 Masten erneuert. Die Anzahl der Stromzähler zum Jahresende beträgt insgesamt 32.108 Zähler. 2.2 Gasversorgung Die pipelinegebundenen Erdgaslieferungen aus Russland nach Nordwesten beschränkten sich auf geringe Liefermengen über die Ukraine-Route, wie sie ab September des vergangenen Jahres zu beobachten waren. Ein Faktor bei der Entspannung der Marktlage war eine deutlich niedrigere Erdgasnachfrage im Privatkundenbereich und auch in der Industrie sowie ein recht warmer Winter, was insgesamt zu Verbrauchsrückgängen führte. Durch den Ausbau der LNG-Infrastruktur kamen höhere Flüssigerdgaslieferungen ins Netz nach Europa und auch die Erdgaslieferungen aus Norwegen lagen auf einem höheren Niveau als in den vergangenen Jahren. Damit waren die Erdgasspeicher rechtzeitig zur Heizperiode zu 100 % gefüllt, was die Preise im Q4 2023 etwas fallen ließ. Die Großhandelspreise waren insgesamt bei einer hohen Volatilität gesunken, lagen aber weiterhin deutlich über dem Vorkriegsniveau, da das deutlich günstigere Gas aus Russland preislich nicht kompensiert werden konnte. Lagen die Terminmarktpreise für das Frontjahr 2024 zum Jahresbeginn bei rund 70 €/MWh, so betrugen diese zwischen dem Q2 und Q3 2023 zwischen 50 und 60 €/MW, bis die Preise zum Jahresende auf rund 40 €/MWh nachgaben. Die Abgabemenge an Erdgas (inkl. Eigenverbrauch) ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Sie lag mit 258,3 GWh um 4,9 GWh über dem Vorjahreswert. Nach den Zahlen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war das Jahr 2023 mit einer Mitteltemperatur von 10,6 Grad das wärmste Jahr überhaupt seit dem Messbeginn 1881. Die Gradtagzahlen lagen zwar in fast allen Monaten über den entsprechenden Vorjahresmonaten, allerdings war das Jahr 2023 durch einen rekordmilden Jahresbeginn, den wärmsten September aller Zeiten sowie einen milden Dezember gekennzeichnet. Im Vorjahresvergleich ist der Umfang des Erdgasnetzes (Länge des Netzes) konstant geblieben. Insgesamt wurden ca. 517m Leitungsnetz erneuert bzw. neu verlegt. Im Bereich der Gashausanschlüsse wurden 29 neu verlegt bzw. erneuert. Die Anzahl der eingebauten Gaszähler verringerte sich in 2022 um 55 Stück auf nunmehr 12.440 Zähler. 2.3 Wasserversorgung Das gesamte Trinkwasser-Rohrnetz hatte Ende 2023 eine Länge von 185,4 km mit 11.172 Wasserzählern (+35). Es wurden 90 Hausanschlüsse erneuert bzw. neu installiert. Der Wasserabsatz verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 28 Tm 3 auf 2.726 Tm 3 (-1,02 %). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen witterungsbedingt. 2.4 Wärmeversorgung Die Sparte Wärmeversorgung teilt sich in die Bereiche Nahwärme und Fernwärme auf. Unter "Nahwärmeversorgung" definieren die Stadtwerke Heizungsanlagen, welche die Stadtwerke als Heizungseigentümer im Rahmen des so genannten Contracting beim Kunden betreiben und dem Kunden dann die in der Heizungsanlage produzierte Wärme verkaufen. Die im Jahr 2023 abgegebene Menge belief sich auf 6,7 GWh. Zum Ende des Geschäftsjahres waren 35 Anlagen im Bereich Nahwärmeversorgung in Betrieb, welche durch die Stadtwerke betrieben und unterhalten wurden. Dies entspricht einem Zuwachs von 3 Anlagen. Als Fernwärme wird eine öffentliche Wärmeversorgung mit Versorgungsleitungen in öffentlichen Straßen bezeichnet. Die abgegebene Menge an Fernwärme im Gebiet des Wohnwertparks ("Alte Zuckerfabrik") lag in 2023 bei rund 3,3 GWh (Vorjahr: 3,6 GWh). Die abgegebene Fernwärmemenge lag für das Gebiet Brühler Süden bei knapp 3,7 GWh (Vorjahr: 3,3 GWh GWh) und dokumentiert den zunehmenden Baufortschritt und den zunehmenden Anschluss der Häuser an das Fernwärmenetz. Zum Ende des Geschäftsjahres waren insgesamt 428 Wärmemengenzähler in der Fernwärme installiert. In der gesamten Wärmeversorgung (Fernwärme und Nahwärme) lag der Wärmeabsatz somit bei 13,7 GWh. 2.5 Parkraumbewirtschaftung Im Bereich Verkehr sind die Stadtwerke für die Bewirtschaftung der Parkplätze verantwortlich. Die Stadtwerke Brühl unterhalten neben den Parkplätzen auch das dazugehörige Parkleitsystem.
2.6 Bäderbetrieb Mit dem Freizeitbad KarlsBad betreiben die Stadtwerke eine wichtige Infrastruktur- und Freizeiteinrichtung für Brühl. Das KarlsBad ist durch ein Blockheizkraftwerk mit den Energiesparten technisch-wirtschaftlich im steuerlichen Querverbund verflochten. In Summe sind die Besucherzahlen im Vorjahresvergleich um 11,91 % gestiegen.
3 Angaben nach § 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG Die Stadtwerke Brühl GmbH unterliegt als Energieversorgungsunternehmen den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). § 6b EnWG enthält besondere Vorschriften zur Buchführung und Rechnungslegung von Energieversorgungsunternehmen. Gemäß § 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG werden folgende Tätigkeiten gemäß § 6b Abs. 3 EnWG ausgeführt: Das Geschäftsfeld Stromversorgung umfasst auch den Betrieb des Stromnetzes. Das Stromnetz ist Eigentum der Stadtwerke Brühl GmbH. Der Stromnetzbetrieb wurde rechtlich von den übrigen Aktivitäten im Geschäftsfeld Strom getrennt. Seit dem Wirtschaftsjahr 2018 wurde der grundzuständiger Messstellenbetreib Strom (gMSB) aus dem Stromnetzbetrieb ausgegliedert. Grundlage hierfür bildet das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG). Weiterhin findet sich im Geschäftsbereich Strom die Sparte Strom-Vertrieb und die "Sonstigen Tätigkeiten Strom", welche insbesondere den Betrieb und Verpachtung von Energieerzeugungsanlagen (insbesondere Photovoltaik) betrifft. Der Betrieb der E-Ladesäulen wird ab dem Jahr 2021 in dem separaten Tätigkeitsabschluss "Strom CPO" dargestellt. In der Tätigkeit "Gasnetz" ist (analog zum Stromnetz) die Tätigkeit des Gasnetzbetriebes dargestellt. Auch das Gasnetz in Brühl befindet sich im Eigentum der Stadtwerke Brühl GmbH. Ebenfalls sind die Vertriebstätigkeiten Teil der Erdgasversorgung. Ergänzt wird dies durch die Sparte Gas-Sonstiges, in der vor allem der Betrieb der Erdgastankstelle abgebildet wird. Die sonstigen Tätigkeiten außerhalb der Strom- und Gasversorgung umfassen Tätigkeiten der Wasserversorgung, Wärmeversorgung (Nah- und Fernwärme), Parkraumbewirtschaftung und Bäderbetrieb. Ergänzt wird dies durch den Bereich Nebengeschäfte. Hier werden insbesondere Verpachtungen von Liegenschaften, der Verkauf von Photovoltaikanlagen, Betrieb des Straßenbeleuchtungsnetzes sowie Beteiligungen abgebildet. 4 Beteiligungen Die Stadtwerke Brühl sehen in der Kooperation mit Partnern (insbesondere mit anderen Stadtwerken) die Grundlage, um die immer weiter zunehmende Komplexität effizient in den einzelnen Sparten bewältigen zu können und gleichzeitig neue Geschäftsfelder zu erschließen. Die Beteiligung an der Energiebeschaffungsgesellschaft Quantum war der erste Schritt in eine engere Kooperation mit anderen Energieversorgern. Weitere Kooperationen sind in der Vergangenheit beispielsweise mit der Confer IT GmbH gefolgt. Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Beteiligungen nicht verändert. Zum 31.12.2023 stellen sich die Beteiligungen im Konzern wie folgt dar:
Die Stadtwerke Brühl GmbH sind außerdem, wie in der Vergangenheit, im Besitz von 6.170 Stammaktien der RWE AG, Essen und 20 Aktien der WV Energie AG, Bad Vilbel. 5 Vermögenslage
Das Investitionsvolumen belief sich im Berichtsjahr auf 7.832 T€ (Vorjahr: 8.567 T€). Hierauf erhielten die Stadtwerke Brühl Zuschüsse in Höhe von 1.120 T€. Bei den Sachanlagen entfielen im Wesentlichen auf den Bereich der Stromversorgung 1.587 T€, auf die Gasversorgung 658 T€, auf die Wasserversorgung 2.091 T€, auf die Wärmeversorgung 939 T€, auf die Bäder 318 T€, die Parkraumbewirtschaftung 5 T€, den Nebengeschäften 896 T€ und auf Gemeinsame Anlagen 1.259 T€. Zusätzlich wurden 59 T€ in immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Wesentliche Investitionen im Berichtsjahr wurden im Leitungsnetz, Verteilungsanlagen, Messeinrichtungen und im Bau von Photovoltaikanlagen getätigt. Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 2.332 T€ auf 84.900 T€ (Vorjahr: 82.568 T€) gestiegen. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme (Anlagenintensität I) beträgt 79,9 %. Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 4.091 T€ gestiegen und beträgt 106.266 T€. Dies resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem Anstieg des Sachanlagevermögens und einem deutlichen Anstieg der Bankguthaben und der Kassenbestände auf nunmehr 7.840 T€ (+3.130 T€).
Die Eigenkapitalquote der Stadtwerke Brühl lag mit 41,9 % über dem Vorjahresniveau (41,1 %). Dazu beigetragen hat insbesondere die zurückhaltende Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin, wodurch die Gewinnrücklage auf über 29 Mio. € ansteigen konnte, was einen Anteil von 66,4 % am bilanziellen Eigenkapital ausmacht. Im Wesentlichen bedingt durch die Rückstellungszuführungen für Steuern, Deputate und Risiken aus der Energiebeschaffung sind die Rückstellungen um 6.580 T€ auf 16.335 T€ (Vorjahr: 9.755 T€) gestiegen. Die Verbindlichkeiten sind um 5.073 T€ auf 45.380 T€ (Vorjahr: 50.453 T€) gesunken. 6 Finanzlage Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab sich ein Cashflow von 14,3 Mio. €. Demgegenüber gab es einen Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von 6,3 Mio. € sowie einen Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 4,9 Mio. €, wodurch der Finanzmittelbestand auf 7,8 Mio. € gestiegen ist. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum und danach stets gegeben. Außerdem sicherten Kassenkredite aus dem Cash-Pool mit der Stadt Brühl, der Gebausie und dem Stadtservicebetrieb sowie kurzfristige Kontokorrentlinien unterjährig den reibungslosen Zahlungsverkehr ab. Diese Finanzierungsquellen stehen der Gesellschaft auch für die zukünftige Finanzmitteldisposition offen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 3,8 Mio. € auf 18,3 Mio. € gesunken und machen rd. 17,2 % (Vorjahr: 21,7 %) der Bilanzsumme aus. Die Verbindlichkeiten insgesamt sind um 5,1 Mio.€ auf 45.380 Mio.€ (Vorjahr: 50.453 Mio.€) gesunken. Damit beträgt der Anteil an der Bilanzsumme 42,7 % (Vorjahr: 49,4 %). 7 Ertragslage Die aus der GuV abgeleitete Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen der beiden Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihrer Veränderungen:
Die Betriebsleistung der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 29.461 T€ (53,92 %) auf 84.098 T€ erhöht. Die Umsatzerlöse sind um 28.770 T€ (54,83 %) auf 81.240 T€ gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Energiepreise zurückzuführen. Im Strom-Vertrieb sind die Absatzmengen um 5,06 % gesunken, wohingegen im Gas-Vertrieb die Mengen um 5.297 MWh (2,41 %) gestiegen sind. Die Umsatzerlöse in der Wärmesparte sind aufgrund der gestiegenen Preise um 675 T€ (43,62 %) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 679 T€ (43,68 %) auf 2.233 T€ gestiegen, was im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen ist. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 16.323 T€ (53,5 %) auf 46.834 T€ gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Beschaffungspreise zurückzuführen. Das Rohergebnis ist insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 13.137 T€ (54,45 %) gestiegen. Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr um 1.695 T€ (19,65 %) auf 10.321 T€ gestiegen. Auch sind die anderen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 6.237 T€ (52,10 %) gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Zuführung der Rückstellungen für Energierisiken zurückzuführen. Darüber hinaus sind die Zinsen und ähnliche Aufwendungen um 24 T€ auf 607 T€ gestiegen. Das Finanzergebnis fällt weiterhin negativ aus, da Aufwendungen durch die Verlustübernahme der Stadtwerke Brühl Verkehrs GmbH im Vergleich zum Vorjahr um 1.200 T€ gestiegen sind. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag um 2.270 T€ gestiegen. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 liegt mit 2.589 T€ deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Das höhere Ergebnis ist insbesondere auf die preisbedingt deutlich verbesserte Rohmarge sowie sonstigen betrieblichen Erträge zurückzuführen. Gegenläufige Effekte ergaben sich aus dem Anstieg der Personalaufwendungen, der Abschreibung, der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie der Aufwendungen aus Verlustübernahme der Stadtwerke Brühl Verkehrs GmbH. 8 Chancen- und Risikobericht Stand heute erkennt die Geschäftsführung folgende Chancen und Risiken, welche die Entwicklung des Unternehmens beeinflussen können: 8.1 Chancen Die Geschäftsführung sieht einen wichtigen Baustein für das Heben von Effizienzen grundsätzlich in der umfassenden Digitalisierung und Neustrukturierung von Organisationseinheiten mit dem Ziel, die Prozesseffizienz zu erhöhen. Weiterhin soll die Wertschöpfungstiefe mit dem Ausbau des Geschäftsfeldes "Energiedienstleistungen" durch eigene Arbeitsleistungen in Planung, Bau und Betrieb erhöht werden. Weitere wichtige Chancen liegen im Bereich der vorausschauenden Wärmeplanung und dem Vorantreiben des eigenen Ausbaus regenerativer Energieerzeugungsanlagen. Zudem bleibt es unerlässlich, nach weiteren neuen, nachhaltigen Geschäftsfeldern Ausschau zu halten, die sich im Rahmen des Energiewendeprozesses ergeben werden. 8.2 Risikomanagement Im Rahmen des Risikomanagementprozesses identifiziert die Gesellschaft halbjährlich alle relevanten Risikopotentiale und bewertet sie nach ihrer möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Dokumentation der Risiken erfolgt in digitaler Form. So kann die Gesellschaft ihre Risikolage zum Stichtag überarbeiten, fortschreiben und systematisch und unternehmenseinheitlich analysieren. Die wesentlichen Änderungen werden dem Aufsichtsrat regelmäßig dargelegt. Zu Beginn des Jahres 2024 wurde das gesamte Risikoportfolio auf den Stichtag 31.12.2023 vollständig überarbeitet und aktualisiert. Das im Jahre 2022 eingerichtete Risikokomitee bewertet regelmäßig die Risiken im Rahmen der Energiebeschaffung. Dadurch kann die Gesellschaft zeitnah und effektiv auf die Situation reagieren, sollte es erneut zu einer Verknappung des internationalen Energieangebots mit deutlich steigenden und volatilen Energiepreisen im Markt kommen. Bestehende internationale Konflikte (z.B. Ukraine und Nahost) können jederzeit Auswirkungen auf die Energiemärkte entfalten, deren kurz- bis langfristigen Auswirkungen nicht abschätzbar sind. Auf dieses sich verändernde politische und wirtschaftliche Umfeld kann das Unternehmen nur bedingt reagieren. Wichtig ist hier insbesondere eine professionelle und vorausschauende Energiebeschaffung, basierend auf einer verlässlichen Energieprognose, insbesondere mit dem Ziel der Reduzierung der Ausgleichsenergiekosten. Daneben existieren vor dem Hintergrund der Anreizregulierung auch regulatorische Risiken im Strom- und Gasnetz, insbesondere aus einer Absenkung der Erlösobergrenzen sowie möglicher Änderungen in Rechtsprechung und regulatorischer Vorgaben. Durch die zurückhaltende Ausschüttungspolitik des Gesellschafters konnte die Eigenkapitalstruktur durch den Aufbau einer Gewinnrücklage trotz intensiven Investitionen nachhaltig gesichert werden. Wichtig bleibt die Sicherung einer langfristig stabilen Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung in Abstimmung mit der Gesellschafterin. Die Überprüfung der gegenwärtigen Risikolage hat ergeben, dass keine Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. 9 Prognosebericht Die Geschäftsführung geht nach einer dem aktuellen Stand entsprechenden Einschätzung davon aus, dass sich aktuell keine negativen Auswirkungen auf die Prognose der Kerngeschäfte Strom, Gas, Wasser- und Wärmeversorgung ergeben. Ein Ausbau des Nahverkehrsangebots durch die SWBV führt jedoch zu spürbaren Ergebnisrückgängen. Insgesamt plant die Gesellschaft aktuell für das Geschäftsjahr 2024 mit einem positiven Jahresüberschuss von 230 T€. In den Wirtschaftsjahren 2025 bis 2027 wird ein Planergebnis zwischen 156 T€ und 905 T€ erwartet. Negativ beeinflusst werden die Planungen von den negativen Ergebnissen des Bäderbetriebes und der Stadtwerke Brühl Verkehrs GmbH. Die höheren Defizite in der Verkehrsgesellschaft werden erwartet, da gemäß Nahverkehrskonzept das Angebot deutlich ausgeweitet werden soll und zum anderen geplant ist, den Stadtbusverkehr lokal klimaneutral mit Hilfe von Wasserstoff-Brennstoffzellenbussen umzurüsten. Berichterstattung nach § 108 GO NRW Die Stadtwerke Brühl GmbH ist auch im Jahr 2023 ihrem Versorgungsauftrag nachgekommen. Der öffentliche Zweck wurde damit erreicht.
Brühl, 21.05.2024 Stadtwerke Brühl GmbH Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023Stadtwerke Brühl GmbHSitz der Gesellschaft: BrühlAmtsgericht Köln HRB-Nr. 43546Allgemeines Der Jahresabschluss 2023 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Vorschriften des HGB, des GmbHG und des EnWG (Energiewirtschaftsgesetz) aufgestellt. Soweit Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, wurden überwiegend die Angaben in den Anhang aufgenommen. Besonderheiten der Versorgungswirtschaft wurden berücksichtigt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Lohn- und Materialgemeinkostenzuschlägen. Bewegliche Vermögensgegenstände werden - soweit ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist - entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Soweit Wertminderungen von Dauer sind, werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag vorgenommen.
Zugänge werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zum Einzelanschaffungspreis bis zu 800,00 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bauzuschüsse, die ab 2003 vereinnahmt wurden, mindern die Anschaffungs- und Herstellungskosten des bezuschussten Vermögensgegenstandes. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Bei nicht vorübergehender Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Niedrig verzinsliche und unverzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert aktiviert. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Uneinbringliche Forderungen werden voll abgeschrieben. Die Pensionsrückstellungen sind versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC) unter Anwendung der Richttafeln 2018G ermittelt. Die Bewertung wird im Rahmen des § 253 Abs. 1 und 2 HGB unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,74% sowie eines Kostentrends von 2 % ermittelt. Eine Fluktuation ist nicht berücksichtigt. Die Jubiläumsrückstellungen wurden für handelsrechtliche Zwecke pauschal mit einem Rechenzinsfuß von 1,74 % und unter Berücksichtigung einer Fluktuation von 5 % ermittelt. Der Rechnungszins ist den von der Deutschen Bundesbank für den 31. Dezember 2023 bekannt gegebenen Abzinsungssätzen entnommen. Mit der Bildung von Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten gemäß § 249 Abs.1 HGB abgedeckt. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für den Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Angaben zu Positionen der Bilanz Anlagevermögen (1) Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in einer Übersicht gesondert dargestellt (vgl. Anlage zum Anhang). Anteilsbesitz (2)
* Ergebnis vor Verlustübernahme
(Gemäß Ergebnisabführungsvertrag
verpflichtet sich die Stadtwerke Brühl Verkehrs GmbH
zur Abführung des Jahresgewinns an die Stadtwerke
Brühl GmbH. Im Gegenzug verpflichtet sich die
Stadtwerke Brühl GmbH entstehende
Jahresfehlbeträge auszugleichen)
Wertpapiere (3) Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen Anteile an der RWE AG, Essen, und an der WV Energie AG, Frankfurt am Main. Vorräte (4) In der Position Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind die bilanzierten CO 2 -Zertifikate in Höhe von 1.305 T€ enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (5)
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten überwiegend Forderungen aus Energie- und Wasserlieferungen sowie Installationen. Dem Ausfallrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % Rechnung getragen. Forderungen an insolvente Kunden werden zu 100 %, überfällige Forderungen in Abhängigkeit von der Altersstruktur zwischen 20 % und 100 % einzelwertberichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen überwiegend die Gewinnabführung der Gebausie GmbH. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen werden hauptsächlich Anzahlungen für Aufwendungen, Forderungen aus Energielieferungen und Steuerforderungen ausgewiesen. Eigenkapital (6) Das Stammkapital beträgt 5.090.400,00 €. Rücklagen (7) Die Kapitalrücklagen betreffen mit 4.648.644,97 € die Zuführung aus der Gründung der Gesellschaft sowie mit 2.643.668,07 € die Zuführung aus der Eingliederung des Vermögens des Stadtservicebetriebs zum 1. Januar 2009. Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich ausschließlich um andere Gewinnrücklagen. Den Gewinnrücklagen wurden im Berichtsjahr 800.272,57 € aus dem Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2022 zugeführt. Rückstellungen (8)
Die Stadtwerke Brühl GmbH ist angeschlossenes Mitglied der Rheinische Zusatzversorgungskasse Köln (RZVK) und ermöglicht somit einem Teil ihrer Beschäftigten die soziale Absicherung über eine Betriebsrente. Für die aus der Subsidiärhaftung des Arbeitgebers resultierende mittelbare Pensionsverpflichtung wurde das Wahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB in der Form ausgeübt, dass eine Rückstellung von 1.950 T€ gebildet wurde. Der Gesamtbetrag der bei der RZVK nicht durch Vermögenswerte gedeckten Pensionsverpflichtungen für Mitarbeiter der Stadtwerke Brühl GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 22.472 T€. Die Rückstellungen für unmittelbare Zusagen von Deputaten sind im vollen Umfang unter Berücksichtigung der Richttafel 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck dotiert. In den Steuerrückstellungen ist neben der Körperschaftssteuer- und Gewerbesteuerrückstellung für das Geschäftsjahr 2023 eine Rückstellung für eine mögliche Gewerbesteuerrückzahlung in Höhe von 604 T€ für die Jahre 2019 und 2022 und Körperschaftssteuerrückzahlung in Höhe von 10 T€ enthalten. Sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen für Risiken aus der Energiebeschaffung, für Strom- und Energiepreisrisiken, neHS Emissionszertifikate, mögliche Rückforderungsansprüche von Buseinnahmen, Corona-Hilfen für die ÖPNV-Sparte und Jahresabschlusskosten gebildet worden. Verbindlichkeiten (9) Restlaufzeiten:
Die Bankverbindlichkeiten (18.294 T€) sind durch Bürgschaften der Stadt Brühl und ein Grundpfandrecht (4.325 T€) besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen die Verlustübernahme aus dem Jahresabschluss 2023 der Stadtwerke Brühl Verkehrs GmbH (2.146 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen überwiegend Darlehen (10.135 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (65 T€). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Kundenüberzahlungen und Darlehen der Bürgersolaranlage. Derivate Finanzinstrumente In 2010 hat die Gesellschaft zur Absicherung des Zinsrisikos von variabel verzinsten Darlehen in Höhe 8,7 Mio. € einen Zinssatz-Swap abgeschlossen. Der Nominalwert des Grundgeschäftes beträgt zum 31. Dezember 2023 1,1 Mio. €. Das daraus resultierende synthetische Festzinsdarlehen neutralisiert das Zahlungsstrom-Änderungsrisiko, da es dem selben Risiko ausgesetzt ist (6-Monats-Euribor). Drohverlustrückstellungen mussten nicht gebildet werden. Der Marktwert resultiert aus dem Zinsniveau zum Bilanzstichtag. Übersicht Zins-Swap:
Latente Steuern Für die Ermittlung der Steuerlatenzen findet gemäß § 274 HGB das bilanzorientierte Temporary-Konzept Anwendung. Es besteht grundsätzlich eine Verpflichtung zur Passivierung latenter Steuern sowie ein Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuerüberhänge nach der Verrechnung mit passiven latenten Steuern. Das Aktivierungswahlrecht nimmt die Gesellschaft in der Form in Anspruch, dass entsprechende aktive latente Steuerüberhänge im Jahresabschluss nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt werden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (10) Aufteilung:
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besteht eine betriebliche Altersversorgung. Die Unterdeckung der Zusatzversorgungskasse beträgt zum 31.12.2023 insgesamt 22.472 T€. Davon sind 1.950 T€ als Rückstellung passiviert. Darüber hinaus besteht eine Patronatserklärung gegenüber der Quantum GmbH mit einem möglichen Verpflichtungsumfang von 20 Mio. € nebst Zinsen und Nebenkosten. Aufgrund der positiven Jahresergebnisse der Jahre 2021 und 2022 (2023 liegt noch nicht vor) und einer Eigenkapitalausstattung von rd. 20% wird mit einem geringen Risiko einer möglichen Inanspruchnahme gerechnet. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen (§ 6b Abs. 2 EnWG) Geschäfte von nicht untergeordneter Bedeutung mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen werden ausschließlich im Rahmen der gewöhnlichen Energietätigkeit zu marktüblichen Preisen getätigt. Angaben zu Positionen der Gewinn - und Verlustrechnung Umsatzerlöse (11) Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Betriebszweige:
Sonstige betriebliche Erträge (12) Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen 1.159 T€ Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, 249 T€ Erträge aus Preisbremse Strom und Gas sowie 103 T€ für Erträge aus Schadenersatz. Materialaufwand (13) Im Materialaufwand sind im Wesentlichen Aufwendungen für den Strom-, Gas- und Wasserbezug in Höhe von 42.341 T€ enthalten. Abschreibungen (14) Die Abschreibungen enthalten neben den planmäßigen Abschreibungen eine außerplanmäßige Abschreibung des Gasnetzes in Höhe von 685 T€. Sonstige betriebliche Aufwendungen (15) Neben der voll erwirtschafteten Konzessionsabgabe umfassen die übrigen betrieblichen Aufwendungen vor allem Aufwendungen für Rückstellungszuführungen (5.877 T€), IT-Kosten (1.569 T€), Fremdleistungen (720 T€), Prüfungs- und Beratungskosten (639 T€), Forderungsverluste (595 T€), Verluste aus Anlagenabgängen (541 T€), Mieten und Pachten (481 T€) sowie Werbekosten (161 T€). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (16) Die sonstige Zinsen und ähnlichen Erträge (101 T€) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Verzugszinsen und Ratenvereinbarungen mit Kunden in Höhe von 30 T€ und Erträge aus Bankzinsen in Höhe von 25 T€. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (17) In den Positionen sind Darlehenszinsen von 408 T€, Bürgschaftsentgelte von 96 T€, Bankzinsen von 10 T€, Zinsen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen von 60 T€ sowie Zinsen von Darlehen aus Bürgersolaranlagen von 27 T€ enthalten. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen (18) Den periodenfremden Erträgen in Höhe von 1.377 T€ (davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.159 T€ und Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von 208 T€) stehen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 1.221 T€ (davon Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von 541 T€ und Forderungsverluste in Höhe von 595 T€) gegenüber. Steueraufwand (19) Die Ertragsteuern beziehen sich nur auf das Ergebnis vor Steuern. Es bestehen ertragsteuerliche Organschaften mit der Gebausie Gesellschaft für Bauen und Wohnen GmbH der Stadt Brühl und der Stadtwerke Brühl Verkehrs GmbH mit der Stadtwerke Brühl GmbH als Organträger. Nachtragsbericht Der weiter andauernde Ukrainekrieg und die daraus folgenden wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland können wieder zu einer angespannten Lage an den Energiemärkten führen. Daraus können sich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stadtwerke Brühl GmbH, insbesondere im Segment Energievertrieb durch Versorgungsknappheiten, weitere Preisanstiege und Kontrahentenausfälle, ergeben. Eine belastbare Abschätzung der Auswirkungen ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht möglich. Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat
Geschäftsführer
Sonstige Angaben Angaben zur Belegschaft Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) des Geschäftsjahres, getrennt nach Mitarbeitergruppen:
Vergütungen Die Aufsichtsratsvergütung betrug für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 insgesamt 24.300,00 €. Die Geschäftsführervergütungen für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 betragen insgesamt 212.223,00 €. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den erwirtschafteten Jahresüberschuss von 2.588.674,37 € in die Gewinnrücklage einzustellen. Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr.17 HGB wird verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der Stadtwerke Brühl GmbH. Konzern Die Stadtwerke Brühl GmbH, Brühl stellt als Konzernmutter einen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.
Brühl, den 21.05.2024 Stadtwerke Brühl GmbH Thomas Isele, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Tätigkeitsabschlüsse für das Geschäftsjahr 2023gemäß § 6b Absatz 3 EnWG und § 3 Absatz 4 MsbGTätigkeitsabschluss / Handelsrechtliche Bilanz Strom-NetzAktiva
Passiva
Tätigkeitsabschluss / Handelsrechtliche Gewinn- und Verlustrechnung Strom-Netz
Tätigkeitsabschluss / Handelsrechtliche Bilanz Gas-NetzAktiva
Passiva
Tätigkeitsabschluss / Handelsrechtliche Gewinn- und Verlustrechnung Gas-Netz
Tätigkeitsabschluss / Handelsrechtliche Bilanz Strom-grundzuständiger MSBAktiva
Passiva
Tätigkeitsabschluss / Handelsrechtliche Gewinn- und Verlustrechnung Strom-grundzuständiger MSB
Tätigkeitsabschluss / Handelsrechtliche Bilanz Strom CPO *Aktiva
*) Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von
Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Absatz 2
EnWG
Passiva
*) Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von
Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Absatz 2
EnWG
Tätigkeitsabschluss / Handelsrechtliche Gewinn- und Verlustrechnung Strom CPO
*) Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von
Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Absatz 2
EnWG
Erläuterungen zu den Tätigkeitsabschlüssen gemäß § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S.2 MsbG Die Stadtwerke Brühl GmbH unterliegt als Energieversorgungsunternehmen den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG). § 6b EnWG enthält besondere Vorschriften zur Buchführung und Rechnungslegung von Energieversorgungsunternehmen. Angaben über die Zuordnungsregeln einschließlich der Abschreibungsmethoden nach § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG 1. Allgemeines Gemäß § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG sind die Regeln, einschließlich der Abschreibungsmethoden, anzugeben, nach dem die Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens sowie die Aufwendungen und Erträge den gemäß § 6b Abs. 3 Satz 1 bis 4 EnWG geführten Konten zugeordnet worden sind. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einschließlich der Abschreibungsmethoden, die dem Tätigkeitsabschluss zugrunde gelegt werden, sind im Anhang des Jahresabschlusses der Stadtwerke Brühl GmbH angegeben. 2. Zu separierende Tätigkeiten Für die Stadtwerke Brühl ergeben sich gemäß § 6b Absatz 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S.2 MsbG folgende Unternehmenstätigkeiten:
In den anderen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors sind im Wesentlichen die Erlöse und Aufwendungen aus Stromvertrieb und -beschaffung enthalten. Analog verhält es sich bei den anderen Tätigkeiten innerhalb des Gassektors. Zu den wesentlichen Aktivitäten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors gehören die Wasserversorgung (Beschaffung, Verteilung, Vertrieb), Wärmeverteilung und -vertrieb, Parkraumbewirtschaftung und Bäderbetrieb. 3. Methoden der Zuordnung 3.1. Gewinn- und Verlustrechnung Im Regelfall erfolgt bei der Erstellung der Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnung eine direkte Zuordnung von Kosten und Erlösen zu den einzelnen Unternehmensaktivitäten. In Fällen, in denen dies nicht möglich ist oder mit nicht vertretbar hohem Aufwand verbunden wäre, wird die Zuordnung durch Schlüssel auf der Basis sachgerechter Bezugsgrößen vorgenommen. In der ersten Stufe wird auf Basis der Kosten- und Leistungsrechnung eine Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung aus der Buchhaltungssoftware generiert, deren Posten direkt den einzelnen Tätigkeiten zugeordnet werden. Die Kosten und Erlöse werden entsprechend den Kostenstellen der Buchungen, den einzelnen Tätigkeiten zugeordnet. In der zweiten Stufe werden die verbleibenden "gemischten" Kosten und Erlöse in MS-Excel durch sachgerechte Schlüsselungen manuell den Tätigkeiten zugeordnet. 3.2. Bilanz Die Bilanzen werden sowohl durch direkte Zuordnungen als auch durch Schlüsselungen entwickelt. Dabei werden auf der Aktivseite Sach- und Finanzanlagevermögen überwiegend direkt zugeordnet, die übrigen Bereiche überwiegend geschlüsselt. Auf der Passivseite konnten insbesondere in den Positionen Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten auch direkte Zuordnungen vorgenommen werden, während die übrigen Positionen geschlüsselt wurden. 4. Ausführliche qualitative Darstellung der Schlüssel (für die Tätigkeiten) Grundsätzlich werden für die Schlüsselbildung die im Rahmen der Jahresabschlusserstellung 2023 zur Verfügung stehenden Basiswerte verwendet. Für die Schlüsselung der Kosten gemeinsamer Bereiche auf die einzelnen Sparten werden insbesondere folgende Schlüssel verwendet: Umlageschlüssel Allgemeiner Bereich: wird angewendet für die Verteilung der Kostenstellen des allgemeinen Bereichs wie allgemeiner Fuhrpark. Umlageschlüssel Verwaltung: wird angewendet für die Verteilung der Kostenstellen der allgemeinen Verwaltung wie Verwaltungsgebäude und Geschäftsleitung. Umlageschlüssel Vertrieb: umfasst die Kostenstellen des Vertriebs. Umlageschlüssel Gemeinsame Messung und Abrechnung: wird angewendet für die Verteilung der Kostenstellen gemeinsame Messung/ Ablesung und verteilt die Kostenstellen der Abrechnung wie Verbrauchsabrechnung. Für die Aufteilung der Kostenstellen Allgemeiner Bereich, Verwaltung, Vertrieb und gemeinsame Abrechnung wird ein gewichteter Mischschlüssel verwendet, der ausgehend von einer detaillierteren Betrachtung der Zusammensetzung dieses Umlagebereichs erstellt wird. RBW-Schlüssel (Restbuchwertschlüssel): wird insbesondere zur Verteilung des gemeinsamen Anlagevermögens und der nicht direkt zurechenbaren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verwendet. Personalschlüssel: wird insbesondere angewendet für die Schlüsselung der nicht direkt zuordenbaren Personalkosten/ -rückstellungen. Umsatzschlüssel: wird abgeleitet aus den Umsatzerlösen der jeweiligen Sparten, wird insbesondere angewendet für die Verteilung der nicht direkt zurechenbaren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und dient der Ermittlung des Gesamtschlüssels. Gesamtschlüssel: wird für die verbleibenden Profitcenter sowie immer dann angewendet, wenn keine näherliegenden Schlüssel zur Verfügung stehen. 5. Sonstige Angaben 5.1. Forderungsspiegel 2023
5.2. Verbindlichkeitenspiegel 2023
5.3. Aufwendungen und Erträge aus Auf-/Abzinsung 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Stadtwerke Brühl GmbH, Brühl Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Brühl GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Brühl GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung", "Messstellenbetrieb", "Ladepunkte für Elektromobile nach § 7c Absatz 2 EnWG (CPO)" und "Gasverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Der gesetzliche Vertreter ist auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Düsseldorf, den 21. Mai 2024 EversheimStuible
Treuberater GmbH
Semelka, Wirtschaftsprüfer Fuchs, Wirtschaftsprüfer Auszug aus der Niederschrift über die 68. ordentliche Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Brühl GmbH am 04.07.2024 Jahresabschluss 2023 inkl. Gewinnverwendung Die Gesellschafterin Frau Pia Regh beschließt gemäß Ratsbeschluss vom 01.07.2024 die folgenden Beschlüsse zum Jahresabschluss der Stadtwerke Brühl GmbH 2023: Die Gesellschafterversammlung stellt den Jahresabschluss der Stadtwerke Brühl GmbH für das Wirtschaftsjahr 2023 gemäß § 14 Ziff. 4 des Gesellschaftsvertrages fest. [...] Die Gesellschafterversammlung folgt der Empfehlung des Aufsichtsrates, gemäß § 14 Ziff. 3 des Gesellschaftsvertrages, den vollständigen Jahresüberschuss 2023 von 2.588.674,37 € in voller Höhe in die Gewinnrücklagen einzustellen. [...] |
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Stadtwerke Brühl GmbH GmbH
Structured data
Parsed, typed and queryable directly through the API.
Overview
- Legal form
- GmbH
- Address
-
Engeldorfer Str. 2
50321 Brühl - Commercial register
- HRB 43546, Köln
- Registration date
- May 29, 1987
- Industry
-
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Wärme- und Kältehandel - Purpose
- die Versorgung mit Elektrizität, Fern- und Nahwärme, Gas und Wasser, die Beratung über die wirtschaftliche und umweltfreundliche Nutzung von Energie und Wasser, der Betrieb von Bädern, die Personenbeförderung im Rahmen des öffentlichen Nahverkehrs sowie die Errichtung und der Betrieb von Einrichtungen des ruhenden Verkehrs, und die Führung sonstiger, der Daseinsvorsorge dienender Unternehmungen in der Stadt Brühl und Umgebung. Gegenstand des Unternehmens ist ferner die sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung der breiten Schichten der Bevölkerung sowie Aufgaben des technischen, infrastrukturellen und kaufmännischen Gebäudemanagements der Stadt Brühl sowie die Erbringung sonstiger Dienstleistungen für die Stadt Brühl.
Financials
Balance sheet
2024- Fixed Assets 81,6 % 86,14 Mio
- Current Assets 18,3 % 19,35 Mio
- Prepaid Expenses 0,1 % 105,2 k
- Equity 43,9 % 46,31 Mio
- Liabilities 40,4 % 42,62 Mio
- Provisions 15,8 % 16,64 Mio
- SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE 0,0 % 18,6 k
Balance sheet data available for 18 earlier fiscal years.
Profit & loss
2024- Revenue 47,5 % 79,03 Mio
- Material expenses 30,9 % 51,42 Mio
- Other operating expenses 6,9 % 11,51 Mio
- Personnel expenses 6,5 % 10,73 Mio
- Other operating income 2,6 % 4,35 Mio
- On intangible assets and property, plant, and equipment 1,9 % 3,21 Mio
- Result after taxes 1,3 % 2,10 Mio
- Annual net profit/loss 1,1 % 1,78 Mio
- Income and profit taxes 0,4 % 730,8 k
- Interest and similar expenses 0,3 % 555,1 k
- Other capitalized own work 0,3 % 540,6 k
- Other taxes 0,2 % 315,6 k
- Other interest and similar income 0,0 % 64,2 k
- Income from other securities and loans in financial assets 0,0 % 6,5 k
- Income from investments 0,0 % 0
- Aufwendungen und Erträge aus Gewinnabführungsverträgen (von verbundenen Unternehmen) 100,0 % −714,8 k
P&L data available for 18 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Friedrich Thomas Dipl.-Ing. Isele
since 2019 Managing Director
-
Marcel Härtel
since 2021 Procura
-
Marco Follmann
since 2024 Procura
-
Peter Klein
since 2024 Procura
-
Sebastian Mies
since 2026 Procura
-
Stephan Schnieders
since 2022 Procura
Ownership & holdings
Shareholders
- Stadt Brühl DEU 100.0 % 5.1M €
Ultimate beneficial owners (UBOs)
No beneficial owners conclusively identified — 1 possible matches from the transparency register.
Holds shares in
- Stadtwerke Brühl Verkehrs GmbH GmbH 100.0 %
- Gebausie Gesellschaft für Bauen und Wohnen GmbH der Stadt Brühl GmbH 79.0 %
- Confer IT GmbH GmbH 27.9 %
History
- 2026
-
26.05.
Member entrySebastian Mies · Procura
- 2024
-
12.12.
Change of bylawsStadtwerke Brühl GmbH
-
02.07.
Exit of positionN****** M***** · Procura
-
02.07.
Member entryMarco Follmann · Procura
-
02.07.
Member entryPeter Klein · Procura
- 2023
-
05.09.
Exit of positionS****** K*** · Procura
- 2022
-
10.01.
Member entryStephan Schnieders · Procura
- 2021
-
15.09.
SplitStadtwerke Brühl GmbH
Raw data & documents
Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.
Annual statements (full text)
Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Register documents
PDF documents straight from the court register — fetched on demand via the :code endpoint.
- Current extract (AD)
- Chronological extract (CD)
- Structured content (SI, XML)
- Shareholders list
- Articles of association
Website content
Structured markdown rendering of the company's public website — perfect for enrichment and AI pipelines.
- Website snapshot (auto-discovered) AI
Structured data and full text — per company
From annual statements as HTML to UBO lists: enable each field individually via the features parameter. One API, all data.
- Key figures Revenue, employee count, total assets, net income — per fiscal year.
- Authorized representatives Current and former managing directors, board members, signatories — with roles and date ranges.
- Publications Official commercial register publications including date and full text.
- Gesellschafter Current shareholder structure with stakes and contributions.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Ultimate beneficial owners as recorded in the German transparency register.
- Beteiligungen Stakes this company holds in other entities.
- Bilanz Full balance sheet line items from published annual statements.
- Gewinn- und Verlustrechnung P&L line items per fiscal year.
- Jahresabschlüsse (HTML) Published annual financial statements rendered as HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Notices from the official insolvency registers.
- News Recent mentions of the company from external news sources.
Plug into any stack
Whether you're building a classical API integration, an AI agent, or a no-code workflow — this data slots in.
Use this data in your app
Grab an API key and pull this structured commercial register data straight from your application — no scraping, no PDFs.
Keyboard shortcuts
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