active Legal form GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung

abl solutions GmbH

NürnbergNürnberg, DEU ·HRB 33639 Nürnberg ·abl-solutions.com

Overview

Legal form
GmbH
Address
Marienbergstr. 82
90411 Nürnberg
Commercial register
HRB 33639, Nürnberg
Registration date
June 20, 2013
Industry
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Betrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Registered capital
674,019.00 EUR
Representation rules

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Purpose
Die Administration, Entwicklung und Vermarktung von internetbasierenden Sociallösungen.

Financials

Revenue 2024
21,65 Mio. €
Employees 2024
42
Total assets 2024
13,14 Mio. €
Net income 2024
−3,83 Mio. €
8 previous years · values unlocked with an API key Get API key →

Balance sheet

2024
Assets 13,14 Mio
  • Fixed Assets 56,1 % 7,37 Mio
  • Current Assets 37,5 % 4,93 Mio
  • Net Loss Not Covered by Equity 5,9 % 780,1 k
  • Prepaid Expenses 0,4 % 50,7 k
Liabilities and Equity 13,14 Mio
  • Liabilities 92,1 % 12,10 Mio
  • Provisions 6,7 % 874,2 k
  • Accrued Expenses 1,2 % 163,4 k
  • Equity 0,0 % 0
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Balance sheet data available for 8 earlier fiscal years.

Profit & loss

2024
Income 77,76 Mio
  • Balance sheet profit/loss 37,0 % −28,77 Mio
  • Verlustvortrag aus dem Vorjahr 32,1 % −24,94 Mio
  • Revenue 27,8 % 21,65 Mio
  • On intangible assets and property, plant, and equipment 1,7 % −1,31 Mio
  • Other operating income 0,7 % 571,7 k
  • Other capitalized own work 0,7 % 512,4 k
Expenses 25,26 Mio
  • Material expenses 71,0 % −17,92 Mio
  • Personnel expenses 15,5 % −3,91 Mio
  • Other operating expenses 10,4 % −2,62 Mio
  • Interest and similar expenses 3,2 % −805,5 k
  • Other taxes 0,0 % −838
  • Depreciation on financial assets and current asset securities 0,0 % −648
  • Result after taxes −3,83 Mio
  • Annual net profit/loss −3,83 Mio
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P&L data available for 3 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Gunter Mühlöder since 2024 Managing Director
1 former representatives · viewable with an API key Get API key →

Ownership & holdings

Shareholders

Top 3 hold 67.3 %
  • Global Tech Investments, LLC USA Commercial Register of Delaware/USA, Nr.82-4305247 (EIN) 27.3 % 10k €
  • abl SPV, L.P. CYM Registrar of Exempted Limited Partnership, Cayman Islands Nr. 104937 25.1 % 1k €
  • BA Tech Master, LP CYM Registrar of Exempted Limited Partnership Cayman Islands No.CO-85723 14.8 % 100k €
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Ultimate beneficial owners (UBOs)

32.7 % identified 67.3 % unidentified
  • B****** A***** 14.3 %
  • N*** J*** 5.3 %
4 more beneficial owners · viewable with an API key Get API key →

History

  1. 2025
  2. 10.03.
    Change of authorized capital
    abl solutions GmbH
  3. 10.03.
    Change of share capital
    abl solutions GmbH
  4. 10.03.
    Change of authorized capital
    abl solutions GmbH
  5. 10.03.
    Change of bylaws
    abl solutions GmbH
  6. 10.03.
    Change of bylaws
    abl solutions GmbH
  7. 10.03.
    Change of authorized capital
    abl solutions GmbH
  8. 2024
  9. 03.09.
    Change of address
    abl solutions GmbH
  10. 09.07.
    Exit of position
    B****** A***** · Managing Director
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Annual statements

Original published statements, ordered by fiscal year.

5 documents
Fiscal year Document Published Access
2024 Jahresabschluss Published Via the API
2023 Jahresabschluss Published Read full text
2022 Jahresabschluss Published Via the API
2021 Jahresabschluss Published Via the API
2020 Jahresabschluss Published Via the API
2023 Jahresabschluss Full text

abl solutions GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die abl solutions GmbH ist ein deutsches IT-Unternehmen und gleichzeitig das Mutternunternehmen der abl-Gruppe mit Hauptsitz in Nürnberg. Etwa 60 Mitarbeiter waren im Geschäftsjahr 2023 an drei verschiedenen Standorten in Deutschland sowie im Ausland beschäftigt.

Die Niederlassungen der Gesellschaft befinden sich in Düsseldorf, Hamburg sowie mit einem Tochterunternehmen in Singapur.

Insgesamt werden über 2.000 Kunden mit individuell angepassten IT-Lösungen durch die abl Gruppe betreut.

Das Portfolio des Unternehmens ist geprägt durch ein breites Lösungsspektrum in den Bereichen Wifi- bzw. Network as a Service, Smart und White Label Solutions. Des Weiteren bietet die abl-Gruppe ihren Kunden eine breite Produktpalette aus dem Cisco Meraki- sowie Cisco Systems-Portfolio an. Die selbstentwickelte und patentierte Omni-Channel-Management-Plattform ("OCMP") ergänzt vollumfänglich das zuvor genannte Produktangebot als ein innovatives und preisgekröntes Tool.

Auch im Geschäftsjahr 2023 investierte die abl in die Weiterentwicklung der OCMP. Für die Entwicklung wurden im Berichtsjahr TEUR 731 an Eigenleistungen sowie TEUR 233 an Fremdleistungen aktiviert. Insgesamt wurden damit 100% dieser Entwicklungsaufwendungen als Teil der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert. Vor diesem Hintergrund sind, in den für das Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen Abschreibungen von insgesamt TEUR 828, keine immateriellen Abschreibungen für aktivierte Entwicklungsaktivitäten enthalten.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch im Geschäftsjahr 2023 zeigen sich die Auswirkungen des Ukrainekrieges, aber auch der Krisenlage im Nahen Osten, auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Vergleichbar mit dem Vorjahr sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3%. Steigende Finanzierungskosten als auch höhere Verbraucherpreise führten im Vorjahresvergleich zu einem Rückgang des privaten Konsums um 0,8%. Die Anzahl der Erwerbstätigen (rund 45,9 Mio.) nahm bedingt durch die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte um 0,7% bzw. 330.000 Personen zu 1 .

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das Marktvolumen des ITK-Markts betrug im Jahr 2023 rd. 215 Mrd. EUR 2 . Insgesamt waren rd. 1,2 Mio. Personen im ITK-Sektor beschäftigt 3 . Es besteht jedoch weiterhin ein starker Fachkräftemangel in der IT-Branche. Trotz einer Wachstumsrate um 2,0% im ITK-Markt, ist der Markt für IT-Hardware im Geschäftsjahr 2023 leicht gesunken (5,4%). Man geht jedoch weiterhin von einer steigenden Nachfrage, insbesondere nach Servern sowie Peripheriegeräten 4 , aus 5 .

Geschäftsverlauf

Lage der Gesellschaft

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die abl solutions GmbH ist der deutsche Markt der Fokus des Geschäfts.

Die Gesellschaft erzielte im Jahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von rd. TEUR 28.156 und ein Rohergebnis von TEUR 6.685.

Die Entwicklung der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellt sich wie folgt dar:

In TEUR 2023 2022
Umsatzerlöse 28.156 13.871
Auftragsbestand 7.083 9.863

Die Planwerte für das Berichtsjahr 2023 wurden für die beiden Leistungsindikatoren Umsatz sowie Auftragsbestand übertroffen. Durch die Verkürzung der Lieferzeiten konnten Kunden schneller als im Vorjahr beliefert werden, was zum weiteren Abbau des offenen Auftragsbestandes sowie der Umsatzsteigerung führte.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 im Vorjahresvergleich um 103% gestiegen.

Der Anstieg der Umsatzerlöse geht auf den Wegfall der Supply-Chain-Problematik der Hersteller sowie auf die Neukundenakquise zurück. Ebenso wirkte sich die Erweiterung des Produkt-Portfolios positiv auf die Umsatzentwicklung aus.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 681 auf TEUR 1.213 gestiegen. Im Wesentlichen ist der Anstieg auf die Erträge aus der Währungsumrechnung zurückzuführen.

Der Materialaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls überproportional um 146% an. Die Entwicklung geht mit dem Umsatzwachstum des Geschäftsjahres einher.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 7.283 auf TEUR 5.015 gesunken. Der Rückgang geht in erster Linie auf die Restrukturierungsmaßnahmen des Geschäftsjahres 2022 und den damit einhergehenden Personalabbau zurück.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2023 mit TEUR 3.399 liegen um TEUR 377 höher als im Vorjahresvergleich. Der Anstieg geht in erster Linie auf die Raumkosten aufgrund der neuen Headquarters in Nürnberg zurück.

Die unterjährige Aufnahme von zusätzlichen Darlehenssummen in Höhe von TEUR 1.829 führte zur Steigerung von Zinsaufwendungen um TEUR 261 im Vorjahresvergleich (Vorjahr: TEUR 244).

Das Geschäftsjahr 2023 endete mit einem geringeren Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.820. Im Vergleich zum Jahresfehlbetrag des Vorjahres in Höhe von TEUR 5.498, konnte dieser um TEUR 1.678 reduziert werden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um rd. TEUR 4.869 auf rd. TEUR 15.830 gestiegen.

Der Anstieg des Anlagevermögens geht im Wesentlichen auf die fortlaufende Aktivierung der selbsterstellten Entwicklungsleistungen im Zusammenhang mit der OCMP sowie die fertigstellten Projekten aus dem Bereich der Managed Services zurück. Die geplante Liquidation der Tochtergesellschaft in Singapur führte zu einer Abschreibung der Ausleihung sowie des Beteiligungsbuchwertes in Höhe von TEUR 766. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich leicht im Geschäftsjahr auf TEUR 1.667 (Vorjahr: TEUR 2.044).

Der Vorratsbestand liegt mit rd. TEUR 4.910 über dem Vorjahreswert (TEUR 519). Dies geht insbesondere auf die Beschaffung der Waren für einen projektbezogenen Rollout, welcher im Folgejahr erfolgreich angelaufen ist, zurück.

Das Eigenkapital in Höhe von TEUR 711 ist gegenüber dem Vorjahr (TEUR 332) um 380 TEUR gestiegen. Die Veränderung ist auf die teilweise Wandlung der Wandeldarlehensverträge zurückzuführen. Im Rahmen der Wandlung wurden TEUR 4.150 in die Kapitalrücklage und TEUR 50 TEUR in das Stammkapital eingestellt. Dem entgegen steht der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.820.

Die Entwicklung der wesentlichen bilanziellen Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:

In TEUR 2023 2022
Eigenkapital 711 332
Bilanzsumme 15.830 10.961
Eigenkapitalquote in % 4,5 3,0

Die sonstigen Rückstellungen stiegen im Vorjahresvergleich um TEUR 559 auf TEUR 1.269 an. Zu diesem Anstieg trugen im Wesentlichen die erhöhten Restrukturierungsrückstellungen bei, welche für den zukünftig geplanten Personalabbau im Rahmen von Abfindungen, Kündigungsfristen und potenziellen Vertragsverlängerungskosten gebildet wurden.

Gleichzeitig stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 6.092 auf TEUR 10.242 überproportional an. Der Anstieg steht im direkten Zusammenhang mit der vorgenannten Beschaffung der Waren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.902 sind im Vorjahresvergleich (TEUR 3.743) um TEUR 1.840 zurückgegangen. Die Veränderung geht auf die im Geschäftsjahr 2023 durchgeführte teilweise Wandlung in Höhe von TEUR 4.015 der Wandeldarlehensverträge zurück. Gegenläufig ist der Effekt aus der Zuführung weiterer Wandeldarlehen in Höhe von TEUR 1.829 sowie aufgelaufener Zinsen in Höhe von TEUR 345 in 2023.

Finanzlage

Liquidität

Abl finanziert sich u.a. über mehrere aufgenommene Darlehen, welche zum 31. Dezember 2023 noch nicht vollständig in Anspruch genommen worden sind und die frühestens zum 31. Juli 2025 fällig gestellt werden können.

Darüber hinaus finanziert sich das Unternehmen über steigende Umsatzerlöse und daraus resultierenden höheren Margen. Zusätzlich führen die im Jahr 2024 eingeführten Kosteneinsparungen (insbesondere im Bereich Personalkosten, nicht Personalkosten) zu geringeren Geldabflüssen.

Wie im Absatz "Prognose für das Geschäftsjahr 2024" beschrieben, geht die abl davon aus, dass in 2024 kein weiteres Funding erforderlich sein wird. Auf Grundlage der gegenwärtigen Planung geht abl davon aus, dass der Finanzmittelbestand bis Ende Juli 2025 positiv sein wird und die Gesellschaft über ausreichend Liquidität verfügt.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Vor dem Hintergrund des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Geschäftsumfeld sieht das Management der Gesellschaft die gesetzten Prognoseziele als erreicht an und schätzt insgesamt das Geschäftsjahr als positiv ein.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die nachfolgenden Risiken sind in ihrer Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage absteigend dargestellt.

Bedeutsame Risiken mit einer mittelmäßigen Eintrittswahrscheinlichkeit

Liefer- und Rohstoffengpässe

Die Folgen der gesamtwirtschaftlichen als auch der politischen Lage führen sowohl mittelbar als auch unmittelbar zu Unsicherheiten auf dem Beschaffungsmarkt. Die somit resultierende Produktverknappung führt zu einer Ausdehnung der Auslieferungszeiten. Es besteht das Risiko, dass Kundenbestellungen nicht fristgerecht abgearbeitet werden.

Um das Risiko abzumildern, hat das Management der abl mehrere Maßnahmen eingeleitet. Zum einen werden in regelmäßigen Abständen gemeinsam mit den Kunden Forecasts im Hinblick auf die künftigen Bedarfe des Kunden abgestimmt und die entsprechenden Bestellungen beim Hersteller somit frühzeitig platziert. Zum anderen wurden für bestehende Kundenbestellungen Großbestellungen, sog. "Bulkorders", ausgelöst und somit Lagerkapazitäten bzw. -bestände erhöht. Des Weiteren werden fortlaufend die Liefermöglichkeiten alternativer Hersteller abgefragt, um durch die sog. Multi-Vendor-Strategie das Abhängigkeitsrisiko von nur einem Hersteller zu reduzieren und die Lieferzeiten zu verkürzen.

Marktpreisrisiko

Aufgrund der Globalisierung der Märkte ist in der ITK-Branche ein vom Preisdruck geprägter Markt entstanden. Die Hersteller haben innerhalb kürzester Zeit auch im Geschäftsjahr 2023 die Preise ihres Produktsortiments mehrmals erhöht. Es besteht das Risiko, dass eine vollständige Weitergabe der höheren Preise an die Endkunden u.U. aufgrund von langfristig abgeschlossenen Rahmenvereinbarungen nur eingeschränkt möglich ist und somit die operative Marge belastet werden kann.

Das Risiko wird als maximal mittel eingestuft , da die Rahmenvereinbarungen mit den Kunden meist auf festgelegten Discounts der GPLs (Global Price Lists) basieren.

Das Management der abl hat dieses Risiko erkannt und beobachtet die Preisentwicklungen auf dem Markt kontinuierlich. Um dem Risiko entgegenzuwirken, wurden mehrere Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt. So werden Kunden rechtzeitig über die bevorstehenden Preiserhöhungen der Hersteller informiert, wodurch die geplanten Bestellungen vorgezogen werden, um diese zu den noch gültigen Konditionen platzieren zu können. Auf der Bezugsseite werden mit den Herstellern weitergehende Preisnachlässe vereinbart.

Weitere weniger bedeutsame Risiken, bei denen mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit zu rechnen ist bzw. für die eine effektive Absicherung im Unternehmen eingerichtet ist.

Währungskursrisiko

Hinsichtlich des Produktsortiments besteht auf der Beschaffungsseite grundsätzlich das Risiko von Wechselkursschwankungen. Die Kundenangebote werden auf Basis der globalen Preislisten der Hersteller erstellt. Diese werden in der Regel in US-Dollar zur Verfügung gestellt. Auf der Absatzseite werden in der Regel Angebote in EUR abgegeben. Es besteht somit das Risiko, dass aufgrund einer Verschlechterung des US-Dollarkurses bei der Auslieferung der Produkte die operative Marge beeinträchtigt wird. Das Risiko wird als mittel eingestuft .

Das Management der abl hat das Risiko erkannt und wirksame Controlling-Mechanismen implementiert, um die möglichen negativen Auswirkungen zu vermeiden. So werden bei der Kalkulation von Ausschreibungen risikoadäquate Kursabschläge vorgenommen, die eventuell eintretende Wechselkursverschlechterungen eingrenzen. Zu den weiteren Maßnahmen zählen der Bezug sowie die Faktura gegenüber den Kunden in US-Dollar. Auf diese Weise werden mögliche Kursschwankungen vollständig beseitigt.

Forderungsausfallrisiko

Zu den wesentlichen Finanzierungsbausteinen der abl gehört u.a. ein aktives Working Capital Management. Längere Zahlungsziele auf der Beschaffungsseite bei einer gleichzeitigen Verkürzung der Fälligkeit der fakturierten Leistungen verschaffen der Gesellschaft zusätzliche Liquiditätsfreiräume. Es besteht jedoch das Risiko, dass Kundenzahlungen verspätet erfolgen oder vollständig ausfallen.

Die Bestandskunden der abl gehören im Wesentlichen dem Öffentlichen Bereich, dem Service Provider/Telco Bereich und dem Versicherungs- bzw. Bankensektor an. Aufgrund der langjährigen, positiven Erfahrungswerte hinsichtlich des Zahlungsverhaltens der vorgenannten Kunden können mögliche Forderungsausfälle nahezu ausgeschlossen werden. Nichtsdestotrotz hat das Management der abl weitere Maßnahmen ergriffen, um Forderungsausfälle rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Zu diesen Maßnahmen zählt u.a. die rollierende Liquiditätsplanung, bei welcher die überfälligen Zahlungseingänge identifiziert und unverzüglich einem internen Mahnverfahren unterzogen werden.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Ausgehend von der aktuellen Ertrags- und Liquiditätslage sowie unter der Betrachtung des Auftragsbestandes sieht das Management der abl keine bestandsgefährdenden Risiken.

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen bzw. politischen Entwicklungen und der damit verbundenen negativen konjunkturellen Auswirkungen können zum aktuellen Zeitpunkt signifikante Folgeeffekte auf das Geschäftsumfeld der abl nicht ausgeschlossen werden.

Wesentliche Chancen

Produktdiversifikation

Die aktuellen Lieferengpässe eröffnen für die abl neue Chancen zur Vermarktung eigener Produkte bzw. Services. Die bestehenden Rahmenverträge mit unseren Großkunden können im Rahmen der SPaaC (Service Provider as a Channel) zusätzliches Absatzpotenzial für die OCMP sowie die Managed Service-Leistungen mit sich bringen. Als einen weiteren Vorteil darin sieht das Management demzufolge ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den Mitbewerbern.

Langfristige Kundenverträge

Aufgrund der steigenden Zinsen und somit höheren Finanzierungskosten ist eine Kehrtwende im Investitionsverhalten der Kunden zu beobachten. Eine Abkehr von einem CAPEX- zu einem OPEX-Modell geht mit der langfristigen Strategie des abl Managements einher. Der Bedarf an Managed Service-Produkten wird in den Folgejahren deutlich steigen. Um diesen Bedarf abzudecken und den Kundenwünschen gerecht zu werden, hat die abl den eigenen Servicebereich qualitativ sowie quantitativ ausgebaut.

Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2024

Es besteht kein Zweifel, dass die Herausforderungen, die sich im Laufe des Jahres 2023 infolge des anhaltenden Krieges in der Ukraine, der aktuellen Problemen im Nahen Osten sowie hoher Rohstoff- und Energiekosten in Europa, steigender Preise und Zinsen eingestellt haben, auch im Jahr 2024 fortbestehen werden. Trotzdem ist für das Geschäftsjahr 2024 von einer Normalisierung der Lieferproblematik auszugehen. Die Inflation wird auch im Jahr 2024 die Geschäftsentwicklung begleiten, sodass diese Herausforderungen gemeinsam mit unseren Kunden anzunehmen sind.

Für unsere Prognose nehmen wir an, dass der Krieg in der Ukraine andauern, jedoch nicht weiter eskalieren wird, wobei die weitere Entwicklung des Kriegs in der Ukraine und auch die Konflikte im Nahen Osten ihre Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben und deshalb die Prognose nach wie vor mit einer hohen Unsicherheit behaftet ist. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Marktpolitik hinsichtlich der Sicherstellung der Energieversorgung insbesondere für energieintensive Unternehmen keine zu negative Auswirkung auf das allgemeine Geschäftsklima im Jahr 2024 haben wird.

Mit entscheidend für ein gutes Geschäftsjahr 2024 sind die bereits im Q4 / 2023 vorbereiteten Maßnahmen, die im ersten Quartal 2024 durchgeführt wurden. Das Ziel ist noch mal eine deutliche Kostensenkung bei den Personalkosten. Die abl wird konsequent auf alle Funktionen, die nicht zwingend benötigt werden, verzichten. Im zweiten Halbjahr werden dadurch die Personalkosten noch mal um rund TEUR 1.000 optimiert. Die laufenden Kosten der abl im Bereich der nicht Personalkosten sollen im Geschäftsjahr 2024 auf unter TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 3.800) gesenkt bzw. gehalten werden. Zusätzlich wird im Geschäftsjahr 2024 eine Reduktion der Office Kosten weiter vorangetrieben. Bei den Standorten wurde im Geschäftsjahr 2023 das Büro Berlin geschlossen. In Berlin endete der Mietvertrag, in Hamburg wird das Büro im Laufe des Geschäftsjahres 2024 geschlossen, weshalb eine Untervermietung oder eine Übergabe an den Vermieter angestrebt wird. Das Office in Nürnberg wird deutlich verkleinert, um der neuen Personalstärke Rechnung zu tragen. Das Office Singapore wurde 2023 geschlossen und auch die rechtliche Struktur der Firma wird im Geschäftsjahr 2024 gelöscht.

Mit diesen Maßnahmen, sowie ausgehend von einem guten Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende 2023, möchte die abl die Planung für 2024 umsetzen. Eine operative schwarze Zahl und kein Bedarf auf weiteres Funding am Ende von 2024 ist das Ziel für dieses Geschäftsjahr.

Die abl konnte im ersten Quartal 2024, auf Basis von ungeprüften Zahlen, die geplante Entwicklung für das Jahr 2024 bestätigen. Auch hier machten sich schon die getätigten Maßnahmen aus dem Geschäftsjahr 2023 bemerkbar. Das Augenmerk und der Fokus gelten den bestehenden Key Kunden, weshalb die Sales Struktur auf das Wesentliche konzentriert wird. Zum einen wird die Strategie eines Multivendoren-Angebotes bei den Service Providern und Key Kunden der abl weiter verstärkt angegangen, zum anderen ist es unabdingbar, eine Alternative zum Hersteller Cisco aufzubauen. Die ständigen Preisanpassungen des Herstellers Cisco, die erheblichen Probleme bei der Lieferung und die unflexible Handhabung von Preisen, sowie das Nichteinhalten von Zusagen führen zum Ende des ICPA-Vertrages mit Cisco. Die Umsätze zeigen eine deutliche Tendenz in Richtung anderer Hersteller und auch im Q2 rechnet die abl damit, dass Cisco keine besondere Rolle bei neuen Hardwaregeschäften mehr einnimmt. Die stärkere Vermarktung der OCMP sowie der ableigenen Services zeigt erste Ergebnisse und Aufträge von wichtigen Kunden. Diese Verträge wurden bereits in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres 2024 unterzeichnet. Die geplanten und dokumentierten Business-Initiativen, um die abl neu auszurichten, zeigen sowohl beim SPaaC als auch bei unseren OCMP-Kunden erste Ergebnisse.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet das abl-Management wieder mit signifikanten Steigerungen der Umsatzerlöse. Das neue Planziel geht von TEUR 45.000 Nettoumsatz aus, die im Geschäftsjahr 2024 erreicht werden sollen. Dazu beitragen wird vor allem das Handelsgeschäft mit Dell, Lancom und Huawei. Die Vermarktung der OCMP wird 2024 erstmalig Umsatzerlöse über TEUR 500 erzielen. Erstmalig wurde ein Vertrag mit einem Kunden unterzeichnet, um eine aktive Werbevermarktung mit der Auto-Connect-Funktion (patentiert) der OCMP zu erzielen. Für unseren Vertrieb ist dies ein Durchbruch, denn erstmals können auch Werbeeinahmen über die OCMP einen neuen Umsatz und Gross-Profit-Erfolg bedeuten. Die Pipeline im Q1 zeigt eine sehr deutliche Steigerung zu den Vorjahren und bereits heute sind Projekte im Wert von über TEUR 100.000 identifiziert. Wie immer steht auch die Gewinnung von Neukunden auf dem Plan und unser Sales Team wird im Jahr 2024 darauf noch stärker ausgerichtet.

Eine Veränderung in der Geschäftsleitung zur neuen Ausrichtung wurde diesbezüglich vom Aufsichtsrat beschlossen und zum 01.05.2024 umgesetzt. Mit Herrn Gunter Mühlöder kommt als neuer Geschäftsführer aus unserer Sicht ein sehr versierter und erfahrener Manager zur abl. Eine Übergabe durch den derzeitigen Geschäftsführer, Herrn Benjamin Akinci, erfolgt bis Ende Q2 2024. Selbstverständlich bleibt der Gründer und Shareholder der abl als Berater erhalten und wird einen Sitz im Aufsichtsrat der Firma einnehmen.

Vor dem Hintergrund der vorgenannten Maßnahmen geht die Geschäftsführung der abl in ihrer Planung für das Geschäftsjahr 2024 von einem erstmals profitablen Geschäftsjahr und einem Umsatz von TEUR 45.000 aus. Aufgrund des erweiterten Produktportfolios geht die Geschäftsführung in Ihrer Planung von einem unveränderten Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende aus.

Die Geschäftsführung strebt im Geschäftsjahr 2024 ein positives Betriebsergebnis (operating profit) an, dabei wird die Kostenseite mit hoher Aufmerksamkeit verfolgt und sorgfältig gemanagt. Sämtliche Organisationseinheiten des Unternehmens sind angehalten, ihr Handeln zur Erreichung der übergeordneten Zielsetzung auszurichten. Die persönlichen Ziele der Mitarbeiter sind mit dem Fokus auf Umsatz und Kosten für 2024 klar definiert.

 

Nürnberg, 05.07.2024

Gez. Geschäftsführer

Gunter Mühlöder

1 Vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
2 Vgl. https://www.bitkom.org/sites/main/files/2024-01/bitkomitkmarktzahlenjanuar2024extranet.pdf
3 Vgl. Entwicklung der Erwerbstätigen in der IT-Branche in Deutschland bis 2023 - Handelsblatt Live
4 Vgl. Entwicklung der Erwerbstätigen in der IT-Branche in Deutschland bis 2023 - Handelsblatt Live
5 Vgl. https://www.bitkom.org/sites/main/files/2024-01/bitkomitkmarktzahlenjanuar2024extranet.pdf

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
€
31.12.2022
€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.010.150,67 4.110.232,80
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 392.449,00 425.883,00
5.402.599,67 4.536.115,80
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.058.174,00 1.961.730,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 242.838,66 626.986,60
2.301.012,66 2.588.716,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 7.948,22
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 441.535,83
1,00 449.484,05
7.703.613,33 7.574.316,45
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 5.429.032,69 519.041,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.667.258,71 2.044.028,28
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 50.244,88 50.244,88
3. sonstige Vermögensgegenstände 229.725,02 292.044,18
1.947.228,61 2.386.317,34
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 573.607,14 356.325,68
7.949.868,44 3.261.684,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 176.674,36 125.460,66
15.830.156,13 10.961.461,94

Passiva

31.12.2023
€
31.12.2022
€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 646.729,00 597.123,00
II. Kapitalrücklage 25.004.879,30 20.854.879,30
III. Verlustvortrag -21.120.147,16 -15.622.269,75
IV. Jahresfehlbetrag -3.820.070,88 -5.497.877,41
711.390,26 331.855,14
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.269.202,41 709.832,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.456,20 188.230,60
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 319.372,96 12.605,04
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.241.765,23 4.149.317,34
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.902.270,66 3.742.697,81
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.048.183,39 1.187.305,02
- davon aus Steuern: EUR 155.157,92 (Vj.: EUR 160.061,53)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 3.431,87 (Vj.: EUR 14.569,89) 13.516.048,44 9.280.155,81
D. Rechnungsabgrenzungsposten 333.515,02 639.618,99
15.830.156,13 10.961.461,94

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2023 - 31.12.2023
€
01.01.2022 - 31.12.2022
€
1 . Umsatzerlöse 28.156.476,81 13.871.074,09
2 . andere aktivierte Eigenleistungen 964.580,51 734.798,37
29.121.057,32 14.605.872,46
3 . sonstige betriebliche Erträge 1.212.535,91 680.934,51
- davon Erträge aus Währungsumrechnung: EUR 663.770,21 (Vj.: EUR 197.270,30)
4 . Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 21.840.525,60 8.388.243,86
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.808.144,63 1.237.893,81
23.648.670,23 9.626.137,67
5 . Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.441.072,60 6.396.370,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, 574.105,86 886.707,63
- davon für Altersversorgung: EUR 7.625,34 (Vj.: EUR 18.055,28)
5.015.178,46 7.283.078,12
6 . Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 819.769,22 616.636,76
7 . sonstige betriebliche Aufwendungen 3.398.855,88 3.021.459,36
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: EUR 557.249,88 (Vj.: EUR 268.261,94)
8 . sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 7.385,87
9 . Abschreibungen auf Finanzanlagen 766.224,19 0,00
10 . Zinsen und ähnliche Aufwendungen 504.637,13 243.501,34
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 372.744,92 (Vj.: EUR 116.753,81)
11 . Ergebnis nach Steuern -3.819.741,88 -5.496.620,41
12 . sonstige Steuern 329,00 1.257,00
13 . Jahresfehlbetrag -3.820.070,88 -5.497.877,41

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs.1 und 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 327 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

1.1. Rechtliche Verhältnisse

Firma: abl solutions GmbH
Anschrift: Hugo-Junkers-Straße 13
90411 Nürnberg
Rechtsform: GmbH
Handelsregister: Nürnberg
HR-Nr. B 33639

2.2. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten; die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim , im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements treuhänderisch angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie werden nach den BilMoG-Bestimmungen (§246 Abs. 2 Satz 2 HGB) seit dem Geschäftsjahr 2010 mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich im Wesentlichen um Anteile an Spezialfonds, zu einem geringen Teil um Bankguthaben (§ 285 Nr. 25 HGB).

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

3.3. Ansatz- und Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

•

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Herstellungskosten (insbesondere Personalkosten) ohne Einbeziehung der Verwaltungskosten und ohne Fremdkapitalzinsen aktiviert.

•

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Für Anwendersoftware wird eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren unterstellt.

•

Die Zugänge zu den Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei der Folgebewertung wurden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des abnutzbaren Sachanlagevermögens vermindert um planmäßige lineare oder degressive Abschreibungen gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 2 bis 13 Jahren angesetzt. Bei der Bestimmung der Abschreibungsmethode wurde der tatsächliche Wertverzehr des Anlagevermögens beachtet. Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

•

Anzahlungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert.

•

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Grundsätzlich werden zum Bilanzstichtag die beizulegenden Zeitwerte überprüft und im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung die erforderlichen Wertberichtigungen vorgenommen.

•

Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00) wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben, wobei aus Vereinfachungsgründen im Anlagenspiegel im Jahr des Zugangs ein Abgang unterstellt wurde.

•

Für Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 250,00 und kleiner als EUR 1.000,00) wurde, wie in den Vorjahren, ein Sammelposten gebildet, der im Jahre der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.

•

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Bewertung erfolgte durch den Auftraggeber und wurde ungeprüft übernommen..

•

Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten wurden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

•

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

•

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgte mit dem Kurs zum Bilanzstichtag EUR/USD 1,1050.

•

Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Wertpapiere wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

•

Der Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

•

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie bezahlte Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

•

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich zukünftig insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer zukünftigen Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein nicht bilanzierter Überhang von aktiven latenten Steuern.

•

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

•

Guthaben bei Kreditinstituten sowie Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

•

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerung berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

•

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgte nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den Kassakursen und die zu Ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste wurden je Währung miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge wurden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne wurden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

•

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

•

Die Gesellschaft hat Wandeldarlehen aufgenommen. Die Wandeldarlehen können nicht nur im Endfälligkeitszeitpunkt, sondern jederzeit zu einem früheren Zeitpunkt während der Darlehenslaufzeit ausgeübt werden. Die Gesellschaft ermittelt den Vorteil aus der Unterverzinslichkeit über die kürzest mögliche Laufzeit des Darlehens. Durch das jederzeit ausübbare Wandlungsrecht hat die Gesellschaft keinen Vorteil aus der Unterverzinslichkeit erzielt, sodass auf eine Dotierung der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB verzichtet wird. Die Wandeldarlehen werden im Zugangszeitpunkt in voller Höhe als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

•

Die Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern.

•

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erlöse für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

•

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005" von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wurde erstmalig ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Gehalts- und Rentenanpassungen wurden mit % p. a. eingerechnet. Neben den Verpflichtungen aus laufenden Pensionen und den am Bilanzstichtag bestehenden Anwartschaften wurden auch Verpflichtungen für Deputate und Altersübergangsgeld im Ansatz berücksichtig (§ 285 Nr. 24 HGB).

•

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach dem BilMoG ergibt sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von EUR von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag ein fünfzehntel den Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR zugeführt. Die Zuführung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als außerordentlicher Aufwand gezeigt. Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Erstanwendung in Höhe von EUR wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraums den Pensionsrückstellungen zugeführt.

4.4. Währungsumrechnung

Die im Jahresabschluss enthaltenen Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden wie folgt umgerechnet:

Positionen des Geschäftsjahres Darin enthaltene Währungseinheit Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles Kurs am Bilanzstichtag Wertansatz in der Bilanz

Die nachfolgend zusammengefassten Geschäftsvorfälle wurden mit dem Terminkurs bewertet, da diese Geschäftsvorfälle durch Termingeschäfte abgedeckt wurden:

Positionen des Geschäftsjahres Darin enthaltene Währungseinheit Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles Kurs am Bilanzstichtag Wertansatz in der Bilanz

Im Jahresabschluss sind keine Positionen enthalten, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung gelautet haben.

Im Jahresabschluss sind Positionen enthalten, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung gelautet haben. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz.

Nicht auf Euro lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem Devisenkurs am Transaktionstag umgerechnet. Am Abschlussstichtag wird die Folgebewertung zum gültigen Devisenkassamittelkurs vorgenommen.

Bei Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr schlägt sich ein geringerer Kurs am Bilanzstichtag in einer niedrigeren Bewertung aufwandswirksam nieder, während ein höherer Kurs (Bewertungsgewinn) unberücksichtigt bleibt.

Bei Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr führt ein höherer Kurs am Bilanzstichtag zu einer aufwandswirksamen Erhöhung der Verbindlichkeit, während ein niedrigerer Kurs unberücksichtigt bleibt.

Damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zutreffend eingeschätzt werden kann, sind folgende Angaben zu beachten:

•

Das von der Gesellschaft pachtweise genutzte Anlagevermögen ist Eigentum von.

•

Steuerrechtlich besteht deshalb eine sogenannte Betriebsaufspaltung zwischen der Gesellschaft als sogenanntes Betriebsunternehmen und der als sogenannte Besitzgesellschaft.

•

Umsatzsteuerlich besteht außerdem ein Organschaftsverhältnis mit der Gesellschaft als Organtochter und der als Organträger (= Umsatzsteuerschuldner).

II. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel im Anhang ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden keine Fremdkapitalzinsen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen im Geschäftsjahr 1.947 (Vorjahr: TEUR 2.386) weisen folgende Laufzeiten auf:

Stand 31.12.2023 (31.12.2022) Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit Über 1 Jahr
Anleihen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1.667 TEUR 1.667 TEUR 0
(TEUR 2.044) (TEUR 2.044) (TEUR 0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 50 TEUR 0 TEUR 50
> davon gegenüber Gesellschaftern (TEUR 50) (TEUR 0 (TEUR 50)
> TEUR 50 > TEUR 0 > TEUR 50
> (TEUR 50) > (TEUR 0) > (TEUR 50)
sonstige Vermögensgegenstände TEUR 230 TEUR 230 TEUR 0
(TEUR 292) (TEUR 292) (TEUR 0)
Forderungen und sonstige TEUR 1.947 TEUR 1.897 TEUR 50
Vermögegensstände (TEUR 2.386) (TEUR 2.336) (TEUR 50)

Für 2023 ergibt sich aus den selbst erstellten immateriellen Wirtschaftsgütern eine passive latente Steuer aus temporären Differenzen. Zudem besteht eine aktive Steuerlatenz aufgrund bislang nicht genutzter körperschaftsteuerlicher und gewerbesteuerlicher Verlustvorträge, die in absehbarer Zeit genutzt werden können. Die Bewertung erfolgt mit einem kombinierten Ertragsteuersatz von 30 %. Insgesamt ergibt sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz aktiver latenter Steuern wird nicht ausgeübt.

Im Rahmen der teilweisen Wandlung der per 05.12.2022 geschlossenen Darlehensverträge am 30.11.2023 wurde das Stammkapital um TEUR 50 auf insgesamt TEUR 647 erhöht. Durch diese Wandlung der Darlehen erhöhte sich die Kapitalrücklage im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 4.150 auf insgesamt TEUR 25.005. Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 5.010.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und bestehen im Wesentlichen für Werbekosten mit TEUR 506 (Vorjahr: TEUR 336), Restrukturierungskosten mit TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Personalkosten TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 163).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus der Finanzierung durch die Gesellschafter im Rahmen der per 05.12.2022 vertraglich vereinbarten Wandeldarlehen und betragen in 2023 TEUR 1.902 (Vorjahr: 3.743). Die Wandeldarlehen enthalten Wandlungsrechte zugunsten der Darlehensgeber, die zu einer Wandlung während der Darlehenslaufzeit und zum Endfälligkeitszeitpunkt des Nominalbetrags zuzüglich der aufgelaufenen Zinsen in Anteile der Gesellschaft berechtigen. Bei einer Ausübung des Wandlungsrechts ist der Darlehensgeber zur Zahlung des Nominalbetrags verpflichtet. Die Anzahl der zu zeichnenden Geschäftsanteile bei der Wandlung wird aufgrund des Wandlungsbetrags geteilt durch die Differenz zwischen dem Zeichnungspreis und 1,00 EUR berechnet. Der Zeichnungspreis bestimmt sich in Abhängigkeit des Wandlungsereignisses und -zeitpunkts.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.048 (Vorjahr: 1.187) enthalten im Wesentlichen weitere Darlehensschulden in Höhe von TEUR 772 (Vorjahr: TEUR 976).

Wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden bei folgenden Posten des Anlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen:

außerplanmäßige Abschreibung
EUR
Positionen des Geschäftsjahres Betrag des Vermögensgegenstandes
EUR
Bilanz / Restbuchwert
EUR

Der aktivierte, entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert wird über 15 Jahre, entsprechend den steuerrechtlichen Vorschriften, linear abgeschrieben.

Der aktivierte, entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Der aktivierte, entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von (mehr als 5 Jahren - Dauer genau angeben) Jahren linear abgeschrieben (§ 285 Nr. 13 HGB). Die Nutzungsdauer ergibt sich aus der Art und der voraussichtlichen Bestandsdauer des erworbenen Unternehmens, der Stabilität und Bestandsdauer der Branche des erworbenen Unternehmens sowie aus der voraussichtlichen Tätigkeit der wichtigsten Mitarbeiter für das erworbene Unternehmen.

In die Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens wurden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen.

Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von EUR -15.622.269,75 enthalten.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagio-Beträge, die im Zusammenhang mit der Aufnahme langfristiger Bankverbindlichkeiten angefallen sind enthalten. Der Betrag wird planmäßig aufgelöst.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist Umsatzsteuer, die im Zusammenhang mit erhaltenen Anzahlungen von Kunden vereinnahmt und an das Finanzamt abgeführt wurde enthalten.

Der Sonderposten mit Rücklagenanteil entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Rechtsgrundlage Vortrag
EUR
Einstellung
EUR
Auflösung
EUR
Endstand
EUR

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Stand 31.12.2023 (31.12.2022) Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit Über 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Anleihen
Verbindlichkeiten TEUR 4 TEUR 4 TEUR 0 TEUR 0
gegenüber Kreditinstituten (TEUR 188) (TEUR 188) (TEUR 0) (TEUR 0)
erhaltene Anzahlungen TEUR 319 TEUR 306 (TEUR 13) TEUR 0
auf Bestellungen (TEUR 13) (TEUR 13) 0 (TEUR 0)
Verbindlichkeiten aus TEUR 10.242 TEUR 10.242 TEUR 0 TEUR 0
Lieferungen und Leistungen (TEUR 4.149) (TEUR 3.661) (TEUR 488) (TEUR 0)
Verbindlichkeiten gegenüber TEUR 1.902 TEUR 1.902 TEUR 0 TEUR 0
verbundenen Unternehmen (TEUR 3.743) (TEUR 3.743) (TEUR 0) (TEUR 0)
> davon gegenüber > TEUR 1.902 > TEUR 1.902 > TEUR 0 > TEUR 0
Gesellschaftern > (TEUR 3.743) > (TEUR 3.743) > (TEUR 0) > (TEUR 0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
sonstige TEUR 1.048 TEUR 1.048 TEUR 0 TEUR 0
Verbindlichkeiten (TEUR 1.187) (TEUR 1.187) (TEUR 0) (TEUR 0)
Umsatzsteuer- 0,00 0,00
verbindlichkeit (0,00) (0,00)
TEUR 13.516 TEUR 13.503 TEUR 13 TEUR 0
Summe: (TEUR 9.280) (TEUR 8.792) (TEUR 488) (TEUR 0)

(Vorjahreswerte)

III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 0). Für die Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 sind die periodenfremden Erträge und Aufwendungen von untergeordneter Bedeutung.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten im Geschäftsjahr 2023 TEUR 766 (Vorjahr: TEUR 0) und resultieren aus der außerplanmäßigen Abschreibung der mit der ABL Solutions ASIA PTE. LTD verbundenen Ausleihungen sowie des Beteiligungswertes.Zusatzangaben zur BilanzZusatzangaben zur Bilanz nach § 327 Ziffer 1 HGB sind nicht erforderlich, da es sich um eine sogenannte kleine Kapitalgesellschaft handelt.

IV. Sonstige Angaben

5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse: (einzeln aufführen !!)

EUR
Verbindlichkeit aus Begebung und Übertragung von Wechseln
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen
Haftung aus der Bestellung sonstiger Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der unter der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB).

Es bestehen Miet- und Leasingverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die Verpflichtungen und Jahresmieten hieraus ergeben sich wie folgt.

Summe
Miete Büro
Grundmietzeit TEUR 1.812
Mieten unbeschränkte Laufzeit TEUR 150
Mieten beschränkte Laufzeit TEUR 7
Leasing TEUR 71

Die Mietverträge für die Büroräume sind spätestens bis 08/2032 unkündbar.

Die Mieten mit beschränkter Laufzeit beinhalten 4 Verträge und enden spätestens bis 12/2024.

Die Leasingverträge enden spätestens bis 05/2027.

Die Mieten mit (un-) beschränkter Laufzeit beziehen sich im Wesentlichen auf KfZ-Kosten und Büroausstattung.

6.2. Angaben zum Anteilsbesitz

Die abl solutions GmbH war am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen beteiligt:

Name Sitz Anteil am Kapital
(%)
Eigenkapital VJ Ergebnis VJ
ABL SOLUTIONS ASIA PTE.LTD. Singapore 100,00% 10.000 SGD - 695.831 SGD

Der Beteiligungsbuchwert der ABL Solutions ASIA PTE. LTD wurde zum 31.12.2023 auf einen Nennbetrag von 1,00 EUR abgeschrieben, da von einer nicht nur vorübergehenden Wertminderung im Zusammenhang mit Liquidation der Gesellschaft auszugehen ist. Die Liquidation wird voraussichtlich im Geschäftsjahr 2024 abgeschlossen.

In diesem Zusammenhang wurden Forderungen (Ausleihungen an verbundene Unternehmen) gegenüber der ABL Solutions ASIA PTE. LTD aufgrund der dauerhaften Wertminderung vollständig als Finanzanlage abgeschrieben.

Der Umrechnungskurs am Bilanzstichtag beträgt EUR / SGD 1,4591.

Eine Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses besteht nach § 296 (1) oder (2) i. V. m. § 293 HGB nicht.

Das Unternehmen ist bei folgenden Gesellschaften der unbeschränkt haftende Gesellschafter (§ 285 Nr. 11a HGB):

Name Sitz Rechtsform

V. Ergänzende Angaben

7.1. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Geschäftsführer

Familienname Vorname Funktion Vertretungsbefugnis
Akinci Benjamin Geschäftsführung (bis 30.06.2024) Einzelvertretung
Mühlöder Gunter Geschäftsführung (ab 01.05.2024) Einzelvertretung

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Beirat

Familienname Vorname Funktion
Henriquez Victor von abl SPV L.P. entsandtes Beiratsmitglied
Akinci Benjamin von ba consulting GmbH entsandtes Beiratsmitglied
Holschneider Gabriel von BA Tech Master, L.P. entsandtes Beiratsmitglied
Porras Mauricio von Global Tech Investments, LLC entsandtes Beiratsmitglied

Forderungen aus Vorschüssen und Krediten bestanden am Bilanzstichtag gegenüber folgenden Organmitgliedern:

Name Summe
TEUR
davon im GJ zurückgezahlt
TEUR
Zinssatz
%
Restlaufzeit
Akinci Benjamin 198 0 0,00 < 1 Jahr

8.2. Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren keine Arbeitnehmer beschäftigt (ohne Organmitglieder).

Im Jahresdurchschnitt wurden insgesamt 53 (Vorjahr 66) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon entfallen 47 auf Angestellte (Vorjahr 60) und 6 auf leitende Angestellte (Vorjahr 6).

VI. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2023 sowie den Verlustvortrag aus 2022 in voller Höhe auf neue Rechnung zu tragen.

VII. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Nürnberg, 05.07.2024

Gez. Geschäftsführer Gunter Mühlöder

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.110.232,80 964.580,51 0,00 ./. 64.662,64 5.010.150,67
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 581.192,44 113.633,53 0,00 64.662,64 759.488,61
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.691.425,24 1.078.214,04 0,00 0,00 5.769.639,28
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.978.016,10 333.784,11 92.974,30 384.147,94 5.602.973,85
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 626.986,60 0,00 0,00 ./. 384.147,94 242.838,66
Summe Sachanlagen 5.605.002,70 333.784,11 92.974,30 0,00 5.845.812,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.948,22 0,00 0,00 0,00 7.948,22
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 441.535,83 316.741,14 0,00 0,00 758.276,97
Summe Finanzanlagen 449.484,05 316.741,14 0,00 0,00 766.225,19
Summe Anlagevermögen 10.745.911,99 1.728.739,29 92.974,30 0,00 12.381.676,98
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 155.309,44 211.730,17 0,00 0,00 367.039,61
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 155.309,44 211.730,17 0,00 0,00 367.039,61
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.016.286,10 608.039,05 79.525,30 0,00 3.544.799,85
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.016.286,10 608.039,05 79.525,30 0,00 3.544.799,85
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 7.947,22 0,00 0,00 7.947,22
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 758.276,97 0,00 0,00 758.276,97
Summe Finanzanlagen 0,00 766.224,19 0,00 0,00 766.224,19
Summe Anlagevermögen 3.171.595,54 1.585.993,41 79.525,30 0,00 4.678.063,65
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.010.150,67 4.110.232,80
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 392.449,00 425.883,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.402.599,67 4.536.115,80
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.058.174,00 1.961.730,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 242.838,66 626.986,60
Summe Sachanlagen 2.301.012,66 2.588.716,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 7.948,22
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 441.535,83
Summe Finanzanlagen 1,00 449.484,05
Summe Anlagevermögen 7.703.613,33 7.574.316,45

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die abl solutions GmbH , Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der abl solutions GmbH , Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der abl solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

•

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

•

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

•

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

•

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

•

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

•

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

•

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

•

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

•

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 05. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Fiedler, Wirtschaftsprüfer

Larisa Geppert, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde noch nicht festgestellt.

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  1. Open Connectors in Claude and add a custom connector.
  2. Enter this server URL and add the connector:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Connect with your handelsregister.ai account, then enable the connector in your chat via “+” → “Connectors”.
  1. In ChatGPT on the web, open Settings → Apps and create a custom app. Developer mode must be enabled for your account.
  2. Use “handelsregister” as the name, OAuth for authentication and this server URL:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Sign in with your handelsregister.ai account, create the app and select it from the tools menu in your chat.

Run once in your terminal:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.

Add this MCP server as a tool in your application:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Show me the directors, shareholders and latest available financial figures for abl solutions GmbH. Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: 68489b7ca81e95986c9b4bab319c9a47",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.

Add this configuration to your MCP client:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

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