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BITMARCK Holding GmbH GmbH

Essen ·HRB 11122 Essen
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Kruppstraße 64
45145 Essen
Handelsregister
HRB 11122, Essen
Eintragungsdatum
26 gennaio 1994
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Unternehmenszweck
Der Erwerb, das Halten, die Finanzierung und die Verwaltung von Gesellschaften, welche dem Zweck dienen, sich in allen Bereichen der Informationstechnologie, insbesondere auf den Geschäftsfeldern Softwareentwicklung, Betrieb von Netzen und Rechenzentren, Fachberatung, Kassensenservices zu betätigen, sowie die Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmungen der Untemehmensgruppe.

Finanzen

Umsatz 2024
31,95 Mio. €
Mitarbeiter 2024
1.850
Bilanzsumme 2024
107,35 Mio. €
Jahresergebnis 2024
56.466 €
19 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2023
Aktivseite 103,21 Mio
  • Anlagevermögen 73,6 % 75,97 Mio
  • Umlaufvermögen 26,1 % 26,99 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 252,2 k
Passivseite 103,21 Mio
  • Eigenkapital 75,5 % 77,97 Mio
  • Verbindlichkeiten 20,4 % 21,08 Mio
  • Rückstellungen 4,0 % 4,17 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 0
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Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 35,84 Mio
  • Umsatzerlöse 89,1 % 31,95 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 9,5 % 3,42 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1,3 % 476,9 k
  • Erträge aus Beteiligungen 0,0 % 0
Aufwendungen 35,90 Mio
  • Personalaufwand 48,8 % −17,50 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 43,0 % −15,43 Mio
  • Materialaufwand 5,3 % −1,91 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,6 % −560,6 k
  • Abschreibungen 1,2 % −426,0 k
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,2 % 56,7 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % −8,2 k
  • Ergebnis vor Steuern 8,0 k
  • Ergebnis nach Steuern 64,7 k
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 56,5 k
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GuV-Daten für 19 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Andreas Strausfeld seit 2008 Geschäftsführer
14 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Top 3 halten 3.2 %
  • VIACtIV Krankenkasse DEU 2.1 % 140k €
  • vivida bkk DEU 1.1 % 67k €
  • WMF Betriebskrankenkasse DEU 6k €
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Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 15 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Beteiligungen an

3 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2025
  2. 18.07.
    Satzungsänderung
    BITMARCK Holding GmbH
  3. 2023
  4. 27.09.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    Andreas Strausfeld · Managing Director
  5. 2022
  6. 03.11.
    Austritt einer Position
    T**** L****** · Managing Director
  7. 15.07.
    Satzungsänderung
    BITMARCK Holding GmbH
  8. 24.05.
    Austritt einer Position
    A**** S***** · Procura
  9. 2021
  10. 11.11.
    Eintritt eines Mitglieds
    T**** L****** · Managing Director
  11. 05.07.
    Austritt einer Position
    M***** D**** · Managing Director
  12. 2019
  13. 10.07.
    Austritt einer Position
    J*** S****** · Procura
69 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 19 novembre 2024 · Quelle: Bundesanzeiger

BITMARCK Holding GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

BITMARCK HOLDING GMBH, ESSEN

AKTIVA

2023
EUR
2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 75.972.754,28 78.314.084,77
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 143.934,52 798.999,18
1. Entgeltlich erworbene Software 143.934,52 798.999,18
II. Sachanlagen 1.225.797,04 1.457.062,87
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.225.797,04 1.457.062,87
III. Finanzanlagen 74.603.022,72 76.058.022,72
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 74.593.322,72 76.048.322,72
2. Beteiligungen 9.700,00 9.700,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 26.985.177,62 34.695.739,60
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.680.550,82 1.967.265,89
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 478,55 7.174,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.031.576,58 1.485.481,63
3. Sonstige Vermögensgegenstände 648.495,69 474.610,08
II. Guthaben bei Kreditinstituten 21.304.626,80 32.728.473,71
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 252.198,34 126.014,42
103.210.130,24 113.135.838,79

PASSIVA

2023
EUR
2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 77.965.718,21 76.892.044,30
I. Gezeichnetes Kapital 6.761.150,00 6.761.150,00
1. Gezeichnetes Kapital 6.776.450,00 6.776.450,00
2. Nennbetrag eigener Anteile -15.300,00 -15.300,00
II. Kapitalrücklage 8.838.172,27 8.838.172,27
1. Agio bei Ausgabe von Anteilen 8.838.172,27 8.838.172,27
III. Gewinnrücklagen 9.793.701,09 9.793.701,09
1. Andere Gewinnrücklagen 9.793.701,09 9.793.701,09
IV. Gewinnvortrag 51.499.020,94 48.486.680,68
V. Jahresüberschuss 1.073.673,91 3.012.340,26
B. RÜCKSTELLUNGEN 4.169.303,63 4.197.991,87
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 822.982,00 729.739,49
2. Steuerrückstellungen 333.333,33 28.767,86
3. Sonstige Rückstellungen 3.012.988,30 3.439.484,52
C. VERBINDLICHKEITEN 21.075.108,40 32.043.091,22
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.031.791,58 514.039,44
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.141.987,48 29.880.536,74
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.901.329,34 1.648.515,04
- davon aus Steuern EUR 1.860.216,95 (Vorjahr: EUR 1.558.076,27)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 41.112,39 (Vorjahr: EUR 85.762,37)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 2.711,40
103.210.130,24 113.135.838,79

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 25.427.405,20 22.698.296,80
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.195.379,83 2.856.908,31
3. Materialaufwand -1.530.688,07 -1.086.670,12
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.530.688,07 -1.086.670,12
4. Personalaufwand -12.820.921,26 -12.658.553,14
a) Löhne und Gehälter -10.339.978,39 -10.516.803,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.480.942,87 -2.141.750,12
- davon für Altersversorgung: EUR 431.312,36 (i. Vj.: EUR 436.192,35)
5. Abschreibungen -1.067.964,72 -1.109.193,88
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.067.964,72 -1.109.193,88
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.690.167,92 -10.620.869,34
7. Erträge aus Beteiligungen 545.000,00 3.000.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 545.000,00 (i. Vj.: EUR 3.000.000,00)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 280.354,38 4.106,70
- davon aus Abzinsung EUR 20.648,06 (Vorjahr: EUR 145,66)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -115.964,15 -54.792,44
- davon aus Aufzinsung EUR 14.285,00 (i. Vj.: EUR 52.147,02)
- davon an verbundene Unternehmen EUR 89.039,51 (i. Vj.: EUR 2.109,99)
10. Finanzergebnis 1.222.433,29 3.029.232,89
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -96.414,94 -17.253,36
12. Ergebnis nach Steuern 1.126.018,35 3.011.979,53
13. Sonstige Steuern -52.344,44 360,73
14. Jahresüberschuss 1.073.673,91 3.012.340,26

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BITMARCK HOLDING GMBH, ESSEN

I. Allgemeine Angaben

Die BITMARCK Holding GmbH mit Sitz in Essen ist im Handelsregister beim Amtsgericht Essen unter der Nummer HRB 11122 eingetragen.

Der Jahresabschluss der BITMARCK Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gliederung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie dem § 42 GmbHG. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren verwendet worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss der BITMARCK Holding GmbH, Essen, wird in den Konzernabschluss der BITMARCK Holding GmbH, Essen, einbezogen. Die BITMARCK Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss kann am Sitz der Gesellschafterin, 45145 Essen, Kruppstr. 64 eingesehen werden und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die zur Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind unter Beachtung des Kriteriums der Wesentlichkeit teilweise in den Anhang übernommen worden.

Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen im Wesentlichen den Vorjahresgrundsätzen.

Das Gliederungsschema gemäß § 275 HGB wurde um folgende Positionen erweitert:

In der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Zwischensumme Ergebnis vor Steuern zusätzlich ausgewiesen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Vermögensgegenstände Nutzungsdauer/Jahre Abschreibungsmethode
Lizenzen 3 bis 10 Linear
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Linear

Die Nutzungsdauern orientieren sich grundsätzlich an steuerlichen Richtwerten. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer abweicht.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag, sofern von einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung auszugehen ist. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz bei dauernder Wertminderung mit einem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Sofern der Grund entfallen ist, werden Wertaufholungen vorgenommen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch Bildung angemessener Wertberichtigungen berücksichtigt. Im Berichtsjahr wurde auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,00 % vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen erfolgt. Die Berechnung erfolgte nach der "Projected Unit Credit Methode" (kurz PUC-Methode). Für den Rechnungszins wurde von der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Zum Bilanzstichtag wurde ein Zinssatz von 1,82 % (i. Vj. 1,78 %) gewählt. Der Rententrend wurde mit 1,00 % sowie 2,00 % (i. Vj. 1,00 % sowie 2,00 %) und der Gehaltstrend mit 2,00 % sowie 0,00 % (i. Vj. 2,00 % sowie 0,00 %) angenommen. Es wurde eine durchschnittliche Fluktuationsrate von 4,50 % sowie 0,00 % (i. Vj. 4,50 % sowie 0,00 %) berücksichtigt. Ferner wurde bei der Berechnung die Sterbetafel 2018 G von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 10 Jahre sowie des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 7 Jahre beläuft sich auf TEUR 12 (i. Vj. TEUR 47).

Die BITMARCK Holding GmbH hat als Rechtsnachfolger der ISKV die Pensionsverpflichtung gegenüber einem früheren Geschäftsführer der ISKV übernommen. Das ausgewiesene Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen (Rückkaufswert) in Höhe von TEUR 201 (i. Vj. TEUR 207) wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Neben der Rückdeckungsversicherung für den ehemaligen ISKV-Geschäftsführer gibt es darüber hinaus weitere verpfändete Rückdeckungsversicherungen für einen aktiven Geschäftsführer (TEUR 676, i. Vj. TEUR 614) und zwei ehemalige Geschäftsführer der Holding in Höhe von TEUR 605 (i.Vj. TEUR 563), (Ermittlung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen). Bei den verpfändeten Rückdeckungsversicherungen handelt es sich aufgrund der vorgenommenen Verpfändung um Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 HGB. Der Wert entspricht dem Zeitwert zum 31. Dezember 2023. Das zum Zeitwert (ist gleich den Anschaffungskosten) bewertete Deckungsvermögen (TEUR 1.280; i. Vj. TEUR 1.177) wurde mit den Pensionsrückstellungen (TEUR 1.815; i. Vj. TEUR 1.620) saldiert.

Für fünf weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen darüber hinaus unmittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 289 (i. Vj. TEUR 287). Folglich betragen die Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 TEUR 823 (i. Vj. TEUR 730).

Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe der erwarteten zukünftigen Belastung gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Für fünf Mitarbeiter wurde eine Altersteilzeitvereinbarung getroffen. Die Bewertung dieser Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt auf der Basis der Rechnungsgrundlagen "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Der Rechnungszins ist der von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2023 bekannt gegebene Abzinsungssatz für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren entnommen und beträgt 1,74 % (i.Vj 1,44%).

Die Dynamisierung der Leistungen in der Arbeits- und Freistellungsphase wird mit 2,00 % (i. Vj. 2,00 %) p.a. in die Bewertung einbezogen. Das hierfür aufgenommene Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen (Rückkaufswert) in Höhe von TEUR 387 (i. Vj. TEUR 244) wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Bei den verpfändeten Rückdeckungsversicherungen handelt es sich aufgrund der vorgenommenen Verpfändung um Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 HGB. Die Altersteilzeitverpflichtungen wurden daher gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 HGB mit dem verpfändeten Deckungsvermögen saldiert. Das zum Zeitwert bewertet Deckungsvermögen (ist gleich den Anschaffungskosten) in Höhe von TEUR 387 (i. Vj. TEUR 244) wurde mit dem Rückstellungswert in Höhe von TEUR 783 (i. Vj. TEUR 728) saldiert.

Die Gesellschaft bilanziert zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sowie für Sterbegeldverpflichtungen. Rechtsgrundlage für die Rückstellungen ist der Manteltarifvertrag vom 30. November 2010. Die Bewertung beider Verpflichtungen erfolgte mittels der Projected Unit Credit Methode (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Als weitere Annahme wurde ein Anwartschaftstrend von 2,00 % (i. Vj. 2,00 %) p. a. zugrunde gelegt. Der zum 31. Dezember 2023 verwendete Diskontierungszinssatz beträgt 1,75 % (i. Vj. 1,44 %).

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktiv-überhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Bei der Berechnung wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz von 32,975 % (i. Vj. 32,975 %) angesetzt.

III. Erläuterung zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen (Beteiligungsliste):

Anteile an verbundenen Unternehmen Buchwert der Anteile
TEUR
anteiliges Stammkapital
TEUR
Stammkapital gesamt
TEUR
Eigenkapital 31.12.2023
TEUR
Ergebnis 203
TEUR
a) BITMARCK Software GmbH, Essen (100 % Anteile) 39.921 100 100 20.193 1.382
b) BITMARCK Technik GmbH, Hamburg (100 % Anteile) 1.849 1.325 1.325 29.118 730
c) BITMARCK Beratung GmbH, München (100 % Anteile) 507 1.824 1.824 3.924 -6.133
d) BITMARCK Service GmbH, Essen (78,01 % Anteile; die BITMARCK Service GmbH hält eigene Anteile in Höhe von 21,99 %) 30.791 465 596 45.545 658
e) BITMARCK Vertriebs- und Projekt GmbH, Essen (100 % Anteile) 1.525 25 25 2.536 855

Im Berichtsjahr erfolgte eine Zuschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der BITMARCK Vertriebs- und Projekt GmbH in Höhe von TEUR 545 auf TEUR 1.525.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 22. November 2023 erfolgte in Höhe von TEUR 2.000 eine Einlage der BITMARCK Software GmbH (Entnahme Kapitalrücklage) in die BITMARCK Holding GmbH.

Beteiligungen Buchwert der Anteile
TEUR
anteiliges Stammkapital
TEUR
Stammkapital gesamt
TEUR
Eigenkapital 31.12.2021 *
TEUR
Ergebnis 2021 *
TEUR
16,16 % Anteil ITSG GmbH, Heusenstamm 10 98 601 19.279 3.244

* Informationen für 2022 und 2023 liegen gegenwärtig noch nicht vor.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 5.031 (i. Vj. TEUR 1.485). Davon betreffen TEUR 1.848 (i. Vj. TEUR 1.210) Steuerforderungen aus Organschaft und TEUR 3.183 (i. Vj. TEUR 275) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten stellen ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag dar, die zu Aufwand für das Geschäftsjahr 2024 führen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit TEUR 1.153 (i. Vj. TEUR 1.432) Rückstellungen für noch zu entrichtende Mieten, mit TEUR 396 (i. Vj TEUR 483) Rückstellungen für Altersteilzeit, mit TEUR 398 (i. Vj. TEUR 345) Tantiemen und Prämien, und mit TEUR 348 (i. Vj. TEUR 352) Rückstellungen für Urlaubstage.

Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Neben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten von TEUR 1.032 (i. Vj. TEUR 514) bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 18.142 (i. Vj. TEUR 29.881). Davon betreffen TEUR 17.743 (i. Vj. TEUR 29.165) Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling und TEUR 388 (i. Vj. TEUR 408) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Passive latente Steuern sind nicht angefallen. Aktive latente Steuern auf die handels- und steuerrechtlichen voneinander abweichenden Wertansätze der Pensionsrückstellung, Sterbegeld- und Jubiläumsrückstellungen wurden in Ausübung des Wahlrechtes des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert. Bei der Berechnung wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz von 32,625 % (i. Vj. 32,625 %) angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen Shared Service Entgelte, die den Tochtergesellschaften für zentral erbrachte Dienstleistungen in Rechnung gestellt werden, sowie Mieterträge aus der Berechnung von Mieten an die Tochtergesellschaften. Sämtliche Einnahmen werden ausschließlich im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 2.995 (i. Vj. TEUR 2.543) an die BITMARCK Units weiter berechnete Dienstleistungen (im Wesentlichen weiterberechnete Versicherungsbeiträge und Personalkosten) enthalten. Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 98 (i. Vj. TEUR 183) sowie TEUR 0 (i. Vj. TEUR 4) weitere periodenfremde Erträge enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 3.748 (i. Vj. TEUR 3.790), Beratungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.335 (i. Vj TEUR 1.581) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 82 (i. Vj. TEUR 56) enthalten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 116 (i. Vj. TEUR 55) beinhalten mit TEUR 89 (i.Vj. TEUR 2) Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen (Cash-Pooling) und mit TEUR 14 (i. Vj. TEUR 53) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen Gewerbesteuer mit -TEUR 10 (i. Vj TEUR 66) und mit TEUR 68 Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (i. Vj. -TEUR 5).

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Auf der Grundlage einer tarifvertraglichen Vereinbarung haben die BITMARCK Gesellschaften ihre Arbeitnehmer zur Gewährung einer Betriebsrente bei der Allianz Zusatzversorgungskasse pflichtversichert. Die Beiträge werden im Rahmen eines Umlageverfahrens erhoben. Nach ununterbrochener Betriebszugehörigkeit von 6 Monaten beträgt der Arbeitgeberanteil 4,0 % der versorgungsfähigen Bezüge des Mitarbeiters. Der Arbeitnehmeranteil beträgt 1,41 % der jeweiligen versorgungsfähigen Bezüge. Es besteht eine subsidiäre Einstandspflicht der BITMARCK Gesellschaften als Arbeitgeber. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft wird aufgrund der Kenntnisse über die Vermögenslage der Zusatzversorgungskasse als gering eingestuft.

Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2023 gemäß § 251 HGB keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 16.253 (i. Vj. TEUR 20.396). Die Verpflichtungen resultieren aus Mietverpflichtungen aus der Anmietung von Geschäftsräumen in der Kruppstraße (TEUR 15.725; i. Vj. TEUR 19.657).

Weitere Verpflichtungen bestehen aus Wartungsverträgen für Hard- und Software (TEUR 527; i. Vj. TEUR 739).

Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr 2023 im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen -gemäß § 285 Nr. 17 HGB- betrug TEUR 42 (i. Vj. TEUR 37).

Beschäftigte

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 145 (i. Vj. 150) Mitarbeiter (Gruppe der Angestellten) bei der BITMARCK Holding GmbH beschäftigt.

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:

Andreas Strausfeld Vorsitzender der Geschäftsführung Geschäftsführer, Tostedt

Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a) und Nr. 9b) HGB wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

Thomas Bodmer DAK-Gesundheit, stellv. Vorstandsvor.
Dr. Gertrud Demmler SBK Siemens-Betriebskrankenkasse, Vorständin
Andreas Flöttmann BKK Diakonie, Vorstand
Gerhard Fuchs Audi BKK, Vorstandsvorsitzender
Siegfried Gänsler vivida BKK, Vorstand
Franz-Helmut Gerhards Vorsitzender des Aufsichtsrats ab 29.07.2023 DAK-Gesundheit, Chief Digital Officer - CDO
Jens Gerhardt BMW BKK, Vorstand
Jochen Gertz R+V Betriebskrankenkasse , Vorstand
Hans-Jörg Gittler Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 28.07.2023 BAHN-BKK, Vorsitzender des Vorstandes
Ralf Hermes IKK-Die Innovationskasse, Vorstand
Björn Hansen bis 22.09.2023 BKK Wirtschaft & Finanzen, Vorstand
Matthias Kohl DAK-Gesundheit, Ref. d. Vorstandes, Leiter der Stabstelle Studien- & Reportstrategie
Michael Lempe hkk Krankenkasse, Vorstand
Jürgen Matkovic WMF BKK, Vorstand
Norbert Minn DAK-Gesundheit, Geschäftsführer Finanzen
Dr. Gertrud Prinzing bis 30.09.2023 Bosch BKK, Vorständin
Stefan Schellberg IKK classic, Geschäftsführer Unternehmenssteuerung / CDO
Daniel Schilling IKK Südwest, Vorstand
Andreas Storm DAK-Gesundheit, Vorsitzender d. Vorstandes
Kai Swoboda IKK classic, stellv. Vorstandsvorsitzender

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Vergütung. Es werden lediglich angefallene Aufwendungen für Reisekosten erstattet.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, liegen nicht vor.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Essen, 22. April 2024

Andreas Strausfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software 4.789.995,44 163.525,75 0,00 4.953.521,19
4.789.995,44 163.525,75 0,00 4.953.521,19
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.544.079,64 18.108,48 0,00 3.562.188,12
3.544.079,64 18.108,48 0,00 3.562.188,12
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 76.593.322,72 0,00 2.000.000,00 74.593.322,72
2. Beteiligungen 9.700,00 0,00 0,00 9.700,00
76.603.022,72 0,00 2.000.000,00 74.603.022,72
84.937.097,80 181.634,23 2.000.000,00 83.118.732,03
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software 3.990.996,26 818.590,41 0,00 4.809.586,67
3.990.996,26 818.590,41 0,00 4.809.586,67
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.087.016,77 249.374,31 0,00 2.336.391,08
2.087.016,77 249.374,31 0,00 2.336.391,08
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 545.000,00 0,00 545.000,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
545.000,00 0,00 545.000,00 0,00
6.623.013,03 1.067.964,72 545.000,00 7.145.977,75
BUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software 143.934,52 798.999,18
143.934,52 798.999,18
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.225.797,04 1.457.062,87
1.225.797,04 1.457.062,87
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 74.593.322,72 76.048.322,72
2. Beteiligungen 9.700,00 9.700,00
74.603.022,72 76.058.022,72
75.972.754,28 78.314.084,77

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BITMARCK HOLDING GMBH, ESSEN

1. Rahmenbedingungen und Geschäftstätigkeit

1.1 Rahmenbedingungen

Die BITMARCK Holding GmbH (BMH) mit ihrem Firmensitz in Essen ist als Konzernholding mit ihren Tochtergesellschaften im Bereich der IT-Dienstleistungen für gesetzliche Krankenversicherungen in Deutschland tätig. Die Geschäftsanteile der BMH werden im Wesentlichen durch gesetzliche Krankenversicherungen (Ersatzkassen, Innungskrankenkassen, Betriebskrankenkassen) und deren Verbände gehalten. Rund 30.000 Mitarbeiter in den Krankenkassen sowie bis zu 25 Millionen gesetzlich und privat Krankenversicherte profitieren von den Leistungen der BITMARCK-Unternehmensgruppe.

1.2 Geschäftstätigkeit

Die BMH ist die Muttergesellschaft der BITMARCK-Unternehmensgruppe. Sie ist alleinige Gesellschafterin folgender Tochtergesellschaften

BITMARCK Software GmbH

BITMARCK Service GmbH

BITMARCK Technik GmbH

BITMARCK Beratung GmbH

BITMARCK Vertriebs- und Projekt GmbH.

Unternehmensgegenstand der BMH ist der Erwerb, das Halten, die Finanzierung sowie die Verwaltung von Gesellschaften. Diese dienen dem Zweck, sich in allen Bereichen der Informationstechnologie, insbesondere auf den Geschäftsfeldern Softwareentwicklung, Betrieb inkl. Sicherheit von Netzen und Rechenzentren, Fachberatung, Kassenservices, Telematik, Business Intelligence sowie Data Science zu betätigen.

Zugleich übernimmt die BMH wichtige Dienstleistungsfunktionen für ihre Tochtergesellschaften. Diese Shared Services beziehen sich insbesondere auf die konzernübergreifende Finanzbuchhaltung, das Controlling und den Einkauf, Personaldienstleistungen, das Marketing sowie die rechtliche Beratung. Ebenso gehören zu den Leistungen der BMH die Revision und Compliance, der Datenschutz, die IT-Sicherheit sowie die Vermietung von Geschäftsräumen. Des Weiteren obliegt der Geschäftsführung der BMH die strategische Weiterentwicklung sowie die Gremienarbeit und die politische Vertretung der Unternehmensgruppe.

Die BITMARCK Holding GmbH führt ein monatliches Berichtswesen mit Darstellung und Analyse wesentlicher Finanz-KPIs (Key-Perfomance-Indicators) und der Gewinn- und Verlustrechnung durch. Diese Kennzahlen werden den Planwerten gegenübergestellt und in Form von Quartalsberichten komprimiert in den Gremien der BITMARCK präsentiert und diskutiert. Neben der Analyse und dem Soll-Ist-Abgleich erfolgt eine monatlich fortlaufende Prognose der Gewinn- und Verlustrechnung und der wesentlichen Finanz-KPIs zum laufenden Geschäftsjahr. Vor allem anhand der Betriebsleistung und des Betriebsergebnisses steuert die Geschäftsführung der BMH das Geschäft.

2. Wirtschaftsbericht

Das Kerngeschäft der BITMARCK-Unternehmensgruppe ist die Erbringung von IT-Dienstleistungen für gesetzliche Krankenversicherungen in Deutschland. Dabei wird das Geschäft in hohem Maße durch sich verändernde gesetzliche Vorgaben und Regelungen beeinflusst, insbesondere durch die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen, die weitergehende integrative und vernetzte Lösungen unter Einbeziehung aller Beteiligter dieses Sektors erfordert. Darüber hinaus steigen die Datenmengen innerhalb und zwischen den Sektoren des Gesundheitswesens fortwährend an. Dies alles beinhaltet Anforderungen und Geschäftschancen für die BITMARCK-Unternehmensgruppe.

Mittelfristig ist eine weiter abnehmende Anzahl von Krankenkassen zu erwarten. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass bei gegebenen Versichertenzahlen eine zunehmende Größe je Krankenkasse und eine damit korrespondierende zunehmende Komplexität von Anforderungen zu erwarten ist. Darüber hinaus ist mit einem stetigen Wettbewerb auf der Versichertenseite im Hinblick auf digitale und vernetzte Ende-zu-Ende-Frontendlösungen zu rechnen.

BITMARCK strebt eine durchgängige Kundenzufriedenfreiheit von über 70 Indexpunkten an, dieser Wert wird einschlägig als gute Marktposition betrachtet. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurde mit hoher Priorität auf dieses übergreifende Ziel auf hohem Niveau hingearbeitet, allerdings hat insbesondere der Cyberangriff vom April 2023 Einfluss auf die Kundenzufriedenheit. Die Ergebnisse der durchgeführten Kundenzufriedenheitsumfragen zeigen die Zufriedenheit der Kassenkunden mit Werten um die 70 Indexpunkte und sind damit als zufriedenstellend zu bezeichnen. Dem entgegen steht die weiterhin sehr hohe Zufriedenheit der Versicherten, die mit BITMARCK-Online-Frontend-Komponenten wie bitGo, der ePA oder dem Gesundheitscockpit (GeCo) betreut werden. Hier sind durchgängig App-Store-Bewertungen mit hohem Marktniveau zu verzeichnen.

Zu Beginn des Jahres 2023 wurden nach intensiver Arbeit, auch mit einer Arbeitsgruppe des Aufsichtsrates, am 24. März 2023 die Beschlüsse für die Weiterentwicklung der BITMARCK getroffen. Die neue Strategie mit dem Titel sowirdbitmarck2026 wurde einstimmig im Aufsichtsrat verabschiedet und folgend dann gegenüber maßgeblichen Stakeholdern kommuniziert. Im Mittelpunkt dieser Strategiebeschlüsse steht weiterhin die Kundenorientierung - nunmehr B2B2C, über die Krankenkassen hinaus bis zu den Endkunden, den Versicherten. Wesentliche strategische Initiativen zeigten im Laufe des Jahres 2023 bereits nennenswerte Ergebnisse, trotz der Beeinträchtigungen durch die Cyberangriffe auf die BITMARCK-Gruppe.

BITMARCK wurde im Jahr 2023 Opfer zweier Cybervorfälle. Zunächst war es im Januar 2023 der sogenannte "Darknet-Vorfall", der Beeinträchtigungen eines Systems für die projekthafte Zusammenarbeit innerhalb BITMARCKs und gemeinsam mit Kunden nach sich zog. Wesentlicher war der erfolgreich abgewehrte Cyberangriff einer professionell weltweit agierenden Hackerorganisation im April 2023. Bei diesem konnten erfolgreich Datenabflüsse, Verschlüsselungen, Erpressungen und weitere Kompromittierungen abgewehrt werden. Allerdings zeigten sich auch deutliche Notwendigkeiten hinsichtlich der Weiterentwicklung im Rahmen der Wiederanlaufmechanismen der Kunden der BITMARCK-Gruppe.

Das für BITMARCK wichtige Migrationsprojekt der KKH (Kaufmännische Krankenkasse) in Hannover, die von der bisherigen Eigenentwicklung (BVS) auf den GKV-Standard BITMARCK_21c|ng umsteigen wird, verläuft in intensiver Abstimmung beider Vertragsparteien. Die wichtige Phase 2.0 konnte in 2023 erfolgreich abgeschlossen werden. Diese liefert wichtige Ergebnisse und Vorarbeiten für die in 2024/2025 anstehende Migrationsphase.

Im Laufe des Jahres 2023 wurde zudem die Zusammenarbeit mit dem GKV Service Center (GKV-SC) in Münster intensiviert. Auf Basis der positiven Erkenntnisse wurden Überlegungen angestellt, das GKV-SC im Jahr 2024 in die BITMARCK-Unternehmensgruppe zu überführen. Hierzu wurde die Durchführung einer Due Diligence beschlossen, auf Basis derer die vertraglichen Rahmenbedingungen für eine derartige Transaktion festgelegt werden sollen. Für beide Einheiten bieten sich hier Chancen der weiteren Marktdurchdringung mit BITMARCK-Komponenten. Die Risiken einer solchen Transaktion liegen in den offenen Fragestellungen hinsichtlich der Preis- und Verrechnungsmechanismen des GKV-SC sowie im Neuabschluss von Kundenverträgen mit Standard-Bedingungen der BITMARCK. Das GKV-SC hat teils genossenschaftlich organisierte Unternehmen als Vorgängergesellschaften. BITMARCK und das GKV-SC müssen bewerten, wie sich die Behandlung von Bepreisungs- und Steuersachverhalten in der Vergangenheit, auf die BITMARCK auswirken kann, da diese als GmbH zum Teil andere Maßstäbe anwendet.

Die geplante Betriebsleistung der BITMARCK Holding GmbH (TEUR 27.900) wurde im Vergleich zur Ist- Betriebsleistung (TEUR 28.622) um TEUR 722 übertroffen, während das Plan-Betriebsergebnis im Vergleich zum Ist-Wert um TEUR 268 niedriger (Planwert TEUR 728) ausgefallen ist. Dies resultiert aus höheren ungünstigeren Kostenentwicklungen auf der Ausgabenseite der Gesellschaft (z.B. Beratungskosten).

Die BMH schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem zufriedenstellenden Jahresüberschuss von TEUR 1.074 ab.

2.1 Vermögenslage

Die Vermögensstruktur der BITMARCK Holding GmbH ist weiterhin durch eine hohe Anlagenintensität geprägt. Dabei bilden die Finanzanlagen 98,2% des Anlagevermögens ab. Insgesamt stellt sich die Vermögenslage wie folgt dar:

Aktiva

2023 2022 Abw abs
TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 143 0,1 799 0,7 -656
Sachanlagen 1.226 1,2 1.457 1,3 -231
Finanzanlagen 74.603 72,3 76.058 67,3 -1.455
Anlagevermögen 75.972 73,6 78.314 69,3 -2.342
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 0,0 7 0,0 -6
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.032 4,9 1.486 1,3 3.546
Sonstige Vermögensgegenstände 648 0,7 475 0,4 173
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 21.305 20,6 32.728 28,9 -11.423
Umlaufvermögen 26.986 26,2 34.696 30,6 -7.710
Rechnungsabgrenzungsposten 252 0,2 126 0,1 126
Gesamtvermögen 103.210 100,0 113.136 100,0 -9.926

Passiva

Gezeichnetes Kapital 6.761 6,6 6.761 6,0 0
Kapitalrücklage 8.838 8,6 8.838 7,8 0
Gewinnrücklagen 9.794 9,5 9.794 8,7 0
Gewinnvortrag 51.499 49,9 48.487 42,9 3.012
Jahresüberschuss 1.074 1,0 3.012 2,6 -1.938
Eigenkapital 77.966 75,6 76.892 68,0 1.074
Rückstellungen für Pensionen 823 0,8 730 0,6 93
Sonstige Rückstellungen 1.626 1,6 1.257 1,1 369
Langfristiges Fremdkapital 2.449 2,4 1.987 1,7 462
Steuerrückstellungen 333 0,3 29 0,0 304
Sonstige Rückstellungen 1.387 1,3 2.182 1,9 -795
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.032 1,0 514 0,5 518
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.142 17,6 29.880 26,4 -11.738
Sonstige Verbindlichkeiten 1.901 1,8 1.649 1,5 252
Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital 22.795 22,0 34.254 30,3 -11.459
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 3 0,0 -3
Gesamtkapital 103.210 100,0 113.136 100,0 -9.926

Im Berichtsjahr erfolgte eine Zuschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der BITMARCK Vertriebs- und Projekt GmbH in Höhe von TEUR 545 auf TEUR 1.525.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 22.November 2023 erfolgte in Höhe von TEUR 2.000 eine Einlage der BITMARCK Software GmbH (Entnahme Kapitalrücklage) in die BITMARCK Holding GmbH. Im Saldo resultiert der Rückgang der Finanzanlagen um TEUR 1.455 auf TEUR 74.603.

Der Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.547 auf TEUR 5.032 ist stichtagsbedingt und betrifft im Wesentlichen mit TEUR 1.625 die BITMARCK Beratung GmbH (i.Vj. TEUR 16) und mit TEUR 937 die BITMARCK Software GmbH (i.Vj. TEUR 126).

Das Eigenkapital weist am Bilanzstichtag TEUR 77.966 auf, die Eigenkapitalquote der Gesellschaft betrug somit 75,6 % (i. Vj. 68,0 %). Das Eigenkapital finanziert das langfristige Vermögen (Anlagevermögen) vollständig.

Die Gesellschafterversammlung beschloss am 20. Juni 2023, den Jahresüberschuss 2022 in Höhe von TEUR 3.012 auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 17.743 Cash-Pooling-Verbindlichkeiten (i. Vj. TEUR 29.165).

Insgesamt wird die Vermögenslage als stabil und die Eigenkapitalausstattung als gut eingeschätzt.

2.2 Finanzlage

Die Liquidität war im gesamten Geschäftsjahr zu keinem Zeitpunkt gefährdet, somit war die Zahlungsfähigkeit jederzeit sichergestellt. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Jahresüberschuss 1.074 3.012
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.068 1.110
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -28 64
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.839 55
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 451 1.073
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.274 5.314
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -164 -268
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -18 -166
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -3.000
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1.455 0
= Cashflow aus Investitionstätigkeit 1.273 -3.434
+/- Einzahlung aus Verkauf eigener Anteile 0 52
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0 52
+/- Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1 1.932
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.563 1.631
= Finanzmittelfonds Ende der Periode 3.562 3.563

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten 21.305 32.728
Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling -17.743 -29.165
3.562 3.563

Die Gesellschaft finanziert sich grundsätzlich durch die Erträge aus Dienstleistungen, die an die Tochtergesellschaften erbracht werden, sowie durch Beteiligungserträge.

Für den Bedarfsfall besteht eine Kreditlinie in Höhe von EUR 1,5 Mio. bei einer deutschen Geschäftsbank. Diese Linie wurde bislang lediglich für Avale in Höhe von EUR 0,81 Mio. in Anspruch genommen.

Die liquiden Mittel der BITMARCK Holding GmbH wurden während des Geschäftsjahres 2023 im Wesentlichen in Tages- und Festgeldkonten angelegt.

Insgesamt wird die Finanzlage als gut beurteilt.

2.3 Ertragslage

2023 2022 Abw abs
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 25.427 88,8 22.698 88,8 2.729
Sonstige betriebliche Erträge 3.195 11,2 2.857 11,2 338
Betriebsleistung 28.622 100,0 25.555 100,0 3.067
Materialaufwand/bezogene Leistungen 1.531 5,3 1.086 4,2 -445
Personalaufwand 12.821 44,8 12.659 49,5 -162
Planmäßige Abschreibung auf Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte 1.068 3,7 1.110 4,3 42
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.690 44,3 10.621 41,6 -2.069
Sonstige Steuern 52 0,2 0 0,0 -52
Aufwendungen für die Betriebsleistung 28.162 98,4 25.476 99,6 -2.686
Betriebsergebnis 460 1,6 79 0,4 381
Finanzergebnis 710 2,5 2.950 11,5 -2.240
Ergebnis vor Steuern 1.170 4,1 3.029 11,9 -1.859
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 96 0,3 17 0,2 -79
Jahresüberschuss 1.074 3,8 3.012 11,7 -1.938

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen mit TEUR 21.830 die eingenommenen Shared Service Umlagen von den Tochterunternehmen sowie mit TEUR 3.598 an die Tochterunternehmen weiterberrechnete Mieten und Mietnebenkosten des Standortes Kruppstraße in Essen.

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind neutrale Effekte in Höhe von TEUR 98 enthalten. (Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen)

Die Betriebsleistung der BITMARCK Holding GmbH ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.067 von TEUR 25.555 auf TEUR 28.622 gestiegen, damit konnte auch der Planwert (TEUR 27.900) übertroffen werden. Die höhere Betriebsleistung resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Shared Service Umlagen infolge der Bündelung verschiedener Bereiche innerhalb der Holding (Konsolidierung Shared Services).

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um TEUR 162 auf TEUR 12.821 gestiegen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 82 enthalten.

Das Betriebsergebnis der BITMARCK Holding GmbH ist im Vorjahresvergleich um TEUR 381 auf TEUR 460 gestiegen. Im Planvergleich liegt das Betriebsergebnis um TEUR 268 niedriger (Planwert TEUR 728). Das erklärt sich im Wesentlichen sowohl durch eine gegenüber dem Plan als auch gegenüber dem Ist ungünstigere Kostensituation.

Im Finanzergebnis ist ein Ertrag aus Zuschreibungen von TEUR 545 enthalten (Zuschreibung auf die Beteilung an der BITMARCK Vertriebs- und Projekt GmbH).

Insgesamt ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 1.074 nach TEUR 3.012 im Vorjahr.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist die Ertragslage der Gesellschaft als gut zu bezeichnen.

2.4 Personal

Die BITMARCK Holding GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 145 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (i. Vj. 150). Zum Jahresende waren 147 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (i. Vj. 151) in der Gesellschaft tätig.

3. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 ist eine Betriebsleistung in Höhe von TEUR 30.236 mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit zu erwarten.

Die aktuelle Prognose geht für das Geschäftsjahr 2024 von einem Betriebsergebnis von TEUR 845 aus. Es wird erwartet, dass sich die Finanzlage insgesamt stabil entwickeln wird.

Für die Jahre 2025 und 2026 sind die finanziellen Risiken überschaubar. Die Betriebsergebnisse für diese Jahre werden sich laut Mittelfristplanung stabil bei TEUR 900 (2025) bzw. TEUR 936 (2026) bewegen. Die Geschäftsführung der BMH hält sowohl die heute bekannten Risiken für beherrschbar als auch die möglicherweise anstehenden Risiken für lösbar. Darüber hinaus entstehen durch die Veränderungsprozesse auch Möglichkeiten, die Dienstleistungen weiter zu professionalisieren.

4. Chancen- und Risikobericht

Das konzernweite Risikomanagementsystem enthält alle strategischen und organisatorischen Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen, um Risiken zu steuern, mit dem Fokus Risiken zeitnah zu identifizieren und Maßnahmen einzuleiten.

Diese Aufgaben werden von einer zentralen Organisationseinheit, dem Risikomanagement, sowie den dezentralen Risikokoordinatoren wahrgenommen. Die Maßstäbe und deren Tätigkeit sind in einem verbindlichen Regelwerk in Form einer Richtlinie konkretisiert. Diese Richtlinie wird bei Bedarf an die sich ändernden Anforderungen angepasst.

Periodisch werden die Risiken analysiert, sowohl in den Business Units als auch aus Sicht der BITMARCK-Unternehmensgruppe. Das System beruht auf vorgegebenen Methoden. Dabei werden Risiken identifiziert, beschrieben und nach Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und gegebenenfalls Maßnahmen eingeleitet.

Das Risikomanagement berichtet über Chancen sowie Risiken und deren Entwicklung regelmäßig an die Geschäftsführung. Diese wiederum informiert mehrmals unterjährig den Aufsichtsrat bzw. dessen Fachausschüsse.

BITMARCK gewährleistet durch das Risikomanagementsystem, dass sich unternehmerische Chancen und Risiken frühzeitig erkennen lassen, und richtet ihre Geschäftspolitik entsprechend aus.

Die relativ hohe Veränderungsgeschwindigkeit des deutschen Gesundheitswesens im Hinblick auf die Digitalisierung eröffnet für einen integrierten IT-Partner der Krankenkassen Chancen und Risiken. Die Geschäftsführung der BITMARCK Holding GmbH verfolgt die Entwicklung inklusive möglicherweise anstehender Konsolidierungen aufmerksam und ist sich der Chancen - unter anderem durch den gestarteten Strategieentwicklungsprozess des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) für Gesundheitswesen und Pflege - bewusst. Durch die offizielle Eröffnung des BITMARCK-Büros im politischen Berlin im Jahr 2022 positioniert sich die Unternehmensgruppe nun auch zunehmend als Sparringspartner und Inputgeber gegenüber Politik und Verbänden.

Innerhalb des Konzerns koordiniert und steuert die BMH als strategische Management-Holding die Geschäftspolitik der Tochtergesellschaften in den BITMARCK-Kerngeschäftsfeldern.

Die Risikosituation der BMH ist im Wesentlichen von der wirtschaftlichen Lage der Tochterunternehmen bestimmt. Dabei ergibt sich für die BMH das Risiko im Hinblick auf die Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, bestehen ein Beteiligungscontrolling und eine monatliche Berichterstattung innerhalb der BITMARCK-Unternehmensgruppe, um gegebenenfalls frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Nach Ergreifung dieser Maßnahmen wird das Schadenausmaß als "Sehr gering" und die Eintrittswahrscheinlichkeit mit "Gering" bewertet.

Daneben bestehen begrenzte Risiken aus Marktveränderungen - falls beispielsweise Kunden in ein anderes Krankenkassenlager fusionieren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird derzeit als gering eingestuft. Aus der Geschäftstätigkeit der BITMARCK-Unternehmensgruppe entstehen rechtliche Risiken, die aus der Nichtbeachtung von relevanten Vorschriften resultieren können. Diesen Risiken wird mit einer systematischen Prüfung begegnet, um die Eintrittswahrscheinlichkeit gering zu halten.

Ein wesentliches strategisches Thema mit großem Chancenpotenzial für die gesamte Unternehmensgruppe stellt der Gewinn des Neukunden KKH dar. Die Krankenkasse ist eine der letzten mit einem noch eigens entwickelten Legacy System (BVS). Eine nicht erfolgreiche Umstellung der bisherigen Individualentwicklung BVS auf den GKV-Standard der BITMARCK-Gruppe birgt allerdings auch ein Risiko. Durch Gegenmaßnahmen wie die intensive fachliche gemeinsame Vorbereitung des Migrationsprozesses mit dem Kunden sowie Aufstockung und Stabilisierung der Ressourcen, einem Programmcontrolling und die Einbeziehung externer Programmpartner wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als "gering" angesehen.

Wichtiges Thema im Kontext von Risiken und Chancen ist das Thema "Cybersecurity": Bedingt insbesondere durch den Cyberangriff aus dem April 2023 bietet sich die Gelegenheit für die BITMARCK, gepaart mit der Strategie-Umsetzung sowirdbitmarck2026, Maßstäbe für Cybersecurity im deutschen Gesundheitswesen zu setzen. Die Risiken dieses Unterfangens liegen auf der Hand: Akzeptanz der Kassenkunden zu gewinnen für verschärfte Maßnahmen sowie für höhere Kosten, die ggf. auch zur Abwanderung von Kunden führen können. BITMARCK begegnet diesem Umstand mit einer intensiven Marktkommunikation über den eigenen Kundenkreis hinaus und schafft dadurch ein hohes Bewusstsein für Cybersecurity.

Eine ebenfalls große Rolle für die BITMARCK spielen die sich im Gesetzgebungsverfahren befindlichen Gesetzesvorhaben DigiG und GDNG (Digitalisierungsgesetz und Gesundheitsdatennutzungsgesetz): BITMARCK sieht hier überwiegend Chancen für die Ausweitung des eigenen Geschäfts, insbesondere durch die vorgesehene neue Rolle der GKV als Berater der Versicherten hinsichtlich proaktiver und verbesserte Gesundheitsversorgung.

Ein weiteres Risiko besteht hinsichtlich der Werthaltigkeit der Guthaben bei Kreditinstituten. Durch Geldanlagen bei ausgewählten Kreditinstituten, die unseren internen Richtlinien entsprechen (z. B. durch Einhaltung der maximalen Geldanlage bis zur jeweiligen Sicherungsgrenze der Bank durch den Bankenverband, die einen Verlust des Kapitals ausschließt) und die dadurch erreichte Streuung des Risikos auf verschiedene Institute wird das Risiko als beherrschbar angesehen.

Für Risiken von drohenden wesentlichen Nachforderungen aus steuerlichen Betriebsprüfungen wird das bestehende "Tax Compliance Management System" (kurz "TCMS") kontinuierlich weiter ausgebaut, um steuerliche Risiken durch Optimierung der internen Kontrollen in der BITMARCK-Unternehmensgruppe zu miniminieren. Zusätzlich wurde in 2023 eine eigene interne Kapazität für Steuerfragen aufgebaut, um die operativen Einheiten schneller und effizienter in deren Geschäft unterstützen zu können. Diese wird in 2024 weiter ausgebaut.

Die zunehmende Unsicherheit in der Weltordnung kann einen erheblichen Einfluss auf verschiedene Bereiche der BITMARCK haben. Vor allem internationale Konflikte können sich auf neue oder bestehende Risiken für die BITMARCK auswirken so z.B.: Inflations- und Preissteigerungen, erhöhte Energiepreise und verzögerte Lieferketten. Um diese Risiken bestmöglich zu mindern, muss BITMARCK weiterhin aufmerksam sein und flexibel reagieren können.

Die Geschäftsführung der BMH hält sowohl die heute bekannten Risiken für beherrschbar als auch die möglicherweise anstehenden Risiken für lösbar. Zusammengefasst wird die Fortführung der Gesellschaft gegenwärtig als gesichert angesehen.

 

Essen, den 22. April 2024

Andreas Strausfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BITMARCK Holding GmbH, Essen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der BITMARCK Holding GmbH, Essen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BITMARCK Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 - geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 24. April 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Eckmann, Wirtschaftsprüfer

Möbus, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2023 an die Gesellschafterversammlung am 22.07.2024:

der BITMARCK Holding GmbH

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Franz-Helmut Gerhards, erstattet der Gesellschafterversammlung Bericht über die Tätigkeiten des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023.

Gemäß § 5 Abs. 6 a) des Gesellschaftsvertrages der BITMARCK Holding GmbH ist es die Aufgabe des Aufsichtsrats, gegenüber der Gesellschafterversammlung über das abgelaufene Geschäftsjahr zu berichten. Neben der Überwachung der Geschäftsführung zählt es zu den Aufgaben des Aufsichtsrats, die Geschäftsführung in wesentlichen Fragen der Entwicklung des Unternehmens zu beraten und Festlegungen zu den Grundsätzen der Unternehmenspolitik zu treffen.

Der Aufsichtsrat nahm die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben auch im Berichtsjahr mit der gebotenen Sorgfalt wahr. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung regelmäßig beraten, überwacht und sich von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit sowie Zweckmäßigkeit seines Handelns und seiner Maßnahmen überzeugt. Soweit dies angezeigt war, hat sich der Aufsichtsrat hierbei externer Experten (z.B. Metrics, kobaltblau, der Kanzlei SOH) bedient.

Die vier regulären Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023 haben per Videokonferenz und vor Ort in Essen stattgefunden. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat fünf virtuelle Sondersitzungen zum Cybervorfall im Mai und eine Sondersitzung zur Geschäftsführung der BITMARCK Beratung GmbH im August durchgeführt. Der Strategie Arbeitskreis des Aufsichtsrats hat im Jahr 2023 zweimal getagt.

An den Sitzungen des Aufsichtsrats hat der Geschäftsführer der BITMARCK Holding GmbH sowie die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften teilgenommen.

Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat sowohl in den Sitzungen als auch durch zusätzliche schriftliche Berichte regelmäßig über alle relevanten Geschäftsvorgänge informiert. Der Aufsichtsrat wurde über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikolage sowie wesentliche Vorgänge in der Gesellschaft informiert. Die mündliche Berichterstattung der Geschäftsführung in den Sitzungen wurde mit schriftlichen Unterlagen vorbereitet, die jedes Aufsichtsratsmitglied vor der entsprechenden Sitzung erhalten hat. Über wichtige Vorgänge informierte die Geschäftsführung schriftlich, auch zwischen den Sitzungen.

Bei den einzelnen Aufsichtsratssitzungen war durchweg eine sehr hohe Teilnahmequote zu verzeichnen. Die überwiegende Mehrheit der Aufsichtsratsmitglieder hat an sämtlichen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Beratungen des Aufsichtsrats waren die beiden Cyberattacken, die BITMARCK im Januar 2023 und im April/Mai 2023 getroffen hat. Der Aufsichtsrat hatte den Beschluss gefasst, ein Gutachten zum Sicherheitsvorfall durch kobaltblau erstellen zu lassen und begleitet seitdem die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen aus diesem Gutachten sowie weiterer Gutachten und Initiativen, hierzu gehört auch das durch die Geschäftsführung Anfang Juni 2023 initiierte Programm "OneSecurity".

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 24. März 2023 Beschlüsse über die künftige Ausrichtung der Unternehmensgruppe verabschiedet und dabei den eingeschlagenen Weg bestätigt - BITMARCK wird weiterhin als maßgeblicher Treiber die Digitalisierung in der GKV gestalten und prägen.

Als Eckpfeiler der Strategie sowirdBITMARCK2026 fungiert die Kundenzentrierung - Krankenkassen bleiben und Versicherte rücken verstärkt ins Zentrum der Produkte und Services von BITMARCK.

Weiter hat der Aufsichtsrat intensiv über Telematikthemen beraten, die Modernisierung des GKV-Standards und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem GKV SC in Münster.

Das Präsidium des Aufsichtsrats hat im Geschäftsjahr 2023 vier Sitzungen durchgeführt. Darüber hinaus haben zahlreiche weitere Abstimmungen per Telefon (im 14tägigen Turnus), Video und auch persönlich mit der Geschäftsführung stattgefunden. Das Präsidium ließ sich von der Geschäftsführung regelmäßig, zeitnah und umfassend berichten, und hat insbesondere zu Cybersecurity, Personalthemen und aktuellen Entwicklungen im Kunden - und politischen Umfeld beraten. Das Präsidium leistete wesentliche Vorarbeiten für die Beratungen des Aufsichtsrats. Darüber hinaus entscheidet das Präsidium über Abschluss, Änderung und B-endigung der Anstellungsverträge mit den Geschäftsführern und über diesbezügliche Gehalts- und Zielvereinbarungen.

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat verschiedene Ausschüsse gebildet, welche die Beratung und Beschlussfassung im Plenum vorbereiten. Über die Arbeit in den Ausschüssen wird der Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend unterrichtet.

Der vom Aufsichtsrat aus seiner Mitte gebildete Finanzausschuss hat im Geschäftsjahr 2023 fünf Sitzungen durchgeführt. Er leistete u.a. wesentliche Vorarbeiten für die Beratungen des Aufsichtsrats, insbesondere zu den Jahresabschlüssen der BITMARCK Unternehmensgruppe und zur Budget-Planung für das neue Geschäftsjahr. Weitere Themenpunkte stellten die regelmäßigen Berichte zu Risiken, zur Liquidität und notwendigen Mindestliquidität, zu Revisions- und Compliancethemen, zur Finanzierung der ePA sowie weitere Finanzierungsbedarfe im Rahmen der Mittelfristplanung, die Betriebsprüfungen und Steuerthemen der BITMARCK und Beratungen zum Lizenzpreis dar.

Der vom Aufsichtsrat aus seiner Mitte gebildete Technische Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2023 vier Sitzungen durchgeführt. Er berät den Aufsichtsrat in strategischen und technischen Angelegenheiten und bereitet die Beschlüsse des Aufsichtsrats inhaltlich vor.

Schwerpunkte sind technologische und architekturelle Themen, im Jahr 2023 waren dies vor allem Telematikthemen, die Begleitung des Gutachtens und der Maßnahmen der Sicherheitsvorfälle, das Vorgehen zur Modernisierung des GKV-Standards, (Begutachtung des Vorgehens durch die Firma Exxeta) sowie fachlich-strategische Themen aus der Roadmap.

Personalien

Im Jahr 2023 sind folgende Veränderungen im Aufsichtsrat erfolgt:

Aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist:

Björn Hansen Vorstand der BKK Wirtschaft & Finanzen. Er war bis 22.09.2023 Mitglied des Aufsichtsrats.

Zum 30.09.2023 ist Frau Dr. Gertrud Prinzing in den Ruhestand gegangen und somit aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Die beiden Mandate werden in der heutigen Gesellschafterversammlung nachbesetzt.

Nachbesetzung des Beirats der BITMARCK

Als Nachfolgerin für unser bedauerlicherweise verstorbenes Beiratsmitglied Manfred Ries von der BKK ProVita ist Frau Ramona Möbius, Versichertenvertreterin im Verwaltungsrat der BAHN-BKK bestellt worden.

Vertragsverlängerung Herr Strausfeld

Die Beschlüsse des Aufsichtsrats zur Weiterentwicklung der BITMARCK gehen einher mit Kontinuität auf personeller Ebene. Andreas Strausfeld hat seinen noch bis zum 31. Dezember 2024 datierenden Vertrag vorzeitig bis zum Jahr 2030 verlängert und wird somit auch künftig weiterhin die Geschicke der Unternehmensgruppe als Vorsitzender der Geschäftsführung lenken.

Nach dem Weggang des ehemaligen kaufmännischen Geschäftsführers hat Herr Strausfeld durch Neuaufstellung unter seiner Führung den kaufmännischen Bereich stabilisiert.

Entlastung der Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat hat dem Geschäftsführer der BITMARCK Holding GmbH Andreas Strausfeld für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

Jahresabschluss 2023

Der Aufsichtsrat hat am 25.05.2023 beschlossen, der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Auftrag zu erteilen, den Jahresabschluss der BITMARCK Holding GmbH zum 31.12.2023 unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 zu prüfen.

BDO hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der BITMARCK Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die BITMARCK Holding GmbH schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.073.673,91 Euro und einer Bilanzsumme in Höhe von 103.210.130,24 Euro sowie einer Eigenkapitalquote in Höhe von 75,6 % ab.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der BITMARCK Holding GmbH gebilligt, durch Beschluss am 27.05.2024 festgestellt und der nachfolgenden Ergebnisverwendung zugestimmt.

Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Eine Ausschüttung gem. § 9 Ziffer 3 des Gesellschaftsvertrags, welcher eine Ausschüttung bei Überschreiten der Rücklagen von 15.000.000,00 Euro vorsieht, soll nach dem Vorschlag der Geschäftsführung nicht stattfinden.

Jahresergebnisse 2023 der Business Units stellen sich wie folgt dar:

- BITMARCK Software GmbH i.H.v. 1.382 TEUR
- BITMARCK Service GmbH i.H.v. 658 TEUR
- BITMARCK Beratung GmbH i.H.v. -6.133 TEUR
- BITMARCK Technik GmbH i.H.v. 730 TEUR
- BITMARCK Vertriebs- und Projekt GmbH i.H.v. 855 TEUR

Die positiven Jahresüberschüsse der Tochtergesellschaften sollen zunächst zur Stärkung des Eigenkapitals in den Business Units verbleiben.

Sofern es insbesondere für Zwecke der Finanzierung einer strategischen Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe, wie auch zur Finanzierung von Entwicklungen, u.a. in den Bereichen Telematik, elektronische Patientenakte oder Modernisierung GKV-Kernstandard BITMARCK_21c|ng sachgerecht erscheint, ist die Geschäftsführung der BITMARCK Holding GmbH zur Vornahme von Ausschüttungen sowie Einzahlungen in die Kapitalrücklage bei den Tochtergesellschaften berechtigt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Beirat, der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Betriebsrat der BITMARCK für den engagierten Einsatz und die erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr.

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wude am 27. Mai 2024 festgestellt.

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