205 Geschäftsbericht 2024 Konzernabschluss – Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der HELLA GmbH & Co. KGaA vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 und vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 T€ Anhang 2024 2023* Umsatzerlöse 11 8.024.792 7.954.141 Kosten des Umsatzes 12 -6.268.263 -6.083.806 Bruttogewinn 1.756.529 1.870.335 Forschungs- und Entwicklungskosten 13 -810.724 -812.584 Vertriebskosten 14 -322.796 -309.246 Verwaltungsaufwendungen 15 -318.776 -315.464 Sonstige Erträge 16 189.567 45.286 Sonstige Aufwendungen 16 -29.008 -28.281 Ergebnis aus At Equity bilanzierten Beteiligungen 32 10.523 13.947 Übriges Beteiligungsergebnis -5.811 34 Operatives Ergebnis (EBIT) 469.503 464.027 Finanzerträge 17 63.416 59.646 Finanzaufwendungen 17 -120.182 -126.699 Nettofinanzergebnis 17 -56.765 -67.052 Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 412.738 396.975 Ertragsteuern 18 -41.856 -130.658 Ergebnis der Periode 370.882 266.317 davon zuzurechnen: ꢀden Eigentümern des Mutterunternehmens 353.104 263.919 ꢀden nicht beherrschenden Anteilen 17.777 2.398 Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € 20 3,18 2,38 Verwässertes Ergebnis je Aktie in € 20 3,18 2,38 HELLA nutzt als operative Leistungskennzahl die „Operating Income-Marge” für die interne und externe Berichterstattung. Im Berichtszeitraum 2024 betrug die Operating Income-Marge +5,6ꢀ% (Vorjahr: +6,1 %). Das Operating Income beträgt absolut +446,1 Mio. Euro (Vorjahr: +486,3 Mio. Euro). Für weitere Erläuterungen wird auf Kapitel 22 verwiesen. *Der Ausweis der Aufwendungen für Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie Kosten des Umsatzes wurde EBIT-neutral angepasst. Für weitere Informationen wird auf das Kapitel 10 verwiesen. 206 Geschäftsbericht 2024 Konzernabschluss – Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung (nachsteuerliche Betrachtung) der HELLA GmbH & Co. KGaA vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 und vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 T€ Anhang 2024 2023 Ergebnis der Periode 370.882 266.317 Währungsumrechnungsdifferenzen 39 46.776 -76.214 ꢀim Eigenkapital erfasste Veränderungen 46.776 -76.214 ꢀin die Gewinn- und Verlustrechnung 0 0 umgegliederte Gewinne (-)ꢁ/ ꢁVerluste (+) Finanzinstrumente zur Zahlungsstromsicherung 39 -26.493 -10.238 ꢀim Eigenkapital erfasste Veränderungen -22.888 21.925 ꢀin die Gewinn- und Verlustrechnung -3.605 -32.163 umgegliederte Gewinne (-)ꢁ/ ꢁVerluste (+) Änderung des beizulegenden Zeitwerts von 39 -1.769 2.301 gehaltenen Fremdkapitalinstrumenten ꢀim Eigenkapital erfasste Veränderungen -1.767 2.482 ꢀin die Gewinn- und Verlustrechnung -2 -181 umgegliederte Gewinne (-)ꢁ/ꢁVerluste (+) Anteil des sonstigen Ergebnisses, der auf assoziierte Unternehmen 32 2.707 -8.539 und Gemeinschaftsunternehmen entfällt Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder werden können 18.514 -84.150 Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 37 15.359 -25.067 Anteil des sonstigen Ergebnisses, der auf assoziierte Unternehmen und 0 6 Gemeinschaftsunternehmen entfällt Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 15.359 -25.067 Sonstiges Ergebnis der Periode 33.873 -109.217 Gesamtergebnis der Periode 404.755 157.100 davon zuzurechnen: ꢀden Eigentümern des Mutterunternehmens 385.890 156.041 ꢀden nicht beherrschenden Anteilen 18.864 1.059 Erläuterungen zum Gesamtergebnis siehe Kapitel 39. 207 Geschäftsbericht 2024 Konzernabschluss – Konzernbilanz Konzern-Bilanz der HELLA GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2024 und zum 31. Dezember 2023 T€ Anhang 31. Dezember 2024 31. Dezember 2023 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 24 1.293.167 1.090.450 Finanzielle Vermögenswerte 25 123.154 127.929 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26 941.371 923.065 Sonstige Forderungen und nichtfinanzielle 27 246.193 263.426 Vermögenswerte Vorräte 28 1.118.106 1.124.531 Ertragsteueransprüche 18 48.729 38.147 Vertragsvermögenswerte 29 119.896 116.774 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 72.587 Kurzfristige Vermögenswerte 3.890.616 3.756.909 Immaterielle Vermögenswerte 30 716.294 544.954 Sachanlagen 31 2.323.492 2.247.591 Finanzielle Vermögenswerte 25 75.672 78.799 At Equity bilanzierte Beteiligungen 32 98.349 123.399 Latente Steueransprüche 33 134.906 88.391 Vertragsvermögenswerte 29 130.450 115.824 Sonstige langfristige Vermögenswerte 34 113.439 105.777 Langfristige Vermögenswerte 3.592.602 3.304.735 Vermögenswerte 7.483.219 7.061.644 Finanzschulden 38 162.522 434.288 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35 1.506.396 1.364.891 Ertragsteuerschulden 18 67.929 72.922 Sonstige Verbindlichkeiten 36 552.927 516.589 Rückstellungen 37 153.414 154.520 Vertragsverbindlichkeiten 29 178.356 138.369 Kurzfristige Schulden 2.621.545 2.681.579 Finanzschulden 38 1.040.789 840.375 Latente Steuerschulden 33 33.761 43.750 Sonstige Verbindlichkeiten 36 90.691 77.679 Rückstellungen 37 449.131 520.335 Langfristige Schulden 1.614.372 1.482.139 ꢀGezeichnetes Kapital 39 222.222 222.222 ꢀRücklagen und Bilanzergebnisse 39 2.978.208 2.671.207 Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen 39 3.200.430 2.893.429 Nicht beherrschende Anteile 39 46.871 4.497 Eigenkapital 3.247.301 2.897.926 Eigenkapital und Schulden 7.483.219 7.061.644 208 Geschäftsbericht 2024 Konzernabschluss – Kapitalflussrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung der HELLA GmbH & Co. KGaA vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 und vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 T€ 2024 2023 Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 412.738 396.975 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen 585.461 556.701 Veränderung der Rückstellungen -92.865 -163.104 Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen und nicht der betrieblichen -178.299 -60.011 Tätigkeit zuzuordnende Zahlungsströme Gewinne/Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen und 5.727 265 immateriellen Vermögenswerten Nettofinanzergebnis 56.765 67.052 Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, 91.125 -41.537 die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Veränderung der Vorräte 84.634 9.210 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer -5.031 165.515 Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Erhaltene Steuererstattungen 30.952 11.150 Gezahlte Steuern -151.126 -110.670 Erhaltene Dividenden 10.340 6.887 Erhaltene Zinsen 39.154 23.563 Gezahlte Zinsen -35.436 -36.302 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 854.141 825.694 Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und von immateriellen 15.323 14.785 Vermögenswerten Auszahlungen für die Beschaffung von Sachanlagen -455.751 -464.383 Auszahlungen für die Beschaffung von immateriellen Vermögenswerten -224.606 -170.802 Auszahlungen für Darlehen an Beteiligungen 0 -5.667 Auszahlungen für Kapitaleinlagen in assoziierte Unternehmen, -7.641 -2.338 Gemeinschaftsunternehmen und nicht konsolidierte Unternehmen Einzahlungen aus dem Verkauf von assoziierten Unternehmen, 201.873 32.908 Gemeinschaftsunternehmen und sonstigen Beteiligungen Auszahlungen für den Erwerb von sonstigen Beteiligungen -3.720 -6.328 Zahlungen für den Kauf, Verkauf und die Rücknahme von Wertpapieren 14.134 63.329 Cashflow aus der Investitionstätigkeit -460.388 -538.497 Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -405.124 -163.616 Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzschulden 251.947 14.598 Gezahlte Dividende -81.294 -320.243 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -234.472 -469.261 Netto Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 159.282 -182.064 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres 1.090.450 1.285.924 Konsolidierungskreisbedingte Änderungen der Zahlungsmittel 38.128 0 Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und 5.308 -13.410 Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Geschäftsjahresende 1.293.167 1.090.450 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung siehe Kapitel 40. HELLA nutzt als operative Leistungskennzahl die Netto Cashflow-Marge für die interne und externe Berichterstattung. Im Berichtszeitraum 2024 betrug diese +2,4 % (Vorjahr: +2,6 %). 209 Geschäftsbericht 2024 Konzernabschluss – Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der HELLA GmbH & Co. KGaA vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 Rücklage für Rücklage für Währungs- Finanzinstrumente Rücklage für Gezeichnetes umrechnungs- zur Zahlungs- Fremdkapital- T€ Kapital Kapitalrücklage differenzen stromsicherung instrumente Stand 1. Januar 2023 222.222 250.234 -16.975 -6.743 -17.221 Ergebnis der Periode 0 0 0 0 0 Sonstiges Ergebnis der Periode 0 0 -74.846 -10.238 2.301 Gesamtergebnis der Periode 0 0 -74.846 -10.238 2.301 Ausschüttungen an Anteilseigner 0 0 0 0 0 Veränderungen bei Eigentumsanteilen bei 0 0 -49 0 0 Tochterunternehmen Transaktionen mit Anteilseignern 0 0 -49 0 0 Stand 31. Dezember 2023 222.222 250.234 -91.870 -16.981 -14.920 Stand 1. Januar 2024 222.222 250.234 -91.870 -16.981 -14.920 Ergebnis der Periode 0 0 0 0 0 Sonstiges Ergebnis der Periode 0 0 45.673 -26.493 -1.769 Gesamtergebnis der Periode 0 0 45.673 -26.493 -1.769 Ausschüttungen an Anteilseigner 0 0 0 0 0 Veränderungen bei Eigentumsanteilen bei 0 0 0 0 0 Tochterunternehmen Transaktionen mit Anteilseignern 0 0 0 0 0 Stand 31. Dezember 2024 222.222 250.234 -46.196 -43.473 -16.689 Erläuterungen zum Eigenkapital siehe Kapitel 03 und 39. 210 Geschäftsbericht 2024 Konzernabschluss – Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Neubewertung Andere aus leistungs- Gewinn- Eigenkapital orientierten rücklagen/ Rücklagen vor nicht Nicht Versorgungs- Gewinn- und Bilanz- beherrschen- beherrschen- T€ plänen vortrag ergebnisse den Anteilen de Anteile Eigenkapital Stand 1. Januar 2023 -12.714 2.638.520 2.835.100 3.057.322 3.747 3.061.069 Ergebnis der Periode 0 263.919 263.919 263.919 2.398 266.317 Sonstiges Ergebnis der Periode -25.095 0 -107.878 -107.878 -1.340 -109.217 Gesamtergebnis der Periode -25.095 263.919 156.041 156.041 1.059 157.100 Ausschüttungen an Anteilseigner 0 -320.000 -320.000 -320.000 -243 -320.243 Veränderungen bei Eigentumsanteilen bei -2 116 65 65 -65 0 Tochterunternehmen Transaktionen mit Anteilseignern -2 -319.884 -319.935 -319.935 -308 -320.243 Stand 31. Dezember 2023 -37.812 2.582.555 2.671.207 2.893.429 4.497 2.897.926 Stand 1. Januar 2024 -37.812 2.582.555 2.671.207 2.893.429 4.497 2.897.926 Ergebnis der Periode 0 353.104 353.104 353.104 17.777 370.882 Sonstiges Ergebnis der Periode 15.374 0 32.786 32.786 1.087 33.873 Gesamtergebnis der Periode 15.374 353.104 385.890 385.890 18.864 404.755 Ausschüttungen an Anteilseigner 0 -78.889 -78.889 -78.889 -8.185 -87.074 Veränderungen bei Eigentumsanteilen bei 0 0 0 0 31.694 31.694 Tochterunternehmen Transaktionen mit Anteilseignern 0 -78.889 -78.889 -78.889 23.509 -55.380 Stand 31. Dezember 2024 -22.437 2.856.770 2.978.208 3.200.430 46.871 3.247.301 Erläuterungen zum Eigenkapital siehe Kapitel 03 und 39. Konzernanhang 01 Grundlegende Informationen Die HELLA GmbH & Co. KGaA und ihre Tochterge- sellschaften (zusammen der „Konzern“) entwi- ckeln und fertigen Komponenten und Systeme der Lichttechnik und Elektronik für die Fahrzeugin- dustrie. In Joint Venture-Unternehmen entstehen neben der Entwicklung und Fertigung von Kompo- nenten komplette Fahrzeugmodule. Die Produk- tions- und Fertigungsstandorte des Konzerns sind weltweit angesiedelt; die wesentlichen Absatzorte befinden sich in Europa, den USA und Asien, dort vornehmlich in China. Darüber hinaus handelt HELLA über ein eigenes internationales Vertriebs- netzwerk mit Fahrzeugzubehör aller Art. Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine börsennotierte Kapitalgesellschaft, gegründet und ansässig in Lippstadt , Deutschland . Die Ad- resse des eingetragenen Firmensitzes lautet Rix- becker Straße 75, 59552 Lippstadt. Die HELLA GmbH & Co. KGaA ist unter der Nummer HRB 6857 im Handelsregister B des Amtsgerichts Paderborn eingetragen. Ihr direktes Mutterunternehmen ist die FORVIA Germany GmbH . Die HELLA GmbH & Co. KGaA wird in den übergeordneten Konzernab- schluss der FORVIA S.E., Nanterre (Hauts-de- Seine), Frankreich einbezogen, die das oberste beherrschende Unternehmen darstellt. Der Kon- zernabschluss der Forvia S.E. wird über das fran- zösische Online-Portal BODACC (Bulletin officiel des annonces civiles et commerciales) veröffent- licht. Der Konzernabschluss des HELLA Konzerns für das Geschäftsjahr 2024 wurde auf der Grundlage des § 315e Absatz 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Im Rahmen des Konzernabschlusses hat der HELLA Konzern alle vom IASB verabschiedeten und von der EU über- nommenen Standards und Interpretationen an- gewendet, die zum 31. Dezember 2024 verpflich- tend anzuwenden waren.
Die Vergleichswerte des Vorjahres wurden nach den gleichen Grundsätzen ermittelt. Der Konzern- abschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Beträge wer- den kaufmännisch gerundet und in vollen Tausend Euro (T€) angegeben. Der Konzernabschluss wird auf der Grundlage konzerneinheitlicher Bilanzierungs- und Bewer- tungsmethoden und grundsätzlich auf der Basis der fortgeführten historischen Anschaffungs- be- ziehungsweise Herstellungskosten erstellt. Aus- nahmen bilden zur Veräußerung gehaltene Ver- mögenswertesowiederivativeFinanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert sind. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird das Umsatzkostenverfahren angewendet. Die Gliederung der Konzernbilanz folgt der Fristig- keitsdarstellung. Für die unter den kurzfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden ausgewiesenen Beträge wird die Realisierung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag oder für Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen innerhalb des normalen Geschäftszy- klus erwartet. Entsprechend weisen langfristige Posten eine Fristigkeit von über zwölf Monaten auf oder werden aufgrund ihres normalen Ge- schäftszyklus den kurzfristigen Vermögenswer- ten bzw. Schulden zugeordnet. Ausgenommen davon sind Vertragsvermögenswerte bzw. -ver- bindlichkeiten; diese werden basierend auf ihrer Fristigkeit in kurz- und langfristig unterteilt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, soweit sinnvoll und möglich, zusammengefasst. Diese Posten werden im Konzernanhang aufgegliedert und entsprechend erläutert. Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können im Bericht aufgrund kaufmänischer Run- dungen Differenzen auftreten. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 211 Die Geschäftsführung hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 am 28. Februar 2025 aufge- stellt, den aufgestellten Konzernabschluss dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Billigung vorgelegt und zur Veröffentlichung freigegeben. Die Billigung des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat ist für die ordentliche Auf- sichtsratssitzung am 7. März 2025 vorgesehen.
02 Konsolidierungskreis
Die wesentlichsten Tochterunternehmen werden nachstehend dargestellt:
| Eigenkapitalanteil in % | ||||
| 31. Dezember | 31. Dezember | |||
| Gesellschaft | Sitz | Ort | 2024 | 2023 |
| HELLA Automotive Mexico S.A. de C.V. | Mexiko | Tlalnepantla | 100 | 100 |
| HELLA Slovakia Lighting s.r.o. | Slowakei | Bánovce nad Bebravou | 100 | 100 |
| HELLA Autotechnik Nova s.r.o. | Tschechien | Mohelnice | 100 | 100 |
| HELLA Shanghai Electronics Co., Ltd. | China | Shanghai | 100 | 100 |
| HELLA Romania s.r.l. | Rumänien | Ghiroda-Timisoara | 100 | 100 |
| Jiaxing HELLA Lighting Co., Ltd. | China | Jiaxing | 100 | 100 |
| HELLA Electronics Corporation | USA | Plymouth, MI | 100 | 100 |
| HELLA Saturnus Slovenija d.o.o. | Slowenien | Ljubljana | 100 | 100 |
| Changchun HELLA Automotive Lighting Ltd. | China | Changchun | 100 | 100 |
| HELLA Fahrzeugkomponenten GmbH | Deutschland | Bremen | 100 | 100 |
Eine vollständige Aufstellung der Besitzanteile des Konzerns findet sich als Anlage zum Konzernanhang.
DerKonsolidierungskreisumfasstnebenderHELLA GmbH & Co. KGaA alle wesentlichen inländischen undausländischenTochterunternehmen, diedurch HELLA mittelbar oder unmittelbar beherrscht wer- den. AssoziierteUnternehmenundGemeinschafts- unternehmen werden anhand der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
| 31. Dezember | 31. Dezember | |
| Anzahl | 2024 | 2023 |
| Vollkonsolidierte | 79 | 75 |
| Unternehmen | ||
| Assoziierte Unternehmen | ||
| und Gemeinschafts- | 10 | 22 |
| unternehmen |
Im laufenden Geschäftsjahr 2024 wurden die neu- gegründeten Gesellschaften HELLA Nanjing Elect- ronic Co., Ltd. und HELLA India Autoparts and Services Private Limited erstmals vollkonsolidiert. Die russische Gesellschaft HELLA OOO und die HELLA Innenleuchten-Systeme Bratislava, s.r.o. gehören in der aktuellen Berichtsperiode nicht mehr zum Konsolidierungskreis. Ebenso wurden die Gesellschaften Hella Colom- bia Autopartes S.A.S. und HELLA Pagid GmbH mit Beginn des Geschäftsjahres 2024 erstmalig vollkonsolidiert, beide waren bis dahin mangels Wesentlichkeit den nicht konsolidierten Unter- nehmen zugeordnet. Bereits im Vorjahr hat der HELLA Konzern durch den Erwerb der restlichen 50% der Anteile am deutschen Unternehmen HELLA Pagid GmbH am 22. Dezember 2023 die Beherrschung an diesem Unternehmen erwor- ben. Auf die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie die Bestandteile der Ergebnis- rechnung hat die Vollkonsolidierung jedoch kei- nen wesentlichen Einfluss. Zum 1. Januar 2024 ist die Gesellschaft auf die HELLA GmbH & Co. KGaA verschmolzen worden. Darüber hinaus wurde das Unternehmen Beijing HELLA BHAP Lighting Technology Co., Ltd. gegrün- det und nach der Equity-Methode bilanziert. Die Gesellschaften Beijing HELLA BHAP Automoti- ve Lighting Co., Ltd., HELLA BHAP (Sanhe) Automo- tive Lighting Co., Ltd., HELLA BHAP (Tianjin) Auto- motive Lighting Co., Ltd. sowie HELLA BHAP (Changzhou) Automotive Lighting Co., Ltd., wur- den zum 1. Januar 2024 erstmals vollkonsolidiert. Außerdem sind das assoziierte Unternehmen HELLA Evergrande Electronics (Yangzhou) Co.,Ltd. sowie das verbundene Unternehmen Docter Op- tics Asia Ltd. in der laufenden Berichtsperiode abgegangen. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 212 Durch den Verkauf der Anteile an dem assoziier- ten Unternehmen Behr-Hella Thermocontrol GmbH werden auch die Tochtergesellschaften der BHTC Gruppe nicht länger als assoziiertes Unter- nehmen in den Konsolidierungskreis der HELLA GmbH & Co. KGaA einbezogen.
03 Unternehmenserwerbe Die HELLA GmbH & Co. KGaA hat am 22. Dezember 2023 eine Transaktion abgeschlossen, um den An- teil an dem vormaligen Gemeinschaftsunterneh- men HELLA Pagid GmbH um 50% auf 100% zu erhö- hen. Infolge der Kontrollerlangung wurde das Unternehmen ab Beginn des Geschäftsjahres bis zur Verschmelzung der Gesellschaft auf die HELLA GmbH & Co. KGaA vollkonsolidiert. Im vergange- nen Geschäftsjahr wurde HELLA Pagid GmbH nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Im Rahmen der Übernahme der restlichen Geschäftsanteile hat die HELLA Gruppe eine Unternehmensbewer- tung im Sinne des IFRS 3 durchgeführt. Infolge der Kontrollerlangung wurde die bisher nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung ab Beginn des Geschäftsjahres vollkonsolidiert. Zum 1. Janu- ar 2024 ist die Gesellschaft auf die HELLA GmbH & Co. KGaA verschmolzen worden. Dies führte zu einem Verschmelzungsverlust in Höhe von 3.266 T€. Der HBBL Teilkonzern wurde im Geschäftsjahr 2024 erstmals vollkonsolidiert. In den vorangegan- genen Berichtsperioden gehörten diese Unterneh- men bereits zum Konzern und wurden als assozi- ierte Unternehmen einbezogen. Hierdurch ergaben sich keine Änderungen am Konsolidie- rungskreis. LediglichdieEinbezieungsmethodeder HBBL Teilkonzerngruppe hat sich geändert. Der HELLA Konzern erlangte aufgrund vertraglicher Vereinbarungen die Beherrschung an den Unter- nehmen durch erweiterte Rechte und Befugnisse, die Unternehmen und deren Tätigkeiten zu lenken. Diese Rechte wurden ohne Zahlungsflüsse er- reicht. In der vorliegenden Berichterstattung sind Umsätze aus dieser Gruppe in Höhe von 270.974 T€ sowie ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 22.016 T€ realisiert worden. Darüber hinaus wurde ein Ertrag in Höhe von 16.340 T€ aus der Neubewer- tung aller erworbenen Vermögenswerte, hier ins- besondere aus profitablen Kundenverträgen, und übernommenen Schulden ermittelt und in den sonstigen Erträgen ausgewiesen. Die mit der Eröffnungsbilanz übernommenen Zah- lungsmittel betragen 38.757 T€. Die Bilanzwerte zum Beginn der Einbeziehung sind in der folgen- den Tabelle zusammengefasst dargestellt. Die bilanziellen Beträge jeder einzelnen Gesellschaft innerhalb des Teilkonzerns sind unwesentlich. Da- her wird wirtschaftlich ein Ausweis der folgenden Informationen zusammengefasst vorgenommen.
| T€ | 2024 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 38.757 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 16.853 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 140.123 |
| Sonstige Forderungen, nichtfinanzielle Vermögenswerte | 2.301 |
| Vorräte | 61.810 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 32.004 |
| Sachanlagen | 72.626 |
| Latente Steueransprüche | 1.760 |
| Vermögenswerte | 366.234 |
| Finanzschulden | 26.928 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 154.354 |
| Ertragsteuer- und latente Steuerschulden | 16.356 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 44.672 |
| Rückstellungen | 10.883 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 33.312 |
| Schulden | 286.506 |
| Nettovermögen | 79.729 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 213 Als Ergebnis des Erwerbs ergab sich folgender negativer Unterschiedsbetrag:
| beizulegender | |
| T€ | Zeitwert |
| Wert der übertragenen Gegenleistung (100%-Annahme) | 63.388 |
| darin enthaltene nicht beherrschende Anteile | 31.694 |
| Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens | 79.729 |
| Negativer Unterschiedsbetrag | 16.340 |
04 Konsolidierungs- grundsätze Soweit der Bilanzstichtag von Tochterunterneh- men vom Bilanzstichtag der HELLA GmbH & Co. KGaA abweicht, werden Zwischenabschlüsse auf den 31. Dezember aufgestellt. Unternehmenszusammenschlüsse Die Bilanzierung erworbener Tochterunterneh- men erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die An- schaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Ver- mögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalin- strumente und der entstandenen beziehungswei- se übernommenen Schulden zum Transaktions- zeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizule- genden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermö- genswerte und Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistung resultieren. Erwerbsbezogene Kos- ten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusam- menschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegen- den Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der An- schaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbszeitpunkt über das zum beizulegen- den Zeitwert bewertete Nettovermögen ergibt. Ist der so ermittelte Betrag negativ, wird der Unter- schiedsbetrag nach nochmaliger Prüfung direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nicht beherrschende Anteile Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht be- herrschenden Anteile am erworbenen Unterneh- men zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des Anteils am neu bewerteten Nettovermögen zum Erwerbszeitpunkt bewertet werden. Transak- tionen aus dem Kauf oder Verkauf von nicht be- herrschenden Anteilen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapi- taltransaktion bilanziert. Jede Differenz zwischen dem Betrag, um den der Buchwert der nicht be- herrschenden Anteile an die aktuelle Anteilsquote angepasst wird, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistung wird unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Soweit verbindliche Kaufoptionen für nicht be- herrschende Anteile (Put-Optionen für die Min- derheitsaktionäre) bestehen, werden diese auf Basis der jeweiligen Kaufpreisvereinbarung zum beizulegenden Zeitwert als finanzielle Verbind- lichkeit ausgewiesen. Wurde die Kaufoption in Zusammenhang mit dem Erwerb einer Mehrheits- beteiligung gewährt, stellt der Wert der Kaufopti- on einen Bestandteil der Anschaffungskosten des Erwerbs dar. Tochterunternehmen Tochterunternehmen sind vom Konzern be- herrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Rendi- ten aus seinem Engagement bei dem Unterneh- men ausgesetzt ist beziehungsweise Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unter- nehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherr- schung beginnt, und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet. At Equity bilanzierte Beteiligungen Die At Equity bilanzierten Beteiligungen umfassen Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und asso- ziierten Unternehmen. Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinschaftli- che Vereinbarungen, bei denen HELLA zusammen mit anderen Partnern die gemeinschaftliche Führung ausübt, verbunden mit Rechten am Eigen- Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 214 kapital der Vereinbarung. Assoziierte Unternehmen sind solche Unterneh- men, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, die er aber nicht beherrscht, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und an assoziierten Unternehmen werden unter Anwen- dungderEquity-Methodebilanziertundanfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der An- teil des Konzerns beinhaltet auch den beim Erwerb entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen). Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlus- ten wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Ge- winn- und Verlustrechnung erfasst. Die kumulier- ten Veränderungen nach Erwerb werden gegen denBeteiligungsbuchwertverrechnetbeziehungs- weise diesem zugeschrieben. Sofern Verluste den Anteil des Konzerns auf null reduziert haben, wer- den zusätzliche Verluste nur in dem Umfang be- rücksichtigt und als Schuld angesetzt, wie HELLA rechtliche oder faktische Verpflichtungen einge- gangen ist, um diese Verluste auszugleichen. Ge- winne zu einem späteren Zeitpunkt werden erst dann berücksichtigt, wenn der Gewinnanteil den noch nicht erfassten Verlust abdeckt. Vertraglich vorgesehene Put- und Call-Optionen sowie Kontrollwechselklauseln werden zum Abschlussstichtag überprüft. Konzerninterne Transaktionen Konzerninterne Transaktionen, Salden sowie un- realisierte Gewinne und Verluste aus Transaktio- nen zwischen Konzernunternehmen werden eli- miniert. BeiVorhandenseinunrealisierterVerluste wird dies jedoch als Indikator zur Notwendigkeit der Durchführung eines Wertminderungstests für den übertragenen Vermögenswert genommen.
05 Währungsumrechnung Fremdwährungsgewinne und -verluste aus mone- tären Vermögenswerten und monetären Verbind- lichkeiten sind erfolgswirksam zu erfassen. Nicht- monetäre Posten werden zum Zeitpunkt der AnschaffungindieKonzernwährungumgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen für nicht- monetäre Posten, die zum beizulegenden Zeit- wert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden (zum Beispiel Eigenkapitalinstrumente, die nach Fair Value through Profit and Loss (FVPL) bewertet werden), werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Ergebnisses aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert ausge- wiesen. Währungsumrechnungsdifferenzen für nicht-monetäre Vermögenswerte, die innerhalb des Eigenkapitals zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden (zum Beispiel Eigenkapitalinst- rumente der Kategorie Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI)), sind als Teil der Neubewertungsrücklage in den anderen Rückla- gen enthalten. Funktionale Währung und Berichtswährung Die im Abschluss eines jeden Konzernunterneh- mens enthaltenen Posten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds entspricht, in dem das Unternehmen operiert (funktionale Währung). Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung und die Berichtswäh-
Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse der für HELLA wesentlichsten Währungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Durchschnitt | Stichtag | |||
| 31. Dezember | 31. Dezember | |||
| 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | |
| 1 € = US-Dollars | 1,0821 | 1,0810 | 1,0389 | 1,1050 |
| 1 € = Tschechische Kronen | 25,1189 | 24,0017 | 25,1850 | 24,7240 |
| 1 € = Japanische Yen | 163,8174 | 151,9122 | 163,0600 | 156,3300 |
| 1 € = Mexikanische Pesos | 19,8249 | 19,1796 | 21,5504 | 18,7231 |
| 1 € = Chinesische Renminbis | 7,7863 | 7,6554 | 7,5833 | 7,8509 |
| 1 € = Rumänische Lei | 4,9746 | 4,9464 | 4,9743 | 4,9756 |
| 1 € = Indische Rupien | 90,5307 | 89,2788 | 88,9335 | 91,9045 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 215 rung der HELLA GmbH & Co. KGaA darstellt. Die Ergebnisse und Bilanzposten aller Konzern- unternehmen, die eine vom Euro abweichende funktionale Währung haben, werden wie folgt behandelt: 01 Vermögenswerte und Schulden werden für jeden Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs in Euro umgerechnet. 02 Erträge und Aufwendungen werden für jede Gewinn- und Verlustrechnung zum Durch- schnittskurs umgerechnet (es sei denn, die Verwendung des Durchschnittskurses führt nicht zu einer angemessenen Annäherung an die kumulativen Effekte, die sich bei Um- rechnung zu den in den Transaktionszeit- punkten geltenden Kursen ergeben hätten; in diesem Fall sind Erträge und Aufwendun- gen zu ihren Transaktionskursen umzurech- nen). 03 Alle sich ergebenden Umrechnungsdif- ferenzen werden als eigener Posten inner- halb der Rücklage für Währungsdifferenzen im Eigenkapital und somit im sonstigen Er- gebnis erfasst. Transaktionen und Salden FremdwährungstransaktionenwerdenmitdenKas- sakursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktio- nale Währung umgerechnet. Devisenterminge- schäfte werden zum Bewertungsstichtag zum Terminkurs bewertet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremd- währung geführten finanziellen Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei der Konsolidierung werden Währungsdifferen- zen von Finanzschulden und die effektiven Teile von anderen Währungsinstrumenten, die als Siche- rungsinstrument solcher Investitionen designiert sind, erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Wenn einausländischerGeschäftsbetriebveräußertwird, werden bislang erfolgsneutral im Eigenkapital er- fasste Währungsdifferenzen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Veräuße- rungsgewinnsoder-verlustserfasst. AusUnterneh- menserwerben resultierende Geschäfts- oder Fir- menwerte und aufgedeckte stille Reserven und Lasten, die als Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden des betreffenden Unternehmens angesetzt wurden, werden wie Ver- mögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
06 Neue Rechnungs- legungsvorschriften Folgende Änderungen, die von der EU zum Bilanzstichtag in europäi- sches Recht übernommen wurden, wurden im Geschäftsjahr 2024 erstmalig angewendet: IAS 7 „Kapitalflussrechnungen“ und IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“: Lieferanten- finanzierungsvereinbarungen Das IASB hat am 25. Mai 2023 Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 zu Lieferantenfinanzierungsvereinba- rungen (sog. „Reverse Factoring“ Vereinbarungen) veröffentlicht. Dieseergänzendiebereitsbestehen- den Angaben dahingehend, dass Unternehmen verpflichtet werden, qualitative und quantitative Informationen über Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten zur Verfügung zu stellen. Hierdurch soll die Transparenz von Lieferantenfinanzierungs- vereinbarungen und deren Auswirkungen auf die Schulden und Cashflows sowie das Liquiditätsrisiko eines Unternehmens erhöht werden. Die Änderun- gensindverpflichtendfürGeschäftsjahreanzuwen- den, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Im Zuge der Anwendung der Änderungen wurde der Konzernabschluss um die entsprechenden An- gaben ergänzt. IFRS 16 „Leasingverhältnisse“: Leasingver- bindlichkeit in einer Sale-and-Lease-Back- Transaktion Das IASB hat am 22. September 2022 Änderungen an IFRS 16 zu Sale-and-Lease-Back-Transaktionen veröffentlicht. Diese sehen vor, dass ein Verkäufer- Leasingnehmer Leasingverbindlichkeiten, die aus einer Sale-and-Lease-Back-Transaktion entste- hen, nachfolgend so zu bewerten hat, dass er kei- nen Betrag des Gewinns oder Verlusts erfasst, der sich auf das zurückbehaltene Nutzungsrecht be- zieht. Die Änderungen sind verpflichtend für Ge- schäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Es ergaben sich in Bezug auf den vorliegenden HELLA Konzernabschluss keine wesentlichen Auswirkungen. Änderungen an IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“: Am 23. Januar 2020 veröffentlichte das IASB die Änderungen „Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig“. Zukünftig wird sich die Klassifizierung als kurz- oder langfristig nach den Rechten richten, über die das Unternehmen am Abschlussstichtag verfügt. Demnach wird nicht mehr auf das unbedingte Recht abgestellt, son- dern Schulden gelten dann als langfristig, wenn Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 216 das Unternehmen am Ende des Berichtszeitraums ein substanzielles Recht besitzt, die Erfüllung der Schuld um mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben. Zusätzlich wurden am 31. Oktober 2022 die Ände- rungen „Langfristige Schulden mit Nebenbedin- gungen“ herausgegeben. Durch diese Änderungen an IAS 1 wird hinsichtlich der Klassifizierung von Schuldenalskurz-oderlangfristigklargestellt, dass nur Nebenbedingungen, die ein Unternehmen am oder vor dem Abschlussstichtag erfüllen muss, diese Klassifizierung beeinflussen. Allerdings muss ein Unternehmen im Anhang Informationen offen- legen, die es den Abschlussadressaten ermögli- chen, das Risiko zu verstehen, dass langfristige Schulden mit Nebenbedingungen innerhalb von zwölf Monaten rückzahlbar werden könnten. Mit den kürzlich veröffentlichten weiteren Ände- rungen an IAS 1 hat das IASB in der Folge den ver- pflichtenden Anwendungszeitpunkt für alle Ände- rungen an IAS 1 verschoben. Die Änderungen sind nun rückwirkend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen, anzuwenden. Es ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den HELLA Konzernabschluss. Folgender geänderter IFRS wurde be- reits zum Bilanzstichtag von der EU in europäisches Recht übernommen, wird jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt wirksam: IAS 21 „Auswirkungen von Wechselkurs- änderungen“: Fehlende Umtauschbarkeit einer Währung Am 15. August 2023 veröffentlichte das IASB Ände- rungen an IAS 21. Diese sehen einen einheitlichen Ansatz bei der Beurteilung vor, ob eine Währung in eine andere Währung umtauschbar ist. Sollte dies nicht der Fall sein, enthält der IAS 21 nun Re- gelungen, wie der zu verwendende Wechselkurs zu bestimmen ist. Zusätzlich sind erweiterte An- hangangaben erforderlich. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2025 beginnen. Mög- liche Auswirkungen auf den HELLA Konzernab- schluss werden derzeit analysiert. Folgende neue oder geänderte IFRS sind zum Bilanzstichtag noch nicht von der EU übernommen worden und werden erst zu einem späteren Zeit- punkt anwendbar: Der HELLA Konzern plant die Anwendung der neu herausgegebenen Standards beziehungsweise Modifikationen zum verpflichtenden Erstanwen- dungszeitpunkt nach der Übernahme für die An- wendung in der EU. IFRS 9 und IFRS 7: Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten Das IASB hat am 30. Mai 2024 Änderungen an den Standards IFRS 7 und 9 veröffentlicht. Diese resul- tieren aus dem Feedback im Rahmen des Post- Implementation Reviews zum IFRS 9. Es werden die Themenkomplexe Klassifizierung von finanzi- ellen Vermögenswerten mit ESG- oder ähnlichen Bedingungen sowie die Erfüllung von Verbindlich- keiten durch elektronische Zahlungssysteme ad- ressiert. Diese Änderungen gelten für Geschäfts- jahre, die am oder nach dem 1. Januar 2026 beginnen. Mögliche Auswirkungen auf den HELLA Konzernabschluss werden derzeit analysiert. IFRS 9 und IFRS 7: Verträge über naturabhän- gigen Strom Am 18. Dezember 2024 veröffentlichte das IASB Än- derungen an den Standards IFRS 7 und 9 in Bezug auf Verträge über naturabhängigen Strom. Sofern UnternehmenEnergielieferverträgeauserneuerba- renEnergienabschließen,kanneszuAbweichungen zwischen der produzierten Strommenge und dem Bedarf des Käufers kommen, da die naturabhängi- gen Energiequellen nicht kontrollierbar sind. Im Rahmen der bisherigen Regelung des IFRS 9 war für die Unternehmen die Eigenbedarfsausnahme für Energielieferverträge, die eine Weiterveräußerung von ungenutztem Strom aufgrund nicht kontrollier- barer Stromerzeugung vorsahen, ausgeschlossen. Zukünftig greift die Eigenbedarfsannahme unter bestimmten Bedingungen auch für diese Verträge, sodass IFRS 9 entsprechend angewendet werden kann. Darüber hinaus werden neue Regelungen zum Hedge Accounting in Bezug auf Energieliefer- verträgeaufgenommenunddieUnternehmenmüs- sen zusätzliche quantitative und qualitative Anhan- Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 217 gangaben zu Verträgen über naturabhängigen Strom machen (Änderungen an IFRS 7). Diese Ände- rungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzu- wenden, dieamodernachdem1. Januar2026begin- nen. Mögliche Auswirkungen auf den HELLA Konzernabschluss werden derzeit analysiert. Jährliche Verbesserungen Volume 11 Die Änderungen im Rahmen des jährlichen Verbes- serungsprojekts wurden am 18. Juli 2024 veröffent- licht und betreffen die IFRS Standards IFRS 1 „Erst- malige Anwendung der IFRS“, IFRS 7 „Finanz- instrumente:Angaben“,IFRS9„Finanzinstrumente“, IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ und IAS 7 „Kapital- flussrechnungen“. Mit der Anpassung von Formulie- rungen in den einzelnen Standards wird eine Klar- stellung der bestehenden Regelungen erreicht. Diese Änderungen sind verpflichtend für Geschäfts- jahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2026 beginnen. Mögliche Auswirkungen auf den HELLAKonzernabschlusswerdenderzeitanalysiert. IFRS 18 „Darstellungen und Angaben im Abschluss“ Am 9. April 2024 veröffentlichte das IASB den neu- en Rechnungslegungsstandard IFRS 18 „Darstel- lungen und Angaben im Abschluss“. Dieser defi- niert neue grundlegende Anforderungen an die Darstellung und Offenlegung von Informationen in Abschlüssen, ersetzt den IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ und betrifft alle Abschlussbestand- teile. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Zwischensummen „operativer Gewinn oder Ver- lust“ sowie „Gewinn oder Verlust vor Finanzierung und Ertragsteuern“ eingeführt. Zudem sind die Er- träge und Aufwendungen in die Kategorien „Be- trieblich“, „Investiv“, „Finanzierung“, „Ertragssteu- ern“ und „aufgegebene Geschäftsbereiche“ aufzuteilen. Im Anhang sind zukünftig Informationen über un- ternehmensspezifische Leistungskennzahlen (sog. „Management-defined Performance Measures“) und entsprechende Überleitungsrechnungen zu vergleichbaren IFRS-Zwischensummen anzuge- ben. Zusätzlich sind in allen Abschlussbestandtei- len neue prinzipienbasierten Aggregations- und DisaggregationsvorschriftenfürRechnungsposten anzuwenden. Diese Änderungen gelten für Geschäftsjahre, die amodernachdem1. Januar2027beginnen. Zudem hat die erstmalige Anwendung retrospektiv zu er- folgen. DiekonkretenAuswirkungenaufdenHELLA Konzernabschluss werden derzeit analysiert. IFRS 19 „Tochtergesellschaften ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben“ Am 9. Mai 2024 hat das IASB den neuen Rech- nungslegungsstandard IFRS 19 „Tochtergesell- schaften ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben“ veröffentlicht. Dieser erlaubt es Toch- terunternehmen bei der Anwendung von IFRS- Rechnungslegungsstandards in eigenen Ab- schlüssen reduzierte Angaben zu machen. Die Anwendung des Standards ist für nach IFRS bilan- zierende Tochtergesellschaften optional. Diese Änderungen gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen. Mögliche Auswirkungen auf den HELLA Konzernabschluss werden derzeit analysiert.
07 Grundlagen der Abschlusserstellung und der Bilanzierung
Umsatzrealisierung Als Umsätze werden nur die aus der Geschäftstä- tigkeit des Konzerns resultierenden Produktver- käufe und Dienstleistungen für seine Kunden ausgewiesen. Für die Bestimmung, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind, wird das Fünf-Stufen-Schema des IFRS 15 angewendet. Bei der Anwendung des Fünf-Stufen-Schemas auf die Verträge mit Kunden werden die vorhandenen unterscheidbaren Leistungsverpflichtungen (ab- grenzbar) identifiziert. Der Transaktionspreis des Kundenvertrags wird gemäß IFRS 15 ermittelt. Variable Gegenleistungen, wie zum Beispiel Ra- batte, Kundenboni und sonstige Preisnachlässe, werden als Erlösschmälerungen abgegrenzt. Preiserhöhungen (sog. Commercial Claims), die über Stückpreisanpassungen oder Einmalzahlun- gen an die Kunden weitergegeben werden, wer- den ebenfalls als Umsatzerlöse nach IFRS 15 er- fasst. Für jede Leistungsverpflichtung ist Umsatz in Höhe des zugeordneten Transaktionspreises zu realisieren, sobald die vereinbarte Leistung er- bracht wurde, beziehungsweise der Kunde die Verfügungsgewalt darüber erlangt hat (control approach).
Der HELLA Konzern erwirtschaftet Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf von Gütern an Automobilhersteller oder andere Tier-1- Lieferanten. Dabei verkauft der Konzern insbe- sondere kundenspezifische Komponenten und Systeme der Lichttechnik und Elektronik für die Fahrzeug industrie, daneben aber auch standar- disierte Güter, wie Kfz-Teile und Zubehör sowie Erstausrüstungen von Spezialfahrzeugen. Der Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 218 HELLA Konzern erfasst nach IFRS 15 den Um- satzerlös aus der kundenspezifischen Serienferti- gung zeitraumbezogen und den Umsatzerlös aus dem Verkauf der standardisierten Güter zeit- punktbezogen. Die Bemessung des Leistungs- fortschritts bei der zeitraumbezogenen Umsatz- realisierungerfolgtanhandderoutputorientierten Methode, die auf Basis der gelieferten Güter er- folgt. Die Produktion und Lieferung der gleichar- tigen Güter aus der kundenspezifischen Serien- fertigung erfüllt die Bedingungen für die Anwendung der outputorientierten Methode. Bei der zeitpunktbezogenen Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von standardisierten Gütern wird auf den Übergang der Kontrolle der Güter an den Kunden abgestellt. Dies ist regelmäßig der Fall, wenn die Lieferung erfolgt.
Es gibt keine signifikante Finanzierungskompo- nente, da im Markt das Zahlungsziel von durch schnittlich 60 Tagen vereinbart wird. Eine Forde- rung wird bei Lieferung der Güter ausgewiesen, da zu diesem Zeitpunkt der Anspruch auf Gegen- leistung besteht. Insbesondere in den Segmenten Elektronik und Licht werden darüber hinaus fahrzeugspezifische Lösungen entwickelt, die in dem Kapitel 11 als Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen dargestellt werden. Diese Leistungsverpflichtungen umfassen im Wesentlichen Entwicklungsleistun-gen auf Basis von Kundenanforderungen des HELLA Konzerns. In Übereinstimmung mit dem Fünf-Stufen-Schema des IFRS 15 werden die Erträge entsprechend den Vertragsbedingungen erfasst, wenn die Leistungsverpflichtungmit Freigabe des Kunden erfüllt ist (zeitpunkt- bezogen). Da die Kunden in diesen Fällen Zahlungen regelmäßig erst nach Abschluss der Ent- wicklungsleistungleisten, resultierenhierausdieim KonzernausgewiesenenVertragsvermögenswerte.
Funktionskosten In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthal- tene funktionsübergreifende Kosten werden dem internen Berichtswesen folgend berichtet. Betrieb- liche Aufwendungen werden grundsätzlich zu- nächst dem Funktionsbereich zugeordnet, der sie primär empfängt. Soweit dieser Funktionsbereich Leistungenerbringt, dieihrenwirtschaftlichenNut- zen in einem anderen Funktionsbereich entfalten, wird der darauf entfallende Teil des Aufwands dem empfangenden Funktionsbereich zugeordnet. Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des den Gesellschaftern des Mut- terunternehmens zustehenden Ergebnisanteils nach Steuern durch die gewichtete durchschnittli- che Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien. Das verwässerte Er- gebnis pro Aktie berücksichtigt zusätzlich die auf- grund von Options- oder Umtauschrechten po- tenziell auszugebenden Aktien, wobei solche Rechte im Berichtszeitraum nicht vorlagen. Sachanlagen Die Sachanlagen werden zu ihren um kumulierte Abschreibungen und kumulierte Wertminderun- gen verringerten historischen Anschaffungs-/ Herstellungskosten bewertet. Anschaffungs-/Her stellungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Nachträgliche Anschaffungs-/Herstellungskosten, zum Beispiel aufgrund von Erweiterungs oder Er- satzinvestitionen, werden nur dann als Teil der Anschaffungs-/Herstellungskosten des Vermö- genswerts oder – sofern einschlägig – als separa- ter Vermögenswert erfasst, wenn es wahrschein- lich ist, dass dem Konzern daraus zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig ermittelt werden können. Aufwendungen für Reparaturen
und Wartungen, die keine wesentliche Ersatzin- vestition darstellen, werden in dem Geschäftsjahr, in dem sie angefallen sind, aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die für Produktionszwecke selbst erstellten bezie- hungsweise angeschafften Werkzeuge werden nach IAS 16 mit ihren Anschaffungs-/Herstellungs- kosten aktiviert und gesondert im Anlagespiegel als erzeugnisgebundene Betriebsmittel ausgewie- sen. Jeder Teil einer Sachanlage mit einem bedeut- samen Anschaffungswert im Verhältnis zum ge- samten Wert des Gegenstands wird gesondert angesetzt und abgeschrieben. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Bei al- len weiteren Vermögenswerten erfolgt die Ab- schreibung linear, wobei die Anschaffungs-/ Herstellungskosten beziehungsweise die beizu- legenden Zeitwerte über die erwartete Nutzungs- dauer der Vermögenswerte durchschnittlich wie folgt bis auf den Restwert abgeschrieben werden:
| Gebäude | 30 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 8 Jahre |
| Erzeugnisgebundene Betriebsmittel | 3ꢃ–ꢃ5 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5 Jahre |
Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nut- zungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 219 Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage deren geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er sofort auf Letzteren abgeschrieben.
Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden er- fasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen auch tatsächlich gewährt werden. Zuwendungen für den Kauf oder die Her- stellung von Anlagevermögen (vermögenswertbe- zogene Zuwendungen) werden grundsätzlich als Reduzierung der Anschaffungs- oder Herstel- lungskosten der betreffenden Vermögenswerte erfasst und mindern die künftigen Abschreibun- gen. Zuwendungen, die nicht für langfristige Ver- mögenswerte gewährt werden (erfolgsbezogene Zuwendungen), werden in der Gewinn- und Ver- lustrechnung im gleichen Funktionsbereich aus- gewiesen wie die entsprechenden Aufwandspos- ten. Ihre erfolgswirksame Erfassung erfolgt dabei anteilig über die Perioden, in denen die Aufwen- dungen, die durch die Zuwendung kompensiert werden sollen, anfallen. Gewährte Zuwendungen
der öffentlichen Hand für künftige Aufwendungen werden passivisch abgegrenzt. Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Über- schuss der Anschaffungskosten des Unterneh- menserwerbsüberdenbeizulegendenZeitwertder Anteile des Konzerns am Nettovermögen des er- worbenen Unternehmens und den Betrag aller nicht beherrschenden Anteile zum Erwerbszeit- punkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb ent- standener Geschäfts- oder Firmenwert wird unter denimmateriellenVermögenswertenbilanziert. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens oder Gemein- schaftsunternehmens resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung an At Equity bilanzierten Beteiligun- gen enthalten und wird infolgedessen nicht sepa- rat, sondern als Bestandteil des gesamten Buch- werts auf Wertminderung geprüft. Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich und im- mer, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminde- rung vorliegt, einem Werthaltigkeitstest unterzo- gen. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unterneh- mens umfassen den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf zah- lungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt. Die Aufteilung er folgt auf diejenigen zahlungsmittelge- nerierenden Einheiten beziehungsweise Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten (ZGE), von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammen- schluss, bei dem der Geschäfts- oder Firmenwert entstand, Nutzen ziehen. Aktivierte Entwicklungskosten Ausgaben in Zusammenhang mit Entwicklungs- projekten, die in den Anwendungsbereich des IAS 38 fallen, werden als immaterielle Vermögenswer- te angesetzt, wenn es – unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und technischen Realisier- barkeit – wahrscheinlich ist, dass das Projekt Er- folg haben wird und wenn die Ausgaben verläss- lich bestimmt werden können; andernfalls werden die Entwicklungskosten sowie die Forschungsauf- wendungen erfolgswirksam erfasst. Aktivierte
Entwicklungskosten werden ab Beginn der ge- werblichen Produktion des Produktes planmäßig linear über den Zeitraum ihrer erwarteten Nut- zung abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt über eine geschätzte Nutzungsdauer von durch- schnittlich drei bis fünf Jahren. Die Abschreibun- gen auf die aktivierten Entwicklungskosten sind in den Kosten des Umsatzes erfasst und fallen in den Segmenten Elektronik und Licht an. Erworbene immaterielle Vermögenswerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten erfasst. Immaterielle Ver - mögenswerte werden linear über ihre Nutzungs- dauer von drei bis acht Jahren abgeschrieben.
Wertminderung nicht monetärer Vermögenswerte Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nut- zungsdauer haben oder noch nicht nutzungsbe- reit sind, im Konzern im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten sowie der Geschäfts- oder Firmenwert, werden nicht planmäßig abge- schrieben, sondern jährlich und immer, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, auf Wertminderungen hin geprüft. Vermögens- werte, die einer planmäßigen Abschreibung un- terliegen, werden auf Wertminderungen ge- prüft, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert gegebe- nenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts er- fasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögens- werts abzüglich Verkaufskosten und dem Nut- zungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten identifizier- baren Ebene zusammengefasst, für die Cashflows Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 220 weitestgehend von voneinander unabhängigen Einheiten generiert werden können (ZGE). Die Be- stimmung des erzielbaren Betrags einer ZGE wird anhand der zu erwartenden zukünftigen diskon- tierten Cashflows aus der geplanten Nutzung vor- genommen (Value in Use). Diesen liegen von der Geschäftsführung genehmigte Planungen zugrun- de, die einen Zeitraum von fünf Jahren umfassen. Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die inderVergangenheiteineWertminderunggebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob ge- gebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat. Wertminderungen werden in den entsprechenden Funktionsbereichen ausgewiesen. Wertaufholungen Ein in früheren Perioden für einen Vermögens- wert erfasster Wertminderungsaufwand wird aufgeholt, wenn sich seit dessen Erfassung eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags heran- gezogen wurden. Der durch eine Wertaufholung erhöhte Buchwert eines Vermögenswerts wird begrenzt durch den Buchwert, der abzüglich plan- mäßiger Abschreibungen bestimmt worden wäre, wenn in den früheren Jahren kein Wertminde- rungsaufwand erfasst worden wäre. Es werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Ge- schäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.
Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten
Ein Vertragsvermögenswert (Contract Asset) ist anzusetzen, sofern der HELLA Konzern aufgrund der Erfüllung einer vertraglichen Leistungsver- pflichtung Erlöse erfasst hat, bevor der Kunde eine Zahlung geleistet hat beziehungsweise bevor – un- abhängig von der Fälligkeit – die Voraussetzungen für eine Rechnungstellung und damit den Ansatz einer Forderung vorliegen. Sobald der HELLA Kon- zern von dem Kunden eine Zahlung im Rahmen des entsprechendenVertragsverhältnisseserhält, wird der Vertragsvermögenswert ausgebucht. Eine Ver- tragsverbindlichkeit (Contract Liability) ist anzuset- zen, sofern der Kunde eine Zahlung geleistet hat, bevor der HELLA Konzern eine vertragliche Leis- tungsverpflichtung erfüllt und damit Erlöse erfasst hat. Vertragsverbindlichkeiten sind innerhalb eines Kundenvertrags mit Vertragsvermögenswerten zu saldieren. Quantitative Angaben zu Leistungsver- pflichtungen werden ausgewiesen, wenn diese Teil eines Vertrags mit einer erwarteten ursprüngli- chen Laufzeit von mehr als einem Jahr sind. Von zusätzlichen Angaben zu Leistungsverpflichtungen mit einer erwarteten ursprünglichen Laufzeit bis zu einem Jahr wird abgesehen.
Zur Veräußerung gehaltene Vermö- genswerte und Verbindlichkeiten Ein langfristiger Vermögenswert (oder eine Veräu- ßerungsgruppe) ist als zur Veräußerung gehalten einzustufen, wenn deren Buchwert in erster Linie durch eine Veräußerung und nicht durch eine fort- gesetzte Nutzung realisiert wird. Die Klassifizie- rung als zur Veräußerung gehalten setzt eine kon- krete Veräußerungsabsicht sowie eine hoch- wahrscheinliche Veräußerung innerhalb von zwölf Monaten voraus. Die entsprechenden Vermö- genswerte und Schulden werden separat in der Bilanz dargestellt. Ein als zur Veräußerung gehalten eingestufter langfristiger Vermögenswert (oder eine Veräuße- rungsgruppe) ist grundsätzlich mit dem niedrige- ren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Buchwert anzusetzen. Vorräte Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus An- schaffungs-/Herstellungskosten und Nettoveräu- ßerungswert angesetzt. Die Anschaffungskosten werden auf Basis der Methode des gleitenden Durchschnitts bestimmt. Die Herstellungskosten fertiger und unfertiger Erzeugnisse umfassen die Kosten für den Produktentwurf, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, direkte Personalkosten, andere direkte Kosten und der Produktion zurechenbare Gemeinkosten (basierend auf normaler Betriebs- kapazität). Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erziel- bare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Vertriebskosten und der erwarteten Kosten bis zur Fertigstellung.
Zahlungsmittel und Zahlungs- mitteläquivalente Zahlungsmittel umfassen Kassen- und Bankgut- haben sowie Schecks. Bei den Zahlungsmittel- äquivalenten handelt es sich um Anlagen, die zur Deckung kurzfristiger Barmittelverpflichtungen gehalten werden und einem unbedeutenden Ri- siko von Wertänderungen unterliegen. Sie wer- den am Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Sie sind der Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten“ zugeordnet. Erhaltene Wechsel werden als Zahlungsmittel- äquivalente ausgewiesen, wenn die Fälligkeit bei Erhalt unter drei Monaten liegt und eine unmit- telbare, nahezu verlustfreie Umwandlung in Sichteinlagen möglich ist. Wenn die Fälligkeit bei Erhalt mehr als drei Monate beträgt oder der Wechsel nicht unmittelbar in Sichteinlagen um- gewandelt werden kann, werden diese Wechsel in der Kategorie Fremdkapitalinstrumente in- Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 221 nerhalb der finanziellen Vermögenswerte ausge- wiesen. Andere qualitativ nachrangige Wechsel von Banken mit geringer Bonität werden weiter- hin als Forderungen ausgewiesen. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Die von der Gesellschaft ausgegebenen Komman- ditaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Die verschiedenen Emissionen von Genussrechts- kapital werden als Verbindlichkeiten erfasst. Kapitalrücklage In der Kapitalrücklage werden die über den Nomi- nalwert hinausgehenden Bareinlagen aus der Ausgabe neuer Aktien erfasst. Kosten, die direkt der Ausgabe von neuen Aktien zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital netto nach Steuern als Abzug von den Kapitalrücklagen bilanziert. Rücklage für Währungsdifferenzen Die Rücklage für Währungsdifferenzen umfasst alle Fremdwährungsdifferenzen aufgrund der Umrechnung von Abschlüssen von ausländischen Geschäftsbetrieben. Rücklage für Finanzinstrumente zur Zahlungsstromsicherung Die Rücklage für Finanzinstrumente zur Zahlungs- stromsicherung umfasst den wirksamen Teil der kumulierten Nettoveränderungen des beizule- genden Zeitwerts von zur Absicherung von Zah- lungsströmen verwendeten Sicherungsinstru- menten bis zur späteren Erfassung der abge- sicherten Zahlungsströme im Gewinn oder Verlust sowie die Cost of Hedging. Rücklage für FVOCI-Finanzinstrumente (Fremdkapitalinstrumente) Die Rücklage für FVOCI-Finanzinstrumente enthält die kumulierten Nettoveränderungen des bei- zulegenden Zeitwerts von FVOCI-Finanzanlagen bis zur Ausbuchung dieser Anlagen. Rücklage für FVOCI-Finanzinstrumente (Eigenkapitalinstrumente) Die Rücklage für FVOCI-Finanzinstrumente enthält die kumulierten Nettoveränderungen des bei- zulegenden Zeitwerts von FVOCI-Eigenkapital- instrumenten. Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungs- orientierten Versorgungsplänen umfassen versi- cherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Abweichungen in Bezug auf versicherungs- mathematische Annahmen, die der Berechnung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtun- gen zugrunde liegen. Darüber hinaus wird die Dif- ferenz zwischen normiertem und tatsächlichem Ertrag aus Planvermögen darin erfasst sowie die Auswirkung der etwaigen Vermögensobergrenze. Andere Gewinnrücklagen/Gewinnvortrag Der Posten „Andere Gewinnrücklagen/Gewinnvor- trag“ enthält die anderen Gewinnrücklagen des Mutterunternehmens sowie die in der Vergangen- heit erzielten Ergebnisse der in den Konzernab- schluss einbezogenen Unternehmen. Weiterhin ist in diesem Posten die gesetzliche Rücklage des Mut- terunternehmens enthalten. Diese unterliegt den Ausschüttungsbeschränkungen des deutschen Aktiengesetzes. Des Weiteren enthält der Posten die Verrechnung aktiver und passiver Unter- schiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Juni 2006 konsolidierten Tochtergesell- schaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizu- legenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Laufende und latente Steuern Der laufende Steueraufwand wird unter Anwen- dung der Steuervorschriften der Länder, in denen die Tochtergesellschaften und assoziierten Unter- nehmen tätig sind, berechnet. Latente Steuern
werden nach Maßgabe von IAS 12 für alle tempo- rären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte/Verbindlichkeiten und ihren Buchwerten im IFRS Abschluss angesetzt (soge- nanntes Temporary Concept). Des Weiteren wer- den latente Steuern für steuerliche Verlustvorträ- ge angesetzt. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschrif- ten) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steu- erforderung beziehungsweise der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang ausgewiesen, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn vorliegen wird, gegen den die aktive temporäre Differenz beziehungsweise Verlustvorträge verrechnet wer- den können. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 222 Eine Saldierung aktiver und passiver latenter Steu- ern wird nur vorgenommen, soweit die gesetzli- che Aufrechnung möglich ist. Es erfolgt gemäß IAS 12 keine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern. Leistungen an Arbeitnehmer Pensionsverpflichtungen Pensionsrückstellungen werden gemäß IAS 19 versicherungsmathematisch nach dem Anwart- schaftsbarwertverfahren (sogenannte Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt grundsätzlich anhand der aktuellen Sterbetafeln zum 31. De- zember des jeweiligen Berichtsjahres, in Deutsch- land werden die Heubeck-Richttafeln 2018 G den Berechnungen zugrunde gelegt. Die sich nach dem Anwartschaftsbarwertverfah- ren ergebenden Pensionsrückstellungen werden bei fondsfinanzierten Versorgungsplänen um die Höhe des beizulegenden Zeitwerts des Fondsver- mögens gekürzt. Übersteigt das Fondsvermögen die Rückstellungen, ist die Aktivierung eines Ver- mögenswerts begrenzt auf den Barwert künftiger Rückerstattungen aus dem Plan oder die Minde- rung zukünftiger Beitragszahlungen. Neubewertungen entstehen aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen des Plans (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Ursache hierfür können un- ter anderem Änderungen der Berechnungspara- meter, Abweichungen zwischen dem angenom- menen und tatsächlichen Risikoverlauf der Pensionsverpflichtungen sein sowie Erträge aus dem Fondsvermögen unter Ausschluss von Be- trägen, die in den Nettozinserträgen beziehungs- weise -aufwendungen enthalten sind. Versicherungsmathematische Gewinne und Ver- luste werden ebenso in der Periode ihrer Entste- hung unmittelbar im Eigenkapital (sonstiges Er- gebnis der Periode) ausgewiesen wie Neubewert- ungen, die sich aus der Anwendung der Vermögen- sobergrenze und dem Ertrag aus dem Planvermö- gen (ohne Zinsen auf die Nettoschuld) ergeben. Der Dienstzeitaufwand für Pensionen und (pensi- ons-)ähnliche Verpflichtungen wird als Aufwand innerhalb des operativen Ergebnisses ausgewie- sen. Der sich aus der Multiplikation der Nettor- ückstellung mit dem Abzinsungssatz ergebende Zinsaufwand wird ebenfalls im operativen Ergeb- nis in den jeweiligen Funktionen ausgewiesen. Abfindungen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Ar- beitsverhältnisses werden gezahlt, wenn ein Mit- arbeiter vor dem regulären Renteneintritt von ei- nem Konzernunternehmen entlassen wird. Der Konzern erfasst Abfindungsleistungen, wenn er nachweislich verpflichtet ist, das Arbeitsverhältnis von gegenwärtigen Mitarbeitern entsprechend einem detaillierten formalen Plan, der nicht rück- gängig gemacht werden kann, zu beenden, oder wenn er nachweislich Abfindungen bei freiwilliger Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Mit- arbeiter zu leisten hat. Leistungen, die nach mehr als zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden, werden auf ihren Barwert abgezinst. Gewinnbeteiligungen und sonstige Gratifikationen Für Bonuszahlungen und Gewinnbeteiligungen wird eine Rückstellung gebildet und als Aufwand, basierend auf einem Bewertungsverfahren, mit den erwarteten Auszahlungen erfasst. Im Kon- zernabschluss wird eine Rückstellung in den Fäl- len passiviert, in denen eine vertragliche Ver- pflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine fakti- sche Verpflichtung ergibt. Anteilsbasierte Vergütung Verpflichtungen aus erstmalig im Geschäftsjahr 2019/2020 vereinbarten aktienbasierten Vergü - tungen werden gemäß IFRS 2 als „cash settled plan“ bilanziert. Für diese in bar zu erfüllenden Vergütungspläne erfolgt die Bewertung während der Laufzeit zum Fair Value. Dieser wird mittels eines anerkannten Bewertungsverfahrens ermit- telt. Der Vergütungsaufwand wird über den Erdie- nungszeitraum verteilt und im Personalaufwand ausgewiesen. Zu der anteilsbesitzenden Vergü- tung wird auf Kapitel 42 verwiesen. Altersteilzeit Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit nach dem sogenannten Blockmodell weisen überwiegend Laufzeiten zwischen zwei und sechs Jahren auf. Die Höhe der Aufstockungsbeträge ergibt sich aus den tariflichen Bestimmungen. Die Ansammlung erfolgt ratierlich ab Verpflichtungsbeginn. Leis- tungen, die nach mehr als zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden, werden auf ihren Barwert abgezinst. Die Wertguthaben sind in überwiegend festverzinslichen Anlagen ange- legt, um der Absicherung gemäß den gesetzlichen Regelungen Rechnung zu tragen. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 223 Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, wenn der Kon- zern eine gegenwärtig rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Er- eignis resultiert, und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einer Vermögensbe- lastung führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden kann. Wenn eine Viel- zahl gleichartiger Verpflichtungen besteht – wie im Falle der gesetzlichen Gewährleistung – wird die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses auf Basis der Gruppe dieser Verpflichtungen ermittelt. Eine Rückstellung wird auch dann passiviert, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung in Bezug auf eine einzelne in dieser Gruppe enthal- tene Verpflichtung gering ist. Rückstellungen werden zum Barwert der erwarte- ten Ausgaben bewertet, wobei ein Vorsteuerzins- satz verwendet wird, der die aktuellen Markter- wartungen hinsichtlich des Zinseffekts sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken berück- sichtigt. Aus der reinen Aufzinsung resultierende
Erhöhungen der Rückstellungen werden erfolgs- wirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Zinsaufwendungen erfasst. Sofern Gewährleistungsverpflichtungen aus ver- traglichen oder gesetzlichen Gewährleistungsver- pflichtungen bestehen, bildet HELLA Rückstellun- gen für diese Verpflichtungen. Spezifische Gewährleistungsrückstellungen werden für ein- zeln geltend gemachte oder aufgetretene Ge- währleistungsfälle gebildet. Im Rahmen der Be- wertung werden auf Basis der ermittelten Grundgesamtheit der ausgelieferten Produkte die betroffenen Teile identifiziert, und für diese Pro- dukte werden Ausfallquoten geschätzt. Die Aus- fallquoten werden anhand der bisherigen Ausfall- quoten sowie aller anderen verfügbaren Daten je Einzelgewährleistungsfall sachgerecht geschätzt. Die Bewertung erfolgt mit den geschätzten durch- schnittlichen Kosten (Material und Aufwendun- gen für den Austausch der Teile). Rückstellungen für Verluste aus Liefer- und Ver- kaufsverpflichtungen beinhalten Verpflichtungen aus laufenden Verträgen mit Dritten, aus denen zukünftige Verluste zu erwarten sind. Diese Droh- verlustrückstellungen werden gebildet, wenn die Verluste zur Erfüllung dieser Verträge unvermeid- bar sind. Die Verluste setzen sich aus dem Diffe- renzbetrag entstehend aus der Erfüllung der ver- traglichen Verpflichtung und dem erwarteten wirtschaftliche Nutzen aus diesen Verträgen, also regelmäßig den Umsatzerlösen, zusammen. Die Ermittlung der unvermeidbaren Kosten ba- siert auf Erfahrungswerten der Vergangenheit und deren zukünftiger Fortentwicklung. Die Fort- entwicklung berücksichtigt dabei sowohl Schät- zungen zu externen Parametern, wie Inflation und Marktentwicklung, aber ebenso interne Aspekte, wie Produktionsbedingungen und der Bewertung von Produktionskosten. Die der Ermittlung des wirtschaftlichen Nutzens der Verträge zugrunde liegende Absatzplanung berücksichtigt den ver- traglich vereinbarten Serienlieferzeitraum. Die in diesem Zeitraum für wahrscheinlich gehaltenen oder vertraglich vereinbarten Änderungen der Parameter gehen in die Bewertung ein. Die Bewer- tung erfolgt zu dem niedrigeren Wert aus dem Vergleich zwischen den unvermeidbaren Kosten der Vertragserfüllung und den Kosten der Ver- tragsauflösung. Auf die personalbezogenen Rückstellungen wird im vorherigen Abschnitt unter „Leistungen an Ar- beitnehmer“ eingegangen. Bei der Schätzung der Rückstellungsbeträge ori- entiert sich das Management an den Erfahrungs- werten aus ähnlichen Transaktionen und berück- sichtigt dabei alle Hinweise aus Ereignissen bis zur Erstellung des Konzernabschlusses.
Eventualschulden Eventualschulden stellen mögliche Verpflichtun- gen oder bereits bestehende Verpflichtungen ge- genüber Dritten dar, bei denen ein Ressourcenab- fluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmbar ist. Soweit Eventualschul- den nicht im Rahmen eines Unternehmenszusam- menschlusses übernommen wurden, werden diese nicht in der Bilanz erfasst. Im Fall von Bürg- schaften entspricht die Höhe der im Anhang ange- gebenen Eventualschulden dem am Bilanzstich- tag bestehenden Haftungsumfang.
Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzei- tig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem ande- - ren Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte und Verbind- lichkeiten werden entsprechend den Regelungen des IFRS 9 in Bewertungskategorien aufgeteilt.
Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte bzw. marktübliche Käufe oder Verkäufe werden in der Bilanz ange- Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 224 setzt, wenn das Unternehmen Partei eines Ver- trags über diesen Vermögenswert ist. Der HELLA Konzern bilanziert finanzielle Vermögenswerte am Erfüllungstag. Finanzielle Vermögenswerte mit einer Restlauf- zeit von mehr als einem Jahr werden als langfristig klassifiziert. Eine Ausbuchung erfolgt, sobald die
vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finan - ziellen Vermögenswerten auslaufen oder die fi - nanziellen Vermögenswerte mit allen wesentli- chen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzinstrumente sind dabei den folgenden Bewertungskategorien zugeordnet: 01 zu fortgeführten Anschaffungskosten 02 zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI) (Fremdkapitalinstrumente) 03 zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI) (Eigenkapitalinstrumente) 04 zum beizulegenden Zeitwert mit Wert- änderungen im Gewinn oder Verlust (FVPL)
Zu fortgeführten Anschaffungskosten Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortge- führten Anschaffungskosten bewertet, wenn er die beiden folgenden Bedingungen erfüllt und nicht der Kategorie FVPL zugeordnet ist: Erstens, er wird innerhalb eines Geschäftsmodells gehal- ten, dessen Ziel es ist, Vermögenswerte zu halten, um vertragliche Cashflows zu erzielen. Zweitens führen seine Vertragsbedingungen zu bestimm- ten Zeitpunkten zu Cashflows, die ausschließlich Zahlungen von Kapital und Zinsen auf den ausste- henden Kapitalbetrag sind. Sie werden beim erst- maligen Ansatz unter der Berücksichtigung von Transaktionskosten zum beizulegenden Zeitwert und unter Anwendung der Effektivzinsmethode, bewertet und um etwaige Wertminderungen an- gesetzt. Finanzielle Vermögenswerte zu fortge-
führten Anschaffungskosten werden in der Folge nach der Effektivzinsmethode bewertet abzüglich der Tilgungen, zuzüglich oder abzüglich der kumu- lierten Amortisation bewertet und um etwaige Wertminderungen angepasst.
Gewinne und Ver-
luste werden erfolgswirksam erfasst, wenn der Vermögenswert ausgebucht, modifiziert oder wertgemindert wird. Zum beizulegenden Zeitwert mit Wert- änderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI) (Fremdkapitalinstrumente) Eine Fremdkapitalinvestition wird gemäß FVOCI bewertet, wenn sie beide der folgenden Bedin- gungen erfüllt und nicht als FVPL klassifiziert wur- de: Sie wird innerhalb eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Ziel sowohl durch das Sammeln von vertraglichen Cashflows als auch durch den Verkauf von finanziellen Vermögenswerten er- reicht wird und ihre Vertragsbedingungen führen zu bestimmten Zeitpunkten zu Cashflows, die aus- schließlich Zahlungen von Kapital und Zinsen auf den ausstehenden Kapitalbetrag sind. Bei Schuld- titeln, die zum beizulegenden Zeitwert über OCI bewertet werden, werden Zinserträge, Währungs- umbewertungen und bonitätsbedingte Wertbe- richtigungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und auf die gleiche Weise berücksichtigt wie bei finanziellen Vermögenswerten, die zu fort- geführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die verbleibenden Marktwertänderungen wer- den im OCI erfasst. Nach der Ausbuchung der fi - nanziellen Vermögenswerte wird die im OCI er- fasste kumulative Marktwertänderung in die Gewinn- und Verlustrechnung zurückgeführt. Zum beizulegenden Zeitwert mit Wert- änderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI) (Eigenkapitalinstrumente) Eigenkapitalinstrumente, für die eine strategi- sche Zielsetzung und keine Handelsabsicht gege- ben ist, werden – nach Ausübung der Option – als zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderun- gen im sonstigen Ergebnis designiert. Die Zu- gangsbewertung und Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im Eigenka- pital erfasst und verbleiben auch nach dem Ab- gang dieser Eigenkapitalinstrumente im Eigenka- pital. Dividendenerträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.
Zum beizulegenden Zeitwert mit Wert- änderungen im Gewinn oder Verlust (FVPL) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert be- wertete finanzielle Vermögenswerte umfassen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermö- genswerte, finanzielle Vermögenswerte, die bei der erstmaligen erfolgswirksamen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, oder fi- nanzielle Vermögenswerte, die zwingend zum bei- zulegenden Zeitwert bewertet werden müssen. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 225 Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Han- delszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie zum Zwecke des Verkaufs oder des Rückkaufs in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate wer- den ebenfalls als zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn- oder Verlust (FVPL) erfasst, es sei denn, sie werden als Sicherungsins- trumente designiert. Finanzielle Vermögenswerte mit Cashflows, die nicht ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen sind, werden unabhängig vom Geschäftsmodell klassifiziert und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Ungeachtet der Kriterien für die Klassifizierung von Schuldtiteln zu fortgeführten Anschaffungs- kosten oder zum beizulegenden Zeitwert durch OCI, wie vorstehend beschrieben, können Schuld- titel bei der erstmaligen Erfassung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wenn dadurch ein Bilanzierungsfehler beseitigt oder erheblich reduziert wird. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zum beizu- legenden Zeitwert bilanziert, wobei die Nettover- änderungen des beizulegenden Zeitwerts in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Dies gilt innerhalb des HELLA Konzerns für von Konzerngesellschaften gehandelte Finanz- instrumente. Wertminderung Der Konzern bewertet die erwarteten Kreditver- luste auf einer zukunftsgerichteten Basis im Zu- sammenhang mit ihren zu fortgeführten Anschaf- fungskosten bewerteten Forderungen und zu FVOCI bilanzierten Schuldtiteln. Für Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen wendet der Kon- zern den nach IFRS 9 zulässigen vereinfachten An- satz an, wonach erwartete Verluste auf Lebenszeit ab dem erstmaligen Ansatz der Forderungen zu erfassen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten Im laufenden Geschäftsjahr gab es wie im Vorjahr keine originären finanziellen Verbindlichkeiten, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeit- wert zu bewerten waren oder als solche eingestuft wurden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsme- thoden für die unter den sonstigen Verbindlichkei- ten ausgewiesenen und zum Marktwert bewerte- ten derivativen finanziellen Verbindlichkeiten werden gesondert im Absatz „Derivative Finanzin- strumente“ erläutert. Alle übrigen originären Finanzverbindlichkeiten im HELLA Konzern sind der Bewertungskategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten“ zugeordnet. Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der Transaktions- kosten bewertet. In der Folge erfolgt die Bewer- tung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Wird ein Ressourcenabfluss nach mehr als einem Jahr erwartet, werden diese Verbindlichkeiten als langfristig klassifiziert. Verbindlichkeiten werden
ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtun - gen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung finanzieller Risiken und Marktri- siken aus erwarteten Transaktionen setzt der HEL- LA Konzern derivative Finanzinstrumente ein. De- rivative Finanzinstrumente werden zum Handels- tag erfasst oder ausgebucht. Grundsätzlich sind alle derivativen Finanzinstrumente der Kategorie FVPL zugewiesen, es sei denn, sie werden als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings designiert. Je nachdem, ob die Derivate einen positiven oder negativen Marktwert haben, werden sie innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte oder sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausge- wiesen. Die Erfassung von Änderungen des beizu- legenden Zeitwerts hängt von der Klassifizierung des finanziellen Vermögenswerts und der finanzi- ellen Verbindlichkeit ab. Grundsätzlich werden alle derivativen Finanzinstrumente als FVPL erfasst. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Ver- mögenswerten dieser Kategorie werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Auch zu Sicherungszwecken gehaltene Derivate werden als Sonstige Aktiva beziehungsweise Sons- tige Passiva ausgewiesen. Bestimmte Risikoabsicherungen mit derivativen Finanzinstrumenten bildet HELLA nach den Vorga- ben des IFRS 9 zum Hedge-Accounting ab. Der HELLA Konzern sichert Währungsrisiken beste- hender Transaktionen als auch zukünftiger hoch- wahrscheinlicher geplanter Transaktionen. Die Bewertungsregeln für die abgesicherten Transak- tionen ändern sich nicht. Im Rahmen der von HELLA hier genutzten Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts des derivativen Finanzinstruments so- wie auch die Cost of Hedging im Eigenkapital (Rücklage für Finanzinstrumente zur Zahlungs- stromsicherung) erfasst, während der ineffektive Teil in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 226 wird. Der Teil, der im Eigenkapital erfassten Verän- derung wird in die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht, sobald das Grundgeschäft in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird. Weitere Aus- führungen zur Ausgestaltung und Umsetzung der jeweiligen Cashflow-Hedges befinden sich im Ab- schnitt „Management von Währungsrisiken“.
Eingebettete Derivate Hybride finanzielle Verpflichtungen enthalten sowohl eine derivative als auch eine nicht-deriva- tive Komponente. Sind die wirtschaftlichen Merk- male und die Risiken eingebetteter Derivate nicht eng mit denen des Basisvertrags verknüpft ergibt sich grundsätzlich die Verpflichtung das eingebet- tete Derivat vom Basisvertrag zu trennen und FVPL zu bilanzieren. Der Basisvertrag wird weiter- hin in Übereinstimmung mit dem entsprechenden Rechnungslegungsstandard bilanziert.
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in ei - ner Transaktion zwischen unabhängigen Markt - teilnehmern beim Verkauf von Vermögenswerten erzielt oder bei der Übertragung von Verbindlich - keiten bezahlt werden würde. Er wird aufgrund von in aktiven Märkten notierten Finanzinstru - menten und Preisnotierungen ermittelt, sofern diese im Rahmen von regelmäßigen und aktuellen Transaktionen verwendete Preise sind. HELLA setzt Bewertungsverfahren für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumen - ten ein, wenn keine in aktiven Märkten notierten Preise verfügbar sind. Die dabei verwendete Ein- gangsparameter sind so weit wie möglich beob - achtbare Daten, die von Preisen relevanter, in aktiven Märkten gehandelter, Finanzinstrumente abgeleitet werden. Die Auswahl und Anwendung von Bewertungsverfahren sowie die Parametri - sierung erfordert Annahmen und Einschätzungen des Managements. Bei den Bewertungsverfahren wird auf branchenüblich verwendete Modelle zu - rückgegriffen. Sind keine Marktdaten vorhanden, werden die Parameter aus anderen relevanten Informationsquellen, historischen Datenreihen als auch die Analyse wirtschaftlicher Eckdaten der Transaktion oder vergleichbaren Transaktionen bestimmt und erforderlichenfalls Anpassungen vorgenommen. Im Fall einer Bandbreite von ver - schiedenen beizulegenden Zeitwerten wird der Schätzwert innerhalb der Bandbreite herangezo - gen, der den beizulegenden Zeitwert am besten widerspiegelt. Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten fi - nanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen sind nach den für die Bestimmung des beizulegen- den Zeitwerts verwendeten Eingangsparametern der Bewertungsmethode zu klassifizieren: Bewertung anhand von notierten Preisen in einem aktiven Markt (Level 1) Bewertungsmethoden, die auf beobacht- baren Parametern basieren (Level 2) Bewertungsmethoden, die signifikante nicht beobachtbare Parameter verwenden (Level 3) Für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten An - schaffungskosten bewertet werden, werden bei - zulegende Zeitwerte offengelegt. Für diese Finan - zinstrumente gibt es grundsätzlich keine aktiven Märkte, was umfangreichere Einschätzungen durch das Management erfordert. Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten werden aktiviert, wenn sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines sogenannten qualifizierten Vermögens- werts zugeordnet werden können und deshalb zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten die- ses Vermögenswerts gehören. Andere Fremdkapi- talkosten werden in der Periode ihres Anfalls auf- wandswirksam erfasst. Leasingverhältnisse BeiVertragsabschlussbeurteiltderKonzern, obein Vertrag ein Leasingverhältnis ist oder enthält. Ein VertragistoderenthälteinLeasingverhältnis, wenn der Vertrag das Recht verleiht, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes für einen be- stimmten Zeitraum gegen Entgelt zu kontrollieren. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht verleiht, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswer- tes zu kontrollieren, beurteilt der Konzern, ob: der Vertrag die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes beinhaltet, dieser kann ex- plizit oder implizit angegeben werden und sollte physisch unterschiedlich sein oder im Wesentlichen die gesamte Kapazität eines physisch getrennten Vermögenswertes dar- stellen. Wenn der Lieferant über ein substan- zielles Substitutionsrecht verfügt, wird der Vermögenswert nicht identifiziert; der Konzern das Recht hat, während des ge- samten Nutzungszeitraums im Wesentlichen den gesamten wirtschaftlichen Nutzen aus der Nutzung des Vermögenswertes zu ziehen; und Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 227 der Konzern das Recht hat, die Nutzung des Vermögenswertes zu steuern. Der Konzern hat dieses Recht, wenn er über die Entscheidungsbefugnisse verfügt, die für die Änderung der Art und Weise und des Zwecks der Nutzung des Vermögenswertes am relevantesten sind. In seltenen Fällen, in denen die Entscheidung darüber, wie und zu welchem Zweck der Vermögenswert genutzt wird, im Voraus festgelegt ist, hat der Konzern das Recht, die Nutzung des Vermögenswertes zu bestimmen; der Konzern das Recht hat, den Vermögens- wert zu betreiben; oder der Konzern den Vermögenswert so konzipiert hat, dass er vorher bestimmt, wie und zu wel- chem Zweck er genutzt wird. Zu Beginn oder bei Neubewertung eines Vertrags, der eine Leasingkomponente und eine oder meh- rere zusätzliche Leasing- oder Nichtleasingkompo- nenten enthält, ordnet der Konzern die im Vertrag enthaltene Gegenleistung jeder Leasingkompo- nente auf der Grundlage ihres relativen Einzelprei- ses der Leasingkomponente und des gesamten Einzelpreises der Nichtleasingkomponenten zu. Für die Vermietung von Grundstücken und Gebäu- den hat der Konzern aus Wesentlichkeitsgründen eine Trennung der Nichtleasingkomponenten ge- wählt. Für andere Anlageklassen, wie zum Beispiel Maschinen und Büroausstattung, hat der Konzern beschlossen, Nichtleasingkomponenten nicht von Leasingkomponenten zu trennen, sondern jede Leasingkomponente und die damit verbundenen Nichtleasingkomponenten als eine einzige Lea- singkomponente zu bilanzieren. Leasingverträge, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt Der Konzern erfasst ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit zu Beginn des Leasingver- hältnisses. Das Nutzungsrecht wird bei der erst- maligen Bewertung zu Anschaffungskosten be- wertet, die sich aus dem anfänglichen Betrag der Leasingverbindlichkeit, angepasst um die zu oder vor dem Anfangszeitpunkt geleisteten Leasing- zahlungen, zuzüglich der anfallenden direkten Kosten abzüglich der erhaltenen Leasinganreize zusammensetzen. Bisher entstehen dem Konzern keine Verpflichtungen für Kosten zur Demontage und Entfernung eines Leasinggegenstandes, zur Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet, oder zur Wiederherstellung des zugrun- de liegenden Vermögenswertes in den durch die Bedingungen des Leasingverhältnisses geforder- ten Zustand, sodass keine Rückstellung nach IAS 37 zu bilden ist. Um die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu be- stimmen, entscheidet das Management unter Berücksichtigung aller Fakten und Umstände über die ökonomischen Anreize zur Ausübung einer Verlängerungsoption oder Nichtausübung einer Kündigungsoption. Verlängerungsoptionen (oder Zeiträume nach Kündigungsoptionen) sind nur in Leasingvereinbarungen enthalten, wenn begrün- deterweise davon auszugehen ist, dass die Lauf- zeit verlängert (oder nicht gekündigt) wird. Das Nutzungsrecht wird in der Folge vom Beginn bis zum Ende der Nutzungsdauer des Nutzungs- rechts oder bis zum Ende der Laufzeit des Leasing- verhältnisses linear abgeschrieben. Die geschätz- te Nutzungsdauer von Nutzungsrechten wird auf der Grundlage derjenigen des Sachanlagevermö- gens ermittelt. Die Abschreibung beginnt mit dem Beginn des Leasingverhältnisses. Darüber hinaus wird das Nutzungsrecht periodisch um Wertmin- derungen gemäß IAS 36, falls vorhanden, redu- ziert und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst. Die Leasingverbindlichkeit wird bei der erstmali- gen Erfassung mit dem Barwert der zu Beginn des Leasingverhältnisses noch nicht gezahlten Lea- singzahlungen bewertet, diskontiert mit dem Lea- singverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz oder, wenn dieser Zinssatz nicht ohne Weiteres be- stimmbar ist, wird ein dem wirtschaftlichen Gehalt des Vertrags und den spezifischen Rahmenbedin- gungen adäquater inkrementeller Fremdkapital- zinssatz verwendet. Im Allgemeinen verwendet der Konzern seinen Zinssatz für die Aufnahme von Fremdkapital als Diskontierungssatz. Die in der Bewertung der Leasingverbindlichkeit enthaltenen Leasingzahlungen setzen sich wie folgt zusammen: feste Zahlungen, einschließlich substanzieller fester Zahlungen; variable Leasingzahlungen, die von einem In- dex oder einem Kurs abhängen und die zu- nächst mit dem Index oder dem Kurs zum Zeitpunkt des Beginns bewertet werden; Beträge, die voraussichtlich im Rahmen einer Restwertgarantie zu zahlen sind; und AusübungspreisfüreineKaufoption, derenAus- übung für den Konzern hinreichend sicher ist; Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 228 Leasingzahlungen in einer optionalen Verlän- gerungsperiode, wenn die Gruppe hinrei- chend sicher ist, dass sie eine Verlängerungs- option ausüben kann, und Strafen für die vorzeitige Beendigung eines Leasingverhält- nisses, es sei denn, die Gruppe ist hinrei- chend sicher, dass sie nicht vorzeitig kündigt. Die Leasingverbindlichkeit wird zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effek- tivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die zukünftigen Leasingzahlungen auf- grund einer Änderung eines Index oder einer Rate ändern, wenn sich die Schätzung des Konzerns bezüglich des voraussichtlich zu zahlenden Be- trags aus einer Restwertgarantie ändert oder wenn der Konzern seine Einschätzung darüber ändert, ob er eine Kauf-, Verlängerungs- oder Kün- digungsoption ausüben wird. Wenn die Leasing- verbindlichkeit auf diese Weise neu bewertet wird, wird eine entsprechende Anpassung des Buchwerts des Nutzungsrechts vorgenommen oder in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn der Buchwert des Nutzungsrechts auf null reduziert wurde. Der Konzern hat sich entschieden, keine Nut- zungsrechte an Vermögenswerten und Leasing- verbindlichkeiten für kurzfristige Leasingverträge mit einer Laufzeit von höchstens zwölf Monaten und Leasingverträge, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist (hauptsächlich IT-Anlagen, Maschinen und Büro- ausstattung) zu erfassen. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverträgen verbundenen Lea- singzahlungen linear über die Laufzeit des Lea- singverhältnisses als Aufwand. Der Konzern hat sich dafür entschieden, in der Bilanz Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen unter „Sachanlagen“ auszuweisen und korres- pondierende Leasingverbindlichkeiten in den kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlich- keiten auszuweisen. In der Kapitalflussrechnung werden Leasingkom- pontenten wie folgt ausgewiesen: A Auszahlungen für den Hauptteil der Leasingverbindlichkeit im Rahmen der Finanzierungstätigkeiten; B Auszahlungen für den Zinsanteil der Leasing- verbindlichkeit im Rahmen der Finanzie- rungstätigkeit, die in den Anwendungsbe- reich des IAS 7 für Zinszahlungen fallen; C kurzfristige Leasingzahlungen, Zahlungen für Leasingverträge mit geringem Wert und varia- ble Leasingzahlungen, die nicht in der Bewer- tungderLeasingverbindlichkeitimRahmender betrieblichen Tätigkeit enthalten sind. Leasingverträge, bei denen der Konzern Leasinggeber ist Wenn der Konzern als Leasinggeber auftritt, be- stimmt er zu Beginn des Leasingverhältnisses, ob es sich bei jedem Leasingverhältnis um ein Finan- zierungsleasing oder ein Operating-Leasing- verhältnis handelt. Um jedes Leasingverhältnis zu klassifizieren, nimmt der Konzern eine Gesamtbe- wertung vor, ob das Leasingverhältnis im Wesent- lichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risi- ken und Chancen des zugrunde liegenden Vermögenswertes überträgt. Wenn dies der Fall ist, dann ist das Leasing ein Finanzierungsleasing, wenn nicht, dann ist es ein Operating-Leasing. Im Rahmen dieser Beurteilung berücksichtigt der Konzern bestimmte Indikatoren, wie zum Beispiel, ob das Leasingverhältnis den größten Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Vermögens wertes ausmacht. HELLA schließt Finanzierungsleasingverträge im Segment Lifecycle Solutions mit Werkstattkunden für sein Portfolio in den Bereichen Diagnosetest- geräte und Werkstattausrüstung ab. Die Laufzeit der Verträge beträgt regelmäßig fünf Jahre. Zu Be- ginn der Laufzeit dieser Verträge wird der Barwert der abgezinsten künftigen Leasingzahlungen als Umsatzerlös erfasst. Die entsprechenden Forde- rungen aus Finanzierungsleasing werden inner- halb der sonstigen Vermögenswerte ausgewiesen. Dividendenausschüttungen Die Ansprüche der Anteilseigner auf Dividenden- ausschüttungen werden in der Periode, in der die entsprechende Beschlussfassung erfolgt ist, als Verbindlichkeit erfasst. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 229 08 Ermessensentschei- dungen und Schätzungen des Managements Die Aufstellung von im Einklang mit den IFRS ste- henden Konzernabschlüssen erfordert Schätzun- gen und Annahmen. Des Weiteren macht die Anwendung der unternehmensweiten Bilanzie- rungs- und Bewertungsmethoden Wertungen des Managements erforderlich. Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen wer- den fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünfti- ger Ereignisse, die unter den gegebenen Umstän- den vernünftig erscheinen.
Ermessensentscheidungen und kritische Schätzungen bei der Bilanzierung Der Konzern trifft Einschätzungen und Annah- men, welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen werden naturgemäß in den seltensten Fällen den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buch- werte von Vermögenswerten und Schulden inner- halb des nächsten Geschäftsjahres mit sich brin- gen, werden im Folgenden erörtert.
Beherrschung von Unternehmen Der Konzern übt ihm Rahmen der Entscheidung, ob er ein Beteiligungsunternehmen beherrscht, Ermessen aus. Dies ist relevant, wenn andere Fak- toren als die Stimmrechte berücksichtigt werden müssen, weil dem Konzern aufgrund bestehender Verträge besondere Rechte eingeräumt werden, die zur Erlangung der Beherrschung führen.
Schätzungen im Rahmen des Geschäfts- oder Firmenwerts Der Konzern untersucht jährlich und immer, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, im Einklang mit den dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, ob eine Wertminde- rung des Geschäfts- oder Firmenwerts vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerie- renden Einheiten (ZGE) wurde basierend auf Be- rechnungen des Nutzungswerts ermittelt. Diesen Berechnungen müssen Annahmen zugrunde ge- legt werden (siehe dazu Kapitel 30). Schätzungen im Rahmen von Wertminderungen von langfristigen Vermögenswerten Bei selbst geschaffenen immateriellen Vermö- genswerten ist die Beurteilung, ab wann die Akti- vierungsvoraussetzungen nach IAS 38 vorliegen, ermessensbehaftet. Wichtige Schätzungen betref- fen darüber hinaus die Bestimmung von Nut- zungsdauern für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit von imma- teriellen Vermögenswerten (insbesondere aktivier- te Entwicklungskosten), Sachanlagen und Nettoin- vestitionen in assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden (Triggering Event). Die Werthaltigkeit wird durch den VergleichdesBuchwertsmitdemerzielbarenBetrag beurteilt. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Anlagevermögens sind besonders die verwen- deten Cashflow-Prognosen und Abzinsungsfakto- ren eine wichtige Schätzgröße (siehe dazu Kapitel 30 und 31). In die zugrunde liegenden Planungen flie- ßen Erfahrungen ebenso ein wie Erwartungen hin- sichtlich der zukünftigen Marktentwicklung, insbe- sondere der angesetzten Absatzmengen. Sollte ein Wertminderungsaufwand erfasst wor- den sein, so ist in Folgeperioden zu prüfen, ob die auslösenden Anhaltspunkte dafür entfallen sind. DabeisindsowohlinternealsauchexterneQuellen zu berücksichtigen. Ein in früheren Perioden er- fasster Wertminderungsaufwand ist aufzuheben, wenn sich eine Änderung in den Schätzungen des erzielbaren Betrags (durch Nutzung oder Verkauf) ergeben hat. Ermessensspielräume liegen neben der Beurteilung der Cashflow-Prognosen aus fort- geführter Nutzung insbesondere in der Beurtei- lung, ob die für die Wertminderung verantwortli- chen Anhaltspunkte entfallen sind. Wenn die Anhaltspunkte in direktem Zusammenhang mit Veränderungen im Umfeld des Unternehmens zu- sammenhängen, dann fließen Erfahrungen und Erwartungen in die Beurteilung ein, ob diese ent- fallensindoderentfallenwerden. DieEinschätzung von marktbezogenen oder ökonomischen Ände- rungen sowie von Auswirkungen aus gesetzlichen Rahmenbedingungen unterliegen Annahmen und Schätzungen und sind ermessensabhängig. Die für Produktionszwecke genutzten erzeugnis- gebundenen Betriebsmittel (Werkzeuge), die nicht im Kundenauftrag, sondern für Zwecke des HELLA Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 230 Konzerns hergestellt werden, werden zu ihren Her- stellungskosten aktiviert. Ein Ermessensspielraum liegt in der Beurteilung der Ermittlung der Nut- zungsdauern. Rückstellungen Rückstellungen sind nach IAS 37 zu bilden, wenn HELLA aus einem Ereignis der Vergangenheit eine rechtliche oder faktische Verpflichtung entstan- den ist, der Abfluss von Ressourcen mit wirt- schaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Ver- pflichtung wahrscheinlich ist und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Ermessensspielräume bestehen hinsichtlich der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des Ressour- cenabflusses sowie der Höhe der Verpflichtung. Gewährleistungsrückstellungen werden ausge- hend von den Erfahrungswerten der Vergangen- heit unter Berücksichtigung der Verhältnisse am Bilanzstichtag auf Basis der direkt der Abwicklung einzelner Gewährleistungsfälle zurechenbaren Aufwendungen in Ansatz gebracht. Die Einschät- zung der voraussichtlichen Ausgaben und Erstat- tungen für die Einzelfälle sowie die Berechnung der Aufwendungen für die pauschalierten Gewährleistungsrisiken ist ermessensabhängig. Rückstellungen für belastende Verträge bzw. Drohverlustrückstellungen werden gebildet, wenn die unvermeidbaren Aufwendungen zur Er- füllung der vertraglichen Verpflichtung höher sind als der erwartete wirtschaftliche Nutzen. Die Er- mittlung der unvermeidbaren Kosten erfolgt an- hand von Kostenstrukturen, welche auf Erfah- rungswerten der Vergangenheit und deren Fortentwicklung im Zeitraum der Leistungserbrin- gung beruhen. Ermessensabhängige Anpassun- gen ergeben sich zum Bilanzstichtag in Bezug auf aktuelle inflationsbedingte sowie gesamtwirt- schaftliche Rahmenbedingungen. Die der Ermitt- lung des wirtschaftlichen Nutzens der Verträge zugrunde liegende Absatzplanung wird ebenso von exogenen Faktoren beeinflusst und ist dem- zufolge schätzungsbehaftet. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Methoden unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen be- rechnet. Neben den Annahmen zur Lebenserwar- tungwurdenfürdieversicherungsmathematischen Berechnungen Prämissen bezüglich der anzuset- zenden Parameter für Rechnungszinsfuß, Gehalt- strend, Rententrend und Fluktuation getroffen. Für Restrukturierungsmaßnahmen sind bei Vor- liegen der allgemeinen sowie konkretisierenden Ansatzvoraussetzungen entsprechende Rückstel- lungen zu bilden. Die Bewertung der mitarbeiter- bezogenen Restrukturierungsrückstellungen ist dabei in hohem Maße von den Einschätzungen und Annahmen insbesondere hinsichtlich der Ausgestaltung freiwilliger Bestandteile, der Abfin- dungsbeträge, der Sozialpläne sowie Standort- aufgabekosten abhängig. Ertragsteuern Aufgrund der Internationalität ihrer geschäftli- chen Tätigkeiten unterliegt HELLA einer Vielzahl von nationalen steuerlichen Gesetzen und Rege- lungen. Änderungen von Steuergesetzen sowie das Ergehen von Rechtsprechung und deren Inter- pretation durch die lokalen Finanzbehörden kön- nen einen Einfluss auf die Höhe der tatsächlichen wie auch der latenten Steuern haben. Dies führt zu entsprechenden Unsicherheiten in der Bilan- zierung, die durch sachgerechte Annahmen und Schätzungen zu schließen sind. Die Bewertung dieser Unsicherheit erfolgt mit dem wahrscheinlichsten Wert der möglichen Rea- lisierung der Unsicherheit. Unsicherheiten ergeben sich zum einen bei den tatsächlichen Steuern, denen durch eine sachge- rechte Schätzung von potenziellen Steuernach- zahlungen Rechnung getragen wird. Des Weiteren aus der Werthaltigkeit von aktiven latenten Steu- ern, der mittels einer operativen Planung begeg- net wird. Sofern die endgültige Besteuerung die- ser Geschäftsvorfälle von der anfänglich angenommenen abweicht, wird dies in der Perio- de, in der die abweichende Besteuerung erkannt wird, korrigiert (siehe dazu Kapitel 18). Beizulegender Zeitwert derivativer und sonstiger Finanzinstrumente Der beizulegende Zeitwert von nicht auf einem aktiven Markt gehandelten Finanzinstrumenten (zum Beispiel in Form von Over-the-Counter gehan- delten Derivaten) wird durch die Anwendung geeigneter Bewertungstechniken ermittelt, die aus einer Vielzahl von Methoden ausgewählt werden. Die hierbei verwendeten Annahmen basieren wei- testgehendaufamBilanzstichtaggeltendenMarkt- konditionen. Für die Bestimmung des beizulegen- den Zeitwerts der finanziellen Vermögenswerte, die nicht auf aktiven Märkten gehandelt werden, wendet der Konzern Barwertmethoden an. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 231 Wertminderungen für finanzielle Vermögenswerte Der Konzern erfüllt die Vorschriften des IFRS 9 zur Bestimmung des Wertminderungsmodells. Das Wertminderungsmodell gilt für finanzielle Vermö- genswerte, die zu fortgeführten Anschaffungs- kosten oder zum beizulegenden Zeitwert mit Wer- tänderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI) bewertet werden, für Vertragsvermögenswerte gemäß IFRS 15 sowie für Leasingforderungen. Die Wertminderung wird unter Verwendung des Mo- dells der erwarteten Verluste erfasst, bei dem In- formationen über vergangene Ereignisse, aktuelle Bedingungen und Prognosen künftiger wirt- schaftlicher Bedingungen berücksichtigt werden. Patentrisiken Im Kontext seiner Forschungs- und Entwicklungs- aktivitäten besteht für den HELLA Konzern durch den Einsatz neuer Technologien das Risiko, Paten- te anderer Unternehmen zu verletzen. Der HELLA Konzern könnte im Eintrittsfall wegen einer Rechtsverletzung zu Schadenersatzleistungen verpflichtet werden oder sich zum Erwerb der Lizenzen gezwungen sehen, um Technologien Dritter weiterhin nutzen zu können. Dies führt zu entsprechenden Unsicherheiten. Die Patentrisi- ken werden in der Bilanz unter den Rückstellun- gen ausgewiesen. Auswirkungen des gegenwärtigen makroökonomischen Umfelds sowie aus klimabezogenen Sachverhalten Das makroökonomische Umfeld war im Berichts- jahr weiterhin geprägt durch die Inflation mit ins- besondere gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe sowie einem Anstieg der Zinsen. Daher werden im HELLA Konzern weiterhin zusätzliche Rückstellungen für Verluste aus Liefer- und Verkaufsverpflichtungen erfasst. Im Zuge der Anpassung der versicherungsmathematischen Annahmen ergab sich gegenläufig ein Rückgang der Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (siehe dazu Kapitel 37). Klimabezogene Aspekte können sich auf verschie- dene bilanzielle Bereiche auswirken, unter ande- rem auf die Nutzungsdauer und Restwerte von nicht-finanziellen Vermögenswerten sowie deren Werthaltigkeit; auf die erwarteten Kreditverluste bei Finanzinstrumenten sowie auf Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten aus rechtlichen und faktischen Verpflichtungen. Aktuell liegen im HELLA Konzern keine wesentlichen Einflüsse aus klimabezogenen Aspekten vor.
Umsatzrealisierung Der Konzern erfasst Umsatzerlöse aus der kun- denspezifischen Serienfertigung zeitraumbezo- gen in Abhängigkeit des Leistungsfortschritts. Die Bemessung des Leistungsfortschritts bei der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung erfolgt im HELLA Konzern anhand der outputorientierten Methode, die auf Basis der gelieferten Güter er- folgt. Die Produktion und Lieferung der gleicharti- gen Güter aus der Serienfertigung erfolgt nahezu „just in time“, daher wird die outputorientierte Methode für die Umsatzrealisation angewandt. Eine Ermessensentscheidung liegt in der Wahl die- ser Methode. 09 Besondere Ereignisse Am 26. Juni 2024 hat HELLA Strukturmaßnahmen bekanntgegeben, mit denen die Lichtproduktion in Lippstadt für die Zukunft wettbewerbsfähig aufgestellt werden soll. Die Maßnahmen umfas- sen zum einen die Spezialisierung des Werkes auf innovativste Scheinwerfertechnologien sowie zum anderen dessen Verkleinerung. Hintergrund sind strukturelle Veränderungen im europäischen Marktumfeld, die primär auf eine deutlich gerin- gere Fahrzeugproduktion, ein anhaltend hohes Kostenniveau sowie sich ändernde Kunden- und Zuliefererstrukturen zurückzuführen sind. Die Neuausrichtung der Lichtproduktion in Lippstadt macht zugleich eine Anpassung der Personal- struktur notwendig. Es ist vorgesehen, in der Lichtproduktion am Standort Lipp-stadt rund 420 Stellen im Stammpersonal abzu- bauen. Das Unternehmen hat die mit dieser Maß- nahme verbundenen Konsequenzen geprüft, ins- besondere auf Notwendigkeiten zur Bildung von Rückstellungen und Wertberichtigungen des An- lagevermögens, und diesbezüglich 60.142 T€ als Aufwand erfasst (siehe Kapitel 22 und 37). Am 2. April 2024 haben HELLA und MAHLE die Ge- schäftsanteile an dem At Equity bilanzierten Ge- meinschaftsunternehmen Behr-HELLA Thermo- control GmbH (BHTC) nach Freigabe der zuständigen Behörden an das taiwanesische Un- ternehmen AUO Corporation veräußert (siehe Kapitel 16 und 22). Am 16. Dezember 2024 hat die Ratingagentur Moody’s das Unternehmensrating von HELLA von dem Niveau Baa3 auf das Niveau Ba1 herabge- setzt. Mit dieser Herabsetzung des Ratings reflek- tiert Moody’s vor allem die Unternehmensbewer- Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 232 tung des Mehrheitsgesellschafters FORVIA S.E., die mit Ba3 zwei Ratingstufen unter dem Unterneh- mensrating von HELLA liegt. Für den Konzern erge- bensichdarauskeinewesentlichenAuswirkungen. 10 Vergleichsangaben Im Zuge einer stärkeren Fokussierung auf Leistun- gen mit einem unmittelbaren Bezug auf Umsatz- erlöse wurde der Ausweis von Kosten für Produkt- änderungen, Vermittlungsleistungen und Fracht- kosten verändert. Die Aufwendungen für Produktänderungen und damit einhergehende Kosten stehen in Zusam- menhang mit Entwicklungsleistungen, die auf zu- sätzliche eigenständige kundenseitige Ände- rungswünsche zurückzuführen sind, die zu einer separaten Vergütung führen. Die Aufwendungen für Transport- und Vermitt- lungsleistungen, die vorwiegend im Bereich Life- cycle Solutions anfallen, werden gemäß eines einheitlichen Managementansatzes von den Ver- triebskosten in die Kosten des Umsatzes umge- gliedert. Auf den Ausweis der Umsatzerlöse hat diese Umgliederung keine Auswirkung. Aus Unternehmenssicht stellt diese Darstellung eine sachgerechtere Zuordnung der umsatzrele- vanten Kosten dar und liefert somit relevantere und verlässlichere Informationen über die De- ckungsbeiträge des Unternehmens. Der Ausweis der Berichtsperioden unter Berück- sichtigung dieser Änderung ist in den folgenden Tabellen dargestellt.
| 2024 vor | 2024 nach | ||
| T€ | Umklassifizierung | Änderung | Umklassifizierung |
| Umsatzerlöse | 8.024.792 | 0 | 8.024.792 |
| Kosten des Umsatzes | -6.119.959 | -148.304 | -6.268.263 |
| Bruttogewinn | 1.904.833 | -148.304 | 1.756.529 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -884.679 | 73.955 | -810.724 |
| Vertriebskosten | -397.146 | 74.350 | -322.796 |
| Verwaltungsaufwendungen | -318.776 | 0 | -318.776 |
| Sonstige Erträge | 189.567 | 0 | 189.567 |
| Sonstige Aufwendungen | -29.008 | 0 | -29.008 |
| Ergebnis aus At Equity bilanzierten Beteiligungen | 10.523 | 0 | 10.523 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | -5.811 | 0 | -5.811 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 469.503 | 0 | 469.503 |
| Finanzerträge | 63.416 | 0 | 63.416 |
| Finanzaufwendungen | -120.182 | 0 | -120.182 |
| Nettofinanzergebnis | -56.765 | 0 | -56.765 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 412.738 | 0 | 412.738 |
| Ertragsteuern | -41.856 | 0 | -41.856 |
| Ergebnis der Periode | 370.882 | 0 | 370.882 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 233
| 2023 vor | 2023 nach | ||
| T€ | Umklassifizierung | Änderung | Umklassifizierung |
| Umsatzerlöse | 7.954.141 | 0 | 7.954.141 |
| Kosten des Umsatzes | -5.943.353 | -140.454 | -6.083.806 |
| Bruttogewinn | 2.010.789 | -140.454 | 1.870.335 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -881.633 | 69.049 | -812.584 |
| Vertriebskosten | -380.650 | 71.404 | -309.246 |
| Verwaltungsaufwendungen | -315.464 | 0 | -315.464 |
| Sonstige Erträge | 45.286 | 0 | 45.286 |
| Sonstige Aufwendungen | -28.281 | 0 | -28.281 |
| Ergebnis aus At Equity bilanzierten Beteiligungen | 13.947 | 0 | 13.947 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 34 | 0 | 34 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 464.027 | 0 | 464.027 |
| Finanzerträge | 59.646 | 0 | 59.646 |
| Finanzaufwendungen | -126.699 | 0 | -126.699 |
| Nettofinanzergebnis | -67.052 | 0 | -67.052 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 396.975 | 0 | 396.975 |
| Ertragsteuern | -130.658 | 0 | -130.658 |
| Ergebnis der Periode | 266.317 | 0 | 266.317 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 234 Die entsprechenden Angaben der Segmente sehen wie folgt aus:
| Licht | |||
| 2024 vor | 2024 nach | ||
| T€ | Umklassifizierung | Änderung | Umklassifizierung |
| Umsätze mit Konzernfremden | 3.944.018 | 0 | 3.944.018 |
| Intersegmentumsätze | 51.256 | 0 | 51.256 |
| Segmentumsatz | 3.995.274 | 0 | 3.995.274 |
| Kosten des Umsatzes | -3.336.582 | -30.938 | -3.367.520 |
| Bruttogewinn | 658.692 | -30.938 | 627.753 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -338.938 | 9.397 | -329.541 |
| Vertriebskosten | -80.947 | 21.541 | -59.406 |
| Verwaltungsaufwendungen | -117.215 | 0 | -117.215 |
| Sonstige Erträge | 9.717 | 0 | 9.717 |
| Sonstige Aufwendungen | -5.052 | 0 | -5.052 |
| Operating Income | 126.257 | 0 | 126.257 |
| --- | --- | --- | --- |
| Elektronik | |||
| 2024 vor | 2024 nach | ||
| T€ | Umklassifizierung | Änderung | Umklassifizierung |
| Umsätze mit Konzernfremden | 3.000.716 | 0 | 3.000.716 |
| Intersegmentumsätze | 295.432 | 0 | 295.432 |
| Segmentumsatz | 3.296.148 | 0 | 3.296.148 |
| Kosten des Umsatzes | -2.400.511 | -71.916 | -2.472.427 |
| Bruttogewinn | 895.636 | -71.916 | 823.721 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -488.515 | 63.974 | -424.541 |
| Vertriebskosten | -68.206 | 7.942 | -60.264 |
| Verwaltungsaufwendungen | -119.527 | 0 | -119.527 |
| Sonstige Erträge | 21.417 | 0 | 21.417 |
| Sonstige Aufwendungen | -14.846 | 0 | -14.846 |
| Operating Income | 225.961 | 0 | 225.961 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 235
| Lifecycle Solutions | |||
| 2024 vor | 2024 nach | ||
| T€ | Umklassifizierung | Änderung | Umklassifizierung |
| Umsätze mit Konzernfremden | 1.012.363 | 0 | 1.012.363 |
| Intersegmentumsätze | 18.000 | 0 | 18.000 |
| Segmentumsatz | 1.030.362 | 0 | 1.030.362 |
| Kosten des Umsatzes | -595.061 | -45.438 | -640.499 |
| Bruttogewinn | 435.302 | -45.438 | 389.864 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -49.573 | 576 | -48.998 |
| Vertriebskosten | -247.770 | 44.862 | -202.908 |
| Verwaltungsaufwendungen | -43.783 | 0 | -43.783 |
| Sonstige Erträge | 7.406 | 0 | 7.406 |
| Sonstige Aufwendungen | -2.668 | 0 | -2.668 |
| Operating Income | 98.913 | 0 | 98.913 |
| --- | --- | --- | --- |
| Licht | |||
| 2023 vor | 2023 nach | ||
| T€ | Umklassifizierung | Änderung | Umklassifizierung |
| Umsätze mit Konzernfremden | 3.830.678 | 0 | 3.830.678 |
| Intersegmentumsätze | 56.810 | 0 | 56.810 |
| Segmentumsatz | 3.887.488 | 0 | 3.887.488 |
| Kosten des Umsatzes | -3.257.896 | -30.332 | -3.288.228 |
| Bruttogewinn | 629.592 | -30.332 | 599.260 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -308.546 | 10.923 | -297.623 |
| Vertriebskosten | -74.345 | 19.409 | -54.936 |
| Verwaltungsaufwendungen | -120.529 | 0 | -120.529 |
| Sonstige Erträge | 10.532 | 0 | 10.532 |
| Sonstige Aufwendungen | -4.707 | 0 | -4.707 |
| Operating Income | 131.997 | 0 | 131.997 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 236
| Elektronik | |||
| 2023 vor | 2023 nach | ||
| T€ | Umklassifizierung | Änderung | Umklassifizierung |
| Umsätze mit Konzernfremden | 3.048.628 | 0 | 3.048.628 |
| Intersegmentumsätze | 323.553 | 0 | 323.553 |
| Segmentumsatz | 3.372.180 | 0 | 3.372.180 |
| Kosten des Umsatzes | -2.429.782 | -64.673 | -2.494.455 |
| Bruttogewinn | 942.398 | -64.673 | 877.725 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -519.476 | 57.029 | -462.447 |
| Vertriebskosten | -66.003 | 7.643 | -58.359 |
| Verwaltungsaufwendungen | -131.261 | 0 | -131.261 |
| Sonstige Erträge | 13.781 | 0 | 13.781 |
| Sonstige Aufwendungen | -7.257 | 0 | -7.257 |
| Operating Income | 232.182 | 0 | 232.182 |
| --- | --- | --- | --- |
| Lifecycle Solutions | |||
| 2023 vor | 2023 nach | ||
| T€ | Umklassifizierung | Änderung | Umklassifizierung |
| Umsätze mit Konzernfremden | 1.059.142 | 0 | 1.059.142 |
| Intersegmentumsätze | 10.228 | 0 | 10.228 |
| Segmentumsatz | 1.069.370 | 0 | 1.069.370 |
| Kosten des Umsatzes | -618.115 | -45.392 | -663.507 |
| Bruttogewinn | 451.255 | -45.392 | 405.863 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -48.854 | 1.041 | -47.813 |
| Vertriebskosten | -234.894 | 44.351 | -190.543 |
| Verwaltungsaufwendungen | -44.884 | 0 | -44.884 |
| Sonstige Erträge | 9.003 | 0 | 9.003 |
| Sonstige Aufwendungen | -4.090 | 0 | -4.090 |
| Operating Income | 127.536 | 0 | 127.536 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Grundlegende Erläuterungen 237 11 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2024 betru- gen 8.024.792 T€ (Vorjahr: 7.954.141 T€). Die Um- satzerlöse sind vollständig auf den Verkauf von Gütern und die Erbringung von Dienstleistungen zurückzuführen. Die Umsatzerlöse lassen sich folgendermaßen aufteilen:
| T€ | 2024 | 2023 |
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern | 7.600.876 | 7.493.470 |
| Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen | 423.916 | 460.671 |
| Umsatzerlöse gesamt | 8.024.792 | 7.954.141 |
Umsätze nach Regionen (nach Sitz des HELLA Kunden):
| T€ | 2024 | 2023 |
| Europa | 4.576.531 | 4.588.378 |
| Nord-, Mittel- und Südamerika | 1.629.976 | 1.623.815 |
| Asien/Pazifik/Rest der Welt | 1.818.285 | 1.741.948 |
| Konzernumsatz | 8.024.792 | 7.954.141 |
12 Kosten des Umsatzes Im Geschäftsjahr wurden 6.268.263 T€ (Vorjahr: 6.083.806 T€) an Umsatzkosten als Aufwand er- fasst. Neben den direkt zurechenbaren Material- und Produktionskosten umfassen die Kosten des Umsatzes ebenfalls die Gewinne und Verluste aus Fremdwährungsänderungen (im Wesentlichen aus Materialeinkäufen) und Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen. Die Kursgewinne betrugen in der Berichtsperiode 66.620 T€ (Vorjahr: 42.597 T€), die Kursverluste betrugen 59.849 T€ (Vorjahr: 50.809 T€). Die erfassten Gewinne bei Anlagenab- gängen betrugen 259 T€ (Vorjahr: 593 T€), die Ab- gangsverluste 6.477 T€ (Vorjahr: 7.350 T€). Darüber hinaus umfassen die Umsatzkosten einen Abbau von Drohverlustrückstellungen in Höhe von 116.644 T€. Neben der Zuführung und Auflösung werden auch Inanspruchnahmen in diesem Pos- ten erfasst, die die operativen Unterdeckungen kompensieren. Im Vorjahr waren Drohverlustrück- stellungen in Höhe von 131.393 T€ enthalten (siehe dazu Kapitel 37). Ebenfalls in diesem Posten ausgewiesen werden in der Berichtsperiode auf immaterielle Vermö- genswerte sowie Sachanlagen vorgenommenen Wertaufholungen im Zusammenhang mit ermit- telten Drohverlusten in Höhe von 7.215 T€. Im Vorjahr wurden Wertaufholungen in Höhe von 18.610 T€ erfasst. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 238 13 Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten dienen zur Erzielung zukünftiger Umsätze und setzen sich hauptsächlich aus Personal- und Sach- kosten zusammen. Im Geschäftsjahr betrug der ausgewiesene Aufwand 810.724 T€ (Vorjahr: 812.584 T€).
14 Vertriebskosten Die Vertriebskosten umfassen alle der Produktion nachgelagerten Kosten, die jedoch direkt der Ver- sorgung der Kunden zugeordnet werden können. Dies umfasst sowohl den Betrieb von Lagern als auch die kundenbezogene Nahversorgung. Die Klassifizierung als Vertriebskosten erfolgt kon- zernübergreifend, aber auch innerhalb der Ein- zelgesellschaften. Der ausgewiesene Aufwand im Geschäftsjahr betrug 322.796 T€ (Vorjahr: 309.246 T€). 15 Verwaltungs- aufwendungen Die ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen umfassen alle Zentralfunktionen, die üblicher- weise in keinem direkten Leistungszusammen- hang mit Produktion, Entwicklung oder Vertrieb stehen. Dies umfasst im Wesentlichen die Berei- che Finanzen, Personal, EDV und ähnliche Berei- che. Der ausgewiesene Aufwand im Geschäfts- jahr betrug 318.776 T€ (Vorjahr: 315.464 T€).
16 Sonstige Erträge und Aufwendungen Die sonstigen Erträge und Aufwendungen von in Summe 160.559 T€ (Vorjahr: 17.005 T€) setzen sich zusammen aus Erträgen in Höhe von 189.567 T€ (Vorjahr: 45.286 T€) sowie Aufwendungen in Höhe von 29.008 T€ (Vorjahr: 28.281 T€).
Innerhalb der Erträge aus der Veräußerung von fi- nanziellen Vermögenswerten wurde die Veräuße- rung der Anteile am Gemeinschaftsunternehmen BHTC erfasst (siehe Kapitel 09 und 22). Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 239 Sonstige Erträge
| T€ | 2024 | 2023 |
| Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten | 129.970 | 11.006 |
| Auflösung von Rückstellungen | 20.866 | 953 |
| Bewertung von Beteiligungen | 18.735 | 6.053 |
| Zuwendungen öffentlicher Hand | 13.296 | 3.788 |
| Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 254 | 3.233 |
| Versicherungserstattungen | 0 | 863 |
| Übrige | 6.447 | 19.389 |
| Sonstige Erträge gesamt | 189.567 | 45.286 |
Sonstige Aufwendungen
| T€ | 2024 | 2023 |
| Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten | 9.492 | 0 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.690 | 3.743 |
| Wertberichtigungsaufwand zu Beteiligungen | 3.053 | 3.833 |
| Übrige | 8.772 | 20.705 |
| Sonstige Aufwendungen gesamt | 29.008 | 28.281 |
17 Nettofinanzergebnis Der Zinsaufwand der Periode beinhaltet neben originären Zinsaufwendungen zu Finanzin- strumenten in Höhe von 40.142 T€ (Vorjahr: 47.191 T€) Aufzinsungen für Rückstellungen in Höhe von 23.084 T€ (Vorjahr: 28.501 T€).
Zu den
sonstigen Finanzaufwendungen und -erträgen wird auf Kapitel 44 verwiesen. Innerhalb der Zinserträge wurden 5.803 T€ für entfallene Zinsverpflichtungen erfasst, zu denen der Zin- saufwand in Vorjahren erfasst wurde.
| T€ | 2024 | 2023 |
| Zinserträge | 43.161 | 30.735 |
| Erträge aus Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen | 3 | 3 |
| Sonstige Finanzerträge | 20.252 | 28.908 |
| Finanzerträge | 63.416 | 59.646 |
| Zinsaufwendungen | -63.226 | -75.692 |
| Sonstige Finanzaufwendungen | -56.956 | -51.007 |
| Finanzaufwendungen | -120.182 | -126.699 |
| Nettofinanzergebnis | -56.765 | -67.052 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 240 18 Ertragsteuern
| T€ | 2024 | 2023 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | -92.037 | -115.606 |
| Latenter Ertragsteueraufwand/-ertrag | 50.180 | -15.052 |
| Ausgewiesene Ertragsteuern | -41.856 | -130.658 |
Der tatsächliche Steueraufwand beinhaltet auf Vorjahre entfallende saldierte Erträge und Auf- wendungen in Höhe von 14.738 T€ (im Vorjahr: 13.117 T€).
Die latenten Steuern werden auf Basis von Steu- ersätzen ermittelt, die nach der Rechtslage in den einzelnen Ländern zum voraussichtlichen Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise angekündigt sind. Für deutsche Unternehmen ergibt sich durch den geltenden Körperschaft- steuersatz von 15 % unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer und des Solidaritätszuschlags ein durchschnittlicher Steuersatz von 31 %. Die Steuersätze außerhalb von Deutschland betra- gen zwischen 7,5 % und 35 %.
Die Entwicklung des ausgewiesenen Ertragsteu- eraufwands aus dem erwarteten Steueraufwand wird im Folgenden dargestellt. Es wird ein Steuer- satz von 31 % (Vorjahr: 31 %) zugrunde gelegt. Innerhalb der angesetzten aktiven latenten Steu- ern entfällt ein Betrag von 19.257 T€ auf Verlust- vorträge, für welche HELLA abweichend zum Vorjahr davon ausgeht, künftig ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zu erzielen. Grundlage dieser neuen Einschätzung ist eine konkretisierte und zeitlich erweiterte Planungsrechnung auf Basis aktualisierter Informationen zu den steuer- lichen Ergebnissen in den Planjahren. Die Effekte aus der Änderung von Steuersätzen und -gesetzen entfallen zu 20.148 T€ auf steuer- pflichtige Währungskurs- und Inflationseffekte in mexikanischen Einheiten. Die Auswirkungen aus
steuerfreiem Einkommen resultieren in Höhe von 36.337 T€ aus dem Verkauf der Beteiligung an BHTC. Gemäß der für die HELLA GmbH & Co. KGaA rele- vanten nationalen Rechtsnormen (§ 4 III, IV und § 8 II MinStG) qualifiziert die mittelbare Mehr- heitsbeteiligung der FORVIA S.E. an der HELLA GmbH & Co. KGaA die FORVIA S.E. als oberste Muttergesellschaft im Sinne von BEPS Pillar 2 („Base Erosion and Profit Shifting“ Pillar 2). Ent- sprechende Angabepflichten, einschließlich der Änderungen an IAS 12 „Ertragsteuern“ „Interna- tionale Steuerreform – „Pillar Two Rule Models“, sind im FORVIA Konzernabschluss angegeben. Aufgrund der aktuellen Beteiligungsstruktur werden daher im HELLA Konzernabschluss aus BEPS Pillar 2 weder tatsächliche noch latente Er- tragsteuereffekte ausgewiesen. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 241
| T€ | 2024 | 2023 |
| Ergebnis vor Steuern | 412.738 | 396.975 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand/-ertrag | -127.949 | -123.062 |
| Verbrauch bisher nicht angesetzter Verlustvorträge | 831 | 394 |
| Umkehr zuvor nicht angesetzter temporärer Differenzen | 11.759 | 21.151 |
| Nicht angesetzte aktive latente Steuern | -14.933 | -33.176 |
| Nachträglicher Ansatz aktiver latenter Steuern | 20.827 | 1.959 |
| Latente Steuer aus Outside Basis Differences | -2.557 | -3.906 |
| Steuereffekt aus der Änderung von Steuersätzen und -gesetzen | 22.015 | -23.472 |
| Steuereffekt aus steuerfreiem Einkommen | 42.391 | 11.803 |
| Steuereffekt aus At Equity bilanzierte Beteiligungen | 3.262 | 4.324 |
| Steuereffekt aus nicht abziehbaren Betriebsausgaben | -23.518 | -10.129 |
| Steuereffekt für frühere Jahre | 9.880 | 2.490 |
| Nicht anrechenbare ausländische Quellensteuer | -16.184 | -16.100 |
| Abweichung in Steuersätzen | 36.636 | 37.101 |
| Sonstige | -4.316 | -35 |
| Berichteter Ertragsteueraufwand/-ertrag | -41.856 | -130.658 |
19 Angaben zum Personal Am 31. Dezember 2024 umfasste die Stammbeleg- schaft 36.413 Mitarbeiter (Vorjahr: 37.773 Mitar- beiter). Inklusive der Langzeitabwesenden, Auszu- bildenden, Praktikanten, sowie Mitarbeiter in der Ruhephase der Altersteilzeit (1.973 Mitarbeiter) beträgt die Anzahl der Anstellungsverhältnisse insgesamt 38.386 (Vorjahr 39.844) am Stichtag. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer in der Stammbelegschaft der in den Konzernab- schluss einbezogenen Unternehmen während des Geschäftsjahres 2024 beträgt insgesamt 37.381 (Vorjahr: 37.448). In der Veränderung zum Vorjahr enthalten sind weitere 672 Mitarbeiter durch Konzernkreisveränderungen.
| Anzahl | 2024 | 2023 |
| Direkte Mitarbeiter | 8.482 | 8.988 |
| Indirekte Mitarbeiter | 28.899 | 28.460 |
| Stammbelegschaft | 37.381 | 37.448 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 242 Die Mitarbeiterzahl wird in Köpfen angegeben. Direkte Mitarbeiter sind unmittelbar in den Her- stellungsprozess eingebunden, während die indi- rekten Mitarbeiter vorwiegend in den Bereichen Qualität, Forschung und Entwicklung sowie Ver- waltung und Vertrieb eingesetzt werden. Die durchschnittliche Zahl der Auszubildenden belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 301 (Vorjahr: 313). Zusätzlich befanden sich international zu Ende Dezember weitere 3.772 (Vorjahr: 3.718) Mitarbei- ter in Arbeitnehmerüberlassung, davon 734 in neuen Konzerngesellschaften. Stammbelegschaft im HELLA Konzern nach Regionen:
| Anzahl | 2024 | 2023 |
| Europa | 22.633 | 22.942 |
| Nord-, Mittel- und Südamerika | 7.095 | 7.601 |
| Asien/Pazifik/Rest der Welt | 7.653 | 6.906 |
| Stammbelegschaft weltweit | 37.381 | 37.448 |
Die Personalaufwendungen für die Stammbelegschaft setzten sich wie folgt zusammen:
| T€ | 2024 | 2023 |
| Löhne und Gehälter | 1.482.521 | 1.403.698 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung | 419.331 | 396.185 |
| Summe | 1.901.852 | 1.799.883 |
In den Personalaufwendungen sind Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 71.210 T€ (Vorjahr: 18.790 T€) enthalten. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 243 20 Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Ergebnisanteils, welches auf die Anteilseigner der HELLA GmbH & Co. KGaA entfällt, und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Stammaktien.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 3,18 € und entspricht wie im Vorjahr dem verwäs- serten Ergebnis.
| Stück | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Gewichteter Durchschnitt der während der Periode im | ||
| Umlauf gewesenen Aktien | ||
| Stammaktien, unverwässert | 111.111.112 | 111.111.112 |
| Stammaktien, verwässert | 111.111.112 | 111.111.112 |
| T€ | 2024 | 2023 |
| Ergebnisanteil der Eigentümer des Mutterunternehmens | 353.104 | 263.919 |
| € | 2024 | 2023 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 3,18 | 2,38 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | 3,18 | 2,38 |
21 Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung wird der Hauptversamm- lung der HELLA GmbH & Co. KGaA vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn des handelsrechtlichen Einzelabschlusses des Mutterunternehmens des Geschäftsjahres 2024 eine Dividende in Höhe von 105.931 T€ (0,95 € je Stückaktie) auszuschütten. Im Vorjahr wurde eine Dividende in Höhe von 0,71 € je Stückaktie ausgeschüttet. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 244 22 Operating Income Der HELLA Konzern wird durch die Geschäfts- führung anhand von wesentlichen finanziellen Kennzahlen gesteuert. Mit Beginn des Geschäfts- jahres 2023 bekam neben dem fortgeführt wäh- rungs- und portfoliobereinigtem Umsatzwachs- tum die Operating Income-Marge eine herausge- hobene Bedeutung für die Steuerung des HELLA Konzerns. HELLA stellt die Gewinn- und Verlust- rechnung bis zum Operating Income in einer be- reinigten Form dar. Hintergrund hierfür ist die Leitlinie des Unternehmens, wonach die verwen- deten Steuerungskennzahlen ein transparentes Bild der operativen Leistungsfähigkeit wiederge- ben müssen. In der nachfolgenden Darstellung werden daher Sondereinflüsse als besondere Komponenten nicht berücksichtigt, da diese als in der Art oder Höhe einmaliger Effekte die Beurtei- lung der operativen Leistungsfähigkeit des Unter- nehmens beeinträchtigen können. Die berichtete Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist in den ausgewählten Finanzinformationen zu finden. Nicht periodisch wiederkehrende betriebliche Erträge und Aufwendungen stellen in der Art oder Höhe einmalige Effekte dar, die zu Verwerfungen führen und somit die Beurteilung der operativen Leistungsfähigkeit des Unternehmens inadäquat beeinträchtigen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge oder Aufwendungen im Zusammenhang mit Veränderungen der legalen Konzernstruktur, Standortschließungen, Re- strukturierungsmaßnahmen oder der Bewertung von Finanzinstrumenten. Daher werden die nicht periodisch wiederkehrenden betrieblichen Erträ- ge und Aufwendungen nicht in das Operating Income, respektive die Operating Income-Marge, einbezogen. Nicht periodisch wiederkehrende betriebliche Erträge und Aufwendungen werden im Konzern einheitlich und konsistent verfolgt. Die nicht periodisch wiederkehrenden Aufwen- dungen und Erträge bestehen in der aktuellen Berichtsperiode aus Restrukturierungen, Kon- zernkreisveränderungen, Beteiligungsbewertun- gen und sonstigen Ursachen, die im Folgenden erläutert werden.
Die entsprechende Überleitungsrechnung stellt sich für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 wie folgt dar
| 2024 wie | Restruktu- | Konzern- | 2024 | |||
| T€ | berichtet | rierung | kreis | Beteiligungen | Sonstiges | bereinigt |
| Umsatzerlöse | 8.024.792 | 0 | 0 | 0 | 0 | 8.024.792 |
| Kosten des Umsatzes | -6.268.263 | 83.649 | 0 | 0 | 4.860 | -6.179.755 |
| Bruttogewinn | 1.756.529 | 83.649 | 0 | 0 | 4.860 | 1.845.037 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -810.724 | 7.496 | 0 | 0 | 0 | -803.228 |
| Vertriebskosten | -322.796 | 124 | 0 | 0 | 0 | -322.673 |
| Verwaltungsaufwendungen | -318.776 | 14.847 | 5.353 | 0 | 12.589 | -285.987 |
| Sonstige Erträge | 189.567 | 0 | -145.982 | -2.216 | -18.136 | 23.233 |
| Sonstige Aufwendungen | -29.008 | 4.150 | 10.889 | 1.850 | 1.802 | -10.317 |
| Operating Income | 110.265 | -129.739 | -366 | 1.114 | 446.065 | |
| Ergebnis aus At Equity bilanzierten | 10.523 | |||||
| Beteiligungen | ||||||
| Übriges Beteiligungsergebnis | -5.811 | |||||
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 469.503 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 245 In der aktuellen Berichtsperiode wurden Anpas- sungen für Strukturmaßnahmen in Höhe von 110.265 T€ (Vorjahr: 32.700 T€) vorgenommen. Darin enthalten sind im Wesentlichen Aufwen- dungen für strategische Programme, die in Euro- pa initiiert wurden (siehe Kapitel 09). Weiterhin wurden Erträge nach Transaktionskos- ten aus der Veräußerung des Gemeinschaftsun- ternehmens BHTC in Höhe von 119.084 T€ sowie ein Ertrag in Höhe von 16.340 T€ im Zuge der Neubewertung aller erworbenen Vermögenswer- te und übernommenen Schulden des HBBL Teil- konzerns erfasst. Zudem wurden im Zusammen- hang mit der Vollkonsolidierung von HELLA Pagid in die HELLA GmbH & Co. KGaA Aufwendungen in Höhe von insgesamt 3.434 T€ in Bezug auf die Ab- wertung von Anteilen und Transaktionskosten sowie für weitere Abwertung von Anteilen Auf- wendungen von 2.251 T€ verbucht. Im Berichts- zeitraum des Vorjahres wurden Kosten im Rahmen des geplanten Verkaufs von dem Gemeinschafts- unternehmen BHTC von 1.668 T€ bereinigt in der nachstehenden Tabelle unter Konzernkreis ausgewiesen. Insgesamt wurden somit Erträge von 129.739 T€ im Rahmen von Konzernkreisänderungen berich- tet (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 1.668 T€) In der Position Beteiligungen wurden Erträge aus der Neubewertung von Beteiligungen in Höhe von 2.216 T€ (Vorjahr: 2.901 T€) bereinigt, die zum Teil im Zusammenhang mit Venture Capital Akti- vitäten stehen. Darüber hinaus wurde ein Verlust im Zusammenhang mit der Veräußerung von An- teilen im Rahmen von Venture Capital Aktivitäten in Höhe von 1.850 T€ (Vorjahr: Ertrag von 11.006 T€) angepasst. Die Position Sonstiges in Höhe eines Aufwands von 1.114 T€ umfasst im Wesentlichen die Auflö- sung von Rückstellungen in Höhe von Netto 8.465 T€, welche im Rumpfgeschäftsjahr 2022 für zu erwartete Kosten im Rahmen eines Rechtsstreits gebildet wurden. Weiterhin wurden Rückstellun- gen in Höhe von 7.700 T€ aufgelöst, die im Ge- schäftsjahr 2021/2022 zur Beilegung potenzieller Schadensersatzansprüche gebildet wurden und unter Sonstiges ausgewiesen werden. Zudem wurde in dieser Position ein Aufwand von 4.860 T€ für die Abschreibung von zuvor aktiviertem Kundenstamm, inbesondere für den HBBL Teil- konzern, verbucht. Weiterhin werden unerwarte- te, aber durchgesetzte Kompensationsansprü- che von Vertragspartnern zu Lieferausfällen während der Corona-Phase in Shanghai in Höhe von 10.617 T€ ausgewiesen. Im Vorjahr werden unter Sonstiges Aufwendungen aus der Anpas- sung von Verträgen, die zur Absicherung der Ver- sorgung mit Elektronikkomponenten während der Corona-Pandemie vereinbart wurden, eben- falls bereinigt (15.837 T€).
| 2023 wie | Restruktu- | Konzern- | 2023 | |||
| T€ | berichtet | rierung | kreis | Beteiligungen | Sonstiges | bereinigt |
| Umsatzerlöse | 7.954.141 | 0 | 0 | 0 | 0 | 7.954.141 |
| Kosten des Umsatzes | -6.083.806 | 11.455 | 0 | 0 | 0 | -6.072.352 |
| Bruttogewinn | 1.870.335 | 11.455 | 0 | 0 | 0 | 1.881.790 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -812.584 | 3.928 | 0 | 0 | 0 | -808.656 |
| Vertriebskosten | -309.246 | 5.538 | 0 | 0 | 0 | -303.708 |
| Verwaltungsaufwendungen | -315.464 | 11.588 | 1.750 | 0 | 0 | -302.126 |
| Sonstige Erträge | 45.286 | -3.961 | -82 | -17.059 | 0 | 24.185 |
| Sonstige Aufwendungen | -28.281 | 4.152 | 0 | 3.152 | 15.837 | -5.140 |
| Operating Income | 32.700 | 1.668 | -13.907 | 15.837 | 486.345 | |
| Ergebnis aus At Equity bilanzierten | 13.947 | |||||
| Beteiligungen | ||||||
| Übrige Beteiligungserträge | 34 | |||||
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 464.027 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 246 23 Segmentberichterstattung
Die externe Segmentberichterstattung folgt der internen Berichterstattung (sogenannter Ma- nagement Approach). Die Segmentberichterstat- tung richtet sich allein nach Finanzinformatio- nen, die von den Entscheidungsträgern des Un- ternehmens zur internen Steuerung des Unternehmens und zur Entscheidungsfindung über die Allokation von Ressourcen und die Be- wertung der Ertragskraft herangezogen werden.
Die Geschäftsaktivitäten des HELLA Konzerns gliedern sich in die drei Segmente Licht, Elektronik und Life- cycle Solutions: Das Produktportfolio des Segments Licht unter- gliedert sich dabei in die vier Produktlinien Scheinwerfer, Heckleuchten, Karosserie- und In- nenraumbeleuchtung. Das Segment Elektronik konzentriert sich auf die Produktlinien Automatisiertes Fahren, Sensorik und Aktuatorik, Karosserieelektronik und Ener- giemanagement. Beide Segmente Licht und Elektronik bedienen weltweit Automobilhersteller und andere Tier- 1-Lieferanten im Premium- und Volumensegment mit einer Vielzahl von Licht- und Elektronikkom- ponenten. Das Segment Lifecycle Solutions besteht aus den drei Bereichen Independent Aftermarket, Work- shop Solutions und Special Original Equipment. Im Independent Aftermarket vertreibt HELLA fahrzeugspezifische oder universell einsetzbare Verschleiß-, Ersatz- sowie Zubehörteile an Händ- ler und freie Werkstätten in Europa. Das Angebot im Bereich Workshop Solutions umfasst im Kern Fahrzeugdiagnose, Abgastest, Batterietest, Licht- einstellung und Kalibrierung sowie service- und datenbasierte Leistungen. Im Bereich Special Ori- ginal Equipment entwickelt, fertigt und vertreibt HELLA Beleuchtungs- und Elektronikprodukte für Spezialfahrzeuge wie Bau- und Landmaschinen, Busse und Wohnmobile sowie für den Marinesek- tor. Ausgangsbasis hierbei ist vor allem die hohe technologische Kompetenz aus dem automobilen Kerngeschäft. Alle anderen Bereiche des Konzerns sind in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung nachrangig und wer- den daher nicht weiter segmentiert. Im Wesentli- chen handelt es sich hierbei um Funktionen zur Konzernfinanzierung. Die Segmente Licht und Elektronik erzielten ins- gesamt im Berichtsjahr mit einem Kunden einen Umsatz von 1.602.078 T€ (Vorjahr: 1.366.049 T€) und damit ungefähr 20 % des Konzernumsatzes. Für die Steuerung der Geschäftssegmente wer- den das währungs- und portfoliobereinigte Um- satzwachstum sowie die Operating Income-Mar- ge herangezogen. Vermögenswerte und Schulden werden nicht berichtet. Für die interne Berichter- stattung werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss angewandt. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 247 Die Segmentinformationen stellen sich für die Geschäftsjahre 2024 und 2023 wie folgt dar:
| Licht | Elektronik | Lifecycle Solutions | ||||
| T€ | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Umsätze mit Konzernfremden | 3.944.018 | 3.830.678 | 3.000.716 | 3.048.628 | 1.012.363 | 1.059.142 |
| Intersegmentumsatz | 51.256 | 56.810 | 295.432 | 323.553 | 18.000 | 10.228 |
| Segmentumsatz | 3.995.274 | 3.887.488 | 3.296.148 | 3.372.180 | 1.030.362 | 1.069.370 |
| Kosten des Umsatzes | -3.367.520 | -3.288.228 | -2.472.427 | -2.494.455 | -640.499 | -663.507 |
| Bruttogewinn | 627.753 | 599.260 | 823.721 | 877.725 | 389.864 | 405.863 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -329.541 | -297.623 | -424.541 | -462.447 | -48.998 | -47.813 |
| Vertriebskosten | -59.406 | -54.936 | -60.264 | -58.359 | -202.908 | -190.543 |
| Verwaltungsaufwendungen | -117.215 | -120.529 | -119.527 | -131.261 | -43.783 | -44.884 |
| Sonstige Erträge | 9.717 | 10.532 | 21.417 | 13.781 | 7.406 | 9.003 |
| Sonstige Aufwendungen | -5.052 | -4.707 | -14.846 | -7.257 | -2.668 | -4.090 |
| Operating Income | 126.257 | 131.997 | 225.961 | 232.182 | 98.913 | 127.536 |
| Zugänge zu Sachanlagen und | ||||||
| immateriellen Vermögenswerten | 199.896 | 238.998 | 369.169 | 302.570 | 30.751 | 40.277 |
Die Umsatzerlöse mit Konzernfremden stellen sich für die Geschäftsjahre 2024 und 2023 wie folgt dar:
| Licht | Elektronik | Lifecycle Solutions | ||||
| T€ | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf | 3.777.358 | 3.654.846 | 2.875.255 | 2.838.972 | 947.979 | 999.652 |
| von Waren | ||||||
| Umsatzerlöse aus der Erbringung | ||||||
| von Dienstleistungen | 166.660 | 175.832 | 125.461 | 209.656 | 64.384 | 59.490 |
| Umsatzerlöse mit Konzernfremden | 3.944.018 | 3.830.678 | 3.000.716 | 3.048.628 | 1.012.363 | 1.059.142 |
Die Umsatzerlöse nach Region mit Konzernfremden stellen sich für die Geschäftsjahre 2024 und 2023 wie folgt dar:
| Licht | Elektronik | Lifecycle Solutions | ||||
| T€ | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Europa | 2.143.646 | 2.170.131 | 1.647.995 | 1.646.231 | 716.861 | 756.296 |
| Nord-, Mittel- und Südamerika | 890.757 | 882.371 | 604.965 | 598.403 | 134.587 | 143.068 |
| Asien/Pazifik/Rest der Welt | 909.615 | 778.177 | 747.755 | 803.993 | 160.915 | 159.778 |
| Segmentumsatz | 3.944.018 | 3.830.678 | 3.000.716 | 3.048.628 | 1.012.363 | 1.059.142 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 248 Die Überleitung des Umsatzes:
| T€ | 2024 | 2023 |
| Gesamtumsätze der berichtenden Segmente | 8.321.784 | 8.329.039 |
| Umsätze sonstiger Bereiche | 68.068 | 15.998 |
| Eliminierung der Intersegmentumsätze | -365.059 | -390.895 |
| Konzernumsatz | 8.024.792 | 7.954.141 |
Die Überleitung des Segmentergebnisses zum Konzernergebnis:
| T€ | 2024 | 2023 |
| Operating Income der berichtenden Segmente | 451.131 | 491.715 |
| Operating Income sonstiger Bereiche | -5.066 | -5.370 |
| Anpassungen | 18.726 | -36.298 |
| Ergebnis aus At Equity bilanzierten Beteiligungen | 10.523 | 13.947 |
| Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen | -5.811 | 34 |
| Nettofinanzergebnis | -56.765 | -67.052 |
| EBT des Konzerns | 412.738 | 396.975 |
Das Operating Income der berichtenden Segmen- te enthält Operating Income-wirksame Konsoli- dierungseffekte. Das Operating Income sonstiger Bereiche umfasst Aufwendungen für strategische Investitionen in potenzielle neue Technologien und Geschäftsfelder, Abschreibungen nicht ope- rativ genutzter Vermögenswerte sowie Ausgaben für Zentralfunktionen. Das Operating Income der berichtenden Segmente und der sonstigen Berei- che beträgt zusammen 446.065 T€ (Vorjahr: 486.345 T€). Zu weiteren Überleitungen dieser Summe zur Konzern-Gewinn- und Verlustrech- nung insgesamt wird auf Kapitel 22 verwiesen. Langfristige Vermögenswerte nach Regionen:
| T€ | 2024 | 2023 |
| Deutschland | 661.041 | 723.826 |
| Europa ohne Deutschland | 1.083.384 | 1.052.344 |
| Nord-, Mittel- und Südamerika | 720.442 | 620.197 |
| Asien/Pazifik/Rest der Welt | 731.910 | 583.488 |
| Langfristige Vermögenswerte Konzern | 3.196.777 | 2.979.854 |
Die planmäßigen Abschreibungen zu langfristi- gen Vermögenswerten betragen im Segment Licht 282.680 T€ (Vorjahr: 282.066 T€), im Seg- ment Elektronik 230.386 T€ (Vorjahr: 214.861 T€) und im Segment Lifecycle Solutions 31.457 T€ (Vorjahr: 33.831 T€).
Die Wertminderungen nach Abzug der Wertauf- holungen in den langfristigen Vermögensgegen- ständen belaufen sich im Segment Licht auf 19 T€ (Vorjahr: Wertaufholung in Höhe von 6.509 T€), im Segment Elektronik auf 174 T€ (Vorjahr: 6.157 T€) und im Segment Lifecycle Solutions auf 0 T€ (Vorjahr: Wertaufholung in Höhe von 185 T€). Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 249 24 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquiva- lente umfassen Kontokorrentguthaben in Höhe von 1.003.633 T€ (Vorjahr: 868.208 T€) und kurzfristige Anlagen in Höhe von 289.535 T€ (Vor- jahr: 222.242 T€), insgesamt also 1.293.167 T€ zum 31. Dezember 2024 (Vorjahr: 1.090.450 T€).
25 Finanzielle Vermögenswerte
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Fremdkapitalinstrumente | 106.088 | 99.351 |
| Darlehen | 14.801 | 24.021 |
| Sonstige Bankbestände | 2.265 | 4.558 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 123.154 | 127.929 |
| Fremdkapitalinstrumente | 12.962 | 16.859 |
| Eigenkapitalinstrumente | 62.571 | 61.776 |
| Darlehen | 92 | 126 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 48 | 38 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 75.672 | 78.799 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 198.826 | 206.729 |
InnerhalbderfinanziellenVermögenswerteenthal- ten die Fremdkapitalinstrumente maßgeblich Wertpapiere und Wechsel. Erhaltene Wechsel wer- den innerhalb der finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen, wenndieFälligkeitbeiErhaltmehrals drei Monate beträgt oder der Wechsel nicht unmit- telbar in Sichteinlagen umgewandelt werden kann. Die Eigenkapitalinstrumente beinhalten zum größ- ten Teil Anteile an verbundenen Unternehmen so- wie sonstigen Beteiligungen. Die Kategorie Darlehen enthält hauptsächlich Dar- lehensforderungen gegenüber Unternehmen, die nicht mit in den Konzernabschluss einbezogen und somit nicht konsolidiert wurden.
26 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten | 76.523 | 14.735 |
| Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Beteiligungen | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit verbundenen | 1.091 | 1.643 |
| Gesellschaften ohne Einbezug in den Konzernabschluss | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Unternehmen der | 3.140 | 5.574 |
| FORVIA Gruppe, die nicht dem HELLA Konzern angehören | ||
| Gesamt | 80.754 | 21.952 |
Im Rahmen eines im Juni 2022 vertraglich verein- barten Factoring-Programms kann HELLA Forde- rungen an Dritte übertragen. Für die im Vertrag verkauften Forderungen werden im Wesentlichen alle Chancen und Risiken auf den Forderungskäu- fer übertragen, die Forderungen werden folglich vollständig ausgebucht. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 250 Zum 31. Dezember 2024 betrugen die Forderungs- verkäufe ohne Berücksichtigung des Sicherungs- einbehalts 285.675 T€ (Vorjahr: 247.325 T€). Der vertraglich vereinbarte Sicherungseinbehalt wird in Höhe von 5 % der Forderungsverkäufe erhoben und betrug zum 31. Dezember 2024 15.043 T € (Vor- jahr: 13.161 T€). In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 941.371 T€ (Vorjahr: 923.065 T€) sind Forderungen gegenüber assoziier- ten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sowie Unter- nehmen der FORVIA Konzerngruppe, die nicht dem HELLA Konzern angehören, in Höhe von 80.754 T€ (Vorjahr: 21.952 T€) ausgewiesen.
27 Sonstige Forderungen und nichtfinanzielle Vermögenswerte Die Forderungen aus sonstigen Steuern enthalten
hauptsächlich abzugsfähige Vorsteuern. In den sonstigen Vorauszahlungen sind umsatzbezogene Rabattierungen, die über die Vertragslaufzeit um- satzmindernd aufgelöst werden, in Höhe von 54.463 T€ (Vorjahr: 54.043 T€) enthalten.
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 21.467 | 19.760 |
| Sicherungseinbehalte | 15.043 | 13.161 |
| Positiver Marktwert Währungssicherung | 4.880 | 28.585 |
| Forderungen an Versicherungen | 461 | 1.927 |
| Andere sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 16.228 | 17.334 |
| Zwischensumme sonstiger finanzieller Vermögenswerte | 58.080 | 80.766 |
| Vorauszahlungen für Dienstleistungen | 7.102 | 6.722 |
| Vorauszahlungen für Versicherungen | 6.847 | 2.789 |
| Vorauszahlungen für Lizenzen | 17.717 | 18.971 |
| Sonstige Vorauszahlungen | 59.710 | 61.411 |
| Forderungen für Altersteilzeit | 304 | 310 |
| Vorauszahlungen an Arbeitnehmer | 1.647 | 1.758 |
| Forderungen aus sonstigen Steuern | 94.786 | 90.698 |
| Zwischensumme sonstiger nichtfinanzieller Vermögenswerte | 188.114 | 182.660 |
| Gesamt | 246.193 | 263.426 |
28 Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 444.899 | 469.765 |
| Unfertige Erzeugnisse | 438.096 | 423.692 |
| Fertige Erzeugnisse | 99.549 | 89.769 |
| Handelsware | 129.247 | 134.683 |
| Sonstige | 6.315 | 6.622 |
| Summe Vorräte | 1.118.106 | 1.124.531 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 251 Die Buchwerte der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzten Vor- räte betrugen 474.034 T€ (Vorjahr: 433.919 T€). Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 9.638 T€ (Vorjahr: 9.561 T€) in den Kos- ten des Umsatzes erfasst. Damit ergaben sich für die Berichtsperiode kumulierte Wertberich- tigungen des Vorratsbestands in Höhe von 91.233 T€ (Vorjahr: 81.594 T€). In der Berichtsperiode wurden Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vorräte in Höhe von 4.620.402 T€ (Vorjahr: 4.568.714 T€) als Aufwand erfasst.
29 Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten Die Vertragsvermögenswerte zum 31. Dezember 2024 ergaben sich aus Geschäftsvorfällen, bei denen der HELLA Konzern bereits Leistungen er- bracht hat, zum Stichtag jedoch noch kein unbe- dingter Zahlungsanspruch gegenüber dem Kun- den bestand. Die Vertragsverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2024 resultierten aus erhaltenen Kundenanzahlungen im Zusammenhang mit Ent- wicklungsleistungen und Kundenwerkzeugen, an denen die Verfügungsgewalt noch nicht an den Kunden übertragen wurde, sowie sonstigen er- haltenen Anzahlungen aus Verträgen mit Kunden. Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| kurzfristige Vertragsvermögenswerte | 119.896 | 116.774 |
| langfristige Vertragsvermögenswerte | 130.450 | 115.824 |
| Vertragsvermögenswerte | 250.346 | 232.598 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 178.356 | 138.369 |
| In der Berichtsperiode erfasste Erlöse | ||
| die zu Beginn des Geschäftsjahres in den Vertragsverbindlichkeiten | ||
| enthalten waren | 91.462 | 75.776 |
| aus in vorherigen Geschäftsjahren erfüllten Leistungsverpflichtungen | 3.055 | 1.438 |
Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Vertrags- vermögenswerte erhöht. Ursächlich für den Aufbau sind im wesentlichen Leistungsverpflich- tungen der Kunden für den Ausgleich von inflati- onsbedingten Materialpreissteigerungen. Die Vertragsverbindlichkeiten betrafen zum 31. Dezember 2024 im Wesentlichen noch zu erbrin- gende Leistungsverpflichtungen aus Entwicklungs- verträgen. Deren Realisierung erfolgt mit der Übertragung der Verfügungsmacht über die fertige Entwicklungsleistung an den Kunden. Hier- aus werden erwartungsgemäß Umsatzerlöse in Höhe von 148.003 T€ im Wesentlichen im Laufe der nächsten drei Jahre realisiert (Vorjahr: 107.805 T€). Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 252 30 Immaterielle Vermögenswerte
| Aktivierte | Geschäfts- oder | Erworbene immat. | ||
| T€ | Entwicklungskosten | Firmenwert | Vermögenswerte | Gesamt |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2023 | 884.195 | 70.461 | 174.537 | 1.129.193 |
| Währungsumrechnung | -18.196 | -827 | -976 | -20.000 |
| Zugänge | 157.405 | 0 | 18.849 | 176.254 |
| Abgänge | -20.005 | 0 | -9.640 | -29.645 |
| Stand 31. Dezember 2023 | 1.003.399 | 69.634 | 182.769 | 1.255.803 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2023 | 447.446 | 65.620 | 138.576 | 651.642 |
| Währungsumrechnung | -7.022 | -799 | -757 | -8.578 |
| Zugänge | 70.513 | 0 | 14.818 | 85.331 |
| Abgänge | -14.259 | 0 | -9.257 | -23.517 |
| Erfasste Wertminderungen | 13.434 | 0 | 0 | 13.434 |
| Wertaufholungen | -7.464 | 0 | 0 | -7.464 |
| Stand 31. Dez 2023 | 502.648 | 64.821 | 143.379 | 710.848 |
| Buchwerte 31. Dez 2023 | 500.751 | 4.813 | 39.390 | 544.954 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 253
| Aktivierte | Geschäfts- oder | Erworbene immat. | ||
| T€ | Entwicklungskosten | Firmenwert | Vermögenswerte | Gesamt |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2024 | 1.003.399 | 69.634 | 182.769 | 1.255.803 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | 4.937 | 0 | 34.040 | 38.976 |
| Währungsumrechnung | 23.289 | 394 | 1.710 | 25.393 |
| Zugänge | 219.388 | 0 | 20.031 | 239.419 |
| Abgänge | -201.718 | 0 | -8.957 | -210.675 |
| Stand 31. Dez 2024 | 1.049.295 | 70.028 | 229.593 | 1.348.916 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2024 | 502.648 | 64.821 | 143.379 | 710.848 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | 3.417 | 0 | 1.883 | 5.299 |
| Währungsumrechnung | 8.004 | 373 | 232 | 8.609 |
| Zugänge | 83.203 | 0 | 20.226 | 103.429 |
| Abgänge | -186.684 | 0 | -9.059 | -195.743 |
| Erfasste Wertminderungen | 12.008 | 0 | 0 | 12.008 |
| Wertaufholungen | -11.829 | 0 | 0 | -11.829 |
| Stand 31. Dez 2024 | 410.766 | 65.194 | 156.661 | 632.622 |
| Buchwerte 31. Dez 2024 | 638.529 | 4.834 | 72.931 | 716.294 |
Alle aktivierten Entwicklungskosten entstanden aus internen Entwicklungen. Bei der Aktivierung der Herstellungskosten der immateriellen Vermö- genswerte wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 9.749 T€ (Vorjahr: 0 T€) berücksichtigt. Zur Be- stimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde ein Finanzierungskostensatz zwischen 4,55% und 5,99 % zugrunde gelegt. Die für die immateriellen Vermögenswerte ange- fallenen Abschreibungen in Höhe von 103.429 T€ (Vorjahr: 85.331 T€) wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit 95.681 T€ (Vorjahr: 77.921 T€) in den Kosten des Umsatzes sowie mit 7.748 T€ (Vorjahr: 7.410 T€) im Wesentlichen in den Verwal- tungsaufwendungen erfasst. Die Wertminderun- gen in Höhe von 12.008 T€ ergaben sich unter an - derem im Zusammenhang mit der Bildung von Drohverlustrückstellungen (Kapitel 37) und sind ebenso wie die in diesem Zusammenhang erfass - ten Wertaufholungen in Höhe von 11.730 T€ in dem Segment Licht sowie 98 T€ im Segment Elektronik in den Kosten des Umsatzes enthalten. Die im Rahmen des Wertminderungsaufwands verwendeten Diskontierungszinssätze liegen zwi - schen 8,60 % und 13,82 % (Vorjahr: zwischen 10,05 % und 16,76 %). Die erworbenen immateriel- len Vermögenswerte enthalten größtenteils Soft- ware-Lizenzen. Von den aktivierten Entwicklungs - leistungen in Höhe von 638.529 T€ (Vorjahr: 500.751 T€), waren zum Stichtag noch 252.391 T€ (Vorjahr: 141.554 T€) in der Entwicklung. Die Geschäfts- oder Firmenwerte betrugen zum Stichtag 4.834 T€ (Vorjahr: 4.813 T€). Davon entfallen 4.817 T€ (Vorjahr: 4.796 T€) auf die Geschäftssegmente, weitere 17 T€ (Vorjahr: 17 T€) sind nicht den operativen Geschäftsseg- menten zugeordnet worden. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 254 Geschäfts- oder Firmenwerte Die Geschäfts- oder Firmenwerte verteilen sich wie folgt auf die Geschäftssegmente:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Licht | 2.218 | 2.218 |
| Elektronik | 1.796 | 1.782 |
| Lifecycle Solutions | 803 | 796 |
| Summe | 4.817 | 4.796 |
DieÜberwachungderWerthaltigkeitderGeschäfts- oder Firmenwerte im HELLA Konzern erfolgt auf Basis der ZGE innerhalb der operativen Segmente. Bei einer ZGE handelt es sich um die kleinste Be- richtseinheit, die eigenständig abgrenzbare Zah- lungsflüsse generiert. Seit dem Geschäftsjahr 2023 stellen die Segmente Licht, Elektronik und Lifecycle Solutions die kleinste zahlungsmittelgenerierende Einheit dar. Damit wurde die gestiegene Verantwor- tung der Segmente im Rahmen der fortschreiten- den Dezentralisierung von Management-Aufgaben reflektiert. Basierend auf der Anpassung der Be- richtsstruktur im Kalenderjahr 2023 (das Segment Automotive wurde in die Segmente Licht und Elekt- ronik detailliert) wurde geprüft, ob eine Reallokati- on des Goodwills zu erfolgen hat. Der bilanzierte Geschäftswert wurde nicht verändert und wird in gleicher Höhe je Segment unverändert fortgeführt. Die erzielbaren Beträge sämtlicher ZGEs lagen deut- lich über dem Buchwert der jeweiligen ZGEs. Wird festgestellt, dass der erzielbare Betrag einer ZGE unter ihrem Buchwert liegt, wird eine Wertmin- derung vorgenommen. Die Bestimmung des erziel- baren Betrags wird anhand der zu erwartenden zukünftigen diskontierten Cashflows aus der ge- planten Nutzung vorgenommen (Value in Use). Die- sen liegen von der Geschäftsführung genehmigte Planungen zugrunde, die einen Zeitraum von fünf Jahren umfassen. In diese Planungen fließen neben der ZGE spezifischen Erfahrung sowie die Erwar- tung von zukünftiger Marktentwicklungen auch bereits vertraglich vereinbarte Verkaufs- sowie an- tizipierte Einkaufspreise ein. Des Weiteren werden zukünftige Investitionen prognostiziert. Die im Rahmen der Bewertung verwendeten Dis- kontierungssätzewerdenaufBasisvonMarktdaten ermittelt. Für die Extrapolation der Cashflows nach der Detailplanungsphase werden, wie im Vorjahr, konstante Wachstumsraten verwendet. Die Wachs- tumsraten basieren auf Analysen, die durch einen spezialisierten Dienstleister ermittelt wurden, und gehen nicht über die langfristigen Wachstumsraten der Branche oder der Region, in der die ZGE tätig sind, hinaus. UmderDifferenzierungderSegmenteRechnungzu tragen, wurde für die Diskontierungszinssätze eine jeweils spezifischere Peer-Group hinterlegt. Den gewichtetenKapitalkostenderSegmenteunterliegt insofern die Kapitalstruktur der jeweils relevanten Gruppe börsennotierter Unternehmen, mit denen das entsprechende Segment hinsichtlich seiner Chancen- und Risikostruktur vergleichbar ist. Für die ZGE Licht wurden Kapitalkosten nach Steuern in Höhe 10,62 %, für die ZGE Elektronik 10,80 % sowie 11,31 % für die ZGE Lifecycle Solutions angesetzt.
| Diskontierungssätze | Wachstumsraten | |||
| 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 | |
| Licht | 8,60 % bis 13,82 % | 10,05 % bis 15,61 % | 1,00 % | 1,00 % |
| Elektronik | 8,60 % bis 14,71 % | 9,78 % bis 16,76 % | 1,00 % | 1,00 % |
| Lifecycle Solutions | 8,76 % bis 41,40 % | 8,76 % bis 65,78 % | 1,00 % | 1,00 % |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 255 Dabei beträgt der risikolose Zins 2,48 % (Vorjahr: 2,71 %), und die Marktrisikoprämie (inkl. Länder- risiko) liegt zwischen 7,5 % und 13,0 % (Vorjahr: zwischen 7,50 % und 32,5 %). Die berücksichtig- ten Inflationsspreads bewegten sich zwischen -0,26 % und 26,82 % (Vorjahr: zwischen -1,45 % und 46,49 %). Zusätzlich zum Impairment Test wurden für jede Gruppe von ZGEs mit Geschäfts- oder Firmen- werten zwei Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Die wichtigsten Sensitivitätskennzahlen für die Wertminderungsprüfung sind die Diskontie- rungszinssätze sowie die langfristige Wachs- tumsrate. Es wurde eine Sensitivitätsanalyse für die Geschäftssegmente durchgeführt mit dem Ergebnis, dass sich durch die Erhöhung des WACC um 1 Prozentpunkt oder eine um 1 Pro- zentpunkt reduzierte langfristige Wachstumsra- te die Schlussfolgerung der Wertminderungs- prüfung nicht ändern würden. Die folgenden Tabellen weisen die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse aus, die sich auch auf andere langfristige Vermögenswerte als den Geschäftswerten hinaus erstrecken können. Folgende Wertminderungen (–) würden sich ergeben:
| 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 | |||
| Segment Licht | Änderung in T € | Änderung in T € | Änderung in T € | Änderung in T € |
| langfrist ige | langfrist ige | |||
| Änderung in Prozentpunkten | WACC | Wachstumsrate | WACC | Wachstums rate |
| – 1 Prozentpunkt | - | - | - | - |
| + 1 Prozentpunkt | - | - | - | - |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 | |||
| Segment Elektronik | Änderung in T € | Änderung in T € | Änderung in T € | Änderung in T € |
| langfristige | langfristige | |||
| Änderung in Prozentpunkten | WACC | Wachstumsrate | WACC | Wachstumsrate |
| – 1 Prozentpunkt | - | - | - | - |
| + 1 Prozentpunkt | - | - | - | - |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 | |||
| Segment Lifecycle Solutions | Änderung in T € | Änderung in T € | Änderung in T € | Änderung in T € |
| langfristige | langfristige | |||
| Änderung in Prozentpunkten | WACC | Wachstumsrate | WACC | Wachstumsrate |
| – 1 Prozentpunkt | - | - | - | - |
| + 1 Prozentpunkt | - | - | - | - |
Für die Segmente Licht, Elektronik und Lifecycle Solutions führen Änderungen der langfristigen Wachstumsrate sowie des WACCs um 1 % zu keinen Abwertungsbedarfen. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 256 31 Sachanlagen
| Technische | Erzeugnis- | Betriebs- und | ||||
| Grundstücke | Anlagen und | gebundene | Geschäfts- | Anlagen | ||
| T€ | und Gebäude | Maschinen | Betriebsmittel | ausstattung | im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs- bzw. | ||||||
| Herstellungskosten | ||||||
| Stand 1. Januar 2023 | 1.130.166 | 2.766.530 | 1.378.311 | 616.181 | 479.760 | 6.370.948 |
| Währungsumrechnung | -21.486 | -52.640 | -14.163 | -9.356 | -9.654 | -107.300 |
| Zugänge | 25.837 | 98.230 | 39.225 | 60.476 | 286.683 | 510.451 |
| Abgänge | -17.949 | -101.307 | -301.167 | -26.483 | -2.490 | -449.398 |
| Umbuchungen | 25.869 | 149.825 | 123.899 | 8.324 | -307.917 | 0 |
| Stand 31. Dez 2023 | 1.142.436 | 2.860.637 | 1.226.105 | 649.141 | 446.382 | 6.324.702 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| Stand 1. Januar 2023 | 527.284 | 1.912.154 | 1.200.274 | 433.629 | 30.309 | 4.103.650 |
| Währungsumrechnung | -8.488 | -33.508 | -10.514 | -6.374 | -145 | -59.030 |
| Zugänge | 60.649 | 241.500 | 85.533 | 61.431 | 0 | 449.114 |
| Abgänge | -14.385 | -94.551 | -299.244 | -24.728 | -3 | -432.910 |
| Erfasste Wertminderungen | 50 | 320 | 7.684 | 728 | 9.999 | 18.782 |
| Wertaufholungen | 0 | -539 | -1.702 | 0 | -254 | -2.495 |
| Umbuchungen | 586 | -45.120 | 44.800 | -255 | -12 | 0 |
| Stand 31. Dez 2023 | 565.697 | 1.980.255 | 1.026.832 | 464.432 | 39.894 | 4.077.111 |
| Buchwerte 31. Dez 2023 | 576.740 | 880.382 | 199.273 | 184.709 | 406.488 | 2.247.591 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 257
| Technische | Erzeugnis- | Betriebs- und | ||||
| Grundstücke | Anlagen und | gebundene | Geschäfts- | Anlagen | ||
| T€ | und Gebäude | Maschinen | Betriebsmittel | ausstattung | im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs- bzw. | ||||||
| Herstellungskosten | ||||||
| Stand 1. Januar 2024 | 1.142.436 | 2.860.637 | 1.226.105 | 649.141 | 446.382 | 6.324.702 |
| Änderung des | ||||||
| Konsolidierungskreis | 15.211 | 64.190 | 25.381 | 1.065 | 22.244 | 128.091 |
| Währungsumrechnung | 15.908 | 50.459 | 5.734 | 9.253 | 7.015 | 88.370 |
| Zugänge | 51.634 | 101.727 | 39.314 | 42.806 | 231.662 | 467.143 |
| Abgänge | -18.828 | -115.837 | -104.443 | -51.007 | -4.577 | -294.692 |
| Umbuchungen | 73.446 | 178.404 | 58.710 | 11.409 | -321.969 | 0 |
| Stand 31. Dez 2024 | 1.279.807 | 3.139.580 | 1.250.800 | 662.667 | 380.758 | 6.713.611 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| Stand 1. Januar 2024 | 565.697 | 1.980.255 | 1.026.832 | 464.432 | 39.894 | 4.077.111 |
| Änderung des | 7.069 | 28.214 | 18.987 | 1.207 | 0 | 55.476 |
| Konsolidierungskreis | ||||||
| Währungsumrechnung | 6.239 | 31.454 | 4.617 | 6.722 | -39 | 48.993 |
| Zugänge | 70.509 | 244.282 | 90.886 | 62.092 | 0 | 467.769 |
| Abgänge | -18.315 | -109.678 | -96.838 | -48.482 | 0 | -273.313 |
| Erfasste Wertminderungen | 7.689 | 7.572 | 4.745 | 1.484 | 877 | 22.366 |
| Wertaufholungen | -1.637 | -2.503 | 0 | -404 | -3.737 | -8.282 |
| Umbuchungen | 649 | 2.853 | 1.561 | -5.063 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dez 2024 | 637.899 | 2.182.449 | 1.050.789 | 481.988 | 36.995 | 4.390.120 |
| Buchwerte 31. Dez 2024 | 641.908 | 957.132 | 200.011 | 180.679 | 343.763 | 2.323.492 |
In der Berichtsperiode 2024 bestanden keine Verfügungsbeschränkungen in Form von Grund- pfandrechten und Sicherungsübereignungen auf Sachanlagen. In den Zugängen der Sachanlagen sind 36.396 T € aus Leasingverhältnissen enthalten. Weitere Informationen zu Leasing finden sich in der Anhangangabe 47, Angaben zu Leasingverhält- nissen. Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte durch Vergleich der jeweili- gen Buchwerte mit den entsprechenden erziel- baren Beträgen, die durch verminderte Ertrags- aussichten infolge gestiegener Inflation beeinflusst sind, wurde eine Wertminderung in den Segmenten Licht, Elektronik und Lifecycle Solutions auf Sachanlagen in Höhe von 16.164 T € (Vorjahr: 18.782 T €) in den Kosten des Umsatzes erfasst. Die Wertminderungen in Höhe von 6.202 T € (Vorjahr: 0 T€) ergaben sich im Wesent- lichen im Zusammenhang mit der Bildung von Drohverlustrückstellungen (Kapitel 37) und wur- den in den Kosten des Umsatzes sowie in den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Für die Bewertung wurde ein Diskontierungssatz zwischen 10,62 % und 11,31 % verwendet. Die dauerhafte Wachstumsrate der Einheit wurde mit 1 % angesetzt. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 258 32 At Equity bilanzierte Beteiligungen
Die Finanzinformationen aller Gemeinschaftsun- ternehmen und aller assoziierten Unternehmen sind nachfolgend dargestellt:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| 100 %-Basis | ||
| Umsatz | 572.034 | 1.188.506 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 28.216 | 49.054 |
| Gesamter Beteiligungsanteil des Konzerns an: | ||
| Umsatz | 268.082 | 569.186 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 13.649 | 23.950 |
| Konzernergebnis der Periode | 10.523 | 13.249 |
| Sonstiges Konzernergebnis der Periode | 2.707 | -8.533 |
| Im Konzern erfasstes Gesamtergebnis der Periode | 13.231 | 4.716 |
Das bilanzierte Nettovermögen aller Gemein- schaftsunternehmen und aller assoziierten Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Buchwert an HBBL | 0 | 31.694¹ |
| Buchwert an HELLA MINTH Jiaxing Automotive Parts Co., Ltd. | 19.324 | 16.463 |
| Buchwert an InnoSenT | 25.527 | 26.237 |
| Buchwert an wesentlichen nach der Equity-Methode | ||
| bilanzierten Unternehmen | 44.851 | 57.932² |
| Anteiliges Nettovermögen der übrigen nach der | 112.884 | 160.229 |
| Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | ||
| Geschäfts- oder Firmenwert, Eliminierungen und Wertminderung | -59.386 | -94.762 |
| Buchwerte der übrigen nach der Equity-Methode | ||
| bilanzierten Unternehmen | 53.498 | 65.468 |
| At Equity bilanzierte Beteiligungen | 98.349 | 123.399 |
¹Der HBBL Teilkonzern wurde im Geschäftsjahr 2024 erstmals vollkonsolidiert (siehe Kapitel 03) und wird daher nicht mehr als wesentliches nach der Equity-Methode bilanziertes Unternehmen ausgewiesen. ²HELLA MINTH wurde am 31. Dezember 2023 nicht als wesentliches nach der Equity-Methode bilanziertes Unternehmen ausgewiesen und ist daher nicht in der Summe der wesentlichen nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen, sondern in der Summe der übrigen nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen enthalten. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 259 Das bilanzierte Nettovermögen aller Gemeinschaftsunternehmen und aller assoziierten Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2024 wie folgt entwickelt:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Anteiliges Nettovermögen am 1. Januar | 123.399 | 203.008 |
| Ergebnis der Periode | 10.523 | 13.947 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 2.707 | -8.533 |
| Dividenden | -8.511 | -4.270 |
| Kapitalerhöhungen | 1.926 | 954 |
| Abgänge | -31.694 | 0 |
| Umbuchungen in nicht konsolidierte Unternehmen | -3 | -9.120 |
| Umbuchungen in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte | 0 | -72.587 |
| Anteiliges Nettovermögen am 31. Dezember | 98.349 | 123.399 |
Die Abgänge aus dem Nettovermögen aller Ge- meinschaftsunternehmen und aller assoziierten Unternehmen belaufen sich auf 31.694 T€ (Vor- jahr: 0 T€). Diese Entwicklung ist darauf zurückzu- führen, dass der HBBL Teilkonzern im Geschäfts- jahr 2024 erstmals vollkonsolidiert wurde (s. Kapitel 03 Unternehmenserwerbe) und daher nicht mehr als wesentliches nach der Equity-Me- thode bilanziertes Unternehmen ausgewiesen wird. Im Geschäftsjahr 2024 wurden Anteile in Höhe von 3 T€ (Vorjahr: 9.120 T€) als nicht konsoli- dierte Unternehmen umgebucht. Durch die An- teilserhöhung an dem vormaligen Gemeinschafts- unternehmen HELLA Pagid GmbH von 50% auf 100% im vorangegangen Geschäftsjahr wurde das Unternehmen2023nichtindenKonzernabschluss einbezogen sondern als nicht konsolidiertes Un- ternehmen gezeigt. Ab Beginn des Geschäftsjah- res 2024 bis zur Verschmelzung der Gesellschaft auf die Hella GmbH & Co. KGaA wird die Gesell- schaft vollkonsolidiert (siehe Kapitel 03). Nachstehend werden die At Equity bilanzierten Beteiligungen des Konzerns aufgeführt. Zunächst werden die zusammengefassten IFRS Finanzinfor- mationen der zwei Gemeinschaftsunternehmen HELLA MINTH und InnoSenT gesondert ausgewie- sen, da diese eine wesentliche Bedeutung für die Equity-Bewertung im Konzern darstellen. Im Anschluss erfolgt die Darstellung der Finanzinfor- mationen aller Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 260 HELLA MINTH Die HELLA MINTH Jiaxing Automotive Parts Co., Ltd. ist ein in China ansässiges Gemeinschaftsun- ternehmen zwischen HELLA und der MINTH- Gruppe. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet Radome sowie beleuchtete Logos. Radome sind durchlässige Abdeckungen für Radarsysteme, die je nach Kundenwunsch in Sonderanfertigung hergestellt und z.B. im Kühler- grill integriert werden können. Die Finanzinfor- mationen des Gemeinschaftsunternehmens HELLA MINTH sind nachfolgend dargestellt.
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Eigenkapitalanteil in % | 50 | 50 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.737 | 5.020 |
| Andere kurzfristige Vermögenswerte | 17.689 | 14.738 |
| Langfristige Vermögenswerte | 25.937 | 25.214 |
| Summe Vermögenswerte | 50.362 | 44.971 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 0 | 0 |
| Andere kurzfristige Schulden | 12.685 | 13.016 |
| Langfristige Finanzschulden | 0 | 0 |
| Andere langfristige Schulden | 0 | 0 |
| Summe Schulden | 12.685 | 13.016 |
| Nettovermögen (100%) | 37.677 | 31.955 |
| Anteiliges Nettovermögen | 18.839 | 15.977 |
| Eliminierungen, Wertminderungen und sonstige Bewertungen | 486 | 486 |
| Goodwill | 0 | 0 |
| Buchwert | 19.324 | 16.463 |
| Umsatz | 29.630 | 27.970 |
| Planmäßige Abschreibungen | -2.919 | -2.583 |
| Zinserträge | 119 | 60 |
| Zinsaufwendungen | 0 | -65 |
| Ertragsteueraufwand | -998 | -2.087 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 7.911 | 8.714 |
| Ergebnis der Periode | 7.044 | 6.521 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 0 | -1.876 |
| Gesamtergebnis der Periode (100%) | 7.044 | 4.645 |
| Anteiliges Gesamtergebnis der Periode | 3.522 | 2.322 |
| Erhaltene Dividende | 1.284 | 0 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 261 InnoSenT Als einer der Weltmarktführer für Radarsensoren entwickelt und produziert die InnoSenT GmbH Radartechnologie für sicherheitsrelevante Fahrerassistenzsysteme im Auto, wie z. B. den Spurwechsel- oder Spurhalteassistenten. Darüber hinaus produziert die InnoSenT GmbH Systeme für die Verkehrsüberwachung und die Gebäudeüberwachung. Der Fokus der Zusam- menarbeit zwischen HELLA und der InnoSenT GmbH liegt vor allem auf der Entwicklung und Pro- duktion von Radarsensoren für automobile An- wendungen im weltweiten HELLA Netzwerk. Die Finanzinformationen des Gemeinschaftsunter- nehmens InnoSenT sind nachfolgend dargestellt.
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Eigenkapitalanteil in % | 50 | 50 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.242 | 1.081 |
| Andere kurzfristige Vermögenswerte | 21.231 | 24.696 |
| Langfristige Vermögenswerte | 19.057 | 16.176 |
| Summe Vermögenswerte | 41.530 | 41.952 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 4.020 | 2.825 |
| Andere kurzfristige Schulden | 2.138 | 2.335 |
| Langfristige Finanzschulden | 0 | 0 |
| Andere langfristige Schulden | 0 | 0 |
| Summe Schulden | 6.158 | 5.160 |
| Nettovermögen (100%) | 35.372 | 36.793 |
| Anteiliges Nettovermögen | 17.686 | 18.396 |
| Eliminierungen und Wertminderungen | -443 | -443 |
| Goodwill | 8.284 | 8.284 |
| Buchwert | 25.527 | 26.237 |
| Umsatz | 36.585 | 41.196 |
| Planmäßige Abschreibungen | -1.258 | -1.236 |
| Zinserträge | 8 | 12 |
| Zinsaufwendungen | -118 | -105 |
| Ertragsteueraufwand | -827 | -1.498 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 2.890 | 5.398 |
| Ergebnis der Periode | 2.179 | 4.007 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis der Periode (100%) | 2.179 | 4.007 |
| Anteiliges Gesamtergebnis der Periode | 1.090 | 2.003 |
| Erhaltene Dividende | 1.800 | 1.400 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 262 Der Konzern hat darüber hinaus Anteile an weiteren Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierten Unternehmen, die ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert werden. Die Finanzinformationen aller Gemeinschaftsunter- nehmen und assoziierten Unternehmen - mit Ausnahme der HELLA MINTH und InnoSenT - sind nachfolgend dargestellt.
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| 100 %-Basis | ||
| Umsatz | 505.820 | 783.570 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 17.415 | 18.568 |
| Gesamter Beteiligungsanteil des Konzerns an: | ||
| Umsatz | 234.975 | 366.719 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 8.249 | 8.707 |
| Ergebnis der Periode | 2.826 | 3.258 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 2.083 | -4.883 |
| Im Konzern erfasstes Gesamtergebnis der Periode | 4.910 | -1.624 |
| Buchwert der übrigen nach der Equity-Methode bilanzierten | ||
| Unternehmen | 53.498 | 65.468 |
Von dem Ergebnis der Periode der übrigen nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen in Höhe von 2.826 T€ (Vorjahr: 3.258 T€) entfallen 72 T€ (Vorjahr: 61 T€) auf assoziierte Unterneh- men und 2.754 T€ (Vorjahr: 3.197 T€) auf Gemein- schaftsunternehmen. Das sonstige Ergebnis der Periode in Höhe von 2.083 T€ (Vorjahr: -4.883 T€) verteilt sich auf die assoziierten Unternehmen mit 1.884 T€ (Vorjahr: -3.471 T€) und auf die Gemein- schaftsunternehmen mit 200 T€ (Vorjahr: -1.412 T€). Von dem Gesamtergebnis der Periode in Höhe von 4.910 T€ (Vorjahr: -1.624 T€) entfallen 1.956 T€ (Vorjahr: -3.410 T€) auf assoziierte Unter- nehmen und 2.954 T€ (Vorjahr: 1.786 T€) auf Ge- meinschaftsunternehmen. Der Buchwert der übri- gen nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen in Höhe von 53.498 T€ (Vorjahr: 65.468 T€) entfällt zu 48.906 T€ (Vorjahr: 48.489 T€) auf assoziierte Unternehmen und zu 4.592 T€ auf Gemeinschaftsunternehmen (Vorjahr: 16.979 T€). Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 263 33 Latente Steueransprüche/-schulden Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 134.906 T€ (Vorjahr: 88.391 T€) und die passiven latenten Steuern in Höhe von 33.761 T€ (Vorjahr: 43.750 T€) betreffen im Wesentlichen Unterschie- de zu den steuerlichen Bilanzansätzen. Der kurzfristige Anteil der aktiven beziehungs- weise passiven latenten Steuern beträgt vor Sal- dierung 154.552 T€ beziehungsweise 198.084 T€ (Vorjahr: 135.680 T€ beziehungsweise 179.729 T€). Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Positionen:
| Netto Stand | |||
| Aktive latente | Passive latente | latenter Steuern | |
| T€ | Steuern | Steuern | zum 31. Dez 2023 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 62.791 | -120.319 | -57.529 |
| Sachanlagen | 83.324 | -83.017 | 307 |
| Finanzanlagen | 1.235 | -5.921 | -4.686 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 5.789 | -20.703 | -14.914 |
| Forderungen | 2.694 | -18.204 | -15.510 |
| Vorräte | 12.857 | -18.864 | -6.007 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 9.200 | -64.263 | -55.063 |
| Langfristige Finanzschulden | 1 | -8.231 | -8.230 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 54.761 | -1.884 | 52.876 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 68.241 | -16.390 | 51.851 |
| Sonstige langfristige Schulden | 27.716 | -171 | 27.545 |
| Verbindlichkeiten | 18.253 | -11.006 | 7.246 |
| Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden | 77.586 | -62.791 | 14.795 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 15.090 | -4.602 | 10.489 |
| Zwischensumme | 439.537 | -436.366 | 3.171 |
| steuerliche Verlustvorträge | 41.470 | - | 41.470 |
| Saldierung | -392.616 | 392.616 | 0 |
| Summe | 88.391 | -43.750 | 44.641 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 264
| In der | ||||||
| Gewinn- und | Netto Stand | |||||
| Verlust- | Veränderung | latenter | ||||
| rechnung | Im sonstigen | Konsolidier- | Steuern zum | Aktive latente | Passive latente | |
| T€ | erfasst | Ergebnis erfasst | ungskreis | 31. Dez 2024 | Steuern | Steuern |
| Immaterielle Vermögenswerte | -23.600 | 3.675 | 0 | -77.453 | 82.165 | -159.618 |
| Sachanlagen | 9.082 | -46 | -2.465 | 6.878 | 92.879 | -86.001 |
| Finanzanlagen | -3.017 | 43 | 0 | -7.660 | 2.463 | -10.123 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 18.491 | -528 | 0 | 3.049 | 19.927 | -16.878 |
| Forderungen | 4.583 | 1.181 | 0 | -9.746 | 4.333 | -14.079 |
| Vorräte | -5.395 | 324 | 0 | -11.078 | 22.356 | -33.434 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | -15.668 | 855 | 0 | -69.877 | 4.507 | -74.383 |
| Langfristige Finanzschulden | -1.542 | 158 | 0 | -9.614 | 2 | -9.616 |
| Rückstellungen für Pensionen und | ||||||
| ähnliche Verpflichtungen | -697 | -6.241 | 0 | 45.939 | 49.869 | -3.930 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | -3.844 | -945 | 0 | 47.062 | 39.790 | 7.272 |
| Sonstige langfristige Schulden | 3.158 | -25 | 0 | 30.678 | 30.678 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 5.513 | -931 | 0 | 11.828 | 19.307 | -7.479 |
| Sonstige Verbindlichkeiten und | ||||||
| abgegrenzte Schulden | -197 | 11.119 | 0 | 25.717 | 94.143 | -68.426 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | -512 | -353 | 0 | 9.624 | 9.906 | -282 |
| Zwischensumme | -13.645 | 8.285 | -2.465 | -4.654 | 472.325 | -476.979 |
| steuerliche Verlustvorträge | 63.825 | 0 | 504 | 105.799 | 105.799 | 0 |
| Saldierung | 0 | 0 | 0 | 0 | -443.218 | 443.218 |
| Summe | 50.180 | 8.285 | -1.961 | 101.145 | 134.906 | -33.761 |
Die Realisierung der Verlustvorträge, für die aktive latente Steuern angesetzt werden, ist mit ausrei- chender Wahrscheinlichkeit gewährleistet. Der Betrag der Verlustvorträge, für die keine latenten Steueransprüche angesetzt wurden, belief sich zum 31. Dezember 2024 auf 248.572 T€ (Vorjahr: 269.154 T€). Für diese ist eine künftige Verrech- nung mit steuerpflichtigen Gewinnen nicht hinrei- chend wahrscheinlich. 92.514 T€ (Vorjahr: 20.325 T€) verfallen davon innerhalb der nächsten fünf Jahre, 156.058 T€ (Vorjahr: 248.829 T€) danach. Nicht angesetzte latente Steueransprüche auf temporäre Differenzen betrugen zum 31. Dezem- ber 2024 89.635 T€ (Vorjahr: 82.300 T€). Zum 31. Dezember 2024 sind in einzelnen Konzerngesell- schaften, die im laufenden oder vorherigen Jahr einen steuerlichen Verlust ausgewiesen haben, aktive latente Steuern in Höhe von 51.283 T€ (Vor- jahr: 577 T€) angesetzt, die sich aus angesetzten laufendenVerlusten, Verlustvorträgenundabzugs- fähigen Differenzen ergaben. Die Realisierbarkeit dieser aktiven latenten Steuern wird in Erwartung künftiger steuerpflichtiger Gewinne als ausrei- chend wahrscheinlich beurteilt (siehe Kapitel 18). Am 31. Dezember 2024 bestanden temporäre Dif- ferenzen passiver Art von 12.026 T€ (Vorjahr: 7.453 T€) im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterun- ternehmen sowie 0 T€ (Vorjahr: 13.207 T€) im Zu- sammenhang mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Auf diese Differen- zen wurden nach IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern angesetzt, da die Dividendenpolitik der Tochterunternehmen durch die Geschäftsführung des Konzerns bestimmt wird. Der Konzern kann insofern die Auflösung dieser temporären Diffe- renzen steuern. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich die temporären Differenzen in ab- sehbarer Zeit nicht auflösen werden. Die Beträge der Ertragsteuern, die direkt im sons- tigen Ergebnis erfasst und ausgewiesen wurden, betragen in der Berichtsperiode für die Finanzins- trumente zur Zahlungsstromsicherung 11.384 T€ (Vorjahr: 3.004 T€), für zum beizulegenden Zeit- wert bilanzierte gehaltene Finanzinstrumente -290 T€ (Vorjahr: -1.739 T€) sowie für die Neube- wertung aus leistungsorientierten Versorgungs- plänen -6.772 T€ (Vorjahr: -11.140 T€). Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 265 34 Sonstige langfristige Vermögenswerte
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 33.349 | 41.379 |
| Andere langfristige Vermögenswerte | 2.348 | 488 |
| Zwischensumme sonstiger finanzieller Vermögenswerte | 35.698 | 41.867 |
| Vorauszahlungen | 58.642 | 63.910 |
| Vermögenswerte zu Altersteilzeitverpflichtungen | 19.100 | 0 |
| Zwischensumme sonstiger nichtfinanzieller Vermögenswerte | 77.742 | 63.910 |
| Summe | 113.439 | 105.777 |
Für weitere erläuternde Informationen zu den Forderungen aus Leasing siehe Anhangangabe 47 In den Vorauszahlungen sind umsatzbezogene Rabattierungen, die über die Vertragslaufzeit um- satzmindernd aufgelöst werden, in Höhe von 53.687 T € (Vorjahr: 59.243 T €) enthalten.
35 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Im Geschäftsjahr bestanden Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen, Gemein- schaftsunternehmen, nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht so- wie Unternehmen der FORVIA Konzerngruppe, die nicht dem HELLA Konzern angehören, in Höhe von 24.897 T € (Vorjahr: 19.135 T €).
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Material und Dienstleistungen | 1.343.200 | 1.186.056 |
| Investitionen | 138.300 | 159.700 |
| Nahestehende Unternehmen | 24.897 | 19.135 |
| mit assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen | 9.829 | 6.134 |
| und Beteiligungen | ||
| mit verbundenen Gesellschaften ohne Einbezug in | 12.167 | 9.471 |
| den Konzernabschluss | ||
| mit Gesellschaften der FORVIA Gruppe, die nicht dem | 2.901 | 3.530 |
| HELLA Konzern angehören | ||
| Summe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.506.396 | 1.364.891 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 266 Seit 2020 nutzt HELLA Lieferantenfinanzierungs- vereinbarungen mit Unicredit und HELABA, in deren Rahmen die Lieferanten von diesen Banken eine vorzeitige Zahlung ihrer Rechnungen durch Factoring ihrer Forderungen gegenüber HELLA erhalten können. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2024 hat HELLA mit Santander eine Lieferantenfi- nanzierung für den NAFTA-Raum vereinbart. Im Rahmen dieser Vereinbarungen erklären sich die Banken bereit, einem teilnehmenden Lieferanten die Beträge für die von HELLA geschuldeten Rech- nungen zu zahlen und erhalten den Ausgleich von HELLA zu dem zwischen dem Lieferanten und HELLA vertraglich vereinbarten Zahlungsdatum. Die Gesamtsumme der Lieferantenfinanzie- rungsvereinbarungen wird durch die geschulde- ten Rechnungen und Finanzierungszusagen der beteiligten Banken begrenzt. Hauptzweck dieser Vereinbarung ist es, effiziente Zahlungsprozesse zu unterstützen sowie den Lieferanten die Mög- lichkeit zu bieten, ihre Forderungen gegenüber HELLA bereits vor dem Fälligkeitsdatum an eine Bank zu verkaufen. HELLA bucht die ursprüngli- chen Verbindlichkeiten, auf die sich die Vereinba- rung bezieht, nicht aus, da mit Abschluss der Lie- ferantenfinanzierungsvereinbarung weder eine Entbindung von der rechtlichen Verpflichtung der Verbindlichkeiten für HELLA entsteht noch eine wesentliche Änderung an den ursprünglichen Verbindlichkeiten vorgenommen wird. Aus Sicht des HELLA Konzerns führt die Vereinbarung nicht zu einer Verlängerung der durchschnittlichen Zahlungsziele im gesamten Lieferantenportfolio. Die Verbindlichkeiten haben einen festen Zah- lungstermin. Der Konzern zahlt die Verbindlich- keiten aus Lieferungen und Leistungen zu dem mit dem Lieferanten vereinbarten Zahlungster- min unabhängig, ob der Lieferant das hier be- schriebene Lieferantenfinanzierungsprogramm in Anspruch nimmt oder nicht. HELLA entstehen auf die den Lieferanten geschuldeten Beträge kei- ne zusätzlichen Zinsen gegenüber der Bank. Da die Art und Funktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, für die die Lieferan- ten bereits Zahlungen von den Banken erhalten haben, die gleiche ist wie die der übrigen Verbind- lichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, er- folgt in der Bilanz keine Disaggregation der Beträ- ge. Stattdessen werden diese in der nachfolgenden Tabelle im Konzernanhang aufgeschlüsselt. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistun- gen, die Teil einer Lieferantenfinanzierungsver- einbarung sind, sind zum 31. Dezember 2024 als kurzfristige Verbindlichkeiten eingestuft. Die Zah- lungen an die Banken sind in dem Netto Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit enthalten, da sie wei- terhin Teil des normalen operativen Geschäftszy- klus von HELLA sind und ihr Hauptcharakter weiterhin operativ ist. HELLA hat die Lieferanten- finanzierungsvereinbarungen sowohl mit Uni- credit als auch mit Helaba auf insgesamt 134.654 T€ zum 31. Dezember 2024 erhöht, verglichen mit 84.600 T€ zum 31. Dezember 2023. Die Finan- zierungsvereinbarung mit Santander zum 31. Dezember 2024 beläuft sich auf 22.024 T€. Es gab keine wesentlichen nicht zahlungswirksa- men Veränderungen des Buchwertes der unter die Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen fal- lenden finanziellen Verbindlichkeiten abgesehen von wechselkursbedingten Abweichungen.
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Summe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die ein Teil | 156.678 | 84.600 |
| einer Lieferantenfinanzierungsvereinbarung sind | ||
| davon haben Lieferanten als Zahlungen von den Banken erhalten | 109.185 | 71.419 |
| Bandbreite der Zahlungsziele (in Tagen) | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Teil einer | 60 - 120 | 60 - 120 |
| Lieferantenfinanzierungsvereinbarung sind | ||
| Vergleichbare Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die | 60 - 120 | 60 - 120 |
| nicht Teil einer Lieferantenfinanzierungsvereinbarung sind |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 267 36 Sonstige Verbindlichkeiten
| 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 | |||
| T€ | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| Derivate | 77.115 | 32.342 | 68.427 | 7.115 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 13.576 | 278.930 | 9.252 | 268.157 |
| Zwischensumme sonstiger finanzieller | ||||
| Verbindlichkeiten | 90.691 | 311.272 | 77.679 | 275.272 |
| Sonstige Steuern | 0 | 50.395 | 0 | 41.112 |
| Abgegrenzte Personalverbindlichkeiten | 0 | 184.862 | 0 | 194.743 |
| Umsatzabgrenzung | 0 | 6.399 | 0 | 5.463 |
| Zwischensumme sonstiger | ||||
| nichtfinanzieller Verbindlichkeiten | 0 | 241.655 | 0 | 241.317 |
| Gesamt | 90.691 | 552.927 | 77.679 | 516.589 |
In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus aus- stehenden Rechnungen bzw. Gutschriften in Höhe von 278.893 T€ (Vorjahr: 264.561 T€) enthalten. Im Geschäftsjahr 2024 hat HELLA umsatzbezoge- ne finanzielle Verbindlichkeiten in den Segmenten Licht und Elektronik in Höhe von 49.769 T€ (Vor- jahr: 54.195 T€) abgegrenzt.
37 Rückstellungen Nachfolgend sind die wesentlichen Rückstellungsinhalte dargestellt:
| 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 | |||
| T€ | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| Rückstellungen für Leistungen nach | ||||
| Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 267.541 | 0 | 282.795 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 181.590 | 153.414 | 237.540 | 154.520 |
| Summe | 449.131 | 153.414 | 520.335 | 154.520 |
Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Der HELLA Konzern gewährt der überwiegenden Mehrheit seiner Mitarbeiter in Deutschland Leis- tungen der betrieblichen Altersversorgung. Dar- über hinaus erhalten Mitarbeiter in vielen der weltweiten HELLA Gesellschaften ebenfalls be- triebliche Versorgungsleistungen. Als Ausgestal- tung existieren sowohl leistungsorientierte als auch beitragsorientierte Zusagen. Die Leistungen der deutschen Gesellschaften be- stehen hauptsächlich aus Rentenzahlungen, de- ren Höhe sich in Abhängigkeit von der Dienst- zeit ergibt und die als Alters-, Invaliden- oder Hinterbliebenenrente ausbezahlt werden. Daneben besteht in einer Gesellschaft eine Altre- gelung, deren Teilnehmer einen Festbetrag in Abhängigkeit von der Einstufung in eine Einkom- mensklasse erhalten. Zusätzlich kann jeder Mitar- beiter durch Gehaltsumwandlung an einer bei- tragsorientierten Zusage teilnehmen. Für Führungskräfte wird eine Gehaltsumwandlung als beitragsorientierte Leistungszusage angebo- ten, welche über Rückdeckungsversicherungen finanziert wird. Für Zusagen ab 2009 sind diese Zusagen vollkongruent rückgedeckt und werden als beitragsorientierte Pläne bilanziert. Die Altzusagen vor 2009 werden als leistungsorien- tierte Pläne erfasst. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 268 Für die auf einen Pensionsfonds übertragenen Pensionsverpflichtungen gegenüber Rentenemp- fängern haften die Gesellschaften weiterhin als Ausfallschuldner für die Erfüllung der Rentenan- sprüche, sodass die übertragenen Pensionsver- pflichtungen und das entsprechende Treuhand- vermögen in der Konzernbilanz saldiert ausge- wiesen werden. In den Niederlanden werden in den ehemals leis- tungsorientierten Rentensystemen keine neuen Anwartschaften mehr erworben. Die erdienten Leistungen werden über Versicherungen finan- ziert. Für den Aufbau zukünftiger Anwartschaften wurde für die aktiven Planteilnehmer der nieder- ländischen Gesellschaft ein beitragsorientierter Plan eingeführt. Neben diesen Systemen, deren Leistungen über- wiegend in Form von Renten ausbezahlt werden, erhalten die Mitarbeiter der Gesellschaften in Mexiko, Korea und Indien die Leistungen in Form einer einmaligen Kapitalzahlung. Die Höhe der leistungsorientierten Zusage bestimmt sich jeweils nach dem Einkommen und der Anzahl der Dienstjahre. In Mexiko werden die garantier- ten Versorgungsleistungen durch einen beitrags- orientierten Flex-Plan ergänzt, in den variable Beiträge des Arbeitgebers einbezahlt werden können. Mitarbeiter in Slowenien und Frankreich erhalten bei Eintritt in den Ruhestand eine einma- lige Kapitalzahlung in Abhängigkeit vom Einkom- men. In Italien und der Türkei werden Kapitalzah- lungen bei Beendigung des Arbeitsverhält- nisses ausbezahlt, unabhängig vom Grund der Beendigung. Mit der Gewährung leistungsorientierter Pläne sind die üblichen Langlebigkeits-, Inflations-, Zins- und Markt-(Anlage-)Risiken verbunden, die regel- mäßig überwacht und bewertet werden. In den USA, Australien und Mexiko sowie in vielen europäischen und asiatischen Gesellschaften werden den Mitarbeitern betrieblicheVersorgungsleistungen in Form von beitrags- orientierten Zusagen (sogenannte Defined Contribution Plans) gewährt. In den USA beste- hen darüber hinaus Verpflichtungen für die medizinische Versorgung der aktiven Mitarbeiter, die Kosten der Versorgung der ehemaligen Mitar- beiter nach dem Eintritt in den Ruhestand werden jedoch nicht übernommen. Der Finanzierungsstatus und die Überleitung zu den bilanzierten Beträgen stellen sich wie folgt dar:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Defined Benefit Obligation (DBO) zum Geschäftsjahresende | 363.398 | 382.355 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Geschäftsjahresende | -95.857 | -99.560 |
| Bilanzierter Betrag | 267.541 | 282.795 |
Die bilanzierten Beträge setzen sich aus folgenden Bilanzpositionen zusammen:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen | -793 | -696 |
| Pensionsrückstellungen | 255.613 | 269.854 |
| Sonstige Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des | 12.721 | 13.637 |
| Arbeitsverhältnisses | ||
| Summe der Einzelbeträge | 267.541 | 282.795 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 269 Für die Pensionsrückstellungen bestanden folgende Vermögensdeckungen:
| 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 | |||
| Anwartschafts- | Anwartschafts- | |||
| T€ | barwert | Planvermögen | barwert | Planvermögen |
| Ohne Vermögensdeckung | 260.014 | 0 | 272.994 | 0 |
| Zumindest teilweise Vermögensdeckung | 103.384 | 95.857 | 109.361 | 99.560 |
| Summe | 363.398 | 95.857 | 382.355 | 99.560 |
Entwicklung des Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| DBO zu Beginn des Geschäftsjahres | 382.355 | 342.813 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 7.957 | 7.506 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -120 | 53 |
| Zinsaufwand | 13.339 | 13.480 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aufgrund | -8.597 | 35 |
| von Änderungen in demografischen Annahmen | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aufgrund | -8.573 | 39.339 |
| von Änderungen in finanziellen Annahmen | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aufgrund | -3.887 | 929 |
| von erfahrungsbedingten Abweichungen | ||
| Rentenzahlungen | -17.841 | -25.915 |
| Übertragungen | 0 | -135 |
| Währungseffekte | -1.235 | 798 |
| Umklassifizierung Altersversorgung | 0 | 3.452 |
| DBO zum Geschäftsjahresende | 363.398 | 382.355 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 270 Entwicklung des Planvermögens:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Geschäftsjahres | 99.560 | 100.342 |
| Zinsertrag aus dem Planvermögen | 3.278 | 3.799 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-) aus dem Planvermögen | 1.905 | 2.769 |
| Arbeitgeberbeiträge | 820 | 977 |
| Rentenzahlungen aus dem Planvermögen | -9.716 | -8.017 |
| Verwaltungskosten | -3 | -3 |
| Übertragungen | 0 | -124 |
| Währungseffekte | 13 | -139 |
| Umklassifizierung Altersversorgung | 0 | -44 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Geschäftsjahresende | 95.857 | 99.560 |
Der Pensionsaufwand für Pensionspläne setzt sich wie folgt zusammen:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 7.957 | 7.506 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -120 | 53 |
| Verwaltungskosten | 3 | 3 |
| Nettozinsaufwand | 10.061 | 9.681 |
| Im Konzernergebnis erfasster Aufwand für | ||
| leistungsorientierte Pensionspläne | 17.901 | 17.243 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus Verpflichtungsumfang | -21.057 | 40.303 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Planvermögen | -1.905 | -2.769 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasster Ertrag (-) / Aufwand (+) aus Neubewertung | -22.962 | 37.534 |
| Im Gesamtergebnis erfasster Ertrag (-) / Aufwand (+) für | ||
| leistungsorientierte Pensionspläne | -5.061 | 54.777 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 271 Entwicklung des bilanzierten Betrags:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Bilanzierter Betrag zu Beginn des Geschäftsjahres | 282.795 | 242.471 |
| Dienstzeitaufwand | 7.840 | 7.562 |
| Nettozinsaufwand | 10.061 | 9.681 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasster Aufwand aus Neubewertung | -22.962 | 37.534 |
| Rentenzahlungen | -8.125 | -17.898 |
| Arbeitgeberbeiträge | -820 | -977 |
| Übertragungen | 0 | -11 |
| Währungseffekte | -1.248 | 937 |
| Umklassifizierung Altersversorgung | 0 | 3.496 |
| Bilanzierter Betrag zum Geschäftsjahresende | 267.541 | 282.795 |
Im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-) | ||
| zu Beginn des Geschäftsjahres | -53.911 | -16.389 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-) im Geschäftsjahr | 22.962 | -37.534 |
| Währungseffekte | -636 | 36 |
| Umklassifizierung Altersversorgung | 0 | -24 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-) am Ende des | ||
| Geschäftsjahres | -31.585 | -53.911 |
Folgende Annahmen wurden der Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts zugrunde gelegt:
| Deutschland | Ausland | |||
| 31. Dezember | 31. Dezember | |||
| 2024 | 31. Dezember 2023 | 2024 | 31. Dezember 2023 | |
| DBO (in T€) | 330.626 | 343.848 | 32.772 | 38.507 |
| Rechnungszins (in %) | 3,34 | 3,15 | 5,62 | 6,30 |
| Lohn- und Gehaltstrend (in %) | 3,00 | 3,00 | 4,96 | 5,23 |
| Rententrend (in %) | 2,00 | 2,00 | 0,00 | 0,00 |
Zuzüglich ist ein Einmalaufschlag in Höhe von 3,5 % auf die Rückstellung für Rentenempfänger in Höhe von 5.068 T€ für die höher erwartete In- flation berücksichtigt. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 272 Folgende Annahmen wurden der Ermittlung des Aufwands aus Pensionsplänen zum Anfang des Geschäftsjahres zugrunde gelegt:
| Deutschland | Ausland | |||
| Gewichteter Durchschnitt in % | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Rechnungszins | 3,40 | 3,90 | 6,39 | 6,56 |
| Lohn- und Gehaltstrend | 3,00 | 3,00 | 5,23 | 4,44 |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 | 0,00 | 0,00 |
Die Festlegung des Rechnungszinses erfolgte im Jahr 2024 auf der Grundlage der Renditen an den Kapitalmärkten der verschiedenen relevanten Re- gionen. In der folgenden Tabelle ist dargestellt, wie sich der Anwartschaftsbarwert der leistungsorientier- ten Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag bei Variation einzelner maßgeblicher Annahmen verändert hätte. Die Veränderung wurde durch eine entsprechende Neubewertung des Bestan- des ermittelt.
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 | |
| Rechnungszins | +0,5 Prozentpunkte | -6,1% | -6,2% |
| –0,5 Prozentpunkte | 6,9% | 7,0% | |
| Rentendynamik | +0,5 Prozentpunkte | 4,6% | 4,3% |
| –0,5 Prozentpunkte | -4,2% | -4,0% | |
| Gehaltsdynamik | +0,5 Prozentpunkte | 0,2% | 0,3% |
| –0,5 Prozentpunkte | -0,2% | -0,3% | |
| Rentnersterblichkeit | +10 Prozentpunkte | -2,6% | -2,4% |
| –10 Prozentpunkte | 2,9% | 2,7% |
Die auf Basis der Anwartschaftsbarwerte ge- wichtete durchschnittliche Duration der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen beträgt 13 Jahre (Vorjahr: 14 Jahre). Zusammensetzung des Planvermögens:
| in % | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Aktien | 4,66% | 3,92% |
| Anleihen | 19,10% | 17,79% |
| Versicherungen | 74,81% | 76,78% |
| davon: keine Preisnotierung in einem aktiven Markt | 74,81% | 76,78% |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1,43% | 1,51% |
| Anlagekategorien gesamt | 100,00% | 100,00% |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 273 Das inländische Pensionsvermögen wird zum überwiegenden Teil durch einen Pensionsfonds und Rückdeckungsversicherungen verwaltet. Die Struktur des Konzern-Planvermögens wird laufend durch einen Anlageausschuss unter Berücksichtigung der prognostizierten Pensions- verpflichtungen überprüft. Dabei überprüft dieser Ausschuss regelmäßig die Investitions- entscheidungen, die zugrunde liegenden Rendi- teerwartungen der einzelnen Anlageklassen unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten sowie die Auswahl der externen Fondsmanager. Die ordnungsgemäße Verwaltung und Verwen- dung des Treuhandvermögens wird von diesen unternehmensfremden Treuhändern überwacht. Der Pensionsfonds und die Versicherungsgesell- schaften unterliegen zudem der Überwachung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleis- tungsaufsicht. Das Planvermögen enthält keine eigenen Finanz- instrumente oder selbst genutzten Vermögens- werte. Die tatsächlichen Erträge aus dem Pensionsver- mögen beliefen sich im abgelaufenen Wirt- schaftsjahr auf 5.183 T€ (Vorjahr: Erträge in Höhe von 6.567 T€). Die voraussichtlichen Zuwendungen für leis- tungsorientierte Pensionspläne für das Jahr 2025 betragen 3.195 T€ (Vorjahr: 1.842 T€). Die nachfolgende Übersicht enthält die für die kommenden zehn Geschäftsjahre erwarteten Zahlungen (nicht abgezinst, ohne Berücksichtigung von Zahlungen aus dem Planvermögen):
| T€ | |
| 2025 | 18.496 |
| 2026 | 18.513 |
| 2027 | 18.915 |
| 2028 | 23.345 |
| 2029 | 24.173 |
| Summe der Jahre 2030 bis 2034 | 99.436 |
Verpflichtungen des Konzerns aus beitragsorien- tierten Versorgungsplänen werden ergebnis- wirksam innerhalb des betrieblichen Ergebnisses erfasst. Die Aufwendungen betrugen im abgelau- fenen Wirtschaftsjahr 115.479 T€ (Vorjahr: 109.156 T€). In diesen Aufwendungen sind auch Beiträge an staatliche Rentenversicherungs- träger außerhalb der HELLA GmbH & Co. KGaA enthalten, diese belaufen sich im Geschäftsjahr insgesamt auf 107.807 T€ (Vorjahr: 103.641 T€). Sonstige Rückstellungen
| 31. Dezember | Auflö- | Inanspruch- | 31. Dezem- | ||||
| T€ | 2023 | Zuführung | sungen | Aufzinsung | Sonstiges | nahme | ber 2024 |
| Abfindungen | 11.246 | 56.562 | -1.956 | 0 | -186 | -8.061 | 57.605 |
| Altersteilzeitprogramme | 32.522 | 13.968 | -1 | 2.105 | 19.100 | -32.145 | 35.548 |
| Gewinnbeteiligungen und | |||||||
| sonstige Gratifikationen | 35.071 | 15.150 | -3.155 | 575 | -828 | -8.203 | 38.610 |
| Gewährleistungs- | |||||||
| verpflichtungen | 40.926 | 38.310 | -6.713 | 161 | 5.295 | -22.875 | 55.104 |
| Verluste aus Liefer- und | |||||||
| Verkaufsverpflichtungen | 238.312 | 37.986 | -43.757 | 6.900 | 7.875 | -110.873 | 136.443 |
| Übrige Rückstellungen | 33.985 | 10.059 | -29.025 | 3 | 3.936 | -7.265 | 11.694 |
| Summe | 392.061 | 172.036 | -84.607 | 9.745 | 35.192 | -189.422 | 335.005 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 274 HELLA ist Produkthaftungsansprüchen ausge- setzt, in denen dem Unternehmen die Verletzung seiner Sorgfaltspflichten, Verstöße gegen Gewährleistungspflichten oder Sachmängel vorgeworfen werden. Darüber hinaus können Ansprüche aus Vertragsverstößen aufgrund von Rückrufaktionen oder staatlichen Verfahren geltend gemacht werden. HELLA hat für solche Risiken Versicherungen abgeschlossen, deren Deckungsumfang aus kaufmännischer Sicht als angemessen erachtet wird. In den Rückstellungen aus Gewährleistungsver- pflichtungen werden Belastungen insbesondere für konkrete Einzelfälle der Segmente Licht und Elektronik abgebildet, deren kurzfristiger Anteil 21.076 T€ (Vorjahr: 16.970 T€) beträgt. Im Zusammenhang mit Gewährleistungsfällen erwartete Versicherungserstattungen werden unter den sonstigen Forderungen und nicht- finanziellen Vermögenswerten bilanziert und betrugen in der Berichtsperiode 461 T€ (Vorjahr: 1.927 T€). Rückstellungen für Verluste aus Liefer- und Ver- kaufsverpflichtungen beinhalten Verpflichtun- gen aus laufenden Verträgen mit Dritten, aus denen zukünftige Verluste zu erwarten sind. Von den in Summe gebildeten Drohverlustrückstel- lungen in Höhe von 136.444 T€ (Vorjahr: 238.312 T€) stellen 37.217 T € kurzfristige Rückstellungen mit einer Fälligkeit von weniger als einem Jahr dar. Die übrigen 99.227 T€ wurden als langfristige Rückstellung mit einer Fälligkeit von mehr als ei- nem Jahr klassifiziert. Die Zuführungen zu den Abfindungs- und Alters- teilzeitrückstellungen stehen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen in Deutsch- land, die im aktuellen Geschäftsjahr vereinbart wurden, während die Verbräuche zu den Abfin- dungsrückstellungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen in Deutschland stehen, die ab September 2019 vereinbart wurden. Die Rückstellungen zu Gewinnbeteiligungen und sonstigen Gratifikationen stehen in Zusammen- hang mit Entgeltbestandteilen der Geschäftsfüh- rung und anderen Mitarbeitern der HELLA. In den übrigen Rückstellungen wurden erwartete Belastungen gegenüber Dritten für konkrete Kompensationsansprüche aus zurückliegenden Geschäften erfasst. Veränderungen aus Währungsumrechnungen werden unter Sonstiges berichtet.
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Barwert der Verpflichtung | 55.949 | 72.022 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -20.400 | -39.500 |
| Saldo | 35.548 | 32.522 |
Die Rückstellung für Altersteilzeitprogramme entspricht dem Barwert der Verpflichtung zum Abschlussstichtag abzüglich des am Abschluss- stichtag beizulegenden Zeitwerts von Planvermö- gen. Hierbei wurde ein Abzinsungssatz von 3,02 % (Vorjahr: 4,06 %) verwendet. Bei dem in Abzug gebrachten Planvermögen handelt es sich um verpfändete Wertpapiere. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens ist im Rückstellungsspiegel unter „Sonstiges“ ausge- wiesen, wobei die Veränderung maßgeblich aus einer zusätzlichen Dotierung resultierte. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 275 38 Finanzschulden
Die kurz- und langfristigen Finanzschulden be- tragen in Summe 1.203.312 T€ (Vorjahr: 1.274.663 T€). Die kurzfristigen Finanzschulden mit einer Fällig- keit unter einem Jahr betragen 162.522 T€ (Vor- jahr: 434.288 T€). Darin enthalten sind kurzfristi- ge Finanzschulden in Höhe von 14.561 T€ gegenüber einem Factoring-Unternehmen (Vor- jahr: 6.015 T€), Wechselverbindlichkeiten in Höhe von 79.056 T€ (Vorjahr: 77.806 T€) sowie ein kurz- fristiger Anteil aus Finanzierungsleasing in Höhe von 39.178 T€ (Vorjahr: 34.251 T€). Reduziert wurden die kurzfristigen Finanzschulden gegen- über dem Vorjahresende durch die fristgerechte Rückzahlung einer Anleihe, welche eine Laufzeit bis zum 17. Mai 2024 hatte und per Vorjahresen- de mit 299.924 T€ ausgewiesen wurde. Die sons- tigen kurzfristigen Finanzschulden belaufen sich auf 29.727 T€ (Vorjahr: 16.293 T€).
Die langfristigen Finanzschulden betragen 1.040.789 T€ (Vorjahr: 840.375 T€) und beinhal- ten eine Anleihe, welche am 3. September 2019 begeben wurde und über sieben Jahre bis zum 26. Januar 2027 läuft. Sie hat eine Höhe von 499.505 T€ (Vorjahr: 499.275 T€) mit einem Nomi- nalvolumen von 500.000 T€ und einem Zinssatz von 0,5 %. Ebenso enthalten ist ein am 29. Febru- ar 2024 begebenes Schuldscheindarlehen über 200.000 T€ mit Laufzeiten von drei, fünf und sie- ben Jahren mit Fälligkeiten per März 2027, März 2029 sowie März 2031, welches insbesondere zur Refinanzierung der im Mai 2024 fällig geworde- nen Anleihe genutzt wurde. Des Weiteren bein- halten die Finanzschulden die in den Geschäfts- jahren 2002 und 2003 in der Währung Yen begebenen Notes Certificates in Höhe von 73.593 T€ (Vorjahr: 76.761 T€) mit einer Laufzeit von 30 Jahren sowie ein in Yen notiertes Darlehen in Höhe von 70.777 T€ (Vorjahr: 72.077 T€) mit einer Laufzeit von 30 Jahren, die beide mit einem Ge- genwert von zusammen 175.177 T€ (Vorjahr: 175.177 T€) vollständig gegen Wechselkursrisiken gesichert sind. Ebenso enthalten ist ein in der Währung US-Dollar notiertes Darlehen in Höhe von 72.192 T€ (Vorjahr: 67.873 T€) mit einer Lauf- zeit bis zum 29. Januar 2026. Außerdem erfasst sind das Genussrechtskapital in Höhe von 5.000 T€ (Vorjahr: 5.000 T€) und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von 119.681 T€ (Vorjahr: 119.149 T€). Im September 2022 hat HELLA eine syndizierte Kreditfazilität mit einem Volumen von 450 Mio. € und einer Erhöhungsoption in Höhe von 150 Mio. € verhandelt. Diese Fazilität wurde mit einem Konsortium aus internationalen Banken ge- schlossen und hat eine Laufzeit von drei Jahren bis September 2025. Die erste Verlängerungsop- tion von 15 Monaten wurde im August 2023 gezo- gen. Die zweite Verlängerungsoption von zwölf Monaten wurde im August 2024 gezogen. Das Ende der neuen Laufzeit ist Dezember 2027 (Aus- nutzung per 31.12.2024: 0%). Die Banken haben ein Sonderkündigungsrecht im Falle eines Kont- rollwechsels. Ein Sonderkündigungsrecht be- stünde hierbei auch im Falle der Eintragung eines Squeeze-Outs oder eines Beherrschungsver- trags in das Handelsregister. Die nachfolgende Tabelle weist die zuvor beschrie- benen Finanzschulden zusammen mit den Liqui- den Mitteln aus. Die sich in Summe ergebende Nettofinanzliquidität beträgt 213.010 T€ (Vorjahr: Nettofinanzschulden in Höhe von 56.284 T€).
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.293.167 | 1.090.450 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 123.154 | 127.929 |
| Liquide Mittel | 1.416.321 | 1.218.379 |
| Kurzfristige Finanzschulden | -162.522 | -434.288 |
| Langfristige Finanzschulden | -1.040.789 | -840.375 |
| Finanzschulden | -1.203.312 | -1.274.663 |
| Nettofinanzschulden (-) / Nettofinanzliquidität (+) | 213.010 | -56.284 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Erläuterungen zur Bilanz 276 39 Eigenkapital
Auf der Passivseite ist unter dem Posten „Ge- zeichnetes Kapital“ das Grundkapital mit seinem Nominalwert bilanziert. Das Grundkapital be- trägt 222.222 T€ und ist in 111.111.112 auf den Inhaber lautenden Stückaktien eingeteilt. Die Stückaktien sind nennwertlos. Alle ausgegebenen Anteile sind voll eingezahlt. Jede Aktie verbrieft ein Stimmrecht und ein Recht auf Dividende bei beschlossenen Ausschüttungen. Die „Rücklagen und Bilanzergebnisse“ enthalten neben dem Posten „Andere Gewinnrücklagen/ Gewinnvortrag“ und der Kapitalrücklage, die Rücklage für Währungsdifferenzen, die Rücklage für Finanzinstrumente zur Zahlungsstromsiche- rung, die Rücklage für Fremdkapitalinstrumente (IFRS 9) sowie die direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisse aus der Neubewertung leistungsori- entierter Versorgungspläne. Eine detaillierte Übersicht über die Zusammensetzung bzw. Ver- änderung der direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisse ist in der Konzern-Eigenkapitalverän- derungsrechnung dargestellt.
In der Berichtsperiode wurden versicherungsma- thematische Gewinne vor Steuern in Höhe von 22.962 T€ (Vorjahr: Verluste vor Steuern in Höhe von 37.534 T€) erfasst. Ursächlich für die Wertän- derung der leistungsorientierten Verpflichtung bzw. des zugeordneten Planvermögens sind Be- rechnungsparameter und hier insbesondere der verwendete Rechnungszins zu Ende Dezember 2024 in Höhe von 3,34 % (Vorjahr: 3,15 %).
Auf die Eigentümer des Mutterunternehmens entfällt für das Geschäftsjahr 2023 (1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023) eine Dividende in Höhe von 78.889 T€ (Vorjahr: 320.000 T€), die bereits vollständig ausgezahlt wurde. Dies entspricht 0,71 € je Stückaktie, der Betrag der Dividende im Vorjahr betrug 2,88 € je Stückaktie. An nicht be- herrschende Anteile wurde in der Periode eine Dividende in Höhe von 8.185 T€ (Vorjahr: 243 T€) gezahlt.
Die Zielsetzung des Konzerns liegt in der Beibe- haltung einer starken Eigenkapitalbasis. Der Kon- zern strebt eine Ausgewogenheit zwischen einer höheren Eigenkapitalrendite, die über eine er- höhte Fremdfinanzierung erreichbar wäre, und den Vorteilen sowie der Sicherheit, die eine solide Eigenkapitalposition bietet, an. Der Konzern be- absichtigt, langfristig ein Verhältnis zwischen Nettofinanzschulden und berichtetem operati- vem Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von 1,0 nicht zu überschreiten. Am 31. Dezember 2024 berichtete der Konzern ein Nettofinanzguthaben (damit wird das Kriterium übererfüllt). Im Vorjahr lag das Verhältnis bei 0,1.
Das sonstige Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile entfällt auf Währungsdifferenzen und die Neubewertung aus leistungsorientierten Versor- gungsplänen. Pro Position ergibt sich folgende Zuordnung:
| 2024 | 2023 | |||
| davon | davon | |||
| T€ | Insgesamt | Minderheiten | Insgesamt | Minderheiten |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 46.776 | 1.102 | -76.214 | -1.368 |
| Zahlungsstromsicherung | -26.493 | 0 | -10.238 | 0 |
| Fremdkapitalinstrumente | -1.769 | 0 | 2.301 | 0 |
| Versorgungspläne | 15.359 | -15 | -25.067 | 28 |
| Summe | 33.873 | 1.087 | -109.217 | -1.340 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 277 40 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich wie im Vorjahr ausschließlich aus Zahlungsmitteln und Zahlungs- mitteläquivalenten in Höhe von 1.293.167 T€ (Vor- jahr: 1.090.450 T€) zusammen. In der aktuellen Berichtsperiode wurden Abschrei- bungen, Amortisationen, Wertminderungen und Wertaufholungen in Höhe von 585.461 T€ (Vorjahr: 556.701 T€) erfasst. Die Reduzierung der Rückstellungen beläuft sich im aktuellen Geschäftsjahr 2024 auf 92.865 T€ (Vor- jahr: 163.104 T€), maßgeblich beeinflusst durch die Inanspruchnahme von Rückstellungen für Liefer- und Verkaufsverpflichtungen sowie Personalver- pflichtungen, abgemindert durch Zuführungen zu Personalrückstellungen für Strukturmaßnahmen, während das Vorjahr hauptsächlich durch die Inan- spruchnahme von Rückstellungen für Liefer- und Verkaufsverpflichtungen sowie Personal- und Ge- währleistungsverpflichtungen beeinflusst wurde. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und nicht der betrieblichen Tätigkeit zuzuordnenden Zahlungsströme weisen einen Betrag in Höhe von 178.299 T€ (Vorjahr: 60.011 T€) aus und enthalten in der aktuellen Berichtsperiode hauptsächlich den GesamtertragausdemVerkaufderGeschäftsantei- le am assoziierten Unternehmen Behr-Hella Ther- mocontrol (siehe dazu auch Kapitel 16 und 22) eben- so wie Bewertungs- und Diskontierungseffekte sowie Ergebnisse von At Equity bilanzierten Beteili- gungen, während das Vorjahr maßgeblich Bewer- tungs-undDiskontierungseffektesowieErgebnisse von At Equity bilanzierten Beteiligungen enthält. Die Gewinne aus der Veräußerung von Sachanla- gen und immateriellen Vermögenswerten beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 5.727 T€ (Vorjahr: 265 T€). Das Nettofinanzergebnis belief sich auf 56.765 T€ (Vorjahr: 67.052 T€). Die Zahlungsmittelzuflüsse aus der Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, be- trugen im aktuellen Geschäftsjahr 91.125 T€ (Vor- jahr: Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von 41.537 T€). Die positive Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 132.663 T€ ist hauptsächlich auf geringere Zuführungen zu den Vertragsvermö- genswerten im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zur Vorjahresveränderung zurückzuführen. Aus dem Factoring-Programm sind Zahlungsmittelzu- flüsse in Höhe von 32.786 T€ (Vorjahr: 55.548 T€) enthalten. Die Veränderungen der Vorräte führ- ten zu einem Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 84.634 T€ (Vorjahr: 9.210 T€), maßgeblich beein- flusst durch ein geringeres Vorratsvermögen an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Die Zahlungsmit- telabflüsse aus der Veränderung der Verbindlich- keiten aus Lieferungen und Leistungen sowie an- derer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, betru- gen im aktuellen Geschäftsjahr 2024 5.031 T€ (Vorjahr: Zahlungsmittelzuflüsse in Höhe von 165.515 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vor- jahr in Höhe von 170.546 T€ ist hauptsächlich auf einen geringeren Aufbau von Personalabgrenzun- gen und -verbindlichkeiten sowie Vertragsver- bindlichkeiten im aktuellen Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zur Vorjahresveränderung zurückzufüh- ren. Der Saldo aus Steuererstattungen und Steuer- zahlungen wies einen Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 120.174 T€ aus (Vorjahr: 99.520 T€). Die erhaltenen Dividenden wiesen einen Zahlungs- mittelzufluss in Höhe von 10.340 T€ (Vorjahr: 6.887 T€) aus. Einen Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 3.718 T € (Vorjahr: Zahlungsmittelab- fluss in Höhe von 12.739 T€) wies der Saldo aus erhaltenen und gezahlten Zinsen aus. Somit wies der Cashflow aus betrieblicher Tätig- keit einen Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 854.141 T€ aus (Vorjahr: 825.694 T€). Der Saldo der Einzahlungen aus dem Verkauf so- wie Auszahlungen für die Beschaffung von imma- teriellen Vermögenswerten und Sachanlagen führte zu Zahlungsmittelabflüssen in Höhe von 665.033 T€ (Vorjahr: 620.400 T€). In der aktuellen Berichtsperiode wurden die Zah- lungsmittelzuflüsse aus dem Verkauf von Behr- Hella Thermocontrol in Höhe von 201.873 T€ den Einzahlungen aus dem Verkauf von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemein- schaftsunternehmen sowie von sonstigen Beteili- gungen im Cashflow aus der Investitionstätigkeit zugeordnet. Das aktuelle Geschäftsjahr enthält im Saldo Zah- lungsmittelzuflüsse aus Wertpapierverkäufen in Höhe von 14.134 T€ (Vorjahr: 63.329 T€). Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 278 Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wies damit einen Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 460.388 T€ aus (Vorjahr: 538.497 T€). Die Auszahlungen aus der Tilgung sowie Einzah- lungen aus der Aufnahme von Finanzschulden stellen in Summe Auszahlungen in Höhe von 153.178 T€ dar und wurden in der aktuellen Be- richtsperiode maßgeblich durch die fristgerechte Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 300.000 T€ im Mai 2024, Auszahlungen aus Leasingverbind- lichkeiten in Höhe von 44.483 T€ sowie durch ein im Februar 2024 begebenes Schuldscheindarle- hen in Höhe von 200.000 T€ beeinflusst (Vorjahr: in Summe Auszahlungen in Höhe von 149.018 T€). Die gezahlten Dividenden in Höhe von 81.294 T€ (Vorjahr: 320.243 T€) bestehen in der aktuellen sowie in der vergangenen Berichtsperiode maß- geblich aus Zahlungen an die Eigentümer der Mut- tergesellschaft. So wurden nach der Hauptver- sammlung am 26. April 2024 Dividenden an Eigentümer des Mutterunternehmens in Höhe von 78.889 T€ (0,71 € je Stückaktie) ausgezahlt. In der vergangenen Berichtsperiode wurden Dividenden in Höhe von 320.000 T€ (2,88 € je Stückaktie) an Eigentümer des Mutterunternehmens ausgezahlt. Somit wies der Cashflow aus der Finanzierungstä- tigkeit einen Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 234.472 T€ aus (Vorjahr: 469.261 T€). Die konsolidierungskreisbedingten Änderungen derZahlungsmittelundZahlungsmitteläquivalente belaufen sich in der aktuellen Berichtsperiode auf 38.128 T€, wovon in Summe 40.249 T€ auf die neu konsolidierten Gesellschaften HELLA BHAP Auto- motive Lighting Co. Ltd. und Hella Pagid GmbH entfallen. Gegenläufig wirken sich die Effekte der Hella OOO in Russland in Höhe von 2.121 T€ aus, da diese Tochtergesellschaft nicht mehr zum Kon- solidierungskreis des HELLA-Konzerns gehört. Die nachfolgende Tabelle zeigt die (Netto-)Verän- derungen der Summe aus kurz- und langfristigen Finanzschulden auf und stellt damit in Ergänzung zur Kapitalflussrechnung die nichtzahlungswirk- samen Veränderungen der Positionen dar. Die Zeile „Sonstige Änderungen“ beinhaltet haupt- sächlich nichtzahlungswirksame Zinsaufwendun- gen sowie nichtzahlungswirksame Änderungen des beizulegenden Zeitwerts.
| Leasing- | Sonstige | Summe | ||||
| verbindlich- | Finanz- | Finanz- | ||||
| T€ | Anleihen | Darlehen | keiten | schulden | schulden | |
| Stand | 31. Dezember 2022 | 889.166 | 283.013 | 170.301 | 86.333 | 1.428.814 |
| Zahlungswirksame | ||||||
| Veränderungen | (Netto-) Veränderungen | 0 | -112.416 | -38.934 | 2.332 | -149.018 |
| Neue Finannzierungs- | 0 | 0 | 19.473 | 0 | 19.473 | |
| leasingverträge | ||||||
| Nichtzahlungswirksame | ||||||
| Veränderungen | Auswirkungen von | -8.551 | -8.829 | -3.418 | -4.845 | -25.644 |
| Wechselkursänderungen | ||||||
| Sonstige Änderungen | 327 | -5.266 | 5.977 | 0 | 1.038 | |
| Stand | 31. Dezember 2023 | 880.942 | 156.501 | 153.400 | 83.821 | 1.274.663 |
| Zahlungswirksame | (Netto-) Veränderungen | -300.000 | 204.236 | -44.483 | -12.931 | -153.178 |
| Veränderungen | ||||||
| Neue Finanzierungs- | 0 | 0 | 35.708 | 0 | 35.708 | |
| leasingverträge | ||||||
| Veränderung | 0 | 2.547 | 4.492 | 19.888 | 26.928 | |
| Nichtzahlungswirksame | Konsolidierungskreis | |||||
| Veränderungen | ||||||
| Auswirkungen von | ||||||
| Wechselkursänderungen | -3.168 | 13.729 | 3.022 | 2.994 | 16.577 | |
| Sonstige Änderungen | -1.603 | -8.282 | 6.720 | 5.779 | 2.614 | |
| Stand | 31. Dezember 2024 | 576.171 | 368.731 | 158.859 | 99.551 | 1.203.312 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 279 41 Netto Cashflow Im Verhältnis zum Umsatz beträgt der Netto Cash- flow 2,4% (Vorjahr: 2,6 %). Für die interne Steuerung des HELLA Konzerns wird seit Beginn des Geschäftsjahres 2023 der Netto Cashflow als Leistungsindikator für die Kon- zernsteuerung verwendet. Der Netto Cashflow ist eine Kennzahl, die in den internationalen Rech- nungslegungsvorschriften nicht definiert ist. Sie wird jedoch in der Finanzberichterstattung des HELLA Konzerns als zusätzliche Information aus- gewiesen, da sie zur internen Steuerung verwen- det wird. Der Netto Cashflow wird in Relation zum Umsatz ausgewiesen, um unabhängig vom jewei- ligen Geschäftsvolumen einer Berichtsperiode eine sachgerechte Information zu liefern. Hierzu werden dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit die Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswer- ten sowie die Auszahlungen für die Beschaffung von Sachanlagen und immateriellen Vermögens- werten hinzugerechnet. Die daraus resultierende Größe ist der Netto Cashflow. Der Netto Cashflow bleibt mit 189.108 T € im Ge- schäftsjahr 2024 leicht unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 205.294 T€). Die leichte Reduzierung gegenüber dem Vorjahr ist maßgeblich auf eine Erhöhung der zahlungswirksamen Investitions- tätigkeiten für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen, die mit 665.033 T€ über dem Vorjahr in Höhe von 620.400 T€ liegen. Dem gegenüber stehen operative Ver- besserungen, ersichtlich in einer Erhöhung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit auf 854.141 T € (Vorjahr: 825.694 T€). Der Netto Cashflow liegt somit im Verhältnis zum Umsatz in Höhe von 8.024.792 T€ (Vorjahr: 7.954.141 T€) bei 2,4 % (Vorjahr: 2,6 %). Die Entwicklungen des Netto Cashflows für die Geschäftsjahre 2024 und 2023 sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| T€ | 2024ꢀ | 2023 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 854.141 | 825.694 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und von immateriellen Vermögenswerten | 15.323 | 14.785 |
| Auszahlungen für die Beschaffung von Sachanlagen | -455.751 | -464.383 |
| Auszahlungen für die Beschaffung von immateriellen Vermögenswerten | -224.606 | -170.802 |
| Netto Cashflow | 189.108 | 205.294 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 280 42 Angaben über Beziehungen zu nahe- stehenden Unternehmen und Personen Die HELLA GmbH & Co. KGaA und ihre Tochterge- sellschaften pflegen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen und Personen. Neben den Geschäftsbeziehungen zu in den Konzernab- schluss einbezogenen vollkonsolidierten Gesell- schaften existieren Beziehungen zu assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die als nahestehende Unternehmen nach IAS 24 zu qualifizieren sind. Darüber hinaus werden seit Februar 2022 Geschäftsbeziehungen mit der FORVIA Konzerngruppe als nahestehende Unter- nehmen berichtet, wenn diese Unternehmen nicht Teil des HELLA Konzerns sind. Entsprechen- de Angaben werden für die Aufwendungen und Erträge vorgenommen. Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises und nahestehenden Unternehmen bestanden insbe- sondere mit den assoziierten Unternehmen, Ge- meinschaftsunternehmen, den nicht konsolidier- ten verbundenen Unternehmen sowie den Ge- sellschaften der FORVIA Konzerngruppe. Die offenen Posten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Kauf bzw. Verkauf von Waren und Dienst- leistungen zwischen Gesellschaften des Konsoli- dierungskreises und assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, den nicht konsoli- dierten verbundenen Unternehmen sowie den Gesellschaften der FORVIA Konzerngruppe sind in den jeweiligen Posten dargestellt. Weitere Er- läuterungen zu Lieferungen und Leistungen siehe Kapitel 26 und 35. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 281 Als Mitglieder des Managements in Schlüsselpo- sitionen gelten bei der HELLA GmbH & Co. KGaA die Geschäftsführung, die Mitglieder des Gesell- schafterausschusses und des Aufsichtsrates so- wie bei der FORVIA S.E. die Mitglieder des Board of Directors und des Executive Committees und bei der Forvia Germany GmbH die Mitglieder der Geschäftsführung. Diese Personen, ihre nahen Familienangehöri- gen sowie die durch sie einzeln oder gemein- schaftlich kontrollierten Unternehmen gelten im Sinne des IAS 24 als nahestehende Unterneh- men oder Personen.
Folgende Geschäfte wurden mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt:
| T€ | 2024 | 2023 |
| Erträge aus dem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen | 293.212 | 87.138 |
| mit assoziierten Unternehmen | 34.188 | 23.250 |
| mit Gemeinschaftsunternehmen | 181.373 | 19.426 |
| mit verbundenen Gesellschaften ohne Einbezug in den | 3.304 | 288 |
| Konzern-Abschluss | ||
| FORVIA Gruppe | 74.347 | 44.045 |
| Management in Schlüsselpositionen | 0 | 99 |
| durch Management in Schlüsselpositionen kontrollierte Unternehmen | 0 | 31 |
| Aufwendungen aus dem Kauf von Gütern und Dienstleistungen | 100.690 | 152.107 |
| mit assoziierten Unternehmen | 211 | 155 |
| mit Gemeinschaftsunternehmen | 16.329 | 108.979 |
| mit Beteiligungen | 0 | 1.803 |
| mit verbundenen Gesellschaften ohne Einbezug in den | 29.807 | 31.706 |
| Konzern-Abschluss | ||
| FORVIA Gruppe | 54.343 | 9.432 |
| Management in Schlüsselpositionen | 0 | 0 |
| durch Management in Schlüsselpositionen kontrollierte Unternehmen | 0 | 32 |
Die Geschäftsbeziehungen mit den nahestehen- den Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Sie un- terscheiden sich grundsätzlich nicht von den Lie- fer- und Leistungsbeziehungen mit Dritten. Der HELLA Konzern hat mit keiner nahestehenden Person wesentliche Geschäfte abgeschlossen. Bei den Erträgen gegenüber dem Management in Schlüsselpositionen oder durch diese kontrollier- ten Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Warenlieferungen, bei den Aufwendungen handelt es sich um Warenlieferungen, Mietauf- wendungen sowie sonstige Dienstleistungen. Für die Übernahme der persönlichen Haftung er- hält die HELLA Geschäftsführungsgesellschaft mbH in ihrer Funktion als persönlich haftende Gesellschafterin eine Haftungsvergütung in Höhe von 1 T € (Vorjahr: 1 T €). Darüber hinaus hat die Gesellschaft gegenüber der HELLA GmbH & Co. KGaA Anspruch auf Ersatz aller ihr im Zusammen- hang mit der Führung der Geschäfte der Gesell- schaft entstehenden Aufwendungen einschließ- lich der Vergütung der Organe. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 282 Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen:
| T€ | 2024 | 2023 |
| Kurzfristig fällige Leistungen | 8.574 | 9.526 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 1.416 | 2.027 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 452 | 1.101 |
| Anteilsbasierte Vergütung | 760 | 2.065 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 |
| Gesamt | 11.201 | 14.719 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Gesamtbezüge der Organe (§ 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a und b HGB) für das Geschäftsjahr 2024 und die jeweiligen Vorjah- reswerte des Geschäftsjahres 2023: Gesamtbezüge der Organe:
| T€ | 2024 | 2023 |
| Gesamtbezüge der aktiven Organmitglieder | 8.574 | 9.526 |
| Geschäftsführung | 6.260 | 7.240 |
| Aufsichtsrat | 1.125 | 1.103 |
| Gesellschafterausschuss | 1.189 | 1.183 |
| Gesamtbezüge früherer Organmitglieder | ||
| und deren Hinterbliebenen | 1.858 | 3.726 |
| Geschäftsführung | 1.858 | 3.726 |
| Aufsichtsrat | 0 | 0 |
| Gesellschafterausschuss | 0 | 0 |
Vergütung der aktiven Mitglieder der Geschäftsführung Die im Geschäftsjahr 2024 nach IFRS erfassten Aufwendungen für die Vergütung der aktiven Mit- glieder der Geschäftsführung betrugen 8.887 T€ (Vorjahr: 12.650 T€). Die Mitglieder der Geschäfts- führung erhalten ein jährliches Festgehalt, das in 12 Monatsraten ausgezahlt wird und dessen Ange- messenheit jährlich überprüft wird. Es betrug im Geschäftsjahr 2024 insgesamt 3.245 T€ für alle aktiven Mitglieder der Geschäftsführung (Vorjahr: 3.302 T€). Zusätzlich erhalten die aktiven Mitglie- der der Geschäftsführung Sachbezüge und sons- tige Nebenleistungen, eine kurzfristige variable Vergütung (STI), eine langfristige variable Vergü- tung (LTI) sowie Pensionszusagen. Die Sachbezüge sowie sonstigen Nebenleistungen der im Berichts- zeitraum aktiven Geschäftsführer beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 insgesamt auf einen Gegen- wert von 541 T€ (Vorjahr: 155 T€). Die Sachbezüge wurden zu Ist-Kosten bewertet. Diese bestehen hauptsächlichinderprivatenNutzungsmöglichkeit des Dienstwagens, der Übernahme dienstbezoge- ner Unterbringungs- und Reisekosten und der Ein- beziehung in die Vermögensschadenhaftpflicht- versicherung (D&O-Versicherung) des Konzerns. Der nach IFRS erfasste Aufwand für die kurzfristi- ge variable Vergütung (STI) im Geschäftsjahr 2024 betrug insgesamt 2.474 T€ für alle aktiven Mitglie- der der Geschäftsführung (Vorjahr: 3.783 T€), und die Rückstellung hierfür betrug zum 31. Dezember 2024 insgesamt 2.474 T€ (Vorjahr: 3.557 T€). Die kurzfristige variable Vergütung wird als einjähri- Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 283 ger, in Geld ausgezahlter Bonus als Vielfaches des jährlichen Festgehalts in Abhängigkeit des Grads der Erreichung bestimmter Ziele gewährt. Diese Ziele setzen sich zusammen aus operativen Kenn- zahlen (im abgelaufenen Geschäftsjahr: Opera- ting Income-Marge und Netto Cashflow) und be- sonderen (priorisierten) Zielen, die wiederum aus Kollektiv-/Teamzielen (darunter ESG-bezogene Ziele) und individuellen Zielen bestehen und jähr- lich neu festgelegt werden. Bis einschließlich des Rumpfgeschäftsjahres 2022 als Basisgeschäftsjahr wurde die langfristige vari- able Vergütung (LTI) noch anteilsbasiert gewährt und nach einem fünfjährigen Bemessungszeit- raum in Abhängigkeit der Entwicklung des Aktien- kurses sowie konzernspezifischer Erfolgsziele (RoIC und EBT-Marge) in bar ausgezahlt. Für das erste Geschäftsjahr des Bemessungszeitraums wurde ein LTI-Basisbetrag zugeteilt, dessen Höhe vom erreichten RoIC abhängt. In den folgenden vier Jahren der Laufzeit werden jährlich die drei vorgenannten Zielgrößen mit den Werten des ers- ten Geschäftsjahres verglichen. Die so ermittelten Teilabrechnungsbeträge fließen gemeinsam mit dem LTI-Basisbetrag zu je einem Fünftel in den Auszahlungsbetrag ein. Die Aufwendungen wur- den mit einem geeigneten Bewertungsmodell (Monte-Carlo-Simulation: Annahmen der Monte- Carlo Simulation: Aktienkurssimulation nach dem Black-Scholes-Modell über LTI-Restlaufzeit; Aus- gangskurs: 88,30 € (Handelsplattform Xetra; Schlusskurs 30.12.2024); Volatilität annualisiert (250 Tage; entsprechend der LTI-Restlaufzeit er- wartete Volatilität basierend auf laufzeitadäqua- ter historischer Volatilität); risikofreier Zinssatz entsprechend LTI-Restlaufzeit (gemäß Rendite- kurve für börsennotierte deutsche Staatsanlei- hen, veröffentlicht von der Deutschen Bundes- bank); Dividenden gemäß Dividendenbekanntma- chung (keine Planwerte)) ermittelt. Der nach IFRS erfasste Aufwand für die anteilsbasierte langfris- tige variable Vergütung im Geschäftsjahr 2024 betrug insgesamt 760 T€ für alle aktiven Mitglie- der der Geschäftsführung (Vorjahr: 2.065 T €) und die Rückstellung hierfür betrugen zum 31. Dezem- ber 2024 insgesamt 9.739 T€ (Vorjahr: 9.641 T€). Seit Beginn des Geschäftsjahres 2023 wird keine anteilsbasierte LTI-Regelung mehr praktiziert. Die seitdem verwendete neue LTI-Regelung sieht vor, dass zwei gleich gewichtete LTI-Bestandteile ge- währt werden, die jeweils einen vierjährigen Refe- renzzeitraum mit einem zweijährigen Bemes- sungszeitraum (LTI-Bestandteil 1) bzw. mit einem dreijährigen Bemessungszeitraum (LTI-Bestand- teil 2) umfassen. Ob und in welcher Höhe eine Auszahlung erfolgt, steht erst nach Ablauf des Referenzzeitraums fest, der für die Tranche des Geschäftsjahres 2024 mit dem Ablauf des Ge- schäftsjahres 2027 endet.
Der nach IFRS erfasste
Aufwand für die nicht-anteilsbasierte langfristige variable Vergütung im Geschäftsjahr 2024 betrug insgesamt 452 T€ für alle aktiven Mitglieder der Geschäftsführung (Vorjahr: 1.101 T€) und die Rückstellung hierfür betrugen zum 31. Dezember 2024 insgesamt 1.382 T€ (Vorjahr: 1.016 T€). In den oben dargestellten Gesamtbezügen für die Geschäftsführung (§ 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a und b HGB) für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 ist kei- ne langfristige variable Vergütung (LTI) enthalten. Dies liegt daran, dass die Gesellschaft seit Beginn des Geschäftsjahres 2023 keine anteilsbasierte LTI-Regelung mehr praktiziert und in den Ge- schäftsjahren 2023 und 2024 auch keine Bewer- tungszeiträume für frühere, nicht-anteilsbasierte LTI-Tranchen abgelaufen sind. Kündigt ein Geschäftsführungsmitglied den Dienstvertrag oder endet der Dienstvertrag aus einem vom Geschäftsführungsmitglied zu vertre- tenden wichtigen Grund im Sinne des § 626 BGB, verfallen sowohl unter der alten anteilsbasierten LTI-Regelung als auch unter der neuen nicht-an- teilsbasierten LTI-Regelung noch nicht ausgezahl- te LTI-Vergütungsansprüche. Bei Beendigung des Dienstvertrags aus sonstigen Gründen kommt es unter Umständen zu einer zeitanteiligen Kürzung der LTI-Tranchen, deren Bemessungszeitraum im Zeitpunkt der Beendigung noch nicht abgelaufen ist. Daneben gewährt die Gesellschaft Pensions- zusagen im Rahmen eines beitragsorientierten Kapitalkontensystems, in das jährlich ein Prozent- satz (40 % bzw. 50 % beim Vorsitzenden der Ge- schäftsführung) des jährlichen Festgehalts als Fi- nanzierungsbeitrag eingestellt wird. Die Mitglie- der der Geschäftsführung haben zusätzlich die Möglichkeit, im Wege der Entgeltumwandlung optionale Einzahlungen vorzunehmen. Im Versor- gungsfall wird die aufgelaufene Kapitalleistung entweder als Einmalzahlung oder – sofern die Ge- sellschaft zustimmt – in Form einer Ratenzahlung über einen maximalen Zeitraum von acht Jahren ausbezahlt. Das Kapitalkonto wird grundsätzlich am 31. Mai des Folgejahres aufgelöst, in dem der Geschäftsführer das 58. Lebensjahr vollendet. Ein Anspruch auf Auszahlung entsteht erst, wenn der Geschäftsführer aus dem Unternehmen ausge- schieden ist. Auf Wunsch eines Geschäftsführers und mit Zustimmung der Gesellschaft kann die Laufzeit verlängert werden.
Der Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obli- gation) für Verpflichtungen aus dem beitragsorien- Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 284 tierten Kapitalkontensystem für die aktiven Ge- schäftsführer betrug am 31. Dezember 2024 5.074 T€ (Vorjahr: 5.377 T€). Die in Form von Fondsantei- len ausgestalteten und an die aktiven Berechtigten verpfändeten Finanzierungsbeiträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 1.550 T€ (Vorjahr: 976 T€). Zum Bilanzstichtag bestehen Planvermögen in Höhe von 4.396 T€ (Vorjahr: 4.368 T€). Unter bestimmten Umständen kann den Mitglie- dern der Geschäftsführung ein Anspruch auf eine Abfindung zustehen. Widerruft die Gesellschaft die Bestellung eines Mitglieds der Geschäftsfüh- rung vor dem Ende der Laufzeit des Dienstver- trags, kann der Dienstvertrag vorzeitig außeror- dentlich gekündigt werden. In diesen Fällen steht dem Mitglied der Geschäftsführung, sofern der Dienstvertrag nicht aus einem von ihm zu vertre- tenden wichtigen Grund beendet wird, eine Abfin- dung in Höhe des Zweifachen seiner Jahresvergü- tung oder, wenn die Restlaufzeit des Dienstver- trags weniger als zwei Jahre beträgt, eine zeitanteilig gekürzte Abfindung zu. Einem Mitglied derGeschäftsführungstehtzudemeinSonderkün- digungsrecht bis zum 31. Dezember 2027 zu. Die
Rückstellungen für an Mitglieder der Geschäfts - führung zu zahlende Abfindungen betrugen zum Bilanzstichtag insgesamt 0 T€ (Vorjahr: 0 T€).
Vergütung der früheren Mitglieder der Geschäftsführung Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen in Höhe von 13.709 T€ (Vor- jahr: 14.158 T€). Zusätzlich wurden in Höhe von 2.411 T€ (Vorjahr: 3.076 T€) Ansprüche an die Alli- anz Pensionsfonds AG übertragen. Die Nettover- pflichtung des an die Allianz Pensionsfonds AG übertragenen Anteils beläuft sich auf 167 T€ (Vor- jahr: 193 T€). Der Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) aus dem beitragsorientierten Kapitalkontensystem gegenüber früheren Mit- gliedern der Geschäftsführung und deren Hinter- bliebenen beträgt 7.102 T€ (Vorjahr: 8.260 T€). Zum Bilanzstichtag bestehen Planvermögen in Höhe von 7.530 T€ (Vorjahr: 7.797 T€). Die Pensionszahlungen an frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen be- liefen sich auf 912 T€ (Vorjahr: 956 T€). Die Gesamt- bezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2024 insgesamt 1.858 T€ (Vorjahr: 3.726 T€), die sich hauptsächlich aus auszahlungsreifen LTI-Tranchen der Vorjahre, Ab- findungszahlungen und Zahlungen aus Pensions- verpflichtungen zusammensetzten. Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates Der nach IFRS erfasste Aufwand für die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates (Festvergütung und Ausschusstätigkeit) betrug für das Geschäfts- jahr 2024 1.125 T€ (Vorjahr: 1.103 T€). Hiervon ent- fällt auf die Festvergütung ein Anteil von 1.000 T€ (Vorjahr: 978 T€) und auf die Ausschusstätigkeit ein Anteil von 125 T€ (Vorjahr: 125 T€). Eine variable Vergütung ist im Vergütungssystem für den Auf- sichtsrat nicht vorgesehen. Die Arbeitnehmerver- treter im Aufsichtsrat erhalten eine marktübliche Vergütung. Vergütung der Mitglieder des Gesellschafterausschusses Der nach IFRS erfasste Aufwand für die Vergütung der Mitglieder des Gesellschafterausschusses be- trug für das Geschäftsjahr 2024 1.189 T€ zuzüglich Umsatzsteuer (Vorjahr: 1.183 T€ zuzüglich Um- satzsteuer). Die gesamte Summe entfällt auf die Festvergütung; eine variable Vergütung oder eine Vergütung für Ausschusstätigkeit sind im Vergü- tungssystem für den Gesellschafterausschuss nicht vorgesehen. Den Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans, des Aufsichtsrats und des Gesellschafterausschusses wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. 43 Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex Am 27. Februar 2025 haben die persönlich haften- den Gesellschafter sowie der Gesellschafteraus- schuss und der Aufsichtsrat der HELLA GmbH & Co. KGaA („Gesellschaft“) gemäß § 161 AktG eine gemeinsame Entsprechenserklärung verabschie- det, in welcher festgehalten wurde, dass den Emp- fehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird sowie welche Empfehlungen derzeit nicht angewendet wurden oder werden. Diese Fassung ist auf der Internetsei- te der Gesellschaft unter www.hella.com/de/Unter- nehmen/Governance-257/ dauerhaft zugänglich gemacht worden. Für weitere Ausführungen zu den Vergütungssystemen für die Geschäftsführer der HELLA Geschäftsführungsge- sellschaft mbH sowie die Mit- glieder des Aufsichtsrates und des Gesellschafteraus- schusses der HELLA GmbH & Co. KGaA wird auf den Vergü- tungsbericht verwiesen. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 285 44 Berichterstattung zu Nachfolgend werden die Buchwerte und beizule- genden Zeitwerte nach Klassen von Finanzinstru- menten und die Buchwerte nach IFRS 9-Bewer- tungskategorien zum 31. Dezember 2024 und zum 31. Dezember 2023 dargestellt. Finanzinstrumenten
| Bewertungs- | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert | ||
| kategorie nach | 31. Dezem- | 31. Dezem- | 31. Dezember | 31. Dezember | Bewertungs- | |
| T€ | IFRS 9 | ber 2024 | ber 2024 | 2023 | 2023 | hierarchie |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Amortized cost | 1.293.167 | 1.293.167 | 1.090.450 | 1.090.450 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Amortized cost | 941.371 | 941.371 | 923.065 | 923.065 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Fremdkapitalinstrumente | FVOCI | 106.088 | 106.088 | 99.351 | 99.351 | Stufe 1 |
| Darlehen | Amortized cost | 14.801 | 14.801 | 24.021 | 24.021 | |
| Sonstige Bankbestände | Amortized cost | 2.265 | 2.265 | 4.558 | 4.558 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung | n.a. | 4.392 | 4.392 | 26.443 | 26.443 | Stufe 2 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | FVPL | 488 | 488 | 2.142 | 2.142 | Stufe 2 |
| Sonstige Forderungen mit Finanzierungscharakter | Amortized cost | 18.346 | 18.346 | 20.141 | 20.141 | |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte ohne | ||||||
| Leasingforderungen | 2.380.919 | 2.380.919 | 2.190.170 | 2.190.170 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Eigenkapitalinstrumente | FVPL | 58.518 | 58.518 | 55.313 | 55.313 | Stufe 3 |
| Eigenkapitalinstrumente | FVOCI | 3.527 | 3.527 | 5.708 | 5.708 | Stufe 1 |
| Eigenkapitalinstrumente | FVOCI | 526 | 526 | 756 | 756 | Stufe 2 |
| Fremdkapitalinstrumente | FVPL | 12.962 | 12.962 | 16.859 | 16.859 | Stufe 2 |
| Darlehen | Amortized cost | 92 | 92 | 126 | 126 | Stufe 2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Amortized cost | 48 | 48 | 38 | 38 | Stufe 2 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte ohne | ||||||
| Leasingforderungen | 75.672 | 75.672 | 78.799 | 78.799 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte ohne | ||||||
| Leasingforderungen | 2.456.591 | 2.456.591 | 2.268.970 | 2.268.970 | ||
| Finanzschulden | ||||||
| Finanzschulden gegenüber Kreditinstituten | Amortized cost | 123.344 | 123.344 | 400.037 | 400.037 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Amortized cost | 1.506.396 | 1.506.396 | 1.364.891 | 1.364.891 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung | n.a. | 21.787 | 21.787 | 5.080 | 5.080 | Stufe 2 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | FVPL | 10.554 | 10.554 | 2.035 | 2.035 | Stufe 2 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | Amortized cost | 278.930 | 278.930 | 268.157 | 268.157 | |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.941.012 | 1.941.012 | 2.040.201 | 2.040.201 | ||
| Finanzschulden | ||||||
| Finanzschulden gegenüber Kreditinstituten | Amortized cost | 348.011 | 349.712 | 145.190 | 159.427 | Stufe 2 |
| Anleihen | Amortized cost | 573.097 | 537.344 | 576.036 | 516.592 | Stufe 1 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung | n.a. | 42.223 | 42.223 | 40.454 | 40.454 | Stufe 2 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | FVPL | 32.513 | 32.513 | 27.973 | 27.973 | Stufe 2 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | Amortized cost | 13.576 | 13.576 | 9.252 | 9.252 | |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.009.421 | 975.369 | 798.905 | 753.699 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 2.950.433 | 2.916.381 | 2.839.106 | 2.793.899 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 286
| Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert | |
| 31. Dezember | 31. Dezember | 31. Dezember | 31. Dezember | |
| T€ | 2024 | 2024 | 2023 | 2023 |
| Davon aggregierte nach Bewertungskategorien | ||||
| gemäß IFRS 9: | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| FVPL | 71.969 | 71.969 | 74.313 | 74.313 |
| Amortized cost | 2.270.089 | 2.270.089 | 2.062.399 | 2.062.399 |
| FVOCI | 110.141 | 110.141 | 105.814 | 105.814 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Amortized cost | 2.843.355 | 2.809.303 | 2.763.564 | 2.718.357 |
| FVPL | 43.068 | 43.068 | 30.008 | 30.008 |
Erläuterungen zu den Abkürzungen: FVPL: Fair Value through Profit or Loss, zum beizu- legenden Zeitwert mit Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung bewertet. FVOCI: Fair Value through Other Comprehensive Income, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertän- derungen im sonstigen Ergebnis bewertet. Bei finanziellen Vermögenswerten und finanziel- len Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, hängt das angewende- te Bewertungsverfahren davon ab, welche Input- faktoren vorliegen. Wenn notierte Preise auf akti- ven Märkten für identische Vermögenswerte er- mittelt werden können, werden diese zur Bewertung herangezogen (Stufe 1). Wenn dies nicht möglich ist, werden die beizulegenden Zeit- werte vergleichbarer Markttransaktionen heran- gezogen sowie finanzwirtschaftliche Methoden unter Heranziehung von Marktparametern (Kapi- talwertmethode, Forward-Standard-Methode, Ableitung des Fair Values von vergleichbaren marktorientierten Werten), basierend auf beob- achtbaren Marktdaten, verwendet (Stufe 2). So- fern die beizulegenden Zeitwerte nicht auf beob- achtbaren Marktdaten basieren, werden sie mithil- fe anerkannter finanzmathematischer Methoden oder auf Basis von beobachtbaren erzielbaren Preisen im Rahmen von zuletzt durchgeführten qualifizierten Finanzierungsrunden unter Berück- sichtigung des Lebens- und Entwicklungszyklus des jeweiligen Unternehmens ermittelt (Stufe 3). Der Konzern erfasst mögliche Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value- Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. In der aktuellen Be- richtsperiode 2024 wurden wie im Vorjahr keine Transfers zwischen verschiedenen Leveln der Fair- Value-Hierarchie vorgenommen. Bei den kurzfris- tigen Finanzinstrumenten entsprechen die Buch- werte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten und der hohen Bonität der Kontrahenten dem beizulegen- den Zeitwert. Die langfristigen Finanzinstrumente der Aktivsei- te setzen sich im Wesentlichen aus sonstigen Be- teiligungen, Wertpapieren als Deckungsvermö- gen für Pensionsrückstellungen und Ausleihun- gen zusammen. Die langfristigen
Eigenkapitalinstrumente stellen andere Beteili- gungen, die als FVOCI erfasst und in Höhe von 4.053 T€ (Vorjahr: 6.464 T€) bewertet werden, und nicht konsolidierte verbundene Unterneh- men, die als FVPL erfasst und in Höhe von 58.518 T € (Vorjahr: 55.313 T€) bewertet werden, dar. Eine Änderung der Bewertungsparameter, insbesondere der zukünftigen Ergebnisse und Multiplikatoren, würde keine wesentliche Auswirkung auf die Gewinn- und Verlust- rechnung des Konzerns haben. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 287 Die folgende Tabelle zeigt die Änderungen der Finanzinstrumente der Stufe 3:
| T€ | 2024 | 2023 |
| Stand am 1. Januar | 55.313 | 58.022 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | -1.774 | 9.120 |
| Erfolgswirksam erfasste Änderung des beizulegenden Zeitwerts | 14.241 | -11.675 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Umrechnungsdifferenzen | 2.240 | -2.044 |
| Zugänge | 3.759 | 4.873 |
| Abgänge | -15.261 | -8.071 |
| Umklassifizierungen von Stufe 2 nach Stufe 3 | 0 | 5.088 |
| Stand am 31. Dezember | 58.518 | 55.313 |
Gestellte Sicherheiten Zum 31. Dezember 2024 wurden verzinsliche Geldanlagen in Höhe von 20.400 T€ (Vorjahr: 39.500 T €) für die gesetzlich vorgeschriebene In- solvenzabsicherung von Guthaben aus Altersteil- zeitregelungen an einen Treuhänder verpfändet. Diese werden in Höhe des Erfüllungsbetrages der Altersteilzeitverpflichtung mit den Verpflichtun- gen aus Altersteilzeit saldiert. Daneben wurden finanzielle Vermögenswerte zur Besicherung zweier als Sicherungsgeschäfte dienender Deriva- tekontrakte verpfändet. Der Buchwert der ver- pfändeten finanziellen Vermögenswerte betrug 71.405 T€ (Vorjahr: 0 T€).
In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten pro Bewertungskategorie des IFRS 9 für das Geschäftsjahr 2024 dargestellt:
| Fair-Value- | Währungs- | ||||
| T€ | Zinsen | Dividenden | Bewertung | umrechnung | 2024 |
| Finanzielle Vermögenswerte FVPL | 0 | 0 | -18.887 | 0 | -18.887 |
| Finanzielle Vermögenswerte FVOCI | 2.308 | 0 | 57 | 0 | 2.365 |
| Finanzielle Vermögenswerte Amortized cost | 37.406 | 0 | 0 | 14.420 | 51.826 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten Amortized cost | -49.672 | 0 | 0 | 6.603 | -43.069 |
| Gesamt | -9.957 | 0 | -18.830 | 21.022 | -7.765 |
In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten pro Bewertungskategorie des IFRS 9 für das Geschäftsjahr 2023 dargestellt:
| Fair-Value- | Währungs- | ||||
| T€ | Zinsen | Dividenden | Bewertung | umrechnung | 2023 |
| Finanzielle Vermögenswerte FVPL | 0 | 0 | 16.859 | 0 | 16.859 |
| Finanzielle Vermögenswerte FVOCI | 2.440 | 0 | 181 | 0 | 2.621 |
| Finanzielle Vermögenswerte Amortized cost | 24.261 | 0 | 0 | -7.584 | 16.677 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten Amortized cost | -46.587 | 0 | 0 | -21.177 | -67.764 |
| Gesamt | -19.886 | 0 | 17.040 | -28.761 | -31.607 |
Nettogewinne/-verluste pro Bewertungskategorie In die Ermittlung des Nettoergebnisses aus Finanz- instrumenten werden Wertberichtigungen und Aufholungen, Aufwendungen bzw. Erträge aus An- wendung der Effektivzinsmethode, Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, Abgangsgewinne bzw. -verluste und sonstige er- folgswirksamerfassteÄnderungendesbeizulegen- denZeitwertsvonFinanzinstrumenteneinbezogen. Finanzrisikomanagement Der HELLA Konzern ist durch seine Geschäftstätig- keit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Dies sind insbesondere das Liquiditäts-, das Wäh- rungs- und das Zinsrisiko. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 288 DasRisikomanagementerfolgtimzentralenFinanz- management auf Basis der von den Unterneh- mensorganen verabschiedeten Richtlinien. Detail- lierte Angaben gehen aus dem Lagebericht hervor. Auf der Beschaffungsseite bestehen Risiken be- züglich der allgemeinen Versorgungssicherheit. Darüber hinaus ergeben sich Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Leasingforderungen, aber auch aus Forderungen im Zusammenhang mit Finanztransaktionen wie der Anlage liquider Mittel oder dem Erwerb von Wertpapieren. Liquiditätsrisiken können sich aus einer erheblichen Verschlechterung des operati- ven Geschäfts, aber auch als Konsequenz aus den vorgenannten Risikokategorien ergeben. Management von Liquiditätsrisiken HELLA arbeitet mit weitgehend zentralen Liquidi- tätsstrukturen zur konzernweiten Bündelung von Liquidität („Cash Pooling“). Die zentrale Liquidität wird regelmäßig ermittelt sowie durch einen Bot- tom-up-Prozess geplant. Auf Basis der Liquiditäts- planung steuert HELLA aktiv das Kreditportfolio. In den nachfolgenden Tabellen werden die maxi- mal zu leistenden Auszahlungen dargestellt. Die Betrachtung bildet den für HELLA ungünstigsten Fall ab, das heißt den jeweils frühestmöglichen vertraglichen Zahlungstermin (sogenannter Worst-Case). Dabei werden Gläubigerkündigungs- rechte berücksichtigt. Fremdwährungspositionen werden jeweils mit dem am Bilanzstichtag gelten- den Stichtags-Kassakurs umgerechnet. Zinszah- lungen aus variabel verzinsten Positionen werden einheitlich mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Referenzzinssatz berechnet. Von den maximalen Auszahlungen aus originären finanziellen Ver- bindlichkeiten unter einem Jahr machen die Ver- bindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mehr als 80 % des Gesamtbetrags aus. Diese ha- ben eine durchschnittliche Fälligkeit wie in Kapitel 35 angegeben. Neben originären Finanzinstru- menten werden ebenfalls derivative Finanzinstru- mente (beispielsweise Devisentermingeschäfte) berücksichtigt. Für Derivate, deren Zahlungen brutto zwischen den beteiligten Parteien ausgegli- chen werden, wird im Sinne der Worst-Case-Be- trachtung nur die Auszahlung dargestellt. Diesen Auszahlungen stehen Einzahlungen gegenüber, die ebenfalls dargestellt werden. Ferner werden in die zu leistenden Auszahlungen eingeräumte, noch nicht vollständig gezogene Kredite und her- ausgelegte Finanzgarantien einbezogen.
Maximal zu leistende Auszahlungen zum 31. Dezember 2024
| Weniger als | Zwischen 1 und | |||
| T€ | 1 Jahr | 5 Jahren | Nach 5 Jahren | Summe |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 1.989.714 | 905.726 | 200.614 | 3.096.054 |
| Derivative Finanzinstrumente | 1.337.945 | 213.498 | 219.679 | 1.771.122 |
| Leasingverbindlichkeiten | 39.178 | 98.818 | 20.863 | 158.859 |
| Summe | 3.366.837 | 1.218.042 | 441.156 | 5.026.035 |
| Einzahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten | 1.308.814 | 182.763 | 154.097 | 1.645.674 |
Maximal zu leistende Auszahlungen zum 31. Dezember 2023
| Weniger als | Zwischen 1 und | |||
| T€ | 1 Jahr | 5 Jahren | Nach 5 Jahren | Summe |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 2.035.985 | 706.721 | 177.627 | 2.920.333 |
| Derivative Finanzinstrumente | 1.106.555 | 192.339 | 233.543 | 1.532.437 |
| Leasingverbindlichkeiten | 34.251 | 100.017 | 39.792 | 174.060 |
| Summe | 3.176.791 | 999.077 | 450.962 | 4.626.830 |
| Einzahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten | 1.125.049 | 164.575 | 165.315 | 1.454.939 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 289 Darüber hinaus ist die Liquiditätsversorgung des Konzerns durch die vorhandenen Kassenbestän- de und verfügbaren Guthaben bei Kreditinstitu- ten, die veräußerbaren kurzfristigen Wertpapiere sowie die freien, ungenutzten Barkreditlinien ausreichend sichergestellt. In der nachfolgenden Tabelle werden die wesentlichen Liquiditätsinstrumente aufgezeigt:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.293.167 | 1.090.450 |
| Veräußerbare Wertpapiere | 109.515 | 113.119 |
| Freie, ungenutzte Barkreditlinien | 482.111 | 497.252 |
| Summe | 1.884.793 | 1.700.821 |
Der Gesamtbetrag der dem HELLA Konzern zur Verfügung gestellten Barkreditlinien beläuft sich auf ein Volumen in Höhe von rund 488.081 T€ (Vorjahr: 501.362 T€). Diese setzen sich aus einem syndizierten Kredit mit einem Volumen von 450.000 T€ (Laufzeit bis 2027, Ausnutzung per 31. Dezember 2024: 0 %) und kurzfristigen Geld- marktlinien mit einem Volumen von 38.081 T€ (Ausnutzung per 31. Dezember 2024: 16 %) zusam- men. Bei Letzteren bestehen teilweise marktübli- che Gläubigerkündigungsrechte (im Rahmen von Financial Covenants). Diese Covenants werden im Rahmen der Unternehmensplanung laufend überwacht und derzeit eingehalten. Aufgrund des breiten und internationalen Kernbankenkreises und der Nutzung des Kapitalmarktes zur Finanzie- rung wird das Refinanzierungsrisiko als sehr ge- ring eingestuft. Es bestehen keine Konzentrati- onsrisiken in der Liquiditätssicherstellung.
Management von Währungsrisiken Währungsrisiken (im Sinne von Transaktionsrisi- ken) entstehen aus Forderungen, Verbindlichkei- ten, liquiden Mitteln und Wertpapieren sowie schwebenden Geschäften in einer anderen als der funktionalen Währung. Das Währungsrisiko des HELLA Konzerns wird als Netto-Exposure aus der Aggregation geplanter Fremdwährungscashflows für den Konzern ermittelt. Das Netto-Exposure wird laufend überwacht und gesteuert, indem gemäß der HELLA Sicherungs- strategie, die regelmäßig überprüft wird, die Si- cherungsziele regelmäßig angepasst werden. Dazu werden Währungsderivate, maßgeblich De- visentermingeschäfte, abgeschlossen, mit denen wechselkursbedingte Schwankungen dieser Zah- lungen bzw. Positionen kompensiert werden. Grundsätzlich wird die Veränderung des Zeitwerts von Währungsderivaten erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Beim Cash- flow-Hedge-Accounting im Sinne von IFRS 9 wer- den die unrealisierten Gewinne und Verluste des effektiven Teils der Sicherungsgeschäfte zunächst in den „Erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderun- gen“ erfasst. Die Gewinne und Verluste werden erst dann realisiert und in die Gewinn- und Verlust- rechnung umgebucht, wenn auch das abgesicher- te Risiko des Grundgeschäfts erfolgswirksam wird.
Absicherung von Fremdwährungs- risiken aus langfristigen Refinanzie- rungen in Fremdwährung Als Cashflow-Hedge-Accounting designiert HELLA vorwiegend die Währungsderivate zur Absiche- rung der Fremdwährungs-Cashflows aus den in JPY aufgenommenen Finanzierungen mit einer Laufzeit bis 2032 und 2033 (Micro-Hedges, Einsatz von Währungsswaps). Die Absicherung erfolgt mittels der Spot-to-Spot- Methode. Die über die Kassakomponenten des Währungssicherungsderivates hinausgehende Komponente wird als Kosten der transaktionsbe- zogenen Absicherungen separat im Eigenkapital erfasst und mit deren Verbrauch im Rahmen der Bewertung erfolgswirksam vereinnahmt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird mittels der Dollar-Offset-Methode unter Rückgriff auf ein hypothetisches Derivat ermittelt. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 290 Absicherung geplanter und hoch- wahrscheinlicher Transaktionen Geplante, hochwahrscheinlich erwartete Fremd- währungstransaktionen werden Spot-to-Spot mittels Devisentermingeschäften abgesichert. Die über die Kassakomponente hinausgehende Preiskomponente des Währungskurses wird als Cost of Hedging erfasst und entsprechend des Managements der jeweiligen Laufzeitbänder auf- gelöst. Die Absicherungsgeschäfte mit Währungs- derivaten haben eine Laufzeit von fast ausschließ- lich unter einem Jahr und dienen zur Absicherung von Währungsrisiken aus operativen Cashflows. Die Kompensation resultiert aus der Erwartung der HELLA Gruppe, dass gesichertes Grundge- schäft und Sicherungsinstrument üblicherweise gegenläufige Effekte in der Fair Value-Bewertung aufweisen. So werden künftige Cashflows aus Fremdwährungsumsätzen auf Termin verkauft. Eine Änderung des Wechselkurses kann einen positiven Währungseinfluss auf den Cashflow aus Fremdwährungsumsätzen bewirken, wäh- rend gleichzeitig aus dem Währungsderivat ein negativer Effekt resultiert oder vice versa.
Die im Eigenkapital erfassten effektiven Wertver- änderungen der Währungsderivate werden in der gleichen Periode und in der gleichen Position der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wie das ge- plante Grundgeschäft in die Gewinn- und Verlust- rechnung eingeht. Wird der Eintritt abgesicherter Transaktionen nicht mehr erwartet, werden die Beträge in die Sonstigen Erträge umgebucht.
Auch die weiteren Währungsderivate werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus Grundge- schäften eingesetzt, wobei kein Hedge-Accoun- ting angewendet wird. Die relativ hohen Sensitivitäten auf das Jahreser- gebnis beruhen im Wesentlichen auf Marktwert- schwankungen bei originären Finanzinstrumen- ten und geplanten Cashflows, die nicht durch eine Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 abgedeckt sind. Die Sensitivitätsanalyse erfolgt auf Basis der zum Bilanzstichtag bestehenden Sicherungsquoten. Diese werden im Laufe des Geschäftsjahres re- gelmäßig überprüft und können im Verlauf höher oder niedriger als zum Bilanzstichtag liegen. Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, wel- che Effekte sich aus einer Kursschwankung von 10 % in der jeweiligen Fremdwährung auf das Ei- genkapital bzw. auf das Jahresergebnis ergeben würden (jeweils vor Steuern). Die Analyse basiert auf der jeweiligen Risikoposition zum Bilanzstich- tag und umfasst die größten Brutto-Exposures im HELLA Konzern:
Auswirkungen einer 10%igen Kursschwankung auf Eigenkapital und Jahresergebnis
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 | |||||
| Fremd- | Netto- | wertet ab | wertet auf | Netto- | wertet ab | wertet auf | |
| Wechselkurs | währung | Exposure | um 10 % | um 10 % | Exposure | um 10 % | um 10 % |
| Änderung des | CNY | - | 18.988 | -23.208 | - | 18.814 | -22.995 |
| Eigenkapitals aufgrund von | CZK | - | -17.136 | 20.944 | - | -16.661 | 20.363 |
| Marktwertschwankungen | JPY | - | 2.273 | 2.225 | - | -577 | 806 |
| eingesetzter Währungsderivate | MXN | - | -25.593 | 31.280 | - | -15.023 | 18.361 |
| mit Sicherungshintergrund | |||||||
| (Cashflow-Hedge- | RON | - | -18.030 | 22.037 | - | -19.847 | 24.257 |
| Accounting) | USD | - | 30.497 | -37.274 | - | 17.946 | -21.933 |
| Änderung des Jahresergebnisses | CNY | 98.048 | -8.913 | 10.894 | 122.562 | -11.142 | 13.618 |
| aufgrund nicht gesicherter | CZK | -73.739 | 6.704 | -8.193 | -112.428 | 10.221 | -12.492 |
| Währungspositionen bei | JPY | -19.898 | 1.809 | -2.211 | -20.793 | 1.890 | -2.310 |
| originären Finanzinstrumenten | |||||||
| sowie durch Marktwert- | MXN | -22.989 | 2.090 | -2.554 | -75.031 | 6.821 | -8.337 |
| schwankungen bei derivativen | RON | -104.565 | 9.506 | -11.618 | -122.111 | 11.101 | -13.568 |
| Finanzinstrumenten | USD | 10.101 | -918 | 1.122 | 85.993 | -7.818 | 9.555 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 291 Aggregiert für alle Währungen weist die folgende Tabelle die Nominalwerte und Bewertungen der Sicherungsinstrumenteaussowiediesieenthalten- deBilanzkategorieunddieIneffektivitätsänderung. Nominalwerte und Bewertungen der Sicherungsinstrumente
| Einzelposten in der | Änderungen des | |||||
| Buchwert des | Bilanz, an dem sich | beizulegenden Zeitwerts | ||||
| Nominalbetrag des | Sicherungsinstruments | das Sicherungs- | zur Berechnung der | |||
| T€ | Sicherungsinstruments | instrument befindet | Hedge-Ineffektivität | |||
| Cashflow Hedges | Vermögens- | Verbindlich- | ||||
| werte | keiten | |||||
| Wechselkursrisiko | Sonstige Vermögenswerte/ | |||||
| 31.12.2024 | (Prognostizierte Transaktionen) | 1.111.246 | 5.605 | -24.670 | Verbindlichkeiten | - |
| Wechselkursrisiko | Sonstige Vermögenswerte/ | |||||
| (Finanzierung) | 175.177 | 0 | -76.551 | Verbindlichkeiten | - | |
| Wechselkursrisiko | Sonstige Vermögenswerte/ | |||||
| 31.12.2023 | (Prognostizierte Transaktionen) | 987.893 | 28.087 | -5.177 | - | |
| Wechselkursrisiko | Sonstige Vermögenswerte/ | |||||
| (Finanzierung) | 175.177 | 0 | -70.772 | Verbindlichkeiten | - |
Quantitative Angaben zum eingesetzten Siche- rungsinstrument je Risikokategorie für die wesentlichsten Währungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: Sicherungsinstrumente je Risikokategorie
| Nominalbetrag in T€ | |||
| <1 Jahr | 1-5 Jahre | >5 Jahre | |
| Wechselkursrisiko zum 31.12.2024 | 954.600 | 156.646 | 175.177 |
| Wechselkursrisiko zum 31.12.2023 | 850.728 | 137.165 | 175.177 |
Durchschnittliche Sicherungskurse
| Durchschnittspreise über die gesamte Laufzeit | Durchschnittspreise über die gesamte Laufzeit | |
| Wechselkursrisiko | der Sicherungsinstrumente zum 31.12.2024 | der Sicherungsinstrumente zum 31.12.2023 |
| EUR/USD | 1,09 | 1,09 |
| EUR/CZK | 25,17 | 24,76 |
| EUR/JPY | 157,05 | 145,05 |
| EUR/RON | 5,10 | 5,11 |
| EUR/CNY | 7,70 | 7,57 |
| USD/MXN | 20,22 | 19,34 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 292 Die folgende Tabelle führt die Angaben zu desig- nierten Grundgeschäften je Risikokategorie auf. Bei HELLA finden nur Cashflow Hedges für Wäh- rungsrisiken Anwendung. Da die Grundgeschäfte aus Plan-Cashflows beste- hen, die bilanziell (noch) nicht erfasst sind, wird lediglich der Buchwert des Bestandes an Siche- rungsgeschäften ausgewiesen. Designierte Grundgeschäfte je Risikokategorie
| T€ | Cashflow Hedge Rücklage | |||
| Wertänderung für die | Sicherungsgeschäfte, die | |||
| Berechnung der Hedge- | Fortlaufende | nicht mehr für das Hedge- | ||
| Cashflow Hedges | Ineffektivität | Sicherungsgeschäfte | Accounting qualifizieren | |
| Wechselkursrisiko | ||||
| für prognostizierte | - | -19.065 | - | |
| 31.12.2024 | Transaktionen | |||
| Wechselkursrisiko für | - | -42.194 | - | |
| Finanzierung | ||||
| Wechselkursrisiko | ||||
| für prognostizierte | - | 22.911 | - | |
| 31.12.2023 | Transaktionen | |||
| Wechselkursrisiko für | ||||
| Finanzierung | - | -40.476 | - |
Die Gewinne und Verluste aus Cashflow Hedges stellen sich wie folgt dar: Gewinne und Verluste aus Cashflow Hedges
| Ergebniszeile in der | In der GuV | |||||
| "Hedge-Ineffektivität | Gesamtergebnis- | betroffener | ||||
| in der Gewinn-und- | Rechnung, die die | "Betrag, der aus der | Einzelposten | |||
| Erfolgsneutrales | Verlust-Rechnung | Hedge-Ineffektivität | CFH-Reserve in die GuV | aufgrund der | ||
| Cashflow Hedges in T€ | Ergebnis aus Hedging | erfasst" | enthält | umgegliedert wurde" | Umgliederung | |
| Wechselkursrisiko (geplante | -19.065 | - | sonstiges betriebliches | 9.624 | sonstiges betriebliches | |
| 31.12.2024 | Zahlungsströme) | Ergebnis | Ergebnis | |||
| Wechselkursrisiko | -42.194 | - | sonstiges betriebliches | -4.540 | sonstiges betriebliches | |
| (Finanzierung) | Ergebnis | Ergebnis | ||||
| Wechselkursrisiko (geplante | 22.911 | - | sonstiges betriebliches | 50.995 | sonstiges betriebliches | |
| 31.12.2023 | Zahlungsströme) | Ergebnis | Ergebnis | |||
| Wechselkursrisiko | sonstiges betriebliches | sonstiges betriebliches | ||||
| (Finanzierung) | -40.476 | - | Ergebnis | -15.338 | Ergebnis |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 293 Die Überleitungsrechnung der Eigenkapital- positionen aus Währungsrisiken im sonstigen Ergebnis (OCI) ist in folgender Tabelle dargestellt: Überleitungsrechnung der Eigenkapitalpositionen aus Währungsrisiken
| 2024 | 2023 | |||||
| Rücklage | Rücklage | |||||
| für Finanz- | für Finanz- | |||||
| instrumente | instrumente | |||||
| zur Zah- | zur Zah- | |||||
| lungsstrom- | Kosten der | lungsstrom- | Kosten der | |||
| T€ | sicherung | Absicherung | Summe | sicherung | Absicherung | Summe |
| Stand am 1. Januar | -36.257 | 10.433 | -25.824 | -26.456 | 14.336 | -12.120 |
| Gewinne oder | ||||||
| Verluste aus effektiven | -16.342 | -26.769 | -43.111 | 71.614 | -120.975 | -49.361 |
| Sicherungsbeziehungen | ||||||
| Reklassifizierungen aufgrund | ||||||
| der Realisierung des | -3.771 | 8.855 | 5.084 | -81.415 | 117.072 | 35.657 |
| Grundgeschäfts | ||||||
| Stand am 31. Dezember | -56.371 | -7.481 | -63.851 | -36.257 | 10.433 | -25.824 |
Zeitwerte und Veränderung der Währungsderivate zur Absicherung bilanziell erfasster Positionen werden in nachfolgender Tabelle aufgezeigt. Währungsderivate ohne Hedge-Accounting
| Zeitwerte | |||
| T€ | 31.12.2024 | 31.12.2023 | Veränderung |
| Währungsderivate | -9.928 | -1.344 | -8.584 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 294 Management von Zinsrisiken Zinsrisiken entstehen, wenn Schwankungen von Zinssätzen zu Wertänderungen bei Finanzpositi- onen auf der Aktiv- oder Passivseite der HELLA Bilanz führen. Sie können sich dabei sowohl auf die Höhe der Zinserträge und -aufwendungen im Geschäftsjahr als auch auf den Marktwert abge- schlossener Derivate und anderer zum beizule- genden Zeitwert bewerteter finanzieller Vermö- genswerte auswirken. Zum 31. Dezember 2024 betrugen die zinssensitiven Nettofinanzschul- den 976.691 T€ (Vorjahr: 971.847 T€). Die Steuerung dieser Risiken erfolgt im HELLA Kon- zern sowohl durch sogenanntes Natural Hedging, also das Eliminieren von Zinsrisiken durch Einnah- me gegenläufiger Positionen, als auch bei Bedarf durch den gezielten Einsatz von Zinsderivaten. Folgende Sensitivitätsanalysen zeigen auf, wie sich das Eigenkapital bzw. das Jahresergebnis (jeweils vor Steuern) ändern, wenn der Markt- zins um einen Prozentpunkt schwankt. Die Ana- lyse basiert auf der jeweiligen Risikoposition zum Bilanzstichtag. Als Berechnungsmethode dient die Nettobarwertmethode. Auswirkungen einer 1%igen Marktzinsschwankung auf Eigenkapital und Jahresergebnis
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 | ||
| steigt um | fällt um | steigt um fällt um | ||
| Marktzins | 1 Prozentpunkt | 1 Prozentpunkt | 1 Prozentpunkt | 1 Prozentpunkt |
| Änderung des Eigenkapitals aufgrund von | ||||
| Marktwertschwankungen festverzinslicher | ||||
| Wertpapiere, die erfolgsneutral zum beizulegenden | ||||
| Zeitwert bewertet werden | 11.088 | -3.780 | 11.733 | -10.582 |
| Änderung des Jahresergebnisses aufgrund | ||||
| zinsvariabler Positionen bei originären | ||||
| Finanzinstrumenten sowie durch | ||||
| Marktwertschwankungen bei derivativen | ||||
| Finanzinstrumenten | 9.767 | -9.767 | 9.718 | -9.718 |
Eigenkapitalinstrumente HELLA hält Anteile an einem Unternehmen in Form von Aktien mit strategischer Zielsetzung. HELLA steuert die Preisrisiken aktiv. Eine laufende Beobachtung und Analyse der Märkte ermöglicht somit eine zeitnahe Steuerung der Anlagen. So können negative Entwicklungen an den Kapital- märkten frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Derivate werden
nur in Ausnahmefällen zur Steuerung sonstiger Preisrisiken eingesetzt. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 295 Management von Ausfallrisiken Ausfallrisiken ergeben sich für den HELLA Konzern ausderGeschäftstätigkeitsowieausFinanzanlagen und Finanzderivaten mit positiven Marktwerten. Ausfallrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Auftragsbeständen oder anderen finanziellen Vermögenswerten beinhalten das Risi- ko, dass Forderungen wesentlich verspätet oder gar nicht eingetrieben werden, wenn ein Kunde oder eine andere Vertragspartei seinen bzw. ihren ver- traglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Gesellschaft berücksichtigt die Wahrschein- lichkeit des Ausfalls beim erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes und die Frage, ob das Kreditrisi- ko in jeder Berichtsperiode kontinuierlich signifi- kant gestiegen ist. Um zu beurteilen, ob sich das Kreditrisiko signifikant erhöht, vergleicht das Un- ternehmen das Risiko eines Ausfalls des Vermö- genswertes zum Bilanzstichtag mit dem Ausfallri- siko zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung. Bei dieser Beurteilung berücksichtigt die Gruppe so- wohl quantitative als auch qualitative Informatio- nen, die angemessen und nachvollziehbar sind, einschließlich historischer Erfahrungen und/oder zukünftiger Informationen, die ohne übermäßigen Kosten- oder Arbeitsaufwand verfügbar sind. Das Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Eigen- schaften der Kunden und ihrer Branche beein- flusst und wird daher durch zentrale und regionale Finanzverantwortliche überwacht. Die Bonität und das Zahlungsverhalten der Vertragspartner werden regelmäßig analysiert. Unabhängig vom Ergebnis der oben genannten Beurteilung geht der Konzern davon aus, dass sich das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswer- tes seit dem erstmaligen Ansatz deutlich erhöht hat, wenn vertragliche Zahlungen mehr als 30 Tage überfällig sind, es sei denn, der Konzern ver- fügt über angemessene und nachvollziehbare In- formationen, die etwas anderes belegen. Ein finanzieller Vermögenswert ist in Verzug oder bonitätsmäßig gefährdet, wenn eines der folgen- den Kriterien erfüllt ist: Insolvenz oder ein ähnliches Ereignis, das auf erhebliche finanzielle Schwierigkeiten und einen wahrscheinlichen Ausfall der Gegenpartei hinweist; wahrscheinlicher Forderungsverzicht; weitere Gründe für die Beurteilung des Kreditmanagements, die zu der Annahme führen, dass es wahrscheinlicher ist, dass die Forderungen nicht einbringlich sind. Darüber hinaus werden sämtliche überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unterjährig auf Wertminderung geprüft. Finanzielle Vermögenswerte werden abgeschrie- ben, wenn keine vernünftige Erwartung auf eine Begleichung besteht. In einem möglichen Insol- venzfall des Kunden kann für diese abgeschriebe- nen finanziellen Vermögenswerte noch ein Rest- wert, ggf. mithilfe von Rechtsberatung, erzielt werden. Von den abgeschriebenen Forderungen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, kein Restwert erzielt werden. Etwaige Rückflüsse werden erfolgswirksam erfasst. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Ver- mögenswerte entspricht deren Buchwert. Saldie - rungen werden aufgrund der ganz oder teilweise fehlenden Aufrechnungskriterien des IAS 32 nicht durchgeführt. Die Annahme von Sicherheiten er- folgt im Einzelfall wie nachfolgend beschrieben, sodass das tatsächliche Ausfallrisiko geringer ist.
Der HELLA Konzern schließt Geschäfte in Form von derivativen Finanzinstrumenten auf Basis des Deutschen Rahmenvertrages für Finanzterminge- schäfte (DRV) ab. Die vom HELLA Konzern verwen- deten Versionen des Deutschen Rahmenvertra- ges für Finanztermingeschäfte, sehen nicht die Möglichkeit vor, die Beträge, die gemäß solch einer Vereinbarung von jeder Gegenpartei an demsel- ben Tag im Hinblick auf alle ausstehenden Trans- aktionen in der gleichen Währung geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusam- menzufassen, der von einer Partei an die andere zu zahlen ist. Es bestehen bei vier Konzerngesell- schaften lokale Rahmenvereinbarungen, auf de- ren Basis diese Gesellschaften derivative Finanz- instrumente abgeschlossen haben. Diese Verein- barungen erfüllen nicht die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 296 Aufrechnungspotenzial von Derivaten
| 31. Dezember 2024 | |||||
| Netto vor | |||||
| Aufrechnungs- | Aufrechnungs- | ||||
| T€ | Brutto | IAS 32.42 | potenzial | potenzial | Netto |
| Vermögenswerte – Derivate | 5.756 | - | 5.756 | 6.616 | -860 |
| Verbindlichkeiten – Derivate | -109.457 | - | -109.457 | 6.616 | -102.841 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31. Dezember 2023 | |||||
| Netto vor | |||||
| Aufrechnungs- | Aufrechnungs- | ||||
| T€ | Brutto | IAS 32.42 | potenzial | potenzial | Netto |
| Vermögenswerte – Derivate | 28.585 | - | 28.585 | 6.900 | 21.685 |
| Verbindlichkeiten – Derivate | -75.520 | - | -75.520 | 6.900 | -68.620 |
Der Konzern verfügt über die folgenden Arten von finanziellen Vermögenswerten, die dem erwarte- ten Kreditrisikomodell unterliegen: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu FVOCI bewertete Fremdkapitalinstrumente sonstige finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten Forderungen aus Finanzierungsleasing
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Das Kreditrisiko des Konzerns resultiert aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und wird hauptsächlich durch die individuellen Merk- male der einzelnen Kunden beeinflusst. Das Management berücksichtigt jedoch auch die Faktoren, die das Kreditrisiko der Kunden und Kun- denportfolien beeinflussen, einschließlich des Ausfallrisikos, das mit der Branche und dem Land verbunden ist, in dem sich die Kunden befinden. HELLA hat einen Prozess etabliert, bei dem jeder Neukunde einzeln auf seine Bonität hin analysiert wird, bevor die konzernweit üblichen Zahlungs- und Lieferbedingungen angeboten werden. Die Überprüfung der Gruppe umfasst externe Ratings, sofern vorhanden, Abschlüsse, Kreditauskünfte, Brancheninformationen und in einigen Fällen Bankreferenzen. Die Steuerung der Adressrisiken erfolgt durch die laufende Überwachung der For- derungen mithilfe von Kundenportalen und ande- ren Informationsquellen, die ein frühzeitiges Ergreifen von Maßnahmen zur Sicherstellung des fristgerechten Zahlungseingangs ermöglichen. Darüber hinaus werden sämtliche überfällige For- derungen aus Lieferungen und Leistungen unter- jährig auf Wertminderung geprüft. Wird ein spezifisches Ausfallrisiko identifiziert, wird diesem Risiko durch die Erfassung von Wert- minderungen in entsprechender Höhe Rechnung getragen. Zudem verlangen die Gesellschaften des HELLA Konzerns in Einzelfällen den Erhalt von Sicherheiten zur Besicherung von Forderungen. Unter anderem werden hierbei Gewährleistungs-, Vertragserfüllungs- und Anzahlungsbürgschaften herangezogen. HELLA hat interne Regeln für die Annahme dieser Sicherheiten aufgestellt. Als Sicherungsgeber werden ausschließlich Banken und Versicherungen mit guter Bonität akzeptiert. Darüber hinaus unterliegen viele Lieferungen an Kunden dem Eigentumsvorbehalt. Der Konzern wendet den IFRS 9 vereinfachten An- satz zur Bewertung erwarteter Kreditverluste an, der einen Lifetime expected credit loss für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor- sieht. Die erwarteten Kreditverluste für Forderun- gen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing sowie für Vertragsver- mögenswerte werden mit den über die Gesamt- laufzeit erwarteten Kreditverlusten bemessen. DetaillierteAusführungen zu den Forderungen aus Finanzierungsleasing finden sich im Kapitel 47 „AngabenzuLeasingverhältnissen“. ImBereichder Vertragsvermögenswerte wird üblicherweise mit Anzahlungen gearbeitet. Für den verbleibenden Teil liegen keine wesentlichen Adressrisiken vor.
Die Werthaltigkeit der gesamten Forderungsbe- stände, innerhalb der weder überfälligen noch Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 297 wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte, wird als ausgesprochen hoch angesehen. Diese Einschätzung basiert im Wesentlichen auf der Tat- sache, dass der HELLA Konzern mit den meisten seiner Kunden eine langjährige Geschäftsbezie- hung unterhält sowie auf den Ratings der großen Ratingagenturen. Die historische Ausfallrate die- ser Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist extrem niedrig. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verteilen sich im Wesentlichen auf Großkunden aus der Automobil- und Automobilzulieferindust- rie. Zur Vermeidung von Konzentrationsrisiken ist die Analyse von Kunden und Kundenportfolien Gegenstand des Portfoliomanagement in der strategischen Planung des Konzerns. TrotzderTransformationinderAutomobilindustrie werdenkeinegrößerenForderungsausfällebeiden Großkunden der Automobilindustrie erwartet. Ne- ben diesem Kundenbereich wächst das Geschäft in China weiter, insbesondere mit neuen lokalen chi- nesischen OEMs im Bereich der Elektromobilität. Hier ist mit einer Konsolidierung des Marktes in Zukunft zu rechnen. Bis zum 31. Dezember 2024 sind keine wesentlichen Forderungsausfälle auf den Einfluss der Transformation zurückzuführen. Ein erhöhtes Kreditrisiko für die Großkunden im Elektronik- und Lichtbereich als auch den Großteil der Kunden im Bereich Lifecycle Solutions konnte nicht festgestellt werden. Die Veränderung des Kundenportfolios aufgrund der neuen lokalen chinesischen OEMs wurde in der Kalkulation ent- sprechend berücksichtigt. Zu jedem Bilanzstichtag wird eine Wertminde- rungsanalyse auf Basis der Altersstruktur inner- halb der überfälligen Forderungen durchgeführt. Hierbei werden die Forderungen je nach überfälli- gem Portfolio wertgemindert. Berücksichtigung finden die Portfolien (Stage 2) im Bereich älter als 6 Monaten, die Wertminderungsraten werden wie folgt angewendet: Überfällige Forderungen im Portfolio älter als 6 Monate 25 % (334 T€; Vorjahr: 340 T€), im Portfolio älter als 9 Monate 50 % (125 T€; Vorjahr: 81 T€) sowie im Portfolio (Stage 3) älter als 12 Monate 100 % (1.562 T€; Vorjahr: 615 T€). Einzelvorgänge, welche bereits einzelwertberich- tigt wurden, werden bei der Berechnung innerhalb der Portfolien nicht berücksichtigt. Das maximale Kreditrisiko zum Berichtsstichtag ist der Buchwert (vgl. Anhangangabe 26). Auf dieser Grundlage wurde die Wertberichtigung zum 31. Dezember 2024 und 31. Dezember 2023 (bei Anwendung von IFRS 9) für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt ermittelt:
Detailübersicht Wertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| 31. Dezember 2024 | |||||
| Wertberichtigung | |||||
| ECL | Einzelwert- | ||||
| T€ | Regionen | Bruttobuchwert | berichtigungen | Nettobuchwert | |
| Deutschland | 143.144 | 564 | 150 | 142.430 | |
| Forderungen | Europa ohne Deutschland | 170.355 | 369 | 1.518 | 168.468 |
| aus Lieferungen | |||||
| und Leistungen | Nord- Mittel- und Südamerika | 169.467 | 651 | 91 | 168.726 |
| Asien/Pazifik/Rest der Welt | 479.571 | 3.290 | 14.534 | 461.747 | |
| Summe | 962.537 | 4.873 | 16.293 | 941.371 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31. Dezember 2023 | |||||
| Wertberichtigung | |||||
| Einzelwert- | |||||
| T€ | Regionen | Bruttobuchwert | ECL | berichtigungen | Nettobuchwert |
| Deutschland | 148.780 | 94 | 475 | 148.211 | |
| Forderungen | Europa ohne Deutschland | 202.976 | 209 | 1.428 | 201.338 |
| aus Lieferungen | |||||
| und Leistungen | Nord- Mittel- und Südamerika | 163.892 | 231 | 0 | 163.661 |
| Asien/Pazifik/Rest der Welt | 416.591 | 502 | 6.233 | 409.856 | |
| Summe | 932.238 | 1.037 | 8.136 | 923.065 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 298 Die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lie- ferungen und Leistungen zu fortgeführten An- schaffungskosten zum 31. Dezember 2024 als Überleitung zu den Wertberichtigungen für Eröff- nungsverluste sind nachfolgend dargestellt. Bei der Beurteilung der Wertberichtigung für die- se finanziellen Vermögenswerte haben sich die Schätzungstechniken oder wesentlichen Annah- men, die in der laufenden Berichtsperiode getrof- fen wurden, nicht geändert. Überleitungsrechnung Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| T€ | 2024 | 2023 |
| Stand zum 1. Januar | 9.173 | 11.559 |
| Zugänge | 5.116 | 1.415 |
| Inanspruchnahme | -254 | 142 |
| Minderung | -621 | -3.408 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 7.330 | 0 |
| Währungsumrechnung | 421 | -534 |
| Stand zum 31. Dezember | 21.166 | 9.173 |
Fremdkapitalanlagen Die Gruppe investiert nur in börsennotierte Schuld- titel mit sehr geringem Kreditrisiko. Die Schuldtitel des Konzerns zum beizulegenden Zeitwert über OCI bestehen ausschließlich aus börsennotierten Anleihen, die von Ratingagenturen in der obersten Anlagekategorie (sehr gut und gut) eingestuft wer- den und daher als risikoarme Anlagen gelten. Der Konzern bewertet die Wertberichtigung für Finanzinstrumente der Kategorie OCI anhand der CDS-Werte. Der erwartete Verlust (Expected Cre- dit Losses/ECL) für Wertpapiere berücksichtigt den Nennwert bei Ausfall (Exposure at Default/ EaD), die Wahrscheinlichkeit des Ausfalls innerhalb der nächsten zwölf Monate (Probability of Default/12m PD) und die Höhe des Ausfalls (Loss Given Default/LGD). Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2024 eine Wert- berichtigung für erwartete Kreditverluste auf sei- ne Schuldtitel (FVOCI) in Höhe von 38 T€ (Vorjahr: 40 T€) gebildet. Es gab Wertaufholungen bzw. Auflösungen bestehender Wertberichtigungen in Höhe von 2 T€ (Vorjahr: 181 T€). Das maximale Exposure zum 31. Dezember 2024 ist der Buchwert dieser Anlagen in Höhe von 106.088 T€ (Vorjahr: 99.351 T€). Bei der Beurteilung der Wertberichtigung für die- se finanziellen Vermögenswerte haben sich die Schätzungstechniken oder wesentlichen Annah- men, die in der laufenden Berichtsperiode getrof- fen wurden, nicht geändert. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 299 Erläuterung zu der Abkürzung: POCI: Purchased or originated creditimpaired financial assets, finanzielle Vermögenswerte mit bereitsbeiErwerboderAusreichungbeeinträchtig- ter Bonität. Eine Zusammenfassung der Kreditrisikoexpositi- on der Gruppe für die Fremdkapitalinstrumente FVOCI stellt sich wie folgt dar: Zusammenfassung Kreditrisikoexposition für Fremdkapitalinstrumente FVOCI
| 2024 | |||||
| Lifetime ECL | Lifetime ECL | ||||
| nicht bonitäts- | bonitäts- | ||||
| T€ | 12-monatige ECL | reduziert | reduziert | POCI | Summe |
| Bruttobuchwerte | 106.088 | 0 | 0 | 0 | 106.088 |
| Wertberichtigungen OCI | -38 | 0 | 0 | 0 | -38 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2023 | |||||
| Lifetime ECL | Lifetime ECL | ||||
| 12-monatige | nicht bonitäts- | bonitäts- | |||
| T€ | ECL | reduziert | reduziert | POCI | Summe |
| Bruttobuchwerte | 99.351 | 0 | 0 | 0 | 99.351 |
| Wertberichtigungen OCI | -40 | 0 | 0 | 0 | -40 |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Das Unternehmen ist auch im Zusammenhang mit finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirk- sam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wer- den, einem Kreditrisiko ausgesetzt. Das maximale Exposure zum Ende der Berichtsperiode ist der Buchwert dieser Anlagen und beträgt 71.969 T€ (Vorjahr: 74.313 T€).
Kapitalrisikomanagement Der HELLA Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, zu gewährleisten, dass sämtliche Konzernun- ternehmen weiterhin ihr Geschäft unter der Prä- misse der Unternehmensfortführung betreiben können. Durch die bedarfsweise Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital werden die Kapitalkosten so gering wie möglich gehalten. Diese Maßnahmen dienen einer Maximierung der Erträge der Anteilseigner. Die Kapitalstruktur setzt sich aus den in der Bilanz ausgewiesenen lang- und kurzfristigen Schulden abzüglich der flüssigen Mittel als Nettofremdkapi- tal und dem bilanziellen Eigenkapital zusammen. Der Risikosteuerungskreis beurteilt und über- prüft die Kapitalstruktur des Konzerns regelmä- ßig. Im Rahmen dieser Beurteilung werden risi- koadäquate Kapitalkosten berücksichtigt. Der Konzern beabsichtigt, langfristig ein Verhältnis zwischen Nettofinanzschulden und berichtetem operativem Ergebnis vor Abschreibungen (EBIT- DA) von 1,0 nicht zu überschreiten. Am 31. Dezem- ber 2024 berichtete der Konzern ein Nettofinanz- guthaben (damit ist das Kriterium übererfüllt). Im Vorjahr lag das Verhältnis bei 0,1. Die Gesamtstrategie des Kapitalrisikomanage- ments hat sich im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 300 Sonstige finanzielle Vermögens- werte zu fortgeführten Anschaffungskosten Die Wertberichtigungen für sonstige Forderun- gen, hauptsächlich Forderungen aus Finanzie- rungsleasing, zum 31. Dezember 2024 sind in der Überleitungsrechnung nachfolgend dargestellt. Überleitungsrechnung Wertberichtigungen für sonstige Forderungen
| T€ | 2024 | 2023 |
| Stand zum 1. Januar | 339 | 209 |
| Zugänge | 0 | 130 |
| Inanspruchnahme | -71 | 0 |
| Minderung | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember | 268 | 339 |
45 Vertragliche Verpflichtungen Für den Erwerb oder die Nutzung von Sachanla - gen bestanden am Bilanzstichtag vertragliche Verpflichtungen in Höhe von 157.705 T€ (Vorjahr: 170.705 T€). Vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb immaterieller Vermögenswerte beliefen sich zu Ende Dezember 2024 auf 6.099 T€ (Vorjahr: 3.099 T€).
46 Eventualschulden Mit Schreiben vom August 2021 bat die Bundes- anstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („Ba- Fin“) die HELLA GmbH & Co. KGaA („Gesellschaft“) um Auskünfte und die Vorlage von Unterlagen hinsichtlich einer potenziell verspäteten Kapital- marktinformation nach der Marktmissbrauchs- verordnung (EU) Nr. 596/2014 („MAR“); dies erfolgte im Zusammenhang mit dem öffentlichen Übernahmeprozess der Aktien der Gesellschaft in 2021. Die Gesellschaft ist der Ansicht, im Ein- klang mit sämtlichen gesetzlichen Anforderungen gehandelt zu haben und beantwortete dieses Schreiben sowie ein weiteres Schreiben der BaFin wegen des Verdachts einer Ordnungswidrigkeit entsprechend. Im Mai 2024 wurde der Gesellschaft mitgeteilt, dass die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main („Staatsanwaltschaft“) das Bußgeldverfahren übernommen hat, weil die etwaige Ordnungswid- rigkeit im Sachzusammenhang mit der Verfol- gung einer Straftat stünde. Diese Straftat richte sich nicht gegen Verantwortliche und Mitarbeiter der Gesellschaft. Die Staatsanwaltschaft hat die HELLA GmbH & Co. KGaA in ihrer ersten schriftli- chen Erwiderung mitgeteilt, dass die Kapital- marktveröffentlichungen zu spät und unvollstän- dig erfolgt seien. Ausgehend von den vorherigen mit der BaFin ausgetauschten Schreiben und ei- nem Austausch von Schreiben mit der Staatsan- waltschaft ist die Gesellschaft weiterhin der Auf- fassung, dass kein bußgeldbewährter Verstoß gegen die MAR vorliegt bzw. vorgelegen hat. Nach derzeitiger Einschätzung hat sich die materiell- rechtliche Lage für die Gesellschaft in dieser An- gelegenheit nicht geändert. Der Verfahrensaus- gang ist weiterhin offen. Die Gesellschaft koope- riert mit den Behörden, um ihre Auffassung zu bestätigen und die Umstände, die ihre Position stützen, weiter zu erläutern. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 301 47 Angaben zu Leasingverhältnissen Der HELLA Konzern als Leasingnehmer HELLA hat Leasingverträge zu verschiedenen Ver- mögenswertenabgeschlossenundbilanziertdem- entsprechend Leasingverhältnisse für Gebäude, Fahrzeuge und Geschäftsausstattung. Leasingver- träge sind üblicherweise auf einen bestimmten Zeitraum fixiert, welcher für Autos in der Regel vier Jahre und für Gebäude zwischen 5 und 15 Jahren beträgt, können aber Verlängerungsoptionen ent- halten. Verlängerungs- und Kündigungsoptionen sind in einigen Leasingverhältnissen über Gebäu- de und Geschäftsausstattung gruppenübergrei- fend enthalten. Diese Laufzeiten werden zur Ma- ximierung operativer Flexibilität genutzt. Die Mehrheit der Verlängerungs- und Kündigungsop- tionen kann nur durch die Gruppe und nicht den jeweiligen Leasinggeber ausgeübt werden. Die Leasingverträge werden individuell ausgehan- delt und umfassen einen großen Umfang an ver- schiedenen Laufzeiten und Vertragsbedingungen. Der HELLA Konzern unterliegt keinen Verpflicht- ungen oder Einschränkungen aus Leasing- vereinbarungen. Nutzungsrechte an Vermögenswerten:
| Grundstücke und | Technische Anlagen | Betriebs- und | ||
| T€ | Gebäude | und Maschinen | Geschäftsausstattung | Gesamt |
| Stand zum 1. Januar 2023 | 151.695 | 2.721 | 10.741 | 165.156 |
| Zugänge | 12.512 | 27 | 8.586 | 21.125 |
| Abschreibungen | -28.483 | -1.149 | -6.460 | -36.092 |
| Abgänge | -1.973 | -2 | -138 | -2.113 |
| Umgliederungen | 38 | -35 | -3 | 0 |
| Währungsumrechnung | -3.046 | -51 | -56 | -3.153 |
| Stand zum 31. Dezember 2023 | 130.744 | 1.510 | 12.669 | 144.923 |
| Stand zum 1. Januar 2024 | 130.744 | 1.510 | 12.669 | 144.923 |
| Zugänge | 25.025 | 331 | 11.039 | 36.396 |
| Abschreibungen | -31.272 | -1.358 | -7.527 | -40.157 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | 3.624 | 757 | 0 | 4.382 |
| Abgänge | -236 | 0 | -212 | -448 |
| Währungsumrechnung | 2.764 | 26 | -6 | 2.784 |
| Stand zum 31. Dezember 2024 | 130.649 | 1.267 | 15.964 | 147.879 |
Die Nutzungsrechte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, daher entfallen zusätzliche Anhangangaben zur Neubewertung. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 302 Leasingverbindlichkeiten:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Bis zu 1 Jahr | 39.178 | 34.251 |
| Nach mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren | 98.818 | 89.539 |
| Nach mehr als 5 Jahren | 20.863 | 29.610 |
| Summe | 158.859 | 153.400 |
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten | -7.024 | -6.049 |
| Variable Leasingzahlungen, die nicht in der Bewertung der Leasingverbindlichkeit | ||
| enthalten sind | -555 | -1.845 |
| Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen | -10.483 | -9.455 |
| Aufwendungen aus Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte | -4.973 | -4.097 |
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten werden als Bestandteil der Finanzierungskosten in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sons - tigen Gesamtergebnis ausgewiesen. In der Kapi- talflussrechnung wurden Auszahlungen in Höhe von 44.483 T€ (Vorjahr: 38.934 T€) erfasst. Das Portfolio an kurzfristigen Leasingverhältnissen entspricht dem des unterjährigen Portfolios, zusätzlicheLeasingverpflichtungenbestehennicht. Es bestehen keine Leasingverträge mit Restwert- garantien oder noch nicht begonnene Leasingver- träge, zu denen der Konzern verpflichtet ist. Der HELLA Konzern als Leasinggeber HELLA schließt Finanzierungsleasingverträge im Segment Lifecycle Solutions mit Werkstattkunden für sein Portfolio in den Bereichen Diagnosetest- geräte und Werkstattausrüstung ab. Die Laufzeit der Verträge beträgt regelmäßig fünf Jahre. Alle Leasingvereinbarungen lauten auf Euro und be- ziehen sich ausschließlich auf Geschäfte innerhalb der EU. Um das mit den Transaktionen einherge- hende Risiko zu reduzieren, führt HELLA für jeden potenziellen Kunden eine Bonitätsprüfung durch und erhält ggf. Bankgarantien für die Dauer des Leasingverhältnisses. Es existieren keine variab- len Leasingzahlungen, die von einem Index oder einem Kurs abhängen. Die Finanzerträge aus Net- toinvestitionen in Leasing betragen für die Periode 3.898 T€ (Vorjahr: 3.290 T€). Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 303 Aufteilung der Mindestleasingzahlungen (undiskontiert):
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Bis zu 1 Jahr | 22.100 | 23.197 |
| Nach mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahren | 17.183 | 19.087 |
| Nach mehr als 2 Jahren und bis zu 3 Jahren | 12.875 | 13.120 |
| Nach mehr als 3 Jahren und bis zu 4 Jahren | 7.678 | 9.106 |
| Nach mehr als 4 Jahren und bis zu 5 Jahren | 658 | 4.458 |
| Nach mehr als 5 Jahren | 0 | 0 |
| Künftige Zinserträge aus Finanzierungsleasing | -5.678 | -7.828 |
| Summe | 54.816 | 61.139 |
Aufteilung der Barwerte der Mindestleasingzahlungen:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Bis zu 1 Jahr | 21.467 | 19.760 |
| Nach mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren | 33.349 | 41.379 |
| Nach mehr als 5 Jahren | 0 | 0 |
| Summe | 54.816 | 61.139 |
Änderungen des Buchwerts der Nettoinvestitionen in Finanzierungsverhältnisse:
| T€ | 31. Dezember 2024 | 31. Dezember 2023 |
| Buchwert zu Beginn des Berichtszeitraums | 61.139 | 49.792 |
| Zugänge aus Neugeschäft | 15.719 | 36.579 |
| Abgrenzungen | -525 | 117 |
| Wertberichtigungen | -187 | -130 |
| Zahlungen | -21.330 | -21.219 |
| Buchwert am Ende des Berichtszeitraums | 54.816 | 61.139 |
Zu jedem Bilanzstichtag wird eine Wertminde- rungsanalyse auf Basis der Bonitätserfahrung durchgeführt, der das aktuelle Zahlungsverhal- ten der Kunden zugrunde liegt. Überfällige Lea- singforderungen, zu denen ein Mahnverfahren eingeleitet wurde, werden zu 50 % wertgemindert (Stage 2). Sobald der Leasingvertrag seitens HELLA gekündigt wurde, werden die Leasingfor- derungen zu 100 % wertgemindert (Stage 3). Zum 31. Dezember 2024 betrugen die Wertminde- rungen für Forderungen zu Leasingverhältnissen 312 T€ (Vorjahr: 374 T€). Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 304 48 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 16. Januar 2025 hat der Elektronikbereich eine zielgerichtete strukturelle Anpassung in seinem deutschen Entwicklungsnetzwerk veröffentlicht. Demnach wird die Gesellschaft HELLA Aglaia mit Sitz in Berlin bis Mitte 2026 geschlossen und alle dort ansässigen, insgesamt rund 175 Stellen abge- baut. Aglaia, seit 2006 ein 100-prozentiges Toch- terunternehmen von HELLA, ist als interner Ent- wicklungsdienstleister vor allem mit Entwicklungs- tätigkeiten für die Bereiche Energiemanagement und Lichtelektronik sowie Software betraut. Im Dezember 2024 hat HELLA einen Vertrag im Zusammenhang mit der Beilegung eines Rechts- streits in Mexiko abgeschlossen. Ein Teil der Ver- einbarung bestand im Erwerb eines Grundstücks in Mexiko City. Mit Eintrag ins Grundbuch und Zah- lung des Kaufbetrags ist das Eigentum nun an HELLA übergegangen. Am 1. Januar 2025 ist Dr. Martin Fischer in den Gesellschafterausschuss eingetreten, während mit Ablauf des 28. Februar 2025 Herr Patrick Kol- ler aus dem Gesellschafterausschuss ausgeschie- den ist. Darüber hinaus wurde am 27. Februar 2025 veröf- fentlicht, Anpassungen am Standort Lippstadt vorzunehmen. Geplant ist, innerhalb der Busi-ness Group Elektronik rund 150 Stellen im Rah-men eines freiwilligen Abfindungsprogramms (einschließlich eines Altersteilzeitangebots) abzu- bauen. Hinzu kommen bis zu 20 Stellen im Corpo- rate Center Lippstadt sowie bis zu 30 Stellen in der Business Group Lifecycle Solutions. 49 Honorar des Abschlussprüfers Die für Dienstleistungen der Abschlussprüferin Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprü- fungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 be- rechneten Gesamthonorare betragen 1.904 T€ (Vorjahr: 1.560 T€), davon Vorjahre betreffend 201 T€. Sie betreffen überwiegend Abschlussprü- fungsleistungen, auf andere Bestätigungsleistun- gen entfielen 425 T€ (Vorjahr: 261 T€). Steuerbera- tungsleistungen durch den Abschlussprüfer sind nicht zulässig und werden dementsprechend nicht erbracht. Die Abschlussprüfungsleistungen betreffen die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses des Mutterunternehmens. Die anderen Bestäti- gungsleistungen enthalten im Wesentlichen die Prüfung des Vergütungsberichts, den nichtfinan- ziellen Bericht sowie weitere Bestätigungsleistun- gen im Zusammenhang mit dem Halbjahresab- schluss des FORVIA-Konzerns. Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 305 Lippstadt, den 28. Februar 2025 Die geschäftsführende, persönlich haftende Gesellschafterin der HELLA GmbH & Co. KGaA HELLA Geschäftsführungsgesellschaft mbH Bernard Schäferbarthold (Vorsitzender der Geschäftsführung der HELLA Geschäftsführungsgesellschaft mbH) Yves Andres (Geschäftsführer der HELLA Geschäftsführungsgesellschaft mbH) Stefan van Dalen (Geschäftsführer der HELLA Geschäftsführungsgesellschaft mbH) Philippe Vienney (Geschäftsführer der HELLA Geschäftsführungsgesellschaft mbH) Jörg Weisgerber (Geschäftsführer der HELLA Geschäftsführungsgesellschaft mbH) Stefanie Rheker (Geschäftsführerin der HELLA Geschäftsführungsgesellschaft mbH) Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Sonstige Erläuterungen 306 Konsolidierungskreis Geschäftsjahr 2024 Verbundene Gesellschaften, die in den Konzernabschluss einbezogen sind:
| Beteiligung | |||||
| lfd. Nr. | Gesellschaft | Sitz | Ort | in % | bei |
| 1 | HELLA GmbH & Co. KGaA | Deutschland | Lippstadt | 100,0 | |
| 2 | HELLA Innenleuchten-Systeme GmbH* | Deutschland | Wembach | 100,0 | 1 |
| 3 | HELLA Fahrzeugkomponenten GmbH* | Deutschland | Bremen | 100,0 | 1 |
| 4 | HFK Liegenschaftsgesellschaft mbH | Deutschland | Bremen | 100,0 | 3 |
| 5 | HELLA Aglaia Mobile Vision GmbH* | Deutschland | Berlin | 100,0 | 1 |
| 6 | HELLA Distribution GmbH* | Deutschland | Erwitte | 100,0 | 1 |
| 7 | RP Finanz GmbH* | Deutschland | Lippstadt | 100,0 | 1 |
| 8 | Docter Optics SE* | Deutschland | Neustadt an der Orla | 100,0 | 1 |
| 9 | Docter Optics Inc. | USA | Gilbert, AZ | 100,0 | 8 |
| 10 | Docter Optics Components GmbH | Deutschland | Neustadt an der Orla | 100,0 | 8 |
| 11 | Docter Optics s.r.o. | Tschechien | Skalice u Ceske Lipy | 100,0 | 8 |
| 12 | HELLA Saturnus Slovenija d.o.o. | Slowenien | Ljubljana | 100,0 | 1 |
| 13 | HELLA Werkzeug Technologiezentrum GmbH* | Deutschland | Lippstadt | 100,0 | 1 |
| 14 | HELLA Corporate Center GmbH* | Deutschland | Lippstadt | 100,0 | 1 |
| 15 | HELLA Gutmann Holding GmbH* | Deutschland | Ihringen | 100,0 | 1 |
| 16 | HELLA Gutmann Solutions GmbH* | Deutschland | Ihringen | 100,0 | 15 |
| 17 | HELLA Gutmann Anlagenvermietung GmbH* | Deutschland | Breisach | 100,0 | 15 |
| 18 | HELLA Gutmann Solutions A/S | Dänemark | Viborg | 100,0 | 15 |
| 19 | HELLA Gutmann Solutions AS | Norwegen | Porsgrunn | 100,0 | 18 |
| 20 | TecMotive GmbH | Deutschland | Berlin | 100,0 | 15 |
| 21 | HELLA Geschäftsführungsgesellschaft mbH* | Deutschland | Lippstadt | 100,0 | 1 |
| 22 | UAB HELLA Lithuania | Litauen | Kaunas | 100,0 | 1 |
| 23 | HELLA Holding International GmbH* | Deutschland | Lippstadt | 100,0 | 1 |
| 24 | HELLA Shanghai Electronics Co., Ltd. | China | Shanghai | 100,0 | 23 |
| 25 | HELLA Changchun Tooling Co., Ltd. | China | Changchun | 100,0 | 23 |
| 26 | HELLA Corporate Center (China) Co., Ltd. | China | Shanghai | 100,0 | 23 |
| 27 | Changchun HELLA Automotive Lighting Ltd. | China | Changchun | 100,0 | 23 |
| 28 | Beifang HELLA Automotive Lighting Ltd. | China | Peking | 100,0 | 23 |
| 29 | HELLA Asia Pacific Pty Ltd | Australien | Mentone | 100,0 | 23 |
| 30 | HELLA Australia Pty Ltd | Australien | Mentone | 100,0 | 29 |
| 31 | HELLA-New Zealand Limited | Neuseeland | Auckland | 100,0 | 29 |
| 32 | HELLA Asia Pacific Holdings Pty Ltd | Australien | Mentone | 100,0 | 29 |
| 33 | HELLA Korea Inc. | Südkorea | Seoul | 100,0 | 32 |
| 34 | HELLA India Automotive Private Limited | Indien | Gurgaon | 100,0 | 32 |
| 35 | HELLA India Autoparts and Services | Indien | Delhi | 100,0 | 34 |
| Private Limited | |||||
| 36 | HELLA Emobionics Pvt Ltd. | Indien | Delhi | 100,0 | 34 |
| 37 | HELLA UK Holdings Limited | Großbritannien | Banbury | 100,0 | 23 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Konsolidierungskreis 307
| Beteiligung | |||||
| lfd. Nr. | Gesellschaft | Sitz | Ort | in % | bei |
| 38 | HELLA Limited | Großbritannien | Banbury | 100,0 | 37 |
| 39 | HELLA Corporate Center USA, Inc. | USA | Plymouth, MI | 100,0 | 23 |
| 40 | HELLA Electronics Corporation | USA | Plymouth, MI | 100,0 | 39 |
| 41 | HELLA Automotive Sales, Inc. | USA | Peachtree City GA | 100,0 | 39 |
| 42 | HELLA Ventures, LLC | USA | Delaware | 100,0 | 39 |
| 43 | HELLA España Holdings S. L. | Spanien | Madrid | 100,0 | 23 |
| 44 | Manufacturas y Accesorios Electricos S.A. | Spanien | Madrid | 100,0 | 43 |
| 45 | HELLA S.A. | Spanien | Madrid | 100,0 | 43 |
| 46 | Hella Colombia Autopartes S.A.S. | Kolumbien | Bogota | 100,0 | 45 |
| 47 | HELLA Handel Austria GmbH | Österreich | Wien | 100,0 | 23 |
| 48 | HELLA Fahrzeugteile Austria GmbH | Österreich | Großpetersdorf | 100,0 | 47 |
| 49 | HELLA S.A.S. | Frankreich | Le Blanc Mesnil-Cedex | 100,0 | 23 |
| 50 | HELLA Engineering France S.A.S. | Frankreich | Toulouse | 100,0 | 49 |
| 51 | HELLA Benelux B.V. | Niederlande | Nieuwegein | 100,0 | 23 |
| 52 | HELLA S.p.A. | Italien | Caleppio di Settala | 100,0 | 23 |
| 53 | HELLA Autotechnik Nova s.r.o. | Tschechien | Mohelnice | 100,0 | 23 |
| 54 | HELLA Hungária Kft. | Ungarn | Budapest | 100,0 | 23 |
| 55 | HELLA Polska Sp. z o.o. | Polen | Warschau | 100,0 | 23 |
| 56 | Intermobil Otomotiv Mümessillik Ve Ticaret A.S. | Türkei | Istanbul | 56,0 | 23 |
| 57 | HELLA Centro Corporativo Mexico S.A. de C.V. | Mexiko | Tlalnepantla | 100,0 | 23 |
| 58 | HELLA Automotive Mexico S.A. de C.V. | Mexiko | Tlalnepantla | 100,0 | 57 |
| 59 | HELLAmex S.A. de C.V. | Mexiko | Naucalpan | 100,0 | 57 |
| 60 | HELLA A/S | Dänemark | Aabenraa | 100,0 | 23 |
| 61 | Hella India Lighting Ltd. | Indien | Neu Delhi | 85,2 | 23 |
| 62 | HELLA Asia Singapore Pte. Ltd. | Singapur | Singapur | 100,0 | 23 |
| 63 | HELLA Trading (Shanghai) Co., Ltd. | China | Shanghai | 100,0 | 62 |
| 64 | HELLA Slovakia Holding s.r.o. | Slowakei | Kocovce | 100,0 | 23 |
| Bánovce nad | |||||
| 65 | HELLA Slovakia Lighting s.r.o. | Slowakei | Bebravou | 100,0 | 64 |
| 66 | HELLA Romania s.r.l. | Rumänien | Ghiroda-Timisoara | 100,0 | 23 |
| 67 | HELLA do Brazil Automotive Ltda. | Brasilien | São Paulo | 100,0 | 23 |
| 68 | HELLA Automotive South Africa (Pty) Ltd | Südafrika | Uitenhage | 100,0 | 23 |
| Vereinigte | |||||
| 69 | HELLA Middle East FZE | Arabische Emirate | Dubai | 100,0 | 23 |
| Vereinigte | |||||
| 70 | HELLA Middle East LLC | Arabische Emirate | Dubai | 49,0 | 69 |
| 71 | HELLA China Holding Co., Ltd. | China | Shanghai | 100,0 | 23 |
| 72 | HELLA (Xiamen) Electronic Device Co., Ltd. | China | Xiamen | 100,0 | 71 |
| 73 | Jiaxing HELLA Lighting Co., Ltd. | China | Jiaxing | 100,0 | 71 |
| 74 | Beijing Hella BHAP Automotive Lighting Co., Ltd. | China | Peking | 50,0 | 71 |
| 75 | Hella BHAP (Sanhe) Automotive Lighting | China | Sanhe | 100,0 | 74 |
| Co., Ltd. | |||||
| 76 | Hella BHAP (Tianjin) Automotive Lighting | China | Tianjin | 100,0 | 74 |
| Co., Ltd. | |||||
| 77 | Hella BHAP (Changzhou) Automotive Lighting | ||||
| Co., Ltd. | China | Changzhou | 100,0 | 74 | |
| 78 | HELLA Vietnam Company Limited | Vietnam | Ho Chi Minh City | 100,0 | 23 |
| 79 | HELLA Nanjing Electronic Co., Ltd. | China | Nanjing | 100,0 | 23 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Konsolidierungskreis 308 * Die Gesellschaft nimmt die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB wie im Vorjahr in Anspruch. Assoziierte Unternehmen / Gemeinschaftsunternehmen:
| Beteiligung | |||||
| lfd. Nr. | Gesellschaft | Sitz | Ort | in % | bei |
| 80 | Beijing SamLip Automotive Lighting Ltd. | China | Peking | 24,5 | 32 |
| 81 | Changchun Hella Faway Automotive Lighting Co., Ltd. | China | Changchun | 49,0 | 24 |
| 82 | Chengdu Hella Faway Automotive Lighting Co., Ltd. | China | Chengdu | 100,0 | 81 |
| 83 | Faway Hainuo Automotive Technology | China | Changzhou | 61,0 | 81 |
| (Changzhou) Co., Ltd. | |||||
| 84 | Hella Faway Automotive Lighting (Tianjin) Co., Ltd | China | Tianjin | 100,0 | 81 |
| 85 | InnoSenT GmbH | Deutschland | Donnersdorf | 50,0 | 1 |
| 86 | Hella BHAP Electronics (Jiangsu) Co., Ltd. | China | Zhenjiang | 50,0 | 23 |
| 87 | HELLA Evergrande Electronics (Shenzhen) Co.,Ltd. | China | Shenzhen | 49,0 | 23 |
| 88 | HELLA MINTH Jiaxing Automotive Parts Co., Ltd. | China | Jiaxing | 50,0 | 23 |
| 89 | Beijing HELLA BHAP Lighting Technology Co., Ltd. | China | Peking | 50,0 | 71 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Konsolidierungskreis 309 Die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften wurden nicht konsolidiert, da sie für die Vermö- gens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Aus diesem Grund konnten auf die übrigen Angaben gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB unterbleiben. Die Beteili- gungen an diesem Unternehmen wurden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Unternehmen ohne Einbezug in den Konzern-Abschluss:
| Beteiligung | |||||
| lfd. Nr. | Gesellschaft | Sitz | Ort | in % | bei |
| 90 | Electra Hella's S.A. | Griechenland | Athen | 73,0 | 23 |
| 91 | HELLA Japan Inc. | Japan | Tokio | 100,0 | 23 |
| 92 | CMD Industries Pty Ltd. | Australien | Mentone | 100,0 | 32 |
| 93 | Hella Mexico Tooling, S.A. de C.V. | Mexiko | EL Salto, Jalisco | 100,0 | 57 |
| 94 | Hella-Stanley Holding Pty Ltd. | Australien | Mentone | 50,0 | 1 |
| 95 | FWB Kunststofftechnik GmbH | Deutschland | Pirmasens | 100,0 | 1 |
| 96 | The Drivery GmbH | Deutschland | Berlin | 100,0 | 5 |
| 97 | HELLA Fast Forward Shanghai Co., Ltd. | China | Shanghai | 100,0 | 71 |
| 98 | avitea GmbH | Deutschland | Lippstadt | 100,0 | 1 |
| 99 | avitea Industrieservice GmbH | Deutschland | Lippstadt | 100,0 | 99 |
| 100 | hvs Verpflegungssysteme GmbH | Deutschland | Lippstadt | 100,0 | 1 |
| 101 | The Drivery Holding GmbH | Deutschland | Berlin | 100,0 | 5 |
| 102 | The Drivery Shanghai | China | Shanghai | 100,0 | 102 |
| 103 | Ahead Automotive GmbH | Deutschland | Berlin | 25,0 | 1 |
| 104 | FH Services S.A.S | Frankreich | Nanterre | 25,0 | 1 |
| 105 | HELLA OOO | Russland | Moskau | 100,0 | 1 |
| 106 | HELLA Innenleuchten-Systeme Bratislava, s.r.o. | Slowakei | Bratislava | 100,0 | 2 |
| 107 | HELLA Investment Holding GmbH | Deutschland | Lippstadt | 100,0 | 1 |
| 108 | HELLA Ignite GmbH | Deutschland | Berlin | 100,0 | 108 |
Auf die folgenden Gesellschaften wird kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt, sodass diese als Beteiligungen behandelt wurden. Beteiligungen:
| Beteiligung | |||||
| lfd. Nr. | Gesellschaft | Sitz | Ort | in % | bei |
| 109 | PARTSLIFE GmbH | Deutschland | Neu-Isenburg | 9,7 | 1 |
| 110 | TecAlliance GmbH | Deutschland | Ismaning | 7,0 | 1 |
| 111 | EMC Test NRW GmbH electromagnetic compatibility | Deutschland | Dortmund | 11,6 | 1 |
| 112 | KFE Kompetenzzentrum Fahrzeug Elektronik GmbH | Deutschland | Lippstadt | 12,0 | 1 |
| 113 | Gapwaves AB (publ) | Schweden | Gothenburg | 10,0 | 23 |
Geschäftsbericht 2024 Konzernanhang – Konsolidierungskreis 310