Power Plus Communications AGMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Die Gesellschaft wurde am 26. Juni 2001 unter dem Namen Power Plus Communications AG (PPC) in das Handelsregister Abt. B des Amtsgerichtes Mannheim (HRB 8853) eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 EUR 1.570.750. Die Power Plus Communications AG (PPC) ist führender Anbieter von zertifizierten Smart Meter Gateways (SMGW) und Kommunikationstechnik für die Digitalisierung der Energiewende. PPC ermöglicht mit cybersicheren SMGWs eine effiziente Markt- und Stromnetz-Integration von erneuerbaren Energien, steuerbaren Lasten (Wallboxen, Wärmepumpen) und Speichern sowie die Umsetzung variabler Tarife und Erfassung von Daten zur Netzzustandsermittlung. Mit Mobilfunk (LTE, LTE450), Breitband-Powerline (BPL), Ethernet-basierten und hybriden Kommunikationsvarianten für SMGW bietet PPC ein komplettes Portfolio aller im Markt nachgefragten SMGW-Varianten an. Im Ökosystem des SMGWs hat PPC zudem ein CLS-Produktportfolio (Controllable Local System) entwickelt, das als Plattform die Anbindung von Anwendungen der Energiewende an das SMGW und die Nutzung von Energiemanagement-Systemen ermöglicht. Für PPC ergibt sich aus der notwendigen cybersicheren Digitalisierung der Energiewende mittels IoT- bzw. Edge-Computing-Lösungen in den nächsten Jahren ein attraktives Marktpotential in Europa. Allein der Messsystem Rollout mit SMGW und CLS-Anwendungen im deutschen Markt bietet für PPC ein nachhaltiges Marktpotential von EUR 300 bis 500 Mio. pro Jahr. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die durch Corona entstandene Krise in den internationalen Lieferketten hat sich im Jahr 2023 weitestgehend entspannt, wenngleich weiterhin deutlich verlängerte Lieferfristen feststellbar waren. Auch die erhebliche Unsicherheit, die mit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022 in Europa aufkam, hat sich an den Märkten verringert. Nachdem in Deutschland und Europa insbesondere durch die Energiepreise eine Inflation von in der Spitze über 10% in 2022 zu beobachten war, sind die Werte in 2023 gesunken. Im langjährigen Vergleich sind diese aber immer noch hoch. Im Zeitraum Januar bis Dezember 2023 hat sich die monatliche Inflationsrate (gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat) von 8,7 auf 3,7 Prozent reduziert. Im Jahresdurchschnitt 2023 haben sich die Verbraucherpreise in Deutschland um 5,9 Prozent gegenüber 2022 erhöht. Positiv wirkt sich hier auch die deutlich restriktivere Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve (FED) und der Europäischen Zentralbank (EZB) aus. In Elf Zinsschritten erhöhte die FED den Leitzins in den USA bis Juli 2023 auf 5,5 Prozent und ließ ihn bis Jahresende 2023 auf diesem Niveau unverändert. Die EZB folgte zeitversetzt mit Erhöhungen auf 4,5 Prozent bis September 2023 und ließ den Leitzins dann ebenfalls bis zum Jahresende 2023 unverändert. Als Folge haben sich die Finanzierungskosten für Fremdkapital im Euroraum deutlich erhöht und erhebliche Auswirkungen auf den unterjährigen US-Dollarkurs sind festzustellen. Von anfänglich (02.01.2023) $1,0676 je EUR, über ein Hoch im Juli bei $1,1276, fiel der US-Dollarkurs Anfang Oktober mit $1,0448 auf ein Jahrestief um sich dann zum Jahresende wieder auf $1,1037 (29.12.2023) zu erholen. Trotz sich zum Teil verbessernder Rahmenbedingungen ist laut vorläufigem Jahresergebnis des Statistischen Bundesamtes das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 Prozent zurückgegangen (Statistischen Bundesamtes). Während ein Schrumpfen der Wirtschaft in der Vergangenheit in der Regel eine deutlich höhere Arbeitslosenquote zur Folge hatte, ist diese mit 5,7 Prozent im Jahresdurchschnitt gegenüber 5,4 Prozent in 2022 jedoch relativ stabil geblieben. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren mit 45,9 Millionen Menschen in Deutschland so viele wie noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 (Statistischen Bundesamtes) erwerbstätig. Trotz der hohen Erwerbstätigkeit in 2023 ist der Fachkräftemangel in Deutschland in vielen Branchen ein Problem. Laut einer jährlichen Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) hatten mehr als drei Viertel (77 Prozent) dieser Unternehmen Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen (Statistischen Bundesamtes). Mit dem demografischen Wandel, bei dem die Generation der "Babyboomer" in den Ruhestand tritt, ohne dass zeitgleich eine vergleichbare Anzahl neuer Arbeitskräfte nachkommt, wird sich diese Situation voraussichtlich weiter zuspitzen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet in seiner Prognose für Deutschland in 2024 ein Wachstum von nur noch 0,5 Prozent. Die Weltwirtschaft soll hingegen um 3,1 Prozent wachsen. Geschäftsverlauf der Gesellschaft Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft wurde und wird wesentlich durch die Entwicklungen in der Energiewende beeinflusst. Entsprechend beeinflussen gesellschaftliche und politische Zielstellungen sowie regulatorische Veränderungen in der Energiewirtschaft den Markt für PPC-Produkte zur Digitalisierung der Energiewende. Nachdem in der Vergangenheit vor allem der Klimaschutz das primäre Motiv für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland war, ist spätestens seit dem Krieg in der Ukraine klar, dass erneuerbare Energien auch maßgeblich zur sicheren Energieversorgung in Deutschland beitragen und dass ein hohes Maß an Cybersecurity in der kritischen Infrastruktur Strom unabdingbar ist. Wie die Ausbauzahlen aus 2023 verdeutlichen, gewinnt der Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich an Dynamik. Im Jahr 2023 ist der Anteil erneuerbarer Energieträger an der Nettostromerzeugung mit 56,9 Prozent um 6,7 Prozentpunkte angewachsen. Die Anzahl der Solaranlagen auf Wohnimmobilien nahm in 2023 deutlich zu. So wurden mehr als eine Million neue Anlagen errichtet (energate messenger). Dadurch stieg die installierte Photovoltaikleistung von 7.500 MW auf 13.800 MW (plus 85 Prozent). Insgesamt ist der Bestand an Ökostromanlagen 2023 um 17.000 MW gewachsen. 83 Prozent der neu installierten Erzeugungskapazität waren PV-Anlagen. Parallel erfolgt durch Sektor-Kopplung mit dem Wärme- und Mobilitätsmarkt eine umfängliche Elektrifizierung des privaten Energiekonsums. Ein privater Haushalt mit Wärmepumpe und Elektromobil verdreifacht seine Stromkonsum und entsprechend steigt die Bedeutung der Strommarkt- und Stromnetzintegration der Verbraucher für die sichere und preiswerte Energieversorgung. Die Integration einer volatilen Erzeugung, Speicherung und Flexibilisierung des Verbrauchs durch Digitalisierung werden zur zentralen Säule der Energiewende. Endkunden werden so auch zu aktiven Partnern einer sicheren Netzbetriebsführung. Um diese smarte Teilhabe zu ermöglichen, ist eine sichere und digitalisierte Interaktion durch intelligente Messsysteme am Übergang Netz zur Kundenanlage notwendig. Daher zielen regulatorische Maßnahmen darauf ab, den Rollout intelligenter Messsysteme als Voraussetzung für Smart Grids und Smart Markets unter Gewährleistung von Datenschutz und IT-Sicherheit zu fördern. Mit dem in 2023 beschlossenen Gesetz zum "Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW)" ist der Rechtsrahmen für den SMGW-Rollout nochmals mit dem Ziel Beschleunigung präzisiert und Hürden abgebaut worden. Für den Zeitraum 2025 bis 2032 wurde ein verbindlicher Rolloutplan mit Meilensteinen festgeschrieben, nach dem 95 Prozent aller Verbrauchern mit einem Jahresverbrauch von 6.000 kWh bis 100.000 kWh und Erzeugern von 1 kW bis 25 kW Erzeugungsleistung sowie alle steuerbare Verbraucher nach §14a EnWG mit SMGW ausgestattet werden sollen. Netzbetreiber, Marktakteure und Stromkunden sollen dadurch schnellstmöglich von der Digitalisierung profitieren können. Nach Einschätzung des BMWK müssen bis 2032 rund 20 Mio. SMGW und 18 Mio. CLS-Gateways als Steuerungseinheit installiert werden, um die Einbaupflichten bei Neuanlagen und im Bestand zu erfüllen. Eine weitere wichtige Anpassung ist die neue Verteilung der Entgelte (Preisobergrenzen) für intelligente Messsysteme mit SMGW. Typische Privathaushalte und Kleinanlagenbetreiber zahlen für ein intelligentes Messsystem künftig nur noch EUR 20 Euro pro Jahr statt bisher EUR 100. Die Netzbetreiber übernehmen die verbleibenden EUR 80, denn die Netzbetreiber profitieren durch die Datenbereitstellung in besonderer Weise vom SMGW-Rollout. Neu ist auch die Verpflichtung zur Einführung dynamischer Tarife durch Lieferanten, die ab 2025 angeboten werden müssen und zwingend ein SMGW benötigen. Verbraucher können zudem mit ihrem nunmehr gesetzlich verankerten Anrecht auf Einbau eines SMGWs auch bei Verbräuchen unterhalb der bisherigen Einbaugrenze von 6.000 kWh von variablen Preisen und Verbrauchstransparenz profitieren. Darüber hinaus wurden Anforderungen an die sichere Lieferkette (SiLKe) durch das GNDEW reduziert und mit der Novelle des Mess- und Eichgesetzes (MessEG) Anfang 2024 eine deutliche Entbürokratisierung für Software-Updates von installierten SMGWs erreicht. Bis zum Jahresende 2023 hat PPC bereits über 680.000 SMGWs ausgeliefert. Der SMGW-Rollout nimmt zunehmend Fahrt auf und wird durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen weiter beschleunigt. Nach der schwierigen Lage bei der Belieferung mit elektronischen Bauteilen in 2022 konnte die weiterhin steigende Nachfrage nach SMGWs in 2023 besser bedient werden. Gleichwohl gab es auch in 2023 noch Restriktionen in der Produktion, sodass die Nachfrage das Angebot überstieg. In 2023 wurde das seit 2021 im Bau befindliche neue Produktionsgebäude des EMS Partners WEPTECH elektronik GmbH in Landau in Betrieb genommen und so die Kapazität der Produktion deutlich ausgeweitet. Die Gebäude sind so ausgelegt, dass bei entsprechendem Bedarf und Aufbau der entsprechenden Anlagekapazitäten ab 2025 mehr als 1 Mio. SMGW produziert werden können. Gegenüber 2022 konnte der Umsatz in 2023 um 108% deutlich gesteigert werden. Steuerungsrelevante Kennzahl der PPC ist das EBITDA. Dieses lag in 2023 bei TEUR 11.112 und war damit um TEUR 9.084 über dem Vorjahr. Entsprechend der Erwartungen im Lagebericht 2022, konnte damit das Rohergebnis sowie das EBITDA deutlich gesteigert werden. Der Jahresüberschuss lag bei TEUR 12.822 und damit TEUR 10.554 über dem Vorjahreswert. PPC hat Ende 2022 die Zertifizierung der zweiten SMGW-Generation erfolgreich abgeschlossen. In 2023 wurde die Produkteinführung bei wesentlichen Kunden gestartet und Ende 2023 eine erweiterte Software-Version zertifiziert. Ende 2024 soll die zweite SMGW Generation die erste weitestgehend ablösen. PPC ist Alleingesellschafterin der Coms4Grid GmbH, deren Unternehmensgegenstand der Vertrieb und Betrieb der auf der Nutzung von Stromleitungen zum Transport von Daten ausgerichteten Powerline-Technologie und die Erbringung aller Arten von Telekommunikationsdienstleistungen ist. Coms4Grid übernimmt auf Kundenauftrag die Planung, Errichtung sowie den Betrieb von Powerline-Netzen. Coms4Grid betreibt das Mannheimer BPL-Netz sowie weitere BPL-Netze von Kunden der PPC. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Das EBITDA lag bei TEUR 11.112 und war damit um TEUR 9.084 höher als der Vorjahreswert von TEUR 2.028. Das verbesserte Ergebnis wurde im Wesentlichen durch das gestiegene Rohergebnis erwirtschaftet. Das Rohergebnis betrug im Berichtsjahr TEUR 25.625 (Vorjahr: TEUR 12.843) und ist damit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 12.782 gestiegen. Der Personalaufwand ist aufgrund der im Geschäftsjahr 2023 höheren Zuführung zur Rückstellung für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm der Gesellschaft (Zuführung TEUR 1.169; Vorjahr TEUR 767) auf insgesamt TEUR 4.423 und aufgrund des Personalwachstums (Durchschnittliche FTE 80,5 (2022) auf 82,6 (2023): plus 2,1 FTE) auf TEUR 9.617 (Vorjahr: TEUR 8.125) angestiegen. Der Anteil der sozialen Abgaben am gesamten Personalaufwand ist mit 11,0 Prozent aufgrund der erhöhten Rückstellungen für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm deutlich unter dem Vorjahreswert von 12,2 Prozent. Die Anzahl der Krankheitstage pro Mitarbeiter und Jahr liegt mit 8,2 um 1,5 Tage über dem Vorjahreswert von 6,7. Gegenüber den von der DAK erwarteten 20 Krankheitstagen durchschnittlich pro Mitarbeiter in 2023 war der Wert bei PPC gleichwohl erfreulich niedrig. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Wert des Vorjahres um TEUR 2.206 von TEUR 2.690 auf TEUR 4.895 angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die Rückstellung für Standard-essentielle Patente sowie erhöhte Marketingaufwendungen zurückzuführen. Die Abschreibungen liegen in 2023 mit TEUR 1.691 um TEUR 653 über dem Vorjahreswert (TEUR 1.038). Dies ist im Wesentlichen auf die planmäßig mit der Produkteinführung gestartete Abschreibung auf die SMGW2 Entwicklungsaufwände und damit einer erhöhten Abschreibung für Immaterielle Vermögensgegenstände zurückzuführen. Die Zinserträge sind aufgrund von Zinserträgen durch Abzinsung von Rückstellungen (TEUR 65) mit TEUR 65 unter dem Vorjahreswert (TEUR 92). Abschreibungen auf Finanzanlagen im Zusammenhang mit der Tochtergesellschaft Coms4Grid GmbH betrugen TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 21). Die Zinsaufwendungen lagen 2023 bei TEUR 327 und damit TEUR 176 über dem Vorjahr (TEUR 151). Hintergrund hierfür ist der Anstieg des 3-Monats-EURIBOR als variable Zinskomponente in der Finanzierung über UPG. Es wurde, wie im Vorjahr, zum 31. Dezember 2023 vom Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Der latente Steuerertrag in Höhe von TEUR 4.734 stärkt das Jahresergebnis. Der Jahresüberschuss betrug TEUR 12.822 nach TEUR 2.269 im Vorjahr. Die Bilanzsumme betrug im Berichtsjahr TEUR 44.703 und lag damit um TEUR 18.419 über dem Wert des Vorjahres (TEUR 26.284). Die Entwicklungsaufwendungen für das SMGW2 und Netzwerkmanagementsystem NMS3 sind gemäß dem Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB in Höhe von TEUR 2.105 (Vorjahr: TEUR 2.100) als selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Entwicklung in das Anlagevermögen aufgenommen worden. Die Vorräte sind aufgrund des Umsatzwachstums um TEUR 3.036 auf TEUR 6.625 (Vorjahr: TEUR 3.589) angewachsen. Die geleisteten Anzahlungen davon betrugen TEUR 1.861. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Jahresende um TEUR 9.733 auf TEUR 13.299 (Vorjahr: TEUR 3.567) angestiegen. Während zum 31.12 2022 über UPG TEUR 5.000 der Forderungen aus LuL verkauft waren, hat UPG die Forderungen zum Bilanzstichtag 2023 nicht beeinflusst. Sodass im Vorjahresvergleich TEUR 5.000 auf die Differenz durch UPG und der Rest auf das starke Umsatzwachstum zurück geht. Die sonstigen Rückstellungen stiegen um TEUR 3.582 auf TEUR 8.317 an. Dies ist mit dem Anstieg der Rückstellungen für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm sowie den Rückstellungen für Standardessentielle Patente zu begründen. Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber 2022 um TEUR 922 von TEUR 7.338 auf TEUR 8.260 erhöht. Dabei sind insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung von TEUR 2.684 auf TEUR 5.767 angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen von TEUR 4.342 auf TEUR 1.500 zurück. Zum Ende des Geschäftsjahres betrugen die liquiden Mittel TEUR 1.288 und lagen damit um TEUR 711 unter dem Vorjahreswert von TEUR 1.999. Es bestehen zeitlich nicht befristete Kreditlinien in Höhe von TEUR 19.000 (hiervon EUR 8,0 Mio. UPG - gekündigt im Februar 2024), die zum Stichtag nicht in Anspruch genommen wurden. Personal Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Personalstamm am Bilanzstichtag auf 97 Mitarbeiter (inklusive Mitarbeiter in Elternzeit, Auszubildende, Teilzeitkräfte und Vorstand) erhöht. Auf Basis von jahresvollzeitäquivalent Beschäftigten (FTE) hat sich die Zahl zum Jahresende von 80,5 (2022) auf 82,6 (2023) leicht erhöht. Zum Bilanzstichtag wurden zwei Auszubildende und eine duale Studentin beschäftigt. Personal wurde auch über befristete Teilzeitverträge und Dienstleistungsverträge mit Studenten/ Praktikanten an das Unternehmen gebunden. Investitionen PPC investierte im Jahr 2023 TEUR 4.671 (Vorjahr: TEUR 5.038) in Forschung & Entwicklung. In diesem Betrag sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 2.105 (Vorjahr: TEUR 2.100) enthalten. Die Innovationskraft der PPC zeigt sich weiterhin auch in der Anzahl von Patentanmeldungen und erteilten Patenten, die national sowie international erteilt wurden. PPC weist zum 31.12.2023 auch nach einer kostenorientierten Konsolidierung internationaler Patente/Anmeldungen noch insgesamt 31 erteilte Patente und 14 Patentanmeldungen auf. Zum F&E-Aufwand zählen neben den Entwicklungs- und Zertifizierungsmaßnahmen beim SMGW die Fortentwicklung des BPL-Systems, die Entwicklungen von mobilfunkbasierten Modulen für SMGW, die sichere Lieferkette sowie die Entwicklungen von System-Plattformen und Anwendungen im Bereich CLS-Anwendungen des Smart Meter Gateways. Ausblick für die nächsten Jahre / Risiken- und Chancenbericht Allgemeine Einschätzung zur Marktentwicklung Trotz diverser Krisen bleiben die nationalen und internationalen Klimaziele mit Ausbau erneuerbarer Energien und Sektor-Kopplung prägend für die massiven Veränderungen in der Energiebranche, bei Marktteilnehmern und bei Anforderungen an eingesetzte Systeme und Technologien. Letztlich führen die Engpässe und Preissteigerungen bei Gas und Öl als Folge des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine dazu, dass sich der Einsatz von Erneuerbaren und Energiesparmaßnahmen schneller rechnen und Anforderungen an die Versorgungs-/Cybersicherheit steigen. Nationale Klimaschutzziele und Strategien zur Sicherung der Versorgung werden von der europäischen Rahmensetzung "Fit for 55" und dem "Green Deal" zur CO 2 -Minderung sowie der EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED) flankiert. Stärker in den Fokus genommen werden auf EU Ebene zudem Cyber-Sicherheitsanforderungen, was sich mit der 2023 in Kraft getretene NIS2-Richtlinie (basierend auf 2016 eingeführten Cybersicherheitsvorschriften), dem delegierten Rechtsakt (2022/30) zur Radio Equipment Directive RED (2014/53/EU; Cybersicherheit Geräte mit Funk) sowie dem EU Cyber Resilience Act zeigt. Die Energieversorgungsunternehmen sind gefordert, ihre Geschäftsmodelle und Infrastrukturen an den Ausbau regenerativer Energien, die Elektromobilität und die fortschreitende Elektrifizierung im Wärmesektor anzupassen. Die Digitalisierung mit dem Rollout intelligenter Messsysteme gehört hierbei zu den wichtigsten Maßnahmen in diesem Anpassungsprozess, um durch Transparenz, Überwachung und Steuerung eine effiziente Energiewende zu ermöglichen und die Systemsicherheit zu gewährleisten. Insbesondere der Ausbau der Elektromobilität mit spezifischem Lastprofil und höherer Gleichzeitigkeit bei Ladevorgängen sowie der zunehmende Einsatz von Wärmepumpen in der Wärmewende erfordert eine jederzeit überwachbare und steuerbare Integration in die Stromnetze und aktive Nutzung von Flexibilitätspotentialen. Mit dem im Mai 2023 verabschiedeten GNDEW wird der Rollout der iMSys entbürokratisiert, die Kosten für Endkunden durch Kostenverrechnung an die Netzbetreiber drastisch gesenkt und diverse Hürden zugunsten eines verbindlichen Rolloutpfades mit verpflichtendem Start am 1.1.2025 abgebaut. Damit soll der Rollout massiv beschleunigt und technische Agilität gefördert werden. Zusätzlich wurden im Eichrecht Vereinfachungen für Software-Updates bei SMGWs auf den Weg gebracht und Anfang 2024 beschlossen. Darüber hinaus wurden im Herbst 2023 durch die Festlegungen der BNetzA zum ENWG §14a für Steuerbare Lasten eine verpflichtende Nutzung des SMGW für Verbrauchseinrichtungen mit einer Leistung größer 4,2 kW und damit eine SMGW Pflicht für Ladesäulen, Wärmepumpen und weitere Verbrauchseinrichtungen bei Endkunden festgeschrieben. Die Partizipation des Endkunden und dessen aktive Rolle im Energiemarkt und bei der Netzstabilisierung durch Flexibilisierung von Lasten und Erzeugung sollen so cybersicher und standardisiert ermöglicht werden. Darüber hinaus wurde für die an das SMGW anzubindenden Einheiten (CLS-Gateways) zur Steuerung, für Submetering und zum Energiemanagement vom BMWK-Gateway-Ausschuss eine Zertifizierungspflicht nach BSI TR-03109-5 und gemäß Beschleunigter Sicherheitszertifizierung (BSZ) beschlossen. Mit der Zertifizierung soll Interoperabilität und Cybersicherheit für Anwender gewährleistet werden. Hierzu hat die Gesellschaft im Dezember 2023 die Vergabe eines Zertifizierungs-Pilotverfahrens des BSI gewonnen und so seine herausragende Stellung als Vorreiter im Markt für CLS-Gateways bestätigen können. Der regulatorische Rahmen für den verpflichtenden Rollout und für Anwendungen des SMGW wurde 2023 finalisiert und damit Rechtssicherheit für Betreiber und Hersteller geschaffen. Zu den erwarteten Ausbauzahlen hat das BMWK Ende 2023 einen Forecast veröffentlicht. Bis 2032 werden 20 Mio. SMGW Einbaufälle und 18 Mio. Einbaufälle für CLS-Gateways erwartet. Entsprechend müssen im Mittel mehr als 2 Mio. SMGW pro Jahr installiert werden, was eine deutliche Skalierung der Nachfrage erwarten lässt. Im letzten Jahr wurde der strukturierte Ausbau der SMGW bereits bei praktisch allen Messstellenbetreibern forciert und Prozesse optimiert. Durch die Digitalisierung der Energiewende und die parallel in Deutschland umzusetzende EU Energieeffizienzrichtlinie (EED) und die EU Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) gibt es zunehmend Wechselwirkungen der Geschäftsmodelle der Energie- und Wohnungswirtschaft. Dies wurde u.a. in der Heizkostenverordnung berücksichtigt, die das SMGW als sicheren Zugangsweg für Submetering vorsieht. So wird das SMGW zum Sicherheitsanker für diverse energienahe aber zunehmend auch für energieferne Anwendungen mit Sicherheitsbedarf in der Immobilienwirtschaft. Die Systemlandschaft der Stromversorgung in der EU befindet sich im Umbau, mit dem Ziel, CO 2 -neutral, resilienter und effizienter zu werden. Die Digitalisierung der Stromverteilnetze hin zu sogenannten Smart Grids ist entscheidend, um die Klimaziele auf europäischer Ebene zu erreichen und eine effiziente sowie sichere Energieversorgung zu gewährleisten. Aus diesem Grund hat die EU u.a. den Aktionsplan zur Digitalisierung des Energiesystems gestartet. Die Europäische Kommission schätzt, dass Investitionen in Höhe von etwa EUR 600 Mrd. notwendig sind, um die Stromverteilnetze umzubauen, dezentral erzeugten Strom aus vorwiegend erneuerbaren Energieanlagen zu integrieren und die Nachfrage dynamisch zu steuern. Davon sollen EUR 170 Mrd. in die Digitalisierung des Verteilnetzes (u.a. intelligente Messsysteme, automatisiertes Netzmanagement) zur Optimierung der bestehenden Netzinfrastruktur investiert werden. Chancen und Risiken für das Geschäftsjahr 2024 und die mittelfristige Geschäftsentwicklung Die Maßnahmen aus den nationalen und europäischen Klimaschutzprogrammen werden die Energie- und Verkehrswende und damit auch die Digitalisierung mit SMGW nachhaltig vorantreiben. Die gesetzlich verankerte Pflicht zur Nutzung eines SMGW bei Wallboxen, Wärmepumpen und dezentralen Erneuerbaren Energieanlagen sowie Angebote wie variable Tarife werden nach Prognosen des BMWK bis 2032 mehr als 2 Mio. SMGW Einbaufälle pro Jahr und eine ähnlich hohe Anzahl an Einbaufälle für CLS-Gateways zur Steuerung und zum Energiemanagement nach sich ziehen. Damit wird nahezu jedes Gebäude in Deutschland über ein SMGW verfügen, dass als digitaler Sicherheitsanker die Energiewende und Versorgungssicherheit stützt. Zudem entwickelt sich im Bereich CLS-Anwendungen ein zusätzlicher Wachstumsmarkt, in dem PPC nicht zuletzt aufgrund eines großen Partnernetzwerkes und vieler Projekte ausgezeichnet positioniert ist. Diese Entwicklungen schaffen einen großen und stabilen Markt für PPC bei grundzuständigen Messstellenbetreibern (gesetzlich verpflichtete Rolle der Netzbetreiber). Darüber hinaus wächst der Markt für wettbewerbliche Messstellenbetreiber und Systemanbieter, die deutschlandweit das SMGW als integralen Baustein eines Kundenangebotes mit Wärmepumpe, PV-Anlage und Ladesäule bereitstellen. Grundsätzlich werden bei smarten Lösungen die Wohnungs- und Energiewirtschaft bei der Digitalisierung energienaher Dienste rund um die Immobilien stärker kooperieren. Entsprechend stellt sich die Wohnungswirtschaft analog zur Energiewirtschaft auf einen kombinierten Rollout von Sub- und Strom-Metering sowie Dienste wie Laden für Elektromobilität ein. PPC hat sich in den letzten Jahren als Marktführer bei Smart Meter Gateways etabliert. Im Jahr 2023 wurde der strukturierte Ausbau der SMGW bei praktisch allen Messstellenbetreibern forciert und Prozesse optimiert. Von den mittelfristig pro Jahr benötigten 2 Mio. SMGW wurden bis Ende 2023 nach eigener Einschätzung jedoch kumuliert erst 800.000 SMGW und weniger als 10.000 CLS-Systeme verbaut, also gerade mal 2,5% des SMGW Einbauziels 2032. Entsprechend werden die Ausbauraten und damit das Marktpotentiale für die Gesellschaft in den nächsten Jahren massiv ansteigen. Für 2024 werden bei einem hohen Marktanteil der Gesellschaft mehr als 750.000 neue SMGW Installationen erwartet. Auf Produktseite wurde Anfang 2023 die Markteinführung der 2. SMGW-Generation erfolgreich gestartet und damit ein wichtiger Technologiesprung erfolgreich vollzogen, der neben Vorteilen in der Bauteilbeschaffung auch deutliche Wettbewerbsvorteile durch gesteigerte Performance bietet. Zusätzlich ergeben sich im SMGW Ökosystem weitere Marktchancen für technische Lösungen zur Nutzung des SMGWs, z.B. durch an das SMGW anzubindende CLS-Gateways für Anwendungen im Bereich Submetering, Steuerung und Energiemanagement. Gerade im CLS-Segment ergeben sich vielfältige Wachstumschancen, in die die Gesellschaft umfänglich investiert und sein Partnernetzwerk systematisch ausbaut. Mit Investitionen in eigene Systemplattformen für Services, Prozessdigitalisierung und Innovationsprojekte mit Schwerpunkt CLS-Anwendungen werden bereits seit 2021 die Weichen für neue Produktangebote gestellt. Jedoch werden auch im Jahr 2024 die Entwicklungsaufwendungen den erzielten Rohertrag in diesen Bereichen noch überschreiten. Die Gesellschaft ist zurzeit der einzige Hersteller, der für Smart Meter Gateways alle relevanten Kommunikationstechnologien (Wide Area Network - WAN) und modernen Kommunikationsstandards wie IPv6 und eSIM liefert und durch ein eigenes Netzwerk-Management-System unterstützen kann. Breitband-Powerline wird von vielen Energieversorgern weiterhin als ein wichtiger Baustein im Kommunikations-Mix für iMSys angesehen, wobei auch in 2024 weiterhin bevorzugt LTE-SMGWs eingesetzt werden. Im BPL Bereich wurden in 2023 mit Standards wie G.hn und Nessum weitere technische Optionen evaluiert, um hier frühzeitig auf neue Trends und Marktentwicklungen vorbereitet zu sein. Auch bei der Nutzung der 450MHz-Frequenz nimmt PPC eine Führungsrolle ein und konnte bisher als einziger Anbieter ein LTE450 SMGW zertifizieren und in Stückzahl zur Anwendung bringen. Diese starke Position bei WAN-Technologien und ausgeprägtes IT-Know-how trägt maßgeblich zum Erfolg der Gesellschaft bei. Die gebündelte Erfassung von Daten und die Umsetzung von Steuerungssignalen durch ein SMGW eröffnen in der sich entwickelnden sektorübergreifenden Plattform-Ökonomie zahlreiche Möglichkeiten für integrative Geschäftsmodelle und Bundling-Ansätze. Durch die Marktpräsenz und das Fachwissen in der Gesellschaft besteht ein vielversprechendes Potenzial für nachhaltiges Wachstum in diesem Segment. Die Gesellschaft konnte in 2023 seinen Wachstumskurs beschleunigen und ist bei den meisten Messtellenbetreibern der Hauptlieferant. Um die wachsende Nachfrage nach SMGW bedienen zu können, wurde bereits seit 2020 der Neu-/Ausbau der Produktion beim EMS-Partner Weptech vorangetrieben und die Baumaßnahmen in 2023 abgeschlossen. Die bereits erfolgte Erhöhung der Kapazität auf >600.000 SMGW p.a. soll in der neuen Liegenschaft in Landau bis 2025 auf >1 Mio. SMGW p.a. ausgeweitet werden. Parallel wurden auch die Prozesse von der Bestellung bis zum After Sales für den Massenrollout fortentwickeln und durchgehend digitalisiert. Damit wurde die Skalierbarkeit der eigenen Strukturen in der Produktion und im Rollout weiter gestärkt. Der gute Auftragsbestand für SMGW bei nahezu allen wichtigen Kunden belegt diese gute Ausgangslage für 2024/25 und dokumentiert sowohl die Bereitschaft des Marktes für den Hochlauf des Rollouts als auch die Position als Marktführer. Die Gesellschaft betrachtet sich als wesentliches Unternehmen für den Erfolg der Energiewende in Deutschland. Entsprechend wichtig und Teil der Strategie ist für PPC das Thema Nachhaltigkeit. So ermöglicht die neue Produktionsstätte in Landau Dank einer großen PV-Anlage eine CO 2 -neutrale Fertigung. Als breit aufgestelltes Unternehmen sind wir überzeugt, dass uns die vielfältigen Facetten nachhaltigen Wirtschaftens bei der Entwicklung unseres Unternehmens helfen können. Die Gesellschaft veröffentlich hierzu seit 2022 (für das Jahr 2021) einen Bericht im Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Die auf das Geschäftsmodell der PPC einwirkenden Risiken ergeben sich vorrangig aus technischen Gewährleistungsrisiken sowie aus strukturellen Risiken, Veränderung der Wettbewerbsposition und den durch internationale Krisen ausgelösten makroökonomischen Effekten auf Lieferketten/Bauteile, Kunden und Märkte. Risiken aus dem regulatorischen Rahmen sind nach den umfassenden Festlegungen und Entbürokratisierungen aus dem Jahr 2023 eher als niedrig einzustufen. Dennoch besteht das Risiko, dass nach einem Regierungswechsel der regulatorische Rahmen in für PPC negativer Weise geändert wird. Dieses Risiko wird jedoch als sehr gering eingeschätzt, da die Digitalisierung der Energiewende parteiübergreifend unterstützt wird. Aufgrund des hohen und breiten Auftragsbestands für 2024/2025 beschränken sich die kurzfristigen Marktrisiken vor allem auf Engpässe bei den Montagekapazitäten der Kunden, welche eine verzögerte Produktabnahme zur Folge haben könnte. In 2023 wurde noch verbliebene regulatorische Unsicherheit durch die Neuregelungen im GNDEW (Mai 2023), BNetzA Festlegung zum §14a EnGW und die Verabschiedung der Zertifizierungspflicht nach BSI TR03109-5 durch den BMWK Gateway-Ausschuss beseitigt. Für 2024 und den beschlossenen SMGW Pflicht-Rollout ab 2025 sind insofern zum Zeitpunkt des Berichtes keine wesentlichen regulatorischen Hemmnisse und Risiken ersichtlich. Gewährleistungsrisiken bergen im Einzelfall ein Risikopotential von mehreren EUR Mio. und werden daher sowohl einzelvertraglich begrenzt als auch durch abgeschlossene Versicherungen aufgefangen. Zudem werden für jedes verkaufte SMGW vorsorglich Gewährleistungs-Rückstellungen gebildet. Seit dem Ausbruch des Corona Virus und dann 2022 mit dem Ukraine-Krieg kamen für die Gesellschaft unvorhersehbare Risikofaktoren hinzu, deren Auswirkungen insbesondere durch temporäre schlechte Bauteilverfügbarkeit und steigende Inflation und dann nachgelagert durch den Anstieg der Leitzinsen sichtbar wurden. Die in 2022 noch zu zeitweisem Produktionsausfall führende Bauteileknappheit war 2023 nur noch zu Beginn des Jahres feststellbar. Die Lieferketten haben sich beruhigt und es werden in 2024 zwar weiterhin steigende Bauteilpreise und verlängerte Lieferfristen aber keine andauernden Lieferausfälle mehr erwartet. Durch die Markteinführung vom SMGW2 mit neueren Bauteilen und die konsequente Ausweitung geprüfter Ersatzbauteile wurden auch umfangreiche technische Maßnahmen zur Senkung der Lieferrisiken ergriffen. Die Gesellschaft setzt vorsorglich aber weiterhin auf eine frühzeitige Beschaffung von Bauteilen, wodurch zusätzliche Belastungen und Risiken aus dem Anstieg von Working Capital und Lagerbeständen entstehen können. Das Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass jederzeit Zahlungsverpflichtungen nachgekommen werden kann. Aufgrund der guten Bonität der Gesellschaft, steht hierfür ein komfortabler Fremdkapitalrahmen bei mehreren Banken zur Verfügung. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 standen ungenutzte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von EUR 11,0 Mio. sowie ein Rahmen für Unechtes Pensionsgeschäft-Konzept (UPG) in Höhe von EUR 8,0 Mio. zur Verfügung. Aufgrund der sehr guten Geschäftsentwicklung hat sich die Bonität in 2023 weiter verbessert. Auf dieser Basis steht der Gesellschaft über Geldmarktkredite eine gegenüber UPG (unechtes Pensionsgeschäft) günstigere Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung, sodass Anfang 2024 die Kontokorrentlinien erhöht und der Rahmenvertrag für UPG gekündigt werden. Nach Anpassung der Finanzierungsstruktur stehen der Gesellschaft EUR 15,0 Mio. Finanzierungsrahmen zur Verfügung, um jederzeit ausreichend Flexibilität im Einkauf zu erhalten. Die Kreditrahmen beruhen auf einem Zins, der sich jeweils aus dem EURIBOR plus einer Marge zusammensetzt. Insofern besteht für die Finanzierung ein Zinsänderungsrisiko auf Basis des EURIBORs. Eine Erhöhung des EURIBORs von beispielsweise 1 Prozent-Punkt würde die Zinsaufwendungen bei einer durchschnittlichen Nutzung von EUR 5,0 Mio. aus den Kontokorrentrahmen pro Jahr um TEUR 50 erhöhen. Nach den deutlichen Leitzinsanhebungen in 2023 wird allgemein allerdings eher mit Zinssenkungen als mit weiteren Zinserhöhungen durch die EZB in 2024 gerechnet. Die Gesellschaft muss als Covenant während der Laufzeit ein wirtschaftliches Eigenkapital in Höhe von EUR 6,0 Mio. aufweisen. Dieses ergibt sich im Wesentlichen aus dem bilanziellen Eigenkapital zuzüglich nachrangiger Schulden und abzüglich der in der Bilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern. Zum Bilanzstichtag lag das wirtschaftliches Eigenkapital bei EUR 18,1 Mio. und damit um EUR 12,1 Mio. über der Covenant-Schwelle. In der aktuellen Situation ist das Risiko einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 12,1 Mio. zum 31.12.2024 zu erreichen, als sehr gering einzuschätzen. Bestehende Risiken im Rahmen der Finanzierung aufgrund unsicherer Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaft Coms4Grid wurden durch eine vollständige Wertberichtigung der gewährten Darlehen Rechnung getragen. Risiken aus Wechselkursschwankungen EUR/Dollar bestehen aufgrund des Einkaufs von Material, das in US-Dollar fakturiert wird. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde das in US-Dollar fakturierte Material bereits weitestgehend bestellt und durch den Abschluss von Devisentermingeschäften abgesichert. Mit einer im Aufsichtsrat abgestimmten offensiven Einkaufspolitik bei Bauteilen entsteht ein Risiko aus dem Anstieg des Working Capital, dessen Finanzierung über einen erhöhten Fremdkapitalrahmen abgesichert wird. Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass der Absatz an SMGWs in 2024 ansteigt. Trotz der steigenden Investitionen in die Produktentwicklung wird auch 2024 der Personalzuwachs moderat ausfallen. Für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung der PPC bei der Digitalisierung der Energiewende sind aktuell keine aus den genannten Risiken resultierende, nachhaltig negativen Auswirkungen zu erwarten. Dies wird sowohl durch die Einschätzung des BMWK zur Anzahl der Pflicht-Einbauten als auch durch die Budgetplanung 2024 und den Auftragsbestand bzw. Rahmenverträge mit Kunden für 2024/25 belegt. Natürlich bleiben unvorhersehbar Risiken aus internationalen Krisen oder Serienfehler stets eine Gefahr für die Geschäftsentwicklung. Die dynamischen Marktentwicklungen wie auch die Novellierung diverser Gesetze der Energiewende durch die Regierung sowie vielfältige Anwendungsfälle der SMGW werden weiterhin zu einer dynamischen Anpassung der Anforderungen an Produkte, Marktteilnehmer und Technologie-Lieferanten führen. Diese Entwicklungen sind für die Gesellschaft sowohl Chance für nachhaltiges Wachstum und neue Wachstumsfelder im Ökosystem der Anwendungen als auch Risiko durch eine mögliche Intensivierung des Wettbewerbs und zusätzliche Investitionen in die Weiterentwicklung des SMGWs. Durch gezielte Investitionen in Produkte und Innovationen stellt sich die Gesellschaft auf diese Herausforderungen ein und gilt im Markt als innovativster SMGW-Anbieter und Vorreiter. Die technischen Rahmenbedingungen für den Rollout stehen zwar grundsätzlich fest, die geplanten Anwendungsfälle der SMGWs führen jedoch auch zukünftig zu weiterem Re-Zertifizierungsbedarf und produktspezifischen Investitionen, die als leichtes Risiko für mittelfristiges Wachstum und das Unternehmensergebnis zu sehen sind. Im Produktportfolio werden weiterhin vor allem LTE-basierte SMGWs vom Markt nachgefragt, bei denen die Gesellschaft sehr gut positioniert ist. Bei einem absehbaren Rollout mit hoher Anschlussquote wird für die BPL-Technologie die Nachfrage im Markt steigen. Vor diesem Hintergrund haben sich weitere Unternehmen dieser Technologie zugewandt und der Wettbewerb in Deutschland hat sich bei dieser Lösung deutlich gesteigert. Mitte 2023 ist auch die Nutzung des der Energieversorgung vorbehaltenen Frequenzbandes 450 MHz gestartet, für das die Gesellschaft als einziger Hersteller bereits zertifizierte Produkte bereitstellen und im Masseneinsatz qualifizieren konnte. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung werden keine bestandsgefährdenden Risiken gesehen. Insgesamt konnte durch den deutlichen Anstieg bei Umsatz und Gewinn sowie ein breite Kundenbasis die Risikolage weiter verbessert werden. Gesamteinschätzung Die Integration des SMGW als eine cybersichere Plattform für innovative Geschäftsmodelle in der Energiewende wird langfristig einen signifikanten Einfluss auf die Energie- und Wohnungswirtschaft haben. Dies wird zu einer erheblichen Steigerung der Nachfrage nach Produkten und Innovationen der Gesellschaft führen. Es wird auch erwartet, dass der internationale Trend hin zu Smart Grids und mehr Cybersicherheit im Edge-Computing mittelfristig zusätzliche Wachstumschancen in Europa generieren wird. Die Gesellschaft adressiert dies bereits mit seinem Zielbild "Smart and Secure at the Edge" für die Digitalisierung der Energiewende. Im Zielmodell der Energiewende tragen Energiewirtschaft, Wohnungswirtschaft, der Verkehrssektor und letztlich jeder Endkunde als aktiver Player in Märkten und Netzen zur Versorgungssicherheit und zum Gelingen des Klimaschutzes bei. Mit Ende 2023 kumuliert mehr als 680.000 ausgelieferten SMGW, digitalisierten Prozessketten und diversen erschlossenen Anwendungsfällen ist die Massentauglichkeit der Produkte nachgewiesen. Darüber hinaus wurden in 2023 eine neue SMGW-Generation (SMGW2) in den Markt eingeführt, die Wettbewerbsprodukten nach eigener Einschätzung überlegen ist, und zahlreiche CLS-Anwendungsfälle mit Partner pilotartig erschlossen. Die Rolle des SMGW als Sicherheitsanker und Enabler der Digitalisierung der Energiewende wurde in 2023 nochmals deutlicher regulatorisch hervorgehoben und über das GNDEW Beschleunigungsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Zudem wurde mit der §14a EnWG Ausgestaltung durch die BNetzA die Anzahl der Pflichteinbaufälle weiter konkretisiert. Mit mehr als 20 Mio. SMGW-Einbaufällen und 18 Mio. CLS-Gateways bis 2032 hat das BMWK die Rolloutmengen Ende 2023 auch quantifiziert und hierfür im GNDEW einen festen Rolloutpfad bis 2032 gesetzlich verankert. Damit sind die Rahmenbedingungen und nachhaltigen Marktaussichten für deutliches Wachstum ausgezeichnet. Als Marktführer zeigt sich die Innovationsfähigkeit der Gesellschaft nicht nur in Patenten und neuen Produkten, sondern auch in der herausragenden Rolle in Verbänden, der Regulierung und Standardisierung sowie in mehreren sektorübergreifenden Leuchtturmprojekten der Branche. Nahezu alle großen Energieversorger (bezogen auf die Top 50 der Deutschen Messstellenbetreiber) sind Kunden und mit allen Anbietern von Gateway-Administrationssystemen sowie nahezu 200 Zählertypen konnte Interoperabilität nachgewiesen werden. Die Fokussierung der Gesellschaft auf wenige Kernprodukte mit klaren Alleinstellungsmerkmalen und gezielte Investitionen im Ökosystem des SMGWs führt dazu, dass sich diese ohne Portfolioüberschneidungen auch sehr gut in die Systemlösungen der Partner und Kunden einfügen. Dies macht die Gesellschaft zu einem bevorzugten Partner diverser Systemhersteller und Lösungsanbieter mit beiderseitigem Nutzen. In 2023 konnte gegenüber 2022 eine deutliche Steigerung in Umsatz, Ergebnis und Auftragsbestand erzielt werden. Mit einer sehr soliden Eigenkapitalbasis und einer EK-Quote von 60,1 Prozent sowie einer stabilen Finanzierungsbasis und einem starken Gesellschafterkreis ist die Gesellschaft für die weitere Skalierung und Investitionen in neue Wachstumsfelder sehr gut aufgestellt. Die Gesellschaft hat ihre Marktposition in 2023 weiter gestärkt und die vorhandene Kunden- und Partnerbasis ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für nachhaltiges Wachstum in Umsatz und Ertrag sowie die Erschließung neuer Wachstumsfelder. Alle großen Messstellenbetreiber in Deutschland sind bereits Kunden und ein solider Auftragsbestand dokumentiert, dass auch für 2024 die Aussichten für die Gesellschaft sehr gut sind, um erneut Umsatz und EBITDA deutlich zu steigern. Zusammen mit der positiven Entwicklung des regulatorischen Rahmens, dem klar definierten Ausbaupfad im Rollout und des sichtbaren Marktwachstums ist eine nachhaltig positive Geschäftsentwicklung mit hohen Wachstumsraten zu erwarten.
Mannheim, den 15. März 2024 Power Plus Communications AG Vorstand Ingo Schönberg Eugen Mayer Janosch Wagner BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Power Plus Communications AG, MannheimRegisternummer HRB 8853 Registergericht Mannheim Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des dritten Buches des HGB erstellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Die entsprechenden Schwellenwerte wurden jedoch im Jahr 2023 zum ersten Mal überschritten, so dass die Rechtsfolgen hieraus zum 31. Dezember 2023 noch nicht eingetreten sind. Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2023 wie eine mittelgroße Kapitalgesellschaft behandelt. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß §§ 276 und 288 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde durch eine verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung und den Verzicht auf Aufgliederung der Umsatzerlöse sowie Angabe des Honorars des Abschlussprüfers im Anhang Gebrauch gemacht. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze In 2023 haben sich keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze gegenüber dem Vorjahr ergeben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden gemäß § 248 Abs. 2 HGB als Aktivposten aufgenommen. Die Aktivierung erfolgte mit den zur Entwicklung eines neuen Produktes aufgewendeten Herstellungskosten. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die notwendigen Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear über 10 Jahren vorgenommen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear über 10 Jahre vorgenommen. Darüber hinaus wurden in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen zur Bewertung mit den niedrigeren beizulegenden Werten vorgenommen. Die Gründe für die vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen bestehen weiterhin. Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Bauten bzw. Außenanlagen werden über 15 Jahre abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen werden über 3 bis 15 Jahre abgeschrieben. Die Sachanlagen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände zwischen 3 und 14 Jahre abschrieben. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten geringwertiger Anlagegüter (bis EUR 1.000) werden aus Vereinfachungsgründen in einem Sammelposten erfasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Bis zu der Wertgrenze von EUR 250 wurden geringwertige Anlagegüter sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wurden Abwertungen aufgrund von dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Gründe für die vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen weiterhin. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Dabei wurde das Niederstwertprinzip beachtet. Außerdem wurden auf das Vorratsvermögen Wertberichtigungen wegen fehlender Gängigkeit sowie technischer Überholung vorgenommen. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen wurden - soweit erforderlich - angesetzt. Es wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde in der Höhe der Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Vom Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 HGB wurde Gebrauch gemacht und der aktive latente Steuerüberhang aktiviert. Bei der Bewertung wurde ein unternehmensspezifischer Steuersatz von 30,875% zugrunde gelegt, der Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer berücksichtigt. Der Gesamtbetrag des aktiven latenten Steuerüberhangs (EUR 13.186.054,11) unterliegt gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre. Dieser Betrag setzt sich aus aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 15.734.660,05 abzüglich der passiven latenten Steuern von EUR 2.548.605,93 zusammen. Das Eigenkapital wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Mit dem Betrag wird die im Rahmen eines Betriebsübergangs im Jahr 2002 übernommene Verpflichtung abgebildet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern, für die die Gesellschaft Steuerschuldnerin ist. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend mit einem Zinssatz gemäß § 253 Absatz 2 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten wurden in Höhe ihres Erfüllungsbetrages angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde in der Höhe der Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB (Anschaffungskostenprinzip) und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB (Realisationsprinzip) nicht angewendet. Die Zugangsbewertung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Tag des Zugangs. Zur Absicherung von Wechselkursrisiken (EUR/US-Dollar) im Materialeinkauf wurden in 2023 Sicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften abgeschlossen (§ 285 Nr. 19 und Nr. 23 HGB). Zum Bilanzstichtag waren finanzielle Verpflichtungen für bestelltes Material in Höhe von 2.775.000 US-Dollar durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Dabei wurden über "perfekte micro hedges" Bewertungseinheiten aus Paaren von finanziellen Verpflichtungen aus bestelltem Material und den entsprechenden Devisentermingeschäften gebildet und die Einfrierungsmethode angewendet. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird in der Anlage zum Anhang dargestellt. PPC investierte im Jahr 2023 TEUR 4.671 in Forschung & Entwicklung. In diesem Betrag sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 2.105 gemäß § 248 Abs. 2 HGB enthalten, die als Zugänge im Anlagenspiegel ausgewiesen werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen. Aktive latente Steuern Der Überhang an aktiven latenten Steuern entsteht durch die unterschiedliche handelsrechtliche Bewertung einzelner Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen. Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert. Eigenkapital
Das zum Bilanzstichtag vorhandene Grundkapital entfällt auf 158.055 Stammaktien (Vorjahr: 158.055), 221.972 Vorzugsaktien der Serie A (Vorjahr: 221.972) und 1.190.723 Vorzugsaktien der Serie B (Vorjahr: 1.190.723). Es handelt sich jeweils um Namensaktien. Jede Aktie hat einen rechnerischen Nominalwert von 1,00 EUR. Insofern entspricht der dargestellte Nennbetrag der Aktien der jeweiligen Stückzahl pro Aktiengattung. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 21.439.163,28 (i.V. EUR 15.525.842,72). Dieser Betrag entfällt zu EUR 8.253.109,17 auf die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (§ 248 Abs. 2 HGB) sowie immaterieller Vermögensgegenstände in Entwicklung abzüglich der darauf entfallenden passiven latenten Steuern von EUR 2.548.147,46 zuzüglich der aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 15.734.201,57. Aktienoptionsplan mit Barausgleich Die Gesellschaft hat ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm geschaffen, gemäß dem ihre Mitarbeiter virtuelle Anteile an der Gesellschaft erhalten haben. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, gegen Leistung einer Einlage Beteiligungspunkte zu erwerben. Zum 31. Dezember 2023 wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 4.423 für das Beteiligungsprogramm gebildet. Entsprechend § 8 des Vertrages zum Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ist für die Verbindlichkeit aus dem Beteiligungsprogramm ein Rangrücktritt vereinbart, soweit es für das Vermeiden der Entstehung oder die Vertiefung der Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft im Sinne des Insolvenzrechts erforderlich ist. Der Rangrücktritt gilt nicht gegenüber Gläubigern, die zugleich Aktionäre der Gesellschaft sind. Rückstellungen Rückstellungsspiegel 2023
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen (TEUR 5.729), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.975) und übrige sonstige Rückstellungen (TEUR 582) enthalten. Die personalbezogenen Rückstellungen bestehen dabei ganz überwiegend aus der Rückstellung für das beschriebene Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (TEUR 4.423) sowie Rückstellungen für Urlaub und variable Gehaltsbestandteile (insgesamt TEUR 1.280). Preis- und Kostensteigerungen sind angemessen berücksichtigt. Rohergebnis Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr TEUR 16) enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinserträge resultieren im Vorjahr im Wesentlichen aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen (TEUR 15). Im Berichtsjahr werden die Erträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen unter der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" ausgewiesen. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Aufgrund der sich abzeichnenden Möglichkeit steuerliche Verlustvorträge in den nächsten 5 Jahren nutzen zu können, wurde wie bereits im Vorjahr zum 31. Dezember 2023 vom Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und der aktive latente Steuerüberhang aktiviert. Die Neukalkulation führt im Jahr 2023 zu einem Steuerertrag in Höhe von EUR 4.734.208,94. Sonstige Pflichtangaben Anteilsbesitz Die nach § 285 Nr. 11 HGB angabepflichtigen Anteile an Unternehmen sind im Folgenden dargestellt:
( *) Jahresabschluss der Coms4Grid GmbH zum 31. Dezember 2022; Eigenkapital: nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag. Zum Bilanzstichtag gab es bei der Power Plus Communications AG als Muttergesellschaft gegenüber der Tochtergesellschaft Coms4Grid GmbH keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Die Power Plus Communications AG ist ein Mutterunternehmen im Sinne von § 290 HGB. Von der Aufstellung eines Konzernabschlusses ist sie gemäß § 293 HGB befreit. Tatsächlicher Steueraufwand oder Steuerertrag (§ 285 Nr. 30a HGB; Mindeststeuer) Es ergibt sich kein Betrag nach dem Mindeststeuergesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen nach § 274 Absatz 3 Nummer 2 HGB für das Geschäftsjahr. Auf absehbare Zeit sind auch keine Auswirkungen aus der Anwendung dieser Gesetze zu erwarten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Anzahl der Arbeitnehmer (§ 267 Abs. 5 HGB) Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 91,50 Arbeitnehmer beschäftigt, die sich wie folgt zusammensetzen:
Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 12.822.151,53 wird vorgetragen und mit dem bestehenden Bilanzverlust verrechnet. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates Mitglieder des Vorstandes sind:
Auf die Angabe der Bezüge des Vorstandes nach § 285 Nr. 9a HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitglieder des Aufsichtsrates sind:
Die Bezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 180. Unterschrift der Geschäftsführung
Mannheim, den 15. März 2024 gez. Ingo Schönberg gez. Eugen Mayer gez. Janosch Wagner
Bericht des Aufsichtsrats Geschäftsjahr 2023Power Plus Communications AG (PPC)Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 der PPC erfüllte der Aufsichtsrat die ihm gesetzlich sowie nach der Satzung übertragenen Aufgaben und überwachte die Arbeit des Vorstands. Die Hauptgeschäftsaktivitäten, Entwicklungsergebnisse, die relevanten Marktentwicklungen, die Skalierung der Produktion, die Finanzierung der PPC sowie insbesondere die Weiterentwicklung der Strategie wurden zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden, den Mitgliedern des Aufsichtsrats und den Mitgliedern des Vorstands ausführlich diskutiert. Insgesamt wurden vier Aufsichtsratssitzungen in Präsenzterminen abgehalten. Durch die Aufsichtsratssitzungen sowie durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands erhielt der Aufsichtsrat in geordneten Abständen vom Vorstand und von leitenden Angestellten Informationen bezüglich der Situation sowie der Entwicklung der Gesellschaft. Die wirtschaftlichen Ist- und Plan-Werte sowie die zentralen Maßnahmen für den weiteren Erfolg und für Wachstumsfelder wurden fortwährend erörtert. Die laufenden Geschäfts-, Vertriebs- und Entwicklungsaktivitäten sowohl im Jahr 2023 als auch Strategien für die nähere Zukunft wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich diskutiert. Zusätzlich wurden im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen die Skalierung der Produktion, das Kundengeschäft, die Entwicklung des regulatorischen Rahmens, operative und marktliche Risiken, Finanzierungsmaßnahmen für das operative Geschäft sowie Investitionen in Wachstumsbereiche ausgiebig diskutiert. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand kontinuierlich über alle wichtigen Geschäftstätigkeiten, die Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis der Geschäftstätigkeit, wesentliche Marktentwicklungen, den regulatorischen Rahmen und die Wachstumsstrategie sowie die Entwicklungen der Vermögensverhältnisse informiert. Wichtige Angelegenheiten im Geschäftsjahr 2023 waren: • Erweiterung des Vorstands auf drei Mitglieder zum 1.1.2023 • Der Tod des Aufsichtsratsmitglieds Prof. Dr. Torsten Gerpott und die Abstimmung einer Wiederbesetzung in 2024 • Anpassungen im gesetzlichen und regulatorischen Rahmen, u.a. die Verabschiedung des "Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende" im Mai 2023 zur Beschleunigung des Smart Meter Gateway Rollouts, die Festlegungen der Bundesnetzagentur zum EnWG §14a und die Technische Richtlinien des BSI für CLS-Anwendungen • Die Markteinführung der zweiten Generation des Smart Meter Gateways • Der Ausbau der Produktion bei der Weptech GmbH, inklusive des im Sommer erfolgen Umzugs in die neuen Fertigungshallen mit der Zielgröße von mehr als 1 Mio. SMGW Produktionskapazität ab 2025 • Die Diversifikation in der Bauteilbeschaffung zur Reduktion von Risiken aus Single-Source-Bauteilen • Preiserhöhungen in bestehenden Rahmenverträgen zur Kompensation gestiegener Einkaufspreise • Ausschreibungen bei wichtigen Kunden, unter anderem bei E.ON, EnBW und GWAdriga • Ausweitung der Fremdkapitalfinanzierung und Diversifikation bei Banken zur Finanzierung des beschleunigten Wachstums der Gesellschaft • Kundengeschäft und Erfolge bei der Festigung einer führenden Marktposition in Deutschland sowie Diskussion von Risiken im Wettbewerb • Weiterentwicklung und Diskussion der PPC "Wachstumsstrategie 2025" • Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios mit Fertigstellung und Zertifizierung der zweiten SMGW-Generation, bei Services sowie bei technischen Lösungen für Mehrwert-Dienste im CLS-Ökosystem des Smart Meter Gateways, wie z.B. Sub-Metering Integration, Steuerungs- und eMobilitäts-Projekte • Akquisition von neuen Förderprojekten • Umgang mit Risiken im Allgemeinen und im Speziellen mit Cyberrisiken; Umsetzung und Fortschreibung des ISO/IEC 27001 zertifizierten "Information Security Management System" (PPC ISMS). Sowohl der nach HGB erstellte Jahresabschluss der PPC als auch der Lagebericht der PPC für das Geschäftsjahr 2023 wurden durch die PricewaterhouseCoopers GmbH, Frankfurt am Main, geprüft, die einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für den Jahresabschluss und Lagebericht der PPC erteilt hat. Der Aufsichtsrat erhielt den Jahresabschluss und den Lagebericht der PPC sowie den von PricewaterhouseCoopers erstellten Prüfbericht. Diese Dokumente wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat schloss sich den Ergebnissen der Prüfung durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Frankfurt am Main, an. Er hatte somit keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss der PPC. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss und den Lagebericht 2023. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und sämtlichen Mitarbeitern der PPC für ihr großes Engagement und ihre persönliche Leistung im vergangenen Jahr.
Mannheim, den 21. März 2024 Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Manfred Krüper sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Power Plus Communications AG, Mannheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Power Plus Communications AG, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Power Plus Communications AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 15.März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
gez. Dirk Wolfgang Fischer, Wirtschaftsprüfer gez. ppa. Malte Oertel, Wirtschaftsprüfer |
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Power Plus Communications AG AG
Structured data
Parsed, typed and queryable directly through the API.
Overview
- Legal form
- AG
- Address
-
Dudenstraße 6
68167 Mannheim - Commercial register
- HRB 8853, Mannheim
- Registration date
- December 21, 2000
- Industry
-
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Herstellung von elektrischem Installationsmaterial
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern - Purpose
- Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Breitband Powerline-Communication-Systemen (BPL) sowie von Smart-Metering und Smart-Grid Systemen. Darüber hinaus erbringt das Unternehmen begleitende Consultingleistungen und Schulungsmaßnahmen sowie Betriebsunterstützung im Rahmen der dauerhaften Betreuung der Anwender. Das Unternehmen erbringt alle notwendigen Leistungen zum Aufbau der Geschäftsbereiche seiner Kunden und zu deren dauerhafter Unterstützung.
Financials
Balance sheet
2024- Current Assets 63,7 % 37,80 Mio
- Fixed Assets 19,4 % 11,52 Mio
- Deferred Tax Assets 16,5 % 9,77 Mio
- Prepaid Expenses 0,4 % 224,0 k
- Equity 64,7 % 38,40 Mio
- Provisions 24,9 % 14,75 Mio
- Liabilities 10,1 % 5,96 Mio
- Accrued Expenses 0,4 % 208,3 k
Balance sheet data available for 18 earlier fiscal years.
Profit & loss
2024- Revenue 40,1 % 94,67 Mio
- Material expenses 27,1 % 64,02 Mio
- Balance sheet profit/loss 8,0 % 18,86 Mio
- Result after taxes 4,9 % 11,54 Mio
- Annual net profit/loss 4,9 % 11,54 Mio
- Personnel expenses 4,4 % 10,31 Mio
- Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3,1 % 7,32 Mio
- Other operating expenses 2,4 % 5,75 Mio
- Income and profit taxes 2,2 % 5,29 Mio
- Other operating income 1,1 % 2,70 Mio
- Depreciation 0,9 % 2,22 Mio
- Other capitalized own work 0,8 % 1,77 Mio
- Other interest and similar income 0,1 % 154,4 k
- Interest and similar expenses 0,0 % 111,7 k
- Depreciation on financial assets and current asset securities 0,0 % 71,9 k
- Income from other securities and loans in financial assets 0,0 % 15,4 k
- Other taxes 0,0 % 349
P&L data available for 7 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Eugen Mayer
since 2005 Board Member
-
Ingo Schönberg
since 2005 Board Member
-
Janosch Wagner
since 2023 Board Member
-
Giovanni Liotta
since 2019 Procura
-
Simon Begaße
since 2019 Procura
Ownership & holdings
Holds shares in
- Coms4Grid GmbH GmbH 100.0 %
History
- 2023
-
31.03.
Exit of positionJanosch Wagner · Procura
-
30.01.
Member entryJanosch Wagner · Board Member
- 2020
-
04.02.
Change of share capitalPower Plus Communications AG
-
04.02.
Correction of entity dataPower Plus Communications AG
-
02.01.
Change of bylawsPower Plus Communications AG
-
02.01.
Change of share capitalPower Plus Communications AG
- 2019
-
28.01.
Member entrySimon Begaße · Procura
-
28.01.
Member entryGiovanni Liotta · Procura
Raw data & documents
Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.
Annual statements (full text)
Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Register documents
PDF documents straight from the court register — fetched on demand via the :code endpoint.
- Current extract (AD)
- Chronological extract (CD)
- Structured content (SI, XML)
- Shareholders list
- Articles of association
Website content
Structured markdown rendering of the company's public website — perfect for enrichment and AI pipelines.
- ppc-ag.de AI
Structured data and full text — per company
From annual statements as HTML to UBO lists: enable each field individually via the features parameter. One API, all data.
- Key figures Revenue, employee count, total assets, net income — per fiscal year.
- Authorized representatives Current and former managing directors, board members, signatories — with roles and date ranges.
- Publications Official commercial register publications including date and full text.
- Gesellschafter Current shareholder structure with stakes and contributions.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Ultimate beneficial owners as recorded in the German transparency register.
- Beteiligungen Stakes this company holds in other entities.
- Bilanz Full balance sheet line items from published annual statements.
- Gewinn- und Verlustrechnung P&L line items per fiscal year.
- Jahresabschlüsse (HTML) Published annual financial statements rendered as HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Notices from the official insolvency registers.
- News Recent mentions of the company from external news sources.
Plug into any stack
Whether you're building a classical API integration, an AI agent, or a no-code workflow — this data slots in.
Use this data in your app
Grab an API key and pull this structured commercial register data straight from your application — no scraping, no PDFs.
Keyboard shortcuts
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