Flowserve SIHI Germany GmbHItzehoeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Lagebericht für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr1. Grundlagen 1.1. Geschäftsmodell 1.2. Forschung und Entwicklung 2. Bericht über die wirtschaftliche Situation 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage 2.3.2. Finanzlage 2.3.2.1. Kapitalstruktur 2.3.2.2. Investitionen 2.3.2.3. Liquidität 2.3.3. Vermögenslage 2.3.4. Produktion 2.3.5. Einkauf 2.3.6. Personal 2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht 3.2. Chancenbericht 3.3. Risikobericht 3.3.1. Risikomanagementsystem 3.3.2. Risiken 1. Grundlagen1.1. Geschäftsmodell Die Flowserve SIHI Germany GmbH ("SIHI") ist seit Januar 2015 ein Tochterunternehmen des weltweit agierenden Flowserve Konzerns mit Sitz in Dallas/Texas, USA. Flowserve ist ein global aufgestelltes Unternehmen in den Bereichen Pumpen, Ventile und Dichtungen sowie ein Anbieter von Komplettlösungen in den Branchen Energie, Öl, Gas, Chemie und Wasserwirtschaft. SIHI produziert und vertreibt Flüssigkeits- und Vakuumpumpen sowie komplette Anlagen für Anwendungen für Kunden vorwiegend aus der Industrie und Energiewirtschaft im In- und Ausland. Die Gesellschaft verfügt über eine Produktionsstätte in Itzehoe und über Servicezentren in Itzehoe, Köln und Erfurt. 1.2. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind in der Schwestergesellschaft Sterling Industry Consult GmbH ("SIC") konzentriert. Die SIC agiert in enger Abstimmung mit der Flowserve SIHI Germany GmbH sowie den anderen Gesellschaften der Flowserve-Gruppe. 2. Bericht über die wirtschaftliche Situation2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr. Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 Prozent). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 Prozent). Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,7 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. 2.2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Auftragseingang der SIHI 124,4 Mio. EUR (Vorjahr 134,4 Mio. EUR) und liegt damit um 7,5% unter dem Vorjahresniveau. Dieser Betrag verteilt sich auf die Geschäftsbereiche Vakuumpumpen (78,8 Mio. EUR), Flüssigkeitspumpen (25,8 Mio. EUR), Großanlagenbau (12,1 Mio. EUR), Service (7,0 Mio. EUR) und Sonstiges (0,7 Mio. EUR). 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage Der Umsatz setzt sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse wurden zu 46,2% (Vorjahr: 44,1%) im Inland und zu 53,8% (Vorjahr: 55,9%) im Ausland getätigt und liegen um 8% über Vorjahresniveau. Bereinigt um die Umsätze aus der Beendigung eines alten Großauftrages, die in den Sonstigen Umsatzerlösen der Jahre 2022 und 2023 enthalten sind, beträgt der Umsatzanstieg sogar TEUR 20.010 (+17%). Der Umsatzanstieg liegt im Wesentlichen in der positiven Entwicklung des Auftragseingangs in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 ,sowie einer weitgehenden Stabilisierung der Lieferketten begründet. So konnten im Geschäftsjahr 2023, insbesondere im Bereich der Vakuumpumpen, wesentliche Projektaufträge abgeschlossen werden. Für den Bereich der Flüssigkeitspumpen ist der Anstieg, neben den oben angegebenen Einflussfaktoren, auch auf die nun vollständig abgeschlossene Integration der Produktlinie Seitenkanalpumpen zurückzuführen. Die Gesamtleistung des Jahres 2023 liegt durch die Bestandsveränderung von -TEUR 21.543 (Vorjahr -TEUR 19.665) bei TEUR 136.793 und somit um TEUR 9.910 über der Gesamtleistung des Jahres 2022. In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist eine konzerninterne Ausgleichszahlung aus der Transferpreisvereinbarung in Höhe von TEUR 1.484 enthalten Im Zuge einer einvernehmlichen Beendigung eines Großauftrages wurde Ende 2022 ein Vergleich geschlossen, aus dem im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 ein weiterer periodenfremder Ertrag in Höhe von TEUR 1.713 entstanden ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um TEUR 7.409 über dem Vorjahr. Verantwortlich hierfür sind hauptsächlich höhere Verwaltungskostenumlagen (Intercompany Service-fees). Insgesamt wurde ein positives Ergebnis nach Ertragsteuern von TEUR 4.976 erzielt (Vorjahr: TEUR 12.145). Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beträgt TEUR 4.929 (Vorjahr: TEUR 12.098). Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss an die Muttergesellschaft Flowserve SIHI Holding GmbH abgeführt. Die Materialaufwandsquote des Geschäftsjahres 2023 beträgt 50,5% (Vorjahr: 53,3%) und hat sich damit gegenüber 2022 um 2,8%-Punkte verbessert. Ursächlich hierfür sind hauptsächlich Preiserhöhungen, verbesserte Einkaufspreise und ein margenstarker Produktmix. Die Personalaufwandsquote liegt stabil bei 30,3% (Vorjahr: 30,3%), jeweils bezogen auf die Gesamtleistung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 17,3% der Gesamtleistung (Vorjahr: 12,9%). 2.3.2. Finanzlage 2.3.2.1. Kapitalstruktur Das Eigenkapital betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 41.805 (Vorjahr TEUR 41.805) und damit 48,2% (Vorjahr 48,4%) der Bilanzsumme. 2.3.2.2. Investitionen Das Investitionsvolumen betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 2.765 (Vorjahr TEUR 1.064) und betraf im Wesentlichen die Anschaffung eines Heller-Bearbeitungszentrums für die Produktlinie SIHI DRY, die Erneuerung der IT-Infrastruktur, sowie weitere Ersatzinvestitionen. Die Nettoinvestitionen wurden aus Barmitteln der Flowserve Treasury BV finanziert. 2.3.2.3. Liquidität Die Gesellschaft ist in den Cashpool der Flowserve-Gesellschaften eingebunden. Über die Muttergesellschaft Flowserve SIHI Holding GmbH hat die Gesellschaft Zugang zu Barmitteln der Konzerngesellschaft Flowserve Treasury BV. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war dadurch jederzeit gesichert. Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen waren im Berichtszeitraum nicht erforderlich und sind nicht erfolgt. 2.3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 86.683 im Vergleich zu TEUR 86.392 zum 31. Dezember 2022. Wesentliche Veränderungen zum Vorjahr finden sich in der Zunahme der Forderungen gegen die Gesellschafterin um TEUR 5.418, der Rückstellungen um TEUR 1.267 und in der Zunahme der Lieferantenverbindlichkeiten um TEUR 2.171. Reduziert haben sich die Vorräte um TEUR 6.185 und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.181. Der Anstieg der Forderungen gegen die Gesellschafterin begründet sich durch die im Vergleich zum Vorjahr geringere Ergebnisabführungsverpflichtung und gleichzeitig ein reduziertes Guthaben im gemeinsamen Cashpool. Das Ergebnis des Programms zur Reduzierung des Net Working Capital, sowie der Abschluss einiger Großaufträge, zeigt sich in den deutlich reduzierten Warenbeständen. Die Ursache für die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegt hauptsächlich in der Nutzung des Intercompany-Cashpools der Flowserve Treasury BV und ist eine Folge der niedrigeren Vorratsbestände zum Bilanzstichtag. 2.3.4. Produktion Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Gesamtleistung von 136,8 Mio. EUR (Vorjahr 126,9 Mio. EUR) erzielt. Die Gesamtleistung je Mitarbeiter hat im Jahr 2023 TEUR 280 betragen (Vorjahr TEUR 275). 2.3.5. Einkauf Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und der Ukraine Konflikt sowie der Konflikt zwischen China und Taiwan und die Terroranschläge im Roten Meer hatten und haben noch immer Einfluss auf globale Lieferketten und Logistik. Die Sicherstellung und Verbesserung von Qualitätsstandards und Eliminierung von Beschaffungsrisiken im Rahmen der Integration der Produktlinie "Seitenkanalpumpen" war auch im Jahr 2023 ein Schwerpunkt der Arbeit und mit großem Aufwand verbunden. Damit ist es uns allerdings auch gelungen, diese Ziele zum Jahresende zu erreichen. Durch intensivierte und weit vorausschauende Maßnahmen, sowohl intern in der Anpassung von Sicherheitsbeständen und Implementierung von Vorplanungen als auch extern bei unseren Lieferanten durch regelmäßige Abstimmung und Vereinbarungen zur Bestandsführung durch die Lieferanten ist es uns gelungen, Unterbrechungen in den Lieferketten zu vermeiden sowie die Lieferzeiten zu verkürzen, Verfügbarkeit zu erhöhen und unsere eigenen Lagerbestände zu reduzieren. Inflation und damit verbundene, teils sehr deutliche, Preiserhöhungen prägten beschaffungsseitig das erste Halbjahr. Im Im Laufe des 2. Halbjahres kam es, unter anderem durch gezielte Aktivitäten, zu einer Stabilisierung des Beschaffungspreisniveaus. Ziele und Herausforderungen für das Geschäftsjahr 2024 sind weiterhin die unterbrechungsfreie Belieferung unserer Produktion, sowie die unternehmensweiten Strategien und Projekte insbesondere des globalen Wachstums der Vacuum Business Unit sowie der Optimierung des Umlaufvermögens zu unterstützen und voranzutreiben. Hierzu ist es entscheidend, die neuen Marktgegebenheiten und eingeleiteten Maßnahmen im Hinblick auf Kostenkontrolle und Bestandsmanagement kontinuierlich zu optimieren und zu überprüfen. 2.3.6. Personal Die Flowserve SIHI Germany GmbH ist über die Verbände der Metallindustrie in Schleswig-Holstein an allen Standorten tarifgebunden. Für 2023 wurden insofern die entsprechenden Tarifvereinbarungen umgesetzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 488 Mitarbeiter (Vorjahr: 461 Mitarbeiter) beschäftigt. Aufgrund der sehr guten Auftragslage und der Wachstumsinitiative für das Produkt "SIHI Dry" wurden im Laufe des Jahres ca. 20 neue Mitarbeiter eingestellt. Der Anteil der Auszubildenden an der Gesamtbelegschaft beträgt 4%. In der gewerblichen Ausbildung wird in den Berufen Mechatroniker, Industriemechaniker und Zerspanungsmechaniker mit Schwerpunkt für das Werk in Itzehoe ausgebildet. Im kaufmännischen Bereich wird aktuell nicht ausgebildet, jedoch befindet sich ein Mitarbeiter aktuell in einem dualen Studiengang mit Fachrichtung Wirtschaftsingenieurwesen. Safety, Health and Environmental Affairs (SHEA) Die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden hat im Flowserve Konzern oberste Priorität. Daher ist unsere SHEA-Politik ausgerichtet auf den ständigen Verbesserungsprozess hinsichtlich:
Die Gesellschaft richtet Systeme zur Überwachung der Gesundheit und Arbeitssicherheit ein und überprüft diese regelmäßig durch interne und externe Audits. Besondere Umweltrisiken liegen nicht vor. Interne Organisation und Entscheidungsfindung Die Geschäftsführung hat geeignete Maßnahmen getroffen, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden. Es erfolgt eine monatliche Berichterstattung an die Geschäftsführung und den Gesellschafter hinsichtlich der aktuellen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Darüber hinaus werden für die wesentlichen Kennzahlen Forecasts erstellt und Plan-Ist Abweichungen laufend analysiert. Die monatliche Risikoberichterstattung an die Geschäftsführung stellt sicher, dass über das bestehende Risikomanagementsystem hinaus eine laufende und aktuelle Information über bestehende Geschäftsrisiken erfolgt. 2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind der Auftragseingang, der Umsatz sowie das operative Ergebnis (Ergebnis nach Steuern). Unsere Ausführungen zu den finanziellen Leistungsindikatoren finden sich in Abschnitt 2.2. (für den Auftragseingang) und Abschnitt 2.3.1. (für die Umsatzerlöse und für das operative Ergebnis/das Ergebnis nach Steuern). 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1. Prognosebericht Nach Ansicht des ifo Instituts (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.) dürfte die Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 allenfalls verhalten zulegen. Das Institut rechnet für 2024 nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,7 Prozent. Mit dem im Haushaltsausschuss vereinbarten Bundeshaushalt wurden nach Schätzung des ifo Instituts zusätzliche Einsparungen in Höhe von knapp 19 Milliarden Euro beschlossen. Unternehmen und Haushalte werden dadurch mehr belastet oder weniger entlastet, und die Staatsausgaben werden gekürzt. Unter dem Strich wird das die gesamtwirtschaftliche Erholung etwas dämpfen. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug, und der Zinshöhepunkt dürfte nach Ansicht des Instituts bereits überschritten sein. Das Institut rechnet mit einer Inflationsrate von 2,2 Prozent für 2024. Damit läge sie nur noch geringfügig über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 % der EZB. Kapitalmarkt- und Kreditzinsen sinken bereits seit Anfang November, und im Frühsommer dürfte die Europäische Zentralbank eine erste Leitzinssenkung beschließen. Diese Entwicklung dürfte auch die deutschen Absatzmärkte stützen, zumal auch dort mit einem Kaufkraftplus zu rechnen ist. Schließlich sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen und im laufenden Jahr zu den Konjunkturtreibern werden. Insgesamt jedoch dürfte selbst das Jahresende 2024 noch schwach ausfallen. Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute, und der Maschinenbau ist als reiner Investitionsgüterlieferant ein Spätzykliker. Zwar gibt es erste, noch sehr zaghafte Signale, dass ein Tiefpunkt der Bestellungen bald erreicht ist. Das ifo-Geschäftsklima für den Maschinenbau hat sich zuletzt stabilisiert, und der Orderrückgang hat sich zum Jahresende 2023 etwas abgeschwächt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine mögliche Bodenbildung bei der Auslandsnachfrage noch nicht als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor hinzugekommen. Aufgrund der trüben Aussichten haben viele Unternehmen ihre Einstellungsabsichten derzeit zwar zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen. Im Jahr 2023 bewegte sich der Auftragseingang leicht unter Vorjahresniveau. Insbesondere im Bereich der Großprojekte hat es zeitliche Verzögerungen gegeben. Auch waren Auftragseingänge mit niedrigerem Volumen in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 rückläufig. Weiterhin vorhandene Einschränkungen in den globalen Lieferketten wurde durch gezielte Maßnahmen in Einkauf und Bestandsmanagement entgegengewirkt. Das weiterhin hohe Beschaffungspreisniveau, sowie gestiegene Lohnkosten, konnten durch rechtzeitige und angemessene Preiserhöhungen kompensiert werden.So konnte auch in 2023 eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung realisiert werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen zeigte sich die Gesellschaft, wie erwartet, gut aufgestellt für die Herausforderungen des abgelaufenen Geschäftsjahres. Auch im Jahr 2024 ist, insbesondere durch einen weiterhin guten Auftragseingang im Bereich der Großprojekte, von einem positiven Verlauf des Auftragseingangs der Gesellschaft auszugehen. Dies lässt sich, trotz rückläufiger Auftragseingänge im Bereich der Standard Vakuumpumpen, insbesondere auf verstärkte globale Investitionen im Bereich der nuklearen Energieerzeugung, sowie auf Investitionen im Bereich der ökologischen Transformation der Wirtschaft zurückführen. Daher zeichnet es sich ab, dass der Auftragseingang im Jahr 2024 in etwa 5% über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Die Umsatzerlöse werden in 2024, dem niedrigeren Auftragsbestand des Geschäftsjahres 2023 folgend, leicht unterhalb des Jahres 2023 liegen . Für das operative Ergebnis (vor Sondereffekten wie dem Abgang von Finanzanlagen und periodenfremden Erträgen) wird davon ausgegangen, dass sich ein weitgehend unverändertes Bild zum Vorjahr ergibt. Aus dem Produktmix werden keine signifikanten Einflüsse auf das operative Ergebnis erwartet. 3.2. Chancenbericht Positive Ergebnisbeiträge erwartet die Geschäftsführung aus der Implementierung der neuen Aufbauorganisation des Flowserve Konzerns ("New Operating Model"), welche in 2023 umgesetzte wurde. Die zuvor regionale strukturierte Aufbauorganisation wurde in eine produktbasierte Aufbauorganisation transformiert. Aus der Weiterentwicklung der Organisation erwartet die Geschäftsführung eine fokussierte Unterstützung der am Standort Itzehoe produzierten Produktlinien durch die Konzernfunktionen, sowie beschleunigte Entscheidungsfindungsprozesse. Große Wachstumspotenziale sieht die Geschäftsführung weiterhin in der stärkeren globalen Positionierung der Produktlinie SIHIDry. Deutliche Wachstumschancen bieten sich ebenfalls weiterhin im Projektgeschäft für Nuklearanlagen. 3.3. Risikobericht 3.3.1. Risikomanagementsystem Es besteht ein Risikokontrollsystem, welches eine systematische Erfassung und Beurteilung von Risiken ermöglicht. Die Risiken werden im Rahmen von Planungs- und Controlling-Prozessen kontinuierlich überwacht. Ferner ist aufgrund der implementierten monatlichen Risikoberichterstattung eine laufende und aktuelle Information über bestehende Geschäftsrisiken sichergestellt. 3.3.2. Risiken Die in Vorjahren in Folge der Corona-Pandemie und der Ukraine Krise eingeleiteten Maßnahmen hinsichtlich Kostenkontrolle, Kapazitätsanpassung, Preissteuerung und Beschaffungs-/ Bestandsmanagement haben sich als wirksam erwiesen und spiegelten sich in der positiven Ergebnisentwicklung wider. Der Geschäftsbetrieb war im Jahr 2023 weniger durch Verwerfungen der Lieferketten beeinträchtigt als in den Geschäftsjahren zuvor. Die zunehmend unsichere geopolitische Lage und die damit einhergehende zunehmende Zahl regionaler Konflikte stellen ein erhebliches Risiko, sowohl in den Absatz-, als auch in den Beschaffungsmärkten dar. Im Rahmen des Risikomanagements der Gesellschaft werden diese kontinuierlich überprüft und adressiert. Liquiditätsrisiken Die Liquidität wird im Rahmen der Konzernfinanzierung über das Cash-Pooling sichergestellt. Darüber hinaus ist zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit durch Patronatserklärungen die jederzeitige Bereitstellung von notwendigen Zahlungsmitteln gewährleistet. Preisänderungsrisiken Die Geschäftsführung hat im Rahmen der standardisierten Monatsberichte Instrumente zur Überwachung der Beschaffungs- und Absatzpreisentwicklung eingerichtet, so dass kurzfristig auf Veränderungen durch Maßnahmen des Kostenmanagements und der Auftragsdisposition reagiert werden kann. Auf Kostensteigerungen in Folge von Corona Pandemie und Ukraine Konflikt reagierte die Gesellschaft im Jahr 2022 und zu Beginn des Jahres 2023 mit angemessenen Preiserhöhungen. Zinsrisiken Das für die Gesellschaft durch sich verändernde Zinssätze entstehende Risiko bezieht sich ausschließlich auf Verbindlichkeiten aus der Finanzierung durch Gruppenunternehmen, die marktgerecht verzinst werden. Ausfallrisiken Die Forderungsbestände werden regelmäßig überwacht. Seit 2015 wird das Kreditmanagement über ein konzerninternes Servicecenter betreut. Das Risiko der Gesellschaft aus uneinbringlichen Forderungen ist aufgrund der eingerichteten Kontroll- und Absicherungsinstrumente als gering zu bewerten. Aufgrund der großen Anzahl von Kunden sind grundsätzlich keine erheblichen Kreditrisikokonzentrationen erkennbar. Währungsrisiken Die Flowserve SIHI Germany GmbH ist grundsätzlich keinen Währungsrisiken ausgesetzt, da die Geschäfte überwiegend in Euro abgeschlossen werden. Sollten Risiken aufgrund von Fremdwährungsgeschäften erkennbar sein, werden geeignete Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Politische Risiken Die Flowserve SIHI Germany GmbH unterliegt den allgemeinen politischen Risiken. Die nach dem Beginn des Ukrainekonflikts auferlegten Sanktionen für russische und belarussische Unternehmen haben aufgrund des geringen Geschäftsvolumens mit diesen Ländern keinen wesentlichen Einfluss auf die bisherige und weitere Geschäftsentwicklung. Es bleibt zu beobachten, ob die jüngsten Diskussionen zu internationalen wirtschaftlichen Abhängigkeiten u.a. mit China einen negativen Einfluss auf globale Handelsbeziehungen durch verstärkte Anwendung protektionistischer Maßnahmen haben werden. Aufgrund des hohen Exportanteils würden zunehmend protektionistische Tendenzen einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft haben.
Itzehoe, den 06. Juni 2024 Flowserve SIHI Germany GmbH Geschäftsführung Jan-Frerk Voß Tim Siebert Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das zum 31.12.2023 endende Geschäftsjahr
Anhang für das zum 31. Dezember 2023 endende GeschäftsjahrI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Allgemeines Die Flowserve SIHI Germany GmbH, Itzehoe ist unter HRB 62 IZ im Handelsregister des Registergerichts Pinneberg eingetragen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den §§ 242 bis 256a und den §§ 264 bis 288 HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Nutzungsdauer orientiert sich an der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, welche sich in wesentlichen Teilen mit den deutschen Afa-Tabellen deckt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf die Gegenstände des abnutzbaren Sachanlagevermögens werden entsprechend den Konzernrichtlinien nach der linearen Abschreibungsmethode über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Gegenstände vorgenommen. Die Nutzungsdauer orientiert sich an der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, welche sich in wesentlichen Teilen mit den deutschen Afa-Tabellen deckt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Es kommen in der Regel folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:
Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten aktiviert. In die Herstellungskosten der Fertigen und Unfertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Für drohende Verluste aus unfertigen Aufträgen wird eine Risikovorsorge gebildet. Die Bestände ohne weiteren wirtschaftlichen Verwendungswert werden vollständig abgewertet. Bestände, die über einen erwarteten zweijährigen Verbrauch hinausgehen, werden vorbehaltlich einer individuellen Beurteilung zukünftiger Verbräuche ebenfalls vollständig abgewertet. Weitere Abwertungen auf Bestände finden nicht statt. Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennbetrag bewertet. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte werden gemäß dem Wahlrecht des § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend berücksichtigt. Sämtliche Forderungen gegen die Gesellschafterin sind innerhalb eines Jahres fällig. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert ausgewiesen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst den Nennwert von Auszahlungen vor dem Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen oder Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet und werden jeweils mit der zugrundeliegenden Verpflichtung verrechnet. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Zur Bilanzierung und Bewertung der Rückstellungen für Pensionen wird auf die nachstehenden Erläuterungen zur Bilanz verwiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden entsprechend den Grundsätzen der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V. IDW RS HFA 3 (neue Fassung vom 19.06.2013) bewertet. Aufstockungsbeträgen wird dabei Abfindungscharakter beigemessen, und sie werden dementsprechend in vollem Umfang passiviert. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Es besteht über die Gesellschafterin Flowserve SIHI Holding GmbH eine steuerliche Organschaft mit der Flowserve Dortmund GmbH & Co. KG (Organträger). Soweit latente Steuern zu bilanzieren sind, erfolgt dies auf Ebene des Organträgers. II. Angaben zur Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung1. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Gegen die Gesellschafterin Flowserve SIHI Holding GmbH besteht eine Forderung in Höhe von TEUR 20.880 (Vorjahr TEUR 15.462). Diese resultiert mit TEUR 25.809 aus dem laufenden Verrechnungsverkehr und wird saldiert mit TEUR 4.929 aus der Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung ausgewiesen. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 5.687 (Vorjahr TEUR 5.687). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:
Die Neufassung des § 253 HGB wurde erstmalig im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 angewendet. Daraus ergeben sich zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 19.733. Diese liegen um TEUR 211 unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,74%) ergeben hätte. Der Unterschiedsbetrag aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde im operativen Ergebnis erfasst. Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 211 unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F., die aber aufgrund ausreichender freier Rücklagen und dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag nicht einschlägig ist. Sonstige Rückstellungen Die Position enthält im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwand, Gewährleistungen, noch zu erbringende Leistungen, Rechts- und Beratungskosten und ausstehende Rechnungen. Die Rückstellungen für Gewährleistungen des Berichtsjahres in Höhe von TEUR 757 (Vorjahr TEUR 846) beinhalten Rückstellungen für Einzelfälle (TEUR 309) sowie pauschal ermittelte Rückstellungen (TEUR 448). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 3.782 (Vorjahr TEUR 1.759) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und mit TEUR 4.939 (Vorjahr TEUR 10.143) aus dem konzerninternen Cashpooling. 2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden zu 46,2% (Vorjahr 44,1%) im Inland und zu 53,8% (Vorjahr 55,9%) im Ausland erzielt. Der Nettoumsatz (nach Abzug von Kundenboni und - skonti) setzt sich wie folgt zusammen:
Die Sonstigen Umsatzerlöse sind wie im Vorjahr erhöht durch die Beendigung eines alten Großauftrags, der keinem der übrigen Geschäftsbereiche zugeordnet werden kann. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten die folgenden periodenfremden Erträge:
Im Zuge einer einvernehmlichen Beendigung eines Großauftrages wurde Ende 2022 ein Vergleich geschlossen, aus dem im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 ein weiterer periodenfremder Ertrag in Höhe von TEUR 1.713 entstanden ist. Kreditlinien Der Flowserve SIHI Germany GmbH stehen eigene Avalkreditlinien in Höhe von insgesamt 16,0 Mio. EUR zur Verfügung. Zusätzlich wird die Avalkreditlinie der Flowserve Corporation in Anspruch genommen. Diese Konzernkreditlinie hat ein Gesamtvolumen von insgesamt 110,0 Mio. US$. Zur Sicherung dieser Avalkreditlinien dienen Garantien der Flowserve Corporation. Weitere Haftungsverhältnisse bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Miet- und Leasingverträge Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aufgrund von Miet- und Leasingverträgen und setzen sich wie folgt zusammen:
Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 101 zuzüglich Auslagen. Ergebnisabführung Der Gewinn des Geschäftsjahres 2023 wird auf der Grundlage eines Ergebnisabführungsvertrages an die Flowserve SIHI Holding GmbH abgeführt. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren bestellt:
Bezüglich der Angabe der Geschäftsführergehälter verweisen wir auf § 286 Abs. 4 HGB und verzichten auf die Angabe. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Die Flowserve SIHI Germany GmbH gehört über die Mehrheitsgesellschafterin, Flowserve SIHI Holding GmbH, Itzehoe, mit der ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht, zum Konzern der Flowserve Corporation, Irving/Texas, USA. Die Gesellschaft wird in den nach amerikanischen Rechnungsgrundsätzen aufgestellten Konzernabschluss der Flowserve Corporation, Irving, USA, einbezogen (Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen). Dieser Konzernabschluss ist bei der United States Securities and Exchange Commission, Washington, D.C. 20549, Commission File No. 001-13179 offengelegt worden. Der Konzernabschluss ist erhältlich unter der Adresse Flowserve Corporation, 5215 N.O`Connor Blvd., Suite 2300, Irving Texas. Eine Übersetzung wird auch im Unternehmensregister unter der Flowserve Dortmund GmbH & Co. KG, Dortmund, offengelegt. Nachtragsbericht Folgen aus der COVID-19 Pandemie und den derzeitigen Kriegshandlungen zwischen Russland und der Ukraine auf das Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus werden in Abschnitt 3 des Lageberichts erläutert. Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz, welches für Wirtschaftsjahre ab 2024 in Kraft getreten ist, können zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellungen noch nicht hinreichend abgeschätzt werden. Ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage ist aber nicht zu erwarten. Weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben.
Itzehoe, 6. Juni 2024 Flowserve SIHI Germany GmbH Die Geschäftsführung Jan- Frerk Voß Tim Siebert AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Flowserve SIHI Germany GmbH, Itzehoe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Flowserve SIHI Germany GmbH, Itzehoe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Flowserve SIHI Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 15. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Alexander Fernis, Wirtschaftsprüfer ppa. Axel Bott, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 09.September 2024 festgestellt. |
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Flowserve SIHI Germany GmbH GmbH
Structured data
Parsed, typed and queryable directly through the API.
Overview
- Legal form
- GmbH
- Address
-
Fichtenweg 7
99198 Kerspleben - Commercial register
- HRB 62IZ, Pinneberg
- Registration date
- June 18, 1929
- Industry
-
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Herstellung von sonstigen Pumpen und Kompressoren
Herstellung von Turbinen - Purpose
- Gegenstand des Unternehmens ist - unter Fortführung des Betriebes der Deutsche Worthington GmbH (HRB 5488) - die Herstellung und der Vertrieb von Pumpen jeder Art und Zubehörteilen, insbeson- dere unter den Marken Sterling, SIHI und Worthington sowie die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen aller Art, insbesondere Aktivruder, Unterwasserpumpen und Querschubanlagen und de- ren Zubehör unter dem Warenzei- chen Pleuger und Patentverwer- tungen. Die Gesellschaft kann Pa- tente, Lizenzen und Herstellungs- fahrten erwerben, entwickeln, verwalten und verwerten, Waren und Erzeugnisse aller Art herstel- len und Handel treiben, jegliche Art von Geschäften finanzieren und fördern, Grundstücke erwer- bnen und veräußern und andere Ge- schäfte tätigen, soweit dies zur Er- reichung ihres Zwecks notwen- dig und nützlich ist. Die Gesell- schaft kann im In- und Ausland Zweigniederlassungen und Agen- turen errichten und sich in jedwe- derer Form an anderen Unterneh- mitten beteiligen.
Financials
Balance sheet
2024- Current Assets 91,4 % 67,50 Mio
- Fixed Assets 8,6 % 6,32 Mio
- Prepaid Expenses 0,1 % 39,8 k
- Equity 56,6 % 41,81 Mio
- Liabilities 10,5 % 7,74 Mio
- Provisions 3,1 % −2,27 Mio
Balance sheet data available for 15 earlier fiscal years.
Profit & loss
2024- Revenue 47,6 % 132,70 Mio
- Material expenses 21,0 % 58,52 Mio
- Personnel expenses 14,2 % 39,63 Mio
- Other operating expenses 8,1 % 22,70 Mio
- Result after taxes 2,7 % 7,45 Mio
- Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags abzuführender Gewinn 2,7 % −7,40 Mio
- Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 2,0 % −5,55 Mio
- Other operating income 1,0 % 2,72 Mio
- On intangible assets and property, plant, and equipment 0,5 % 1,27 Mio
- Interest and similar expenses 0,2 % 530,1 k
- Other interest and similar income 0,1 % 248,7 k
- Other taxes 0,0 % 46,4 k
- Income and profit taxes 0,0 % 8,8 k
- Annual net profit/loss 0,0 % 0
P&L data available for 17 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Jan-Frerk Voß
since 2023 Managing Director
-
Tim Siebert
since 2022 Managing Director
-
Andreas Reincke
since 2017 Procura
-
Broder Carstensen
since 2006 Procura
-
Christian Kloss
since 2021 Procura
-
Daniela Weiß
since 2011 Procura
-
Dirk Wenckebach
since 2010 Procura
-
Eckhard Breit
since 2021 Procura
-
Heiko Johannes Beplat
since 2011 Procura
-
Jan Fischer
since 2008 Procura
-
Jörg Baecker
since 2007 Procura
-
Wolfgang Hinz
since 2013 Procura
Ownership & holdings
Shareholders
- Flowserve SIHI Holding GmbH DEU 89.9 % 5.1M €
- FLOWSERVE INTERNATIONAL, INC. USA 10.1 % 574k €
Ultimate beneficial owners (UBOs)
No beneficial owners conclusively identified — 2 possible matches from the transparency register.
History
- 2023
-
02.11.
Exit of positionJan-Frerk Voß · Procura
-
02.11.
Change of authorityTim Siebert · Managing Director
-
02.11.
Member entryJan-Frerk Voß · Managing Director
-
02.11.
Exit of positionP**** R**** · Managing Director
-
26.06.
Exit of positionR*** M*** · Procura
- 2022
-
30.09.
Change of authorityP**** R**** · Managing Director
-
13.07.
Exit of positionA****** S****** · Managing Director
-
13.07.
Member entryTim Siebert · Managing Director
Raw data & documents
Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.
Annual statements (full text)
Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Register documents
PDF documents straight from the court register — fetched on demand via the :code endpoint.
- Current extract (AD)
- Chronological extract (CD)
- Structured content (SI, XML)
- Shareholders list
- Articles of association
Website content
Structured markdown rendering of the company's public website — perfect for enrichment and AI pipelines.
- Website snapshot (auto-discovered) AI
Structured data and full text — per company
From annual statements as HTML to UBO lists: enable each field individually via the features parameter. One API, all data.
- Key figures Revenue, employee count, total assets, net income — per fiscal year.
- Authorized representatives Current and former managing directors, board members, signatories — with roles and date ranges.
- Publications Official commercial register publications including date and full text.
- Gesellschafter Current shareholder structure with stakes and contributions.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Ultimate beneficial owners as recorded in the German transparency register.
- Beteiligungen Stakes this company holds in other entities.
- Bilanz Full balance sheet line items from published annual statements.
- Gewinn- und Verlustrechnung P&L line items per fiscal year.
- Jahresabschlüsse (HTML) Published annual financial statements rendered as HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Notices from the official insolvency registers.
- News Recent mentions of the company from external news sources.
Plug into any stack
Whether you're building a classical API integration, an AI agent, or a no-code workflow — this data slots in.
Use this data in your app
Grab an API key and pull this structured commercial register data straight from your application — no scraping, no PDFs.
Keyboard shortcuts
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- I
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