Atos Information Technology GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anlagenverzeichnis Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2024 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Atos Information Technology GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Atos Information Technology GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Januar 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Atos Information Technology GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Januar 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen die Angabe in "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft in das Cash Concentrating (Cash Pooling) der weltweiten Atos Gruppe (diese umfasst alle Konzerngesellschaften der Atos SE weltweit) eingebunden ist. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über das Cash Concentrating und verfügt derzeit über keine weiteren Finanzierungsmöglichkeiten. Die Gesellschaft ist in hohem Maße von der weiteren finanziellen Unterstützung der Atos SE, Frankreich, (Muttergesellschaft der weltweiten Atos Gruppe) abhängig und bedient sich aufgrund der Eigenkapitalsituation seit einigen Jahren des üblichen Mittels einer Zusage ihrer Gesellschafterin in Form einer Patronatserklärung mit einer aktuellen Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft ist damit von der Werthaltigkeit und der weiteren Aufrechterhaltung der Patronatserklärung zwischen der Atos SE und der AIT im Prognosezeitraum abhängig. Die Atos SE hat im Juli 2024 ein Schutzschirmverfahren nach französischem Recht eingeleitet und mit notwendiger Zustimmung von Gläubigern und Aktionären vom 27. September 2024 und notwendigem, positiven Gerichtsentscheid vom 24. Oktober 2024 abgeschlossen. Der erfolgreiche Abschluss des Schutzschirmverfahrens hat der Atos SE die Umsetzung eines umfangreichen finanziellen Restrukturierungsplans, der u.a. den Tausch von Schulden in Eigenkapital und das Bereitstellen von neuer Liquidität durch die Gläubiger vorsieht, und dem Gläubiger und Aktionäre mit ihrer Abstimmung am 27. September 2024 zugestimmt haben, ermöglicht. Die Atos SE hat am 19. Dezember 2024 mitgeteilt, dass die finanzielle Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen wurde. Über den Prognosezeitraum besteht durch die finanzielle Abhängigkeit von der Atos SE und durch die Abhängigkeit von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unter-stützung der AIT durch die Atos SE eine wesentliche Unsicherheit für die AIT und damit für die AIT ein Bestandsgefährdendes Risiko. Wie in den Angaben "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang und im Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts dargestellt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 3. Juni 2025 Grant
Thornton AG
Sebastian Haas, Wirtschaftsprüfer André Prengel, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeines Der Gegenstand der Geschäftstätigkeit der Atos Information Technology GmbH (nachfolgend: AIT) ist die Organisation und technikunterstützte Informationsverarbeitung, Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der elektronischen Datenverarbeitung und der Informationstechnologie, Projektierung und Vertrieb von Software-Technik, Anlagen und Systemen und deren Betrieb sowie Erbringung von Kommunikations- und Rechenzentrumsleistungen. Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften der § 242 ff. und § 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt und wird in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Das Unternehmen ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und ist bei dem Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 235509 eingetragen. Davon-Vermerke werden im Anhang ausgewiesen. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den gesetzlichen Bestimmungen des HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB Anwendung findet. Besondere Ereignisse Mit dem Ausgliederungs- und Umwandlungsvertrag vom 03.04.2023 und dem Eintrag ins Handelsregister am 28.04.2023 wurde das "Eviden-Geschäft" mit wirtschaftlicher Wirkung auf den 1.10.2022 in die Atos Holding Germany 1 GmbH (jetzt: Eviden Germany GmbH, München) zu Verkehrswerten ausgegliedert. Hierdurch wurde die AIT Anteilseignerin an der Eviden Germany GmbH und verbuchte Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 287.850 sowie gleichlautend einen Ausgliederungsertrag. Durch den Geschäftsanteilseinbringungsvertag vom 12. April 2023 sind die Geschäftsanteile der Bull GmbH auf die Atos Holding Germany 1 GmbH (jetzt: Eviden Germany GmbH (EGG)) übertragen worden. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 27. Juli 2016 der Bull GmbH und der Atos Information Technology GmbH wurde am 20. März 2023 mit Ablauf des 31. Dezember 2023 gekündigt. Durch den Geschäftsanteilseinbringungsvertrag vom 12. April 2023 sind die Geschäftsanteile der energy4u GmbH auf die Atos Holding Germany 1 GmbH (jetzt: EGG) übertragen worden. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 20. Juni 2013 der energ4u GmbH und der Atos Information Technology GmbH wurde am 20. März 2023 mit Ablauf des 31. Dezember 2023 gekündigt. Die Unify Communication & Collaboration GmbH & Co.KG und Unify Software and Solutions GmbH &Co.KG ist mit Kaufvertrag vom 21. September 2023 an die Unify Funding GmbH verkauft worden. Der Verkauf der Unify-Gruppe an einen fremden Dritten erfolgte am 30. September 2023. Bestandsgefährdende Risiken Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Gesellschaft ist in das Cash Concentrating (Cash Pooling) der weltweiten Atos Gruppe (diese umfasst alle Konzerngesellschaften der Atos SE weltweit) eingebunden. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über das Cash Concentrating und verfügt derzeit über keine weiteren Finanzierungsmöglichkeiten. Die Gesellschaft ist in hohem Maße von der weiteren finanziellen Unterstützung der Atos SE, Frankreich (Muttergesellschaft der weltweiten Atos Gruppe) abhängig und bedient sich aufgrund der Eigenkapitalsituation seit einigen Jahren des üblichen Mittels einer Zusage ihrer Gesellschafterin in Form einer Patronatserklärung mit einer aktuellen Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft ist damit von der Werthaltigkeit und der weiteren Aufrechterhaltung der Patronatserklärung zwischen der Atos SE und der AIT im Prognosezeitraum abhängig. Die Atos SE hat im Juli 2024 ein Schutzschirmverfahren nach französischem Recht eingeleitet und mit notwendiger Zustimmung von Gläubigern und Aktionären vom 27. September 2024 und notwendigem, positiven Gerichtsentscheid vom 24. Oktober 2024 abgeschlossen. Der erfolgreiche Abschluss des Schutzschirmverfahrens hat der Atos SE die Umsetzung eines umfangreichen finanziellen Restrukturierungsplans, der u.a. den Tausch von Schulden in Eigenkapital und das Bereitstellen von neuer Liquidität durch die Gläubiger vorsieht, und dem die Gläubiger und Aktionäre mit ihrer Abstimmung am 27. September 2024 zugestimmt haben, ermöglicht. Die Atos SE hat am 19. Dezember 2024 mitgeteilt, dass die finanzielle Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen wurde. Über den Prognosezeitraum besteht durch die finanzielle Abhängigkeit von der Atos SE und durch die Abhängigkeit von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung der AIT durch die Atos SE eine wesentliche Unsicherheit für die AIT und damit für die AIT ein Bestandsgefährdendes Risiko. I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und bei Abnutzbarkeit linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für Software-Lizenzen beträgt vier bzw. fünf Jahre. Die Nutzungsdauer für entgeltlich erworbene Belieferungsrechte beträgt fünf Jahre. Der im Geschäftsjahr 2019 entstandene Geschäfts- oder Firmenwert aus der Anwachsung der Atos Convergence Creators GmbH & Co. KG wurde über eine voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer linear über 4 Jahre abgeschrieben. Die Schätzung der Nutzungsdauer basierte insbesondere auf den erwarteten Rückflüssen aus den dahinterstehenden Kundenbeziehungen. Sachanlagen bewerten wir zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Technische Anlagen und Maschinen werden über die Laufzeit des Projekts abgeschrieben, für das sie eingesetzt werden. Ihre Nutzungsdauer beträgt jedoch nicht mehr als sieben Jahre. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über zwei bis zehn Jahre abgeschrieben. Nicht selbstständig nutzbare Anlagen für Arbeitsplatzsysteme wie Desktops, Drucker und Monitore mit einem Netto-Einzelwert bis EUR 800,00 werden einzeln aktiviert und über drei Jahre Nutzungsdauer abgeschrieben. Übrige geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis EUR 800,00 werden im Zugangszeitpunkt erfasst und über die jeweilige Nutzungsdauer von 2 bis 10 Jahren abgeschrieben. Anlagegüter mit Netto-Anschaffungskosten von bis zu EUR 60,00 werden direkt aufwandswirksam erfasst. Finanzanlagen bewerten wir zu Anschaffungskosten. Wir nehmen Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag vor, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft angesehen wird. Umlaufvermögen Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB. Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden neben Einzelkosten in Form von direkt zurechenbaren Personalaufwendungen sowie Aufwendungen für Drittdienstleister auch angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Soweit erforderlich, werden bei den unfertigen Leistungen Abwertungen im Rahmen der verlustfreien Bewertung vorgenommen. Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB. Für die Bewertung der Waren wird unterstellt, dass die zuerst angeschafften Waren zuerst verbraucht werden. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen vom Vorratsvermögen abgesetzt, soweit sie durch unfertige Leistungen gedeckt sind. Darüberhinausgehende Beträge werden unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, ausgewiesen. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, ausgewiesen. Rückstellungen Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Die Berechnung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt mit identischen Rechnungsparametern, d.h. insbesondere ebenfalls unter Anwendung eines Rechnungszinses, entsprechend des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Dezember 2023 von 1,74 % (Vorjahr: 1,78 %). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), die auf Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen entfallen, wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. In den Rückstellungen bilden wir für alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen. Diese werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet. Abzuzinsende Rückstellungen werden nach der Nettomethode eingebucht. Das Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde nicht genutzt. Die Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt unter Anwendung eines Rechnungszinses, entsprechend des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre für eine Restlaufzeit von zwei Jahren von 1,03 % (Vorjahr: 0,34 %). Zudem werden ein Einkommenstrend, wie im Vorjahr von 2,50 % p.a. sowie die Richttafeln Heubeck 2018 G für die Bewertung herangezogen. Bei der Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen werden nur Mitarbeiter berücksichtigt, die einen Altersteilzeitvertrag bis zum Bilanzstichtag unterzeichnet haben. Für die Berechnung der Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Absatzmarktgeschäften wird der vereinbarte Auftragswert (Kunden- bzw. Projektumsatz) mit den voraussichtlichen, direkt zurechenbaren Auftragskosten, insbesondere Personal- und Nachunternehmerkosten, verglichen. Entsprechend ermittelt die Gesellschaft auf Grundlage einer aktualisierten Auftragskalkulation die voraussichtliche Kostenüberdeckung (Risikovorsorgeumfang) und schreibt im Falle aktivierter unfertiger Leistungen diese zunächst ab. Der verbleibende Betrag wird als Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften ausgewiesen. Im Falle langfristiger Absatzmarktgeschäfte werden die Drohverlustrückstellungen entsprechend der Vertragslaufzeit abgezinst. Für ein zum Jahresende 2022 rechtswirksam gewordenes Restrukturierungsprogramm "Jupiter" und "Merkur" werden die Verpflichtungen der Atos Information Technology GmbH zum Bilanzstichtag für vertragliche Verpflichtungen unter den Sonstigen Verbindlichkeiten und für faktische Verpflichtungen unter den Sonstigen Rückstellungen passiviert. Rückstellungen für Aktienoptionsprogramme werden mit dem aktuellen Marktpreis der Atos Aktie (ISIN: FR0000051732; WKN: 877757) zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 7,05 bewertet und werden ratierlich über die Laufzeit des Aktienoptionsprogramm zugeführt. Die Bilanzierung erfolgt wegen des zahlungsbasierten Charakters über Sonstige Rückstellungen und unterliegt einer stichtagsbezogenen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der anteiligen Free Shares. Die Abzinsung bei einer Restlaufzeit größer ein Jahr erfolgt unter Anwendung eines Rechnungszinses, entsprechend des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre bei einer Restlaufzeit von zwei Jahren zum 31. Dezember 2023 von 1,03 % und bei einer Restlaufzeit von drei Jahren zum 31. Dezember 2023 von 1,07 %. Aufgrund des niedrigen Aktienstichtagskurses bestand zum 31. Dezember 2023 kein Rückstellungsbedarf. Latente Steuern und Steuern vom Einkommen und Ertrag Zwischen der Atos Systems Business Services GmbH, Düsseldorf, der Bull GmbH, Köln, der Atos International Germany GmbH, München, der Atos IT Dienstleistung und Beratung GmbH, Essen, der energy4u GmbH, Karlsruhe, sowie der Atos Support GmbH, Frankfurt am Main und der Atos Information Technology GmbH, München (Organträger), bestehen steuerliche Organschaftsverhältnisse. Die Atos International Germany GmbH hat einen Gewinnabführungsvertrag mit der applied international informatics GmbH abgeschlossen und ist somit Organträgerin im Organkreis der Atos International Germany GmbH und der applied international informatics GmbH, Berlin (Organgesellschaft). Die Bull GmbH hat einen Gewinnabführungsvertrag mit der science + computing AG, Tübingen, sowie der SEC Consult Deutschland GmbH, Berlin, abgeschlossen und ist somit Organträgerin im Organkreis der Bull GmbH und der science + computing AG sowie der SEC Consult Deutschland Unternehmensberatung, (Organgesellschaften). Aufgrund der Organschaftsverhältnisse werden die Ertragssteuereffekte der Atos International Germany GmbH, München, der Atos IT Dienstleistung und Beratung GmbH, Essen, der energy4u GmbH, Karlsruhe (bis 31.12.2023), der Atos Support GmbH, Frankfurt am Main, der applied international informatics GmbH, Berlin, der Atos Systems Business Services GmbH, Düsseldorf, der Bull GmbH, Köln (bis 31.12.2023) sowie der science + computing AG, Tübingen und der SEC Consult Deutschland Unternehmensberatung, Berlin, bei der Atos Information Technology GmbH, München, erfasst. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Die Bewertung erfolgt mit einem kombinierten Ertragssteuersatz in Höhe von 31,75 % (Vorjahr: 31,75 %). Passive latente Steuern beruhen auf einem negativen Geschäfts- und Firmenwert, sowie der Einbringung eines Grundstücks mit aufstehendem Gebäude in eine Kommanditgesellschaft. Aktive latente Steuern sind insbesondere auf Rückstellungen für Pensionen, sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften zurückzuführen. Darüber hinaus werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. In Ausübung des Aktivierungswahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde auf die Aktivierung des aktiven Überhangs verzichtet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Einbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag umgerechnet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Umsatzrealisation Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn der Gefahrenübergang erfolgt ist. Bei Dienstleistungsverträgen erfolgt die Umsatzrealisation zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Im Projektgeschäft mit Werkvertragscharakter werden Umsätze gebucht, wenn der Vertrag erfüllt ist oder abgrenzbare Teilleistungen vom Kunden abgenommen worden sind. Im Rahmen der Bilanzierung ergeben sich im aktuellen Geschäftsjahr bei wenigen Kunden die Bilanzierung von unechten Mietkaufverträgen. In diesem Zusammenhang wird der Umsatz vollständig bei Übergang des wirtschaftlichen Eigentums an den Kunden fakturiert. Die entsprechenden Forderungen werden in Raten über die Vertragslaufzeit gezahlt. II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von TEUR 1.061.291 enthalten Umsätze mit fremden und verbundenen Unternehmen im In- und Ausland. Die folgenden Übersichten enthalten die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und Business Lines: Aufteilung nach Regionen
Die Umsatzerlöse im Ausland teilen sich zu 61 % (Vorjahr: 64 %) in EU-Ausland und zu 39 % (Vorjahr: 36 %) in sonstiges Ausland auf. Aufteilung nach Divisions
Die Business Line Tech Foundation beinhaltet neben dem Betrieb von state of the art Netzwerk- und Rechenzentrumsinfrastruktur auch Projekt- und Transformationsleistungen, die auf den zukünftigen Betrieb der Netzwerk- und Rechenzentruminfrastruktur gerichtet sind. Unter der Business Line Digital & Cloud werden hochintegrierte Komplettlösungen und zukunftsträchtige Applikationsarchitekturen ausgewiesen. Dies umfasst unter anderem auch die Implementierung von SAP oder Oracle Systemen mit einem anschließenden Betrieb dieser Systeme. Unter der Business Line Big Data & Cyber Security werden Digitalisierungsprojekte abgebildet, die gegenwärtig vor allem auf die End-to-End Verschlüsselung für Sprach-, SMS- und Mail-Kommunikation gerichtet sind. 2. Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 17.228 (Vorjahr: TEUR 85.665) handelt es sich im Wesentlichen) um Währungsumrechnungen (TEUR 11.296; Vorjahr: TEUR 9.153), den Eigenanteil für privat genutzte Firmenwagen (TEUR 576; Vorjahr: TEUR 1.785) sowie Erträge aus der Auflösung von Sonstigen Rückstellungen und Wertberichtigungen (TEUR 4.887; Vorjahr: TEUR 64.413). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten TEUR 4.887 (Vorjahr: TEUR 64.413) periodenfremde Erträge. 3. Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind TEUR 10.328 (Vorjahr: TEUR 13.743) Zahlungen für Altersversorgung enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten TEUR 87.904 (Vorjahr: TEUR 0) periodenfremde Aufwendungen. 5. Erträge aus Beteiligungen Unter dem Beteiligungsergebnis werden Erträge aus der Ausgliederung der Bull GmbH, Köln und der energy4u GmbH, Karlsruhe in Höhe von TEUR 113.782 sowie die Verkaufserlöse aus dem Verkauf des Unify Business in Höhe von TEUR 168.079 erfasst. Im Vorjahr war hier der Ertrag aus der Ausgliederung des Eviden Geschäftes in Höhe von TEUR 287.850 erfasst. 6. Ergebnis aus Ergebnisabführungsverträgen Die Gesellschaft AIT hat aus den Ergebnisabführungsverträgen mit den Gesellschaften Atos International Germany GmbH, München, Atos Systems Business Services GmbH, Düsseldorf, energy4u GmbH, Karlsruhe, München, und Atos Support GmbH, Frankfurt am Main, in Summe einen Ertrag von TEUR 25.624 (Vorjahr: TEUR 84.524) gebucht. Weiterhin wurde eine Dividendenzahlung der Unify KG, München TEUR 25.383 (Vorjahr: TEUR 0) gebucht. Der Aufwand aus Verlustübernahme betraf die Atos IT-Dienstleistung und Beratung GmbH, Essen sowie die Bull GmbH, Köln mit TEUR 45.349 (Vorjahr, Bull: TEUR 9.640). 7. Finanzergebnis Unter den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Erträge aus verbundenen Unternehmen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.489) ausgewiesen. Unter den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen mit verbundenen Unternehmen von TEUR 4.391 (Vorjahr: TEUR 3.398) ausgewiesen. Weiterhin sind in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen, Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und Erträge aus Deckungsvermögen von TEUR 3.709 (Vorjahr Aufwand: TEUR 76.457) ausgewiesen. 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Für 2023 fallen keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag an. Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag aus Vorjahren besteht, wie im Vorjahr nicht, so dass keine periodenfremden Ertragsteuer-Aufwendungen enthalten sind. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Es wird auf die gesonderte Anlage 1 zum Anhang (Anlagenspiegel) verwiesen, in der die Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt ist. Eine Anteilsbesitzliste gem. § 285 Nr. 11 HGB ist als Anlage 2 zum Anhang beigefügt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es bestehen langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit größer ein Jahr in Höhe von TEUR 816 (Vorjahr: TEUR 1.823). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Diese enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 14.609 (Vorjahr: TEUR 12.797). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 62.856 (Vorjahr Verbindlichkeit: TEUR 4.296). Die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin beinhalten Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 58.046 (Vorjahr: TEUR 5.800) sowie Forderungen aus Lieferung und Leistung TEUR 4.809 (Vorjahr: TEUR -10.097). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzten sich wie folgt zusammen:
Das Deckungsvermögen zum Restrukturierungsprogramm "Jupiter" resultiert aus einem Erstattungsanspruch gegen das externe treuhänderische Fondsvermögen, welches AIT als Treugeber im Zusammenhang mit dieser Restrukturierung gegründet hat. 3. Ausschüttungssperre Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), die auf Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen entfallen, wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte betragen TEUR 224.991 (Vorjahr: TEUR 206.036), der Zeitwert der Vermögenswerte beläuft sich auf TEUR 277.235 (Vorjahr: TEUR 237.392). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde anhand des Nominalbetrages der Bankguthaben oder - soweit einschlägig - anhand von Börsenkursen ermittelt. Der die Anschaffungskosten der Wertpapiere übersteigende gebuchte Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB. Dieser beträgt am 31. Dezember 2023 TEUR 35.656 (Vorjahr: TEUR 21.400). Gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von TEUR 4.902 (Vorjahr: TEUR 20.694). 4. Negativer Geschäfts- und Firmenwert Die AIT GmbH hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 im Rahmen eines Share Deals die Anteile an der Atos Systems Business Services GmbH (ASBS) von der Reinhard Mohn GmbH übernommen. In diesem Zusammenhang wurde ein Kaufpreis in Höhe von TEUR 3.425 und einer Ausgleichzahlung durch die Reinhard Mohn GmbH in Höhe von TEUR 15.000 vereinbart. Aus diesem Grund ergibt sich ein negativer Beteiligungsbuchwert, der zwischen Eigen- und Fremdkapital auf der Passivseite der Bilanz auszuweisen ist. Der negative Beteiligungsbuchwert betrug nach Abbildung des Erwerbsvorgangs TEUR 11.575. In den folgenden Geschäftsjahren wird dieser mit gegebenenfalls realisierten Verlusten der ASBS ertragswirksam verrechnet. Im Rahmen einer Umsatzsteuer-Sonderprüfung für den Erwerbsvorgang der ASBS gelangte das Finanzamt München in seinem Abschlussbericht vom 14. November 2019 zu dem Ergebnis, dass die Kaufpreiserstattung in Höhe von TEUR 15.000 umsatzsteuerpflichtig war. Insgesamt ergab sich somit ein steuerpflichtiger Erlös aus dem Erwerbsvorgang in Höhe von TEUR 12.605, was einer Umsatzsteuer von TEUR 2.395 entsprach. In Höhe dieser, gemäß Umsatzsteuer-Sonderprüfungsbericht, nachzuzahlenden Umsatzsteuer wurde der negative Geschäfts- und Firmenwert entsprechend bereits zum 31. Dezember 2019 reduziert. 5. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen umfassen die direkten vertraglichen Versorgungsansprüche der Mitarbeiter sowie deren Anspruch auf Übergangszuschüsse. Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde die projizierte Einmalbeitragsmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) angewandt. Die Bewertung erfolgte grundsätzlich unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018G. Für den Plan "Pensionen (alt)" werden diese Tafelwerke hinsichtlich der Erwartungen bzgl. künftiger Langlebigkeitsverbesserungen seit dem 31.12.2019 modifiziert. Anstelle der in den RT 2018G standardmäßig angelegten Annahmen zur Langlebigkeitsverbesserung erfolgt seither die Modellierung künftiger Langlebigkeitsverbesserungen gemäß dem sog. Continuous Mortality Investigation-Ansatz (CMI-Ansatz), bei dem die beobachtbaren Kohorten- und Generationeneffekte der Langlebigkeitsverbesserungen in Deutschland in der Vergangenheit in die Extrapolation künftig unterstellter Langlebigkeitsverbesserungen Eingang findet. Als langfristige Rate der Langlebigkeitsverbesserungen wurde dabei ein Ansatz von 1,25% p.a. unterstellt. Dieser Ansatz ist konsistent zu den Einschätzungen hinsichtlich der langfristigen Langlebigkeitsentwicklungen in Westeuropa. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:
Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:
2Aufwendungen und Erträge aus der Aufzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden wie folgt verrechnet:
Die Steuerrückstellungen beinhalten eine Rückstellung für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für frühere Geschäftsjahre. Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Vorjahresvergleich wie folgt zusammen:
Die Rückstellung für Restrukturierung enthält zum 31. Dezember 2023 insbesondere Verpflichtungen aus dem Restrukturierungsprogrammen "Merkur" und "Jupiter" für faktische Verpflichtungen i.H.v. Mio. EUR 56,9. Für den Ausweis der Rückstellung für Altersteilzeit wurden in der Bilanz folgende Verrechnungen vorgenommen:
Aufwendungen und Erträge aus der Aufzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden wie folgt verrechnet:
Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde, soweit er nicht anhand von Börsenkursen ermittelt wurde, unter Zugrundelegung von allgemein anerkannten versicherungsmathematischen Bewertungsmethoden ermittelt. 6. Verbindlichkeiten
Es bestehen langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit größer ein Jahr in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.289). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten neben den Lieferungen und Leistungen die Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 356.485 (Vorjahr: TEUR 626.380) sowie Ergebnisübernahmeverpflichtungen in Höhe von TEUR 35.611 (Vorjahr: TEUR 9.640). Ebenso werden Forderungen aus den Ergebnisabführungsverpflichtungen in Höhe von TEUR -76.010 (Vorjahr: TEUR -84.524), Cash-Pooling-Forderungen in Höhe von TEUR -82 (Vorjahr: TEUR -140.146) sowie Forderungen aus den umsatzsteuerlichen Organschaftsverhältnissen im Atos- Konzern von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR -8.303) ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und enthalten im Wesentlichen Lohnsteuerverbindlichkeiten (TEUR 2.873; Vorjahr: TEUR 7.505),) sowie sonstige Steuerverbindlichkeiten (TEUR 88; Vorjahr: TEUR 292). Die kreditorischen Debitoren betragen TEUR 2.482 (Vorjahr: TEUR 1.886). Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus der Rückzahlung von erhaltenen Factoringzahlungen in Höhe von TEUR 5.468 (Vorjahr: TEUR 14.988). Für Restrukturierungs-Verpflichtungen aus dem Programm "Jupiter" und "Merkur" sind zum 31. Dezember 2023 unter den Sonstigen Verbindlichkeiten für vertragliche Verpflichtungen TEUR 121.604 enthalten. IV. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt des Berichtsjahres wurden 2.643 (Vorjahr: 5.295) Mitarbeiter*innen beschäftigt. Von den Mitarbeiter*innen arbeiteten durchschnittlich 2.284 (Vorjahr: 4.806) im operativen Geschäft und 359 (Vorjahr: 524) im Verwaltungsbereich. 2. Haftungsverhältnisse Die Atos Information Technology GmbH ist in das konzernweite Cash-Pooling über die Commerzbank AG, Hamburg, und die Bank Mendes Gans N.V., Amsterdam, Niederlande, eingebunden und haftet gesamtschuldnerisch für hieraus bestehende Verbindlichkeiten. Auf Basis aktueller Einschätzungen ist das Risiko einer Inanspruchnahme nicht wahrscheinlich. 3. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte In Bezug auf die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat das Unternehmen Factoringverträge abgeschlossen und dadurch Forderungen an ein Kreditinstitut zum Zweck der Verbesserung der Liquidität verkauft. Das Factoring dient der Sicherung der Liquidität sowie der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele. Risiken resultieren aus Abschlägen auf den Forderungsbestand. Durch dieses Factoring erhöhten sich die Flüssigen Mittel zum Bilanzstichtag um TEUR 33.605 (Vorjahr: TEUR 42.271) bei einem entsprechenden Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das konzernweite Factoringprogramm wurde zum 31.12.2024 beendet. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (einschließlich Bestellobligo) beruhen auf Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen für Immobilien-Objekte und betragen am 31. Dezember 2023 TEUR 55.213 (Vorjahr: TEUR 75.827) und Verpflichtungen aus Leasingverträgen (operating lease) in Höhe von TEUR 66.724 (Vorjahr: TEUR 80.354). Die Leasingvereinbarungen dienen der Sicherung der Liquidität sowie der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasing-Gutes übersteigen. Zudem hat der Leasingnehmer die laufenden Kosten wie Versicherungen, Reparaturen und Instandhaltungen zu übernehmen. 5. Nahestehende Unternehmen Die nachfolgende Tabelle umfasst sämtliche Geschäfte des Geschäftsjahres 2023 mit nahestehenden Unternehmen:
6. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers stellt sich aufgeschlüsselt wie folgt dar: Honorar für Abschlussprüferleistungen (Prüfung HGB und IFRS Group Reporting): TEUR 489 (Vorjahr: TEUR 538). 7. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus den folgenden Personen:
Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von TEUR 79 erhalten. 8. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft:
Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer haben wir gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 9. Konzernzugehörigkeit Die Atos Information Technology GmbH, München, ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Atos S.E., Bezons, Frankreich. Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Atos S.E., Bezons, Frankreich, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Atos S.E. ist am Gesellschaftssitz der Atos S.E., River Ouest, 80 Quai Voltaire, 95870 Bezons, Frankreich, im Registry of Commerce and Companies of Pontoise unter der Referenz 323 623 603 oder über die Internet-Homepage der Konzernmutter (www.atos.net) verfügbar. Ferner ist die Atos Information Technology GmbH, München, nach § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Wir beabsichtigen in diesem Zusammenhang, die Befreiungsregelung gemäß § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch zu nehmen. Der befreiende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde nach Ergänzung am 23. Oktober 2024 beim Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Veröffentlichungen der befreienden Konzernabschlüsse zum 31. Dezember 2022 und 2023 beim Bundesanzeiger sind in Vorbereitung. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses 2023 der Atos S.E. in Frankreich ist im März 2023 erfolgt. 10. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Wir schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 49.039 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. 11. Nachtragsbericht Im Dezember 2022 wurde das Eckpunktepapier zur organisatorischen Neuaufstellung von Atos Deutschland zwischen Geschäftsführung, IG-Metall, IG BCE und der Mitbestimmung unterschrieben, mit dem Ziel Atos Deutschland in zwei eigenständige Teilkonzerne aufzuspalten. Weiterhin wurde vereinbart die AIDB auf ihre Muttergesellschaft, Atos Information Technology GmbH, München, zu verschmelzen. Die Verschmelzung wird für das Jahr 2025 avisiert. Am 05. November 2024 veröffentlichte die Atos-Gruppe den Verkauf des Geschäftsbereiches "Worldgrid". Die energy4u GmbH wurde mit Wirkung zum 1. Dezember 2024 verkauft. Die Atos SE hat im Juli 2024 ein Schutzschirmverfahren nach französischem Recht eingeleitet und mit notwendiger Zustimmung von Gläubigern und Aktionären vom 27. September 2024 und notwendigem, positiven Gerichtsentscheid vom 24. Oktober 2024 abgeschlossen. Der erfolgreiche Abschluss des Schutzschirmverfahrens hat der Atos SE die Umsetzung eines umfangreichen finanziellen Restrukturierungsplans, der u.a. den Tausch von Schulden in Eigenkapital und das Bereitstellen von neuer Liquidität durch die Gläubiger vorsieht, und dem Gläubiger und Aktionäre mit ihrer Abstimmung am 27. September 2024 zugestimmt haben, ermöglicht. Die Atos SE hat am 19. Dezember 2024 mitgeteilt, dass die finanzielle Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen wurde. Das konzernweite Factoringprogramm wurde zum 31.12.2024 beendet. Im Frühjahr 2025 wurde eine Eckpunktepapier zu einem weiteren Restrukturierungsplan in der AIT für 220 Mitarbeiter unterschrieben. Mit einem unterschriebenen Sozialplan und Interessensausgleich ist im Juni 2025 zu rechnen. Am 2. Juni 2025 veröffentlichte die Atos-Gruppe, dass der französische Staat ein verbindliches Angebot für einige Bereiche der Sparte Advanced Computing vorgelegt hat. Es wird erwartet, dass der Vertrag im Sommer 2025 unterschrieben wird und die Transaktion im Jahr 2026 abgeschlossen wird.
München, den 3. Juni 2025 Atos Information Technology GmbH Christian Ernst Christian Eimannsberger Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023
1) Vor Ergebnisabführung an die Atos
Information Technology GmbH, München
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschäftsmodell Die Atos Information Technology GmbH (im Folgenden "AIT") mit Sitz in München ist ein IT-Dienstleister in Deutschland mit einem Portfolio aus Business & Platform Solutions und Infrastructure & Data Management, das die gesamte Wertschöpfungskette der IT bereitstellt und ganzheitliche, branchenorientierte IT-Lösungen liefert. Darüber hinaus ermöglicht die ausgeprägte Innovationskultur, Innovationen mit messbarem Kundennutzen zu schaffen. Die Gesellschaft ist ein verlässlicher und nachhaltiger Partner bei der Umsetzung von Geschäftsprozessen. Tech Foundation (TECH) Auf dem Weg der digitalen Transformation klassischer IT-Outsourcing Services fokussiert sich die Division Tech Foundation auf Wachstumsbereiche im Cloudumfeld, sowie den Betrieb von state of the art Netzwerk- und Rechenzentrumsinfrastruktur (HCI), als auch Digital Workplace inkl. Service Desk (DWP). Gezielte Mitarbeiterentwicklungsmaßnahmen dienen der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Leistungsportfolios und der Erschließung neuer Marktanteile, insbesondere im Projekt- und Transformationsleistungsbereich, und auch im Deutschen Mittelstandsmarkt (TS). Digital (DIG) In einer zunehmend digitalen, vernetzten und technisch komplexen Welt sind es die Mitarbeiter der Division Digital, welche unsere Kunden auf dem gesamten Weg der digitalen Transformation begleiten und die individuellen Anforderungen mit hochintegrierten Komplettlösungen und zukunftsfähigen Applikationsarchitekturen umsetzen. Big Data & Cyber Security (BDS) Die Division BDS vertreibt mit "BullSequana" ein Produkt für anspruchsvolle Digitalisierungsprojekte. Im Bereich Security fokussiert BDS auf End-to-End-Verschlüsselung für Sprach -, SMS- und Mail- Kommunikation. Die Hauptabsatzmärkte der AIT sind Manufacturing, Financial Services, Energie, Handel, Telekommunikation und, sowie Public Sector. Dabei zählen auch Branchenführer zu den Hauptkunden. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Basierend auf Analysen des statistischen Bundesamts ist die deutsche Wirtschaft in 2023 leicht gesunken. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als umfassender Indikator für die gesamtwirtschaftliche Leistung ist gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,3 % gesunken. Die durchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland in 2023 betrug rund 45,9 Millionen und ist gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil geblieben. Die Zahl der Erwerbslosen lag durchschnittlich bei knapp 1,3 Millionen und ist ebenso stabil geblieben. Die Inflationsrate belief sich im Jahresdurchschnitt 2023 auf 5,9%. Branchenentwicklung Im Jahr 2023 war die branchenbezogene Umsatzentwicklung gemäß den Analysen des Branchenverbands bitkom wieder positiv (4,3%; Vorjahr 4,0%). Dies ist im Wesentlichen auf die Informationstechnologie mit Schwerpunkt auf dem Bereich IT Services zurückzuführen, die in 2023 einen Anstieg von 4,5% (Vorjahr 5,5%) verzeichnete. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Ein prägender Bestandteil der Unternehmensphilosophie ist die Berücksichtigung von Arbeitnehmerbelangen. Die gesamte Atos-Gruppe (diese umfasst alle Konzerngesellschaften weltweit der Atos SE) fördert durch eine angemessene Entlohnung und Ausbildung die Motivation und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter. Für die AIT als modernes Technologieunternehmen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Basis des Erfolgs unseres Unternehmens. Durch interne und externe Schulungen werden die Mitarbeiter darauf vorbereitet, sich den ständig wandelnden Marktanforderungen anzupassen. In 2023 wurden diese Maßnahmen konsequent weitergeführt. In diesem Zusammenhang wurden für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter TEUR 2.333 (Vorjahr: TEUR 3.592) aufgewendet. Nicht zuletzt aufgrund der steigenden Anzahl internationaler Geschäftsbeziehungen legt die Geschäftsführung Wert darauf, eine weltoffene internationale Unternehmenskultur aufrechtzuerhalten, in der unterschiedliche Sichtweisen, kulturelle Prägungen und Meinungen vorherrschen. Im Rahmen von Mitarbeiterbefragungen wurde identifiziert, dass sich Atos durch ein internationales und innovatives Umfeld auszeichnet. Hierdurch sehen wir uns bestätigt, dass die Bemühungen zu einer weltoffenen internationalen Unternehmenskultur Wirkung zeigen. Die deutsche Atos-Gruppe nimmt das Thema Mitarbeiterzufriedenheit sehr ernst und führt regelmäßig Umfragen durch in Zusammenarbeit mit dem Great Place to Work Institute. Die Mitarbeiterzufriedenheit wird über Mitarbeiterbefragungen auf Ebene aller deutschen Atos-Gesellschaften gemessen. Hierbei wurden sowohl Aspekte identifiziert, die Verbesserungspotentiale bieten, als auch Punkte, bei denen sich Atos von anderen Arbeitgebern abhebt. Zentraler immaterieller Wert ist die Qualität der Kundenbeziehung. Durch Fokussierung auf die Wünsche der Kunden wollen wir diese Beziehungen intensivieren und die Kundenzufriedenheit steigern. Auf diese Weise sollen auch die Bekanntheit der Marke Atos verbessert und der Unternehmenswert gesteigert werden. Die Kundenzufriedenheit wird dabei durch den persönlichen Kontakt zum Kunden gepflegt. Operationalisiert wird der Wert der Kundenbeziehung durch den Anteil, den die Atos-Gruppe auf dem Markt für IT Dienstleistungen hat (veröffentlicht z.B. durch Gartner). Finanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen wird primär über die finanziellen Leistungsindikatoren Externe Umsatzerlöse, Operating Margin, den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie den Bestand des Finanzmittelfonds gesteuert. Die Berechnung der Steuerungsgrößen beruht dabei auf dem für den Konzernabschluss der Atos S.E., Bezons, Frankreich, nach der International Financial Reporting Standards aufgestellten Reporting Package. Die externen Umsatzerlöse werden in diesem Zusammenhang als Umsatzerlöse mit konzernfremden Unternehmen verstanden. Konzernfremde Unternehmen sind solche Gesellschaften, die nicht zum Konzern der Atos S.E., Bezons, Frankreich, gehören. Die externen Umsatzerlöse betragen auf Basis des für den Konzernabschluss erstellten Reporting Package im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR 742,7. Die Unterschiede zum vorliegenden Jahresabschluss beruhen dabei zum einen auf Ausweisänderungen und zum anderen auf Ergebnisunterschieden. Die Ausweisunterschiede beruhen darauf, dass die Bestandsveränderungen sowie ein Großteil der Sonstigen betrieblichen Erträge im Reporting Package unter den Umsatzerlösen erfasst werden und im handelsrechtlichen Jahresabschluss in einem eigenen Posten erfasst sind. Die Ergebnisunterschiede beruhen im Wesentlichen darauf, dass im Reporting Package die zeitraumbezogene Umsatzrealisation gemäß IFRS 15 Anwendung findet, wohingegen im handelsrechtlichen Jahresabschluss die Completed contract Methode genutzt wird. Die Operating Margin betrug auf Basis des für den Konzernabschluss aufgestellten Reporting Package im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR -69,3. Die Unterschiede zum vorliegenden Jahresabschluss beruhen dabei zum einen auf Ausweisänderungen und zum anderen auf Ergebnisunterschieden. Die Ausweisunterschiede beruhen darauf, dass Aufwendungen für Reorganisation sowie Teile der Management Umlagen im Reporting Package unterhalb der Operating Margin ausgewiesen werden, wohingegen diese im handelsrechtlichen Jahresabschluss unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst sind. Die Ergebnisunterschiede resultieren neben der beschriebenen Anwendung der zeitraumbezogenen Umsatzrealisation gemäß IFRS 15 auch aus Unterschieden in der Bewertung von langfristigen Personalrückstellungen und wertaufhellenden Tatsachen, die für Zwecke des Reporting Package im Folgejahr erfasst werden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie der Bestand des Finanzmittelfonds wird nach HGB ermittelt. Die zur operativen Steuerung des Unternehmens genutzten finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Zeitablauf wie folgt entwickelt:
Ertragslage Die Ertragslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
Der Rückgang der Bestandsveränderung beruht hauptsächlich auf Projektabrechnungen an Kunden. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vorjahresvergleich um Mio. EUR 68,4 verringert. Dies beruht im Wesentlichen auf die Auflösung der Restrukturierungsrückstellung aus dem "Jupiter" Programm, welche in 2022 erfasst wurde. Die Materialaufwandsquote (definiert als prozentuales Verhältnis des Materialaufwands zu den Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderung) ist um 9,0% auf 70,75% gestiegen. Der Rückgang des Materialaufwands ist insbesondere begründet durch geringere bezogene Leistungen aufgrund der Ausgliederung des Eviden Geschäfts. Der Personalaufwand hat sich im Vorjahresvergleich um Mio. EUR 505,5 verringert, was größtenteils durch den Mitarbeiterabbau aus dem Restrukturierungsprogramm "Jupiter" und "Merkur" sowie der Ausgliederung des Eviden Geschäftes zurückzuführen ist. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich um 2.652 Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr verringert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um Mio. EUR 20,4 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf erhöhte Miet- und Leasingaufwendungen i.H.v. Mio. EUR 15,6 zurückzuführen. Weiterhin sind die Leasinggebühren i.H.v. Mio. EUR 9,0 gestiegen. Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus der Einbringung der Geschäftsanteile der Bull GmbH und energy4U GmbH von der AIT in die Eviden Germany GmbH. Im Vorjahr war hier die Ausgliederung des Eviden Geschäftes erfasst. Weiterhin wurde der Verkaufserlös aus dem Verkauf des Unify Business in Höhe von Mio. EUR 168,0 erfasst. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen im Vorjahr betrafen die Beteiligungsbuchwerte der Unify Communications & Collaboration GmbH & Co. KG und der Unify Software & Solution GmbH und Co.KG aufgrund der Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag 2022. Das Unify Business wurde im Geschäftsjahr veräußert. Die Gesellschaft AIT hat aus den Ergebnisabführungsverträgen mit den Gesellschaften Atos International Germany GmbH, München, Atos Systems Business Services GmbH, Düsseldorf, energy4u GmbH, Karlsruhe (Gewinne Mio. EUR 25,6) sowie mit Atos IT-Dienstleistung und Beratung GmbH, Gelsenkirchen und Bull GmbH, Köln und Atos Support GmbH, Frankfurt am Main (Verlust Mio. EUR 45,3) per Saldo einen vertraglichen Ergebnisabführungsgewinn von Mio. EUR -19,7 (Vorjahr Gewinn: Mio. EUR 74,9) bilanziert. Weiterhin ist eine Dividendenzahlung der Unify KG, München (Mio. EUR 25,4) gebucht. Das Finanzergebnis liegt um Mio. EUR 63,0 oberhalb des Niveaus des Vorjahres (Mio. EUR -84,60). Diese Entwicklung beruht hauptsächlich auf einer besseren Entwicklung des Deckungsvermögens der Pensionsrückstellungen im Vergleich zum Vorjahr und auf der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen. Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Entwicklungen und Sondereinflüsse liegt das Ergebnis nach Steuern mit Mio. EUR 49,0 weit über dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR -201,5). Die Umsatzrendite (definiert als prozentuales Verhältnis des Jahresergebnisses zu den Umsatzerlösen) von -14,7 % auf 4,6 % deutlich verbessert. Zentrale Steuerungsgrößen der Ertragslage sind der externe Umsatz und die Operating Margin, die auf Basis der Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards für den Konzernabschluss ermittelt werden. Die externen Umsatzerlöse nach IFRS haben sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 342,1 (Mio. EUR 742,4; Vorjahr: Mio. EUR 1.084,5) verringert. Diese Entwicklung entspricht unseren Planungen (Mio. EUR 742), hängt aber im Wesentlichen mit der Ausgliederung des Eviden-Geschäftes zusammen. Die Operating Margin hat sich auf Mio. EUR -69,3 verbessert (Vorjahr: Mio. EUR -90,3) und entspricht damit unsere Planungen (Mio. EUR -67,0). Vermögenslage Die Vermögenslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
Die Bilanzsumme der AIT hat sich im Geschäftsjahr 2023 um Mio. EUR 617,2 auf Mio. EUR 1.386,8 verringert. Folgende Faktoren haben zu dieser Entwicklung wesentlich beigetragen: Der Anstieg des Anlagevermögens begründet sich im Wesentlichen durch die Erhöhung des Beteiligungsbuchwerts der Eviden Germany GmbH, München, durch die Einbringung der Bull GmbH, Köln, sowie energy4U, Karlsruhe. Weiterhin betrugen die Abschreibungen Mio. EUR 36,0 und die Neuinvestitionen im Sachanlagevermögen Mio. EUR 17,2. Das Umlaufvermögen hat sich um Mio. EUR 187,5 erhöht. Diese Entwicklung beruht hauptsächlich auf einem Anstieg der flüssigen Mittel (Mio. EUR 275,3). Gegenläufig haben sich die sonstigen Vermögengestände um Mio. EUR 215,3 verringert, insbesondere aufgrund von übertragenden Deckungsvermögen aus der Ausgliederung des Unify-Geschäftes. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begründet sich im Wesentlichen daraus, dass sich Factoringzahlungen verringert haben, im Vergleich zum Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im Wesentlichen durch die Ausgliederung des Eviden Geschäftes erhöht. Zum 31. Dezember 2023 ist das Eigenkapitel, im Gegensatz zum Vorjahr, wieder positiv (nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag). Dies resultiert aus Einzahlungen der Gesellschafterin in Höhe von Mio. EUR 990,2 in die Kapitalrücklage. Die Eigenkapitalquote hat sich damit auf 15,8% verbessert. Die Rückstellungen haben sich in Summe um Mio. EUR 162,5 verringert. Die Pensionsrückstellungen haben sich um Mio. EUR 9,2 verringert. Der Diskontierungssatz für die Pensionsrückstellungen wurde erneut reduziert (1,82 %; Vorjahr: 1,87%), was gegenläufig zu einem Anstieg der verbleibenden Pensionsrückstellungen führt. Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 157,5 Mio. EUR verringert. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang von Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe von Mio. EUR 180,0. Gegenläufig sind die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (um 33,1 Mio. EUR) und personalbezogene Rückstellungen (um Mio. EUR 2,7) gestiegen. Die Reduzierung der Verbindlichkeiten resultiert aus einem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 431,6. Im Wesentlichen haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten, aufgrund der Ausgliederung der Pensionsrückstellungen aus dem Unify Geschäft (Mio. EUR 201,9), verringert. Gegenläufig wurden die Restrukturierungsverpflichtungen aus dem Programm "Jupiter" und "Merkur" um insgesamt 60,8 Mio. EUR erhöht. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich um Mio. EUR 15,6 verringert. Zentrale Steuerungsgröße der Vermögenslage ist der Finanzmittelfonds. Der Finanzmittelfonds besteht aus liquiden Mitteln i.H.v. Mio. EUR 314,8 (Vorjahr: Mio. EUR 39,4), verbunden mit den unter den Verbindlichkeiten ausgewiesenen Cash-Pooling-Verbindlichkeiten über Mio. EUR 356,5 (Vorjahr: Mio. EUR 623,9) und den unter den Forderungen ausgewiesenen Cash-Pooling-Forderungen in Höhe von Mio. EUR 0,1 (Vorjahr: Mio. EUR 30,8), sowie den unter den Verbindlichkeiten ausgewiesenen saldierten Cash-Pooling-Forderungen von Mio. EUR 80,8 (Vorjahr: Mio. EUR 140,1). Dieser Finanzmittelfonds beträgt somit Mio. EUR 39,1 (Vorjahr: Mio. EUR -413,6) und liegt deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund der Einbindung in den Konzern-Cashpool ist die laufende Liquiditätsversorgung sichergestellt. Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit veränderte sich gegenüber dem Vorjahr auf Mio. EUR -291,8 (Vorjahr: Mio. EUR -385,6). Der negative Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit begründet sich im Wesentlichen durch die in der Ertragslage dargestellten negativen Effekte aus der Abwicklung von einzelnen Kundenprojekten, sowie durch Restrukturierungsauszahlungen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verschlechterte sich von Mio. EUR 16,4 auf Mio. EUR -5,5. Die Zahlungsausgänge aus Anlagezugängen in Höhe von Mio. EUR 17,2 konnten durch die Ergebnisabführungszahlungen und Gewinnausschüttungen in Höhe von Mio. EUR 10,9 nicht ausgeglichen werden. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf Mio. EUR 750 (Vorjahr: Mio. EUR 0), dies resultiert aus Einzahlungen der Gesellschafterin in die Kapitalrücklage in Höhe von Mio. EUR 990,2, gegenläufig wurde ein Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Unify Funding GmbH in Höhe von Mio. EUR 240,2 erfasst. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich die Liquidität 1. Grades (definiert als Prozentsatz der liquiden Mittel abzgl. Cash-Pooling-Verbindlichkeiten im Verhältnis zu den kurzfristigen Verpflichtungen) von -35,6 % auf 7,4 %. Die zentrale Steuerungsgröße ist der operative Cashflow. Dieser betrug im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR -291,8 nach Mio. EUR -385,6 im Vorjahr. Die Finanzierung der Gesellschaft ist von der weiteren finanziellen Unterstützung durch die Konzernobergesellschaft Atos S.E., Bezons (Frankreich) abhängig. Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit ist durch die Einbindung in das konzernweite Cash-Pooling abgesichert. Für die Zukunft sehen wir Risiken im Bezug auf die Bestandsgefährdung, die unter dem Abschnitt Bestandsgefährdende Risiken detaillierter erläutert werden. Ergänzend hierzu hat die Muttergesellschaft Atos S.E., Bezons, der AIT eine Patronatserklärung mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026 ausgegeben. Gesamtaussage zur Lage Die externen Umsatzerlöse nach IFRS haben sich von Mio. EUR 1.084,1 auf Mio. EUR 742,8 verringert. Die Operating Margin hat sich von Mio. EUR -90,3 auf Mio. EUR -69,3 deutlich verbessert. Das HGB-Jahresergebnis 2023 hat sich um 250,6 Mio. EUR auf 49,0 Mio. EUR verbessert. Die Ergebnisverbesserung resultiert im Wesentlichen aus den oben beschriebenen Sachverhalten im Zusammenhang mit der Ausgliederung der Bull GmbH und energy4U, sowie dem Verkauf des Unify Geschäftes. Trotz der positiven Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 bleibt die Lage weiterhin angespannt. Infolgedessen ist in 2025 eine weitere finanzielle und organisatorische Restrukturierungs-Maßnahme geplant. Risikomanagement Die Risikopolitik der Gesellschaft besteht darin, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, um damit einen entsprechenden Mehrwert zu schaffen. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Grundsätze, Prozesse und Verantwortlichkeiten sind so definiert und etabliert, dass sie eine korrekte und zeitnahe Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten, eine frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglichen, sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern können. Die Risiken der Gesellschaft werden unterschieden in Basisrisiken (die unabhängig vom Geschäftsverlauf allein mit der Geschäftstätigkeit einhergehen, insbesondere Infrastrukturrisiken), operative Geschäftsrisiken und strategische Risiken. Die AIT ist in das Risikomanagement der Atos-Gruppe integriert. Im Rahmen dieses Risikomanagements findet eine regelmäßige Risikoanalyse und -auswertung statt. Darüber hinaus wird vor einem Vertragsabschluss eine Risikoevaluierung durchgeführt und darauf aufbauend eine Entscheidung über den Abschluss des betreffenden Vertrags, sowie notwendige Risikopositionen in der Kalkulation getroffen. Finanzwirtschaftliche Risiken und Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten ist für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AIT von untergeordneter Bedeutung. Unsere Gesellschaft setzt konzernweit Mechanismen zur Risikoabwägung in den Bereichen Kredit, Markt, Länder und Investitionen ein. In diesem Zusammenhang werden mögliche Risiken in Bezug auf Marktpreisänderungs- und Liquiditätsrisiken sowie die Entwicklung zukünftiger Zahlungsströme analysiert und im Bedarfsfall erforderliche Maßnahmen ergriffen. Insgesamt sehen wir die finanzwirtschaftlichen Risiken diesbezüglich als gering an. Risiken aus Währungsschwankungen werden in Einzelfällen über das Konzern-Treasury abgesichert, die operativen Geschäfte werden jedoch im Wesentlichen nicht in Fremdwährung abgewickelt, so dass hier kein Risiko für die Gesellschaft gesehen wird. Die Finanzierung erfolgt derzeit aus der vertraglichen Einbindung in den Cashpool des Atos-Konzerns. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der AIT und damit die Werthaltigkeit der Forderungen der Gesellschaft gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 58.046, im Rahmen des bisher nicht gekündigten Cash-Poolings ist daher von der Werthaltigkeit und der weiteren Aufrechterhaltung des internationalen Cash Poolings und der Patronatserklärung zwischen der Atos SE und der AIT im Prognosezeitraum abhängig. Forderungsrisiken durch unvorhersehbare Zahlungsausfälle von Kunden können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Im Wesentlichen sehen wir dieses Risiko durch ein konsequentes Forderungsmanagement, sowie durch eine angemessene Kundenbeurteilung, als minimiert an. Wir verweisen auf die finanzwirtschaftlichen Risiken im Bezug auf die Bestandsgefährdung, die unter dem Abschnitt Bestandsgefährdende Risiken detaillierter erläutert werden. Chancen- und Risikobericht Konjunkturelles Umfeld Die deutsche Wirtschaft steht aktuell vor einer Mischung aus Chancen und Risiken. Zu den Risiken gehören weiterhin hohe Energiepreise, eine schwache globale Nachfrage und strukturelle Probleme, insbesondere in der Industrie und im Baugewerbe. Die Exportwirtschaft leidet unter einer schwachen internationalen Wettbewerbsfähigkeit und einer insgesamt nachlassenden Weltkonjunktur. Zudem belasten hohe Zinsen die Investitionstätigkeit, während die Sparquote der privaten Haushalte steigt, was den Konsum hemmt. Auch makro-ökonomische und politische Risiken, wie der Krieg in der Ukraine, werden eine Rolle spielen. Auf der positiven Seite stützen sinkende Inflationsraten und steigende Reallöhne die Kaufkraft, was eine leichte Belebung des Konsums erwarten lässt. Auch die öffentlichen Investitionen, insbesondere in den Bau und die Infrastruktur, könnten zu einer Stabilisierung beitragen. Eine allmähliche konjunkturelle Erholung wird erwartet, mit steigenden Wachstumsraten und einer besseren außenwirtschaftlichen Dynamik. Aus unserer Sicht besteht die Hoffnung, dass die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank die Kapitalmärkte auch in den kommenden Jahren beruhigen wird. Für unsere Absatzländer sind bestehende Staatsschulden weiterhin ein volkswirtschaftliches Risiko. Mit Unsicherheit behaftet sind sowohl die langfristige Entwicklung der Staatsverschuldung als auch die volkswirtschaftliche Entwicklung in europäischen Krisenstaaten. Eine Verschärfung der Situation könnte zu einer Belastung für die Kapitalmärkte und die Realwirtschaft werden. Diese Risiken könnten zu einer Zurückhaltung in den Investitionen und im Konsum und zu rückläufigen Staatsausgaben führen, was zu einem rückläufigen Geschäftsvolumen führen könnte. Ein abkühlendes Wirtschaftsklima kann sich allerdings auch positiv auf die Nachfrage nach IT-Outsourcing auswirken, wenn die Wirtschaft aufgrund veränderter Rahmenbedingungen neue Wege zur Effizienzsteigerung sucht. Generell führt jedoch eine Verbesserung der konjunkturellen Lage in unseren Absatzmärkten zu einem Anstieg des Vertrauens der Marktteilnehmer, was normalerweise mit einer Ausweitung der Geschäftstätigkeit einhergeht. Aufgrund der gegenwärtigen Politik der Europäischen Zentralbank schätzen wir das Risiko einer verschärften Staatsschuldenkrise als gering ein, auch wenn die Auswirkungen einer weiteren Verschärfung hoch wären. Den Risiken begegnen wir durch eine kontinuierliche Erweiterung unseres Produkt- und Dienstleistungsangebotes in Bezug auf IT-Trends (z.B. Big Data KI, Industrie 4.0 Cloud Transformation, Cyber Security) sowie eine weitergehende Erschließung neuer Märkte im Konzernverbund. Absatz Bei allen Bestandskunden bestehen Preisrisiken bei der Verlängerung von Verträgen durch die zurückgehende Marktpreisentwicklung. Die AIT setzt daher Kostensenkungs- und Effizienzverbesserungsmaßnahmen zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit um. Durch die fortlaufende Beurteilung der Wirtschaftlichkeit unserer Aufträge sehen wir Preisrisiken als für sich genommen beherrschbar an. Daneben besteht ein allgemeines Risiko, ausreichende Umsätze mit Neukunden zu gewinnen und zu halten. Durch die verbesserte Wahrnehmung der Atos-Gruppe im deutschen Markt sind wir optimistisch, weitere Aufträge in zukunftsträchtigen Marktsegmenten generieren zu können. Das Engagement im Rahmen von Euro24 und Olympia hat dazu beitragen die Visibilität am deutschen Markt signifikant zu erhöhen. Dagegen steht die niedrige Bonität der Atos Gruppe. Durch die Akquisition und Integration weiterer Mitbewerber konnten wir unser Produktportfolio in wichtigen zukunftsrelevanten Bereichen verbreitern, dies trägt zu einer weiteren Reduktion des Risikos bei. Die Gesellschaft ist im Outsourcing-, Projekt- und Servicegeschäft zahlreichen operativen Risiken ausgesetzt. Aus diesem Grund werden im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagements kontinuierlich Risikopotenziale identifiziert, bewertet und durch geeignete Maßnahmen gesteuert und überwacht. Durch diese Maßnahmen reduzieren wir operative Risiken aus unserer Sicht auf ein überschaubares Maß. Der Leistungsmix der Gesellschaft aus dem weitgehend antizyklischen Outsourcing-Geschäft und dem konjunkturanfälligeren Projektgeschäft, sowie der hohe Anteil an Bestandskunden tragen wesentlich zum Risikoausgleich bei. Das Outsourcing-Geschäft birgt inhärente Vertrags- und Betriebsrisiken durch die Nichterfüllung vereinbarter "Service Level Agreements" in sich. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch unbekannte oder verdeckte Fehler im Betrieb oder durch menschliches Versagen Systemausfälle auftreten, die zu verringerter Servicequalität oder mangelnder Systemverfügbarkeit führen, und Mehrkosten, Umsatzausfälle oder sogar Schadenersatzansprüche von Kunden zur Folge haben können. Zur Risikominderung trägt neben einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Prozesse und einer vertraglichen Deckelung der Risiken als ultima ratio auch ein adäquater Versicherungsschutz bei. Wir sehen uns hiermit als ausreichend abgesichert an. In Solutionsprojekten bestehen grundsätzlich Risiken von Mehrkosten durch Unklarheiten in Verträgen und Fehlern bei der Auftragsdurchführung. Zum Management dieser Risiken bestehen geschäftsspezifische Projektmanagement-Richtlinien. Projekte mit besonderen Risikoindikatoren werden in einem speziellen Projekt-Reporting erfasst und unterliegen regelmäßigen Reviews durch das zentrale Controlling und Risikomanagement. Die Behandlung von Kredit-, Zins- und Währungsrisiken ist im Rahmen des Risikomanagements des Konzerntreasury der Atos-Gruppe geregelt. Chancen bestehen insbesondere darin, durch die integrierten Vertriebsaktivitäten der Atos-Gruppe die Leistungen der AIT einem größeren Kundenkreis anzubieten und durch Konsolidierung und Harmonisierung weitere Kostensenkungspotentiale zu erzielen. Im Fall von vorzeitigen Kündigungen von Projektverträgen durch Kunden hat Atos in der Regel einen Anspruch auf Entschädigungsleistungen. Einkauf Beschaffungsrisiken durch unvorhergesehene Preiserhöhungen können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Im Wesentlichen wird versucht, die Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugegeben. Wir begegnen diesen Risiken mit einem intensiven Subcontractor-Management; hierdurch werden Beschaffungsrisiken minimiert und die notwendigen Kapazitäten abgesichert. Vor diesem Hintergrund sehen wir die Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie das Risikoausmaß für Beschaffungsrisiken als beherrschbar an. Personal Der wirtschaftliche Erfolg der AIT wird maßgeblich vom Erhalt qualifizierter Mitarbeiter*innen geprägt. Das Fehlen von qualifiziertem Personal hätte wesentliche Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit. Auch und gerade während der Durchführung eines Restrukturierungsprogramms wird daher auf die Förderung und Entwicklung der Mitarbeiter*innen Wert gelegt. Hierdurch sehen wir eine angemessene Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg in der Zukunft. Datenschutz und Datensicherheit Unsere Produkte und Dienstleistungen unterliegen Risiken hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensicherheit, vor allem in Verbindung mit dem Zugriff auf Kunden- oder Mitarbeiterdaten durch Unbefugte. Die Sicherheit und der Schutz unserer Daten haben für uns höchste Priorität. Dies gilt für alle Geschäftsbereiche, vor allem auch für das zukunftsträchtige Cloud-Geschäft. Vor diesem Hintergrund stufen wir das Risikoausmaß in Bezug auf den Datenschutz und die Datensicherheit als hoch ein, da diese für das Vertrauen unserer Kunden in unsere Produkte und Dienstleistungen elementar sind. Wir begegnen dem Risiko des Datendiebstahls durch ein umfangreiches Sicherheitskonzept, zu dem regelmäßige Sicherheitsüberprüfen gehören. Hierdurch sehen wir uns angemessen aufgestellt, um dem Risiko des Datendiebstahls zu begegnen. Marke und Reputation Die mediale Darstellung unseres Konzerns sowie unserer Produkte und Dienstleistungen können einen großen Einfluss auf unseren Markenwert und unsere Reputation haben. Durch soziale Netzwerke kann es dabei zu einer noch schnelleren und umfangreicheren Verbreitung solcher Informationen kommen. Unser Konzern beurteilt die Chancen und Risiken aus der Medienpräsenz als hoch und daher möchten wir durch die gezielte Präsentation unseres Konzerns zukünftig die Reputation und die Markenbekanntheit steigern. Rechtliche Sachverhalte Die AIT ist Partei in außergerichtlichen und gerichtlichen Verfahren mit Kunden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten. Etwaige Risikovorsorgen würden im Jahresabschluss gebildet, sollte nach unserer Einschätzung aus solchen Rechtsverfahren Aufwendungen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf uns zukommen. Da wir kein höheres Risiko hierfür sehen, werden gegenwärtig keine Vorsorgen erfasst. Ein Unterliegen in gerichtlichen Verfahren kann zu erheblichen finanziellen Belastungen für unser Unternehmen führen. Wir sehen durch unsere Vorbereitungen auf solche gerichtlichen Auseinandersetzungen jedoch eine angemessene Basis, um solche Belastungen abzuwenden. Steuerliche Risiken Die Globalisierung der operativen Aktivitäten im Atos-Konzern führt für die Atos Information Technology GmbH und ihre Organgesellschaften zu einer Berücksichtigung von internationalen und landesspezifischen gesetzlichen Regelungen sowie Anweisungen von Finanzverwaltungen. Abgabenrechtliche Risiken können durch die fehlende Berücksichtigung von Gesetzen und anderen Regelungen entstehen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Steuerbehörden im Rahmen von steuerlichen Außenprüfungen zu einer anderen Auffassung in Bezug auf die Umsetzung von Gesetzen und anderen Vorschriften gelangen. Bei Kenntnis hiervon würden wir eine angemessene Risikovorsorge treffen. Bestandsgefährdende Risiken Die Gesellschaft ist in das Cash Concentrating (Cash Pooling) der weltweiten Atos Gruppe (diese umfasst alle Konzerngesellschaften der Atos SE weltweit) eingebunden. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über das Cash Concentrating und verfügt derzeit über keine weiteren Finanzierungsmöglichkeiten. Die Gesellschaft ist in hohem Maße von der weiteren finanziellen Unterstützung der Atos SE, Frankreich, (Muttergesellschaft der weltweiten Atos Gruppe) abhängig und bedient sich aufgrund der Eigenkapitalsituation seit einigen Jahren des üblichen Mittels einer Zusage ihrer Gesellschafterin in Form einer Patronatserklärung mit einer aktuellen Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft ist damit von der Werthaltigkeit und der weiteren Aufrechterhaltung der Patronatserklärung zwischen der Atos SE und der AIT im Prognosezeitraum abhängig. Die Atos SE hat im Juli 2024 ein Schutzschirmverfahren nach französischem Recht eingeleitet und mit notwendiger Zustimmung von Gläubigern und Aktionären vom 27. September 2024 und notwendigem, positiven Gerichtsentscheid vom 24. Oktober 2024 abgeschlossen. Der erfolgreiche Abschluss des Schutzschirmverfahrens hat der Atos SE die Umsetzung eines umfangreichen finanziellen Restrukturierungsplans, der u.a. den Tausch von Schulden in Eigenkapital und das Bereitstellen von neuer Liquidität durch die Gläubiger vorsieht, und dem Gläubiger und Aktionäre mit ihrer Abstimmung am 27. September 2024 zugestimmt haben, ermöglicht. Die Atos SE hat am 19. Dezember 2024 mitgeteilt, dass die finanzielle Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen wurde. Über den Prognosezeitraum besteht durch die finanzielle Abhängigkeit von der Atos SE und durch die Abhängigkeit von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung der AIT durch die Atos SE eine wesentliche Unsicherheit für die AIT und damit für die AIT ein Bestandsgefährdendes Risiko. Berichterstattung nach § 289f HGB Der Aufsichtsrat hat unter dem 1. Oktober 2024 den Beschluss gefasst, dass die Frauenquote in der Geschäftsführung bis zum 31. August 2025 50% betragen soll. Die Umsetzung ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses mit zwei Geschäftsführern nicht erfüllt. Im Aufsichtsrat soll der Frauenanteil bis zum 30. Juni 2027 unverändert 33 1/3% betragen. Die Umsetzung ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses bei einem Anteil von 5 Frauen und 7 Männern übererfüllt. Mit Beschluss der Geschäftsführung vom 07. Oktober 2024 wurde u.a. festgelegt, dass die Frauenquote der ersten Ebene unter der Geschäftsführung entsprechend dem Status Quo 14% betragen soll und in der zweiten Ebene unter der Geschäftsführung von derzeit 17 % bestehen soll. Die Umsetzung der oben genannten Beschlüsse soll bis spätestens zum 31. August 2025 erfolgen. Prognosebericht Für den weltweiten IT-Markt lag die Wachstumsrate (Growth in End-User Spending Forecast) für das Jahr 2024 bei von 7,7%. Für das Jahr 2025 erwartet Gartner eine Wachstumsrate von 9,8%. Die Nachfrage nach Hardware, Software und IT-Dienstleistungen betrug im Jahr 2024 5,6% und soll nach Gartner im Jahr 2025 9% betragen. In Deutschland lag die IT-Spending-Wachstumsrate im Bereich Software und IT-Dienstleistungen bei 4,4 % für das Jahr 2024 und wird mit 5,9% für das Jahr 2025 prognostiziert (bitkom, Branchenbarometer Dezember 2024). Aufgrund der Größe des Atos-Konzerns ist auch ein eventueller Finanzierungsbedarf durch die Konzernmutter der AIT ausreichend abgedeckt, wir sehen aber Risiken in Bezug auf die Bestandsgefährdung, die unter dem Abschnitt Bestandsgefährdende Risiken detaillierter erläutert werden. Für die Zukunft der AIT ist auch von Bedeutung, dass die AIT als aufnehmende Gesellschaft für neue Beteiligungen der Atos in Deutschland vorgesehen ist, wenn dies im Rahmen der rechtlichen Rahmenbedingungen vorteilhaft ist. Eine engere Integration in die Atos-Organisation wird darüber hinaus zur Optimierung der übergreifenden Organisation, besseren Zusammenarbeit mit den anderen Konzerngesellschaften und damit zur Steigerung des Erfolgs beitragen. Für die Prognose unserer Geschäftsentwicklung haben wir die Chancen der künftigen Geschäftsentwicklung nur in dem Maße berücksichtigt, wie sie sich zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes bereits im Auftragseingang niedergeschlagen haben. Die dargestellten Risiken, die wir aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung als handhabbar ansehen, wurden angemessen berücksichtigt. Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit ist durch die Einbindung in das konzernweite Cash-Pooling abgesichert, wir sehen aber Risiken in Bezug auf die Bestandsgefährdung, die unter dem Abschnitt Bestandsgefährdende Risiken detaillierter erläutert werden. Ergänzend hierzu hat die Muttergesellschaft Atos S.E., Bezons, der AIT eine Patronatserklärung mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026 ausgegeben. Die externen Umsatzerlöse (IFRS) für das Geschäftsjahr 2024 betragen Mio. EUR 643 und für das Geschäftsjahr 2025 planen wir Mio. EUR 551. Die nach den International Financial Reporting Standards für Konzernzwecke ermittelte Operating Margin beträgt für das Geschäftsjahr 2024 -7% und soll 2025 ca. -5% der externen Umsatzerlöse betragen. Der Free Cash-Flow für das Jahr 2024 beläuft sich auf - 191 Mio. EUR und soll für 2025 Mio. EUR -120 betragen. Im Dezember 2022 wurde das Eckpunktepapier zur organisatorischen Neuaufstellung von Atos in Deutschland zwischen Geschäftsführung, IG-Metall, IG BCE und der Mitbestimmung unterschrieben, mit dem Ziel Atos in Deutschland in zwei eigenständige Teilkonzerne aufzuspalten. Weiterhin wurde vereinbart, die AIDB auf ihre Muttergesellschaft, Atos Information Technology GmbH, München, zu verschmelzen. Die Verschmelzung wird für das Jahr 2025 avisiert. Am 11. Juni 2024 veröffentlichte die Atos-Gruppe, den Geschäftsbereich "Worldgrid" an einen externen Dritten zu veräußern. Die energy4u GmbH wurde mit Wirkung zum 1. Dezember 2024 verkauft. Die Atos SE hat im Juli 2024 ein Schutzschirmverfahren nach französischem Recht eingeleitet und mit notwendiger Zustimmung von Gläubigern und Aktionären vom 27. September 2024 und not-wendigem, positiven Gerichtsentscheid vom 24. Oktober 2024 abgeschlossen. Der erfolgreiche Abschluss des Schutzschirmverfahrens hat der Atos SE die Umsetzung eines umfangreichen finanziellen Restrukturierungsplans, der u.a. den Tausch von Schulden in Eigenkapital und das Bereitstellen von neuer Liquidität durch die Gläubiger vorsieht, und dem Gläubiger und Aktionäre mit ihrer Ab-stimmung am 27. September 2024 zugestimmt haben, ermöglicht. Die Atos SE hat am 19. Dezember 2024 mitgeteilt, dass die finanzielle Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen wurde. Das konzernweite Factoringprogramm wurde zum 31.12.2024 beendet. Im Frühjahr 2025 wurde eine Eckpunktepapier zu einem weiteren Restrukturierungsplan in der AIT für 220 Mitarbeiter unterschrieben. Mit einem unterschriebenen Sozialplan und Interessensausgleich ist im Juni 2025 zu rechnen. Am 2. Juni 2025 veröffentlichte die Atos-Gruppe, dass der französische Staat ein verbindliches Angebot für einige Bereiche der Sparte Advanced Computing vorgelegt hat. Es wird erwartet, dass der Vertrag im Sommer 2025 unterschrieben wird und die Transaktion im Jahr 2026 abgeschlossen wird.
München, den 3. Juni 2025 Atos Information Technology GmbH Christian Ernst Christian Eimannsberger |
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Atos Information Technology GmbH
Overview
- Legal form
- GmbH
- Address
-
Otto-Hahn-Ring 6
81739 München - Commercial register
- HRB 235509, München
- Registration date
- May 5, 1981
- Industry
-
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Betrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte - Registered capital
- 280,213,944.00 EUR
- Representation rules
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
- Purpose
- Halten von Beteiligungen an Wirtschaftsunternehmen aller Art und deren Leitung, einschließlich der Koordination rechtlich selbständiger Unternehmen; Erbringung aller Dienstleistungen auf dem Gebiet der elektronischen Datenverarbeitung und der Informationstechnologie, insbesondere Entwicklung von und Handel mit Hard- und Software-Produkten, Entwicklung und Durchführung von Projekten der Informationstechnik, Projektierung und Vertrieb von Software- Technik, Anlagen und Systemen und deren Betrieb sowie Erbringung von Kommunikations- und Rechenzentrumsleistungen.
Financials
Balance sheet
2024- Fixed Assets 59,6 % 638,79 Mio
- Current Assets 37,6 % 402,89 Mio
- Prepaid Expenses 2,9 % 30,59 Mio
- Liabilities 44,0 % 471,70 Mio
- Provisions 41,5 % 444,85 Mio
- Equity 12,8 % 137,52 Mio
- Negativer Geschäfts- und Firmenwert 0,9 % 9,18 Mio
- Accrued Expenses 0,8 % 9,02 Mio
Balance sheet data available for 16 earlier fiscal years.
Profit & loss
2024- Revenue 41,1 % 863,49 Mio
- Material expenses 26,6 % −559,09 Mio
- Other operating expenses 10,4 % −219,33 Mio
- Personnel expenses 8,3 % −174,68 Mio
- Annual net profit/loss 3,9 % −82,65 Mio
- Result after taxes 3,9 % −82,44 Mio
- Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 1,4 % 29,18 Mio
- On intangible assets and property, plant, and equipment 1,1 % −23,96 Mio
- Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 1,1 % −23,44 Mio
- Other interest and similar income 0,9 % 18,02 Mio
- Other operating income 0,8 % 16,84 Mio
- Interest and similar expenses 0,4 % −8,74 Mio
- Other capitalized own work 0,1 % 1,21 Mio
- Other taxes 0,0 % −203,0 k
- Income and profit taxes 0,0 % −1,0 k
- Income from investments 0,0 % 0
- Aufwendungen aus Verlustübernahme 100,0 % −1,94 Mio
P&L data available for 18 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Christian Peter Ernst
since 2024 Managing Director
-
Fatih Cam
since 2026 Managing Director
Ownership & holdings
Shareholders
- Atos S.E. FRA 100.0 % 280.2M €
Ultimate beneficial owners (UBOs)
The ultimate beneficial owners behind these holdings could not be conclusively identified.
Holds shares in
- Atos IT-Dienstleistung und Beratung GmbH 100.0 %
- Atos Systems Business Services GmbH 100.0 %
- Atos Support GmbH 100.0 %
History
- 2026
-
24.08.
Exit of positionBoris Hecker · Managing Director
-
05.08.
MergerAtos Information Technology GmbH
-
05.08.
MergerAtos Information Technology GmbH
-
05.08.
MergerAtos Information Technology GmbH
-
09.03.
Member entryFatih Cam · Managing Director
- 2025
-
28.10.
Exit of positionChristian Günter Eimannsberger · Managing Director
-
28.10.
Member entryBoris Hecker · Managing Director
-
10.07.
MergerAtos Information Technology GmbH
Annual statements
Original published statements, ordered by fiscal year.
| Fiscal year | Document | Published | Access |
|---|---|---|---|
| 2024 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2023 | Jahresabschluss | Published | Read full text |
| 2022 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2021 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2020 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
2023 Jahresabschluss Full text
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-
Enter this server URL and add the connector:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Connect with your handelsregister.ai account, then enable the connector in your chat via “+” → “Connectors”.
- In ChatGPT on the web, open Settings → Apps and create a custom app. Developer mode must be enabled for your account.
-
Use “handelsregister” as the name, OAuth for authentication and this server URL:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Sign in with your handelsregister.ai account, create the app and select it from the tools menu in your chat.
Run once in your terminal:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
Add this MCP server as a tool in your application:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Show me the directors, shareholders and latest available financial figures for Atos Information Technology GmbH. Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: 7e4d05cf763e999754ed9c1ab0215ee6",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
Add this configuration to your MCP client:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
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