active

G DATA CyberDefense AG AG

Bochum ·HRB 6886 Bochum ·gdata.de
Part 1 / 2

Structured data

Parsed, typed and queryable directly through the API.

Overview

Legal form
AG
Address
Königsallee 178 a
44799 Bochum
Commercial register
HRB 6886, Bochum
Registration date
September 7, 2000
Industry
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Purpose
Gegenstand des Unternehmens sind die Entwicklung und Produktion und der Vertrieb und Handel von Produkten und Rechten der Informationstechnologie und die Erbringung hiermit im Zusammenhang stehender Dienstleistungen.

Financials

Revenue 2024
48,95 Mio. €
Employees 2024
550
Total assets 2024
61,87 Mio. €
Net income 2024
4,11 Mio. €
9 previous years · values unlocked with an API key Get API key →

Balance sheet

2024
Assets 53,39 Mio
  • Fixed Assets 79,7 % 42,58 Mio
  • Current Assets 11,7 % 6,24 Mio
  • Deferred Tax Assets 5,8 % 3,08 Mio
  • Prepaid Expenses 2,8 % 1,50 Mio
Liabilities and Equity 53,39 Mio
  • Accrued Expenses 34,9 % 18,65 Mio
  • Liabilities 26,0 % 13,90 Mio
  • Equity 22,3 % 11,88 Mio
  • Deferred Tax Liabilities 6,8 % 3,65 Mio
  • Sonderposten für Forschungszulagen 5,1 % 2,70 Mio
  • Provisions 4,9 % 2,61 Mio
Full balance sheet line items with an API key Get API key →

Balance sheet data available for 17 earlier fiscal years.

Profit & loss

2024
Income 123,01 Mio
  • Revenue 36,7 % 45,19 Mio
  • Personnel expenses 24,0 % −29,56 Mio
  • Other operating expenses 10,7 % −13,21 Mio
  • Balance sheet profit/loss 6,8 % 8,42 Mio
  • Other capitalized own work 4,8 % 5,93 Mio
  • Gewinnvortrag 3,9 % 4,76 Mio
  • Result after taxes 3,0 % 3,70 Mio
  • Annual net profit/loss 3,0 % 3,66 Mio
  • On intangible assets and property, plant, and equipment 2,9 % −3,58 Mio
  • Material expenses 2,1 % −2,53 Mio
  • Other operating income 0,9 % 1,09 Mio
  • Erträge aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags 0,5 % 603,7 k
  • Interest and similar expenses 0,3 % −411,3 k
  • Income and profit taxes 0,2 % 232,2 k
  • Income from investments 0,1 % 98,5 k
  • Other taxes 0,0 % −37,9 k
  • Other interest and similar income 0,0 % 1,2 k
  • Income from other securities and loans in financial assets 0,0 % 563
  • Depreciation on financial assets and current asset securities 0,0 % 0
Expenses 132,6 k
  • Aufwendungen aus Verlustübernahme 100,0 % −132,6 k
Full P&L line items with an API key Get API key →

P&L data available for 18 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Andreas Lüning since 2013 Board Member
  • Frank Heisler since 2021 Board Member
  • Kai Karsten Figge since 2013 Board Member
  • Chokri Heni since 2022 Procura
  • Eric Mpongo since 2020 Procura
  • Michael Zimmer since 2011 Procura
9 former representatives · viewable with an API key Get API key →

Ownership & holdings

Holds shares in

History

  1. 2025
  2. 30.09.
    Change of bylaws
    G DATA CyberDefense AG
  3. 2024
  4. 29.04.
    Change of address
    G DATA CyberDefense AG
  5. 2023
  6. 05.10.
    Exit of position
    C****** B****** · Procura
  7. 2022
  8. 08.12.
    Member entry
    Chokri Heni · Procura
  9. 08.12.
    Exit of position
    C****** B**** · Procura
  10. 08.12.
    Member entry
    C****** B****** · Procura
  11. 20.05.
    Correction of personal data
    Kai Karsten Figge · Board Member
  12. 2021
  13. 19.07.
    Change of share capital
    G DATA CyberDefense AG
60 more entries Get API key →
Part 2 / 2

Raw data & documents

Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.

Annual statements (full text)

Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Previous year — readable in full

Jahresabschluss 2023

Published November 18, 2024 · Source: Bundesanzeiger

G DATA CyberDefense AG

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Das Unternehmen

Die G DATA CyberDefense AG ("G DATA") entwickelt und vermarktet IT-Sicherheitslösungen und IT-Sicherheitsdienstleistungen mit den Schwerpunkten Internetsicherheit und AntiVirus. Als Spezialist für Internetsicherheit und Pionier im Bereich Virenschutz entwickelte das 1985 in Bochum gegründete Unternehmen bereits 1987 das erste Antiviren-Programm. Zielgruppen für unsere Produkte sind Privatpersonen, Unternehmen, öffentliche Verwaltungen sowie Schulen und Universitäten. G DATA Produkte sind in vielen Teilen der Welt erhältlich. Zur G DATA Group mit der G DATA CyberDefense AG, Bochum, als Mutterunternehmen, gehören insgesamt acht Tochterunternehmen, davon sechs in Europa, eins in Asien und eins in den USA. Fünf Tochterunternehmen dienen dem Vertrieb und drei der Entwicklung bzw. dem Service.

Im Berichtsjahr wurden zwei Auslandsgesellschaften (G DATA Software K.K. Tokio, Japan und Beijing Gdata Software Co.Ltd., Beijing, China) geschlossen. Die G DATA Software Netherlands BV und G DATA Software France SARL befinden sich in der Schließung.

G DATA versteht sich als Qualitätsführer für InternetSecurity und damit einhergehenden Schulungen und Dienstleistungen. Das renommierte und unabhängige Testinstitut Stiftung Warentest hat der G DATA InternetSecurity Software in den Jahren 2012 bis 2017 durchgängig die beste Virenerkennung bescheinigt. Während 2018 der erste Platz für das Produkt G DATA InternetSecurity für Mac erzielt werden konnte, wurde die G DATA InternetSecurity für Windows in den Jahren 2019 bis 2023 mit "gut" bewertet. Im angelaufenen Testjahr 2024 wurde die Sicherheitslösung von G DATA erneut getestet und im aktuellen Test als einziges Produkt mit der Note Sehr gut (1,4) zum Testsieger gekürt.

Die Leistungen werden weit überwiegend durch eigenes Fachpersonal am Standort Bochum, aber auch durch die Tochterunternehmen, erbracht. Teilweise fließen, branchenüblich, Fremdlizenzen in die Produkte ein.

Produkte, Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) ist für G DATA als IT-Sicherheit Software - und Dienstleistungsunternehmen weiterhin ein zentraler Bestandteil der Wachstumsstrategie. Insbesondere vor dem Hintergrund unserer Strategie "Trust in German Sicherheit" erfolgen die wesentlichen F&E-Tätigkeiten von G DATA direkt in Deutschland (229 Mitarbeiter), unterstützt durch Mitarbeiter der G DATA AV Lab Inc. in Manila (22 Mitarbeiter) sowie Service-Tätigkeiten der G DATA Advanced Analytics GmbH, Bochum (24 Mitarbeiter). Beide Tochtergesellschaften wurden 2015 gegründet.

Während die G DATA AV Lab Inc. die F&E-Tätigkeiten der G DATA aus Manila mit dem Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf die Analyse neuer Malware-Samples unterstützt, arbeitet die G DATA Advanced Analytics GmbH als Serviceunternehmen und bietet technologisch anspruchsvolle Dienstleistungen wie Malware-Analyse, Incident Response, Penetrationstests, Spezialentwicklungen, Sicherheitsaudits und Schulungen an. Als technologische Speerspitze für spezialisierte IT-Sicherheitsdienstleistungen wirkt die G DATA Advanced Analytics GmbH technologisch und operativ synergetisch nach innen. Durch ihre spezialisierten IT-Sicherheitsleistungen profitieren, nach außen gerichtet, auch die Marke G DATA und das Netzwerk der G DATA-Gruppe. Hierdurch hat G DATA in den letzten Jahren ihr Know-How im Bereich von IT-Sicherheitslösungen deutlich steigern sowie ihr Marktpotenzial im Dienstleistungssektor erweitern können und kann hierdurch unabhängig von bereits vorhandenen Sicherheitslösungen beim Kunden direkter agieren.

Mit der Refokussierung auf IT-Security hat G DATA seit 2006 den Schwerpunkt auf den zielgerichteten und konsequenten Aufbau von technologischer Kompetenz gelegt. Nach der Vorstellung der CloseGap Technologie im Jahr 2013 wurden in den Folgejahren kontinuierlich die Forschungs- und Entwicklungsprojekte weiter ausgebaut, die als Bestandteil der G DATA Security Software in die Produkte einfließen. 2019 wurden neue Versionen sowohl der Consumersoftware (InternetSecurity, TotalProtection und AntiVirus), als auch der Software für Businesskunden (Endpointprotection) fertiggestellt und auf den Markt gebracht. Ende 2019 wurde die neue Technologie BEAST vorgestellt, die mit Hilfe von verhaltensbasierter Erkennungstechnologie auch vor neuer und bisher unbekannter Malware schützt. Die Technologie wurde im Vorjahr fertiggestellt und ist inzwischen fester Bestandteil aller relevanten Produkte.

Seit Ende 2019 bietet G DATA eigene Security Awareness-Trainings an. Dabei setzt G DATA auf eine multilinguale Lernplattform mit umfangreichem Reporting und einer Möglichkeit für Kunden, die Plattform nach den eigenen Cl-Vorstellungen branden zu können.

Über 49 Trainingseinheiten können zu maßgeschneiderten Kursplänen zusammengestellt werden. Diese Kurse werden durch Vertiefungskurse angereichert, damit akute Cyber-Gefahren über ein Grundwissen hinaus adressiert werden können. Im Jahr 2022 wurde das Kursangebot um verschiedene Bereiche wie Compliance, Datenschutz oder bspw. das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz erweitert. Kurze Lerninhalte mit Videos, Gamification, Tipps und Multiple Choice-Fragen-Tests zu Basiswissen, Wissensvertiefung und -wiederholungen bieten die Voraussetzungen für die erfolgreiche Sensibilisierung von Mitarbeitern für IT-Risiken. Um Mitarbeiter der Kunden auch vor Phishing Angriffen zu schützen, wurde eine eigene Phishing Simulation geschaffen, die flankierend zu den Trainings eingesetzt wird. Mit dieser ist es möglich, simulierte Phishingangriffe durchzuführen und aus diesen ein Reporting und Scoring zu generieren. Dieses Werkzeug kann sowohl als Akquiseinstrument als auch zur Dokumentation und messbaren Verbesserung des Risikomanagements durch Mitarbeiter eingesetzt werden.

Mitte 2022 wurde das Projekt Voyager als weitreichendes Entwicklungsprojekt gestartet. Die vollständige Erneuerung bzw. Überarbeitung unseres Softwarecodes sowie die Entwicklung neuer Produkte sind die Ziele. Im Berichtsjahr konnte als erstes auf der neuen Technologie basierendes Produkt G DATA Managed Endpoint Protection & Response (MEDR) eingeführt werden. Die Kombination aus Software und Dienstleistungen ermöglicht den Kunden ein höheres Sicherheitsniveau. Aus der Analyse von Sicherheitsvorfällen werden konkrete individuelle Handlungsempfehlungen (Response) für die Kunden abgeleitet. Zu diesem Zweck werden im Rahmen des Projekts Voyager neue Softwaremodule entwickelt, die auch in die bestehenden Desktop- und Businessprodukte übernommen werden und perspektivisch ältere Softwarecodes ersetzen, um den zunehmenden Wartungsaufwand zu minimieren.

2. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nachdem das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2022 mit +1,9% noch ein schwaches Wachstum gezeigt hatte, ist die deutsche Wirtschaft 2023 mit -0,3% in die Rezession gerutscht. Die Schwäche der Wirtschaftsleistung Deutschlands ist nach übereinstimmender Auffassung weiterhin auf den Ukraine-Russland-Konflikt und eine nach wie vor hohe Inflationsrate (6,1%) und damit einhergehende Kaufzurückhaltung der Konsumenten zurückzuführen.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der stark fragmentierte Markt für IT-Securityprodukte im Unternehmens- sowie im Privatkundenumfeld unterliegt weiterhin einem sehr dynamischen Wettbewerb. Konkurrenten von G DATA gehören oftmals zu größeren, internationalen Sicherheitssoftwareanbietern.

Der Branchenverband Bitkom e.V. rechnet trotz der schwachen Konjunktur 2023 mit einem Wachstum des Marktes für IT-Sicherheit von 13 Prozent und mit einem gesamten Volumen von 9,2 Milliarden Euro. Den größten Anteil an den Aufwendungen haben Ausgaben für IT- Sicherheitssoftware mit rund 4,3 Milliarden Euro (plus 18 Prozent). Knapp dahinter liegen Aufwendungen für Dienstleistungen rund um IT-Sicherheit, die um 12 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro zulegen. 1 Angesichts der aktuelle Bedrohungslage - als genereller Trend, welcher durch die Corona-Pandemie verstärkt wurde - ist ein zuverlässiger Schutz wichtiger denn je. Die aktuelle Bedrohungsanalyse zeigt, dass Cyberkriminelle und staatliche Akteure die Sicherheit der Deutschen im Cyberraum so stark wie nie zuvor gefährden. Diese Einschätzung geht auch aus dem Lagebericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik hervor. 2

1 https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Markt-IT-Sicherheit-waechst-mehr-9-Milliarden-Euro#_ (abgerufen am 18.03.2024)
2 https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/Lageberichte/Lagebericht2023.html (abgerufen am 18.03.2024)

Geschäftsverlauf 2023

Die G DATA CyberDefense AG erzielt ihren Umsatz bisher überwiegend mit IT-Sicherheitssoftware, davon zu einem hohen Anteil im Consumerbereich. G DATA ist mittlerweile durch eine stetige Erweiterung ihres Produktportfolios sehr erfolgversprechend in den Markt für IT-Sicherheitsdienstleistungen gestartet. Inzwischen zählen zum Kundenstamm von G DATA renommierte deutsche Unternehmen aus der Automotivebranche sowie dem Finanz- und Telekommunikationsdienstleistungssektor.

Wie bereits erwähnt, konnten wir auch im Berichtsjahr wiederum hervorragende Testergebnisse bei unabhängigen Testinstituten mit unseren IT-Sicherheitsprodukten erzielen. Diese hervorragenden Performanzen sind das Ergebnis harter Arbeit, insbesondere im F&E-Bereich. So zahlt sich im Schutzbereich die Entwicklung eigener Technologien wie BEAST und DeepRay aus.

Gerade bei variantenreichen Crimeware-Familien wie Emotet spielt die Erkennung durch DeepRay eine große Rolle. Die Technologie wurde gezielt entwickelt, um mithilfe von künstlicher Intelligenz Dateien als mögliche Schadsoftware-Varianten zu erkennen und dann mittels Tiefenanalyse den Kern zu identifizieren. DeepRay ist das Ergebnis langjähriger Forschung und Entwicklung bei G DATA und hat die Erkennung von Cyberattacken auf ein neues Level gehoben.

BEAST - ebenfalls als neue Technologie und seit Ende 2019 im Einsatz - schützt vor neuer und bisher unbekannter Schadsoftware. Anders als herkömmliche Verhaltensanalysen zeichnet BEAST das gesamte Systemverhalten in einem Graphen auf und liefert damit eine ganzheitliche Betrachtung. Basis der Technologie ist eine selbst entwickelte, leichtgewichtige Graphdatenbank, die lokal auf dem Rechner der Kunden läuft. Auch hier zeigen unsere Auswertungen, dass BEAST bösartige Angriffsversuche treffsicher erkennt. Ein besonderer Vorteil: BEAST kommt gänzlich ohne Nachfragen an die Nutzer aus, die sich häufig auch nicht in der Lage sehen, manuell zwischen schadhafter und nicht schadhafter Software zu unterscheiden. Dafür soll ja schließlich die Schutzsoftware dienen.

Die gesamte Unternehmenssteuerung erfolgt mittels wesentlicher Kennzahlen wie Billings (d. h. Umsatz aus fakturierten Leistungen), Umsatzerlöse, sowie EBIT 3. Insbesondere für die kurzfristige Steuerung und für den Wachstumsvergleich gegenüber dem Vorjahr wird das Billing herangezogen. Darunter versteht man den gesamten Geldwert der Produkte und Dienstleistungen, die während eines Berichtszeitraums an Kunden verkauft und geliefert wurden, gemessen an den Geldbeträgen der Rechnungen, die an Partner und Kunden ausgestellt wurden. Billings sind das genaueste Maß für das Verkaufsvolumen und das Wachstum des Geschäfts.

Trotz des hart umkämpften Marktes und dem sehr dynamischen Wettbewerb ist es G DATA u. a. aufgrund des Einsatzes neuer Technologien gelungen, die Billings im Geschäftsjahr in Höhe von 45.486 TEUR (Vorjahr: 43.947 TEUR) um 3,5% gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Das von uns zu Beginn des Berichtsjahres prognostizierte Wachstum der Billings von ca. 7 % konnte nicht erreicht werden. Hintergrund ist, dass sich das Wachstum im Bereich der eLearnings / Security Awareness Trainings abgeschwächt hat sowie ein geplantes neues Lizenzprodukt im Bereich der Desktop Software nicht realisiert werden konnte. Insgesamt bewerten wir das realisierte Wachstum dennoch positiv.

2023 wurde weiter in die Entwicklung neuer Geschäftsfelder investiert. Die Umsätze in den neuen Geschäftsfeldern ergänzen bzw. kompensieren kurz- bis mittelfristige Rückgänge im Softwaregeschäft. Ein wesentlicher Aspekt in der Unternehmensentwicklung war auch 2023 die Umsetzung von agilen Methoden, insbesondere im Bereich F&E. Neun Mitarbeiter arbeiten Vollzeit mit Unterstützung externer Coaches an der agilen Transition.

Das Mitte 2022 in der F&E gestartete und produktportfolioübergreifende Projekt "Voyager" ist das mit Abstand größte und umfangreichste Entwicklungsprojekt in der Unternehmensgeschichte. Das erste neue Produkt aus diesem Projekt ist ein aus Software und Dienstleistungen kombiniertes Produkt: Managed Endpoint Protection & Response (MEDR). Zielgruppe für MEDR ist der Mittelstand, für uns idealerweise Kunden mit 100 bis 5.000 Endpunkten (seats), die einen erhöhten Sicherheitsanspruch haben. Aus der Analyse von Sicherheitsvorfällen werden konkrete individuelle Handlungsempfehlungen (Response) für die Kunden abgeleitet.

Die für dieses Projekt entstanden Personalaufwendungen werden unter Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wie im Geschäftsjahr 2022 auch im Berichtsjahr in der Bilanz aktiviert. Diese Aktivierung materialisiert auch für externe Stakeholder die starke Innovationskraft der G DATA.

Mit dem G DATA Campus als sog. Mastertool hat der seit der Refokussierung im Jahr 2006 eingeschlagene Wachstumspfad weitere Dynamik erfahren. Mit seinem repräsentativen Charakter finden auf dem G DATA Campus zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Cybersicherheit statt, welche von Programmierwettbewerben über Hackerpraktiken bis hin zu Malware-Schulungen, von Partnerevents, Tech Days oder Events mit Banken und IHK sowie Presseveranstaltungen, Fachpanels oder Cybercrime Fachveranstaltungen reichen. Hochkarätige Sprecher und Teilnehmer aus Politik und Wissenschaft, Unternehmer, BSI, BKA- und LKA-Experten sowie vom Verfassungsschutz konnten gewonnen und damit die Vernetzung auf Landes- und Bundesebene vorangetrieben werden.

Das Betriebsergebnis (EBIT) der G DATA AG beträgt im Berichtsjahr 2.772 TEUR (Vorjahr: 447 TEUR) und liegt somit über der prognostizierten Bandbreite von 2.000 TEUR bis 2.500 TEUR.

3 EBIT entspricht dem operativen Ergebnis vor Steuern vom Einkommen/Ertrag und vor Finanzergebnis gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

3. Lage des Unternehmens

Ertragslage

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 45.203 87,9 43.124 92,5
Gesamtleistung 51.412 100,0 46.635 100,0
Betriebliche Aufwendungen -48.640 -94,6 -46.188 -99,0
Betriebsergebnis/EBIT 2.772 5,4 447 1,0
Finanzergebnis 327 0,6 402 0,9
EBT 3.099 6,0 849 1,8
Jahresergebnis 2.205 4,3 545 1,2

Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2023 über Vorjahresniveau. Auf das Inland entfallen ca. 81 % der Umsätze (Vorjahr: ca. 80 %).

Auf Desktop Software wie AntiVirus und InternetSecurity entfallen 54% der Umsätze (Vorjahr: 50%). Die verbleibenden 46% entfallen auf B2B den B2B Bereich mit Netzwerklösungen und SecurityServices.

Die Gesamtleistung enthält aktivierte Eigenleistungen aus Bautätigkeit und selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 5.102 TEUR (Vorjahr: 2.673 TEUR) sowie sonstige betriebliche Erträge von 1.107 TEUR (Vorjahr: 838 TEUR).

Die betrieblichen Aufwendungen, die sich unter anderem aus Personalaufwendungen, Materialaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammensetzen, haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 2.452 TEUR erhöht. Hintergrund ist insbesondere der gestiegene Personalaufwand durch Gehaltsanpassungen sowie die Einstellung zusätzlicher Fachkräfte insbesondere für F&E-Tätigkeiten. Diese neu gewonnenen Ressourcen wurden überwiegend für die Entwicklung der neuen Softwaretechnologie (Voyager) eingesetzt, deren erstes Ergebnis sich mit dem Produkt MEDR im Berichtsjahr materialisiert hat. Somit verfestigt sich der zuletzt eingeschlagene Wachstumspfad durch die Erweiterung des G DATA-Produktportfolios. Die Kosten für die Qualifizierung unserer Mitarbeiter sind nach wie vor eine wesentliche Investition, welche sich in Mitarbeiterbindung und folgerichtig in neuen Produkten auszahlt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 715 TEUR gesunken. Die Marketingkosten haben sich um 238 TEUR, die Rechts- und Beratungskosten um 261 TEUR und die Intercompany Fees um 422 TEUR verringert. Die gesunkenen Rechts- und Beratungskosten resultieren aus den im Vorjahr entstandenen Kosten für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Beantragung von Forschungszulagen. Der Rückgang der Intercompany Fees resultiert aus der Schließung von zwei Auslandsgesellschaften (G DATA Software KK. Tokio, Japan und G DATA Software Co. Ltd. Beijing China). Die G DATA Software Netherlands BV und G DATA Software France SARL befinden sich zum Stichtag noch in der Schließung.

Im Finanzergebnis wurden im Geschäftsjahr 2023 Erträge aus Beteiligungen und Ergebnisabführungsverträgen von 682 TEUR realisiert. Dem standen Aufwendungen aus Verlustübernahmen und Zinsaufwendungen in Höhe von 285 TEUR gegenüber.

Finanzlage

2023 2022
TEUR TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 7.022 4.075
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.171 -4.278
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -892 65
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -41 -138
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen 10 3
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 345 480
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 314 345

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stieg 2023 um 2.947 TEUR. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen das gestiegene Jahresergebnis, welches unter anderem durch die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 5.076 TEUR (Vorjahr: 2.620 TEUR) geprägt ist. Zudem hat sich die im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringere Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Aktiva in Höhe von 914 TEUR positiv auf den Cashflow ausgewirkt.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthielt im Wesentlichen die bereits zuvor erläuterten Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von 5.076 TEUR sowie die Investitionen in die 2014 erworbene Immobilie in Höhe von 306 TEUR. Darüber hinaus waren Gewinnausschüttungen in Höhe von 531 TEUR enthalten.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet die planmäßigen Tilgungen der bestehenden Kredite für das Jahr 2023. Unter Berücksichtigung eines Finanzierungs Cashflows von -892 TEUR und einem Investitions-Cashflow von -6.171 TEUR, verringerte sich der Finanzmittelbestand zum Ende des Geschäftsjahres - nebst Wechselkurs- und bewertungsbedingten Änderungen - auf 314 TEUR (Vorjahr: 345 TEUR).

Dem Finanzmittelfond standen investitionsbedingt Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten in Höhe von 10.142 TEUR zum Bilanzstichtag gegenüber, die überwiegend langfristige Darlehen betreffen. Ein Teilbetrag von 2.118 TEUR hat eine Restlaufzeit von bis zu zwölf Jahren bei einem Festzins von 2,4 % p.a., ansonsten beträgt die Restlaufzeit bis zu sechs Jahre bei Zinssätzen von 0,84 % - 1,85 % p.a. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurden Zinsswaps abgeschlossen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Jahr 2023 jederzeit sichergestellt. Ab 2024 ist ein jährlicher Kapitaldienst von 1.711 TEUR zu leisten. Die offene Kreditlinie beträgt 1.087 TEUR.

Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022
AKTIVA TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 39.097 81,7 35.471 82,5
Umlaufvermögen 5.926 12,4 5.246 12,2
Rechnungsabgrenzungsposten 1.283 2,7 1.330 3,1
Aktive latente Steuern 1.523 3,2 938 2,2
47.829 100,0 42.985 100,0

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4.844 TEUR. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände, die sich im Vergleich zum Vorjahr um 4.431 TEUR erhöht haben.

Darüber hinaus ist der in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Körperschaftsteuer-Erstattungsanspruch in Höhe von 1.655 TEUR (Vorjahr: 655 TEUR) ursächlich für den Anstieg der Bilanzsumme. Dieser resultiert aus dem positiven Bescheid über den Antrag auf Bescheinigung nach § 6 Forschungszulagengesetz (FZulG) über Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und umfasst die Jahre 2022 und 2023.

Zudem haben sich die aktiven latenten Steuern, die sich aus latenten Steuern für Verlustvorträge und aus latenten Steuern für den Sonderposten für Forschungszulage zusammensetzen, um 585 TEUR erhöht.

31.12.2023 31.12.2022
PASSIVA TEUR % TEUR %
Eigenkapital 8.221 17,2 6.017 14,0
Sonderposten für Forschungszulage 1.517 3,2 655 1,5
Fremdkapital 17.719 37,0 18.271 42,5
Rechnungsabgrenzungsposten 18.035 37,7 17.174 40,0
Passive latente Steuern 2.337 4,9 868 2,0
47.829 100,0 42.985 100,0

Das Grundkapital betrug, wie im Vorjahr, 1.000 TEUR. Bedingt durch den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 2.205 TEUR erhöhte sich das Eigenkapital auf 8.221 TEUR. Die Eigenkapitalquote befindet sich mit 17,2 % leicht über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 14,0 %).

Der Sonderposten für Forschungszulage steht im Zusammenhang mit den aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen. Die Forschungszulage wurde als Investitionszuschuss klassifiziert und dementsprechend ein "Sonderposten für Forschungszulage" in Höhe von 1.655 TEUR gebildet. Vermindert um die ergebniswirksame Auflösung im Berichtsjahr in Höhe von 138 TEUR ergibt sich zum Stichtag ein Sonderposten in Höhe von 1.517 TEUR.

Das Fremdkapital betrifft Darlehen zur Immobilienfinanzierung und Mietkaufverbindlichkeiten für IT-Infrastruktur sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen.

Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände. Hierfür wurde ein Steuersatz von 33,15 % zugrunde gelegt. Somit ergeben sich hieraus passive Latente Steuern in Höhe von 2.337 TEUR.

Wie in den Vorjahren, weist die Bilanz von G DATA geschäftsbedingt einen hohen passiven Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP) in Höhe von 18.035 TEUR aus. Dieser beinhaltet den abgegrenzten Umsatz für Leistungen, die sich über das Geschäftsjahresende hinaus in die Folgejahre erstrecken. Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der Anteil dieser Fremdfinanzierung durch Kundenvorauszahlungen 37,7 % (Vorjahr: 40,0 %).

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage der G DATA CyberDefense AG wird insgesamt als zufriedenstellend beurteilt. Angesichts des rückläufigen Consumer-Marktes sehen wir unsere Strategie bestätigt. Das positive Betriebsergebnis ist zum einen auf die Aktivierung von Entwicklungstätigkeiten und zum anderen auch auf die gestiegenen Billings zurückzuführen. Diese Erträge können den ebenfalls erhöhten Personalaufwand kompensieren. Durch den positiven laufenden Cashflow, liquide Mittel von 314 TEUR und das durch positives Eigenkapital einschließlich passivem Rechnungsabgrenzungsposten sowie durch langfristiges Fremdkapital finanzierte Anlagevermögen von 39.097 TEUR verfügt G DATA über eine gesunde finanzielle und bilanzielle Basis.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Unsere Mitarbeiter gehören zu unseren wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Sie sind maßgeblich für die Forschung und Entwicklung und damit auch für unsere Produkte und bilden somit die wesentliche Grundlage für unser weiteres Wachstum. G DATA ist daher bestrebt, weiterhin kompetente und engagierte Mitarbeiter zu binden.

Sowohl der neue attraktive G DATA Campus als auch die Arbeit mit agilen Methoden tragen dazu bei, engagierte neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für uns zu gewinnen sowie die Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation weitergehend zu steigern.

5. Angaben zu eigenen Aktien

Wir verweisen auf die Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG im Anhang des Jahresabschlusses.

6. Risikobericht

Risikobericht

G DATA bewertet Risiken regelmäßig im Rahmen von definierten Prozessen und betreibt dazu intensives Monitoring der Geschäftsdaten. Besondere Relevanz hat hier die Analyse von Umsatzdaten. Der Umsatz wird tagesaktuell berichtet. Monatliche Auswertungen analysieren den Umsatz nach Ländern, Geschäftseinheiten und Produkten. Hier ist die Auswertung der Umsatzentwicklung von Bestandskunden und Neukunden besonders relevant.

G DATA analysiert weltweite Marktentwicklungen aus allen IT-Security relevanten Märkten. Quartalsweise werden für alle Business-Einheiten sämtliche Geschäftsdaten aggregiert und diese internen Quartalszahlen mit Kosten und Planabweichungen den Führungskräften zur Verfügung gestellt. Aus den Analysen werden Maßnahmen abgeleitet, die im Rahmen von Führungskräftemeetings diskutiert und verabschiedet werden.

Der Markt für Securityprodukte, sowohl im Unternehmens- als auch im Privatkundenumfeld, ist weiterhin hart umkämpft. Auch für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine Konsolidierung im Consumerbereich. Die Anwender setzen häufig auf kostenlose Sicherheitssoftware oder verkennen grundsätzlich die Notwendigkeit von Schutzprogrammen. Angesichts dessen ist mit noch weiter verschärfendem Wettbewerb und noch größerem Preisdruck zu rechnen. Der Preisdruck ist auch im Bereich der Unternehmenssoftware deutlich. Dies führt zu geringeren Liquiditätszuflüssen und Ergebnisbeeinträchtigungen. G DATA reagiert auf diese Entwicklung mit dem Aufbau neuer Produkte und Dienstleistungen, wie bereits ausgeführt.

Die Aufrechterhaltung unserer hohen Produktqualität ist maßgeblich für den wirtschaftlichen Erfolg. Ein Qualitätsverlust, aber auch technologischer Verzug, stellen entsprechend entwicklungsbeeinträchtigende Risiken dar. G DATA betreibt daher hohen Aufwand zur ständigen Optimierung der Analyseverfahren und zur Qualitätssicherung. Die enge Vernetzung von Vertrieb, Produktmanagement, Marketing, Forschung und Entwicklung ermöglicht es zudem, schnell auf Veränderungen des Marktes zu reagieren.

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in Deutschland und der Konkurrenz anderer Arbeitgeber im internationalen IT-Umfeld wird die Gewinnung und Bindung hochqualifizierter und motivierter Fachkräfte zum Schlüssel der Wettbewerbsfähigkeit. Dies macht die Schaffung eines attraktiven Arbeitsumfeldes notwendig.

Die Risiken sind aufgrund der getroffenen Maßnahmen für G DATA beherrschbar und als für unsere Gesellschaft nicht bestandsgefährdend anzusehen.

Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements von G DATA ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken aller Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt G DATA eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

G DATA verfügt in Bezug auf die Vertriebspartner über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind hier die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt G DATA über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus wird vor Eingehung neuer Geschäftsbeziehungen eine Bonitätsprüfung vorgenommen. Durch automatische Lizenzverlängerungen entstehende Forderungen an Endkunden weisen ein höheres Ausfallrisiko auf. In diesem Bereich wird mit einem Inkassounternehmen zusammengearbeitet. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

G DATA hat für Zwecke der langfristigen Immobilienfinanzierung variabel verzinsliche Darlehen aufgenommen. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos liegen Sicherungsgeschäfte mittels derivativer Finanzinstrumente (Zinsswap und Floor) in Form eines Mikro- Hedge bzw. eines CAP vor, sodass das Risiko für die Gesamtlaufzeit vollständig eliminiert wurde. Für bilanzielle Zwecke wurde eine Bewertungseinheit gem. § 254 HGB gebildet. Die nach den genannten Maßnahmen zum Forderungsmanagement verbleibenden Ausfallrisiken werden nicht abgesichert.

7. Chancenbericht

Der Bedarf an Securityprodukten bleibt insgesamt hoch - und hat sich durch die COVID-19- Pandemie weiter erhöht. Malware und gezielte Angriffe, Cyberkriminalität, Spionage, Identitätsdiebstahl, Online-Banking-Betrug oder Phishing im privaten als auch im Unternehmensumfeld nehmen stetig zu und dringen stärker in das Bewusstsein der Nutzer. G DATA hat aufgrund seines breiten Produkt- und Dienstleistungsspektrums gute Chancen, den Marktanteil selbst bei einem rückläufigen Gesamtmarkt, unter anderem unter Nutzung des dargestellten Netzwerkes, zu vergrößern. Dies erfordert schnelles, flexibles Handeln, intelligente Technologien und Kreativität. Die Vernetzung von Produktmanagement, Vertrieb, Marketing, Forschung und Entwicklung ermöglicht es, schnell auf Veränderungen des Marktes zu reagieren. In diesem Zusammenhang stehen Investitionen, die G DATA dazu befähigen sollen, insbesondere für neue Produkte, Technologien und Dienstleistungen.

Besondere Impulse erwarten wir aus der nationalen Umsetzung der NIS-2 Richtlinie der EU. Ziel der neuen Gesetzgebung ist der verbesserte Schutz informationstechnischer Systeme, um das IT-Sicherheitsniveau zu erhöhen. Zu den betroffenen Unternehmen zählen alle Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall Versorgungsengpässe oder Störungen der öffentlichen Sicherheit eintreten würden. Dazu gehören unter anderem die Energie- und Wasserversorgung, der Verkehr, Banken und Teile der medizinischen Versorgung. Mit der Umsetzung der sogenannten NIS-2-Richtlinie wird der Anwendungsbereich neben den bisherigen KRITIS-Betrieben auf einen deutlich größeren Teil der Wirtschaft ausgeweitet. Mit der NIS-2-Richtlinie werden technische und organisatorische Maßnahmen Pflicht, die wir aus unserem Portfolio bedienen können. Wir erwarten Impulse insbesondere für unsere Produkte MEDR, Security Awareness-Training sowie Dienstleistungen im Bereich IncidentReadyness.

Der Anspruch, den G DATA mit der Namensänderung in "G DATA CyberDefense AG" zum Ausdruck bringt, geht deutlich über das bisher vornehmlich durch Security-Software getriebene Geschäft hinaus. Hier werden im Geschäftsjahr 2024 neue Kl unterstützte Produkte wie XDR (ExtendedDetection&Response) im Fokus stehen.

Im Wettbewerbsumfeld stellt sich zunehmend die Tatsache, dass G DATA als Mitgründer und Mitglied der TeleTrust-Initiative "IT-Security Made in Germany" den deutschen Datenschutzbestimmungen unterliegt, als Wettbewerbsvorteil dar. G DATA ist mittlerweile der einzige deutsche Technologieanbieter für Endpoint Protection Netzwerksicherheit.

Im Wettstreit um Spitzenkräfte profitiert G DATA von der Attraktivität des neuen G DATA Campus und vom zentralen Standort im Großraum Rhein-Ruhr mit interessanten Kultur- und Freizeitangeboten und einer vielfältigen Hochschullandschaft. Die räumliche Nähe und die guten Verbindungen zu den Universitäten tragen dazu bei, einen guten Zugang zu Absolventen und damit zu Talenten und Fachkräftenachwuchs zu haben. Auch die Arbeit mit agilen Methoden soll nicht nur die Reaktionszeit auf dem Markt (Time-To-Market) verbessern, sondern dazu beitragen, die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern, zu motivieren und attraktiv für neue Mitarbeiter zu sein. Dazu wurden Instrumente wie das Teamradar für Mitarbeiter-Feedback, Gilden, die den interdisziplinären Austausch fördern, sowie Retrospektiven, um Veränderungsprozesse nachzusteuern, etabliert.

Vor dem Hintergrund dieser Chancen sehen wir für G DATA exzellente Entwicklungsmöglichkeiten als Anbieter ganzheitlicher IT-Unternehmenssicherheit "Made in Germany", nachdem unsere Investitionen in die Entwicklung von IT-Security-Dienstleistungen weiter erfolgreich umgesetzt und vermarktet sind.

8. Prognosebericht

Bedingt durch die militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine und den Spätfolgen des langen kompletten Lockdowns Chinas bleibt die derzeitige Wirtschaftssituation sehr instabil. Insbesondere die hohe Inflation und die damit einhergehende Zurückhaltung der Wirtschaftsakteure sowohl in privatem Konsum als auch im Bereich der Unternehmensinvestitionen, verstärken die Unsicherheit einer Prognose für G DATA in ihrem relevanten Markt (DACH-Region).

Aufgrund der hohen Quote von Renewalumsätzen, der Möglichkeit unsere Produkte online zu erwerben sowie durch neue Produkte und Dienstleistungen gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einem Wachstum von ca. 3 % bei den Billings im Vorjahresvergleich aus. Wir erwarten ein Wachstum insbesondere bei MEDR sowie Security Awareness-Trainings.

Für das Jahr 2024 planen wir ein positives Betriebsergebnis (EBIT) in der Bandbreite 1.800 TEUR bis 2.200 TEUR.

 

Bochum, den 25. März 2024

Der Vorstand

Kai Karsten Figge

Andreas Lüning

Frank Heisler

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.051.232,00 2.619.789,45
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 588.497,00 510.691,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 82.718,00
7.639.729,00 3.213.198,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.939.690,47 28.264.186,47
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.898.857,83 3.057.408,83
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 92.754,99 340.133,74
30.931.303,29 31.661.729,04
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 526.172,27 595.700,13
39.097.204,56 35.470.627,62
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 38.626,66 47.185,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.128.969,88 3.219.965,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 704.544,00 817.310,22
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.739.970,43 816.668,76
5.573.484,31 4.853.944,18
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 314.246,10 345.131,26
5.926.357,07 5.246.260,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.282.488,76 1.329.844,74
D. Aktive latente Steuern 1.522.897,13 938.115,05
47.828.947,52 42.984.847,95

PASSIVSEITE

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
2. Rechnerischer Wert eigener Anteile -16.519,63 -16.519,63
983.480,37 983.480,37
II. Kapitalrücklage 412.432,66 412.432,66
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 2.069.689,01 2.069.689,01
IV. Bilanzgewinn 4.755.862,95 2.550.970,32
8.221.464,99 6.016.572,36
B. Sonderposten für Forschungszulagen 1.517.035,08 654.947,36
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.892.067,46 2.053.932,36
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.141.982,97 10.848.365,37
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.365.569,42 1.695.819,53
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 551.934,40 859.941,97
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.766.442,26 2.812.406,98
davon aus Steuern EUR 1.032.571,45 (Vorjahr EUR 919.484,23)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 63.964,06 (Vorjahr EUR 35.288,35)
15.825.929,05 16.216.533,85
E. Rechnungsabgrenzungsposten 18.034.967,53 17.174.401,82
F Passive latente Steuern 2.337.483,41 868.460,20
47.828.947,52 42.984.847,95

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 45.202.865,29 43.123.965,22
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 5.102.701,33 2.673.153,08
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.106.786,57 838.283,49
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -307.637,95 -283.278,99
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.823.297,64 -2.903.464,33
5. Personalaufwand -3.130.935,59 -3.186.743,32
a) Löhne und Gehälter -23.943.570,17 -21.565.904,19
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.940.173,67 -4.673.901,87
davon für Altersversorgung EUR 486.380,95 (Vorjahr EUR 463.027,49)
-28.883.743,84 -26.239.806,06
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.003.950,22 -2.424.102,95
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.583.988,42 -14.298.662,61
8. Erträge aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags 270.835,52 218.428,43
9. Erträge aus Beteiligungen 410.922,98 471.803,21
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 351,18 45,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4,45 6,53
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme -99.403,23 -126.115,74
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen -69.525,86 0,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -185.857,12 -162.610,43
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -894.449,35 -303.417,76
16. Ergebnis nach Steuern 2.242.613,69 584.226,09
17. Sonstige Steuern -37.721,06 -39.136,06
18. Jahresüberschuss 2.204.892,63 545.090,03
19. Gewinnvortrag 2.550.970,32 2.005.880,29
20. Bilanzgewinn 4.755.862,95 2.550.970,32

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der G DATA CyberDefense AG, Bochum, (Amtsgericht Bochum, HRB-Nr. 6886) wurde nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung wurde nach allgemeinen handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen vorgenommen. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Bilanzstichtag einzeln und vorsichtig nachfolgenden Maßstäben bewertet worden:

Die unter Ausübung des § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB aktivierten in Entstehung befindlichen selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Herstellungskosten angesetzt. In den Herstellungskosten werden die Pflichtbestandteile gemäß § 255 Abs. 2a in Verbindung mit § 255 Abs. 2 HGB einbezogen.

Zum Abschlussstichtag wurde die Werthaltigkeit, der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände überprüft. Voraussichtlich dauernder Wertminderung wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert Rechnung getragen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Der Abschreibungszeitraum entspricht den unternehmensindividuellen Nutzungsdauern der Anlagegüter. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 10
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 2 - 4
Gebäude 33,33 - 40
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 23

Geringwertige Anlagegüter bis einschließlich EUR 1.000,00 werden gemäß den steuerlichen Regelungen im Jahr der Anschaffung in einen Sammelposten eingestellt und über die Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, werden Finanzanlagen auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für eine vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung weggefallen, werden Finanzanlagen auf den beizulegenden Zeitwert, höchstens aber auf die Anschaffungskosten, zugeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert einzeln bewertet.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Die erkennbaren Risiken werden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den anteiligen Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Berücksichtigung steuerlicher Verlustvorträge, soweit sie voraussichtlich im Planungszeitraum mit steuerpflichtigen Einkünften verrechnet werden können, ermittelt. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden gem. § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB unverrechnet in der Bilanz ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital und die Rücklagen sind zu Nennwerten bilanziert.

Investitionszuschüsse aus Forschungszulagen werden passiviert und unter dem "Sonderposten für Forschungszulage" ausgewiesen. Dieser Sonderposten wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer der korrespondierenden selbst geschaffenen Vermögensgegenstände aufgelöst.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten bezieht sich auf Einnahmen vor dem Stichtag aus der Vermarktung von IT-Sicherheitslösungen mit den Schwerpunkten Internetsicherheit und AntiVirus mit einer ein- oder mehrjährigen Laufzeit. Der Kaufpreis wird dabei für die gesamte Vertragslaufzeit in voller Höhe im Voraus fällig. Die am Bilanzstichtag zugeflossenen, wirtschaftlich jedoch zukünftigen Zeiträumen zuzurechnenden Kaufpreisanteile werden daher passivisch abgegrenzt.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet. Auf fremde Währungen lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Währungsgewinne und Währungsverluste werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen ergibt sich im Einzelnen aus dem Anlagenspiegel.

Im Berichtsjahr werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bilanziert. Der Gesamtbetrag der aktivierten Kosten für den Bereich Forschung und Entwicklung beträgt 7.696 TEUR und entfällt in voller Höhe auf die Entwicklung des Bilanzpostens selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von 33 TEUR zugleich Forderungen aus Lieferung und Leistung.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen 51 TEUR (Vorjahr: 53 TEUR) auf Forderungen mit Laufzeiten über einem Jahr, alle übrigen Forderungen haben Laufzeiten unter einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Körperschaftsteuer-Erstattungsansprüche in Höhe von insgesamt 1.655 TEUR enthalten. Diese resultieren aus dem positiven Bescheid vom 1. Dezember 2022 über den Antrag auf Bescheinigung nach §6 Forschungszulagengesetz (FZulG) über Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und beziehen sich auf die Jahre 2022 (655 TEUR) und 2023 (1.000 TEUR). Die Forschungszulage beträgt gemäß § 4 FZulG 25 Prozent der Bemessungsgrundlage und ist begrenzt auf 1.000 TEUR pro Jahr. Die Bemessungsgrundlage sind die im Geschäftsjahr entstandenen förderfähigen Aufwendungen in Höhe von 5.103 TEUR (Vorjahr: 2.620 TEUR).

3. Aktive latente Steuern

Für mögliche zukünftige Steuerentlastungen aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen wurden durch die Gesellschaft aktive latente Steuern angesetzt. Die aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge im Geschäftsjahr 2023 betragen insgesamt 1.020 TEUR (Vorjahr: 721 TEUR) und beruhen, unter Berücksichtigung von risikoadäquaten Bewertungsabschlägen, auf körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von 6.127 TEUR bei einem Körperschaftsteuersatz von 15,8% sowie auf gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von 6.182 TEUR bei einem Gewerbesteuersatz von 17,33%. Die aktiven latenten Steuern können laut Einschätzung des Vorstands im Planungszeitraum zur Verrechnung mit steuerpflichtigen Gewinnen genutzt werden.

Des Weiteren wurden für den "Sonderposten für Forschungszulage" in Höhe von 1.517 TEUR aktive latente Steuern in Höhe von 503 TEUR bilanziert.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 1.000.000,00 EUR und ist eingeteilt in insgesamt 74.699 (Vorjahr: 74.699) auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Der rechnerische Wert je Aktie beträgt 13,39 EUR.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine eigenen Aktien veräußert. Der Bestand eigener Aktien beläuft sich auf insgesamt unverändert 1.234 Aktien. Ihr Anteil am Grundkapital beträgt 16.519,63 EUR bzw. 1,65%.

Im Geschäftsjahr wurde keine Dividendenausschüttung für das Jahr 2022 vorgenommen.

5. Sonderposten für Forschungszulage

Der Sonderposten für Forschungszulage steht im Zusammenhang mit den aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen. Aufgrund der Ausübung des Aktivierungswahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB wurde die Forschungszulage als Investitionszuschuss klassifiziert und dementsprechend ein "Sonderposten für Forschungszulage" gebildet, der in den Folgejahren über die Nutzungsdauer des selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstands (10 Jahre) ratierlich aufgelöst wird. Die Forschungszulagen haben für die Jahre 2022 und 2023 insgesamt 1.655 TEUR betragen. Vermindert um die ergebniswirksame Auflösung im Berichtsjahr in Höhe von 138 TEUR ergibt sich zum Stichtag ein Sonderposten in Höhe von 1.517 TEUR.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen (1.119 TEUR; Vorjahr: 798 TEUR), Rückstellungen für Lizenzabgaben (332 TEUR; Vorjahr: 361 TEUR) und Rückstellungen für Kundenbonifikation (167 TEUR; Vorjahr: 147 TEUR).

7. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben 3.463 TEUR (Vorjahr: 2.743 TEUR) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, 5.277 TEUR (Vorjahr: 6.193 TEUR) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und 1.402 TEUR (Vorjahr: 1.912 TEUR) eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Hiervon sind 10.142 TEUR (Vorjahr: 10.848 TEUR) durch Grundschulden besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem Mietkaufverbindlichkeiten in Höhe von 912 TEUR (Vorjahr: 226 TEUR), die durch Sicherungsübereignung besichert sind. Davon haben 633 TEUR eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

8. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Zum Bilanzstichtag beträgt der passive Rechnungsabgrenzungsposten 18.035 TEUR (Vorjahr: 17.174 TEUR).

9. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände. Hierfür ist ein Steuersatz analog zur Bewertung der aktiven latenten Steuern zugrunde gelegt worden. Somit ergeben sich hieraus passive Latente Steuern i.H.v 2.337 TEUR (Vorjahr: 868 TEUR).

10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 1.199 TEUR. Diese entfallen im Wesentlichen mit 446 TEUR auf Fahrzeuge und mit 653 TEUR auf Server.

D. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

TEUR
Inland 36.469
Übriges Europa 8.060
Übrige Welt 674
Gesamt 45.203

Mehr als die Hälfte der Umsatzerlöse wurden mit Consumer-Produkten erzielt. Der Umsatzanteil der Netzwerkprodukte ist mit mehr als einem Drittel der Gesamtumsätze zu beziffern.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 61 TEUR (Vorjahr: 155 TEUR) enthalten.

Darüber hinaus sind Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen in Höhe von 290 TEUR (Vorjahr: 253 TEUR) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und 179 TEUR (Vorjahr: 101 TEUR) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 13.584 TEUR (Vorjahr: 14.299 TEUR) setzen sich im Wesentlichen aus Intercompany Service Fees in Höhe von 5.101 TEUR (Vorjahr: 5.523 TEUR), Marketingkosten in Höhe von 1.348 TEUR (Vorjahr: 1.586 TEUR) und Aufwendungen für Internet, Telekommunikation und Software in Höhe von 1.653 TEUR (Vorjahr: 1.522 TEUR) zusammen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zudem Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 74 TEUR (Vorjahr: 145 TEUR) enthalten.

E. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiterzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 413,75 (Vorjahr: 417,75) Mitarbeiter, davon 356,50 Vollzeit- und 57,25 Teilzeitbeschäftige.

2. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Dem Vorstand der Gesellschaft gehören an:

 

Andreas Lüning, Informatiker, Herne

 

Kai Karsten Figge, Informatiker, Heiligenhaus

 

Frank Heisler, Kaufmann, Hattingen

Auf eine Angabe der Bezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 285 Nr. 9 HGB verzichtet.

Dem Aufsichtsrat der G DATA CyberDefense AG gehören folgende Personen an:

 

Dr. Holger Bergmann, Unternehmensberater, Bochum

 

Dr. Bergmann . Dr Rohde & Consulting Group GmbH, Bochum

(Vorsitzender)

 

Hartmut Roddewig, Rechtsanwalt, Bochum

Selbständiger Rechtsanwalt, Bochum

(Stellvertretender Vorsitzender)

 

Jean Pütz, Wissenschaftsjournalist, Köln

Selbständiger Wissenschaftsjournalist, Köln

Aufsichtsratsmitglied

Im Berichtsjahr fielen Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 66 TEUR (Vorjahr: 66 TEUR) an.

3. Beteiligungsunternehmen

Unter den Beteiligungen werden folgende Anteile ausgewiesen:

Eigenkapital 31.12.2023 Anteile am Kapital Jahresergebnis 2023
Name der Gesellschaft und Sitz Beteiligungsart EUR % EUR
G DATA Service GmbH, Bochum, Deutschland Stammanteile 25.000,00 100,00 -99.403,23 *
G DATA Advanced Analytics GmbH, Bochum, Deutschland Stammanteile 25.000,00 100,00 270.835,52 *
G DATA Software Spolka z.o.o., Szczecinek, Polen Stammanteile 1.242.050,22 100,00 382.434,55
G DATA Software France SARL Montrouge, Frankreich Stammanteile 62.297,63 100,00 5.943,28 **
G DATA Software Netherlands BV, Badhoevedorp, Niederlande Stammanteile 0,00 100,00 2.312,33 **
G DATA Software, Inc. Newark, DE, USA Stammanteile 63.330,16 100,00 64.625,75
G DATA AV LAB Inc., Quezon City, Manila, Philippinen Stammanteile 313.550,23 99,99 33.969,38
G DATA SOFTWARE BELGIUM BV, Groot-Bijgaarden, Belgien Stammanteile 61.132,92 99,70 40.727,92

*) Jahresergebnis vor Ergebnisabführung
**) Gesellschaft befindet sich in Schließung

Die Gesellschaften G DATA Software K.K, Tokio, Japan (15.12.2023) und Beijing Gdata Software Co.Ltd., Beijing, China (14.08.2023) wurden im Berichtsjahr geschlossen.

4. Derivate Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Im Geschäftsjahr wurden derivative Finanzinstrumente (Zinsswap, Floor) sowie ein CAP zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus variabel verzinslichen (EURIBOR) Darlehen verwendet. Dem Zinsswap und Floor liegt ein Grundgeschäft mit vergleichbarem, gegenläufigem Risiko (Mikro-Hedge) zugrunde. Das mit der aus dem Grundgeschäft und den Sicherungsgeschäften gebildeten Bewertungseinheit nach § 254 HGB gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag 2.883 TEUR. Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt -52 TEUR. Durch die für die Gesamtlaufzeit vereinbarte, vollständige Übereinstimmung aller wertbestimmenden Faktoren des Grundgeschäfts und der Sicherungsgeschäfte wird eine vollständige Aufhebung der variablen Zahlungsströme erreicht.

5. Ausschüttungssperre

Der ausschüttungsgesperrte Betrag im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB ermittelt sich wie folgt:

TEUR
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.051
./. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte gebildete passive latente Steuer ./.2.337
+ Aktivsaldo latenter Steuern (ohne Berücksichtigung der passiven latenten Steuern auf selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte) 1.523
Ausschüttungsgesperrter Betrag im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB 6.237

6. Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 gab es bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die bedeutsame Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Jahresergebnis der G DATA CyberDefense AG beträgt 2.204.892,63 EUR. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 2.550.970,32 EUR wird ein Bilanzgewinn von 4.755.862,95 EUR ausgewiesen. Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bochum, den 25. März 2024

Der Vorstand

Kai Karsten Figge

Andreas Lüning

Frank Heisler

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Wert 01.01.2023 Zugang Umbuchung Abgang Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.619.789,45 5.076.480,66 0,00 0,00 7.696.270,11
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.641.667,81 342.224,01 82.718,00 0,00 2.066.609,82
3. Geleistete Anzahlungen 82.718,00 0,00 -82.718,00 0,00 0,00
4.344.175,26 5.418.704,67 0,00 0,00 9.762.879,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.418.755,02 0,00 552.919,43 0,00 33.971.674,45
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.375.649,61 978.119,67 0,00 2.592,61 12.351.176,67
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 340.133,74 305.540,68 -552.919,43 0,00 92.754,99
45.134.538,37 1.283.660,35 0,00 2.592,61 46.415.606,11
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 719.763,53 0,00 0,00 143.136,24 576.627,29
50.198.477,16 6.702.365,02 0,00 145.728,85 56.755.113,33
Abschreibungen
Wert 01.01.2023 Zugang Abgang Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 645.038,11 0,00 645.038,11
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.130.976,81 347.136,01 0,00 1.478.112,82
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.130.976,81 992.174,12 0,00 2.123.150,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.154.568,55 877.415,43 0,00 6.031.983,98
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.318.240,78 1.134.360,67 282,61 9.452.318,84
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
13.472.809,33 2.011.776,10 282,61 15.484.302,82
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 124.063,40 69.525,86 143.134,24 50.455,02
14.727.849,54 3.073.476,08 143.416,85 17.657.908,77
Bilanzwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.051.232,00 2.619.789,45
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 588.497,00 510.691,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 82.718,00
7.639.729,00 3.213.198,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.939.690,47 28.264.186,47
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.898.857,83 3.057.408,83
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 92.754,99 340.133,74
30.931.303,29 31.661.729,04
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 526.172,27 595.700,13
39.097.204,56 35.470.627,62

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die G DATA CyberDefense AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der G DATA CyberDefense AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der G DATA CyberDefense AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 25. März 2024

PKF Fasselt
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

A. Schienstock, Wirtschaftsprüfer

Hegmanns, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit einem Bilanzgewinn in Höhe von 4.755.862,95 EUR ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 5 September 2024 festgestellt worden.

Ergebnisverwendung

In der Hauptversammlung am 5 September 2024 ist beschlossen worden, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand der Gesellschaft im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 begleitet, beraten und überwacht.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand über Lage und Entwicklung der Gesellschaft unterrichtet. Der Vorstand hat die wichtigen Angelegenheiten der Gesellschaft mit dem Aufsichtsrat beraten. Der Austausch beinhaltete rechtliche, finanzielle und organisatorische Themen sowie Fragen der Unternehmensstrategie. Ausmaß und Intensität der Arbeit des Aufsichtsrates gingen in 2023 deutlich über den Rhythmus der Aufsichtsratssitzungen hinaus.

Schwerpunkte der Beteiligung des Aufsichtsrates waren neben den in den Aufsichtsratssitzungen zugrundeliegenden Standardthemen zu Geschäftsentwicklung, Geschäftsplanung und Jahresabschluss insbesondere:

Abstimmung mit dem Wirtschaftsprüfer der PKF Fasselt Partnerschaft mbB. Der Aufsichtsrat führt unterjährig Gespräche mit dem WP u.a. zur Prüfungsstrategie aber auch weiteren jeweils aktuellen Themen.

Finanzierung der Investitionen in neue Geschäftsfelder bzw. Produktentwicklung durch externe Kapitalbeschaffung. Fortwährender Dialog über das Jahr hinweg. Verfolgung verschiedener Szenarien und Investment-Alternativen. Beteiligung an Gesprächen mit Kapitalgebern. Beteiligung an Gesprächen mit dem beauftragten Fachberater. Im Rahmen des Themas Kapitalbeschaffung wurde auch die Option "Immobilienverkauf Königsallee 178" erörtert. Es fanden mehrere Gespräche auch mit externen Partnern / Interessenten unter Einbindung des AR statt.

Risikobeurteilung sowie Beratung und Kontrolle in Bezug auf Themen des Finanz- und Liquiditätsmanagements.

Weitere Beteiligung des Aufsichtsrates bestand in Themen wie strategische Partnerschaften und in Personalfragen.

Beteiligung an der Diskussion Strategieplan und Unternehmensziele 2030.

Auch im Berichtsjahr war der Bereich Forschung & Entwicklung für G DATA ein wesentlicher Pfeiler der eingeschlagenen Wachstumsstrategie. Seit Mitte des Jahres 2022 steht das produktportfolioübergreifende Projekt "Voyager" im Mittelpunkt der F&E Tätigkeiten. Ziel dieses Projekts ist die vollständige Erneuerung bzw. Überarbeitung des Softwarecodes sowie die Entwicklung neuer Produkte. Das erste neue Produkt aus diesem Projekt ist ein aus Software und Dienstleistungen kombiniertes Produkt: Managed Endpoint Protection & Response (MEDR). Dieses Vorhaben wurde im Vorjahr und im Jahr 2023 durch Forschungszulagen gefördert.

Die mit den Investitionen in die Produktentwicklung verbundenen Kostensteigerungen belasten das Ergebnis. Das Betriebsergebnis konnte im Jahresvergleich trotzdem deutlich gesteigert werden. Trotz eines anhaltend umkämpften Marktes für Internetsecurity-Produkte i. V. m. einem sehr dynamischen Wettbewerb konnte der Umsatz aus fakturierten Leistungen, im Vergleich zum Vorjahr mit 45.486 TEUR (Vorjahr: 43.947 TEUR) gesteigert werden.

Aus bilanzieller Sicht wurde die Politik der Aktivierung der Entwicklungsleistungen in Zusammenhang mit dem Projekt Voyager als "immaterielle Vermögensgegenstände" fortgeführt. Der Aktivierungswert stieg im Berichtsjahr von 2.619 TEUR auf 7.051 TEUR. Der Vorgang der Aktivierung, die Bewertung der Kosten und der Abgleich mit den in den Markt zubringenden Neu-Produkten wurde durch den WP geprüft. Auch der Aufsichtsrat hat sich dazu mehrfach berichten lassen und hier speziell einen separaten Termin unter Einbindung verantwortlicher Mitarbeiter durchgeführt.

Einige zentrale Aussagen zum Jahresabschluss:

G DATA Cyber Defense AG (HGB):

Erhöhung des Jahresüberschusses von 545 TEUR in 2022 auf 2.205 TEUR in 2023

Anstieg der Umsatzerlöse um ca. 5 %

Steigende Personalaufwendungen (> 10 %) bei leichtem Rückgang der Mitarbeiteranzahl

Projekt "Voyager": Aktivierung der weiteren Entwicklungskosten in Höhe von 5.076 TEUR: Buchwert zum 31.12.2023 7.051 TEUR

Sonderposten für Forschungszulagen in Höhe von 1.517 TEUR

Erhöhung des passiven Rechnungsabgrenzungsposten um 861 TEUR auf 18.035 TEUR

Konzern (IAS/IFRS):

Erhöhung des Konzernergebnisses von -841 TEUR in 2022 auf 1.780 TEUR in 2023

Erhöhung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um 2.094 TEUR durch den Anstieg der Umsatzerlöse von ca. 8 %

Veränderungen der Beteiligungsstruktur:

Entkonsolidierung G DATA Software K.K. (Japan)

Schließung der G DATA SoftwareCo. Ltd., Beijing, China

G DATA Software Netherlands BV und G DATA Software France SARL befinden sich in der Schließung

Der Jahresabschluss der G DATA Cyber Defense AG sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht des Vorstands stehen in allen wesentlichen Belangen im Einklang mit den Bilanzierungsgrundsätzen des HGB sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS), sowie den ergänzend nach HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der Lagebericht sind von der PKF Fasselt Partnerschaft mbB geprüft worden. Als Ergebnis der Arbeiten ist für die Prüfung sowohl für die AG als auch den Konzern der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt worden.

Der Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses liegt dem Aufsichtsrat vor. Der Aufsichtsrat hat den Bericht geprüft und stimmt mit dem Ergebnis des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss, Konzernabschluss und zum Lagebericht sowie den hier getroffenen Aussagen überein. Der Aufsichtsrat erhebt keine Einwendungen und hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung am 15.05.2024 gebilligt. Dieser ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Vorstand und Mitarbeitern für Engagement und Leistung im Geschäftsjahr 2023.

 

Dr. Holger Bergmann, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Latest filings and full-volume access to every fiscal year. Get API key →

Register documents

PDF documents straight from the court register — fetched on demand via the :code endpoint.

  • Current extract (AD)
  • Chronological extract (CD)
  • Structured content (SI, XML)
  • Shareholders list
  • Articles of association
Unlock with API key Get API key →

Website content

Structured markdown rendering of the company's public website — perfect for enrichment and AI pipelines.

Unlock with API key Get API key →
Profile · Financials · People · Documents

Structured data and full text — per company

From annual statements as HTML to UBO lists: enable each field individually via the features parameter. One API, all data.

  • Key figures Revenue, employee count, total assets, net income — per fiscal year.
  • Authorized representatives Current and former managing directors, board members, signatories — with roles and date ranges.
  • Publications Official commercial register publications including date and full text.
  • Gesellschafter Current shareholder structure with stakes and contributions.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Ultimate beneficial owners as recorded in the German transparency register.
  • Beteiligungen Stakes this company holds in other entities.
  • Bilanz Full balance sheet line items from published annual statements.
  • Gewinn- und Verlustrechnung P&L line items per fiscal year.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Published annual financial statements rendered as HTML.
  • Insolvenzbekanntmachungen Notices from the official insolvency registers.
  • News Recent mentions of the company from external news sources.
Unlock every field with an API key Get API key →
Code · AI agents · No-code · Workflows

Plug into any stack

Whether you're building a classical API integration, an AI agent, or a no-code workflow — this data slots in.

Use this data in your app

Grab an API key and pull this structured commercial register data straight from your application — no scraping, no PDFs.