Staffbase SE (vormals: Staffbase GmbH)ChemnitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023"Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Staffbase GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Staffbase GmbH, Chemnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Staffbase GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 16. Juli 2024 EY
GmbH & Co. KG
von Michaelis, Wirtschaftsprüfer Zhang, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die nach den gesetzlichen Vorschriften wahlweise in der Bilanz anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. I. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wurde gemäß den gegenüber dem Vorjahr unveränderten nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Rückwirkend zum 1. Januar 2023 wurden die bisherigen Tochtergesellschaften Teambay GmbH und Staffbase Koblenz GmbH mit der Staffbase GmbH verschmolzen. Dies führte unter anderem zu einer Netto-Zuführung von Anlagevermögen in Höhe von insgesamt TEUR 1.248. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Während die Domains nicht abgeschrieben werden, liegen die angesetzten Nutzungsdauern bei den übrigen immateriellen Vermögensgegenständen unter 5 Jahren. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (insbesondere Entwicklungskosten) wurden in Nichtausübung des Bilanzierungswahlrechts gemäß § 248 Abs. 2 HGB nicht aktiviert. Im Rahmen der Verschmelzung wurden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände der Staffbase Koblenz GmbH vollständig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern am Bilanzstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben im Berichtsjahr, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in EUR Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet werden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern diese in späteren Geschäftsjahren genutzt werden können. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden Körperschaft und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Abweichungen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie bestehender Verlustvorträge führen zu einem Überhang an aktiven latenten Steuern. Es ergaben sich latenten Steuern aus temporären Differenzen nach § 274 HGB unter Anwendung des Steuersatzes von 31,58 % (davon entfallen 15,83 % auf die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,75 % auf die Gewerbesteuer) auf Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Auf die Bilanzierung der aktiven latenten Steuern wird entsprechend des Wahlrechts nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB verzichtet. II. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang zu entnehmen. Bei den im Rahmen der Verschmelzung zugeführten Immateriellen Vermögensgegenständen wurde die verbleibende Abschreibungsdauer auf weniger als 3 Jahre reduziert. Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen der Staffbase GmbH gemäß § 285 Nr. 11 HGB bestehen zum Bilanzstichtag an folgenden Gesellschaften: Beteiligungen
Eigenkapital und Jahresergebnis zum 31. Dezember 2023 basieren auf den lokalen Jahresabschlüssen. Für die ausländischen Gesellschaften erfolgte eine Umrechnung in EUR zum Bilanzstichtag. Dabei wurde das Eigenkapital zum Stichtags- und das Jahresergebnis zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die Beteiligung an der Staffbase Finland OY wurde zum 31. Dezember 2023 vollständig abgeschrieben. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 803 (Vorjahr: TEUR 2.535) sowie ein Darlehen in Höhe von TEUR 4.090 (Vorjahr: 2.401 TEUR) welches eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr, aber weniger als 5 Jahren, aufweist. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 815 (Vorjahr: TEUR 1.799) sind deutlich zurückgegangen, da die Rückforderung einer vorläufigen Kaufpreiszahlung (TEUR 1.091) nicht mehr besteht. Grundkapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 91.920,00 (Vorjahr: EUR 91.920,00). Kapitalrücklagen Die Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB betragen TEUR 176.896 (Vorjahr: TEUR 151.896). Aus der im Berichtsjahr erfolgten Kapitalerhöhung wurden der Kapitalrücklage TEUR 25.000 zugeführt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Boni und variable Vergütungsbestandteile (TEUR 1.078, Vorjahr: TEUR 729), Rückstellung für ausstehenden Urlaub (TEUR 667, Vorjahr: TEUR 569), Rückstellung für ausstehenden Rechnungen (TEUR 786, Vorjahr: TEUR 90) sowie Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 239, Vorjahr: 218 TEUR). Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.015, Vorjahr TEUR 2.531) und einem Darlehen (TEUR 4.596, Vorjahr TEUR 0). III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse des Jahres betrugen TEUR 49.524 (Vorjahr: TEUR 33.321). Diese setzen sich aus Umsätzen mit Kunden in Höhe von TEUR 47.267 (Vorjahr: TEUR 31.219) und Umsätzen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.257 TEUR (Vorjahr: TEUR 2.101) zusammen. Die Umsatzerlöse mit Kunden resultieren dabei im Wesentlichen aus Geschäftsbeziehungen mit europäischen Kunden. Die im Geschäftsjahr 2023 erfassten sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 595 (Vorjahr: TEUR 821). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich zusammen aus Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 870 (Vorjahr: TEUR 733) sowie Aufwendungen im Rahmen der Verschmelzung des Unternehmens mit den vorherigen Tochtergesellschaften Teambay GmbH und Staffbase Koblenz GmbH (TEUR 16.338, Vorjahr TEUR 0). Periodenfremde Aufwendungen waren nicht zu verzeichnen (Vorjahr: TEUR 88). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen sind die Abschreibung auf unsere Tochtergesellschaft Staffbase Finnland OY in Höhe von TEUR 17.992 (Vorjahr: TEUR 0). Zinserträge übersteigen die Zinsaufwendungen um TEUR 367 und resultieren aus Darlehen mit verbundenen Unternehmen. Zinsen für externe Darlehen (Vorjahr: TEUR 535) sind nicht angefallen, ebenso keinerlei Gebühren für Darlehen (Vorjahr: TEUR 600) und auch kein Beteiligungsertrag aus einer Gewinnausschüttung der Teambay GmbH (Vorjahr: 486). Aus Vereinfachungsgründen haben wir diesen im Vorjahr innerhalb des Zinsergebnisses ausgewiesen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 65.560 (Vorjahr: TEUR 32.974) wird auf neue Rechnung vorgetragen. IV. Sonstige Angaben Personalbestand Die Gesellschaft beschäftigte zum Berichtsstichtag 445 Mitarbeiter*innen (Vorjahr: 424 MA) und jahresdurchschnittlich 443 MA (Vorjahr: 362 MA), die alle im Angestelltenverhältnis standen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den bilanzierten Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Jahr 2024 in Höhe von rund TEUR 496 (Vorjahr: TEUR 723) aus Miet- und Leasingverträgen. Für die Jahre 2025 bis 2028 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.142 aus Miet- und Leasingverträgen. Ab 2029 bestehen diese Verpflichtungen nicht mehr. Dabei wurden solche Verträge, die jährlich kündbar sind, nur mit der Mindestvertragslaufzeit berücksichtigt, da die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, sich zukünftigen Verpflichtungen durch Kündigung zu entziehen. Zum Abschlussstichtag bestanden keine selbstschuldnerischen Bürgschaften mehr (Vorjahr: TEUR 66). Virtuelles Beteiligungsprogramm (ESOP) Die Gesellschaft hat zwei virtuelle Mitarbeiterbeteiligungsprogramme (ESOP) aufgelegt. Die Programme wurden etabliert, um Mitarbeitenden des Unternehmens Anreize zur Mitarbeit zu bieten. Über die Programme partizipieren Mitarbeitende im Falle eines Exits, wenn bestimmte Bedingungen eintreten. Die aus dem ersten Programm resultierenden anteilsbasierten Vergütungen an Mitarbeitende werden erfolgsneutral behandelt, da sich die Ausgabe der Optionen mit hinreichender Wahrscheinlichkeit als Vermögensverlust bei den bestehenden Gesellschaftern durch Verwässerung des Werts der bisherigen Anteile auswirkt. Die aus dem zweiten Programm resultierende Verpflichtungen sind bilanziell nicht erfasst, da die Bedingungen zum Bilanzstichtag, die im Rahmen des Beteiligungsprogrammes zu einer Zahlungsverpflichtung der Staffbase GmbH führen würden, nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erfüllt waren. Nichtsdestotrotz ist die Gesellschaft in Zukunft aus dem ESOP belastet, wenn und soweit ein entsprechendes Ereignis eintritt. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Geschäftsführer übten ihre Tätigkeit im Berichtsjahr hauptberuflich aus. Vergütungen der Geschäftsführer Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden TEUR 650 (Vorjahr: TEUR 639) gewährt. Beirat Gemäß § 10 des Gesellschaftsvertrags hat die Gesellschaft einen Beirat, welcher das Management bei strategischen Fragen unterstützt sowie ein Stimm- und Mitspracherecht zu Entscheidungen von größerem wirtschaftlichem Ausmaß hat. Dem Beirat gehörten im Geschäftsjahr folgenden Personen an
Auf den Beirat sind die aktienrechtlichen Vorschriften über den Aufsichtsrat nicht anzuwenden. Der Beirat erhält für seine Tätigkeit keine Vergütung. Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des Gesamthonorars des bestellten Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Angabe im Konzernanhang der Staffbase GmbH enthalten ist. Konzernabschluss Die Staffbase GmbH stellt als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den Konzernkreis gemäß § 290 HGB auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Gesellschafterversammlung hat am 15. Februar 2024 die Erhöhung des Stammkapitals um EUR 1.203 auf EUR 93.123 beschlossen. Unterschrift der Geschäftsführung
Chemnitz, 9. Juli 2024 gez. Dr. Martin Böhringer, CEO gez. Dr. Lutz Gerlach, COO gez. Frank Wolf, CMO Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht 20231. Grundlagen Gegenstand und Zweck Gegründet 2014 in Chemnitz, ist die Staffbase GmbH eines der größten Unternehmen im Bereich Softwareanwendungen für Mitarbeiterkommunikation ("ClearBox Choice Award 2024 - Intranet and Employee Experience Plattforms"). Hierfür bietet sie ihren Kunden eine Software-as-a-Service (Saas)-Lösung zur Kommunikationsplanung, Zusammenarbeit und Distribution über verschiedene Kanäle, wie beispielsweise Mitarbeiter-App, Intranet oder E- Mail. Strategie und Geschäftsmodell Wir verfolgen die Vision, die erste vollständig integrierte und umfassende Softwareplattform für strategische Kommunikation zu erschaffen. Damit möchten wir die Kommunikationsteams unserer Kunden dabei unterstützen, inspirierende Kommunikation zu gestalten, kulturelle und organisatorische Transformationsprozesse voranzutreiben und die digitale Produktivität zu steigern. Hierfür lassen sich die Standardanwendungen auf der Staffbase-Plattform individuell an Kundenbedürfnisse anpassen und mit verschiedenen Kommunikationskanälen integrieren. Im Rahmen unseres Geschäftsmodells bieten wir unsere Kommunikationsplattform als klassische Software-as-a-Service Lösung in einem Abo-Modell an. Hierbei unterzeichnen unsere Kunden in der Regel Verträge mit mindestens einjähriger Laufzeit und zahlen dafür eine jährliche Gebühr. Der überwiegende Teil unserer Kunden verlängert seine Verträge über die initiale Vertragslaufzeit hinaus. Dieses Ziel wird auch durch unser Vertriebsmodell gestützt, welches im Wesentlichen auf klassisches B2B ausgelegt ist. Interessenten und Kunden sollen ganzheitlich und über den gesamten Lebenszyklus betreut werden. Hierbei unterstützen in jeder Phase spezialisierte Mitarbeiter*innen, wie Sales Agents, Customer Care Agents oder Account Executives, wodurch langfristig die Neukundengewinnung wie auch Upselling gestärkt werden sollen. Basierend auf unserer Vision und unserem Geschäftsmodell sehen wir die folgenden Bestandteile als essenzielle Standbeine unserer Strategie an: Wachstum - Wir haben die Vision, Kategorieführer für Mitarbeiterkommunikation zu werden. Hierfür wollen wir unseren Kundenkreis sowohl in bestehenden Märkten als auch neuen Märkten stärker erweitern. Innovation - Mit dem Ziel Kategorieführerschaft ist es unser Anspruch, die besten und innovativsten Produkte am Markt zu bieten. Hierfür entwickeln wir die Staffbase-Plattform stetig weiter, um unseren Kunden eine noch bessere Nutzererfahrung zu bieten und so eine intensivere Nutzung unserer Lösungen zu fördern. Diversifikation - Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Diensten und Funktionen, um unser Ökosystem für unsere Kunden erweitern zu können. Wir wollen dabei die Relevanz unserer Plattform für Kommunikatoren in ihren tagtäglichen Aufgabenbereichen erhöhen und Staffbase als integralen Bestandteil von Kommunikationsteams etablieren. Hierbei ziehen wir auch Möglichkeiten zur Übernahme weiterer Unternehmen in Betracht. Konzernstruktur Um unsere Märkte bestmöglich bedienen zu können, besteht die Konzernstruktur der Staffbase Gruppe aus zehn verschiedenen Unternehmensgesellschaften. Im Zentrum steht dabei die Staffbase GmbH als oberste Muttergesellschaft. Seit Gründung befindet sich der Konzernsitz in Chemnitz. Die Tochtergesellschaften der Staffbase GmbH können in zwei Gruppen unterteilt werden: Die erste Gruppe umfasst alle Tochtergesellschaften die ausschließlich im Auftrag der Staffbase GmbH, vor Ort in ihrem jeweiligen Land, Leistungen, wie beispielsweise Kundengewinnung und -bindung, Verwaltungsaufgaben oder Entwicklungsleistungen, gegenüber der Gruppe erbringen. Dazu gehören Staffbase B.V. (Amsterdam, Niederlande), Staffbase UK Ltd. (London, UK), und Staffbase Romania S.R.L. (Oradea, Rumänien). Zu dieser Gruppe gehört auch die Staffbase Canada Holdings Inc. mit Sitz in Kelowna (Kanada), die für die Staffbase GmbH eine Holdingfunktion innerhalb der Gruppe ausübt. Die zweite Gruppe umfasst alle Gesellschaften, die eigenständig für den internationalen Vertrieb der Staffbase-Lösungen in ihren jeweiligen Vertriebsregionen verantwortlich sind und somit als Leistungserbringer für Kunden auftreten. Staffbase Inc. (New York, USA), Staffbase Canada Systems Inc. (Vancouver, Kanada) und Staffbase Quebec Systems Inc. (Montreal, Kanada) bedienen die Region Americas. Staffbase Australia PTY Ltd. (Melbourne, Australien) bedient die APAC-Region. Staffbase Finland OY (Helsinki, Finnland) vertreibt ihre ursprünglichen Leistungen überregional. Produkte, Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen Als Kernlösung vertreiben wir die Staffbase-Plattform für Mitarbeiterkommunikation zusammen mit den entsprechenden Kommunikationskanälen. Kunden können diese Kanäle und weitere Pakete hinzubuchen, um die eigene Kommunikationsstrategie optimal zu unterstützen. Als Partner unterstützen wir darüber hinaus bei der effektiven Implementierung unserer Lösungen, leisten technische Support und tragen zur strategischen Weiterentwicklung der Kommunikationsprozesse unserer Kunden bei. Mitarbeiter-App - Unsere Mitarbeiter-App bringt die Unternehmenskommunikation mit unternehmensspezifischem Branding und Design auf die Smartphones der Mitarbeiter*innen (bring your own device). Hierfür werden die Apps in allen regulären öffentlichen App-Stores zur Verfügung gestellt und unterstützen nahezu alle Geräte sowie Formate. Kommunikatoren werden über ein umfangreiches Backend-System bei Planung, Erstellung, Distribution und Messung zielgerichteter Kommunikation unterstützt. Front-Door Intranet - Unser kommunikationsorientiertes, modernes Intranet ist eine Erweiterung der Mitarbeiter-App. Es ergänzt diese beispielsweise um ein Launchpad, von welchen die Nutzer zu ihren Produktivitäts-Systemen oder unternehmensindividuelle Mitarbeiterservices springen können. Es bietet dieselben umfangreichen Möglichkeiten, um in Kommunikation mit Mitarbeiter*innen zu treten und Inhalte ansprechend aufzubereiten. Im Gartner Magic QuadrantTM für Intranet Packaged Solutions, der erstmal im Jahr 2023 veröffentlicht wurde, wird Staffbase als Leader ausgezeichnet. Employee E-Mail - Diese Lösung unterstützt Unternehmen bei der maßgeschneiderten Mitarbeiterkommunikation via ansprechender E-Mail-Newsletter. Durch die Verbindung mit anderen Systemen können Empfängerkreise schnell und einfach zugeschnitten werden, um Informationen zielgerichtet zu verteilen. Zudem ermöglichen analytische Funktionen eine komfortable Auswertung der Reichweite, Lese-Rate und anderen wichtigen Parametern zur Optimierung der Kommunikation. SharePoint und Teams - Als ein strategischer Microsoftpartner für Mitarbeiterkommunikation bietet Staffbase eine nahtlose Interoperabilität zwischen unseren Produkten und Microsoft SharePoint sowie Microsoft Teams. Mission Control - Unsere neueste Lösung, Staffbase Mission Control, unterstützt Kunden als "Navigationssystem" für strategische Kommunikation. Es ermöglicht die Planung, kollaborative Erstellung, Distribution und Erfolgsanalyse über alle Kommunikationskanäle hinweg. Dabei wird Mission Control nicht nur mit den Staffbase-eigenen Kanälen für Mitarbeiterkommunikation verbunden, sondern ermöglicht auch die Kommunikation via Social Media und individueller Kanäle. Staffbase Consulting - Unsere Consulting-Leistungen sollen sicherstellen, dass unsere Kunden unsere Lösungen effizient und effektiv nutzen können. Insbesondere unsere Onboarding-Services - das Branding der Mitarbeiter-App und die Einführung unserer Kunden in die Funktionen und Möglichkeiten unserer Lösungen - betrachten wir als wichtigen Bestandteil der Customer Journey und sind deshalb für jeden Vertrag obligatorisch. Additional Packages - Darüber hinaus bietet Staffbase Zusatzpakete an, welche den Funktions- bzw. Leistungsumfang unserer Lösungen erweitern. So bieten wir in diesem Rahmen Premier Success Pakete an, welche dem Kunden auf Wunsch umfangreichere Supportoptionen bietet. Darüber hinaus besteht u. a. die Möglichkeit, unsere Produkte um eine Chatfunktion, Mitarbeiter-Umfragen oder erweiterte Analysefunktionen zu erweitern. Forschung und Entwicklung Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung der Staffbase GmbH im Zusammenhang mit der eigenen SaaS-Plattform und den damit verbundenen Cloud-Angeboten betrugen im Jahr 2023 EUR 30,1 Mio. (Vorjahr: EUR 26,6 Mio.). Diese Aufwendungen wurden nicht aktiviert. Innovation ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Geschäftsstrategie mit dem Ziel, Staffbase zum Kategorieführer für Mitarbeiterkommunikation zu entwickeln. Wir betrachten daher eine hohe Investitionsquote in Produktentwicklung als zwingend erforderlich. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Erholung der Weltwirtschaft nach der COVID-19-Pandemie, dem Einmarsch Russlands in der Ukraine und der folgenden Energiekrise erweist sich als widerstandsfähig. Der IWF schätzt das globale Wachstum für 2023 auf 3,2 % - und damit etwas geringer als 2022 (IMF World Economic Outlook, April 2024) 1. Die Prognosen liegen jedoch weiterhin unter dem historischen (2000-2019) Durchschnitt von 3,8 %. Für die USA beobachtete der IWF insbesondere in der zweiten Jahreshälfte eine stärkere Dynamik, wobei ein Wachstum von 2,5 % für das Gesamtjahr erwartet wurde. Robuste Arbeitsmärkte sorgen für anhaltend hohe Löhne und stützen die privaten Konsumausgaben. Das Wachstum im Euroraum verlangsamte sich im Vergleich zu 2022 deutlich und fiel auf 0,4 %, wobei Deutschland mit - 0,3 % sogar eine Rezession durchlief. Die deutsche Wirtschaft steht vor zahlreichen Herausforderungen, von steigenden Kraftstoff- und Energiepreisen über den Fachkräftemangel bis hin zu einem Investitionsstau bei Infrastruktur und digitaler Technologie zugunsten eines ausgeglichenen Staatshaushalts. Während die großen geopolitischen Herausforderungen fortbestehen und der Krieg zwischen Israel und Hamas ein zusätzliches wirtschaftliches Risiko darstellt, sieht der IWF eine "harte Landung" als unwahrscheinlich an. Da sich die Inflationsraten weiter normalisieren, ist mit einer Zinswende zu rechnen. In seiner Prognose für 2024 erwartet der IWF für die USA ein Wachstum von 2,7 % und für die Eurozone und Deutschland von 0,8 % bzw. 0,2 %. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Trotz einer Reihe von Entlassungen zu Beginn des Jahres florierte die Softwarebranche dank der anhaltenden digitalen Transformation in allen Branchen weiter. Die Popularität neuer Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) erweist sich als Wachstumstreiber der gesamten Branche. Insbesondere Anwendungen in der Aufgaben- Automatisierung, der Hyperpersonalisierung und der verbesserten Datenanalyse stützen das Geschäftsmodell vieler Softwareunternehmen. Weitere Schlüsselthemen waren die Verbesserung des Kundenservice und die Priorisierung von Datenschutz und -sicherheit. Der Markt für Software-as-a-Service (Saas) wuchs um 17,4 % auf über EUR 235 Mrd. Euro (basierend auf dem Umsatz, Statista Market Research) 2 - ein Trend, der sich voraussichtlich in 2024 und darüber hinaus fortsetzen wird. Unternehmen entscheiden sich zunehmend für SaaS-Lösungen aufgrund ihrer Skalierbarkeit, Erschwinglichkeit und Benutzerfreundlichkeit im Vergleich zu traditioneller On-Premise-Software. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz in SaaS-Lösungen trägt hier wie oben beschrieben in besonderem Maße zu deren Attraktivität bei. Während gesamtwirtschaftliche Faktoren dazu geführt haben, dass Verkaufszyklen im SaaS-Markt länger und komplexer geworden sind, haben viele Anbieter reagiert und ihre Kundenbindungs-Strategien entsprechend angepasst.
1 https://www.imf.org/external/datamapper/NGDP
RPCH@WEO/OEMDC/ADVEC/WEOWORLD/DEU/EURO
Innerhalb der SaaS-Branche konnte auch der Markt für Softwareanwendungen für Mitarbeiterkommunikation seine starke Wachstumsdynamik beibehalten. Erfolgreiches Change Management und die kontinuierliche Einbindung der eigenen Mitarbeiter haben nach wie vor höchste Priorität für führende Kommunikatoren (Edelman Future of Corporate Communications Study 2023) 3. Mitarbeiter erwarten eine bessere Kommunikationserfahrung, während flexibles und hybrides Arbeiten eine effektive und zielgerichtete Kommunikation erschwert. Die wachsende Bedeutung der Mitarbeiterkommunikation für den Geschäftserfolg wurde auch von Gartner in ihrem kürzlich veröffentlichten Magic QuadrantTM 4 für Intranet Packaged Solutions anerkannt. Staffbase ist hier eines der führenden Unternehmen. Wir erwarten, dass wir auch im Jahr 2024 von den Trends im breiteren SaaS-Markt und der Mitarbeiterkommunikation profitieren und so unsere Wettbewerbsposition weiter verbessern können. Geschäftsverlauf Während sich die COVID-19-Pandemie in 2023 nicht weiter auf die Geschäftsentwicklung auswirkte, hatte das Unternehmen mit den Folgen des Krieges in der Ukraine und dem damit verbundenen Anstieg der Inflation und der Zinssätze zu kämpfen. Trotz dieser Rahmenbedingungen ist das Geschäftsjahr 2023 günstig verlaufen und war erneut von einem sehr starken Wachstum geprägt. Unser prognostiziertes Umsatzwachstum konnten wir erreichen. Unser Kundenstamm hat sich durch kontinuierliches Nutzerwachstum und den Ausbau der Staffbase-Lösungen stetig vergrößert. Umsatz ist die zentrale Steuerungsgröße für die Gesellschaft. Die Umsatzsteigungen in 2023 in Höhe von 49 % konnten sowohl durch den Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit bisherigen Kunden als auch der Gewinnung von wichtigen Neukunden erzielt werden.
3
https://www.edelman.com/2023-future-of-corporate-comms
Ertragslage Im Detail hat sich das Ergebnis wie folgt entwickelt:
Die Ergebnissituation im Geschäftsjahr 2023 ist geprägt von einem hohen Umsatzwachstum mit gewöhnlichen betrieblichen Aufwendungen, die in Verhältnis weniger angestiegen sind. Allerdings ist das Jahresergebnis deutlich beeinflusst von einmaligen Aufwendungen im Rahmen der Verschmelzungen sowie der Abschreibung einer ausländischen Beteiligung. Die Verschmelzungen mit der Teambay GmbH und der Staffbase Koblenz GmbH führten zu einem deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und die Abschreibung der Beteiligung ist in den Abschreibungen Finanzanlagen gesondert ausgewiesen. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen im Rahmen der Währungsumrechnung gleichen sich nahezu aus. Personalaufwendungen stiegen, da die Zahl der Mitarbeiter von 424 auf 443 zunahm. Einmalige sonstige betriebliche Aufwendungen sind im Rahmen der Verschmelzung mit den Unternehmen Teambay GmbH und Staffbase Koblenz GmbH entstanden. Vermögens- und Finanzlage
Die Reduzierung der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Finanzanlagen zurückzuführen. Die beiden Verschmelzungen sowie die Abschreibung einer ausländischen Beteiligung führten in Summe zu einer Reduzierung der Finanzanlagen um TEUR 27.260.
Die Reduzierung des Eigenkapitals aufgrund des Jahresfehlbetrages wurde teilweise aufgrund einer geplanten Kapitalerhöhung kompensiert. Die letzte Tranche der Series E2 in Höhe von TEUR 25.000 wurde der Kapitalrücklage zugeführt. Rückstellungen wurden für Personalkosten erhöht und die passiven Rechnungsabgrenzungsposten spiegeln das gestiegene Geschäftsvolumen wider. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei TEUR -24.595. Dies ist deutlich besser als das Jahresergebnis der Gesellschaft, da die Reduzierung der Finanzanlagen sich nicht auf den Cash flow ausgewirkt hat. Die Zunahme der Verbindlichkeiten und höhere Abschreibungen haben sich ebenfalls positiv ausgewirkt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug in der Berichtsperiode TEUR -7.745 aufgrund des Erwerbs von ausstehenden Anteilen und einer Kapitalerhöhung bei den Tochtergesellschaften. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von TEUR 28.144 spiegelt in erster Linie die Kapitalerhöhung wider. Insgesamt sind in der Berichtsperiode Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 4.196 zurückgegangen. Im Geschäftsjahr wurde ein zuvor bestehendes Darlehen in Höhe von TEUR 60.000 durch eine revolvierende Kreditlinie ersetzt. Diese besteht aus einer zugesagten Kreditlinie in Höhe von TEUR 30.000 sowie einer inkrementellen Linie in Höhe von TEUR 20.000. Hierdurch wurde die verbindliche Inanspruchnahme des Darlehens durch eine flexible Liquidität zur Finanzierung des Unternehmenswachstums ersetzt. Die Kreditlinie wurde während des Geschäftsjahres nicht in Anspruch genommen. Die Staffbase GmbH konnte nach Auffassung der Geschäftsführung ihren erfolgreichen Wachstumspfad in 2023 fortsetzen. Zum starken Wachstum im Jahr 2023 trugen nach Ansicht der Geschäftsführung insbesondere die Weiterentwicklung der Technologieplattform bei, die zu einer erhöhten Bindung bestehender Kunden und einer stärkeren Akquisition neuer Kunden führte. 3. Chancen- und Risikobericht Zur Erfassung bestehender und künftiger Risiken nutzt die Gesellschaft wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme. Diese beinhalten die Anwendung einheitlicher Richtlinien, den Einsatz zuverlässiger Software, die Auswahl und Schulung des Personals sowie laufende Kontrollen und Prüfungen. Durch die Gesamtheit der Maßnahmen wird die Geschäftsleitung in die Lage versetzt, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Mit der Umsetzung von ISO 27001/ISMS sorgt die Gruppe zudem für einen wirksamen Schutz vor IT-Sicherheitsrisiken. Unvorhergesehene Änderungen der Risikosituation müssen der Geschäftsleitung unverzüglich gemeldet werden. Zur allgemeinen Risikobewertung werden in regelmäßigen Abständen Risikoinventuren durchgeführt. Neben üblichen allgemeinen Markt- und Wettbewerbsrisiken sind der im Februar 2022 begonnene Krieg in der Ukraine und seine Folgen sowie die gestiegene Inflation und die damit verbundenen Rezessionssorgen als wesentliche Risiken einzustufen. Liquiditätsrisiken - Die anhaltend hohe Inflation und die Interventionen der Notenbanken zu deren Bekämpfung führten rasch zu den höchsten Zinserhöhungen seit mehr als zehn Jahren. In der Folge änderte sich das Anlageverhalten der Privatanleger deutlich, was zu vorsichtigeren Investitionen und niedrigeren Bewertungen führte. Mit dem Anstieg der Zinsen stiegen auch die Kosten für die Fremdfinanzierung durch die Banken. Als Wachstumsunternehmen, das noch keinen positiven Cashflow aufweist, ist Staffbase auf eine ausreichende Liquidität angewiesen. Die Gruppe beobachtet daher die Marktentwicklung genau und steht in engem Kontakt mit Investoren und Banken. Marktrisiken - Gestiegene Inflation, hohe Finanzierungskosten und Rezessionsängste führten im Jahr 2023 zu einer gedämpften Nachfrage der Unternehmen in einigen Branchen. Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht, insbesondere im Hinblick auf die anhaltende Inflation, wird für 2024 ein weiterer Rückgang der allgemeinen Nachfrage erwartet. Aufgrund der diversifizierten Kundenstruktur und der überregionalen Verteilung von Staffbase sind die Auswirkungen auf den Konzern nur partiell, da die Märkte und Branchen in unterschiedlicher Weise von der Situation betroffen sind. Der weitere Anstieg der Zinsen am Kapitalmarkt könnte die Refinanzierung der Geschäftsaktivitäten erschweren oder verteuern. Militärische Konflikte - Die Konflikte Russland-Ukraine und Israel-Hamas sorgen weiterhin für Spannungen. Abgesehen von der daraus resultierenden humanitären Katastrophe wirkt sich die Situation weiterhin auf die Kapital- und Finanzmärkte sowie auf die Weltwirtschaftslage aus. Gepaart mit anderen makroökonomischen Spannungen (z. B. China-Taiwan) könnte diese Ungewissheit dazu führen, dass unsere potenziellen Kunden bei Investitionen zurückhaltend sind. Operative Risiken - Die Staffbase Group ist ein sehr schnell wachsendes Technologie-Scale-up- Unternehmen, was allgemeine organisatorische Wachstumsherausforderungen mit sich bringt. Um sicherzustellen, dass die Organisation und die Prozesse mit dem Wachstum Schritt halten, ist ein erstklassiges Prozessmanagement für das Unternehmen unerlässlich. Durch die kontinuierliche Überprüfung unserer Prozesse und die Optimierung unserer Arbeitsabläufe ist es möglich, einen Teil der Kostensteigerungen zu kompensieren. Dies erfordert ein konsequentes Kostenmanagement. Personalrisiko - Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind entscheidend für den Geschäftserfolg von Staffbase. Es besteht das Risiko, dass wichtiges Wissen verloren geht, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Umgekehrt kann die Einstellung geeigneter Mitarbeiter ein schwieriger und aufwändiger Prozess sein. Da der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte zunimmt, könnte dies das Wachstum des Personalbestands hemmen. Daher wird seit Jahren intensiv in die Rekrutierung, Entwicklung und Bindung der Beschäftigten investiert. Hierzu stehen den Mitarbeitern vielfältige monetäre und nicht monetäre Gehaltskomponenten zur Auswahl verbunden mit flexiblen Arbeitszeitmodellen. Die Mitarbeiter nehmen regelmäßig an Umfragen teil, um zu ermitteln, was gut funktioniert und was verbessert werden muss. Auf Jobbörsen stellt sich Staffbase potentiellen Fachkräften vor und sichert sich mit Werk- und dualen Studenten den Nachwuchs für die Zukunft. Technologische Risiken - Als schnellwachsendes Technologieunternehmen ist Staffbase mit den damit einhergehenden technischen Herausforderungen konfrontiert. Aufgrund der hohen Abhängigkeit des Geschäftsmodells von IT-Systemen, einschließlich gespeicherter Informationen, wäre ein Cyberangriff oder der Verlust von Daten nicht nur operativ einschneidend, sondern auch für das Geschäft bedrohlich. Die Sicherheit dieser Systeme ist ein Schlüsselelement für den Erfolg des Unternehmens. Hohe Aufwendungen und Investitionen in die Sicherheit und Funktionsfähigkeit der IT-Systeme sowie die laufende Überwachung von Schlüsselprozessen helfen, die Risikolücken zu schließen. Darüber hinaus werden unsere Mitarbeiter regelmäßig auf Informationsveranstaltungen, Schulungen und in Arbeitsanweisungen über wesentliche Änderungen im Bereich der Datensicherheit informiert. Wir nutzen neueste Technologien, um die Datensicherheit zu gewährleisten. Die Definition und Dokumentation von Prozessen, Regeln und Anweisungen sowie der Abschluss von Verträgen sind die Grundlage für die Sicherheit der IT-Prozesse und -Systeme. Trotz der erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen kann ein Restrisiko nicht vollständig ausgeschlossen werden. Chancen - Es ist zu erwarten, dass Mitarbeiterkommunikation auch in kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen wird. Viele Unternehmen durchlaufen einen Transformationsprozess, der durch den gesamtwirtschaftlichen Wandel, die fortschreitende Digitalisierung und sich verändernde Anforderungen ihrer Kunden verursacht wird. Darüber hinaus führen gesellschaftliche Polarisierung, soziale Kommunikation und ein höherer Anspruch der Mitarbeiter an Kommunikation dazu, dass Unternehmen ihre bisherigen Kommunikationsstrategien neu bewerten müssen. Konventionelle Softwareanwendungen werden den neuen Anforderungen oft nicht gerecht. Eine verbesserte Mitarbeiterkommunikation wird dabei vermehrt auch eine Priorität des Top-Managements. Indem wir unsere bestehenden und möglichen Kunden bei der Bewältigung dieser strategischen Herausforderungen unterstützen, sehen wir weiterhin große Marktchancen für unsere Lösungen. 4. Prognosebericht Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage und der Entwicklung im Markt für Saas-Lösungen bzw. Mitarbeiterkommunikation rechnen wir für 2024 mit einer moderat positiven Geschäftsentwicklung. Wir erwarten ein mittleres zweistelliges Umsatzwachstum in Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach einer Umstrukturierung im Jahr 2023 rechnen wir damit, dass die erzielten betrieblichen Effizienzsteigerungen sich merklich auf das Geschäftsergebnis auswirken. Mit den verbleibenden Mitteln aus der vorangegangenen Finanzierungsrunde sowie einer revolvierenden Kreditlinie haben wir uns die notwendige finanzielle Flexibilität gesichert, um nachhaltig in unsere Geschäftsentwicklung zu investieren. Unterschrift der Geschäftsführung
Chemnitz, 9. Juli 2024 Dr. Martin Böhringer, CEO Dr. Lutz Gerlach, COO Frank Wolf, CMO |
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Staffbase SE SEGesellschaft mit beschränkter Haftung
Structured data
Parsed, typed and queryable directly through the API.
Overview
- Legal form
- SE
- Address
-
Annaberger Straße 73
09111 Chemnitz - Commercial register
- HRB 36810, Chemnitz
- Registration date
- July 12, 2024
- Purpose
- Konzeption, Entwicklung und internationaler Vertrieb einer Internetplattform für Mitarbeiter-Apps
Financials
Balance sheet
2024- Fixed Assets 59,8 % 42,63 Mio
- Current Assets 38,0 % 27,12 Mio
- Prepaid Expenses 2,2 % 1,59 Mio
- Equity 43,8 % 31,23 Mio
- Accrued Expenses 28,8 % 20,57 Mio
- Liabilities 23,6 % 16,86 Mio
- Provisions 3,8 % 2,69 Mio
Balance sheet data available for 10 earlier fiscal years.
Profit & loss
2024- Revenue 41,9 % 80,53 Mio
- Personnel expenses 23,6 % 45,30 Mio
- Other operating expenses 22,9 % 44,02 Mio
- Annual net profit/loss 7,2 % −13,91 Mio
- Material expenses 3,0 % 5,68 Mio
- Other operating income 0,7 % 1,37 Mio
- Depreciation 0,4 % 819,2 k
- Other interest and similar income 0,2 % 380,6 k
- Interest and similar expenses 0,1 % 273,2 k
- Depreciation on financial assets and current asset securities 0,0 % 5,6 k
P&L data available for 5 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Bijal Mahendra Patel
since 2024 Board Member
-
Martin Dr. Böhringer
since 2024 Board Member
-
Eva Spatz
since 2026 Procura
-
Lutz Martin Gerlach
since 2026 Procura
Ownership & holdings
Ultimate beneficial owners (UBOs)
-
M****** G****
16.9 %
-
F**** W***
8.3 %
History
- 2026
-
12.05.
Exit of positionDennis Jansen · Procura
-
12.05.
Exit of positionNeil Richard Morrison · Procura
-
27.04.
Member entryLutz Martin Gerlach · Procura
-
27.04.
Member entryDennis Jansen · Procura
-
27.04.
Member entryEva Spatz · Procura
- 2025
-
12.08.
Change of bylawsStaffbase SE
-
19.05.
Exit of positionStephanie Shu-Fen Dominy · Procura
-
27.01.
Member entryNeil Richard Morrison · Procura
Raw data & documents
Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.
Annual statements (full text)
Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Register documents
PDF documents straight from the court register — fetched on demand via the :code endpoint.
- Current extract (AD)
- Chronological extract (CD)
- Structured content (SI, XML)
- Shareholders list
- Articles of association
Website content
Structured markdown rendering of the company's public website — perfect for enrichment and AI pipelines.
- Website snapshot (auto-discovered) AI
Structured data and full text — per company
From annual statements as HTML to UBO lists: enable each field individually via the features parameter. One API, all data.
- Key figures Revenue, employee count, total assets, net income — per fiscal year.
- Authorized representatives Current and former managing directors, board members, signatories — with roles and date ranges.
- Publications Official commercial register publications including date and full text.
- Gesellschafter Current shareholder structure with stakes and contributions.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Ultimate beneficial owners as recorded in the German transparency register.
- Beteiligungen Stakes this company holds in other entities.
- Bilanz Full balance sheet line items from published annual statements.
- Gewinn- und Verlustrechnung P&L line items per fiscal year.
- Jahresabschlüsse (HTML) Published annual financial statements rendered as HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Notices from the official insolvency registers.
- News Recent mentions of the company from external news sources.
Plug into any stack
Whether you're building a classical API integration, an AI agent, or a no-code workflow — this data slots in.
Use this data in your app
Grab an API key and pull this structured commercial register data straight from your application — no scraping, no PDFs.
Keyboard shortcuts
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