naturenergie netze GmbH (vormals: ED Netze GmbH)Rheinfelden BadenJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024Geschäft und Rahmenbedingungen Rahmenbedingungen Im Rahmen des neuen Markenauftritts wurde die bisherige ED Netze GmbH in naturenergie netze GmbH umbenannt. Der Eintrag des neuen Firmennamens erfolgte am 5. Februar 2024 im Handelsregister. Die naturenergie netze GmbH errichtet, betreibt, erwirbt, veräußert, verpachtet und pachtet Elektrizitätsverteilungsanlagen. Darüber hinaus werden Dienstleistungen in verwandten Wirtschaftszweigen, insbesondere mit Bezug zu den Bereichen Energieversorgung und Umwelt, erbracht. Über die Tätigkeitsbereiche "Elektrizitätsverteilung (EV)" und "Messstellenbetrieb (MSB)" werden Tätigkeitsabschlüsse im Sinne von § 6 b EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG erstellt. Zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung in der internen Rechnungslegung werden zu den Tätigkeitsbereichen "Elektrizitätsverteilung (EV)", "Messstellenbetrieb (MSB)" und "Sonstige Aktivitäten" jeweils getrennte Konten für jede Tätigkeit geführt. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie die Rentabilität des eingesetzten Kapitals (EBIT im Verhältnis zu NOA (Net Operating Assets)). Die NOA setzt sich aus dem nicht verzinslichen Vermögen abzüglich dem nicht verzinslichen Fremdkapital zusammen. Über die Gesellschafterinnen, naturenergie hochrhein AG und naturenergie holding AG, gehört die Gesellschaft zum Konzern der EnBW Baden-Württemberg AG mit Sitz in Karlsruhe. Mit der naturenergie holding AG besteht ein Betriebsführungsvertrag, der die Leistungserbringung und -verrechnung zwischen den Gesellschaften regelt. Die naturenergie netze GmbH unterliegt als Verteilnetzbetreiber den Regulierungsvorgaben der Bundesnetzagentur. Die Datenerhebung für die Kostenprüfung der vierten Regulierungsperiode von 2024 bis 2028 ist abgeschlossen und die anerkannten Kosten stehen fest. Der Effizienzwert für die vierte Regulierungsperiode wurde mit 96,18% beschieden. Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchensituation Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll laut letzter Prognose für das Gesamtjahr 2024 leicht um 0,1% sinken. Nach einem schwachen ersten Quartal stagnierte die weitere Entwicklung und führte nur zu minimalen Steigerungen in den Folgequartalen. Damit ist nach dem Rückgang von 0,3% im Jahr 2023 in 2024 nur eine leichte wirtschaftliche Erholung festzustellen. Die Industrieproduktion sank in fast allen Monaten des Jahres 2024 gegenüber dem Vorjahr. Die energieintensiven Branchen verzeichneten auf Grund der gesunkenen Energiepreise Zuwächse in der Produktion, allerdings auf weiterhin tiefem Niveau. Die höchsten Zuwächse erzielten dabei die chemische Grundstoffindustrie sowie die Nahrungsmittel- und Papierherstellung. Die Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2024 der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute korrigierte ihre Konjunkturprognose für das Jahr 2024 nach unten. Somit wird für 2024 ein Rückgang des BIP um 0,1% erwartet. Im Jahr 2025 soll das Wachstum 0,8% betragen. Beim Netzausbau - einem wichtigen Baustein der Energiewende - zeigt sich nach ersten Abschätzungen bei allen Energienetzen auch im Jahr 2024 ein weiterer Zubau. Bei den Stromnetzen ist insbesondere bei der Verkabelung eine Steigerung zu erkennen. Die Netzlängen erhöhten sich im Mittelspannungsnetz um 0,5% und im Niederspannungsnetz um 0,8%. Der Letztverbrauch von Strom belief sich 2024 nach ersten Daten auf 464 Mrd. kWh. Der Zuwachs von 1,4% betraf alle Verbrauchssektoren, der Sektor Verkehr verzeichnete dabei mit 4,1% den höchsten Zuwachs. Die Steigerung wurde durch rückläufige Strom- und Energiepreise gestützt. Größter Stromverbraucher war 2024 bei leichter Steigerung die Industrie mit einem Anteil von 44%, gefolgt von den privaten Haushalten mit 29%. Der Anteil von Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD-Sektor) betrug gut 24%, der des Verkehrssektors 3%. Der Stromverbrauch der Industrie (Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe) betrug im Berichtsjahr voraussichtlich insgesamt 204 Mrd. kWh und legte damit leicht um 1,4% zu. Der Stromverbrauch der privaten Haushalte legte voraussichtlich um 1,1% zu, der Stromverbrauch im GHD-Sektor um 1,3%. Im Verkehrsbereich wurde nach ersten Daten mit einem Plus von 4,1% für den Fahrstrom von Schienenbahnen sowie für die Elektromobilität gerechnet. Beteiligungsprogramm naturenergie vernetzt Im Rahmen des Kooperationsprogramms «naturenergie vernetzt - Beteiligungsprogramm für Kommunen» haben sich bereits 29 Gemeinden an der naturenergie kommunal GmbH beteiligt. Für naturenergie netze GmbH ergibt sich daraus die Chance, die weitere Entwicklung gemeinsam und partnerschaftlich mit den Gemeinden zu gestalten. In Summe halten die Gemeinden zum Bilanzstichtag rund 28,5% der Geschäftsanteile an der naturenergie kommunal GmbH, die wiederum 15,0% der Anteile der naturenergie netze GmbH hält. Dieses Beteiligungsmodell, das für alle Kommunen offensteht, wurde in 2023 bis 2028 verlängert und um ein Förderprogramm für lokale Energieprojekte ergänzt. Ertragslage Gesamtleistung Die Gesamtleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 110.463 Tsd. € auf 449.673 Tsd. €. Die Erhöhung ist auf gestiegene Netznutzungserlöse in Höhe von 82.188 Tsd. € zurückzuführen. Den höheren Erlösen liegen hauptsächlich Preiseffekte aus gestiegenen Netzentgelten zugrunde. Der wesentliche Treiber sind die vorgelagerten Netzkosten. Ausserdem erhöhten sich die Erlöse aus Differenzbilanzkreisabrechnungen in Höhe von 1.179 Tsd. €. Die Erlöse aus dem Dienstleistungsgeschäft stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2.186 Tsd. € an. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich aufgrund der Auflösung der Netzentfernungsrückstellung in Höhe von 20.410 Tsd. €. Die aktivierten Eigenleistungen erhöhten sich um 3.775 Tsd. €. Betriebsaufwand Der Betriebsaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 79.141 Tsd. € auf 404.876 Tsd. €. Die Erhöhung des Betriebsaufwands ist im Wesentlichen auf den gestiegenen Materialaufwand in Höhe von 61.100 Tsd. € zurückzuführen. Die Erhöhung resultiert hauptsächlich aus Aufwendungen aus vorgelagerten Netzkosten in Höhe von 39.240 Tsd. € sowie der Beschaffung der Verlustenergie in Höhe von 8.997 Tsd. €. Auch periodenfremde Aufwendungen (im Wesentlichen Mehrmindermengen) in Höhe von 5.378 Tsd. € sowie Aufwendungen für konzernexterne Dienstleistungen in Höhe von 3.831 Tsd. € erhöhen den Materialaufwand. Der Personalaufwand erhöhte sich um 13.149 Tsd. €. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Zuweisungen in die Pensionsrückstellungen in Höhe von 7.707 Tsd. € sowie den Anstieg der Löhne und Gehälter um 4.199 Tsd. €, aufgrund der Erhöhung des Personalbestands (+ 9 gewerbliche Arbeitnehmer, +19 Angestellte) und aufgrund von Tarifsteigerungen, zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 2.476 Tsd. €. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Aufwendungen aus konzerninternen Dienstleistungen in Höhe von 961 Tsd. €, die höheren Forderungsabschreibungen in Höhe von 805 Tsd. € sowie die gestiegenen Zuweisungen für die ATZ-Verpflichtung in Höhe von 281 Tsd. € zurückzuführen. Auch die Fortbildungskosten sind im aktuellen Geschäftsjahr um 226 Tsd. € gestiegen. EBIT Die naturenergie netze GmbH erwirtschaftete ein Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) in Höhe von 44.797 Tsd. €. Dies entspricht einer Erhöhung um 31.321 Tsd. € gegenüber dem Vorjahr. Der in der Prognose für 2024 erwartete moderate EBIT-Anstieg wurde übertroffen. Wesentliche Gründe hierfür sind die fast vollständige Auflösung der Netzentfernungsrückstellung, höhere Durchleitungsmengen im Vergleich zu den in der Netzentgeltkalkulation angesetzten Mengenprognosen sowie geringere Aufwendungen für vorgelagerte Netzkosten und vermiedene Netznutzung. Gegenläufig wirken sich die höheren Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen aus. Finanzergebnis Das Finanzergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5.133 Tsd. €. Im Wesentlichen ist dies auf die Zinsaufwendungen aus dem Cash-Pooling gegenüber der naturenergie holding AG zurückzuführen, welche sich um 2.426 Tsd. € erhöhten. Die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Finanzerträge aus dem Deckungsvermögen für Pensions- und Altersteilzeitverpflichtung führten zu einer weiteren Reduktion des Finanzergebnisses in Höhe von 2.137 Tsd. €. Jahresüberschuss Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags wurde wie im Vorjahr kein Jahresüberschuss ausgewiesen. Das Ergebnis nach Steuern fiel im Geschäftsjahr 2024 mit 35.025 Tsd. € positiv aus (Vorjahr 15.350 Tsd. €). Die Gewinnabführung an Minderheitsgesellschafter betrug 1.334 Tsd. € (Vorjahr 1.334 Tsd. €). Der Aufwand aus dem bestehenden Gewinnabführungsvertrag betrug 33.470 Tsd. € (Vorjahr 13.804 Tsd. €). Finanzlage Das Finanzmanagement erfolgt für die ganze Unternehmensgruppe zentral in der naturenergie holding AG. Die Finanzmittel werden mittels eines Cash Pools optimiert. Die aus dem Cash Pool resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden variabel verzinst. Die langfristige Finanzierung erfolgt über Darlehen der naturenergie hochrhein AG. Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit ist somit sichergestellt. Rund 70% (Vorjahr 49%) der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Wirtschaftsgüter konnten aus dem operativen Geschäft (vor Veränderungen Forderungen, Vorräte und Verbindlichkeiten) finanziert werden. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände erhöhten sich um 18.267 Tsd. € auf 78.657 Tsd. €. Vermögenslage Das Anlagevermögen ist um 61.678 Tsd. € gestiegen. Grund dafür waren die hohen Investitionstätigkeiten im Netzbereich, welche deutlich über den jährlichen Abschreibungen lagen. Für das Geschäftsjahr 2025 ist mit einem weiterhin ansteigenden Investitionsniveau im Verteilnetz zu rechnen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 17.830 Tsd. €. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 10.042 Tsd. € sowie auf die Erhöhung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5.294 Tsd. € zurückzuführen. Das Eigenkapital lag unverändert bei 145.165 Tsd. €. Die Eigenkapitalquote lag bei rund 29% (Vorjahr: 34%). Die Eigenkapitalquote reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des gestiegenen Anlagevermögens. Die Rückstellungen reduzierten sich um 21.490 Tsd. € gegenüber dem Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die fast vollständige Auflösung der Netzentfernungsrückstellung aufgrund der Anpassung der Erfassungssystematik zurückzuführen. Gegenläufig wirken sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen aus. Aufgrund höherer Verpflichtungen besteht in diesem Geschäftsjahr eine Rückstellung. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 96.079 Tsd. €. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling sowie auf die gestiegene Verbindlichkeit aus EEG-Einspeisevergütung zurückzuführen.
Die NOA (Net Operating Assets) betrugen zum 31.12.2024 363.237 Tsd. € (Vorjahr: 298.924 Tsd. €). Die Zunahme resultierte im Wesentlichen aus der gestiegenen Investitionstätigkeit. Die Rentabilität des eingesetzten Kapitals - EBIT im Verhältnis zu den Net Operating Assets (NOA) - betrug 12,3% und lag deutlich über dem Vorjahreswert (4,5%). Die Rentabilität lag ebenfalls über der prognostizierten Rentabilität. Grund hierfür ist im Wesentlichen der deutlich höhere EBIT. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Insgesamt erwirtschaftete die naturenergie netze GmbH im Geschäftsjahr 2024 ein sehr gutes Ergebnis. Der EBIT in Höhe von 44.797 Tsd. € liegt deutlich über dem prognostizierten EBIT. Grund hierfür ist im Wesentlichen der Einmaleffekt aus der Auflösung der Netzentfernungsrückstellung sowie höhere Durchleitungsmengen und geringere Aufwendungen für vorgelagerte Netzkosten und vermiedene Netznutzung. Aufgrund der stabilen Eigenkapitalquote und der gesicherten Finanzierung durch die Gesellschafter sowie der gesteigerten positiven Rentabilität des eingesetzten Kapitals ist die wirtschaftliche Lage insgesamt als gut zu beurteilen. Chancen- und Risikobericht 2024 Für die naturenergie netze GmbH ist die Überwachung der unternehmerischen Risiken ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Das unternehmensweite integrierte Chancen- und Risikomanagement (iRM) wird aus den beiden Bestandteilen Chancen- und Risikobewertung und Internes Kontrollsystem (IKS), gebildet. Chancen- und Risikomanagement Das Risikomanagementsystem umfasst das gesamte Unternehmen und bezieht alle Primärfunktionen entlang der Wertschöpfungskette sowie die Querschnittsfunktionen ein. Ziel des iRM ist ein ganzheitlicher und integrierter Ansatz zur Gewährleistung einer bereichsübergreifenden Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken und Chancen sowie eine damit einhergehende Berichterstattung der Chancen- und Risikolage. Die institutionalisierte Risikomanagementstelle unterstützt die Risikomanagement-Beauftragten der Unternehmensbereiche bei der Umsetzung des dezentralen Risikomanagements. Dadurch soll eine gleich-bleibend hohe Qualität des Risikomanagementsystems gesichert werden. Die risikobezogenen Informationen werden in systematischer, geordneter Weise zeitnah an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet. Eine Berichterstattung über die wesentlichen Risiken und Chancen erfolgt mindestens quartalsweise an die Geschäftsleitung und den Aufsichtsrat. Bei Bekanntwerden neuer Risiken, die zu bestandsgefährdenden Entwicklungen führen können, erfolgt eine außerordentliche ad hoc-Berichterstattung. Risikomanagementfragen werden unter anderem in den Sitzungen des Prüfungsausschusses des Verwaltungsrates der naturenergie holding AG behandelt. Internes Kontrollsystem Das IKS ist ein wesentliches Element des iRM und umfasst sowohl Maßnahmen als auch Kontrollen zur Vermeidung, Minderung oder Übertragung von Risiken. Es ermöglicht der Geschäftsleitung, die Existenz wirksamer Kontrollen zur Fehler- und Risikovermeidung im Unternehmen sicherzustellen. Das etablierte rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem soll darüber hinaus die Verlässlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung gewährleisten. Die Eignung und Funktionalität der Kontrollen wird mindestens jährlich durch die konsequente Erhebung im Vier-Augen-Prinzip überprüft und dokumentiert. Chancen- und Risikobewertung Der Begriff Chance bzw. Risiko wird als Ereignis mit einer positiven bzw. negativen Auswirkung auf strategische, operative, finanzielle oder Compliance-Ziele definiert. Für die systematische und strukturierte Erfassung findet eine entsprechende Einteilung der Chancen und Risiken in die jeweilige Kategorie statt. Die zunehmende Kausalität und Komplexität der Chancen und Risiken führt dazu, dass Auswirkungen kategorienübergreifend stattfinden können. Alle relevanten Chancen und Risiken werden vor und nach Berücksichtigung implementierter und geplanter Steuerungsinstrumente (Maßnahmen und Kontrollen) gemeinsam mit den jeweiligen risikoverantwortlichen Personen bewertet. Bei finanziellen Risiken wird die mögliche Auswirkung auf die Kennzahl EBIT betrachtet. Die Bewertung erfolgt relativ zum aktuellen Planungszeitraum respektive der Mittelfristplanung und soweit möglich mittels quantitativer Methoden. Eine Detailerläuterung zu den Top-Chancen und Risiken im Jahr 2024 wird in dem folgenden Abschnitt erläutert. Operative Chancen und Risiken Entlang unserer Wertschöpfungskette betreiben wir technologisch komplexe Stromübertragungsanlagen. Die Beschädigungen und der Ausfall von Betriebsmitteln und Anlagen aufgrund von höherer Gewalt können mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln und auch durch äußerste Sorgfalt nicht gänzlich verhindert werden. Sie beeinträchtigen die Versorgungsqualität und Ertragslage des Unternehmens. Dieses Risiko minimieren wir durch systematische Verfahren der Wartung und Qualitätssicherung, redundante Versorgungsysteme, die Optimierung unserer Reaktionszeit sowie durch den Einsatz hochqualifizierter Mitarbeiter. In geeigneten Fällen werden mögliche Schadenswirkungen durch Versicherungen begrenzt. Regulierung der Energienetze Risiken im Zusammenhang mit der Regulierung der Energienetze bilden weiterhin das zentrale Thema der Chancen und Risiken der naturenergie netze GmbH. Eine Nichtanerkennung verschiedener Aufwendungen im Rahmen der Regulierung der Energienetze kann zu sinkenden Erlösobergrenzen und einer damit einhergehenden negativen Planabweichung der naturenergie netze GmbH führen. Das Regulierungsmanagement der naturenergie netze GmbH führt zu diesem Punkt ein laufendes Monitoring der aktuellen Urteile und Bescheide durch. Die Analyse signifikanter Entwicklungen sowie Argumentationen werden unter anderem übergreifend mit dem Controlling umgesetzt. Über das Regulierungskonto werden die Abweichungen zwischen den in der Netzentgeltkalkulation getroffenen Prognosen (z.B. Durchleitungsmengen, Höhe der vorgelagerten Netzkosten, Höhe der Kosten aus vermiedener Netznutzung) und den zulässigen Erlösen bzw. tatsächlich entstandenen Kosten dargestellt. Positive bzw. negative Regulierungskontosaldos wirken sich insofern auf das EBIT der einzelnen Geschäftsjahre aus, dass ein positiver Saldo des Regulierungskontos zum Stichtag nicht als Forderung aktiviert werden darf, ein negativer Saldo hingegen als Rückstellung passiviert werden muss. Die Planung der Erlösobergrenze und des Regulierungskontos im Rahmen der Mittelfristplanung erfolgt unter Beachtung der vorhandenen Unwägbarkeiten, welche sich beispielsweise aufgrund laufender Aktualisierungen von Verordnung und andauernden Verfahren ergeben können In diesem Zusammenhang kann das Projekt NEST ("Netze. Effizient. Sicher. Transformiert.") der Bundesnetzagentur aufgeführt werden. Es zielt darauf ab, den Regulierungsrahmen für Strom- und Gasnetzbetreiber in Deutschland zu modernisieren und an die Anforderungen der Energiewende anzupassen. Dabei werden neue Vorgaben zur Effizienzsteigerung, Digitalisierung und Netzintegration erneuerbarer Energien diskutiert. Für Verteilnetzbetreiber besteht dabei das Risiko, dass strengere regulatorische Anforderungen höhere Investitionen, zusätzlichen administrativen Aufwand und eine verschärfte Effizienzprüfung erfordern, was ihre finanzielle und operative Stabilität gefährden könnte. Zudem könnten unklare Übergangsregelungen oder Änderungen in der Kostenallokation Unsicherheiten schaffen, die strategische Entscheidungen erschweren. Lieferketten Die Auswirkungen möglicher Störungen in Lieferketten sind vielfältig und werden durch verschiedene Taktgeber, wie beispielsweise den Versorgermärkten, den Verbindungsstrecken und nicht zuletzt den politischen Entwicklungen beeinflusst. Im Vergleich zu dem unmittelbar steigenden Aufwand findet die Anpassung des Verbraucherpreisindex (VPI) in der Erlösobergrenze erst mit deutlichem Zeitverzug Berücksichtigung in den Netznutzungsentgelten. Die naturenergie netze GmbH wirkt dem Risiko von Teuerungen, weiterhin steigenden Investitionskosten und Mangellagen bei Material als auch Dienstleistungen unter anderem mit einem strategischen Einkauf, Prozessoptimierungen und Lagererweiterungen für gezielte Warengruppen entgegen. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die naturenergie netze GmbH ist den Risiken eines von Regulierung geprägten Geschäftsmodells ausgesetzt. Die finanzwirtschaftlichen Risiken in diesem Bereich können in Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken aufgeteilt werden. Im Jahr 2024 haben die starken Zinsanstiege und anhaltenden Volatilitäten am Strommarkt für viele Marktteilnehmer Herausforderungen in verschiedenen Bereichen, wie beispielsweise bei der Umsetzung geplanter Investitionen, mit sich gebracht. Diesen Risiken wirken wir mit dem Einsatz geeigneter Steuerungsinstrumente und der stetigen Weiterentwicklung unserer Prozesse sowie den damit verbundenen Kontrollen entgegen. Derzeit werden keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von beispielsweise Zinsrisiken eingesetzt, deren möglicher Einsatz wird laufend überprüft. Um potenziellen Forderungsausfällen vorzubeugen, setzt die naturenergie netze GmbH ein straffes Forderungsmanagement ein und erwägt bei Bedarf zusätzliche Schritte wie etwa erweiterte Bonitätsprüfungen, den Abschluss von Kreditversicherungen oder den Aufbau von Rücklagen. Umfeld-/ Strategische Chancen und Risiken Weitere Risiken ergeben sich aufgrund des ständigen Wandels des politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Umfeldes der naturenergie netze GmbH, als auch der konjunkturellen Lage. Zur Entgegenwirkung dieser Risiken betreibt die naturenergie netze GmbH unter anderem ein aktives Regulierungsmanagement sowie die permanente Beobachtung und Analyse aktueller Entwicklungen. Die Risikoeinschätzungen werden in einem strukturierten Prozess regelmäßig mit Planungs- und Prognosedaten abgeglichen. Zur Kompensation negativer Auswirkungen und zur Nutzung von Chancen aus der Anreizregulierung, wird unter anderem eine nachhaltige Optimierung der Strukturen und Prozesse der naturenergie netze GmbH mit Unterstützung des internen Qualitätsmanagements angestrebt. Chancen hinsichtlich der Gesamtsituation des Unternehmens ergeben sich darüber hinaus durch den Ausbau und das Voranschreiten strategischer Projekte insbesondere im Zusammenhang mit der Markenstrategie. Konzessionen Wie in den vergangenen Jahren spielt der Nichtwiederabschluss von Stromkonzessionsverträgen eine bedeutende, strategische Rolle. Der Nichtwiederabschluss einer Stromkonzession führt zu einer Minderung des Geschäftsumfangs der naturenergie netze GmbH und zum Abgang von Netzverteilungsanlagen, die die Grundlage unserer Geschäftstätigkeit bilden. Dies gilt ebenso für einen möglichen positiven Verlauf der bereits geführten Verfahren sowie den Gewinn neuer, bisher fremd vergebener Konzessionen im Netzgebiet der naturenergie netze GmbH. Die naturenergie netze GmbH begegnet den Risiken unter anderem mit einem stetigen Monitoring und einem professionellen Konzessionsmanagement. Compliance-Chancen und -Risiken Die naturenergie netze GmbH konzentriert sich unter anderem auf angemessene Präventionsmaßnahmen in den Compliance-Risiken Korruption, Kartellrecht und Datenschutz. Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung bestehen primär, aber nicht ausschließlich im Vertrieb und im Einkauf. Wesentliche Präventionsmaßnahmen, insbesondere Schulungen, sind bereichsübergreifend in regelmäßigen Turnussen durchzuführen. Gleiches gilt für die Sensibilisierung im Bereich Datenschutz. Chancen- und Risikolage Insbesondere die wirtschaftliche und die politische Entwicklung im Jahr 2024 hat dazu geführt, dass Risikoszenarien mit hohen Auswirkungen und unsicheren Eintrittswahrscheinlichkeiten im Fokus bleiben. Diesen Risiken begegnet die naturenergie netze GmbH mit geeigneten Maßnahmen, deren kontinuierlicher Überwachung und Verbesserung und einem dezentralen, bereichsübergreifenden Risikomanagementsystem. Die Risikolage der naturenergie netze GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2024 stabil gehalten und wird auch für den aktuellen Planungszeitraum weiterhin als stabil betrachtet. Bestandsgefährdende Risiken waren im Geschäftsjahr 2024 weder auf Basis von Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition der naturenergie netze GmbH erkennbar. Bei Betrachtung der verschiedenen Szenarien (gewichtete Bewertung über den Planungszeitraum von 3 Jahren) würden die genannten Risiken in Summe ein negativer EBIT-Effekt von ca. 7.800 Tsd. € in Bezug auf unsere Planung verursachen. Gegenüber stehen die genannten Chancen mit einem möglichen positiven, gewichteten EBIT-Effekt von ca. 9.600 Tsd. €. Die Risiken werden nach der Umsetzung von Risikobegrenzungsmaßnahmen dargestellt. Die Wirksamkeit von Risikomanagement und IKS wird jährlich im "Wirksamkeitsbericht zum integrierten Risikomanagement (iRM)" dokumentiert. Prognosebericht Einflussfaktoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie die Rentabilität des eingesetzten Kapitals (EBIT im Verhältnis zu NOA). Im Hinblick auf diese Kennzahlen sind folgende Einflussfaktoren relevant: Erlösobergrenze Aufgrund der genehmigten Erlösobergrenze durch die Bundesnetzagentur können die regulatorischen Erlöse nicht wesentlich beeinflusst werden. Von der getroffenen Prognose abweichende Durchleitungsmengen beeinflussen das Unternehmensergebnis im aktuellen Jahr und werden zeitversetzt durch das Regulierungskonto ausgeglichen. Mehr- oder Minderlöse wirken sich insofern auf das EBIT der einzelnen Geschäftsjahre aus, dass ein positiver Saldo des Regulierungskontos zum Stichtag nicht als Forderung aktiviert werden darf, ein negativer Saldo hingegen als Rückstellung passiviert werden muss. Entwicklung der Umlagen Grundsätzlich stellen die erhobenen Umlagen (u.a. Offshore-Netzumlage, KWKG-, §19 StromNEV-Umlage) durchlaufende Posten dar, die im gleichen Maße zu Umsatzerlösen und Strombezugskosten führen. Es können aber periodenfremde Effekte auftreten, die einen zeitversetzten Einfluss auf das EBIT haben können. Entwicklung der Einspeisevergütungen Die Aufwendungen aus Einspeisevergütungen (EEG-Einspeiser, KWK-Einspeiser sowie sonstige Einspeiser) stellen durch die Weitergabe an den Übertragungsnetzbetreiber durchlaufende Posten dar. Es können aber periodenfremde Effekte auftreten, die einen zeitversetzten Einfluss auf das EBIT haben können. Entwicklung der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kosten Dauerhaft nicht beeinflussbare Kosten (z.B. Personalzusatzkosten) können mit einem Zeitverzug von zwei Jahren in der Erlösobergrenze angesetzt werden. Hieraus können periodische Ergebnisverschiebungen beim EBIT auftreten. Kostenentwicklung im Unterhaltsbereich sowie bei den eingekauften Dienstleistungen Veränderungen der Kosten im Unterhaltsbereich sowie bei den eingekauften Dienstleistungen (Abrechnung, Service-Center, Administrationskosten) wirken sich in gleicher Höhe auf das EBIT aus. Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen Die Abgänge von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens können zu Sondereffekten führen, die das EBIT entsprechend beeinflussen. Konzessionsgebiet Veränderungen der Konzessionsgebiete können das EBIT beeinflussen. Die Auswirkungen können hierbei negativ (bei Konzessionsverlusten) als auch positiv (bei Konzessionszugewinnen) sein. Prognose Für das Geschäftsjahr 2025 wird eine deutliche Reduktion des EBIT erwartet. Dies ist im Wesentlichen auf die wegfallenden Einmaleffekte des Geschäftsjahres 2024 (Auflösung Netzentfernungsrückstellung sowie Zuführung Pensionsrückstellung) zurückführen. Negative Effekte aus der Erlösobergrenze führen zu einem weiteren Ergebnisrückgang. Es wird erwartet, dass sich die Rentabilität des eingesetzten Kapitals aufgrund des weiterhin hohen Investitionsniveaus sowie des geringeren EBIT deutlich reduzieren wird.
Rheinfelden, den 19. Februar 2025 naturenergie netze GmbH Boris Philippeit, Geschäftsführer Daniel Obermeier, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024
AnhangAllgemeine Grundlagen Die naturenergie netze GmbH (vormals: ED Netze GmbH) mit Sitz in Rheinfelden (Baden) wird beim Handelsregister B des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 413481 geführt. Es handelt sich um eine große Kapitalgesellschaft. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB unter Berücksichtigung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Formale Darstellung Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wird nach den geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt und gegliedert. Der Gewinn- und Verlustrechnung liegt das Gesamtkostenverfahren zugrunde. Im Vergleich zum gesetzlichen Gliederungsschema wurden zusätzliche Zwischensummen eingefügt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Posten "Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträ- gen" eingefügt. Die Bilanz wurde um den Posten "Sonderposten für Investitionszuschüsse" ergänzt. Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind im Anhang sowie in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung die Werte in Tausend € angegeben. Die Ertragslage der Gesellschaft wird maßgeblich durch die regulierten Netzentgelte bestimmt. Die Festlegung der Erlösobergrenze durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) für die vierte Regulierungsperiode (2024 - 2028) erfolgt auf der Grundlage des Erhebungsbogens der BNetzA zur regulatorischen Kostenprüfung 2021. Für einen verbesserten Einblick in die Ertragslage der Gesellschaft durch eine vergleichbare Darstellung in der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung und dem Erhebungs- bogen wurde im Vergleich zum Vorjahresabschluss der Ausweis einzelner Sachverhalte in der Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Die Ausweisänderungen betreffen die folgenden Sachverhalte: Baukostenzuschüsse für Verteilunganlagen ab 2022 Bisheriger Ausweis: 4. Sonstige betriebliche Erträge Neuer Ausweis: 1. Umsatzerlöse Umgliederungsbetrag: 1.577 Tsd. € Aufwand aus vorgelagerten Netzkosten Bisheriger Ausweis: 5. a) Aufwendungen für RHB und bezogene Waren Neuer Ausweis: 5. b) Aufwendungen für bezogene Leistungen Umgliederungsbetrag: -98.075 Tsd. € Aufwendungen für Pacht von Netzinfrastruktur Bisheriger Ausweis 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen Neuer Ausweis 5. b) Aufwendungen für bezogene Leistungen Umgliederungsbetrag: -2.471 Tsd. € Zur besseren Vergleichbarkeit wurde der Ausweis der Vorjahres-Zahlen ebenso angepasst:
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Allgemeines Bei der Bilanzierung und Bewertung der Vermögens- und Schuldposten haben wir allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Dem Abschluss liegen Abgrenzungen zu Grunde, welche ermessensbe- haftet sind und die sich vor allem auf stichtagsbezogene Leistungsabgrenzungen beziehen. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten werden unrealisierte Gewinne aus Kurs- änderungen zum Bilanzstichtag nicht ergebniswirksam berücksichtigt. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden li- near entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Sachanlagen Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen bei dauerhafter Wertminderung, angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten; vom Wahlrecht der Aktivierung herstellungsbezogener Verwaltungskosten und Sozialaufwendungen sowie Fremdkapitalzinsen wird grundsätzlich Gebrauch gemacht. Zusätzlich werden wesentliche Verbesserungen, Substanzmehrung, Funktionsänderungen oder die Erneuerung wesentlicher Bestandteile an vorhandenen Wirtschaftsgütern aktiviert. Die Sachanlagen werden linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Wirtschaftsgüter mit einer Nutzungsdauer von unter einem Jahr bzw. einem Wert von kleiner € 800 werden als Aufwand verbucht. Finanzanlagen Die Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, gemindert um angemessene Wertberichtigungen, bilanziert. Die Herstellungskosten beinhalten die gesetzlichen Pflichtbestandteile. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt; Risiken sind durch individuelle bzw. pauschale Abschläge berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wird für Zahlungen im Geschäftsjahr gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus der Verrechnung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 HGB. Sonderposten Die ab dem 1. Januar 2003 als Sonderposten passivierten Hausanschlusskosten und Baukostenzuschüsse werden entsprechend der Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes planmäßig aufgelöst. Rückstellungen Rückstellungen werden zum Erfüllungsbetrag (einschließlich Kosten- und Preissteigerungen) bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Barwert angesetzt. In den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Die Berechnung der Verpflichtung für den Rückbau der Netzanlagen (Konzessionsverpflichtung) wurde angepasst. Statt einer pauschalen Ermittlung aller vertraglichen Rückbauverpflichtungen erfolgt ab dem Geschäftsjahr 2024 eine einzelfallbezogene Erfassung. Bei Vorhandensein einer konkreten Grundlage für eine Maßnahme zur Netzentfernung erfolgt eine Verbuchung der Rückstellung. Aufgrund der Anpassung der Erfassungssystematik wurde für das Geschäftsjahr 2024 lediglich eine Maßnahme als Rückstellung angesetzt, deren voraussichtliche Fälligkeit bereits für Dezember 2026 prognostiziert wird. Folglich hat der Zeitfaktor keinen signifikanten Einfluss auf die Rückstellung, wodurch die Berücksichtigung der Teuerungsrate entfällt (Vorjahr: 3,0%). Die Maßnahme wurde mit einem Zinssatz von 1,5% (Vorjahr 1,91%) abgezinst. Effekte aus Zinssatzänderungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Pensionsrückstellungen und vergleichbare langfristig fällige Personalverpflichtungen werden unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet und gemäß versicherungsmathematischen Grundsätzen (projected unit credit method) bewertet: Bei der Bewertung werden folgende Parameter zugrunde gelegt:
Die Vereinfachungsregelung gem. § 253 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Für die langfristigen Verpflichtungen wurde ein pauschaler 10-jähriger durchschnittlicher Marktzinssatz auf Basis einer Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden die Pensionsrückstellungen und vergleichbaren langfristigen Personalrückstellungen mit dem dafür gebildeten Deckungsfonds (CTA-Modell) verrechnet. Das Deckungsvermögen wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem Zeitwert bewertet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Die bis zum 31. Dezember 2002 als passiver Rechnungsabgrenzungsposten bilanzierten Hausan- schlusskosten und Baukostenzuschüsse werden entsprechend der Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes planmässig aufgelöst. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Abgrenzungen und Abschlägen in Höhe von 18.921 Tsd. € enthalten (Vorjahr 14.186 Tsd. €). 3. Eigenkapital Die naturenergie hochrhein AG ist mit 75,9% an der Gesellschaft beteiligt. Die naturenergie holding AG (vormals: Energiedienst Holding AG) ist mit einem Anteil von 9,1% an der Gesellschaft beteiligt. Weiterer Gesellschafter ist die naturenergie kommunal GmbH mit einem Anteil von 15,0%. 4. Personalvorsorge Es bestehen Verpflichtungen für Pensionen gemäß Pensionsgutachten für Pensionen in Höhe von 74.195 Tsd. € (Vorjahr 74.045 Tsd. €). Zusätzlich zu den Verpflichtungen für Pensionen gemäß Pensionsgutachten bestehen noch Risiken in Höhe von 7.000 Tsd. € aus der Umstellung von Raten- und Ren- tenzahlungen aus den Vorsorgeverpflichtungen. Es bestehen sonstige Personalverpflichtungen (Altersteilzeit) gemäß Pensionsgutachten in Höhe von 3.388 Tsd. € (Vorjahr 2.693 Tsd. €). Diese wurden mit dem Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert von 82.914 Tsd. € (Vorjahr 79.414 Tsd. €) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der Anteil des Deckungsvermögens für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt 79.506 Tsd. € (Vorjahr 76.276 Tsd. €), der für sonstige Personalverpflichtungen (Altersteilzeit) 3.408 Tsd. € (Vorjahr: 3.138 Tsd. €). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 63.660 Tsd. €. Der Unterschiedsbetrag, welcher sich aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen unter Ansatz des 10-jährigen Durchschnittszinses und unter dem Ansatz des 7-jährigen Durchschnittszinses ergibt, beträgt 0 Tsd. € (Vorjahr 1.135 Tsd. €). Für diesen besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB, welche aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der naturenergie hochrhein AG aber nicht zum Tragen kommt. Der Effekt aus der Zinssatzänderung wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Aus der Verrechnung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Altersteilzeit) mit dem zugehörigen Deckungsvermögen ergibt sich ein Aktivüberhang in Höhe von 20 Tsd. € (Altersteilzeit), der als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen wird, sowie ein Passivüberhang in Höhe von 1.690 Tsd. € (Pensionen), der als Rückstellung ausgeweisen wird. Im Vorjahr ergab sich ein Aktivüberhang in Höhe von 2.676 Tsd. € (Pensionen, Altersteilzeit), der als akti- ver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen wurde. In Höhe der Differenz zwischen Anschaffungskosten und Zeitwert des Deckungsvermögens besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 19.254 Tsd. €. Aufgrund der hohen frei ver- fügbaren Rücklagen kommt die Ausschüttungssperre im laufenden Geschäftsjahr nicht zum Tragen. Es bestehen weitere sonstige Personalverpflichtungen in Höhe von 671 Tsd. €, welche mit Deckungsvermögen (Rückdeckungsversicherung) in gleicher Höhe verrechnet wurden. 5. Rückstellungen Die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen aus Konzessionsverpflichtungen betreffen Rückbauverpflichtungen für Stromnetze. Die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen anderen sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für das Regulierungs- konto und Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten. 6. Verbindlichkeiten Es bestehen wie im Vorjahr keine durch Pfandrechte gesicherten Verbindlichkeiten.
Haftungsverhältnisse Angabepflichtige Haftungsverhältnisse, die für die Beurteilung der Finanzlage von wesentlicher Bedeutung sind, liegen nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es besteht ein Bestellobligo aus dem Investitions- und Unterhaltsbereich in Höhe von 46.650 Tsd. € (Vorjahr: 45.857 Tsd. €). Für bestehende Miet- und Pachtverträge bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 3.097 Tsd. € (Vorjahr: 5.980 Tsd. €) (Laufzeit bis 2031). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 7. Umsatzerlöse
Die Position enthält periodenfremde Erlösminderungen (i.W. Mehrmindermengen und EEG-Abrechnung des Übertragungsnetzbetreibers) in Höhe von -6.210 Tsd. € (Vorjahr -14.372 Tsd. €). Sämtliche Umsatzerlöse wurden in Deutschland erwirtschaftet. 8. Sonstige betriebliche Erträge Die Position enthält periodenfremde Erträge (i.W. aus Auflösung der Netzentfernungsrückstellung, Anlagenabgängen und Forderungszuschreibungen) in Höhe von 21.296 Tsd. € (Vorjahr 1.005 Tsd. €). 9. Materialaufwand Die Position enthält periodenfremde Aufwandsminderungen (i.W. aus EEG-Bezug und Handelsgeschäften) in Höhe von 4.470 Tsd. € (Vorjahr 13.401 Tsd. €). 10. Personalaufwand Im Geschäftsjahr waren im Schnitt 188 (Vorjahr 179) gewerbliche Arbeitnehmer, 194 Angestellte (Vorjahr 175), 1 geringfügig Beschäftigte (Vorjahr 1) und 21 Auszubildende (Vorjahr 21) beschäftigt. Die Position enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von -204 Tsd. € (Vorjahr -74 Tsd. €). 11. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Position enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von -38 Tsd. € (Vorjahr -13 Tsd. €). 12. Finanzergebnis Die Aufwendungen für die Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von -362 Tsd. € (Vorjahr -568 Tsd. €) werden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Erträgen aus Deckungsvermögen in Höhe von 5.506 Tsd. € (Vorjahr 7.643 Tsd. €) verrechnet. Im aktuellen Geschäftsjahr fällt kein Aufwand für die Aufzinsung von weiteren langfristigen Rückstellungen an (Vorjahr -50 Tsd. €). 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand resultiert aus den von der Organträgerin naturenergie hochrhein AG berechneten Umlagen gemäß dem Ertragssteuerumlagevertrag vom 12.01.2007. 14. Erträge (+) aus Verlustausgleich / Aufwendungen (-) aus Gewinnabführungsverträgen Die Positionen enthalten Erträge aus Verlustausgleich bzw. Aufwendungen aus Gewinnabführung gem. Ergebnisabführungsvertrag zwischen der naturenergie netze GmbH (Organgesellschaft) und der natur- energie hochrhein AG (Organträger). Im Berichtsjahr sind Aufwendungen aus Gewinnabführung in Höhe von -33.470 Tsd. € (Vorjahr: -13.804 Tsd. €) ausgewiesen. Sonstige Angaben Sonstige Angaben Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der naturenergie holding AG, Laufenburg (Schweiz), (NEH) einbezogen (kleinster Kreis). Der Abschluss der NEH wird in den Konzernabschluss der EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW AG), Karlsruhe, einbezogen (größter Kreis). Der Konzernabschluss der NEH (Ort des Registers: Aarau / Register-Nummer: CH-400.3.925.247- 1) ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich, der Konzernabschluss der EnBW AG ist bzw. wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Boris Philippeit, Ebringen/Deutschland sowie Daniel Obermeier, Fischingen/Deutschland sind als Geschäftsführer bestellt. Der ausgeübte Beruf stimmt mit der Organstellung überein. In Ausübung des Wahlrechts nach § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Gesamtbezüge nach § 285 Nr. 9a und b HGB für die Mitglieder der Geschäftsführung sowie für die ehemaligen Mitglieder und deren Hinterbliebene verzichtet. Honorare des Abschlussprüfers
Angaben gemäß HGB § 285 Nr. 29 Differenzen, die zu latenten Steuern führen könnten, ergeben sich aus dem Anlagevermögen, den Rückstellungen bzw. dem Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Latente Steuern werden auf Ebene der Organträgerin (naturenergie hochrhein AG) bilanziert. Angaben gemäß HGB § 285 Nr. 33 Wesentliche Vorgänge nach Abschluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Geschäfte größeren Umfangs im Sinne von § 6b Abs. 2 EnWG Im Rahmen des Unbundlings sind Geschäfte größeren Umfangs der naturenergie netze GmbH, Rheinfel- den, mit verbundenen und assoziierten Unternehmen anzugeben.
In der Gesamtleistung mit verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen Netznutzungserlöse sowie Erlöse aus der Weitergabe von EEG- und KWK-Einspeisungen an den Übertragungsnetzbetreiber enthalten. Der Betriebsaufwand mit verbundenen Unternehmen enthält hauptsächlich Aufwendungen aus vor- gelagerten Netzkosten, Strombezug aus Einspeisungen sowie bezogene Dienstleistungen. Der Zinsauf- wand beinhaltet Darlehenszinsen. Gemäß § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG haben Energieversorgungsunternehmen zur Ve- meidung von Diskriminierung und Quersubventionierung in ihrer internen Rechnungslegung jeweils ge- trennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbstständigen Unternehmen ausgeführt würden. Bei der naturenergie netze GmbH ist dementsprechend zu trennen zwischen den Bereichen "Elektrizitätsverteilung (EV)", "Messstellenbetrieb (MSB)" und "Sonstigen Aktivitäten". Als wesentliche Aktivität des sonstigen Bereiches ist das konzernex- terne Dienstleistungsgeschäft zu nennen. Die Trennung wird im Rahmen des Tätigkeitsabschlusses dar- gelegt.
Rheinfelden, den 19. Februar 2025 naturenergie netze GmbH Boris Philippeit, Geschäftsführer Daniel Obermeier, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Tätigkeitsabschlüsse gemäß § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG der naturenergie netze GmbH für das Geschäftsjahr 2024Buchhalterisches Unbundling Gemäß § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG haben Energieversorgungsunternehmen zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung in ihrer internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbstständigen Unternehmen ausgeführt würden. Bei der naturenergie netze GmbH ist dementsprechend zwischen den Bereichen "Elektrizitätsverteilung (EV)", "Messstellenbetrieb (MSB)" und "Sonstigen Aktivitäten" zu trennen. Als wesentliche Aktivität des sonstigen Bereiches ist das konzernexterne Dienstleistungsgeschäft zu nennen. Die Trennung wird im Rahmen des Tätigkeitsabschlusses dargelegt. Formale Darstellung Im Vergleich zum gesetzlichen Gliederungsschema wurden zusätzliche Zwischensummen eingefügt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Posten "Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen", "Erträge aus Verlustausgleich" und "Aufwendungen aus Gewinnabführung an Minderheitsgesellschafter" eingefügt. Die Bilanz wurde um den Posten "Sonderposten für Investitionszuschüsse" ergänzt. Soweit nichts Anderes vermerkt ist, sind im Anhang sowie in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung die Werte in Tausend € angegeben. Die Ertragslage der Gesellschaft wird maßgeblich durch die regulierten Netzentgelte bestimmt. Die Festlegung der Erlösobergrenze durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) für die vierte Regulierungsperiode (2024 - 2028) erfolgt auf der Grundlage des Erhebungsbogens der BNetzA zur regulatorischen Kostenprüfung 2021. Für einen verbesserten Einblick in die Ertragslage der Gesellschaft durch eine vergleichbare Darstellung in der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung und dem Erhebungsbogen wurde im Vergleich zum Vorjahresabschluss der Ausweis einzelner Sachverhalte in der Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Die Ausweisänderungen betreffen die folgenden Sachverhalte: Baukostenzuschüsse für Verteilunganlagen ab 2022 Bisheriger Ausweis: 4. Sonstige betriebliche Erträge Neuer Ausweis: 1. Umsatzerlöse Umgliederungsbetrag: 1.577 (Vorjahr 1.573 Tsd. €) Aufwand aus vorgelagerten Netzkosten Bisheriger Ausweis: 5. a) Aufwendungen für RHB und bezogene Waren Neuer Ausweis: 5. b) Aufwendungen für bezogene Leistungen Umgliederungsbetrag: -98.075 (Vorjahr -58.835 Tsd. €) Aufwendungen für Pacht von Netzinfrastruktur Bisheriger Ausweis 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen Neuer Ausweis 5. b) Aufwendungen für bezogene Leistungen Umgliederungsbetrag: -2.471 (Vorjahr -2.949 Tsd. €) Zur besseren Vergleichbarkeit wurde der Ausweis der Vorjahres-Zahlen angepasst:
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertungs- und Bilanzierungsvorschriften aus dem Jahresabschluss der naturenergie netze GmbH finden auf den Tätigkeitsabschluss entsprechend Anwendung. Vermögen und Schulden sowie Erträge und Aufwendungen werden innerhalb der Finanzbuchhaltung über die eingerichtete Profit-Center-Rechnung in der Regel direkt den einzelnen Tätigkeiten zugeordnet. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich ist oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden wäre, erfolgt eine Aufteilung dieser Positionen unter Verwendung von sachgerechten Verteilungsschlüsseln. Hierbei wurden insbesondere die Steuern unter Berücksichtigung eines Schlüssels verteilt. In den Positionen Umsatzerlöse und Materialaufwand sind im Tätigkeitsabschluss "Elektrizitätsverteilung" Erlöse aus der buchungskreisinternen Verrechnung von Leistungen an die Tätigkeitsbereiche "Sonstige Aktivitäten" und "Messstellenbetrieb" abgebildet. Diese interne Verrechnung ist im Einzelabschluss der naturenergie netze GmbH eliminiert. Der Bilanzausgleich zwischen den Tätigkeitsabschlüssen wird über die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen vorgenommen. Dieser interne Bilanzausgleich ist im Einzelabschluss der naturenergie netze GmbH eliminiert. Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2024
Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht.
Im Berichtsjahr wurden keine Fremdkapitalzinsen aktiviert. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. 3. Verbindlichkeiten
Haftungsverhältnisse Angabepflichtige Haftungsverhältnisse, die für die Beurteilung der Finanzlage von wesentlicher Bedeutung sind, liegen nicht vor. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4. Finanzergebnis Die Aufwendungen für die Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von -369 Tsd. € (Vorjahr -566 Tsd. €) werden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Erträgen aus Deckungsvermögen in Höhe von 5.436 Tsd. € (Vorjahr 7.550 Tsd. €) verrechnet. Im aktuellen Geschäftsjahr fällt kein Aufwand für die Aufzinsung von weiteren langfristigen Rückstellungen an (Vorjahr -50 Tsd. €). Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2024
Die Aufwendungen aus Gewinnabführung an die Minderheitsgesellschafter wurden vollständig dem Tätigkeitsbereich EV zugeordnet. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht.
Im Berichtsjahr wurden keine Fremdkapitalzinsen aktiviert. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. 3. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.
Haftungsverhältnisse Angabepflichtige Haftungsverhältnisse, die für die Beurteilung der Finanzlage von wesentlicher Bedeutung sind, liegen nicht vor. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die naturenergie netze GmbH, Rheinfelden VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der naturenergie netze GmbH, Rheinfelden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der naturenergie netze GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichenVorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER EINHALTUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSPFLICHTEN NACH § 6B ABS. 3 ENWG UND § 3 ABS. 4 SATZ 2 MSBG PRÜFUNGSURTEILE Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Messstellenbetrieb nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft. • Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. • Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit § 6b EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DER EINHALTUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSPFLICHTEN NACH § 6B ABS. 3 ENWG UND § 3 ABS. 4 SATZ 2 MSBG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen der IDW Qualitätsmanagementstandards, die die International Standards on Quality Management des IAASB umsetzen, angewendet. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DIE EINHALTUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSPFLICHTEN NACH § 6B ABS. 3 ENWG UND § 3 ABS. 4 SATZ 2 MSBG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "VERANTWORTUNG DER GESETLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DER EINHALTUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSPFLICHTEN NACH § 6B ABS. 3 ENWG UND § 3 ABS. 4 SATZ 2 MSBG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, • ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und • ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Düsseldorf, 19. Februar 2025 BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stratmann, Wirtschaftsprüfer Marten, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses:Der Jahresabschluss der naturenergie netze GmbH zum 31. Dezember 2024 wurde am 20. Februar 2025 festgestellt. |
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naturenergie netze GmbH
Structured data
Parsed, typed and queryable directly through the API.
Overview
- Legal form
- GmbH
- Address
-
Schildgasse 20
79618 Rheinfelden Baden - Commercial register
- HRB 413481, Freiburg
- Registration date
- November 20, 1911
- Industry
-
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Speichern von Gas zu Versorgungszwecken
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation - Purpose
- 1. die Elektrizitätsverteilung, der Betrieb von Hochspannungs-, Mittelspannungs- und Niederspannungsnetzen sowie die Errichtung, der Erwerb, die Veräußerung, Pachtung und Verpachtung von Elektrizitätsanlagen; 2. die Gasverteilung, der Betrieb von Gasversorgungsnetzen sowie die Errichtung, der Erwerb, die Veräußerung, Pachtung und Verpachtung von Gasversorgungsanlagen; sowie 3. die Wasserversorung und -entsorgung. Die Gesellschaft kann auch in verwandten Wirtschaftszweigen tätig werden, insbesondere in den Bereichen Informationsverarbeitung, Messtechnik und Messstellenbetrieb, Informations- und Telekommunikationstechnik und Dienstleistungen in den vorgenannten Geschäftsfeldern, insbesondere mit Bezug zu den Bereichen Energieversorgung und Umwelt, erbringen.
Financials
Balance sheet
2025- Fixed Assets 86,0 % 488,45 Mio
- Current Assets 13,9 % 78,85 Mio
- Prepaid Expenses 0,1 % 347,0 k
- Active Balancing Item from Asset Offset 0,0 % 0
- Liabilities 62,7 % 355,65 Mio
- Equity 25,6 % 145,17 Mio
- Sonderposten für Investitionszuschüsse 7,1 % 40,32 Mio
- Provisions 4,7 % 26,51 Mio
- Accrued Expenses 0,0 % 1,0 k
Balance sheet data available for 18 earlier fiscal years.
Profit & loss
2025- Revenue 43,6 % 453,10 Mio
- Material expenses 35,2 % −365,34 Mio
- Personnel expenses 5,1 % −53,35 Mio
- Other operating expenses 2,4 % −25,10 Mio
- Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2,3 % 23,63 Mio
- Balance sheet profit/loss 2,3 % 23,63 Mio
- Other capitalized own work 2,2 % 22,75 Mio
- Operating result 1,9 % 19,57 Mio
- Depreciation 1,9 % −19,29 Mio
- Result after taxes 0,9 % 9,22 Mio
- Interest and similar expenses 0,8 % −8,61 Mio
- Other operating income 0,6 % 6,69 Mio
- Income and profit taxes 0,5 % −4,77 Mio
- Other interest and similar income 0,3 % 2,77 Mio
- Other taxes 0,0 % −332,0 k
- Income from other securities and loans in financial assets 0,0 % 253,0 k
- Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 0,0 % 92,0 k
- Annual net profit/loss 0,0 % 0
- Betriebsaufwand 98,1 % −463,07 Mio
- Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen 1,6 % −7,55 Mio
- Aufwendungen aus Gewinnabführung an Minderheitsgesellschafter 0,3 % −1,33 Mio
- Gesamtleistung 482,64 Mio
- Finanzergebnis −5,58 Mio
P&L data available for 18 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Daniel Obermeier
since 2023 Managing Director
-
Sebastian Heinrich Wilhelm Winter
since 2026 Managing Director
-
Andrea Rahn
since 2024 Procura
Ownership & holdings
Shareholders
- naturenergie hochrhein AG DEU 75.9 % 4.2M €
- naturenergie kommunal GmbH DEU 15.0 % 825k €
- naturenergie holding AG CHE 9.1 % 500k €
Ultimate beneficial owners (UBOs)
No beneficial owners conclusively identified — 40 possible matches from the transparency register.
History
- 2026
-
06.05.
Member entrySebastian Heinrich Wilhelm Winter · Managing Director
- 2025
-
10.11.
Change of authorityDaniel Obermeier · Managing Director
-
10.11.
Exit of positionBoris Philippeit · Managing Director
- 2024
-
07.10.
Member entryAndrea Rahn · Procura
-
05.02.
Change of company namenaturenergie netze GmbH
-
05.02.
Change of bylawsnaturenergie netze GmbH
- 2023
-
20.04.
Exit of positionDaniel Obermeier · Procura
-
20.04.
Member entryDaniel Obermeier · Managing Director
Raw data & documents
Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.
Annual statements (full text)
Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.
- 2025 Jahresabschluss
- 2024 Jahresabschluss ↓
- 2023 Jahresabschluss
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2024
Register documents
PDF documents straight from the court register — fetched on demand via the :code endpoint.
- Current extract (AD)
- Chronological extract (CD)
- Structured content (SI, XML)
- Shareholders list
- Articles of association
Website content
Structured markdown rendering of the company's public website — perfect for enrichment and AI pipelines.
Unlock with API key Get API key →Structured data and full text — per company
From annual statements as HTML to UBO lists: enable each field individually via the features parameter. One API, all data.
- Key figures Revenue, employee count, total assets, net income — per fiscal year.
- Authorized representatives Current and former managing directors, board members, signatories — with roles and date ranges.
- Publications Official commercial register publications including date and full text.
- Gesellschafter Current shareholder structure with stakes and contributions.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Ultimate beneficial owners as recorded in the German transparency register.
- Beteiligungen Stakes this company holds in other entities.
- Bilanz Full balance sheet line items from published annual statements.
- Gewinn- und Verlustrechnung P&L line items per fiscal year.
- Jahresabschlüsse (HTML) Published annual financial statements rendered as HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Notices from the official insolvency registers.
- News Recent mentions of the company from external news sources.
Plug into any stack
Whether you're building a classical API integration, an AI agent, or a no-code workflow — this data slots in.
Use this data in your app
Grab an API key and pull this structured commercial register data straight from your application — no scraping, no PDFs.
Keyboard shortcuts
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