Polyplast Vermögensverwaltungs GmbHStraelenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben II. Angaben zum Konsolidierungskreis und zum Konzernanteilsbesitz III. Konsolidierungsmethoden IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden V. Erläuterung zur Konzernbilanz VI. Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung VII. Erläuterung zur Konzern-Kapitalflussrechnung VIII. Sonstige Angaben IX. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag X. Ergebnisverwendung XI. Geschäftsführung I. Allgemeine Angaben Die Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH als Mutterunternehmen hat ihren Sitz in Straelen und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Kleve unter HRB 11898 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gem. §§ 290 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB das Gesamtkostenverfahren gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten sowie Davon-Vermerke im Konzernanhang gemacht. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag des Jahresabschlusses dem Stichtag des Konzernabschlusses. II. Angaben zum Konsolidierungskreis und zum Konzernanteilsbesitz Mutterunternehmen ist die Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH, Straelen. In den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen alle Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss des Mutterunternehmens stehen („Tochterunternehmen“), im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen worden. Mit Vertrag vom 8. August 2023 hat die Advance Holding GmbH (vormals Polyplast Müller GmbH) ihren operativen Geschäftsbetrieb rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf die neu gegründete Polyplast Müller GmbH & Co. KG, Straelen, ausgegliedert. Die Ausgliederung wurde mit Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Kleve am 5. September 2023 auf den Tag der Anmeldung zur Eintragung in das Handelsregister (8. August 2023) handelsrechtlich wirksam. Die Ausgliederung erfolgte zu Buchwerten. Der Konsolidierungskreis umfasst - einschließlich der Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH - zwölf inländische und zwei ausländische Tochterunternehmen. Der Konsolidierungskreis setzt sich aus den folgenden Tochterunternehmen zusammen. Die Kapitalanteile entsprechen den Stimmrechtsanteilen:
Die Polyplast Müller GmbH & Co. KG wird im Wege der Vollkonsolidierung in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die Vergleichbarkeit der Konzern-Bilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2023 zum Vorjahr ist vor dem Hintergrund der vorgenannten Änderungen des Konsolidierungskreises uneingeschränkt möglich. III. Konsolidierungsmethoden Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode. Für die Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen, die erstmalig vor dem 1. Januar 2010 konsolidiert wurden, wird entsprechend Art. 66 Abs. 3 EGHGB weiterhin die Buchwertmethode im Sinne von § 301 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB a.F. angewendet. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den konsolidierten Abschluss einbezogenen Unternehmen sind gemäß § 303 HGB gegeneinander aufgerechnet worden. Sofern hierbei Währungsumrechnungsdifferenzen entstanden sind, wurden diese erfolgsneutral verrechnet. Echte Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam verrechnet; etwaige Steuerabgrenzungen werden dabei erfasst. Zwischenergebniseliminierung Zwischenergebnisse aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens zwischen Konzerngesellschaften sind, sofern sie von wesentlicher Bedeutung waren, eliminiert worden. Auf diese Zwischenergebnisse entfallende Abschreibungen sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 ergebniswirksam korrigiert worden. Eine Eliminierung von Zwischenergebnissen in den Vorratsbeständen wurde vorgenommen, sofern diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Sind an konzerninternen Transaktionen, die der Zwischenergebniseliminierung gemäß § 304 HGB unterliegen, (Konzern-)Unternehmen beteiligt, die in unterschiedlichen Währungen bilanzieren, wird das zu eliminierende Zwischenergebnis, das gegen den Bestandswert in der Bilanz des Empfängerunternehmens erfasst wird, in der Währung des Empfängerunternehmens bewertet. Die Veränderung zwischen dem Wechselkurs bei Lieferung und dem Kurs am Abschlussstichtag wird, soweit sie auf das Zwischenergebnis entfällt, erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Für die Bewertung des in der Lieferungs- oder Leistungsperiode aus dem Konzernergebnis zu eliminierenden Zwischenergebnisses ist die Währung des Lieferunternehmens maßgeblich. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Erlöse aus Innenumsätzen sowie konzerninterne Erträge sind mit den entsprechenden Aufwendungen gemäß § 305 HGB verrechnet worden. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH und der übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite und Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Wirtschaftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Die Bewertung der erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibung. Die Abschreibungen werden linear, bei Gebäuden auch stufendegressiv vorgenommen. Die Schätzung der betrieblichen Nutzungsdauer der Anlagengegenstände richtet sich nach den in Deutschland zulässigen steuerlichen Afa-Tabellen und nach den betriebsindividuellen Erfahrungssätzen. Bei den Vorräten erfolgt der Ansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die Bewertung erfolgt mit dem gleitenden Durchschnittspreis. Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt, diese umfassen die Material- sowie die Fertigungseinzelkosten. Des Weiteren wurden angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, der notwendigen Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, eingerechnet. Kosten der Verwaltung sowie Zinsen für Fremdkapital werden nicht berücksichtigt. Waren werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt, soweit nicht Einzelabwertungen wegen Ausfallrisiken erforderlich waren. Die zur Absicherung eingegangenen Zinssicherungsgeschäfte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtung wurde im Inland auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) ermittelt. Die Berechnung erfolgte auf Grundlage der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit Method-PUC). Dabei wurde ein Rententrend von 2,00 % (Vj. 2,00 %), ein Gehalts- und Anwartschaftstrend von 2,00 % (Vj. 2,00 %) sowie detaillierte Fluktuationstabellen der Berechnung zugrunde gelegt. Abweichend von diesen Sätzen ist für eine weitere Pensionsverpflichtung ein Gehaltstrend von 1,00 % (Vj. 1,00 %) zu Grunde gelegt. Bei der Ermittlung des anzuwendenden Rechnungszinses wurde von der Bewertungsvereinfachung nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Es ergab sich entsprechend der Vorgabe der Deutschen Bundesbank ein Rechnungszins von 1,82 % (Vj. 1,78 %) bei Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen zehn Jahre. Es bestehen passivierte Pensionsverpflichtungen in Höhe von 3.684 T€ (Vj. 3.695 T€). Bei Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Jahre, der zum Stichtag bei 1,74 % (Vj. 1,44 %) lag, hätte sich eine Pensionsverpflichtung in Höhe von 3.734 T€ (Vj. 3.922 T€) ergeben. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich hieraus eine Ausschüttungssperre in Höhe der Differenz von 50 T€ (Vj. 226 T€). Die Steuerrückstellungen enthalten Steuerverpflichtungen aus Ertragssteuern aus dem laufenden Geschäftsjahr und Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in der Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden ebenfalls mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die latenten Steuern der inländischen Gesellschaften wurden mit dem inländischen Ertragssteuersatz von 29,22 % (2022: 29,22 %) berechnet. Die latenten Steuern der amerikanischen Gesellschaft werden mit einem durchschnittlichen Ertragssteuersatz von 19,25 % (2022: 24,60 %) berechnet. Die latenten Steuern der kanadischen Gesellschaft werden mit einem durchschnittlichen Ertragssteuersatz von 26,40 % (2022: 26,50 %) berechnet. Innerhalb der Einzelabschlüsse erfolgt die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bzw. zum Sicherungskurs. Ansonsten erfolgt die Umrechnung von Forderungen in Fremdwährung zum Anschaffungskurs oder zum niedrigeren Umrechnungskurs am Bilanzstichtag bzw. von Verbindlichkeiten in Fremdwährung zum Rückzahlungskurs beim Eingehen der Verbindlichkeiten oder zum höheren Umrechnungskurs am Bilanzstichtag. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt gemäß § 308a HGB. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zu historischen Kursen; die übrigen Posten in der Bilanz werden mit dem am Abschlussstichtag gültigen Mittelkurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der Unterschied aus der Währungsumrechnung ist ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt worden. Die Finanzinstrumente werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Bruttowertentwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023 kann dem beigefügtem Anlagenspiegel entnommen werden. Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 833 T€ (2022: 933 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Sie betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Factoring in Höhe von 1.645 T€, Vorsteuererstattungsbeträge in Höhe von 863 T€, Steuererstattungsansprüche in Höhe von 1.880 T€, Stromsteuererstattung in Höhe von 159 T€, Kreditorenbonus in Höhe von 191 T€ sowie derivative Finanzinstrumente in Höhe von 155 T€. Darüber hinaus sind Forderungen gegen Gesellschaftern in Höhe von 755 T€ enthalten. Die Angaben zu den Restlaufzeiten und zur Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgenden Tabellen: Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. 17.255T€ sind durch Pfandrechte an beweglichen Sachen und ähnlichen Rechten sowie durch Sicherungsübereignungen besichert. Die latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. Insgesamt hat sich für das Geschäftsjahr 2023 ein passiver Saldo ergeben. Die latenten Steuersalden können der nachfolgenden Aufstellung entnommen werden:
VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse des Konzerns in Höhe von 449.270 T€ verteilen sich nach geographisch Märkten wie folgt:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen i.H.v. 210 T€ (2022: 311 T€) enthalten. Darüber hinaus enthält diese Position einen Ertrag aus Forschungszulagen i.H.v. 653 T€. Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung in Höhe von 1.310 T€ (2022: 1.069 T€) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i.H.v. 27 T€ und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 210 T€ (2022: 402 T€) enthalten. In den Zinserträgen sind in Höhe von insgesamt 98 T€ (2022: 37 T€) Zinserträge aus Abzinsungen von Personalrückstellungen enthalten. In den Zinsaufwendungen in Höhe von insgesamt 2.162 T€ sind 43 T€ (2022: 124 T€) Zinsaufwendungen aus Abzinsungen von Pensionsrückstellungen enthalten. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen aus latenten Steuern i.H.v. 479 € (2022: 2.409 T€) enthalten. VII. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahrs verändert haben. Es wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds ist definiert als Summe aus liquiden Mitteln (27.106 T€; 2022: 27.672 T€) abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, im Wesentlichen aus Kontokorrentkrediten (2.366 T€, 2022: 11.234 T€). Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Konzernjahresüberschuss indirekt abgeleitet. Die Überleitung von der Ausgangsgröße in der Kapitalflussrechnung ergibt sich wie folgt:
VIII. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen mit 1.732 T€ im kommenden Jahr Miet- und Leasingverpflichtungen, mit 4.200 T€ in den darauffolgenden vier Jahren fällige Miet- und Leasingverpflichtungen und mit 174 T€ mehr als fünf Jahren fällige Miet- und Leasingverpflichtungen. Verpflichtungen in Form von Bestellobligos für Investitionsvorhaben bestehen in Höhe von 1.124 T€. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte In Bezug auf die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat der Konzern Factoringverträge abgeschlossen und dadurch Forderungen zum Zweck der Verbesserung der stichtagsbezogenen Liquidität verkauft. Durch das Factoring erhöhte sich die Liquidität zum Bilanzstichtag um 9.541 T€, dem stehen Finanzierungskosten im Geschäftsjahr i.H.v. 526 T € aus dieser Maßnahme gegenüber. Derivative Finanzinstrumente Mit der Commerzbank AG ist am 1. Oktober 2008 ein Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte abgeschlossen worden. Folgende Zinscaps sind zum Bilanzstichtag unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen: Zinscaps mit einem Nominalbetrag in Höhe von 542 T€ mit einer Laufzeit bis 30. September 2024, einem Nominalbetrag in Höhe von 7.000 T€ mit einer Laufzeit bis 31. August 2026, einem Nominalbetrag in Höhe von 1.581 T€ mit einer Laufzeit bis 30. September 2026, einem Nominalbetrag in Höhe von 2.713 T€ mit einer Laufzeit bis 2. Oktober 2027, sowie drei weitere Zinscaps mit einem Nominalbetrag von insgesamt 6.213 T€ mit einer Laufzeit bis jeweils 2. Oktober 2024. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind die fortgeführten Buchwerte der erworbenen Zinsderivate in Höhe von 155T€ ausgewiesen. Abschlussprüferhonorar Das durch den Konzernabschlussprüfer Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, berechnete Honorar beträgt 121 T€ und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 732 Mitarbeiter beschäftigt. Davon sind 420 gewerbliche Mitarbeiter und 312 Angestellte. IX. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag liegen nicht vor. X. Ergebnisverwendung Mit Datum vom 8. Mai 2024 wurde eine Gewinnausschüttung aus dem Jahresüberschuss der Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH für die Gesellschafter in Höhe von 800 T€ ausgesondert und ausgeschüttet. Für den verbleibenden Jahresüberschuss in Höhe von 2.031 T€ schlägt die Geschäftsführung der Gesellschafterversammlung vor diesen auf neue Rechnung vorzutragen. XI. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 waren Geschäftsführer: Herr Hans-Joachim Müller, Kaufmann, StraelenFrau Rebecca Elisabeth Gisela Müller, Kauffrau, Kempen (ab dem 1. Oktober 2023)Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter analoger Bezugnahme auf die Schutzklausel des § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Straelen, 19. Juli 2024
Hans-Joachim Müller Rebecca Müller Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Polyplast Gruppe Die Polyplast Gruppe ist ein mittelständischer Konzern der Kunststoffindustrie mit Produktionsstandorten in Deutschland, den USA und Kanada. Sie ist damit der chemischen Industrie, die als volkswirtschaftliche Leitbranche gilt, zugeordnet. Das Kerngeschäftsfeld der Polyplast Gruppe ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Masterbatch und Compounds in Europa und Nordamerika. Die Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH (PVW) mit Sitz in Straelen fungiert in der Polyplast Gruppe als strategische Holding. Die Advance Holding GmbH (ADH) mit Sitz in Straelen fungiert als operative Holding-Gesellschaft der Gruppe und übernimmt neben der Finanzierungs- und Versicherungsfunktion für die operativen Gesellschaften die Steuerung gruppenweiter Projekte. Für den europäischen Teil des Masterbatch Geschäftes der Polyplast Gruppe steht nunmehr die Polyplast Müller GmbH & Co. KG (PPM KG), die Masterbatch, Kabel und Subcontracting für den europäischen Markt vertreibt, produziert und entwickelt. Die Gesellschaften Colortech, Inc. (Tennessee, USA) (CTU) und Colortech Inc. (Kanada) (CTC) repräsentieren die Masterbatch-Aktivitäten in Nordamerika. Diese beiden Gesellschaften entwickeln, produzieren und vertreiben Masterbatch nahezu ausschließlich für Kunden in den USA und Kanada. Die PCW GmbH (PCW) mit Sitz in Eilenburg repräsentiert die Compoundaktivitäten der Polyplast Gruppe in Europa. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Polyvinylchlorid (PVC Hart und Weich Compounds), Polypropylen (PP), sowie Thermoplastische Elastomere (TPE). Darüber hinaus werden durch die PCW Produktionsleistungen innerhalb des Konzernverbundes erbracht. Die europäischen Standorte der Polyplast Gruppe nehmen für die Herstellung von Masterbatch unverändert eine starke Marktposition im europäischen Wettbewerb ein. Die nordamerikanischen Standorte konnten ebenfalls durch die Herstellung von Masterbatch eine bedeutende Marktposition im nordamerikanischen Wettbewerb festigen. Die nur in Europa vorhandenen Aktivitäten im Bereich Compound sollen es der Polyplast Gruppe mittelfristig ermöglichen, in diesem Produktsegment in Europa eine vergleichbare Wettbewerbsposition wie im Bereich Masterbatch einzunehmen. Strategisch verfolgt die Polyplast Gruppe unverändert das Ziel, mittels Fokussierung auf die Geschäftsfelder Masterbatch und Compound eine stabile Marktposition innerhalb der Top 5 der europäischen Unternehmen einzunehmen und sich als vollintegrierter Veredler im Wettbewerb zu differenzieren. Für den nordamerikanischen Markt wird ein analoges Ziel verfolgt, jedoch fokussiert auf das Geschäftsfeld Masterbatch. Zur strategischen Ausrichtung gehört auch das Überprüfen von anorganischen Wachstumsmöglichkeiten. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 war die Bekämpfung der hohen Inflation durch die Erhöhung der Zinsen durch die Notenbanken ein zentrales Thema der wirtschaftlichen Entwicklung. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine hatten sich insbesondere die Energiepreise deutlich verteuert und in der Folge auch die Produkte der erzeugenden Industrie. Während sich der Preisauftrieb durch die Maßnahmen der Notenbanken abschwächte, führten die hohen Finanzierungszinsen insbesondere für hochverschuldete Unternehmen zunehmend zu Liquiditätsproblemen. Dennoch urteilt das Kiel Institut für Weltwirtschaft: „Die Weltkonjunktur hielt sich angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war“.1 Im Berichtsjahr hielt der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine unvermindert an und verursachte u.a. infolge des strikten Sanktionsregimes gegen Russland unverändert starke Belastungen für die Volkswirtschaften Europas. Die Krise im Nahen Osten infolge des Überfalls der Terrororganisation Hamas auf Israel im Oktober 2023 und der nachfolgenden und andauernden Militäroperation Israels gegen die Hamas haben die Belastungen für die Weltkonjunktur zusätzlich erhöht. Die chemische Industrie blickt für Deutschland erneut auf ein wirtschaftlich unbefriedigendes Jahr zurück. Aufgrund zunehmendem Auftragsmangel sei die Produktion (ohne Pharma) um rund 11,0 % gesunken, berichtet der Verband der Chemischen Industrie (VCI). Die Produktion lag nach Angaben des Verbandes um 5 % unter der notwendigen Grundauslastung von 82 %.2 Für die Kunststoff-Industrie der USA war ein Produktionsrückgang von 4,4 % für das Jahr 2023 zu verzeichnen.3
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Entnommen aus: PLASTICS Industry Association, Plastics Quarterly, January 2024, page
2. Der Internationalen Währungsfonds (IMF) kommunizierte für das Jahr 2023 in seinem April Report vom Jahr 2024 einen weltweiten Wirtschaftsaufschwung in Höhe von 3,2 %. Für die USA wurde ein Wachstum in Höhe von 2,5 % (2022: 2,1 %) für das Jahr 2023 veröffentlicht. Für Kanada belaufen sich die entsprechenden Werte auf 1,1 % für das Jahr 2023 als auch 3,4 % für das Jahr 2022. Für Deutschland wurde vom IMF im April 2024 für das Jahr 2023 eine wirtschaftliche Entwicklung in Höhe von - 0,3 % (2022: 3,5 %) kommuniziert, für Europa eine Veränderung in Höhe von 0,4 % für das Jahr 2023 (2022: 3,5 %).4 Diese volkswirtschaftlichen Einflüsse und Branchenbegebenheiten stellten die wesentlichen Randparameter dar, vor deren Hintergrund sich die gewählte Wachstumsstrategie und die Aufstellung der Polyplast Gruppe zu beweisen hatte. 2.2 Geschäftsverlauf Das Jahr 2023 war gekennzeichnet durch eine Beruhigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Inflationsdruck hat merklich nachgelassen und die Rohstoffkosten waren dementsprechend wieder rückläufig. Die Polyplast Gruppe konnte sich in diesem Umfeld erneut gut behaupten und alle Kundenaufträge erfolgreich erfüllen. Dabei ist es gelungen, Einsparungen auf der Kostenseite zu erzielen, so dass sich die Rohertragsmarge gegenüber dem Vorjahr um 2,9 %-Punkte erhöht hat. Nachfrageschwankungen in einzelnen Bereichen wurden durch gezielte Vertriebsaktivitäten kompensiert. Absolut hat sich der Rohertrag, definiert als Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand, dennoch gegenüber Vorjahr um 8.971 T€ (- 6,1 %) verringert. Insgesamt lässt sich feststellen, dass die durch Corona und Nachfrageüberhang gekennzeichneten positiven Ausnahmezeiten mit den Geschäftsjahren 2021 und 2022 vorüber sind und sich das Jahr 2023 nun als ein eher normales Jahr darstellt und sich dadurch auch der Rückgang des absoluten Rohertrags erklärt. Das Investitionsprogramm zur Schaffung neuer und der Erweiterung bestehender Fertigungskapazitäten sowie den dazugehörigen Flächen und Gebäuden wurde fortgesetzt. Hierzu wurden Investitionen in Höhe von 20.452 T€ in Sachanlagen getätigt. Die Investitionen stehen sowohl im Zusammenhang mit der Ausweitung der Flexibilisierung der Produktionskapazitäten als auch der Optimierung von Prozessabläufen und wurden aus den operativen Cashflows finanziert. Insgesamt konnte der Konzern aufgrund der verfügbaren Produktionskapazität eine flexible Reaktion auf im Jahresverlauf stark schwankende Kundenaufträge zeigen. Der in der Vergangenheit und im Geschäftsjahr betriebene Ausbau bestehender Kundenbeziehungen, Produktinnovationen und die Erweiterung der Produktpalette stellen die Basis für weiteres Wachstum dar. 2.3. Ertragslage Die Umsätze beliefen sich im Geschäftsjahr auf 449.270 T€ (2022: 522.955 T€) und lagen damit um 14,1 % unter Vorjahr und auch unter der Planung. Diese Verminderung war im Wesentlichen mengenbedingt. Im Berichtsjahr wurden 14,8 Kilotonnen (-8 %) weniger Menge abgesetzt als noch im Jahr 2022. Diese Minderung betraf sowohl die Standorte in Deutschland als auch die Werke in Nordamerika. Der Materialaufwand war nach den inflations- und mengenbedingten Steigerungen der Vorjahre wieder stark rückläufig und lag 18,3 % unter Vorjahr und auch unter Plan. Der Kostendruck in der Produktion war im Geschäftsjahr allerdings unvermindert hoch. Die absolute und relative Reduzierung des Rohertrages resultiert daher überwiegend aus der geringeren Absatzmenge. Der Rohertrag ist mit einem Wert in Höhe von 138.653 T€ im Vergleich zum Vorjahr um 8.971 T€ (-6,1 %) daher deutlich gesunken. Auf Grund der guten Beschäftigungslage in Deutschland und Nordamerika einhergehend mit einem sich verstärkenden Fachkräftemangel war die Nachfrage nach Arbeitskräften unverändert hoch. Vor dem Hintergrund inflationsbedingter Steigerungen der Lebenshaltungskosten konnten die Gewerkschaften kräftige Lohnsteigerungen durchsetzen, die auch die Unternehmen der Polyplast Gruppe betroffen haben. Der Personalaufwand stieg daher um 2,2 % auf 54.498 T€ an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dabei standen den deutlich gesunkenen Transportkosten infolge der geringeren Verkaufsmengen insbesondere die gestiegenen Energiekosten der deutschen Standorte gegenüber. Nachdem die Strom-Preisspitzen im Jahr 2022 durch die vorausschauende und langfristige Eindeckung weitgehend vermieden werden konnten, haben sich die deutschen Gesellschaften sukzessive zu dem gestiegenen Preisniveau eindecken müssen. Die Stromkosten haben sich folglich deutlich erhöht und lagen um 40% (PCW) bzw. 21% (PPM KG) über dem Vorjahr. Durch das strikte Debitoren-Risikomanagement ist es gelungen, Forderungsausfälle unverändert auf niedrigem Niveau zu halten. Vor diesem Hintergrund verringerte sich das operative Ergebnis, definiert als EBITDA, im Berichtsjahr um -16,8 % auf 40.679 T€ (2022: 48.887 T€). Aufgrund der starken Investitionstätigkeit erhöhten sich die Abschreibungen um 9,0 % auf 11.378 T€. Im Ergebnis konnte ein Konzernjahresüberschuss von 20.374 T€ (2022: 26.811 T€) erzielt werden. 2.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Polyplast Gruppe liegt mit 188.181 T€ leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 20.452 T€ (2022: 24.324 T€) betrafen im Wesentlichen Kapazitätserweiterungen. Das um 13,7 % auf 74.841 T€ gestiegene Sachanlagevermögen stellt nun 39,8 % (2022: 35,4 %) der Bilanzsumme dar. Das Working Capital, definiert als Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, verminderte sich aufgrund der mengen- und preisbedingt geringeren Vorratsbestände gegenüber dem Vorjahr deutlich um 6.578 T€ auf 51.202 T€. Der Bilanzposten „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks“ stellt sich gegenüber dem Vorjahr mit 27.106 T€ (2022: 27.672 T€) um 2,0 % vermindert dar. Das Geschäftsjahr 2023 war erneut ein ertragsstarkes Jahr für die Unternehmensgruppe, so dass die Guthaben-Position trotz Rückführung von Darlehenspositionen und starker Investitionstätigkeit nur leicht abgebaut wurde. Das Konzerneigenkapital erhöhte sich von 114.415 T€ wiederum deutlich um 17.548 T€ auf 131.963 T€ und stellt mit einer Quote von 70,1 % (2022: 61,5 %) sowohl relativ als auch absolut eine solide Basis für weiteres Wachstum in der Zukunft dar. Die Erhöhung wurde maßgeblich geprägt durch den Konzernjahresüberschuss in Höhe von 20.374 T€. Ausschüttungen an die Gesellschafter der Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH erfolgten in Höhe von 500 T€. Im Eigenkapital wirkte die Veränderung aus Währungsumrechnung mit 2.326 T€ eigenkapitalmindernd. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden gegenüber dem Vorjahr um 13.275 T€ (43,5 %) auf 17.259 T€ zurückgeführt. 2.5 Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 35.145 T€ (2022: 34.067 T€) und liegt damit trotz des rückläufigen EBITDA auf Vorjahresniveau. Im Vorjahr war der operative Cashflow dabei durch eine hohe Mittelbindung im Working Capital beeinflusst. Infolgedessen konnte die Investitionstätigkeit der Polyplast Gruppe im Geschäftsjahr vollständig durch den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gedeckt werden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich auf 20.965 T€ (2022: 24.442 T€). Die weiterhin verbleibenden Mittel deckten ebenso den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 5.929 T€ (2022: 6.037 T€) ab und ermöglichten unter anderen die reguläre Tilgung des mittelfristigen Fremdkapitals. Insgesamt konnte trotz der unverändert hohen Investitionsauszahlungen durch die starke Ertragskraft ein operativer Cashflow erwirtschaftet werden, der die Nettofinanzposition (gemessen als „Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten“ abzüglich „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks“) der Polyplast Gruppe um 12.710 T€ verbessert hat. Insgesamt hatte die Gruppe zum 31.12.2023 eine positive Nettofinanzposition von 9.847 T€. 2.6 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sowie Gesamtaussage Die Polyplast Gruppe verwendet zur Steuerung des Einkaufs, der Produktion, des Vertriebs sowie der Zentralfunktionen diverse Kennzahlen bzw. Kennzahlensysteme, deren Komplexität der jeweiligen Steuerungs- und Führungsaufgabe nach Auffassung der Geschäftsführung angemessen ist. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), sowie das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA). Dabei werden auch die sonstigen Steuern berücksichtigt. Um den Unternehmenswert zu steigern, strebt die Polyplast Gruppe eine langfristige und nachhaltige Steigerung der beiden Leistungsindikatoren an. Das operative Ergebnis, definiert als EBITDA, ist gegenüber dem außergewöhnlich starken Vorjahr um 16,8 % auf 40.679 T€ gesunken. Das EBIT verminderte sich um 23,8 % auf 29.302 T€. Diese Reduzierung resultiert insbesondere aus dem Rückgang der Vertriebsmengen, während die Vorjahre noch von Nachholeffekten nach Abklingen der Lieferengpässe aus dem von der Coronapandemie betroffenen Zeitraum profitiert haben. So ist die EBITDA-Marge mit 9,1 % gegenüber dem Vorjahr (9,3 %) nahezu unverändert, was für das vorausschauende Kostenmanagement in der Gruppe spricht. Gegenüber den Erwartungen der Planung, in der das Nachlassen der Sondernachfrage, die die Jahre nach der SARS-CoV-2 Pandemie geprägt hatte, bereits antizipiert wurde, haben sich die Kennzahlen besser entwickelt. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind für das Verständnis des Geschäftsverlaufs oder die Lage der Polyplast Gruppe nicht von Bedeutung. Trotz der nach wie vor vorhandenen strategischen, in die Zukunft gerichteten Aufwendungen lag der EBIT und EBITDA des Geschäftsjahres leicht über der im Vorjahr für 2023 getroffenen Prognose, sodass die Geschäftsführung der Polyplast Gruppe vor diesem Hintergrund die Prognose des Vorjahres als übererfüllt ansieht. 3. Prognose, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Die wirtschaftlichen Aussichten in Europa haben sich zuletzt wieder eingetrübt. Angesichts der stark gesunkenen Energiepreise, der rückläufigen Inflation und der weltweiten Konjunkturbelebung wird trotz Belastungen durch die restriktive Geldpolitik mit einer Belebung der wirtschaftlichen Entwicklung gerechnet. Die US-Amerikanische Wirtschaft zeigte sich zudem im Verlauf des Jahres 2023 trotz hohen Zinsniveaus robust. Die Produktion erhöhte sich gestützt durch eine expansive Finanzpolitik.5
5
Entnommen aus: Kieler Konjunkturberichte Weltwirtschaft und Euroraum im Herbst 2023. Der IMF (International Monetary Fund) Bericht vom Januar 2024 sieht folglich eine erstaunlich widerstandsfähige Entwicklung der Weltwirtschaft und erhöht seine Wachstumsprognose für 2024 um 0,2%-Punkte auf 3,1%. Für die Hauptabsatzmärkte der Polyplast Gruppe stellt sich das Bild gemäß IMF wie folgt dar:
Der VCI ist für Deutschland dagegen für das Segment der chemisch-pharmazeutische Industrie deutlich pessimistischer. Für 2024 wird weiterhin davon ausgegangen, dass Aufträge im Chemiegeschäft fehlen. Es wird daher kein Anstieg der Chemieproduktion erwartet, nachdem bereits im Vorjahr die Produktion um 11 % (ohne Pharmageschäft) gesunken war. Für den Branchenumsatz sei ein Rückgang von 3 % zu erwarten.7 Für die Kunststoffindustrie Nordamerikas wird eine Stabilisierung auf aktuellem Niveau vorhergesagt.8
8
Entnommen aus: PLASTICS Industry Association, Plastics Quarterly, January 2024, page
2. Trotz dieses kritischen Ausblicks ist und bleibt der Werkstoff ,,Kunststoff“ auch zukünftig ein wachsendes Produktfeld. Auch wenn 2024 erneut mit herausfordernden Rahmenbedingungen gerechnet wird, ist dieser Sektor der Wirtschaft strukturell ein weiter wachsender Markt. In den letzten Jahren ist es der Polyplast Gruppe gelungen in einem schwierigen Umfeld die Chancen am Markt zu nutzen und die jeweiligen Planungen deutlich zu übertreffen. Vor dem Hintergrund der sich aufhellenden volkswirtschaftlichen Prognosen weist die Planung für das Wirtschaftsjahr 2024 ein moderates Wachstum im Vergleich zum Jahr 2023 aus. Nachdem die Rohstoffkosten im dritten Quartal 2022 die Spitze des Preisniveaus erreicht hatten, sind die Preise im Jahr 2023 kontinuierlich gesunken, lagen aber im gesamten Jahr noch über dem Niveau von vor der Coronakrise, vgl. ICIS Petrochemical Index (IPEX). Die weltweit rückläufigen Inflationsraten, in Deutschland insbesondere aufgrund deutlich gesunkener Energiepreise, beeinflussen das direkte Marktumfeld der Polyplast-Gruppe positiv. Dagegen weist der IMF auf das Risiko geopolitischer Schocks, beispielsweise durch die fortgesetzten Attacken auf Handelsschiffe im Roten Meer hin, die zu Versorgungsunterbrechungen in den Lieferketten führen könnten. Auch sind die Notenbanken zuletzt allzu optimistischen Annahmen über baldige Zinssenkungen entgegengetreten, so dass die straffe Geldpolitik bis weit in das Jahr 2024 andauern könnte.9 Die Energiekosten sind für die einzelnen Gesellschaften der Unternehmensgruppe aufgrund der energieintensiven Produktion ein bedeutender Faktor. Für die insbesondere in Deutschland hohen Strompreise wurde in der Betrachtung zukünftiger Perioden keine spürbare Entlastung angenommen. Die Finanzlage wird sich infolge der geplanten Ergebnissteigerung voraussichtlich positiv entwickeln. Weiterhin verfügt die Polyplast Gruppe über Kreditlinien mit Banken in Deutschland und Nordamerika, die ausreichend Spielraum für das geplante organische und anorganische Wachstum der Gruppe zur Verfügung stellen. Es sind wiederum erhebliche Investitionen in den Maschinenpark der Polyplast Gruppe vorgesehen. Vor diesem Hintergrund wird die Polyplast Gruppe ihre Produktions- und Vertriebsstrategie anpassen und weiterentwickeln. Beim Einkauf von Rohstoffen wird das Lieferantenportfolio in Bezug auf Liefertreue und Qualität weiter optimiert. Im Stromeinkauf wird insbesondere für die deutschen Standorte die vorausschauende Einkaufsstrategie fortgesetzt. Die konjunkturelle Erholung wird sich nach unserer Einschätzung zwar langsamer und schwankender entwickeln, bildet jedoch langfristig eine Ausgangsbasis für das Wirtschaften in den nächsten Jahren. Auch im kommenden Jahr wird die Wachstumsstrategie der Polyplast Gruppe mit dem Ziel verfolgt, die jeweilige Marktposition und das erzeugte Produktspektrum weiter auszubauen. Diese Aktivitäten ordnen sich in das volkswirtschaftliche Umfeld ein. Der Fokus der vertrieblichen Aktivitäten ist neben dem Halten der bestehenden Kunden auch das Reaktivieren verlorener Kunden, indem die Polyplast Gruppe beweisen kann, auch in unsicheren Zeiten ein verlässlicher, lieferfähiger Partner zu sein. Dabei wird die Positionierung als einer der vollintegrierten Veredler beibehalten. Volatile Rohstoffpreise der Produkte beeinflussen ebenso die Geschäftsentwicklung, wie die Möglichkeit diese Schwankungen an die Kunden in kompetitiven Märkten weitergeben zu können. Sofern sich an den Rohstoffmärkten eine rationale Preisfindung ergibt, ist die Möglichkeit der Preisweitergabe bei Rohstoffen weiterhin gegeben. Die Bekämpfung der Inflation durch die Notenbanken hat zunehmend Erfolge verzeichnet, so dass sich der Preisauftrieb in den reifen Volkswirtschaften wieder auf das Vorkrisenniveau zubewegt. Dennoch stellt die Inflationsentwicklung weiterhin eine Unsicherheitskomponente dar und setzt geänderte Anforderungen an Preiseanpassungen des abzusetzenden Produktportfolios. Es wird für das Geschäftsjahr 2024 damit gerechnet, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter stabilisieren und die Volatilitäten auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten weiter abnehmen. Die Polyplast Gruppe rechnet damit, auf einen moderaten Wachstumspfad mit einer stabilen Ertragsentwicklung einzuschwenken. Insofern werden für 2024 ein EBIT sowie ein EBITDA auf dem Niveau des Berichtsjahres 2023 erwartet. Es werden abermals Investitionen im Wesentlichen in Infrastruktur und Kapazitätserweiterungen geplant, deren Höhe sich aber unterhalb des Niveaus des abgelaufenen Geschäftsjahres bewegen wird. Weiterhin ist die Anschaffung einer neuen ERP-Software, zunächst für die deutschen Standorte, geplant. Der Liquiditätsbedarf kann im Rahmen der bestehenden Kreditlinien und -vereinbarungen finanziert werden, wobei der Konzern laufend die vorhandene Finanzierungsstruktur überprüft und ergänzt. Grundsätzlich kann ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf auch aus dem weiteren Umsatzwachstum entstehen, gerade auch dann, wenn dieser bedingt durch die Rohstoffentwicklung über das geplante Niveau hinausgehen sollte. Hierfür hat das Unternehmen ebenfalls Vorsorge getroffen und verfügt u.a. über ausreichend dimensionierte mittel- und langfristige zugesagte Kreditlinien bei verschiedenen Banken. Trotz der aktuell schwierigen Umfeldsituation in Europa und Nordamerika geht die Geschäftsführung der Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH davon aus, dass die erwartete Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Polyplast Gruppe stimmig zur Gesamtstrategie und insgesamt vor diesem Hintergrund als umsetzbar einzuschätzen ist. 3.2. Chancen- und Risikobericht Die Polyplast Gruppe verfügt über ein detailliertes Berichtswesen, das führungsrelevante Informationen zeitnah zur Verfügung stellt. Diese Daten werden auf Managementebene analysiert und mit Aktionsplänen versehen. 3.2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen und Risiken Die Polyplast Gruppe unterliegt den konjunkturellen Trends des europäischen und des nordamerikanischen Marktes, mit deren jeweiligen, zum Teil unterschiedlichen, Rahmenbedingungen wie Lohn- und Steuerentwicklungen, Kaufanreizen etc., da eine Vielzahl der Kunden konsumnahen Bereichen zuzuordnen ist. Die Branche ist in allen relevanten Märkten durch Preisdruck gekennzeichnet, der zu einem permanenten Bedarf führt, die Produktion unter dem Gesichtspunkt der economies of scale zu verbessern, um Margenrückgänge durch Stückkostensenkungen zu kompensieren und im Preiswettbewerb bestehen zu können. Dem trägt die Polyplast Gruppe an allen Standorten Rechnung. Obwohl die hohen Teuerungszuwächse und in Europa insbesondere die Energiekosten wieder deutlich reduziert und weniger schwankend sind, sind die Rahmenbedingungen insbesondere in Europa unverändert sehr herausfordernd. Es drohen unverändert wirtschaftliche Belastungen durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, den Nahostkonflikt sowie zunehmende politische Spannungen zwischen den Großmächten USA und China. Die sich beschleunigende De-Globalisierung wird insbesondere den Industriestandort Deutschland mit seiner hohen Exportquote treffen. Zudem wird sich zunehmend der Fachkräftemangel auf die Produktionsfähigkeiten der Industrieunternehmen auswirken, der auch durch eine verstärkte Zuwanderung von ausländischen Fachkräften nicht kompensiert werden kann. Europa und damit auch Deutschland stehen in den kommenden Jahren deutliche wirtschaftliche und politische Herausforderungen bevor. Die Schwere der Wirkung ist je nach Branche unterschiedlich und kann insofern auch weiterhin eine Auswirkung auf die Unternehmensgruppe entfalten. Das Thema Nachhaltigkeit rückt generell stärker in den Fokus der Geschäftstätigkeit. Derzeit wird gemeinsam mit einem Team des Fraunhofer Instituts die Nachhaltigkeitsstrategie und die Informationsbasis für die Nachhaltigkeitsberichterstattung erarbeitet. Ziel ist es, hier jederzeit und rechtzeitig den erwartbaren Anforderungen an das Berichtswesen (nicht-finanzielle Berichterstattung) gerecht zu werden. Bereits heute werden in vielfältiger Weise Maßnahmen zur Schonung von Ressourcen ergriffen. Grundsätzlich erfolgt in allen Gesellschaften des Konzerns - auch vor dem Hintergrund von Kostendruck - eine intensive Betrachtung der Bereiche Energie, Entsorgung und des Umgangs mit Wasser. Die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens wird zudem durch die Zertifizierungen des Umweltmanagementsystems nach DIN ISO 14001, der Zertifizierung des Umweltmanagementsystems mit ECOVADIS, als auch des Energiemanagementsystems nach DIN ISO 50001 in einzelnen Gesellschaften genutzt, um sich ergebende Chancen im Markt auf Grund des verbesserten Carbon Footprints zu nutzen. 3.2.2. Chancen und Risiken aus dem operativen Geschäftsbetrieb Ein dauerhafter Produktionsausfall an einem Standort wäre ein signifikanter Risikofaktor, der teilweise durch eine Ausweitung der Produktion an anderen Standorten kompensiert werden könnte. Um dieses Risiko zu minimieren, werden regelmäßig vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Die kapazitätserweiternden Investitionen der Vergangenheit haben darüber hinaus freie Kapazitäten geschaffen, die dies zusätzlich stützen. Potenzielle Risiken aus dem laufenden Geschäftsbetrieb werden neben den kontinuierlichen prozessimmanenten Kontrollen durch geeignete betriebliche Versicherungen abgedeckt. Zudem werden prozesskritische Anlagenbauteile gelagert. Auf Grund der Produktstruktur können Veränderungen der Rohstoffpreise als auch die Verfügbarkeit von Rohstoffen große Auswirkungen auf das Ergebnis haben, soweit diese nicht durch Maßnahmen wie eine Mehr-Lieferanten-Strategie (Multisourcing), eine vorausschauende, zunehmend gruppenweite Einkaufspolitik sowie Produktvariationen ausgeglichen werden können. Durch den Vertrieb werden am Markt vorhandene Chancen genutzt, z.B. durch permanente Produktvariationen und Rezepturanpassungen an Kundenbedürfnisse. Den bedeutenden Stromkosten des energieintensiven Fertigungsbetriebs begegnet der Konzern durch eine vorausschauende Einkaufspolitik und zusätzlich durch die Implementierung von Technologien zur Senkung des Stromverbrauchs. Den Belastungen durch die knappheitsorientierte Bepreisung für Energie der kanadischen Produktionseinheit wird neben den Maßnahmen zur Energieeinsparung, durch Anpassung der Produktionszeiten an die preisgünstige Energieverfügbarkeit begegnet. 3.2.3 Finanzierungs-, Zins- und Wechselkursrisiken Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit und des Wachstums erfolgt aus dem erwirtschafteten operativen Cashflow, den durch ein Portfolio von Banken in Deutschland und Nordamerika zur Verfügung gestellten Krediten bzw. Kreditlinien, sowie der genutzten alternativen Finanzierung im Rahmen des in Europa betriebenen Factorings. Durch die vertraglichen Vereinbarungen steht diese Finanzierung der Polyplast Gruppe in bedeutenden Teilen mittel- und langfristig zur Verfügung. Ergänzt wird die Fremdfinanzierung durch die hohe Eigenkapitalbasis und die Thesaurierung von Gewinnen. Gegen Währungs- und Zinsänderungsrisiken erfolgt eine Absicherung überwiegend dergestalt, dass die Finanzierung in den jeweiligen Ländern der zu finanzierenden Standorte erfolgt. Darüber hinaus werden selektiv derivative Finanzinstrumente zur Währungs- und Zinssicherung eingesetzt. Ferner werden mittelfristige Finanzierungen, mit entsprechender Zinsbindung bzw.-sicherung genutzt, um das Zinsänderungsrisiko zu begrenzen. Aufgrund des derzeitigen Zinsniveaus, des von der Polyplast Gruppe angenommenen Zins-Trends, als auch der Fristigkeit der gewählten Finanzierungsformen, erfolgt eine Absicherung gegen mögliche Risiken aus Zinsänderungen im kurzfristigen Finanzierungsbereich in Teilen. Die hierzu bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen jedoch nur betriebswirtschaftlich eine Absicherung dar, da eine Designation dieser Instrumente im Rahmen eines Hedge Accounting nicht erfolgt. Aus dem laufenden Geschäftsbetrieb bestehen keine signifikanten Währungsrisiken, da die Standorte ihre Ein- und Ausgaben überwiegend in ihren jeweiligen lokalen Währungen tätigen bzw. Verkäufen in Fremdwährung entsprechende Beschaffungstransaktionen gegenüberstehen (sogenannter „natural hedge“). 3.2.4 Beurteilung des Gesamtrisikos Die Gesamtrisikolage der Polyplast Gruppe ist in einem normalen Umfeld als niedrig anzusehen. Aufgrund tendenziell steigender Beschaffungskosten und Absatzmengen werden gegenüber 2023 moderat steigende Umsatzerlöse erwartet. Das Unternehmen geht unverändert von einer hohen Preissensibilität bei den Kunden, verursacht durch Inflations- und Kostendruck aus. Der Geschäftsführung sind keine Risiken ersichtlich aus denen eine unmittelbare Gefährdung, auch vor dem Hintergrund der sehr ertragsstarken Jahre ab 2021, für den Fortbestand der Polyplast Gruppe insgesamt abgeleitet werden könnte.
Straelen, den 19. Juli 2024
Geschäftsführung BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH, Straelen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH, Straelen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH, Straelen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 19. Juli 2024 Baker Tilly GmbH & Co. KG Thomas Gloth, Wirtschaftsprüfer Jonas Hagen, Wirtschaftsprüfer Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH, Straelen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 |
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Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
An der Bleiche 51
47638 Straelen - Handelsregister
- HRB 11898, Kleve
- Eintragungsdatum
- 19. November 2012
- Branche
-
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften - Eingetragenes Kapital
- 100.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung kann einem oder mehreren Geschäftsführern die Befugnis erteilt werden, die Gesellschaft stets einzeln zu vertreten. Jeder Geschäftsführer kann durch Gesellschafterbeschluss von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit werden.
- Unternehmenszweck
- Das Erwerben, Halten, Verwalten und Veräußern von Beteiligungen an Unternehmen jedweder Rechtsform
Finanzen
Bilanz
2022- Umlaufvermögen 51,4 % 5,98 Mio
- Anlagevermögen 48,4 % 5,63 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 % 16,2 k
- Eigenkapital 80,5 % 9,36 Mio
- Verbindlichkeiten 12,5 % 1,45 Mio
- Rückstellungen 7,0 % 816,6 k
Bilanzdaten für 1 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2022- Erträge aus Beteiligungen 99,9 % 4,88 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 2,8 k
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 34,2 % 188,6 k
- Personalaufwand 25,3 % 139,7 k
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20,4 % 112,7 k
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14,6 % 80,8 k
- Abschreibungen 5,4 % 29,8 k
- Sonstige Steuern 0,0 % −170
- Rohergebnis 518,4 k
- Ergebnis nach Steuern 4,85 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 4,85 Mio
GuV-Daten für 1 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Hans-Joachim Müller
seit 2012 Geschäftsführer
-
Rebecca Elisabeth Gisela Müller
seit 2023 Geschäftsführer
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Polypast Vermögensverwaltungs GmbH DEU 100,0 % 25k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.
Beteiligungen an
- Advance Holding GmbH 100,0 %
- Polyplast Müller Immobilien GmbH 100,0 %
- Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH 100,0 %
Historie
- 2023
-
08.11.
Eintritt eines MitgliedsRebecca Elisabeth Gisela Müller · Geschäftsführer
- 2022
-
13.07.
Austritt einer PositionM****** H****** · Geschäftsführer
- 2021
-
19.08.
VerschmelzungPolyplast Vermögensverwaltungs GmbH
- 2020
-
23.12.
SatzungsänderungPolyplast Vermögensverwaltungs GmbH
- 2019
-
15.11.
SatzungsänderungPolyplast Vermögensverwaltungs GmbH
- 2015
-
27.11.
SatzungsänderungPolyplast Vermögensverwaltungs GmbH
-
15.09.
SatzungsänderungPolyplast Vermögensverwaltungs GmbH
-
15.09.
Änderung des Stamm-/GrundkapitalsPolyplast Vermögensverwaltungs GmbH
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2024 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2023 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2016 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2015 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2013 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2023 Konzernabschluss Volltext
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-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
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- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
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client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 5bc7cacc1e30735dae0de8add64db26a",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
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"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
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}
}
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