![]() SV SparkassenVersicherung Holding AktiengesellschaftStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024SV HOLDING AGGESCHÄFTSBERICHT 2024VORSTANDDR. ANDREAS JAHNVorsitzender Unternehmensweite Systeme, Steuerung und Prozesse, Unternehmensentwicklung, Risikomanagement und Compliance, Personal, Recht / Kommunikation / Vorstandssekretariat, Revision RALPH EISENHAUERSchaden / Unfall (Komposit Grundsatz / Produkte / Technik, Privatkunden / Firmenkunden / Industrie Betrieb und Schaden, Technische- und Transportversicherung) MICHAEL MEIERSKundenservice (Effizienz und Entwicklung, Kundenservice Nord und Süd), Allgemein Verwaltung ROLAND OPPERMANNFinanzen (Kapitalanlage und Backoffice, Rechnungswesen / Steuern), Rückversicherung MARKUS REINHARDVertrieb (Vertriebsentwicklung, Vertriebsdirektionen, Maklerdirektion, Verbund / Sparkassen, Marketing, Vertrieb Personalmanagement) DR. THORSTEN WITTMANNLeben (Mathematik, Betrieb / Leistung, Betriebliche Altersversorgung), Informationstechnologie AUFSICHTSRAT
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Vertreterin bzw. Vertreter der Arbeitnehmer Ständiger Gast
SV SPARKASSENBEIRAT
Ständiger Gast
BEIRAT NORD DER SV SPARKASSENVERSICHERUNGEN
BEIRAT SÜD DER SV SPARKASSENVERSICHERUNGEN
LAGEBERICHTGRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFTGeschäftstätigkeitHauptgegenstand der Gesellschaft ist neben dem Betrieb der Rückversicherung die Leitung der Versicherungsgruppe der Sparkassenorganisationen in Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Teilen von Rheinland-Pfalz. Die Gesellschaft unterliegt keiner räumlichen Beschränkung. Die drei inländischen Versicherungsunternehmen des Konzerns werden von personenidentischen Vorständen geleitet. Die Aufsichtsgremien sind überwiegend unterschiedlich besetzt. Das Versicherungsangebot der Sparkassenorganisationen in Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Teilen von Rheinland-Pfalz wird im SV Konzern gebündelt. Der SV Konzern bearbeitet den Markt mit den drei Vertriebswegen Sparkassen, Generalagenturen und Makler. Den 191 Generalagenturen der SV sowie 117 eigenen Geschäftsstellen im Sparkassenvertrieb steht das Filialnetz der 100 Sparkassen und BW-Banken im Geschäftsgebiet zur Seite. Zudem arbeitet der SV Konzern mit rund 3.864 akkreditierten Maklerpartnern zusammen. In den Programmen Zukunft Sparkassenvertrieb, Stärkungsprogramm Generalagenturvertrieb sowie Maßnahmen zur Ausrichtung auf das digitalisierte Marktumfeld im Maklervertrieb beschäftigt sich der SV Konzern mit der strategischen Weiterentwicklung und zukunftsfähigen Aufstellung der Vertriebswege. Ziel ist es, eine starke Marktposition der SV in ihren Regionen zu sichern. Der SV Konzern bietet nahezu umfassend die Schaden-/ Unfallversicherungen nach BerVersV an und ist auch in der Lebensversicherung als Spezialist für Altersvorsorgeprodukte breit aufgestellt. Kranken- und Rechtsschutzversicherungen werden in Zusammenarbeit mit der UKV und der ÖRAG angeboten. Sie sind spezialisierte Gemeinschaftsunternehmen der öffentlichen Versicherer in Deutschland. Der Unternehmenssitz der Gesellschaft ist Stuttgart. Zweigniederlassungen befinden sich in Erfurt, Karlsruhe, Kassel, Mannheim und Wiesbaden. Der SV Konzern besitzt eine starke Verwurzelung in den Regionen. Dies drückt sich in der Förderung zahlreicher Sport-, Kunst- und Kulturveranstaltungen sowie von Stiftungen aus, wie zum Beispiel der Stiftung für Umwelt und Schadenvorsorge, die die Klima- und Umweltforschung an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen fördert, insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung von klimabedingten Umweltschäden. Die Gesellschaft ist Mitglied im Verband der öffentlichen Versicherer. Das Aktienkapital der Gesellschaft hält die SparkassenBeteiligungen Baden-Württemberg GmbH zu 63,3 %. Die SVH ist entsprechend § 15 AktG mit der Sparkassen-Beteiligungen Baden-Württemberg GmbH verbunden. Des Weiteren hält der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen 33,0 % und der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz 3,7 %. Auf die SVH als Konzernmutter sind verschiedene Funktionen und Aufgaben ausgegliedert. ![]() Organisatorische VeränderungenIm Geschäftsjahr gab es bei der SVH keine organisatorischen Veränderungen. Gesetzliche und regulatorische AnforderungenDie DORA-Verordnung (Digital Operational Resilience Act) der EU, die den Finanzdienstleistungssektor einschließlich Versicherungsunternehmen betrifft, ist am 16. Januar 2023 in Kraft getreten und bis zum 17. Januar 2025 umzusetzen. Diese Verordnung trägt wesentlich dazu bei, den europäischen Finanzmarkt gegenüber Cyberrisiken und Vorfällen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu stärken. Die Anforderungen, die von den Finanzunternehmen umzusetzen sind, umfassen das IKT-Risikomanagement, die Meldung schwerwiegender IKT-bezogener Vorfälle, digitale betriebliche Resilienztests, Informationsaustausch sowie Maßnahmen und Anforderungen in Bezug auf die Nutzung von IKT-Services von Drittanbietern. Die Verordnung über künstliche Intelligenz (EU-Verordnung 2024/1689) wird ab dem 2. Februar 2025 schrittweise in Kraft treten, bis ab dem 2. August 2026 die gesamte Verordnung gelten wird. So gilt ab 2025, dass alle Anbieter und Betreiber von KI-Systemen sicherstellen müssen, dass ihr Personal und andere Personen, die in ihrem Auftrag mit dem Betrieb und der Nutzung von KI-Systemen befasst sind, über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügen. In der Verordnung werden verbotene Praktiken im KI-Bereich definiert, die ebenfalls ab 2025 gelten, zum Beispiel darf KI nicht zur unterschwelligen Beeinflussung oder zur Emotionserkennung am Arbeitsplatz eingesetzt werden. Am 28. Juni 2025 tritt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz in Kraft und Produkte und Dienstleistungen müssen für alle Verbraucher barrierefrei angeboten werden. Für Versicherungsunternehmen ist vor allem die Barrierefreiheit im elektronischen Geschäftsverkehr bedeutend. Digitale Angebote sind dann barrierefrei, wenn sie trotz Beeinträchtigungen der Sehkraft, des Gehörs, der Geschicklichkeit oder bei kognitiven Beeinträchtigungen selbständig genutzt werden können. Folglich müssen zum Beispiel Käufe von Versicherungsprodukten über Websites und Apps barrierefrei zugänglich sein. Das Mindeststeuergesetz (MinStG), das zum 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist, sieht für Konzerne mit einem Umsatz von über 750 Mio. Euro eine grundsätzlich beim Mutterunternehmen zu erhebende Ergänzungssteuer für Unternehmen vor, deren effektiver Steuersatz nach dem MinStG unter dem festgelegten Schwellenwert von 15 % liegt. Die Analyse etwaiger Auswirkungen und der sich ergebenden Handlungsbedarfe für die SVH hat gezeigt, dass für den Übergangszeitraum, in dem die Safe-Harbour-Regelungen Anwendung finden, keine Ergänzungssteuer zu erheben sein sollte. Versicherungszweige und -arten
Personal- und Sozialbericht1Kennzahlen zu den MitarbeiternZum Ende des Geschäftsjahres waren 1.448 Mitarbeiter im Innendienst beschäftigt. In nachfolgender Tabelle sind einige Kennzahlen zu den Mitarbeitern dargestellt:
Neue Personalstrategie"Als exzellenter Arbeitgeber vereint die SV Tradition und Moderne. Damit gewinnen und binden wir begeisterte Mitarbeitende und diese unsere Kunden." lautet die Vision für die Personalarbeit in der SV. Die neue Personalstrategie knüpft als Funktionalstrategie passgenau an die Unternehmensstrategie "Fokus Kunde" an und unterstützt diese bestmöglich. Ausgezeichnete Mitarbeitende sind entscheidend für den Unternehmenserfolg. Diese zu gewinnen und zu halten ist jedoch auf einem hart umkämpften Arbeitsmarkt zunehmend schwierig. Die Personalstrategie ist eine gemeinsame Strategie für den gesamten SV Konzern. Die Personalstrategie umfasst folgende Handlungsfelder:
Die Umsetzung der Personalstrategie erfolgt über rund 25 priorisierte Hauptmaßnahmen. Die Kommunikation und die Implementierung wurden im Jahr 2024 gestartet. Handlungsfelder und Maßnahmen werden jährlich überprüft und bei Bedarf neu ausgerichtet, priorisiert und erweitert. Die Wirksamkeit wird anhand definierter Key Performance Indicators gemessen. Berufsausbildung im SV KonzernIm SV Konzern besitzt das Thema Ausbildung traditionell einen hohen Stellenwert. Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte der SV Konzern 291 Auszubildende und Studierende der Dualen Hochschule. Diese Zahl ist gegenüber dem Vorjahreswert (265) um mehr als 10 % gestiegen. Dies begründet sich zum einen durch den Rückgang von verkürzten Ausbildungszeiten (insbesondere durch die noch neue Ausbildungsordnung mit verändertem Prüfungssystem) und zum anderen durch mehr Einstellungen in den Jahren 2023 und 2024. Trotz eines schwierigen Bewerbungsmarktes konnte der SV Konzern mehr qualifizierte Bewerber gewinnen. Die Besetzung der Ausbildungsstellen erfordert dabei zunehmend höhere Aktivitäten und Investitionen in das Personalmarketing, die Rekrutierung und die Stärkung der positiven Arbeitgebermarke. In diesem Kontext und im Zuge der Umsetzung der Personalstrategie hat die neue Abteilung "Personalmarketing und Employer Branding" im Jahr 2024 ihre Arbeit aufgenommen und unterstützt künftig den Innen- und Außendienst in diesen Handlungsfeldern. Im Jahr 2024 beendeten 56 Kaufleute für Versicherungen und Finanzen ihre Ausbildung mit der Abschlussprüfung vor den zuständigen Industrie- und Handelskammern. Von diesen starteten 32 junge Menschen ihre Karriere im Vertrieb und 17 im Innendienst. Bei der SVI haben drei Fachinformatiker ihre Ausbildung erfolgreich beendet und wurden alle übernommen. Das Interesse an Dualen Studienabschlüssen ist gerade bei den qualifiziertesten Ausbildungsbewerbern hoch. Mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (Studienorte Stuttgart und Mannheim) hat der SV Konzern dafür ein passendes Angebot, das auch eine eigene Ausbildungslinie für Expertenfunktionen umfasst. Im Jahr 2024 haben 17 Studierende der Dualen Hochschule ihr Studium mit dem SV Konzern als Ausbildungspartner erfolgreich abgeschlossen. Davon konnten 9 Absolventen übernommen werden. Hier zeigt sich die Zugkraft des externen Arbeitsmarktes, der den Absolventen viele Möglichkeiten bietet, die diese zunehmend annehmen. Zum Ausbildungsstart im Geschäftsjahr 2024 haben sich 119 junge Menschen für den SV Konzern als Ausbildungspartner entschieden und ihre Ausbildung bzw. ihr Duales Studium begonnen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der SV Konzern die Einstellungszahlen weiter erhöhen. Hinzu Ausbildungszahlen kommen noch 25 vom SV Konzern geförderte Ausbildungsplätze bei den Vertriebseinheiten nach dem Geschäftsstellen-/Agenturmodell. Dieses Ausbildungsengagement zusammen mit einem bewährten Traineekonzept für Hochschulabsolventen ist die Basis einer zukunftsorientierten Personalentwicklung für den gesamten Konzern. Die Übernahmequote 2024 lag bei 80,3 % und ist im Vergleich zur hohen Vorjahresquote (87,0 %) gesunken, bleibt aber auf dem guten Niveau der letzten Jahre. Diese Zahlen belegen, dass es dem SV Konzern gelingt, die Ausbildungsinvestitionen nachhaltig zu sichern. Durch das regionale Ausbildungskonzept, das über die Personalbereiche der Standorte gesteuert wird, gelingt es, die Vorteile der jeweiligen Arbeits-/Ausbildungsmärkte zu nutzen und gleichzeitig der gesellschaftlichen Verantwortung im gesamten Geschäftsgebiet des SV Konzerns gerecht zu werden.
NachwuchsprogrammeFührungskompassEin weiterer entscheidender Schritt in Richtung einer kohärenten und nachhaltigen Unternehmenskultur ist der "Führungskompass". Dieser Kompass dient als Leitfaden und Orientierung für ein gemeinsames Führungsverständnis und Weiterentwicklung der Führungskultur. Er zielt darauf ab, Führungskräfte auf einheitliche Werte und Grundsätze auszurichten, die nicht nur das fachliche Verständnis, sondern auch nachhaltige Aspekte der Führung integrieren. Die weitere Implementierung in den Führungsalltag wurde im Jahr 2024 mit diversen Maßnahmen und Angeboten für Führungskräfte unterstützt. ZukunftskompetenzenIm Rahmen der Personalstrategie sind Zukunftskompetenzen definiert, die für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie "Fokus Kunde" und die Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit der SV von besonderer Relevanz sind. Zu diesen Kompetenzen zählen z. B. Customer Experience-Kompetenz, Projektkompetenz, Prozesskompetenz, Nachhaltigkeitskompetenz und Daten-/KI-Kompetenz. Diese strategischen Zukunftskompetenzen werden mit entsprechenden Qualifizierungsangeboten fokussiert und systematisch weiterentwickelt. SV TraineeprogrammZiel des SV Traineeprogramms für externe Hochschulabsolventen ist die mittelfristige Deckung des Bedarfs an entwicklungsfähigen Mitarbeitern für Bereiche und Positionen, die eine entsprechende akademische Qualifikation erfordern und für die Zukunftsfähigkeit des SV Konzerns von besonderer Bedeutung sind. Die Trainees durchlaufen während des 18-monatigen Programms bis zu drei verschiedene Fachbereiche des SV Konzerns passend zu ihrem Profil. Schwerpunkte des Trainee-Programms sind sowohl unterschiedliche fachliche und methodische Bausteine, als auch individuelle Maßnahmen zu Persönlichkeitsentwicklung, Hospitationen im Innen- und Außendienst sowie ein zwölfmonatiges Trainee-Projekt. Die Maßnahmen werden bedarfsorientiert für das jeweilige Trainee-Team konzipiert und durchgeführt. 2024 beendete ein Team aus acht Trainees das Programm. Die beiden aktuellen Staffeln starteten zum 1. Oktober 2023 und 1. Oktober 2024. Personalentwicklung und Qualifizierung im AußendienstAuch im Geschäftsjahr 2024 spielten Weiterbildung und Qualifizierung der Vertriebspartner und der Mitarbeitenden im Vertrieb eine zentrale Rolle. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Bildungsaktivitäten und der Qualifizierungsangebote findet sich als wesentlicher Baustein in der übergreifenden Personalstrategie der SV wieder und unterstützt die strategische Ausrichtung "Fokus Kunde". Im Laufe des Jahres wurden im Rahmen von Umstrukturierungen im Vertriebsinnendienst im Sinne der neuen Personalstrategie die Grundlagen geschaffen, um in der unternehmensübergreifenden SV Akademie, dem Nachfolger der SV-Vertriebsakademie, alle Bildungsaktivitäten des Konzerns zu bündeln und die Bildungsangebote für Außen- und Innendienst auf eine gemeinsame Basis zu stellen. Mit diesem Schritt wird auch der stetig wachsenden Bedeutung der innerbetrieblichen Bildung sowie des lebenslangen Lernens Rechnung getragen. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen und Anforderungen des Vertriebs gerecht zu werden, bietet die SV Akademie ein umfangreiches und vielfältiges Programm an, das sowohl fachliche als auch persönliche Kompetenzen fördert. Von praxisorientierten Seminaren oder Workshops über digitale Lernformate und individuelle Coaching-Sessions sowie umfangreiche Qualifizierungsprogramme ist es stets das Ziel, eine ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Die Themenvielfalt reicht von aktuellen versicherungsfachlichen Themen und rechtlichen Rahmenbedingungen über vertriebliche Kommunikations- und Beratungskompetenz bis hin zur Förderung der Wirksamkeit als Führungskraft und Unternehmer. So wurden auch die Aktivitäten im Zusammenhang mit dem SV Führungskompass fortgesetzt, der die Basis für ein gemeinsames Führungsverständnis bildet und als Leitfaden und Orientierung für Führungshandeln in der SV dient. Ergänzend dazu bietet die SV Akademie Seminare an, die die Gesundheit unterstützen, beim Stressmanagement helfen und die Resilienz steigern sollen. Durch die enge Zusammenarbeit mit externen Experten und mit Praktikern aus der Branche wird sichergestellt, dass die Inhalte auf dem neuesten Stand sind. Zu den Kernaufgaben der internen Trainer der SV Akademie gehören dabei verstärkt individuelle Maßnahmen vor Ort in den Agenturen und Geschäftsstellen, die zur Entwicklung der Teams und zur Optimierung der Zusammenarbeit und der Prozesse beitragen. Der Fokus auf die konkreten Herausforderungen bei den Vertriebspartnern Außendienst und Sparkassen zielt darauf ab, am point of sale Wirkung zu entfalten. Weiter ausgebaut wurde das Angebot an Web-Seminaren, hybriden Lern- und Tagungsformaten sowie Selbstlernkursen, um den Mitarbeitenden zeit- und ortsunabhängiges Lernen zu ermöglichen. Diese Maßnahmen tragen nicht nur zu einer effizienten und individuell steuerbaren Qualifizierung bei, sondern setzen auch ein wichtiges Zeichen für das Engagement in Sachen Nachhaltigkeit. Im Jahr 2024 wurden die Selbstlernkurse für den Vertrieb der SV mehr als 100.000-mal im SV-eigenen Lern- und Entwicklungssystem LEOS gebucht. In Zukunft wird die SV weiter in innovative Lernformate und -methoden investieren, um den Mitarbeitenden die bestmöglichen Voraussetzungen für ihre berufliche Entwicklung zu bieten. So wird nicht nur für die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeitenden, sondern auch für den langfristigen Erfolg der SV im Sinne von Fokus Kunde ein wesentlicher Beitrag geleistet. Um den Kundenerwartungen in Bezug auf Beratungs- und Betreuungsleistungen gerecht zu werden, hat die SV seit mehreren Jahren ein Qualitätsmanagementsystem im Vertrieb im Einsatz. Dieses wurde zu Beginn des Jahres 2024 weiter optimiert, indem die zugrunde liegende Qualitätsanalyse überarbeitet, aktualisiert und für die Vertriebswege vereinheitlicht wurde. Die Zielsetzungen aus der Strategie Fokus Kunde sowie die Erkenntnisse aus den CX-Kundenreisen (CX=Customer Experience) wurden integriert. Auf der Grundlage von definierten Qualitätskriterien werden die teilnehmenden Geschäftsstellen und Generalagenturen unterschiedlichen Qualitätspartnerstufen (3 Sterne, 4 Sterne, 5 Sterne und eine DEKRA-Zertifizierung) zugeordnet. Die höchste Stufe und eine besondere Auszeichnung stellt das "SV QualitätsSiegel" dar, das nach einem unabhängigen Audit durch die DEKRA verliehen wird. Dieses Siegel steht für herausragende Qualitätsstandards in allen Bereichen des Agentur- und Kundenmanagements, der Sparkassenbetreuung sowie der Kundenprozesse. Derzeit tragen 44 Geschäftsstellen und Generalagenturen im gesamten Geschäftsgebiet der SV das "SV QualitätsSiegel", was deren Verpflichtung zu Qualität und den Kundenfokus unterstreicht. Die SV ist von Beginn an Mitglied der Brancheninitiative "gut beraten". Durch die Orientierung an den Anrechnungsregeln von "gut beraten" für die Weiterbildung des Vertriebs sowie durch regelmäßige Auditierungen durch "gut beraten" wird eine hohe Qualität des Bildungsangebots sichergestellt sowie die IDD-konforme Gestaltung der einzelnen Maßnahmen gewährleistet. Die Dokumentation der Weiterbildungen und Weiterbildungszeiten der Vertriebspartner erfolgt seit Beginn des Jahres 2024 in LEOS. Dieses bildet damit die zentrale Basis für die Erfassung und das Controlling der Weiterbildungsverpflichtung gemäß der EU-Richtlinie IDD. NachhaltigkeitDie SVH trägt als Teil der S-Finanzgruppe seit jeher zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Region bei. Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für die SVH, unternehmerischen Erfolg mit ökologischer und sozialer Verantwortung zu verbinden. Mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie rückt die SVH fünf wesentliche Handlungsfelder in den Fokus der Nachhaltigkeitsaktivitäten. Diese sind: verantwortungsvolle Unternehmensführung, Produkte, Leistungen und Kapitalanlage, Mitarbeitende, Umwelt sowie gesellschaftliches Engagement. Für diese Handlungsfelder wurden Ziele definiert sowie Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt. Ein Fokus liegt mit dem Handlungsfeld "Produkte, Leistungen und Kapitalanlage" auf der kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeit im Kerngeschäft. Die Nachhaltigkeitsstrategie für die Kapitalanlagen der SVH wurde hierfür weiterentwickelt. So wurden für Aktien und Unternehmensanleihen Ausschlusskriterien entsprechend den Prinzipien des United Nations Global Compact sowie im Bereich fossiler Energien festgelegt. Bei der Umsetzung wurde weiterhin mit der Nachhaltigkeitsrating-Agentur ISS ESG zusammengearbeitet. Die Ausschlusskriterien aus der Kapitalanlage wurden auch im Underwriting industrieller Risiken berücksichtigt. Gleichzeitig investiert die SVH weiter im Bereich der alternativen Investments. Dazu gehören Investitionen in Infrastruktur, Wald und erneuerbare Energien. Die SVH ist Mitglied der InvestorenInitiative PRI (Principles for Responsible Investment) und bekennt sich dadurch zu den Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren. Darüber hinaus bekennt sich die SVH mit ihrer Kapitalanlagestrategie zu dem im Pariser Klimaschutzabkommen festgeschriebenen Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen und die Finanzmittelflüsse sukzessive mit den Klimazielen in Einklang zu bringen. Dafür strebt die SVH eine sukzessive Reduktion des CO2 -Fußabdrucks ihrer Kapitalanlage an. Die SVH ist der Net Zero Asset Owner Alliance (NZAOA), einem weltweiten Klimabündnis großer Kapitalanleger, beigetreten. Damit möchte die SVH einen Beitrag als Investor leisten, um den Weg zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu ebnen. Mit diesen Schritten verbesserte die SVH ihre Nachhaltigkeit und wird so der gesellschaftlichen Bedeutung des Themas und den Erwartungen ihrer Interessengruppen noch stärker gerecht. Die SVH als Mutterunternehmen des SV Konzerns nimmt die Befreiungsvorschrift nach § 289b Abs. 3 HGB in Anspruch. An dieser Stelle wird daher auf den Nachhaltigkeitsbericht des SV Konzerns verwiesen, der als gesonderter nichtfinanzieller Bericht nicht Teil der Jahresabschlussprüfung ist. Dieser enthält zudem die gemäß § 289a-e HGB vorgeschriebenen Angaben und wird auf der Internetseite des SV Konzerns veröffentlicht : Nachhaltigkeitsbericht. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenEntwicklung der VolkswirtschaftDie Erwartung an 2024 war verhalten. Zum Krieg in der Ukraine war in der zweiten Jahreshälfte 2023 der Nahostkonflikt hinzugekommen, welcher über das gesamte Jahr 2024 und darüber hinaus anhielt. Potenzielle weitere Konfliktherde bestanden zwischen China und Taiwan bzw. China und den Anrainern des Südchinesischen Meers. Die globalen Einkaufsmanager-Indizes zeigten für Europa ein rückgängiges Wirtschaftswachstum an, für Nordamerika lagen sie an der Schwelle zum Rückgang. Der Rückgang der Inflation in Deutschland kam zur Jahreswende 2023/24 zwar zum Erliegen, dennoch zeigten die Inflationsprognosen für die Folgejahre einen Rückgang auf den Zielwert der europäischen Zentralbank von ca. 2 % an. Die Arbeitsmärkte blieben in diesem Umfeld bemerkenswert robust. Der konjunkturelle Verlauf war in 2024 in der EU wie erwartet, in den USA deutlich über der Erwartung. Ferner herrschte weiterhin ein ausgeprägter Fachkräftemangel. Sorgenkind der globalen Wirtschaft war im Jahr 2024 erneut China. Nach dem Einbruch der Immobilienmärkte wurden mehrere fiskalische und geldpolitische Unterstützungsmaßnahmen lanciert, die jedoch die Wirtschaft noch nicht auf den alten Wachstumspfad zurückführen konnten. Entwicklung der KapitalmärkteObwohl die wirtschaftlichen Aussichten zu Jahresbeginn verhalten waren, entwickelten sich die Kapitalmärkte im Jahr 2024 äußerst positiv. Sowohl die europäische Zentralbank als auch die US-amerikanische FED reduzierten die Leitzinsen im Jahresverlauf mehrmals um insgesamt einen Prozentpunkt. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Zinssätze für kurze Laufzeiten. Anleihen mit längeren Laufzeiten verzeichneten jedoch leicht ansteigende Zinssätze. So stieg die Verzinsung der 10jährigen Bundesanleihe im Jahresverlauf von 2,02 % auf 2,36 % an. Damit nähert sich die Neigung der Zinskurve von ihrer jetzigen fallenden Form wieder der langfristigen Normalität an. Unternehmensanleihen, die im Gegensatz zu Staatsanleihen ein höheres Kreditrisiko aufweisen, zeigten eine tendenziell freundliche Entwicklung. Anleihen mit Rating "Investment Grade" erzielten einen Wertzuwachs von 4 %, Anleihen mit einem Rating unterhalb von "Investment Grade" sogar knapp 9 %. Die Risikoaufschläge reduzierten sich auf ein niedriges, jedoch dem Ausfallrisiko noch angemessenem Niveau. Die Aktienmärkte entwickelten sich global äußerst positiv. Die US-amerikanischen Aktienmärkte überflügelten mit +34 % die Märkte in Europa (+11 %) und Asien (+17 %) deutlich. Eine der Ursachen ist der deutlich höhere Anteil von Technologie-Unternehmen am US-Aktienmarkt. Entwicklung der VersicherungswirtschaftDie Schaden- / Unfallversicherung war im abgelaufenen Geschäftsjahr durch ein moderates Beitragswachstum und einen moderaten Anstieg der Schadenbelastung geprägt. Nach vorläufigen Zahlen des GDV stellte sich die Geschäftsentwicklung wie folgt dar: Die gesamten Beiträge in der Schaden- / Unfallversicherung stiegen um 7,9 % auf insgesamt 92,3 Mrd. Euro. Bei um 4,6 % gestiegenen Geschäftsjahresschadenaufwendungen lag die Combined Ratio2 brutto mit 96 % unter dem Niveau des Vorjahres (98,8 %). In der Kraftfahrtversicherung betrugen die gebuchten Bruttobeiträge 34,1 Mrd. Euro (Vj. 30,6 Mrd. Euro). Damit zeichnete sich mit 11,4 % ein deutliches Wachstum (Vj. 5,1 %) ab. Gleichzeitig stiegen die Geschäftsjahresschadenaufwendungen leicht um 2,7 % (Vj. 15,2 %) auf 30,8 Mrd. Euro (Vj. 30,0 Mrd. Euro). Die Combined Ratio sank auf 104 % (Vj. 111,3 %). In der Privaten Sachversicherung wurde im Geschäftsjahr ein Beitragswachstum von 9,5 % (Vj. 13,9 %) erreicht. Die Geschäftsjahresschadenaufwendungen stiegen um 11,0 % (Vj. 13,1 %), sodass sich die Combined Ratio mit 97 % (Vj. 97,2 %) auf dem Niveau des Vorjahres lag. In der größten Sparte der Privaten Sachversicherung, der Verbundenen Wohngebäudeversicherung, erhöhten sich die Beitragseinnahmen um 11,5 % (Vj. 16,5 %) auf 13,2 Mrd. Euro (Vj. 11,8 Mrd. Euro). Die Schadenlast stieg um 11,0 % auf 9,6 Mrd. Euro (Vj. 8,6 Mrd. Euro). Insgesamt nahm die Combined Ratio auf 102 % (Vj. 103,3 %) ab. In der Allgemeinen Unfallversicherung lag das Beitragsniveau mit 6,8 Mrd. Euro leicht über dem Vorjahr (Vj. 6,7 Mrd. Euro). Die Geschäftsschadenaufwendungen beliefen sich auf rund 3,6 Mrd. Euro (Vj. 3,5 Mrd. Euro). Dadurch ergab sich eine Combined Ratio von 76 % (Vj. 74,5 %). In der Allgemeinen Haftpflichtversicherung betrugen die Beitragseinnahmen 8,7 Mrd. Euro gegenüber 8,6 Mrd. Euro im Vorjahr. Dies bedeutete eine Steigerung von 2,0 % (Vj. 3,7 %). Bei Geschäftsjahresschadenaufwendungen i. H. v. 5,5 Mrd. Euro (Vj. 5,3 Mrd. Euro) lag die Combined Ratio mit rund 86 % (Vj. 82,3 %) über dem Niveau des Vorjahres. Entwicklung der VersicherungswirtschaftDas Lebensversicherungsgeschäft war geprägt durch nahezu konstante laufende Beiträge sowie deutlich gestiegene Einmalbeiträge und somit insgesamt höhere gebuchte Bruttobeiträge. Das Neugeschäft ging gemessen an der Anzahl der Verträge gegenüber dem Vorjahre zurück. Der Versicherungsbestand nach Versicherungssumme stieg leicht an, während die laufenden Beiträge des Bestands auf Vorjahresniveau lagen. Im Einzelnen stellte sich das abgelaufene Geschäftsjahr nach den vom GDV veröffentlichten vorläufigen Zahlen wie folgt dar: Die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge lag mit 4,28 Mio. Stück (Vj. 4,42 Mio. Stück) leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Neuzugang wies eine Versicherungssumme i. H. v. 327,5 Mrd. Euro (Vj. 322,6 Mrd. Euro), laufende Beiträge für ein Jahr von 6,6 Mrd. Euro (Vj. 6,4 Mrd. Euro) und Einmalbeiträge von 27,0 Mrd. Euro (Vj. 24,5 Mrd. Euro) auf. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies einem Anstieg der Versicherungssumme um 1,5 % sowie einem Anstieg der Einmalbeiträge um 10,0 %. Bei den laufenden Beiträgen war ein Plus von 2,7 % zu verzeichnen. Der Neuzugang bei dem förderfähigen Produktsegment "Riester-Rente" belief sich auf insgesamt 31 Tsd. Verträge (Vj. 41 Tsd. Verträge) und lag damit um 25,3 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der laufende Jahresbeitrag der eingelösten Versicherungsscheine betrug 22,7 Mio. Euro (Vj. 30,5 Mio. Euro). Gegenüber dem Vorjahr bedeutete dies einen Rückgang um 25,3 % (Vj. - 56,7 %). Die gebuchten Bruttobeiträge des selbst abgeschlossenen Geschäfts (ohne Beiträge aus der RfB) betrugen 91,7 Mrd. Euro (Vj. 89,1 Mrd. Euro) und sind damit moderat angestiegen. Die laufenden Beiträge blieben konstant, die Einmalbeiträge stiegen deutlich um 10,6 %. Der Versicherungsbestand betrug nach der Anzahl der Verträge 80,2 Mio. Stück (-1,5 %), nach der Versicherungssumme 3,717,3 Mrd. Euro (+2,1 %) und nach dem laufenden Beitrag 64,7 Mrd. Euro (-0,2 %). Die gebuchten Bruttobeiträge der Pensionsfonds beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 laut GDV auf 0,97 Mrd. Euro (Vj. 1,04 Mrd. Euro). Dies entspricht einem moderaten Rückgang von 6,2 %. Beiträge aus den Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen sind in diesem Wert nicht enthalten. Für den Bestand ergab sich zum 31. Dezember 2024 vorläufig eine Erhöhung der Anzahl um 5,2 % auf rund 682.900 Personen (Vj. rund 649.100 Personen) mit einem laufenden Beitrag für ein Jahr i. H. v. 249,3 Mio. Euro (+7,1 %). Der gesamte Neuzugang für das Berichtsjahr 2024 lag bei rund 52.500 Personen und damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Der laufende Beitrag für ein Jahr aus diesem Neuzugang sank um 16,2 % auf 34,0 Mio. Euro während der Einmalbeitrag um 9,7 % auf 0,7 Mrd. Euro sank. Die Beitragssumme des Neugeschäfts sank auf 1,7 Mrd. Euro (Vj. 2,0 Mrd. Euro). GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr der SVH als Rückversicherungsunternehmen war gekennzeichnet durch ein gutes versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung in Höhe von 7,3 Mio. Euro (Vj. 5,1 Mio. Euro). Nach einer deutlich höheren Zuführung zur Schwankungsrückstellung lag das Ergebnis auf Vorjahresniveau. Die Erträge, die die SVH von ihren Tochterunternehmen und Beteiligungen erhalten hat, lagen mit 74,5 Mio. Euro (Vj. 85,3 Mio. Euro) unter dem Vorjahresniveau. Sie wurden vollständig phasengleich vereinnahmt. Das Kapitalanlageergebnis fiel mit 80,5 Mio. Euro dennoch über Vorjahresniveau aus (Vj. 73,8 Mio. Euro), was im Wesentlichen in deutlich verminderten Abgangsverlusten im Vorjahresvergleich begründet liegt. Zusammen mit dem deutlich besseren nichtversicherungstechnischen Ergebnis - primär infolge geringerer Aufwendungen für die Altersversorgung - lag das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit deutlich über dem Vorjahr. Insgesamt ergab sich ein Jahresüberschuss i. H. v. 71,0 Mio. Euro (Vj. 57,0 Mio. Euro). Der Vorstand hat aus dem Jahresüberschuss vorab 21,0 Mio. Euro (Vj. 10,0 Mio. Euro) in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der Bilanzgewinn, über dessen Verwendung die Hauptversammlung beschließen wird, beträgt 52,1 Mio. Euro (Vj. 48,5 Mio. Euro). ErtragslageBeiträgeIm Geschäftsjahr 2024 sind die gebuchten Bruttobeiträge mit 97,1 Mio. Euro (Vj. 64,8 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Für eigene Rechnung wurden verdiente Nettobeiträge i. H. v. 63,2 Mio. Euro (Vj. 48,2 Mio. Euro) vereinnahmt. Dies entspricht 59,2 % der verdienten Bruttobeiträge (Vj. 62,1%). VersicherungsleistungenDie Aufwendungen für Geschäftsjahresschäden erhöhten sich brutto um 6,6 Mio. Euro auf 64,7 Mio. Euro (Vj. 58,1 Mio. Euro). Auf die Rückversicherer entfiel hiervon ein Anteil von 26,6 %, dies entspricht 17,2 Mio. Euro (Vj. 11,3 Mio. Euro). Aus der Abwicklung der Vorjahresschäden ergab sich netto ein Gewinn von 1,1 Mio. Euro (Vj. 10,3 Mio. Euro). Aufwendungen VersicherungsbetriebDie Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen um 56,5 % auf 27,2 Mio. Euro (Vj. 17,4 Mio. Euro) zurück. Ausschlaggebend hierfür waren höhere Provisionen. Es erfolgte mit 14,8 Mio. Euro eine Kostenerstattung der Rückversicherer, die deutlich über dem Vorjahresniveau (Vj. 6,9 Mio. Euro) lag. Die Verwaltungskostenquote blieb auf einem sehr niedrigen Niveau und sank leicht auf 0,8 % (Vj. 1,1 %). Versicherungstechnisches ErgebnisFür das Geschäftsjahr 2024 ergab sich ein positives versicherungstechnisches Nettoergebnis vor Veränderung der Schwankungsrückstellung i. H. v. 7,3 Mio. Euro (Vj. 5,1 Mio. Euro), welches sich wie folgt auf die einzelnen Sparten aufteilt:
Infolge der Entwicklung in den einzelnen Sparten wurden der Schwankungsrückstellung in Summe 3,6 Mio. Euro zugeführt (Vj. 1,2 Mio. Euro). Den der Schwankungsrückstellung ähnlichen Rückstellungen (Pharma-, Terror- und Atomanlagenrückstellung) wurden 0,7 Mio. Euro zugeführt. Als versicherungstechnisches Nettoergebnis ergab sich somit ein Gewinn i. H. v. 3,0 Mio. Euro (Vj. 3,0 Mio. Euro). Geschäftsverlauf wesentlicher VersicherungszweigeIn der Sparte Lebensversicherung sanken die gebuchten Bruttobeiträge mit 3,8 Mio. Euro (Vj. 4,1 Mio. Euro) leicht gegenüber dem Vorjahr. Ausschlaggebend hierfür ist die 2022 vollzogene Neustrukturierung des Restkreditgeschäftes, wodurch es kein eingehendes Neugeschäft bei der SVH mehr gibt. Die Geschäftsjahresschadenquote lag brutto bei 88,19 % (Vj. 105,9 %), netto bei 88,13 % (Vj. 108,95 %) deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Combined Ratio brutto reduzierte sich ebenfalls erheblich auf 136,49 % (Vj. 165,55 %). Der Deckungsrückstellung wurden 3,3 Mio. Euro entnommen (Vj. 4,5 Mio. Euro). Das versicherungstechnische Ergebnis schloss mit einem Gewinn i. H. v. netto 2,0 Mio. Euro (Vj. 2,0 Mio. Euro) ab. Die gebuchten Bruttobeiträge in der Sparte Krankenversicherung betrugen in Folge der Neustrukturierung des Restkreditgeschäfts -0,1 Mio. Euro (Vj. 1,1 Mio. Euro). Die verdienten Beiträge betrugen 7,1 Mio. Euro (Vj. 10,2 Mio. Euro). Die Geschäftsjahresschadenquote brutto lag bei 110,14 % (Vj. 93,62 %), die Combined Ratio bei 155,80 % (Vj. 52,76 %). Das versicherungstechnische Ergebnis wies einen Verlust i. H. v. 5,4 Mio. Euro aus (Vj. 0,6 Mio. Euro Gewinn) aus. Die gebuchten Bruttobeiträge in der Haftpflichtversicherung stiegen mit 0,9 Mio. Euro leicht gegenüber Vorjahresniveau (Vj. 0,8 Mio. Euro). Die Geschäftsjahresschadenquote stieg gegenüber dem Vorjahr auf brutto 0,86 % (Vj. 0,32 %). Das Abwicklungsergebnis lag netto bei - 0,01 Mio. Euro (Vj. 0,2 Mio. Euro). Die Combined Ratio brutto stieg auf 9,44 % (Vj. -23,3 %). Der Schwankungsrückstellung wurden 0,1 Mio. Euro entnommen (Vj. 0,7 Mio. Euro Zuführung). In der Untersparte Pharma erfolgte eine Zuführung der Großrisikenrückstellung von 0,08 Mio. Euro (Vj. 0,5 Mio. Euro). In Summe ergab sich ein versicherungstechnisches Nettoergebnis i. H. v. 1,0 Mio. Euro (Vj. 0,2 Mio. Euro). In der Feuerversicherung stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 78,2 % auf 20,0 Mio. Euro (Vj. 11,2 Mio. Euro). Die Geschäftsjahresschadenquote brutto sank auf 56,9 % (Vj. 84,13 %). Die Combined Ratio brutto sank ebenfalls deutlich gegenüber dem Vorjahr und lag bei 69,85 % (Vj. 83,8 %). Das versicherungstechnische Ergebnis netto wies einen Gewinn i. H. v. 0,5 Mio. Euro (Vj. 0,8 Mio. Euro Verlust) aus. Bei den gebuchten Bruttobeiträgen in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung ergab sich ein deutlicher Anstieg um 49,5 % auf 49,8 Mio. Euro (Vj. 33,3 Mio. Euro). Die Geschäftsjahresschadenquote brutto lag mit 57,4 % unter dem Vorjahr (Vj. 64,95 %). Das Abwicklungsergebnis aus Vorjahresschäden brutto ist mit 4,8 Mio. Euro auf Vorjahresniveau weiterhin positiv (Vj. 4,9 Mio. Euro). Die Combined Ratio fiel auf 78,2 % (Vj. 82,5 %). Der Schwankungsrückstellung wurden 0,9 Mio. Euro zugeführt (Vj. 0,3 Mio. Euro). Das versicherungstechnische Nettoergebnis schloss mit einem Gewinn von 3,6 Mio. Euro (Vj. 0,1 Mio. Euro) ab. Bei den übrigen Versicherungen stiegen die gebuchten Bruttobeiträge auf 3,5 Mio. Euro (Vj. 1,4 Mio. Euro). Die Geschäftsjahresschadenquote brutto sank auf 51,8 % (Vj. 65,8 %), die Combined Ratio stieg auf 41,9 % (Vj. 25,1 %). Das versicherungstechnische Ergebnis betrug netto 1,9 Mio. Euro (Vj. 1,7 Mio. Euro). Erträge und Aufwendungen aus KapitalanlagenAus den Kapitalanlagen wurden Gesamterträge i. H. v. 91,7 Mio. Euro (Vj. 114,3 Mio. Euro) erzielt. Hierin sind 73,9 Mio. Euro (Vj. 84,8 Mio. Euro) Beteiligungserträge von Tochterunternehmen enthalten, die überwiegend von der SVL und der SVG stammen. Die Gewinnansprüche wurden phasengleich vereinnahmt. Die Abgangsverluste aus der Realisierung zinsbedingter stiller Lasten festverzinslicher Wertpapiere gingen deutlich auf 10,0 Mio. Euro zurück (Vj. 38,8 Mio. Euro). Das Kapitalanlageergebnis stieg auf 80,5 Mio. Euro (Vj. 73,8 Mio. Euro). Sonstiges nichtversicherungstechnisches ErgebnisDen Sonstigen Erträgen von 820,9 Mio. Euro (Vj. 787,2 Mio. Euro) standen Sonstige Aufwendungen von 826,9 Mio. Euro (Vj. 807,1 Mio. Euro) gegenüber. Unter den Sonstigen Erträgen und Aufwendungen sind insbesondere konzerninterne Dienstleistungen erfasst. Das negative sonstige nichtversicherungstechnische Ergebnis hat sich insgesamt von 19,9 Mio. Euro auf 6,0 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dies ist insbesondere auf geringere Aufwendungen aus Altersversorgung zurückzuführen. Ergebnis der normalen GeschäftstätigkeitDer Überschuss aus der normalen Geschäftstätigkeit war im Geschäftsjahr um 20,6 Mio. Euro höher als 2023 und lag mit 77,3 Mio. Euro über dem Niveau der vergangenen Jahre. SteuernIm Geschäftsjahr ergab sich ein Steueraufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag i. H. v. 5,3 Mio. Euro (Vj. Steuerertrag 1,2 Mio. Euro). Auf Steuern des Geschäftsjahres entfiel dabei ein Steueraufwand i. H. v. 3,4 Mio. Euro. Für Vorjahressteuern wurde ein Steueraufwand i. H. v. 1,9 Mio. Euro erfasst. JahresüberschussDer Jahresüberschuss konnte auf 71,0 Mio. Euro (Vj. 57,0 Mio. Euro) gesteigert werden. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr i. H. v. 2,1 Mio. Euro und einer Einstellung in die Gewinnrücklage von 21,0 Mio. Euro ergab sich ein Bilanzgewinn i. H. v. 52,1 Mio. Euro (Vj. 48,5 Mio. Euro), über dessen Verwendung die Hauptversammlung beschließen wird. FinanzlageHauptaufgabe des Finanzmanagements ist es, die Zahlungsfähigkeit sowohl kurzfristig als auch dauerhaft zu sichern. Die aus den Versicherungs- und sonstigen Verträgen resultierenden Zahlungsverpflichtungen sollen zu jeder Zeit erfüllbar sein. Hierzu werden die Zahlungsmittel- und -abflüsse kontinuierlich geplant und überwacht. Das Vermögen wird dabei so angelegt, dass eine möglichst hohe Sicherheit und Rentabilität bei ausreichender Liquidität unter Wahrung einer angemessenen Mischung und Streuung erreicht wird. Seit dem Geschäftsjahr 2018 werden die Liquiditätsüberschüsse der Konzerngesellschaften über ein Cash-Pooling grundsätzlich von der SVH verwaltet, um durch eine gezieltere Allokation freier Liquidität eine bessere Rentabilität zu erwirtschaften. Hierzu wurde ein Kreditlimit unter Berücksichtigung aktien- und aufsichtsrechtlicher Vorschriften vereinbart. Die Verzinsung wird entsprechend der Verzinsung des Masterkontos für den Cash Pool durch die LBBW hinterlegt. Der Zinssatz beläuft sich im Geschäftsjahr ab dem 18. Dezember 2024 auf 2,99 % für Beträge oberhalb einer Mindesliquidität. Die Gesellschaft konnte ihre aus den Versicherungs- und sonstigen Verträgen resultierenden Zahlungsverpflichtungen im Berichtsjahr jederzeit uneingeschränkt erfüllen. Auch aktuell sind keine Liquiditätsengpässe erkennbar. Die außerbilanziellen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft sind im Anhang auf Seite xx dargestellt. VermögenslageKapitalanlagenDie Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) stiegen im Berichtsjahr um 2,6 % auf 1.891,5 Mio. Euro (Vj. 1.842,8 Mio. Euro). Hiervon betrafen 917,1 Mio. Euro (Vj. 917,1 Mio. Euro) die Beteiligungen an den Tochterunternehmen SVL und SVG. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betrugen unverändert zum Vorjahr 90,0 Mio. Euro. Die Beteiligungen gingen auf 7,2 Mio. Euro (Vj. 8,3 Mio. Euro) zurück. Die Investmentanteile und Inhaberschuldverschreibungen beliefen sich auf 536,2 Mio. Euro (Vj. 486,7 Mio. Euro). Weitere 154,7 Mio. Euro (Vj. 170,1 Mio. Euro) entfielen auf Anlagen in Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen. Die saldierten stillen Reserven auf die Kapitalanlagen erhöhten sich von 1.189,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 1.320,5 Mio. Euro. Der Anstieg resultiert vor allem aus den höheren Zeitwerten der Anteile an verbundenen Unternehmen.
Forderungen / VerbindlichkeitenDie Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sind gegenüber dem Vorjahr um 14,7 Mio. Euro auf 28,9 Mio. Euro gestiegen, die Abrechnungsverbindlichkeiten sind ebenfalls gestiegen und betragen 59,4 Mio. Euro. In den Sonstigen Forderungen sind im Wesentlichen die konzerninternen Abrechnungen sowie die Forderungen aus der Ergebnisabführung der SVL und der phasengleich vereinnahmten Ausschüttung der SVG enthalten. Unter den Sonstigen Verbindlichkeiten werden vor allem Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. 177,4 Mio. Euro (Vj. 91,1 Mio. Euro) ausgewiesen, die größtenteils aufgrund des Cash-Pooling mit den anderen Konzernunternehmen entstanden sind. ZusammenfassungDer Jahresüberschuss der SVH betrug 71,0 Mio. Euro und lag damit über dem Vorjahr (57,0 Mio. Euro). Ursächlich dafür waren im Wesentlichen die Ergebnisentlastung durch geringere Aufwendungen für die Altersversorgungen. Insgesamt übertrifft das Geschäftsergebnis die Erwartungen des Vorstands. Der Vorstand ist mit der Entwicklung der Gesellschaft vor dem Hintergrund eines weiterhin schwierigen finanzwirtschaftlichen Umfelds sehr zufrieden. RISIKO- UND CHANCENBERICHTRisiko- und ChancenmanagementOrganisationZiel des Risiko- und Chancenmanagements ist die Sicherung der Unternehmensziele, indem sämtliche risikorelevante Sachverhalte sowie strategische Chancen zu einer ganzheitlichen Unternehmenssicht zusammengeführt werden. Die Verantwortlichkeiten für das Risikomanagement sind eindeutig definiert. Es ist eine klare Trennung zwischen dem Aufbau von Risikopositionen einerseits und deren Überwachung und Kontrolle andererseits garantiert. Bei Bedarf sind zusätzlich flankierende Maßnahmen hinterlegt. Der Vorstand legt die geschäftspolitischen Ziele sowie die Risikostrategie nach Rendite- und Risikogesichtspunkten verbindlich fest und trifft Entscheidungen über den Eingang und die Handhabung wesentlicher Risiken. Er ist für die Einhaltung der Risikotragfähigkeit und die laufende Überwachung des Risikoprofils verantwortlich und bestimmt die Risikotoleranz des Unternehmens. Neben der Festlegung der Leitlinien für das Risikomanagement, welche konzernweitgültige Rahmenbedingungen für das Risikomanagementsystem vorgeben, trägt er auch die Verantwortung für deren Weiterentwicklung und erlässt die Geschäftsordnung für die URCF. Zudem ist er für die Durchführung des Controllings der risikomindernden Maßnahmen, die Einrichtung eines Frühwarnsystems sowie für die Lösung von wesentlichen risikorelevanten Ad-hoc-Problemen verantwortlich. Das zentrale Risikomanagement übernimmt
Als dezentrale Risikomanager gelten prinzipiell die einzelnen Hauptabteilungsleiter des Innendienstes des SV Konzerns. Zudem sind die den einzelnen Vorstandsressorts direkt unterstellten Abteilungsleiter, der Bereichsleiter Firmenkunden sowie die Geschäftsführer der SVI, der SV bAV Consulting, der SVR und die URCF der SVP darunter zu fassen. Der Informationssicherheitsbeauftragte, der Datenschutzbeauftragte, der Business Continuity Manager sowie die Inhaber der Schlüsselfunktionen Versicherungsmathematische Funktion, Compliance-Funktion und Interne Revision gelten ebenfalls als dezentrale Risikomanager. Die dezentralen Risikomanager - mit Ausnahme der Schlüsselfunktionen - treffen gegebenenfalls operative Entscheidungen über die Risikonahme sowie Risikosteuerung und sind für die Identifikation, Analyse und Bewertung der Risiken ihres Geschäftsbereichs, die laufende Verbesserung der dezentralen Risikomanagementsysteme sowie für Ad-hoc-Risikomeldungen verantwortlich. Das Risikorundengremium unter regelmäßiger Teilnahme des Vorsitzenden des Vorstands und des Vorstandsmitglieds Finanzen, des Hauptabteilungsleiters Unternehmenssteuerung und Prozesse sowie der Schlüsselfunktionsinhaber überprüft monatlich die aktuelle Risikosituation der Versicherungsunternehmen und des SV Konzerns. Im jährlichen Rhythmus erfolgt mit wechselnden Schwerpunkten eine Überprüfung des Risikomanagementsystems durch die Interne Revision. Die letzten Prüfungen haben die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit bestätigt. Um seiner Bedeutung entsprechend gerecht zu werden und eine enge Verzahnung mit der Unternehmensstrategie sicherzustellen, wird das Chancenmanagement in der Hauptabteilung Unternehmensentwicklung koordiniert. Übergreifender KontrollprozessDer Umgang mit Risiken ist ebenso wie die gesamte Risikopolitik in allen Unternehmensbereichen und allen relevanten Geschäftsprozessen verankert und als laufender Prozess angelegt. Er umfasst alle Aktivitäten zum systematischen Umgang mit Risiken im Unternehmen und wird als ein integraler Bestandteil der allgemeinen Entscheidungsprozesse und Unternehmensabläufe verstanden. Die Schwerpunkte im Risikomanagementsystem der SVH liegen auf der Identifikation, der Bewertung, der Steuerung und der Überwachung von Risiken. Hierfür wurde der Risikokontrollprozess entwickelt, der die Kernelemente der unternehmensinternen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung abbildet und jährlich durchlaufen wird. Im Rahmen der Risikoberichterstattung werden die Ergebnisse und Informationen des Risikokontrollprozesses an wichtige interne und externe Empfänger - unter anderem den Vorstand, den Aufsichtsrat und die BaFin -kommuniziert. Gemäß der Konzeption des Risikomanagementsystems erfolgt insbesondere mithilfe der jährlich stattfindenden Risikoinventur die Risikoidentifikation sowie deren Bewertung und die anschließende Risikoberichterstattung. Hierzu sind alle dezentralen Risikomanager aufgefordert,
zu melden. Alle erfassten Risiken und deren Bewertungen werden anschließend validiert und in thematisch übergreifenden Handlungsfeldern zusammengeführt, um eine Gesamtbetrachtung der Risikosituation der Versicherungsunternehmen sowie des SV Konzerns zu ermöglichen. Die Ergebnisse liefern neben der aktuellen Risikosituation gleichzeitig wichtige Anhaltspunkte für die Festlegung von strategischen Zielgrößen. Um eine adäquate Überwachung und Steuerung der Risiken sicherzustellen, werden risikomindernde Maßnahmen sowie geeignete Frühwarnindikatoren identifiziert und regelmäßig aktualisiert. Auf Basis der Risikoinventur und der anschließenden Ermittlung der vollumfänglichen unternehmensinternen Risikotragfähigkeit erstellt das zentrale Risikomanagement den jährlichen gruppenweiten Bericht über die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung des SV Konzerns. Das durch das zentrale Risikomanagement entwickelte unternehmensinterne Risikotragfähigkeitskonzept und Limitsystem beinhaltet neben einer ökonomischen auch eine handelsrechtliche Sichtweise. Bei den unternehmensinternen Steuerungskreisen werden die folgenden beiden Ansätze betrachtet: Liquidierungsansatz und Fortführungsansatz. Um zu bestimmen, ob und in welcher Höhe die Gesellschaften ihre wesentlichen Risiken (Risikokapitalbedarf) tragen können, wird zunächst ermittelt, wie viel Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht. Übersteigt der Risikokapitalbedarf das Risikodeckungspotenzial des Unternehmens, so ist die Risikotragfähigkeit gefährdet. Diese unternehmensinterne Betrachtung entspricht dem Liquidierungsansatz. Die unternehmensinternen Steuerungskreise setzen im Limitsystem darauf aufbauend als Bedingung voraus, dass nur ein Anteil des Risikodeckungspotenzials zur Bedeckung der Risiken eingesetzt werden soll. Dieser Anteil wird als Risikotoleranz bezeichnet. Die Risikotoleranz wird so festgelegt, dass das verbleibende Risikodeckungspotenzial - auch Fortführungskapital genannt -ausreicht, um eine Fortführung des Unternehmens nach einem 200-Jahresereignis zu gewährleisten (Fortführungsansatz). Im nächsten Schritt des Limitsystems wird die Risikotoleranz zusammen mit den risikomindernden Effekten, beispielsweise dem aus der Risikostruktur resultierenden Diversifikationseffekt, auf einzelne Risikokategorien aufgeteilt (Risikobudget). Wird in jeder Risikokategorie das durch das Risikobudget definierte Limit im Zeitverlauf nicht überschritten, ist die Risikotragfähigkeit der jeweiligen Gesellschaft gewährleistet. Zur unterjährigen Kontrolle der Risikotragfähigkeitskonzepte und Limitsysteme sind Ampelsysteme und damit einhergehende verbindliche Eskalationsprozesse definiert. Das Risikorundengremium überwacht die aktuelle Risikosituation der SVH. Hierbei kommen Instrumente wie die monatliche Risikoabfrage bei den dezentralen Risikomanagern zur Erfassung neuer und veränderter Risiken sowie das konzernweite Frühwarnsystem zum Tragen. Dadurch werden risikorelevante Entwicklungen rechtzeitig erkannt und Handlungsmöglichkeiten gesichert. Die wesentlichen Ergebnisse der Risikorunden werden dem Vorstand monatlich sowie dem Aufsichtsrat vierteljährlich berichtet. Der Prozess des Chancenmanagements beinhaltet neben der laufenden Identifikation der Chancen eine Analyse des Markt- und Wettbewerbsumfelds, auch im Rahmen der strategischen Wettbewerbsbeobachtung, sowie eine Auseinandersetzung mit strategierelevanten Entwicklungen und Trends durch den zentralen Strategiebereich. Die Ergebnisse werden im Vorstand regelmäßig diskutiert, bewertet und auf mögliche relevante Chancen für die SVH geprüft. Für eine erfolgreiche Weiterentwicklung verfolgt die SVH das Ziel, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen. Chancen werden in den einzelnen Bereichen identifiziert, analysiert, bewertet und mit adäquaten Maßnahmen realisiert. Das Chancenmanagement orientiert sich an der Unternehmensstrategie und legt dabei besonderen Fokus auf die Kundenzentrierung sowie auf ertragreiches undb nachhaltiges Wachstum. Aus der Beobachtung und Beurteilung des Marktumfelds werden Chancen abgeleitet, die im Rahmen der Unternehmensplanung und des Zielvereinbarungsprozesses gemeinsam zwischen dem Vorstand und der Führungsebene abgestimmt werden. Die Priorisierung der Themen ergibt sich aus der aktuellen Strategie. Hiermit erreicht die SVH, dass Chancen in einem ausgeglichenen Verhältnis zu Risiken stehen und steigert gleichzeitig den Mehrwert für Eigentümer und Kunden. Wenn nicht anders angegeben, betreffen alle beschriebenen Chancen in unterschiedlichem Ausmaß sämtliche Bereiche im Unternehmen. Als Anteilseigner mit Holdingfunktion partizipiert die SVH grundsätzlich an den Chancen der Tochterunternehmen. Sofern es wahrscheinlich ist, dass die Chancen eintreten, werden sie in der Prognose für 2025 und in die mittelfristige Perspektive aufgenommen. KapitalanlageprozessDie die SVH identifiziert und begrenzt die Risiken aus Kapitalanlagen. Die Steuerung dieser Risiken ist in den Leitlinien des Finanzressorts etabliert und in der Investmentrisikoleitlinie festgehalten. Die Risikosteuerung stellt sicher, dass sowohl die aufsichtsrechtlichen Grundsätze der Sicherheit, Qualität, Rentabilität, Liquidität, Verfügbarkeit sowie Mischung und Streuung eingehalten werden als auch die Gesamtrisikosituation des Unternehmens in die strategische Anlagepolitik einbezogen wird. Ziel des Kapitalanlagemanagements die SVH ist es, die Zahlungsverpflichtungen, die aus den Anforderungen der Passivseite resultieren, jederzeit bedienen zu können und gleichzeitig den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Um die Ertrags- und Risikopositionierung optimal zu gestalten, wurde ein mehrstufiger Kapitalanlageprozess etabliert, der die Anpassung an die sich ändernden Marktgegebenheiten gewährleistet. Ausgangspunkt dieses Prozesses ist die Definition der Kapitalanlageziele unter Berücksichtigung der spartenspezifischen Besonderheiten des Rückversicherungsgeschäfts sowie der Ertragserwartungen. Die Ziele werden jährlich im Rahmen der Jahres- und Mittelfristplanung mit dem Vorstand abgestimmt. Die Fixierung des Steuerungsrahmens erfolgt durch den Vorstand über die Festlegung von Zielgrößen und einer Strategie für das Gesamtunternehmen. Die Kapitalmarktentwicklung und ihre Auswirkung auf den Kapitalanlagebestand werden systematisch überwacht. In Szenariorechnungen werden halbjährlich Mehrjahresplanungen durchgeführt. Neben dem erwarteten Szenario werden zusätzlich optimistische und pessimistische Varianten betrachtet. Ausgehend von Kapitalmarkteinschätzungen und Risikoanalysen wird die strategische Asset Allocation mit Schwerpunkt bei der Fälligkeitsstruktur der Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren abgeleitet. Diese gibt den Rahmen für die anschließende taktische Asset Allocation vor. Auf der Basis kurzfristiger Kapitalmarkteinschätzungen (bis zu sechs Monate) werden Vorgaben für die taktische Asset Allocation erstellt. Hierbei werden Detailanalysen für Rentenanlagen in verschiedenen Laufzeiten durchgeführt. Die Strukturierung und operative Durchführung der Transaktionen für die jeweiligen Assetklassen erfolgen -mit Ausnahme von strategischen Beteiligungen - durch externe Asset Manager. Die Einhaltung der strategischen und aufsichtsrechtlichen Rahmenvorgaben wird übergreifend durch die Hauptabteilung Kapitalanlagen Marktfolge überwacht. Die Abwicklung der Handelsgeschäfte und die Bestandsverwaltung bei handelbaren Wertpapieren erfolgen in funktionaler Trennung vom Portfoliomanagement. Die Kapitalanlageaktivitäten werden von einem umfassenden Berichtswesen begleitet. Dadurch ist eine regelmäßige und zeitnahe Versorgung aller am Investmentprozess beteiligten Instanzen und Entscheidungsträger mit den für sie relevanten Informationen sichergestellt. Neben Direktanlagen investiert die SVH in Spezialfonds. Diese setzen sich zusammen aus einzelnen Mandaten für verschiedene Assetklassen, die jeweils durch ausgewählte externe Fondsmanager betreut werden. Jedes Mandat in den Spezialfonds wird durch Investment-Richtlinien im Hinblick auf seinen Inhalt, seine Zielsetzung und seine Risikobegrenzung hin beschrieben. Diese Investment-Richtlinien sind im Einklang mit der Investmentrisikoleitlinie der SVH. In dieser sind die aufsichtsrechtlichen Vorgaben wie auch weitergehende interne Regelungen und Beschränkungen konkretisiert. Die InvestmentRichtlinien der Mandate werden von der jeweiligen Kapitalverwaltungsgesellschaft in ein internes Controllingsystem eingepflegt. Aktive Grenzverletzungen durch die Fondsmanager bzw. indirekte Grenzverletzungen durch Marktveränderungen werden durch das System automatisch gemeldet und an die SVH und die Fondsmanager kommuniziert. Um die Risiken zu messen, zu kontrollieren und zu steuern, stehen folgende quantitative Instrumente zur Verfügung:
Ausgegliederte FunktionenAusgliederungen von wichtigen Funktionen oder Versicherungstätigkeiten wie das Frontoffice in der Kapitalanlage und im Währungsmanagement oder IT-Dienstleistungen werden über definierte Ansprechpartner im Ausgliederungsprozess einbezogen. Im Bereich der Kapitalanlagen bilden die Hauptabteilungen Kapitalanlagen Liquide Assets und Kapitalanlagen Immobilien Schnittstellen zu externen Asset Managern. Im Bereich der IT hat der SV Konzern seine IT-Aktivitäten in eine eigenständige Konzerngesellschaft ausgegliedert. Die SVI ist für die Entwicklung und den Betrieb der definierten Anwendungslandschaft, den Betrieb des Rechenzentrums und der gesamten IT-Infrastruktur verantwortlich. Die SVI bezieht wiederum über weitere Subdienstleister IT-Dienstleistungen. Dies sind im Wesentlichen die FI-TS und die CANCOM für Rechenzentrums- und Infrastrukturleistungen. Über die Firma RICOH werden Druckdienstleistungen bezogen. Die SVI hat ein eigenes Risikomanagementsystem, das an dem des SV Konzerns ausgerichtet ist. Die SVI ist dabei in den Risikoerhebungsprozess des SV Konzerns eingebunden und bezieht in diesem Zug auch die Risiken und Chancen der Subdienstleister mit ein. Die SVI hat das Rahmenwerk "Sicherer IT-Betrieb" der SIZ GmbH als Informationssicherheitsstandard eingeführt und richtet die IT-Aktivitäten an den dortigen Richtlinien aus. Der "Sichere IT-Betrieb" findet im gesamten Sparkassenverbund und darüber hinaus Anwendung. Im Vorfeld von Ausgliederungen von Funktionen und sonstigen Dienstleistungen ist im SV Konzern ein definierter Prozess zur Risikoanalyse implementiert. Dieser bildet die Entscheidungsgrundlage, ob die Aufnahme der Ausgliederung erfolgen kann. Bei bestehenden Ausgliederungen stellen regelmäßige Abstimmungen mit den Dienstleistern sicher, dass die mit der Ausgliederung verbundenen Risiken angemessen überwacht werden. Zudem wird bei wichtigen Ausgliederungen das Ergebnis der jährlichen Überprüfung des Dienstleisters an den Vorstand berichtet. Ausblick und Weiterentwicklung des Risiko- und ChancenmanagementsystemsDie Weiterentwicklung des Risiko- und Chancenmanagements der SVH ist ein kontinuierlicher Prozess, in welchen neueste Erkenntnisse aus der Risiko- und Chancensituation ebenso einfließen wie aktuelle Entwicklungen und gesetzliche und aufsichtsrechtliche Anforderungen. Insbesondere werden die Kernelemente der unternehmensinternen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung einer regelmäßigen detaillierten Qualitätssicherung unterzogen. Darüber hinaus bestimmt zunehmend die Nachhaltigkeit den aufsichtlichen Fokus. So werden im Hinblick auf die neue EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) die Analysen hinsichtlich Nachhaltigkeitsrisiken zukünftig noch weiter vertieft. Zu diesem Zweck wurde eine umfassende Wesentlichkeitsanalyse in allen Handlungsfeldern durchgeführt. Die Inflation pendelte sich zum Stichtag auf einem Niveau von 2,6 Prozent ein. Das Marktzinsniveau sank über das Berichtsjahr leicht. Weiterhin stellen allgemeine politischen Unsicherheiten, sowie eine deutlich verschlechterte wirtschaftliche Lage in Deutschland die Versicherungsbranche vor Herausforderungen und rücken das Risikomanagement verstärkt in den Fokus. Berichterstattung zu einzelnen RisikenVersicherungstechnische Risiken aus dem übernommenen RückversicherungsgeschäftIn der aktiven Rückversicherung dominiert das Konzentrationsrisiko, das sich aus Naturkatastrophen sowie anderen Kumulschäden realisieren kann. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird das Exposure laufend beobachtet und die maximale Schadenlast nach Rückversicherung beschränkt. Die Ermittlung der versicherungstechnischen Risiken erfolgt überwiegend szenariobasiert. Insgesamt sind die versicherungstechnischen Risiken in der SVH von untergeordneter Bedeutung. Die Schadenquoten und Abwicklungsergebnisse für eigene Rechnung der SVH entwickelten sich wie folgt:
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem VersicherungsgeschäftDie Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft i. H. v. 28,8 Mio. Euro sowie die Rückversicherungsanteile an den Rückstellungen (abzgl. Depotverbindlichkeiten i. H. v. 0,0 Mio. Euro) i. H. v. 0,5 Mio. Euro gegenüber Rückversicherungsgesellschaften können hinsichtlich ihrer Bonität in folgende Klassen unterteilt werden:
Risiken aus KapitalanlagenDie Inflationsentwicklung in der Eurozone und den USA war auch im Jahr 2024 ein wesentlicher Treiber der Kapitalmärkte. Die Verbraucherpreisinflation nahm in beiden Wirtschaftszonen spürbar ab. In den USA verminderte sich der Preisauftrieb von 3,4 % am Jahresende 2024 auf 2,7 % Ende November 2024. In der Eurozone nahm dieser noch stärker von 2,9 % auf 2,2 % ab. Die Notenbanken schauten in ihrer Zinspolitik stärker auf die Kerninflation, aus der sehr volatile Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden. Die Entwicklung der Kerninflation war ebenfalls rückläufig. Sie ging in den USA im selben Zeitraum von 3,9 % auf 3,3 % und in der Eurozone von 3,4 % auf 2,7 % zurück. Aufgrund dieser langsamen Entwicklung waren die wesentlichen Notenbanken (EZB, US-FED) zögerlich mit ihren Zinssenkungen. Die EZB agierte zuerst im Juni mit einem Zinsschritt von -0,25 %, die US-FED folgte Mitte September mit -0,5 %. Bis Dezember senkte die EZB den Hauptrefinanzierungssatz von 4,5 % zu Jahresbeginn auf 3,15 %, die US-FED ihr Zinsband von 5,25 % bis 5,5 % auf ein Niveau von 4,25 % bis 4,5 %. Die Renditen am Kapitalmarkt, die im Schlussquartal 2023 noch sehr stark gefallen waren, erholten sich zu Jahresbeginn wieder. Die Erwartung schnell fallender Zentralbankzinsen wurde wieder aus den Renditen herausgerechnet, da die Inflationszahlen zu Jahresbeginn nur noch langsam zurückgingen und sich gleichzeitig das Wirtschaftswachstum in den USA als deutlich robuster als erwartet zeigte. Dies führte dazu, dass die Renditen auf Bundesanleihen und auch US-Treasuries über die gesamte Zinskurve stiegen. 2-Jahres-Bundrenditen stiegen seit Jahresbeginn von 2,37 % auf 3,09 % im Sommer, die Rendite von 10-jährigen Bundesanleihen von 2,02 % auf 2,71 %. Die Renditen der US-Treasuries stiegen auf Werte von 5,03 % (zwei Jahre Laufzeit) bzw. 4,77 % (zehn Jahre Laufzeit). Mit den ersten Zinssenkungen der Zentralbanken sanken die Renditen am Kapitalmarkt wieder. Sie gingen für kurzlaufende Papiere (zwei Jahre) deutlich stärker zurück als für langlaufende (zehn Jahre), so dass die Zinskurven wieder eine Steilheit aufwiesen. Die 2-jährigen Bundrenditen liegen nun wieder bei 2,08 %, die 10-jährigen bei 2,36 %. Bei den US-Treasuries war der Rückgang weniger ausgeprägt, die 2-jährigen liegen bei 4,24 %, die 10-jährigen bei 4,57 %. Die Bewertungen der Kapitalanlagen der SVH haben sich im Jahresverlauf weiter positiv entwickelt , die Reserven haben sich weiter erhöht. Zinspapiere verfügen teilweise noch über stille Lasten. Die betreffenden Anleihen werden in den meisten Fällen bis zu ihrer Fälligkeit gehalten. Dadurch kann die Wertaufholung vom jetzigen Kursniveau bis zum Rückzahlungswert vereinnahmt werden. Das Zinsniveau zum Jahresende 2024 ist weiterhin attraktiv. Daher bestehen Chancen, mit Zinsanlagen adäquate Renditen für die SVH zu erzielen. Die SVH verfügt über umfangreiche Zinsanlagen mit Kreditspreads, die den laufenden Ertrag über den risikofreien Zins hinaus erhöhen. Die Risikoaufschläge auf Spreadassetklassen wie Corporate Bonds oder High Yield haben sich im Jahresverlauf leicht eingeengt. Das Niveau dieser Kreditspreads überdeckt die im Bestand zu erwartenden Kosten für Kreditausfälle im Mittel eines Konjunkturzyklus deutlich. Daher wird auf Sicht mehrerer Jahre von einer deutlichen Mehrverzinsung dieser Anlagen gegenüber risikofreien Anlageformen ausgegangen. Neben festverzinslichen Anlagen investiert die SVH indirekt auch in Aktien. Die Aktienanlagen sind weltweit gestreut mit Schwerpunkt auf Europa und USA. Aufgrund der global gestreuten Investitionen ist die SVH Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Diese werden je nach Marktlage mit Devisentermingeschäften gesichert. Im Einzelnen können im Bereich der Kapitalanlagen Kredit-, Marktpreis- und Konzentrations- sowie Liquiditätsrisiken auftreten. Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko, das sich aufgrund eines Ausfalls, einer Bonitätsveränderung oder einer Spreadveränderung bei der Bonitätsbewertung (Credit Spreads) von Wertpapieremittenten, Gegenparteien und anderen Schuldnern ergibt. Einen großen Teil der festverzinslichen Vermögenswerte hat die SVH in gedeckte Papiere wie Pfandbriefe investiert. Im Falle der Insolvenz einer Pfandbriefbank steht ein Deckungsregister zur Verfügung, wodurch das Kreditrisiko begrenzt wird. Die Überwachung dieses Deckungsregisters erfolgt durch einen Treuhänder. Eine zusätzliche Bonitätsrisikobegrenzung wird durch Papiere von öffentlichen Stellen (z. B. Staatsanleihen) oder Papiere mit Garantien von selbigen erreicht. Investitionen erfolgen im Rahmen eines konservativen Ansatzes. So kann das Kreditrisiko durch eine sorgfältige Emittentenauswahl sowie einer angemessenen Risikodiversifikation nach qualitativen und quantitativen Kriterien weiter begrenzt werden. Die Kreditqualität eines Emittenten wird durch Ratings anerkannter Ratingagenturen wie Standard&Poor's, Moody's und Scope sowohl bei Eingang des Vertragsverhältnisses als auch während der Laufzeit überprüft und sichergestellt. Darüber hinaus werden Emittenten von im Direktbestand erworbenen Wertpapieren durch das Research der LBBW analysiert. Hierbei werden nahezu ausschließlich Titel im Investment-Grade-Bereich erworben. Nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der jeweiligen Festzinsanlagen nach Ratingklassen (in %):
Der Bestand in der Ratingklasse "Not rated" besteht insbesondere aus den im November 2014 und im Juni 2020 abgeschlossenen Nachrangdarlehen an die SVL. Mit dem Ziel, eine hohe Kreditqualität des Portfolios aufrechtzuerhalten, wurden folgende interne Steuerungsvorschriften definiert: Hinsichtlich der Festzinsanlagen bei privaten Kreditinstituten gilt eine Beschränkung im Direktbestand zum Erwerbszeitpunkt auf den Investment-Grade-Bereich. Dies bedeutet, dass das Rating der Emission bzw. des Emittenten bei Erwerb nicht schlechter sein darf als BBB-/Baa3/BBB- (Standard& Poor's/Moody's/Scope). In Anlagen ohne Rating kann nur investiert werden, wenn ihr Sicherheitsniveau nachprüfbar positiv beurteilt wurde. Das Halten von Titeln mit einem Rating von BB+ oder schlechter im Direktbestand erfordert eine regelmäßige Stellungnahme durch die Hauptabteilung Kapitalanlagen Liquide Assets und eine Genehmigung durch den Ressortvorstand. Die Anlagemöglichkeiten in sonstige Festzinsanlagen sind zum Erwerbszeitpunkt auf den Investment-GradeBereich beschränkt. In Anlagen ohne Rating kann nur investiert werden, wenn ihr Sicherheitsniveau nachprüfbar positiv beurteilt wurde. Auch hier gilt, dass das Halten von Titeln mit einem Rating von BB+ oder schlechter im Direktbestand eine regelmäßige Stellungnahme durch die Hauptabteilung Kapitalanlagen Liquide Assets und eine Genehmigung durch den Ressortvorstand erfordert. Bei der Anlage ist auf hohe Diversifikation zu achten. Die Einhaltung einer ausreichenden Mischung ergibt sich aus dem Anlagekatalog in der Investmentrisikoleitlinie. Dieser Anlagekatalog enthält zahlreiche quantitative Vorgaben. Weitergehende Vorgaben für fremdverwaltete Mandate innerhalb der Fondsbestände, sind in den Anlagerichtlinien geregelt. Für jeden Spezialfonds und jedes Fondssegment werden spezielle Anlagerichtlinien erstellt, an welche sich die Fondsmanager vertraglich zu halten haben. Unter Marktpreisrisiko werden Risiken subsumiert, die sich direkt oder indirekt aus Schwankungen in der Höhe oder der Volatilität der Marktpreise von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten ergeben. Hierunter fallen die Veränderungen von Zinsen (Zinsrisiko), von Aktien und Anteilspreisen (Aktienkursrisiko), von Wechselkursen (Währungsrisiko) sowie von Marktpreisen für Immobilien (Immobilienrisiko). Ein Zinsrisiko besteht, wenn die beizulegenden Zeitwerte oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Unter dem Aktienkursrisiko fasst die SVH das Risiko zusammen, dass der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten wie Aktien oder Beteiligungen aufgrund von Änderungen der Börsenkurse oder Anteilspreise sinkt. Die möglichen Ausmaße dieser Marktpreisrisiken werden in regelmäßigen Abständen anhand von Sensitivitätsanalysen ermittelt und dem Vorstand berichtet. Basierend auf dem Jahresendbestand der Kapitalanlagen 2024 würde sich bei aktienkurssensitiven Kapitalanlagen und bei einem Kursrückgang um 20 % - unter Berücksichtigung von Absicherungsmaßnahmen und deren Kosten - das Exposure um 8,5 Mio. Euro verringern. Ein Anstieg des Zinsniveaus um einen Prozentpunkt hätte an diesem Stichtag einen Rückgang des Marktwerts bei zinssensitiven Kapitalanlagen von 63,5 Mio. Euro zur Folge. Das Währungsrisiko bezeichnet das Risiko, dass der Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines monetären Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen schwanken. Die funktionale Währung der SVH ist der Euro. Dem Risiko währungssensitiver monetärer Finanzinstrumente begegnet die SVH mit Devisensicherungen. Unter das Konzentrationsrisiko fallen einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken einzelner Schuldner oder Schuldnergruppen mit einem bedeutenden Risiko und damit Ausfallpotenzial. Diese Risiken werden im Bereich der Kapitalanlage durch eine ausreichende Diversifikation begrenzt, was im Konzernlimitsystem nachgehalten wird. Insgesamt stehen zur Bewältigung dieser Risiken ausreichend realisierbare stille Reserven auf die Kapitalanlagen und das Eigenkapital zur Verfügung. Dadurch ist gewährleistet, dass gegenwärtige und zukünftige Verpflichtungen aus bestehenden Vertragsverhältnissen bedient werden können. Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, die laufenden bzw. zukünftigen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht erfüllen zu können oder dass im Falle einer Liquiditätskrise die Liquidierbarkeit von Vermögenswerten nicht oder nur durch Inkaufnahme von Abschlägen möglich ist. Bei der Beurteilung und Steuerung des Liquiditätsrisikos ist neben der Ausgaben- auch die Einnahmenseite zu berücksichtigen. Die Anlagepolitik der SVH erfolgt mit der Zielsetzung, überwiegend in fungible Anleihen zu investieren, wodurch eine dauerhafte Liquidität gewährleistet ist. Um Risiken vorzeitig erkennen zu können, wird einmal jährlich eine Liquiditätsplanung über drei Jahre erstellt und eine Jahresplanung monatlich rollierend fortgeschrieben. Die Liquiditätsplanung umfasst einerseits die Restlaufzeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten, andererseits die Restlaufzeitenstruktur der finanziellen Vermögenswerte. Darüber hinaus wird eine tägliche Liquiditätsdisposition durchgeführt. Der SV Konzern hat im Zahlungsverkehr ein gesellschaftsübergreifendes Cash-Pooling. Dadurch wird die Liquidität mehrerer Gesellschaften auf einem Masterkonto der SVH konzentriert, wodurch das Liquiditätsrisiko konzernweit gemindert wird. Operationelle RisikenUnter operationellen Risiken wird die Gefahr verstanden, Verluste als Folge von Unzulänglichkeiten oder des Versagens von Menschen oder Systemen sowie aufgrund externer Ereignisse zu erleiden. In der SVH fallen darunter das Prozess- bzw. Qualitätsrisiko, das Compliance-Risiko, das Kostenrisiko, das allgemeine Personalrisiko sowie das Datenverarbeitungsrisiko. Unter Prozess- bzw. Qualitätsrisiko werden fehlende, ineffiziente oder inadäquate Prozesse und Kontrollmechanismen verstanden, welche die Produktivität und Qualität des Geschäftsbetriebs sowie deren laufende und notwendige Verbesserung gefährden können. Zur Begrenzung dieser Risiken ist in der SVH ein interner Kontrollrahmen etabliert, welcher die Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung und Einhaltung der für das Unternehmen geltenden internen Regelungen sowie der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften vorsieht. Durch umfassende und funktionsfähige interne Kontrollen hinsichtlich der organisatorischen Trennung von Funktionen sowie Plausibilitäts- und Abstimmprüfungen werden mögliche Risiken im Rahmen der operativen Tätigkeit der Funktionseinheiten vermieden bzw. reduziert. Eine besondere Beachtung finden Risiken, die den laufenden Geschäftsbetrieb stören oder unterbrechen können. In der SVH wurde eine Business Continuity ManagementOrganisation errichtet, die eine verlässliche Fortführung der kritischen Geschäftsprozesse auch in einer Notfallsituation sicherstellt. Um dem Compliance-Risiko, das insbesondere aus Änderungen rechtlicher und steuerlicher Rahmenbedingungen oder aus der Nichteinhaltung von Gesetzen und Richtlinien resultiert, entgegenzuwirken, wurde innerhalb der SVH ein Compliance-Management-System implementiert, mit dem die Risiken und Maßnahmen zur Verhinderung von Rechtsverstößen gesamthaft gesteuert werden. Die Compliance-Organisation besitzt sowohl zentrale als auch dezentrale Ausprägungen. Die zentrale Compliance-Funktion der SVH wird durch die Abteilung Compliance unter der Leitung des Inhabers der Compliance-Funktion wahrgenommen. Die Compliance-Funktion beurteilt mögliche Auswirkungen von Änderungen des nationalen Rechtsumfelds. Dazu beobachtet und analysiert sie Entwicklungen und allgemeine Trends des nationalen Rechtsumfelds. Der Vorstand sowie die Fach- und Stabsbereiche - dezentrale Ausprägung - können dadurch zeitnah über die Folgen möglicher Änderungen des nationalen Rechtsumfelds informiert werden, sodass entsprechende Vorkehrungen sowie Maßnahmen in Bezug auf die absehbaren Änderungen getroffen werden können. Das Kostenrisiko ergibt sich aus steigenden Kosten oder fehlenden Möglichkeiten zur Kostenoptimierung. Zur Begrenzung des Kostenrisikos werden die Kostenziele der SVH im Rahmen des Budgetierungsprozesses berücksichtigt. Die Budgeteinhaltung wie auch die Gesamtkostenentwicklung werden laufend nachgehalten. Sich gegebenenfalls abzeichnende Budgetüberschreitungen werden per laufendem Plan-Ist-Abgleich transparent gemacht, hinterfragt und bezüglich anzustrebender Gegensteuerungsmaßnahmen gegebenenfalls eskaliert. Einzelne bekannte Kostentreiberpositionen werden durch Vorstandsentscheid gedeckelt. Beim allgemeinen Personalrisiko ist insbesondere zwischen Personal-Einsatzrisiken - der großflächige Ausfall von Mitarbeitern, der fehlende Ersatz von Mitarbeitern mit vitaler Bedeutung für die SVH sowie die fehlende Qualifikation der Mitarbeiter - und dem Personal-Steuerungsrisiko aus dem demografischen Wandel zu unterscheiden. Diese Risiken werden durch verschiedene Maßnahmen begrenzt. Hierzu gehören die laufende Optimierung von Notfallplänen im Rahmen der Business Continuity Management-Organisation, Nachwuchs- und Übernahmeprogramme, die Förderung der kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung, die Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität, des Employer Brandings und des Arbeitgeberimages, der Ausbau des Schul-/Hochschulmarketings und der Ausbau des Gesundheitsmanagements, unter anderem zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit insbesondere von älteren Mitarbeitern. Im Datenverarbeitungsrisiko wird die Beeinträchtigung des Datenverarbeitungsbetriebs durch Verlust der Verfügbarkeit, der Vertraulichkeit bzw. der Integrität von Informationen erfasst. Diese können durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Informations- und Kommunikationssystemen, durch externe Ereignisse oder externe Dienstleister, wie beispielsweise Cyberangriff, Sabotage, Nachlässigkeit, Brand oder fachlich unvollständige Datensicherungen, verursacht werden. Daher werden in enger Abstimmung mit dem IT-Dienstleister des SV Konzerns für den Schutz des internen Netzwerks und der Informationen des SV Konzerns und seiner Kunden umfassende Zugangskontrollen, Firewalls und Antivirenmaßnahmen, Penetrationstests sowie regelmäßig Schwachstellenscans eingesetzt und ständig angepasst. Diese Maßnahmen werden durch regelmäßige Datensicherung sowie Notfallübungen im Rahmen des organisatorischen Notbetriebs ergänzt. Darüber hinaus ist im SV Konzern die Methode "Sicherer IT-Betrieb" der SIZ GmbH, einem Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe, als Informationssicherheitsstandard eingeführt, welche ein ISO 27001-konformes Informationssicherheits-Managementsystem gewährleistet. Damit ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Erkennung der Bedrohungen und Steuerung der IT-Risiken etabliert. Durch einen Informationssicherheitsbeauftragten und durch ein konzernweites Informationssicherheits-Management-Team ist die Informationssicherheit auch organisatorisch innerhalb des SV Konzerns verankert. Zusätzlich finden eine regelmäßige Kommunikation sowie ein Austausch mit der SVI in unternehmensübergreifenden Gremien- und Arbeitskreisen zur Informationssicherheit statt. Dort werden unter anderem Richtlinien, Methoden und Techniken zu sicherheitsrelevanten Fragestellungen erarbeitet, unter Risikogesichtspunkten bewertet, verabschiedet und konzernweit beauftragt. Sonstige RisikenDas strategische Risiko umfasst mögliche Verluste, die sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen oder aus einer fehlenden Anpassung der Geschäftsstrategie an ein verändertes Wirtschaftsumfeld ergeben können. Steuerungsstrategien, die der Orientierung und Reaktion auf solche Risiken dienen, stellt die Risikostrategie der SVH bereit. Unter dem Reputationsrisiko wird die mögliche Beschädigung des Rufes infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit verstanden. Mögliche Ursachen sind zum Beispiel nicht eingehaltene Leistungs- und Serviceversprechen gegenüber den Versicherungsnehmern, offensichtliche Widersprüche zu Unternehmenszielen oder Verstöße gegen Compliance-Vorgaben gesetzlicher oder gesellschaftlicher Art. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, betreibt die SVH Öffentlichkeits- und Pressearbeit und beobachtet Vorgänge und Stimmungen in den Medien einschließlich Social Media. Etwaige Kundenbeschwerden werden bearbeitet und in einen laufenden Qualitätsverbesserungsprozess eingebracht. Reputationsrisiken infolge eines Verstoßes gegen Compliance-Regeln beugt die SVH aktiv durch ihre Compliance-Organisation vor, welche allgemeine Verhaltensgrundsätze für alle Beschäftigten des SV Konzerns definiert, die Leitsätze für ein rechtskonformes, verlässliches und an ethischen Werten orientiertes Verhalten begründen. Berichterstattung zu einzelnen ChancenChancen durch Marktposition und verstärkte Nutzung bestehender KundenpotenzialeIm Geschäftsgebiet des SV Konzerns leben über 20 Millionen potenzielle Kunden mit unterschiedlichen privaten und unternehmerischen Vorsorge- und Absicherungsbedürfnissen. Besondere Chancen werden dabei vor allem mit Blick auf die Sparkassenkunden und die nachwachsende Kundengeneration gesehen. Als integraler Bestandteil des S-Finanzverbunds partizipiert der SV Konzern an dem traditionell hohen Vertrauen in die Marke Sparkasse und in die Stärke des S-Finanzverbunds. In diesem Sinne steht der SV Konzern für Regionalität, Verbundenheit mit und Nähe zu den Menschen vor Ort. Mit dem strategischen Ziel, Kunden nachhaltig zu begeistern, hat der SV Konzern ein Bündel an Maßnahmen und Vorhaben geschnürt, um diese Chancen zu realisieren. Hierzu leisten die verschiedenen Vertriebswege des SV Konzerns einen wichtigen Beitrag. Der SV Konzern schafft durch sein Netz an Geschäftsstellen, Generalagenturen und Sparkassen in den Regionen Nähe zu den Kunden und Möglichkeiten für eine persönliche Beratung. Für alle Vertriebswege sieht der SV Konzern im Ausbau der Vertriebsunterstützung, in der Optimierung der Vertriebswege und in einem strukturierten Kundenmanagement die Chance für eine Optimierung der Kundenbetreuung und des Kundenerlebnisses, das einen wichtigen Beitrag zur Kundenzufriedenheit leistet. Dabei geht es sowohl darum, hybride Betreuungskonzepte zu etablieren, die Berater smart zu unterstützen und die Betreuungsqualität zu erhöhen als auch um die Erlebbarkeit der SV als starker Partner ihrer Kunden und Begleiter fürs Leben. Im Sparkassenvertrieb als größtem und bedeutendstem Vertriebsweg sieht der SV Konzern großes Potenzial sowohl für weiteres Wachstum im Bereich der Altersvorsorge als auch im Geschäftsfeld Schaden/Unfall. Eine wichtige Voraussetzung für die Ausschöpfung der Kunden- und Beraterpotenziale ist die weitere Integration des SV Konzerns in das Ökosystem der SparkassenFinanzgruppe (S-Finanzgruppe), deren strukturierten Beratungsansatz S-Finanzkonzept sowie deren eingesetzte Software S-Versicherungsmanager, welcher das gesamte Versicherungsportfolio eines Kunden übersichtlich darstellt und Versicherungslücken und Optimierungspotenziale bei bestehenden Verträgen identifiziert. Besonders die Integration in die Vertriebsprozesse und die Vertriebsstrategie der Zukunft der Sparkassen sowie die weitere technologische Verzahnung mit den Beratungssystemen und Onlineportalen der Sparkassen spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die zunehmende Integration von Versicherungsprodukten des SV Konzerns in die Sparkassen-App ist dabei ebenfalls von großer Bedeutung. Im Bereich des Generalagenturvertriebs sieht der SV Konzern Wachstumschancen in der Nutzung des ganzheitlichen und systemunterstützten Beratungsansatzes "SV PrivatKonzept", welcher fortdauernd im Sinne der Kunden und Berater weiterentwickelt wird. Mit dem Vorhaben, eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Rundum-Beratung anzubieten, möchte der SV Konzern die Anzahl der Mehrvertragskunden sowie deren Vertragsquote kontinuierlich steigern. Chancen für eine Optimierung aller Vertriebswege liegen insbesondere in einer konsequenten Digitalisierung der Kundenkontaktpunkte und in der Vereinfachung kundennaher Prozesse. Der SV Konzern bietet ein breites Produkt- und Leistungsportfolio an. Die Produktentwicklung forciert das Denken in Kundenbedürfnissen und die Komplexitätsreduktion im Portfolio unter Nutzung der digitalen Möglichkeiten. So werden viele Produkte des SV Konzerns in Ratings regelmäßig sehr gut bewertet. Mit dem Angebot von Mehrwertleistungen über die klassische Versicherung hinaus, gegebenenfalls auch in Verbindung mit neuen strategischen Kooperationen, ergeben sich Chancen, neue Kundengruppen anzusprechen und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Um das Kundenpotenzial optimal zu nutzen und die Bedürfnisse der Kunden bedarfsgerecht bedienen zu können, ist der SV Konzern bestrebt, seine Produkte stetig weiterzuentwickeln. In der Weiterentwicklung der bereits etablierten Bündelprodukte sieht der SV Konzern große Chancen, bestehende Kundenverbindungen durch den Vertrieb dieser Produkte auszubauen und weitere Marktpotenziale auszuschöpfen. Auch durch Produktinnovationen besteht die Chance, neue Kundenpotenziale zu erschließen. Diverse Kooperationen im Produktbereich, unter anderem mit der Union Krankenversicherung und der ÖRAG Rechtsschutzversicherung, bieten dem SV Konzern zusätzliches Wachstumspotenzial und sind weiterhin wichtige Ergebnisträger. Chancen durch geänderte Kundenbedürfnisse, demografischen Wandel und MitarbeiterEine veränderte, zunehmend anspruchsvollere Erwartungshaltung der Kunden gegenüber ihrem Versicherungsunternehmen zeigt sich unter anderem darin, dass Kunden nicht nur eine Regulierung im Schadenfall, sondern eine Gesamtlösung erwarten, die neben bedarfsorientierten Produkten auch Problemlösungen über das Produktangebot hinaus umfasst. Dazu zählen ein exzellenter Service an allen Kundenkontaktpunkten, schnelle und einfache Prozesse sowie eine individuelle Beratung und Unterstützung. Wie in anderen Lebensbereichen auch verlagern sich Kommunikation und Interaktion immer mehr auf digitale Kanäle, werden zunehmend schneller, und gleichzeitig steigt die Erwartung an persönlich-individuelle Angebote und Ansprache. Hier bietet die verstärkte Nutzung digitaler Medien die Möglichkeit zu einem intensiveren und gezielteren Kundenkontakt, der nicht nur unter dem Gesichtspunkt von Absatzchancen, sondern auch als Chance zur Steigerung der Kundenzufriedenheit verstanden werden darf. Der SV Konzern sorgt zum Beispiel mit Online Self Services für Kunden und Vertriebspartner für eine schnellere Erledigung von Anliegen. Neben Schnelligkeit ist die einfache und intuitive Nutzung der entsprechenden Prozesse essenziell, aber auch eine ansprechende Optik sowie eine hohe Transparenz und einfache Verständlichkeit der angebotenen Informationen. In der Beratung setzt der SV Konzern weiterhin auf den persönlichen Ansatz, verbunden mit und unterstützt von digitalen Möglichkeiten, um ein nahtloses, positives Kundenerlebnis zu ermöglichen. Zwar sind viele Menschen heute durch leicht zugängliche mediale Angebote oft informierter als früher, gerade jedoch in komplexen Situationen durch das Überangebot an Informationen teilweise überfordert. In diesem Kontext ist der persönliche Berater für (potenzielle) Kunden daher ein wichtiger und unverzichtbarer Partner. In den Bereichen "Absicherung der Lebensrisiken" und "Absicherung der Arbeitskraft" bestehen für Versicherer und damit auch für den SV Konzern weitreichende Chancen in Bezug auf die biometrische Absicherung. Die insbesondere für jüngere oder einkommensschwächere Menschen unzureichende staatliche Versorgung, aber auch die steigenden Kosten des medizinischen Fortschritts erzeugen Versicherungslücken, die durch private Vorsorge geschlossen werden können. Ähnlich große Chancen ergeben sich aus dem demografischen Wandel. Menschen werden älter und bleiben länger aktiv und vital. Die staatliche Versorgung bietet jedoch oft nur eine Grundversorgung, sodass Menschen ohne private Vorsorge im Alter finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Der SV Konzern hat sich als Ziel gesetzt, seine (potenziellen) Kunden für die gesellschaftliche Alterung und geringe staatliche Leistungen im Alter aktiv zu sensibilisieren. Um die Potenziale in diesem Bereich auszuschöpfen, ist ein passendes und attraktives Produktangebot für den privaten und betrieblichen Bereich für den SV Konzern von hoher Bedeutung. Hierfür sollen flexible und für den Kunden rentable Produkte entwickelt und angeboten werden. Dabei muss auch die zunehmend flexiblere Lebens- und Erwerbsbiografie der Menschen berücksichtigt und die Produktentwicklung darauf ausgerichtet werden. Der immer stärker in die öffentliche Wahrnehmung rückende Klimawandel hat das Bewusstsein der Gesellschaft für Nachhaltigkeit geschärft. Dabei wird das reine Risikomanagement im Sinne der Nachhaltigkeit zunehmend vom Gedanken der Risikoprävention geprägt. Hier bestehen Chancen zum einen in der Positionierung als verlässlicher Partner rund um die Gebäudeversicherung, -finanzierung und -sanierung sowie im Mobilitätsbereich. Zum anderen bestehen Chancen als Anbieter von Produkten mit Nachhaltigkeitsleistungen, fairer Produkte und Dienstleistungen, wie sie im Rahmen der Sachversicherung (Unterstützung energieeffizienzsteigernder Maßnahmen und Belohnung ressourcenschonenden Verhaltens) und in der VermögensPolice Invest bzw. im GenerationenPlan Invest mit mehreren Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen bereits angeboten werden. Die fortschreitende Virtualisierung, sei es mit Blick auf digitale Geschäftsmodelle, neue Zahlungssysteme, Kryptowährungen oder das Internet of Things, wird in den kommenden Jahren nicht an Dynamik verlieren und neue Absicherungsbedarfe erzeugen. Hier bestehen Chancen, mit neuen Lösungen neue Kundengruppen zu erschließen. Die erfolgreiche Nutzung aller dieser Chancen ist eng verbunden mit kompetenten, engagierten und kundenorientierten Mitarbeitern und Vertriebspartnern. Hier sieht der SV Konzern Chancen in der Förderung eines unternehmerischen Mindsets, welches die vorgenannten Punkte harmonisch und zielführend verbindet. Mit einer nachhaltigen Positionierung als attraktiver und solider Arbeitgeber unter dem Dach der neu entwickelten Funktionalstrategie Personal auch unter schwierigen Rahmenbedingungen dauerhaft qualifizierte Mitarbeiter ausbilden, gewinnen und binden: Dies soll unter anderem durch aktives Recruiting, flexible Arbeitszeitmodelle, attraktive und zukunftsorientierte Arbeitsbedingungen -auch und gerade im Bereich der Telearbeit und agiler Zusammenarbeitsmodelle -, die aktive Unterstützung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, umfangreiche Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten sowie durch eine leistungs- und mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur geschehen. Mit dem Ausbau neuer Lern kanäle sieht der SV Konzern die Chance, das lebenslange Lernen der (zukünftigen) Mitarbeiter zu unterstützen. Digitale Fähigkeiten stellen in Verbindung mit bewährten Kompetenzen eine Grundvoraussetzung für die Gestaltung des Wandels dar. Hier ist insbesondere die Kollaborationsfähigkeit hervorzuheben, die auch im Bereich der Führungsphilosophie zentrale Bedeutung erlangt. Chancen durch technologische Entwicklung, Digitalisierung, Innovation, Kooperation und BeteiligungZusätzlich zu den klassischen Vertriebswegen wie der persönlichen, schriftlichen oder telefonischen Beratung wächst die Bedeutung des Internets stetig. Der SV Konzern möchte jedem Kunden den favorisierten Kommunikations- und Interaktionskanal im Sinne eines Multikanalmanagements zur Verfügung stellen. Der digitale Fortschritt sorgt für schnellere und in Teilen auch neue Kundeninteraktionen. Die Digitalisierung der Customer Journey stellt einerseits eine Chance dar, andererseits gilt es, den persönlichen Kontakt zum Kunden nicht zu verlieren. In der direkteren Reaktion auf Kundenbedürfnisse, einem schnelleren Service und der Schaffung bzw. dem Ausbau neuer Angebote, wie sie beispielsweise die Online Self Services des SV Konzerns darstellen, sieht der SV Konzern große Chancen. Die Digitalisierung und der gezielte, verantwortungsvolle Einsatz von KI-Technologien ermöglichen eine zunehmende Automatisierung und Verbesserung interner Geschäftsprozesse, die zu Produktivitätssteigerungen und gegebenenfalls Kosteneinsparungen führen können. Schwerpunkte sind dabei die Verringerung von Bearbeitungszeiten, Schnittstellen, Komplexität und Kosten sowie der Ausbau von Services und die Steigerung der Servicequalität für Kunden und Vertriebspartner. Robotics bietet dem SV Konzern hierbei die Chance, in überschaubaren Entwicklungszeiträumen effizientere, (teil-) automatisierte Prozesse in den Bereichen Komposit und Leben zu realisieren. Übersichtliche Kosten und agile Einsatzchancen sowie ein Hand-in-Hand-Arbeiten zwischen Menschen und Roboter-Software werden dadurch möglich. Diese Effekte können positiv auf den Ertrag wirken, aber auch für weitere Investitionen in die Zukunft genutzt werden. Die Entlastung der Mitarbeiter von repetitiven, rein administrativen Aufgaben durch die (Teil-)Automatisierung von Prozessen schafft mehr Freiraum für die Erledigung komplexer Kundenanliegen. Die verantwortungsvolle, gezielte Nutzung von Kundendaten bietet die Chance, vermehrt bedarfsgerechte und personalisierte Angebote zu erstellen und Bedarfe frühzeitig zu erkennen. Hierfür setzt der SV Konzern das Big Data Lab und die Big Data Factory ein. Doch nicht allein in der Digitalisierung von Prozessen, sondern auch in ihrer gezielten Verbesserung aus Kundenperspektive sieht der SV Konzern eine Chance, die Kundenzufriedenheit positiv zu beeinflussen und potenzielle Kunden zu überzeugen. Hierfür hat der SV Konzern mit den CX-Kundenreisen, den SV-Prozesswochen und den SV-Prozesstagen schlanke und effektive Formate geschaffen, die durch Ergebnisse überzeugen. Vermehrtes Homeoffice und mobiles Arbeiten beschleunigen die digitale Transformation in der Arbeitswelt. Insbesondere in den operativen Bereichen ist die konsequente Nutzung der neuen Möglichkeiten der medienübergreifenden Arbeitssteuerung ein wichtiges Instrument. Hierauf hat der SV Konzern mit erweiterten Homeoffice- und Telearbeitsmöglichkeiten sowie neuartigen Arbeitsplatzmodellen und Projektflächen an verschiedenen Standorten reagiert. Weiterhin werden neue agile Zusammenarbeitsmodelle, auch unter Einsatz kollaborativer Tools, erprobt, die Chancen hinsichtlich Schnelligkeit und Nutzerzentrierung bieten. Mit dem Innovationsmanagement sieht der SV Konzern weiterhin eine gute Chance, neuartige Geschäftsideen und -modelle zu erforschen, zu erproben, umzusetzen sowie Kooperationen zu prüfen und einzugehen. Das Innovationsmanagement des SV Konzerns hat sich, um noch wirksamer und flexibler zu agieren, weg von den bisherigen Ökosystemen hin zu zwei Labs, dem SV Lab und dem CX Lab, weiterentwickelt. Im SV Lab werden Innovationen untersucht, entwickelt und vorangetrieben, die selbst keine Versicherungsprodukte sind, jedoch einen engen Bezug zu diesen aufweisen und sie sinnvoll ergänzen. Damit möchte der SV Konzern neue Kunden gewinnen und die Attraktivität des Angebots für bestehende Kunden erhöhen. Zur Umsetzung solcher Innovationen identifiziert das SV Lab geeignete Umsetzungspartner am Markt, auch aus der Start-up-Szene. Aktuell liegt der Fokus des SV Labs auf Themen rund um "Sicherheit". Im CX Lab unterstützt das Innovationsmanagement die Fachbereiche des SV Konzerns bei Innovationen und Entwicklungsprojekten, die sich auf das Versicherungsgeschäft beziehen, sowohl mit etablierten Prozessen und Methoden als auch mit dem sogenannten "Matchmaking", d. h. mit dem gezielten Start-up-Scouting als Dienstleistung, um geeignete Umsetzungspartner für ein konkretes Vorhaben am Markt zu finden. Auch hierin sieht der SV Konzern die Chance, neue Kunden zu gewinnen und das Angebot für bestehende Kunden noch attraktiver zu machen. Beide Labs arbeiten stark kundenzentriert und holen im Verlauf des Prozesses beständig Kundenfeedback ein, so dass der SV Konzern hier die Chance sieht, mit maßgeschneiderten Lösungen potenzielle Kunden und Bestandskunden zu begeistern. Die gezielte Kooperation mit Unternehmen, die die Wertschöpfungskette vertiefen oder veredeln, trägt dazu bei, dass der SV Konzern seine Aufstellung strategisch und im Sinne der Kunden und der Eigentümer stets weiter optimiert. So hat der SV Konzern beispielsweise unter dem Dach der Konzerntochter PGI Sanierung GmbH weitere Sanierungsunternehmen hinzugewonnen, mit denen die SV vor Ort in vielen Regionen vertreten ist. Hieraus ergeben sich große Chancen, Bestandskunden positiv zu überzeugen und die Attraktivität für potenzielle Kunden zu steigern. Chancen durch nachhaltige KapitalanlageDie SVH möchte umweltverträglich sowie sozial und ökonomisch verantwortlich handeln und baut daher ihr Nachhaltigkeitsengagement kontinuierlich aus. Vermehrt hinterfragen Kunden, wie Unternehmen ihre Gelder anlegen. Deshalb will die SVH transparent machen, wie nachhaltig ihre Kapitalanlagen sind. Um Nachhaltigkeit stärker in die Kapitalanlagen zu integrieren, orientiert sich die SVH am Standard des United Nations Global Compact, arbeitet mit der Ratingagentur ISS ESG zusammen, berücksichtigt Klimarisiken und ist sowohl der Initiative für verantwortungsvolles Investieren Principles for Responsible Investment als auch dem Klimabündnis Net Zero Asset Owner Alliance und dem German Sustainability Network beigetreten. Damit bekennt sich die SVH zu den Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren und verpflichtet sich, ökologische, soziale und ethische Kriterien bei Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen. Gleichzeitig steigert die SVH die Investitionen in nachhaltige und alternative Investments. Dazu gehören Investitionen in Infrastruktur, Wald und erneuerbare Energien. Mit diesen Schritten verbessert die SVH die Nachhaltigkeit der Kapitalanlagen und sieht darin die Chance, der gestiegenen gesellschaftlichen Bedeutung des Themas und den Erwartungen ihrer Interessengruppen noch stärker gerecht zu werden. Gesamtbild der Risiko- und ChancenlageNach der aktuellen Risikoerhebung liegen die größten Risikopotenziale im Bereich der Marktrisiken. Die größten Chancen sieht die SVH in ihrem bestehenden Kundenpotenzial, der Erschließung neuer Kundengruppen über bedarfsgerechte, leistungsstarke Produkte und Dienstleistungen sowie der weiteren Verzahnung mit den Beratungssystemen und Onlineportalen der Sparkassen. Um die bekannten und künftigen Risiken zu erkennen und zu beherrschen, wird ausreichend Vorsorge getroffen. Dadurch kann nach heutigem Stand eine Gefährdung der künftigen Entwicklung vermieden und der Fortbestand der SVH gesichert werden. Existenzielle Risiken zeichnen sich derzeit nicht ab. Dies bestätigen auch die im vergangenen Jahr durchgeführten Berechnungen nach Solvency II. Nähere Informationen zu Solvency II sind in dem gesonderten Bericht zur Solvenz- und Finanzlage (SFCR) zum 31. Dezember 2023 enthalten. Dieser wurde im April 2024 im Internetauftritt des SV Konzerns veröffentlicht. Die Ertragslage und in Teilen die Finanzlage sind hauptsächlich durch die Ausschüttungen / Ergebnisabführungen der SVG und der SVL geprägt. Die SVH ist damit unmittelbar abhängig von der operativen Entwicklung dieser Gesellschaften. PROGNOSEBERICHTPrognose gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie Fiskalpolitik der westlichen Staaten ist gegenwärtig in vielen Fällen sehr expansiv. Das Haushaltsdefizit in den USA erreicht Ausmaße, welche außerhalb von Rezessionen bzw. Kriegen untypisch hoch sind. Auch bedeutende europäische Staaten wie Frankreich weisen Defizite auf, die langfristig nicht haltbar sind. Die Senkung der Leitzinsen verbilligt zwar die Finanzierungskosten, jedoch wird keine Wiederkehr der Nullzinspolitik erwartet. Da im Jahresverlauf 2024 trotz fallender Geldmarktzinsen die Zinssätze von langlaufenden Staatsanleihen gestiegen sind, kann dies als Hinweis gesehen werden, dass Investoren auch bei Staatsanleihen wieder Risikoaufschläge einfordern. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland bzw. Europa wird für 2025 in der Nähe von Null erwartet. Für die USA wird ein Wachstum von ca. 2 % und für China von über 3 % prognostiziert. Gegenwärtig besteht ein erhöhtes Prognoserisiko, da die Handels- bzw. Zollpolitik der neuen US-Regierung noch unklar ist. Für Kapitalanleger bedeutet dies, dass 2025 mit Überraschungen zu rechnen ist. Sorgfältigem Risikomanagement und einer Streuung der Anlagen nach unterschiedlichen Anlageklassen und Regionen wird eine hohe Bedeutung zukommen. Das Zinsniveau ist wieder attraktiv, da es die prognostizierte Inflation von 2,1 % für den Euroraum in den meisten Fällen deutlich übersteigt. Durch das kontrollierte Eingehen von Risiken kann weiterhin eine Mehrrendite erzielt werden. Der Fähigkeit, temporäre Wertschwankungen zu steuern bzw. auszuhalten, kommt eine höhere Bedeutung zu. Für die Versicherungswirtschaft insgesamt könnten die Beiträge nach den Schätzungen des GDV im Jahr 2025 um rund 4,6 % gegenüber dem Vorjahr wachsen. In der Schaden-/ Unfallversicherung liegt die Erwartung des GDV für die Beitragsentwicklung in 2025 unter dem Vorjahresniveau. Der GDV geht von einer Beitragssteigerung i. H. v. 6,4 % (2024: 7,8 %) aus. In der Kraftfahrtversicherung führen steigende Ersatzteilpreise und Verrechnungssätze der Werkstätten zu einem Anstieg der Reparaturkosten. Die dadurch erforderlichen Anpassungen führen zu Beitragssteigerungen. Unklar ist, ob es zu einer Normalisierung der KFZ-Neuzulassungen kommt. Dies könnte zusätzliche positive Impulse für die Beitragsentwicklung auslösen. Derzeit liegen die Neuzulassungen noch unter dem Vor-Corona Niveau. Für die Kraftfahrtversicherung prognostiziert der Verband eine Steigerung der Beitragseinnahmen in 2025 von 11,0 % (2024: 10,9 %). In der Privaten Sachversicherung wird mit einem Wachstum von 4,8 % gerechnet, während man im Jahr 2024 eine Steigerung von 10,0 % erwartet. Dieser geringere Anstieg ist insbesondere auf die Teilsparte Wohngebäudeversicherung zurückzuführen. Aktuell haben sich die Kostensteigerungen von Bauleistungen deutlich abgemildert (+2,5 %). Weiterhin werden jedoch Deckungsausweitungen prognostiziert, so dass in 2025 ein Wachstum der Beiträge in Höhe von 6,0 % (2024: 12,0 %) erwartet wird. In der Hausratversicherung wird ein Anstieg um 1,5 % prognostiziert. In der Nichtprivaten Sachversicherung wird für das Jahr 2025 eine leichte konjunkturelle Erholung erwartet, die sich positiv auf die Investitionen auswirken sollte. Gleichzeitig wird mit rückläufigen Erzeugerpreisen gerechnet. Insgesamt wird ein Beitragswachstum von 5,0 % erwartet, während für 2024 ein Anstieg von 8,5 % prognostiziert wurde. Höhere Nominallöhne und Umsätze werden auch für 2025 erwartet und führen in der Allgemeinen Haftpflichtversicherung zu einem weiteren Anstieg der Beiträge. In Summe wird daher ein Zuwachs von 3,0 % erwartet, dies liegt über dem Jahr 2024 (2,0 %). In der Allgemeinen Unfallversicherung könnte sich die Anhebung des Höchstrechnungszinses zum 1. Januar 2025 positiv auf die Unfallversicherungen mit Beitragsrückerstattungen auswirken und den Bestandsabrieb reduzieren. Daher wird für 2025 ein Beitragsanstieg von 0,5% erwartet (2024: 1,0 %). Für die Lebensversicherungen rechnet der GDV in 2025 mit einem Gesamtwachstum von 1,4 %. Eine geringe gesamtwirtschaftlichen Dynamik, ein nachlassender Inflationsdruck könnte das reale Einkommen und Vermögen anheben. Die erwarteten niedrigeren Zinsen kommen den langfristigen Anlageformen - darunter dem Lebensversicherungsgeschäft - zugute. Der GDV erwartet daher in 2025 einen leichten Anstieg des Neugeschäfts bei laufenden Beiträgen (+2,0 %) und eine konstante Entwicklung der Abgänge. Dies führt zu gleichbleibenden Beitragseinnahmen im laufenden Geschäft. Für das Einmalbeitragsgeschäft wird vom GDV ein moderater Anstieg (+5,0 %) erwartet. Im Bereich Pensionsfonds werden für das Jahr 2025 Beitragseinnahmen auf Vorjahresniveau erwartet. UnternehmensprognoseDie Prognosewerte für das Geschäftsjahr 2024 wurden im Rahmen des tatsächlichen Geschäftsverlaufs im Wesentlichen bestätigt. Die Entwicklung der wesentlichen Prognosewerte aus dem Jahr 2023 für 2024 und aus 2024 für 2025 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Das Ergebnis der SVH hängt aufgrund der Bedeutung der Ausschüttungen / Ergebnisabführungen von der Geschäftsentwicklung ihrer Tochterunternehmen SVG und SVL ab. Im Prognosejahr 2025 werden die gebuchten Bruttobeiträge bei der SVG insbesondere aufgrund von Indexanpassungen und Anpassungen des gleitenden Neuwertfaktors, jedoch auch durch Beitragssatzanpassungen über dem aktuellen Geschäftsjahr liegen. Die geplante Steigerung der Bruttobeiträge bewegt sich im mittleren einstelligen Prozentbereich. Für das kommende Geschäftsjahr wird unterstellt, dass sich die Elementarschäden wieder auf einem geringeren Niveau (durchschnittlicher Elementarschadenaufwand der letzten 5 Jahre) bewegen. Die Großschäden (gewerblich/industrielles Geschäft) wurden auf einem durchschnittlichen Niveau (ebenfalls 5 Jahresdurchschnitt) geplant. Das Abwicklungsergebnis wird hingegen voraussichtlich wieder etwas geringer ausfallen. Da die höheren Beiträge und der Rückgang bei den Geschäftsjahresschäden jedoch das geringere Abwicklungsergebnis überkompensieren, wird eine deutlich bessere bilanzielle Schadenquote erwartet. Bei den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb wird im Planjahr ein moderater Anstieg erwartet. Dieser resultiert aus deutlich höheren Provisionserwartungen bei steigenden Beiträgen. Der Anstieg bewegt sich im mittleren einstelligen Prozentbereich. In Summe betrachtet wird eine verminderte Combined Ratio erwartet, da die deutlich höheren Beiträge und der Rückgang des Schadenaufwands die höheren Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb überkompensieren werden. Das Kapitalanlageergebnis im Jahr 2025 wird leicht steigend erwartet, die Nettoverzinsung dagegen leicht sinkend. Bei der SVL wird im Jahr 2025 ein leichter Rückgang der gebuchten Beitragseinnahmen erwartet, der auf die geringeren Einmalbeiträge zurückzuführen ist. Die gezahlten Versicherungsleistungen sollen aufgrund geringerer Rückkaufleistungen im Jahr 2025 wieder moderat sinken, denn es wird mit einem deutlichen Rückgang der Stornoquote gerechnet. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb werden gemäß Unternehmensplanung leicht höher erwartet. Der deutliche Anstieg der Nettoverzinsung in 2024 soll sich auch für 2025 fortsetzen. Die Gewinnabführung an die SVH gemäß des Ergebnisabführungsvertrags wird mit 16 Mio. Euro eingeplant und liegt damit leicht über dem bisherigen Wert. In Summe wird mit einem steigenden Rohüberschuss gerechnet. Bei der SVH wird für das Jahr 2025 ein gutes versicherungstechnisches Ergebnis nach Schwankungsrückstellung prognostiziert, das auf dem Niveau des Vorjahres liegt. Bei der SVG wird ein gutes Ergebnis für das Jahr 2025 erwartet. Durch eine geplante Zuführung zur Schwankungsrückstellung (2024 Entnahme aus der Schwankungsrückstellung), liegt der Jahresüberschuss jedoch nur leicht über 2024. Die Ausschüttung an die SVH steigt daher nur geringfügig an. Für die SVL wurde eine leicht höher liegende Ergebnisabführung an die SVH eingeplant. Der Aufwand für Altersversorgung wird gegenüber dem aktuellen Geschäftsjahr voraussichtlich geringer ausfallen. In Summe wird daher für die SVH ein Ergebnis über dem Niveau des aktuellen Geschäftsjahres prognostiziert. Grundsätzlich können die tatsächlichen Ergebnisse insbesondere aufgrund der maßgeblichen Abhängigkeit der Jahresergebnisse ihrer Tochterunternehmen SVG und SVL von den Risiken aus den Elementarschadenereignissen, der Volatilität am Kapitalmarkt wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGZielgrößen für die Frauenquote in FührungspositionenDie SV fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern im Arbeitsleben und strebt den Ausbau des Frauenanteils in Führungspositionen an. Hierfür hat die SV diverse Maßnahmen aufgesetzt. Sie entspricht damit den gesetzlichen Anforderungen. In Umsetzung des "Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" hat die SV Zielgrößen für den Frauenanteil auf den Führungsebenen 1 und 2 zum Stichtag 30. Juni 2027 sowie für den Aufsichtsrat und Vorstand zum Stichtag 30. Juni 2029 festgelegt. Die Zielgrößen orientieren sich an den realistisch erreichbaren Werten, zum Beispiel daran, wann Veränderungen (bspw. in Folge planmäßig freiwerdender Stellen oder aufgrund von Amtszeiten im Aufsichtsrat) überhaupt möglich sind.
Bei den Aufsichtsräten wird die Zielquote bei der SVL und SVG erreicht. Ursächlich für das Nichterreichen der Quote bei der SVH sind die an das Hauptamt anknüpfenden Bestellungen der Anteilseignerseite sowie - auf der Arbeitnehmerseite - das Ergebnis der Wahlen im Jahr 2020 nach Mitbestimmungsgesetz. Im Vorstand wurde die Zielquote verfehlt, da bei der Nachbesetzung im Jahr 2022 keine geeignete Kandidatin zur Verfügung stand. Auf den Führungsebenen 1 und 2 wurde die Zielquote unterschritten, da bei manchen Nachbesetzungen keine geeigneten Kandidatinnen zur Verfügung standen. Ungeachtet der tatsächlich erreichten Quoten bestehen in der SV mit den vorhandenen Entwicklungs- und Qualifikationsangeboten sowie den in den letzten Jahren ausgebauten Angeboten zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben gute Voraussetzungen zur Gewinnung von Frauen für Führungspositionen. Dies spiegelt sich in der über die letzten fünf Jahre leicht gestiegenen Frauenquote im Innendienst wider. Auch im Talentpool (z. B. Führungsnachwuchskräfte, Trainees, DH-Studierende) wird konsequent darauf geachtet, dass der Anteil von Frauen und Männern ausgeglichen ist. Im Vergleich zum Innendienst ist die Frauenquote in Führungspositionen im Vertrieb geringer. Dies liegt an den besonderen Rahmenbedingungen des Außendienstes, wie z. B. der eingeschränkten Planbarkeit der Arbeitszeit und der Notwendigkeit einer sehr hohen Flexibilität und Mobilität. Zudem wirkt sich der geringere Anteil von Frauen auf dem Bewerbermarkt mit der notwendigen Verkaufs- und Führungserfahrung aus. Trotz dieser erschwerten Ausgangslage kann die SV auch im Vertrieb Führungspositionen zunehmend mit Frauen besetzen. Darüber hinaus verzeichnet der vertriebliche Talentpool der SV zwischenzeitlich einen respektablen Anteil an Frauen, die ein starkes Potenzial für die künftige Übernahme von Führungspositionen besitzen. Auch in der neuen Personalstrategie wird das Thema Frauen in Führungspositionen berücksichtigt. Es werden Rahmenbedingungen geschaffen, die Frauen wie Männern gleichermaßen zugutekommen. Beispielsweise werden die Führungspositionen im Innendienst auch in Teilzeit ausgeschrieben. Neben den bestehenden flexiblen Arbeitszeiten hat die SV das Angebot an alternierender Telearbeit für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeweitet. Die Möglichkeit für alternierende Telearbeit besteht grundsätzlich auch für Führungskräfte. SCHLUSSERKLÄRUNG AUS DEM ABHÄNGIGKEITSBERICHTNach den Vorschriften des § 312 AktG erstellte der Vorstand einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen. Dieser schließt mit der Erklärung: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die dem Vorstand im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden." JAHRESABSCHLUSSBILANZAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
ANHANGAllgemeine AngabenDie SV SparkassenVersicherung Holding Aktiengesellschaft mit Sitz in 70376 Stuttgart, Löwentorstraße 65, Deutschland ist im Handelsregister des dortigen Amtsgerichts unter HRB 16367 eingetragen. Alle Beträge werden in Tausend Euro (Tsd. Euro) angegeben, sofern nichts anderes vermerkt ist. Aufgrund der Darstellung von Beträgen in Tsd. Euro sind Rundungsdifferenzen möglich. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr (Vj.). Angewandte RechtsvorschriftenDer Jahresabschluss und der Lagebericht wurden entsprechend den Vorschriften des HGB, des AktG, des VAG und der RechVersV in der zum 31. Dezember 2024 geltenden Fassung aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDen Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden werden stetig angewandt. Bilanzierung und Bewertung werden nach dem Prinzip der Unternehmensfortführung vorgenommen. Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt. Sie werden in der Periode erfasst, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind. Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Zum Bilanzstichtag gehaltene Fremdwährungsposten werden mit dem dann gültigen Devisenkurs umgerechnet. Aus Vereinfachungsgründen entspricht der Devisenkurs dem Devisenkurs des Vortages. Das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wird zeitgleich bilanziert. Soweit im Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht alle Abrechnungen der Vorversicherer vorliegen, werden die zugehörigen Positionen der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter Zugrundelegung von Erfahrungswerten zum Bilanzstichtag geschätzt. Diese Schätzungen werden bilanziert. Sobald die Abrechnungen im Folgejahr vorliegen, werden die Schätzungen zurückgenommen, die Abrechnungen gebucht und die betroffenen Positionen der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Diese True-up-Anpassungen wirken sich auf das Ergebnis des Folgejahres aus. AKTIVAA. KapitalanlagenAnteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 HGB wird beachtet. Zur Ermittlung der Zeitwerte wird neben dem Ertragswert auch der Nettoinventarwert herangezogen. Sofern keines der beiden Verfahren zu angemessenen Ergebnissen führt, wird der Zeitwert mit dem Buchwert angesetzt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 S. 5 und 6 HGB bewertet. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 HGB wird beachtet. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden, sofern der Bestand dem Umlaufvermögen zugeordnet ist, mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. Rücknahmewert nach § 253 Abs. 4 HGB zum Bilanzstichtag bewertet (strenges Niederstwertprinzip). Sofern der Bestand dem Anlagevermögen zugeordnet ist, wird er gemäß § 341b Abs. 2 HGB i. V. m. § 253 Abs. 1 und 3 HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung bis auf den beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Im Bedarfsfall erfolgt eine Bewertung auf den beizulegenden Wert. Der Buchwert dieser Kapitalanlagen beträgt 536,2 Mio. Euro. Hiervon entfallen 147,5 Mio. Euro auf Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie 388,7 Mio. Euro auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere. Der Zeitwert dieser Kapitalanlagen beträgt 539,0 Mio. Euro. Hierin enthalten sind stille Lasten i. H. v. 28,7 Mio. Euro. Der Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag bei Inhaberschuldverschreibungen im Anlagevermögen wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode amortisiert. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 HGB wird beachtet. Der Zeitwert der Investmentanteile wird mit den zum Bilanzstichtag ermittelten Rücknahmepreisen der Fondsanteile angesetzt. Aktien, festverzinsliche Wertpapiere sowie andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden mit den Börsenkursen des letzten dem Bilanzstichtag vorausgehenden Börsentages bewertet. Zur Bewertung von nicht börsennotierten Wertpapieren wird der Börsenkurs vergleichbarer börsennotierter Wertpapiere herangezogen bzw. der Zeitwert mit dem Buchwert angesetzt. Die Sonstigen Ausleihungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Zeitwerte zum Bilanzstichtag werden mit der Barwertmethode unter Verwendung laufzeitkongruenter Zinssätze, gegebenenfalls angepasst um emittentengruppenbezogene Spreads, ermittelt. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 HGB wird beachtet. Die Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft werden mit den Nominalwerten ausgewiesen. B. ForderungenDie Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft und die Sonstigen Forderungen werden mit den Nominalwerten angesetzt. Gegebenenfalls erforderliche Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sind abgesetzt. C. Sonstige VermögensgegenständeDie Bilanzposition Sachanlagen umfasst die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Nach § 6 Abs. 2a EStG werden bewegliche abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als 250 Euro netto bis zu 1.000 Euro netto in einen jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt. Dieser Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den vier Folgejahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Durch Veräußerungen, Entnahmen oder Wertminderungen wird der Wert des Sammelpostens nicht beeinflusst. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand werden zum Nennwert bilanziert. D. RechnungsabgrenzungspostenDie in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen abgegrenzten Zinsen und Mieten werden mit Nominalbeträgen angesetzt. Die ausgewiesenen Beträge entfallen auf das Geschäftsjahr und waren am Bilanzstichtag noch nicht fällig. PASSIVAA. EigenkapitalDas Gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage enthalten die von den Aktionären der SVH auf die Aktien eingezahlten Beträge. In den Gewinnrücklagen werden die Gewinne ausgewiesen, die das Unternehmen in den Vorjahren erwirtschaftet und nicht ausgeschüttet hat. B. Versicherungstechnische RückstellungenDie Beitragsüberträge beim in Rückdeckung übernommenen Geschäft werden im Wesentlichen nach den Aufgaben der Vorversicherer berechnet. Die nicht übertragungsfähigen Einnahmeteile werden nach dem BMF-Erlass vom 30. April 1974 abgesetzt. Die Anteile für das in Rückdeckung gegebene Geschäft werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt. Die Deckungsrückstellung beim in Rückdeckung übernommenen Geschäft wird nach den Aufgaben der Vorversicherer eingestellt. Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beim in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft werden entsprechend den Aufgaben der Vorversicherer gebildet. In Einzelfällen werden die Rückstellungen aufgrund von Erfahrungswerten erhöht. Die Anteile für das in Rückdeckung gegebene Geschäft werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt. Die Rückstellungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung werden in Höhe des voraussichtlichen Bedarfs gebildet. Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen werden nach § 341h Abs. 1 HGB und §§ 29, 30 RechVersV sowie den in der Anlage zu dieser Verordnung enthaltenen Vorschriften gebildet. C. Andere RückstellungenDie Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Pensionsrückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag anzusetzen. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags werden zukünftige Lohn-, Gehaltsund Rententrends berücksichtigt. Die Rückstellungen werden i. S. d. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich aus einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Ermittlung der Sätze zur Abzinsung von Rückstellungen ist in der Rückstellungsabzinsungsverordnung geregelt. Die Pensionsrückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit einem Durchschnittszinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt, berechnet (1,90 %). Zusätzlich wird die Berechnung personenindividuell mit dem analogen 7-Jahresdurchschnittszinssatz (1,97 %) ermittelt, um den Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zu bestimmen. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag beträgt -8.873 Tsd. Euro (Vj. 9.237 Tsd. Euro). Die Auswirkung der Veränderung des Rechnungszinssatzes wird im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Der Bewertung wurden folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde gelegt:
1)
Zinssatz zum 31.10.2023, weiterentwickelt zum 31.12.2023 Zudem wurden altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Die Bewertung des Deckungsvermögens entspricht bei der Pensionsrentenversicherung und der Rückdeckungsversicherung für Ansprüche aus Entgeltumwandlung der Höhe der Deckungsrückstellung bei der SVL. Anstelle der Ansprüche aus der Pensionskasse sind Ansprüche aus Rentendirektversicherungen bei der SVL getreten. Diese werden ebenfalls mit dem Deckungskapital angesetzt. Die Zinserträge und die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens werden im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Für die Ermittlung dieser Erträge wurden folgende versicherungsmathematische Annahmen verwendet:
In der Bilanzposition Sonstige Rückstellungen werden Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen, Jubiläumsaufwendungen und Beihilfezuwendungen erfasst. Die Bewertung der Rückstellungen für zu erwartende Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen erfolgt nach dem Barwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Es wurden ein ermittelter Rechnungszins i. H. v. 1,97 % (7-Jahresdurchschnittszinssatz) und ein Gehaltstrend von 2,50 % verwendet. Die Bewertung erfolgt gemäß der Stellungnahme des IDW RS HFA 3 vom 19. Juni 2013. Die Bewertung der Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen erfolgte gemäß Individualvertrag als Zeitrente bis zum Erreichen des Pensionierungsalters. Es wurde ein ermittelter Rechnungszins i. H. v. 1,97 % (7-Jahresdurchschnittszinssatz) und ein Gehaltstrend von 2,5 % verwendet. Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen und für Anwartschaften auf Beihilfe erfolgt nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Rückstellung für Beihilfezuwendungen wird für Rentner der versicherungsmathematische Barwert der laufenden Leistungen angesetzt. Des Weiteren wurde bei der Rückstellung für Jubiläumsaufwendungen und der Rückstellung für Beihilfezuwendungen ein ermittelter Rechnungszins i. H v. 1,97 % (7-Jahresdurchschnittszinssatz) und die Fluktuationswahrscheinlichkeit wie bei der Pensionsrückstellung angesetzt. Bei der Rückstellung für Beihilfezuwendungen wurde ein Kostentrend für die medizinische Versorgung i. H. v. 5,0 % eingerechnet. Die anderen Sonstigen Rückstellungen nach dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag werden bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Als Kostensteigerung wird bei den Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen und den Datenzugriff der Finanzverwaltung eine Inflationsrate von 2,0 % berücksichtigt. D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen VersicherungsgeschäftDie Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. E. Andere VerbindlichkeitenAndere Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur BilanzAktivaEntwicklung der Aktivposten A.I. bis A.II. im Geschäftsjahr 2024
A.I. 1. Anteile an verbundenen UnternehmenAuf die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB i. H. v. 59 Tsd. Euro vorgenommen. A.I. 2. Ausleihungen an verbundene UnternehmenBei dem hier ausgewiesenen Betrag handelt es sich um Darlehen. A.I. 3. BeteiligungenAuf die Beteiligungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB i. H. v. 318 Tsd. Euro vorgenommen. A.II.1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche WertpapiereAuf Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen. A.II.2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereAuf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen. A.II.3. Sonstige AusleihungenAuf Sonstige Ausleihungen wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen. Zeitwert der Kapitalanlagen
Unterlassene Abschreibungen und Angaben für zu den Finanzanlagen gehörenden Finanzinstrumenten gemäß § 285 Nr. 18 HGB
Die Lasten der Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden als nicht dauerhaft angesehen. Die Wertminderung bei den Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere resultiert überwiegend aus dem Zinsanstieg bei den enthaltenen Zinstiteln. Es wird von einer Rückzahlung zum Nominalwert ausgegangen. Daher wird von keiner dauerhaften Wertminderung ausgegangen. Nach den derzeitig vorliegenden Erkenntnissen ergeben sich keine dauerhaften Wertminderungen bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Inhaberschuldverschreibungen und Sonstigen Ausleihungen. Es handelt sich hierbei um bonitätsmäßig einwandfreie Emittenten, sodass von einer vollständigen Rückzahlung bei Fälligkeit auszugehen ist. Angaben zu Anteilen an Sondervermögen oder Anlageaktien an Investmentaktiengesellschaften gemäß § 285 Nr. 26 HGB
B. I. AbrechnungsforderungenDiese beinhalten noch offene Abrechnungen aus dem Rückversicherungsgeschäft. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Abrechnungsforderungen von 0 Tsd. Euro (Vj. 0 Tsd. Euro) und gegenüber sonstigen Unternehmen von 28.932 Tsd. Euro (Vj. 14.194 Tsd. Euro). B. II. Sonstige ForderungenHierin sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit 192.067 Tsd. Euro (Vj. 186.328 Tsd. Euro), Forderungen aus Steuern mit 63.797 Tsd. Euro (Vj. 122.400 Tsd. Euro) sowie Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern aus dem für andere Unternehmen vermittelten Geschäft mit 2.816 Tsd. Euro (Vj. 1.782 Tsd. Euro) enthalten. D. Rechnungsabgrenzungsposten (Aktiva)Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält u. a.
PASSIVAA. I. Gezeichnetes KapitalDas voll eingezahlte Gezeichnete Kapital betrug 228.545 Tsd. Euro. Das Gezeichnete Kapital setzte sich unverändert zum Vorjahr aus 430.166 auf den Namen lautende vinkulierte Stückaktien ohne Nennwert zusammen. Das Gezeichnete Kapital verteilte sich auf die Gesellschafter wie folgt:
A. III. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen umfassen ausschließlich andere Gewinnrücklagen.
C. I. Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen (Angaben gemäß § 285 Nr. 25 HGB)
C. III. Sonstige RückstellungenDie Sonstigen Rückstellungen stellten sich wie folgt dar:
E. II. Sonstige VerbindlichkeitenHierin sind u. a. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten, die aufgrund des Cash-Pooling entstanden sind. Es bestehen keine wesentlichen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungI. 1. a) Gebuchte Bruttobeiträge
III. 5. Sonstige ErträgeIn den Sonstigen Erträgen sind Provisionen i. H. v. 445.251 Tsd. Euro (Vj. 398.268 Tsd. Euro), Erträge aus sonstigen Dienstleistungen i. H. v. 356.307 Tsd. Euro (Vj. 367.776 Tsd. Euro) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung i. H. v. 94 Tsd. Euro (Vj. 275 Tsd. Euro) enthalten. III. 6. Sonstige AufwendungenIn den Sonstigen Aufwendungen sind Provisionen i. H. v. 434.002 Tsd. Euro (Vj. 392.801 Tsd. Euro), Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen i. H. v. 345.611 Tsd. Euro (Vj. 358.427 Tsd. Euro) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. H. v. 211 Tsd. Euro (Vj. 7 Tsd. Euro) enthalten. Des Weiteren sind Zinsaufwände aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen i. H. v. 7.316 Tsd. Euro (Vj. 10.326 Tsd. Euro) enthalten. II. 7. Steuern vom Einkommen und vom ErtragIm Geschäftsjahr ergab sich ein Steueraufwand i. H. v. insgesamt 5.312 Tsd. Euro (Vj. Steuerertrag 1.210 Tsd. Euro). Auf Steuern des Geschäftsjahres entfiel dabei ein Steueraufwand i. H. v. 3.439 Tsd. Euro. Für Vorjahressteuern wurde ein Steueraufwand i. H. v. 1.873 Tsd. Euro erfasst. Latente SteuernAuf die Bilanzierung von latenten Steuern wurde verzichtet, da die zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehenden Differenzen insgesamt zu einem Überhang an aktiven latenten Steuern führen. Aktive latente Steuern sind in folgenden Positionen vorhanden:
Bei den Positionen "Anteile an verbundenen Unternehmen", "Anteile an Investmentvermögen", "Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere", "Forderungen an verbundene Unternehmen" und "Passive Rechnungsabgrenzung" bestehen Abweichungen, die zu passiven latenten Steuern führen. Bei der Berechnung der latenten Steuern wird grundsätzlich ein Steuersatz von 30,93 % verwendet. Die SVL ist seit dem Jahr 2009 ertragsteuerliche Organgesellschaft der SVH. Die SV Informatik war bis zum Jahr 2020 ertragsteuerliche Organgesellschaft der SVH. Da sich die ertragsteuerlichen Konsequenzen aufgrund abweichender handels- und steuerrechtlicher Bilanzierung beim Organträger ergeben, werden die bei der SVL zum 31. Dezember 2021 bestehenden Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz bei der Bildung von latenten Steuern bei der SVH berücksichtigt. Aus der SVL sind in folgenden Positionen zusätzlich aktive latente Steuern vorhanden:
Bei den Positionen "Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten", "Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere", "Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" und "Passive Rechnungsabgrenzung" bestehen Abweichungen, die zu passiven latenten Steuern bei der SVL führen. Sonstige AngabenVerbundene Unternehmen und Beteiligungen (Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB)
1
Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der SVH. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENBei den nachfolgend aufgeführten Haftungsverhältnissen handelt es sich um Angaben nach § 251 HGB:
Zum Bilanzstichtag ergaben sich die folgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit ihren Nominalwerten:
MITARBEITERIm Laufe des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 1.397 Innendienst-Mitarbeiter (davon 111 Auszubildende) und 738 Außendienst-Mitarbeiter angestellt. Darüber hinaus waren im Rahmen der Dienstleistungsüberlassung durchschnittlich 31 Beamte und Angestellte der Länder Baden-Württemberg und Hessen im Innendienst beschäftigt. In der folgenden Tabelle werden die Provisionen und sonstigen Bezüge der Versicherungsvertreter und der gesamte Personalaufwand dargestellt:
BEZÜGE DER MITGLIEDER DES VORSTANDS, AUFSICHTSRATS UND BEIRÄTE DER SVH
Vorstand, Aufsichtsrat und Beiräte sind auf den Seiten 5 ff. aufgeführt. ABSCHLUSSPRÜFERHONORAREAuf die Angabe der Abschlussprüferhonorare nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die Gesellschaft einen HGB-Konzernabschluss zum 31. Dezember eines jeden Jahres erstellt und diese Angabe dort vorgenommen wird. STEUERAUFWAND/-ERTRAG NACH MINDESTSTEUERGESETZ (PILLAR 2)Oberste Muttergesellschaft der Unternehmensgruppe ist die SV SparkassenVersicherung Holding AG mit Sitz in Stuttgart. Die Unternehmensgruppe ist in den Jurisdiktionen Deutschland und Luxemburg ansässig. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 erwarten wir für die überwiegende Mehrheit der Konzernunternehmen keine wesentlichen Auswirkungen, da die Pillar-2-Erleichterungsvorschriften (sog. Safe-Harbour-Regeln) Anwendung finden. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGEreignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, über die gesondert zu berichten wäre, traten nicht ein. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAGDer Hauptversammlung steht folgender Bilanzgewinn zur Verfügung:
Der Vorstand schlägt folgende Gewinnverwendung vor:
Stuttgart, 24. Februar 2025 SV SparkassenVersicherung Holding Aktiengesellschaft Dr. Andreas Jahn Ralph Eisenhauer Michael Meiers Roland Oppermann Markus Reinhard Dr. Thorsten Wittmann WEITERE INFORMATIONENBESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SV SparkassenVersicherung Holding Aktiengesellschaft, StuttgartVERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der SV SparkassenVersicherung Holding Aktiengesellschaft, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SV SparkassenVersicherung Holding Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Bewertung der Anteile an verbundenen inländischen VersicherungsunternehmenHinsichtlich der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang der Gesellschaft in Abschnitt "Bilanzierungs- und -, Bewertungsmethoden". Für die Darstellung der Zeitwerte und Bewertungsreserven sowie bezüglich der Darstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang des Unternehmens in Abschnitt Erläuterungen zur Bilanz sowie in Abschnitt Sonstige Angaben. Risikoangaben sind im Lagebericht in Abschnitt Risiko- und Chancenbericht enthalten. Das Risiko für den AbschlussDie Anteile an verbundenen inländischen Versicherungsunternehmen werden zum Bilanzstichtag unter den Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen als Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Buchwert der Anteile an verbundenen inländischen Versicherungsunternehmen beträgt zum 31. Dezember 2024 EUR 917,1 Mio. Das sind 37,7 % der Bilanzsumme; hieraus ergibt sich ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögenslage des Unternehmens. Die Anteile an verbundenen inländischen Versicherungsunternehmen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Anteile an verbundenen inländischen Versicherungsunternehmen sind nicht an einem aktiven Markt notiert. Den beizulegenden Wert ermittelt die Gesellschaft für Anteile an verbundenen inländischen Versicherungsunternehmen mithilfe des Ertragswertverfahrens. Die für das Ertragswertverfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen auf beteiligungsindividuellen Planungen für die nächsten drei Jahre, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der jeweilige Kapitalisierungszinssatz wird aus der Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage abgeleitet. Ist der beizulegende Zeitwert niedriger als der Buchwert, so wird anhand qualitativer bzw. quantitativer Kriterien untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich dauernd ist. Die Berechnung des beizulegenden Werts nach dem Ertragswertverfahren ist komplex und hinsichtlich der getroffenen Annahmen in hohem Maße von Einschätzungen und Beurteilungen des Unternehmens abhängig. Dies gilt insbesondere für die Schätzung der künftigen Zahlungsströme, die Ermittlung der Kapitalisierungszinssätze sowie die Einschätzung der Dauerhaftigkeit der Wertminderung. In Bezug auf den Jahresabschluss besteht bei Anteilen an verbundenen inländischen Versicherungsunternehmen das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag nicht angemessen ermittelt wird und daher notwendige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert unterbleiben Ein erhöhtes Risiko liegt insbesondere vor, da hier die beizulegenden Werte nicht unmittelbar aus aktiven Märkten am Bilanzstichtag abgeleitet werden können. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungBei der Prüfung der Anteile an verbundenen Unternehmen haben wir als Teil des Prüfungsteams für einzelne Bewertungsobjekte eigene Bewertungsspezialisten eingesetzt und risikoorientiert insbesondere folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
Unsere SchlussfolgerungenDie verwendeten Methoden zur Ermittlung der beizulegenden Werte der Anteile an verbundenen inländischen Versicherungsunternehmen sind sachgerecht und stehen im Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsrundsätzen. Die verwendeten Annahmen und Daten wurden angemessen abgeleitet. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten Bericht des Aufsichtsrats. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 21. Juni 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 9. Oktober 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2024 als Abschlussprüfer der SV SparkassenVersicherung Holding Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht des geprüften Unternehmens angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht:
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Colin Schenke.
Stuttgart, den 1. April 2025 KPMG AG Schenke, Wirtschaftsprüfer Mayer, Wirtschaftsprüferin BERICHT DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Gesellschaft laufend überwacht. In den Sitzungen wurde er vom Vorstand über die Geschäftslage 2024 informiert. Dabei wurden grundsätzliche Fragen und wichtige Geschäftsvorfälle eingehend erörtert. Unter anderem befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Prüfung der unternehmensseitigen Solvabilitätsübersicht nach Solvency II sowie mit der Arbeit der Schlüsselfunktionen Interne Revision, Risikomanagement, Versicherungsmathematische Funktion und Compliance, die im Jahr 2024 im Aufsichtsrat berichtet haben. Ebenso hat sich der Aufsichtsrat mit der Überwachung der Abschlussprüfung sowie den Entwicklungen an den Finanzmärkten und deren Auswirkungen auf die Kapitalanlage auseinandergesetzt. Ein besonderer Fokus lag dabei auf den Aktienmärkten, der Zinsentwicklung, dem Rückgang der Inflationsrate sowie deren Wechselwirkungen und Auswirkungen auf die Ergebnisse und Geschäftspolitik des Unternehmens. Thema war ferner die Rückversicherung und deren Strukturierung bei sich ändernden Marktbedingungen. Zudem erfolgte eine Befassung mit Fragen zu Beteiligungserwerben, die satzungsgemäß der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Bericht zu den Vergütungssystemen der SV und die nichtfinanzielle Berichterstattung des Konzerns wurden zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat auch im Jahr 2024 eine Selbsteinschätzung seiner Kenntnisse und Fähigkeiten vorgenommen. Nach Durchführung eines Auswahlverfahrens in Übereinstimmung mit der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") wurde auf Vorschlag des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung am 21. Juni 2024 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Die KPMG hat die Buchführung, den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Bericht der KPMG über die Prüfung des Jahresabschlusses lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurde in der Aufsichtsratssitzung am 10. April 2025 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich erörtert. Die Ausführungen der KPMG sowie der Prüfungsbericht wurden zur Kenntnis genommen. Zu dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer wurden keine Feststellungen getroffen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024, der Lagebericht des Vorstands und der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Er erhebt nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung keine Einwendungen und billigt den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat folgt dem Vorschlag über die Verwendung des ausgewiesenen Bilanzgewinns und empfiehlt der Hauptversammlung entsprechend zu beschließen. Im Aufsichtsrat wurden zudem die gemäß §§ 74 bis 87 VAG aufgestellte und gemäß § 35 Abs. 2 VAG geprüfte Solvabilitätsübersicht zum 31. Dezember 2024 sowie der diesbezügliche Prüfungsbericht der KPMG behandelt. Weiterhin wurden dem Aufsichtsrat der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG sowie der hierzu von der KPMG gemäß § 313 AktG erstattete Prüfungsbericht für das Geschäftsjahr 2024 vorgelegt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers lautet wie folgt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde vom Aufsichtsrat ohne Einwendungen geprüft. Er hat von dem hierzu erstatteten Bericht des Abschlussprüfers Kenntnis genommen und zum Prüfungsergebnis keine Feststellungen getroffen. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Die zur Sicherstellung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sowie der angewandten Schutzmaßnahmen durch den Aufsichtsrat genehmigte Liste der erlaubten Nichtprüfungsleistungen gemäß Art. 5 Abs. 4 der EU-APrVO wurde im Geschäftsjahr 2024 nicht erweitert. Die Konformität der erbrachten Nichtprüfungsleistungen mit den genehmigten Leistungen sowie die Einhaltung der Honorargrenzen gemäß Art. 4 Abs. 2 der EU-APrVO wurden im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 10. April 2025 geprüft und bestätigt.
Stuttgart, im April 2025 Der Aufsichtsrat Dr. Matthias Neth, Vorsitzender Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns 2024Die Hauptversammlung beschloss am 10. April 2025 entsprechend des Vorschlags von Vorstand und Aufsichtsrat ohne Gegenstimmen und ohne Stimmeneinhaltungen, den Bilanzgewinn 2024 in Höhe von 52.131.973 Euro wie folgt zu verwenden:
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SV SparkassenVersicherung Holding Aktiengesellschaft
Overview
- Legal form
- AG
- Address
-
Löwentorstraße 65
70376 Stuttgart - Commercial register
- HRB 16367, Stuttgart
- Registration date
- December 8, 1993
- Industry
-
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Beteiligungsgesellschaften
Kreditinstitute des Sparkassensektors - Registered capital
- 228,544,829.63 EUR
- Representation rules
Jeweils zwei Vorstandsmitglieder oder ein Vorstandsmitglied und ein Prokurist vertreten gemeinsam.
- Purpose
- - Die Leitung einer Versicherungsgruppe der Sparkassen in Baden-Württemberg, Hessen-Thüringen und Teilen von Rheinland-Pfalz, - der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an Versicherungsgesellschaften und sonstigen Unternehmen, - der Betrieb der Rückversicherung in allen Zweigen, die Tätigkeit auf dem Gebiet der Vermögensverwaltung für eigene Zwecke der zur Versicherungsgruppe gehörenden Unternehmen sowie des Vermittlungs- und Dienstleistungsgeschäfts im Rahmen des übrigen Unternehmensgegenstands.
Financials
Balance sheet
2023- Fixed Assets 80,4 % 1,86 Mrd
- Receivables and Other Assets 14,4 % 333,43 Mio
- Other Assets 4,8 % 111,16 Mio
- Prepaid Expenses 0,0 % 7,2 k
- Equity 48,5 % 1,12 Mrd
- Other Provisions 0,0 % 860,1 k
- Other Liabilities 0,0 % 172,5 k
- Versicherungstechnische Rückstellungen 0,0 % 124,5 k
- Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 0,0 % 31,6 k
- Accrued Expenses 0,0 % 0
Balance sheet data available for 16 earlier fiscal years.
Profit & loss
2025- Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 14,3 % 82,39 Mio
- Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 14,3 % 82,39 Mio
- Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 14,3 % 82,39 Mio
- Erträge aus Kapitalanlagen 13,8 % 80,00 Mio
- Erträge aus Kapitalanlagen 13,8 % 80,00 Mio
- Erträge aus Kapitalanlagen 13,8 % 80,00 Mio
- Zwischensumme 2,5 % 14,33 Mio
- Zwischensumme 2,5 % 14,33 Mio
- Zwischensumme 2,5 % 14,33 Mio
- Zwischensumme 2,5 % 14,33 Mio
- Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen 1,8 % −10,33 Mio
- b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 0,9 % 5,05 Mio
- Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 0,7 % 4,00 Mio
- Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 0,7 % 4,00 Mio
- Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 0,7 % 4,00 Mio
- Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 0,7 % 4,00 Mio
- Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen 0,4 % 2,07 Mio
- Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 0,0 % 150,0 k
- Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 0,0 % 71,8 k
- Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung 56,1 % 70,14 Mio
- Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung 36,4 % 45,53 Mio
- Aufwendungen für Kapitalanlagen 1,7 % 2,16 Mio
- Aufwendungen für Kapitalanlagen 1,7 % 2,16 Mio
- Aufwendungen für Kapitalanlagen 1,7 % 2,16 Mio
- Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 0,6 % 730,0 k
- Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 0,6 % 730,0 k
- Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 0,6 % 730,0 k
- Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 0,6 % 730,0 k
- Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung 0,0 % 5,0 k
P&L data available for 18 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Andreas Jahn
since 2018 Board Chair
-
Markus Reinhard
since 2018 Board Member
-
Michael Meiers
since 2023 Board Member
-
Ralph Eisenhauer
since 2020 Board Member
-
Roland Oppermann
since 2015 Board Member
-
Thorsten Wittmann
since 2016 Board Member
-
Alexander Klotz
since 2025 Procura
-
Andreas Besser
since 2022 Procura
-
Ann-Kathrin Merkel
since 2020 Procura
-
Axel Bischof
since 2020 Procura
-
Burghard Wilcke
since 2022 Procura
-
Carlos Calatrava Molero
since 2020 Procura
-
Deniz Kaya
since 2024 Procura
-
Dennis Krieger
since 2020 Procura
-
Fabian Harms
since 2025 Procura
-
Frank Winkenwerder
since 2022 Procura
-
Harald Knierim
since 2024 Procura
-
Jonas Riethmüller
since 2020 Procura
-
Julian Philipp Jung
since 2023 Procura
-
Kevin Lorang
since 2024 Procura
-
Marion Schaible
since 2022 Procura
-
Matthias Schwenk
since 2021 Procura
-
Robert Görden
since 2023 Procura
-
Robert Schollmeier
since 2023 Procura
-
Sabine Klausmann
since 2022 Procura
-
Simone Trodler
since 2023 Procura
-
Steffen Axel Sihler
since 2024 Procura
-
Steffen Berndt
since 2021 Procura
-
Tobias Wolfgang Grüger
since 2023 Procura
-
Valentin Georg Haag
since 2026 Procura
Ownership & holdings
Holds shares in
- SV Informatik GmbH 100.0 %
- SVEN InfraNet Core Holding GmbH 100.0 %
- SV.EN Erste Verwaltungs GmbH 100.0 %
History
- 2026
-
03.02.
Member entryValentin Georg Haag · Procura
-
03.02.
Exit of positionJuan Carlos Estevez Fernandez · Procura
-
03.02.
Exit of positionClaudia Weidner · Procura
- 2025
-
20.05.
Member entryClaudia Weidner · Procura
-
20.05.
Member entryFabian Harms · Procura
-
20.05.
Exit of positionWalter Carls · Procura
-
20.05.
Exit of positionUlrike Köhler · Procura
-
23.01.
Member entryAlexander Klotz · Procura
Annual statements
Original published statements, ordered by fiscal year.
| Fiscal year | Document | Published | Access |
|---|---|---|---|
| 2025 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2024 | Jahresabschluss | Published | Read full text |
| 2023 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2022 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2021 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
2024 Jahresabschluss Full text
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-
Enter this server URL and add the connector:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Connect with your handelsregister.ai account, then enable the connector in your chat via “+” → “Connectors”.
- In ChatGPT on the web, open Settings → Apps and create a custom app. Developer mode must be enabled for your account.
-
Use “handelsregister” as the name, OAuth for authentication and this server URL:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Sign in with your handelsregister.ai account, create the app and select it from the tools menu in your chat.
Run once in your terminal:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
Add this MCP server as a tool in your application:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Show me the directors, shareholders and latest available financial figures for SV SparkassenVersicherung Holding Aktiengesellschaft. Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: e07f4fea127ef91b9da94fca5cf3f78d",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
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{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
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