AOK Systems
GmbH
Bonn
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
1 Grundlagen des Unternehmens
1.1 Geschäftsmodell des
Unternehmens
Die AOK Systems GmbH ist ein System- und Softwarehaus
für den Gesundheitsmarkt mit Schwerpunkt auf der
Gesetzlichen Krankenversicherung (inkl. Pflegeversicherung,
im Weiteren mit GKV bezeichnet). Sie bietet individuelle
und SAP-basierte IT Komplettlösungen an. Im Rahmen
einer Entwicklungspartnerschaft mit der SAP Deutschland SE
& Co. KG entwickelt sie für ihre Kunden die auf
SAP-Standardsoftware basierende GKV Branchenlösung
oscare®. Auf dieser Grundlage werden hierfür
GKV-spezifische Add-Ons entwickelt und in eine
geschäftsprozessbezogene Gesamtlösung integriert.
Auf der Basis ihres Entwicklungs-Know-hows und ihrer
speziellen Branchenexpertise, bietet die AOK Systems GmbH
ihren Kunden weitere Dienstleistungen, von der
strategischen, fachlichen und technischen Beratung bis hin
zur Implementierung von IT-Lösungen, an. Das
Leistungsportfolio der AOK Systems GmbH umfasst dabei die
folgenden Schwerpunkte:
• Entwicklung
Basisanwendungen (GKV-Branchenlösung
oscare®, Client-Server-Anwendungen,
Individualentwicklungen)
• Beratung
Als SAP Service Partner bietet sie Organisations-,
Prozess- und Implementierungsberatung
• Training
Trainingsprodukte wie z.B. Trainings,
Trainingskonzepte und -medien
• Support
Als SAP Customer Competence Center bietet sie 3rd und
4th Level Support.
Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der AOK
Beteiligungsgesellschaft mbH und erbringt ihre Leistungen
am Hauptstandort Bonn und den Betriebsstätten in
Berlin, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart.
1.2 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und
Branchenentwicklung
Im Jahr 2023 ist die Wirtschaft innerhalb der
Europäischen Union nach dem starken Einbruch der
Wirtschaft im Jahr 2020 und der darauffolgenden Erholung in
2021 und 2022 ins Stocken geraten. Dies ist auf das
krisengeprägte Umfeld (u.a. Anhalten des
Ukraine-Krieges) und die andauernde Energiekrise samt
unterjährig zum Teil sehr starken Anstieg der
Teuerungsrate zurückzuführen.
Das BIP der EU lag bei +0,5 % im Vergleich zum
Vorjahr. Das BIP der 19 Länder der Eurozone lag 2023
im Durchschnitt ebenfalls bei +0,5 %. Die Wirtschaft in
Deutschland ist mit schätzungsweise -0,3 % im
Vergleich zum Vorjahr (1,8 %) geschrumpft.
Im Jahresdurchschnitt 2023 wurde die
Wertschöpfung im Inland durch 45,9 Millionen
Erwerbstätige erbracht. Damit lag 2023 die Zahl der
Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland leicht
über dem Niveau von 2022 (45,4 Millionen).* Die auch
in 2023 spürbaren Auswirkungen des weiterhin
andauernden Krieges in der Ukraine sowie die angespannte
weltpolitische Lage und die Folgen für Rohstoff- und
Energiepreise und eine stark steigende Inflationsrate
hatten mittelbar und unmittelbar Auswirkungen auf die
Sozialversicherungsträger und damit die
AOK-Gemeinschaft. Von wesentlicher Bedeutung sind auch
weiterhin steigende Ausgaben und dadurch erhebliche
finanzielle Belastungen in der Kranken- und
Pflegeversicherung, die zu einer Verstärkung der
ohnehin angespannten Finanzlage in der Gesetzlichen
Krankenversicherung führen.
Die Konzernunternehmen waren in 2023 zu großen
Teilen bzw. nahezu ausschließlich für die
AOK-Gemeinschaft tätig und sind abhängig von der
Haushaltssituation sowie den Marktbearbeitungsstrategien
der AOK.
Wie bereits in den Vorjahren direkt beeinflusst -
allerdings mit unterschiedlicher Intensität - wurden
die Unternehmen des Konzerns im Geschäftsjahr 2023
durch die rasante Geschwindigkeit der Digitalisierung, die
von allen Konzernunternehmen als Chance gesehen wird. Der
Schub der Digitalisierung durch die Coronapandemie
2020/2021 hat nachhaltig dazu geführt, dass
Geschäftsmodelle und die Form des (Zusammen-)Arbeitens
sich rasant verändern und die Konzernunternehmen haben
weiter daran gearbeitet, ihre Produkte und Dienstleistungen
entsprechend (weiter-) zu entwickeln und sich
organisatorisch aufzustellen.
Weiterhin ist es für alle Konzernunternehmen
eine große Herausforderung, qualifizierte
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu gewinnen.
Strategische Neuausrichtung
Neben den vorgenannten Anforderungen stand eine
möglichst fokussierte und effektive Unterstützung
der beschlossenen Standardisierungsstrategie der
Gesellschafter im Fokus. Zur Umsetzung dieser Strategie
wurde ein Projekt zur Operationalisierung der strategischen
Neuausrichtung und ein zeitlich begrenztes
Konsolidierungsprogramm aufgesetzt. In einzelnen
Themensträngen wurden Konzepte zur Weiterentwicklung
von oscare®
connect zu einem Digital Layer und der Ausbau von
oscare® zu einer hochwettbewerbsfähigen und
zukunftsweisenden GKV-Branchenlösung (hochproduktiver
Kern) erstellt und 2023 schon in Teilen in Umsetzung
gebracht.
Finanzielle und nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Wesentliche Steuerungsgrößen zur Messung
des Erfolgs der Strategieumsetzung in der AOK Systems GmbH
sind Umsätze nach kundenspezifischen Anforderungen.
Zudem fließen weitere Messgrößen wie
Deckungsbeiträge, Forderungslaufzeiten und der
Auslastungsgrad unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in
den Entwicklungsbereichen in den internen Steuerungsprozess
ein.
Der Unternehmenswert der AOK Systems GmbH wird neben
den finanziellen Kennzahlen maßgeblich durch
nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Sie
betreffen die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die
Technologieposition und Umweltbelange. In Summe lassen
diese Angaben Rückschlüsse darauf zu, inwieweit
es der AOK Systems GmbH gelingt,
• als attraktiver und verantwortungsvoller
Arbeitgeber dauerhaft kompetente und engagierte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre
Aufgaben zu finden und an sich zu binden.
• Produkte zu entwickeln, die auch künftig
den Kundenanforderungen gerecht werden.
• den Kundennutzen durch das Produkt- und
Serviceangebot nachhaltig zu steigern.
Diese Aspekte sind nach Überzeugung der AOK
Systems GmbH weitere wesentliche Bausteine einer
zukunftsweisenden Positionierung im Wettbewerb.
Die AOK Systems GmbH ist ein Unternehmen mit einem
personalintensiven Wertschöpfungsprozess. Sie
verfügt über gut ausgebildete,
leistungsfähige und motivierte Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Damit dies so bleibt, sieht die AOK Systems
GmbH es als moderner und verantwortungsvoller Arbeitgeber
als wichtige Aufgabe an, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
neben interessanten und fordernden Aufgaben sowie einem
attraktiven Arbeitsumfeld und flexiblen Arbeitszeitmodellen
auch eine leistungsgerechte Vergütung und interessante
monetäre und nicht-monetäre Zusatzleistungen
anzubieten.
Um langfristige Projekte, die sich in der Regel
über mehrere Jahre erstrecken, fristgerecht abwickeln
zu können, greift AOK Systems GmbH im Bedarfsfall
ergänzend auf externe Dienstleister zu.
*Quellen: www.ec.europa.eu, www.destatis.de,
www.statista.com"
2 Geschäftsverlauf der
Gesellschaft
2.1 Vermögenslage
Die Bilanzsumme der AOK Systems GmbH hat sich im
Geschäftsjahr 2023 um 11,6 Mio. € auf 90,2 Mio.
€ erhöht. Da das Eigenkapital aufgrund des
bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der AOK
Beteiligungsgesellschaft mbH unverändert zum Vorjahr
ist, ist die Eigenkapitalquote auf 50,8 %, gegenüber
58,4 % in 2022, gesunken.
Die liquiditätswirksamen Investitionen in das
Anlagevermögen betrugen 714 T€. Diesen
Investitionen stehen nicht liquiditätswirksame
Abschreibungen von 1.085 T€ gegenüber.
2.2 Finanzlage
Die Finanzlage der AOK Systems GmbH ist zum
31.12.2023 weiterhin zufriedenstellend, bedarf aber
angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen einer
kontinuierlichen Überwachung mit einem entsprechenden
Kostenmanagement.
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderungen
des Zahlungsmittelbestandes im Vergleich zum Vorjahr:
|
2023
|
2022
|
|
T€
|
T€
|
Cashflow aus der
laufenden Geschäftstätigkeit
|
-952
|
-8.629
|
Cashflow aus der
Investitionstätigkeit
|
-302
|
-439
|
Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit
|
-4.473
|
3.452
|
Veränderung des
Zahlungsmittelbestandes
|
-5.727
|
-5.616
|
Vortrag aus dem Vorjahr
|
46.740
|
52.356
|
Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode
|
41.013
|
46.740
|
2.3 Ertragslage
Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und
Bestandsveränderungen) setzt sich im Vergleich zum
Vorjahr wie folgt zusammen:
|
2023
|
2022
|
Veränderung
|
|
T€
|
T€
|
T€
|
Beratung/Entwicklung und
Wartung
|
136.383
|
133.805
|
2.578
|
Lizenzerlöse
|
9.226
|
8.783
|
443
|
Gesamtleistung
|
145.609
|
142.588
|
3.201
|
Die Umsätze aus Beratung/Entwicklung und
Wartung haben sich gegenüber 2022 aufgrund der
Erweiterung des Produktportfolios und durch die Anpassung
von Rahmenvereinbarungen im Bereich der pauschalen
Softwarewartung und -pflege erhöht. Gleichzeitig sind
die Lizenzerlöse in 2023 im Vergleich zum Vorjahr
weitgehend konstant.
Die Fremdleistungen sind gegenüber 2022 um
10.482 T€ auf 54.092 T€ gefallen.
Der Anstieg der Personalkosten um rund 2.194
T€ auf 66.642 T€ resultiert maßgeblich
aus einem Anstieg der Anzahl der Mitarbeitenden.
Die Abschreibungen haben sich im Vergleich zum
Vorjahr unwesentlich um 109 T€ auf 1.085 T€
verringert.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um rund
4.358 T€ auf 21.948 T€ gestiegen.
2.4 Ergebnisentwicklung
Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt 145.609
T€. Dies entspricht einer Steigerung um 3.201 T€
im Vergleich zum Vorjahr.
Das Ergebnis der Gesellschaft vor
Ergebnisabführung betrug im abgelaufenen
Geschäftsjahr 4.442 T€ und lag damit
über dem im Vorjahr prognostizierten Wert. Die
positive Planabweichung ist auf höhere
Kosteinsparungen und ungeplante Erlöse
zurückzuführen.
3 Chancen und Risiken der zukünftigen
Geschäftsentwicklung
Um Chancen zu erkennen, führt die AOK Systems
GmbH umfangreiche quantitative und qualitative Analysen
durch. Es werden Daten aus dem Gesundheitsmarkt ausgewertet
und mögliche Entwicklungsvorhaben sowie technologische
Entwicklungen und Innovationen geprüft. Dabei erfolgt
gleichermaßen eine Beobachtung der
gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen
Entwicklungen.
Ziel ist es, Veränderungen so früh wie
möglich zu antizipieren und die
Geschäftsstrategie entsprechend auszurichten. Die enge
Zusammenarbeit der Geschäftsbereiche und eine
übergreifende Wertschöpfungskette sorgt
dafür, Chancen frühzeitig zu identifizieren.
Nicht zuletzt der enge Kontakt zu Kunden und
Gesellschaftern hilft, deren Anforderungen frühzeitig
aufzunehmen und hieraus Geschäftsnutzen für die
AOK Systems GmbH sowie den Kunden gleichermaßen zu
generieren.
Darüber hinaus erfolgt eine Orientierung an
marktwirtschaftlichen und -politischen Trends, um daraus
Innovationen abzuleiten und diese als Chancen für die
AOK Systems GmbH zu nutzen.
Nach wie vor besteht auf Kundenseite ein enormer
finanzieller Druck, welcher auf eine fehlende nachhaltig
gesicherte Finanzierung in der GKV sowie auf die allgemeine
Haushaltsituation des Bundes zurückzuführen ist.
Dies macht sich bei der AOK Systems GmbH durch
zurückhaltende Beauftragungen von neuen Projekten
bemerkbar. Laufende Projekte werden regelmäßig
überprüft.
Die Annahmen der durch bestehende Kriegssituationen
ausgelösten Krise für das Geschäftsjahr 2023
haben sich nicht in dem Maße bestätigt, wie
vermutet. Bezogen auf die Kostenseite haben sich die stark
gestiegenen Energiekosten und der damit verbundene Anstieg
der Preise und der Inflationsrate bestätigt. Die
Belastungen konnten jedoch zunächst durch
Kosteneinsparungen und ungeplante Erlöse ganz oder in
Teilen kompensiert werden.
Der zunehmende auf dem Arbeitsmarkt zu beobachtende
Fachkräftemangel stellt im Zusammenhang mit
Mitarbeitergewinnung und -bindung nach wie vor ein Risiko
für die AOK Systems GmbH dar. Es wurden
Maßnahmen ergriffen, um dementsprechend
gegenzusteuern.
4 Forschungs- und
Entwicklungsbericht
Die Forschungs- und Entwicklungsthemen der AOK
Systems GmbH konzentrierten sich wie in Vorjahren auf
anwendungsnahe Themen und nicht auf die
Grundlagenforschung.
Im Geschäftsjahr 2023 hat die AOK Systems GmbH
weiter an innovativen und digitalen Lösungen und
Entwicklungsprojekten gearbeitet, mit der Zielsetzung die
Standardisierung und Automatisierung in oscare® weiter
voranzutreiben und die Digitalisierungsvorhaben der Kunden
zu unterstützen.
Neben den Entwicklungsvorhaben und -projekten entlang
des Projektportfolios der AOK-Gemeinschaft wurden auch die
technologisch geprägten Entwicklungsprojekte wie
Digital Layer, "Meine AOK City" (MAC), oscare® Bonus
neo, BW4HANA, oder auch CRM on HANA (Ablösung von CRM)
weiter durchgeführt. Für die beiden zuletzt
genannten Projekte wurden Pilotprojekte mit Kunden als
Grundlage für den weiteren Rollout gestartet.
Im Bereich der Beratung wurde der mehrjährige
Rollout von oscare® Document Services zur Ablösung
der SAP Netweaver Systeme für die AOK-Gemeinschaft
erfolgreich beendet. Weitere Schwerpunkte in der Beratung
waren die Rollout-Projekte von oscare® MC 3.2 HzV Plus,
GKV-FI S/4HANA und Projekte im CX-Umfeld
(Online-Geschäftsstelle Firmenkunden, Berufsstarter
und Leadmanagement) sowie Projekte verschiedener
APD4HANA-Verfahren zur Ablösung von APD classic.
Im Weiteren hat die AOK Systems GmbH die
Prozessberatung weiter ausgebaut und Kundenprojekte zur
Prozessoptimierung durchgeführt. Zur Standardisierung
und Automatisierung werden gezielte Prozessuntersuchungen
vor Ort durchgeführt, das bestehende Produktportfolio
beim Kunden geprüft und Potentiale zur
Effizienzsteigerung eruiert und dabei allen oscare®
Kunden zugänglich gemacht. Darüber hinaus wurde
ein AOK-weites Projekt zur Erhebung eines technischen
Standards federführend durch die AOK Systems GmbH
erfolgreich durchgeführt.
5 Prognose für das Folgejahr
Insgesamt ist die Erlössituation mit dem
AOK-Bundesverband als größtem Kunden
weitestgehend stabil. Die Erlöse teilen sich in
Erlöse aus der Wartung, Pflege und Weiterentwicklung
von oscare® und den Altanwendungen in der AOK sowie die
Entwicklung neuer Produkte für die AOK Gemeinschaft
auf. Zudem sind weiterhin die Erlöse aus den Rollouts
und kundenindividuellen Projekten wichtige
Erlöspositionen.
Eine weitere wichtige Größe sind die
Einnahmen aus der GKV ohne AOK. Die Position Wartung &
Pflege entwickelte sich im Trend über die Jahre
positiv.
Für das Geschäftsjahr 2024 werden
Umsatzerlöse von in Höhe von 147 Mio. €
erwartet. Es wird ein positives Ergebnis in Höhe von
2.553 T€ vor Ergebnisabführung erwartet.
Das erwartete positive Ergebnis zeigt, dass die
Veränderungen im Rahmen der neuen strategischen
Ausrichtung der AOK Systems GmbH erste Wirkungen zeigen
werden. Ziel ist die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu
erhöhen um auch in den Folgejahren ausgeglichene
Ergebnisse zu erwirtschaften.
6 Erklärung zur Unternehmensführung
nach § 289f Abs. 2 Nr. 4 HGB i. V. m. Abs. 4
HGB
Die Gesellschafterversammlung der AOK Systems GmbH
hat für den Frauenanteil im Aufsichtsrat eine
Zielgröße von 33 % und in der
Geschäftsführung eine Zielgröße von
50,0 % für den Zeitraum von 5 Jahren ab dem 30.06.2022
festgelegt.
Der Frauenanteil im Aufsichtsrat der AOK Systems GmbH
betrug zum 31.12.2023 66,66 % und in der
Geschäftsführung 0,0 %.
Die Geschäftsführung der AOK Systems GmbH
hat für den Frauenanteil in der ersten Ebene unterhalb
der Geschäftsführung eine Zielgröße
von 15 % und für den Frauenanteil in der zweiten Ebene
unterhalb der Geschäftsführung eine
Zielgröße von 30 % für den Zeitraum von 5
Jahren ab dem 01.07.2022 festgelegt.
Zum 31.12.2023 lag der Anteil bei 20 % in der ersten
und 21,6 % in der zweiten Ebene unterhalb der
Geschäftsführung.
Bonn, 15.03.2024
gez.
Holger Witzemann, Geschäftsführer
AOK Systems GmbH
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
1.517.128,77 |
1.888.605,45 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
191.008,75 |
335.097,08 |
| 1.
Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
und Werten |
191.008,75 |
335.097,08 |
| II.
Sachanlagen |
1.326.120,02 |
1.553.508,37 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.326.120,02 |
1.553.508,37 |
| B.
Umlaufvermögen |
84.520.244,38 |
72.422.622,47 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
43.507.149,47 |
25.682.151,60 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
34.312.055,69 |
18.175.331,99 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
16.767,04 |
15.631,28 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
9.178.326,74 |
7.491.188,33 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
41.013.094,91 |
46.740.470,87 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
2.502.870,62 |
2.689.210,02 |
| D.
Steuerrechtlicher Ausgleichsposten |
1.686.572,06 |
1.582.426,49 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
90.226.815,83 |
78.582.864,43 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
45.849.777,09 |
45.849.777,09 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
600.000,00 |
600.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
45.249.777,09 |
45.249.777,09 |
| B.
Rückstellungen |
28.254.150,00 |
25.189.067,09 |
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
10.439.186,00 |
9.618.221,00 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
17.814.964,00 |
15.570.846,09 |
| C.
Verbindlichkeiten |
15.352.098,72 |
6.673.606,08 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
0,00 |
80.000,00 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
7.331.083,77 |
3.402.218,99 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
6.978.733,39 |
1.798.797,86 |
| 4.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.042.281,56 |
1.392.589,23 |
| davon
aus Steuern |
784.148,35 |
725.221,77 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
770.790,02 |
870.414,17 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
90.226.815,83 |
78.582.864,43 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
145.609.435,70 |
142.588.163,13 |
| 2.
sonstige betriebliche Erträge |
2.019.796,57 |
2.008.211,42 |
| 3.
Materialaufwand |
54.091.858,34 |
64.573.987,53 |
| a)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
54.091.858,34 |
64.573.987,53 |
| 4.
Personalaufwand |
66.642.338,24 |
64.448.369,89 |
| a)
Löhne und Gehälter |
54.448.127,22 |
52.700.084,93 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
12.194.211,02 |
11.748.284,96 |
| davon
für Altersversorgung |
1.034.221,41 |
1.430.828,41 |
| 5.
Abschreibungen |
1.085.178,93 |
1.194.194,17 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf
aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung
und Erweiterung des Geschäftsbetriebs |
1.085.178,93 |
1.194.194,17 |
| 6.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
21.947.891,02 |
17.589.842,30 |
| 7.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
787.912,06 |
84.783,42 |
| 8.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
208.261,55 |
464.530,55 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
3.627,72 |
0,00 |
| 9.
Verlustabführung aufgrund einer
Gewinngemeinschaft |
0,00 |
3.589.766,47 |
| 10.
Gewinnabführung aufgrund eines Gewinn- oder
Teilgewinnabführungsvertrags |
4.441.616,25 |
0,00 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
0,00 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
I.
Angaben zum Jahresabschluss
A.
Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf
der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten
Buches des Handelsgesetzbuches sowie der ergänzenden
Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit
beschränkter Haftung erstellt. Die Gliederung des
Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften
§§ 266 ff. HGB. Die Gesellschaft ist nach den
Größenklassen des § 267 Abs. 3 HGB eine
große Kapitalgesellschaft.
Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen,
diese in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder
im Anhang darzustellen, sind diese aus Gründen der
Übersichtlichkeit im Anhang dargestellt.
Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung
wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB erweitert und
die Verwahrentgelte auf Bankguthaben als separater Posten
"Negative Einlagezinsen auf Bankguthaben" ausgewiesen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem
Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB
gegliedert.
B.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungswahlrechte werden nicht in Anspruch
genommen. Die Bewertungsmethoden werden unverändert
gegenüber dem Vorjahr angewandt.
Entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die entgeltlich erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich
Anschaffungsnebenkosten abzüglich
Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die
planmäßigen Abschreibungen werden nach der
linearen Methode vorgenommen.
Forderungen und sonstige Aktiva
Die Forderungen, die sonstigen
Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel
werden mit Nominalwerten angesetzt.
Zweifelhaften Forderungen wird durch angemessene
Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Rückstellungen
Die Rückstellungen werden mit den nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Jahre abgezinst, der sich bei einer individuellen
Restlaufzeit (Altersteilzeit) und bei einer pauschal
angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren
(Lebensarbeitszeitmodell) ergibt. Bei
Altersvorsorgeverpflichtungen wird der durchschnittliche
Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für die
Abzinsung verwendet.
Bei der Ermittlung des Fehlbetrags für nicht
passivierte mittelbare Pensionsverpflichtungen gem. Art. 28
Abs. 2 EGHGB wird der durchschnittliche Marktzinssatz der
vergangenen zehn Jahre für die Abzinsung verwendet,
der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von
fünfzehn Jahren ergibt.
Verbindlichkeiten
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum
Erfüllungsbetrag.
C.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen Die Summe der Bruttowerte
(kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der
kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die
Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben
sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten
Anlagenspiegel. Ebenso sind dem Anlagenspiegel die
Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen.
Anlagenspiegel zum 31.12.2023
|
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten
|
|
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
31.12.2023
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
47.021.825,06
|
95.701,54
|
0,00
|
47.117.526,60
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsaustattung
|
7.681.344,34
|
618.045,68
|
-55.739,82
|
8.243.650,20
|
|
|
|
54.703.169,40
|
713.747,22
|
-55.739,82
|
55.361.176,80
|
|
|
|
Abschreibungen
|
|
|
|
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
31.12.2023
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
46.686.727,98
|
239.789,87
|
0,00
|
46.926.517,85
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsaustattung
|
6.127.835,97
|
845.389,06
|
-55.694,85
|
6.917.530,18
|
|
|
|
52.814.563,95
|
1.085.178,93
|
-55.694,85
|
53.844.048,03
|
|
|
|
Buchwert
|
|
|
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
191.008,75
|
335.097,08
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsaustattung
|
1.326.120,02
|
1.553.508,37
|
|
|
|
1.517.128,77
|
1.888.605,45
|
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie den sonstigen Vermögensgegenständen nicht
enthalten.
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind
solche aus Lieferungen und
Leistungen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 16)
enthalten.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Von dem Guthaben bei Kreditinstituten ist ein Betrag
in Höhe von TEUR 1.100 für Mietsicherheiten
verpfändet.
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen wurden unter Beachtung
der handelsrechtlichen Vorschriften nach dem
Ansammlungsverfahren (projected unit credit method, kurz
PUC) gebildet. Die Berechnung erfolgte nach den
"Richttafeln 2018 G" von Professor Dr. Heubeck unter
Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,83 % (ermittelt nach
dem 10-Jahresdurchschnitt).
Die Differenz der Rückstellungen aus dem 7- und
dem 10-Jahresdurchschnitt des Zinssatzes beträgt TEUR
74 und unterliegt gem. § 253 Abs. 6 HGB der
Ausschüttungssperre.
Vermögensgegenstände gem. § 246 Abs. 2
S. 2 HGB mit einem Kurswert in Höhe von TEUR 895
werden mit Altersteilzeitverpflichtungen mit einem
Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 370 verrechnet.
Die Anschaffungskosten der verrechneten
Vermögensgegenstände betrugen TEUR 920. Die sich
dabei ergebenden negativen Verpflichtungsbeträge sind
als aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung ausgewiesen.
Erträge aus den Vermögensgegenständen
werden mit Aufwendungen aus der Abzinsung der
Verpflichtungen zur Lebensarbeitszeit verrechnet und in
Höhe von 154,05 € saldiert unter dem Posten
"Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen.
Die Verpflichtungen aus einem Lebensarbeitszeitmodell
mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 4.530
werden mit Vermögensgegenständen gem.
§ 246 Abs. 2 S.2 HGB mit einem
Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe
von TEUR 5.691 verrechnet. Die Anschaffungskosten der
verrechneten Vermögensgegenstände betragen TEUR
5.691. Die sich dabei ergebenden negativen
Verpflichtungsbeträge sind als aktiver
Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
ausgewiesen.
Die Verpflichtungen zur Lebensarbeitszeit werden mit
dem Nominalwert angesetzt. Der Berechnung des Barwertes
liegt ein Zinssatz von 1,74 % zugrunde. Bei der Berechnung
der Verpflichtung aus den Lebensarbeitszeitkonten wird auf
Basis der Erfahrungswerte unterstellt, dass die
Begünstigten 50 % ihres Zeitguthabens erst unmittelbar
vor Eintritt in den Ruhestand in Anspruch nehmen.
In den sonstigen Rückstellungen sind im
Wesentlichen Rückstellungen für variable
Gehaltsansprüche in Höhe von TEUR 7.279 sowie
übrige Personalkosten in Höhe von TEUR 4.550
enthalten. Außerdem bestehen Rückstellungen
für ungewisse Verbindlichkeiten im Wesentlichen in
Höhe von TEUR 5.143 für ausstehende
Eingangsrechnungen und TEUR 771 für
Rückbauverpflichtungen.
Fehlbetrag für nicht passivierte mittelbare
Pensionsverpflichtungen gem. Art. 28 Abs. 2 EGHGB
Die Gesellschaft ist Trägerunternehmen der
Unterstützungskasse der AOK Systems e.V., Bonn.
Für mittelbare Verpflichtungen aus Versorgungszusagen
der Gesellschaft gegenüber ihren Mitarbeitern, die
über die Unterstützungskasse durchgeführt
werden und für die das Vermögen der
Unterstützungskasse nicht ausreicht, besteht eine
Deckungslücke von TEUR 22.785 (Vorjahr: TEUR 22.360).
Die Gesellschaft hat hierfür zulässigerweise
keine Rückstellung gebildet.
Die Deckungslücke ergibt sich aus dem Wert der
mittelbaren Pensionsverpflichtungen von TEUR 36.241,
welchem das Vermögen der Unterstützungskasse in
Höhe von TEUR 13.456 gegenübersteht. Die
mittelbare Pensionsverpflichtung wird nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der
Projected-Unit-Credit-Methode (PUC) ermittelt. Als
biometrische Rechnungsgrundlage werden die "Richttafeln
2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der
Berechnung des Barwertes liegt ein Rechnungszinssatz von
1,83%, ein Anwartschaftstrend von 3,5 %, ein Rententrend
von 2,5 % und eine Fluktuation von 5,00 % zugrunde.
Das Vermögen der Unterstützungskasse ergibt sich
aus den Anwartschaftswerten der abgeschlossenen
Kapitallebensversicherung und Bankguthaben
Verbindlichkeiten
|
|
|
|
davon mehr
|
|
Gesamt-
|
bis zu
|
mehr als
|
als fünf
|
|
betrag
|
einem Jahr
|
ein Jahr
|
Jahre
|
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
Erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen
|
0
|
0
|
0
|
0
|
(Vorjahr)
|
(80)
|
(80)
|
(0)
|
(0)
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
7.331
|
7.331
|
0
|
0
|
(Vorjahr)
|
(3.402)
|
(3.402)
|
(0)
|
(0)
|
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
6.979
|
6.979
|
0
|
0
|
(Vorjahr)
|
(1.799)
|
(1.799)
|
(0)
|
(0)
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
1.042
|
1.042
|
0
|
0
|
(Vorjahr)
|
(1.393)
|
(1.393)
|
(0)
|
(0)
|
Summe
|
15.352
|
15.352
|
0
|
0
|
(Vorjahr)
|
(6.674)
|
(6.674)
|
(0)
|
(0)
|
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der
Gesellschafterin in Höhe von TEUR 6.969 (Vorjahr:
TEUR 1.798) enthalten. Die Verbindlichkeiten
gegenüber der Gesellschafterin beinhalten die
Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung in Höhe von
TEUR 4.442 (Vorjahr: Forderung aus Verlustübernahme:
TEUR 3.590).
D.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.058
(Vorjahr: TEUR 1.187) enthalten, die sich im Wesentlichen
aus der Auflösung von Rückstellungen ergeben.
Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und
Bestandsveränderungen) setzt sich im Vergleich zum
Vorjahr wie folgt zusammen:
|
2023
|
2022
|
Veränderung
|
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
Beratung/Entwicklung und
Wartung
|
136.383
|
133.805
|
2.578
|
Lizenzerlöse
|
9.226
|
8.783
|
443
|
Gesamtleistung
|
145.609
|
142.588
|
3.021
|
II.
Sonstige Angaben
A.
Art und Zweck sowie Risiken und Vorteile
außerbilanzieller Geschäfte
Die Gesellschaft hat ihre Betriebsgebäude
entsprechend ihrem Bedarf angemietet. Die langfristigen
Mietverpflichtungen der Geschäftsräume betragen
bis zum Ende der Laufzeit TEUR 14.761.
Der Fuhrpark der Gesellschaft ist geleast. Damit wird
der Finanzierungsbedarf über die Laufzeit der
Verträge verteilt, die Verwertung der Fahrzeuge nach
deren Nutzung ausgelagert. Die Zahlungsverpflichtungen
hieraus betragen bis zum Ende der Laufzeit TEUR 891.
Die EDV-Hardware der Gesellschaft ist ebenfalls
geleast, um die Ausrüstung auf dem jeweils aktuellen
technischen Stand zu halten. Die Zahlungsverpflichtungen
betragen bis zum Ende der Laufzeit TEUR 3.519.
Darüberhinausgehende vorhersehbare Risiken und
Vorteile sind zum Bilanzstichtag nicht gegeben.
B.
Geschäftsführung
Holger Witzemann, Vorsitzender der
Geschäftsführung, gesamtvertretungsberechtigt,
Susanne Pietsch, Geschäftsführerin (bis 30.
März 2023), gesamtvertretungsberechtigt.
Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gem. §
286 Abs. 4 HGB verzichtet.
C.
Aufsichtsrat
Dr. Carola Reimann, Vorsitzende des
Geschäftsführenden Vorstandes der
AOK-Bundesverband GbR, Vorsitzende des Aufsichtsrates
Thomas Degen, Geschäftsführer der AOK
Beteiligungsgesellschaft mbH, stellvertretender
Vorsitzender des Aufsichtsrates Manuela Leberfing,
Beraterin, Arbeitnehmervertreterin.
D.
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 728
Angestellte, davon 594 in Vollzeit und 134 in Teilzeit, im
Unternehmen beschäftigt.
E.
Konzernzugehörigkeit
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den
Konzernabschluss der AOK Beteiligungsgesellschaft mbH,
Berlin, einbezogen. Dieser wird im Bundesanzeiger
veröffentlicht.
Bonn, 15.03.2024
gez.
Holger Witzemann, (Vorsitzender der
Geschäftsführung)
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 17.07.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die AOK Systems GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der AOK Systems GmbH -
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der AOK Systems GmbH für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
geprüft. Die Erklärung der
Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB
(Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den
deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich
geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum
Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben
genannten Erklärung zur Unternehmensführung.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des
Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir
die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die
Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob
der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Bonn, den 15. Mai 2024
dhpg
Steuerberater GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Berufsausübungsgesellschaft
gez.
Marko Müller, Wirtschaftsprüfer
gez.
Benedikt Owerdieck, Wirtschaftsprüfer
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