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SERVECO GmbH GmbH

Merzig ·HRB 105372 Saarbrücken
Part 1 / 2

Structured data

Parsed, typed and queryable directly through the API.

Overview

Legal form
GmbH
Address
Viezstraße 1
66663 Merzig
Commercial register
HRB 105372, Saarbrücken
Registration date
February 20, 2019
Industry
Energetische Verwertung von Abfällen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Beseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der Abfallbewirtschaftung
Purpose
Entsorgungsdienstleistungen aller Art sowie Containergeschäfte. Hierzu gehören die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Abfällen sowie der Handel mit Reststoffen und Sekundärrohstoffen, darüber hinaus die Beratung und Durchführung von Untersuchungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes und der Entsorgung. Weiterer Zweig der Firma ist der Betrieb einer Recyclinganlage für Kunststoffe, Metalle und Verbände.

Financials

Employees 2024
32
Total assets 2024
10,92 Mio. €
Net income 2024
−1,52 Mio. €
3 previous years · values unlocked with an API key Get API key →

Balance sheet

2024
Assets 10,92 Mio
  • Fixed Assets 38,6 % 4,22 Mio
  • Net Loss Not Covered by Equity 33,9 % 3,70 Mio
  • Current Assets 27,2 % 2,97 Mio
  • Prepaid Expenses 0,3 % 35,5 k
Liabilities and Equity 10,92 Mio
  • Liabilities 97,7 % 10,67 Mio
  • Provisions 2,3 % 248,5 k
  • Equity 0,0 % 0
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Balance sheet data available for 3 earlier fiscal years.

Profit & loss

2024
Income 12,42 Mio
  • Gross profit 31,6 % 3,93 Mio
  • Other operating expenses 24,5 % 3,05 Mio
  • Personnel expenses 12,5 % 1,55 Mio
  • Result after taxes 12,2 % 1,52 Mio
  • Annual net profit/loss 12,2 % −1,52 Mio
  • Depreciation 4,9 % 607,2 k
  • Interest and similar expenses 2,0 % 246,0 k
  • Other interest and similar income 0,0 % 146
  • Other taxes 0,0 % 0
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P&L data available for 2 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Axel Rösner since 2019 Managing Director

Ownership & holdings

Shareholders

Ultimate beneficial owners (UBOs)

3 hold ≥ 25%
  • A*** R***** ≥25% 33.3 %
  • Y***** B****** ≥25% 33.3 %
1 more beneficial owners · viewable with an API key Get API key →

History

  1. 2019
  2. 20.03.
    Change of purpose
    Entsorgungsdienstleistungen aller Art sowie Containergeschäfte. Hierzu gehören die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Abfällen sowie der Handel mit Reststoffen und Sekundärrohstoffen, darüber hinaus die Beratung und Durchführung von Untersuchungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes und der Entsorgung. Weiterer Zweig der Firma ist der Betrieb einer Recyclinganlage für Kunststoffe, Metalle und Verbände.
  3. 20.03.
    Change of address
    SERVECO GmbH
  4. 20.03.
    Incorporation
    SERVECO GmbH
  5. 20.03.
    Change of legal form
    Gesellschaft mit beschränkter Haftung
  6. 20.03.
    Change of seat
    SERVECO GmbH
  7. 20.03.
    Change of company name
    SERVECO GmbH
  8. 20.03.
    Change of share capital
    SERVECO GmbH
  9. 20.03.
    Member entry
    Axel Rösner · Managing Director
2 more entries Get API key →
Part 2 / 2

Raw data & documents

Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.

Annual statements (full text)

Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
Previous year — readable in full

Jahresabschluss 2023

Published December 8, 2025 · Source: Bundesanzeiger

SERVECO GmbH

Merzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (01.01.2023 bis 31.12.2023)

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Rechtsform des Unternehmens setzt auf den gesetzlichen Grundlagen der GmbH auf. Das Unternehmen recycelt Kunststoffe aus Getränkeverpackungen.

Die deutsche Pfandindustrie gehört zu unseren Hauptlieferanten. Hier werden die Getränkeverpackungen aus Rücknahmesystemen von uns angekauft. Diese Stoffe werden über Sortieranlagen voneinander mechanisch getrennt, zerkleinert, aufbereitet und gereinigt. Anschließend werden Sie wiederum der Verpackungs- und Getränkeindustrie als Recyclat verkauft.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hatte im Jahre 2023 einen leichten Rückgang zu verzeichnen. Insbesondere die Folgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und die Spätfolgen der Corona Pandemie beeinträchtigten die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Für das Jahr 2024 und auch für das Jahr 2025 bestehen weiterhin auch große Unsicherheiten.

Im Jahre 2023 lag die durchschnittliche Inflationsrate bei 5,9%. Dadurch wurde der private Konsum gehemmt.

Die privaten Konsumausgaben gingen preisbereinigt um 0,7% zurück. Im Jahre 2024 und 2025 wird mit einem erheblichen Rückgang gerechnet.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt solide.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. „Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken“, sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz „Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland“ in Berlin. „Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort“, so Brand weiter.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0% zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4%). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2%. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6% und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0%) und die Unternehmensdienstleister (+0,3%) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0%) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1%).

(Quelle: Statistisches Bundesamt, Auszug aus Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024)

Für die Recycling- und Kunststoffbranche gibt es große Chancen und Risiken zugleich.

Zirkuläre Kunststoffe aus nicht fossilen Rohstoffen und Post-Consumer-Recyclaten machten im Jahr 2002 13,5% oder 7,3 Mio t der neu hergestellten Kunststoffprodukte in Europa aus. Gemäß der “Plastics Transition Roadmap“ planen Hersteller, diesen Anteil bis 2030 auf 25% zu steigern.

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass von 2018-2022 Fortschritte bei der Behandlung von Post-Consumer-Kunststoffabfällen gemacht wurden.

Die Menge an Post-Consumer-Kunstoffen aus dem Recycling, die in neuen Produkten verwendet werden, ist um 15% gestiegen, und der Anteil von Recyclingkunststoffen aus Post-Consumer-Abfällen an neuen Produkten hat sich von 7,2% auf 8,5% erhöht.

Zwischen 2006 und 2022 haben sich die Kunststoffrecyclingmengen mehr als verdoppelt, während die Menge, die deponiert wird, fast halbiert wurde. Die Recyclingquote für Kunststoffverpackungen erreichte 2022 knapp 38%.

Die zunehmende Verbrennung von Kunststoffabfällen zur Energiegewinnung (+15% seit 2018 gilt als bedenklich, da diese Kunststoffabfälle als Rohstoffe benötigt werden und in vielen Fällen durch Recycling in den Kreislauf zurückgeführt werden könnten. 2022 betrug die Menge an chemischen verwerteten Kunststoffabfällen rund 16 Mio t.

Eine weitere Herausforderung liegt in der zunehmenden Einfuhr von Polymeren aus Ländern außerhalb der EU. Diese Importe entsprechen oft nicht den strengen Umwelt- und Qualitätsanforderungen der EU, was zu unfairen Wettbewerbsbedingungen führt.

Besonders herausfordernd ist, dass die Angaben zum Recyclinganteil dieser Importe fragwürdig sind und es an wirksamen Maßnahmen zur Überprüfung und Rückverfolgbarkeit fehlt.

Um diese Situation zu bewältigen sind dringende Maßnahmen seitens der europäischen Institutionen gefordert, damit Importe die den EU-Umweltstandards nicht gerecht werden, beschränkt werden.

Diese Maßnahmen sind unerlässlich, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der EU-Recyclingindustrie zu sichern.

Die EU-Recyclingindustrie erwartet von der Politik harmonisierte und konsistente regulatorische Rahmenbedingungen in ganz Europa.

Diese Rahmenbedingungen sollen Stabilität für langfristige strategische Entscheidungen und Investitionen gewährleisten.

Werden diese Rahmenbedingungen, wie gefordert, geschaffen, kann die EU-Recyclingindustrie die ambitionierten EU-Ziele für Kunststoffrecycling erreichen und wirtschaftlich partizipieren. Die Recyclingkapazitäten müssen sich bis 2030 mindestens verdoppeln, um den Anforderungen gerecht zu werden. Hier liegen die zukünftig grossen Chancen für die EU-Recyclingindustrie.

(Quelle: Verband der Kunststoffhersteller Plastic Europe / The Circular Econmomy for Plastics: A Europaen Analysis , https://plasticseurope.org/knowledge-hub/the-circular-economy-for-plastics-a-european-analysis-2024/ März 2024

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 wurde, wie in 2021 begonnen, die weitere Auslastung unseres Betriebes bei gleichzeitiger Optimierung des Sortierprozesses weiter vorangetrieben. Wir konnten planmäßig die Produktion erheblich ausweiten, wobei wir die Vollauslastung der Anlage noch nicht erreicht haben. Die Umsatzerlöse haben sich auf Grund des Preisverfalls gegenüber dem Vorjahr um 8.706 TEUR reduziert (34,9%) allerdings bei einem um 715 TEUR (23,0%) verbesserten Rohertrag. Dieser betrug gemessen an der Gesamtleistung 23,7% (Vj 12,1%). Um die Auslastung beim Hochfahren der Maschinenkapazitäten weiter zu gewährleisten, hatten wir bereits 2022 Rohstoffe eingekauft. Insoweit hat der Preiseinbruch bei den Fertigprodukten unsere Rentabilität stark beeinträchtigt. Wir hatten unsere Rohstoffe in Relation zu den erzielbaren Verkaufspreisen zu teuer eingekauft. Entsprechend wird sich die Erreichung der Gewinnzone im Vergleich zu unseren ursprünglichen Erwartungen in das Jahr 2024 verschieben. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4,8% erhöht. Die Relation zum Rohertrag ist um 7,1% Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr und lag damit in der richtigen Entwicklungstendenz. Unsere Anlagentechnik ist auf dem neuesten Stand und wird nach Plan gewartet und instandgesetzt. Weitere Verbesserungen im Hinblick auf die Trenntechnik werden geprüft, angestrebt und unter Berücksichtigung der Genehmigungslage durchgeführt.

3. Lage

Die wesentlichen Einnahmequellen sind Hersteller von PET-Verpackungen, Folienproduzenten und die Faserindustrie.

Die Ertragslage ist durch die Entwicklung der Rohstoffpreise für Granulat und Flakes am Markt gekennzeichnet.

Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen. Sie entspricht der Marktsituation und dem derzeitigen Stand unserer technischen Kapazitäten.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Gesamtleistung um 37,4 % reduziert. Gleichzeitig fiel der Materialaufwand um 10.333 TEUR, wobei sich die Materialeinsatzquote um 11,6 Prozentpunkte verbesserte, was einer Ergebnisentlastung von 1.873 TEUR entspricht. Das Rohergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 712 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (3.045 TEUR) liegen um 283 TEUR bzw. 10,3% über dem Vorjahr. Die Personalkosten liegen ebenfalls um 71 TEUR bzw. 4,8% über dem Vorjahr.

Die Aufbauphase dauerte länger als geplant und war durch eine hohe Volatilität der Einkaufs- und Verkaufspreise gekennzeichnet, was zu einer Kumulation von Verlusten bis zum 31 Dezember 2023 in Höhe von 4.352 TEUR (Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag) führte. Erst in 2024 konnte die Gewinnzone erreicht werden. In den Jahren 2022 und 2023 wurde die SERVECO GmbH durch Darlehen von den Gesellschaftern nahestehenden Personen und Gesellschaften sowie Kreditinstituten und durch eine Investitionszulage des Saarlandes finanziert. Die den Gesellschaftern nahestehenden Gesellschaften haben zu Gunsten der SERVECO GmbH im Jahr 2024 Rangrücktritte ausgesprochen, um der bilanziellen Überschuldung entgengenzuwirken. Die durch Rangrücktritte abgedeckten Darlehen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf insgesamt 2.686 TEUR.

Auf die SUS Saar Umwelt Service GmbH alleine entfallen Rangrücktritte in Höhe von 1.536 TEUR. Zusätzlich konnte mit dieser Gesellschaft am 30. September 2025 eine harte Patronatserklärung in Höhe von 650 TEUR vereinbart werden.

Daneben konnten mit den wichtigen Lieferanten, Vereinbarungen in Bezug auf das Stehenlassen von Lieferantenverbindlichkeiten (2.287 TEUR) getroffen werden. Die Verbindlichkeiten können dadurch im Einklang mit den Möglichkeiten der Gesellschaft zurückgeführt werden.

Die Finanzlage unserer Gesellschaft sehen wir vor diesem Hintergrund und auf der Grundlage unserer Finaz- und Liquiditätsplanung als abgesichert an.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen, wenn keine anderweitigen Vereinbarungen bestehen sowie Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Tilgung der Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten ist im aktuellen Geschäftsjahr planmäßig erfolgt. Ferner wurde die eingeräumte Kontokorrentlinie (750 TEUR) in Höhe von 579 TEUR in Anspruch genommen und unsere Kontokorrentinanspruchnahme entsprechend um 80 TEUR gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft zieht für die Unternehmenssteuerung verschiedene Kennzahlen heran.

Die wichtigsten Kennzahlen sind, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das Verhältnis von Rohertrag zu Gesamtleistung, die Anlagenintensität sowie der Return of Investment (ROI) (Jahresüberschuss vor Steuern bezogen auf das durchschnittliches Gesamtkapital). Die ergebnisbezogenen Kennzahlen sind in der Anlaufphase, die durch negative Jahresergebnisse gekennzeichnet ist, wenig aussagekräftig. Der Rohertrag zur Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr von 12,1% auf jetzt 23,7% verbessert. Die Anlagenintensität ist von 45,9% Vorjahr auf 61,1% angestiegen, was insbesondere auf die um 2.827 TEUR gesunkene, um die bilanzielle Unterdeckung korrigierte Bilanzsumme zurückzuführen ist.

Während der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr um 23,0% höher ausgefallen ist, hat sich gleichzeitig die Gesamtleistung durch die starke Reduzierung der Verkaufspreise um 37,4% verringert.

Unser EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 319 TEUR verbessert.

III. Prognosebericht

Das IFO Institut stellt in seiner Konjunkturprognose Herbst 2025 fest, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin in der Krise steckt. Nach einer Stagnation in der ersten Jahreshälfte 2025 wird im laufenden Jahr ein Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,2% erwartet. Für 2026 und 2027 wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,3% bzw. 1,6% prognostiziert. [...].

Die gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten sind weiterhin unterausgelastet. Unternehmen in allen Wirtschaftsbereichen berichten über eine anhaltend schwache Nachfrage bezüglich ihrer Waren und Dienstleistungen sowie über eine Verschlechterung ihrer internationalen Wettbewerbsposition. Das Exportgeschäft wird durch die US-Importzölle belastet, die im Prognosezeitraum voraussichtlich unverändert bleiben. Zwar konnten Industrieproduktion und Exporte im Verarbeitenden Gewerbe im ersten Quartal 2025 durch vorgezogene Verkäufe an US-Kunden stimuliert werden, im zweiten Quartal sanken Produktion und Exporte wieder leicht. Die Unternehmensinvestitionen zeigen seit Jahresbeginn eine leichte Aufwärtsbewegung.

(Quelle IFO Institut, Konjunkturprognose vom September 2025)

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Geschäftsverlauf weiterentwickelt. Vieles wird von der weltpolitischen Entwicklung (Ukraine/Russland, naher Osten, Taiwan/China) beeinflusst werden.

Die praktizierte Geschäftspolitik aus der Vergangenheit hat sich auch unter schwierigen Rahmenbedingungen, wie die Jahre 2024 und 2025 zeigen, bewährt. Die Strategie wird deshalb auch in den nächsten Jahren konsequent weiterverfolgt.

Mit unseren strategischen Partnern im Lieferantenbereich, die unserer Gesellschaft Lieferantenkredite eingeräumt haben, wurden die schriftlichen Vereinbarungen fortgeschrieben, die die Rückführung unserer Außenstände im Einklang mit unserem Firmenaufbau und der Stabilisierung unserer Geschäftsprozesse ermöglichen.

Die Entwicklung der Umsätze und der Materialkosten lassen sich auf Grund starker Preisschwankungen am Markt grundsätzlich nur schwer prognostizieren. Es kam in 2024 zu einer Normalisierung der Materialeinsatzquote und einem Rohertrag gemessen an der Gesamtleistung um die 33,5%. Auf Basis der Ist-Zahlen 2024 gehen wir von einem Betriebsergebnis in Höhe von 650 TEUR aus und die Gesellschaft konnte entsprechend die Gewinnschwelle überschreiten. Auf Grund der anhaltend hohen Nachfrage gehen wir in unserer Hochrechnung für 2025 (Stand September 2025) weiter von einer guten Auslastung unserer Kapazitäten aus und von einem nachhaltigen Betriebsergebnis in Höhe von mindestens 281 TEUR. Wir konnten uns in einem schwierigen Umfeld behaupten, unsere Planzahlen für 2025 waren aber in diesem Umfeld und auf Grund von Instandhaltungsarbeiten mit entsprechenden Stillstandszeiten unserer Anlagen nicht zu halten. In unserer Planung für 2026 gehen wir vorsichtig optimistisch von einem Betriebsergebnis in Höhe von 489 TEUR aus.

Auf der Grundlage dieser Einschätzungen gehen wir zusammen mit unseren Darlehensgebern davon aus, dass die SERVECO GmbH in der Lage sein wird, die aufgelaufenen Verluste, beginnend mit dem Jahr 2024, Schritt für Schritt durch positive Jahresergebnisse abzutragen und entsprechend die ausgesprochenen Rangrücktritte 2025 ausreichen werden, die bilanzielle Unterdeckung auszugleichen.

Auf Grundlage unserer Vorschaurechnungen und Planungen gehen wir davon aus, dass die bilanzielle Unterdeckung bis zum 31. Dezember 2025 auf 3.421 TEUR vermindert werden kann. Dieser stehen Rangrücktritte in Höhe von TEUR 2.852 gegenüber. Es verbleibt entsprechend eine Unterdeckung in Höhe von TEUR 569. Vor dem Hintergrund der Unterstützung der SERVECO GmbH durch ihre Geldgeber aus dem Bereich der Gesellschafter und Lieferanten ist die SUS Saar Umwelt Service GmbH bereit, zum Ausgleich dieser Unterdeckung und zur zusätzlichen Absicherung der Liquidität, befristet bis zum Jahr 2028, eine harte Patronatserklärung in Höhe von 650 TEUR zu Gusnten der Gesellschaft abzugeben.

Basierend auf diesen Zusagen und unserer Liquiditätsplanung für die nächsten 12 Monate gehen wir, trotz der bestehenden bilanziellen Unterdeckung von einer positiven Fortführugnsprognose aus.

Das Unternehmen verfügt mit der permanent optimierten Planungsrechnung und einer laufenden Plan-/Ist-Analyse über ein sehr gutes Instrument zur Unternehmenssteuerung. Sollte die wirtschaftliche Entwicklung schlechter oder besser als eingeschätzt verlaufen, werden die Auswirkungen dieser Entwicklungen zeitnah und transparent dargestellt. Dadurch ist eine schnelle Reaktion mit Einleitung von entsprechenden Maßnahmen möglich. Somit stehen fundierte Informationen über Umsatz und Kostenzusammenhänge zur Verfügung, um die Kapazitäten bedarfsorientiert zu steuern.

IV. Chancen- und Risikobericht

In allen prognosizierten Entwicklungen liegen Risiken und Chancen zu gleich.

So können im Zusammenspiel mit einer Verschlechterung in der Rohstoffversorgung auf Grund von Spannungen mit Russland und / oder China für die Recyclingbranche und unser Unternehmen gewaltige Chancen bestehen, da Recycling als Rohstoffbasis an Bedeutung gewinnen wird.

Generell bleibt festzuhalten, dass längere Transportzeiten in den Lieferketten, höhere Kosten bei Umsetzung von zunehmenden Verwaltungsvorschriften und Bürokratisierung zusätzliche (finanzielle) Belastungen für alle und auch für unser Unternehmen darstellen.

Weitere europäischen Staaten, Österreich, Spanien, Frankreich, Belgien und Luxemburg, führen im Rahmen neuer EU-Verordnungen für PET-Rücknahmesysteme ein Pfand ein. Die Mitgliedsstaaten sollen bis 2029 90 Prozent ihrer Einweg-Plastikflaschen erfassen und recyceln. Dies wird in den nächsten 4 Jahren zu einem starken Rückfluss von PET-Recyclingmengen durch dieses Pfandsystem führen.

Teile von Frankreich, Belgien und Luxemburg können zumindest in Teilregionen zum Heimatmarkt der Gesellschaft zählen.

Hinzukommt zumindest für den französischen Markt, dass es hier gesetzlich vorgeschriebene Logistikradien für die Verbringung der rückgenommenen Pfandflaschen zu Recyclern geben wird. Durch ihre Nähe zur Frankreich ist die Gesellschaft hier optimal positioniert.

Darauf gestützt haben wir berechtigte Hoffnungen, dass sich die Auslastung des Betriebes weiter auf hohem Niveau halten lässt und dass durch zukünftigen Wettbewerb auf der Rohstoffseite sich die Rohstoffkosten im Einkauf auf einem wirtschaftlichen Niveau bewegen werden.

Steigende Energiekosten belasten weiterhin die Ertragslage. Teilweise können diese durch die kontinuierliche Verbesserung der internen Arbeitsabläufe kompensiert werden, so dass die Preissteigerungen nicht in vollem Umfang ergebniswirksam werden. Außerdem war die Gesellschaft in der Lage, einen langfristigen Energieliefervertrag bis 2028 abzuschließen. Das Risiko unkalkulierbarer Energiekostensteigerungen ist hierdurch abgewendet.

Der Wettbewerbsdruck und die Unsicherheiten zwingen uns zur weiteren Kostenoptimierung und werden die Geschäftspolitik in 2025 und 2026 maßgeblich bestimmen. Wir konzentrieren uns auf unsere Geschäftsfelder in denen wir unser Fachwissen am gewinnbringendsten einsetzten können und nutzen unsere Chancen am Markt.

Wir haben strategische Partner mit deren Hilfe wir die Gesellschaft entwickeln können.

Dem Risiko aus stark schwankenden Preisen versuchen wir mit einer gezielten Ein- und Verkaufspolitik entgegen zu wirken.

Durch die Intensivierung bestehender und das knüpfen neuer Kundenkontakte gewährleisten wir die Auslastung der technischen Anlagen. Ein funktionierendes Mahnwesen ist eingerichtet. Darüber hinaus arbeiten wir mit einer Warenkreditversicherung zusammen, welche bei zweifelhaften Forderungen eingeschaltet wird.

Das Unternehmen finanziert sich im Allgemeinen über die Hausbank, Fördermittel und die Darlehen der den Gesellschaftern nahestehenden Unternehmen. Der Bestandsaufbau und die Finanzierung der Anlaufverluste werden neben den Darlehensgebern zusätzlich, auf der Grundlage von Vereinbarungen mit strategischen Lieferanten, auch durch Lieferantenkredite abgedeckt. Die Liquidität sehen wir, nicht zuletzt auf Grund dieser strategischen Partnerschaften in 2025 und 2026, als gesichert an.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung künftiger Risiken gesichert. Unsere Geschäftsentwicklung ist finanziert und die Gewinnzone erreichen wir in 2024. Der bilanziellen Unterdeckung in der Aufbauphase begegnen wir durch Rangrücktritte, die wir mit den Darlehensgebern aus dem Kreis der den Gesellschaftern nahestehenden Unternehmen 2024 vereinbart haben. Zusätzlich wurde uns aus diesem Untenehmenskreis im September 2025 eine Patronatserklärung bis ins Jahr 2028 im Umfang von TEUR 650 ausgesprochen. Entsprechend sehen wir auch keine Gefahr im Fortbestand des Unternehmens.

 

Merzig, im Oktober 2025

SERVECO GmbH

gez. Axel Rösner, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.792.259,11 4.897.045,47
I. Sachanlagen 4.792.259,11 4.897.045,47
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 642.670,00 681.061,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.906.014,00 3.906.916,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 104.853,00 120.903,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 138.722,11 188.165,47
B. Umlaufvermögen 3.015.253,72 5.689.938,24
I. Vorräte 1.994.491,99 4.436.163,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.020.292,18 1.246.829,02
1. sonstige Vermögensgegenstände 1.020.292,18 1.246.829,02
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 469,55 6.945,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.264,72 78.810,93
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Entnahmen 4.351.555,71 2.831.924,15
Summe Aktiva 12.191.333,26 13.497.718,79

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Verlustvortrag 2.981.924,15 1.208.578,99
III. Jahresfehlbetrag 1.519.631,56 1.773.345,16
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.351.555,71 2.831.924,15
B. Rückstellungen 266.120,58 188.233,20
C. Verbindlichkeiten 11.925.212,68 13.309.485,59
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.563.052,11 3.865.068,40
2. sonstige Verbindlichkeiten 8.362.160,57 9.444.417,19
davon aus Steuern 81.703,07 123.585,67
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 9.941,62 13.836,42
Summe Passiva 12.191.333,26 13.497.718,79

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.928.224,93 3.215.865,10
2. Personalaufwand -1.552.180,90 -1.480.668,28
a) Löhne und Gehälter -1.284.971,79 -1.211.698,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -267.209,11 -268.969,50
3. Abschreibungen -604.779,81 -565.520,41
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -604.779,81 -565.520,41
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.044.684,80 -2.761.563,76
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 207,98 698,65
davon aus Abzinsung 170,00 610,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -246.236,96 -181.974,46
7. Ergebnis nach Steuern -1.519.449,56 -1.773.163,16
8. sonstige Steuern -182,00 -182,00
Jahresfehlbetrag 1.519.631,56 1.773.345,16

Anhang für 2023

ALLGEMEINE HINWEISE

Die SERVECO GmbH hat ihren Sitz in Merzig. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter der Registernummer HR B 105372 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angaben-Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276 und 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 327 HGB) in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Davon-Vermerke zu den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in diesem Anhang dargestellt. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Es sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend bis auf folgende Ausnahmen.

Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten sowie Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts Anderes bestimmt ist.

Die Posten der Aktivseite werden nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens, für die Beschaffung des Eigenkapitals und für den Abschluss von Versicherungen, sind nicht bilanziert.

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurde kein Gebrauch gemacht.

Rückstellungen werden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten werden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Bewertungsmethoden

Die Bewertung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (in der Regel zwischen zwei und zwanzig Jahren) pro rata temporis linear abgeschrieben.

Bewegliche und selbständig nutzungsfähige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 800,00 werden ebenfalls entsprechend der betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (zwischen drei und acht Jahren) linear abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern ein entsprechender Sachverhalt vorliegt, auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar ist, werden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt werden.

Kosten der allgemeinen Verwaltung werden (gemäß § 255 Abs. 2 Satz 4 HGB) aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten (und angemessenen Gewinn) vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Das Stammkapital von EUR 150.000,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Hierbei wurden durchschnittliche Kostensteigerungen von 2,6 % unterstellt. Sie wurden auf Basis des ihrer Restlaufzeit entsprechenden nach dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die latenten Steuern resultieren aus Rückstellungen. Insgesamt ergaben sich aktive latente Steuern, auf deren Bilanzierung in Ausübung des entsprechenden Ansatzwahlrechts verzichtet wurde.

Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

ANGABEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (anbei).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel

Gesamtbetrag
TEUR
Restlaufzeiten bis zu 1 Jahr
TEUR
über 1 bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
davon gesichert1)
TEUR
Verbindlichkeiten 11.925,2 6.894,0 2.345,5 2.685,7 3.698,5
Vorjahr 13.309,5 5.306,0 7.965,7 37,8 4.007,5

1) gesichert durch Pfandrechte und Ähnliche Rechte

Der Betrag der Verbindlichkeiten von mehr als einem Jahr beträgt TEUR 5.031,2 (Vj TEUR 8.003,5).

Angabe von Art und Form der Sicherheiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 3.563,1 gesichert durch die globale Abtretung der Forderungen A-Z. Daneben ist das Engagement der Banken durch eine Raumsicherungsübereignung des Vorratsvermögens und des Anlagevermögens auf dem Betriebsgelände Viezstraße 1 in Merzig abgesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr ungesichert. Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Fahrzeugdarlehen von Leasinggesellschaften ausgewiesen, die durch die Sicherungsübereignung des jeweils finanzierten Fahrzeugs in Höhe von insgesamt TEUR 135,4 abgesichert sind

Mitzugehörigkeitsvermerk

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 20,4 (Vorjahr: TEUR 669,6) ausgewiesen, die aus Darlehen resultieren

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von TEUR 81,7 (Vj. TEUR 123,6) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 8,3 (Vj. TEUR 12,2) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Gewährleistungsgarantien (TEUR 20,0) gegenüber Kunden. Diese sind gesichert durch Aval Bürgschaften der Deutschen Bank.

Mit Zuwendungsbescheid vom 24. Juni 2020 des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes wurde der SERVECO GmbH ein Investitionszuschuss in Höhe von TEUR 1.082 zum Bau einer Recycling-Anlage gewährt. Investitionsende war der 30. April 2022. Der Bescheid kann ganz oder teilweise widerrufen bzw. zurückgenommen werden, wenn u.a. die dem Bescheid zu Grunde liegenden Fördervoraussetzungen des „Regionalen Förderprogramms des Saarlandes für kleinere und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft“ nicht erfüllt sind, insbesondere wenn die geforderten Dauerarbeitsplätze nicht mindestens drei Jahre zur Verfügung gestellt werden, die Verbleibens Frist der geförderten Wirtschaftsgüter von mindestens drei Jahren nach Abschluss der Investition nicht erfüllt wird, innerhalb der Zweckbindungsfrist von drei Jahren der Betrieb oder Teile des Betriebes nicht der eigenbetrieblichen gewerblichen Nutzung zugeführt, stillgelegt oder ganz oder teilweise auf andere Personen übertragen oder diesen zur Nutzung überlassen oder nach außerhalb des Fördergebiets verlegt werden.

Gründe der Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme

Für die unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesenen Sachverhalte wurde das Risiko der Inanspruchnahme so gering eingestuft, dass eine Passivierung als Rückstellung oder Verbindlichkeit nicht sachgerecht ist. Diese Risikoeinschätzung basiert auf den Erfahrungen der Vergangenheit. Es lagen zum Abschlussstichtag keinerlei Anhaltspunkte vor, die zu einer anderen Einschätzung des Risikos geführt hätten.

Art und Zweck sowie Risiken, Vorteile und finanzielle Auswirkungen von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Bei den wesentlichen Verträgen handelt es sich um die Miete der Betriebsgrundstücke sowie um die Geschäftsbesorgungsverträge. Durch die Verträge erfolgt ein kontinuierlicher Liquiditätsabfluss über die Laufzeit. Dem gegenüber stehen durch die Grundstücks-Mietverträge Planungssicherheit und die Entlastung der Kreditlinie der Gesellschaft gegenüber der Hausbank. Durch die Geschäftsbesorgungsverträge werden wesentlichen Aufgaben der Unternehmensführung ausgelagert und die Gesellschaft wird dadurch von diesen Tätigkeiten entlastet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind u. a. aus nachfolgenden Sachverhalten:

Restlaufzeiten bis zu 1 Jahr
TEUR
über 1 bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
Miet- und Pachtverträge 487,2 1.949,7 974,3
Geschäftsbesorgungsverträge 276,0 1.152,0 552,0
Leasingverträge 23,1 90,3 0,0
786,3 3.192,0 1.526,3

Die Festmietzeit der Grundstücksmietverträge endet 2029 bzw. 2030; die Geschäftsbesorgungsverträge können mit einer Frist von 6 Monaten zum Jahresende gekündigt werden. Es wird jedoch von einer faktischen Laufzeit von über 5 Jahren ausgegangen. Die Leasingverträge haben in der Regel eine Laufzeit von 5 Jahren.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung

Unter den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind solche aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 0,6 enthalten.

SONSTIGE ANGABEN

Angaben nach § 264 Abs. 2 HGB

In Bezug auf Umstände, die dazu führen, dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vermittelt, sind nachfolgende Angaben zu machen.

Investitionszuschuss zum Anlagevermögen

Die Gesellschaft hat in den Jahren 2019/2020 Investitionen zum Betrieb einer Recycling-Anlage in Höhe von TEUR 6.393,8 getätigt. Das Ministerium für Wirtschaft Energie und Verkehr des Saarlandes hat gemäß Zuwendungsbescheid vom 24. Juni 2020 einen Investitionszuschuss in Höhe von TEUR 1.082;4 gewährt.

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der förderfähigen Vermögensgegenstände wurden mit den anteilig gewährten Zuschüssen verrechnet ausgewiesen. In der Folge ist die Abschreibungsbemessungsgrundlage um die Zuschüsse verkürzt und entsprechend sind die Abschreibungen um TEUR 93,9 geringer als bei einem passivischen Ausweis der Zuschüsse und gesonderter Auflösung (TEUR 93,9). Da ein passivischer Ausweis in einem Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen als besser geeignet angesehen wird, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild i.S. § 264 Abs. 2 HGB zu vermitteln, wurde in der nachfolgenden Tabelle die Situation so dargestellt, als ob anstatt einer Verrechnung der Zuschüsse mit den Investitionen ein getrennter Ausweis erfolgt wäre. In diesem Falle werden die Restbuchwerte und Abschreibungen höher und auf der Passivseite ein Sonderposten sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung die ertragswirksame Auflösung desselben ausgewiesen.

Das Gesamtergebnis bleibt unverändert, die Bilanzsumme wird durch diese alternative Bilanzierung höher ausgewiesen (vgl. HFA 1/1984: Bilanzierungsfragen bei Zuwendungen).

Anlagevermögen 2020 AK/HK
EUR
ND Jahre 2023 Buchwert verrechnet
EUR
2023 Buchwert ohne Verrechnung
EUR
SoPo Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 2020 Zuschuss
EUR
2023 Buchwert
EUR
Investitionsobjekte
Bauten auf fremden Grundstücken 836.478,04 20 642.670,00 761.267,66 141.609,15 118.597,66
Technische Anlagen und Maschinen 4.433.677,66 10 3.217.672,00 3.724.318,05 750.586,74 506.646,05
Betriebsvorrichtungen 965.944,93 20 688.342,00 825.295,76 163.526,88 136.953,76
Betriebsausstattung 153.331,07 20 89.141,00 110.880,61 25.957,74 21.739,61
GWG 4.397,64 4 15.710,00 15.849,59 744,49 139,59
Gesamt 6.393.829,34 4.653.535,00 5.437.611,67 1.082.425,00 784.076,67
Abschreibung
EUR
Abschreibung abzgl. Aufl. SoPo
EUR
Abschreibung ohne Verechnung
EUR
EUR Auflösung SoPo
EUR
Abschreibungen 165.332,34 604.779,81 696.579,30
Auflösung Zuschuss 22.949,87 91.799,49
Bilanzsumme 12.191.644,07 12.975.720,74

Beschäftigte Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 35 (davon 9 Angestellte und 26 gewerbliche; 30 Vollzeit, 5 Teilzeit und 0 Schwerbehinderte). Die Ermittlung erfolgte entsprechend § 267 Abs. 5 HGB.

Geschäftsführung (§ 285 Nr. 10 HGB)

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte unverändert bei Herr Axel Rösner, Kaufmann

Gesamtbezüge der Geschäftsführer (§ 285 Nr. 9 HGB)

Die Angabe unterbleibt mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus, der sich in 2023 wie erwartet, erhöht hat. Ausweislich der Buchhaltung 2024 konnte die Gesellschaft erstmals einen Jahresüberschuss erwirtschaften. Der Forecast für 2025 und die Planung für das Jahr 2026 gehen ebenfalls von der nachhaltigen Erreichung der Gewinnzone aus.

Mit wichtigen Lieferanten, die die Gesellschaft nach Absprache über stehen gelassene Lieferantenkredite finanzierten, wurden diesgbezüglich schriftliche Vereinbarungen über eine längere Laufzeit ihrer Lieferantenkredite getroffen.

Um dem nicht durch Eigenkapital gedecketen Fehlbetrag entgengezuwirken, wurden mit den Gesellschaftern nahestehenden Unternehmen im Februar und März 2024 bzgl. der folgenden, am 31. Dezember 2023 gegenüber der Gesellschaft bestehenden Forderungen Rangrücktrittsvereinbarungen vereinbart.

EUR
SUS Saar Umwelt GmbH, Püttlingen 1.535.740,00
Juliane GmbH, Oppenau 300.000,00
SL-Logistik GmbH, Achern 200.000,00
Hertex AG, Frauenfeld 650.000,00
2.685.740,00

Vor dem Hintergrund dieser Unterstützung der SERVECO GmbH durch ihre Geldgeber aus dem Bereich der den Gesellschaftern nahestehenden Unternehmen und Lieferanten hat die SUS Saar Umwelt Service GmbH, in Höhe der 2025 voraussichtlich fehlenden Abdeckung der bilanziellen Überschuldung, zusätzlich am 30. September 2025 eine harte Patronatserklärung in Höhe von TEUR 650 abgegeben.

Die Gesellschaft sieht sich in der Summe dieser Maßnahmen in der Lage, ihre Zahlungsfähigkeit sicherzustellen sowie den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag mittelfristig auszugleichen.

Am 22. Juli 2024 ist der Gesellschafter, Herr Mark Bosselmann, unerwartet verstorben. In die Gesellschafterstellung ist die Ehefrau von Herrn Bosselmann, Frau Yvonne Bosselmann, eingetreten.

 

Merzig, den 4. Oktober 2025

SERVECO GmbH

gez. Axel Rösner, Geschäftsführer

NACHTRAG im Rahmen der Offenlegung: Die Gesellschafterversammlung hat am 20.11.2025 beschlossen, den Jahresfehlbetrag 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk

Der zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss wurde nach § 327 HGB verkürzt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den ungekürzten Jahresabschluss und den Lagebericht. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde unter dem 7. November 2025 folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SERVECO GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SERVECO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Anhang unter Abschnitt Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) und im Lagebericht, dort insbesondere im Prognosebericht, wo die Ursachen des Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags beschrieben und die Maßnahmen erläutert werden, die zum Ausgleich der bilanziellen Unterdeckung getroffen wurden. Die Gesellschaft verweist auf den Ausgleich der bilanziellen Unterdeckung in 2025 durch Rangrücktritte und eine harte Patronatserklärung sowie auf die Vereinbarungen mit Lieferanten zur Gewährung von Lieferantenkrediten und geht auf Basis ihrer Liquiditätsplanung von einer positiven Fortführungsprognose aus. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oppenau, den 7. November 2025

WPGO GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Huber, Wirtschaftsprüfer

Anlagenspiegel (brutto)

Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode Differenzen zum Endstand Vorperiode
Anlagevermögen 4.792.259,11 6.645.403,55 6.145.410,10 0,00
Sachanlagen 4.792.259,11 6.645.403,55 6.145.410,10 0,00
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 642.670,00 767.624,25 767.624,25 0,00
technische Anlagen und Maschinen 3.906.014,00 5.533.238,99 4.999.793,04 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 104.853,00 205.818,20 189.827,34 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 138.722,11 138.722,11 188.165,47 0,00
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
Zugänge
davon aktivierte Zinsen für Fremdkapital Abgänge Umbuchungen
Anlagevermögen 499.993,45 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 499.993,45 0,00 0,00 0,00
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 480.945,95 0,00 0,00 52.500,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.575,50 0,00 0,00 2.415,36
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.472,00 0,00 0,00 -54.915,36
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Kumulierte Abschreibungen
Abschreibungen, Sonderabschreibungen und sonstige Abzüge der Periode
Kumulierte Abschreibungen zum Anfang der Periode planmäßige Abschreibung
Anlagevermögen 1.853.144,44 1.248.364,63 604.779,81 604.779,81
Sachanlagen 1.853.144,44 1.248.364,63 604.779,81 604.779,81
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 124.954,25 86.563,25 38.391,00 38.391,00
technische Anlagen und Maschinen 1.627.224,99 1.092.877,04 534.347,95 534.347,95
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.965,20 68.924,34 32.040,86 32.040,86
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Kumulierte Abschreibungen
Abschreibungen, Sonderabschreibungen und sonstige Abzüge der Periode
außerplanmäßige Abschreibung Sonderabschreibung Herabsetzungsbetrag nach § 7g Abs. 2 EStG AfA nicht zuordenbar
Anlagevermögen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode Buchwert zum Ende der Vorperiode
Kumulierte Abschreibungen Zuschreibungen
Erfolgsneutrale Zugänge Erfolgsneutrale Abgänge Umbuchungen
Anlagevermögen 0,00 0,00 0,00 0,00 4.897.045,47
Sachanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 4.897.045,47
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 681.061,00
technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00 3.906.916,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 0,00 120.903,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 188.165,47

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 20.11.2025.

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