Hübner Holding GmbHKasselKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Geänderter Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022A. Vorbemerkung Die Hübner Holding GmbH, Kassel (Amtsgericht Kassel, HRB 2748), ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB, des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags erstellt. B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises In den Konzernabschluss sind zum Bilanzstichtag neben der Hübner Holding GmbH, Kassel, als Mutterunternehmen sechzehn (i. V. fünfzehn) inländische und unverändert siebzehn ausländische Unternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich bei den vollkonsolidierten Unternehmen die folgenden Veränderungen ergeben: Erstmalig berücksichtigt wurden zum 1. Januar 2022 die platino24 GmbH, Schifferstadt, die Hübner Türkei Endüstrie Urünleri VE Cözümleri, Istanbul/Türkei, sowie die HÜBNER Toplu Taşıma Sistemleri Teknik Çözümleri San. Ve Tic. A.Ş, Istanbul/Türkei, auf welche die in den Konzernabschluss des Vorjahres bereits einbezogene GUMMI-WELZ Lastik Izolasiyon Ürünleri San. ve Ti. Ltd. Sti., Instanbul/Türkei, verschmolzen wurde. Der Einbezug erfolgte durch eine geänderte Ausübung des Einbeziehungswahlrechts nach § 296 Abs. 2 HGB. Die Zulässigkeit des jeweiligen Einbezugs ergibt sich aufgrund unwesentlicher Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses. Außerdem wurden 50 % der Anteile an der MH Intelligent Safety GmbH & Co. KG, Kassel, erworben. Aus diesem Erwerb ergab sich kein aktiver oder passiver Unterschiedsbetrag. Im Anschluss an diesen Erwerb ist diese Gesellschaft auf ein bereits in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen angewachsen. Der Ertrag aus der Anwachsung betrug TEUR 170. Der Einbezug dieser Gesellschaften bzw. die Anwachsung hat die Vergleichbarkeit der Posten des Konzernabschlusses mit denen des Vorjahres nicht wesentlich beeinträchtigt. Die russische Tochtergesellschaft Hübner OOO, Moskau/Russland, ist zum 28. Februar 2022 aufgrund § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die Anteile an dieser Gesellschaft werden in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Durch diese Übergangskonsolidierung ist die Vergleichbarkeit der Posten des Konzernabschlusses mit denen des Vorjahres beeinträchtigt. Die angepassten Beträge des Jahres 2022 ergäben sich im Falle der Einbeziehung der Hübner OOO, Moskau/Russland, für das gesamte Jahr 2022 wie folgt:
Hinsichtlich der platino24 GmbH erfolgte zu Beginn des Jahres 2022 eine Aufstockung der bislang gehaltenen Anteile von 70 % auf 100 %. Die Anteilsaufstockung wurde als Kapitalvorgang behandelt. Die Anschaffungskosten der weiteren Anteile wurden mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Auf die Einbeziehung von neunzehn (i. V. zweiundzwanzig) Tochtergesellschaften wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. Die nicht einbezogenen Tochterunternehmen sind nicht nur einzeln, sondern auch in Summe betrachtet, für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung, da sich deren kumulierten Umsatzerlöse und Jahresergebnisse auf insgesamt weniger als 2,5% des Konzernumsatzes bzw. 1,5% des Konzernergebnisses belaufen. Zwei assoziierte Unternehmen wurden gemäß § 311 Abs. 2 HGB aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht entsprechend § 312 Abs. 1 HGB behandelt. Diese Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten unter den Beteiligungen angesetzt. Beide assoziierte Unternehmen sind einzeln betrachtet für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung, da sich die Jahresergebnisse insgesamt auf weniger als 1,5% des Konzernergebnisses belaufen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen Unternehmen sind in einer separaten Aufstellung einzeln aufgeführt. Diese Aufstellung des Anteilsbesitzes ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022. Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der angelsächsischen Methode (Erwerbsmethode), die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert. Bei der Kapitalkonsolidierung wurde für Altfälle unverändert die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a. F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt. Die Verrechnung des anteiligen Eigenkapitals der Tochterunternehmen mit dem Wertansatz der Anteile bei dem Mutterunternehmen oder den anderen Tochterunternehmen wurde bei Erstkonsolidierungen bis zum Jahr 1999 auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss vorgenommen. Bei Gründungen bzw. Kapitalerhöhungen erfolgt die Erstkonsolidierung auf den Zeitpunkt der Gründung bzw. Kapitalerhöhung bei Tochtergesellschaften. Insgesamt wurden für Erstkonsolidierungen bis 2009 kumulierte Verrechnungen mit den Rücklagen in Höhe von unverändert TEUR 1.437 vorgenommen. Passive Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 4.667 (i. V. TEUR 4.224) wurden den anderen Gewinnrücklagen zugeordnet. Die passiven Unterschiedsbeträge haben Eigenkapitalcharakter und resultieren im Wesentlichen aus Gewinnthesaurierungen bei Tochtergesellschaften bis zu deren erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 (Neufälle) wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Hierbei kommen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von unter den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktivierten Vermögensgegenständen (Technologie, Marke, Auftragsbestand) kapitalwertorientierte Bewertungsverfahren (Methode der Lizenzpreisanalogie, Residualwertmethode) zur Anwendung. Aufstockungen im Vorratsbereich erfolgten retrograd auf der Grundlage vereinbarter Verkaufspreise. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 und Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Geschäfts- oder Firmenwerte aus Erstkonsolidierungen ab dem 1. Januar 2010 mit historischen Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt TEUR 57.865 (i. V. TEUR 57.848) werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben. Aus im Berichtsjahr durchgeführten Erstkonsolidierungen neu hinzugekommener Konzerngesellschaften ergaben sich im Berichtsjahr passive Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 443, welche den anderen Gewinnrücklagen zugeordnet wurden. Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 31. Dezember 2022 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Währungs- und buchungstechnisch bedingte Differenzen wurden je nach Entstehungsursache anderen Bilanzposten zugeordnet bzw. ergebniswirksam verrechnet. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde auf die Durchführung einer Drittschuldenkonsolidierung verzichtet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll bzw. anteilig konsolidiert. Zwischenergebnisse im Anlagevermögen und Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungen wurden eliminiert. Die zu eliminierende Zwischenergebnisse (einschließlich währungsbedingter Umrechnungsdifferenzen) wurden anhand des Bruttogewinnverfahrens ermittelt. Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen. Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen der ausländischen Gesellschaften werden mit Ausnahme des Eigenkapitals und der Anteile an verbundenen Unternehmen, welche grundsätzlich zum historischen Kurs in Euro umzurechnen sind, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Durchschnittsermittlung erfolgt vereinfachend mit dem Mittelwert der Abrechnungsperiode. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten der auf fremde Währung lautende Abschlüsse von voll einbezogenen Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des erstkonsolidierungspflichtigen Kapitals und der Anteile an verbundenen Unternehmen von in fremder Währung geführten Gesellschaften ergeben, sowie seit dem Jahr 2010 auch Währungsunterschiede des erwirtschafteten Konzernergebnisses von nicht in Euro geführten Gesellschaften, wurden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet. Dieser Bestandteil des Konzerneigenkapitals beträgt zum Bilanzstichtag TEUR -7.403 (i. V. EUR -15.068). In den Jahren vor 2010 wurden Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung des erwirtschafteten Konzernergebnisses von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, mit dem Konzernbilanzgewinn verrechnet. Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung wurde beachtet. D. Rechnungslegungsgrundsätze Grundsätzliches Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden die nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Die Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit wurden mit Ausnahme der Änderung der Bewertungsmethode bei den Pensionsrückstellungen beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Konzernbilanz Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Geschäfts- oder Firmenwerte sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten und ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden ausschließlich nach der linearen Methode (in Vorjahren zum Teil degressiv) vorgenommen. Sofern steuerlich zulässig, wurden Neuzugänge bis zum Jahr 2009 nach der degressiven Methode abgeschrieben. Von der Möglichkeit des Übergangs von der degressiven Methode auf die lineare Methode wurde Gebrauch gemacht, sofern dies zu einer höheren Abschreibung führt. Die aktivierten Eigenleistungen werden mit den Herstellungskosten angesetzt, wobei die handelsrechtlichen Mindestbestandteile angesetzt wurden. Die geleisteten Anzahlungen im Sachanlagevermögen sind zu Nennwerten, die Anlagen im Bau zu Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die sonstigen Anlagegegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren beizulegenden Werten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten sowie Sonderkosten der Fertigung. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden die Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens mittels Zuschlagsrechnung basierend auf den handelsrechtlichen Pflichtbestandteilen ermittelt. Waren sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Für Lager- und Verwertungsrisiken wurden angemessene Abschläge vorgenommen. Die ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen und werden von dem Posten "Vorräte" offen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. zum Barwert unter Anwendung fristadäquater Zinssätze angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine angemessene Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr gebildet. Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten beziehungsweise mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grunds- ätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 0,0 % bei den Entgelten und von 2,5 % bei den Renten ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate von 0,0 %. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,78% (i. V. von 1,87% bzw. 1,90%). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 315.608,00 (Unterschiedsbetrag). Für einen Teil der Pensionsverpflichtungen bestehen Rückdeckungsversicherungen mit vollständig leistungskongruenten bzw. teilweise leistungskongruenten Bestandteilen zwischen Pensionszusagen und Rückdeckungsversicherungen sowie Rückdeckungsversicherungen ohne entsprechende kongruente Bestandteile. Die Rückdeckungsversicherungen stellen teilweise Deckungsvermögen dar. Entsprechend IDW RH FAB 1.021 erfolgt die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erstmalig vollumfänglich bzw. teilweise entsprechend der Bewertung der entsprechenden Rückdeckungsversicherungen (leistungskongruente bzw. teilweise kongruente Bewertung). Durch diese Änderung der Bewertungsmethode haben sich die Pensionsrückstellungen ertragswirksam um EUR 17.979,00 vermindert. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Sofern dieses Deckungsvermögen nicht insolvenzsicher ist, erfolgt eine Bilanzierung auf der Aktivseite innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände. Das Deckungsvermögen sowie die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Ansprüche aus nicht verpfändeten Rückdeckungsversicherungen sind zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der Versicherungsunternehmen zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen und Erträge des Deckungsvermögens werden saldiert unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" gezeigt. Die Rückstellung für Dienstjubiläen wird versicherungsmathematisch nach der Projected Unit Credit-Methode unter Zugrundelegung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und eines Zinssatzes von 1,44% (i. V. 1,35 %) in Höhe der bis zum Bilanzstichtag bereits erdienten Beträge unter Berücksichtigung von Fluktuationsabschlägen in Höhe von 1 % gebildet. Der berücksichtigte Gehaltstrend beträgt 2,0 %. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Latente Steuern aus Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede, im Wesentlichen im Bereich der immateriellen Anlagengegenstände, des Sachanlagevermögens, der Vorräte, der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Dabei wurden Überhänge aktiver latenter Steuern im Sinne des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB im Konzernabschluss nicht angesetzt. Aktive latente Steuern und passive latente Steuern nach § 306 HGB wurden saldiert ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung I. Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden aufgrund der Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells in einem Fall über fünfzehn Jahre, in zwei Fällen linear über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben sowie in fünf weiteren Fällen linear über fünf Jahre abgeschrieben. Zum Bilanzstichtag enthält der Posten "Geschäfts- oder Firmenwert" solche aus Konsolidierungsvorgängen in Höhen von EUR 8.329.909,95 (i. V. EUR 16.543.995,20). Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 114.153,55. Die Gesellschaft hält Anteile von mehr als 10 % an inländischen Investmentvermögen in Form eines Wertpapier-Spezialfonds. Dieser beinhaltet Aktien, Renten und Edelmetalle in gemischter Struktur. Die Anlageziele sind die Erreichung eines mittel- bis langfristigen Wertzuwachses von möglichst über 2% p.a., eine Value at Risk-Beschränkung auf 10% sowie die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien. Der Buchwert des im Finanzanlagevermögen gehaltenen Wertpapier-Spezialfonds, welcher über dem Marktwert in Höhe von EUR 24.787.500,00 ausgewiesen wird, beläuft sich auf EUR 25.000.000,00. In Höhe der Differenz zum Buchwert in Höhe von EUR 212.500,00 ist eine Abschreibung nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB unterblieben, da die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist. Die vorübergehende Wertminderung begründet sich auf dem nach dem Bilanzstichtag gestiegenen Kurswert. Für das Geschäftsjahr erfolgte keine Ausschüttung. Aufgrund des Sondervermögencharakters des Fonds besteht eine Beschränkung der täglichen Rückgabemöglichkeit. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr in Höhe von EUR 204.926,55 (i. V. EUR 874.655,49) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.762.526,27 (i. V. EUR 2.028.921,12) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 34.877,15 (i. V. EUR 44.627,86). Des Weiteren ist unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ein Betrag in Höhe von EUR 0,00 (i. V. EUR 4.076.935,30) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag in Höhe von EUR 217.986,40 (i V. EUR 293.909,05) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. 3. Flüssige Mittel Der Posten enthält Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Eigenkapital Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahren ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 315.608,00. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Die anderen Gewinnrücklagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
5. Konzernbilanzgewinn Der Konzernbilanzgewinn enthält einen Konzern-Gewinnvortrag in Höhe von EUR 412.221.432,02. 6. Sonderposten aus Investitionszuschüssen Die gebildeten Sonderposten aus Investitionszuschüssen betreffen erhaltene öffentliche Zuschüsse für Neuinvestitionen. Die ertragswirksame Auflösung erfolgte im Jahr 2022 mit EUR 176.572,70 (i. V. EUR 142.446,00) analog der Abschreibung der geförderten Anlagegüter. 7. Pensionsrückstellungen Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
8. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 22.405) und Garantieverpflichtungen für Einzel- und Pauschalrisiken (TEUR 17.155). 9. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von EUR 23.994.417,03 (i. V. EUR 18.814.005,02) sowie von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 159.562,33 (i. V. EUR 267.318,63). Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Es sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahre in Höhe von EUR 97.936,99 (i. V. EUR 104.439,82) enthalten. Alle übrigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 18.958.543,27 (i. V. EUR 17.238.481,48) haben bzw. hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 942.544,43 (i. V. EUR 437.345,80) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 32.787,78 (i. V. EUR 44.627,86) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich nach den Restlaufzeiten untergliedert wie folgt zusammen:
10. Passive latente Steuern Latente Steuern wurden ermittelt auf Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen im Anlagevermögen, in den Vorräten, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Aktive latente Steuern umfassen auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvortragsmöglichkeiten, sofern mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist. Überhänge an aktiven latenten Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden mit passiven latenten Steuern aus den Jahresabschlüssen verrechnet und zusammengefasst ausgewiesen. Dabei wurde der jeweilige Steuersatz der betreffenden Gesellschaften verwendet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis von Ertragsteuersätzen mit Bandbreiten von 9,0 % - 31,2%. Die passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen. Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus Handelsbilanz-Il-/Steuerbilanz-Unterschieden sowie aus Neubewertungen im Rahmen der Erstkonsolidierungen.
II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lassen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt verteilen:
Die Umsatzerlöse nach Regionen setzen sich wie folgt zusammen:
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 7.572 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 3.551) und aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (TEUR 2.860). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 8.220.487,68 (i. V. EUR 8.309.807,26) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von EUR 2.500.000,00, welche Buchgewinne aus der Veräußerung von Grundvermögen am Standort Kassel-Bettenhausen darstellen, sowie Erträge aus der Auflösung von Jubiläumsrückstellungen in Höhe von EUR 1.796.519,00. 3. Personalaufwand In dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 1.083.166,34 (i. V. EUR 958.437,51) enthalten. Der Posten "Löhne und Gehälter" enthält Aufwendungen für die Durchführung von Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von EUR 2.475.713,03, welche Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung darstellen. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.140 ausgewiesen. Es handelt sich hauptsächlich um Buchverluste aus der Veräußerung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen (TEUR 716) sowie Forderungsverluste (TEUR 146). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 8.488.090,02 (i. V. EUR 5.380.447,21) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten darüber hinaus eine Wertberichtigung auf Forderungen gegen die russische Tochtergesellschaft in Höhe von EUR 5.183.010,00, welche Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung darstellen. 5. Abschreibungen Der Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen enthält außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (Technologie und Marke) sowie auf einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 674.541,68 (i. V. EUR 0,00) bzw. EUR 1.752.105,65 (i. V. EUR 0,00). 6. Beteiligungsergebnis Die Erträge aus Beteiligungen betreffen in Höhe von EUR 5.916.289,00 (i. V. EUR 0,00) verbundene Unternehmen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 25.568.673,89 (i. V. EUR 0,00). Sie stellt einen Aufwand von außergewöhnlicher Bedeutung dar und betrifft die Abschreibung auf die Anteile an der im Berichtsjahr im Wege der Übergangskonsolidierung aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen russischen Tochtergesellschaft auf den niedrigeren beizulegenden Wert. 7. Finanzergebnis Das Finanzergebnis enthält Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Pensionsrückstellungen, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit EUR 60.040,00 (i. V. EUR 51.048,33) nicht konsolidierte verbundene Unternehmen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 231.617,22 (i. V. EUR 338.089,32) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach §246 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus der Veränderung passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 258 (i. V. TEUR 876). F. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse Hinsichtlich der Beteiligungen der Gesellschaft verweisen wir auf die gesonderte Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB, die integraler Bestandteil des Anhangs ist. 2. Erleichterungen nach § 264b HGB Der Konzernanhang als Bestandteil des mit Datum vom 29. September 2023 aufgestellten Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 wurde geändert. Die Änderungen betreffen die im Folgeabsatz neugefasste Passage zur Inanspruchnahme von Erleichterungen nach § 264b HGB unter Abänderung der Überschrift dieses Abschnitts (zuvor: "2. Offenlegungs- und Aufstellungserleichterungen"). Der Umfang der Inanspruchnahme von Erleichterungen erstreckt sich mit dieser Änderung zum einen auf sämtliche Erleichterungen nach § 264b HGB. Zuvor war die Inanspruchnahme auf Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen begrenzt. Zum anderen wurde der Kreis der betreffenden Gesellschaften um eine weitere Gesellschaft erweitert. Für den Jahresabschluss der Hemscheidt Fahrwerktechnik GmbH & Co. KG, Haan, der Hübner GmbH & Co. KG, Kassel, der Hübner Innovation GmbH & Co. KG, Kassel, und der GUMMI-WELZ GmbH u. Co. KG GUMMI-KUNSTSTOFFTECHNIK-SCHAUMSTOFFE, Neu-Ulm, zum 31. Dezember 2022 wird von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264b HGB Gebrauch gemacht. 3. Personal Der Konzern beschäftigte ohne Berücksichtigung von Auszubildenden und Geschäftsführer des Mutterunternehmens im Jahresdurchschnitt 3.340 Mitarbeiter. Es ergibt sich folgende Zusammensetzung:
4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, und Hostingverträgen in Höhe von TEUR 14.039. 5. Rückstellungen für ehemalige Organmitglieder des Mutterunternehmens Für ehemalige Geschäftsführer wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4.796 gebildet. 6. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers Die Aufwendungen für Honorare an unseren Abschlussprüfer betrugen für das Geschäftsjahr TEUR 284. Diese verteilen sich wie folgt:
7. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 244.059.489,40 auf neue Rechnung vorzutragen.
Kassel, 30. August 2024 Hübner Holding GmbH Geschäftsführung Uwe Bittroff Ingolf Cedra Kai Mentel Claus Schäfer Billigung des Konzernabschlusses In der Gesellschafterversammlung vom 16. Dezember 2024 wurde der geänderte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 gebilligt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
* davon Abgänge aus Endkonsolidierung EUR
2.932,39
Aufstellung der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel im Geschäftsjahr 2022
Zusatzangabe: Von dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen TEUR 244.059 für Ausschüttungen zur Verfügung. Der gesetzlichen Ausschüttungssperre unterliegen TEUR 315. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022I. Grundlagen des Konzerns Die Hübner-Gruppe zählt zu den traditionsreichen Systemanbietern für technische Industrieprodukte. Auf jedem Kontinent werden Kunden mit innovativen Techniken und umfassendem Know-how unterstützt. Die Hübner-Gruppe ist in die drei Bereiche Mobility, Material Solutions und New Technology mit jeweils zugeordneten Sparten organisiert. Darüber hinaus gibt es den Sparten zugehörige Strukturbereiche wie Vertrieb oder Konstruktion sowie spartenübergreifende Zentralbereiche wie Geschäftsführung, Finanzen & Controlling, Personalwesen und Informationstechnologie. Die Hübner-Gruppe fertigt als Systemanbieter Produkte für verkehrstechnische Branchen (wie z. B. Schienenfahrzeuge, Busse, Flughafentechnik, Nutzfahrzeuge) sowie für die Medizintechnik, Life Quality, Terahertz Technology, New Technology und weitere Branchen. Die Produktpalette umfasst die Konzeption und Produktion von Faltenbälgen, Fahrzeuggelenksystemen, flexiblen Übergangssystemen, Fenstersystemen, PUR-Schaumformteilen, Produkte aus Gummi und Kunststoffspritzguss sowie terahertz- und laserbasierte Analysegeräte in den neuen Geschäftsfeldern für wissenschaftliche und industrielle Anwendungen. Am Gründungsstandort Kassel sind drei Produktionswerke vorhanden, weltweit sind Gesellschaften der Hübner-Gruppe in 18 Ländern vertreten. Die türkischen Gesellschaften HÜBNER Toplu Taşıma Sistemleri Teknik Çözümleri San. Ve Tic. A.Ş und GUMMI-WELZ Lastik Izolasiyon Ürünleri San. ve Ti. Ltd. Sti wurden im Berichtsjahr verschmolzen, so dass die erstgenannte türkische Gesellschaft erstmals in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Außerdem wurde erstmalig im Konzern das Tochterunternehmen platino24 GmbH mitkonsolidiert. Im Berichtsjahr ist das Tochterunternehmen Hübner OOO Russland infolge der Russland-Ukraine Krise zum 28. Februar 2022 auf der Grundlage von § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB im Wege der Übergangskonsolidierung aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Der geplante Verkauf der Gesellschaft ist beim russischen Staat angemeldet. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2022 war durch die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie noch immer geprägt. Insbesondere durch die Null-Covid-Strategie seitens China wurden die Lieferketten stark beeinträchtigt. Der aktuell laufende Krieg zwischen Russland und der Ukraine beeinträchtigte ebenfalls die Lieferketten. Hierdurch wurden Gaslieferungen nach Europa drastisch gekürzt, wodurch das Angebot auf den Rohstoffmärkten stark gesunken ist und steigende Preise zur Folge hatte. Diese Marktunsicherheiten zeigten sich deutlich in der Veränderung des BIP-Wachstums von 2021 auf 2022. Das weltweite Wachstum des Bruttoinlandsprodukts lag 2021 bei noch +5,9% und sank im Jahr 2022 um rund 50% auf +2,9%. Zudem erreichte die Inflationsrate einen neuen Höchststand. Das Statistische Bundesamt ermittelte für 2022 eine durchschnittliche Inflationsrate von +7,9%. Um der Inflation entgegenzuwirken, straffte die Europäische Zentralbank die Geldpolitik, die eine Erhöhung der Leitzinsen auf bis zu 4 % zur Folge hatte. Die öffentlichen Haushalte erlitten durch die restriktive Geldpolitik der EZB und der daraus resultierenden erhöhten Leitzinsen eine deutliche Mehrbelastung. Diese Entwicklungen haben sich auf den Geschäftsverlauf der Hübner-Gruppe im Jahr 2022, insbesondere durch eine Erhöhung der Produktionskosten, aber auch der Kosten in anderen zentralen Bereichen, sehr belastend ausgewirkt. Hübner ist nach wie vor Weltmarktführer im Bereich Übergangssysteme für den Bus- und Schienenverkehr. Wesentliche externe Einflussfaktoren für das Geschäft der Hübner- Gruppe sind die infrastrukturellen Entwicklungen in den jeweiligen Absatzmärkten. Der weltweite Bedarf an Übergangssystemen im Bus- und Schienenverkehr ist nach wie vor hoch, die steigende Weltbevölkerung sowie größere Ballungszentren machen deutlich, dass große Transportmittel benötigt werden. Insgesamt war in den für unsere Sparten relevanten verkehrstechnischen Branchen im Vergleich zum Vorjahr eine verhaltende, jedoch wieder eine leichte Marktbelebung festzustellen. Positiv war die Branchenentwicklung des Bereichs New Technology, die Nachfrage ist nach wie vor hoch. Die Branchenkonjunktur in den Bereichen Material Solutions entwickelte sich erneut sehr uneinheitlich. In allen Bereichen ist nach wie vor ein spürbarer Preis- und Kostendruck festzustellen. Geschäftsverlauf Die Geschäftsführung ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2022 nicht zufrieden. Das Geschäft entwickelte sich im Jahresverlauf sehr unterschiedlich. Im Bereich Übergangssysteme Schiene war das erste Halbjahr 2022 im Vergleich zur ersten Jahreshälfte des Vorjahres wesentlich schlechter, während sich das zweite Halbjahr 2022 vergleichsweise besser entwickelte, ohne jedoch die Rückgänge des ersten Halbjahres kompensieren zu können. Der erzielte Umsatz in den Bereichen Übergangssysteme Straße und Material Solutions war im gesamten Jahr 2022 höher als im Vorjahr. Der Gesamtumsatz stieg im Jahr 2022 lediglich um ca. 2 Mio. € auf 430 Mio. €. Ursache für den geringen Umsatzanstieg ist zum einen die Übergangskonsolidierung der russischen Tochtergesellschaft zum 28. Februar 2022. Der zum Konzernumsatz des Jahres 2022 beigetragene Umsatzanteil der russischen Tochtergesellschaft beträgt ca. 3 Mio. € (i. V. ca. 29 Mio. €). Zum anderen trugen zur Umsatzentwicklung neben höheren Gesamtumsätzen der schon bislang einbezogenen Gesellschaften in den Sparten Übergangssysteme Straße und Material Solutions in geringem Umfang auch weitere Effekte aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises bei. Die im Konzernlagebericht des Vorjahres prognostizierte leichte Umsatzerhöhung wurde damit erreicht. Ursächlich für den moderaten Rückgang in der Sparte Schiene waren insbesondere neben der Übergangskonsolidierung der russischen Tochtergesellschaft kundenseitige Auftragsverschiebungen in China. Die von uns erwartete weitere Erholung des chinesischen Marktes für den Bereich Übergangssysteme Schiene konnte anhand der Umsätze erneut nicht nachgewiesen werden, die Umsatzplanung von China für die Folgejahre lässt einen weiteren Rückgang auf dem asiatischen Markt aufgrund des hohen Preisdrucks erwarten. Im Bereich der Übergangssysteme Straße konnten wir gegenüber dem Vorjahr erheblich mehr Umsatz generieren, insbesondere durch einen Umsatzanstieg mit europäischen Kunden. Die Umsätze in der Sparte Material Solutions blieben über alle Produktbereiche der Sparte in etwa auf Vorjahresniveau. Im Bereich der Sparte New Technology konnten wir eine Umsatzsteigerung von 18% erzielen aufgrund der hohen Nachfrage am Markt. Lage der Gesellschaft Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Hübner-Gruppe sind der Umsatz sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern und nach sonstigen Steuern. Im Jahr 2022 ergab sich bedingt durch die im Abschnitt "Geschäftsverlauf" genannten Einflüsse eine Umsatzsteigerung bei der Hübner-Gruppe um ca. 1% gegenüber den im Vorjahr erzielten Erlösen auf ca. 430 Mio. €. Auch im Jahr 2022 sind ca. 72 % des Umsatzes der Hübner-Gruppe auf Auslandsaktivitäten zurückzuführen. Das Ende des Jahres 2021 erstellte Umsatzbudget wurde unterschritten. Mit unterschiedlicher Auswirkung konnten viele Standorte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern. Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen bzw. Waren erhöhten sich trotz der Übergangskonsolidierung der russischen Tochtergesellschaft erheblich auf 30,7 Mio. €. So ergab sich eine Erhöhung der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen an zahlreichen Standorten und damit eine Zunahme der Betriebsleistung in Höhe von insgesamt 6,7 Mio. € (i. V. Verminderung in Höhe von 1,5 Mio. €). Die Erträge aus aktivierten Eigenleistungen gingen dagegen um 346 T€ auf 189 T€ zurück. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten neben den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3,6 Mio. € (i. V. 3,2 Mio. €) einen Ertrag aus dem Verkauf von Grundvermögen am Standort Kassel in Höhe von 2,5 Mio. €. Wie im Vorjahr enthält der Posten mit 8,2 Mio. € (i. V. 8,3 Mio. €) erhebliche Währungsgewinne. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich im Berichtszeitraum deutlich um 4 %-Punkte bezogen auf die Gesamtleistung. Die Steigerung bei den Materialeinsätzen kommt im Wesentlichen durch einen deutlichen Anstieg der Materialeinkaufspreise in allen Bereichen. Die Materialpreissteigerungen konnten nur zum Teil an Kunden weitergegeben werden, weshalb sich der Rohertrag der Hübner-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 Mio. € signifikant verminderte. In 2022 stiegen die Personalaufwendungen um rd. 3 Mio. € auf 150,6 Mio. €. Hier haben sich reduzierte variable Vergütungsbestandteile erheblich auf die Höhe der Personalaufwendungen ausgewirkt. Die Effekte aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises sind in Summe überschaubar. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen haben um 3,4 Mio. € auf 25,8 Mio. zugenommen. Die darin enthaltenen planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf im Rahmen von historischen und erstmaligen Kaufpreisallokationen aktivierte Vermögensgegenstände belaufen sich auf ca. 10 Mio. € (i. V. ca. 8 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 86,8 Mio. € auf 111,2 Mio. € und belasteten damit erheblich das Konzernjahresergebnis. Diese Erhöhung ist bei um 5,3 Mio. geringeren Aufwendungen durch die Übergangskonsolidierung von Hübner Russland zu einem Großteil auf erheblich gestiegene Energiekosten bei den ausländischen europäischen Gesellschaften, auf höhere Garantieaufwendungen, deutlich gestiegene Rechts- und Beratungskosten sowie in überschaubaren Umfang auf höhere Aufwendungen aus weiteren Konsolidierungskreisänderungen zurückzuführen. Belastend wirkten sich auch verschiedene Umstrukturierungsmaßnahmen am Standort Kassel aus. Außerdem enthalten ist eine Wertberichtigung in Höhe von 5,2 Mio. € auf Gewinnausschüttungsansprüche gegen die russische Tochtergesellschaft, welche nach dem Zeitpunkt der Übergangskonsolidierung begründet wurden. Die entsprechenden Erträge in Höhe von 5,9 Mio. € sind unter den Erträgen aus Beteiligungen ausgewiesen. Wie im Vorjahr enthält der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen mit 8,5 Mio. € (i. V. 5,4 Mio. €) erhebliche Währungsverluste. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 25,6 Mio. € enthalten eine Wertberichtigung der aktivierten Anteile an der russischen Tochtergesellschaft auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Das Konzernjahresergebnis ist auch hierdurch erheblich belastet. Insgesamt ergaben sich im Jahr 2022 Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von 33,2 Mio. € und Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von gegenüber 2,5 Mio. € Das Zinsergebnis hat sich insbesondere durch Darlehensaufnahmen um ca. 0,9 Mio. € auf 0,9 Mio. € in etwa halbiert. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und nach sonstigen Steuern hat sich infolge der dargestellten Entwicklungen deutlich um 55,4 Mio. € auf - 29,8 Mio. € reduziert. Im Konzernlagebericht des Vorjahres wurde ein deutlich schlechteres Ergebnis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 bereits prognostiziert. Ergebnisbedingt haben sich die Ertragsteuern vermindert. Insgesamt reduzierten sich die Ertragsteuern um 4,2 Mio. € auf 2,4 Mio. €. Aufgrund der erläuterten Einflussgrößen sank das Konzernjahresergebnis von 25,6 Mio. € auf - 29,8 Mio. €. Durch weitere Umsetzung von Aktivitäten im Bereich Lean Management konnten Effizienzsteigerungen an einigen Standorten umgesetzt werden. Trotz der guten Auslastung und den hohen Kundenforderungen konnte die Liefertreue auf einem sehr hohen Niveau gehalten werden. Die Transparenz am Arbeitsplatz konnte durch tägliche ShopFloorMeetings erhöht werden, damit auftretende Probleme frühzeitig vor allem durch die direkt im Prozess eingebundenen Mitarbeiter erkannt werden und durch Eigeninitiative abgestellt werden können. Die Sparte Material Solutions beschäftigt sich weiterhin mit der Optimierung der Komplexität der Spartengesellschaften, sowie mit der verbesserten Auftragsdurchlauforganisation, um den Kundenwünschen gerechter zu werden. Auch im Jahr 2022 engagierte sich die Hübner-Gruppe wieder im sozialen Umfeld sowie in den Regionen der Hübner Gesellschaften für kulturelle und im geringen Maße auch für sportliche Zwecke. Den Investitionen im Geschäftsjahr 2022 in das immaterielle Anlage- und Sachanlagevermögen in Höhe von 23,6 Mio. € stehen mit 25,8 Mio. € etwas höhere planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen gegenüber. Im Bereich des Anlagevermögens wurden außerhalb der Finanzanlagen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Höhe von 23,4 Mio. € getätigt. Die Investitionen betrafen zu einem Großteil Baumaßnahmen und maschinelle Anlagen vor allem in Indien und Ungarn. Im Bereich der Finanzanlagen wur-den die Übergangskonsolidierung der russischen Tochtergesellschaft sowie die Investition in einen Wertpapier-Spezialfonds (25 Mio. €), welcher der längerfristigen Geldanlage dient, berücksichtigt. Der Bestand an Vorräten stieg gegenüber dem Vorjahr um rd. 17,4 Mio. €, hauptsächlich bedingt durch eine höhere Bevorratung mit Rohstoffen sowie durch Erhöhung der Halbfertig-/Fertigerzeugnisse bzw. Waren. Der Anstieg der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um 9,9 Mio. € ist hauptsächlich den erwarteten Engpässen an Materialverfügbarkeiten sowie den Einkaufspreissteigerungen geschuldet. Nach wie vor musste die schlechte Zahlungsmoral vieler Kunden beobachtet werden. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 4,4 Mio. € ist vor allem durch die Übergangskonsolidierung der russischen Tochtergesellschaft zu erklären. Der hohe Forderungsbestand führt weiterhin zu ständigem Beobachten der Debitoren und Anmahnen der überfälligen Debitoren und einem wöchentlichen Monitoring der Debitorenstände und intensiven Gesprächen mit den Kunden. Weiter wurden auch Maßnahmen wie Inkasso zur Umsetzung der Forderungen in kleinem Maße genutzt. Die Finanzlage hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Konsolidierungskreis- und währungsbedingt verminderte sich der Finanzmittelfonds bereits um 10,7 Mio. €. Der erzielte Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 18,2 Mio. € im Gegensatz zu den Vorjahren erstmals negativ. Hauptsächlich hat sich hier die Erhöhung des Vorratsvermögens um rd. 23,0 Mio. € (bereinigt um den Effekt aus der Übergangskonsolidierung von Hübner Russland) ausgewirkt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von - 43,7 Mio. € beinhaltet den Erwerb von Anteilen an dem Wertpapier-Spezialfonds. In geringem Umfang erfolgten zusätzliche Inanspruchnahmen von Kreditlinien. Die flüssigen Mittel belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf 113,2 Mio. € (i. V. 184,2 Mio. €) und liegen damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 24,2 Mio. € (i. V. 19,1 Mio. €), hauptsächlich durch aufgenommene Investitionsdarlehen der ungarischen und indischen Tochtergesellschaften sowie infolge einer etwas höheren Inanspruchnahme der Betriebsmittellinie auf Ebene der Muttergesellschaft. Alle fälligen Zahlungsverpflichtungen konnten erfüllt werden. Die Eigenkapitalquote der Hübner-Gruppe lag in diesem Jahr bei 76 %, das Eigenkapital beträgt 408,0 Mio. € (i. V. 432,5 Mio. €). Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung verminderte sich von - 15,1 Mio. € auf - 7,4 Mio. €. Diese Abnahme ist hauptsächlich auf die Übergangskonsolidierung der russischen Tochtergesellschaft zurückzuführen. Das Anlagevermögen ist vollumfänglich durch Eigenkapital finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen russischen Tochtergesellschaft in Höhe von 5,1 Mio. €. Steuerzahlungen und Transparenz Derzeit wird viel über eine verstärkte Transparenz und Offenlegung steuerrelevanter Informationen diskutiert und diese können sich zum neuen Standard für Unternehmen entwickeln. Die Forderung nach mehr Transparenz spiegelt sich auch in den Agenden und Aktionsplänen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der G 20, der Europäischen Union und der Vereinten Nationen wider. Für die Hübner-Gruppe ist die Selbstverpflichtung als Steuerzahler schon heute Bestandteil der Unternehmensführung. Die Hübner-Gruppe zahlt bereits heute Steuern in allen Staaten, in denen sie operativ sowie gewinnerzielend tätig ist und verzichtet auf die Nutzung von Steueroasen sowie auf aggressive Steuervermeidung. Dies geht einher mit unserem Verständnis von Compliance und findet sich auch in unserem Code of Conduct wieder. Personal Die Anzahl der Mitarbeiter nebst Auszubildende sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Gesellschaften erhöhte sich zum Jahresende 2022 gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres trotz der Übergangskonsolidierung der russischen Tochtergesellschaft um 46 Personen auf 3.483 Beschäftigte. Am Standort Kassel waren im Dezember 2022 1.249 Personen beschäftigt. Zahlreiche Weiterbildungsaktivitäten für Führungskräfte und Fachpersonal sowie zur Sicherstellung des Arbeitsschutzes wurden angeboten und umgesetzt. Dadurch wird die Belegschaft in Fach-, Führungs- und Arbeitssicherheitsfragen auf dem neuesten Stand gehalten und auf zukünftige Anforderungen vorbereitet. Die frühzeitige Suche nach und Bindung von entwicklungsfähigen Mitarbeitern wird auf Basis eines breit angelegten Programms, das sowohl an Schulen als auch Universitäten adressiert ist, erfolgreich fortgeführt. Darüber hinaus wurde die internationale Talentkonferenz der Hübner Gruppe weitergeführt, um global einzusetzende Nachwuchsführungskräfte zu identifizieren und auszubilden. Ziel ist es weiterhin, die Fluktuationsrate gering zu halten. Die relativ hohe durchschnittliche Betriebszugehörigkeitsdauer in Kassel von mehr als 18 Jahren zeigt, dass die Hübner-Gruppe zum einen über eine sehr erfahrene und qualifizierte Belegschaft verfügt und zum anderen für Mitarbeiter nach wie vor einen attraktiven Arbeitgeber darstellt. Forschung und Entwicklung Der F&E-Bereich konnte sich mit erhöhten Kapazitäten auf eine gezielte Projektarbeit konzentrieren. Verschiedenste Neuerungen sind im Entwicklungsstadium oder konnten den Kunden teilweise angeboten und auch umgesetzt werden. Im Rahmen von Projektarbeiten konnten Lösungen zur Erhöhung der Kapazitäten im öffentlichen Nahverkehr, zur Einsparung von Energie, zur Substitution von Materialien bzw. Verbesserung von Materialeigenschaften ebenso erarbeitet werden, wie Lösungen zur Optimierung der Produktionskosten sowie der bestehenden Produktpalette, die zum Teil in intensiver Zusammenarbeit mehr Nutzen für unsere Kunden bringen. Außerdem wurde eigens ein Bereich aufgesetzt, welcher sich speziell um Digitalisierungsprojekte kümmern soll. Des Weiteren wurde ein Digitalbeirat als ergänzende Maßnahme eingerichtet. Auch im Jahr 2022 wurde die langfristig angelegte Strategie konsequent weiterverfolgt, ein verlässlicher und innovativer Partner für unsere Kunden bei der Verbesserung ihrer Produkte zu sein. Kundenwünsche erfassen und verwirklichen, z. B. hinsichtlich mehr Systeme oder mehr Produkte aus einer Hand anbieten zu können, hat sich Hübner zur Aufgabe gemacht, um auch im härter werdenden Wettbewerb erfolgreich zu bestehen. Dies hat auch bedeutsame Auswirkungen auf den Bereich der Forschung & Entwicklung. Im Jahr 2022 sind 4,1 Mio. € Aufwendungen für Forschung und Entwicklung angefallen. III. Wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Die Ertragslage der Hübner-Gruppe wird weiterhin unter erhöhtem, ständig wachsendem Wettbewerbsdruck stehen. Kostensenkungsprojekte und implementierte kontinuierliche Verbesserungsprozesse müssen dabei helfen, diesen Herausforderungen zu begegnen. Risiken bestehen vor allem in einer Zunahme der Bedeutung asiatischer, aber auch europäischer Wettbewerber. Dies wird Auswirkungen auf die Marktposition und die Verkaufspreise haben. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an die Produktqualität, der Wunsch der Reduzierung der Life Cycle Costs, das Ausschöpfen von Digitalisierungseffekten sowie die immer umfangreicher werdenden Lastenhefte. Dieser Aufgabe müssen wir uns voll konzentriert widmen, um den Kundenwünschen gerecht zu werden. Nach wie vor besteht eine hohe Verunsicherung im Markt, resultierend aus den derzeit existierenden geopolitischen und globalen Krisenherden. Dies erschwert die Abgabe einer zuverlässigen Zukunftsprognose. Künftige Entwicklungen der Hübner-Gruppe können nur unter Berücksichtigung dieser Einflussfaktoren und der damit verbundenen Unsicherheiten angegeben werden. Sollte sich die Kostensituation am Energiemarkt nicht wieder normalisieren, können sich weitere Auswirkungen auf den Absatz der Hübner-Gruppe sowie auf vor- und nachgelagerte Prozesse ergeben, die zum jetzigen Zeitpunkt weder hinsichtlich der Dauer noch in der Belastung abgeschätzt werden können. Die Hübner-Gruppe beobachtet die Situation aufmerksam und ergreift entsprechende Maßnahmen. Risiken können sich auch aus einer kurzfristig rückläufigen Nachfrage in allen Produktbereichen ergeben, die nicht durch Abwicklung von langfristig terminierten und durchfinanzierten Projekten charakterisiert sind. Grundsätzlich können sich aber auch Chancen aus dem kurzfristigen, ungeplanten Bedarf an Hübner Produkten ergeben. Aufgrund unseres sehr breit aufgestellten Geschäftsmodells, das Hübner auch zukünftig sehr konsequent verfolgen wird, sowie durch weiteres konsequentes Optimieren, ist die Hübner-Gruppe auf sich ergebende Veränderungen aus dem Markt und auf sich daraus ergebende notwendige Anpassungen organisatorisch gut vorbereitet. Der weitere Auf- und Ausbau neuer Technologien und die gezielt getätigten Unternehmenszukäufe können helfen, das Produktportfolio zu erweitern und neue Märkte zu erschließen. Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs werden über die Übergangskonsolidierung der russischen Tochtergesellschaft hinaus weitere Einflüsse auf die Umsatzerlöse und Ertragslage der Gesellschaften haben. Nach wie vor hat der Materialeinsatz den größten Einfluss in unserer Wertschöpfungskette. Risiken bestehen vor allem durch zum Teil nicht längerfristig oder aber schwer zu kalkulierende Steige-rungen der Preise auf den Rohstoffmärkten, welche nicht an Kunden weitergegeben werden können, und insbesondere durch den Russland-Ukraine-Krieg auch auf dem Energiesektor. Zugleich nicht zu unterschätzen sind dabei Risiken aus der Versorgung mit Materialien. Aufgrund von Erfahrungen in der Vergangenheit mit Engpässen bei wichtigen Rohstoffen, wird in nahezu allen Produktbereichen immer wieder gezielt nach Substituten gesucht, um Versorgungsengpässe gezielt zu vermeiden oder aber Kostensteigerungen gering zu halten. Trotzdem sehen wir immer häufiger die Notwendigkeit, bei bestimmten Materialien eine Bevorratung vorzunehmen, was zu einer Verschlechterung des Working Capitals führen kann. Hinsichtlich der Anteile an unserer russischen Tochtergesellschaft besteht das Risiko, dass die geplante Veräußerung vom russischen Staat nicht genehmigt werden wird und somit die Notwendigkeit einer weiteren Wertberichtigung der Beteiligung bestehen könnte. Einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit erarbeitet die neue Geschäftsleitung durch das langfristig ausgerichtete Projekt "Gezielte Optimierung der Organisation". Aus den zukünftigen Erfordernissen der Unternehmensgruppe, abgeleitet durch Kundenwünsche, Marktveränderungen und dem eigenen Optimierungsdrang, verfolgen wir das Ziel, auch standortübergreifend schlagkräftiger zu werden und damit Vorteile für die Hübner-Gruppe zu erreichen. Die im Jahr 2021 eingeleiteten strategischen Initiativen in den Bereichen Führung, Vertrieb, Management und Innovation werden weiter vorangetrieben. Wir sehen weiterhin gute Chancen, dass wir auch mit Unterstützung solcher Aktivitäten weiterhin wirtschaftlich erfolgreich am Markt agieren können. Zusätzlich zu den genannten externen Risiken bestehen nach wie vor interne Risiken, insbesondere in der Beschaffung von qualifiziertem Personal, sowohl im technischen Bereich, aber zunehmend auch im kaufmännischen Bereich. Das Gesamtbild der Risikolage zeigt, dass die vorhandenen Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen einzeln oder in Wechselwirkung zueinander keine wesentlichen bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die Hübner-Gruppe haben. Dabei haben sich im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Änderungen in Bezug auf bedeutsame Risiken ergeben. Risikomanagement Die Hübner-Gruppe verfügt über ein Steuerungsinstrumentarium, das im Rahmen eines kontinuierlichen Prozesses alle relevanten Unternehmensaktivitäten systematisch betrachtet. Zur rechtzeitigen Risikoidentifikation stehen unterschiedliche Risikomanagementsysteme im Bereich Einkauf, Controlling und Qualitätswesen zur Verfügung. Der Focus ist hier auf die Bereiche Finanzen, Markt, Technologie, Beschaffung, Prozesse, Personal und Umwelt gelegt. Inhalte sowie geeignete Indikatoren und Verantwortlichkeiten sind festgelegt worden, die durch eine systematische Verfolgung Veränderungen bei definierten Risikofeldern erkennen lassen, damit geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Auf Basis von kurz-/mittel- und langfristigen Planungen von Finanz- und Leistungskennzahlen werden in Form von Soll-Ist-Vergleichen Abweichungen ermittelt. Hierdurch ist sichergestellt, dass frühzeitig Entwicklungen transparent werden und durch Vereinbarung geeigneter Maßnahmen, mit Hilfe der Methodik PDCA (Plan Do Check Act), Fehlentwicklungen entgegengewirkt werden kann. Ausblick Auf die langfristige Entwicklung der Unternehmensgruppe hat zum einen die kreative und zielstrebige Bearbeitung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten Einfluss. Für diesen Bereich sind konkrete Projekte auch über unseren derzeitigen Produktbereich hinaus in der Bearbeitung. Darüber hinaus ist zum anderen geplant, sich durch weitere Alleinstellungsmerkmale vom Wettbewerb abheben zu können und im Sinne des Kunden Lösungen zu entwickeln, um damit die Performance der Hübner-Gruppe weiter zu stärken. Außerdem sollen verstärkte Vertriebsaktivitäten in Ländern, die ihre Infrastruktur in Zukunft deutlich verbessern wollen, zu weiteren langfristig angelegten Geschäftsbeziehungen führen. Aufgrund der ständig wachsenden Weltbevölkerung und eines immer noch in starkem Maße bestehenden Drangs der Konzentration von Menschen in Metropolen besteht weltweit ein hoher Bedarf an Personenmassenbeförderungsmitteln, sowohl an Bus- als auch an Schienenfahrzeugen. Dieser langfristig anzusehende Wachstumsmarkt lässt für die Hübner-Gruppe Steigerungen des Absatzes vor allem in Indien, China, aber auch in Nordamerika erwarten. Auf lange Sicht gesehen zeigen sich Umsatzsteigerungen vor allem bei Projekten für Schienen- und auch für Straßenfahrzeuge. Die Staaten fordern immer häufiger eine nationalisierte Fertigung. All diese internationalen landesspezifischen Entwicklungen werden auch weiterhin Auswirkungen auf die Hübner-Gruppe haben. Außerdem sehen wir gute Wachstumspotentiale im Bereich der Laser-Technologie. Viele Kunden sind weiterhin bestrebt, langfristige Verträge zu vereinbaren mit einer klaren Fixierung der Verkaufspreise und Spielraum bei den Mengen, was bei den heutigen Marktverhältnissen nur bedingt mit einer Preisgleitklausel mit Bezug auf Veränderungen der Einkaufspreise denkbar ist. Die Risiken der Rohstoffpreise, die Verfügbarkeit von Rohstoffen, die Erreichung von Kapazitätsgrenzen bei den Zulieferern, sowie die Risiken der Energiepreise müssen vertraglich Berücksichtigung finden und können nicht einseitig getragen werden. Ziel ist es weiterhin, bei aufmerksamer, intensiver Beobachtung der Märkte, frühzeitig Veränderungen bei der Nachfrage sowie bei der Wettbewerbssituation zu erkennen, um negativen wie positiven Entwicklungen schnell mit Anpassung der Kapazitäten Rechnung tragen zu können. Oberste Priorität hat weiterhin die termingerechte und wirtschaftliche Abarbeitung der Kundenaufträge auf dem gewohnt hohen Qualitätsniveau und einem dem Kundenbedarf entsprechenden Service. Die Mehrjahresplanung dient als eine Orientierung und als Werkzeug zur besseren längerfristig ausgerichteten Entscheidungsfindung, die natürlich Schwankungen unterliegen kann, eben abhängig von den finanziellen Mitteln der Betreiber, aber auch von politischen Einflüssen. Die Volatilität der Märkte macht es darüber hinaus notwendig, einen monatlich rollierenden Forecast zu erstellen. Insgesamt erwarten wir im Jahr 2023 auf Konzernebene moderat höhere Umsatzerlöse als im Jahr 2022. Dadurch bedingt wird auch das Ergebnis vor Ertragsteuern und nach sonstigen Steuern des Jahres 2023 bzw. das Konzernergebnis ohne Ergebnisbeiträge der russischen Gesellschaft positiv und damit deutlich höher ausfallen als im Geschäftsjahr 2022. Trotzdem sind weitere bewusste Kostenerhöhungen geplant, welche das Ergebnis zunächst belasten werden. Weitere wichtige Impulse werden auch zukünftig durch noch intensivere Nutzung der Hübner Lean Organisation zu erreichen sein. Hierbei werden durch Workshops und Festlegung von Standards alle Beschäftigten aktiv in den Verbesserungsprozess einbezogen. Hier wird nun auch verstärkt Augenmerk auf die administrativen Bereiche gelegt, ein spezielles Lean Admin Programm wurde hierzu ins Leben gerufen. Eine intensive, dem Unternehmenszweck dienende, wertorientierte Kommunikation zum gemeinsamen besseren Verständnis sowie die Weiterentwicklung der Unternehmensorganisation und der Belegschaft, ausgerichtet auf die zukünftigen Anforderungen an das Unternehmen im Rahmen der Personalentwicklung, sind als eine langfristig angelegte Investition zu betrachten und wurden vor einigen Jahren konzipiert und gestartet. Verbesserungen in der Ablauforganisation durch weniger Schnittstellen und auch Produktoptimierungen werden genauso umgesetzt wie eine intensive Wertanalyse an ausgewählten Teilen. Ebenso wird der fortschreitenden Internationalisierung durch aufbauorganisatorische Maßnahmen Rechnung getragen. Für das Jahr 2023 sind für die Hübner Gruppe Erweiterungs- und Rationalisierungsinvestitionen sowie Investitionen zur Erhaltung der Substanz in Höhe von ca. 24 Mio. € geplant. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden auf einem leicht höheren Niveau wie 2022 liegen. Wie in den letzten Jahren wird das Ziel verfolgt, Restrukturierungen, Investitionen und Erweiterungen aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Ebenso wird die langfristige Zielsetzung, Absicherung und Unabhängigkeit der Unternehmung verfolgt, indem v. a. eine qualifizierte Weiterentwicklung, verbunden mit einer hohen Identifikation der Mitarbeiter, eine finanzielle Unabhängigkeit durch eine hohe Eigenkapitalquote, eine möglichst krisensichere Geldanlage und ein aufmerksamer Blick auf Chancen und Risiken für die Unternehmensgruppe auf allen wichtigen Sektoren im Fokus stehen.
Kassel, 29. September 2023 Hübner Holding GmbH Geschäftsführung Uwe Bittroff Ingolf Cedra Kai Mentel Claus Schäfer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hübner Holding GmbH, Kassel Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Hübner Holding GmbH, Kassel, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hübner Holding GmbH, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Hinweis zur Nachtragsprüfung Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 29. September 2023 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 30. August 2024 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich zum einen auf die im Konzernanhang getätigten Angaben zum Umfang der Inanspruchnahme von Erleichterungen nach § 264b HGB (Ausweitung auf sämtliche Erleichterungen) und zum anderen auf die Ergänzung der im Konzernanhang genannten Gesellschaften, welche die Erleichterungen nach § 264b HGB in Anspruch nehmen, bezog. Bislang war die Inanspruchnahme auf Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen begrenzt. Im Rahmen der Ergänzung wurde eine weitere Gesellschaft zusätzlich aufgeführt. Auf die Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Konzernanhang in Abschnitt "F. 2. Erleichterungen nach § 264b HGB" wird verwiesen. Stuttgart, 29. September 2023 / Begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannte Änderungen:
Stuttgart, 30. August 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Uwe Fiedler, Wirtschaftsprüfer Michael Rutz, Wirtschaftsprüfer |
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Hübner GmbH & Co. KG GmbH & Co. KG
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH & Co. KG
- Anschrift
- 34123 Kassel
- Handelsregister
- HRA 17282, Kassel
- Branche
- Branche · mit API-Key einsehbar API-Key holen →
Finanzen
Bilanz
2022- Umlaufvermögen 63,3 % 339,44 Mio
- Anlagevermögen 35,9 % 192,58 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,8 % 4,32 Mio
- Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,0 % 0
- Eigenkapital 76,1 % 408,05 Mio
- Verbindlichkeiten 12,0 % 64,56 Mio
- Rückstellungen 11,4 % 61,01 Mio
- Sonderposten aus Investitionszuschüssen 0,3 % 1,85 Mio
- Passive latente Steuern 0,2 % 814,4 k
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 68,9 k
Bilanzdaten für 6 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2022- Umsatzerlöse 33,2 % 430,48 Mio
- Konzern-Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 31,8 % 412,22 Mio
- Konzernbilanzgewinn/Konzernbilanzverlust 29,1 % 376,74 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2,0 % 25,79 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 1,6 % 20,85 Mio
- Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,8 % 10,70 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,5 % 6,74 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 0,5 % 5,92 Mio
- Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0,4 % 5,00 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,2 % 2,19 Mio
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 189,2 k
- Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0 % 3
- Materialaufwand 37,8 % 177,81 Mio
- Personalaufwand 32,0 % 150,63 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 23,6 % 111,19 Mio
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 5,4 % 25,57 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,5 % 2,36 Mio
- Sonstige Steuern 0,3 % 1,48 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,3 % 1,33 Mio
- Ergebnis nach Steuern −28,31 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −29,79 Mio
GuV-Daten für 6 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Hübner Komplementär GmbH DEU Persönlich haftender Gesellschafter
Beteiligungen an
- HF Systems Engineering Verwaltungs GmbH GmbH 100.0 %
- Hübner Beteiligung Verwaltungs GmbH GmbH 100.0 %
Historie
- 2025
-
30.08.
VerschmelzungHübner GmbH & Co. KG
- 2024
-
20.08.
VerschmelzungHübner GmbH & Co. KG
- 2020
-
15.12.
VerschmelzungHübner GmbH & Co. KG
- 2013
-
29.08.
NamensänderungHübner GmbH & Co. KG
-
18.07.
SpaltungHübner GmbH & Co. KG
-
19.06.
Eintritt eines MitgliedsHübner GmbH & Co. KG · Limited Partner
-
19.06.
Eintritt eines MitgliedsHübner GmbH & Co. KG · Fully Liable Partner
-
19.06.
Änderung der VertretungsregelungJeder persönlich haftende Gesellschafter vertritt einzeln.
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2021 Konzernabschluss
- 2022 Konzernabschluss ↓
- 2021 Konzernabschluss
- 2020 Konzernabschluss
- 2019 Konzernabschluss
Konzernabschluss 2022
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
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Tastenkürzel
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