IB-Lenhardt AG
St. Ingbert
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024
Lagebericht
1. Geschäftsmodell
Die IB-Lenhardt AG ist ein führender, international agierender Dienstleister im Bereich
Global Market Access und spezialisiert auf die weltweite regulatorische Prüfung und
Zertifizierung von Funkprodukten. Unser Kundenkreis umfasst namhafte Automobilhersteller,
Zulieferer, Industrie- und Medizinproduktehersteller sowie Unternehmen der Consumer-Elektronik.
Mit einem erfahrenen Team aus Prüfingenieuren und Zertifizierungsexperten begleitet
die IB- Lenhardt AG ihre Kunden von der ersten Produktidee bis zur internationalen
Markteinführung. Dabei profitieren Kunden von einem belastbaren Netzwerk und engen
Kontakten zu Behörden in über 200 Ländern und Regionen, wodurch Zulassungsverfahren
weltweit schnell, sicher und regelkonform abgewickelt werden können.
Diese umfassende globale Marktzulassungskompetenz ist ein zentraler Bestandteil unseres
Leistungsversprechens. Sie ermöglicht es Kunden, technologische Innovationen effizient,
rechtskonform und unter Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen in internationale
Märkte zu bringen. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz unterstützen wir unsere Kunden
dabei, ihre Produkte sicher, schnell und erfolgreich zu positionieren – weltweit.
Neben dem Hauptsitz in St. Ingbert (Deutschland) unterhält die IB-Lenhardt AG weitere
Standorte in Tokyo (Japan) sowie in den USA. Diese strategisch gewählten Niederlassungen
ermöglichen eine direkte Betreuung internationaler Kunden und gewährleisten kurze
Reaktionszeiten in wichtigen Zielmärkten. Die physische Präsenz in Asien und Nordamerika
fördert zudem die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, Partnern und Kunden.
Seit unserer Gründung setzen wir konsequent auf digitale Prozesse und innovative Lösungen.
Unsere hauseigene Software TAMSys® bildet dabei das Herzstück für die effiziente Steuerung
und transparente Dokumentation aller Zulassungsprojekte.
Ergänzt wird unser Leistungsportfolio durch unsere Tochtergesellschaften, die spezialisierte
Prüfdienstleistungen und ergänzende Services anbieten. Die IB-Lenhardt AG übernimmt
dabei zentrale Aufgaben wie Einkauf, Finanzen, IT, Vertrieb, Personalmanagement und
den gemeinsamen Marktauftritt für die gesamte Unternehmensgruppe.
Die IB-Lenhardt AG sowie ihre Tochtergesellschaft IBL-Lab GmbH verfügen über zentrale
nationale und internationale Anerkennungen. Die Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC
17025:2018 durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) sowie die Benennung als
Konformitätsbewertungsstelle im Bereich Telekommunikation durch die Bundesnetzagentur
belegen unsere fachliche Kompetenz und Unabhängigkeit. Diese formalen Anerkennungen
sind nicht nur Voraussetzung für die Durchführung qualitätsgesicherter Prüfprozesse,
sondern stärken auch das Vertrauen von Kunden, Behörden und Partnern in unsere Dienstleistungen
weltweit.
Tochterunternehmen
IB-Lenhardt KK
Die IB-Lenhardt KK, gegründet im Jahr 2018, hat ihren Fokus auf Test- und Zertifizierungsdienstleistungen
für Kunden aus dem japanischen Markt gelegt. Um den japanischen Kunden bestmöglich
zu betreuen, befindet sich das Büro in Tokio.
IB-Lenhardt Inc.
Die US-Niederlassung IB-Lenhardt Inc., welche im Jahr 2022 gegründet wurde, konzentriert
sich auf Test- und Zertifizierungsdienstleistungen für den amerikanischen Markt. Das
Unternehmen hat seinen Sitz in San Jose, Kalifornien, um die Kunden vor Ort optimal
zu unterstützen.
KL-Certification GmbH
Die KL-Certification GmbH wurde 2017 gegründet und konzentriert sich auf die Bearbeitung
von Zertifizierungsanfragen und das Ausstellen von Zertifikaten für die Märkte in
der EU, den USA, Kanada und Japan. Ihre Dienstleistungen bietet die KL-Certification
GmbH direkt am Standort der IB-Lenhardt AG in St. Ingbert an.
Durch die enge Kooperation mit der IB-Lenhardt AG entsteht ein effektiver Prüf- und
Zertifizierungsverbund, der es ermöglicht, komplexe Projekte effizient aus einer Hand
abzuwickeln. Die nahtlose Verzahnung beider Organisationen reduziert Durchlaufzeiten,
erhöht die Planungssicherheit für Kunden und ermöglicht eine ganzheitliche Betreuung
von der Prüfung bis zur finalen Zulassung.
IBL-Lab GmbH
Die IBL-Lab GmbH wurde 2018 gegründet und erweitert das Portfolio der IB-Lenhardt
AG um akkreditierte Prüfdienstleistungen in den Bereichen Elektrische Sicherheit (Safety),
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMC) und Telekommunikation (Radio). Seit 2022
bieten wir zudem QI-Protokollprüfungen als ATL (Authorized Test Lab) für drahtlose
Ladeprodukte (Wireless Charging) an.
Im Jahr 2024 haben wir unser Dienstleistungsangebot zusätzlich um SAR (Spezifische
Absorptionsrate)-Messungen sowie NFC (Near Field Communication)-Tests erweitert. Unsere
SAR-Prüfungen gewährleisten die Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards für
elektromagnetische Felder und unterstützen unsere Kunden dabei, ihre Produkte sicher
und regelkonform auf den Markt zu bringen. Als Associate des NFC Forums bieten wir
außerdem umfassende Test- und Zertifizierungsdienstleistungen im Bereich NFC an, um
die Interoperabilität und Sicherheit von NFC-fähigen Geräten sicherzustellen.
Die IBL-Lab GmbH ist als akkreditiertes Prüflabor (ISO/IEC 17025) integraler Bestandteil
der operativen Struktur der IB-Lenhardt-Gruppe. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen
Labor und Zertifizierungsteam werden Prüf- und Zulassungsprozesse effizient verzahnt.
Diese interne Schnittstelle ermöglicht verkürzte Projektlaufzeiten, eine frühzeitige
technische Bewertung und eine koordinierte Kommunikation mit internationalen Behörden.
Kunden profitieren dabei von konsistenten Standards, schnelleren Entscheidungswegen
und einem lückenlosen Qualitätsmanagement entlang des gesamten Zulassungsprozesses.
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Rahmenbedingungen
Im Geschäftsjahr 2024 war die IB-Lenhardt AG erneut mit geopolitischen Spannungen,
globalen Marktunsicherheiten und anhaltenden Lieferengpässen konfrontiert. Besonders
die Situation in der Halbleiterindustrie wirkte sich indirekt auf mehrere Kundenbranchen
aus. Zudem verschärfte sich der Preiswettbewerb in Kernbereichen wie der Automobilindustrie
und Elektronikfertigung. Gleichzeitig nahmen regulatorische Anforderungen weltweit weiter zu, was zu einem
gestiegenen Beratungs- und Koordinationsaufwand in vielen Projekten führte. Trotz
dieser externen Belastungen gelang es der IB-Lenhardt AG, ihre Leistungen stabil zu
erbringen und die Erwartungen ihrer Kunden zu erfüllen.
2.2. Geschäftsentwicklung
Im zurückliegenden Jahr setzte die IB-Lenhardt AG trotz eines spürbaren Umsatzrückgangs
ihren Kurs auf stabiles und nachhaltiges Wachstum fort. Ziel war es, neue Geschäftsfelder
zu erschließen, bestehende Stärken weiterzuentwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit
langfristig zu sichern.
Ein besonderer Fokus lag auf der Erweiterung des Dienstleistungsportfolios in zukunftsorientierten
Bereichen wie Industrie 4.0, Medizintechnik, Consumer Electronics sowie Wireless Charging.
Die Nachfrage nach akkreditierten Prüfungen für drahtlose Ladeprodukte nahm weiter
zu, was die IB-Lenhardt AG durch gezielte strategische Maßnahmen aufgreifen konnte.
Auch die digitale Transformation wurde weiter vorangetrieben. Neben der kontinuierlichen
Weiterentwicklung interner Systeme wie TAMSys® wurde die Kundenansprache verstärkt
digitalisiert – etwa durch gezielte Online-Kampagnen, Videoformate, den Ausbau digitaler
Vertriebsplattformen und optimierte Kommunikationsprozesse.
Auch unter schwierigen Rahmenbedingungen konnten komplexe Zulassungsprojekte verlässlich
umgesetzt und Kundenanforderungen erfüllt werden.
2.3 Ertragslage
Im Berichtsjahr 2024 verzeichnete die IB-Lenhardt AG einen Rückgang der Umsatzerlöse
um 1.222,6 T€ bzw. 13,2 % auf 8.010,0 T€ (Vorjahr: 9.232,6 T€). Ursächlich hierfür
waren vor allem die gesamtwirtschaftlich herausfordernden Rahmenbedingungen sowie
eine allgemein zurückhaltendere Investitionsbereitschaft in einzelnen Kundenbranchen.
Ungeachtet des Umsatzrückgangs konnten die sonstigen betrieblichen Erträge um 16,8
% von 86,2 T€ im Vorjahr auf 100,7 T€ gesteigert werden. Hierzu trugen insbesondere
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Kostenerstattungen bei.
Das Ergebnis nach Steuern reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 12,8 % auf 1.165,0
T€ (Vorjahr: 1.336,6 T€). Der Jahresüberschuss belief sich auf 1.147,5 T€, was einem
Rückgang von 13,0 % bzw. 171,6 T€ im Vergleich zum Vorjahr (1.319,1 T€) entspricht.
Dennoch blieb die Ertragslage solide. Ausschlaggebend hierfür waren ein weiterhin
effizientes Kostenmanagement, die konsequente Optimierung interner Prozesse sowie
der Ausbau margenstarker Dienstleistungen, die dazu beitrugen, die wirtschaftliche
Stabilität der IB- Lenhardt AG auch im Jahr 2024 sicherzustellen.
2.4. Personal
Die Beschäftigtenzahl der IB-Lenhardt AG lag zum 31.12.2024 bei 26 Mitarbeitenden
(Vorjahr: 27), ergänzt durch weitere Beschäftigte in den Tochtergesellschaften. Der anhaltende Fachkräftemangel, insbesondere bei spezialisierten technischen Positionen,
stellte weiterhin eine zentrale Herausforderung dar. Trotz gezielter Recruitingmaßnahmen
blieben auch 2024 einzelne Stellen unbesetzt – insbesondere in den Bereichen Vertrieb
und Labor.
Um dem entgegenzuwirken, setzte das Unternehmen auf verschiedene Maßnahmen: den Ausbau
der Arbeitgebermarke, gezielte Hochschulkooperationen, flexible Arbeitsmodelle, digitale
Recruiting-Initiativen sowie interne Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramme.
Eine aktive Personalentwicklung und vielfältige Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung wurden
ebenfalls fortgeführt.
Der Ausbau des Dienstleistungsportfolios erforderte zusätzlich eine kontinuierliche
Kompetenzentwicklung im Team, die durch gezielte Fortbildungen und den Ausbau interner
Programme unterstützt wurde.
Auch das Engagement in der Nachwuchsförderung wurde weiter intensiviert. Im Jahr 2025
sollen erneut ein Ausbildungsplatz im Bereich IT sowie ein kaufmännischer Ausbildungsplatz
vergeben werden, um frühzeitig qualifizierte Fachkräfte zu entwickeln und langfristig
an das Unternehmen zu binden.
Die Fluktuation innerhalb der IB-Lenhardt AG lag im Jahr 2024 auf einem sehr niedrigen
Niveau. Dies bestätigt die langfristige Bindung vieler Mitarbeitender sowie die hohe
Identifikation mit den Aufgaben, der Unternehmenskultur und den Entwicklungsperspektiven
innerhalb der Gruppe.
2.5. Vermögenslage & Investitionen
Zum 31.12.2024 belief sich die Bilanzsumme der IB-Lenhardt AG auf 10.914,6 T€, was
einem Anstieg von 911,2 T€ bzw. 9,1 % zum Vorjahr (10.003,4 T€) entspricht.
Das Sachanlagevermögen reduzierte sich planmäßig um 203,2 T€ auf 4.465,8 T€ (Vorjahr:
4.669,0 T€) aufgrund regulärer Abschreibungen. Gleichzeitig stieg das Finanzanlagevermögen
signifikant auf 2.382,4 T€ (Vorjahr: 107,4 T€) an. Ursache hierfür war im Wesentlichen
eine Kapitalerhöhung in Höhe von 2.275,0 T€ bei der IBL-Lab GmbH, die vollständig
von der IB-Lenhardt AG als alleiniger Gesellschafterin getragen wurde. Ziel dieser
Kapitalerhöhung war es, die finanzielle Basis der IBL-Lab GmbH zu stärken und gezielt
Mittel für den weiteren Ausbau der Prüfkapazitäten, die Anschaffung neuer Prüftechnik
sowie die Erweiterung des Dienstleistungsportfolios bereitzustellen.
Im Umlaufvermögen war ein Rückgang um 1.162,3 T€ auf 4.040,7 T€ (Vorjahr: 5.202,6
T€) zu verzeichnen. Hier wirkten sich insbesondere die Reduzierung der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen aus. Auch der
Vorratsbestand wurde weiter optimiert, wodurch die Kapitalbindung reduziert werden
konnte.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 1.102,5 T€ auf 10.102,1 T€, wodurch
die Eigenkapitalquote auf 92,6 % (Vorjahr: 90,0 %) verbessert werden konnte. Die Rückstellungen
stiegen moderat an, während die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
deutlich zurückgingen.
Der Investitionsschwerpunkt des Geschäftsjahres 2024 lag somit auf der gezielten Stärkung
der IBL-Lab GmbH sowie dem konsequenten Ausbau der technischen Infrastruktur. Ergänzend
dazu wurde die Digitalisierung der internen Prozesse gezielt mit Blick auf die technische
Projektabwicklung weiterentwickelt, um Prüfabläufe effizienter zu gestalten und Qualitätsstandards
dauerhaft zu sichern.
2.6. Finanzlage
Zum 31.12.2024 beliefen sich die liquiden Mittel der IB-Lenhardt AG auf 539,4 T€,
was einem Rückgang um 204,9 T€ (-27,5 %) gegenüber dem Vorjahr (744,3 T€) entspricht.
Diese Verringerung resultierte im Wesentlichen aus der intensiven Investitionstätigkeit
des Geschäftsjahres, insbesondere im Zusammenhang mit der Kapitalausstattung der IBL-Lab
GmbH sowie den Anschaffungen neuer Prüftechnik.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf
2.262,9 T€ (Vorjahr: -95,3 T€). Der außergewöhnlich hohe Mittelzufluss resultierte
im Wesentlichen aus dem Abbau von Forderungen, insbesondere gegenüber verbundenen
Unternehmen, sowie aus einer Erhöhung der Rückstellungen und der Optimierung der Vorräte.
Gleichzeitig belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit auf -2.359,0 T€ (Vorjahr:
3,5 T€) und wurde maßgeblich durch die Kapitalerhöhung bei der IBL-Lab GmbH geprägt.
Diese enge Verknüpfung zeigt sich darin, dass die aus der Geschäftstätigkeit freigesetzten
Mittel nahezu vollständig zur Stärkung der Tochtergesellschaft verwendet wurden, um
gezielt deren Prüfdienstleistungen auszubauen und die technische Ausstattung zu modernisieren.
Insgesamt präsentiert sich die Finanzlage der IB-Lenhardt AG – trotz umfangreicher
Investitionen – als stabil und nachhaltig abgesichert, mit einer weiterhin soliden
Liquiditätsposition und einer gestärkten Kapitalbasis innerhalb der Unternehmensgruppe.
Auch bei einem Umsatzrückgang von 1.222,6 T€ (-13,2 %) auf 8.010,0 T€ (Vorjahr: 9.232,6
T€) konnte die finanzielle Handlungsfähigkeit jederzeit aufrechterhalten werden. Die
Eigenkapitalquote stieg weiter auf 92,6 % (Vorjahr: 90,0 %) und unterstreicht damit
die robuste Kapitalstruktur und hohe Unabhängigkeit des Unternehmens.
Neben den Investitionen in das Prüflabor wurde die Digitalisierung gezielt genutzt,
um Prozesskosten zu senken und die Verwaltung von Zulassungsprojekten effizienter
zu gestalten.
Die Geschäftsführung bewertet die wirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr angesichts
der herausfordernden Rahmenbedingungen als weiterhin verlässlich und sieht das Unternehmen
strategisch gut aufgestellt, um zukünftige Marktchancen zu nutzen und nachhaltig zu
wachsen.
2.7. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Die wesentlichen Steuerungsgrößen der IB-Lenhardt AG blieben auch im Geschäftsjahr
2024 unverändert. Im Fokus standen weiterhin der Umsatz, die Eigenkapitalquote sowie
der Jahresüberschuss als zentrale finanzielle Kennzahlen zur Bewertung der wirtschaftlichen
Entwicklung.
Die wesentlichen Aspekte der wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere zur Umsatzentwicklung
und Ergebnislage, wurden bereits im Kapitel ‚Ertragslage‘ ausführlich erläutert. Um
Redundanzen zu vermeiden, wird an dieser Stelle auf die entsprechenden Ausführungen
verwiesen.
Neben diesen finanziellen Kennzahlen spielen auch qualitative Faktoren eine zentrale
Rolle für den langfristigen Erfolg der IB-Lenhardt AG. Hierzu zählen insbesondere
das Engagement und die Fachkompetenz der Mitarbeitenden, die Innovationskraft des
Unternehmens sowie die Pflege und Weiterentwicklung stabiler und vertrauensvoller
Kundenbeziehungen.
Im Verlauf des Jahres 2024 lag ein besonderer Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung
und Optimierung interner Prozesse. Durch gezielte Digitalisierungsmaßnahmen und den
weiteren Ausbau der Softwarelösung TAMSys® konnten Effizienzsteigerungen erzielt und
die Qualität in der Abwicklung von Zulassungsprojekten weiter verbessert werden.
Ein weiterer nicht-finanzieller Leistungsindikator ist die proaktive Information unserer
Kunden über regulatorische Entwicklungen weltweit. Die IB-Lenhardt AG stellt über
Fachartikel, Newsletter und individuelle Beratung sicher, dass Kunden frühzeitig über
relevante Änderungen informiert sind – etwa bei Funkfrequenzen, Zulassungsverfahren
oder technischen Normen. Dieser Service stärkt nicht nur die Kundenzufriedenheit,
sondern trägt auch wesentlich zur langfristigen Marktfähigkeit der betreuten Produkte
bei.
Unsere eigenentwickelte Softwareplattform TAMSys® bildet das Rückgrat unseres internationalen
Typgenehmigungsmanagements. Sie ermöglicht es, Projekte über sämtliche Phasen hinweg
transparent zu steuern, regulatorische Anforderungen länderspezifisch zu dokumentieren
und Fristen sicher zu überwachen. Kunden erhalten über TAMSys® Zugriff auf Statusinformationen,
Zertifikate und Meilensteine in Echtzeit – für über 200 Märkte weltweit. Damit bietet
das System nicht nur Effizienzvorteile im Projektmanagement, sondern erhöht auch die
Revisionssicherheit und Datenqualität.
Zudem wurden die Maßnahmen zur Stärkung der Arbeitgeberattraktivität fortgeführt,
um dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen und qualifizierte Mitarbeitende langfristig
an das Unternehmen zu binden.
Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit langjährigen Bestandskunden sowie die Gewinnung
neuer Auftraggeber trugen maßgeblich dazu bei, auch in einem wettbewerbsintensiven
Umfeld Marktanteile zu sichern und das Unternehmen nachhaltig zu positionieren.
Ein weiterer Indikator für die Servicequalität ist die kontinuierlich hohe Kundenzufriedenheit,
die regelmäßig über ein internes Feedback-System erfasst wird. Im Jahr 2024 erreichte
die IB-Lenhardt AG in den Kategorien Kommunikation (4,6/5), Organisation (4,6/5),
Support (4,6/5) und Laufzeit (4,4/5) sehr gute Bewertungen. Die Gesamtzufriedenheit
lag bei 4,5 von 5 Punkten. Die Rückmeldungen spiegeln eine konstant hohe Zufriedenheit
mit Kommunikation, Projektorganisation und Support wider.
3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
3.1 Risiken:
Die IB-Lenhardt AG verfolgt ein aktives und systematisches Risikomanagement, um potenzielle
Gefahren frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Risikobewertung
erfolgt regelmäßig und wird durch interne sowie externe Analysen unterstützt.
Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit geopolitischen
Spannungen und globalen Handelskonflikten, stellt weiterhin ein relevantes Risiko
dar. Solche Entwicklungen können sich auf das Investitionsverhalten unserer Kunden
auswirken. Die IB-Lenhardt AG reagiert hierauf mit einem kontinuierlichen Monitoring
regulatorischer Vorgaben sowie der flexiblen Anpassung interner Prozesse.
Der anhaltende Fachkräftemangel – insbesondere bei spezialisierten technischen Positionen
– bleibt ein zentrales Risiko. Durch gezielte Maßnahmen, wie in Kapitel „Personal“
beschrieben, stellt sich die IB-Lenhardt AG diesem Trend aktiv entgegen.
Darüber hinaus führt der zunehmende Wettbewerbsdruck auf internationalen Märkten zu
steigenden Anforderungen an Qualität, Effizienz und Preisgestaltung. Die IB-Lenhardt
AG antwortet darauf mit dem gezielten Ausbau spezialisierter Dienstleistungen, Investitionen
in moderne Prüftechnik sowie der fortlaufenden Digitalisierung interner Abläufe.
Ein weiteres Risiko ergibt sich aus der weltweiten Zunahme regulatorischer Komplexität.
Neue Vorschriften oder sich ändernde Normen können kurzfristige Anpassungen der Prüf-
und Zulassungsverfahren erfordern. Hier setzt das Unternehmen auf enge Behördenkontakte
und fortlaufende Qualifizierungsmaßnahmen.
Die Absicherung der IT-Infrastruktur bleibt ebenfalls ein zentrales Thema. Zum Schutz
vor Cyberangriffen, Datenverlusten und Systemausfällen setzt die IB-Lenhardt AG auf
mehrstufige Sicherheitskonzepte, regelmäßige Prüfungen und international anerkannte
Standards.
Die Geschäftsführung sieht derzeit keine wesentlichen Gefährdungen für die Geschäftstätigkeit
der IB-Lenhardt AG. Die bestehenden Herausforderungen werden im Rahmen des unternehmensweiten
Risikomanagementsystems kontinuierlich beobachtet und aktiv adressiert.
3.2. Chancen:
Die IB-Lenhardt AG sieht sich auch im Jahr 2024 in einer starken Position, um von
den Entwicklungen in ihren Kernmärkten zu profitieren. Insbesondere die zunehmende
globale Vernetzung von Produkten im Kontext von Internet of Things (IoT), Smart Devices
und Industrie 4.0 führt zu einem stetig wachsenden Bedarf an internationalen Funkzulassungen
und damit verbundenen Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen.
Die IB-Lenhardt AG hat sich zudem als spezialisierter Dienstleister im Bereich der
Automobilindustrie etabliert. Durch fundierte Branchenkenntnis und strategische Investitionen
in Know-how und Prüfkapazitäten kann das Unternehmen Hersteller und Zulieferer nachhaltig
bei der Einführung funkbasierter Fahrzeugsysteme unterstützen. Die komplexen regulatorischen
Anforderungen in diesem Bereich machen eine erfahrene Begleitung erforderlich – ein
Bedarf, dem wir mit fundierter Branchenexpertise gerecht werden.
Ein erheblicher Wachstumstreiber ergibt sich darüber hinaus aus dem European Chips
Act, der die Halbleiterproduktion in Europa stärkt und einen steigenden Bedarf an
Prüfungen und Zertifizierungen für Funkchips und eingebettete Kommunikationstechnologien
schafft.
Zusätzliche Marktpotenziale eröffnen sich durch die geplanten Zertifizierungen nach
TISAX und ISO 27001, die im Jahr 2025 erfolgreich abgeschlossen werden sollen. Diese
international anerkannten Standards für Informationssicherheit und Datenschutz sind
insbesondere in sicherheitskritischen Branchen wie der Automobilindustrie, Medizintechnik
und bei Industrieunternehmen von zentraler Bedeutung. Mit dem Erhalt dieser Zertifikate
kann die IB- Lenhardt AG nicht nur die eigenen hohen Sicherheitsstandards nachweisen,
sondern sich zugleich für neue Kundengruppen und anspruchsvolle Projekte qualifizieren,
bei denen die Einhaltung solcher Normen eine zwingende Voraussetzung für die Zusammenarbeit
ist.
Ergänzend dazu werden Zertifizierungen nach ISO 14001 (Umweltmanagement), ISO 45001
(Arbeits- und Gesundheitsschutz) sowie ISO 50001 (Energiemanagementsysteme) angestrebt,
um Nachhaltigkeitsaspekte und Arbeitssicherheit langfristig strukturell abzusichern.
Darüber hinaus stärkt der kontinuierliche Ausbau der technischen Infrastruktur sowie
die zunehmende Automatisierung interner Prozesse langfristig die Wettbewerbsfähigkeit
der IB- Lenhardt AG und schaffen zusätzliche Effizienzgewinne, die sowohl den internen
Betrieb optimieren als auch den Kunden einen echten Mehrwert bieten.
Nicht zuletzt gewinnt auch die regulatorische Beratung weiter an Bedeutung. Viele
Unternehmen benötigen umfassende Unterstützung bei der Navigation durch komplexe Zulassungsvorgaben
für internationale Märkte.
3.3. Branchentrends
Die IB-Lenhardt AG verfolgt die Entwicklungen in ihren Zielbranchen kontinuierlich,
um frühzeitig auf Marktveränderungen reagieren zu können.
Während sich die Nachfrage in der Automobilindustrie und bei Consumer Electronics
derzeit verhalten entwickelt, zeigen Bereiche wie Medizintechnik, Sensorik, Smart
Metering, Near Field Communication (NFC) sowie die Entwicklung nicht-terrestrischer
Netze (NTN) ein wachsendes Potenzial.
Diese Marktbewegungen bestätigen die strategische Ausrichtung auf zukunftsweisende
Technologien und unterstreichen die Relevanz internationaler Funkzulassungen.
3.4. Nachhaltigkeit und ESG-Aspekte
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie der IB-Lenhardt
AG. Ziel ist es, ökologische, soziale und wirtschaftliche Verantwortung im gesamten
Unternehmen fest zu verankern.
Neben der fortlaufenden Digitalisierung und Ressourcenschonung – etwa durch papierlose
Projektabwicklung und energieeffiziente Prüftechnik – liegt der Fokus auf der Einführung
und Weiterentwicklung integrierter Managementsysteme. Im Jahr 2025 ist zudem die Installation
einer Photovoltaikanlage auf dem Dach eines unserer Gebäude geplant, um einen weiteren
Beitrag zur Reduzierung des CO₂?-Fußabdrucks und zur Nutzung erneuerbarer Energien
zu leisten. Details zu den laufenden Zertifizierungen im Bereich Informationssicherheit,
Umweltmanagement und Arbeitsschutz finden sich im Kapitel „Chancen“.
4. Prognose & Ausblick
Die IB-Lenhardt AG startet mit einer stabilen Ausgangslage in das Geschäftsjahr 2025,
auchwenn das Jahr 2024 nicht ohne Herausforderungen verlief. Der Rückgang der Umsatzerlöse
war spürbar und spiegelt die Zurückhaltung wider, mit der viele Kunden vor dem Hintergrund
globaler Unsicherheiten und wirtschaftlicher Belastungen agierten.
Gleichzeitig zeigte sich jedoch, dass das Unternehmen auch in diesem Umfeld wirtschaftlich
solide aufgestellt ist. Trotz rückläufiger Umsätze blieben wichtige Kennzahlen wie
der Jahresüberschuss, die Eigenkapitalquote und die Liquidität auf einem starken Niveau
und bestätigen die Stabilität des Geschäftsmodells sowie die Belastbarkeit der internen
Strukturen.
Für das kommende Jahr stehen zum einen die gezielte Stärkung der Marktposition im
Mittelpunkt. Dabei sollen Umsatzpotenziale wieder stärker ausgeschöpft, Prozesse weiter
optimiert und der hohe Qualitätsanspruch konsequent fortgeführt werden. Zum anderen
liegt ein Fokus auf dem Ausbau der adressierten Branchen und internationalen Märkte,
um neue Kundensegmente zu erschließen und die globale Präsenz weiter zu stärken. Im
Rahmen dieser Strategie strebt die IB-Lenhardt AG an, den Umsatz im Geschäftsjahr
2025 auf dem soliden Niveau von 2024 zu halten und zugleich die Eigenkapitalquote
auf mindestens 95 ?% auszubauen. Damit sollen sowohl finanzielle Stabilität als auch
strategische Handlungsfähigkeit nachhaltig gesichert werden.
Der erfolgreiche Abschluss der Zertifizierungen (siehe Kapitel „Chancen“) wird 2025
angestrebt und ist ein zentraler Bestandteil zur Erschließung neuer Marktsegmente.
Gerade für die Automobilindustrie, die Medizintechnik und internationale Großkunden
gelten solche Nachweise zunehmend als Voraussetzung für eine Zusammenarbeit.
Auch international sollen neue Impulse gesetzt werden: Die gezielte Ausweitung der
Marktaktivitäten in Nordamerika und Asien sowie der Ausbau der regulatorischen Beratungsleistungen
sollen helfen, das Geschäft geografisch breiter aufzustellen und unabhängiger von
einzelnen Märkten zu werden.
Unterschrift des Vorstands
St. Ingbert, 30.05.2025
_________________________________ gez. Daniel Lenhardt
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2024 EUR |
31.12.2023 EUR |
| A. Anlagevermögen |
6.848.252,78 |
4.776.377,78 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
1,00 |
1,00 |
| II. Sachanlagen |
4.465.837,67 |
4.668.962,67 |
| III. Finanzanlagen |
2.382.414,11 |
107.414,11 |
| B. Umlaufvermögen |
4.040.685,08 |
5.202.642,94 |
| I. Vorräte |
121.870,47 |
165.046,65 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
3.379.367,02 |
4.293.285,28 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
|
2.500.000,00 |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks |
539.447,59 |
744.311,01 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten |
25.661,60 |
24.353,30 |
| Aktiva |
10.914.599,46
|
10.003.374,02 |
Passiva
|
|
31.12.2024 EUR |
31.12.2023 EUR |
| A. Eigenkapital |
10.102.092,54 |
8.999.632,30 |
| I. Gezeichnetes Kapital |
5.000.000,00 |
5.000.000,00 |
| II. Gewinnrücklagen |
257.508,66 |
200.014,14 |
| III. Bilanzgewinn |
4.844.583,88 |
3.799.618,16 |
| davon Gewinnvortrag |
3.754.496,65 |
2.546.464,88 |
| B. Rückstellungen |
659.068,43 |
536.911,41 |
| C. Verbindlichkeiten |
153.438,49 |
466.830,31 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
153.438,49 |
266.830,31 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
|
200.000,00 |
| davon gegenüber Gesellschaftern |
3.681,25 |
56,40 |
| Summe Passiva |
10.914.599,46 |
10.003.374,02 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung
der ergänzenden Bestimmungen für kleine Kapitalgesellschaften aufgestellt.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
| Firmenname laut Registergericht: |
IB-Lenhardt AG |
| Firmensitz laut Registergericht: |
St. Ingbert |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Saarbrücken |
| Register-Nr.: |
HRB 102685 |
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten
angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer
von drei Jahren abgeschrieben. Die Sachanlagen werden mit durchschnittlichen Nutzungsdauern
zwischen drei und fünfzig Jahren abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden
nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
- Beteiligungen zu Anschaffungskosten
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die
Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen wurden retrograd auf Basis der in
Arbeit befindlichen Aufträge, ausgehend von dem jeweiligen Projektfortschritt ermittelt.
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller
erkennbaren Risiken mit dem Nominalbetrag bewertet.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert bewertet.
Wertberichtigungsbedarf war nicht erkennbar.
Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Aufwendungen für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag.
Die Beträge sind mit dem Nennwert angesetzt.
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital der Gesellschaft) ist mit dem Nennwert angesetzt.
Es handelt sich ausschließlich um Namensaktien.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht
veranlagten Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten
gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Die Rückstellungsbildung erfolgte gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Fremdwährungsumrechnung erfolgte zum EZB-Kurs des Vortages des Rechnungsprüfungsdatums.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
im Wesentlichen übernommen werden.
Angaben zur Bilanz
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte
Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als 5 Jahren bestehen -wie auch im Vorjahr-
nicht.
Die Berichtsgesellschaft stellt Sicherheiten für Fremdverbindlichkeiten im Unternehmensverbund
in Form von Bürgschaften und Grundschulden in Höhe von 4 Millionen EUR.
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB
Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus folgenden Gründen nicht bilanziert:
Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen.
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es besteht eine Kontokorrentvereinbarung mit der Organgesellschaft IBL-Lab GmbH mit
einem gegenseitigen Kontokorrentvolumen von 5 Mio. Euro.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Erträge in Höhe von 894,84 EUR (Vorjahr: 5.813,50 EUR).
Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Aufwendungen in Höhe von 9.982,25 EUR (Vorjahr:
12.338,85 EUR).
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten
Arbeitnehmer betrug 26,0.
Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Größe gem. § 293 HGB von der Pflicht zur Aufstellung
eines Konzernabschlusses befreit.
Unterschrift des Vorstandes
St. Ingbert, 30.05.2025
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 02.06.2025 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die IB-Lenhardt AG, St. Ingbert
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der IB-Lenhardt AG, St. Ingbert, – bestehend aus der
Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den
Lagebericht der IB-Lenhardt AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2024 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang
mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt
die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen
gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung
mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung
nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung
mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben
unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen
erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss
und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss
und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses,
der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht,
und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben,
um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich,
die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.
Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche
Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie
in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die
Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise
für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses
der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss
als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen
oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss
sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile
zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür,
dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte
Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt
die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern,
planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende
wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass
eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt
wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen
und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen
sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen
der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit
im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel
an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen
können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht,
sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss
und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind,
unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen
auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.
Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft
ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle
und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung
und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen
die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko,
dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten
Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich
etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Saarbrücken, den 30. Mai 2025
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Carsten Palm gez. ppa. Markus Grave Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
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