MEGWARE Computer Vertrieb und Service GmbHChemnitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024GeschäftsmodellDie MEGWARE Computer Vertrieb und Service GmbH ist ein Anbieter von IT-Lösungen für wissenschaftliche, technische und auf den Bildungssektor zugeschnittene Anwendungen. Schwerpunkte des Lösungsportfolios stellen hierbei das High-Performance Computing (HPC), Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) sowie Lösungen für die Digitalisierung im Bildungswesen dar. Zu unseren Kunden zählen Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen aus ganz Europa sowie Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in der Industrie, sofern diese in besonderem Maße Rechen- oder Speicherleistung benötigen. Darüber hinaus unterstützen wir vor allem regional Schulen und Bildungseinrichtungen öffentlicher und privater Träger bei der Digitalisierung, zum Beispiel durch die Installation digitaler Tafelsysteme. Ziel unserer Arbeit ist es, mit einem großen Kompetenzportfolio, kundennah immer exakt auf den Anwendungsbereich der Kunden abgestimmte Lösungen zu bieten. Hierfür stehen wir in engem Austausch mit einer Vielzahl von namhaften, internationalen Technologiepartnern, deren Produkte als Bausteine unserer Lösungen dienen. Durch eigene Entwicklungskompetenz in Hard- und Software können wir dabei die Produkte unserer Partner zusätzlich veredeln, Alleinstellungsmerkmale schaffen und unsere Lösungen noch besser an die Bedürfnisse unserer Kunden anpassen. Zur Sicherstellung und kontinuierlichen Verbesserung der Qualität und Umweltleistung sind alle unsere betrieblichen Prozesse nach DIN ISO 9001:2015 und DIN ISO 14001:2015 zertifiziert. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenMit einem erneuten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes der Bundesrepublik Deutschland (-0,2 % im Jahr 2024, -0,3 % im Jahr 2023) zeigt sich, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin unter dem Druck der globalen Krisen und deren Auswirkungen steht. Dabei fällt auch auf, dass die Industrie in der Bundesrepublik nicht an den geringfügig positiveren Trend anderer Staaten in Europa bzw. des Euroraumes anknüpfen kann. Ursächlich sind hierbei unter anderem geringe private Investitionen sowie die Absatzkrisen in bundesdeutschen Schlüsselindustrien wie der Automobilbranche. Auch mehrere Zinssenkungen, welche die Europäische Zentralbank seit Sommer 2024 infolge der sich abschwächenden Inflation vornahm, konnten bislang keine Trendwende für die deutsche Wirtschaft herbeiführen. Erfreulicherweise verläuft die wirtschaftliche Entwicklung in der Informationstechnologie deutlich positiver als in anderen Branchen: Vor allem in dem für uns relevanten Markt für Serversysteme prognostiziert das Marktforschungsunternehmen IDC ein globales Umsatzwachstum von über 65 % für 2024. Dies führt jedoch auch dazu, dass trotz einer deutlichen generellen Entspannung der Lieferketten im Halbleiter- und Elektronikbereich, gerade die vom Wachstum besonders betroffenen Komponenten wie zum Beispiel Computerchips für Anwendungen in der künstlichen Intelligenz weiterhin nur mit langer Lieferzeit zu beziehen sind. GeschäftsverlaufÜbersicht Dem allgemeinen Branchentrend folgend blicken wir auf einen äußert günstigen Geschäftsverlauf im Berichtszeitraum zurück. Zusätzlich zu einem gesunden Mix aus kleineren und mittelgroßen Projekten konnten wir im Geschäftsjahr 2024 zudem einige Leuchtturm-Projekte realisieren. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die Realisierung zweier auf KI-Anwendungen spezialisierter Supercomputer an der TU Dresden sowie an der Universität Erlangen, da wir beide Systeme in Top500-Liste der weltweit schnellsten Supercomputer erfolgreich positionieren konnten: Das auf den Namen „Capella“ getaufte System an der TU Dresden erreichte in der November-Ausgabe der Liste Platz 51 und das System „Helma“ an der Uni Erlangen Platz 79. Darüber hinaus realisierten wir den „Elysium“ genannten Hochleistungsrechner an der Ruhr Universität Bochum. Hierdurch konnte der dortige Standort zum nunmehr neunten Tier-3 Rechenzentrum in Nordrhein-Westfalen aufwertet werden. Erfreulich blicken wir auch auf die Entwicklung in Österreich. Hier wurden wir im Jahr 2023 erstmals in den Rahmenvertrag der Bundesbeschaffung GmbH aufgenommen, was es uns ermöglicht, unser gesamtes Produkt- und Leistungsportfolio den angebundenen Einrichtungen in Österreich unkompliziert zu offerieren. Trotz dieser noch jungen Vereinbarung konnten im Berichtsjahr über diese bereits Umsätze in Höhe von nahezu EUR 3 Mio. realisiert werden. Ebenso hat sich auch 2024 wieder unser Streben nach langfristigen Kundenbeziehungen über Rahmenverträge oder attraktive Nachkaufoptionen ausgezahlt gemacht. So resultieren über 30 % des Vorlaufs für das Geschäftsjahr 2025 aus Rahmenverträgen oder Projekterweiterungen. Für unseren Geschäftsbereich, welcher sich schwerpunktmäßig mit der Digitalisierung von Schulen beschäftigt, mussten wir im Gegensatz zum Geschäft mit Supercomputern im Jahr 2024 eine weitere Konsolidierung in Kauf nehmen. Hier macht sich der ausgelaufene Digitalpakt Schule zwischen Bund und Ländern und die in der Folgende fehlenden Mittel für Digitalisierung an Schulen bemerkbar. Leider konnte aufgrund des vorzeitigen Endes der Legislaturperiode trotz einer grundsätzlichen Einigung zwischen den Parteien eine Neuauflage des Digitalpakts nicht mehr vor der Bundestagswahl umgesetzt werden. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass die neue Bundesregierung zeitnah eine Fortsetzung des Digitalpakts auf den Weg bringen wird. Um uns für das weitere Wachstum unseres Unternehmens auch infrastrukturell gut aufzustellen, haben wir im Jahr 2024 mit den Arbeiten zur Erneuerung unserer Heizungsanlage begonnen. Im Rahmen der Investition lösen wir die bestehende Gasheizung durch eine energieeffiziente Anlage ab, welche sich im Winter aus Rechnerabwärme und Erdwärme speist. Darüber hinaus erlaubt uns die Anlage auch, alle Büroflächen im Sommer energieeffizient zu klimatisieren. Ebenso haben wir im Berichtszeitraum den Auftrag zur Errichtung einer Büroerweiterung innerhalb unseres Warenlagers erteilt, um für weitere Neueinstellungen zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen und unseren Mitarbeitenden, deren Arbeitsplätze sich aktuell in besonders lärmbelasteten Bereichen befinden, bessere Arbeitsbedingungen zur Verfügung zu stellen. Die geschätzte Investitionssumme für die Maßnahmen beträgt rund EUR 1,5 Mio. und stellt somit für uns ein klares Bekenntnis zum Standort Chemnitz dar. Vertrieb und Repräsentanz Da ein großes Verständnis über die Anforderungen unserer Kunden für die erfolgreiche Zusammenarbeit unabdingbar ist, haben wir wie auch in vergangenen Jahren viele Gelegenheiten genutzt, unseren direkten Kontakt zur HPC- und KI-Community zu pflegen. Auf den beiden weltweit größten Veranstaltungen für Hochleistungsrechner, der Internationalen Supercomputing Conference (ISC) 2024 in Hamburg, sowie auf der Supercomputing Conference (SC) 2024 in Atlanta, Georgia waren wir wieder jeweils mit einem eigenen Messestand vertreten. Im Rahmen unserer Mitgliedschaft und als Vorstandsmitglied der European Technology Platform for High Performance Computing (ETP4HPC) sowie als Mitglied im Arbeitskreis High Performance Computing und Quantencomputing des Bitkom leisteten wir auch 2024 wieder einen Beitrag zur Weiterentwicklung des europäischen HPC-Ökosystems. Forschung und Entwicklung Schwerpunkte unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit sind die Weiterentwicklung der ColdCon® Technologie für die energieeffiziente direkte Warmwasserkühlung in HPC-Systemen sowie die Entwicklung von Software-Tools zur Optimierung des Betriebs unserer Hochleistungsrechner. Große Fortschritte hat in diesem Zusammenhang die Arbeit an der bislang noch unveröffentlichten Software xbat (eXtended Benchmarking Automation Tool) gemacht, mit deren Hilfe die Entwickler wissenschaftlicher Anwendungen auf einfache Weise Rückmeldungen über die Leistung und Effizienz ihrer Programme erhalten können, um diese besser auf die vorhandene Rechnerhardware abstimmen zu können. Xbat wird derzeit von ausgewählten Forschungspartnern evaluiert und die Veröffentlichung ist für das erste Halbjahr 2025 geplant. Des Weiteren beteiligen wir uns an einer Reihe von national und EU-geförderten Drittmittel-Forschungsprojekten, da wir auch hier einen engen technologischen Schulterschluss mit unseren Kunden und der HPC-Community im Allgemeinen pflegen können. Diese Projekte reichen von domänenspezifischen Anwendungen (z.B. der HPC-gestützten Simulation von Herzmuskelzellen im Rahmen des Projektes MICROCARD) bis hin zu Technologieprojekten, wie z.B. „Energy-Efficient AI in the Data Center by Approximating DNNs for FPGAs“ (EKI) zur Entwicklung Verbesserung der Energieeffizienz von KI-Anwendungen. Neben dem Schulterschluss mit unseren Kunden und der Weiterentwicklung unserer eigenen Technologien sind für uns vor allem diejenigen Forschungs- und Entwicklungsthemen von Bedeutung, welche der technologischen Souveränität Europas dienen. In diesem Kontext startete im Berichtszeitraum das DARE-Projekt („HPC Digital Autonomy with RISC-V in Europe“). Unter der Leitung des Barcelona Supercomputing Centers ist es das Ziel des mit insgesamt EUR 240 Mio. ausgestatteten Europäischen Forschungskonsortiums, in den kommenden Jahren auf der RISC-V Technologie basierende Prozessoren für HPC- und KI-Anwendungen zu entwickeln. In das DARE-Projekt bringen wir vor allem unsere Expertise im Bereich der Qualitätssicherung in der Hard- und Softwareentwicklung ein. Corporate Social Responsibility Als modernes Unternehmen in einer vom Strukturwandel geprägten Region sind wir uns unserer sozialen Verantwortung in besonderem Maße bewusst. In der Unterstützung von Sport-, Jugend- und Kulturarbeit in der Region sehen wir des Weiteren eine gute Gelegenheit, sowohl gesundheitliche Aspekte als auch unsere eigenen Werte im Hinblick auf Toleranz, Weltoffenheit und Gerechtigkeit adäquat zu fördern. Neben der schon traditionellen Förderung des Chemnitzer Laufvereins (CLV) MEGWARE unterstützen wir im Berichtszeitraum unter anderem wieder den Eishockey-Nachwuchs der ESV 03 Chemnitz mit einer Buspatenschaft, die Nachwuchs-Basketballer der Niners Academy sowie im Zuge wachsender Begeisterung für American Football in Deutschland auch die Chemnitz Crusaders. Um auch innerbetrieblich für unsere Mitarbeitenden weitere Akzente in der Gesundheitsförderung zu setzen, haben wir in Zusammenarbeit mit der AOK Sachsen ein Programm für ein betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert, welches unter anderem wöchentliche, auf die Bedürfnisse unserer Belegschaft abgestimmte Sportkurse vorsieht. Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageMit einem Gesamtumsatz (bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator) von EUR 53,2 Mio. (i. Vj. EUR 44,5 Mio.) konnten wir unsere Prognose vom Jahresbeginn i.H.v. EUR 45,2 Mio. deutlich übertreffen. Ursächlich für dieses Ergebnis waren neben dem großen Projektvorlauf zum Jahresbeginn i.H.v. über EUR 45 Mio. der erfolgreiche Abschluss der Leuchtturmprojekte in Dresden und Erlangen, welche erfreulicherweise beide noch im vierten Quartal abgenommen werden konnten. Der größte Teil der Umsätze des Geschäftsjahres wurde, wie in den vergangenen Jahren, in der Bundesrepublik erwirtschaftet:
Entgegen der positiven Entwicklung bei den Umsatzerlösen mussten wir im Hinblick auf den Rohertrag mit EUR 11,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 11,9 Mio.) einen leichten Rückgang verzeichnen. Diese Entwicklung war jedoch aufgrund des besonders hohen Rohertrags im Jahr 2023 (Rohertragsquote 2023: 26,7 %) bereits von uns antizipiert worden. Mit einer Rohertragsquote (bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator) i.H.v. 20,9 % (Plan 2024: 17 %) bewegen wir uns wieder im für uns typischen Bereich (2022: 16,4 %, 2021: 18,8 %, 2020: 19,9 %). Da neben den Umsatzerlösen auch die Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträge (hierbei vor allem Kurserträge) gestiegen sind, verbesserte sich unsere Betriebsleistung abermals (EUR 56,0 Mio.; i. Vj. EUR 46,4 Mio.). Der Personalaufwand im Berichtszeitraum liegt mit EUR 4,6 Mio. geringfügig unter dem des Vorjahreszeitraumes (EUR 4,7 Mio.). Bedingt durch eine große Summe an Anzahlungen, die uns über den gesamten Berichtszeitraum zur Verfügung stand, haben sich die Zinsen und ähnliche Erträge deutlich erhöht (TEUR 495,4, i. Vj. TEUR 122,9). Allerdings haben sich im Gegenzug die Zinsen und ähnliche Aufwendungen aufgrund der hierbei anfallenden Avalprovisionen ebenfalls deutlich erhöht (TEUR -399,0, i. Vj. TEUR -251,7). Das Ergebnis vor Steuern (bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator) liegt mit EUR 3,3 Mio. (i. Vj. EUR 3,7 Mio.) über dem Planwert von EUR 1,8 Mio. Ursächlich hierfür ist die zusätzliche Generierung und Realisierung zahlreicher Projekte im abgelaufenen Geschäftsjahr. Hier konnten wir unsere Ziele übertreffen und eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnen. Zusätzlich trug die günstige Entwicklung des Zinsergebnisses zu einem höheren Gewinn als geplant bei. Wir schließen das Geschäftsjahr mit einem positiven Jahresergebnis von EUR 3,3 Mio. (i. Vj. EUR 3,7 Mio.) ab. Mit einem Eigenkapital i.H.v. EUR 8,4 Mio. (i. Vj. EUR 6,8 Mio.) ist die Vermögenssituation der Gesellschaft weiterhin solide. Dem Ertrag entsprechend hat die Gesellschaft Rückstellungen für Steuern i.H.v. TEUR 808,7 (i. Vj. TEUR 813,8) getätigt. Basierend auf dem hohen Projektvorlauf ergibt sich zum Stichtag 31.12.2024 wieder ein großer Bestand an erhaltenen Anzahlungen i.H.v EUR 22,4 Mio. (i. Vj. EUR 20,2 Mio.) und ein Kassenbestand i.H.v. EUR 23,6 Mio. (i. Vj. EUR 27,4 Mio.). Besichert werden diese Anzahlungen in der Regel durch Avale. Zum Stichtag 31.12.2024 standen der Gesellschaft mehrere Avallinien i.H.v. zusammen EUR 31 Mio. zur Verfügung, von denen EUR 27,1 Mio. ausgenutzt waren. Zusätzlich zur Vereinbarung von Anzahlungen ist die Gesellschaft bestrebt den Liquiditätsbedarf, der sich aus den teilweise langen Projektzeiträumen ergibt, durch eigene Rücklagen zu decken. Darüber hinaus stehen der Gesellschaft Betriebsmittelkreditlinien i.H.v. EUR 5,0 Mio. zur Verfügung (welche sich zu EUR 4,1 Mio. mit den Avallinien überschneiden). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR -1.899 (i. Vj. TEUR 18.511). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der Verbindlichkeiten. Der Mittelfluss aus Investitionstätigkeit ist aufgrund des bereits erwähnten Anstiegs der Zinserträge positiv (TEUR 414 i. Vj. TEUR -80). Im Gegensatz zum Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit. Dieser beträgt aufgrund der Auszahlungen an die Gesellschafter TEUR -2.243 (i. Vj. TEUR -1.097). Die Liquidität ersten Grades ist gegenüber dem Vorjahr von 116 % auf 130 % und die Liquidität zweiten Grades ist von 130 % auf 142 % gestiegen. Ausblick, Chancen und RisikenChancen Öffentliche Investitionen in die Digitalisierung im Allgemeinen und HPC sowie KI im Besonderen, wie sie über den Verbund für nationales Hochleistungsrechnen (NHR) und auf europäischer Ebene im Rahmen von EuroHPC getätigt werden, sind Langzeitinvestitionen und somit innerhalb ihrer Förderdauer von der allgemeinen konjunkturellen Lage unabhängig. Somit ist von öffentlicher Seite auch in den kommenden Jahren von einem positiven Marktumfeld auszugehen. Im Bildungssektor bleibt abzuwarten, wie schnell und in welchem Umfang im Zuge der aktuellen Situation öffentlicher Haushalte die angekündigte Nachfolgeregelung zum Digitalpakt verabschiedet werden kann. Im Bereich der Privatwirtschaft erwarten wir, gestützt durch die Nachfrage nach Lösungen im KI-Umfeld, ebenfalls eine stabile bis steigende Nachfrage. Risiken Trotz der positiven Aussichten hinsichtlich des Marktes und der Nachfrage nach unseren Produkten und Lösungen bleibt es vor dem Hintergrund der aktuellen globalen politischen Lage in Osteuropa, in Ostasien, im Nahen Osten sowie aufgrund zunehmender Exportkontrolle der USA weiterhin äußerst schwierig, adäquate Prognosen über die weitere Geschäftsentwicklung zu tätigen. Hier stellt unsere Abhängigkeit vom Funktionieren globaler Lieferketten und eines freien globalen Welthandels inklusive seiner Finanzmärkte ein großes Risiko dar, welchem wir vor allem durch die große Breite unserer Technologiepartnerschaften sowie der Beteiligung europäischer Initiativen zur Technologiesouveränität begegnen. Eine der größten Herausforderungen beim Einsatz unserer Lösungen bleibt der mit dem Betrieb von Großrechnern zwangsweise verbundene hohe Stromverbrauch, gerade in Zeiten anhaltend hoher und zunehmend volatiler Energiekosten. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir weiterhin, gerade auch mit unseren eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in die Verbesserung der Energieeffizienz unserer Lösungen investieren. Ebenfalls risikoreich bleibt die Tatsache, dass sich Rechenressourcen leicht verlagern lassen, da eine räumliche Nähe zwischen Rechenzentrum und Anwender nur in wenigen Anwendungsfällen eine Rolle spielt. Vor dem Hintergrund anhaltend hoher Energiekosten und regulatorischer Auflagen könnten sich Rechenzentrumsbetreiber entscheiden, ihre Dienste auch von außerhalb Europas anzubieten. Für die große Zahl unserer öffentlichen Kunden halten wir dieses Risiko jedoch für gering. Im Falle unserer Industriekunden suchen wir flexibel nach Lösungen, projektbezogen auch außerhalb Europas Lösungen zu realisieren. Die erste erfolgreiche Lieferung eines ersten HPC-Systems in die USA für einen Kunden aus der pharmazeutischen Industrie im Berichtszeitraum kann hierfür exemplarisch erwähnt werden. Zusammen mit dem allgemeinen Wachstum der IT-Branche nimmt auch der Wettbewerb um die für die erfolgreiche Umsetzung der Projekte nötigen Fachkräfte zu. Somit besteht für uns ein fortwährendes Risiko im fehlenden Nachwuchs und dem möglichen Weggang von Fachkräften. Mit unseren gezielten Investitionen in die Qualität der Arbeitsplätze und einem hohen Maß an Gestaltungsspielräumen und Eigenverantwortung ergänzen wir die in der Branche ohnehin üblicherweise sehr hohen arbeitsvertraglichen Standards. Mit unserem Engagement in der Ausbildung angehender Fachkräfte, vom Fachinformatiker über duale Bachelor-Studiengänge bis hin zu Praktika und Werkstudenten-Tätigkeiten für Studierende der Hochschulen leisten wir einen wichtigen Beitrag für unsere Branche in der Region. Den für das Projektgeschäft typischen, moderaten Risiken bezüglich Kostenüberschreitungen begegnen wir durch sorgfältig vorgenommene Angebotskalkulationen und ein effektives Projektmanagement und -controlling. Ein weiterhin großes Risiko stellen in unserem Markt Währungsschwankungen dar. Da große Teile unserer IT-Lösungen einkaufsseitig in Dollar bezahlt werden, können Kursschwankungen zu Verlusten führen. Diesem Risiko begegnen wir mit projekt-spezifischen Hedging-Strategien. Da gerade im Bereich des Hochleistungsrechnens in der Regel Komponenten der neuesten Generation zum Einsatz kommen und Projekte häufig vor der eigentlichen Markteinführung der zugrundeliegenden Technologien geplant werden, besteht in unseren Projekten immer ein Erfüllungsrisiko, falls die geplante Technologie zum Realisierungszeitpunkt entweder gar nicht oder nicht in der erhofften Leistungsfähigkeit zur Verfügung steht. Wir begegnen diesem Risiko durch eine besonders enge Zusammenarbeit mit unseren Technologiepartnern, der Berücksichtigung von mehreren Technologiealternativen bereits in der Planungsphase und größtmöglicher Transparenz gegenüber unseren Kunden und Partnern. Im Zusammenhang mit wachsenden Projektvolumina bei gleichzeitig langen Projektlaufzeiten besteht zudem ein Liquiditätsrisiko, dass die anstehenden Projekte nicht in ausreichendem Umfang vorfinanziert werden können. Wir begegnen diesem Risiko durch Anzahlungen sowie eine frühzeitige, projektbezogene enge Abstimmung mit unseren Finanzierungspartnern, ggf. auch im Rahmen von Sonderfinanzierungsvereinbarungen. Im Falle hoher Anzahlungsbeträge besteht jedoch ergänzend die Herausforderung, dass avalbesicherte Anzahlungen zu einem Teil auf die uns eingeräumten Betriebsmittelkreditlinien angerechnet werden. Vor diesem Hintergrund haben wir in enger Abstimmung mit unserer Hausbank, der Landesbank Baden-Württemberg, im Q4 2024 den Prozess zum Onboarding weiterer Finanzierungspartner gestartet, so dass uns ab Mitte 2025 erweiterte Linien für Betriebsmittelkredite und Avale zur Verfügung stehen. Auch wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich globale politische und wirtschaftliche Entwicklungen signifikant auf unsere Geschäftsprozesse auswirken, sind aktuell keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken erkennbar. Ausblick Wir starten in das Geschäftsjahr 2025 mit einem Projektvorlauf von EUR 41 Mio. Zusammen mit kleineren Projekten mit kürzerer Laufzeit und Projekt-Erweiterungen sowie Rahmenvertragsabrufen erwarten wir hieraus für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz i.H.v. EUR 54,7 Mio. Unter Berücksichtigung einer starken Volatilität des EUR/USD-Kurses und anderer Risiken erwarten wir einen weiteren Rückgang der Rohertragsquote auf 17 % und in der Folge ein Ergebnis vor Steuern von EUR 3,3 Mio. Die Finanzierung der Gesellschaft soll auch in Zukunft aus dem operativen Cashflow, über Bankkredite und Projektfinanzierungen erfolgen. Dabei streben wir an, wie auch in der Vergangenheit den größten Teil der Projekte aus eigenen Mitteln vorzufinanzieren. An unserem langfristigen Ziel eines gesunden, nachhaltigen Wachstums, halten wir fest. Hierfür wollen wir unsere Aktivitäten zur Lieferung in weitere europäische Regionen weiter ausbauen. Ebenso wollen wir durch die bessere Vermarktung unseres Dienstleistungsportfolios unsere Kunden über die Grenzen der hardwarebasierten Lösungen hinweg bei ihren Digitalisierungsprojekten künftig noch besser unterstützen. Um das geplante Wachstum adäquat zu untersetzen, möchten wir unsere Attraktivität als Arbeitgeber weiter steigern, um somit sowohl neue Fachkräfte zu gewinnen als auch gegenüber unseren langjährigen Mitarbeitenden mit ihrem Erfahrungsschatz die angebrachte Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. Neben einer marktgerechten Bezahlung und branchenüblichen Benefits schließt dies für uns auch ein familiäres Arbeitsklima und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten ein. Auch unser Bekenntnis zur Nachhaltigkeit und zur stetigen Verbesserung unserer Umweltleistung zeichnen uns als Arbeitgeber aus. Mit der bewährten Kombination aus einem großen Verständnis der Bedürfnisse unserer Kunden, innovativen Lösungen, qualifizierten und motivierten Mitarbeitenden und einer professionellen Projektabwicklung wollen wir auch in Zukunft ein verlässlicher Partner für unsere Kunden bleiben und unsere Kundenzufriedenheit auf ihrem hohen Niveau erhalten.
Chemnitz, den 4. April 2025 Dr. Axel Auweter, Geschäftsführer André Singer, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2024AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 20241 Angaben zu Bilanzierung und BewertungDie MEGWARE Computer Vertrieb und Service GmbH hat ihren Sitz in Chemnitz und ist unter der Nummer HR B 584 im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz eingetragen. Die Gesellschaft hat nach handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt im Geschäftsjahr 2024 analog zum Vorjahr gemäß § 267 Abs. 2 HGB die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft. Demnach gelten die Vorschriften für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d. § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. Sofern es der Übersichtlichkeit diente, wurden bei Wahlrechten die Angaben in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gemacht. 1.1 AnlagevermögenImmaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, sofern abnutzbar, abzüglich planmäßiger und, bei dauerhafter Wertminderung, außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Nutzungsdauern werden in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen festgelegt. Es kamen die Mindestwerte zum Ansatz. Zugänge zum beweglichen Sachanlagevermögen wurden pro rata temporis abgeschrieben. 1.2 UmlaufvermögenDie Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den einzeln ermittelten Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. zu jeweils niedrigeren beizulegenden Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen zum Bilanzstichtag ergeben. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, die Material- und Fertigungseinzelkosten und -gemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens und die Verwaltungsgemeinkosten beinhalten. Abwertungen der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wegen eingeschränkter Verwertbarkeit und Gängigkeit wurden in Abhängigkeit von der Lagerdauer zum 31. Dezember 2024 wie folgt vorgenommen:
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden mit dem Betrag angesetzt, der dem Unternehmen zugeflossen ist (abzüglich der Umsatzsteuer) und offen von den Vorräten abgesetzt. Der darüber hinaus gehende Betrag wird unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte sind mit ihren Anschaffungskosten (= Nennwert) bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Kreditrisiken und etwaige Einzelrisiken wurden durch vorgenommene Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt (Pauschalwertberichtigung 1,0 %). Einzelwertberichtigungen waren nicht zu bilden. Kurzfristig fällige Fremdwährungsforderungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Flüssige Mittel sind zum Nennwert bewertet. Bankguthaben in ausländischer Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. 1.3 Aktiver RechnungsabgrenzungspostenDer Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. 1.4 EigenkapitalDas gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. 1.5 RückstellungenDie Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen ist zum Verpflichtungsbetrag angesetzt. Der Pensionsrückstellung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Die Bewertung erfolgt nach der Projected Unit Credit Method (PUC), wobei die Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (2018 G) sowie ein durchschnittlicher Zinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,90 % p.a. (i. Vj. 1,83 % p.a.) bei einer Anwendung der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zugrunde gelegt wurden. Gehalts- und Rentenanpassungen wurden nicht berücksichtigt, da keine Gehalts- und Rentenerhöhungen vorgesehen sind. Die Rückstellungen wurden für drei ehemalige Mitglieder der Geschäftsleitung gebildet. Bei der Bewertung mit dem Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von 1,97 % ergibt sich im Vergleich zur Bewertung mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,90 %) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 13. Der sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen ergebende Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Die Steuerrückstellungen betreffen Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag (TEUR 340) und Gewerbesteuer (TEUR 469). Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, für Erfolgsbeteiligungen, für Abschlusskosten sowie für ausstehende Eingangsrechnungen. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags gebildet. Zur Abschätzung des Erfüllungsbetrags der Garantierückstellung wird (wie im Vorjahr) der gewährleistungsbehaftete Umsatz des Geschäftsjahres herangezogen, wobei 1 % (i. Vj. 1 %) als Rückstellungsbetrag passiviert wird. Gesondert bepreiste Garantieerlöse oder eingekaufte Garantien für längere Zeiträume werden nicht abgegrenzt. Im Zeitpunkt der Übernahme von Garantien für Kunden werden diese gleichzeitig von den Lieferanten bezogen, so dass diese Verpflichtungen entsprechend weitergegeben werden. Die o.g. Rückstellung bildet die Fälle ab, bei denen zukünftigen Aufwendungen keine Erlöse (oder Lieferantengarantien) gegenüberstehen. 1.6 VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristig fällige Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 1.7 Passiver RechnungsabgrenzungspostenDer passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 2 Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungForderungen aus erwarteten Boni in Höhe von TEUR 1.765 (Vj.: TEUR 752) werden im Geschäftsjahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Erhaltene Zahlungen, die nach dem abgelaufenen Geschäftsjahr als Ertrag realisiert werden, werden im Geschäftsjahr unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Vereinnahmte Vorauszahlungen von Kunden werden ab dem Geschäftsjahr i.H.v. TEUR 794 unter dem Passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Im Vorjahr wurden diese in Höhe von TEUR 314 mit Vorräten saldiert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde das Vorjahr entsprechend angepasst. Aufgrund dieser Änderung wurden auch die saldierungsfähigen erhaltenen Anzahlungen entsprechend angepasst. 2.1 AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im aktuellen Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang). 2.2 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeSämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 2.3 EigenkapitalDas Stammkapital in Höhe von EUR 792.502,42 (DM 1.550.000,00) ist im Handelsregister in D-Mark eingetragen. Die Umstellung auf den Euro ist noch nicht erfolgt. Die Gesellschafterversammlung vom 12. April 2024 hat beschlossen, einen Betrag von TEUR 1.844 an die Gesellschafter auszuschütten. Der verbliebene Bilanzgewinn 2023 in Höhe von 1.809 wurde in die Gewinnrücklage eingestellt. Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:
2.4 VerbindlichkeitenDie in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Als Sicherheiten für gegenwärtige und künftige Ansprüche der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart aus den gewährten Kontokorrentkrediten sowie für eingeräumte Avale (TEUR 24.062) dienen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer (TEUR 3.079). 2.5 Angaben zu BewertungseinheitenIm Geschäftsjahr 2024 kaufte das Unternehmen US-Dollar auf Termin. Zur Absicherung des Währungsrisikos erfolgte der Währungseinkauf auf Termin als Sicherungsgeschäft, um das mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete gleichartige Grundgeschäft in Form der Begleichung von Zahlungsverpflichtungen in US-Dollar zu bedienen. Zum Bilanzstichtag belief sich der Gesamtbetrag der in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäfte auf 3,0 Mio. US-Dollar mit Kontraktdaten bis Mitte Februar 2025. Die Bewertungseinheiten (Micro-Hedges) wurden unter Anwendung der critical terms match gebildet. Bei Fälligkeit des jeweiligen Termingeschäfts ist die entsprechende US-Dollar-Verbindlichkeit zu bedienen. Die Höhe dieser Verbindlichkeit wird durch den Einkauf aufgrund der vorhandenen Lieferantenstruktur und der voraussichtlichen Bestellhöhe definiert und dient somit als Grundlage für den Abschluss des Termingeschäfts. Die Marktwerte der Termingeschäfte belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 158 und wurden aus der FX-forward-curve per 31. Dezember 2024 abgeleitet. 3 Sonstige Angaben3.1 MitarbeiterDie durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und ohne zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigte) beträgt 46 , davon Teilzeitkräfte 10 und Vollzeitkräfte 36. Unter Berücksichtigung der Geschäftsführer und Auszubildenden waren zum 31. Dezember 2024 50 Mitarbeiter angestellt. 3.2 Geschäftsführung
Auf die Angabe der gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2024 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Frühere Mitglieder der Geschäftsführung haben Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 175 im Geschäftsjahr 2024 erhalten. 3.3 Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingzahlungen in Höhe von TEUR 1.713 sowie aus Bestellobligo in Höhe von TEUR 5.963. 3.4 ErgebnisverwendungsbeschlussDas Jahresergebnis des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 3.299 wird gemäß Gesellschaftsvertrag in Höhe von 30 % (Grundausschüttung) sowie zusätzliche 20 % auf den EUR 2.492.244,05 übersteigenden Betrag (Zusatzausschüttung) an die Gesellschafter ausgeschüttet. Korrespondierend hierzu hat die Gesellschaft eine Verbindlichkeit gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.151 passiviert. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 2.148 wird in den Gewinnvortrag eingestellt und der Gewinnvortrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. 3.5 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem GeschäftsjahresendeNach Abschluss des Geschäftsjahres konnten erfolgreich neue Finanzierungspartner akquiriert werden. Diese Partnerschaften versetzen die Gesellschaft in die Lage, zukünftig größere Projekte zu realisieren und das Wachstum nachhaltig zu fördern. Die neu gewonnenen Finanzierungspartner bringen nicht nur finanzielle Mittel ein, sondern auch wertvolle Expertise und Netzwerke, die bei der Umsetzung die strategischen Ziele der Gesellschaft unterstützen werden. Durch diese Kooperationen ist die Gesellschaft in der Lage, ihre Marktposition zu stärken und innovative Lösungen für ihre Kunden zu entwickeln. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresende, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken können, sind nicht festzustellen.
Chemnitz, den 4. April 2025 Dr. Axel Auweter, Geschäftsführer André Singer, Geschäftsführer Anlage zum AnhangEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSIn dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss ‒ bestehend aus verkürzter Bilanz, verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung sowie verkürztem Anhang - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach den §§ 276 Satz 1, 288 Abs. 2, 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dresden, unter dem 11. April 2025 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: „Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MEGWARE Computer Vertrieb und Service GmbH, Chemnitz PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der MEGWARE Computer Vertrieb und Service GmbH, Chemnitz, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MEGWARE Computer Vertrieb und Service GmbH, Chemnitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 11. April 2025 Deloitte GmbH Andreas Franke, Wirtschaftsprüfer Zoltán Fodor, Wirtschaftsprüfer“
Chemnitz, den 11. April 2025 Dr. Axel Auweter, Geschäftsführer André Singer, Geschäftsführer Feststellung des Jahresabschlusses gemäß § 328 Abs. 1a Satz 1 HGBDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 der MEGWARE Computer Vertrieb und Service GmbH, Chemnitz, wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 5. Mai 2025 festgestellt. |
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MEGWARE Computer Vertrieb und Service GmbH
Overview
- Legal form
- GmbH
- Address
-
Nordstraße 19
09247 Chemnitz - Commercial register
- HRB 584, Chemnitz
- Registration date
- April 4, 1990
- Industry
-
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software - Registered capital
- 1,550,000.00 DEM
- Representation rules
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch die Geschäftsführer gemeinsam vertreten.
- Purpose
- die Produktion, Vertrieb, Import/Export und Service von elektrischen und elektronischen Geräten insbesondere Computersystemen inklusive Software, Peripherie und Zubehör, die Entwicklung von Software, sowie Softwareberatungen und Schulungen. Dies schließt die Gründung von Filialen, den Erwerb von Beteiligungen an Unternehmen aller Art für eigene und fremde Rechnung sowie für die Vertretung von Computer- Systemhäusern ein.
Financials
Balance sheet
- Current Assets 92,4 % 21,84 Mio
- Fixed Assets 7,3 % 1,72 Mio
- Prepaid Expenses 0,3 % 79,1 k
- Liabilities 49,4 % 11,67 Mio
- Equity 35,8 % 8,46 Mio
- Provisions 14,2 % 3,36 Mio
- Accrued Expenses 0,6 % 153,1 k
Balance sheet data available for 19 earlier fiscal years.
Profit & loss
- Balance sheet profit/loss 60,8 % 1,87 Mio
- Ausschüttung gemäß Gesellschaftsvertrag 27,7 % −851,1 k
- Other interest and similar income 9,3 % 284,2 k
- On intangible assets and property, plant, and equipment 2,2 % −66,6 k
- Personnel expenses 51,8 % −4,70 Mio
- Other operating expenses 30,6 % −2,77 Mio
- Income and profit taxes 14,0 % −1,27 Mio
- Interest and similar expenses 3,5 % −319,4 k
- Other taxes 0,1 % −6,6 k
- Gross profit 11,56 Mio
- Result after taxes 2,72 Mio
- Annual net profit/loss 2,72 Mio
P&L data available for 9 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Andrè Singer
since 2019 Managing Director
-
Axel Dr. Auweter
since 2019 Managing Director
-
Nicole Steiger
since 2022 Procura
Ownership & holdings
Shareholders
- Gerd Maudrich Beteiligungs GbR DEU 40.0 % 620k DM
- Jürgen Gretzschel Beteiligungs GbR DEU 30.0 % 465k DM
- Steffen Eckerscham Beteiligungs GbR DEU 30.0 % 465k DM
Ultimate beneficial owners (UBOs)
The ultimate beneficial owners behind these holdings could not be conclusively identified.
History
- 2024
-
01.03.
Correction of personal dataAxel Dr. Auweter · Managing Director
-
01.03.
Correction of personal dataAxel Dr. Auweter · Managing Director
- 2023
-
31.01.
Correction of personal dataAxel Dr. Auweter · Managing Director
-
31.01.
Exit of positionS****** E****** · Managing Director
- 2022
-
06.07.
Member entryNicole Steiger · Procura
- 2021
-
02.11.
Exit of positionJ***** G****** · Managing Director
- 2019
-
31.01.
Member entryAxel Dr. Auweter · Managing Director
-
31.01.
Correction of personal dataS****** E****** · Managing Director
Annual statements
Original published statements, ordered by fiscal year.
| Fiscal year | Document | Published | Access |
|---|---|---|---|
| 2025 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2024 | Jahresabschluss | Published | Read full text |
| 2023 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2022 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2021 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
2024 Jahresabschluss Full text
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- Open Connectors in Claude and add a custom connector.
-
Enter this server URL and add the connector:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Connect with your handelsregister.ai account, then enable the connector in your chat via “+” → “Connectors”.
- In ChatGPT on the web, open Settings → Apps and create a custom app. Developer mode must be enabled for your account.
-
Use “handelsregister” as the name, OAuth for authentication and this server URL:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Sign in with your handelsregister.ai account, create the app and select it from the tools menu in your chat.
Run once in your terminal:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
Add this MCP server as a tool in your application:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Show me the directors, shareholders and latest available financial figures for MEGWARE Computer Vertrieb und Service GmbH. Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: 5a9f569fa47ee56e899998b29b17b86b",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
Add this configuration to your MCP client:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
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