aktiv Rechtsform GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Bowtie Germany Bidco GmbH

GöttingenGöttingen, DEU ·HRB 206297 Göttingen

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Hildebrandstraße 12
37081 Göttingen
Handelsregister
HRB 206297, Göttingen
Eintragungsdatum
14. Januar 2021
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Beteiligungsgesellschaften
Eingetragenes Kapital
25.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Unternehmenszweck
Erwerb, das Halten, die Verwaltung, die Finanzierung und die Veräußerung von Beteiligungen und beteiligungsähnlichen Rechten an anderen inländischen und ausländischen Personen- und Kapitalgesellschaften für eigene Rechnung sowie die Ausübung einer Management-Holding-Funktion und die Erbringung von entgeltlichen Dienstleistungen an Konzerngesellschaften und Dritte.

Finanzen

Umsatz 2024
406,20 Mio. €
Bilanzsumme 2024
534,90 Mio. €
Jahresergebnis 2024
−12,30 Mio. €
3 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2023
Aktivseite 768,20 Mio
  • Anlagevermögen 95,7 % 735,51 Mio
  • Umlaufvermögen 3,4 % 25,84 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,9 % 6,85 Mio
Passivseite 768,20 Mio
  • Eigenkapital 50,7 % 389,60 Mio
  • Verbindlichkeiten 48,2 % 370,22 Mio
  • Passive latente Steuern 0,9 % 6,69 Mio
  • Rückstellungen 0,2 % 1,69 Mio
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Bilanzdaten für 2 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
Erträge 31,04 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 89,4 % 27,75 Mio
  • Umsatzerlöse 10,5 % 3,24 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,2 % 50,6 k
Aufwendungen 32,25 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 77,3 % 24,93 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 9,2 % 2,95 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6,4 % 2,07 Mio
  • Personalaufwand 6,3 % 2,04 Mio
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,8 % 253,4 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 0
  • Ergebnis vor Steuern 866,9 k
  • Ergebnis nach Steuern −1,21 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −1,21 Mio
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GuV-Daten für 2 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Ajeeth Kumar Enjeti seit 2025 Geschäftsführer
  • Eric Carsten Schmidhäuser seit 2022 Geschäftsführer
  • Alan Dodsworth seit 2021 Prokura
  • William Mark Hawkins seit 2023 Prokura
4 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Beteiligungen an

Historie

  1. 2025
  2. 04.12.
    Austritt einer Position
    Peter Arend William Burema · Geschäftsführer
  3. 04.12.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Ajeeth Kumar Enjeti · Geschäftsführer
  4. 06.11.
    Eintritt eines Mitglieds
    Ajeeth Kumar Enjeti · Geschäftsführer
  5. 2023
  6. 14.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    William Mark Hawkins · Einzelprokura
  7. 2022
  8. 15.11.
    Austritt einer Position
    F**** P****** · Geschäftsführer
  9. 15.11.
    Austritt einer Position
    Eric Carsten Schmidhäuser · Gesamtprokura
  10. 15.11.
    Eintritt eines Mitglieds
    Eric Carsten Schmidhäuser · Geschäftsführer
  11. 2021
  12. 15.12.
    Verschmelzung
    Bowtie Germany Bidco GmbH
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

4 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Konzernabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Konzernabschluss Volltext

Bowtie Germany Bidco GmbH

Göttingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bowtie Germany BidCo GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Bowtie Germany BidCo GmbH , Göttingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bowtie Germany BidCo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

―

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315eAbs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

―

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

―

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

―

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

―

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

―

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

―

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

―

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

―

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

―

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständig ges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 31. Mai 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Philipp Canzler, Wirtschaftsprüfer

Martin Hofmann, Wirtschaftsprüfer

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2023

Inhalt

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzernbilanz

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzernanhang

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Anhangangabe 2023 2022
Mio. € Mio. €
Umsatzerlöse 6 375,7 306,5
Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -6,2 0,9
Andere aktivierte Eigenleistungen 7 1,5 1,6
Sonstige betriebliche Erträge 8 24,6 3,5
Gesamtleistung 395,6 312,5
Materialaufwand 9 -154,2 -112,8
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -123,8 -94,8
Aufwendungen für bezogene Leistungen -30,4 -18,0
Personalaufwand 10 -128,3 -110,7
Löhne und Gehälter -103,2 -90,6
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -25,1 -20,1
Abschreibungen 16-18 -34,9 -34,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 -46,1 -40,1
Betriebsergebnis 32,0 14,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14 7,0 8,5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14 -33,4 -14,2
Ergebnis vor Steuern 5,6 8,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag .15 -3,2 2,2
Periodenergebnis 2,4 10,5

Der Periodenergebnis ist vollständig den Eigentümern der Muttergesellschaft zuzurechnen.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember

2023 2022
Anhangangabe Mio. € Mio. €
Konzernergebnis nach Steuern 2,4 10,5
Posten, die in Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden können
Währungsumrechnungsdifferenzen 1,5 -2,2
Cashflow Hedges -1,1 -0,1
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0,4 0,0
Posten, die in Folgeperioden nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten -2,8 10,0
Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0,9 -3,0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -1,0 4,7
Gesamtergebnis nach Steuern 1,4 . 15,2

Das Gesamtergebnis ist vollständig den Eigentümern der Muttergesellschaft zuzurechnen.

KONZERNBILANZ

Aktiva

Anhangangabe 31.12.2023 31.12.2022
Mio. € Mio. €
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 16 148,6 146,7
Sachanlagen 17 168,8 123,5
Nutzungsrechte 18 32,4 27,9
Derivative Finanzinstrumente 3,2 10,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 20 9,1 10,1
362,1 318,6
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 19 48,0 39,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 20 121,3 102,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21 19,3 15,0
188,6 156,8
Aktiva Gesamt 550,7 475,4

Passiva

Langfristige Verbindlichkeiten
Kreditverbindlichkeiten 23 323,8 285,7
Leasingverbindlichkeiten 24 31,6 25,1
Latente Steuerverbindlichkeiten 25 13,9 11,1
Pensionsverpflichtungen 26 15,4 13,2
Sonstige Rückstellungen 0,5 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 22 3,7 2,1
388,9 337,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 22 95,1 74,3
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten 1,6 1,8
Kreditverbindlichkeiten 23 8,0 6,0
Sonstige Rückstellungen 0,6 0,0
Leasingverbindlichkeiten 24 4,2 5,2
109,5 87,3
Verbindlichkeiten Gesamt 498,4 424,5
Eigenkapital 52,3 50,9
Passiva Gesamt 550,7 475,4

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DIE GESCHÄFTSJAHRE 2023 UND 2022

Stammkapital Kapitalrücklage OCI Währungsumrechnung Bilanzgewinn Summe Eigenkapital
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
1. Januar 2023 0,0 46,5 3,7 -2,2 2,9 50,9
Gesamtperiodengew inn 0,0 0,0 -2,6 1,5 2,4 1,4
davon: Veränderungen durch Hedge (inkl. latente Steuern) -0,7 0,0 0,0 -0,7
davon: Veränderungen durch Pensionen (inkl. latente Steuern) -1,9 0,0 0,0 -1,9
31. Dezember 2023 0,0 46,5 1,1 -0,7 5,3 52,3
Stammkapital Kapitalrücklage OCI Währungsumrechnung Bilanzgewinn Summe Eigenkapital
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
1. Januar 2022 0,0 46,5 -3,2 0,1 -7,6 35,8
Gesamtperiodengew inn 0,0 0,0 6,9 -2,3 10,5 15,1
davon: Veränderungen durch Hedge (inkl. latente Steuern) -0,1 -0,1
davon: Veränderungen durch Pensionen (inkl. latente Steuern) 7,0 7,0
31. Dezember 2022 0,0 46,5 3,7 -2,2 2,9 50,9

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DIE GESCHÄFTSJAHRE 2023 UND 2022

Anhangangabe 2023 2022
Mio. € Mio. €
Periodenergebnis 2,4 10,5
Abschreibungen 34,9 34,9
Verlust (Vorjahr: Gewinn) aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen und Immateriellen -0,4 1,3
Finanzaufwendungen - netto 26,4 5,7
Ertragssteueraufwand (-)/Ertrag (+) 15 3,2 -2,2
Nicht zahlungswirksame Pensionsaufwendungen im Periodenergebnis vor Steuern 26 1,0 1,2
Arbeitgeberzuführungen zu Pensions-Rückdeckungsversicherung -0,3 -0,2
Nicht zahlungswirksame PPA IFRS 3 Positionen (Gewinne aus dem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert) 8 -20,9 -
Änderungen Betriebskapital - Erhöhung (-)/ Verringerung (+) der Vorräte 5,1 -7,3
- Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen -3,9 -16,3
- Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 14,3 -1,5
Erhaltene Zinsen 0,0 0,4
Ertragssteuerzahlungen -3,7 -1,9
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 58,1 24,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Erwerb von Unternehmen abzüglich übernommener Zahlungsmittel 5 -40,3 -
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 17 -21,1 -13,9
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 16 -7,8 -6,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit -69,2 -20,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 23 42,0 6,0
Transaktionskosten für Fremdmittel 23 -3,0 -
Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten 18 -6,4 -6,1
Erhaltene Zinsen 6,5 0,0
Gezahlte Zinsen -23,8 -12,6
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 15,3 -12,7
Nettozunahme an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 4,2 -8,8
Wechselkursänderungseffekte 0,1 -0,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 15,0 24,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 19,3 15,0

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

KONZERNANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2023

1. Allgemeine Informationen

Bowtie Germany BidCo GmbH ("das Unternehmen") bietet durch seine Tochtergesellschaften (zusammen "der Konzern") Auftragsherstellungsleistungen (Contract Manufacturing Services - "CMS"), Produktentwicklungsdienste (Product Development Services - "PDS"), die Durchführung klinischer Studien (Clinical Trials Services - "CTS") sowie Logistikdienstleistungen im Bereich Gesundheitswesen (Healthcare Logistics Services - "HLS") für die globale Biotechnologie- und die Pharmabranche an.

Mehrheitsgesellschafter der Konzernobergesellschaft (Bowtie Germany TopCo GmbH, Göttingen, Deutschland) Ist ein Private-Equity-Fonds, betreut von CapVest Partners LLP (CapVest Fonds IV).

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Das Unternehmen ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, gegründet in und mit Firmensitz in 37081 Göttingen, Hildebrandstr. 12, und eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Göttingen unter HRB 206297.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Millionen Euro (Mio.€) angegeben. Durch die Erstellung des Konzernabschlusses in Mio.€ kann es bei der Addition zu Rundungsdifferenzen kommen, da die Berechnung der zugrundeliegenden Einzelpositionen auf Zahlen in Euro basiert.

Der Konzernabschluss besteht aus den Bestandteilen Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung sowie erläuternden Angaben. Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit wurden einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten sind in den erläuternden Angaben gesondert ausgewiesen und erläutert.

2. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze, welche bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses angewendet wurden, sind nachfolgend dargelegt. Diese Grundsätze wurden stetig angewandt, sofern nicht anderweitig angegeben.

2.1 Grundlagen der Erstellung

Der Konzernabschluss der Bowtie Germany BidCo GmbH wurde gemäß der IFRS (International Financial Reporting Standards) und den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie diese durch die Europäische Union übernommen wurden.

Die Erstellung von Abschlüssen gemäß IFRS erfordert die Verwendung bestimmter wichtiger rechnungslegungsrelevanter Schätzungen. Dazu ist ebenfalls erforderlich, dass das Management sein Ermessen bei der Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns und des Unternehmens ausübt. Die Bereiche, bei denen ein höheres Maß an Urteilsvermögen notwendig ist oder die komplexer sind, oder Bereiche, wo Annahmen oder Schätzungen für die Abschlüsse wichtig sind, sind in Abschnitt 5 ausgewiesen.

In Bezug auf im Konzernabschluss enthaltene Finanzangaben bedeutet ein Strich ("-"), dass die betreffende Position nicht anwendbar ist, und eine Null ("0"), dass der jeweilige Wert auf Null gerundet wurde.

2.2 Konsolidierungsgrundlagen

Der Konzernabschluss enthält die Jahresabschlüsse des Unternehmens und all seiner Tochtergesellschaften.

Tochtergesellschaften sind die juristischen Personen, über welche der Konzern die Kontrolle ausübt. Der Konzern kontrolliert eine juristische Person, wenn der Konzern variablen Erträgen aus seiner Beteiligung an der juristischen Person ausgesetzt ist, oder Rechte an diesen variablen Erträgen hält, und die Fähigkeit besitzt, diese Erträge mittels seiner Macht über die juristische Person zu beeinflussen. Tochtergesellschaften werden ab dem Datum vollkonsolidiert, an welchem die Kontrolle dem Konzern übertragen wird. Die Konsolidierung entfällt ab dem Datum, an dem die Kontrolle endet.

Der Konzern wendet die Erwerbsmethode an, um Unternehmenszusammenschlüsse zu berücksichtigen. Die für den Erwerb einer Tochtergesellschaft transferierte Gegenleistung ist der Zeitwert der transferierten Vermögenswerte, der durch den früheren Eigentümer des übernommenen Unternehmens eingegangenen Verbindlichkeiten und der vom Konzern ausgegebenen Beteiligungen. Bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene, identifizierbare Vermögenswerte, übernommene Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten werden zunächst zu ihrem Zeitwert am Erwerbsdatum bemessen.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Gleiches gilt für Haftungsverhältnisse und sonstigen finanzielle Verpflichtungen. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden, soweit nicht durch Zwischenverluste Wertminderungen in Vermögenswerten aufgedeckt wurden, eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorfällen berücksichtigt.

2.3 Neu anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die Bowtie Germany BidCo GmbH hat für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 sämtliche IFRS und Interpretationen des IFRIC angewendet, die von der EU übernommen wurden und die für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2023 verpflichtend anzuwenden sind:

• IFRS 17 Versicherungsverträge (einschließlich der Änderungen vom Juni 2020 und Dezember 2021)

Der neue Standard legt die Grundsätze für den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung und den Ausweis von Versicherungsverträgen fest und ersetzt IFRS 4 Versicherungsverträge. IFRS 17 beschreibt ein allgemeines Modell, das für Versicherungsverträge mit direkter Überschussbeteiligung modifiziert wird (sog. "variable fee approach"). Bei Erfüllung bestimmter Kriterien wird das allgemeine Modell vereinfacht, indem die Verbindlichkeit für den verbleibenden Versicherungsschutz nach dem sog. Premium Allocation Approach bewertet wird. Das allgemeine Modell verwendet aktuelle Annahmen, um die Höhe, den Zeitpunkt und die Unsicherheit künftiger Cashflows zu schätzen, und nimmt eine explizite Bewertung der Kosten dieser Unsicherheit vor. Dabei berücksichtigt es Marktzinssätze und die Auswirkungen von Optionen und Garantien der Versicherungsnehmer.

Die erstmalige Anwendung des Standards hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da keine entsprechenden Versicherungsverträge gehalten werden.

• Änderungen an IAS 1 und am IFRS-Leitliniendokument 2 Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Durch die Änderungen werden die Anforderungen in IAS 1 in Bezug auf die Offenlegung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geändert. Die Änderungen ersetzen alle Stellen, an denen der Begriff "maßgebliche (significant) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" verwendet wurde, durch "wesentliche (material) Informationen über die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". Informationen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind wesentlich, wenn sie zusammen mit anderen, im Abschluss eines Unternehmens enthaltenen Informationen nach vernünftigem Ermessen Entscheidungen beeinflussen können, die die primären Adressaten von IFRS-Abschlüssen auf der Grundlage dieser Abschlüsse treffen. Weiterhin wird klargestellt, dass Informationen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in Bezug auf unwesentliche Geschäftsvorfälle, andere Ereignisse oder Bedingungen unwesentlich und damit nicht angabepflichtig sind. Informationen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden können aufgrund der Art der damit verbundenen Geschäftsvorfälle, anderer Ereignisse oder Bedingungen wesentlich sein, selbst wenn die Beträge unwesentlich sind. Allerdings sind nicht alle Informationen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die sich auf wesentliche Geschäftsvorfälle, sonstige Ereignisse oder Bedingungen beziehen, selbst wesentlich.

Der IASB hat außerdem Leitlinien und Beispiele entwickelt, um die Anwendung des vierstufigen Prozessmodells, das im IFRS-Leitliniendokument 2 enthalten ist, zu erläutern. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

• Änderungen an IAS 12 Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen

Die Änderungen schränken den Anwendungsbereich der Ausnahmeregelung zum erstmaligen Ansatz von latenten Steuern ("initial recognition exemption") weiter ein. Danach wendet ein Unternehmen die Ausnahmeregelung nicht auf Geschäftsvorfälle an, die gleichzeitig zu steuerpflichtigen und abzugsfähigen temporären Differenzen in gleicher Höhe führen.

Je nach geltendem Steuerrecht können gleiche zu versteuernde und abzugsfähige temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts und einer Schuld in einer Transaktion entstehen, die kein Unternehmenszusammenschluss ist und weder das bilanzielle noch das zu versteuernde Ergebnis berührt. Dies kann beispielsweise bei der Erfassung einer Leasingverbindlichkeit und des korrespondierenden Nutzungsrechts bei Anwendung von IFRS 16 Leasingverhältnisse zu Beginn des Leasingverhältnisses der Fall sein.

Nach den Änderungen ist ein Unternehmen nunmehr verpflichtet, die entsprechenden latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten zu bilanzieren, wobei der Ansatz eines latenten Steueranspruchs den Werthaltigkeitskriterien in IAS 12 Ertragsteuern unterliegt.

Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

- Änderungen an IAS 12 Internationale Steuerreform - Säule-2-Modellregeln

Mit den Änderungen wird eine vorübergehende Ausnahme von der Bilanzierung latenter Steuern in den IAS 12 eingeführt, so dass der Ansatz von latenten Steuern aufgrund der Ausgestaltung von Ergänzungssteuern im Rahmen des Säule-2-Mindestbesteuerungsregimes vom Anwendungsbereich des Standards ausgenommen ist. Daneben sind zusätzliche Anhangangaben erforderlich, die vom Stand der Umsetzung der Mindestbesteuerungsvorschriften in das jeweilige nationale Steuerecht abhängig sind.

Der Konzern erfüllt nicht die Kriterien zur Anwendung, so dass keine Anpassungen vorgenommen wurden

• Änderungen an IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen

Bislang war in IAS 8 nur eine Definition einer Änderung von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen enthalten, nicht aber eine Definition einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung selbst. Nach der neuen Definition handelt es sich bei rechnungslegungsbezogenen Schätzungen um monetäre Beträge im Abschluss, die mit Bewertungsunsicherheiten behaftet sind.

Die bisherige Definition einer Änderung von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen wurde gestrichen. Der IASB hat jedoch das Konzept der Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen im Standard mit den folgenden Klarstellungen beibehalten:

•

Eine Änderung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung, die sich aus neuen Informationen oder neuen Entwicklungen ergibt, ist keine Fehlerkorrektur.

•

Die Auswirkungen auf eine rechnungslegungsbezogene Schätzung aufgrund einer Änderung eines Inputs oder eines Bewertungsverfahrens stellen eine Änderung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung dar, soweit sie nicht aus der Korrektur von Fehlern aus früheren Perioden resultieren.

Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss

Neue Standards, die noch nicht angewendet werden

• Änderungen an IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig und Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen

Die Änderungen an IAS 1 betreffen nur den Ausweis von Schulden als kurz- oder langfristig in der Bilanz und nicht die Höhe oder den Zeitpunkt der Erfassung von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten, Erträgen oder Aufwendungen oder die Informationen, die über diese Posten anzugeben sind.

Die im Januar 2020 veröffentlichten Änderungen stellen klar, dass für die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig ausschließlich auf bestehende substanzielle Rechte am Abschlussstichtag, die Erfüllung um mindestens zwölf Monate aufschieben zu können, abzustellen ist. Die Klassifizierung erfolgt unabhängig von der Wahrscheinlichkeit, ob ein Unternehmen von seinem Recht auf Aufschiebung der Erfüllung Gebrauch machen wird oder nicht. Ist dieses Recht an die Einhaltung bestimmter Bedingungen geknüpft, ist von dem Bestehen eines solchen Rechts nur auszugehen, wenn diese Bedingungen am Abschlussstichtag auch tatsächlich eingehalten wurden. Gegenstand der Änderungen ist darüber hinaus die Einfügung einer Erläuterung des Kriteriums "Erfüllung". "Erfüllung" bezieht sich danach auf die Übertragung von Bargeld, Eigenkapitalinstrumenten sowie anderen Vermögenswerten oder Dienstleistungen an die Gegenpartei.

Im Oktober 2022 wurden weitere Änderungen an IAS 1 veröffentlicht. Durch diese Änderungen wird klargestellt, dass hinsichtlich der Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig nur solche Nebenbedingungen diese Klassifizierung beeinflussen, die ein Unternehmen am oder vor dem Abschlussstichtag erfüllen muss. Allerdings muss ein Unternehmen im Anhang Informationen offenlegen, die es den Abschlussadressaten ermöglichen, das Risiko zu verstehen, dass langfristige Schulden mit Nebenbedingungen innerhalb von zwölf Monaten rückzahlbar werden könnten.

Die Änderungen sind erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen (retrospektive Anwendung). Die Geschäftsführung geht nicht davon aus, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden.

• Änderungen an IFRS 16 Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-Leaseback- Transaktion

Die Änderungen beinhalten Vorgaben für die Folgebewertung bei Leasingverhältnissen im Rahmen eines Sale-and-Leaseback (SLB) für Verkäufer- Leasingnehmer. Demnach sind bei der Folgebewertung von Leasingverbindlichkeiten im Rahmen eines SLB die zu Laufzeitbeginn erwarteten Zahlungen so zu bestimmen, dass eine Gewinnrealisierung in Bezug auf das zurückbehaltene Nutzungsrecht ausgeschlossen ist. In jeder Periode wird die Leasingverbindlichkeit um die jeweils zugrunde gelegten erwarteten Zahlungen reduziert und die Differenz zu den tatsächlichen Zahlungen erfolgswirksam erfasst.

Die Änderungen sind erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Die Geschäftsführung geht nicht davon aus, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden, da die Gesellschaft in der Regel keine Saleand-Leaseback-Vereinbarungen mit variablen Leasingzahlungen abschließt.

Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen (Supplier Finance Arrangements)

Die Änderungen ergänzen IAS 7 Kapitalflussrechnungen um ein weiteres Angabeziel, zu dessen Erreichung ein Unternehmen Informationen über seine Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen (so. Supplier Finance Arrangements) anzugeben hat, die es den Abschlussadressaten ermöglichen, die Auswirkungen dieser Vereinbarungen auf die Verbindlichkeiten und Cashflows des Unternehmens zu beurteilen. Darüber hinaus wurde IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben geändert, um Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten als Beispiel in die Anforderungen zur Angabe von Informationen hinsichtlich des Liquiditätsrisikos eines Unternehmens aufzunehmen.

Der Begriff "Supplier Finance Arrangements" wird nicht definiert. Stattdessen werden die Merkmale beschrieben, durch die solche Vereinbarungen gekennzeichnet sind.

Um das Angabeziel zu erfüllen, hat ein Unternehmen die folgenden Angaben aggregiert für seine Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen offenzulegen:

•

die Bedingungen der Vereinbarungen

•

für Verbindlichkeiten, die Teil einer solchen Vereinbarung sind, deren Buchwert und den Bilanzposten, in dem diese ausgewiesen werden

•

den Buchwert und Bilanzposten der Verbindlichkeiten, für die die Lieferanten bereits Zahlungen vom Finanzdienstleister erhalten haben

•

die Bandbreite der Fälligkeitstermine sowohl für finanzielle Verbindlichkeiten, die Teil dieser Vereinbarungen sind, als auch für vergleichbare Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die nicht Teil solcher Vereinbarungen sind

•

Informationen zum Liquiditätsrisiko

Die Änderungen, die spezifische Übergangserleichterungen für die erstmalige Anwendung enthalten, sind erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.Januar 2024 beginnen.

Der Konzern überprüft derzeit mögliche Auswirkungen.

Sonstige Standards

Die nachstehenden geänderten Standards und Interpretationen haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss:

•

Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture

•

Änderungen an IAS 21 Fehlende Umtauschbarkeit einer Währung

2.4 Fremdwährungen

Die funktionale Währung und die Berichtswährung des Mutterunternehmens ist der Euro. Die Umrechnung aller in einer von der Berichtswährung abweichenden Währung erstellten Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung gem. IAS 21 "The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates". Da alle Tochterunternehmen als finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbständige Teileinheiten zu betrachten sind, ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung.

Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge nach IAS 21.40 zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, wurden erfolgsneutral behandelt. Die Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Kursen sind ebenfalls erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet worden. Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Monetäre Posten in fremder Währung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Die hieraus resultierenden Kursgewinne und -verluste werden ergebniswirksam erfasst. In fremder Währung erworbene, nicht monetäre Positionen sind mit den historischen Werten angesetzt worden.

Folgende Wechselkurse basieren auf den Wechselkursen der Europäischen Zentralbank EZB und wurden für die Währungsumrechnung verwendet:

Stichtagskurs (1 EUR =) Durchschnittskurs (1 EUR =)
31.12.2023 31.12.2022 2023 2022
Britische Pfund GBP 0,86905 0,88693 0,86979 0,85276
US-Dollars USD 1,105 1,0666 1,0813 1,053
Norwegische Kronen NOK 11,2405 - 11,4248
Schweizer Franken CHF 0,9260 0,9847 0,9718 1,0047

Für die erstmalige Einbeziehung der norwegischen Tochtergesellschaft Asker Contract Manufacturing A.S. zum 31.03.2023 wurde ein Wechselkurs von 1 EUR = 11,3940 NOK zugrunde gelegt.

2.5 Unternehmensfortführung

Der Konzernabschluss wurde auf Basis der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt. Am 31. Dezember 2023 hatte NextPharma ein Netto-Umlaufvermögen von 79,1 Mio. € (2022: 69,5 Mio. €), welches sich aus dem kurzfristigen Vermögen abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten errechnet und ein Gesamtnettovermögen von 52,3 Mio. € (2022: 50,9 Mio. €). Die Geschäftsführung hat die zukünftige Finanzierungs- und Liquiditätslage des Konzerns und des Unternehmens - einschließlich potenzieller negativer Effekte des Krieges in der Ukraine - berücksichtigt sowie Kapitalflüsse und Zahlungsmittelpositionen beurteilt. In Verbindung mit den noch nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien von 52,9 Mio. € ist die Geschäftsführung zu dem Ergebnis gekommen, dass der Konzern und die Gesellschaft über ausreichende Mittel verfügen, um fällige Verbindlichkeiten für mindestens 12 Monate nach dem Aufstellungszeitpunkt dieses Abschlusses zu bedienen, sowie die damit verbundenen Kreditbedingungen erfüllen zu können. Die Prüfung der Einhaltung der Kreditbedingungen erfolgt quartalsweise anhand von Managementinformationen und jährlich anhand der geprüften Abschlüsse. Wir haben detaillierte Prognosen und Budgets für einen ausreichenden künftigen Zeitraum bis zwölf Monaten sowie Mehrjahresplanungen erstellt, um die Erfüllung dieser Kreditbedingungen zu beurteilen.

2.6 Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet.

Die Realisation der Umsatzerlöse erfolgt in Abhängigkeit der Kundenverträge. Ein wesentlicher Teil der Verträge von NextPharma mit Kunden bezieht sich auf die Herstellung von Arzneimitteln ohne Zusatzleistungen, bei denen bei Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen Umsatzerlöse erzielt werden. Ein wesentlicher Teil der Verträge beinhaltet eine kundenspezifische Fertigung und ein vollstreckbares Recht auf Zahlung während der Vertragslaufzeit. Bei diesen Verträgen erfolgt die Umsatzrealisierung zeitraumbezogen auf Basis der produzierten Arzneimittel des Vertrages im Verhältnis zur vertraglichen Menge. Die entsprechenden Aufwendungen werden ebenfalls erfolgswirksam in der Periode erfasst.

Zu einem geringeren Anteil werden Umsatzerlöse auch zum Zeitpunkt des Versands erfasst, wenn Risiko und Eigentum auf den Kunden übergegangen sind und NextPharma ihre Leistungsverpflichtungen erfüllt hat. Der Versand erfolgt nach Qualitätssicherungsanalyse und Freigabe des Produkts, was zur Freigabe aus dem Lager führt. Nach Versand bestehen keine nicht erfüllten Verpflichtungen von NextPharma in Bezug auf den Fertigungsvertrag.

In bestimmten Verträgen sind die Rechnungsstellung vor Versand oder Leistungserbringung vorgesehen. Diese Abrechnungen werden als Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen, bis die Voraussetzungen zur Umsatzerlösrealisation erfüllt sind. Mehrwertsteuer und andere Umsatzsteuern werden nicht im Umsatz ausgewiesen.

NextPharma hat auch Verträge für Entwicklungsdienstleistungen, Labordienstleistungen, Dienstleistungen für klinische Prüfungen und Lager-/Lieferlogistikdienste. Der Verkauf von Dienstleistungen wird in dem Zeitraum erfasst, in dem die Dienstleistungen erbracht werden, sofern die erbrachten Leistungen (in der Regel auf Stundenbasis) juristisch durchsetzbar abgerechnet werden können (zeitraumbezogene Umsatzrealisierung).

Die Verträge mit Kunden enthalten keine wesentlichen Finanzierungselemente. Verkäufe werden zu marktüblichen Konditionen getätigt. Die festgelegten Zahlungskonditionen liegen im Normalfall bei 30 bzw. 45 Tagen.

In der Anhangangabe 6 ist eine Darstellung der Erlöse aus Kundenverträgen enthalten.

2.7 Aktivierte Eigenleistungen

Aktivierte Eigenleistungen betreffen Personalkosten, die im Zusammenhang mit spezifischen Investitionsprojekten für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte angefallen sind, und welche die Kriterien für eine Aktivierung erfüllen.

2.8 Sachanlagen

Sachanlagen sind mit dem Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibung erfasst.

Die Anschaffungskosten enthalten Aufwendungen, welche direkt dem Erwerb der Vermögenswerte zuzurechnen sind. Folgekosten sind im Buchwert des Vermögenswertes enthalten oder, je nach Eignung, nur dann als separater Vermögenswert realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen in Zusammenhang mit dem Posten dem Konzern zufließen wird und die Kosten des Postens verlässlich bemessen werden können. Der Buchwert des ersetzten Teils wird ausgebucht. Alle sonstigen Reparatur- und Wartungskosten werden in der Erfolgsrechnung in der Berichtsperiode, in welcher sie angefallen sind, belastet.

Grund und Boden wird nicht abgeschrieben. Die Abschreibung für andere Vermögenswerte wird linear durchgeführt, um deren Kosten oder neu bewerteten Restwerte über ihre geschätzte Nutzungsdauer hinaus, unter Anwendung des Komponenten-Ansatzes, sofern anwendbar, wie folgt zu berechnen:

Gebäude 25-50 Jahre
Sachanlagen, Maschinen und Mietereinbauten 12-15 Jahre
Büro- und Geschäftsausstattung 5-8 Jahre

Die Restwerte und Nutzungsdauern der Vermögenswerte werden am Ende jeder Berichtsperiode geprüft und gegebenenfalls angepasst. Der Buchwert eines Vermögenswertes wird sofort auf dessen erzielbaren Betrag abgeschrieben, falls der Buchwert des Vermögenswertes höher ist als dessen geschätzter erzielbarer Betrag.

Veräußerungsgewinne und -verluste werden durch Vergleich des Nettoveräußerungserlöses mit dem Buchwert des Vermögenswerts bestimmt und gehen in die Erfolgsrechnung ein.

In bestimmten Fällen leisten die Kunden von NextPharma einen Finanzierungsbeitrag für den Erwerb von Sachanlagevermögen. In diesen Fällen wird der Beitrag in der Bilanz abgegrenzt und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts als Umsatzerlös in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Beginn der Erlösrealisierung ist der Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert von NextPharma genutzt wird.

2.9 Leasingverhältnisse

Der Konzern mietet verschiedene Büro- und Lagergebäude sowie Anlagen und Fahrzeuge. Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von 3 Monaten bis 14 Jahren abgeschlossen, können jedoch, wie unten beschrieben, Verlängerungsoptionen aufweisen.

Der Konzern macht bei Leasingverhältnissen, für die der Konzern Leasingnehmer ist, von dem Wahlrecht Gebrauch, keine Aufteilung zwischen Leasing- und Nichtleasingkomponenten vorzunehmen, sondern den Vertrag im Ganzen als Leasingvertrag zu bilanzieren.

Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und entsprechende Leasingverbindlichkeit bilanziert.

Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen werden bei Erstansatz zum Barwert erfasst und beinhalten feste Leasingzahlungen.

In der Bewertung der Leasingverbindlichkeit sind darüber hinaus Leasingzahlungen aufgrund einer hinreichend sicheren Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt.

Leasingzahlungen werden mit dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz abgezinst. Sofern dieser Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmbar ist, erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers, d. h. dem Zinssatz, den der jeweilige Leasingnehmer zahlen müsste, wenn er Mittel aufnehmen müsste, um in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld einen Vermögenswert mit einem vergleichbaren Wert für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit unter vergleichbaren Bedingungen zu erwerben. Leasingraten werden in Tilgungs- und Zinszahlungen aufgeteilt. Der Zinsanteil wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, so dass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt. Der Zinssatz wird zum Bilanzstichtag auf seine Angemessenheit überprüft.

Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:

―

der Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit

―

sämtliche bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen und

―

alle anfänglichen direkten Kosten

Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des zugrundeliegenden Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht des Konzerns hinreichend sicher ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswerts.

Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse von Gebäuden, technischen Anlagen und Maschinen sowie Fahrzeugen und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, werden linear als Aufwand im Gewinn oder Verlust erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten. Vermögenswerte mit geringem Wert beinhalten IT-Ausstattung und kleinere Gegenstände der Büroausstattung.

2.10 Geschäfts- oder Firmenwert

Der positive Geschäfts- oder Firmenwert, der sich aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften ergibt, stellt den Überschuss der transferierten Gegenleistung über dem Zeitwert der erworbenen, identifizierbaren Netto-Vermögenswerte dar und unterliegt keiner regulären Abschreibung, sondern wird jährlich auf Wertminderung geprüft.

Zum Zwecke der Prüfung der Wertminderung wird der Geschäfts- oder Firmenwert, der sich aus Unternehmenszusammenschlüssen ergibt, maßgeblichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (cash generating units - CGUs) oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Jede CGU oder Gruppe von CGUs, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb der Gruppe dar, für welche der Geschäfts- oder Firmenwert durch das Management überwacht wird.

Prüfungen der Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes werden jährlich oder häufiger durchgeführt, falls Ereignisse oder Veränderungen von Umständen auf eine potenzielle Wertminderung hindeuten. Der Buchwert der CGU, welche den Geschäfts- oder Firmenwert enthält, wird mit dem erzielbaren Betrag verglichen, welcher der höhere Betrag aus Nutzungswert und Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, ist. Jegliche Wertminderung wird sofort als Aufwand realisiert und ist in der Folge nicht umkehrbar.

Ein negativer Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenszusammenschlüssen, der sich aus einem höheren Zeitwert der erworbenen identifizierbaren Netto-Vermögenswerte im Vergleich zu der transferierten Gegenleistung ergibt, wird nach erneuter Beurteilung durch den Konzern gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

2.11 Immaterielle Vermögenswerte, außer Geschäfts- oder Firmenwert

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibung und abzüglich jeglicher Wertminderungsverluste angesetzt. Bei immateriellen Vermögenswerten wird generell ab Inbetriebnahme des Vermögenswertes eine lineare Abschreibung angewendet.

Im Konzern betragen die Nutzungsdauern für erworbene immaterielle Vermögenswerte in der Regel:

Kundenbeziehungen 4-20 Jahre
Erworbene Computer-Software 5 Jahre

Die bilanzierten Kundenverträge werden als immaterielle Vermögenswerte für Kundenbeziehungen ausgewiesen und anhand der erwarteten Umsätze - basierend auf historischen Umsätzen bzw. erwarteter Entwicklung - bewertet sowie (s.o.) über die erwartete Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Soweit angemessen erfolgt die Abschreibung linear oder gestaffelt entsprechend der Zeitwertermittlung und wird regelmäßig überprüft.

Eine Prüfung auf Wertminderung wird für immaterielle Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, durchgeführt, falls es einen Hinweis auf Wertminderung gibt.

Erworbene Computer-Software, bei der Software separat von der Hardware erworben wird, wird auf Basis angefallener Erwerbs- und Inbetriebsetzungskosten für die spezifische Software kapitalisiert. Diese Kosten werden über ihre geschätzte Nutzungsdauer von in der Regel 5 Jahren linear abgeschrieben.

2.12 Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte

Vermögenswerte, die der Abschreibung unterliegen, werden immer dann auf Wertminderung geprüft, wenn Ereignisse oder Veränderungen der Umstände darauf hinweisen, dass der Buchwert nicht erzielbar sein könnte. Ein Wertminderungsverlust wird für den Betrag realisiert, um welchen der Buchwert des Vermögenswertes den dafür erzielbaren Betrag überschreitet.

Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert.

Zum Zwecke der Bewertung von Wertminderungen werden Vermögenswerte auf den niedrigsten Stufen gruppiert, für welche es weitgehend unabhängige Mittelzuflüsse aus Mittelzuflüssen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) gibt. Vorherige Wertminderungen nicht finanzieller Vermögenswerte (ausgenommen dem Geschäfts- oder Firmenwert) werden zu jedem Bilanzstichtag auf mögliche Umkehrung geprüft.

2.13 Finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern klassifiziert seine finanziellen Vermögenswerte als (i) finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten und (ii) derivative Finanzinstrumente. Die Klassifizierung hängt von den Eigenschaften der vertraglichen Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und vom Geschäftsmodell des Konzerns bzw. dem Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden, und wird vom Management bei der erstmaligen Erfassung der Vermögenswerte festgelegt.

Der Konzern klassifiziert seine finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten nur, wenn beide der folgenden Kriterien erfüllt sind:

―

Der Vermögenswert wird zum Zweck, die vertraglich vereinbarten Zahlungen zu erzielen, gehalten; und

―

Die vertraglichen Vereinbarungen führen zu Zahlungen, die ausschließlich Zinsen und Tilgung beinhalten.

Darlehen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden. Sie werden als kurzfristige Vermögenswerte bilanziert, mit Ausnahme der Fälligkeiten von mehr als 12 Monaten nach dem Ende der Berichtsperiode. Diese sind als langfristige Vermögenswerte klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Darlehen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Beträge, die von Kunden für im normalen Geschäftsgang verkaufte Waren oder erbrachte Leistungen geschuldet werden. Sie sind fällig innerhalb der Zahlungsfristen des Konzerns (typischerweise zwischen 14 und 60 Tagen) und sind so als kurzfristig klassifiziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden anfänglich mit dem Betrag der vorbehaltlosen Gegenleistung angesetzt. Der Konzern hält die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit dem Ziel, die vertraglichen Zahlungen zu erhalten und bewertet sie nach Ansatz einer Wertberichtigung für erwartete Verluste zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzern-Kapitalflussrechnung umfassen Bargeld, kurzfristig verfügbare Bankeinlagen und Kontokorrentkredite. In der Konzernbilanz werden Kontokorrentkredite als finanzielle Verbindlichkeiten innerhalb der Darlehen in den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Langfristige finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehen sich auf Rechte aus Rückversicherungspolicen im Zusammenhang mit künftigen Leistungen, die im Wesentlichen im Rahmen des Waltrop Pensionsschemas zu zahlen sind.

Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Zinssatz-Caps, die zu wirtschaftlichen Sicherungszwecken eingesetzt werden. Derivative Finanzinstrumente werden anfänglich und in der Folge - soweit kein Hedge Accounting angewendet wird - zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Gewinne oder Verluste bei Bewertungsänderung werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Zeitraum bis zum 31. Dezember 2023 entstand ein Aufwand in Höhe von 7,2 Mio. € (31. Dezember 2022: Ertrag 8,3 Mio. €), der im Finanzergebnis erfasst wurde. Im vorliegenden Konzernabschluss wurde in Einzelfällen Hedge Accounting gemäß IFRS 9 angewendet. Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Cashflow Hedges designiert worden sind, inklusive darauf entfallender latenter Steuern werden bis zum Realisationszeitpunkt des gesicherten Grundgeschäfts erfolgsneutral ins Eigenkapital eingestellt, soweit die Effektivität nachgewiesen werden kann. Der ineffektive Teil der Sicherungsbeziehung wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam berücksichtigt. Die Laufzeiten der Sicherungsbeziehungen werden grundsätzlich mit dem Eintritt der Transaktionen koordiniert.

Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte klassifiziert, wenn ihr beizulegenden Zeitwert positiv oder als Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegenden Zeitwert negativ ist. Derivative Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die aus unterschiedlichen Transaktionen entstehen, werden nur saldiert, wenn die Transaktionen mit derselben Gegenpartei stattfinden, ein gesetzliches Recht zur Aufrechnung besteht und die Parteien beabsichtigen, die Kapitalflüsse auf einer Nettobasis zu regeln.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn das Recht auf Erhalt von Kapitalflüssen aus den Vermögenswerten abgelaufen ist oder übertragen wurde und der Konzern im Wesentlichen alle Eigentumsrisiken und -vorteile übertragen hat.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden aufgerechnet und der Nettobetrag wird in der Bilanz ausgewiesen, wenn ein gesetzlich durchsetzbares Recht zur Aufrechnung der Beträge besteht und die Absicht besteht, sich auf eine Nettobasis zu einigen oder den Vermögenswert zu realisieren und simultan die Verbindlichkeit zu begleichen. Das gesetzlich durchsetzbare Recht darf nicht von zukünftigen Ereignissen abhängig sein und muss im normalen Geschäftsverlauf und im Verzugsfall, bei Insolvenz oder Bankrott des Konzerns oder der Gegenpartei, durchsetzbar sein.

Sämtliche finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten werden in Euro denominiert, so dass kein Währungsrisiko besteht.

2.14 Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unterliegen dem erwarteten Kreditrisikomodell. Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz von IFRS 9 für die Bewertung erwarteter Kreditverluste an, wobei für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Wertberichtigung über die während der Laufzeit zu erwartenden Verluste verwendet wird. Um die erwarteten Kreditverluste zu ermitteln, werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anhand des Merkmals der überfälligen Tage bewertet.

Die erwarteten Verlustraten basieren auf den Zahlungsprofilen der Kunden und den entsprechenden historischen Kreditverlusten, die in diesen Zeiträumen aufgetreten sind. Die historischen Verlustraten sind an aktuelle und Entwicklung von makroökonomischen Faktoren, die die Fähigkeit der Kunden zur Begleichung der Forderungen beeinflussen, angepasst. Der Konzern hat das BIP und die Arbeitslosenquote der Länder, in denen er Waren und Dienstleistungen verkauft, als die wichtigsten Faktoren eingestuft und passt die historischen Verlustquoten entsprechend den erwarteten Änderungen dieser Faktoren an.

Auf dieser Basis wurden die erwarteten Verlustquoten im Hinblick auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ermittelt (unverändert zum Vorjahr):

noch nicht fällig oder bis 3 Monate überfällig Mehr als 3 Monate überfällig Zwischen 3 und 6 Monaten überfällig Mehr als 6 Monate überfällig
Erwartete Verlustquote 0,1% 1,0% 5,0% 10,0%

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ausgebucht, wenn nach angemessener Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben ist. Zu den Indikatoren, wonach nach angemessener Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben ist, zählen unter anderem das Versäumnis des Schuldners, sich zu einem Rückzahlungsplan gegenüber dem Konzern zu verpflichten und das Versäumnis, für eine Periode vom mehr als sechs Monaten Zahlungsverzug, vertragliche Zahlungen zu leisten.

Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Betriebsergebnis als Wertminderungsaufwendungen, netto, dargestellt. In Folgeperioden erzielte, früher bereits abgeschriebene Beträge, werden im gleichen Posten erfasst.

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen sonstige Forderungen. Für diese werden keine Verluste erwartet.

2.15 Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und realisierbarem Nettowert bewertet. Die Kosten für Rohstoffe werden nach der "First-In-First-Out" (FIFO)- Methode bestimmt. Die Kosten für fertige und unfertige Erzeugnisse umfassen Rohmaterialien, direkte Arbeitskosten, sonstige direkte Kosten und bezogene Fertigungsgemeinkosten (basierend auf normaler Betriebsauslastung). Ausgeschlossen sind Fremdkapitalkosten sowie Vertriebskosten. Der realisierbare Nettowert ist der geschätzte Verkaufspreis im normalen Geschäftsgang, abzüglich zurechenbarer variabler Vertriebsaufwendungen.

Am Ende jeder Berichtsperiode werden Vorräte auf Wertminderung geprüft. Ist ein Vorratsposten wertgemindert, wird der identifizierte Vorrat auf seinen Verkaufspreis, abzüglich Kosten für Fertigstellung und Vertrieb, reduziert und ein Wertminderungsaufwand wird in der Erfolgsrechnung realisiert. Wo eine Umkehrung der Wertminderung erforderlich ist, wird die Wertminderungsgebühr umgekehrt, bis zu einem Wertminderungsverlust, und wird als Ertrag in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

2.16 Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der angefallenen Transaktionskosten angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Jede Differenz zwischen dem Erlös (nach Abzug der Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzverbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die Verbindlichkeit abgegolten ist, das heißt, wenn die vertragliche Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder abgelaufen ist. Die Differenz zwischen dem Buchwert einer finanziellen Verbindlichkeit, die gelöscht oder auf eine andere Partei übertragen wurde und der gezahlten Gegenleistung einschließlich der nicht-geldlichen übertragenen Vermögenswerte oder übernommenen Verbindlichkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger Ertrag oder Finanzierungsaufwand erfasst.

Direkte Refinanzierungskosten im Zusammenhang mit Darlehen wie Arrangement-Gebühren werden mit den Finanzschulden saldiert und über den Zeitraum der vorrangigen Fazilitäten aufgelöst. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden im Ergebnis der Periode erfasst, in der sie anfallen.

2.17 Laufender Steueraufwand und latente Steuern

Der Steueraufwand für die Periode umfasst laufende und latente Steuern. Steuern werden in der Erfolgsrechnung ausgewiesen, es sei denn sie beziehen sich auf eine Position im sonstigen Ergebnis. In diesem Fall wird die Steuer dort ausgewiesen.

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis der für die Rechnungsperiode in den Ländern maßgeblichen Steuer berechnet, in denen das Unternehmen und seine Tochtergesellschaften tätig sind und zu versteuernde Einkünfte generieren. Das Management beurteilt regelmäßig die Steueranmeldungen hinsichtlich von Positionen, in welchen die geltenden Steuervorschriften der Interpretation unterliegen. Sofern angemessen, werden Rückstellungen für die voraussichtlich an die Steuerbehörden zu zahlenden Beträgen gebildet.

Latente Steuern werden auf Basis temporärer Differenzen gebildet, die sich zwischen den Besteuerungsgrundlagen für Aktiva und Passiva und deren Buchwerten im Konzernabschluss ergeben. Jedoch werden latente Steuerverbindlichkeiten nicht bilanziert, wenn sie aus dem erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts resultieren. Latente Steuern werden ebenfalls nicht bilanziert, wenn sie aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld in einer anderen Transaktion als einem Unternehmenszusammenschluss entstehen, der zum Zeitpunkt der Transaktion weder die Bilanzierung noch den steuerpflichtigen Gewinn oder Verlust beeinflusst. Latente Steuern werden anhand von Steuersätzen (und Gesetzen) ermittelt, die in den Ländern, in denen die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften tätig sind und zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, voraussichtlich gelten, wenn der entsprechende latente Steueranspruch realisiert oder die latente Steuerverbindlichkeit beglichen wird.

Aktive latente Steuern werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiger zu versteuernder Gewinn erwirtschaftet wird, mit welchem die temporären Differenzen verrechnet werden können.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein gesetzlich durchsetzbares Recht zur Saldierung tatsächlicher Steuerforderungen gegen tatsächliche Steuerverbindlichkeiten besteht, und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten Ertragsteuern betreffen, die durch dieselbe Steuerbehörde derselben oder verschiedenen steuerpflichtigen Einheiten auferlegt wurde und die Absicht besteht, die Salden auf einer Nettobasis auszugleichen.

2.18 Leistungen an Arbeitnehmer

Der Konzern bietet Mitarbeitern eine Reihe von Sozialleistungen, einschließlich jährlichen Bonusvereinbarungen, Regelungen über bezahlten Urlaub und Pensionsvorsorgeprogrammen.

Kurzfristige Sozialleistungen, einschließlich Urlaubszulagen sowie nichtmonetäre Leistungen, werden als Aufwand in der Periode realisiert, in welcher die Leistung erfolgt.

Der Konzern betreibt einen jährlichen Bonusplan für Mitarbeiter. Ein Aufwand wird realisiert, wenn der Konzern eine gesetzliche oder faktische Verpflichtung hat, infolge vorangegangener Ereignisse Zahlungen gemäß dem Plan zu leisten und eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtung erstellt werden kann.

Ein beitragsorientiertes Pensionsvorsorgeprogramm ist ein Pensionsplan, gemäß dem der Konzern Beiträge auf Vertragsbasis an öffentlich oder privat geführte Rentenversicherungspläne leistet. Der Konzern hat keine gesetzlichen oder faktischen Verpflichtungen, über die Festbeiträge hinaus weitere Beiträge zu zahlen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit als Personalaufwand erfasst. Vorausbezahlte Beiträge werden als Vermögenswert erfasst, sofern eine Rückerstattung oder Reduzierung der künftigen Zahlungen vorliegt.

Ein festgelegter Vorsorgeplan ist ein Pensionsplan, bei dem es sich nicht um einen festgelegten Beitragsplan handelt. Üblicherweise sind in festgelegten Vorsorgeplänen Beträge von Pensionsleistungen festgelegt, die ein Mitarbeiter bei Pensionierung erhalten wird, normalerweise abhängig von einem oder mehreren Faktoren, wie z. B. Alter, Dienstjahre und Abfindung.

Die in der Bilanz hinsichtlich der festgelegten Pensionsvorsorgepläne ausgewiesene Verbindlichkeit ist der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Ende der Berichtsperiode, abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Die leistungsorientierte Verpflichtung wird jährlich durch unabhängige Versicherungsmathematiker, mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens, berechnet. Der aktuelle Wert der leistungsorientierten Verpflichtung wird durch Diskontierung der geschätzten künftigen Mittelabflüsse bestimmt, mittels Zinssätzen qualitativ hochwertiger Unternehmensanleihen, die in der Währung benannt sind, in welcher die Leistungen ausbezahlt werden, und welche Laufzeiten bis zur Fälligkeit haben, die annähernd mit den Laufzeiten der zugehörigen Pensionsverbindlichkeit übereinstimmen.

Der laufende Dienstzeitaufwand, der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Personalaufwand ausgewiesen wird, spiegelt den Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtung, die sich aus der Leistung in der laufenden Periode sowie der Leistungsänderungen, Plankürzungen und Abfindungen ergibt, wider. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der Nettozinsaufwand wird durch Anwendung des Abzinsungssatzes auf den Saldo aus der leistungsorientierten Verpflichtung und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens berechnet. Diese Kosten sind im Personalaufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus dienstzeitbedingten Anpassungen und Veränderungen der versicherungsmathematischen Annahmen ergeben, werden dem sonstigen Ergebnis in der Entstehungsperiode belastet oder gutgeschrieben.

Hinsichtlich des festgelegten Pensionsvorsorgeprogramms für Mitarbeiter des Waltrop-Plans zahlt der Konzern Beiträge auf der Basis einer Rückversicherung, welche Deckung für die Erfüllung der Verbindlichkeiten bietet, welche über die Vermögenswerte des Programms hinausgehen und die an Programmteilnehmer ausbezahlt werden müssen. Soweit Aufwand für Beiträge in den Rückversicherungsvermögenswert anfällt, wird dieser in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Personalaufwand erfasst.

2.19 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen zur Zahlung von Waren oder Dienstleistungen, die im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit von Lieferanten erworben bzw. empfangen wurden. Sie werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, wenn die Zahlung innerhalb eines Jahres oder vorher fällig ist. Falls dies nicht zutrifft, werden die Verpflichtungen als langfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden anfänglich zum Transaktionspreis angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bemessen.

2.20 Stammkapital

Gesellschaftsanteile werden als Eigenkapital klassifiziert. Kosten, die direkt der Ausgabe neuer Anteile zuzurechnen sind, sind im Eigenkapital als Abzug von den Einnahmen, abzüglich Steuer, ausgewiesen.

2.21 Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen, die den Konzern für angefallene Aufwendungen kompensieren, werden planmäßig in den Zeiträumen, in denen die Aufwendungen erfasst werden, als sonstige Erträge im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, die Zuwendungsbedingungen werden erst erfüllt, nachdem die zugehörigen Aufwendungen angesetzt wurden. In diesem Fall wird die Zuwendung in der Periode erfasst, in der der Anspruch entsteht.

3. Finanzielles Risikomanagement

3.1 Finanzielle Risikofaktoren

NextPharma ist einem Kreditrisiko (dem Risiko, dass eine Partei eines Finanzinstruments durch Nichtzahlung ihrer Verbindlichkeiten, einen Verlust für die jeweils andere Partei verursacht), einem Liquiditätsrisiko (dem Risiko, dass eine Rechtsperson Schwierigkeiten bei der Bezahlung ihrer Finanzverbindlichkeiten haben wird) und einem Zinsrisiko (dem Risiko, dass eine Erhöhung der Zinssätze zu höheren Zinszahlungen auf Kreditaufnahmen führen wird) ausgesetzt. NextPharma ist keinem wesentlichen Wechselkursrisiko ausgesetzt, da es konzernweit lediglich ein operativ tätiges Unternehmen mit einer funktionalen Währung gibt, die vom Euro abweicht, sowie alle wesentlichen Zahlungsströme des Konzerns in Euro erfolgen.

Risikomanagement

NextPharma hat geeignete Verfahren implementiert, um die finanzielle Risikoexposition zu steuern.

Kreditrisiko: Kunden unterliegen Bonitätsprüfungen. Angemessene Kreditlimits und Zahlungsbedingungen (normalerweise im Bereich von 14 bis 60 Tagen) werden umgesetzt, um das Kreditrisiko des Konzerns zu steuern. Die Einhaltung der vom Konzern angewendeten Zahlungsziele durch die Kunden wird regelmäßig durch das Management über eine Prüfung des Wertes und des Alters der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche von den Kunden fällig sind, bewertet. Das Konzernrating wird derzeit durch Moody's Investors Services mit B3 (outlook stable) der eingestuft. Das Management erwartet lediglich Finanzverluste von untergeordneter Bedeutung infolge der Nichterfüllung durch Gegenparteien.

Liquiditätsrisiko: Kapitalfluss-Prognosen werden in den Betriebseinheiten des Konzerns durchgeführt und durch die zentrale Finanzstelle zusammengefasst. Das Management prüft regelmäßig die kurzfristigen Prognosen der Liquidationslage des Konzerns, um sicherzustellen, dass ausreichende Zahlungsmittel vorhanden sind, um Betriebserfordernisse und Zahlungsanforderungen für Fremdkapitalkosten zu erfüllen. Um das Liquiditätsrisiko infolge von Produktionstätigkeiten zu mildern, bestehen Kundenverträge mit angemessenen Klauseln für Preisschwankungen, um die Steuerung des Rohmaterial-Preisrisikos zu unterstützen. Rollierende Prognosen über die Leistung des Konzerns hinsichtlich Vereinbarungen im Zusammenhang mit Kreditaufnahmen werden ebenfalls überwacht, um die Erfüllung der Vereinbarungen sicherzustellen.

Zinsrisiko: Der Zinsaufwand des Konzerns infolge von Kreditaufnahmen wird unter Bezugnahme auf den 3-Monats-EURIBOR berechnet. Um Zinsänderungsrisiken zu mindern hat der Konzern Zinscaps mit einem Nominalvolumen von 330 Mio. € (Vorjahr 330 Mio. €) abgeschlossen.

Eine Sensitivitätsanalyse wurde auf Grund der bestehenden Zins-Caps und der damit verbundenen Einschätzung der Unwesentlichkeit nicht durchgeführt.

Die nachfolgende Tabelle analysiert die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns in entsprechende Fälligkeitsgruppierungen, basierend auf der am Bilanzstichtag verbleibenden Restlaufzeit bis zum vertraglichen Fälligkeitsdatum. Die folgenden Tabellen zeigen die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine für die bestehenden Verbindlichkeiten, es handelt sich dabei mit Ausnahme der Leasingverbindlichkeiten um nicht diskontierte Bruttobeträge:

Fällig innerhalb von 1 Jahr Fällig später als in 1 Jahr und nicht später als in 5 Jahren Fällig später als in 5 Jahren
Mio. € Mio. € Mio. €
Per 31. Dezember 2023
Kreditverbindlichkeiten 8,0 330,0 -
Zinsen auf Kredite 19,4 65,3 -
Leasingverbindlichkeiten 4,2 14,0 17,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 95,1 3,7 -
126,7 413,0 17,6
Fällig innerhalb von 1 Jahr Fällig später als in 1 Jahr und nicht später als in 5 Jahren Fällig später als in 5 Jahren
Mio. € Mio. € Mio. €
Per 31. Dezember 2022
Kreditverbindlichkeiten 6,0 290,0
Zinsen auf Kredite 13,8 81,7 -
Leasingverbindlichkeiten 5,2 25,1 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 74,3 2,1 -
99,3 108,9 290,0

Der Konzern investiert nicht in Finanzanlagen und hat - mit Ausnahme von der nicht als Planvermögen eingestuften Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 6,7 Mio. €, die der Absicherung von entsprechenden Pensionsverpflichtungen dienen) - keine wesentlichen verzinslichen Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte oder Finanzverbindlichkeiten unterliegen keiner Saldierung, durchsetzbaren Aufrechnungsvereinbarungen und ähnlichen Regelungen.

Derivate werden nur zu wirtschaftlichen Sicherungszwecken verwendet und nicht zu spekulativen Zwecken erworben.

Buchwerte und Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten

Die Buchwerte der Finanzinstrumente, gegliedert nach den Kategorien des IFRS 9, betragen zum 31. Dezember 2023 31.12.2023 31.12.2022

31.12.2023 31.12.2022
Finanzielle Vermögenswerte Mio. € Mio. €
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Derivative Finanzinstrumente 2,9 10,1
Summe 2,9 10,1
Derivate im Rahmen des Hedge Accountings Derivative Finanzinstrumente 0,3 0,3
Summe 0,3 0,3
Fortgeführte Anschaffungskosten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 130,4 112,4
Zahlungsmittel 19,3 15,0
Summe 149,7 127,4
Finanzielle Verbindlichkeiter
Fortgeführte Anschaffungskosten Kreditverbindlichkeiten 331,8 285,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 98,8 76,4
Summe 430,6 362,1

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum 31. Dezember 2023 sowie zum 31. Dezember 2022 in der hierarchischen Einstufung der beizulegenden Zeitwerte gemäß IFRS 13 mit Ausnahme der Zahlungsmittel, welche vollständig dem Level 1 zugeordnet werden, sämtlich dem Level 2 zugeordnet.

Im Folgenden werden die wesentlichen Methoden und Annahmen erläutert, die bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten sowie bei der Klassifizierung entsprechend der dreistufigen Fair-Value-Hierarchie angewendet werden:

Kurzfristige Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem jeweiligen Buchwert angesetzt, der aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts darstellt.

Im langfristigen Bereich werden die Barwerte in der Bilanz ausgewiesen.

Bezüglich der beizulegenden Zeitwerte der Kreditverbindlichkeiten wird auf den Abschnitt 23 verwiesen.

Folgende Tabelle zeigt das Nettoergebnis bezogen auf die jeweilige Klasse von Finanzinstrumenten:

in Mio. € Erfolgswirksame Gewinne (+)/ Verluste (-)
Ausweis in Gewinn- und Verlustrechnung Zinsen Wertminderung Gewinn (+) / Verlust (-) aus Bewertung Nettoergebnis
Zinsertrag (+) / Zinsaufwand (-) Andere Aufwendungen Sonstiges Finanzergebnis
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden -0,2 -0,2
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 7,0 - 7,0
Finanzielle Verbindichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden -30,9 -30,9
Summe -23,9 - -0,2 -24,1
1. Jan. bis 31. Dez. 2022
in Mio. € Erfolgswirksame Gewinne (+)/ Verluste (-)
Ausweis in Gewinn- und Verlustrechnung Zinsen Wertminderung Gewinn (+) / Verlust (-) aus Bewertung Nettoergebnis
Zinsertrag (+) / Zinsaufwand (-) Andere Aufwendungen Sonstiges Finanzergebnis
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden - - -0,3 -0,3
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 8,5 0 - 8,5
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden -12,8 - - -12,8
Summe -4,4 0 -0,3 -4,7

Kapitalmanagement

Die Ziele des Konzerns beim Kapitalmanagement sind die Sicherung der Unternehmensfortführung, um Renditen für die Anteilseigner und Leistungen für andere Anspruchsgruppen zu bieten und um eine optimale Kapitalstruktur zur Reduzierung der Kapitalkosten aufrechtzuerhalten.

Das Eigenkapital des Konzerns umfasst Stammkapital, Kapitalrücklagen, das langfristige Kapital zusätzlich langfristige Verbindlichkeiten. Um die Kapitalstruktur zu erhalten oder anzupassen, kann der Konzern die an Gesellschafter ausbezahlten Ausschüttungen anpassen, Kapital an die Gesellschafter zurückzahlen, neue Anteile ausgeben, Vermögenswerte zur Reduzierung der Verschuldung verkaufen oder neue Schulden aufnehmen.

Schätzung des beizulegenden Zeitwertes

Die nachfolgende Tabelle analysiert die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente nach der Bewertungsmethode. Die verschiedenen Stufen lauten wie folgt:

―

Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten, für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1)

―

Faktoren, bei denen es sich nicht um die auf der Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich jedoch für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit, entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen (Stufe 2)

―

Faktoren für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (d. h. nicht beobachtbare Eingaben) (Stufe 3)

Die nachfolgende Tabelle zeigt, die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte (alle Bewertung der Stufe 2) des Konzerns zum 31. Dezember 2023.

Derivative finanzielle Vermögenswerte

Referenzbetrag Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2023 (Fest-)zins Laufzeitbeginn Endfälligkeit
€'000 €'000
Zinscap 1 290.000 2.100,7 1,00% 30.06.2021 31.03.2024
Zinscap 2 290.000 816,3 3,00% 28.03.2024 31.03.2025
Zinscap 3 40.000 83,0 3,50% 31.03.2023 31.03.2025
Zinscap 4 330.000 172,5 4,25% 31.03.2025 31.03.2026

4. Wesentliche Schätzungsunsicherheiten und Ermessen in der Rechnungslegung

Schätzungen und Beurteilungen werden laufend bewertet und basieren auf historischen Erfahrungswerten und sonstigen Faktoren, einschließlich Erwartungen künftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden.

Der Konzern führt Schätzungen und Annahmen bezüglich der Zukunft durch. Die daraus resultierenden rechnungslegungsrelevanten Schätzungen werden naturgemäß selten den zugehörigen tatsächlichen Ergebnissen entsprechen. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko für eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten innerhalb des nächsten Geschäftsjahres darstellen, werden im Folgenden behandelt.

Beizulegender Zeitwert von Vermögenswerten und Schulden aus Unternehmenszusammenschlüssen

Der beizulegende Zeitwert von Vermögenswerten und Schulden aus Unternehmenszusammenschlüssen basiert auf Schätzungen des Managements, die auch Einschätzungen externer Bewertungsexperten beinhalten können. Zur Bestimmung eines positiven oder negativen Geschäfts- oder Firmenwerts werden die beizulegenden Zeitwerte zunächst vorläufig ermittelt. Wie gemäß IFRS 3 zulässig, finalisiert der Konzern die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden aus Unternehmenszusammenschlüssen innerhalb eines Jahres nach dem Erwerbsdatum. Ein etwaiger Unterschiedsbetrag aus der finalen Bewertung, der innerhalb des Bewertungszeitraums festgestellt wird und sich auf Fakten und Umstände bezieht, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden, wird gegen den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst.

Der Wert des immateriellen Vermögenswertes für Kundenbeziehungen aus Unternehmenszusammenschlüssen ergibt sich aus der Schätzung des Konzerns hinsichtlich der zukünftigen Erträge aus den am Datum des Unternehmenszusammenschlusses bestehenden Verträgen. Schätzungen werden zur Prognose zukünftiger Erlöse von bestehenden Kunden durchgeführt sowie eine Kundenverlustquote angenommen. Diese Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Daten, verfügbaren Kundenprognosen und dem Konzernbudget.

Wertminderungstest des Geschäfts- oder Firmenwertes

Der Konzern prüft jährlich die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Units Generating Units, CGUs) wird auf Basis von Berechnungen zum Nutzungswert ermittelt, für die Annahmen getroffen werden müssen. Die Berechnungen basieren auf Cash-Flow-Prognosen aus durch das Management genehmigten Finanzbudgets und auf Wachstumsraten, die konsistent sind mit Marktberichten zu den Geschäftsfeldern der CGUs.

Pensionsleistungen

Der Konzern hat Verpflichtungen zur Zahlung von Pensionsleistungen an bestimmte Mitarbeiter im Rahmen von leistungsorientierten Pensionsplänen (Abschnitt 27). Die Kosten für diese Leistungen und der Barwert der Verpflichtung hängen von einer Anzahl von Faktoren ab, einschließlich Lebenserwartung, Gehaltserhöhungen, die Bewertung der Vermögenswerte und des Abzinsungssatzes für Unternehmensanleihen. Das Management schätzt diese Faktoren bei der Bestimmung der Netto-Pensionsverpflichtung in der Bilanz. Die Annahmen reflektieren historische Erfahrungswerte und aktuelle Trends.

Kundenzuschüsse

Kundenzuschüsse zur Unterstützung des Erwerbs von Sachanlagen werden gemäß IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" über den geschätzten Zeitraum des erwarteten Nutzens für den Kunden als Umsatzerlös erfasst, soweit der Kundenvertrag keinen Zeitraum definiert. Der Konzern schätzt, dass der durchschnittliche Zeitraum des Nutzens ca. vier Jahren beträgt.

Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse"

Die Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" beinhaltet diverse Schätzungen der Geschäftsleitung, die sich sowohl auf die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Leistung des Konzerns als auch auf die in der Bilanz dargestellte Lage des Konzerns auswirken können. Solche Schätzungen beinhalten, sind aber nicht beschränkt auf, den Grenzfremdkapitalzinssatzes des Konzerns, die geschätzte Leasingdauer und die Beurteilung der Auswirkungen von Kündigungs- und Verlängerungsoptionen von Verträgen.

Es wurden keine weiteren wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Schätzungen vorgenommen.

5. Unternehmenserwerbe

Zum 31.03.2023 hat der Konzern die Asker Contract Manufacturing A.S. mit Sitz in Asker/Norwegen, im Rahmen eines "Share deals" erworben. NextPharma hat zu diesem Zeitpunkt die Kontrolle über das Unternehmen erhalten.

Mit dem Erwerb erweitert die NextPharma Gruppe ihr Technologieangebot auf den Bereich Calcium/Vitamin D Kautabletten. Am Standort in Asker sind derzeit rund 170 Mitarbeiter beschäftigt. Dieser Zukauf dient der strategischen Weiterentwicklung der NextPharma Gruppe und ermöglicht das Technologieangebot für bestehende und neue Kunden weiter auszubauen.

Der Kaufpreis für den Erwerb der Gesellschaft beträgt 40,3 Mio. € und wurde per Überweisung gezahlt.

Dem Konzern entstanden akquisitionsbezogenen Kosten in Höhe von 1,4 Mio. €, die vollständig im sonstigen betrieblichen Aufwand (im Wesentlichen Beratungsaufwand) erfasst wurden. Davon entfielen 0,2 Mio € auf das Berichtsjahr.

Die folgende Tabelle fasst die angesetzten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten für die drei Gesellschaften zum Zeitpunkt des Erwerbs zusammen:

Beizulegender Zeitwert 31.03.2023
Mio. €
Langfristige Vermögenswerte 50,6
Immaterielle Vermögenswerte 6,1
Sachanlagen 40,2
Aktive latente Steuern 4,3
Kurzfristige Vermögenswerte 23,9
Vorräte 13,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 10,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,0
Erworbene Vermögenswerte 74,5
Passive latente Steuern -6,3
Kurzfristige Verbindlichkeiten -7,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten -7,0
Übernommene Verbindlichkeiten -13,3
Erworbene Nettovermögenswerte 61,2
Zeitwert der übertragenen Gegenleistung 40,3
Negativer Geschäfts- oder Firmenwert -20,9

Der negative Geschäfts- oder Firmenwert aus der Akquisition wurde entsprechend den Regelungen des IFRS 3 als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst (vgl. Anhangangabe 8).

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen beträgt 9,8 Mio. €, was auch dem Bruttobetrag entspricht.

In den ersten neun Monaten ab Erwerbszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2023 trug die Asker Contract Manufacturing A.S. einen Umsatz von 41,0 Mio. € und einen Verlust von 0,9 Mio. € zum Ergebnis des Konzerns bei. Da das Geschäft erst Ende März 2023 auf die Gesellschaft übertragen wurde beträgt der erwirtschaftete Umsatz der Gesellschaft im Geschäftsjahr 41,0 Mio. € und der Verlust 0,9 Mio. € unter der Annahme, dass der Erwerbszeitpunkt für den Unternehmenszusammenschluss am Anfang des Jahres 2023 gelegen hätte.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde kein Unternehmen erworben.

6. Umsatzerlöse

2023 2022
Mio. € Mio. €
A. Umsatzaufteilung nach geografischen Regionen:
Europe - Europäische Union 270,2 216,6
Europe - Nicht-Europäische Union 49,4 40,6
Übrige Welt 56,1 49,3
375,7 306,5
B. Umsatzaufteilung nach Geschäftsbereichen:
Auftragsherstellung 304,0 235,9
Auftragsanalytik und Entwicklung 29,4 32,2
Klinikmuster 13,3 12,5
Logistikdienstleistungen & sonstige 29,0 25,9
375,7 306,5

Die Umsätze sind überwiegend zeitraumbezogen. Dies betrifft insbesondere den Geschäftsbereich Auftragsherstellung.

7. Aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 1,5 Mio. € (2022: 1,6 Mio. €) stellen den Wert der Arbeitsstunden der Belegschaft dar, die direkt für CAPEX Projekte mit einem Investitionsvolumen von mehr als 0,1 Mio. € aufgewendet wurden und für die eine vollständig dokumentierte Stundenerfassung vorliegt.

8. Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge des laufenden Jahres beinhalten hauptsächlich den Ertrag in Höhe von 20,9 Mio. € aus der Auflösung des negativen Unterschiedsbetrags derdem Erwerb der Asker Contract Manufacturing A.S.zu einem Preis unterhalb des Marktwertes in Höhe von 20,9 Mio €. Des Weiteren sind 1,0 Mio. € (2022: 1,5 Mio. €) Förderungen für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten enthalten. Dabei handelt es sich um staatliche Zuschüsse für Entwicklungskosten.

Darüber hinaus sind unter anderem Währungskurserträge von 0,5 Mio. enthalten.

9. Materialaufwand

2023 2022
Mio. € Mio. €
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -123,8 -94,8
Aufwendungen für bezogene Leistungen -30,4 -18,0
-154,2 -112,8

10. Personalaufwand

2023 2022
Mio. € Mio. €
Löhne und Gehälter -103,2 -90,6
Soziale Abgaben -25,2 -19,3
Aufwendungen für Altersversorgung (Leistungsorientierte Pläne) 0,1 -0,8
-128,3 -110,7

11. Mitarbeiter und Geschäftsführung

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der von dem Konzern beschäftigten Personen betrug:

2023 Anzahl 2022 Anzahl
Produktion 1.300 1.093
Vertrieb und Kundendienst 39 38
Qualitätssicherung 149 137
Qualitätskontrolle 321 281
Verwaltung 281 357
Gesamt 2.090 1.906

Geschäftsführung

Geschäftsführer des Unternehmens sind P.A.W. Burema und E. Schmidhäuser.

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen:

2023 2022
Mio. € Mio. €
Bezüge Gesamt 1,1 1,2
Vorsorgeleistungen * 0,1 0,1
Gesamt 1,2 1,3

* Stellt Geldzahlungen an die Geschäftsführung anstelle von Beiträgen zu Pensionsprogrammen dar: 100 T€ (2022: 113 T€).

Es bestehen keine Pensionsrückstellungen für die Geschäftsführung.

Vergütung von Führungskräften In Schlüsselpositionen

Zu den Führungskräften in Schlüsselpositionen gehören sieben Mitarbeiter, einschließlich der Geschäftsführer. Die ausbezahlte oder zu zahlende Vergütung an Führungskräfte in Schlüsselpositionen ist nachstehend aufgeführt:

2023 2022
Mio. € Mio. €
Gehälter und sonstige kurzfristige Leistungen 1,9 2,4
Vorsorgeleistungen * 0,1 0,2
Gesamt 2,0 2,6

* Kosten für Vorsorgeleistungen in Höhe von 126 T€ (2022: 164 T€) enthalten; Geldzahlungen anstelle von Beiträgen zu Pensionsprogrammen in Höhe von 126 T€ (2022: 164 T€)

12.Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich zusammen aus:

2023 2022
Mio. € Mio. €
Instandhaltung und Reparatur -12,8 -8,6
Beratungsaufwendungen -5,3 -4,1
Sonstige personalbezogene Kosten -4,8 -6,1
EDV-Kosten -4,5 -3,4
Betriebskosten wie Strom-, Versicherungs-, Fahrzeug-, und Werbungskosten -3,0 -3,0
Energie-, Wasser- und Abfallkosten -1,9 -1,1
Reisekosten -1,8 -1,0
Gebäude- und Miet- und Leasingkosten -1,5 -3,9
Post und Telefonkosten sowie sonstige Bürokosten -1,5 -0,7
Sonstige Steuern -1,5 -0,4
Kursverluste -1,0 -0,3
Prüfungskosten -1,0 -1,0
Sonstiger Betriebsbedarf -1,0 -1,2
Marketingkosten -0,3 -0,4
Beiträge, sonstige Abgaben und Gebühren -0,2 -0,5
Übrige Aufwendungen -4,0 -4,4
Total -46,1 -40,1

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Anstieg von 40,1 Mio. € auf 46,1 Mio. € zu verzeichnen. Dies resultiert hauptsächlich aus gestiegenen Instandhaltungs- und Reparaturkosten

13. Prüferhonorar

Das Honorar für die Abschlussprüfer (Honorar für die Prüfung der prüfungspflichtigen Einzelgesellschaften und den Konzernabschluss) in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. € (2022: 1,0 Mio. €) entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

14. Finanzerträge und -aufwendungen

2023 2022
Mio. € Mio. €
Zinsaufwand für Bankdarlehen und revolvierende -23,2 -12,4
Zinsanteil Leasingverhältnisse -1,7 -1,3
Nettozinsaufwand Pensionsverpflichtungen -0,8 -0,3
Sonstige Aufwendungen für Zinsen und Zinsderivate -7,7 -0,2
Finanzaufwendungen -33,4 -14,2
Sonstige Erträge und Zinsderivate 7,0 8,5
Finanzerträge 7,0 8,5
Netto-Finanzaufwendungen -26,4 -5,7

15. Steuern

2023 2022
Steueraufwand, enthalten in Gewinn oder Verlust Mio. € Mio. €
Laufender Steueraufwand:
- Laufende Ertragsteuer für die Periode -1,5 -1,8
- Ertragsteuern für Vorperioden 1,5 1,1
- Ausländische Körperschaftsteuer für die Periode -1,2 -1,9
Laufende Steuer gesamt -1,2 -2,6
Latente Steuern:
- Bildung und Auflösung von temporären Differenzen 2,8 2,9
- Anpassung latenter Steuern für Zuschreibungen (vgl. Anhangangabe 18) -1,2 -
- weitere Anpassung aus Vorperioden -3,6 1,9
Latente Steuern gesamt -2,0 4,8
Steuern vom Einkommen und Ertrag -3,2 2,2
2023 2022
Steueraufwand, enthalten in sonstigem Gesamtergebnis Mio. € Mio. €
Latente Steuern
- Bildung und Auflösung von temporären Differenzen -0,8 -3,0
Latente Steuern Gesamt -0,8 -3,0
Steueraufwand gesamt, enthalten in sonstigem Gesamtergebnis -0,8 -3,0

Überleitungsrechnung Steuerlast

Zur Erläuterung der Beziehung zwischen Steueraufwand und dem Jahresergebnis setzt die Gesellschaft den Steuersatz an, der die aussagekräftigsten Informationen liefert. Da sich das Hauptgeschäft des Konzerns in Deutschland befindet, wird für die Überleitung der Steuersatz der deutschen steuerlichen Einheit (31,5 %) verwendet.

Die Steuer auf das Konzernergebnis vor Steuern ist geringer als der für die Gruppe in Deutschland anzuwendende Ertragsteuersatz in Höhe von 31,5 % für die am 31. Dezember 2023 endende Periode (Vorperiode: 31,5 %). Nachfolgend sind die Differenzen erläutert:

2023 2022
Mio. € Mio. €
Ergebnis vor Steuern 5,6 8,3
Ergebnis vor Steuern multipliziert mit für die Gruppe in Deutschland anzuwendenden Ertragsteuersatz in Höhe von 31,5 % (2022: 31,5 %) -1,8 -2,6
Auswirkungen von:
- steuerfreie Erträge und andere Kürzungen 0,1 1,1
- steuerliche nicht abzugsfähige Aufwendungen -1,0 -0,6
- Unterschiede aus ausländischen Steuersätzen -1,0 0,4
- Wertberichtigung auf Verlustwrträge für Steuerzwecke -0,7 -
- nicht angesetzter Steueranspruch auf Verluste -1,6 -1,5
- Nutzung von Verlustvorträgen für Steuerzwecke 0,2
- aperiodische Steuern -2,1 3,0
- Anpassung latenter Steuern für Zuschreibungen (vgl .Anhangangabe 18) -1,2 -
- Effekte aus (Erst-)Konsolidierung 6,2 -
- Effekte aus der Zinsschranke -0,3 -
- Nachträgliche Aktivierung DTA auf Verlustvorträge 0,1 1,9
- Sonstige -0,2 0,5
Steuer auf Einkommen und Ertrag/Verlustvorträge -3,2 2,2

Änderungen des Steuersatzes

In Bezug auf Deutschland beträgt der inländische Ertragsteuersatz, der zur Berechnung von latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten per 31. Dezember 2023 verwendet wurde, 31,5 %. Am Bilanzstichtag waren keine Änderungen der deutschen inländischen Ertragsteuersätze angekündigt.

Für 2023 betrug der geltende Steuersatz in Frankreich 25 %, in Finnland 20 %, in Norwegen 22 % und in UK bis zum 31. März 2023 19 % bzw. ab dem 1. April 2023 25 %. Latente Steuern wurden aufgrund der Steuersatzänderung für UK mit einem Durchschnittssteuersatz von 23,5%, sowie für Frankreich mit 25 %, für Finnland mit 20 % und für Norwegen mit 22 % berechnet, was im Einklang mit dem Zeitpunkt der Erfassung/Umkehrung der latenten Steuersalden steht.

16. Immaterielle Vermögenswerte

Firmenwert Kundenbeziehungen Erworbene Computer-Software und Lizenzen Immaterielle Anlagen Im Bau ** Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
Per 1. Januar 2023 95,0 59,6 18,5 6,8 179,9
Akquisitionen (IFRS 3) * - 5,9 0,2 - 6,1
Zugänge - - 6,1 1,7 7,8
Abgänge - - (0,5) (0,1) (0,6)
Umbuchungen - - 7,4 (4,9) 2,5
Währungskursdifferenzen 0,2 0,2 0,0 0,0 0,4
Per 31. Dezember 2023 95,1 65,8 31,7 3,5 196,1
Kumulierte Abschreibungen
Per 1. Januar 2023 - 27,6 5,6 - 33,2
Aufwendungen für die Periode - 7,0 6,1 - 13,1
Abgänge - (0,1) - (0,1)
Umbuchungen - - 1,2 - 1,2
Währungskursdifferenzen - 0,1 0,0 - 0,1
Per 31. Dezember 2023 - 34,7 12,8 - 47,5
Buchwert per 1. Januar 2023 95,0 32,0 13,0 6,8 146,7
Buchwert per 31. Dezember 2023 95,1 31,1 18,9 3,5 148,6
Firmenwert Kundenbeziehungen Erworbene Computer- Software Immaterielle Anlagen im Bau ** Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
Per 1. Januar 2022 95,7 59,2 19,3 - 174,2
Akquisitionen (IFRS 3) * - - - - -
Zugänge - 6,8 6,8
Abgänge - - (0,3) (0,3)
Umbuchungen - - (13,7) 13,7 -
Währungskursdifferenzen (0,8) - - (0,8)
Per 31, Dezember 2022 94,9 59,2 12,1 13,7 179,9
Kumulierte Abschreibungen
Per 1. Januar 2022 - 20,3 2,2 - 22,5
Aufwendungen der Periode 7,1 3,4 - 10,5
Abgänge - - - - -
Umbuchungen - - - - -
Währungskursdifferenzen - 0,2 - - 0,2
Per 31. Dezember 2022 - 27,6 5,6 - 33,2
Buchwert per 1. Januar 2022 95,7 38,9 17,1 - 151,7
Buchwert per 31. Dezember 2022 94,9 31,6 6,5 13,7 146,7

* Siehe Abschnitt Unternehmenserwerbe
** Die Darstellung des Anlagenspiegels wurde gegenüber dem Vorjahr zur Erhöhung der Transparenz um eine Spalte
"Immaterielle Anlagen im Bau" erweitert

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) zugeordnet, die die Aktivitäten von NextPharma in Deutschland, Frankreich (Limay), Frankreich (Ploermel) und UK umfassen, und wird auf Ebene dieser geografischen Gebiete überwacht.

Deutschland Frankreich
(Ploermel & Limay)
UK Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Buchwert am 31. Dezember 2023 54,2 27,1 13,8 95,1
Buchwert am 31. Dezember 2022 54,3 27,1 13,5 95,0

Der Konzern prüft jährlich die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes.

Der Geschäfts- oder Firmenwert der CGUs Frankreich (Ploermel) und UK stammt aus den Unternehmenserwerben 2021.

Der erzielbare Betrag der CGUs wurde anhand von Berechnungen des Nutzungswerts ermittelt, für die Annahmen erforderlich waren. Die Berechnungen basieren auf Cashflow- Prognosen, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen für einen Dreijahreszeitraum basieren (2024 bis 2026).

Cashflow-Prognosen über den Dreijahreszeitraum hinaus werden mit den unten angegebenen geschätzten Wachstumsraten extrapoliert. Diese Wachstumsraten stimmen mit den in Branchenberichten enthaltenen Prognosen überein.

Deutschland FR (Limay & Ploermel) UK
Umsatz (% jährliche Wachstumsrate) 3% 2%-3% 1%-5%
EBITDA (% jährliche Wachstumsrate) 3% 15%-17,3% 1%-5%
Jährliche Investitionssumme von EBITDA 20% 20% 15%
Wachstumsrate in der ewigen Rente 2% 1%-2% 1%
Steuersatz (%) 31% 25% 25%
Abzinsungsfaktor (%) (vor Steuern) 9,37% 9,74% 9,35%

Für das Vorjahr wurden folgende Parameter verwendet:

Deutschland FR (Limay & Ploermel) UK
Umsatz (% jährliche Wachstumsrate) 2%-6% 2%-5% 5%-10%
EBITDA (% jährliche Wachstumsrate) 1%-4% 3%-14% 1%-10%
Jährliche Investitionssumme von EBITDA 20% 20% 15%
Wachstumsrate in der ewigen Rente 2% 1% 1%
Steuersatz (%) 30% 25% 25%
Abzinsungsfaktor (%) (vor Steuern) 9,25% 9,67% 9,70%

Der Abzinsungsfaktor wurde auf Basis eines Weighted Average Cost of Capital Models berechnet. Das Management hat die Werte, die jeder der obigen Schlüsselannahmen zugewiesen wurden, wie folgt bestimmt:

Annahme Ansatz zur Wertermittlung
Umsatzwachstumsrate Basierend auf den Erfahrungen der Vergangenheit und den Erwartungen des Managements in Bezug auf die Marktentwicklung in jedem der geographischen Gebiete, wird davon ausgegangen, dass bedeutende Schlüsselkunden erhalten / ersetzt werden
EBITDA-Wachstumsrate Basierend auf den Erfahrungen der Vergangenheit und den Erwartungen des Managements an den Markt.
Jährliche Investitionssumme Basierend auf historischen Erfahrungen und geplanten Sanierungsaufwendungen
Steuersatz Basierend auf anwendbaren Gebietssteuersätzen
Abzinsungsfaktor Basierend auf den Kapitalkosten des Konzerns

Das Management hat zum 31. Dezember 2023 mögliche Änderungen der wesentlichen Annahmen geprüft und bewertet und keine begründeten möglichen Änderungen festgestellt, die auf eine Wertminderung der den CGUs zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte hindeuten würden. Zudem hat die Unternehmensführung Sensitivitätsanalysen durchgeführt, bei denen wesentliche Planungsannahmen entsprechend der vom Management vorgegebenen Szenarien variiert wurden. Dabei ergaben sich keine Auswirkungen auf die Buchwerte der CGUs.

Die immateriellen Vermögenswerte aus Kundenbeziehungen beziehen sich auf den Erwerb der NextPharma Unternehmensgruppe in 2017, den Erwerb der Gesellschaft in Finnland in 2019, die Unternehmenserwerbe in Großbritannien und Frankreich in 2021 sowie der neu im Berichtsjahr erworbenen Gesellschaft in Norwegen. Die verbleibende Abschreibungsdauer des immateriellen Vermögenswertes "Kundenbeziehungen" beträgt zwischen 1 und 14 Jahren.

Erworbene Computer-Software bezieht sich auf Software, die separat von der Hardware erworben wird, wobei es sich um die angefallenen Erwerbs- und Inbetriebsetzungskosten für die spezifische Software handelt. Die verbleibende Abschreibungsdauer des immateriellen Vermögenswertes "Computer-Software" beträgt zwischen 2 und 5 Jahren.

17. Sachanlagen

Grundstücke und Gebäude Sachanlagen, Maschinen, Mietereinbauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Sachanlagen im Bau ** Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
Per 01. Januar 2023 62,8 76,2 30,3 3,7 173,1
Akquisitionen (IFRS 3) * 24,6 10,5 1,2 3,9 40,2
Zugänge 1,2 6,5 2,3 11,1 21,1
Abgänge (0,0) (0,8) (2,1) (0,1) (3,0)
Umbuchungen (5,3) 18,1 1,9 (8,8) 6,0
Währungskursdifferenzen 0,5 0,4 0,1 0,0 1,0
Per 31. Dezember 2023 83,6 110,9 33,8 9,8 238,2
Kumulierte Abschreibungen
Per 01. Januar 2023 10,6 24,2 14,7 - 49,6
Aufwendungen für die Periode 5,1 10,5 4,4 - 20,1
Abgänge (0,0) (0,5) (1,7) - (2,3)
Umbuchungen (4,5) 6,4 - - 1,9
Währungskursdifferenzen 0,1 0,1 0,0 - 0,2
Per 31. Dezember 2023 11,3 40,7 17,5 69,4
Buchwert per 1. Januar 2023 52,2 52,1 15,6 3,7 123,5
Buchwert per 31. Dezember 2023 72,3 70,3 16,4 9,8 168,8
Grundstücke und Gebäude Sachanlagen, Maschinen, Mietereinbauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Sachanlagen im Bau ** Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
Per 1. Januar 2022 61,1 75,7 25,3 - 162,1
Umbuchung Immaterielle Anlagen im Bau (2,3) (12,4) (0,9) 15,6 -
01. Januar 2022 nach Umbuchung 58,9 63,3 24,4 15,6 162,1
Zugänge 1,9 3,7 5,2 3,0 13,9
Abgänge (0,4) (0,2) (0,6) (0,8) (2,1)
Umbuchungen 2,6 10,1 1,3 (14,1) 0,0
Währungs kursdifferenzen (0,2) (0,6) (0,0) (0,0) (0,8)
Per 31. Dezember 2022 62,8 76,2 30,3 3,7 173,1
Kumulierte Abschreibungen
Per 1. Januar 2022 6,5 14,8 11,6 - 32,9
Aufwendungen für die Periode 4,1 10,2 3,5 17,8
Abgänge - (0,8) (0,3) - (1,1)
Umbuchungen - - - -
Währungskursdifferenzen (0,0) (0,0) (0,0) - (0,0)
Per 31. Dezember 2022 10,6 24,2 14,7 - 49,6
Buchwert per 1. Januar 2022 54,7 61,0 13,6 - 129,2
Buchwert per 31. Dezember 2022 52,2 52,1 15,6 3,7 123,5

* Siehe Abschnitt Unternehmenserwerbe
** Die Darstellung des Anlagenspiegels wurde gegenüber dem Vorjahr zur Erhöhung der Transparenz um eine Spalte
" Anlagen im Bau" erweitert

Der Konzern hat im Rahmen der Beurteilung der Leasingverträge einige Verträge identifiziert, die bisher unter IFRS 16 behandelt wurden. Aufgrund der vertraglichen Regelungen über den Übergang des Eigentums an den zugrundeliegenden Vermögenswerten fallen diese Verträge nach Einschätzung des Konzerns aber nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 16. Die Verträge wurden als Verträge zum Erwerb von Sachanlagevermögen eingestuft In Folge dieser Neueinstufung wurden Nettobuchwerte von 5,6 Mio. € aus den Nutzungsrechten in die technischen Anlagen und Maschinen umgegliedert. Weitere Erläuterungen sind im Abschnitt 18. Nutzungsrechte enthalten.

18.Nutzungsrechte

In dieser Anhangangabe werden Informationen zu Leasingverhältnissen gegeben, in denen der Konzern Leasingnehmer ist.

(i) In der Bilanz erfasste Beträge

In der Bilanz werden nachfolgende Posten im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen ausgewiesen:

Nutzungsrechte 2023 2022
Mio. € Mio. €
Grundstücke und Gebäude 30,8 24,1
Sachanlagen, Maschinen, Mietereinbauten 0,5 1,5
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,1 2,3
32,4 27,9

Die Zugänge an Nutzungsrechten während des Geschäftsjahres 2023 betrugen 11,6 Mio. € (2022: 0,9 Mio. €).

Der Konzern hat im Rahmen der Beurteilung der Leasingverträge einige Verträge in den deutschen Tochterunternehmen identifiziert, die bisher unter IFRS 16 behandelt wurden Aufgrund der vertraglichen Regelungen über den Übergang des Eigentums an den zugrundeliegenden Vermögenswerten fallen diese Verträge nach Einschätzung des Konzerns aber nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 16. Die Verträge wurden als Verträge zum Erwerb von Sachanlagevermögen eingestuft.

Der Buchwert der betroffenen Nutzungsrechte beläuft sich auf 1,5 Mio. €. Aufgrund der Behandlung unter IFRS 16 wurde die Vertragslaufzeit für die Bemessung der Abschreibungsdauer herangezogen. Im Zusammenhang mit der Anpassung der Bilanzierung der zugrundeliegenden Vermögenswerte nach IAS 16 wird die Abschreibungsdauer anhand der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögenswerte bemessen. Dies führt zu einer Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte in Form einer Zuschreibung in Höhe von 4,1 Mio, €, welche im Geschäftsjahr vorgenommen wurde. Im Rahmen dieser Anpassung wurden Nettobuchwerte von 5,6 Mio. € in die technischen Anlagen und Maschinen umgegliedert.

Die Unternehmensführung schätzt diese Korrektur als nicht wesentlich für den Konzernabschluss der NextPharma Gruppe ein, da die Auswirkungen auf unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren von untergeordneter Bedeutung sind.

(ii) In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält folgende Beträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen:

Abschreibungen auf Nutzungsrechte 2023 2022
Mio. € Mio. €
Grundstücke und Gebäude 4,4 3,9
Sachanlagen, Maschinen und Mietereinbauten 0,5 1,5
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,9 1,3
Zuschreibungen auf Maschinen -4,1 -
1,7 6,7
Zinsaufwendungen (in den Finanzaufwendungen erfasst) 1,7 1,3
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse (in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst) 1,5 2,5
Aufwendungen für Leasingverhältnisse über Vermögenswerte mit geringem Wert, die nicht in den o. g. kurzfristigen Leasingverhältnissen enthalten sind (in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst) 0 0

Die gesamten Auszahlungen für Leasing in 2023 betrugen 6,4 Mio. € (Vorjahr: 8,8 Mio. €).

19. Vorräte

2023 2022
Mio. € Mio. €
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 43,6 35,5
Unfertige Erzeugnisse 3,1 1,5
Fertige Erzeugnisse 1,3 1,5
geleistete Anzahlungen und unterwegs befindliche Ware 0,0 1,1
48,0 39,5

Es besteht kein wesentlicher Unterschied zwischen den Wiederbeschaffungskosten der Vorräte und ihren Buchwerten. Für die Vorräte, wurden wie im Vorjahr, keine wesentlichen Wertminderungen gebildet.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Rahmen des Unternehmenserwerbes Vorräte in Höhe von 13,6 Mio. € erworben, von denen 7,7 Mio. € auf Unfertige und Fertige Erzeugnisse entfallen. Diese sind erfolgsneutral entsprechend der Bilanzierung des Erwerbes zugegangen.

20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten als finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen.

2023 2022
Mio. € Mio. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 73,7 57,7
Abzüglich: Wertberichtigung -0,8 -0,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - netto 72,9 57,4
Sonstige Forderungen 25,2 27,4
Vertragsvermögenswerte und aktive Rechnungsabgrenzung 32,2 27,6
130,4 112,4
Abzüglich langfristiger Teil: sonstige Forderungen -9,1 -10,1
Kurzfristiger Teil 121,3 102,3

Aufgrund der Fristigkeit der kurzfristigen Forderungen wird angenommen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Für Forderungen werden keine Sicherheiten gehalten.

Der langfristige Teil sonstiger Forderungen von 9,1 Mio. € (2022: 10,1 Mio. €) bezieht sich. im Wesentlichen auf Rechte im Rahmen von Rückversicherungsverträgen in Verbindung mit künftigen Leistungen, die im Rahmen des Waltrop-Vorsorgeleistungsprogramms zahlbar sind. Der beizulegende Zeitwert wird mittels versicherungsmathematischer Methoden berechnet, basierend auf dem garantierten Kapital und geltenden garantierten Zinssätzen, mit Bezug auf das Startdatum einzelner Verträge, und liegt innerhalb der Stufe 2 der Bewertungshierarchie.

21. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

2023 2022
Mio. € Mio. €
Bankeinlagen und Zahlungsmittel 18,8 14,9
Kassen 0,0 0,1
Unterwegs befindliche Zahlungen 0,6 -
Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente 19,3 15,0

22. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

2023 2022
Mio. € Mio. €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 63,2 47,8
Sozialversicherung und sonstige Steuern 3,9 4,8
Sonstige Verbindlichkeiten 26,4 20,6
Vertragsverbindlichkeiten 5,2 3,2
98,8 76,4
Abzüglich langfristiger Teil:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1,1 0,0
Vertragsverbindlichkeiten -2,6 -1,9
Sonstige Verbindlichkeiten 0,0 -0,2
Kurzfristiger Teil 95,1 74,3

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten personalbezogene Verbindlichkeiten in Höhe von 11,5 Mio. € (Vorjahr 7,9 Mio. €).

23. Kreditverbindlichkeiten

Die Kreditverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

2023 2022
Mio. € Mio. €
Langfristige Kreditverbindlichkeiten
Darlehen 323,8 285,7
323,8 285,7
Kurzfristige Kreditverbindlichkeiten
Revolvierende Kreditfazilitäten 8,0 6,0
8,0 6,0
Kreditverbindlichkeiten gesamt 331,8 291,7

Kreditverbindlichkeiten

Der seit 2021 bestehende Kreditrahmenvertrag wurde in 2022 und 2023 auf eine Kreditlinie von 392,4 Mio. € erweitert, bestehend aus 330,0 Mio. € endfälligem Darlehen und 62,4 Mio. € revolvierender Kreditfazilität, die zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 8,0 Mio. € als kurzfristiges Darlehen und in Höhe von 1,5 Mio. € für Avale genutzt ist.

Die noch nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien belaufen sich somit auf 52,9 Mio €.

Das Darlehen wird im März 2028 fällig und wird mit einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz in Höhe des 3-Monats EURIBOR (zero floor) zuzüglich einer Marge von 3,25 % (Vorjahr 3,75 %) verzinst. Die revolvierende Kreditfazilität (soweit in Anspruch genommen) wird im September 2027 fällig und wird mit EURIBOR (zero floor) zuzüglich einer Marge von 3,25 % (Vorjahr 3,75 %) verzinst.

Kreditaufnahmen im Rahmen des Kreditrahmenvertrages sind besichert über die Gesellschaftsanteile der Tochterunternehmen. Damit unterliegt das Nettovermögen des Konzerns der Besicherung.

Der Konzern muss spezifische Kreditbedingungen, einschließlich des Verhältnisses von vorrangiger Konzern-Gesamtnettoverschuldung zu EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen), erfüllen. Gemäß den Anforderungen der Vereinbarung mit Senior-Fazilitäten wurden Kreditbedingungen vierteljährlich unter Bezugnahme auf Managementinformationen und jährlich unter Bezugnahme auf den geprüften Abschluss getestet.

Der beizulegende Zeitwert der kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten entspricht dem Buchwert, da die Auswirkung der Abzinsung nicht wesentlich ist. Der beizulegende Zeitwert der Bankkredite befindet sich innerhalb der Stufe 2 der dreistufigen Fair-Value-Hierarchie.

Die Buchwerte und der beizulegende Zeitwert von langfristigen Kreditverbindlichkeiten lauten wie folgt:

Buchwert 2023 Zeitwert 2023
Mio. € Mio. €
Tilgungskredite 323,8 330,0
323,8 330,0
Buchwert Zeitwert
2022 2022
Mio. € Mio. €
Tilgungskredite 285,7 290,0
285,7 290,0

Die Kredite des Konzerns notieren in EUR.

24. Leasingverbindlichkeiten

2023 2022
Mio. € Mio. €
Unter einem Jahr 4,2 5,2
Über einem Jahr und bis zu fünf Jahren 14,0 12,9
Über fünf Jahre 17,6 12,2
35,8 30,3

25. Latente Steuern

Die Analyse der latenten Steuerforderungen und der latenten Steuerverbindlichkeiten lautet wie folgt:

Aktiva Passiva Netto
Mio. € Mio. € Mio. €
Per 1. Januar 2023 10,7 -21,8 -11,1
Erfolgsrechnung/ Aufwand (Anhangangabe 15) -7,4 5,4 -2,0
Steuerlast in Bezug auf Komponenten vom sonstigen Gesamtergebnis (Anhangangabe 15) 0,9 0,3 1,2
Akquisition 4,3 -6,3 -2,0
Per 31. Dezember 2023 8,5 -22,4 -13,9
Latente Steuerverbindlichkeiten betreffen: 2023 2022
Mio. € Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte -8,3 -9,9
Sachanlagen -10,1 -7,2
Derivate (Zinscaps) -0,2 -2,7
Vertragsforderungen und Vorräte gemäß IFRS 15 -1,6 -1,6
Kreditverbindlichkeiten -2,0 0,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten -0,1 -0,1
Sonstige temporäre Unterschiede -0,1 -0,3
Gesamt -22,4 -21,8
Saldierung latenter Steuern innerhalb derselben Steuerbehörde 8,5 10,7
Latente Steuerforderungen betreffen: 2023 2022
Mio. € Mio. €
Pensionsverpflichtungen 2,7 2,0
Steuerwert Verlustvorträge 4,7 4,6
Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 0,9 2,7
Steuerwert Zinsvortrag 0,0 0,6
Rückstellungen 0,0 0,0
Sonstige 0,2 0,8
Gesamt 8,5 10,7
Saldierung latenter Steuern innerhalb derselben Steuerbehörde -8,5 -10,7
Per 31. Dezember 0,0 0,0
Saldo der latenten Steuern 2023 2022
Mio. € Mio. €
Per 31. Dezember -13,9 -11,1

Die latenten Steuerforderungen betragen zum 31. Dezember 2023 22,9 Mio. €. Latente Steuerforderungen werden für steuerliche Verlustvorträge in dem Maße erfasst, wie die Realisierung des bezogenen Steuervorteils durch künftige zu versteuernde Gewinne wahrscheinlich ist. Insgesamt wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 4,7 Mio. € gebildet. Davon entfallen 4,5 Mio. € auf Verlustvorträge der NextPharma Ploermel, bei denen man von einer Nutzung innerhalb eines 5-Jahreszeitraums in Höhe von 18,0 Mio. € ausgeht.

In Folge der Purchase Price Allocation 2023 aus dem Kauf der Asker Contract Manufacturing A.S. wurden zum 31. März 2023 insgesamt 2,0 Mio. € passive latente Steuern erfolgsneutral gebildet.

Der Konzern verfügt zum Abschlussstichtag über Zinsvorträge in Höhe von 3,2 Mio. € und Verlustvorträge in Höhe von 25,4 Mio. €. Die latenten Steueransprüche für Zins- und Verlustvorträge belaufen sich auf insgesamt 4,5 Mio. € (2022: 4,6 Mio. €).

Für alle abzugsfähigen Differenzen werden latente Steuerforderungen ausgewiesen.

Auf temporäre Unterschiede in Höhe von ca. 4,6 Mio. € (2022: 4,4 Mio. €) im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, die gemäß IAS 12.39 nicht bilanziert wurden, werden keine latenten Steuern angesetzt.

26. Pensionsverpflichtungen

NextPharma leistet Zahlungen an öffentlich oder privat geführte Rentenversicherungspläne in Übereinstimmung mit Beschäftigungsverträgen, die mit Mitarbeitern bestehen. Diese Regelungen werden als beitragsorientierte Pläne ausgewiesen.

NextPharma unterhält leistungsorientierte Pensionspläne für einige seiner deutschen Mitarbeiter und erfasst Pensionsleistungen ("IFC"), die bei Renteneintritt der französischen Mitarbeiter von NextPharma S.A.S. fällig sind ("Limay" und "Ploermel") sowie die Pensionsleistungen für einzelne Mitarbeiter bei der NextPharma OY ("Tampere"). Diese Regelungen werden als festgelegte Vorsorgeleistungsprogramme ausgewiesen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt, wo die Vorsorgebeträge und -tätigkeiten des Konzerns in den Abschlüssen enthalten sind:

2023 2022
Mio. € Mio. €
Bilanzielle Verpflichtungen für:
- Leistungsorientierte Pensionszusagen -15,4 -13,2
Verbindlichkeiten gemäß Bilanz -15,4 -13,2
Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung, im Betriebsgewinn enthalten für:
- Leistungsorientierte Pensionszusagen -0,5 -1,1
Gesamtaufwand Erfolgsrechnung -0,5 -1,1
Bewertungsänderungen für:
- Leistungsorientierte Pensionszusagen -2,8 10,1
Gesamtbewertungsänderung im sonstigem Ergebnis -2,8 10,1

Die Belastung der Gewinn- und Verlustrechnung, die im Betriebsergebnis enthalten ist, beinhaltet den laufenden Dienstzeitaufwand, den Zinsaufwand, den nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand sowie Gewinne und Verluste aus Planabgeltungen und Plankürzungen.

Die Arbeitgeberanteile der beitragsorientierten Pensionspläne (i. W. gesetzliche Altersversorgung) sind in den sozialen Abgaben der Aufwendungen für Löhne und Gehälter enthalten und belaufen sich auf 9,2 Mio.€ (2022: 7,3 Mio. €).

Festgelegtes Vorsorgeleistungsprogramm

Es existieren drei Programme, die in Frage kommenden Mitarbeitern in Deutschland Pensionsleistungen bieten. Ein Plan von 1986 ermöglichte Teilnehmern Vorsorgeleistungen bis 1994 zu kumulieren. Seit diesem Datum ist der Pensionsplan geschlossen und die bis zu diesem Datum kumulierten Pensionsvorsorgeleistungen wurden eingefroren. In der am 31. Dezember 2023 endenden Periode wurden keine Beiträge zu diesem Plan geleistet (2022: 0 €). Weitere Pläne für (i) Mitarbeiter der Standorte Waltrop ("Waltrop") sowie (ii) HLS Garching und HLS Werne ("HLS") sind für neue Mitarbeiter geschlossen und werden durch die jeweilige Tochtergesellschaft finanziert.

Die versicherungsmathematischen Daten für die deutschen Pläne wurden durch IVB; AON und Mercer Human Resources Consulting bereitgestellt und enthalten Annahmen, die durch einen qualifizierten Versicherungsmathematiker bewertet wurden.

Hinsichtlich des Programms für Waltrop in Deutschland bestehen Rechte im Rahmen von Rückversicherungsverträgen in Verbindung mit künftig zahlbaren Leistungen im Rahmen des Plans, jedoch werden diese nicht als saldierungsfähige Planvermögenswerte klassifiziert. Diese Verträge haben einen derzeitigen Wert von 6,4 Mio. € (2022: 6,1 Mio. €). Dieser Rückversicherungsvermögenswert ist in Anhangangabe 20 erfasst als "Sonstige Forderungen: langfristiger Teil". Das maximale Risiko am Ende des Berichtszeitraums ist der Buchwert der Vermögenswerte: 6,4 Mio. € (2022: 6,4 Mio. €). Das Nettodefizit in dem Programm betrug am Ende der Periode (ausschließlich des Rückversicherungsvermögenswertes) 7,8 Mio. € (2022: 5,9 Mio. €).

In Frankreich ist eine versicherungsmathematische Bewertung über jegliche Verbindlichkeiten erforderlich, die sich in Bezug auf Pensionsentschädigungen ("IFC") ergeben, die bei Pensionierung der französischen Mitarbeiter der NextPharma S.A.S. und der NextPharma Ploermel S.A.S. fällig werden ("Limay" und "Ploermel"). Die Leistungen des Programms bestehen aus einem Einmalbetrag, der bei Pensionierung zahlbar ist und sich auf Tarifvereinbarungen für französische Unternehmen bezieht.

Die versicherungsmathematischen Daten für die französischen Programme wurden Willis Towers Watson (für Ploermel) sowie von RSM Paris (für Limay) hinsichtlich der am 31. Dezember 2023 endenden Periode bereitgestellt.

Die in der Bilanz erfassten Beträge hinsichtlich der leistungsorientierten Pensionszusagen (außer Rückversicherungsvermögenswerte) betragen wie folgt:

2023 2022
Mio. € Mio. €
Derzeitiger Wert finanzierter Verpflichtungen -23,8 -21,2
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 8,4 8,0
Defizit finanzierter Pläne -15,4 -13,2
Derzeitiger Wert ungedeckter Verpflichtungen 0,0 0,0
Gesamtdefizit von leistungsorientierten Pensionsplänen -15,4 -13,2
Verbindlichkeiten in der Bilanz -15,4 -13,2

Die Veränderung in der festgelegten Vorsorgeverbindlichkeit jedes Programms über die Periode 2023 lautet wie folgt: Waltrop HLS

LIMAY Geschlossene Programme
Aktiva Passiva Gesamt Aktiva Passiva Gesamt
Mio, € Mo. € Mio. € Mo. € Mo. € Mio, €
Per 1. Januar 2023 0.0 -1,8 -1.8 0,0 -2,4 -2,4
Aktuelle Dienstkosten 0,0 0,1 0,1 0,0 0.0 0,0
Zins (Aufwand) / Ertrag 0,0 -0,1 -0,1 0,0 -0,1 -0,1
0.0 -1.8 -1,8 0,0 -2,5 -2,5
Bewertungsänderungen
- Rendite auf Panvermögenswerte, ausschließlich im Zins (Aufwand) / Ertrag enthaltene Beträge 0.0 0.0 0,0 0,0 0.0 0,0
Gewinn / (Verlust) aus Änderung der demografischen Annahmen 0.0 0,0 0,0 0,0 0,0 0.0
Gewinn / (Verlust) aus Änderung der finanziellen Annahmen 0,0 0,1 0,1 0,0 -0.2 -0,2
Erfahrungsbedingte Gewinne / (Verluste 0,0 0.0 0,0 0,0 0.1 0,1
0,0 0.1 0,1 0,0 -0,1 -0,1
Beiträge:
- Arbeitgeber Zahlungen aus Vorsorgeplänen: 0,0 0.0 0,0 0,0 0,0 0,0
- Leistungszahlungen 0.0 0,1 0,1 0,0 0,2 0,2
Per 31. Dezember 2023 0,0 -1,6 -1.6 0,0 -2,4 -2,4
Waltrop HLS
Aktiva Passiva Gesamt Aktiva Passiva Gesamt
Mo. € Mo. € Mo. € Mo, € Mo. € Mio. €
Per 1. Januar 2023 6,7 -12,7 -6,0 1,1 -1.4 -0,3
Aktuelle Dienstkosten 0,0 -0,1 -0,1 0,0 0,0 0,0
Zins (Aufwand) / Ertrag 0,3 -0,5 -0.2 0,0 -0,1 -0.1
7.0 -13,3 -6,3 1,1 -1,5 -0,4
Bewertungsänderungen
- Rendite auf Panvermögenswerte, ausschließlich im Zins (Aufwand) / Ertrag enthaltene Beträge -0,2 0,0 -0.2 0,0 0.0 0,0
Gewinn / (Verlust) aus Änderung der demografischen Annahmen 0.0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Gewinn / (Verlust) aus Änderung der finanziellen Annahmen 0,0 -2.0 -2,0 0.0 -0,3 -0,3
Erfahrungsbedingte Gewinne / (Verluste 0,0 0.0 0,0 0,0 0.0 0,0
-0,2 -2,0 -2,2 0.0 -0,3 -0,3
Beiträge:
- Arbeitgeber Zahlungen aus Vorsorgeplänen: 0,5 0,0 0.5 0,0 0.0 0,0
- Leistungszahlungen -0,2 0,4 0,2 0,0 0,0 0.0
Per 31. Dezember 2023 7,1 -14.9 -7.8 1.1 -1,8 -0,7
Tampere Ploermel
Aktiva Passiva Gesamt Aktiva Passiva Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. € Mo, € Mo. € Mio. €
Per 1. Januar 2023 0,2 -0,2 0.0 0,0 -2,7 -2,7
Aktuelle Dienstkosten 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,1
Zins (Aufwand) / Ertrag 0,0 0,0 0.0 0.0 -0,1 -0,1
0,2 -0,2 0,0 0,0 -2,7 -2,7
Bewertungsänderungen
- Rendite auf Panvermögenswerte, ausschließlich im Zins (Aufwand) / Ertrag enthaltene Beträge 0.0 0,0 0,0 0,0 0.0 0.0
Gewinn / (Verlust) aus Änderung der demografischen Annahmen 0,0 0,0 0.0 0.0 0.0 0,0
Gewinn / (Verlust) aus Änderung der finanziellen Annahmen 0,0 0,0 0,0 0.0 -0.2 -0,2
Erfahrungsbedingte Gewinne / (Verluste 0,0 0,0 0.0 0.0 -0.1 -0.1
0,0 0,0 0,0 0,0 -0,3 -0,3
Beiträge:
- Arbeitgeber Zahlungen aus Vorsorgeplänen: 0.0 0,0 0.0 0,0 0,0 0,0
- Leistungszahlungen 0,0 0,0 0.0 0.0 0.1 0.1
Per 31. Dezember 2023 0,2 -0,2 0,0 0,0 -2.9 -2,9
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Per 1. Januar 2022 0,0 -1,9 -1.9 0,0 -3,2 -3,2
Aktuelle Dienstkosten 0.0 -0,2 -0,2 0,0 0,0 0,0
Zins (Aufwand) / Ertrag 0.0 0.0 0.0 0.0 -0.1 0,0
0,0 -2,1 -2,1 0,0 -3,3 -3,3
Bewertungsänderungen
- Rendite auf Panvermögenswerte, ausschließlich im Zins (Aufwand) / Ertrag enthaltene Beträge 0.0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
- Gow Inn / (Verlust) aus Änderung der demografischen Annahmen 0,0 0,0 0.0 0,0 0.0 0.0
- Gewinn / (Verlust) aus Änderung der finanziellen Annahmen 0,0 0,3 0,3 0,0 0,7 0,8
-Erfahrungsbedingte Gewinne / (Verluste 0.0 -0,1 -0,1 0,0 0,0 0,0
0,0 0.2 0,2 0,0 0,7 0,7
Beiträge: 0
- Arbeitgeber 0,0 0.0 0.0 0,0 0,0 0,0
Zahlungen aus Vorsorgeplänen:
- Leistungszahlungen 0,0 0.1 0.1 0,0 0,2 0.2
Per 31. Dezember 2022 0,0 -1,8 -1,8 0,0 -2,4 -2,4
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Per 1. Januar 2022 6,7 -20,3 -13.6 1,0 -2,5 -1.5
Aktuelle Dienstkosten 0,0 -0,3 -0,3 0,0 -0,1 -0,1
Zins (Aufwand) / Ertrag 0,0 -0.3 -0,3 0,0 0.0 0,0
6,7 -20,9 -14,2 1,0 -2,6 -1,6
Bewertungsänderungen
- Rendite auf Panvermögenswerte, ausschließlich im Zins (Aufwand) / Ertrag enthaltene Beträge 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,1
- Gow Inn / (Verlust) aus Änderung der demografischen Annahmen 0,0 0.0 0.0 0.0 0,0 0.0
- Gewinn / (Verlust) aus Änderung der finanziellen Annahmen 0,0 7,7 7.7 0.0 1,2 1,2
-Erfahrungsbedingte Gewinne / (Verluste 0,0 0,0 0,0 0,0 -0.1 -0,1
0.0 7,7 7.7 0,1 1.1 1,2
Beiträge:
- Arbeitgeber 0,2 0.0 0,2 0,0 0.0 0.0
Zahlungen aus Vorsorgeplänen:
- Leistungszahlungen -0.2 0.5 0.3 0.0 0,1 0.1
Per 31. Dezember 2022 6.7 -12,7 -6,0 1.1 -1,4 -0.3
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Per 1. Januar 2022 0.2 -0,3 -0,1 0.0 -2.6 -2,6
Aktuelle Dienstkosten 0.0 0,0 0,0 0,0 -0.3 -0,3
Zins (Aufwand) / Ertrag 0.0 0.0 0,0 0,0 0,0 0,0
0.2 -0,3 -0,1 0,0 -2,9 -2,9
Bewertungsänderungen
- Rendite auf Panvermögenswerte, ausschließlich im Zins (Aufwand) / Ertrag enthaltene Beträge 0.0 0,0 0,0 0.0 0.0 0,0
- Gow Inn / (Verlust) aus Änderung der demografischen Annahmen 0.0 0,0 0,0 0.0 -1,4 -1.4
- Gewinn / (Verlust) aus Änderung der finanziellen Annahmen 0,0 0.1 0,1 0.0 1,1 1,1
-Erfahrungsbedingte Gewinne / (Verluste 0,0 0,0 0.0 0,0 0,5 0,5
0,0 0.1 0,1 0.0 0,2 0,2
Beiträge:
- Arbeitgeber 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0.0
Zahlungen aus Vorsorgeplänen:
- Leistungszahlungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Per 31. Dezember 2022 0,2 -0,2 0,0 0,0 -2.7 -2,7

Die Gesamtveränderung der leistungsorientierten Verpflichtung über die Periode lautet wie folgt:

Aktiva Passiva Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. €
Per 1. Januar 2023 8,0 -21,2 -13,2
Laufender Dienstzeitaufwand - 0,1 0,1
Netto-Zinsaufwand 0,3 -0,9 -0,6
Bewertungsänderungen: 8,3 -22,0 -13,7
- Rendite auf Planvermögenswerte, ausschließlich im Zinsertrag enthaltene Beträge -0,2 - -0,2
Gewinn / (Verlust) aus Änderung der demografischen Annahmen - 0,0 0,0
Gewinn / (Verlust) aus Änderung der finanziellen Annahmen - -2,6 -2,6
Erfahrungsbedingte Gewinne / (Verluste) - 0,0 0,0
-0,2 -2,6 -2,8
Beiträge:
- Arbeitgeber 0,5 - 0,5
Zahlungen aus Vorsorgeplänen:
- Leistungszahlungen -0,2 0,8 0,6
Per 31. Dezember 2023 8,4 -23,8 -15,4
Aktiva Passiva Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. €
Per 1. Januar 2022 7,9 -30,8 -22,9
Laufender Dienstzeitaufwand - -0,8 -0,8
Netto-Zinsaufwand 0,0 -0,4 -0,4
7,9 -32,0 -24,1
Bewertungsänderungen:
- Rendite auf Planvermögenswerte ausschließlich im Zinsertrag enthaltene Beträge 0,0 - 0,0
Gewinn / (Verlust) aus Änderung der demografischen Annahmen - -1,4 -1,4
Gewinn / (Verlust) aus Änderung der finanziellen Annahmen - 11,1 11,1
Erfahrungsbedingte Gewinne / (Verluste) - 0,4 0,4
0,0 10,1 10,1
Beiträge:
- Arbeitgeber 0,3 - 0,3
Zahlungen aus Vorsorgeplänen:
- Leistungszahlungen -0,2 0,7 0,5
Per 31. Dezember 2022 8,0 -21,2 -13,2

Die verwendeten, wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen lauten wie folgt;

Annahmen 2023 Limay Geschlossene Programme Waltrop Logistics Tampere Ploermel
Erwarteter Prozentsatz bei Gehaltserhöhungen 2,50% n/a 2,25% 2,25% 3,50% 2,50%
Erwarteter Prozentsatz der Erhöhung der Pensionszahlungen n/a 2,25% 2,25% 2,25% 2,70% n/a
Abzinsungssatz 3,52% 3,47% 3,55% 3,56% 4,30% 3,25%
Annahmen 2022 Limay Geschlossene Programme Waltrop Logistics Tampere Ploermel
Erwarteter Prozentsatz bei Gehaltserhöhungen 2,50% n/a 2,00% 2,00% 3,60% 2,50%
Erwarteter Prozentsatz der Erhöhung der Pensionszahlungen n/a 2,00% 2,00% 2,00% 2,80% n/a
Abzinsungssatz 3,25% 4,23% 4,23% 4,21% 3,90% 3,75%

Annahmen bezüglich künftiger Sterblichkeit werden basierend auf versicherungsmathematischem Rat in Übereinstimmung mit veröffentlichten Statistiken und Erfahrungswerten auf jedem Gebiet aufgestellt. Diese Annahmen werden in eine durchschnittliche Lebenserwartung in Jahren für einen Pensionär bei Renteneintritt übertragen:

Annahmen 2023 Limay Deutsche Programme Tampere Ploermel
Renteneintrittsalter 66 Führungskräfte, 64 Sonstige 65-67 63-68 65 Führungskräfte, 64 Sonstige
Annahmen 2022 Limay Deutsche Programme Tampere Ploermel
Renteneintrittsalter 63 Führungskräfte, 62 Sonstige 65-67 65 64 Führungskräfte, 62 Sonstige

Die Sensitivität der Berechnung leistungsorientierter Verpflichtungen (DBO) auf Änderungen der gewichteten Hauptannahmen ist nachfolgend dargestellt:

2023 Limay Geschlossen
Änderung der Auswirkung auf DBO aus: Änderung der Auswirkung auf DBO aus:
Annahme Erhöhung Minderung Annahme Erhöhung Minderung
Abzinsungssatz 0,50% -5,82% 4.50% 0,50% -4,52% 4.91%
Gehaltsanstieg 0.50% 4,53% -5,90% n/a n/a n/a
Pensionswachstumsrate n/a n/a n/a 0,50% 4,60% -4,29%
Lebenserwartung n/a n/a n/a 1 Jahr 4.98% -4,97%
2023 Waltrop HLS
Änderung der Auswirkung auf DBO aus: Änderung der Auswirkung auf DBO aus:
Annahme Erhöhung Minderung Annahme Erhöhung Minderung
Abzinsungssatz 0,50% -6,98% 7,81% 0.50% -9,33% 10,69%
Gehaltsanstieg 0,50% 1.08% -1,05% 0,50% 1.41% -1,36%
Pensionswachstumsrate 0,50% 6,08% -5,58% 0,50% 7,07% -6,42%
Lebenserwartung 1 Jahr 3,10% -3,03% 1 Jahr 2,72% -2,68%
2023 Tampere Ploermel
Änderung der Auswirkung auf DBO aus: Änderung der Auswirkung auf DBO aus:
Annahme Erhöhung· Minderung Annahme Erhöhung Minderung
Abzinsungssatz 0,50% -6,59% 7.31% 0,50% -6,50% 7,05%
Gehaltsanstieg 0,50% 0,36% -0,35% 0,50% 6,96% -6,58%
Pensionswachstumsrate 0,50% 6,65% -6.07% n/a n/a n/a
Lebenserwartung 1 Jahr 2.37% -2,38% n/a n/B n/e
2022 Limay Geschlossen
2022 Änderung der Auswirkung auf DBO aus: Änderung der Auswirkung auf DBO aus:
Annahme Erhöhung Minderung Annahme Erhöhung Minderung
Abzinsungssatz 0,50% -4,32% 4,69% 0,50% -4,27% 4,62%
Gehaltsanstieg 0,50% 4,90% -4,59% n/a n/a n/a
Pensionswachstumsrate n/a n/a n/a 0,50% 4.34% -4,06%
Lebenserwartung n/a n/a n/a n/a n/a n/a
2022 Waltrop HLS
2022 Änderung der Auswirkung auf DBO aus: Änderung der Auswirkung auf DBO aus:
Annahme Erhöhung Minderung Annahme Erhöhung Minderung
Abzinsungssatz 0.50% -6.68% 7,48% n/a n/a n/a
Gehaltsanstieg 0,50% 1,09% -0,98% n/a n/a n/a
Pensionswachstumsrate 0,50% 5,78% -5,32% n/a n/a n/a
Lebenserwartung 1 Jahr 2,78% -2,74% n/a na n/a
2022 Tampere Ploermel
2022 Änderung der Auswirkung auf DBO aus: Änderung der Auswirkung auf DBO aus:
Annahme Erhöhung Minderung Annahme Erhöhung Minderung
Abzinsungssatz 0,50% -7,01% 7,81% 0,50% -6.04% 6,52%
Gehaltsanstieg 0,50% 0,46% -0,45% 0,50% 6,43% -6.12%
Pensionswachstumsrate 0,50% 7.03% -6,39% n/a n/a n/a
Lebenserwartung n/a n/a n/a n/a n/a n/a

Die oben genannten Sensitivitätsanalysen basieren auf einer Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Dass dies in der Praxis geschieht, ist unwahrscheinlich, und Veränderungen bei einigen der Annahmen können miteinander in Beziehung stehen. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung gegenüber bedeutenden versicherungsmathematischen Annahmen, wurde die gleiche Methode (derzeitiger Wert der leistungsorientierten Verpflichtung, berechnet mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren am Ende der Berichtsperiode) angewendet, wie bei der Berechnung der Pensionsverbindlichkeit, die in der Bilanz erfasst ist.

Planvermögenswerte zum Zeitwert umfassen Folgendes:

Nicht notierte, qualifizierende Versicherungsverträge

2023 2022
Mio. € Mio. €
Limay 0,0 0,0
Geschlossene Programme
Waltrop 7,1 6,7
HLS 1,1 1,1
Tampere 0,2 0,2
Ploermel 0,0 0,0
8,4 8,0

Durch seine festgelegten Pensionsvorsorgepläne ist der Konzern einer Reihe von Risiken ausgesetzt, von denen die bedeutendsten nachfolgend aufgeführt sind:

―

Volatilität von Vermögenswerten - die Planverbindlichkeiten werden mittels eines Abzinsungssatzes berechnet, der mit Bezug auf Unternehmensanleiherenditen festgesetzt wurde; falls Planvermögenswerte (in Form von nicht notierten, qualifizierenden Versicherungsverträgen gehalten) diese Rendite unterschreiten, entsteht dadurch ein Defizit.

―

Änderungen bei Anleiherenditen - eine Verringerung bei den Unternehmensanleiherenditen erhöht die Planverbindlichkeiten. Umgekehrt führt eine Erhöhung bei den Unternehmensanleiherenditen zur Verringerung der Planverbindlichkeiten.

―

Lebenserwartung - Die Verpflichtungen des deutschen Plans beinhalten Leistungen für das Mitglied bis zu dessen Lebensende bereitzustellen, daher führen Erhöhungen der Lebenserwartung zu einer Erhöhung dieser Planverbindlichkeiten.

Erwartete Beiträge für Vorsorgeleistungspläne für das Geschäftsjahr 2024 betragen 0,4 Mio. € (2023: 0,9 Mio. €).

Die gewichtete Durchschnittsperiode der leistungsorientierten Vorsorgeverpflichtung lautet wie folgt:

Durchschnitt der leistungsorientierten Verpflichtung in Jahren 2023 2022
Limay n/a n/a
Geschlossene Programme 10 11
Waltrop 15 14
HLS 20 20
Tampere 15 14
Ploermel n/a n/a

27.Stammkapital

Das Stammkapital des Unternehmens beläuft sich auf 25.000 Anteile zu je 1,00 €. Alle ausgegebenen Anteile sind vollständig eingezahlt.

Alle Anteile haben gleiche Stimmrechte, gleiche Dividendenrechte, Gleichrangigkeit und Gleichberechtigung bei der Abwicklung des Unternehmens.

28. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen ausschließlich Bargeld, Bankeinlagen und unterwegs befindlicher Gelder.

Verbindlichkeiten
Gesamt Mio. € Kreditverbindlichkeiten Leasingverbindlichkeiten
Mio. € Mio. €
Per 1. Januar 2023 291,7 30,3
Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten:
- Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 42,0 42,0 0,0
- Transaktionskosten für Fremdmittel -3,0 -3,0 0,0
- Auszahlungen aus der Tilgung von
Leasingverbindlichkeiten -6,4 0,0 -6,4
Veränderungen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten 32,6 39,0 (6,4)
Sonstige Änderungen
Bezogen auf Schulden:
- Veränderungen in Leasingverhältnissen 0,0 11,4
- Zinsaufwendungen 23,2 1,7
- Gezahlte Zinsen -22,1 -1,7
- Sonstige Änderungen 0,0 0,4
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Schulden 1,1 11,9
Per 31. Dezember 2023 331,8 35,8
Verbindlichkeiten
Gesamt Mio. € Kreditverbindlichkeiten Leasingverbindlichkeiten
Mio. € Mio. €
Per 1. Januar 2022 284,9 34,1
Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten: -
- Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 6,0 6,0 -
- Transaktionskosten für Fremdmittel 0,8 0,8 -
- Auszahlungen aus der Tilgung von -
Leasingverbindlichkeiten -6,1 0,0 -6,1
Veränderungen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten 0,7 6,8 (6,1)
Sonstige Änderungen
Bezogen auf Schulden:
- Neue Leasingverhältnisse - 2,3
- Auflösung Transaktionskosten -0,8 -
- Zinsaufwendungen 12,1 1,3
- Gezahlte Zinsen -11,3 -1,3
- Sonstige Änderungen - -
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Schulden 0,0 2,3
Per 31. Dezember 2022 291,7 30,3

Die im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesenen erhaltenen Zinsen resultieren aus den zu Sicherungszwecken abgeschlossenen Zinsderivaten.

29. Eventualschulden

NextPharma unterliegt gewöhnlichen und routinemäßigen Rechtsstreitigkeiten, die sich aus der Führung der Geschäfte ergeben. Sofern ein Abfluss finanzieller Mittel als eher wahrscheinlich als nicht wahrscheinlich erachtet wird, wird eine Rückstellung gebildet.

Zum 31. Dezember 2023 bestanden (wie auch im Vorjahr) keine wesentlichen Eventualschulden aus Rechtsstreitigkeiten gegen den Konzern.

30. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Bestellobligo

Per 31. Dezember 2023 hatte der Konzern ein Bestellobligo in Höhe von 37,2 Mio. € (2022: 17,9 Mio. €).

31. Oberstes beherrschendes Unternehmen

Die ultimative Muttergesellschaft der Bowtie Germany BidCo GmbH zum Bilanzstichtag ist die Bowtie Germany TopCo GmbH, Hildebrandstrasse 12, 37081 Göttingen, die als reine Holding Gesellschaft fungiert.

Der Mehrheitsgesellschafter und die beherrschende Partei der ultimativen Muttergesellschaft ist ein Private-Equity-Fonds, betreut von CapVest Partners LLP.

32.Transaktionen mit nahestehenden Parteien

Bezüglich der Angaben zur Vergütung der nahestehenden Personen wird auf Anhangangabe 11 verwiesen.

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen nahestehende Personen in Höhe von 4,6 Mio. € (2022: 4,0 Mio. €) und Verbindlichkeiten in Höhe von 5,3 Mio. € (2022: 5,0 Mio. €).

Die Forderungen gegen nahestehende Personen bestehen seitens des Unternehmens in Höhe von 3,7 Mio.€ gegen die Muttergesellschaft Bowtie Germany TopCo GmbH und resultieren aus kurzfristigem Zahlungsverkehr.

Die Verbindlichkeiten gegen nahestehende Personen bestehen seitens verschiedener Tochtergesellschaften in Höhe von 5,3 Mio. € gegen die Muttergesellschaft Bowtie Germany TopCo GmbH und resultieren aus kurzfristigen Auslagen zu Gunsten der Tochtergesellschaften.

33. Ereignisse nach der Berichtsperiode

Nach dem 31. Dezember 2023 hat es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns gegeben.

34. Weitere Angaben über Tochtergesellschaften

Details zu den Tochtergesellschaften der Gesellschaft sind nachfolgend aufgeführt. Bei allen Beteiligungen werden 100 % der Stimmrechte und der Anteile gehalten, es sei denn, dies ist anderweitig vermerkt.

Firma Land der Hauptaktivität Art der Geschäftstätigkeit Holdinggesellschaft und
NextPharma Germany BidCo GmbH 9 Deutschland Bereitstellung administrativer Dienstleistungen Holdinggesellschaft und
NextPharma GmbH 1, 9 Deutschland Bereitstellung administrativer Dienstleistungen
Pharbil Beteiligungsgesellschaft mbH 1 Deutschland Holdinggesellschaft
NextPharma Technologies GmbH 2. 9 Deutschland Ruhend
Pharbil Waltrop GmbH 2, 9 Deutschland Auftragsfertigung von Pharmazeutika
Pharbil Pharma GmbH 4, 9 Deutschland Auftragsfertigung von Pharmazeutika
Allphamed Pharbil Arzneimittel GmbH 3,9 Deutschland Auftragsfertigung von Pharmazeutika
Pencef Pharma GmbH 3, 9 Deutschland Auftragsfertigung von Pharmazeutika
NextPharma Logistics GmbH 3,9 Deutschland Anbieter Logistik-Services für die Pharmabranche
Pharbil Grundstücksgesellschaft mbH Deutschland Ruhend
Holdinggesellschaft
NextPharma France Holdings S.A.S. 1 Frankreich
NextPharma S.A.S. 8 Frankreich Auftragsfertigung von Pharmazeutika
NextPharma OY. 1 Finnland Auftragsfertigung von Pharmazeutika
"NextPharma Technologies USA Inc, 1 Großbritannien Ruhend
NextPharma Holdings Ltd1 Großbritannien Holdinggesellschaft
NextPharma Technologies Holding Limited 7 Großbritannien Holdinggesellschaft und Bereitstellung administrativer Dienstleistungen
NextPharma Technologies Limited 8 Großbritannien Ruhend
NextPharma Ploermel SAS (vormals Capsugel France Holdings SAS) 6 Frankreich Auftragsfertigung von Pharmazeutika Holdinggesellschaft
MW Encap Holdings Limited 8 Großbritannien
MW Encap Limited 10 Großbritannien Auftragsfertigung von Pharmazeutika
Asker Contract Manufacturing AS 1 Norwegen Auftragsfertigung von Pharmazeutika

1 -100% durch NextPharma Germany BidCo GmbH gehalten
2 -100% durch NextPharma GmbH gehalten

3 -100% durch Pharbil Pharma GmbH gehalten

4 -94% durch NextPharma GmbH gehalten, 6 % durch Pharbil Beteiligungsgesellschaft mbH gehalten

5 -100% durch Bowtle Germany BidCo GmbH gehalten

6 -100% durch NextPharma France Holdings S.A.S. gehalten

7 -100% durch NextPharma Holdings Ltd. gehalten

8 -100% durch NextPharma Technologies Holdings Limited gehalten

9 -Tochtergesellschaft von Bowtie Germany BidCo GmbH, mittels § 264 HGB Abs. 3 Freistellung von der Erstellung separater Jahresabschlüsse

10 - 100% durch MW Encap Holdings Limited gehalten

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 31. Mai 2024 von der Geschäftsführung genehmigt.

 

Göttingen, den 31. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Peter Arend William Burema

Eric Schmidhäuser

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Grundlagen des Konzerns

Die Bowtie Germany BidCo GmbH ("Bowtie BidCo"), Göttingen, wurde am 20. Januar 2021 gegründet und erwarb zum 1. April 2021 die deutsche Holding der NextPharma-Gruppe, die NextPharma Germany TopCo GmbH von der bisherigen Muttergesellschaft NextPharma UK MidCo GmbH ("Erwerb") in einer Transaktion unter gemeinsamer Kontrolle.

Der Konzern (nachfolgend: "NextPharma" oder "Konzern") führt Unternehmen in den Ländern Deutschland, Frankreich, Finnland, Großbritannien und Norwegen. Der Konzern ist ein "CDMO"-Unternehmen (Contract Development and Manufacturing Organisation) und bietet Contract Manufacturing Services ("CMS"), Produktentwicklungsdienste ("PDS"), Clinical Trials Services ("CTS") und Healthcare Logistics Services ("HLS") für die globale Biotechnologie- und Pharmaindustrie an. NextPharma konzentriert sich in den Exzellenzzentren seiner Produktionsstandorte auf seine Kernkompetenzen in der konventionellen Produktentwicklung und Herstellung verschiedener Darreichungsformen von Medikamenten, die in den wichtigen globalen Pharmamärkten (einschließlich der USA) vertrieben werden. Neben der Erschließung neuer Projekte mit hohem Potential bei neuen Kunden liegt der Schwerpunkt auf der Stärkung und Entwicklung strategischer Partnerschaften mit bestehenden Kunden.

Unternehmenserwerbe

Am 31. März 2023 erwarb der Konzern 100 % der Anteile an Asker Contract Manufacturing AS, einem CDMO-Unternehmen in der Nähe von Oslo in Norwegen.

Der Standort Asker ist seit mehr als 50 Jahren in Betrieb und produziert ein breites Portfolio an Kalzium-/Vitamin-D3-Kautabletten in verschiedenen Wirkdosen und Geschmacksrichtungen und wird das Kompetenzzentrum der NextPharma-Gruppe für die Entwicklung und Herstellung von Kautabletten sein. Der Standort verfügt über ca. 170 Mitarbeiter und einen hohen Automatisierungsgrad in der Produktion. Obwohl er in erster Linie ein Produktionsstandort ist, ist er aufgrund seiner Fähigkeiten und der Expertise seiner Mitarbeiter gut positioniert, um neue Kunden sowohl für die Produktentwicklung als auch für die kommerzielle Produktion zu gewinnen.

Die Akquisition ist Teil des strategischen Wachstums von NextPharma und erweitert das Portfolio an Dienstleistungen und Fähigkeiten, die unseren bestehenden Kunden angeboten werden, sowie die Einführung neuer Kunden, die bisher nicht von NextPharma betreut wurden.

Einzelheiten zu dieser Akquisition sind im Konzernanhang (Anhangangabe 5) aufgeführt.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert 1 , dass die Weltwirtschaft auch im laufenden Jahr, wenn auch aufgrund des immer noch hohen Zinsniveaus mit geringem Tempo, weiter wachsen wird. Das globale BIP soll 2024 weltweit um 3,4 % (2023: +2,8 %) steigen, wobei für die Industrieländer ein Anstieg von 1,7 % (2023: +1,3 %) erwartet wird. Für die EURO- Region erwartet der IWF im Jahr 2024 ein Wachstum von 0,8 %, gegenüber 0,4% im Jahr 2023. In Deutschland, der größten europäischen Volkswirtschaft, wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,2 % erwartet, während für andere für NextPharma wichtige europäische Volkswirtschaften wie Frankreich und Großbritannien ebenfalls ein Wachstum unter 1 % erwartet wird.

Das wirtschaftliche Umfeld ist nach wie vor von zahlreichen Risikofaktoren geprägt, insbesondere von solchen im Zusammenhang mit den Nachwirkungen der Pandemie und geopolitischen Spannungen, einschließlich des Russland-Ukraine-Krieges und des Konflikts im Nahen Osten. Hinzu kommen negative Auswirkungen auf die Stimmung von Verbrauchern und Unternehmen, die sich aus der Rücknahme staatlichen Unterstützung und den längerfristigen Folgen der Covid-19-Pandemie, sowie einem niedrigen Produktivitätswachstum und einer zunehmenden geoökonomischen Fragmentierung ergeben. Die Inflationsraten haben zu sinken begonnen, was hauptsächlich auf niedrigere Energiepreise und die Auswirkungen einer restriktiven Geldpolitik zurückzuführen ist.

1 Quelle: "World Economic Outlook, April 2024, Internationaler Währungsfond IMF

Inflation, Zinstrends

Für die globale Inflation wird aufgrund niedrigerer Rohstoffpreise ein Rückgang von 6,8 % im Jahr 2023 auf 5,9 % in diesem Jahr prognostiziert, während für die durchschnittliche Inflation in den fortgeschrittenen europäischen Volkswirtschaften ein Sinken auf 2,4 % im Jahr 2024 und in den aufstrebenden europäischen Volkswirtschaften auf 18,8 % im Jahr 2024 erwartet wird. Es wird erwartet, dass die entwickelten Volkswirtschaften auch früher zu Raten in der Nähe ihres präpandemischen (2017-19) Durchschnitts zurückkehren werden, mit einer durchschnittlichen Inflation von 2,0 % im Jahr 2025, etwa ein Jahr bevor die Schwellen- und Entwicklungsländer zu ihrem präpandemischen Durchschnitt von 5,0 % zurückkehren werden.

Nach Schätzungen des IWF 2 dürften die Leitzinsen im Euroraum nach der Erreichung eines Höchststands von knapp 4,0 % nunmehr bis 2026 auf etwa 2,6 % zurückgehen, während die US-Zinsen einen ähnlichen Verlauf nehmen dürfte, allerdings mit einem Höchststand von über 5 % im Jahr 2023 und einem Rückgang auf knapp unter 3 % im Jahr 2027.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Trotz des oben erwähnten Gegenwinds bleiben die Aussichten für den pharmazeutischen Markt stabil und es wird ein anhaltendes Wachstum erwartet, welches mit den zugrunde liegenden Markt- und demografischen Trends zusammenhängt, wie z. B. der alternden Bevölkerung, besseren Diagnosen und verbesserten Gesundheitsangeboten in den Entwicklungsländern

Die Aussichten für den CDMO-Markt bleiben ebenfalls sehr positiv, da größere Pharmaunternehmen weiterhin Produkte und Dienstleistungen, die als nicht zum Kerngeschäft gehörend beurteilt werden, auslagern, um dem Preisdruck durch die Generikakonkurrenz oder dem Druck der Behörden zu begegnen. Diese Unternehmen veräußern auch weiterhin bestimmte Produktionsanlagen, um Überkapazitäten zu bewältigen und die Komplexität ihrer eigenen Tätigkeiten zu verringern. Experten erwarten, dass der globale CDMO-Markt von USD 102 Mrd. im Jahr 2022 bis zum Jahr 2027 auf USD 186 Mrd. erhöhen wird (12,8 % jährliche Wachstumsrate / CAGR).

Geschäftsverlauf

Die Gruppe zeigte sich im Geschäftsjahr 2023 weiterhin widerstandsfähig gegenüber den Herausforderungen des Marktes. Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 375,7 Mio. € liegt 69,2 Mio. € (23 %) über dem Vorjahr, und das bereinigte EBITDA in Höhe von 60,3 Mio. € 5,9 Mio. € (11 %) über dem Vorjahr. Darin enthalten ist der neue Standort Asker, der am 31. März 2023 erworben wurde und seit dem 1. April 2023 den Betrieb aufgenommen hat. Dieser hat sich nach der Übernahme durch NextPharma sehr gut entwickelt hat und einen Umsatz von 41,0 Mio. € und einen Nettoverlust von 0,9 Mio. € zur Gruppe beigetragen. Die relative Materialmarge 3 für das Berichtsjahr ist von 63 % auf 58 % gesunken, was sich in einem Rückgang der relativen EBITDA-Marge von 18,0 % auf 16,0 % niederschlägt.

Der Umsatzanstieg ohne Asker war sowohl auf höhere Handelsvolumina als auch auf verstärkte Preiseffekte zurückzuführen. Der gute Auftragsbestand in den meisten Produktionsbereichen hat die Produktionserlöse angekurbelt, auch wenn die Aufträge nicht an allen Standorten im Laufe des Jahres umgesetzt werden konnten, was auf anhaltende Verzögerungen in der Lieferkette und einige Personalengpässe zurückzuführen ist, die auf die hohen Fehlzeiten in den deutschen Werken zurückzuführen sind, die eine Umsetzung der vollen Schichtpläne verhinderten. Im ersten Quartal 2023 kam es auch zu einigen Verzögerungen in der Produktion infolge der SAP-Einführung. Das Unternehmen hat Maßnahmen ergriffen, um diese Probleme zu lösen, wobei das SAP-Problem bereits im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023 gelöst wurde und sich die Verfügbarkeit von Arbeitskräften in den späteren Monaten des Jahres und zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 verbessert hat.

2 Quelle: "World Economic Outlook, April 2024, Internationaler Währungsfonds IMF
3 Relative Materialmarge = (Betriebsleistung abzgl. Materialaufwand) / Betriebsleistung Betriebsleistung = Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung zzgl. Aktivierte Eigenleistungen

Der höhere Auftragsbestand in der Fertigung wurde teilweise durch das schwächere Entwicklungsgeschäft ausgeglichen, wobei die Projektumsätze unter dem Budget und dem Vorjahr lagen. Der größte Teil dieser Abschwächung bezieht sich auf die im Frühstadium befindliche Entwicklungspipeline, die durch eine langsamere Entscheidungsfindung und eine höhere Anzahl von Projektstopps in Verbindung mit höheren Kreditkosten etwas beeinträchtigt wurde, obwohl sich dies im Geschäftsjahr 2024 zu verbessern scheint. Da die Projektumsätze im Allgemeinen wenig Material enthalten und somit eine hohe relative Materialmarge aufweisen, hat diese Schwäche kurzfristig zu einer schwächeren relativen Materialmarge beigetragen.

Die Verringerung der relativen EBITDA-Marge ist weitgehend auf die inflationsbedingten Anstiege von Material- und anderen Kosten sowie auf eine ungünstige Entwicklung des Produktmix im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen, die mit geringeren Entwicklungsaktivitäten und dem Auslaufen einer profitablen Take-or-Pay-Vertragsklausel zusammenhängt. Der Anstieg der Material- und sonstigen Kosten, die im Geschäftsjahr 2022 erheblich gestiegen waren, hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2023 erhöht, da diese Kosten inzwischen im Wesentlichen an die Kunden weitergegeben wurden. Die Weitergabe der Materialkostensteigerung hat jedoch die Materialmarge nicht erhöht und wirkt sich negativ auf die relative Materialmarge (und die relative EBITDA-Marge) aus. Obwohl es in einigen wenigen Fällen zu Verzögerungen bei der Weitergabe von Kostensteigerungen an die Kunden kam, geht das Unternehmen davon aus, in Kürze alle Kosten in vollem Umfang gedeckt zu haben. Der Anstieg der Materialkosten lässt seit dem letzten Quartal des Berichtsjahres nach, aber obwohl wir insgesamt weniger Kostensteigerungen sehen, bleiben die tatsächlichen Preissenkungen begrenzt.

Die hohen inflationsbedingten Kostensteigerungen in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 wurden gemeinsam mit unseren Kunden getragen. Dazu haben wir Preiserhöhungen, die unseren Kostensteigerungen entsprachen, sowie vorübergehende Preiserhöhungen zur Deckung der Energiekostenspitzen vereinbart. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 konnten wir diese vorübergehenden Energiezuschläge wieder zurücknehmen.

Vor diesem schwierigen wirtschaftlichen Hintergrund war das Rentabilitätswachstum im Geschäftsjahr 2023 etwas geringer als ursprünglich erwartet. Dennoch hält die Geschäftsleitung den Geschäftsverlauf und die Ergebnisse, die in der untenstehenden Tabelle aufgeführt sind, in Anbetracht dieser Herausforderungen für zufriedenstellend.

Wichtige Leistungsindikatoren:

NextPharma verwendet Umsatz und EBITDA (beide nach IFRS), letzteres bereinigt um Sondereffekte, als die wichtigsten Leistungsindikatoren für das Geschäft. Das bereinigte EBITDA 4 stellt das zugrunde liegende Ergebnis des operativen Geschäfts dar. Der Konzern wird nur unwesentlich über nicht-finanzielle Leistungsindikatoren gesteuert.

Für das Jahr 2023 waren wir von einem Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten EBITDA ausgegangen. Der tatsächliche Umsatz lag im Berichtszeitraum bei 375,7 Mio. € (2022: 306,5 Mio. €) und das um Sondereffekte bereinigte EBITDA bei 60,3 Mio. € (2022: 54,4 Mio. €). Unser Umsatzwachstum lag über unserer ursprünglichen Erwartung, was vor allem auf Inflationseffekte zurückzuführen ist. Obwohl der Konzern die Kostensteigerungen weitgehend aufgefangen hat, führte dies zusammen mit den beschriebenen negativen Effekten zu einer Verringerung der relativen Marge und zu einem geringeren als budgetierten bereinigten EBITDA. Die EBITDA-Prognose wurde jedoch erreicht.

4 Bereinigtes EBITDA: Betriebsergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und außergewöhnlichen Erträgen/Aufwendungen. Außergewöhnliche Erträge/Aufwendungen sind definiert als: nicht regelmäßig, d. h. über einen Zeitraum von 2 Jahren wiederkehrende Aufwendungen und Erträge, Aufwendungen und Erträge, die nicht das laufende operative Geschäft betreffen sowie Aufwendungen und Erträge im Rahmen von M&A-Aktivitäten. Die Zielsetzung der Unternehmensführung ist hierbei die Darstellung einer nachhaltigen Ergebnisgröße. Als Beispiele hierfür dienen insbesondere: Rechts-, Beratungs- und einmalige Kosten und Aufwendungen im Zusammenhang mit Refinanzierungen, Umstrukturierungen und Akquisitionen - einschließlich der Eliminierung von einmaligen Bewertungseffekten, welche die Vergleichbarkeit zur Vorperiode einschränken - sowie einmalige Erträge aus Entschädigungen, Kompensationen und Vergleichen, da diese nicht nachhaltig und wiederkehrend sind.

Für 2024 erwarten wir einen Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich und eine niedrige zweistellige prozentuale Wachstumsrate für das bereinigte EBITDA.

2023 2022
Per 31. Dezember Mio. € Mio. €
Betriebsergebnis 32,0 14,0
zuzüglich:
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 34,9 34,9
EBITDA 66,9 48,9
bereinigt um:
- Sondereffekte (Erträge)/ Aufwendungen (6,6) 5,5
Bereinigtes EBITDA 60,3 54,4

Die folgende Tabelle zeigt die außerordentlichen Effekte:

2023 2022
Mio. € Mio. €
Erträge und Kosten im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben (15,5)
M&A, Finanzierungs-, Reorganisations- und andere damit verbundene Kosten 1,4 1,3
Rechts- und Beratungskosten 1.7 0,4
Kosten im Zusammenhang mit Covid 19 - 0,2
Restrukturierungskosten 1,0 0,5
Vorbereitungsarbeiten und Kosten für regulatorische Anforderungen 2,2 1,3
Einmalige Personalkosten im Zusammenhang mit Inflationsboni 2,2 1,4
Versicherungsentschädigungen
Sonstige 0,4 0,4
Sondereffekte Gesamt (6,6) 5,5

Im Jahr 2023 beinhalten die im EBITDA enthaltenen außerordentlichen (Erträge)/Kosten die Umkehrung der positiven Auswirkungen aus der Bilanzierung des beizulegenden Zeitwerts bei den Vorräten, die mit dem Erwerb des Standorts Asker verbunden sind. Darüber hinaus trennen wir weiterhin die Kosten im Zusammenhang mit Übernahmen (einschließlich der Kosten im Zusammenhang mit dem Erwerb des neuen Standorts Asker) und andere Kosten, die einmaliger Natur oder nicht operativ sind. Die anderen Hauptbestandteile sind außerordentliche Kosten im Zusammenhang mit der Einführung des globalen SAP-Systems, inflationsbedingte Einmalzahlungen an Mitarbeiter, die nicht Teil der wiederkehrenden Kostenbasis sind, sowie Steuer- und Rechtsberatungskosten, die im Zusammenhang mit der Reorganisation der Gruppe entstanden sind.

Das Wachstum des Betriebsergebnisses im Vergleich zum Vorjahr wird durch die Auswirkungen des beizulegenden Zeitwerts der Asker-Akquisition positiv beeinflusst, einschließlich der erfolgswirksamen Erfassung des Gewinns als günstiger Erwerb (20,9 Mio. €), der im Jahr der Akquisition als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurde. Ohne den Effekt von 15,5 Mio. € aus der Asker-Akquisition ist das Betriebsergebnis um 18 % auf 16,5 Mio. € gestiegen.

Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung 2023 2022
m € m €
Umsatzerlöse 375,7 306,5
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -6,2 0,9
Andere aktivierte Eigenleistungen 1,5 1,6
Sonstige betriebliche Erträge 24,6 3,5
Gesamtleistung 395,6 312,5
Materialaufwand -154,2 -112,8
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -123,8 -94,8
Aufwendungen für bezogene Leistungen -30,4 -18,0
Personalaufwand -128,3 -110,7
Abschreibungen -34,9 -34,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen -46,1 -40,1
Betriebsergebnis 32,0 14,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7,0 8,5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -33,4 -14,2
Ergebnis vor Steuern 5,6 8,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3,2 2,2
Periodenergebnis 2,4 10,5
Umsatzaufteilung nach Geschäftsbereich: 2023 2022
Mio. € Mio. €
Auftragsherstellung 304,0 235,9
Auftragsanalytik und Entwicklung 29,4 32,2
Klinikmuster 13,3 12,5
Logistikdienstleistungen 29,0 25,9
Umsatzerlöse 375,7 306,5

Im Jahr 2023 stieg der Gesamtumsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um 22,6 % auf 375,7 Mio. €. Von dem Anstieg entfallen 41,0 Mio. € auf den neunmonatigen Betrieb des neuen Standorts Asker. Der Rest resultiert sowohl aus einem Mengenwachstum als auch aus Preiserhöhungen, die mit der Weitergabe gestiegener Rohstoffpreise in Verbindung stehen.

Der Materialaufwand stieg im Geschäftsjahr auf 151,2 Mio. € (2022: 112,8 Mio. €), was auf das Geschäftswachstum einschließlich des zusätzlichen Geschäfts am Standort Asker, aber auch auf höhere Kosten infolge des inflationsbedingten Anstiegs der Material- und Energiepreise zurückzuführen ist. Der Personalaufwand stieg um 15,9 % auf 128,3 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (110,7 Mio. €) aufgrund höherer Vergütungen einschließlich einmaliger (nicht wiederkehrender) Effekte für inflationsbedingte Zahlungen und eines Anstiegs der Mitarbeiterzahl.

Die Abschreibungen sind trotz darin enthaltener Zuschreibungen in Höhe von 4,1 Mio. EUR (vgl. Konzernanhang Anhangangabe 18) mit 34,9 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (34,9 Mio. €) unverändert. Dazu hat auch die erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Asker Contract Manufacturing AS, Asker, Norwegen, mit Abschreibungen in Höhe von 3,5 Mio. € beigetragen. Dieses insgesamt hohe Niveau steht im Einklang mit der Strategie der Gruppe, weiterhin in den Ausbau der Kapazitäten, die Modernisierung der Maschinen und der Infrastruktur einschließlich der IT zu investieren, wobei erhebliche Investitionen in das SAP- System getätigt wurden, das im Geschäftsjahr 2022 zum ersten Mal ganzjährig abgeschrieben wurde. Im Geschäftsjahr 2023 wurde SAP an unserem Standort in Ploermel und für eine Reihe von Holdinggesellschaften in Betrieb genommen. Wir gehen davon aus, dass wir die erste Phase der SAP-Einführung im Geschäftsjahr 2024 abschließen werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 6,0 Mio. € auf 46,1 Mio. €. Der Hauptgrund dafür war ein Anstieg der Reparatur- und Instandhaltungskosten um 4,2 Mio. €.

Das Betriebsergebnis für das GJ23 betrug 32,0 Mio. € und ist damit um 18,0 Mio. € höher als im Vorjahr, was auf die oben beschriebenen Faktoren zurückzuführen ist.

Die (Netto-)Finanzierungsaufwendungen für Fremdmittel sind im Vergleich zum Vorjahr um 20,7 Mio. € gestiegen. Dies ist hauptsächlich auf höhere Zinssätze bei gleichzeitiger Aufnahme eines zusätzlichen Bankdarlehens zurückzuführen. Darüber hinaus hat sich die positive Mark-to-Market-Bewertung unserer. Zinsderivate zum 31. Dezember 2022 im Jahr 2023 im Wesentlichen umgekehrt.

Finanzlage

2023 2022
Mio. € Mio. €
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 58,1 24,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit -69,2 -20,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 15,3 -12,7
Nettozunahme (-abnahme) an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 4,2 -8,8
Wechselkursänderungseffekte 0,1 -0,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 15,0 24,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 19,3 15,0

Der Anstieg des positiven Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit von 24,6 Mio. € auf 58,1 Mio. € ist in erster Linie auf Veränderungen des Working Capital zurückzuführen.,

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit setzt sich aus Mittelabflüssen für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 21,1 Mio. € (2022: 13,9 Mio. €) und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 7,84 Mio. € (2022: 6,8 Mio. €) zusammen, da das Unternehmen seinen starken Investitionsplan fortsetzt. Darüber hinaus wurde der Investitions-Cashflow des Jahres 2023 durch den für Asker gezahlten Kaufpreis (40,3 Mio. Euro) dominiert.

Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 15,3 Mio. € (2022: -12,7 Mio. €) beinhaltet im Wesentlichen den Mittelzufluss aus der Neuaufnahme eines Darlehens in Höhe von 40,0 Mio. € und aus der Ausweitung der Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditfazilität in Höhe von 2,0 Mio. € (2022: 6,0 Mio. €) abzüglich der Mittelabflüsse für die Rückzahlung von Leasingverpflichtungen in Höhe von 4,6 Mio. € (2022: 6,1 Mio. €) und für gezahlte Nettozinsen in Höhe von 17,3 Mio. € (2022: 12,6 Mio. €).

Insgesamt verfügt die Gruppe über Kreditlinien in Höhe von 392,4 Mio. € (2022: 372,4 Mio. €), die sich aus einem endfälligen Tilgungsdarlehen in Höhe von 330,0 Mio. € (2022: 330,0 Mio. €) und einer revolvierenden Kreditfazilität in Höhe von 62,4 Mio. € (2022: 42,4 Mio. €) zusammensetzt, von denen 8,0 Mio. € im Dezember 2022 unmittelbar in Anspruch genommen und 1,5 Mio. € für Garantien verwendet werden. Der Konzern verfügte zum Stichtag über direkt verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 19,3 Mio. € (2022: 15,0 Mio. €).

Der Konzern ist seinen Zahlungsverpflichtungen während des Geschäftsjahres jederzeit nachgekommen. Die Geschäftsführung überprüft mindestens monatlich die Liquiditätssituation und leitet bei Bedarf geeignete Maßnahmen ein, um etwaigen Liquiditätsengpässen rechtzeitig vorzubeugen.

Die bis zum 31. Dezember 2023 eingegangenen Verpflichtungen werden in den folgenden Berichtsperioden zu Mittelabflüssen von rund 37,2 Mio. € (2022: 17,9 Mio. €) führen und aus dem vorhandenen Zahlungsmittelbestand und dem operativen Cashflow finanziert werden sollen.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

Bilanz

31.12.2023 31.12.2022
m € m €
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 148,6 146,7
Sachanlagen 168,8 123,5
Nutzungsrechte 32,4 27,9
Derivative Finanzinstrumente 3,2 10,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 9,1 10,1
362,1 318,6
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 48,0 39,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 121,3 102,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19,3 15,0
188,6 156,8
Aktiva Gesamt 550,7 475,4
Passiva
Langfristige Verbindlichkeiten
Kreditverbindlichkeiten 323,8 285,7
Leasingverbindlichkeiten 31,6 25,1
Latente Steuerverbindlichkeiten 13,9 11,1
Pensionsverpflichtungen 15,4 13,2
Sonstige Rückstellungen 0,5 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 3,7 2,1
388,9 337,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 95,1 74,3
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten - -- 1,6 1,8
Kreditverbindlichkeiten 8,0 6,0
Sonstige Rückstellungen 0,6 0,0
Leasingverbindlichkeiten 4,2 5,2
109,5 87,3
Verbindlichkeiten Gesamt 498,4 424,5
Eigenkapital 52,3 50,9
Passiva Gesamt 550,7 475,4

Die Bilanzsumme der Gruppe zum 31. Dezember 2023 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 75,3 Mio. € auf 550,7 Mio. €.

Auf der Aktivseite ist der Hauptanstieg auf die Akquisition von Asker mit zusätzlichen Sachanlagen sowie auf die Posten des Betriebskapitals (Forderungen und Vorräte) zurückzuführen, die auch aufgrund höherer Aktivität, zusätzlicher Sicherheitsbestände zur Bewältigung von Unsicherheiten in der Lieferkette, der Inflation und normaler Timing-Effekte ebenfalls gestiegen sind. Auf der Passivseite haben wir einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten zu verzeichnen, der sowohl auf das höhere Aktivitätsniveau als auch auf die Übernahme von Asker zurückzuführen ist. Die langfristigen Kreditverbindlichkeiten stiegen um 40 Mio. € zur Finanzierung der Übernahme von Asker, während die kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten um 2 Mio. € zunahmen, da das Unternehmen seine flexible revolvierende Kreditfazilität nutzte, um die Investitionen in das Working Capital zu finanzieren. Darüber hinaus sind auch die langfristigen Verbindlichkeiten gestiegen, da das Unternehmen Immobilien-Leasing-Verträge verlängert hat.

Die Geschäftsleitung hat die künftige Finanzierungs- und Liquiditätslage des Konzerns und des Unternehmens in Bezug auf die verfügbaren Kreditlinien gewürdigt. Der Konzern ist im Rahmen der Bankfinanzierung verpflichtet, bestimmte Kennziffern (Covenants) einzuhalten, einschließlich des Verhältnisses des sogenannten Consolidated Senior Net Debt zum EBITDA. Die Covenants werden vierteljährlich anhand von Managementinformationen und jährlich zum 31. Dezember anhand des geprüften Konzernabschlusses überprüft. Das Management hat Prognosen und Budgets für einen ausreichenden Zeitraum erstellt, um die Einhaltung der Covenants zu beurteilen, und bestätigt, dass ausreichend Spielraum vorhanden ist. Daher wird es als angemessen erachtet, den Konzernabschluss auf der Grundlage der Unternehmensfortführung zu erstellen.

Gesamtaussage

Insgesamt war 2023 trotz der Herausforderungen durch die Folgen der weltweiten Pandemie, den Russland-Ukraine-Kriegs und des inflationären Umfelds ein positives Jahr, in dem der Konzern seine geplante Investitions- und Wachstumsstrategie weiter umsetzen sowie seine strategische Ausrichtung weiter stabilisieren und festigen konnte (u. a. durch organisches Wachstum, aber auch durch die Akquisition von Asker und verschiedene Kundenprojekte).

III. Ereignisse nach dem Berichtszeitraum

Es haben keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ereignet.

IV. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

NextPharma hat ein System zur Risikoüberwachung und der Leistung seiner Betriebsstandorte durch formelle zweiwöchentliche und monatliche Berichte über finanzielle und operative Ergebnisse und monatliches Reporting der Key Performance Indicators (einschließlich des Umsatzes und des bereinigten EBITDA) entwickelt. Regelmäßige Business Review Meetings werden abgehalten, die es dem lokalen Management ermöglichen, finanzielle, kommerzielle und operative Ergebnisse der Geschäftsleitung zu präsentieren, identifizierte Risiken mit dieser zu diskutieren und geeignete Reaktionen zu implementieren. Diese Treffen werden durch Besprechungen zur Überprüfung der Verkaufsaktivitäten, der Produktion sowie der prognostizierten Einnahmen und des bereinigten EBITDA ergänzt, die mindestens alle zwei Wochen sowie zusätzlich nach Bedarf stattfinden. Monatliche Geschäftsleitungssitzungen werden zwischen der Geschäftsleitung von NextPharma und Vertretern der Anteilseigner abgehalten, um die Leistung und Strategie zu überprüfen.

Chancen

Die wesentlichen Chancen für die weitere positive Entwicklung der NextPharma-Gruppe liegen in der Ausweitung des Umsatzes durch die Gewinnung neuer Kunden und Projekte, sowie die Erschließung neuer Marktsegmente und weiterer geographischer Märkte.

Die Ausweitung der geografischen und technologischen Präsenz der Gruppe mit dem neuen Standort sollte das weitere Umsatzwachstum unterstützen. Der anhaltende Strukturwandel in der pharmazeutischen Industrie bietet NextPharma ebenfalls Möglichkeiten zur Expansion, wenn geeignete Standorte erworben werden können.

Schnelligkeit ist einer der Kernwerte der Gruppe und eine schnelle, agile Reaktion auf Marktveränderungen und -effekte ist ein Wettbewerbsvorteil. NextPharma wird von dynamischen Teams in den Bereichen Unternehmens- und Geschäftsentwicklung sowie Kundenservice, einem strukturierten internen Berichtswesen und ergänzenden Informationen aus externen Quellen unterstützt, die eine rechtzeitige Reaktion auf Marktchancen gewährleisten.

Nach aktuellen Erkenntnissen bietet die anhaltend ansteigende Nachfrage nach Contract Development and Manufacturing (CDMO) Leistungen in Europa mittel- bis langfristig ein zusätzliches Wachstumspotential.

Risiken

Die Gesamtverantwortung für ein wirksames Risikomanagementsystem liegt bei der Geschäftsführung. Eine Überprüfung der Risiken und Chancen ist Teil unserer regelmäßigen internen Berichterstattung. Die Funktionsbereiche sind dafür verantwortlich, die einzelnen Risiken zu identifizieren und zu melden sowie die möglichen Auswirkungen zu bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Folgenden werden die Risiken in die folgenden Kategorien eingeteilt: Externe Risiken, operative Risiken und finanzielle Risiken.

Versicherung

Soweit möglich und finanziell vertretbar, hat NextPharma Versicherungen abgeschlossen, um eine große Anzahl von Risiken abzudecken. Diese Policen decken unter anderem Produkthaftung, Sachschäden, Betriebsunterbrechung, Rechtskosten und Cyber-Risiken ab und sind Teil unserer Strategie zur Risikominderung

Externe Risiken

Die Fähigkeit, allgemeine existenzielle Risiken wie Naturkatastrophen, Pandemien, bewaffnete Konflikte und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Schäden vorherzusehen, ist begrenzt. NextPharma ergreift jedoch, wann immer dies möglich ist, Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die Gruppe angemessen und schnell auf solche Ereignisse reagieren und die direkten oder indirekten Auswirkungen eines solchen Ereignisses abmildern kann. Nachfolgend werden Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit aufgeführt, die sich wiederholen könnten oder andauern.

Pandemie

Eine weltweite Pandemie stellt nach wie vor ein Risiko für das Unternehmen dar, unabhängig davon, ob es sich um das Wiederauftreten eines stärkeren Covid-Stammes oder um eine andere Krankheit handelt. Wie wir in den Jahren 2020 und 2021 gesehen haben, würden sich alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Krankheit, wie z. B. Lockdowns, die die Infektionsraten verringern sollten, wahrscheinlich negativ auf den Markt für bestimmte Produktgruppen (Husten/Erkältung, Antibiotika) auswirken und somit messbare Auswirkungen auf die Umsätze unserer Standorte haben, die Produkte in diesen Segmenten herstellen. Ein solches Ereignis würde sich auch auf die Geschäftsentwicklung auswirken, da direkte Interaktionen mit potenziellen Kunden, wie z. B. Besuche vor Ort, nicht möglich wären und die allgemeine Unsicherheit, die die Investitionsbereitschaft der Kunden beeinträchtigen dürfte. Auch Lieferketten könnten unterbrochen werden, obwohl dieses Risiko grundsätzlich als gering eingestuft wird. Obwohl es schwierig ist, die konkrete Form eines solchen Ereignisses vorherzusagen, ist die Geschäftsleitung der Ansicht, dass die Qualitäts- und Hygieneroutinen in unserer Produktion die direkten betrieblichen Auswirkungen begrenzen würden. Dennoch bleibt ein mittleres Risiko, dass ein Teil unseres Produktportfolios betroffen wäre.

Anhaltender Russland-Ukraine-Krieg und Konflikt im Nahen Osten

Der Konflikt in der Ukraine dauert an und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts keine gibt es keine Anzeichen einer Lösung. Je nach Entwicklung der Lage ist es möglich, dass wesentliche Risiken für das Unternehmen entstehen, zum Beispiel im Falle einer Eskalation. Bislang hatte der Krieg nur begrenzte direkte Auswirkungen auf den Konzern. NextPharma verkauft nicht direkt in in die unmittelbar betroffenen Gebiete, aber einige wenige Kunden (darunter ein Top-10-Kunde) tätigen Verkäufe nach Russland (medizinischer Bedarf, der nicht den Sanktionen unterliegt) und in die Ukraine, und die Mengen in diese Märkte werden wahrscheinlich von diesen Ereignissen betroffen sein. Die Geschäftsleitung geht derzeit davon aus, dass es zu keinem weiteren Rückgang der Absatzmengen kommen wird.

Darüber hinaus könnte der Konflikt im Nahen Osten den Verkehr auf einer wichtigen Route der Lieferkette einschränken, was auch unsere Lieferketten beeinträchtigen könnte. Insgesamt schätzt das Management die Auswirkungen auf unser Geschäft derzeit als begrenzt ein.

Inflation

Die Kosten von NextPharma könnten durch hohe Inflation vor allem in Bereichen wie Material, Personal und Energie beeinflusst werden. Es besteht das Risiko, dass die potenziell gestiegenen Kosten nicht (oder nicht vollständig) an unsere Kunden weitergegeben werden können. Andererseits sind die Kunden möglicherweise auch nicht in der Lage, die höheren Kosten in vollem Umfang weiterzugeben, da sie mit anderen Regionen konkurrieren, die nicht oder in geringerem Maße betroffen sind.

Wie bereits im Wirtschaftsbericht erwähnt, haben die Inflationsraten, insbesondere in Europa, Größenordnungen wie seit vielen Jahren nicht mehr erreicht, was durch die angebotsseitigen Auswirkungen von Covid und dem Russland-Ukraine-Krieg (und den damit verbundenen russischen Sanktionen) angeheizt wurde. Dies hatte erhebliche und messbare Auswirkungen auf die Produktionskosten, die bereits im Geschäftsjahr 2023 nachgelassen haben. Eine weitere Reduktion dieser Auswirkungen wird für das Geschäftsjahr 2024 erwartet. Um die Auswirkungen weiter steigender Material- und Arbeitskosten abzumildern, kann die Gruppe zusätzliche Preiserhöhungen durchführen, um die Kostensteigerungen zu decken. Zur Deckung von Energiekostensteigerungen hat der Konzern Ende des Geschäftsjahres 2022 und auch im Geschäftsjahr 2023 bei der Mehrheit der Kunden einen flexibleren Aufschlag eingeführt, der · die Entwicklung der direkt vom Unternehmen getragenen Energiekostensteigerungen widerspiegelt. Wir waren in der Lage, diesen vorübergehenden Energiezuschlag Ende des Geschäftsjahres 2023 rückgängig zu machen und glauben, dass wir diesen Mechanismus auch in Zukunft nutzen können, wenn weitere Preisschocks auftreten sollten. Weitere Kostensteigerungen würden die Endkundenmärkte unter Druck setzen, aber das größte Risiko besteht für einen kleineren Teil des Produktportfolios, der Preisobergrenzen oder Ausschreibungsvereinbarungen unterliegt. Insgesamt betrachten wir die Inflation als ein geringes bis mittleres Risiko.

Operative Risiken

NextPharma's tatsächliche Ergebnisse und Erfolgsaussichten können durch eine Reihe von betrieblichen Risiken und Unwägbarkeiten beeinflusst werden. Dazu gehören die Wettbewerbssituation und die Nachfrage des Marktes nach Produkten von Kunden, die Verfügbarkeit bestimmter pharmazeutischer Wirkstoffe (APIs) und anderer Materialien, behördliche Genehmigungen, regulatorische und Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken.

Wettbewerbssituation

Aus Sicht des Managements stehen Pharmaunternehmen vor einer Reihe von Herausforderungen, darunter die Bedrohung durch sinkende Umsätze und Margen aufgrund von Patentabläufen, zunehmender Verwendung von Generika und regulatorischem Preisdruck. Infolgedessen könnten die betroffenen Pharmaunternehmen vorsorglich Maßnahmen zur Kostensenkung und Umstrukturierung ergreifen, was wiederum zu Fusionen und nachfolgendem Insourcing der Produktion oder dem Versuch, Waren in Niedrigkostenländern wie China und Indien zu beschaffen, führen könnte, welche NextPharma als die Hauptrisiken für sein Geschäft ansieht. Auch wenn Kosten mit der Verlagerung von Produkten verbunden sind und die Rate der Kundenverluste gering ist, arbeitet die Gruppe hart daran, diesen Risiken durch sehr gute Serviceleistungen und die Entwicklung von Kundenbeziehungen abzuschwächen.

Marktnachfrage nach Kundenprodukten/Kundenrisiko

Es gibt Risiken für die Endkundenmärkte, entweder in Bezug auf ein bestimmtes Kundenprodukt, z. B. das Risiko von Wettbewerbern oder regulatorischen Risiken, oder für ein bestimmtes Marktsegment, wie z. B. in jüngster Zeit bei Husten und Erkältung. NextPharma ist sowohl in Bezug auf die Kunden als auch in Bezug auf die Produkte selbst gut diversifiziert und stellt Produkte in verschiedenen Darreichungsformen und für verschiedene Indikationen her. Daher wird dieses Risiko, obwohl es einen einzelnen Standort stärker betreffen könnte, aus Konzernsicht als geringes bis mittleres Risiko angesehen.

Beschaffungsrisiken

NextPharma kauft eine Vielzahl von Rohstoffen, Komponenten und Dienstleistungen, die für die Produktions- und Analyseprozesse entscheidend sind, von Lieferanten ein und ist daher dem Risiko unerwarteter Lieferengpässe und/oder Preissteigerungen ausgesetzt. Die Auswirkungen von Covid-19 und des Russland-Ukraine-Krieg haben zu erheblichen Unterbrechungen der Lieferketten geführt, und obwohl sich die Situation derzeit etwas entspannt, bleibt sie schwierig. Um diese Risiken abzumildern und die Versorgung zu sichern, hat das Management die Sicherheitsbestände für bestimmte Materialien erhöht und, wo nötig, mit Zustimmung und Unterstützung der Kunden frühere Käufe getätigt. Darüber hinaus arbeitet die Gruppe proaktiv mit ihren Kunden zusammen, um alternative Lieferanten zu finden und so die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Insgesamt schätzt das Management das Risiko als gering ein.

Produktions- und Qualitätsrisiken

Als Hersteller trägt die Gruppe die damit verbundenen Risiken wie Kapazitätsengpässe, Überkapazitäten, Produktionsausfälle und Produktionsabweichungen. Eine sorgfältige Planung der Produktionskapazitäten, der Einsatz vielseitiger Maschinen mit flexiblen Arbeitsplänen und eine kontinuierliche Überwachung der Produktionsprozesse können diese Risiken deutlich begrenzen. Die Methodik der kontinuierlichen Verbesserung ist ebenfalls hilfreich, da sie die Vereinfachung von Prozessen, die zunehmende Automatisierung und die Digitalisierung fördert. Das Risiko von Qualitätsproblemen wird durch umfassende Qualitätskontrollen während des gesamten Produktionsprozesses gemindert: von Prüfungen der eingehenden Materialien und Lieferantenaudits bis hin zu einem strengen Produktfreigabeverfahren. Dieser robuste Qualitätsprozess stellt auch sicher, dass alle aktuellen gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden. Das Risiko wird als gering eingestuft.

Regulatorische Risiken

Das Unternehmen ist in einem stark regulierten Umfeld tätig. Dies gilt sowohl für die Produkte selbst als auch für den Produktionsprozess, die verwendeten Materialien und die Fabriken, in denen die Produkte hergestellt werden. Infolge des umfassenden Qualitätsprozesses in der gesamten Lieferkette (ca. 25 % der Mitarbeiter sind in Qualitätsfunktionen tätig) sind die Risiken bezüglich der Patientensicherheit äußerst gering. Risiken im Produktionsprozess, für die NextPharma direkt verantwortlich ist, werden durch Standardarbeitsanweisungen (SOP) in Übereinstimmung mit den neuesten Herstellungsrichtlinien (GMP), Schulungsprogrammen und einem übergreifenden Qualitätssystem, das in den Beschaffungs- und Produktionsprozess eingebettet ist, sowie durch regelmäßige externe Qualitätsaudits behandelt. Das Risiko einer Werksschließung aufgrund von behördlichen Feststellungen wird ebenfalls als äußerst gering angesehen. Darüber hinaus sind der Gruppe derzeit keine Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen bekannt, die ein Risiko für die Geschäftstätigkeit der Gruppe darstellen. Das Risiko wird somit als gering eingestuft.

IT-Risiken

Die Geschäftsprozesse der Gruppe werden durch eine Vielzahl von spezifischen Softwareanwendungen und IT-Systemen unterstützt. Ein Ausfall oder eine Beeinträchtigung der geschäftskritischen IT-Systeme aufgrund von Cyberangriffen oder anderen Bedrohungen könnte zu erheblichen Unterbrechungen, finanziellen Verlusten oder Datenverlusten führen. NextPharma mindert diese Risiken durch die Implementierung von sicheren IT-Systemen und IT-Sicherheitsrichtlinien sowie Benutzerschulungen für alle Mitarbeiter, einschließlich Sicherheitsbewusstsein, Netzwerksicherheit, Malware-Prävention und angemessene Kommunikation und Praktiken zur Reaktion auf Vorfälle. Das Management schätzt das Risiko als gering bis mittel ein.

Finanzielle Risiken

Die Gruppe ist mit einer Reihe von finanziellen Risiken konfrontiert, insbesondere mit Zinsrisiken. Weitere Risiken sind das Wechselkursrisiko und das allgemeine Liquiditätsrisiko. Das größte Zinsrisiko besteht für die Gruppe bei einem langfristigen Darlehen in Höhe von 330 Mio. €, das an einen variablen EURIBOR-Satz gebunden ist. Zur Minderung dieses Risikos wurde bei der Aufnahme des Darlehens ein Finanzinstrument, d. h. ein Zinsderivat (Zinscap), abgeschlossen, das den Zeitraum bis März 2024 abdeckt, und weitere wurden abgeschlossen, um die Absicherung bis März 2026 zu verlängern. Alle Caps dienen ausschließlich Absicherungszwecken. Der im Jahr 2021 erworbene Cap erfüllt jedoch nicht alle Kriterien eines Cashflow-Hedge. Daher werden dessen Wertveränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die in den Jahren 2022 und 2023 erworbenen derivativen Finanzinstrumente erfüllen die Kriterien eines Cashflow-Hedge. Daher wird deren Wertänderung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Es ist die Politik der Gruppe, eine ausreichende Termindeckung aufrechtzuerhalten, und diese wird regelmäßig überprüft.

Die meisten Geschäftstransaktionen erfolgen in Euro, jedoch gibt es in begrenztem Umfang mit Kunden und Lieferanten auch Transaktionen auf US-Dollar-Basis oder in anderen Währungen. Die Währungseffekte werden laufend überwacht, und die Geschäftsleitung kann Absicherungsstrategien einsetzen, wenn das potenzielle Risiko steigt.

Die Gruppe verfügt über eine Kreditlinie (revolvierende Kreditfazilität) in Höhe von 62,4 Mio. €, die kurzfristig und flexibel genutzt werden kann, wenn ein spezifischer Bedarf an Barmitteln, sei es für Working Capital oder andere betriebliche Erfordernisse, besteht

Gesamtaussage zur Risiko- und Chancenlage aus Sicht der Konzernleitung

Unter Berücksichtigung aller oben genannten Risiken und der allgemeinen Entwicklung der Weltwirtschaft ist die Gesamtsituation für die Gruppe positiv zu bewerten. Das Management ist der Ansicht, dass die Wachstumsstrategie der Gruppe weiterhin robust und angemessen ist: Das Unternehmen konzentriert sich organisch auf die Entwicklung bestehender Kundenbeziehungen, indem es qualitativ hochwertige Produkte, Schnelligkeit und Reaktionsgeschwindigkeit sowie einen insgesamt exzellenten Kundenservice anbietet, und anorganisch auf die Erschließung neuer Märkte und die Ausweitung des Marktanteils durch den Erwerb zusätzlicher Standorte mit komplementären Merkmalen, z. B. neue Technologien, geografische Lage oder zusätzliche Kapazitäten für bestehende Produkte. Den wesentlichen Risiken eines eventuellen Produktions-Insourcing der Kunden und einer veränderten Nachfrage des Marktes wird durch die Beibehaltung eines diversifizierten Produktportfolios mit mehreren Technologien und Standorten entgegengewirkt. Insgesamt sieht das Management keine bestandsgefährdenden Risiken.

V. Prognosebericht

Das zukünftige Wachstum der Gruppe basiert auf organischen und anorganischen Wachstumsstrategien.

Unser organisches Wachstum basiert auf der Erschließung neuer Kunden, der Entwicklung neuer und/oder bestehender Produkte sowie auf der weiteren Fokussierung und dem Ausbau bestehender Kundenbeziehungen. Bei bestehenden Kunden strebt der Konzern einen profitablen Ausbau der Zusammenarbeit durch eigene und Kundeninvestitionen sowie langfristige Verträge an.

Die Auftragslage ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Abschlusses im Vergleich zum Vorjahr positiv. Fast alle Werke zeigen eine Verbesserung des Auftragseingangs und der Kundenprognosen für das CMS-Geschäft. Bei einigen Standorten hängt dies mit der Erholung der Volumina auf ein normales Niveau nach Covid zusammen, in anderen Fällen spiegelt es das Wachstum der Kundenmärkte wider. Wir erwarten auch ein starkes Wachstum bei den Produktentwicklungsdienstleistungen (PDS), insbesondere in Verbindung mit neuen Kunden, sowie bei den klinischen Versuchsdienstleistungen (CTS), was sich positiv auf die Ergebnisse des Konzerns auswirkt.

Darüber . hinaus arbeitet die Gruppe weiterhin intensiv an konzernweiten und standortspezifischen Verbesserungsinitiativen, die den Kostendruck abschwächen und die Rentabilitätsziele der Gruppe unterstützen. Zu diesen Initiativen gehören Maßnahmen zur Produktions- und Prozessoptimierung sowie strategische Projekte, beispielsweise im Bereich der Beschaffung. NextPharma investiert auch weiterhin in den Ausbau hochwertiger Produktionsflächen und -maschinen, um die Kundennachfrage zu befriedigen, Marktchancen zu nutzen und Effizienzsteigerungen zu erzielen.

Aus einer anorganischen Perspektive plant die Gruppe, ihre Ziele durch weitere Akquisitionen zu erreichen. Die Gruppe geht bei der Umsetzung dieser Strategie sehr sorgfältig vor und sucht nach Vermögenswerten, die bestimmte Kriterien in Bezug auf Größe, Fähigkeiten, Komplementarität und Standort erfüllen. Besonderes Augenmerk liegt auf der europäischen Region und Nordamerika, da diese Märkte von großer Bedeutung sind und viele Pharmaunternehmen die Zusammenarbeit mit einer zuverlässigen "CDMO" mit Sitz in Europa oder in der westlichen Hemisphäre suchen.

Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Gruppe (einschließlich des neuen Standorts Asker) von einem Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich und einer niedrigen zweistelligen Wachstumsrate beim bereinigten EBITDA aus. Dieses Wachstum soll teilweise durch den Ganzjahreseffekt des neuen Standorts Asker, aber auch durch ein Mengenwachstum an allen anderen Standorten, das auf einer höheren Kundennachfrage und neuen Geschäften basiert und durch höhere Arbeitskräfte- und Maschinenkapazitäten unterstützt wird. Die Inflationseffekte werden voraussichtlich moderater ausfallen, wobei erwartet wird, dass sich Preis- und Kosteneffekte weitgehend ausgleichen.

Angesichts der anhaltend positiven Entwicklung der Pharmaindustrie im Allgemeinen, die das Wachstum in den Märkten unserer Kunden antreibt, und des anhaltenden Kostendrucks in den Gesundheitssystemen, der zu einer hohen Nachfrage nach den speziell von NextPharma angebotenen Dienstleistungen führt, sehen wir auch in Zukunft gute Wachstumschancen.

 

Göttingen, den 31. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Peter Arend William Burema

Eric Schmidhäuser

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