EASY SOFTWARE AGEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Zusammengefasster Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Grundlagen des Konzerns 2. Wirtschaftsbericht 3. Risiko- und Chancenbericht 4. Prognosebericht 5. Nachtragsbericht Die EASY SOFTWARE AG nutzt das in § 315 Abs. 5 i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB vorgesehene Wahlrecht und fasst den Lagebericht der EASY SOFTWARE AG mit dem Konzernlagebericht zusammen. Der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht sollte im Kontext mit den geprüften (Konzern-) Finanzdaten und den Angaben im Anhang des Einzel- und Konzernabschlusses gelesen werden. Die folgenden Darstellungen basieren auf einer Reihe von vergangenheitsbasierten Angaben, deren Erläuterung in Teilen auch im Anhang und Konzernanhang dargestellt ist. Darüber hinaus enthält der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht auch in die Zukunft gerichtete Aussagen, d. h. Aussagen, die auf bestimmten Annahmen und den darauf basierenden aktuellen Planungen, Einschätzungen und Prognosen beruhen. Zukunftsaussagen besitzen nur in dem Zeitpunkt Gültigkeit, in welchem sie gemacht werden. Das Management der EASY SOFTWARE AG übernimmt - unbeschadet gesetzlicher Anforderungen - keine Verpflichtung, die diesem Dokument zugrundeliegenden Zukunftsaussagen beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten und/oder zu veröffentlichen. Zukunftsaussagen unterliegen immer Risiken und Unsicherheiten. Der Vorstand der EASY SOFTWARE AG weist darauf hin, dass eine Vielzahl von Faktoren zu einer erheblichen Abweichung in der Zielerreichung führen kann. Wesentliche Faktoren werden im Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht" detailliert beschrieben. 1. Grundlagen des Konzerns 1.1 Konzernstruktur Der EASY SOFTWARE Konzern bestand im Berichtszeitraum aus der EASY SOFTWARE AG als Muttergesellschaft, den drei deutschen Tochtergesellschaften EASY SOFTWARE Deutschland GmbH (ESD), EASY APIOMAT GmbH (EAP) und der im Berichtsjahr neu erworbenen Proxess Holding GmbH, sowie mehreren Auslandsgesellschaften. In der folgenden Tabelle sind diejenigen Gesellschaften mit Sitz und Beteiligungsanteil aufgeführt, die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der EASY SOFTWARE AG voll konsolidiert wurden (EASY Gruppe):
Während die EASY SOFTWARE AG und Proxess schwerpunktmäßig für die Produkterstellung und die Supportservices zuständig sind, verantwortet die EASY SOFTWARE Deutschland GmbH den Direktvertrieb und das Projektgeschäft in Deutschland. Die EASY APIOMAT GmbH bündelt die Cloud-Aktivitäten der EASY. Neben der Zentrale in Essen verfügt die EASY Gruppe in Deutschland über Standorte und sog. "Shared Offices" in Leipzig, München, Paderborn und Bobingen. Über Beteiligungen ist EASY darüber hinaus noch am Standort Straubing, in Rietheim- Weilheim und Rengsdorf aktiv. Das Auslandsgeschäft wird über eigene rechtliche Einheiten oder Geschäftspartner abgebildet, die jeweils einen Vertriebsauftrag für das entsprechende Land besitzen. Die Proxess GmbH hat eine Betriebsstätte in Thayngen (Schweiz). Folgende Gesellschaft wurde At Equity in den Konzernabschluss der EASY SOFTWARE AG einbezogen:
Die EASY SOFTWARE AG hält 52% an der friendWorks GmbH (Straubing) über die EASY SOFTWARE Deutschland GmbH. Es erfolgt keine Vollkonsolidierung, da keine Beherrschung vorliegt. Die friendWorks GmbH ist Partner im Bereich Softwarevertrieb, Consulting und Programmierung. Die EASY SOFTWARE AG hält 100% an der Proxess GmbH (Rietheim-Weilheim) über die Proxess Holding GmbH. Die Proxess GmbH wird im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der EASY SOFTWARE AG voll konsolidiert. 1.2 Geschäftstätigkeit Die EASY SOFTWARE AG, Essen, wurde am 6. März 1990 als EASY Elektronische Archivsysteme GmbH gegründet und am 8. September 1998 gemäß §§ 190 ff. UmwG formwechselnd in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Börsengang erfolgte im zweiten Quartal 1999. Das Delisting erfolgte im Februar 2022. Gesellschaftszweck ist die Entwicklung und der Vertrieb von Hard- und Software für elektronische Archivsysteme und Dokumentenmanagement-Systeme. Einer der langfristigen Schwerpunkte der EASY SOFTWARE AG liegt im Bereich der Erfassung von Massendaten, deren Strukturierung und dem damit optimierten Dokumentenfluss. Doch auch Langzeitarchivierung und Sicherheit vor Datenverlust sind dauerhaft wichtige Themen rund um die elektronische Archivierung und das dokumentenbasierte Enterprise Content Management. EASY SOFTWARE bietet auf Basis modernster Technologien anwenderorientierte Dokumentenmanagementsoftware für alle gängigen Betriebssysteme, Arbeitsumgebungen und Datenformate. Gleichzeitig ist das Unternehmen in der Lage, für jede Branche und jede Unternehmensgröße die maßgeschneiderte Lösung zur Optimierung dokumentenbasierter Prozesse zu liefern. Mit über 30 Jahren Erfahrung ist EASY SOFTWARE eines der marktführenden Unternehmen für ECM, DMS und P2P- Softwarelösungen im deutschsprachigen Raum. EASY vertreibt ihre Produkte und Lösungen im Berichtsjahr überwiegend im Direktvertrieb im In- und Ausland sowie über Vertriebspartner. Ein stark wachsendes Geschäftsfeld ist das Software-as-a-Service und Cloud-Geschäft, in dem die EASY Gruppe ihre Lösungen zusammen mit Partnern als Public- und Private-Cloud anbietet. Dienstleistungen wie Beratung, Projekt Management, Installation und Konfiguration von Produkten und Lösungen, Managed Services sowie Schulungen und Support komplettieren das Angebot. 1.2.1 Produkte und Lösungen EASY gehört zu den führenden Anbietern von Geschäftsprozesslösungen für die Themen Archivierung, Purchase-to-Pay, Contract Lifecycle Management oder HR Management sowohl für Best-of-Breed, Microsoft- und auch SAP-Umgebungen. Unter unseren Kunden finden sich Unternehmen und Organisationen nahezu jeder Größe und in fast allen Branchen. Dabei zeichnen sich die Lösungen der EASY besonders durch ihre hohe Integrationsfähigkeit in die technische Infrastruktur der Kunden, wie etwa in deren ERP- und Kommunikationssysteme, aus. Über 100 unterschiedliche Integrationsszenarien sind dabei erfolgreich bei Kunden im Einsatz. Auch dieses Jahr wieder wurden die SAP-integrierten Lösungen der EASY erneut von der SAP geprüft und zertifiziert. Darüber hinaus liefert EASY ausgereifte Basis-Lösungen für die Themen Dokumenten Management, Enterprise Content Management, Workflow Management, Informationserfassung sowie digitale Archivierung vollständig integriert in eine Vielzahl von Drittsystemen führender Softwarehersteller ebenso wie als dezidierte Archivierungslösung für alle Arten von Dokumenten. Damit liefert EASY wichtige Bausteine für die nachhaltige Optimierung und Digitalisierung von Geschäftsprozessen und die Zukunftssicherheit seiner Kunden. Basierend auf jahrzehntelangen Erfahrungen und zahlreichen erfolgreichen Kundenprojekten beschleunigt, erleichtert und optimiert EASY mit digitalen Lösungen die Arbeitsprozesse seiner Kunden und unterstützt die digitalen Transformationsprozesse. EASY Lösungen können entsprechend den jeweiligen Kundenanforderungen flexibel in unterschiedlichen Anwendungsszenarien bereitgestellt werden. Hierzu zählen Angebote in der Cloud (auch für verbreitete Plattformen wie Amazon Web Services (AWS) oder Microsoft Azure), der Betrieb in der IT-Infrastruktur des Kunden oder in hybriden Szenarien. Mit der Veränderung der Märkte und dem Kauf- bzw. Nutzungsverhalten der Kunden ändern sich auch die Anforderungen der Kunden im Hinblick auf die Flexibilisierung und Skalierung von Geschäftsmodellen. Kunden legen immer häufiger Wert auf variable Zahlungs- und Nutzungsmodelle, zum Beispiel gestaffelt nach Anzahl der Nutzer oder der benötigten Speicherkapazität. Parallel wächst das Interesse der Kunden, Softwarelösungen nicht mehr zu kaufen, sondern flexibel monatlich für deren Nutzung zu zahlen. Folgerichtig fokussiert sich EASY zunehmend auf sogenannte Subskriptionsmodelle. Das bietet dem Kunden den Vorteil stets aktueller Software, kontinuierlich neuer Funktionen und bedarfsgenauer Abrechnung. Entsprechend den jeweiligen fachlichen Anforderungen werden dabei die EASY Produkte durch spezialisierte, externe Webservices ergänzt, um den Kunden die besten Lösungen für ihre fach- und branchenspezifischen Fragestellungen zu bieten. Unter der Bezeichnung easy DM werden die technologischen Plattformen EASY ECM, EASY Process2Design und EASY ApiOmat weiterentwickelt und zu einer geschlossenen Softwareplattform verbunden. So wurden neue Lösungen wie EASY Portal Experiences (Kundenportale) und EASY HR Selfservice in mehreren Kundenprojekten bei Neu- ebenso wie bei Bestandskunden erfolgreich mit den etablierten Lösungen verbunden. Gemäß den sich dynamisch ändernden Marktanforderungen entwickelt EASY die nächsten Generationen seiner Fachlösungen konsequent Cloud-nativ, um die größtmögliche Flexibilität in allen vom Markt geforderten Einsatzszenarien bieten zu können. Durch die modulare Struktur einer Microservice-Architektur lassen sich einzelne Lösungsbestandsteile leicht austauschen und an aktuelle Entwicklungen anpassen sowie die Lösungen dynamisch entsprechend den Leistungsanforderungen skalieren. EASY Content Services liefern als Lösungsbausteine im Enterprise Content Management (ECM) hohe Integrationsfähigkeit in bereits vorhandene IT-Infrastrukturen. Zu diesem Bereich zählen Module zur Erfassung, Verwaltung und Archivierung von Dokumenten und Inhalten, die Integration in bestehende Systeme und die Ausgestaltung von Geschäftsprozessen. Darauf basieren Fachanwendungen wie z. B. EASY Contract, EASY HR, EASY Invoice, EASY Request und weitere. Die auf diesen EASY Content Services basierenden Lösungen bewähren sich seit Jahren erfolgreich im Markt. Mit EASY for SAP® Solutions erweitern wir bestehende SAP-Systeme und Cloud-Plattformen um erfolgreiche Lösungen wie EASY Invoice Management, EASY Contract Management, EASY Order Confirmation, EASY Delivery Notes, EASY Employee File und EASY Reference File. Sie alle basieren auf der Low-Code-/No-Code-Plattform EASY Process2Design. Gerade für größere und international tätige Unternehmen bieten wir mit EASY for SAP Solutions ein vollständig in die jeweilige SAP-Landschaft integriertes Angebot. Dabei ist sichergestellt, dass sich die EASY for SAP Solutions einfach und komfortabel mit den Produkten und Lösungen der EASY Content Services integrieren. 1.2.2 Vertrieb EASY vertreibt ihre Produkte über eigene Vertriebsgesellschaften und Geschäftspartner. Neben der EASY SOFTWARE Deutschland GmbH tragen eigene Landesgesellschaften im Ausland zum Direktvertrieb bei. Der Vertriebszyklus in diesen Vertriebskanälen beträgt bei reinen Applikationen drei bis zwölf Monate. Im Berichtszeitraum zeigte der Direktvertrieb in Deutschland eine erfolgreiche Transformation vom Lizenzverkauf zum Subskription-basierten Lösungsverkauf. Insgesamt werden mehr als zwei Drittel des Konzernumsatzes über den Direktvertrieb erwirtschaftet. Der Partnervertrieb besteht aus Geschäftspartnern für den Vertrieb von EASY-Produkten und Plattformen von rund 100 Partnern im In- und Ausland. Zielkunden im Partnervertrieb sind der Mittelstand. Der Vertrieb in Ländern, in denen EASY keine lokale Vertriebsgesellschaft betreibt, erfolgt über Vertriebspartner. Der Partnervertrieb trägt rund ein Drittel zum Konzernumsatz bei. 1.2.3 Unternehmensstrategie Strategisches Ziel für die EASY ist es weiterhin, den Geschäftsmodellwandel vom Lizenzverkauf zum Software-as-a-Service und Cloudlösungsanbieter erfolgreich zu vollziehen. Die Digitalisierung von Dokumenten und Geschäftsprozessen bietet die Voraussetzung für das sichere und effiziente Arbeiten im Home Office. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre existierenden IT-Systeme mit mobilen Anwendungen zu verbinden. Das sind die Zielkunden von EASY. Der IT-Analyst Gartner prophezeit einen Wandel der Branche vom Enterprise Content Management (ECM) hin zu Content Services-Plattformen. Genau hier liegt das Geschäftsfeld der EASY, das Kunden Mehrwerte bietet: EASY vereinfacht und verwaltet für sie Inhalte und Prozesse entlang digitaler Wertschöpfungsketten und verschafft ihnen zeitgleich entscheidende Wettbewerbsvorteile in punkto Zeit, Kosten und verbesserter Kundenerlebnisse. Für EASY bedeutet das aber auch, dass weitere, umfangreiche Änderungen und Innovationen am Produkt einschließlich Erweiterung um verschiedene Services, Automatisierung betrieblicher Abläufe mit weiteren Investitionen in IT-Systeme und Anpassung der Mitarbeiterkompetenzen an das neue Geschäftsmodell notwendig werden. Mit dem Übergang zum neuen Software-Geschäftsmodell ist auch ein Ausbau des Partner-Ökosystems verbunden. Das umfasst auch die Anbindung an Hyperscaler und Vertriebsplattformen von Microsoft und SAP etc. Insgesamt wird der Wandel die Finanz- und Ertragslage für eine Übergangszeit von ein paar Jahren belasten. Mittelfristig sichert EASY das Geschäft über eine wachsende Anzahl mehrjähriger Subskriptionsverträge ab, was die Planbarkeit und Robustheit des EASY Geschäfts erhöhen wird. Teil der Unternehmensstrategie ist es auch, regelmäßig die Opportunitäten für Zukäufe oder strategische Partnerschaften zu sondieren. 1.3 Steuerungssystem Die Verwaltung der Muttergesellschaft steuert die Belange des Konzerns in ordentlichen Sitzungen der Organe der Gesellschaft sowie zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Darüber hinaus werden kontinuierlich Themen einschließlich Risiko- und Chancenberichte im Rahmen von regelmäßigen Management-Meetings erörtert, an denen Vertreter aus allen Bereichen des Konzerns teilnehmen. Der Vorstand legt großen Wert auf eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns. Die wesentlichen finanziellen und nichtfinanziellen Steuerungszahlen des Unternehmens werden nachfolgend einzeln dargestellt. Sie dienen der internen Steuerung des Konzerns und werden im Rahmen des Konzern-Reportings monatlich an den Vorstand berichtet. Das Management-Reporting basiert auf vollständigen monatlichen Konzernabschlüssen einschließlich Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Kapitalflussrechnungen, deren Abweichungen vom Budget und zu den Vorjahreszahlen analysiert werden. Ergänzt werden die Monatsberichte um Quartalsprognosen der Vertriebspipeline und des operativen Cash-Flows sowie um Änderungen in der Software-Entwicklungspipeline. 1.3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Mutterunternehmens sind das EBITDA und die Umsatzerlöse. Finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns sind das Konzern-EBITDA sowie die Konzernumsatzerlöse. Die Basis zur Berechnung dieser Indikatoren bildet der Einzelabschluss der EASY SOFTWARE AG bzw. der Konzernabschluss der EASY Gruppe. Umsatzerlöse Indem EASY sich vermehrt auf skalierbare Produkte und Technologien fokussiert, spielt die Umsatzentwicklung in der Unternehmens- und Konzernsteuerung eine wichtige Rolle. Der Umsatz wird differenziert nach Lizenz- und Cloud-Umsätzen sowie Wartungs- und Serviceumsätzen. Jeder Umsatzbereich hat eigene Indikatoren. Der Umsatz der EASY SOFTWARE AG ist von EUR 30,7 Mio. auf EUR 31,7 Mio. gestiegen. Der gesamte Konzernumsatz stieg zum Vorjahr von EUR 49,4 Mio. auf EUR 50,9 Mio.. Zur Erreichung dieser Ziele ist die (Weiter-)Entwicklung innovativer Plattformen und Lösungen ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts der EASY SOFTWARE. Zukünftig wird neben dem Umsatz auch die Entwicklung des jährlich wiederkehrenden Umsatzes (Annual Recurring Revenue), der vertraglich unterlegt ist, eine steigende Bedeutung bekommen. EBITDA, EBITDA-Marge und operativer Cash-Flow EASY legt großen Wert auf die erfolgreiche Monetarisierung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios. Ziel ist es, profitables Wachstum zu erzielen. Vor diesem Hintergrund stellt das (Konzern-) EBITDA eine wichtige Rolle in der Unternehmens- bzw. Konzernsteuerung dar. Die EBITDA-Marge ergibt sich aus dem (Konzern-)Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern dividiert durch die (Konzern-) Umsatzerlöse. Im Berichtszeitraum wurde im Konzern ein EBITDA von EUR 7,5 Mio. (2022: EUR 5,0 Mio.) und in der EASY SOFTWARE AG ein EBITDA von EUR 1,3 Mio. (2022: EUR 0,6 Mio.) erzielt. Der operative Cash-Flow, für den das EBITDA ein Indikator ist, stieg im Berichtsjahr im Konzern um EUR 4,8 Mio. auf EUR 5,7 Mio. (Vorjahr: 0,9 Mio.). Die Kennzahl beschreibt die in der Berichtsperiode durch die operative Geschäftstätigkeit erwirtschafteten Mittel. Eigenkapitalquote Die Eigenkapitalquote der EASY Gruppe errechnet sich als Quotient aus dem Eigenkapital und der Bilanzsumme und dient als Indikator für die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Zum Bilanzstichtag 2023 betrug die Konzerneigenkapitalquote 31% (2022: 44%). 1.3.2 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Leistungsindikatoren spielen für die Steuerung des Mutterunternehmens sowie der EASY Gruppe eine Reihe nicht-finanzieller Leistungsindikatoren eine wichtige Rolle. Hervorzuheben sind hier die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, interne Kommunikation sowie Corporate Social Responsibility der Gruppe. Kundenzufriedenheit und -loyalität Zur Sicherstellung von profitablem und nachhaltigem Wachstum ist es notwendig, die Kundenzufriedenheit, -loyalität und positive Kundenerlebnisse in den Mittelpunkt von betrieblichen Abläufen und unternehmerischen Entscheidungen zu stellen. Die Messung und Einführung des Kunden-Net-Promoter-Score (Kunden-NPS) hat maßgeblich zur Messung und Bewertung der Kundenzufriedenheit beigetragen. Mitarbeitende als Erfolgsfaktor Die Steigerung der Zufriedenheit der Mitarbeitenden ist wichtig, um EASY im Wettbewerb um Arbeitskräfte als attraktiven und zukunftsorientierten Arbeitgeber zu positionieren. Innovationsgeist, Begeisterung, Engagement und Talent der Mitarbeitenden sind Grundvoraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum. Die individuelle Förderung und Karriereentwicklung von Mitarbeitenden besitzen im EASY Konzern höchste Bedeutung. Im Berichtsjahr wurden daher mit externen Coaches verschiedene Workshops mit knapp zwei Dritteln der Mitarbeitenden durchgeführt. Darüber hinaus gab es in internen Formaten auf freiwilliger Basis regelmäßige Lernangebote in interaktiven Formaten. Zusätzlich bietet EASY das firmeninterne Schulungsprogramm EASY Academy allen Mitarbeitenden an - hier gibt es nicht nur wichtiges Know-How zu unseren Produkten, sondern auch Tipps & Tricks für Präsentationen und Erstellung von Videoformaten. In dem Sprachförderungsprogramm Babbel stellte easy den Mitarbeitenden Lizenzen zur Verfügung, mittels der die Nähe und Interaktion zwischen deutsch- und englischsprachigen Mitarbeitenden durch das Erlernen und Verbessern der jeweiligen Fremdsprache erhöht wird. Interne Kommunikation Über das gesamte Jahr 2023 war das mobile Arbeiten bei EASY weiterhin die am weitesten verbreitete Arbeitsweise. Trotz der neuen, modernen Büroräumlichkeiten, die die Kommunikation abteilungsübergreifend fördern, wurde ebenfalls in weitere Kommunikationsmaßnahmen investiert. Im Dezember 2022 wurde eine neue interne Kommunikationsplattform vorgestellt, die das alte Intranet abgelöst hat. Die neue Kommunikationsplattform befördert Interaktion zwischen den Mitarbeitenden, vereinfacht die transparente Kommunikation und ist über verschiedene Kanäle (Mobile, Desktop, in Teams integriert) erreichbar, so dass möglichst viele Berührungspunkte mit internen Informationen sichergestellt sind. Darüber hinaus gab es Livestreams mit Management und Vorstand, die Informationen aus erster Hand lieferten, was insbesondere der Veranschaulichung und Etablierung der Unternehmensstrategie zuträglich war. Die Informationsformate und insbesondere das neue Kommunikationstool stießen auf sehr positive Resonanz. Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility easy versteht unter Nachhaltigkeit, Entscheidungen unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu treffen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist der effiziente, schonende und sparsame Einsatz von Ressourcen. Die vor Jahren etablierte Kooperation zwischen easy und AfB Social and Green IT läuft erfolgreich fort. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit dekonstruieren und überholen Arbeitskräfte mit und ohne Behinderung ausgediente Hardware von easy für eine Wiederverwertung. Im Rahmen einer Initiative pflanzt easy seit 2021 bei abgeschlossenen Kundenfeedbackumfragen Bäume im globalen Süden. Die Bäume wachsen in wirtschaftlich armen Regionen, die stark vom Klimawandel betroffen sind. Neben ihrer CO 2 - neutralisierenden Funktion beleben die Bäume dort zum Beispiel den ausgetrockneten Boden und beugen so Überschwemmungen vor. Das Pflanzen und die dauerhafte Pflege der Bäume schaffen zudem ein nachhaltiges Geschäft für die Bäuerinnen und Bauern der Region. Das Projekt steht nicht nur für Klimaschutz, sondern auch für Klimagerechtigkeit zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden. 1.4 Forschung und Entwicklung Die EASY SOFTWARE AG steuert ihre Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der gesamten Gruppe über eine Produktentwicklungseinheit. Die Einheit besteht im Wesentlichen aus zwei Säulen, welche einerseits für Cloud native Produkte und andererseits für klassische Produkte stehen. In der Säule Cloud-Native entsteht ein Produktportfolio, welches sich technologisch auf das Cloudgeschäft der Zukunft konzentriert und trotzdem hybridfähig sein wird. In der zweiten Säule (Hybrid) findet anhand eines strukturierten KVP-Prozesses die Pflege und Weiterentwicklung unserer aktuell am Markt verfügbaren Produkte und Lösungen statt. Frühzeitiges Erkennen von Trends und ein kundenzentrierter Ansatz sind die Basis für die Entwicklung neuer Lösungen. Die aktive Mitarbeit von EASY in verschiedenen IT-Fachverbänden unterstützt die Fokussierung. Im Geschäftsjahr 2023 lag der wesentliche Fokus der Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf der Entwicklung unseres cloud-nativen Archiv auf Basis von easy DM. Kunden können damit cloud-native Archive in Kombination mit lokal installierten Archiven nutzen. Diese Hybriden Szenarien sind die neuen Einsatzmodelle der Kunden, die im Rahmen einer weiteren Mobilisierung von Anwendungen neue digitale Angebote erwarten. Zu diesem Zweck wurden auch zahlreiche bestehende Kernprodukte überarbeitet und in einzelne Komponenten zur modularen Verwendung aufgeteilt. Neben den bisher bereits verfügbaren Systemplattformen wie Microsoft oder Linux Servern werden nun vielfach auch Containertechnologien wie Docker und Kubernetes unterstützt. Darüber hinaus wurden die Integrationen in ERP, CRM und Collaboration Systeme an die Cloud-Versionen der Hersteller angepasst und weitere Schnittstellen und Verfahren wie die Unterstützung des SAP-Information Lifecyle Management oder die Integration zu SAP Success Factors realisiert. Die EASY Applikationen wurden um Cloud Services verschiedener Anbieter erweitert und ermöglichen damit digitale Zusammenarbeit und Signaturverfahren sowie weitere Automatisierungen im Personalmanagement oder im Beschaffungswesen. Im Berichtszeitraum entstanden Aufwendungen im Konzern für Forschung und Entwicklung von Softwareprodukten in Höhe von TEUR 4.899 (i.Vj. TEUR 5.372). In der EASY Gruppe wurden im Geschäftsjahr, wie auch im Vorjahr, keine Entwicklungskosten aktiviert. Künstliche Intelligenz Seit dem 1. März 2021 lehrt Dr. Anne Stockem Novo als Stiftungsprofessorin im Fachgebiet Angewandte Künstliche Intelligenz an der Hochschule Ruhr West (HRW). Die Stiftungsprofessur wurde von der EASY SOFTWARE AG initiiert und gefördert. Junge Talente profitieren von diesem Fach an der HRW in ihrer Ausbildung und in ihrer weiteren beruflichen Entwicklung, auch weil Profis von EASY vor Ort mit den Studierenden zusammenarbeiten und EASY in verschiedenen Projekten als Kooperationspartner bereitsteht. Nicht zuletzt profitiert auch die Wirtschaft der Region, die in Zukunft auf das Kl-Knowhow angewiesen sein wird. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die easy Gruppe ist vorwiegend am deutschsprachigen Markt tätig und damit auch in erster Linie von den hier vorherrschenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen betroffen. Nach dem leichten Wachstum von 1,8 Prozent im Jahr 2022, das vor allem auf die Erholung von den schweren Einbrüchen der Jahre 2020 und 2021 zurückzuführen war, ist die deutsche Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 erneut geschrumpft. Der Krieg in der Ukraine, der zu einem Ausfall der russischen Energielieferungen führte, hat die Wirtschaftstätigkeit und die Kaufkraft in Europa auch 2023 weiterhin beeinträchtigt. Die hohen Energiepreise, die gestörten Lieferketten und die allgemeine Unsicherheit haben sowohl den privaten Konsum als auch die Investitionen der Unternehmen gedämpft. Zudem hat sich die Fachkräfteknappheit in vielen Branchen weiter verschärft und die Produktivität und die Innovationsfähigkeit eingeschränkt. Der Arbeitsmarkt blieb jedoch stabil, da Unternehmen versuchten, ihre Beschäftigten zu halten. Das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3 Prozent gesunken. Dies stellt den erst dritten jährlichen Rückgang im aktuellen Jahrhundert dar- neben den Jahren 2009 und 2020, als die globale Finanzkrise und die Covid-19-Pandemie die deutsche Wirtschaft jeweils in eine tiefe Rezession stürzten. Die Großhandelspreise für Energie waren im Jahr 2023 weiterhin hoch und belasteten Verbraucher und Wirtschaft. Im Jahresdurchschnitt sind die Preise für Energieprodukte um 5,3 Prozent gestiegen. Die Bundesregierung hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Energieversorgung zu sichern und Kosten variabel zu subventionieren. Grundsätzlich war die hohe Inflation einer der größten Einflussfaktoren im Jahr 2023. Auch die Verbraucherpreise sind im Jahresdurchschnitt um 5,9 Prozent gestiegen. Die Hauptursachen für diese hohe Inflation waren die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise, die sich auch auf die Preise anderer Güter und Dienstleistungen auswirkten. Die Lohnentwicklung konnte mit der Preisentwicklung nicht Schritt halten, was zu einem Rückgang der real verfügbaren Einkommen und damit auch des privaten Konsums führte. Für das Jahr 2024 wird kein wesentliches Wachstum der Wirtschaft erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt soll um 0,1 Prozent wachsen - eine aktuelle Prognose, die noch deutlich unter der vorherigen Winterprognose von 0,9 Prozent Wachstum liegt. Zumindest der Anstieg der Inflation der Verbraucherpreise soll allerdings auf +2,3 Prozent sinken und die Erwerbstätigkeit auf einem stabilen Niveau bleiben. Die wichtigsten Herausforderungen für die Wirtschaft bleiben die nach wie vor erhöhten Energiekosten - auch in Folge des Bundesverfassungsgerichtsurteils zum Nachtragshaushalt 2021, mit dem eine Veränderung der ursprünglich in Aussicht gestellten Entlastungspakete einhergeht - sowie die Sicherung der Fachkräftebasis. Quellen:
2.2 Markt und Marktumfeld Ähnlich wie bereits im schwierigen globalen wirtschaftlichen Umfeld der Vorjahre zeigte sich die ITK-Branche im Jahr 2023 weitestgehend krisenresistent. Gleichzeitig spiegelte sich das allmähliche Ausklingen der wirtschaftlichen Effekte der jüngsten globalen Notlagen und Ausnahmesituationen nicht in noch weiter gestiegenem Wachstum der ITK-Branche wider. Denn tatsächlich wuchs die Branche im Jahr 2023 um - relativ gesehen - geringe 2 Prozent auf 215 Milliarden Euro. Zum Vergleich: In den Jahren 2021 und 2022 lag das Branchenwachstum bei 6,6 bzw. 6,8 Prozent. Überdurchschnittliche Werte, die auf den akut gestiegenen Digitalisierungsbedarf infolge der COVID-19-Pandemie samt Lockdowns zurückzuführen sein dürften. Gleichzeitig entwickelte sich die ITK-Branche - trotz langsameren Wachstums - gegen den allgemeinen Abwärtstrend der deutschen Gesamtwirtschaft. So bewegte sich der ifo-Index für das Geschäftsklima in Deutschland branchenübergreifend von Januar 2023 bis Januar 2024 von -3,1 auf -13,8 Punkte - dieser Schwund geschah in einem allgemeinen Abwärtstrend mit geringeren Ausreißern nach oben und unten über das gesamte Jahr 2023 hinweg. Die Geschäftslage der IT- und Telekommunikationsunternehmen hingegen lag laut Bitkom-ifo-Digitalindex zum Jahresende mit 9,8 Punkten klar im Plus, auch wenn dies einen Rückgang gegenüber den 18,4 Punkten des Vorjahresmonats darstellt. Der Index bildet die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate ab und berechnet daraus das Geschäftsklima. Seinen Höchststand im Jahr 2023 erreichte der Index im April mit 24,6 Punkten. (Vorjahreshöhepunkt: 38,9 Punkte im Mai 2022.) Noch weiter verschärft sich auch der Bedarf bzw. Mangel an Fachkräften (nicht nur, aber in besonderem Maße) in der ITK- Branche. Ist der Zuwachs von 2,1 Prozent neuer Arbeitsplätze in der Branche (insgesamt circa 1,3 Millionen) noch ein positiv zu bewertender Trend, so stehen dieser Zahl ganze 149.000 unbesetzte Stellen für IT-Expertinnen und -Experten im Dezember 2023 gegenüber - nochmals 12.000 mehr als im Vorjahr. Laut Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst bestünde der Mangel an IT-Fachkräften in Deutschland unabhängig von Konjunkturzyklen und sei ein systemisches Problem der deutschen Wirtschaft, begründet in zu wenigen verfügbaren Fachkräften (auch zurückzuführen auf den demografischen Wandel) sowie zu viel Regulierung. Im Schnitt bleiben IT-Stellen 7,7 Monate vakant. Jedes zweite Unternehmen hofft auf Effizienzgewinne durch KI-Technologien zur Linderung des Fachkräftemangels. Der Digitalverband Bitkom erwartet für die Unternehmen der IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im laufenden Jahr ein Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro. Damit würde der ITK-Sektor um den Faktor drei bis vier stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt, basierend auf Prognosen zu Jahresanfang 2024. Plante im Vorjahr noch ein Viertel der Digitalunternehmen zu Jahresanfang, die Investitionen zu erhöhen, plant dies 2024 nur noch jedes fünfte Unternehmen. Gleichzeitig planen 17 Prozent der befragten Unternehmen niedrigere Investitionen. Quellen:
2.3 Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum Erwerb Proxess Am 13. November 2023 gab die EASY SOFTWARE AG den Kauf aller Geschäftsanteile an der PROXESS Holding GmbH mit Sitz in Berlin bekannt. Die PROXESS Holding GmbH und ihre Tochtergesellschaft PROXESS GmbH (PROXESS Gruppe) sind mit rund 100 Mitarbeitern an den Standorten Rietheim-Weilheim, Rengsdorf, Leipzig und Thayngen (Schweiz) im Bereich der Dokumenten-Management-Systeme (DMS) tätig. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte die PROXESS Gruppe einen Umsatz zwischen 10 und 11 Mio. Euro. Verkäufer sind die Beta Systems Software Aktiengesellschaft als Mehrheitsgesellschafterin der PROXESS Holding GmbH sowie Mitglieder des Managements der PROXESS Gruppe. Das Transaktionsvolumen (einschließlich Schulden) beläuft sich auf einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. easy finanziert den Kaufpreis für die Transaktion im Wesentlichen über ein Gesellschafterdarlehen der Mehrheitsaktionärin conrizon AG. 2.4 Beurteilung der Geschäftsentwicklung Die Konzernentwicklung im gesamten Geschäftsjahr 2023 lag beim Umsatz innerhalb der prognostizierten Bandbreite. Unter Berücksichtigung der Softwarepflege-Verträge konnte der Anteil vertraglich abgesicherter Umsätze insgesamt auf rund 68% (i. Vj. 66%) des Jahresumsatzes 2023 gesteigert werden. Durch den Gewinnabführungsvertrag zwischen der EASY SOFTWARE AG und der conrizon AG wird im Konzernergebnis ein Aufwand aus Gewinnabführung von EUR 4,6 Mio. (i.Vj. EUR 2,8 Mio.) ausgewiesen. 2.5 Unternehmenslage Die Bilanzierung der EASY SOFTWARE AG erfolgt im Einzelabschluss und seit dem Geschäftsjahr 2022 im Konzernabschluss nach HGB. Es kann im Folgenden zwischen dem Zahlenwerk des Abschlusses und den hier angegebenen (Kenn-)Zahlen zu Rundungsdifferenzen kommen. 2.5.1 Ertragslage des Konzerns Umsatzentwicklung Der Konzernumsatz der EASY Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 50,9 Mio. (2022: EUR 49,4 Mio.). Er liegt damit innerhalb der im Vorjahr prognostizierten Bandbreite. 58,3% des Konzernumsatzes entfielen auf Wartungserlöse (2022: 55,7%), 20,2% auf Dienstleistungen (2022: 19,2%), 9,3% (2022: 10,2%) auf Cloud und Software-Miete, sowie 12,1% auf Softwarelizenzen (2022: 13,6%). 0,2% (2022: 1,2%) entfielen auf Sonstige. Zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge ergab sich eine Gesamtleistung in Höhe von EUR 52,4 Mio. (2022: EUR 50,4 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 1,6 Mio. (2022: EUR 0,9 Mio.) waren im Wesentlichen durch Erstattungen von im Vorjahr erfolgten Zahlungen an die Transfergesellschaft und Erträgen aus Auflösungen von Rückstellungen geprägt. Ergebnisentwicklung Die Umsatzerlöse sind zum Vorjahr von EUR 49,4 Mio. auf EUR 50,9 Mio. leicht gestiegen. Die Materialaufwandsquote stieg von 25,6% auf 27,7%, was vor allem auf einen erheblich höheren Anteil von bezogenen Leistungen zurückzuführen war. Der Personalaufwand sank von EUR 23,8 Mio. im Geschäftsjahr 2022 (Quote 48,1%) auf EUR 22,5 Mio. (Quote 44,2%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Berichtsjahr auf EUR 8,4 Mio. (2022: EUR 9,0 Mio.). Vor diesem Hintergrund belief sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 7,5 Mio. (2022: EUR 5,0 Mio.). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen von EUR 4,3 Mio. auf EUR 4,5 Mio. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) stieg auf EUR 3,0 Mio. (2022: EUR 0,6 Mio.). Das Ergebnis der At Equity bewerteten Finanzanlagen aus der friendWorks GmbH betrug EUR 0,3 Mio. (2022: EUR 0,3 Mio.). Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich entsprechend auf EUR 3,7 Mio. (2022: EUR 1,5 Mio.). Unter Berücksichtigung eines Steueraufwands in Höhe von EUR 0,2 Mio. (2022 Steuerertrag EUR 1,7 Mio.) ergab sich somit ein Konzernjahresüberschuss (Geschäftsergebnis) vor Gewinnabführung in Höhe von EUR 3,6 Mio. (2022: EUR 3,2 Mio.). Durch die Gewinnabführung an die conrizon AG von EUR 4,6 Mio. (2022: EUR 2,8 Mio.) entstand insgesamt ein Konzernjahresfehlbetrag von EUR 1,1 Mio. (2022: Konzernjahresüberschuss EUR 0,4 Mio.). 2.5.2 Ertragslage der EASY SOFTWARE AG Die Umsatzerlöse der EASY SOFTWARE AG stiegen im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 31,7 Mio. (2022: EUR 30,7 Mio.). Die Gesamtleistung inklusive sonstiger betrieblicher Erträge stieg auf EUR 32,8 Mio. (2022: EUR 31,2 Mio.). Kostenseitig stiegen die Materialaufwendungen durch höhere bezogene Leistungen von EUR 8,2 Mio. auf EUR 9,7 Mio. Die Personalaufwendungen sanken im Berichtszeitraum von EUR 11,5 Mio. auf EUR 10,9 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit EUR 10,9 Mio. (2022: EUR 10,9 Mio.) auf Vorjahresniveau, resultierend in einem EBITDA in Höhe von EUR 1,3 Mio. (2022: EUR 0,6 Mio.). Die Abschreibungen stiegen zum Vorjahr um EUR 0,1 Mio., so dass sich für den Berichtszeitraum ein EBIT in Höhe von EUR 0,1 Mio. (2022: EUR -0,4 Mio.) ergab. Das Finanzergebnis stieg auf EUR 4,5 Mio. (2022: EUR 3,2 Mio.). Wesentlichen Einfluss hatten der Ertrag aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der EASY SOFTWARE Deutschland GmbH von EUR 3,6 Mio. (2022: EUR 2,2 Mio.) sowie die Zinserträge durch Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Durch den Gewinnabführungsvertrag mit der conrizon AG wurden im Geschäftsjahr EUR 4,6 Mio. Ergebnis abgeführt (2022: EUR 2,8 Mio.). Das Jahresergebnis (Geschäftsergebnis) beträgt hierdurch und für die zukünftige Dauer des Gewinnabführungsvertrages EUR 0. 2.5.3 Vermögens- und Finanzlage des Konzerns 2.5.3.1 Vermögenslage Kapitalstruktur Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme im Berichtszeitraum von EUR 37,0 Mio. auf EUR 49,5 Mio. erhöht. Die Zunahme ist auf der Aktivseite hauptsächlich auf die gestiegenen Ausleihungen an verbundene Unternehmen, im Wesentlichen an die conrizon AG, zurückzuführen. Auf der Passivseite sank, bedingt durch das negative Konzernergebnis, das Eigenkapital auf EUR 15,3 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 16,4 Mio.). Durch Erfassung des Gewinnabführungsvertrags von EUR 4,6 Mio., kurzfristige Ausleihungen bei verbundenen Unternehmen von EUR 5,7 Mio. und Ausleihungen bei der conrizon AG für den Erwerb der Proxess von EUR 13,3 Mio. stiegen die finanziellen Verbindlichkeiten im Berichtszeitraum auf EUR 29,1 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 14,3 Mio.). Die EASY Gruppe verfügt zum 31. Dezember 2023 eine Eigenkapitalquote in Höhe von 31% (31. Dezember 2022: 44%). Anlagevermögen Das Anlagevermögen erhöhte sich von EUR 24,7 Mio. auf EUR 38,0 Mio. Die Finanzanlagen stiegen auf EUR 19,0 Mio. und entfallen mit EUR 18,6 Mio. auf ein langfristiges Darlehen an die Hauptaktionärin conrizon AG. Das Anlagevermögen entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme in Höhe von 76,7% (31. Dezember 2022: 66,7%). Umlaufvermögen Das Umlaufvermögen stieg auf EUR 6,2 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 5,9 Mio.), einhergehend mit einem Anteil an der Bilanzsumme in Höhe von 12,5% (31. Dezember 2022: 16,1%). Die Zahlungsmittel betrugen EUR 2,3 Mio. (i.Vj. EUR 3,5 Mio.). Rückstellungen Die Rückstellungen beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 3,0 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 3,7 Mio.). Dies entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme in Höhe von 6,0% (31. Dezember 2022: 10,1%). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtszeitraum von EUR 14,3 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 29,1 Mio. zum 31. Dezember 2023, einhergehend mit einem Anteil an der Bilanzsumme in Höhe von 58,8% (31. Dezember 2022: 38,6%). Wesentliche Veränderungen zum Vorjahr ergaben sich bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 23,6 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 4,8 Mio.). Eigenkapital Zum 31. Dezember 2023 sank das Eigenkapital auf EUR 15,3 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 16,4 Mio.). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Konzernjahresergebnis. Das gezeichnete Kapital betrug im Berichtszeitraum EUR 6,4 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 6,4 Mio). Die Eigenkapitalquote sank auf 31% (31. Dezember 2022 44%). 2.5.3.2 Finanzlage Der Nettozahlungsmittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 5,7 Mio. (2022: EUR 0,9 Mio.). Der Nettozahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf EUR 15,9 Mio. (2022: EUR 5,5 Mio.). Im Cashflow aus Investitionstätigkeit sind EUR 13,4 Mio. (2022: EUR 0,00) Auszahlungen für Unternehmenserwerbe sowie EUR 3,4 Mio. (2022: EUR 5,8 Mio.) Auszahlungen für Darlehen an die conrizon AG enthalten. Der Nettozahlungsmittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 8,9 Mio. (2022 EUR 4,0 Mio.). Im Geschäftsjahr erfolgten Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten von EUR 17,0 Mio. (2022: EUR 4,2 Mio.) sowie Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten von EUR 5,0 Mio. (2022: EUR 0,00). Dazu kamen Zinszahlungen in Höhe von EUR 0,3 Mio. (2022: EUR 0,2 Mio.). Somit ergab sich für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt ein Gesamt-Cashflow in Höhe von EUR -1,3 Mio. (2022: EUR -0,5 Mio.). Der Finanzmittelbestand betrug am 31. Dezember 2023 EUR 2,3 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 3,5 Mio.). 2.5.4 Vermögens- und Finanzlage der EASY SOFTWARE AG Kapitalstruktur Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme im Berichtszeitraum von EUR 49,2 Mio. auf EUR 67,0 Mio. erhöht. Die Veränderung auf der Aktivseite betrifft hauptsächlich die Anteile und Ausleihungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen stiegen durch den Erwerb der Proxess um EUR 3,9 Mio. Im Geschäftsjahr wurden Ausleihungen an verbundene Unternehmen von TEUR 14.334 (i.Vj. TEUR 12.252) getätigt. Die Ausleihungen betreffen im Wesentlichen die Proxess Holding GmbH und die conrizon AG, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten betrugen EUR 0,4 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 0,9 Mio.). Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital von EUR 32,5 Mio. zum Vorjahr gleich. Die Verbindlichkeiten stiegen durch höhere Verbindlichkeiten gegenüber Dritten und verbundenen Unternehmen. Die Positionen beinhalten ein kurzfristig fälliges Darlehen bei der conrizon AG, von EUR 3,5 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 0,0 Mio.), ein kurzfristiges Darlehen zur Finanzierung des Erwerbs der Proxess von EUR 13,3 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 0,0 Mio.) sowie der Verbindlichkeit aus Gewinnabführung von EUR 4,6 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 2,8 Mio.). Anlagevermögen Das Anlagevermögen stieg im Berichtszeitraum von EUR 42,1 Mio. auf EUR 59,2 Mio. Ursächlich für die Steigerung waren im Wesentlichen gestiegene Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die Sachanlagen veränderten sich im Wesentlichen durch Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung, verringert um planmäßige Abschreibungen. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 waren, wie im Vorjahr, keine Wertminderungen zu verbuchen. Insgesamt entfielen 88,2% (31. Dezember 2022: 85,5%) der Bilanzsumme auf das Anlagevermögen. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen von EUR 5,6 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 6,5 Mio. zum 31. Dezember 2023. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen, im Wesentlichen bedingt durch die höhere Gewinnabführung der EASY SOFTWARE Deutschland GmbH, um EUR 0,7 Mio. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen zum Vorjahr um EUR 0,3 Mio. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten nahmen zum Vorjahr auf rund EUR 0,4 Mio. ab (31. Dezember 2022: EUR 0,9 Mio.). In Summe erhöhte sich das Umlaufvermögen auf EUR 6,8 Mio. zum 31. Dezember 2023 (31. Dezember 2022: EUR 6,5 Mio.) entsprechend einem Anteil von 10,2% an der Bilanzsumme (31. Dezember 2022: 13,2%). Rechnungsabgrenzungsposten und aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten stiegen von EUR 0,6 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 1,0 Mio. zum Ende des Berichtszeitraums. Die Steigerung erfolgte im Wesentlichen durch im Geschäftsjahr 2023 höhere im Voraus bezahlte sonstige betriebliche Aufwendungen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung einer Pensionsverpflichtung belief sich wie im Vorjahr auf unter EUR 0,1 Mio. Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft blieb mit EUR 32,5 Mio. zum Vorjahr unverändert. Das Jahresergebnis der Gesellschaft wird für die Dauer des Gewinnabführungsvertrags bei der conrizon AG ausgewiesen. Im Ergebnis sank die Eigenkapitalquote von 66,0% zum 31. Dezember 2022 auf 48,5% zum 31. Dezember 2023. Rückstellungen Die Rückstellungen verminderten sich im Berichtszeitraum von EUR 1,8 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 1,1 Mio. zum 31. Dezember 2023. In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Mitarbeiterprovisionen von EUR 0,5 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 0,6 Mio.), Inflationsausgleichsprämien von TEUR 44 (31. Dezember 2022: EUR 0,4 Mio.), ausstehenden Rechnungen von EUR 0,2 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 0,1 Mio.) und Rückstellungen für Restrukturierung von TEUR 117 (31. Dezember 2022: TEUR 90) enthalten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen von EUR 2,0 Mio. auf EUR 3,1 Mio.. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen stiegen auf EUR 28,7 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 6,9 Mio.). Die Position enthält die Verbindlichkeit aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der conrizon AG von EUR 4,6 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 2,8 Mio.) sowie kurzfristige Darlehen von EUR 5,5 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 2,0 Mio.) und ein Darlehen zur Finanzierung des Erwerbs der Proxess von EUR 13,3 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 0 Mio.). Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken, im Wesentlichen durch Tilgung des Darlehens bei der Sixth Street, London, auf EUR 1,2 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 5,4 Mio.). Aus Restkaufpreisen für die Proxess wurde eine Verbindlichkeit von EUR 1,0 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 0,0 Mio.) passiviert. Die Gesamtverbindlichkeiten beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 33,1 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 14,4 Mio.), entsprechend einem Anteil von 49,3% an der Bilanzsumme (31. Dezember 2022: 29,3%). Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungen betreffen im Voraus berechnete und bezahlte Software-Pflegeverträge, deren Leistungszeiträume über das Geschäftsjahr hinausgehen. Diese beliefen sich zum Ende des Berichtszeitraums, wie auch im Vorjahr, auf rund EUR 0,4 Mio. Finanzlage Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich am 31. Dezember 2023 auf TEUR 365 (31. Dezember 2022: TEUR 883). Es bestand über die conrizon AG eine Kontokorrentlinie bei der HSBC, London, in Höhe von EUR 5,0 Mio., die zum Bilanzstichtag mit EUR 3,5 Mio. in Form eines kurzfristigen Darlehens in Anspruch genommen wurde. 2.5.5 Finanzmanagement Das Finanzmanagement der EASY SOFTWARE AG und des EASY-Konzerns hat es sich zum zentralen Ziel gesetzt, jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, finanzielle Risiken zu minimieren und die finanzielle Flexibilität zu sichern. Die operative Geschäftstätigkeit der einzelnen Gesellschaften und der daraus resultierende Mittelzufluss stellen die Hauptliquiditätsquelle dar. Dazu kommen die Erträge aus assoziierten Unternehmen auf Konzernebene bzw. aus Beteiligungsunternehmen und Gewinnabführungsverträgen auf Einzelabschlussebene. Eine umfangreiche Finanzierung über verzinsliches Fremdkapital ist lediglich bei großen Investitionen, wie zum Beispiel Unternehmenskäufen, erforderlich und wird daher einzelfallbezogen betrieben. Die Darlehen haben dabei regelmäßig feste Verzinsungen. Eine adäquate Eigenkapitalausstattung ist Zielsetzung, die mit über 40% auf Ebene des Mutterunternehmens bzw. mit über 30 % auf Konzernebene erreicht wird, und soll das externe Rating durch Banken unterstützen. Die Zielerfüllung wird im Rahmen der Unternehmens- und Konzernplanung überwacht. Die EASY Gruppe bezieht auf Konzernebene grundsätzlich alle konsolidierten Tochterunternehmen in diese Planung mit ein. Es wird sichergestellt, dass eine ausreichende Liquidität jederzeit gegeben ist. Mit der verfügbaren Kapitalausstattung und den getroffenen Finanzierungsmaßnahmen hat die EASY Gruppe nach Auffassung des Vorstands die wesentlichen Voraussetzungen für die künftige Entwicklung geschaffen. Bestandteil des Finanzmanagements ist ebenfalls eine Überwachung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen im Einzelabschluss bzw. ein Werthaltigkeitstest des Geschäfts- und Firmenwertes im Konzernabschluss. Es werden jährliche Wertminderungstests, bei besonderen Ereignissen auch unterjährige Wertminderungstests, durchgeführt. 2.5.6 Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr tätigte die EASY Gruppe in das immaterielle und Sachanlagevermögen Investitionen mit einem Volumen in Höhe von EUR 0,1 Mio. (2022: EUR 0,5 Mio.), die ausschließlich das Sachanlagevermögen betrafen. Die EASY SOFTWARE AG tätigte Investitionen in das immaterielle und Sachanlagevermögen in einem Volumen in Höhe von EUR 0,1 Mio. (2022: EUR 0,5 Mio.). Weitere investierte Mittel flossen mit EUR 18,2 Mio. (2022: EUR 0,0 Mio.) in Finanzanlagen. Für das Geschäftsjahr 2024 sind planmäßig geringere Investitionen vorgesehen. 2.5.7 Auftragslage Der Auftragsbestand der EASY Gruppe zum 31. Dezember 2023 bezifferte sich in Deutschland auf EUR 7,0 Mio. (31.12.2022: EUR 5,5 Mio.). Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet der Vorstand über alle Konzerngesellschaften wieder mit einem Zuwachs im Neugeschäft. Zudem wird auch in 2024 im Sinne der Unternehmensstrategie eine überproportionale Steigerung von Software-as-a-Service Angeboten mit langfristigen Mietverträgen angestrebt. Diese Veränderung im Geschäftsmodell führt teilweise zu Umsatzverschiebungen auf die Folgejahre, wodurch nur ein leichter Wachstum des Gesamtumsatzes geplant ist. 2.5.8 Mitarbeiter Für EASY sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter von strategischer Bedeutung. Im Berichtszeitraum ist die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter trotz Erwerb der Proxess im Konzern auf 242 (2022: 268) gesunken. Die EASY SOFTWARE AG beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 117 (2022: 134) Mitarbeiter. Zum Ende des Geschäftsjahres lag die Mitarbeiterzahl der EASY SOFTWARE AG bei 112 (31. Dezember 2022: 131). 2.6 Vergütungsbericht Im Geschäftsjahr 2023 wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrates, wie auch im Vorjahr, keine Vergütungen gewährt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden den Mitgliedern des Vorstands, inklusive Nebenleistungen, TEUR 754 (i.Vj. TEUR 742) gewährt. 2.7 Sonstige Angaben Wesentliche Stimmrechtsmitteilungen aus den Vorjahren, mit denen der Gesellschaft Überschreitungen der Meldeschwellen mitgeteilt wurden, lauten wie folgt:
3. Risiko- und Chancenbericht Risiken bezeichnen die generelle Möglichkeit des Auftretens von internen oder externen Ereignissen, die eine ungünstige Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage der EASY SOFTWARE AG bzw. deren Tochtergesellschaften haben oder durch deren Auftreten die Erreichung von gesteckten Zielgrößen gefährdet wird. Die Geschäftstätigkeit der EASY SOFTWARE AG ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Chancen und Risiken aus unternehmerischer Tätigkeit werden vom Vorstand laufend definiert und bewertet. Wesentliche Elemente der Management- und Führungsinstrumentarien sind die Überwachung, die Analyse und Bewertung sowie die Steuerung der Risiken, wie sie § 91 Absatz 2 Aktiengesetz zwingend verlangt. Eine Kategorisierung der Risiken wird vorgenommen. Ein kategorischer Ausschluss oder eine grundsätzliche Vermeidung spezieller Risiken ist nicht vorgesehen. Risiken werden, soweit möglich und unternehmerisch sinnvoll, minimiert oder auf Dritte verlagert. 3.1 Risikomanagement Für die EASY SOFTWARE AG und die EASY Gruppe bildet ein konsequentes Kontroll- und Risikomanagement ein wesentliches Instrument zur langfristigen Absicherung des Unternehmens bzw. Konzerns. In der EASY Gruppe existiert ein unternehmens- und konzernweites Frühwarnsystem zur Identifizierung eventueller Gefährdungen, in das sowohl interne als auch externe Risikofaktoren einfließen. Die Einhaltung der strategischen Vorgaben wird durch die jeweiligen Fachabteilungen überwacht. Eine laufende zentrale Prüfung der unternehmerischen Kennzahlen (Umsatz und EBITDA, aber auch die Entwicklung von Neukundengewinnung, KPIs, Wartungsbestandsentwicklung und Liquidität) und deren Entwicklung, Abweichungen von Planungen, Prozesskontrolle sowie Markt- und Wettbewerbsanalysen runden das Risikomanagement ab. EASY verfügt damit über ein Steuerungs- und Überwachungssystem, das die Erkennung, die Analyse inkl. Bewertung und die Kommunikation sowie Kontrolle von (bestandsgefährdenden) Risiken und ihrer Veränderung sicherstellt. Vom Risikomanagement werden grundsätzlich alle Risiken erfasst. Dabei umfasst das Risikomanagementsystem ausschließlich Risiken, keine Chancen. Das rechnungslegungsbezogene, interne Kontroll- und Risikomanagementsystem von EASY umfasst Instrumente und Maßnahmen, die koordiniert eingesetzt werden, um rechnungslegungsbezogene Risiken zu verhindern bzw. um diese rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu beseitigen. Der Vorstand hat in diesem Zusammenhang Richtlinien und Genehmigungsstrukturen zur Risikoprävention bzw. zur Aufdeckung und Kontrolle von Risiken aufgestellt. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess vollumfänglich in den Qualitätssicherungsprozess des Unternehmens bzw. des Konzerns eingebunden. Die Gesamtverantwortung für alle Prozesse zur Erstellung des Jahres- und Konzernabschlusses der EASY Gruppe liegt beim Vorstand. Die Effizienz des gesamten Risikomanagementsystems wird regelmäßig überwacht und bewertet. Verbesserungspotenziale werden unverzüglich umgesetzt. 3.2 Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Der Rechnungslegungsprozess der EASY Gruppe ist entsprechend der Größe des Unternehmens und Konzerns ausgestaltet. Die Muttergesellschaft überwacht neben der Einhaltung der Bilanzierungsvorschriften auch die Einhaltung weiterer Konzernvorgaben, wie z.B. hinsichtlich der Prozesse. Die rechnungslegungsbezogenen Geschäftsdaten der einbezogenen Konzernunternehmen werden bei der EASY SOFTWARE AG als Muttergesellschaft der Gruppe zusammengeführt. Wesentliche, für die Rechnungslegung der einbezogenen Konzernunternehmen relevante Informationen und Sachverhalte werden vor ihrer Erfassung mit den einzelnen Fachbereichen erörtert und durch das Rechnungswesen auf ihre Konformität mit den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften überprüft. Die Abschlussinhalte der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden durch ein entsprechendes Berichtswesen analysiert und unter Einbeziehung weiterer Fachbereiche auf deren Richtigkeit hin überprüft. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wird die EASY SOFTWARE AG fachlich durch externe Berater unterstützt. Die Erstellung der Jahresabschlüsse der Gesellschaften der EASY Gruppe erfolgt nach den im Land ihres Sitzes geltenden Rechnungslegungsvorschriften. In Deutschland richten sich diese nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Bei der Konsolidierung im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt dann die Überleitung zur Rechnungslegung gemäß den deutschen Standards (HGB). Grundsätzlich können neben Risiken aus der Nichteinhaltung von Bilanzierungsregeln auch Risiken aus der Missachtung formaler Fristen und Termine entstehen. Zur Vermeidung entsprechender Risiken, wie auch zur Dokumentation, der im Rahmen der Konzernabschlusserstellung durchgeführten Arbeitsabläufe erstellt EASY einen Abschlusskalender, in dem die zeitliche Abfolge der einzelnen Tätigkeiten und die Zuordnung von Verantwortlichkeiten festgehalten wird. Mit Hilfe dieses Abschlusskalenders wird sowohl die Einhaltung der vorgegebenen Arbeitsabläufe als auch die Einhaltung vorgegebener Termine zur Abschlusserstellung überwacht. Über den Abschlusskalender werden den verantwortlichen Mitarbeitenden auch rechtzeitig Warnungen bei terminlichen oder fachlichen Problemen übermittelt. Er ermöglicht darüber hinaus eine Statusverfolgung des Erstellungsprozesses, um Risiken rechtzeitig zu erkennen und auszuräumen. Die Einhaltung der Regelungen zur IT-Sicherheit wird über individuelle Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen gewährleistet. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss der EASY SOFTWARE AG werden von den Wirtschaftsprüfern auf die Einhaltung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften hin geprüft. Der Jahresabschluss der EASY SOFTWARE AG sowie der Konzernabschluss unterliegen der Pflichtprüfung. Das abschließende Ergebnis der vorgenommenen Prüfung wird in Form eines Vermerkes mit den jeweiligen Abschlüssen veröffentlicht. 3.3 Risiken Neben der allgemeinen nationalen und internationalen Konjunkturentwicklung - sowohl bedingt durch die weitere pandemische Entwicklung, aber auch durch die Konfliktsituation in der Ukraine - sind es vor allem branchenspezifische Risiken und der schnelle technologische Wandel, die den Geschäftsverlauf der EASY SOFTWARE AG und der EASY Gruppe negativ beeinflussen können. Im Zusammenhang mit der konjunkturellen und branchenbezogenen Entwicklung bestehen insbesondere Umsatz- und Ergebnisrisiken, die trotz permanenter interner Kontrolle und bestehender Frühwarnsysteme nicht vollständig ausgeschlossen werden können. 3.3.1 Markt- und Umfeldrisiken Allgemeine Marktrisiken Die Märkte für die Produkte der EASY SOFTWARE AG und der EASY Gruppe sind durch einen sehr hohen Wettbewerb gekennzeichnet. Vor allem im europäischen Markt - und hier insbesondere im deutschsprachigen Raum - herrscht die weltweit größte Wettbewerbsdichte. Eine größere Anzahl an Unternehmen, die über funktional ähnliche Produkte verfügen, existiert jedoch seit Jahrzehnten nebeneinander, weil gleichzeitig eine sehr große Nachfrage nach entsprechenden Produkten besteht. Insbesondere bei neu entwickelten Produkten besteht neben dem generellen Akzeptanz- und Absatzrisiko auch ein erkennbares Ertragsrisiko, das durch hohe Aufwendungen für Marktentwicklung, Produkteinführung und anschließende Marktdurchdringung hervorgerufen wird. Trotz intensiver Marktforschung ist das Erreichen der gesetzten Umsatzziele für neue Produkte stets Risiken unterworfen. Während der Produktentwicklung, die sich teilweise über mehrere Jahre erstreckt, können sich die Märkte und Kundenwünsche verändern. Die Akzeptanz neuer Produkte beim Kunden ist jedoch ein wesentlicher Faktor für das Erreichen der Umsatzziele. Die EASY Gruppe vertreibt ihre Produkte und Lösungen zur Wahrnehmung von Wachstumschancen auch international. Die internationalen Kunden werden dabei durch regionale Tochtergesellschaften oder Geschäftspartner betreut. Dadurch unterliegt die EASY Gruppe mit ihren Tochtergesellschaften auch den Risiken aus internationalen Geschäften, wie z.B. veränderten rechtlichen, steuerlichen oder politischen Rahmenbedingungen. Da die EASY Gruppe allerdings vornehmlich in Deutschland aktiv ist, sind die Risiken aus internationalen Geschäften als überschaubar einzustufen. Risiken aus Marktpreisänderungen Risiken aus Änderungen von Marktpreisen im Währungsbereich werden zentral durch das (Konzern-) Rechnungswesen gesteuert und aufgrund ihrer für die EASY Gruppe überschaubaren Auswirkungen derzeit nicht abgesichert. Der in anderen Währungen als dem EUR fakturierte Umsatz der EASY Gruppe liegt bei umgerechnet EUR 2,4 Mio. was 4,7% des Gesamtumsatzes entspricht (2022: EUR 2,0 Mio. bzw. 4,0%), wobei die deutschen und die österreichische Gesellschaft überwiegend in EUR fakturieren. Risiken aus Änderungen von Marktpreisen im Zinsbereich werden ebenfalls zentral durch das (Konzern-) Rechnungswesen gesteuert. Zinsrisiken wird durch Vereinbarung von festverzinslichen Darlehen entgegengewirkt. Negative Zinsen auf Guthaben werden nach Möglichkeit über das Cash-Pooling ausgesteuert. Das Risiko aus dem Rückgang von Zinserträgen wird aufgrund der geringen Bedeutung der Zinserträge für die Gruppe als unwesentlich eingeschätzt. Ukrainekonflikt Der Konflikt in der Ukraine hat innerhalb kürzester Zeit die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen verändert. Zu den spürbaren Auswirkungen gehören stark gestiegene Energiepreise, fehlende Zulieferungen und mögliche Engpässe in der Gasversorgung. Verzögerungen und Probleme in globalen Zulieferketten als Folge der COVID-19-Pandemie werden durch diesen Konflikt verstärkt. Als Resultat verzögert sich die wirtschaftliche Erholung. Höhere Preise und eine gestiegene Inflation könnten nicht nur den Konsum und die Investitionstätigkeit von Unternehmen bremsen, sondern auch nachhaltig die Unternehmenserträge belasten. 3.3.2 Unternehmensstrategische Risiken Wechsel zu Cloud- und Subskriptionsmodellen Um die steigende Nachfrage nach cloudbasierten Lösungen abzudecken, hat EASY weiter in die Entwicklung dieser Lösungen investiert. In der Regel sind die erzielten Umsatzerlöse bei diesen Modellen geringer als im Lizenzgeschäft, werden aber über längere Zeiträume und mit höherer Kundenbindung erzielt. Der Wechsel vom klassischen Lizenzgeschäft zu Cloud- und Mietmodellen (Subskriptionen) wird daher temporär negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EASY Gruppe haben. Im Gegenzug erhöht sich der vertraglich abgesicherte Umsatzanteil, und die Kunden haben eine langfristige Bindung an die Gesellschaft. Produktrisiken Die Softwareprodukte und -lösungen der EASY Gruppe bieten umfassende Funktionalitäten. Das Unternehmen wird dadurch in die Lage versetzt, die meisten Kundenanforderungen erfüllen zu können. Für neue Produktentwicklungen stellt der große Funktionsumfang jedoch gleichfalls auch ein Risiko dar, da auch neue Produktgenerationen den vollen funktionalen Umfang bieten müssen. Die stetig steigende Komplexität bedeutet gleichzeitig auch steigende Risiken bei Produktentwicklungen. Zudem besteht die Gefahr, dass neue Produkte bei der Auslieferung bislang unbekannte oder nicht entdeckte Fehler enthalten. Das Beheben solcher Fehler kann erhebliche Ressourcen in Anspruch nehmen und dadurch zu höheren Kosten und gleichzeitigen Verzögerungen bei weiteren Produktveröffentlichungen führen. Verzögerungen oder Qualitätsprobleme lassen sich nicht vollständig ausschließen. Diese können die Marktakzeptanz der EASY-Produkte und -Lösungen beeinträchtigen, die Marktstellung der Gruppe gefährden und die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflussen. Um die termingerechte Auslieferung bei hoher Qualität zu gewährleisten, trifft die EASY Gruppe deshalb umfangreiche Maßnahmen. Wesentliche Qualitätsprobleme sind bisher nicht eingetreten. Strategische Partnerschaften Die strategischen Partnerschaften von EASY mit Technologie-Partnern schaffen Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. Außerdem können sie Gestaltungsspielräume bei der Preis- und Konditionenpolitik und den unterschiedlichen Bereitstellungsmöglichkeiten z.B. in der Cloud begrenzen. Die Erfüllung vertraglicher Pflichten gegenüber Kunden hängt davon ab, dass diese synchron mit der Beschaffungsseite laufen. EASY hat grundsätzlich langlaufende Partnerverträge und eine installierte Kundenbasis, die für eine Interessenkonformität mit den Partnern sorgen. Wertberichtigungen auf Unternehmenserwerbe EASY hat in den vergangenen Jahren regelmäßig Unternehmen oder Geschäftsbereiche erworben. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko von außerplanmäßigen Wertberichtigungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen im Einzelabschluss bzw. korrespondierend Geschäfts- und Firmenwerte im Konzernabschluss, sofern diese (zukünftig) nicht die erwarteten positiven Ergebnisse erzielen. Die Anteile bzw. Geschäfts- und Firmenwerte unterliegen jährlichen Werthaltigkeitsprüfungen (Impairment-Tests). Die Geschäfts- und Firmenwerte werden planmäßig abgeschrieben. In 2023 waren, wie auch im Vorjahr, keine außerplanmäßigen Wertberichtigungen notwendig. 3.3.3 Operative Risiken Vertriebs- und Absatzrisiken Die Diversifikation und Komplexität der Produkte erfordern einen qualifizierten und professionellen Vertrieb und zum Teil umfangreiche Beratung. Dies stellt hohe Ansprüche an die Kenntnisse und Fähigkeiten der Vertriebler und Berater. EASY führt regelmäßige Trainings mit allen Mitarbeitenden des Vertriebs durch, um diesen sowohl hinsichtlich technischer Kenntnisse als auch hinsichtlich vertrieblicher Praktiken fortlaufend den neuesten Wissensstand zu vermitteln. Daneben können neue Mitarbeitende durch dieses Weiterbildungsprogramm schneller ihre Tätigkeit aufnehmen und Kunden erfolgreich bei der Verbesserung ihrer Abläufe mit EASY-Produkten beraten. Im Zusammenhang mit dem Trend zu Cloudprodukten müssen neue Vertriebsstrukturen etabliert und Verkaufsplattformen genutzt werden, die eine einfache Produktbereitstellung und -implementierung ermöglichen. In diesem Zusammenhang existieren Risiken, dass bestehende Produkte um verschiedene Services angereichert werden müssen und Verkaufsplattformen vom Wettbewerb besetzt werden. Risiken im Partnergeschäft Der indirekte Vertriebskanal eröffnet der EASY Gruppe einen großen Absatzmarkt. Durch die breite Branchenstreuung der Vertriebspartner ist EASY verhältnismäßig unempfindlich gegenüber negativen Entwicklungen in einzelnen Branchen. Störungen bei bestehenden Kooperationen und Partnerschaften können zu Umsatzeinbußen führen. Hinzu kommt das Risiko von Rechtstreitigkeiten. Der indirekte Marktzugang birgt zudem das Risiko des fehlenden direkten Kundenzugangs. Hierdurch kann es zu Fehleinschätzungen und Fehlplanungen kommen. Das Partner-Management der EASY steht in einem engen Kontakt mit den Partnern, um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten. Darüber hinaus führt die Gruppe Veranstaltungen und andere Maßnahmen durch, über die der direkte Kontakt zu EASY-Kunden und zu den Vertriebspartnern gesucht wird. Die Neugewinnung von Vertriebspartnern ist einem harten Wettbewerb unterworfen. Die EASY Gruppe bietet ihren Partnern daher ein sehr umfangreiches Programm, das insbesondere neue Vertriebspartner sehr schnell in die Lage versetzt, erste Umsätze mit EASY-Produkten zu generieren. Abhängigkeit von qualifiziertem Personal und Know-How-Trägern Das Geschäft von EASY erfordert in vielen Bereichen ein hochspezialisiertes Know-how. Es besteht das Risiko, dass wichtige Know-how-Träger das Unternehmen verlassen. Gleichzeitig kann sich die Neueinstellung von geeigneten Personen schwierig gestalten. EASY trifft daher geeignete Maßnahmen, um einer ungewollten Mitarbeiterfluktuation entgegenzuwirken. Gleichzeitig arbeitet die Gruppe daran, vielschichtige Personalbeschaffungsmaßnahmen einzuleiten und Rahmenbedingungen zu schaffen, um sowohl intern als auch extern als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Datensicherheit und Cyberangriffe In den letzten Jahren hat das Risiko von Cyberangriffen massiv zugenommen. Zu den häufigsten Arten von Cyberangriffen gehören das sogenannte Phishing (Täuschung von Mitarbeitenden mit authentisch wirkenden E-Mails oder Webseiten, um z.B. an sensible Unternehmensdaten zu gelangen), das Einschleusen von Schadsoftware wie Viren oder Trojanern und das Einschleusen von Ransomware zur Verschlüsselung von Unternehmensdaten. Infolge von Cyberangriffen besteht das Risiko, dass die Informationssysteme der Gesellschaft beschädigt werden und so die Geschäftstätigkeit massiv beeinträchtigt oder gar unterbrochen wird. Dies könnte zur Folge haben, dass die Gesellschaft ihren vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kunden nicht oder nicht in einer angemessenen Zeit nachkommen kann. Weiterhin besteht das Risiko, dass Teile der IT-Infrastruktur ausgetauscht und neu beschafft werden müssen. Gleichzeitig besteht bei Angriffen auf die Informationssysteme das Risiko, dass Angreifer Zugriff auf sensible und/oder personenbezogene Daten erhalten, was einen Reputationsverlust und/oder finanzielle Strafen nach sich ziehen könnte. EASY hat umfassende IT-technische Maßnahmen ergriffen, deren Ziel es ist, das Eindringen von potentiellen Angreifern in die Informationssysteme der Gesellschaft zu verhindern sowie Auswirkungen eines potentiellen Angriffs zu minimieren. Die Netzwerkarchitektur, die Informationssysteme sowie alle damit verbundenen Prozesse werden regelmäßig auf mögliche Verbesserungen hin untersucht und entsprechend angepasst. Daneben werden Mitarbeiter regelmäßig über die Bedrohungen durch Cyberangriffe und mögliche Vorgehensweisen der Täter informiert, um das Bewusstsein für die bestehenden Risiken zu schärfen. 3.3.4 Finanzwirtschaftliche Risiken Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken entstehen aus der möglichen Unfähigkeit von Unternehmen der EASY Gruppe, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln zu erfüllen. Zur Steuerung der finanziellen Risiken hat die EASY Gruppe entsprechende Prozesse etabliert und dokumentiert. So wurde zwischen der Muttergesellschaft und allen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften eine Cash-Pool Vereinbarung geschlossen. Einen wichtigen Bestandteil bildet zudem die Finanzplanung, die als Basis zur Ermittlung des Liquiditätsrisikos und des künftigen Devisen- und Zinsrisikos dient und in die alle aus Cashflow-Sicht relevanten Tochtergesellschaften eingebunden sind. Die Finanzplanung umfasst einen Planungshorizont von zwölf Monaten und wird regelmäßig aktualisiert. Das Liquiditätsrisiko wird im Rahmen der täglichen und rollierenden Liquiditätsplanung zentral ermittelt und gesteuert. Aufgrund des hohen Volumens an Vorauszahlungen aus Softwarepflegeverträgen, die zum Jahresbeginn vereinnahmt werden, ist eine ausreichende Liquidität unterjährig überwiegend gesichert, sodass die Finanzierung grundsätzlich aus Eigenmitteln erfolgt. Derzeit bestehen daher keine wesentlichen Risiken hinsichtlich der Liquidität. Die Bedienung der finanziellen Verbindlichkeiten wird neben der Innenfinanzierung aus dem Vorhalten der sich aus den Vorauszahlungen ergebenden Liquiditätsreserven, das eingeführte Cash-Pooling sowie die tägliche Überwachung der Zahlungsströme sichergestellt. Ein Liquiditätsrisiko kann für die EASY SOFTWARE AG dadurch entstehen, dass die EASY SOFTWARE AG eine Garantie in Form eines selbständigen Zahlungsversprechens gegeben hat, dass die conrizon AG ihren Zahlungsverpflichtungen aus einem aufgenommenen Darlehen in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe nachkommen kann. Ausfallrisiken Zur Vermeidung von Zahlungsverzögerungen oder Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen kontrolliert die EASY Gruppe konzernweit laufend die Entwicklung des Forderungsbestandes und der Forderungsstruktur. Hierdurch lassen sich bereits sehr früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Den besonderen Risiken des Geschäfts trägt die EASY Gruppe durch die Bildung von Wertberichtigungen in ausreichendem Umfang Rechnung. Konzernweit beträgt der Stand der Wertberichtigungen EUR 0,2 Mio. (2022: EUR 0,2 Mio.). Die Pauschalwertberichtigungen betrugen weiterhin zur Risikovorsorge möglicher Zahlungsausfälle durch die Coronakrise 2,0%. Zur Beurteilung des Ausfallrisikos werden bei Neukunden regelmäßig Informationen über deren Bonität eingeholt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden bei der Ausgestaltung der Leistungsbeziehungen zu den Kunden berücksichtigt. 3.3.5 Compliance-Risiken Unter Compliance-Risiken werden Strafen, finanzielle oder andere materielle Ausfälle aufgrund von Gesetzesverstößen und der Nichteinhaltung von unternehmensinternen Vorschriften oder Grundsätzen verstanden. Im Berichtsjahr wurden keine Compliance-Verstöße festgestellt. Rechtstreitigkeiten EASY schließt mit Kunden und Partnern marktübliche Verträge. Vertragliche Risiken werden hierbei durch Anwendung von standardisierten AGB's begrenzt. Sofern die Gesellschaft Partei in außergerichtlichen und gerichtlichen Verfahren mit externen Dritten ist, besteht grundsätzlich immer die Möglichkeit des Unterliegens. Um dem Risiko einer hohen finanziellen Belastung aus Rechtsstreitigkeiten entgegenzuwirken, wird daher im Bedarfsfall bilanziell ausreichende Vorsorge getroffen. "Folgeprozess ScanOptic" // Wagner ./. EASY SOFTWARE AG, LG Duisburg 21 0 50/22 Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Manfred A. Wagner der EASY SOFTWARE AG versucht in diesem Verfahren, die rechtskräftigen Urteile aus dem Scan-Optic-Verfahren wirtschaftlich rückgängig zu machen. Die EASY SOFTWARE AG ist der Klage vollumfänglich entgegengetreten. Der Termin zur mündlichen Verhandlung ist am 06. Dezember 2024. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass die Klage nicht begründet ist und schätzt das Risiko daher als gering ein. Schutz der Produkt- und Markenrechte EASY hat zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Produkt- und Markenrechte ergriffen. Hierzu gehören unter anderem Urheberrechte, Marken- und Warenzeichen, Lizenzen, Vertraulichkeitsvereinbarungen sowie verschiedene technische Vorkehrungen. Es kann jedoch keine Garantie dafür übernommen werden, dass diese Schutzmaßnahmen ausreichend sind. So kann es für Dritte trotz der von EASY getroffenen Schutzmaßnahmen möglich sein, EASY Produkte zu kopieren, weiterzuentwickeln oder anderweitig an Informationen zu gelangen, welche EASY als ihr geistiges Eigentum betrachtet. Zudem könnten Dritte den Quellcode von Software der EASY Gruppe über die vertraglich vereinbarten Grenzen hinaus nutzen. Auch Rechte an Arbeitnehmererfindungen stehen möglicherweise nicht Gesellschaften der EASY Gruppe zu. Dieses Risiko wird mittels arbeitsvertraglicher Regelungen soweit wie möglich eingeschränkt. Darüber hinaus werden die Eigentumsrechte der EASY in den Rechtssystemen verschiedener Länder nicht im gleichen Maße wie in Deutschland bzw. der EU geschützt. Andererseits könnte auch EASY Schutzrechte Dritter, insbesondere Urheberrechte und Patente, verletzen. Auch dem wird mit einem proaktiven Risikomanagement entgegengewirkt. 3.4 Chancen Die für EASY relevanten Märkte unterliegen einem ständigen Wandel, durch den sich laufend neue Chancen ergeben können. Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der EASY Gruppe ist die zeitnahe Identifizierung sowie die richtige Einschätzung und Ausnutzung dieser Chancen. Dabei kann es sich sowohl um interne als auch um externe Potenziale handeln. Ein Chancenmanagementsystem existiert bei EASY nicht, d.h. eine Quantifizierung des Chancenpotenzials wird nicht vorgenommen. Die Analyse der Chancen fällt in den Aufgabenbereich des Vorstands. Aus der Analyse der Chancen resultieren die strategische Ausrichtung der Gesellschaft und die daraus abzuleitenden operativen Maßnahmen. Die sich bietenden Chancen sind auch mit Risiken verbunden. Diese zu bewerten und soweit möglich zu reduzieren, ist die Aufgabe des Risikomanagements. Die Erkennung, Analyse und Bewertung potentieller Chancen des Konzerns ist hingegen dem Strategieprozess zugeordnet. Grundsätzlich strebt EASY ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken an. Nachfolgend werden die bedeutendsten Chancen der EASY Gruppe beschrieben. Diese Auflistung stellt jedoch nur einen Ausschnitt der sich bietenden Möglichkeiten dar. Des Weiteren ist die Einschätzung der Chancen fortlaufenden Änderungen unterworfen, da sich die relevanten Märkte und das technologische Umfeld ständig weiterentwickeln. Gleichzeitig können sich aus diesen Entwicklungen auch neue Chancen ergeben. Zunehmende Digitalisierung Die stetige Zunahme der digitalen Kommunikation beispielsweise über digitale Medien, Plattformen oder vernetzte Geräte führt zu einem steigenden Digitalisierungsdruck. Aufgrund der dynamischen technologischen Entwicklungen entstehen fortlaufend neue Anwendungen und Bedarfe. Die Digitalisierung birgt große gesellschaftliche Chancen und eröffnet enorme Potenziale für zusätzliche Wertschöpfung. Dabei sind die Unternehmen in erster Linie gefordert, offen, flexibel und innovativ ihre Geschäftsmodelle und -prozesse zu hinterfragen und neue zu entwickeln. In Kombination mit flexiblen Cloud- Technologien und robusten Sicherheitskonzepten sind Digitalisierungs-Konzepte und -Programme in vielen Unternehmen aller Größenordnungen zentraler Bestandteil der Zukunftsstrategie und der IT-Budgets. Die weiterhin rasant zunehmende technologische Leistungsfähigkeit von Geräten und der prognostizierte Anstieg des transferierten Datenvolumens verlangt von den Unternehmen auch weiterhin eine deutliche Erweiterung und Flexibilisierung der Kapazitäten in der Unternehmens-IT. Das EASY-Portfolio ist ein wesentlicher Bestandteil der digitalen Transformation und die Nachfrage nach mobilen, digitalen Lösungen nimmt deutlich zu. Als Technologieführer im Bereich Software-Lösungen für digitale Geschäftsprozesse bietet die fortschreitende Digitalisierung für die EASY Gruppe große Chancen, die wachsende Nachfrage zur Vereinfachung und Automatisierung aller dokumentenbezogenen Vorgänge zu bedienen. In den vergangenen Jahren wurde ein modernes Lösungsportfolio aufgebaut, das auch komplexe Inhalte weitestgehend standardisiert und wichtige Themen wie Mobilität und Kollaboration abdeckt. So konnte EASY bereits erste innovative Projekte im Umfeld von Internet-of-Things (IoT) gewinnen. Der Zukauf der Apinauten GmbH zielt auf diese Chancen in der Digitalisierung ab. Dies könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Zukunft entsprechend positiv beeinflussen. Zunehmende Regulierung Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und der Gruppe werden durch Änderungen der Regulierung in Deutschland und in der Europäischen Union beeinflusst. Ebenso könnten sich sonstige politische oder rechtliche Änderungen, insbesondere durch Gesetzesänderungen, auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sowie der EASY Gruppe positiv auswirken. Zunehmende Etablierung eigener Produkte und Lösungen Mit dem Ziel, die Umsätze mit eigenentwickelten Produkten zu erhöhen, hat die EASY Gruppe ein modernes Portfolio entwickelt. Dieses lässt sich je nach Kundeninteresse um individuelle Lösungsbausteine erweitern. So entstehen nutzenorientierte Lösungen, die extrem schnell integrierbar und standardmäßig mit verschiedenen Systemen und Infrastrukturen kompatibel sind. Die Positionierung der EASY Gruppe mit der zunehmenden Etablierung eigener Produkte und Lösungen im Markt könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EASY Gruppe positiv beeinflussen. Steigende Skalierbarkeit Das wachsende Geschäft mit Software-as-a-Service-Lösungen wird in Zukunft noch stärker an Bedeutung gewinnen. Hier eröffnen sich der EASY Gruppe mit dem EASY Archiv- und Lösungs-Angebot aus der Cloud erhebliche Skalierungschancen, insbesondere über den neuen Online-Vertrieb und Kooperationen. Diese entwickelt sich sehr positiv. Partner haben die Chance am Erfolg zu partizipieren und mit eigenentwickelten (Workflow)Apps ein Ökosystem zu erschaffen, das die EASY- Lösungswelt weiter stärkt. Anorganisches Wachstum Neben der Verbesserung der internen Abläufe und des organischen Umsatzwachstums, hat es sich EASY auch weiterhin zum Ziel gesetzt, durch wertorientierte, strategische Zukäufe und Partnerschaften zu wachsen. Auch für die Zukunft sondiert der Vorstand der EASY SOFTWARE AG beständig interessante Kooperationsmöglichkeiten und führt Gespräche mit potenziellen Partnern zur Ergänzung des Konzerns. Die erfolgreiche Durchführung weiterer Zukäufe würde dazu beitragen, die bisher erreichte Marktposition der EASY Gruppe auszubauen und könnte entsprechend die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns positiv beeinflussen. 3.5 Einschätzung des Managements zur Gesamtrisiko- und Chancensituation Die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation hat ergeben, dass im Berichtszeitraum keine existenzgefährdenden Risiken bestanden haben und auch für die Zukunft keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken erkennbar sind. Alle erkannten Risiken wurden im Konzernabschluss angemessen berücksichtigt und gegebenenfalls Rückstellungen gebildet. Bislang waren die Auswirkungen der Corona-Krise und des Ukraine-Konfliktes begrenzt und überschaubar. Aufgrund der hohen Kundenzahl quer durch alle Branchen und der geringen Abhängigkeit von einzelnen Kunden fielen einzelne Kundeninsolvenzen im Berichtsjahr nicht ins Gewicht. Die bereits erfolgte Vereinnahmung der Wartungserlöse für das Gesamtjahr 2024 im ersten Quartal bestätigen diese Annahmen. Der Wandel vom Softwarelizenzverkauf zum Subskriptionsgeschäft könnte sich im Neugeschäft 2024 negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie die Finanzlage auswirken und einen organisatorischen und produktseitigen Anpassungsbedarf auslösen. Finanziell bedeutsame Auswirkungen könnten von einem Angriff auf die Informationssysteme (Cyberangriff) der Gesellschaft ausgehen. Die Gesellschaft ist der Ansicht, die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen getroffen zu haben, um das Risiko eines Cyberangriffs soweit wie möglich zu minimieren. Aktuelle Vorkommnisse weltweit zeigen jedoch, dass es gegen gezielte Attacken keine 100%ige Sicherheit geben kann. Die übrigen Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder ihrer finanziellen Auswirkungen für das laufende Geschäftsjahr als wenig bedeutsam eingeschätzt. 4. Prognosebericht 2024 sehen wir weiterhin die Gefahr einer Rezession. Aktuell gehen die Prognosen von einer Stagnation bzw. einem nur geringen Wachstum aus. Nachfolgende Aussagen berücksichtigen nicht vollständig die weiterhin möglichen Auswirkungen insbesondere des Ukraine-Konfliktes. Ein nachhaltiger Rückgang im Kaufverhalten unserer Kunden könnte die Geschäftsentwicklung von EASY in 2024 negativ beeinflussen. Der Gruppenumsatz lag in den ersten beiden Monaten 2024 leicht über Budget und über dem Vorjahr. Weiterhin bestätigt sich der Trend zur Kundennachfrage nach Software-Mietverträgen, die als Service bereitgestellt werden. Das ist einerseits absatzfördernd, hat aber zur Folge, dass höhere Umsatzbeiträge aus Softwarelizenzverkäufen ausfallen und damit zu geringeren Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahr führen können. Außerdem belastet der Wandel zu Subskriptionsmodellen die Finanzmittel der EASY Gruppe. Die Umsatzlücke schlägt sich zudem überproportional im Konzern-EBITDA nieder. Aufgrund der beschriebenen Unwägbarkeiten existieren erhöhte Umsatz- und EBITDA-Risiken. Traditionell hat aber das 4. Quartal eines Geschäftsjahres eine herausragende Bedeutung für das Umsatzwachstum und die Zielerreichung der EBITDA- Prognose. Sofern der Trend zu Software-Mietverträgen bis zum Ende des Jahres anhält und sich ausweitet, weil beispielsweise IT-Investitionsbudgets der Kunden rezessionsbedingt eingefroren oder gestrichen werden, hat dies zur Konsequenz, dass sich wesentliche Umsatzanteile 2024 als Mieteinnahmen auf die Folgejahre verschieben. Für den Fall, dass mehrere Millionen Umsatz in 2024 fehlen, wird es auch zu erheblichen EBITDA-Belastungen kommen. Derzeit plant der Vorstand bedingt durch die Akquisition von Proxess mit einem deutlich höheren Gruppenumsatz 2024 in der Bandbreite von EUR 60 bis 68 Millionen und geht damit von der Möglichkeit weiteren Wachstums im deutlich zweistelligen Prozent-Bereich aus. In Abhängigkeit der Kundennachfrage nach Subskriptionslösungen, weil IT- Investitionsbudgets rezessionsbedingt eingefroren oder gestrichen werden, könnte sich die Wachstumsprognose allerdings auch reduzieren. EASY ist aber bestrebt, den Vertragsbestand einschließlich Abonnements weiter auszubauen, was die Planbarkeit der Umsatzerlöse erhöht und die Abhängigkeit vom Schlussquartalgeschäft sukzessive reduzieren wird. Vor dem Hintergrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Risiken und des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der conrizon AG geben wir für das Geschäftsjahr 2024 keine zusätzliche EBITDA-Prognose ab. Die Minderheitsaktionäre der EASY SOFTWARE AG erhalten von der herrschenden Gesellschaft, conrizon AG, vertragsgemäß jährlich eine feste Ausgleichszahlung, die vom Ergebnis der EASY-Gruppe unabhängig ist. Aufgrund der engen Geschäftsbeziehungen zwischen der EASY SOFTWARE AG, der EASY SOFTWARE Deutschland GmbH und der EASY APIOMAT GmbH sowie unserer dynamischen Struktur im Konzern wird eine gesonderte quantitative Prognose für die EASY SOFTWARE AG nicht gegeben. Wir gehen hier von der gleichen Markt- und Wachstumsprognose aus. Im Bereich nicht-finanzieller Ziele beabsichtigt der Vorstand die Fluktuation durch eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit zu reduzieren und über die Erfassung und Incentivierung des Kunden-Net-Promoter-Scores die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Entwicklungen in den Geschäftsfeldern Im Bestandskundengeschäft hat die EASY im Vergleich zum Vorjahr an Umsatz gewonnen, während im Neukundengeschäft ein leichter Rückgang zu verzeichnen war. Der größte Geschäftsbereich Support / Softwarepflege (56% des Gesamtumsatzes) zeichnet sich durch eine hohe Kundenloyalität und damit wachsenden Umsätzen (+2,4% auf EUR 27,5 Mio.) aus. Weitere Service-Einheiten (Beratung, Schulung und Managed Services) sanken im Umsatz auf EUR 9,5 Mio. (i.Vj. EUR 10,1 Mio.). Darüber hinaus verfolgt die EASY Gruppe unverändert die Strategie, auch anorganisch zu wachsen. Akquisitionen zielen in erster Linie auf die Ausweitung der Marktanteile und Erweiterung des Portfolios durch Technologiezukäufe ab, und ermöglichen, dass qualifizierte Mitarbeiter und neue Talente gewonnen werden können. Die ersten beiden Monate im Geschäftsjahr 2024 zeigen ein moderates Wachstum und verliefen im Umsatz sowohl leicht über Plan als auch leicht über dem Vorjahr. Unser Fokus liegt weiterhin auf dem Verkauf von Subskriptionsmodellen. 5. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
Essen, den 23. April 2024 Heino Erdmann, Chief Finance Officer Andreas Zipser, Chief Executive Officer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242ff. HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht der des Gesamtkostenverfahrens. Die Gesellschaft stellt zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss gemäß §§ 290ff HGB auf. Der Lagebericht der EASY SOFTWARE AG wird nach § 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB mit dem Konzernlagebericht der EASY SOFTWARE AG zusammengefasst. 2 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, planmäßig abgeschrieben. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung, wenn der beizulegende Wert den Buchwert unterschreitet. Es werden in Bezug auf die planmäßigen Abschreibungen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: (Standard-) Software drei bis vier Jahre, Individualsoftware neun Jahre. Derivativ erworbene Kundenstämme können vom Geschäfts- und Firmenwert abgegrenzt werden und werden daher gesondert ausgewiesen. Bei der Abschreibungsdauer derivativer Kundenstämme wird davon ausgegangen, dass der Abschreibungszeitraum von acht Jahren der tatsächlichen durchschnittlichen Nutzungsdauer entspricht. Aufgrund bestehender Schätzunsicherheiten kann die tatsächliche Nutzungsdauer abweichen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden zu direkt zurechenbaren Personalkosten sowie Fremdkosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear im Zugangsjahr zeitanteilig, planmäßig über die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung, wenn der beizulegende Wert den Buchwert unterschreitet. Es werden in Bezug auf die planmäßigen Abschreibungen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Hardware drei Jahre, Büroeinrichtungen 13 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird grundsätzlich ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird ab dem ersten Jahr linear über jeweils fünf Jahre abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Ausleihungen werden mit den Anschaffungskosten aktiviert. Es werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung die niedrigeren beizulegenden Werte angesetzt. Entfallen die Gründe für eine dauernde Wertminderung in späteren Geschäftsjahren, wird eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten vorgenommen. Die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen wird grundsätzlich jährlich anhand von Planungsrechnungen zum Bilanzstichtag überprüft. Dabei werden die Beteiligungsbuchwerte mit dem am Abschlussstichtag aus dem DCF-Verfahren abgeleiteten beizulegenden Zeitwert überprüft. Die Diskontierung der künftigen zu erwartenden Cashflows erfolgt unter Zugrundelegung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt, wobei dem allgemeinen Ausfallrisiko durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen wird. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird zudem durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. § 253 Abs. 5 HGB wird berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Fälligkeit von über einem Jahr werden auf den Barwert abgezinst. Die flüssigen Mittel beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Diese sind zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe der wahrscheinlichen Inanspruchnahme angesetzt. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und unterliegen somit nicht der Abzinsungspflicht. Das Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wird von der Gesellschaft nicht ausgeübt. Ansatz und Bewertung von Rückstellungen erfordern Schätzungen und Annahmen durch die gesetzlichen Vertreter. Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Sie werden laufend überprüft, können aber von den tatsächlichen Werten abweichen. Wie andere Dienstleistungsunternehmen ist die EASY SOFTWARE AG rechtlichen Risiken ausgesetzt, für die bei Vorliegen bestimmter Bedingungen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten zu bilden sind. Rechtliche Verfahren sind mit Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten verbunden, u.a. aufgrund des Sachverhalts und der Umstände des Einzelfalls. Bei anhängigen sowie künftigen juristischen Verfahren wird unter Abwägung aller vorliegenden Informationen geprüft, ob und in welcher Höhe bilanzielle Vorsorge getroffen werden muss. Die Pensionsrückstellung wird gemäß der Anwartschaftsbarwertmethode auf Basis der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck gebildet. Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt für das Geschäftsjahr gem. § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Pensionsrückstellung wird mit vorliegendem Deckungsvermögen i.S.v. § 246 Abs. 2 HGB (Rückdeckungsversicherung) verrechnet. Aufgrund des vorliegenden aktiven Saldos wird der übersteigende Betrag unter einem gesonderten Posten auf der Aktivseite nach § 246 Abs. 3 HGB als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht der Ablaufleistung bzw. dem Auszahlungsbetrag der Rückdeckungsversicherung. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden seit dem Geschäftsjahr 2021 nicht mehr auf Ebene der EASY SOFTWARE AG angesetzt, da die Gesellschaft ab dem 1. Januar 2021 eine steuerliche Organgesellschaft der conrizon AG (vorm.: deltus 36. AG) ist und latente Steuern daher auf Ebene des Organträgers gebildet werden. Auf fremde Währung lautende Geschäftsvorfälle werden grundsätzlich mit dem am Buchungstag gültigen Kassakurs erfasst. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden zum Anschaffungskurs oder jeweils ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Erläuterungen zur Bilanz 3 Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 4 Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen fanden im Berichtsjahr nicht statt. Die Zugänge zu den Sachanlagen betreffen im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die planmäßigen Abschreibungen entfallen im Wesentlichen auf Kundenstämme und Software. 5 Finanzanlagen Angaben zum Anteilsbesitz:
* Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis
30. September 2023 (vorläufige Zahlen)
Mit Kaufvertrag vom 16. November 2023 erwarb die EASY SOFTWARE AG 100% der Anteile an der Proxess Holding GmbH und über diese die der Proxess GmbH. Im Geschäftsjahr wurden Ausleihungen an verbundene Unternehmen von TEUR 14.328 (i.Vj. TEUR 12.251) getätigt. Die Ausleihungen betreffen die conrizon AG (vorm.: deltus 36. AG), mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht die Proxess Holding GmbH, sowie die mertus 644. GmbH und die mertus 717. GmbH. 6 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 980 (i.Vj. TEUR 472), Forderungen aus dem Cash Pooling in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 1.201) und Forderungen aus Gewinnabführung von TEUR 3.579 (i.Vj. TEUR 2.193). Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen neben sonstigen Forderungen im Wesentlichen Steuerrückforderungen und Mietkautionen. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind als kurzfristig einzustufen. 7 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Dieser Posten betrifft mit TEUR 982 (i.Vj. TEUR 573) im Wesentlichen Softwarepflege- und Hardwareserviceverträge sowie IT-Dienstleistungen, deren Leistungszeiträume über das Geschäftsjahr hinausgehen. Disagien sind nicht vorhanden. 8 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung beträgt TEUR 76 (i. Vj. TEUR 57) und betrifft ausschließlich den Unterschiedsbetrag aus der Saldierung der Pensionsrückstellung TEUR 291 (i. Vj. TEUR 310) mit der Rückdeckungsversicherung von TEUR 367 (i.Vj. TEUR 367). Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherung entspricht der Ablaufleistung bzw. dem Auszahlungsbetrag. Auf die Aufzinsung der Pensionsrückstellung entfallen TEUR 4 (i.Vj. TEUR 8), die in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten sind. Der Aktivwert unterlag keiner Veränderung. 9 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 6.442.039,00 (i.Vj. EUR 6.442.039,00). Es ist eingeteilt in 6.442.039 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Aktie. Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung am 30. Juni 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. Juni 2027 einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu EUR 3.221.019,00 durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2022). Bei Bareinlagen können die neuen Aktien vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch von einem oder mehreren Kreditinstituten bzw. einem anderen die Voraussetzungen des § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG erfüllenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie ausschließlich den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Grundsätzlich ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmte Bedingungen auszuschließen. Der Vorstand wurde auf der Hauptversammlung am 30. Juni 2022 ermächtigt, bis zum 29. Juni 2027 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (oder Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 50.000.000,00 mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte (auch mit Options- bzw. Wandlungspflicht oder Andienungsrechten der Gesellschaft) auf insgesamt bis zu 3.221.019 neue, auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu EUR 3.221.019,00 nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Die Ausgabe der Schuldverschreibungen kann auch gegen Erbringung einer Sachleistung erfolgen. Das Grundkapital der Gesellschaft wird hierzu um bis zu EUR 3.221.019,00 durch Ausgabe von bis zu 3.221.019 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2022). Darüber hinaus wurde die Gesellschaft auf der Hauptversammlung am 30. Juni 2022 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, im Rahmen der gesetzlichen Grenzen bis zum 29. Juni 2027 eigene Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Die Kapitalrücklage beträgt EUR 14.360.146,79 (i.Vj. EUR 14.360.146,79) und enthält ausschließlich Aufgeld aus Aktienausgaben nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Unter den Gewinnrücklagen ist die gesetzliche Rücklage in Höhe von EUR 35.400,00 ausgewiesen. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1.285.284,00 (i.Vj. EUR 1.656.893,00) einer Abführungssperre. Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:
10 Rückstellungen Die Pensionsrückstellung wird gemäß der Anwartschaftsbarwertmethode auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck gebildet (Zinssatz 1,74 % (i.Vj. 1,78 %), Rententrend 2 % (i.Vj. 2 %), Gehaltstrend 0 % (i.Vj. 0 %)). Für den Anspruchsberechtigten wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Die Pensionsrückstellung wird mit dem Anspruch aus der Rückdeckungsversicherung verrechnet und der Saldo als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Die Ablaufleistung bzw. der Auszahlungsbetrag aus der Rückdeckungsversicherung beträgt EUR 366.625,31 und entspricht dem Zeitwert. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnitsszinses von 1,82 % beläuft sich auf EUR 292.931,00. Der Erfüllungsbetrag auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnittszinses von 1,74 % beträgt EUR 291.101,00. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht in Höhe von EUR 1.830,00 und unterliegt der Abführungssperre. Aus der Verrechnung ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von EUR 75.524,31 (i.VJ. EUR 57.352,31), der grundsätzlich der Abführungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB unterliegt. Die sonstigen Rückstellungen sind gebildet für:
11 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.077 (i.Vj. TEUR 1.845), aus Darlehen in Höhe von TEUR 18.986 (i.Vj. TEUR 2.204), aus Cashpooling von TEUR 2.986 (i.VJ. TEUR 0), und aus Gewinnabführungsverträgen von TEUR 4.642 (i.Vj. TEUR 2.765). Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen eine Verbindlichkeit aus Restkaufpreisen von TEUR 1.000, sowie Lohn- und Kirchensteuer. 12 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Dieser Posten betrifft mit TEUR 375 (i.Vj. TEUR 433) im Wesentlichen die mit Kunden vertraglich vereinbarten, im Voraus berechneten und gezahlten Softwarepflegeverträge, deren Leistungszeiträume über das Geschäftsjahr hinausgehen. 13 Haftungsverhältnisse Zur Beseitigung einer Überschuldung der EASY APIOMAT GmbH, Beteiligungsquote 100 %, wurde eine zeitlich unbefristete Rangrücktrittsvereinbarung geschlossen, in der die EASY SOFTWARE AG mit ihren Forderungen aus einem Darlehensvertrag und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Betrag in Höhe von bis zu EUR 5,5 Mio. hinter sämtliche Forderungen aller gegenwärtigen und zukünftigen anderen Gläubiger zurücktritt. Mit einer Insolvenz der EASY APIOMAT GmbH und den daraus folgenden Konsequenzen für den Rangrücktritt ist aufgrund der positiven Erwartungen an das Cloud- Geschäft nicht zu rechnen. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Proxess Holding GmbH durch die EASY SOFTWARE AG und dem damit zusammenhängenden Finanzierungsbedarf fand im Dezember 2023 auf Ebene der conrizon AG (vormals deltus 36. AG) eine Umfinanzierung und betragsmäßige Anpassung des seinerzeit für den Erwerb der Anteile an der EASY SOFTWARE AG durch die conrizon AG aufgenommenen Darlehens in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe statt. Die EASY SOFTWARE AG garantiert in Form eines selbständigen Zahlungsversprechens, dass die conrizon AG ihren Zahlungsverpflichtungen aus dem neuen Darlehen vollumfänglich nachkommen kann. Aufgrund der erwarteten positiven Geschäftsentwicklung ist mit einer Inanspruchnahme aus diesem selbständigen Garantieversprechen aus heutiger Sicht nicht zu rechnen. 14 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich nach den Gesamtlaufzeiten der zu Grunde liegenden Verträge wie folgt:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 15 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse, gegliedert nach Produktbereichen, zeigen folgendes Bild:
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen getätigt in:
16 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich zusammen aus:
Die sonstigen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erstattungen von im Vorjahr erfolgten Zahlungen an die Transfergesellschaft. 17 Personalaufwand und Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 117 (i.Vj. 134) Mitarbeiter bei der EASY SOFTWARE AG beschäftigt. Zum Ende des Geschäftsjahres waren 112 (i.Vj. 131) Mitarbeiter bei der EASY SOFTWARE AG beschäftigt. Die Anzahl der durchschnittlichen Mitarbeiter entfällt auf:
18 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Position entfällt im Wesentlichen auf:
* Davon im Konzernverbund TEUR 3.533 (i.Vj. TEUR
3.358).
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 0 (i.Vj. TEUR 13). 19 Erträge aus Beteiligungen Im Berichtsjahr ergaben sich Erträge aus Beteiligungen von TEUR 400 (i.Vj. TEUR 362). 20 Erträge und Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen Ein Aufwand aus Gewinnabführungsverträgen resultiert aus der Gewinnabführung der EASY SOFT- WARE AG an die conrizon AG (vorm.: deltus 36. AG) für das Geschäftsjahr 2023 von TEUR 4.642 (i. VJ. TEUR 2.765). Ein Ertrag aus Gewinnabführungsverträgen resultiert durch die Gewinnabführung der EASY SOFTWARE Deutschland GmbH an die EASY SOFTWARE AG für das Geschäftsjahr 2023 von TEUR 3.579 (i.Vj. TEUR 2.193). 21 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen sind Erträge aus Darlehen und Cashpooling an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 971 (i.Vj. TEUR 874) enthalten. 22 Zinsen und ähnliche Aufwendungen Auf die Aufzinsung der Pensionsrückstellung entfallen TEUR 5 (i.Vj. TEUR 8). Sonstige Angaben 23 Konsolidierungskreis Die EASY SOFTWARE AG stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für die Unternehmensgruppe für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen stellt die mertus 644. GmbH, Frankfurt am Main, auf. Die Konzernabschlüsse werden am jeweiligen Sitz der Gesellschaften veröffentlicht. 24 Aufwendungen für Organe und Organkredite Die gewährten Gesamtbezüge für die Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). Die gewährten Gesamtbezüge der Vorstände bestehen aus Festgehalt (inklusive Nebenleistungen) und erfolgsabhängiger Tantieme und beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 754 (Vorjahr TEUR 742). Für ein ehemaliges Mitglied des Vorstands ist eine Rückstellung für Pensionen in Höhe von TEUR 291 (i.Vj. TEUR 309) gebildet. Bezüge wurden gezahlt in Höhe von TEUR 24 (i.Vj. TEUR 24). Es bestanden keine Kreditverträge mit Mitgliedern des Aufsichtsrates und des Vorstandes. 25 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Die EASY SOFTWARE AG unterhielt mit nahestehenden Unternehmen und Personen verschiedene vertraglich vereinbarte Geschäftsbeziehungen. Alle Geschäfte wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. 26 Angabe gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Die Gesellschaft erhielt im Geschäftsjahr keine Mitteilungen gemäß § 33 WpHG. Wesentliche Stimmrechtsmitteilungen aus den Vorjahren, mit denen der Gesellschaft Überschreitungen der Meldeschwellen mitgeteilt wurden, lauten wie folgt:
27 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 134 (i.Vj. TEUR 128). Sonstige Leistungen wurden für das Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 3 (i.Vj. TEUR 8) erbracht. 28 Ergebnisverwendung Basis für eine Ausschüttung bildet der nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelte Bilanzgewinn der EASY SOFTWARE AG. Der Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn von EUR 0,00 aus. Die Minderheitenaktionäre erhalten durch Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der conrizion AG (vorm.: deltus 36. AG) einen Ausgleich nach § 304 AktG von EUR 0,38 (dies entspricht einem Betrag von EUR 0,44 vor aktueller Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag) je Aktie der EASY SOFTWARE AG für jedes volle Geschäftsjahr. Ergänzende Angaben 29 Vorstand Andreas Zipser, Heidelberg Diplom-Wirtschaftsmathematiker Heino Erdmann, Meerbusch Diplom-Kaufmann Die Vorstandsmitglieder üben die Vorstandstätigkeit hauptberuflich aus. 30 Aufsichtsrat Herr Richard Wiegmann, Vorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrats, Mörfelden-Walldorf Volkswirt Herr Wiegmann ist CEO der Powercloud GmbH, Achern, Deutschland. Herr Stephen Paul Rowley, Stellvertretender Vorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrats, Esher (Großbritannien) Bachelor of Science Herr Rowley ist selbstständiger Berater mit Spezialisierung auf Beteiligungs- und Risikokapital und Mitglied in verschiedenen Gremien von Softwareunternehmen. Herr Zakary Scott Ewen, Aufsichtsratsmitglied, London (UK), Master of Business and Administration / Bachelor of Science Herr Ewen ist Partner bei BMC UK Subadvisor Support Ltd., London, Großbritannien Herr Robert Davis Tabors, Aufsichtsratsmitglied, Boston (USA), Bachelor of Arts Herr Tabors ist Private Equity Partner bei Battery Ventures. 31 Gesellschaftsrechtliche Angaben Der Sitz der EASY SOFTWARE AG ist Essen, Deutschland. Die Gesellschaft wird unter der Handelsregisternummer HRB 33965 beim zuständigen Amtsgericht in Essen, Deutschland, geführt. 32 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
Essen, den 23. April 2024 Andreas Zipser, CEO Heino Erdmann, CFO Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
2. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Zu dem beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Anlagen 1 bis 4) und zum zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage 5) haben wir folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die EASY SOFTWARE AG, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EASY SOFTWARE AG, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht (nachfolgend: zusammengefasster Lagebericht) der EASY SOFTWARE AG, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks veröffentlichten Geschäftsbericht, aber nicht den Jahresabschluss, nicht die in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk, sowie den Bericht des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre, im Folgenden möchte ich Sie über die Arbeit des Aufsichtsrates der EASY SOFTWARE AG im vergangenen Geschäftsjahr 2023 informieren. Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahrgenommen. Der Vorstand wurde bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Geschäftsführung sorgfältig geprüft und überwacht. Darüber hinaus haben wir uns eingehend mit der operativen und strategischen Entwicklung des Unternehmens befasst. Maßstab für die Überwachung waren insbesondere die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft sowie die Wirksamkeit des Risikomanagements und der Unternehmensorganisation. Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr 2023 intensiv mit der Lage und Entwicklung der Gesellschaft beschäftigt. In den Aufsichtsratssitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat durch schriftliche und mündliche Berichte über einzelne Geschäftsvorgänge und Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen, die Geschäfts- und Finanzlage, die Geschäftsentwicklung, die strategische Weiterentwicklung und die Unternehmensplanung sowie die Risikolage und das Risikomanagement des Unternehmens. Der Vorstand hat auch über Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Prognosen berichtet und diese mit dem Aufsichtsrat erörtert. In jeder unserer Sitzungen hatten wir Gelegenheit, die vom Vorstand vorgelegten Berichte und Beschlussvorlagen eingehend zu erörtern. Dies gilt insbesondere für Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen sowie für Geschäfte, die für die Rentabilität und Liquidität von Bedeutung sind. Soweit der Vorstand dem Aufsichtsrat einzelne Maßnahmen zur Zustimmung vorgelegt hat, hat der Aufsichtsrat die betreffenden Geschäfte stets eingehend geprüft und erörtert. Er hat deren Nutzen, mögliche Risiken und sonstige Auswirkungen eingehend mit dem Vorstand diskutiert und entsprechende Beschlüsse gefasst. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat auch andere Maßnahmen und Geschäfte, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung waren, ohne besondere Zustimmungsvorbehalte im Zusammenhang mit den Berichten und Informationen des Vorstands gemeinsam erörtert. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen erhielt der Aufsichtsrat regelmäßig sowie ad hoc schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands. Inhalt dieser Berichte waren die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie sonstige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage, Entwicklung und Führung der EASY SOFTWARE AG von wesentlicher Bedeutung waren. Darüber hinaus hat der Aufsichtsratsvorsitzende und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand die Strategie, die Planung, die aktuelle Geschäftsentwicklung und -lage (einschließlich der Risikolage), das Risikomanagement und die Compliance sowie wesentliche Einzelthemen und Entscheidungen beraten. Sitzungen und Beschlüsse des Aufsichtsrates und Schwerpunkte seiner Arbeit Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat insgesamt sechs Sitzungen abgehalten. Diese fanden statt am 24.01.2023 (Präsenzsitzung) 24.02.2023 (Umlaufbeschluss) 15.03.2023 (Umlaufbeschluss) 06.04.2023 (Umlaufbeschluss) 24.04.2023 (Telefonkonferenz) 27.04.2023 (Umlaufbeschluss) 03.05.2023 (Umlaufbeschluss) 23.05.2023 (Präsenzsitzung) 01.08.2023 (Telefonkonferenz) 08.11.2023 (Präsenzsitzung) 15.12.2023 (Telefonkonferenz) An allen Sitzungen haben alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen. Darüber hinaus standen die Mitglieder des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und seinem Stellvertreter. Darüber hinaus wurden insgesamt fünf Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Es fanden keine Ausschusssitzungen statt, da der Aufsichtsrat aufgrund seiner Größe keine Ausschüsse gebildet hat. Es ist Praxis, dass der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzungen zeitweise ohne den Vorstand tagt. Dabei behandelt der Aufsichtsrat solche Tagesordnungspunkte, die entweder den Vorstand selbst betreffen oder eine interne Diskussion im Aufsichtsrat erfordern. Die Schwerpunkte der Beratungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats in den einzelnen Sitzungen im Berichtsjahr waren wie folgt: Die Verlängerung der Bestellung von Andreas Zipser zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstands wurde im ersten Quartal beschlossen. Der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022 wurde ausführlich diskutiert. Hauptthema im zweiten Quartal waren die Erörterung und die Prüfung der Finanzergebnisse des Jahres- und Konzernabschlusses 2022. Der Aufsichtsrat befasste sich hierbei unter anderem mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften, dem Risiko- und Chancenmanagementbericht. Im Ergebnis hat der Aufsichtsrat den Jahres- und Konzernabschluss 2022 nach HGB und IFRS festgestellt bzw. gebilligt und gemeinsam mit dem Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte für den Jahres- und Konzernabschluss 2023 festgelegt. Weiterer Schwerpunkt der Tätigkeiten des Aufsichtsrates war die Vorbereitung der Hauptversammlung 2023. Der Aufsichtsrat fasste die hierfür erforderlichen Beschlüsse einschließlich der Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung und des Berichts des Aufsichtsrats für das Jahr 2022. Die Zielerreichungen des Vorstands und die damit einhergehende Auszahlung der Boni wurden diskutiert und beschlossen. Die durch den Vorstand vorgeschlagene Einführung eines neuen ERP Systems und die Implementierung von MS Dynamics 365 durch den Anbieter Sycor wurde sorgfältig abgewogen und im Detail geprüft. Die notwendige Zusammenarbeit mit einem indischen Entwicklerteam wurde ausführlich in verschiedenen Sitzungen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand besprochen. Der Aufsichtsrat erörterte die Übernahme weiterer Vorstands- und Geschäftsführermandate von Andreas Zipser und Heino Erdmann in mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen. Im dritten und vierten Quartal erörterte der Aufsichtsrat ausführlich den Erwerb einschließlich der Finanzierung der PROXESS-Gesellschaften von der Beta Systems Software Aktiengesellschaft. In diesem Zusammenhang wurde die Umfinanzierung auf die HSBC Innovation Bank Limited im Detail diskutiert. Die Beschlussfassungen hierzu erfolgten einstimmig. Außerdem wurden das durch den Vorstand vorgelegte Budget und die Planung für das Geschäftsjahr 2024 im Detail diskutiert. Die vom Vorstand vorgeschlagene Änderung in der Geschäftsführung der EASY SOFTWARE GmbH, Salzburg, wurde angenommen. Eine Verlängerung der Bestellung von Heino Erdmann zum Mitglied des Vorstands wurde beschlossen. Der Aufsichtsrat überprüfte fortlaufend die aktuelle Geschäftslage der Gesellschaft und des Konzerns im Geschäftsjahr 2023 sowie die Geschäftsmehrjahresplanung. Weitere wiederkehrende Themen waren die monatlichen Berichte des Vorstands über die Umsatzentwicklung der Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften, das Wachstum des Cloud- und Auslandsgeschäfts, das Risikomanagement sowie die Liquiditätssituation des Konzerns. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit strategischen Themen und zustimmungspflichtigen Maßnahmen. ZUSAMMENSETZUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT Im Geschäftsjahr 2023 gab es im Vorstand und im Aufsichtsrat keine personellen Veränderungen. KONZERN- UND EINZELABSCHLÜSSE, PRÜFUNG DER JAHRESABSCHLÜSSE Die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Niederlassung Hannover (nachfolgend "Ebner Stolz") hat den Jahres- und Konzernabschluss der EASY SOFTWARE AG für das Geschäftsjahr 2023 geprüft. Ebner Stolz wurde in der Hauptversammlung am 5. Juli 2023 zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer gewählt. Zuvor hatte Ebner Stolz gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden bestätigt, dass keine Umstände vorliegen, die seine Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen oder Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen könnten. Der Abschlussprüfer hat den nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellten Jahresabschluss der EASY SOFTWARE AG, den gemäß § 315e Abs. 1 HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss sowie den mit dem Lagebericht der EASY SOFTWARE AG zusammengefassten Konzernlagebericht geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Abschlussprüfer hat damit bestätigt, dass nach seiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse der Jahresabschluss und der Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EASY SOFTWARE AG und des easy Konzerns vermitteln. Ferner hat der Abschlussprüfer bestätigt, dass der zusammengefasste Konzernlagebericht und Lagebericht in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss in Einklang steht und insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der EASY SOFTWARE AG und des easy Konzerns vermittelt sowie die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 23. April 2024 erläuterte der Vorstand den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie seinen Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns. Außerdem beantwortete der Vorstand Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Die in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats anwesenden Vertreter des Abschlussprüfers berichteten ausführlich über die Prüfung und die Prüfungsergebnisse und erläuterten die Prüfungsberichte. Der Abschlussprüfer informierte den Aufsichtsrat auch darüber, dass seine Prüfung keine wesentlichen Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess ergeben hat. Der Aufsichtsrat befragte den Abschlussprüfer eingehend zu den Prüfungsergebnissen sowie zu Art und Umfang der Prüfungshandlungen. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass die Prüfung durch den Abschlussprüfer ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Er kam insbesondere zu dem Ergebnis, dass die Prüfungsberichte - wie auch die Prüfung selbst - den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Der Aufsichtsrat hat daraufhin dem Ergebnis der Abschlussprüfung zugestimmt. Auch die eigene Prüfung der Abschlussunterlagen durch den Aufsichtsrat und die Erörterung der Prüfungsergebnisse haben zu keinen Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Konzernabschluss geführt. Schwerpunkte der Prüfung durch den Aufsichtsrat waren: Soll-Ist-Abweichungen wesentlicher Ertrags- und Kostenpositionen des Konzerns im Jahresverlauf, die Angemessenheit des Risikomanagements in den Kernbereichen des Unternehmens einschließlich der internen Kontrollen und der Reisekostenabrechnungen sowie die Entwicklung und Zusammensetzung des Personalaufwands für Führungskräfte. Der Aufsichtsrat billigte nach eigener Prüfung auch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht sowie die darin enthaltenen Aussagen zur Entwicklung der Gesellschaft. Der Jahresabschluss wurde sodann vom Aufsichtsrat ohne Einschränkung oder Änderung festgestellt, der Konzernabschluss wurde vom Aufsichtsrat ohne Einschränkung oder Änderung gebilligt. Schließlich hat der Aufsichtsrat den vorliegenden Bericht an die Hauptversammlung verabschiedet. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der EASY SOFTWARE AG für ihr Engagement und ihren Einsatz im vergangenen Jahr. Wir danken auch unseren Aktionären, insbesondere unserem Investor Battery Ventures, für ihr Vertrauen in die Gesellschaft.
Essen, April 2024 Richard Wiegmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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EASY SOFTWARE AG AGAktiengesellschaft
Structured data
Parsed, typed and queryable directly through the API.
Overview
- Legal form
- AG
- Address
-
Jakob-Funke-Platz 1
45127 Essen - Commercial register
- HRB 33965, Essen
- Registration date
- August 25, 1998
- Industry
-
Entwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software - Purpose
- Die Entwicklung und der Vertrieb von Hard- und Software für elektronische Archivsysteme und Dokumenten- Managemenet Systeme.
Financials
Balance sheet
2024- Fixed Assets 86,1 % 57,77 Mio
- Current Assets 9,5 % 6,37 Mio
- Prepaid Expenses 1,0 % 648,1 k
- Active Balancing Item from Asset Offset 0,1 % 93,9 k
- Equity 72,0 % 48,33 Mio
- Liabilities 25,3 % 17,00 Mio
- Provisions 1,9 % 1,28 Mio
- Accrued Expenses 0,7 % 480,8 k
Balance sheet data available for 14 earlier fiscal years.
Profit & loss
2024- Revenue 41,2 % 33,84 Mio
- Other operating expenses 16,7 % 13,69 Mio
- Personnel expenses 12,7 % 10,45 Mio
- Material expenses 12,0 % 9,86 Mio
- Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen 5,2 % 4,29 Mio
- Result after taxes 3,9 % 3,22 Mio
- Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 3,9 % −3,21 Mio
- Other interest and similar income 1,5 % 1,22 Mio
- On intangible assets and property, plant, and equipment 1,3 % 1,10 Mio
- Interest and similar expenses 1,0 % 780,9 k
- Income and profit taxes 0,5 % 389,1 k
- Other operating income 0,2 % 126,5 k
- Other taxes 0,0 % 6,0 k
- Income from investments 0,0 % 0
- Depreciation on financial assets and current asset securities 0,0 % 0
- Annual net profit/loss 0,0 % 0
- Gewinnvortrag 0,0 % 0
- Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen 0,0 % 0
- Balance sheet profit/loss 0,0 % 0
P&L data available for 14 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Andreas Zipser
since 2022 Board Chair
-
Ulrich Edelmann
since 2025 Board Member
-
Stephan Pauler
since 2022 Procura
-
Sven Reiss
since 2024 Procura
Ownership & holdings
Holds shares in
- PROXESS Holding GmbH GmbH 100.0 %
- EASY SOFTWARE Deutschland GmbH GmbH 100.0 %
- EASY APIOMAT GmbH GmbH 100.0 %
History
- 2025
-
07.02.
Member entryUlrich Edelmann · Board Member
- 2024
-
13.12.
Exit of positionHeino Erdmann · Board Member
-
30.10.
Change of authorized capitalEASY SOFTWARE AG
-
30.10.
Change of share capitalEASY SOFTWARE AG
-
30.10.
Change of bylawsEASY SOFTWARE AG
-
24.06.
Member entrySven Reiss · Procura
-
24.06.
Exit of positionH**** S**** · Procura
- 2023
-
18.07.
Change of bylawsEASY SOFTWARE AG
Raw data & documents
Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.
Annual statements (full text)
Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2019 Jahresabschluss
- 2018 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Register documents
PDF documents straight from the court register — fetched on demand via the :code endpoint.
- Current extract (AD)
- Chronological extract (CD)
- Structured content (SI, XML)
- Shareholders list
- Articles of association
Website content
Structured markdown rendering of the company's public website — perfect for enrichment and AI pipelines.
Unlock with API key Get API key →Structured data and full text — per company
From annual statements as HTML to UBO lists: enable each field individually via the features parameter. One API, all data.
- Key figures Revenue, employee count, total assets, net income — per fiscal year.
- Authorized representatives Current and former managing directors, board members, signatories — with roles and date ranges.
- Publications Official commercial register publications including date and full text.
- Gesellschafter Current shareholder structure with stakes and contributions.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Ultimate beneficial owners as recorded in the German transparency register.
- Beteiligungen Stakes this company holds in other entities.
- Bilanz Full balance sheet line items from published annual statements.
- Gewinn- und Verlustrechnung P&L line items per fiscal year.
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- Insolvenzbekanntmachungen Notices from the official insolvency registers.
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