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CENIT Aktiengesellschaft AG

Stuttgart ·HRB 19117 Stuttgart
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
AG
Anschrift
Industriestrasse 52-54
70565 Stuttgart
Handelsregister
HRB 19117, Stuttgart
Eintragungsdatum
1988. március 2.
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Unternehmenszweck
- Jedwede Art von Dienstleistungen im Bereich der Einführung und des Betriebs von Informationstechnologien, - der Vertrieb und der Handel mit Software und Anlagen der Informationstechnologie sowie - der Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen an Unternehmen, wenn das Zielunternehmen in der Software oder Informationstechnologiebranche tätig ist.

Finanzen

Umsatz 2025
209,51 Mio. €
Bilanzsumme 2025
142,23 Mio. €
Jahresergebnis 2025
−2,45 Mio. €
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2025
Aktivseite 142,23 Mio
  • Kurzfristige Vermögenswerte 50,4 % 71,65 Mio
  • Langfristige Vermögenswerte 49,6 % 70,58 Mio
Passivseite 142,23 Mio
  • Kurzfristige Schulden 39,3 % 55,96 Mio
  • Langfristige Schulden 30,6 % 43,58 Mio
  • GESAMTSUMME EIGENKAPITAL 30,0 % 42,69 Mio
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Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2025
Erträge 451,62 Mio
  • Betriebsleistung 46,8 % 211,50 Mio
  • UMSATZERLÖSE 46,4 % 209,51 Mio
  • Other Expense By Nature 4,2 % 19,00 Mio
  • Finance Income Cost 0,5 % −2,38 Mio
  • PERIODENERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (EBT) 0,5 % −2,07 Mio
  • Other Income 0,4 % 1,99 Mio
  • Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 0,3 % 1,50 Mio
  • Davon Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss zuzurechnen 0,3 % −1,24 Mio
  • Davon den Aktionären der CENIT zuzurechnen 0,3 % −1,21 Mio
  • Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,2 % 1,12 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 97,0 k
  • Anteil am Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen 0,0 % 0
  • Ergebnis pro Aktie in EUR - unverwässert 0,0 % 0
  • Ergebnis pro Aktie in EUR - verwässert 0,0 % 0
Aufwendungen 405,93 Mio
  • Gesamtkosten 51,8 % 210,07 Mio
  • Personalaufwand 23,5 % 95,43 Mio
  • Materialaufwand 20,6 % 83,66 Mio
  • Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 3,0 % 11,98 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,0 % 3,97 Mio
  • Reklassifizierbare Gewinne/Verluste aus Cashflow-Hedges (vor Steuern) 0,1 % 430,0 k
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,1 % 383,0 k
  • OPERATIVES BETRIEBSERGEBNIS (EBIT) 307,0 k
  • KONZERNJAHRESERGEBNIS −2,45 Mio
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GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Johannes Fues seit 2025 Vorstandsmitglied
  • Martin Thiel seit 2026 Vorstandsmitglied
  • Tobias Dittrich seit 2023 Prokura
8 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Historie

  1. 2026
  2. 06.05.
    Eintritt eines Mitglieds
    Martin Thiel · Board Member
  3. 2025
  4. 11.12.
    Verschmelzung
    CENIT Aktiengesellschaft
  5. 08.09.
    Austritt einer Position
    Axel Otto · Board Member
  6. 08.09.
    Eintritt eines Mitglieds
    Johannes Fues · Board Member
  7. 2024
  8. 11.11.
    Austritt einer Position
    Sandra Ryl-Bachmann · Procura
  9. 01.08.
    Satzungsänderung
    CENIT Aktiengesellschaft
  10. 27.06.
    Satzungsänderung
    CENIT Aktiengesellschaft
  11. 27.06.
    Änderung des genehmigten Kapitals
    CENIT Aktiengesellschaft
53 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2025 Konzernabschluss
  • 2024 Konzernabschluss
  • 2023 Konzernabschluss
  • 2022 Konzernabschluss
  • 2021 Konzernabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Konzernabschluss 2024

Veröffentlicht am 2025. április 28. · Quelle: Bundesanzeiger

Zusammengefasster (Konzern-)Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 Der Lagebericht der CENIT Aktiengesellschaft (nachfolgend auch CENIT genannt) und der Konzernlagebericht des CENIT Konzerns für das Geschäftsjahr 2024 wurden nachfolgend zusammengefasst. Bestandteil des zusammengefassten (Konzern-) Lageberichts ist ebenso die Erklärung zur Unternehmensführung. Der zum 31. Dezember 2024 von CENIT erstellte Konzernabschluss erfüllt die am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und ergänzend die deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) in Verbindung mit dem deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS). 1 Grundlagen des Konzerns 1.1 Organisation und Konzernstruktur Die CENIT AG hat ihren Stammsitz in Deutschland (Stuttgart) und ist dort u. a. in den Ballungszentren (Berlin, Hamburg, Hannover, München und Frankfurt) vertreten. Durch den Erwerb derKEONYS-Gruppe imJahr2017hat die CENITihre Präsenz in Europaausgebaut. Seitdem ist CENIT durch KEONYS neben Frankreich auch in den Niederlanden und Belgien mit eigenen Ländergesellschaften vertreten. Weitere Standorte unterhält CENIT in den USA, der Schweiz, Rumänien und in China. Mit Kaufvertragvom3. Januar2024 hatdie CCEb:digital GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft derCENIT AG, 100% derKommanditanteile an der CCE b:digital GmbH& Co. KG erworben. Durch zeitgleichen Rücktrittdes Komplementärs fand eine Anwachsungdes VermögensderCCEb:digital GmbH &Co. KG bei derCCE b:digital GmbHstatt. Die CCE, mit Hauptsitz in Bissendorf, fungiertals Experte für digitale Lösungen und Services für das Engineering und die Fertigung - schwerpunktmäßig auf Basis des Dassault Systèmes Portfolios. Durch die Akquisition der CCE b:digital GmbH & Co. KG baut CENIT die Marktanteile als Spezialist für zukunftsfähige 3DEXPERIENCE-Lösungen in Deutschland weiteraus und stärkt die Position als einerderweltweit führenden strategischen Platinum Partner von Dassault Systèmes. Im Juli 2024 erwarb die CENIT AG mittelbar 60% der Anteile an der US-Amerikanischen Analysis Prime LLC (kurz: Analysis Prime). Durch die Akquisition der Analysis Prime gewinnt CENIT einen weltweit führenden SAP Planning and Analytics Partner. Mit der Übernahme diversifiziert die international agierende CENIT Gruppe ihr SAP-Geschäft, und verzeichnet einen umfassenden Expertise-Zugewinn im Bereich SAP Analytics Cloud (SAC). Im November 2024 wurde die CENIT France SARL rückwirkend zum 01. Januar 2024 auf die KEONYS SAS verschmolzen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den CENIT Konzern einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konsolidiert. Bei den Unternehmen werden – wie im Mutterunternehmen – dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde gelegt. Die Tochterunternehmen sind – wie das Mutterunternehmen – auf den Verkauf und Integration von Software sowie IT- Dienstleistungen und Services in den Segmenten ProductLifecycle Management(kurz: PLM) und Enterprise Information Management (kurz: EIM) spezialisiert. Darüber hinaus ist die CENIT zu einemDrittelan demJointVenture CenProCSAIRliance GmbHbeteiligt. Das JointVentureerbringt Service- und Beratungsleistungen für einen gemeinsamen Großkunden des PLM-Segments. Das gesellschaftsrechtliche Organigramm des CENIT Konzerns stellt sich zum Stichtag wie folgt dar: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis durch die Akquisition der Analysis Prime erweitert. Aufgrund derVerschmelzungderCENIT France SARL auf die KEONYS SAS ist die CENIT France SARL aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Der Vorstand der CENIT AG setzte sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt zusammen: . Peter Schneck, CEO und Vorstandsvorsitzender . Axel Otto, CFO Der Aufsichtsrat der CENIT AG setzte sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt zusammen: . Rainer Koppitz, Vorsitzender des Aufsichtsrates . Regina Weinmann, Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates . Laura Schmidt, Arbeitnehmervertreterin im Aufsichtsrat 1.2 Geschäftstätigkeit Die CENIT hat fünf Geschäftsbereiche, die unterden Segmenten PLM und EIM zusammengefasst werden. Dem Segment PLM werden die Bereiche 3DS Solutions, SAP-PLM, Digital Business Services und Digital Factory Solutions zugeordnet. DerPLM-Bereich fokussiert sich unterNutzung der Dassault Systèmes Software auf PLM-Plattformen und Applikationen in der klassischen Fertigungsindustrie und optimiert wesentliche Fertigungsprozesse wie Produktentwicklung, Produktion oderÄnderungsmanagementauch mitzusätzlichen CENITeigenen Softwarelösungen. So erbringt CENIT als Value Added Integrator seinen Kunden einen erheblichen Mehrwert im Gegensatz zu bloßen Software-Resellern. Demgegenüber konzentriert sich der EIM-Bereich auf Prozesse rund um 360-Grad-Kundenkommunikation, Vorgangsbearbeitung, Akten- und Dokumentenmanagement vornehmlich in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Mit dem Erwerb derBeteiligungan derISR im Jahr 2022 ist eine Ausweitungauf den Einzelhandel sowie die öffentliche Hand eingeleitet worden. CENIT ist der Spezialist für die Kernprozesse ihrer Kunden und konzentriert sich auf die Fertigungsindustrie und die Finanzdienstleistungsbranche. Das Beratungs-, Service- und Softwareangebot des CENIT Konzerns beruht auf Standardprodukten seiner Softwarepartner sowie darauf basierenden CENIT-eigenen Lösungen. Führende Softwareanbieter, wie Dassault Systèmes, IBM und SAP sind strategische Partner des Unternehmens. Die Mitarbeiter im CENIT Konzern unterstützen die Kunden branchenorientiert bei der Planung, Implementierung und Optimierung ihrer Geschäfts- und IT-Prozesse. Damit die Kunden sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können, übernimmt der CENIT Konzern zudem das Management der Applikationen (AMS) und der damit verbundenen IT- Infrastrukturen. 1.3 Märkte CENIT gliedert seine Absatzmärkte in die Regionen Deutschland, Rest of Europe (kurz: RoE) und Rest of World (kurz: RoW). Im Geschäftsjahr stellte die Region Deutschland den größten Absatzmarkt dar, gefolgt von RoE mit Schwerpunkt Frankreich und RoW. 1.4 Ziele und Strategien Die Vision und das Leitbild von CENITkonzentrieren sich auf die Digitalisierung, da diese fürCENIT von zentraler Bedeutung ist. Bereits der Firmenname bringt diese Vision “CENter for IT and Digitalization” zum Ausdruck. Der Unternehmenszweck, der sogenannte „Purpose“ der CENIT, besteht darin unseren Kunden aber auch CENIT selbst eine nachhaltige Digitalisierung zu ermöglichen. Die Vision ist es, der Champion für die Prozessdigitalisierung in den Bereichen Dokumentenprozesse und Produktionsprozesse zu werden. CENIT strebt an, der vertrauenswürdigeBerater,sogenannter“trusted advisor”fürunsereKunden zu sein. Die Mission beschreibt die täglichen Aktivitäten in den Bereichen Beratung, Integrationsleistungen, Optimierung durch Fremd- oder eigene Softwarelösungen sowie das Management digitaler Prozesse für unsere Kunden. Die CENIT-Strategie ist auf nachhaltiges profitables Wachstum ausgelegt. Deshalb stehen in den CENITZielsetzungen sowohldie Mitarbeiterals auch Technologiekooperationen mitden Partnern genauso im Fokus wie das Bestreben, den Kunden durch CENIT-eigene Lösungen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Die CENIT 2025-Strategie basiert dabeiauf folgenden fünf strategischenPfeilern, den jeweiligen Geschäftsbereichen: (1) CENIT wird der führende Integrator für Business-Prozesse auf SAP- und Dassault Systèmes Plattformen und bautdieseBereichedurch eigene proprietäre Software-Applikationen weiter aus, um so auch seine Abhängigkeit von den Editoren zu verringern. (2) CENIT wird im Bereich Digital Factory Solutions (DFS) ein führender Anbieter für die Kommunikation von Robotik Lösungen auf der CENIT eigenen Robotik Plattform. (3) CENIT wird im Bereich Enterprise Information Management(EIM)seine PartnerschaftmitIBM ausbauen und mit seiner eigenen KI-basierten Lösung der “Dokumentenheld” in Europa. (4) CENIT wird mit dem Bereich Digital Business Solutions (DBS) spezifische IT – Serviceleistungen sogenannte Application Managed Services (AMS) erbringen und so die Kundenbindungerhöhen. (5) CENIT wird ein attraktiver Arbeitgeber mit multikulturellen und begeisterten Mitarbeitern. Die Umsetzung deroben genannten strategischen Kernpunkte derCENIT2025-Strategie soll zum einen mit Hilfe eines geschäftsfeldbezogenen, organischen Wachstums sowiezumanderen durch signifikante Akquisitionen erzielt werden. Als Wachstumsziel für 2025 war eine Umsatzerreichung von ca. 300 mEUR bei einer EBIT-Marge von 8 – 10% hinterlegt. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass wir dieses Umsatzziel aller Voraussicht nach für das Geschäftsjahr 2025 nicht erreichen werden. Zu näheren Ausführungen verweisen wir auf den Prognosebericht. Der Plan für das anorganische Wachstum basiertauf zweibis drei Akquisitionen jährlich, um eine Verwässerung der CENIT-Kultur zu vermeiden. Die Finanzierung dieses Wachstums erfolgt durch Barmittel und externe Finanzierungsinstrumente. Etwaige Kapitalerhöhungen sind zweckgebunden auf konkrete Akquisitionen beschränkt, sofern der Erwerbsbetrag mehr als 50,0 mEUR übersteigt. Für das Geschäftsjahr 2025 sind zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Akquisitionen geplant. Für alle unsere Geschäftsbereiche erwarten wir ein organisches Wachstum von mindestens 5% p.a. Da die Digitalisierung für alle Unternehmen im regionalen Fokus planmäßig verläuft, liegt das Marktpotenzial jenseits dieser Ziellinie von 5%. Auch wenn wir die in der Strategie 2025 formulierten Umsatz- und Rentabilitätsziele, insbesondere aufgrund des temporären Aussetzens unsererBuy-and-Built-Strategie, voraussichtlich nicht erreichen werden, sehen wirdie CENIT auf einemguten Weg. Dabeispielt vor allem die fortschreitendeDiversifizierung der CENIT, aber auch Fokusthemen wie zum BeispielNachhaltigkeit, Cross-Selling, Stärkungder Partnerschaften sowie die Entwicklungeines ganzheitlichen Ansatzes fürdie Lösungvon Herausforderungen imRahmen der Digitalisierung, eine wesentliche Rolle. Aktuell erarbeitet der Vorstand die Strategie 2030. Aufgrund des herausfordernden Marktumfeldes und aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen ist diese noch nicht verabschiedet. 1.5 Steuerungssystem Der Vorstand der CENIT ist für die Gesamtplanung und die Realisierung der langfristigen Konzernziele verantwortlich. Oberstes Ziel der Unternehmensentwicklung ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch profitables Wachstum. Die zur Steuerung der beiden Segmente PLM undEIM erforderliche Planungsowie die darausresultierenden Maßnahmen leiten sich unter Einbeziehung der Entwicklungen des Wettbewerbs- und Marktumfelds aus der langfristigen Unternehmensplanung ab. Der jährliche Planungsprozess erfolgt im Gegenstromverfahren, wobei zunächst einmal sowohl seitens des Vorstands (Top-Down) als auch seitens derjeweiligen Geschäftsfeldverantwortlichen (Bottom-Up) unabhängig voneinander geplant wird. Dabei dienen jeweilig Umsatz und EBIT als zentrale Ziel- und Steuerungsgrößen. Anschließend werden die erarbeiteten Einschätzungen in gemeinsamen Planungsrundendiskutiert,plausibilisiertund konsolidiertsowiefinalvomVorstand dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. Die aktuelle 5-Jahresplanung wird regelmäßig überprüft und aktualisiert. Unterjährig erfolgt die wirtschaftliche Steuerung des CENIT Konzerns mit Hilfe einer monatlich erfolgenden Soll-/Ist-Abweichungsanalyse auf Einzelabschluss- und Konzernabschlussebene sowie einemquartalsweise erfolgenden Forecast. Hierbeianalysiertder Vorstand regelmäßigdie Geschäftsentwicklung der Segmente, um etwaig erforderliche Korrekturmaßnahmen zeitnah einleiten zu können. Wesentliche Steuerungsgrößen bildeten bisher der Umsatz und das EBIT. Durch die aktuelle M&A Strategie und den damitverbundenen Auswirkungenauf die Gewinn-und Verlustrechnung wird zukünftig zusätzlich das EBITA („EBIT vor PPA-Abschreibung“) als wesentliche Steuerungsgröße hinzugezogen. Zum Teil sind jedoch erfolgskritische Kenngrößen nicht oder nur indirekt quantifizierbar. Dazu zählen Faktoren wie die Reputation der Marke, Kundenzufriedenheit und Qualifikation von Mitarbeitern. Neben den finanziellen Leistungsindikatoren gewinnen auch die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren weiter an Bedeutung. Wesentlicher Bestandteil der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren bildet der Themenkomplex ESG/CSR. Die nächsten Schritte im Rahmen der CENIT ESG/CSR-Strategie zur Erweiterung des Nachhaltigkeitsberichts nach der ESRS, inkl. der Berichterstattung im Rahmen der EU-Taxonomie, wurden erfolgreich in die Wege geleitet. Weiterführende Maßnahmen wie zum Beispiel die Entwicklung eines nachhaltigen Verhaltenskodex fürLieferanten, Schulungen derMitarbeiterzum Thema Compliance, sowie die Integration der „Sustainable development goals“ befinden sich in der Entstehung. Aufgrund der nach wie vor anhaltenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ausnahmesituation ist es im Rahmen des Steuerungssystems mehr denn je erforderlich, in Szenarien zu denken und zu arbeiten. Konkret bedeutet dies für den Steuerungs- und PlanungsprozessderCENIT, dass möglichstsensitiv Chancen und Risiken miteinanderabgewogen werden, infolgedessen bestenfalls Investitionen durchgeführt und Wachstum unterstützt, aber ebenso in schwierigeren Situationen auch Kostendisziplin geübt und somit ein aktives Margen- Management betrieben wird. In diesem Zusammenhang besitzt eine, der Konzerngröße angemessene Liquiditätsplanungbereits seitgeraumerZeiteine zentrale Rolle beider Steuerung von Liquiditätsrisiken. 1.6 Forschung & Entwicklung Ein fortwährendesZielist die SteigerungderInnovationskraftdes CENIT Konzerns.Hierzu wurden im Geschäftsjahr 2024 eigene Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) in Höhe von 11,2 mEUR (Vj. 10,1 mEUR) aufgebracht. Die Geschäftsfelderdes CENITKonzerns konzentrieren sich mit ihren FuE-Anstrengungen auf die nächste Generation ihrer Produkte und Lösungen und bereiten deren erfolgreiche Markteinführung vor. Durch die enge Zusammenarbeit mit den produkt- und kundennahen Bereichen gelingt es dem CENIT Konzern, kundenorientierte Lösungen anzubieten. Neben dem Vertrieb von Standardsoftware von Drittanbietern entwickelt der CENIT Konzern auch eigene Programme zur mehrwertstiftenden Ergänzung und Erweiterungdieser Lösungen. Die Software- Expertise und jahrzehntelange Branchenerfahrung ermöglicht es dem CENIT Konzern, die Produktivität und Datenqualität seiner Kunden durch eigene CENIT-Lösungen zu optimieren. Da Innovation auch Fortschritt bedeutet, sind FuE für die weitere Erreichung der gesetzten Unternehmensziele von zentraler Bedeutung. Damit stärkt der CENIT Konzern gleichzeitig seine Marktpositionierung. Daher plant der Vorstand auch weiterhin Entwicklungsausgaben in bisheriger Höhe. 1.7 Mitarbeiter a) Überblick Am 31. Dezember 2024 waren im Konzern 984 (Vj. 893) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die CENIT AG beschäftigte zumselben Zeitpunkt375 Mitarbeiter (Vj. 386). Grund für den weiteren Zuwachs zumVorjahrim Konzern warim Wesentlichen die Akquisition der Analysis Prime. Gegenüber dem Vorjahr haben sich kaum Veränderungen bzgl. der globalen Verteilung der Mitarbeiterergeben. Aktuellsind knapp 3/4 aller Mitarbeiter des CENIT Konzerns in Deutschland angestellt. Folgende Tabelle zeigt die Mitarbeiterzahlen der einzelnen Konzerngesellschaften: Gesellschaft 31.12.2024 31.12.2023 CENIT AG Stuttgart / Deutschland 375 386 KEONYS SAS Suresnes / Frankreich 112 93 CENIT SRL Iasi / Rumänien 51 49 CENIT North America Inc. Auburn Hills / USA 12 16 CENIT France SARL Toulouse / Frankreich 0 17 CENIT (Schweiz) AG Effretikon / Schweiz 15 14 CORISTO GmbH Mannheim / Deutschland 10 10 KEONYS Belgique SPRL Waterloo / Belgien 9 8 KEONYS NL BV Houten / Niederlande 7 6 CENIT Software Technology Co., Ltd. Suzhou / China 4 4 ISR AG Braunschweig / Deutschland 248 231 mip GmbH München / Deutschland 18 16 PI Informatik GmbH Berlin / Deutschland 30 27 ABC Informationstechnologie GmbH Wien / Österreich 19 16 CCE b:digital GmbH Bissendorf / Deutschland 15 - Analysis Prime LLC Philadelphia / USA 59 - Gesamt 984 893 Der Personalaufwand beläuft sich im Berichtszeitraum auf 88,0 mEUR im CENIT Konzern (Vj. 78,6 mEUR) und auf 33,7 mEUR in der CENIT AG (Vj. 35,8 mEUR). Auf Konzernebene hat sich der Personalaufwand im Wesentlichen aufgrund der getätigten Akquisition, aber auch durch Gehaltsanpassungen erhöht. b.) Personalpolitik (ungeprüft) An unserem Ziel, "Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber", halten wir weiterhin fest. Unsere engagierten Mitarbeiter tragen maßgeblich zum Erfolg unseres Unternehmens bei, und daher stellen wir sie konsequent in den Mittelpunkt unserer Personalstrategie. Auch im Jahr 2024 war die kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeiter ein zentrales Element dieser Strategie. In unserem internen Bildungsprogramm „CENIT Campus“, bieten wir eine Reihe unterschiedlicherSeminare fürdie Weiterbildungan, sowohlfür fachliche Themen als auch für die persönliche Weiterentwicklung mit Hilfe sogenannter Core Skills, um die täglichen Herausforderungen noch besser bewältigen zu können. Personalentwicklungsprogramm Zur persönlichen Entwicklung unserer Mitarbeiter bieten wir unterschiedliche Entwicklungsprogramme an. Im Jahr 2024 haben wir das Programm „Professional Development and Organizational Growth“ implementiert. Dieses bietet vielfältige Entwicklungspfade für alle Mitarbeiter, auch abseits einer Führungslaufbahn. Dazu formuliert das Programm klare Rahmenparameter und ein festes Budget, um größtmögliche Transparenz und Klarheit bei allen Karrierepfaden zu schaffen. Führungsleitbild Ein wichtiger Baustein fürdie persönliche EntwicklungunsererLeaderistunserFührungsleitbild – „Role of the Leader“. Um Leadern eine eindeutige Rollenbeschreibung und mit der Rolle verknüpfte Erwartungen zur Verfügung zu stellen, haben wir 2024 unser überarbeitetes Führungsleitbild eingeführt. Dazu gehören unter anderemjährliche Trainings, um unsere Leader bestmöglich in ihrer Rolle zu unterstützen und auf Herausforderungen in ihrer Rolle vorzubereiten. Wir sind davon überzeugt, dass den Leadern eineSchlüsselrolle beiderFörderungund Motivation unserer Mitarbeiter zukommt. Deshalb haben wir 2024 ein Hogan Assessment für jeden Leader durchgeführt, um Selbstreflektion zu fördern und mögliche Handlungsfelder aufzuzeigen. Dieses Assessment gibt Einblicke in die Führungskompetenz, die Herausforderungen und wesentliche Antriebskräfte einer Person und zeigt sowohl deren Stärken als auch Entwicklungsmöglichkeiten auf. Wir begreifen das Hogan Assessment als wichtiges Instrument zur Auswahl und Weiterentwicklung unserer Leader. Talente-Programm Auch im Jahr2024 haben wirverstärktunsere Nachwuchskräfteund Talente gefördert. Unterdem Motto „weltweit vernetzt, gemeinsam stark“ haben 27 engagierte und hochqualifizierte Mitarbeiter das Talente-Programm im Jahr2024 erfolgreich absolviert. Ebenso konnten wirneben unserem DACH-Talente-Programm, auch ein internationales und ein Executive-Talente- Programm, erfolgreich durchführen. Persönliches Zielgespräch Das persönliche Zielgespräch für Mitarbeiter"PZG@CENIT"warauch 2024 ein wichtiges Element zur Motivation und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter. Persönliche Entwicklung sowie das Erkennen des eigenen Beitrags zum Unternehmenserfolg sind wesentliche Bestandteile der Zielgespräche. Vielfalt im Unternehmen Wir sind überzeugt davon, dass gelebte Vielfalt im Unternehmen die Meinungsvielfalt und Innovationskraft steigert und uns so langfristig Wettbewerbsvorteile sichert. Seit 2023 sind wir deshalb UnterzeichnerderChartaderVielfalt. Die Charta derVielfaltist eine Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Im Jahr 2024 haben wir uns aufbauend auf unseren Werten und Grundsätzen verstärkt mit den unterschiedlichen Facetten von Vielfaltbeschäftigt. Dazu haben wirDiversity Guidelinesdefiniert, die unserVerständnis von gelebterVielfaltimUnternehmenfesthaltenund die Grundlage unseres Handelns sind. In diesem Zusammenhang haben wir die Diversity Round Tables ins Leben gerufen. Mit diesem Formatbieten wirein Forumfürden Austausch von Erfahrungen undBestPractices an. Wirwollen eine offene Diskussion und Engagementermöglichen und wo möglich, konkrete Maßnahmen zur Förderungeinervielfältigen Arbeitsweltentwickeln. Stattgefundenhaben 2024 die Round Tables: „Berufs- und Lebensphasen“ und „Women@CENIT - Breaking Gender Barriers" Des Weiteren haben wir am jährlichen Aktionstag „Diversity Day 2024” der Charta der Vielfalt teilgenommen. In diesem Zusammenhang haben wir einen internen Vielfaltssteckbrief mit mehreren Fragen erstellt. Mit unserer Aktion verfolgten wir gleich drei wichtige Ziele: Stärkung des Teamzusammenhalts, interne Vernetzungund Stolz auf Vielfalt: Gemeinsamzeigten wir, wie vielfältig die CENIT ist. Jede und jeder von uns bringt eine einzigartige Perspektive ein, die unser Unternehmen stärkt und erfolgreich macht. Gleichzeitig wollen wir für die unterschiedlichen Dimensionen der Vielfalt sensibilisieren. Soziale Verantwortung Mit Hilfsprojekten im Rahmen unserer Initiative “CENIT Cares” übernehmen wir soziale VerantwortungimUnternehmen. CENITCARES wurde2013ins Leben gerufen und fördertseitdem Hilfsprojekte im In- und Ausland. Im Fokus stehen dabeiProjekte zurHilfe von Menschen in Not, zu denen unsere Mitarbeitereinenpersönlichen Bezughaben und sich selbstaktiv miteinbringen. Wir unterstützen dabei ausdrücklich das soziale Engagement unserer Mitarbeiter durch unsere Spenden und Sonderurlaubstage. 2024 haben wir sieben soziale Projekte in Deutschland, Frankreich und Uganda unterstützt. Mitarbeiterbefragung Zu unseren Grundsätzen gehören die offene Kommunikation und kontinuierliches Feedback von unseren Mitarbeitern zur aktuellen Arbeitssituation, zur CENIT Strategie und zu unseren Prozessen. Im Jahr 2024 haben wir erneut unsere weltweite Mitarbeiterbefragung “YOUR FEEDBACK” durchgeführt, um wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse und Meinungen unserer Belegschaftzu gewinnen. Diese Umfrage findet100 Prozentanonymstatt und wird von unseren Mitarbeitern sehr gut angenommen, was die hohe Teilnahmequote von knapp 80 Prozent unterstreicht. Die hohe Anzahl der Teilnehmer belegt das Engagement unserer Mitarbeiter und zeigt, dass Feedback und Kommunikation im Unternehmen aktiv gelebt werden. Die Ergebnisse der Umfrage bilden wichtige Grundlagen, um gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und unserer Unternehmenskultur umzusetzen. Die Umfrage wurde in Deutschland, Schweiz, Rumänien, USA, Frankreich und beiunsererTochtergesellschaftKEONYS in Frankreich, Belgien und den Niederlanden durchgeführt. Benefits Als weiteren BenefitfürunsereMitarbeiterund als Zeichen derWertschätzung,haben wirimJahr 2024 die Edenred City Karte eingeführt. Unsere Mitarbeiter erhalten monatlich eine Aufladung von 25 € auf die CENIT gebrandete Guthabenkarte. Mit der Edenred City Karte haben die Mitarbeiter die Möglichkeit bei einer Vielzahl an Einzelhandelsgeschäften, Tankstellen oder Restaurants zu bezahlen. Talentakquise Mit unserer Personalstrategie verfolgten wir 2024 das Ziel des kontinuierlichen Wachstums und derFörderungdes Erfolgs unseres Unternehmens und dergesamten Unternehmensgruppe. Einer unsererSchwerpunkte lagdaherweiterhin auf derRekrutierunghochqualifizierterneuerTalente. Wir haben 2024 an mehreren Rekrutierungs-Veranstaltungen teilgenommen, die sowohl in Online-Formaten als auch in Präsenz in Form von Messen stattgefunden haben. Weitere innovative Ansätze zur Gewinnung von talentierten Mitarbeitern wurden weiterentwickelt und etabliert. Dazu gehörtdie Nutzungvon Online-Plattformen, die es uns ermöglicht hat, Teile oder den gesamten Bewerbungsprozess virtuell durchzuführen. Zum einen treffen wir damit die Bedürfnisse insbesondere der jungen Generation, was die Bewerbungserfahrung für unsere Kandidaten verbessert, zum anderen wird der administrative Aufwand reduziert und der Bewerbungsprozess beschleunigt. Social-Media-Plattformenwie XINGund LinkedInwaren auch 2024 wichtige Plattformen fürunser Recruiting, um unsere Präsenz zu stärken und potenzielle Kandidaten anzusprechen. Eine mittlerweile etablierte Automatisierung der Ausspielung von Stellenausschreibungen auf verschiedenen Online-Kanälen unterstützte uns zudem bei der Rekrutierung. Auch unsere langjährige Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit haben wir kontinuierlich intensiviert. Unser internes Programm, „Mitarbeiter werben Mitarbeiter”, brachte uns im Jahr 2024 erneut einen erfreulichen Zuwachs von sechs neuen Kolleginnen und Kollegen. Wir arbeiten kontinuierlich an der Optimierung unserer Touchpoints, einschließlich unserer Präsenz auf nationalen und internationalen Arbeitgeberportalen. Zur Erhöhung und Festigung unserer Professionalität im Bewerbungsprozess, haben wir unseren Leadern zusätzliche Schulungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Dabei werden neben einer durch Wertschätzung geprägten Gesprächsführung auch aktuelle Informationen und Trends vermittelt. Ausbildung und Studium Auch 2024 bildete die Berufsausbildungeinenwichtigen und strategischenInvestitionsbereich für unser Unternehmen. Jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen und auf ihremweiteren Wegzu begleiten, betrachten wirals unsere gesellschaftliche Verantwortung, der wir sehr gerne nachgehen. Zur Gewinnung von neuen Talenten und engagierten jungen Mitarbeitern, nahmen wir an mehreren Veranstaltungen und Messen teil, um unsere Ausbildungsberufe und dualen Studiengängen vorzustellen. Vergütungssystem - Beteiligung am Unternehmenserfolg (ungeprüft) Neben leistungsorientierten Aufstiegschancen und frühzeitiger Übernahme von Verantwortung bietetCENITihren Mitarbeitern eine attraktive Vergütungspolitik, welche regelmäßiggegenüber demMarkt überprüftund angepasstwird. Außerdemfesten Gehalt, das durch den individuellen Arbeitsvertrag geregelt ist, gibt es Vergütungsbausteine, deren Höhe sich am operativen Betriebsergebnis sowie weiteren quantitativen und qualitativen Zielen bemisst. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen a) Allgemein Die globale Wirtschaftsentwicklung blieb 2024 trotz zahlreicher Herausforderungen stabil. Während Deutschland und andere europäische Länder mit einer schwachen Konjunktur kämpften, verzeichnete die Weltwirtschaft laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ein Wachstum von 3,2%. Besonders die BRICS-Staaten trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. Indien wuchs mit einer beeindruckenden Rate von 6,5% und zählte damit zu den wachstumsstärksten großen Volkswirtschaften, gefolgtvon Chinamit einemWachstumvon 4,8% und Russland mit einem Plus von 3,8%. Auch die US-Wirtschaftzeigte eine überraschend robusteEntwicklungund erzielte ein Wachstum von 2,5%. Diese Dynamik wurde maßgeblich durch starke private Konsumausgaben gestützt, die über zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen. Zudem trugen steigende Exporte sowie höhere Unternehmens- und Staatsausgaben zur positiven Entwicklung bei. Im Euroraum betrug das Wirtschaftswachstum 0,8%. Die sinkende Inflation trug zur Erholung der Kaufkraft bei, Investitionen und Konsum hingegen blieben verhalten. b) Europa Die wirtschaftliche Erholung im Euroraum verlief im Jahr 2024 weiterhin schleppend. Nach einer Phase der Stagnation kehrte die Wirtschaft nur zu einem moderaten Wachstum zurück. Das Bruttoinlandsprodukt des Euro-Währungsgebiets stieg um 0,8% und verzeichnete damit eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Dennoch blieb das Wachstum hinter den ursprünglichen Prognosen zurück. Laut den Wirtschaftsexperten sind insbesondere die verhaltene Konsumnachfrage, die geringe Investitionstätigkeit in vielen Mitgliedsstaaten sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten – insbesondere in der Ukraine und im Nahen Osten – für diese Entwicklung verantwortlich. Die Inflation im Euroraum setzte ihren Rückgang fort, blieb jedoch weiterhin über dem Zielwert derEuropäischen Zentralbank. Die durchschnittliche Inflationsrate für 2024 lag bei 2,5%, was sich dämpfend auf die Kaufkraftauswirkte und eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung verzögerte. c) Deutschland Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2024 das zweite Jahr in Folge einen Rückgang. Das Bruttoinlandsprodukt(BIP) sank um0,2%, nachdembereits im Vorjahrein Rückgang von 0,3% zu verzeichnen war. Mehrere Faktoren trugen zu dieser negativen Entwicklung bei. Hohe Energiekosten und ein gestiegenes Zinsniveau belasteten Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen. Die erwartete Erholungdes privaten Konsums infolge steigenderReallöhne blieb aus, da Kaufkrafteinbußen der Vorjahre noch nicht vollständig kompensiert werden konnten. Zudem führten Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt zu einer weiterhin hohen Sparneigung der Verbraucher. Die Baubranche verzeichnete ebenfalls eine anhaltend schwache Nachfrage. Viele potenzielle Bauherren sahen sich aufgrund hoherFinanzierungs- und Materialkosten nichtin der Lage, geplante Bauvorhaben umzusetzen. Zusätzlich erschwerte die schwache Nachfrage aus China die Exportgeschäfte deutscher Unternehmen. Politische Unsicherheiten, darunter der anhaltende Krieg in der Ukraine, haushaltspolitische Herausforderungen der Bundesregierung sowie Instabilitäten innerhalb der Regierungskoalition, wirkten sich ebenfalls dämpfend auf das Wirtschaftswachstum aus. Positiv zu vermerken ist der deutliche Rückgang der Inflationsrate. Während sie im Jahr 2023 noch bei5,9% lag, sank sie im Jahr 2024 auf durchschnittlich 2,2%. Dies könnte mittelfristig zur Stabilisierung der Kaufkraft und einer moderaten wirtschaftlichen Erholung beitragen. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin als äußerst robust. Laut der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2024 um 72.000 angestiegen. Trotz der zuletzt schwachen Wirtschaftsentwicklung ist die Beschäftigung in Deutschland auf einem Höchststand. Im Jahresdurchschnitt waren 2024 rund 46,1 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vorjahr allerdings um 0,3 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2024 waren in Deutschland damit 2.787.000 Menschen als arbeitslos gemeldet. Auch die globalen Finanzmärkte entwickelten sich weitestgehend positiv. So schloss der DAX erneut eines seiner erfolgreichsten Jahre am deutschen Aktienmarkt zum 30.12.2024 bei 19.909,14 Punkten und einem Plus von 18,9% ab. Der Dow Jones konnte das Jahr ebenso mit einem Plus von rund 13% und 42.544,22 Punkten positiv beenden. Viele Small- und Mid-Cap- Werte in Deutschland schnitten 2024 konjunkturellbedingtunterdurchschnittlich ab. So auch die Aktie derCENITAG, die das Jahr mit einemKurs von 7,25 EURschloss, nachdem sie mit 12,00 EUR ins Jahr 2024 gestartet war. 2.2 Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen Deutschland steuertauf das dritte Rezessionsjahrin Folge zu, die Digitalwirtschafthingegen bleibt weiterhin auf Wachstumskurs. So erwies sich die Branche auch im vergangenen Geschäftsjahrals äußerst stabil und entwickelte sich besser als die Gesamtwirtschaft. Dabei stiegen die ITK-Umsätze (Informationstechnologie und Kommunikation) im Jahr 2024 in Deutschland um 3,3% auf 222,6 Milliarden Euro. Der Arbeitsmarkt in der Digitalbranche entwickelte sich ebenfalls weiterhin positiv. Laut Bitkom entstanden 2024 in Deutschland 9.000 zusätzliche Arbeitsplätze (+0,7%). Damit waren insgesamt rund 1,35 Millionen Menschen in der ITK-Branche beschäftigt. 2.3 Zusammenfassender Geschäftsverlauf Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich für unsere Kunden im Jahr 2024 weiterhin als schwierig dargestellt. Dies ist zum einen weiterhin auf die geopolitischen Auseinandersetzungen und Spannungen, sowie zumanderen auf die wirtschaftliche Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland zurückzuführen. Dennoch war2024 fürden CENIT Konzern, trotz vieler Herausforderungen ein positives Jahr. In diesemschwierigen Umfeld stiegderUmsatz organisch, also ohne Berücksichtigung der CCE und Analysis Prime, um solide 5,2%. Die in 2024 getätigten Akquisitionen stärken nicht nur die Position des Konzerns in der DACH- Region, sondern schaffen ebenfalls die Basis für ein stabiles wirtschaftliches Fundament in Nordamerika. Den Akquisitionskosten sowie den damitverbundenen Auswirkungen auf die Kapitalstrukturund die Liquidität wird mit einer entsprechenden Liquiditätsplanung begegnet. Trotz dergeschilderten schwierigenMarktbedingungen stiegderKonzernumsatz von 184,7mEUR im Vorjahr auf 207,3 mEUR (+22,6 mEUR; +12,2%) stark an. In unserem Prognosebericht für das Jahr 2024 haben wir einen Umsatz in Höhe von 195,0 bis 202,0 mEUR prognostiziert. Diese Prognose wurde aber lediglich für den Konzernumsatz der Gesellschaften abgegeben, die zum 31. Dezember 2023 zumKonsolidierungskreis derCENITAG gehörten. Diese Gesellschaften haben einen Umsatz von 194,4 mEUR erwirtschaftet und liegen somit an der unteren Spanne unserer Prognose. Die Umsatzanteile neu hinzugekommener Gesellschaften (Analysis Prime und CCE: Digital) hatten wir der Prognose nicht hinzugerechnet. Der Umsatz mit Softwarelizenzen konnte trotz der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten gegenüber dem Vorjahr (109,5 mEUR) um 12,4 mEUR auf 121,9 mEUR gesteigert werden. Ebenfalls konnte derUmsatzaus dem Service-Vertrieb miteinemWachstumvon +14,7% erheblich gesteigert werden. Die betrieblichen Aufwendungen haben sich aufgrund der getätigten Akquisitionen auf Konzernebene entsprechend erhöht, dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vergleich zu Deutschland die Nebenkosten beim Unternehmenserwerb in den USA deutlich höher sind. Im „CENIT-Kern“, also bereinigt um die Akquisitionen seit 2022, blieben die betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in 2024 zum einen durch erhaltene Forschungszulagen und zum anderen durch positive Währungseffekte aus einem Darlehen zur Finanzierung der Akquisitionen beeinflusst. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Jahr 2024 rund 2,5 mEUR (Vj. 2,9 mEUR). Vor diesem Hintergrund hat sich das Konzern-EBIT von 9,2 mEUR im Vorjahr auf 7,4 mEUR im Berichtsjahrreduziert. Für das Geschäftsjahr 2024 hatten wir eine Prognose in Höhe von 11,7 bis 12,2 mEUR abgegeben. Entsprechend der Ausführungen bei den Umsatzerlösen wurde diese Prognose nurfürdie Unternehmenabgegeben, die zum 31.12.2023 zum Konsolidierungskreis der CENIT AG gehörten. Diese Gesellschaften haben fürdas Geschäftsjahreinen EBITin Höhe von 8,0 mEUR erwirtschaftet, welcher um 4,7 mEUR von der unteren Prognosespanne abweicht. Begründet ist diese Abweichung zur Prognose insbesondere in den zuvor bereits erläuterten niedrigeren Umsatzerlösen sowie in den hohen Akquisitionskosten insbesondere in den USA. Hierbeiergibtsich mit Blick auf die beiden Segmente von CENITimVergleich zumVorjahrund Plan das folgende Bild: (1) Das PLM-Segment mit seinen Kunden aus den teilweise von der schwachen Konjunktur belasteten Branchen (u.a. Automotive, Plant und Maschinenbau) konnte, auch bedingtdurch die getätigten Akquisitionen, im Vergleich zum Vorjahr (144,3 mEUR) einen starken Umsatzanstieg von +20,7 mEUR (+14,3%) auf 165,0 mEUR erzielen und lag damit über dem Plan (155,0 mEUR). Das realisierte EBIT lag mit 2,0 mEUR unter Vorjahresniveau (5,4 mEUR) und unter Planniveau (6,5 mEUR). Dies lag unter anderem an Einmaleffekten aus den Akquisitionstätigkeiten. (2) DerUmsatz im EIM-Segmentstieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,9mEUR (+4,7%). DerUmsatz im Jahr 2024 (42,3 mEUR) lag unterhalb des Plans (44,0 mEUR). Es wurde ein Segment-EBIT von 3,9 mEUR erzielt (Vj. 3,7 mEUR), wodurch der Plan von 5,5 mEUR nicht erreicht wurde. Das Ergebnis je Aktie (EPS) reduzierte sich auf -0,23 EUR je Aktie gegenüber 0,54 EUR/Aktie im Vorjahr. Das für die CENIT AG geplante Umsatzziel für 2024 von 99,0 mEUR wurde um 0,6 mEUR (-0,6%) verfehlt. Während sich die Umsätze aus dem Beratungs- und Servicegeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 mEUR (-7,0%) reduzierten, konnten die Umsätze bezogen auf Software um 4,3 mEUR bzw. 7,0% gesteigertwerden. UnterBerücksichtigungvonerhöhtenAufwendungen (+3,2%) reduzierte sich das EBIT um 2,7 mEUR auf -0,8 mEUR (Vj. 1,9 mEUR; Plan 1,0 mEUR). Neben den finanziellen Leistungsindikatoren gewinnen auch die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren weiter an Bedeutung. Auch wenn die gesetzten Ziele für das Geschäftsjahr 2024 und auch das in der Strategie 2025 genannte Umsatzzielverfehltwird, kann man festhalten, dass die CENIT AG trotz erneutwidriger Umstände ihren Wachstumskurs fortsetzt. Wichtig wird nun sein, dass der Vorstand mit der Strategie die zukünftige Ausrichtung der Gesellschaft an die aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen anpasst. 3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des CENIT Konzerns 3.1 Ertragslage Der Umsatz der CENIT lag im Geschäftsjahr2024 bei 207,3 mEUR und damit um 12,2% überdem Vorjahreswert. Bezogen auf die beiden Segmente PLM und EIM ergibt sich folgendes Bild: Die Umsätze nach Produkt- / Erlösarten gliedern sich wie folgt: Umsätze nach Produkt- / Erlösarten 2024 2023 in TEUR Fremdsoftware 102.592 92.697 davon Software 7.021 6.429 davon Software-Miete 16.795 15.392 davon Softwarepflege 78.776 70.876 CENIT Beratung und Services 85.338 74.380 CENIT Software 19.270 16.788 davon Software 5.357 4.186 davon Software-Miete 2.801 1.880 davon Softwarepflege 11.112 10.722 Handelsware 133 855 Gesamt 207.333 184.720 Mit einem Anteilvon 49,5% (Vj. 50,2%) am Gesamtumsatz bleibtderVerkauf von Fremdsoftware der größte Bestandteil des Umsatzes. Durch die weiteren Akquisitionstätigkeiten konnte die Verteilung der Umsätze zwischen Software- und Serviceumsätzen weiter ausbalanciert werden. Bezogen auf die Art des Umsatzes weist die Softwarepflege und Software-Miete für Dritt- und proprietäre Software, bedingt durch die Akquisition der CCE Anfang 2024 sowie einem starken Wachstum im Softwarepflegeund Software-MieteBereich, mit einem Anteilvon 67,3% (Vj. 53,5%) am Gesamtumsatz weiterhin ein deutliches Gewichtauf. CENIT verfügt damitweiterhin übereine stabile wiederkehrende Umsatzbasis, nun aber kombiniert mit einem komplementären Serviceangebot(+ 14,7% gegenüberVorjahr). So sorgt der Umsatzmix zwischen Softwarevertrieb und Servicevertrieb füreine Diversifizierungund bessere Kontrolle der Margen. Gleichzeitig sinkt die Abhängigkeit von Partnersoftware erheblich. Beim Blick auf die Umsatzverteilung nach Regionen wird deutlich, dass sich im Vergleich zum Vorjahr eine Verschiebung der Umsatzanteile von Deutschland und Rest of Europe nach Rest of World ergeben hat: In Deutschland wurden 61,7% (Vj. 63,5%) der Gesamtumsätze, im restlichen Europa 31,3% (Vj. 32,7%) und in den übrigen Ländern 7,0% (Vj. 3,8%) erzielt. Die leichte Veränderung der Umsatzverteilung nach Regionen ist im Wesentlichen bedingt durch M&A Aktivitäten. Die sonstigenbetrieblichenErträge betragen imBerichtsjahr2,5 mEUR (Vj. 2,9 mEUR). Dies steht im Zusammenhang mit Effekten aus der Zuteilung von Forschungszulagen sowie Währungskurseffekte imZusammenhangmiteinemDarlehenzurFinanzierungderAkquisition der Analysis Prime. Der Materialaufwand beträgt im Berichtsjahr 85,3 mEUR gegenüber 77,0 mEUR im Vorjahr (+10,8%). Die Erhöhungresultiert maßgeblich aus einemgrößeren Umsatzvolumen (+12,2%) und einem einhergehenden Produktmix-Effekt. Die Materialaufwandsquote liegt im Berichtsjahr bei 41,2% gegenüber 41,7% im Vorjahr. Der Personalaufwand liegt im Jahr 2024 mit 88,0 mEUR ca. 12,0% über dem Vorjahreswert von 78,6 mEUR, was im Wesentlichen auf die getätigten Akquisitionen sowie Gehaltsanpassungen zurückzuführen ist. Die Personalaufwandsquote liegt mit 42,5% auf Vorjahresniveau. Die sonstigenbetrieblichenAufwendungenerhöhten sich imVergleich zumVorjahrum3,1mEUR auf 18,5 mEUR. Auch hier liegt der Grund im Wesentlichen in der Einbindung der zum Konsolidierungskreis hinzugestoßenen Gesellschaften. Weitere Effekte ergeben sich aus gestiegenen Reisekosten, Kosten der IT-Infrastruktur sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der M&A Strategie in Form von Anwalts- und Beratungskosten (+ 1,5 mEUR). Somit erwirtschaftete CENIT ein EBITDA (EBIT vor Abschreibungen) in Höhe von 17,3 mEUR (Vj. 16,4 mEUR). Die EBITDA-Marge reduzierte sich von 8,9% im Vorjahr auf 8,3% im Berichtsjahr. Die Abschreibungen beliefen sich auf 9,9 mEUR (Vj. 7,2 mEUR). Darin enthalten waren Abschreibungen in Höhe von 4,0 mEUR (Vj. 2,0 mEUR) im Zusammenhangmitder Purchase Price Allocation im Rahmen der Akquisitionstätigkeiten. Dementsprechend beträgt das EBITA (EBIT vor PPA-Abschreibungen) im Berichtsjahr 11,4 mEUR gegenüber 11,2 mEUR im Vorjahr. Das EBIT reduzierte sich von 9,2 mEUR auf 7,4 mEUR im Berichtsjahr. Ferner beinhaltet das Konzernjahresergebnisvon -1,6mEUR (Vj. 5,0mEUR) einen Steueraufwand von 0,9mEUR (Vj. 1,9 mEUR), sowie einen Aufwandin Bezugauf erfolgswirksamzumbeizulegenden Zeitwertbewertete Finanzinstrumente in Höhe von 5,6 mEUR (Vj. 0,7 mEUR). Der Auftragseingang bei CENIT lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 bei 230,9 mEUR (Vj. 196,1 mEUR, +17,7%). DerAuftragsbestandper 31. Dezember 2024 belief sich auf 81,1 mEUR (Vj. 57,5 mEUR, +41,0%). 3.2 Finanzlage a) Grundzüge und Ziele des Finanzmanagements Ziel des Finanzmanagements im CENIT Konzern ist es, die finanzielle Stabilität und Flexibilität im Zusammenhang mit der für die Erreichung der strategischen Ziele notwendigen Liquidität zu sichern. Eine, trotz derintensiven Wachstumsstrategie, stabile Eigenkapitalbasis bildet hierfür das Fundament. Der Vorstand strebt eine stetige Beibehaltung der Eigenkapitalquote von größer als 25%, auch trotz derWachstumsstrategie, an. Die Finanzierungspolitik und das Finanzmanagement stellten sich im Vergleich zu den Vorjahren unverändert dar. Demzufolge sind neben der Liquiditäts- und Cashflow-Analyse auch die Steuerungvon Liquiditäts- und Wechselkursrisiken im Rahmen des Devisenmanagements wesentliche Bestandteile des Finanzmanagements. b) Kapitalstruktur des Konzerns Die Bilanzsumme des CENIT Konzerns beträgt zum Stichtag 156,5 mEUR (Vj. 153,6 mEUR) und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr nur gering um 2,9 mEUR. Die Kapitalstruktur des Konzerns stellt sich nach Fristigkeit gegliedert wie folgt dar: Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital erhöhte sich von 29,3% im Vorjahr auf 30,3% im Berichtsjahr, was einem Anstieg von 2,4 mEUR entspricht (+5,4%). Zum Bilanzstichtag haben sich die kurzfristigenSchuldenauf 52,3mEUR (-3,6 mEUR; -6,4% vs. Vj.) reduziert. Diese Entwicklung wird im Wesentlichen durch geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-3,3 mEUR) sowie durch um 1,0 mEUR geringere Vertragsverbindlichkeiten unterstützt. Gegenläufig haben sich die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten erhöht,welche zumBilanzstichtag 0,6mEUR höherals im Vorjahrwaren. Die langfristigen Schulden haben sich von 52,7 mEUR im Vorjahr auf 56,7 mEUR im Berichtsjahr erhöht (+7,5%). Dies ist maßgeblich bedingt durch den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+1,8 mEUR) sowie höhere passive latente Steuern (+2,7 mEUR) im Zusammenhang mit der Akquisition der Analysis Prime. Gegenläufig entwickelten sich die langfristigen Leasingverbindlichkeiten, welche sich um 1,0 mEUR reduzierten. c) Liquiditätsanalyse Der Finanzmittelbestand des Konzerns hat sich im Jahresvergleich zum Stichtag von 24,3 mEUR im Vorjahrauf 16,5 mEUR reduziert. Dabeiüberstiegen derCashflow aus derInvestitionstätigkeit in Höhe von 16,3 mEUR und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 2,0 mEUR den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von 10,3 mEUR. Vorderstes Ziel bezüglich der Anlage der Finanzmittel hat die kurzfristige und risikolose Verfügbarkeit, um im Falle eines kurzfristigen Bedarfs sehr zeitnah über die vorhandenen Finanzmittelverfügen zu können und somitdas Wachstumzu unterstützen. Ebenso wird dadurch zugleich das finanzielle Risikoprofil des Konzerns auf einem niedrigen Niveau gehalten. Die detaillierte Entwicklung des Finanzmittelbestandes stellt sich wie folgt dar: Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 mEUR auf 10,3 mEUR erhöht. Strukturelle Veränderungen bei der Zusammensetzung des Cashflows aus operativer Tätigkeit ergaben sich hauptsächlich durch Veränderungen der zum Working Capital gehörenden Bilanzposten.ZurVeränderungdes WorkingCapitalhaben dabeiimWesentlichen die im Vorjahresvergleich um rund 7,0 mEUR niedrigeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beigetragen. Ebenso wirkten sich um ca. 2,7 mEUR höhere Abschreibung positiv aus. Gegenläufig wirkte sich ein, im Vergleich zum Vorjahr, niedrigeres Konzernergebnis (-6,6 mEUR) aus. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war mit -16,3 mEUR deutlich höher als im Vorjahr (-8,2 mEUR) und wurde im Berichtsjahr im Wesentlichen erneut durch die Investitionen im Rahmen der M&A Aktivitäten geprägt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -2,0 mEUR (Vj. 7,2 mEUR). Maßgeblich verantwortlich für den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zeigte sich im Berichtsjahr die weitere Aufnahme von Bankverbindlichkeiten (3,7 mEUR). Zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur hat der Konzern im Geschäftsjahr das bisherige Darlehen in eine Konsortialstruktur gewandelt und sich weitere Kreditlinien für künftige Akquisitionen gesichert. Das Konsortialdarlehen weist zum Bilanzstichtag ein Nominalvolumen von 40,0mEUR aus und hat eine initiale Laufzeit von drei Jahren, welche zweimal um ein weiteres Jahr, mit Zustimmungdes Bankenkonsortiums, verlängert werden kann. Der Sollzinssatz für diese Finanzierung wird berechnet auf Basis des Drei-Monats-EURIBOR, welcher mindestens 0% beträgt, zuzüglich einer Marge. Die im Vorjahr abgeschlossenen Zinssicherungsinstrumente wurden beibehalten und decken zumBilanzstichtag80% des Finanzierungsvolumen beiannährend gleicherLaufzeit, ab. Bei den oben genannten weiteren Kreditlinien handeltes sich um zweiweitere revolvierende Kredite von jeweils 15,0 mEUR, welche die CENITjederzeitin Anspruch nehmen kann.Fürdieses Darlehen wurden Garantieerklärungen einzelnerKonzerngesellschaften abgegeben. Darüberhinaus ist die CENIT verpflichtet Covenants in Bezugauf Nettoverschuldungund Eigenkapitalquote einzuhalten. Daneben hat der Konzern Kreditlinien, um jederzeit die für den operativen Geschäftsverlauf benötigte Liquidität sicherzustellen. Zum Bilanzstichtag wurden diese Kreditlinien in Höhe von 1,1 mEUR in Anspruch genommen. Gegenläufig waren im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegene Tilgungsleistungen aus dem laufenden Finanzierungsleasing (-4,6 mEUR; Vj. -4,2 mEUR)) sowie Dividendenauszahlungen (-1,1 mEUR; Vj. -4,7 mEUR). 3.3 Vermögenslage Die Vermögenslage des Konzerns für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 wird nachfolgend gegliedert nach Fristigkeit dargestellt: Die langfristigen Vermögenswerte machten zum Bilanzstichtag ca. 53% (Vj. 45%) aller Vermögenswerte aus, die sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 mEUR erhöhten. Wesentlich geprägtwerdendie langfristigen Vermögenswertedurch das Anlagevermögen in Höhe von 81,0 mEUR (Vj. 64,4 mEUR). Neben den leicht reduzierten Sachanlagen (12,6 mEUR; Vj. 13,0 mEUR) haben sich die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 66,5 mEUR (Vj. 47,6 mEUR) wesentlich erhöht, was imWesentlichen durch den Einbezugderneuakquirierten Gesellschaftenin den Konzernabschluss begründetist. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte haben sich aufgrund der AbwertungderBeteiligung an der ASCon Systems Holding GmbH sowie der Bewertung der Put/Call Option um 5,4 mEUR reduziert. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich imVergleich zum Vorjahrum10,7 mEURund lagen somit bei 73,3 mEUR. Dabeihaben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungenauf 33,1 mEUR (Vj. 35,4 mEUR) und die Forderungen gegenüberGemeinschaftsunternehmen auf 3,1 mEUR (Vj. 4,3 mEUR) reduziert. Die Zahlungsmittel haben sich um 7,9 mEUR auf 16,5 mEUR ebenfalls reduziert. DerVorstand derCENITAG beurteiltvordemHintergrunddernach wie vorschwierigen Umstände im Zuge derangespannten Wirtschaftslage in Deutschland und den Konflikten in derUkraine und im Nahen Osten die Geschäftsentwicklung des CENIT Konzerns im Geschäftsjahr 2024 als „gut“, wobeies in den kommenden Monaten und Jahren darum gehen wird, gemäß der Strategie 2025 das organische Wachstum zu beschleunigen. Demzufolge kann zusammenfassend festgehalten werden, dass sich der CENIT Konzern trotz widrigerUmstände weiterhin auf demWachstumspfad befindetund die sich im Zuge derDigitalisierungderIndustrie bietenden Chancen (intensiv) nutzt. 4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der CENIT AG Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die CENIT AG als Muttergesellschaft des CENIT Konzerns. Die Angaben erfolgen auf der Grundlage des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) überdie Rechnungslegungvon großenKapitalgesellschaften und desAktiengesetzes. Das Ergebnis der CENIT AG ist von den Ergebnissen der Tochtergesellschaften sowie des Joint Ventures CenProCS Airliance GmbH beeinflusst. 4.1 Ertragslage Der Umsatz der CENIT AG lag im Geschäftsjahr2024 bei 98,4 mEUR und lag damit ca. 1,9% über demVorjahresumsatz von 96,5mEUR. Bezogen auf die beiden SegmentePLM und EIM ergibtsich folgendes Bild: Die Umsätze nach Produkt- / Erlösarten gliedern sich wie folgt: Umsätze nach Produkt- / Erlösarten 2024 2023 in TEUR Fremdsoftware 50.219 47.614 davon Software 7.234 6.686 davon Software-Miete 6.445 6.238 davon Softwarepflege 36.540 34.690 CENIT Beratung und Services 31.750 34.139 CENIT Software 15.710 14.017 davon Software 4.722 3.656 davon Software-Miete 1.088 783 davon Softwarepflege 9.900 9.578 Handelsware 23 92 Sonstiges 662 642 Gesamt 98.364 96.504 Der Gesamtumsatz stieg im Jahr 2024 auf 98,4 mEUR gegenüber96,5 mEUR im Vorjahr(+1,9%). Dabei zeichneten sich folgende Trends ab: (1) Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze aus Software-Miete und Softwarepflege am Gesamtumsatz konnte um 1,8% auf 54,9% gesteigert werden (Vj. 53,1%). (2) Die Umsätze aus Beratung und Service reduzierten sich um 2,4 mEUR (-7,0%). Ihr Anteil am Gesamtumsatz beträgt im Geschäftsjahr 32,3% gegenüber 35,4% im Vorjahr. (3) Der Neuverkauf von Fremd- als auch Eigensoftware erhöhte sich um rund 15,6% gegenüber dem Vorjahr, was unter anderem auf alternierende Sales-Zyklen zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Berichtsjahr 0,4 mEUR (Vj. 2,1 mEUR). Der Materialaufwand beträgt im Berichtsjahr 48,2 mEUR gegenüber 47,5 mEUR im Vorjahr, (+1,6%). Die Erhöhungspiegeltdie ErhöhungderUmsatzerlösewider. Die Materialaufwandsquote liegt im Berichtsjahr mit 49,1% auf Vorjahresniveau (Vj. 49,2%). Der Personalaufwand liegt 2024 mit 33,7 mEUR um 2,1 mEUR unter dem Vorjahreswert. Positiv hat sich im Wesentlichen ein Rückgang der durchschnittlich über das Geschäftsjahr angestellten Mitarbeitenden ausgewirkt. Die Personalaufwandsquote liegt damit im Berichtsjahr bei 34,2% nach 37,1% im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen zum Stichtag bei 17,2 mEUR gegenüber 13,1 mEUR im Vorjahr. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus um 1,7 mEUR höheren Beratungskosten, im Wesentlichen im Zusammenhang mit den getätigten Akquisitionen, sowie höheren Kosten des Geldverkehrs im Zusammenhang mit der Refinanzierung (+0,6 mEUR). Die CENIT AG erreichte ein EBITDA in Höhe von -0,4 mEUR (Vj. 2,5 mEUR), infolgedessen sich die EBITDA-Marge von 2,5% im Vorjahr auf -0,4% reduziert hat. Ebenso reduzierte sich das EBIT von 1,9 mEUR im Vorjahrauf -0,8 mEUR im Berichtsjahr, wodurch die EBIT-Marge von 2,0% im Vorjahr auf -0,8% im Berichtsjahr zurückging. Ferner beinhaltet das Jahresergebnis von 1,6 mEUR (Vj. 2,3 mEUR) einen Steueraufwand von 0,0 mEUR (Vj. 0,1 mEUR), sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 2,8 mEUR (Vj. 0,0 mEUR). Das Finanzergebnis betrug im Berichtsjahr 2,3 mEUR (Vj. 0,5 mEUR). Der wesentliche Grund für den Anstieg sind um 5,1 mEUR höhere Erträge aus Beteiligungen. Gegenläufig sind die Zinsaufwendungen von 1,4mEURim Vorjahrauf 2,3 mEURim Berichtsjahrangestiegen. Ebenfalls erhöhten sich die Abschreibungen auf Finanzanlagen von 0,0 mEUR im Vorjahr auf 2,8 mEUR im Berichtsjahr. Für die Berechnung der latenten Steuern ist ein Steuersatz von 31% (Vj. 31%) zugrunde zu legen. Die Steuerquote beträgt im Geschäftsjahr 74,9% (Vj. 27,6 %). 4.2 Finanzlage Die Investitionstätigkeit der CENIT AG war im Berichtsjahr 2024 im Wesentlichen durch die Investitionen in das Finanzanlagevermögen (11,7 mEUR) sowie durch Investitionen zur Erneuerung des Anlagevermögens (0,7 mEUR) geprägt. Die stichtagsbezogene Liquidität hat sich von 6,1 mEUR auf 3,7 mEUR verringert. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden, auf Basis der Finanzierungsstrategie in Bezug auf zukünftige Unternehmenszukäufe,auf derHauptversammlungam4. Juni 2025 vorschlagen, keine Dividende auszuschütten. Grundsätzlich ist die Finanzstrategie weiterhin auf die Beibehaltungeinerguten und langfristigen Bonität ausgerichtet, die jedoch auch die Interessen der Aktionäre an einer Dividende berücksichtigt. 4.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme derCENITAG hatsich zum Bilanzstichtag von 90,8 mEUR auf 95,1 mEUR erhöht. Die Entwicklung dereinzelnen Bilanzposten lässtsich dernachfolgenden Abbildung entnehmen: Die Aktivseite der Bilanz der CENIT AG ist zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2024 wesentlich geprägt durch das Anlagevermögen, welches sich um 8,2 mEUR erhöht hat. Maßgeblich hierfür wardermittelbare Erwerb derAnteile an derAnalysis Prime. DerBestand an offenen Forderungen aus Lieferungen und LeistungenwarzumBilanzstichtagumrund 0,5 mEUR geringerals im Vorjahr. Auf derPassivseite wird die Bilanz der CENIT AG vom Eigenkapitalanteil und den Verbindlichkeiten bestimmt, wobeisich die Eigenkapitalquote zumStichtag auf 33,6% gegenüber33,8% im Vorjahr beläuft. Die Verbindlichkeiten haben sich im Wesentlichen durch die Aufnahme von Krediten erhöht. Der Vorstand der CENIT AG beurteilt vor dem Hintergrund der weiterhin schwierigen Wirtschaftslage in Verbindungmitdemimmernoch aktiven Krieg in derUkraine, dem Konflikt im Nahen Osten und derinsgesamtangespanntengeopolitischen Situation die Geschäftsentwicklung derCENIT AG im Geschäftsjahr2024 als „gut“, wobeies in den kommenden Monaten und Jahren darum gehen wird, gemäß der Strategie 2025 das organische Wachstum zu beschleunigen. Demzufolge kann zusammenfassend festgehalten werden, dass die CENIT AG trotz anspruchsvollerUmstände entsprechendeInitiativen ergreift, umkurz- und mittelfristig auf dem ambitionierten Wachstumspfad zu bleiben und die sich im Zuge der Digitalisierung der Industrie bietenden Chancen (intensiv) nutzen wird. 5 Prognosebericht Der vorliegende (Konzern-) Lagebericht enthält Aussagen und Informationen, die in die Zukunft gerichtet sind. Diese Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“, „schätzen“ oder ähnlichen Begriffen. Solche Aussagen beruhen auf bestimmten Erwartungen und Annahmen, die entsprechende Risiken und Ungewissheiten enthalten. Viele Faktoren, die Einfluss auf das Geschäftsmodell, die Geschäftsaktivität, die Geschäftsstrategie und den Erfolg des CENIT Konzerns haben, liegen nicht immer im Einflussbereich des CENITKonzerns. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse des CENIT Konzerns wesentlich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen direkt oder indirekt angesprochenen Ergebnissen abweichen. 5.1 Erwartete, gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2025 seine Wachstumsprognosen für Deutschland nach unten korrigiert. Fürdas Jahr2025 wird nun ein Wirtschaftswachstumvon 0,3% erwartet, was eine Reduzierung um 0,5 Prozentpunkte gegenüber der vorherigen Prognose darstellt. Damit gehört Deutschland weiterhin zu den schwächeren Volkswirtschaften unter den führenden Industrienationen. Die Gründe dafür liegen vor allem darin, dass Deutschland als exportorientierte Volkswirtschaft stärkerunterder allgemeinen Schwäche des Welthandels leide als andere Länder. Zudemwirken sich die anhaltend hohen Energiepreise weiterhin belastend auf die industrielle Produktion aus. Aufgrund der aktuellen Wahlkampfphase wird erwartet, dass wirtschaftspolitische Maßnahmen erst nach der Regierungsbildung im März in den Fokus rücken werden. Im internationalen Vergleich fällt die Prognose für die Weltwirtschaft günstiger aus. Der IWF erwartet für 2025 ein globales Wachstum von 3,3%, eine leichte Verbesserung um 0,1 Prozentpunkte gegenüber der Herbstprognose. Besonders die US-Wirtschaft zeigt eine positive Entwicklungmit einererwarteten Wachstumsrate von2,7%, was eine AnhebungderPrognoseum 0,5 Prozentpunkte bedeutet. Für die Eurozone wurde die Prognose hingegen nach unten angepasst, und es wird nun miteinem Wachstum von 1,0% für 2025 gerechnet. China und Indien bleiben weiterhin bedeutende Wachstumstreiber mit prognostizierten Wachstumsraten von 4,6% bzw. 6,5%. Ein weitererbedeutenderFaktorfürdie wirtschaftliche Entwicklungistdie Inflation. DerIWF geht davon aus, dass die weltweite Inflationsrate weiter sinken wird, was den Zentralbanken möglicherweise Spielraum für eine Lockerung der Geldpolitik bietet. Allerdings bleiben geopolitische Unsicherheiten und potenzielle Handelskonflikteweiterhin relevante Risikofaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Digitalbranche zeigt sich von den weltweiten Krisen unbeeindrucktund setztauf Wachstum. Laut Bitkom wird der Umsatz mit ITK 2025 weltweit um 6,6% auf 5,2 Billionen Euro steigen, wobei der dominierende Marktanteil mit 38,8% auf die USA entfällt. Deutschland und Großbritannien besetzen mit 4,1% Marktanteil lediglich den vierten Platz. Indien verzeichnet das höchste Wachstum mit einer prognostizierten Steigerung von 8,0%. Es folgen die USA (+7,3%), Großbritannien (6,7%), Japan (5,9%) und China(+5,8%).In Deutschland wird trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds ein Umsatzwachstum von 4,6% auf 232,8 Milliarden Euro erwartet. Zudem wird ein Anstieg der Beschäftigtenzahl in der Digitalwirtschaft um rund 20.000 auf 1.371.000 bis Ende 2025 prognostiziert. 5.2 Erwartete Entwicklungen des CENIT Konzerns und der CENIT AG Für den CENIT Konzern wird das Jahr 2025 erneut ein herausforderndes Jahr. Der Fokus wird allerdings nicht auf dem anorganischen Wachstum verbunden mit weiteren Unternehmenserwerben liegen, sondern auf der Verbesserung der operativen Wettbewerbsfähigkeit. In den folgenden Prognosen sind mögliche Akquisitionseffekte nicht enthalten. Auf Basis der oben beschriebenen gesamtwirtschaftlichen und sektoralen Entwicklungen (5.1) wird ein Konzernumsatz zwischen 229,0 – 234,0 mEUR erwartet. Das EBITA (EBIT vor PPA-Abschreibungen) wird für 2025 mit einer Höhe von rund 12,4 mEUR erwartet. Die EBIT-Margen Prognose liegt bei mindestens 3,0% gleichbedeutend mit einer EBIT-Prognose von 6,8 – 7,3 mEUR. Damit wird den aktuellen schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen Rechnunggetragen. Das Jahr2025 stehtunterderPrämisse eines moderaten Umsatzwachstums, sowie diversen Maßnahmen zurEffizienzsteigerung. Umdieses Zielnachhaltig zu erreichen,wurde ein Plan entwickelt, der Effizienzsteigerungspotenziale in allen Bereichen des Konzerns aufzeigt, aus dem Maßnahmen zur direkten Umsetzung eingeleitet wurden. Im EIM-Segmentwird ein Umsatz von rund 46,9 mEUR, ein EBITA (EBIT vor PPA-Abschreibungen) von rund 6,6 mEUR und ein EBIT von rund 5,5 mEUR erwartet. Im PLM-Segment wird ein Umsatz von rund 186,1 mEUR, ein EBITA (EBIT vor PPA-Abschreibungen) von rund 5,8mEUR und ein EBIT von rund 1,5 mEUR angestrebt. Die CENIT AG wird im Jahr 2025 voraussichtlich einen Umsatz von rund 97,0mEUR erwirtschaften. Das EBIT wird voraussichtlich bei -1,7 mEUR liegen. Dies ist bedingtdurch Einmal-Aufwendungen in interne Projekte zur Steigerung der operativen Effizienz, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern und mittelfristig entsprechende EBIT-Potenziale zu heben. Die dargestellte Planung basiert angesichts der geopolitischen Situation auf der jeweiligen Annahme, dass sich durch den anhaltenden Kriegzwischen Russland und derUkraine, sowie dem Konflikt im Nahen Osten und der aktuellangespannten ökonomischen Lage in Deutschland keine wesentlichen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen (Unterbrechung der Lieferketten, Nachfragerückgang etc.) auf unsere Industrie und unsere Hauptkundensegmente (Luft- und Raumfahrt, Automotive, Anlagen- und Maschinenbau) haben wird und wir unsere Wachstumsziele erreichen können. Wie in den Vorjahren wird die Softwareentwicklung, insbesondere beiderDigital-Factory-Lösung FASTSUITE E2 und der SAP-Integration, gestärkt. Die gesamte Fertigungsindustrie (PLM) sowie Finanzdienstleister (MEPs) stehen durch die Digitalisierung und die damit verbundenen Investitionen in den Umbau der IT-Landschaft vor Herausforderungen, zu denen der CENIT Konzern mit seinen Software- und Serviceangeboten als Anbieter innovativer und zuverlässiger Lösungen beitragen wird. Darüber hinaus bietetCENIT einen "One-Stop-Shop" für alle Digitalisierungsprozesse entlangder Produktionskettesowie Dokumentenverarbeitungan, was CENITgegenüberden Wettbewerbern im Markt als Alleinstellungsmerkmal weltweit abhebt. Die Strategie des Unternehmens beinhaltet grundsätzlich ein anorganisches Wachstum, um die eigene Marktposition zu stärken und sich von Drittanbietern unabhängiger zu machen, Marktanteile zu gewinnen und gleichzeitig die Rentabilität zu verbessern. Im Jahr 2025 wird der strategische Fokus allerdings auf der Konsolidierung der Konzernstrukturen liegen, um mittelfristig nachhaltige EBIT-Potenziale heben zu können. Darüber hinaus plant CENIT, dass die eigens entwickelte Software einen wesentlichen Teil des Gesamtportfolios ausmacht. Durch die bisher stark im Servicesegment stattfindenden M&A Aktivitäten ergibt sich eine Verwässerung des softwarebezogenen Umsatzes im Verhältnis zum Gesamtumsatz des CENIT Konzerns. Der Vorstand formuliert die Zielsetzung der Strategie 2025 vor diesemHintergrund auf einen Umsatzanteildurch Eigensoftware am Gesamtsoftwareumsatz von 20%. Für das Jahr 2024 liegt dieser Wert bei 16,0% gegenüber 15,3% im Vorjahr. Die Zusammenarbeit mit den Partnern Dassault Systèmes, IBM und SAP wird nachhaltig vorangetrieben, um den CENIT Konzern weiterhin als strategischen Partner zu positionieren. Zudem wird durch die die Berichterstattung im Rahmen der EU-Taxonomie und der SensibilisierungderMitarbeiterdurch Compliance und Nachhaltigkeitsschulungen, die Bedeutung nicht-finanzieller Leistungsindikatoren weiter vorangetrieben. 5.3 Gesamtaussagen zur zukünftigen Entwicklung Trotz des weiterhin unsicherenMarktumfeldes infolge der aktuellen Wirtschaftslage, des Krieges in der Ukraine, dem Konflikt im Nahen Osten und den generellen geopolitischen Spannungen, blickt der Vorstand positiv in die Zukunft. Getragen wird diese Sicht durch die langfristig stabilen Wachstumstrends in relevanten Märkten und Branchen sowie die nach der Einschätzung des Vorstands starke aktuelle undzukünftige Positionierungdes Konzerns in zahlreichen europäischen Ländern wie z. B. Deutschland mit enormem Nachholbedarf in Bezug auf die Digitalisierung der Industrie. Die zukünftigen Auswirkungen derweltweiten Ereignisse sind weiterhin nursehrschwer verlässlich abzuschätzen. Des Weiteren zeigen die getätigten Akquisitionen, dass durch gezielte strategische Beteiligungen neue Marktsegmente erschlossen werden können, die eine Vielzahl von Neukunden füralle GeschäftsbereichederCENITergeben oderauch die eigene Marktposition gestärkt werden kann. Gleichzeitig wird die Abhängigkeit von einzelnen Industriesegmenten reduziert und dadurch die Vorhersehbarkeit der Planungen stabilisiert. Durch den hohen Anteil an wiederkehrenden Umsätzen, insbesondere aus Verträgen zur Softwarepflege, hat CENIT eine solide Basis für die geplante Umsatzentwicklung im Jahr 2025. Darüber hinaus verfügt der CENIT Konzern über eine solide Kapitalstruktur, die ihren Beitrag zur Wachstumsfinanzierung leistet. Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen unsicheren Rahmenbedingungen, die sich jederzeitwiederkurzfristigändern können, erwartetderVorstand aus aktuellerSicht ein Jahr der Konsolidierung, in dem eine EBIT-Marge von mindestens 3,0% angestrebt wird. Die Aussagen zurzukünftigenEntwicklungstehen unterdemausdrücklichen Vorbehalt, dass sich die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen, vor allem aufgrund der Wirtschaftslage in Deutschland, derAuseinandersetzungzwischen Russland und derUkraine, demKonfliktimNahen Osten sowie derSpannungenrund umTaiwan, nichtwesentlich verändern bzw. keine signifikanten wirtschaftlichen Auswirkungen auf unsere Branche sowie unsere Hauptkundensegmente haben wird. 6 Chancen- und Risikobericht 6.1 Wesentliche Merkmale desInternenKontroll- und Risikomanagementsystems (ungeprüft) Risiken sind ein wesentlicherBestandteilunternehmerischen Handelns. ImRahmen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse sowie sämtliche Risiken und Kontrollen im Hinblick auf die Rechnungslegung miteinschließt, versuchtCENIT diesen Risiken in angemessenerArtund Weise zu begegnen. Dabei gilt es nicht Risiken zu meiden oder vollständig eliminieren zu wollen, sondern vielmehr ein adäquates und den Verhältnissen nach angemessenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bereitzustellen, um den auftretenden Risiken entgegenwirken zu können. Um dies gewährleisten zu können, ist bei der CENIT ein Kontroll- und Risikomanagementsystem vorhanden, welches über einen fortlaufenden Prozess die Vermögenswerte sichert und den gesetzlichen und regulatorischen Bestimmungen entspricht. Bestandteil dieses Systems sind u.a. die Definition von Kontrollhandlungen, eine regelmäßige Risikoinventur sowie entsprechende daraus abgeleitete Maßnahmen. Die wesentlichen Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems des CENIT Konzerns sind nachfolgend erläutert. 6.2 Chancen- und Risikomanagement Durch die Vielfalt der Geschäftstätigkeit ist das unternehmerische Handeln des CENIT Konzerns sowohl mit Chancen als auch mit Risiken versehen. Um Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und den richtigen Umgang mit ihnen zu gewährleisten, wird im CENIT Konzern ein entsprechendes Management- und Kontrollsystem eingesetzt. Sowohl kurz-, mittel- als auch langfristig ist das Ziel, nachhaltig und profitabel zu wachsen und dadurch den Unternehmenswert im Sinne aller Stakeholder zu steigern. Um dies sicherzustellen, sollen Chancen bestmöglich genutzt und Risiken frühestmöglich erkannt werden, um adäquate Gegenmaßnahmen einzuleiten.Die Verantwortungfürdas frühzeitige Erkennenvon Risiken sowie dem Ergreifen geeigneter Gegenmaßnahmen obliegt dem Vorstand der CENIT. Mit Hilfe eines implementierten Risikomanagementsystems werden Risiken konzernweit identifiziert sowie sowohl quantitativ als auch qualitativ nach einheitlichen Kriterien und Kategorien bewertet. Im Rahmen eines Risk-Assessments wird die aktuelle Risikolage halbjährlich aktualisiert, analysiert und dokumentiert. Das Risikomanagementsystem umfasstimWesentlichen Finanz- und Steuerrisiken, Marktrisiken, strategische Risiken sowie Legal & Compliance-Risiken. Dabeigeht das Systemvon derCENIT AG als Mutterunternehmen des CENIT Konzerns aus und bezieht ferner sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften mit ihren maßgeblichen Prozessen mit in die Betrachtung ein. Dabei spielen für die Risikobewertungdie Eintrittswahrscheinlichkeit sowie im Wesentlichen die damit verbundenen (prognostizierten) Auswirkungen auf Umsatz, EBIT und Liquidität eine entscheidende Rolle. Um ein funktionierendes Risikomanagementsystem gewährleisten zu können, sind neben der Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips und der Funktionstrennung, die Zuordnung von Verantwortlichkeiten, Kontrollen bei der Abschlusserstellung, konzernweite Richtlinien zur Bilanzierung und Abschlusserstellung sowie geeignete Zugriffsregelungen auf EDV-Systeme ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagementsystems. Wesentliche Chancenergeben sich aus derWachstumsstrategie von CENIT. Damitverbunden sind vor allem die Erschließung neuer Markt- und Kundensegmente sowie die Stärkung der eigenen Position gegenüber den langjährigen Partnern. Weitere Chancen werden in der engeren Verzahnung der eigenen Geschäftsmodelle und den damit steigenden Cross-Selling Potenzialen gesehen. Die CENIT Gesellschaften sind in Märkten tätig, die sich in einem fortlaufenden, dynamischen Entwicklungsprozess befinden, aus demsich stets neue Chancen ergeben können. Die Beurteilung potenzieller Chancen und hiermit zusammenhängender möglicher Risiken, fällt in den Aufgabenbereich des Risikomanagements. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die zunehmende Digitalisierung und die hiermit zusammenhängende Entwicklung neuer Technologien und Produkte, die zusätzliche Wertschöpfungspotenziale bieten, aber auch eine ständige Anpassungsfähigkeit erfordern. Aus der Strategie des weiterhin geplanten anorganischen Wachstums, werden zudem weitere Potenziale und positive Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Marktposition des CENIT Konzerns erwartet. 6.3 Risikobewertung und -reporting Wesentlicher Baustein des Systems ist ein detailliertes Planungssystem, eine jährliche Budgetplanung, monatliche Plan-Ist-Berichte sowie die frühzeitige und regelmäßige Kommunikation von Risiken und Chancen. Unterstützt wird dieses Risikomanagement durch regelmäßige Sitzungen des Managements, in denen ausführlich Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung analysiert und erörtert werden. Die Risikogrundsätze bei der CENIT (Leitsätze) lauten wie folgt: • Unternehmerisches Handeln ist immer mit Risiken verbunden. • Wir akzeptieren keine bestandsgefährdenden Risiken für das Unternehmen. • Jeder einzelne Mitarbeiter ist zu einem selbstverantwortlichen,bewussten UmgangmitRisiken aufgefordert. • Nicht nur die reine Pflichterfüllung der gesetzlichen Vorgaben, sondern darüber hinaus ein proaktives Risikomanagement ist unser Ziel. • Das Sicherheitsbewusstsein aller Mitarbeiter, die Akzeptanz notwendiger Maßnahmen und die aktive Mitwirkung bilden den Kern der Sicherheit in der Unternehmensgruppe. • Führungskräfte sorgen dafür, dass sowohldie Richtlinien als auch mitgeltende Regelungen im eigenen Verantwortungsbereich bekannt sind und beachtet werden. • Mitarbeiter müssen sich über Sicherheitsvorschriften und -vorkehrungen informieren und ihr Verhalten danach ausrichten. • Alle Mitarbeiter sind verpflichtet die Informationen zu schützen damit dem Unternehmen durch die unberechtigte Nutzung von Informationen kein Schaden entsteht. • Die Funktionen für Sicherheit vor Ort unterstützen Mitarbeiter und Führungskräfte bei der Umsetzung aller Sicherheitsthemen. Die Risikokultur bei der CENIT AG wird getragen von den folgenden drei Risikogrundsätzen: (1) Bereitschaft und Fähigkeit der Identifikation von wesentlichen Risiken in den jeweiligen Beobachtungs- und Verantwortungsbereichen. (2) Durchgängige Kommunikation in der gesamten Organisation über die Bewertung der Risiken zur Schaffungeines gemeinsamen Verständnisses und einerabgestimmten Vorgehensweise. (3) Effizientes Risikomanagement in den Beobachtungs- und Verantwortungsbereichen sowie in der konsolidierten Form auf der Ebene der Geschäftsbereiche und des CENIT Konzerns. Die Umsetzungdes Risikomanagements erfolgtnach einemstandardisierten Prozess, dergemäß nachstehender Abbildung im Wesentlichen die folgenden Schritte umfasst: Im CENITKonzern werden Risiken systematisch analysiertund bewertet. Dazu werden die Risiken in einzelne Risikokategorien eingeteilt. Die Risikokategorien werden im neu eingeführten Risikomanagement-Tool gepflegt und verwaltet. Das gesamte Risikobewertungsverfahren wird vom zentralen Risikomanagement koordiniert. Anhand der beiden Dimensionen (1) zu erwartende Eintrittswahrscheinlichkeit und (2) zu erwartende Schadenshöhe werden die Risiken bewertet und in die Auswirkungsklassen gering, mittel, hoch und existenzbedrohend eingestuft. Hieraus werden anschließend die Risikoklassen “niedrig” und “mittel” abgeleitet, die als akzeptable Risiken beurteilt werden. Risiken der Klasse “hoch” sollten mit geeigneten Maßnahmen zur Reduktion des Risikos ausgestattet sein. Risiken der Klasse „existenzbedrohend“ sind nicht akzeptabel und sind zwingend mit geeigneten Maßnahmen zu behandeln. Zudem sind die Risiken zwingend nach quantitativen Gesichtspunkten zu bewerten, wobei als Risikoverteilungsfunktion eine Dreiecksverteilung präferiert wird und unter gegebenen Umständen auch ein Einfachwert herangezogen wird. Ferner werden die beiden Bewertungszeiträume (1) nächste 12 Monate und (2) in den Monaten 13-24 unterschieden. Gestütztauf den vorgenommenen Bewertungen wird eine entsprechende Risikomatrix erstellt: Der Vorstand entscheidetanhand derMatrix welche Risiken als bestandsgefährdend einzustufen sind, ggfs. werden hierzu Risiken zu Gruppen zusammengefasst. BeiderRisikobehandlunggehtes um die Formulierung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Behandlung der Risiken mit identifiziertem Handlungsbedarf. Dazu werden im Risikoportfolio den Risiken entsprechende Maßnahmen zugeordnet und dokumentiert. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses erfolgen nach initialer Bestimmung der Risikotragfähigkeit eine regelmäßige und ihre fortlaufende Überprüfung. Die entsprechende Tragfähigkeit wird auf Gesellschaftsebene systemseitig gepflegt. Übersystemgestützte Simulationen (Monte-Carlo-Simulation)und Aggregation vonRisiken erfolgt eine Beurteilung einer möglichen Bestandsgefährdung. Der Vorstand kontrolliert mit den Bereichsleitern und Geschäftsfeldverantwortlichen die klassifizierten Risiken. Zusätzlich wird im Aufsichtsrat regelmäßig über die Risikolage berichtetund eingehend diskutiert. 6.4 Risikosituation a) Allgemeines Aus der Gesamtheit der identifizierten Chancen und Risiken werden nachfolgend jene Bereiche dargestellt, die aus heutigerSicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Prognosezeitraum in wesentlichem Umfang positiv oder negativ beeinflussen können. Gemäß der oben erwähnten Bewertung nach erwarteter Schadenshöhe in Bezug auf das Konzernergebnis bzw. die Liquidität wird fürdie folgenden Risiken die entsprechendeKlassifizierungdes Schadenerwartungswerts des Risikos angegeben, der nach Ergreifen von Gegenmaßnahmen vorliegt. Die Risikosituation stellt sich für den CENIT Konzern wie folgt dar: Risikokategorie Risikobewertung Finanz- und Steuerrisiken Finanzierung / Bonität Gering Währungsrisiken Gering Marktrisiken Kundenabhängigkeit Gering (Globale) Krisen Mittel Strategische Risiken Lieferantenabhängigkeit Gering IT Security Mittel Legal & Compliance-Risiken Vertragsrisiken Gering Compliance Gering b) Finanz- und Steuerrisiken ImRahmen deroperativen TätigkeitistderKonzernBonitäts-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Zins- und Währungsschwankungen ausgesetzt, die im Rahmen des Risikomanagements identifiziertund beurteiltwerden. Der CENIT Konzern hat seit Jahren eine Eigenkapitalquote von über 30% und ist somit solide finanziert. Ferner werden bei Bedarf zur Bonitätsbeurteilung von Kunden und zur Vermeidung von Zahlungsausfällen Kreditauskünfte eingeholt und historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere zum Zahlungsverhalten, berücksichtigt. In diesem Zusammenhang ist ein adäquates Debitorenmanagement eingerichtet. Der CENIT Konzern wickelt Geschäftstransaktionen größtenteils in Landeswährung ab. Da den Verkäufen in Landeswährungauch entsprechende Ausgaben in Landeswährunggegenüberstehen, ist das Risiko durch Währungsschwankungen gering. Gerade in der aktuellen Zeit kommt der Steuerung von Liquiditätsrisiken eine besondere Bedeutung zu. Liquiditätsrisiken entstehen dann, wenn die Kunden des CENIT Konzerns nicht imstande sind, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Um dieses Risiko frühzeitig zu erkennen und somit so gering wie möglich zu halten, führt der CENIT Konzern regelmäßige Analysen zur Einschätzung der Zahlungsfähigkeit seiner Kunden durch. Im Rahmen der Wachstumsstrategie verfolgt CENIT eine Finanzierung auf einer soliden wirtschaftlichen Basis. Die geordnete Kapitalstruktur der CENIT hilft dabei, im Falle eines entsprechenden Kapitalbedarfs, eine erfolgreiche Beschaffung von liquiden Mitteln in ausreichendem Maße sicher zu stellen. Währungsrisiken aus der Beschaffung im CENIT Konzern entstehen dann, wenn die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft erfolgt. Die Minimierung dieses Risikos erreichen wir, indem wir hier korrespondierendeEinkaufs- und Verkaufsverträgein gleicherWährungabschließen. Währungsrisiken aus derBeschaffungbei dem Mutterunternehmen entstehen nur in Ausnahmefällen, da im Regelfall innerhalb der Eurozone eingekauft wird. Die Volatilität an den Devisenmärkten und die daraus resultierende Ungewissheit über die Wechselkursentwicklung haben auch Einfluss auf die CENIT. Die Geschäftstätigkeit des CENIT Konzerns generiert unter anderem auch Forderungen in US-Dollar (USD), Schweizer Franken (CHF), Rumänischen Leu (RON), Chinesischen Yuan (CNY) und Japanischen Yen (JPY). Damit ist CENIT einem gewissen Währungsrisiko ausgesetzt. Aufgrund eines i. d. R. engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen Rechnungsstellung und Zahlung sowie der Durchsetzung von Anzahlungen wird das residuale Währungsrisiko im Rahmen einer wirtschaftlichen Kosten- und Nutzenabwägung beurteilt und im Bedarfsfall auch abgesichert. Im Berichtsjahr 2024 wurden keine Geschäfte zur Absicherung von Währungsrisiken getätigt. c) Marktrisiken Dem anhaltenden Preisdruck begegnet die Gesellschaft durch Investition in die laufende Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Auch hilft der Fachkräftemangel in der IT-Industrie sich dem Preisdruck zu entziehen. Durch ein angepasstes Recruitingmitneuen (virtuellen) Instrumenten in derPersonalbeschaffungwird demFachkräftemangelbegegnetund das Leistungsrisiko minimiert. Der CENIT Konzern setztVertrauen in seine Partnerund Lieferanten und möchte hiermitzu einer fairen und langfristigen Zusammenarbeit beitragen. Leistungen, Gegenleistungen und Risiken stehen dabei in einem ausgewogenen Verhältnis. Von den Partnern und Lieferanten wird erwartet, dass gemeinsam Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung identifiziert und umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang verfolgt CENIT eine auf den konkreten Bedarf eines Projekts zugeschnittene Einkaufspolitik. Der Vorstand überwacht fortlaufend die Abhängigkeit von Großkunden. Kein Kunde trägt im Geschäftsjahr 2024 mehr als rund 5% zum Konzernumsatz bei. VerbleibendeRestrisiken stellen die AuseinandersetzungzwischenRussland und derUkraine, der Konflikt im Nahen Osten sowie die Spannungen um Taiwan, dar. d) Strategische Risiken CENIT pflegt intensiv strategische Partnerschaften. Diese strategischen Partnerschaften schaffen Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. CENIT ist aufgrund seiner Größe als Partner für Dassault Systèmes gutpositioniert, daderKundenzugangzu mehreren Tausend Kunden nurüber das Vertriebsnetz des CENIT Konzerns sichergestellt ist. Die Abhängigkeiten sind somit gegenseitig. Dennoch wird diese Abhängigkeit durch gezielte Akquisitionen in anderen Geschäftsbereichen stark reduziert werden. Die IT überwacht kontinuierlich den Systembetrieb, überprüft regelmäßig die bestehenden Berechtigungen der einzelnen Anwender und passt gegebenenfalls die Zugriffsrechte auf die einzelnen Systeme an. Aus diesemGrund wird das Risiko im IT-Bereich als herausfordernd, aber beherrschbar eingeschätzt und entsprechend als „mittel“ bewertet. Unter Einbezug der genannten geopolitischen Spannungen und der damit einhergehenden Unsicherheiten, insbesondere in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung in den für CENIT wesentlichen Branchen Automotive, Aerospace sowie Anlagen- und Maschinenbau, ist entsprechend auch die Planung für das Geschäftsjahr 2025 sowie folgender Jahre von Unsicherheit geprägt. Diesbezüglich werden die relevanten Entwicklungen Umsatz- und EBIT- seitig monatlich analysiert sowie mit Hilfe von Szenario-Planungen und Sensitivitätsanalysen versucht, bestmöglich zu prognostizieren. e) Legal- & Compliance-Risiken Der CENIT Konzern schließt mit seinen Kunden marktübliche Verträge. Vertragliche Risiken werden hierbei durch Anwendung von standardisierten AGBs begrenzt. Zusätzlich hat der CENIT Konzern eine ausreichende Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen, um das Risiko weiter zu minimieren. Unter Compliance-Risiken werden Strafen, finanzielle oder andere materielle Ausfälle aufgrund von Gesetzesverstößen und der Nichteinhaltung von unternehmensinternen Vorschriften oder Grundsätzen verstanden. Die Compliance-Risiken werden insgesamt als gering eingestuft. 6.5 Gesamtbild der Chancen – und Risikolage des CENIT Konzerns Die Überprüfungdergegenwärtigen Risikosituation hat ergeben, dass im Berichtszeitraumkeine existenzgefährdendenRisikenbestandenhaben und auch fürdie Zukunftkeine, den Fortbestand des Konzerns, gefährdenden Risiken erkennbar sind. Alle erkannten Risiken wurden im Konzernabschluss angemessen berücksichtigt und gegebenenfalls Rückstellungen gebildet. Darüberhinaus sind zum Bilanzstichtag keine weiteren Risiken bekannt, die voraussichtlich einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-,Finanz- und Ertragslage haben. Das Risikomanagement und Frühwarnsystem erlauben eine transparente Unternehmenssteuerung und Risikofrüh- erkennung. Die Gesamtbetrachtung derChancen und Risiken ergibt, dass derCENITKonzern im Wesentlichen neben strategischen Risiken auch vom operativen Risiko, geprägt durch die aktuellen geopolitischen Spannungen, betroffen ist. Letzteres umfasst die Unsicherheit bzgl. der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung relevanter Branchen sowie die damit verbundenen Absatzchancen. Demgegenüber richten sich die strategischen Risiken u. a. auf die Abhängigkeit von der Entwicklung bei wichtigen strategischen Lieferanten sowie in der Spezialisierung auf Technologiepartner und der damit verbundenen Abhängigkeit von deren Geschäftsentwicklung. Durch qualitativ hochwertigen Service und Prozess-Know-how bietet sich die Chance, die erzielbaren Tagessätze zu optimieren und auszubauen. Dies ist nur aufgrund der nachhaltigen Ausbildung unserer Mitarbeiter umsetzbar. CENIT nutzt durch erhöhtes Engagement am Arbeitsmarktdie sich bietenden Chancen, um qualitativ hochwertige Fachkräfte zu rekrutieren. CENIT sieht sich in seinen Zielmärkten gut positioniert. In ihren beiden Segmenten PLM und EIM verfügt CENIT nach eigener Einschätzung bei ihren A- und B-Kunden über eine starke Marktstellung. Die sich hierbei bietenden Chancen beabsichtigt CENIT zukünftig noch konsequenter zu nutzen, um seine Marktstellung zu festigen bzw. weiter auszubauen. Die sich hieraus potenziell ergebenden Chancen werden als mittel bis hoch eingeschätzt. Hierzu sollen insbesondere eigene Softwarelösungen beitragen, welche die Kundenbindungen noch erhöhen sollen. Dabei wird Letztere u. a. auch durch die strategischen Partnerschaften mit großen international aufgestellten GlobalPlayern, wie z. B. Dassault Systèmes, IBM und SAP unterstützt. Zudem eruiert, bewertet und überwacht der Konzern regelmäßig sich bietende Chancen und (möglicherweise) auftretende Risiken in Bezug auf alle wesentlichen Geschäftsvorgänge und -prozesse. Aufgrund der weiter voranschreitenden Digitalisierung der Fertigungsindustrie sowie der weiterhin nachhaltigen Fokussierung auf eigene Software und den damit verbundenen Service bieten sich CENIT am Markt erhebliche Chancen. Neben den beschriebenen Risiken eröffnen die immer kürzer werdenden Innovationszyklen die Möglichkeit, die Digitalisierung unserer Gesellschaft voranzutreiben und unseren Geschäftskunden mit unseren eigenen Softwareprodukten Lösungen anzubieten, welche sie wettbewerbsfähiger machen. Daher sind unsere Aktivitäten rund um Innovation und Produktentwicklungentscheidend, wenn es darumgeht, Chancen zu erkennen,zu nutzen und sie im zunehmenden Wettbewerb zu etablieren. 6.6 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungs- und Konzernrechnungslegungsprozess § 315 Abs. 4 HGB (CENIT AG: § 289 Abs. 4 HGB) Einen wichtigen Teil des Risikomanagements stellt das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikosystem des CENIT Konzerns dar. Demnach werden unter dem internen Kontrollsystem die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung von Führungsentscheidungen zur Sicherung von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit zur Ordnungsmäßigkeit bzw. Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung gerichtet sind. In den einzelnen Konzerngesellschaften ist ein den jeweiligen Verhältnissen angemessenes internes Kontrollsystem implementiert, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Im Rechnungswesen besteht das Prinzip der Funktionstrennung. Das Finanz- und Rechnungswesen ist weitestgehendamStandortin Stuttgartzentralisiert. Es bestehteine klare Aufgabenzuordnung sowohl bei der Erstellung des Einzelabschlusses als auch bei der Erstellung des Konzern- abschlusses. Darüber hinaus sind Kontrollen, nach dem Vier-Augen-Prinzip oder in Form von Systemkontrollen implementiert, um Unrichtigkeiten zu vermeiden. Der Vorstand trägt die Verantwortungfürdas interne Kontroll- und Risikomanagementsystemim Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. 6.7 Qualitätsmanagement und Informationssicherheit (ungeprüft) a) Qualitätsmanagement DerErfolgdes CENITKonzerns hängtmaßgeblich davon ab, wie gutdie Anforderungen derKunden erfüllt werden. Im Bereich der Geschäftsprozessberatung streben wir danach, mit qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Lösungen zu überzeugen. Durch die Übernahme von Betriebstätigkeiten beim Kunden vor Ort oder im Rahmen von Outsourcing-Projekten soll die Effizienz der übernommenen Abläufe gesteigert werden. Um dies zu erreichen, hat der CENIT Konzern seine Prozesse so gestaltet, dass sie den Kundenanforderungen bestmöglich gerecht werden. Dazu wurden wichtige Prozessbeschreibungen erarbeitetund in Kraftgesetzt, die fürden gesamten Konzern gelten. Alle Mitarbeiter sind aufgefordert, diese Prozesse umzusetzen und durch festgelegte Methoden ständig zu verbessern. Die kontinuierliche Überwachung und Verbesserung ist somit ein wichtiger Baustein des Qualitätsmanagementsystems. Durch diesen fortwährenden Prozess werden Verbesserungspotenziale aufgezeigt, bewertet und umgesetzt. Das Qualitätsmanagement liegt in der Verantwortung des Vorstands. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Unternehmensführung direkten Einfluss und Kontrolle auf das Qualitätsmanagementsystem des Konzerns hat und somit auch sehr schnell und flexibel Fehlentwicklungen entgegenwirken kann. Im Managementhandbuch hat der CENIT Konzern Regelungen für das Qualitätsmanagement aufgestellt. Grundlage hierfür ist die Norm DIN EN ISO 9001. DerVorstand legtdie Qualitätspolitik und -ziele festund sorgtdafür, dass sie auf allen Ebenen des Konzerns bekannt sind. Weiterhin definiert der Vorstand die Organisation und die Verantwortungsbereiche und stelltdie notwendigen finanziellen und personellen Ressourcenzur Verfügung. Der Vorstand überprüft regelmäßig, mindestens jedoch jährlich, ob die vereinbarten Ziele und Prozesse sowie Gesetze und Normen eingehalten werden. Die Einhaltungder Anforderungen der DIN EN ISO 9001 wird jährlich, sowohl durch interne Audits als auch durch eine externe unabhängige Zertifizierungsgesellschaft, überprüft. b) Informationssicherheit Um die Einhaltung von gesetzlichen, behördlichen und vertraglichen Anforderungen, sowie den Schutz dereigenen und derKundeninformationen sicherzustellen, wurdeauf Basis DIN EN ISO/IEC 27001 ein Informationssicherheits-Managementsystem implementiert. Die DIN ISO 27001 ist ein international anerkannter Standard und versteht sich als ein systematischer prozessorientierter Ansatz, ein Informationssicherheits-Managementsystemumzusetzen, das sowohldie Technik als auch die Mitarbeiter berücksichtigt und gleichzeitig einen kontinuierlichen Überwachungs- und Optimierungsprozess etabliert. Das Informationssicherheit-Managementsystem ergänzt somit das Qualitätsmanagementsystem um konkrete, technische und organisatorische Maßnahmen zurAufrechterhaltungderSicherheit von Informationen, wie etwa die physikalische und personelle Sicherheit mittels Zutritts- und Zugangsschutz oder der Verschlüsselung von kritischen Daten. Ein Awareness-Programm mittels E-Learning vermittelt die notwendigen Kenntnisse im geeigneten Umgang mit Informationen. Diese verpflichtenden Schulungen werden ergänzt um Simulationen von möglichen Angriffsszenarien. Des Weiteren werden die Mitarbeiter über aktuelle Entwicklungen hingewiesen und informiert. Für das Tagesgeschäft notwendige Informationen werden entweder in Regelmeetings, in Einzelbesprechungen oder über das Intranet kommuniziert. Es wird auf eine offene, dialogorientierte Kommunikation Wert gelegt. Die Einhaltung der Anforderungen der DIN EN ISO/IEC 27001 wird jährlich sowohl durch interne Audits als auch durch eine externe unabhängige Zertifizierungsgesellschaft, überprüft. 6.8 Stellungnahme zur Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (ungeprüft) Basierend auf den wesentlichen Kernelementen bezogen auf das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem sowie den uns vorliegenden Informationen, liegen im internen Kontrollsystem keine kritischen internen Kontrollschwächen vor, die wesentliche Auswirkungen auf den CENIT Konzern haben könnten. Ebenso gehen wederaus deminternenRisikomanagement noch aus unserem internen Qualitätsmanagement Sachverhalte hervor, die ein Erreichen der gesetzten Unternehmensziele gefährden und die nicht angemessen durch unsere Prozesse behandelt wurden. Sowohl die Prozesse im Rahmen des internen Kontrollsystems als auch bezogen auf das Risikomanagementsystemwerden in regelmäßigen Abständen sowohldurch die interne Revision (TQM) als auch im Rahmen von externen Audits überprüft. Insgesamt gibt es keine bekannten Hinweise, die darauf schließen lassen, dass das im CENIT Konzern eingesetzteinterneKontrollsystemsowie das Risikomanagementsystem, welche auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse miteinbeziehen, nicht angemessen sind oder zum Bilanzstichtag nicht wirksam funktioniert haben. 7 Sonstige Angaben 7.1. Erklärung zur Unternehmensführung (ungeprüft) Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben für 2024 die nach § 289f bzw. § 315d HGB vorgeschriebeneErklärungzur Unternehmensführung abgegeben und diese auf der Homepage im Internet unter folgendem Link dauerhaft zugänglich gemacht: http://www.CENIT.com/de_DE/investoren/corporate-governance.html. 7.2. Gesonderter nichtfinanzieller Konzernbericht (ungeprüft) Der Vorstand wird den nach § 315b HGB vorgeschriebenen gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht erstellen und wird diesen bis zum 30. April 2025 auf der Homepage im Internet unter folgendem Link dauerhaft zugänglich machen: http://www.CENIT.com/de_DE/investoren/corporate-governance.html. 8 Erläuterungen des Vorstands zu den Angaben nach §§ 289a und 315a HGB (1) Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das Grundkapital der CENIT AG beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 8.367.758,00 EUR. Der Nennbetrag je Aktie beläuft sich auf 1 EUR. Dementsprechend beträgt die Anzahl der Aktien 8.367.758. Es handelt sich dabei um Inhaberaktien. (2) Beschränkungen die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen nicht. (3) Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten Direkte oder indirekte Beteiligungen am gezeichneten Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten sind im Anhang zum Jahresabschluss bzw. im Konzernanhang zum Konzernabschluss der CENIT AG dargestellt. (4) Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. (5) Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben Stimmrechtskontrollen für Arbeitnehmer, die am Kapital beteiligt sind, bestehen nicht. (6) Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung Die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sind in § 84 AktG geregelt. Darüber hinaus bestimmt § 7 Ziffer 1 und 2 der Satzung, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestelltund ihre Zahlbestimmt. Nach § 7Ziffer1derSatzungbestehtderVorstand ausmindestens zwei Personen. Die Vorschriften zurÄnderungderSatzungsind in den §§133, 179 AktG geregelt. Ergänzend hierzu ist in § 21 Ziffer 1 der Satzung geregelt, dass Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit nicht eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheitgefasstwerden, falls nicht das Gesetz oderdie Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Zu Änderungen derSatzung, die lediglich die Fassungbetreffen, istderAufsichtsrat nach § 16 der Satzung ermächtigt. (7) Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben und zurückzukaufen Auf derHauptversammlungam6. Juni2024 wurde derVorstand ermächtigt, das Grundkapitalder Gesellschaft in der Zeit bis zum 5. Juni 2029 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu Euro 1.673.551,00 durch Ausgabe von insgesamt bis zu 1.673.551 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien (Stückaktien) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2024). Den Aktionären ist dabei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einemKreditinstitutoder mehreren Kreditinstituten bzw. diesen nach § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien bedarf die Gesellschaft gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG, soweitnicht gesetzlich ausdrücklich zugelassen, einerbesonderen Ermächtigungdurch die Hauptversammlung. Der Vorstand der CENIT AG versichert, dass im zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der Kapitalgesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben sind. (8) Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen und hieraus folgende Wirkungen Der im Dezember 2024 unterschriebene Konsortialkredit sieht unter der Ziffer 9.2 Regelungen hinsichtlich eines Kontrollwechsels vor, sollte eine Person oder gemeinsam handelnde Personen direkt oder indirekt mindesten 30% der Stimmrechte gemäß §§ 39 Abs. 2, 30 WpÜG an der Gesellschaftübernehmenoderauf andere Weisedie Kontrolle überdie Gesellschaftausüben oder diese kontrollieren. Dies kann dazu führen, dass kein Darlehensgeberzu einer Bereitstellung einer weiteren Inanspruchnahmeverpflichtetist. Vondieser Regelung ist die PRIMEPULSE SE vertraglich ausgenommen. Weitere wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. (9) Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht. Stuttgart, am 09. April 2025 CENIT Aktiengesellschaft Der Vorstand Peter Schneck Axel Otto Sprecherdes Vorstands Mitglied des Vorstands CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart KONZERNBILANZ (nach IFRS) in TEUR 31.12.2024 31.12.2023 AKTIVA LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Immaterielle Vermögenswerte F1 66.462 47.605 Sachanlagen F2 12.639 12.988 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen F3 56 58 Sonstige finanzielle Vermögenswerte F4 2.840 8.216 Aktive latente Steuern F5 1.187 788 LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 83.184 69.655 KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Vorräte F6 54 70 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen F7 33.081 35.427 Forderungen gegen nach der Equity-Methode bilanzierte F7 3.118 4.307 Finanzanlagen Vertragsvermögenswerte F8 2.773 1.029 Laufende Steueransprüche F10 4.816 3.563 Übrige Forderungen F9 591 1.433 Zahlungsmittel F11 16.457 24.341 Sonstige finanzielle Vermögenswerte F12 12.378 13.789 KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 73.268 83.960 BILANZSUMME 156.452 153.615 CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart KONZERNBILANZ (nach IFRS) in TEUR 31.12.2024 31.12.2023 PASSIVA EIGENKAPITAL Gezeichnetes Kapital F13 8.368 8.368 Kapitalrücklage F13 1.058 1.058 Währungsumrechnungsrücklage F13 1.828 1.438 Gesetzliche Gewinnrücklage F13 418 418 Andere Gewinnrücklagen F13 12.790 12.936 Gewinnvortrag F13 17.782 13.621 Konzernjahresergebnis F13 -1.936 4.496 Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes 40.308 42.335 Eigenkapital Anteile ohne beherrschenden Einfluss 7.129 2.668 GESAMTSUMME EIGENKAPITAL 47.437 45.003 LANGFRISTIGE SCHULDEN Sonstige Verbindlichkeiten F17 904 755 Pensionsverpflichtung F19 998 855 Verbindlichkeiten gegenüber Banken langfristig F21 39.166 37.406 Leasingverbindlichkeiten langfristig F14 6.412 7.455 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten F4 3.197 2.979 Passive latente Steuern F5 5.994 3.264 LANGFRISTIGE SCHULDEN 56.671 52.714 KURZFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Banken kurzfristig F21 1.101 3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen F16 9.859 13.201 Verbindlichkeiten gegen nach der Equity-Methode bilanzierte F16 33 27 Finanzanlagen Sonstige Verbindlichkeiten F17 15.330 15.787 Leasingverbindlichkeiten kurzfristig F14 4.235 3.654 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten F15 830 1.183 Übrige Rückstellungen F15 65 152 Vertragsverbindlichkeiten F18 20.891 21.891 KURZFRISTIGE SCHULDEN 52.344 55.898 BILANZSUMME 156.452 153.615 CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (nach IFRS) in TEUR 2024 2023 E1 1. UMSATZERLÖSE 207.333 184.720 2. Sonstige Erträge E3 2.540 2.876 Betriebsleistung 209.873 187.596 3. Materialaufwand E4 85.326 76.990 4. Personalaufwand E5 88.045 78.588 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des F1+F2 Anlagevermögens und Sachanlagen 9.882 7.190 6. Sonstige Aufwendungen E7 18.500 15.385 Gesamtkosten 201.752 178.154 7. Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und E8 Leistungen -739 -225 OPERATIVES BETRIEBSERGEBNIS (EBIT) 7.381 9.218 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge E9 180 150 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen E9 2.650 1.831 10. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete E10 Finanzinstrumente -5.602 -732 11. Anteil am Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen -2 -8.074 -2.413 PERIODENERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (EBT) -693 6.805 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag E11 877 1.881 ERGEBNIS AUS FORTZUFÜHRENDEN GESCHÄFTSBEREICHEN -1.570 4.924 Ergebnis nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereichs 0 65 KONZERNJAHRESERGEBNIS -1.570 4.989 Davon den Aktionären der CENIT zuzurechnen -1.936 4.496 Davon Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss zuzurechnen 366 493 Ergebnis pro Aktie in EUR unverwässert E12 -0,23 0,54 verwässert E12 -0,23 0,54 CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG (nach IFRS) in TEUR 2024 2023 Konzernjahresergebnis -1.570 4.989 Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses Posten, die unter bestimmten Bedingungen zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer F13 390 41 Tochterunternehmen Reklassifizierbare Gewinne/Verluste aus Cashflow-Hedges (vor 8 -1.212 Steuern) Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen F13 -209 -20 Latente Steuern auf ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses F13 55 381 Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses nach Steuern 244 -810 Gesamtergebnis -1.326 4.179 Davon den Aktionären der CENIT zuzurechnen -1.692 3.686 Davon Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss zuzurechnen 366 493 CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (nach IFRS) Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital Gezeich- Kapital- Währungs- Gewinnrücklagen Gewinn- Konzern- Auf die Anteile ohne Gesamt in TEUR netes rücklage umrechnungs- vortrag jahres- Anteilseigner beherr- Gesetzl. Andere Kapital rücklage ergebnis der CENIT AG schenden Rücklage Rücklagen entfallendes Einfluss Eigenkapital Stand 31.12.2022 8.368 1.058 1.397 418 13.787 11.522 6.283 42.833 1.950 44.783 Umgliederung 6.283 -6.283 Konzernergebnis Gesamtergebnis der 41 -851 4.496 3.686 493 4.179 Periode Zugang Konzernkreis 693 693 An Minderheiten -468 -468 gezahlte Dividende Dividendenausschüttung -4.184 -4.184 -4.184 Stand 31.12.2023 8.368 1.058 1.438 418 12.936 13.621 4.496 42.335 2.668 45.003 Umgliederung 4.496 -4.496 0 0 Konzernergebnis Vorjahr Gesamtergebnis der 390 -146 -1.936 -1.692 366 -1.326 Periode Zugang Konzernkreis 4.820 4.820 An Minderheiten -725 -725 gezahlte Dividenden Dividendenausschüttung -335 -335 -335 Stand 31.12.2024 8.368 1.058 1.828 418 12.790 17.782 -1.936 40.308 7.129 47.437 CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG (nach IFRS) in TEUR 2024 2023 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Konzernjahresergebnis -1.570 4.989 Berichtigung für: Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens 9.882 7.190 und Sachanlagen Gewinne/Verluste aus Anlageabgängen 3 -526 Sonstige Auszahlungen/Erlöse die der investiven Geschäftstätigkeit 1.118 -351 zuzuordnen sind Finanzerträge/-aufwendungen 8.074 2.413 Steueraufwendungen 877 1.881 Zu-/Abnahme von sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten bzw. -208 -632 Rückstellungen Zu-/Abnahme von sonstigen langfristigen Vermögenswerten 0 1.147 Gezahlte Zinsen -3.145 -1.580 Erhaltene Zinsen 180 150 Gezahlte Ertragsteuern -3.521 -3.201 Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der 6.994 -10.621 sonstigen kurzfristigen nicht monetären Vermögenswerte Zu-/Abnahme der Vorräte 16 2 Zu-/Abnahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen -8.365 4.470 Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 10.335 5.331 Cashflow aus Investitionstätigkeit Auszahlungen für Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten des -1.523 -1.382 Anlagevermögens Auszahlungen für Anteile an voll konsolidierten Unternehmen (Nettoabfluss) -14.792 -7.984 Erlöse aus dem Verkauf von voll konsolidierten Unternehmen 0 324 Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 42 883 Für Investitionen eingesetzte Nettozahlungsmittel -16.273 -8.159 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Auszahlungen für Tilgung Leasingverbindlichkeit -4.636 -4.156 Auszahlungen an Anteilseigner -335 -4.184 An Minderheiten gezahlte Dividenden -725 -468 Aufnahme von Bankverbindlichkeiten 41.067 40.000 Rückzahlung von Bankverbindlichkeiten -37.391 -23.960 Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -2.020 7.232 Nettozu-/abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -7.958 4.404 Währungsbedingte Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- 74 23 äquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode 24.341 19.914 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 16.457 24.341 (F10) Konzernanhang der CENIT AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr 2024 A Handelsregister und Gegenstand des Unternehmens Die Konzernmuttergesellschaft, die CENIT Aktiengesellschaft (nachfolgend „Gesellschaft“ oder   „CENIT“), hat ihren Sitz in der Industriestraße 52 - 54, 70565 Stuttgart , Deutschland , und ist beim  Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 19117 eingetragen. Die Aktien der  CENIT werden öffentlich an der Börse Frankfurt im Handelssegment Prime Standard gehandelt. Der Gegenstand der Tätigkeit der Konzerngesellschaften ist jedwede Art von Dienstleistungen im   Bereich der Einführung und des Betriebs von Informationstechnologien sowie der Vertrieb und Handel  von Software und Anlagen der Informationstechnologie. Mit einem Schwerpunkt auf Product Lifecycle-  und Dokumenten-Management-Lösungen sowie IT-Outsourcing bieten CENIT und ihre  Tochtergesellschaften (nachfolgend „CENIT Gruppe“) in ihren Geschäftssegmenten, PLM (Product  Lifecycle Management) und EIM (Enterprise Information Management), maßgeschneiderte  Beratungsleistungen aus einer Hand an. Die Hauptschwerpunkte der CENIT Gruppe liegen auf  Geschäftsprozessoptimierung sowie computerunterstützten Konstruktions- und Entwicklungs-  technologien. B Rechnungslegungsgrundsätze Der Konzernabschluss der CENIT Aktiengesellschaft , Stuttgart, wird in Übereinstimmung mit den   International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den  ergänzenden nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt und  am 09. April 2025 zur Veröffentlichung genehmigt. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt und aus Gründen der Übersichtlichkeit auf volle Tausend   gerundet (TEUR). Bilanzstichtag ist der 31. Dezember eines Jahres. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden   unterschieden, die im Anhang detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Gewinn- und  Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Bewertung der Vermögenswerte erfolgte unter der Heranziehung der historischen Anschaffungs-   oder Herstellungskosten (Anschaffungskostenprinzip), mit Ausnahme der zu Handelszwecken  gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und der finanziellen Vermögenswerte, die beim erstmaligen  Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte eingestuft wurden  und daher zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden unter   Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Stichtag des Abschlusses des  Mutterunternehmens aufgestellt. Geänderte oder neue vom IASB herausgegebene und von der EU-Kommission freigegebene IFRS und sich hieraus ergebende Ausweis-, Ansatz- oder Bewertungsänderungen Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 waren folgende Standards und   Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden, die jedoch keine materiellen Auswirkungen auf  den Konzernabschluss hatten. • Änderungen an IAS 1: Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig • Änderungen an IFRS 16: Folgebewertung bei Leasingverhältnissen aus Sale-and-Leaseback   Transaktionen • Änderungen an IAS 1: Klarstellung zur Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig   mit Nebenbedingungen • Änderungen an IAS 7/IFRS 7: Transparenz von Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen in der   Kapitalflussrechnung Ausblick auf kommende IFRS-Änderungen Folgende in EU-Recht übernommene IFRS wurden bis zum Bilanzstichtag herausgegeben, sind aber   erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden. Der CENIT Konzern hat sich bei den erst  in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen dazu  entschlossen, von einem möglichen Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch zu  machen. Aus der Anwendung dieser Standards wird keine wesentliche Auswirkung erwartet. • Änderungen an IAS 21: Mangel an Umtauschbarkeit Der folgende, veröffentlichte, aber von der EU noch nicht übernommene Standard wird einen   wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns haben. • IFRS 18: Neuregelung von Abschlussinformationen IFRS 18 ersetzt IAS 1, wobei viele Anforderungen in IAS 1 unverändert übernommen und durch  neue Anforderungen ergänzt werden. Die Zielsetzung des neuen Standards liegt auf der   Verbesserung der Berichterstattung über die finanzielle Leistung eines Unternehmens mit  Schwerpunkt auf der Gewinn- und Verlustrechnung. Zu den wesentlichen Neuerungen  gehören die Einführung von vordefinierten Zwischensummen und die Kategorisierung von  Erträgen und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung, Vorschriften zu den   Verbesserungen der Zusammenfassung und der Aufgliederung von Posten, sowie die  Einführung von Angaben zu bestimmten von der Unternehmensleitung definierten  Erfolgskennzahlen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Anwendung des neuen   Standards wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird, insbesondere  was die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung betrifft. Die übrigen veröffentlichten, von der EU noch nicht übernommenen, Standards werden voraussichtlich   keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns haben. • Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7: Änderungen der Klassifizierung und Bewertung von   Finanzinstrumenten • Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7: Verträge mit Bezug auf naturabhängige Elektrizität • Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Volume 11 • IFRS 19: Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben C Konsolidierungsgrundsätze 1. Konsolidierungskreis und -grundsätze Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihr   kontrollierten Unternehmen (ihre Tochterunternehmen). Die CENIT übt Kontrolle aus, wenn CENIT Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen   ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund  ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Wenn die CENIT keine Stimmrechtsmehrheit  besitzt, so kontrolliert sie das Beteiligungsunternehmen dennoch, wenn sie durch ihre Stimmrechte  über die praktische Möglichkeit verfügt, die maßgebliche Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens  einseitig zu bestimmen. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern   die Kontrolle erlangt, voll konsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald die Kontrolle durch das  Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Mit Kaufvertrag vom 3. Januar 2024 hat die CCE b:digital GmbH (CCE), eine 100%ige   Tochtergesellschaft der CENIT AG, 100% der Kommanditanteile an der CCE b:digital GmbH & Co. KG  erworben. Durch zeitgleichen Rücktritt des Komplementärs fand eine Anwachsung des Vermögens der  CCE b:digital GmbH & Co. KG bei der CCE b:digital GmbH statt. Die CCE b:digital GmbH & Co. KG, mit  Hauptsitz in Bissendorf, fungiert als Experte für digitale Lösungen und Services für das Engineering und  die Fertigung - schwerpunktmäßig auf Basis des Dassault Systèmes Portfolios. Durch die Akquisition  der CCE b:digital GmbH & Co. KG baut CENIT die Marktanteile als Spezialist für zukunftsfähige  3DEXPERIENCE-Lösungen in Deutschland weiter aus und stärkt die Position als einer der weltweit  führenden strategischen Platinum Partner von Dassault Systèmes. Die Anwachsung der  CCE b:digital GmbH & Co. KG erfolgte zum 01. Januar 2024. Der Kaufpreis betrug 2.255 TEUR und  beinhaltet neben der fixen Kaufpreisrate in Höhe von 1.909 TEUR auch einen variablen Bestandteil,  welcher sich am Ergebnis der Geschäftsjahre 2024 und 2025 bemisst. Der variable Kaufpreisbestandteil  wird sich innerhalb der Bandbreite von 0 EUR bis 750 TEUR bewegen und wurde zum Stichtag mit   346 TEUR bewertet. Der Zahlungsmittelabfluss aufgrund dieses Unternehmenserwerbs belief sich  bisher auf 770 TEUR und resultierte aus dem Abfluss durch die Zahlung der fixen Kaufpreisrate sowie  aus dem Zufluss der erworbenen Zahlungsmittel der CCE b:digital GmbH & Co. KG in Höhe von   1.139 TEUR. Bei der CENIT sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Aufwendungen für   Rechtsberatung und Due Diligence in Höhe von 115 TEUR angefallen, wovon auf das abgelaufene  Geschäftsjahr 38 TEUR entfallen sind. Diese Kosten wurden im sonstigen Aufwand erfasst. Die CCE hat im Geschäftsjahr 2024 5.616 TEUR Umsatzerlöse erzielt, wovon 5.616 TEUR auf den   Zeitraum der Konzernzugehörigkeit entfallen. Seit ihrer Konzernzugehörigkeit hat sie ein Ergebnis in  Höhe von -45 TEUR erwirtschaftet. Der Unternehmenszusammenschluss hat zu Beginn des aktuellen  Geschäftsjahres stattgefunden, daher sind die Gewinne bzw. Verluste der CCE während des  Geschäftsjahres im Konzernergebnis vollständig enthalten. Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte und Schulden der CCE zum   Erwerbszeitpunkt und die entsprechenden Buchwerte unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt stellten  sich wie folgt dar:

in TEUR Beizulegender Zeitwert Bisheriger
zum Erwerbszeitpunkt Buchwert
Immaterielle Vermögenswerte 1.445 3
Sachanlagen 1.176 1.176
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, 307 307
Vertragsvermögenswerte und übrige Forderungen
Aktive Abgrenzungsposten 179 179
Gesamtsumme Vermögenswerte 3.107 1.665
Leasingverbindlichkeiten 1.115 1.115
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
sonstige Verbindlichkeiten und sonstige 1.492 1.492
Rückstellungen
Passive latente Steuerschulden 433 0
Gesamte Schulden 3.040 2.607
Summe des erworbenen Reinvermögens 1.206 196
Gegenleistung (ohne Nebenkosten) 2.255
Mit dem Erwerb entstandener Firmenwert 1.049

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen fällige Bruttobeträge der vertraglichen   Forderungen in Höhe von 307 TEUR, welche als vollständig einbringlich eingeschätzt werden. Aus dem Erwerb der CCE ist aufgrund des Reinvermögens übersteigendem Kaufpreis ein Firmenwert   entstanden. Die gezahlte Gegenleistung beinhaltet außerdem Beträge, welche die Vorteile aus  erwarteten Synergien, Umsatzwachstum, künftige Marktentwicklung und die bestehenden Arbeits-  kräfte der CCE berücksichtigen. Diese Vorteile werden nicht getrennt vom Firmenwert angesetzt, da  sie den Ansatzvorschriften immaterieller Vermögenswerte nicht genügen. Mit Wirkung zum 31. Juli 2024 hat CENIT North America Inc., eine 100%ige Tochtergesellschaft der   CENIT AG, 60% an der in Naperville/USA ansässigen Analysis Prime LLC (AP) erworben. Das  Unternehmen spezialisiert sich seit seiner Gründung im Jahr 2018 auf vier Kompetenzfelder rund um  die Planung und Analyse geschäftskritischer Unternehmensprozesse auf Basis der SAP-Architektur:  Dazu gehören die SAP Analytics Cloud (SAC), das SAP Profitability and Performance Management, SAP  Datasphere sowie das SAP Group Reporting. Mit über 300 weltweit realisierten Projekten, darunter bei  US-amerikanischen Tier-1-Unternehmen, positioniert sich Analysis Prime LLC weltweit in der  Spitzengruppe der SAC-Experten. Mit der Übernahme ist die CENIT Gruppe nun an zwei Standorten in  den USA vertreten. Der gleichzeitige Zugriff auf das gesamte CENIT-Portfolio an PLM-, KI- und Cloud-  Softwarelösungen eröffnet der Analysis Prime LLC Möglichkeiten für strategisches Up- und Cross-  Selling in Nord-Amerika sowie Europa. Der Kaufpreis besteht aus einer fixen Kaufpreisrate in Höhe von 13.181 TEUR und einem variablen   Anteil, welcher sich am Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 bemessen hat. Der variable  Kaufpreisbestandteil hätte bis zu 5,0 mUSD betragen können, kommt jedoch nicht zur Anwendung, da  die Gesellschaft den unteren Schwellenwert, bezogen auf das EBITDA, nicht erreicht hat. Der Zahlungsmittelabfluss aufgrund dieses Unternehmenserwerbs belief sich bisher auf 12.736 TEUR und   resultierte aus dem Abfluss durch die Zahlung der fixen Kaufpreisrate sowie aus dem Zufluss der  erworbenen Zahlungsmittel der AP in Höhe von 445 TEUR. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb  angefallenen Nebenkosten (1.078 TEUR) wurden im sonstigen Aufwand erfasst. Die AP hat im Geschäftsjahr 2024 16.905 TEUR Umsatzerlöse erzielt, wovon 7.335 TEUR auf den   Zeitraum der Konzernzugehörigkeit entfallen. Seit ihrer Konzernzugehörigkeit hat sie ein Ergebnis in  Höhe von -329 TEUR erzielt. Hätte der Erwerb am 01. Januar 2024 stattgefunden, hätten die  Konzernumsatzerlöse 216.902 TEUR und der Konzernverlust für das Jahr bei -3.381 TEUR gelegen. Bei  der Ermittlung dieser Beträge hat das Management angenommen, dass die vorläufig ermittelten  Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte, die zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, auch im  Falle eines Erwerbs am 01. Januar 2024 gültig gewesen wären. Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte und Schulden der AP zum   Erwerbszeitpunkt und die entsprechenden Buchwerte unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt stellten  sich wie folgt dar:

in TEUR Beizulegender Zeitwert Bisheriger
zum Erwerbszeitpunkt* Buchwert
Immaterielle Vermögenswerte 13.438 729
Sach- und Finanzanlagen 34 34
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, 2.727 2.727
Vertragsvermögenswerte und übrige Forderungen
Aktive Abgrenzungsposten 109 109
Gesamtsumme Vermögenswerte 16.308 3.599
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
sonstige Verbindlichkeiten und sonstige 1.888 1.888
Rückstellungen
Passive latente Steuerschulden 3.372 0
Gesamte Schulden 5.260 1.888
Summe des erworbenen Reinvermögens (60%) 6.896 1.293
Gegenleistung (ohne Nebenkosten) 13.181
Mit dem Erwerb entstandener Firmenwert 6.285

*Die Darstellung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt vorläufig, auf Basis vorläufiger Berechnungen. Bis zur   Aufstellung des Geschäftsberichtes waren die Bewertungen der erworbenen immateriellen  Vermögenswerte noch nicht abgeschlossen. Die finalen Anpassungen erfolgen im ersten Halbjahr 2025. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen fällige Bruttobeträge der vertraglichen   Forderungen in Höhe von 1.900 TEUR, welche als vollständig einbringlich eingeschätzt werden. Aus dem Erwerb der AP ist aufgrund des Reinvermögens übersteigendem Kaufpreis ein Firmenwert   entstanden. Die gezahlte Gegenleistung beinhaltet außerdem Beträge, welche die Vorteile aus  erwarteten Synergien, Umsatzwachstum, künftige Marktentwicklung und die bestehenden  Arbeitskräfte der AP berücksichtigen. Diese Vorteile werden nicht getrennt vom Firmenwert angesetzt,  da sie den Ansatzvorschriften immaterieller Vermögenswerte nicht genügen. Der aufgrund des Unternehmenszusammenschlusses neu entstandene Firmenwert wird nach   amerikanischem Steuerrecht nicht angesetzt und ist somit steuerlich nicht abzugsfähig. Latente  Steuern auf den Firmenwert sind im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht entstanden und werden  auch in Zukunft nicht entstehen. Mit Verschmelzungsvertrag vom 6. September 2024 wurde die CENIT France SARL, eine 100%ige   Tochtergesellschaft der CENIT AG auf die KEONYS SAS, ebenfalls eine 100%ige Tochtergesellschaft der  CENIT AG, verschmolzen. Die Verschmelzung fand bilanziell rückwirkend auf den 01. Januar 2024 statt. Die im Vorjahr als vorläufig gekennzeichneten Bewertungen von Vermögenswerten im Rahmen der   Akquisitionen der PII und ABC wurden im Geschäftsjahr 2024 abgeschlossen. Die finale Bewertung der beizulegenden Zeitwerte der PII hat zu keinen Änderungen geführt. Die   vertraglich vereinbarte Kaufpreisnachzahlung im Geschäftsjahr von 169 TEUR hat sich jedoch auf den Firmenwert der PII ausgewirkt, welcher sich damit von ursprünglichen 2.643 TEUR auf 2.812 TEUR   erhöht hat. Aus der finalen Bewertung der ABC hat sich eine Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte von   vorläufigen 1.900 TEUR auf 1.985 TEUR ergeben, was mit einer Verringerung des Firmenwertes von  vorläufigen 1.523 TEUR zu 1.472 TEUR einhergeht. In den Konzernabschluss der CENIT sind gemäß IFRS 10 bzw. IFRS 11/IAS 28 die folgenden   Unternehmen einbezogen (Anteilsbesitz nach § 313 Abs. 2 HGB). Die Beteiligungsquoten sind mit  Ausnahme der vorgenannten Sachverhalte zum Vorjahr unverändert.

Gez. Zeitpunkt der
Nr. Gesellschaft Währung % Kapital Erstkonsolidierung
EUR
1 CENIT Aktiengesellschaft EUR --- 8.368 Mutterunternehmen
Stuttgart/Deutschland
Im Wege der Vollkonsolidierung einbezogene Unternehmen
2 CENIT (Schweiz) AG CHF 100 313 26. Oktober 1999
Effretikon/Schweiz
3 CENIT North America Inc. USD 100 28 29. November 2001
Auburn Hills/USA
4 CENIT SRL RON 100 105 22. Mai 2006
Iasi/Rumänien
5 CORISTO GmbH EUR 100 25 1. Januar 2016
Mannheim/Deutschland
6 KEONYS SAS Suresnes/Frankreich EUR 100 155 1. Juli 2017
7 KEONYS Belgique SPRL EUR 100 19 1. Juli 2017
Waterloo/Belgien
8 KEONYS NL BV EUR 100 18 1. Juli 2017
Houten/Niederlande
CENIT Software Technology
9 (Suzhou) Co. Ltd. CNY 100 662 30. Juni 2020
Suzhou/China
10 ISR Information Products AG EUR 74,9 170 31. Mai 2022
Braunschweig/Deutschland
MIP Management Informations
Partner Gesellschaft für EDV -
11 Beratung und Management- EUR 100 26 31. Januar 2023
Training mbH,
München/Deutschland
PI Informatik Projektierung von
12 Informationssystemen & EUR 100 26 1. Juli 2023
Informatikservice GmbH
Berlin/Deutschland
ACTIVE BUSINESS CONSULT
13 InformationstechnologieGmbH EUR 60 100 31. Juli 2023
Wien/Österreich
14 CCE b:digital GmbH EUR 100 25 31. Dezember 2023
Bissendorf/Deutschland
15 Analysis Prime, LLC USD 60 3.363 31. Juli 2024
Naperville/USA
At Equity einbezogene Unternehmen
16 CenProCS AIRliance GmbH EUR 33,3 150 16. November 2007
Stuttgart/Deutschland

2. Unternehmenszusammenschlüsse und Firmenwerte Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die   Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich gemäß den zum Tauschzeitpunkt  beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte, emittierten Eigenkapitalinstrumenten  und eingegangenen oder übernommenen Schulden. Änderungen des Anteils des Konzerns an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der   Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Der Firmenwert, der bei dem Erwerb eines Tochterunternehmens oder eines Unternehmens unter   gemeinschaftlicher Führung entsteht, wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet,  die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den Anteil des  Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und  Eventualschulden des erworbenen Unternehmens bemessen. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb  angefallenen Nebenkosten werden im sonstigen Aufwand erfasst. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter   Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des jährlich durchzuführenden Wert-  minderungstests wird der erworbene Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittel-  generierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss den  Erwartungen zufolge profitieren werden oder durch den Unternehmenszusammenschluss neu  entstanden sind. Jeglicher Wertminderungsaufwand des Firmenwerts wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung   erfasst. Ein für den Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in künftigen Perioden nicht  mehr aufgeholt werden. 3. Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen Die CENIT ist seit dem 16. November 2007 an einem Gemeinschaftsunternehmen, der CenProCS   AIRliance GmbH (CenProCS) mit 33,33% der Anteile beteiligt. Danach besteht eine vertragliche  Vereinbarung zwischen den Gesellschaftern, der CENIT AG Stuttgart, der PROSTEP AG Darmstadt und  der CS SI LePlessis Robinson, Frankreich, zur zusammenfassenden Zurverfügungstellung von  Dienstleistungen der Gesellschafter im Bereich der Informationstechnologie sowie der Koordination  und Vermarktung dieser Dienstleistungen der Gesellschafter an einen Großkunden. Die CenProCS  leitet die Aufträge eines Großkunden ausschließlich an ihre Gesellschafter weiter, übt keine eigene  Geschäftstätigkeit aus und ist daher selbst keinen unternehmerischen Risiken ausgesetzt. Die  CenProCS unterliegt der gemeinschaftlichen Führung der Gesellschafter. Der CENIT Konzern bilanziert seinen Anteil an der CenProCS unter Anwendung der Equity-Methode.   Nach der Equity-Methode wird der Anteil an der CenProCS in der Bilanz zu Anschaffungskosten,  zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des CENIT Konzerns am  Eigenkapital der CenProCS, erfasst. Die CENIT AG hat im Rahmen der Gründung Zahlungsmittel in Höhe  von 50 TEUR eingelegt. Der Abschluss der CenProCS wird zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des CENIT   Konzerns. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und  Bewertungsmethoden vorgenommen. Für den Anteil des CENIT Konzerns an der CenProCS ermittelt das Mutterunternehmen nach der   Anwendung der Equity-Methode, ob es erforderlich ist, einen zusätzlichen Wertminderungsaufwand  für diesen Anteil zu erfassen. Der Konzern ermittelt dabei an jedem Bilanzstichtag sowie  anlassbezogen, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Anteil an dem Gemeinschafts-  unternehmen wertgemindert sein könnte. Ein objektiver Anhaltspunkt liegt beispielsweise bei  Zahlungsschwierigkeiten vor. Ist dies der Fall, so wird die Differenz zwischen dem beizulegenden  Zeitwert des Anteils an der CenProCS und den Anschaffungskosten für diesen Anteil als  Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst. 4. Fremdwährungsumrechnung Die Darstellungswährung entspricht der funktionalen Währung des Mutterunternehmens. Bei der   Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften  wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Die funktionale Währung der  Konzernunternehmen entspricht dabei der jeweiligen lokalen Währung. Die Umrechnung von  Abschlüssen in funktionaler Währung in die Darstellungswährung des Konzerns erfolgt unter  Anwendung der modifizierten Stichtagskursmethode. Danach werden Vermögenswerte und Schulden  zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum  Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung der einzelnen Abschlüsse ergebende Unterschiedsbetrag wird   ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet. Im Geschäftsjahr wurden 390 TEUR (Vj. 41 TEUR)  erfolgsneutral erfasst. Bei Veräußerung von Tochterunternehmen werden die aus diesen  Gesellschaften im Eigenkapital erfassten Währungsdifferenzen erfolgswirksam aufgelöst. Transaktionen in Fremdwährung werden grundsätzlich zum aktuellen Kurs am Tag der Transaktion   umgerechnet. Am Ende des Geschäftsjahres werden monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer  Fremdwährung zum Jahresstichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre  Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet wurden, werden mit dem  Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet, und nicht monetäre Posten, die mit ihrem  beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der  Ermittlung des Zeitwerts gültig war. Die sich aus der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden  Differenzen werden erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr wurden im Ergebnis 444 TEUR  (Vj. -177 TEUR) Währungsdifferenzen erfolgswirksam erfasst. Für die Fremdwährungsumrechnung kamen folgende Umrechnungskurse zur Anwendung:

in EUR Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
31.12.2024 31.12.2023 2024 2023
CHF 0,9412 0,9260 0,9526 0,9718
USD 1,0389 1,1050 1,0824 1,0813
RON 4,9743 4,9756 4,9746 4,9467
CNY 7,5833 7,8509 7,7875 7,6600

D Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer (im Wesentlichen Software)   werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen  angesetzt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines  Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden planmäßig nach der linearen Methode  über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vorgenommen, die in der Regel drei Jahre  beträgt. Bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit einem   Unternehmenszusammenschluss (im Wesentlichen Kundenstämme, Software, Technologien,  Wettbewerbsverbote) entsprechen die Anschaffungskosten dieses immateriellen Vermögenswertes  ihrem beizulegenden Zeitwert. Sie werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen  Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert. Die Nutzungsdauer  beträgt bei identifizierten Kundenstämmen fünf bis zwölf Jahre, bei Software und Technologien zehn  Jahre. Beim Wettbewerbsverbot wird bei der Bestimmung der Laufzeit auf die vertraglichen  Regelungen abgestellt. Bei der Bestimmung der Nutzungsdauer orientiert sich die CENIT dabei am  voraussichtlichen Zeitraum in dem Zahlungsrückflüsse aus dem jeweiligen Kundenstamm erzielt  werden können. Die Nutzungsdauer für Technologien beträgt zehn Jahre, für einen identifizierten  Auftragsbestand ein Jahr und für weitere immaterielle Vermögenswerte in der Regel drei Jahre. 2. Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer (Firmenwerte) Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer (Firmenwerte) werden   zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen erfasst. Diese immateriellen  Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden mindestens einmal jährlich für  den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit einer  Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Die Prüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte basiert auf der  Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen, die auf vom Manage-  ment erstellten 5-Jahres Finanzplänen basieren (Discounted Cashflow Verfahren). Mit Ausnahme der Firmenwerte bestehen am Abschlussstichtag, wie im Vorjahr, keine immateriellen   Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer. 3. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden aufgrund der Nichterfüllung der   kumulativen Kriterien von IAS 38.57 nicht aktiviert. Die nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten  werden ebenfalls, wie die Kosten für Forschungsaktivitäten in der Periode als Aufwand erfasst, in der  sie anfallen. 4. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger   linearer Abschreibungen oder kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Die Anschaf-  fungs- und Herstellungskosten umfassen Aufwendungen, die direkt dem Erwerb der Gegenstände  zuzuordnen sind. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nur dann in den  Buchwert des Vermögenswerts einbezogen oder als separater Vermögenswert erfasst, wenn es  wahrscheinlich ist, dass dem Konzern ein mit der Sachanlage verbundener zukünftiger wirtschaftlicher  Nutzen zufließen wird und die Kosten der Sachanlage verlässlich bestimmt werden können.  Instandhaltungs- und Wartungskosten werden direkt als Aufwand erfasst. Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden entsprechend der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer  abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen drei bis fünf Jahre  sowie bei Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung fünf bis zehn Jahre. Die Bauten auf  eigenem Grund und Boden werden über 33 Jahre, Außenanlagen über acht bis 15 Jahre abgeschrieben. Die Bauten auf fremden Grundstücken (Mietereinbauten) werden über die Dauer der Mietverträge   abgeschrieben. Wesentliche Restwerte waren bei der Bemessung der Abschreibungshöhe nicht zu  berücksichtigen. Restwerte, Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle   Vermögenswerte werden jährlich überprüft und bei entsprechenden Änderungen angepasst. Es erfolgt  somit gemäß IAS 36.59 eine Abschreibung auf den erzielbaren Betrag soweit der Buchwert größer ist.  Die erforderlichen Änderungen werden grundsätzlich als Schätzungsänderungen prospektiv  berücksichtigt. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden entweder bei Abgang ausgebucht oder dann,   wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen  mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder  Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des  Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird,  erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Positionen sonstiger Ertrag oder  sonstiger Aufwand erfasst. Bei allen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wird die Werthaltigkeit des Buchwerts am   Ende jeden Geschäftsjahres überprüft, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf  hinweisen, dass der Buchwert der Vermögenswerte nicht erzielbar sein könnte. Immer wenn der  Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird bei Sachanlagen und  immateriellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt worden  sind, ein Wertminderungsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine Aufhebung eines in früheren Jahren erfassten Wertminderungsaufwands wird für die   Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, als Wertaufholung erfasst, wenn  ein Anhaltspunkt vorliegt, dass der Wertminderungsaufwand nicht länger besteht oder sich verringert  haben könnte. Die Wertaufholung wird als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der  Betrag der Wertaufholung darf nicht den Betrag übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der  Abschreibungen ergeben würde, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst  worden wäre. 5. Leasingverhältnisse Für alle Leasingverhältnisse bei denen der Konzern der Leasingnehmer ist, erfasst die CENIT am   Bereitstellungsdatum einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine  Leasingverbindlichkeit. Am Bereitstellungsdatum oder bei Änderung eines Vertrages, der eine  Leasingkomponente enthält, teilt der Konzern das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis der  relativen Einzelveräußerungspreise auf. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten  bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am  oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter  Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden  Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des  Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize. Anschließend  wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear  abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert geht zum Ende  der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern über oder in den Kosten des Nutzungsrechtes  ist berücksichtigt, dass der Konzern eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das  Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswertes abgeschrieben,  welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht  fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen  der Leasingverbindlichkeit angepasst. Erstmalig wird die Leasingverbindlichkeit zum Barwert der am  Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen, abgezinst mit dem  Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns, angesetzt. Zur Ermittlung des laufzeiten- und  sicherungsadäquaten Grenzfremdkapitalzinssatzes erlangt die CENIT Zinssätze von externen  Finanzquellen und nimmt bei Bedarf vermögensspezifische Anpassungen vor. Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen umfassen: – feste Zahlungen, einschließlich de facto festen Zahlungen – variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, erstmalig bewertet anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes bzw. (Zins-)Satzes – Leasingzahlungen für eine Verlängerungsoption, wenn die CENIT hinreichend sicher ist, diese auszuüben. Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode   bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder  (Zins-) Satzänderung verändern, wenn der Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer  Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert. In  der Bilanz weist der Konzern Nutzungsrechte, in den Sachanlagen aus. Die Leasingverbindlichkeiten  werden entsprechend ihrer Restlaufzeit in den langfristigen oder kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Die CENIT hat beschlossen, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse,   denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen oder deren Laufzeit nur von kurzer Dauer  ist, nicht anzusetzen. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang  stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Aufwand. Die CENIT hat keine Leasingverträge abgeschlossen, bei denen der Konzern als Leasinggeber agiert. 6. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines   finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen  Schuld oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden umfassen  sowohl originäre Finanzinstrumente wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen  und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte oder  aufgenommene Kredite und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten, als auch derivative  Finanzinstrumente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in  Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Finanzinstrumente werden zu dem  Zeitpunkt angesetzt, sobald die CENIT Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung   zum Handelstag. Die bestehenden Finanzinstrumente werden in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell des Konzerns zur   Steuerung der Vermögenswerte und der Frage, ob die vertraglichen Zahlungsströme der  Finanzinstrumente ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag  darstellen, entweder als „zu fortgeführten Anschaffungskosten“ (AC), als „erfolgswirksam zum  beizulegenden Zeitwert“ (FVTPL) oder als „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen  Ergebnis“ (FVOCI) klassifiziert und entsprechend bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert,   wird der beizulegende Zeitwert durch markt-, kosten-, oder einkommensbasierte Bewertungs-  techniken ermittelt. Dabei werden beobachtbare Inputfaktoren möglichst hoch und nicht  beobachtbare Inputfaktoren möglichst geringgehalten. Nachfolgend wird Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten der Kategorie AC und FVTPL   ausführlich erläutert, da diese Kategorie eine wesentliche Bedeutung für den Konzernabschluss hat.  Sollten Finanzinstrumente der Kategorien FVOCI bestehen, werden die erforderlichen Angaben in den  Kapiteln E und F gemacht. 6.1 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente (AC) Der Konzern bewertet Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die beiden   folgenden Bedingungen erfüllt sind: • Der finanzielle Vermögenswert oder die finanzielle Schuld wird im Rahmen eines Geschäfts-  modells zur Steuerung von Vermögenswerten gehalten und • die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts bzw. der finanziellen Schuld  führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Cashflows, die ausschließlich Tilgungs- und Zins-   zahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Schulden werden   unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Finanzielle Vermögenswerte sind auf  Wertminderungen zu überprüfen. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn  der Vermögenswert oder die Schuld ausgebucht, modifiziert oder wertgemindert wird. 6.2 Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente mit Erfassung der Wertänderung   im sonstigen Ergebnis (FVOCI) Ein FVOCI-Schuldinstrument wird zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im   sonstigen Ergebnis bewertet, wenn die Zielsetzung des Geschäftsmodells des Unternehmens darin  liegt, die finanziellen Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten  oder zu veräußern und die vertraglichen Bedingungen des finanziellen Vermögenswerts zu  festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die einzig Rückzahlungen von Teilen des  Nominalwerts und der Zinsen auf noch nicht zurückgezahlte Teile des Nominalwerts sind. 6.3 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (FVTPL) Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert, wenn diese die   kumulativen Kriterien weder für die Einstufung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) noch für  erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) erfüllen. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden, sofern sie kein Bestandteil einer Sicherungs-   beziehung sind, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dabei werden auch die Zinszahlungen auf  die finanzielle Verbindlichkeit berücksichtigt. Gewinne und Verluste, bei denen die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts auf ein verändertes   Ausfallrisiko der Verbindlichkeit zurückzuführen ist, werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis  erfasst. Zukünftige Änderungen führen nicht zu einer Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung,  stattdessen werden sie bei Ausbuchung der finanziellen Verbindlichkeit in die Gewinnrücklage  überführt. 6.4 Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die bilanzielle Berücksichtigung der Fair-Value-Änderungen von Sicherungsinstrumenten ist von der   Art der Sicherungsbeziehung abhängig. Im Falle der Absicherung gegen Wertänderungsrisiken von  Bilanzposten (Fair-Value-Hedges) wird sowohl das Sicherungsinstrument als auch der gesicherte  Risikoanteil des Grundgeschäfts zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Bewertungsänderungen der  Sicherungsinstrumente und Grundgeschäfte werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlust-  rechnung erfasst. Bei der Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen (Cashflow-Hedges) erfolgt die Bewertung der   Sicherungsinstrumente ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert. Sowohl der designierte effektive Teil  des Sicherungsinstruments als auch der nicht designierte effektive Teil des Sicherungsinstruments ist  erfolgsneutral in der Cashflow-Hedge Rücklage zu erfassen. Erst mit Realisierung des Grundgeschäfts  werden die Effekte erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Der ineffektive Teil eines Sicherungsinstruments wird sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung   erfasst. 6.5 Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts inklusive der dazugehörenden Anhang Angaben erfolgt   gemäß den Regelungen des IFRS 13. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten  Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines  Vermögenswerts eingenommen, beziehungsweise für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die  zu Marktwerten bewerteten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind der nachfolgend  beschriebenen drei Stufen der Fair-Value Hierarchie zuzuordnen, basierend auf dem Inputfaktor der  niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist. • Stufe 1: Notierte Marktpreise an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder   Schulden • Stufe 2: Andere Inputfaktoren als notierte Marktpreise, die jedoch direkt oder indirekt   beobachtbar sind • Stufe 3: Informationen über Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf dem Markt   beobachtbar sind Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts in Stufe 1 erfolgt mittels an einem aktiven Markt   notierter Preise (nicht berichtigte) für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, zu denen  CENIT am Abschlussstichtag Zugang hat. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts in Stufe 2 mittels Bewertungsverfahren anhand von   Informationen, bei denen es sich nicht um in Stufe 1 eingeordnete notierte Preise handelt, die jedoch  direkt oder indirekt beobachtbar sind. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts in Stufe 3 erfolgt mittels Bewertungsverfahren, bei denen   nicht auf aktiven Märkten beobachtbare Faktoren einbezogen werden. Bei Vermögenswerten und Schulden, die im Abschluss auf wiederkehrender Basis zum beizulegenden   Zeitwert erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der  Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend  auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert  insgesamt wesentlich ist) überprüft. 7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und werden aufgrund ihrer   Kurzfristigkeit zum Transaktionspreis abzüglich Wertminderungen angesetzt. Die Wertminderungen  werden auf Basis des Modells der erwarteten Kreditverluste im Sinne des IFRS 9 ermittelt. Nach dem  angewendeten vereinfachten Verfahren wurde dabei für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  sowie für Vertragsvermögenswerte, unabhängig von der Kreditqualität, eine Risikovorsorge in Höhe  des erwarteten Verlusts über die Restlaufzeit erfasst. Auf der Grundlage der gewichteten  Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls sowie unter Berücksichtigung zukunftsorientierter  Informationen wurde, bezogen auf den Forderungsbestand zum Stichtag, eine Risikovorsorge in Höhe  von 1,2% (Vj. 1,2%) getroffen. Aufgrund der Abkühlung der Konjunktur in unseren Zielmärkten und der  daraus resultierenden finanziellen Schieflage einzelner Kunden besteht nach Einschätzung des  Managements weiterhin ein erhöhtes Ausfallrisiko zum 31. Dezember 2024. Um diesem Risiko  Rechnung zu tragen, wurde analog 2023 ein Risikoabschlag in Höhe von 5,0% (Vj. 5,0%) auf  Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen  vorgenommen. Aufgrund der soliden Kundenstruktur der CENIT besteht bei einer Überfälligkeit  zwischen 30 und 90 Tagen noch kein überhöhtes Ausfallrisiko. 8. Vertragsvermögenswerte Vertragsvermögenswerte sind im Gegensatz zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch   vom Eintritt einer künftigen Bedingung abhängig. Wertminderungen auf Vertragsvermögenswerte  werden nach den gleichen Grundsätzen wie bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  ermittelt. 9. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare   Bankguthaben bei Kreditinstituten. Diese werden zum Nennbetrag bilanziert. 10. Leasingverbindlichkeiten Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der noch ausstehenden Mindestleasingzahlungen   ausgewiesen. 11. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Schulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Schulden sind kurzfristig   fällig und werden zum Nominalwert angesetzt. 12. Verbindlichkeiten gegenüber Banken Verzinsliche Bankdarlehen einschließlich Kontokorrentkrediten werden zum erhaltenen   Auszahlungsbetrag abzüglich der direkt zurechenbaren Ausgabekosten zum Zeitpunkt der erstmaligen  Erfassung bilanziert. Finanzierungskosten, einschließlich bei Rückzahlung oder Tilgung zahlbare Prämien, werden nach der Effektivzinsmethode als Zinsaufwand erfasst und erhöhen den Buchwert des Instruments insoweit, als sie erst in der Zukunft zu Auszahlungen führen werden. 13. Wertminderungen Mit IFRS 9 ist ein Modell zur Ermittlung von Wertminderungen auf Basis von erwarteten Kreditausfällen   eingeführt worden. Für flüssige Mittel wird die Vereinfachung für Finanzinstrumente mit einem niedrigen Kreditrisiko zum   Bilanzstichtag in Anspruch genommen. Die zur Ermittlung erwarteter Kreditverluste von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie   vertraglichen Vermögenswerten verwendete Ausfallwahrscheinlichkeiten beinhalten individuelle und  fortwährend aktualisierte Daten bezüglich des Bonitätsrisikos der Kontrahenten, wie das  Zahlungsverhalten und Unternehmens- und Branchendaten unter Berücksichtigung zukunfts-  gerichteter Annahmen. Bei objektiven Hinweisen auf das Eintreten eines Ausfallereignisses wird neben  erwarteten Kreditausfällen zudem das individuelle Ausfallrisiko in der Wertminderung berücksichtigt.  Als objektive Hinweise gelten z.B. signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners,  Zahlungsausfälle und -verzüge, Herabsetzung der Kreditwürdigkeit, Insolvenz und sonstige beobacht-  bare Daten, die auf eine merkliche Verminderung der erwarteten Zahlungen hindeuten. CENIT prüft  zum Ende jeder Berichtsperiode, ob sich das Kreditrisiko der Forderung verändert hat und passt die  Wertberichtigung gegebenenfalls an. 14. Vorräte Die ausgewiesenen Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder   Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Herstellungskosten werden auf Basis  der direkt zurechenbaren Kosten ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte  Veräußerungserlös abzüglich noch anfallender geschätzter Aufwendungen, die für die Fertigstellung  und Veräußerung notwendig sind. 15. Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen ergeben sich aus Verpflichtungen gegenüber   Arbeitnehmern. Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sind üblicherweise als  beitragsorientierte Pläne nach IAS 19 zu klassifizieren. Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen  zu zahlende Beträge werden aufwandswirksam erfasst, wenn die Verpflichtung zur Zahlung der  Beträge entsteht, und als Bestandteil des Personalaufwands ausgewiesen. Ausgenommen hiervon sind  die Versorgungszusagen der CENIT Schweiz. Die bei der CENIT Schweiz bestehenden BVG-Vorsorgewerke gelten wegen der gesetzlichen   Mindestzins- und Umwandlungssatzgarantien nach IAS 19 als leistungsorientierte Pläne. Ebenso ist die  Ruhestandszahlung, die der Konzern in Frankreich bei Renteneintritt eines Mitarbeiters zu bezahlen  hat, als leistungsorientierter Plan gemäß IAS 19 zu bilanzieren. Die Höhe der aus diesen  Vorsorgeplänen resultierenden Verpflichtungen wird unter Anwendung der Methode der laufenden  Einmalprämien (Projected Unit Credit Methode) ermittelt. Das zur Deckung der Pensions-  verpflichtungen vorliegende Planvermögen wird entsprechend den Vorgaben des IAS 19 mit den  Pensionsverpflichtungen verrechnet. 16. Anteilsbasierte Vergütung Seit dem Geschäftsjahr 2023 ist die langfristige Komponente der Incentivierung der Vorstandsverträge   aktiv. Das Programm wird gemäß IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung“ als anteilsbasierte Vergütung mit  Barausgleich bilanziert. Dementsprechend ist der beizulegende Zeitwert der von den Vorständen  erbrachten Arbeitsleistungen als Gegenleistung für die Barabgeltung erfolgswirksam als Aufwand  sowie als Verbindlichkeit zu erfassen. Das Programm sieht vor, dass jährliche Tranchen zu einem  Zeitpunkt 10 Börsentage nach Veröffentlichung der Ergebnisse des Vorjahres mit dem aktuellen  Aktienkurs bewertet werden, um Performance-Aktien zu bilden. Diese Performance-Aktien kommen  nach vier Jahren zur Auszahlung auf Basis des dann gültigen Aktienkurses und einer EBITA (Earnings  before interest, tax and amortization) Bewertung, die für die einzelne Tranche in Bezug auf die EBITA  Erreichung im letzten Planjahr ausgehend von der EBITA-Planung für das Planjahr zum Zeitpunkt der  Gewährung der Tranche errechnet wird. Es existiert dabei eine Obergrenze je Tranche von 200%,  welche durch eine Kombination aus Aktienkurs und EBITA Erreichung maximal ausbezahlt wird. Zur  weiteren Ausgestaltung des Programms verweisen wir auf die Ausführungen in F17. 17. Rückstellungen Rückstellungen sind in Höhe der bestmöglichen Schätzung des wahrscheinlichen Erfüllungsbetrags   ausgewiesen und werden für rechtliche und faktische Verpflichtungen gebildet, die ihren Ursprung in  der Vergangenheit haben, wenn es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem  Abfluss von Ressourcen führt und eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen  werden kann. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine  Rückerstattung erwartet (wie z. B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als  gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der  Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der  Erstattung ausgewiesen. Rückstellungen werden abgezinst, sofern die Restlaufzeit größer ein Jahr ist.  Als Zinssatz wird ein Zinssatz vor Steuern gewählt, der die für die Schuld spezifischen Risiken  widerspiegelt. Die Aufzinsung der Rückstellung wird im Zinsaufwand erfasst. 18. Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für   frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den  Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der laufende Steueraufwand  wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde  Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung,  da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw.  steuerlich abzugsfähig sind. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze  zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten. 19. Latente Steuern Latente Steuern werden nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode entsprechend IAS 12   auf temporäre Differenzen zwischen den Ansätzen in der Steuerbilanz und den Ansätzen im  Konzernabschluss angesetzt. Latente Steuerschulden werden grundsätzlich für alle zu versteuernden temporären Differenzen   erfasst. Latente Steueransprüche werden grundsätzlich für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch   nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße  erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das  die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge  und Steuergutschriften verwendet werden können. Bei Gesellschaften mit einer Verlusthistorie  werden nur latente Steuern auf Verlustvorträge angesetzt, bei denen es wahrscheinlich ist (>50%),  dass gemäß der Unternehmensplanung die Verlustvorträge zukünftig genutzt werden können oder in  der Höhe, in der passive latente Steuern gebildet wurden. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem   Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes  Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise  verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag  überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu  versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Die latenten Steuern auf temporäre Differenzen werden mit dem Steuersatz ermittelt, dessen   Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet  wird. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind aufgrund der zum Bilanzstichtag  gültigen Gesetze und Verordnungen berechnet. Zukünftige Steuergesetzänderungen werden  berücksichtigt, sofern am Bilanzstichtag materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines  Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind. Ertragsteuerliche Konsequenzen, die im Zusammenhang mit Positionen stehen, die direkt im   Eigenkapital erfasst wurden, werden ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der   Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche  gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts  beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. 20. Umsatzerlöse CENIT erzielt Umsatzerlöse aus der Lizenzierung von (Standard) Software (Eigen- und Fremdsoftware),   der Softwarepflege (für Eigen- und Fremdsoftware), der Erbringung von IT-Dienstleistungen sowie der  Erbringung von Beratungsleistungen für die Planung, Implementierung und Optimierung von  Geschäfts- und IT-Prozessen. Außerdem werden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren erzielt. Bei CENIT werden die unterschiedlichen Produkte nach den folgenden Vertragstypen kategorisiert: - Lizenzerträge – diese umfassen die Umsatzerlöse aus Softwarelizenzen und Softwarepflege - Verkauf von Dienstleistungen – dies umfasst Umsatzerlöse aus Dienstleistungs- und   Beratungsprojekten - Festpreisprojekte Verkauf von Waren – diese umfassen die Umsatzerlöse aus Hardware-  verkäufen 20.1 Softwarelizenzen Nach IFRS 15.31 ist die Umsatzrealisierung als Prinzipal (Bruttobilanzierung) oder als Agent   (Nettobilanzierung) abhängig von der Übertragung der Verfügungsgewalt eines zugesagten Guts oder  einer zugesagten Dienstleistung. Soweit die Verfügungsgewalt von den jeweiligen Softwareherstellern  nicht eindeutig auf CENIT übertragen wird, erfolgt für die Umsatzerlöse aus Softwarelizenzen eine  Nettobilanzierung. Lizenzerlöse aus der Einräumung zeitlich begrenzter Lizenzen, soweit die Software ein Recht auf   Nutzung des geistigen Eigentums mit Stand zum Zeitpunkt der Lizenzerteilung gewährt, und Erlöse aus  dem Verkauf zeitlich unbegrenzter Lizenzen werden dann erfasst, wenn die Software dem Kunden zur  Verfügung gestellt wurde (zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung). Erlöse aus Softwaremiete werden ratierlich über die Laufzeit der Leistungserbringung realisiert. In der   Regel werden Erlöse für Softwaremiete jährlich oder quartalsweise im Voraus abgerechnet. Die im  Voraus erhaltenen Zahlungen für zukünftige Leistungserbringung werden als Vertragsverbindlich-  keiten erfasst. Das durchschnittliche Zahlungsziel der Kunden beträgt zwischen fünf und 60 Tagen nach Rechnungs-   stellung. 20.2 Softwarepflege Hierunter fallen Umsatzerlöse aus Verträgen, die dem Kunden Zugang zu Softwareaktualisierungen   gewähren. Diese Aktualisierungen betreffen im Wesentlichen die Fehlerbehebung, Leistungs-  verbesserungen oder Anpassungen an geänderte Rahmenbedingungen. Erlöse aus Softwarepflege werden ratierlich über die Laufzeit der Leistungserbringung realisiert. In der   Regel werden Erlöse für Softwarepflege jährlich oder quartalsweise im Voraus abgerechnet. Die im  Voraus erhaltenen Zahlungen für zukünftige Leistungserbringung werden als Vertragsverbindlich-  keiten erfasst. Das durchschnittliche Zahlungsziel der Kunden beträgt zwischen fünf und 60 Tagen nach Rechnungs-   stellung. 20.3 Dienstleistungen (Beratung & Service) Umsätze aus Dienstleistungen, die auf Stundenbasis vergütet werden, umfassen Beratungsleistungen,   Schulungen, Applikations- und Anwenderbetreuung. Für diese Dienstleistungen erfolgt die  Erlösrealisierung in der Regel monatlich nach erbrachten Stunden. Liegen Mehrkomponentenverträge vor, die den Verkauf von Softwarelizenzen und Dienstleistungen   umfassen, werden diese daraufhin untersucht, ob eine oder mehrere Leistungsverpflichtungen  vorliegen. Die Allokation des Transaktionspreises erfolgt in den Fällen, in denen mehrere  Leistungsverpflichtungen identifiziert werden, gemäß den relativen Einzelveräußerungspreisen. CENIT  orientiert sich bei der Ableitung an eigenen Einzelveräußerungspreisen, beziehungsweise soweit diese  nicht vorliegen, an relativen Einzelveräußerungspreisen vergleichbarer Branchen-Transaktionen. Die  Umsatzrealisierung für die einzelnen Leistungsverpflichtungen kann zeitpunkt- oder zeitraumbezogen  erfolgen, je nachdem, wann der Kunde über die Leistung verfügen kann. In der Regel liegen bei  Leistungsverpflichtungen, die den Verkauf von Software betreffen die Voraussetzungen für die  zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung vor. Solche Verträge betreffen hauptsächlich Aufträge in denen  CENIT als Komplettanbieter von Consulting-, Software- und Serviceleistungen dem Kunden eine  durchgängige Lösung aus einer Hand anbietet. Das durchschnittliche Zahlungsziel der Kunden beträgt zwischen fünf und 60 Tagen nach Rechnungs-   stellung. 20.4 Festpreisprojekte Erträge aus Verträgen, bei denen ein Festpreis vereinbart wurde (in der Regel Werkverträge im   Zusammenhang mit Programmierung oder Implementierung von Software), werden nach Maßgabe  des Fertigstellungsgrads erfasst, sofern das Ergebnis verlässlich geschätzt werden kann. Ist das  Ergebnis verlässlich zu schätzen, so sind die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit  diesem Projekt entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag jeweils als Teil der  entstandenen Auftragskosten für die geleistete Arbeit im Verhältnis zu den erwarteten Auftragskosten  zu erfassen. Das Management ist zu der Einschätzung gelangt, dass dies ein angemessenes Maß für  den Fertigstellungsgrad dieser Leistungsverpflichtungen nach IFRS 15 darstellt. Veränderungen in der  vertraglichen Arbeit, den Ansprüchen und den Leistungsprämien sind in dem Ausmaß enthalten, in  dem sie mit dem Kunden schriftlich vereinbart wurden. Wenn das Ergebnis eines Projektes nicht  verlässlich bestimmt werden kann, sind die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen  Auftragskosten zu erfassen, die wahrscheinlich einbringbar sind. Auftragskosten werden in der  Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten  Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust sofort als  Aufwand erfasst. Ein erwarteter Verlust ist als Aufwand zu erfassen, sobald dieser Verlust  wahrscheinlich ist. Das durchschnittliche Zahlungsziel der Kunden beträgt zwischen fünf und 60 Tagen nach Rechnungs-   stellung. 20.5 Waren Die Umsatzerlöse aus Waren betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Endgeräten. Verkäufe von   Waren werden erfasst, wenn die Leistungsverpflichtung durch Auslieferung an den Käufer erbracht  wird. Das durchschnittliche Zahlungsziel der Kunden beträgt zwischen fünf und 60 Tagen nach Rechnungs-   stellung. 21. Zuwendungen der öffentlichen Hand Forderungen für Zuwendungen der öffentlichen Hand werden dann erfasst, wenn eine angemessene   Sicherheit besteht, dass die Gesellschaft die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass  die Gesellschaft die Zuwendungen sachlich erhält. Die Erträge werden analog zu der Erfassung der mit  den Zuschüssen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen realisiert. 22. Dividenden und Zinserträge Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs des Konzerns auf Zahlung erfasst. Zinserträge werden erfasst, wenn der Zinsanspruch entstanden ist (unter Verwendung der   Effektivzinsmethode, d. h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittel-  zuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen  Vermögenswerts abgezinst werden). 23. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen Die folgenden Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen hatten nach Ansicht des   Vorstands den wesentlichsten Einfluss auf die im Konzernabschluss erfassten Beträge. • Bei der Bilanzierung von Umsatzerlösen aus Softwarelizenzen Dritter besteht ein erheblicher   Ermessensspielraum, ob CENIT als Prinzipal oder Agent agiert. Die Verlautbarungen des IFRS  IC aus dem Dezember 2021, "Principal versus Agent: Software-Reseller (IFRS 15)", lassen  vermuten, dass für Reseller von Standardsoftware im Grundfall der Status eines Agenten  anzunehmen ist und sich dies in der Praxis für Software-Reseller durchsetzen könnte. Soweit  CENIT keine umfassende Rechtsposition mit Blick auf die Verfügungsmacht an den  Softwarelizenzen Dritter innehat, wendet CENIT eine Nettobilanzierung als Agent an. Diese  vermittelt zuverlässige und relevantere Informationen über die Auswirkungen der zu Grunde  liegenden Geschäftsvorfälle. • Für Forschungskosten besteht ein Aktivierungsverbot. Entwicklungskosten sind zu aktivieren,   wenn kumulativ alle Ansatzkriterien des IAS 38.57 erfüllt sind, die Forschungsphase eindeutig  von der Entwicklungsphase getrennt werden kann und entscheidende Kosten den einzelnen  Projektphasen überschneidungsfrei zuordenbar sind. Aufgrund zahlreicher Interdependenzen innerhalb von Entwicklungsprojekten und der Unsicherheit, ob Produkte letztendlich  Marktreife erreichen, sind auf Grundlage der Einschätzung von CENIT derzeit nicht alle  Aktivierungskriterien des IAS 38 erfüllt. Dementsprechend werden Entwicklungskosten in Höhe von 11.236 TEUR (Vj. 10.081 TEUR) nicht aktiviert. • Die Beurteilung der Trennbarkeit der Leistungsverpflichtungen bei Mehrkomponenten-   verträgen basiert auf der Einschätzung, ob die unterschiedlichen Vertragskomponenten einen  eigenständigen Wert für den Kunden haben und von den anderen Komponenten separiert  werden können. Diese Einschätzung unterliegt damit einem gewissen Ermessensspielraum.  Die Einschätzung erfolgt auf Basis des zugrundeliegenden Vertrags und der Kenntnisse zum  Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Ebenso ist die Aufteilung des Transaktionspreises auf die  unterschiedlichen Vertragskomponenten ermessensbehaftet. Dies ist bei CENIT insbesondere  hinsichtlich der Aufteilung zwischen Softwarelizenz- und Softwarepflegeleistungen relevant.  Hier orientiert sich CENIT an eigenen Einzelveräußerungspreisen, beziehungsweise soweit  diese nicht vorliegen, an relativen Einzelveräußerungspreisen vergleichbarer Branchen-  Transaktionen. • In der gegenwärtigen makroökonomischen Situation kann ein erhöhtes Maß an Unsicher-   heiten in Bezug auf die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte bestehen. Änderungen des  beizulegenden Zeitwerts können wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und  Ertragslage der CENIT haben. • Die Ermittlung des Fertigstellungsgrads unterliegt im Hinblick auf die Schätzung der noch   anfallenden Auftragskosten einem gewissen Ermessenspielraum. Die Einschätzung erfolgt auf  Basis der Kenntnisse über die tatsächlich entstandenen Kosten und den erwarteten  Gesamtkosten des Projekts zum Bilanzstichtag. Von den ausgewiesenen Vertrags-  vermögenswerten entfallen 2.115 TEUR (Vj. 520 TEUR) auf laufende Projekte. • Der Aufwand wie auch der Barwert aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen und   korrespondierendem Planvermögen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Eine versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der  Grundlage diverser Annahmen, die von den tatsächlichen Entwicklungen in der Zukunft  abweichen können. Hierzu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze, künftiger Lohn- und  Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und künftiger Rentensteigerungen. Aufgrund der  Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit  reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser  Annahmen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Die netto Pensionsverpflichtung beträgt zum Stichtag 998 TEUR (Vj. 855 TEUR). • Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für derivative Finanzinstrumente erfolgt unter Verwendung des jeweils angemessenen finanzmathematischen Verfahrens. Dabei können die zugrunde gelegten Input-Faktoren wie Volatilität, Zinssatz und Cashflow-Prognosen von den tatsächlichen Entwicklungen in der Zukunft abweichen. Zum Stichtag ist unter den langfristigen Vermögenswerten eine Long Call Option mit 2.840 TEUR (Vj. 4.484 TEUR) und unter den langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten eine Short Put Option mit 1.993 TEUR (Vj. 1.767 TEUR) sowie Derivate mit negativen Marktwerten aus Zinssicherungsgeschäften in Höhe von 1.204 TEUR ausgewiesen. • Bei der Ermittlung des Ansatzes von Rückstellungen sind Annahmen über die   Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Ressourcenabflusses zu treffen. Diese Annahmen stellen  die bestmögliche Einschätzung der dem Sachverhalt zugrunde liegenden Situation dar,  unterliegen jedoch durch die notwendige Verwendung von Annahmen einer gewissen  Unsicherheit. Bei der Bemessung der Rückstellungen sind ebenfalls Annahmen über die Höhe  des möglichen Ressourcenabflusses zu treffen. Eine Änderung der Annahmen kann somit zu  einer abweichenden Höhe der Rückstellung führen. Demnach ergeben sich durch die  Verwendung von Annahmen auch hier gewisse Unsicherheiten. • Die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „CORISTO“,   „KEONYS FR“, "ISR", "mip", "PII", "ABC", "CCE" und "AP" zur Prüfung der Werthaltigkeit der  Firmenwerte basiert auf Inputfaktoren wie gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten und  Nutzungswert. Die Berechnung eines Nutzungswerts erfolgt unter Verwendung von Cashflow-  Prognosen, die auf vom Management erstellten, 5-Jahres Finanzplänen basieren und der  Annahme einer langfristigen Wachstumsrate von 1,0% (Vj. 1,0%). Aus der strategischen  Ausrichtung des jeweiligen Geschäftsbereichs und der Strategie des CENIT Konzerns werden  die Zahlungsströme aus den erwarteten Umsatzerlösen anhand des erwarteten Produktmix  abgeleitet und hierauf basierend die erwarteten Mittelabflüsse ermittelt. Hierbei werden auch  Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung  makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. E Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Unternehmensbereichen und Regionen ist in der Erläuterung H   dargestellten Segmentberichterstattung wiedergegeben. Darüber hinaus erfolgt die Aufgliederung der  Umsatzerlöse nach folgenden Kategorien: Aufgliederung der Umsätze nach Produkt-/Erlösarten

in TEUR 2024 2023
Fremdsoftware (inklusive Softwarepflege) 102.592 92.697
CENIT Beratung und Service 85.337 74.380
CENIT Software (inklusive Softwarepflege) 19.271 16.788
Handelsware 133 855
Gesamt 207.333 184.720

Aufgliederung der Umsätze nach Vertragstypen

in TEUR 2024 2023
Lizenzerträge 121.862 109.485
PLM 110.583 100.452
EIM 11.279 9.033
Verkauf von Waren und Dienstleistungen 82.256 72.783
PLM 51.430 41.417
EIM 30.826 31.366
Festpreisprojekte 3.215 2.452
PLM 3.009 2.452
EIM 206 0
Gesamt 207.333 184.720

Die ermittelten Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Zum Bilanzstichtag bestehen Vertragsvermögenswerte (F8) in Höhe von 2.773 TEUR (Vj. 1.029 TEUR)   und Vertragsschulden (F17) in Höhe von 20.891 TEUR (Vj. 21.891 TEUR). In den Erlösen sind die zu  Beginn des Jahres erfassten Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 21.891 TEUR (Vj. 18.469 TEUR)  vollständig enthalten. Auftragsentwicklung Der Auftragseingang im CENIT Konzern lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 bei 230.931 TEUR   (Vj. 196.084 TEUR). Der Auftragsbestand per 31. Dezember 2024 belief sich auf 81.089 TEUR  (Vj. 57.491 TEUR), dies entspricht der Gesamthöhe des Transaktionspreises, der den zum  31. Dezember 2024 nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet wird. Vom Auftragsbestand  werden 81.089 TEUR (Vj. 57.491 TEUR) innerhalb eines Jahres verumsatzt. 2. Forschungs- und Entwicklungskosten Im Jahr 2024 wurde ausschließlich nicht auftragsbezogene Produktentwicklung betrieben, welche die   Ansatzkriterien nach IAS 38.57 jedoch nicht erfüllen. Die angefallenen Entwicklungskosten der Projekte  in Höhe von 11.236 TEUR (Vj. 10.081 TEUR) sind als Aufwand in der Berichtsperiode erfasst worden. 3. Sonstige Erträge Die sonstigen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2024 2023
Erträge aus Steuergutschrift 635 166
Erträge aus Weiterberechnung Marketing und Adminkosten 315 462
Erträge aus Währungskursdifferenzen 788 237
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 542 249
Erträge aus Versicherungserstattungen/Schadensersatz 123 240
Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen 41 526
Erlöse aus dem Verkauf der CENIT Japan K.K. 0 871
Sonstige Erträge 96 125
Gesamt 2.540 2.876

Die Erträge aus Währungskursdifferenzen ergaben sich insbesondere aus der Umrechnung von US-   Dollar und Schweizer Franken. Mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (Forschungszulagen-   gesetz) vom 14. Dezember 2019 wurde in Deutschland eine neue steuerliche Forschungs- und  Entwicklungsförderung in Form einer Forschungszulage eingeführt. Die Anspruchsberechtigung setzt  die Durchführung eines begünstigten Forschungs- und Entwicklungsvorhabens voraus, mit dem nach  dem 1. Januar 2020 begonnen wurde. Begünstigt sind alle Forschungs- und Entwicklungsvorhaben,  soweit sie einer oder mehreren der Kategorien Grundlagenforschung, industrielle Forschung oder  experimentelle Entwicklung zuzuordnen sind. Die Forschungszulage beträgt 25% der förderfähigen  Aufwendungen. Die Berücksichtigung der Steuergutschrift erfolgt durch Anrechnung auf die  Körperschaftssteuerschuld, oder soweit eine vollständige Anrechnung nicht möglich ist, durch  Auszahlung der Forderung. Die CENIT AG, ISR und PII haben im Geschäftsjahr 2024 Erlöse für die  Forschungszulage 2024 in Höhe von 188 TEUR (Vj. 131 TEUR) erfasst. Die ISR hat darüber hinaus  431 TEUR Forschungszulage für die Veranlagungsjahre 2020 bis 2023 erfasst. In Frankreich werden den Unternehmen Zuwendungen der öffentlichen Hand gewährt. Die   sogenannte Steuergutschrift für Forschung und Entwicklung (CIR). Die Steuergutschrift für Forschung  und Entwicklung beträgt 30% der qualifizierten Aufwendungen. Hierunter fallen Ausgaben für  Grundlagenforschung sowie angewandte Forschung und Entwicklungskosten. Die Berücksichtigung  der Steuergutschrift erfolgt durch Anrechnung auf die Körperschaftsteuerschuld, oder soweit eine  vollständige Anrechnung nicht möglich ist, durch Auszahlung der Forderung. Die KEONYS SAS hat im  Jahr 2024 Erträge aus dieser Steuergutschrift in Höhe von 12 TEUR (Vj. 35 TEUR) in den sonstigen  Erträgen erfasst. 4. Materialaufwand Es handelt sich um Aufwand für bezogene Fremdsoftware 76.038 TEUR (Vj. 68.225 TEUR) sowie um   Aufwand für Fremddienstleistungen 9.289 TEUR (Vj. 8.765 TEUR). 5. Personalaufwand Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Gehälter, freiwillige soziale Leistungen, Zuführungen zur   Urlaubsrückstellung, Erfolgsbeteiligungen und Vorstandstantiemen sowie soziale Abgaben und  Aufwendungen für Altersversorgung.

in TEUR 2024 2023
Löhne und Gehälter 72.944 64.309
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 15.101 14.279
Gesamt 88.045 78.588

Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassen im Wesentlichen den Arbeitgeberanteil zur   gesetzlichen Rentenversicherung. Die gesetzlichen Rentenversicherungen sind, mit Ausnahme der  Schweiz, als beitragsorientierter Plan ausgestaltet. Weiterhin bietet die CENIT ihren Mitarbeitern in  Deutschland die Möglichkeit, Beiträge an eine Pensionskasse bzw. Direktversicherung durch  Gehaltsumwandlung zu entrichten. Bei diesen beitragsorientierten Versorgungsplänen geht der  Arbeitgeber keine Verpflichtungen ein. Die Höhe der zukünftigen Pensionsleistungen richtet sich  ausschließlich nach der Höhe der Beiträge, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer an den externen  Versorgungsträger gezahlt hat, einschließlich der Erträge aus der Anlage dieser Beiträge. Die schweizerischen BVG-Vorsorgewerke sowie die Ruhestandsgelder in Frankreich sind nach IAS 19   als leistungsorientierte Pläne ausgestaltet. Wir verweisen auf die Ausführungen zu F19. Im Jahresdurchschnitt (auf Quartalsbasis) waren 959 (Vj. 894) Mitarbeiter beschäftigt, zuzüglich 57   (Vj. 52) Auszubildende. Am Bilanzstichtag belief sich die Beschäftigtenzahl auf 984 Personen (Vj. 893). Davon waren 696   (Vj. 670) Mitarbeiter in Deutschland tätig, 198 (Vj. 189) in sonstigen Mitgliedsländern der Europäischen  Union sowie 90 (Vj. 34) in anderen Nationen. Im Personalaufwand werden Aufwendungen aus dem Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen   in Höhe von 360 TEUR (Vj. 771 TEUR) ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag werden 161 TEUR (Vj. 159 TEUR)  unter den Verbindlichkeiten dargestellt, da diese noch nicht zahlungswirksam geworden sind. Im  Geschäftsjahr bestehen Verbindlichkeiten aus Abfindungszahlungen aus früheren Geschäftsjahren in  Höhe von 79 TEUR (Vj. 122 TEUR). 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und   Sachanlagen Die Zusammensetzung der Abschreibungen ergibt sich aus der Entwicklung des Anlagevermögens, die   in der Erläuterung F1 und F2 dargestellt ist. 7. Sonstige Aufwendungen

in TEUR 2024 2023
Reparaturen und Wartung 3.124 2.761
Rechts- und Beratungskosten 4.066 2.538
Raumkosten 1.233 1.166
Kfz-Kosten 1.594 1.477
Werbekosten 1.585 1.103
Telekommunikation und Bürobedarf 860 794
Reisekosten 2.359 1.837
Sonstige Personalkosten 426 648
Versicherung 623 582
Aufwendungen aus Währungskursverlusten 345 413
Fortbildung 476 385
Miet- und Leasingaufwendungen 724 299
Verkaufsprovisionen 34 236
Gewährleistungen 49 203
Nebenkosten des Geldverkehrs 93 67
Aufsichtsratsvergütungen 210 160
Interne Veranstaltungen 125 117
Verluste Anlagenabgänge 0 1
Übrige 574 597
Gesamt 18.500 15.385

8. Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2024 2023
Erträge aus wertberichtigten Forderungen 132 21
Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle 871 246
Gesamtsumme -739 -225

9. Zinsergebnis Die Gesamtzinserträge und Gesamtzinsaufwendungen stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 2024 2023
Zinserträge aus Bankeinlagen 180 150
Gesamtzinserträge 180 150
Inanspruchnahme von Krediten und Avalen 2.304 1.567
Zinsaufwendungen aus Leasingverträgen 296 227
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von abgegrenzten Schulden 26 9
Nettozinsergebnis aus der Bewertung von Vorsorgeverpflichtungen 24 27
Gesamtzinsaufwendungen 2.650 1.830
Zinsergebnis -2.470 -1.680

Der Anstieg der Finanzierungsaufwendungen ist durch das höhere Finanzierungsvolumen seit Mitte   des Geschäftsjahres 2023 mit einhergehender Zinserhöhung zurückzuführen. Unter Anwendung der  Effektivzinsmethode resultiert für finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführtenAnschaffungskosten bilanziert werden, ein Gesamtzinsaufwand von 2.304 TEUR (Vj. 1.567 TEUR). 10. Ergebnis aus Finanzinstrumenten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert   bewertet wurden. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet   wurden beinhaltet die Wertänderung der Short Put und Long Call Option in Zusammenhang mit dem  zukünftigen Erwerb der verbleibenden Anteile an der ISR Information Products AG in Höhe von  -1.870 TEUR (Vj. -1.280 TEUR) und eine Abwertung in Höhe von -3.732 TEUR (Vj. Zuschreibung  548 TEUR) auf die Beteiligung an der ASCon Systems Holding GmbH. Siehe auch Anhangangabe F4. 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Ertragsteuern umfassen die inländische Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags   sowie die Gewerbesteuer. Vergleichbare Steuern der ausländischen Tochtergesellschaften sind  ebenfalls unter dieser Position ausgewiesen. Der Aufwand aus Ertragsteuern setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2024 2023
Laufender Steueraufwand 2.424 2.465
Veränderung latenter Steuern aus temporären Differenzen -1.547 -583
Gesamtsumme 877 1.881

Im laufenden Steueraufwand sind periodenfremde Erträge in Höhe von 129 TEUR (Vj. 73 TEUR)   enthalten. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen. Diese   stellen sich wie folgt dar:

in % 2024 2023
CENIT 31,00 31,00
CENIT CH 27,00 27,00
CENIT NA 24,00 24,00
CENIT RO 16,00 16,00
CORISTO 31,00 31,00
KEONYS FR 25,00 25,00
KEONYS BE 25,00 25,00
KEONYS NL 25,00 25,00
CENIT CN 25,00 25,00
ISR 30,00 30,00
MIP 31,75 31,75
PII 30,00 30,00
ABC 23,00 23,00
CCE 30,00 n/a
AP 26,53 n/a

Die erwartete Steuerbelastung auf das steuerliche Ergebnis beträgt zum Abschlussstichtag 31%   (Vj. 31%) und errechnet sich wie folgt:

in % 2024 2023
Gewerbesteuer bei einem Hebesatz von 430,1 % (Vj. 432,0%) 15 15
Körperschaftsteuer 15 15
Solidaritätszuschlag (5,5% der Körperschaftsteuer) 1 1
Tarifbelastung 31 31

Die CENIT orientiert sich damit am Steuersatz der CENIT AG, da diese den maßgeblichen Ergebnis-   beitrag zum Konzernergebnis leistet. Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand und dem rechnerischen Steueraufwand,   der sich bei einem Steuersatz für die CENIT AG von 31% (Vj. 31%) ergeben würde, setzt sich wie folgt  zusammen:

in TEUR 2024 2023
Periodenergebnis vor Steuern (EBT) -693 6.805
Theoretischer Steueraufwand bei einem Steuersatz von 31% (Vj. 31%) 215 -2.110
Steuerlich nicht abziehbare Aufwendungen -1.309 -441
Steuerfreie Erträge 283 537
Änderung nutzbarer steuerlicher Verlustvorträge -84 -24
Periodenfremder Aufwand -29 12
Auswirkungen unterschiedlicher Steuersätze innerhalb des Konzerns sowie -61 124
Steuersatzänderungen
Sonstige 108 21
Ertragsteueraufwand laut Konzern-Gewinn- undVerlustrechnung -877 -1.881
Steuerquote -126,6% 27,6%

In den Auswirkungen unterschiedlicher Steuersätze des Konzerns sind Steueraufwendungen, welche   sich nicht auf das EBT beziehen in Höhe von -112 TEUR (Vj. -117 TEUR) enthalten. 12. Ergebnis pro Aktie Die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie erfolgt nach den Vorgaben des IAS 33 („Earnings per Share“)   mittels Division des Konzernergebnisses durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der während  des Geschäftsjahres ausgegebenen Aktien. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie berücksichtigt keine  Optionen und ergibt sich, indem das auf die Aktien entfallende Nettoergebnis nach Anteilen Dritter  durch die durchschnittliche Zahl der Aktien dividiert wird. Ein verwässertes Ergebnis je Aktie liegt dann  vor, wenn aus dem Stammkapital neben Stammaktien auch Eigenkapitalinstrumente ausgegeben  werden, die zukünftig zu einer Erhöhung der Aktienzahl führen könnten. Optionen oder  Optionsscheine werden dabei nur berücksichtigt, wenn der durchschnittliche Börsenkurs der  Stammaktien während der Berichtsperiode den Ausübungspreis der Optionen oder Optionsscheine  übersteigt. Dieser Effekt wird entsprechend ermittelt und angegeben. Die folgende Tabelle enthält die bei der Berechnung der unverwässerten und verwässerten Ergebnisse   je Aktie zugrunde gelegten Beträge:

in TEUR 2024 2023
Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens
zuzurechnendes Ergebnis -1.936 4.496
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien zur 8.367.758 8.367.758
Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie

Zum Bilanzstichtag wurden keine eigenen Aktien gehalten. In der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine   Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien stattgefunden. Nach IAS 33 par. 49  ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von -0,23 EUR (Vj. 0,54 EUR) verwässert und unverwässert, da sich  keine Verwässerungseffekte ergeben haben. 13. Gezahlte und vorgeschlagene Dividenden Während des Geschäftsjahres beschlossene und ausgeschüttete Dividende auf Stammaktien:

in TEUR 2023 2022
Dividende für 2023: 0,04 EUR (2022: 0,50 EUR) 335 4.184

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der CENIT AG werden, auf Basis der Finanzierungsstrategie, auf der   Hauptversammlung am 4. Juni 2025 vorschlagen, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2024 aus dem  Bilanzgewinn der CENIT AG auszuschütten.

in TEUR 2024 2023
Dividende für 2024: 0,00 EUR (Vj. 0,04 EUR) 0 335

Aus der Ausschüttung von Dividenden durch die CENIT AG an die Anteilseigner ergeben sich für die   CENIT AG keine ertragsteuerlichen Konsequenzen. F Bilanz 1. Immaterielle Vermögenswerte Im Jahr 2024 entwickelte sich der Bestand der immateriellen Vermögenswerte wie folgt:

in TEUR Software Geschäfts-
sowie Kunden- oder Gesamt
Lizenzen stamm Firmenwert
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1.1.2024 10.953 21.136 34.513 66.602
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 -38 0 -38
Konsolidierungskreisänderung 3.429 12.161 7.452 23.042
Zugänge 460 0 0 460
Abgänge 32 0 0 32
Stand 31.12.2024 14.810 33.259 41.965 90.034
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2024 6.580 12.139 278 18.997
Währungsumrechnungsdifferenzen 33 -7 0 26
Konsolidierungskreisänderung 54 0 0 54
Zugänge 2.160 2.367 0 4.527
Abgänge 32 0 0 32
Stand 31.12.2024 8.795 14.499 278 23.572
Restbuchwerte 6.015 18.760 41.687 66.462
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 9.116 16.877 28.041 54.034
Währungsumrechnungsdifferenzen -2 143 0 141
Konsolidierungskreisänderung 1.527 4.116 6.472 12.115
Zugänge 373 0 0 373
Abgänge 61 0 0 61
Stand 31.12.2023 10.953 21.136 34.513 66.602
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 5.427 10.704 278 16.409
Währungsumrechnungsdifferenzen 1 143 0 143
Konsolidierungskreisänderung 125 0 0 125
Zugänge 1.088 1.293 0 2.381
Abgänge 61 0 0 61
Stand 31.12.2023 6.580 12.139 278 18.997
Restbuchwerte 4.373 8.997 34.235 47.605

1.1 Immaterielle Vermögenswerte aus Unternehmenserwerben Die Software aus der Erstkonsolidierung der SPI Numérique SARL (Segment PLM) wurde im Berichtsjahr   vollständig abgeschrieben. Der Restbuchwert des Vorjahres hat 50 TEUR betragen. Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert der CORISTO GmbH mit Buchwert in Höhe von 1.272 TEUR   (Vj. 1.272 TEUR) wurde zur Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit  „CORISTO“ zugeordnet. Der im Zuge der Erstkonsolidierung der KEONYS Gruppe identifizierte Kundenstamm der KEONYS SAS   hat zum Bilanzstichtag einen verbleibenden Amortisationszeitraum von vier Jahren und sechs  Monaten. Der Buchwert beträgt zum Bilanzstichtag 1.771 TEUR (Vj. 2.164 TEUR). Der im Rahmen des  Erwerbs erworbene Geschäfts- oder Firmenwert mit Buchwert in Höhe von 5.355 TEUR (Vj. 5.355  TEUR) wurde zur Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „KEONYS  FR“ zugeordnet. Der Kundenstamm aus der Erstkonsolidierung der SynOpt GmbH hat zum Bilanzstichtag einen   Amortisationszeitraum von sechs Monaten. Der Buchwert beträgt zum Bilanzstichtag 17 TEUR  (Vj. 50 TEUR). Der im Zuge der Erstkonsolidierung der ISR Information Products AG identifizierte Kundenstamm hat zum Bilanzstichtag einen verbleibenden Amortisationszeitraum von vier Jahren und fünf Monaten. Der Buchwert beträgt zum Bilanzstichtag 2.432 TEUR (Vj. 2.982 TEUR). Die identifizierte Software hat zum Bilanzstichtag einen verbleibenden Amortisationszeitraum von sieben Jahren und fünf Monaten und valutiert am 31.12.2024 mit 1.973 TEUR (Vj. 2.239 TEUR). Das identifizierte Wettbewerbsverbot hat eine Restlaufzeit von fünf Monaten und zum Bilanzstichtag einen Buchwert in Höhe von 54 TEUR (Vj. 183 TEUR). Die weiteren Markenrechte valutieren zum Bilanzstichtag mit 18 TEUR (Vj. 51 TEUR) und haben eine Restlaufzeit zwischen fünf Monaten und zwei Jahren und fünf Monaten. Der im Rahmen des Erwerbs erworbene Geschäfts- oder Firmenwert mit Buchwert in Höhe von 21.136 TEUR (Vj. 21.136 TEUR) wurde zur Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „ISR“ zugeordnet. Der im Zuge der Erstkonsolidierung der mip identifizierte Kundenstamm hat zum Bilanzstichtag einen   verbleibenden Amortisationszeitraum von acht Jahren und einem Monat. Der Buchwert beträgt zum  Bilanzstichtag 1.083 TEUR (Vj. 1.217 TEUR). Der identifizierte Vorteil aus einem Mietverhältnis hat zum  Bilanzstichtag einen verbleibenden Amortisationszeitraum von zwei Jahren und einem Monat und  valutiert am 31.12.2024 mit 88 TEUR (Vj. 130 TEUR). Der im Vorjahr ausgewiesene Auftragsbestand  aus der Erstkonsolidierung der mip in Höhe von 146 TEUR wurde im Geschäftsjahr planmäßig  amortisiert. Die Markenrechte valutieren zum Bilanzstichtag mit 7 TEUR (Vj. 13 TEUR) und haben eine  Restlaufzeit von einem Jahr und einem Monat. Der im Rahmen des Erwerbs erworbene Geschäfts- oder  Firmenwert mit Buchwert in Höhe von 2.306 TEUR (Vj. 2.306 TEUR) wurde zur Überprüfung der  Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „mip“ zugeordnet. Der im Zuge der Erstkonsolidierung der PII identifizierte Kundenstamm hat zum Bilanzstichtag einen   verbleibenden Amortisationszeitraum von fünf Jahren und sechs Monaten. Der Buchwert beträgt zum  Bilanzstichtag 689 TEUR (Vj. 814 TEUR). Das erworbene Know-how hat zum Bilanzstichtag einen  verbleibenden Amortisationszeitraum von acht Jahren und sechs Monaten und valutiert am  31.12.2024 mit 666 TEUR (Vj. 745 TEUR). Der im Vorjahr ausgewiesene Auftragsbestand aus der  Erstkonsolidierung der PII in Höhe von 90 TEUR wurde im Geschäftsjahr planmäßig amortisiert. Die  weiteren Markenrechte valutieren zum Bilanzstichtag mit 6 TEUR (Vj. 10 TEUR) und haben eine  Restlaufzeit von einem Jahr und sechs Monaten. Der im Rahmen des Erwerbs erworbene Geschäfts-  oder Firmenwert mit Buchwert in Höhe von 2.812 TEUR (Vj. 2.643 TEUR) wurde zur Überprüfung der  Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „PII“ zugeordnet. Der im Zuge der Erstkonsolidierung der ABC identifizierte Kundenstamm hat zum Bilanzstichtag einen   verbleibenden Amortisationszeitraum von fünf Jahren und sechs Monaten. Der Buchwert beträgt zum  Bilanzstichtag 1.404 TEUR. Der identifizierte Auftragsbestand hat eine Restlaufzeit von sechs Monaten  und valutiert am 31.12.2024 mit 66 TEUR. Die Buchwerte des Vorjahrs basierten auf Erfahrungswerten, da zum Zeitpunkt der Berichterstattung die Bewertung der identifizierten Vermögenswerte noch nicht   abgeschlossen war und wurden in Höhe von 1.900 TEUR geschätzt. Der im Rahmen des Erwerbs  erworbene Geschäfts- oder Firmenwert mit Buchwert in Höhe von 1.472 TEUR (Vj. 1.523 TEUR) wurde  zur Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „ABC“ zugeordnet. Der im Zuge der Erstkonsolidierung der CCE identifizierte Kundenstamm hat zum Bilanzstichtag einen   verbleibenden Amortisationszeitraum von sechs Jahren. Der Buchwert beträgt zum Bilanzstichtag  945 TEUR. Die identifizierte Software hat zum Bilanzstichtag einen verbleibenden  Amortisationszeitraum von vier Jahren und valutiert am 31.12.2024 mit 5 TEUR. Das identifizierte  Wettbewerbsverbot hat eine Restlaufzeit von zwei Jahren und zum Bilanzstichtag einen Buchwert in  Höhe von 93 TEUR. Das erworbene Know-how hat zum Bilanzstichtag einen verbleibenden  Amortisationszeitraum von neun Jahren und valutiert am 31.12.2024 mit 150 TEUR. Die weiteren  Markenrechte valutieren zum Bilanzstichtag mit 18 TEUR und haben eine Restlaufzeit von zwei Jahren.  Der im Rahmen des Erwerbs erworbene Geschäfts- oder Firmenwert mit Buchwert in Höhe von  1.049 TEUR wurde zur Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „CCE“  zugeordnet. Die Bewertung der identifizierten Vermögenswerte im Rahmen der Akquisition der AP ist zum   Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht abgeschlossen. Basierend auf einer vorab Bewertung  wurde ein Kundenstamm sowie ein Auftragsbestand identifiziert. Der Kundenstamm valutiert zum  Bilanzstichtag vorläufig mit 11.198 TEUR und hat einen verbleibenden Amortisationszeitraum von fünf  Jahren und sieben Monaten. Der identifizierte Auftragsbestand hat zum Bilanzstichtag einen  vorläufigen Buchwert von 2.048 TEUR und eine Restlaufzeit von einem Jahr und einem Monat. Der im  Rahmen des Erwerbs erworbene Geschäfts- oder Firmenwert mit Buchwert in Höhe von 6.285 TEUR  wurde zur Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „AP“ zugeordnet. 1.2. Wertminderungsaufwand Hinsichtlich der immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer gab es im aktuellen   Geschäftsjahr 2024 keine Anzeichen dafür, dass die angesetzte Nutzungsdauer anzupassen ist. Der Konzern hat eine jährlich wiederkehrende Überprüfung auf Wertminderung für die Geschäfts-   oder Firmenwerte durchgeführt. Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten „CORISTO“, „KEONYS FR“, "ISR",   „mip“, „PII“, „ABC“, "CCE" und "AP" werden auf der Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter  Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, der auf vom Management erstellten 5-Jahres  Finanzplänen basiert. Bei der 5-Jahres Finanzplanung werden entsprechend der strategischen  Ausrichtung des jeweiligen Geschäftsbereiches und der Strategie des CENIT Konzerns die Umsatzerlöse  anhand des erwarteten Produktmix abgeleitet und hierauf die erwarteten Kosten ermittelt. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit „CORISTO“ wird bei der Ableitung der Umsatzerlöse ein   jährliches Umsatzwachstum im Servicebereich von 3% (Vj. 4%) zugrunde gelegt. Die Kosten werden  unter der Annahme einer unterproportionalen Steigerungsrate modelliert und heben die EBIT-Marge  auf etwa 20% (Vj. 20%). Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „KEONYS FR“ wird bei der Ableitung der Umsatzerlöse   zugrunde gelegt, dass der Service und der Verkauf von Fremdsoftware um jährlich 5% ausgebaut  werden. Bei den erwarteten Kosten geht das Management von einer unterproportionalen Steigerung  im Bereich von durchschnittlich 4% p.a. (Vj. 4%-5%) aus, was im Ergebnis zu einer nachhaltigen  Steigerung der Profitabilität führen wird. Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „ISR“ wird bei der Ableitung der Umsatzerlöse zugrunde   gelegt, dass der Service und insbesondere der Verkauf von CENIT Software durchschnittlich um 6%  ausgebaut werden. Bei den erwarteten Kosten geht das Management von einer jährlichen Steigerung  von 5,5% (Vj. 5,5%) aus, was im Ergebnis zu einer moderaten Steigerung der Profitabilität führen wird. Bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten „mip“, "PII", "ABC" und "CCE" werden im Rahmen der   Planung ähnliche Planungsparameter zugrunde gelegt. Bei der Ableitung der Umsatzerlöse wird mit  einem Ausbau des Serviceumsatzes von jährlich etwa 5-6% (Vj. 5%) gerechnet. Bei den erwarteten  Kosten geht das Management von einer leicht unterproportionalen Entwicklung in einer Bandbreite  zwischen 3% und 5% aus, was im Ergebnis zu einer moderaten Steigerung der Profitabilität führen wird. Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "AP" wird in den nächsten fünf Jahren mit einem Ausbau   des Servicegeschäftes von jährlich über 10% gerechnet. Gepaart mit einer leicht unterproportionalen  Kostenentwicklung zwischen 8% und 10% soll diese Entwicklung zu einer nachhaltigen Steigerung der  Profitabilität führen. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt für die Einheit   “CORISTO“ 11,66% (Vj. 12,31%), die „KEONYS FR“ 13,22% (Vj. 11,47%), die "ISR" 11,08% (Vj. 11,75%),  die "mip" 10,67% (Vj. 11,30%), die „PII“ 10,29% (Vj. 11,19%), die "ABC" 9,77% (Vj. 10,83%), die "CCE"  11,14% und die "AP" mit 11,95%. Cashflows nach dem Zeitraum von fünf Jahren werden für alle  zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1% (Vj. 1%).  extrapoliert. Diese Wachstumsrate basiert auf einer vorsichtigen Schätzung des Vorstands. Die  Überprüfung zeigte, dass die Nutzungswerte höher als die Buchwerte sind. Daher gab es hieraus, seit  dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierungen, keine Anzeichen auf Wertminderungsbedarf, die  Firmenwerte bestehen unverändert fort. 2. Sachanlagen Im Jahr 2024 entwickelte sich der Bestand der Sachanlagen wie folgt:

Bauten auf Betriebs- Gel.
eigenen und Technische und Ge- An-
in TEUR fremden Anlagen, schäfts- zahlun- Gesamt
Grund- Maschinen ausstat- gen auf
stücken* tung* BGA
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1.1.2024 20.554 8.081 6.876 2 35.513
Währungsumrechnungsdifferenzen 32 7 4 0 43
Konsolidierungskreisänderung 1.115 79 258 0 1.452
Zugänge 1.284 625 2.314 1 4.225
Abgänge 539 465 1.103 3 2.111
Stand 31.12.2024 22.446 8.327 8.349 0 39.122
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2024 11.334 7.157 4.034 0 22.525
Währungsumrechnungsdifferenzen 16 6 4 0 26
Konsolidierungskreisänderung 0 46 194 0 240
Zugänge 3.148 470 1.737 0 5.356
Abgänge 214 465 985 0 1.664
Stand 31.12.2024 14.284 7.215 4.984 0 26.483
Restbuchwerte 8.162 1.112 3.365 0 12.639
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 20.032 6.958 5.848 0 32.838
Währungsumrechnungsdifferenzen -9 2 -4 0 -13
Konsolidierungskreisänderung 624 485 766 0 1.875
Zugänge 1.235 677 1.813 2 3.727
Abgänge 1.327 40 1.547 0 2.914
Stand 31.12.2023 20.554 8.081 6.876 2 35.513
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 9.285 6.500 3.681 0 19.466
Währungsumrechnungsdifferenzen 4 2 -4 0 3
Konsolidierungskreisänderung 126 352 327 0 805
Zugänge 2.891 342 1.575 0 4.808
Abgänge 972 39 1.545 0 2.556
Stand 31.12.2023 11.334 7.157 4.034 0 22.525
Restbuchwerte 9.220 924 2.842 2 12.988

*Hierin sind auch Vermögenswerte aus Leasingverhältnissen enthalten. Weitere Ausführungen hierzu sind in Kapitel I   enthalten. 3. Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen Die CENIT AG besitzt einen Anteil von 33,3% (Vj. 33,3%) an der CenProCS AIRliance GmbH, einem in   Stuttgart ansässigen Unternehmen. Die Gesellschaft ist auf die zusammenfassende  Zurverfügungstellung von Dienstleistungen ihrer Partner, CENIT AG Stuttgart, PROSTEP AG Darmstadt  und der CS SI LePlessis Robinson, Frankreich, im Bereich der Informationstechnologie sowie die  Koordination und Vermarktung dieser Dienstleistungen spezialisiert. Das oben aufgeführte Gemeinschaftsunternehmen ist in diesem Konzernabschluss nach der Equity-   Methode bilanziert. Die Vermögenswerte, Schulden und Erträge der CenProCS AIRliance GmbH stellen sich zum   31. Dezember 2024 wie folgt dar:

in TEUR 2024 2023
Kurzfristige Vermögenswerte
(davon Zahlungsmittel 240 TEUR (Vj. 191 TEUR) 5.735 7.477
Kurzfristige Schulden 5.568 7.309
Eigenkapital 167 168
Erlöse 48 48
Gesamtergebnis -1 -1
Buchwert der Beteiligung 56 58
Anteil am Ergebnis des Gemeinschaftsunternehmen -1 -1

4. Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte und langfristige finanzielle   Verbindlichkeiten Bereits im Kaufvertrag über den Erwerb der ISR Information Products AG wurden Vereinbarungen über   den Erwerb der verbleibenden Anteile in Höhe von 25,1% getroffen. Die Vereinbarung umfasst zwei  Andienungsrechte. Zum einen steht den verbleibenden Gesellschaftern jeweils unabhängig das  Andienungsrecht zu, dass CENIT sämtliche Anteile, welche im Zeitpunkt der Ausübung gehalten  werden, erwerben muss. Aus Sicht der CENIT entspricht dieses Andienungsrecht einer sogenannten  „Short Put Option“. Die Ausübung dieser Option ist nur im Zeitraum 1. April 2026 bis 31. März 2029  möglich. Zum anderen steht CENIT das Recht zu, dass die verbleibenden Gesellschafter sämtliche von  ihnen gehaltenen Anteile an CENIT veräußern. Aus Sicht der CENIT entspricht dieses Andienungsrecht  einer sogenannten „Long Call Option“. Die Ausübung dieser Option ist nur im Zeitraum vom 1. Oktober  2029 bis 30. September 2032 möglich. Der beizulegende Zeitwert dieser Optionen wurde anhand einer  Monte-Carlo Simulation durchgeführt. Auf Basis historischer Daten (Aktienkurse, EBITDAs) der ISR  Information Products AG und vergleichbarer Unternehmen werden hierbei zukünftige Ergebnisse  projiziert. Als Startwert wurde der Fair Value der ISR Information Products AG zu Grunde gelegt  welcher unter Verwendung von Cashflow-Prognosen, die auf vom Management erstellten, 5-Jahres  Finanzplänen basieren ermittelt wurde (Discounted Cashflow Verfahren). Der Wert der Short Put Option wurde zum Stichtag mit -1.993 TEUR (Vj. -1.767 TEUR) und der Wert   der Long Call Option mit 2.840 TEUR (Vj. 4.484 TEUR) ermittelt. Die Bewertung wurde basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungsverfahren als   beizulegender Zeitwert der Stufe 3 eingeordnet. Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten außerdem die 3,73% (Vj. 3,73%)   Kapitalbeteiligung an der ASCon Systems Holding GmbH in Höhe von 0 TEUR (Vj. 3.732 TEUR). Durch die Verzahnung der Lösungsexpertise von ASCon Systems Holding GmbH und CENIT wollten   beide Unternehmen als PLM-Experten einen deutlichen Vorsprung rund um die Themen Digitaler  Zwilling sowie Echtzeit-Datenintegration aufbauen und damit die digitale Transformation von  Unternehmen im Bereich Fertigung und Industrie 4.0 vorantreiben. Der beizulegende Zeitwert der als  Finanzinvestition gehaltenen Beteiligung wurde aus Marktbeobachtungen undManagementeinschätzungen im Geschäftsjahr 2024 abgeleitet. Aufgrund des Verlusts eines   strategischen Großkunden und damit einhergehender wirtschaftlicher Schieflage musste man zum   Bilanzstichtag davon ausgehen, dass die Marktpreise des Vorjahres nicht mehr erzielt werden können.   Die Insolvenzanmeldung der Gesellschaft am 25. März 2025 hat diese Einschätzung bestätigt und   eine vollständige Abschreibung in Höhe von 3.732 TEUR (Vj. Zuschreibung 548 TEUR) bekräftigt.   Die Bewertung wurde basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungsverfahren als  beizulegender Zeitwert der Stufe 3 eingeordnet.

Zusammenhang zwischen
Wesentliche, nicht beobachtbare wesentlichen nicht beobachtbaren
Bewertungstechnik Inputfaktoren Inputfaktoren und der Bewertung
zum beizulegenden Zeitwert
Markttransaktionen Der geschätzte beizulegende
und hieraus Berücksichtigung von weiteren Zeitwert würde steigen (sinken),
abgeleitete preisbeeinflussenden Faktoren wie wenn der erwartete Preis für die
Wertentwicklungen wirtschaftliche Lage und Anreiz am Kapitalanteile an der ASCon
auf Basis des Markt für neue Investoren. Systems Holding GmbH höher
Geschäftsergebnisses (niedriger) wäre

5. Latente Steuern Die ermittelten Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen den Ergebnissen der Steuer- und   Handelsbilanzen und den Anpassungen der Handelsbilanzen an IFRS der einbezogenen Unternehmen,  führten in folgenden Positionen zu latenten Steuern in folgender Höhe:

in TEUR Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.12.2024 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2023
Latente Steuern auf Verlustvorträge 1.127 1.149 0 0
Immaterielle Vermögenswerte 0 0 6.458 3.594
Pauschalwertberichtigungen auf 0 0 61 152
Forderungen
Forderungen aus
Dienstleistungsaufträgen 0 0 109 89
Übrige Rückstellungen und 460 232 0 0
abgegrenzte Schulden
IAS 19 Pensionsverpflichtungen 252 214 0 0
Bewertungsunterschiede von 0 0 31 237
Finanzinstrumenten
Konsolidierungsmaßnahmen 13 1 0 0
Gesamt 1.852 1.596 6.659 4.072
Saldierung -665 -808 -665 -808
Gesamt 1.187 788 5.994 3.264

Die Veränderungen der latenten Steuern haben sich wie folgt auf die Gewinn- und Verlustrechnung   ausgewirkt:

in TEUR 2024 2023
Latente Steuern auf Verlustvorträge -129 -274
Immaterielle Vermögenswerte 1.071 573
Wertberichtigungen auf Forderungen 91 -64
Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen -20 -26
Übrige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 228 -47
IAS 19 Pensionsverpflichtungen -18 1
Auf Bewertungsunterschiede von Finanzinstrumenten 312 401
Konsolidierungsmaßnahmen 12 19
Gesamt 1.547 583

Die Veränderung der latenten Steuern auf erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische   Ergebnisse aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen und reklassifizierbare Ergebnisse aus  Cashflow-Hedges in Höhe von 55 TEUR (Vj. 381 TEUR) wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.  Daneben wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung von im Geschäftsjahr erworbenen Unternehmen  3.948 TEUR (Vj. 1.629 TEUR) passive latente Steuern erfolgsneutral erfasst. Zum 31. Dezember 2024 waren für temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an   Tochterunternehmen in Höhe von 676 TEUR (Vj. 198 TEUR) keine latenten Ertragsteuerschulden  passiviert, da CENIT in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung zu steuern und sich die  temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Zum Bilanzstichtag stellen sich die steuerlichen Verlustvorträge pro Gesellschaft wie folgt dar:

in TEUR 2024 2023
Angesetzte Angesetzte
Steuerliche latente Steuerliche latente
Verlustvorträge Steuern Verlustvorträge Steuern
CENIT DE 770 239 0 0
KEONYS FR 2.121 312 3.670 918
CENIT CN 735 37 979 55
CENIT CH 1.157 312 651 176
ABC 37 9 0 0
Gesamt 4.820 1.127 5.300 1.149

Der Ansatz der latenten Steuern erfolgt in der Höhe, in der mit einer Inanspruchnahme innerhalb von   fünf Jahren zu rechnen ist. Von den ausgewiesenen Verlustvorträgen in Höhe von 4.820 TEUR wurde  in Höhe von 586 TEUR kein latenter Steueranspruch angesetzt. 6. Vorräte

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Geleistete Anzahlungen 54 44
Waren 0 26
Gesamt 54 70

7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen nach der Equity-   Methode bilanzierte Finanzanlagen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 33.081 TEUR (Vj. 35.427 TEUR)   gegen Dritte sowie in Höhe von 3.118 TEUR (Vj. 4.307 TEUR) gegen nach der Equity-Methode  bilanzierte Finanzanlagen. Zum Ende des Geschäftsjahres ergibt sich folgende Aufstellung über die Altersstruktur der   Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen:

in TEUR davon: davon: zum davon: überfällig, aber nicht wertgemindert
Summe wertge- Abschluss-
mindert stichtag nicht
fällig
Weniger als Zwischen Zwischen Mehr als 90
30 Tage 30 und 60 61 und 90 Tage
Tagen Tagen
2024 36.922 723 27.066 5.251 1.803 382 1.697
2023 40.121 386 29.904 5.009 2.245 365 2.212
--- ---
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und in TEUR
Leistungen und Vertragsvermögenswerte
Stand am 31.12.2023 386
Zuführung (+) /Auflösung (-) 337
Stand am 31.12.2024 723

Die Struktur der Forderungen nach Ländern ergibt sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Deutschland 18.965 19.882
Europa 12.130 18.278
Drittland 5.104 1.575
Gesamtsumme 36.199 39.735

8. Vertragsvermögenswerte Zum Stichtag bestehen Vertragsvermögenswerte aus laufenden, noch nicht abgerechneten Projekten   in Höhe von 2.773 TEUR (Vj. 1.029 TEUR). Die Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen die  Ansprüche der CENIT auf Gegenleistung für erbrachte, aber zum Stichtag noch nicht abgerechnete  Leistungen. Die Vertragsvermögenswerte werden in die Forderungen umgegliedert, wenn die Rechte  vorbehaltlos werden. Dies geschieht in der Regel, wenn der Konzern eine Rechnung an den Kunden  ausstellt. 9. Übrige Forderungen Die übrigen Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Forderung gegen Personal 8 6
Forderungen für Sozialleistungen 25 19
Kautionsforderungen 290 317
Forderung Rückerstattung aus Lieferantenbeziehungen 268 1.091
Gesamtsumme 591 1.433

Die übrigen Forderungen sind alle kurzfristig und nicht überfällig und wurden nicht wertberichtigt. Im   Geschäftsjahr bestehen wie im Vorjahr keine langfristigen Forderungen. 10. Steueransprüche Weder im aktuellen Berichtsjahr noch im Vorjahr bestanden langfristige Ertragsteuerforderungen. Bei den kurzfristigen laufenden Steueransprüchen in Höhe von insgesamt 4.816 TEUR (Vj. 3.563 TEUR)   handelt es sich um Ansprüche aus Vorauszahlungen für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von  insgesamt 2.524 TEUR (Vj. 1.876 TEUR), Forderungen aus der Umsatzsteuervorauszahlung 914 TEUR  (Vj. 865 TEUR) sowie um die Aktivierung von Steuergutschriften für Forschungsprojekte in Deutschland  und Frankreich in Höhe von 1.378 TEUR (Vj. 822 TEUR). 11. Zahlungsmittel Die Zahlungsmittel setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Guthaben bei Kreditinstituten 16.449 24.334
Kassenbestände 8 7
Zahlungsmittel in der Bilanz 16.457 24.341
In der Kapitalflussrechnung dargestellte Zahlungsmittel 16.457 24.341

Guthaben bei Kreditinstituten werden variabel verzinst, bei Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben.   Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel beträgt 16.457 TEUR (Vj. 24.341 TEUR). Zum Bilanzstichtag verfügt der Konzern über freie Kreditlinien in Höhe von 32.532 TEUR   (Vj. 2.212 TEUR). Hierin enthalten ist eine Linie in Höhe von 4.017 TEUR (Vj. 1.611 TEUR), die sowohl  als Kredit- als auch als Aval-Linie in Anspruch genommen werden kann. Diese Linie wurde zum  Bilanzstichtag als Aval-Linie in Höhe von 1.935 TEUR (Vj. 849 TEUR) in Anspruch genommen. 12. Sonstige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Abgegrenzte Wartungsgebühren 10.303 11.753
Abgrenzung für Nutzungsrechte und Kfz-Versicherung 2.075 2.036
Gesamtsumme 12.378 13.789

Bei den abgegrenzten Wartungsgebühren handelt es sich um Vorauszahlungen des CENIT Konzerns,   die in Folgeperioden aufwandswirksam werden. 13. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital) der CENIT AG beträgt seit der am 13. Juni 2006 beschlossenen   Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und der Handelsregistereintragung vom 14. August 2006,  8.367.758,00 EUR und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 8.367.758 Stückaktien zu je 1,00 EUR  (Vj. 8.367.758 Stückaktien zu je 1,00 EUR). Die Aktien lauten auf den Inhaber und es handelt sich  ausschließlich um nennwertlose Stammaktien. Die CENIT AG hält unverändert keine eigenen Anteile. Genehmigtes Kapital Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung am 06. Juni 2024 wurde der Vorstand ermächtigt,   das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 5. Juni 2029 mit Zustimmung des Aufsichtsrats   einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu Euro 1.673.551,00 durch Ausgabe von insgesamt  bis zu 1.673.551 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien (Stückaktien) zu erhöhen (genehmigtes  Kapital 2024). Den Aktionären ist dabei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen  Aktien können auch von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten bzw. diesen nach § 186  Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie  den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wurde jedoch ermächtigt, mit Zustimmung  des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre insbesondere auszuschließen: • für Spitzenbeträge, • zur Gewinnung von Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder   Beteiligungen an Unternehmen oder von sonstigen Vermögensgegenständen oder zur  Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen, • wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht   übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich  unterschreitet §186 Abs. 3 Satz 4 AktG; beim Gebrauch von dieser Ermächtigung unter  Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts  aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der   Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals   durch Ausübung des genehmigten Kapitals und nach Ablauf der Ermächtigungsfrist zu ändern. Erläuterung der Bestandteile des Eigenkapitals Die Kapitalrücklage enthält den bei der Ausgabe von Aktien der Muttergesellschaft über den   Nennbetrag hinausgehenden erzielten Betrag. Übersteigen die gesetzliche Rücklage und die  Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB zusammen nicht den zehnten oder den in der Satzung  bestimmten höheren Teil des Grundkapitals, so dürfen diese gemäß § 150 AktG nur zum Ausgleich  eines Jahresfehlbetrags oder eines Verlustvortrags aus dem Vorjahr verwendet werden, sofern dieser  nicht durch einen Jahresüberschuss bzw. Gewinnvortrag gedeckt ist und nicht durch Auflösung anderer  Gewinnrücklagen ausgeglichen werden kann. Die anderen Gewinnrücklagen sowie die gesetzliche Rücklage gemäß § 150 AktG enthalten in die   Rücklagen eingestellte Gewinne sowie die in der Neubewertungsrücklage ergebnisneutral erfassten  Beträge. Die Währungsumrechnungsrücklage enthält die erfolgsneutral verrechneten Unterschiedsbeträge aus   der Umrechnung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften in die funktionale Währung des  Konzerns. Zum Bilanzstichtag sind vom Eigenkapital in Höhe von 47.437 TEUR insgesamt 7.129 TEUR den Anteilen   ohne beherrschenden Einfluss zuzuordnen. Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss werden  einerseits von Privatpersonen mit 25,1% an der ISR Information Products AG gehalten und andererseits  über Holdinggesellschaften mit 40% an der ACTIVE BUSINESS CONSULT Informationstechnologie  GmbH und 40% an der Analysis Prime LLC. Im Anteil ohne beherrschenden Einfluss ist der nicht  beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnende Anteil am Gewinn in Höhe von 366 TEUR  (Vj. 493 TEUR) enthalten. Die Gesellschaften mit Minderheitenanteil haben im Zeitraum ihrer  Konzernzugehörigkeit 2024 insgesamt 42.589 TEUR (Vj. 30.009 TEUR) Umsatzerlöse bei einem  Jahresergebnis von 1.916 TEUR (Vj. 2.020 TEUR) erwirtschaftet. Der Anteil am Cashflow des Konzerns  ist mit -202 TEUR (Vj. 390 TEUR) von unwesentlicher Bedeutung. Die Gesellschafterversammlungen  dieser Gesellschaften haben zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht über die Gewinnverwendung  des Geschäftsjahres 2024 beschlossen. 14. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen Die Leasingverbindlichkeiten sind wie folgt fällig:

Künftige
in TEUR Mindestleasing- Zinszahlungen Barwert
zahlungen
Unter einem Jahr 4.369 217 4.152
Zwischen einem Jahr und fünf Jahren 6.208 271 5.937
Über fünf Jahre 575 17 558
Gesamtsumme 11.152 505 10.647

15. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten und übrige Rückstellungen Die laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2024 2023
Stand 1.1. 1.183 558
Verbrauch 1.152 -146
Zugang durch Konsolidierungskreisänderung 25 216
Auflösung 0 -48
Zuführung 774 603
Stand 31.12.2024 830 1.183

Die übrigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber Dritten entsprechend   IAS 37 ab. Sie haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR Hauptversammlung Personalrückstellungen
nicht fixiert
Stand 1.1.2024 57 95
Verbrauch 57 95
Auflösung 0 0
Zuführung 65 0
Stand 31.12.2024 65 0
davon langfristig 0 0
davon kurzfristig 65 0

Die Inanspruchnahme der Rückstellungen erfolgt überwiegend in der folgenden Berichtsperiode. 16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegen nach   der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen Für die Verbindlichkeiten bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegen-   ständen.

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.859 13.201
Verbindlichkeiten gegen nach der Equity-Methode bilanzierte
Finanzanlagen 33 27
Gesamt 9.892 13.229

Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind 9.892 TEUR (Vj. 13.229 TEUR) innerhalb eines Jahres   fällig. Diese sind nicht verzinslich. 17. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Urlaubs- und Bonusansprüche 6.833 7.342
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern/Lohnsteuern 3.284 3.226
Ausstehende Eingangsrechnungen 1.317 1.408
Kaufpreisverbindlichkeiten auf Beteiligungserwerbe 503 1.267
Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 1.146 687
Personalanpassungsmaßnahmen 239 285
Altersteilzeitansprüche 91 246
Berufsgenossenschaft, Schwerbehindertenausgleichsabgaben 70 82
Abschlusskosten 307 235
Jubiläumszuwendungen 57 60
Reisekostenverbindlichkeit Arbeitnehmer 81 72
Aufsichtsratsvergütung 219 153
Einzelgewährleistungsfälle 0 229
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 425 0
Kundenansprüche auf Rückerstattung 354 174
Übrige 404 321
Gesamt 15.330 15.787

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Jubiläumszuwendungen 616 442
Langfristig orientierte Vorstandsvergütung 217 247
Archivierungskosten 71 66
Gesamt 904 755

Die Jubiläumszuwendungen belaufen sich auf insgesamt 673 TEUR (Vj. 502 TEUR). Davon werden   616 TEUR (Vj. 442 TEUR) unter den langfristigen und 57 TEUR (Vj. 60 TEUR) unter den kurzfristigen  sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für die Jubiläumszuwendungen bestehen keine schriftlichen  Zusagen an die Mitarbeiter. Aufgrund des Zahlungsverhaltens und der sich daraus abzeichnenden  betrieblichen Übung wurden diese passiviert. Die langfristig orientierte Vorstandsvergütung umfasst ein Performance-Stock Programm in Höhe von   217 TEUR (Vj. 247 TEUR). Die Bewertung des Performance-Stock Programms erfolgte zum  31. Dezember 2024 auf Basis folgender Parameter:

Tranche 2023 31.12.2024 31.12.2023
Ausgabestichtag 17.04.2023 17.04.2023
Durchschnittlicher Aktienkurs zum Ausgabestichtag 13,37 13,37
in EUR
Laufzeit
Gesamtlaufzeit in Jahren 4 4
Restlaufzeit am 31.12. in Jahren 2,3 3,3
Mindestlaufzeit
Gesamtlaufzeit in Jahren 4 4
Restlaufzeit am 31.12. in Jahren 2,3 3,3
Aktienkurs am Bewertungsstichtag in EUR 7,65 13,00
Implizierte Volatilität 39% 45%
Beizulegender Zeitwert je Performance Share am 9,49 16,51
31.12. in EUR
--- ---
Tranche 2024 31.12.2024
Ausgabestichtag 15.04.2024
Durchschnittlicher Aktienkurs zum Ausgabestichtag in EUR 12,70
Laufzeit
Gesamtlaufzeit in Jahren 4
Restlaufzeit am 31.12. in Jahren 3,3
Mindestlaufzeit
Gesamtlaufzeit in Jahren 4
Restlaufzeit am 31.12. in Jahren 3,3
Aktienkurs am Bewertungsstichtag in EUR 7,65
Implizierte Volatilität 39%
Beizulegender Zeitwert je Performance Share am 31.12. in EUR 3,19

Die Anzahl an virtuellen Performance Shares ergibt sich zu Beginn aus dem Quotienten von Zielbetrag   pro Jahr zu Schlusskurs nach Veröffentlichung des Geschäftsberichts und wird pro Jahr um die EBITA  Steigerungsrate erhöht. Die Stückzahl der virtuellen Performance Shares für die Tranche 2023 beträgt  14.965 (Vj. 14.965) und für die Tranche 2024 23.633. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 30 TEUR  ertragswirksam (Vj. aufwandswirksam 247 TEUR) für anteilsbasierte Vergütungen erfasst. 18. Vertragsverbindlichkeiten Die Vertragsverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Abgegrenzte Wartungserlöse und Lizenzgebühren 15.241 14.652
Erhaltene Anzahlungen 5.650 7.239
Vertragsverbindlichkeiten 20.891 21.891

Bei den abgegrenzten Wartungs- und Lizenzgebühren handelt es sich um im Voraus fakturierte   Leistungen für den Leistungszeitraum 2024, welche erst im Folgejahr ertragswirksam werden. Im  Geschäftsjahr wurden aus den im Vorjahr abgrenzten Umfängen 21.891 TEUR als Umsatzerlöse  vereinnahmt. 19. Pensionsverpflichtungen Beitragsorientierte Pläne Der Konzern bietet allen Mitarbeitern in Deutschland und Österreich mit einem ungekündigten und   unbefristeten Arbeitsverhältnis die Möglichkeit zu einer arbeitgeberfinanzierten Altersvorsorge. Die  CENIT zahlt freiwillig mit Widerrufsrecht einen monatlich fest definierten Betrag in eine  beitragsorientierte Rentenversicherung einer Versicherungsgesellschaft. Die CENIT hatte im  Geschäftsjahr Aufwendungen hieraus von 247 TEUR (Vj. 222 TEUR). Außerdem wurden im Berichtsjahr  im Inland Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 4.487 TEUR  (Vj. 4.058 TEUR) gezahlt. Leistungsorientierte Pläne Unternehmen in der Schweiz müssen ihren Mitarbeitenden Mindestleistungen für die Altersvorsorge   gewähren, wobei die Leistungen der Vorsorgepläne die gesetzlichen Mindestleistungen häufig  übersteigen. Auch wenn die künftigen Vorsorgeleistungen grundsätzlich von den angesparten  Beiträgen inklusive der Verzinsung der Altersguthaben abhängen, ergibt sich aus den im Vorsorgerecht  enthaltenen Garantien ein Restrisiko für ein Unternehmen, dass es in der Zukunft für bereits vom  Arbeitnehmer geleistete Dienstzeiten weitere Beiträge in den Vorsorgeplan einbezahlen muss. Diese  Garantien betreffen unter anderem die Mindestverzinsung der Altersguthaben im obligatorischen  Bereich, den Bestand der Altersguthaben und den (Mindest-) Umwandlungssatz. Zusammen mit der  Sanierungspflicht im Fall einer (drohenden) Unterdeckung der Vorsorgeeinrichtung bewirken diese  Garantien die Klassifizierung der Altersvorsorge über die BVG in der Schweiz als ein leistungs-  orientierter Plan nach IAS 19 und demnach die Abbildung in der Bilanz. Versicherungsmathematische  Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im sonstigen  Ergebnis erfasst. In Frankreich wird die gesetzliche Basisrente durch obligatorische Zusatzrenten ergänzt, welche wie   die Basisrente nach dem Umlageverfahren finanziert wird. Soweit sich ein Arbeitnehmer entscheidet  in Rente zu gehen, erhält er eine Ruhestandszahlung vom Arbeitgeber. Der Betrag ist variabel,  orientiert sich aber an der Betriebszugehörigkeit und beträgt ein bis sechs Monatsgehälter. Die in der Bilanz ausgewiesene Verpflichtung aus den leistungsorientierten Altersvorsorgever-   pflichtungen betrifft nur aktive Mitarbeiter und beläuft sich auf insgesamt:

in TEUR 2024 2023
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 4.173 3.937
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 3.175 3.082
Schuld aus der leistungsorientierten Verpflichtung 998 855

Die Nettoschuld hat sich damit wie folgt entwickelt:

in TEUR 2024 2023
Nettoschuld zum 01.01. 855 844
Erfasster Nettoertrag/-aufwand 101 154
Beiträge des Arbeitgebers -165 -157
Versicherungsmathematische Gewinne 208 15
davon aus Änderungen von Annahmen 98 138
davon aus erfahrungsbedingten Anpassungen -10 -122
davon aus Ertrag aus Planvermögen 120 -2
Wechselkursbedingte Änderung -1 1
Nettoschuld zum 31.12. 998 855

Die Änderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 2024 2023
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 01.01. 3.938 5.257
Laufender Dienstzeitaufwand 78 144
Zinsaufwand 70 110
Beiträge der Teilnehmer des Plans 165 157
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 88 17
davon aus Änderungen von Annahmen 98 138
davon aus erfahrungsbedingten Anpassungen -10 -122
Gezahlte/erstattete Leistungen -117 -1.932
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -18
Wechselkursbedingte Änderung -49 203
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31.12. 4.173 3.938

Die erstatteten Leistungen in Höhe von 117 TEUR (Vj. 1.932 TEUR) wurden aufgrund des Ausscheidens   von Mitarbeitern in der Schweiz fällig. Die gewichtete durchschnittliche Dauer der Verpflichtungen beträgt 11,30 (Vj. 11,97) Jahre.   Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2024 2023
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 01.01. 3.083 4.413
Erwartete Erträge aus Planvermögen 47 82
Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste -120 2
davon aus Ertrag aus Planvermögen -120 2
Beiträge des Arbeitgebers 165 157
Beiträge der Teilnehmer des Plans 165 157
Gezahlte/erstattete Leistungen -117 -1.932
Wechselkursbedingte Änderung -48 204
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31.12. 3.175 3.083

Das Planvermögen besteht in voller Höhe aus dem Versicherungsguthaben aus den Versicherungs-   verträgen. Besondere Risiken aus Planvermögen bestehen daher nicht. Die erwarteten Gesamterträge  aus Planvermögen werden auf der Grundlage der Erfahrungen in der Vergangenheit bestimmt. Diese  spiegeln sich in den Grundannahmen wider (siehe unten). Die tatsächlichen Verluste aus  Planvermögen belaufen sich auf insgesamt -72 TEUR (Vj. Erträge 84 TEUR).

in TEUR 2024 2023
Laufender Dienstzeitaufwand 78 144
Zinsaufwand 70 110
Erwartete Erträge aus Planvermögen -47 -82
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -18
Aufwendungen für Versorgungsleistungen (Nettoaufwand) 101 154

Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2025 mit Beiträgen zu leistungsorientierten Pensionsplänen   in Höhe von insgesamt 186 TEUR. Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtung der CENIT CH   dargestellt:

% 2024 2023
Diskontierungszinssatz 1,0 1,5
Erwarteter Vermögensertrag 1,5 1,5
Erwartete Lohnsteigerungsrate 1,0 1,0
Kapitalbezug 50 50
Je 20% in den Je 20% in den
Pensionierungswahrscheinlichkeit letzten 5 letzten 5
Jahren bis zur Jahren bis zur
Pensionierung Pensionierung
Durchschnittliche Fluktuationsrate 15 15
Sterblichkeit BVG 2020 BVG 2020

Für die Pensionsverpflichtung der KEONYS FR wurden folgende Grundannahmen getroffen:

% 2024 2023
Diskontierungszinssatz 3,38x 3,16
Erwartete Lohnsteigerungsrate 1,5 1,5
Durchschnittliche Fluktuationsrate 9 9
Sterblichkeit INSEE 2021 INSEE 2021

Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungs-   orientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Diskontierungszinssatz und die Lohnsteigerungs-  rate. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem  Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei  die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind. Bei den Verpflichtungen der CENIT CH in Höhe von 3.314 TEUR (Vj. 3.087 TEUR) würde eine   Veränderung des Diskontierungszinssatzes von +0,5% bzw. -0,5% die Verpflichtung um 3,4% (Vj. 3,3%) verringern bzw. um 3,8% (Vj. 3,6%) erhöhen. Verändert sich die Lohnsteigerungsrate um +0,5% bzw.   -0,5%, würde sich die Verpflichtung um +0,2% (Vj. 0,3%) bzw. -0,2% (Vj. 0,2%) verändern. Bei den Verpflichtungen der KEONYS FR in Höhe von 859 TEUR (850 TEUR) würde eine Veränderung   des Diskontierungszinssatzes von +0,5% bzw. -0,5% die Verpflichtung um 3,98% (Vj. 4,01%) verringern  bzw. um 4,25% (Vj. 4,29%) erhöhen. Verändert sich die Lohnsteigerungsrate um +0,5% bzw. -0,5%,  würde sich die Verpflichtung um 4,43% (Vj. 4,48%) bzw. -4,19% (Vj. 4,23%) verändern. 20. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen Forderungen aus   Lieferungen und Leistungen sowie gegen Gemeinschaftsunternehmen sowie Zahlungsmittel,  Bankkredite sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck dieser  Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns und des anorganischen  Wachstums des Konzerns. Der Konzern beurteilt die Risikokonzentration bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   und bei den Vertragsvermögenswerten als gering, da die Kunden in verschiedenen Ländern ansässig  sind, verschiedenen Branchen angehören und auf weitgehend unabhängigen Märkten tätig sind. Für  die Forderungen und Verbindlichkeiten ergeben sich aufgrund ihrer kurzen Laufzeit keine signifikanten  Unterschiede zwischen Buch- und beizulegenden Zeitwerten. Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern Bonitäts-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie   Zins- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Das Risikomanagementsystem des Konzerns, welches  im Lagebericht ausführlich dargestellt ist, deckt auch die Finanzrisiken ab. 20.1 Bonitäts- oder Ausfallrisiko Vor Aufnahme eines neuen Kunden nutzt der Konzern eine externe Kreditwürdigkeitsprüfung, um die   Kreditwürdigkeit potenzieller Kunden zu beurteilen und deren Kreditlimits festzulegen. Bonitätsanalysen werden bei wesentlichen Neukunden über die Creditreform e.V. getätigt. Bei Neu-   und auch Bestandskunden wird das Ausfallrisiko u. a. auch durch die Stellung von Anzahlungs-  rechnungen reduziert. Bei Bestandskunden wird das Zahlungsverhalten laufend analysiert. Die  Kreditrisiken werden darüber hinaus über Limits je Vertragspartei gesteuert, die jährlich überprüft  werden. Für die von Vertragspartnern vermittelten Kundenaufträge wird auf eine Bonitätsanalyse verzichtet,   da diese bereits auf Ebene der Vertragspartner vorgenommen wird. Darüber hinaus werden die Forderungsbestände von uns laufend überwacht, sodass der Konzern   keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Da wir mit unseren Kunden keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen treffen, stellt die   Gesamtheit der bei den Aktiva ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Ausfallrisiko dar. Eine  Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern bzw. Schuldner-  gruppen ist nicht erkennbar. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie  Zahlungsmittel entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert  dieser Instrumente. Neben üblichen Eigentumsvorbehalten verfügt der Konzern nicht über Sicherheiten oder sonstige   Kreditverbesserungsmaßnahmen, welche dieses Ausfallrisiko vermindern würden. 20.2 Währungsrisiko Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer   anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf  entstehen werden. Des Weiteren bestehen Währungsrisiken aus inländischen Bankguthaben in USD. Die daraus   resultierenden Risiken entsprechen bei einem Bestand von 9 TUSD (Vj. 460 TUSD) sowie einer  Veränderung von +/- 10% 1 TEUR (Vj. 42 TEUR). Das Risiko aus Kassenbeständen insgesamt ist als von  untergeordneter Bedeutung einzuschätzen. Andere Risiken aus Währungen bestehen nicht. 20.3 Zinsrisiko Durch die Finanzierung über variabel verzinsliche Bankdarlehen ist der Konzern einem   Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Diesem Risiko begegnet die CENIT durch den Einsatz von derivativen  Finanzinstrumenten zur Zinssicherung. Die im Vorjahr abgeschlossenen Fix-Payer-Zinsswaps haben  zum Stichtag ein Nominalvolumen von 32.174 TEUR (Vj. 40.000 TEUR) zu einem fixen Zins in Höhe von  3,46% und einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2029. Durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten  sind damit 80% der variabel verzinslichen Bankdarlehen abgesichert. Die Auswirkungen einer  Zinssatzänderung von +1%/-1% auf den ungesicherten Teil wäre mit 70 TEUR unwesentlich. Den  Sicherungsinstrumenten und den Bankdarlehen der CENIT liegt mit dem Zinsänderungsrisiko des  EURIBOR dasselbe abgesicherte Risiko zugrunde. Die Zinssicherungsinstrumente werden, analog zum  Vorjahr, unter Anwendung der Regelungen für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß  IFRS 9 im Rahmen von Cashflow-Hedges bilanziert. Bei der Bestimmung der Pensionsverpflichtungen ist der Diskontierungszinssatz eine maßgebliche   Annahme. Die Auswirkungen einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Kapitel F19  dargestellt. Die Steuerung des Zinsertrags des CENIT Konzerns erfolgt durch variabel verzinsliche Anlagen. Zur   Erreichung dieser Zielsetzung schließt der Konzern, wenn notwendig, Finanzinstrumente ab. 20.3.1 Hedge Accounting Die Gewinne und Verluste aus Cashflow-Hedges haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

TEUR 2024 2023
Ergebnis (Gesamtergebnisrechnung) aus Fair Value
Änderungen von Sicherungsinstrumenten innerhalb des 107 -1.163
Hedge Accounting
In der Cashflow-Hedge Rücklage über das sonstige 8 -1.212
Ergebnis erfasst
Reklassifizierung aus der Cashflow-Hedge Rücklage in die
Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund der Realisierung 99 49
des Grundgeschäftes

Auf die in der Tabelle ausgewiesenen Veränderungen der Cashflow-Hedge-Rücklage wurden aktive   latente Steuern in Höhe von 3 TEUR aufgelöst (Vj. gebildet: 376 TEUR). Der Gewinn oder Verlust aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Sicherungsinstrumenten   innerhalb des Hedge Accounting entspricht der Basis für die Ermittlung von Ineffektivitäten innerhalb  der Sicherungsbeziehung. Als ineffektiver Anteil eines Cashflow Hedge werden die Erträge und  Aufwendungen aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments bezeichnet,  die nicht durch Änderungen des abgesicherten Risikos induziert sind oder die Änderungen des  beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts übersteigen. Die Ineffektivitäten innerhalb einer  Sicherungsbeziehung entstehen durch Differenzen in den bewertungsrelevanten Parametern zwischen  dem Sicherungsinstrument und dem Grundgeschäft. Im Geschäftsjahr 2024 bestanden keine  Ineffektivitäten. 20.3.1.1 Angaben zu den Sicherungsgeschäften

in TEUR Nominalvolumen Finanzschulden Fair Value
Änderungen
Zinsswaps zur Absicherung des Zinsrisikos 32.174 1.204 8

Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts zur Ermittlung der Ineffektivitäten entspricht der Änderung   des beizulegenden Zeitwerts der designierten Komponente. Die Restlaufzeiten der Nominalbeträge der Sicherungsinstrumente stellen sich wie folgend dar.

Restlaufzeit
Nominalvolumen
in TEUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Über 5 Jahre insgesamt
Jahre
Zinsswaps zur Absicherung des 5.217 26.957 0 32.174
Zinsrisikos

Die Laufzeiten der Sicherungsinstrumente entsprechen im Wesentlichem Umfang den erwarteten   Laufzeiten der abgesicherten Grundgeschäfte. Die Bewertung erfolgt durch Kreditinstitute auf der Basis von Marktdaten am Bewertungsstichtag und   unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle. Dabei wird aus Swap-Rates (REUTERS,  31.12.2024 17Uhr), unter Verwendung marktüblicher bootstrapping Verfahren eine Zero-Rate-Kurve  erzeugt. 20.3.1.2 Angaben zu den Grundgeschäften Die oben angegebenen Nominalbeträge der Sicherungsinstrumente entsprechen im Wesentlichem   Umfang den abgesicherten Nominalwertkomponenten der Grundgeschäfte. Insgesamt sind dadurch  80% des Finanzierungsvolumen abgesichert und nach den Regelungen des Hedge Accounting  bilanziert. 20.3.1.3 Entwicklung der Cashflow-Hedge-Rücklage Im Rahmen der Bilanzierung von Cashflow-Hedges sind die designierten effektiven Änderungen des   beizulegenden Zeitwerts der Sicherungsinstrumente über das sonstige Ergebnis in der Cashflow-  Hedge-Rücklage zu erfassen. Eine Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt bei  Absicherung variabel verzinslicher Darlehen in den Zeitpunkten, in denen sich die abgesicherten  künftigen Zinszahlungen in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Der Ausweis erfolgt im  Finanzergebnis. Alle darüberhinausgehenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der  designierten und nicht designierten Komponenten werden als Ineffektivität erfolgswirksam erfasst.

Entwicklung der Cashflow-Hedge-Rücklage 2024
Stand 01.01. -1.212
In der Cashflow-Hedge Rücklage über das sonstige Ergebnis erfasst 8
Reklassifizierung aus der Cashflow-Hedge Rücklage in die Gewinn- und 0
Verlustrechnung aufgrund der Realisierung des Grundgeschäftes
Stand 31.12. -1.204

20.3.1.4 Methoden zur Überwachung der Effektivität der Sicherungsbeziehung Auf Basis der Critical-Terms-Match-Methode wird die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen   untersucht. Diese Methode beruht auf einem Vergleich der bewertungsrelevanten Parameter von  Sicherungsbeziehung und Grundgeschäft. Insbesondere durch Betrags- und Fristenidentität konnte die  systematische Kompensationswirkung von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument erwartet und  Ineffektivitäten vermieden werden. 20.4 Liquiditätsrisiko Der Konzern benötigt ausreichende liquide Mittel zur Erfüllung seiner finanziellen Verpflichtungen.   Liquiditätsrisiken entstehen grundsätzlich auch durch die Möglichkeit, dass Kunden nicht in der Lage  sind, etwaige Verpflichtungen gegenüber dem Unternehmen im Rahmen der normalen  Handelsbedingungen zu erfüllen. Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von  angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken sowie durch ständiges Überwachen der  prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von  finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die Kreditwürdigkeit der Gruppe erlaubt die  Beschaffung von liquiden Mitteln in ausreichendem Maße. Darüber hinaus sind noch nicht in Anspruch  genommene Kreditlinien vorhanden. Die in der Bilanz ausgewiesenen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Banken in Höhe von   39.166 TEUR haben eine feste Laufzeit von drei Jahren und können zweimal um ein Jahr, mit  Zustimmung der Banken, verlängert werden. Die halbjährlichen Tilgungen erhöhen das  Liquiditätsrisiko der CENIT und werden im Rahmen der Liquiditätsplanung der CENIT berücksichtigt. Die unter F4 beschriebenen Andienungsrechte für den Erwerb der restlichen Anteile an der   ISR Information Products AG führen zum Ausübungszeitpunkt zum Cash-Abfluss und sind daher in der  Liquiditätsplanung der CENIT berücksichtigt. 20.5 Kapitalsteuerung Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es sicherzustellen, dass es zur Unterstützung   seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating, bei  Aufrechterhaltung einer hohen Eigenkapitalquote, vorzuweisen. Darüber hinaus ist die  Eigenkapitalquote Teil der Covenants zu denen sich die CENIT gegenüber dem Bankenkonsortium  verpflichtet hat. Die externe Finanzierung bedingt eine Eigenkapitalquote von 20% und zusätzlich einen  maximalen Nettoverschuldungsgrad (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) von 2,5. Die  Covenants wurden im Berichtszeitraum eingehalten. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor, unter Berücksichtigung des   Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder  eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2024 bzw. 31. Dezember 2023 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und  Verfahren vorgenommen. Die für den Konzern relevanten Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Bilanzsumme 156.452 153.615
Eigenkapital 47.437 45.003
Verhältnis Eigenkapital zu Bilanzsumme (in %) 30,3 29,3
Nettoverschuldung 34.457 24.177
EBITDA 17.261 16.408
Nettoverschuldungsgrad 2,0 1,5

21. Verbindlichkeiten gegenüber Banken Zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur hat der Konzern im Geschäftsjahr das bisherige Darlehen   in eine Konsortialstruktur gewandelt und sich weitere Kreditlinien für künftige Akquisitionen  gesichert. Das Konsortialdarlehen weist zum Bilanzstichtag ein Nominalvolumen von 40.000 TEUR aus  und hat eine initiale Laufzeit von drei Jahren, welche zweimal um ein weiteres Jahr, mit Zustimmung  des Bankenkonsortiums, verlängert werden kann. Der Sollzinssatz für diese Finanzierung wird  berechnet auf Basis des Drei-Monats-EURIBOR, welcher mindestens 0% beträgt, zuzüglich einer  Marge. Die im Vorjahr abgeschlossenen Zinssicherungsinstrumente wurden beibehalten und decken  zum Bilanzstichtag 80% des Finanzierungsvolumen, bei annährend gleicher Laufzeit, ab. Bei den oben  genannten weiteren Kreditlinien handelt es sich um zwei weitere revolvierende Kredite von jeweils  15.000 TEUR, welche die CENIT jederzeit in Anspruch nehmen kann. Für dieses Darlehen wurden  Garantieerklärungen einzelner Konzerngesellschaften abgegeben. Daneben hat der Konzern Kreditlinien, um jederzeit die für den operativen Geschäftsverlauf benötigte   Liquidität sicherzustellen. Zum Bilanzstichtag wurden diese Kreditlinien in Höhe von 1.101 TEUR in  Anspruch genommen. 22. Finanzinstrumente Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzern-   abschluss erfasster Finanzinstrumente:

in TEUR Klassifi- Buchwert Buchwert Beizulegender Beizulegender
zierung Zeitwert Zeitwert
2024 2023 2024 2023
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige sonstige finanzielle FVTPL 2.840 8.216 2.840 8.216
Vermögenswerte
Zahlungsmittel AC 16.457 24.341 16.457 24.341
Forderungen 36.790 41.168 36.790 41.168
davon:
Forderungen aus
Lieferungen und AC 33.081 35.427 33.081 35.427
Leistungen
Forderungen gegenüber AC 3.118 4.307 3.118 4.307
Beteiligungsunternehmen
Übrige Forderungen AC 591 1.433 591 1.433
Vertragsvermögenswerte AC 2.773 1.029 2.773 1.029
Kurzfristige sonstige finanzielle AC 12.378 13.789 12.378 13.789
Vermögenswerte
71.238 88.543 71.238 88.543
Finanzielle Schulden
Bankverbindlichkeiten AC 40.267 37.409 40.267 37.409
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und AC 9.859 13.201 9.859 13.201
Leistungen
Verbindlichkeiten gegen
eine nach der Equity- AC 33 27 33 27
Methode bilanzierte
Beteiligung
Derivate mit negativem FVOCI 1.204 1.212 1.204 1.212
Marktwert
sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten FVTPL 1.993 1.767 1.993 1.767
langfristig
Langfristige und
kurzfristige AC 10.647 11.109 10.647 11.109
Leasingverbindlichkeit
Sonstige
Verbindlichkeiten
• Ausstehende
Eingangsrechnungen AC 1.317 1.408 1.317 1.408
Vertragsverbindlichkeiten AC 20.891 21.891 20.891 21.891
86.211 88.024 86.211 88.024

Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden entspricht dem   Buchwert zu fortgeführten Anschaffungskosten, weil es sich hierbei, mit Ausnahme der  Leasingverbindlichkeiten, um kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten handelt. Auf die  Angabe der beizulegenden Zeitwerte der Leasingverbindlichkeiten wird mit Verweis auf IFRS 7.29 (d)  verzichtet. Der beizulegende Zeitwert von langfristigen finanziellen Vermögenswerten und  Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden, ergibt sich aus am Markt  gebildeten bzw. beobachtbaren Preisen oder aus nicht beobachtbaren Inputfaktoren der verwendeten  Bewertungstechnik als beizulegender Wert der Stufe 3. Angaben zur Bewertungstechnik werden im  Kapitel F4 beschrieben. G Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des CENIT   Konzerns im Berichtsjahr und Vorjahr durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert haben. Dabei  wurden Zahlungsströme entsprechend IAS 7 nach den Cashflows aus betrieblicher Geschäfts-,  Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die von den ausländischen Gesellschaften  ausgewiesenen Beträge werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Hiervon  abweichend wird die Liquidität, wie in der Bilanz, zum Stichtagskurs angesetzt. Der Einfluss von  wechselkursbedingten Veränderungen der Zahlungsmittel wird, soweit wesentlich, gesondert gezeigt. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen direkt   ermittelt. Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom  Konzernjahresergebnis indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die  berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der betrieblichen  Geschäftstätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreis-  änderungen bereinigt. Dabei entstehen Unterschiede im Vergleich zu den Veränderungen der  betreffenden Bilanzpositionen in der Konzernbilanz. Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und   Finanzanlagen sind im Mittelabfluss aus investiver Tätigkeit enthalten. In die Zahlungsmittel werden ausschließlich Vermögenswerte einbezogen, die jederzeit ohne   wesentliche Wertabschläge in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen  Schwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel umfassen alle in der Bilanz (F10) ausgewiesenen Zahlungsmittel, soweit sie eine   ursprüngliche Fälligkeit von weniger als drei Monaten haben und jederzeit fällige Kontokorrentkredite. Die Auszahlungen für Anteile an voll konsolidierten Unternehmen, abzüglich liquider Mittel   (Nettoabfluss) in Höhe von 14.792 TEUR (Vj. 7.984 TEUR), welche im Cashflow aus Investitionstätigkeit  ausgewiesen werden, ergeben sich aus den Akquisitionen der CCE und AP sowie einer  Kaufpreisnachzahlung der PII. Die Kaufpreise haben 15.605 TEUR zuzüglich Anschaffungsnebenkosten  in Höhe von 1.116 TEUR betragen, wovon 16.376 TEUR bereits im Geschäftsjahr 2024 zahlungswirksam  waren. Abzüglich der erworbenen liquiden Mittel in Höhe von 1.584 TEUR ergibt sich ein  Mittelabfluss in Höhe von 14.792 TEUR. Überleitung der Bewegungen der Schulden auf die Cashflows aus Finanzierungstätigkeit

Leasingverbind- Leasingverbind-
in TEUR lichkeit 2024 lichkeit 2023
Bilanz zum 1. Januar 11.109 11.493
Veränderung des Cashflows aus der
Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten -4.636 -4.156
Gesamtveränderung des Cashflows aus der
Finanzierungstätigkeit -4.636 -4.156
Erhöhung der Verpflichtung durch neue
Leasingverhältnisse 3.161 2.719
Veränderungen bestehender Leasingverträge -399 -11
Veränderung Konsolidierungskreis 1.115 837
Zinsaufwand 297 227
Gesamte zahlungsunwirksame sonstige Änderungen 4.174 3.772
Bilanz zum 31. Dezember 10.647 11.109

H Segmentberichterstattung Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichterstattung von Konzernbereichen   abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf  Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner  Ertragskraft überprüft wird. Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in   Geschäftseinheiten organisiert und verfügt über folgende zwei berichtspflichtige Geschäftssegmente: • EIM (Enterprise Information Management) • PLM (Product Lifecycle Management) Die Darstellung orientiert sich an der internen Berichterstattung. Das Segment Product Lifecycle Management (PLM) konzentriert sich auf Industriekunden und   entsprechende Technologien. Ihre Branchenschwerpunkte liegen bei Automotive, Aerospace,  Maschinenbau und Schiffbau. Im Vordergrund stehen Produkte und Dienstleistungen im Product  Lifecycle Management wie z. B. CATIA von Dassault Systèmes oder SAP und eigenerstellte Software  wie z. B. cenitCONNECT und FASTSUITE. Das Segment Enterprise Information Management (EIM)  konzentriert sich auf das Kundensegment Handel, Banken, Versicherungen und Versorger. Im  Vordergrund stehen hier Produkte des strategischen Softwarepartners IBM und eigenerstellte  Software und Beratungsleistungen im Bereich Dokumentenmanagement und Business Intelligence. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

in TEUR EIM PLM Überleitung Konzern
2024 42.311 165.022 0 207.333
Außenumsatz
2023 40.399 144.321 0 184.720
2024 4.428 2.953 0 7.381
EBIT
2023 3.741 5.477 0 9.218
Sonstiges Zins- und 2024 0 0 -8.074 -8.074
Finanzergebnis 2023 0 0 -2.413 -2.413
Ertragsteuern 2024 0 0 -877 -877
2023 0 0 -1.882 -1.882
Konzernjahresergebnis 2024 4.428 2.953 -8.951 -1.570
2023 3.741 5.543 -4.295 4.989
Segmentvermögen 2024 50.105 85.752 20.596 156.453
2023 56.873 68.050 28.692 153.615
2024 19.796 39.998 49.222 109.016
Segmentschulden
2023 23.047 41.502 44.063 108.612
Investitionen in 2024 1.634 2.998 0 4.632
Sachanlagen und
immaterielle 2023 1.616 2.485 0 4.101
Vermögenswerte
2024 3.384 6.498 0 9.882
Abschreibungen
2023 3.264 3.926 0 7.190

EIM = Enterprise Information Management; PLM = Product Lifecycle Management Bei der Segmentierung nach Geschäftsbereichen und nach Regionen werden in der Spalte   „Überleitung“ im Segmentvermögen Finanzbestände und Steuererstattungsansprüche sowie in den  Segmentverbindlichkeiten, laufende und latente Ertragsteuerverbindlichkeiten sowie sonstige  Verbindlichkeiten ausgewiesen, die nicht den jeweiligen Geschäftsbereichen zugeordnet werden  konnten. Die Segmentierung nach Regionen wird nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns   bestimmt. Verkäufe an die externen Kunden, die in den geografischen Segmenten angegeben werden,  werden entsprechend dem geografischen Standort der jeweiligen Konzerngesellschaft den einzelnen  Segmenten zugewiesen. Die „Überleitung“ des Segmentvermögens setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Aktive latente Steuern 1.187 788
Laufende Steuerforderungen 4.816 3.563
Zahlungsmittelbestand 16.457 24.341
Gesamtsumme 22.460 28.692

Die „Überleitung“ der Segmentschulden setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Passive latente Steuern 5.994 3.264
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 2.131 2.207
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 830 1.183
Verbindlichkeiten gegenüber Banken 40.267 37.409
Gesamtsumme 49.222 44.063

Die Segmentierung nach Regionen stellt sich wie folgt dar:

Deutsch- Nord- Frankreich Nieder- Über- Konsoli-
in TEUR land/ Schweiz amerika Rumänien Belgien lande China leitung dierung Konzern
Österreich
2024 133.099 7.095 14.159 3.992 41.351 3.625 3.608 405 0 0 207.333
Außenumsatz
2023 119.531 6.961 6.636 4.322 39.927 3.797 3.202 344 0 0 184.720
Langfristiges 2024 87.773 49 26.023 497 3.709 172 89 18 1.187 -36.333 83.184
Segmentver-
mögen 2023 81.655 47 327 544 4.527 82 101 33 788 -18.449 69.655

Die „Überleitung“ des langfristigen Segmentvermögens setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2024 31.12.2023
Aktive latente Steuern 1.187 788

I Sonstige Angaben 1. Leasingverhältnisse Die CENIT mietet Büroräume und Fahrzeuge. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen beträgt bei   Fahrzeugen typischerweise drei Jahre und bei Büroräumen typischerweise fünf bis zehn Jahre mit der  Option, die Leasingvereinbarungen nach diesem Zeitraum zu verlängern. Manche Leasingverein-  barungen sehen zusätzliche Mietzahlungen auf Basis der Veränderung lokaler Preisindizes vor. Die  CENIT hat keine der Immobilien untervermietet. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz für  Immobilien beträgt 2,19% (Vj. 1,06%), für Fahrzeuge 4,06% (Vj. 3,75%). Daneben mietet die CENIT teilweise IT-Ausstattung mit vertraglichen Laufzeiten zwischen einem Jahr   und drei Jahren. Diese Leasingvereinbarungen sind entweder kurzfristig oder (bzw. und) ihnen liegen  Gegenstände von geringem Wert zugrunde. Der Konzern hat beschlossen, für diese Leasing-  vereinbarungen weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten zu erfassen. Informationen  über Leasingverhältnisse, in denen der Konzern Leasingnehmer ist, werden nachfolgend dargestellt. Der Konzern hatte im Geschäftsjahr Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen in Höhe von   675 TEUR (Vj. 161 TEUR) und Aufwendungen aus Leasingverhältnissen über Vermögenswerte von  geringem Wert in Höhe von 20 TEUR (Vj. 25 TEUR).

in TEUR Gebäude Fahrzeuge Gesamt
Stand zum 01.01.2023 10.009 1.316 11.325
Abschreibungsbetrag des Geschäftsjahres 2.823 1.146 3.969
Zugänge zu Nutzungsrechten 1.213 1.506 2.719
Veränderung Konsolidierungskreis 548 289 837
Währungsumrechnungsdifferenzen -11 0 -11
Stand zum 31.12.2023 / 01.01.2024 8.936 1.965 10.901
Abschreibungsbetrag des Geschäftsjahres 3.074 1.321 4.395
Zugänge zu Nutzungsrechten 1.239 1.922 3.161
Veränderung Konsolidierungskreis 1.115 0 1.115
Veränderungen bestehender Leasingverträge -295 -54 -349
Währungsumrechnungsdifferenzen 12 0 12
Stand zum 31.12.2024 7.933 2.512 10.445

Die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen werden in den Gruppen Grundstücke und Geschäfts-   bauten (Gebäude) und Geschäftsausstattung (Fahrzeuge) der Sachanlagen ausgewiesen. 2. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der CENIT und ihren Tochterunternehmen, die nahestehende   Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden im  Anhang nicht erläutert. Nahestehende Personen und Unternehmen des CENIT Konzerns im Sinne von IAS 24 stellen somit   ausschließlich Vorstände und Aufsichtsräte, deren Angehörige, Gemeinschaftsunternehmen, sowie  wesentliche Anteilseigner, einschließlich durch diese beherrschten Unternehmen, dar. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen wurden sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr   keine getätigt. Darüber hinaus hat die CENIT Umsätze mit Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von  8.004 TEUR (Vj. 9.396 TEUR) getätigt. Zum Abschlussstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen   und Personen (Vj. 0 TEUR). Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen nach der Equity-Methode  bilanzierte Finanzanlagen werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Dem Vorstand der Gesellschaft gehörten folgende Personen an: • Peter Schneck, Stuttgart, Sprecher des Vorstands der CENIT AG, Aufgabenbereich: Operatives   Geschäft, Investor Relations und Marketing. • Axel Otto, Bretten, Mitglied des Vorstands der CENIT AG seit 01. Januar 2024.  Aufgabenbereich: Finanzen/Controlling, IT, Personal und Organisation. Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten folgende Personen an: • Rainer-Christian Koppitz (CEO), München, Vorsitzender seit 20. Mai 2021. • Regina Weinmann (Partnerin der PRIMEPULSE SE), München, stellvertretende Vorsitzende,  seit 17. Mai 2023. • Laura Schmidt (Vice President Professional Services SAP Solutions der CENIT   Aktiengesellschaft), Eppingen, Vertreterin der Arbeitnehmer, seit 17. Mai 2023 Herr Rainer-Christian Koppitz war Vorstandsvorsitzender der KATEK SE Group (bis 29. Februar 2024)   und ist Geschäftsführer der TeleAlarm Holding GmbH. Er ist außerdem Vorsitzender des Aufsichtsrates  der NFON AG, Mitglied des Aufsichtsrats der i-pointing Ltd. sowie Gigaset AG und ist im Beirat der  Circus SE. Alle weiteren Aufsichtsratsmitglieder hatten während des Berichtsjahres keine weiteren Aufsichtsrats-   positionen oder waren in keinen anderen Kontrollgremien tätig. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist laut Satzung eine fixe Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats   erhält eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats  erhält eine Grundvergütung von 30 TEUR. Der Vorsitzende erhält den vierfachen Betrag, sein  Stellvertreter das Doppelte des Betrags. Der im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasste Aufwand für die Vergütung der aktiven Mitglieder des   Vorstands und des Aufsichtsrats setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2024 2023
Bezüge des Vorstands
Erfolgsunabhängiger Bezug 680 666
Nebenleistungen 21 21
Erfolgsabhängiger Bezug 237 362
Summe kurzfristig fällige Leistungen 938 1.049
Bezug mit langfristiger Anreizwirkung 75 247
Summe langfristig fällige Leistungen 75 247
Gesamtvergütung des Vorstands 1.013 1.296
Bezüge des Aufsichtsrats 210 160
Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 210 160
Gesamt 1.223 1.456

Bei der Gesamtvergütung des Aufsichtsrats handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige   Leistungen. Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der CENIT AG sind im   Vergütungsbericht dargestellt, welcher gesondert veröffentlicht wird. Die Gesamtbezüge der aktiven Vorstände für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutter-   unternehmen und den Tochterunternehmen nach Maßgabe des § 314 Absatz 1 Nr. 6a HGB betragen  im Berichtsjahr 1.013 TEUR (Vj. 1.296 TEUR). Dabei entfallen auf erfolgsunabhängige Komponenten  701 TEUR (Vj. 687 TEUR) und auf kurzfristige erfolgsbezogene Komponenten 237 TEUR (Vj. 362 TEUR).  Im Rahmen der langfristigen Vergütung wurden dem Vorstand 38.598 (Vj. 14.965) Performance Shares  gewährt. Der beizulegende Zeitwert des Performance Stock Programms beträgt zum Stichtag 217 TEUR  (Vj. 247 TEUR). Der in der Gesamtvergütung des Vorstands berücksichtigte beizulegende Wert der für   das Geschäftsjahr 2024 gewährten Performance Shares beläuft sich auf 75 TEUR (Vj. 247 TEUR). Von   den Gesamtbezügen sind 454 TEUR zum Stichtag noch ausstehend, weil diese Bezüge vom   Geschäftsjahresergebnis beziehungsweise von zukünftigen Geschäftsjahresergebnissen abhängig sind.   Die Gesamtbezüge enthalten im Geschäftsjahr 2024 keine Bezüge nach Maßgabe des § 314 Absatz 1   Nr. 6a HGB an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder. Für die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats sowie für weitere leitende Angestellte bestand   weiterhin im Jahr 2024 eine D&O Versicherung. Die Beiträge in Höhe von 99 TEUR (Vj. 98 TEUR) wurden  von der Gesellschaft übernommen. Zum Bilanzstichtag hielt der Vorstand 46.788 Aktien (0,56%). Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten   13.000 Aktien (0,16%). 3. Mitteilungen nach den §§ 21,22, 25 WpHG Mit Schreiben vom 17. Mai 2024 teilte uns die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte,   Zahnärzte und Tierärzte, Tübingen, Deutschland gemäß §40 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr  Stimmrechtsanteil an der CENIT AG, Stuttgart, Deutschland, am 14. Mai 2024 die Schwelle von 5%  überschritten hat und an diesem Tag 5,61% (das entspricht 469.666 Stimmrechten). Während des Geschäftsjahres 2024 gingen mehrere Mitteilungen nach §40 Abs. 1 WpHG von der   Mainfirst SICAV, ein. Die letzte Mitteilung datiert vom 18. November 2024 und lautet wie folgt: Die  Mainfirst SICAV, Strassen, Luxemburg hat uns gemäß §40 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr  Stimmrechtsanteil an der CENIT AG, Stuttgart, Deutschland am 14. November 2024 die Schwelle von  3% unterschritten hat und an diesem Tag 2,98% (das entspricht 248.975 Stimmrechten) betragen hat. Mit Schreiben vom 11. Dezember 2024 teilte uns die Universal-Investment-Gesellschaft mit   beschränkter Haftung, Frankfurt am Main, Deutschland gemäß §40 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr  Stimmrechtsanteil an der CENIT AG, Stuttgart, Deutschland, am 09. Dezember 2024 die Schwelle von  3% überschritten hat und an diesem Tag 3,04% (das entspricht 254.735 Stimmrechten) betragen hat. Während des Geschäftsjahres 2021 gingen mehrere Mitteilungen nach §40 Abs. 1 WpHG von der   PRIMEPULSE SE ein. Die letzte Mitteilung ist vom 11. August 2021 und lautet wie folgt: Die PRIMEPULSE  SE, München, Deutschland hat uns gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an  der CENIT AG, Stuttgart, Deutschland am 10. August 2021 die Schwelle von 20% überschritten hat und  an diesem Tag 25,01% (das entspricht 2.092.950 Stimmrechten) betragen hat. 4. Honorar des Konzernabschlussprüfers

in TEUR 2024 2023
Abschlussprüfungsleistung (Jahres- und Konzernabschluss) 201 186
davon periodenfremd 9 TEUR (Vj. 9 TEUR)
Gesamt 201 186

5. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Die CENIT hat im ersten Quartal 2025 auf die aktuellen Marktveränderungen und den spürbaren   Wettbewerbsdruck reagiert. Um zukunftsfähig zu bleiben wurde die Organisation und der  Personalbestand an die aktuelle Situation angepasst. Für diese Anpassungsmaßnahmen wird im  ersten Quartal mit Aufwendungen in Höhe von 3,8 mEUR gerechnet. Im weiteren Jahresverlauf  erwartet die CENIT Einsparungen aus diesen Maßnahmen in Höhe von 2,3 mEUR, sodass ein  Ergebniseffekt von 1,5 mEUR das Konzernergebnis 2025 beeinflussen wird. Dieser Effekt ist Teil der  Unternehmensplanung 2025 und ist im Prognosebericht des Lageberichts enthalten. 6. Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben für 2024 die nach § 161 AktG vorgeschriebene   Erklärung abgegeben und auf der Homepage der Gesellschaft  (http://www.cenit.com/de_DE/investoren/corporate-governance.html) zugänglich gemacht. Stuttgart, 09. April 2025 CENIT Aktiengesellschaft Der Vorstand Peter Schneck Axel Otto Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands

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