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noris network AG AG

Nürnberg ·HRB 17689 Nürnberg
Part 1 / 2

Structured data

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Overview

Legal form
AG
Address
Thomas-Mann-Str. 16-20
90471 Nürnberg
Commercial register
HRB 17689, Nürnberg
Registration date
May 31, 2000
Industry
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Wiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die Telekommunikation
Purpose
Konzeption, Entwicklung, Realisierung sowie der Vertrieb und Verkauf von Netzwerken, Internet- und Telekommunikationsdienstleistungen, die Beratung und Schulung im EDV-. Telekommunikations- und Netzwerkbereich, die Entwicklung sowie der Vertrieb und Verkauf von Hard- und Software im EDV- und Kommunikationsbereich sowie die Vermietung von Stellflächen für EDV- Anlagen und deren Betrieb sowie der Erwerb von Grundbesitz.

Financials

Revenue 2024
162,02 Mio. €
Employees 2024
611
Total assets 2024
190,60 Mio. €
Net income 2024
19,84 Mio. €
18 previous years · values unlocked with an API key Get API key →

Balance sheet

2024
Assets 190,60 Mio
  • Fixed Assets 78,2 % 149,03 Mio
  • Current Assets 20,7 % 39,53 Mio
  • Prepaid Expenses 1,1 % 2,05 Mio
Liabilities and Equity 190,60 Mio
  • Equity 57,2 % 109,06 Mio
  • Liabilities 37,7 % 71,81 Mio
  • Provisions 4,8 % 9,13 Mio
  • Accrued Expenses 0,3 % 599,4 k
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Balance sheet data available for 17 earlier fiscal years.

Profit & loss

2024
Income 546,18 Mio
  • Revenue 29,7 % 162,02 Mio
  • Balance sheet profit/loss 19,8 % 107,96 Mio
  • Gewinnvortrag 16,1 % 88,12 Mio
  • Personnel expenses 8,1 % 44,51 Mio
  • Material expenses 8,0 % 43,43 Mio
  • Other operating expenses 4,6 % 24,86 Mio
  • On intangible assets and property, plant, and equipment 3,8 % 21,00 Mio
  • Result after taxes 3,6 % 19,90 Mio
  • Annual net profit/loss 3,6 % 19,84 Mio
  • Income and profit taxes 1,8 % 9,63 Mio
  • Other operating income 0,5 % 2,51 Mio
  • Interest and similar expenses 0,3 % 1,77 Mio
  • Other interest and similar income 0,1 % 557,5 k
  • Other taxes 0,0 % 60,2 k
  • Income from other securities and loans in financial assets 0,0 % 12,6 k
  • Income from investments 0,0 % 0
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P&L data available for 15 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Florian Sippel since 2019 Board Member
  • Ingo Kraupa since 2002 Board Member
  • Joachim Astel since 2002 Board Member
6 former representatives · viewable with an API key Get API key →

Ownership & holdings

Shareholders

Ultimate beneficial owners (UBOs)

No beneficial owners conclusively identified — 1 possible matches from the transparency register.

Holds shares in

3 more holdings · viewable with an API key Get API key →

History

  1. 2022
  2. 23.11.
    Exit of position
    S***** K***** · Board Member
  3. 2019
  4. 10.07.
    Merger
    noris network AG
  5. 04.07.
    Member entry
    Florian Sippel · Board Member
  6. 04.07.
    Exit of position
    S***** K***** · Procura
  7. 04.07.
    Member entry
    S***** K***** · Board Member
  8. 04.07.
    Exit of position
    J***** S****** · Board Member
  9. 04.07.
    Exit of position
    Florian Sippel · Procura
  10. 2017
  11. 20.12.
    Member entry
    J***** S****** · Board Member
29 more entries Get API key →
Part 2 / 2

Raw data & documents

Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.

Annual statements (full text)

Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Previous year — readable in full

Jahresabschluss 2023

Published September 17, 2024 · Source: Bundesanzeiger

noris network AG

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Die noris network AG fasst den Lage- und Konzernlagebericht zusammen (zusammengefasster Lagebericht).

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Geschäftsmodell

Beim noris network Konzern handelt es sich um ein IT-Dienstleistungsunternehmen mit strategischem Fokus auf den IT-Betrieb im Rahmen langfristiger Service-Verträge mit Business-Kunden. Diese IT-Dienstleistungen sind für funktionierende Geschäftsprozesse der Kundenunternehmen häufig unverzichtbar. Die Geschäfts-entwicklung ist deshalb durch ein hohes Maß an Planbarkeit und Stabilität gegenüber konjunkturellen Schwankungen gekennzeichnet. Die konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie hat dazu geführt, dass in einem insgesamt schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld der starke Wachstumspfad der vergangenen Jahre anhält.

Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit liegen bereits seit vielen Jahren in den Bereichen System- und Applikationsbetrieb, Cloud-Services, Netzwerk- und Security-Dienstleistungen und in der Errichtung und dem Betrieb von Rechenzentren. Die Basis hierfür bildet eine leistungsfähige Service-, Cloud- und Netzwerk-Infrastruktur sowie die unternehmenseigenen hochverfügbaren und hochsicheren Rechenzentren. Ein Alleinstellungsmerkmal ist der durchgängig nach höchsten Standards zertifizierte IT-Betrieb, wovon insbesondere Kunden aus dem Public-, Finance-, Automotive-Sektor profitieren.

Standorte/Tochtergesellschaften

Die Muttergesellschaft unterhält Rechenzentren an den Standorten Nürnberg, Aschheim b. München, Hof sowie Bürostandorte in Berlin und im Zentrum von München. Der Hauptsitz befindet sich in Nürnberg. Die noris network AG als Muttergesellschaft verfügt über drei 100%ige Tochtergesellschaften. Die noris M.I.K.E. hat ihren Hauptsitz in Thessaloniki, Griechenland, die Wavecon GmbH hat Ihren Hauptsitz in Nürnberg, Deutschland und die Cloud Mates GmbH hat Ihren Hauptsitz ebenfalls in Nürnberg, Deutschland.

Mitarbeiter

Im noris network Konzern waren zum Bilanzstichtag insgesamt 562 Beschäftigte angestellt. Gegenüber dem korrespondierenden Zeitpunkt des Vorjahres (509) entspricht dies einer Steigerung von 10 %. Im Geschäftsjahr belief sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl gemäß § 267 Abs. 5 HGB auf 521 Mitarbeiter, was eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (484) darstellt. Dieser Zuwachs bewegt sich trotz der allgemein schwierigen Lage, hochqualifizierte Spezialisten und Fachkräfte zu finden, nur moderat unter der ursprünglichen Erwartung.

Ziele und Strategien

Der noris network Konzern ist einer der führenden Anbieter in Digitalisierung, IT-Outsourcing, Cloud- und Datacenter-Services und tritt dabei als zuverlässiger und langfristiger Partner für die Geschäftskunden der Unternehmensgruppe auf. Alleinstellungsmerkmale bilden die hohe Qualität der Dienstleistung und Beratung, die hochmoderne Infrastruktur sowie der durchgängig zertifizierte IT-Betrieb. Durch den starken Fokus auf Technologie bleibt der Konzern anpassungsfähig und erfolgsorientiert in der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Durch die schlanken Strukturen der Tochterunternehmen der Konzernmutter können jene sehr flexibel handeln und schnell auf neue Trends und Kundenbedürfnisse reagieren. Durch ihre enge Anbindung an die Konzernmutter haben diese gleichzeitig Zugang zu Ressourcen, Expertise und finanzieller Unterstützung, die es ihnen ermöglichen, ihre Ideen effektiv umzusetzen.

Insbesondere profitiert der noris network Konzern durch den Wandel von bestehender Infrastruktur auf moderne und sicherheitsorientierte Technologie, und agiert erfolgreich in einem der am stärksten wachsenden IT-Segmente, dem Markt für "Private Cloud". Demgemäß erschließt sich der noris network Konzern sukzessive Alleinstellungsmerkmale auf Grund gegebener Kundenanforderungen nach Individualität bei gleichzeitiger Rechtskonformität im Outsourcing.

Durch den hohen Reifegrad der Prozesse, die in regelmäßigen internen und externen Audits verifiziert werden und sich auch in den mannigfaltigen Zertifizierungen widerspiegeln, ist die Muttergesellschaft der optimale Partner für mittlere bis größere Unternehmen, die ihre IT effizient, serviceorientiert und normenkonform betrieben wissen möchten.

Abgeleitet aus der anhaltend hohen Nachfrage aus der Finanzbranche nach der Auslagerung von IT-Services hat der noris network Konzern sein Angebot für diese Zielgruppe stetig ausgebaut und deckt damit eine größere Bandbreite an Dienstleistungen sowie regulatorische Maßgaben ab. Diese Entwicklung wird auch für andere Branchen genutzt, was sich insgesamt positiv auf die Leistungsfähigkeit des Portfolios auswirkt.

Steuerungssystem

Die Steuerung des noris network Konzerns und der noris network AG erfolgt sowohl über monetäre als auch nicht-monetäre Leistungsindikatoren, welche von zentraler Bedeutung für die zielorientierte und nachhaltige Umsetzung der Unternehmensplanung und -strategie ist.

Zu den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns zählen:

- Konzernumsatz

- Konzern-EBIT (Konzernjahresergebnis + Ertragsteuern + Zinsaufwand - Zinsertrag)

Der bedeutsamste nicht finanzielle Leistungsindikator des Konzerns ist der Mitarbeiterzuwachs.

Zu den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der noris network AG zählen:

- Umsatz

- EBIT (Jahresergebnis + Ertragsteuern + Zinsaufwand - Zinsertrag)

Der wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikator der noris network AG ist der Mitarbeiterzuwachs.

Für die Steuerung der noris network AG wird ergänzend als weiterer Leistungsindikator die Auslastung der IT-Flächen herangezogen.

B. Wirtschaftsbericht

Entwicklung der Branche

Die IT-Branche hat sich im Jahr 2023 umsatztechnisch im Vergleich zum Vorjahr wieder positiv entwickelt. Nach den Marktzahlen des Bundesverbandes der Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM) verzeichnete der deutsche IT-Markt in 2023 ein positives Wachstum von 2,2 % Prozent auf 142,9 Mrd. Euro. Im Einzelnen wuchs der Bereich IT-Software um 9,6 % auf 41,5 Mrd. Euro sowie der Bereich IT-Services um 5,1 % auf 49,4 Mrd. Euro, der Bereich IT-Hardware jedoch sank um -5,4 % auf 52,0 Mrd. Euro. Damit entwickelt sich das Wachstum in der IT-Branche erneut weiter positiv. Der für den noris network Konzern wesentliche Marktbereich Informationstechnik wächst laut BITKOM auch für das Jahr 2024 wieder mit 6,1 % im Vergleich zu 2023.

Für 2024 liegt die Gesamtprognose für den Bereich bei 151,5 Mrd. Euro.

Die IT-Branche stand auch im Geschäftsjahr 2023 vor anhaltenden Herausforderungen und tiefgreifenden Veränderungen, bedingt durch die voranschreitende Digitalisierung und Vernetzung von Wirtschaft und gleichzeitig eröffnen sich jedoch weiterhin vielfältige Chancen. Um diesen Umwälzungen gerecht zu werden, fand auch im Geschäftsjahr 2023 ein regelmäßiger und intensiver Meinungsaustausch zwischen dem Vorstand der Konzernmutter, den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften und dem Aufsichtsrat der Konzernmutter statt. Dabei wurden Marktentwicklungen sowie Weiterentwicklung von Geschäftsfeldern erörtert. Ebenso wurden Gespräche und Diskussionen über die strategische Ausrichtung und die geeignete Organisations- und Managementstruktur geführt, um dem ambitionierten Wachstum des noris network Konzerns gerecht zu werden. Die überarbeitete Unternehmensstrategie spiegelt die technische und marktwirtschaftliche Entwicklung wider und bietet eine solide Grundlage für die Ausrichtung des Konzerns.

Die Transformation in eine digitale Zukunft ist in vollem Gange. Vier große Themen durchziehen alle Prognosen und beherrschen die Agenda der Unternehmen in den kommenden Jahren: Geschwindigkeit, Kundennähe, Innovation und Agilität. Der Fokus liegt demnach nicht mehr nur auf Optimierung und Kostenreduzierung.

Dabei könnten sich in den kommenden Jahren nach Ansicht der IT-Analysten auch die Budgets zunehmend in Richtung der Themen wie Big Data & Analytics, Internet of Things und Customer Experience verschieben.

Der daraus resultierende Handlungsdruck zwingt zusehends Unternehmen, sich mit technologischen Veränderungen zu beschäftigen, damit sie die Anforderungen ihrer Kunden und Geschäftspartner auch in Zukunft noch erfüllen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen können. Im Unternehmen selbst stehen wiederum geänderte Anforderungen der Mitarbeiter an die Arbeitswelt und an die interne Organisation mit deren Strukturen, Prozessen und Services im Fokus. Die IT treibt branchenübergreifend die Industrialisierung von Services voran. Sie ist in vielen Bereichen der wichtigste Treiber von Innovationen. Auf Grund der hohen, strategischen Bedeutung ist davon auszugehen, dass Unternehmen bereits geplante Digitalisierungsprojekte auch bei einer möglichen Konjunktureintrübung umsetzen könnten. Denn veraltete IT-Infrastrukturen können weder die Anforderungen an die Haltung und vor allem Nutzung immer größer werdender Datenmengen noch die Herausforderungen in puncto Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit bewältigen. Vielmehr noch, neue Technologien und Plattformen müssen in vorhandene, oftmals von Tradition geprägte IT-Landschaften, Strukturen und Prozesse etablierter Unternehmen integriert werden. Experten sind der Ansicht, dass Unternehmen in den kommenden Jahren für ihre digitale Transformation zunehmend Unterstützung im Bereich Service suchen. Ohne entsprechende Investitionen in diesen Wandel können Unternehmen, insbesondere bei einer Konjunkturschwächung, nicht nachhaltig am Markt bestehen.

Das Segment der Hosting-, IT-Service- und Cloud-Provider zeigte sich im Geschäftsjahr anhaltend wachsend und bleibt weiterhin großen Veränderungen unterworfen. Viele global operierende Unternehmen haben ihre eigenen Cloud-Strategien entwickelt, die in Zukunft zu einer noch stärkeren Konzentration auf dem Markt führen werden. Vor diesem Hintergrund war in den zurückliegenden drei Jahren eine starke Konsolidierung des Marktes zu beobachten. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Trend sich anhaltend fortsetzen wird, was mit der 100%-Beteiligung an der Wavecon GmbH in Geschäftsjahr 2021 und der 100%-Beteiligung der Cloud Mates GmbH in 2022 durch die noris network AG auch direkten Einklang in den Konzern gefunden hat.

Die Auslastung der IT-Flächen der noris network AG konnte durch die vorgenannten Entwicklungen weiter erhöht werden und liegt damit für das Geschäftsjahr auf Planniveau.

Regulatorische Rahmenbedingungen

Der noris network Konzern erwirtschaftet einen hohen Umsatzanteil im Finance-Sektor. Um die Kunden aus diesem Segment bei der Erfüllung ihrer aufsichtsrechtlichen Anforderungen (insbesondere MaRisk und BAIT) optimal unterstützen zu können, hat die noris network AG das sog. "Three-Lines-of-Defense-" bzw. "Three-Lines-of-Assurance-Modell" für ihre eigene Organisation etabliert. Neben den operativen Abteilungen, die die erste Assurance-Linie darstellen, bildet die Abteilung Governance & Standards (C-GS) insbesondere mit den Tätigkeiten des Informationssicherheits-Beauftragten und dem proaktiven Reporting zu potenziellen operativen Risiken die zweite Überwachungsebene, sowie die Abteilung Interne Revision (C-IA) mit ihrer unabhängigen Prüffunktion die dritte Linie.

Die Interne Revision der noris network AG ist seit dem 4. Quartal 2020 verankert und entspricht gemäß internen und externen Testierungen den "Internationalen Standards für die berufliche Praxis der Internen Revision" (IPPF) des Institute of Internal Auditors (IIA) sowie den aufsichtsrechtlichen Anforderungen der MaRisk. Die entsprechende Ordnungsmäßigkeit für das Wirtschaftsjahres 2023 wurde durch einen externen Wirtschaftsprüfer bescheinigt. Im Berichtszeitraum wurden durch die Interne Revision 12 Prüfungen durchgeführt. Gemäß den erweiterten Anforderungen spezifischer Kunden übernahm die Innenrevision der noris network AG auch die Revisionsfunktion dieser Kunden in Bezug auf die an die noris network AG ausgelagerten Tätigkeiten.

Die noris network AG hat gemäß BSI-Gesetz i. V. m. Verordnung zur Bestimmung "Kritischer Infrastrukturen" nach dem BSI-Gesetz (BSI-KritisV) den Status als KRITIS-Betreiber. Im Berichtszeitraum wurde der alle zwei Jahre erforderliche Nachweis nach § 8a BSI-Gesetz fristgemäß erneuert.

Weiterhin müssen für Kunden spezifische Branchen-Vorgaben eingehalten werden, wie etwa Vorgaben von VDA u. ä., die mit dem TISAX-Standard nachgewiesen werden. Im Bereich öffentliche Verwaltung sind die Normanforderungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu erfüllen.

Die noris network AG hat sich auf diese Anforderungen eingestellt, um in diesen Bereichen auch zukünftig weiteres Wachstum zu generieren.

Geschäftsverlauf

Konzern

Die Geschäftsentwicklung des noris network Konzerns war im Geschäftsjahr 2023 sehr zufriedenstellend. Die Erwartungen und Zielsetzungen wurden teilweise übererfüllt. Der Konzern hatte in 2023 in allen Geschäftsbereichen ein leichtes Wachstum zu verzeichnen. Konzernumsatz wie Auftragseingang konnte zwar im Vergleich zum Vorjahr gesteigert, jedoch die gesetzten Ziele nur teilweise erfüllt werden. Die einzelnen Geschäftsbereiche sind dabei synergetisch eng miteinander verknüpft, so dass es unmöglich ist, die Entwicklung der Geschäftsbereiche vollständig unabhängig voneinander zu betrachten.

Folgend wird der Geschäftsverlauf der einzelnen Konzerngesellschaften dargestellt.

noris network AG

Der Geschäftsbereich Datacenter der noris network AG war in 2023 geprägt durch die anhaltende Stabilisierung und Optimierung sowie dem Ausbau weiterer Energiezellen der in den Vorjahren in Betrieb genommenen Rechenzentrumsabschnitte in Nürnberg Süd (NBG6 BA2) und München Ost (MUC5 BA2). Darüber hinaus konnte ein neuer Rechenzentrumsstandort in Nürnberg erworben werden. Dieser wird zukünftig das Rechenzentrumsportfolio der noris network AG ergänzen. Die noris network AG treibt verstärkt die Optimierung der Betriebsprozesse sowie die Standardisierung der Rechenzentrums-Dienstleistung als sogenannte "IMAC-Services" (Install, Move, Add und Change) voran.

Im Bereich Cloud & Infrastructure der noris network AG sind ebenfalls gute Zuwächse zu verzeichnen gewesen. Hier zeigt sich das Wachstum einerseits auf infrastrukturnahen Leistungen wie der "Virtual Private Cloud", die Kunden eine sehr schnelle Provisionierung eigener Cloud-Infrastrukturen ermöglicht. Andererseits ist hier weiterhin ein Wachstumstreiber der Plattform-as-a-Service-Bereich, d. h. Produkte und Lösungen auf Basis von Kubernetes. Hier zeichnet sich die noris network AG dadurch aus, dass sie erweiterte branchennahe Services und Sicherheitsfunktionen bereitstellt.

Bei Netzwerk und Security lag das Wachstumspotenzial nach wie vor im Bereich Security mit weiteren IT-Security-Produkten, insbesondere getrieben durch Prozesskonformität, Innovationen und steigenden Kundenanforderungen. Dabei ist zu erkennen, dass der Netzwerkbetrieb und der Plattformbetrieb im Datacenter mehr und mehr zusammenwachsen und zukünftig verschmelzen werden.

Der System- bzw. Applikationsbetrieb der noris network AG wird kontinuierlich weiterentwickelt. Hier ist weiterhin eine stetige Entwicklung der Funktionalität durch immer tiefere Automatisierungsprozesse, DevOps-Unterstützung und veränderte Kundenanforderungen zu beobachten. Durch die neuen Anforderungen werden die alten Prozesse aber nicht unmittelbar obsolet, was eine Erhöhung der Komplexität insgesamt zufolge hat, wodurch die noris network AG sich durch ihr hohes Transition- und Betriebs-Know-how nach wie vor positiv vom Markt abhebt.

noris M.I.K.E.

Das Wachstum konnte auch durch die Unterstützung der noris M.I.K.E. aus Griechenland heraus im Bereich der Software-Entwicklung, aber auch bei DevOps und im Service-Bereich erzielt werden. Hier ist in Zukunft ein weiterer Mitarbeiteraufbau geplant und die Ausweitung des Leistungsumfangs wird weiterhin angestrebt.

Wavecon GmbH

Um die Entwicklung eines souveränen Cloud-Stacks weiterzuentwickeln und dafür Kunden zu gewinnen bzw. die bestehenden Kunden zu bedienen wurde im Februar 2021 die Wavecon Gruppe strategisch akquiriert. Die ehemaligen Gesellschaften Wavecon Beteiligungs GmbH und die Wavecon Content Delivery GmbH wurden rückwirkend zum 01.01.2023 mit der Wavecon GmbH verschmolzen. Diese konzentriert sich auf den eigenentwickelten Infrastruktur- und Plattform-Stack, der zwischenzeitlich alle Merkmale des neuen Standards "Souvereign Cloud Stack (SCS)" beinhaltet und auf dieser Basis dynamisch und kontinuierlich weiterentwickelt wird, und trägt damit zum weiteren Wachstum des noris network Konzerns bei.

Cloud Mates GmbH

Um das vorhandene Cloud Portfolios im Konzern weiterauszubauen und dadurch Kunden zu gewinnen bzw. die bestehenden Kunden mit erweitertem Angebot zu bedienen, wurde im März 2022 die Cloud Mates Gruppe strategisch akquiriert. Die ehemalige Cloud Mates MB GmbH wurde rückwirkend zum 01.01.2023 mit der Cloud Mates GmbH verschmolzen. Diese fungiert als Managed Service Provider für die AWS-Cloud und soll damit zum weiteren Wachstum des noris network Konzerns beitragen.

Forschung- und Entwicklung

Der noris network Konzern legt verstärkt seinen Fokus auf Forschung- und Entwicklung. Dies betrifft zum einen Kooperationen mit Forschungseinrichtungen hinsichtlich zukunftsgerichteter Projekte, wie zum Beispiel im Kontext von modernen Kühlungsverfahren für Server und Rechenzentren. Darüber hinaus existieren Projekte im Bereich Big Data/Smart Data. Im Rahmen einer holistischen real time-fähigen Data Plattform wird hier die Integration und Visualisierung der IOT-Daten aus Rechenzentrum und Infrastruktur vorangetrieben. Darüber hinaus wird zusammen mit Projektpartnern das neue Rechenzentrumskonzept weiterentwickelt, mit dem bei einem potenziellen künftigen Rechenzentrumsneubau aktuelle Ansätze, z. B. die Nutzung von Abwärme für ein Nahwärmenetz, ermöglicht werden soll. Ferner wird die kontinuierliche Weiterentwicklung und der Ausbau der "noris Enterprise Cloud" (nEC) vorangetrieben, welche für Enterprise-Kunden der noris network AG eine wichtige Basis bei zukünftigen Cloud-Projekte darstellen wird.

C. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Konzern

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des noris network Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2023 positiv entwickelt.

1.1. Ertragslage

Die Konzernumsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 von 134,0 Mio. Euro um 15,3 Mio. Euro auf 149,3 Mio. Euro. In den Konzernumsatzerlösen 2022 sind Umsätze im Rahmen eines Generalunternehmervertrags in Höhe von 0,7 Mio. Euro enthalten. Der, um diesen Sondereffekt bereinigte Konzernumsatz 2022 belief sich auf 133,3 Mio. Euro. Diese Entwicklung der Konzernumsatzerlöse liegt moderat über den Umsatzerwartungen aus dem Vorjahr. Ferner sind im Konzernumsatz Erlöse aus der Vermietung von Flächen in Höhe von 2,5 Mio. Euro (Vorjahr 2,6 Mio. Euro) enthalten. Ergänzend umfassen die Konzernumsatzerlöse Erträge aus Sale-and-Lease-back-Geschäften in Höhe von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr 0,9 Mio. Euro). Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Konzern haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. Euro erhöht. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen im Konzern belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 2,7 Mio. Euro (Vorjahr 3,6 Mio. Euro). Diese Reduzierung ist im Wesentlichen auf höhere Subunternehmerleistungen im Zusammenhang mit dem Rechenzentrumsbau im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen. Der Personalaufwand im Konzern ist, im Wesentlichen bedingt durch die weiterhin anhaltende Aufstockung des Personalbestandes, um 12 % auf 41,5 Mio. Euro (Vorjahr 36,8 Mio. Euro) angewachsen. Im Zuge vorgenommener Ersatz- und Neuinvestitionen haben sich die Abschreibungen auf 20,2 Mio. Euro (Vorjahr 16,9 Mio. Euro) erhöht, was einem Anstieg von 20 % entspricht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Konzern erhöhten sich von 21,4 Mio. Euro um 3,2 Mio. Euro auf 24,6 Mio. Euro. Dabei haben sich insbesondere die Kosten für in Anspruch genommene Dienstleistungen, sowie die Kosten für die Wartung unserer technischen Anlagen & Maschinen erhöht. Die Zinsaufwendungen von Bankdarlehen bewegen sich im Konzern mit 1,6 Mio. Euro (Vorjahr 1,9 Mio. Euro) leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Der Aufwand für Ertragsteuern erhöhte sich von 7,4 Mio. Euro um 0,9 Mio. Euro auf 8,3 Mio. Euro. Trotz der hohen Investitionen, des weiter andauernden Ukraine-Kriegs, den Nachläufern der Pandemie sowie dem Personalaufbau konnte insgesamt ein sehr gutes Konzernjahresergebnis erzielt werden, welches in Relation zum Vorjahresergebnis (11,8 Mio. Euro) mit 16,3 Mio. Euro um 38 % gestiegen ist. Das Konzern-EBIT liegt mit 25,8 Mio. Euro (Vorjahr 20,8 Mio. Euro) weit über dem Vorjahresniveau und somit deutlich über dem prognostizierten EBIT.

1.2. Finanzlage

Die Finanzierung der Konzerngeschäftstätigkeit erfolgt - wie nachfolgend im Rahmen der Darstellung der Vermögenslage beschrieben - mit Eigen- und Fremdkapital. Der Finanzmittelfonds, bestehend aus den liquiden Mitteln der Konzerngesellschaften, beträgt zum Bilanzstichtag 12,2 Mio. Euro (Vorjahr 11,5 Mio. Euro) und wurde durch Geschäftsvorfälle aus dem operativen Betrieb, der Investitionstätigkeit sowie der Finanzierungstätigkeit determiniert. Insbesondere auf Grund weiterer Investitionstätigkeit im Konzern ergibt sich ein signifikanter Abfluss an liquiden Mitteln, der sich durch einen negativen Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -25,8 Mio. Euro (Vorjahr -15,4 Mio. Euro) widerspiegelt. Durch die Tilgungen von Krediten ergibt sich ein negativer Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von -10,9 Mio. Euro (Vorjahr -11,1 Mio. Euro). Dem gegenüber stehen im Konzern Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 37,4 Mio. Euro (Vorjahr 26,5 Mio. Euro).

Unter Berücksichtigung des Cash-Flows aus operativer Geschäftstätigkeit (Mittelzufluss) und Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) erzielte der noris network Konzern im Berichtsjahr erwartungsgemäß ein positiven Free Cash-Flow in Höhe von 12,2 Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag verfügt der Konzern über nicht genutzte freie Kreditlinien in Höhe von 3,9 Mio. Euro sowie freie Kreditlinien zur Projektfinanzierung in Höhe von 2,5 Mio. Euro. Der Konzern war im Berichtszeitraum jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

1.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme des noris network Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 166,0 Mio. Euro. Diese hat sich gegenüber dem Vorjahr (161,1 Mio. Euro) um 4,9 Mio. Euro erhöht, was einer Erhöhung von 3 % entspricht. Das Sachanlagevermögen ist aufgrund durchgeführter Investitionen um 8,0 Mio. Euro auf 114,9 Mio. Euro gestiegen. Die Finanzanlagen im Konzern sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mio. Euro auf 11,4 Mio. Euro gesunken, was auf die erhaltenen Tilgungen für gegebene Ausleihungen im Rahmen der Rechenzentrumserweiterung am Standort Nürnberg zurückzuführen ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern belaufen sich auf 19,1 Mio. Euro und sind gegenüber dem Vorjahr (19,8 Mio. Euro) um 0,7 Mio. Euro gesunken, was einer prozentualen Reduzierung von 3 % entspricht.

Die Konzernrückstellungen reduzierten sich um 2,6 Mio. Euro auf 7,2 Mio. Euro. Diese Reduzierung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 ist im Wesentlichen durch eine Umstellung im Gehaltsmodell der Mitarbeiter begründet. Weiterhin enthalten die Konzernrückstellungen im Wesentlichen Aufwendungen für Mitarbeiterboni, Urlaub, Überstunden sowie Gewerbe- und Körperschaftssteuer für das laufende Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Konzern haben sich auf Grund getätigter Tilgungen um 8,4 Mio. Euro auf 53,2 Mio. Euro reduziert. Der Bestand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich im Konzern zum Stichtag um 4,1 Mio. Euro auf 12,0 Mio. EUR. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr ist auf verzögerte Rechnungsstellung seitens einiger Geschäftspartner der Muttergesellschaft zurückzuführen.

Investitionstätigkeit

Die Investitionen liegen primär in Aktivitäten der noris network AG als Mutterunternehmen begründet und werden daher nur an dieser Stelle genannt. Im Geschäftsjahres 2023 wurden zur Erneuer- und Erweiterung unserer Hardware und Netzwerkinfrastruktur Investitionen in Höhe von ca. 4,0 Mio. Euro getätigt. Diese wurden durch erneute Investitionen für den laufenden Rollout von Service Now als zentrales ITSM-Tool in Höhe von ca. 3,0 Mio. Euro ergänzt und durch Investitionen in Höhe von 6,00 Mio. Euro im Rahmen von Erweiterungen an unserem Rechenzentrumsstandort in Aschheim b. München komplettiert. Darüber hinaus wurde ein neuer Rechenzentrumsstandort in Nürnberg erworben. Die Investitionen beliefen sich hierfür auf ca. 4,4 Mio. Euro. Die vorstehenden Investitionen wurden komplett durch Eigenmittel finanziert.

Insgesamt betrachtet hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des noris network Konzerns weiter positiv entwickelt und der Konzern führt das stetige und stabile Wachstum fort.

2. noris network AG

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der noris network AG hat sich im Geschäftsjahr 2023 positiv entwickelt.

2.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 von 132,7 Mio. Euro um 15,5 Mio. Euro auf 148,2 Mio. Euro. In den Umsatzerlösen 2022 sind Umsätze im Rahmen eines Generalunternehmervertrags in Höhe von 0,7 Mio. Euro enthalten. Der, um diesen Sondereffekt bereinigte Umsatz 2022 belief sich auf 132,0 Mio. Euro. Ferner hat die noris network AG Umsatzerlöse aus der Vermietung von Flächen in Höhe von 2,5 Mio. Euro (Vorjahr 2,6 Mio. Euro) erzielt. In den Umsatzerlösen sind ferner 0,0 Mio. Euro aus Sale-and-Lease-back-Geschäften enthalten (Vorjahr 0,9 Mio. Euro). Diese Entwicklung der Umsatzerlöse liegt moderat über den geplanten Umsatzerwartungen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. Euro auf 35,5 Mio. EUR leicht erhöht. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 2,7 Mio. Euro (Vorjahr 3,5 Mio. Euro). Diese Reduzierung ist im Wesentlichen auf erhöhte Subunternehmerleistungen im Zusammenhang mit dem Rechenzentrumsbau in Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen. Der Personalaufwand ist, im Wesentlichen bedingt durch die weiterhin anhaltende Aufstockung des Personalbestandes, um 12,6 % auf 38,9 Mio. Euro (Vorjahr 34,6 Mio. Euro) angewachsen. Im Zuge vorgenommener Ersatz- und Neuinvestitionen haben sich die Abschreibungen auf 19,9 Mio. Euro (Vorjahr 16,6 Mio. Euro) erhöht, was einem Anstieg von 20,2 % entspricht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 22,2 Mio. Euro um 3,8 Mio. Euro auf 26,0 Mio. Euro. Dabei haben sich insbesondere die Kosten für In Anspruch genommene Dienstleistungen, sowie die Kosten für die Wartung unserer technischen Anlagen & Maschinen erhöht. Die Zinsaufwendungen von Bankdarlehen bewegen sich mit 1,6 Mio. Euro (Vorjahr 1,8 Mio. Euro) leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Der Aufwand für Ertragsteuern erhöhte sich von 7,4 Mio. Euro um 0,9 Mio. Euro auf 8,3 Mio. Euro. Trotz der hohen Investitionen, des weiter andauernden Ukraine-Kriegs, den Nachläufern der Pandemie sowie dem Personalaufbau konnte insgesamt ein sehr gutes Jahresergebnis erzielt werden, welches in Relation zum Vorjahresergebnis (12,3 Mio. Euro) mit 16,7 Mio. Euro um 35,5 % gestiegen ist. Das EBIT liegt mit 26,2 Mio. Euro (Vorjahr 21,3 Mio. Euro) weit über dem Vorjahresniveau und somit auch deutlich über dem prognostizierten EBIT.

2.2 Finanzlage

Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgt - wie nachfolgend im Rahmen der Darstellung der Vermögenslage beschrieben - mit Eigen- und Fremdkapital. Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 10,9 Mio. Euro (Vorjahr 10,1 Mio. Euro) und wurde durch Geschäftsvorfälle aus dem operativen Betrieb, der Investitionstätigkeit sowie der Finanzierungstätigkeit determiniert. Insbesondere auf Grund der Investitionstätigkeit ergibt sich ein signifikanter Abfluss an liquiden Mitteln, der sich durch einen negativen Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -25,7 Mio. widerspiegelt. Durch die Tilgung von Krediten ergibt sich ein negativer Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von -10,9 Mio. Euro. Dem gegenüber stehen Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 37,5 Mio. Euro.

Unter Berücksichtigung des Cash-Flows aus operativer Geschäftstätigkeit (Mittelzufluss) und Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) erzielte die noris network AG im Berichtsjahr erwartungsgemäß einen positiven Free Cash-Flow in Höhe von 11,8 Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über nicht genutzte freie Kreditlinien in Höhe von 3,9 Mio. Euro sowie freie Kreditlinien zur Projektfinanzierung in Höhe von 2,5 Mio. Euro. Die Gesellschaft war im Berichtszeitraum jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der noris network AG beträgt zum Bilanzstichtag 166,3 Mio. Euro. Diese hat sich gegenüber dem Vorjahr (160,7 Mio. Euro) um 5,5 Mio. Euro erhöht, was im Vergleich zum Vorjahr eine moderate Steigerung ist. Das Sachanlagevermögen ist aufgrund durchgeführter Investitionen um 8,0 Mio. Euro auf 114,8 Mio. Euro gestiegen. Die Finanzanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mio. Euro auf 13,5 Mio. EUR gesunken, was auf die erhaltenen Tilgungen für gegebene Darlehen im Rahmen der Rechenzentrumserweiterung am Standort Nürnberg zurückzuführen ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 19,3 Mio. Euro und sind gegenüber dem Vorjahr (19,8 Mio. Euro) um 0,5 Mio. Euro gesunken, was einer prozentualen Reduzierung von 3 % entspricht.

Die Rückstellungen reduzierten sich um 2,6 Mio. Euro auf 7,1 Mio. Euro. Diese Reduzierung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 ist im Wesentlichen durch eine Umstellung im Gehaltsmodell der Mitarbeiter begründet. Weiterhin enthalten die Rückstellungen im Wesentlichen Aufwendungen für Mitarbeiterboni, Urlaub, Überstunden sowie Gewerbe- und Körperschaftssteuer für das laufende Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich auf Grund getätigter Tilgungen um 8,4 Mio. Euro auf 53,2 Mio. Euro reduziert. Der Bestand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich zum Stichtag um 4,5 Mio. Euro auf 12,8 Mio. EUR. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr ist auf verzögerte Rechnungsstellung seitens einiger Geschäftspartner zurückzuführen.

D. Risiken & Chancen

1. Risiken

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der noris network AG ist integraler Bestandteil sämtlicher Unternehmensprozesse und wird stetig weiterentwickelt. Die Rahmenbedingungen und Vorgaben sind in der Richtlinie zum Risikomanagement beschrieben. Mit dem Ziel, möglichen Schaden vom Unternehmen abzuwenden, ist grundsätzlich vor der Einführung eines neuen Prozesses oder eines Informationen verarbeitenden Systems eine Risikoanalyse durchzuführen. Auch weitere Veränderungen im Konzern, wie z. B. Reorganisationen, neue Großprojekte, Veränderungen bei Kunden, etc. können Auswirkungen und damit auch Risiken für den noris network Konzern kurz- bis mittelfristig bedeuten.

Das in den vorangegangenen Geschäftsjahren - im Zuge der Corona-Pandemie eingerichtete - Lagezentrum zur Pandemie-Bewältigung konnte im laufenden Geschäftsjahr, im Zuge der abgeklungenen Pandemiesituation beendet werden. Im Zusammenhang mit der vorherrschenden Ukraine-Krise beobachten wir die aktuelle Entwicklung weiterhin intensiv, weshalb das dafür im Vorjahr eingerichtete Lagezentrum diesbezüglich entsprechend aufrechterhalten wurde.

Das grundsätzliche Bestreben der noris network AG ist es, die identifizierten Risiken so weit zu reduzieren, dass die verbleibenden Risiken unterhalb der Akzeptanzschwelle, d. h. innerhalb des Risikoappetits liegen. Bevorzugt wird hierbei die Risikoreduktion mittels Anwendung angemessener Maßnahmen, welche regelmäßig hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft werden. Die Risikobehandlung wird durch die Abteilung Gouvernanten & Standards (C-GS) gesteuert und durch den Vorstand überwacht.

Personal

Unverändert bleibt es eine Herausforderung, qualifiziertes Personal zu akquirieren und zu binden, um dem angestrebten Konzernwachstum gerecht zu werden. Dieser Herausforderung tritt der noris network Konzern mit intensiven Recruiting-Maßnahmen entgegen. Durch die im Vorjahr gewonnen positiven Erfahrungen mit Homeoffice-Tätigkeiten des Personals wurden Mitarbeiter aus ganz Deutschland rekrutiert und können Vollzeit aus dem Home-Office herausarbeiten. Dadurch hat sich das Einzugsgebiet neu zu akquirierender Mitarbeiter stark ausgedehnt, was sich für den Personalaufbau hoch qualifizierter Mitarbeiter sehr positiv ausgewirkt hat. Mit 20 Auszubildenden in fünf verschiedenen Fachrichtungen bildet das Unternehmen seinen Nachwuchs selbst aus. Ergänzenden zu der vorgenannten klassischen Ausbildung sprechen wir mit einem fachspezifischen 6-monatigen Traineeprogramms IT-nahe Bewerber sowie Quereinsteiger an. Zwischenzeitlich kann die noris network AG bereits auf 3 etablierte Traineeprogramme zurückgreifen. Durch diese und weitere Maßnahmen, wie der Zusammenarbeit mit Universitäten, sind die Kosten für Personalbeschaffung im Jahr 2023 moderat gesunken.

Als Dienstleistungsunternehmen ist der noris network Konzern in besonderem Maße von dem Know-how, der Motivation und dem Engagement der Mitarbeiter abhängig. Sie stellen die mit Abstand bedeutendste Ressource des Unternehmens dar. Hieraus resultieren Risiken, die je nach Position und Einsatzbereich der Mitarbeiter unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Der noris network Konzern pflegt hier eine sehr sorgfältige Mitarbeiterauswahl durch ausführliche Bewerbungsgespräche, in denen die Themen Screening, Anforderungsanalyse und Skillmanagement sehr detailliert behandelt werden. Nebst der klassischen Recruiting-Präsenz über Stellenportale und durch intensive Zusammenarbeit mit Personaldienstleistern und Hochschulen konnten schnell und effektiv eine Vielzahl neuer Talente für den noris network Konzern gewonnen werden. Darüber hinaus wird auf permanente Weiterbildung der Mitarbeiter Wert gelegt. Kontinuierlich durchgeführte Schulungsmaßnahmen, aber auch erweiterte Leistungen im Bereich Gesundheits- und Stressmanagement dienen dazu, die Mitarbeiter dauerhaft an den noris network Konzern zu binden. Für das Personal wurde eine Home-Office-Regelung geschaffen, die es ermöglicht, sehr flexibel nach individuellen Lebensumständen die örtliche Umgebung weitgehend eigenverantwortlich zu wählen.

Finanzen

Liquiditätsrisiken können entstehen, wenn der Konzern nicht in der Lage sein sollte, die notwendigen Finanzmittel zu beschaffen, um fällige Verpflichtungen fristgerecht und betragsgenau uneingeschränkt begleichen zu können. Im Geschäftsjahr 2023 waren im noris network Konzern nur geringe Liquiditätsrisiken zu verzeichnen.

Ausfallrisiken ergeben sich, wenn der Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch Verluste entstehen. Das Ausfallrisiko wird minimiert durch die Beschränkung auf Vertragspartner mit guter bis sehr guter Bonität. In diesem Zusammenhang setzt der Konzern eine Softwarelösung zur Ermittlung der Kreditwürdigkeit bedeutender Debitoren und Kreditoren ein. Die Ausfälle des noris network Konzerns waren in den letzten Jahren stets auf einem niedrigen Niveau, was sich auch in 2023 weitestgehend fortsetzte.

Die Muttergesellschaft setzt einen Zinsswap als Finanzinstrument ein. Der Zinsswap führt für die Gesellschaft zu fest vereinbarten Zahlungsverpflichtungen. Als Gegenleistung erhält die Gesellschaft variable Zahlungen, die an den 3-Monats-EURIBOR gekoppelt sind. Der Swap hat eine Laufzeit bis 2025, sodass die Zinsrisiken bis dahin fortbestehen. Der Zinsswap dient der Absicherung von variablen Zinsen für ein langfristiges Darlehen. Es besteht eine vollständige Sicherungsbeziehung.

Im Hinblick auf die Deckung des Finanzierungsbedarfes für Investitionen, welche der Sicherstellung der Geschäftstätigkeit dienen, werden die benötigten Mittel in Form von Eigen- und Fremdfinanzierungen zur Verfügung gestellt. Somit unterliegt der noris network Konzern grundsätzlich den Risiken von Zinssatz und, in beschränktem Maße, auch Wechselkursänderungen.

Lieferketten- und Preisrisiken

Aufgrund des andauernden militärischen Konflikts zwischen Russland und der Ukraine war das Geschäftsjahr hauptsächlich durch Lieferkettenstörungen und erhöhte Bezugskosten geprägt. Es besteht weltweit weiterhin eine erhöhte Inflation, damit einhergehenden allgemeinen Kostensteigerungen, sowie angespannte Finanzmärkte. Um Auswirkungen von Lieferverzögerungen auf Projektlaufzeiten minimal zu halten, wird nach wie vor die laufende Überwachung der Investitionsprojekte kontinuierlich intensiv beleuchtet. In diesem Zusammenhang zeichnen sich auch nach wie vor spürbare Risiken für den noris network Konzern aufgrund von allgemeinen Kostensteigerungen ab. Die vergangenen Steigerungen der Energiekosten haben sich zwischenzeitlich wieder entspannt. Diese stellten aufgrund von langfristigen Beschaffungsverträgen zu keiner Zeit ein erhöhtes Risiko dar.

IT-Risiken

Risiken aus Cyberattacken betreffen die eigene IT-Umgebung des Konzerns. Dabei besteht zum einen das Risiko, dass die IT-Umgebung (temporär) außer Betrieb gesetzt wird und zum anderen, dass Daten gestohlen werden und sich daraus Folgerisiken ergeben können. Regelmäßige Updates sowie eine laufende kritische Hinterfragung der Eignung der Systeme werden als Gegenmaßnahmen getroffen. Daneben steht die noris network AG im engen Kontakt mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

2. Chancen

Wettbewerb

Am Markt genießt der noris network Konzern nach wie vor einen sehr guten Ruf. Im Geschäftsbereich Datacenter profitierte der Konzern sehr von der Einzigartigkeit seiner Rechenzentren und der Verdoppelung der Rechenzentrumsfläche mit den neuen Bauabschnitten in Nürnberg Süd und München Ost, was sich auch positiv auf andere Geschäftsbereiche auswirkte. Auch in den Bereichen Cloud, Plattformen, Service und IT-Betrieb setzt der Konzern konsequent auf seine Stärken Qualität und Sicherheit, und kann sich so in einem umkämpften Markt gut behaupten und weiter wachsen. Das Portfolio der noris network AG wird durch die Tochterunternehmen kurz- bis mittelfristig gut ergänzt.

Integriertes Management System

Das integrierte Management System der noris network AG erfährt eine kontinuierliche Anpassung, Erweiterung und Weiterentwicklung. Das System befähigt das Unternehmen, eigene Prozesse kritisch zu reflektieren, damit verbundene Verbesserungspotentiale zu identifizieren und in der Folge die eigenen Abläufe effizienter zu gestalten.

Seit Ende 2017 sind alle Büro- und Rechenzentrumsstandorte in Nürnberg nach ISO 14001 zertifiziert. Die eingeführte Umweltpolitik dient dazu, bei weiterem Konzernwachstum die Konstanz des bereits in den vergangenen Jahren gelebten Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagements systematisch aufrechtzuerhalten und zu verbessern. Seit 2020 wurde darüber hinaus das Energiemanagement nach ISO 50001 zertifiziert, mit dem transparent dargestellt wird, wie der noris network Konzern die Energiebilanz managt, welchen Beitrag der Konzern zur nachhaltigen CO 2 -Footprint-Minimierung leistet und wie durch den sehr effizienten Einsatz der Energie die Energiekosten bestens gemanagt werden.

Im Zuge der wachsenden gesellschaftlichen Bedeutung der Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Energiepolitik, wurden diese bestehenden Umwelt- und Energiemanagementsysteme in das integrierte Managementsystem mit aufgenommen. Das integrierte Managementsystem besteht nunmehr aus den folgenden Teilbereichen:

- Qualitätsmanagement nach ISO 9001

- Servicemanagement nach ISO 20000-1

- Informationssicherheitsmanagement nach ISO 27001

- Umweltmanagement nach ISO 14001

- Und Energiemanagement nach ISO 50001

Auf der Grundlage der Normen ISO 14001 und ISO 50001 wurden 2023 die erforderlichen Rezertifizierungs-Audits erfolgreich durchgeführt.

Auf der Grundlage der Normen ISO 9001, ISO 20000-1 und ISO 27001 (nach internationalem ISO-Standard) wurden 2023 die erforderlichen Überwachungs-Audits erfolgreich durchgeführt.

Für die Norm ISO 27001 nach IT-Grundschutz (mittels Zertifizierung nach dem deutschen Standard des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik) wurde für die noris network AG ein externes Überwachungsaudit durchgeführt. Die Wavecon GmbH, als Tochterunternehmen der noris network AG, ist ebenfalls "Kon" ISO-27001-zertifiziert. Weiterhin wurde auch die noris MIKE, als Tochterunternehmen der noris network AG ebenfalls nach ISO 27001 zertifiziert.

Darüber hinaus hat die noris network AG einen Teil ihres internen Kontrollsystems (IKS) in Bezug auf die wesentlichen Maßgaben, d. h. ihr Risikomanagement, Informationssicherheits-Management, Veränderungsmanagement, Incident- und Problem-Management, Backup, Restore sowie Zugangskontrollen, nunmehr im fünften Wirtschaftsjahr gemäß ISAE 3402 Typ II durch Wirtschaftsprüfer testieren lassen.

Damit hebt sich der noris network Konzern von vielen IT-Dienstleistern ab, die diese hohe Qualität an Leistung und an Sicherheit nicht leisten können. Durch diese klare Positionierung werden Kunden sowohl im Kernsegment Finanzdienstleistungen angesprochen als auch in allen anderen Segmenten, in denen Sicherheit und Verfügbarkeit ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil ist.

EN-50600-Zertifizierung

Das Rechenzentrum "München Ost" hat eine EN-50600-DQS-Zertifizierung mit den jeweils höchsten Kategorien der entsprechenden Klassen (Verfügbarkeit: VK4, Schutzklasse SK4, Energieeffizienzklasse EK3).

EN 50600 bzw. DIN EN 50600 ist die Europäische Norm für Rechenzentren, die einen holistischen Blick auf Konzepte, Gebäudekonstruktion, Stromversorgung, Regelung der Umgebungsbedingungen, Verkabelungsinfrastruktur und Sicherheit legt.

"Truste Site Infrastructure" TSI.STANDARD-Level-4-Zertifizierung

Das Rechenzentrum Nürnberg Süd BA2 hat eine "EN 506600" TÜViT-Zertifizierung und darüber hinaus eine TÜV TSI Level 4 Zertifizierung, welcher auf die Erfüllung eines "sehr hohen Schutzbedarfs" (Level 4) gemäß TSI.STANDARD hinweist.

"Climate Neutral Data Centre Pact"

Die noris network AG gehört als Rechenzentrumsbetreiber der 2021 neu gegründeten Initiative "Klimaneutrale Rechenzentren" an. Wir setzen uns aktiv für Nachhaltigkeit ein und sind Teil des "Climate Neutral Data Center Pacts" - einer Initiative zur Förderung umweltfreundlicher Rechenzentren und nachhaltiger Digitalisierung. Durch die Mitgliedschaft erlegen wir uns selbst höhere Ziele und Messwerte auf als der Gesetzgeber dies verlangt. Während andere beim Thema Klimaneutralität noch am Anfang stehen, haben wir bereits konkrete Maßnahmen ergriffen. Im Rahmen eines Audits durch den TÜV Süd konnten wir in 2023 den Nachweis erbringen, dass wir diese Kriterien des "Climate Neutral Data Centre Pacts" vollständig erfüllen.

PCI DSS

Die Rechenzentren Nürnberg Mitte/Süd und München Ost sind nach dem "Payment Card Industry Data Security Standard" (PCI DSS) zertifiziert. Kunden, die sonst eigene Audits mit spezialisierten PCI-DSS-Auditoren vor Ort in den Rechenzentren durchführen müssen, sparen sich damit den individuellen Prüfaufwand zu den rechenzentrumsspezifischen Kontrollen. noris network hat sich im Jahr 2023 erneut nach dem Standard PCI DSS einem Rezertifizierungs-Audit unterworfen.

TISAX

Unternehmen mit Kunden aus der deutschen Automobilindustrie benötigen seit 2018 ein TISAX-Zertifikat, das die gegenseitige Anerkennung von Informationssicherheitsbewertungen in der Automobilindustrie verwirklicht. Die noris network AG ist seither TISAX-zertifiziert. Im Jahr 2023 wurde erneut ein Assessment durchgeführt.

3. Ausblick

Konzern

Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein mengenmäßig und preisinduziert höherer Umsatz prognostiziert, welchen wir moderat über dem Niveau von 2023 erwarten. Das angestrebte weitere Konzernwachstum wird begleitet durch andauernde kontinuierliche Optimierungen der gesamtheitlichen Prozesse entlang der kompletten Konzerngesellschaften, mit entsprechender Fokussierung auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der Organisationen und Schnittstellen, sowie der weiteren Steigerung der Dienstleistungsqualität für unsere Kunden im Konzern. Die Konzernaufwendungen werden für das Jahr 2024 konstant auf dem Niveau von 2023 erwartet, sodass wir insgesamt ein Konzern-EBIT für 2024 erwarten, welches leicht über dem von 2023 liegt. Die strategische Akquisition der innovIT AG wird zukünftig ebenfalls zum weiteren Wachstum in Bezug auf Umsatz, EBIT, etc. beitragen. Für den Leistungsindikator Mitarbeiterzuwachs erwarten wir eine moderate positive Entwicklung.

noris network AG

Für das Geschäftsjahr 2024 wird trotz der vorherrschenden schwierigen Gesamtwirtschaftslage ein Umsatzwachstum, durch mengenmäßigen und preisinduzierten höheren Umsatz, prognostiziert, welches wir moderat über dem Niveau von 2023 erwarten. Das angestrebte weitere Unternehmenswachstum wird begleitet durch andauernde kontinuierliche Optimierungen der gesamtheitlichen Prozesse entlang der kompletten Wertschöpfungskette, mit entsprechender Fokussierung auf die Organisation und die weitere Automatisierung sowie die Optimierung der Dienstleistungsqualität für unsere Kunden.

Die innovIT AG wurde durch die noris network AG strategisch akquiriert. Die Erweiterung verstärkt das Portfolio der noris network AG im Bereich Rechenzentrumsbau und steigert die Fähigkeit des Unternehmens, schnell und flexibel kleine bis mittelgroße Rechenzentren in Deutschland wie auch international schlüsselfertig zu errichten und zu betreiben.

Die Aufwendungen werden für das Jahr 2024 konstant auf dem Niveau von 2023 erwartet, sodass wir insgesamt ein EBIT für 2024 erwarten, welches leicht über dem von 2023 liegt. Für die wesentlichen Leistungsindikatoren Auslastung der IT-Flächen und Mitarbeiterzuwachs erwarten wir eine moderate positive Entwicklung.

 

Nürnberg, 26. Juni 2024

Dipl.-Inf. Ingo Kraupa

Joachim Astel

Florian Sippel

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
EUR 31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.280.505,66 3.721
2. Kundenstamm 0,00 32
3. Geschäfts- oder Firmenwert 69.457,59 582
4.349.963,25 4.336
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 46.141.948,30 43.289
2. technische Anlagen und Maschinen 63.701.435,00 59.864
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.092.159,00 1.288
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.853.129,53 2.356
114.788.671,83 106.797
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.027.294,51 2.027
2. Beteiligungen 115.766,00 115
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 629.711,73 620
4. sonstige Ausleihungen 10.698.875,35 12.396
13.471.647,59 15.158
132.610.282,67 126.291
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Waren 83.878,21 68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.288.067,51 19.791
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 250.000,00 0
3. Forderungen gegen Gesellschafter 43.023,00 42
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.830.913,98 3.137
21.412.004,49 22.970
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.948.450,55 10.130
32.444.333,25 33.168
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.190.819,03 1.286
166.245.434,95 160.744

PASSIVA

31.12.2023
EUR
EUR 31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Ausgegebenes Kapital
1. gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
2. ./. Nennbetrag eigener Anteile 100.000,00 100
900.000,00 900
II. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 100.000,00 100
2. andere Gewinnrücklagen 100.000,00 100
200.000,00 200
III. Bilanzgewinn 89.619.072,66 73.836
90.719.072,66 74.936
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 3.124.071,43 3.924
2. sonstige Rückstellungen 4.005.773,98 5.800
7.129.845,41 9.723
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 53.174.843,32 61.571
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.818.809,45 8.318
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.259.836,62 6.099
68.253.489,39 75.988
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 143.027,49 97
166.245.434,95 160.744

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 148.178.661,24 132.690
2. sonstige betriebliche Erträge 951.257,47 730
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 35.408.507,78 35.286
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.663.581,48 3.480
38.072.089,26 38.766
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 33.070.534,13 29.199
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.856.890,99 5.389
davon für Altersversorgung: EUR 90.887,13 (Vj. TEUR 83)
38.927.425,12 34.587
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 19.912.699,93 16.568
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 26.056.069,32 22.226
7. Erträge aus Beteiligungen 20.000,00 24
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 10.598,35 0
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 494.724,44 288
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.638.859,04 1.854
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.296.209,26 7.369
12. Ergebnis nach Steuern 16.751.889,57 12.361
13. sonstige Steuern 69.239,88 47
14. Jahresergebnis 16.682.649,69 12.314
15. Gewinnvortrag 72.936.422,97 61.522
16. Bilanzgewinn 89.619.072,66 73.836

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss 2023 der noris network AG, Thomas-Mann-Straße 16-20 in Nürnberg (Amtsgericht Nürnberg, HRB 17689) ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten, diese schließen die Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 Abs. 3 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Die Bilanzierungsmethoden wurden zum 1. Januar 2016 an die gesetzlichen Änderungen im Rahmen der BilRUG Erstanwendung angepasst. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibung vermindert. Der erworbene Kundenstamm wird über 15 Jahre abgeschrieben. Durch die erworbene Marke "datacenter.de" werden positive Zuflüsse für einen Zeitraum von 15 Jahren erwartet.

Als Anschaffungskosten für die erworbenen Vermögensgegenstände der netplace Telematic GmbH wurde der Buchwert der Anteile angesetzt. Aus diesem Ansatz resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert, der planmäßig über 5 Jahre abgeschrieben wird. Die angesetzte Nutzungsdauer ergibt sich insbesondere durch die Übernahme von Mitarbeitern und dem damit verbundenen erworbenen Know-how.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die angesetzten Nutzungsdauern betragen 1 Monat (GWG) bis 33 Jahre (Gebäude).

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Wirtschaftsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über EUR 800,00 wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewerte und ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Der Warenbestand unter den Vorräten wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, soweit nicht einzeln ermittelte niedrigere beizulegende Werte anzusetzen waren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten, gekürzt um notwendige Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten und Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den Nennwerten aktiviert.

Passiva

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nominalwert angesetzt.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital von EUR 1.000.000,00 ist in 200.000 Namensaktien á EUR 5,00 unterteilt. Davon sind 180.000 Aktien im Eigentum von Aktionären und 20.000 eigene Anteile.

Gemäß § 272 Abs. 1a HGB wird in der Vorspalte die Position eigene Anteile als Kürzung ausgewiesen.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang (Anlagespiegel) wiedergegeben.

Beteiligungen

Die Gesellschaft hält eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft noris M.I.K.E. mit Sitz in Thessaloniki, Griechenland mit einem Stammkapital von EUR 1.000. Die Gesellschaft realisierte für 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 106 (Vj. TEUR 85).

Die Gesellschaft hält eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft Wavecon GmbH mit Sitz in Nürnberg, Deutschland mit einem Stammkapital von EUR 25.000. Die Gesellschaft erwirtschaftet für 2023 einen positiven Jahresüberschuss von TEUR 27(Vj. TEUR -122).

Die Gesellschaft hält eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft Cloud Mates GmbH mit Sitz in Nürnberg, Deutschland mit einem Stammkapital von EUR 100.940. Die Gesellschaft erwirtschaftet für 2023 einen negativen Jahresüberschuss von TEUR -251 (Vj. TEUR -332).

Die Gesellschaft hält eine dreiundreizigkommadreiundreizigprozentige Beteiligung an der Proturity GmbH mit Sitz in Aschheim, Deutschland mit einem Stammkapital in Summe von EUR 25.002. Die Gesellschaft erwirtschaftete für 2023 einen positiven Jahresüberschuss von TEUR 369 (Vj. TEUR 103).

Die Gesellschaft hält eine zwanzigprozentige Beteiligung an der Cloudelligence GmbH mit Sitz in München, Deutschland mit einem Stammkapital in Summe von EUR 32.000. Die Gesellschaft erwirtschaftete für 2023 einen positiven Jahresüberschuss von TEUR 135 (Vj. TEUR 118).

In den Wertpapieren des Anlagevermögens befinden sich eine Bagatellbeteiligungen der Everstore GmbH mit einem Anschaffungswert von insgesamt TEUR 100.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind binnen Jahresfrist zur Zahlung fällig.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 127 (Vj. TEUR 126) enthalten.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Lizenzen, Wartungs-, Infrastruktur- und Versicherungskosten, welche Aufwand im Jahr 2024 darstellen.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage beinhaltet die gesetzliche Rücklage sowie andere Gewinnrücklagen.

Bilanzgewinn

Vom Bilanzgewinn des Vorjahres (TEUR 73.836) wurde durch Beschluss der Hauptversammlung ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 900 an die Aktionäre ausgeschüttet. Der verbleibende Rest wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn bis auf eine Ausschüttung von TEUR 1.500 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Rückstellungen

Innerhalb der sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubs- und Überstundenansprüche, für variable Vergütungen, Provisionen, Tantiemen und für ungewisse Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel.

Laufzeiten der Verbindlichkeiten Gesamt
EUR
davon Restlaufzeit bis ein Jahr
EUR
davon Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
EUR
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 53.174.843,32 7.833.031,07 29.259.483,34 16.082.328,91
(Vorjahr) (61.570.717,88) (8.395.874,77) (30.148.891,45) (23.025.951,66)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.818.809,45 12.818.809,45 0,00 0,00
(Vorjahr) (8.318.198,61) (8.318.198,61) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 2.259.836,62 2.259.836,62 0,00 0,00
(Vorjahr) (6.098.637,66) (6.098.637,66) (0,00) (0,00)
-- davon aus sozialer Sicherheit 120.235,38 120.235,38 0,00 0,00
(Vorjahr) (99.779,48) (99.779,48) (0,00) (0,00)
-- davon aus Steuern 515.526,07 515.526,07 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.785.094,38) (1.785.094,38) (0,00) (0,00)
Gesamt 68.253.489,39 22.911.677,14 29.259.483,34 16.082.328,91
(Vorjahr) (75.987.554,15) (22.812.711,04) (30.148.891,45) (23.025.951,66)

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherheiten in Form von Sicherungsübereignungen von technischen Anlagen in Höhe von TEUR 25.182 und Grundschulden auf das Grundstück in Aschheim von TEUR 56.000 sowie auf das Grundstück in Hof von TEUR 1.500.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden bis auf TEUR 3.461 (Vj. TEUR 2.629) im Inland erzielt.

Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 148.179 (Vj. TEUR 132.690) wurden aus Mieterträgen, Rechenzentrums- und sonstigen Dienstleistungen generiert. Im Vorjahr waren zudem noch Umsatzerlöse im Rahmen des Generalunternehmervertrags in Höhe von TEUR 743 enthalten.

In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Sale-and-Lease-back-Verträgen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 893) enthalten und in gleicher Höhe sind im Materialaufwand Aufwendungen zur Anschaffung der betreffenden Wirtschaftsgüter enthalten.

Materialaufwand

Im Vorjahr waren im Materialaufwand bezogene Leistungen für die in Ausführung befindlichen Bauaufträge i H. v. TEUR 743 enthalten.

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 239 (Vj. TEUR 209). Hierbei handelt es sich zum größten Teil um Nachberechnungen für ausstehende Mieten, Nebenkostenabrechnungen, sowie sonstige Dienstleistungen. Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf TEUR 283 (Vj. TEUR 126) und ist im Wesentlichen auf nachträgliche Miet- und Nebenkostenabrechnungen an unsere Kunden zurückzuführen. Des Weiteren konnten durch die Auflösung von Rückstellungen TEUR 113 (Vj. TEUR 173) realisiert werden.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Kursgewinne i. H. v. EUR 1.744 (Vj. EUR 1.704) und Kursverluste i. H. v. EUR 6.749 (Vj. EUR 8.532) erzielt.

V. Sonstige Angaben

Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft setzt zur Absicherung von Zinsrisiken im Rahmen eines Darlehens einen Zinsswap ein. Hierfür bildet sie eine Bewertungseinheit. Der Tabelle sind die Angaben zum Grund- und Sicherungsgeschäft zu entnehmen:

Risiko Art Grundgeschäft Betrag Sicherungsinstrument Betrag Abgesichertes Risiko
Variable Art Art
Zins Wertänderung Darlehensverbindlichkeit die ursprünglich 6,0 Mio. EUR Zinsswap 3,5 Mio. EUR 3,5 Mio. EUR
planmäßig getilgt wird zum Stichtag noch (nominal)
2,6 Mio. EUR
Laufzeit Art der Bewertungseinheit Ermittlungsmethode Ausgleichsgründe Prospektive/
(Designationszeitraum) Retrospektive
Effektivität
31.07.2015 bis 31.07.2025 Microhedge Critical Term Vollständige vollständig/
Match-Methode Laufzeit- und vollständig
Volumenkongruenz

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen bestehen in einer Höhe von TEUR 8.844 zum 31. Dezember 2023. Hiervon haben TEUR 0 eine Laufzeit von über 5 Jahren. Die monatlichen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen zum Stichtag TEUR 554. Hiervon haben TEUR 502 eine Laufzeit von über 5 Jahren.

Aus der Übertragung der betrieblichen Altersversorgung auf einen externen Versorgungsträger kann sich, soweit bei diesem nicht ausreichende Mittel verfügbar sind, eine sonstige finanzielle Verpflichtung ergeben (Subsidiärhaftung).

Gegenüber dem Vermieter des Objekts Thomas-Mann-Str. 16 - 20, Nürnberg, besteht eine Mitverpflichtung im Rahmen des Immobilienleasingvertrags. Die Gesamtverpflichtung beträgt ca. 8,4 EUR Mio. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering eingestuft. Die Ertragskraft der Immobilie und damit die wirtschaftliche Situation der hauptverpflichteten Gesellschaft wird aufgrund der bestehenden langfristigen Mietverhältnisse als gut und stabil eingeschätzt.

Mitarbeiter

Es wurden während des abgelaufenen Geschäftsjahres durchschnittlich 474 Mitarbeiter und 20 Auszubildende im Unternehmen beschäftigt. Von den Mitarbeitern waren 19 % im Bereich Verwaltung und Vertrieb sowie 81 % im Bereich Technik tätig.

Honorar des Abschlussprüfers

Das im Jahresabschluss enthaltene Honorar beträgt TEUR 95 und teilt sich wie folgt auf:

Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 65

Beratungsleistungen: TEUR 2

Sonstige Leistungen: TEUR 28

Organbezüge

Die Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats werden unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Vorstände

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Dipl.-Inf. Ingo Kraupa, Sprecher des Vorstands

Herr Joachim Astel, Mitglied des Vorstands

Herr Florian Sippel, Mitglied des Vorstands

Aufsichtsrat

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der noris network AG Nürnberg stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Herr Dipl.-Kfm. Stefan Schnabel, Vorsitzender, selbständiger Steuerberater

Frau Andrea Lengenfeld, stellvertretende Vorsitzende, noris network AG

Herr Matthias Urlichs, noris network AG

Nachtragsbericht

Am 24. Februar 2022 begann Russland einen großangelegten Überfall auf die Ukraine. Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen dieses Krieges auf Absatz- und Investitionen der noris network AG lassen sich quantitativ nach wie vor nicht final abschätzen. Bis Juni 2024 führte dieser Krieg nur zu leicht spürbaren Auswirkungen für die aktuelle Geschäftsentwicklung. Die Investitionstätigkeiten konnten jedoch weitestgehend wie geplant fortgeführt bzw. abgeschlossen werden. Im Dezember 2023 wurde die innovIT AG durch die noris network AG erworben. Die Erweiterung verstärkt das Portfolio der noris network AG im Bereich Rechenzentrumsbau und steigert die Fähigkeit des Unternehmens, schnell und flexibel kleine bis mittelgroße Rechenzentren in Deutschland wie auch international schlüsselfertig zu errichten und zu betreiben. Der Vorstand hat festgestellt, dass die Beherrschung erst nach dem Stichtag und voraussichtlich im Jahr 2024 erlangt wird.Weitere Ereignisse von wesentlicher oder besonderer Bedeutung für die Gesellschaft sind nach Geschäftsjahresende nicht eingetreten.

 

Nürnberg, 26. Juni 2024

Der Vorstand

Dipl.-Inf. Ingo Kraupa

Joachim Astel

Florian Sippel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.907.692,78 6.152.529,02 0,00
2. Kundenstamm 714.431,19 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.641.242,48 21.111,49 0,00
17.263.366,45 6.173.640,51 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.631.662,56 3.993.454,15
2. technische Anlagen und Maschinen 124.362.648,25 13.622.947,73 -33.921,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.528.397,59 316.680,23
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.356.045,79 3.892.141,78 -46.489,61
183.878.754,19 21.825.223,89 -80.410,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.027.293,51 1,00 0,00
2. Beteiligungen 114.766,00 1.000,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 620.158,43 9.553,30 0,00
4. sonstige Ausleihungen 12.396.052,75 0,00 -1.697.177,40
15.158.270,69 10.554,30 -1.697.177,40
216.300.391,33 28.009.418,70 -1.777.588,01
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 20.060.221,80
2. Kundenstamm 0,00 714.431,19
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 2.662.353,97
0,00 23.437.006,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 311.714,95 54.936.831,66
2. technische Anlagen und Maschinen 2.036.853,48 139.988.528,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 6.845.077,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -2.348.568,43 3.853.129,53
0,00 205.623.567,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 2.027.294,51
2. Beteiligungen 0,00 115.766,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 629.711,73
4. sonstige Ausleihungen 0,00 10.698.875,35
0,00 13.471.647,59
0,00 242.532.222,02
Abschreibungen 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.186.394,62 5.593.321,52 0,00 15.779.716,14
2. Kundenstamm 681.947,19 32.484,00 0,00 714.431,19
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.059.137,36 533.759,02 0,00 2.592.896,38
12.927.479,17 6.159.564,54 0,00 19.087.043,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.343.084,41 1.451.798,95 0,00 8.794.883,36
2. technische Anlagen und Maschinen 64.498.243,25 11.788.850,21 0,00 76.287.093,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.240.432,59 512.486,23 0,00 5.752.918,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
77.081.760,25 13.753.135,39 0,00 90.834.895,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
90.009.239,42 19.912.699,93 0,00 109.921.939,35
Buchwerte 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.280.505,66 3.721.298,66
2. Kundenstamm 0,00 32.484,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 69.457,59 582.105,12
4.349.963,25 4.335.887,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 46.141.948,30 43.288.578,15
2. technische Anlagen und Maschinen 63.701.435,00 59.864.405,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.092.159,00 1.287.965,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.853.129,53 2.356.045,79
114.788.671,83 106.796.993,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.027.294,51 2.027.293,51
2. Beteiligungen 115.766,00 114.766,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 629.711,73 620.158,43
4. sonstige Ausleihungen 10.698.875,35 12.396.052,75
13.471.647,59 15.158.270,69
132.610.282,67 126.291.152,41

Bericht des Aufsichtsrats 2023

1. Entwicklung 2023

Der Aufsichtsrat der noris network AG hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und sich über die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft ausführlich unterrichten lassen. Seine Tätigkeit übte der Aufsichtsrat durch das aus der gesetzlichen Mindestzahl von drei Mitgliedern bestehende Plenum aus. In den Aufsichtsratssitzungen, informellen Kurzbesprechungen, gelegentlicher Teilnahme an den Vorstandssitzungen sowie in Arbeitsgesprächen des Vorsitzenden des Aufsichtsrates mit dem Vorstandsvorsitzenden und in laufendem telefonischem, elektronischem und persönlichem Kontakt zum Vorstand sind die anstehenden Themen und Fragen von wesentlicher Bedeutung eingehend behandelt worden. Im Vordergrund standen die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und -strategie, die Entwicklung von Bilanz- und Ertragsrechnung, die Organisationsentwicklung des Unternehmens sowie die Beobachtung und Überwachung der Kosten und insbesondere der allgemeinen und speziellen Risiken und Chancen.

Reguläre Aufsichtsratssitzungen fanden am 15.03.2023, am 24.05.2023, am 21.06.2023, am 21.09.2023 und am 06.12.2023 statt. Am 21.06.2023 wurde die Hauptversammlung abgehalten.

In der ersten regulären Sitzung des Aufsichtsrates am 15.03.2023 beschäftigte sich dieser im Wesentlichen mit den Ergebnissen des vorangegangenen Jahres.

In der Sitzung vom 24.05.2023 wurden die Ergebnisse des 1. Quartals 2023 besprochen und der vorläufige Jahresabschluss 2022 durchgesehen.

Die Sitzung am 21.06.2023 befasste sich mit der Überprüfung des Jahresabschlusses 2022. In der unmittelbar folgenden Hauptversammlung wird der testierte und vom Aufsichtsrat festgestellte Jahresabschluss 2022 verabschiedet. Der Jahresüberschuss ist, mit Ausnahme einer Ausschüttung von TEUR 900, in den Gewinnvortrag eingestellt worden. Die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden je einstimmig entlastet.

Am 21.09.2023 lag das Augenmerk auf dem laufenden Geschäftsbetrieb und den Ergebnissen des 1. Halbjahres 2023. Es war eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung festzustellen.

In der Sitzung vom 06.12.2023 wurden die Ergebnisse des 3. Quartals 2023 sowie weitere aktuelle Entwicklungen besprochen.

Die Gesellschaft hat sich im Jahr 2023 trotz der sogenannten Multikrise gut behauptet. Die Lage der noris network AG ist als gut zu bezeichnen, da gerade die Tätigkeitsbereiche der als Unternehmen der kritischen Infrastruktur gebraucht und für die Kunden zunehmend relevanter werden.

Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand gestaltete sich in häufig geführten Gesprächen reibungslos. Die erforderlichen Berichte wurden erstellt und der Sprecher des Vorstands und der Vorsitzende des Aufsichtsrates standen in regelmäßigem Kontakt. Der Aufsichtsrat ließ sich laufend über die Risiken Bericht erstatten. Hierzu dient auch ein regelmäßiger Jour-fixe mit dem Leiter der Internen Revision. Durch die gelegentliche Teilnahme an Vorstandssitzungen hatte der Aufsichtsrat auch Einblick in den organisatorischen Bereich.

2. Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses 2023

Der Aufsichtsrat prüfte in der Bilanzsitzung vom 21.06.2024 den Jahresabschluss 2023 und den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinnes im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Es wurden keine formell und materiell bedeutsamen Abweichungen zu den gesetzlichen Vorschriften festgestellt. Der Jahresabschluss stellt die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft zutreffend dar.

Der Aufsichtsrat billigte in der Sitzung vom 21.06.2024 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2023 und stellte diesen gemäß § 172 AktG fest. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzergebnisses, nämlich Vortrag auf neue Rechnung nach Abzug einer Ausschüttung in Höhe von TEUR 1.500 an die Aktionäre, stimmte der Aufsichtsrat zu.

3. Risiko- und Chancenbetrachtung

Bezüglich der Risiken der Versorgung mit Energie ist die noris network AG durch den rechtzeitigen Abschluss langfristiger Lieferverträge gut aufgestellt, sodass in absehbarer Zeit keine sprunghafte Verteuerung zu erwarten ist.

Weitere Risiken im Finanzierungs- und Materialbereich stehen unter genauer Beobachtung und haben im Moment keine größeren Auswirkungen.

Bezüglich der Personallage gelingt es durch erhebliche Anstrengungen ausreichend Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.

Durch den Erwerb der Unternehmen der innovIT AG Ende des Jahres 2023 wird die noris network AG in Zukunft ihr Portfolio im Bereich Rechenzentrumsbau weiter ausbauen und erheblich im Geschäftsfeld skalierbarer Rechenzentren tätig werden.

4. Ausblick 2024

Die bilanziellen Kennziffern zeigen ein stabiles und den Anforderungen der Zukunft gewachsenes Unternehmen. Unter Wahrung der erforderlichen kaufmännischen Vorsicht sind die Aufwendungen für die weitere Ausstattung im technischen und personellen Bereich zu bewältigen. Durch Weiterentwicklung der Organisationsstruktur, der Prozesse und des Risikomanagements setzt die noris network AG den umfangreichen Geschehnissen im wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Umfeld geeignete Steuerungsmechanismen entgegen.

Der stetig steigende Auftragseingang und der wachsende Bekanntheitsgrad der noris network AG zeigen, dass die gesetzten strategischen Ziele erreicht werden. Die Lage der Gesellschaft ist insgesamt als sehr erfreulich zu bezeichnen.

 

Nürnberg, im April 2024

Dipl.-Kfm. Stefan Schnabel

Andrea Lengenfeld

Matthias Urlichs

Sonstige Berichtsbestandteile

Der Jahresabschluss wurde am 26.06.2024 festgestellt.

Eine Erklärung nach § 161 AktG ist nicht erforderlich, da die noris network AG weder börsennotiert noch eine Wertpapierhandelsgesellschaft ist.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die noris network AG, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der noris network AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der noris network AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 26. Juni 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dittus, Wirtschaftsprüferin

Dr. Schroff, Wirtschaftsprüfer

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