Mark-E AktiengesellschaftHagenJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024Die Mark-E Aktiengesellschaft, Hagen, im Folgenden Mark-E genannt, ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der ENERVIE - Südwestfalen Energie und Wasser AG, Hagen, im Folgenden ENERVIE genannt. Die ENERVIE ist der Unternehmensverbund der Mark-E Aktiengesellschaft, der Stadtwerke Lüdenscheid GmbH und der ENERVIE Vernetzt GmbH, im Folgenden ENERVIE Vernetzt genannt, im südlichen Nordrhein-Westfalen. Mit der ENERVIE als herrschendes Unternehmen ist mit Wirkung zum 1. Januar 2007 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden. Mark-E versorgt seine Kunden mit Strom, Gas, Wärme und Trinkwasser. Zu den Kunden zählen Haushalte, Industrie- und Gewerbekunden sowie Stadtwerke und Kommunen. Der Energiehandel der Mark-E übernimmt die Vermarktung der Stromerzeugung aus eigenen und fremden Anlagen und beschafft Strom und Gas für die Kundenversorgung. Für das kundenorientierte Angebot technischer, energie- und netznaher Dienstleistungen stehen in der Unternehmensgruppe die ENERVIE Service GmbH (ESG), Hagen, und die Mark-E Effizienz GmbH (MEE), Hagen, zur Verfügung. Mark-E betreibt Kraftwerke zur Stromerzeugung und Stromspeicherung aus Erdgas, Biomasse, Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft. Wirtschaftsbericht Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen Allgemeine wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen Im Jahr 2024 dauerten die geopolitischen und handelspolitischen Spannungen sowie die damit verbundenen Unsicherheiten auf die Wirtschaft weltweit an. Zudem schritt die Eindämmung der Inflation langsamer voran als erwartet und die Lockerung der Zinspolitik der Notenbanken blieb hinter den Erwartungen zurück. Diese Entwicklungen spiegeln sich im Bruttoinlandsprodukt (BIP) wider, das gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent niedriger ist. Der Rückgang war im Wesentlichen auf die zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten, hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau und unsichere wirtschaftliche Aussichten zurückzuführen1. 1 Destatis. <https://Destatis.de/Pressemitteilung Nr. 019/25 vom 15.01.2025/Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um 0,2 % gesunken>. Branchenentwicklung Der Energieverbrauch in Deutschland wird gemäß Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.2 im Jahr 2024 um rund 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken. Maßgeblich hierfür war die nach wie vor ausbleibende konjunkturelle Erholung. Im Energieträgermix dominierten auch 2024 die Energieträger Mineralöl (36,6 Prozent), Erdgas (25,9 Prozent) und die Erneuerbaren (20 Prozent). 2 AG Energiebilanzen. <http://www.ag-energiebilanzen.de/Erneuerbare decken ein Fünftel des Energieverbrauchs18.12.2024>. Rekordanteil erneuerbarer Energieträger im Jahr 2024 Laut BDEW3 machten im Jahr 2024 die Erneuerbaren einen Anteil von 58,1 Prozent an der Bruttostromerzeugung aus. Mit 29,1 Prozent war die Windkraft der wichtigste Energieträger, Photovoltaik stieg von 12 Prozent im Vorjahr auf 14,7 Prozent im Jahr 2024. Kohle verzeichnete einen deutlichen Rückgang auf 21,6 Prozent (Vorjahr 24,9 Prozent) und Erdgas kam auf einen Anteil von 15,8 Prozent (Vorjahr 15,3 Prozent). Insgesamt gab es einen Rückgang bei der Stromerzeugung um 12,0 Mrd. kWh gegenüber dem Jahr 2023. 3 BDEW. <https://BDEW/Entwicklungen in der deutschen Stromwirtschaft - das Jahr 2024 vom 16.12.2024>. Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Auswirkungen der Energiekrise im Jahr 2022 waren auch 2024 noch spürbar. Obwohl sich die Energiemärkte seitdem weiter beruhigt haben, wurde das Vorkrisenniveau nicht erreicht (Großhandelsstrompreise: Durchschnittlicher Day-Ahead-Preis 78,51 €/MWh im Jahr 2024; 30,47 €/MWh im Jahr 2020)4. Durch die konsequente Umsetzung ihrer Strategie mit Fokus auf Wachstum und Effizienz konnte die Mark-E auch in dieser Zeit den Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen. Im März 2024 wurden konventionelle Kraftwerksblöcke (Stein- und Braunkohle) mit insgesamt fast 4 GW planmäßig vom Netz genommen, deren Betrieb im Zuge der Energiekrise zunächst verlängert worden war. Der starke Rückgang der Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohlekraftwerken wurde nicht durch Erdgaskraftwerke ausgeglichen. Die zunehmende Volatilität der inländischen Stromproduktion zeigte sich auch in der Erhöhung der Stromimporte (+23,2 Prozent)5. Die Bundesregierung wollte den Entwicklungen am Strommarkt 2024 mit der Verabschiedung des Kraftwerkssicherheitsgesetzes (insbesondere Ausschreibung wasserstofffähiger Gaskraftwerke) Rechnung tragen. Bisher wurde das Kraftwerkssicherheitsgesetz jedoch nicht vom Bundesrat genehmigt. Auch weitere von der Branche, insbesondere der Bundesnetzagentur (BNetzA)6 , geforderte Maßnahmen zur Flexibilisierung der Stromproduktion, etwa durch Steuerung der Solareinspeisung, konnten von der Bundesregierung nur teilweise umgesetzt werden. Die Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien beschäftigte die Branche auch im Jahr 2024. Die BNetzA veröffentlichte im August eine Festlegung zur Verteilung der unterschiedlichen Netzausbaukosten. Ab dem Inkrafttreten am 1. Januar 2025 werden Stromverbraucher in Netzgebieten mit überproportionalem Zubau erneuerbarer Energien entlastet. Hohe Temperaturen (+0,9 Grad im Jahresmittel im Vergleich zum Zeitraum 2018 bis 2021) führten 2024 zu einem Rückgang des Gasverbrauchs um 3,5 Prozent. Die gesetzlich festgelegten Mindestfüllstände der Erdgasspeicher zum 1. Oktober (85 Prozent) und 1. November (95 Prozent) wurden wie im Vorjahr deutlich übererfüllt. Die Versorgungssicherheit war auch im zweiten Jahr nach der Energiekrise und der Beendigung der Erdgasexporte durch Russland gewährleistet.7 Im Jahr 2024 wurden wichtige Weichen für die Transformation des Gasnetzes gestellt: Im Februar genehmigte die EU-Kommission die Förderung für 33 Wasserstoffprojekte (IPCEI-Projekte), darunter 24 Projekte mit deutscher Beteiligung.8 Im Juli reichten die Fernleitungsnetzbetreiber den Antrag zur Genehmigung des Wasserstoff-Kernnetzes bei der BNetzA ein. Insgesamt genehmigte die BNetzA Leitungen mit einer Gesamtlänge von 9.040 km (44 Prozent Neubau, 56 Prozent Umstellung), die bis 2032 für den Transport von Wasserstoff zur Verfügung stehen sollen.9 Auf kommunaler Ebene beschäftigen sich die Städte zunehmend mit der kommunalen Wärmeplanung, die Ende 2023 beschlossen wurde und zum 1. Januar 2025 in Kraft trat. Der Erstellungsprozess wird häufig im engen Austausch zwischen Kommunalverwaltung und Energieversorgern (insbesondere Wärmenetz- und Gasverteilnetzbetreiber) geführt. Die Wärmeplanung zeigt dabei ein Zielbild der Wärmeversorgung, aus dem auch Zeitpunkt und Umfang der Stilllegungen des Erdgasnetzes sowie Ausbaubedarfe von Fernwärme- und Stromnetzen abgeleitet werden können. Insgesamt befindet sich die Energieversorgung in einer Zeit großer Veränderungen: Neben dem Ausbau erneuerbarer Energien stehen die notwendige Flexibilisierung und der Ausbau der Netzinfrastruktur im Fokus. 4 Bundesnetzagentur. <https://www.bundesnetzagentur.de/1043198 vom 03.01.2025>. 5 Bundesnetzagentur. < https://www.bundesnetzagentur.de/1043198 vom 03.01.2025>. 6 Energate-messenger.<https://www.energate-messenger.de/news/247079/Der-ungesteuerte-Zubau-bringt-das-System-an-seine-Grenzen vom 05.09.2024>. 7 Bundesnetzagentur. <https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/20250108_GasRueckblick.html vom 08.01.2025>. 8 Energate messenger. <https://energatemessenger.de/Grünes Licht für 24 deutsche Ipcei-Projekte vom 15.02.2024>. 9 Bundesnetzagentur. < https://www.bundesnetzagentur.de/ Wasserstoff-Kernnetz vom 22.10.2024>. Geschäftsverlauf Die Mark-E ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der ENERVIE und stellt die größte operative Einheit dar. Das operative Geschäft der Mark-E verlief auch im Jahr 2024 sehr erfolgreich. Der Geschäftsverlauf der ENERVIE Gruppe und der Mark-E bestätigt die Robustheit des Geschäftsmodells mit breiter Wertschöpfungsbasis. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2024 wurde ein sehr gutes Ergebnis erreicht. Vertrieb Die Mark-E behauptete sich auch 2024 weiterhin erfolgreich im Markt. Für ihre Privat-, Geschäfts- und Industriekunden mit den dazugehörigen Verträgen hat die Mark-E ihre Produkte in den Sparten Strom, Gas und Wasser auf die Kundenbedarfe zugeschnitten sowie den Bereich Dienstleistungen und Non-Commodity-Produkte weiterentwickelt. Aufgrund der in den letzten beiden Jahren stark gefallenen Marktpreise für Strom und Gas haben sich im Jahr 2024 langfristige Beschaffungsstrategien gegenüber kurzfristigen Beschaffungsstrategien am Markt negativ ausgewirkt. Auch die bekannten Einflussgrößen wie dem plötzlichen Ausfall des „Übertragungsnetzentgeltsponsorings“, der Wegfall der Preisbremsen, die gestiegenen Umlagen sowie operative witterungsbedingte Einflussfaktoren haben zur Folge, dass die Mark-E relativ hohe Kundenverluste bei den Bestandskunden zu verzeichnen hatte, sodass das Ergebnis des Vertriebs wie erwartet geringer als im Vergleich zur Planung ausgefallen ist. Gleichzeitig konnten durch Neukundenakquise viele Kunden gewonnen werden. Für das Jahr 2025 wird mit einem Rückgang der Kundenwechselraten gerechnet. Die Produktentwicklung hat mit der Einführung eines dynamischen Tarifs einen wichtigen Baustein für die Digitalisierung und im Zuge des Ausbaus von Erneuerbaren Energien notwendigen Flexibilisierung der Privat- und Gewerbekundennachfrage etabliert. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation haben die Industriekunden ihren Gesamtverbrauch für Strom und Gas gedrosselt. Das Produkt der Beschaffung über den Spotmarkt hat an Attraktivität gewonnen, da mit diesem Modell sowohl Energieversorger als auch auf Kundenseite eine hohe Mengenflexibilität in konjunkturell unsicherer Lage gegeben ist. Die Absatzmengen der jeweiligen Sparte stellen wesentliche steuerungsrelevante nichtfinanzielle Leistungsindikatoren dar.
Entwicklung Stromabsatz Im Privat- und Geschäftskundensegment bedeutete der nach wie vor hohe Preisabstand zwischen langfristiger und kurzfristiger, auf Kundengewinnung ausgelegter Beschaffung ein erhöhtes Wechselverhalten der Bestandskunden. Die kurzfristige Beschaffung ermöglichte gleichzeitig aber auch eine überdurchschnittliche externe Neukundenakquise. Die Absatzmenge reduzierte sich allerdings in diesem Segment um 92 GWh. Die Absatzmenge liegt mit 11 GWh geringfügig über der geplanten Absatzmenge von 1.527 GWh. Entwicklung Gasabsatz Der Gasabsatz verzeichnete einen Rückgang um rund 277 GWh. Neben witterungsbedingten Rückgängen im Privat- und Geschäftskundensegment führte auch ein erhöhtes Kundenwechselverhalten zu einer Reduktion der Absatzmenge, welche durch eine Neukundengewinnung nicht komplett ausgeglichen werden konnte. Im Laufe des Jahres zeigten sich bei einigen größeren Industriekunden zudem konjunkturell bedingte geringere Absatzmengen. Die Absatzmenge liegt mit 261 GWh deutlich unter der geplante Absatzmenge von 1.930 GWh. Ursächlich hierfür sind die oben genannten Kundenverluste, die schwierige wirtschaftlichen Situation und die witterungsbedingten Einflussfaktoren. Entwicklung Wärmeabsatz Bei einer weiterhin stabilen Kundenstruktur verzeichnete der Wärmeabsatz witterungsbedingt sowohl im Ist als auch im Plan eine um 2 GWh geringere Absatzmenge. Entwicklung Wasserabsatz Der Wasserabsatz blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Auch liegt der Wasserabsatz nahezu auf dem Planwert von rund 12.241 Tsd. m3. Kommunales Energieeffizienz- und Ressourceneffizienz-Netzwerk (KERN) Nach Abschluss des KERN-Netzwerks im Jahr 2023 wurden Ende Oktober 2024 insgesamt 14 Kommunen angeschrieben, um gemeinsam unter Regie der Mark-E ein neues, von der Zukunft - Umwelt - Gesellschaft (ZUG) gGmbH gefördertes Netzwerk zur regionalen Wärmewende zu gründen. Im Dezember des Jahres wurden dazu erste Gespräche mit den Kommunen zu zukünftigen Netzwerkinhalten geführt. Ziel des Netzwerks ist es, vorbereitende Maßnahmen für die Kommunale Wärmeplanung im Kreis der im Versorgungsgebiet ansässigen Kommunen gemeinsam umzusetzen. Wärmewende - gemeinsam die Zukunft gestalten Gemeinsam mit der ESG hat die Mark-E für drei Kommunen im Versorgungsgebiet Klimaneutralitätsstudien erstellt und in den Ausschüssen der Kommunen vorgestellt. In weiteren Schritten werden nun Quartierskonzepte erstellt, um so erste Vorbereitungen für die Kommunale Wärmeplanung zu treffen. In Verbindung mit der Klimaneutralitätsstudie bilden die Ergebnisse der Quartiersworkshops eine gute, vorbereitende Grundlage. E-Mobility Im Geschäftsbereich der Elektromobilität ist weiterhin das Interesse an Ladelösungen für Gewerbe und Wohnungswirtschaft von hohem Interesse. Von den geplanten und vorbereiteten Projekten wird jedoch nur ein Teil realisiert. Viele Interessenten im Markt führen ihre Entscheidung, Projekte nicht sofort umzusetzen, auf die aktuelle politische Lage zurück. Die Gesamtzahl der errichteten Ladepunkte im öffentlichen und halböffentlichen Bereich hat sich jedoch kontinuierlich erhöht. Viele der neuen Ladepunkte entstehen in Ladekonzepten für Geschäftskunden und für die Wohnungswirtschaft. Mit der Realisierung der ersten Deutschlandnetz Standorte in der Region sind Standorte für öffentliche Schnellladelösungen (DC) weiterhin von erheblicher Bedeutung und werden von den Kommunen, Unternehmen und Kunden der Region weiterhin gefordert. Gleichzeitig sind viele öffentliche Flächen gegenwärtig nicht oder nur schwer verfügbar. Im Bereich der öffentlichen Ladeinfrastruktur intensiviert Mark-E an strategisch wichtigen und wirtschaftlich vielversprechenden Standorten den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Region. Hierbei kommt die gesamte Bandbreite an Ladetechniken (AC und DC) in Abhängigkeit von der technischen und verkehrsmäßigen Anbindung zur Anwendung. Den Bereich der schweren Nutzfahrzeuge unterstützt die Mark-E zum Beispiel als strategischer Partner von E-LKW Herstellern mit Ladelösungen für städtische oder gewerbliche Schwerlastfahrzeuge (Fahrzeuge mit Ladekonzepten von bis zu 400 kW pro Ladepunkt). Die Ausgangslage für bidirektionales Laden in Vehicle2Grid-Szenarien (V2G) oder Vehicle2home (V2H) ist unverändert abhängig von politischer und juristischer Optimierung. Das weitere Wachstum der Elektromobilität in Deutschland hängt unter anderem von Förderprogrammen und der allgemeinen Entwicklung von Marktpreisen für E-Fahrzeuge ab. Anteilskauf TMA Telesmart GmbH Mark-E hat sich zur Sicherstellung von Flexibilität und Qualität im Kundenservice und vor dem Hintergrund eines zunehmenden Fachkräftemangels in diesem Bereich zum 1. Juli 2024 mit 50 Prozent an dem mittelständischen Kundenservicedienstleister TMA Telesmart GmbH, Hagen, beteiligt. Handel
Die Rahmenbedingungen in den verschiedenen Commodity-Märkten blieben auch im Jahr 2024 für die kurz-, mittel- und langfristige Bewirtschaftung und Optimierung der verschiedenen Portfolien (Erzeugung, Vertrieb, Direktvermarktung) herausfordernd. In den ersten zwei Monaten des Jahres 2024 sanken die Commodity-Preise konjunkturell und wetterbedingt. Ab März 2024 erholten sich die unterschiedlichen Commodities langsam wieder, wenngleich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Trotz hoher Volatilitäten bis in den Intraday-Bereich hinein konnten die geplanten Ergebnisse in den drei Portfolien Erzeugung, Vertrieb und Direktvermarktung übertroffen werden. Der Ausblick bleibt weiterhin von sehr hohen Preisvolatilitäten auf den Termin- und Kurzfristmärkten geprägt. Durch den stetig und stark steigenden EEG-Ausbau, insbesondere PV, geht die Mark-E von erheblichen Volatilitäten im Spot- und Intradaymarkt aus. Die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten spiegeln sich in den Terminmärkten durch steigende Preisaufschläge wider. Hierauf ist die Mark-E gut vorbereitet, insbesondere durch bereits in der Vergangenheit getätigte Absicherungsgeschäfte, so dass die Mark-E davon ausgeht, die geplanten Ergebnisse auch im Jahr 2025 zu erreichen. Erzeugung
Unter den heutigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben sich folgende Perspektiven für die Erzeugungsstandorte: Herdecke Das GuD-Kraftwerk H6 wird gemeinsam mit dem Partner Statkraft betrieben. Die Absicherung der langfristig vermarkteten Positionen erfolgte 2024 auf einem hohen Niveau. Dies führte durch die unterjährige Optimierung im Handel zu einem außerordentlich guten Deckungsbeitrag des H6. Rönkhausen Am Pumpspeicherwerk (PSW) in Rönkhausen sind Mark-E und Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft zu je 50 Prozent beteiligt. Mark-E pachtet und betreibt die Anlage und vermarktet die Produktion. Nach dem die Deckungsbeiträge im ersten Quartal des Jahres unter den Erwartungen lagen, konnten diese in den restlichen Quartalen mehr als ausgeglichen werden, sodass zum Jahresende der Deckungsbetrag oberhalb des Planwertes lag. Hagen-Kabel Das Biomasseheizkraftwerk Hagen-Kabel (BVA) wird gemeinsam mit der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH (KPPP) betrieben. Die technische und kaufmännische Betriebsführung erfolgt durch die Mark-E. Das Jahr 2024 war geprägt von weiterhin hohen Brennstoffpreisen und stark gesunkenen Strompreisen. Ab dem Jahr 2025 läuft die BVA nicht mehr unter dem EEG-Regime. Zur Verbesserung der Erlössituation wird die Anlage im Jahr 2025 zum Teil über den Terminmarkt vermarktet werden. Werdohl-Elverlingsen Die Wirbelschichtfeuerungsanlage (WFA-E) zur Klärschlammverbrennung wird gemeinsam mit dem Ruhrverband betrieben. Das Trockengutsilo der WFA-E, welches den ersten Schritt der Dekarbonisierungsstrategie darstellt, wurde gefertigt und auf die Baustelle geliefert. Die Installationsarbeiten laufen und die Inbetriebnahme ist im zweiten Halbjahr 2025 vorgesehen. Der zweite Schritt der Dekarbonisierungsstrategie, der Bau einer solarthermischen Trocknung, ist aufgrund der signifikant gestiegenen Projektkosten für die WFA-E nicht mehr wirtschaftlich, sodass die WFA-E das Projekt nicht weiterverfolgt. Für den Partner in der WFA-E, den Ruhrverband, ist die Dekarbonisierung mit einer solarthermischen Trocknung ein wichtiges Projekt. Der Ruhrverband prüft daher die Errichtung einer kleineren, für die Ruhrverbandsmengen ausgelegten Trocknungsanlage am Standort Elverlingsen. Die technische Betriebsführung einer solchen Anlage soll von Mark-E übernommen werden. Der vorgetrocknete Klärschlamm wird dann vom Ruhrverband an die WFA-E übergeben. Im Rahmen dieses Projekts wird auch eine Neuaufstellung des kommerziellen Modells der WFA-E geprüft. Windkraftanlagen Gemeinsam mit der Bürgerwind Hagen-Süd GbR plant Mark-E, die Windkraftanlage Hagen-Mollberg zu errichten und zu diesem Zweck eine gemeinsame Projektgesellschaft zu gründen. Die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz liegt vor. Für das Projekt Halver-Wildsiepen wurde im Jahr 2024 ein Genehmigungsantrag eingereicht. Für circa 20 Anlagen sind Genehmigungsanträge in Vorbereitung. Hohe Trinkwasserqualität und Betrieb der Wasserwerke Das in den Wasserwerken Hengstey und Haspe von der Mark-E aufbereitete Trinkwasser entsprach auch im Jahr 2024 durchgängig und voll umfänglich allen Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Die Wasserwerke konnten ohne Ausfälle und nach Regelwerk betrieben werden. Der fortschreitende Klimawandel fordert die Wasserwirtschaft in besonderem Maße. Hier gilt es unter stark gestiegenem Aufwand die Rohwasserqualität- und -verfügbarkeit zu sichern und die Arbeiten in den Schutzzonen und Einzugsgebieten zu intensivieren sowie den Hochwasserschutz der Anlagen signifikant zu erhöhen. Die intensive Arbeit in den maßgebenden Verbänden nimmt weiterhin eine besondere Rolle ein, um überregional gemeinsame regionale Interessen zu vertreten. Als besonderer Erfolg ist hier nach gut 6-jährigem Bemühen zu nennen, dass der NRW-Landtag in seiner Sitzung am 4. Dezember 2024 eine Gesetzesänderung verabschiedet hat, die es dem Ruhrverband erlaubt, seine Talsperrensteuerung flexibler an den Klimawandel anzupassen. Damit wird es dem Ruhrverband zukünftig auch in extrem langanhaltenden, trockenen Phasen möglich sein, die Ruhr ausfallfrei mit Rohwasser für die Wasserversorgung von 4,6 Millionen Menschen zu versorgen. Nun verfügt die Ruhr auch im Klimawandel über eines der sichersten Rohwasserdargebote in Deutschland. Dies ist ein besonderer Standortvorteil für die Bürger und Bürgerinnen und die Industrie. Finanzen / IT Konzernfinanzierung Die Konzernfinanzierung ermöglichte der ENERVIE Gruppe auch im abgelaufenen Geschäftsjahr flexibel auf das aktuelle Marktumfeld zu reagieren. Bestandteil der Konzernfinanzierung ist auch eine Nachhaltigkeitskomponente, die durch die führende Corporate Sozial Responsibility Ratingagentur EcoVadis jährlich überprüft wird. Die ENERVIE Gruppe wurde 2024 erneut mit der Silber-Medaille ausgezeichnet. Ein Ergebnis, mit dem die ENERVIE Gruppe bei den Top 15 Prozent der gerateten Unternehmen liegt. ENERVIE legt den Kreditgebern dieses Rating jährlich vor. Die jetzt erreichte Punktzahl weist einen „Bonus“ aus, der den Zinssatz senkt. Informationstechnologie Die IT konzentrierte sich auf die Weiterentwicklung und Modernisierung der Betriebsstrukturen. Dabei wurden zentrale Systeme und Services neu ausgerichtet, um langfristig höhere Effizienz, Stabilität und Skalierbarkeit sicherzustellen. In einem zunehmend herausfordernden digitalen Umfeld wird fortlaufend mit der Informationssicherheit an IT-Sicherheitslösungen gearbeitet. Diese gewährleisten den Schutz der Infrastruktur und stärken die Resilienz gegen Cyberbedrohungen. Im Vordergrund stand somit die Etablierung einer modernen, zukunftsgerichteten IT-Architektur als effiziente Unterstützung der Geschäftsprozesse des Unternehmens unter gleichzeitiger Beibehaltung der Sicherheitsrichtlinien. Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs Die Mark-E kann das Geschäftsjahr 2024 - trotz der Herausforderungen - insgesamt mit einem sehr guten Geschäftsergebnis abschließen. Die nachfolgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Ertragsteuern unter Berücksichtigung der sonstigen Steuern (EBT) die für die interne Steuerung der Gesellschaft verwendeten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Das EBT des Jahres 2024 beträgt 60,3 Mio. € und liegt somit 3,5 Mio. € über dem geplanten EBT von 56,8 Mio. €. Positiv geprägt ist das Ergebnis vor allem durch die verbesserte Vermarktung der Kraftwerksanlage H6 sowie der verbesserte Ergebnisbeitrag des PSW gegenüber der Planung. Gegenläufig wirkt sich das geringere Ergebnis des Vertriebs aufgrund der bekannten Einflussgrößen wie beispielsweise dem Ausfall des „Übertragungsnetzentgeltsponsorings“, dem Wegfall der Preisbremsen und der damit einhergehenden Erhöhung der Kundenverluste und den gestiegenen Umlagen aus. Dieser Effekt konnte zum Teil durch die im Jahresabschluss 2023 gebildete Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften für Beschaffungsgeschäfte des Jahres 2024 in der Strom- und Gasversorgung kompensiert werden. Auf die Umsatzerlöse wird in der nachfolgenden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingegangen. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Das Ergebnis nach Steuern wird aufgrund des mit der ENERVIE bestehenden Gewinnabführungsvertrages gemäß § 2 Absatz 1 zu 100 Prozent an die Gesellschafterin ENERVIE abgeführt. Die Gewinnabführung beträgt 60,3 Mio. €. Im Vorjahr betrug die Gewinnabführung 71,3 Mio. €. Eine Ursache für das geringere Ergebnis vor Gewinnabführung um 11,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr ist der verminderte Rohertrag in Höhe von 111,7 Mio. € (im Vorjahr 119,6 Mio. €). Die Umsatzerlöse sind stärker als der Materialaufwand gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind ebenso wie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gestiegen, während die Personalaufwendungen insgesamt gesunken sind. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die im letzten Jahr vorgenommene Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Das Finanzergebnis verringerte sich trotz höheren Ergebnisabführungen hauptsächlich wegen geringeren Beteiligungserträgen und der Abschreibung einer Beteiligung. Das geplante EBT 2024 von 56,8 Mio. € wurde um 3,5 Mio. € übertroffen. Der Rohertrag ist mit 111,7 Mio. € aufgrund des insgesamt besseren Ergebnisbeitrages bzw. Vermarktung der Erzeugungsanlagen (+8,5 Mio. €; im Vorjahr +28,3 Mio. €) mit 5,5 Mio. € höher als geplant ausgefallen. Dieses ist im Wesentlichen auf die Vermarktung des H6 und dem positiven Ergebnisbeitrag des PSW zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 7,8 Mio. € um 3,4 Mio. € über dem Planwert, welches im Wesentlichen auf die Auflösungen von Rückstellungen zurückzuführen ist. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Planwert um 1,2 Mio. € erhöht. Gründe hierfür liegen vor allem in einer mengenbedingten Abweichung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 1,9 Mio. € höher als geplant ausgefallen, unter anderem aufgrund höherer Aufwendungen für Weiterberechnungen. Dagegen liegt das Finanzergebnis aufgrund der Abschreibung der Beteiligung um 2,5 Mio. € unter dem Planwert. Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt von 1.446,0 Mio. € um 249,8 Mio. € auf 1.196,2 Mio. € verringert. Die Umsatzerlöse des Commodity Strom sind im Wesentlichen aufgrund der geringeren Absatzmengen sowohl im Vertriebsbereich als auch im Handelsbereich mengenbedingt und auch preisbedingt um 154,5 Mio. € gesunken. Neben den Kundenverlusten im Vertriebsbereich ist hierfür im Wesentlichen das Absinken des sehr hohen Preisniveaus in Vorjahren im Stromsektor und den daraus resultierenden niedrigeren Umsatzerlösen im Handelsbereich ursächlich. Dagegen sind die Erlöse aus Redispatch im Vergleich zum Vorjahr nochmal angestiegen. Die Umsatzerlöse beim Commodity Gas sind ebenfalls um 97,4 Mio. € gesunken. Auch hier ist ein deutlicher Mengenrückgang im Wesentlichen ausschlaggebend für die geringeren Umsatzerlöse sowohl im Vertriebsbereich als auch im Handelsbereich. Dazu kommen noch die Gaspreisanpassungen im Vertrieb, die entsprechend zu einem Rückgang der Umsatzerlöse führen. Somit verringerten sich die Umsatzerlöse Strom und Gas insgesamt um 251,9 Mio. €. Die Erlöse aus dem Wasserverkauf sind bei nahezu konstantem Wasserabsatz um 3,5 Mio. € gestiegen. Zum 1. Januar 2024 wurde ein neues Wassertarifsystem eingeführt. Zusammen mit einer Mengenpreissenkung wurde dabei von einem zählergrößen- auf einen verbrauchsabhängigen Grundpreis umgestellt. Die Umsatzerlöse aus dem Wärmeverkauf haben sich aufgrund des Rückgangs der Absatzmenge um 1,6 Mio. € verringert. Dagegen haben sich die sonstigen Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. € leicht erhöht. Den höheren Erlösen aus den Betriebsführungen stehen die gesunkenen Erlöse beim Handel mit Emissionsrechten sowie die geringeren Erlöse aus technischen Dienstleistungen gegenüber. Die Umsatzerlöse des Jahres 2024 in Höhe von 1.196,2 Mio. € sind gegenüber den geplanten Umsatzerlösen in Höhe von 1.061,1 Mio. € um 135,1 Mio. € höher ausgefallen. Die Umsatzerlöse des Commodity Strom liegen insgesamt mit 105,7 Mio. € über den geplanten Umsatzerlösen von 717,2 Mio. €. Während die Umsatzerlöse im Vertriebsbereich auch aufgrund von Kundenverlusten den Planwert nicht ganz erreichen, liegen die Umsatzerlöse im Handelsbereich aufgrund der höher als geplant ausgefallenen Preise an den Energiehandelsmärkten über dem Planwert. Auch die Erlöse aus Redispatch liegen über dem Planwert. Des Weiteren sind die Umsatzerlöse beim Commodity Gas insgesamt mit 24,4 Mio. € ebenfalls höher als geplant ausgefallen. Die höheren Umsatzerlöse resultieren hier aus dem Handelsbereich. Im Vertriebsbereich liegen die Umsatzerlöse aufgrund von witterungsbedingten Einflussfaktoren sowie der vorgezogenen Gaspreisanpassung unter dem Planwert. Die Umsatzerlöse aus dem Wasserverkauf liegen mit 0,2 Mio. € geringfügig über dem Planwert von 33,8 Mio. €. Dagegen sind die Umsatzerlöse aus dem Wärmeverkauf mit 0,1 Mio. € leicht geringer als der Planwert von 8,9 Mio. € ausgefallen. Die sonstigen Umsatzerlöse sind gegenüber dem Planwert von 62,5 Mio. € mit 4,9 Mio. € höher ausgefallen. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die höheren Erlöse aus den Betriebsführungen sowie den technischen Dienstleistungen. Die Bestandsveränderungen haben sich von 0,9 Mio. € um 1,4 Mio. € auf -0,5 Mio. € verringert. Die Bestandsminderung steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Weiterberechnung der Aufwendungen zu den Schäden des Hochwassers aus Mitte Juli 2021. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von 4,1 Mio. € um 3,7 Mio. € auf 7,8 Mio. € erhöht. Die höheren Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 4,1 Mio. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr von 1.327,3 Mio. € um 243,3 Mio. € auf 1.084,0 Mio. € gesunken. Korrespondierend zu den Umsatzerlösen sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (unter anderem die Bezugsaufwendungen für Strom, Gas und CO2 ) aufgrund des Absinkens der Energiepreise im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 255,9 Mio. € gesunken. Dagegen haben sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen insgesamt um 12,6 Mio. € erhöht. Der Personalaufwand ist von 44,7 Mio. € um 4,8 Mio. € auf 39,8 Mio. € gesunken. Die Verringerung des Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus der im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Zuführung zu den Pensionsrückstellungen, die sich gemäß § 16 BetrAVG aus der vorgeschriebenen inflationsbedingten Anpassungspflicht der Rente der Versorgungsordnung VO76 ergab. Gegenläufig hat sich der Personalaufwand aufgrund des Tarifabschlusses 2023/2024 und den geplanten Einstellungen erhöht. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. € auf 2,1 Mio. € gestiegen. Grund hierfür sind die im Jahr 2024 durchgeführten Investitionen. Das Finanzergebnis hat sich von 37,3 Mio. € um 2,4 Mio. € auf 34,9 Mio. € verringert. Die Finanzerträge, die im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen und den Beteiligungserträgen resultieren, sind um 0,7 Mio. € auf 44,3 Mio. € gestiegen. Gründe hierfür liegen unter anderem bei den Gewinnabführungen, die sich im Vergleich zum Vorjahr nochmal von 31,8 Mio. € um 3,8 Mio. € auf 35,6 Mio. € erhöht haben, während die Beteiligungserträge um 2,5 Mio. € auf 2,8 Mio. € gesunken sind. Gleichzeitig sind die Finanzaufwendungen in Höhe von 9,4 Mio. € (im Vorjahr 6,3 Mio. €), die aus den Abschreibungen auf Finanzanlagen, den Zinsaufwendungen für langfristige Rückstellungsverpflichtungen und den Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Darlehen bestehen, insgesamt um 3,1 Mio. € gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Abschreibung einer Beteiligung in Höhe von 2,5 Mio. €. Die Zinsaufwendungen für langfristige Rückstellungsverpflichtungen und die Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Darlehen haben sich ebenfalls um insgesamt 0,6 Mio. € erhöht. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 671,0 Mio. € um 29,6 Mio. € auf 700,6 Mio. € erhöht. Das Anlagevermögen ist trotz der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 2,1 Mio. € von 499,6 Mio. € um insgesamt 13,3 Mio. € auf 512,9 Mio. € gestiegen. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und den Sachanlagen belaufen sich zusammen auf 3,8 Mio. €. Ursächlich für den Anstieg des Anlagevermögens sind im Wesentlichen der Zugang im Bereich der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 2,0 Mio. €, der aus einer Kapitaleinlage resultiert, die Zugänge im Bereich der Beteiligungen in Höhe von 1,8 Mio. €, die aus einem Anteilserwerb und einem zu leistenden Pflichtanteil an einer Beteiligung hervorgehen, sowie die Gewährung langfristiger Darlehen an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von 12,0 Mio. €. Dagegen stehen eine Abwertung einer Beteiligung in Höhe von 2,5 Mio. € sowie Tilgungen von langfristigen Darlehen von drei verbundenen Unternehmen und zwei Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis in Höhe von insgesamt 1,8 Mio. €. Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr von 169,6 Mio. € um 16,2 Mio. € auf 185,8 Mio. € gestiegen. Gründe hierfür liegen vor allem in dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich unter anderem aufgrund des vermehrten Redispatch-Einsatzes des H6 zum Jahresende erhöht haben, und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum Bilanzstichtag um insgesamt 13,5 Mio. €. Dagegen haben sich die Forderungen gegen Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis um 2,2 Mio. € verringert. Das Vorratsvermögen hat sich trotz der Abwertung von Emissionsrechten aufgrund eines zum Bilanzstichtag niedrigeren Marktwertes in Höhe von 4,6 Mio. € um insgesamt 4,3 Mio. € erhöht. Grund hierfür ist eine mengen- und preisbedingte Erhöhung des Bestands an Emissionsrechten. Die liquiden Mittel haben sich um 6,7 Mio. € verringert. Auf der Passivseite der Bilanz ist das Eigenkapital in Höhe von 175,1 Mio. € konstant geblieben. Die Rückstellungen sind von 233,0 Mio. € um 7,8 Mio. € auf 225,2 Mio. € gesunken. Die Pensionsrückstellungen haben sich im Wesentlichen aufgrund der Inanspruchnahme um insgesamt 8,1 Mio. € verringert, während sich die sonstigen Rückstellungen um insgesamt 0,3 Mio. € erhöht haben. Gründe hierfür liegen in der im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich preisbedingt höheren Rückstellung für Emissionsrechte, die durch die Inanspruchnahme der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, die die Beschaffungsgeschäfte der Jahre 2024 in der Strom- und Gasversorgung betrifft, nicht vollständig kompensiert wurde. Die Verbindlichkeiten sind von 262,7 Mio. € um 37,4 Mio. € auf 300,1 Mio. € gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich aufgrund der planmäßigen Tilgungen der Darlehen um 1,6 Mio. € verringert. Des Weiteren haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 19,9 Mio. € vermindert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen aufgrund der höheren Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling mit der ENERVIE um 55,1 Mio. € gestiegen. Die Sachanlagenquote ist durch die Zunahme des Sachanlagevermögens und der höheren Bilanzsumme leicht gestiegen. Sie beträgt 1,31 Prozent (im Vorjahr 1,27 Prozent). Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in Höhe von 175,1 Mio. € im Verhältnis zum Gesamtkapital in Höhe von 700,6 Mio. €) ist gegenüber dem Vorjahr mit 25,0 Prozent (im Vorjahr 26,1 Prozent) gesunken. Ursächlich hierfür ist die höhere Bilanzsumme bei konstantem Eigenkapital. Der Anlagendeckungsgrad zweiten Grades (Eigenkapital in Höhe von 175,1 Mio. € und langfristiges Fremdkapital in Höhe von 233,2 Mio. € im Verhältnis zum Anlagevermögen in Höhe von 512,9 Mio. €) ist von 83,8 Prozent im Vorjahr auf 79,6 Prozent im Berichtsjahr gesunken. Im Jahr 2024 wurden 3,8 Mio. € (im Vorjahr 1,9 Mio. €) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Die Gesellschaft konnte jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen. Die Deckung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs erfolgt im Rahmen von freien Kreditlinien bei mehreren Geschäftsbanken. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf -4,9 Mio. € (im Vorjahr 17,4 Mio. €). Das niedrigere Periodenergebnis und die Abnahme der Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr führt neben dem Anstieg des Saldos aus den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu dem negativen Cashflow. Auch die Zahlungsmittelabflüsse für das Vorratsvermögen haben sich gegenüber dem Vorjahr unter anderem durch den Erwerb von Emissionsrechten preisbedingt weiter erhöht. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit hat sich von 22,2 Mio. € auf 14,2 Mio. € verringert. Die im Vergleich zum Vorjahr höheren erhaltenen Beteiligungsergebnisse kompensieren den negativen Saldo aus Einzahlungen aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens und Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen nicht vollständig. Die Verringerung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit von -38,7 Mio. € auf - 76,4 Mio. € ergibt sich vor allem aus der geringeren Darlehensaufnahme im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr sowie der höheren Ergebnisabführung für das Vorjahr. Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Insgesamt verfügt die Mark-E über eine solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Zur Erläuterung der außerbilanziellen Verpflichtungen verweisen wir auf den Anhang. Tätigkeitsabschlüsse Die Mark-E hat die Vorschriften zur Rechnungslegung und Buchführung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) zu beachten, da sie als rechtlich selbständiges, vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen i.S.d. § 3 Nr. 38 EnWG zu einer Gruppe verbundener Elektrizitäts- oder Gasunternehmen gehört und mittelbar oder unmittelbar energiespezifische Dienstleistungen erbringt. Die Tätigkeiten der Gesellschaft betreffen insoweit energiespezifische Dienstleistungen im Tätigkeitsbereich der Elektrizitäts- und Gasverteilung, andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors und innerhalb des Gassektors sowie Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Die in diesem Zuge aufgestellten Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeitsbereiche der Elektrizitätsverteilung und der Gasverteilung betreffen insoweit die für die ENERVIE Vernetzt GmbH erbrachten energiespezifischen Dienstleistungen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die folgenden nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sind nicht wesentlich: Mitarbeiter Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte Mark-E 486 Mitarbeiter (448 Mitarbeiterkapazitäten = MAK), davon 29 Auszubildende. Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 33 Mitarbeiter (28 MAK) erhöht, wobei sich die Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer um 28 Mitarbeiter und sich die Anzahl der Auszubildenden um fünf erhöht hat. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Besetzung von vakanten Stellen und dem geplanten Ausbau neuer Geschäftsfelder. Hierbei handelt es sich unter anderem um den Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Wassergewinnung. Durch den Ausbau der Social Media-Aktivitäten und der Hinzunahme der Facebook- und Instagram-Präsenz der ENERVIE Gruppe konnte auch Mark-E die Sichtbarkeit der Arbeitgebermarke stärken und für die ENERVIE Gruppe und sich neue Reichweiten erschließen. Am 10. Dezember 2024 wurden die Vertragswerke zu dem Pachtmodell zwischen der Mark-E und der ENERVIE Vernetzt einerseits und der Stadtwerke Hemer andererseits unterschrieben. Insgesamt 38 Mitarbeiter und drei Auszubildende der Stadtwerke Hemer sind zum 1. Januar 2025 im Zuge eines Betriebsübergangs auf die Mark-E bzw. die ENERVIE Vernetzt übergegangen. Der Betriebsübergang wurde mit dem Abschluss von kollektivrechtlichen Regelungen flankiert. Die Verhandlungen hierzu wurden Anfang Oktober erfolgreich abgeschlossen. Im Jahr 2024 wurde die ENERVIE Gruppe mit dem Prädikat „Familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet, das von dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region vergeben wird. Mit diesem Prädikat wird das besondere Engagement von Unternehmen aus der Märkischen Region gewürdigt, die sich für eine familienfreundliche Personalpolitik stark machen und Maßnahmen entwickeln, die eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen. Der Vergütungstarifvertrag der Mark-E wurde mit Wirkung zum 30. November 2024 gekündigt. In den Tarifverhandlungen konnte man sich auf eine neue Laufzeit von 13 Monaten (1. Dezember 2024 bis 31. Dezember 2025) sowie auf eine lineare Erhöhung von 4,3 Prozent einigen. Die tarifvertragliche Umsetzung ist in Bearbeitung. Um die Führungskräfte und die Mitarbeiter bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie und notwendigen Kulturveränderungen zu unterstützen, wurde das „ENERVIE Kompetenzmodell“ im Jahr 2023 entwickelt und verabschiedet. Insgesamt sechs Kompetenzen definieren innere Einstellungen, Arbeits- und Verhaltensweisen sowie Führungsprinzipien. Der Umsetzungsprozess startete im Jahr 2024 in separaten Workshopserien für Führungskräfte und Mitarbeiter, bei der die Teilnehmer - insgesamt rund 550 - sich intensiv mit dem Kompetenzmodell auseinandersetzen. Die Workshopreihe wird im Jahr 2025 fortgeführt. Abgeleitet aus dem Kompetenzmodell fanden zudem mehrere Trainings für Führungskräfte zum Thema „Feedback“ statt. Gesellschaftliches Engagement Durch die Aktion „Cuno 1984-2024: Ein Stück Erinnerung“ konnte die Mark-E den Abriss des Cuno-Schornsteins in Herdecke positiv in der Öffentlichkeit besetzen und erfolgreich medial begleiten. Zum zurückliegenden Jahresende konnte die Mark-E ihre Kundinnen und Kunden wieder mit der Aktion „Ihr Weihnachtsbaum geht auf uns“ erfreuen und somit maßgeblich die Kundenbindung stärken, welche aktuell eine besonders hohe Bedeutung hat. Erklärung zur Unternehmensführung Mit dem am 12. August 2021 in Kraft getretenen Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst wurde das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst aus dem Jahr 2015 weiterentwickelt, seine Wirksamkeit verbessert und Lücken geschlossen. In der ENERVIE Gruppe hat das Gesetz nur auf die Mark-E als obligatorisch mitbestimmtes Unternehmen Auswirkungen. Der Aufsichtsrat hat demnach - weiterhin - gemäß § 111 Absatz 5 AktG Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand und gleichzeitig auch Fristen zur Erreichung der Zielgrößen, die jeweils nicht länger als fünf Jahre sein dürfen, festzulegen. Mit Beschluss vom 20. Juni 2022 hat der Aufsichtsrat der Mark-E für den Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2027 die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Mark-E mit 14 Prozent (drei weibliche Mandatsträger) festgelegt, was dem zum Zeitpunkt der Festlegung erreichten Anteil und auch dem aktuellen Stand entspricht, und für den Vorstand der Mark-E mit 0 Prozent mit der erforderlichen Begründung. (Begründung: Der Vorstand der Mark-E besteht aus zwei Personen und ist heute ausschließlich mit Personen männlichen Geschlechts besetzt. Die Neuaufstellung des Vorstands erfolgte erst zum 1. Mai 2021. Aus heutiger Sicht ist innerhalb der Frist für die Zielgrößenerreichung kein personeller Abgang oder Wechsel im Vorstand abzusehen. Den Vorstandsmitgliedern soll von Seiten des Aufsichtsrates auch nicht durch jetzige Festlegung einer vom Status quo abweichenden Zielgröße signalisiert werden, dass aus heutiger Sicht eine anderweitige Zusammensetzung des Vorstands während des Festlegungszeitraums beabsichtigt ist oder wird. Auch ist eine personelle Aufstockung des Vorstands nicht geplant. Zum Jahr 2016 wurde eine an die - nach wie vor im Unternehmen geltenden - Geschäftsprozesse angepasste Verschlankung der Führungsstruktur auf Vorstandsebene beschlossen. Diese hat sich bewährt und es besteht derzeit kein Anlass für eine Änderung.) Der Vorstand der Mark-E hat gemäß § 76 Absatz 4 AktG für den Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2027 Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands der Mark-E (Bereichsleitungs- und Abteilungsleitungsebene) festgelegt. Die Zielgröße für den Frauenanteil in der Bereichsleitungsebene ist auf 20 Prozent festgesetzt (Stand 31. Dezember 2024: 16,7 Prozent). Auf der Abteilungsleitungsebene wurde die Zielgröße mit 15 Prozent definiert (Stand 31. Dezember 2024: 13,0 Prozent). Chancen- und Risikobericht Grundsätze Das Ziel des Risikomanagements der Mark-E ist es, die wesentlichen bestehenden und potenziellen Chancen und Risiken systematisch und frühzeitig zu identifizieren und durch eine kontinuierliche Überwachung und Steuerung den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern. Das Risikomanagement liefert darüber hinaus wichtige Erkenntnisse und Entscheidungen über die Tragfähigkeit von Risiken. Organisatorisch ist das Risikomanagement der Mark-E im Vorstandsressort Finanzen, Technik und Vertrieb verankert. Es basiert auf den unternehmenspolitischen Zielsetzungen und Strategien und ermöglicht einen konzerneinheitlichen und systematischen Prozess. Risikomanagementorganisation und -prozess Mark-E hat Risikoverantwortliche für Geschäftsbereiche und Unternehmensfunktionen (Risk Owner) benannt, die mit Unterstützung des zentralen Risikomanagements Risiken und Chancen frühzeitig und gebündelt identifizieren sowie bewerten. Entsprechend der möglichen Schadenshöhe werden die Risiken in Relevanzklassen eingeordnet und priorisiert. Die Relevanzklassen reichen von „unwesentlich“ (Auswirkung < 2 Prozent), über „unbedeutend“ (Auswirkung 2-10 Prozent), „mittel“ (Auswirkung 10-25 Prozent), „bedeutend“ (Auswirkung 25-40 Prozent) und „schwerwiegend“ (Auswirkung 40-80 Prozent) bis hin zu „bestandsgefährdend“ (Auswirkung > 80 Prozent). Die Auswirkung stellt dabei für Ergebnisrisiken auf den prozentualen Verzehr des hälftigen Grundkapitals zuzüglich der Gewinnrücklagen und des Bilanzgewinns (31. Dezember 2024: 129,21 Mio. €) bei Eintritt des Risikos ab. Reine Liquiditätsrisiken dagegen werden auf Basis ihrer Auswirkung auf die niedrigste verfügbare Planliquidität eines jeweiligen Betrachtungszeitraumes klassifiziert. Mittels Monte-Carlo-Simulation werden alle Risiken aggregiert und auf Konzernebene konsolidiert dargestellt und bewertet. Die Risikoüberwachung und -steuerung ist ebenfalls Aufgabe der Risk Owner. Im Rahmen der Unternehmensplanung werden die Risiken mit dem Controlling abgestimmt. Unterstützt wird der gesamte Prozess durch den Einsatz einer speziellen Risikomanagement-Software. Die Risikolage der Mark-E ist somit jederzeit transparent und bedarfsgerecht darstellbar. Die Risikoberichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt viermal jährlich im Rahmen der Risikoaudits bzw. der Gremiensitzungen. Für die Überwachung der Risiken aus Energiehandelsaktivitäten und gehaltenen offenen Positionen aus der Vermarktung der Kraftwerkspositionen sowie den Beschaffungsportfolien erfolgt eine tägliche Steuerung und Überwachung der Limits. Zur kontinuierlichen Überwachung der Risikosituation und der diesbezüglichen Beratung hat der Mark-E Vorstand zudem ein Risikokomitee und einen energiewirtschaftlichen Steuerungskreis eingesetzt, die in regelmäßigen Abständen tagen und in denen die wesentlichen Risiken der Mark-E diskutiert werden. Wirtschaftliche Lage Im Jahr 2024 ist die deutsche Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent zurückgegangen. Es handelt sich um das zweite Rezessionsjahr für Deutschland in Folge. Neben den hohen Energiekosten und einem erhöhten Zinsniveau hat auch die zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft eine Erholung verhindert. Zudem dämpften der in Folge von Kaufkrafteinbußen ausbleibende Konsumboom, eine schwache Nachfrage aus China sowie geopolitischen Krisen, allem voran der Russland-Ukraine-Krieg, als auch innerpolitische Turbulenzen in Deutschland die deutsche Konjunktur. Aktuelle Prognosen gehen für das Jahr 2025 von einem minimalen Wachstum in Höhe von 0,2 Prozent aus10. Die Inflation in Deutschland hat zum Jahresende zum dritten Mal in Folge zugelegt. Im Dezember 2024 lagen die Verbraucherpreise um rund 2,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Auf das Gesamtjahr 2024 sind die Preise um 2,2 Prozent gestiegen. Im Jahr 2023 lag die Teuerungsrate noch bei 5,9 Prozent, nachdem 2022 mit 6,9 Prozent ein historischer Höchststand erreicht wurde, weil nach Beginn des Russland-Ukraine-Krieges die Energiepreise stark angestiegen sind11. Laut dem Statistischen Bundesamt und Prognosen der Europäischen Zentralbank (EZB) könnte die Inflationsrate in Deutschland im Jahr 2025 bei etwa 2 bis 3 Prozent liegen12. Nachdem die Zinsen in den Jahren 2022 und 2023 in Europa deutlich angestiegen waren, wurden im abgelaufenen Jahr 2024 sowie im ersten Quartal 2025 seitens der EZB in mehreren Schritten alle drei Leitzinssätze abgesenkt. Der Zinssatz für die Einlagefazilität beläuft sich damit aktuell auf 2,50 Prozent, der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte auf 2,65 Prozent und der Zins für die Spitzenrefinanzierungsfazilität auf 2,90 Prozent. Die Zinssenkungen sollen dazu beitragen, die Inflation weiter abzusenken und auch die angespannte Lage in wichtigen Branchen wie zum Beispiel der Baubranche zu verbessern. Zudem soll die Konjunktur angekurbelt und wichtige Investitionen unterstützt werden13. Deutschlands Wirtschaft droht in den kommenden Jahren so langsam zu wachsen wie keine andere Industrienation und bildet schon jetzt das Schlusslicht in Europa. Es bestehen zudem weiterhin hohe Unsicherheiten, vor allem aus energiepolitischen Maßnahmen, den Entwicklungen auf den Weltmärkten sowie dem Umgang mit dem Klimawandel. 10 Tagesschau. < https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-rezession-100.html>. 11 Tagesschau. < https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/inflation-verbraucherpreise-ezb-zinsen-inflationsrate-100.html>. 12 Wirtschaft Magazin. < https://wirtschaft-magazin.de/inflation-deutschland-prognoseDeutschland: Prognose & aktuelle Trends>. 13 Bundesbank < EZB Zinssätze | Deutsche Bundesbank>. https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2024/html/ecb.mp241212~2acab6e51e.de.html Risikolage Energiewirtschaftliche Risiken Die Energiemärkte waren in den vergangenen Jahren von hohen Verwerfungen geprägt. Geopolitische Spannungen, allen voran der Russland-Ukraine-Krieg, hatten die Preise für Strom und Gas auf ein Rekordniveau getrieben. Der Markt hat sich in der Zwischenzeit deutlich entspannt. Dennoch ist auch in der Zukunft mit Unsicherheiten auf den Energiemärkten zu rechnen. Für die Mark-E ist es daher von zentraler Bedeutung, sich für die Herausforderungen der Zukunft optimal aufzustellen, um die eigene Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und jederzeit schnell und flexibel auf sich verändernde Marktbedingungen reagieren zu können. Denn insbesondere die Entwicklungen auf den Energiemärkten können die Ertragslage der Mark-E in erheblichem Maße beeinflussen, was sich sowohl im operativen Ergebnis als auch in der Bewertung von zukünftigen Geschäftsaktivitäten widerspiegelt. Die Mark-E hat mit einer umfangreichen Anpassung der Beschaffungs- und Vermarktungsstrategien auf die veränderten Marktbedingungen reagiert. Zudem wurden Strukturen geschaffen, die auch in der Zukunft eine schnelle Anpassung an sich verändernde Rahmenbedingungen sicherstellen sollen. Aufgrund der aktuellen Situation auf den Energiemärkten sowie der ergriffenen Maßnahmen stuft die Mark-E die energiewirtschaftlichen Risiken insgesamt als „unbedeutend“ ein. Konjunkturelle Risiken Die konjunkturellen Risiken sind sehr vielschichtig und resultieren für Deutschland vorwiegend aus einer sich weiterhin verzögernden Belebung der chinesischen Wirtschaft mit einer rückläufigen Auftragslage für die Industrie, einem zunehmenden Protektionismus in der Welt mit steigenden Zöllen auf deutsche Produkte, weltpolitischen Unsicherheiten sowie einem erneuten Anstieg der Inflation. Für die Mark-E könnte sich dies unter anderem in steigenden Beschaffungskosten, einem gesteigerten Wettbewerbsdruck, einer Zunahme von Forderungsausfällen in Folge von Kundeninsolvenzen sowie einem rückläufigen Nachfrageverhalten negativ auf das Ergebnis auswirken. Das wirtschaftliche Risiko für die Mark-E wird als „mittel“ eingestuft. Die oben genannten Risiken werden durch das Risikomanagement der Mark-E eng überwacht und etwaige Gegenmaßnahmen initiiert. Die weiteren relevanten Risiken der Mark-E lassen sich Kategorien zuordnen: Marktpreisrisiken Die Wirtschaftlichkeit der konventionellen Erzeugungsanlagen sowie des Endkundenvertriebs ist getrieben von der Marktpreisentwicklung für Strom, Gas und CO2 -Zertifikate. Die Marktpreise unterlagen in der Vergangenheit erheblichen Schwankungen. Geopolitische Krisen, allen voran der Russland-Ukraine-Krieg, hatten die Preise in den Jahren 2022 und 2023 auf Rekordhöhen ansteigen lassen. In der Zwischenzeit rangieren die Marktpreise wieder auf einem annähernd normalen Niveau. Dennoch bestehen weiterhin Unsicherheiten, sodass ein Risiko hoher Volatilitäten der Preise besteht. Für die Mark-E besteht eine besondere Herausforderung darin, Marktpreisrisiken resultierend aus den Vermarktungs- und Beschaffungsaktivitäten nachhaltig zu steuern und zu begrenzen. Aus diesem Grund setzt die Mark-E verschiedene Commodity-Derivate ein, vorwiegend langfristige Forward- und Future-Kontrakte, um das Preisrisiko abzusichern. Im Endkundenmarkt bestehen aufgrund der volatilen Preissituation an den Energiemärkten verstärkt Preis- und Absatzrisiken. Um extremen Preisanstiegen entgegenzuwirken, erfolgt die Beschaffung zeitlich verteilt am Terminmarkt. Im Falle sinkender Preise stellt sich so jedoch eine erhöhte Anfälligkeit bei einer zunehmenden Wettbewerbsintensität durch kurzfristig am Markt agierende Wettbewerber ein. Dem Risiko aus sinkenden Spreads für das Gaskraftwerk begegnet die Mark-E mit einer rollierenden Optimierung des Anlageneinsatzes sowie der Vermarktung am Terminmarkt. Zudem können sowohl witterungsbedingte Verbrauchsschwankungen vor dem Hintergrund eines hohen Energiepreisniveaus als auch Schwankungen in unterjährigen, nicht absicherbaren Preisstrukturen zu höheren Marktpreisrisiken in den Vertriebsportfolien führen. Die Vermarktungs- und Beschaffungsrisiken werden über die Vergabe von Handelsgrenzen (Limits) begrenzt und vom Risikomanagement laufend überwacht. Das Marktpreisrisiko wird als „unbedeutend“ eingestuft. Mengenrisiken Zur Steuerung des Absatzmengenrisikos werden Änderungen im Verbraucherverhalten und Kundenzu- und -abgänge direkt in der Energiebeschaffung berücksichtigt. Kurzfristprognosen sorgen dafür, dass der Mengenausgleich für den von konjunkturellen und witterungsbedingten Einflüssen abhängigen Vertriebskundenabsatz durch den sehr volatilen Ausgleichsenergiemarkt auf ein Minimum reduziert wird. Grundsätzlich können witterungsbedingte Bedarfsschwankungen dazu führen, dass bereits beschaffte Mengen in den Markt zurückgegeben werden müssen oder auch im Falle sinkender Temperaturen eine Nachbeschaffung erforderlich machen. Im Falle sinkender Preise und einer daraus resultierenden Diskrepanz zwischen Eindeckungsniveau am Terminmarkt und dem Bedarfsausgleich in der Lieferung am Sportmarkt können diese Mengenschwankungen bei Mehrbedarf zu zusätzlichen Ergebnisbeiträgen, bei Minderbedarf aber auch zu Verlusten führen. Umgekehrt verhält es sich bei steigenden Preisen. Mittels des eingerichteten 24/7-Intradayhandels im Energiehandel für das Industriekundenportfolio werden untertägige Prognoseänderungen mit Handelsgeschäften nachgesteuert, um die Ausgleichsenergie zusätzlich zu minimieren. Mengenrisiken, die sich aus der Vermarktung fluktuierender Erzeugungsanlagen ergeben, werden finanziell abgesichert. Die Mark-E stuft dieses Risiko insgesamt als „unbedeutend“ ein. IT- und Informationssicherheitsrisiken Die Sicherung der Informationstechnologie sowie der betriebenen Systeme und Anlagen ist für die Mark-E als Betreiber kritischer Infrastrukturen von herausragender Bedeutung. Die Mark-E setzt dabei auf den Einsatz von hohen IT-Sicherheitsstandards und deren regelmäßiger Prüfung. Neben diesen technischen Maßnahmen werden durch die Vorgabe von Verhaltensanweisungen, internen Schulungen und einer geregelten Kommunikation die Sicherheit der IT- und Informationssicherheit unterstützt. Um darüber der hohen und stetig zunehmenden Bedrohung von Cyberangriffen vorzubeugen und den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden, setzt Mark-E spezielle Systeme zur Angriffserkennung ein. Durch diesen gebündelten Einsatz technischer und organisatorischer Maßnahmen begegnet die Mark-E potenziellen Gefährdungen, um insbesondere die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der zu schützenden Systeme und Daten zu gewährleisten. Zudem betreibt die Mark-E ein zertifiziertes Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) gemäß ISO 27001, um die Sicherstellung der Informationssicherheitsziele zu gewährleisten. Die regelmäßige Re-Zertifizierung durch externe Zertifizierer dokumentiert die Wirksamkeit des eingerichteten ISMS. Darüber hinaus setzt der Konzern auf ein Business Continuity Management (BCM), um im Fall einer schwerwiegenden Störung durch vorgegebene Prozesse und Regelungen gegen die Bedrohung umgehend vorgehen zu können und insbesondere vitale Prozesse abzusichern. Das Risiko wird als „mittel“ eingestuft. Operative Risiken Die Mark-E setzt in der Erzeugung auf technologisch komplexe Anlagen. Es besteht das Risiko, dass Anlagenausfälle oder Steuerungs- bzw. Einsatzfehler zu signifikanten Einnahmeausfällen oder Kostenerhöhungen führen können. Den bestehenden Risiken wird durch ein systematisches Instandhaltungsmanagement, koordinierte Einsatz- und Vermarkungszeiten, hohe Sicherheitsstandards und umfangreiche Notfallpläne begegnet. Gleichzeitig wird durch betriebliche und infrastrukturelle Verbesserungen, die die Sicherheit der Erzeugungsanlagen und Verteilnetze auch unter außergewöhnlichen Belastungen erhöht. Die Mark-E stuft das Risiko aufgrund der ergriffenen Maßnahmen als „mittel“ ein. Politische und regulatorische Risiken Politische und regulatorische Rahmenbedingungen unterliegen einem kontinuierlichen Wandel. Insbesondere die vergangenen Jahre waren von hoher Unsicherheit durch eine Ausweitung der Regulierung sowie eine Zunahme politischer Eingriffe geprägt. Veränderungen der bestehenden Rahmenbedingungen können für die Mark-E zu Kostensteigerungen aufgrund von erhöhten Anforderungen führen. Eine besondere Bedeutung für die Mark-E und deren Tochtergesellschaft ENERVIE Vernetzt nimmt das regulierte Netzgeschäft ein. Die Netzentgelte unterliegen der Regulierung durch die Regulierungsbehörden. Diese Regulierungsbehörden sehen ihre zentrale Aufgabe darin, über Genehmigungen oder Festlegungen die Interessen der Netzkunden an niedrigen (Netz-)Entgelten zu vertreten. Vor allem die Genehmigungspraxis bei Kostenprüfungen ist ein zentrales Risiko, weil hier die Basis für die Netzentgelte für eine Regulierungsperiode von fünf Jahren gelegt wird. Erschwerend kommt hinzu, dass Gesetzesänderungen unter anderem des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) sowie Festlegungen der BNetzA ebenfalls positiv oder negativ auf Netzentgelte und die genehmigte Erlösobergrenze wirken können. Die Mark-E stuft das Risiko insgesamt als „unbedeutend“ ein. Rechts- und Compliance-Risiken Unternehmerisches Handeln ist mit einer Vielzahl rechtlicher Risiken verbunden. Rechtliche Risiken resultieren für Mark-E unter anderem aus bestehenden Vertragsbeziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern sowie aus den Vorgaben relevanter Gesetze wie dem EnWG. Darüber hinaus können Risiken aus der Entscheidungspraxis von Gerichten sowie den Aktivitäten des Bundeskartellamtes und veränderten kartellrechtlichen Rahmenbedingungen resultieren. Insbesondere die Krisen der vergangenen Jahre haben zu einer gestiegenen Dynamik bei Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen geführt. Die zentrale Rechtsabteilung verfolgt zusammen mit den jeweiligen Fachbereichen fortlaufend die sich aus dem rechtlichen Umfeld ergebenden Risiken. Neben den beschriebenen rechtlichen Risiken bestehen auch Compliance-Risiken für die Mark-E. Diese ergeben sich dabei vorwiegend aus den Themenbereichen Daten- und Hinweisgeberschutz, Geldwäsche, Antikorruption, Menschenrechts- und Nachhaltigkeitsaspekten in der Lieferkette als auch dem Klima- und Umweltschutz. Zur Sicherstellung der Compliance verfügt die Mark-E über ein Compliance-Management-System. Das CMS hat das Ziel, in Ergänzung zum Risikomanagement insbesondere wirtschaftliche Risiken sowie Reputations- und Haftungsrisiken zu minimieren. Zudem unterstützt das Compliance-Management-System bei der Klärung verschiedenster Compliance-(Verdachts-)Fälle und entwickelt in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachbereichen neue Maßnahmen zur Prävention von möglichen Compliance-Verstößen. Darüber hinaus hat die Mark-E ein Hinweisgebersystem implementiert, was es ermöglicht, Missstände, Verstöße sowie illegale Aktivitäten jederzeit schnell an die zuständigen Stellen zu melden. Zusätzlich gewährleistet die Mitarbeit in verschiedenen Verbänden und Interessengruppen eine frühzeitige Partizipation an der Diskussion der Auswirkungen neuer Gesetze und regulatorischer Anforderungen auf die Mark-E. Die Mark-E stuft das Risiko als „mittel“ ein. Die Mark-E ist neben der RWE, E.ON und weiteren Stadtwerken zu 26 Prozent an der Hochtemperatur-Kernkraftwerk GmbH (HKG) beteiligt, deren betriebener Prototyp THTR 300 im Jahr 1989 stillgelegt wurde. In dem geltenden Rahmenvertrag und zusätzlichen Ergänzungsvereinbarungen wurde die Finanzierungsverantwortung des Landes und des Bundes hinsichtlich des sicheren Einschlusses und des Rückbaus geregelt. Der Bund sowie das Land NRW haben sich mit Auslaufen der dritten Ergänzungsvereinbarung zum 31. Dezember 2022 nicht zum Abschluss einer weiteren Vereinbarung und einer Konkretisierung ihrer Finanzierungsverantwortung verpflichtet. Daher hat die HKG eine Klage gegen Bund und Land zur Feststellung deren Finanzierungsverantwortung eingereicht, die jedoch am 30. August 2024 vom Landgericht Düsseldorf abgewiesen wurde. Die HKG hat daraufhin Berufung vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt. Aufgrund der ungeklärten Finanzierung der Restabwicklung muss laut der Geschäftsführung der HKG Ende Juni/Anfang Juli 2025 die Insolvenzanmeldung erfolgen. In Bezug auf die vorgenannte Ergänzungsvereinbarung schlossen die HKG-Gesellschafter untereinander am 18. Dezember 1996 eine Zusatzvereinbarung ab, die beinhaltet, dass die beiden herrschenden Gesellschafter die drei übrigen - teilweise kommunal beherrschten - Gesellschafter (unter anderen die Mark-E) von Zahlungsverpflichtungen, die im Zusammenhang mit der geordneten Restabwicklung des THTR 300 - gleich aus welchem Grund - stehen, vollumfänglich freistellen. Aufgrund des Rahmenvertrages bzw. der Freistellung schätzt die Mark-E das Risiko, dass sie die Rückbaukosten anteilig mittragen muss, für „unwesentlich“ ein. Eine Gefahr der Durchgriffshaftung auf die Gesellschafter ist nicht erkennbar. Die HKG haftet nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen. Aber selbst für den unwahrscheinlichen Fall des Haftungsdurchgriffs wäre die Mark-E zusätzlich durch die vorgenannte Freistellung geschützt. Kreditrisiken Durch den Ausfall von Vertragspartnern (Teilausfälle, Insolvenzen) kann es zu substanziellen Verlusten insbesondere im Vertriebskundengeschäft und im Energiehandel kommen. Kreditrisiken werden nur bei einer positiven Bonitätseinschätzung eingegangen und über ein Limitsystem sowie entsprechende Rahmenverträge gesteuert. Die Ermittlung der Kreditwürdigkeit erfolgt in einem internen Bewertungsverfahren unter Berücksichtigung externer Ratings. In Abhängigkeit der Bonität der Vertragspartner werden zur Minimierung der Kreditrisiken Kreditversicherungen in bestimmten Geschäftsbereichen abgeschlossen sowie Wertgrenzen für die Aufnahme und den Umfang von Geschäftsbeziehungen gesteckt. Mit dem bestehenden Future-Handel wird ein Teil des kurzfristigen Handelsvolumens an die Börse verlagert und die Kreditlimite mit den Handelspartnern geschont. Weitere Maßnahmen werden fortlaufend geprüft und bei Bedarf initiiert. Kreditrisiken im Energiehandel werden täglich gemessen. Die Bonität wird dabei laufend überwacht. Die Mark-E stuft dieses Risiko als „unbedeutend“ ein. Finanzrisiken Finanzrisiken werden durch den kaufmännischen Bereich und dessen interne Sicherungssysteme laufend überwacht. Um Marktpreisrisiken oder auch Zinsrisiken zu reduzieren, können Sicherungsgeschäfte abgeschlossen werden, durch die es zu Liquiditätsverschiebungen kommen kann. Daneben beeinflusst die Entwicklung der Basiszinssätze insbesondere die Werthaltigkeit von Beteiligungsansätzen. Die Mark-E stuft dieses Risiko als „unbedeutend“ ein. Personalrisiken Bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen für Mitarbeiter, die einer der bestehenden Versorgungsordnungen unterliegen oder über eine einzelvertragliche Direktzusage verfügen, werden für die zukünftige Entwicklung Trendannahmen unterstellt. Es besteht das Risiko, aber auch die Chance, dass veränderte gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen zu Abweichungen hinsichtlich der getroffenen Trendannahmen führen können und einen veränderten Zuführungsbedarf bewirken. Die Mark-E stuft dieses Risiko als „unbedeutend“ ein. Der Fachkräftemangel macht auch vor der Energiewirtschaft nicht halt und wird voraussichtlich auch in der Zukunft weiter zunehmen. Verstärkt wird dies durch den demografischen Wandel im Unternehmen, welcher nachhaltig die Altersstrukturen verändert. Die Mark-E begegnet den Risiken durch systematische Nachwuchskräfteförderung, einem umfangreichen Aus- und Weiterbildungsangebot sowie mit Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität. Aktuell führen veränderte gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen wie insbesondere Insolvenzen/ Arbeitsplatzabbau in der Industrie sowie steigende Arbeitslosenzahlen zu einem wachsenden Angebot an Fachkräften. Aufgrund der ergriffenen Maßnahmen und den geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stuft die Mark-E das Risiko aktuell als „unwesentlich“ ein. Gesamtbeurteilung der Risikosituation Die wesentlichen Risiken der Mark-E sind identifiziert und bewertet und werden auf Basis eines etablierten Prozesses im Risikomanagement gesteuert. Ein Monitoring der Entwicklung wesentlicher Risiken erfolgt insbesondere auf Konzernebene. Für die Mark-E lassen sich zum aktuellen Zeitpunkt keine bestandsgefährdenden Risiken erkennen. Geopolitische Konflikte, grundlegende Verwerfungen der Energiewirtschaft sowie Veränderungen rechtlicher, regulatorischer und politischer Rahmenbedingungen stellen die Mark-E aber aktuell wie auch in der Zukunft vor Herausforderungen. Darstellung der wesentlichen Chancen Die Unternehmensstrategie zielt darauf ab, Chancen aufzudecken und durch deren Umsetzung den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg zu sichern. Chancen können sich grundsätzlich im gesamten Umfeld der Mark-E eröffnen. Entsprechend der möglichen positiven Auswirkungen für die Mark-E werden die Chancen spiegelbildlich zu den Risiken in Relevanzklassen von der Bandbreite unwesentlich bis bestandsfördernd eingeordnet und priorisiert. Chancen liegen insbesondere im weiteren Ausbau des überregionalen Strom- und Gasvertriebs, einem stärkeren Ausbau von digitalen Vertriebskanälen sowie einer Ausweitung des Versorgungs- oder Netzgebiets, der regenerativen Erzeugung und des Angebots von Contractingleistungen. Durch die Förderprogramme unter anderem zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität und Batteriezellenfertigung sowie der Förderung zum Austausch der Kfz-Fahrzeugflotte durch klima- und umweltfreundliche Elektrofahrzeuge sowie insgesamt veränderten Marktbedingungen wird im Bereich der Elektromobilität zudem die Chance einer gesteigerten Nachfrage nach Wallboxen und innovativen Ladekonzepten gesehen. Auf der Vertriebs- und Beschaffungsseite ergeben sich Chancen aus Preisentwicklungen im Energiemarkt. Dies ist darin begründet, dass ein Großteil der Energiemengen am Energiehandelsmarkt frühzeitig beschafft wird. Weitere Chancen bestehen in einer positiven konjunkturellen Entwicklung sowie einer vorteilhaften Witterungslage. In der Erzeugung, insbesondere im Bereich der Gasverstromung, können sich Chancen aus veränderten politischen Rahmenbedingungen ergeben. Eine Chance für die Mark-E könnte aus der Kraftwerksstrategie der Bundesregierung resultieren. So könnte eine Strategie zum Bau neuer und zur Vorhaltung bestehender Gaskraftwerke als Back-up zur Deckung der Stromnachfrage in sogenannten Dunkelflauten, wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint, die Wirtschaftlichkeit von neuen Gaskraftwerken wesentlich verbessern. Die sich ergebenden Chancen werden als „unwesentlich“ eingestuft. Die beschriebenen Chancen sind stark von den Entwicklungen an den Energiemärkten abhängig. Um den langfristigen Erfolg sicherzustellen, ist die Mark-E bestrebt, die im Rahmen des konzernweiten Chancenmanagements erfassten Chancen bestmöglich zu nutzen und Risiken zu minimieren. Darüber hinaus ergeben sich für die Mark-E Chancenpotentiale aus den nachfolgenden Bereichen: Marktpreischancen Gegenläufig zu den Marktpreisrisiken können sich aus vorteilhaften Marktpreisentwicklungen zusätzliche Chancen für die Mark-E vorwiegend in der Beschaffung als auch der Vermarktung von Kraftwerksanlagen ergeben. Die Chance wird als „unbedeutend“ eingestuft. Kooperationen Für Mark-E bedeutet der Ausbau von Kooperationen grundsätzlich die Chance, Synergien zu nutzen und Ressourcen zu bündeln und so gemeinsam mit potenziellen Kooperationspartnern frühzeitig wichtige Entwicklungen innerhalb des Energiesektors zu identifizieren und zum eigenen Vorteil nutzen zu können. Im Jahr 2024 haben sich die Stadtwerke Hemer und Mark-E und die ENERVIE Vernetzt zu einem gemeinsamen Pachtmodell entschieden. Das Modell sieht dabei vor, dass die Mark-E und ihre Tochtergesellschaft ENERVIE Vernetzt alle wesentlichen Teile des operativen Geschäftsbetriebs im Bereich der Energie- und Wasserversorgung der Stadtwerke Hemer pachten. Durch das Pachtmodell können die Stadtwerke Hemer vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Anforderungen in der Energiewirtschaft die heutige Ertragslage für die Zukunft stabilisieren und sichern. Die Kunden gewinnen zudem mit der Mark-E einen Partner, der mit seiner Größe und Kompetenz deutlich krisenresistenter ist und zeitnah auf die sich stetig veränderten Rahmenbedingungen in der Energiebranche reagieren kann. Bereits im Jahr 2022 hatten sich die Mark-E sowie die Stadtwerke Plettenberg und Werdohl jeweils für die Umsetzung eines gemeinsamen Betriebspachtmodells entschieden. Die Mark-E konnte den eingeschlagenen Wachstumskurs damit auch im Jahr 2024 weiter fortsetzen. Die Mark-E stuft diese Chance als „unwesentlich“ ein. Innovationen Um den Unternehmenserfolg auch in der Zukunft abzusichern und sich für den Wettbewerb innerhalb der Energiebranche bestmöglich aufzustellen, sind innovative Lösungen und Technologien unverzichtbar. Die Mark-E verfolgt entsprechende Entwicklungen am Markt mit hoher Aufmerksamkeit. Technologische Innovationen werden genaustens untersucht und mögliche Einsatzfelder bei der Mark-E analysiert. Die Mark-E setzt weiterhin sehr stark auf das Thema E-Mobilität. So ist die Mark-E seit vielen Jahren auch Partner von Ladenetz.de und entwickelt gemeinsam mit einem Netzwerk aus Stadtwerken stets neue Angebote im Bereich der E-Mobilität sowie dem elektrischen Laden. Mit der Einführung eines Smarten Ladetarifs für die E-Autofahrer unter ihren Privatkunden schafft die Mark-E für diese zudem einen finanziellen Vorteil durch die Verschiebung von Ladevorgängen in wirtschaftlich günstige Zeitfenster. Mit dem für den Tarif FlexCharge gewählten Ansatz kombiniert die Mark-E den Anspruch an die Kostensicherheit ihrer Kunden mit dem Wunsch einer Optimierungsmöglichkeit durch die Teilnahme am dynamischen Strommarkt. Die sich ergebenden Chancen werden aktuell als „unwesentlich“ eingestuft. Digitalisierung Die Digitalisierung schreitet kontinuierlich und mit großen Schritten voran. Für Unternehmen ist es unerlässlich, in dieser schnelllebigen Zeit nicht den Anschluss zu verlieren und ihr Handeln auf die Entwicklung digitaler Innovationen auszurichten. Für die Mark-E ergeben sich die wesentlichen Chancen aus der Etablierung einer Innovationskultur, die die Entwicklung digitaler Prozesse und Abläufe fördert und es möglich macht, neue zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln und in bestehende Strukturen zu integrieren. In dem etablierten Kompetenzcenter Digitalisierung der Mark-E werden die Themen an zentraler Stelle gebündelt, mit dem Ziel die Digitalisierung von Geschäftsprozessen im Unternehmen voranzutreiben und darüber hinaus den notwendigen Kompetenzaufbau zu fördern und weiter zu beschleunigen. Im Rahmen einer Neuorganisation des Vertriebes wurde mit dem Digitalisierungsmanagement ein eigenes Team zur Identifizierung und Umsetzung von Digitalisierungsthemen aufgebaut. Ziel ist es, die sich durch technologische Entwicklung ergebende Chancen für den Vertrieb und Kundenservice wie beispielsweise Künstliche Intelligenz (KI) zu nutzen. Zudem hat die Mark-E zur Entwicklung von smarten Internet of Things (IoT)-Lösungen ein eigenes IoT-Lab eingerichtet. In dem IoT-Lab arbeitet ein unternehmensübergreifendes IoT-Team an der Entwicklung neuer IoT-Lösungen. Die Mark-E bietet bereits heute eine Vielzahl von smarten Produkten und IoT-Gesamtlösungen an und hat im Jahr 2024 die Produktpalette weiter ausgebaut. Für die Kundengruppen Industrie, Stadtwerke & Kommunen, Wohnungswirtschaft und Netze bietet die Mark-E nun auch eine smarte Lösung zur Kommunalen Wärmeplanung an. Neben der Digitalisierung wirkt sich auch KI immer stärker auf Unternehmen aus. Um Chancen aus dem Einsatz von KI zu nutzen, werden Einsatzmöglichkeiten bei der Mark-E umfangreich analysiert. Erste Lösungen wie zum Beispiel interaktive Chatbots sind bereits im Unternehmen im Einsatz und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die Mark-E unterstützt zudem das Zukunftsprojekt „Immersive Collaboration Hub“ der FernUniversität in Hagen. Forschungsschwerpunkt sind Auswirkungen modernster Technologien wie Virtual Reality oder Künstlicher Intelligenz auf die Zukunft des Lernens und der Arbeitswelt. Die Mark-E stuft diese Chance als „unwesentlich“ ein. Erneuerbare Energien Erneuerbare Energien sind eine zentrale Säule der Energiewende. Die Energieversorgung in Deutschland soll durch den Ausbau der Erneuerbaren klimaverträglicher und unabhängiger von fossilen Energieimporten werden. Der Schutz der Umwelt und die Reduktion von negativen Auswirkungen auf das Klima ist für die Mark-E ein zentrales Anliegen. Um die Chancen aus der Energiewende zu nutzen und gleichzeitig den Klimaschutz zu stärken, setzt die Mark-E auf den weiteren Ausbau von Erneuerbaren Energien-Anlagen in der Region. Der Energiehandel der Mark-E wirkt zudem in der Direktvermarktung von EEG-Anlagen und PPA-Bewirtschaftung von Alt-EEG-Anlagen aktiv am Markt für Erneuerbaren Energien mit. Die Chance wird seitens der Mark-E als „unwesentlich“ eingestuft. Darüber hinaus bieten sich unternehmensstrategische Chancen für die Mark-E durch ihr Selbstverständnis, über ihre angestammte Rolle als regionales Versorgungsunternehmen hinaus neue Geschäftsfelder zu erschließen und an deren dynamischem Wachstum zu partizipieren. Gesamtbeurteilung der Chancensituation Die Chancen der Mark-E sind verbunden mit möglichen zukünftigen positiven Cashflows. Als realistisch ist hier ein positiver Gesamteffekt im einstelligen Millionenbereich mit steigender Tendenz anzusehen. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Für das Jahr 2025 wird erwartet, dass eine schwache Konjunktur und hohe geopolitische Unsicherheiten die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen prägen werden. Verschiedene Wirtschaftsforschungsinstitute und Organisationen prognostizieren für Deutschland eine Stagnation oder ein geringes Wirtschaftswachstum. Die OECD geht von einem Wachstum des BIP in Höhe von 0,7 Prozent aus14 , während das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mit einer Erhöhung von 0,1 Prozent auf den Wert im Jahr 2024 von 0,2 Prozent (Dezember 202415 ) eine Stagnation prognostiziert. Die wesentlichen Gründe hierfür sind die erwarteten geld- und handelspolitischen Maßnahmen der neuen US-Regierung, das ausbleibende Wachstum im globalen Handel sowie hohe Energiekosten und Inflation. Es wird davon ausgegangen, dass die vorherrschenden geopolitischen Konflikte weiterhin ein hohes Eskalationspotenzial haben. Besonders hervorzuheben sind der Russland-Ukraine-Krieg, der Nahostkonflikt und die strategische Rivalität zwischen den USA und China. Diese Konflikte könnten negative Auswirkungen auf Energiepreise und Lieferketten haben und generell zu einer weiteren Umgestaltung der globalen Handelsbeziehungen führen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass für das Jahr 2025 ein weiteres herausforderndes wirtschaftliches Jahr zu erwarten ist. 14 OECD. <https://www.oecd.org/content/dam/oecd/en/publications/support-materials/2024/12/oecd-economic-outlook-volume-2024-issue-2_67bb8fac/EO116_de.pdf; Seite 7>. 15 IW Köln. <https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Report/PDF/2024/IW-Report_2024-Konjunkturprognose-Winter-2024.pdf; Seite 4>. Energiepolitische und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen Die energiepolitischen Rahmenbedingungen werden durch die Entscheidungen der neuen Bundesregierung wesentlich beeinflusst. Es ist hervorzuheben, dass durch die Ampelkoalition im Jahr 2024 einige avisierte Gesetzesänderungen zwar erarbeitet, jedoch nicht mehr vom Bundestag beschlossen wurden. Den dadurch entstandenen Handlungsdruck wird die neue Bundesregierung bewältigen müssen. Die Zukunft der Gasversorgung ist ungewiss und stellt auch die Gasnetzbetreiber wie beispielsweise die ENERVIE Vernetzt vor große Herausforderungen. Einerseits sind die Verteilnetzbetreiber gemäß dem EnWG verpflichtet, eine sichere, effiziente und kostengünstige Energieversorgung zu gewährleisten und alle Kunden diskriminierungsfrei an die Gasnetze anzuschließen. Andererseits besteht aufgrund der beschlossenen Klimaziele eine große Unsicherheit darüber, welche Rolle die Gasversorgung künftig einnehmen wird und inwieweit die bestehende Infrastruktur für klimaneutrale Gase wie grünen Wasserstoff genutzt werden wird. Eine weitere Herausforderung wird die Vorbereitung der Netze auf die Dezentralisierung der Erzeugung sein, die mit der Energiewende einhergeht. Einspeisungen und Lasten im Niederspannungsnetz werden zunehmend volatiler. Zusätzliche, möglicherweise steuerbare Lasten sind durch die Sektorkopplung (Elektromobilität, Wärmepumpenheizung, Wasserstoffstrategie) zu erwarten. Um diese Einflüsse managen zu können, sind eine zunehmende Digitalisierung und Regelbarkeit der Netze erforderlich. Damit die dezentrale Einspeisung nicht zu unzulässigen Netzzuständen (Spannungsanstieg) führt und um den zukünftigen Strombedarf decken zu können, sind erhebliche zusätzliche Investitionen in Netzanlagen und Systeme erforderlich. Investitionen Das Investitionsvolumen der Mark-E in die immateriellen Vermögengegenstände des Anlagevermögens und in die Sachanlagen wird im Jahr 2025 rund 11,8 Mio. € betragen. Darüber hinaus wird die Mark-E rund 59,5 Mio. € in das Finanzanlagevermögen investieren. Die Mark-E plant Investitionen in Energiewendeprojekte und in erneuerbare Erzeugung (Windkraftprojekte und PV-Anlagen). Hinzu kommen kontinuierlich kleinere Investitionsmaßnahmen in die Wassergewinnungsanlagen in Hengstey und Haspe, um auch in Zukunft alle Anforderungen an Qualitätsstandards zu erfüllen. Auch die Weiterentwicklung der IT-Systeme, insbesondere im Kontext der Migration auf ein neues ERP-System (S/4 HANA), bildet in den Jahren bis 2027 einen Investitionsschwerpunkt. Die Finanzierung des gesamten Investitionsvolumens des Geschäftsjahres 2025 auf dem erhöhten Niveau erfolgt über eine Innenfinanzierung sowie erfordert die Erweiterung des bestehenden Finanzrahmens und die Aufnahme zusätzlicher Fremdmittel. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung Als Unternehmen der kritischen Infrastruktur ist es die Aufgabe der Mark-E, die Menschen in Südwestfalen und darüber hinaus zuverlässig mit Energie und Wasser zu versorgen. Die Mark-E bleibt ihrer Regionalstrategie treu und leistet einen umfassenden Beitrag zur Energiewende vor Ort. Dies beinhaltet die Förderung erneuerbarer Energien, die Gewährleistung der Versorgungssicherheit, die Entwicklung neuer Produkte und die Dekarbonisierung der Energieversorgung voranzutreiben. Darüber hinaus stehen kontinuierliche Effizienzsteigerungen durch Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen auf der Agenda. Die Auswirkungen der dynamischen Regierungspolitik insbesondere in Hinblick auf die vorgezogene Bundestagswahl 2025, des Russland-Ukraine-Kriegs, des Nahostkonflikts, von volatilen Beschaffungsmärkten und der verstärkten Fokussierung auf den Klimaschutz sind nur begrenzt abschätzbar. Diese Faktoren stellen äußerst volatile Rahmenbedingungen dar. Daher ist die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 ähnlich wie für 2024 mit größeren Unsicherheiten behaftet. Der Fokus für 2025 liegt auf der weiteren Umsetzung der Konzernstrategie und der Ausrichtung auf die bestehenden und zukünftigen Energiemärkte in einem volatilen Umfeld. Dabei stehen Themen wie bezahlbare Energiepreise, dekarbonisierte Energie, Kundenzentrierung, Weiterentwicklung des Non-Commodity-Produktportfolios, technische Konzepte zur Dekarbonisierung der Wärme und der Ausbau der erneuerbaren Energien im Zentrum. Mit der Umsetzung dieser Strategie strebt die Mark-E an, ihren wirtschaftlichen Erfolg am Markt und ihre Rolle in der Region mittel- und langfristig zu sichern und auszubauen. Mittelfristplanung zeigt weiterhin einen positiven Ergebnistrend Sowohl bei den Strom- als auch bei den Gaspreisen erfolgte zum 1. Februar 2025 eine Preisanpassung. Die Mittelfristplanung für die Jahre 2025 bis 2029 der Mark-E lässt mit einer breiten Wertschöpfungsbasis weiterhin eine stabile und robuste Entwicklung erwarten, auch unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die im Wesentlichen durch die andauernden Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen, die weiterhin erhöhten und sehr volatilen Energiepreise, das weiterhin leicht erhöhte Inflationsniveau bei gleichzeitig sinkendem aber weiter deutlich erhöhtem Zinsniveau, die schwierige Konjunkturlage, steigende Insolvenzzahlen sowie unklare energiepolitischen Gegebenheiten im Kontext der Energiewende geprägt sind. Daher findet kontinuierlich ein intensives Risikomonitoring statt, um wirtschaftliche Gefahren frühzeitig zu identifizieren und bei Bedarf entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Ergebnisentwicklung der Mittelfristplanung ist geprägt durch:
Die am 9. Dezember 2024 gebilligte Planung sieht für das Geschäftsjahr 2025 der Mark-E ein EBT in Höhe von 57,6 Mio. € und Umsatzerlöse in Höhe von 801,5 Mio. € vor. Die Strom-Absatzmenge wird im Jahr 2025 insgesamt deutlich niedriger ausfallen als im Jahr 2024. Die in den Jahren 2021 und 2022 erfolgreich gewonnenen Netzverlustausschreibungen sind nun nach und nach ausgelaufen, was dazu führt, dass die Industriekunden-Absatzmenge im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr zurückgeht. Im Gegensatz dazu geht die Mark-E davon aus, dass die Absatzmenge im Privatkundenbereich insbesondere in fremden Netzgebieten zulegen wird, da die Kundenakquise in den vergangenen Monaten sehr gut angelaufen ist und auch für das laufende Jahr noch ambitionierte Ziele gesetzt wurden. Diese Mengen-Zugewinne werden den Rückgang aus dem Netzverlust-Ausschreibungsgeschäft jedoch nicht kompensieren können. Dagegen erwartet die Mark-E im Gas eine leichte Zunahme der Absatzmenge gegenüber 2024. Hier konnten Neuabschlüsse und Rückgewinne im Kundenportfolio des Industriekundensegments realisiert werden. Zusätzlich kommt die Absatzmenge für die Kunden aus Hemer über das Pachtmodell hinzu. Bei der Absatzmenge Wärme wird eine leichte Steigerung erwartet, während die Absatzmenge Wasser nahezu konstant erwartet wird. Das sehr gute Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 und der positive Ergebnistrend der Mittelfristplanung führen dazu, dass die Ergebnisabführungen an die Gesellschafterin ENERVIE auf einem konstant hohen Niveau verbleiben. Das Anlagevermögen steigt im Planungszeitraum 2025 bis 2029 aufgrund der geplanten Investitionen vor allem im Bereich des Finanzanlagevermögens stetig an. Der Anstieg der Vorräte resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Bestand an Emissionsrechten aufgrund der Kraftwerkseinsatzplanung des H6 sowie der preisbedingten Erhöhung der Emissionsrechte nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Die Reduzierung der Forderungen hängt unter anderem mit den geringeren Umsatzerlösen infolge der gesunkenen Energiepreise zusammen. Die Rückstellungsentwicklung in der Mittelfristplanung ist vorrangig gekennzeichnet durch die Inanspruchnahmen der Pensionsrückstellungen gemäß den Pensionsgutachten. Die sonstigen Rückstellungen dagegen nehmen im Planungszeitraum aufgrund des Anstiegs der Rückstellungen für Emissionsrechte zu. Die Finanzierung der Investitionen führt durch die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien und neuer Fremdkapitalaufnahmen zu steigenden Bankverbindlichkeiten. Insgesamt erwartet die Mark-E für das Geschäftsjahr 2025 trotz der gegebenen und teilweise schwierigen Rahmenbedingungen eine unverändert solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation und der am 9. Dezember 2024 durch den Aufsichtsrat gebilligten Mittelfristplanung geht die Mark-E unter der Annahme einer notwendigen Erweiterung der bestehenden Finanzrahmen von einer ausreichenden Liquiditätsausstattung im Planungszeitraum aus.
Hagen, 20. März 2025 Erik Höhne Volker Neumann Bilanz zum 31. Dezember 2024AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2024Allgemeine Angaben Die Mark-E Aktiengesellschaft, im Folgenden Mark-E genannt, hat ihren Sitz in Hagen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hagen (HRB Nr. 10). Die Mark-E ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der ENERVIE - Südwestfalen Energie und Wasser AG, Hagen (Handelsregister beim Amtsgericht Hagen, HRB Nr. 7436), im Folgenden ENERVIE genannt. Die Mark-E wird gemäß § 290 HGB in den Konzernabschluss der ENERVIE einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Aufgrund der Einbeziehung hat die Mark-E auf die Erstellung eines Konzernabschlusses verzichtet. Die Mark-E ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 HGB. Der Jahresabschluss wird entsprechend den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches sowie ergänzender Vorschriften des Aktiengesetzes und unter Berücksichtigung der ergänzenden Regelungen des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG) aufgestellt, festgestellt und geprüft. Mit der ENERVIE als herrschendem Unternehmen ist am 6. August 2007 rückwirkend ab dem 1. Januar 2007 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt. Im Geschäftsjahr 2024 bestand eine umsatz- und ertragsteuerliche Organschaft mit ENERVIE. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen drei bis 15 Jahre. Die ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen sind davon abweichend mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, ebenfalls vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Die ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen sind davon abweichend mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Nutzungsdauern betragen:
In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Fertigungs- und Materialkosten Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Abschreibungen auf Sachanlagen für Zugänge bis 2009 erfolgen überwiegend degressiv. Der Übergang auf die lineare Abschreibungsmethode erfolgt, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Zugänge ab 2010 werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Möglichkeiten steuerlicher Sonderabschreibungen wurden bis 2009 genutzt; die Wertansätze werden fortgeschrieben. Für sogenannte geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu 1 T€ wird ab dem Geschäftsjahr 2008 jährlich ein Sammelposten gebildet, der jeweils über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben wird. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Ausleihungen an verbundene Unternehmen, die Beteiligungen sowie die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Kapitalanteile dienen einer dauerhaften Verbindung. Ist der beizulegende Wert aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung niedriger, so wird dieser angesetzt. Bei den sonstigen Ausleihungen werden die verzinslichen Ausleihungen zum Nominalwert bilanziert. Anhaltspunkte dafür, dass in den Finanzanlagen die Buchwerte zum Bilanzstichtag über dem beizulegenden Zeitwert liegen, bestehen nicht. Im Umlaufvermögen sind die Vorräte zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Das Bewertungsverfahren für die entgeltlich erworbenen Emissionsrechte nach dem Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) ist ab dem Geschäftsjahr 2022 dahingehend geändert worden, dass für die Zugänge eines jeden Jahres ein selbständiger Layer, d.h. eine Teilmenge, die unabhängig vom Anfangsbestand weitergeführt wird, gebildet wird. Die Wertermittlung des Layer erfolgt mit den durchschnittlich gewogenen Anschaffungskosten aller Zugänge des jeweiligen Geschäftsjahres. Die Layer werden zum Bilanzstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Unentgeltlich zugeteilte Emissionsrechte bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Die entgeltlich erworbenen Emissionsrechte nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten bzw. gemäß dem handelsrechtlichen Niederstwertprinzip bilanziert. Zweifelhafte Forderungen werden wertberichtigt, uneinbringliche ausgebucht. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird mit einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die noch nicht durch eine Ablesung ermittelten Forderungen abgegrenzt. Die bilanzielle Abgrenzung beruht auf der Hochrechnung der kundenindividuellen Verbräuche und Erlöse für jede Abnahmestelle zum jeweiligen Stichtag unter Berücksichtigung von Lastprofilen, Gradtagszahlen und bezogenen Mengen. Die abgegrenzten, noch nicht ermittelten Forderungen werden mit den geleisteten Abschlagszahlungen verrechnet. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus OTC-Handelsgeschäften Strom und Gas werden, soweit möglich, aufgerechnet. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sowie gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden, soweit möglich, aufgerechnet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit ihren Nominalwerten bilanziert. Passiva Die Bilanzierung des Eigenkapitals erfolgt zum Nominalwert. Bei den Baukostenzuschüssen der Jahre 2003 bis 2006 wurden die Zugänge von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt. Empfangene Zuschüsse ab dem 1. Januar 2007 werden wieder passiviert und mit jährlich fünf Prozent der Ursprungswerte zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach den Bewertungsvorgaben des § 253 Absatz 1 Satz 2 und Absatz 2 HGB zum laufzeitäquivalent abgezinsten Erfüllungsbetrag der zugrunde liegenden Verpflichtung. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt auf der Grundlage der versicherungsmathematischen Berechnung nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) mit den jeweils von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssätzen bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen werden in Höhe von 1,75 Prozent, Rententrends in Höhe von 1,75 Prozent bzw. 1,0 Prozent, wenn fest zugesagt, sowie eine Fluktuationsrate in Höhe von 1,0 Prozent berücksichtigt. Den Verpflichtungen liegen die Richttafeln 2018 G von der Heubeck-Richttafeln GmbH, Köln, zu Grunde, bei einem Rechnungszinssatz von 1,90 Prozent (im Vorjahr 1,82 Prozent). Es wird gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB eine Verrechnung von zum Kurswert bewerteten Wertpapieren des Anlagevermögens als Deckungsvermögen mit den Pensionsverpflichtungen vorgenommen. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen, die alle bis zum Aufstellungszeitpunkt erkannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen berücksichtigen, erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag, der nach kaufmännischer Beurteilung vernünftig und notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrags werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den jeweils von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen ist in der Übersicht „Entwicklung des Anlagevermögens 2024“ dargestellt, die Bestandteil des Anhangs ist. Die Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB sind in einer weiteren gesonderten Übersicht dargestellt, die ebenfalls Bestandteil des Anhangs ist. (2) Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen steigen durch eine Kapitaleinlage bei der Mark-E Effizienz GmbH, Hagen, im Folgenden MEE genannt, um 2,0 Mio. € an. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen erhöhen sich um insgesamt 10,7 Mio. € aufgrund eines an die MEE gewährten Darlehens in Höhe von 12,0 Mio. €. Dagegen stehen die im Berichtsjahr erfolgten planmäßigen Tilgungen von der KSH Krankenhausservice Herdecke GmbH, Hagen, in Höhe von 0,7 Mio. €, von der NOVASTROM GmbH, Hagen, im Folgenden NOVASTROM genannt, in Höhe von 0,5 Mio. € sowie von der ADUG - Arbeits-, Daten-, Umwelt-, Gesundheitsschutz GmbH, Hagen, in Höhe von 0,1 Mio. €. Die Beteiligungen verändern sich hauptsächlich aufgrund der Buchwertabschreibung an der BVA Hagen-Kabel GmbH, Hagen, im Folgenden BVA genannt, in Höhe von 2,5 Mio. €. Weiterhin erfolgte ein Anteilserwerb an der TMA Telesmart GmbH, Hagen, in Höhe von 1,3 Mio. €. Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, verringern sich im Berichtsjahr um 0,5 Mio. € auf 5,3 Mio. € durch planmäßige Tilgungen. (3) Vorräte In den Vorräten hat sich der Bestand an Emissionsrechten um 4,9 Mio. € auf 22,2 Mio. € erhöht. Der Anstieg bei den Emissionsrechten nach dem BEHG ist hauptsächlich preisbedingt. Bei den Emissionsrechten nach dem TEHG wirkt sich die Abwertung aufgrund eines zum Bilanzstichtag niedrigeren Marktwertes in Höhe von 4,6 Mio. € aus. Der Bestand an Emissionsrechten beinhaltet Emissionsrechte nach dem TEHG in Höhe von 12,0 Mio. € (im Vorjahr 10,2 Mio. €) und Emissionsrechte nach dem BEHG in Höhe von 10,2 Mio. € (im Vorjahr 7,1 Mio. €). (4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 93,4 Mio. € (im Vorjahr 79,8 Mio. €) resultieren überwiegend aus Handelsgeschäften, dem Strom-, Gas- und Wasserverkauf und beinhalten die Verrechnung der von Kunden erhaltenen Abschlagszahlungen in Höhe von 126,6 Mio. € (im Vorjahr 124,8 Mio. €). Die von den Übertragungsnetzbetreibern erhaltenen Zahlungen nach dem Strompreisbremsegesetz (StromPBG) sowie die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhaltenen Zahlungen nach dem Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz (EWPBG) in Höhe von insgesamt 75,0 Mio. € werden ebenfalls mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verrechnet. Die Forderungen aus OTC-Handelsgeschäften sind mit gleichartigen Verbindlichkeiten in Höhe von 22,2 Mio. € (im Vorjahr 23,7 Mio. €) verrechnet worden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die unter anderem gegen die ENERVIE Vernetzt GmbH, Hagen, im Folgenden ENERVIE Vernetzt genannt, gegen die Stadtwerke Lüdenscheid GmbH, Lüdenscheid, im Folgenden SWL genannt, und gegen die MEE bestehen, sind mit den Verbindlichkeiten gegenüber diesen verbundenen Unternehmen, soweit möglich, aufgerechnet worden. Die Forderungen gegen die ENERVIE Vernetzt betragen nach Verrechnung 22,6 Mio. € (im Vorjahr 6,6 Mio. €) und beinhalten hauptsächlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Tagesgeldkrediten in Höhe von 3,5 Mio. € (im Vorjahr 0,0 Mio. €) und die Gewinnabführung in Höhe von 28,3 Mio. € (im Vorjahr 25,5 Mio. €). Die Forderungen gegen die SWL in Höhe von 12,6 Mio. € (im Vorjahr 19,4 Mio. €) resultieren größtenteils aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegen die MEE bestehen Forderungen in Höhe von 3,7 Mio. € (im Vorjahr 5,3 Mio. €) überwiegend aus der Gewinnabführung und Tagesgeldkrediten. Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 4,6 Mio. € (im Vorjahr 6,8 Mio. €) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (5) Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital der Mark-E beträgt zum Bilanzstichtag 66.470.000,00 € und ist eingeteilt in 1.300.020 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag von 6 T€ (im Vorjahr 6 T€). Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn 2024 auf neue Rechnung vorzutragen. (6) Baukostenzuschüsse Dieser Posten beinhaltet ausschließlich Baukostenzuschüsse; die Auflösung in Höhe von 22 T€ ist bei den Umsatzerlösen ausgewiesen. (7) Rückstellungen Der Rückstellungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag 175,3 Mio. € (im Vorjahr 183,5 Mio. €). Gemäß durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre würde der Rückstellungsbetrag 173,9 Mio. € (im Vorjahr 185,5 Mio. €) betragen. Somit ergibt sich ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von 1,4 Mio. € (im Vorjahr ein positiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 2,0 Mio. €). Der Anschaffungswert des zu verrechnenden Deckungsvermögens (Wertpapiere) hat 26.664,00 € (im Vorjahr 26.214,00 €) betragen, der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag beträgt 9.049,01 € (im Vorjahr 8.455,31 €). Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Personalbereich Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen sowie sonstige Aufwendungen. Des Weiteren bestehen Rückstellungen für branchenspezifische rechtliche Risiken, für abzugebende Emissionsrechte, für Jahresabschlusskosten, für noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen und für unterlassene Instandhaltungen. Die im Vorjahr gebildete Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 6,7 Mio. € für Beschaffungsgeschäfte der Jahre 2024 und 2025 in der Strom- und Gasversorgung ist mit 3,7 Mio. € in Anspruch genommen worden. Des Weiteren erfolgte eine geringfügige Zuführung in Höhe von 0,1 Mio. €. Darüber hinaus besteht eine Rückstellung für einen drohenden Verlust aus einem Dienstleistungsvertrag für Direktvermarktung in Höhe von 0,4 Mio. € (im Vorjahr 0,5 Mio. €). (8) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen insgesamt 158,6 Mio. € (im Vorjahr 103,5 Mio. €). Sie bestehen unter anderem gegenüber ENERVIE in Höhe von 157,0 Mio. € (im Vorjahr 102,3 Mio. €) und sind mit den Forderungen in Höhe von 2,8 Mio. € (im Vorjahr 2,7 Mio. €) aufgerechnet worden. Sie beinhalten hauptsächlich erhaltene Darlehen, die Gewinnabführung, Umsatzsteuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,5 Mio. € (im Vorjahr 2,0 Mio. €), die aus der Konzernverrechnung resultieren. Des Weiteren bestehen sie gegenüber der NOVASTROM nach Aufrechnung in Höhe von 0,8 Mio. € (im Vorjahr 0,6 Mio. €) und resultieren aus erhaltenen Darlehen und der Gewinnabführung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten hauptsächlich Lieferungen und Leistungen für den Energiebezug. Sie bestehen unter anderem gegenüber der Kraftwerksgesellschaft Herdecke mbH & Co. KG, Hagen, in Höhe von 2,6 Mio. € (im Vorjahr 0,6 Mio. €) und sind mit den Forderungen in Höhe von 0,5 Mio. € (im Vorjahr aufgerechnet worden. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (9) Umsatzerlöse Die ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse der Mark-E gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde Mindererlöse in Höhe von 2,0 Mio. € (im Vorjahr 5,8 Mio. €). (10) sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 4,1 Mio. € um 3,7 Mio. € auf 7,8 Mio. € hauptsächlich aufgrund der Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von 4,1 Mio. € (im Vorjahr 0,9 Mio. €) gestiegen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 4,3 Mio. € (im Vorjahr 1,1 Mio. €) enthalten. (11) Materialaufwand Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren sind insgesamt von 1.152,6 Mio. € um 255,9 Mio. € auf 896,7 Mio. € gesunken. Sie umfassen vor allem den Strom- und Gasbezug, den Brennstoffaufwand für die Stromerzeugung sowie den Aufwand für Emissionsrechte. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten periodenfremde Aufwendungen von 0,9 Mio. € (im Vorjahr 0,1 Mio. €). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren überwiegend aus den Fremdleistungen und -lieferungen für den Betrieb und die Instandhaltung der Erzeugungsanlagen und Pachtaufwendungen in Höhe von 41,5 Mio. € (im Vorjahr 45,1 Mio. €). Des Weiteren beinhalten sie die Aufwendungen für Netzentgelte in Höhe von 145,8 Mio. € (im Vorjahr 129,6 Mio. €). Sie sind insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um 12,6 Mio. € auf 187,3 Mio. € gestiegen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten periodenfremde Aufwandsminderungen von 0,9 Mio. € (im Vorjahr Aufwandsminderungen von 1,4 Mio. €). (12) Personalaufwand Die Mitarbeiterzahl setzt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt zusammen:
(13) Abschreibungen Zu den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen wird auf die Übersicht „Entwicklung des Anlagevermögens 2024“ verwiesen. (14) sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 43,2 Mio. € um 7,9 Mio. € auf 51,1 Mio. € unter anderem aufgrund höherer IT-Kosten, Aufwendungen für Provisionen und sonstiger Fremdleistungen- und -lieferungen gestiegen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 3,9 Mio. € (im Vorjahr 3,7 Mio. €) enthalten. (15) Finanzergebnis
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beinhaltet ausschließlich die Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes der BVA. (16) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne Aufgrund des mit der ENERVIE bestehenden Gewinnabführungsvertrags wird der Gewinn an die Organträgerin ENERVIE abgeführt. Sonstige Angaben Mitteilung nach § 20 Aktiengesetz Die Südwestfalen Energie und Wasser AG mit Sitz in Hagen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter HRB Nr. 7436, hat uns mit Schreiben vom 11. März 2019 mitgeteilt, dass sie gemäß § 20 Absatz 1 AktG mehr als den vierten Teil der Aktien an der Mark-E Aktiengesellschaft sowie gemäß § 20 Absatz 4 AktG eine Mehrheitsbeteiligung an der Mark-E Aktiengesellschaft hält. Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss der ENERVIE angegeben. Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten Bei Mark-E werden alle Absatz- und Beschaffungspositionen sowie Absicherungen auf diese Positionen gegen Marktpreisrisiken je bewirtschafteter Commodity und Geschäftszweck in Portfolien bewirtschaftet und zu Bewertungseinheiten (Erzeugung, Vertrieb, Fahrplanhandel, Vorabvermarktung Direktvermarktungsanlagen, PPA-Hedging, Marktzugang, Sleeve-Handel) zusammengefasst, welche entsprechend interner Richtlinien festgelegten Bewirtschaftungs- und Hedgingstrategien unterliegen. Innerhalb einer Bewertungseinheit werden Mengen- und Preisrisiken bewirtschaftet und abgesichert. Eine eindeutige Zuordnung von Grund- und Sicherungsgeschäft ist bei diesen Portfoliohedges naturgemäß nicht möglich. Die Bewirtschaftung der Portfolien erfolgt sowohl mit Börsenprodukten als auch mit OTC-Spot-, OTC-Swap- und OTC-Forwardkontrakten. Zur Abbildung der sich im Rahmen der Bewertungseinheiten ergebenden gegenläufigen Wertänderungen (wirksame Teile der gebildeten Bewertungseinheiten) wird die Einfrierungsmethode angewendet und somit erfolgt keine Bilanzierung der effektiven, d.h. sich ausgleichenden positiven und negativen Wertteile von Bewertungseinheiten. Ineffektivitäten werden erfasst, wenn sich aus den kumulierten Wertänderungen der Grundgeschäfte und den kumulierten Wertänderungen der Sicherungsinstrumente per Saldo ein Nettoverlust am Bilanzstichtag ergibt. In diesem Fall wird in Höhe des Nettoverlusts eine Drohverlustrückstellung gebildet. Eine Gewinnspitze bleibt unberücksichtigt. Zur Bestimmung der prospektiven Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird auf das dokumentierte, angemessene und funktionsfähige Risikomanagementsystem der Mark-E verwiesen. Die retrospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird anhand der Überprüfung der Commodity-Buchwerte (Strom, Gas, CO2 ) unter Berücksichtigung weiterer variabler Kraftwerkseinsatzkosten sichergestellt. Zur Absicherung der Deckungsbeiträge aus der thermischen Stromerzeugungsanlage H6 hatte Mark-E im Jahr 2024 für die Lieferjahre 2025, 2026 und 2027 im Rahmen einer deterministischen Bewirtschaftungsstrategie Sicherungsgeschäfte für Strom, Brennstoffe (Erdgas) und CO2 -Emissionsrechte abgeschlossen. Der Gesamtwert der Bewertungseinheit aus Sicherungs- und Grundgeschäft war positiv. Der Energiehandel führt die Strom- und Gas-Beschaffung für die Vertriebe Mark-E und SWL durch. Zur Absicherung der Deckungsbeiträge aus den Gas- und Strom-Vertriebskontrakten wurden im Jahr 2024 für die Lieferjahre 2025 bis 2028 Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Vertriebskontrakte sowie die Sicherungsgeschäfte werden zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst, für die sich zum Bilanzstichtag positive Portfoliowerte über alle Lieferjahre kumuliert haben. Vertriebsendkundenprodukte mit Optionscharakter werden separat mit gesonderten Absicherungsstrategien bewirtschaftet. Im Rahmen einer Vorabvermarktung für Direktvermarktungsanlagen geht der Energiehandel Verkaufspositionen auf Termin in der Erwartung ein, die kontrahierten Anlagen mit einem höheren Preis als im Spotmarkt vermarkten zu können. Für zukünftige Lieferjahre bestanden zum Bilanzstichtag keine offenen Positionen. Mit Beginn des Jahres 2021 werden zusätzlich Post-EEG-Anlagen auf Basis sog. Purchase Power Agreements auf Termin vermarktet und abgesichert. Seit dem Jahr 2019 unterhält der Energiehandel einen Strom-Fahrplanhandel, dessen Zweck darin besteht, stundenindividuelle Lastgänge und Off-standard-Laststrukturen von Handelspartnern anzukaufen und mit handelbaren Produkten zu bewirtschaften bzw. abzusichern. Dem Handel sind im Rahmen der Vorgaben Sleeve-Geschäfte erlaubt, bei welchen sich Mark-E als Dritter zwischen zwei Marktteilnehmern stellt, die nicht direkt miteinander handeln wollen oder können (z.B. wegen Kontrahentenlimitauslastung). Diese Geschäfte beruhen auf Reziprozität, d.h. dass die Mark-E im Gegenzug Sleeves bei Dritten in Anspruch nehmen bzw. auch über Dritte mit Kontrahenten handeln kann, die nicht direkt mit Mark-E Geschäfte abschließen wollen oder können. Dies ist besonders dann von großem Vorteil, wenn der Kreis von direkten Kontrahenten (auch ggf. zeitweise) sehr begrenzt ist. Auf der anderen Seite geht mit dem Sleeve-Handel auch eine Belastung von Kontrahentenlimiten einher, die Handelsmöglichkeiten für andere Portfolien verdrängen. Diese Sleeve-Geschäfte werden ebenfalls in eine separate Bewertungseinheit eingebracht, unterliegen jedoch naturgemäß keinem Marktpreisrisiko, da sich jeweils Paare abgeschlossener Sleeve-Geschäfte in allen Konditionen gleichen (Critical Term-Match). Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Positionen in zukünftigen Lieferjahren, die einem Preisänderungsrisiko ausgesetzt waren:
Das Preisänderungsrisiko wurde grundsätzlich mit Hilfe eines sogenannten Value-at-Risks zum Bilanzstichtag ermittelt. Der Value-at-Risk zeigt potenzielle Wertverluste in einem Portfolio (für die kommenden fünf Handelstage zum Konfidenzniveau von 99 %) an, die in sehr ungünstigen Marktsituationen eintreten können. Im Erzeugungsportfolio werden Preisänderungsrisiken bestimmt, indem die potenzielle Wertänderung der offenen Clean-Spark-Positionen ermittelt wird, die nicht im Einklang mit dem Erzeugungsprofil stehen. Außerbilanzielle Geschäfte, Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse 1. Außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB, deren Angabe für die Beurteilung der Finanzlage notwendig ist: Es bestehen zum Bilanzstichtag außerbilanzielle Geschäfte aus überwiegend langfristigen Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 1,1 Mio. €.
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB, deren Angabe für die Beurteilung der Finanzlage notwendig ist: Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 318,7 Mio. € (im Vorjahr 632,4 Mio. €); davon entfallen 13,3 Mio. € (im Vorjahr 14,7 Mio. €) auf verbundene Unternehmen. Das Bestellobligo beträgt 0,9 Mio. €. Für die Jahre 2025 bis 2028 bestehen zum Zwecke der Stromversorgung Beschaffungskontrakte in Höhe von 220,7 Mio. €. Des Weiteren gibt es Kauf- und Verkaufsverpflichtungen für Sleeve-Geschäfte im Jahr 2025 in Höhe von 5,6 Mio. €. Die Brennstoffbeschaffung (aktuell Erdgas) basiert auf Lieferverträgen mit einer kurzfristigen Preisindexierung (Spotmarkt) und dem Einkauf über OTC-Handelsgeschäfte. Die künftigen - nicht abgezinsten - Verpflichtungen aus langfristigen Pacht- und Mietverträgen belaufen sich insgesamt auf 60,5 Mio. €, wovon 6,8 Mio. € gegenüber verbundenen Unternehmen und 13,4 Mio. € innerhalb eines Jahres fällig sind. Eingegangene Dauerschuldverhältnisse betreffen im Wesentlichen einen Mietvertrag für den Zentralstandort, einen Pachtvertrag für das Pumpspeicherkraftwerk Rönkhausen sowie Pachtverträge für Vertriebspachten Strom, Gas und Wasser. Für die in den Vorjahren vorgenommenen Outsourcing-Maßnahmen bestehen für die Jahre 2025 bis 2030 IT-Dienstleistungsverträge in Höhe von 24,4 Mio. €. Des Weiteren bestehen für zentrale Dienstleistungen Verträge in Höhe von 6,5 Mio. €. Mark-E ist Kommanditistin der Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG. Neben der bereits gezahlten Einlage hat sich Mark-E verpflichtet, eine zusätzliche Pflichteinlage auf Anforderung in Höhe von 1,46 Mio. € zu erbringen. Davon sind in den Jahren 2021 bis 2023 insgesamt 0,89 Mio. € in Teilbeträgen und im Berichtsjahr der Restbetrag von 0,57 Mio. € eingezahlt worden. Mark-E ist Mitglied der Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (kvw-Zusatzversorgung) mit Sitz in Münster. Die kvw-Zusatzversorgung hat die Aufgabe, den Beschäftigten ihrer Mitglieder eine zusätzliche Alters-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung in Form einer beitragsorientierten Leistungszusage zu gewähren. Die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung richten sich nach dem Tarifvertrag über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (ATV-K). Seit dem 1. Januar 2002 ist die Höhe der Betriebsrente insbesondere abhängig von dem jeweiligen Jahresentgelt und dem Alter des Beschäftigten (sog. Punktemodell). Anwartschaften aus dem bis zum 31. Dezember 2001 durchgeführten Gesamtversorgungssystem werden zusätzlich in Form einer Startgutschrift berücksichtigt. Die Versorgungsverpflichtungen werden im Umlageverfahren in Form eines Abschnittsdeckungsverfahrens finanziert. Der Deckungsabschnitt beträgt 100 Jahre. Infolge der Schließung des Gesamtversorgungssystems und des Wechsels zum Punktemodell erhebt die kvw-Zusatzversorgung zur Finanzierung der Ansprüche und Anwartschaften, die vor dem 1. Januar 2002 begründet worden sind, neben den Umlagen ein pauschales Sanierungsgeld zur Deckung eines zusätzlichen Finanzbedarfs. Im Jahr 2024 beträgt der Umlagesatz 4,50 Prozent des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts. Der Prozentsatz für das Sanierungsgeld beträgt 3,25 Prozent. Die Summe der zusatzversorgungspflichtigen Entgelte für die Beschäftigten der Mark-E beträgt im Geschäftsjahr 2024 16,3 Mio. €; die daraus resultierende und an die kvw-Zusatzversorgung abgeführte Umlage inklusive Sanierungsgeld beläuft sich auf 1,26 Mio. €. 3. Haftungsverhältnisse gemäß § 268 Nr. 7 HGB: Es bestehen zum Bilanzstichtag Verpflichtungserklärungen im Wesentlichen aus Bürgschaften gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 1,2 Mio. € (im Vorjahr 1,3 Mio. €). Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der guten Bonität der Bürgschaftsnehmer keine Inanspruchnahmen erfolgen werden. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Mark-E haben, haben sich nach Abschluss des Geschäftsjahres 2024 nicht ergeben. Angaben nach § 6b Absatz 2 Energiewirtschaftsgesetz Im Berichtsjahr wurden folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen und assoziierten Unternehmen im Sinne von § 271 HGB getätigt. Mark-E erbringt Leistungen für verbundene Unternehmen:
Mark-E empfängt Leistungen von verbundenen Unternehmen:
Mark-E erbringt Leistungen für assoziierte Unternehmen:
Mark-E empfängt Leistungen von assoziierten Unternehmen:
Angaben nach § 6b Absatz 3 Satz 7 Energiewirtschaftsgesetz Die Tätigkeiten der Gesellschaft umfassen Tätigkeiten im Tätigkeitsbereich „Elektrizitätsverteilung“ und „Gasverteilung“ als Erbringer energiespezifischer Dienstleistungen sowie Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors und sonstige Tätigkeiten außerhalb des Strom- und Gassektors. Sämtliche Buchungen der Mark-E wurden mit tätigkeitsbezogenen Zusatzkontierungen, wie Kostenstellen, Aufträgen und Segmenten, versehen, die eine Kontentrennung und damit die Erstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach dem Energiewirtschaftsgesetz ermöglichten. Für den Großteil der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte damit eine direkte Zuordnung der Beträge zu den betreffenden Tätigkeiten. Für Geschäftsvorfälle, die den Tätigkeiten nicht oder nur mit nicht vertretbarem Aufwand direkt zugeordnet werden konnten, erfolgte eine sachgerechte Schlüsselung. Organe der Gesellschaft Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstands der Gesellschaft ergeben sich aus der nachfolgenden Übersicht. Die Vorstände der Gesellschaft sind seit dem 1. Januar 2007 bei der ENERVIE angestellt und erhalten daher von Mark-E keine Bezüge. Die Gesamtbezüge für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene belaufen sich auf 0,1 Mio. €. Für diesen Personenkreis bestehen Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1,3 Mio. €. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit Bezüge von insgesamt 66 T€. Die einzelnen Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates sind in einer weiteren nachfolgenden Übersicht dargestellt. Organe der Mark-E Aktiengesellschaft Aufsichtsrat
Vorstand
Offenlegung der Bezüge von Organmitgliedern gemäß § 26 Satzung der Mark-E Aktiengesellschaft Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für ihre Tätigkeit eine feste Vergütung. Zusätzlich wird je Sitzungsteilnahme ein Auslagenersatz gewährt. Der hier aufgeführte Auslagenersatz erfasst je nach Zugehörigkeit Sitzungen des Aufsichtsrates und des Aufsichtsrats-Workshops. Auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder verteilen sich entsprechend ihrer Teilnahme an den Sitzungen die Gesamtbezüge wie folgt:
* Für die Mitglieder, für die hier kein Auslagenersatz aufgeführt wird, gilt: Zwischen dem Aufsichtsrat der ENERVIE und der Mark-E besteht zum großen Teil Personengleichheit. Die Sitzungen beider Aufsichtsräte finden am selben Tag statt. Hierfür wird den Aufsichtsratsmitgliedern nur einmalig Auslagenersatz bezahlt. Eine separate Zahlung des Auslagenersatzes für die Teilnahme an Sitzungen der Mark-E findet demnach nicht statt. Um Doppelungen zu vermeiden, werden die Auslagen allein der Tätigkeit im Aufsichtsrat der ENERVIE zugerechnet.
Hagen, 20. März 2025 Erik Höhne Volker Neumann Entwicklung des Anlagevermögens 2024
Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB
1) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Mark-E Aktiengesellschaft 2) Mittelbare Beteiligung über die GuD Besitzgesellschaft mbH, Hagen (Anteil des Tochterunternehmens = 50 Prozent) 3) Anteilserwerb in 2024 4) Ergebnisabführungsvertrag zwischen der AquaMagis Plettenberg GmbH und der Stadtwerke Plettenberg GmbH (Ergebnis einschl. Ausgleichszahlung) 5) Mittelbare Beteiligung über die Mark-E Entsorgungsbeteiligung GmbH, Hagen (Anteil des Tochterunternehmens = 26,58 Prozent) 6) Mittelbare Beteiligung über die Mark-E Effizienz GmbH, Hagen (Anteil des Tochterunternehmens = 25,10 Prozent); Anteilserwerb in 2024 Tätigkeitenbilanzen zum 31. Dezember 2024ElektrizitätsverteilungAKTIVA
Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024Elektrizitätsverteilung
Tätigkeitenbilanzen zum 31. Dezember 2024GasverteilungAKTIVA
Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024Gasverteilung
Ergänzende Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss für das Geschäftsjahr 2024Tätigkeitsabschluss Die Mark-E nimmt nach den Vorgaben des § 6b EnWG eine Kontentrennung vor. Im Rahmen dieser Kontentrennung werden neben den klassischen Tätigkeiten - wie zum Beispiel Stromerzeugung, Strom- und Gasvertrieb, Wassergewinnung und -vertrieb - auch getrennte Konten für die Dienstleistungen „Elektrizitätsverteilung“ und „Gasverteilung“ geführt. Für diese beiden Tätigkeitsbereiche wird jeweils eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss) erstellt. Elektrizitätsverteilung Der nicht konsolidierte Gesamtumsatz der Betriebssparten beträgt im Berichtsjahr 1.595.706 T€ (Vorjahr 1.946.850 T€). Dabei entfallen auf den Tätigkeitsbereich Dienstleistungen Elektrizitätsverteilung 24.998 T€ (Vorjahr 21.918 T€). Darüber hinaus entstanden sonstige betriebliche Erträge bei den Dienstleistungen Elektrizitätsverteilung in Höhe von 350 T€ (Vorjahr 284 T€). Der nicht konsolidierte Materialaufwand der Betriebssparten beträgt in Summe 1.483.489 T€ (Vorjahr 1.828.153 T€). Von dieser Summe entfallen auf die Dienstleistungen Elektrizitätsverteilung 5.195 T€ (Vorjahr 4.973 T€). Aufwandsseitig fielen für die Dienstleistungen Elektrizitätsverteilung insbesondere sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 12.218 T€ (Vorjahr 10.979 T€) an. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der ENERVIE wurde von der Mark-E ein Gewinn in Höhe von 60.290 T€ (Vorjahr 71.296 T€) abgeführt. Davon entfallen auf die Dienstleistungen Elektrizitätsverteilung 1.047 T€ (Vorjahr -1.365 T€). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 betrug die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Dienstleistungen Elektrizitätsverteilung 1.764 T€ (Vorjahr 1.272 T€). Sie macht rund 0,25 Prozent der Bilanzsumme der Mark-E aus. Gasverteilung Der Gesamtumsatz des Tätigkeitsbereichs Dienstleistungen Gasverteilung beträgt 7.404 T€ (Vorjahr 6.452 T€). Darüber hinaus entstanden sonstige betriebliche Erträge bei den Dienstleistungen Gasverteilung in Höhe von 110 T€ (Vorjahr 96 T€). Der nicht konsolidierte Materialaufwand der Betriebssparten beträgt in Summe 1.483.489 T€ (Vorjahr 1.828.153 T€). Von dieser Summe entfallen auf die Dienstleistungen Gasverteilung 1.625 T€ (Vorjahr 1.569 T€). Aufwandsseitig fielen für die Dienstleistungen Gasverteilung sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 3.721 T€ (Vorjahr 3.167 T€) an. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der ENERVIE wurde von der Mark-E für die Dienstleistungen Gasverteilung ein Gewinn in Höhe von 76 T€ (Vorjahr: -481 T€) abgeführt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 betrug die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Dienstleistungen Gasverteilung 568 T€ (Vorjahr 422 T€). Sie macht rund 0,08 Prozent der Bilanzsumme der Mark-E aus. Ergänzende Erläuterungen zur Rechnungslegung und internen Buchführung Gesetzliche Vorgaben Gemäß § 6b Abs. 1 EnWG haben Energieversorgungsunternehmen ungeachtet ihrer Eigentumsverhältnisse und ihrer Rechtsform einen Jahresabschluss nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen. Dabei umfasst die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG. Da die Mark-E die Voraussetzungen für vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen i. S. d. § 3 Nr. 38 EnWG in der Vergangenheit erfüllte, fanden die Entflechtungsbestimmungen des § 6b EnWG Anwendung. Nach der Übertragung des Teilbetriebs Netze auf die Tochtergesellschaft ENERVIE Vernetzt GmbH werden seit dem 1. Januar 2015 nur noch zentrale Dienstleistungen für die Netzgesellschaft erbracht. Für diese Netzdienstleistungen werden nunmehr auf Basis für die Tätigkeitsbereiche Dienstleistungen „Elektrizitätsverteilung“ und Dienstleistungen „Gasverteilung“ eigene Tätigkeitsabschlüsse erstellt. Diese werden nachstehend dokumentiert. Tätigkeitsabschlüsse Analog den Vorgaben des EnWG werden bei der Mark-E folgende zusätzlichen Tätigkeitsabschlüsse erstellt: Dienstleistungen „Elektrizitätsverteilung“ Für die Dienstleistungen „Elektrizitätsverteilung“ wird analog § 6b Absatz 3 EnWG eine Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Grundsätzlich sind die §§ 264 ff. HGB anzuwenden. Zu beachten ist, dass die ausgeübten Wahlrechte bei der Bilanzierung des Jahresabschlusses auch maßgebend sind für den Tätigkeitsabschluss. Dienstleistungen „Gasverteilung“ Für die Dienstleistungen „Gasverteilung“ wird analog § 6b Absatz 3 EnWG eine Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Grundsätzlich sind die §§ 264 ff. HGB anzuwenden. Zu beachten ist, dass die ausgeübten Wahlrechte bei der Bilanzierung des Jahresabschlusses auch maßgebend sind für den Tätigkeitsabschluss. Grundsätze der Zuordnung Entsprechend der relevanten Verlautbarungen des IDW ordnet die Mark-E zunächst sämtliche Bilanzposten, soweit dies möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, direkt den Tätigkeiten zu. In einem zweiten Schritt werden dann Schlüsselungen für anteilig zuzuordnende Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten angewendet. Die bei diesem Vorgehen entstehende Residualgröße zum Ausgleich der Bilanzsummen weist die Mark-E jeweils im Eigenkapital aus. Die Leistungsbeziehungen innerhalb der Mark-E zwischen den Tätigkeiten werden über die innerbetriebliche Leistungsverrechnung ergebniswirksam gebucht (Aufwendungen an Erträge). Aufwendungen und Erträge werden in der Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnung zugeordnet. Es liegen keine getrennten Hauptbuchkonten vor. Die Tätigkeitsabschlüsse wurden durch die Zusammenfassung von Kostenstellen zu Kostenstellengruppen definiert. Diese Zusammenfassung von Kostenstellen (Aufwendungen) und Spartenaufträgen (Erträge) ist hierarchisch und eindeutig. Eine Zuordnung zu den Tätigkeitsabschlüssen ist somit gewährleistet. Die Umlage der nicht direkt zuordenbaren Kosten erfolgt kostenartenscharf auf dafür definierten Umlagekonten. Grundsätzlich werden die Kosten und Erlöse direkt über Kostenstellen den Tätigkeiten Dienstleistungen „Elektrizitätsverteilung“ und „Gasverteilung“ zugeordnet. Sofern dies nicht möglich oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand realisierbar war, erfolgt eine sachgerechte Aufteilung mittels Schlüsselung. Bei der Zuordnung und bei der Wahl der Kostenschlüssel wurde grundsätzlich das Stetigkeitsgebot beachtet. Verwendete Schlüssel Im Wesentlichen wurde für die Verteilung der nicht direkt zuzuordnenden Aktiva und Passiva sowie der Erträge und Aufwendungen der Personalkostenschlüssel verwendet. Dieser wird nachfolgend genauer erläutert. Daneben kamen unter anderem Buchrestwertschlüssel und Umsatzschlüssel zur Anwendung. Personalkostenschlüssel (PKS) Die Zuordnung und Verrechnung der Shared Service Einheiten der ENERVIE Gruppe folgt grundsätzlich dem Ansatz der Verursachungsgerechtigkeit unter Beachtung der langfristig ausgerichteten Anwendbarkeit im Sinne der Stetigkeit. Aus diesen Prinzipien wurde der Personalkostenschlüssel entwickelt, welcher sämtliche interne Leistungserbringer (Shared Services) auf die am Markt tätigen Leistungsbezieher, die als produktive Organisationseinheiten definiert sind, verrechnet. Als produktive Einheiten sind im Wesentlichen der Netzbetrieb der ENERVIE Vernetzt, der Vertrieb aber auch die Wassergewinnung und regenerative Stromerzeugung zu sehen. Datengrundlage für den Personalschlüssel bilden alle Mitarbeiter, die auf Kostenstellenebene den einzelnen Organisationseinheiten im Unternehmen zuzuordnen sind. Neben den primär auf die verschiedenen Tätigkeitsbereiche verteilten Mitarbeitern sind die nicht direkt verteilbaren Mitarbeiter über Verteilungsschlüssel den Tätigkeitsbereichen zugeordnet worden. Die verbleibenden Mitarbeiter werden stufenweise - je nach Verrechnungscenter - im Netzbereich sowie im Vertrieb durch einen angemessenen Verteilungsschlüssel zugeordnet. Im Nachgang verteilen sich die Verwaltungsmitarbeiter auf Basis der vorherigen direkten und indirekten Mitarbeiterzuordnung auf die einzelnen Tätigkeiten. Buchrestwertschlüssel (BRWS) Grundlage für den Buchrestwertschlüssel bilden die Restbuchwerte der Anlagevermögen der Mark-E zum 31. Dezember 2024. Der Schlüssel bezieht sich auf die gesamten Restbuchwerte des Anlagevermögens. Die Zuordnung erfolgte direkt sowie über eine indirekte Verteilung der allgemeinen Verrechnungscenter auf die zu betrachtenden Tätigkeiten. Der jeweilige Buchrestwertschlüssel ergibt sich aus dem Verhältnis der Summe der oben genannten Restbuchwerte der Tätigkeitsbereiche zu den gesamten Restbuchwerten. Weitere Angaben zu den Tätigkeitsabschlüssen Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die den Tätigkeitsabschlüssen zugrunde liegen, sind aus dem Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024 ersichtlich. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von einem Jahr oder mehr existieren, wie zum Vorjahresstichtag, nicht. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mark-E Aktiengesellschaft, Hagen Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mark-E Aktiengesellschaft, Hagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mark-E Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt „Erklärung zur Unternehmensführung“ des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt „Erklärung zur Unternehmensführung“ des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Köln, den 21. März 2025 KPMG AG Winkeler, Wirtschaftsprüfer Biermann, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsI. Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand Der Aufsichtsrat der Mark-E Aktiengesellschaft hat auch im Geschäftsjahr 2024 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Dabei konnte er sich stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und der Risikoentwicklung unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung (Follow up-Berichterstattung). Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Auf diese Weise erhielten sie durchgängig. Einblick in die Geschäfts- und Vermögensentwicklung. Neben der Finanz-, Investitions- und Personalplanung galt die Aufmerksamkeit des Aufsichtsrats der Risikolage, bedingt durch politische und wirtschaftliche Einflussfaktoren und dem Risikomanagement. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat nach Prüfung der Beschlussvorlagen und Erörterung mit dem Vorstand seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich war. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert. II. Sitzungen des Aufsichtsrats Das Geschäftsjahr 2024 war nach wie vor durch die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten und weiterhin durch die Krisenlage aufgrund des mittlerweile knapp drei Jahre andauernden Russland Ukraine-Kriegs, des Nahostkonflikts sowie der zwar beruhigten aber immer noch nicht komplett entspannten Lage auf den Energiemärkten geprägt. Das Ende 2023 für verfassungswidrig erklärte Zweite Nachtragshaushaltsgesetz 2021 sowie der sich andeutende und im November 2024 ereignete Bruch der Ampelkoalition und die damit verbundene politische Situation hatten erhebliche Auswirkungen auf die Energiewirtschaft in Deutschland. Es bestanden Unsicherheiten über zukünftige politische Maßnahmen, insbesondere in Bezug auf angekündigte bzw. angepasste Gesetzesvorhaben wie zum Beispiel das vorzeitige Auslaufen der Energiepreisbremsen, der Wegfall des Bundeszuschusses zu den Netzentgelten, die steigende C02 -Bepreisung, die Kraftwerksstrategie und die steigende Gasspeicherumlage. Die konjunkturelle Lage in Deutschland, die mit einem negativen Wirtschaftswachstum einherging, hat immer mehr Unternehmen, auch aus der Region, in die Kurzarbeit gezwungen. Die Anzahl der lnsolvenzen in ganz Deutschland - aber auch in der Region - ist damit weiter angestiegen, was nicht zuletzt zu einem ersten Rückgang der Absatzmengen bei den Industriekunden geführt hat. Dennoch war das Geschäftsjahr 2024 trotz Energiepreiskrise und einer durchgehend schwierigen Marktsituation und politischen Lage für die Mark-E ein erfolgreiches Jahr, das mit einem Jahresergebnis oberhalb der Planung abgeschlossen wurde. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat durch kontinuierliche Berichterstattung in den Sitzungen des Aufsichtsrats über die allgemeine Faktenlage, die politische und wirtschaftliche Entwicklung, die Entwicklung (das Auslaufen) der Energiepreisbremsen und weitere Maßnahmen der Bundesregierung, insbesondere in Bezug auf gesetzliche Änderungen in Kenntnis gesetzt. Im Geschäftsjahr 2024 haben vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen im Beisein des Vorstands stattgefunden. Die Präsenz bei den Sitzungen lag bei durchschnittlich 94 Prozent. Kein Mitglied des Aufsichtsrates nahm an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil. In seiner Sitzung am 29. April 2024, an der auch der Abschlussprüfer teilgenommen hat, beschäftigte sich der Aufsichtsrat u. a. mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2023 der Mark-E, mit dem Risikobericht der Gesellschaft sowie mit den geplanten umfangreichen Netz- und Erzeugungsinvestitionen. Weitere Schwerpunkte der Sitzung waren der Erwerb von 50 Prozent der Anteile an der „TMA Telesmart GmbH“, die Gewährung eines Gesellschafterdarlehns der Mark-E an die Mark-E Effizienz GmbH (MEE), die Erhöhung der jährlichen Vergütung sowie der Sitzungsgelder für die Mitglieder des Aufsichtsrates und einige Satzungsänderungen. Wesentliche Gegenstände der Beratungen in der Sitzung am 24. Juni 2024 waren das Pachtmodell mit der Stadtwerke Hemer GmbH, bei dem der Strom-, Gas- und Wasservertrieb sowie die Strom-, Gas- und Wassernetze der Stadtwerke Hemer zum 01.01.2025 an Mark-E bzw. ENERVIE Vernetzt verpachtet werden. Des Weiteren beschloss der Aufsichtsrat die Beteiligung an einem Windkraftprojekt sowie die Errichtung einer Photovoltaikanlage und die Errichtung von Beleuchtungsanlagen durch die Mark-E Effizienz GmbH. Schwerpunkte der Sitzung am 16. September 2024 waren u.a. die Wiederbestellung des Vorstandsmitglieds Erik Höhne, die Errichtung einer provisorischen Schaltanlage im Wasserwerk Hengstey, die Errichtung von Beleuchtungsanlagen durch die MEE und die geplanten Investitionen zur Instandhaltung von Erzeugungs- und Verteilungsanlagen für Strom. In seiner Sitzung am 9. Dezember 2024 befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der Mittelfristplanung des Unternehmens für die Jahre 2025 bis 2029. Des Weiteren beschäftigte er sich schwerpunktmäßig mit der Fremdkapitalaufnahme zur Finanzierung künftiger Investitionen. Außerdem beriet der Aufsichtsrat über die Feststellung der Wirtschaftspläne der PSW Gesellschaften, die Erteilung einer Prokura und die Errichtung einer schlüsselfertigen Beleuchtungsanlage durch die MEE sowie nicht zuletzt über die geplanten Investitionen zur Instandhaltung von Erzeugungs- und Verteilungsanlagen für Strom. III. Prüfung des Jahresabschlusses Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind von der in der Hauptversammlung am 17. Juni 2024 zum Abschlussprüfer bestellten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft worden. Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkung erteilt. Das Prüfungsergebnis hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und den Abschlussprüfer zu den Beratungen über die Feststellung des Jahresabschlusses hinzugezogen. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Er informierte ferner über seine Feststellungen zum internen Kontrollsystem und zum Risikomanagement mit dem Ergebnis, dass der Vorstand ein angemessenes Informations- und Überwachungssystem unterhält, das in seiner Konzeption und Handhabung geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er hat den Jahresabschluss 2024 am 7. April 2025 gebilligt. Dieser ist damit gemäß§ 172 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2024 in Höhe von 5.533,00 EUR auf neue Rechnung vorzutragen, hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung und der Finanzlage des Unternehmens angeschlossen. IV. Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand Im Aufsichtsrat gab es im Geschäftsjahr 2024 keine personellen Veränderungen. Auch im Vorstand gab es im Geschäftsjahr 2024 keine personellen Veränderungen. Im vergangenen Jahr bestand für die Mitglieder des Aufsichtsrates die Möglichkeit, sich in Form eines Workshops mit dem Schwerpunktthema „Energiewendetaugliches Netzkonzept - Verteilnetzbetreiber und die Herausforderungen der Energiewende“ über die Umbrüche durch die Energiewende und wie sich die Verteilnetzbetreiber darauf vorbereiten, zu informieren. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Arbeitnehmervertretern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Mark-E Aktiengesellschaft seinen herzlichen Dank für ihr außerordentliches Engagement und ihre Leistungen im Jahr 2024 aus. Dass wir trotz der weiterhin herausfordernden politischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf Kurs bleiben konnten, verdanken wir dem umsichtigen Handeln aller Beteiligten in diesen unsicheren Zeiten.
Hagen, 7. April 2025 Der Aufsichtsrat Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Vorsitzender |
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Mark-E Aktiengesellschaft AG
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- AG
- Anschrift
-
Platz der Impulse 1
58093 Hagen - Handelsregister
- HRB 10, Hagen
- Eintragungsdatum
- 1906. május 2.
- Branche
-
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Wärme- und Kältehandel
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation - Unternehmenszweck
- Erzeugung, Bezug und Vertrieb sowie jede andere Art der Ausnutzung von elektrischer Energie, Gas, Wasser und Fernwärme. Gegenstand des Unternehmens sind außerdem kommunalwirtschaftliche Dienstleistungen, insbesondere die Entsorgung, und die Telekommunikation. Zur Erreichung des Gesellschaftszwecks kann das Unternehmen elektrische Energie, Gas, Wasser und Fernwärme erzeugen, beziehen, fortleiten, verwerten und veräußern, ferner alle Anlagen und Einrichtungen, welche der Erzeugung, dem Bezug, der Fortleitung und der Verwertung von elektrischer Energie, Gas, Wasser und Fernwärme dienen, errichten, erwerben und betreiben, allein oder gemeinsam mit anderen, für eigene oder fremde Rechnung. In derselben Weise kann das Unternehmen kommunalwirtschaftliche Dienstleistungen technischer und kaufmännischer Art erbringen. Das Unternehmen kann Liegenschaften und Schutzrechte erwerben, verwerten und veräußern, kann Gesellschaften und Zweigniederlassungen errichten bzw. sich an Gesellschaften beteiligen und Geräte vertreiben, wie überhaupt jegliche Geschäfte vornehmen, die mit dem Gesellschaftszweck zusammenhängen. Das Unternehmen ist befugt, die Mitgliedschaft von Verbänden, Interessengemeinschaften und dergleichen zu erwerben.
Finanzen
Bilanz
2025- Anlagevermögen 75,2 % 559,66 Mio
- Umlaufvermögen 24,5 % 182,48 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 1,83 Mio
- Verbindlichkeiten 46,4 % 344,92 Mio
- Rückstellungen 30,1 % 223,74 Mio
- Eigenkapital 23,5 % 175,07 Mio
- BAUKOSTENZUSCHÜSSE 0,0 % 235,7 k
Bilanzdaten für 14 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2025- Umsatzerlöse 85,5 % 862,44 Mio
- Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 6,0 % 60,21 Mio
- Erträge aus Gewinnabführung 3,6 % 36,51 Mio
- davon Strom- und Energiesteuer 2,6 % −26,42 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 0,9 % 8,68 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,4 % 4,21 Mio
- Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,3 % 3,48 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 0,3 % 2,84 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,2 % 2,22 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,2 % 1,91 Mio
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 24,3 k
- Gewinnvortrag 0,0 % 5,5 k
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,0 % 5,5 k
- Materialaufwand 87,6 % 751,40 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 6,3 % 53,98 Mio
- Personalaufwand 5,1 % 44,11 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,9 % 8,03 Mio
- Sonstige Steuern 0,0 % 167,8 k
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 % 0
- Ergebnis nach Steuern 60,37 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0
GuV-Daten für 19 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Erik Höhne
seit 2010 Vorstandsmitglied
-
Volker Dipl.-Ing. Neumann
seit 2021 Vorstandsmitglied
-
Andre Krumm
seit 2025 Prokura
-
Andreas Sippel
seit 2022 Prokura
-
Javier Fernando Flores
seit 2009 Prokura
-
Seung-Min Shin
seit 2023 Prokura
-
Stephan Dr. Wegerich
seit 2023 Prokura
-
Vera Reuter
seit 2021 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Beteiligungen an
- NOVASTROM GmbH GmbH 100.0 %
- ADUG - Arbeits-, Daten-, Umwelt-, Gesundheitsschutz GmbH GmbH 100.0 %
- ENERVIE Vernetzt GmbH GmbH 100.0 %
Historie
- 2025
-
12.06.
SatzungsänderungMark-E Aktiengesellschaft
-
20.01.
Eintritt eines MitgliedsAndre Krumm · Procura
- 2024
-
19.07.
SatzungsänderungMark-E Aktiengesellschaft
- 2023
-
18.12.
Eintritt eines MitgliedsSeung-Min Shin · Procura
-
18.12.
Eintritt eines MitgliedsStephan Dr. Wegerich · Procura
-
25.05.
Austritt einer PositionJ*** O****** · Procura
- 2022
-
09.09.
Austritt einer PositionM***** M****** · Procura
-
22.07.
Austritt einer PositionA****** P**** · Procura
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2025 Jahresabschluss
- 2024 Jahresabschluss ↓
- 2023 Jahresabschluss
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2024
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
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Tastenkürzel
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