Finanz Informatik GmbH & Co. KGFrankfurt am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Konzern-Lagebericht 20241. Gesellschaftsrechtliche Rahmenbedingungen und Grundlagen der GesellschaftDie Finanz Informatik (FI) ist der bundesweit tätige IT-Dienstleister und Digitalisierungspartner der Sparkassen-Finanzgruppe. Neben der FI gehören die vollkonsolidierten Tochterunternehmen Finanz Informatik Technologie Service (FI-TS KG), Finanz Informatik Solutions Plus (FI-SP KG), Star Finanz und inasys zum FI-Konzern. Zu den Kunden des FI-Konzerns gehören zum 31.12.2024 348 Sparkassen, sechs Landesbanken, die DekaBank, fünf Landesbausparkassen, öffentliche Versicherer sowie weitere Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe und der Finanzbranche. Auf Grundlage der digitalen Finanzplattform One System Plus (OSPlus) stellt die FI ein umfassendes IT-Service-Leistungsangebot für die rund 50 Millionen (Mio.) Kundinnen und Kunden der Sparkassen bereit - von der Anwendungsentwicklung über den Infrastruktur- und Rechenzentrumsbetrieb bis hin zu Beratung, Einführung und Support. Die FI und ihre Tochterunternehmen beschäftigten zum 31.12.2024 insgesamt 6.926 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (auf Vollzeitkapazität gerechnet) und erwirtschafteten im Jahr 2024 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden (Mrd.) EUR. Ihr qualitativ hochwertiges IT-Full-Service-Angebot stellt die FI arbeitsteilig gemeinsam mit ihren Töchtern bereit. Diese tragen mit ihrem spezifischen Know-how maßgeblich zum Erfolg der FI-Gruppe bei. Die FI-TS KG und die FI-SP KG erbringen ihre Leistungen vorrangig für Landesbanken und weitere Verbundunternehmen. Die Star Finanz (Online- und Mobile-Banking / Apps) und die inasys (Private Banking- und Vermögensverwaltungs-Lösungen) ergänzen das Produktportfolio der FI für Sparkassen. Um die Vorteile künstlicher Intelligenz (KI) für die Sparkassen nutzbar zu machen und die KI-Strategie der FI umzusetzen, hat die FI in 2024 100 % der Anteile an der Web Computing GmbH erworben. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nachdem das gesamtwirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld in den vergangenen Jahren durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, den Krieg in der Ukraine sowie den Konflikt im Nahen Osten geprägt war, wird das Geschäftsmodell der Sparkassen derzeit vorwiegend durch die konjunkturelle Perspektive sowie den demografischen Wandel und Fachkräftemangel geprägt. Prozesseffizienz, -standardisierung und -automation sowie Skaleneffekte gewinnen in den Sparkassen damit signifikant an Bedeutung. Die Sparkassen-Finanzgruppe ist mit rund 50 Mio. Kundinnen und Kunden Marktführer im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland. Zielsetzung der Sparkassen ist es, die Rolle als wichtigster Finanzpartner für die Privatkundinnen und -kunden, den Mittelstand und die Kommunen in Deutschland auch in den kommenden Jahren abzusichern und weiter auszubauen. Die persönliche Betreuung, verbunden mit kundenorientierten digitalen (Self-)Services, ist und bleibt das Alleinstellungsmerkmal, mit dem sich Sparkassen vom Wettbewerb abheben. Dabei müssen die Sparkassen ihre Wettbewerbsposition nicht nur gegenüber ihren bisherigen Mitbewerbern verteidigen und weiter ausbauen, sondern sich zusätzlich gegenüber schnell agierenden Big- und FinTech-Unternehmen sowie Neo-Banken und Neo-Brokern behaupten. Die FI unterstützt die Sparkassen in diesem Wettbewerb und sichert gemeinsam mit den Partnern im Verbund die zentralen strategischen Zielsetzungen der Sparkassen ab - Kundenzufriedenheit, Marktrelevanz und ökonomische Robustheit. Dazu entwickelt die FI auf Grundlage der technologisch modernen Finanzplattform OSPlus begeisternde, effiziente und sichere Standardlösungen über alle Kontaktpunkte im Multikanal. 2.2. Geschäftsentwicklung der FI Die nachfolgenden Ausführungen fokussieren sich zunächst auf die Entwicklung der FI, da diese die Konzernentwicklung maßgeblich prägt. Unter 2.3. wird ein Überblick über die Schwerpunkte der FI-Tochterunternehmen gegeben. Die FI hat die IT-Anwendungslandschaft der Sparkassen auf Basis eines strategischen Entwicklungs- und Investitionsplans zur übergreifenden, integrierten OSPlus-Finanzplattform für die gesamte Sparkassen-Finanzgruppe ausgebaut. Dadurch stehen in allen digitalen Kanälen, wie der App Sparkasse, der Internet-Filiale, im Sparkassen-Chat oder der Telefonie, wie auch dem Arbeitsplatz in der Filiale, dem Service-Center oder den SB-Bereichen die Online-Funktionen der OSPlus-Finanzplattform integriert zur Verfügung. So wird gewährleistet, dass in allen Umgebungen immer die jeweils aktuellen Daten der Kunden, Konten und Verträge zu Grunde gelegt werden. Mit einer hohen Kundenorientierung und -zentrierung bei der Weiterentwicklung intuitiver digitaler (Self-)Services und Lösungen in OSPlus steigert die FI aktiv die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden sowie der Mitarbeitenden in den Sparkassen. Auf Basis einer Erhöhung des Standardisierungsgrads zwischen den Sparkassen werden weitergehende Automatisierungen bis hin zur Unterstützung der Institute mit künstlich intelligenten Lösungen umgesetzt. Zudem entlastet das Angebot von Infrastrukturlösungen die Sparkassen durch einen Managed Service-Ansatz mit standardisierten Gesamtpaketen. Diese Leistungen werden auf einer modernen IT-Infrastruktur bereitgestellt und in den hochverfügbaren und sicheren Rechenzentren der FI betrieben. Hierdurch wird die Generierung wirtschaftlicher Skalen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe ermöglicht. Kundenzentrierte und praxisorientierte OSPlus- Weiterentwicklung Wesentliche Grundlage der Weiterentwicklung der Finanzplattform OSPlus bilden die priorisierten Schwerpunkte der Geschäftsstrategie der Sparkassen. In Summe hat die FI in 2024 rd. 450 Mio. EUR in die kundenzentrierte Neu- und Weiterentwicklung sowie Pflege des digitalen Angebots der Sparkassen investiert. Der fachliche Ausbau der digitalen Finanzplattform hat sich in 2024 konsequent an der Geschäftsstrategie der Sparkassen und dem Sparkassen-Finanzkonzept (SFK) orientiert. Dazu wurde die Weiterentwicklung von OSPlus entlang der Bedürfnisse der Sparkassenkundinnen und -kunden in sechs kundenorientierte Bedarfsfelder strukturiert. Die am SFK ausgerichteten kundenorientierten Bedarfsfelder werden zudem um vier weitere Bedarfsfelder, die speziell auf die Anforderungen der Institute ausgerichtet sind, ergänzt. Die Nutzung des digitalen Banking-Angebots der Sparkassen konnte in 2024 mit 34,3 Mio. Online-Banking-Verträgen (+ 2,2 Mio. in 2024) und 17,9 Mio. aktiven Nutzenden der App Sparkasse (+ 1,7 Mio. in 2024) erfolgreich ausgeweitet werden. Anfang 2025 wurde die App Sparkasse sowohl durch das Magazin Capital als auch durch das Handelsblatt erneut zur besten Banking-App Deutschlands ausgezeichnet. Strategischer Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung der App Sparkasse zu einer Vertriebs-App mit einfachen Self-Service- und Produktabschlussprozessen. Im Mittelpunkt stehen dabei neue sogenannte „Themenwelten“, nahtlos integrierte Bereiche, die nach Kundenbedürfnissen und -wünschen gestaltet sind. Seit November 2024 befindet sich die erste Ausbaustufe der Themenwelt „Immobilie“ in einer Praxisverprobung. Weitere Entwicklungsschwerpunkte im Jahresverlauf 2024 waren u. a. die Umsetzung der Anforderungen aus dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, die Integration von Unterkonten „Spartöpfe“ und der Inkognito-Modus, bei dem die Salden, Umsätze und Kontonummern unkenntlich gemacht werden. Bei der Weiterentwicklung der speziell auf die Anforderungen der Institute ausgerichteten OSPlus-Lösungen stellte die Umsetzung und Bereitstellung der neuen Gesamtbanksteuerung einen Schwerpunkt in 2024 dar. Mit der positiven Einsatzempfehlung zur Gesamtbanksimulation mit vollem Methodenumfang (GBS-VMU) durch den Fachrat Banksteuerung und dem erfolgreichen Einsatz der neuen GBS-VMU zum Stichtag 31.07.2024 wurde dabei ein wesentlicher Meilenstein erreicht. Im Payment-Umfeld zeigen insgesamt 3,9 Mrd. (+ 500 Mio. zum Vorjahr) kontaktlose Bezahlvorgänge in 2024, dass die Kundinnen und Kunden der Sparkassen immer häufiger mit der Karte oder dem Smartphone bezahlen. Das Auftragsvolumen 2024 für Payment-Lösungen bei der FI lag im Jahr 2024 bei rd. 55 Mio. EUR. Die wesentlichen Themen der beauftragten Umsetzungen waren unter anderem Anforderungen aus der European Payment Initiative (EPI), die digitale Sofortkarte / digitale PIN-Lösung, die Überführung von Funktionen aus S-ID-Check in die S-pushTAN-App für Kreditkarten sowie die Umsetzung Betrugsprävention Sparkassen-Card. Im Juli 2024 ist die Sparkassen-Finanzgruppe darüber hinaus mit Wero am Markt gestartet. Mit Wero werden die vielfältigen Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden beim Bezahlen in einer einzigen, umfassenden europäischen Bezahllösung adressiert. In einer ersten Stufe wurden in diesem Zusammenhang Mitte 2024 P2P-Zahlung erfolgreich eingeführt. In Folgestufen werden sukzessive auch E- und M-Commerce-Funktionalitäten ergänzt. Zielsetzung ist ein europaweit einheitliches gemeinsames Omnikanal-Bezahlverfahren. Künstliche Intelligenz Im Hinblick darauf, Potenziale neuer Technologien in der Praxis zum Einsatz zu bringen stand im Jahr 2024 insbesondere das Thema KI im Fokus der FI. KI bietet ein hohes Potenzial, das vorhandene OSPlus-Lösungsangebot für die Sparkassen zu optimieren, Prozessautomatisierungen zu erreichen und damit Aufwände in den Sparkassen zu reduzieren. Die Sparkassen sind mit der einheitlichen Nutzung der OSPlus-Finanzplattform und dem Betrieb in den Rechenzentren der FI in einer guten Ausgangsposition, um die Potenziale von KI für das Geschäftsmodell der Sparkassen einzusetzen. Im Gegensatz zur Nutzung von „All-Zweck-KI“-Modellen großer Hyperscaler und deren Training und Betrieb in Public-Cloud-Umgebungen, werden die KI-Modelle der FI auf die speziellen Bedürfnisse der Sparkassen ausgerichtet, ohne dabei Risiken für Informationssicherheit und Datenschutz einzugehen. Mit dem Erwerb des KI-Engineering-Spezialisten Web Computing hat die FI den weiteren Kompetenzaufbau im KI-Bereich beschleunigt. Web Computing bietet Lösungen in den Bereichen generativer KI, AI-Engineering und Data Analytics. Als Tochter der FI wird sie die Implementierung von KI-Funktionen in die IT-Landschaft der Sparkassen mit vorantreiben. Der Umfang der KI-Unterstützung im OSPlus-Standard wird sukzessive ausgebaut. Derzeitige Schwerpunkte bilden Lösungen zum Offenlegungsprozess für Firmenkunden sowie zur Betrugsprävention und Unterstützung der Embargo-Anforderungen. Neben der weitergehenden KI-Unterstützung im OSPlus steht die KI-Unterstützung der Beraterinnen und Berater am Arbeitsplatz über das FI-Basisangebot im Fokus der kommenden Jahre. Mit dem S-KIPilot wurde in 2024 ein persönlicher KI-Assistent bereitgestellt, der in kurzen Release-Zyklen um zusätzliche Funktionen und Schnittstellen bis hin zu einer Anbindung der Office-Produkte erweitert wird. Nach der Einführung der Version 1 im September 2024 für insgesamt 30.000 Arbeitsplätze, folgte im Dezember 2024 die Bereitstellung der Version 2 des S-KIPilot. Seitdem wird der S-KIPilot durch die Anbindung an das Intranet und die Standardprozesse der Sparkassen sukzessive „sparkassenschlau“. Mitarbeitende der Sparkassen können nun individuelle Fragen zu prozessbezogenen und bankfachlichen Inhalten ihres Arbeitsalltags an den S-KIPilot stellen. Mittlerweile wurde die Benutzeranzahl des S-KIPilot auf circa 60.000 Arbeitsplätze verdoppelt. In 2025 werden in mehreren Releases weitere fachliche Erweiterungen für die Sparkassen bereitgestellt und der Nutzerkreis bei Sparkassen und Verbundpartnern erweitert. Entlastung der Institute bei Einführung und Nutzung neuer digitaler Lösungen Die FI stellt OSPlus-Neuerungen grundsätzlich in regelmäßigen Release-Zyklen zweimal jährlich bereit. Im (end-)kundenzentrierten Frontend-Bereich werden innovative Lösungen flexibel und in einer höheren Frequenz zur Verfügung gestellt. Dabei wird stets ein weitestgehend unterbrechungsfreier Einsatz der Systeme für die Sparkassenkundinnen und -kunden (Mobile- und Online-Banking sowie SB-Geräte) gewährleistet. Den technischen OSPlus-Release-Einsatz gestaltet die FI mit der Zielsetzung, den Aufwand vor Ort in den Sparkassen so gering wie möglich zu halten und somit die Aufnahmefähigkeit der Sparkassen zu stärken. Um die Wirksamkeit und Praxisorientierung und damit die schnelle Nutzung der neu entwickelten Lösungen abzusichern, wird die Pilotierung und Verprobung von Neuentwicklungen seit 2024 deutlich ausgebaut. Neue Anwendungen gehen erst in den Flächenrollout, sofern die Praxisreife nachgewiesen und bestätigt ist. Durch eine Vorparametrisierung und Versiegelung der Anwendungen auf Basis der PPS-Standardprozesse wird die Möglichkeit einer weitgehend automatisierten und eigenständigen Autoaktivierung ohne die Notwendigkeit einer manuellen Administration der Prozesse in den Instituten geschaffen. Zu jedem OSPlus-Release liefert die FI die zugehörigen PPS-Prozesse mit, sodass technische und organisatorische Anpassungen bei den Instituten Hand in Hand vorbereitet werden können. Darüber hinaus hat die FI in 2024 ihr Angebot „ReleasePlus“ zur Unterstützung der Sparkassen beim Release-Einsatz ausgebaut. Mit diesem Leistungsangebot wird eine schnellere Nutzung von Release-Inhalten durch eine standardisierte und kundenorientierte Verbesserung der aktiven Release-Information ermöglicht. ReleasePlus umfasst zum einen ergänzende Release-Informationen (kundenorientierte Aufbereitung der Release-Anlagen auf Basis des PPS-Standards durch ergänzende Kommunikationsformate, z. B. Webcasts) und zum anderen Intensivworkshops (aktive Unterstützung bei der Umsetzungsentscheidung auf Basis des PPS-Standards). Infrastrukturleistungen / Managed Services Das Angebot der Infrastrukturlösungen für die Sparkassen erfolgt entlang der vier Themenbündel Arbeitsplatz, Kommunikation & Collaboration, Netzinfrastruktur und technischer SB-Betrieb. Mit den Managed Services-Infrastrukturlösungen wird ein standardisiertes Gesamtpaket von technischen Infrastrukturleistungen (Hardware, Software und IT-Dienstleistungen) zur Verfügung gestellt. Die Institute werden dadurch bei den dezentralen Aufgaben im Betrieb technischer Infrastrukturlösungen umfassend unterstützt (inkl. administrativer und organisatorischer Serviceprozesse). In 2024 wurde das Angebot der FI um den Managed Service Arbeitsplatz erfolgreich weiter ausgebaut. Bei dem Managed-Service Angebot der FI wird der gesamte Lebenszyklus der Hardware und der damit verbundenen administrativen und organisatorischen Serviceprozesse unterstützt. Mitwirkungsleistungen der Institute wurden auf ein Mindestmaß reduziert. Zusätzlich bietet die FI seit Ende 2024 einen komplett gemanagten Arbeitsplatz auf Grundlage von Apple-Hardwarekomponenten an. Leistungen für den Verbund Die FI hat mit einem Umsatz von rund 518 Mio. EUR mit Landesbanken und Verbundpartnern in enger Zusammenarbeit mit den beiden Tochtergesellschaften FI-TS KG und FI-SP KG das Geschäft mit der Sparkassen-Finanzgruppe erneut ausgebaut. Neben einer weiteren Integration von Verbundpartnerlösungen in Sparkassenprozesse sowie dem OSPlus-Angebot für Landesbanken hat die FI in 2024 u. a. die technische Fusion der LBS NordOst im September 2024 erfolgreich durchgeführt. Die Vorbereitungen der technischen Fusion der LBS Süd mit einem Zieltermin im 3. Quartal 2025 verliefen in 2024 planmäßig. Über den Anwendungsplanungsausschuss der Landesbausparkassen wurden in 2024 IT-Umsetzungsmaßnahmen mit einem Volumen von rund 14.800 Personentagen beauftragt. IT - Betrieb / IT - Sicherheit Das hohe Vertrauen der Kundinnen und Kunden der Institute der Sparkassen-Finanzgruppe in die Sicherheit ihrer Daten und Informationen ist wesentlich für das Geschäftsmodell Sparkasse. Durch ein effektives Informationssicherheits-, Datenschutz-, Risiko- und Business-Continuity-Management gewährleistet die FI den Sparkassen Vertraulichkeit, Verfügbarkeit, Integrität und Authentizität ihrer Daten. Als zentraler IT-Dienstleister und Digitalisierungspartner der Sparkassen-Finanzgruppe betreibt die FI spezialisierte Hochverfügbarkeitsrechenzentren. Bei der Gestaltung der Produktionsinfrastruktur stehen die Aspekte Sicherheit, Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im Vordergrund. Um technische und wirtschaftliche Abhängigkeiten zu einzelnen Herstellern zu vermeiden, setzt die FI bei der Ausgestaltung ihrer Produktionsinfrastruktur, soweit möglich, auf eine Zwei- oder Mehr-Hersteller-Strategie und berücksichtigt geopolitische Entwicklungen und Erkenntnisse sowie deren Auswirkungen auf die Vertrauenswürdigkeit und Verfügbarkeit von Herstellern. Die mit den Sparkassen bzw. den relevanten Gremien (Ausschuss Preismodell und Dienstleistersteuerung) vereinbarten Service Level an Verfügbarkeit und Antwortzeit wurden in 2024 in der OSPlus-Gesamtsicht eingehalten. Zur Erfüllung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen, vertraglichen und nachhaltigen Anforderungen richtet die FI ihr ganzheitliches Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) an den international anerkannten, zertifizierungsfähigen Standards ISO 27001 und ISO 31000 aus. Durch gezielte Maßnahmen und den Betrieb eines Cyber-Defense-Centers (CDC), welches sich stetig an verändernde Angriffsmuster und -methoden anpasst, werden negative Auswirkungen aufgrund von Cyber- und Phishing-Angriffen verringert bzw. verhindert. Die Wirksamkeit dieser Sicherheitsmaßnahmen im Hinblick auf die operative Resilienz wird durch regelmäßige Audits und Penetrationstests, auch unter Beteiligung von unabhängigen, externen Spezialisten (bspw. TIBER-DE-Test) überprüft. Um die Einhaltung und Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten, steht die FI in intensivem Austausch mit ihren Partnern in der Sparkassen-Finanzgruppe und beteiligt sich an Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen. Auch im Jahr 2024 wurden verpflichtende Inhouse-Schulungen zu Themen der Informationssicherheit und des Datenschutzes durchgeführt. Technologiepartnerschaft mit IBM Die IBM ist einer der wichtigsten Technologiepartner und Lieferanten der FI. Ende 2024 wurde der Rahmenvertrag mit IBM (nach intensiven Verhandlungen) bis zum Jahr 2029 um weitere sechs Jahre verlängert. Für einzelne Komponenten wurde eine Vertragslaufzeit bis 2030 vereinbart. Inhaltlich berücksichtigt die erneuerte Partnerschaft die Nutzung der neuesten Hardware- und Softwaregenerationen sowohl von Großrechner- als auch Cloudtechnologien sowie Investitionen in die weitergehende Plattformunabhängigkeit. Regulatorik Vor dem Hintergrund zunehmender Cyberrisiken zielen auch aktuelle Regulierungsvorhaben auf eine Erhöhung des IT-Sicherheitsniveaus. Über die regulatorischen Anforderungen an Finanzinstitute hinaus steigen auch die IT-spezifischen Anforderungen erheblich. Neben deutlichen Verschärfungen der Sicherheits- und Transparenzregeln der europäischen KI-Verordnung (EU Artificial Intelligence (AI) Act) sowie der Datenschutzvorgaben (Data Act) sind neue Anforderungen insbesondere durch den Digital Operational Resilience Act (DORA) auf die Finanzbranche und damit die Sparkassen-Finanzgruppe zugekommen. DORA findet nach einer Übergangsfrist von zwei Jahren seit dem 17.01.2025 Anwendung. Die FI ist im Sinne der DORA-Verordnung als gruppeninterner IKT-Drittdienstleister der Sparkassen zu sehen. Die notwendigen Aktivitäten im Hinblick auf die DORA-Verordnung wurden in 2024 in enger Abstimmung mit dem DSGV, den Sparkassen und den FI-Gremien identifiziert und deren Umsetzung vorangetrieben. Die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben (z. B. AnaCredit, MaRisk-Novelle, DORA) erfordert eine wesentlich stärkere fachliche und technische Integration von Daten und Prozessen. Insbesondere kleine und mittlere Institute benötigen eine möglichst automatisierte Unterstützung für eine ressourcenschonende Abwicklung regulatorischer Anforderungen. Die FI wurde im Jahr 2022 nach § 44 Abs. 1 Satz 2 KWG durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geprüft. Auf Grundlage der Prüfungsergebnisse hat die FI einen Plan zur Abarbeitung der getroffenen Feststellungen mit der BaFin abgestimmt und befindet sich derzeit in dessen Umsetzung. Die Abarbeitung verlief im Jahr 2024 planmäßig. Nachhaltigkeit Die Sparkassen-Finanzgruppe misst der Nachhaltigkeit aufgrund ihres auf das gesellschaftliche Gemeinwohl ausgerichtete Geschäftsmodell einen besonderen Stellenwert bei. Der Fokus der FI liegt zum einen darauf, den Sparkassen Anwendungen bereitzustellen, die es ermöglichen, ihren gewerblichen und privaten Kundinnen und Kunden auf deren Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz durch geeignete Finanzdienstleistungen zu unterstützen. Zum anderen hat die FI als zentraler IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe mit eigenen großen Rechenzentren und als großer Arbeitgeber eine gesellschaftliche Verantwortung hinsichtlich eines nachhaltigen Wirtschaftens und Handelns. Um dieser gerecht zu werden, ist Nachhaltigkeit ein integraler Bestandteil der strategischen Ausrichtung und Planung der FI. Auch in 2024 hat die FI wieder verschiedene Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und messbaren Reduktion des CO2 -Fußabdrucks umgesetzt und kommt unter anderem mit der Vorbereitung auf die Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes auch den stetig steigenden regulatorischen Anforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit nach. Der CO2 -Fußabdruck konnte in 2024 erfolgreich auf 19.382 t reduziert werden (2023: 21.455 t). Personal Die FI bewegt sich in einem durch die demographische Entwicklung und dem damit zusammenhängenden Fachkräftemangel umkämpften Marktumfeld und hat gleichzeitig einen hohen Einstellungsbedarf. Daher ist sowohl die Mitarbeitergewinnung als auch die Mitarbeiterbindung von großer unternehmerischer Bedeutung. Durch aktive Recruiting-Maßnahmen (u. a. Active Sourcing, Teilnahme an Technologiekongressen) konnten im Jahr 2024 erfolgreich 649 MAK eingestellt werden. Eine wichtige Zielgruppe der FI bleiben dabei junge Nachwuchskräfte. Jahrgangsübergreifend werden aktuell rund 256 Nachwuchskräfte mit hochwertigen und qualifizierten Aus- und Weiterbildungsprogrammen gefördert (Auszubildende, Dual-Studierende und Trainees). Hinzu kommen rund 280 Werkstudierende (Bachelor- / Masteranden) sowie Praktikantinnen und Praktikanten. Im Mai 2024 hat die FI einen Haustarifvertrag mit der Gewerkschaft ver.di geschlossen, um standortübergreifend einheitliche und zukunftsgerechte Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Der Überleitungstarifvertrag als Teil dieses Tarifwerks wurde am 27.05.2024 unterzeichnet. Seit dem 01.01.2025 ist der Haustarifvertrag vollumfänglich in Kraft getreten. Rund 96 % der Mitarbeitenden der FI haben sich für einen Wechsel in den Haustarif entschieden. Zur weiteren Modernisierung der Arbeitsbedingungen wurden im Rahmen des Projektes myFI Weiterentwicklungen der Büro- und Raumkonzepte an allen drei Standorten umgesetzt. Die neu gestalteten Büroflächen fördern neue Möglichkeiten des Austauschs und der Zusammenarbeit. 2.3. Tochterunternehmen In den Konzernabschluss der FI sind die Jahresabschlüsse der FI-TS KG, der FI-SP KG, der Star Finanz und der inasys einbezogen. FI - TS KG Die FI-TS KG betreibt als IT-Dienstleister Rechenzentren und bietet IT-Dienstleistungen auf regulierten Plattformen an. Zum Kundenkreis der FI-TS KG zählen insbesondere Landesbanken und weitere Verbundunternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe. In 2024 erzielte die FI-TS KG Umsatzerlöse in Höhe von 404,7 Mio. EUR. Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31.12.2024 auf 231,2 Mio. EUR (jeweils vor Konsolidierung). Das Tochterunternehmen beschäftigte zum Bilanzstichtag insgesamt 981 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (auf Vollzeitkapazität gerechnet). Die FI-TS KG konnte in 2024 auslaufende Projekte durch eine Reihe von neu abgeschlossenen Kundenprojekten kompensieren. Mit der Investitionsbank Sachsen-Anhalt konnte ein relevanter Neukunde gewonnen werden. Die Nachfrage nach Mehrmengen und die damit verbundenen Erlösen waren ein weiterer Aspekt der positiven Entwicklung. Zudem hat die FI-TS KG in 2024 den Rechenzentrumsbetrieb verstärkt standardisiert und u. a. ein gemeinsames Projekt mit der FI zur Harmonisierung der Abläufe und Strukturen im Netzwerkbereich aufgesetzt. Der mehrjährige Umzug am Rechenzentrumsstandort in Nürnberg wurde in 2024 mit der Abschaltung des abgelösten Rechenzentrums beendet und hat damit weitere Komplexitäten im Betrieb abgebaut. FI - SP KG Die FI-SP KG entwickelt und betreut Anwendungen insbesondere für Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe (inkl. Outsourcing-, Beratungs- und Integrationsdienstleistungen). Die FI-SP KG erzielte in 2024 Umsatzerlöse in Höhe von 97,2 Mio. EUR und wies zum 31.12.2024 eine Bilanzsumme in Höhe von 39,7 Mio. EUR aus (jeweils vor Konsolidierung). Zum Bilanzstichtag waren 501 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (auf Vollzeitkapazität gerechnet). Die Gesamtauftragslage konnte die FI-SP KG in 2024 durch vertriebliche Erfolge positiv beeinflussen. Zu den Neukunden zählen unter anderen die LBS Nordwest sowie weitere Geschäftseinheiten der Bayerischen Landesbank. Star Finanz Die Star Finanz entwickelt insbesondere Anwendungen für das Online- und Mobile-Banking. Dabei erzielte die Gesellschaft in 2024 Umsatzerlöse in Höhe von 54,7 Mio. EUR und wies zum 31.12.2024 eine Bilanzsumme in Höhe von 22,5 Mio. EUR aus (jeweils vor Konsolidierung). Sie beschäftigte zum Bilanzstichtag insgesamt 299 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (auf Vollzeitkapazität gerechnet). Die Schwerpunkte der Star Finanz in 2024 waren die Umsetzung der neuen neuen Funktionen auf Grundlage der Projekte "Rund um die Immobilie (RudI)“ sowie „Private Banking“. Diese wurden im Rahmen der Modernisierung der App Sparkasse auf einer neuen technischen Basis konzipiert und als Themenwelten in die App Sparkasse eingebunden. Der Geschäftsbereich „Sparkassen Innovation Hub“ ist die zentrale Schnittstelle der Sparkassen-Finanzgruppe für FinTechs und InsurTechs. Damit ist die Star Finanz weiterhin ein Treiber innovativer Entwicklungen. inasys Die inasys GmbH ist ein Anbieter von Portfoliomanagement- und Beratungslösungen für Banken und Sparkassen. Sie entwickelt Standardanwendungen speziell für die Segmente Private Banking und Vermögensverwaltung sowie zur Beratungsunterstützung im Privatkundensegment (inkl. Übernahme des IT-Betriebes ergänzender Backoffice-Leistungen). Die inasys erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 21,1 Mio. EUR und wies zu ihrem letzten Bilanzstichtag eine Bilanzsumme in Höhe von 9,4 Mio. EUR aus (jeweils vor Konsolidierung). Sie beschäftigte zum Jahresende insgesamt 108 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (auf Vollzeitkapazität gerechnet). Wesentliche Zielsetzung der laufenden Produktmodernisierung der inasys ist eine tiefere Integration in das Kernbankensystem OSPlus der Sparkassen auf Basis neuer Schnittstellen. Dabei will die inasys ihre Position als Standardsoftware-Anbieter vor allem im Kundensegment Private Banking / Vermögensverwaltung schärfen und ausbauen. 2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Konzern-Bilanzsumme hat sich zum 31.12.2024 um 125,7 Mio. EUR auf 1.350,1 Mio. EUR (+ 10,3 %) erhöht. Auf der Aktivseite ist dies im Wesentlichen auf die Erhöhung des Anlagevermögens um 102,2 Mio. EUR auf 786,1 Mio. EUR zurückzuführen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den immateriellen Vermögensgegenständen durch eine Erhöhung von 72,8 Mio. EUR auf 226,7 Mio. EUR. Im Umlaufvermögen haben sich die Vorräte aufgrund eines geringeren Bestandes an Unfertigen Leistungen um 11,6 Mio. EUR vermindert. Dem stehen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen gestiegene Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen (+ 13,5 Mio. EUR) - u.a. bedingt durch die Umsatzsteigerung - und einer Steigerung der liquiden Mittel (+ 16,9 Mio. EUR) gegenüber. Auf der Passivseite haben sich im Wesentlichen die erhaltenden Anzahlungen auf Bestellungen - aufgrund der Endabrechnung von Projekten auf Ebene der FI und FI-TS KG - um 11,2 Mio. EUR reduziert. Weiter haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten um 12,0 Mio. EUR reduziert, was zum Großteil aus Steuern resultiert. Gegenläufig sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche sich um 102,2 Mio. EUR erhöht haben, sowie einem Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 18,5 Mio. EUR. Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten war ebenfalls eine Steigerung von 2,0 Mio. EUR zu verzeichnen. Der vergleichsweise hohe Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergab sich im Wesentlichen aus einem kurz vor dem Bilanzstichtag verlängerten Open Infrastructur Offering-Vertrag (OIO-Vertrag), mit dem in größerem Umfang Lizenzen für Betriebssystem- und Anwendungssoftware erworben wurden. Die gesamten Anlagenzugänge betrugen 348,3 Mio. EUR. Der Schwerpunkt der Investitionen lag in 2024 bei den immateriellen Vermögensgegenständen (165,5 Mio. EUR) sowie bei den technischen Anlagen und Maschinen (145,9 Mio. EUR). Die Investitionen wurden in 2024 aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres in Höhe von 356,5 Mio. EUR finanziert. Die erhöhten Investitionen wurden kurzfristig zwischenfinanziert. Diese wird im April 2025 durch eine fristenkongruente Finanzierung abgelöst. Damit einhergehend hat sich die Bilanzstruktur und damit die Finanzierungsverhältnisse gegenüber dem Vorjahr geändert. Das langfristig gebundene Vermögen ist zu 55,6 % (Vorjahr 71,3 %) durch langfristig verfügbare Mittel gedeckt. Das Jahresergebnis des Konzerns hat sich um 2,5 Mio. EUR auf einen Jahresüberschuss in Höhe von 3,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,6 Mio. EUR) erhöht. In 2024 konnten die Umsatzerlöse auf 2.578,9 Mio. EUR (Vorjahr 2.440,2 Mio. EUR) um 138,7 Mio. EUR gesteigert werden. Die Gesamtleistung hat sich um 147,4 Mio. EUR (+ 6,1 %) auf nunmehr 2.568,4 Mio. EUR erhöht. Die Sonstigen betrieblichen Erträge sind um 7,4 Mio. EUR auf 19,9 Mio. EUR angestiegen. Der gestiegenen Gesamtleistung stehen eine Erhöhung der Aufwendungen von insgesamt 154,7 Mio. EUR gegenüber. Diese verteilen sich im Wesentlichen auf die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+ 9,6 %), den Personalaufwand (+ 9,5 %) sowie auf den Materialaufwand (+ 6,4 %). Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses 2024 hat sich das Eigenkapital zum 31.12.2024 um 1,2 Mio. EUR auf 79,0 Mio. EUR erhöht. Auf Basis jeweiliger Liquiditätsplanungen ist die Zahlungsfähigkeit der Konzerngesellschaften jederzeit gewährleistet. 2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Sparkassenerlöse im Basisangebot, die Erlöse aus dem Ausbau der Endgeräte- und Service-Lösungen Sparkassen sowie die Erlöse im Landesbanken- und Verbundgeschäft und das Jahresergebnis vor Ertragsteuern sind die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren des FI-Konzerns, welche im Wesentlichen durch die FI - wie im Folgenden dargestellt - bestimmt werden. Die Erlöse im Basisangebot der Sparkassen liegen bei der FI mit 1.185,3 Mio. EUR um - 1,7 Mio. EUR unter dem Planansatz von 1.187,0 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg der Erlöse im Basisangebot der Sparkassen um 55,6 Mio. EUR. Insbesondere die deutlich erhöhte Investitionsbereitschaft der Sparkassen zum Ausbau der OSPlus-Finanzplattform und die daraus resultierende Entwicklungskostenumlage (Entwicklung und Wartung) von 450,4 Mio. EUR trägt mit 54,0 Mio. EUR zu dem Anstieg bei. Auf den Produktbetrieb des Basisangebots der Sparkassen entfallen 734,9 Mio. EUR (+ 1,6 Mio. EUR gegenüber 2023). Die in der Position Endgeräte- und Service-Lösungen Sparkassen abgebildeten Erlöse aus der Verlagerung dezentraler IT-Komponenten der Sparkassen hin zur FI stiegen weiterhin und liegen mit 244,9 Mio. EUR um 12,9 Mio. EUR über dem Planansatz. Im Bereich Landesbanken- und Verbundgeschäft konnten aufgrund von zusätzlichen individuellen Aufträgen und zusätzlichen Microsoft-Lizenzen Mehrerlöse in Höhe von 18,1 Mio. EUR gegenüber dem Planwert erzielt werden. Die Erlöse der FI, unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen, liegen bei 518,1 Mio. EUR. Das Jahresergebnis vor Ertragssteuern resultiert im Wesentlichen aus der FI, welches rund 4,4 Mio. EUR beträgt. 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht3.1. Risikomanagementsystem Das Risikomanagementsystem des FI-Konzerns beschäftigt sich mit der systematischen Risikoerkennung, -bewertung, -steuerung, -überwachung und -kontrolle möglicher Ereignisse und ist ein Steuerungsinstrument zur Erreichung der Unternehmensziele. Das Risikomanagement dient insbesondere folgenden Zielen:
Der Risikomanagement-Prozess wird laufend auf erforderlichen Änderungsbedarf überprüft und bedarfsgerecht angepasst. Die erkannten Risiken werden nach einheitlichen Kriterien bewertet und der Risikobestand anhand von vier Risiko-Limiten überwacht. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt sich aus der erwarteten Häufigkeit eines möglichen Schadens bzw. der Wahrscheinlichkeit des Eintretens einmaliger Ereignisse. Die Schadenhöhe resultiert aus den monetären Folgen für den Konzern bzw. erfolgt auf Basis qualitativer Kriterien. Das jeweilige Ergebnis wird in eine von insgesamt vier Bewertungsklassen eingestuft.
Aus der ermittelten Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit wird die Risikoklasse gebildet. Die Risikoklasse soll die Kritikalität eines Risikos zum Ausdruck bringen und ist Grundlage für die Darstellung des Risikoportfolios in Form einer Risikomatrix. ![]()
Der Risikobestand der FI weist per 31.12.2024 insgesamt 50 Risiken aus. Davon haben 48 Risiken eine Relevanz für die OSPlus-Nutzer. Die weiteren Risiken betrachten ausschließlich FI-interne Auswirkungen. 49 Risiken befinden sich in der Risikoklasse „GRÜN“. Ein Risiko ist in der Risikoklasse „GELB“. Bestandsgefährdende Risiken liegen aktuell nicht vor. Die Tochterunternehmen FI-TS KG, FI-SP KG, Star Finanz und inasys weisen zum 31.12.2024 insgesamt folgende Risiken aus:
Bei der neuen Tochter Web Computing GmbH wird zurzeit ein Risikomanagementsystem etabliert. 3.2. Risikobericht Das Risikoberichtswesen basiert auf den rechtlichen Vorgaben und berücksichtigt auch die Anforderungen der Kunden. Es stellt damit eine adressaten- und sachgerechte Berichterstattung sicher. Neben dem AR-Risikobericht, der vierteljährlich zu den Stichtagen 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember des Jahres erstellt wird, werden auch IT-Risikoberichte für Kunden bereitgestellt. Die interne Berichterstattung und damit die Beurteilung der Risikolage der FI erfolgt auf Basis der vierteljährlichen Berichterstattung an die Geschäftsführung. Die Informationssicherheit stellt einen der kritischen Erfolgsfaktoren in allen Geschäftsprozessen der FI dar und ist daher fester und verbindlicher Bestandteil aller Geschäftsaktivitäten. Zu diesem Zweck hat die FI ein am Standard ISO 27001:2022 ausgerichtetes Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) etabliert, das regelmäßigen Zertifizierungen unterliegt. Ziel des ISMS ist es, potentielle Sicherheitsrisiken früh zu erkennen und über ein ganzheitliches Rahmenwerk von Vorgaben aufeinander abgestimmte Sicherheitsmaßnahmen zu initiieren. Die Geschäftsführung der FI wird regelmäßig über aktuelle Themen zur Informationssicherheit informiert. Übergreifende Fragestellungen werden im Managementboard Informationssicherheit (MBIS) koordiniert und entschieden. Die anhaltende und in einigen Bereichen der Cyberkriminalität weiterhin ansteigende Bedrohungslage im IT-Sicherheitsbereich lässt sich zusammengefasst durch folgende wesentliche Bedrohungen charakterisieren:
Aufgrund der kommerziellen oder politischen Interessen ist davon auszugehen, dass die von Angreifern verwendete Schadsoftware weiter optimiert bzw. das Ausführen der Angriffe weiter professionalisiert werden. Durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Schutzmaßnahmen können Schwächen ausgeglichen bzw. Angriffsversuchen aktiv entgegengetreten werden. Dies führt in der Regel dazu, dass die tatsächlichen Angriffsmöglichkeiten bzw. -folgen stark eingeschränkt werden. Die etablierten Schutzmaßnahmen der FI wirken. Es kam zu keinen bemerkenswerten Schäden. Jedoch schätzt die FI als Betreiber kritischer Infrastrukturen, bedingt durch die Cybergefahren aufgrund des Ukraine-Kriegs sowie der erfolgreichen Angriffe auf Dritte mit hohem Schaden, die Bedrohungslage weiterhin als ernst ein. Im Rahmen des etablierten Risikofrüherkennungssystems ergab sich im Geschäftsjahr 2024 weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtbetrachtung eine Bestandsgefährdung für den FI-Konzern. Die Geschäftsführung schätzt die Gesamtrisikolage gegenüber dem Vorjahr als im Wesentlichen unverändert ein. 3.3. Chancenbericht Die Rolle der IT für das Bankgeschäft und damit die Position der FI als Digitalisierungspartner und IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe gewinnt weiter an Bedeutung. Dem digitalen Leistungsangebot der FI kommen daher auch in den kommenden Jahren eine zunehmende Relevanz bei der Festigung der Marktführerschaft der Sparkassen-Finanzgruppe im deutschen Bankenmarkt zu. Grundlage für die Planung der kommenden Jahre bilden die Ziele der Geschäftsstrategie der Sparkassen sowie die Kundenanforderungen an die FI als Digitalisierungspartner und IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe. Einfluss auf die aktuelle Planung hat insbesondere das weiter erhöhte Entwicklungsbudget der Sparkassen zum Ausbau der OSPlus-Finanzplattform. Darüber hinaus sind die technologischen Entwicklungen (insbesondere KI), steigende Anforderungen an Sicherheit und Verfügbarkeit, die Situation auf dem Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte (Personal) sowie die gesamtwirtschaftliche Lage als Rahmenbedingungen der Mehrjahresplanung der FI zu berücksichtigen. Der Planung liegt zudem ein weiterhin signifikantes Wachstum der Nutzung digitaler Lösungen, bspw. der Online-Banking-Kunden und Nutzenden der App Sparkasse, der Transaktionen in den medialen Kanälen und bei Karten- und Payment-Transaktionen zugrunde, dem perspektivisch eine rückläufige Anzahl der Geschäftsstellen und der SB-Infrastrukturen (Geldautomaten, Kontoauszugsdrucker, SB-Terminals) und ein Rückgang der Sparkassenmitarbeitenden gegenübersteht. Zur Umsetzung der strategischen Ziele der Sparkassen und zur Weiterentwicklung der digitalen Finanzplattform OSPlus liegen der Mehrjahresplanung der FI für die Jahre 2025 bis 2029 weiter steigende Beauftragungsvolumina zugrunde. Das jährliche Beauftragungsvolumen der Sparkassen in die OSPlus-Weiterentwicklung wird sich in diesem Zusammenhang gegenüber dem Volumen aus 2024 weiter um rd. 80,0 Mio. EUR erhöhen. Mit dem weiteren Ausbau der digitalen Finanzplattform als leistungsstarkem digitalen Standbein soll ein kanal-übergreifender und ganzheitlicher Blick auf alle im Verbund vorhandenen Daten, Informationen und Services ermöglicht werden. Um die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden der Sparkassen zu erhöhen, wird das Mobile Banking mithilfe neuer Technologien ausgebaut. Auch im Firmenkundengeschäft liegt der Fokus auf dem weiteren Ausbau des S-Firmenkundenportals (S-FKP). Durch die Erweiterung des Funktions- und Leistungsumfangs im S-FKP soll der Fokus auch auf die gehobenen Kundensegmente (Firmenkunden und Unternehmerkunden) ausgerichtet werden. Ihr Angebot an KI-Lösungen für die Sparkassen wird die FI sowohl im OSPlus als auch für den Arbeitsplatz der Sparkassenmitarbeitenden weiter ausbauen. Bis Mitte 2025 sollen in diesem Zuge mindestens 100.000 bankfachlich Mitarbeitende der Sparkassen Zugriff auf den S-KIPilot erhalten. In der Version 3 des S-KIPilot wird eine Anbindung an SharePoint erfolgen. In Synchronisation mit dem DSGV-Projekt KISPA soll der S-KIPilot in 2025 zudem stufenweise um sparkassenübergreifendes Wissen (z. B. von Verbundpartnern) angereichert werden. Das Angebot der Infrastrukturlösungen für die Sparkassen wird die FI entlang der vier Themenbündel Arbeitsplatz, Kommunikation & Collaboration, Netzinfrastruktur und technischer SB-Betrieb konsequent weiter ausbauen. Die in 2024 etablierten neue Managed Services in den Themenfeldern „Arbeitsplatz“ und „Netzwerk“ sollen in 2025 bei weiteren 145 Instituten eingeführt werden. Auch in den kommenden Jahren ist von einer hohen Nachfrage nach Verlagerungen dezentraler IT-Komponenten (IT-Infrastruktur) der Sparkassen hin zur FI auszugehen. Die Erlöse in dem Geschäftsfeld Endgeräte- und Service-Lösungen sollen in 2025 auf ca. 239,6 Mio. EUR und bis 2029 auf bis zu 281 Mio. EUR steigen. Das hohe Vertrauen der Sparkassenkundinnen und -kunden in ihre Datensicherheit und die Verfügbarkeit ihrer Finanzen ist und bleibt ein erfolgskritischer Faktor für die Sparkassen und damit für die FI. Im Hinblick auf die weiterhin angespannte und zunehmende Cyber-Bedrohungslage ist für die kommenden Jahre ein weiterer Ausbau der Cyber-Abwehr zur weiteren Erhöhung des Sicherheitsniveaus unter Berücksichtigung der DORA-Anforderungen vorgesehen. Neben einer Ausweitung der Schwachstellenscans, Penetrationstests und Notfalltests ist ein schrittweiser personeller Aufbau des Cyber Defense Centers geplant. Für die FI-TS KG bestehen Chancen insbesondere in der beschleunigten Digitalisierung von Geschäftsmodellen sowie dem technologischen Wandel durch den Einsatz von Cloud-Technologien in den eigenen Rechenzentren, welche weiterhin eine nachhaltige, hohe Nachfrage nach IT-Services generieren. Verbunden mit den unverändert hohen Anforderungen ihrer Zielkunden an die Sicherheit und aufsichtsrechtliche Konformität dieser Leistungen resultieren daraus für FI-TS KG langfristige Ertragsfelder. Die Einführung des Digital Operational Acts (DORA) in der EU führt darüber hinaus zu Anforderungen, denen FI-TS KG mit speziellen Produkten für kritisch-wichtige Funktionen begegnen wird. Die FI-SP KG sieht gute Möglichkeiten, ihre positive Entwicklung der vergangenen Jahre weiter fortzusetzen. Dem liegt insbesondere die Annahme zu Grunde, dass der der Trend zur Digitalisierung des Finanzgeschäft sich weiter fortsetzt bzw. sich durch den für die Kunden zunehmend sichtbaren Fachkräftemangel weiter verstärkt. Durch ihre Lösungskompetenz sieht die FI-SP KG hierin zusätzliche Potenziale, neue attraktive Projekte zu akquirieren. Die Star Finanz sieht Chancen insbesondere in der Umsetzung zunehmender Anforderungen an die App Sparkasse sowie der Implementierung und Weiterentwicklung weiterer Apps. Auf Seiten der inasys werden Chancen insbesondere in der Erschließung neuer Serviceangebote und Produkte für das Marktsegment Private Banking gesehen. 3.4. Prognosebericht Das Geschäftsmodell Sparkasse wird wesentlich durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel, die Digitalisierung des Bankgeschäfts auf Basis neuer Technologien, steigende Anforderungen der Regulatorik und an die IT-Sicherheit, sowie die hohe Relevanz des Themas Nachhaltigkeit beeinflusst. Diese Faktoren stellen damit auch maßgebliche Rahmenbedingungen der Planung der kommenden Jahre der FI dar. Der Erlösplanung 2025 liegt weiterhin ein signifikantes Wachstum der Nutzung digitaler Lösungen zugrunde. Insgesamt plant die FI für das Jahr 2025 mit Erlösen im Basisangebot Sparkassen in Höhe von 1.285,0 Mio. EUR (im Vergleich IST 2024: 1.185,3 Mio. EUR). Dieses Niveau wird - trotz Mengensteigerungen - auch in den Jahren 2026 bis 2029 durch weitergehende Effizienzmaßnahmen der FI beibehalten. Die Entwicklungskostenumlage ist in 2025 mit einem Volumen von 535,4 Mio. EUR geplant. Die Erlöse im Basisangebot für den Produktbetrieb liegen in der Planung für 2025 bei 749,6 Mio. EUR. Im Zusatzangebot Sparkassen ist aufgrund rückläufiger individueller Beauftragungen sowie auslaufender Entwicklungsprojekte ein Erlösrückgang in 2025 und den Folgejahren geplant. Demgegenüber ist auch in den kommenden Jahren von einer hohen Nachfrage nach Verlagerungen dezentraler IT-Komponenten (IT-Infrastruktur) der Sparkassen hin zur FI auszugehen. Die Erlöse in dem Geschäftsfeld Endgeräte- und Service-Lösungen sind für 2025 mit 239,6 Mio. EUR geplant. Das Geschäft mit Verbundpartnern und Landesbanken hat mit einem Umsatzvolumen bei der FI von über 500,0 Mio. EUR p. a. künftig weiterhin eine hohe Bedeutung für den FI-Konzern. Das für 2025 geplante Jahresergebnis der FI liegt bei rund 4,0 Mio. EUR vor Ertragsteuern. Die FI-TS KG wird weiterhin an Ausschreibungen im Banken- und Versicherungssektor teilnehmen sowie die Vertriebsaktivitäten bei Kunden mit hohen Anforderungen an Regulatorik, Datenschutz und Cybersecurity mit ihren Produkten weiter ausbauen. Angesichts des anhaltenden Wettbewerbsdrucks und der notwendigen Investitionen in die technologische Weiterentwicklung, die Umsetzung regulatorischer Anforderungen sowie die Etablierung von Standards wird seitens der FI-TS KG für 2025 ein Jahresergebnis nach Steuern von rd. 1,0 Mio. EUR erwartet. Insbesondere durch Standardisierung und Vereinheitlichung von Produkten, neue, innovative Produkte sowie weitere Kosteneinsparmaßnahmen soll ein stabiles Ergebnis gesichert werden. Bei der FI-SP KG setzt sich das kontinuierliche Auftragswachstum auch in 2025 fort. Die Gesellschaft verfügt im Jahr 2025 über eine gesicherte Auftragslage von Bestands- und Neukunden aus der Sparkassen-Finanzgruppe. Für das Geschäftsjahr 2025 ist ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von rd. 6,2 Mio. EUR geplant. Die Star Finanz sieht sich aufgrund der derzeitigen Kundenbasis sowie der getätigten Investitionen in ihre Produkte, dem Know-how Aufbau und dem hoch qualifizierten Personal für die nächsten Jahre gut aufgestellt. Im Jahr 2025 erwartet die Star Finanz einen stabilen Umsatz und ein stabiles Ergebnis vor Steuern in Höhe von rd. 2,5 Mio. EUR. Bei der inasys zeigen die eingeleiteten Maßnahmen zur technischen und prozessorientierten Modernisierung und Modularisierung der Bestandsprodukte deutlich Erfolge. Die neuen digitalen Produkte werden kundenseitig angenommen und führen zu weiterem Umsatzwachstum. Neue Kooperationsprojekte der inasys mit Bestandskunden und in der Konzerngruppe eröffnen neue Marktchancen bei überschaubaren Risiken. Die Unternehmensentwicklung der inasys wird unverändert als positiv beurteilt. Die Gesellschaft geht im nächsten Geschäftsjahr von einem weiteren Umsatzwachstum aus und plant mit einem Ergebnis vor Steuern in der Größenordnung von 2,5 Mio. EUR. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des FI-Konzerns wird auch für das Geschäftsjahr 2025 als geordnet und stabil eingeschätzt. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024 (1. Januar bis 31. Dezember)
Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2024Allgemeine AngabenDie Finanz Informatik GmbH & Co. KG (FI) als Mutterunternehmen des Konzerns hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRA 30059 in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt eingetragen. Angaben zur Form und DarstellungDer Konzernabschluss der FI zum 31.12.2024 wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB erstellt. Um die Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Zusammengefasste Posten sind im Anhang detailliert ausgewiesen. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. KonsolidierungskreisIn den Konsolidierungskreis wurden die FI, Frankfurt am Main1) als Mutterunternehmen und folgende Tochterunternehmen im Rahmen einer Vollkonsolidierung einbezogen:
___ 1) Die Gesellschaften sind gemäß § 264b HGB von der Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht offenzulegen. Die nachfolgenden Tochterunternehmen wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind (§ 296 Abs. 2 HGB). Die Einbeziehung unterblieb, weil die Jahresergebnisse und/oder Umsatzerlöse aller folgenden Tochterunternehmen weniger als 1% des Konzernjahresergebnisses bzw. des Konzernumsatzes betragen:
Das Gemeinschaftsunternehmen FINMAS GmbH, Berlin, sowie sämtliche assoziierte Unternehmen werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie im Einzelnen und insgesamt von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzern sind. KonsolidierungsmethodenDie Konsolidierung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurde unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB vorgenommen. Weitere Angaben zu den nicht einbezogenen Tochterunternehmen und Beteiligungen sind dem Beteiligungsspiegel unter den Erläuterungen zur Bilanz zu entnehmen.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen jeweils nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) durch Verrechnung des Anschaffungswertes der Beteiligung mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Unternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Aus der Verschmelzung der SFIRM Gesellschaft für Software Development mbH auf die Star Finanz-Software Entwicklung und Vertriebs GmbH zum 01.01.2011 ergaben sich keine Auswirkungen. Der bei der Erstkonsolidierung der SFIRM Gesellschaft für Software Development mbH in 2010 entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird aufgrund der langfristig guten Ertragsaussichten unverändert über 15 Jahre linear abgeschrieben.
Die Schuldenkonsolidierung erfolgte gemäß § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Ausleihungen und Forderungen mit den Verbindlichkeiten zwischen den im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.
Eine Zwischenergebniseliminierung wurde aufgrund konzernintern verkaufter immaterieller Vermögensgegenstände durchgeführt. Dabei wurde ein Konzernzwischenergebnis von 1.065 T€ eliminiert. Die darauf entfallenden latenten Steuern betragen 156 T€.
Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurde gemäß § 305 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und der sonstigen betrieblichen Erträge mit den auf sie entfallenden Materialaufwendungen, Aufwendungen für bezogene Leistungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen vorgenommen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind einheitlich nach den bei der FI angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, die in der Regel zwischen vier bis sechs Jahren liegt, abgeschrieben. Sachanlagen werden im Wesentlichen mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, überwiegend linear ermittelter Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen grundsätzlich die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern - gegebenenfalls unter Berücksichtigung der mehrschichtigen Nutzung - zugrunde. Die Nutzungsdauern für unbewegliches abnutzbares Sachanlagevermögen werden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften ermittelt. Bei den technischen Anlagen und Maschinen liegt die angesetzte Nutzungsdauer in der Regel zwischen drei und zehn Jahren. Die Nutzungsdauer der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt regelmäßig zwischen fünf und 14 Jahren. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von 250,01 € bis 800,00 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Zu- und Abgang gezeigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 250,00 € werden sofort als Aufwand gebucht. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, soweit erforderlich, wurden diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Unverzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Barwert ausgewiesen. Die Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die angesetzten Herstellungskosten bei den unfertigen Leistungen enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, die Sondereinzelkosten der Fertigung, ferner angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten sowie die Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich individueller Abschläge für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Kurswert angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen (aktuelle Heubeck-Richttafeln 2018 G) unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit-Credit-Methode) bei einem Rechnungszinssatz von 1,9 % sowie unter Berücksichtigung einer Gehaltsdynamik von 3,0 %, einer Rentensteigerung von 2,3 % sowie einer durchschnittlichen Fluktuationswahrscheinlichkeit von 0,0 - 1,0 % angesetzt. Die Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. ab dem Geschäftsjahr 2016 mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre abzuzinsen. Nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB a.F. waren Rückstellungen einheitlich mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre abzuzinsen. Aus dieser Parameteränderung ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von - 1.408 T€. Zur Sicherung und Erfüllung der Versorgungsanwartschaften dient zum Teil ein als Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB qualifizierter Pensionsfonds. Der beizulegende Zeitwert beträgt zum 31.12.2024 insgesamt 65.274 T€ und wurde mit Rückstellungen in Höhe von 65.274 T€ saldiert. Die Anschaffungskosten des Pensionsfonds betragen 62.279 T€. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen basieren auf versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage der aktuellen Heubeck-Richttafeln 2018 G; der Zinsfuß beträgt 1,5 % unter Berücksichtigung einer jährlichen Gehaltsdynamik von 3,0 %. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen vor dem Stichtag gebildet, die ertragsmäßig späteren Perioden zuzuordnen sind. Die Auflösung erfolgt entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel. Die Finanzanlagen betreffen die folgenden Gesellschaften, die nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung oder Bilanzierung nach der Equity-Methode einbezogen wurden:
(1) Ergebnisabführungsvertrag liegt vor (2) vorl. Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 (3) Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 (2) Vorräte
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1) Vorjahresbetrag in Klammern Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit 32.995 T€ Vorsteuererstattungsansprüche gegenüber dem Finanzamt, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. (4) Wertpapiere Bezüglich der Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden Abschreibungen auf den sich aus einem Börsen- oder Marktpreis ergebenden niedrigeren Wert vorgenommen. (5) Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern ergaben sich per Saldo im Wesentlichen aus der Eliminierung von konzerninternen Beschaffungen immaterieller Vermögensgegenstände im Rahmen der Konsolidierung. (6) Eigenkapital Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt in Übereinstimmung mit DRS 22. (7) Rückstellungen
Die Rückstellungen decken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von 164.738 T€ und in Höhe von 32.884 T€ für ausstehende Rechnungen. Von den Personalrückstellungen betreffen 53.214 T€ langfristige Rückstellungen, ausschließlich für Beihilfen, Jubiläen und Altersteilzeit. Die kurzfristigen Personalrückstellungen in Höhe von 111.524 T€ wurden vor allem für Überstunden/Gleitzeit und Urlaubsverpflichtungen mit insgesamt 56.291 T€ gebildet. (8) Verbindlichkeiten
1) Vorjahresbetrag in Klammern Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen 486 T€ sonstige Verbindlichkeiten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(9) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge (19.860 T€) betreffen im Wesentlichen periodenfremde Erträge (17.439 T€). In den periodenfremden Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (14.857 T€) enthalten. (10) Materialaufwand
(11) Personalaufwand
(12) Abschreibungen
(13) Finanzergebnis
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von 11.763 T€ beinhalten mit 2.808 T€ die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen, die mit der Wertsteigerung des als Deckungsvermögen qualifizierten Pensionsfonds (2.060 T€) saldiert wurde. (14) Steuern vom Einkommen und vom Ertra g In diesem Posten sind saldierte Aufwendungen aus latenten Steuern von 156 T€ ausgewiesen. Sonstige AngabenLatente Steuern Zum Bilanzstichtag ergeben sich ausschließlich aktive latente Steuern von 25.518 TEUR. Die ermittelten aktiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Diese betreffen vor allem Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die sonstigen Rückstellungen (insbesondere für Beihilfen und Personalaufwendungen). Es wurde ein Steuersatz von rd. 13,8 % bis 32,3 % zu Grunde gelegt. Alle Konzernunternehmen machen in ihren Einzelabschlüssen vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich kein Ausweis aktiver latenter Steuern in den Bilanzen der Einzelabschlüsse ergibt. Entsprechend § 306 HGB weist die FI aus temporären Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden im Konzernabschluss aktive latente Steuern von 999 T€ aus. Derivat mit Absicherungscharakter (Hedging- Geschäft) bezüglich des Strompreises Zur Gewährleistung von Preissicherheit hinsichtlich des konstant hohen Strombedarfs der betriebenen Rechenzentren hat die FI im abgelaufenen Geschäftsjahr einen langfristigen virtuellen Stromliefervertrag (Power Purchase Agreement, PPA) geschlossen.
Organe Aufsichtsrat
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf insgesamt 538 T€. Gesellschafterversammlung
Geschäftsführung Komplementärin der Finanz Informatik GmbH & Co. KG ist die Finanz Informatik Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main mit einem gezeichneten Kapital von 81.600 €. Sie führt die Geschäfte der KG derzeit mit einer Geschäftsführerin und vier Geschäftsführern. Der Geschäftsführung der Komplementär-GmbH gehören an:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen in 2024 4.654 T€. Ehemalige Geschäftsführer An frühere Geschäftsführer wurden in 2024 4.459 T€ gezahlt; die Pensionsrückstellungen für frühere Geschäftsführer und deren Hinterbliebene belaufen sich auf 73.762 T€. Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar für das Geschäftsjahr 2024 beträgt 2.653 T€. Der Gesamtbetrag setzt sich wie folgt zusammen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 314 Nr. 2 HGB beläuft sich auf 2.150,8 Mio. €, davon entfallen 8,8 Mio. € auf verbundene Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden sind sowie auf assoziierte Unternehmen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen für Hard- und Software sowie Büroräume. Die FI ist Mitglied der Zusatzversorgungskasse für die Gemeinden und Gemeindeverbände in Wiesbaden (ZVK Wiesbaden) bzw. in Emden (Emder ZVK) und hat einen großen Teil ihrer Mitarbeiter entsprechend der Satzung bzw. des Statuts der beiden ZVK’n versichert. ZVK Wiesbaden: Der Gesamt-Umlagesatz teilt sich in eine Umlage und einen Sanierungsbeitrag des Arbeitgebers zur Deckung der Altlasten auf. Im Jahr 2024 belief sich die Summe der umlagefähigen Gehälter auf 210,5 Mio. €. Der Gesamtumlagesatz betrug 7,0 % zuzüglich 1,4 % Sanierungsbeitrag. Über die Beibehaltung/den Wegfall des Sanierungsbeitrages entscheiden die Kassen und ihre Mitglieder satzungsgemäß je nach Finanzlage in der Zukunft. Seit 2003 sind auch Mitarbeiter im kapitalgedeckten Abrechnungsverband der ZVK Wiesbaden versichert. Im Jahr 2024 betrug der Beitragssatz insgesamt 7,9 %. Im gleichen Jahr belief sich die Summe der beitragsfähigen Gehälter auf 9,2 Mio. €. ZVK - Sparkassen in Emden: Seit 2021 beträgt der Beitragssatz 5,8 % im Rahmen eines kapitalgedeckten Systems. Im Jahr 2024 betrug das beitragspflichtige Entgelt 189,5 Mio. €. Belegschaft Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug 7.029 , davon waren 5.949 als Vollzeit- und 1.080 als Teilzeitkräfte beschäftigt. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2024 sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Ergebnisverwendung Das Mutterunternehmen schließt das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 2.806.370,49 € ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss gemäß § 20 des Gesellschaftsvertrags der FI auf die Konten der Kommanditisten zu verteilen.
Frankfurt, den 10.04.2025 Finanz Informatik GmbH & Co. KG Schelling Klage Koch Schürmann Waldmann Entwicklung des Anlagevermögens
Kapitalflussrechnung
Konzern-EigenkapitalspiegelAngaben in TEUR
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Finanz Informatik GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Finanz Informatik GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Finanz Informatik GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 10. April 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Dirk Wolfgang Fischer, Wirtschaftsprüfer ppa. Christian Storms, Wirtschaftsprüfer ***** Der Konzernabschluss zum 31.12.2024 wurde am 28.05.2025 gebilligt. |
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Finanz Informatik GmbH & Co. KG
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH & Co. KG
- Anschrift
- 60486 Frankfurt am Main
- Handelsregister
- HRA 30059, Frankfurt am Main
- Branche
- Branche · mit API-Key einsehbar API-Key holen →
- Vertretungsregelung
Jeder persönlich haftende Gesellschafter vertritt einzeln.
Finanzen
Bilanz
2025- Anlagevermögen 56,4 % 788,26 Mio
- Umlaufvermögen 30,9 % 432,30 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 12,6 % 175,87 Mio
- Aktive latente Steuern 0,1 % 828,4 k
- Verbindlichkeiten 63,0 % 879,84 Mio
- Rückstellungen 24,2 % 338,03 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 6,8 % 95,15 Mio
- Eigenkapital 6,0 % 84,23 Mio
Bilanzdaten für 19 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2025- Umsatzerlöse 99,0 % 2,70 Mrd
- Sonstige betriebliche Erträge 0,8 % 21,87 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,2 % −6,20 Mio
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 433,5 k
- Materialaufwand 47,8 % −1,29 Mrd
- Personalaufwand 34,1 % −920,68 Mio
- Abschreibungen 9,7 % −261,06 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 8,2 % −220,20 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,2 % −4,88 Mio
- Sonstige Steuern 0,0 % −243,5 k
- Finanzergebnis −8,22 Mio
- Ergebnis nach Steuern 7,29 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 7,05 Mio
GuV-Daten für 19 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- SBG Bayern mbH & Co. KG DEU Kommanditist
- Finanz Informatik GmbH & Co. KG DEU Kommanditist
- SI-BW Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG DEU Kommanditist
Beteiligungen an
- inasys Gesellschaft für Informations- und Analyse-Systeme mbH GmbH 100,0 %
- Web Computing GmbH 100,0 %
- GUB GmbH 100,0 %
Historie
- 2026
-
16.02.
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-
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- 2023
-
04.08.
Eintritt eines MitgliedsFinanz Informatik Solutions Plus GmbH & Co. KG · Kommanditist/in
- 2022
-
05.08.
Eintritt eines MitgliedsLUXAL Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG · Kommanditist
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2025 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2024 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2023 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2022 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2024 Konzernabschluss Volltext
Registerdokumente
Originalauszüge und Gesellschaftsdokumente als PDF oder XML in Ihre Anwendung einbinden.
/v1/fetch-document- Aktueller Auszug (AD) PDF
- Chronologischer Auszug (CD) PDF
- Strukturierte Inhalte (SI, XML) XML
- Gesellschafterliste PDF
- Satzung / Gesellschaftsvertrag PDF
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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
Assistent verbinden
- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Finanz Informatik GmbH & Co. KG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 6643bb7710a3eca272c6f874169ccd68",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Dieses Unternehmen abfragen
Nach dem Verbinden diese Frage im Assistenten stellen:
Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Finanz Informatik GmbH & Co. KG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.
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