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affinis solutions GmbH GmbH

Bremen ·HRB 37383HB Bremen
Part 1 / 2

Structured data

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Overview

Legal form
GmbH
Address
Cuxhavener Straße 10 a / Speicher 16
28217 Bremen
Commercial register
HRB 37383HB, Bremen
Purpose
Partizipative Entwicklung von IT-Strategien, Unterstützung von Managemententscheidungen bei der Auswahl und dem Einsatz von IT-Lösungen, Organisationsberatung und Training, Management, Installation, Migration und Releasewechsel von IT-Lösungen, Einführung und Erweiterugn von IT-Anwendungen, Entwicklung branchenspezifischer Templates und Add-Ons, Gestaltung von Outsourcingstrategien für IT-Leistungen, Rechenzentrumsbetrieb und Systembetreuung, Management von IT-Projekten, Entwicklung und Betrieb von Plattformen zur Vermittlung und Abwicklung von Geschäftsprozessen sowie alle mit der vorgenannten Angelegenheit in wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Financials

Revenue 2022
34,68 Mio. €
Employees 2022
304
Total assets 2022
26,49 Mio. €
Net income 2022
996.398 €
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Balance sheet

2022
Assets 26,49 Mio
  • Fixed Assets 57,3 % 15,18 Mio
  • Current Assets 42,0 % 11,14 Mio
  • Prepaid Expenses 0,7 % 182,8 k
Liabilities and Equity 26,49 Mio
  • Liabilities 64,2 % 17,00 Mio
  • Provisions 17,6 % 4,65 Mio
  • Equity 9,0 % 2,38 Mio
  • Deferred Tax Liabilities 0,4 % 101,9 k
  • Accrued Expenses 0,2 % 59,6 k
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Balance sheet data available for 1 earlier fiscal years.

Profit & loss

2022
Income 76,59 Mio
  • Revenue 45,3 % 34,68 Mio
  • Personnel expenses 26,7 % −20,49 Mio
  • Other operating expenses 7,7 % −5,93 Mio
  • Material expenses 7,6 % −5,85 Mio
  • Einstellungen in Gewinnrücklagen 3,0 % −2,32 Mio
  • Gewinnvortrag 1,8 % 1,37 Mio
  • On intangible assets and property, plant, and equipment 1,8 % −1,34 Mio
  • Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 1,4 % 1,10 Mio
  • Annual net profit/loss 1,3 % 996,4 k
  • Result after taxes 1,3 % 963,8 k
  • Income and profit taxes 1,1 % −827,1 k
  • Interest and similar expenses 0,7 % −526,3 k
  • Other operating income 0,1 % 106,8 k
  • Group balance sheet profit/loss 0,1 % 47,7 k
  • Other interest and similar income 0,0 % 34,8 k
  • Other taxes 0,0 % −363
  • Konzernjahresüberschuss inkl. Anteile Dritter 963,5 k
  • Anderen Gesellschaftern zustehender Anteil am Konzernjahresüberschuss 32,9 k
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P&L data available for 1 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Ole Schütt since 2025 Managing Director
  • Holger, geb. Meyer Schiller since 2021 Procura
19 former representatives · viewable with an API key Get API key →

Ownership & holdings

Shareholders

  • affinis AG DEU Amtsgericht Bremen HRB 36910 HB 100.0 % 250k €

Ultimate beneficial owners (UBOs)

1 hold ≥ 25%
91.6 % identified 8.4 % unidentified
  • G****** M****** ≥25% 52.4 %
  • A***** R****** 11.0 %
11 more beneficial owners · viewable with an API key Get API key →

History

  1. 2026
  2. 27.07.
    Exit of position
    Jana Meitzner · Procura
  3. 11.06.
    Exit of position
    Anil Altun · Procura
  4. 2025
  5. 28.11.
    Exit of position
    Heinz Jörg Calefice · Procura
  6. 07.11.
    Exit of position
    Matthias Knak · Managing Director
  7. 20.10.
    Change of authority
    Unknown · Managing Director
  8. 20.10.
    Change of address
    affinis solutions GmbH
  9. 28.08.
    Split
    affinis solutions GmbH
  10. 28.08.
    Split
    affinis solutions GmbH
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Raw data & documents

Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.

Annual statements (full text)

Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.

  • 2022 Konzernabschluss
  • 2022 Konzernabschluss
  • 2021 Konzernabschluss
Previous year — readable in full

Konzernabschluss 2022

Published May 21, 2024 · Source: Bundesanzeiger

affinis AG

Bremen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der affinis AG

Vorbemerkung

Die affinis AG mit Sitz in Bremen ist das Mutterunternehmen des affinis Konzerns. Der affinis Konzern (nachfolgend auch "affinis" oder "Konzern") umfasst das Mutter- und die Tochterunternehmen. Der Konzern berät Kunden hinsichtlich der Ausgestaltung und Integration von Softwaresystemen. In der Regel sind diese die ERP Systeme der Kunden.

Das Ziel der affinis ist es als IT-Spezialist und strategischer IT-Partner Kunden in ihren digitalen Prozessherausforderungen bestmöglich zu unterstützen und ihre Geschäftssysteme und -prozesse zuverlässig zu implementieren und zu betreuen. Die technologischen Kernkompetenzen liegen in den Systemen SAP, Microsoft, ServiceNow, Adobe und ADITO. Die fachlichen Kompetenzen der affinis liegen in Branchen wie Energiewirtschaft, Versicherung & Finanzdienstleistungen, Real Estate Management und weitere Branchen.

Seit 2020 verfolgt affinis durch eine konsequente "Join-and-Growth" Strategie eine wesentliche Steigerung des Geschäftsvolumens. Im Jahr 2021 erfolgte die Übernahme der affinis solutions GmbH (ehemals PTSGroup AG), Bremen. In diesem Jahr wurden die Übernahmen der Information Works GmbH, Köln, sowie die Collogia AG, Köln (86,9%), abgeschlossen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Branche (Abb. 1 grün markiert) konnte sich im Jahr 2022 trotz schwieriger Marktbedingungen insgesamt gut behaupten. Der Markt zeigte unter Bezugnahme auf das Umsatzvolumen ein moderates Wachstum. Im Jahr 2023 wird, trotz der abgekühlten wirtschaftlichen Situation infolge des Energiepreisschocks sowie der Zinswende, ein abgeschwächtes Wachstum erwartet, und damit ein ähnliches Marktgeschehen wie in 2022.

Das Geschäftssegment des Konzerns hat vor dem Hintergrund des zunehmenden Zwanges zur Digitalisierung und der stärkeren Automatisierung von Geschäftsprozessen auch in der Zukunft eine stabile Grundlage.

Bild

Abb. 1: Informations- und Telekommunikationsmarktzahlen (Quelle: Bitkom, EITO, IDC)

Der Arbeitsmarkt zeigte sich 2022 trotz Belastungen stabil und die Zahl der Erwerbstätigen stieg auf einen neuen Höchststand von 45,7 Mio. Dieser Trend des Beschäftigungsaufbaus dürfte auch 2023 anhalten. Das bereits seit dem Jahr 2020 erkennbare, branchenweite Problem der Personalgewinnung und der Herausforderung den Personalbestand zu halten, bleiben weiterhin im Fokus der affinis. Die im Laufe des Jahres 2022 ergriffenen Maßnahmen zur verstärkten Personalgewinnung und -bindung bleiben auch in 2023 ein unternehmerischer Schwerpunkt.

Geschäftsverlauf und Auftragslage

Im Januar 2022 erfolgte die Übernahme von 100% der Anteile der Information Works GmbH, Köln, die ihr Dienstleistungsschwerpunkt im Bereich Business Intelligence hat. Zum Zeitpunkt der Transaktion beschäftigte die Information Works GmbH ca. 29 Mitarbeiter und generierte einen Umsatz von ca. 3,8 Mio. EUR p.a.

Im August 2022 erfolgte die Übernahme von 86,9 % der Anteile der Collogia AG, Köln. Zu dieser die 100%igen Tochtergesellschaften Collogia IT Services GmbH und die Collogia Trianova GmbH gehören. Die Collogia Gruppe hat mit einem ähnlichen Geschäftsmodell Kunden durch IT-Dienstleistungen begleitet. Zum Zeitpunkt der Transaktion beschäftigte die Collogia Gruppe ca. 30 Mitarbeiter und generierte einen Umsatz von ca. 4,5 Mio. EUR p.a.

Infolge der Zusammenschlüsse mit der Information Works GmbH sowie der Cologia Gruppe wurde das Geschäftsjahr 2022 dazu genutzt, die gemeinsamen Unternehmen am Markt neu zu positionieren. Für die Zusammenführung wurden drei Säulen ausgeprägt, die das Zielbild des neu geschaffenen Unternehmens tragen. Die Säule "Technology" bündelt das technologische Know-how in den Bereichen SAP, Microsoft, ServiceNow, Adobe, ADITO und Managed Services. Mit der Säule "Intelligence" wurde der Bereich Business Intelligence abgedeckt, um die affinis-Kunden auf dem Weg zu automatisierten Entscheidungsprozesse zu begleiten. Die Akquisition der Information Works GmbH stärkt diese Säule wesentlich. Abgerundet wurde die strategische Ausrichtung durch die Säule "Smart Services". Kern dieser Säule ist der Aufbau der Service-Plattform "smart us" für intelligente Systeme im Bereich des Real Estate Managements.

Die Zusammenführung der beiden o. a. Gesellschaften und die damit einhergehende kulturelle Integration konnte am Ende des Jahres 2022 erfolgreich umgesetzt werden.

Der Geschäftsverlauf des affinis Konzerns erfolgte planmäßig. D.h. die affinis AG konnte Umsatzerlöse inklusive Bestandsveränderungen in Höhe von 35,8 Mio. EUR realisieren. Das EBITDA, bereinigt um die Aufwände zur Umsetzung der Join-and-Growth-Strategie, beträgt 4,0 Mio. EUR.

Die Kundenstruktur und die Auftragslage haben sich im Jahr 2022 gut und stabil entwickelt. Die Kunden des Konzerns sind große Unternehmen sowie namhafte Mittelstandsunternehmen der genannten Zielbranchen und somit in etablierten Märkten engagiert.

Ergebnisentwicklung und Ertragslage

Umsatzentwicklung

Die ausgewiesene Gesamtleistung von 35,785 Mio. EUR repräsentiert den Umsatz des Konzerns zuzüglich der Bestandsveränderung.

Dabei verteilten sich die Umsatzerlöse nach Erlösarten wie folgt:

in TEUR Umsatz Anteil an Gesamtumsatz
Projektgeschäft 14.207 40,08%
Servicegeschäft (BPO) 3.042 8,33%
Wartungsgeschäft 1.897 4,74%
Lizenzgeschäft 1.074 2,91%
IT-Betriebsdienstleistungen 15.566 43,95%
Gesamtumsatz 35.785 100,00%

Die wiederkehrenden Umsatzerlöse aus service-orientierten Geschäftsmodellen betragen damit ca. 60% der gesamten Umsatzerlöse des Jahres 2022:

in TEUR Umsatz Anteil an Gesamtumsatz
Projektgeschäft 14.207 39,70%
erw. Managed Services 21.578 60,30%
Gesamtumsatz 23.274 100,00%

Geschäftsergebnis

Das operative Ergebnis ist durch die Aufwände, der zur Umsetzung der "Join-and-Growth" Strategie geprägt; diese belaufen sich auf 0,4 Mio. EUR. Vor Bereinigung dieser Aufwände wurde ein EBITDA von 3,6 Mio. EUR erzielt; dieses entspricht einer EBITDA-Marge von 10,1 %. Die EBITDA-Marge beläuft sich auf 11,1 %. Der Forecast-Wert des EBITDA wurde um knapp 2,0 % verfehlt.

Es wurde ein Konzernperiodenüberschuss in Höhe von ca. 1,0 Mio. EUR erwirtschaftet.

Finanzierung, Investitionen und Vermögenslage

Investitionen

Durch die Akquisitionen der Information Works GmbH sowie der Collogia AG entstand ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von ursprünglich 6,010 Mio. EUR. Die wesentlichen weiteren Investitionen wurden in Personalbeschaffung sowie Weiterbildung der Mitarbeiter getätigt und betrugen konsolidiert ca. 0,6 Mio. EUR. Ersatzinvestitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden in Höhe von ca. 0,1 Mio. EUR vorgenommen.

Vermögen

Das Gesamtvermögen des Konzerns beläuft sich zum Bilanzstichtag unter Bezugnahme auf den Anteilserwerbe der Information Works GmbH sowie der Collogia AG auf ca. 26,5 Mio. EUR zum 31. Dezember 2022.

Die buchhalterische Eigenkapitalquote beträgt zum Jahresende 2022 unter Berücksichtigung des eingeworbenen Mezzanine-Kapitals 33 %.

Die Höhe des Mezzaninekapitals betrug zum Stichtag 4,0 Mio. EUR.

Finanzierung

Die affinis AG finanziert ihr laufendes Geschäft durch thesaurierte Gewinne und laufendes Working Capital. Zusätzlich wurden zur Finanzierung der Übernahmenktionen der Information Works GmbH sowie der Collogia Gruppe im Geschäftsjahr 2022 Bankenfinanzierungen in Höhe von 4,5 Mio. EUR in Anspruch genommen.

Vor dem Hintergrund der Geschäftsstrategie zur Umsetzung der "Join-and-Growth" Strategie und der gegebenen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sieht der Vorstand die laufende Überwachung der Liquidität als eine seiner Kernaufgaben an.

Die liquiden Mittel betrugen zum 31. Dezember 2022 ca. 1,8 Mio. EUR. Der Vorstand geht für die Zukunft von einer weiterhin soliden Finanzlage aus.

Das Working Capital (kurzfristige Vermögenswerte abzgl. kurzfristige Schulden) betrug zum 31. Dezember 2022 - 0,4 Mio. EUR.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von ca. 3,48 Mio. EUR betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (Sondervergütungen und Urlaubsrückstellungen).

Personalentwicklung

Der Personalbestand ist durch die Zusammenführung der Personalbestände der affinis AG und ihrer Tochtergesellschaften geprägt. Konzernweit wurden zum Jahresende 270 Mitarbeiter beschäftigt.

Eine der wesentlichen Herausforderungen im Rahmen der Zusammenführung der Unternehmungen war die kulturelle Integration der Mitarbeitenden. Eine erhöhte Fluktuation hat bei der Mitarbeiterintegration nicht stattgefunden.

Neben den Maßnahmen zur Gewinnung neuer Mitarbeiter wurden die bestehenden Bindungsinstrumente auf den Prüfstand gestellt. Rollen und Entwicklungspfade wurden neu konzipiert, ein vereinheitlichtes Vergütungsmodell eingeführt. Formate zur Mitarbeiterintegration wie z.B. Mystery Dates, After Works und Company Calls wurden ein- und durchgeführt.

Chancen- und Risikoberichterstattung

Das Risikomanagement der affinis hat das Ziel, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen.

Die Risikomanagementziele und -methoden sind der Gesellschaftsgröße, der flachen Hierarchiestruktur, der Mitarbeiteranzahl und dem Tätigkeitsfeld entsprechend ausgeprägt.

Die affinis AG verfügt über angemessene Planungs- und Kontrollinstrumente. Diese unterstützen den Vorstand dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Die affinis AG verfügt über angemessene Planungs- und Kontrollinstrumente. Diese unterstützen den Vorstand dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Zur Überwachung und Steuerung der wesentlichen Risiken wird ein Risikomanagementsystem genutzt. Dadurch werden die Risiken in festgelegten Zeitabständen analysiert und relevante Abweichungen in der Risikoposition dem Vorstand gemeldet.

Der Vorstand geht insgesamt davon aus, dass die Risiken für die Gesellschaft handhabbar sind. Der Umgang mit diesen Risiken wird strategisch als Chance aufgefasst, die ergriffen werden soll.

Prognosebericht

Die affinis AG bewegt sich mit ihren angebotenen Leistungen weiterhin in einem Wachstumsmarkt. Die führenden Ökonomen schätzen die weiteren Aussichten zu Beginn des Jahres 2023 aufgrund der bislang robusten Entwicklung positiver ein als noch im Herbst 2022. So geht die Bundesregierung für das laufende Jahr zwar von einer weiteren Abkühlung infolge des Energiepreisschocks und der Zinswende aus, rechnet in Summe aber nicht mehr mit einer schwereren Rezession. Die Kundenclientel, mit ihren Schwerpunkten in den Branchen Versicherungen / Finanzdienstleister, Energiewirtschaft (hier im engeren Sinne die Netzbetreiber) und Kunden aus dem Segment des Real Estate Managements sind bislang von wirtschaftlichen Eintrübungen verschont geblieben.

Als Konzern, der sich gruppenweit auf die Beratung von Großkunden und mittelständischen Unternehmen mit dem Fokus auf die Softwarelösungen SAP, Microsoft, ServiceNow, Adobe und ADITO sowie Managed Services konzentriert, kann affinis ein breites Spektrum an Digitalisierungsleistungen anbieten. Die affinis versteht sich als Problemlöser und Ansprechpartner in der Implementierung digitaler Prozesslösungen mit diesen Standardsoftwareprodukten. Standardisierung und Prozessoptimierung sind wesentlicher Bestandteil der digitalen Strategie der affinis-Kunden. Bis 2026 soll das Leistungsspektrum auf das Schaffen intelligenter Systeme und Prozesse beim Kunden ausgebaut werden, um für die Kunden zusätzliche Mehrwerte im Rahmen der Digitalisierung zu schaffen.

Risiken, die den Fortbestand der affinis gefährden können, sind derzeit nicht ersichtlich.

Investitionen

Wesentliche direkte Investitionen in das immaterielle und materielle Anlagevermögen sind nicht geplant und auch nicht notwendig. Die Investitionen betreffen vor allem die Umsetzung der "Join-and-Growth" Strategie und auch die Investition in Talente und Mitarbeiter.

Wettbewerber

Der für die affinis relevante Markt für Beratung in der Implementierung und Anwendung von Standardsoftware zeichnet sich deutschlandweit durch eine hohe Anzahl untereinander im Wettbewerb stehender Anbieter aus. Neben einigen großen und auch überregional agierenden gibt es eine Vielzahl kleinerer Unternehmen, die sich regional abgrenzen oder sich auf bestimmte Zielgruppen und Technologien spezialisiert haben. Die affinis AG forciert durch eine konzentrierte "Join-and-Growth" Strategie die Erweiterung der Beratungskapazitäten und - kompetenzen in dem Marktsegment.

Unternehmensprognose

Der affinis Konzern trotzt durch Flexibilisierung der Arbeitswelten der unterschiedlichen Krisenherde im Jahr 2022. Gründe sind die flexible Anpassung des Managements an die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen, die Motivation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter und der sich als krisenfest herausstellende Dienstleistungsmix.

Insbesondere das Kundenverhältnis der affinis AG haben sich als krisenfest herausgestellt.

Das Management sieht die affinis Gruppe, im Rahmen der erwarteten Aufhellung der aktuellen makroökonomischen Rahmenbedingungen, weiterhin mittel- und langfristig gut aufgestellt.

Die wesentlichen Wachstumstreiber wie Standardisierung, Reglementierung in speziellen Branchen und Digitalisierung auch auf Prozessebene werden weiter an Bedeutung gewinnen.

Die auf überdurchschnittlich Wachstum ausgerichtete Personalpolitik wird weiterverfolgt. Die Planung sieht für 2023 weiter steigende Konzernumsätze auf ca. 44,0 Mio. EUR vor. Der Prognosewert 2023 für das Konzern-EBITDA beträgt ca. 4,6 Mio. EUR mit einer EBIT-Marge von ca. 10%.

Der Vorstand hält die Prognose nach dem heutigen Stand der Informationen ambitioniert aber absolut realistisch.

Neben der weiteren Fokussierung auf zukunftsfähige Kundenprodukte und -potenziale wird durch die konsequente Verfolgung der "Join-and-Growth" Strategie das mittelfristige Wachstumsziel realistisch.

Sonstige Angaben

Forschung und Entwicklung

Die affinis betreibt keine Forschung oder Entwicklung.

 

Bremen, den 31. März 2023

Heiko Harms

Lars Schneider

Dr. Norbert Warnken

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 353.587,00 532.253,14
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.500.000,00 9.484.122,32
14.853.587,00 10.016.375,46
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 14.198,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 322.779,66 261.774,53
322.779,66 275.972,53
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 55.064,35
0,00 55.064,35
15.176.366,66 10.347.412,34
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Arbeiten 1.682.912,04 582.535,35
2. Waren 35.977,20 0,00
1.718.889,24 582.535,35
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -986.242,35 -419.227,27
732.646,89 163.308,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.016.280,88 3.454.343,31
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.610.549,45 586.343,74
8.626.830,33 4.040.687,05
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks 1.776.109,59 1.462.190,28
11.135.586,81 5.666.185,41
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 182.837,45 10.845,89
26.494.790,92 16.024.443,64

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Grundkapital 835.000,00 820.000,00
II. Kapitalrücklage 1.318.350,00 0,00
III. Gewinnrücklage
1. Gesetzliche Rücklage 83.500,00 64.373,65
2. Andere Gewinnrücklagen 2.300.000,00 0,00
2.383.500,00 64.373,65
IV. Konzernbilanzgewinn 47.741,31 1.370.469,85
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.149.519,74 0,00
2. Steuerrückstellungen 1.171.850,27 793.783,07
3. Sonstige Rückstellungen 2.332.923,03 1.283.264,36
4.654.293,04 2.077.047,43
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.004.442,45 3.577.282,96
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.153.553,20 756.499,31
3. Verbindlichkeiten Mezzanine Finanzierung 3.970.000,00 3.962.444,44
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.874.510,60 3.227.017,79
davon aus Steuern TEUR 1.794 (Vj.: TEUR 807)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 46 (Vj.: TEUR 24)
17.002.506,25 11.523.244,50
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 59.627,40 0,00
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 101.887,67 169.308,21
26.494.790,92 16.024.443,64

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 34.684.313,73 23.273.906,07
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.100.376,69 582.535,35
3. Sonstige betriebliche Erträge 106.826,89 416.231,11
35.891.517,31 24.272.672,53
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.198.693,02 -1.234.404,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.650.180,48 -2.058.795,97
-5.848.873,50 -3.293.199,97
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -17.342.463,47 -12.452.775,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.143.259,43 -2.217.240,38
davon für Altersversorgung TEUR 93 (Vj.: TEUR 38)
-20.485.722,90 -14.670.016,10
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.343.597,98 -920.747,60
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.930.840,40 -3.634.088,31
-33.609.034,78 -22.518.051,98
2.282.482,53 1.754.620,55
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34.798,05 4.127,81
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -526.343,54 -457.745,48
-491.545,49 -453.617,67
1.790.937,04 1.301.002,88
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -827.103,32 -730.098,75
davon Aufwendungen aus latenten Steuern TEUR 0 (Vj.: TEUR 58)
davon Erträge aus latenten Steuern TEUR 57 (Vj.: TEUR 0)
11. Ergebnis nach Steuern 963.833,72 570.904,13
12. Sonstige Steuern -363,39 -18.913,08
13. Konzernjahresüberschuss inkl. Anteile Dritter 963.470,33 551.991,05
14. Anderen Gesellschaftern zustehender Anteil am Konzernjahresüberschuss 32.927,48 0,00
15. Konzernjahresüberschuss ohne Anteile Dritter 996.397,81 551.991,05
16. Gewinnvortrag 1.370.469,85 882.852,45
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage -19.126,35 -64.373,65
b) in andere Gewinnrücklagen -2.300.000,00 0,00
18. Konzernbilanzgewinn 47.741,31 1.370.469,85

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Hinweise

Die affinis AG (nachfolgend auch "affinis" oder "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Bremen und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Bremen unter der Nr. HRB 36910 HB eingetragen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 erfolgte die vollständige Übernahme der affinis solutions GmbH (vormals PTSGroup AG). Im gleichen Jahr wurde ein unbefristeter Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. Dezember 2021 mit der affinis AG, Bremen, abgeschlossen. Die Eintragungen im Handelsregister erfolgten am 15. November 2021.

Durch Geschäftsanteilseinbringungsvertrag vom 14. Dezember 2021 wurde die Information Works GmbH im Rahmen einer gemischten Sacheinlage durch Einbringung gegen Ausgabe von Aktien an der affinis AG und einer Zusatzvergütung sowie einer Wertgarantie in die affinis AG eingebracht. Der Vollzug erfolgte zum 17. März 2022. Im gleichen Jahr wurde ein unbefristeter Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2021 mit der affinis AG, Bremen abgeschlossen. Die Eintragungen im Handelsregister erfolgte am 24. Mai 2022.

Mit Aktienkauf- und Übertragungsvertrag vom 12. August 2022 hat die affinis AG im Rahmen einer weiteren Akquise 86,09% der Namensstückaktien an der Collogia AG, Köln, erworben. Durch den Erwerb hält die Gesellschaft mittelbar auch Anteile an der Collogia IT Services GmbH, Köln, und an der Collogia Trianova GmbH, Köln. Die Collogia Trianova GmbH ist mit Verschmelzungsvertrag vom 7. März 2023 auf die Collogia IT Services GmbH verschmolzen.

Die affinis AG stellt für den größten und den kleinsten Kreis einen Konzernabschluss auf. Bei dem vorliegenden Konzernabschluss handelt es sich um einen freiwilligen Abschluss, da die Größenkriterien gemäß § 293 Abs. 1 HGB unterschritten wurden.

Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht erfolgte nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernrechnungslegung.

Befreiungsregelungen hinsichtlich Ansatz-, Bewertungs- oder Konsolidierungswahlrechten wurden zum Teil in Anspruch genommen. Ausweiswahlrechte wurden weitgehend zugunsten des Konzernanhanges ausgeübt.

Der Konzernabschluss hat hinsichtlich der Pflicht zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung von Jahresabschluss und Lagebericht für die Tochterunternehmen affinis solutions GmbH (vormals PTSGroup AG), Bremen, und Information Works GmbH, Köln, befreiende Wirkung nach § 264 Absatz 3 HGB.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Darstellung der Absetzung der auf Bestellungen erhaltenen Anzahlungen von dem Posten Vorräte wurde entsprechend dem Wortlaut des Gesetzes und der üblichen Bilanzierungsweise vorgenommen.

II. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die affinis AG, Bremen, sowie fünf inländische Tochterunternehmen.

Folgende Tochterunternehmen werden zum 31. Dezember 2022 in den Konzernabschluss einbezogen:

Name Sitz Beteiligung
in %
affinis solutions GmbH Bremen 100,00
Information Works GmbH Köln 100,00
Collogia AG Köln 86,09
Collogia IT Services GmbH * Köln 86,09
Collogia Trianova GmbH * Köln 86,09

* mittelbar gehalten über die Collogia AG

III. Angaben zu den Konsolidierungsgrundsätzen

Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung auf den 1. Januar 2021 vorgenommen und fortgeführt.

Bei der Kaufpreisallokation gem. § 301 HGB wurden im Zusammenhang mit den Firmenkäufen in 2021 und 2022 stille Reserven identifiziert, die zu fortgeführten Buchwerten eines Geschäfts- oder Firmenwerts (14,5 Mio. EUR) aktiviert sind. Die planmäßigen Abschreibungen belaufen sich seit 2021 auf insgesamt ca. 1,7 Mio. EUR.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Zwischenergebnisse bestehen nicht. Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen führten weder zu aktivisch noch passivisch zu bilanzierenden steuerlichen Latenzen.

IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der affinis AG einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; Vermögensgegenstände höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.

Die Bilanz ist gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB gegliedert. Das Gliederungsschema gemäß § 266 HGB wurde aufgrund der wesentlichen Bedeutung um den Posten "Verbindlichkeiten Mezzanine Finanzierung" ergänzt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sach- und Finanzanlagen wurden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen nahmen wir ausschließlich linear vor.

Die unfertigen Leistungen werden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit den anteiligen Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert.

Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgte zum Nennwert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Stichtag gebildet, die Aufwand für eine gewisse Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Abzinsungen auf den Bilanzstichtag vorgenommen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Einnahmen vor dem Stichtag gebildet, die Erträge für eine gewisse Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Angaben zur Währungsumrechnung gem. § 308a HGB

Da alle einbezogenen Jahresabschlüsse in Euro aufgestellt wurden, erfolgt keine Währungsumrechnung gem. § 308a HGB. Ebenso ergaben sich in den Einzelabschlüssen keine Aufwendungen oder Erträge aus § 256 a HGB.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt im Wesentlichen der Ausweis eines Geschäfts- oder Firmenwertes (TEUR 14,500) aus dem Erwerb der affinis solutions GmbH (vormals PTSGroup AG) in 2021 sowie den Erwerben der Information Works GmbH und der Collogia AG Gruppe in 2022.

Bei der Bemessung der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde eine Nutzungsdauer von ca. 15 Jahren unterstellt. Die Nutzungsdauer orientiert sich an der geschätzten durchschnittlichen Kundenbindung und den daraus resultierenden Erträgen.

Das Sachanlagevermögen beinhaltet den Ausweis der Betriebs- und Geschäftsausstattung, die zu großen Teilen im Rahmen planmäßiger linearer Abschreibung abgewertet sind.

Bei dem Finanzanlagevermögen handelt es sich im Vorjahr um Anschaffungsnebenkosten für den Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen mit Wirkung zum neuen Geschäftsjahr.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in Anlage 4 als Bestandteil des Anhangs dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Im Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Stichtag im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche, Kautionen und Mitarbeiterdarlehen ausgewiesen. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Grundkapital und ist vollständig eingezahlt. Das Grundkapital ist zum Stichtag in 835.000 auf den Inhaber lautende (vinkulierte), nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital à EUR 1,00 eingeteilt. Bei allen Aktien handelt es sich um Stammaktien mit je einem Stimmrecht.

Im Rahmen der Einbringung der Anteile an der Information Works GmbH gegen Ausgabe neuer Aktien erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals um 15.000 Stück mit Zuführung des überschießenden Anteils in die Kapitalrücklage.

Die Entwicklung des Konzernbilanzgewinns im Jahr 2022 ergibt sich nachfolgend:

2022
TEUR
2021
TEUR
Konzernjahresüberschuss ohne Ergebnis Dritter 996 552
Gewinnvortrag 1.371 883
Zuführung zur gesetzlichen Rücklage -19 -64
Zuführung zu anderen Gewinnrücklagen -2.300 0
Konzernbilanzgewinn 48 1.371

Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der aktive Unterschiedsbetrag aus Vermögensrechnung und die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden bei der affinis solutions GmbH mit dem Erfüllungsbetrag in Höhe des Zeitwerts angesetzt, da sich die zugesagten Leistungen ausschließlich aus den Leistungen der zu Grunde liegenden Rückdeckungsversicherungen ergeben. Der Zeitwert des zu verrechnenden Vermögens aus der Rückdeckungsverpflichtung und damit auch der Erfüllungsbetrag der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt zum Stichtag TEUR 744, sodass eine Saldierung auf TEUR 0 erfolgt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (Sondervergütungen und Urlaubsrückstellungen).

Verbindlichkeiten

Die jeweiligen Restlaufzeiten sind aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:

Gesamt
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr
TEUR
davon mehr als 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.004,4 1.000,0 7.004,4 1.200,00
(Vorjahr) (3.577,3) (1.027,3) (2.550,0) (150,0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.153,7 1.153,7 - -
(Vorjahr) (756,5) (756,5)
Verbindlichkeiten 3.970,0 0,0 3.970,0 3.970,00
Mezzanine Finanzierung
(Vorjahr) (3.962,4) (212,4) (3.750,0) (3.750,0)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.874,4 2.939,3 935,1 -
(Vorjahr) (3.227,0) (1.658,7) (1.568,3) (0,0)
17.002,5 5.093,0 11.909,5 5.170,0
(11.523,2) (3.654,9) (7.868,3) (3.900)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch konzernweite Forderungsabtretungen und Bürgschaften durch das Tochterunternehmen besichert.

Latente Steuern

Steuerliche Latenzen ergeben sich aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen immaterieller Vermögensgegenstände. Die Bewertung der steuerlichen Latenzen im Konzernabschluss erfolgte mit einem bereinigten Steuersatz von 31,925 %. Bei der im Konzernabschluss ausgewiesenen Steuerquote ist zu berücksichtigen, dass sich die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und die Bildung der passiven latenten Steuern steuerlich nicht auswirken. Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern i. H. v. TEUR 67 (i.V. TEUR 58 Aufwand aus der Einstellung) angefallen.

Haftungsverhältnisse zugunsten Dritter

Haftungsverhältnisse für Verpflichtungen aus der Gewährung von Bürgschaften oder über das geschäftsübliche hinaus gegebene Zusagen im Rahmen von Gewährleistungsverträgen oder Bestellungen von Sicherheiten für Dritte bestanden nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen Miet- und Leasingverträge über die unkündbare Vertragslaufzeit von insgesamt TEUR 2.578.

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzverteilung

in TEUR Umsatz * Anteil
in %
Umsatz * Anteil
in %
Projektgeschäft 14.207 40% 9.240 39%
Servicegeschäft (BPO) 3.042 9% 1.978 8%
Wartungsgeschäft 1.897 5% 1.233 5%
Lizenzgeschäft 1073,55 3% 699 3%
IT-Betriebsdienstleistungen 15.566 44% 10.706 45%
Gesamtleistung 35.785 100% 23.856 100%

* Umsätze inklusive Bestandsveränderung

Die Umsätze wurden hauptsächlich im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und darüber hinaus geringfügige periodenfremden Erträge, Versicherungsentschädigungen, Boni und AAG Erstattungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten für Hard- und Software, Kraftfahrzeugkosten, Raumkosten, Rechts- und Beratungskosten sowie sonstige Personalkosten für die Weiterbildung und Personalbeschaffung.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Steuern auf das laufende Ergebnis (TEUR 941) und gegenläufige Erträge aus latenten Steuern (TEUR 67).

VII. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Mitarbeiter Anzahl
Angestellte 272
Azubis / Praktikanten 29
Aushilfen 4
Summe: 304

Prüferhonorar

Das im Geschäftsjahr aufwandswirksam erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 45 und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgten stets zu Bedingungen wie mit Dritten.

Vorstand

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Heiko Harms, Hamburg, (Sprecher des Vorstandes)

Herr Dr. Norbert Warnken, Weyhe,

Herr Heiko Droese, Grefrath, (bis zum 31. Dezember 2022)

Herr Lars Schneider, München

Herr Heiko Harms ist alleinvertretungsberechtigt. Die übrigen Vorstandsmitglieder sind jeweils mit einem weiteren Vorstandsmitglied in Gemeinschaft zur Vertretung berechtigt.

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betragen für das Geschäftsjahr 2022 TEUR 1.143.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Jochen James Fischer, Hamburg, Unternehmer, (Vorsitzender)

Herr Christian Hillermann, Hamburg, Unternehmer, (stellv. Vorsitzender)

Herr Prof. Dr. Olaf Arlinghaus, Münster, Universitätsprofessor

Gewährte Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat

Die gewährten Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betragen für das Geschäftsjahr 2022 TEUR 62.

Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats sowie Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Vorstands oder Aufsichtsrats

Vorschüsse und Kredite wurden nicht gewährt.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, neben der Einstellung des notwendigen Betrages von TEUR 19 in die gesetzliche Rücklage einen weiteren Betrag von TEUR 2.300 in eine freie Gewinnrücklage nach § 272 Abs. 3 HGB zu Lasten des Bilanzgewinnes einzustellen. Der nach Einstellung in die Rücklagen verbleibende Bilanzgewinn im Jahresabschluss der affinis AG von TEUR 1.602 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Nach Abschluss des Geschäftsjahres erfolgte der Erwerb von weiteren 10,7% der Anteile an der Collogia AG, Köln. Die Übernahme der restlichen Anteile ist für das 1. Halbjahr 2023 geplant.

Des Weiteren bereitet die Gesellschaft die Übernahme von 74,9% an der Enerhym GmbH, Brackel, inklusive deren Töchter in Ungarn und in Portugal konkret vor.

Weitere wesentliche Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag ergaben sich nicht.

 

Bremen, den 31. März 2023

Heiko Harms

Lars Schneider

Dr. Norbert Warnken

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022
EUR
Konzernkreisänderungen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 899.130,00 201.874,33 44.550,00 394.300,58 751.253,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.161.559,63 0,00 6.010.406,67 0,00 16.171.966,30
11.060.689,63 201.874,33 6.054.956,67 394.300,58 16.923.220,05
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 27.562,40 0,00 0,00 0,00 27.562,40
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.573.287,70 644.454,01 224.922,55 687.195,83 1.755.468,43
1.600.850,10 644.454,01 224.922,55 687.195,83 1.783.030,83
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 55.064,35 0,00 0,00 55.064,35 0,00
55.064,35 0,00 0,00 55.064,35 0,00
12.716.604,08 846.328,34 6.279.879,22 1.136.560,76 18.706.250,88
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022
EUR
Konzernkreisänderungen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 366.876,86 199.771,51 109.308,96 278.290,58 397.666,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 677.437,31 0,00 994.528,99 0,00 1.671.966,30
1.044.314,17 199.771,51 1.103.837,95 278.290,58 2.069.633,05
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.364,40 0,00 2.544,00 0,00 15.908,40
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.311.513,17 581.607,39 237.216,03 685.993,82 1.444.342,77
1.324.877,57 581.607,39 239.760,03 685.993,82 1.460.251,17
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.369.191,74 781.378,90 1.343.597,98 964.284,40 3.529.884,22
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 353.587,00 532.253,14
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.500.000,00 9.484.122,32
14.853.587,00 10.016.375,46
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 11.654,00 14.198,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 311.125,66 261.774,53
322.779,66 275.972,53
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 55.064,35
0,00 55.064,35
15.176.366,66 10.347.412,34

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Jahr 2022

2022
EUR
2021
EUR
Konzernjahresüberschuss 996.397,81 551.991,05
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.343.597,98 920.747,60
Cashflow I (Brutto) 2.339.995,79 1.472.738,65
+/- Zu-/Abnahme der Rückstellungen 182.525,63 -189.431,75
-/+ Zu-/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -5.349.418,76 -62.588,10
+/- Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.422.535,01 135.805,98
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 491.545,49 453.617,67
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 827.103,32 730.098,75
-/+ Ertragsteuerzahlungen -532.730,66 -104.185,00
- nicht zahlungsmittelwirksame Veränderungen im Eigenkapital 91.885,25 0,00
I. Mittelzufluss/-abfluss aus lfd. Geschäftstätigkeit 473.441,07 2.436.056,20
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -44.550,00 -260.817,36
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -289.871,99 -120.669,23
+ Einzahlungen aus dem Abgang von Anlagevermögen 172.276,36 -55.063,35
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,00 -55.063,35
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsoliderungskreis -4.229.000,00 -12.048.650,00
II. Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit -4.391.145,63 -12.485.199,94
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Betriebsmittelkrediten 5.636.110,88 3.500.000,00
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzierungsverpflichtungen -1.131.668,43 0,00
+ Einzahlungen aus Mezzanine Finanzierung 7.555,56 3.962.444,44
-/+ gezahlte Zinsen/erstattete Zinsen -491.545,49 -453.617,67
III. Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 4.020.452,52 7.008.826,77
zahlungswirksame Änderung des Finanzmittelfonds 102.747,96 -3.040.316,97
+ Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 288.454,31 2.650.663,69
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.384.907,32 1.774.560,60
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.776.109,59 1.384.907,32
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds: 31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Kasse 0,00 21,60
Guthaben bei Kreditinstituten 1.776.109,59 1.462.168,68
Kontokorrenverbindlichkeiten 0,00 -77.282,96
1.776.109,59 1.384.907,32

Erläuterung nach DRS 21:

Die Kapitalflusrechnung wurde nach dem Gliederungsschema des DRS 21 gegliedert.

Der Finanzmittelfonds setzt sich ausschließlich aus Bankguthaben und Kassenbestände abzüglich von Kontokorrentverbindlichkeiten zusammen.

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Grundkapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Gewinnrücklagen
EUR
Konzernbilanzgewinn der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
EUR
Summe
EUR
01.01.2021 820.000,00 0,00 0,00 882.852,45 1.702.852,45
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 64.373,65 -64.373,65 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 551.991,05 551.991,05
31.12.2021 820.000,00 0,00 64.373,65 1.370.469,85 2.254.843,50
Kapitalerhöhung 15.000,00 1.318.350,00 0,00 0,00 1.333.350,00
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 2.319.126,35 -2.319.126,35 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 996.397,81 996.397,81
31.12.2022 835.000,00 1.318.350,00 2.383.500,00 47.741,31 4.584.591,31
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Summe Summe
Gewinne/Verluste
EUR EUR EUR EUR
01.01.2021 0,00 0,00 0,00 1.702.852,45
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 551.991,05
31.12.2021 0,00 0,00 0,00 2.254.843,50
Kapitalerhöhung 0,00 0,00 0,00 1.333.350,00
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 124.812,73 0,00 124.812,73 124.812,73
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 -32.927,48 -32.927,48 963.470,33
31.12.2022 124.812,73 -32.927,48 91.885,25 4.676.476,56

Zum 31.12.2022 stehen TEUR 1.602 (Vj.: TEUR 2.170) zur Ausschüttung an die Gesellschafter des Mutterunternehmens zur Verfügung.

Beim Mutterunternehmen besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 0).

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die affinis AG, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der affinis AG, Bremen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der affinis AG, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, den 5. Mai 2023

Clauß Paal & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Michael Benkhoff, Wirtschaftsprüfer

Stefan Evers, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach dem Gesetz und nach der Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2022 ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und überwacht. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in sämtliche grundlegende Unternehmensentscheidungen eingebunden und stets zeitnah über aktuelle Entwicklungen informiert. In schriftlicher und mündlicher Form wurde der Aufsichtsrat insbesondere über sämtliche für die Gesellschaft relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsführung sowie der Risikolage und -entwicklung unterrichtet. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten jederzeit nachgekommen. Neben den turnusmäßigen und außerordentlichen Sitzungen als Präsenz-, Online- oder Hybrid-Sitzung berichtete der Vorstand zudem regelmäßig über die aktuelle wirtschaftliche Lage, gab einen Ausblick auf den jeweiligen Rest des laufenden Geschäftsjahres und zog Vergleiche mit vorangegangenen Berichtsperioden, sodass jederzeit aktuelle Informationen vorlagen. Rückfragen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Bedarfsfall auch außerhalb der Sitzungen vom Vorstand zeitnah und umfassend beantwortet. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die Entwicklung der Gesellschaft in Form von schriftlichen Quartalsberichten. Zu den Beschlussvorschlägen des Vorstandes hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorgaben seine Entscheidungen in den Aufsichtsratssitzungen abgegeben. Zudem gab es weitere Entscheidungen des Aufsichtsrates im schriftlichen Umlaufverfahren.

Im Geschäftsjahr 2022 haben vier Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Damit hat der Aufsichtsrat die aktienrechtlichen Vorgaben in Hinblick auf den Turnus von Aufsichtsratssitzungen erfüllt. Der Aufsichtsrat tagte am 3. Februar, 6. Mai, 18. August, und am 14. November. Unverändert waren die drei Mitglieder des Aufsichtsrates, Professor Dr. Olaf Arlinghaus, Christian Hillermann als stellvertretender Vorsitzender und Jochen James Fischer als Vorsitzender. Aufgrund der geringen Mitgliederzahl des Aufsichtsrates (drei Personen) wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Der vom Vorstand vorgelegte Lagebericht und Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde von der CPP Wirtschaftsprüfungs- & Steuerberatungsgesellschaft, Münster, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer, Herr WP/StB Stefan Evers, hat über die Prüfung mündlich berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Inhaltlich stimmen die vom Vorstand im Lagebericht getroffenen Einschätzungen mit den unterjährigen Berichten an den Aufsichtsrat überein. Nach Prüfung des Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn-und-Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht) hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung zugestimmt und den Jahresabschluss gebilligt.

Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Aufsichtsrat und Vorstand stehen in engem Kontakt, um in einer Form der konstruktiven Zusammenarbeit die affinis Gruppe erfolgreich weiterzuentwickeln. Operative und strategische Anpassungen werden jeweils vorgelegt und eingehend zwischen Vorstand und Aufsichtsrat erörtert.

Das abgelaufene Geschäftsjahr war gekennzeichnet von verschiedensten Herausforderungen, vor denen auch zahlreiche andere Unternehmen standen. Der Konflikt in der Ukraine und die Engpässe in den Lieferketten stellten unerwartete Hindernisse dar.

Die weltweite Inflation sorgte zudem für Unsicherheit. Trotz dieser Umstände hat die Gesellschaft erfolgreich an ihren Plänen zur Unternehmensweiterentwicklung festgehalten.

Die bedeutendsten Veränderungen des Jahres waren die Integrationen der INFORMATION WORKS GmbH und der Collogia AG. Beide Unternehmen ergänzen die affinis nicht nur auf persönlicher Ebene, sondern tragen auch dazu bei, das Leistungsportfolio zu erweitern und die Marktposition der affinis Gruppe zu stärken. Bereits jetzt zeigt sich, dass durch diese Fusionen und die Verfolgung der "Join-and-Growth"-Strategie die Position der affinis Gruppe am Markt weiter ausgebaut werden konnte.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der affinis AG sowie allen Geschäftspartnern der Gesellschaft für die hervorragende Arbeit, Beratung, Unterstützung sowie für die gute und vor allem vertrauensvolle Zusammenarbeit unter verschiedensten herausfordernden Rahmenbedingungen im Berichtsjahr 2022!

 

Bremen, im Mai 2023

gez. Jochen James Fischer, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Sonstiger Berichtsteil

Der Konzernabschluss wurde am 23. Mai 2023 gebilligt.

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