active Legal form GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Open Technology Services GmbH

MönchengladbachMönchengladbach, DEU ·HRB 7090 Moenchengladbach ·isban.es

Overview

Legal form
GmbH
Address
Santander Platz 1
41061 Mönchengladbach
Commercial register
HRB 7090, Moenchengladbach
Registration date
May 2, 1996
Industry
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Registered capital
76,538.00 EUR
Representation rules

Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Gesellschafterversammlung kann einzelnen Geschäftsführern Einzelvertretungsbefugnis und/oder Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB erteilen.

Purpose
die Entwicklung von Software, der Vertrieb und Verkauf von Systemen, Verfahrensweisen und Beratungsdiensten sowie das Angebot von Software, Hardware und sonstigen Mehrwertdienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie, der Kommunikation, IT-Security und des Internets.

Financials

Revenue 2025
172,08 Mio. €
Employees 2025
239
Total assets 2025
85,97 Mio. €
Net income 2025
727.426 €
19 previous years · values unlocked with an API key Get API key →

Balance sheet

2025
Assets 85,97 Mio
  • Current Assets 28,6 % 24,62 Mio
  • Prepaid Expenses 6,0 % 5,17 Mio
  • Deferred Tax Assets 5,7 % 4,92 Mio
  • Fixed Assets 1,2 % 1,02 Mio
Liabilities and Equity 85,97 Mio
  • Equity 37,1 % 31,89 Mio
  • Provisions 30,7 % 26,43 Mio
  • Liabilities 30,7 % 26,43 Mio
Full balance sheet line items with an API key Get API key →

Balance sheet data available for 19 earlier fiscal years.

Profit & loss

2025
Income 406,68 Mio
  • Revenue 42,3 % 172,08 Mio
  • Material expenses 31,5 % 128,01 Mio
  • Balance sheet profit/loss 6,7 % 27,30 Mio
  • Gewinnvortrag 6,5 % 26,58 Mio
  • Personnel expenses 5,9 % 24,15 Mio
  • Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 4,4 % −18,02 Mio
  • Other operating income 0,7 % 2,75 Mio
  • Other operating expenses 0,6 % 2,55 Mio
  • Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 0,4 % 1,44 Mio
  • On intangible assets and property, plant, and equipment 0,2 % 813,6 k
  • Result after taxes 0,2 % 731,5 k
  • Annual net profit/loss 0,2 % 727,4 k
  • Income and profit taxes 0,2 % 707,0 k
  • Other interest and similar income 0,1 % 481,1 k
  • Interest and similar expenses 0,1 % 344,2 k
  • Other taxes 0,0 % 4,0 k
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P&L data available for 19 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Ignacio Vassal´lo Reina since 2024 Managing Director
  • Anja Körtner since 2026 Procura
  • Christian Schmitz since 2024 Procura
  • Daniel Sechi since 2020 Procura
  • Jan Josef Geißinger since 2026 Procura
  • Johannes Gerrit Niklas Mengeler since 2026 Procura
  • Katrin Wilczek since 2024 Procura
  • Kirsten Misera since 2026 Procura
  • Lisa Eicker since 2026 Procura
  • Tanja Glaiter since 2021 Procura
  • Ute Grimm since 2026 Procura
30 former representatives · viewable with an API key Get API key →

Ownership & holdings

Shareholders

  • INGENIERIA DE SOFTWARE BANCA-RIO S.L. ESP 100.0 % 51k €

Ultimate beneficial owners (UBOs)

The ultimate beneficial owners behind these holdings could not be conclusively identified.

History

  1. 2026
  2. 04.09.
    Member entry
    Johannes Gerrit Niklas Mengeler · Procura
  3. 04.09.
    Member entry
    Ute Grimm · Procura
  4. 04.09.
    Member entry
    Jan Josef Geißinger · Procura
  5. 04.09.
    Member entry
    Lisa Eicker · Procura
  6. 04.09.
    Exit of position
    Klaus Klose · Procura
  7. 04.09.
    Member entry
    Anja Körtner · Procura
  8. 04.09.
    Member entry
    Kirsten Misera · Procura
  9. 04.09.
    Exit of position
    Pablo Alejandro Corradi · Procura
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Annual statements

Original published statements, ordered by fiscal year.

5 documents
Fiscal year Document Published Access
2025 Jahresabschluss Published Via the API
2024 Jahresabschluss Published Read full text
2023 Jahresabschluss Published Via the API
2022 Jahresabschluss Published Via the API
2021 Jahresabschluss Published Via the API
2024 Jahresabschluss Full text

Santander Consumer Technology Services GmbH

Mönchengladbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

Grundlagen des Unternehmens

Die Santander Consumer Technology Services GmbH (SCTS) ist eine 100 prozentige Tochtergesellschaft der Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach (SCB).

Es besteht seit dem 16. Oktober 2018 ein Beherrschungsvertrag zwischen der Gesellschaft als beherrschtem und der SCB als beherrschendem Unternehmen. Dieser sieht unter anderem auch die Verpflichtung der SCB zur Verlustübernahme in entsprechender Anwendung des § 302 AktG vor.

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von IT-Service Dienstleistungen hinsichtlich der Entwicklung von Software, der Vertrieb von IT-Systemen, Verfahrensweisen und Beratungsdiensten sowie das Angebot von Software, Hardware und sonstigen Mehrwertdienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie, der Kommunikation, IT-Security und des Internets für die Santander Gruppe in Deutschland, insbesondere die Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach.

Als konzerninterner Dienstleister arbeitet die Santander Consumer Technology Services GmbH (SCTS GmbH) unverändert nach dem sog. Cost-plus Verfahren, d.h. sie belastet ihre Kosten zuzüglich eines Aufschlages an ihre Auftraggeber weiter und erzielt dadurch regelmäßig positive Margen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das statistische Bundesamt meldete nach ersten Berechnungen für das Jahr 2024 ein um 0,2% niedrigeres preis- und kalenderbereinigtes reales Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr. Dies entsprach damit der leicht positiven Konjunkturprognose des Sachverständigenrates aus dem Frühjahrsgutachten 2024.1 Somit verzögerte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft weiter im nach wie vor krisengeprägten Umfeld. Grund für die anhaltend schwache wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland waren im Wesentlichen die anhaltend hohen Energiekosten, ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund des nach wie vor erhöhten Zinsniveaus, sowie eine zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten.2 Die Inflationsrate von 2,2% lag deutlich unter dem Jahresdurchschnitt der drei vorangegangenen Jahre (5,3%). Die Preise für Dienstleistungen insgesamt stiegen dabei im Jahr 2024 wiederholt überdurchschnittlich (+3,8%), wohingegen sich für Waren eine vergleichsweise geringere Preissteigerung von 1,0% verzeichnen ließ. Preise für Energieprodukte verbilligten sich 2024 gegenüber 2023 um 3,2%.3

1 Quelle: Statistisches Bundesamt, Sachverständigenrat (Frühjahrsgutachten 2024)
2 Quelle: Statistisches Bundesamt, Destatis (Pressemitteilung Nr. 019, Stand: Jan 2025)
3 Quelle: Statistisches Bundesamt, Destatis (Pressemitteilung Nr. 020, Stand: Jan 2025)

Die Digitalisierung der Wirtschaft ist weiterhin ein wichtiger Wachstumstreiber für die ITK-Branche (Informationstechnologie & Kommunikation). Der ITK-Markt Deutschland im Bereich der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik erreichte in 2024 einen Umsatz von 222,6 Milliarden Euro, wobei das prozentuale Wachstum mit 3,3% etwas höher ausfiel als im Vorjahr 2023 (2,4%).

Die beiden Hauptsegmente der ITK-Branche, zeigten ein Marktvolumen von 149,7 bzw. 73,0 Milliarden Euro und ein positives Wachstum von +4,4% bzw. +1,0%. Innerhalb der Informationstechnik verzeichnete der Bereich IT-Hardware im Jahr 2024 mit einem Volumen von 52,0 Milliarden Euro ein leicht positives Wachstum (+0,7%). Die IT-Services hingegen verzeichneten mit einem Plus von +3,8% weiterhin ein positives Wachstum auf ein Marktvolumen von 51,2 Milliarden Euro. Der Umsatz im Bereich Software stieg ebenfalls im Jahr 2024 (+9,5%), was diesen mit 46,5 Milliarden Euro nach wie vor zum größten Umsatztreiber in der Informationstechnik macht. Das leicht positive Wachstum im Segment Telekommunikation lässt sich auf eine positive Entwicklung in den Bereichen TK-Endgeräte auf 12,5 Milliarden Euro (+1,6%) und Telekommunikationsdienste auf 52,8 Milliarden Euro (+1,8%), sowie einen sowie einen Rückgang der TK-Infrastruktur um -4,8% auf 7,7 Milliarden Euro zurückführen.4

Santander ist die Marke, unter deren Dach die Identität der Gruppe zusammengefasst ist, für die die SCTS GmbH ihre Services anbietet. Ihre Aufträge akquiriert die SCTS GmbH maßgeblich bei der Santander Consumer Bank AG. In Deutschland ist die Santander Consumer Bank AG der größte herstellerunabhängige Finanzierer im Bereich der Mobilität und ebenso führend bei Konsumentenfinanzierungen. Das Jahresergebnis, vor Ergebnisabführung, der Santander Consumer Bank AG entwickelte sich erneut rückläufig im Vergleich zum Vorjahr. Als Dienstleister ist die SCTS GmbH von der operativen Entwicklung des Auftraggebers abhängig.

4 Quelle: Bitkom, IDC (Stand: Dez 2024)

Geschäftsverlauf

Wie erwartet erbringt die SCTS GmbH weiterhin IT-Dienstleistungen, insbesondere für die Santander Consumer Bank AG.

Für das Jahr 2024 entstanden, wie in der Prognose 2023 erwartet, keine signifikanten Veränderungen in Bezug auf die Anzahl der durchgeführten IT-Projekte sowie die Ausgaben für den IT-Betrieb der Santander Consumer Bank AG.

Wie 2023 prognostiziert, konnten im Jahr 2024 insbesondere das Thema "Banking as a Service" und die Ausrichtung auf ein datenorientiertes Omni-Channel-Geschäftsmodell fortgeführt werden.

Des Weiteren konnten im Jahr 2024, wie prognostiziert, wichtige IT-Projekte fortgeführt oder abgeschlossen werden. Bei diesen IT-Projekten lag der Fokus insbesondere auf der Data Transformation sowie dem weiteren Ausbau der digitalen Antragsstrecken und Self-Servicing-Portale für weitere Produkte.

Darüber hinaus wurden auch im Jahr 2024 zahlreiche Projekte im Rahmen des IT-System-Plans der Santander Consumer Bank AG entwickelt, die vor allem auf die Digitalisierung sowie die Effizienzsteigerung des Unternehmens einzahlen sollen.

Lage der Gesellschaft Ertragslage

Die Übersicht über die Geschäftsentwicklung erfolgt anhand der zentralen Determinanten der Ertragslage:

2024
TEUR
2023
TEUR
2022
TEUR
Umsatzerlöse 188.149 138.366 171.543
Bestandsveränderung unfertige Leistungen -34.080 20.673 -14.952
Gesamtleistung 154.069 159.039 156.591
Materialaufwand 125.521 126.032 120.804
Personalaufwand 26.530 32.762 33.195
Jahresüberschuss 1.942 2.495 3.118

Die im Berichtsjahr erzielten Umsatzerlöse in Höhe von 188.149 TEUR (Vj. 138.366 TEUR) wurden ausschließlich mit der Santander Gruppe erzielt. Bei einer leicht gesunkenen Gesamtleistung sind die Umsatzerlöse entgegen der Vorjahresprognose nicht deutlich, sondern sehr deutlich gestiegen. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass neben der erwarteten Teilfertigstellung des Großprojekts NEO auch die Bestandsveränderung und die damit einhergehende Umsatzrealisierung durch die Fertigstellung und Abnahme weiterer Projekte aus Vorjahren deutlich gestiegen ist.

Die Gesamtleistung als Summe aus den Umsatzerlösen und der Bestandsveränderung an unfertigen Erzeugnissen ist im Vergleich zum Vorjahr um 4.970 TEUR bzw. 3,13% auf insgesamt 154.069 TEUR (Vj. 159.039 TEUR) gefallen. Der leichte Rückgang ist auf die langfristige Planung der IT-Beauftragungen durch die Santander Consumer Bank AG zurückzuführen. Die Umsatzerlöse aus Dienstverträgen belaufen sich auf 104.356 TEUR (Vj. 97.597 TEUR), der Rest der Umsatzerlöse entfällt auf abgenommene Werkverträge 82.718 TEUR (Vj. 39.250 TEUR) sowie Serviceleistungen und den Verkauf von Hardware 1.075 TEUR (Vj. 1.519 TEUR).

Der Personalaufwand in Höhe von 26.530 TEUR (Vj. 32.762 TEUR) ist deutlich rückläufig. Dies begründet sich im Wesentlichen durch den im Vorjahr bereits prognostizierten deutlich gesunkenem internen Personalbestand der SCTS GmbH.

Dies begründet sich im Wesentlichen durch einen Teilbetriebsübergang der gem. § 613a BGB erfolgte. Im Rahmen dessen sind die Betriebsteile IT Strategy & Portfolio Management und CTO & IT Architecture in die Muttergesellschaft übergegangen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 5.029 TEUR (Vj.7.538 TEUR) bestehen im Wesentlichen aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Personalrückstellungen in Höhe von 4.353 TEUR (Vj. 6.507 TEUR).

Der minimale Rückgang des Materialaufwands mit einer Gesamthöhe von 125.521 TEUR (Vj. 126.032 TEUR) ist im Wesentlichen auf den Rückgang von zugekauften IT-Dienstleistungen durch Dienstverträge zurückzuführen.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) beträgt 4.235 TEUR (Vorjahr 4.959 TEUR). Das prognostizierte steigende EBITDA wurde nicht erreicht. Hier ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Dem liegt vor allem der Rückgang des Material- und Personalaufwandes zugrunde, da diese Positionen im Rahmen der Kostenverrechnung an die Muttergesellschaft die Basis darstellen.

Finanzlage

Die Finanzlage ist durch den hohen Bestand an Guthaben bei Kreditinstituten geprägt. Die Guthaben bei Kreditinstituten machen zum Bilanzstichtag mit 33.826 TEUR bzw. 32,68% (Vj. 52.119 TEUR bzw. 33,17%) der Bilanzsumme aus.

Die Liquidität der Gesellschaft ist insbesondere aufgrund der hohen Guthaben bei Kreditinstituten gewährleistet. Die Liquiditätssteuerung ist auf Grund der Konzernzugehörigkeit zur Santander Gruppe gesichert. Die Liquiditätssteuerung kann dadurch ohne gruppenexterne Finanzierungslinien erfolgen. Es besteht eine Kreditlinie bei der Santander Consumer Bank AG in Höhe von 10 Mio. EUR, welche nicht in Anspruch genommen wurde.

Vermögenslage

Die Aktivseite der Bilanz beinhaltet im Wesentlichen mit 42.442 TEUR (Vj. 76.522 TEUR) unfertige Leistungen sowie mit 12.102 TEUR (Vj. 15.069 TEUR) Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um Programmierleistungen für die Santander Consumer Bank AG, die im Rahmen von Werkverträgen erbracht wurden und am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen und abgenommen sind. Den unfertigen Leistungen stehen auf der Passivseite erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 42.442 TEUR (Vj. 76.522 TEUR) gegenüber.

Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 31.164 TEUR (Vj. 29.222 TEUR). Der Anstieg des Eigenkapitals begründet sich durch die Thesaurierung des Jahresüberschusses 2023 in den Bilanzgewinn.

Die Rückstellungen in Höhe von 27.423 TEUR (Vj. 31.781 TEUR) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 17.696 TEUR (Vj. 20.018 TEUR), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 6.353 TEUR (Vj. 9.528 TEUR) sowie Personalrückstellungen in Höhe von 1.772 TEUR (Vj. 2.214 TEUR). Des Weiteren umfassen die Steuerrückstellungen Beträge für Körperschaftsteuer in Höhe von 761 TEUR (Vj. 0 TEUR) und für Gewerbesteuer in Höhe von 841 TEUR (Vj. 0 TEUR), die aufgrund von Feststellungen aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2018 bis 2021 und deren Folgeeffekte erfasst wurden

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Abrechnungen für bezogene IT-Dienstleistungen bei der Santander Global Technology & Operations, S.L in Höhe von 1.843 TEUR (Vj. 18.640 TEUR) und gegenüber der Santander Consumer Bank AG in Höhe von 10 TEUR (Vj. 0 TEUR) sowie gegenüber der Santander Consumer Holding GmbH in Höhe von 199 TEUR (Vj. 0 TEUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 374 TEUR (Vj. 412 TEUR) betreffen Verbindlichkeiten für Lohnsteuer.

Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft wird vor dem Hintergrund der Geschäftstätigkeit als IT-Dienstleister der Santander Gruppe wesentlich durch die Entwicklung der Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach, geprägt, für die die Gesellschaft primär tätig ist.

Insgesamt stellt sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als geordnet dar.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird primär anhand der finanziellen Kennzahlen Umsatz, EBITDA und Marge gesteuert. Grundsätzlich ist die SCTS GmbH so konzipiert, dass nur die entstehenden Kosten an die Bank weitergeleitet werden. In diesem Zusammenhang wurde definiert, dass eine Marge von 3% auf die Kosten aufzuschlagen ist.

Weitere Informationen zur Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind in den entsprechenden Abschnitten dieses Lageberichts zu finden.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter

Als nichtfinanziellen Leistungsindikator steuert die Gesellschaft den Personalbestand.

Gegenüber den 326 internen Mitarbeitern (ohne Aushilfen) zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 sank die Anzahl der internen Mitarbeiter zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 um 81 interne Mitarbeiter (ohne Aushilfen) auf 245.

Entsprechend der Prognose ist der Personalbestand deutlich gesunken.

Dies begründet sich, wie prognostiziert, im Wesentlichen durch einen Teilbetriebsübergang der gem. § 613a BGB erfolgte. Im Rahmen dessen sind die Betriebsteile IT Strategy & Portfolio Management und CTO & IT Architecture in die Muttergesellschaft übergegangen. Hier sind insbesondere eine steigende Komplexität der IT-Projekte, der Fokus auf konstante Qualität des IT-Services, Empfehlungen der internen Revision sowie die Trennung von Lenkungs- und Ausführungsfunktionen aufgrund regulatorischer Gründe zu benennen.

Zusätzlich wurden Mitarbeiter/innen in die Santander Consumer Finance Global Services S.L. transferiert, die Umsetzung des Transfers erfolgte über Aufhebungsverträge mit den Mitarbeiter/innen. Des Weiteren wurde, wie erwartet im Rahmen des Transformationsprojekt 2024+, die restriktive Personalpolitik aufrecht gehalten. Das Transformationsprojekt 2024+ sieht einen Einstellungsstopp, sowie eine Reduzierung des Personalbestands durch Effizienzen in unterschiedlichen Geschäftsbereichen vor.

Die Fluktuation lag 2023 bei 9,19% und ist im Jahr 2024 auf 30,20% gestiegen. Insgesamt haben zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 106 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Dabei ist, wie prognostiziert, ein großer Teil (13%) der Austritte auf den Teilbetriebsübergang gem. § 613a BGB zurückzuführen. Ein weiterer großer Teil ist, wie prognostiziert, durch den Transfer von 8% des Personalbestands in die Santander Consumer Finance Global Services S.L. begründet. Die weiteren Austritte begründen sich im Wesentlichen durch Renteneintritte oder Elternzeiten. Gleichzeitig konnten im selben Zeitraum 25 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit betrug Ende 2024 neun Jahre (Vorjahr 7,67 Jahre). Die Flexibilität im Projektgeschäft ist dadurch gewährleistet, dass die SCTS GmbH je nach Bedarf auf externe Berater zugreift.

Qualitätsmanagement

Um die Qualität der gelieferten IT-Projekte maßgeblich zu überwachen, wurden in den vergangenen Jahren bereits Prozesse, Checklisten sowie Quality Gates etabliert. Diese wurden auch in 2024 unverändert beibehalten.

Die zwei Abteilungen Software Execution Quality sowie System & Service Quality sind für die Qualität- und Leistungskontrolle innerhalb der Organisation verantwortlich. In der Abteilung System & Service Quality erfolgt die Überwachung und die Steuerung der Software- und Infrastrukturfehler des Geschäftsbetriebs, während die Abteilung Software Execution Quality die Qualität der Softwareentwicklung vor Go-Live über das Testmanagement und über Qualitätskontrollen und Checklisten steuert. Beide Einheiten sind maßgeblich am Lifecycle der Produkte von der Entwicklung bis zum Betrieb beteiligt und prüfen regelmäßig deren Status. Die Einheit Software Execution Quality wurde zum 01.06. des Jahres 2024 in den Bereich Delivery verlagert, um eine zukünftige direkte Anbindung an die Softwareentwicklung zu haben. Die Einheit System & Service Quality wurde zu IT-Operations verlagert.

Die Eingänge kritischer Softwarefehler sowie Infrastrukturfehler blieb im Zeitraum 2024 wie erwartet weiterhin konstant unterhalb der Zielgröße. Bezüglich des Eingangs von kritischen Fehlern für Software und Infrastruktur (Zielgröße < 2%) wurde zum Dezember für das Jahr 2024 eine Quote von 0,49% (3 von 612) erreicht. Dabei wurde die Anzahl an kritischen Fehlern um 62,5% reduziert. Die Gesamtzahl der Fehler, 612 in 2024 wurde im Vergleich zum Vorjahr (824) um 26% reduziert.

Die durchschnittliche Lösungszeit der erfassten Softwarefehler in Bezug auf die vereinbarten Service Level Agreements (SLAs) wurde in 97,86% der Fälle (bei einer Zielgröße von > 80%) erreicht.

Die durchschnittliche Lösungszeit der erfassten Infrastrukturfehler in Bezug auf die vereinbarten Service Level Agreements (SLAs) wurde in 98,65% der Fälle (bei einer Zielgröße von > 80%) erreicht.

Diese Werte blieben wie erwartet weiterhin konstant über dem gesetzten Ziel.

Prognosebericht

2025 dürfte das globale Wirtschaftswachstum etwas über 3% betragen. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Inflation in den wichtigsten entwickelten Ländern weiter zurückgeht. Ein wesentlicher Fortschritt in der Inflationsentwicklung hat es den Zentralbanken ermöglicht, bereits 2024 mit der Normalisierung der Zinssätze zu beginnen. Insgesamt bietet die schrittweise Normalisierung der Volkswirtschaften und Märkte für das kommende Jahr ein etwas stabileres Umfeld als in den Vorjahren. Trotz dieser positiven Aussichten sind auch Risiken zu beachten. So könnte sich eine stärker als erwartete wirtschaftliche Entwicklung auf die Zinssatzprognosen und die Strategien der Zentralbanken auswirken. Zudem könnten schwächere Volkswirtschaften negative Auswirkungen auf Unternehmensgewinne und die Bewertungen risikobehafteter Vermögenswerte haben. Der Krieg in der Ukraine und der Nahostkonflikt bleiben wesentliche Risikofaktoren. Zusätzliche Unsicherheit resultiert aus der neuen Trump-Regierung in den USA, die über eine republikanische Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus verfügt. Mögliche politische Maßnahmen könnten Steuerkürzungen, Zollerhöhungen und eine strengere Einwanderungspolitik umfassen.

Die Wachstumsdynamik der deutschen Wirtschaft sollte sich im kommenden Jahr insgesamt wieder allmählich beleben. Positive Impulse sollen dann insbesondere vom privaten Konsum ausgehen, da die Realeinkommen deutlich zunehmen, und zwar dank eines vergleichsweise stabilen Arbeitsmarkts, stark gestiegener Löhne und einer stabilen Inflation. Auch die Ausrüstungsinvestitionen werden sich dann wohl wieder erhöhen, die Bauinvestitionen dagegen dürften erst wieder ab 2026 einen spürbaren Beitrag leisten. Neben den allgemeinen Risiken für die makroökonomische Entwicklung bestehen für Deutschland und die neue Bundesregierung zusätzliche Herausforderungen mit Blick auf die Digitalisierung und die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft, auch hinsichtlich staatlicher Investitionen unter Berücksichtigung der Schuldenbremse. Insgesamt wird für 2025 ein im europäischen Vergleich geringes Wirtschaftswachstum von etwa 0,3% erwartet.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir die nachstehend beschriebenen Entwicklungen.

Die SCTS GmbH wird ihre Serviceleistungen weiterhin den Gesellschaften der Santander Consumer Gruppe anbieten. Im Erfahrungsaustausch und in der Zusammenarbeit mit anderen IT-Spezialisten im internationalen Santander Konzern wird hierbei ein wesentlicher Erfolgsfaktor gesehen.

Im Jahr 2025 sollen durch zielgerichtete Investitionen in ausgewählten Bereichen neue Wachstumschancen eröffnet werden. Folgende Schwerpunkte werden als IT Beitrag zur Erreichung des Geschäftserfolges gesehen. Sie umfassen insbesondere den weiteren Ausbau digitaler Touchpoints im Rahmen des Omnichannel-Ansatzes, datengetriebene Analyseverfahren zur Ausschöpfung neuer Cross- und Upselling-Potenziale sowie die Transformation des Technologie-Stacks zur Simplifizierung und Modernisierung der Systemlandschaft mit dem Fokus auf cloud-fähigen Plattformlösungen. Des Weiteren ist die Steigerung der Kosteneffizienz in der IT zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und zur Verbesserung des Cost-Income-Verhältnisses ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Systemsimplifizierung und -modernisierung sowie Prozessautomatisierung und -digitalisierung bei gleichzeitiger Nutzung von Synergieeffekten und Künstlicher Intelligenz (KI) sind dabei wesentliche Elemente. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Reduktion nicht-finanzieller Risiken zur Stärkung der operationalen Resilienz unter Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen. Diese Reduktion der nicht-finanziellen Risiken beinhaltet ein konsistentes und angemessenes Risikomanagement für alle wesentlichen Risiken, u. a. resultierend aus Technologien und Cyberkriminalität, der Auslagerung von Aktivitäten und Prozessen, sowie aus potenziellen Stör- und Notfällen.

Im kommenden Geschäftsjahr wird für die SCTS GmbH von einem stagnierenden Personalbestand ausgegangen. Das Transformationsprojekt 2024+ trägt weiter zu einer restriktiven Personalpolitik bei.

Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird davon ausgegangen, dass die Anzahl kritischer Softwarefehler und Infrastrukturfehler weiter konstant bei dem Zielwert von 0,5% bleiben. Des Weiteren wird erwartet, dass die Einhaltung der durchschnittlichen Lösungszeiten in 2025 weiter konstant oberhalb der vereinbarten Zielgröße von 80% bleiben.

Für das Jahr 2025 wird mit einem deutlich sinkenden Umsatz und damit auch EBITDA gerechnet. Die sinkende Umsatzprognose liegt darin begründet, dass die erwartete Bestandsveränderung und die damit einhergehende Umsatzrealisierung durch Projektabnahmen aus Vorjahren und Fertigstellung von Projekten auf einem sinkenden Niveau sein wird. Dabei soll eine vorgegebene Marge von 3,0% für alle Geschäftsbereiche eingehalten werden.

Die SCTS GmbH wird auch im nächsten Jahr ein wesentlicher IT-Dienstleister für die Santander Consumer Bank AG sein. Dies bietet auch für das Geschäftsjahr 2025 gute Rahmenbedingungen für die geschäftlichen Aktivitäten der SCTS GmbH, sodass weiterhin IT-Dienstleistungen für die Santander Gruppe erbracht werden.

Chancen- und Risikobericht

Die künftigen Entwicklungschancen sind mit der Entwicklung der Santander Gruppe eng verknüpft. Es wird auf die Ausführungen im Prognosebericht verwiesen. Die SCTS GmbH rechnet ihre Leistungen innerhalb der Gruppe nach dem Cost-Plus-Verfahren ab. Dies sichert die Marge der SCTS GmbH tendenziell ab. Darüber hinaus wird für die angebotenen Services zum Teil auf externe Berater zurückgegriffen. Dies ermöglicht ein hohes Maß an Flexibilität.

Die Risiken der Gesellschaft werden durch die Geschäftsführung gesteuert.

Die Santander Consumer Bank AG hat die SCTS GmbH in das Risikomanagement der SCB AG eingebunden.

Auf Basis ihrer Geschäftstätigkeit ergeben sich für die SCTS GmbH vornehmlich Risiken, die aus den Geschäftsprozessen (Operationelles Risiko) resultieren, sowie Risiken aus der Informations- und Kommunikationstechnologie, inklusive Risiken aus Cyberkriminalität, Compliance-Risiken und Personalrisiken.

Im Einklang mit der Capital Requirements Regulation (CRR) definiert die SCTS das operationelle Risiko als Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Prozessen, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition umfasst auch Rechtsrisiken; davon explizit ausgeschlossen sind die strategischen, Geschäfts- und Reputationsrisiken.

Für die Steuerung und Überwachung operationeller Risiken hat die Santander Gruppe in Deutschland das "Three Lines of Defence"-Modell implementiert mit dem Ziel, die Verluste aus operationellen Risiken systematisch zu mindern. Die SCTS GmbH ist in dieses Modell integriert. Das Management operationeller Risiken liegt dezentral in der Verantwortung der Bereiche (First Line of Defence) und umfasst vornehmlich die Identifikation, Analyse und Bewertung der operationellen Risiken.

Daneben hat die SCTS ein Business-Continuity-Management-Konzept implementiert, um ihre Funktionsfähigkeit zu stärken, so dass die als kritisch identifizierten Geschäftsprozesse bei Eintritt eines Stör- oder Notfalls fortgeführt werden können. Das BCM-Konzept der SCTS ist in das der Santander Consumer Bank AG integriert.

Die Bedrohung durch Cyber-Vorfälle ist weltweit sehr hoch und nimmt weiter zu. Hintergründe sind die fortschreitende Digitalisierung, welche die Angriffsfläche vergrößert, sowie geopolitische Spannungen, die zunehmend in den Cyber-Raum und auf kritische Infrastrukturen ausstrahlen.

Die Nichtverfügbarkeit von kritischen Systemen und Funktionen, die Verletzung vertraulicher Daten oder hohe wirtschaftliche Verluste können das Vertrauen und die Reputation bei Anlegerinnen und Anlegern sowie Kundinnen und Kunden schädigen. Ransomware-Angriffe sind weiterhin eine ernstzunehmende Bedrohung. Interne Awareness Programme wurden intensiviert, hier wird mit Test Phishing Mails die Aufmerksamkeit weiterhin hochgehalten. Diese Maßnahmen werden durch die SCB Organisationseinheit Cybersecurity koordiniert. Cyberangriffen können sowohl finanzielle Verluste als auch beachtliche Reputationsschäden erzeugen.

Eine wesentliche Ursache für Cyber-Risiken sind veraltete Systeme und Anwendungen. Um diese Schwachstellen zu schließen, folgt die Santander Consumer Bank AG und damit auch die SCTS der "Null-Toleranz-Politik" der Santander Gruppe.

Das dem Chief Information Security Officer (CISO) zugeordnete Cyber-Security-Team, eine Stabsstelle unter der Leitung der Santander Consumer Bank AG, soll die Implementation und Kontrolle von IT-Sicherheitsstandards gewährleisten.

Auch sind operationelle IT-Vorfälle bei Unternehmen eine häufige Ursache für Vorfälle. Diese Vorfälle entstehen meist durch unbeabsichtigte Fehler, etwa in der Software oder in Prozessen. Oft liegen die Ursachen in fehlerhaften Updates oder im Change-Prozess der Unternehmen, wenn es zum Beispiel rund um Systemanpassungen zu Konfigurationsfehlern kommt. Durch die Anpassung der relevanten Vorgaben im Zuge der Umsetzung der DORA-Richtlinie (Digital Operational Resilience Act) wurde hier der Fokus geschärft.

Durch die zunehmende Auslagerung von Applikationen und Services, z.B. in die Cloud, wächst die Angriffsfläche und somit wächst auch das Risiko, das Dienstleister Opfer von Attacken werden. Die SCTS ist hier in die Dienstleister Steuerung und Kontrolle der Santander Gruppe integriert und arbeitet aktiv mit der Santander Consumer Bank AG an Strategien der Risikoüberwachung und -minimierung.

Sowohl die lokale und globale Auswahl von Dienstleistern wird nach einem einheitlichen Verfahren der Gruppe durchgeführt. Bei lokal festgestellten hohen Risiken werden diese nochmal in einem globalen Komitee geprüft.

Zusätzliche Unsicherheit resultiert aus der Volatilität der derzeitigen US-Administration. Hier könnten politische Maßnahmen in der Steuerpolitik, der Zollpolitik und der Außenpolitik deutliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und somit die Finanzwirtschaft haben.

Der Trend zur Digitalisierung setzt sich fort. Die Digitalisierung bringt zahlreiche Chancen mit sich: Organisatorische Abläufe lassen sich aufgrund digitaler Technik effizienter gestalten, es entstehen neue Kommunikations- und Absatzwege und es lassen sich neue Produkte und Dienstleistungen gestalten. Aus der digitalen Transformation der Geschäftsmodelle erwachsen auch neue Risikokomplexe, wie Konzentrationsrisiken oder existenzielle Abhängigkeiten von Dienstleistern.

Der Einsatz von generativer Künstlicher Intelligenz (KI) erhöht die Gefahr wirksamer Cyber-Angriffe mit gravierenden Auswirkungen.

Zum einen nutzen immer mehr Unternehmen generative KI und bieten Angreifern damit neue potenzielle Schwachstellen. Zum anderen verwenden auch Cyber-Kriminelle generative KI, um neue und hocheffiziente Angriffsmethoden und Schadcodes zu entwickeln. So können zum Beispiel Phishing-Nachrichten schnell und qualitativ hochwertig durch KI erstellt werden. Das macht es schwieriger, betrügerische Informationen und Abfragen zu identifizieren.

Den in den vergangenen Jahren immer weiter gewachsenen Risiken, die sich aus der Verwendung dieser neuen Technologien, der fortschreitenden Digitalisierung und aus Cyber-Kriminalität ergeben, widmet die Santander Consumer Bank AG und ihre Tochtergesellschaften im Rahmen des operationellen Risiko Controllings besondere Aufmerksamkeit.

Das derzeitige geopolitische Klima hat zu einem Anstieg der Zahl von Angriffen gegen Finanzinstitute und andere Sektoren geführt. Diese Arten von Cyberangriffen werden immer raffinierter und verbreiteter und stellen eine erhebliche Bedrohung für Unternehmen dar.

Pro-russische Hacktivistengruppen haben DDos (Distributed Denial of service) Kampagnen gegen deutsche Websites gestartet, was zu einer wachsenden Bedrohung für deutsche Unternehmen führt.

Ebenso ist eine Zunahme von Ransomware-Angriffen mit russischem Hintergrund zu beobachten, die auf Organisationen in Europa und Amerika abzielen, einschließlich kritischer Anbieter in Schlüsselsektoren wie Energie, Finanzen und Telekommunikation.

In Anbetracht dieser Bedrohungslage hat der Globale Exekutivausschuss für Cybersicherheit beschlossen, die derzeitige globale Bedrohungsstufe für Cybersicherheit zu erhöhen.

Global Cyber Security wird die Situation weiterhin genau beobachten, um sich proaktiv gegen jede potenzielle Bedrohung oder Cyberattacke zu schützen.

Aus den vorher genannten Gründen legt die Santander Gruppe ein Hauptaugenmerk auf die sogenannte IT-Resilienz und hat ihre Vorgaben und Anforderungen in diesem Bereich angepasst. Dies geschah auch im Hinblick auf die neue EU-Verordnung DORA (Digital Operational Resilience Act), die Anfang 2025 in Kraft trat.

Als Compliance-Risiko beschreibt die SCTS GmbH das Risiko potenzieller Verluste, die durch Nichteinhalten regulatorischer oder gesetzlicher Vorgaben entstehen. Die SCTS GmbH ist als 100%ige Tochter der SCB in deren Compliance-Netzwerk integriert.

Die Umsetzung der Compliance Vorgaben wird im Rahmen des Normative Tree in allen Tochtergesellschaften durchgeführt. Hierzu gehören auch Vorgaben und Schulungen unter anderem zu den Themen Nachhaltigkeit, Whistleblowing, Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und Code of Conduct.

Das Gesamtrisiko konnte durch organisatorische Vorkehrungen und Notfallkonzepte weiterhin entsprechend den Vorjahren auf angemessenem Niveau gehalten werden.

Auch in Zukunft sieht die Gesellschaft ihre Geschäftschancen in der weiterhin erfolgreichen technischen Unterstützung der in Deutschland tätigen Santander-Gesellschaften, insbesondere der Santander Consumer Bank AG. Die Digitalisierung des Finanzsektors eröffnet Unternehmen neue Möglichkeiten an verschiedenen Stellen entlang der Wertschöpfungskette von Finanzdienstleistungen. Deshalb wird die SCTS GmbH ihren Schwerpunkt auch weiterhin auf die Digitalisierung der Bankenwelt legen.

Zum Ende des Geschäftsjahres gab es aus Sicht der Geschäftsführung kein Risiko, das sich für die SCTS GmbH als bestandsgefährdend erweisen könnte.

 

Mönchengladbach, den 05.06.2025

Santander Consumer Technology Services GmbH

Die Geschäftsführung

Ignacio Vassallo

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

AKTIVA

31.12.2024
EUR
31.12.2023
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.112.924,80 1.438
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 344.319,67 408
1.457.244,47 1.846
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 42.442.128,00 76.522
2. Waren 260.225,23 221
42.702.353,23 76.743
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.101.908,22 15.069
davon gegen die Gesellschafterin EUR 12.101.908,22 (TEUR 13.289)
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.214.277,79 1.052
davon aus Steuern EUR 2.214.277,79 (TEUR 1.048)
14.316.186,01 16.121
III. Guthaben bei Kreditinstituten 33.826.202,19 52.119
davon gegen die Gesellschafterin EUR 30.764.730,14 (TEUR 51.413)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.466.363,24 4.969
D. Aktive latente Steuern 5.726.224,00 5.308
103.494.573,14 157.106

PASSIVA

31.12.2024
EUR
31.12.2023
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 76.538,00 77
II. Kapitalrücklage 4.511.496,11 4.511
III. Bilanzgewinn 26.576.394,07 24.634
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17.696.024,25 20.018
2. Steuerrückstellungen 1.602.040,77 21
3. sonstige Rückstellungen 8.125.115,28 11.742
27.423.180,30 31.781
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 42.442.128,00 76.522
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 42.442.128,00 (TEUR 76.522)
davon gegenüber der Gesellschafterin EUR 42.442.128,00 (TEUR 76.522)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.249,38 529
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 39.249,38 (TEUR 529)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.051.933,66 18.640
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.051.933,66 (TEUR 18.640)
davon gegenüber der Gesellschafterin EUR 9.630,10 (TEUR 0)
4. sonstige Verbindlichkeiten 373.653,62 412
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 373.653,62 (TEUR 412)
davon aus Steuern EUR 373.653,62 (TEUR 412)
103.494.573,14 157.106

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

2024
EUR
2023
TEUR
1. Umsatzerlöse 188.149.460,17 138.366
2. Erhöhung (+) oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen -34.080.081,00 20.673
3. sonstige betriebliche Erträge 5.028.767,19 7.538
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.061.009,30 1.492
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 124.459.863,04 124.540
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 22.297.714,84 27.246
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, 4.232.399,04 5.516
davon für Altersversorgung EUR 160.360,00 (TEUR 462)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 984.073,07 913
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.811.813,75 2.823
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 532.710,51 90
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 532.710,51 (TEUR 90)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, 414.605,25 357
davon Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 375.348,00 (TEUR 357)
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.369.378,58 3.780
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.424.292,89 1.279
-davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR -418.674,00 (TEUR 152)
12. Ergebnis nach Steuern 1.945.085,69 2.501
13. sonstige Steuern 2.861,76 6
14. Jahresüberschuss 1.942.223,93 2.495
15. Gewinnvortrag 24.634.170,14 22.139
16. Bilanzgewinn 26.576.394,07 24.634

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Santander Consumer Technology Services GmbH hat die Geschäftsanschrift Madrider Straße 1, 41069 Mönchengladbach. Sie hat ihren Sitz in Mönchengladbach und ist beim Amtsgericht Mönchengladbach unter der Nummer HRB 7090 registriert.

Der Jahresabschluss der Santander Consumer Technology Services GmbH für das Geschäftsjahr 2024 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Aufstellung des Abschlusses erfolgte gemäß § 267 Abs. 3 HGB nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen für Teilmodule, deren Abnahme erst in folgenden Geschäftsjahren vorgenommen wird, erfolgt auf Basis der angefallenen Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB bzw. unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Die Waren wurden mit den durchschnittlichen Einkaufspreisen unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken, die einen niedrigeren Wertansatz notwendig machen, liegen nicht vor.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Aktive latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des aktuellen Ertragsteuersatzes von 32,98 %.

Das gezeichnete Kapital wurde vollständig einbezahlt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Sie wurden mit dem Barwert der anteilig erworbenen planmäßigen Anwartschaften (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen erfolgt nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, bei Rückstellungen für vergleichbar langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre. Es werden die von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Abzinsungssätze verwendet. Die Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen erfolgt nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB unter Berücksichtigung einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die der Berechnung zu Grunde liegenden Bewertungsparameter gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt:

Bewertungsannahmen per 31. Dezember 2024

Verpflichtungsart Diskontierungssatz*) Gehaltstrend Rententrend Kurzfristiger Rententrend, einmalige Anpassung BBG Trend
Pensionen 1,90 % 2,75% 2,00% 6,40 % 2,75%
Deferred Compensation 1,90 % - - - -

*) gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) vom 18. November 2009

Gemäß § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB sind Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen gesondert auszuweisen. Dabei werden die Aufwendungen unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungszinssatzes werden unter den Personalaufwendungen gezeigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennbetrag bilanziert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2024 ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Vorräte

Die unfertigen Leistungen betreffen angefallene Herstellungskosten für noch nicht fertig gestellte Software aus Werkverträgen für die Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach, deren Abnahme durch die Bank erst in Folgejahren erfolgt.

Die Waren beinhalten im Wesentlichen die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Notebooks, Computerzubehör sowie Smartphones.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Gesellschafterin Santander Consumer Bank AG. Diese betreffen Dienstleistungen in Höhe von 4.788 TEUR, die Softwarelizenzen, Hardwarewartung und sonstigen Aufwendungen beinhalten, allgemeine Softwareprojekte und Softwarewartung in Höhe von insgesamt 6.532 TEUR sowie Softwareprojekte aus dem Bereich "Banking as a Service" in Höhe von 695 TEUR.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Körperschafts- und Gewerbesteuervorauszahlungen in Höhe von 2.059 TEUR (im Vorjahr 1.048 TEUR).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

4. Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten bestehen gegenüber der Santander Consumer Bank AG in Höhe von 30.765 TEUR (im Vorjahr 51.412 TEUR) und der Deutschen Bank AG in Höhe von 3.061 TEUR (im Vorjahr 707 TEUR). Es bestehen keine Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 5.466 TEUR (im Vorjahr 4.969 TEUR) betrifft geleistete Vorauszahlungen für IT-Leistungen, Versicherungen und sonstige Kosten, die sich auf Folgeperioden beziehen.

6. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern betreffen unterschiedliche handels- und steuerbilanzielle Ansätze bei immateriellen Vermögensgegenständen (1.402 TEUR), Pensionsrückstellungen (2.830 TEUR), Jubiläumsrückstellungen (138 TEUR), sonstigen Rückstellungen (904 TEUR) sowie steuerlich vortragsfähige Verluste aus Körperschaftsteuer (256 TEUR) und aus Gewerbesteuer (221 TEUR). Passive latente Steuern resultieren aus den übernommenen Verpflichtungen gem. § 5 Abs. 7 EStG (25 TEUR). Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein durchschnittlicher Ertragsteuersatz von 32,98 % zu Grunde gelegt. Nach Saldierung bestehen aktive latente Steuern in Höhe von 5.726 TEUR. Dieser Betrag ist gem. § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

7. Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 77 TEUR, einer Kapitalrücklage in Höhe von 4.511 TEUR und dem Bilanzgewinn in Höhe von 26.576 TEUR (bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von 24.634 TEUR zuzüglich dem Jahresüberschuss 2024 in Höhe von 1.942 TEUR), zusammen.

Die Entwicklung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2024 ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn Summe
Gewinnvortrag Jahresüberschuss
Stand 31.12.2023 76.538,00 € 4.511.496,11 € 22.138.743,87 € 2.495.426,27 € 29.222.204,25 €
Erhöhung des Stammkapitals - €
Einstellung in den Gewinnvortrag 2.495.426,27 € - 2.495.426,27 € - €
Jahresüberschuss 2024 1.942.223,93 € 1.942.223,93 €
Stand 31.12.2024 76.538,00 € 4.511.496,11 € 24.634.170,14 € 1.942.223,93 € 31.164.428,18 €

8. Rückstellungen

Die Position "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" beinhaltet Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 15.443 TEUR und solche für Deferred Compensation in Höhe von 2.253 TEUR. Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zu einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 159 TEUR. Dieser Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 1.602 TEUR betreffen Rückstellungen für Körperschaftsteuer mit 761 TEUR sowie Gewerbesteuerrückstellungen mit 841 TEUR für Vorjahre.

Die sonstigen Rückstellungen betragen insgesamt 8.125 TEUR. Diese entfallen hauptsächlich auf offene Rechnungen in Höhe von 5.749 TEUR, die wiederum im Wesentlichen gegenüber Dritten bestehen. 1.772 TEUR betreffen Personalrückstellungen für Jubiläen, Urlaubsverpflichtungen und Boni. 604 TEUR der sonstigen Rückstellungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen.

9. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

Der Posten beinhaltet die von der Gesellschafterin Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach, erhaltenen Anzahlungen für laufende IT-Projekte (unfertige Leistungen).

10. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 39 TEUR beinhalten Verbindlichkeiten für bezogene Leistungen im Rahmen von IT-Dienstleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Abrechnungen für bezogene Leistungen im Rahmen von IT-Dienstleistungen bei der Santander Global Technology & Operations, S.L. in Höhe von 1.844 TEUR sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegenüber der Santander Consumer Holding GmbH in Höhe von 199 TEUR.

Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Lohnsteuer in Höhe von 374 TEUR.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus im Inland erzielten Erlösen für Dienstleistungen und Programmierarbeiten sowie aus dem Verkauf von Hardware. Die Erlöse werden ausschließlich konzernintern mit der Santander Gruppe erzielt.

Die Umsatzerlöse aus abgenommenen Werkverträgen betragen 82.718 TEUR. Die Umsatzerlöse aus Dienstverträgen belaufen sich auf 104.356 TEUR.

Aus der Veräußerung von Waren (insbesondere Hardware) hat die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von 1.075 TEUR erzielt.

Die Umsatzerlöse der Santander Consumer Technology Services GmbH belaufen sich auf insgesamt 188.149 TEUR.

2. Bestandsveränderungen

Im Geschäftsjahr 2024 wurden unfertige IT-Projekte der Vorjahre für die Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach, in Höhe von 68.578 TEUR abgeschlossen. Die Gesamtsumme der in 2024 getätigten Arbeiten für laufende Projekte beträgt 34.498 TEUR, sodass daraus eine saldierte Bestandsminderung von unfertigen Leistungen in Höhe von 34.080 TEUR resultiert.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (4.353 TEUR), einer Vorsteuerkorrektur (155 TEUR) für das Jahr 2023 und Erträgen aus dem Transformationsprojekt (274 TEUR).

4. Materialaufwand

Der Betrag von 125.521 TEUR enthält Aufwendungen für bezogene Waren und zugekaufte IT-Dienstleistungen. 70.305 TEUR hiervon entfallen auf verbundene Unternehmen.

5. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind die Aufwendungen für Löhne und Gehälter (22.298 TEUR), die Aufwendungen für soziale Abgaben (3.941 TEUR) sowie die Aufwendungen für Altersversorgung (160 TEUR) und Unterstützung (131 TEUR) enthalten. Im Vergleich zum Vorjahr weist die Gesellschaft einen Rückgang von Personalaufwand um 6.232 TEUR auf, welcher im Wesentlichen durch einen Teilbetriebsübergang begründet ist, bei dem die Betriebsteile IT Strategy & Portfolio Management und CTO & Architecture in die Muttergesellschaft übergegangen sind.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Inanspruchnahme von administrativen Service-Leistungen (1.623 TEUR), Versicherungsbeiträge (204 TEUR), Leasinggebühren (189 TEUR) und Trainingskosten für das Personal (150 TEUR).

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Bei dem Posten handelt es sich um Zinserträge aus dem Kontokorrentkonto bei der Santander Consumer Bank AG in Höhe von 500 TEUR sowie Zinserträgen aus erstatteten Ertragsteuern in Höhe von 33 TEUR.

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Bei dem Posten handelt es sich im Wesentlichen um Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen und Jubiläumszuwendungen in Höhe von 375 TEUR sowie Zinsaufwendungen auf Ertragsteuern für Vorjahre in Höhe von 39 TEUR.

9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie sonstige Steuern

Die Position betrifft einen Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von 419 TEUR sowie Aufwendungen für Körperschaftsteuer in Höhe von 860 TEUR und Gewerbesteuer in Höhe von 983 TEUR aus in Vorjahren zu niedrig gebildeter Rückstellung für lokale Steuern.

10. Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2024 in Höhe von 26.576 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Fernando Burgos Herce, Geschäftsführer, München (bis 30.09.2024)

Ignacio Vassal'lo Reina, Geschäftsführer, Segovia / Spanien (seit 01.10.2024)

Die Gesellschaft nimmt für die Geschäftsführung die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch und verzichtet auf die Angaben der Bezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a HGB.

Personalbestand

Die Zahl der Beschäftigten betrug in 2024 durchschnittlich 261 Mitarbeiter, davon 198 männliche und 63 weibliche.

Außerbilanzielle Geschäfte

Die Santander Consumer Technology Services GmbH hat keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte getätigt.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug für das Geschäftsjahr 2024 117 TEUR ohne Umsatzsteuer und betraf ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernabschluss

Das Stammkapital der Santander Consumer Technology Services GmbH wird zum Bilanzstichtag zu 100 % von der Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach, gehalten.

Diejenige Muttergesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten Unternehmenskreis aufstellt, ist die Banco Santander S.A., Santander Boadilla del Monte, Spanien. Unterste Muttergesellschaft, die einen Konzernabschluss aufstellt, ist die Santander Consumer Finance S.A., Boadilla del Monte, Spanien, die in den Konsolidierungskreis der Banco Santander S.A. mit einbezogen wird. Veröffentlicht wird der Konzernabschuss der Banco Santander S.A. im Unternehmensregister.

Weitere wesentliche Verträge

Mit der Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach, als herrschendem Unternehmen ist am 16. Oktober 2018 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen worden. Ihm hat die Gesellschafterversammlung am selben Tag zugestimmt.

Es bestand in 2024 weiterhin eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der Santander Consumer Holding GmbH, Mönchengladbach.

Mindestbesteuerung

Im Oktober 2021 veröffentlichte die OECD Mustersteuerregeln für die Reform des internationalen Steuersystems, die formell als Globale Anti-Basis-Erosionsregeln (GloBE) oder informell als internationale Steuerregeln der Pillar II bezeichnet werden. Diese Regeln zielen darauf ab, einen globalen Mindeststeuersatz von mindestens 15 % für große internationale Konzerne einzuführen.

Am 22. Dezember 2022 verabschiedete die Europäische Kommission die Richtlinie 2022/2523, die einen effektiven Mindeststeuersatz für die globalen Aktivitäten großer multinationaler Konzerne sicherstellt. Die Richtlinie lehnt sich eng an den OECD-Rahmen zur Bekämpfung von Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung an. Die OECD hat außerdem Umsetzungsleitfäden und einen Bericht über "Safe Harbours" veröffentlicht, um die Umsetzung dieser Vorschriften zu vereinfachen.

Am 27. Dezember 2023 wurde im Bundesgesetzblatt das Gesetz zur Mindestbesteuerung (MinStG) veröffentlicht. Deutschland hat im MinStG von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine nationale Ergänzungssteuer einzuführen und die Regelungen zum Safe Harbour übernommen.

Banco Santander S.A. als zukünftige Parent Entity (UPE) sowie ihre verbundenen Unternehmen (nachfolgend: Konzern) fallen in den Anwendungsbereich der verabschiedeten oder im Wesentlichen verabschiedeten Gesetzgebung und haben eine Bewertung des potenziellen Risikos des Konzerns in Bezug auf die Ertragsteuern durch Pillar II durchgeführt.

Auf Grundlage der Bewertung durch den Konzern, kommen die gesetzlichen Vertreter der Santander Consumer Technology Services GmbH zur Einschätzung, dass der effektive Steuersatz von Pillar II in Deutschland über 15 % liegt und damit in die Anwendung des Safe Habour fällt. Daher wird in Deutschland keine Steuerbelastung durch Pillar II erwartet.

 

Mönchengladbach, den 05.06.2025

Santander Consumer Technology Services GmbH

Die Geschäftsführung

Ignacio Vassal'lo Reina

Anlagenspiegel

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR per 31.12.2024

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2024
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Umbuchung
EURO
31.12.2024
EURO
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.900.618,45 439.544,17 194.729,89 0,00 11.145.432,73
10.900.618,45 439.544,17 194.729,89 0,00 11.145.432,73
SACHANLAGEN
Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.545.047,33 173.094,68 2.842.571,17 0,00 22.875.570,84
25.545.047,33 173.094,68 2.842.571,17 0,00 22.875.570,84
ANLAGEVERMÖGEN GESAMT 36.445.665,78 612.638,85 3.037.301,06 0,00 34.021.003,57
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2024
EURO
Zuführungen
EURO
Abgänge
EURO
Umbuchung
EURO
31.12.2024
EURO
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.462.312,89 760.430,53 190.235,49 0,00 10.032.507,93
9.462.312,89 760.430,53 190.235,49 0,00 10.032.507,93
SACHANLAGEN
Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.137.319,68 223.642,54 2.829.711,05 0,00 22.531.251,17
25.137.319,68 223.642,54 2.829.711,05 0,00 22.531.251,17
ANLAGEVERMÖGEN GESAMT 34.599.632,57 984.073,07 3.019.946,54 0,00 32.563.759,10
NETTOBUCHWERTE
31.12.2024
EURO
31.12.2023
EURO
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.112.924,80 1.438.305,56
1.112.924,80 1438.305,56
SACHANLAGEN
Betriebs- und Geschäftsausstattung 344.319,67 407.727,65
344.319,67 407.727,65
ANLAGEVERMÖGEN GESAMT 1457.244,47 1.846.033,21

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Santander Consumer Technology Services GmbH, Mönchengladbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Santander Consumer Technology Services GmbH, Mönchengladbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Santander Consumer Technology Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 5. Juni 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pascal Vollmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Valentino Saitta, Wirtschaftsprüfer

Register documents

Bring original register extracts and company documents into your application as PDF or XML.

GET/v1/fetch-document
View the document API
Website isban.es
  • Current extract (AD) PDF
  • Chronological extract (CD) PDF
  • Structured content (SI, XML) XML
  • Shareholders list PDF
  • Articles of association PDF

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Connect your assistant

  1. Open Connectors in Claude and add a custom connector.
  2. Enter this server URL and add the connector:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Connect with your handelsregister.ai account, then enable the connector in your chat via “+” → “Connectors”.
  1. In ChatGPT on the web, open Settings → Apps and create a custom app. Developer mode must be enabled for your account.
  2. Use “handelsregister” as the name, OAuth for authentication and this server URL:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Sign in with your handelsregister.ai account, create the app and select it from the tools menu in your chat.

Run once in your terminal:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.

Add this MCP server as a tool in your application:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Show me the directors, shareholders and latest available financial figures for Open Technology Services GmbH. Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: 93b36e5ca83b9b47bf7c2d2dce192ff8",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.

Add this configuration to your MCP client:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.

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