IONOS Group SEMontabaurJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Zusammengefassten Lagebericht bei geschlechtsspezifischen Bezeichnungen die männliche Form gewählt. Die IONOS Group SE weist darauf hin, dass die Verwendung der männlichen Form explizit als geschlechtsunabhängig zu verstehen ist. Um die Lesbarkeit zu verbessern und zwischen Gesellschafts- und Konzernangaben zu unterscheiden, wird im Folgenden "IONOS" als Synonym für Konzernangaben verwendet. Bei Gesellschaftsangaben wird der Gesellschaftsname "IONOS Group SE" verwendet. Hinweis auf ungeprüfte Abschnitte des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zum 31. Dezember 2024 Im Zusammengefassten Lagebericht wird zwischen prüfbaren und nicht prüfbaren Lageberichtsangaben unterschieden. "Nicht prüfbare Angaben" sind solche, die aufgrund der Art der Angaben bzw. aufgrund nicht vorhandener geeigneter Kriterien für den Abschlussprüfer nicht beurteilbar sind. Die IONOS Group SE hat im Rahmen der Konzernlageberichtserstellung folgende Kapitel bzw. Angaben als "nicht geprüfte Lageberichtsangabe" identifiziert:
1. Grundlagen des Konzerns1.1 GeschäftsmodellStruktur des KonzernsDie Aktien der IONOS Group SE werden seit dem 8. Februar 2023 am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Zum 31. Dezember 2024 hielten die United Internet AG 63,8 % und die WP XII Venture Holdings II SCSp, Luxemburg / Luxemburg 8,7 % der Aktien an der IONOS Group SE. 27,2 % der Aktien befinden sich zum 31. Dezember 2024 im Streubesitz. Darüber hinaus halt die IONOS Group 0,3% eigene Aktien. Bei der IONOS Group SE handelt es sich um eine reine Holding-Gesellschaft. Das operative Geschäft wird über die - von der Zwischenholding-Gesellschaft IONOS Holding SE gehaltenen - Gesellschaften IONOS SE, Montabaur, und STRATO GmbH, Berlin, sowie deren Tochtergesellschaften betrieben. Zu diesen Tochterunternehmen zählen insbesondere die Tochtergesellschaften der STRATO GmbH, die Cronon GmbH, Berlin, und die STRATO Customer Service GmbH, Berlin, sowie die Auslandstochtergesellschaften der IONOS SE wie die IONOS Inc., Philadelphia, Pennsylvania/USA, IONOS Cloud Ltd., Gloucester/Großbritannien, IONOS S.à r.l., Saargemünd/Frankreich, IONOS Cloud S.L.U., Madrid/Spanien, Arsys Internet S.L.U., Logroño/Spanien, Fasthosts Internet Ltd., Gloucester/Großbritannien, home.pl S.A., Stettin/Polen, und World4You Internet Services GmbH, Linz/Österreich, ebenso wie die Inlandstochtergesellschaften der IONOS SE wie die InterNetX GmbH, Regensburg, Sedo GmbH, Köln, united-domains GmbH, Starnberg, und die we22 GmbH, Köln. Eine vereinfachte Darstellung (Stand: 31. Dezember 2024) der Konzernstruktur inklusive wesentlicher operativ tätiger Tochterunternehmen des Konzerns sieht wie folgt aus:
GeschäftstätigkeitIONOS ist ein international agierender Digitalisierungspartner und zuverlässiger Cloud-Enabler für kleine und mittlere Unternehmen ("KMU"), aber auch für Einzelanwender (z. B. Freiberufler) und größere Unternehmenskunden. Dazu wird ein umfassendes Produktportfolio im Bereich Web Presence & Productivity als auch Cloud Solutions angeboten. Unterstützt wird dieses Portfolio durch erstklassige Kundenbetreuung sowie Infrastruktur. Darüber hinaus bietet IONOS einen Online-Marktplatz für den Kauf, Verkauf und das Parken von Domains. Die Produkte und Lösungen werden in den eigenen Entwicklungszentren oder in Kooperation mit Partnerfirmen entwickelt und auf über 100.000 Servern in 31 Rechenzentren, davon 9 eigene Rechenzentren, betrieben. Abweichende Geschäftsentwicklungen zum geplanten Geschäftsverlauf im Berichtsjahr führten dazu, dass die interne Berichterstattung an die Chief Operating Decision Maker angepasst wurde. Seit November des Geschäftsjahres 2024 wird das operative Geschäft der IONOS in die Bereiche "Digital Solutions & Cloud" sowie "AdTech" gegliedert, um auf die Geschäftsentwicklungen der unterschiedlichen Bereiche reagieren zu können und eine separate Steuerung zu gewährleisten. Entsprechend der internen Managementberichterstattung liegen zwei berichtspflichtige Segmente vor. Für eine einheitliche Darstellung wurden bei den berichtspflichtigen Kennzahlen die Vorjahreswerte auf die jeweiligen Segmente aufgeteilt. Segment "Digital Solutions & Cloud"Im Segment "Digital Solutions & Cloud" sind die Geschäftsbereiche Web Presence & Productivity und Cloud Solutions zusammengefasst. Dabei bildet der Bereich Web Presence & Productivity das Kerngeschäft rund um das klassische Webhosting. Hier bietet IONOS Kunden maßgeschneiderte Produkte an, die den einfachen Aufbau einer Internetpräsenz ermöglichen. Demgegenüber konzentriert sich der Bereich Cloud Solutions auf individualisierbare Server-Produkte, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Im Bereich Web Presence & Productivity bietet die IONOS professionelle Lösungen für den Online-Auftritt an, wie beispielsweise Domainregistrierung, Webhosting, Website-Baukästen mit Unterstützung durch künstliche Intelligenz und dedizierte Server. Unterstützt wird dies durch zusätzliche Produktivitätsprodukte (z. B. E-Commerce-, E-Mail- und Marketing-Applikationen) sowie Zusatzdienste wie etwa Suchmaschinenoptimierung, Geschäftsapplikationen oder Speicher- und Sicherheitslösungen. Die zielgruppenspezifische Vermarktung des Produktportfolios erfolgt neben der internationalen Hauptmarke IONOS über unterschiedlich positionierte Marken wie STRATO, arsys, fasthosts, home.pl und World4You. Darüber hinaus gibt es Marken mit umfangreicher Domain-Expertise wie United Domains und InterNetX, welche professionelle Dienstleistungen rund um das aktive Domain-Management anbieten. Mit der Ausrichtung auf kleine und mittlere Unternehmen ("KMU") im Bereich Web Presence & Productivity bewegt sich IONOS in einem Markt, der kundenseitig sehr fragmentiert ist. Produktseitig sind diese Kunden typischerweise auf die von IONOS angebotenen Produkte angewiesen, da diese für den Vertrieb bzw. die Vertriebsunterstützung unabdingbar sind. Zudem machen die Produkte in den meisten Fällen nur einen unwesentlichen Teil der Kosten eines KMU aus und werden von den Kunden in der Regel monatlich bezahlt. So ist es z. B. eher unwahrscheinlich, dass ein kleines mittelständisches Unternehmen aus Kostengründen den Betrieb seines Internetauftritts einstellt oder regelmäßig Preisvergleiche mit weniger bekannten, aber vergleichbaren Anbietern durchführt, um den Anbieter zu wechseln. Stattdessen priorisieren solche Unternehmen oft die Zuverlässigkeit und Stabilität ihres bestehenden Internetauftritts gegenüber potenziellen Kosteneinsparungen. Das Cloud-Solutions Angebot umfasst sowohl Public-Cloud-, als auch Private-Cloud-Lösungen mit einer breiten Palette von Diensten im Bereich Infrastructure-as-a-Service ("IaaS"), Platform-as-a-Service ("PaaS") und Software-as-a-Service ("SaaS"). Dabei konzentriert sich IONOS auf die Bereitstellung skalierbarer und leistungsstarker Cloud-Dienste für kleine und mittlere Unternehmen sowie Großkunden, die auf der Suche nach flexiblen und kosteneffizienten Lösungen für ihre Web-Präsenz und Arbeitsproduktivität sind. Die maßgeschneiderten Virtual Private Server, Cloud-Server und PaaS-, IaaS- und SaaS-Angebote von IONOS sind entscheidend für den reibungslosen Betrieb und das rasche Wachstum dieser Unternehmen, wobei moderne Hardware und zuverlässiger Support eine feste Grundlage für ihren digitalen Geschäftserfolg bilden. In Anbetracht der strategischen Relevanz der Cloud-Lösungen von IONOS ist es für Kunden unwahrscheinlich, dass sie einen Anbieterwechsel durchführen, da die Zuverlässigkeit dieser Dienste wichtig für ihr Tagesgeschäft sind und ein Wechsel oftmals mit unverhältnismäßig hohem Migrationsaufwand verbunden ist. Segment "AdTech"Das Segment AdTech (bisher als Bereich "Aftermarket" bezeichnet) stellt den Zweitmarkt um die Nutzung und den Handel von Domains dar. Die Vermarktung des Produktportfolios erfolgt vorwiegend über die Marke Sedo. Das AdTech-Geschäft ermöglicht es Domaininhabern im Wesentlichen, Einnahmen aus Domains zu generieren, die sie vorübergehend nicht nutzen. Diese Domains können Besitzer"parken" und so durch die Platzierung von Werbelinks entsprechende Einnahmen erzielen. IONOS agiert als Domain-Parking-Anbieter und schaltet automatisiert und zielgerichtet Werbung auf den Domains, betreibt die technische Plattform und optimiert den Traffic. IONOS erhält von den Werbenetzwerken eine Vergütung, wenn Besucher auf die platzierten Werbelinks klicken. IONOS fungiert mit der technischen Plattform als Integrator, da IONOS durch Optimierung von Traffic und Monetarisierung sowie der Möglichkeit der Preissetzung mit den Eigentümern der geparkten Domains unmittelbar Einfluss auf die Erlöse nehmen kann. Dabei profitieren die Domaininhaber von der Anklickrate der Werbung und werden von der IONOS vergütet. Darüber hinaus werden zunehmend Umsätze mit dem durch Google bereitgestellten Produkt "RSOC" (Related Search On Content) erzielt, bei dem IONOS eine Plattform zur Monetarisierung von Traffic über Werbelinks betreibt. Alternativ zum Domain-Parking kann auch der Verkauf oder die Vermietung der Domains angestrebt werden, wobei IONOS als Broker agiert. IONOS bietet mit der Marke Sedo passende Lösungen über den unternehmenseigenen Marktplatz, auf dem Domains zu attraktiven Preisen angeboten oder in einem Auktionsformat verkauft werden können. Mit über 22 Millionen gelisteten und bereits registrierten Domains betreibt Sedo eine der größten Handelsplattformen für Internetadressen. Neben dem klassischen Vermittlungsgeschäft werden zusätzliche Dienstleistungen angeboten, wie der Brokerage-Service, das Erstellen von Domain-Gutachten und der Transfer-Service. Die Vergütung des Vermittlungsgeschäfts erfolgt maßgeblich auf Provisionsbasis, andere Nebenleistungen werden über Gebühren honoriert. Der Domainhandel ist besonders interessant für Unternehmen mit starken Marken, welche oftmals Domains benötigen, um ihre Marke zu schützen und ihre Online-Präsenz zu stärken. UnternehmensleitungDer Vorstand der IONOS Group SE bestand zum 31. Dezember 2024 aus den folgenden Mitgliedern:
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht im Geschäftsjahr 2024 aus den folgenden Mitgliedern:
Wesentliche AbsatzmärkteNeben dem Heimatmarkt Deutschland sind
die wesentlichen Absatzmärkte der IONOS. Wesentliche StandorteDie IONOS beschäftigte zum 31. Dezember 2024 insgesamt 4.037 aktive Mitarbeiter ohne Aushilfen und Auszubildene (31. Dezember 2023: 4.201 aktive Mitarbeiter ohne Aushilfen und Auszubildene). Die wichtigsten Standorte des Konzerns sind:
1.2 Ziele und StrategienDas Geschäftsmodell des Konzerns basiert überwiegend auf Kundenverträgen (elektronische Abonnements) mit festen monatlichen Beträgen, vertraglich festgelegten Laufzeiten und überproportionaler Kundenloyalität. Ein solches Geschäftsmodell sichert stabile, planbare Umsätze und Cashflows, da es von konjunkturellen Schwankungen kaum betroffen ist. Gleichzeitig eröffnen sich finanzielle Spielräume, um Chancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen - sowohl organisch als auch opportunistisch durch selektive Akquisitionen und Investitionen. Eine große Zahl an Kundenbeziehungen hilft dem Konzern auch, so genannte Skaleneffekte zu nutzen: Je mehr Kunden die Produkte nachfragen, die von den Entwicklungsteams erstellt und auf der eigenen Server-Infrastruktur betrieben werden, desto höher die Marge. Höhere Erträge können wiederum in die Kundengewinnung, den Ausbau des Produktportfolios und neue Geschäftsfelder investiert werden, was die eigene Marktposition festigt bzw. weiter ausbaut. IONOS bewegt sich im großen, robusten und schnell wachsenden Markt für digitale Plattformen und Cloud-Lösungen für KMU. Das Wachstum wird durch strukturelle Megatrends wie die Digitalisierung, einschließlich eines erheblichen Aufholpotenzials bei der Internetpräsenz, und einer anhaltenden Verlagerung von On-Premise- zu Cloud-Umgebungen sowie dem Voranschreiten von Kundenlösungen auf Basis künstlicher Intelligenz angetrieben. Das Aufholpotenzial ist besonders groß bei kleineren KMU. Laut einer McKinsey-Studie "The SMB Market for Digitization and Cloud Solutions" aus dem September 2022 handelt es sich bei dieser Kundengruppe um die "Wachstumsmaschine der meisten Volkswirtschaften". Laut der Studie bietet das Unternehmen mit Digitalisierungsprodukten "eine enorme Möglichkeit", diesen KMU entsprechende Digitalisierungs- und Cloud-Lösungen zu verkaufen. Dies wird ebenfalls belegt durch die statistischen Auswertungen von Statista Market Insights. Diese schätzen, dass bis 2029 dieser Markt durchschnittlich um rund 16,55 % pro Jahr wachsen wird. Im Umfeld der Cloud-Lösungen kann laut Prognosen sogar mit einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 17,92 % gerechnet werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass - laut der obigen McKinsey-Studie - die meisten KMU offenbar einer klaren Digitalisierungsstrategie folgen. Diese beginnt mit dem Einstiegspunkt Domain und Webhosting und führt dann im Zeitverlauf wachstumsbedingt zur Nachfrage nach weiteren Diensten, so z. B. der Nutzung mehrerer Domains, der kontinuierlichen Erweiterung der Webseite, zusätzlichen E-Commerce-Lösungen sowie von Office und E-Mail-Angeboten. Schließlich werden auch weitere Cloud-orientierte Dienste wie Speicherung, Backup und Sicherheits-Services hinzugefügt. Auch das Forschungsunternehmen IDC geht in seinem Spending Guide von Juli 2024, dass sich Ausgaben von Unternehmen für Cloud-Lösungen von 805 Milliarden US-Dollar in 2024 bis 2028 verdoppeln werden. Statista Market Insights geht sogar von einem Marktvolumen von 1.645 Milliarden Euro im Jahr 2029 aus. Angesichts der dynamischen Marktentwicklung in den Bereichen Cloud-Lösungen und Internetpräsenz liegen die Wachstumschancen des Konzerns auf der Hand: Steigende IT-Ausgaben von KMU, Wachstum von E-Commerce, überall verfügbare, immer leistungsfähigere Breitbandanschlüsse, welche neue, komplexe Cloud-Anwendungen ermöglichen, und der Einsatz von künstlicher Intelligenz. Diese internetbasierten Anwendungen für Endkunden und Unternehmen sind die Wachstumstreiber für den Konzern in den nächsten Jahren. Dank der langjährigen Erfahrung als Applikationsanbieter, den Kompetenzen bei Software-Entwicklung und Rechenzentrums-Betrieb, Marketing, Vertrieb und Kundenbetreuung, der starken Markenbekanntheit sowie den bestehenden Kundenbeziehungen zu Millionen Privatanwendern, Freiberuflern sowie kleinen und mittleren Unternehmen ist der Konzern dazu sehr gut positioniert. Um diese Positionierung auch für weiteres und nachhaltiges Wachstum zu nutzen, werden die Konzerngesellschaften auch künftig stark in neue Kunden, neue Produkte und Geschäftsfelder sowie die weitere Internationalisierung investieren. Weitere Informationen zu Strategie, Chancen und Zielen enthält der Risiko-, Chancen- und Prognosebericht unter Punkt 3. 1.3 SteuerungssystemeDie internen Steuerungssysteme des Konzerns unterstützen das Management bei der Überwachung und Steuerung der Konzerngesellschaften und damit auch der IONOS. Die Systeme bestehen aus Planungs-, Ist- und Vorschaurechnungen und basieren auf der jährlich überarbeiteten strategischen Planung des Konzerns. Dabei werden insbesondere Marktentwicklungen, technologische Entwicklungen und Trends, deren Einfluss auf die eigenen Produkte und Services sowie die finanziellen Möglichkeiten des Konzerns berücksichtigt. Die Unternehmenssteuerung hat das Ziel, den Konzern kontinuierlich und nachhaltig zu entwickeln. Das Berichtswesen des Konzerns umfasst monatliche Ergebnisrechnungen sowie quartalsweise erstellte IFRS-Reportings aller konsolidierten Tochtergesellschaften und stellt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns dar. Die Finanzberichterstattung wird durch weitere Detailinformationen ergänzt, die für die Beurteilung und Steuerung des operativen Geschäfts notwendig sind. Ein weiterer Bestandteil der Steuerungssysteme sind vierteljährlich erstellte Berichte zu den wesentlichen Risiken des Konzerns. Die genannten Berichte werden in den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen diskutiert und stellen wesentliche Beurteilungs- und Entscheidungsgrundlagen dar. Die für die Unternehmensleitung zentralen finanziellen Steuerungsgrößen auf Ebene der IONOS sind der (währungsbereinigte) Umsatz, das bereinigte EBITDA sowie die bereinigte EBITDA-Marge nach IFRS. Darüber hinaus wird der Konzern über nicht-finanzielle Kennzahlen gesteuert. Als Frühwarnsystem dient insbesondere die Analyse der Entwicklung der Anzahl der Kunden sowie die durch die Kunden genutzten Services/Produkte, die gewonnenen Kunden und Services sowie die damit verbundenen Kundengewinnungskosten (CAC = Customer Acquisition Cost) - im Vergleich zu den Planungs- und Forecast-Rechnungen des Konzerns. Die IONOS Group SE hat im Wesentlichen die Rolle als Holding-Gesellschaft innerhalb des Konzerns inne. Grundsätzlich belastet die IONOS Group SE die ihr im Zusammenhang mit der Konzernleitung verursachten Kosten an die operativ tätigen Gesellschaften innerhalb des Konzerns weiter. Demnach ist die IONOS Group SE im Wesentlichen durch das Beteiligungsergebnis (Ergebnisabführungen und Ausschüttungen) beeinflusst und fokussiert sich auf ihr Beteiligungsergebnis und das Jahresergebnis. Ein Vergleich zwischen den in der Prognose benannten Steuerungskennzahlen und den Ist-Werten dieser Steuerungskennzahlen findet sich in diesem Konzernlagebericht unter Punkt 2.2 "Geschäftsverlauf" im Bereich "Tatsächlicher und prognostizierter Geschäftsverlauf". 1.4 Schwerpunkte Produkte und Innovationen 2IONOS betreibt keine klassische, mit einem produzierenden Unternehmen vergleichbare Forschung und Entwicklung (F&E). Auch im Branchenkontext spielen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen eine eher untergeordnete Rolle. Vor diesem Hintergrund weist IONOS keine F&E-Kennzahlen aus. Gleichwohl steht IONOS für innovative, webbasierte Produkte und Anwendungen. Die Fähigkeit, innovative Produkte und Dienste weiterzuentwickeln, zu kombinieren, anzupassen und in großen Märkten einzuführen, bildet die Basis für den Erfolg des Konzerns. Dank eigener IT-Spezialisten kann IONOS dabei schnell und flexibel auf neue Ideen und Trends reagieren und etablierte Produkte weiterentwickeln und wechselnden Bedürfnissen anpassen - ein wichtiges Erfolgsmerkmal im überaus dynamischen Internet-Markt. Durch die Kompetenz bei Produktentwicklung, -weiterentwicklung und -rollout ist der Konzern in vielen Bereichen unabhängig von Entwicklungen und Zulieferungen Dritter und kann damit wichtige Wettbewerbs- und Geschwindigkeitsvorteile nutzen. Die Entwickler arbeiten überwiegend mit Open-Source-Codes und im Rahmen fest definierter und modellierter Entwicklungsumgebungen. Ergänzend werden Programmierleistungen Dritter in Anspruch genommen, um bestimmte Projekte rasch und effizient umzusetzen. So können die Basisanwendungen der Produkte innerhalb kürzester Zeit weiterentwickelt und zeitnah neuen Kundenbedürfnissen angepasst werden. Darüber hinaus bezieht IONOS auch Lösungen von Partnern, die anschließend modifiziert und in die eigenen Systeme integriert werden. Mittels der integrierten Anwendungen verfügt IONOS über eine Art Baukastensystem, dessen Module sich zu ganz verschiedenen leistungsfähigen und integrierten Anwendungen kombinieren und mit einer produkt- und länderspezifischen Benutzeroberfläche versehen lassen. Neben der ständigen Optimierung sowie der Sicherstellung des zuverlässigen Betriebs aller Dienste haben die IONOS Programmierer, Produktmanager und technischen Administratoren im vergangenen Geschäftsjahr an zahlreichen Projekten in den Bereichen Web Presence & Productivity und Cloud Solutions gearbeitet. Hier standen vor allem Innovationen im Bereich Künstliche Intelligenz im Vordergrund. So hat die Gesellschaft bereits eine Vielzahl an KI-basierten Anwendungen im Produktportfolio. Dazu gehören ein KI-basierter Website-Baukasten, ein Newsletter-Tool mit KI-Funktionen und der AI Model Hub im Cloud-Bereich. Schwerpunkte 2024
2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenEntwicklung der GesamtwirtschaftDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Rahmen seines letzten Konjunkturausblicks (World Economic Outlook, Update Januar 2025) nach vorläufigen Berechnungen für 2024 ein Plus von 3,2 % für die Weltwirtschaft ausgewiesen. Das Wachstum lag damit in etwa auf Vorjahresniveau (3,3 %). In den nordamerikanischen Zielländern der IONOS erwartet der Fonds in 2024 ein sichtbares, wenngleich schwächeres Wachstum als im Vorjahr. So erwartet der IWF für die USA ein Plus von 2,8 % (Vorjahr: 2,9 %), für Kanada ein Plus von 1,3 % (Vorjahr: 1,5 %) und für Mexiko ein Plus von 1,8 % (Vorjahr: 3,3 %). Ein Blick auf die wichtigsten Zielländer von IONOS in Europa zeigt folgendes Bild: Für Frankreich erwartet der IWF für 2024 ein Wachstum um 1,1 % (Vorjahr: 1,1 %), für Spanien um 3,1 % (Vorjahr: 2,7 %) und für Polen um 2,8 % (Vorjahr: 0,1 %). Für Italien und Großbritannien wird hingegen ein etwas schwächeres Wachstum von 0,6 % (Vorjahr: 0,7 %) bzw. 0,9 % (Vorjahr: 0,3 %) prognostiziert. Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland, dem aus Sicht von IONOS mit Abstand wichtigsten Markt (Umsatzanteil 2024: rund 56 %), zeigt dagegen als einziges Zielland der IONOS erneut einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 um -0,2 % (Vorjahr: -0,3 %). Mehrperiodenübersicht: Entwicklung des BIP in wesentlichen Zielländern und -regionen der IONOS
Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (Update), Januar 2025 Die Berechnungen des IWF für Deutschland decken sich damit mit den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), das für 2024 - im Rahmen der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2025" am 15. Januar 2025 - ebenfalls erneut einen Rückgang des (preisbereinigten) Bruttoinlandsprodukts (BIP) um -0,2 % (Vorjahr: -0,3 %) festgestellt hat. Verantwortlich dafür waren nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes konjunkturelle und strukturelle Belastungen. Dazu zählen zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten, hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau, aber auch unsichere wirtschaftliche Aussichten. Mehrperiodenübersicht: Entwicklung des preisbereinigten BIP in Deutschland
Quelle: Destatis, Januar 2025 Entwicklung der Branche / KernmärkteIONOS ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen in signifikanten Wachstumsmärkten vertreten und einer der führenden Dienstleister im Bereich Web Presence & Productivity in Europa 1 in Bezug auf die Anzahl der gehosteten Domains. Dabei profitiert IONOS einerseits von den Trends zur Digitalisierung und zu Cloud-Lösungen, andererseits von der Tatsache, dass sich IONOS, insbesondere im Bereich Web Presence & Productivity, auf Produkte und Dienstleistungen für kleinere und mittelgroße Unternehmen, sogenannte KMU, fokussiert. McKinsey beschreibt diese Kundengruppe als "Wachstumsmaschine der meisten Volkswirtschaften" und hebt hervor, dass KMU und Unternehmer Motoren der Resilienz und des Wachstums sind, wobei ihre Beiträge je nach Unternehmen, Sektor und Standort stark variieren. Laut der Flexera 2024 State of the Cloud Studie sind Cloud-Lösungen weiterhin ein zentraler Bestandteil der digitalen Transformation. Die Studie zeigt, dass die Nutzung von Cloud-Diensten zunimmt, während die Verschwendung von Ausgaben abnimmt. Unternehmen setzen zunehmend auf Multi-Cloud-Strategien und optimieren ihre Cloud-Kosten, was die Effizienz steigert, und die Kostenkontrolle verbessert. Diese Entwicklungen unterstreichen die Bedeutung von Cloud-Lösungen als Motor der digitalen Transformation und die Notwendigkeit einer strategischen Cloud-Verwaltung in Unternehmen. Viele Unternehmen haben zudem begonnen, ihre Geschäftsprozesse in die Cloud zu verlagern. Die Corona-Pandemie hat den Online-Handel weiter angekurbelt, wodurch die Notwendigkeit einer Webpräsenz für viele Unternehmen und Gewerbetreibende gestiegen ist. So haben beispielsweise zahlreiche Restaurants Technologien für Online-Bestellungen oder Lieferdienste eingeführt. McKinsey geht davon aus, dass der Markt für Digitalisierungs-Lösungen speziell für KMU in Europa und Nordamerika kumuliert bis 2026 um 8 % p.a. (CAGR 2021-2026) wachsen wird. Dies umfasse die eher "traditionellen" Digitalisierungslösungen wie Domains und Webhosting, Website-Erstellung, E-Commerce sowie Hosting-Angebote. Heruntergebrochen auf die einzelnen Produkte sieht McKinsey die Wachstumseffekte vor allem in den Bereichen Website-Building und E-Commerce. Hier prognostiziert McKinsey zweistellige Wachstumsraten von jeweils 13-14 % p.a. (CAGR 2021-2026), insbesondere aufgrund der verstärkten Kundennachfrage nach digitalen Einkaufsmöglichkeiten und sonstigen Interaktionen (McKinsey, "The SMB Market for Digitization and Cloud Solutions"). In den letzten Jahren hat sich die Cloud-Technologie von einem nützlichen und wettbewerbsfähigen Geschäftsinstrument zu einer der wichtigsten Grundlagen von Unternehmen entwickelt. Wie beschrieben zeigt sich der Cloud-Markt von einer unsicheren Wirtschaftslage weitgehend unbeeindruckt. Zwar rückt die Optimierung von bestehenden Cloud-Ausgaben bei den IT-Verantwortlichen nach oben. Anderseits ändert sich an der steigenden Nutzung von SaaS, Public Cloud & Co. nichts, da der Mittelstand aufgrund von Migration von Daten, Anwendungen und Infrastruktur in die Cloud als zentralem Bestandteil der Strategien zur digitalen Transformation bei 60% aller Daten und 61% aller Workloads auf Cloud-Angebote zurückgreifen: Ziel der Unternehmen ist dabei einen agileren und zugleich anpassungsfähigeren IT-Betrieb zu schaffen (Flexera, "2024 State of the Cloud Report"). Insbesondere der Bereich IaaS legt derzeit stark zu, da Unternehmen ihre IT-Modernisierungsinitiativen beschleunigen, um Risiken zu minimieren und Kosten zu optimieren. Die Verlagerung des Betriebs in die Cloud reduziert dabei aktuell anstehende Investitionsausgaben, indem sie die Investitionen über die Laufzeit eines Cloud-Abonnements streckt - ein entscheidender Vorteil in einem Umfeld, in dem Liquidität für die Aufrechterhaltung des Betriebs entscheidend sein kann. Markt-Kennzahlen: Cloud Computing weltweit
Quelle: Gartner, Worldwide Public Cloud End-user spending, 2024-2025, November 2024 Wesentliche rechtliche Rahmenbedingungen / wesentliche EreignisseDie rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der IONOS blieben im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen konstant und hatten daher keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2024 waren: Im April 2024 hat das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) IONOS mit dem Aufbau einer privaten Enterprise-Cloud beauftragt, die in den Rechenzentren des ITZBund betrieben wird. Das ITZBund ist der IT-Dienstleister für 200 Behörden der Bundesverwaltung und soll die öffentliche Verwaltung mit moderner IT unterstützen und in die digitale Zukunft führen. Der Rahmenvertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Bei dem variablen Auftrag wird, wie im Cloud-Bereich üblich, per "pay-per-use" abgerechnet. Am 8. Mai 2024 hat der Vorstand der IONOS Group SE mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf Basis der Ermächtigung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 26. Januar 2023 über den Erwerb eigener Aktien zunächst beschlossen, bis 850.000 eigene Aktien über die Börse zu erwerben. Dies entspricht ca. 0,6 % des Grundkapitals von 140.000 T€. Das Rückkaufprogramm sollte von Mitte Mai 2024 und längstens bis zum 28. Februar 2025 durchgeführt werden. Im Rahmen des am 8. Mai 2024 bekannt gegebenen Rückkaufprogramms erwarb die IONOS Group SE im Zeitraum vom 17. Mai bis zum 25. Juli 2024 insgesamt 850.000 eigene Aktien und schloss damit das Aktienrückkaufprogramm ab. Der Kaufpreis ohne Erwerbsnebenkosten belief sich auf 22.319 T€. Im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wurden bis zum 31. Dezember 2024 386.435 eigene Aktien ausgegeben. 2.2 GeschäftsverlaufVerwendung und Definition relevanter finanzieller KennzahlenFür eine klare und transparente Darstellung der Geschäftsentwicklung der IONOS werden in den Jahres- und Zwischenabschlüssen des Konzerns - neben den nach International Financial Reporting Standards (IFRS) geforderten Angaben - weitere finanzielle Kennzahlen wie z.B. EBITDA, EBITDA-Marge, EBIT, EBIT-Marge oder Free Cashflow angegeben. Diese Kennzahlen sind bei IONOS wie folgt definiert:
Die vorgenannten Kennzahlen werden, soweit es für eine klare und transparente Darstellung notwendig ist, um Sonderfaktoren / Sondereffekte korrigiert und als "bereinigte Kennzahlen" (also z. B. bereinigtes EBITDA, bereinigtes EBIT oder bereinigtes EPS) ausgewiesen. Eine Herleitung des EBITDA auf die um Sondereffekte bereinigten Werte findet sich im Kapitel 2.3 "Lage des Konzerns". Die Sondereffekte betreffen in der Regel nur solche Effekte, die aufgrund ihrer Art, ihrer Häufigkeit und / oder ihres Umfangs geeignet sind, die Aussagekraft der finanziellen Kennzahlen für die Finanz- und Ertragsentwicklung des Konzerns zu beeinträchtigen. Alle Sondereffekte werden zum Zwecke der Überleitung von den unbereinigten finanziellen Kennzahlen zu den operativen Kennzahlen im jeweiligen Abschnitt des Abschlusses aufgezeigt und erläutert. Einmalaufwendungen (wie z. B. One-Offs aus Integrationsprojekten) oder sonstige Effekte (z. B. aus Regulierungsthemen oder Wachstumsinitiativen) der Geschäftsjahre 2022 und 2023 werden nicht bereinigt, sondern - sofern vorhanden - in den jeweiligen Abschnitten aufgezeigt. Währungsbereinigte Umsatz- und Ergebniszahlen werden berechnet, indem Umsatz und Ergebnis mit den durchschnittlichen Wechselkursen der Vergleichsperiode anstatt der laufenden Periode umgerechnet werden. Die für die Steuerung des Konzerns relevanten bedeutsamsten finanziellen Kennzahlen sind der (währungsbereinigte) Umsatz, das bereinigte EBITDA sowie die bereinigte EBITDA-Marge nach IFRS. Tatsächlicher und prognostizierter GeschäftsverlaufFür das Geschäftsjahr 2024 erwartete der Vorstand der IONOS Group SE ein währungsbereinigtes Wachstum der Umsatzerlöse von ca. 11 %. Beim bereinigten EBITDA wurde für das Geschäftsjahr 2024 bei steigenden Umsatzerlösen zudem ein Anstieg der bereinigten EBITDA-Marge von 27,4 % auf ca. 28,5 % prognostiziert. Die Umsatzprognose wurde im Juli 2024 aktualisiert und auf die Entwicklungen im AdTech-Geschäft (vormals Aftermarket) angepasst, sodass aufgrund neuer Erkenntnisse ein währungsbereinigtes Wachstum der Umsatzerlöse von ca. 9 % erwartet wurde, während die bereinigte EBITDA-Marge bei ca. 29 % liegen sollte. Die Kennzahlen des Konzerns zeigen für das Geschäftsjahr 2024 einen Anstieg der Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden um +9,9 % (Geschäftsjahr 2024: 1.514.605 T€; Geschäftsjahr 2023: 1.378.203 T€) sowie der Umsatzerlöse (gesamt) um +9,6 % (Geschäftsjahr 2024: 1.560.301 T€; Geschäftsjahr 2023: 1.423.734 T€). Währungsbereinigt beträgt der Anstieg der Umsatzerlöse +9,2 % (Geschäftsjahr 2024: 1.554.277 T€; Geschäftsjahr 2023: 1.433.342 T€). Das bereinigte EBITDA im Konzern verzeichnete einen deutlichen Anstieg um +15,9 % von 390.296 T€ im Vorjahr auf 452.197 T€ im Jahr 2024. Dabei stieg die EBITDA-Marge von 27,4 % im Jahr 2023 auf 29,0 % im Geschäftsjahr 2024. Somit wurde die aktualisierte Prognose für das Geschäftsjahr 2024 in Bezug auf die währungsbereinigten Umsatzerlöse leicht übertroffen. Wesentlicher Treiber für die Übererfüllung der prognostizierten Umsatzerlöse war dabei insbesondere das dynamischer als erwartete Wachstum des AdTech-Geschäfts (vormals Aftermarket) im 2. Halbjahr 2024, aber auch die sehr positive Geschäftsentwicklung im Kerngeschäft mit Web Presence & Productivity Produkten, teilweise auch bedingt durch die im Laufe des 2. Halbjahres 2023 durchgeführten Preisanpassungen bei einigen Produkten. Dem wirkt in Teilen ein etwas geringerer Umsatzanstieg als erwartet im Produktbereich Cloud Solutions entgegen. Hier konnte das insgesamt schwächere gesamtwirtschaftliche Umfeld und dessen Auswirkungen auf das Geschäft mit Großkunden jedoch in Teilen durch die ersten Umsätze aus dem Großprojekt mit dem Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) ausgeglichen werden. Die ursprüngliche Prognose in Bezug auf die bereinigte EBITDA-Marge wurde ebenfalls übertroffen und liegt exakt auf dem erwarteten Zielwert aus der Prognose vom Juli 2024. Die Erreichung der prognostizierten bereinigten EBITDA-Marge konnte dabei von den folgenden wesentlichen Treibern profitieren. Die Preisanpassungen aus dem Vorjahr schlugen sich in Kombination mit dem kontinuierlich wachsenden Kundenbestand positiv auf den Umsatz nieder, was aufgrund der generellen Skalierbarkeit des Geschäftsmodells lediglich moderat durch gestiegene Aufwände kompensiert wurde. So konnten unter anderem im Domains-Einkauf Effizienzen gehoben werden, während sich die Marketingausgaben auf einem vergleichbaren Level wie im Vorjahr befinden. Dies in Verbindung mit einem unterproportionalen Anstieg der Personalaufwendungen konnte auch die negativen Effekte aus Einmalaufwänden für die Vorbereitung des Großprojektes mit dem ITZ Bund ausgleichen und hatten in Summe somit einen positiven Effekt auf die bereinigte EBITDA-Marge.
IONOS lag mit einem positiven Ergebnis im Rahmen der Erwartungen für das Geschäftsjahr 2024 und konnte die angepasste Erwartungshaltung aus dem Juli 2024 in allen prognostizierten Kennzahlen leicht übertreffen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartete die IONOS Group SE als Konzernholdinggesellschaft ein leicht negatives EBITDA. Mit einem negativen EBITDA in Höhe von -959 T€ lag die Gesellschaft im Rahmen der Erwartungen für das Geschäftsjahr 2024. Aufgrund der reinen Holding Funktion der IONOS Group SE sind grundsätzlich weder die Erzielung von Umsatzerlösen noch von Gewinnen ein Ziel der Gesellschaft. GeschäftsentwicklungDer Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2024 von 1.423.734 T€ im Vorjahr um 9,6 % auf 1.560.301 T€, getrieben durch eine sehr positive Entwicklung der Absatzzahlen über alle Produktlinien hinweg. Vor dem Hintergrund des gestiegenen Umsatzes stiegen die EBITDA-Marge sowie die EBIT-Marge entsprechend von 27,1 % auf 27,6 % bzw. von 19,5 % auf 20,4 %. Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte die IONOS-Gruppe 4.182 Mitarbeiter. Fluktuationsbedingt sowie durch eine Optimierung des Personalbestands in einigen Fachbereichen sank die Zahl der Mitarbeitenden trotz positiver Unternehmensentwicklung damit im Vergleich zum Vorjahr (4.364 Mitarbeitende) um -182 Mitarbeitende bzw. um -4,2%. Quartalsentwicklung; Veränderungen zum Vorquartal (ungeprüft; siehe Hinweise "ungeprüfte Abschnitte")
Mehrperiodenübersicht: Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen
In den Vorjahren waren die Ergebniskennzahlen von Sondereffekten in Form von IPO-Kosten (Geschäftsjahr 2022) und deren Weiterbelastung (Geschäftsjahr 2023) im Rahmen des Börsengangs der IONOS Group SE geprägt. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen im Kapitel "2.3 Lage des Konzerns". Die operative Geschäftstätigkeit der IONOS gliedert sich in die Segmente "Digital Solutions & Cloud" sowie "AdTech". Einzelheiten zu den Geschäftsmodellen der Segmente finden sich in Kapitel 1.1 "Geschäftsmodell". Segment "Digital Solutions & Cloud"Im Segment "Digital Solutions & Cloud" stand auch im Geschäftsjahr 2024 die weitere Gewinnung von Kunden im Fokus. Insgesamt stieg die Zahl der Kunden um ca. 164.000 Kunden auf insgesamt ca. 6.32 Mio. Kunden an. Im Rahmen einer Policy Vereinheitlichung bei Tochterunternehmen kam es zu einer Anpassung der Kundenzahlen im Vorjahr. Entwicklung der Kunden im Geschäftsjahr 2024 (ungeprüft; siehe Hinweise "ungeprüfte Abschnitte")
Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Geschäftsjahr 2024
Aufgrund des Kundenwachstums sowie des erfolgreichen Up- und Cross-Sellings stieg der Umsatz im Segment "Digital Solutions & Cloud" im Vergleich zum Vorjahr von 1.118.752 T€ um 11,6% auf 1.248.070 T€. Daneben trug auch das weitere Wachstum der Virtual Private Server Produkte sowie des Großkundengeschäfts rund um die Enterprise Cloud im Bereich Cloud Solutions bei. Das Segment EBITDA stieg aufgrund des Umsatzwachstums sowie einer höheren Marge, bedingt durch Skalen- und Preiseffekte, um 15,8% auf 388.306 T€. Bereinigt um Sondereffekte stieg das operative Segment-EBITDA im Vorjahresvergleich um 20,7% von 339.853 T€ auf 410.281 T€ im Geschäftsjahres 2024. Quartalsentwicklung: Veränderung zum Vorjahresquartal (ungeprüft; siehe Hinweise "ungeprüfte Abschnitte")
Segment "AdTech"Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Geschäftsjahr 2024
Das Wachstum im Segment AdTech hat sich im zweiten Halbjahr im Vergleich zu den vorherigen 6 Monaten wieder beschleunigt, so dass die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 2,4% gestiegen sind. Im Wesentlich bedingt durch gesunkene Margen, die mit einem schwächeren Marktumfeld im 1. Halbjahr 2024 in Verbindung stehen verringerte sich das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 16,5%. Quartalsentwicklung: Veränderung zum Vorjahresquartal (ungeprüft; siehe Hinweise "ungeprüfte Abschnitte")
Beteiligungen im KonzernWesentliche Veränderungen bei BeteiligungenIm Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen Änderungen der Beteiligungsstruktur innerhalb der IONOS. Neben den (vollkonsolidierten) operative Kerngesellschaften hielt die IONOS zum 31. Dezember 2024 folgende weitere Minderheitsbeteiligungen, die in das at-equity Ergebnis einbezogen werden. Minderheitsbeteiligungen an PartnerunternehmenIm Oktober 2021 hat sich IONOS an der Stackable GmbH beteiligt. Zum 31. Dezember 2024 betrug der Stimmrechtsanteil von IONOS 27,54 %. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet IONOS bei der Stackable GmbH steigende Umsätze sowie eine positive EBITDA Entwicklung. Seit dem Januar 2010 beteiligt sich der Konzern an der Domains Bot S.r.l.. Der Stimmrechtsanteil betrug zum Stichtag 31. Dezember 2024 49,0 %. Im Geschäftsjahr 2024 wurde der Beteiligungswert der Domains S.r.l. um 1.155 T€ auf den beizulegenden Zeitwert abgewertet. Im September 2023 beteiligte sich IONOS an der Street Media GmbH. Zum 31. Dezember 2024 betrug der Stimmrechtsanteil 28,70 %. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet IONOS steigende Umsatzerlöse sowie eine positive EBITDA Entwicklung. Aktie und DividendeAktieIm Geschäftsjahr 2024 hat sich die Aktie der IONOS Group SE gut entwickelt und lag mit 21,85 € zum Jahresende 25,1 % über dem Schlusskurs zum Ende des Vorjahres. Damit entwickelte sich die Aktie in diesem Zeitraum besser als die Vergleichsindizes DAX (+18,8 %) und SDAX (-1,8 %). Die Marktkapitalisierung der IONOS Group SE lag zum 31. Dezember 2024 bei rund 3,06 Mrd. €. Mit Wirkung zum 23. Dezember 2024 hat die Aktie der IONOS Group SE den Sprung in den Auswahlindex TecDAX geschafft. Entwicklung des Aktienkurses, indexiert
Aktionärsstruktur zum Stichtag 31. Dezember 2024
Daten zur Aktie
DividendeIONOS beabsichtigt in naher Zukunft keine Dividende zu zahlen, sondern die erwirtschafteten Gewinne weiterhin in die organische Entwicklung des Unternehmens und die Umsetzung der Wachstumsstrategie zu investieren sowie die Verschuldung weiter zurückzuführen. Der Fokus liegt darauf, einen langfristigen Shareholder Value zu erreichen, die aktuellen Marktchancen zu nutzen und die finanzielle Flexibilität sicherzustellen, um zukünftige Opportunitäten und Herausforderungen bestmöglich bewältigen zu können. HauptversammlungDie ordentliche Hauptversammlung der IONOS Group SE fand am 15. Mai 2024 in Frankfurt am Main in Präsenz statt. Bei der Abstimmung waren rund 94,3 % des Grundkapitals vertreten. Darüber hinaus sind Briefwahlstimmen in Höhe von rund 0,6% des Grundkapitals eingegangen Die Aktionärinnen und Aktionäre erteilten allen abstimmungspflichtigen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit ihre Zustimmung. Grundkapital und eigene AktienZum Stichtag 31. Dezember 2024 betrug das Grundkapital der IONOS Group SE 140.000.000 €. Am 8. Mai 2024 hat der Vorstand der IONOS Group SE mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, ein Aktienrückkaufprogramm aufzulegen und bis 850.000 eigene Aktien (ca. 0,6 % des Grundkapitals von 140.000.000 €) über die Börse zu erwerben. Das Volumen des Rückkaufprogramms wurde auf insgesamt bis zu 25 Mio. € (ohne Erwerbsnebenkosten) festgelegt. Der Rückkauf erfolgte vornehmlich, um Ansprüche aus dem vor der Zeit des Börsengangs stammenden Mitarbeiterbeteiligungsprogramms zu bedienen, kann aber für alle von der Ermächtigung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 26. Januar 2023 umfassten Zwecke verwendet werden. Im Zeitraum 17. Mai 2024 bis einschließlich 25. Juli 2024 wurden 850.000 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 26,26 € erworben. Ein Teil der Aktien wurde zur Bedienung von Ansprüchen aus dem vor der Zeit des Börsengangs stammenden Mitarbeiterbeteiligungsprogramms verwendet, sodass die Gesellschaft zum Stichtag 31.Dezember 2024 463.565 eigenen Aktien (0,33 % des Grundkapitals von 140.000.000 EUR) hielt. Investor RelationsIm Geschäftsjahr 2024 setzte die IONOS Group SE kontinuierlich auf eine Kombination aus persönlichen Präsenz-Terminen und virtuellen Veranstaltungen, um mit Investoren zu interagieren und Informationen auszutauschen. Die Hauptversammlung der Aktionäre fand in Präsenz statt. Zusätzlich zur direkten Interaktion fokussierte sich die IONOS Group SE auf die Veröffentlichung von Quartalsberichten, dem Halbjahresfinanzbericht, dem Jahresabschluss und regelmäßigen Webcasts, um umfassende Einblicke in die Unternehmensentwicklung zu geben. In zahlreichen persönlichen Gesprächen mit Investoren, insbesondere aus Europa und Nordamerika, erläuterten das Management und Investor-Relations die Unternehmensstrategie und die Finanzergebnisse. Dies ermöglichte es den Investoren, das Unternehmen in unterschiedlichen Formaten und Settings kennenzulernen und zu verstehen. Zusätzlich bietet die Website der IONOS Group SE unter https://www.ionos-group.com/de/investor-relations.html eine umfassende Informationsquelle. Dort haben Aktionäre und interessierte Anleger nicht nur Zugriff auf die Veröffentlichungstermine der Finanzberichte, sondern auch auf die Termine und Orte von Anlegerkonferenzen und Roadshows. Darüber hinaus stehen die Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte auf der Webseite der IONOS Group SE zur Verfügung. PersonalberichtAls Internet Service Provider unterliegt IONOS den prägenden Merkmalen der Branche: hohe Dynamik, kurze Innovationszyklen und intensiver Wettbewerb. Diesen Herausforderungen stellt sich IONOS seit vielen Jahren mit großem Erfolg. Einer der Schlüsselfaktoren für den Erfolg und das Wachstum stellen die engagierten, kompetenten sowie gleichzeitig unternehmerisch denkenden und eigenverantwortlich handelnden Mitarbeiter und Führungskräfte der Gesellschaft dar. Das Unternehmen legt deshalb großen Wert auf eine nachhaltige und ausgewogene Strategie über alle Aspekte des Personalbereichs: von der Mitarbeitergewinnung über zielgruppengerechte Einstiegs- und Ausbildungsformate, aufgabenbezogene Qualifizierungsangebote und die Begleitung auf individuellen Karrierepfaden bis hin zur Entwicklung und langfristigen Bindung von Führungskräften, Potenzial- und Leistungsträgern. IONOS ist 2025 wieder anerkannter Top Arbeitgeber. Basierend auf einer unabhängigen Studie des "Top Employers Institute" wurde IONOS die Auszeichnung als "TOP Arbeitgeber" verliehen. Die Zertifizierung wird an Unternehmen vergeben, die ihren Mitarbeitern attraktive Arbeitsbedingungen bieten. Die Bewertung erfolgt anhand der Karrieremöglichkeiten, Arbeitgeberleistungen, Arbeitsbedingungen, Fortbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Mitarbeiterbestand und PersonalaufwandIm stark umkämpften Markt um Fachkräfte im ITK-Sektor ist es der IONOS Group erneut gelungen, Schlüsselpositionen mit Top-Kräften zu besetzen und damit der Geschäftsausweitung gerecht zu werden. Neben einem zielgruppengerechten Arbeitgebermarketing, Kooperationen mit Aus- und Weiterbildungsträgern und dem positiven Abstrahleffekt der Produktmarken steht ein kandidatenfreundlicher, wettbewerbsfähiger Akquise- und Auswahlprozess im Bereich Recruiting im Mittelpunkt der erfolgreichen Personalentwicklung. Zum 31. Dezember 2024 verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr um 4,2 % bzw. 182 Mitarbeiter auf 4.182 (Vorjahr: 4.364) Die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland ging dabei um -7,3 % bzw. -174 Mitarbeiter auf 2.212 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2024 (Vorjahr: 2.386) zurück. In den ausländischen Gesellschaften verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter um 0,4 % bzw. -8 Mitarbeiter auf 1.970 Mitarbeitern (Vorjahr: 1.978) Mehrperiodenübersicht: Entwicklung der Mitarbeiterzahl nach Inland / Ausland (1) ; Veränderung zum Vorjahr:
(1) Aktive Mitarbeiter zum 31 . Dezember des
jeweiligen Geschäftsjahres
Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr 2024 aufgrund von Einmalaufwendungen für Optimierungsmaßnahmen um 7 % auf 293.286 T€ (Vorjahr: 274.173 T€). Die Personalaufwandsquote ist leicht auf 18,8 % gesunken.
Der Umsatz pro Mitarbeiter bezogen auf die Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt betrug für das Geschäftsjahr 2024 ca. 367 T€ (Vorjahr: ca. 331 T€) DiversityIONOS steht für eine Unternehmenskultur, in der Wertschätzung für Verschiedenheit großgeschrieben wird. Denn nur eine Belegschaft, die die zahlreichen Facetten der Gesellschaft widerspiegelt, bietet optimale Rahmenbedingungen für Kreativität und Produktivität und macht Mitarbeitende - sowie das Unternehmen selbst - unverwechselbar. Durch diese einzigartige Vielfalt entsteht ein unvergleichbares Ideen- und Innovationspotenzial, das die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft steigert und Chancen für alle bietet. Bei IONOS sollen alle Mitarbeiter Wertschätzung und Chancengleichheit erfahren, unabhängig von Nationalität, ethischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung und Identität. Für jeden Mitarbeiter soll das Tätigkeitsfeld und die Funktion gefunden werden, in der die jeweiligen individuellen Potenziale und Talente bestmöglich ausgeschöpft werden können. Periodenübersicht: Mitarbeiter nach Geschlecht 1
(1) Aktive Mitarbeiter zum 31. Dezember des
jeweiligen Geschäftsjahres
Das Durchschnittsalter je Mitarbeiter ohne Aushilfen und Auszubildende bei IONOS betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2024 rund 38 Jahre (Vorjahr: 37 Jahre). Mehrperiodenübersicht: Altersstruktur der Mitarbeiter 1
(1) Aktive Mitarbeiter zum 31. Dezember des
jeweiligen Geschäftsjahres
Die Mitarbeiter bei IONOS arbeiten in einem internationalen Umfeld an weltweit rund 40 Standorten. Mehrperiodenübersicht: Mitarbeiter nach Ländern 1
(1) Aktive Mitarbeiter zum 31. Dezember des
jeweiligen Geschäftsjahres
Für weitere Informationen zu Themen wie "Personalstrategie und Organisation", "Aus- und Weiterbildung", "Diversität und Chancengleichheit" sowie "Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz" wird auf den Nachhaltigkeitsbericht der IONOS Group SE verwiesen. Liquidität und FinanzierungDie Konzernfinanzierung orientiert sich primär an den strategischen Geschäftsplänen der operativen Geschäftseinheiten. Um ausreichende Flexibilität für weiteres Wachstum zur Verfügung zu stellen, verfolgt IONOS daher laufend Trends der sich an den Finanzmärkten ergebenden Finanzierungsmöglichkeiten. Verschiedenen Finanzierungsoptionen wie auch Potenziale zur Optimierung von bestehenden Finanzierungsinstrumenten werden regelmäßig geprüft. Die derzeitige Sicherstellung ausreichender Liquidität sowie die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns stehen dabei im Vordergrund. Neben der starken Innenfinanzierungskraft unterhält der Konzern ausreichend Liquiditätsreserven bei Kernbanken und ist in ein Cash-Pooling mit der United Internet AG eingebunden. Die flexible Ausnutzung der Liquiditätsreserven ermöglicht eine effiziente Steuerung der Konzernliquidität, ein optimales Verschuldungsmanagement zur Reduzierung von Zinskosten. Das im Rahmen der Refinanzierung mit einem Bankenkonsortium 2023 abgeschlossene Darlehen belief sich zum Bilanzstichtag auf 800.000 T€. Das Darlehen hat eine verbliebene Laufzeit von 2 Jahren und ist endfällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 auf 797.679 T€ (Vorjahr: 797.587 T€). Das bestehende Gesellschafterdarlehen der United Internet AG wird planmäßig getilgt. Die verbliebene Restschuld aus dem Gesellschafterdarlehen beläuft sich auf 170.000 T€. 2.3 Lage des KonzernsErtragslage im KonzernDie Zahl der zahlenden Kunden konnte im Geschäftsjahr 2024 um insgesamt 160 Tsd. auf 6,32 Mio. Kunden zum 31. Dezember 2024 gesteigert werden. Die Gesamtumsätze (Summe der Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden und Erlöse mit nahestehenden Unternehmen) der IONOS stiegen im Geschäftsjahr 2024 um 9,6% auf 1.560.301 T€ (Vorjahr: 1.423.734 T€). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine positive Entwicklung des Neukundengeschäfts sowie höhere Umsätze aus Cross- und Upselling bei Bestandskunden, insbesondere mit Email- und Cloud/VPS-Server-Produkten, zurückzuführen. Zusätzlich trug der kontinuierliche Ausbau des Geschäfts mit Cloud-Infrastruktur und -Services sowie nachlaufende Effekte aus letztjährigen Preiserhöhungen zum Umsatzanstieg bei. Von den Umsatzerlösen mit Dritten bei IONOS entfallen 662.877 T€ (Vorjahr: 654.749 T€) auf das Ausland. Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 45.696 T€ (Vorjahr: 45.531 T€) resultieren überwiegend aus der internen Leistungsverrechnung. Dabei erbringt IONOS allgemeine Dienstleistungen für Konzernunternehmen der United Internet Gruppe in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb, Rechenzentrum und Produktmanagement. Im Geschäftsjahr verteilen sich die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden in Höhe von 1.514.605 T€ (Vorjahr: 1.378.203 T€) auf Produkterlöse aus dem Geschäftsbereich Web Presence & Productivity in Höhe von 1.025.419 T€ (Vorjahr: 917.098 T€), den Geschäftsbereich Cloud Solutions in Höhe von 176.955 T€ (Vorjahr: 156.123 T€) sowie den Geschäftsbereich AdTech in Höhe von 312.231 T€ (Vorjahr: 304.982 T€). Im Rahmen von konzernweiten Standardisierungen kam es zu Reklassifizierungen und Neuzuordnungen einiger Produkte. Daraus resultierend erhöhten sich die Vorjahresumsätze des Geschäftsbereichs Cloud Solution um 6.816 T€. Im Geschäftsbereich Web Presence & Productivity sanken die Umsatzerlöse im Vorjahr um -6.816 T€. Darüber hinaus wird erstmalig der Geschäftsbereich AdTech ausgewiesen, welcher im Vorjahr innerhalb des Bereichs Web Presence & Productivity ausgewiesen wurde. Mehrperiodenübersicht: Entwicklung wesentlicher Kostenpositionen
Die Umsatzkosten stiegen unterproportional zu den Umsatzerlösen von 737.938 T€ (51,8 % vom Gesamtumsatz) im Vorjahr auf 801.232 T€ (51,4 % des Gesamtumsatzes) im Geschäftsjahr 2024. Die Bruttomarge stieg dabei leicht von 48,2 % auf 48,6 % an. Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg dabei von 685.796 T€ um 10,7 % auf 759.069 T€. Die Vertriebskosten in Höhe 325.025 T€ (20,8 % der Gesamtumsätze) stiegen unterproportional zu den Gesamtumsätzen im Vergleich zum Vorjahr mit 318.647 T€ (22,4 % von den Gesamtumsätzen). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen durch einen Anstieg der Personalaufwendungen auf 136.692 T€ (Vorjahr: 131.505 T€). Die Verwaltungskosten erhöhten sich ebenfalls leicht unterproportional zu den Gesamtumsätzen von 97.144 T€ im Vorjahr (6,8 % von den Gesamtumsätzen) auf 100.502 T€ (6,4 % von den Gesamtumsätzen) unter anderem infolge eines gestiegenen Personalaufwands auf 34.933 T€ (Vorjahr: 32.473 T€). Gegenläufig entwickelten sich die Rechts- und Beratungskosten sowie Aufwendungen für Versicherungen und Beiträge. Insgesamt ist die unterproportionale Kostenentwicklung im Wesentlichen auf Skaleneffekte zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 19.128 T€ (Vorjahr: 14.799 T€) und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung 14.097 T€ (Vorjahr: 10.062 T€) und periodenfremde Aufwendungen 1.533 T€ (Vorjahr: 1.039 T€). Die Wertminderungsaufwendungen aus Forderungen und Vertragsvermögenswerten stiegen im Jahr 2024 auf 17.054 T€ (Vorjahr: 14.145 T€). Der Anstieg war primär bedingt durch gestiegene Forderungsverluste sowie gestiegene Wertberichtigungen auf Forderungen im Rahmen einer leicht schlechteren Zahlungsmoral einiger Kunden sowie des sich abschwächenden wirtschaftlichen Gesamtumfelds. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2024 auf 20.816 T€ (Vorjahr: 36.411 T€) zurückgegangen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 42,8 % ist im Wesentlichen auf die gesunkenen periodenfremden Erträge zurückzuführen. Hierin enthalten waren im Vorjahr Erträge aus der Weiterbelastung von IPO-Kosten in Höhe von 11.719 T€ (2024: 0 T€). Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit stieg von 277.472 T€ im Vorjahr um 14,7 % auf 318.176 T€. Die Finanzierungsaufwendungen sind im Geschäftsjahr 2024 auf 78.018 T€ (Vorjahr: 93.784 T€) gesunken. Der Rückgang der Finanzaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus einem Rückgang der Zinsaufwendungen gegenüber der United Internet AG auf 19.061 T€ (Vorjahr: 80.112 T€). Gegenläufig stieg der Zinsaufwand aus der Folgebewertung der Kaufpreisverbindlichkeit im Zusammenhang mit dem Erwerb der STRATO GmbH (vormals STRATO AG) auf 15.155 T€ (Vorjahr: 7.815 T€) sowie der Zinsaufwand aus dem Konsortialdarlehen auf 37.422 T€ (Vorjahr: 1.125 T€). Die Finanzerträge sanken im Geschäftsjahr 2024 auf 5.411 € (Vorjahr: 31.875 T€). Ursächlich für diesen Rückgang ist die Folgebewertung der Kaufpreisverbindlichkeit im Zusammenhang mit dem Erwerb der STRATO GmbH (vormals STRATO AG; 2024: 2.424 T€; Vorjahr: 30.695 T€). Das Ergebnis vor Steuern stieg von 215.312 T€ im Vorjahr auf 243.812 T€ im Geschäftsjahr 2024. Der Anstieg der Steueraufwendungen von 41.066 T€ auf 74.140 T€ wirkt sich negativ auf das gesamte Konzernergebnis aus. Im Geschäftsjahr wurden aktive latente Steuern auf Zinsvorträge in Höhe von 2.081 T€ in Anspruch genommen. Im Vorjahr waren aufgrund positiver Planung der steuerlichen Ergebnisse zusätzliche aktive latente Steuern auf Zinsvorträge erstmalig in voller Höhe von 30.697 T€ erfasst worden. Das auf die Anteilseigner der IONOS entfallende Konzernergebnis sank leicht um -2,6 % auf 169.666 T€ (Vorjahr: 174.231 T€). Als wesentliche Effekte sind hier der Anstieg des Steueraufwands sowie der Rückgang der Finanzerträge zu nennen, welche im Vorjahr wesentlich durch nicht steuerbare Erträge im Rahmen der Folgebewertung der Kaufpreisverbindlichkeit im Zusammenhang mit dem Erwerb der STRATO GmbH (vormals STRATO AG) geprägt waren. Gegenläufig wirkte sich der Anstieg des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit aus. Hierzu verweisen wir auf unsere obigen Ausführungen der Entwicklung wesentlicher Kostenpositionen. Das EBITDA im Konzern stieg aufgrund des Umsatzwachstums sowie einer höheren Marge von 385.380 T€ im Vorjahr um 11,6 % auf 430.222 T€. Das bereinigte EBITDA der Gesellschaft stieg im Geschäftsjahr 2024 ebenfalls gegenüber dem Vorjahr und belief sich auf 452.197 T€ (Vorjahr: 390.296 T€). Das bereinigte EBITDA wird wie folgt berechnet:
Bereinigungen des EBITDA betreffen im Geschäftsjahr 2024:
Das Sonstige Konzernergebnis ist gestiegen: von 5.322 T€ im Vorjahr auf 9.813 T€ im Geschäftsjahr 2024 und betrifft in 2024 ausschließlich die Veränderung der Währungsdifferenzen. Finanzlage im KonzernDer Cashflow vor Veränderung der Bilanzposten (Zwischensumme) erhöhte sich von 309.864 T€ im Vorjahr auf 358.267 T€ im Geschäftsjahr 2024, wesentlich bedingt durch die positive Entwicklung des operativen Ergebnisses. Ebenfalls geringere Auszahlungen aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen wirkten sich positiv auf den Cashflow der betrieblichen Tätigkeit aus. Die Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit des Geschäftsjahres 2024 stiegen von 314.496 T€ im Vorjahr auf 386.803 T€. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen ein im Vergleich zum Vorjahr starker Anstieg des Cashflows vor Veränderung der Bilanzposten (Zwischensumme) sowie der Anstieg der Verbindlichkeiten. Gegenläufig wirkte sich der Anstieg der Forderungen und sonstiger Vermögenswerte auf den Cashflow der betrieblichen Tätigkeit aus. Die Nettoauszahlungen im Investitionsbereich des Geschäftsjahres 2024 betragen -100.313 T€ (Vorjahr: -114.166 T€). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus geringeren Auszahlungen von Finanzmitteln im Rahmen des Cashpooling in Höhe von 23.983 T€ (Vorjahr:27.502 T€) geringeren Auszahlungen im Rahmen von Unternehmenserwerben in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 4.416 T€) sowie reduzierten Auszahlungen aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen von 81.699 T€ im Vorjahr auf 76.872 T€ im Geschäftsjahr 2024. Bestimmend für die Entwicklung der Nettoauszahlungen im Finanzierungsbereich des Geschäftsjahres 2024 (Nettoauszahlung von -279.366 T€) waren neben der Rückzahlung von Krediten in Höhe von -180.000 T€ (Vorjahr: -895.000 T€) das Ausbleiben von Darlehensaufnahmen (Vorjahr: +800.000 T€) sowie der erstmalige Erwerb eigener Aktien mit einem Volumen von -22.319 T€ (Vorjahr 0 T€). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 31. Dezember 2024 auf 30.180 T€ - nach 22.652 T€ zum Vorjahresstichtag. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen umfassten zum 31. Dezember 2022 ein Verkäuferdarlehen von 819.000 T€ für den Erwerb der Anteile an der IONOS SE sowie ein Darlehen von 350.000 T€ für den Erwerb der Anteile an der STRATO AG. Beide Darlehen wurden mit 6,75 % p.a. verzinst und hatten eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Beide Darlehen waren unbesichert. Darüber hinaus bestand eine langfristige Darlehensverbindlichkeit gegenüber der United Internet AG in Höhe von 76.000 T€. Das Darlehen wurde für den Erwerb der Anteile an der World4You Internet Service GmbH ausgereicht. Es wurde mit 5,0 % p.a. verzinst. Am 27. Januar 2023 wurden diese drei Darlehen zu einem Darlehen in der Gesamthöhe von 1.245.000 T€ zusammengefasst, das mit 6,75% p.a. verzinst wird und eine Laufzeit bis zum 15. Dezember 2026 aufweist. Das zum 15. Dezember 2023 abgeschlossene Darlehen gegenüber Kreditinstituten wurde vollständig für die Tilgung des langfristigen Darlehens der United Internet AG verwendet, wird mit 4,67% p.a. verzinst und ist zum 15. Dezember 2026 endfällig. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten bestehen zum Ende des Geschäftsjahres gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 170.000 T€ (Vorjahr: 350.000 T€) zwischen der IONOS Holding SE und der United Internet AG sowie aus einem Darlehen gegenüber einem Bankenkonsortium in Höhe von 800.000 T€ (Vorjahr: 800.000 T€). Die Fähigkeit der IONOS, den Zahlungsverpflichtungen aus den wesentlichen Finanzierungen nachzugehen, wird durch den positiven operativen Cashflow als auch das interne Cash-Pooling-System der United Internet Gruppe gesichert. Entwicklung der wesentlichen Cashflow-Kennzahlen:
Vermögenslage im KonzernDie Bilanzsumme im Konzern erhöhte sich von 1.596.265 T€ per 31. Dezember 2023 auf 1.643.586 T€ zum 31. Dezember 2024. Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte
Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von 224.785 T€ per 31. Dezember 2023 auf 269.639 T€ zum 31. Dezember 2024. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen gestiegene Forderungen im Rahmen steigender Umsatzerlöse sowie gestiegene Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen. Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen erhöhten sich von 63.094 T€ auf 88.487 T€ im Geschäftsjahr 2024 im Wesentlichen infolge des Anstiegs der Forderungen aus dem Cash-Pool mit der United Internet AG. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum Stichtag um 17.980 T€ auf 91.492 T€ (Vorjahr: 73.512 T€) im Zusammenhang mit den gestiegenen Umsatzerlösen. Dem entgegen steht ein Rückgang der sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 12.007 T€, welcher im Wesentlichen vereinnahmten Projektzuschüssen geschuldet ist. Die Ertragssteuerforderungen erhöhten sich von 2.722 T€ im Vorjahr auf 6.262 T€. Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte:
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich leicht von 1.371.480 T€ zum 31. Dezember 2023 auf 1.373.947 T€ zum 31. Dezember 2024. Die Sachanlagen gingen von 321.661 T€ auf 315.402 T€ zurück. Investitionen in Höhe von 83.503 T€ standen Abschreibungen in Höhe von 86.262 T€ sowie Anlagenabgänge in Höhe von 7.802 T€ gegenüber. Die Anlagenabgänge betreffen im Wesentlichen Abgänge des Right of Use. Die Immaterielle Vermögenswerte reduzierten sich von 164.174 T€ auf 145.610 T€, im Wesentlichen infolge der fortlaufenden Abschreibungen auf Software und Kundenstamm. Die Firmenwerte erhöhten sich aufgrund von Wechselkurseffekten von 826.271 T€ im Vorjahr auf 830.144 T€ zum 31. Dezember 2024. Die abgegrenzten Aufwendungen in Höhe von 26.122 T€ beinhalten Zahlungen an Dritte für die Vertragsanbahnung, welche über die Laufzeit des Vertrags abgegrenzt werden. Im Anstieg um 12.494 T€ spiegelt sich die positive Kundenentwicklung sowie eine längere Customer Lifetime wider. Entwicklung kurzfristiger Schulden:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich Stichtagsbedingt um 25,9 % auf 112.311 T€. Die kurzfristigen Schulden sind von 298.115 T€ per 31. Dezember 2023 auf 360.112 T€ zum 31. Dezember 2024 gestiegen. Die kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 92.653 T€ (31. Dezember 2023: 84.645 T€) beinhalten vor allem Einzahlungen aus Kundenverträgen, für die die Leistung noch nicht vollständig erbracht worden ist. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten stiegen von 48.186 T€ im Jahr 2023 auf 58.077 T€ im Jahr 2024, im Wesentlichen aufgrund der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (+12.731 T€). Entwicklung langfristiger Schulden:
Die langfristigen Schulden gingen von 1.300.931 T€ per 31. Dezember 2023, im Wesentlichen bedingt durch die weitere Tilgung des Darlehens der United Internet AG, auf 1.124.714 T€ zum 31. Dezember 2024 zurück. Die latenten Steuerschulden stiegen dabei von 33.652 T€ im Vorjahr auf 42.827 T€. In Gesamtbetrachtung mit den latenten Steueransprüchen liegt im Berichtsjahr 2023 ein Aktivüberhang der latenten Steuern in Höhe von 8.143 T€ vor, nach einem Aktivüberhang in Höhe von 4.194 T€ im Vorjahr.
Entwicklung des Eigenkapitals:
Im Vergangenen Jahr wurde trotz negativen Eigenkapitals der Konzern unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt, da
Auf dieser Grundlage bestand in der Vergangenheit die Erwartung, dass IONOS seinen finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen konnte. Seit dem Geschäftsjahr 2024 weist IONOS aufgrund der positiven Ergebnisse ein positives Eigenkapital aus. Aufgrund der Unternehmensentwicklung wird der Konzern weiterhin unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Netto-Bankverbindlichkeiten (d.h. der Saldo aus Bankverbindlichkeiten und liquiden Mitteln) beliefen sich auf 767.499 T€ zum 31. Dezember 2024. Im Geschäftsjahr 2023 beliefen sich die Netto-Bankverbindlichkeiten auf 774.935 T€. Die relative Verschuldung, berechnet aus den Netto-Bankverbindlichkeiten in Relation zum EBITDA, beträgt 1,78. Die IONOS hielt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 keine eigenen Aktien. Am 8. Mai 2024 hat der Vorstand der IONOS Group SE mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf Basis der Ermächtigung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 26. Januar 2023 über den Erwerb eigener Aktien zunächst beschlossen, bis 850.000 eigene Aktien über die Börse zu erwerben. Dies entspricht ca. 0,6% des Grundkapitals von 140.000 T€. Das Rückkaufprogramm soll von Mitte Mai 2024 und längstens bis zum 28. Februar 2025 durchgeführt werden. Im Rahmen des Rückkaufprogramms erwarb die IONOS Group SE erstmalig im Zeitraum vom 17. Mai bis 25. Juli insgesamt 850.000 eigene Aktien und schloss damit das Aktienrückkaufprogramm ab. Der Kaufpreis ohne Erwerbsnebenkosten belief sich auf 22.319 T€. Zum Bilanzstichtag hält die IONOS Group SE noch 463.565 eigene Aktien, da im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen 386.435 eigene Aktien ausgegeben wurden. Dies entspricht ca. 0,3% des Grundkapitals. Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage des KonzernsAuf Basis der auch durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) erwarteten positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in den internationalen Absatzmärkten von IONOS blickt der Vorstand der IONOS Group SE optimistisch in die Zukunft. Dies geschieht auch auf Grund des stabilen und überwiegend auf Abonnements beruhenden Geschäftsmodells. Der Vorstand blickt weiterhin auf die weiter voranschreitende Digitalisierung bei kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie das prognostizierte Wachstum im Cloud-Geschäft. Die Entwicklung der Gruppe hat gezeigt, dass das Geschäftsmodell der IONOS relativ konjunkturunabhängig ist. Selbst in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder globaler Herausforderungen konnte die Gesellschaft ihre Kundenbasis weiter ausbauen. Die Gesellschaft hat das Kundenwachstum durch den kontinuierlichen Ausbau der Marketingaktivitäten in den Kernmärkten beschleunigen können. Die Anpassung an veränderte Marktbedingungen, wie beispielsweise das Ansteigen bestimmter Kostenarten aufgrund von Angebotsmangel und steigenden Inflationsraten, erfolgt über gezielte Maßnahmen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Profitabilität der Gesellschaft mittelfristig zu sichern. Durch die gezielte Weitergabe von Kostensteigerungen an die Kunden über Preiserhöhungen wird die Wettbewerbsfähigkeit und die langfristige Stabilität von IONOS gewährleistet. Das bereinigte EBITDA der Gesellschaft stieg im Geschäftsjahr 2024 um 15,8 % auf 452.197 T€ (Vorjahr: 390.296 T€). Diese Steigerung zeigt die positive Entwicklung des Unternehmens. Diese Geschäftspolitik der vergangenen Jahre wird IONOS auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Im Geschäftsjahr 2024 sollen die heutigen Zielmärkte im Bereich Web Presence & Productivity und Cloud-Solutions weiter erschlossen werden. Neben der Entwicklung im Kerngeschäft des Bereichs Web Presence & Productivity steht insbesondere der weitere Ausbau unseres Cloud-Produktportfolios sowohl bei mittelständischen Unternehmen als auch im Bereich des öffentlichen Sektors im Fokus. Dies geschieht in Verbindung mit dem weiteren Ausbau bestehender Kundenbeziehungen durch die explizite Förderung der Aktivierung gewisser Produkte, spezifisch auf das Profil des jeweiligen Kunden zugeschnitten. Diese Strategie sorgt für weiteres Wachstum sowohl durch neue als auch durch bestehende Kunden. Insgesamt sieht der Vorstand die IONOS Group SE - zum Abschlussstichtag des Geschäftsjahres 2024 wie auch zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts - für die weitere Unternehmensentwicklung sehr gut aufgestellt. 2.4 Lage der GesellschaftErtragslage der IONOS Group SEDie Gesamtumsätze betragen im Geschäftsjahr 2024 17.997 T€ (Vorjahr: 3.243 T€) und resultieren im Wesentlichen aus Umsätzen mit verbundenen Unternehmen. Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 17.997 T€ (Vorjahr: 3.243 T€) resultieren aus der internen Leistungsverrechnung. Es werden primär Kosten der Vorstände an die IONOS Holding SE weiterbelastet. Im Jahr 2024 beinhaltet die Position eine Zuführung zur Stock Appreciation Rights (SAR) Rückstellung in Höhe von 9.070 T€; im Jahr 2023 beinhaltete die Position eine Korrektur der Umsätze aus der Auflösung Long term incentive (LTIP) Rückstellung in der IONOS Holding SE in Höhe von 7.701 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge der Gesellschaft beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 1.025 T€ (Vorjahr: 34.917 T€). Sie enthalten im Wesentlichen Erträge aus internen Weiterbelastungen in Höhe von 907 T€ (Vorjahr: 959 T€) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 79 T€ (Vorjahr: 15.997 T€). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen im Vorjahr waren durch die Auflösung der LTIP-Rückstellungen bedingt. Außerdem waren in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Vorjahr periodenfremde Erträge in Höhe von 11.949 T€ im Wesentlichen aus der Weiterbelastung von IPO-Kosten an die Anteilseigener der Gesellschaft enthalten. Der Personalaufwand der IONOS Group SE beläuft sich im Geschäftsjahr 2024 auf 15.961 T€ (Vorjahr: 10.085 T€). Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Umsatzerlöse beträgt 88,7 % (Vorjahr: 311,0 %). Der Personalaufwand betrifft die Vergütung der aktuellen Vorstände der IONOS Group SE. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Gesellschaft belaufen sich im Geschäftsjahr auf 4.020 T€ (Vorjahr: 18.858 T€) und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus internen Weiterbelastungen in Höhe von 907 T€ (Vorjahr: 959 T€), Aufwendungen für Abschluss - und Prüfungskosten in Höhe von 898 T€ (Vorjahr: 843 T€), Aufwendungen für Beratungskosten und Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 724 T€ (Vorjahr: 4.602 T€) sowie Aufwendungen für Fremdarbeiten in Höhe von 447 T€ (Vorjahr: 8.034 T€) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 268 T€ (Vorjahr: 1.002 T€). Die im Vorjahr ausgewiesenen Aufwendungen für Beratungskosten sind im Zusammenhang mit dem Börsengang in 2023 angefallen; die Aufwendungen für Fremdarbeiten in 2023 stehen im Zusammenhang mit der Veränderung der LTIP-Rückstellungen. Das Betriebsergebnis der IONOS Group SE beträgt zum Bilanzstichtag -959 T€ (Vorjahr: 9.216 T€) und ist wesentlich durch die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge beeinflusst. Die Erträge aus den Ausleihungen des Finanzanlagevermögens der Gesellschaft in Höhe von 37 T€ (Vorjahr: 37 T€) betreffen ausschließlich die Verzinsung der Ausleihung an die IONOS Holding SE. Die Zinsaufwendungen der IONOS Group SE in Höhe von 540 T€ (Vorjahr: 3.833 T€) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Cash Pooling Zinsen 388 T€ (Vorjahr: 229 T€) mit der IONOS Holding SE sowie Zinsaufwendungen im Rahmen der Aufnahme eines Konsortialdarlehens durch die IONOS Holding SE in Höhe von 152 T€ (Vorjahr: 3.605 T€). Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft beläuft sich im Geschäftsjahr auf 2.474 T€ (Vorjahr: Jahresüberschuss 5.405 T€). Finanz- und Vermögenslage der IONOS Group SEDie Bilanzsumme der IONOS Group SE reduzierte sich im Geschäftsjahr 2024 von 531.055 T€ im Vorjahr auf 529.342 T€. Die wesentlichen Effekte hierbei werden im Nachfolgenden erläutert. Das Finanzanlagevermögen der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert (520.160 T€) und entsprach somit 98,26 % (Vorjahr: 97,95 %) der Bilanzsumme. Die Forderungen und sonstigen Vermögengegenstände der Gesellschaft sind von 10.877 T€ auf 9.154 T€ gesunken. Ursächlich hierfür ist der Rückgang der sonstigen Forderungen um 2.238 T€ mit gegenläufigem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 515 T€. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus der Umsatzsteuerorganschaft. Im Vorjahr setzten sich die sonstigen Forderungen in erster Linie aus der Weiterbelastung der IPO-Kosten an den Minderheitsgesellschafter WP XII Venture Holdings II SCSp, Luxemburg / Luxemburg in Höhe von 2.238 T€ zusammen. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten erhöhte sich von 0 T€ im Vorjahr auf 4 T€, was im Wesentlichen mit dem Rückkauf der eigenen Aktien im Zusammenhang steht. Im Geschäftsjahr 2024 hat sich das Eigenkapital der IONOS Group SE von 515.903 T€ auf 498.666 T€ reduziert. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 94,20 % zum 31. Dezember 2024, was im Vergleich zum Vorjahr (97,15 %) einen Rückgang darstellt. Der Hauptgrund für diese Entwicklung liegt im Rückkauf eigener Aktien, der eine offene Absetzung vom Grundkapital in Höhe von 464 T€ und eine Verrechnung mit der verrechenbaren Kapitalrücklage in Höhe von 14.300 T€ zur Folge hatte. Gleichzeitig wurde der Verlustvortrag durch die Verrechnung des Vorjahresüberschusses um 5.405 T€ reduziert. Der im Geschäftsjahr 2024 erzielte Jahresfehlbetrag beträgt 2.474 T€ (Vorjahr: -5.405 T€ Jahresüberschuss). Zusammen mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr von 7.609 T€ ergibt sich ein Bilanzverlust von 10.082 T€ (Vorjahr 7.609 T€) Die Rückstellungen der IONOS Group SE betreffen Steuerrückstellungen in Höhe von 1.012 T€ (Vorjahr: 0 T€) sowie sonstige Rückstellungen, die sich von 9.609 T€ auf 18.936 T€ erhöht haben. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von 17.798 T€ (Vorjahr: 8.701 T€) sowie für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von 898 T€ (Vorjahr: 697 T€). Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen betrifft im Wesentlichen Rückstellungen für aktienbasierte Vergütungen aus dem Stock Appreciation Rights Programm für drei Vorstandsmitglieder der Gesellschaft in Höhe von 9.070 T€ (Vorjahr: 3.301 T€). Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind von 5.543 T€ im Vorjahr auf 10.728 T€ gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken von 58 T€ im Vorjahr auf 7 T€. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Rechtsberatern, die mit dem Börsengang zusammenhingen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von 437 T€ auf 1.109 T€ gestiegen. Sie setzten sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling und Cash-Pooling Zinsen in Höhe von 620 T€ (Vorjahr: 0 T€) sowie aus Umsatzsteuerorganschaft in Höhe von 186 T€ (Vorjahr: 403 T€) zusammen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuer in Höhe von 9.428 T€ (Vorjahr: 4.982 T€). Die IONOS Group SE ist seit Juni 2022 über die IONOS Holding SE am konzerneigenen Cash-Pool der United Internet AG angeschlossen. Die IONOS Holding ist in das Cash-Pooling der United Internet AG eingebunden und die Finanzierung der United Internet AG wiederum ist durch langfristige Kreditrahmen sichergestellt. Darüber hat die Gesellschaft mit der IONOS Holding SE einen langfristigen Darlehensvertrag (Ausleihung) geschlossen. Zum Bilanzstichtag beträgt die Ausleihung 364.100 T€ (Vorjahr: 364.100 T€). Eine Anpassung der Tilgungsmodalitäten ist nicht geplant. Durch die Einbeziehung in das Cash-Pooling der IONOS Holding SE ist die IONOS Group SE jederzeit in Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage der EinzelgesellschaftDie wirtschaftliche Lage der IONOS Group SE auf Ebene des Einzelabschlusses ist aufgrund ihrer Rolle als Holding-Gesellschaft im Wesentlichen durch das Beteiligungs- und Finanzergebnis beeinflusst. Insofern gilt die Gesamtaussage des Vorstandes zur wirtschaftlichen Lage im Konzern qualitativ auch für die IONOS Group SE selbst. 2.5 Nicht-finanzielle KennzahlenVorstand und Aufsichtsrat der IONOS sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Konzernführung für den Bestand des Konzerns und für eine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen. Nach dem Selbstverständnis des Konzerns geht unternehmerisches Handeln dabei über die Verfolgung wirtschaftlicher Ziele hinaus und beinhaltet auch eine Verpflichtung gegenüber Konzern, Umwelt, Mitarbeitern und weiteren Stakeholdern. IONOS kommt dabei ihrer Berichtspflicht gemäß dem "Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten" (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, CSR-RUG und §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB) nach und veröffentlicht einen gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht im Rahmen eines separaten Nachhaltigkeitsberichts. Darüber hinaus kommt die Gesellschaft im Nachhaltigkeitsbericht auch ihrer Berichtspflicht nach der EU-Taxonomie-Verordnung 2020/852 des Europäischen Parlaments nach und legt den Anteil ökologisch nachhaltiger Geschäftstätigkeiten entsprechend offen. Dieser Verantwortung stellt sich der Konzern in verschiedenster Weise. Die wichtigsten Aspekte sind in den folgenden Abschnitten zusammengefasst und werden in Form eines Nachhaltigkeitsberichts auf der Website der IONOS Group SE veröffentlicht (https://www.ionos-group.com/de/investor-relations/veroef-fentlichungen/berichte.html) Nachhaltige Geschäftspolitik / Corporate ResponsibilityIONOS fühlt sich einer nachhaltigen Geschäftspolitik verpflichtet. Diese Nachhaltigkeit zeigt sich insbesondere in den hohen Investitionen in Kundenbeziehungen. Die Zahl der zahlenden Kunden konnte im Geschäftsjahr 2024 um weitere 164 Tsd. Kunden ausgebaut werden. Der Zuwachs resultiert aus 43 Tsd. Kunden im Inland sowie 121 Tsd. im Ausland. Damit stieg der Bestand auf insgesamt 6,32 Mio. Kunden an. Im Vorjahr wurden die Kundenzahlen um -30 Tsd. nach einer Vereinheitlichung der Policy bei Tochterunternehmen angepasst. Konzern: Entwicklung des Kundenbestands im Geschäftsjahr 2024 (in Mio.)
Neben der Neukundengewinnung ist beim Ausbau des Kundenbestands das Halten und Binden von Bestandskunden der wesentlichste Faktor. Wichtigstes Instrument der IONOS ist dabei die Kundenzufriedenheit. Deshalb wurden Strukturen und Prozesse etabliert, um die Zufriedenheit der Kunden und deren Wünsche zu ermitteln. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden zur Identifikation von Verbesserungspotenzialen genutzt und anschließend in konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit (etwa im Bereich der Service- oder Produkt-Qualität) umgesetzt. Im Sinne der Kundenzufriedenheit haben seit Oktober 2018 beispielsweise alle Kunden der Marke IONOS die Möglichkeit, kostenlos einen persönlichen Berater als zentralen Ansprechpartner bei allen Fragen rund um die Produkte, ihren Vertrag und den geschäftlichen Erfolg im Internet zu nutzen. Damit begleitet IONOS Unternehmen durch alle Phasen der Firmenentwicklung - von der Homepage über Shop-Systeme und eigene Server bis hin zur Nutzung der selbst entwickelten Enterprise-Cloud-Infrastruktur. Zusätzlich haben Firmen die Möglichkeit, zahlreiche Cloud-Anwendungen zu nutzen, die ihr Geschäft unterstützen. MitarbeiterDie Internet-Branche zeichnet sich durch eine hohe Dynamik, kurze Innovationszyklen und globale Vernetzung aus. Diesen Herausforderungen stellt sich IONOS im Verbund mit der gesamten United Internet Gruppe mit großem Erfolg. IONOS beschäftigte zum 31. Dezember 2024 insgesamt 4.182 aktive Mitarbeitende (Vorjahr: 4.364). Green ITIm Zuge der globalen Klimadebatte und stetig steigender Energieverbräuche ist in der Computer-Branche häufig von "Green IT" die Rede. Der Begriff "Green IT" umfasst im Prinzip sämtliche Maßnahmen, die dazu beitragen, sowohl den CO 2 -Ausstoß als auch den Energieverbrauch eines Unternehmens zu reduzieren. Die ITK-Branche leistet heute einen wesentlichen Beitrag zur weltweiten Wertschöpfung und ist damit ein starker Wirtschaftsfaktor. Gleichzeitig ist sie auch ein nicht unbedeutender CO 2 -Emittent und benötigt viel Strom. Dies gilt bei Internet Service Providern wie IONOS insbesondere für die Rechenzentren, in denen viele Millionen Cloud-Anwendungen für Privatpersonen und Gewerbetreibende betreut werden und die sich aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft einem wachsenden Bedarf gegenübersehen. Die IONOS Group nutzt seit 2022 weltweit für die eigenen Rechenzentren ausschließlich Strom aus direkt bezogenen erneuerbaren Energien. Zudem legt der Konzern Wert darauf, dass die erneuerbare Energie geographisch benachbart produziert wird - also zumeist im gleichen Land oder in einem naheangrenzenden Gebiet. Im Juli 2023 veröffentlichte IONOS ihre Klimastrategie 2024. Diese orientiert sich an den Standards der Science Based Targets Initiative (SBTi) des Pariser Abkommens über 1,5°C für Rechenzentren. Durch die Nutzung von Strom aus 100% erneuerbaren Energiequellen für die Rechenzentren hat IONOS seit langem den Großteil potentieller Kohlenstoffdioxidemissionen vermieden und plant dies beizubehalten. Darüber hinaus hat sich die IONOS zum Ziel gesetzt, die Emissionen in Verbindung mit den Kraftstoffen für die Notstromaggregate der Rechenzentren bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 2019 um 55% zu senken. Auch Bürogebäude sollen bis 2030 zu 100% Strom aus erneuerbaren Energiequellen nutzen und bei 50% der eigenen Rechenzentren soll erneuerbare Energie durch die Installation von Photovoltaikanlagen erzeugt werden. Die in der Klimastrategie definierten Ziele werden jährlich intern überprüft und sind eng mit den weiteren allgemeinen Geschäftszielen verknüpft. Im Jahr 2018 wurde die Entscheidung für die Einführung eines Energiemanagementsystems (EnMS) nach ISO 50001 getroffen. Das EnMS umfasst die Rechenzentren der IONOS-Gruppe, die sie selbst betreibt und in denen sie den Energieverbrauch entsprechend steuern kann. Die Anwendung des EnMS ermöglicht die kontinuierliche Verfolgung von Zielen zur Steigerung der Energieeffizienz und die transparente Nachvollziehbarkeit. Somit kann das EnMS dazu dienen, etwaige Energieverschwendung zu erkennen und abzustellen, wodurch Kosten gespart werden können, sowie externe Anforderungen wie z. B. die Durchführung eines regelmäßigen Energieaudits zu identifizieren und zu erfüllen. Das EnMS leistet so einen wichtigen Beitrag zum Nachhaltigkeitsmanagement und kann sich positiv auf Reputation und Marktposition auswirken. Darüber hinaus wurde im Jahr 2024 eine Zertifizierung nach ISO 14001 des Umweltmanagementsystem erreicht, das Umweltauswirkungen minimiert und den Schutz der Umwelt fördert. Das EnMS wurde letztmalig im Jahr 2022 erfolgreich geprüft und rezertifiziert. Die nächste turnusmäßige Rezertifizierung ist für das Jahr 2025 geplant. Wichtige Bausteine hinsichtlich der Einsparung von Energie innerhalb der globalen Rechenzentren sind u.a.:
3. Risiko-, Chancen- und PrognoseberichtDie Risiko- und Chancenpolitik der IONOS orientiert sich an dem Ziel, die Werte des Unternehmens zu erhalten und nachhaltig zu steigern, indem Chancen wahrgenommen und Risiken frühzeitig erkannt und gesteuert werden. Das "gelebte" Risiko- und Chancenmanagement im IONOS Konzern stellt sicher, dass die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeiten in einem kontrollierten Unternehmensumfeld ausüben kann. Das Risiko- und Chancenmanagement regelt den verantwortungsvollen Umgang mit Unsicherheiten, die mit unternehmerischem Handeln stets verbunden sind und stellt somit sicher, dass die IONOS ihre Geschäftstätigkeit in einem kontrollierten Umfeld ausüben kann. 3.1 RisikoberichtRisikomanagementDas Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil der Unternehmenspolitik, mit dem Risiken frühzeitig erkannt und wenn sinnvoll begrenzt werden. IONOS betreibt die kontinuierliche Früherkennung sowie standardisierte Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken durch ein konzernweites Risikomanagementsystem. Diese Standards werden laufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt. Die IONOS lebt eine Risikokultur, die sich durch einen offenen und transparenten Umgang mit Risiken auszeichnet und fördert dieses Verantwortungsbewusstsein durch eine offene Informations- und Kommunikationspolitik. Jeder Mitarbeitende ist aufgefordert, nach Bekanntwerden eines meldepflichtigen Risikos mit dem Company Risk Management Kontakt aufzunehmen. Das Risikomanagementsystem der IONOS gilt konzernweit und ist in das System der United Internet AG integriert. Um im Spannungsfeld zwischen Gewinnchancen und Verlustrisiken dauerhaft erfolgreich zu sein, werden Risiken systematisch und nach konzerneinheitlichen Standards in die Entscheidungsprozesse einbezogen. Das Risikomanagement ist damit ein strategischer Erfolgsfaktor der Unternehmensführung sowohl für die IONOS Group SE selbst als auch für die Tochtergesellschaften. Das Risikofrüherkennungssystem entspricht den gesetzlichen Anforderungen, steht im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex und orientiert sich in seiner Ausgestaltung an den in der internationalen ISO-Norm ISO 31000:2018 festgelegten Leitlinien. Der Aufsichtsrat überprüft gemäß den Vorschriften des Aktiengesetzes die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Konzeption, Organisation und Aufgabe des Risikomanagements der IONOS sind in einer konzernweit verfügbaren und gültigen Risikomanagementstrategie sowie Risikomanagementhandbuch dokumentiert. Diese Vorgaben werden laufend an die sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt. Das operative Risikomanagement, welches durch den Finanzvorstand der IONOS Group SE verantwortet wird, verfolgt das Ziel der Handhabung der Risiken der gesamten Gruppe und befasst sich regelmäßig mit spezifischen Risikothemen der IONOS. Für den Austausch und den Abgleich von Risikoinformationen finden regelmäßige Risikoinventuren mit allen Vorstandsbereichen sowie Risk-Manager-Meetings mit den unternehmensweiten, querschnittsverantwortlichen Stellen statt. Risikoschulungen werden für alle Unternehmensebenen angeboten, da sich das Risikomanagement als ganzheitliches System der gelebten Unternehmenskultur versteht. Das Schulungskonzept wird weiter ausgebaut werden und schon im Onboarding-Prozess implementiert. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden viermal im Jahr in Berichtsform über die Risikosituation informiert. Die Ergebnisse werden sowohl im Vorstand als auch im Aufsichtsrat, insbesondere im eigens dafür eingerichteten Prüfungs- und Risikoausschuss, erörtert. Bei identifizierten, unvermittelt wirkenden erheblichen Risiken und Risikoveränderungen wird eine Ad hoc-Berichtspflicht ausgelöst. Das Risiko wird dann unverzüglich an den Finanzvorstand der IONOS Group SE gemeldet und von diesem gegebenenfalls auch an den Aufsichtsrat berichtet. Auf diesem Wege können wesentliche Risiken schnellstmöglich adressiert werden. Methoden und Ziele des RisikomanagementsDas Risikomanagementsystem umfasst die Maßnahmen, die es der Gesellschaft erlauben, mögliche Risiken, die die Erreichung der Unternehmensziele gefährden könnten, frühzeitig durch Assessments und Frühwarnsysteme zu erkennen, monetär und in Szenarien zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Das Ziel des Risikomanagements ist es, dem Management die größtmögliche Transparenz über die tatsächliche Risikosituation, deren Veränderung sowie der verfügbaren Handlungsoptionen zu verschaffen, um so das bewusste Eingehen oder das Vermeiden von Risiken zu ermöglichen. Unternehmensgefährdende Risiken sind dabei grundsätzlich zu vermeiden. Die Bewertung der Risiken erfolgt in einer Netto-Betrachtung, d. h. Effekte durch mitigierende Maßnahmen werden erst nach Umsetzung dieser in der Risikobewertung berücksichtigt. Die jährlich vom Finanzvorstand festgestellte Risikoneigung bezeichnet das Maß an Bereitschaft, Risiken einzugehen. Flankiert wird dies durch die periodisch durchgeführte Value at Risk-Berechnungen, bei der neben der Risikotragfähigkeit auch die Risikotoleranz und der Risikoappetit kalkuliert wird. Dies erfolgt in Abhängigkeit der gewählten Risikoneigung im Sinne des IDW PS 981 und dient der risikoorientierten Unternehmenssteuerung. Neben den klassischen Risiken, also der Betrachtung der kurzfristigen finanziellen Risiken, erfolgt bei IONOS ebenfalls eine Mittel- sowie Langfristbewertung von Nachhaltigkeitsrisiken mit Outside-in und Inside-out-Perspektive. Abgerundet wird die Liste der Risikoarten durch Emerging Risks, welche einem jährlichen Review unterliegen. Das Ziel des Risikomanagements besteht in dem generellen Schutz von Vermögenswerten, der Eröffnung von Handlungsspielräumen, der Erreichung der geplanten Unternehmensziele und der Senkung der Risiko- und Kapitalkosten. Risiken für die IONOSDie Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis einer konsolidierten Betrachtung aller bekannten wesentlichen Risiken. Aus der Gesamtheit dieser, in der IONOS identifizierten, Risiken erläutern die folgenden Abschnitte die aus Sicht des Konzerns wesentlichen Risikofelder. Ausgangspunkt zur Einschätzung der Wesentlichkeit der Risiken bilden die Ausprägungen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "potenzieller Schaden". Der potenzielle Schaden umfasst dabei sämtliche negative Ergebnisbeeinflussungen. Ausgehend von der Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und potenziellem Schaden werden die Risiken in die drei Risikoeinstufungen "Bedeutend", "Moderat" und "Gering" kategorisiert. Risikobewertungsmatrix IONOS
Im aktuellen Geschäftsjahr wurden die Risikobewertungsmatrix und die Risikokategorien angepasst.
Risikobewertungsmatrix 2023:
Risikobewertungsmatrix ab 2024:
Die Risikokategorien wurden in diesem Jahr ebenfalls überarbeitet und von sechs auf drei Oberkategorien komprimiert. Ähnliche Kategorien wie beispielsweise "Personalentwicklung und -bindung" und "Personalbeschaffungsmarkt" wurden zu "Mitarbeitenden" zusammengefasst. Alle Risiken wurden in die neuen Kategorien "Strategische Markt- & Geschäftsrisiken", "Operationelle Risiken" und "Finanz- & Steuerrisiken" überführt. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist gegeben, da auch diese neu zugeordnet worden sind. Folgende Risikokategorien sind entfallen:
Nachfolgende Kategorien wurden aufgeteilt, integriert oder umbenannt:
Konkrete Einschätzungen seitens des Vorstands des Konzerns zur Risikosituation sowie zu Eintrittswahrscheinlichkeit, potenziellem Schaden und der daraus abgeleiteten Risikoeinstufung der im Folgenden beschriebenen Risiken befinden sich am Ende dieses Risikoberichts. Strategische Markt- & GeschäftsrisikenAbsatzmarkt & WettbewerbDie Märkte der IONOS sind durch einen starken und anhaltenden Wettbewerb geprägt. Abhängig von der Strategie der am Markt beteiligten Parteien können unterschiedliche Effekte auftreten, die u. a. eine Anpassung der eigenen Geschäftsmodelle oder der eigenen Preispolitik nach sich ziehen können. Auch durch den Markteintritt von neuen Wettbewerbern könnten Marktanteile, Wachstumsziele oder Margen gefährdet werden. Zudem steigt die IONOS Group selbst gelegentlich in neue, zusätzliche Märkte mit großen Wettbewerbern ein. Mit einer solchen unternehmerischen Entscheidung sind stets auch neue Risiken verbunden. Die IONOS versucht, diese Risiken mit einer detaillierten Planung auf Basis interner Erfahrungswerte und externer Marktstudien sowie durch ein ständiges Monitoring von Markt und Wettbewerb zu minimieren. Die IONOS schließt sich für das kommende Jahr den offiziellen Konjunkturprognosen der EU-Kommission, des IWF sowie der OECD an, welche nicht mit einer deutlichen Belebung der Marktsituation im deutschen Zielmarkt rechnen. Die Risikoeinschätzung steigt im Vergleich zum Vorjahr von Moderat auf Bedeutend. BeschaffungsmarktEine Lücke in der Beschaffung bzw. der Lieferung von zum Unternehmensbetrieb benötigen Ressourcen kann zu Engpässen oder Ausfällen führen. Dies betrifft sowohl den Einkauf von Hard- und Software als auch den Bezug von Vorleistungen. Preiserhöhungen der eingekauften Produkte und Leistungen stellen ein Risiko für die zu erzielenden Produktmargen dar. Eingeplante positive Effekte aus vertraglich fixierten Preisanpassungsrunden können aufgrund von Verzögerungen zu Risiken für die periodische Zielerreichung des Unternehmens werden. IONOS begegnet diesen Risiken durch die Zusammenarbeit mit mehreren und langfristig gebundenen Dienstleistern und Lieferanten, vertraglichen Verpflichtungen sowie - sofern wirtschaftlich sinnvoll - einem Ausbau der eigenen Wertschöpfungskette. Zwar können erhebliche und unvorhersehbare Entwicklungen auf dem Beschaffungsmarkt bspw. durch geopolitische Spannungen nicht vollständig abgefedert, aber durch präventive Maßnahmen wie zum Beispiel der zügigen Aufstockung der Lagerbestände entgegengewirkt werden. Die Risikoeinstufung ist von Moderat auf Gering gesunken, da aktuell keine signifikanten Preiserhöhungen für Lizenzen oder Dienstleistungen erhoben wurden. Beteiligungen & InvestitionenDer Erwerb und das Halten von Beteiligungen sowie die Tätigung von strategischen Investitionen stellen einen wesentlichen Erfolgsfaktor der IONOS dar. Neben einem besseren Zugang zu bestehenden und neuen Wachstumsmärkten und zu neuen Technologien / Know-how dienen Beteiligungen und Investitionen auch der Erschließung von Synergie- und Wachstumspotenzialen. Mit diesen Chancen gehen gleichzeitig auch Risiken einher. So besteht die Gefahr, dass die erhofften Potenziale nicht wie erwartet ausgeschöpft werden können oder erworbene Beteiligungen sich nicht wie erwartet entwickeln (Wertminderungen, Veräußerungsverluste, Dividendenausfall oder Verminderung der stillen Reserven). Alle Beteiligungen unterliegen deshalb einem kontinuierlichen Überwachungsprozess durch das Beteiligungsmanagement und werden bei Bedarf zeitnah unterstützt. Die Werthaltigkeit der getätigten Investitionen wird von Management und Controlling fortlaufend überwacht. Aktuell sind bei der IONOS keine wesentlichen Risiken in diesem Bereich bekannt. Geschäftsentwicklung & InnovationenEin weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor der IONOS ist es, neue und ständig verbesserte Produkte und Services zu entwickeln, um Umsätze und Ergebnisse weiter zu steigern, neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kundenverhältnisse auszubauen. Dabei besteht das Risiko, dass Neuentwicklungen zu spät auf den Markt kommen oder seitens der Zielgruppe nicht wie erwartet angenommen werden. Diesen Risiken begegnet IONOS durch eine intensive und permanente Markt-, Produkt- und Wettbewerbsbeobachtung sowie eine ständig auf das Feedback der Kunden reagierende Produktentwicklung. Wie im Vorjahr wird dieser Risikobereich mit Gering eingestuft. Höhere GewaltAufgrund von externen Ereignissen wie beispielweise Naturkatastrophen (Erdbeben, Überschwemmung, Tsunamis, Krieg usw.), personelle Krisen (Pandemien, Streiks usw.), infrastrukturelle Krisen (Stromausfall, Beschädigung von Straßen usw.) oder Gewaltereignisse (Amokläufe, Terrorangriffe, Krieg usw.) kann es zur Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs kommen. Die IONOS begegnet diesen Risiken soweit möglich mit einer Vielzahl verschiedener Maßnahmen. Beispiele sind der Betrieb von georedundanten Rechenzentren, Hygienevorkehrungen sowie die Ausarbeitung von Notfallkonzepten. Regelmäßige Erarbeitung und Überprüfung der Notfallkonzepte und deren Training gehören zum Standard der IONOS. Der Risikobereich hat gegenüber der Vorjahresbewertung keine Änderung erfahren und wird weiterhin mit Moderat eingestuft. Makroökonomisches UmfeldDiese Risikokategorie wurde im aktuellen Geschäftsjahr neu eingeführt. Als global agierendes Unternehmen ist IONOS Unsicherheit in der Weltwirtschaft, auf den Finanzmärkten sowie sozialer und politischer Instabilität ausgesetzt. Störungen des Geschäftsbetriebes können durch staatliche Konflikte, Terroranschläge, Kriege oder internationale Antipathien hervorgerufen werden. Diese Vielzahl an externen Faktoren können nicht beeinflusst werden, sind schwer vorhersehbar und können schnell eine Eigendynamik entwickeln. Zunehmende militärische Spannungen auf der ganzen Welt und globale pandemische Krankheiten könnten zusätzlich negative Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb, die Wettbewerbs- oder Finanzlage, den Gewinn und den Cashflow hervorrufen. Aktuell beschäftigt die Wirtschaft die Auswirkung der Wahlen in Deutschland, beispielsweise wegen des vorläufigen Bundeshaushaltes und der daraus resultierenden Möglichkeit verzögerter Abrufe durch öffentlich-rechtliche Auftraggeber. Ebenso sind die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Trump-Administration ein risikoerhöhender Faktor. Der Vorstand und die operativ Verantwortlichen werden die weiteren Entwicklungen genau beobachten und gegebenenfalls (sofern möglich) geeignete Gegenmaßnahmen einleiten. Die Risikobewertung des makroökonomischen Umfeldes wird mit Moderat eingestuft. Regulatorisches UmfeldRisiken der früheren Kategorien "Fehlverhalten & Regelwidrigkeiten" sowie "Gesetzgebung & Regulierung" werden unter der Kategorie "Regulatorisches Umfeld" zusammengefasst. Änderungen der bestehenden Gesetzgebung, der Erlass neuer Gesetze sowie Änderungen bei staatlichen Regulierungsthemen können unerwartete negative Auswirkungen auf die durch IONOS verfolgten Geschäftsmodelle und deren Weiterentwicklung haben. Gleichermaßen besteht die Möglichkeit, dass eine fehlende Regulierung das Marktumfeld für die IONOS verschlechtert. Dem Regulierungsrisiko wird durch eine aktive Zusammenarbeit mit mehreren Partnern begegnet. Die Bewertung bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei Moderat. Operationelle RisikenArbeitsabläufe & -prozesseVor dem Hintergrund der stetig steigenden Komplexität und Interoperabilität der angebotenen Produkte sind zunehmend steigende Anforderungen an die Weiterentwicklung der internen Arbeitsabläufe und -prozesse zu verzeichnen. Dies geht mit ständig wachsenden Abstimmungs- und Koordinationsaufwänden einher. Die besondere Herausforderung liegt hierbei neben der Sicherstellung der Qualitätsstandards vor allem in der Anpassung an das sich immer schneller vollziehende Marktgeschehen - und das auf vielen unterschiedlichen in- und ausländischen Märkten. Diesen Risiken begegnet der Konzern mit einer ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung der internen Abläufe und Prozesse, der gezielten Bündelung und Bindung von Experten und Kompetenzträgern sowie der kontinuierlichen Optimierung der organisatorischen Strukturen. Die Risikoeinstufung erfolgt wie im Vorjahr mit Moderat. Betrug & ForderungsausfallUm dem dynamischen Kundenwachstum sowie einer möglichst schnellen Leistungsbereitstellung Rechnung zu tragen, sind die Bestell- und Bereitstellungsprozesse der IONOS - wie bei vielen großen Unternehmen im Massenmarktgeschäft - weitgehend automatisiert. Diese automatisierten Prozesse bieten naturgemäß Angriffsmöglichkeiten für Betrüger. Aufgrund der hohen Attraktivität der angebotenen Produkte und Services, erhöhen sich neben der Anzahl der Kunden auch das Risiko für einen Anstieg der Anzahl von Nichtzahlern und Betrügern. Der Konzern versucht durch den permanenten Ausbau des Fraud-Managements, durch eine enge Zusammenarbeit mit Partnern sowie durch entsprechende Produktgestaltung Fraud-Angriffe zu vermeiden oder zumindest frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden. Wie im Vorjahr wird dieser Risikobereich mit Moderat bewertet. Cyber- & InformationssicherheitIONOS realisiert den Unternehmenserfolg im Wesentlichen im Umfeld des Internets. Zur Leistungserbringung werden im Rahmen der Geschäftsprozesse Informations- und Telekommunikationstechnologien (beispielsweise Rechenzentren, Übertragungssysteme und Vermittlungsknoten) eingesetzt, die stark mit dem Internet vernetzt sind und deren Verfügbarkeit durch Bedrohungen aus dem Internet gefährdet werden können. Um solchen Risiken zunehmend schneller begegnen zu können, wird das bestehende Überwachungs- und Alarmierungssystem inklusive der nötigen Prozesse und Dokumentationen kontinuierlich optimiert. Es besteht zudem das Risiko eines Hackerangriffs mit dem Ziel, Kundendaten auszuspionieren, zu löschen oder Leistungen missbräuchlich in Anspruch zu nehmen. Auch im Geschäftsjahr 2024 war eine ansteigende Professionalisierung der Angreifer und ihrer Angriffsmethoden zu beobachten. Die Zahl täglich neu erkannter Schadprogrammvarianten lag nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Zeitraum 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024 bei durchschnittlich 309.000 (Vorjahr: 250.000). Diesem Risiko wird mit dem Einsatz von Virenscannern, Firewalling-Konzepten, eigens initiierten Tests und diversen technischen Kontrollmechanismen begegnet. Die Bedrohungspotenziale aus dem Internet stellen für IONOS hinsichtlich ihrer Auswirkungen eine der größten Risikogruppen dar, die insgesamt durch eine Vielzahl an technischen und organisatorischen Maßnahmen kontrolliert werden. Insbesondere seien hier der Betrieb und die kontinuierliche Verbesserung des Sicherheitsmanagementsystems sowie der stetige Ausbau der Widerstandsfähigkeit (Resilienz) der Systeme genannt. Die Einstufung des Risikos bleibt wie im Vorjahr bei Moderat. DatenschutzIONOS speichert die Daten seiner Kunden auf Servern in nach internationalen Sicherheitsstandards (ISO 27001) zertifizierten firmeneigenen sowie in angemieteten Rechenzentren. Der Umgang mit diesen Daten unterliegt umfangreichen gesetzlichen Vorgaben. Dennoch kann nie vollständig ausgeschlossen werden, dass Datenschutzbestimmungen, beispielsweise durch menschliches Fehlverhalten oder technische Schwachstellen, verletzt werden. In einem solchen Fall drohen Bußgelder und der Verlust von Kundenvertrauen. Der Konzern ist sich dieser großen Verantwortung bewusst und räumt dem Datenschutz einen hohen Stellenwert und besondere Beachtung ein. Durch den Einsatz neuester Technologien, die ständige Überprüfung der datenschutzrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Vorgaben, einem umfangreichen datenschutzrechtlichen Schulungsprogramm für Mitarbeitende sowie die möglichst frühzeitige Einbindung von Datenschutzaspekten und -anforderungen in die Produktentwicklung investiert die IONOS kontinuierlich in die Verbesserung des Datenschutzniveaus. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine Veränderung des Risikofelds "Datenschutz", so dass die Einstufung unverändert bei Moderat verbleibt. MitarbeitendeDie Kategorie setzt sich aus Risiken der Bereiche "Personalbeschaffung" und "Personalentwicklung & -bindung" zusammen. Hoch qualifizierte und gut ausgebildete Mitarbeiter bilden die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der IONOS. Neben der erfolgreichen Rekrutierung von qualifiziertem Personal sind die Personalentwicklung und die langfristige Bindung von Leistungsträgern an das Unternehmen von strategischer Bedeutung. Wenn es nicht gelingt, Führungskräfte und Mitarbeiter mit speziellem Fach- oder Technologiewissen weiterzuentwickeln und an den Konzern zu binden, besteht die Gefahr, dass IONOS nicht in der Lage sein könnte, seiner Geschäftstätigkeit effektiv nachzugehen und seine Wachstumsziele zu erreichen. Durch eine konzentrierte Ansammlung von strategischem Wissen und Fähigkeiten (sogenanntes Kopfmonopol) kann es bei einem Ausfall eines entsprechenden Mitarbeitenden zu erheblichen Auswirkungen bei der Leistungserstellung des Konzerns kommen. Um dem entgegenzuwirken werden Mitarbeitenden- und Führungskompetenzen ständig gefördert. So werden gezielt Maßnahmen zur beruflichen Weiterentwicklung, Mentoren- und Coaching-Programme sowie besondere Angebote für Potenzialträger angeboten, die auf die Weiterentwicklung von Talenten und Führungskompetenzen ausgerichtet sind. Als Arbeitgeber sieht sich die IONOS Group gut aufgestellt, um auch künftig qualifizierte Fach- und Führungskräfte mit Potenzial zur Steigerung des Geschäftserfolgs einstellen zu können. Dies wurde wie schon in den vergangenen Jahren durch das Top Employers Institute mit der Auszeichnung "Top Arbeitgeber 2025" bestätigt. Die Risikoeinstufung wird wie im Vorjahr mit Moderat angegeben. PartnermanagementVormals benannt als "Kooperation & Outsourcing"Einzelne Unternehmensbereiche der IONOS arbeiten mit Kooperations- und Outsourcing-Partnern zusammen. Dabei stehen Ziele wie beispielsweise die Konzentration auf das eigentliche Kerngeschäft, Kostenreduktion oder die Partizipation am Fachwissen des Partners im Vordergrund. Mit diesen Chancen gehen gleichzeitig auch Gefahren in Form von Abhängigkeiten von externen Dienstleistern sowie Vertrags- und Ausfallrisiken einher. Zur Reduzierung dieser Risiken wird vor Vertragsabschluss mit einem externen Dienstleister eine detaillierte Marktanalyse sowie eine Due Diligence Prüfung durchgeführt und auch nach Vertragsabschluss ein enger und partnerschaftlicher Austausch mit den Kooperations- und Outsourcing-Partnern aufrechterhalten. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt die Risikoeinschätzung keine Veränderung und wird nach wie vor als Moderat eingestuft. RechtsstreitigkeitenIONOS ist gegenwärtig an verschiedenen Rechtsstreitigkeiten und Schiedsverfahren beteiligt, die sich aus den normalen Geschäftstätigkeiten ergeben. Der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten ist naturgemäß ungewiss und stellt daher ein Risiko dar. Sofern die Höhe der Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann, sind die Risiken aus den Rechtsstreitigkeiten in den Rückstellungen, sofern erforderlich, berücksichtigt. Für das Risikofeld wird wie im Vorjahr die Bewertung mit Moderat angegeben. Technischer AnlagenbetriebDie Produkte der IONOS sowie die dazu benötigten Geschäftsprozesse basieren auf einer komplexen technischen Infrastruktur und einer Vielzahl erfolgskritischer Softwaresysteme (Server, Kundenverwaltungsdatenbanken, Statistiksysteme etc.). Die ständige Anpassung an sich verändernde Kundenbedürfnisse führt zu einer zunehmenden Komplexität dieser technischen Infrastruktur, an der regelmäßige Änderungen vorgenommen werden müssen. In der Folge, aber auch durch größere Umstellungen wie beispielsweise Migrationen von Datenbeständen, kann es zu vielfältigen Störungen oder Ausfällen kommen. Sollten davon zum Beispiel Leistungssysteme betroffen sein, könnte der Konzern gegenüber seinen Kunden die zugesicherte Leistung (vorübergehend) nicht oder nicht im vollen Umfang mehr erbringen. Diesen Risiken begegnet der Konzern durch gezielte Architekturanpassungen, Qualitätssicherheitsmaßnahmen und eine räumlich getrennte (georedundante) Auslegung der Kernfunktionalitäten. Darüber hinaus werden verschiedene soft- und hardwarebasierte Sicherheitsvorkehrungen eingesetzt, um die Infrastruktur und die Verfügbarkeit zu schützen. So werden beispielsweise risikobehaftete Handlungen oder Geschäftsvorfälle nicht von einem Mitarbeitenden allein, sondern nach dem "Vier-Augen-Prinzip" ausgeführt. Manuelle und technische Zugriffsbeschränkungen stellen darüber hinaus sicher, dass Mitarbeitende nur in ihren Verantwortungsbereichen tätig sind. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme gegen Datenverlust werden die vorhandenen Datenbestände einer regelmäßigen Datensicherung unterzogen und in georedundanten Rechenzentren gespeichert. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine Veränderung des Risikofelds "Technischer Anlagebetrieb", so dass die Einstufung unverändert bei Moderat verbleibt. Finanz- & SteuerrisikenFinanz- & LiquiditätsrisikenIn dieser Unterkategorie wurden die Themen "Finanzmarkt", "Finanzierung" und "Liquidität" zusammengefasst. IONOS ist mit ihren Aktivitäten grundsätzlich Risiken am Finanzmarkt ausgesetzt. Dies gilt insbesondere für Risiken aus der Änderung von Zinsen, Wechselkursen und Finanzierung. Die Gesellschaft prüft auf der Grundlage der Liquiditätsplanung ständig die verschiedenen Anlagemöglichkeiten der liquiden Mittel und die Konditionen der Finanzschulden. Ein entstehender Finanzierungsbedarf wird mittels geeigneter Instrumente zur Liquiditätssteuerung gedeckt. Liquiditätsüberschüsse werden bestmöglich im Geldmarkt angelegt. Marktzinsänderungen können sich auf das Zinsergebnis auswirken und gehen in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein. Die Gesellschaft prüft regelmäßig den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften, um die negativen Auswirkungen von steigenden Zinsen zu mitigieren. Das Währungsrisiko der IONOS resultiert im Wesentlichen aus der operativen Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und / oder Aufwendungen auf eine von der funktionalen Währung des Konzerns abweichende Währung lauten) und den Netto-Investitionen in ausländischen Tochterunternehmen. Die Verbindlichkeiten des Konzerns resultieren zum einen unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit, zum anderen besteht zum 31. Dezember 2024 ein langfristiges fremdfinanziertes Darlehen in Höhe von 800.000 T€ sowie eine Finanzierung von der Muttergesellschaft United Internet AG in Höhe von 170.000 T€. Daneben bestehen derivative Finanzinstrumente in der IONOS im Wesentlichen in Form bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten (23.653 T€ zum 31. Dezember 2024). Diese werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die Bewertung der Derivate werden vorwiegend Optionspreismodelle verwendet. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Dies schließt auch die in den Darlehen enthaltenen Financial Covenants ein, wodurch ein Risiko einer Inanspruchnahme mit "selten" angegeben wird. Das Liquiditätsrisiko der IONOS besteht grundsätzlich darin, dass die Gesellschaft möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen - bspw. der Tilgung von Finanzschulden - nicht nachkommen könnte. Ziel der Gesellschaft ist die kontinuierliche Deckung des Finanzmittelbedarfs und die Sicherstellung der Flexibilität, auch durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen. Im Cash-Management werden konzernweit der Bedarf und Überschuss an Zahlungsmitteln zentral ermittelt. Durch das konzerninterne Saldieren (Netting) von Bedarf und Überschuss wird die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß reduziert. Dies geschieht unter anderem durch den Einsatz von Cash-Pooling-Verfahren. Der Konzern hat zur Steuerung seiner Bank- und der internen Verrechnungskonten sowie zur Durchführung automatisierter Zahlungsvorgänge standardisierte Prozesse und Systeme etabliert. Für das Risikofeld der "Finanz- & Liquiditätsrisiken" verbleibt die Risikoeinstufung wie im vorigen Geschäftsjahr bei Moderat. Steuerliche RisikenAls international agierender Konzern unterliegt man in den jeweiligen Ländern geltenden steuerlichen Rechtsvorschriften. Aus Änderungen der Steuergesetze bzw. der Rechtsprechung sowie der unterschiedlichen Auslegung existierender Vorschriften können sich Risiken ergeben. Diesen Risiken begegnet die IONOS durch den kontinuierlichen Ausbau des bestehenden Tax Managements. Im Vergleich zum 31. Dezember 2023 ist ein Rückgang des Risikofeldes von Bedeutend auf Moderat zu verzeichnen, da der potenzielle Schaden für das kommende Jahr geringer eingeschätzt wird. Ursache für den Rückgang ist die erfolgreiche Umsetzung von Prozessoptimierungsmaßnahmen. Gesamtaussage des Vorstands zur RisikosituationDie Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken.
Durch den kontinuierlichen Ausbau des Risikomanagements begegnet IONOS Risiken und begrenzt sie, soweit wirtschaftlich sinnvoll, mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen auf ein Minimum. Die Gesamtrisikosituation der IONOS ist im Vergleich zum Vorjahr in zwei der drei Risikobereiche (Operationelle Risiken und Finanz- & Steuerrisiken) leicht angestiegen. Im Gegensatz dazu sank die Gesamtrisikoposition im Bereich "Strategische Markt- & Geschäftsrisiken". Bestandsgefährdende Risiken für die IONOS waren im Geschäftsjahr 2024 sowie zum Aufstellungsstichtag dieses zusammengefassten Konzernlageberichtes weder aus Einzelrisikopositionen noch aus der Gesamtrisikosituation erkennbar. Bei der Beurteilung der Gesamtrisikosituation blieben die für die IONOS bestehenden Chancen unberücksichtigt. Eintrittswahrscheinlichkeit, potenzieller Schaden und Risikoeinstufung der Risiken:
3.2 ChancenberichtChancenmanagementDas Chancenmanagement hat seine Grundlage in der strategischen Planung und den daraus abgeleiteten Maßnahmen für die Entwicklung von Produkten und deren Positionierung in den unterschiedlichen Zielgruppen, Märkten und Ländern während des Produkt-Lebenszyklus. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und kontinuierliche Identifizieren, Bewerten und Steuern von Chancen obliegt dem Vorstand sowie der operativen Führungsebene in den jeweiligen Geschäftsbereichen. Das Management der IONOS beschäftigt sich intensiv mit detaillierten Auswertungen, Modellen und Szenarien zu aktuellen und künftigen Branchen- und Technologietrends, Produkten, Märkten / Marktpotenzialen und Wettbewerbern im Umfeld des Konzerns. Die bei diesen strategischen Analysen identifizierten Chancenpotenziale werden anschließend unter Betrachtung der kritischen Erfolgsfaktoren sowie der bestehenden Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der IONOS analysiert, in den Planungsgesprächen zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und den operativ verantwortlichen Führungskräften diskutiert und in konkrete Maßnahmen, Ziele und Meilensteine umgesetzt. Fortschritt und Erfolg der Maßnahmen werden fortlaufend von den operativ Verantwortlichen sowie von den Vorständen und Geschäftsführern der Gesellschaften überwacht. Chancen für die IONOSDas stabile und weitgehend konjunkturunabhängige Geschäftsmodell von IONOS sichert planbare Umsätze und Cashflows und eröffnet so finanzielle Spielräume, um Chancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen - organisch oder durch selektive Akquisitionen und Investitionen. IONOS sieht insbesondere im Segment Digital Solutions & Cloud vor dem Hintergrund der nachfolgenden Chancen Wachstumspotenziale. Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI)Die IT-Branche bietet ein enormes Potenzial für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Bei IONOS wird KI beispielsweise eingesetzt, um Geschäftsprozesse zu optimieren und die Effizienz zu steigern. Durch die Automatisierung von Routineaufgaben in Bereichen wie Softwareentwicklung, Kundenservice und Marketing sowie die Analyse komplexer Datenmengen kann IONOS Ressourcen besser nutzen und die Produktivität erhöhen. Der Einsatz von KI ermöglicht es IONOS, innovative Lösungen zu entwickeln und die Kundenbedürfnisse noch besser zu erfüllen. Unternehmen wie IONOS haben die Möglichkeit, KI-Technologien auf Produktebene einzusetzen, um bestehende Angebote zu optimieren und innovative Lösungen zu entwickeln. Ein Beispiel hierfür ist der Einsatz eines Webseiten Generators auf Basis von KI, der es Kunden ermöglicht, ihre Website in Sekundenschnelle selbst zu erstellen. Durch die Eingabe von wenigen Informationen, wie Branche und relevante Stichwörter, generiert die KI-Technologie automatisch einen Website-Vorschlag, der Design, Bilder, Texte und Suchmaschinen-Optimierung umfasst. Dieser innovative Ansatz ermöglicht es Kunden, schnell und einfach ihre Online-Präsenz zu schaffen, während IONOS den Kundenservice und die Benutzererfahrung weiter verbessert. Durch die Kombination von KI-Technologie und Kundennähe kann IONOS neue Möglichkeiten für ihre Kunden erschließen und ihre Marktposition stärken. Breite strategische Positionierung in WachstumsmärktenIONOS ist ein führender Digitalisierungspartner für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in 18 Märkten in Europa und Nordamerika, mit einer globalen Reichweite durch seine weltweit zugängliche Plattform. Der Fokus auf Technologielösungen für KMU ermöglicht es IONOS, von den Chancen eines großen und wachsenden Marktes zu profitieren. Durch die kontinuierliche Erweiterung des Angebots an Cloud-Lösungen baut IONOS sein Produktportfolio aus und schafft sich neue Wachstumsperspektiven. Das Wachstum von IONOS wird durch langfristige Trends angetrieben, darunter die Digitalisierung, die zunehmende Verlagerung von On-Premise- zu Cloud-Umgebungen und die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz. Insbesondere Kleine und Mittelständische Unternehmen haben noch ein erhebliches Potenzial, ihre Internetpräsenz und digitale Infrastruktur zu verbessern, was IONOS gute Chancen für weiteres Wachstum bietet. Durch seine strategische Positionierung und die konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse von KMU ist IONOS gut gerüstet, um von den Chancen der Digitalisierung zu profitieren und seinen Kunden auf ihrem Weg in die digitale Zukunft zu unterstützen. Partizipation am MarktwachstumTrotz der derzeitigen Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft erwartet IONOS eine positive Entwicklung in den wesentlichen Märkten, in denen das Unternehmen tätig ist. Als einer der führenden Anbieter in diesen Märkten verfügt IONOS über eine starke Ausgangsposition, um von dem erwarteten Wachstum zu profitieren. IONOS hat durch die umfassende Palette an wettbewerbsfähigen Cloud-Anwendungen, die starken und spezialisierten Marken, die hohe Vertriebskraft sowie die bestehenden Geschäftsbeziehungen zu über 6 Millionen Kunden eine solide Grundlage. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, Cross- und Up-Selling-Möglichkeiten zu erschließen und am zukünftigen Marktwachstum teilzuhaben. Durch diese Kombination von Stärken ist IONOS gut gerüstet, um seine Marktposition zu festigen und langfristig erfolgreich zu sein. Die positive internationale Marktentwicklung und die eigenen Stärken ermöglichen es IONOS, optimistisch in die Zukunft zu blicken und weitere Wachstumschancen zu erschließen. Ausbau der MarktpositionenAls Anbieter von Webhosting-Dienstleistungen in Europa und Nordamerika hat IONOS eine starke Marktposition aufgebaut. Durch die Kombination von technologischem Know-how, hoher Produkt- und Servicequalität, langjährigen Geschäftsbeziehungen zu Millionen von Kunden und einer hohen Kundenbindung verfügt IONOS über eine solide Basis, um seine Marktanteile weiter auszubauen. Insbesondere die Investitionen in die Marke IONOS haben dazu beigetragen, die Marktposition zu stärken und die Grundlage für weiteres Wachstum zu legen. Durch die konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse seiner Kunden und die kontinuierliche Weiterentwicklung seiner Dienstleistungen ist IONOS gut gerüstet, um seine Führungsposition in der Webhosting-Branche zu halten und weitere Wachstumschancen zu erschließen. Die Stärke der Marke IONOS und die loyalen Kundenbeziehungen bilden eine wichtige Grundlage für die zukünftige Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Ausbau der GeschäftsfelderEin wesentlicher Teil der Kernkompetenzen von IONOS besteht darin, Kundenbedürfnisse, Trends und neue Märkte frühzeitig zu identifizieren und entsprechend zu reagieren. Die umfassende Wertschöpfungskette reicht von Produktmanagement und Entwicklung über den Betrieb von Rechenzentren, effektives Marketing und Vertrieb bis hin zur aktiven Kundenbetreuung. Dadurch kann IONOS oft schneller als andere Unternehmen innovative Lösungen auf den Markt bringen und diese erfolgreich vermarkten. Die starke Cash-Generierung in den etablierten Geschäftsfeldern gibt IONOS die finanzielle Freiheit, in neue Bereiche zu investieren und zusätzliche Chancen zu nutzen. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen kontinuierlich in neue Produkte und Lösungen investiert, um künftiges Wachstum zu sichern. Durch diese Strategie kann IONOS seine Marktposition stärken, neue Märkte erschließen und seine Kunden mit innovativen Lösungen unterstützen. Die Kombination aus frühzeitiger Erkennung von Trends, umfassender Wertschöpfungskette und finanzieller Flexibilität ermöglicht es IONOS, langfristig erfolgreich zu sein und sich an die sich ändernden Bedürfnisse seiner Kunden anzupassen. Breite Wertschöpfung im Bereich DigitalisierungIONOS bietet eine umfassende Palette von Lösungen und Produkten im Bereich Web Presence & Productivity sowie Cloud Solutions, die die gesamte Wertschöpfungskette abdecken. Durch die Entwicklung von Lösungen in eigenen "Internet-Fabriken" oder in Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen, kann IONOS die Qualität seiner Angebote sicherstellen und schnell auf die Bedürfnisse seiner Kunden oder veränderte Marktsituationen reagieren. Die serverbasierten Lösungen in den eigenen Rechenzentren ermöglichen es IONOS, flexibel und zeitnah auf die Anforderungen der Digitalisierung zu reagieren und so neue Kunden zu gewinnen sowie bestehende Kunden langfristig zu binden. Die Kombination aus eigener Entwicklung, Partnerkooperationen und eigenen Rechenzentren ermöglicht es IONOS, eine hohe Qualität und Flexibilität in seinen Angeboten zu gewährleisten. Durch die direkte Kontrolle über den gesamten Prozess von der Entwicklung bis zum Betrieb kann IONOS schnell auf Marktveränderungen reagieren und innovative Lösungen anbieten, die den Bedürfnissen seiner Kunden entsprechen. Diese Strategie ermöglicht es IONOS, seine Marktposition zu stärken und langfristig erfolgreich zu sein. InternationalisierungIONOS bietet eine breite Palette von Web Presence & Productivity-Produkten sowie Cloud Solutions an, die weltweit einsetzbar sind und nach denselben Regeln funktionieren, unabhängig vom Standort. Ob in Frankfurt am Main, London, Paris oder New York, die Lösungen von IONOS sind überall einsetzbar und bieten eine hohe Flexibilität. In der Vergangenheit hat IONOS erfolgreich Produkte wie MyWebsite entwickelt und diese auf die spezifischen Bedürfnisse einzelner Länder angepasst. Durch die gute Exportierbarkeit dieser Produkte konnte IONOS seine Lösungen sukzessive in andere Länder ausrollen. Heute ist IONOS bereits in zahlreichen europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Niederlande, Österreich, Schweiz, Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Tschechien, Slowakei und Schweden sowie in Nordamerika in Ländern wie Kanada, Mexiko und den USA tätig. Die Strategie von IONOS, Produkte und Lösungen so zu entwickeln, dass sie leicht exportierbar sind, hat sich bewährt und ermöglicht es dem Unternehmen, weiter zu expandieren. In Zukunft wird IONOS weitere Länder und Produkt-Rollouts folgen lassen, um seine globale Präsenz weiter auszubauen und seine Kunden weltweit mit innovativen Lösungen zu unterstützen. Durch die Kombination von global einsetzbaren Produkten und lokalen Anpassungen kann IONOS seine Kundenbedürfnisse noch besser erfüllen und seine Marktposition weiter stärken. Digitale SouveränitätIm Kontext der raschen technologischen Entwicklungen und der zunehmenden Digitalisierung wird das Thema der digitalen Souveränität sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene immer bedeutender. Diese Entwicklung bietet für IONOS erhebliche Chancen, ihre Position als einer der führenden europäischen Anbieter von Cloud- und Hosting-Diensten entscheidend zu stärken. Die wachsende Nachfrage nach datenschutzkonformen und sicheren IT-Lösungen stellt für viele Unternehmen und öffentliche Institutionen einen zentralen Aspekt ihrer digitalen Strategie dar. In einer Welt, die zunehmend von geopolitischen Unsicherheiten geprägt ist, steigt die Bedeutung digitaler Souveränität, um die Kontrolle über die eigenen Daten und IT-Infrastrukturen zu behalten. Als europäisches Unternehmen unterliegt IONOS den strengen Datenschutzstandards der EU und kann so das Vertrauen der Kunden in Bezug auf Compliance und Datensicherheit nachhaltig stärken. Digitale Souveränität eröffnet IONOS die Möglichkeit, sein Angebot gezielt zu erweitern und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, die den spezifischen Anforderungen nach Unabhängigkeit und Sicherheit gerecht werden. Durch die Entwicklung und Bereitstellung von Cloud-Diensten, die auf offenen Standards basieren, kann IONOS zur Förderung interoperabler und herstellerunabhängiger IT-Ökosysteme beitragen. Dies stärkt nicht nur die Marktposition von IONOS, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden. Zudem ermöglicht die Fokussierung auf digitale Souveränität IONOS, strategische Partnerschaften mit Regierungen und anderen Institutionen in ganz Europa einzugehen. Diese Zusammenarbeit könnte die Entwicklung gemeinsamer Standards und Infrastrukturen zur Stärkung der digitalen Unabhängigkeit fördern, was wiederum zu neuen Geschäftsmöglichkeiten und erweitertem Marktzugang führen kann. Insgesamt positioniert sich IONOS durch ihr Engagement für digitale Souveränität als vertrauenswürdiger Partner in einem zunehmend kritischen Bereich der digitalen Transformation. Diese Entwicklung unterstützt nicht nur das nachhaltige Wachstum des Unternehmens, sondern soll auch zur Sicherstellung einer sicheren und souveränen digitalen Zukunft für Unternehmen und Institutionen in Europa beitragen. Gesamtaussage des Vorstands zur ChancensituationAngesichts der dynamischen Marktentwicklung in den Bereichen Web Presence & Productivity und Cloud Solution liegen die Wachstumschancen des Konzerns auf der Hand: überall und ständig verfügbare, immer leistungsfähigere Internetanschlüsse ermöglichen neue, aufwändigere Cloud-Applikationen. Diese internetbasierten Anwendungen für Privatanwender, Freiberufler sowie Klein - und Mittelständische Unternehmen sind für IONOS aus heutiger Sicht die Wachstumstreiber der nächsten Jahre. Insbesondere in Europa und Deutschland bietet sich die Chance, die digitale Souveränität zu stärken und unabhängiger von internationalen Anbietern zu werden. Durch die Förderung von europäischen Cloud-Anbietern wie IONOS kann die Abhängigkeit von ausländischen Dienstleistern reduziert und die Sicherheit von Daten und Anwendungen erhöht werden. IONOS treibt eigene Initiativen voran wie die "Secure European Cloud API"-Initiative, um eine europäische Cloud-Infrastruktur gemeinsam mit anderen europäischen Cloud-Unternehmen zu stärken und die digitale Souveränität zu fördern. Durch die Entwicklung von sicheren und zuverlässigen Cloud-Anwendungen kann IONOS dazu beitragen, die digitale Infrastruktur in Europa und Deutschland zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Organisationen zu erhöhen. Das überwiegend auf Abonnements - mit festen monatlichen Beträgen sowie vertraglich festgelegten Laufzeiten - basierende Geschäftsmodell sichert stabile und planbare Umsätze und Cashflows, bietet weitestgehend Schutz gegen konjunkturelle Einflüsse und eröffnet finanzielle Spielräume, um Chancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen - organisch oder auch durch Übernahmen und Beteiligungen. Durch die Kombination von stabilen Umsätzen, innovativen Produkten und einer starken Marktposition ist IONOS gut gerüstet, um die Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation in Europa und Deutschland zu meistern und die digitale Souveränität zu fördern. 3.3 PrognoseberichtKonjunkturerwartungenDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem Weltwirtschaftsausblick vom 17. Januar 2025 seine Prognosen für die Entwicklung der globalen Volkswirtschaften in den Jahren 2025 und 2026 aktualisiert. Mit Blick auf die Weltwirtschaft insgesamt fällt die IWF-Prognose besser aus als zuvor. Global geht der Fonds im Jahr 2025 von einem Wirtschaftswachstum um 3,3 % aus, das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als in seiner Herbstprognose. Und auch für 2026 werden 3,3 % erwartet. Als Risiken für die Prognose nennt der IWF geopolitische Konflikte wie in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die politische Unsicherheit durch die Rückkehr von Donald Trump ins US-Präsidialamt. Dessen politische Vorschläge hat der IWF bislang nicht in seine Prognosen einbezogen. Insbesondere für die USA verbesserte sich der Ausblick für 2025 deutlich um 0,5 Prozentpunkte auf nun 2,7 %. Ein ganz anderes Bild malen die IWF-Experten dagegen für Deutschland, das für IONOS wichtigste Zielland. Nach zwei Rezessionsjahren 2023 und 2024 dürfte die deutsche Wirtschaft in 2025 lediglich um 0,3 % zulegen. Damit wurde die bisherige IWF-Schätzung (Herbstprognose) um 0,5 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Der IWF erwartet für Deutschland damit im laufenden Jahr erneut das schwächste Wachstum unter den führenden westlichen G7-Industriestaaten. Als Gründe werden die Schwäche der Industrie und hohe Energiepreise genannt, die die wirtschaftliche Erholung bremsen. Deutschland bleibt damit auch innerhalb Europas in 2025 abgeschlagen. Vor allem Spanien (2,3 %) wächst wesentlich stärker, aber auch Großbritannien (1,6 %), Frankreich (0,8 %) und Italien (0,7 %) liegen davor. Markt-Prognose: Entwicklung wesentlicher Bruttoinlandsprodukte aus Sicht der IONOS Group SE
Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (Update), Januar 2025 Markt- / BranchenerwartungenTrotz der Herausforderungen durch die schwierigen konjunkturellen Bedingungen soll die digitale Wirtschaft in Deutschland weiter auf Wachstumskurs bleiben. Der Digitalverband Bitkom erwartet für den deutschen Markt für IT und Telekommunikation (ITK) im Jahr 2025 ein Umsatzplus von 4,6 % auf 232,8 Mrd. €. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 3,3 % auf 222,6 Mrd. € zugelegt. Die Informationstechnik bleibt weiterhin der wichtigste Wachstumstreiber. Nach der aktuellen Bitkom-Prognose soll dieser Markt 2025 um 5,9 % auf 158,5 Mrd. € zulegen. Besonders das Geschäft mit Software wird mit einem Plus von 9,8 % auf 51,1 Mrd. € stark wachsen. Der anhaltende Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) ist hierbei besonders hervorzuheben: Das Geschäft mit KI-Plattformen, auf denen KI-Anwendungen entwickelt, trainiert und betrieben werden können, soll rasant um 43 % auf 2,3 Mrd. € zulegen. Kollaborationstools zur Zusammenarbeit und zum mobilen Arbeiten in Unternehmen werden mit einem Plus von 12 % auf 1,4 Mrd. € ebenfalls stark erwartet. Zweistellige Wachstumsraten werden außerdem bei Cloud-Services erwartet, die um 17 % auf 20,0 Mrd. € zulegen sollen. Der Markt für IT-Hardware soll in fast allen Segmenten im Plus liegen. Für 2025 wird ein Wachstum von 3,3 % auf 53,7 Mrd. € erwartet. Der größte Wachstumstreiber soll dabei mit einem Plus von 24,4 % auf 6,2 Mrd. € erneut der Bereich Infrastructure-as-Service sein, also gemietete Server, Netzwerk- und Speicherkapazitäten. Auch Sicherheitssoftware soll um 11 % auf 5,1 Mrd. € anwachsen. Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen insgesamt steigen laut Bitkom 2025 um 5,0 % auf 53,8 Mrd. €. Von besonderer Bedeutung für IONOS ist der weltweite Cloud Computing Markt. Dieser soll nach Berechnungen von Gartner im Bereich Public Cloud Services in 2025 um 21,5 % (Vorjahr: 19,2 %) auf 723,4 Mrd. USD zulegen. Am stärksten wachsen sollen dabei die Bereiche Cloud System Infrastructure Services (laaS) mit 24,8 %, Cloud Application Infrastructure Services (PaaS) mit 21,6 % sowie Cloud Application Services (SaaS) mit 19,2 %. Markt-Kennzahlen: Komponenten Cloud Computing weltweit
Quelle: Gartner, Worldwide Public Cloud End-user spending, 2024-2025, November 2024 UnternehmenserwartungenPrognose für das Geschäftsjahr 2025Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Gesellschaft insgesamt ein Umsatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich und ca. 12,8% Wachstum beim bereinigten EBITDA auf ca. 510 Mio. € (2024: 452,2 Mio. €) sowie eine weitere Steigerung der bereinigten EBITDA-Marge auf über 30% (2024: 29,0%). Der um Währungseffekte bereinigte Umsatz soll im Kerngeschäft (Segment Digital Solutions & Cloud) ca. 8% wachsen (2024: 1.248,1 Mio. €), bei einer bereinigten EBITDA-Marge von ca. 35% (2024: 32,9%). Im Segment AdTech wird 2025 ein Umsatz auf Vorjahresniveau erwartet (2024: 312,2 Mio. €). Hintergrund sind Auswirkungen einer 2024 begonnenen Produktumstellung im Domain Parking, die auch 2025 andauern wird. Mittelfristig wird sich die Produktumstellung positiv auf die nachhaltige Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Segments auswirken. Aufgrund der reinen Holding-Funktion der IONOS Group SE sind auf Ebene des Einzelabschlusses grundsätzlich weder die Erzielung von Umsatzerlösen noch von Gewinnen ein Ziel der Gesellschaft. Sofern in der Gesellschaft Kosten oder Erträge im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, werden diese grundsätzliche im Rahmen der internen Leistungsverrechnung an die Tochtergesellschaft weitergegeben. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die IONOS Group SE auf Ebene des Einzelabschlusses ein leicht negatives EBITDA. Dies ist dadurch bedingt, dass ein Großteil der der IONOS Group SE entstehenden Kosten im Rahmen der internen Leistungsverrechnung zwar weiterverrechnet werden, einige wenige Shareholder Kosten, wie bspw. die Abhaltung der Hauptversammlung jedoch innerhalb der Gesellschaft verbleiben. Da die Gesellschaft mit Ausnahme der internen Leistungsverrechnung keine wesentlichen Umsatzerlöse erzielt, wird dies entsprechend voraussichtlich zu leicht negativen Ergebnisbeiträgen führen. Gesamtaussage des VorstandesAuf Basis der auch durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) erwarteten größtenteils positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in den Kernabsatzmärkten von IONOS, der weiter voranschreitenden Digitalisierung bei kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie dem prognostizierten Wachstum im Cloud-Geschäft, blickt der Vorstand der IONOS Group SE, auch auf Grund des stabilen und überwiegend auf Abonnements beruhenden Geschäftsmodells, weiterhin optimistisch in die Zukunft. Die Entwicklung der Gruppe hat gezeigt, dass das Geschäftsmodell der IONOS relativ konjunkturunabhängig ist. Selbst in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder globaler Herausforderungen konnte die Gesellschaft ihre Kundenbasis weiter ausbauen. Die Gesellschaft hat das Kundenwachstum durch den kontinuierlichen Ausbau der Marketingaktivitäten in den Kernmärkten beschleunigen können. Die Anpassung an veränderte Marktbedingungen, wie beispielsweise das Ansteigen bestimmter Kostenarten aufgrund von Angebotsmangel und steigenden Inflationsraten, erfolgt über gezielte Maßnahmen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Profitabilität der Gesellschaft mittelfristig zu sichern. Die Tatsache, dass KMUs im 21. Jahrhundert eine Web-Präsenz benötigen und IONOS in einem skalierbaren Geschäftsmodell die Marktführerschaft innehält, unterstützt diese Einschätzung. Diese Geschäftspolitik der vergangenen Jahre wird die IONOS Group SE auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Im Geschäftsjahr 2025 sollen die heutigen Zielmärkte im Bereich Web Presence & Productivity und Cloud-Solutions weiter erschlossen werden. Neben der Entwicklung im Bereich Web Presence & Productivity steht insbesondere der weitere Ausbau unseres Cloud-Produktportfolios sowohl bei mittelständischen Unternehmen, auch im Bereich des öffentlichen Sektors sowie neue Produkte im Bereich der Künstlichen Intelligenz im Fokus. Dies in Verbindung mit dem weiteren Ausbau bestehender Kundenbeziehungen und gezieltes Up- und Cross-Selling mit auf das Kundenprofil zugeschnittenen Produktangeboten sowie die kontinuierliche Verbesserung des Kundenverständnisses, sorgen für ein nachhaltiges und breites Wachstumsfundament für zukünftige Geschäftsjahre. Daneben wurde mit den in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in Kundenbeziehungen - insbesondere durch breit aufgestellte TV-Kampagnen in den europäischen Kernmärkten, ergänzt durch lokalisierte Marketing-Maßnahmen in den anderen Absatzmärkten der Gruppe -, dem weiteren Ausbau neuer Geschäftsfelder sowie dem Launch neuer Produkte im Rahmen von organischem aber auch anorganischem Wachstum ein breites Fundament für den geplanten Umsatz- und Ergebnisanstieg geschaffen. Nach einem positiven Jahresauftakt ist der Vorstand der IONOS Group SE auch zum Zeitpunkt der Erstellung dieses zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts sehr optimistisch, die in der Planung enthaltenen Ziele zu erreichen. Insgesamt sieht der Vorstand die Gesellschaft für die weitere Unternehmensentwicklung sehr gut aufgestellt und blickt optimistisch in die Zukunft. Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDer vorliegende Konzernlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands der IONOS Group SE sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen können. Die IONOS Group SE übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren. 4. Internes Kontroll- und RisikomanagementsystemDer Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) sieht Angaben zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem vor. Diese gehen über die gesetzlichen Anforderungen an den Lagebericht hinaus und sind von der inhaltlichen Prüfung des Lageberichts durch den Abschlussprüfer ausgenommen ("lageberichtsfremde Angaben"). Sie werden in Kapitel 4. "Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem" thematisch den wesentlichen Elementen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems zugeordnet und sind von den inhaltlich zu prüfenden Angaben durch separate Absätze abgegrenzt und entsprechend als "ungeprüft" gekennzeichnet. Internes Kontrollsystem (ungeprüft)Das interne Kontrollsystem (IKS) der IONOS umfasst die gesamte Organisation und dient der Erhaltung der Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Geschäftsprozessen, der Zuverlässigkeit von betrieblichen Informationen, der Vermögenssicherung und der Regeleinhaltung. In diesem Zusammenhang beinhalten die durchgeführten Kontrollen die Einhaltung der Soll-Prozesse, das "Vier-Augen-Prinzip" und die Funktionstrennung. Die Kontrollen werden auf Basis einheitlicher Kategorisierungen je Prozess definiert und teilweise zentral über die United Internet AG sowie selbst im gesamten Konzern ausgeführt. In definierten Prozessen, die die Verantwortlichen der Fachbereiche und auch Prozessexperten einbeziehen, wird sichergestellt, dass den Prozess- und Organisationsrisiken präventiv begegnet wird. Gemeinschaftlich und im Zusammenspiel mit dem Risikomanagement beurteilen alle Einheiten des Konzerns das Vorliegen von Organisations- und Prozessrisiken und schätzen ein, ob diese Auswirkungen auf das IKS haben können. Die Verbesserung des IKS, auch unter Einbeziehung von Experten, findet regelmäßig statt. Die Überwachung erfolgt u. a. durch die Konzernrevision und externe Prüfer. Die Konzernrevision bewertet und verbessert die Governance-Prozesse und das Risikomanagement und beurteilt darüber hinaus die Angemessenheit und Effektivität des IKS durch Prüfungen die regelmäßig in Stichproben durchgeführt werden. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und RisikomanagementsystemGemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB ist die IONOS Group SE verpflichtet, im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres rechnungslegungsbezogenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems zu beschreiben. Die IONOS betrachtet das Risikomanagement als Teil des internen Kontrollsystems (IKS). Dabei wird das IKS als fortlaufender Prozess verstanden, der Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen umfasst, um die Einhaltung der gesetzlichen und unternehmerischen Vorgaben jederzeit zu gewährleisten. Der Vorstand der IONOS Group SE ist verantwortlich für den Umfang und die Ausgestaltung des IKS und berücksichtigt hierbei die unternehmensspezifischen Anforderungen. Die Überwachung der Wirksamkeit des IKS gehört zu den Aufgaben des Aufsichtsrates der IONOS Group SE, der sich vom Vorstand regelmäßig über den Zustand des IKS und die Ergebnisse des internen Revisionssystems der United Internet AG berichten lässt. Die Interne Revision überprüft unabhängig die Angemessenheit, Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des IKS im IONOS Konzern und verfügt zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben über umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Ihre Prüfungshandlungen basieren auf einem risikoorientierten Prüfungsplan, der regelmäßig auch Prüfungen bei der IONOS sowie deren Tochterunternehmen vorsieht. Der Abschlussprüfer prüft darüber hinaus die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS im Rahmen seines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen Gesetze und Normen und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses dient das IKS insbesondere dazu, die Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und die Anwendung der nach § 315e HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sicherzustellen. Das IKS trägt bei der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts zusätzlich dazu bei, dass die handelsrechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Bei jedem IKS muss grundsätzlich berücksichtigt werden, dass es, unabhängig von seiner Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit dafür bieten kann, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Ursache dafür könnten bspw. fehlerhafte Ermessensentscheidungen, unzureichende Kontrollen oder kriminelle Handlungen sein. Die folgenden Aussagen beziehen sich nur auf die im Konzernabschluss der IONOS Group SE vollkonsolidierten Tochterunternehmen, bei denen die IONOS Group SE mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geldpolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen. Die Aufgabe des Risikomanagements der IONOS Group SE ist unter anderem die Festlegung von Maßnahmen, um Risiken zu erkennen, zu bewerten, auf ein vertretbares Maß abzumildern und um die erkannten Risiken zu überwachen. Ein Risikomanagement verlangt organisiertes Handeln, um mit Unsicherheit und Bedrohung angemessen umgehen zu können und hält Mitarbeiter dazu an, Vorschriften und Instrumente einzusetzen, um die Einhaltung der Grundsätze für das Risikomanagement zu gewährleisten. Es umfasst neben dem operativen Risikomanagement auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement ist dabei auf das Risiko einer Falschaussage in der Buchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet. Spezifische rechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Einem begrenzten Personenkreis sind notwendigerweise Ermessensspielräume bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt, woraus weitere rechnungslegungsbezogene Risiken resultieren können. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst anhand von Risikoaspekten definierte interne Kontrollen der für die Rechnungslegung relevanten Prozesse sowie der Prozesse, die die IT-Systeme unterstützen. Hierbei sind die IT-Sicherheit, das Veränderungsmanagement und die operativen IT-Vorgänge von besonderer Bedeutung. Dabei werden organisatorische, präventive und aufdeckende Kontrollen angewendet, die sowohl IT-gestützt als auch manuell erfolgen können. Für die Wirksamkeit und Effizienz des rechnungslegungsbezogenen IKS ist für die IONOS Gruppe die hohe Qualifikation der Mitarbeitenden, deren regelmäßige Schulung, das "Vier-Augen-Prinzip" und die Funktionstrennung von Verwaltungs-, Ausführungs- und Genehmigungsprozessen unverzichtbar. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung erfolgt durch den Bereich Konzernrechnungslegung und weitere zuständige Rechnungslegungsabteilungen. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf die Rechnungslegung analysiert. In der Bilanzierungsrichtlinie des Konzerns werden relevante Anforderungen festgehalten, kommuniziert und bilden die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Zusätzlich unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen wie z. B. die Intercompany-Richtlinie, standardisierte Meldeformate, IT-Systeme sowie IT-unterstützte Reporting- und Konsolidierungsprozesse den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Der Bereich Konzernrechnungslegung stellt sicher, dass diese Anforderungen konzernweit einheitlich eingehalten werden. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung des ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablaufs ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden dabei von den Rechnungslegungsabteilungen unterstützt. Bei festgestellten wesentlichen Kontrollschwächen oder Verbesserungsmöglichkeiten werden diese bewertet und mit den verantwortlichen Personen Gegenmaßnahmen ausgearbeitet, um die Wirksamkeit des IKS weiter zu verbessern. Die Umsetzung der Maßnahmen wird durch die Abteilung Corporate Audit überwacht und kann Gegenstand von Folgeprüfungen sein. Zur Sicherstellung der hohen Qualität des rechnungslegungsbezogenen IKS ist Corporate Audit über alle Stufen hinweg eng mit einbezogen. Wirksamkeitsaussage (ungeprüft)Aus der regelmäßigen Befassung mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem sind dem Vorstand bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts keine Umstände bekannt, welche gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit dieser Systeme sprechen bzw. diese in Frage stellen würden. 5. Übernahmerechtliche AngabenDie folgenden Angaben nach §§ 289 a, 315 a HGB geben die Verhältnisse zum Bilanzstichtag wieder. Wie in § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG vorgesehen, werden die Angaben in den einzelnen Abschnitten erläutert. Darüber hinaus wird auf die Ausführungen im Konzernanhang unter Angabe 17 sowie 38-40 verwiesen. Zusammensetzung des KapitalsDas gezeichnete Kapital der IONOS Group SE beträgt zum 31. Dezember 2024 140.000.000 € und ist in 140.000.000 nennwertlose, auf den Namen lautende Stammaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme, weitere Aktiengattungen existieren nicht. Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann der Beginn der Gewinnberechtigung der neuen Aktien abweichend von dem Zeitpunkt der Leistung der Einlagen festgelegt werden. Alle Stammaktien sind börsennotiert Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenGesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte liegen in Bezug auf eigene Aktien gem. § 71b AktG und gem. § 71d S. 4 i.V.m. § 71b AktG vor. Am 8. Mai 2024 hat der Vorstand er IONOS Group SE mit Zustimmung des Aufsichtsrats aus Basis der Ermächtigung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 26. Januar 2023 über den Erwerb eigener Aktien zunächst beschlossen, bis 850.000 eigene Aktien über die Börse zu erwerben. Dies entspricht ca. 0,6% des Grundkapitals von 140.000 T€. Das Rückkaufprogramm sollte von Mitte Mai 2024 und längstens bis zum 28. Februar 2025 durchgeführt werden. Im Rahmen des Rückkaufprogramms erwarb die IONOS Group SE im Zeitraum vom 17. Mai bis zum 25. Juli 2025 insgesamt 850.000 eigene Aktien und schloss damit das Rückkaufprogramm ab. Zum Bilanzstichtag hält die IONOS Group SE 463.565 eigene Aktien, die 0,3% des aktuellen Grundkapitals von 140 Mio. Aktien entsprechen. Gesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte liegen weiterhin in Bezug auf die Interessenkollision gem. § 136 Abs. 1 AktG bei Aktien vor, die im Besitz des Vorstands und des Aufsichtsrats sind. Innerhalb der aktuellen Mitglieder des Vorstands hielt Herr Achim Weiß zum 31. Dezember 2024 direkt 219.489 Aktien der IONOS Group (0,16 % des Grundkapitals). Zudem hielt Frau Britta Schmidt 3.500 Aktien (0,00 % des Grundkapitals) und Dr. Jens-Christian Reich keine Aktien (0,00 % des Grundkapitals) zum 31. Dezember 2024. Innerhalb der aktuellen Mitglieder des Aufsichtsrats hielt Herr Ralph Dommermuth zum 31. Dezember 2024 direkt keine Aktien der IONOS Group (0,00 % des Grundkapitals). Zudem hielt Frau Dr. Claudia Borgas-Herold 250 Aktien (0,00 % des Grundkapitals) zum 31. Dezember 2024. Herr Kurt Dobitsch hielt 3.000 Aktien (0,00 % des Grundkapitals) zum 31. Dezember 2024. Herr Rene Obermann hielt keine Aktien (0,00 % des Grundkapitals) zum 31. Dezember 2024. Frau Vanessa Stützle hielt keine Aktien (0,00 % des Grundkapitals) zum 31. Dezember 2024. Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen, liegen nicht vor. Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital mit mehr als 10% der StimmrechtePer 31. Dezember 2024 bestehen Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten von der United Internet AG (gem. der Stimmrechtsmitteilung vom 09.02.2023: 89.369.097 Aktien bzw. 63,8 % der Anteile am Grundkapital). Weitere Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht. SonderrechteAktien mit Sonderrechten bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, SatzungsänderungenDie Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit Ziffer 1 der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus einer Person. Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, bestimmt ihre Zahl und kann ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden ernennen. Jede Satzungsänderung bedarf eines Hauptversammlungsbeschlusses mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ist der Aufsichtsrat nach § 22 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG ermächtigt (Änderungen bei Grundkapital und Aktienzahl). Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von neuen AktienDer Vorstand hat die Möglichkeit, unter folgenden Umständen neue Aktien auszugeben: Genehmigtes Kapital 2023Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. August 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu EUR 56.000.000,00 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2023). Bei Bareinlagen können die neuen Aktien vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch von einem oder mehreren Kreditinstituten bzw. einem anderen die Voraussetzungen des Art. 5 SE-VO i. V. m. § 186 Abs. 5 Satz l AktG erfüllenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie ausschließlich den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Grundsätzlich ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
Die Ermächtigungen zum Bezugsrechtsausschluss unter lit. a) bis lit. e) sind insgesamt auf einen Betrag von bis zu 20 % des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Genehmigten Kapitals 2023 oder - falls dieses geringer ist - des bei Beschlussfassung über die Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2023 vorhandenen Grundkapitals beschränkt. Auf diese Höchstgrenze von 20 % des Grundkapitals ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in direkter oder sinngemäßer Anwendung von Art. 5 SE-VO i.V. m. § 186 Abs. 3 S. 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts begeben werden, sowie derjenige anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf eigene Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2023 oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist zu ändern. Bedingtes KapitalDas Grundkapital ist um bis zu EUR 20.000.000,00 eingeteilt in bis zu Stück 20.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2023). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung Verpflichteten aus ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, die von der Gesellschaft oder einer nachgeordneten Konzerngesellschaft der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2023 bis zum 31. August 2026 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung erfüllen, oder, soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, soweit nicht jeweils ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien hiervon und auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Befugnisse des Vorstands bei Erwerb und Verwendung eigener AktienDer Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Januar 2023 zum Erwerb auch unter Ausschluss eines Andienungsrechts und zur Verwendung eigener Aktien nach Art. 5 SE-VO i.V.m. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG mit der Möglichkeit zum Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre sowie zur Einziehung erworbener eigener Aktien und zur Kapitalherabsetzung ermächtigt. Diese Ermächtigung gilt bis 31. August 2026. Die Ermächtigung ist insgesamt auf einen Anteil von 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals bzw., falls dieser Wert geringer ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft beschränkt. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder durch die Ausgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre erfolgen.
Der Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, wird ermächtigt, bei einer Veräußerung eigener Aktien durch ein Angebot an alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einem ihrer nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegebenen Options- und/oder Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf die Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflicht zustehen würde. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist dabei ausgeschlossen. Der Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, wird weiter ermächtigt, eigene Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an sämtliche Aktionäre zu veräußern, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist dabei ausgeschlossen. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß Artikel 5 SE-VO i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußerten Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch - falls dieser Wert geringer ist -im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung von 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zur nach Artikel 5 SE-VO i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG bezugsrechtsfreien Veräußerung eigener Aktien aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß Artikel 5 SEVO i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Ferner sind auf diese Begrenzung von 10 % des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Options- und/oder Wandlungsrechten und/oder Wandlungspflichten ausgegeben bzw. auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung des Artikel 5 SE-VO i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben wurden. Der Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, wird ferner ermächtigt, eigene Aktien zusätzlich zu einer Veräußerung über die Börse oder einer anderen das Gebot der Gleichbehandlung aller Aktionäre wahrenden Weise zu folgenden Zwecken zu verwenden:
Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird gemäß Artikel 5 SE-VO i.V.m. §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3, 4 AktG insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden. Darüber hinaus kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Falle der Veräußerung der eigenen Aktien durch Angebot an alle Aktionäre das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge ausschließen. Die Ermächtigungen zum Bezugsrechtsausschluss sind insgesamt auf einen Betrag von bis zu 10 % des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung oder - falls dieses geringer ist - des bei der Beschlussfassung über die Veräußerung eigener Aktien vorhandenen Grundkapitals beschränkt. Auf diese Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in direkter oder sinngemäßer Anwendung von Artikel 5 SE-VO i.V.m. § 186 Abs. 3 S. 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts begeben werden. Weiterhin wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die eigenen Aktien einzuziehen, ohne dass die Einziehung und ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedürfen. Die Einziehung kann auch nach Artikel 5 SE-VO i.V.m. § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien der Gesellschaft am Grundkapital gemäß Artikel 5 SE-VO i.V.m. § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand wird gemäß Artikel 5 SE-VO i.V.m. § 237 Abs. 3 Nr. 3, 2. Hs. AktG ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung entsprechend anzupassen. Die Einziehung kann auch mit einer Kapitalherabsetzung verbunden werden; in diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um den auf die eingezogenen Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals herabzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien und des Grundkapitals in der Satzung entsprechend anzupassen. Die vorstehenden Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Sie erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die aufgrund früherer Ermächtigungen zum Rückerwerb eigener Aktien zurückerworben wurden, und solche, die aufgrund von Artikel 5 SE-VO i.V.m. § 71d Satz 5 AktG erworben oder durch ein von der Gesellschaft abhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung eines von der Gesellschaft abhängigen oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehenden Unternehmens erworben werden. Der Aufsichtsrat wird in Übereinstimmung mit der Satzung ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend anzupassen. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehenEin Bankenkonsortium hat der IONOS bis zum Dezember 2026 ein Darlehen über 800.000 T€ gewährt. Den Mitgliedern des Konsortiums wurde das Recht eingeräumt, ihren Anteil am Konsortialkreditrahmen bzw. den Konsortialkredit zu kündigen, wenn ein Dritter oder eine Gruppe von gemeinsam handelnden Dritten die Kontrolle über die IONOS erlangt. Das Recht zur Kündigung steht jedem Mitglied des Bankenkonsortiums einzeln binnen Frist von 30 Tagen nach Ankündigung des Kontrollwechsels durch die Gesellschaft offen. Dieses Kündigungsrecht besteht jedoch nicht, wenn die Kontrolle durch Herrn Ralph Dommermuth, seiner Frau und/oder seiner Nachkommen sowie der United Internet AG erlangt wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines ÜbernahmeangebotsIm Falle des Kontrollwechsels enthält der Dienstvertrag mit Herrn Weiß eine Change-of-Controls-Regelung. Diese sieht im Falle des Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht vor. Darüber hinaus bestand in der Sondersituation eines Change-of-Control im ersten Jahr, infolgedessen Herr Weiß von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch macht, sowie eine Aktienkurssteigerung von 100% im Zeitraum bis zur Beendigung des Dienstvertrages eintritt, eine Vereinbarung über eine Maximalvergütung in Höhe von 82 Mio.€. Darüber hinaus wurden weder bei Vorständen noch bei Mitarbeitern der Gesellschaft Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots getroffen. 6. Erklärung zur UnternehmensführungBei Kapitel "6. Erklärung zur Unternehmensführung" handelt es sich um "nicht geprüfte Lageberichtsangaben", da die Prüfung der Angaben in der Erklärung zur Unternehmensführung durch den Abschlussprüfer gem. § 317 Abs. 2 S. 6 HGB darauf zu beschränken ist, dass die Angaben gemacht wurden und der ebenfalls in Kapitel 6 enthaltene Corporate Governance Bericht nach Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex eine "lageberichtsfremde Angabe" darstellt, die inhaltlich nicht geprüft wird. Grundlagen der Corporate GovernanceDie Unternehmensführung der IONOS Group SE als börsennotierte deutsche Aktiengesellschaft wird durch die einschlägigen gesetzlichen Regelungen sowie durch die Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) bestimmt. Der Begriff Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Achtung der Aktionärsinteressen sowie Offenheit und Transparenz der Unternehmenskommunikation sind wesentliche Aspekte guter Corporate Governance. Vorstand und Aufsichtsrat der IONOS Group SE sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen. Ökologische und soziale Ziele werden hierbei angemessen berücksichtigt. In dieser Erklärung zur Unternehmensführung berichten Vorstand und Aufsichtsrat über die gesetzlichen Vorgaben gemäß § 289f HGB für die Einzelgesellschaft und gemäß § 315d HGB für den Konzern hinaus auch gemäß Grundsatz 23 DCGK über die Corporate Governance des Unternehmens (Corporate Governance Bericht). Führungs- und UnternehmensstrukturEntsprechend ihrer Rechtsform verfügt die IONOS Group SE mit ihren Organen Vorstand und Aufsichtsrat über eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur. Das dritte Organ bildet die Hauptversammlung. Alle drei Organe sind dem Wohl des Unternehmens verpflichtet. VorstandArbeitsweise des VorstandsDer Vorstand ist das Leitungsorgan des Konzerns. Er bestand im Geschäftsjahr 2024 aus drei Personen (namentlich Herr Achim Weiß, Herr Dr. Jens Reich und Frau Britta Schmidt). Für Erstbestellungen wird eine Amtszeit von drei Jahren in Erwägung gezogen. Vom Aufsichtsrat wird jeweils im Einzelfall beurteilt, welche Bestelldauer innerhalb der gesetzlich zulässigen Bestelldauer angemessen erscheint. Darüber hinaus werden Vorstände nicht länger als fünf Jahre bestellt. Der Vorstand führt die Geschäfte nach Gesetz und Satzung, der vom Aufsichtsrat beschlossenen Geschäftsordnung sowie den jeweiligen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit nicht nach Maßgabe von § 161 AktG Abweichungen erklärt sind. Der Vorstand ist zuständig für die Aufstellung der Zwischen- und Jahresabschlüsse sowie für die Besetzung von personellen Schlüsselpositionen im Unternehmen. Zudem definiert er systematisch die mit den Sozial- und Umweltfaktoren verbundenen Risiken und Chancen für das Unternehmen sowie die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit und bewertet diese anschließend. In der Unternehmensstrategie werden neben den langfristigen wirtschaftlichen Zielen auch ökologische und soziale Ziele angemessen berücksichtigt. Die Unternehmensplanung umfasst sowohl die entsprechenden finanziellen als auch die nachhaltigkeitsbezogenen Ziele. Weitere Informationen zur Nachhaltigkeit finden sich auf der Internetseite des Unternehmens unter https://www.ionos-group.com/de/investor-relati-ons/veroeffentlichungen/berichte.html. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung bedürfen der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen des § 90 AktG und gibt dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats mindestens einmal pro Monat mündlich und auf Anforderung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats auch schriftlich einen Überblick über den aktuellen Stand der nach § 90 AktG relevanten Berichtsgegenstände. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird demnach über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unverzüglich durch den Vorsitzenden bzw. Sprecher des Vorstands oder dem Finanzvorstand informiert. Als wichtiger Anlass ist auch jede wesentliche Abweichung von der Planung oder sonstigen Prognosen der Gesellschaft anzusehen. Der Vorsitzende bzw. Sprecher des Vorstands oder der Finanzvorstand informiert den Vorsitzenden des Aufsichtsrats ferner nach Möglichkeit vorab, sonst unverzüglich danach über jede Ad-hoc-Mitteilung der Gesellschaft nach Art. 17 MAR. Für die Mitglieder des Vorstands gilt eine Altersgrenze von 68 Jahren. Diese Vorgabe wird derzeit ausnahmslos eingehalten. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft gesamtverantwortlich nach einheitlichen Zielsetzungen, Plänen und Richtlinien. Unbeschadet der Gesamtverantwortung des Vorstands handelt jedes Vorstandsmitglied in dem ihm zugewiesenen Ressort eigenverantwortlich, ist aber gehalten, die auf das ihm zugewiesene Ressort bezogenen Interessen dem Gesamtwohl des Unternehmens unterzuordnen. Die Aufgabenverteilung innerhalb des Vorstands regelt der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Vorstands in einem Geschäftsverteilungsplan. Die Vorstandsmitglieder unterrichten sich gegenseitig über wichtige Vorgänge innerhalb ihrer Geschäftsbereiche. Angelegenheiten von größerer Bedeutung, die nicht im Budget verabschiedet sind, sind von wenigstens zwei Vorstandsmitgliedern zu erörtern und zu entscheiden, wobei eines der beiden Vorstandsmitglieder das Ressort Finanzen verantworten muss. Unbeschadet ihrer Ressortzuständigkeit verfolgen alle Vorstandsmitglieder ständig die für den Geschäftsverlauf der Gesellschaft entscheidenden Daten, um jederzeit auf die Abwendung drohender Nachteile, die Durchführung wünschenswerter Verbesserungen oder zweckmäßiger Änderungen durch Anrufung des Gesamtvorstands oder sonst auf geeignete Weise hinwirken zu können. Der Gesamtvorstand beschließt über alle Angelegenheiten, die von besonderer Bedeutung und Tragweite für die Gesellschaft oder ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind. Der Gesamtvorstand entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorstandsvorsitzenden den Ausschlag. Die Beschlüsse des Vorstands werden in einer Niederschrift festgehalten. Der Gesamtvorstand kommt regelmäßig einmal im Monat und sonst bei Bedarf zu einer Vorstandssitzung zusammen. Jedes Vorstandsmitglied legt Interessenkonflikte unverzüglich gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorsitzenden bzw. Sprecher des Vorstands offen und informiert gegebenenfalls die anderen Vorstandsmitglieder hierüber. Die Mitglieder des Vorstands nahmen im Berichtszeitraum und nehmen aktuell keine Aufsichtsratsmandate in einer anderen konzernexternen börsennotierten Gesellschaft oder vergleichbare Funktionen und dementsprechend auch keinen Aufsichtsratsvorsitz in solchen Gesellschaften wahr. Zusammensetzung des VorstandsDer Vorstand der IONOS Group SE bestand im Geschäftsjahr 2024 aus den folgenden Mitgliedern: Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2024
AufsichtsratArbeitsweise des AufsichtsratsDer von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2024 bis zum Ablauf des 30. September 2024 aus sechs Mitgliedern. Seit der Amtsniederlegung von Herrn Martin Mildner zum 30. September 2024 besteht der Aufsichtsrat aus fünf Mitgliedern (namentlich Herr Ralph Dommermuth (Vorsitzender), Herr René Obermann, Frau Vanessa Stützle, Frau Dr. Claudia Borgas-Herold und Herr Kurt Dobitsch). Die Amtsperiode der Aufsichtsratsmitglieder beträgt in der Regel 5 Jahre. Der Aufsichtsrat hält mit dem Vorstand regelmäßig Kontakt und überwacht und berät - gemäß Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung sowie den jeweiligen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit nicht nach Maßgabe von § 161 AktG eine Abweichung erklärt ist - den Vorstand bei der Führung der Geschäfte und dem Risiko- und Chancenmanagement des Unternehmens. Dies umfasst insbesondere auch Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat mit dem Vorstand alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie und deren Umsetzung, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risk Managements sowie der Compliance. Er diskutiert mit dem Vorstand die Quartalsmitteilungen und Halbjahresberichte vor ihrer Veröffentlichung und verabschiedet die Jahresplanung. Die Jahresplanung enthält den Jahresfinanzplan, bestehend aus detaillierter Umsatz-, Kosten- und Ergebnisplanung sowie Liquiditätsplanung und Jahresinvestitionsplanung. Der Aufsichtsrat prüft den Jahres- und Konzernabschluss und billigt die Abschlüsse, wenn keine Einwände zu erheben sind. Dabei berücksichtigt er die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. In den Aufgabenbereich des Aufsichtsrats fallen auch die Bestellung der Vorstandsmitglieder sowie die Festlegung der Vorstandsvergütung und deren regelmäßige Überprüfung unter Beachtung der jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen sowie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit nicht nach § 161 AktG eine Abweichung erklärt ist. Bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern strebt der Aufsichtsrat eine für die Gesellschaft bestmögliche, vielfältige und sich gegenseitig ergänzende Zusammensetzung an und achtet auf eine langfristige Nachfolgeplanung. Dabei spielen vor allem Erfahrung und Branchenkenntnisse sowie fachliche und persönliche Qualifikationen eine wichtige Rolle. Im Rahmen der langfristigen Nachfolgeplanung befasst sich der Aufsichtsrat unter Einbeziehung des Vorstands regelmäßig mit hochqualifizierten Führungskräften, die als potenzielle Kandidaten für Vorstandspositionen in Betracht kommen. Zur Selbstbeurteilung führt der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit, als auch der Prüfungs- und Risikoausschuss regelmäßig eine Effizienzprüfung durch. Im Einklang mit der Empfehlung D.12 DCGK beurteilen der Aufsichtsrat und der Ausschuss, wie wirksam er jeweils als Gremium seine Aufgaben erfüllt. Zu diesem Zweck wird in einem Turnus von ungefähr zwei Jahren eine Selbstbeurteilung mittels Fragebögen vorgenommen. Die erste Selbstbeurteilung des Prüfungs- und Risikoausschusses wurde im 4. Quartal 2024 durchgeführt und bewertet. Die Selbstbeurteilung erfolgte anhand eines umfassenden Fragenkatalogs, der insbesondere die Schwerpunkte Erwartungshaltung, Zeitaufwand, Besetzung des Aufsichtsrats, Arbeit mit dem Abschlussprüfer, Umgang mit Interessenskonflikten, Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie Bilanzierungsthemen umfasste. Die Ergebnisse der Beurteilung werden anonymisiert ausgewertet und anschließend in einer Plenumssitzung diskutiert. Der dabei zutage tretende Verbesserungsbedarf wird unterjährig aufgegriffen und umgesetzt. Die nächste Selbstbeurteilung des Aufsichtsrats wird 2025 durchgeführt und bewertet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr und werden dabei von der Gesellschaft angemessen unterstützt. Über durchgeführte Maßnahmen wird im Bericht des Aufsichtsrats berichtet. Der Aufsichtsrat wird mindestens zweimal im Kalenderhalbjahr einberufen. Die Sitzungen des Aufsichtsrats werden durch seinen Vorsitzenden mindestens 14 Tage vorher schriftlich einberufen. Weitere und ausführlichere Informationen zu der genauen Anzahl der Sitzungstermine sowie zu den dort behandelten Themen finden sich im Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung der Gesellschaft. Mit der Einberufung einer Sitzung des Aufsichtsrats sind die Gegenstände der Tagesordnung mitzuteilen. Ist eine Tagesordnung nicht ordnungsgemäß angekündigt worden, darf hierüber nur beschlossen werden, wenn vor der Beschlussfassung kein Aufsichtsratsmitglied widerspricht. Beschlüsse des Aufsichtsrates werden in der Regel in Präsenzsitzungen gefasst. Es ist jedoch zulässig, dass Sitzungen des Aufsichtsrats in Form einer Video- oder Telefonkonferenzverbindung abgehalten werden oder dass einzelne Aufsichtsratsmitglieder im Wege der Video- oder Telefonübertragung zugeschaltet werden und dass in diesen Fällen auch die Beschlussfassung oder die Stimmabgabe per Video- oder Telefonkonferenzverbindung erfolgt. Sitzungen werden vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats geleitet. Außerhalb von Sitzungen können auf Anordnung des Vorsitzenden Beschlussfassungen auch auf anderem Wege, zum Beispiel per Telefon oder per E-Mail erfolgen, wenn kein Mitglied diesem Verfahren widerspricht. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder ordnungsgemäß geladen wurden und an der Beschlussfassung mindestens 3 Mitglieder teilnehmen. Ein Mitglied nimmt auch dann an einer Beschlussfassung teil, wenn es sich in der Abstimmung der Stimme enthält. Beschlüsse des Aufsichtsrates werden, soweit das Gesetz nicht zwingend etwas anderes bestimmt, mit einer einfachen Mehrheit gefasst. Über die Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrates werden Niederschriften angefertigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist ermächtigt, im Namen des Aufsichtsrates die zur Durchführung der Beschlüsse des Aufsichtsrates erforderlichen Willenserklärungen abzugeben. Der Prüfungs- und Risikoausschuss unterstützt den Aufsichtsrat bei der Überwachung der Rechnungslegung und der Integrität des Rechnungslegungsprozesses sowie der Überwachung der Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des Internal Control Systems, des Risk Management Systems, des Compliance Management Systems und des internen Revisionssystems. Des Weiteren unterstützt er den Aufsichtsrat bei der Überwachung der Abschlussprüfung, der vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen, der Prüfhonorare und der von ihm zusätzlich erbrachten Leistungen. Der Prüfungs- und Risikoausschuss beschäftigt sich intensiv mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss, dem zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern, der nichtfinanziellen Erklärung und der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Mit Vorstand und Abschlussprüfer erörtert er die Prüfungsberichte, den Prüfungsablauf, die Prüfungsschwerpunkte und -methodik sowie die Prüfungsergebnisse, auch hinsichtlich des Internal Control Systems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, und gibt Empfehlungen an den Aufsichtsrat. Er nimmt regelmäßig eine Beurteilung der Qualität der Abschlussprüfung vor. Vor deren Veröffentlichung erörtert er mit dem Vorstand die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresfinanzbericht. Der Prüfungs- und Risikoausschuss bereitet die Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats für den Wahlvorschlag des Abschlussprüfers an die Hauptversammlung und Entscheidungen zu Corporate-Governance-Themen vor und beschließt auch über die Zustimmung zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 111b Abs. 1 AktG (sog. Related Party Transactions). Derartige Geschäfte hat es im Berichtszeitraum nicht gegeben. Der Prüfungs- und Risikoausschuss diskutiert mit dem Abschlussprüfer die Einschätzung des Prüfungsrisikos, die Prüfungsstrategie und Prüfungsplanung sowie die Prüfungsergebnisse. Der bzw. die Vorsitzende des Prüfungs- und Risikoausschusses tauscht sich regelmäßig auch unter Anwesenheit sämtlicher Mitglieder des Prüfungs- und Risikoausschusses mit dem Abschlussprüfer über aktuelle Themen der Abschlussprüfung und über den Fortgang der Prüfung aus. Der Prüfungs- und Risikoausschuss berät sich regelmäßig mit dem Abschlussprüfer auch ohne den Vorstand. Im Jahr 2024 haben insgesamt zwei Abstimmungstermine mit dem Abschlussprüfer stattgefunden. Der bzw. die Vorsitzende des Prüfungs- und Risikoausschusses erstattet dem Aufsichtsrat regelmäßig Bericht über die Tätigkeit des Prüfungs- und Risikoausschusses. Bei wesentlichen Vorkommnissen und Feststellungen des Prüfungs- und Risikoausschusses wird unverzüglich der Vorsitzende des Aufsichtsrats informiert. Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats / Stand der UmsetzungDer Aufsichtsrat der Gesellschaft strebt eine Zusammensetzung des Aufsichtsrats an, die eine qualifizierte Beratung und Überwachung des Vorstands der Gesellschaft ermöglicht. Vor dem Hintergrund
hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft die folgenden Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats beschlossen. Diese berücksichtigen sowohl in Bezug auf die Anforderungen an einzelne Aufsichtsratsmitglieder als auch in Bezug auf die Anforderungen an die Zusammensetzung des Gesamtgremiums die gesetzlichen Vorgaben und - soweit nicht ausdrücklich eine Abweichung erklärt ist - die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Insbesondere wurde im Hinblick auf das Gesamtgremium ein Kompetenzprofil erarbeitet. Der Aufsichtsrat wird die Ziele bei seinen Vorschlägen an die Hauptversammlung für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern berücksichtigen und sich bei den jeweiligen Kandidaten darüber vergewissern, dass sie die Anforderungen zur Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium erfüllen. Dabei wird die spezifische Situation des Unternehmens berücksichtigt. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft strebt an, dass jedes Aufsichtsratsmitglied die nachfolgenden Voraussetzungen erfüllt: Allgemeines AnforderungsprofilJedes Aufsichtsratsmitglied soll über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen verfügen, die es befähigen, den Vorstand der Gesellschaft sorgfaltsgemäß zu überwachen und zu beraten und etwaige Risiken für die Geschäfte der Gesellschaft zu beurteilen. Der Aufsichtsrat wird zudem darauf achten, dass sämtliche Aufsichtsratsmitglieder über ein persönliches Profil verfügen, das sie befähigt, das Ansehen der Gesellschaft in der Öffentlichkeit zu wahren. Zeitliche VerfügbarkeitAlle Aufsichtsratsmitglieder sollen den für die sorgfältige Wahrnehmung des Mandats erforderlichen Zeitaufwand über ihre gesamte Amtszeit hinweg erbringen können. Die Aufsichtsratsmitglieder müssen die Anforderungen des Gesetzes und sollen die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex im Hinblick auf die zulässige Anzahl von Aufsichtsratsmandaten beachten. InteressenskonflikteAufsichtsratsmitglieder sollen keine anderweitigen Tätigkeiten ausüben, die das häufige Auftreten von Interessenkonflikten wahrscheinlich machen. Dazu gehören Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern oder persönliche Beziehungen zu einem solchen. Altersgrenze für AufsichtsratsmitgliederMitglieder des Aufsichtsrats sollen in der Regel zum Zeitpunkt ihrer Wahl oder Wiederwahl das 70. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Anforderungen an die Zusammensetzung des GesamtgremiumsNeben den individuellen Anforderungen an die Aufsichtsratsmitglieder strebt der Aufsichtsrat der Gesellschaft gemäß C.1 DCGK darüber hinaus folgende Ziele für seine Zusammensetzung als Gesamtgremium an. Kompetenzprofil für das GesamtgremiumDie Mitglieder des Aufsichtsrats müssen in ihrer Gesamtheit über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Der Aufsichtsrat strebt an, dass der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit ein möglichst breites Spektrum der für das Unternehmen relevanten Kenntnisse und Erfahrungen abdeckt und insbesondere die folgenden Voraussetzungen erfüllt:
DiversitätDer Aufsichtsrat strebt an, dass der Aufsichtsrat vielfältig zusammengesetzt ist, damit der Aufsichtsrat als Gesamtgremium über eine ausreichende Meinungs- und Kenntnisvielfalt verfügt. Bei seinen Wahlvorschlägen wird der Aufsichtsrat das von der Gesellschaft festgelegte Diversitätskonzept berücksichtigen, welches nachfolgend in einem gesonderten Abschnitt dargestellt ist. UnabhängigkeitDer Aufsichtsrat strebt an, dass eine nach seiner Einschätzung angemessene Anzahl von mindestens vier der sechs Mitglieder des Aufsichtsrats auch unabhängig im Sinne der Kriterien gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sind. Der Aufsichtsrat hat sich in diesem Berichtsjahr mit vorstehenden Zielen für seine Zusammensetzung befasst, sie insbesondere mit Blick auf das Kompetenzprofil für das Gesamtgremium thematisiert, an ihnen festgehalten und weiter ausgebaut. Der Aufsichtsrat strebt die Ausfüllung des von ihm erarbeiteten Kompetenzprofils für das Gesamtgremium an. Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der IONOS Group SE bestand im Geschäftsjahr 2024 aus folgenden Mitgliedern: Aufsichtsratsmitglieder zum 31. Dezember 2024
Ausgeschieden im Geschäftsjahr 2024
Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind vier von fünf Mitgliedern des aktuellen Aufsichtsrats im Sinne der Empfehlung C.9 DCGK unabhängig. Bei einem Aufsichtsratsmitglied besteht aufgrund von Mietverträgen eine geschäftliche Beziehung, die jedoch nicht als wesentlich einzustufen ist. Dies stellt nur einen Indikator dar, ein Interessenkonflikt besteht nicht. Zudem sind Verträge mit anderen Gesellschaften des UI-Konzerns nicht als konzernfremd anzusehen. Im Sinne der Empfehlung C.7 DCGK gelten daher alle Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig. Qualifikationsmatrix:
Die Mitglieder des Prüfungs- und Risikoausschusses des Aufsichtsrats verfügen über umfangreichen Sachverstand auf den in D.3 DCGK genannten Gebieten, worüber nachfolgend nähere Angaben gemacht werden. Der Vorsitzende des Prüfungs- und Risikoausschusses, Herr Kurt Dobitsch, verfügt aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als ehemaliger Vice President Europe bei der Compaq Computer Corporation, als ehemaliger Geschäftsführer der Access Computer GmbH sowie als Aufsichtsratsvorsitzender der 1&1 AG über umfangreichen Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung und der Abschlussprüfung, einschließlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung. Sein Sachverstand auf diesem Gebieten besteht bezüglich der Rechnungslegung insbesondere in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von internationalen und nationalen Rechnungslegungsgrundsätzen und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme sowie bezüglich der Abschlussprüfung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Abschlussprüfung. Frau Vanessa Stützle ist seit dem 1. Oktober 2024 Mitglied des Prüfungs- und Risikoausschusses. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in leitenden Positionen, unter anderem als Chief Executive Officer der LUQOM GROUP und Lampenwelt GmbH sowie zuvor als Chief Digital Officer und Mitglied der Geschäftsleitung bei DOUGLAS, verfügt sie über Kenntnisse in den Bereichen E-Commerce, Tech, Marketplace, Omni-Channel, CRM, Retail Media Sales und Data Strategy. Zudem arbeitete sie von 2011 bis 2017 für die s.Oliver Group, wo sie als Chief Digital Officer das E-Commerce- und CRM-Geschäft aller Marken der Gruppe leitete und einen der größten Mono-Label-Shops in Europa im Modesegment aufbaute. Weiterhin ist Frau Stützle seit Juli 2022 im Aufsichtsrat der Hornbach Holding AG & Co. KGaA. Ihr Sachverstand auf den Gebieten der Abschlussprüfung, einschließlich der Prüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung umfasst insbesondere Kenntnisse und Erfahrung in den für das Unternehmen relevanten Nachhaltigkeitsfragen. Die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sollen sich auch unter Berücksichtigung dieser Ziele und dem Bestreben zur Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium weiterhin am Wohl des Unternehmens orientieren. Dabei ist die spezifische Situation des Unternehmens zu berücksichtigen. Vorbehaltlich der Bildung von Rumpfgeschäftsjahren endet das jeweilige Amt der Aufsichtsratsmitglieder mit dem Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung des Jahres 2028. Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und Führungsebenen/ Stand der UmsetzungAus dem Aktiengesetz ergeben sich für die IONOS Group SE als börsennotierte Gesellschaft insbesondere folgende Verpflichtungen:
Die nachfolgenden Festlegungen dürfen jeweils maximal einen Zeitraum von 5 Jahren umfassen. Nach eingehender Prüfung haben Aufsichtsrat und Vorstand der IONOS Group SE folgende Beschlüsse gefasst:
Aufsichtsrat und Vorstand der IONOS Group SE sehen die genannten Zielgrößen derzeit ausnahmslos als erfüllt an. DiversitätskonzeptDiversitätsaspekte finden bei der Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats stets Beachtung. Die Gesellschaft erachtet Diversität dabei nicht nur als wünschenswert, sondern als ganz entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Dementsprechend verfolgt die Gesellschaft insgesamt eine wertschätzende Unternehmenskultur, bei der die individuelle Verschiedenheit hinsichtlich Kultur, Nationalität, Geschlecht, Altersgruppe, Bildungs- oder Berufshintergrund sowie Religion gewünscht und entsprechend Chancengerechtigkeit - unabhängig von Alter, Behinderung, ethnisch-kultureller Herkunft, Geschlecht, Religion und Weltanschauung oder sexueller Identität - gefördert wird. Die Gesellschaft strebt an, dass Vorstand und Aufsichtsrat vielfältig zusammengesetzt sind und sie als Gesamtgremien über eine ausreichende Meinungs- und Kenntnisvielfalt verfügen. Es sollen insbesondere folgende Kriterien Berücksichtigung finden:
Individuelle Stärken - also alles, was die einzelnen Mitarbeiter/-innen innerhalb des Unternehmens einzigartig und unverwechselbar macht - ermöglichten es der Gesellschaft erst, zu dem zu werden, was sie heute ist. Eine Belegschaft, die sich aus verschiedensten Persönlichkeiten zusammensetzt, bietet optimale Rahmenbedingungen für Kreativität und Produktivität - und damit auch Mitarbeiterzufriedenheit. Das daraus resultierende Ideen- und Innovationspotenzial stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft und steigert die Chancen in Zukunftsmärkten. Diesem Gedanken folgend soll nicht nur für jeden Mitarbeiter das Tätigkeitsfeld und die Funktion gefunden werden, in der die jeweiligen individuellen Potenziale und Talente bestmöglich ausgeschöpft werden können; auch bei der Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats soll - bereits im eigenen Interesse des Unternehmens - auf Diversität mit Blick beispielsweise auf Alter, Geschlecht oder Berufserfahrung geachtet werden. Der Aufsichtsrat hat festgelegt, dass die Gesamtheit der für seine Zusammensetzung maßgeblichen gesetzlichen und selbst festgelegten Bestimmungen (Ziele für die Zusammensetzung, Kompetenzprofil, gesetzliche Zielgröße für den Frauenanteil, Altersgrenze und das weitere vorstehend Dargestellte) als Diversitätskonzept im Sinne von §289f Abs. 2 Nr. 6 HGB gelten soll. Darüberhinausgehende Diversitätsziele mit zusätzlichen oder bestimmteren Kriterien hält die Gesellschaft für nicht sachgerecht. Bei einer höheren Anzahl und Bestimmtheit der Diversitätsaspekte würde angesichts der Größe von Vorstand und Aufsichtsrats eine passende Besetzung der Positionen unter Beachtung aller Diversitätskriterien erhebliche Schwierigkeiten bereiten. Das Diversitätskonzept für Vorstand und Aufsichtsrat ist nach Einschätzung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats gegenwärtig erfüllt. HauptversammlungDie jährliche ordentliche Hauptversammlung ist das Organ der Willensbildung der Aktionäre der IONOS Group SE. In der ordentlichen Hauptversammlung wird den Anteilseignern der Jahres- und Konzernabschluss vorgelegt. Die Aktionäre entscheiden über die Verwendung des Bilanzgewinns und stimmen zu weiteren durch Gesetz festgelegten Themen wie der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und der Wahl des Abschlussprüfers ab. Jede Aktie besitzt eine Stimme. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich rechtzeitig anmelden und die am Tag der Hauptversammlung im Aktienregister eingetragen sind. Die Aktionäre können ihre Stimmrechte auf der Hauptversammlung auch durch einen Vertreter ausüben lassen. Die Gesellschaft stellt dazu einen Stimmrechtsvertreter bereit, der nach Weisung der Aktionäre abstimmt, soweit er dazu von den Aktionären den Auftrag erhält. Governance-FunktionenBei der IONOS Group SE sind die Governance-Funktionen Teil einer integrierten "GRC"-Organisation, zu der die Funktionen Corporate Governance, Corporate Risk Management, Internal Control System und Corporate Compliance gehören. Die GRC-Funktionen stehen unter der einheitlichen Leitung des Finanzvorstands (CFO) der IONOS Group SE. Internal Control System und Risk Management SystemUm den Unternehmenserfolg in der IONOS Group SE langfristig zu sichern, ist es unerlässlich, Risiken unternehmerischen Handelns konzernweit effektiv zu identifizieren, zu analysieren und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen und Kontrollen zu beseitigen oder zu begrenzen. Das Internal Control System und das Risk Management System sichern einen verantwortungsvollen Umgang mit Risiken. Insbesondere sind sie darauf ausgelegt, Risiken konzernweit frühzeitig zu erkennen, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Die Systeme werden permanent weiterentwickelt und an die sich wandelnden Gegebenheiten angepasst. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand regelmäßig über bestehende Risiken und deren Behandlung sowie die Wirksamkeit der internen Kontrollen informiert. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Internal Control Systems und des Risk Management Systems wurden durch den Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit festgestellt. Die wesentlichen Merkmale des Internal Control Systems und des Risk Management Systems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft und den Konzern sind gemäß §§ 289 Abs.4 und 315 Abs. 4 HGB detailliert im zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern beschrieben. Dort berichtet der Vorstand auch ausführlich über bestehende Risiken und deren Entwicklung. ComplianceUm die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien sicherzustellen, hat der Vorstand der IONOS Group SE ein konzernweites risikoorientiertes Compliance-Management-System (CMS) implementiert, dessen oberstes Ziel es ist, tatsächliche Verstöße und entsprechende Risiken zu vermeiden oder mindestens zu minimieren. Tatsächliche Verstöße sollen aufgedeckt, abgestellt und -abhängig von ihrer Schwere- sanktioniert werden. Das Kernstück stellt ein zentraler Verhaltenskodex dar. Der Verhaltenskodex gilt für alle Organmitglieder und Mitarbeitenden der IONOS Group SE und stellt sicher, dass das Wertesystem auf breiter Ebene konsequent und kontinuierlich gelebt wird. Für die konkrete Ausgestaltung des CMS ist die Compliance-Abteilung verantwortlich. In bestimmten Unternehmensbereichen wie z. B. HR wird die Compliance-Abteilung durch funktionale Compliance Manager unterstützt. Das übergeordnete Ziel aller Compliance-Aktivitäten ist es, Compliance-Verstöße zu verhindern. Dieses Ziel soll durch angemessene, an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtete Maßnahmen entlang der drei Handlungsebenen "Vorbeugen", "Erkennen" und "Reagieren" erreicht werden. Themenschwerpunkte sind die Korruptionsprävention, das Richtlinienmanagement sowie die Einrichtung vertraulicher Meldewege und der Schutz von hinweisgebenden Personen. Finanzpublizität/ TransparenzEs ist das erklärte Ziel von der IONOS Group SE, institutionelle Investoren, Privataktionäre, Finanzanalysten, Mitarbeiter sowie die interessierte Öffentlichkeit durch regelmäßige, offene und aktuelle Kommunikation gleichzeitig und gleichberechtigt über die Lage des Unternehmens zu informieren. Dazu werden alle wesentlichen Informationen, wie z. B. Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen und andere Pflichtmitteilungen (wie z. B. Directors' Dealings oder Stimmrechtsmitteilungen) sowie sämtliche Finanzberichte, entsprechend den gesetzlichen Vorgaben veröffentlicht. Ferner informiert die IONOS Group SE auch umfangreich über die Internetseite der Gesellschaft (www.ionos-group.com). Dort finden sich auch Dokumente und Informationen zu den Hauptversammlungen der Gesellschaft sowie weitere wirtschaftlich relevante Informationen. Die IONOS Group SE berichtet Aktionären, Analysten und Pressevertretern nach einem festen Finanzkalender viermal im Geschäftsjahr über die Geschäftsentwicklung sowie über die Finanz- und Ertragslage. Der Finanzkalender wird auf der Internetseite der Gesellschaft und gemäß den Vorgaben des Gesetzgebers veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert. Darüber hinaus informiert der Vorstand durch Ad-hoc-Mitteilungen unverzüglich über nicht öffentlich bekannte Umstände, die dazu geeignet sind, den Aktienkurs erheblich zu beeinflussen. Im Rahmen der Investor Relations trifft sich das Management regelmäßig mit Analysten und institutionellen Anlegern. Zudem finden zur Vorstellung der Halbjahres- und Jahreszahlen Analystenkonferenzen statt, zu denen Investoren und Analysten auch telefonisch Zugang erhalten. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDie Rechnungslegung des IONOS Group Konzerns erfolgt nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind) unter Berücksichtigung von § 315e HGB. Der für Ausschüttungs- und Steuerbelange relevante Jahresabschluss der IONOS Group SE wird dagegen nach den Regeln des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Jahres- und Konzernabschluss werden durch unabhängige Abschlussprüfer geprüft. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt durch die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat erteilt den Prüfungsauftrag, legt die Prüfungsschwerpunkte und das Prüfungshonorar fest und überprüft die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2022 Abschlussprüfer für die IONOS Group SE und den Konzern. Die für die Prüfung verantwortlichen Wirtschaftsprüfer sind Herr Christian David Simon und Herr Erik Hönig. Vergütung von Vorstand und AufsichtsratDie Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats ist jeweils in einem detaillierten Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2024 gemäß § 162 AktG nebst dem zugehörigen Vermerk des Abschlussprüfers dargestellt der auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://www.ionos-group.com/investor-relations/publications/reports.html. veröffentlicht wird und dort zugänglich ist. In der Anlage zu diesem Vergütungsbericht ist das geltende Vergütungssystem gemäß § 87a Abs. 1 und 2 Satz 1 AktG ausführlich dargestellt und auch der letzte Vergütungsbeschluss der Hauptversammlung gemäß § 113 Abs. 3 AktG wiedergegeben. Angaben zur Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung finden sich zudem im Anhang des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres 2024 unter Anhangangabe 43. Entsprechenserklärung nach §161 AktG zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat der IONOS Group SE haben am 17. Dezember 2024 die nachfolgend wiedergegebene Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und im Anschluss auf der Website der Gesellschaft (www.ionos-group.com) sowie im Bundesanzeiger veröffentlicht. Vorstand und Aufsichtsrat der IONOS Group SE erklären gemäß § 161 Aktiengesetz: Vorstand und Aufsichtsrat der IONOS Group SE erklären, dass die IONOS Group SE den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 28. April 2022, die mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 27. Juni 2022 wirksam geworden sind, und der letzten Entsprechenserklärung vom 19. Dezember 2023 zugrunde lagen, mit den dort jeweils erklärten Ausnahmen entsprochen hat und den Empfehlungen des Kodex mit den nachfolgenden Ausnahmen auch zukünftig entsprechen wird: Ziffer D.4
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | ||
| EUR | EUR | ||
| A Anlagevermögen | |||
| I. Sachanlagen | |||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 884,00 | 1.215,00 | |
| 884,00 | 1.215,00 | ||
| II. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 156.060.001,00 | 156.060.001,00 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 364.100.000,00 | 364.100.000,00 | |
| 520.160.001,00 | 520.160.001,00 | ||
| 520.160.885,00 | 520.161.216,00 | ||
| B Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 8.980.738,33 | 8.465.524,63 | |
| 2. sonstige Vermögensgegenstande | 173.378,58 | 2.411.661,50 | |
| 9.154.116,91 | 10.877.186,13 | ||
| II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 4.309,96 | 0,00 | |
| 9.158.426,87 | 10.877.186,13 | ||
| C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 22.616,27 | 16.220,43 | |
| 529.341.928,14 | 531.054.622,56 | ||
|
Passiva |
|||
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | ||
| EUR | EUR | ||
| A. Eigenkapital | |||
| I. Ausgegebenes Kapital | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital (bedingtes Kapital: 20.000.000 EUR) | 140.000.000,00 | 140.000.000,00 | |
| 2. abzgl. rechnerische Wert der eigenen Anteile | -463.565,00 | 0.00 | |
| 139.536.435,00 | 140.000.000,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 369.211.871,77 | 383.511.753,59 | |
| III. Bilanzverlust | -10.082.472,88 | -7.608.583,11 | |
| 498.665.833,89 | 515.903.170,48 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 1.011.861,00 | 0,00 | |
| 2. sonstige Rückstellungen | 18.936.413,99 | 9.608.659,54 | |
| 19.948.274,99 | 9.608.659,54 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.527,15 | 57.669,24 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.109.402,90 | 437.157,19 | |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten | 9.611.889,21 | 5.047.966,11 | |
| davon aus Steuern EUR 9.489.213,21 (Vorjahr: EUR 5.043.670,08) | |||
| 10.727.819,26 | 5.542.792,54 | ||
| 529.341.928,14 | 531.054.622,56 | ||
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
|
2024
EUR |
2023
EUR |
|
| 1. Umsatzerlöse | 17.997.486,63 | 3.242.919,34 |
| 2 sonstige betriebliche Erträge | 1.024.934,01 | 34.916.525,35 |
| davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.443,16) | ||
| 3. Materialaufwand: Aufwendungen für bezogene Leistungen | -338,49 | -310,59 |
| 4 Personalaufwand: | ||
| a) Löhne und Gehälter | -15.946.881,75 | -10.072.169,02 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -14.569,74 | -12.661,47 |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und | -331,00 | -110,00 |
| 6. sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.019.665,28 | -18.858.026,33 |
| davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -304,68 (Vorjahr: EUR -1,96) | ||
| 7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 37.016,84 | 36.915,70 |
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 37.016,84 (Vorjahr: EUR 36.915,70) | ||
| 8 Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -539.679,99 | -3.833.420,06 |
| davon an verbundene Unternehmen EUR -387.953,73 (Vorjahr: EUR -228.670,06) | ||
| 9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.011.861,00 | -14.518,97 |
| 10. Ergebnis nach Steuern | -2.473.889,77 | 5.405.143,95 |
| 11. sonstige Steuern | 0,00 | -324,00 |
| 12. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) | -2.473.889,77 | 5.404.819,95 |
| 13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -7.608.583,11 | -13.013.403,06 |
| 14. Bilanzverlust | -10.082.472,88 | -7.608.583,11 |
HRB 25386
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024
1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der IONOS Group SE für das Geschäftsjahr 2024 wurde gemäß Artikel 61 der SE-VO nach den gesetzlichen Vorschriften der §§ 242ff und 264ff des HGB und den einschlägigen Vorschriften des AktG erstellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Die Gesellschaft ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 S.2 HGB i.V.m. § 264d HGB.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.
Zwischen der IONOS Group SE und der IONOS Holding SE besteht seit Juni 2022 eine Cash-Pooling-Vereinbarung. Die IONOS Holding SE ist wiederum an das Cash-Pooling der United Internet AG eingebunden.
Die IONOS Group SE hat ihren Sitz in Montabaur. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter HR B 25386 eingetragen. Die Gesellschaft fungiert als reine Holdinggesellschaft.
Die Gesellschaft hat mit Datum vom 24. November 2022 einen Beherrschungsvertrag mit der IONOS Holding SE, Montabaur, geschlossen.
Die Aktien der IONOS Group SE werden seit dem 8. Februar 2023 am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Ab Mai 2024 hat die IONOS Group SE insgesamt 850.000 eigene Aktien zurückgekauft, welche in Höhe des rechnerischen Werts in Höhe von 1 € pro Aktie offen vom Grundkapital der Gesellschaft abgesetzt wurden. Der den rechnerischen Wert übersteigende Rückkaufpreis in Höhe von 464 T€ wurde mit der verrechenbaren Kapitalrücklage verrechnet. Im August, September und Oktober 2024 wurden insgesamt 386.435 eigene Aktien im Rahmen der Ersten Tranche des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms an berechtigte Mitarbeiter ausgegeben. Hierzu fanden teilweise Übertragungen an andere IONOS Gesellschaften statt.
Zum 31. Dezember 2024 halten die United Internet AG 63,8% und die WP XII Venture Holdings II SCSp, Luxemburg / Luxemburg 8,7% der Aktien an der IONOS Group SE.
27,2 % befinden sich zum 31.12.2024 im Streubesitz. Darüber hinaus hält die IONOS Group SE 0,3% eigene Aktien.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte auf Grundlage der nachfolgenden im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, unter Berücksichtigung der Unternehmensfortführung.
2.1 Sachanlagevermögen
Grundsätzlich werden sämtliche Sachanlagen über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung in den Folgejahren teilweise oder ganz, erfolgt eine Zuschreibung in Höhe der eingetretenen Wertaufholung, höchstens jedoch bis zu dem Wert, der sich ohne Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte.
Die angewandten Abschreibungsmethoden und verwendeten Nutzungsdauern ergeben sich aus der folgenden Übersicht:
| Sachanlagen | Abschreibungsmethode / Nutzungsdauer |
| "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" | |
| ■ Büroeinrichtung | Linear 3 - 15 Jahre |
2.2 Finanzanlagevermögen
Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung der Finanzanlagen werden gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.
2.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.
2.4 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Die Bewertung von Kassenbeständen erfolgt zum Nennwert. Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalbetrag angesetzt.
2.5 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird über die Laufzeit der Leistungserbringung ratierlich aufwandswirksam aufgelöst.
2.6 Rückstellungen
Für ungewisse Verbindlichkeiten und Risiken aus drohenden Verlusten werden angemessene Rückstellungen aufgrund vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe ihres notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) gebildet.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Für die Mitarbeiterbeteiligungsprogramme der IONOS Group SE werden zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe des zeitanteiligen beizulegenden Zeitwerts der Verpflichtungen gebildet. Vom Zeitpunkt der Gewährung bis zu ihrem Ausgleich werden die Verpflichtungen zu jedem Bilanzstichtag neu bewertet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt mit Hilfe von anerkannten finanzwirtschaftlichen Modellen (Monte-Carlo-Simulation).
Der beizulegende Zeitwert wird über den Erdienungszeitraum zeitanteilig als Personalaufwand erfasst.
Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes werden zum Stichtag folgende Annahmen basierend auf der Restlaufzeit der individuellen Vereinbarung zugrunde gelegt:
| risikoloser Zinssatz | 1,8% - 2,6% | (Vorjahr: 1,5% - 2,3%) |
| Dividendenrendite | 0,2% | (Vorjahr: 0,2%) |
| Volatilität | 35% | (Vorjahr: 33,2%) |
| Fluktuationswahrscheinlichkeit | 0% | (Vorjahr: 0%) |
2.7 Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
2.8 Fremdwährungsumrechnung
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zu den Erträgen bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.
2.9 Tatsächliche und latente Steuern
Ertragsteuern
Tatsächliche Steuern werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Latente Steuern
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und Steuerentlastung nicht abgezinst.
Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts, da eine Gesamtdifferenzbetrachtung vorgenommen wurde.
Etwaige aktive latente Steuern beruhen im Wesentlichen auf Bewertungsdifferenzen bezüglich Personalrückstellungen sowie steuerlichen Verlustvorträgen. Etwaige passive latente Steuern resultieren aus einer steuerlichen Rücklagenbildung. Eine Bewertung erfolgt mit dem anzuwendenden Steuersatz von 31,11%.
Umsatzsteuer
Die Gesellschaft ist zum Abzug der Umsatzsteuer auf Aufwendungen und Vermögenswerte nach § 15 UStG berechtigt. Die IONOS Group SE ist seit 2022 die umsatzsteuerliche Organmutter des IONOS Konzerns.
2.10 Globale Mindestbesteuerung
Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung finden seit dem 1. Januar 2024 für die United Internet Gruppe Anwendung, in deren Konzernabschluss die IONOS Group SE einbezogen wird. Eine umfassende Analyse der Finanzzahlen des laufenden Geschäftsjahres ergab, dass sich nach dem derzeitigen Stand kein Land innerhalb der Gruppe als Niedrigsteuerland für Pillar-Two-Zwecke qualifiziert. Folglich ist im Geschäftsjahr 2024 keine zusätzliche Steuerbelastung zu erwarten.
3. Erläuterungen zur Bilanz
3.1 Entwicklung des Anlagevermögens
Die in § 284 Abs. 3 HGB geforderten Angaben zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind unter Angabe der Zugänge, Abgänge, Umbuchungen und Zuschreibungen sowie der Abschreibungen im Geschäftsjahr im Anlagespiegel als Anlage 1 zum Anhang gesondert dargestellt.
3.2 Finanzanlagen
Das Finanzanlagevermögen der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 520.160 T€ (Vorjahr: 520.160 T€).
Die IONOS Group SE hält zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr Anteile am verbundenen Unternehmen IONOS Holding SE in Höhe von 156.060 T€ (Vorjahr: 156.060 T€). Diese Anteile sind mit ihren Anschaffungskosten bilanziert.
Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Ausleihung an die IONOS Holding SE auf 364.100 T€ (Vorjahr: 364.100 T€).
Abschreibungen sowie kumulierte Abschreibungen betragen wie im Vorjahr 0 T€.
Die in § 284 Abs. 3 HGB geforderten Angaben zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind unter Angabe der Zugänge, Abgänge, Umbuchungen und Zuschreibungen sowie der Abschreibungen im Geschäftsjahr im Anlagespiegel als Anlage 1 zum Anhang gesondert dargestellt.
Die in § 285 Nr. 11 und Nr. 11 b HGB geforderten Angaben zum Anteilsbesitz sind als Anlage 2 zum Anhang gesondert dargestellt.
3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 8.981 T€ (Vorjahr: 8.465 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen die STRATO GmbH (vormals: STRATO AG, 3.678 T€) sowie gegen die IONOS SE (3.528 T€). Diese beinhalten dabei im Wesentlichen Forderungen aus der Umsatzsteuerorganschaft sowie aus der Übertragung von Aktien der IONOS Group SE. Im Vorjahr beinhalteten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen eine Forderung aus interner Leistungsverrechnung in Höhe von 6.984 T€.
Hierbei werden jeweils je Gesellschaft Forderungen und Verbindlichkeiten saldiert ausgewiesen, soweit eine Aufrechnungslage gemäß § 387 ff. BGB gegeben ist.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 173 T€ (Vorjahr: 2.412 T€) enthalten Forderungen aus Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag 173 T€ (Vorjahr: 173 T€). Im Vorjahr enthielt diese Position im Wesentlichen Forderungen aus der anteiligen Weiterbelastung der IPO-Kosten an die WP XII Venture Holdings II SCSP in Höhe von 2.238 T€.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
3.4 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Diese Position beinhaltet Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4 T€ (Vorjahr: 0 T€).
3.5 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 23 T€ (Vorjahr: 16 T€) enthält im Wesentlichen bereits bezahlte Softwaregebühren für zukünftige Zeiträume.
3.6 Grundkapital und Aktien
Zum 31. Dezember 2024 beträgt das Grundkapital 140.000 T€ (Vorjahr: 140.000 T€).
463.565 eigenen Aktien sind zum 31. Dezember 2024 mit ihrem rechnerischen Wert von 1 € je Aktie offen vom Grundkapital der IONOS Group SE abgesetzt.
Die IONOS Group SE hielt zum 31. Dezember 2023 keine eigenen Aktien. Am 8. Mai 2024 hat der Vorstand der IONOS Group SE mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf Basis der Ermächtigung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 26. Januar 2023 über den Erwerb eigener Aktien zunächst beschlossen, bis 850.000 eigene Aktien über die Börse zu erwerben. Dies entspricht ca. 0,6% des Grundkapitals von 140.000 T€. Das Rückkaufprogramm sollte von Mitte Mai 2024 bis längstens bis zum 28. Februar 2025 durchgeführt werden.
Im Rahmen des am 8. Mai 2024 bekannt gegebenen Rückkaufprogramms erwarb die IONOS Group SE im Zeitraum vom 17. Mai bis zum 25. Juli 2024 insgesamt 850.000 eigene Aktien und schloss damit das Aktienrückkaufprogramm ab. Der Kaufpreis ohne Erwerbsnebenkosten belief sich auf 22.319 T€.
Im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wurden bis zum 31. Dezember 2024 386.435 eigene Aktien ausgegeben. 463.565 eigenen Aktien sind zum 31. Dezember 2024 mit ihrem rechnerischen Wert von 1 € je Aktie offen vom Grundkapital der IONOS Group SE abgesetzt.
Per 31. Dezember 2024 bestehen Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft von der United Internet AG (gem. der Stimmrechtsmitteilung vom 06. Dezember 2024. 89.369.097 Aktien bzw. 63,8% der Anteile am Grundkapital sowie der WP XII Venture Holdings II SCSp, Luxemburg / Luxemburg (gem. der Stimmrechtsmitteilung vom 06. Dezember 2024 12.130.903 Aktien bzw. 8,7% der Anteile am Grundkapital). Weitere meldepflichtige Beteiligungen am Kapital bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht.
Das Grundkapital ist voll erbracht.
Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung am 26. Januar 2023 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der IONOS Group SE bis zum 31. August 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu 56.000 T€ durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, dabei über einen Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden.
Bedingtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2023 wurde das Grundkapital der IONOS Group SE um bis zu 20.000 T€ bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2023), eingeteilt in bis zu 20.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung Verpflichteten aus ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, die von der IONOS Group SE oder einer nachgeordneten Konzerngesellschaft der IONOS Group SE aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch den Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2023 bis zum 31. August 2026 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder soweit sie zur Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung erfüllen, oder, soweit die IONOS Group SE ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der IONOS Group SE zu gewähren, soweit nicht jeweils ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr festlegen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
3.7 Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage hat sich durch den Rückkauf der eigenen Anteile und die Ausgabe von Aktien im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms auf TEUR 369.212 zum Bilanzstichtag verringert (Vorjahr: TEUR 383.512).
| T€ | |
| Stand 01.01.2024 | 383.512 |
| Rückkauf eigene Aktien | - 21.469 |
| Effekte aus der Ausgabe von Aktien im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms | 7.169 |
| Stand 31.12.2024 | 369.212 |
3.8 Bilanzverlust
Der im Geschäftsjahr 2024 erzielte Jahresfehlbetrag beträgt 2.474 T€ (Vorjahr: 5.405 T€ (Jahresüberschuss)). Zusammen mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr von 7.609 T€ ergibt sich ein Bilanzverlust von 10.082 T€ (Vorjahr: 7.609 T€).
3.9 Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen
Die IONOS Group SE weist zum Bilanzstichtag Steuerrückstellungen in Höhe von 1.012 T€ (Vorjahr. 0 T€) aus.
Die sonstigen Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:
|
31.12.2024
T€ |
31.12.2023
T€ |
|
| Sonstige Personalrückstellungen | 16.712 | 7.779 |
| Tantiemen | 1.050 | 850 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 898 | 697 |
| Aufsichtsratsvergütung | 186 | 177 |
| Urlaubsansprüche | 37 | 72 |
| Sonstige | 53 | 8 |
| Rechts- und Beratungskosten | 0 | 26 |
| 18.936 | 9.609 |
Die Position sonstige Personalrückstellungen beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für aktienbasierte Vergütungen:
| ― |
Stock Appreciation Rights 12.371 T€ (Vorjahr: 3.301 T€), |
| ― |
Long Term Incentive Plan 4.131 T€ (Vorjahr: 4.408 T€). |
Die Rückstellung für LTIP wurde im Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 4.420 T€ in Form von Ausgabe eigener Aktien in Anspruch genommen sowie 4.142 T€ erfolgswirksam dem Neuprogramm LTIP zugeführt.
Das neue Vergütungspaket für die Vorstände beinhaltet eine langfristige, aktienbasierte Vergütung in Form eines virtuellen Stock Appreciation Rights Plans (SAR-Plan 2023), in dessen Rahmen virtuelle Wertsteigerungsrechte (SARs) gewährt werden. Zum Bilanzstichtag beträgt die Rückstellung für SAR 12.371 T€, hiervon wurden 9.070 T€ erfolgswirksam zugeführt.
Die sonstigen Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren.
3.10 Verbindlichkeiten
Die folgende Gliederung gibt Aufschluss über die Zusammensetzung und die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten:
| Restlaufzeit | Restlaufzeit | |||||
| Art der Verbindlichkeit |
31.12.2024 Gesamt
T€ |
bis zu einem Jahr
T€ |
über ein Jahr
T€ |
31.12.2023 Gesamt
T€ |
bis zu einem Jahr
T€ |
über ein Jahr
T€ |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7 | 7 | 0 | 58 | 58 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.109 | 1.109 | 0 | 437 | 437 | 0 |
| davon gegenüber Gesellschaftern | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 9.612 | 9.612 | 0 | 5.048 | 5.048 | 0 |
Es gibt, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7 T€ (Vorjahr: 58 T€) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Beratungskosten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.109 T€ (Vorjahr: 437 T€) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling in Höhe von 620 T€ (Vorjahr: 0 T€) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der Umsatzsteuerorganschaft in Höhe von 186 T€ (Vorjahr: 403 T€).
Es werden jeweils je Gesellschaft Forderungen und Verbindlichkeiten saldiert ausgewiesen, soweit eine Aufrechnungslage gemäß § 387 ff. BGB gegeben ist.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 9.612 T€ (Vorjahr: 5.048 T€) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuer in Höhe von 9.428 T€ (Vorjahr: 4.982 T€).
Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert.
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
4.1 Umsatzerlöse
Im Geschäftsjahr 2024 weist die IONOS Group SE Umsatzerlöse in Höhe von 17.997 T€ (Vorjahr: 3.243 T€) aus. Die Umsatzerlöse wurden vollständig im Inland erzielt.
Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 17.997 T€ (Vorjahr: 3.242 T€) resultieren aus der internen Leistungsverrechnung. Es werden primär Kosten der Vorstände an die IONOS Holding SE weiterbelastet.
Die Gesellschaft weist externe Umsätze aus der Vermietung von Tiefgaragenplätzen in Höhe von 338 € (Vorjahr: 311 €) aus.
4.2 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge teilen sich wie folgt auf:
|
(alle Werte
in T€) |
01.01. - 31.12.2024 | 01.01. - 31.12.2023 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.025 | 34.917 |
| davon aus internen Weiterbelastungen / Weiterberechnungen | 907 | 960 |
| davon aus der Auflösung von Rückstellungen | 79 | 15.997 |
| davon Sonstige | 39 | 8 |
| davon periodenfremde Erträge | 0 | 11.949 |
| davon Erträge aus der Weiterbelastung IPO-Kosten | 0 | 6.002 |
| davon Währungsumrechnung | 0 | 1 |
Die Erlöse aus der konzerninternen Weiterbelastung umfassen Weiterberechnungen an andere Konzerngesellschaften ohne Zuschläge.
Die Position Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung einer Rückstellung im Zusammenhang mit Personalbeschaffung. Im Vorjahr beinhaltete die Position Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen im Wesentlichen einen Ertrag aus der Bewertung der Rückstellung LTIP in Höhe von 15.410 T€.
Die Position periodenfremde Erträge beinhaltete im Vorjahr im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung der IPO-Kosten an die Anteilseigner der Gesellschaft in Höhe von 11.868 T€.
4.3 Materialaufwand
Der Materialaufwand in Höhe von 338 € steht im Zusammenhang mit der Vermietung von Tiefgaragenplätzen (siehe Position 4.1 Umsatzerlöse).
4.4 Personalaufwand
Der Personalaufwand der Gesellschaft beläuft sich im Berichtsjahr auf 15.961 T€ (Vorjahr: 10.085 T€) und setzt sich aus Aufwendungen für Löhne und Gehälter von 15.947 T€ (Vorjahr: 10.072 T€) sowie Sozialabgaben 14 T€ (Vorjahr: 13 T€) zusammen.
Der Personalaufwand betrifft die Vergütung von den Vorständen der IONOS Group SE.
Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr 2024 sowie im Vorjahr keine Mitarbeiter.
4.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die nachfolgenden Aufwendungen:
|
(alle Werte
in T€) |
01.01. - 31.12.2024 | 01.01. - 31.12.2023 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.020 | 18.858 |
| davon aus internen Weiterbelastungen / Weiterberechnungen | 907 | 959 |
| davon Abschluss- und Prüfungskosten | 898 | 843 |
| davon Rechts- und Beratungskosten | 724 | 4.602 |
| davon Fremdarbeiten intern | 321 | 7.967 |
| davon periodenfremde Aufwendungen | 268 | 1.003 |
| davon Werbekosten | 236 | 505 |
| davon sonstige Personalaufwendungen | 219 | 209 |
| davon Fremdarbeiten extern | 125 | 66 |
| davon Reparaturen und Wartung | 113 | 78 |
| davon Versicherungen, Beiträge | 72 | 2.446 |
| davon Sonstige | 137 | 180 |
Die Fremdarbeiten intern beinhalten Aufwand aus der internen Leistungsverrechnung von anderen Konzernunternehmen. Im Vorjahr resultierten die Aufwendungen aus den Fremdarbeiten intern aus der Veränderung der Bewertung der LTIP Rückstellung und der damit verbundenen Verrechnung i.H.v. 7.701 T€.
Die Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 724 T€ (Vorjahr: 4.602 T€) beinhalten Aufwendungen für Rechts- und Steuerberatung sowie die Aufsichtsratsvergütung. Im Vorjahr standen die Beratungskosten im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem IPO der Gesellschaft.
Die Position periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 268 T€ (Vorjahr: 1.003 T€) beinhalten in diesem Jahr im Wesentlichen Beratungskosten, im Vorjahr beinhalteten sie im Wesentlichen IPO-Kosten.
Die Aufwendungen aus der konzerninternen Weiterbelastung umfassen Weiterberechnungen an andere Konzerngesellschaften ohne Zuschläge.
Die Position Versicherungen und Beiträge in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 2.446) beinhalten wie im Vorjahr überwiegend Versicherungsbeiträge der Directors-and-Officers-Versicherung (Vorjahr: TEUR 2.420). Im Vorjahr sind hier jedoch insbesondere Sondereffekte aufgrund des Börsengangs enthalten.
4.6 Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 37 T€ (Vorjahr: 37 T€) enthalten ausschließlich Zinsen aus der Ausleihung an die IONOS Holding SE.
4.7 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 540 T€ (Vorjahr: 3.833 T€) beinhalten Aufwendungen im Rahmen des Cash-Poolings mit der IONOS Holding SE in Höhe von 388 T€ (Vorjahr: 228 T€) sowie Gebühren aus der Aufnahme eines Darlehens mit einem Bankenkonsortium in Höhe von 800.000 T€ durch die IONOS Holding SE in Höhe von 152 T€ (Vorjahr: 3.605 T€).
4.8 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen
Im Berichtsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von 79 T€ (Vorjahr: 27.946 T€) enthalten. Diese betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 79 T€ (Vorjahr: 15.997 T€). Im Vorjahr beinhaltete diese Position außerdem periodenfremden Erträge in Höhe von 11.949 T€, welche ausschließlich im Rahmen der Weiterbelastung der IPO-Kosten des Vorjahres an die Anteilseigener der Gesellschaft angefallen waren.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 268 T€ (Vorjahr: 1.003 T€) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Beratungsaufwendungen aus 2023 (148 T€); im Vorjahr beinhalteten diese im Wesentlichen IPO-Kosten in Höhe von 978 T€.
5. Sonstige Angaben
5.1 Cash-Pooling
Die IONOS Group SE ist seit Juni 2022 über die IONOS Holding SE am konzerneigenen Cash-Pool der United Internet AG angeschlossen.
Zwischen bestimmten Gesellschaften des United Internet AG, Montabaur, Konzerns und der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, bestehen Vereinbarungen über die Durchführung eines Cash-Poolings, bei denen die täglichen Kontostände auf ein Liquiditätskonto übertragen werden.
Es besteht keine gesamtschuldnerische Haftung der IONOS Holding SE für den Kreditrahmen der United Internet AG oder anderer Konzerngesellschaften.
5.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag belaufen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen auf 156 T€ (Vorjahr: 0 T€) mit einer Laufzeit bis 2039.
Die finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen belaufen sich auf 92 T€.
Zum 31. Dezember 2024 besteht ein Bestellobligo in Höhe von 64 T€ (Vorjahr: 0 T€) für Lieferungen und Leistungen, von denen 64 T€ (Vorjahr: 0 T€) im Geschäftsjahr 2025 als immaterielle Vermögensgegenstände oder Sachanlagevermögen erfasst werden.
Im Vorjahr gab es keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen und kein Bestellobligo.
5.3 Vorstand
Der Vorstand der IONOS Group SE besteht im Geschäftsjahr und zum 31. Dezember 2024 aus den folgenden drei Mitgliedern:
| ― |
Achim Weiß (Chief Executive Officer, Professional Business Hosting, Vorstandsvorsitzender), Berlin Kein Mitglied in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien |
| ― |
Dr. Jens-Christian Reich (Chief Commercial Officer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender), Heidelberg Kein Mitglied in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien |
| ― |
Britta Schmidt (Chief Financial Officer), München Kein Mitglied in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien |
Die Gesamtbezüge gemäß § 285 HGB für die Vorstände belaufen sich im Berichtsjahr auf 2.695 T€ (Vorjahr: 19.596 T€).
Die Gesamtbezüge beinhalten im Berichtsjahr 2024 eine fixe Vergütung in Höhe von 1.731 T€. (Vorjahr: 1.404 T€) und eine variable Vergütung ohne aktienbasierte Vergütungen von 964 T€ (Vorjahr: 908 T€). Die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2024 ist zum 31. Dezember 2024 noch nicht ausbezahlt und findet in einer Rückstellung Berücksichtigung.
Das Vergütungspaket beinhaltet eine langfristige, aktienbasierte Vergütung in Form eines virtuellen Stock Appreciation Rights Plans (SAR-Plan 2023), in dessen Rahmen virtuelle Wertsteigerungsrechts (SARs) gewährt werden, sowie eine Ersatzprämie für den in der Vergangenheit vorliegenden LTIP.
5.4 Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft bestand zum 31. Dezember 2024 aus den folgenden Mitgliedern:
| ― |
Ralph Dommermuth (Aufsichtsratsvorsitzender) Unternehmer, Firmengründer und Vorstandsvorsitzender der United Internet AG, Montabaur Mitglied in gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien:
|
||||||||||||
| ― |
René Obermann (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) Geschäftsführer der Warburg Pincus Deutschland GmbH, Berlin Mitglied in gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien:
|
||||||||||||
| ― |
Dr. Claudia Borgas-Herold (AR-Mitglied) Unternehmerin, Managing Director der borgas advisory GmbH, Kilchberg, Schweiz |
||||||||||||
| ― |
Martin Mildner (AR-Mitglied) (bis zum 30. September .2024) Finanzvorstand ProSiebenSat.1 Media SE, Hamburg |
||||||||||||
| ― |
Vanessa Stützle (AR-Mitglied) Chief Executive Officer LUQOM Group, Berlin Mitglied in gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien:
|
||||||||||||
| ― |
Kurt Dobitsch (AR-Mitglied) Unternehmer, Markt Schwaben Mitglied in gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien:
|
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten erstmalig im Geschäftsjahr 2023 eine Vergütung von der Gesellschaft. Die Aufsichtsratsvergütungen setzen sich zusammen aus festen jährlichen Vergütungen und Sitzungsgeldern und betrugen in 2024 234 T€ (Vorjahr: 182 T€). Sie beinhalten auch Vergütungen für die Tätigkeit im Prüfungs- und Risikoausschuss.
Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats existieren nicht.
5.5 Geschäfte mit nahestehenden Personen
Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen zu nicht marktüblichen Konditionen getätigt.
5.6 Angaben zu Arbeitnehmern
Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr 2024 sowie im Vorjahr keine Mitarbeiter.
5.7 Haftungsverhältnisse
Durch die Einbindung der IONOS Group SE in das zweistufige Cashpooling-System der Muttergesellschaft United Internet AG ergibt sich aus der Aufrechnung der Verbindlichkeiten aus Cashpoling der Gesellschaften der United Internet Gruppe mit dem Guthaben der Muttergesellschaft ein positiver Saldo, womit ein gesamtschuldnerisches Haftungsrisiko nicht gegeben ist.
Darüber hinaus sind dem Vorstand keine Tatsachen bekannt, die eine materielle Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit, auf die finanziellen Umstände oder auf das Geschäftsergebnis der Gesellschaft haben könnten.
5.8 Konzernverhältnisse
Die IONOS Group SE stellt zum Bilanzstichtag einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf.
Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der United Internet AG, Montabaur, erstellt.
Beide Konzernabschlüsse werden gemäß § 315e HGB nach in europäisches Recht übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Konzernabschlüsse werden im Unternehmensregister veröffentlicht und sind ferner über die Internetseite des Unternehmensregisters sowie der IONOS Group SE und der United Internet AG zugänglich.
5.9 Nachtragsbericht
Der Vorstand der IONOS Group SE hat am 20. Januar 2025 beschlossen, ein Aktienrückkaufprogramm aufzulegen und bis zu 1.500.000 eigene Aktien (dies entspricht ca. 1,1 % des Grundkapitals von 140.000.000 €) über die Börse zu erwerben. Das Volumen des Rückkaufprogramms beträgt insgesamt bis zu 40 Mio. € (ohne Erwerbsnebenkosten). Der Aufsichtsrat hat dem Beschluss zugestimmt.
Das Rückkaufprogramm soll längstens bis zum 31. Dezember 2025 durchgeführt werden und kann für alle in der Hauptversammlungsermächtigung genannten Zwecke verwendet werden.
Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 sind bei IONOS Group SE darüber hinaus keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft mit Auswirkungen auf Rechnungslegung und Berichterstattung haben.
5.10 Honorar des Abschlussprüfers
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers wird nicht angegeben, da es in die Angaben im Konzernabschluss der IONOS Group SE einbezogen wird.
Neben der Abschlussprüfung wurden im Wesentlichen Bestätigungsleistungen im Rahmen von Covenantsberichten, die Prüfung der Strompreisbremse sowie die prüferische Begleitung im Rahmen des Billing-Carve-Out-Projekts erbracht.
5.11 Erklärung nach § 161 AktG
Am 17. Dezember 2024 haben Vorstand und Aufsichtsrat der IONOS Group SE die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Website unter www.ionos-group.com dauerhaft zugänglich gemacht.
Montabaur, den 21. März 2025
IONOS Group SE
Achim Weiß
Dr. Jens-Christian Reich
Britta Schmidt
Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2024
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|
01.01.2024
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
Umbuchungen
EUR |
31.12.2024
EUR |
|
| 1. Sachanlagen: | |||||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung; | 1.325,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.325,00 |
| 1.325,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.325,00 | |
| II. Finanzanlagen: | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen; | 156.060.001,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 156.060.001,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen; | 364.100.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 364.100.000,00 |
| 520.160.001,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 520.160.001,00 | |
| 520.161.326,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 520.161.326,00 | |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|
01.01.2024
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
Umbuchungen
EUR |
31.12.2024
EUR |
|
| 1. Sachanlagen: | |||||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung; | 110,00 | 331,00 | 0,00 | 0,00 | 441,00 |
| 110,00 | 331,00 | 0,00 | 0,00 | 441,00 | |
| II. Finanzanlagen: | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen; | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen; | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 110,00 | 331,00 | 0,00 | 0,00 | 441,00 | |
| Buchwerte | ||
|
31.12.2024
EUR |
31.12.2023
EUR |
|
| 1. Sachanlagen: | ||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung; | 884,00 | 1.215,00 |
| 884,00 | 1.215,00 | |
| II. Finanzanlagen: | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen; | 156.060.001,00 | 156.060.001,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen; | 364.100.000,00 | 364.100.000,00 |
| 520.160.001,00 | 520.160.001,00 | |
| 520.160.885,00 | 520.161.216,00 | |
Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2024
|
Anteil am Kapital
in % |
Eigenkapitel der Gesellschaft zum 31.12.2024
T€ |
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag GJ 2024
T€ |
|
| Unmittelbar gehaltene Anteile | |||
| IONOS Holding SE | 100,00 | 828.828 | 148.561 |
| Mittelbar gehaltene Anteile | |||
| 1&1 Cardgate LLC, Philadelphia, Pennsylvania / USA (8) | 100,00 | 7 | -92 |
| 1&1 Internet Development SRL, Bukarest / Rumänien (5) | 100,00 | 2.953 | 1.402 |
| A1 Media USA LLC. Philadelphia, Pennsylvania / USA (8) | 100,00 | 208 | -61 |
| Arsys Internet E U.R.L., Perpignan / Frankreich (8) | 100,00 | 168 | 2 |
| Arsys Internet S.L.U ., Logroño / Spanien (8) | 100,00 | 121.055 | 7.844 |
| AZpl Sp. z o.o. , Stettin / Polen (8) | 100,00 | 938 | 839 |
| CM4all GmbH. Köln (8) | 100,00 | 0 | 2.330 |
| Content Management Inc., Boston, Massachuetts / USA (8) | 100,00 | 0 | 3 |
| Cronon GmbH. Berlin (12) (13) | 100,00 | 157 | 0 |
| Domain Robot Enterprises Inc., Vancouver/ Kanada (4) (8) | 100,00 | 51 | 0,1 |
| DomColtect International GmbH, Montabaur (2) (8) | 100,00 | 25 | 0 |
| Fasthosts Internet Ltd.. Gloucester/ Großbritannien (8) | 100,00 | 11.251 | 9.371 |
| HBS Cloud Sp.z o.o., Stettin / Polen (8) | 100,00 | 18 | 2 |
| home.pl SA.. Stettin/ Polen (8) | 100,00 | 56.463 | 8.856 |
| Immobilen Verwaltung AB GmbH, Montabaur (8) | 100,00 | 446 | 46 |
| InterNetX, Corp., Miami, Florida / USA (8) | 100,00 | 244 | 65 |
| InterNetX GmbH, Regensburg (2) (8) | 100,00 | 4.469 | 0 |
| InterNetX Holding GmbH, Regensburg (8) | 100,00 | 38.368 | 31.805 |
| IONOS Cloud Holdings Ltd.. Gloucester / Großbritannien (8) | 100,00 | 76.907 | -8 |
| IONOS Cloud Inc., Newark. New Jersey/USA (8) | 100,00 | 639 | -1.146 |
| IONOS Cloud Ltd., Gloucester / Großbritannien (8) | 100,00 | 8.975 | 3.009 |
| IONOS Cloud S.L.U., Madrid /Spanien (8) | 100,00 | 6.279 | 1.829 |
| IONOS Datecenter SAS, Niederlauterbach / Frankeich (8) | 100,00 | 2.272 | 126 |
| IONOS Inc. Philadelphia, Pennsylvania / USA (8) | 100,00 | 23.287 | 4.522 |
| IONOS (Philippines), Inc.,Cebu Cty∕ Philippinen (6)(8) | 100,00 | 847 | 71 |
| IONOS SA.RL. Saargemünd / Frankreich (8) | 100,00 | -161 | -271 |
| IONOS SE Montabaur (11) (14) | 100,00 | 390.319 | 0 |
| IONOS Service GmbH. Montabaur (1) (8) | 100,00 | 240 | 0 |
| PrivateName Services Inc., Richmond / Kanada (4) (8) | 100,00 | 0 | 0 |
| PSI-USA, Inc., Las Vegas. Nevada / USA (8) | 100,00 | -745 | -633 |
| Schlund Technologies GmbH, Regensburg (2) (8) | 100,00 | 25 | 0 |
| Sedo GmbH, Köln (2) (8) | 100,00 | 13.428 | 0 |
| Sedo.on Ltd.y Shenzhen / VR China (4) (8) | 100,00 | 0 | 0 |
| Sedo.com LLC, Cambridge. Massachusetts / USA (8) | 100,00 | 25.709 | 4.607 |
| STRATO GmbH, Berlin (11) (14) | 100,00 | 9.695 | 0 |
| STRATO Customer Service GmbH, Berlin (12) (13) | 100,00 | 200 | 0 |
| Tesys Internet S.L.U., Logroño / Spanien (8) | 100,00 | 3.042 | 495 |
| united-domains GmbH. Starnberg (1) (8) | 100,00 | 431 | 0 |
| united-domains Reselling GmbH. Starnberg (3)(8) | 100,00 | 25 | 0 |
| we22 GmbH. Köln (8) | 100,00 | 3.603 | -18 |
| we22 Solutions GmbH, Berlin (8) | 100,00 | 2.109 | 516 |
| World4You Internet Services GmbH, Linz / Österreich (8) | 100,00 | 3.995 | 3.460 |
| premium.pl Sp.z o.o., Stettin / Polen (7) | 75,00 | 617 | 24 |
| DomiansBotS.rJ., Rom ∕ Italien (8) (9) | 49,00 | 1.062 | 203 |
| Street Media GmbH, Berlin (8) | 28,70 | 19 | -6 |
| Stackable GmbH, Pinneberg (8) (10) | 27,54 | 1.340 | -1.051 |
| Worcester Six Management Company Ltd., Birmingham / Großbritannien (8) | <20,00 | - | - |
(1) Ergebnisabführung mit der IONOS SE.
Montabaur
(2) Ergebnisabführung mit der InterNetX
Holding GmbH. Regensburg (direkt/indirekt)
(3) Ergebnisabführung mit der
united-domains GmbH, Starnberg
(4) Keine operative Geschäftstätigkeit
(5) United Internet Corporate Services GmbH
(1,00%)
(7) Przemyslaw Pawel Bojczuk (25,00%)
(8) wird unmittelbar/mittelbar gehalten
über die IONOS SE
(9) enthält DomainsBot Inc., Dover,
Delaware / USA
(10) Auf Basis der veröffentlichten Zahlen
zum Stichtag 30. September 2022 /31. Dezember 2022
(11) wird mittelbar gehalten über die IONOS
Holding SE. Montabaur
(12) wird mittelbar gebeten über die STRATO
GmbH. Berlin
(13) Ergebnisabführung mit der STRATO GmbH.
Berlin
(14) Ergebnisabführung mit der IONOS
Holding SE, Montabaur
(15) Auf Basis der veröffentlichten Zahlen
zum Stichtag 31. Dezember 2323
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Montabaur, den 21. März 2025
Der Vorstand
Achim Weiß
Britta Schmidt
Dr. Jens-Christian Reich
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die IONOS Group SE, Montabaur
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der IONOS Group SE, Montabaur, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IONOS Group SE, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
[1] Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an diese verbundenen Unternehmen
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
(1) Sachverhalt und Problemstellung
(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
(3) Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
[1] Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an diese verbundenen Unternehmen
(1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen von € 156,1 Mio. ausgewiesen. Darüber hinaus werden Ausleihungen an diese verbundenen Unternehmen in Höhe von € 364,1 Mio. ausgewiesen. Zusammen beträgt der Buchwert des Gesamtengagements € 520,2 Mio. (98,27 % der Bilanzsumme).
Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ermittlung der beizulegenden Werte erfolgt auf der Grundlage der Barwerte der finanziellen Überschüsse die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Ertragswertverfahren. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels des für das jeweilige verbundene Unternehmen individuell ermittelten Kapitalisierungszinssatzes. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen finanziellen Überschüsse einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen der Gesellschaft zur Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an diese verbundenen Unternehmen nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte der wesentlichen Beteiligungen sachgerecht mittels Ertragswertverfahren unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten finanziellen Überschüssene zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes und der Wachstumsraten werterheblich sein können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes und der Wachstumsrate herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Abschließend haben wir beurteilt, ob die so ermittelten Werte zutreffend dem entsprechenden Buchwert gegenübergestellt wurden, um einen etwaigen Wertberichtigungs- oder Zuschreibungsbedarf zu ermitteln.
Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Ausleihungen an diese verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.
(3)Die Angaben der Gesellschaft zu den Finanzanlagen sind in dem Abschnitt "Bilanzierungs und Bewertungsmethoden" und dem Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz - Finanzanlagen" des Anhangs und in den Anlagen "1 - Entwicklung des Anlagevermögens" und "2 -Anteilsbesitz" zum Anhang enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
| ― |
den Abschnitt "1.4 Schwerpunkte Produkte und Innovationen" des Lageberichts |
| ― |
die in den Abschnitten "2.2 Geschäftsverlauf" und "4. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem " des Lageberichts enthaltenen, als ungeprüft gekennzeichneten Angaben |
| ― |
die in Abschnitt "6. Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB. |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB
Prüfungsurteil
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei IONOS_Group_SE_JA+ZLB_ESEF-2024-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) angewendet.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
| ― |
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts ermöglichen. |
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 2. Dezember 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2022 als Abschlussprüfer der IONOS Group SE, Montabaur, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALT - VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der "Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB" und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian David Simon.
Düsseldorf, den 21 März 2025
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Erik Hönig, Wirtschaftsprüfer
Christian David Simon, Wirtschaftsprüfer
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat der IONOS Group SE hat im Geschäftsjahr 2024 die ihm nach Gesetz, Satzung, Deutschem Corporate Governance Kodex und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben sorgfältig und gewissenhaft wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung sorgfältig und kontinuierlich überwacht. Die Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat umfasste insbesondere auch Nachhaltigkeitsfragen. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen und war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar, frühzeitig und umfassend eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich ausführlich und regelmäßig auch zwischen den Sitzungen über alle relevanten Fragen der Strategie und den damit verbundenen Chancen und Risiken, der Unternehmensplanung, über die Entwicklung und den Gang der Geschäfte, geplante und laufende Investitionen, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risk Management Systems, des Internal Control Systems sowie des an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtete Compliance Management Systems. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat vierteljährlich einen umfassenden Bericht über den Gang der Geschäfte einschließlich der Umsatzentwicklung und Rentabilität sowie der Lage der Gesellschaft und der Geschäftspolitik vor. Dies beinhaltete auch Informationen über eine Abweichung des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Berichte des Vorstands wurden sowohl hinsichtlich ihrer Inhalte als auch hinsichtlich ihres Umfangs den vom Gesetz, von guter Corporate Governance und vom Aufsichtsrat an sie gestellten Anforderungen gerecht. Die Berichte lagen jeweils allen Aufsichtsratsmitgliedern vor.
Die vom Vorstand erteilten Berichte und sonstigen Informationen hat der Aufsichtsrat auf ihre Plausibilität hin überprüft, intensiv behandelt sowie kritisch gewürdigt und hinterfragt. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich war.
Der Aufsichtsrat und der vom Aufsichtsrat gebildete Prüfungs- und Risikoausschuss haben sich regelmäßig vom Vorstand über das konzernweit eingerichtete Internal Control- und Risk Management Systeme, die auch nachhaltigkeitsbezogene Ziele abdecken, sowie das interne Revisionssystem und das Compliance Management System berichten lassen. Der Aufsichtsrat ist aufgrund seiner Prüfungen zu der Einschätzung gelangt, dass das Internal Control System, das Risk Management System, das interne Revisionssystem und das Compliance Management System angemessen und wirksam sind.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Bei der Amtseinführung sowie Aus- und Fortbildung werden die Mitglieder des Aufsichtsrats von der Gesellschaft angemessen unterstützt. So findet insbesondere bei Amtsantritt eine individuelle Einführung in die Tätigkeit des Aufsichtsrats bei der IONOS Group SE statt. Hierbei werden alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung gestellt und praktische sowie rechtliche Grundlagen erläutert und spezifische aktienrechtliche Fragestellungen beleuchtet. Zusätzlich zu den individuellen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen der Aufsichtsratsmitglieder wurde durch das Unternehmen mit juristischen und technischen Experten aus der United Internet Gruppe für die Mitglieder des Aufsichtsrats im November 2024 ein mehrstündiger Workshop zu aktuellen Entwicklungen im Digitalrecht durchgeführt. In dem Workshop wurde ein Überblick über den aktuellen Rechtsrahmen für Plattformen, Daten und künstliche Intelligenz im Rahmen der EU-Digitalstrategie gegeben und die wesentlichen Rechtsakte in diesem Bereich besprochen. Eine ausführliche Befassung erfolgte zu den Themenschwerpunkten Künstliche Intelligenz, IT-Sicherheit und Datenschutz, wobei neben den entsprechenden gesetzlichen Reglungen die konkrete Betroffenheit der Gesellschaften in der United Internet Gruppe, die Auswirkungen auf diese und die Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelungen eingehend erörtert wurden.
Zudem hat ein Mitglied des Aufsichtsrats an Schulungen zum Umgang mit wesentlichen nicht-öffentlichen Informationen (MNPI), Cybersicherheit, Anti-Bribery und Microaggression am Arbeitsplatz teilgenommen.
Personelle Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr 2024 gab es keine Veränderung in der Zusammensetzung des Vorstands. Der Vorstand setzt sich aus den Herren Achim Weiß, Dr. Jens-Christian Reich und Frau Britta Schmidt zusammen.
In der Zusammensetzung des Aufsichtsrats kam es im Geschäftsjahr 2024 zu einer Veränderung. Herr Martin Mildner hat sein Aufsichtsratsmandat zum Ablauf des 30. September 2024 niedergelegt.
Dem Aufsichtsrat gehören derzeit fünf Mitglieder an. Er entspricht im Kompetenzprofil seiner bisherigen und aktuellen Zielsetzung; insbesondere sind mit den Herren Kurt Dobitsch und René Obermann mindestens zwei unabhängige Mitglieder im Aufsichtsrat vertreten. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat betrug zum 31. Dezember 2024 40 Prozent. Der Aufsichtsratsvorsitz wurde im Berichtsjahr 2024 von Herrn Ralph Dommermuth wahrgenommen, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitz von Herrn Rene Obermann.
Nach Einschätzung der Gesellschaft übt keines der Aufsichtsratsmitglieder Organ- oder Beratungsfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens aus. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte eines Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglieds hat es im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gegeben.
Sitzungen und Themenschwerpunkte
Neben der gesetzlichen Regelberichterstattung sind im Geschäftsjahr 2024 insbesondere folgende Themen intensiv beraten und geprüft worden:
| ― |
Der Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 |
| ― |
Die Feststellung der Zielerreichung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 und die Freigabe der Auszahlung der variablen Vergütungsanteile |
| ― |
Der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 an die Hauptversammlung |
| ― |
Der Nachhaltigkeitsbericht 2023 |
| ― |
Die Festlegung von ESG-Zielen für den Vorstand |
| ― |
Die vom Vorstand vorgelegte Einberufung und die Tagesordnungspunkte für die ordentliche Hauptversammlung 2024 sowie die Verabschiedung der Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung |
| ― |
Die Prüfungsplanung und die Quartalsberichte der internen Revision |
| ― |
Überwachung der Wirksamkeit des eingerichteten Compliance Systems |
| ― |
Die Quartalsberichte zum Risikomanagement und die Risikomanagementstrategie |
| ― |
Überwachung der Wirksamkeit des eingerichteten internen Kontrollsystems |
| ― |
Prüfung und Billigung des Abhängigkeitsberichts 2023 |
| ― |
Die unterjährige Unternehmensentwicklung |
| ― |
Die Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms |
| ― |
Die Prüfung der Unabhängigkeit der PricewaterhouseCoopers GmbH und der handelnden Personen auch unter Einbeziehung der zusätzlich erbrachten Leistungen sowie über die Schwerpunkte der Prüfung |
| ― |
Die Sitzungstermine und der Finanzkalender für das Geschäftsjahr 2024 |
| ― |
Übersicht zu den Investor-Relations-Aktivitäten |
| ― |
Die Verabschiedung der Planung für das Geschäftsjahr 2025 |
| ― |
Wesentliche Corporate-Governance-Themen |
| ― |
Die Abgabe der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex vom 17. Dezember 2024 |
Im Geschäftsjahr 2024 fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt, in denen der Vorstand den Aufsichtsrat eingehend über die wirtschaftliche Lage, die Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns sowie über bedeutende Geschäftsvorfälle und weitere Vorstandsangelegenheiten informierte. Der Aufsichtsrat hat festgelegt, dass regelmäßig ein Teil der Aufsichtsratssitzungen ohne die Anwesenheit des Vorstandes stattfinden sollen.
Drei von vier Sitzungen des Gesamtaufsichtsrats haben in Präsenz stattgefunden und eine als Videokonferenz. Die erste und vierte Aufsichtsratssitzung fand in Montabaur statt, die zweite Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung in Frankfurt am Main. An der ersten Sitzung nahm ein Mitglied per Videoübertragung teil, ansonsten waren alle Mitglieder jeweils persönlich anwesend.
Neben den ordentlichen Aufsichtsratssitzungen hat eine weitere außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats stattgefunden, in denen Sachverhalte erörtert und entschieden worden sind, die zeitlich nicht bis zur nächsten ordentlichen Aufsichtsratssitzung warten konnten. Die außerordentliche Sitzung, an der alle Mitglieder teilnahmen, hat als Videokonferenz stattgefunden.
Teilweise wurden Beschlüsse des Aufsichtsrats auch im schriftlichen Umlaufverfahren aufgrund von schriftlichen Entscheidungsvorlagen des Vorstandes getroffen.
Arbeit im Prüfungs- und Risikoausschuss
In der Zusammensetzung des Prüfungs- und Risikoausschusses kam es im Geschäftsjahr 2024 zu einer Veränderung. Herr Martin Mildner hat sein Aufsichtsratsmandat zum Ablauf des 30. September 2024 niedergelegt und ist daher auch nicht mehr Mitglied des Prüfungs- und Risikoausschusses. Frau Vanessa Stützle wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2024 als neues Mitglied in den Prüfungs- und Risikoausschuss gewählt.
Der Prüfungs- und Risikoausschuss unterstützt den Aufsichtsrat bei der Überwachung der Rechnungslegung inklusive der Nachhaltigkeitsberichterstattung und der Integrität des Rechnungslegungsprozesses sowie der Überwachung der Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des Internal Control Systems, des Risk Management Systems, des Compliance Management Systems und des internen Revisionssystems. Des Weiteren unterstützt er den Aufsichtsrat bei der Überwachung der Abschlussprüfung, der vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen, der Prüfungshonorare und der von ihm zusätzlich erbrachten Leistungen.
Der Prüfungs- und Risikoausschuss beschäftigt sich intensiv mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss, dem Lagebericht für die Gesellschaft und dem Lagebericht für den Konzern.
Der Ausschuss ist federführend bei der Ausschreibung der Abschlussprüfung, insbesondere bei der Einhaltung der formalen Anforderungen, Würdigung der Ausschreibungsangebote und Teilnahme an der Präsentation der Bewerber, sowie Erarbeitung eines Vorschlags an den Aufsichtsrat.
Mit Vorstand und Abschlussprüfer erörtert der Ausschuss die Einschätzung des Prüfungsrisikos, die Prüfungsstrategie, die Prüfungsplanung, den Prüfungsablauf, die Prüfungsschwerpunkte und -methodik die Prüfungsergebnisse sowie die Prüfungsberichte, auch hinsichtlich des Internal Control Systems und des Risk Management Systems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, und gibt Empfehlungen an den Aufsichtsrat. Regelmäßig berät sich der Prüfungs- und Risikoausschuss mit dem Abschlussprüfer auch ohne den Vorstand. Er nimmt jährlich eine Beurteilung der Qualität der Abschlussprüfung vor. Vor deren Veröffentlichung erörtert er mit dem Vorstand die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresfinanzbericht.
Der Prüfungs- und Risikoausschuss beschäftigt sich zudem intensiv mit dem konzernweiten Internal Control System, dem Risk Management, dem internen Revisionssystem und dem Compliance Management System, und hat insbesondere zur Aufgabe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der Systeme zu überprüfen.
Der Prüfungs- und Risikoausschuss bereitet zudem die Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers und Entscheidungen zu Corporate-Governance-Themen vor und beschließt auch über die Zustimmung zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 111b Abs. 1 AktG (sog. Related Party Transactions).
Inhaltlich beschäftigte sich der Prüfungs- und Risikoausschuss im Jahr 2024 insbesondere mit den folgenden Themen:
| ― |
Berichterstattungen zum Risikomanagement |
| ― |
Berichterstattungen zum Compliance Management System |
| ― |
Entwicklung des Projekts zur Verbesserung des internen Kontrollsystems, |
| ― |
Berichterstattungen der Internen Revision, |
| ― |
Beurteilung der Qualität der Abschlussprüfung, |
| ― |
Erörterung der Prüfungsschwerpunkte und Festlegung der Key Audit Matters, |
| ― |
Veröffentlichungsmeldungen sowie |
| ― |
Selbstbeurteilung des Prüfungs- und Risikoausschusses |
Der Vorsitzende des Prüfungs- und Risikoausschusses erstattet dem gesamten Aufsichtsrat regelmäßig Bericht über die Tätigkeiten des Ausschusses. Bei wesentlichen Vorkommnissen und Feststellungen des Prüfungs- und Risikoausschusses informiert er unverzüglich den Vorsitzenden des Aufsichtsrats.
Der Prüfungs- und Risikoausschuss hielt im Geschäftsjahr 2024 vier ordentliche Sitzungen ab, an denen jeweils alle Mitglieder per Videokonferenz teilnahmen.
Neben diesen ordentlichen Sitzungen haben zahlreiche weitere Workshops stattgefunden, in denen einzelne Mitglieder des Ausschusses gemeinsam mit Mitarbeitenden der Gesellschaft durch die ihnen zugewiesenen Themenfelder gegangen sind, um sich z.B. die oben genannten Kontrollsysteme erläutern zu lassen und sodann daraus Maßnahmen mit dem Ziel abzuleiten, die Kontrollsysteme kontinuierlich zu verbessern. Außerordentliche Sitzungen des Prüfungs- und Risikoausschusses haben im Geschäftsjahr 2024 nicht stattgefunden.
Corporate Governance
Gemäß D. 12 des DCGK soll die Gesellschaft die Mitglieder des Aufsichtsrats bei ihrer Amtseinführung sowie den Aus- und Fortbildungsmaßnahmen angemessen unterstützen.
Für ein erfolgreiches "Onboarding" werden dem neuen Mitglied des Aufsichtsrates alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung gestellt, in Gestalt von einem einführenden, individuell zusammengestellten Informationspaket. Zudem gibt es einen Einführungstermin zu den wichtigsten Prozessen und Abläufen, sowie individuelle Gespräche mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und CFO in Form von Abstimmungsterminen.
Die Unterstützung in Bezug auf Aus- und Fortbildungsmaßnahmen wird insbesondere durch die regelmäßige und/oder anlassbezogene Versendung von Informationsmaterial zu aktuellen Themen, sowie externen Fortbildungsveranstaltungen, gewährleistet und sichergestellt.
Im Einklang mit der Empfehlung D.13 des DCGK beurteilt der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit, als auch der Prüfungs- und Risikoausschuss, regelmäßig, wie wirksam er jeweils als Gremium seine Aufgaben erfüllt. Zu diesem Zweck wird in einem Turnus von ungefähr zwei Jahren eine Selbstbeurteilung mittels Fragebögen vorgenommen. Die Ergebnisse der Befragung werden anonymisiert ausgewertet und anschließend in einer Plenumssitzung diskutiert. Der dabei zutage tretende Verbesserungsbedarf wird aufgegriffen.
Des Weiteren werden die Auswertungen als Grundlage für eine positive Weiterentwicklung der Gremienarbeit herangezogen.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr keine Investorengespräche geführt.
Über die Corporate Governance berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemäß C.22 DCGK im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat haben im Berichtsjahr zuletzt am 17. Dezember 2024 eine gemeinsame Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, wonach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex weitgehend Rechnung getragen wird. Die Erklärungen nebst dazu veranlassten Erläuterungen werden den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Im Übrigen wird auf die Ausführungen in der Erklärung zur Unternehmensführung 2024 verwiesen.
Erörterung und Prüfung des Jahres- und Konzernjahresabschlusses 2024
Der vom Vorstand aufgestellte, fristgerecht vorgelegte Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024, der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (der den erläuternden Bericht zu den Angaben nach § 289a Abs. 1 bzw. § 315 Abs. 2a HGB umfasst) inklusive der Würdigung der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung sowie das Risikofrüherkennungssystem wurden durch die von der Hauptversammlung am 15. Mai 2024 zum Abschlussprüfer gewählte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und jeweils mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.
Der Jahres- und der Konzernabschluss, der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie die entsprechenden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegt worden. Neben den Prüfungsschwerpunkten Fraud Management und Override of Controls, aktienbasierte Vergütung sowie Leasing nach IFRS 16 wurden bei der Auftragserteilung an den Wirtschaftsprüfer insbesondere auch die bedeutsamen Prüfungsschwerpunkte (KAM=Key Audit Matters) festgelegt, die die folgenden Punkte umfassten: die Umsatzrealisierung, Goodwill Impairment Test und Ansatz und Bewertung der Finanzanlagen (Einzelabschluss).
Die Abschlussunterlagen wurden schließlich im Rahmen einer Sitzung des Aufsichtsrats am 25. März 2025 in Anwesenheit des Abschlussprüfers durchgesprochen und erörtert. Dabei berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen, erläuterte diese und beantwortete die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats eingehend. Gegenstand dieser Besprechung waren insbesondere die Ergebnisse der Prüfung im Hinblick auf die festgelegten Prüfungsschwerpunkte und die Rechnungslegungsprozesse. Das Internal Control System, der Risikobericht und das Risk Management System wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 25. März 2025 mit dem Wirtschaftsprüfer eingehend diskutiert. Zum bestehenden Risikofrüherkennungssystem stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen, insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems, in geeigneter Weise getroffen hat und das Überwachungssystem zur frühzeitigen Erkennung von Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, geeignet ist. Der Aufsichtsrat schloss sich nach eigener Prüfung dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss 2024 durch Beschluss vom 25. März 2025 im Rahmen seiner Sitzung gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit gemäß § 172 AktG festgestellt worden. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 25. März 2025 auch dem vom Vorstand beschlossenen Vergütungsbericht zugestimmt.
Prüfung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Der Vorstand hat den von ihm aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2024 dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt.
Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen war Gegenstand der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Es wurde diesbezüglich folgender Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Den Prüfungsbericht hat der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands und den Prüfungsbericht geprüft. Die abschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat erfolgte in der Aufsichtsratssitzung am 25. März 2025. An der Sitzung nahm der Abschlussprüfer teil und berichtete über seine Prüfung des Abhängigkeitsberichts und seine wesentlichen Prüfungsergebnisse, erläuterte seinen Prüfungsbericht und beantwortete die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung stimmt der Aufsichtsrat dem Abhängigkeitsbericht des Vorstands und dem Prüfungsbericht zu und hat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren erneut erfolgreichen Einsatz für die IONOS Group SE im abgelaufenen Geschäftsjahr. Den Kunden und Aktionären gilt unser herzlicher Dank für das der Gesellschaft entgegengebrachte Vertrauen.
Montabaur, den 25. März 2025
Für den Aufsichtsrat
Ralph Dommermuth
Mitglieder des Aufsichtsrats zum 31. Dezember 2024 (alle seit dem 26. Januar 2023)
| ― |
Ralph Dommermuth (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Montabaur Vorstandsvorsitzender der United Internet AG |
| ― |
René Obermann (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), Berlin Vorsitzender des Aufsichtsrats Airbus SE, Chairman Warburg Pincus Europe |
| ― |
Dr. Claudia Borgas-Herold, Kilchberg/Schweiz Managing Director borgas advisory GmbH |
| ― |
Vanessa Stützle, Düsseldorf Chief Executive Officer der Luqom GmbH |
| ― |
Kurt Dobitsch, Markt Schwaben Vorsitzender des Aufsichtsrats 1&1 AG |
| ― |
Martin Mildner, Hamburg Finanzvorstand der ProSiebenSat.1 Media SE (bis zum 30. September 2024) |